Sie sind auf Seite 1von 16
MovieMento & City-Kino dezeMber 2016 Nr. 335 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino www.moviemento.at
MovieMento & City-Kino dezeMber 2016 Nr. 335 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino www.moviemento.at
MovieMento & City-Kino
dezeMber 2016
Nr. 335 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino
www.moviemento.at
EIN FILM VON
DANIÈLE
THOMPSON

2

Vorspann

Inhalt

Neue Filme im Dezember

 

ALLE FARBEN DES LEBENS ANGRIFF DER LEDERHOSENZOMBIES DIE GETRäUMTEN DIE NACHT DER 1000 STUNDEN DIE TäNZERIN EIN LIED FÜR NOUR EINE SCHÖNE BESCHERUNG EINFACH DAS ENDE DER WELT GEMEINSAM WOHNT MAN BESSER GLEISSENDES GLÜCK JACqUES – ENTDECKER DER OZEANE KAUM ÖFFNE ICH DIE AUGEN KINDERS LIEBE MÖGLICHERWEISE LOVE & FRIENDSHIP MARIE CURIE MEINE ZEIT MIT CéZANNE NOCTURNAL ANIMALS PAULA

8

10

3

11

8

10

10

3

9

11

9

11

10

7

8

9

3

6

7

PETER HANDKE – BIN IM WALD, KANN

SEIN, DASS ICH MICH VERSPäTE SÜHNHAUS SULLy WEDDING DOLL

8

6

6

6

Thema des Monats Inter*Trans*Themenabend VHS-Filmgespräch National Theatre: Encore Series Babykino OK Special Südwind AK-Kultur Filmring der Jugend

4

12

12

12

12

12

13

13

13

Preise:

Programmheft-Jahresabo: EUR 19,– Kinometerbank: 10 Karten + Programmheftabo: EUR 70,– MovieMember: 1 Jahr ermäßigter Eintritt + Abo: EUR 30,–, Einzelexemplar: EUR 1,50 Bankverbindung: Hypobank, Linz Landstraße, IBAN:

AT955400000000761858 / BIC: OBLAAT2L lau- tend auf «Moviemento Programmkino gemeinnützi- ge GmbH« Satz- und Druckfehler vorbehalten.

Hinweis für Kinometerbank Käufer_innen Per Überweisung bezahlte Kinometerbanken und MovieMember-Cards liegen an der Moviemento Kino-Kassa auf und können dort gegen Vorlage der Zahlungsquittung (=Auftragsbestätigung) zwischen ca. 17.00 und 21.00 Uhr abgeholt werden. Aus orga- nisatorischen Gründen ist die Abholung im City-Kino nicht möglich. Wegen immer häufiger aufretender Zustellprob- leme unserer Programmzeitung durch die Post möchten wir uns entschuldigen. Diese liegen nicht in unserem Bereich. Gegebenenfalls bekommen Sie das Programm gerne an der Kassa.

Impressum Medieninhaber: Verein zur Förderung kommunikativer Kinokultur, OK Platz 1, 4020 Linz, Tel: 0732/784090. Obmann: Wilhelm Schwind. DVR: 0562831/180189. F. d. I. v.: Wolfgang Steininger. Gestaltung Heft 335: Stefanie Pachlatko, Sara Köppl, Stefan Messner, Mitarbeit: Rüdiger Ratzenböck Druck: Haider Schönau, Niederndorf 32, 4274 Schö- nau, Tel: 07261/7232. Gedruckt auf chlorfrei gebleich- tem Papier. Mit der Unterstützung von BMUKK, LAND OÖ, STADT LINZ und zahlreichen Mitgliedern, Förder_innen. Offenlegung gem. Mediengesetz § 25(2): Verein zur Förderung kommunikativer Kinokultur, Unterneh- mensgegenstand: Präsentation von Filmkunst. § 25(4): Vermittlung von Informationen über Film, Kino-Kultur und Zeitkultur.

FilmBrunch Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil
FilmBrunch
Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil

#1 tisch & kinoticket reservieren im Gelben Krokodil und Moviemento / #2 beZAhlen im gelben krokodil Sie erhalten einen Bon / #3 mit dem bon ihre PlAtZkArte Abholen an der Moviemento- Kassa den Bon gegen das Kinoticket tauschen

so 4. Dezember

so 18. Dezember

11.15

AmerikAnisches idyll

11.10

die tänZerin

11.30

liebe möglicherweise

11.20

cAFè society

11.30

Peter hAndke

11.30

die geträumten

13.10

Alles wAs kommt

13.10

PAulA

13.10

sully

13.15

mArie curie

13.15

ArrivAl

13.30

JAcques – entdecker der oZeAne

so 11. Dezember

mo 26. Dezember

11.15

egon schiele

11.15

gemeinsAm wohnt mAn besser

11.30

liebe möglicherweise

11.15

die tänZerin

11.30

sühnhAus

11.30

eine schöne bescherung

13.10

Alle FArben des lebens

13.10

nocturnAl AnimAls

13.10

mArie curie

13.20

meine Zeit mit céZAnne

13.20

ArrivAl

13.30

JAcques – entdecker der oZeAne

FilmLUNCH Sonntags im City-Kino & Café Stern
FilmLUNCH
Sonntags im City-Kino & Café Stern

so 4. Dezember

11.00

11.15

ich, dAniel blAke bAuer unser

so 11. Dezember

11.00

11.15

AmerikAnisches idyll der vollPosten

so 18. Dezember

11.00

11.15

sully

hotel rock‘n‘roll

mo 26. Dezember

11.00

11.15

meine Zeit mit céZAnne bAuer unser

so 18. Dezember 11.00 11.15 sully hotel rock‘n‘roll mo 26. Dezember 11.00 11.15 meine Zeit mit
MeINe zeIT MIT CÉzANNe
MeINe zeIT MIT CÉzANNe

MeINe ZeIt MIt CéZaNNe

Cézanne et moi

FR 2016, 114 min, Französisch OmU, R/B: Danièle Thompson, K: Jean-Marie Dreujou, S: Sylvie Landra, D: Guillaume Gallienne, Guillaume Canet, Alice Pol, Sabine Azéma, Déborah François, Laurent Stocker, Isabelle Candelier

AB FReITAG, 23. DezeMBeR Stimmungsvolles Porträt der fünf Jahr- zehnte währenden Freundschaft zwischen Schriftsteller Émile zola und Maler Paul Cézanne. Sie haben alles geteilt: ihr Aufbegehren, die Neugierde, die Hoffnungen, Zweifel, Mäd- chen, Ruhmesträume. Paul ist reich, émile arm. Irgendwann ziehen sie fort aus Aix-en- Provence, rauf nach Paris, freunden sich an mit jenen, die am Montmartre und in Bati- gnolles leben. Man verkehrt an denselben Orten, schläft mit denselben Frauen, ver- achtet die Spießbürger (was auf Gegensei- tigkeit beruht), geht nackt baden, stirbt vor Hunger und stopft sich bei Gelegenheit den Bauch voll, trinkt Absinth, malt tagsüber jene Modelle, die man nachts streichelt, nimmt 30 Stunden Zugfahrt in Kauf, nur um einen Sonnenuntergang in der Provence zu sehen… Paul Cézanne und émile Zola – aus dem einen wird ein Maler, aus dem anderen ein Schriftsteller. Der Ruhm geht achtlos an Paul vorbei. émile hingegen besitzt nun alles: Ansehen, Geld, eine perfekte Frau, die Paul zuerst geliebt hat. Sie kritisieren und bewundern sich. Und sie gehen keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Sie ver- lieren sich aus den Augen und finden sich wieder – wie eins dieser Paare, die nicht aufhören können, sich zu lieben… Mit ihren gigantischen Lebenswerken ge- hören der Schriftsteller émile Zola und der Maler Paul Cézanne zu den wichtigsten Fi- guren der französischen Kulturgeschichte. Weniger bekannt ist die tiefe Freundschaft, die die beiden Künstler ein Leben lang ver- band. Es ist eine hochspannende Geschichte von Zuneigung und Eifersucht, von Mut und Verzweiflung sowie von unbändiger Schöp- fungskraft. In ihren fantastischen Dialogdu- ellen gelingt es den beiden Hauptdarstellern, uns Zola und Cézanne so nahezubringen wie noch nie: Guillaume Gallienne (yVES SAINT LAURENT) spielt Cézanne als labilen Rebellen mit dem unersättlichen Verlangen

DIe GeTRÄUMTeN
DIe GeTRÄUMTeN
eINFACH DAS eNDe DeR WeLT
eINFACH DAS eNDe DeR WeLT

nach Perfektion. Guillaume Canet (ZUSAM- MEN IST MAN WENIGER ALLEIN) gibt den erfolgsverwöhnten und doch stets mit sich selbst hadernden Zola. Als prägende Frau- en im Leben der beiden Genies runden die hinreißende Alice Pol (SUPER-HyPOCHON- DER), Déborah François (MADEMOISELLE POPULAIRE) und Alain Resnais’ Stamm- schauspielerin Sabine Azéma (HERZEN) das hochkarätige Ensemble ab, das die Grande Dame des französischen Kinos, Regisseurin Danièle Thompson (EINE HOCHZEIT UND ANDERE HINDERNISSE, AFFäREN À LA CARTE) gekonnt in Szene setzt.

reden über Tattoos und Musik. Ob die Liebe damals oder die Liebe heute, ob Inszenie- rung oder Dokumentation: Wo die Ebenen verschwimmen, schlägt das Herz des Films.

Hervorragende Schauspieler [

] konzen-

trierte Bildsprache. – Süddeutsche zeitung

Selten hat mich ein Film so bewegt wie diese Lesestunde, die mit einfachsten Mit- teln maximale Wirkung erzielt. Mit DIE GE- TRäUMTEN hat Beckermann brennende, poetische Energie auf die Leinwand ge- bracht. – Jugend ohne Film

DIe GeträUMteN

AT 2016, 89 min, OdF, R: Ruth Beckermann, B: Ruth Beckermann, Ina Hartwig, K: Johannes Hammel, S: Dieter Pichler, D: Anja Plaschg, Laurence Rupp

AB FReITAG, 16. DezeMBeR Um Liebe und Hass, um richtige und fal- sche Worte geht es in dem Film DIe Ge- TRÄUMTeN. Im zentrum stehen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, die sich im Nachkriegswien kennengelernt haben. De- ren Briefwechsel bildet die Textgrundlage. Die dramatische, rauschhafte, aber auch unendlich traurige Liebesgeschichte zwi- schen Bachmann und Celan beginnt 1948, als sie 22 und er 27 Jahre alt ist, und sie en- det mit dem Suizid Celans 1971 in Paris. Für Ingeborg Bachmann ist es die große Liebe ihres Lebens, und doch hört sie nie auf, in ihm den Fremden zu sehen und ein biss- chen wohl auch zu fürchten: einen Juden aus Czernowitz, dessen Eltern im Holocaust umgekommen sind, während sie selbst nichts dergleichen erlebt hat. Sie liebt ihn und stößt an Grenzen, an ihre eigenen und an seine. Es geht nicht immer nett zu in die- sen packenden Briefen. In einem Moment des Zweifels fragt sie: »Sind wir nur die Ge- träumten?« Zwei junge Schauspieler, Anja Plaschg und Laurence Rupp, treffen sich in einem Film- studio, um daraus zu lesen. Die dramatisch schwankenden Gefühle der Briefe – zwi- schen Rausch und Verlustangst, Entzücken und Erschrecken, Nähe und Fremdheit – gehen auf die Schauspieler über. Aber sie amüsieren sich auch, streiten, rauchen,

eINFaCH Das eNDe Der WeLt

Juste la fin du monde

CA/FR 2016, 95 min, Französisch OmU, R: Xavier Dolan, B: Xavier Dolan, nach Jean-Luc Lagarce, K: André Turpin, S: Xavier Dolan, D: Gaspard Ulliel, Marion Cotillard, Vincent Cassel, Nathalie Baye, Léa Seydoux, Antoine Desrochers

Cannes 2016: Großer Preis der Jury

AB FReITAG, 30. DezeMBeR Xavier Dolan verfilmt ein Theaterstück von Jean-Luc Lagarce über einen todkranken Schriftsteller, der in seine Heimatstadt zu- rückkehrt. Nach über zwölf Jahren kehrt Louis erst- mals nach Hause zurück und versetzt da- mit seine Familie in helle Aufregung. Doch die anfängliche Freude über die Heimkehr des verlorenen Sohnes und Bruders schlägt schnell um: Alte Wunden brechen auf, und bald finden sich alle zurück in alten Mus- tern, vollkommen unfähig, miteinander zu sprechen. Wird es Louis gelingen, das zu tun, wofür er gekommen ist? In dem bewegenden Familiendrama brillie- ren Marion Cotillard, Léa Seydoux, Vincent Cassel, Gaspard Ulliel und Nathalie Baye als zerrissene Familie, in deren schmerzvoll gescheiterter Kommunikation ein Ruf nach Liebe steckt. Regie-Wunderkind Xavier Do- lan (MOMMy, HERZENSBRECHER) schafft eine bedrückende visuelle Enge zwischen Figuren, die weiter nicht voneinander ent- fernt sein könnten, und erhielt dafür bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes den Großen Preis der Jury.

3

Thema des monats ken Loach – gentleman und »sturer Bock«

von Peter Willnauer und ulrike Steiner

4

Der britische Filmregisseur ist 80, hat annä- hernd 50 Filme gedreht und für seinen letz- ten die »Goldene Palme« bei den Filmfest- spielen von Cannes 2016 gewonnen. 1966 (vor 50 Jahren, also noch ein Jubiläum) drehte Ken Loach im Rahmen einer Serie von Fernsehproduktionen CATHy COME HOME.

Der Film kann als eines der interessantesten Ergebnisse, die sich aus den Forderungen und Ideen der »Free-Cinema-Bewegung« ergeben haben, angesehen werden. In ein- dringlichen Bildern schildert der damals bei der BBC als Regisseur beschäftigte Loach, wie eine junge Familie an der schwierigen und unmenschlichen Londoner Wohnsi- tuation zerbricht. Cathy, ein Mädchen aus einem Londoner Vorort, und der Lastwa- genfahrer Reg heiraten und ziehen in eine Neubauwohnung. Obwohl beide arbeiten, übersteigt die Miete ihre Verhältnisse, und ihre gemeinsamen Kinder werden ihnen von den Sozialbehörden weggenommen. Als allseits bekanntem und bekennendem Trotzkisten versuchte man Loach in den 1970ern, insbesondere in der Thatcher-ära, durch Sendeverbote und Zensurmaßnah- men das Arbeiten zu erschweren. Erst spät in seinem Leben hat er als internationaler Filmemacher Anerkennung gefunden. Er schuf seit den 60er Jahren immer wieder Filme, die ein genaues Bild der zeitgenös- sischen gesellschaftlichen Situation seines Landes zeichnen. Andere Filme wie LAND AND FREEDOM über den Spanischen Bürgerkrieg und CARLA’S SONG über den Bürgerkrieg in Nicaragua zeugen von seinem Interesse für den spa- nischsprachigen Raum bzw. die Situation »il- legaler« Hispanics in den USA (BREAD AND ROSES). Ken Loach war häufig mit Filmen auf der Berlinale vertreten und gewann dort mehrere Preise, zuletzt auch den »Ehrenbä- ren« für sein Lebenswerk.

2004 gewann er zum ersten Mal die »Gol- dene Palme« von Cannes für THE WIND SHAKES THE BARLEy. Dieser Film erzählt vom irischen Freiheitskampf 1923, so wie JIMMy‘S HALL zehn Jahre später den Fokus auf Irland in den frühen 1930ern richtet.

DeR ReGISSeUR KeN LOACH ÜBeR SeINe ARBeIT »Was ich immer versucht habe zu tun, ist, die Wahrheit des Moments zu erfassen.« »So viele Dinge machen einen einfach wü- tend und traurig und lassen einen verzwei- feln. Das geht auch vielen anderen so. Wenn

man die Möglichkeit hat, einen kleinen Bei- trag zu leisten, etwas dazu zu sagen, warum sollte man darauf verzichten?«

»Neben dem Drehbuch ist die Besetzung das Wichtigste, es braucht Schauspieler, die das Drehbuch zum Leben erwecken und die glaubwürdig sind. Die Figuren, wie sie im Drehbuch stehen, müssen dafür etwas an die Darsteller angepasst werden.« »Wir drehen chronologisch, das hilft den Schauspielern ungemein und sie können es sich gar nicht mehr anders vorstellen. Nur so hat ihre Arbeit für sie Sinn.« »Die Kamera sollte eher wie eine Person sein, die etwas betrachtet. Sie sollte nichts manipulieren, indem sie von einem Kran aus über die Felder zoomt. Wer schaut sich je- mals etwas aus der Bodenperspektive aus an? Das ergibt keinen Sinn. Wer schaut sich je etwas von einem Kran aus an? Das ergibt keinen Sinn. Indem man der Kamera die Rolle des Betrachters gibt, bringt man den Zuschauer in die Szene hinein.« »Man trägt die Verantwortung für die Perso- nen, die man in den Film bringt und in die Welt des Films bringt.«

Vor dem »rückzug«

aNGeLs' sHare – eIN sCHLUCk Für DIe eNGeL

The Angels' Share

GB/Fe/Be/IT 2012, 101 min, R: Ken Loach, B: Paul Laverty, K: Robbie Ryan, S: Jonathan Morris, M: George Fanton, D: Paul Brannigan, John Henshaw, Gary Maitland, William Ruane, Siobhan Reilly

Cannes 2012: Preis der Jury; San Sebastián 2012: Publikumspreis

Was man sich als über die Jahrzehnte ei- nigermaßen geübter Betrachter der Filme von Ken Loach nicht unbedingt erwartet, ist ein Feel-Good-Movie. Oder, wie es die Produzentin Rebecca O’Brien ausdrückt, »eine bittersüße Komödie«. Zunächst hat es auch gar nicht den Anschein, als ob sich der (nur an Jahren) alte Regisseur mit ei- nem Wohlfühl-Film verabschieden wollte – denn eigentlich sollte ANGELS‘ SHARE den Schlusspunkt seines Arbeitslebens bilden. Dass es anders kam, ist der politischen Ent- wicklung in Großbritannien zu danken. Sie- he I, DANIEL BLAKE.

Der Begriff »Angels‘ Share« (Anteil der En- gel) bezieht sich auf die wenigen Prozent Alkohol, die bei der Lagerung hochwerti- ger Destillate aus den Fässern verdunsten. Loachs langjähriger Drehbuch-Partner Paul Laverty spielt mit diesem als Filmtitel gewählten Begriff augenzwinkernd und in mehrfacher Hinsicht.

»Angels« sind die Protagonisten jedenfalls nicht, und ihr Anteil am Gesellschaftsleben ist kein positiver. So sieht es zunächst auch gar nicht nach Komödie aus. Ken Loach stellt in den Einleitungssequenzen seine vier »Helden« als Kleinkriminelle und Nichtsnut- ze vor. Bei Gericht entgeht Robbie (Paul Brannigan) nach einer brutalen Schlägerei nur um Haaresbreite einer Haftstrafe und wird zu 300 Stunden Sozialarbeit verdon- nert. Dort lernt er Albert (Gary Maitland), Rhino (William Ruane) und die Ladendiebin Mo (Siobhan Reilly) kennen. Ein Glücksfall ist, dass das liederliche Klee- blatt in der Person ihres Bewährungshelfers Harry (John Henshaw) tatsächlich einem »Angel« begegnet. Der gutmütig-väterliche Typ nimmt sich seiner Schützlinge weit über das übliche Maß hinaus an. Als Robbie seine Freundin Leonie nach der Geburt ihres ge- meinsamen Sohnes Luke im Krankenhaus besuchen will und dort von Schlägern im Auftrag ihres über die Verbindung wenig er- freuten Vaters verprügelt wird, hindert Har- ry den jähzornigen Robbie am Durchdrehen und bewahrt ihn damit vor dem Gefängnis. Er nimmt ihn zu sich nach Hause mit und stößt mit Robbie auf die Vaterschaft an – mit einem Glas Whisky. Und damit kommt jene Substanz ins Spiel, die Robbies Leben verändern wird. Der Underdog entdeckt durch die Begeg- nung mit dem schottischen uisge beatha (Wasser des Lebens), wie der Whisky auf Gälisch genannt wird, tatsächlich sein Le- benselixier. Wie sich bei einer Verkostung herausstellt, zu der Harry seine Schützlinge mitgenommen hat, besitzt Robbie eine feine Nase und einen ebensolchen Gaumen beim Aufspüren der Aromen in den edlen (und kostspieligen) Tropfen. Ab jetzt kollidieren zwei Welten in durchaus komischer Weise: Hier die Connaisseurs mit den dicken Brieftaschen, die sich prestige- trächtige Flaschen oder gar Fässer in den Kellern ihrer Landsitze einlagern wollen, un- terstützt von geschäftstüchtigen »Kennern« und »Sammlern«, die auf Auktionen für ihre Klientel einkaufen und natürlich auch selber mitschneiden.

Da eine schmuddelige Viererbande aus Glasgows Glasscherbenviertel, die eigent- lich lieber das andere schottische Natio-

Da eine schmuddelige Viererbande aus Glasgows Glasscherbenviertel, die eigent- lich lieber das andere schottische Natio- nalgetränk Irn Bru (gesprochen Iron Brew) trinkt. Das orangebraune Getränk drängt mit hohem Zucker- und Koffeingehalt in Schottland sogar Coca Cola in die zweite Reihe. Die grellfarbige Limonade spielt – wie viele andere Schottland-Stereotype auch – eine Rolle in ANGELS‘ SHARE. Der smarte Robbie und seine Kumpane haben eine Geschäftsidee, die sie mitten hinein in die edelsten Kathedralen des Whisky-Kults führt. Das geht freilich nur mit einem guten Schmäh, und den lassen sie sich einfallen. Mehr zu verraten, wäre Mord an der Ge- schichte, und hier soll ja Lust zum Selber- Anschauen gemacht werden. Es gibt jedenfalls einige Momente, in denen die Story ganz leicht in die für Loach eher typische Sozial-Tragödie kippen könnte. Nicht verschwiegen wird trotz des leichten Tonfalls das große Dilemma einer Generati- on von Arbeitslosen, die selbst schon Kinder von Arbeitslosen und Verlierern sind. Nicht verschwiegen wird die sich scheinbar un- aufhaltsam drehende Spirale der Gewalt, praktisch als »Erbe« weitergereicht. Es wä- ren nicht Ken Loach und Paul Laverty, hät- te es nicht präzise Recherchen in der Sze- ne gegeben. Und so ist auch der in seiner trotzigen Verletzlichkeit und authentischen Ausstrahlung herausragende Paul Brannig- an als Robbie eine Entdeckung, die Laverty bei seiner »Feldarbeit« in einer Jugend-Sozi- aleinrichtung machte.

der »LeTzTe« FILm

JIMMY’s HaLL

GB/Ie/FR 2014, 109 min, R: Ken Loach, K: Robbie Ryan, S: Jonathan Morris, D: Barry Ward, Simone Kirby, Jim Norton, Aisling Franciosi, Aileen Henry, Andrew Scott

1932 kehrt Jimmy Gralton nach zehn Jahren in den USA wieder nach Irland in seinen Ge- burtsort zurück. Die vergangenen Jahre hat- te er in New york in verschiedensten Jobs geschuftet, als Bauarbeiter, Fensterputzer, Straßenkehrer, und hat auch den großen Zu- sammenbruch von 1929 miterlebt. Er ist in Kontakt mit der Arbeiterbewegung gekom- men und dabei zum engagierten Sozialisten geworden, seine erbitterten und unversöhn-

lichen Feinde, die Großgrundbesitzer und der Klerus, nennen ihn einen Kommunisten, der ihre Herrschafts- und Machtansprüche untergräbt. Jetzt, zehn Jahre nach dem irischen Bürgerkrieg (THE WIND SHAKES THE BARLEy), ist eine neue Regierung an der Macht, und seine greise Mutter braucht Hilfe auf der Farm. Sie hat einst den Kindern ihrer Gegend mit einer fahrenden Bibliothek die Bücher von Louis Stevenson oder Jack London nahegebracht und ist sozusagen eine Vorfahrin des Regisseurs, dem der alte Grundsatz der Arbeiterbewegung »BIL- DUNG IST MACHT« in seiner Arbeit für das Kino immer ein ganz besonderes Anliegen war. Obwohl Jimmy eigentlich nicht wie- der seine alten Widersacher herausfordern wollte, gibt er den Bitten der Dorfjugend nach und eröffnet gemeinsam mit seinen früheren Gefährten wieder die »Hall«, eine Art selbstorganisiertes Kulturzentrum, wo gemalt, getanzt (Jimmy hat aus N.y. sogar Jazzplatten mitgebracht!), geboxt, gesun- gen, gelesen und diskutiert wird. Der wach- sende Einfluss Jimmys und seiner Ideen ruft die befürchtete, aber auch erwartete Gegenwehr hervor. Der Dorfpfarrer befürch- tet Unzucht und Zügellosigkeit und den Ver- lust des kirchlichen Bildungsmonopols, die Hilfe Jimmys und seiner Anhänger für eine vertriebene Pächterfamilie mit fünf Kindern (!) bringt die Großgrundbesitzer gegen ihn auf. Eines Nachts geht »Jimmy‘s Hall« in Flammen auf, Jimmy selbst wird unter dem Vorwand illegaler Einwanderung aus den USA ohne Gerichtsverhandlung des Landes verwiesen. Bei seinem Abtransport durch die Polizei geben ihm die Jugendlichen des Dorfes das Geleit. JIMMy’S HALL ist ange- lehnt an das Leben von James Gralton, der nach seiner Deportation nie wieder nach Ir- land zurückkehrte. Der Film wurde größten- teils an den Originalschauplätzen in Irland gedreht.

Nach Beendigung der Dreharbeiten an JIMMy’S HALL sagte Ken Loach (78):

der rückTrITT Vom rückTrITT

ICH, DaNIeL BLake

I, Daniel Blake

GB/FR, 2016, 100 min, R: Ken Loach, K: Robbie Ryan, S: Jonathan Morris, D: Dave Johns, Hayley Squires, Micky McGregor, Mick Laffey, Sharon Percy, Briana Shann

Cannes 2016: Goldene Palme

PODIUMSDISKUSSION:

FR 2. DezeMBeR, 20.00, MOVIeMeNTO

Wurde bereits ausführlich in der November- Ausgabe der Moviemento-Zeitung bespro- chen. Hier zur Abrundung die Rede, die Ken Loach in Cannes als Preisträger der »Goldenen Palme« im Mai 2016 hielt:

»Wir denken an die Menschen, die den Film inspiriert haben. An die Menschen, die Es- sen aufgetrieben haben für die, die sonst ge- hungert hätten, und das in der fünftreichs- ten Nation der Welt. An sie denken wir. Filme sind wunderbar. Filme sind großartig, spannend und unterhaltsam und auch sehr wichtig, wie Sie heute Nacht gesehen ha- ben. Sie können uns Fantasiewelten vor Au- gen führen, aber auch die Welt, in der wir le- ben. Und die Welt, in der wir leben, befindet sich derzeit an einem gefährlichen Punkt. Wir werden von einem Sparkurs in die Zange genommen, der von Ideen getragen wird, die wir Neoliberalismus nennen. Das hat uns an den Rand einer Katastrophe ge- führt. Das hat Millionen Menschen in bittere Not getrieben, und Millionen mehr müs- sen schuften. Und einer kleinen Minder- heit hat es grotesken Reichtum beschert. Der Film hat viele Traditionen. Eine dieser Traditionen ist es, rebellisch zu sein und die Interessen von Menschen zu vertreten ge- genüber jenen, die stark und mächtig sind. Diese Tradition wird hoffentlich am Leben erhalten werden.«

»Ich weiß nicht, ob ich genug Energie habe, noch einen Film zu drehen. Es ist ganz

Liste der Filme, die in der Mediathek erhältlich sind:

schön harte Arbeit. Man steht früh auf und

1996

CARLA’S SONG

geht spät ins Bett. Das Anstrengende ist

2002

SWEET SIXTEEN

wahrscheinlich, dafür zu sorgen, dass alle

2004

JUST A KISS

wochenlang energiegeladen, konzentriert und zielorientiert bleiben. Man will ein Er-

2006

THE WIND THAT SHAKES THE BARLEy

gebnis haben, bei dem sich das Anschauen

2007

IT’S A FREE WORLD

lohnt. Das ist harte Arbeit. Ich weiß es also

2009

LOOKING FOR ERIC

wirklich nicht. Wenn man auf die achtzig zu- geht, sollte man wohl andere Dinge tun. Kei-

2012

ANGELS’ SHARE – EIN SCHLUCK FÜR DIE ENGEL

ne Ahnung, wir werden sehen.« (pw)

2014

JIMMy’S HALL

5

NOCTURNAL ANIMALS PeTeR HANDKe – BIN IM WALD, KANN SeIN, DASS SULLy
NOCTURNAL ANIMALS
PeTeR HANDKe – BIN IM WALD, KANN SeIN, DASS
SULLy

6

NoCtUrNaL aNIMaLs

US 2016, 115 min, englisch OmU, R/B: Tom Ford, K: Seamus McGarvey, S: Joan Sobel, D: Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Michael Shannon, Armie Hammer, Aaron Taylor-Johnson, Laura Linney

AB DONNeRSTAG, 22. DezeMBeR Brillant verschachtelt erzählter Thriller über eine Galeristin, die glaubt, ihr ex- Mann wolle ihr mit seinem neuen Roman etwas Wichtiges sagen. Die Kunsthändlerin Susan Morrow führt in Los Angeles ein privilegiertes, aber unerfüll- tes Leben mit ihrem neuen Ehemann Hut- ton Morrow. Als dieser erneut zu einer sei- ner zahlreichen Geschäftsreisen aufbricht, erhält sie ein Manuskript mit dem Titel NOCTURNAL ANIMALS, geschrieben von ihrem Ex-Ehemann Edward Sheffield, mit dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. In der beigefügten Notiz fordert Edward sie auf, das Buch zu lesen. Der Roman ist Susan gewidmet, doch sein Inhalt ist bru- tal und niederschmetternd. Edward erzählt darin die Geschichte von Tony Hastings, der mit seiner Familie durch Texas fährt und dort eines Nachts von Ray Marcus und des- sen Gang von der Straße abgedrängt wird. Machtlos muss Tony dabei zusehen, wie sei- ne Familie entführt wird und seine größten ängste Wirklichkeit werden. Tief bewegt von Edwards Worten erinnert sich Susan an die intimsten Momente ihrer Liebesbeziehung zu ihm. Der Roman zwingt sie dazu, ihre selbst getroffenen Lebensentscheidungen in einem ganz neuen Licht zu sehen. Je wei- ter die Erzählung in NOCTURNAL ANIMALS auf eine Abrechnung zuläuft, desto drama- tischere Auswirkungen hat sie nicht nur auf ihren Helden, sondern auch auf Susan. Sieben Jahre nach seinem weltweit gefei- erten und Oscar-nominierten Regiedebüt A SINGLE MAN meldet sich Tom Ford zurück und überzeugt in NOCTURNAL ANIMALS mit eindringlicher Intimität und packender Spannung. Seine Oscar-nominierten Haupt- darsteller Amy Adams (AMERICAN HUST- LE, THE MASTER) und Jake Gyllenhaal (NIGHTCRAWLER, EVEREST) brillieren als geschiedenes Paar, das dunkle Wahrheiten nicht nur über den jeweils anderen, sondern auch über sich selbst zutage bringt.

Ein ambitionierter Hochspannungs-Noir- Thriller. – Variety

Peter HaNDke – BIN IM WaLD, kaNN seIN, Dass ICH MICH versPäte

De 2016, 89 min, Deutsch und Französisch OmU, R: Corinna Belz, K: Nina Wesemann, Axel Schneppat & Piotr Rosolowski, S: Stephan Krumbiegel

AB FReITAG, 2. DezeMBeR Dokumentarfilm über Leben und Werk des Schriftstellers Peter Handke. Seine Buchtitel klingen wie die Titel einer Jukebox und wurden zu den Losungen mehrerer Generationen von Lesern: »Pu- blikumsbeschimpfung«, »Die Angst des Tormanns beim Elfmeter«, »Wunschloses Unglück«, »Der kurze Brief zum langen Ab- schied«, »Das Gewicht der Welt«, »Immer noch Sturm«. In den Sechzigern zeigte Peter Handke als einer der Ersten, wie das geht: der Schriftsteller als Angry young Man und Popstar des Literaturbetriebs. Doch kaum war er auf den Bestsellerlisten, kehr- te er dem Rummel den Rücken. Er ging auf Reisen und nahm seine Leser mit in den Rhythmus seiner Sprache, in seine langen, schwingenden Sätze. Handkes genauer, oft filmischer Blick wird in seinen Texten und einer bisher unveröffentlichten Sammlung von Polaroids spürbar. Der Schriftsteller stellt uns eindringlich und unerwartet lie- bevoll die großen Fragen: Was ist jetzt? Wie wollen wir leben?

süHNHaUs

AT 2016, 96 min, OdF, R: Maya McKechneay, K: Martin Putz, S: Oliver Neumann

AB FReITAG, 9. DezeMBeR SÜHNHAUS ist die Geschichte einer glück- losen Adresse: Wien, Schottenring 7. Hier stand das Ringtheater. Als es brannte, starben 400 Menschen. Hier ließ der Kaiser das Sühnhaus bauen, um alles wiedergutzu- machen. Und niemand wollte darin wohnen. Hier eröffnete ein junger Nervenarzt seine Praxis. Und zog wieder aus, als sich eine Pa- tientin ins Treppenhaus stürzte. Sein Name:

Sigmund Freud. Hier legte die Gestapo Feu- er, um Akten zu vernichten, und vernichtete des Kaisers angeblich unbrennbares Ver- mächtnis. Hier wurde die Angst des Kalten Krieges in Beton gegossen: Wiens geheime Schaltzentrale, 18 Meter unter dem Boden, bis heute unberührt. Der Essayfilm »Sühnhaus« nähert sich die- ser Adresse, an der sich über die Jahrhun- derte das Unglück schematisch wiederhol- te. Kann es sein, dass etwas an diesem Ort umgeht? Dass ein Geisterhaus steht – mit- ten in Wien? Der Film »Sühnhaus« begibt sich auf die Spur der 400 Brandopfer: Von deren Geschichte ausgehend erhebt sich der Blick des Films vom Einzelfall und ent- wirft eine Sittengeschichte der Stadt Wien, die als treibende Kraft über die Jahrhunder- te und politischen Systeme wiederkehrende Grundstimmungen spürbar macht: Gel- tungsbedürfnis, Profitgier, Obrigkeitsden- ken und natürlich immer wieder die Angst vor dem Tod. Diese Gefühle beseelen den Schottenring 7 – und vielleicht sind sie es, die dafür sorgen, dass sich hier das Unheil zyklisch wiederholt.

sULLY

US 2016, 96 min, englisch OmU, R: Clint eastwood, B: Todd Komarnicki, K: Tom Stern, S: Blu Murray, D: Tom Hanks, Aaron eckhart, Laura Linney, Anna Gunn, Autumn Reeser, Ann Cusack

AB FReITAG, 2. DezeMBeR Packendes Drama um den sogenannten Helden vom Hudson, dem Piloten, der Hunderte Passagiere mit einer Notlan- dung im Hudson River rettete. Chelsey »Sully« Sullenberger hat mit seiner Notlandung im Hudson River allen 155 Pas- sagieren des US-Airways-Flugs 1549 das Leben gerettet. Als der »Held vom Hudson«, der ein »Wunder« vollbracht hat, ist Sully mit einem gigantischen Medienansturm konfrontiert, während er darauf wartet, sei- ne Zeugenaussage vor den ermittelnden Behörden abzugeben. Dort ist die Rede von menschlichem Versagen, da womöglich ei- ner der Motoren noch einsatzfähig war und Sully an zwei nahe gelegenen Flughäfen hätte landen können, anstatt eine Wasser- landung zu riskieren.

PAULA
PAULA

Packendes Tatsachendrama, in dem der zweifache Oscar-Gewinner Clint Eastwood erstmals den ebenfalls zweifachen Oscar- Gewinner Tom Hanks in Szene setzt – in ei- ner Paraderolle als bescheidener Held Chel- sey Sullenberger in der Art seines »Captain Philips«. Raffiniert verwebt der Film, der auf 9/11 verweist, Gegenwart, Rückblenden und (Tag-)Träume des von Selbstzweifeln geplagten Helden.

PaULa

De 2016, 123 min, OdF, R: Christian Schwochow, B: Stefan Kolditz, Stephan Suschke, K: Frank Lamm, S: Jens Klüber, D: Carla Juri, Albrecht Schuch, Roxane Duran, Joel Basman, Michael Abendroth, Nicki von Tempelhoff

FReITAG, 16. DezeMBeR Die Lebensgeschichte einer hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Carla Juri in der Hauptrolle. Worpswede, 1900. Schon bei ihrer ersten Begegnung spüren Paula Becker und Otto Modersohn eine besondere Verbindung. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Malerei wird die große Liebe. Als sie heira- ten, führen sie eine Ehe fernab von gängigen Mustern ihrer Zeit. Eine Beziehung in satten Farben, reich an Konturen und mit Spuren von Kämpfen. So wie die Gemälde der jun- gen Frau, die mutig nach dem Leben greift

SÜHNHAUS
SÜHNHAUS

und die als Paula Modersohn-Becker in die Kunstgeschichte eingehen wird. Gegen alle Widerstände lebt sie ihre Vision von künst- lerischer Selbstverwirklichung und ihre ro- mantische Vorstellung von Ehe und Liebe. Mit PAULA erzählt Regisseur Christian Schwochow das faszinierende Leben einer hochbegabten Künstlerin und radikal mo- dernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Voller Sinnlichkeit, mit zartem Humor und spielerischer Leichtigkeit ist PAULA auch die Geschichte einer großen, leidenschaftlichen Liebe. Die Konflikte, an denen die Liebenden zu scheitern drohen, sind heute – ein Jahr- hundert später – aktueller denn je.

AUS eINeM INTeRVIeW MIT ReGISSeUR CHRISTIAN SCHWOCHOW Was genau ist das Moderne an Paula und Otto? Paula war radikal, kämpfte für ihren Weg als Frau, ohne sich als ideologisch oder fe- ministisch zu empfinden. Paula malte nicht dekorativ, sie wollte den Menschen in die Seele schauen. Das Unperfekte hat sie faszi- niert. Ich war berührt von ihrer ausgeprägten Angst vor Mittelmäßigkeit, die sie als Male- rin hatte und die mich als Filmemacher mit ihr verbindet. Dann ist PAULA eine große, leidenschaftliche Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte, die mich berührt, weil die Liebenden an Konflikten zu scheitern dro- hen, die gerade heute in meiner Generation Grund für unzählige Trennungen sind. Paula und ihr Mann Otto kämpfen um die Vision einer Beziehung, in der beide als Paar und Eltern glücklich sind, aber jeder seine eigene Selbstverwirklichung erreicht. Als Vater einer kleinen Tochter weiß ich, wovon ich spreche!

LIeBe MöGLICHeRWeISe
LIeBe MöGLICHeRWeISe

LIeBe

MöGLICHerWeIse

AT 2016, 88 min, OdF, R/B: Michael Kreihsl, K: Reinhold Vorschneider, S: Andrea Wagner, D: Devid Striesow, Silke Bodenbender, Norman Hacker, edita Malovcic, Otto Schenk, Gerti Drassl

PReMIeRe: DIeNSTAG, 29. NOVeMBeR, 18.00, MOVIeMeNTO – IN ANWeSeNHeIT VON MICHAeL KReIHSL (ReGIe) UND OTTO SCHeNK (DARSTeLLeR) eine Handvoll ganz normaler Menschen in Wien, auf der Suche nach Liebe, erlösung, Glück, vielleicht. Es gibt diese Vorstellung vom Erwachsen- sein, die man nur als Kind hat: Erwachsene denken logisch, haben eine Plan, navigieren die gefährlichen Tiefen und Untiefen des Lebens mithilfe vernünftiger Entscheidun- gen, und vor allem: Sie kennen sich aus. Welch ein Irrtum. Das weiß jeder, der über 20 Jahre alt ist. Da ist also der verheirate- te Familienvater, der sich nach seiner völlig überraschenden Kündigung in die maßlos aufregende Geliebte seines Freundes ver- schaut. Die wiederum nicht einsieht, wieso sie als Objekt der Begierde das Besitzden- ken des einen beziehungsweise die Midlife- Crisis des anderen ausbaden soll. Da ist seine Frau, eine ärztin, die sich fragt, warum es bei ihr nie klappt, und schon einmal an- fängt, die Sachen ihres zukünftigen Exman- nes in Kisten zu packen. Seit Monaten hat sie denselben deprimierenden Traum. Und

filmfestival linz // 25. – 30. april 2017 LOCAL ARTISTS CALL Einreichfrist: 9. Jänner 2017
filmfestival linz // 25. – 30. april 2017
LOCAL ARTISTS CALL
Einreichfrist: 9. Jänner 2017 — Aktuelle Film- oder
Videoarbeiten von Film- bzw. VideokünstlerInnen
aus Oberösterreich bzw. mit Oberösterreichbezug.
info@crossingEurope.at — www.crossingEurope.at

7

DIe TÄNzeRIN
DIe TÄNzeRIN

eigentlich würde sie gern seinen Freund küssen. Da ist ihr Patient, der 14-Jährige, der nach einer dummen Aktion in ein Auto gelaufen ist und seither im künstlichen Koma liegt. Seine Mutter harrt verzweifelt an seinem Krankenbett aus. Wäre da nicht dieser fremde junge Mann, der ihr zur Sei- te steht, wäre sie ganz allein. Da ist der alte Witwer, der einmal eine Berühmtheit war und inzwischen einsam und zunehmend vergesslich in seiner Wohnung sitzt. Er kauft Stützstrümpfe, hätte aber lieber eine Pis- tole. Oder zumindest ein sehr scharfes Ra- siermesser. Die Patientenverfügung hat er schon unterschrieben. Regisseur Michael Kreihsl (HEIMKEHR DER JäGER), auch für das Drehbuch verantwort- lich, beobachtet wortlose Blicke, laute Ge- fühle, Dialoge, die verklingen, die ganz nor- malen Momentaufnahmen der Großstadt.

DIe täNZerIN

La danseuse

FR/Be 2016, 112 min, Französisch OmU, R: Stéphanie Di Giusto, B: Stéphanie Di Giusto, Sarah Thibau, K: Benoît Debie, S: Géraldine Mangenot, D: Stéphanie Sokolinski, Lily-Rose Melody Depp, Gaspard Ulliel, Mélanie Thierry, François Damiens, Louis-Do de Lencquesaing

AB FReITAG, 16. DezeMBeR erotisch aufgeladene Geschichte über Aufstieg und Fall der revolutionären Tän- zerin Loïe Fuller. Niemand hätte ahnen können, dass Loïe Fuller, die Tochter eines Rodeoreiters ir- gendwo aus dem amerikanischen Wes- ten, zum Star der Belle Epoque in Europa werden würde. Unter Metern von Seide, die Arme verlängert durch Holzstäbe, er- fand sie ihren Körper auf der Bühne jeden Abend neu und verzauberte das Publikum mit ihrem revolutionären Tanzstil. Mit ihrem magischen Serpentinentanz aus Stoff und Licht wird sie zum neuen Stern am Pariser Nachthimmel und im Folies Bergère gefei- ert wie keine zweite Künstlerin ihrer Zeit. Ihr schonungsloser Körpereinsatz und das blendende Licht der Bühne schwächen sie zunehmend, doch vom Perfektionismus ge- trieben, gibt Loïe nicht auf. Unterstützung findet sie in ihren Bewunderern. Der me-

8

LOVe & FRIeNDSHIP
LOVe & FRIeNDSHIP

lancholische Adlige Louis Dorsay fasziniert sie und wird zu ihrem Seelenverwandten. Die sanfte Gabrielle erdet und umsorgt sie. Die junge, grazile Tänzerin Isadora Duncan beflügelt sie, bringt sie aber auch fast um ih- ren Verstand. Am Ende muss Loïe ihren Weg alleine gehen, um ihren persönlichen Traum zu leben: das Publikum der Pariser Oper mit ihrem Tanz zu betören. Ein außergewöhnli- ches Schicksal, ein einzigartiges Leben, eine Frau, die ihrer Zeit voraus war!

Love & FrIeNDsHIP

Ie/NL/GB/FR 2016, 93 min, englisch OmU, R/B: Whit Stillman, nach der Buchvorlage von Jane Austen, K: Richard v. Oosterhout, S: Sophie Corra, D: Kate Beckinsale, Chloë Sevigny, Xavier Samuel, Stephen Fry, emma Greenwell, Morfydd Clark

AB FReITAG, 30. DezeMBeR Basierend auf dem Roman »Lady Susan« von Jane Austen sucht Kate Beckinsale gleich nach zwei reichen ehemännern. Die schöne, junge Witwe Lady Susan Ver- non sucht Zuflucht auf dem Landsitz ihrer Schwägerin, um dort die schillernden Ge- rüchte auszusitzen, die über ihre Affären die Runde machen. Sie beschließt, die Aus- zeit zu nutzen, um nicht nur für sich einen Ehemann zu sichern, sondern gleich auch einen für ihre attraktive, aber schüchtere Tochter Frederica, die ihr zunehmend läs- tig ist. Denn Lady Susan möchte mehr Zeit für ihre engste Vertraute Alicia Johnson und vor allem für sich selbst. Ihre Versuche sind erfolgreich, und bald interessieren sich der junge, hübsche Reginald DeCourcy, der rei- che und alberne Sir James Martin und der gutaussehende, aber leider verheiratete Lord Manwaring für die Damen, was die Sa- che doch etwas kompliziert macht… Der sorgfältig und wunderschön ausgestat- tete Film basiert auf Jane Austens Briefro- man »Lady Susan«. Regisseur Whit Stillman ist unter dem Titel LOVE & FRIENDSHIP eine frische, freche und pointierte Jane- Austen-Verfilmung gelungen, die Fans und Jane-Austen-Neulinge gleichermaßen be- geistern wird.

Whit Stillman nimmt sich Jane Austens an und schafft einen der besten Filme des

Jahres

Pures Vergnügen. – Rolling Stone

WeDDING DOLL
WeDDING DOLL

WeDDING DoLL

IL 2016, 82 min, OmU, R/B: Nitzan Gilady, K: Roi Rot, S: Tali Goldring, D: Moran Rosenblatt, Assi Levy, Roy Assaf, Aryeh Cherner, Avi Ger, Itzik Giuli

AB DONNeRSTAG, 29. DezeMBeR In dem israelischen Drama Wedding Doll findet ein Mädchen mit geistiger Behinde- rung die Liebe. Die junge Hagit hat eine leichte geistige Be- hinderung. Wenn sie gerade nicht ihrem Job in einer Toilettenpapierfabrik nachgeht, lebt sie mit ihrer alleinerziehenden Mutter Sarah zusammen, die ihr früheres Dasein aufgege- ben hat, um ganz für ihre Tochter da zu sein. Hagit strebt mittlerweile jedoch nach Un- abhängigkeit, was ihre Mutter zwiespältig aufnimmt. Einerseits hegt Sarah weiterhin den Wunsch, ihre Tochter um jeden Preis zu beschützen, auf der anderen Seite steht jedoch die Aussicht, endlich wieder ein eige- nes Leben führen zu können. Als sich eine Beziehung zwischen Hagit und dem Sohn des Fabrikbesitzers anbahnt, hält die junge Frau dies vor ihrer Mutter geheim. Doch die Ankündigung, dass die Fabrik geschlossen werden soll, stellt schließlich das Leben bei- der Frauen auf den Kopf und gefährdet Ha- gits aufkeimende Romanze.

aLLe FarBeN Des LeBeNs

About Ray

US 2015, 87 min, englisch OmU, R: Gaby Dellal, B: Nikole Beckwith, K: David Johnson, S: Joe Landauer, D: elle Fanning, Naomi Watts, Susan Sarandon, Tate Donovan, Maria Dizzia, Sam Trammell

AB DONNeRSTAG, 8. DezeMBeR Drama um ein Mädchen, das sich entschei- det, ein Mann zu werden, und ihre Familie vor eine große Herausforderung stellt. Ein Haus, drei Generationen, vier außerge- wöhnliche Menschen. Auf den ersten Blick erscheinen sie wie eine typische moderne New yorker Familie: Das Haus gehört Groß- mutter Dolly, die in den unteren Etagen mit ihrer Lebensgefährtin Frances ihren nicht

JACqUeS – eNTDeCKeR DeR OzeANe
JACqUeS – eNTDeCKeR DeR OzeANe

ganz so stillen Ruhestand genießt. Oben wohnt Dollys Tochter Maggie zusammen mit dem 16-jährigen Enkel Ray, der zwar im Körper eines Mädchens geboren wurde, aber bereits seit Jahren als Junge lebt. Nun möchte Ray den entscheidenden Schritt machen und eine Hormontherapie begin- nen. Dazu benötigt er jedoch die Zustim- mung beider Eltern, was auch Maggie vor weitreichende Probleme stellt. Sie muss Rays Entscheidung nicht nur unterstützen, sondern auch wieder Kontakt zu ihrem Ex aufnehmen, den sie eigentlich komplett aus ihrem Leben gestrichen hat. Und auch Dol- ly hat Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass sie von nun an endgültig einen Enkelsohn haben soll. Alle drei Generationen müssen plötzlich existentielle Entscheidungen tref- fen und Veränderung als Chance erkennen, damit sie als Familie wieder neu zusammen- finden können. ALLE FARBEN DES LEBENS ist das eben- so berührende wie humorvolle Porträt einer modernen Familie, die sich nicht mehr am traditionellen Vater-Mutter-Kind-Modell ori- entiert, sondern vielmehr durch Liebe und Zusammenhalt definiert ist. Der Film ver- sammelt dabei drei Generationen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Träu- men, die nicht immer einer Meinung sind, aber gemeinsam durch dick und dünn gehen.

JaCqUes – eNtDeCker Der oZeaNe

L' Odyssée

FR 2016, 122 min, Französisch OmU, R: Jérôme Salle, B: Jérôme Salle, Laurent Turner, K: Mathias Boucard, S: Stan Collet, D: Lambert Wilson, Pierre Niney, Audrey Tautou, Laurent Lucas, Benjamin Lavernhe, Vincent Heneine

AB FReITAG, 16. DezeMBeR Lambert Wilson in der Rolle des legendär- en Jacques-yves Cousteau, dessen Doku- mentarfilme stilprägend wurden. Frankreich, 1949: Jacques Cousteau lebt mit seiner Frau Simone und den beiden Söhnen in einem paradiesischen Haus am Mittelmeer. Er und Simone träumen vom Abenteuer und der Ferne. Gemeinsam bricht das Paar an Bord der »Calypso« zu

MARIe CURIe
MARIe CURIe

einer Expedition der Ozeane auf und lässt die Kinder im Internat zurück. Als der er- wachsene Philippe nach Jahren zu seinen Eltern auf das Schiff zurückkehrt, erkennt er seinen Vater kaum wieder: Aus dem einsti- gen Pionier Jacques ist ein globaler Filmstar und Frauenheld geworden, der bereit ist, für ein perfektes Bild alles zu opfern. Philippe dagegen hat erkannt, dass die Meere durch die Menschen zerstört werden. Er sieht es in der Verantwortung der Familie Cousteau, die Lebensvielfalt der Ozeane zu schützen. Auf ihrem größten gemeinsamen Abenteu- er, einer gefährlichen Expedition zur Antark- tis, finden Vater und Sohn wieder zueinan- der. Doch dann schlägt das Schicksal zu… Kaum ein Name ist so mit der Entdeckung der Meere verbunden wie der von Jacques yves Cousteau. Er war an der Entwicklung der »Aqualunge« beteiligt, die es Tauchern ermöglichte, in noch bisher unentdeckte Teile des Ozeans vorzubringen, und zeigte die dort neu entdeckten Welten in seinen Fil- men und Serien einem globalen Publikum. Cousteau war Pionier, Entdecker, Filmema- cher, Fotograf, Buchautor, Geschäftsmann und Wissenschaftler. Seine Crew, die Ca- lypso und nicht zuletzt die rote Mütze sind auch heute noch weltweit berühmt.

MarIe CUrIe

PL/De/FR 2016, 95 min, Französisch OmU, R: Marie Noëlle, B: Andrea Stoll, Marie Noëlle, K: Michal englert, S: Isabelle Rathery, Marie Noëlle-Sehr, Lenka Fillnerova, Hans Horn, D: Karolina Gruszka, Arieh Worthalter, Charles Berling, André Wilms, Samuel Finzi, Izabela Kuna

AB DONNeRSTAG, 8. DezeMBeR Drama über die zweifache Nobelpreisträ- gerin, die sich in einer von Männern domi- nierten Welt ihren Weg bahnt. 1903 erhält die Wissenschaftlerin Marie Curie als erste Frau gemeinsam mit ihrem Mann Pierre den Nobelpreis für Physik. Nur kurze Zeit später, mit gerade Mitte dreißig und als junge Mutter zweier Kinder, verliert sie Pierre durch einen tragischen Unfall. Dennoch geht sie ihren Weg unerschütter- lich weiter, setzt in einer von Männern domi- nierten Welt ihre gemeinsamen Forschun- gen alleine fort und erhält als erste Frau

GeMeINSAM WOHNT MAN BeSSeR
GeMeINSAM WOHNT MAN BeSSeR

einen Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne. Als sie sich dann, nach einer langen Zeit der Trauer um ihren geliebten Mann, in den verheirateten Wissenschaftler Paul Lange- vin verliebt und sich auf eine Affäre mit ihm einlässt, löst sie einen heftigen Skandal aus. Denn just in dem Moment, als ihr der zweite Nobelpreis zuerkannt werden soll und die ehrwürdige Académie des Sciences über die Aufnahme Marie Curies in ihren Kreis berät, klagt sie die Pariser Presse – auch auf Betreiben von Pauls rachsüchtiger Ehefrau – öffentlich als Ehebrecherin an. Im vollen Glanze ihres Ruhms wird Marie Curie zum Ziel übler Diffamierungen und muss bitter- lich erfahren, wie unvereinbar Vernunft und Leidenschaft sein können Mit MARIE CURIE wirft Regisseurin Marie Noëlle einen sehr persönlichen Blick auf das bewegte Leben der zweifachen Nobelpreis- trägerin und zeigt die legendäre Wissen- schaftlerin von einer bislang unbekannten, privaten Seite.

GeMeINsaM WoHNt MaN Besser

Adopte un veuf

FR 2016, 97 min, Französisch OmU, R/B: François Desagnat, K: Vincent Gallot, S: Béatrice Hérminie, D: André Dussollier, Bérengère Krief, Arnaud Ducret, Julia Piaton, Nicolas Marié, Vincent Desagnat

AB FReITAG, 23. DezeMBeR eine Komödie über einen Witwer, dessen Putzfrau plötzlich bei ihm einzieht. Eigentlich wollte der pensionierte Witwer Hubert Jacquin nur eine Putzfrau einstellen, doch durch ein Missverständnis nistet sich in seiner großen Pariser Altbauwohnung eine junge Mitbewohnerin ein. Die quirlige Stu- dentin Manuela versteht zwar nichts davon, wie man einen Haushalt führt, aber davon, wie man den Alltag eines Rentners gehörig auf den Kopf stellt, umso mehr. Am Ende ei- nes rauschenden Abends lässt sich Hubert sogar dazu überreden, die Wohngemein- schaft zu erweitern. Schon kurz darauf zie- hen die etwas verspannte Krankenschwes- ter Marion und der in Scheidung lebende, neurotische Anwalt Paul-Gérard ein. Trotz aller Unterschiede wächst die ungewöhnli- che Wohngemeinschaft schon bald zusam-

9

eINe SCHöNe BeSCHeRUNG
eINe SCHöNe BeSCHeRUNG

men. Und auch Hubert erkennt allmählich, dass man für eine Wohngemeinschaft nie zu alt ist. Erzählt wird eine Geschichte, wie sie in allen Großstädten spielen könnte, wo Wohnraum immer knapper wird und wo Bessergestellte aus der älteren Generation in großzügigen Altbauten wohnen, während nicht nur Studenten kaum noch bezahlbare Zimmer finden. Dies ist die Ausgangssituati- on von GEMEINSAM WOHNT MAN BESSER, in der völlig unterschiedliche Charaktere zu einer Gemeinschaft werden, die Bad, Küche und Sorgen des Alltags teilt.

eINe sCHöNe BesCHerUNG

En underbar jävla jul

Se 2015, 108 min, Schwedisch OmU, R: Helena Bergström, B: Helena Bergström, Daniel Réhn, edward af Sillén, K: Peter Mokrosinski, S: Tess Lindberg, D: Robert Gustafsson, Maria Lundquist, Anton Lundqvist, Rakel Wärmländer, Anastasios Soulis, Helena Bergström

AB FReITAG, 23. DezeMBeR Der erfolgreiche schwedische Weihnachts- film eINe SCHöNe BeSCHeRUNG, ist eine warmherzige Komödie über moderne Fa- milienverhältnisse. Eine schöne Bescherung ist vorprogram- miert, als Oscar und Simon, die seit drei Jahren zusammen sind, sowie ihre Freundin Cissi, die im neunten Monat schwanger ist, sich dazu entschließen, ihre gesamte chao- tische Familie über die Weihnachtsfeiertage einzuladen, weil sie sich entschlossen ha- ben, zusammen selbst eine Familie zu grün- den. Doch keiner der angereisten Eltern weiß allerdings, wer denn nun der Vater ist. Simon oder Oscar? Eigentlich gibt es keinen besseren Zeitpunkt für die Enthüllung des Geheimnisses als das Fest der Liebe und Toleranz. Jeder will schließlich das Richtige tun. Doch ob das gut geht? Diese warmherzige Komödie über moderne Familienverhältnisse mit dem Komödianten Robert Gustafsson (DER HUNDERTJäHRI- GE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND) in einer der Hauptrollen war in Schweden ein fulminanter Publi- kumserfolg und einer der erfolgreichsten schwedischen Filme der letzten Jahre.

10

eIN LIeD FÜR NOUR
eIN LIeD FÜR NOUR

eIN LIeD Für NoUr

Ya tayr el tayer

GB/PS/qA/NL/Ae 2015, 100 min, Arabisch OmU, R: Hany Abu-Assad, B: Hany Abu-Assad, Sameh zoabi, K: ehab Assal, S: eyas Salman, D: qais Atallah, Hiba Atallah, Ahmad qassim, Tawfeek Barhum, Nadine Labaki, Abdalkarim Abubaraka

AB FReITAG, 2. DezeMBeR eine berührende Geschichte über Mut, zu- sammenhalt und Freundschaft. Mohammed ist bereits von Kindheit an leidenschaftlicher Musiker und mit einer außergewöhnlichen Stimme gesegnet. Ge- meinsam mit seiner Schwester Nour stand er schon in jungen Jahren bei Familienfeiern auf der Bühne. Während seiner Arbeit als Taxifahrer erfährt er, dass ein Vorsingen für die nächste Staffel der Castingshow »Arab Idol« in Kairo stattfindet. Gegen alle Widrig- keiten versucht er, an dem Casting teilzu- nehmen und damit nicht nur sein eigenes Leben maßgeblich zu verändern … EIN LIED FÜR NOUR ist die neue Regiear- beit des zweifach Oscar-nominierten Regis- seurs Hany Abu-Assad, der sich mit seinen Filmen PARADISE NOW und OMAR (2013) international einen Namen gemacht hat. Mit seinem neuesten Film inszeniert Hany Abu-Assad ein humorvoll-bewegendes Feel- good-Movie, das auf wahren Begebenheiten basiert. Inspiriert wurde der Filmemacher durch die außergewöhnliche Geschichte von Mohammed Assaf, der im Gazastreifen aufwuchs und sich gegen alle gesellschaft- lichen wie politischen Widrigkeiten seinen großen Traum erfüllte. Mit Talent und Wil- lensstärke bahnte er sich als Palästinenser seinen Weg zur arabischen Castingshow »Arab Idol« – und gewann den Wettbewerb.

kINDers

AT 2016, 93 min, OdF, R/B: Arash T. Riahi, Arman T. Riahi, K: Mario Minichmayr, Riahi Brothers, S: David Schwaiger

AB FReITAG, 2. DezeMBeR ein diverses Porträt von Kindheit, erzählt als klassische Held/innenreise.

ANGRIFF DeR LeDeRHOSeNzOMBIeS
ANGRIFF DeR LeDeRHOSeNzOMBIeS

Ein Musikausbildungsprojekt hilft Kindern und Jugendlichen aus prekären Lebensver- hältnissen, persönliche und soziale Barri- eren durch Orchester- und Chorproben zu überwinden. Die Begegnung mit der Kunst und die Kraft der Musik ermöglichen es den jungen Protagonist/ innen, einen differen- zierten Blick auf sich selbst – und andere – zu werfen. Der Wiener Verein »Superar« wurde 2009 von Caritas, Wiener Konzert- haus und Wiener Sängerknaben gegründet und hat mittlerweile 19 Standorte in Öster- reich, der Schweiz, Liechtenstein, und Ost- europa. Das Musikausbildungsprojekt hilft Kindern und Jugendlichen aus prekären Le- bensverhältnissen, persönliche und soziale Barrieren durch Orchester- und Chorpro- ben zu überwinden. Arash und Arman Riahi erzählen aber weniger vom Überbau und den Institutionen, sie lassen die involvierten Kinder unmittelbar zu Wort kommen; sie sind der Fokus und die Stars. Entstanden ist ein spannender, berührender und auch ko- mischer Film über die Macht der Musik und die mögliche Zukunft unserer Gesellschaft, ausgezeichnet mit dem Diagonale Publi- kumspreis 2016.

aNGrIFF Der LeDer- HoseNZoMBIes

AT 2016, 78 min, englisch/Deutsch OmU, R: Dominik Hartl, B: Dominik Hartl, Armin Prediger, K: Xiaosu Han, Andreas Thalhammer, S: Daniel Prochaska, D: Gabriela Marcinková, Karl Fischer, Laurie Calvert, Margarethe Tiesel, Oscar Giese, Patricia Aulitzky

AB FReITAG, 23. DezeMBeR Mit seiner zombie-Komödie vereint Do- minik Hartl endlich, was immer schon zu- sammengehört hat: den zombiefilm und den alpinen Schizirkus. eine Mordsgaudi in (Blut)Rot-(Schnee)Weiß-Rot! »Now I will show you the miracle I have crea- ted«, sagt der geldgeile Hotelier Franz dem Investor Chekov, kurz bevor dem Russen die grüne Wunderbrühe namens »Solanum +10«, Allzweckwaffe für Immerschnee trotz des »fucking climate change«, ins kantige Gesicht spritzt. Schnell schlägt seine Haut Pusteln, während das Reden zum Grun- zen verkommt. In »Ritas Gaudihütte« am letzten (Sauf-) Tag der Saison fällt solch

KAUM öFFNe ICH DIe AUGeN
KAUM öFFNe ICH DIe AUGeN

exzentrisches Verhalten aber kaum auf. In der rustikalen Stub'n, die mit dem bald pro- phetisch klingenden Slogan »It's all downhill from here« wirbt, stranden auch drei Profi- Snowboarder, die gerade einen wertvollen Sponsoring-Deal in den Sand gesetzt ha- ben, weil »the mighty« Steve Olsen wie so oft zu schmähgetrieben drauf war. Seine resolute Freundin und Managerin Branka spült den ärger in »Ritas Gaudihütte« gleich mit einem Kurzen weg, während die Bierse- ligen auf der Tanzfläche zu Dodelschlagern schunkeln, bis sich der inzwischen unto- te Russe Chekov unter sie mischt und die Schnapsleichen in Zombies verwandelt. Auf dem Berg ist bald die Hölle los: Die resolute Wirtin Rita verschanzt sich mit Franz, Steve, Branka und dem dänischen Boarder Josh auf dem Dachboden. Gemeinsam müssen sie einen Ausweg aus der Zombie-Apoka- lypse finden – und dazu sind ihnen alle Waf- fen, von Bierbänken über Snowboards bis hin zu Schneefräsen, recht!

kaUM öFFNe ICH DIe aUGeN

À peine j'ouvre les yeux

FR/TN 2015, 106 min, Arabisch OmU, R: Leyla Bouzid, B: Marie-Sophie Chambon, Leyla Bouzid, K: Sébastien Goepfert, S: Lilian Corbeille, D: Baya Medhaffer, Ghalia Benali, Montassar Ayari, Lassaad Jamoussi, Aymen Omrani, Deena Abdelwahed

AB FReITAG, 2. DezeMBeR Das Porträt einer jungen Frau, die gegen männliche Strukturen Sturm läuft, abhebt und auf den Boden der Realität fällt. Tunis kurz vor der Zeit, die oft als Arabischer Frühling bezeichnet wird. Farah hat gerade mit Bestnoten das Abitur abgeschlossen. Die Familie feiert, und allen scheint klar: Das Kind wird Medizin studieren. Allen außer ihr, denn ihre Leidenschaft gilt der Musik, sie singt in einer Rock-Band, schreibt kritische Songtexte, Musikwissenschaft wäre da als Studium naheliegender. Doch vorerst will sie vor allem eines: leben – atmen – selbst be- stimmen – ausbrechen. Sie geht aus, probt mit ihrer Band für erste Auftritte, fängt mit ei- nem Bandmitglied, eine Liebesbeziehung an. Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Gesetze und Spielregeln, gleichzeitig gibt es ähnlich-

GLeISSeNDeS GLÜCK
GLeISSeNDeS GLÜCK

keiten im Menschsein quer durch die Welt. Zu ihnen gehören die jugendliche Neugier und der Freiheitsdrang, von denen auch die 18-jährige Farah im ersten Spielfilm von Ley- la Bouzid beseelt ist. Die Tunesierin Bouzid erzählt die Geschichte der jungen Rebellin mit Feingefühl und einer geteilten Lust am Aufbruch und Ausbruch. Jede Gesellschaft muss sich verändern, wenn sie vorwärts- kommen will. Das Umfeld lässt in ihrer Heimat den Frauen wenig Spielraum; die Mutter, das wird im Verlauf des Filmes klar, weiß selber nur zu gut, was sie meint, wenn sie ihre geliebte Tochter zu besänftigen ver- sucht. Bouzids Film steckt voller Elan einer Generation, die auch in der Wirklichkeit des so genannt Arabischen Frühlings erfahren musste, dass alles seine Zeit braucht und mitunter mehr Geduld, als Jugendliche auf- bringen mögen.

GLeIsseNDes GLüCk

De 2016, 102 min, OdF, R: Sven Taddicken, B: Sven Taddicken, Stefanie Veith, Hendrik Hölzemann, nach der Buchvorlage von A. L. Kennedy, K: Daniela Knapp, S: Andreas Wodraschke, D: Martina Gedeck, Ulrich Tukur, Johannes Krisch, Hans-Michael Rehberg, Imke Büchel

AB DONNeRSTAG, 8. DezeMBeR Ungewöhnliche Liebesgeschichte zwi- schen einer unglücklich verheirateten Frau und einem zwiespältigen Fernsehpsycho- logen nach dem gleichnamigen Roman von A.L. Kennedy. Wo ist nur das Glück geblieben? In jeder ihrer schlaflosen Vorstadtnächte stellt sich Helene Brindel die gleiche Frage. Gefangen in der scheiternden Ehe mit ihrem Mann Christoph, scheint selbst ihr geheimer Komplize Gott sie verlassen zu haben. Bis sie im Radio den Ratgeberautor Eduard E. Gluck hört, der Helene mit seiner kurzwei- ligen Theorie über das Glück fasziniert. Am nächsten Tag liest sie sein Buch, schreibt ihm einen Brief und besucht ihn schließlich bei einem seiner Vorträge. Dem ersten Tref- fen folgt ein Abendessen, und schnell fühlen sich die zwei sehr unterschiedlichen Men- schen zueinander hingezogen. Doch hinter seiner humorigen Fassade kämpft Gluck mit seinen eigenen Dämonen – und die

DIe NACHT DeR 1000 STUNDeN
DIe NACHT DeR 1000 STUNDeN

Begegnung mit Helene macht ihm das auf drastische Weise bewusst. Trotzdem keimt Hoffnung auf, denn ganz entfernt erblicken beide unverhofft den Schimmer eines glei- ßenden Glücks.

DIe NaCHt Der 1000 stUNDeN

AT 2016, 88 min, OdF, R/B: Virgil Widrich, K: Christian Berger, S: Pia Dumont, D: Laurence Rupp, Amira Casar, Johann Adam Oest, Lukas Miko, elisabeth Rath, Udo Samel

AB FReITAG, 16. DezeMBeR Als die Familie Ullich zusammentrifft und ihre verstorbenen Vorfahren erscheinen, überschlagen sich die ereignisse in ihrem Wiener Palais. Eine Familie, eine Nacht, ein Mord und eine verbotene Leidenschaft: Während der junge Philip mit seinem Cousin um die Kontrol- le über das Familienunternehmen kämpft, enthüllen die verstorbenen Vorfahren, wie die Ullichs gelebt und geliebt haben Der Oscar-nominierte Regisseur Virgil Widrich schickt Laurence Rupp durch eine mysteriöse Nacht der lebenden Toten, in der er nicht nur hinter ein dunkles Familien- geheimnis kommt, sondern sich auch in sei- ne eigene Großtante verliebt. Mystery made in Austria, eindrucksvoll zum Leben erweckt von Kameramann Christian Berger.

Musik-special

NICk Cave & tHe BaD seeDs:

oNe More tIMe WItH FeeLING

DO 1. DezeMBeR, 21.00, OF, 3D & 21.30, OMU, 2D, CITy-KINO Am 9. September 2016 erschien das 16. Stu- dioalbum »Skeleton Tree« von Nick Cave & The Bad Seeds. Begleitet wird der Longplay- er vom Film ONE MORE TIME WITH FEE- LING. Die Aufnahmen der Bad Seeds von der Performance dieses Albums sind verwoben mit Interviews und Momentaufnahmen, be- gleitet von Nick Caves Erzählungen und sei- nem spontanen, improvisierten Nachsinnen.

11

ALLe FARBeN DeS LeBeNS
ALLe FARBeN DeS LeBeNS

Inter*trans*

themenabend

IMPULsreFerate – FILMe – DIskUssIoN

SA 3. DezeMBeR, eINTRITT FReI 17.00: IMPULSReFeRATe, 19.00: FILMe Intergeschlechtlichkeit und Transidentität sind nach wie vor Tabuthemen in unserer Ge- sellschaft. Der Inter*Trans*Themenabend bietet Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und über aktuelle Entwick- lungen Auskunft zu bekommen. Ziel der Veranstaltung ist es, Vorurteile abzubauen, Begegnungen zu ermöglichen und somit Diskriminierung zu verringern.

HERMA, XXY INTERSEX CA/De 2014, 51 min, englisch OF, R/B: Melanie Pelletier Poirier Im Alter von 39 entdeckt Sunny Dagenais, dass er intergeschlechtlich geboren wurde. Auf der Suche nach seiner Identität erlaubt Sunny einen intimen Einblick in das Leben von Intersex-Menschen. Der kanadisch- deutsche Dokumentarfilm HERMA, XXy INTERSEX leistet einen wichtigen Beitrag zum Zugehörigkeitsgefühl der teilnehmen- den Personen aus Deutschland, Südafrika, China und Kanada.

VORpREMIERE: MATHIAS AT 2016, 30 min, OdF, R/B: Clara Stern Mathias fängt einen neuen Job in einer Spe- ditionsfirma an. Für ihn nicht nur ein neuer Job, sondern ein großer Schritt auf seinem Weg in seine neue Identität. Mathias hieß früher Magda, aber das soll in seiner Arbeit niemand erfahren.

vHs-Filmgespräch

HeIDeNLöCHer

AT/De 1985, 100 min, OdF, R: Wolfram Paulus

30 JAHRe HeIDeNLöCHeR:

FR 2. DezeMBeR, 21.00, MOVIeMeNTO – IN ANWeSeNHeIT DeS ReGISSeURS Wolfram Paulus Spielfilmdebüt zeigt in knappen Schwarzweißbildern von hoher Eindringlichkeit eine Geschichte über einen

12

MeINe zeIT MIT CÉzANNe
MeINe zeIT MIT CÉzANNe

Deserteur, der sich im Wald versteckt hält. Wolfram Paulus, 1957 in Großarl geboren, ist Filmregisseur und Drehbuchautor. Er studierte von 1977 bis 1982 an der Hoch- schule für Fernsehen und Film in München. Nach dem Zivildienst bei der Salzburger Le- benshilfe realisierte er mit HEIDENLÖCHER seinen ersten Kinofilm, der als österreichi- scher Beitrag im Wettbewerbsprogramm der Berliner Filmfestspiele 1986 lief. Paulus arbeitet bevorzugt mit Laiendarstellern.

National theatre encore series

Preisgekröntes britisches Theater auf der Kinoleinwand – Weltstars wie Benedict Cumberbatch in Blockbusterinszenierun- gen des National Theatre, London. Alle Vor- stellungen wurden in High Definition gefilmt und erklingen in Dolby Surround in engli- schem Original mit englischen Untertiteln.

FraNkeNsteIN

GB 2011, 140 min, R: Danny Boyle, Mit: Benedict Cumberbatch, Jonny Lee Miller, George Harris , Naomi Harris

SO 4. DezeMBeR, 15.00, MOVIeMeNTO

Benedict Cumberbatch und Jonny Lee Mil- ler spielen in den wechselnden Hauptrollen als Victor Frankenstein oder aber in der Rol- le der mysteriösen Kreatur. Seien Sie dabei, wenn Cumberbatch und Miller der klassi- schen Legende neues Leben einhauchen. Am Mittwoch, 30. Dezember, 20.00, ist Be- nedict Cumberbatch als die Kreatur und Jonny Lee Miller als Dr. Frankenstein zu se- hen. Am Sonntag, 4. Dezember, 15.00 tau- schen sie die Rollen.

HaMLet

GB 2015, 210 min, R: Lyndsey Turner Mit: Benedict Cumberbatch, Ciarán Hinds

MI

7. DezeMBeR, 20.00

SO

11. DezeMBeR, 15.00, MOVIeMeNTO

Erleben Sie Benedict Cumberbatch (BBC's SHERLOCK, THE IMITATION GAME) in der Hauptrolle von Shakespeares großartiger Tragödie unter der Leitung von Lyndsey Turner live aus dem Barbican Theatre auf der großen Kinoleinwand.

eINFACH DAS eNDe DeR WeLT
eINFACH DAS eNDe DeR WeLT

War Horse

GB 2007, 190 min, R: Marianne elliott & Tom Morris, MIt: D: Ashley Cheadle, Tamsin Fessey, emma Thornett

MI

14. DezeMBeR, 20.00

SO

18. DezeMBeR, 15.00, MOVIeMeNTO

Seit der Uraufführung im Oktober 2007 im National Theatre London feiert WAR HORSE internationale Erfolge. Mittlerweile ist WAR HORSE als eigenständige Produktion im Lon- doner West-End-Viertel zu bestaunen und zieht immer mehr Menschen in seinen Bann. Das Theaterstück basiert auf dem Roman von Michael Morpurgo aus dem Jahr 1984.

babykino

jeden ersten Mittwoch im Monat – City-Kino

AM MI 7. DezeMBeR zeIGeN WIR LIEBE MÖGLICHERWEISE (9.30) ICH, DANIEL BLAKE (10.00)

Ein Kinoangebot speziell für Eltern mit Babys und Kleinkindern. Sehen Sie aktuelle Filmhighlights bei freiem Eintritt in speziel- len Vorführungen, bei denen Sie Ihr Klein- kind getrost in den Kinosaal mitnehmen können. Eintritt frei – für Eltern mit Babys!

mitnehmen können. Eintritt frei – für Eltern mit Babys! ok special WHatever HaPPeNeD to GeLItIN AT

ok special

WHatever HaPPeNeD to GeLItIN

AT 2016, 82 min, OdF, R: Angela Christlieb

MO 12. DezeMBeR, 20.30, MOVIeMeNTO – FILMGeSPRÄCH MIT ReGISSeURIN & KÜNSTLeRN IM ANSCHLUSS Der Künstler Liam Gillick hat sie nicht ge- sehen. Auch Regisseur John Waters weiß nicht, wo sie geblieben sind. Der Filmema- cher Tony Conrad hat zwar so seine Theo- rien, verrät diese aber nicht. Verschwunden sind nämlich die vier Mitglieder der österrei- chischen Künstlergruppe Gelitin (Wolfgang Gantner, Ali Janka, Florian Reither, Tobias Urban). Salvatore Viviano, Künstler, Galerist und zeitweilig Mitwirkender in Gelitin-Per- formances, begibt sich auf die Suche nach der lustigsten Boy Group der Welt, befragt

Künstler, Galeristen, Museumsleute, stets ein imposantes Mikrofon in der Hand, nach ihrem Verbleib. Die (fiktive) Recherche bil- det das narrative Gerüst in diesem Film von Angela Christlieb, der das anarchische Trei- ben Gelitins im Parforceritt durchquert. Das quartett wurde bekannt mit ebenso grenz- gängerischen wie bildstarken Performan- ces, Skulpturen, Installationen und Fotoar- beiten. Christliebs Arbeit lebt nicht nur vom dicht montierten Archivmaterial, das durch die musikalische Ebene rhythmisiert und intensiviert wird, sondern auch von den Er- zählungen und Beobachtungen der Intervie- wpartner. Wenn etwa der Galerist Leo Koe- nig meint, dass er angesichts Gelitins Kunst bisweilen Lust bekomme, sich zu entkleiden oder der Künstler Tom Sachs gesteht: »Ich wünschte, mein Leben wäre 10 Prozent mehr Gelitin!« Ein Verlangen, das nach dem Sehen dieses Films wohl viele teilen.

südwind

kaUM öFFNe ICH DIe aUGeN

In Kooperation mit Südwind OÖ zeigt das Moviemento jeden Monat einen Film mit ei- ner »Brise Südwind« – Filme von Regisseu- rInnen aus dem oder mit Blick in Richtung Süden bzw. auf die Welt, in der wir leben. KAUM ÖFFNE ICH DIE AUGEN erzählt die Geschichte der 18 jährigen Farah in Tunis, kurz vor dem sogenannten arabischen Frühling. Als Sängerin in einer Rock Band rebelliert sie mit politischen Texten gegen die Veränderungen in der Gesellschaft. Die Eltern hätten aber lieber eine ärztin als ei- nen Rockstar und Sorgen sich um die Toch- ter, die sich durch ihre Lieder auch in Gefahr begibt. Der Film porträtiert eine junge Frau, die sich gegen männliche Strukturen auf- lehnt, Flügel bekommt und dann die Realität ungeschönt kennen lernt.

Mehr zum entwicklungspolitischen Engage- ment von Südwind auf: www.suedwind.at

Engage- ment von Südwind auf: www.suedwind.at ak-kultur süHNHaUs FR 9. DezeMBeR, 21.00, MOVIeMeNTO

ak-kultur

süHNHaUs

FR 9. DezeMBeR, 21.00, MOVIeMeNTO AK-Kultur & Moviemento haben für Film- freund_innen eine Kooperation vereinbart. Inhalt dieser Zusammenarbeit ist, dass ein- mal monatlich gemeinsam ein Film vorge- schlagen wird, für den AK-Mitglieder mit der Leistungskarte oder der AK-plus-Card einen ermäßigten Eintrittspreis von 6 Euro zahlen. Für die jeweiligen Filme mit sozialem oder politischem Hintergrund werden Einführungsreferate angeboten. Das Einführungsreferat für den Dezember- Film SÜHNHAUS hält der Linzer Filmwis- senschafter Markus Vorauer, am Freitag, 9. Dezember, 21.00, Moviemento.

Markus Vorauer, am Freitag, 9. Dezember, 21.00, Moviemento. Filmring vICtorIa MO 12. - FR 16. DezeMBeR,

Filmring

vICtorIa

MO 12. - FR 16. DezeMBeR, 17.30 & SA 17. DezeMBeR, 15.00, CITy-KINO Nach einer durchtanzten Nacht lernt die Spanierin Victoria vor einem Club in Berlin vier angeheiterte Freunde kennen, die ver- sprechen, ihr das wahre Gesicht der Stadt zu zeigen. Zuerst zögernd, dann aber neu- gierig geworden, schließt sie sich der Grup- pe an, ohne zu ahnen, dass diese Nacht ihr Leben für immer verändern wird. Sonne, Blinker, Boxer und Fuß, wie sich die vier Freunde nennen, führen Victoria beispiels- weise auf das Dach eines Hauses mit tollem Blick auf das nächtliche Berlin. Die Unbe- schwertheit der Männer erlebt die Spanie- rin, die in einem Café arbeitet, als befreiend. Doch Boxer hat eine kriminelle Vergangen- heit, die ihn einholt und die Ausgelassen- heit der Gruppe schnell zum Verschwinden bringt…

Der Filmring der Jugend ist der älteste Film- club Österreichs. Er bietet besonders inter- essante Filme, manchmal mit anschließen- der Diskussion, an. www.filmring-linz.at

21. Dezember – vorfilmtag!

MI 21. DezeMBeR ein Kurzfilm am kürzesten Tag des Jahres. Seit 2011 wird am 21. Dezember, dem kür- zesten Tag des Jahres, in vielen Ländern der Kurzfilmtag gefeiert. Die Initiative Cinema Next – Junges Kino aus Österreich zeigt an diesem Tag in vielen Kinos Österreichs einen kurzen Vorfilm vor allen Filmvorfüh- rungen – dieses Mal den charmanten Ani- mationsfilm „Museumswärter“ von Alexan- der Gratzer. Am 21. Dezember heißt es also wieder: Kurz- und Vorfilm ab!

MuSEuMSWäRTER AT 2016, 3 min, R: Alexander Gratzer

schulfilmwochen zum Weltaidstag

DO 1. – FR 23. DezeMBeR 2016 Auch heuer wieder veranstalten die AIDS- HILFE OBERÖSTERREICH und das Movie- mento zum Welt-AIDS-Tag 2016 Schulfilm- wochen für Jugendliche. Im Zeitraum von 1. bis 23. Dezember 2016 stehen folgende drei Filme zur Auswahl, die zu einem Preis von EUR 5,– pro Schüler/in im Moviemento Linz gebucht werden können:

CHuCKS AT 2015, 93 min, R: Sabine Hiebler, Gerhard ertl Diese Verfilmung des Erfolgsromans von Cornelia Travnicek erzählt die Liebesge- schichte zwischen der Schulabbrecherin Mae und dem unheilbar kranken Paul.

DALLAS BuYERS CLuB US 2013, 117 min, R: Jean-Marc Vallée Mit Lust an der Subversion erzählte Au- ßenseitersaga eines aidskranken Texas- Rednecks, der sich vom Playboy zum Akti- visten wandelt.

SAME, SAME BuT DIFFERENT De, 2009, 107 min, R: Detlev Buck Auf seiner Asienreise verliebt sich ein junger Deutscher in eine junge Kambodschanerin, die als Bargirl in einem Nachtclub arbeitet. Als sich herausstellt, dass sie HIV positiv ist, muss er sich entscheiden. Kann es für sie eine gemeinsame Zukunft geben?

Bei den einzelnen Filmvorführungen werden auch Mitarbeiter/innen der AIDSHILFE OÖ anwesend sein und bei Bedarf für inhaltliche Fragen zur Verfügung stehen. Des Weiteren liegen Informationsmaterialien zum Thema HIV der AIDSHILFE OÖ zur kostenlosen Mit- nahme auf. Bezüglich Vor- und/oder Nach- bereitung des Themas HIV/Aids besteht auch die Möglichkeit, einen Workshop an der Schule oder auch direkt bei der AIDSHILFE OÖ zu buchen. Die Buchungsanfrage mit Ihrer Schulklasse/Gruppe für eine Filmvor- stellung bitte an: p.mueller@moviemento.at Für organisatorische Rückfragen oder die Buchung eines Workshops wenden Sie sich bitte an die AIDSHILFE OBERÖSTERREICH:

Mo – Fr zwischen 11.00 und 13.00 Uhr, Tel.: 0732/2170 oder per E-Mail an:

office@aidshilfe-ooe.at

»Happy New Year« silvester-Premiere

tHe HaPPY FILM

US 2016, 95 min, OmU, R: Stefan Sagmeister, Ben Nabors, H. Curtis

PReMIeRe: SA 31. DezeMBeR, 19.00, CITy-KINO – IN ANWeSeNHeIT VON STeFAN SAGMeISTeR Haben Sie Einfluss auf Ihr persönliches Glück? Die meisten von uns haben sich mit Karrierezielen, Beziehungen und mit dem eigenen Glück auseinandergesetzt. Aber wie viele von uns haben sich wirklich die Zeit genommen zu erforschen, was uns glück- lich macht? Kann man Glück gestalten? Der österreichische Designer Stefan Sag- meister hat es gut. Er lebt in seiner Traum- stadt New york und gestaltet sehr erfolg- reich Album-Cover für die Rolling Stones, Jay-Z und die Talking Heads. Aber in seinem Kopf geistert die Frage herum, ob das wirk- lich alles ist. Er entschließt sich dazu, ein Design-Projekt aus sich selbst zu machen. Kann er seine Persönlichkeit umgestalten und so ein besserer Mensch werden? Kann er durch Übung lernen, glücklich zu sein? Doch in den Selbstversuch schleicht sich sein Leben ein und bringt alles durchein- ander: Das Netz aus Kunst, Sex, Liebe und Tod scheint undurchdringbar. Seine Selbst- Gestaltung und schmerzvollen Erfahrungen führen ihn auf eine Reise, die ihn näher zu sich selbst bringt als jemals geplant.

Kino-Start: Donnerstag, 5. Jänner 2017

13

Karten-Infos: 0732 666 500 www.theater-phoenix.at
Karten-Infos: 0732 666 500
www.theater-phoenix.at
David Wagner solo Lieder aus eigenem Anbau Fr, 23. Dezember 2016 20:00 Uhr BlackBox Musiktheater
David Wagner solo
Lieder aus eigenem Anbau
Fr, 23. Dezember 2016 20:00 Uhr
BlackBox Musiktheater am Volksgarten
Kartenservice: 0800 218 000 oder www.landestheater-linz.at
„Eine Wucht,
dieser Wagner“
OÖNachrichten
www.alles-wagner.at

14

0800 218 000 oder www.landestheater-linz.at „Eine Wucht, dieser Wagner“ OÖNachrichten www.alles-wagner.at 14

moviemento & city-kino dezember 2016

Filmstarts

ab Fr 2. Dezember

eIN LIeD Für NoUr OmU

Ya tayr el tayer GB/PS/qA/NL/AE 2015, 100 min, R: Hany Abu-Assad Laufzeit: mindestens 2 Wochen

kaUM öFFNe ICH DIe aUGeN OmU

À peine j‘ouvre les yeux FR/TN 2015, 106 min, R: Leyla Bouzid Laufzeit: mindestens 2 Wochen

kINDers OdF

AT 2016, 93 min, R: Arash T. & Arman T. Riahi Laufzeit: mindestens 1 Woche

LIeBe MöGLICHerWeIse OdF

AT 2016, 88 min, R: Michael Kreihsl Laufzeit: mindestens 3 Wochen

Peter HaNDke – BIN IM WaLD, kaNN seIN, Dass ICH MICH versPäte OmU

DE 2016, 89 min, R: Corinna Belz Laufzeit: mindestens 2 Wochen

sULLY OmU

US 2016, 96 min, R: Clint Eastwood Laufzeit: mindestens 3 Wochen

ab Do 8. Dezember

aLLe FarBeN Des LeBeNs OmU

About ray US 2015, 87 min, R: Gaby Dellal Laufzeit: mindestens 3 Wochen

GLeIsseNDes GLüCk OdF

DE 2016, 102 min, R: Sven Taddicken Laufzeit: mindestens 3 Wochen

MarIe CUrIe OmU

PL/DE/FR 2016, 95 min, R: Marie Noëlle Laufzeit: mindestens 3 Wochen

süHNHaUs OdF

AT 2016, 96 min, R: Maya McKechneay Laufzeit: mindestens 1 Wochen

ab Fr 16. Dezember

DIe GeträUMteN OmU

AT 2016, 89 min, R: Ruth Beckermann Laufzeit: mindestens 3 Wochen

DIe NaCHt Der 1000 stUNDeN OdF

AT 2016, 88 min, OdF, R: Virgil Widrich Laufzeit: mindestens 1 Woche

ab Fr 16. Dezember

DIe täNZerIN OmU

La danseuse FR/BE 2016, 112 min, R: Stéphanie Di Giusto Laufzeit: mindestens 3 Wochen

JaCqUes – eNtDeCker Der oZeaNe OmU

L‘ odyssée FR 2016, 122 min, R: Jérôme Salle Laufzeit: mindestens 3 Wochen

PaULa OmU

DE 2016, 123 min, R: Christian Schwochow Laufzeit: mindestens 3 Wochen

ab Do 22. Dezember

NoCtUrNaL aNIMaLs OmU

US 2016, 115 min, R: Tom Ford Laufzeit: mindestens 3 Wochen

ab Fr 23. Dezember

aNGrIFF Der LeDerHoseNZoMBIes OmU

AT 2016, 78 min, OmU, R: Dominik Hartl Laufzeit: mindestens 2 Wochen

eINe sCHöNe BesCHerUNG OmU

en underbar jävla jul SE 2015, 108 min, R: Helena Bergström Laufzeit: mindestens 3 Wochen

GeMeINsaM WoHNt MaN Besser OmU

Adopte un veuf FR 2016, 97 min, R: François Desagnat Laufzeit: mindestens 3 Wochen

MeINe ZeIt MIt CéZaNNe OmU

cézanne et moi FR 2016, 114 min, R: Danièle Thompson Laufzeit: mindestens 3 Wochen

ab Do 29. Dezember

Love & FrIeNDsHIP OmU

IE/NL/GB/FR 2016, 93 min, R: Whit Stillman Laufzeit: mindestens 3 Wochen

WeDDING DoLL OmU

IL 2016, 82 min, OmU, R: Nitzan Gilady Laufzeit: mindestens 2 Wochen

eINFaCH Das eNDe Der WeLt OmU

Juste la fin du monde CA/FR 2016, 95 min, R: Xavier Dolan Laufzeit: mindestens 3 Wochen

Die Spielzeiten und -orte entnehmen Sie bitte unserem Wochenprogramm, unserer Home- page sowie der Tagespresse

FilmBrunch

Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil

sonnTaG, 4. Dezember

11.15

AmerikAnisches idyll

11.30

liebe möglicherweise

11.30

Peter hAndke

13.10

Alles wAs kommt

13.10

sully

13.15

ArrivAl

sonnTaG, 11. Dezember

11.15

egon schiele

11.30

liebe möglicherweise

11.30

sühnhAus

13.10

Alle FArben des lebens

13.10

mArie curie

13.20

ArrivAl

sonnTaG, 18. Dezember

11.10

die tänZerin

11.20

cAFè society

11.30

die geträumten

13.10

PAulA

13.15

mArie curie

13.30

JAcques – entdecker der oZeAne

monTaG, 26. Dezember

11.15

gemeinsAm wohnt mAn besser

11.15

die tänZerin

11.30

eine schöne bescherung

13.10

nocturnAl AnimAls

13.20

meine Zeit mit céZAnne

13.30

JAcques – entdecker der oZeAne

Tischreservierung im Gelben Krokodil dringend empfohlen: 0732/784182

FilmLUNCH

Sonntags im City-Kino & Café Stern

FilmLUNCH Sonntags im City-Kino & Café Stern
FilmLUNCH Sonntags im City-Kino & Café Stern

sonnTaG, 4. Dezember

11.00

ich, dAniel blAke

11.15

bAuer unser

sonnTaG, 11. Dezember

11.00

AmerikAnisches idyll

11.15

der vollPosten

sonnTaG, 18. Dezember

11.00

sully

11.15

hotel rock‘n‘roll

monTaG, 26. Dezember

11.00

meine Zeit mit céZAnne

11.15

bAuer unser

Tischreservierung im City-Kino dringend empfohlen: 0732/776081

Filmgespräche

Filmgespräche

mit Markus Vorauer

Filmgespräche mit Markus Vorauer

Fr 2. Dezember, 21.00, moVIemenTo

heidenlöcher (30-JÄHRIGES JUBILÄUM)

mit der Volkshochschule

Fr 9. Dezember, 21.00, moVIemenTo

sühnhAus

mit der Arbeiterkammer

15

DEVID STRIESOW

SILKE BODENBENDER

OTTO SCHENK

LIEBE

MÖGLICHER

WEISE

EIN FILM VON MICHAEL KREIHSL

NORMAN HACKER

EDITA MALOVCIC

JANA McKINNON

GERTI DRASSL

MICHAEL KATZ / VEIT HEIDUSCHKA zeigen eine WEGA FILM Produktion Mit FRANCIS OKPATA, CHRISTINE OSTERMAYER, HARY PRINZ, SIEGFRIED WALTHER, ROLAND KOCH, JÜRGEN TARRACH, ASTRIT ALIHAJDARAJ uva Bildgestaltung REINHOLD VORSCHNEIDER Drehbuch MICHAEL KREIHSL Ton SERGEY MARTYNYUK / PETER RÖSNER / BERNHARD MAISCH Montage ANDREA WAGNER Kostüm THERESA EBNER-LAZEK Ausstattung JULIA LIBISELLER Maske CLAUDIA HEROLD Produktionsleitung ULRIKE LÄSSER Herstellungsleitung MICHAEL KATZ Musik MOBY, STEAMING SATELLITES, DE PHAZZ, FRIEDRICH GULDA, IVA ZABKAR Regie MICHAEL KREIHSL Produzenten MICHAEL KATZ / VEIT HEIDUSCHKA

MICHAEL KREIHSL Produzenten MICHAEL KATZ / VEIT HEIDUSCHKA www.liebemoeglicherweise.at österreichische Post

www.liebemoeglicherweise.at

MICHAEL KATZ / VEIT HEIDUSCHKA www.liebemoeglicherweise.at österreichische Post AG/Sponsoring.Post - Verlagspostamt:

österreichische Post AG/Sponsoring.Post - Verlagspostamt: 4020 Linz, Donau - Gz 02z031032 S

Verwandte Interessen