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risikofaktoren.html

Thrombose: Schnell zum Arzt!


Bei einer Thrombose verstopft ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Blutgefäß, so dass
nur noch wenig oder gar kein Blut mehr durch das Gefäß fließen kann. Bei einem
Verdacht eine Thrombose sollten Sie deshalb unbedingt Ihren Arzt aufsuchen!

Thrombosen bilden sich primär in den Bein- und Beckenvenen, weshalb man oft von
einer tiefen Beinvenenthrombose spricht. Diese Adern sammeln das Blut aus Füßen,
Beinen und Becken und leiten es zurück zum Herzen. Eine tiefe
Beinvenenthrombose muss umgehend medizinisch behandelt werden, denn gerade
wenn die tief liegenden Beinvenen betroffen sind, kann
eine Lungenembolie entstehen.

Dabei löst sich in der betroffenen Vene ein Thrombus und gelangt mit dem Blutfluss
in die Lunge. Dort kann er ein Gefäß verstopfen. Geschieht dasselbe hingegen in
einer der oberflächlichen Beinvenen, muss der Pfropf erst in Richtung der tiefen
Beinvenen wandern und ist somit weniger riskant.

Entstehung einer Thrombose

Symptome einer Thrombose

Die häufigsten Symptome einer Thrombose sind:

 Ziehende, krampfartige Schmerzen


 Rötung oder Blaufärbung der Haut
 Spannungsgefühl und Schwellungen
 Die Haut fühlt sich wärmer an als am anderen Bein

Im Bein kann eine Thrombose an verschiedenen Stellen auftreten.

 Leiste
 Oberschenkel
 Kniekehle
 Wade
 Fußsohle

Stehen und Gehen sind dann besonders schmerzhaft.

So entsteht eine Thrombose

Bei einem gestörten Blutrückfluss vergrößert sich die Gefahr der Bildung von
Blutgerinnseln (Thromben) an den Gefäßwänden. Ein deutlich erhöhtes Risiko
besteht bei Menschen mit Krampfadern (Varizen) und Venenentzündungen, nach
Operationen, in der Schwangerschaft, bei Immobilität und auf langen Flugreisen.

Ein Blutgerinnsel kann sich bilden, wenn:


 Die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes verringert ist
 Die Wände des Blutgefäßes verändert sind
 Eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes besteht

In den Venen fließt das Blut langsamer als in den Arterien, deshalb entstehen
Thrombosen vor allem in den Venen. Meist sind die tiefen Venen von Unter- und
Oberschenkel von der tiefen Beinvenenthrombose (Phlebothrombose) betroffen.

Diese Pfropfen können die Venen verstopfen und verhindern damit den Rückfluss
des Blutes. Es kommt zu einer weiteren Schädigung des Venensystems.

Diagnose

Um eine Lungenembolie zu verhindern, sind eine schnelle Diagnose und Therapie


der tiefen Beinvenenthrombose erforderlich. Eine  Untersuchung des schmerzenden
Bereichs sowie die Bestimmung eines speziellen Blutwertes im Labor erhärtet eine
Verdachtsdiagnose auf eine Thrombose. Mittels Doppler- und Duplex-Sonografie
kann der Arzt eine tiefe Beinvenenthrombose dann genau lokalisieren und
behandeln.

Erhöhtes Risiko einer tiefen Beinvenenthrombose

Es gibt drei Auslöser, die bei der Entstehung einer Thrombose eine Rolle spielen:

 Blutfluss (zum Beispiel bei Bewegungsmangel)


 Blutgefäßwand (bei Entzündungen und Verletzungen)
 Blutzusammensetzung (Mangel an gerinnungsauflösenden Stoffen im Blut
durch Krankheiten)

Ein Thrombus kann entstehen, wenn Sie zu wenig trinken, an einer


Blutgerinnungsstörung leiden, rauchen oder Hormonpräparate wie die Pille
einnehmen. Unbehandelte Krampfadern gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren.
Häufig tritt eine Beinvenenthrombose auf, wenn Sie sich länger nicht bewegt haben –
zum Beispiel während einer mehr als vierstündigen Flugreise oder eines
Krankenhaus-Aufenthalts.

In höherem Alter haben Männer und Frauen etwa das gleiche Risiko für eine tiefe
Beinvenenthrombose. In jüngerem Alter sind mehr Frauen von einer tiefen
Beinvenenthrombose betroffen als Männer.

Gründe dafür sind:

 Bereits vorliegende Venenerkrankung


 Blutgerinnungsstörung
 Einnahme der Pille
 Schwangerschaften
 Rauchen und Übergewicht
 Operationen
 Bettlägerigkeit
 Ungewohnte körperliche Anstrengung
Thrombose vorbeugen - Thromboseprophylaxe

Die Thromboseprophylaxe erfolgt durch medikamentöse und physikalische


Maßnahmen. Der Arzt entscheidet, welche Medikamente zum Einsatz kommen, er
bestimmt Darreichungsform und Dosierung sowie die Dauer der Anwendung.

Das Ziel jeder physikalischen Maßnahme ist es, den venösen Rückfluss zu
verbessern (Kreislauffaktor). Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es unterschiedliche
Maßnahmen:

 Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe (normierte Kompression)


 Wickelverband (Nicht normierte Kompression)
 Beinmanschetten
 Physikalische Prophylaxemaßnahmen (zum Beispiel Frühmobilisation,
Bewegungstherapie, Beine hochlagern)

Ihr Ansprechpartner bei einer Thrombose

 Hausarzt
 Phlebologe
 Behandelnder Arzt
 Pflegepersonal bei stationärem Krankenhausaufenthalt

Wie wird eine tiefe Beinvenenthrombose behandelt?

Oft bemerken Betroffene selbst schwere Thrombosen zunächst nicht. Das ist
besonders gefährlich, weil sich das Blutgerinnsel, das die tiefe Beinvenenthrombose
ausgelöst hat, wieder lösen kann. Gelangt es dann bis in die Lunge, kann es dort
eine lebensgefährliche Lungenembolie auslösen.

Bei der Therapie einer Thrombose haben während der Behandlung


folgende Punkte die höchste Priorität:

 Hemmung des Thrombosewachstums


 Beseitigung der Thrombose
 Verhinderung einer Lungenembolie
 Verhinderung des postthrombotischen Syndroms (dauerhafte Schädigung der
Venenklappen)

Die Behandlungsstrategie beinhaltet:

 Basismaßnahmen wie fachgerechte Lagerung oder Mobilisierung


und Kompressionstherapie
 Medikamentöse Therapie zur Blutverdünnung, zum Beispiel mit Heparin oder
Makumar
 Thrombolyse zum Abbau des Blutgerinnsels (Thrombus)
 eventuell Operation um das Gerinnsel zu entfernen

Kompressionstherapie
Nachdem bei Patienten eine tiefe Beinvenenthrombose diagnostiziert wurde, ist
neben der medikamentösen Therapie eine Behandlung mit Kompressionsstrümpfen
indiziert. Durch sie wird ein mechanischer Druck von außen auf die Venen ausgeübt.
Der Venendurchmesser verringert sich und das Blut fließt schneller zurück zum
Herzen. Der Druck am Bein verläuft kontrolliert: Er ist an der Fessel am stärksten und
nimmt nach oben hin ab. Später wird überprüft, inwieweit der Rücktransport des
Blutes noch beeinträchtigt ist. Der Arzt kann dann Rat geben, ob die
Kompressionstherapie fortgeführt werden soll oder gestoppt werden kann.

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Venenthrombose: Ursachen & Risikofaktoren


Ursachen einer Thrombose
Schon 1856 beschrieb der Berliner Pathologe Rudolf Virchow die drei wesentlichen Ursachen
für eine Thromboseentstehung, die als die „Virchowsche Trias“ bezeichnet werden:

 Blutgerinnungsstörung

 Verlangsamung des Blutflusses

 Verletzung der Gefäßinnenwand

Eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes kann angeboren oder krankheitsbedingt sein oder
auch durch bestimmte Medikamente oder hormonelle Einflüsse hervorgerufen werden.

Eine Verlangsamung des Blutflusses in den Venen kann verschiedene Ursachen haben, z.B.
längere Bettlägerigkeit, schwere Herzschwäche oder sehr massive Krampfadern.

Zu Veränderungen bzw. Schäden an den Gefäßinnenwänden kann es durch Verletzungen (u.


a. bei Operationen) oder aber durch Ablagerungen bei entzündlichen Veränderungen der
Venen (Thrombophlebitis) kommen.

Risikofaktoren für eine Thrombose


Viele unterschiedliche Risikofaktoren begünstigen die Entstehung einer venösen Thrombose:

 Blutgerinnungsstörungen - erblich oder erworben

 Infektionskrankheiten, Fieber

 Operationen

 Verletzungen

 Langdauernde Überanstrengungen

 Tumorerkrankungen
 Längere Bettlägerigkeit oder Ruhigstellung einer Extremität (Gipsbehandlung)

 Schwangerschaft und Entbindungen (vor allem per Kaiserschnitt)

 Einnahme von östrogenhaltigen Hormonpräparaten wie z.B. der „Pille"

 Hormonersatztherapie in den Wechseljahren

Generell ist die Gefahr einer Thrombose immer dann besonders hoch, wenn sich das Blut in
den Beinen staut. Dies betrifft vor allem bettlägerige Patienten oder Menschen mit einem
Druck- oder Gipsverband. Auch Lähmungen mit Ausfall der sogenannten
Wadenmuskelpumpe können die Entstehung einer Thrombose begünstigen.

Langes Sitzen und allgemeiner Bewegungsmangel (z.B. bei Flugreisen über drei Stunden
Dauer) erhöhen ebenfalls die Thrombosegefahr. Als Folge des langen Sitzens wird der
Blutfluss langsamer, und zusätzlich wird das Blut durch die Lufttrockenheit im Flugzeug bei
nicht ausreichender Flüssigkeitszufuhr „dicker" und die Gefahr einer Blutgerinnung steigt.
Das Tragen enger Kleidung kann den Blutfluss in den Venen noch weiter verlangsamen.