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NATURSCHONENDE GEWÄSSERUNTERHALTUNG

Käfer
am Beispiel des Eremiten (Osmoderma eremita)
Foto: Viesinsh, www.shutterstock.com

Vorkommen am Gewässer

Der Eremit: streng geschützter Käfer in alten Bäumen – auch Juchtenkäfer genannt.
Vorsicht:
!
• Schwarzer, glänzender Käfer, gehört mit einer Größe von bis zu 4 cm zu
Streng geschützte Tiere!
den Riesen unter den heimischen Käfern. unter den heimischen Käfern und
ist nach Roter Liste in Baden-Württemberg stark gefährdet. Zu beachten bei:
– Gehölzpflege, besonders bei alten
• Der Eremit lebt in mulmgefüllten Baumhöhlen (Mulm = totes, sich Baumbeständen mit Höhlen
zersetzendes Holz). Er gräbt sich im Mulm ein und verlässt meist zeitlebens - Vorhandene „Brutbäume“ erhalten
die Baumhöhle nicht. Somit spielt sich das ganze Leben des Käfers - Potenzielle „Brutbäume“ nur minimal
im bzw. am Baum ab – daher sein deutscher Name „Eremit“ = Einsiedler. zurückschneiden, großvolumige Äste
und den Stamm erhalten
• Seinen zweiten deutschen Namen „Juchtenkäfer“ nimmt Bezug auf seinen - Pflege von Kopfweiden
starken lederartigen Geruch.
Vor geplanter Baumfällung Rücksprache
• Der Eremit bevorzugt alte einzeln stehende Laubbäume (Eichen, Linden, mit der unteren Naturschutzbehörde
Weiden, Platane und andere), die bereits große, mit feuchtem Mulm gefüllte halten.
Höhlen aufweisen. Diese müssen mindestens 3 l Mulm enthalten, optimal
sind 50 l.

• Typisch sind die dunkelbraunen Kotpellets mit bis zu 9 mm Länge, die im Quer-
Foto: Volis 61, www.shutterstock.com

schnitt eckig sind. (Verwechslungsgefahr: bei Rosenkäfern sind sie rund!)

1. Schlüpfen 2. Paarung
der Käfer und Eiablage
im Mai/Juni im Juli/August

4. Überwinterung 3. Entwicklung
als Vorpuppe in Puppen- der Larven
wiege, Verpuppung im Zeitraum von 3 bis
im Frühjahr 4 Jahren

Lebenszyklus des Eremiten Potenzieller Brutbaum