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Gemeinsamer Klausurteil

BWL für Ingenieure (alte PO) 60 Punkte = 60 Minuten (Aufgaben 1 – 9)


BWL und Unternehmensführung (neue PO) 90 Punkte = 90 Minuten (Aufgabe 1 – 11)

Zugelassene Hilfsmittel: Taschenrechner, eigene Formelsammlung auf einem DinA4 Blatt (Vor- und
Rückseite beschreibbar), ausgedrucktes Vorlesungsskript mit farblichen Markierungen und eigenen
Notizen.
Ausdrücklich nicht zugelassen: Aufgabensammlung zur Klausurvorbereitung und andere oben nicht
genannt eigene Materialien.

AUFGABE 1: (5 Punkte): Unternehmensorganisation, Kaufmann und Firma


Aufgabe 1.1 (2,5 Punkte) Stellen Sie fest, ob folgende Aufgabengebiete in einem mittelständi-
schen Industrieunternehmen in den Verantwortungsbereich des…
(1) CEO
(2) CFO
(3) CPO
(4) CSO
(5) CTO fallen

Tragen Sie die Nr. des passenden Verantwortlichen in die Klammer vor der Aussage ein.

( 1 ) a. Festlegung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.


( 5 ) b. Qualitätssicherungsmaßnahmen planen und umsetzen.
( 3 ) c. Angebotsvergleiche durchführen.
( 4 ) d. Verkaufsverhandlungen mit Kunden führen.
( 2 ) e. Verhandlungen mit Kreditinstituten führen.

( 1 / 2 ) Aufgabe 1.2 (1 Punkt): Anja Amberg und Bernd Bayer gründen ausschließlich mit li-
quiden Mitteln eine OHG. Im Gesellschaftsvertrag wird vereinbart, dass Anja Amberg nur mit
ihrer Geschäftseinlage haftet. Tragen Sie die Nummern der beiden richtigen Aussagen in die
Klammer vor der Aufgabe ein.

(1) Bernd Bayer ist aufgrund der gesetzlich geregelten Einzelgeschäftsführungsbefugnis berechtigt,
Mitarbeiter einzustellen und zu entlassen, ohne seine Geschäftspartnerin Anja Amberg zu informie-
ren.
(2) Die Vertretungsmacht erstreckt sich auf alle Rechtsgeschäfte, d. h., es wäre möglich, dass Anja
Amberg ohne Wissen ihres Geschäftspartners ein Grundstück rechtsgültig erwirbt.
(3) Die im Vertrag vereinbarte Klausel bezüglich der Haftungsbeschränkung auf das Gesellschafts-
vermögen von Anja Amberg ist im Außenverhältnis gültig.
(4) Der Gesellschaftsvertrag bedarf der notariellen Beurkundung.

Aufgabe 1.3 (1,5 Punkte) Eine Firma lautet „Kunststoff-Kissel OHG, Präzisions- und Kunststoff-
teile". Ordnen Sie dieser Firmierung die folgenden Bestandteile zu:
(1) Firmenname im engeren Sinne
(2) fakultativer Firmenzusatz
(3) notwendiger Firmenzusatz
Tragen Sie die Nr. der passenden Lösung in die Klammer vor dem Firmenteil ein.

( 1 ) a. Kunststoff-Kissel
( 3 ) b. OHG
( ) c. Präzisions- und Kunststoffteile.
2

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2 Matrikelnummer:

AUFGABE 2: (8,0 Punkte): Externes Rechnungswesen

Aufgabe 2.1 (1,5 Punkte) Ordnen Sie zu, ob die unten stehenden Aussagen zutreffen auf
(1) die permanente Inventur.
(2) die Stichtagsinventur,
(3) die verlegte Inventur,

Tragen Sie die Nr. der passenden Inventurart in die Klammer vor der Aussage ein.

( 3 ) a. Eine Inventur, die nur in dem Zeitraum von drei Monaten vor oder von zwei Monaten nach
dem Bilanzstichtag erfolgen kann.
( 1 ) b. Die Zu- und Abgänge werden ständig in einer Kartei/Datei aufgezeichnet; mindestens einmal
im Geschäftsjahr, zu einem beliebigen Zeitpunkt, erfolgt die körperliche Bestandsaufnahme.
( 2 ) c. Die Inventur erfolgt zum Abschluss des Geschäftsjahres zeitnah zum Bilanzstichtag zehn
Tage vor- oder nachher.

Aufgabe 2.2 (2,0 Punkte) Handelt es sich bei den unten angegebenen Bilanzpositionen um Teile
des
(1) Anlagevermögens,
(2) Umlaufvermögens?

Tragen Sie die Nr. der passenden Vermögensform in die Klammer vor der Bilanzposition ein. Wenn die
Bilanzposition weder zum Anlage- noch zum Umlaufvermögen gehört, tragen Sie eine (9) ein.

Bilanzpositionen:
( 1 ) a. BGA (Betriebs- und Geschäftsausstattung)
( 9 ) b. Darlehen
( 2 ) c. Kasse
( 2 ) d. Rohstoffe

Aufgabe 2.3 (4,5 Punkte) Ihnen liegen die folgenden Bilanzwerte eines Unternehmens vor

Bank 20.000,00 €
Bebaute Grundstücke 400.000,00 €
Technische Anlagen und Maschinen 300.000,00 €
Bilanzsumme 1.100.000,00 €
Fuhrpark 120.000,00 €
Darlehensschulden 180.000,00 €
Forderungen an Kunden 100.000,00 €
Kasse 5.000,00 €
Rohstoffe 155.000,00 €
Verbindlichkeiten 40.000,00 €

Tragen Sie in die Klammer ein:

( 280 ) a. die Höhe des Umlaufvermögens in T€.

( 880 ) b. die Höhe des Eigenkapitals in T€.

( 125 ) c. die Summe der flüssigen Mittel in T€.


3 Matrikelnummer:

AUFGABE 3: (9,5 Punkte): Internes Rechnungswesen

Aufgabe 3.1 (2,5 Punkte): Ordnen Sie die Aufwandsarten (1) bis (3) den unten stehenden Auf-
wendungen eines E-Bike-Herstellers zu.

(1) betriebsfremden Aufwand handelt.


(2) betrieblichen außerordentlichen Aufwand,
(3) betrieblichen ordentlichen Aufwand,
Tragen Sie eine (9) in das Kästchen ein, wenn es sich nicht um einen Aufwand handelt.

( 3 ) a. Aufwendungen für die Einsatzstoffe.


( 9 ) b. Kauf einer Anlage zur Herstellung von Erzeugnissen.
( 2 ) c. Verschrottung von Herstellungsanlagen aus einer Fehlinvestition.
( 2 ) d. Verlust von nicht versicherten Einsatzstoffbeständen durch Brandschaden im Lager.
( 3 ) e. Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung bei der Lohn- und Gehaltszahlung

Aufgabe 3.2 (7,0 Punkte): Für die Nachkalkulation eines Artikels stehen folgende Zahlen zur
Verfügung:
FM
Fertigungsmaterial: 400,00 €
Fertigungslöhne: 100,00 € MGK
Materialgemeinkostensatz: 5%
Fertigungsgemeinkostensatz: 220 %
Verwaltungsgemeinkostensatz: 10 %
FL
Vertriebsgemeinkostensatz: 15 % FGK
Sondereinzelkosten der Fertigung: 60,00 €
SEF
Sondereinzelkosten des Vertriebs: 100,00 €

(Die links abgebildete Tabelle sollen Ihnen lediglich Hilfestel- VwGK


lung geben. Bewertet werden allein die Ergebnisse zu den
Aufgabenteilen a) bis d), die Sie unten eintragen. VtGK
SEV

Tragen Sie in die Klammer ein…


a) die Materialkosten in € mit 2 Kommastellen (1 Punkt),
420
380 b) die Fertigungskosten in € mit 2 Kommastellen (2,0 Punkt),

800 c) die Herstellkosten in € mit 2 Kommastellen (2,0 Punkte),

d) die Selbstkosten in € mit 2 Kommastellen (2,0 Punkte).


1.100
4 Matrikelnummer:

AUFGABE 4: (8,5 Punkte): Controlling

Aufgabe 4.1 (7,5 Punkte): Ein Industrieunternehmen stellt kleine Elektromotoren her und ist auf
eine Kapazität von 40.000 Stück monatlich ausgelegt. In der vergangenen Abrechnungsperiode
wurden 32.000 Motoren bei variablen Gesamtkosten von 320.000,00 € und fixen Gesamtkosten von
600.000,00 € produziert und verkauft. Das Unternehmen rechnet zukünftig damit, dass bei gleich blei-
bender Kostensituation 35.000 Stück monatlich zum Preis von 30,00 € abgesetzt werden können. Tra-
gen in die Klammern vor den Teilaufgaben ein:

( 88% ) a. Mit welchem Beschäftigungsgrad in % (ggf. gerundet ohne Kommastellen) rech-


net das Unternehmen zukünftig bei einer Auslastung von 35.000 Stück? (1,5
Punkt) Ist-Auslastung/Mögliche Auslastung (Kapazität)

( 30.000 ) b. Ab welcher monatlichen Absatzmenge erzielt das Unternehmen Gewinn? (1,5


Punkte) BEP-Menge

( 27,14 ) c. Zu welchem kostendeckenden Preis in € mit zwei Kommastellen (aufrunden)


könnten die 35.000 Stück monatlich theoretisch abgesetzt werden? (1,5 Punkte)
fix + akt. stückzahl * var. stückkosten / akt. stückzahl

( 38.000 ) d. Welches Betriebsergebnis in € (ggf. gerundet ohne Kommastellen) würde sich bei
der zu erwartenden Absatzlage von 29.000 Stück zu 32,00 € ergeben? Ergebnis
mit Angabe des Vorzeichens (+) oder (-) (1,5 Punkte).
akt. stückzahl * akt. preis - (akt. stückzahl *var. gesamt/alte stückzahl) - fix gesamt

Fortführung der Aufgabe: Es liegt die Anfrage eines Bausatz-Händlers über die Abnahme von zu-
sätzlich 5.000 Stück für eine Sonderaktion vor. Die Preisvorstellung des Händlers liegt jedoch bei
25,00 € netto.

( 75.000 ) e. Um wie viel Euro (gerundet ohne Kommastellen) würde sich das Betriebsergebnis
bei Annahme des Auftrages verändern? Ergebnis mit Angabe des Vorzeichens
(+) oder (-) (1,5 Punkte).
Sonderstück *(netto - var. Stückkosten)

( 2 / 3 ) Aufgabe 4.2 (1,0 Punkte): Welche beiden Aussagen zur Deckungsbeitragsrechnung


sind richtig? Tragen Sie die Nummern vor den richtigen Aussagen in die Klammer ein.

(1) Der Deckungsbeitrag dient ausschließlich zur Deckung des unternehmerischen Gewinns.
(2) Bei der Deckungsbeitragsrechnung werden den Produkten nur die variablen Kosten zugerech-
net.
(3) Die Summe der Deckungsbeiträge aller Produkte eines Unternehmens dient zur Deckung der
fixen Kosten und des unternehmerischen Gewinns.
(4) Alle Teilkostenrechnungssysteme basieren auf einer konsequenten Trennung von Einzelkosten
und Gemeinkosten.
5 Matrikelnummer:

AUFGABE 5: (7,0 Punkte): Materialwirtschaft

Aufgabe 5.1 (3,0 Punkte) Im Rahmen einer ABC-Analyse sollen Sie die Einkaufsdaten der Arti-
kelgruppe Verbindungselemente aus dem vergangenen Jahr analysieren.

Verbrauchs- Anteil Materi- Anteil am Ver- Reihen- Kumulierter Ver- Kumulierter Anteil A oder B
Material
wert alpositionen brauchswert folge brauchswertanteil Materialpositionen oder C
M2 220.000 10,00% 35,48% 1 35,48% 10,00% A
M8 150.000 10,00% 24,19% 2 59,68% 20,00% A
M6 100.000 10,00% 16,13% 3 75,81% 30,00% A
M7 45.000 10,00% 7,26% 4 83,06% 40,00% B
M1 24.000 10,00% 3,87% 5 86,94% 50,00% B
M4 20.000 10,00% 3,23% 6 90,16% 60,00% B
M9 18.000 10,00% 2,90% 7 93,06% 70,00% C
M10 16.000 10,00% 2,58% 8 95,65% 80,00% C
M5 15.000 10,00% 2,42% 9 98,06% 90,00% C
M3 12.000 10,00% 1,94% 10 100,00% 100,00% C
( 9,84 ) a. Wie viel Prozent des Verbrauchswertes machen die C-Materialien insgesamt aus, wenn
40 % der Materialpositionen zu dieser Gruppe gehören sollen? (2 Punkte)
( 30 ) b. Wie viel Prozent der Materialpositionen würden Sie in dieser ABC-Analyse den A-
Materialien zuordnen? (2 Punkte)
( 1 / 3 ) c. Welche beiden Aussagen (1) bis (4) zur dieser ABC-Analyse sind richtig? (1 Punkt)
(1) Wenn M7, M1 und M4 als B-Materialien klassifiziert werden, so machen die B-Materialien insge-
samt nur 14,36% der Jahresverbrauchswerte, aber 30 % der Materialarten aus.
(2) Unabhängig davon, ob eine Materialart zu den A-, B- oder C-Materialien zählt, müssen für alle Ar-
tikel die Möglichkeiten des beschaffungspolitischen Instrumentariums (z. B. Lieferantenvergleiche,
Lieferantenaudits und Lieferantenverhandlungen) stets voll ausgeschöpft werden.
(3) Für die A-Materialien sollte der Lagerbestand knapp kalkuliert werden, weil sich hierdurch die Zins-
und Lagerkosten für die Materialbestände am deutlichsten reduzieren lassen.
(4) Für die C-Artikel sollte bei jeder Bestellung ein Angebotsvergleich vorgenommen werden.

Aufgabe 5.2 (3,0 Punkte): Das Erzeugnis PA1 besteht aus


nebenstehenden Zwischenerzeugnissen und Einzelteilen.
Ermitteln Sie für einen Bedarf von 800
200 PA1 den Bruttosekundärbedarf an.

( 800 ) a. Z3,
( 1600 ) b. E3 (einschließlich der für die 600
Zwischenerzeugnisse benötigten Teile). 200

( 2 / 3 ) Aufgabe 5.3 (1,0 Punkte): Das Grundmodell der Berechnung der optimalen Bestell-
menge beruht auf verschiedenen Voraussetzungen. Welche beiden der nachfolgend genannten
Voraussetzungen müssen im Modell der optimalen Bestellmenge gegeben sein bzw. werden als
zutreffend unterstellt:
(1) Es wird ein ungleichmäßiger Saisonverlauf bei den Entnahmen unterstellt.
(2) Der Jahresbedarf muss bekannt sein.
(3) Es gibt hinsichtlich der zu beschaffenden Menge keine Lagerprobleme.
(4) Lagerkosten verhalten sich proportional zur Höhe der Bestellmenge und die Bestellkosten überpro-
portional zur Höhe der Bestellmenge.
6 Matrikelnummer:

AUFGABE 6: (5,5 Punkte): Kaufvertrag

( 2 / 3 ) Aufgabe 6.1: (1,0 Punkte) Prüfen Sie unten stehende Sachverhalte. In welchen beiden
Fällen ist der Verkäufer rechtlich an das Angebot gebunden?
(1) Der Verkäufer unterbreitet dem Kunden telefonisch ein Angebot. Der Kunde beendet das Telefon-
gespräch, weil er eine verbindliche Bestellung erst in der nächsten Woche tätigen könne. In der
nächsten Woche bestellt er schriftlich.
(2) Der Verkäufer bietet schriftlich und verbindlich Schrauben an. Am nächsten Tag brennt das Lager
des Verkäufers mit allen Vorräten ab, weshalb der Verkäufer den Kunden informiert und an einen
Konkurrenten verweist, der die Schrauben jedoch etwas teurer verkauft.
(3) Der Kunde erhält ein ausführliches Angebot per FAX und unterstreicht darin alle wichtigen Details.
Eine Stunde später erhält er vom Verkäufer telefonisch den Widerruf des Angebotes.
(4) Das schriftliche Angebot des Verkäufers enthält in den Lieferungs- und Zahlungsbedingungen fol-
gende Hinweise: frei Haus, 3 % Skonto innerhalb von 14 Tagen, ohne Obligo.

( 1 / 4 ) Aufgabe 6.2 (1,0 Punkte) Welche beiden Aussagen zur Bestellung und Bestellungsan-
nahme sind richtig? Tragen Sie die Ziffern vor den richtigen Aussagen in die Klammer ein.
(1) Eine Bestellung kann Antrag oder Annahme sein.
(2) Mündliche Bestellungen müssen schriftlich bestätigt werden.
(3) Eine Bestellungsannahme ist rechtlich immer notwendig.
(4) Erfolgte die Bestellung aufgrund eines verbindlichen Angebotes, ist eine Bestellungsannahme
rechtlich nicht mehr notwendig.

Aufgabe 6.3 (2,0 Punkte): Der Verkäufer hat eine Anlage trotz Fälligkeit noch nicht geliefert.
Kennzeichnen Sie unten aufgeführte Sachverhalte mit einer
(1), wenn der Käufer Schadenersatz statt Leistung verlangen sollte,
(2), wenn der Käufer die Lieferung ablehnen und Rücktritt vom Vertrag fordern sollte,
(3), wenn der Käufer Minderung verlangen sollte,
(4), wenn der Käufer auf Lieferung bestehen sollte.

( 4 ) a. Der Käufer kann die Anlage nur von dem bereits angemahnten Alleinimporteur beziehen. Ein
Schaden ist ihm bisher noch nicht entstanden.
( 2 ) b. Ein anderer Lieferer bietet die trotz Mahnung und Nachfristsetzung noch nicht vom Verkäufer
gelieferte Anlage inzwischen günstiger an.
( 1 ) c. Die Vertragsklausel lautet „Lieferung bis zum 08.01.2020 fest“. Der Käufer konnte wegen der
schuldhaften Nichtlieferung bis zum 08.01 ein Gewinn bringendes Geschäft nicht ausführen.
( 3 ) d. Die vom Alleinhersteller gelieferte Anlage ist leicht beschädigt, wird jedoch dringend benötigt.
Eine Verwendung ist jedoch denkbar.

Aufgabe 6.4 (1,5 Punkte): Muss der Lieferer in den nachfolgenden Fällen nach Eintritt des An-
nahmeverzuges … (1) neu liefern, weil er vorsätzlich handelt
(2) neu liefern, weil er grob fahrlässig handelt
(3) nicht mehr liefern, erhält aber trotzdem den Kaufpreis.
( 2 ) a. Der Angestellte des Lieferers verzurrt die Ware für den Rücktransport nicht ordnungsgemäß
um die verlorene Zeit wegen der Nichtannahme durch den Käufer wieder aufzuholen. Die
Ware wird beim Transport in einer scharfen Kurve dadurch zerstört.
( 3 ) b. Beim Zurücktragen im Versandlager gerät der Fahrer des Lieferers aus Eile wegen der verlo-
renen Zeit ins Straucheln und stürzt. Die Ware wird beim Aufprall auf den Boden zerstört.
( 1 ) c. Ein Angestellter des Lieferers legt im Versandwarenlager einen Brand, um den Diebstahl von
Waren zu vertuschen. Die wegen Annahmeverzug eingelagerte Ware verbrennt.
7 Matrikelnummer:

AUFGABE 7: (7,5 Punkte): Leistungserstellung

Aufgabe 7.1 (2,0 Punkte): Ordnen Sie den folgenden Aussagen die dazu passenden Fertigungs-
organisationen zu

(1) Baustellenfertigung
(2) Fließfertigung
(3) Gruppenfertigung
(4) Werkstattfertigung

( 4/3) a. Die ... erlaubt eine Kombination von verschiedenen Fertigungsverfahren


( 2 ) b. Die ... ist eine Reihenfertigung mit zeitlich gebundenem Arbeitsablauf. Die Arbeitsplätze und
Maschinen sind entsprechend der Arbeitsfolge angeordnet.
( 1 ) c. Bei der ... ist der Arbeitsgegenstand auf Grund seines Gewichts oder seiner Größe ortsge-
bunden. Die Betriebsmittel, Arbeitskräfte und Werkstoffe müssen herangeschafft werden.
( 3 ) d. Die... gleicht die Nachteile der Werkstattfertigung einerseits und die Nachteile der Fließferti-
gung andererseits aus.

Aufgabe 7.2 (4,5 Punkte) Berücksichtigen Sie für die unten genannten Berechnungen die je-
weils notwendigen Angaben:
400.000/10.000
Einsatzmenge: 10.000 Arbeitsstunden
( ) a. die Arbeitsproduktivität Produktionsmenge: 400.000 Stück
produktsmenge * verkaufspreis / gesamtkosten Verkaufspreis/ Stück): 50,00 €
( ) b. die Wirtschaftlichkeit Gesamtkosten: 16.000.000 €
(Gewinn + Fremdkapitalzinsen)*100/Gesamtkapital davon Fremdkapitalzins: 1.000.000 €
( ) c. die Unternehmensrentabi- Eigenkapital: 30.000.000 €
lität in Prozent. Fremdkapital: 20.000.000 €
Gewinn: 4.000.000 €

( 2/5 ) Aufgabe 7.3 (1,0 Punkte) Welche beiden der untenstehenden Aussagen zu nebenste-
hender Abbildung eines Netzplanknotens sind definitiv f a l s c h ? Tragen Sie die Nr. vor der
Aussagen in aufsteigender Reihenfolge in die Klammer ein!
84 90
(1) Der FEZ lautet auf Zeitpunkt 90.
(2) Der freie Puffer dieses Vorganges beträgt 6 Zeiteinheiten. 32
(3) Dieser Vorgang ist der Schlussvorgang in einem Netzplan.
6
(4) FAZ und SAZ dieses Vorganges sind gleich.
(5) Die Vorgansdauer ist 32. 84 90
(6) Der Gesamtpuffer dieses Vorganges beträgt 0 Zeiteinheiten.

GP = SAZ-FAZ
FP = FAZ(nachfolger) - FEZ
8 Matrikelnummer:

AUFGABE 8 (5,0 Punkte): Marketing

( 1 / 3 ) Aufgabe 8.1: (1,0 Punkte) Welche beiden Aussagen zum Produktlebenszyklus sind
richtig? Tragen Sie die Nummern vor den Aussagen in die Klammer ein.
(1) In der Einführungsphase werden noch Verluste erzielt.
(2) Die Gewinnschwelle wird zu Beginn der Wachstumsphase überschritten.
(3) In der Reifephase des Produktzyklus erreicht der Umsatz sein Maximum.
(4) In der Sättigungsphase wird der größte Gewinn erzielt.

Aufgabe 8.2: (2,0 Punkte) Ordnen Sie der nebenstehenden


Portfolio-Matrix die Begriffe zu, indem Sie die Nummern vor
den Begriffen in die Klammern vor a. bis d. eintragen
(1) Arme Hunde.
(2) Fragezeichen,
(3) Milchkühe,
(4) Sterne,

( 2 ) a. Passende Nummer in die Klammer eintragen!


( 4 ) b. Passende Nummer in die Klammer eintragen!
( 1 ) c. Passende Nummer in die Klammer eintragen!
( 3 ) d. Passende Nummer in die Klammer eintragen!

Aufgabe 8.3: (2,0 Punkte) Welche Form der Preisdifferenzierung liegt in den unten beschriebe-
nen Fällen vor? Ordnen Sie die Ziffer vor den Preisdifferenzierungsarten den untenstehenden
Aussagen zu.

(2) persönliche Preisdifferenzierung,


(1) räumliche Preisdifferenzierung,
(4) sachliche Preisdifferenzierung.
(3) zeitliche Preisdifferenzierung,

( 3 ) a. Ein Modellflugzeughersteller bietet seine Produkte im Herbst und Winter zu günstigeren Prei-
sen an als im Frühjahr und Sommer.
( 2 ) b. Ein Kino gewährt Studenten an bestimmten Tagen verbilligten Eintritt.
( 1 ) c. Mineralölgesellschaften verkaufen ihr Benzin an Autobahntankstellen wesentlich teurer als an
anderen Tankstellen.
( 4 ) d. Ein Waschmittelhersteller verkauft sein Vollwaschmittel als Markenprodukt zum Preis von
3,50€ an den Fachhandel und unter einem anderen Namen bei einer Discountladenkette zum
Preis von 2,70€.
9 Matrikelnummer:

AUFGABE 9: (4,0 Punkte) Konzentration und Kooperation

Aufgabe 9.1 Erläutern Sie kurz, wie ein TRUST entsteht. (2 Punkte)

Aufgabe 9.2 Wie „funktioniert“ ein Quotenkartell? (2 Punkte)

ENDE der Klausur für Prüflinge nach alter Prüfungsordnung (60 Minuten-Prüfung)
10 Matrikelnummer:

Zusatzaufgaben nur für Prüflinge nach neuer Prüfungsordnung (90 Minuten-Prüfung)

Aufgabe 10 (15,0 Punkte)


Die E-Mobil-AG rechnet zukünftig mit steigender Nachfrage nach elektrisch betriebenen Transport-
fahrrädern für den innerstädtischen Kurierdienst vor allem für die Post. Deshalb sollen neue Ferti-
gungsstraßen dazu eingerichtet werden und die Anfangskapazität mittelfristig weiter ausgebaut
werden. Sie plant, die Finanzierung der Kapazitätserweiterung aus Abschreibungsgegenwerten.
Aus einer Kapitalerhöhung wurden zu Anfang des Jahres 01 drei identische Fertigungsstraßen für
den „E-Muli“ (elektrisches Transportfahrrad) angeschafft, die linear über fünf Jahre abgeschrieben
werden sollen.

a) Zeigen Sie für die ersten 7 Jahre die Entwicklung des Anlagenparks auf. Berücksichtigen Sie
dabei, dass freigesetzte Mittel jeweils im Folgejahr zur Kapazitätserweiterung eingesetzt werden
sollen. Führen Sie die Tabelle bis zum 07. Jahr fort (11,0 Punkte)
A B C F G D
Buchwert
Anzahl AfA in T€ Reinves- Bar in T€ Restbuch- Zu-/
Jahr in T€
Anlagen titionen in T€ wert in T€ Abgang
01. Jan 31. Dez
01 3 6000 1200 0 1200 4800 0
02 3 4800 1200 2000 400 3600 +1
03 4 5600 1600 2000 0 4000 +1
04 5 6000 2000 2000 0 4000 +1
05 6 6000 2400 2000 400 3600 +1/-3

06 4 5600 1600 2000 0 4000 +1


07 5 6000 2000 2000 0 4000 +1/-1
D+F A*AFA G+C B-C GES: LIQ = G + C
b) Berechnen Sie mit der Formel die voraussichtlich langfristig erzielbare Kapazität an Fertigungs-
straßen. (1,0 Punkte)
KEF = 2 * Nutzungsdauer/(ND+1) = 1,67

c) Nennen Sie stichwortartig zwei Voraussetzungen die vorliegen müssen, damit der Kapazitäts-
erweiterungseffekt zutreffen kann. (2,0 Punkte)

Anschaffungskosten darf nicht steigen, jährlichen Kapazitäten dürfen nicht sinken

d) Welcher andere Fachbegriff wird für diesen Effekt auch verwendet? (1,0 Punkte)
Lochmann-Ruchti
11 Matrikelnummer:

Aufgabe 11 (15,0 Punkte)


Die Anschaffungskosten einer „E-Muli“-Fertigungsstraße betragen 2 Mio €, die Nutzungsdauer
beträgt 5 Jahre. Für die Kostenrechnung sind kalkulatorischen Zinsen in Höhe von 2 % von den
halben Anschaffungskosten zu berücksichtigen. An weiteren jährlichen Fixkosten fallen 180 T€ an.
Die vollständig variablen Betriebskosten je Jahr betragen 900 T€ im Einschichtbetrieb. Die jährli-
che Kapazität im Einschichtbetrieb beträgt 1.500 Stück.

a) Berechnen Sie den Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 2.000 Stunden im Ein-
schichtbetrieb. Geben Sie alle Beträge in € gerundet ohne Kommastelle an
400.000 aa) Summe der jährlichen Abschreibungen für eine Fertigungsstraße
400.000
20.000 ab) Kalkulatorische Zinsen für eine Fertigungsstraße
20.000
600.000 ac) Summe der maschinenabhängigen Fixkosten einer Fertigungsstraße
600.000
300 300 ad) fixer Maschinenstundensatz
450 450 ae) variabler Maschinenstundensatz

750 af) gesamter Maschinenstundensatz im Einschichtbetrieb


750

b) Berechnen Sie den Maschinenstundensatz bei einer Umstellung auf Zweischichtbetrieb. Im


Zweischichtbetrieb verdoppeln Laufzeit, variablen Kosten und die Ausbringungsmenge.
150 150 ba) fixer Maschinenstundensatz im Zweischichtbetrieb
450 450 bb) variabler Maschinenstundensatz im Zweischichtbetrieb.

c) Durch die Einführung von Akkordlöhnen lässt sich die Ausbringungsmenge im Zweischichtbe-
trieb insgesamt noch einmal um 25% steigern (variable Kosten steigen um 25%). Berechnen Sie
150 120 ca) den fixen Maschinenstundensatz im Zweischichtbetrieb mit Akkordlohn
608 cb) die Fertigungskosten (Zweischichtbetrieb mit Akkord) an dieser Anlage
(ohne Fertigungslöhne), wenn ein E-Muli nun 64 Min. Fertigungszeit benötigt.