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Der Konjunktiv – Wiederholung zu

Formen und Verwendung des


Konjunktivs

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Zwei Personen unterhalten sich in einer Fernsehsendung:
A: Hast du eine Leidenschaft?
B: Ja
A: Und? Mit welchem Buchstaben fängt die an?
B: S
A: Und der letzte Buchstabe?
B: N
A: Wie viele Buchstaben sind es insgesamt?
B: Oh ich weiß nicht. Ganz viele.
A: ?
B: Sehr viel Motorrad fahren. ... Ich mag auch so Fußball –
eine große Leidenschaft von mir. Ich bin ein Fußballkucker.
Und kochen mag ich auch ganz gern.
A: Wie heißt der Fußballverein, den du guckst?
B: Im Moment gucke ich keinen.
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A: Wenn du jetzt gucken würdest?
B: Wenn ich jetzt gucktest.
A: Wenn du jetzt gucken tätest, dann wärs welcher?
B: Wenn ich jetzt gucken würde, wüsste ich ja jetzt
nicht, was jetzt liefe.
A: Wenn du gucken würdest, dann wüsstest du ja,
was liefe.
B: Dann wüsste ich immer noch nicht, wer spielte.
A: Könntest du die nicht an den Trikots erkennen?
B: Wenn die Trikots aussagekräftig wären, wüsste ich
natürlich auch, wen ich kucken tät*... könnte.
A: Ist das so in Ordnung mit dem Konjunktiv?
B: Weiß ich nicht.

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Wie du siehst bereitet der Konjunktiv
manchem Schwierigkeiten. Daher wollen
wir ihn noch einmal wiederholen.

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Was ist überhaupt der Konjunktiv?

Man unterscheidet verschiedene Aussageweisen


des Verbs, die so genannten Modi (Sg. Modus):

1. Indikativ (Wirklichkeitsform): „Wir haben heute


Deutsch.“
2. Konjunktiv (Möglichkeitsform/Wunsch): „Deutsch
möge heute ausfallen!“

Dabei unterscheiden wir zwischen dem Konjunktiv I,


Konjunktiv II und seinen Ersatzformen.

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Wann verwendet man den Konjunktiv?

Der Konjunktiv I bezeichnet


• einen Wunsch oder eine Aufforderung
z.B. „Jeder lerne fleißig für die Schulaufgabe!“
• die indirekte Rede
z.B. „Der Lehrer sagt, jeder lerne fleißig für die
Schulaufgabe.“
Mit der indirekten Rede macht man deutlich, dass
die Äußerungen eines anderen Sprechers
wiedergegeben werden.

MERKE: Bei der indirekten Rede wird


grundsätzlich der Konjunktiv I verwendet.

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Die Bildung des Konjunktivs I

Der Konjunktiv I wird durch den Stamm des


Verbs (Infinitiv ohne „-en“), -e und die
entsprechende Personalendung gebildet.

ich bring-e wir bring-en


du bring-est ihr bring-et
er/sie/es bring-e sie bring-en

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Der Konjunktiv II

Der Konjunktiv II wird vom Indikativ Präteritum des


Verbs abgeleitet (oft mit Umlaut, d.h. Wechsel von a, o,
u, au zu ä, ö, ü, äu). Er wird gebildet durch den
Verbstamm im Präteritum (bei a, o, u, au mit Umlaut),
-e und der Personalendung.

ich schlief  ich schlief-e wir schlugen  wir schlüg-en


du kamst  du käm-est ihr wurdet  ihr würd-et
er trank  er tränk-e sie froren  sie frör-en

Der Konjunktiv II drückt aus, dass etwas möglich,


wünschenswert oder unwahrscheinlich ist.

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Die Ersatzformen
• Konjunktiv II verwenden wir dann, wenn der Konjunktiv I
nicht von der Indikativform zu unterscheiden ist.
Bsp.: ich schreibe  ich schreibe (Konj. I)  ich schriebe
• Die würde-Umschreibung verwenden wir dann, wenn
der Konjunktiv II nicht von der Indikativform im
Präterium zu unterscheiden ist.

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Bilde nun die richtigen Verbformen im Konjunktiv der
folgenden Verben im Infinitiv:
schreiben
lesen
frieren
sagen
wissen
sein
lassen
ziehen
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schreiben  ich schreibe  ich schriebe  ich würde
schreiben
lesen  ich lese  ich läse  ich würde lesen
frieren  ich friere  ich fröre  ich würde frieren
sagen  ich sage  ich sagte  ich würde sagen
wissen  ich wisse  ich wüsste  ich würde wissen
sein  ich sei  ich wäre  ich würde sein
lassen  ich lasse  ich ließe  ich würde lassen
ziehen  ich ziehe  ich zöge  ich würde ziehen

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