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August 2009

DVS – DEUTSCHER VERBAND

Gestaltung und Dauerfestigkeits- bewertung von Schweißverbindungen mit Stählen im Schienenfahrzeugbau

DEUTSCHER VERBAND Gestaltung und Dauerfestigkeits- bewertung von Schweißverbindungen mit Stählen im Schienenfahrzeugbau
DEUTSCHER VERBAND Gestaltung und Dauerfestigkeits- bewertung von Schweißverbindungen mit Stählen im Schienenfahrzeugbau
DEUTSCHER VERBAND Gestaltung und Dauerfestigkeits- bewertung von Schweißverbindungen mit Stählen im Schienenfahrzeugbau

FÜR SCHWEISSEN UND

Richtlinie

VERWANDTE VERFAHREN E.V.

DVS 1612

 

Ersetzt Ausgabe Januar 1984

Diese Richtlinie ist die überarbeitete Fassung des Merkblattes 1612 von 1984. Die Überarbeitung erfolgte mit dem Ziel, die in DIN 6700 bzw. der jetzt gültigen Normenreihe DIN EN 15085 enthaltenen Anforderungen zur Festlegung von Schweißnahtgüteklassen unter Berücksichtigung von Festigkeits- und Sicherheitsanforderungen bei Schweißverbindungen im Schienenfahrzeugbau zu konkretisie- ren. Dabei wurde auf die Vorschrift DV 952, Anhang II von 1977 der Deutschen Bahn (DB) Bezug genommen. Die darin enthaltenen Festigkeitswerte für Stahl sind in überarbeiteter Form in die vorliegende Richtlinie übernommen worden, die somit auch die DB-Vor- schrift DV 952, Anhang II von 1977 ersetzt.

Die Geltung dieser Richtlinie ist zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer zu vereinbaren.

 

Die Richtlinie wurde durch Vertreter der Schienenfahrzeugindustrie, der DB AG und des Eisenbahn-Bundesamtes sowie durch Mit- arbeiter von IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH Dresden erstellt.

Inhalt:

 

2

Geltungsbereich

1

Allgemeines

Diese Richtlinie gilt für die Gestaltung und Auslegung auf Dauer- festigkeit von Lichtbogen-Schweißverbindungen von im Schie- nenfahrzeugbau eingesetzten Stählen. Sie ist für Schweißkon- struktionen mit Blechdicken 2 mm und für einige Verbindungs- formen auch mit Blechdicken 1,5 mm anzuwenden.

2

Geltungsbereich

3

Schweißtechnische Fertigung und Qualitätssicherung

4

Gestaltung und Auslegung der Schweißverbindungen

4.1

Gestaltungsgrundsätze

4.2

Grundlagen der Auslegung

Die in dieser Richtlinie aufgeführte direkte Zuordnung von Dauer- festigkeit und Schweißnahtgüteklasse sowie von Dauerfestigkeit und Sicherheitsbedürfnis mit den Erweiterungen zur Einordnung von unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt die Anfor- derungen in den Tabellen 1 und 2 der DIN EN 15085-3 zur Fest- legung der maßgebenden Schweißnahtgüteklasse. Für schwin- gende Beanspruchung kommen nur die Schweißnahtgüteklas- sen CP A, CP B, CP C1 und CP C2 nach DIN EN 15085-3 infrage. Wird die Schweißnahtgüteklasse nach dieser Richtlinie unter Berücksichtigung aller hier aufgeführten Angaben festge- legt, entfällt die Anwendung der Tabelle 2 der DIN EN 15085-3. Darüber hinausgehende Festlegungen in DIN EN 15085-3 sind einzuhalten.

4.3

Nachweis der Dauerfestigkeit

4.4

Dauerfestigkeitswerte

4.5

Zuordnung von Dauerfestigkeit, Schweißnahtgüteklasse und Sicherheitsbedürfnis

5

Erläuterungen zum Bauformen-Katalog

6

Hinweise auf Normen, Regelwerke und Schrifttum

Anhang A Richtlinien und Normen mit Festlegungen für den Dauerfestig- keitsnachweis von Schweißverbindungen Anhang B Bauformen-Katalog

1

Allgemeines

3

Schweißtechnische Fertigung und Qualitätssicherung

Die Richtlinie enthält Hinweise zur Gestaltung und Vorgaben zur Auslegung von Schweißkonstruktionen sowie eine Zusammen- stellung von für den Schienenfahrzeugbau wesentlichen Schweißkonstruktionsdetails (Bauformen) aus Stahl, die sich be- züglich Sicherheit, Funktionsfähigkeit, Leichtbau, wirtschaftlicher Fertigung und Instandhaltung bewährt haben. Die im Bauformen- Katalog erfassten Verbindungsdetails sind den Schweißnaht- güteklassen CP C A bis CP C2 nach DIN EN 15085-3 und den Kerbfalllinien bzw. Dauerfestigkeitswerten zugeordnet, die durch die Überarbeitung der DV 952, Anhang II entstanden und eben- falls Bestandteil dieser Richtlinie sind. Zusammen mit der Be- rücksichtigung von unterschiedlichem Sicherheitsbedürfnis wer- den damit die Anforderungen der DIN EN 15085 erfüllt.

Bei der Gestaltung der Schweißverbindungen im Schienenfahr- zeugbau sind die Anforderungen der DIN EN 15085-3 zu beach- ten. Die Konstruktionszeichnungen sind unter Beachtung der DIN EN 15085-3 und dem Merkblatt DVS 1610 aufzustellen.

Entsprechend der Normenreihe DIN EN 15085 muss für eine Schweißkonstruktion im Schienenfahrzeugbau die Schweißbar- keit nach DIN 8528-1 gewährleistet sein. Im einzelnen gilt:

– Die Schweißeignung der Werkstoffe ist gewährleistet, wenn die Werkstoffe die Anforderungen der DIN EN 15085-3, Absatz 6.1 erfüllen.

Die Dauerfestigkeitswerte des Bauformen-Kataloges beziehen sich auf geschweißte Bauteilverbindungen im Schienenfahrzeug-

– Die Schweißeignung der Schweißzusätze ist gewährleistet,

bau und die hier geltenden Lastannahmen. Das ist zu beachten, wenn die Dauerfestigkeitswerte auch in anderen Bereichen an- gewendet werden.

Der Bauformen-Katalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständig- keit. Die Richtlinie dient Berechnungsingenieuren und Konstruk- teuren dazu, Schweißverbindungen beanspruchungsgerecht auszuführen, und unterstützt Schweißfach- und Abnahmeinge- nieure bei der Lösung von Qualitätssicherungs- und Fertigungs- aufgaben.

wenn die Schweißzusätze für den jeweiligen Werkstoff ent- sprechend DIN EN 15085-4, Absatz 5.3 ausgewählt und quali- fiziert sind.

– Die Schweißsicherheit der Konstruktion ist gewährleistet, wenn die Konstruktion den Beanspruchungen unter Berück- sichtigung des Werkstoffverhaltens standhält. DIN EN 15085-3 und DIN EN 15085-4 sind zu beachten.

– Die Schweißmöglichkeit in der Fertigung ist gewährleistet, wenn die Konstruktion unter Beachtung der Bauteilklasse und der im Betrieb möglichen Schweißverfahren herzustellen ist.

Diese Veröffentlichung wurde von einer Gruppe erfahrener Fachleute in ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit erstellt und wird als eine wichtige Erkenntnisquelle zur Beachtung empfohlen. Der Anwender muss jeweils prüfen, wie weit der Inhalt auf seinen speziellen Fall anwendbar und ob die ihm vorliegende Fassung noch gültig ist. Eine Haftung des DVS und derjenigen, die an der Ausarbeitung beteiligt waren, ist ausgeschlossen.

 

DVS, Ausschuss für Technik, Arbeitsgruppe „Schweißen im Schienenfahrzeugbau“

 

Seite 2 zu DVS 1612

Hinweis: Ist die Schweißbarkeit nicht in allen Punkten gewähr- leistet, wird zur Absicherung der Fertigung die Erhöhung der Schweißnahtprüfklasse, bei gleichbleibender Schweißnahtgüte- klasse, empfohlen (z. B. bei bedingt schweißgeeigneten Werk- stoffen: CP C2 - CT 2).

Neben der Schweißbarkeit der Konstruktion ist sicherzustellen, dass die Konstruktion prüfgerecht (vorgegebene zerstörungsfreie Prüfungen müssen möglich sein) und entsprechend DIN 27201-6 instandhaltungsgerecht ist (siehe auch DVS 1620, DIN EN 15085-3, Absatz 4.6 und Absatz 4.1 dieser Richtlinie).

Für die Zuordnung der Komponenten und Bauteile zu den Zertifi- zierungsstufen gelten die Vorgaben der DIN EN 15085-2, An- hang A. Für die Einstufung der Schweißverbindungen in die Schweißnahtgüteklassen enthält der Abschnitt 4.5 dieser Richt- linie vereinfachende Festlegungen, mit denen die Vorgaben der DIN EN 15085-3, Tabellen 2 erfüllt werden. Des Weiteren sind in diesem Abschnitt zur Festlegung des maßgebenden Sicherheits- bedürfnisses Angaben aufgeführt, die inhaltlich dem Anhang G in DIN EN 15085-3 entsprechen.

Hinweis: Es ist ganz besonders darauf zu achten, dass mit der Festlegung der Schweißnahtgüteklasse auch die Zuordnung der Komponenten und Bauteile zu den Zertifizierungsstufen erfolgt, da nach DIN EN 15085-2 die Zertifizierungsstufe primär von der Schweißnahtgüteklasse abhängig ist.

Schweißkonstruktionen im Schienenfahrzeugbau nach der Nor- menreihe DIN EN 15085 sind einer schweißtechnischen Prüfung entsprechend Merkblatt DVS 1620 zu unterziehen.

4

Gestaltung und Auslegung der Schweißverbindungen

4.1

Gestaltungsgrundsätze

Bei der konstruktiven Ausbildung von Schweißverbindungen ist darauf zu achten, dass diese

– beanspruchungsgerecht,

– fertigungsgerecht,

– werkstoffgerecht,

– prüfgerecht,

– verzugs- bzw. verwerfungsarm,

– korrosionsschutzgerecht,

– wirtschaftlich,

– instandhaltungsgerecht,

– mechanisierungs- und automatisierungsgerecht

ausgeführt werden.

Beanspruchungsgerechtes Konstruieren bedeutet z. B.:

– Steifigkeitssprünge gering halten,

– Querschnittsübergänge in Abhängigkeit von der Beanspru- chungsart festlegen (z. B. Unterschiede zwischen Zug/Druck-, Biege- und Torsionsbeanspruchung),

– Nahtanhäufungen und Nahtkreuzungen vermeiden,

einseitig, nicht durchgeschweißte T-Stoßverbindungen gestützt ausbilden wie z. B. bei Kastenträgern.

Fertigungsgerechtes Gestalten setzt voraus, dass für den Schweißvorgang eine ausreichende Zugänglichkeit vorgesehen wird. Werkstoffgerechtes Konstruieren bedeutet, dass mögliche Werkstoffveränderungen wie z. B. Seigerungszonen bei Profil- stählen und nicht metallische Einschlüsse in gewalzten Blechen sowie kaltumgeformte Bereiche hinsichtlich der Ausführung von sicheren Schweißungen beachtet werden. Durch prüfgerechtes Gestalten wird sichergestellt, dass für das einzusetzende Prüf- verfahren eine ausreichende Zugänglichkeit besteht.

Darüber hinaus sind die in DIN EN 15085-3 enthaltenen Kon- struktionsregeln anzuwenden und allgemeine, in der Fachlitera- tur aufgeführte Hinweise zur Gestaltung von Schweißverbindun- gen zu beachten (z. B. Fachbücher von A. Neumann und J. Ruge Bd. III sowie DVS-Fachbuchreihe Bd. 12, siehe Schrifttum).

4.2 Grundlagen der Auslegung

Für die Auslegung von Schweißverbindungen im Schienenfahr- zeugbau sind verschiedene Normen mit unterschiedlichen Anfor- derungen zu beachten. Die Festigkeit von Wagenkästen ist in DIN EN 12663 und von Drehgestellrahmen in DIN EN 13749 geregelt. Diese Normen enthalten auch Anforderungen an die Auslegung von Schweißverbindungen aber keine konkreten Fes- tigkeitswerte. Nach diesen Normen sind Schweißverbindungen für die im Berieb auftretenden dynamischen Belastungen nach Möglichkeit auf Dauerfestigkeit auszulegen. Die hierfür heran- zuziehenden Werkstoffdaten sollten folgende Anforderungen er- füllen:

– Überlebenswahrscheinlichkeit p ü = 97,5% (mindestens 95%),

– Mindestanzahl von 2 x 10 6 Zyklen für Stahl bei konstanter Lastamplitude,

– Klassifizierung der Bauformen in Bezug auf Kerbfälle,

– Überprüfen der Übertragbarkeit von Kleinprobenwerten auf reale Bauteile.

Mit der Anwendung dieser Richtlinie werden die vorgenannten Bedingungen erfüllt. Einzelheiten für den Dauerfestigkeitsnach- weis enthält der Abschnitt 4.3, und Dauerfestigkeitswerte sind im Abschnitt 4.4 aufgeführt. Im Anhang A sind weitere Richtlinien bzw. Normen mit für den Schienenfahrzeugbau geeigneten Dauerfestigkeitswerten aufgeführt. Zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber ist zu vereinbaren, nach welcher Norm bzw. Richt- linie der Dauerfestigkeitsnachweis geführt wird.

4.3 Nachweis der Dauerfestigkeit

Der Dauerfestigkeitsnachweis für Schweißverbindungen erfolgt hier mit Nennspannungen. Die durch die Bau- und Schweißnaht- form verursachte Spannungserhöhung wird mit kerbfallabhängi- gen Dauerfestigkeitswerten berücksichtigt. Im Anhang B sind typische Schweißverbindungen des Schienenfahrzeugbaus als Bauformen-Katalog zusammengestellt. Die zugeordneten Dauer- festigkeitswerte sind in den MKJ-Diagrammen des Abschnittes 4.4 dargestellt.

Die maßgebenden Nennspannungen ergeben sich aus den Schnittgrößen bezogen auf den Verbindungsquerschnitt, der an der höchstbeanspruchten Stelle bzw. am möglichen Anrissort vorliegt. Bei der Spannungsbestimmung mit numerischen Be- rechnungsverfahren, wie z. B. mit der Finiten Elemente Methode (FEM) oder durch Messung mit Dehnungsmessstreifen (DMS) haben die maßgebenden Nennspannungen in der Regel einen bestimmten Abstand zur Schweißnaht, der bei FE-Berechnungen auch von der vorgenommenen Modellierung (Aufbau der Geo- metriestruktur) und der Netzgenerierung (u. a. Elementtyp und -größe sowie Netzabstufung) abhängt. Ein Richtwert für den Abstand zum Nahtübergang ist bei querbeanspruchten Schweiß- nähten 1 bis 1,5 x Blechdicke.

Beim Dauerfestigkeitsnachweis sind Normalspannungen längs und quer zur Nahtrichtung (σ II und σ ) sowie Schubspannungen längs zur Nahtrichtung (τ) zu beachten.

Der Dauerfestigkeitsnachweis kann in Anlehnung an DIN 15018 durchgeführt werden, wobei dieser zunächst für jede Spannungs- komponente einzeln zu erfolgen hat:

-------------- σ 1,

σ

--------------- σ σ 1,

-------- τ τ ≤ 1

(1)

σ II,zul , σ ,zul und τ zul sind die zulässigen Dauerfestigkeitswerte nach den MKJ-Diagrammen im Abschnitt 4.4 und gelten für den Blechdickenbereich 2 t 10 mm, sofern in den Tabellen B-1.1 bis B-9 des Anhangs B nichts anderes angegeben ist. Für Blech- dicken 10 < t 90 mm sind die Dauerfestigkeitswerte der MKJ- Diagramme nach folgender Gleichung zu vermindern:

(2)

σ II, zul, t = σ II, zul, MKJ (10 mm / t) 0,1

Dies gilt analog für σ ,zul und τ zul .

Bei mehreren Spannungskomponenten ist zusätzlich der Dauer- festigkeitsnachweis für mehrachsige bzw. zusammengesetzte

Seite 3 zu DVS 1612

Spannungen durchzuführen:

 

σ

---------------

+  

σ

----------------

 

σ

-----------------

σ

τ 

---------

------------------

+

 

1,1

(3)

σ

σ

σ

σ

τ

Der Dauerfestigkeitsnachweis kann auch nach einer anderen an- erkannten Vorgehensweise mit den in dieser Richtlinie enthalte- nen Dauerfestigkeitswerten geführt werden, wobei dann auch deren o. g. Wanddickenabhängigkeit zu beachten ist.

Wenn die höchste Spannung am Nahtübergang auftritt, ist die Nennspannung im Blechquerschnitt maßgebend. Bei nicht voll angeschlossenen Verbindungen bzw. bei nicht durchgeschweiß- ten Verbindungen ist der Nachweis mit den Nennspannungen bezogen auf den Nahtquerschnitt und für den Nahtübergang zu führen, sofern nicht nachgewiesen wird, dass die höchste Span- nung am Nahtübergang auftritt. Hierbei ist die rechnerische Schweißnahtdicke nach DIN EN 15085-3 zu beachten.

4.4

Dauerfestigkeitswerte auf Basis von DV 952

4.4.1

Allgemeines

Die Übernahme und Überarbeitung der in DV 952, Anhang II, aufgeführten Dauerfestigkeitsangaben erfolgte ohne wesentliche Änderung des Festigkeitsniveaus. Die Überarbeitung betraf vor allem

– die Differenzierung der Dauerfestigkeitswerte für den Grund- werkstoff nach Behandlungszustand (gewalzter Zustand, reini- gungsgestrahlt, thermisch getrennt),

– die Vereinheitlichung der Dauerfestigkeitswerte von S235 und S355 für Normalspannungen bei stark gekerbten Schweißver- bindungen (Kerbfalllinien E1 bis F2) sowie für Schubspannun- gen,

– die zusätzlichen Kerbfalllinien AB, E4 und E6, F2

– eine weitere Differenzierung der Kerbfalllinien A bis F mit je- weils etwas höheren bzw. niedrigeren Dauerfestigkeitswerten gekennzeichnet durch den Zusatz „+“ oder „–“, wie z. B. „A+“ und „A–".

Nähere Erläuterungen enthält der Kommentar zu dieser Richt- linie.

4.4.2 Zulässige Werte für Dauerfestigkeitsnachweis – MKJ-Diagramme

Die zulässigen Dauerfestigkeitswerte sind in den MKJ-Diagram- men für Schweißverbindungen und für den Grundwerkstoff der Stähle S355 und S235 in Abhängigkeit vom Spannungsverhältnis und von der Kerbfalllinie als Maximal- bzw. Oberspannungen dargestellt. Die Dauerfestigkeitswerte können auch für die weite- ren, im Schienenfahrzeugbau eingesetzten Stähle angewendet werden. Für Stähle, deren Streckgrenze zwischen den Werten der Stähle S235 und S355 liegt, sind die Dauerfestigkeitswerte für die Kerbfalllinien A bis D entsprechend dem Verhältnis der Streckgrenzen zu diesen beiden Stählen umzurechnen. Bei Stählen mit höherer Streckgrenze als S355 ist nur für den Grund- werkstoff (Kerbfalllinie A) eine Erhöhung der Dauerfestigkeit im Verhältnis der Zugfestigkeit bezogen auf S355 möglich. Für die anderen Kerbfälle (Linie AB bis F2) gelten dann für die Dauerfes- tigkeit die Werte des S355.

Tabelle 4.1

Exponent x in Gl (4) bis (5) für die Kerbfalllinien A bis D.

Die zulässigen Dauerfestigkeitswerte der MKJ-Diagramme ent- halten einen Sicherheitsfaktor von 1,5 (bezogen auf die Mittel-

werte) und entsprechen damit etwa der Überlebenswahrschein-

lichkeit P Ü = 99,5%. Sie gelten ab 2 10 6 Lastwechsel.

Für außergewöhnliche Belastungen (statische oder vorwiegend ruhende Belastung bzw. Belastung mit geringen Lastwechsel- zahlen) sind die statischen Festigkeitsangaben und Sicherheits- faktoren nach DIN EN 12663 bzw. DIN EN 13749 maßgebend.

Die Festlegung zulässiger Dauerfestigkeitswerte ist getrennt für

– Normalspannungen im Zugschwell- und Zugwechselbereich mit 1 > R σ = σ min /σ max –1,

– Normalspannungen im Druckschwell- und Druckwechselbe- reich mit 1 > κ = σ u /σ o > –1,

– Schubspannungen im Schwell- und Wechselbereich mit 1 > R τ = τ min /τ max –1

vorzunehmen.

Normalspannungen im Zugschwell- und Zug-Wechselbe- reich mit 1 > R σ = σ min /σ max –1 (Mittelspannung 0):

Das Spannungsverhältnis R σ ergibt sich aus dem Verhältnis der minimalen zur maximalen Spannung, wobei die minimale und maximale Spannung unter Berücksichtigung des Vorzeichens festzulegen ist. Die MKJ-Diagramme sind im Bild 1 für S355 und im Bild 2 für S235 dargestellt. Sie enthalten

für den Grundwerkstoff

– Linie A+: reinigungsgestrahlt und ohne Wärmebeeinflussung

– Linie A: ohne Wärmebeeinflussung

– Linie AB:

Wärmebeeinflussung z. B. durch thermisches Tren- nen und

für Schweißverbindungen

– die Linien B bis F2, deren Zuordnung zum Verbindungsdetail im Anhang B in den Tabellen 5.1 bis 5.8 angegeben ist.

In diesen MKJ-Diagrammen entspricht der Abstand der Kerbfall- linien dem Faktor 1,12. Die Kerbfalllinien, die mit dem Vorzeichen „+“ oder „–“ gekennzeichnet sind (in den Diagrammen nicht dar- gestellt, Bild 1 und 2), liegen jeweils um den Faktor 1,04 höher bzw. niedriger.

Der zulässige Dauerfestigkeitswert kann nach Gl. (4) in Abhän- gigkeit von R σ und der Kerbfalllinie (Exponent x aus Tabelle 4.1 und 4.2) berechnet werden:

)

σ zul (R σ ) = 150 MPa . 1,04 -x . ------------------------------------------ –

2

⋅ (

1

1,3

⋅ (

0,3

1

R

R

σ

σ )

(4)

Normalspannungen im Druckschwell- und Druckwechselbe- reich mit 1 > κ = σ u /σ o > –1 (Mittelspannung < 0):

Anstelle des Spannungsverhältnisses R σ ist im Druckbereich das Spannungsverhältnis κ anzuwenden, das sich aus dem Verhält- nis der vorhandenen Unterspannung σ u zur vorhandenen Ober- spannung σ o ergibt. Die Unterspannung σ u ist die dem Betrag nach kleinere Spannung und die Oberspannung σ o die dem Be- trag nach größere Spannung. Das Spannungsverhältnis k ent- spricht dem Kehrwert von R σ , d. h., es ist κ = 1/R σ .

Linie

A+

A

A–

AB+

AB

AB–

B+

B

B–

C+

C

C–

D+

D

D–

 

S355

–1

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

S235

4,33

5

5,67

6,33

7

7,67

8,33

9

9,67

10,33

11

11,67

12,33

13

13,67

Tabelle 4.2

Exponent x in Gl (4) bis (5) für die Kerbfalllinien E1 bis F2.

 

Linie

E+1

E1

E1–

E4+

E4

E4–

E5+

E5

E5–

E6+

E6

E6–

F1+

F1

F1–

F2+

F2

F2–

S355

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

40

41

42

S235

Seite 4 zu DVS 1612

Im Druckschwell- und Druckwechselbereich ist die zulässige Spannungsamplitude konstant und entspricht dem Wert, der bei R σ = –1 bzw. κ = –1 vorliegt. In diesem Bereich gilt für die zuläs- sige Oberspannung in Abhängigkeit vom Spannungsverhältnis κ und der Kerbfalllinie (Exponent x aus Tabelle 4.1 und 4.2) die folgende Gleichung:

(5)

1 κ Im Druckbereich wird die zulässige Oberspannung (betrags- höhere Spannung) durch die gleichen Werte wie im Zugbereich begrenzt.

σ o, zul (κ) = 150 MPa . 1,04 -x . ------------

2

Schubspannungen im Schwell- und Wechselbereich mit 1 > R τ = τ min /τ max –1 Die zulässigen Dauerfestigkeitswerte bei Schubspannung sind im Bild 3 als MKJ-Diagramm dargestellt. Im Spannungsverhältnis R τ ist τ min die betragsmäßig kleinere und τ max die betragsmäßig größere vorhandene Schubspannung. Das MKJ-Diagramm exis- tiert nur für R τ –1 (positive Mittelspannung).

Für zulässige Schubspannungen gelten:

– Linie G+ Grundwerkstoff (mit Walzhaut, reinigungsgestrahlt, thermisch getrennt)

– Linie G für durchgeschweißte Stumpfstoßverbindungen

– Linie G– für nicht durchgeschweißte Stumpfstoßverbindungen

– Linien H+ für durchgeschweißte T-Stoßverbindungen

– Linien H für beidseitig nicht durchgeschweißte T-Stoßverbin- dungen

– Linien H– für einseitig nicht durchgeschweißte T-Stoßverbin- dungen

Im Bild 3 sind die Linien G+ bis H– dargestellt. Für alle Linien können die zugehörigen zulässigen Dauerfestigkeitwerte für Schubspannung in Abhängigkeit von R τ und der Kerbfalllinie (τ zul,R= 1 in Tabelle 4.3) nach Gl. (6) berechnet werden:

τ

(

R τ )

 

2

⋅ (

1

0,17

R

τ )

=

--------------------------------------------

1,17

⋅ (

1

R

τ )

τ

(6)

Tabelle 4.3 Werte für τ in Gl (6).

Kerbfalllinie

G+

G

G–

H+

H

H–

τ max,R= –1 [MPa]

93

82

73

65

59

53

Die Abstände der Linien G+, G, G-, H+, H und H– entsprechen jeweils dem Faktor 1,12.

Den Streckgrenzenwerten R e = 355 MPa (S355) und R e = 235 MPa (S235) entsprechen nach der Gestaltänderungsenergie-

hypothese die Schub-Fließgrenzen τ F = R e / (S355) und 139 MPa (S235).

= 208 MPa

3
3

Verwendete Formelzeichen

R

e

Streckgrenze

R

σ

Normalspannungsverhältnis, R σ = σ min / σ max

 

R

τ

Schubspannungsverhältnis, R τ = τ min / τ max

 

t

Blechdicke [mm]

σ

max

vorhandene maximale Normalspannung

 

σ min

vorhandene minimale Normalspannung

 

σ ll

vorhandene maximale Normalspannung parallel zur Schweißnaht (bei mehreren Spannungskomponenten)

σ

vorhandene maximale Normalspannung senkrecht zur Schweißnaht (bei mehreren Spannungskomponenten)

σ zul

zulässige maximale Normalspannung im Zug- schwell- und Zug-Wechselbereich

σ ll, zul

zulässige maximale Normalspannung parallel zur Schweißnaht im Zugbereich (bei mehreren Spannungskomponenten)

σ , zul

zulässige maximale Normalspannung senkrecht zur Schweißnaht im Zugbereich (bei mehreren Spannungskomponenten)

σ

o

vorhandene

Oberspannung

im

Druckbereich,

be-

 

tragshöhere Spannung

σ

u

vorhandene Unterspannung im Druckbereich, be- tragsniedrigere Spannung

σ

o,zul

Betrag der zulässige Oberspannung im Druckbereich

κ

Spannungsverhältnis im Druckbereich, κ = σ u / σ o = 1 / R σ

 

τ, τ max

vorhandene maximale Schubspannung parallel zur Schweißnaht

τ min

vorhandene minimale Schubspannung parallel zur Schweißnaht

τ zul

zulässige

maximale

Schubspannung

parallel

zur

Schweißnaht

Seite 5 zu DVS 1612

MKJ-Diagramm S355 Normalspannung 250 σ zul [MPa] 200 A (150) 150 AB (133) B (118)
MKJ-Diagramm S355 Normalspannung
250
σ zul
[MPa]
200
A (150)
150
AB (133)
B (118)
C (105)
D (94)
E1 (83)
100
E4 (74)
E5 (66)
E6 (58)
F1 (52)
50
F2 (30)
0
-1
-0,5
0
0,5
1

R σ

MKJ-Diagramm S235 Normalspannung

250 σ zul [MPa] 200 150 A (123) AB (114) B (105) 100 C (97)
250
σ
zul
[MPa]
200
150
A
(123)
AB (114)
B (105)
100
C (97)
D (90)
E1 (83)
E4 (74)
E5 (66)
50
E6 (58)
F1 (52)
F2 (30)
0
-1
-0,5
0
0,5
1
R
σ

240

216

155

 

Bild 1.

Zulässige Zug-Normalspannungen für S355. σ (R σ ), R σ –1. Streckgrenze R = 355 MPa. Grundwerkstoff:

 

– Linie A+: reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeein- flusst.

– Linie A: mit Walzhaut, nicht reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeeinflusst.

Linie AB: wärmebeeinflusst (thermisch getrennt, alle Qualitäten) Schweißverbindungen:

Linien B bis F2: siehe Tabellen im Anhang B

160

150

105

 

Bild 2.

Zulässige Zug-Normalspannungen für S235. σ (R σ ), R σ –1. Streckgrenze R = 235 MPa. Grundwerkstoff:

– Linie A+: reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeein- flusst.

– Linie A: mit Walzhaut, nicht reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeeinflusst.

– Linie AB: wärmebeeinflusst (thermisch getrennt, alle Qualitäten) Schweißverbindungen:

– Linien B bis F2: siehe Tabellen im Anhang B

Seite 6 zu DVS 1612

M KJ-Dia gra m m S355 / S235 Schubspa nnung

250 τ zul [MPa ] 200 150 G+ (92) 100 G (82) G- (73) H+
250
τ zul
[MPa ]
200
150
G+ (92)
100
G (82)
G- (73)
H+ (65)
H (59)
H- (52)
50
0
-1
-0,5
0
0,5
1
R
τ
4.5 Zuordnung von Dauerfestigkeit, Schweißnahtgüte-
klasse und Sicherheitsbedürfnis

Der in DIN EN 15085-3 (Tabelle 2) vorgegebene Zusammen- hang zwischen Schweißnahtgüteklasse, Sicherheitsbedürfnis und zulässigem Dauerfestigkeitswert ist in dieser Richtlinie kon- kretisiert worden. In Abhängigkeit der angewendeten Dauerfes- tigkeitswerte ist zwischen zwei unterschiedlichen Vorgehenswei- sen zu unterscheiden:

– Bei Auslegung mit den in dieser Richtlinie aufgeführten Dauer- festigkeitswerten der MKJ-Diagramme, die auf den Festig- keitsangaben der DV 952, Anhang II basieren, ist den Festig- keitswerten direkt die maßgebende Schweißnahtgüteklasse zugeordnet. D. h., der Bauformenkatalog im Anhang B enthält für die verschiedenen Schweißkonstruktionsformen neben der Kerbfalllinie für die Dauerfestigkeitswerte auch Angaben zur erforderlichen Schweißnahtgüteklasse nach DIN EN 15085 (CP) sowie zu Prüfart und -umfang, woraus die Schweißnaht- prüfklasse (CT) nach DIN EN 15085-3 folgt. Im Abschnitt 4.5.1 sind diese Zuordnungen näher erläutert, und es ist dort eben- falls angegeben, für welches Sicherheitsbedürfnis diese Dau- erfestigkeitswerte gelten.

– Bei der Festigkeitsauslegung nach anderen Richtlinien oder Regelwerken, die z. B. im Anhang A dieser Richtlinie auf- geführt sind, enthält der Abschnitt 4.5.2 eine gegenüber der Tabelle 2 in DIN EN 15085-3 vereinfachte Vorgehensweise zur Festlegung der Schweißnahtgüteklasse in Abhängigkeit von der Ausnutzung der Beanspruchbarkeit und dem Sicherheits- bedürfnis.

Die in DIN EN 15085 enthaltenen Schweißnahtgüteklassen CP B sowie CP C1, CP C2 und CP C3, entsprechen in ihren Unregel- mäßigkeiten der Bewertungsgruppe B bzw. C nach DIN EN ISO 5817. Darüber hinaus ist in DIN EN 15085 für hohes Sicherheits- bedürfnis die Sondergüteklasse CP A aufgeführt, bei der gegen-

S355

168

152

S235

112 Bild 3.

98 τ (R τ ), R τ –1.

Zulässige Schubspannungen für S355 und S235.

Das Diagramm ist symmetrisch zu R τ = –1. Linie G+: Grundwerkstoff:

– reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeein- flusst,

– mit Walzhaut, nicht reinigungsgestrahlt, ansonsten unbeeinflusst,

– wärmebeeinflusst (thermisches Tren- nen, alle Qualitäten). Linie G: durchgeschweißte Stumpfstoßverbindun- gen Linie G–: nicht durchgeschweißte Stumpfstoßverbin- dungen Linie H+: durchgeschweißte T-Stoßverbindungen Linie H: beidseitig nicht durchgeschweißte T-Stoß- verbindungen

Linie H–: einseitig nicht durchgeschweißte T-Stoß-

verbindungen

über CP B erhöhte Anforderungen an die Unregelmäßigkeiten der Nahtausbildung bestehen und 100% ZfP-V gefordert ist.

Hinweis: Bei Festlegung der Schweißnahtgüteklassen CP A, CP

B und CP C1 ist zu beachten, dass diese Schweißnahtgüteklas-

sen nur gewählt werden dürfen, wenn die nach DIN EN 15085-5

vorgesehenen Prüfungen auch in der Instandhaltung durchge- führt werden können (siehe DIN EN 15085-3, Absatz 4.6).

Nach DIN EN 15085 werden mit dem Sicherheitsbedürfnis unter- schiedliche Anforderungen an die Sicherheit der einzelnen Schweißverbindung zum Schutz von Personen, von Anlagen und der Umwelt berücksichtigt. Dabei ist zwischen hohem, mittlerem und niedrigem Sicherheitsbedürfnis zu unterscheiden. Die Ein-

ordnung in die zutreffende Stufe des Sicherheitsbedürfnisses ist

in Erweiterung der Definitionen nach DIN EN 15085-3 (Anhang

G) mit folgenden Festlegungen vorzunehmen:

Hohes Sicherheitsbedürfnis: Der Ausfall der Schweißverbin- dung führt zur Betriebsgefahr mit Personenschäden und zum Versagen der Gesamtfunktion. Hier kann ein Ermüdungsver- sagen ohne Vorwarnung auftreten. Es betrifft Schweißverbin- dungen, bei denen ein technischer Anriss bei normalen Ins- pektionen nicht erkannt werden kann und keine Möglichkeiten der Lastumlagerung und Rissaufhaltung bestehen.

Niedriges Sicherheitsbedürfnis: Der Ausfall der Schweißver- bindung beeinträchtigt nicht unmittelbar die Gesamtfunktion und hat keine Auswirkungen auf das Tragverhalten des Fahr- zeugs. Betriebsgefahr mit Personenschäden ist unwahrschein- lich. Die Sicherheit des Fahrzeugs wird nicht beeinträchtigt.

Mittleres Sicherheitsbedürfnis: Der Ausfall der Schweißver- bindung führt zur Beeinträchtigung der Gesamtfunktion und kann zur Betriebsgefahr mit Personenschäden führen. Es gilt für Schweißverbindungen, die sich nach den zuvor genannten Definitionen nicht in hohes oder niedriges Sicherheitsbedürfnis einordnen lassen.

Seite 7 zu DVS 1612

4.5.1 Auslegung mit Dauerfestigkeitswerten auf Basis von DV 952

Die im Abschnitt 4.4 dieser Richtlinie enthaltenen zulässigen Dauerfestigkeitswerte beziehen sich in den Anforderungen an die Unregelmäßigkeiten von Schweißnähten auf die in DIN EN ISO 5817 definierten Bewertungsgruppe B und C gleichermaßen. Daraus folgt, dass sich die in Anhang B aufgeführten Festigkeits- differenzierungen bezogen auf die Schweißnahtqualität aus den dort aufgeführten Unterschieden in Prüfart und -umfang ergeben. Die für die einzelnen Verbindungsformen angegebene Zuordnung von Dauerfestigkeitswert und Schweißnahtgüteklasse basiert auf ingenieurmäßigen Überlegungen und Erfahrungen. Neben den überarbeiteten Festigkeitsangaben der DV 952, Anhang II, wur- den hierfür auch Festigkeitsrelationen herangezogen, die in den IIW-Empfehlungen zwischen verschiedenen Kerbfällen aufge- führt sind. Weitere Einzelheiten enthält der Kommentar zu dieser Richtlinie.

Bei der Berücksichtigung des maßgebenden Sicherheitsbedürf- nisses ist davon auszugehen, dass die Dauerfestigkeitswerte nach Abschnitt 4.4 für hohes und mittleres Sicherheitsbedürfnis gelten.

Die in dieser Richtlinie aufgeführte direkte Zuordnung von Dauer- festigkeit und Schweißnahtgüteklasse sowie von Dauerfestigkeit und Sicherheitsbedürfnis mit den Erweiterungen zur Einordnung von unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt die Anfor- derungen in Tabelle 2 der DIN EN 15085-3 zur Festlegung der maßgebenden Schweißnahtgüteklasse. Wird die Schweißnaht- güteklasse nach dieser Richtlinie unter Berücksichtigung aller hier aufgeführten Angaben festgelegt, entfällt die Anwendung der Tabelle 2 der DIN EN 15085-3. Darüber hinausgehende Festle- gungen in DIN EN 15085-3 sind einzuhalten.

4.5.2 Festigkeitsauslegung nach anderen Richtlinien oder Regelwerken

Bei Anwendung von Dauerfestigkeitswerten, die anderen Richtli- nien oder Regelwerken entnommen werden wie z. B. im Anhang A aufgeführt, kann bei der Festlegung der Schweißnahtgüteklas- se von der in Tabelle 4.4 aufgeführten Zuordnung der Schweiß- nahtgüteklasse zum Sicherheitsbedürfnis und der Ausnutzung der Beanspruchbarkeit ausgegangen werden, welche auf DIN EN 15085-3 basiert. D. h., bei Anwendung dieser Tabelle und den nachfolgenden Festlegungen werden die Anforderungen in Tabelle 2 der DIN EN 15085-3 zur Ermittlung der maßgebenden Schweißnahtgüteklasse erfüllt bzw. die Anwendung der Tabelle 2 der DIN EN 15085-3 entfällt. Darüber hinausgehende Festlegun- gen in DIN EN 15085-3 sind einzuhalten.

Für die Anwendung der Tabelle 4.4 gelten die folgenden Festle- gungen:

a) Schweißverbindungen mit niedrigem Sicherheitsbedürfnis Für schwingbeanspruchte Schweißverbindungen ist als Mini- mum eine Schweißnahtgüteklasse festzulegen, die der Be- wertungsgruppe C für Unregelmäßigkeiten nach DIN EN

ISO 5817 entspricht. Schweißverbindungen mit niedrigem Sicherheitsbedürfnis sind daher unabhängig von der Ausnut- zung der Beanspruchbarkeit der Nahtgüteklasse CP C2 zu zuordnen.

b) Schweißverbindungen mit mittlerem Sicherheitsbedürfnis Dies ist der Regelfall bzw. betrifft den überwiegenden Anteil der auszulegenden Schweißverbindungen.

– Bei Ausnutzung der Beanspruchbarkeit < 90% ist die Naht- güte CP C2 zu fordern.

– Bei Ausnutzung der Beanspruchbarkeit 90% gilt die Naht- güte CP B mit 10% ZfP.

c) Schweißverbindungen mit hohem Sicherheitsbedürfnis

Der Festigkeitswert ist um den Sicherheitsfaktor von S s = 1,15 abzumindern. Für durchgeschweißte und nicht durchge- schweißte Verbindungen gelten dann folgende Schweißnaht- güteklassen:

– Bei Ausnutzung der Beanspruchbarkeit < 90%: CP C1 mit 10% ZfP Bei Ausnutzung der Beanspruchbarkeit 90%: CP B mit 10% ZfP Der Sicherheitsfaktor kann bei durchgeschweißten Verbindun- gen entfallen, wenn die Nahtgüte CP A mit 100% ZfP festge- legt wird.

4.5.3 Vorgaben für die Umstellung der Schweißnahtgüte- klasse von DIN 6700 auf DIN EN 15085

Die Festlegungen in diesem Abschnitt gelten für die Umstellung von Zeichnungen auf die neue Normenreihe DIN EN 15085.

Vor der Umstellung der Schweißnahtgüteklassen (SGK) von DIN 6700-3 auf DIN EN 15085-3 ist zu prüfen, welche Faktoren für die Festlegung der jeweiligen Schweißnahtgüteklasse nach DIN 6700-3 maßgebend waren. Dies gilt insbesondere für die SGK 2.1 und 2.2, da neben der Ausnutzung der Beanspruchbarkeit und dem Sicherheitsbedürfnis noch weitere Faktoren für die Festlegung der SGK maßgebend sein können. So wurde z. B. bei erschwerter Zugänglichkeit, bedingter Schweißeignung der Werkstoffe oder hohem Eigenspannungszustand der Schweiß- konstruktion die SGK erhöht (von 2.3 auf 2.2 oder von 2.2 auf

2.1).

Die in DIN 6700-3 definierten Schweißnahtgüteklassen 2.1, 2.2 und 2.3 beziehen sich auf die Bewertungsgruppe C für äußere Unregelmäßigkeiten und die Bewertungsgruppe B für innere Un- regelmäßigkeiten der 2002 gültigen DIN EN 25817. Nach der jetzt gültigen DIN EN ISO 5817 entspricht das der Bewertungs- gruppe C für alle Unregelmäßigkeiten.

Um das Qualitätsniveau beizubehalten, ist für die Umschreibung der Schweißnahtgüteklassen nach DIN 6700-3 auf DIN EN 15085-3, z. B. in Zeichnungen, von folgendem Zusammenhang auszugehen:

– SGK 1 nach DIN 6700-3 entspricht in der Regel CP A nach DIN EN 15085-3 (Sonderfall).

Tabelle 4.4

Zuordnung der Schweißnahtgüteklasse zum Sicherheitsbedürfnis und der Ausnutzung der Beanspruchbarkeit.

Ausnutzung der

 

Sicherheitsbedürfnis

Beanspruchbarkeit

Hoch

Mittel

Niedrig

 

CP A - CT 1 (100% ZfP-V) mit S s = 1,0

CP B - CT 2 (10% ZfP-V oder 100% ZfP-O)

 

90%

CP B - CT 2 (10% ZfP-V) mit S s = 1,15

CP C2 - CT 3

< 90%

CP C1 - CT 2 (10% ZfP-V oder 100% ZfP-O) mit S s = 1,15

CP C2 - CT 3

Erläuterungen:

– S : Sicherheitsfaktor

– CT1, CT 2, CT 3: Schweißnahtprüfklassen nach DIN EN 15085

Seite 8 zu DVS 1612

Für SGK 2.1 nach DIN 6700-3 wird für Schweißnähte mit hohem Sicherheitsbedürfnis und Beanspruchungszustand mit- tel oder hoch CP B - CT 1 nach DIN EN 15085-3 empfohlen (z. B. durchgeschweißte und bearbeitete Stumpfnaht, durchge- schweißter und bearbeiteter T-Stoß).

Für SGK 2.2 nach DIN 6700-3 wird für Schweißnähte mit mittlerem Sicherheitsbedürfnis und Beanspruchungszustand hoch CP B nach DIN EN 15085-3 empfohlen (z. B. durchge- schweißte und bearbeitete Stumpfnaht, durchgeschweißter und bearbeiteter T-Stoß).

SGK 2.3 nach DIN 6700-3 entspricht in der Regel CP C2 nach DIN EN 15085-3. Für Schweißnähte mit hohem Sicherheitsbe- dürfnis und Beanspruchungszustand niedrig ist CP C1 erfor- derlich.

SGK 3 nach DIN 6700-3 entspricht in der Regel CP D nach DIN EN 15085-3.

5

Erläuterungen zum Bauformen-Katalog im Anhang B

Der Bauformen-Katalog im Anhang B enthält neben grundlegen- den Stumpf- und T-Stoßverbindungen vor allem geschweißte Bauteilverbindungen, die für den Schienenfahrzeugbau von Be- deutung sind. Gegenüber dem Merkblatt DVS 1612 von 1984 wurde der Umfang der berücksichtigten Bauteilverbindungen an die aktuellen Anwendungserfordernisse des Schienenfahrzeug- baus angepasst.

Der Bauformen-Katalog gliedert sich in folgende Bereiche:

a) Stumpf- und T-Stoßverbindungen

Tabelle B-1.1:

Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen

Tabelle B-1.2:

längs zur Schweißnaht Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen

Tabelle B-1.3:

quer zur Schweißnaht Längsbeanspruchte T-Stoßverbindungen

Tabelle B-1.4:

Querbeanspruchte T-Stoßverbindungen, durch- laufender Gurt beansprucht

Tabelle B-1.5:

Querbeanspruchte T-Stoßverbindungen, ange- schlossener Steg beansprucht

b) Bauteilähnliche Verbindungen

Tabelle B-2:

Querbeanspruchte Stumpfstoßverbindungen von

Tabelle B-3:

Bauteilen unterschiedlicher Dicke Längsbeanspruchte Doppel-T-Profile und Kas-

tenprofile Tabelle B-4.1: Längsbeanspruchte durchlaufende Bauteile mit aufgeschweißter Gurtplatte Tabelle B-4.2: Längsbeanspruchte durchlaufende Bauteile mit aufgeschweißtem Bauelement (Längssteife)

Tabelle B-5:

Schweißverbindungen an Rohren und rohrförmi-

Tabelle B-6:

gen Bauteilen Geschweißte Rahmenecken

Tabelle B-7.1: Schweißverbindungen von Feinblechen (1,5 bis 4 mm) mit Beanspruchung längs zur Schweiß- naht Tabelle B-7.2: Schweißverbindungen von Feinblechen mit Be- anspruchung quer zur Schweißnaht

Tabelle B-8:

Geschweißte Kastenträger mit Mehrfach- und

Tabelle B-9:

Eckstoß mit Beanspruchung längs zur Schweiß- naht Geschweißte Kastenträger mit Langlochverbin- dung mit Beanspruchungen längs zur Schweiß- naht

In den einzelnen Tabellen sind für die verschiedenen Verbin- dungsformen angegeben:

– bildliche Darstellung mit Angabe der Belastungsart und -rich- tung (einfacher Pfeil: Kraftrichtung, Pfeil mit Doppelspitze: Bie- gemoment),

– detaillierte Beschreibung der Stoß- und Nahtausbildung sowie zur Ausführung der Verbindung,

– Nahtform und Naht-Nr. nach DIN EN 15085-3,

Nahtoberflächenbearbeitung (u. a. Nahtübergang kerbarm be- schleifen) ,

– Prüfart und -umfang:

– ZfP-V: volumenbezogene Prüfung, anwendbar bei durchge- schweißten Verbindungen (z. B. Durchstrahlungs- oder Ultra- schallprüfung),

– ZfP-O: Oberflächenrissprüfung, anwendbar bei nicht durch- geschweißten Verbindungen (z. B. Farbeindringprüfung) und zusätzlich Prüfung von Arbeitsproben gemäß DIN EN 15085

– Sichtprüfung (Schweißnahtprüfklasse CT 4 ausreichend)

– Schweißnahtgüteklasse (CP) gemäß den Definitionen nach DIN EN 15085-3

– Kerbfalllinie für die maßgebende Dauerfestigkeit (Abschnitt

4.4)

Die in diesen Tabellen enthaltene Zuordnung der Schweißnaht-

güteklassen zu den einzelnen Verbindungsformen basiert einer- seits auf den Festlegungen der DIN EN 15085-3 und anderseits

auf ingenieurmäßigen Überlegungen und auf Erfahrungen, die

sich aus der Anwendung der DV 952, Anhang II ergeben haben.

Mit der direkten Angabe von Prüfart und -umfang wird den Anfor-

derungen der DIN EN 15085-3 zur Auswahl der Schweißnaht-

güteklasse entsprochen.

Der Anwender erhält durch die Tabellen die Informationen, die

für die Auslegung und Ausführung von Schweißverbindungen im

Schienenfahrzeugbau benötigt werden. Bezüglich der Festig- keitsauslegung ist darauf hinzuweisen, dass diese Angaben nur

in Verbindung mit den Lastannahmen nach DIN EN 12663 und DIN EN 13749 bzw. den UIC-Merkblättern gelten. Die Angaben

zur

Ausführung und Qualitätssicherung gelten in Verbindung mit

den

Anforderungen nach DIN EN 15085.

6

Hinweise auf Normen, Regelwerke und Schrifttum

DV

952 Vorschrift für das Schweißen metallischer Werkstoffe in Privatwerken. Anhang II: Richt- linie für die Berechnung der Schweißverbin- dungen. Deutsche Bundesbahn 1977 (zu beziehen über DB Systemtechnik, Abt. Schweißtechnik, Pionierstraße 10, 32423 Minden)

Schweißen von Schienenfahrzeugen und -fahrzeugteilen. Beuth Verlag Berlin, 2001

DIN EN 15085 Bahnanwendungen – Schweißen von Schie- nenfahrzeugen und -fahrzeugteilen. Aus- gabe 10/2007, Beuth Verlag Berlin

DVS 1623 Schweißen von Schienenfahrzeugen „Hin- weise und Empfehlungen zur Umsetzung der DIN EN 15085 im Vergleich zur DIN 6700“ Mai 2009, DVS-Verlag Düsseldorf

DIN 6700

DIN EN ISO 5817

Schweißen – Schmelzschweißverbindungen an Stahl, Nickel, Titan und deren Legierun- gen (ohne Strahlschweißen) – Bewertungs- gruppen von Unregelmäßigkeiten. Ausgabe 10/2006, Beuth Verlag Berlin

ERRI B 12/RP 17

Versuchsprogramm für Güterwagen mit Un- tergestell und Wagenkonstruktion aus Stahl und deren Drehgestelle mit stählernem Dreh- gestellrahmen. UIC-Report, Europäisches In- stitut für Eisenbahnforschung, Utrecht 1997

ERRI B 12/RP 60

Versuche zum Festigkeitsnachweis an Schienenfahrzeugen – Vorschriften für die Ausführung und für zulässige Beanspru- chungen. UIC-Report, Europäisches Institut für Eisenbahnforschung, 2001

DIN EN 12663 Festigkeitsanforderungen an Wagenkästen von Schienenfahrzeugen. CEN European Committee for Standardisation, Brussels

2000

Seite 9 zu DVS 1612

DIN EN 13749 Bahnanwendungen – Radsätze und Dreh- gestelle – Spezifikationsverfahren für Dreh- gestellrahmen. CEN European Committee for Standardisation, Brussels 2005

Hobbacher, A.,

Recommendations for fatigue design of

(Editor)

welded joints and components. IIW docu- ment XIII-2151-07/XV-1254-07. Update May 2007. InternationaI Institute of Welding, Paris, France 2007

EN 1993-1-9 Eurocode 3: Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten – Teil 1-9: Ermüdung. Beuth Verlag Berlin 2005 A03-405 Produits metalliques. Essais de fatigue. Traitement statistique des donnees. AFNOR, Paris 1991, ISSN 0335-3931

FKM-Richtlinie Rechnerischer Festigkeitsnachweis für Maschinenbauteile. VDMA-Verlag, Frankfurt am Main (2003)

DIN 15018-1

Krane – Grundsätze für Stahltragwerke – Berechnung. Beuth Verlag Berlin 1984

Kommentar zu dieser Richtlinie (ab 2009 über DVS-Verlag in Düsseldorf erhältlich)

Neumann, A., u. a.: Schweißtechnisches Handbuch für Konstruk- teure. DVS-Verlag Düsseldorf 1996

Ruge, J.: Handbuch der Schweißtechnik. Band III: Konstruktive Gestaltung der Bauteile. Springer Verlag 1985

Hofmann, H.-G., P. Sahmel, und H.-J. Veit: Grundlagen der Ge- staltung geschweißter Stahlkonstruktionen. DVS Fachbuchreihe Band 12. DVS-Verlag Düsseldorf 2003

Seite 10 zu DVS 1612

Anhang A

Richtlinien und Normen mit Festlegungen für den Dauerfestigkeitsnachweis von Schweißverbindungen

Dauerfestigkeitswerte für den Nachweis von Schweißverbindun- gen auf der Basis von Nennspannungen sind in unterschied- lichen Richtlinien und Normen enthalten. Für den Schienenfahr- zeugbau in Deutschland wurden in der DB Vorschrift DV 952, An- hang II Dauerfestigkeitswerte in Abhängigkeit von verschiedenen Kerbdetails in MKJ-Diagramme festgelegt. Diese Festigkeitsan- gaben

– beziehen sich auf die Prüfung von Kleinproben,

– sind mittelspannungsabhängige Festigkeitswerte als zuläs- sige Oberspannungen in MKJ-Diagrammen,

– gelten für 2 x 10 6 Lastwechsel,

– enthalten einen Sicherheitsfaktor von 1,5 gegenüber Mittelwert (50% Überlebenswahrscheinlichkeit).

In überarbeiteter Form sind diese Angaben Bestandteil der vor- liegenden Richtlinie (vgl. Abschnitt 4.4).

Auf europäischer Ebene sind für den Schienenfahrzeugbau Dau- erfestigkeitswerte in ERRI B 12/RP 17 und in ERRI B 12/RP 60 aufgeführt, die im engen Zusammenhang mit den UIC-Merkblät- tern stehen und die ebenfalls auf der Prüfung von Kleinproben basieren. Neben Dauerfestigkeitswerten für Stumpfnähte mit und ohne Querschnittsänderungen in älteren Fassungen von ERRI B 12/RP 17, enthalten ERRI B 12/RP 60 und ERRI B 12/RP 17, Ausgabe von 2001, als Version A und B gekennzeichnete Dauer- festigkeitswerte.

Die Dauerfestigkeitswerte der Version A gelten für eine Scha- densakkumulationsberechnung mit Festigkeitswerten nach Euro- code 3. Nach ergänzenden Festlegungen zu ERRI B 12/RP 60, 2. Ausgabe, Juni 2001, sind für die Auslegung von Drehgestell- rahmen nur noch die Werte nach Version B zugelassen.

Die Dauerfestigkeitswerte der Version B basieren auf Folgen- dem:

– Festigkeitsprüfung von verschiedenen Verbindungsformen durch die französische Bahn SNCF (etwa zwischen 1990 bis

1995),

– Auswertung der Festigkeitsprüfungen nach der französischen Norm A03-405,

– Ermittlung von Dauerfestigkeitswerten für 10 7 Lastwechsel,

– Überlebenswahrscheinlichkeit von p ü = 99,7%,

– Berücksichtigung eines zusätzlichen Faktors von 1,25 (Damit gilt für eine Stumpfnahtverbindung der gleiche Wert, der be- reits seit vielen Jahren Bestandteil der älteren Fassungen von ERRI B 12/RP 17 ist).

In ERRI B 12/RP 60 und ERRI B 12/RP 17 (Ausgabe von 2001) sind für den Dauerfestigkeitsnachweis von Wagenkästen die Festigkeitswerte in Abhängigkeit von 2 verschiedenen dynami- schen Beanspruchungskoeffizienten angegeben, d. h., diese Werte gelten für jeweils ein bestimmtes Spannungsverhältnis im Zugschwellbereich. Für die Auslegung von Drehgestellrahmen gelten in ERRI B 12/RP 60 mittelspannungsabhängige Werte im Goodman-Diagramm für spannungsarmgeglühte Rahmen und mittelspannungsunabhängige Werte für nicht spannungsarmge- glühte Rahmen.

Von besonderer internationaler Bedeutung für die schwingfeste Auslegung geschweißter Bauteile sind die IIW-Empfehlungen, deren Schwingfestigkeitsangaben auch die Grundlage für die Auslegung von Schweißkonstruktionen nach Eurocode 3 und nach FKM-Richtlinie bilden. Diese Werte basieren auf Folgen- dem:

– bauteilbezogene Schwingfestigkeitswerte,

– mittelspannungsunabhängige Festigkeitswerte (entsprechen Festigkeiten für das Spannungsverhältnis von R = 0,5),

– Überlebenswahrscheinlichkeit von p ü = 97,7%,

– Dauerfestigkeitswerte bei 10 7 Lastwechsel (Abknickpunkt der Wöhlerkurve und danach horizontaler Ver- lauf für Schweißverbindungen aus Baustahl bei konstanter Lastamplitude)

– Neigung der Wöhlerkurven im Zeitfestigkeitsbereich mit k = 3.

Die Zahlenangaben, mit denen in den IIW-Empehlungen die ver- schiedenen Kerbdetails als FAT-Klasse gekennzeichnet werden, beziehen sich auf die doppelte Spannungsamplitude bei 2 10 Lastwechsel.

6

Weitere Erläuterungen zu den Unterschieden insbesondere hin- sichtlich der Festigkeitsangaben zwischen dieser Richtlinie, den IIW-Empfehlungen bzw. Eurocode 3 und den Angaben in ERRI B 12/RP 17 bzw. ERRI B 12/RP 60 sind im Kommentar zu dieser Richtlinie enthalten.

Seite 11 zu DVS 1612

Anhang B Tabelle B-1.1. Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen längs zur Schweißnaht. Stoß- und Nahtausbildung
Anhang B
Tabelle B-1.1.
Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen längs zur Schweißnaht.
Stoß- und Nahtausbildung
Schweißnaht-
Prüfart
güteklasse
Kerb-
Naht-Nr.
nach DIN EN
Nahtober-
Nr.
Bemerkungen
und -umfang
nach
DIN EN
falllinie
Darstellung
Beschreibung
Nahtart
fläche
15085-3
15085-3
bearbeitet
1.1.1
beidseitig und
durchge-
V-Naht mit mit Gegenlage
2c
ja 4)
100% ZfP-V
CP A
B
schweißt
einseitig
HV-Naht
Gegenlage
3c
1.1.2
10% ZfP-V
CP B u. CP C1
C 6)
durchgeschweißt
mit
DV-Naht
6
nein
1.1.3
Gegenlage
DHV-Naht
7
Sichtprüfung
CP C2
E1
1.1.4
ja 4)
100% ZfP-V
CP A
B
beidseitig
1.1.5
I-Naht 1)
1c 1)
10% ZfP-V
CP B u. CP C1
1)
C 6)
durchgeschweißt
nein
1.1.6
Sichtprüfung
CP C2
E1
1.1.7
100% ZfP-V
CP A
C
einseitig durchgeschweißt
1.1.8
nicht verbleibende
Bad-
10% ZfP-V
CP B u. CP C1
D
I-Naht 5)
1b 5)
2)
sicherung
V-Naht
2b
1.1.9
Sichtprüfung
CP C2
E1
Steilflankennaht
2d
nein
1.1.10
100% ZfP-V
CP A
D
HV-Naht
3b
3d
1.1.11
einseitig durchgeschweißt
verbleibende 2)
Badsicherung
Halbsteilflankennaht
10% ZfP-V
CP B u. CP C1
E1
1.1.12
Sichtprüfung
CP C2
E1-
1.1.13
100% ZfP-V
CP A
D
I-Naht 5)
1a 5)
1.1.14
einseitig durchgeschweißt
ohne Badsicherung
V-Naht
2a
nein
10% ZfP-V
CP B u. CP C1
E1
HV-Naht
3a
1.1.15
Sichtprüfung
CP C2
E1-
DY-Naht
8
beidseitig, nicht 3)
durchgeschweißt
DHY-Naht
9
1.1.16
nein
Sichtprüfung
CP C2
E5
Y-Naht mit mit Gegenlage
4b
HY-Naht
Gegenlage
5b
Nahtdicke ≤ 6 mm, Kantenversatz ≤ 0,1*t, Arbeitsproben zwingend notwendig
Wurzelanriss
nicht für Schwingbeanspruchung geeignet
blecheben bearbeitet
Nahtdicke ≤ 3 mm
ohne Nahtansätze

Seite 12 zu DVS 1612

Nahtdicke 3 mm Nahtwinkel am Nahtübergang Wurzelschweißung auch mit anderem Verfahren möglich, wenn gleiche Ausführungsqualität wie WIG- Schweißen nachgewiesen ist.

Stumpfstoßverbindungen mit Beanspruchungen quer zur Schweißnaht.

Nahtdicke 6 mm, Kantenversatz 0,1*t, Arbeitsproben zwingend notwendig Wurzelanriss bezieht sich auf nicht verschweißten Wurzelspalt blecheben bearbeitet

Tabelle B-1.2.

 

Bemerkungen

   

höchstbeanspruch-

Stelle (Anrissort)

im Nahtübergang

te

   

höchstbeanspruch-

Stelle (Anrissort)

te

an der Nahtwurzel

 
 

Kerb-

falllinie

B

C+

C

C-

D+

 

D

E1

D+

D

D-

C

D

E1

 

D-

E1+

E1-

E1+

   

E1

E1-

F2 3)

 

F2

Schweißnaht-

güteklasse

DIN EN

   

CP B u. CP C1

     

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

     

CP B u. CP C1

       

CP B u. CP C1

     

nach

15085-3

CP A

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP C2

 

CP C2

 

Prüfart

und -umfang

100% ZfP-V

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

 

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

 

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

   

10% ZfP-V

Sichtprüfung

Sichtprüfung

 

Sichtprüfung

 

Nahtober-

fläche

bearbeitet

ja 4)

Naht- 6)

winkel

30°

Naht- 6)

winkel

> 30°

 

nein

   

nein

   

nein

 

nein

Naht-Nr. nach DIN EN

15085-3

 

2c

3c

6

7

 

1c 1)

   

1b 5)

2b

3b

2d

3d

1a 5)

2a

3a

1a 5)

2a

3a

8

9

4b

5b

       

Halbsteilflankennaht

         

Gegenlage

Y-Naht mit mit Gegenlage

HY-Naht

Stoß- und Nahtausbildung

 

Nahtart

 

HV-Naht

V-Naht

DV-Naht

DHV-Naht

 

I-Naht 1)

   

I-Naht 5)

V-Naht

Steilflankennaht

HV-Naht

I-Naht 5)

V-Naht

HV-Naht

I-Naht 5)

V-Naht

HV-Naht

DY-Naht

DHY-Naht

     

einseitig durchgeschweißt, nicht verbleibende

2) oder WIG-

7)

 

einseitig durchgeschweißt, verbleibende 2) Badsicherung

 

durchgeschweißt

einseitig

   
 

und einseitig

beidseitig durch-

geschweißt

 

Nahtwurzel

3)

beidseitig nicht durch- geschweißt, 3) bzw. mit Gegenlage

 

1)

 

Badsicherung

ohne

 
 

Beschreibung

durchgeschweißt

Gegenlage

mit

 

beidseitig

durchgeschweißt

Badsicherung

geschweißte

   

Darstellung

 
    Darstellung      
 
    Darstellung      
    Darstellung      
 
    Darstellung      
 

Nr.

 

1.2.1

1.2.2

1.2.3

1.2.4

1.2.5

 

1.2.6

1.2.7

1.2.8

1.2.9

1.2.10

1.2.11

1.2.12

1.2.13

 

1.2.14

1.2.15

1.2.16

1.2.17

   

1.2.18

1.2.19

1.2.20

 

1.2.21

Seite 13 zu DVS 1612

HV-Naht ohne Gegenlage mit sicherer Wurzelerfassung durch konstruktive, fertigungs- u. prüftechnische Maßnahmen (Nachweis über Arbeitsproben, vgl. DIN EN 15085-3)

Längsbeanspruchte T-Stoßverbindungen.

Tabelle B-1.3.

 

Bemerkungen

       
 

Kerb-

falllinie

B+

B

B-

C+

 

C

C-

B+

B

B-

C+

C

C-

B

B-

C

C-

Schweißnaht-

güteklasse

DIN EN

 

CP B u. CP C1

     

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

 

CP B u. CP C1

 

CP B u. CP C1

 

nach

15085-3

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP C2

CP C2

-umfang

Prüfart

und

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

 

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

10% ZfP-O

Sichtprüfung

10% ZfP-O

Sichtprüfung

 

Nahtober-

fläche

bearbeitet

 

ja

 

nein

 

ja

 

nein

ja

   

nein

Naht-Nr. nach DIN EN

15085-3

 

10b

7

 

10d

   

10a 1)

10c 1)

10e 1)

 

9

11b

13b

   

DHV-Naht HV-Naht mit Kehlnaht als Gegenlage

mit Gegenlage

   

HV-Naht HV-Naht mit aufgesetzter Kehlnaht HV-Naht mit Badsicherung

   

DHY-Naht HY-Naht mit Kehlnaht als Gegenlage Doppelkehlnaht

 

Stoß- und Nahtausbildung

 

Nahtart

HV-Naht

   

durchge-

Gegenlage

 

einseitig durchgeschweißt

   

beidseitig nicht durchge- schweißt

 
   

Beschreibung

beidseitig mit

schweißt

 
 

Darstellung

  Darstellung
  Darstellung
  Darstellung
 

Nr.

 

1.3.1

1.3.2

1.3.3

1.3.4

 

1.3.5

1.3.6

1.3.7

1.3.8

1.3.9

1.3.10

1.3.11

1.3.12

1.3.13

1.3.14

1.3.15

1.3.16

Seite 14 zu DVS 1612

Zugbeanspruchung quer zur Naht ist bei schwingender Beanspruchung zu vermeiden (Wurzelanriss!)

 

Bemerkungen

     
 

Kerb-

falllinie

C+

C

D+

D

E1+

E1

E4+

E4

Schweißnaht-

güteklasse

DIN EN

nach

15085-3

CP C1

B

CP

CP C2

CP C1

B

CP

CP C2

CP C1

B

CP

CP C2

CP C1

B

CP

CP C2

-umfang

Prüfart

und

10% ZfP-V

Sichtprüfung

10% ZfP-V

Sichtprüfung

10% ZfP-V

Sichtprüfung

10% ZfP-V

Sichtprüfung

 

Nahtober-

fläche

bearbeitet

ja

nein

ja

nein

Naht-Nr. nach DIN EN

15085-3

 

11c

 

13a 1)

Stoß- und Nahtausbildung

 

Nahtart

 

HY-Naht mit aufgesetzter Kehlnaht

   

einseitige Kehlnaht 1)

 

Beschreibung

 

einseitig nicht durch- geschweißt

   

einseitig nicht durch- geschweißt

   

Darstellung

    Darstellung
    Darstellung
 

Nr.

 

1.3.17

1.3.18

1.3.19

1.3.20

1.3.21

1.3.22

1.3.23

1.3.24

Seite 15 zu DVS 1612

Querbeanspruchte T-Stoßverbindungen, durchlaufender Gurt beansprucht.

Tabelle B-1.4.

 

Bemerkungen

   

höchstbeanspruch-

Stelle (Anrissort)

im Nahtübergang

   

höchstbeanspruch-

Stelle (Anrissort)

im Nahtübergang an der Naht -oder

te

wurzel

 

höchstbeanspruch-

Stelle (Anrissort)

im Nahtübergang

 

te

te

 

Kerb-

falllinie

C+

C 1)

C-

E4-

E5+

E5 2)

E5

E5-

E6+

C 1)

C-

   

E5+

E5 2)

Schweißnaht-

güteklasse

DIN EN

 

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

     

CP B u. CP C1

 

nach

15085-3

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP C2

CP C2

-umfang

Prüfart

und

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

10% ZfP-O

Sichtprüfung

   

10% ZfP-O

Sichtprüfung

 

Nahtober-

fläche

bearbeitet

 

ja

 

nein

 

nein

ja

   

nein

Naht-Nr. nach DIN EN

15085-3

 

10b

7

10d

 

10e 3)

10a 3)

10c 3)

   

11b

9

 

13b

   

DHV-Naht HV-Naht mit Kehlnaht als Gegenlage

mit Gegenlage

 

HV-Naht HV-Naht mit aufgesetzter Kehlnaht HV-Naht mit Badsicherung

   

DHY-Naht HY-Naht mit Kehlnaht als Gegenlage Doppelkehlnaht

 

Stoß- und Nahtausbildung

 

Nahtart

HV-Naht

   

durchge-

Gegenlage

 

einseitig durchgeschweißt

   

beidseitig nicht durch- geschweißt

 
   

Beschreibung

beidseitig mit

schweißt

 
 

Darstellung

  Darstellung
  Darstellung
  Darstellung
 

Nr.

 

1.4.1

1.4.2

1.4.3

1.4.4

1.4.5

1.4.6

1.4.7

1.4.8

1.4.9

1.4.10

1.4.11

   

1.4.12

1.4.13

Seite 16 zu DVS 1612

kerbfrei bearbeitete DHV-Naht und auf Risse geprüft unbearbeitete DHV-Naht HV-Naht ohne Gegenlage mit sicherer Wurzelerfassung, durch konstruktive, fertigungs- u. prüftechnische Maßnahmen absichern (Nachweis über Arbeitsproben; vgl. DIN 15085)

 

Bemerkungen

   
 

Kerb-

falllinie

 

E6

Schweißnaht-

güteklasse

DIN EN

 

nach

15085-3

 

CP C2

-umfang

Prüfart

und

 

Sichtprüfung

 

Nahtober-

fläche

bearbeitet

 

nein

Naht-Nr. nach DIN EN

15085-3

11a

11c

Stoß- und Nahtausbildung

 

Nahtart

HY-Naht HY-Naht mit aufgesetzter Kehlnaht

 

Beschreibung

 

einseitig nicht durch- geschweißt

   

Darstellung

    Darstellung
 

Nr.

   

1.4.14

Seite 17 zu DVS 1612

Anriss im Nahtübergang Wurzelanriss HV-Naht ohne Gegenlage mit sicherer Wurzelerfassung, durch konstruktive, fertigungs- u. prüftechnische Maßnahmen absichern (Nachweis über Arbeitsproben; vgl. DIN EN 15085) Wenn die Durchschweißung nicht nachgewiesen wird (z. B. durch Sichtprüfung oder Arbeitsprobe), gelten die Angaben der HY-Naht

Querbeanspruchte T-Stoßverbindungen, angeschlossener Steg beansprucht.

Tabelle B-1.5.

 

Bemerkungen

       

höchstbeanspruch-

Stelle (Anrissort)

te

im Nahtübergang an der Naht -oder

wurzel

 
 

Kerb-

falllinie

D-

E1+

E1

E4-

E5+

E5

E6+

 

E6

E6- 4)

E6+ 1)

E6 1)

 

F1+ 1)

F1 1)

F2 2)

Schweißnaht-

güteklasse

DIN EN

 

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

     

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

   

CP B u. CP C1

 

nach

15085-3

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP A

CP C2

CP C2

CP C2

-umfang

Prüfart

und

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

10% ZfP-V

Sichtprüfung

100% ZfP-V

 

10% ZfP-V

Sichtprüfung

10% ZfP-O

Sichtprüfung

 

10% ZfP-O

Sichtprüfung

 

Nahtober-

fläche

bearbeitet

 

ja

 

nein

 

nein

ja

   

nein

 

Naht-Nr. nach DIN EN

15085-3

 

7

10b

10d

 

10a 3)

10c 3)

10e 3)

 

11b

9,

13b

   

DHV-Naht HV-Naht mit Kehlnaht als Gegenlage

mit Gegenlage

 

HV-Naht HV-Naht mit aufgesetzter Kehlnaht HV-Naht mit Badsicherung

   

DHY-Naht HY-Naht mit Kehlnaht als Gegenlage Doppelkehlnaht

 

Stoß- und Nahtausbildung

 

Nahtart

HV-Naht

   

durchge-

Gegenlage

 

einseitig durchgeschweißt

   

beidseitig nicht durchge- schweißt