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M-HD.002.

1003

LELY INDUSTRIES N.V.


MELKSYSTEME

ASTRONAUT
MELKROBOTER
Betriebsanleitung

www.lely.com
ASTRONAUT
Betriebsanleitung

3. Fassung - Sept. 2004

Lely, Lely Center, Astronaut, Atlantis, Astri, Astrodata, Calm, Compedes, Cosmix, E-link, Gravitor, Grazeway,
Hubble, Lelywash, Luna, Shuttle, T4C und Viseo sind gesetzlich geschützte Warenzeichen der Lely-Gruppe. Das
alleinige Nutzungsrecht liegt bei den Unternehmen der Lely-Gruppe.

© 2005. Alle Rechte vorbehalten.

Ohne die vorherige schriftliche Genehmigung der Lely Holding N.V. ist es nicht gestattet, diese Informationsschrift
ganz oder in Auszügen zu reproduzieren und/oder in Form von Nachdrucken, Photokopien, Mikrofilm oder auf
andere Weise zu veröffentlichen.

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Verzeichnis der aufgenommenen
Änderungen

Verzeichnis der aufgenommenen Änderungen

Änderung Datum (MM/JJ) Kapitel Anmerkungen

Basistext 02/01 Alle Neu

1. Änderung 01/02 Kapitel 1 und 2 Auf Grund regionaler Vorschriften überarbeitete


Kapitel (Einleitung und Sicherheit).
Zuordnung der Typennummern des
Melksystems und Aktualisierung der Software-
Versionsnummer.

Kapitel 3 Überarbeitete Informationen über die


Bedienungskonsole des Roboters nach
Softwareverbesserungen

Kapitel 6 Einführung von M4use (falls vorhanden)

Kapitel 7 Überarbeitetes Kapitel über Service und


Wartung

2. Änderung 10/03 Alle Zusätzliche Informationen über E-Roboter

Kapitel 4 Einführung des Cleaning synchronization and


Remote alarm System (CRS+)

3. Änderung 08-04 Kapitel 4 und 5 Einführung des T4C (Time for Cows)
Hofmanagements
CRS+ Verbesserungen
Aktualisierte Abbildungen

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Vorwort

Vorwort

Allgemein
Diese Bedienungsanleitung erklärt die sachgemäße Bedienung Ihres Lely ASTRONAUT Melkroboters. Vor der
Bedienung oder Wartung der Maschine muss diese Anleitung gründlich gelesen und verstanden worden sein.
Nichtbeachtung kann Personen- oder Geräteschäden zur Folge haben. Sollten Sie Fragen zu dieser
Betriebsanleitung haben oder zusätzliche Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte Ihren nähesten Lely-
Kundendienst.

HINWEIS
• Die Anweisungen, Illustrationen und Spezifikationen in dieser Betriebsanleitung basieren auf dem aktuellen
Informationsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Ihr Roboter kann mit Verbesserungen oder
Optionen, die noch nicht in dieser Betriebsanleitung enthalten sind, ausgestattet sein.
• Alle Informationen in dieser Anleitung wurden mit großer Sorgfalt zusammengestellt. Lely übernimmt
keinerlei Haftung für Schäden, die als Folge von eventuellen falschen Angaben in dieser Anleitung
entstehen sollten. Die ausgesprochenen Empfehlungen sollen als Richtlinien dienen.
• In dieser Bedienungsanleitung, die zusammen mit Ihrem Roboter geliefert wird, finden Sie auch
Bedienungs-, Schmier- und Wartungsanweisungen. Bewahren Sie die Anleitung in dem mitgelieferten
Ordner auf, wenn sie nicht benutzt wird.

Anforderungen für die Zertifizierung (Lely-Dienstleister)


Jeder Techniker, der im Auftrag von Lely Arbeiten an einer Astronaut-Robotermelkanlage ausführt, muss von Lely
Industries N.V. zertifiziert sein. Es gibt vier verschiedene Zertifizierungsgrade:

• Installationstechniker (gültig für 2 Jahre)


• Wartungstechniker (gültig für 2 Jahre)
• Service-Ingenieur (gültig für 2 Jahre)
• Produkt-Spezialist (gültig für 1 Jahr)

Zur Zertifizierung muss ein Techniker eine Prüfung bestehen, der die Wartungsanleitung für die Astronaut
Robotermelkanlage zu Grunde liegt.

HINWEIS
• In dem Fall, dass Leute, die keine zertifizierten Techniker sind, Arbeiten an dem Roboter ausführen, erlischt
die Garantie.

Ein Techniker in Ausbildung (d.h. einer, der sein Zertifikat noch nicht erhalten hat) darf für maximal ein halbes Jahr
unter der unmittelbaren Aufsicht eines zertifizierten Technikers arbeiten. Alle Arbeiten am Melkroboter werden nur
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in der Gegenwart eines zertifizierten Technikers durchgeführt.

Die Prüfung erfolgt unter der Aufsicht eines Produkt-Spezialisten zum Abschluss eines Ausbildungskurses, oder
zu einem anderen Zeitpunkt an dem ein Techniker die Möglichkeit hat, seine Kompetenz unter Beweis zu stellen.
Ein Teil der Prüfung erfolgt in einer praktischen Situation, d.h. wenn ein Problem an einem Roboter behoben
werden muss.

Lely Industries stellt sowohl das Zertifikat, als auch einen entsprechenden Service-Pass aus, der den Namen, ein
Foto, die Service ID-Nummer, den Grad und das Gültigkeitsdatum enthält. Als Besitzer der Anlage haben Sie das
Recht, einen Techniker aufzufordern seinen Service-Pass vorzuzeigen. Der Techniker ist dann verpfichtet, seinen
Service-Pass zu zeigen.

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Vorwort

Das Logbuch am Hof muss immer abgezeichnet werden, wenn ein qualifizierter Techniker Arbeiten vorgenommen
hat. Der Eintrag sollte den Namen des Technikers, die Zertifikationsnummer sowie die durchgeführten Arbeiten
enthalten. Alle Dokumentationen müssen während der gesamten Lebensdauer in der Nähe des Roboters
aufgehoben werden.

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Inhaltsverzeichnis

Verzeichnis der aufgenommenen Änderungen ..............................................................ii

Vorwort ...........................................................................................................................iii

Abbildungsverzeichnis....................................................................................................ix

Tabellenverzeichnis........................................................................................................xi

Sicherheit........................................................................................................................xii

Sicherheitsaufkleber .......................................................................................................xviii

Einleitung........................................................................................................................xxvi

Gesamtansicht................................................................................................................xxvii

Registrierung ..................................................................................................................xxviii

1 ALLGEMEINES......................................................................................................1-1
1.1 SYSTEMBESCHREIBUNG ................................................................................................ 1-2

2 SYSTEMSTEUERUNG..........................................................................................2-1
2.1 MULTIFUNKTIONS-SCHALTKASTEN .............................................................................. 2-1
2.1.1 STOP-Taste (Not-Aus) (1)................................................................................ 2-1
2.1.2 POWER-Anzeige (2) ........................................................................................ 2-2
2.1.3 ALARM-Anzeige (3) ......................................................................................... 2-2
2.1.4 Bedienungsfunktionstasten B1 - B8 (4)............................................................ 2-2
2.1.5 Display (5) ........................................................................................................ 2-2
2.1.6 Datenfunktionstasten G1 - G8 (6) .................................................................... 2-2
2.1.7 Temperatur-/Kalenderanzeige (7) (orange)...................................................... 2-3
2.1.8 Leitfähigkeitsanzeige (8) (rot)........................................................................... 2-3
2.1.9 Separations-/Biestmilchanzeige (9) (gelb) ....................................................... 2-3
2.1.10 Anzeige des Melkendes (10) (grün) ................................................................. 2-3
2.1.11 Tasten zur Datenänderung (11) ....................................................................... 2-3
2.2 STARTEN DES ASTRONAUT MELKROBOTERS ............................................................ 2-4
2.3 MELKEN ............................................................................................................................. 2-4
2.4 DATENFUNKTIONEN ........................................................................................................ 2-5
2.4.1 Ändern der Kuhdaten ....................................................................................... 2-8
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2.4.2 Bedienungsfunktionstasten .............................................................................. 2-9

3 ROBOTERSCHALTKASTEN................................................................................3-1
3.1 BEDIENFELD DES ROBOTERSCHALTKASTENS ........................................................... 3-1
3.2 E-LINK-STEUEREINHEIT (optional) .................................................................................. 3-2
3.3 BEDIENUNG DES ROBOTERSCHALTPULTS ................................................................. 3-3
3.4 MENÜS DES ROBOTERSCHALTKASTENS .................................................................... 3-4
3.4.1 Vorfälle ............................................................................................................. 3-4
3.4.2 Melken.............................................................................................................. 3-5

Seite v
3.4.3 Start Reinig....................................................................................................... 3-5
3.4.4 Einstellungen.................................................................................................... 3-6
3.4.5 Reinigung ......................................................................................................... 3-14
3.4.6 AlarmReset....................................................................................................... 3-15
3.4.7 Laserreinigung.................................................................................................. 3-15
3.4.8 Kuhdaten .......................................................................................................... 3-15
3.4.9 Probennahme................................................................................................... 3-17
3.4.10 Armeinstellung.................................................................................................. 3-19
3.4.11 Uhr einstellen ................................................................................................... 3-19
3.4.12 Cleaning list...................................................................................................... 3-20
3.4.13 Connect list....................................................................................................... 3-21
3.4.14 Meldungsliste ................................................................................................... 3-22
3.4.15 Fehlerliste......................................................................................................... 3-22
3.4.16 Testmenü ......................................................................................................... 3-23
3.4.17 Qualität ............................................................................................................. 3-41
3.4.18 Betrieb .............................................................................................................. 3-43

4 CLEANING SYNCHRONIZATION AND


REMOTE ALARM SYSTEM (CRS+)4-1
4.1 BEDIENUNGSTASTEN DES CRS+ .................................................................................. 4-1
4.2 SYSTEMSTRUKTUR ......................................................................................................... 4-2
4.3 ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DES CRS+ .................................................................... 4-3
4.4 BESCHREIBUNG DER CRS+ MENÜSTRUKTUR............................................................. 4-4
4.4.1 Menüoption "Alarmsystem" .............................................................................. 4-5
4.4.2 Menüoption "Reinigungssystem"...................................................................... 4-5
4.4.3 Menüoption "Einstellungen" ............................................................................. 4-6
4.4.4 Menüoption "Tests" .......................................................................................... 4-8
4.4.5 Menu option "Alarmhistorie" ............................................................................. 4-9
4.4.6 Zwillingsfilter-System (optional)........................................................................ 4-10
4.5 BESCHREIBUNG DER VERSCHIEDENEN FUNKTIONEN DES
CLEANING SYNCHRONIZER (CS) ................................................................................... 4-12
4.5.1 Außerbetriebsetzung von Melkrobotern ........................................................... 4-12
4.5.2 Ausblasen der gesamten Milchleitung.............................................................. 4-12
4.5.3 Steuerung des Zwischenkühlers (optional) ...................................................... 4-12
4.5.4 Steuerung des Drei-Wege-Ventils am Milchtank.............................................. 4-13
4.5.5 Steuerung des Tankventils (optional)............................................................... 4-13
4.5.6 Synchronisierung der Hauptreinigung .............................................................. 4-13
4.5.7 Kommunikation mit der Milchtanksteuerung .................................................... 4-14
4.5.8 Milchtank leeren ............................................................................................... 4-15
4.5.9 Kommunikation mit der Hubble Tank- und Reinigungsüberwachung .............. 4-16
4.6 CLEANING REPORTING USER INTERFACE (CRUI) ...................................................... 4-17
4.6.1 Hotkeys ............................................................................................................ 4-17
4.7 REMOTE ALARM SYSTEM (RAS) .................................................................................... 4-19
4.7.1 Erfassen aktiver Alarmmeldungen ................................................................... 4-19
4.7.2 Audiovisuelle Alarmdarstellung ........................................................................ 4-19
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4.7.3 Visuelle Darstellung von Alarmmeldungen....................................................... 4-19


4.7.4 Auslösung von Telefonanrufen......................................................................... 4-19
4.7.5 Festlegung von Alarmprioritäten ...................................................................... 4-20
4.7.6 Planung von Anrufen........................................................................................ 4-20
4.7.7 Struktur der Telefonanrufe ............................................................................... 4-20
4.7.8 Alarm-Resets.................................................................................................... 4-20
4.7.9 Gespeicherte Alarmmeldungen........................................................................ 4-21
4.7.10 Bestätigung von Alarmmeldungen ................................................................... 4-21
4.7.11 Alarmverwaltung, Textberichte und Sprachmeldungen.................................... 4-21
4.7.12 Befristete Alarmunterdrückung......................................................................... 4-22

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4.8 MILCHTRANSPORTLEITUNG UND TANKRAUM............................................................. 4-23
4.8.1 Milchtransportleitung ........................................................................................ 4-23
4.9 ALARM-ÜBERSICHT ......................................................................................................... 4-24
4.10 CRS+ EINSTELLUNGEN ................................................................................................... 4-26

5 BEDIENUNG DES MELKROBOTERS ..................................................................5-1


5.1 KUHKRITERIEN ................................................................................................................. 5-1
5.1.1 Maße der Kuh .................................................................................................. 5-1
5.1.2 Schur von Euter und Schwanz ......................................................................... 5-2
5.2 ERSTE MELKUNG ............................................................................................................. 5-2
5.2.1 Eingabe der Kuhdaten in den Computer .......................................................... 5-2
5.2.2 Befestigung des Kuh-Responders/Respactors ................................................ 5-3
5.2.3 Eingewöhnung ................................................................................................. 5-3
5.2.4 Die Kuh in die Box führen ................................................................................ 5-3
5.2.5 Das erste Mal in der Box .................................................................................. 5-4
5.2.6 Zukünftige Melkungen ...................................................................................... 5-6
5.3 MELKEN ............................................................................................................................. 5-7
5.3.1 Melkung............................................................................................................ 5-7
5.3.2 Melkung unterbrechen ..................................................................................... 5-9
5.3.3 Biestmilch (X-pert-System)............................................................................... 5-11
5.3.4 Andere Milchseparationen (X-pert-System) ..................................................... 5-11
5.3.5 Biestmilch (T4C Hofmanagement) ................................................................... 5-12
5.3.6 Andere Milchseparationen (T4C farm management) ....................................... 5-13
5.3.7 M4USE Separationsarm (Optional).................................................................. 5-14
5.4 REINIGUNG ....................................................................................................................... 5-16
5.4.1 Kurze Spülung.................................................................................................. 5-16
5.4.2 Hauptreinigung ................................................................................................. 5-16
5.4.3 Manueller Start der Reinigung.......................................................................... 5-16
5.4.4 Reinigung der Separationsleitung (wenn vorhanden) ...................................... 5-17
5.4.5 Reinigung des statischen TDS (Zitzen-Ortungssystem) .................................. 5-17
5.4.6 Äußere Reinigung der Anlage .......................................................................... 5-17
5.5 KONTROLLE DER VORFALLSLISTE ............................................................................... 5-18
5.6 BEHANDLUNG VON ALARMMELDUNGEN ..................................................................... 5-20

6 SERVICE UND WARTUNG...................................................................................6-1


6.1 SERVICE ............................................................................................................................ 6-1
6.1.1 Flüssigkeiten und Schmierstoffe ...................................................................... 6-1
6.2 WARTUNG ......................................................................................................................... 6-1
6.2.1 Tägliche Wartung ............................................................................................. 6-1
6.2.2 Wöchentliche Wartung ..................................................................................... 6-9
6.2.3 Monatliche Wartung ......................................................................................... 6-11
6.2.4 Jährliche Wartung ............................................................................................ 6-14

7 STÖRFÄLLE ..........................................................................................................7-1
7.1 STÖRUNGSTABELLE ....................................................................................................... 7-1
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7.1.1 Kuh wird nicht erkannt...................................................................................... 7-2


7.1.2 Kuh wird abgewiesen ....................................................................................... 7-2
7.1.3 Wiederholte misslungene Melkungen .............................................................. 7-2
7.1.4 Kuh bleibt zu lange in der Box ......................................................................... 7-3
7.1.5 Melkbecher nicht korrekt angesetzt.................................................................. 7-3
7.1.6 Kuh wird nicht korrekt gemolken ...................................................................... 7-3
7.1.7 Milchabscheider wird nicht ausgepumpt .......................................................... 7-4
7.1.8 Kein Luftdruck .................................................................................................. 7-4
7.1.9 Das TDS/Laser-System findet die Zitzen nicht................................................. 7-4

Seite vii
7.1.10 Zitzen werden nicht besprüht ........................................................................... 7-5
7.1.11 Erhöhte Keimzahl ............................................................................................. 7-5
7.1.12 Arm schwenkt nicht ein oder aus ..................................................................... 7-5
7.1.13 Probenentnahme.............................................................................................. 7-5
7.1.14 Erhöhte Zellenzahl ........................................................................................... 7-6
7.2 BLITZSCHUTZ ................................................................................................................... 7-8
7.3 KUNDENDIENST ............................................................................................................... 7-8

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Abbildungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung Nr.Titel Seite

1 Gesamtansicht eines Modells in Linksausführung (Beispiel)................................................ xxvii


1.1 Komponenten der Robotermelkanlage ................................................................................. 1-1
1.2 Hauptkomponenten des Astronaut ....................................................................................... 1-1
2.1 Bedienungselemente des Multifunktions-Schaltkastens....................................................... 2-1
2.2 Bedienungsfunktionstasten (B)............................................................................................. 2-2
2.3 Datenfunktionstasten (G)...................................................................................................... 2-2
2.4 Bedienungselemente des Multifunktions-Schaltkastens....................................................... 2-3
2.5 Bedienungselemente des Multifunktions-Schaltkastens....................................................... 2-5
2.6 Datenfunktionstasten (G)...................................................................................................... 2-5
3.1 Position des Bedienfelds am Roboterschaltkasten............................................................... 3-1
3.2 Tasten des Bedienfelds ........................................................................................................ 3-1
3.3 E-link-Bedienfeld................................................................................................................... 3-2
3.4 Tasten des Bedienfelds ........................................................................................................ 3-3
3.5 Ablaufschema des Verfahrens zur Probenentnahme ........................................................... 3-17
4.1 CRS+-Bedienfeld.................................................................................................................. 4-1
4.2 CRS+-Hauptbedienungselemente........................................................................................ 4-1
4.3 Melkroboter-Gerätegruppe ................................................................................................... 4-3
4.4 Gesamtansicht des CRS+ .................................................................................................... 4-3
4.5 Zwillingsfilter in Tanknähe .................................................................................................... 4-10
4.6 Ablaufschema Zwillingsfilter (CRS+ Meldungen) ................................................................. 4-11
4.7 Hotkey "Milchtank leeren"..................................................................................................... 4-14
4.8 Milchtank-Konfigurationen .................................................................................................... 4-15
4.9 CRS+-Funktionen ................................................................................................................. 4-17
4.10 Hotkey "Milchtank leeren"..................................................................................................... 4-17
4.11 Aufkleber "Verfahren zur Entleerung des Milchtanks“
für den Fahrer (Teil Nr. 9.1170.0630.5) ................................................................................ 4-17
4.12 Hotkey "RESET" ................................................................................................................... 4-17
4.13 Hotkey "PROG" .................................................................................................................... 4-18
4.14 Hotkey "USER" ..................................................................................................................... 4-18
4.15 CRS+-Bedienfeld.................................................................................................................. 4-19
4.16 ALARM-LED am CRS+-Bedienfeld ...................................................................................... 4-19
4.17 Hotkey "RESET" am CRS+ Bedienfeld ................................................................................ 4-20
4.18 Milchtransportleitung............................................................................................................. 4-23
4.19 Milchfilter............................................................................................................................... 4-23
4.20 Menüstruktur "Alarm system and cleaning system".............................................................. 4-27
4.21 Menüstruktur "Settings > Alarm system settings" ................................................................. 4-28
4.22 Menüstruktur "Settings > Cleaning system settings & general settings" .............................. 4-29
4.23 Menüstruktur "Tests" ............................................................................................................ 4-30
4.24 Menüstruktur "Event history" ................................................................................................ 4-31
5.1 Anforderungen der Zitzenform.............................................................................................. 5-1
5.2 Maße der Kuh ....................................................................................................................... 5-2
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5.3 Befestigung des Kuh-Responders/Respactors..................................................................... 5-3


5.4 Positionierung des Mutterschiffs........................................................................................... 5-6
5.5 Melkung unterbrechen (Ablaufschema)................................................................................ 5-9
5.6 Melkung unterbrechen (Fortsetzung des Ablaufschemas) ................................................... 5-10
5.7 Menüoption Täglich (X-pert)"................................................................................................ 5-11
5.8 Menüoption Milking (X-pert).................................................................................................. 5-11
5.9 Menüoption Attentions > Calendar (T4C) ............................................................................. 5-12
5.10 Menüoption Farm > Health > Disease (T4C)........................................................................ 5-13
5.11 M4USE-System-Schema (Rechtsausführung) ..................................................................... 5-14

Seite ix
Abbildungsverzeichnis

5.12 Menü “Melken” (X-pert)......................................................................................................... 5-18


5.13 Menü “Milking” (T4C) ............................................................................................................ 5-18
5.14 Menü “Attentions” (X-pert) .................................................................................................... 5-19
5.15 Menü “Attentions” (T4C) ....................................................................................................... 5-19
6.1 Zusammenbau des Milchfilters ............................................................................................. 6-2
6.2 Reinigungsbürsten................................................................................................................ 6-3
6.3 Luftdruckanzeige .................................................................................................................. 6-4
6.4 Laserschirm .......................................................................................................................... 6-5
6.5 TDS-Schirm .......................................................................................................................... 6-5
6.6 Entlüftungsloch am Melkbecher............................................................................................ 6-6
6.7 Befestigung der Reinigungsbürsten...................................................................................... 6-6
6.8 Milch- und Pulsschläuche ..................................................................................................... 6-7
6.9 Anschlüsse der Reinigungsmittelbehälter............................................................................. 6-7
6.10 Sprühmittelbehälter............................................................................................................... 6-8
6.11 Menüoption Farm > Milking > Dayproduction (T4C)............................................................. 6-9
6.12 Befestigung der Zitzengummis ............................................................................................. 6-10
6.13 Ölstandschauglas an der Vakuumpumpe............................................................................. 6-11
6.14 Schmierstellen des Kuhfolgers ............................................................................................. 6-12
6.15 Schmierstellen des Schwenkarms........................................................................................ 6-12
6.16 Abnahme der Fallbleche (neue Modelle).............................................................................. 6-13
6.17 Fehlerschutzschalter............................................................................................................. 6-13
7.1 Antenne vor dem Futtertrog.................................................................................................. 7-2
7.2 Befestigung des Kuh-Responders/Respactors..................................................................... 7-2

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Seite x
Tabellenverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr. Titel Seite

1 Teile- und Seriennummer Ihrer Anlage................................................................................. xxviii


2 Teilenummern, für die diese Betriebsanleitung gilt............................................................... xxviii
3.1 Cleaning list .......................................................................................................................... 3-21
4.1 Zwillingsfilter-Meldungen ...................................................................................................... 4-10
4.2 Synchronisierung der Hauptreinigung .................................................................................. 4-13
4.3 Alarm-Übersicht .................................................................................................................... 4-24
4.4 CRS+ Einstellungen ............................................................................................................. 4-26
5.1 LED-Beschreibung................................................................................................................ 5-15
6.1 Drehmomente ....................................................................................................................... 6-14
7.1 Störungstabelle..................................................................................................................... 7-1
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Seite xi
Sicherheit

Sicherheit

Das SICHERHEITS-ALARMSYMBOL bedeutet:

ACHTUNG! SEIEN SIE WACHSAM! ES GEHT UM UNSERE SICHERHEIT!

Das Sicherheits-Alarmsymbol kennzeichnet wichtige Sicherheitsinformationen


an Ihrer ASTRONAUT Robotermelkanlage und in der Betriebsanleitung. Wo
Sie dieses Symbol sehen, ist auf die Gefahr von Verletzungen oder
Verletzungen mit Todesfolge zu achten. Folgen Sie den Anweisungen der
Sicherheitsmeldung.

WARNHINWEISE:
Beachten Sie die Warnhinweise WARNUNG und VORSICHT bei den Sicherheitsmeldungen. Die entsprechenden
Warnhinweise bei den einzelnen Meldungen wurden wie folgt ausgewählt:

• GEFAHR. Bedeutet eine unmittelbare Gefahr, die, wenn sie nicht vermieden wird, Tod
oder ernsthafte Verletzungen zur Folge haben kann.

• Weist auf mögliche Gefahrensituationen einschließlich Gefahren, die durch den Abbau
der Schutzeinrichtungen entstehen hin, die, wenn nicht entsprechend reagiert wird, Tod
oder ernsthafte Verletzungen zur Folge haben können.

• Bedeutet eine mögliche Gefahrensituation, die, wenn nicht entsprechend reagiert wird, zu
leichten bis mittleren Verletzungen oder Sachschäden führen kann.

HINWEIS
• Weist auf zusätzliche hilfreiche Informationen hin.
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SICHERHEITSANWEISUNGEN
SIE tragen die Verantwortung für die SICHERE Bedienung und Wartung Ihrer Robotermelkanlage. SIE müssen
sicherstellen, dass Sie selbs und jeder, der die Anlage bedient, wartet oder in ihrer Nähe arbeitet, mit den
Bedienungs- und Wartungsverfahren und den entsprechenden SICHERHEITS-Informationen in dieser Anleitung
vertraut ist. Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch Ihren Arbeitstag und macht Sie mit allen richtigen
Sicherheitspraktiken bei der Bedienung der Robotermelkanlage vertraut.

Seite xii
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Vergessen Sie nicht, bei der Sicherheit kommt es auf SIE an. Gute Sicherheitsmaßnahmen schützen nicht nur
Sie, sondern jeden in Ihrer Umgebung. Machen Sie diese Maßnahmen zu einem aktiven Teil in Ihrem
Sicherheitsprogramm. Stellen Sie sicher, dass JEDER, der diese Maschine bedient, mit den empfohlenen
Verfahren vertraut ist und den Sicherheitsvorgaben folgt. Vergessen Sie nicht, die meisten Unfälle sind
vermeidbar. Riskieren Sie keine Verletzungen oder Todesfälle indem Sie die Sicherheitsmaßnahmen ignorieren.

• ASTRONAUT-Besitzer müssen ihr Personal in der Bedienung einweisen, bevor sie diesem die Benutzung
der Robotermelkanlage erlauben. Diese Einweisung ist mindestens einmal jährlich zu wiederholen.
• Die wichtigste Sicherheitseinrichtung dieser Anlage ist ein SICHERES Bedienungspersonal. Das
Bedienungspersonal ist verpflichtet, ALLE Sicherheits- und Bedienungsanweisungen zu lesen, zu verstehen
und zu befolgen. Die meisten Unfälle sind vermeidbar.
• Jemand, der die Bedienungs- und Sicherheitsanweisungen nicht gelesen und verstanden hat, ist nicht für die
Bedienung der Anlage qualifiziert. Unqualifiziertes Bedienungspersonal setzt sich selbst und andere der
Gefahr von ernsthaften und sogar tödlichen Verletzungen aus.
• Die Anlage darf auf keine Weise verändert werden. Unerlaubte Veränderungen können die Funktionsfähigkeit
und/oder die Sicherheit beeinträchtigen und das Leben von Maschine, Personal und anderen gefährden.
• Verwenden Sie nur Originalteile und lassen Sie diese von autorisierten Fachkräften installieren, wenn die
dafür notwendigen Anweisungen nicht verfügbar sind.
• Denken Sie stets an SICHERHEIT! Arbeiten Sie SICHER!

ALLGEMEINE SICHERHEIT
• Lesen und verstehen Sie die Bedienungsanleitung und alle Hinweisschilder, bevor Sie die Anlage an die
Stromversorgung anschließen, sie bedienen, warten oder Einstellungen am Melkroboter vornehmen.
• Der Melkroboter darf ausschließlich von ausgebildetem, kompetentem Personal bedient werden. Eine nicht
eingewiesene Person ist nicht qualifiziert, diese Anlage zu bedienen. Nähere Information zu dieser Funktion
finden Sie in Kapitel 'Vorwort'.
• Stellen Sie einen Erste-Hilfe-Kasten für Unfälle bereit. Bewahren Sie ihn gut sichtbar auf.
• Stellen Sie einen Feuerlöscher für Notfälle bereit. Bewahren Sie ihn gut sichtbar auf.
• Vor der Bedienung sind alle Schutzvorrichtungen und Schilder sachgemäß (mechanisch oder elektrisch) zu
installieren und zu sichern.
• Tragen Sie geeignete Schutzkleidung.
• SCHALTEN Sie die Maschine AB und ziehen Sie den Netzstecker, lassen Sie den pneumatischen Druck ab
und warten Sie, bis alle beweglichen Teile zum Stillstand gekommen sind, bevor Sie die Maschine pflegen,
warten, einstellen, reparieren oder reinigen.
• Informieren Sie sich über die Telefonnummer der nächstgelegenen Notfall-Klinik.
• Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren LELY-Kundendienst.
• Besprechen Sie alle sicherheitsrelevanten Fragen regelmäßig mit dem gesamten Bedienungspersonal
(jährlich).

SICHERHEIT BEI DER BEDIENUNG


M-HD.002.1003

• Lesen und verstehen Sie die Bedienungsanleitung und alle Hinweisschilder, bevor Sie die Anlage an die
Stromversorgung anschließen, sie bedienen, warten oder Einstellungen am Melkroboter vornehmen.
• Der Melkroboter darf ausschließlich von ausgebildetem, kompetentem Personal bedient werden. Eine nicht
eingewiesene Person ist nicht qualifiziert, diese Anlage zu bedienen. Nähere Information hierzu finden Sie in
Kapitel 'Vorwort'.
• SCHALTEN Sie die Maschine AB und ziehen Sie den Netzstecker, lassen Sie den pneumatischen Druck ab
und warten Sie, bis alle beweglichen Teile zum Stillstand gekommen sind, bevor Sie die Maschine pflegen,
warten, einstellen, reparieren oder reinigen.

Seite xiii
Sicherheit

• Vor der Bedienung sind alle Schutzvorrichtungen, Sicherheitsschienen und Schilder sachgemäß
(mechanisch oder elektrisch) zu installieren und zu sichern.
• Halten Sie Hände, Füße, Haare und Kleider von den beweglichen Teilen fern.
• Achten Sie darauf, dass keine Umstehenden, insbesondere keine Kinder in der Nähe sind, bevor Sie die
Anlage starten.
• Vergewissern Sie sich, dass alle Komponenten fest verbunden sind und sich alle Leitungen/Schläuche und
Anschlüsse in einwandfreiem Zustand befinden, bevor Sie den pneumatischen Druck aufbauen.
• Bleiben Sie außerhalb der Reichweite des Roboterarms.
• Der Roboterarm darf nicht blockiert werden. Er bewegt sich mit genügend Kraft, um Ihnen und/oder der Kuh
Verletzungen zuzufügen.
• Versuchen Sie nicht, der Anlage vom Kontrollbereich aus zu helfen, wenn die Melkbecher befestigt werden.
• Achten Sie immer auf unerwartete Kuhbewegungen. Eine Kuh kann große Kräfte auf die (beweglichen) Teile
der Maschine übertragen.
• Blicken Sie nicht direkt in den Laser. Halten Sie andere fern.
• Halten Sie den Arbeitsbereich möglichst sauber und trocken.
• Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren LELY-Kundendienst.
• Besprechen Sie alle sicherheitsrelevanten Fragen regelmäßig mit allen Bedienern (jährlich).

SICHERHEIT BEI DER INSTALLATION


• Lesen und befolgen Sie alle Anweisungen in den Montageanweisungen. Die sachgemäße Aufstellung und
Verankerung der Anlage in Ihrem Stall reduziert das Risiko mechanischer Störungen.
• Stellen Sie sicher, dass ausreichend Strom mit der richtigen Spannung, Phase und Frequenz verfügbar ist,
bevor Sie die Anlage anschließen.
• Lassen Sie die Stromversorgung der Robotermelkanlage von einem autorisierten Elektriker einrichten.
• Stellen Sie sicher, dass die Erdung des elektrischen Systems den örtlichen Vorschriften und/oder Standards
entspricht.

SICHERHEIT BEI DER WARTUNG


• Lesen und verstehen Sie alle Informationen in dieser Bedienungsanleitung über die Bedienung,
Instandhaltung und Einstellung des Melkroboters.
• SCHALTEN Sie die Maschine AB und ziehen Sie den Netzstecker, lassen Sie den pneumatischen Druck ab
und warten Sie, bis alle beweglichen Teile zum Stillstand gekommen sind, bevor Sie die Maschine pflegen,
warten, einstellen, reparieren oder reinigen.
• Seien Sie extrem wachsam, wenn Sie mit pneumatischen Hochdrucksystemen arbeiten oder sich in ihrer
Nähe aufhalten. Lassen Sie den Druck ab, bevor Sie am System arbeiten.
• Seien Sie vorsichtig, wenn Sie an pneumatischen Systemen arbeiten. Tragen Sie Schutzkleidung und eine
Schutzbrille.
• Stellen Sie sicher, dass alle Schutzgitter, Türen und Schutzschirme sachgemäß installiert und korrekt
gesicherte Wartungsarbeiten abgeschlossen sind.
M-HD.002.1003

• Stellen Sie sicher, dass der Strom ABGESCHALTET ist, bevor Sie Arbeiten am elektrischen System der
Anlage vornehmen. Stromschläge können Verletzungen verursachen.

ELEKTRISCHE SICHERHEIT
• Lassen Sie die Stromversorgung des Melkroboters von einem autorisierten Elektriker einrichten.
• Stellen Sie sicher, dass die Erdung des elektrischen Systems den örtlichen Vorschriften und/oder Standards
entspricht.

Seite xiv
Betriebsanleitung ASTRONAUT

• Stellen Sie sicher, dass alle Schalter auf AUS stehen, bevor Sie den Strom einschalten.
• SCHALTEN Sie die Maschine AB und ziehen Sie den Netzstecker, lassen Sie den pneumatischen Druck ab
und warten Sie, bis alle beweglichen Teile zum Stillstand gekommen sind, bevor Sie die Maschine überholen,
einstellen, warten oder reparieren.
• Beschädigte Stromleitungen, Kabelkanäle, Schalter und andere beschädigte Bauteile sind sofort zu ersetzen.
• Für Arbeiten am elektrischen System darf das elektrische Schaltpult erst nach Abschalten des Stroms am
Hauptschaltpult geöffnet werden.
M-HD.002.1003

Seite xv
Sicherheit

Diese Seite ist absichtlich freigelassen.

M-HD.002.1003

Seite xvi
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Diese Seite ist absichtlich freigelassen.


M-HD.002.1003

Seite xvii
Sicherheitsaufkleber

Sicherheitsaufkleber

Pflege der Sicherheitsaufkleber:


Die Sicherheitsaufkleber, die an Ihrem Astronaut Melkroboter angebracht sind, enthalten wichtige und nützliche
Informationen, die Ihnen helfen, die Maschine / Ausrüstung sicher zu bedienen.

Um sicherzugehen, dass alle Aufkleber an ihrem Platz und in gutem Zustand bleiben, befolgen Sie bitte diese
Anweisungen:

• Sicherheitsaufkleber müssen stets sauber und lesbar sein. Verwenden Sie zur Reinigung Wasser und Seife
- keine Lösungsmittel, Scheuermittel oder andere ähnliche Reinigungsmittel, die die Aufkleber beschädigen
würden.
• Ersetzen Sie Sicherheitsaufkleber, die verloren gegangen oder unlesbar geworden sind.
• Wenn Originalteile mit Sicherheitsaufkleber ausgewechselt werden, müssen auch die Ersatzteile einen
entsprechenden Aufkleber aufweisen.
• Sicherheitsaufkleber können von Ihrem örtlichen Lely-Kundendienst bezogen werden.

Wie die Sicherheitsaufkleber angebracht werden:


• Die Fläche muss sauber und trocken sein.
• Die Temperatur der Oberfläche muss mindestens 5°C betragen.
• Entscheiden Sie sich für die genaue Position des Aufklebers, bevor Sie das Schutzpapier abziehen.
• Entfernen Sie das kleinere Stück des geteilten Schutzpapiers zuerst.
• Richten Sie den Aufkleber sorgfältig an der gewünschten Position aus und drücken Sie den kleineren, schon
freiliegenden Teil der Klebefläche sorgfältig an.
• Ziehen Sie langsam das restliche Schutzpapier ab und streichen Sie den Aufkleber vorsichtig glatt.
• Kleine Luftbläschen können mit einer Nadel aufgestochen und mit dem Schutzpapier glatt gestrichen werden.

SICHERHEITSAUFKLEBER – INHALTE UND POSITIONEN


In diesem Kapitel werden allgemeine Sicherheitshinweise behandelt. Spezielle Sicherheitshinweise finden Sie in
den entsprechenden Kapiteln der Betriebsanleitung, in denen potentielle Gefahren, die bei Nichtbeachtung der
Anweisungen und Prozeduren entstehen können, beschrieben werden.

Die Positionen der Sicherheitsaufkleber an der Anlage werden in den folgenden Abbildungen gezeigt.

NICHT VERGESSEN - Wenn Sicherheitsaufkleber beschädigt, entfernt, oder unlesbar geworden sind oder
Ersatzteile ohne die zugehörigen Sicherheitsaufkleber eingebaut wurden, müssen neue Aufkleber angebracht
werden. Neue Aufkleber sind bei dem Lely-Kundendienst in Ihrer Nähe erhältlich.
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Seite xviii
Betriebsanleitung ASTRONAUT

KEIN ZUTRITT FÜR UNBEFUGTE


(Teilenummer 9.1185.0205.6)

• Die wichtigste Sicherheitseinrichtung dieser


Anlage ist ein SICHERES Bedienungspersonal.
Das Bedienungspersonal ist verpflichtet, ALLE
Sicherheits- und Bedienungsanweisungen zu
lesen, zu verstehen und zu befolgen. Die
meisten Unfälle sind vermeidbar.

• Jemand, der die Bedienungs- und


Sicherheitsanweisungen nicht gelesen und
verstanden hat, ist nicht für die Bedienung der
Anlage qualifiziert. Unqualifiziertes Bedienungspersonal setzt sich selbst und andere der
Gefahr von ernsthaften und sogar tödlichen Verletzungen aus.

Weitere detaillierte Informationen über Sicherheitswarnungen finden Sie unter kapitel


’SICHERHEITSANWEISUNGEN’.

DIE SICHERHEITSSCHIENE MUSS ABGESENKT SEIN


(Teilenummer 9.1170.0588.5)

• Vor der Inbetriebnahme des Melkroboters muss die Sicherheitsschiene abgesenkt werden.

• Vor der Bedienung sind generell alle Schutzvorrichtungen, Sicherheitsschienen und Schilde
M-HD.002.1003

sachgemäß zu installieren und zu sichern.

HINWEIS
• Wenn die Sicherheitsschiene angehoben ist, ist der Melkroboter außer Betrieb gesetzt (Luftdruck und
Strom können jedoch noch vorhanden sein).

Weitere detaillierte Informationen über Sicherheitswarnungen finden Sie unter kapitel ’SICHERHEIT BEI DER
BEDIENUNG’.

Seite xix
Sicherheitsaufkleber

GEFÄHRDUNG DURCH CHEMIKALIEN (EINNAHME/VERBRENNUNG)

(Teilenummer 9.1170.0506.0)

• Verursacht ernsthafte Verbrennungen an Fingern und Händen.

• Das Reinigungsmittel darf nicht mit Ihrer Haut oder Ihren Augen in Berührung kommen.

• Tragen Sie Sicherheitsbrille, Handschuhe und Schutzkleidung. Falls Reinigungsmittel


in die Augen gerät, sofort mit reichlich Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Befolgen Sie die Gesundheits- und Sicherheitsanweisungen des Bedienungspersonals
und des Herstellers.

M-HD.002.1003

Seite xx
Betriebsanleitung ASTRONAUT

LASERGEFAHR

(wenn vorhanden)
(Teilenummer 9.1170.0505.6)

(wenn vorhanden)
(Teilenummer 9.1170.0542.1)

(Bei Ihrem Händler erhältich - wenn vorhanden)

• Laser Klasse 1
Laserstrahlung wenn geöffnet.

• Laser Klasse 2
Laserstrahlung. Nicht in den Strahl blicken
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Sicherheitsaufkleber

GEFAHR DES EINKLEMMENS

(Teilenummer 9.1170.0504.5)

• Es besteht die Gefahr, durch bewegliche Teile eingeklemmt zu werden.

• Bleiben Sie außer Reichweite aller Teile, solange sie nicht blockiert oder anderweitig an der
Bewegung gehindert wurden.

VERSCHMUTZUNGSGEFAHR (wenn vorhanden)

(Teilenummer 9.1170.0616.5)
M-HD.002.1003

• Vermeiden Sie, dass Fremdkörper oder Flüssigkeiten in den Einlass der Vakuumpumpe
geraten. Ein verschmutzter Einlass kann zu Blockierungen führen und die Pumpe schwer
beschädigen.

Seite xxii
Betriebsanleitung ASTRONAUT

STROMSCHLAGGEFAHR

(Bei Ihrem Händler erhältich)

• Halten Sie die Maschine an, schalten Sie den Strom am Hauptschaltpult und im
Sicherungskasten ab und warten Sie, bis alle beweglichen Teile zum Stillstand
gekommen sind, bevor Sie Wartungsarbeiten, Einstellungen oder Reparaturen
vornehmen.

• Ziehen Sie den Stecker und schalten Sie den Strom am Hauptschalter ab.
M-HD.002.1003

Seite xxiii
Sicherheitsaufkleber

VERBRENNUNGSGEFAHR

(wenn vorhanden)
(oberer Aufkleber = alte Situation)
(unterer Aufkleber = neue Situation)
(Teilenummer 9.1170.0462.5)

• Berühren Sie die Bauteile des Melkroboters erst, wenn sie abgekühlt sind.

• Hohe Temperaturen können Verletzungen verursachen.

• Tragen Sie geeignete Handschuhe um sich vor der Hitze zu schützen.


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Seite xxiv
Betriebsanleitung ASTRONAUT

DRUCKANZEIGE

(Teilenummer (Teilenummer
9.1170.0500.1) 9.1170.0499.0)

• Der vorgegebene Druck darf nicht überschritten werden. Überdruck kann Verletzungen
verursachen und / oder die Anlage beschädigen.

ELEKTRISCHE SICHERUNGEN

(Teilenummer 9.1170.0503.4)

Die Sicherungen sind wie folgt angeordnet (von links nach


rechts):

• Elektronik
• Vakuumpumpe
• Milchpumpe
• Heizelement
• Erdungsschalter
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Seite xxv
Einleitung

Einleitung

Herzlichen Glückwunsch zur Ihrer Wahl einer LELY ASTRONAUT Robotermelkanlage. Diese Anlage wurde
entworfen und hergestellt, um die Wünsche und Ansprüche zu erfüllen, die ein urteilsfähiger Käufer aus der
Milchwirtschaft an Robotermelkanlagen für Milchkühe stellt.

Die in diesem Betriebsanleitung beschriebene Softwareversion (siehe


Astr:CXA31006 ZBM30
kapitel 3.4.16 ’Testmenü’) entspricht der auf dem Bildschirm des
Pos:6 Lia: I5
Roboterschaltkastens angezeigten Versionsnummer (siehe nebenstehende
VCPC L CAN: 17
Abbildung). MQC 8 MQC 007B
Der sichere, effiziente und störungsfreie Betrieb Ihrer neuen
Robotermelkanlage setzt voraus, dass Sie und alle anderen Personen, die
den Melkroboter bedienen oder warten, sämtliche in dieser Betriebsanleitung enthaltenen Empfehlungen zu
Sicherheit, Betrieb, Instandhaltung und Störungsbehebung LESEN, VERSTEHEN und EINHALTEN.

Diese Betriebsanleitung gilt für die vom betreffenden Lely-Servicecenter vertriebene Astronaut
Robotermelkanlage. Einige Optionen die notwendig sind, um den Melkroboter den örtlichen Gegebenheiten Ihres
Betriebs anzupassen, sind eventuell nicht in dieser Anleitung aufgeführt. Bitte wenden Sie sich an den Händler,
um zusätzliche Informationen über diese Optionen zu erhalten. Verwenden Sie das Inhaltsverzeichnis, um
spezifische Informationen zu finden.

HINWEIS
• Nach dem Erhalt der Betriebsanleitungen, obliegt es dem Besitzer und/oder Bediener, diese Anleitungen
zu lesen und die darin enthaltenen Anweisungen zu befolgen. Einige Komponenten oder Systeme haben
eigene Betriebsanleitungen mit detaillierten Anweisungen. Machen Sie sich vor der Inbetriebnahme mit
jeder einzelnen vertraut. Fall Sie Fragen zu den Anweisungen haben, wenden Sie sich bitte an den
nähesten Lely-Kundendienst.

AUSRICHTUNG DER ANLAGE – Bei der jeweiligen Ausrichtung kommt es darauf an, wie die zu melkende Kuh
in der Analge stehen muss. Sie verlässt die Anlage vorne und betritt sie von hinten, wobei der Roboterarm und
die Steuereinrichtungen stets auf der linken Seite liegen.

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Seite xxvi
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Gesamtansicht

Abbildung 1 Gesamtansicht eines Modells in Linksausführung (Beispiel)


M-HD.002.1003

Seite xxvii
Registrierung

Registrierung

Das Typen-/Seriennummernschild ist rechts vorne am Melkroboter angebracht (bei Modellen in Linksausführung
auf der gegenüberliegenden Seite).

Geben Sie bitte in allen Schreiben oder bei Ersatzteilbestellungen die Typen- und Seriennummer Ihrer Anlage an.
Tragen Sie in dem Feld unten die Typen- und Seriennummer Ihrer Anlage ein.

Tabelle 1 Teile- und Seriennummer Ihrer Anlage

Type number

Serial number

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie die Typenummern von Astronaut Robotermelkanlagen, für die diese
Betriebsanleitung gilt:

Tabelle 2 Teilenummern, für die diese Betriebsanleitung gilt.

ASTRONAUT MODELL- BESTIMMUNGSORT DESTINATION


BEZEICHNUNG (SONSTIGE) (NORTH AMERICA)

EDELSTAHL 5.1002.0041.1 (R) 5.1002.0061.1 (R)


5.1102.0041.1 (L) 5.1102.0061.1 (L)

ELEKTROLYTISCH 5.1002.0036.1 (R) 5.1002.0080.1 (R)


VERZINKT 5.1102.0036.1 (L) 5.1102.0080.1 (L)
5.1002.0037.1 (R)
5.1102.0037.1 (L)

EDELSTAHL + MQCa + 5.1002.0048.1 (R) 5.1002.0091.1 (R)


GRAVITOR® + VISEO® 5.1102.0048.1 (L) 5.1102.0091.1 (L)
M-HD.002.1003

a) MQC = Milchqualitätskontrolle

Seite xxviii
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Diese Seite ist absichtlich freigelassen.


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Seite xxix
Registrierung

Diese Seite ist absichtlich freigelassen.

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Seite xxx
Betriebsanleitung ASTRONAUT

1 Allgemeines

Diese Betriebsanleitung enthält die Anleitungen für die


Astronaut Robotermelkanlage und sollte zusammen mit
den Betriebsanleitungen der anderen Hauptsysteme/ D A
Komponenten benutzt werden. Die Robotermelkanlage
besteht aus (Abbildung 1.1):

• Astronaut Melkroboter (A)


• PC mit T4C1/NEDAP X-pert Managementsystem
und VCPC-Zentralspeicher (B)
G
• Vakuumpumpenanlage (C) (nicht abgebildet)
B
• Milchtransportsystem (D)
• CRS+ (Reinigungs-Berichtssystem) (E)
(nicht abgebildet)
• Alarmkasten (F) (nicht abgebildet)
• E-link (G) (auf Wunsch). Abbildung 1.1 Komponenten der
Robotermelkanlage

Der Astronaut Melkroboter besteht aus (Abbildung 1.2):


B A
• Multifunktions-Schaltkasten (A) (Abbildung 1.2)
• Roboterschaltkasten (B)
• Roboterarm (C).

Abbildung 1.2 Hauptkomponenten des Astronaut


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1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 1 - Seite 1
Allgemeines

1.1 SYSTEMBESCHREIBUNG
Das gesamte System wird vom VCPC-Zentralspeicher (Vee Code Process Controller) und vom T4C1/NEDAP X-
pert Managementsystem überwacht, gesteuert und aufgezeichnet.

Jede Kuh wird über den Responder (Antwortsender) am Halsband der Kuh erkannt. Nachdem die Kuh die Box
betreten hat, stellt der Roboter fest, ob die Kuh gemolken werden darf. Wenn dies der Fall ist, schwenkt der
Roboterarm unter die Kuh und ein spezielles Zitzenreinigungssystem reinigt und stimuliert das Euter. Dann
werden die Melkbecher angesetzt. Die Melkbecher werden einzeln abgenommen, sobald das betreffende Viertel
leer gemolken ist.

Dann werden die Zitzen besprüht, der Roboterarm schwenkt zurück und die Kuh wird wieder aus der Box
gelassen. Falls das Ansetzen der Melkbecher misslingt, wird das Euter nicht besprüht, damit die Kuh sofort wieder
zum Melkroboter zurückkehren kann.

Der Melkvorgang wird vollautomatisch ausgeführt, sobald eine Kuh die Melkbox betreten hat und über den
Responder erkannt wurde. Sofort, nachdem die Kuh die Box verlassen hat, ist der Roboter für die nächste Kuh
einsatzbereit.

Nach jedem Melkvorgang sorgt das LELYWASH- Reinigungssystem (optional) dafür, dass die Melkbecher
gereinigt werden, so dass jeder Melkvorgang mit sauberen Melkbechern beginnt. Außerdem werden auch die
Reinigungsbürsten nach jedem Melkvorgang abgespült und gereinigt.

Nach jedem zehnten Melkvorgang (je nach Einstellung) wird das Melksystem bis zum Milchfilter gespült.

Je nach Einstellung wird das gesamte Melksystem bis zum Milchtank mindestens drei Mal täglich gereinigt.

Vor und während des Melkbetriebs werden zahlreiche Daten aufgezeichnet, um ein optimales Management und
Funktionieren des Roboters zu gewährleisten. Zitzenposition, Milchleistung, Leitfähigkeit, Milchfarbe, Melkzeiten
usw. werden mit dem integrierten T4C1/NEDAP X-pert Herdenmanagementprogramm erfasst.

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1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 1 - Seite 2
Betriebsanleitung ASTRONAUT

2 Systemsteuerung

Benutzer sollten alle Betriebsanleitungen genau durchgehen, um sich mit den Positionen und Funktionen aller
Steuerungen vertraut zu machen.

2.1 MULTIFUNKTIONS-SCHALTKASTEN Multifunktions-Schaltkasten


Der Multifunktions-Schaltkasten (Abbildung 2.1) enthält eine
Vielzahl von elektronischen Einrichtungen zur Unterstützung
des Melkbetriebs. Einige dieser Funktionen werden mit den
Drucktasten am Schaltpult gesteuert.

(1) STOP-Taste (Not-Aus)

(2) POWER-Anzeige

(3) ALARM-Anzeige

(4) Bedienungsfunktionstasten (B1 - B8)

(5) Display
5 7 8 9 10
(6) Datenfunktionstasten (B1 - B8)

(7) Temperatur-/Kalenderanzeige (orange) 1 2


3
(8) Leitfähigkeitsanzeige (rot)

(9) Separations-/Biestmilchanzeige (gelb)

(10) Anzeige des Melkendes (grün)

(11) Tasten für Datenänderungen

2.1.1 STOP-Taste (Not-Aus) (1)


Mit dieser Taste wird der Melkroboter abgeschaltet.
4 (B1-B8) 6 (G1-G8) 11
Alle Vorgänge werden unterbrochen und bewegliche
Teile werden angehalten. Die Stromversorgung zum
Abbildung 2.1 Bedienungselemente des
Roboterarm wird unterbrochen. Die RESET-Taste
Multifunktions-Schaltkastens
(B4) leuchtet auf.

• Der Roboterarm senkt sich, sobald der Melkroboter wieder eingeschaltet wird.

Um den Roboter wieder zu starten, drehen Sie den Schalter im Uhrzeigersinn (die Taste springt wieder heraus)
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und drücken Sie dann die RESET-Taste. Die im Display (5) angezeigten Informationen werden im kapitel 2.2
’STARTEN DES ASTRONAUT MELKROBOTERS’ erklärt.

HINWEIS
• Benutzen Sie die STOP-Taste nicht versehentlich, z.B. während eines Alarms (Alarmanzeige an). Dies
kann zum Verlust der Reinigungsdaten führen.

Kapitel 2 - Seite 1
Systemsteuerung

Verwenden Sie die STOP-Taste (10) nur im Notfall. Wenn die Stromzufuhr zum Roboter unterbrochen werden
soll, beispielsweise für Wartungsarbeiten, benutzen Sie den EIN/AUS-Schalter, der sich hinter dem
Multifunktions-Schaltkasten befindet (B, Abbildung 6.16).

2.1.2 POWER-Anzeige (2)


Diese Anzeige leuchtet, wenn der Roboter mit Strom versorgt wird. B1 B5

2.1.3 ALARM-Anzeige (3)


B2 B6
Diese Anzeige leuchtet auf, wenn der Roboter einen Alarm auslöst.

2.1.4 Bedienungsfunktionstasten B1 - B8 (4)


B3 B7
Diese Tasten (Abbildung 2.2) steuern die unten genannten
Vorgänge. Drücken Sie die Taste einmal, um sie einzuschalten,
und erneut, um sie abzuschalten. B4 B8
(B1) Ausblasen der Milchleitung

(B2) Separieren der Milch Abbildung 2.2 Bedienungsfunktionstasten


(B3) Füttern (B)

(B4) RESET

(B5) Milchpumpe

(B6) Reinigung der Separationsleitung

(B7) Außer-Betrieb-Anzeige

(B8) Keine Funktion

2.1.5 Display (5)


Das Display (Abbildung 2.1) zeigt die verfügbaren Kuhdaten, die mit den Datenfunktionstasten aus dem Speicher
abgerufen werden können.

2.1.6 Datenfunktionstasten G1 - G8 (6)


Mit diesen Tasten (Abbildung 2.3) können die folgenden Daten G1 G5
abgerufen und/oder registriert werden:

(G1) Milchdaten G2 G6
(G2) Futterdaten

(G3) Leitfähigkeitsdaten G3 G7
(G4) Krankheitscodes
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(G5) Kuhdaten G4 G8

(G6) Kalenderdaten

(G7) Temperaturdaten Abbildung 2.3 Datenfunktionstasten (G)


(G8) Reset

Unter jeder Taste finden Sie einige Anzeigen mit relevanten Daten. Einige dieser Daten können über das
Schaltpult geändert werden. In kapitel 2.4 ’DATENFUNKTIONEN’ werden diese Anzeigen beschrieben.

Kapitel 2 - Seite 2
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Beim Drücken einer Funktionstaste wird die betreffende Seite für einige Sekunden1 angezeigt, danach wird wieder
die Milchleistung angezeigt. Wird die gleiche Taste innerhalb dieses Zeitraums nochmals gedrückt, erscheinen
die nächsten Seiten. Wenn zwischenzeitlich eine andere Funktionstaste gedrückt wird, wird die erste zu dieser
Taste gehörende Seite angezeigt.

2.1.7 Temperatur-/Kalenderanzeige (7) (orange)


5 7 8 9 10
Diese Lampe (7, Abbildung 2.4) beginnt zu blinken,
sobald ein Alarm für die Kuh eintritt: Brunst, Besamung,
1 2
Trächtigkeit oder Trockenstellung. Wenn bei dem
jeweiligen Alarm Ja gedrückt wird, wird er abgeschaltet 3
- mit Ausnahme des Alarms für Trockenstellung.
Währendessen blinkt die Anzeige weiterhin.

2.1.8 Leitfähigkeitsanzeige (8)2 (rot)


Diese Anzeige (8) beginnt zu leuchten, wenn die
Leitfähigkeit eines oder mehrerer Viertel den
berechneten Mittelwert übersteigt. Wenn die Anzeige
am Anfang des Melkvorgangs zu blinken beginnt, 4 (B1-B8) 6 (G1-G8) 11
bedeutet dies, dass es auch beim vorhergehenden
Melkvorgang einen Alarm gegeben hat. Abbildung 2.4 Bedienungselemente des
Multifunktions-Schaltkastens

2.1.9 Separations-/Biestmilchanzeige (9) (gelb)


Wenn die Milch einer Kuh separiert werden muss, leuchtet diese Anzeige (9) ununterbrochen auf. Im Falle der
Separation von Biestmilch blinkt die Lampe während des Melkvorgangs.

2.1.10 Anzeige des Melkendes (10) (grün)


Diese Anzeige (10) leuchtet ununterbrochen, wenn die Milchleistung von Hand eingegeben wurde. Wenn die
registrierte Milchleistung geringer als die erwartete Milchleistung ist, beginnt die Anzeige zu blinken.

2.1.11 Tasten zur Datenänderung (11)

Numerische Tasten 0-9:


In Anzeigen, in denen Nein oder Ja eingegeben werden muss, wird 0 für “Nein” und 1 für “Ja” benutzt.

C (Clear)-Taste:
Drücken Sie die C-Taste, um ein Feld zum Ändern von Kuhdaten zu öffnen.

E (Enter)-Taste:
Drücken Sie die Enter-Taste, um die Datenänderung zu speichern.
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1) Ist dieser Zeitraum zu lang oder zu kurz für Sie, kann ihn der Kundendienst-Techniker Ihren Bedürfnissen entsprechend
einstellen.
2) Dies gilt nicht für mit MQC ausgestattete Modelle.

Kapitel 2 - Seite 3
Systemsteuerung

2.2 STARTEN DES ASTRONAUT MELKROBOTERS


Schalten Sie die Stromversorgung ein, um den Melkroboter zu starten. Wenn der Melkroboter mit Hilfe der STOP-
Taste abgeschaltet wurde, muss diese zuerst wieder ausgeschaltet werden, woraufhin die RESET-Taste gedrückt
werden muss.

Nach dem Einschalten der Stromversorgung wird ein Selbsttest durchgeführt. Dieser Test kann am Schaltpult des
Multifunktions-Schaltkastens verfolgt werden. Er beinhaltet die folgenden Punkte:

• DISPLAYTEST (alle Leutchtsegmente an)


• LEUCHTENTEST (alle 4 Leuchten an)
• RAM-TEST (RAM OK-Anzeige)
• ROM-TEST (ROM OK-Anzeige)
• WATCHDOG-TEST (OK-Anzeige).

Am Ende des Selbsttests blinkt im Display die Meldung "CALBRATE" auf. Danach werden die Kalibrierungswerte
vom VCPC abgerufen. Nach dem Empfang der Kalibrierungswerte wechselt das Display in den Ruhemodus.

Wenn "CALBRATE" nach maximal 2 Minuten noch nicht erloschen ist, weist dies darauf hin, dass keine
Verbindung mit dem VCPC hergestellt wurde und keine Daten abgerufen wurden.

Sobald eine Kuh die Box betritt (der erste Melkbecher ist bereits angeschlossen), wechselt das Display
automatisch in den Melkmodus. Wenn innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne keine Kuh die Box betritt,
wechselt das Display wieder in den Ruhestatus. Wenn das Display vom Ruhestatus in den Melkmodus wechselt,
werden das Display und die Leuchten getestet und die Anzeige "KUH?" erscheint.

2.3 MELKEN
Sobald eine Kuh die Box betritt, registriert der Sender-Empfänger die Daten. Wenn der Sender-Empfänger die
Kuh erkennt, werden die Daten vom VCPC (Cattle Code Process Controller) an den Astronaut Melkroboter
übermittelt (vorausgesetzt dass die Kuh die Melkbedingungen erfüllt).

Nach dem Empfang der Kuhdaten blinkt im Display die Anzeige "KUH ####" auf. Wenn die Melkbecher angesetzt
sind und der Melkvorgang gestartet wurde, wird die Milchleistung in der Anzeige dargestellt, sobald der
Milchabscheider mehr als 2,5 kg enthält.

Wenn der Milchfluss eines Viertels zu gering wird, wird der entsprechende Melkbecher abgenommen. Wenn alle
Melkbecher abgenommen sind, werden die Milchschläuche entleert und wird die Gesamtmilchleistung ermittelt.
Die Daten werden anschließend zum VCPC übertragen, woraufhin im Display die Meldung "KUH?" aufblinkt.

Während sich das Ausgangstor öffnet, werden die Melkdaten an den VCPC-Zentralspeicher übertragen.
Anschließend blinkt die Meldung "KUH?" im Display auf.

Die nächste Kuh wird eingelassen, und der Vorgang wird wiederholt.

Wenn in einem vorprogrammierten Zeitraum keine Kuh die Box betritt, schaltet das Display in den Ruhemodus.
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Kapitel 2 - Seite 4
Betriebsanleitung ASTRONAUT

2.4 DATENFUNKTIONEN
5 7 8 9 10
Während des Melkens können Milchleistungs- und
Leitfähigkeitswerte im Kontrollraum angezeigt
1 2
werden. Das Display kann außerdem eine Reihe
3
anderer Kuhdaten anzeigen.

Die Daten sind verfügbar, wenn die Kuhnummer oder


die Milchleistung im Display angezeigt wird.

Kuhdaten werden mit den Datenfunktionstasten


abgerufen (G1-G8) (Abbildung 2.5). Wenn eine
Funktionstaste gedrückt wird, erscheint die erste
Anzeige unter der entsprechenden Taste. Diese
Seite wird einige Sekunden angezeigt, danach wird
4 (B1-B8) 6 (G1-G8) 11
wieder die Milchleistung mit der Kuhnummer
angezeigt. Wird die gleiche Funktionstaste innerhalb
Abbildung 2.5 Bedienungselemente des
dieses Zeitraums nochmals gedrückt, erscheinen die
Multifunktions-Schaltkastens
nächsten Seiten.

Wird vorzeitig eine andere Funktionstaste gedrückt,


wird die erste zu dieser Taste gehörende Seite angezeigt.

Mit den Tasten (G1-G8) können die folgenden Daten abgerufen


werden:. G1 G5
(G1) Milchdaten.

(G2) Futterdaten. G2 G6

(G3) Leitfähigkeitsdaten.

(G4) Krankheitscodes. G3 G7

(G5) Kuhdaten.

(G6) Kalenderdaten. G4 G8

(G7) Temperaturdaten.

(G8) Reset. Abbildung 2.6 Datenfunktionstasten (G)


In der folgenden Beschreibung der Seiten unter den Funktionstasten
steht "#" für eine Ziffer und J/N für die Optionen “Ja” (J) oder “Nein”
(N).

"O" bedeutet, dass dieser Wert nur abgerufen werden kann; während "O/I" bedeutet, dass der Wert mit Hilfe der
Tasten geändert werden kann.
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Kapitel 2 - Seite 5
Systemsteuerung

Taste (G1) Milchdaten

MILCH ### O/I Tatsächliche Milchmenge (kg): Dies ist die Standardanzeige, wenn
die Menge 2,5 kg übersteigt.

MLCHT ### O Milchtestwert: Die von X-pert kalkulierte Mindest-Milchmenge, die


von der Kuh erwartet wird..

SEPMLH ## O/I Anzahl der Melkungen (einschl. der derzeit laufenden), die separiert
werden müssen.

MILFLB ## O/I Durchschnittliche Melkgeschwindigkeit (kg/min).

MAXFLB ## O/I Maximal gemessene Melkgeschwindigkeit.

DAUER ### O/I Nicht belegt.

BIEST x O Biestmilch (ja oder nein).

Taste (G2) Futterdaten.

FUTM ### O/I Für den Melkroboter nicht von Bedeutung


Berechnete Futtermenge (kg) für die derzeitige Melkung im
Melkstall.

FTNR ## O/I Futternummer.

FUT ### O Gesamte Tagesfuttermenge.

RES ### O Übrige Futtermenge (kg), für die derzeitige Melkung kalkuliert.

FRINT ## O Aktuelle Fütterungsperiode.

NFRCY ## O Anzahl der Fütterungszyklen, in denen der Controller nicht gefüttert


hat.

Taste (G3) Leitfähigkeitsdaten

RV #### O Leitfähigkeitswert des rechten Vorderviertels.

RH #### O Leitfähigkeitswert des rechten Hinterviertels.

LH #### O Leitfähigkeitswert des linken Hinterviertels.

LV #### O Leitfähigkeitswert des linken Vorderviertels.

P RV #### O Fortschreitendes Mittel der Leitfähigkeitswerte des rechten


Vorderviertels.

P RH #### O Fortschreitendes Mittel der Leitfähigkeitswerte des rechten


M-HD.002.1003

Hinterviertels.

P LH #### O Fortschreitendes Mittel der Leitfähigkeitswerte des linken


Hinterviertels.

P LV #### O Fortschreitendes Mittel der Leitfähigkeitswerte des linken


Vorderviertels.

Die angezeigten Leitfähigkeitswerte sind die Mittelwerte, die an jedem Viertel während des Melkens gemessen
wurden. Wenn der Wert eines Viertels mehr als erlaubt von dem vorberechneten Wert abweicht, wird dieser Wert
blinkend angezeigt.

Kapitel 2 - Seite 6
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Taste (G4) Krankheitscodes.

KRK xxyy O/I Krankheitscode ##, Behandlungsart yy. Es können insgesamt


fünf Krankheitscodes mit Behandlung programmiert werden.

Um durch die Codes zu blättern, drücken Sie die Taste mehrmals. Um einen Code zu ändern oder einen neuen
hinzuzufügen, drücken Sie die C (Clear)-Taste. Geben Sie zuerst den neuen Krankheitscode ein und dann die
Behandlung. Drücken Sie dann die E(Enter)-Taste. Behandlung "00“ bei einem Krankheitscode bedeutet, dass
der Behandlungscode entfernt werden sollte.

Taste (G5) Kuhdaten.

KUH #### O/I Kuhnummer.

AKT ### O/I Prozentuale Aktivitätsabweichung.

REP #### O Respondernummer.

GRP # O Gruppennummer (maximal 9).

N GRP ## O/I Nächste Gruppennummer, nachdem der PC mit dem Controller


kommuniziert hat.

SEPNR ## O/I Nummer der Separationsfunktion.

ANZAHL ## O/I Zahl der Kuh-Separationen.


M-HD.002.1003

Kapitel 2 - Seite 7
Systemsteuerung

Taste (G6) Kalenderdaten

LAKT ### O Anzahl der Laktationstage einer Kuh.

BRUNST? or N O/I ? oder N, abhängig davon, ob ein Brunstalarm vorliegt. Wird bei
einer Datenänderung ‚brünstig’ eingegeben (? oder N in J
ändern), dann wird im X-pert-Programm das aktuelle Datum in
das Brunst-Feld eingetragen.

BESAMT? or N O/I ? oder N, abhängig davon, ob ein Besamungsalarm vorliegt.


Wird bei einer Datenänderung eine Besamung eingegeben (?
oder N in J ändern), dann wird im X-pert-Programm das aktuelle
Datum in das Besamungs-Feld eingetragen.

TRACHT?, N O/I ? oder N, abhängig davon, ob ein Trächtigkeitsalarm vorliegt.

TRACHT Y O Ja, Kuh ist trächtig. Wenn bei einer Datenänderung eine
Trächtigkeit eingegeben wird (? oder N in J ändern), wird im
Trächtigkeits-Feld des X-pert-Programms ein J eingetragen.

TROCK?, N O/I ? oder N, abhängig davon, ob ein Trockenstellungsalarm


vorliegt.

TROCK Y O Ja, Kuh ist trockengestellt. Wenn bei einer Datenänderung eine
Trockenstellung eingegeben wird (? oder N in J ändern), dann
wird das aktuelle Datum in das Trockenstellungs-Feld des X-
pert-Programms eingetragen.

Taste (G7) Temperaturdaten

TEMP ### O/I Maximale gemessene Milchtemperatur der Kuh.

TEMPT ### O Der Temperatur-Testwert wurde als der für die


Milchtemperatur zulässige Höchstwert berechnet.

Taste (G8) Reset


Wenn ein falsches Feld mit der C(Clear-)Taste geöffnet wurde, drücken Sie die
Reset-Taste (G8), um das Feld wieder zu schließen und die originalen Daten zu
speichern.
M-HD.002.1003

2.4.1 Ändern der Kuhdaten


Es wird davon abgeraten, im Roboter gespeicherte Kuhdaten über das Schaltpult zu ändern. Die Daten im X-pert-
System haben normalerweise Vorrang vor den Roboterdaten.

In einer zwischenzeitlichen Datenübertragung zwischen dem X-pert, dem VCPC und dem Melkroboter können
Daten auf den ursprünglichen Wert, der in X-pert gespeichert ist, zurückgesetzt werden.

Kapitel 2 - Seite 8
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Um die Kuhdaten zu ändern, gehen Sie bitte wie folgt vor:


• Benutzen Sie die Funktionstasten (G1-G7), um die Displays anzuzeigen, die
geändert werden sollen.
• Drücken Sie C(Clear)-Taste.
Das Display beginnt zu blinken und die Striche am Bildschirm zeigen an,
welche Ziffern geändert werden können.
Sie können ein fälschlicherweise geöffnetes Feld mit der (G8) Taste wieder
schließen. Das vorherige Display wird dann wieder unverändert angezeigt.
• Geben Sie die gewünschten Ziffern ein. In Seiten, auf denen "N" (Nein) oder
"J" (Ja) eingegeben werden muss, verwenden Sie 0 für "Nein" und 1 für "Ja".
Sollten Sie versehentlich einen falschen Wert eingegeben haben, drücken
Sie die C-Taste und geben Sie danach den richtigen Wert ein.
• Drücken Sie die E(Enter)-Taste, um die Kuhdaten zu speichern.

Ein geöffneter Schirm wird für ca. 10 Sekunden angezeigt, danach wird er ohne Änderungen geschlossen.
Aufeinanderfolgende Aktionen sollten in dieser Zeit durchgeführt werden.

Ändern der Milchleistungswerte:


Während des Melkvorgangs kann ein Wert für die Milchleistung manuell eingegeben werden (Display sollte
MILCH ### anzeigen).

1) Drücken Sie C(Clear)-Taste


2) Geben Sie die Milchleistung ein
3) Drücken Sie die E(Enter)-Taste

Hierdurch wird der gemessene Wert durch den eingegebenen Wert ersetzt. Die grüne Anzeige (10) leuchtet auf
oder fängt an zu blinken. Das T4C1/X-pert-System zeigt ebenfalls an, ob die Milchleistung manuell eingegeben
wurde.

2.4.2 Bedienungsfunktionstasten
Über die Funktionstasten (B1-B8) auf dem Schaltpult werden B1 B5
verschiedene Funktionen am Melkroboter angesteuert:

(B1) Ausblasen der Milchleitung B2 B6


(B2) Separieren der Milch

(B3) Füttern B3 B7
(B4) RESET

(B5) Milchpumpe B4 B8
(B6) Reinigung der Separationsleitung

(B7) Außer Betrieb


M-HD.002.1003

(B8) (keine Funktion)

1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 2 - Seite 9
Systemsteuerung

Taste (B1) Ausblasen der Milchleitung


Die Milchleitung mit eingebautem Filter (wenn vorhanden) zwischen dem
Melkroboter und dem Milchtank wird so lange ausgeblasen, wie diese Taste
gedrückt wird.

Taste (B2) Separieren der Milch

Mit dieser Taste wird das Ventil zum Separationsschlauch bedient. Das Ventil
zum Separationsschlauch bleibt so lange geöffnet, wie die Taste gedrückt wird.
Die Milch wird durch den Separationsschlauch abgepumpt, so dass sie entweder
abgeleitet oder in einem Behälter gesammelt werden kann. Wenn gleichzeitig die
Milchpumpen-Taste (B5) gedrückt wird, dann wird der Milchabscheider über den
Separationsschlauch leer gepumpt. Bitte beachten Sie, dass die aufgezeichnete
Milchleistung dann nicht mehr stimmt.

Taste (B3) Füttern

Mit der Futter-Taste (B3) kann der Futtermotor 1 aktiviert werden. Der
Futtermotor gibt alle 20 Sekunden eine Portion aus und wird ausgeschaltet, wenn
die Kuh die Box verlässt, oder nach 10 Minuten, falls die Kuh länger in der Box
stehen bleibt. Wenn das Füttern manuell aktiviert wird, leuchtet die Drucktaste
auf. Wenn die Fütterung durch das T4C/X-pert-System ausgelöst wird, leuchtet
die Drucktaste nicht auf. Manuelles Füttern ist der Steuerung durch das T4C/X-
pert-System übergeordnet. Die Fütterung kann durch erneutes Drücken der
Fütterungstaste (B3) wieder ausgeschaltet werden.

Taste (B4) RESET

Mit dieser Taste wird der Roboter nach einer Stromunterbrechung, verursacht
durch einen Not-Stopp (STOP-Taste) oder durch Stromausfall, wieder gestartet.

Taste (B5) Milchpumpe

Diese Taste wird benutzt, um den Milchabscheider manuell auszupumpen. Bitte


beachten Sie, dass die aufgezeichnete Milchleistung dann nicht mehr stimmt. Die
Milch wird so lange ausgepumpt, wie die Taste gedrückt wird.

Taste (B6) Reinigung der Separationsleitung

Diese Taste leuchtet auf wenn sie gedrückt wird, damit bei der nächsten
Hauptreinigung auch die Separationsleitung gereinigt wird. Dieser Vorgang kann
über die Tastatur des Schaltpults, d.h. Option "Testmenü > Reinigung > Lampe
Reinigung Trennungsleitung", abgebrochen werden. Sobald der Reinigungsvorgang
M-HD.002.1003

abgeschlossen ist, erlischt die Leuchtanzeige.

Taste (B7) Außer Betrieb

Diese Taste schaltet den Roboter ab. Die Taste leuchtet auf, um anzuzeigen, dass
der Roboter außer Betrieb ist.

Kapitel 2 - Seite 10
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Taste (B8)

Diese Taste hat keine Funktion.


M-HD.002.1003

Kapitel 2 - Seite 11
Systemsteuerung

Diese Seite ist absichtlich freigelassen.

M-HD.002.1003

Kapitel 2 - Seite 12
Betriebsanleitung ASTRONAUT

3 Roboterschaltkasten Bedienfeld am Roboterschaltkasten

Am Wagen des Roboterarms ist ein spezieller Schaltkasten,


der sog. Roboterschaltkasten, angebracht. Die Funktionen
dieses Schaltkastens steuern hauptsächlich die Bedienung
und die Wartung des Melkroboters. Es ist jedoch auch möglich,
den Roboter über das Schaltpult zu bedienen.
Diese Funktionen können auch von einer zusätzlich
erhältlichen E-link-Steuereinheit (Abbildung 3.3) abgerufen
werden.

Eine Reihe von Menüs, wie das Vorfall-, Alarm-, Reset- und
Testmenü, können auf dem Display des Bedienfelds am Abbildung 3.1 Position des Bedienfelds am
Roboterschaltkasten angezeigt werden (Abbildung 3.2). Roboterschaltkasten
Jedes Menü besteht aus mehreren Bildschirmseiten. Das
Testmenü ist außerdem in Untermenüs aufgeteilt.

3.1 BEDIENFELD DES ROBOTERSCHALTKASTENS

Nächste Seite / ENTER (1)


3
Mit dieser Taste (Abbildung 3.2) wird entweder ein
ausgewähltes Menü geöffnet oder das nächste Menüfenster
abgerufen. Dateneingaben oder Änderungen werden in der
2 4
geöffneten Seite gespeichert.

Vorherige Seite (2)


Mit dieser Taste wird die vorherige Seite des aktuellen Menüs 1 5
angezeigt.

Display (3)

Auswahltaste aufwärts (4) 6


Abhängig vom angezeigten Display wird diese Taste benutzt,
Abbildung 3.2 Tasten des Bedienfelds
um eine Option auszuwählen, einen Wert einzustellen oder
einen Befehl zu bestätigen.

Auswahltaste abwärts (5)


Siehe die Beschreibung der vorherigen Taste.

STOP-Taste (6)
M-HD.002.1003

In einigen Situationen ist es möglich, eine Routine mittels dieser Taste zu unterbrechen. Mit dieser Taste können
Sie außerdem zum Anfang des derzeitig geöffneten Menüs zurückkehren.

Kapitel 3 - Seite 1
Roboterschaltkasten

3.2 E-LINK-STEUEREINHEIT (optional)


Mit dem E-link (Abbildung 3.3) können Sie den Roboter auch von der Kuh-Seite aus steuern.

Das E-link-Bedienfeld besteht aus einem LCD-Display und 9


Tasten. Für die Bedienung des Melkroboters werden die
folgenden Tasten benötigt.
3
Nächste Seite / ENTER (1)
Mit dieser Taste wird entweder ein ausgewähltes Menü
4
geöffnet oder das nächste Menüfenster abgerufen. 7
5
Dateneingaben oder Änderungen werden in der geöffneten
Seite gespeichert. 2 6

Vorherige Seite (2)


1
Mit dieser Taste wird die vorherige Seite des aktuellen Menüs
angezeigt.

Display (3)

Auswahltaste aufwärts ∧ (4)


Abbildung 3.3 E-link-Bedienfeld
Abhängig vom angezeigten Display wird diese Taste benutzt,
um eine Option auszuwählen, einen Wert einzustellen oder
einen Befehl zu bestätigen.

Auswahltaste abwärts ∨ (5)


Siehe die Beschreibung der vorherigen Taste.

STOP-Taste (6)
In einigen Situationen ist es möglich, eine Routine mittels dieser Taste zu unterbrechen. Mit dieser Taste können
Sie außerdem zum Anfang des derzeitig geöffneten Menüs zurückkehren.

Manuelle Füttertaste (7)


Mit dieser Taste können Sie den Futterzylinder ansteuern um eine Kuh zu füttern.

M-HD.002.1003

Kapitel 3 - Seite 2
Betriebsanleitung ASTRONAUT

3.3 BEDIENUNG DES ROBOTERSCHALTPULTS


Die folgenden Menüs können mit den Tasten (Abbildung 3.4) und (5) am Display ausgewählt werden:

• Vorfälle
• Melken/außer Betrieb
• Start Reinig.
• Einstellungen 3
• Reinigung
• Alarmreset
• Laserreinigung 2 4
• Kuhdaten
• Probennahme
• Armeinstellung 1 5
• Uhr einstellen
• Cleaning list
• Connect list
6
• Meldungsliste
Abbildung 3.4 Tasten des Bedienfelds
• Fehlerliste
• Testmenü
• Qualität
• Betrieb/außer Betrieb

Ausgewählte Menüs beginnen zu blinken. Wenn die ENTER- Taste gedrückt wird (1), wird die erste Seite eines
Menüs angezeigt. Die erste Seite im Testmenü zeigt ein Auswahlfenster für die Untermenüs. Mit Hilfe der Tasten
(1) und (2) können Sie durch alle Seiten eines ausgewählten Menüs blättern.

Datenänderungen in der angezeigten Seite werden mit den Tasten (4) und (5) vorgenommen. Drücken Sie immer
die ENTER-Taste (1), um Änderungen zu speichern.

Eine am Bildschirm angezeigte Aktion wird mit den Tasten (4) oder (5) ausgelöst.

Mit der Stop-Taste (6) kann ein Menü geschlossen werden. Wenn dabei Aktionen oder Verfahren unterbrochen
werden, können diese noch abgeschlossen werden, wenn bei Fragen wie: Melkvorgang abbrechen? Ja
eingegeben wird. Wenn eine Aktion oder ein Verfahren durch Stromunterbrechung (Stromausfall oder Not-Stopp)
unterbrochen wird, wird beim erneuten Start gefragt, ob vor der Wiederaufnahme des Melkbetriebs bestimmte
Maßnahmen getroffen werden müssen. Es wird davon abgeraten, einen Reinigungsvorgang zu unterbrechen, um
zu vermeiden, dass Wasser mit Reinigungsmittel in die Milch gerät.

Nach einer Unterbrechung wird das Auswahlmenü angezeigt. Das Menü, das gerade verlassen wurde, blinkt.
Wenn Sie die Stopp-Taste (6) erneut drücken, wird die erste Option des Auswahlmenüs ausgewählt (Vorfälle).

Das nächste Kapitel beschreibt die verschiedenen Menüseiten.


M-HD.002.1003

Kapitel 3 - Seite 3
Roboterschaltkasten

3.4 MENÜS DES ROBOTERSCHALTKASTENS

3.4.1 Vorfälle
Durch Auswahl dieser Option wird am MRCP (Milking Robot Control Panel) eine kurze Liste mit Alarmmeldungen
angezeigt.

Wenn in einem Betrieb mehrere Astronaut Melkroboter installiert sind, kann von jedem Roboter eine separate
Vorfallsliste abgerufen werden. Die Kühe werden nur auf die Vorfallsliste des zuletzt besuchten Roboters gesetzt.

Nach Auswahl der Option "Vorfälle" startet die "Kommunikation" zwischen


dem Roboter und dem VCPC (Zentralspeicher).
Kommunikation 0
05

In dieser Bildschirmseite werden die aktuellen Daten angezeigt. Dazu 3 Vorfälle


gehören kuhspezifische Daten, einschließlich Probenentnahme, (zu) lange
2 Intervall
Intervalle zwischen Melkungen und misslungene Melkversuche. Die erste
1 Abweichend
Zeile zeigt die Zahl der Kühe, die einer Behandlung bedürfen. Jede Kuh kann 1 Misslungen
in mehreren Vorfallslisten erscheinen. Wählen Sie die zweite, dritte oder
vierte Zeile um zu sehen welche Kuhnummern den betreffenden Meldungen
zugeordnet sind.

Diese Listen haben die gleiche Funktion wie die Alarm-Liste im X-pert-
Kuh 1234 12: 44
Programm. Sie beschränken sich jedoch nur auf die wichtigsten
Kuh 2345 10: 21
Alarmmeldungen, bei denen ein Eingreifen des Viehhalters erforderlich ist Kuh 7870 9: 02
um die Funktion des Melkroboters zu unterstützen. Es wird angezeigt,
wieviel Zeit seit der letzten erfolgreichen Melkung vergangen ist.

Die Liste der Kuh bzw. der Kühe mit misslungenen Melkungen enthält Kuh 7870 Misslungen
Melkungen, die abgebrochen wurden und somit als misslungen gelten.

Die Liste der besonderen Kühe enthält Tiere mit drei Zitzen-Eutern, Tiere, die Kuh 7465 12: 35
einer Probenentnahme unterzogen wurden, und Tiere, deren Milch separiert
RV [x]
wurde, etc. Die einzelnen Kuhdaten werden auf eigenen Seiten angezeigt.
M-HD.002.1003

Darüber hinaus können noch zahlreiche andere Meldungen angezeigt


werden, deren häufigste nachfolgend beschrieben werden. Es ist auch
Kein Vorfälle
möglich, dass keine Kuh besonderer Aufmerksamkeit bedarf.

Kapitel 3 - Seite 4
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Bei der Datenübertragung kann ein Fehler aufgetreten sein. Prüfen Sie in
Kommunikationsstörung
diesem Fall die Anlage, beispielsweise die Stromzufuhr zum VCPC. Die
Stromanzeige (POWER) sollte ständig leuchten.

3.4.2 Melken
Normalerweise wird mit dieser Option der Melkprozess des Roboters
15: 13
überwacht. Das Display zeigt den derzeitigen Arbeitsvorgang des Roboters
an.
Warte auf Kuh
Wenn der Roboter auf eine Kuh wartet, wird die nebenstehende Meldung am
Display angezeigt.

Während des Melkvorgangs können die nebenstehenden Meldungen


RV Nicht melken
erscheinen. LV Kein Milchfluss
LA Ende Milchfluss
RA Geduld bitte

3.4.3 Start Reinig.


Die Reinigung des Roboters wird normalerweise automatisch entsprechend
Reinigung:
den Einstellungen des Adjust-Menüs gestartet. In diesem Menü besteht 21/04 14: 09 Spülen
auch die Möglichkeit, die Reinigung mit Lauge (Alkal) oder einer Säure
21/04 12: 30 Alkal.
(Sauer) oder ein Spülprogramm manuell zu starten.
21/04 09: 15 Sauer
Diese Option zeigt ebenfalls an, wann die letzte Reinigung und Spülung
stattgefunden hat und ob Reinigungsmittel oder eine Säurelösung benutzt
wurde.

Mit der Option "Spülen" wird der Melkroboter mit einer Kaltwasserspülung
Spülen:
gereinigt. Das Spülprogramm wird automatisch gestartet. Die Häufigkeit ROBOTER
hängt von den eingestellten Werten ab. Mit dieser Option kann ein
zusätzlicher Spülgang gestartet werden.

ROBOTER = nur Roboterspülung

Stellen Sie beim Start des Spülprogramms ROBOT & LINE sicher, dass das Spülen aller Roboter zur gleichen
Zeit beginnt, da der Roboter die Spülungen nicht synchronisiert.

Bei Auswahl von Alkal. oder Sauer wird eine Hauptreinigung der Melkanlage gestartet. Wenn in einem Betrieb
mehrere Roboter installiert sind, sorgt das CRS+ (zentrale Reinigungssystem) dafür, dass die anderen Roboter
zeitgleich starten. Nähere Information hierzu finden Sie in Kapitel 4.3 'ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DES
CRS+'.
M-HD.002.1003

Option "Alkal." aktiviert eine Reinigung mit Astrilin, einem auf Lauge basierendem kombinierten Reinigungsmittel.
Option "Sauer" aktiviert eine Reinigung mit Astricid, einem auf Säure basierendem Reinigungsmittel. Die
Reinigungsprogramme sind mehr oder weniger identisch. Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei der
sauren Reinigung (Sauer) auch das Reinigungssystem der Bürsten entkalkt wird. Die Programme starten
automatisch, die Häufigkeit hängt allerdings von den im Menü Kapitel 3.4.4 'Einstellungen' eingegeben Werten ab.
Ist eine frühere Reinigung nötig, starten Sie diese mit der Auswahl der entsprechenden Option.

Kapitel 3 - Seite 5
Roboterschaltkasten

3.4.4 Einstellungen
Die Einstellungen des Melkroboters können im Menü "Einstellungen" geändert werden. Bedenken Sie jedoch
zuerst die Folgen gründlich, bevor Sie Änderungen vornehmen. Die Einstellungen sollten am besten vom
Servicetechniker vorgenommen werden, da er über die meiste Erfahrung mit den Geräten verfügt.

Standard- und Vorzugseinstellungen des Roboters sind stets fett dargestellt.


Einstellung der benötigten Zeit für die Heißwasserreinigung. Dabei werden
Hauptreinigung 1
sowohl der Roboter als auch die Milchtransportleitungen gereinigt.
06: 45 Stunden
Einstellung von drei täglichen Reinigungen und zwei täglichen Reinigungen
sind möglich (Einstellung von zwei oder drei Reinigungen sind identisch).

Einstellung des gewünschten Verhältnisses zwischen einer Reinigung mit Reinigung


Astricid, einem saurem Reinigungsmittel und einer Reinigung mit Astrilin,
Astri-cid: Astri-lin
einem basischen Reinigungsmittel. Dabei werden sowohl der Roboter als
1:2
auch die Transportleitung zum Milchtank gereinigt.

Einstellung der benötigten Zeit zwischen der letzten Melkung und dem Reinigungsintervall
Spülen mit Wasser. Das Spülen verhindert das Eintrocknen von Milch in der
Melken und Spülen
Anlage. Nur der Roboter wird gespült. Sobald eine Kuh die Anlage betritt,
wird die bereits verstrichene Zeit wieder auf 0 gesetzt.
45 min

Benötigte Zeit zum Ausblasen der Milchtransportleitung zwischen Roboter


Leerblaszeit
und Milchtank. Diese hängt von der Länge der Milchtransportleitung ab.
Milchleitung

5 sec

Einstellung der benötigten Zeit für das Vorspülen. Diese hängt größtenteils Spülzeit zum Abfluss
von der Länge der Milchtransportleitung ab.
Vorspülen

90 sec

Die benötigte Zeit zum Leeren des Reinigungstanks. Wenn nur ein Roboter
Zeit entleeren
installiert ist, ist dies die Zeit, die benötigt wird, bis der Leerstand erreicht ist.
Reinigungstank
Wenn mehrere Roboter installiert sind, sollte die eingestellte Zeit bei allen
Robotern gleich sein, um sicherzustellen, dass alle Tanks nach der
M-HD.002.1003

Reinigung leer sind und die Reinigung synchron abläuft.


300 sec

Kapitel 3 - Seite 6
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Einstellung der benötigten Zeit für das Nachspülen des Milchkreislaufs.


Spülzeit zum Abfluss
Diese hängt größtenteils von der Länge der Milchtransportleitung ab.
Nachspülen
Spülen Kaltwasser

120 sec

Einstellung der Zeit, während der das Ventil des Reinigungstanks nach
Nachfüllzeit Tank
Erreichen des Maximalpegels noch geöffnet bleibt. Dies verhindert, dass das
Ventil trotz eines noch unzureichenden Wasserpegels infolge von
Wasserschwankungen geschlossen wird.
1 sec

Nachdem der Leerstand erreicht ist, wird für die hier eingestellte Dauer Nachfüllzeit Tank
Wasser in den Tank gelassen. Dies dient zur Kondensation des Dampfes
und zum Ausspülen der Reinigungsmittelrückstände.

5 sec

Einstellung der Konzentration von Astrilin, einem basischen


Zufügen Reinigungen
1
Reinigungsmittel . Benötigt wird eine Menge zwischen ca. 0,5 und 1,0% . (Astri-lin)

30 sec

Die Fördermenge der Schlauchpumpe wird über das Testmenü bestimmt.


Zufügen Reinigungsm.
Lesen Sie hierzu auch Abschnitt 3.4.16 ’Testmenü’ > Cleaning. Lassen Sie
(Astri-cid)
die Pumpe einige Sekunden laufen und fangen Sie die Flüssigkeit in einem
Messbecher auf. Um die richtige Konzentration von 1,0 % zu erhalten,
benötigen Sie 0,3 - 0,45 l Reinigungsmittel für einen vollen Reinigungstank
15 sec
mit 30 - 45 l.

Einstellung der Konzentration von Astril -Bürstenreinigungsmittel im Wasser


Zufügen Reinigungsm.
für die Reinigung der Reinigungsrollen. (Astri-L)
Reinigungsrollen
M-HD.002.1003

7 sec

1) Vor der Anwendung sind die Anweisungen des Herstellers sorgfältig zu lesen.

Kapitel 3 - Seite 7
Roboterschaltkasten

Einstellung der Konzentration von Astri-L Bürstenreinigungsmittel1 im Zufügen Reinigungsm.


Spülwasser für die Nachspülung. (Astri-L)
Spülen

8 sec

Die eingestellte Zeit bestimmt, wie lange nach der Vorbehandlung einer Kuh
Leerblaszeit
Wasser mit Astri-L Bürstenreinigungsmittel1 über die Reinigungsbürsten (Astri-L)
gesprüht wird.

3 sec

Hier sollte die benötigte Anzahl der Ausblasungen zum Leeren des Astri-L
Leeren Astri-L Tank
Bürstenreingungssystems1 angezeigt werden (Systemeinstellung pulses
Entkalkung auf Ja).
10

Hier kann die Entkalkung des Reinigungssystems eingestellt werden (Ja Entkalken ja
oder Nein). Wenn Sie das Bürstenreinigungsmittel Astri-cid verwenden, ist
(Astri-cid)
eine Entkalkung nicht notwendig.

nein

Nachdem der 5-kg-Pegel erreicht wurde, läuft die Milchpumpe noch einige
Nachlaufzeit der
Zeit weiter. Diese Zeit kann hier eingestellt werden. Bei einem Wert von 11
Milchpumpe: 5
s wird kein Alarm ausgelöst, falls der 5-kg-Pegel nach zwei Minuten noch Bei engabe von 11 sec
nicht erreicht ist.
Kein Pumpenalarm

Milch in der Transportleitung kann mit Wasser abgepumpt werden. Diese


0 sec pumpen
Seite zeigt an, wie lange die Pumpe Wasser fördern muss, um die Milch in um mit Wasserg
den Tank zu pumpen. Sobald die Zeit verstrichen ist, werden die Milch und
Milch abzuführen
das Wasser in die Kanalisation abgeleitet.

Auf dieser Seite kann eingestellt werden, ob eine Synchronisation mit


Reinigung ja
anderen Robotern vorhanden ist. Alarm wird durch das CRS ausgelöst.
mit CRS
M-HD.002.1003

nein

1) Vor der Anwendung sind die Anweisungen des Herstellers sorgfältig zu lesen.

Kapitel 3 - Seite 8
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Auf dieser Seite können Sie einstellen, wie lange der Roboter nach einer
Wartezeit nach
Hauptreinigung außer Betrieb bleiben soll. Dies ist nur bei einer niedrigen
Hauptreinigung
Auslastung des Roboters anwendbar.

0 min

Wenn das MC oder MQC-System eine zu geringe Menge des


ja
Reinigungsmittels feststellt, kann ein Alarm ausgelöst werden. Es wird
Alarm kein
dringend empfohlen, hier immer "ja" zu wählen.
Astri-cid: Astri-lin

nein

Es wird ein Alarm ausgelöst, wenn die tatsächlich benötigte Zeit zum Füllen
Alarmzeit Füllen
des Reinigungstanks die eingestellte Zeit überschreitet.

15 min

Es wird ein Alarm ausgelöst, wenn beim Füllen des Reinigungstanks die
Alarmzeit Heizen
eingestellte Zeit überschritten wird. Wenn der Alarm nicht innerhalb von 30
Minuten zurückgestellt wird, wird eine Reinigung mit kaltem Wasser
gestartet.
120 min

Wenn die tatsächliche Zeit zwischen zwei Melkungen die eingestellte Zeit
Alarm nachdem:
überschreitet, löst der Roboter einen Alarm aus.
240 min
Roboter ausser Betr.

Wenn die Zahl der misslungenen Melkungen die eingestellte Anzahl


Alarm nachdem:
übersteigt, löst der Roboter einen Alarm aus. Die misslungenen Melkungen
Melkung Kuh sep.:
müssen nacheinander auftreten und sich auf verschiedene Kühe beziehen. 3

Nach dem Öffnen des Ausgangstors wird der Kuhtreiber (falls vorhanden)
Kuhtreiber
M-HD.002.1003

nach der hier eingestellten Zeit aktiviert, um die Kuh aus der Box zu treiben.
10 sec nachdem:
Die Intensität der ausgesendeten Stromstöße beginnt sehr niedrig, steigert
Vordertür offen ist
sich aber schrittweise.
(200 s kein Austrieb)

Kapitel 3 - Seite 9
Roboterschaltkasten

Wenn "Priorität Füttern" eingestellt ist, wird die Kuh in der Box gehalten, bis
ja
die zu der Zeit verfügbare Futterration verzehrt ist.
Priorität
Füttern:

nein

Bei Aktivierung dieser Option bleibt das hintere Gatter offen, bis die Kuh
ja
identifiziert wurde. Dies bedeutet, dass jede Kuh die Box ganz betreten
Einlasstür schliesst
haben muss, bevor das hintere Gatter geschlossen wird. Wenn hier "nein"
nach Kuherkennung
eingestellt wurde, wird das Gatter geschlossen, sobald der Infrarotsensor
eine Kuh in der Box erfasst hat.
nein

Wenn ein Separationstor vorhanden ist, können Kühe mit misslungener


ja
Melkung auf Wunsch separiert und wieder hinter den Roboter geleitet
Nach misslungener
werden. Melkung Kuh sep.:

nein

Wenn die Zahl der aufeinanderfolgenden fehlerhaften Melkungen einer Kuh


Keine separ. wenn
den eingestellten Wert übersteigt, wird sie nicht mehr separiert. 2* Kuh misslungen

VCPC >2209

Wenn sich eine Kuh außerhalb des Bereichs des Infrarotsenders befindet,
wird das Ausgangstor nach einer voreingestellten Zahl von Sekunden 2 sec
geschlossen. Eine niedrigere Einstellung (beispielsweise 0 Sek.) steigert Auslasstür schliesst
den Eintriebsverkehr (Kühe können zwischen Tor und Box eingeklemmt
werden).
Für besonders langsame Kühe kann eine höhere Standardzeit
(beispielsweise 5 Sek.) eingestellt werden.

Es sind verschiedene Einstellungen möglich damit eine Melkung als


Kuh missl. wenn 0
misslungen gilt. Bei 0 werden Zeitabweichungen nicht beachtet. Bei der
M-HD.002.1003

Milchzeitabweigung
Einstellung 1, 2 oder 3 gilt die Melkung als misslungen, wenn die jeweilige
Abweichend nvt
Melkzeit um mehr als 40, 50 oder 60 % abweicht (vom fortschreitenden Mittel
der Melkzeit pro Kuh und Zitze). Die Kuh wird als misslungen eingestuft und
wieder hinter dem Roboter eingereiht. Gleichzeitig wird eine Meldung in der
Vorfallsliste ausgegeben.

Kapitel 3 - Seite 10
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Um die separierte Milch in einen Eimer oder in die Kanalisation abzuleiten


Manuelle ja
(Biestmilch oder Milch mit Penicillin).
Milchseparation
"Ja": Milch mit Penicillin in die Kanalisation. >> Abfluss

"Nein": Milch mit Penicillin in einen Eimer. Biestmilch wird immer in einen nein
Eimer oder durch das Separationsventil geleitet.

Die Melkmethode des MQC hängt von der Einstellung für die
Automat.
Melkbecherabnahme ab. Es sind zwei Einstellungen (Roboter
Milchseparation
Einstellungsmenü) möglich.
MQC Farbe
Wenn MQC vorhanden ist, kann eine automatische Milchseparation im Falle
MQC Leitfähigkeit
von unterschiedlicher Milchfarbe und / oder höherer Leitfähigkeit erfolgen.

Wenn eine Milchsäule innerhalb der eingestellten Zeitspanne ohne Abnahme


Abnahme der Melkbecher durchläuft, sollte die Zahl der Melkimpulse den bei <= 0 Pulse in
eingestellten Wert nicht überschreiten (dies gilt nicht für MC- und MQC- 3 sec
Modelle).

Wenn eine Milchmenge innerhalb der eingestellten Zeitspanne ohne Zeit der
Abnahme der Melkbecher durchläuft, sollte die Zahl der Melkimpulse den Milchpulsmessung:
eingestellten Wert nicht überschreiten (dies gilt nicht für MC- und MQC- 3 sec
Modelle). MC- und MQC-Modelle sind auf 3 eingestellt.

Standardeinstellung “ja”: Im Falle erhöhter Leitfähigkeitswerte pro Viertel Abnahmemethode ja


wird die Abnahme verzögert. Verzögerte Abnahme
Standardeinstellung “nein”: In diesem Fall werden normale bei hoher Leitf.
Abnahmeberechnungen verwendet. Diese Einstellung gilt nur für MQC-
Modelle. nein

Standardeinstellung “ja”: Abnahme im Verhältnis der durchschnittlichen Abnahmemethode ja


M-HD.002.1003

Melkgeschwindigkeit pro Viertel. Schnelle Abnahme


Standardeinstellung “nein”: Abnahmemoment maximal 250 ml/min. Diese
Einstellung gilt nur für MQC-Modelle.
nein

Kapitel 3 - Seite 11
Roboterschaltkasten

Bei den ersten drei Melkbechern wird die Abnahmeschwelle gesenkt. Beim
Abnahmemethode ja
4. (letzten) Melkbecher gilt die normale Abnahmeschwelle. Dadurch ergibt
Verzögerte Abnahme
sich im Vergleich zur "Normal takeoff"-Methode keine Veränderung der
Für erste 3 Zitzen
Gesamtmelkzeit.
nein

Gemäß Melkmethode 1 (Standard) werden die Melkbecher einzeln


Melkmethode 4
abgenommen. Es ist auch möglich, die vorderen und hinteren Melkbecher
Standard
paarweise abzunehmen [Simultanabnahme (Methode 2)]. Eine weitere
Möglichkeit ist, eine Blindmelkzeit von 30 Sekunden einzugeben
[Blindmelkzeit (Methode 3)] oder die Methoden 2 und 3 zu kombinieren
(Methode 4).

Hier kann die Anschlussart eingestellt werden. Wenn hier ein anderer Wert Ansetzmethode 1
als 1 eingegeben ist, bewegen sich die Melkbecher aufwärts und zur Mitte.
Standard

Die Suchmethode wird zum Suchen der Zitzen benutzt. Hier bestehen die Suchmethode 0
folgenden Optionen: Standard
Standard (0): Wenn die vorderen und hinteren Zitzen gleich beim ersten
Abtasten gefunden werden, ist eine zusätzliche Laserabtastung überflüssig.
Always rear scan (1): Der Melkroboter führt in allen Fällen eine Abtastung
des hinteren Euterbereichs durch, um die hinteren Zitzen zu erfassen.

Nicht genutzt.
Pulsator
65%

Falls der Roboter die verfügbaren Kuhdaten anwendet ohne mit dem VCPC Kuh melken wenn
in Verbindung zu stehen, wird eine Kuh erneut gemolken, wenn ein
30% gemolken sind
eingestellter Prozentsatz der Gesamtzahl der Melkungen pro Tag erreicht
ist. Beispiel:

150 Melkungen x 30% = 45. Nachdem 45 Kühe gemolken wurden kann die
betreffende Kuh wieder gemolken werden.
M-HD.002.1003

Nach dem Melken werden die Zitzen mit einem Dippmittel besprüht. Das
Pulslänge Dippspray
Dippmittel wird pulsierend auf die Zitzen gesprüht. Die Dosierung muss so
gewählt werden, dass gerade ein Tropfen an der Zitzenspitze hängen bleibt.
50%

Kapitel 3 - Seite 12
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Standard (0): Zitzensprühen mit Flachstrahldüse.


New program (1): Einzelbesprühung der Zitzen mit Kegelstrahldüse. In
New program
diesem neuen Programm wird jede Zitze für 1 Sekunde mit dem eingestellte
1
Prozentsatz besprüht (40 % = 400 ms/Zitze).

Während der Vorbehandlung werden die Zitzen einige Male mit den
Anzahl Euter-
Reinigungsrollen gereinigt. Die Häufigkeit kann eingestellt werden. Wählen
Reinigung: 2
Sie die Einstellung so, dass die durchschnittliche Kuh gut vorbehandelt wird
und das Euter sauber ist. Zur optimalen Funktion des Melkrobotersystems
muss der Ruheplatz der Kuh sauber und trocken sein.

Die Reinigungshöhe im Verhältnis zu den Zitzen ist sowohl von der Höhe der
Höhe Reinigungsrolle
Melkbecher als auch von der durchschnittlichen Euterform abhängig. Ein gegenüber Zitzen
schlaffes Euter wird etwas weiter zwischen die Rollen gezogen. Eine nicht zu
hohe Vorbehandlung ist in dieser Situation für die Kuh angenehmer.
-20 mm

+25 mm Globe-Reinigungsmotor
Reinigung
0 mm Alter Reinigungsmotor Y offset
Für die Einstellung des Globe-Reinigungsmotors und/oder des alten
Reinigungsmotors.
Beim neuen Globe-Reinigungsmotor sind die Bürsten weiter hinten 0 mm
angebracht. Daher muss die Y-Position für die Zitzenreinigung eingestellt
werden. Eine Erhöhung (+) verlegt die Reinigung zum Kopfende der Kuh hin.
Eine Verringerung (–) verlegt die Reinigung zum Schwanzende der Kuh hin.

Nur für technische Arbeiten.


New uierrein (0) Standard
Standard (1):
1

Die Position bei der sich das Mutterschiff während des Suchvorgangs in der
Mitte der Box befindet.
Mutterschiff
Null-position 0
M-HD.002.1003

Wenn "nein" ausgewählt wird, verwendet das Robotersystem Daten aus dem
ja
VCPC (zentralen Speicher) oder ansonsten lokale Daten aus dem
Melken Entspr.
Robotersystem selbst. Wenn "ja" ausgewählt wird, verwendet das
Kuhdaten aus:
Robotersystem den eigenen (lokalen) Speicher.
Roboter
nein

Kapitel 3 - Seite 13
Roboterschaltkasten

Diese Option liefert dem Service Techniker zusätzliche Informationen im


ja
Display (optional).
Extra info

nein

Diese Option liefert dem Service Techniker zusätzliche Informationen im


ja
Display (optional).
CAN: Extra info

nein

In diesem Bildschirm kann der Ansaugdruck beim Melken eingestellt Melkvakuum


werden.
42.5

In diesem Bildschirm kann der Ansaugdruck beim Reinigen eingestellt Reinigungsvakuum


werden. Während der Reinigung wird das Vakuum reduziert, damit dem
25.0
Reinigungswasser weniger Wärme entzogen wird.

Für deutsche Desinfektionssysteme.


Zeit melkzeugdesinf.
Wählen Sie im Menü "Special adjust." und anschließend "valve 8". nicht aktiv
Wählen Sie die Zeit während der die Astril-Besprühung auf die Spüldüsen
gerichtet ist. Ventil 8 wird aktiviert (Blasen), sobald sich der Roboterarm zum
Starten eines LELYWASH® in Richtung der Spüldüsen bewegt. 0 x 100 ms

Es ist auch möglich, bei der Hauptreinigung Luft zu benutzen. Das bedeutet, Luftstoss Reinigen
dass beim Vorspülen und dem Heißwaschen für einen eingestellten
Zeitraum (Einstellzeit) Luft durch das Ausblasventil geblasen wird. Beim
Nachspülen wird nicht geblasen. Die empfohlene Zeit beträgt 0 Sekunden.
0 sec

3.4.5 Reinigung
M-HD.002.1003

Dieser Bildschirm erscheint vor und nach einer Reinigung. Vor einer
Reinigung wird die Milch aus den Leitungen geblasen und nach einer Spülen fertig
Reinigung wird das Wasser aus den Leitungen geblasen.

Dieser Bildschirm zeigt den Ablauf des Reinigungsprogramms.

Das nebenstehende Bild zeigt zum Beispiel, dass der Reinigungstank


maximal gefüllt ist.

Kapitel 3 - Seite 14
Betriebsanleitung ASTRONAUT

3.4.6 AlarmReset
Wenn ein Alarm ausgelöst wurde, wählen Sie das Menü "AlarmReset", um
Alarmreset ja
festzustellen, welcher Teil der Anlage betroffen ist. Hier wird auch eine
Kontrole System
mögliche Ursache für die Störung angezeigt.
Druck
Nicht jeder Bildschirm ist groß genug, um die NO-Option anzuzeigen. Diese
kann aber durch Drücken der Auswahltaste abwärts (5, Abbildung 3.2) Nein
gewählt werden.

3.4.7 Laserreinigung
Die Option "Laserreinigung" wird für die tägliche Wartung verwendet. Nach
Reinigung
Auswahl dieses Menüs senkt sich der Roboterarm und die Melkbecher
Laser
werden gelöst. Der Laserschirm ist nun leicht für die Reinigung zugänglich. Weiter?
Sobald die Melkbecher gelöst sind, können die Zitzengummis ersetzt und die Taste Drücken!
Außenseiten der Becher gereinigt werden. Diese Aktion kann durch Drücken
der Stop-Taste (6,Abbildung 3.2) beendet werden.

3.4.8 Kuhdaten
Das Menü "Kuhdaten" ist nicht unmittelbar für den Betrieb relevant und
Resp: 723 T=299
enthält vorwiegend Informationen für den Servicetechniker bei 6/12 13:10 Milchtank
Wartungsarbeiten.
Positionen bekanntt
Begleiten [ ]

Angaben über Melkzeiten, Responder, Zielort der Milchableitung, und


Resp: 7 T=6
Melkmethoden. Diese Informationen werden für den Melkvorgang auf lokaler 6/12 13:10 Milchtank
Ebene genutzt. Für weitere Einzelheiten über das Melken auf lokaler Ebene
Positionen bekanntt
lesen Sie bitte Kapitel Abschnitt 3.4.4 ’Einstellungen’ > Operation according
Training period [ ]
to cow data from: Local”.

Daten über die Dauer der angegebenen Melkung.


Resp: 10 T=6
LR RR RF LF
Verln: 42 22 12 32
Milch 82 62 52 72

Daten über die Zitzenposition bei der angegebenen Melkung.


Resp: 10 T=2
X112 122 132 142
Y112 222 232 242
M-HD.002.1003

Z112 322 332 342

Kapitel 3 - Seite 15
Roboterschaltkasten

Kuhcodes für den Programmierer der Software.


Resp: 10 T=2
Kuhcode1:
Kuhcode2:
Zitzcode:

M-HD.002.1003

Kapitel 3 - Seite 16
Betriebsanleitung ASTRONAUT

3.4.9 Probennahme
Für die Probenentnahme stehen die folgenden Menüs zur Verfügung (siehe Abbildung 3.5);

Abbildung 3.5 Ablaufschema des Verfahrens zur Probenentnahme

Beschreibung der Menüs zur Probenentnahme:


M-HD.002.1003

• Füllzeit Probeflaschen:
Die Öffnungsdauer des Ventils (zum Füllen des Löffels) wird durch die eingestellte Fülldauer bestimmt.
• Maximale Anzahl:
Die maximale Position der Probenflasche hängt vom verwendeten Flaschenständer ab. Wenn die maximale
Position erreicht ist, löst der Roboter einen Alarm aus um anzuzeigen, dass der Flaschenständer gewechselt
werden muss.

Kapitel 3 - Seite 17
Roboterschaltkasten

• Istwert Position Löffelnummer 1


Istwert Position Probeflaschen 12
Geben Sie hier die Nummer der Flasche unterhalb des Löffels ein (Füllpunkt des Probenentnahmegeräts).
Damit wird die Position der Probenflaschen aufgezeichnet. Wenn der Wert 1 eingestellt wurde, bewegt sich
der Zahnrahmen nach oben, damit der Löffel leicht in die richtige Position gebracht werden kann.
• Rahmenummer
Geben Sie hier die laufende Nummer des Flaschenständers ein. Geben Sie 1 ein, wenn innerhalb der letzten
48 Stunden kein anderer Ständer gefüllt wurde. Andernfalls addieren sie eins zu der Nummer des letzten
Ständers und geben Sie das Resultat hier ein. Bei mehreren gleichzeitig arbeitenden Robotern empfiehlt es
sich, unterschiedliche Ständernummern zu vergeben.
• Optimale zeit (12) Stunden
Zeitraum, in dem Proben entnommen werden können (Standardeinstellung 12). Es wird stets jeweils eine
Probe entnommen. Wenn eine Kuh den Melkroboter innerhalb der "Optimum time" nach der ersten Probe
erneut aufsucht, wird eine zweite Probe genommen.
• Probennahme
Probennahme Auf/Zu
Um das Shuttle Probenentnahmesystem an den Astronaut-Melkroboter anzuschliessen muss das Ventil der
Probenentnahme-Geräts geöffnet sein, damit der Milchschlauch eingeführt werden kann.

Definitionen zur Probenentnahme (Abbildung 3.5)

• 0 - Kein probe
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt oder unter dieser Option findet keine Probenentnahme statt.
Diese Option ist zum Beenden aller Probenentnahmeverfahren zu verwenden.
• 1 - All cows
Von allen Kühen, die den Melkroboter aufsuchen, wird eine Probe genommen.
• 2 - Individual
Nachdem Sie diese Option gewählt haben, müssen Sie eine Kuhnummer eingeben. Der Melkroboter wird
eine Milchprobe von der angegebenen Kuh nehmen.
• 3 - 1 sample
Von jeder Kuh wird eine Milchprobe genommen. Nach der Beendigung dieser Option (d.h., wenn von allen
Kühen eine Probe genommen wurde) schalten Sie diese ab, indem Sie die Option 0 (No sampling)
auswählen.
• 4 - 1 sample Loc
Eine Milchprobe pro Kuh auf der Basis der lokalen Roboterdatenbank. Diese Option ist noch nicht verfügbar.
• 5 - 2 samples
Von jeder Kuh werden zwei Milchproben genommen. Nach der Beendigung dieser Option (d.h., wenn von
allen Kühen zwei Proben genommen wurden) schalten Sie diese ab, indem Sie die Option 0 (No sampling)
auswählen.
• 6 - Optimal
Von jeder Kuh wird eine Milchprobe genommen. Wenn eine Kuh den Melkroboter innerhalb der "Optimum
time" nach der ersten Probe erneut aufsucht, kann eine zweite Probe genommen werden.
M-HD.002.1003

Nach der Beendigung dieser Option (d.h., wenn von allen Kühen eine oder zwei Proben genommen wurden)
schalten Sie diese ab, indem Sie die Option 0 (No sampling) auswählen.
• 7 - Separation
Von jeder Kuh, für die eine manuelle Milchseparation angeordnet wurde, wird eine Milchprobe genommen.
Auch von der nächsten Kuh, die den Melkroboter nach der Kuh mit Milchseparation aufsucht, wird eine Probe
genommen.

Kapitel 3 - Seite 18
Betriebsanleitung ASTRONAUT

• 8 - Correct rack
Wenn während den Probeverfahren, d. h. bei 1 sample, 2 sample oder optimal ein Fehler aufgetreten ist, wird
automatisch von allen Kühen, deren Proben in dem fehlerhaften Probenständer (Kassette) enthalten sind,
eine neue Probe genommen.
Das bedeutet, dass von allen Kühen, deren Proben in eine bestimmte Kassette aufgenommen wurden, neue
Proben entnommen werden, nachdem "CORRECT RACK" für diese Kassette gewählt wurde.

Verfahren zur Probenentnahme (Abbildung 3.5):

Nach der Auswahl eines bestimmten "Probentyps" (1 sample, 2 sample oder


Moment bitte!
optimal) setzt sich der Melkroboter mit dem VCPC wegen der Kontrolle Kuhnummer
Voreinstellungen in Verbindung.
Kuhnummer:
im Xpert system

Wenn bei der Eingabe der Einstellungen ein Fehler aufgetreten ist, erhalten
Probenahme fehlt
Sie die dargestellte Fehlermeldung. Nehmen Sie die Einstellungen nochmals
Kuhnummer: 2
vor, bis diese Meldung nicht mehr erscheint.

In der Berichtsliste können Sie überprüfen, ob die Probenentnahme ein- oder


ausgeschaltet war.

3.4.10 Armeinstellung
Höheneinstellung des Mutterschiffs, wenn die Melkbecher unter den Einstellen
Spüldüsen positioniert sind.
Z Spülköpfe

600

Winkeleinstellung des Mutterschiffs, wenn die Melkbecher unter den Einstellen


Spüldüsen positioniert sind.
X Spülköpfe

3.4.11 Uhr einstellen


Zur Einstellung der Uhr siehe "Testmenü > Box > Zeit von VCPC".
Zeit von VCPC ja
VCPC
M-HD.002.1003

nein

Kapitel 3 - Seite 19
Roboterschaltkasten

3.4.12 Cleaning list


15:02 Uhr einstellen
Die "Cleaning list" beinhaltet die Reinigungsdaten einschließlich Datum und Cleaning list
Zeit der Reinigung. Hier werden die letzten 127 Einträge gespeichert. Die Connect list
folgende Reinigungstabelle zeigt den Verlauf verschiedener Reinigungen. Meldungsliste

5/12 08:46 T=13

ReinigungLaser
- Aktiv

M-HD.002.1003

Kapitel 3 - Seite 20
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Tabelle 3.1 Cleaning list

Meldung im Reinigungliste- Erläuterung


Bildschirm

Reinigung Laser Die Laserreinigung bei einem bestimmten Zeitintervall


- Activ
- (Ende)

Reinigungsspül K Nachdem 10 Kühe vom Roboter gemolken wurden. Der Roboter hat
- Activ eine Schnellreinigung mit kaltem Wasser durchgeführt.
- (Ende)

Reinigungsspül S Wenn die Milchseparation mauell im X-pert-Programm eingestellt


- Activ wurde. Nach der Milchseparation hat der Roboter eine
- (Ende) Schnellreinigung mit kaltem Wasser durchgeführt.

Reinigungsspül S Wenn in den letzten 45 Minuten keine Kuh im Roboter war, führt der
- Activ Roboter eine Schnellreinigung mit kaltem Wasser durch.
- (Ende)

Reinigungsspül S Eine Schnellreinigung des Roboters mit kaltem Wasser wurde manuell
Manuell gestartet.
- Activ
- (Ende)

Reinigungsspül L Eine Schnellreinigung des Roboters und der Milchleitung mit kaltem
- Activ Wasser wurde manuell gestartet.
- (Ende)

Reinigung (Astri-lin/Astri-cid) Eine Reinigung wurde vom Roboter selbst, dem CRS oder manuell
- Beginnt/Manuell/CRS gestartet.
Reinigungsspül C Nachdem die Hauptreinigung gestartet wurde, wird erst der Boiler
geleert.
- Activ
- (Ende)

Reingung (Astrilin/Astricid) Zu dieser Zeit war die Wassertemperatur in Ordnung.


- Temperatur gut
- Cleaning tank high/sensor 100C
- Stop
- Activ
- Beginnt!
- Activ
- (Ende)

3.4.13 Connect list


Wird nicht verwendet. 15:02 Connect list
M-HD.002.1003

Meldungsliste
Fehlerliste
Testmenü

Kapitel 3 - Seite 21
Roboterschaltkasten

3.4.14 Meldungsliste
Die "Meldungsliste" zeigt alle anderen Anmerkungen des
15:02 Connect list
Robotermelksystems, z.B. ob die Probenentnahme ein- oder ausgeschaltet
Meldungsliste
wurde. Die folgenden Meldungen sind möglich:
Fehlerliste
Testmenü

Meldung (Erklärung):
10/12 09:20 T=103
NO ERROR SIGNALLING (keine weiteren Meldungen in der Liste)
RESET SYSTEM Number=1 (Box-Reset) KEIN FEHLER
Sampling No sampling (Probenentnahme ausgeschaltet)
Sampling all cows (Probenentnahme für alle Kühe ausgewählt)
Sampling individual (Probenentnahme für individuelle Kühe ausgewählt)
Sampling 1 sample/cow (1 Probenentnahme pro Kuh ausgewählt)
Sampling 1 sample Loc (1 Probenentnahme/lokale Datenbank ausgewählt)
Sampling 2 sample/cow (2 Probenentnahmen pro Kuh ausgewählt)
Sampling optimum (‚Optimum time’-Probenentnahme ausgewählt)
Sampling separation cow (Probenentnahme von Kühen mit Milchseparation ausgewählt)
Sampling Correct rack (‚Correct rack’-Probenentnahme ausgewählt)

Hier werden die letzten 127 Einträge gespeichert.

3.4.15 Fehlerliste 15:02 Connect list


Meldungsliste
Fehlerliste
Testmenü

Die "Fehlerliste"-Anzeigen können mit dem Alarm Reset Menü verglichen 20/02 13:10 T=103
werden. Datum und Zeit des Alarms werden ebenfalls angezeigt.

Hier werden die letzten 250 Einträge gespeichert. KEIN FEHLER


M-HD.002.1003

Kapitel 3 - Seite 22
Betriebsanleitung ASTRONAUT

3.4.16 Testmenü
15:02 Connect list
Das "Testmenü" dient dazu, die Grundfunktionen des Roboters während Meldungsliste
Wartungsarbeiten oder Störungen ansteuern zu können. Fehlerliste
Testmenü

• Achten Sie bei der Durchführung von Tests besonders auf Ihre Sicherheit und die Sicherheit
Ihrer Kühe.

Abgesehen von den Funktionen, die das Melken unterbrechen würden, kann TESTEN ja
das "Test menu" auch während des Melkbetriebes benutzt werden. Bevor
Sie diese Funktionen testen, müssen Sie den Roboter durch die Auswahl
Roboter ausser Betr.
von "ja" im Display des Testmenüs außer Betrieb setzen.

Nachdem Sie die ENTER-Taste gedrückt haben, erscheint ein Bildschirm mit nein
den folgenden (Unter-)Menüs:

• Box
• Roboter
• Melktechnik
• Reinigung
• Version
• Teste Position
• Lasertest
• Separation

Jedes Menü enthält mehrere Bildschirmseiten. Die Originaleinstellung der zu testenden Funktion fängt an zu
blinken, sobald der entsprechende Bildschirm angezeigt wird. Geänderte Einstellungen bleiben gespeichert, wenn
die nächste Bildschirmseite aufgerufen wird. Die Originaleinstellung kehrt zurück, wenn die entsprechende
Bildschirmseite wieder abgerufen oder das Menü mit der Stop-Taste (6, Abbildung 3.4) verlassen wird.

Testmenü > Box


Auslasstür offen oder geschlossen.
Auf
Auslasstür:

Zu

Einlasstür offen oder geschlossen.


Auf
Einlasstür:
M-HD.002.1003

Zu

Durch das Ändern des Wertes (0, 1, 2 oder 3) nimmt das "Separationtür" eine
andere Stellung ein. Auf diese Weise können die Werte den jeweiligen
Separationtür:
Ausgängen zugeordnet werden. Dies wird im "Testmenü > Separation", das
weiter unten erklärt wird, genutzt.
0

Kapitel 3 - Seite 23
Roboterschaltkasten

Kuhtreiber an oder aus. Sobald Sie diese Option deaktivieren, wird der
an
Kuhtreiber (falls vorhanden) abgeschaltet. Im Gegensatz zu der
Kuhtreiber
Betriebsfortsetzung nach dem Melken wird die Stromversorgung hier jedoch
aufrecht erhalten. Testen Sie die Spannung des Stromstoßes immer mit
einem speziellen Prüfgerät und nie mit einem Multimeter.
aus

Füttern “an” or “aus”.


an
Füttern

aus

Durch Öffnen und Schließen eines Relais meldet der Roboter, ob er außer
an
Betrieb ist oder nicht.
Roboter
Geschlossener Schalter = in Betrieb Betrieb

Offener Schalter = außer Betrieb aus

Dieser Bildschirm zeigt an, ob der Roboter das Signal "außer Betrieb"
empfängt.
Roboter
Betrieb

Dieser Bildschirm zeigt an, ob der Infrarotsensor ein Objekt in der Box
entdeckt hat. Der Sensor ist so eingestellt, dass er Kühe entdeckt, aber keine
Lichtschranke
kleinen (Haus-) Tiere (Mindesthöhe 80 cm vom Boden aus).

nein

Dieser Schirm dient zum Zeitabgleich zwischen den Uhren des Roboters und Zeit von VCPC ja
der VCPC.
VCPC
Nach der Auswahl von "ja" erscheint eine Meldung mit der eingestellten oder
der vorherigen Zeit. Diese Option wird für die Umstellung von Winter- auf
Sommerzeit und umgekehrt benötigt. nein

Abfrage der Nummer eines Kuhresponders, der sich in der Nähe der
M-HD.002.1003

Warte auf Resp. ja


Antenne der Futterbox befindet.

nein

Kapitel 3 - Seite 24
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Informationen für den Servicetechniker.


2Warte auf Resp. ja

nein

Alarm "an" oder "aus". Wenn das Alarmsignal des Roboters eingeschaltet ist,
Alarm an
sollte das CRS darauf reagieren. Wenn Sie den Bildschirm verlassen, wird
der Alarm ausgeschaltet.

aus

Testmenü > Roboter

• Mit dieser Option wird das Einschwenken des Armes ja


getestet. Schwenken Sie den Arm wieder in die Robotarm
Ausgangsposition, bevor Sie das Menü verlassen, um einschwenken
Schäden zu vermeiden.
nein

Mit Hilfe der "Robot"-Option kann der Status des Sensors am Roboterarm
abgelesen werden. Der Arm ist ein- oder ausgeschwenkt.
Einschwenk
kontakt:

aus

Melkbecher links hinten (LH) fest oder lose.


ja
Zitzenbecher LH
lösen:

nein

Melkbecher rechts hinten (RH) fest oder lose. ja


Zitzenbecher RH
lösen:
M-HD.002.1003

nein

Melkbecher rechts vorne (RV) fest oder lose.


ja
Zitzenbecher RV
lösen:

nein

Kapitel 3 - Seite 25
Roboterschaltkasten

Melkbecher links vorne (LV) fest oder lose.


ja
Zitzenbecher LV
lösen:

nein

Wird nicht verwendet.


Test ja

nein

Desinfektionsmittelventil "an" (offen) oder "aus" (geschlossen).


an
Dippen

aus

Rotation der Reinigungsbürsten zum Testen des Motors. ja


Antrieb
Reinigungsrollen

nein

Zum Ein- oder Ausschwenken der Reinigungsbürsten.


ja
Einschwenken
Reinigungsrollen

nein
Testmenu > Melktechnik
Vakuumpumpe "an" oder "aus".
an
Vakuumpumpe:
0

aus

Vakuummessung mit dem Vakuumsensor. Testvakuum


42.5
42.5
M-HD.002.1003

Milchpumpe "an" oder "aus".


an
Milchpumpe

aus

Kapitel 3 - Seite 26
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Pulsator "an" oder "aus".


an
Pulsator

aus

Ventil des Milchschlauchs links vorne (LV) "auf" oder "zu" (geschlossen).
auf
Milchklemme LV

zu

Ventil des Milchschlauchs links hinten (LH) "auf" oder "zu" (geschlossen).
auf
Milchklemme LH

zu

Ventil des Milchschlauchs rechts hinten (RH) "auf" oder "zu" (geschlossen). auf
Milchklemme RH

zu

Ventil des Milchschlauchs rechts vorne (RV) "auf" oder "zu" (geschlossen).
auf
Milchklemme RV

zu

Der Vakuum Sensor / Lüftungssensor zeigt an, ob ein Vakuum im


Vakuum LV ja
betreffenden Melkbecher vorhanden ist.
Vakuum LH ja
Vakuum RH ja
Vakuum RV ja

Anzeige des Milchfluss pro Melkbecher "an" oder "aus".


Milchfloss LV ja
Milchfloss LH ja
Milchfloss RH ja
Milchfloss RV ja

Ventil unter dem Milchabscheider "auf" oder "zu".


M-HD.002.1003

auf
Milchglassventil:

zu

Kapitel 3 - Seite 27
Roboterschaltkasten

Drei-Wege-Ventil zur Separation über das MQC.


NFP[6] an
3-Wegeventil
Farbe
Nicht activ
aus

Das Drei-Wege-Ventil leitet die Milch in die Separationsleitung.


NFP[2] an
3-Wegeventil
Separationsleitung

aus

Das Drei-Wege-Ventil leitet die Milch in die Milchleitung oder in den Abfluss.
NFP[3] an
Bei Robotern mit zwei Drei-Wege-Ventilen entfällt dieses Ventil.
3-Wegeventil
Milch/Abfluss

aus
Nicht belegt.
Aux2 an
3-Wegeventil
Milchtank [MT2]

aus

Drei-Wege-Ventil zwischen dem Abfluss und dem Milchtank am


NFP[7] Milchtank
Milchlagertank. Wenn keine Stromversorgung am Ventil anliegt, wird es
3-Wegeventil
geschlossen um eine optimale Milchqualität zu gewährleisten. Milchtank
oder Spül
Abfluss

Probenentnahmeventil "auf" oder "zu".


auf
Probenahme

zu

Luftventil für Shuttle® "auf" oder "zu". auf


Position probenahme
Flasche

zu
M-HD.002.1003

Gate-Schalter "auf" oder "zu".


auf
Datenkommunikation wird vom Roboter initiiert. Gate-Schalter:

zu

Kapitel 3 - Seite 28
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Dieses Display zeigt an, ob die Flüssigkeitsmenge im Milchabscheider unter


5 kg liegt.
Milchmenge > 5 kg
(5 kg=1180) nein

Testmenü > Reinigung


Warmwasserventil "auf" oder "zu".
auf
Ventil warm-
wasser

zu

Kaltwasserventil "auf" oder "zu".


auf
Ventil Kalt-
wasser

zu

Ventil des Reinigungstanks zu den Spüldüsen "auf" oder "zu". auf


Spülventil
Becher

zu

Leerblasen der Wasserleitung zu den Spüldüsen (nur bei Robotern mit


auf
Vormelkvorrichtung). Leerblasen
Zitzenbecher

zu
HINWEIS
• Vor der Anwendung müssen Sie die Herstelleranweisungen auf dem Leerblasen auf
Aufkleber am Behälter sorgfältig gelesen und verstanden haben. Wasserventil
Besprühen der Reinigungsrollen mit Wasser. Bürsten

zu

Reinigungsrollen in Betrieb.
ja
Antrieb
M-HD.002.1003

Reinigungsrollen

nein

Kapitel 3 - Seite 29
Roboterschaltkasten

Ventil zwischen Reinigungstank und Alkali-Lösung "an" oder "aus".


an
Vent. behalter

aus

Ventil der Spülleitung zum oberen Ende des Milchabscheiders "auf" oder
auf
"zu".
Spülventil
Milchglas:

zu

Leerblasen der Milchtransportleitung zum Tank.


an
Leerblasen
Milchleitung

HINWEIS aus
• Niemals unterschiedliche Reinigungsmittel mischen.
• Lesen Sie die Herstellerangaben aufmerksam durch.

Peristaltische Pumpe zur Dosierung von Astrilin Reinigungsmittel "an" oder


an
"aus".
Schlauchpumpe
Dieser Bildschirm zeigt außerdem, wie lange die Pumpe in Betrieb war bevor (Astri-lin)
sie abgeschaltet wurde. Verwenden Sie diese Option zur Kalibrierung von
Astri-lin (einem auf Lauge basierenden Produkt). aus

Peristaltische Pumpe for zur Dosierung von Astricid Reinigungsmittel "an" an


oder "aus". Dieser Bildschirm zeigt außerdem, wie lange die Pumpe in
Schlauchpumpe
Betrieb war bevor sie abgeschaltet wurde. Verwenden Sie diese Option zur
(Astri-cid)
Kalibrierung von Astri-cid (einem auf Säure basierenden Produkt).
aus

Peristaltische Pumpe zur Dosierung von Astril Bürstenreinigungsmittel "an"


an
oder "aus". Dieser Bildschirm zeigt außerdem, wie lange die Pumpe in
Schlauchpumpe
Betrieb war bevor sie abgeschaltet wurde. Verwenden Sie diese Option zur (Astri-L)
Kalibrierung von Astri-L.
aus

• Das Heizelement darf nicht trockenheizen.


M-HD.002.1003

Heizelement zum Erwärmen des Wassers für die Hauptreinigung an oder


an
aus. Damit die Heizung eingeschaltet werden kann, muss der
Heizung
Reinigungstank mindestens bis zum Niedrigpegel gefüllt sein.

aus

Kapitel 3 - Seite 30
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Mit dieser Funktion kann die Reinigung der Separationsleitung zurückgestellt


Lampe Reinigung an
und das Leuchten der entsprechenden Taste ausgeschaltet werden.
Separationsleitung
lampe

aus

Meldung, ob die Separationsleitung bei der nächsten Hauptreinigung


mitgereinigt wird.
Reinigung Separation
nein

Sensor des Reinigungstanks, der den Wasserstand mittels Leitfähigkeit Hohes Niveau ja
anzeigt.
Niedriges Niveau nein
Tank leer ja
Desinfektionstank ja

Daten für Wartungsarbeiten. Temperatur ok ja


Druck nein
Alarm 240V ja
Vrij2 nein

auf
Diese Option ist derzeit nicht in Gebrauch. TEST CRS

zu

In diesem Bildschirm kann das Überdruckventil im Reinigungsmitteltank


an
geöffnet werden. Wegen des geringeren Vakuums beim Reinigen ist ein Druck auf Tank
leichter Überdruck (0,5 bar) im Reinigungsmitteltank erforderlich, um das
Wasser mit ausreichender Geschwindigkeit zu verteilen.
aus

Wenn der Tank mit Reinigungswasser unter Druck gesetzt wird, muss das
an
Rohr zur Ableitung von Dampf aus dem Reinigungstank mit einem Ventil
Boilerventil
M-HD.002.1003

geschlossen werden. Das kann in diesem Bildschirm vorgenommen werden.

aus

Kapitel 3 - Seite 31
Roboterschaltkasten

Wenn Sie "an" wählen, wird der Schwamm zur Reinigung des Laserschirms
an
gegen den Laser gedrückt.
Laserschwamm

aus

In diesem Bildschirm kann der Schwamm zur Reinigung des Laserschirms


an
mit Wasser angefeuchtet werden.
Wasser laserrein.

aus

In diesem Schirm kann ein Ventil betätigt werden, das dafür sorgt, dass Luft
an
auf das Laserglas geblasen wird. Auf diese Weise wird das Glas trocken
Lufttrocknung
geblasen.

aus

Diese Option ist derzeit nicht in Gebrauch.


NFP[8] an
Ventil 8

aus

Wenn Sie in diesem Bildschirm on wählen, wird eine Reinigung des


an
Laserglases eingeleitet.
Laserschwamm

aus

Mit Hilfe dieser Option können die Zitzenbecher nach jeder Kuh gereinigt
an
werden.
Lely Wash

aus

Testmenü > Version


Dieser Schirm enthält Informationen für den Servicetechniker. Hier werden
Astr:CXA31006 ZBM30
M-HD.002.1003

die Softwareversionen beschrieben.


Pos:6 Lia: I5
VCPC L CAN: 17
MQC 8 MQC 007B

Kapitel 3 - Seite 32
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Informationen für den Servicetechniker.


Nach diesem Schirm folgen verschiedene Seiten mit den Werten des
CAN: 30423
Spezialeinstellungs-Menüs. Diese Einstellungen können nur vom
NFP: 20130
Servicetechniker geändert werden.

Testmenü > Teste Position


Wenn die POS-Karte angeschlossen ist, erscheint hier die Versionsnummer.
POS Version:
Wenn angezeigt wird, dass keine POS-Karte vorhanden ist, sollten Sie die
POS 4
Anschlüsse überprüfen.

Hier wird der Status der Schalter, die die Positionierung beeinflussen,
Reset-Schalter: an
angezeigt.
Schrittfehler: aus
Der hier genannte Reset-Schalter erfasst die Start- oder Endposition des Überdruckschalt.: aus
Wagens. Schrittfehler 00

Hier wird die zwischen der Messplatte des Kuhfolgers und dem
Ultraschall
Ultraschallsensor gemessene Entfernung angezeigt. Der Ultraschallsensor
0 mm
misst auch andere Objekte neben dieser Platte (z.B. Ihre Hand). 600 10000
T0 Tq0 Us0

Der Roboterwagen hält einen konstanten Abstand von ca. 25 cm zur Der Kuh folgen: ja
Messplatte des Kuhfolgers.

nein

Dieser Bildschirm enthält Informationen für den Servicetechniker.


Yksol=600 Kv1 5
Yult=0 Con=0

Diese Option erlaubt das Bewegen des Roboterwagens. Der Sollwert wird
Wagen:
durch den Reset-Schalter am Wagen, der eine Endposition anzeigt,
Position: 600 mm
M-HD.002.1003

eingeschränkt.
Gewünscht: 6 mm
Ultraschall: 0 mm

Kapitel 3 - Seite 33
Roboterschaltkasten

Die Geschwindigkeit des Höhenzylinders wird mit "ja"gesteigert.


ja
Z Schnellg. ?

nein

Anzeige der tatsächlichen Höhe. Sowohl die erforderliche als auch die
Actuelle Höhe
tatsächliche Höhe, werden angezeigt. Die erforderliche Höhe kann mit den
ADC=0 400 mm
Pfeilen auf der rechten Seite eingestellt werden.
Gewünschte Höhe
ADC=0 400 mm

Mit der "Updown"-Funktion kann die Geschwindigkeit des Zylinders bei der
Updown
Auf- und Abwärtsbewegung getestet werden.
400 mm 400 mm

ja
Wenn hier "ja" eingestellt wird, erhöht sich die Geschwindigkeit bei X Schnellg.?
gesteigertem Hubvolumen.

nein

Positionierung des linken hinteren Melkbechers. Mit den rechten Pfeiltasten


Laser
können auch die anderen Melkbecher positioniert werden.
Positionieren: 5 5

Hier wird die X-position, des im vorherigen Bildschirm positionierten


Gewünschte X Pos:
Melkbechers angezeigt.
ADC=0 0 mm
Winke 0 1/2Grad
ADC=0 Xact= 0 mm

Einschwenken der Reinigungsrollen des Arms.


ja
Einschwenken
Reinigungsrollen
M-HD.002.1003

nein

Kapitel 3 - Seite 34
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Dieser Bildschirm enthält Informationen für den Servicetechniker.


LR
ADC=0 100 mm
Xact 0 mm

Hier wird die Y-position des im vorherigen Bildschirm positionierten


Gewünschte Y Pos:
Melkbechers angezeigt.
0 0
0 0
Yact= 0 mm

Testmenu > Lasertest


Dieser Schirm zeigt, welche LIA-Version im Roboter installiert ist.
Version LIA:
LIA 3

Durch Drehen des Lasers kann geprüft werden, ob sich der Reset-Schalter
Reset-Schalter:
ein und aus schaltet.
aus
Wenn der Lasermotor läuft, überprüfen Sie ihn auf Schrittfehler.
Fehler Motor:
aus

Hier wird die Distanz vom Zentrum des Lasers zu einem Objekt angezeigt.
Abstand Object zum
Es wird ebenfalls angezeigt, ob der Laser etwas erfasst oder nicht. Laser: 0 mm
ADC= 32 625 mV
Nicht gut

Schaltet den Schrittmotor des Lasers ein oder aus (“on” oder “off”).
an
Lasermotor:

aus

Bei einem Schrittfehler des Lasermotors wird hier die Größe des Schlupfes
Fehler Motor:
M-HD.002.1003

angezeigt. Wenn dieser Wert größer als 2 ist, wenden Sie sich bitte an Ihren
Aktuell 0
Servicetechniker.
max: 0 min: 0
Nicht gut 0 mm

Kapitel 3 - Seite 35
Roboterschaltkasten

Ermöglicht es, den Reset-Schalter des Lasers und auch dessen


Laser Reset ja
Mitteleinstellung zu kalibrieren. Lassen Sie dies nur vom Servicetechniker
Schalter
vornehmen.
Eichen

nein

Schieben Sie die Testzitzen entweder in die vorderen oder hinteren


Testzitze in die
Melkbecher (zur Kalibrierung).
Becher

Dieser Bildschirm ermittelt die Position der Melkbecher in Bezug auf die
Nulllinie (Kalibrierung). Position bestimmen

Die folgenden Bildschirme zeigen die Messwerte der Testzitzen.


Grad Lmm Sc Zmm c b
• Grad 61 128 0 0 x 21
Laserwinkelmessung. Auflösung: 0,5 Grad (61 = 30,5 Grad zur T-Reset- -63 129 1 0 x 22
Linie). Die fett dargestellten Werte im ersten Bildschirm (61 Scan 0)
sollten in etwa mit den fett dargestellten Werten im zweiten Bildschirm (-
61 Scan 10) übereinstimmen. Die Differenz zwischen diesen beiden
Werten darf nicht größer als 2 sein.
• Lmm (Laserdistanz)
Laserdistanz = fest 13 mm bei I-Software + kürzester gemessener Distanz.
Laserdistanz = fest 10 mm bei U-Software + kürzester gemessener Distanz.
• Sc (Scan-Nummer) Grad Lmm Sc Zmm c b
Bei Sc 0 und Sc 11 handelt es sich um dieselben Objekte, von
-61 130 10 0 x 23
verschiedenen Richtungen aus gescannt.
-63 128 11 0 x 21
Bei Sc 1 und Sc 10 handelt es sich um dieselben Objekte, von
verschiedenen Richtungen aus gescannt.
• Zmm (nicht in Gebrauch)
• c (nicht in Gebrauch)
• b (Dicke des gemessenen Objekts)
M-HD.002.1003

In diesem Display wird der Wert von T-Reset eingestellt (mit Hilfe dieses
T Reset= 240
Wertes kann die Nulllinie des Lasers bewegt werden, um den oben
genannten Wert zu erhalten).

Kapitel 3 - Seite 36
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Wenn der Laser richtig funktioniert, wird in den folgenden Displays der Wert
Laser reset ja
Null angezeigt. Abweichungen des Lasers können hier korrigiert werden.
Schalter
Lassen Sie dies nur vom Servicetechniker vornehmen.
Eichen

nein

Eine Korrektur in X-Richtung versetzt den Melkbecher nach links oder rechts
Kompensationwert
von der vom Laser angegebenen Position.
X LH 0

Eine Korrektur in Y-Richtung versetzt den Melkbecher nach vorne oder


Kompensationwert
hinten von der vom Laser angegebenen Position. Wenn ein Wert über 20
Y LH 0
eingegeben wird, wird der Wert automatisch auf 0 gesetzt. Die
Ausgleichswerte für die RH-, LV- und RV-Positionen können in den nächsten
Bildschirmen eingestellt werden.

Testmenü > Separation


Kontrollieren Sie im "Testmenü > Box > Separationstür", welche Torstellung
zu welchem Wert gehört. In diesem Menü wird angegeben, welcher Raum Separationstür:
zu welchem Separationstor gehört.

In diesem Menü wird angezeigt, ob ein zweites Separationstor vorhanden ist.


ja
Wählen Sie "ja",um alle möglichen Optionen nu nutzen.
2 Separationstür:

nein

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer gelungenen
Sommer+Weidegang
Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingungen "Sommer+Weidegang
Separation
Separation" im X-pert-Programm erfüllt sind.

2
M-HD.002.1003

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer gelungenen
Sommer
Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingungen "Sommer Separation"
Separation
im X-pert-Programm erfüllt sind.

Kapitel 3 - Seite 37
Roboterschaltkasten

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer gelungenen
Winter
Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingungen "Winter Separation" im
Separation
X-pert-Programm erfüllt sind.

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer
Sommer+Weidegang
misslungenen Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingungen
Misslungen
"Sommer+Weidegang misslungen" im X-pert-Programm erfüllt sind.

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer
Sommer
misslungenen Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingung "Sommer
Misslungen
misslungen" im X-pert-Programm erfüllt ist.

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer Winter
misslungenen Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingung "Winter
Misslungen
misslungen" im X-pert-Programm erfüllt ist.

Wenn die Bedingung "Sommer+Weidegang Keine separ. wenn 3* Kuh


Sommer+Weidegang
misslungen" (je nach Einstellung) erfüllt ist, kann mit dieser Option ein neuer Keine separ. wenn
Raum für die Kuh ausgewählt werden.
3* Kuh misslungen

VCPC>2209 0

Wenn die Bedingung "Summer Keine separ. wenn 3* Kuh misslungen" erfüllt
Summer
ist, kann mit dieser Option ein neuer Raum für die Kuh ausgewählt werden.
Keine separ. wenn
3* Kuh misslungen

VCPC>2209 0

Wenn die Bedingung "Winter Keine separ. wenn 3* Kuh misslungen" erfüllt
Winter
ist, kann mit dieser Option ein neuer Raum für die Kuh ausgewählt werden.
Keine separ. wenn
3* Kuh misslungen
M-HD.002.1003

VCPC>2209 0

Kapitel 3 - Seite 38
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer gelungenen
Sommer+Weidegang
Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingungen für
Gelungen
"Sommer+Weidegang gelungen" erfüllt sind.

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer gelungenen
Sommer
Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingung für "Sommer gelungen"
Gelungen
erfüllt ist.

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer gelungenen Winter
Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingung für "Winter gelungen"
Gelungen
erfüllt ist.

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh geleitet werden soll,
Sommer+Weidegang
wenn im X-pert-Programm die Bedingungen für "Sommer+Weidegang
verweigert 0..70% +
verweigert 0..70% + Separation" erfüllt sind und die Kuh separiert werden Separation
soll.
1

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh geleitet werden soll,
Sommer+Weidegang
wenn im X-pert-Programm die Bedingungen für "Sommer+Weidegang
verweigert 70..100% +
verweigert 70..100% + Separation" erfüllt sind und die Kuh separiert werden Separation
soll.
1

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer gelungenen
Sommer
Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingungen für "Sommer
verweigert
verweigert Separation" im X-pert-Programm erfüllt sind und die Kuh separiert
Separation
werden soll.
1
M-HD.002.1003

Hier können Sie einstellen, in welchen Raum die Kuh nach einer gelungenen
Winter
Melkung geleitet werden soll, wenn die Bedingungen für "Winter verweigert
verweigert
Separation" erfüllt sind und die Kuh separiert werden soll.
Separation

Kapitel 3 - Seite 39
Roboterschaltkasten

Bei der Meldung "Sommer+Weidegang verweigert 0..70%" sollte die Kuh auf
Sommer+Weidegang
die Weide geführt werden.
verweigert 0..70% +

Bei der Meldung "Sommer+Weidegang verweigert 70..100%" sollte die Kuh


Sommer+Weidegang
nicht auf die Weide gelassen werden, da es kurz vor ihrer Melkzeit ist.
verweigert 70..100% +

1
Sommer und vom Roboter verweigert.
Sommer
verweigert

Winter und vom Roboter verweigert. Winter


verweigert

Hier kann der M4use-Separationsarm (optional) über den Eimern (4x) und
M4use actuator
über dem Abfluss (1x) positioniert werden. Wenn Milch separiert werden Abfluss
muss, wird der erste Eimer gefüllt. Bei der nächsten Separation wird Eimer 2
gefüllt.
0 0

M-HD.002.1003

Kapitel 3 - Seite 40
Betriebsanleitung ASTRONAUT

3.4.17 Qualität
"Milchsep." - Auswahl.
MQC - Milchsep.
MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - Farbe

Hier wird angezeigt, welche Respondernummer zu welcher Zeit gemolken


Kuh 100 02:00
wurde und welcher Eimer zur Separation der Milch verwendet wurde.
Kuh 110 04:10
Kuh 120 06:20
Kuh 130 08:30

"Leitfähigkeit" - Auswahl.
MQC - Milchsep.
MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - Farbe

Hier werden die Leitfähigkeitsdaten der derzeit gemolkenen Kuh angezeigt.


CoduLH 70 X
CoduRH 75 Y
CoduRV 73 Z
CoduLV 81

MQC - Milchsep.
"Temperature" - Auswahl. MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - Farbe

Gemessene Milchtemperatur der Kuh, die derzeit gemolken wird (keine


TempLH 37.8
verlässliche Messung). TempRH 37.9
TempRV 38.5
TempLV 38.2

MQC - Milchsep.
"Farbe" - Auswahl. MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
M-HD.002.1003

MQC - Farbe

Kapitel 3 - Seite 41
Roboterschaltkasten

Hier wird die Milchfarbe der derzeit gemolkenen Kuh angezeigt.


RGB LH 500 541 521
RGB RH 460 530 498
RGB RV 489 523 512
RGB LV 486 523 514

"Gew(icht)" - Auswahl.
MQC - Milchsep.
MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - Gew

Hier wird das Gewicht der derzeit gemolkenen Kuh angezeigt.


Gewicht 542 kg

"Menge" - Auswahl. MQC - Milchsep.


MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - Menge

Gemessener Milchfluss.
Fluss LH 20
Fluss RH 35
Fluss RV 25
Fluss LV 65

BFMP - Auswahl (Bedienfeld Melkplatz) - Auswahl.


MQC - Milchsep.
MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - BFMP

Informationen für den Servicetechniker. MM kg


>0kg <5kg <33kg

OK OK
M-HD.002.1003

"MILKTIME" - Auswahl.
MQC - Milchsep.
MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - MILKTIME

Kapitel 3 - Seite 42
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Informationen für den Servicetechniker.


- LH 20 Milch 3.40
- RH 35 Milch 3.56
- RV 23 Milch 3.32
- LV 27 Milch 3.23

"Frei" - Auswahl (nicht in Gebrauch).


MQC - Milchsep.
MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - Frei

Nicht genutzt.

Frei

3.4.18 Betrieb
Der Roboter wird mit diesem Menü in Betrieb genommen oder außer Betrieb
gesetzt.
STOP >> Betrieb
Warte auf Eingabetr.
M-HD.002.1003

Kapitel 3 - Seite 43
Roboterschaltkasten

Leerseite

M-HD.002.1003

Kapitel 3 - Seite 44
Betriebsanleitung ASTRONAUT

4 Cleaning synchronization and


Remote alarm System (CRS+)

Das CRS+ ist mit den folgenden Funktionen


ausgestattet:

• Abschaltung aller Melkroboter der relevanten


Gerätegruppe
CLEANING REMOTE

• Ausblasen der gesamten Milchleitung


SYNCHRONIZATION ALARM SYSTEM

• Steuerung des Zwischenkühlers (optional) 1 2 3


_ ABC DEF PROG RESET ALARM

• Steuerung des Drei-Wege-Ventils des Tanks


4 5 6
• Steuerung des Tankventils (optional)
GHI JKL MNO USER ESC

7 8 9 ↑ ↵
• Synchronisierung der Hauptreinigung PQRS TUV WXYZ ENTER

0 ← →
• Weiterleiten von Alarmmeldungen von einem oder ↓ POWER

mehreren Robotern an den/die Benutzer


• Interaktion mit dem Milchtank
Abbildung 4.1 CRS+-Bedienfeld
• Interaktion mit der Hubble Tank- und
Reinigungsüberwachung.

4.1 BEDIENUNGSTASTEN DES


CRS+
• Benutzung alphanumerischer Tasten
(Abbildung 4.2)
- Eingabe von Telefonnummern
- Ändern eines numerischen Werts
- Eingabe eines Kommas (0-Taste etwas
länger drücken)
• Verwendung der Pfeiltasten ↑ ↓ ← →
- Einstellen eines Wertes:
Pfeil ↑ = erhöht den Wert (z.B.
Uhreinstellung)
Pfeil ↓ = verringert den Wert
- Bildschirmnavigation/Scrollen: Abbildung 4.2 CRS+-Hauptbedienungselemente
Pfeil ↑ = Schritt nach oben innerhalb
eines Menüs
Pfeil ↓ = Schritt nach unten innerhalb
eines Menüs
M-HD.002.1003

Pfeil → = Bestätigung einer Menüoption (einen Schritt tiefer in die Struktur)


Pfeil ← = einen Schritt nach links (z. B. zur Einstellung eines numerischen Werts)
- Telefonnummern (Textmodus):
Pfeil ↑ = Rückschritt
Pfeil ↓ = Zwischenraum einfügen
• ENTER Taste ↵
Bestätigung einer Menüoption und/oder einer Eingabe (um tiefer in die Menüstruktur zu gehen, siehe
Verwendung der Pfeiltaste →).

Kapitel 4 - Seite 1
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

• ESC Taste
Um das Menü zu verlassen und auf eine höhere Ebene in der Struktur zu gehen (Schritt nach oben in der
Struktur).

4.2 SYSTEMSTRUKTUR
Die oben genannten Funktionen sind in Module eingebaut, die ihrerseits einen integralen Bestandteil des CRS+-
Bedienfelds bilden. Dabei handelt es sich um die folgenden Module:

• Cleaning synchronizer (CS) mit den folgenden Funktionen:


- Synchronisierung der Reinigungszyklen mehrerer Roboter (≥ 2). Für weitere Informationen, siehe
Kapitel 4.5 'BESCHREIBUNG DER VERSCHIEDENEN FUNKTIONEN DES CLEANING
SYNCHRONIZER (CS)'.
- Steuerung des Drei-Wege-Ventils, des Tankventils (optional) oder der Ventile des Vorkühlers (optional).
- Freigabe der Milch im Milchtank an den Fahrer des Milchsammelwagens über den Hotkey "Milchtank
leeren". Für weitere Informationen, siehe Kapitel 4.5.8 'Milchtank leeren'.
• Cleaning Reporting User Interface (CRUI)
Umfasst die Steuerung des Displays und der Leuchtanzeigen einschließlich der Erkennung der
Tastatureingabe [Kapitel 4.6 'CLEANING REPORTING USER INTERFACE (CRUI)'].
• Remote Alarm System (RAS) beinhaltet die folgenden Funktionen:
- Erfassung aktiver Alarmmeldungen der bereits installierten Melkroboter.
Für weitere Informationen siehe Kapitel 4.7 'REMOTE ALARM SYSTEM (RAS)'.
- Weiterleitung von Alarmmeldungen an den Benutzer durch ein Alarmsignal oder per Telefon.
Für weitere Informationen siehe Kapitel 4.7.2 'Audiovisuelle Alarmdarstellung'.

M-HD.002.1003

Kapitel 4 - Seite 2
Betriebsanleitung ASTRONAUT

4.3 ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DES CRS+


Das CRS+ steuert die Funktionen (Abbildung 4.3) zur
Reinigung der Milchtransportleitung und synchronisiert
die Reinigungszyklen mehrerer Roboter (einer
Gerätegruppe), wenn diese an die selbe
Milchtransportleitung angeschlossen sind.

Darüber hinaus ist das CRS+ mit einer Reihe von


Funktionen zur Leerung des Milchtanks ausgestattet. Je
nach Konfiguration des Milchtanks (siehe Kapitel 4.5.8
'Milchtank leeren') können damit die Melkroboter außer
Betrieb gesetzt werden, so dass die gesamte
Milchtransportleitung ausgeblasen werden kann. Wegen
dieser Funktionen wird das CRS+ normalerweise in
Tanknähe installiert. Abbildung 4.3 Melkroboter-Gerätegruppe
Alarmmeldungen eines oder mehrerer Astronaut
Melkroboter werden vom CRS+ über Alarm-LEDs/
Displaymeldungen angezeigt, sowie akustisch
wietergeleitet (per Telefon oder Alarmsummer).

Sobald ein Roboter dem CRS+ signalisiert, dass eine


Reinigung notwendig ist, wird diese Meldung an die
anderen Melkroboter weitergeleitet (falls
angeschlossen), damit sich auch diese auf eine
Reinigung vorbereiten (Aufheizen des Wassers). Sobald
alle Roboter zur Reinigung bereit sind, beginnt das
CRS+, sie außer Betrieb zu setzen. Wenn alle
Melkroboter außer Betrieb sind, wird der Zwischenkühler
(falls vorhanden) leer geblasen und die Reinigung
gestartet.

Das CRS+ (Abbildung 4.4) kommuniziert mit den


Melkrobotern über den VCPC (Cattle Code Process
Controller).
Der im CRS+ eingebaute Akku gewährleistet die
Abbildung 4.4 Gesamtansicht des CRS+
Energieversorgung auch bei einem Stromausfall. Bei
einem Stromausfall löst das CRS+ einen Alarm aus.
M-HD.002.1003

Kapitel 4 - Seite 3
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

4.4 BESCHREIBUNG DER CRS+ MENÜSTRUKTUR


Bei Inbetriebnahme des CRS+ erscheint die Meldung "init com" (Abk. für Kommunikation), zusammen mit einer
blinkenden LED unter "Systemcheck" (siehe Beispiel 1). Nach Beendigung der Inbetriebnahme erscheint der
folgende Bildschirm:
Beispiel 1:

Softwareversion 02.01
Systemcheck : (init com / OK)
Anzahl angeschl. Roboter: 3
[1801] 1101 1201 1301

Hier werden die aktuelle Softwareversion (z. B. 02.01 R), der Systemstatus (z. B. OK), die Anzahl der
Robotersysteme (z. B. 3) sowie die CRS-Adresse (z. B. 1801) einschließlich der Adressen der Roboter dieser
Gerätegruppe (z. B. 1102, 1201 und 1301) angezeigt. Bei fehlerfreiem Systemstatus sind diese Angaben ungefähr
10 Sekunden sichtbar. Danach wird das so genannte Statusfenster angezeigt.
Beispiel 2:

Milchflussrichtung/Ziel: Wasserfluss: (Abfluss/Haupttank/Puffertank)


Status Hauptreinigung: (Standby/Hauptrein.)
Status Vorkühler: (Standby/Leeren) (Robotergruppe: Ausser Betr)
Anzahl aktiver Alarme: - 00:00

Dieser Bildschirm enthält die folgenden Angaben:

• Zielort der Milchflussrichtung/Ziel: Wasserfluss: (Abfluss/Haupttank/Puffertank)


• Status der Hauptreinigung (Standby/Hauptrein.)
• Status des Vorkühlers (Standby/Leeren) (Robotergruppe: Ausser Betr)
• Zahl der aktiven Alarmmeldungen
• Aktuelle Zeit (rechts unten)

HINWEIS
• Sobald ein neuer Alarm ausgelöst wird (im Statusfenster zu sehen), wird automatisch die "Anzahl aktiver
Alarme" geöffnet.
• Aktive Alarmmeldungen können mit Hilfe der Pfeiltasten ↑ und ↓ direkt auf dem Bildschirm dargestellt
werden.
• Wenn nach ca. 5 Minuten kein Menü ausgewählt wurde, schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung des
CRS+-Bedienfelds automatisch ab.
• Wenn das CRS+ -Bedienfeld 20 Minuten lang nicht benutzt wird, wechselt das System automatisch vom
zuletzt gewählten Menüfenster zum Statusfenster (Abbildung 4.20).
• Mit der ENTER-Taste (Abbildung 4.2) können Sie das Statusfenster verlassen und eine der folgenden
Optionen des Hauptmenüs auswählen (siehe das Faltblatt der CRS+ -Menüstruktur).
M-HD.002.1003

• Alarmsystem1
• Reinigungssystem
• Einstellungen
• Tests
• Alarmhistorie

1) Die ausgewählte (aktive) Menüoption blinkt auf dem Bildschirm.

Kapitel 4 - Seite 4
Betriebsanleitung ASTRONAUT

4.4.1 Menüoption "Alarmsystem"


Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Über die Hauptmenüoption "Alarmsystem" (Abbildung 4.20) können die folgenden Untermenüs erreicht werden:
Liste aktiver Alarme →
Alarmhistorie →
Lösche Alarmliste →
Ingoriere Alarm f. nächsten 60 min.? →

• Liste aktiver Alarme


Überprüfen der aktiven Alarrmmeldungen.
• Alarmhistorie
Dieses Menü ruft gespeicherte Alarmmeldungen ab. Wenn ausgewählt, erscheint die neueste Alarmmeldung
(nach Uhrzeit und Datum) in der untersten Zeile.

HINWEIS
• Von Melkroboter A ausgelöste Alarmmeldungen müssen auch bei Melkroboter A bestätigt werden.
• Lösche Alarmliste
Auswahl von “yes” löscht alle aufgelisteten Alarmmeldungen.
• Ingoriere Alarm f. nächsten 60 min.?
Auswahl von “ja” unterdrückt alle aktiven Alarmmeldungen für die Dauer von 60 Minuten (d. h. keine
Benachrichtigung per Summer oder Telefon).

4.4.2 Menüoption "Reinigungssystem"


Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Über die Hauptmenüoption "Reinigungssystem" (Abbildung 4.20) können die folgenden Untermenüs geöffnet
werden:

• Robotergruppe
Robotergruppe → (Betrieb/geht ausser/ausser Betr/geht in)
Tankventil offen → (Auf/zu)
Leerblasen Milchleitung → (gesendet)

Zeigt an ob eine Gerätegruppe (Cluster) in/außer Betrieb ist


M-HD.002.1003

• Tankventil offen
Robotergruppe → (Betrieb/geht ausser/ausser Betr/geht in)
Tankventil offen → (Auf/zu)
Leerblasen Milchleitung → (gesendet)

Öffnet das Milchtankventil, damit der Tank geleert werden kann.

Kapitel 4 - Seite 5
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

• Leerblasen Milchleitung
Robotergruppe → (Betrieb/geht ausser/ausser Betr/geht in)
Tankventil offen → (Auf/zu)
Leerblasen Milchleitung → (gesendet)

Zum Ausblasen der Milchleitung.

4.4.3 Menüoption "Einstellungen"


Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Im Menü "Einstellungen" (Abbildung 4.20 und 4.21) werden die folgenden Optionen angezeigt:

- Alarmsystemeinstellungen
- Reinigungssytemenstellungen
- General settings

Alarmsystemeinstellungen →
Reinigungssytemenstellungen →
Generelle Einstellungen →

Über die Menüoption "Alarmsystemeinstellungen" (Abbildung 4.21) können die folgenden Submenüs
abgerufen werden:

- Alarmeinstellung pro Alarm


Alarmeinstellung pro Alarm →
Telefoneinstellungen →
Nacht- und Tagbetrieb →

In diesem Bildschirm werden die einzelnen Einstellungen für jeden Alarm angezeigt.
† Unbekannter Alarm: A++ T++
Kuh begleiten: A++ T+–
Arm schwenkt nicht: A++ T++
† Arm Positionsfehler: A++ T++

Erläuterung der Alarmeinstellung: Kuh begleiten: A++T+ -


A ++ T + - (A = Alarm am CRS und weiteren Warneinrichtungen)
A ++ T ++ (T = Telefonalarm) + = aktiv/ – = nicht aktiv
A ++ T ++ (1. + = Anruf am Tag)
A ++ T ++ (2. + = Anruf nachts)
Sign † = Alarmliste kann nicht vollständig angezeigt werden.
M-HD.002.1003

Kuh begleiten
Tag Nacht
Alarmsignal : yes : yes
Telephonanruf : yes : no

In diesem Bildschirm können die Alarmeinstellungen geändert werden.

Kapitel 4 - Seite 6
Betriebsanleitung ASTRONAUT

- Telefoneinstellungen
Alarmeinstellung pro Alarm →
Telefoneinstellungen →
Nacht- und Tagbetrieb →

Hier können Sie unter anderem Telefonnummern und Wartezeiten eingeben.

- Nacht- und Tagbetrieb


Alarmeinstellung pro Alarm →
Telefoneinstellungen →
Nacht- und Tagbetrieb →

Hier können Sie Einstellungen für Tages- und Nachtzeit vornehmen.

HINWEIS
• Die unten beschriebenen Einstellungen beeinflussen die Verfahrensweise des Reinigungssystems.
Wenden Sie sich an Ihren LELY-Kundendienst bevor Sie Änderungen vornehmen.
• Reinigungssytemenstellungen
Hier können Sie die folgenden Optionen auswählen (Abbildung 4.22):
Alarmsystemeinstellungen →
Reinigungssytemenstellungen →
Generelle Einstellungen →

- Nachkühlzeit
Einstellung der Nachkühlzeit des Vorkühlers.
- Milchtankkonfiguration
Konfiguration der Milchlagerung, wie z.B.: 1 tank man. start, 2 tank and buffer tank etc.
- Leerblasen Leitung in leeren T
Hiermit wird ausgewählt ob die Milchleitung ausgeblasen werden muss, wenn die Roboter zur Entleerung
des Milchtanks außer Betrieb genommen werden.
- Twin filter vorhanden
Hier wird eingestellt ob ein Zwillingsfilter vorhanden ist.
- Verzögerung Filterwechsel
Setzt die Zeit für den Filtertausch nach dem Start der Hauptreinigung.
- Wizard configuration outputs
Um verschiedene Gerätegruppen-Konfigurationen festzulegen.
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Kapitel 4 - Seite 7
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

• Generelle Einstellungen
Hier finden Sie die folgenden Optionen (Abbildung 4.22):
Alarmsystemeinstellungen →
Reinigungssytemenstellungen →
Generelle Einstellungen →

- Uhr einstellen
Zum Einstellen der Uhrzeit (SS:MM) und des Datums (JJ/MM/TT). Manuelle Umschaltung von Winter
und Sommerzeit
- Displaysprache
Wählt die angezeigte Sprache.
- Tonsprache
Wählt die akustische Sprache für telefonische Meldungen.
- Astronaut Name einstellen
Zur Eingabe des Namens für den Astronaut Melkroboter.
- CRS+ Adresse
Zur Einstellung der CRS+ Adresse (Netzwerkadresse).
- CRS+ Name
Zur Eingabe des Namens für das CRS+ System

4.4.4 Menüoption "Tests"


Über die Hauptmenüoption "Tests" (Abbildung 4.23) können die folgenden Untermenüs geöffnet werden:
Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Softwareversion & Systemcheck →


Test Alarmsystem →
Test Reinigungssystem →

• Softwareversion & Systemcheck


Zur Anzeige von Informationen, wie beispielsweise: Nummer der Softwareversion, Systemstatus sowie Zahl
der eingeschalteten Melkroboter.
• Test Alarmsystem
Zum Überprüfen der einzelnen Alarmeingänge und -anschlüsse.
• Test Reinigungssystem
Zur Überprüfung der verschiedenen Komponenten des Reinigungssystems, wie z.B.: Drei-Wege-Ventile von
Haupt- und Puffertank, Tankventil etc.
M-HD.002.1003

Kapitel 4 - Seite 8
Betriebsanleitung ASTRONAUT

4.4.5 Menu option "Alarmhistorie"


Das "Alarmhistorie"-Menü (Abbildung 4.24) zeigt gespeicherte Daten von den folgenden Ereignissen:

• Reinigen
Astricid-Reinigung (cluster number, start (Datum/Uhrzeit), end (Datum/Uhrzeit), approved und disapproved
• Tank driver
Leerung des Milchtanks (cluster number, end (Datum/Uhrzeit), approved and disapproved
• System
- Werksausführung installiert
- Änderung der Softwareversion (alte Version and neue Version)
- System-Reset Ende (Uhrzeit und Datum bei Programmabbruch), manuell (wenn 0-RESET verwendet
wurde)
• Filter
- Replaced filter 1/2 (cluster number, used (Verwendungsdauer)
- Switched to filter 1/2 (cluster number, automatic (während der Reinigung)
- Not switched to filter (wenn dies während der Reinigung hätte geschehen sollen).

27/07 6:29 Reinigung Astri-cid


27/07 8:16 Schaltet zu Filter
27/07 10:26 Filter 2 c
27/07 14:29 Reinigung Astri-lin

Drücken Sie die "Pfeil →" Taste um nach bestimmten Daten zu suchen.
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Kapitel 4 - Seite 9
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

4.4.6 Zwillingsfilter-System (optional)

Allgemein
Zur Zeit ist ein Milchfilterelement an jedem Melkroboter installiert.
Hygenevorschriften der EG verlangen, dass das Filterelement vor einer
Hauptreinigung ausgetauscht wird. Dies verhindert, dass eine
Hauptreinigung mit einem verschmutzten Filterelement durchgeführt
wird.
Zwillingsfilter-
Bei Einsatz des automatischen Zwillingsfilter-Systems (Abbildung 4.5) System
wird zu Beginn einer Heißwasserreinigung automatisch ein neues
Filterelement verwendet. Der alte Filter kann zu einem beliebeigen
Zeitpunkt zwischen den Hauptreinigungen ausgetauscht werden (siehe
Abbildung 4.6). Abbildung 4.5 Zwillingsfilter in
Tanknähe
Filterwechsel
Das Zwillingsfilter-System wird vom CRS+ gesteuert. Bei Betätigung des Hotkey "PROG" (Abbildung 4.13)
erscheinen die folgenden Menüs:

Nach der Auswahl (mittels ENTER-Taste) von "Schalter Milchfilter" erscheint der folgende Bildschirm:
Programm wählen
Schalter Milchfilter →

Drücken Sie “ESC” um dieses Menü wieder zu verlassen.


Schalter Milchfilter:
Filter 1: benutzt (3:03)
Filter 2: sauber
ENTER um Filter 2 c zu benutzen

Tabelle 4.1 Zwillingsfilter-Meldungen

Meldung (Status) Beschreibung

sauber Das entsprechende Filterelement ist nach der nächsten


Hauptreinigung zu verwenden.

benutzt Das entsprechende Filterelement am Ende einer


Hauptreinigung in Gerbrauch.
Das Filterelement ist noch sauber, aber wartet auf den ersten
Milchfluss.

benutzt (0:05) Das entsprechende Filterelement ist in Gebrauch.


Der erste Milchfluss lief vor 5 Minuten durch das Filterelement.

wechseln (7:45) Das entsprechende Filterelement ist seit 7 Stunden und 45


Minuten in Gebrauch.
Das Filterelement muss ausgetauscht werden.
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HINWEIS
• Wenn ein benutzter Filter 30 Minuten vor dem Start der nächsten Hauptreinigung nicht ausgetauscht wurde,
wird ein Alarm ausgelöst.
• Wenn der Austausch eines Filterelements nicht durchgeführt wurde, wechselt CRS+ nicht automatisch zu
dem nächsten Filterelement. Der Reinigungsvorgang wird durch das nicht ausgetauschte Filterelement
fortgesetzt.

Kapitel 4 - Seite 10
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Wenn das entsprechende Filterelement blockiert ist oder häufig ausgetauscht werden muss, verfahren Sie wie
folgt:

1) Setzen sie den/die entsprechenden Melkroboter außer Betrieb


2) Blasen Sie die Milchleitung leer
3) Tauschen Sie das entsprechende Filterelement aus und reinigen Sie das Filtergehäuse.
4) Setzen Sie den/die Melkroboter mit dem CRS+ wieder in Betrieb.
M-HD.002.1003

Abbildung 4.6 Ablaufschema Zwillingsfilter (CRS+ Meldungen)

Kapitel 4 - Seite 11
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

4.5 BESCHREIBUNG DER VERSCHIEDENEN FUNKTIONEN DES


CLEANING SYNCHRONIZER (CS)

4.5.1 Außerbetriebsetzung von Melkrobotern


Alle Melkroboter der definierten Gerätegruppe (Cluster) können mit Hilfe der Menüoption "Reinigungssystem >
Robotergruppe" (Abbildung 4.20) in und außer Betrieb genommen werden.
Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Robotergruppe → (Betrieb/geht ausser/ausser Betr/geht in)


Tankventil offen → (Auf/zu)
Leerblasen Milchleitung → (gesendet)

4.5.2 Ausblasen der gesamten Milchleitung


Durch Aktivieren der Menüoption "Reinigungssystem > Leerblasen Milchleitung" (Abbildung 4.20) kann die
Milchtransportleitung zwischen den Robotern und dem Milchtank leer geblasen werden..
Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Robotergruppe → (Betrieb/geht ausser/ausser Betr/geht in)


Tankventil offen → (Auf/zu)
Leerblasen Milchleitung → (gesendet)

4.5.3 Steuerung des Zwischenkühlers (optional)


• Vorkühlen nach Hauptreinigung
Nach Abschluss der Hauptreinigung wird der Kühler für eine bestimmte Dauer eingeschaltet, so dass die
Temperatur durch Einfüllen von kaltem Wasser gesenkt wird.
• Kühlung beim Auspumpen der Milch
Während dem Auspumpen der Milch (nach einer Melkung) wird der Zwischen-/Vorkühler automatisch
gesteuert.
Sobald alle Milchpumpen einer bestimmten Milchtransportleitung gestoppt sind, muss über einen bestimmten
Zeitraum nachgekühlt werden.
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Der Zwischenkühler wird mittels der Menüoption "Einstellungen > Reinigungssytemenstellungen >
Nachkühlzeit Vorkühler" (Abbildung 4.21) eingeschaltet.

Kapitel 4 - Seite 12
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Alarmsystemeinstellungen →
Reinigungssytemenstellungen →
Generelle Einstellungen →

Nachkühlzeit Vorkühler → 30 sec. (0 - 90 sec.)


Milchtankkonfiguration → (1 t auto)
Leerblasen Leitung in leeren T → (ja/nein)
Twin filter vorhanden → (ja/nein)
Verzögerung Filterwechsel →
Wizard configuration outputs →

• Leeren des Kühlers für die Hauptreinigung


Beim Start der Hauptreinigung wird der Zwischenkühler geleert, um ein zu starkes Abkühlen des heißen
Reinigungswassers zu verhindern.
Dies wird durch Druckluft oder Entleerung (Wasserventil) erreicht.

4.5.4 Steuerung des Drei-Wege-Ventils am Milchtank


Das Drei-Wege-Ventil am Milchtank wird vollautomatisch vom Melkroboter gesteuert.

4.5.5 Steuerung des Tankventils (optional)


Diese Funktion kann genutzt werden, wenn der Milchtank mit einem pneumatischen Tankventil ausgerüstet ist.

4.5.6 Synchronisierung der Hauptreinigung


Mit dieser Funktion kann die Hauptreinigung von mehreren Melkrobotern synchronisiert werden. Der Verlauf der
Synchronisierung wird am CRS+ Bildschirm dargestellt (siehe Tabelle 4.2).

Tabelle 4.2 Synchronisierung der Hauptreinigung

Display-Text Beschreibung

COM Init. Initialisierung bei Inbetriebnahme des CRS+

Standby Momentan ist keine Hauptreinigung im Gang

Start Vorber. Vorbereitung der Hauptreinigung (Aufheizen des Wassers)


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Vorbereiten Vorbereitung der Hauptreinigung ist im Gang (Aufheizen des


Wassers)

St. aus Betr. Beginn des Ausschaltens der Melkroboter

Wa. aus Betr Wartet bis die Melkroboter außer Betrieb gesetzt sind (aktuelle
Melkung beenden)

Start Hauptr Start der Hauptreinigung

Kapitel 4 - Seite 13
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

Tabelle 4.2 Synchronisierung der Hauptreinigung

Display-Text Beschreibung

Hauptrein. Hauptreinigung im Gang

Warte Puffer Warten auf Reinigung des Puffertanks

Warte Hubble Warten auf Hubble-Freigabe (momentan nicht verwendet)

Beginn Inbet Beginnt mit der Inbetriebnahme der Melkroboter

Warte Inbet Wartet bis die Melkroboter in Betrieb sind

Ende Rein Ende der Reinigung

Fertig Rein Abschluss der Reinigung

4.5.7 Kommunikation mit der Milchtanksteuerung

Abbildung 4.7 Hotkey "Milchtank leeren"

Mit Hilfe des Hotkey "Milchtank leeren" (Abbildung 4.7) können Sie den Vorgang zur Milchabholung starten (für
weitere Informationen, siehe Abschnitt 4.6.1 ’Hotkeys’).
Abhängig von dem jeweiligen Melksystem kann die Funktion dieses Hotkeys so eingestellt werden, dass dieselbe
Taste benutzt wird (siehe nachfolgende Menüoption).
Sie können entscheiden ob die Entleerung der Milchtransportleitung übersprungen wird, indem Sie bei der Option
"Leerblasen Leitung in leeren T" "ja" oder "nein" auswählen (Abbildung 4.21).

Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Alarmsystemeinstellungen →
Reinigungssytemenstellungen →
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Generelle Einstellungen →

Kapitel 4 - Seite 14
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Nachkühlzeit Vorkühler → 30 sec. (0 - 90 sec.)


Milchtankkonfiguration → (1 t auto)
Leerblasen Leitung in leeren T → (ja/nein)
Twin filter vorhanden → (ja/nein)
Verzögerung Filterwechsel →
Wizard configuration outputs →

4.5.8 Milchtank leeren


Hier haben Sie die folgenden Konfigurationsmöglichkeiten
(Abbildung 4.8):

• 1 Tank man. Start


Bei einem "1 Tank man. Start" -System, werden die
Melkroboter mit dem Hotkey "Milchtank leeren" außer
Betrieb gesetzt.
Während die Roboter außer Betrieb gesetzt werden,
blinkt die LED rot (Abbildung 4.10). Sobald die Roboter
außer Betrieb gesetzt sind (und keine Milch mehr in den
Tank gepumpt wird), wird die LED durchgehend grün
leuchten. Dieses Signal erlaubt dem Fahrer des
Milchsammelwagens den Tank zu leeren.
Es werden keine Daten an den Milchtank übermittelt, so
dass der Benutzer die Beendigung von Entleerung und Abbildung 4.8 Milchtank-Konfigurationen
Reinigung mittels dieses Hotkeys bestätigen muss, um
die Melkroboter wieder in Betrieb zu setzen.

HINWEIS
• Wenn der Milchabscheider als Puffer benutzt wird, wird der Befehl "Out of operation” sofort bestätigt.

• 1 Tank auto Start


Bei einem "1 Tank auto Start"-Systemhat der Hotkey keine Funktion.
Bei diesem System wird die Milchabholung über einen separaten Eingang (externes System) eingeleitet, so
dass das gesamte Verfahren über die Milchtankbedienung gesteuert wird. Die Milchabholung verläuft wie
folgt:
- Außerbetriebsetzung der Melkroboter wird eingeleitet
- Warten auf die Außerbetriebsetzung der Roboter
- Ausblasen der Milchleitung (optional)
- Umschalten des Drei-Wege-Ventils am Milchtank.

Der Milchtank erhält ein Freigabesignal für die Leerung und Reinigung. Über die Milchtankbedienung zeigt das
CRS+ den Abschluss des oben genannten Verfahrens an (Leerung und Reinigung).
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Schließlich werden die Melkroboter wieder in Betrieb gesetzt, nachdem die Hubble® Tank- und
Reinigungsüberwachung (optional) die Freigabe des Milchtanks geprüft hat.

Kapitel 4 - Seite 15
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

• 2 Tank and Puffertank


Bei einem "2 Tank and Puffertank"-System ist es notwendig (mit dem Hotkey) zwischen dem Haupttank und
dem Puffertank umzuschalten (Abbildung 4.8).
Wenn die Milchtransportleitung an den Puffertank angeschlossen ist, wird die Hotkey-LED ununterbrochen
grün aufleuchten (Haupttank kann geleert werden). Das Zurückschalten erfolgt mit Hilfe desselben Hotkeys.
Der CRS+Bildschirm zeigt den Tank, in den die Milch geleitet wird an, während die Hotkey-LED rot blinkt.
Das Drei-Wege-Ventil wird wie folgt angesteuert:
- Milch wird in den Haupttank geleitet:
Das Drei-Wege-Ventil des Haupttanks funktioniert normal (Tankposition beim Melken, Abflussposition
beim Reinigen der Milchtransportleitung)
Das Drei-Wege-Ventil des Puffertanks ist auf die Abflussposition festgestellt.
- Milch wird in den Puffertank geleitet:
Das Drei-Wege-Ventil des Haupttanks ist auf die Abflussposition festgestellt.
Das Drei-Wege-Ventil des Puffertanks funktioniert normal (Tankposition beim Melken, Abflussposition
beim Reinigen der Milchtransportleitung).
• 1 Tank Pufferkessel Boetech
Bei einem "1 Tank Pufferkessel Boetech"-System ist das Verfahren zur Milchabholung das gleiche wie oben
beschrieben (siehe Beschreibung "1 Tank auto Start").
• 1 Tank Pufferkessel DeL
Arbeitet wie das "1 Tank auto Start"-System.

4.5.9 Kommunikation mit der Hubble Tank- und Reinigungsüberwachung


Die Hubble Tank- und Reinigungsüberwachung überprüft:

• Die Reinigung des Milchtanks


• Die Reinigung der Milchtransportleitung von den Milchrobotern → Milchtank
• Lagerbedingungen für die Milch im Milchtank

Während der Reinigung des Milchtanks kann die Hubble®-Anlage das Einschalten der Melkroboter verhindern.
Alle von der Hubble®-Anlage ausgelösten Alarmmeldungen werden an das CRS+ weitergeleitet.

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Kapitel 4 - Seite 16
Betriebsanleitung ASTRONAUT

4.6 CLEANING REPORTING USER INTERFACE (CRUI)


Die CRUI ist mit den folgenden Funktionen PROG-Hotkey
ausgestattet (Abbildung 4.9): Hotkey "Milchtank USER hotkey
leeren" Display RESET hotkey
• Display, 4-zeilig (max. 40 Zeichen/Zeile)
• Navigationstasten für Menüs
• Hotkey "Milchtank leeren"
• PROG-Hotkey CLEANING
SYNCHRONIZATION
REMOTE
ALARM SYSTEM

• USER-Hotkey
• RESET-Hotkey 1 2 3
_ ABC DEF PROG RESET ALARM

4 5 6
4.6.1 Hotkeys GHI JKL MNO USER ESC

7 8 9 ↑ ↵
• Hotkey "Milchtank leeren" PQRS TUV WXYZ ENTER

0 ← →
↓ POWER

Abbildung 4.9 CRS+-Funktionen

Abbildung 4.10 Hotkey "Milchtank leeren"

Erläuterung der LEDs (Abbildung 4.10 und 4.11):


No LED (LED off):
Melkanlage ist nicht zur Leerung des Milchtanks bereit
Rote LED (blinkt):
Melkanlage bereitet die Leerung des Milchtanks vor
Grüne LED (andauernd):
Melkanlage ist zur Leerung des Milchtanks bereit

• Hotkey "RESET" (Unterdrückung des Alarmsummers)

Abbildung 4.11 Aufkleber "Verfahren zur


Entleerung des Milchtanks“
für den Fahrer (Teil Nr. 9.1170.0630.5)

Abbildung 4.12 Hotkey "RESET"


M-HD.002.1003

Mit dieser Taste (Abbildung 4.12) werden eingehende Alarmsignale unterdrückt.


Wenn das Signal rechtzeitig unterdrückt wird (innerhalb der Verzögerung "Anrufverögerung"), wird das
Fernalarmsystem (RAS) keinen Telefonalarm auslösen. Für weitere Informationen, siehe Kapitel 4.7.8 'Alarm-
Resets'.

Kapitel 4 - Seite 17
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

• Hotkey "PROG"

Abbildung 4.13 Hotkey "PROG"

Der Hotkey "PROG" (Abbildung 4.13) wird zur Bedienung der Zwillingsfilter (optional) verwendet.

Alarmsystemeinstellungen →
Reinigungssytemenstellungen →
Generelle Einstellungen →

• Hotkey "USER" (derzeit nicht in Gebrauch)

Abbildung 4.14 Hotkey "USER"

Mit dem Hotkey "USER" (Abbildung 4.14) kann sich der Benutzer an- und abmelden.
Damit kann das Fernalarmsystem (RAS) den richtigen Telefonanruf machen.

M-HD.002.1003

Kapitel 4 - Seite 18
Betriebsanleitung ASTRONAUT

4.7 REMOTE ALARM SYSTEM (RAS)


Das RAS ist mit den folgenden Funktionen Alarm-RESET-Taste/
ausgestattet: Display Alarm-LED
• Erfassen aktiver Alarmmeldungen
(Kommunikation mit dem Melkroboter)
• Audiovisuelle Alarmdarstellung
CLEANING REMOTE
SYNCHRONIZATION ALARM SYSTEM

• Visuelle Darstellung von Alarmmeldungen


• Festlegung von Alarmprioritäten 1 2 3
_ ABC DEF PROG RESET ALARM
• Planung von telefonischen Alarmmeldungen.
4 5 6
• Struktur der Telefonanrufe GHI JKL MNO USER ESC

• Durchführung von Telefonanrufen 7 8 9 ↑ ↵


PQRS TUV WXYZ ENTER

• Alarm-Resets 0 ← →
↓ POWER

• Alarmbestätigungen
• Alarmverwaltung (Textberichte und
Sprachmeldungen) Abbildung 4.15 CRS+-Bedienfeld
• Befristete Unterdrückung von
Alarmmeldungen.

4.7.1 Erfassen aktiver Alarmmeldungen


Alarmmeldungen werden vom Melkroboter oder dem CRS+ ausgelöst und an das RAS weitergeleitet.

4.7.2 Audiovisuelle Alarmdarstellung


Eine eingehende Alarmmeldung wird am CRS+Bedienfeld durch
die ALARM-LED und ein akustisches Alarmsignal angezeigt
(Abbildung 4.16).
Für weitere Informationen siehe Kapitel 4.6.1 'Hotkeys'.

4.7.3 Visuelle Darstellung von Alarmmeldungen


Abbildung 4.16 ALARM-LED am
Alle aktiven Alarmmeldungen werden am CRS+ Display CRS+-Bedienfeld
angezeigt (Abbildung 4.15).
Zusätzlich wird dargestellt, auf welches Melkrobotersystem sich
der Alarm bezieht.

4.7.4 Auslösung von Telefonanrufen


Für jeden Alarm kann eingestellt werden, ob ein Anruf erfolgen soll.
Wenn ein bestimmter Alarm mit einem Anruf verknüpft wurde, kann auch ein so genanntes "Anrufverögerung"
(Abbildung 4.21) eingestellt werden; die Dauer dieser Verzögerung kann zwischen 0 und 60 Minuten betragen.
Auf diese Weise erfolgt der Anruf zu einem zuvor festgelegten Zeitpunkt.
Um die Verlässlichkeit des Anrufs zu gewährleisten, überprüft das System mindestens 2 vom Benutzer
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eingegebene Telefonnummern.
Es wird nur eine Alarmmeldung pro Anruf weitergegeben. Infolgedessen erfolgen mehrere Anrufe, wenn mehr als
ein Alarm ausgelöst wurde.

Kapitel 4 - Seite 19
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

4.7.5 Festlegung von Alarmprioritäten


Jeder einzelne Alarm hat seine eigene Priorität, mit der festgestellt wird, ob ein telefonischer Kontakt (Anruf)
notwendig ist. Diese Prioritäten werden vom RAS zentral registriert.
Für weitere Informationen siehe Kapitel 4.4.3 'Menüoption "Einstellungen"'.

4.7.6 Planung von Anrufen.


Wenn ein Alarm über einen bestimmten Zeitraum andauert und eine Priorität festgelegt wurde, erfolgt ein Anruf.
Es sollten mindestens 2 Telefonnummern eingegeben sein, die in einer festgelegten Reihenfolge angerufen
werden.
Bei jedem Alarm kann für die Anrufe ein Zeitrahmen (Tages- oder Nachtzeit) eingestellt werden. Nähere
Informationen hierzu, siehe Kapitel 4.4.3 'Menüoption "Einstellungen"'.
Es wird nur eine Alarmmeldung pro Anruf weitergegeben. Infolgedessen erfolgen mehrere Anrufe, wenn mehr als
ein Alarm ausgelöst wurde.
Nachts ausgelöste Alarmmeldungen werden dem Benutzer beim Wechsel von Nacht- auf Tageszeit gemeldet (d.
h., sie werden bis zum Anbruch der Tageszeit gespeichert).

4.7.7 Struktur der Telefonanrufe


Die Telefonnummernwerden von dem internen Modem angewählt. Wenn der Anruf entgegengenommen wird,
wird der im CRS+-Display angezeigte Text als Sprachmitteilung abgespielt.
Ein Sprachmodul steuert das Abspielen der Sprachmeldungen.

HINWEIS
• Die Meldung "Press one to play message" (Zum Abspielen der Meldung bitte die Eins drücken) wird über
einen zuvor festgelegten Zeitraum wiederholt. Dieser Zeitraum kann geändert werden, um den Dialog auch
auf ein Sprachspeichersystem oder einem Anrufbeantworter abzustimmen.

4.7.8 Alarm-Resets
Der Reset, d. h. das Zurücksetzen von Alarmmeldungen, führt zu ihrer Unterdrückung. Der Alarm bleibt bestehen,
aber weder das akustische Alarmsignal noch der Telefonanruf werden ausgelöst.
Alarmmeldungen (von dem Robotermelksystem) können folgendermaßen zurückgestellt werden:

- Hotkey "RESET" am CRS+ Bedienfeld


- per Telefon (während der telefonischen Alarmmeldung).
• Zurückstellen von Alarmmeldungen mit dem Hotkey
"RESET"
Alle aktiven Alarmmeldungen können mit dem Hotkey "RESET“
(Abbildung 4.17) am CRS+ Bedienfeld für eine bestimmte
(einstellbare) Dauer unterdrückt werden. Sobald ein neuer Alarm
ausgelöst wird, wird das akustische Alarmsignal wieder aktiviert.
Abhängig von der eingestellten Verzögerungszeit (0-60 Min.)
wird ein Anruf vorgenommen (siehe Abschnitt 4.7.4 ’Auslösung Abbildung 4.17 Hotkey "RESET" am
CRS+ Bedienfeld
M-HD.002.1003

von Telefonanrufen’).
• Zurückstellen von Alarmmeldungen per Telefon.
Jeder einzelne Alarm (Telefonanruf) kann vom Telefon aus zurückgestellt werden (optional). Dies wird mit
einem 4-ziffrigen, einstellbaren Code (Grundeinstellung 1234) bestätigt.
Solange die Ursache des Alarms nicht beseitigt wurde, bleibt der Alarm aktiv. Bis dann wird der Anruf nach
einem (einstellbaren) Intervall wiederholt.

Kapitel 4 - Seite 20
Betriebsanleitung ASTRONAUT

4.7.9 Gespeicherte Alarmmeldungen

27/7 11:18 Phonecall to nr.: 1


20/7 06:54 1101 Kuh zu lange in Box
15/7 09:12 1201 Kuh begleiten
10/6 15:04 1201 Netzfehler

Mit diesem Menü werden die gespeicherten Alarmmeldungen aller angeschlossenen Roboter angezeigt.

Nachdem "Telefonanruf" mit der ENTER-Taste gewählt wurde, erscheint der folgende Bildschirm:

27/7/04 11:18 Telefonanruf to nr. : 1


Keine Antwort
Anzahl Meldungen :1

Dieser Bildschirm zeigt die angerufene Nummer, ob der Alarm während des Anrufs bestätigt wurde und wie viele
Meldungen bestätigt wurden.

27/7/04 11:10 Start


1601 Netzfehler
27/7/04 11:18 Reset Telefonnr. : 1
27/7/04 11:18 Ende Anr. 1 Antw. 1

Dieser Bildschirm zeigt die Startzeit eines bestimmten Alarms, wann der Alarm zurückgesetzt wurde, die
angerufene Nummer und wann der Anruf beendet wurde. Am Schluss wird gezeigt wie viele Anrufe durchgeführt
wurden und ob ein Anruf empfangen wurde.

4.7.10 Bestätigung von Alarmmeldungen


Jede Alarmmeldung des Melkroboters sollte vom Benutzer bestätigt werden. Um einen Alarm zu beenden sollte
zuerst die Ursache beseitigt werden.
Für weitere Informationen zu Alarmmeldungen des Melkroboters, bitte siehe auch Kapitel 3 'Roboterschaltkasten'
> Kapitel 3.4.6 'AlarmReset'.

4.7.11 Alarmverwaltung, Textberichte und Sprachmeldungen


Für jeden Alarm können folgende Einstellungen vorgenommen werden:

• Einstellung des Alarmsummers ("ja" oder "nein", "Tag" oder "Nacht")


• Anruf auslösen ("ja" oder "nein", "Tag" oder "Nacht")

Die folgenden Einstellungen sind allen Alarmen zugeordnet (Menüoption “Einstellungen >
Alarmsystemeinstellungen > Alarmeinstellung pro Alarm > Telefoneinstellungen”):
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• Telefonnummern > Telefonnummer ändern


Hiermit können Sie bis zu 10 Telefonnummern eingeben (die "Pfeil ↑ -Taste" löscht die Nummern).
• Anrufverögerung1
Zeit zwischen Empfang der Alarmmeldung und Auslösung des Telefonanrufs.

1) Nicht bei der Alarmmeldung "Kuh begleiten“ und "Netzfehler".

Kapitel 4 - Seite 21
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

• Anrufverzögerung nach Reset


Zeit zwischen dem Zurücksetzen des Alarms und einem wiederholten Anruf
• Resetcode
Hiermit können Sie den empfangenen Alarm vom Telefon aus zurückstellen. Alle vorliegenden Alarme
werden dann zurückgestellt.
• Wartezeit für Antwort n. Anruf
Es gibt verschiedene Unterbrechungsfunktionen, die die Verbindung beenden, falls der Benutzer nicht
antwortet. Die Meldung "Press one to play message" (Zum Abspielen der Meldung bitte die Eins drücken)
wird eine bestimmte Zeit lang wiederholt Dieser Zeitraum ist einstellbar, damit der Dialog genau auf ein
Sprachspeichersystem oder einen Anrufbeantworter abgestimmt werden kann.
• Mobiltelefon PIN code > Eingabe PIN code (4-8 digits)
Für GSM Modeminstallationen. PIN-Code für Sim-Card-Aktivierung
• Ländermodemcode
Für analoge Modeminstallationen. Verschiedene Länder benötigen unterschiedliche Modemeinstellungen.
• Wahlmethode
Für analoge Modeminstallationen. Angabe des Wahlverfahrens, Impuls/Ton.

4.7.12 Befristete Alarmunterdrückung


In dem nachfolgenden Menü kann die befristete Unterdrückung des Alarms (max. 60 Min.) eingestellt werden.
Dabei werden sowohl der Alarmsummer als auch die telefonische Benachrichtigung vorübergehend deaktiviert
(Abbildung 4.20).

Alarmsystem →
Reinigungssystem →
Einstellungen →
Tests →
Alarmhistorie →

Liste aktiver Alarme →


Alarmhistorie →
Lösche Alarmliste →
Ingoriere Alarm f. nächsten 60 min.? → (ja/nein)

Wenn hier die Option "ja" gewählt wird, werden auch neu ausgelöste Alarmmeldungen unterdrückt (sehr zu
empfehlen während Wartungsarbeiten am Roboter).
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Kapitel 4 - Seite 22
Betriebsanleitung ASTRONAUT

4.8 MILCHTRANSPORTLEITUNG UND TANKRAUM

4.8.1 Milchtransportleitung
Zwischen dem Melkroboter und dem Milchtank ist eine
Milchtransportleitung installiert (Abbildung 4.18). Die
Milchtransportleitung besteht aus einer möglichst aus
einem Stück gefertigten Druckleitung. Ein Grund dafür
ist, dass Leitungen mit Verbindungsstücken schwieriger
zu reinigen sind.

Ist die Leitung länger als 20 m, sollte sie isoliert werden.


Es ist dringend erforderlich, dass die Temperatur des
Reinigungswassers auch am Ende der Transportleitung
noch hoch genug ist.

Am Ende der Druckleitung zum Milchtank befindet sich


ein Drei-Wege-Ventil. Die Milch kann nur in den Tank
fließen, wenn das Ventil vom CRS+ (siehe Abschnitt 4.3 Abbildung 4.18 Milchtransportleitung
’ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DES CRS+’)
angesteuert wird.
Andernfalls fließt die Milch in den Abfluss oder in eine
andere Leitung. Im Falle einer Störung des
Kontrollsystems kann so kein Wasser mit
Reinigungsmittel in den Milchtank gelangen.

Der Melkroboter ist serienmäßig mit einem Milchfilter


(Abbildung 4.19) in der Milchtransportleitung
ausgestattet. Ein System mit mehreren Melkrobotern
enthält eine Reihe von Milchfiltern. Hinter dem Filter
verhindert ein Rückschlagventil, dass beim
Filterwechsel Milch aus der Transportleitung
zurückfließt.

Abbildung 4.19 Milchfilter


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Kapitel 4 - Seite 23
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

4.9 ALARM-ÜBERSICHT

Tabelle 4.3 Alarm-Übersicht

Alarmbeschreibung Alarmquelle Standard-


Einstellung

Ansetzfehler Astronaut A++ T++

Kuh begleiten Astronaut A+ - T- -

Arm schwenkt nicht Astronaut A++ T++

Arm Positionsfehler Astronaut A++ T++

Milchglas voll Astronaut A++ T++

Shuttle Rahmen voll Astronaut A++ T++

Position Milchventil Fehler Astronaut A++ T++

Heizung oder Elektroden defekt Astronaut A+ - T+ -

Kein Wasserdruck Astronaut A++ T++

Tank nicht leer Astronaut A+ - T+ -

Kein Astri-lin während Reinigng Astronaut A++ T++

Kein Astricid während Reinigng Astronaut A++ T++

Kein Astri-L Astronaut A++ T++

Heizung oder Elektroden defekt Astronaut A++ T++

Zu lange ausser Betr. Astronaut A+ - T+ -

Druckalarm Astronaut A++ T++

Hauptstromversorgung Astronaut A++ T++

Netzfehler Astronaut/CRS+ A++ T++

Ausg. Blokiert, Lichtschr. def Astronaut A++ T++

Kuh zu lange in Box Astronaut A+ - T+ -

Kuh zu oft misslungen Astronaut A++ T++

Kuh 10x nicht erkannt Astronaut A++ T++

Kuh nicht erkannt Astronaut A++ T++

Kuhstatus nicht empfangen Astronaut A++ T++

Fütterung defekt Astronaut A++ T++

MQC defekt Astronaut A+ - T+ -


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Gravitor defekt Astronaut A+ - T+ -

Taupunkt Luft zu hoch Astronaut A+ - T+ -

Hubble alarm CRS+ A++ T++

Milchtankalarm CRS+ A++ T++

Externer Alarm Nr. 3 CRS+ A++ T++

Kapitel 4 - Seite 24
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Tabelle 4.3 Alarm-Übersicht

Alarmbeschreibung Alarmquelle Standard-


Einstellung

Alarmtest Astronaut A++ T++

Zeitüberschr. Rein aus Betr. CRS+ A++ T++

Zeitüberschr. Puffertank CRS+ A++ T++

Milchleitungsreinigung nicht OK CRS+ A++ T++

Fehler kommunikation Roboter CRS+ A++ T++

Fehler kommunikation VCPC CRS+ A++ T++

Milchtankreinigung nicht OK CRS+ A++ T++

Reinigungszeit überschritten CRS+ A++ T++

Reinigung startet nicht Astronaut/CRS+ A++ T++

Unbekannter Alarm Astronaut A++ T++


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Kapitel 4 - Seite 25
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

4.10 CRS+ EINSTELLUNGEN

Tabelle 4.4 CRS+ Einstellungen

Name der Einstellung Einheit Standard Min. Max. Optionen

Datum einstellen TT-MM-JJ

Uhrzeit einstellen hrs.: min.

Displaysprache Englisch Holländisch, Englisch, Französisch


etc.

Tonsprache Englisch

Astronaut name einstellen

CRS+ Adresse xx01 xx01 xx03

CRS+ Name

Set CRS+ cluster ID (for robot) 0 0 4

Set CRS+ cluster name

Ländermodemcode Australien/Österreich/Belgien/ ...

GSM pin code

Twin filter vorhanden no Yes/No

Verzögerung Filterwechsel sec. 60 0 600

Start Nachtbetrieb hrs.: min. 22:00 0:00 23:59

Ende Nachtbetrieb hrs.: min. 08:00 0:00 23:59

Telefonnr.: 1

Telefonnr.: 10

Anrufverögerung min. 15 0 60

Anrufverögerung nach Reset min. 60 1 240

Resetcode 1234 0 9999

Wartezeit für Antwort n. Anruf sec. 40 20 180

Nachkühlzeit Vorkühler sec. 30 0 60

Leerblasen Milchleitung Yes Yes/No

Milchtankkonfiguration 1 Tank auto 1 Tank man. Start/1 Tank auto Start/2


Start Tank Puffertank/1 Tank Pufferkessel
DeL/1 Tank Pufferkessel Boetech
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Kapitel 4 - Seite 26
Betriebsanleitung ASTRONAUT
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Abbildung 4.20 Menüstruktur "Alarm system and cleaning system"

Kapitel 4 - Seite 27
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

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Abbildung 4.21 Menüstruktur "Settings > Alarm system settings"

Kapitel 4 - Seite 28
Betriebsanleitung ASTRONAUT
M-HD.002.1003

Abbildung 4.22 Menüstruktur "Settings > Cleaning system settings & general settings"

Kapitel 4 - Seite 29
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

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Abbildung 4.23 Menüstruktur "Tests"

Kapitel 4 - Seite 30
Betriebsanleitung ASTRONAUT
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Abbildung 4.24 Menüstruktur "Event history"

Kapitel 4 - Seite 31
Cleaning synchronization and
Remote alarm System (CRS+)

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Kapitel 4 - Seite 32
Betriebsanleitung ASTRONAUT

5 Bedienung des Melkroboters

Um sicherzustellen, dass der Roboter mit voller Kapazität arbeitet, ist es unbedingt erforderlich, dass sich die
Herde mit der Anlage vertraut macht und anfreundet. Die Kühe müssen freiwillig zum Roboter kommen, um
gemolken zu werden und ihre Kraftfutterration zu fressen.

Das optimale Funktionieren des Robotermelksystems wird durch einen andauernden Prozess erreicht. Den
ganzen Tag hindurch ruhen einige Kühe, andere fressen oder warten darauf, gemolken zu werden, während der/
die Roboter eine Kuh nach der anderen melken. Auf diese Weise arbeitet der Roboter die ganze Woche hindurch
rund um die Uhr.

Nach dem Start des Melkroboters laufen alle Melkvorgänge vollautomatisch ab. Der Roboter wird vom Bediener
nur zur Entleerung und Reinigung des Milchtanks oder zur Wartung außer Betrieb gesetzt. Zur Reinigung der
Melkanlage wird der Melkroboter automatisch ein oder aus geschaltet.

5.1 KUHKRITERIEN

5.1.1 Maße der Kuh


Der Roboter kann die meisten Kühe problemlos melken. Für optimales Melken mit den Roboter muss die
Euterform jedoch eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Nachstehend finden Sie eine Aufzählung der
Mindestanforderungen, denen normalerweise fast jede Kuh entspricht:

• Die Position der Zitze sollte nicht mehr als 30 Grad von der
Senkrechten abweichen (α, Abbildung 5.1).
• Der Abstand zwischen den beiden hinteren Zitzen (A) sollte
mindestens 1.5 cm betragen, während der Abstand
zwischen den beiden vorderen Zitzen mindestens 10 cm
und höchstens 30 cm betragen sollte.
• Die Zitzen (B) sollten nicht dicker als 4 cm und nicht dünner
als 1 cm sein.
• Der Höhenunterschied zwischen zwei Zitzen (C) kann
maximal 5 cm betragen.
• Die Höhe der Zitzenspitze über dem Boden (D,
Abbildung 5.1 und 5.2) sollte mindestens 33 cm und
maximal 72 cm betragen
• Die Vorderzitzen (E) sollten mindestens 7 cm von den
Hinterzitzen entfernt sein. Abbildung 5.1 Anforderungen der Zitzenform
• Das Euter sollte keine Beizitzen, Geschwülste oder
Schwellungen aufweisen.
• Das Euter sollte nicht verschmutzt oder haarig sein.
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Kapitel 5 - Seite 1
Bedienung des Melkroboters

Zusätzlich zu den oben genannten Punkten sind die Maße der


190 - 250 cm
Kuh von Bedeutung (Abbildung 5.2). Die Gesamtlänge inkl.
Kopf sollte mindestens 190 cm und höchstens 250 cm
betragen. Die maximale Breite beträgt 76 cm. Der Roboter kann 76 cm
auf kleinere Kühe eingestellt werden.

5.1.2 Schur von Euter und Schwanz


Bevor eine Kuh zum ersten Mal den Roboter betritt, sollte die
Unterseite des Euters geschoren werden, um zu verhindern,
dass der Laser ein verschwommenes Bild erhält. Das Euter
sollte erneut geschoren werden, sobald es wieder haarig ist. 33 - 72 cm
37 - 76 cm
Sollte der Milchviehhalter versäumen, das Euter rechtzeitig zu
scheren, könnte das Ansetzen länger dauern oder
möglicherweise gar nicht zustande kommen. Dies kann dazu
Abbildung 5.2 Maße der Kuh
führen, dass Zitzen, die nicht gemolken werden dürfen,
trotzdem angesetzt werden! Es wird deshalb empfohlen, die
Euter viermal jährlich zu scheren, um Probleme zu vermeiden.

Um zu vermeiden, dass der Kuhschwanz bei der Vorbehandlung zwischen den Reinigungsbürsten eingeklemmt
wird, sollte die Schwanzquaste abgeschnitten werden. Es ist ausreichend, sie einige Zentimeter unter dem letzten
Schwanzknochen abzuschneiden. Wir empfehlen Ihnen, dabei auch den Rest des Schwanzes über der
verbleibenden Quaste zu scheren.

5.2 ERSTE MELKUNG


Neue Kühe gehen selten von alleine in den Melkroboter. Es benötigt einige Übung, um die Kühe an das System
zu gewöhnen. Neue Kühe sollten in den ersten Tagen immer unter Aufsicht gemolken werden.

Bevor eine Kuh gemolken wird, sollte der Milchviehhalter einige Vorbereitungen treffen. Wenn dabei mit der
erforderlichen Sorgfalt vorgegangen wird, ist der Roboter einfacher zu bedienen und es lassen sich optimale
Resultate erzielen.

5.2.1 Eingabe der Kuhdaten in den Computer

Kuhdaten sollten bereits vor der ersten Melkung in das T4C1/X-pert Programm eingegeben worden sein. Optimale
Effizienz wird durch Eingabe aller Kuhdaten von Anfang an erzielt. Es kann schwierig sein, falsche Daten zu
ändern! Achten Sie auf den Aufbau einer ausgewogenen Futterbilanz.
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1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 5 - Seite 2
Betriebsanleitung ASTRONAUT

5.2.2 Befestigung des Kuh-Responders/Respactors


Jede Kuh muss einem Halsband einschl. eines Responders
oder Respactors ausgerüstet sein (Aktivitätsmessung in
Kombination mit Identifizierung (Abbildung 5.3). Die Nummer
des Responders im Halsband sollte mit der Respondernummer
im X-pert System übereinstimmen.

Die zugewiesenen Nummern sollten lesbar sein. Deshalb


sollten die Unterseiten beider Nummern zum Responder oder
Respactor zeigen. Gehen Sie logisch vor, wenn Sie die
Halsbänder nummerieren.

HINWEIS
• Ein Respactor sollte so angebracht sein, dass er nach
hinten zeigt (in Richtung des Bauches) und mit dem Text
nach vorne ausgerichtet (in Richtung des Kopfes).
Abbildung 5.3 Befestigung des
Andernfalls funktioniert der Respactor nicht einwandfrei.
Kuh-Responders/Respactors

5.2.3 Eingewöhnung
Geben Sie dem Tier Gelegenheit, einige Stunden in der Umgebung des Roboters zu verbringen, bevor Sie es in
die Roboterbox führen. Damit kann es sich an die Geräusche und Bewegungen sowie an das Öffnen und
Schließen der Tore gewöhnen. Das Vertrauen neuer Kühe wird gestärkt, wenn sie sehen, wie andere Kühe die
Box ruhig betreten.

5.2.4 Die Kuh in die Box führen


Es gibt zwei Einstellungsmöglichkeiten um das Eingangstor zu schließen: Schließen des Tores sobald der
Infrarotsender, der sich in der Mitte der Box befindet, ein Objekt erfasst oder sobald der Roboter die Kuh erkennt.

• Achten Sie auf unerwartete Bewegungen der Kuh. Eine Kuh kann große,
unkontrollierbare Kräfte auf (bewegliche) Teile des Astronaut Melkroboters ausüben.

Es ist ratsam, am Anfang der Übungszeit das hintere Tor sofort nach der Erkennung zu schließen. Dadurch kann
die unruhige Kuh langsam in die Box gehen. Zur einwandfreien Erkennung muss die Kuh ihren Kopf nahe an die
Antenne halten. Bleiben Sie wenn nötig hinter der Kuh stehen, bis sie erkannt wurde. Falls notwendig bedienen
Sie die Futtertaste (B3) manuell, um die Kuh in die Box zu locken. Ausführlichere Informationen finden Sie in
Kapitel 2.4.2 'Bedienungsfunktionstasten'.
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Kapitel 5 - Seite 3
Bedienung des Melkroboters

5.2.5 Das erste Mal in der Box

Die Kuh ist nun vom Astronaut® als Erstbesucher erkannt worden. Auf dem Schaltpult des Robotermoduls oder
dem Bedienfeld des E-link® (benutzerfreundlicher) erscheinen nun verschiedene Fragen.

Diese Option stellt sicher, dass der Kuh gegebenenfalls geholfen werden
ja
kann. Wenn innerhalb von 5 Minuten niemand erscheint, wird die Kuh
Kuh wird begleitet?
automatisch aus der Box gelassen. Mit der "ja"-Taste bestätigen Sie, dass
Hilfe verfügbar ist.
nein

Dieser Bildschirm zeigt die folgenden Möglichkeiten:


Jetzt melken [x]
Jetzt melken [x] = Sie möchten die Kuh sofort melken Milch separieren [ ]
Begleiten [ ]
Milch separieren [ ] = Keine Milchseparation Abweichende Zitze [ ]
Begleiten [ ] = Beim nächsten Besuch der Kuh beim Roboter ist keine
Hilfestellung erforderlich.

Abweichende Zitze [ ] = Der Roboterarm scannt die Zitzen mit normaler Geschwindigkeit (Zitzenlänge 50 mm).

Die Einstellungen können durch Drücken der Taste "vorheriger Bildschirm" (2, Abbildung 3.2) geändert werden.
Nähere Information hierzu finden Sie in Kapitel 3.1 'BEDIENFELD DES ROBOTERSCHALTKASTENS' oder
Kapitel 3.2 'E-LINK-STEUEREINHEIT (optional)'.

Anschließend können die einzelnen Optionen ausgewählt werden.

Mit der “ja“- oder “nein“-Taste kann entschieden werden, die Kuh zu melken ja
oder nicht zu melken.
Start to milk?
Respondernr: 19

nein

Mit Hilfe der Auswahltasten (4) und (5) kann entschieden werden, die Milch
zu separieren (ankreuzen) oder nicht zu separieren (nicht ankreuzen).
Milch separieren [ ]

Mit Hilfe der Auswahltasten (4) und (5) kann entschieden werden, die Kuh
mit (ankreuzen) oder ohne Aufsicht (nicht ankreuzen) zu melken.
Melken mit
Mit Hilfe der Auswahltasten (4) und (5) kann die Abtastgeschwindigkeit des Begleitung [ ]
Roboterarms eingestellt werden.
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Normale Geschwindigkeit (nicht ankreuzen) oder halbe Geschwindigkeit


(ankreuzen).

Kapitel 5 - Seite 4
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Die halbe Geschwindigkeit ist für Zitzen, die kürzer als 50 mm sind, gedacht.

Abeigende Zitze [ ]

Dieser Schirm zeigt Folgendes:


LV [ ]
LV Zitze links vorne RV [ ]
LH [ ]
RV Zitze rechts vorne RH [ ]
LH Zitze links hinten

RH Zitze rechts hinten

Die Einstellungen können durch Drücken der Taste vorheriger Bildschirm (2, Abbildung 3.2) geändert werden.
Nähere Information hierzu finden Sie in Kapitel 3.1 'BEDIENFELD DES ROBOTERSCHALTKASTENS'.

Darüber hinaus können verschiedene weitere Optionen ausgewählt werden.

Mit Hilfe der Auswahltasten (4) und (5) kann entschieden werden, die (linke
vordere) LV-Zitze zu melken (nicht ankreuzen) oder nicht zu melken Zitze
(ankreuzen).
nicht melken

LV [ ]

Mit Hilfe der Auswahltasten (4) und (5) kann entschieden werden, die (rechte
vordere) RV-Zitze zu melken (nicht ankreuzen) oder nicht zu melken
Zitze
(ankreuzen).
nicht melken

RV [ ]

Mit Hilfe der Auswahltasten (4) und (5) kann entschieden werden, die (linke
hintere) LH-Zitze zu melken (nicht ankreuzen) oder nicht zu melken
Zitze
(ankreuzen). nicht melken

LH [ ]

Mit Hilfe der Auswahltasten (4) und (5) kann entschieden werden, die (rechte
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hintere) RH-Zitze zu melken (nicht ankreuzen) oder nicht zu melken


Zitze
(ankreuzen).
nicht melken

RH [ ]

Kapitel 5 - Seite 5
Bedienung des Melkroboters

Wenn der Höhenunterschied zwischen den vorderen und den hinteren


yes
Zitzen größer als 50 mm ist, sollte “ja” gewählt werden. Der Laser tastet
Zitzen hinten
einen größeren Bereich ab.
Höher als 50 mm
scan higher

Nachdem diese Fragen beantwortet wurden, kann der Befehl zum Einschwenken gegeben werden.

• Bewegen Sie das Mutterschiff auf das Euter zu, bis sich
die hinteren Melkbecher etwa 5 cm unterhalb der
niedrigsten vorderen Zitze befinden. Der Laser dreht sich
solange, bis die vorderen Zitzen sichtbar sind.
• Stellen Sie das Mutterschiff auf die richtige Höhe ein.
Wenn Sie das E-link-Bedienfeld benutzen, können Sie
von der Torseite des Roboters aus assistieren. Nähere
Information hierzu finden Sie in Kapitel 3.2
'E-LINK-STEUEREINHEIT (optional)'.

• Es ist streng verboten von dem


Kontrollraum aus beim Anschließen der Abbildung 5.4 Positionierung des Mutterschiffs
Melkbecher zu helfen.

• Achten Sie auf unerwartete Bewegungen


der Kuh.

• Durch Drücken der ENTER-Taste am Schaltpult des Roboterschaltkastens wird die Suche aktiviert. Der
Roboterarm sucht jetzt selbst die Zitzen und lässt die Kuh nach dem Melken aus der Box.

HINWEIS
• Durch die Eingabe einer anderen Antwort in den Astronaut Melkroboter kann die Einstellung im T4C1/
X-pert-System angepasst werden.

Die Antworten auf die Fragen gelten nicht nur für die erste Melkung. Nach der ersten Melkung werden diese
Einstellungen auf das T4C/X-pert-System übertragen. Bei den nächsten Melkvorgängen werden die Daten wieder
aus dem X-pert-System abgerufen.

5.2.6 Zukünftige Melkungen


Führen Sie die Kuh nach 8 bis 12 Stunden wieder in den Roboter. Die Kuh wird nun automatisch erkannt und die
Vorbehandlung des Euters sowie das Ansetzen der Melkbecher erfolgen selbstständig.
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Führen Sie die Kuh solange in die Box, bis sie den Roboter von selbst aufsucht. Bleiben Sie während dieser Zeit
noch in der Nähe der Kuh. Falls beim Ansetzen der Melkbecher Probleme auftreten, sollten diese möglichst
umgehend behoben werden, um bei späteren Melkungen ein ungestörtes Kuhverhalten zu gewährleisten. Auch
wenn die Kuh den Roboter relativ schnell von sich aus besucht, sollten Sie bei den ersten Melkungen anwesend
sein.

1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 5 - Seite 6
Betriebsanleitung ASTRONAUT

In den ersten Tagen sollte die Kuh nach Möglichkeit nicht innerhalb von 8 Stunden nach der letzten Melkung
erneut gemolken werden. Dies verhindert, dass die Kuh die Milch zu leicht hält und der Roboter mit falschen
Werten arbeitet.

Es können verschiedene Methoden angewandt werden, um die gesamte Herde an den Melkroboter zu gewöhnen.
Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied zur Eingewöhnung einer einzelnen Kuh.

Es gibt jedoch einen entscheidenden Aspekt, den Sie beachten müssen, wenn Sie das System einführen: Sperren
Sie immer eine Gruppe von Kühen direkt hinter dem Roboter ein. Als Folge des Herdeninstinktes wird eine Kuh
nach der anderen den Roboter betreten.

Sie können bei der Inbetriebnahme am ersten Tag bereits alle Kühe einmelken oder mit einer Gruppe von Kühen
beginnen, die Sie stetig erweitern. Abhängig von der Größe Ihres Hofes und dem zur Verfügung stehenden
Personal können Sie zwischen zweimaligem Melken oder der sofortigen Neumelkung der ersten Kühe
(24-Stunden-Betrieb) variieren.

Wir empfehlen Ihnen, in der ersten Woche mit Melkzeiten zu arbeiten und alle Kühe sofort vom Roboter melken
zu lassen.

Nach einer Weile können Sie den Kühen die Möglichkeit geben, den Roboter aus eigenem Antrieb zu besuchen,
beispielsweise indem Sie das Gatter nach dem Melken aller Kühe offen lassen. Steigern Sie die Zeit, in der die
Kühe unabhängig gemolken werden können, allmählich. Danach sollten nur noch die langsamen Kühe, die in der
Alarmliste eingetragen sind, durch den Roboter geführt werden.

Versuchen Sie zu vermeiden, dass die Zeit zwischen zwei Melkungen einer Kuh 14 Stunden übersteigt.

5.3 MELKEN
Das Melken mit dem Roboter ist ein kontinuierlicher Prozess. Ersetzen Sie die Filter regelmäßig und prüfen Sie
mehrmals täglich die Alarmlisten. Lesen Sie hierzu auch Kapitel 6 'Service und Wartung'.

5.3.1 Melkung
Wenn eine Kuh den Roboter betritt, wird der folgende Verfahrensablauf in einer normalen Situation durchgeführt.
Einige dieser Schritte erfolgen praktisch gleichzeitig. Sobald eine Kuh die Box betritt:

• Erfassung der Kuh in der Box


• Schließen des Eingangstors
• Lesen der Respondernummer (optional: erst Identifizierung, dann Schließen des Tores)
• Abruf der Kuhdaten
• Start der Fütterung
• Einschwenken des Roboterarms und der Reinigungsrollen
• Kurze Vorbehandlung der Vorderzitzen
• Vorbehandlung der Hinterzitzen
• Vorbehandlung der Vorderzitzen
• Ausschwenken der Reinigungsrollen
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• Ortung der Vorderzitzen


• Ortung der Hinterzitzen (Laserposition zwischen den Vorderzitzen)
• Ortung der linken hinteren Zitze (LH) und Ansetzen 1
• Ortung der rechten hinteren Zitze (RH) und Ansetzen1

1) hängt von der längsten Melkzeit ab

Kapitel 5 - Seite 7
Bedienung des Melkroboters

• Ortung der rechten vorderen Zitze (RV) und Ansetzen1


• Ortung der linken vorderen Zitze (LV) und Ansetzen1
• Kontrolle des Vakuumniveaus und des Geräuschpegels (MQC), sobald ein Melkbecher angeschlossen ist
• Reinigung der Rollen/Bürsten, wenn alle Becher angeschlossen sind
• Alle 15 Minuten während des Melkens Messung der Leitfähigkeit
• Kontrolle des Milchflusses
• Abnehmen der Melkbecher, sobald das entsprechende Viertel ausgemolken ist
• Besprühen des Euters mit einem Sprühmittel, wenn alle Viertel ausgemolken sind und die Melkungen
erfolgreich waren
• Arm kehrt zurück in die Ruhestellung und die Milchschläuche werden leergesaugt
• Reinigung der Melkbecherränder
• Eventuell Lelywash Reinigungssystem
• Messung der Milchmenge
• Ausgangstor öffnet sich
• Übertragung der Daten an das Management-Programm
• Ein Infrarotsensor erkennt wenn die Kuh die Box verlässt
• Ausgangstor wird geschlossen
• Eingangstor wird geöffnet

Sobald eine andere Kuh die Box betritt, wird der Zyklus wiederholt. Wenn der Roboter für eine bestimmte Zeit leer
bleibt, wird, abhängig von den eingestellten Werten und der Zeit, die seit der letzten Reinigung vergangen ist, die
Melkanlage gespült oder eine Hauptreinigung gestartet.

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Kapitel 5 - Seite 8
Betriebsanleitung ASTRONAUT

5.3.2 Melkung unterbrechen


Mit Hilfe dieser Option (Abbildung 5.5) wird die automatische Abnahme für die Dauer von 600 Sekunden
übergangen. Sie können einen Becher manuell abnehmen, da der Becher abgenommen wird, sobald das System
einen Luftzug entdeckt.
Erfolgreiche oder misslungene Melkungen werden wie normal bestimmt.
Rechts unten in diesem Fenster zählt ein Countdown-Timer die verstreichenden 600 Sekunden rückwärts.

Abbildung 5.5 Melkung unterbrechen (Ablaufschema)


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Kapitel 5 - Seite 9
Bedienung des Melkroboters

Abbildung 5.6 Melkung unterbrechen (Fortsetzung des Ablaufschemas)

Abweichende Milch, wie Biestmilch und Milch von Kühen, die wegen Krankheit behandelt wurden, darf nicht in
den Tank gelangen und sollte somit separiert werden.
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Mit dem T4C1/X-Pert-System können Sie die Milch bis zu einem bestimmten Datum separieren. Eine andere
Option ist das Separieren der Milch für eine bestimmte Anzahl von Melkungen. Sollte die Melkung misslingen, wird
sie von dem T4C/X-pert-System trotzdem als Melkung gezählt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, die Option zu
wählen, in der ein Datum eingegeben werden muss. Wenn Sie ein Datum und die Anzahl der Melkungen
eingeben, müssen beide Kriterien erfüllt sein. Andernfalls wird die Milch weiterhin separiert.

1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 5 - Seite 10
Betriebsanleitung ASTRONAUT

5.3.3 Biestmilch (X-pert-System)


Wenn eine Kuh vor Kurzem gekalbt hat, kann dies mit der
Option “Täglich > Schnelle Eingabe” in das X-pert-System
eingegeben werden. Drücken Sie F4, um in das Untermenü zu
gelangen, und wählen Sie dort die Option "Calving"
(Abbildung 5.7). Daraufhin werden Sie aufgefordert, einige
Daten über das Abkalben einzugeben. Drücken Sie danach F2
um die Daten zu speichern. Sobald jetzt die Esc-Taste gedrückt
wird, werden die Daten zum VCPC übertragen.

Die Kuh ist nun im X-pert-System als "gekalbt" registriert. Die


Milch wird nun automatisch während der im Menü "Tier >
Kalendereinstellungen" des X-pert-Systems eingestellten Zeit
Abbildung 5.7 Menüoption Täglich (X-pert)"
separiert.

• Speichern Sie die Eingaben mit F2 und übertragen Sie diese durch Drücken der Esc-Taste an
den VCPC. Über die Option "Melken > Lely Astronaut > Shift F6" können Sie die Alarmliste
abrufen, um die Richtigkeit der Daten zu überprüfen. Diese Liste enthält alle Kühe, deren Milch
separiert wird, sowie die Tiere mit Drei-Zitzen-Eutern. Erfasst werden nur Tiere, die in den
letzten drei Tagen mit dem Roboter gemolken wurden.

• Auch wenn im Falle einer Zitzenbehandlung mit Antibiotika die Menüoption "not to be milked"
gewählt wurde, muss die Milch noch immer separiert werden, da sich Fehlschaltungen nicht
gänzlich ausschließen lassen.

5.3.4 Andere Milchseparationen (X-pert-System)


Wenn eine Kuh wegen Krankheit behandelt wurde, muss die
Milch mindestens drei Tage separiert werden (siehe
Beipackzettel des Medikaments). Danach stehen zur
Separation der Milch eines behandelten Viertels verschiedene
Optionen zur Verfügung:

• Die erste Möglichkeit ist die Separation der gesamten


Milch, bis die Antibiotika abgebaut sind.
• Die Zitze wird nicht mehr gemolken.
• Wenn noch immer Milch vorhanden ist, separieren Sie
diese oder beaufsichtigen Sie die Ausmelkung.
• OK, wenn keine Milch mehr vorhanden ist. Abbildung 5.8 Menüoption Milking (X-pert)

Mit der Option "Melken > Messung" (Abbildung 5.8) kann die
Kuh angegeben werden, deren Milch zu separieren ist.
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Geben Sie an, für wie viele Melkungen oder bis zu welchem
Datum die Milch separiert werden soll. Dies ist das gleiche
Verfahren wie bei der Biestmilch. Geben Sie auch an, ob die
Kuh unter Aufsicht gemolken werden soll und welche Zitze nicht
gemolken werden darf.

Kapitel 5 - Seite 11
Bedienung des Melkroboters

5.3.5 Biestmilch (T4C Hofmanagement)1

Abbildung 5.9 Menüoption Attentions > Calendar (T4C)

Wenn eine Kuh vor Kurzem gekalbt hat, kann dies mit "Attentions > Calendar > Overview" (Abbildung 5.9) in das
T4C-Programm eingegeben werden. Nachdem die Kuh ausgewählt wurde kann die Aktion durchgeführt und
Informationen über das Abkalben und die geborenen Kälber eingetragen werden. Wenn automatische Gruppen
eingestellt sind, wird die Kuh automatisch in die Melkgruppe übertragen.
Die Kuh ist nun im T4C als ‘gekalbt’ registriert. Die Milch dieser Kuh wird nun automatisch während der in der
Menüoption "Attentions > Calendar > Settings" eingestellten Zeit separiert.

• Wenn eine Separation in das T4C Hofmanagement eingetragen wurde, zeigt ein abgehaktes
Kästchen an, ob Daten erfolgreich zu dem VCPC übertragen wurden. Wenn kein abgehaktes
Kästchen sichtbar ist, wurden keine (Separations-) Daten an den VCPC übertragen.
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• Auch wenn eine Zitze nach Behandlung mit Antibiotika nicht gemolken wird, muss die Milch
der Kuh noch immer separiert werden, da sich Fehlschaltungen nicht gänzlich ausschließen
lassen.

1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 5 - Seite 12
Betriebsanleitung ASTRONAUT

5.3.6 Andere Milchseparationen (T4C farm management)

Abbildung 5.10 Menüoption Farm > Health > Disease (T4C)

Bei der Menüoption "Farm > Health > Disease" kann eine Diagnose eingegeben und eine der vorher festgelegten
Behandlungen für die Kuh angewendet werden.. Bei der Auswahl einer Behandlung wird die vorgegebene Zeit für
die Milchseparation berücksichtigt.
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Kapitel 5 - Seite 13
Bedienung des Melkroboters

5.3.7 M4USE Separationsarm (Optional)


Diese Abkürzung steht für Milk for Use (Milch zum Gebrauch).

Bedienung des Separationsarms


Der Separationsarm wird elektronisch gesteuert. Er hat fünf
Positionen: eine Abfluss- und vier Eimerpositionen. Milchpumpe
Wenn Milch separiert werden muss, wird zuerst der erste Eimer Zum Tank
gefüllt (Eimer sind von der Abflussseite her nummeriert). Dies
wird an einem Bildschirm am Roboterschaltkasten registriert.
Eimer 2 wird mit der Milch der nächsten Kuh, deren Milch
separiert werden muss, gefüllt.
Elektr. Auslöser
Die Eimer können jeweils 15 l Milch aufnehmen. Wenn eine Eimer
Kuh 18 l zu separierende Milch abgibt: Kanalisation
• werden jeweils 9 l der Milchmenge auf zwei Eimer verteilt. 1 2 3 4
• wenn nur ein leerer Eimer übrig ist, werden 14 l in den
Eimer gefüllt und 4 l in den Abfluss geleitet.
Abbildung 5.11 M4USE-System-Schema
• wenn alle Eimer voll sind, wird die Milch in den Abfluss
(Rechtsausführung)
geleitet.

Milch in den Eimern


Das Hauptmenü des Roboterbildschirms zeigt, welcher Eimer die Milch welcher Kuh enthält. Gehen Sie zur
"Qualität" Option im Hauptmenü.

Wählen Sie "Qualität".


15:22 Testmenu
Qualität
Betrieb
Vorfälle

Wählen Sie "MQC-Milchsep"


MQC - Milchsep
MQC - Leitfähigkeit
MQC - Temperatur
MQC - Farbe

Der Bildschirm zeigt, dass Eimer Nr. 1 mit der Milch der Kuh mit der Kuh 100 02: 00 AS
Respondernummer 100 gefüllt ist, gemolken um 02.00 Uhr. Eimer Nr. 2 ist
Kuh 109 04: 10 MS
mit der Milch der Kuh mit der Responder-Nr. 109 gefüllt, gemolken um 04.10
Frei
Uhr morgens. Eimer 3 und 4 sind leer und können benutzt werden.
Frei
AS steht für: vom MCQ automatisch separiert.
MS steht für: in Expert manuell separiert.
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Kapitel 5 - Seite 14
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Reset des M4USE


Wenn die Eimer geleert und gereinigt wurden, muss der Separationsarm zurückgestellt werden.

Zu diesem Zweck drücken Sie die Separationsleitungs-Reinigungstaste


(B6). Nähere Information zu dieser Funktion finden Sie in Kapitel 2.4.2
'Bedienungsfunktionstasten'.

Diese Aktion löscht die im Bildschirm oben angezeigten Daten und der Arm
wird wieder anfangen, den Eimer Nr. 1 mit der Milch der nächsten
Separationskuh zu füllen.

Table 5.1 LED-Beschreibung

LED M4USE

OFF Alle 4 Eimer sind leer

Langsames Blinken Einige Eimer sind mit Milch gefüllt

Schnelles Blinken Alle Eimer sind gefüllt

Manuelle Separation
Mit dem M4USE-Separationsarm können Sie auswählen, ob die separierte
Manuelle ja
Milch (manuell im T4C/Xpert eingestellt) in Eimer gefüllt oder in die
milchseparation
Kanalisation geleitet werden soll. >> Abfluss
Wenn "ja" gewählt ist:
nein
Wird Biestmilch in die Eimer gefüllt, während Separationsmilch in die
Kanalisation geleitet wird.

Wenn "nein" gewählt ist:

werden Biest- und Separationsmilch in die Eimer gefüllt. Milch, die für die automatische Milchseparation
vorgesehen wurde (siehe folgende Beschreibung), wird immer in die Eimer gefüllt.

Automatische Separation
MQC Farbe
Automatische 0
MQC Leitfähigkeit milchseparation

Hier können Sie auswählen, ob die Milch wegen einer gemeldeten


Abweichung von Farbe und / oder Leitfähigkeit separiert werden soll.

Dies ist nur möglich, wenn MQC installiert ist.


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Kapitel 5 - Seite 15
Bedienung des Melkroboters

5.4 REINIGUNG
Wie bei jeder Melkanlage ist auch beim Astronaut® ein sauberer und hygienischer Arbeitsablauf eine
entscheidende Voraussetzung für eine hohe Milchqualität. Der Melkroboter startet regelmäßig verschiedene
automatische Reinigungen, von der Spülung der Melkbecherringe bis zur Reinigung mit Säure oder
Reinigungsmittel. Selbst wenn der Melkroboter für längere Zeit nicht benutzt wird, wird das System mit Wasser
gespült. Nach jeder Melkung einer Kuh, deren Milch separiert wurde, wird die Melkanlage automatisch mit Wasser
gespült. Auf diese Weise können keine Biestmilch- oder Penizillinrückstände in den Milchtank geraten.

5.4.1 Kurze Spülung


Wenn nur die Melktechnik gespült werden soll, werden die folgenden Meldungen am Bildschirm des
Roboterkastens angezeigt:

• Vorspülen der Melkanlage


• Auspumpen des Milchabscheiderglases

• Die Reinigung mit einem Reinigungsmittel (Astri®-L) bei Temperaturen über 40 °C kann die
Anlage beschädigen.

Die Melkbecherköpfe werden gereinigt und die Anlage wird mit kaltem oder lauwarmem Wasser gespült (inkl.
Astri®-L Reinigungsmittel wenn erforderlich). Während dieser Reinigung werden auch die Entüftungslöcher in den
Melkbechern ausgespült. Am Ende der Spülung werden die langen Milchschläuche nacheinander leer gesaugt.
Das Wasser wird über das Abwassersystem des Melkroboters abgeleitet.

5.4.2 Hauptreinigung
Bei einer Hauptreinigung erscheinen die folgenden Anzeigen am Display des Schaltpults am Roboter:

• Vorspülen der Melkanlage


• Hauptreinigung
• Nachspülen der Anlage

Des Weiteren werden verschiedene technische Daten, wie Wassertemperatur und Reinigungsstatus, angezeigt.

Das Vor- und Nachspülen ist fast der gleiche Vorgang wie eine kurze Spülung, nur wird beim Vor- oder
Nachspülen auch die Milchleitung zum Tank gespült. Bei der Hauptreinigung wird 98°C heißes Wasser mit einem
auf Lauge oder Säure basierenden Reinigungsmittel, d.h. entweder Astri®-lin oder Astri®-cid, durch die
Melkanlage und die Milchleitung gepumpt.

Wenn mehrere Melkroboter an eine Milchleitung angeschlossen sind, wird die Hauptreinigung der einzelnen
Roboter gleichzeitig gestartet.

Nach der Reinigung wechselt der Melkroboter automatisch in den Betriebszustand zurück und das Melken wird
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fortgesetzt.

5.4.3 Manueller Start der Reinigung


Bei Bedarf kann eine Reinigung auch wie in Kapitel 3.4.3 'Start Reinig.' beschrieben manuell gestartet werden.

Gehen Sie zum Starten einer Hauptreinigung in das Menü "Reinigung". Wählen Sie dort die Option "Alkal" für eine
alkalische Reinigung (z. B. mit Astri®-lin). Für eine auf Säure basierende Hauptreinigung (z. B. mit Astri®-cid)
wählen Sie die Option "Sauer".

Kapitel 5 - Seite 16
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Sobald Sie die oben genannten Abfragen beantwortet haben, gehen Sie (mit der "Stop"-Taste) zurück ins
Hauptmenü. Hier wird nun angezeigt, dass die Reinigung vorbereitet wird.

Solange das Wasser für die Hauptreinigung noch nicht die richtige Temperatur erreicht hat, bleibt der Roboter im
Melkbetrieb. Wenn die benötigte Temperatur erreicht ist, unterbricht der Roboter das Melken und startet die
Reinigung der Anlage.

5.4.4 Reinigung der Separationsleitung (wenn vorhanden)


Der Separationsschlauch wird benutzt, um Milch vom Tank in ein Gefäß oder eine Milchkanne umzuleiten. Wenn
die separierte Milch noch verwendet werden soll, ist es wichtig, sie nicht mit Reinigungsmittel zu vermischen.

Daher empfehlen wir, die Reinigung des Separationsschlauchs mit der


Separationschlauch-Reinigungstaste (B6, Abbildung 2.5) am Schaltpult des
Multifunktions-Steuerkastens einzustellen (für weitere Informationen, siehe
Kapitel 2.4.2 'Bedienungsfunktionstasten'). Wenn Sie diese Taste drücken,
weist das Aufleuchten einer Lampe darauf hin, dass bei der nächsten
Reinigung auch der Separationsschlauch gereinigt wird.

Wenn die Reinigung der Separationsleitung nicht manuell gestartet wird, startet der Melkroboter alle 48 Stunden
eine Hauptreinigung (falls benutzt). Ein manueller Befehl kann am Schaltpult des Roboterschaltkastens
zurückgenommen werden.

5.4.5 Reinigung des statischen TDS (Zitzen-Ortungssystem)

Der TDS-Schirm muss regelmäßig (mindestens zweimal täglich) mit etwas Astri®-TDS und einem sauberen,
weichen Tuch oder etwas Küchenrolle gereinigt werden. Die Verwendung von Astri®-TDS wird deshalb
empfohlen, weil es schnell verdunstet und keine Spuren zurücklässt, die die einwandfreie Funktion des
Lasersensors beeinträchtigen könnten.

Mit der Option “Laserreinigung” am Schaltpult des Roboterschaltkastens wird der Roboterarm gesenkt und die
Melkbecher gelöst. Das TDS ist nun leicht zugänglich.

In dieser Position können auch die Melkbecher problemlos gewartet werden.

Sobald der Laserschirm gereinigt ist, drücken Sie die Stop-Taste (6,
Abbildung 3.2) am Schaltpult des Roboterschaltkastens, woraufhin der Arm
wieder in die Ausgangsstellung zurückkehrt.

5.4.6 Äußere Reinigung der Anlage


Die Melkanlage sollte täglich auch von außen gereinigt werden. Dies vermeidet das Risiko von Kontaminierungen
und fördert die Qualität der Milch und die Lebensdauer des Roboters.

Wir raten davon ab, für die Reinigung des Roboters einen Hochdruckreiniger zu verwenden. Der Wasserdruck
könnte den Roboter beschädigen. Ein anderer Nachteil ist, dass Hochdruckreiniger oft den Schmutz nur verteilen
anstatt zu entfernen. Stattdessen empfehlen wir die Reinigung mit einem Eimer Wasser und einer Bürste oder mit
einem Schlauch mit sanftem Wasserstrahl.
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Gehen Sie im unmittelbaren Bereich der Elektronik, wie z.B. am Laser, am Roboterschaltkasten und im Bereich
des Multifunktions-Schaltkastens, sparsam und vorsichtig mit Wasser um. Benutzen Sie ein weiches, feuchtes
Tuch, wenn möglich. Auch die kleineren Teile, wie der Infrarotsensor, das Ventil zum Ausblasen der Milchleitung
usw. sollten vorsichtig gereinigt werden. Vermeiden Sie Kratzer am Infrarotsensor und am Laserschirm.

Kapitel 5 - Seite 17
Bedienung des Melkroboters

5.5 KONTROLLE DER VORFALLSLISTE


Die Vorfallsliste sollte regelmäßig, mindestens dreimal täglich, kontrolliert werden. Abhängig von der Leistung des
Systems kann es notwendig sein, dies öfter zu tun.

Sie können die Alarmliste vom X-pert-Programm aus über das Menü “Melken > Lely Astronaut” abrufen. Drücken
Sie die Shift-F6 und drucken Sie die Liste mit der Taste F3 (Abbildung 5.12),

Abbildung 5.12 Menü “Melken” (X-pert)

oder von dem T4C1 Hofmanagement-Programm aus über das Menü “Milking > Lely Attentionlist Robot”
(Abbildung 5.13).

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Abbildung 5.13 Menü “Milking” (T4C)

1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 5 - Seite 18
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Es ist auch möglich, eine Vorfallsliste direkt vom Roboter aus abzurufen. Diese Vorfallsliste kann am
Roboterbildschirm unter der Menüoption „Attentions“ abgerufen werden (siehe Kapitel 3.4.1 'Vorfälle').
Wenn mehrere ASTRONAUT Melkroboter verwendet werden, sind verschiedene Vorfallslisten erhältlich. Eine
Kuh wird in eine Vorfallsliste eingetragen, wenn die Melkung misslingt oder zu viel Zeit seit der letzten Melkung
vergangen ist. Wenn eine Gruppe von Kühen von verschiedenen Robotern gemolken wird, erscheint eine Kuh in
der Vorfallsliste des Roboters, an dem sie zuletzt gemolken wurde oder die Melkung misslang. Die X-pert-Liste
(Abbildung 5.14) oder das T4C1 Programm (Abbildung 5.15) vermittelt demgegenüber einen kompletten
Überblick.

Abbildung 5.14 Menü “Attentions” (X-pert)


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Abbildung 5.15 Menü “Attentions” (T4C)

1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 5 - Seite 19
Bedienung des Melkroboters

Führen Sie Kühe, die nicht oft genug in den Roboter gehen oder bei denen das Ansetzen misslingt, immer selbst
durch den Roboter. Suchen Sie die Ursachen für misslungenes Ansetzen (z. B. schiefe Zitzenposition, stark
behaartes Euter etc.).

Wenn das Euter der Kuh bei der misslungenen Melkung leer gemolken wurde, kann die nächste Melkung
ebenfalls als misslungen gelten, da das Euter keinen Milchfluss produziert. Dieser Kreislauf kann durch Drücken
der “Stop-Taste” unterbrochen werden, woraufhin der Roboter nachfragt, ob die Kuh gemolken wurde. Warten Sie
bis das letzte Viertel fast leer ist und drücken Sie dann auf “ja”. Die Melkung gilt nun als erfolgreich, und die Kuh
wird von der Vorfallsliste entfernt.

5.6 BEHANDLUNG VON ALARMMELDUNGEN


Im Allgemeinen wird eine jegliche Störung der Melkroboteranlage einen Alarm auslösen. Verfahren Sie wie folgt,
wenn ein Alarm ausgelöst wurde:

• Überprüfen Sie die Art des Alarms


• Fehlersuche (finden Sie die Ursache des Alarms)
• Beheben Sie das Problem, z.B. mit Hilfe eines Servicetechnikers (für weitere Informationen, siehe Kapitel 7
'Störfälle')
• Rückstellen des Systems

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Kapitel 5 - Seite 20
Betriebsanleitung ASTRONAUT

6 Service und Wartung

6.1 SERVICE

6.1.1 Flüssigkeiten und Schmierstoffe

Reinigungsmittel:

HINWEIS
• Niemals unterschiedliche Reinigungsmittel mischen.
• Die Lagertemperatur der Reinigungsmittel sollte zwischen 0 °C und 40 °C liegen.

Astril (Grünes Etikett) Behälter (Abbildung 6.8):


(Reinigungsmittel LELYWASH/Bürsten) Fassungsvermögen 22 kg.

Astrilin (Blaues Etikett) Behälter:


(alkalisches Reinigungsmittel) Fassungsvermögen 24 kg.

Astricid (Rotes Etikett) Behälter:


(Säure-Reinigungsmittel) Fassungsvermögen 25 kg.

Fett und Schmierstoffe:

HINWEIS
• Schmierstoffe in einer staubfreien, trockenen und sauberen Umgebung aufbewahren. Benutzen Sie
saubere Behälter.
• Niemals unterschiedliche Schmiermittel mischen.

Vakuumpumpe (Busch MM1104 AVM):


Vakuumpumpe Ölfassungsvermögen: 0,3 l

Öl-Spezifizikation: BP Enersyn HTX 220.

Scharniere:
Verwenden Sie ein hochdruckgeeignetes (EP) SAE-Multifunktions-Hochtemperaturfett oder ein gleichwertiges
Fett.

6.2 WARTUNG

HINWEIS
• Lesen Sie kapitel ’SICHERHEIT BEI DER WARTUNG’ sorgfältig.
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6.2.1 Tägliche Wartung

Vorfallsliste:
Kontrollieren Sie die Vorfallsliste dreimal täglich. Die Vorfallsliste (Abbildung 5.14 und 5.15) befindet sich:

• Im X-pert-Programm unter der Menüoption "Melken > Lely Astronaut“.


• Im T4C Farm-Management-Programm unter der Menüoption, “Reports > Milking > Lely Attentionlist Robot”

Kapitel 6 - Seite 1
Service und Wartung

• Auf dem Display der Bedienungseinheit des Roboterschaltkastens unter der Menüoption “Attentions and
Report list” (siehe kapitel 3.3 ’BEDIENUNG DES ROBOTERSCHALTPULTS’).

HINWEIS
• Kühe, mit einer Pause von über 10 Stunden zwischen zwei Melkungen sollten in den Roboter geführt
werden; Kühe mit Abweichungen bei Leitfähigkeit, Milchfärbung, Futteraufnahme oder Milchertrag müssen
auf Ihre (Euter-) Gesundheit überprüft werden.
• Versuchen Sie die Ursachen für die Abweichungen festzustellen.

Melkanlage:
Ersetzen Sie den Milchfilter (Abbildung 6.1) mindestens dreimal täglich, am
besten direkt nach der Reinigung.

Nehmen Sie den Roboter außer Betrieb und verfahren Sie folgendermaßen:

• Blasen Sie die Milchtransportleitung leer. Drücken Sie dazu die


Bedienungstaste (B1, Abbildung 2.2 am Multifunktions-Schaltkasten Schraubverschluß
(Abbildung 2.1).
• Öffnen Sie den Schraubverschluß des Filtergehäuses (Abbildung 6.1).
Filterring
• Senken Sie das Filtergehäuse und lösen Sie den Milchfilter und die
Feder. Wenn der Milchfilter und die Feder bereits locker waren, achten
Sie beim nächsten Mal darauf, dass Sie sie richtig befestigen! Filterfeder.
• Ziehen Sie den Filter und die Feder heraus und legen Sie das
Filtergehäuse auf den Boden. Filter
• Prüfen Sie ob sich flockige Milchablagerungen im Filter befinden, die auf
Mastitis in der Herde hindeuten.
• Spülen Sie den Filterring und das innere Filtergehäuse aus und lassen
Sie das Wasser abfließen. Filtergehäuse
• Schieben Sie die Feder in den neuen Filter und falten Sie das obere Ende
des Filters in die Spitze der Feder, sichern Sie danach den Filter mit dem
Filterring.
• Schieben Sie den Filter und die Feder zurück in das Filtergehäuse, lassen
Sie aber ca. 15 cm aus dem Filtergehäuse herausragen. Achten Sie auch
darauf, dass das Gewinde und die Oberseite des Filtergehäuses
gründlich gereinigt wurden.
• Verbinden Sie den Filter und das Filtergehäuse mit der Milchleitung unter Abbildung 6.1 Zusammenbau
der Verbindungsstelle und drücken Sie den Filter mit der Feder in den des Milchfilters
(konischen) Anfang der Milchleitung.
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• Montieren Sie das Filtergehäuse mit dem Schraubverschluß an die Milchleitung. Drehen Sie
die Schraubverschluß vorsichtig von Hand fest.

• Achten Sie darauf, dass der Filter und die Feder fest in dem spitz zulaufenden Anfang der
Milchleitung sitzen. Wenn sich Filter und Feder lösen, würde die Milch nicht durch die
Milchleitung, sondern am Filter vorbei gepumpt werden. Die Milch wäre daher nicht gefiltert.

Kapitel 6 - Seite 2
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Wenn die Filter dreimal täglich ersetzt werden und trotzdem verschmutzen, könnten die folgenden Maßnahmen
die Situation verbessern:

• Prüfen Sie den Zustand der Reinigungsbürsten.


• Austausch der Reinigungsbürsten (Abbildung 6.2). Wir
empfehlen, die Reinigungsbürsten regelmäßig zu ersetzen.
Zu stark verschlissene Bürsten arbeiten nicht richtig.
• Steigern Sie die Zahl der Vorbehandlungen des Roboters. Bürsten
Lesen Sie dazu auch Abschnitt 3.4.4 ’Einstellungen’.
• Prüfen Sie, ob die Bürsten mit genügend Wasser und
Reinigungsmittel gereinigt werden.
• Mehr Einstreu im Stall. Einstreu absorbiert viel
Feuchtigkeit, was zu saubereren Eutern beiträgt.
• Reinigen Sie Boxen und Gatter (bei Bedarf) häufiger. Die
Voraussetzung für saubere Kühe ist ausreichende Sorgfalt
bei ihrer Pflege und Unterbringung. Eine (schwebende oder
feste) Knieschranke kann die Kuh daran hindern, sich in der
Box zu weit nach vorne zu legen.
• Euterschur. An geschorenen Eutern lagert sich weniger
Abbildung 6.2 Reinigungsbürsten
Schmutz ab als an sehr haarigen. Ausserdem treten bei
rechtzeitig geschorenen Eutern weniger Laser-Fehler bei der
Zitzenortung auf. Schneiden Sie die Schwanzquaste ca. 3
cm unter dem letzten Schwanzknochen ab.
• Anpassung der Futterration. Kraftfutter mit wenig Struktur
kann zu Verunreinigung der Boxen führen.
• Binden Sie brünstige Kühe an. Wenn mehr Ruhe in der
Herde herrscht, werden sich die Kühe weniger beschmutzen.

HINWEIS
• Nur mit Zustimmung Ihres Servicetechnikers!
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Kapitel 6 - Seite 3
Service und Wartung

Höhere Vorbehandlung. Der Roboterarm kann die Zitzen vom Zitzenende ausgehend höher vorbehandeln.

HINWEIS
• Der werkseitig eingebaute Vakuummesser ist nicht
geeicht. Vergleichen Sie deshalb das Vakuumniveau bei
der Kontrolle mit dem Vakuumniveau nach einer
Inspektion. Schwankungen des Vakuumniveaus
beeinträchtigen die Eutergesundheit.
• Wenden Sie sich an Ihren Servicetechniker, wenn Sie
eine Abweichung feststellen, die sich nicht ohne
Weiteres beheben lässt.
• Überprüfen Sie die korrekten Luftdruckwerte
Einstellungen (Abbildung 6.3).
• Prüfen Sie das Vakuumniveau.
• Reinigen Sie die Melkanlage von außen.
Die Außenseiten der Melkbecher sollten von Hand
gereinigt werden. Das obere Ende der Zitzengummis wird
regelmäßig gereinigt. Die Melkanlage wird mindestens
dreimal täglich automatisch gereinigt. Benutzen Sie für die Abbildung 6.3 Luftdruckanzeige
Reinigung einen Eimer mit Wasser und eine Bürste oder
Schlauch mit sanftem Strahl. Von der Benutzung eines
Hochdruckreinigers wird abgeraten.
• Gehen Sie im unmittelbaren Bereich der Elektronik, wie z.B. am Laser, am Roboterschaltkasten und im
Bereich des Multifunktions-Schaltkastens, sparsam und vorsichtig mit Wasser um. Benutzen Sie ein weiches,
feuchtes Tuch, wenn möglich.
Die kleinen elektronischen Teile, wie der Viehtreiber, der Infrarotsensor, das Ventil zum ausblasen der
Milchtransportleitung usw. benötigen nur wenig Wasser für die Reinigung.
• Der gesamte Roboter, die Gatter und Bedienungen benötigen von Zeit zu Zeit eine gründliche Reinigung.
Wenn diese nicht regelmäßig durchgeführt wird, können die Reinigungsarbeiten die Kühe erschrecken. Im
schlimmsten Fall kann es Tage dauern, bis die Herde den Roboter wieder so oft wie vorher besucht.
• Um Verunreinigung in den Leitungen zu verhindern, sollten Sie nach der manuellen Reinigung von Teilen des
Melksystems einen Spülvorgang von Hand starten (siehe kapitel 3.4.3 ’Start Reinig.’).
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Kapitel 6 - Seite 4
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Roboterarm:

Reinigen Sie den Laser-/TDS1 Schirm (Abbildung 6.5)


zwei bis drei mal täglich. Verwenden Sie dazu ein weiches
sauberes Tuch mit etwas Astri®-TDS. Dieses Produkt ist
notwendig, da es schnell verfliegt. Die Meßergebnisse
werden nicht beeinträchtigt, da es keine Spuren auf dem
Glas hinterlässt.

Bürsten

Laserschirm

Abbildung 6.4 Laserschirm

TDS-Schirm

Bürsten

Abbildung 6.5 TDS-Schirm


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1) TDS = Teat Detection System (wenn vorhanden)

Kapitel 6 - Seite 5
Service und Wartung

• Prüfen Sie, ob die Entlüftungslöcher (Abbildung 6.6)


noch offen sind. Blockierte Entlüftungslöcher kann man
daran erkennen, dass sich im Milchschlauch eine
Milchsäule auf- und ab bewegt, anstatt weitergeleitet zu
werden. Bei Bedarf durchstechen Sie die Entlüftungslöcher
(mit der speziellen Entlüftungslochnadel).
• Kontrollieren Sie das Bürstenreinigungssystem auf
Beschädigungen (Abbildung 6.5). Ersetzen Sie
verschlissene Bürsten. Ersetzen Sie das
Reinigungssystem wie folgt:

Entüftungsloch

Abbildung 6.6 Entlüftungsloch am

• Wählen Sie die Option "Testmenü > Roboter > Roboterarm


einschwenken". Weitere Information finden Sie in
Abschnitt 3.4.16 ’Testmenü’. Bürsten
• Entfernen Sie die Inbusschrauben und
Plastikunterlegscheiben von der Vorderseite der
Reinigungsbürsten (Abbildung 6.7).
• Nehmen Sie die Bürsten von der Antriebswelle.
• Montieren Sie die neuen Bürsten mit dem konischen
Bolzen und dem Ring an die Antriebswelle. Plastikunterlegscheibe
Inbusschraube
• Schließen Sie das "Testmenü".

Die Reinigung der Bürsten ist notwendig, um zu verhindern, Abbildung 6.7 Befestigung der
dass Bakterien von einer Kuh auf andere übertragen werden.
Die Bakterienzahl in der Milch kann ansteigen, wenn die
Bürsten nicht richtig gereinigt werden. Vermeiden Sie zu starke Dosierungen, um Irritationen an den Zitzen zu
vermeiden.

• Prüfen Sie die Milch- und Pulsschläuche (Abbildung 6.8) auf Beschädigungen, die entstehen können, wenn
Kühe darauf treten.
• Prüfen Sie die Melkbecherkabel regelmäßig auf extremen Verschleiß und Verdickungen. Gegebenenfalls
müssen sie ersetzt werden.
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• Beschädigungen können besonders in der Nähe der Schlauchschellen auftreten und dort, wo
sich der Doppelschlauch in zwei einzelne Schläuche teilt.

Kapitel 6 - Seite 6
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Ersetzen Sie die beschädigten Schläuche wie folgt:

• Lösen Sie die Schlauchschellen.


• Zur einfacheren Demontage sollten Sie den Schlauch in
der Nähe des Schlauchverbindungsstücks in
Längsrichtung aufschneiden.
• Richten Sie die Schlauchschellen am Schlauch aus und
schieben Sie den Schlauch ohne Verdrehungen auf das
Schlauchverbindungsstück.
• Heben Sie die Melkbecher an der Innenseite des
Becherkopfs und prüfen Sie, ob die Becher gerade
hängen. Positionieren Sie die Melkbecherschläuche der
Hinterzitzen möglichst nah aneinander, weg vom
Roboterarm. Bringen Sie die Melkbecherschläuche für die
Vorderzitzen so nah wie möglich an den Roboterarm. Auf Abbildung 6.8 Milch- und Pulsschläuche
diese Weise entsteht viel Raum im Beinbereich der Kuh.
Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, korrigieren
Sie die Situation indem Sie die Milchschläuche in der Nähe
der Melkbecher drehen und die Länge leicht variieren.
• Achten Sie darauf, dass die Schläuche nicht verdreht sind.
Montieren Sie die Schlauchschellen so, dass sie nicht den
Spritzbereich der Sprühmitteldüse oder Bewegungen in
anderer Weise behindern.
• Ziehen Sie die Schlauchschellen fest ohne die Schläuche
zu verdrehen.

Reinigungsmittel:
• Kontrollieren Sie den Säurevorrat im Kanister unter dem
roten Aufkleber mit der Aufschrift Astri-cid
(Abbildung 6.9). Der Kanister befindet sich links hinten in
der Box. Wechseln Sie den Kanister gegen einen vollen
aus, wenn der Füllstand zu niedrig ist. Prüfen Sie dabei
auch, ob das Ansaugrohr noch ausreichend tief in die
Flüssigkeit reicht, um diese anzusaugen. Für weitere
Informationen zum Fassungsvermögen siehe
Abschnitt 6.1.1 ’Flüssigkeiten und Schmierstoffe’.
• Kontrollieren Sie den Laugenvorrat im Kanister unter dem
blauen Aufkleber mit der Aufschrift Astri-lin. Der Kanister
befindet sich links vorne in der Box. Wechseln Sie den
Abbildung 6.9 Anschlüsse der
Kanister gegen einen vollen aus, wenn der Füllstand zu
Reinigungsmittelbehälter
niedrig ist. Prüfen Sie dabei auch, ob das Ansaugrohr noch
ausreichend tief in die Flüssigkeit reicht, um diese
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anzusaugen.
• Kontrollieren Sie den Vorrat an Lelywash®/Bürstenreinigungsmittel im Kanister unter dem grünen Aufkleber
mit der Aufschrift Astri-L. Der Kanister befindet sich vorne links in der Box. Wechseln Sie den Kanister gegen
einen vollen aus, wenn der Füllstand zu niedrig ist. Prüfen Sie dabei auch, ob das Ansaugrohr noch
ausreichend tief in die Flüssigkeit reicht, um diese anzusaugen.

Kapitel 6 - Seite 7
Service und Wartung

Sprühmittel:
Prüfen Sie den Sprühmittelvorrat in dem am Roboterarm angebrachten Behälter. Der Flüssigkeitsstand im
Behälter kann am Schlauch auf der rechten Seite des Behälters abgelesen werden.

Wenn der Flüssigkeitsstand zu niedrig ist, füllen Sie den Behälter wie folgt:

• Lassen Sie den Druck aus dem Behälter ab (A, Abbildung 6.10), C
indem Sie das am Behälter (A) angebrachte Drei-Wege-Ventil D
(B) nach links drehen.
B
• Nehmen Sie die Abdeckung (C) von dem Trichter (D). Wenn
nötig, reinigen Sie den Trichter mit einem trockenen Tuch.
• Sobald der Behälter (A) nicht mehr unter Druck steht, kann der
Trichter (D) gefüllt werden. Das Gewicht des Sprühmittels öffnet A
das Ventil unter dem Trichter von selbst.
Füllstandanzeige
• Wenn der Trichter (D) leer ist, verschließen Sie ihn wieder mit
dem Deckel (C), um Verunreinigungen und/oder Blockierungen
zu vermeiden.
• Setzen Sie den Behälter (A) wieder unter Druck, indem Sie das
Drei-Wege-Ventil im Uhrzeigersinn drehen.

Wenn der Behälter (A) komplett leer ist, kann auch der Filter an der
Unterseite gereinigt werden. Vergewissern Sie sich, dass der
Behälter (A) nicht unter Druck steht, bevor Sie den Filter öffnen.
Abbildung 6.10 Sprühmittelbehälter
Es kann vorkommen, dass die Sprühdüse blockiert ist. Verfahren Sie
wie folgt, um die Düse wieder freizumachen:

• Schließen Sie die Druckluftversorgung des Wagens mit dem linken unteren Ventil am Multifunktions-
Schaltkasten hinter der roten Abdeckung oder wählen Sie Clean Laser im Menü des Roboterschaltpults
(siehe Abschnitt 3.4.7 ’Laserreinigung’). Die Melkbecher stehen nun locker auf der Mittelplatte, so dass genug
Platz ist, um die Sprühdüse zu erreichen.
• Gehen Sie zur Option "Testmenü > Roboter > Disinfection (kapitel 3.4.16 ’Testmenü’), um das Sprühen ein-
und auszuschalten.
• Entfernen Sie die Sprühdüse und spülen Sie sie sauber.

• Stechen Sie die Öffnung nie mit einer Nadel oder ähnlichem durch, da dies die Öffnung
beschädigen und die Sprührichtung der Düse ändern kann.

• Achten Sie darauf, den Wirbelzerstäuber der Sprühdüse beim Reinigen nicht zu verlieren.

• Bevor Sie die Düse wieder montieren, lassen Sie die Flüssigkeit eine Weile durchlaufen, um alle
Verunreinigungen aus den Leitungen zu spülen. Dies erreichen Sie mit Hilfe der Option "Testmenu > Robot
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> Disinfection (kapitel 3.4.16 ’Testmenü’).


• Bringen Sie die Düse wieder an und drücken Sie die STOP-Taste.

Kapitel 6 - Seite 8
Betriebsanleitung ASTRONAUT

6.2.2 Wöchentliche Wartung

• Setzen Sie den Roboter außer Betrieb, bevor Sie die Wartungsarbeiten beginnen.

Zitzengummis:
Ersetzen Sie die Zitzengummis rechtzeitig.
Jedes Zitzengummi kann, je nach Hersteller und Typ (Typ "Silicone 7500 Melkungen") für eine bestimmte Anzahl
von Melkungen verwendet werden. Im Menü Melken > Lely Astronaut des X-pert-Programms (Abbildung 5.12)
wird die Zahl der Melkungen pro Tag angezeigt. Unten ist die entsprechende Menüoption von T4C dargestellt
(Abbildung 6.11).

Abbildung 6.11 Menüoption Farm > Milking > Dayproduction (T4C)

Beispiel:
Laut Angabe des Herstellers können die Zitzengummis für ca. 7500 Melkungen verwendet werden. Der Roboter
führt 150 Melkungen pro Tag durch.

Berechnung:
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7500
Melkungen
= 50 Tage
150
Melkungen

HINWEIS
• Die Zitzengummis müssen mindestens alle 8 bis 10 Wochen ausgetauscht werden.

Kapitel 6 - Seite 9
Service und Wartung

Um größere Ungleichheiten durch unterschiedlichen Verschleiß


zu vermeiden, sollten Sie die Zitzengummis rechtzeitig
ersetzen. Verschlissene Gummis führen nicht unbedingt zu
direkten Problemen in Bezug auf die Milchqualität oder den
A
Melkvorgang. Andererseits können größere Ungleichheiten
zwischen alten und neuen Zitzengummis die Kühe nervös und
unruhig machen, wodurch es zu mehr misslungenen
Melkungen kommen kann.

Wir empfehlen Ihnen, die Austauschdaten aufzuzeichnen, da


C
wie im Beispiel oben gezeigt, die Zitzengummis schon nach
relativ kurzer Zeit wieder ersetzt werden müssen. Eine andere
Möglichkeit ist, ein regelmäßiges Austauschdatum festzulegen,
beispielsweise jeden dritten Samstag des Monats. B

Ersetzen Sie die Zitzengummis wie folgt:

• Drehen Sie den Kunststoffmelkbecher mit der Hand vom


Edelstahl-Milchauffang.
• Entfernen Sie den alten Zitzengummi.
E
• Legen Sie den neuen Gummi in den Melkbecher ein.
Achten Sie darauf, dass sich die Markierungen (A und B,
Abbildung 6.12) gegenüberliegen, so dass der Gummi
nicht verdreht ist.
• Die Ausstülpung (C) am Zitzengummi muss in die
D
Aussparung (D) an der Unterseite des Melkbechers geführt
werden.
• Der Zitzengummi kann von oben mit Hilfe des
Hilfswerkzeugs (E) angedrückt werden, bis sich der Rand Abbildung 6.12 Befestigung der
des Melkbechers in der Rille unten am Zitzengummi
befindet.
• Verwenden Sie ein Gleitmittel oder Spülmittel unten an der Innenseite des Gummis und an der Außenseite
des Konus.
• Drehen Sie den Melkbecher von Hand auf den Milchauffangbecher. Wenn der Melkbecher fest ist, prüfen Sie
noch einmal, dass der Zitzengummi nicht verdreht ist.
• Starten Sie eine kurze Spülung. Lesen Sie zur Reinigung der neuen Zitzengummis auch kapitel 3.4.3 ’Start
Reinig.’.
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Kapitel 6 - Seite 10
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Reinigung:
Prüfen Sie die Temperatur des Reinigungswassers am Ende der Milchleitung (in der Nähe des Tanks). Für eine
optimale Reinigung sollte die Temperatur mindestens 77°C betragen.

Wenn der Roboter kein Reinigungsmittel verwenden kann, weil ein Schlauch verstopft oder der Vorrat erschöpft
ist, wird ein Alarm ausgelöst (wenn eingestellt).

Kompressor und Lufttrockner:


Weitere Information zum Kompressor und dem Lufttrockner finden Sie in den dazugehörigen
Bedienungsanleitungen.

Vakuumpumpe:

• Vor der Inbetriebnahme der Pumpe müssen


Sie kontrollieren, ob genügend Öl in der
Ölwanne ist (kapitel 6.1 ’SERVICE’). Ein zu
niedriger Ölstand in der Ölwanne kann die
Vakuumpumpe beschädigen.

• Wenn die Vakuumpumpe in Betrieb ist, kann


sich die Außenseite der Pumpe auf
Temperaturen von über 70°C erhitzen. Abbildung 6.13 Ölstandschauglas an der

Prüfen Sie den Ölstand der Vakuumpumpe alle 2000 Betriebsstunden. Der Ölstand sollte immer etwas über der
Mitte des Schauglases an der Vorderseite der Vakuumpumpe sichtbar sein (Abbildung 6.13).

Weitere Information zu der Vakuumpumpe finden Sie in der Bedienungsanleitung des Herstellers.

6.2.3 Monatliche Wartung

• Setzen Sie den Roboter außer Betrieb, bevor Sie die Wartungsarbeiten beginnen.
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Kapitel 6 - Seite 11
Service und Wartung

Schmierung:
• Schmieren Sie die Scharniere (siehe kapitel 6.1.1
’Flüssigkeiten und Schmierstoffe’) des Kuhfolgers (A,
Abbildung 6.14). Die Schmiernippel lassen sich am
einfachsten erreichen, wenn Sie den Wagen des
Roboterarms nach vorne schieben. Dabei wird auch der
Kuhfolger nach vorne gezogen.

Abbildung 6.14 Schmierstellen des Kuhfolgers

• Schmieren Sie den Schwenkarm (B, Abbildung 6.15) und


die Parallelarme (A) des Roboterarms. A

• Die Lager der Reinigungsbürsten dürfen


nicht geschmiert werden. Schmierfett im
Lager führt zu einem Druckanstieg im
Gehäuse und kann den Motor beschädigen.

Abbildung 6.15 Schmierstellen des


Schwenkarms
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Kapitel 6 - Seite 12
Betriebsanleitung ASTRONAUT

Futtertrichter:
Die Futter-Fallbleche (Abbildung 6.16) in der Box können nach einiger Zeit verunreinigt werden. Um Pilzbefall und
Blockierungen zu vermeiden, sollten die Bleche regelmäßig gereinigt werden.

• Achten Sie bei der Montage der Platten darauf, dass sie richtig aneinander anschließen, um zu verhindern,
dass Futter zwischen die Platten fallen kann. Die Platten müssen außerdem gut in die Befestigungsnocken
montiert sein, so dass sie von den Kühen nicht ausgehebelt werden können.
• Stellen Sie sicher, dass der pneumatische Futterzylinder gesichert ist und nicht entfernt werden kann.

• Bleiben Sie außer Reichweite des pneumatischen Futterzylinders. Die scharfen Kanten
und die Kraft, die der Zylinder erzeugt, sind sehr gefährlich.

Reinigen Sie die Fallbleche (Abbildung 6.16) jeden Monat wie


folgt:

• Entlüften Sie das System.


• Drücken Sie das obere Fallblech nach oben (1a,
Abbildung 6.16). Das Fallblech kann nun einfach entfernt
werden (1b). Entfernen Sie das untere Fallblech (alte
Modelle) oder drehen Sie es um 90° nach oben (neue
Modelle) (2).
• Reinigen Sie beide Bleche (oben und unten). Reinigen Sie
auch den kleinen Zwischenraum zwischen der vertikalen Abbildung 6.16 Abnahme der Fallbleche
Platte und der Vorderseite der Box. (neue Modelle)
• Montieren Sie beide Fallbleche, sobald sie vollständig
trocken sind. Der Zwischenraum zwischen dem vertikalen
Fallblech und der Box sollte ebenfalls vollständig trocken
sein. Feuchte Platten würden direkt mit Futter bedeckt werden, was die Reinigung sofort nutzlos machen
würde.

Fehlerschutzschalter:
Kontrollieren Sie die Funktion des Fehlerschutzschalters mit
der Testtaste (A, Abbildung 6.17). Der Melkroboter sollte sich
sofort abschalten. Ist dies nicht der Fall, muss der
Fehlerschutzschalter SOFORT ausgewechselt werden. Wenn
der Fehlerschutzschalter einwandfrei funktioniert, kann der
Melkroboter folgendermaßen wieder eingeschaltet werden:

• Stellen Sie den ON/OFF-Schalter (B) auf die Position ON


(er befindet sich hinter der linken Tür des Multifunktions- B A
Schaltkastens).
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• Drücken Sie anschließend die RESET Taste (B4). Für B4


weitere Informationen siehe kapitel 2.4.2
’Bedienungsfunktionstasten’.
Abbildung 6.17 Fehlerschutzschalter

Kapitel 6 - Seite 13
Service und Wartung

Drehmomente:

• Prüfen Sie, ob alle Bolzen und Muttern richtig festgezogen sind.

• Ziehen Sie lockere Bolzen/Muttern mit einem Drehmoment laut folgender Tabelle nach.

• Schmieren Sie die Gewinde der entfernten Edelstahlbolzen und Muttern stets mit Molykote
P37 Schmierstoff. Auf diese Weise lassen sie sich beim nächsten Mal leichter entfernen.

Tabelle 6.1 Drehmomente

M3 M4 M5 M6 M8 M10 M12 M16 M20

Nm 1,5 2,0 4,0 6,5 15 35 55 135 275

kgm 0,2 0,2 0,4 0,7 1,5 3,5 5,5 13,5 27,5

6.2.4 Jährliche Wartung

HINWEIS
• Lassen Sie Mängel immer sofort beheben.

Neben der Inspektion, die nach örtlichen Vorschriften bezüglich der Erdung durchgeführt wird, wird dringend
empfohlen, die Erdung der Anlage mindestens einmal jährlich von einer anerkannten Installationsfirma prüfen zu
lassen.

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Kapitel 6 - Seite 14
Betriebsanleitung ASTRONAUT

7 Störfälle

Je nach Art der Störung kann der Bediener das Problem entweder selbst oder mit Hilfe eines Servicetechnikers
beheben.

Tragen Sie die Störfälle, die Sie selbst behoben haben, in ein Logbuch ein.

Dies kann Ihrem Servicetechniker helfen die Ursache eines Problems zu finden und ein wiederholtes Auftreten
dieser Störung verhindern.

7.1 STÖRUNGSTABELLE

Tabelle 7.1 Störungstabelle

STÖRUNG KAPITEL

KUH
Kuh wird nicht erkannt 7.1.1
Kuh wird abgewiesen 7.1.2
Wiederholte misslungene Melkungen 7.1.3
Kuh bleibt zu lange in der Box 7.1.4

MELKBECHER
Melkbecher nicht korrekt angesetzt 7.1.5
Kuh wird nicht korrekt gemolken 7.1.6

MILCHABSCHEIDER
Milchabscheider wird nicht ausgepumpt 7.1.7

PRESSLUFT
Kein Luftdruck 7.1.8

ZITZEN:
Laser findet die Zitzen nicht 7.1.8
Zitzen werden nicht besprüht 7.1.10

MILCHQUALITÄT
Erhöhte Keimzahl 7.1.11
Allmähliche Erhöhung 7.1.11.1
Plötzliche Erhöhung 7.1.11.2
Erhöhte Zellenzahl 7.1.14
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Kapitel 7 - Seite 1
Störfälle

7.1.1 Kuh wird nicht erkannt


Wenn eine Kuh die Box betritt, ohne vom Roboter erkannt zu werden, wird keine
Melkung durchgeführt. Mögliche Ursachen für die Nicht-Erkennung sind:

• Keine Kuhdaten verfügbar. Eine Kuh mit einem unbekannten Responder verursacht
die Meldung "Responder no. unknown" (Responder-Nr. unbekannt). Geben Sie die
Daten dieser Kuh in das X-pert-Programm ein und bringen Sie den Roboterarm bei
der ersten Melkung in die Grundstellung.
• Wenn die Kuh ihren Kopf unterhalb des Futtertroges hält, findet keine Erkennung
statt. Der Responder der Kuh befindet sich außerhalb der Reichweite der Antenne
vor dem Futtertrog (Abbildung 7.1). Solche Fälle können besonders in der Abbildung 7.1 Antenn
Gewöhnungsphase auftreten. Sorgen Sie dafür, dass der Futtertrog sauber ist und e vor dem Futtertrog
etwas Futter enthält, damit die Kuh zu fressen beginnt und erkannt wird.

7.1.2 Kuh wird abgewiesen


Eine Kuh, die Ihrer Meinung nach gemolken werden soll, betritt die Box und wird sofort wieder hinaus geschickt.
Dies kann an den folgenden Ursachen liegen:

• Die Kuh ist im T4C1/X-pert-Programm als trockengestellt registriert. Der Roboter darf keine trockengestellten
Kühe melken. Melden sie die Kuh als abgekalbt an das Managementsystem.
• Die Kuh entspricht nicht den Zulassungskriterien und wird
aus der Box gelassen. Tragen Sie diese Kuh in einer
Gruppe ein, die immer gemolken werden darf, und führen
Sie die Kuh noch einmal durch den Roboter.
• Die Kuh hat vor kurzer Zeit den Roboter besucht und wurde
teilweise gemolken. Infolge eines fehlerhaften
Datenaufbaus wird die Kuh als gemolken betrachtet.
Kontrollieren Sie dies, indem Sie die Daten vom PC
abrufen und die letzte Melkung überprüfen. Wenn die Kuh
nicht als misslungen aufgeführt ist, gilt sie als korrekt
gemolken. Tragen Sie die Kuh in einer Gruppe ein, die
immer gemolken werden darf, und führen Sie sie noch
einmal durch den Roboter.
• Die Kuh trägt nicht ihren eigenen Respactor/Responder.
Die Daten einer anderen Kuh können diese Kuh von der
Melkung ausschließen. Vergewissern Sie sich, dass die
Nummern stimmen. Sie finden diese auf der Unterseite des Abbildung 7.2 Befestigung des Kuh-
Respactor/Responder (Abbildung 7.2). Responders/Respactors

7.1.3 Wiederholte misslungene Melkungen

HINWEIS
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• Prüfen Sie zuerst, ob die Kuh vollständig gemolken wurde.

• Wenn eine Kuh nicht den erwarteten Milchertrag liefert, gilt die Melkung als misslungen. Nach einer
misslungenen Melkung kann die Kuh sofort zurück in den Roboter. Die Melkung kann erneut misslingen, da
es keinen Milchfluss gibt. Sobald die Kuh wieder in der Box ist, kann dieser Kreislauf unterbrochen werden,

1) T4C = Time for cows (wenn vorhanden)

Kapitel 7 - Seite 2
Betriebsanleitung ASTRONAUT

indem Sie am Schaltpult des Roboterkastens die Stop-Taste drücken, wenn "Milking" angezeigt wird.
Drücken Sie danach "yes", wenn "Milking interrupted" angezeigt wird und erneut "yes" bei der Anzeige
"Cow is milked".

7.1.4 Kuh bleibt zu lange in der Box


Alarmmeldung = Exit gate blocked photocell defect
Die Kuh bleibt länger als 200 Sekunden nach dem Öffnen des vorderen Gatters in der Box.

• Kontrollieren Sie die Funktion des Kuhtreibers (falls eingebaut) im “Testmenü > Box > Kuhtreiber”.
• Wenn das Fell der Kuh am Rücken zu dicht ist, kann der Kuhtreiber (falls eingebaut) keinen guten Kontakt
zur Haut der Kuh herstellen. In diesem Fall muss die Kuh geschoren werden.
• Wenn für manche Kühe die Füttergeschwindigkeit zu hoch eingestellt ist, bleibt Futter im Futtertrog übrig.
Ändern Sie die Füttergeschwindigkeit im T4C/X-pert-System.

7.1.5 Melkbecher nicht korrekt angesetzt


Der Laser erkennt zwar die Zitzen, versucht aber erfolglos, die Melkbecher an der richtigen Zitze anzusetzen.
Falsches Ansetzen kann verursacht werden durch:

• Verschmutzter Schirm des statischen TDS1/Lasers. Reinigen Sie den TDS/Laserschirm mit etwas Astri®-TDS
(siehe kapitel 6.2.1 ’Tägliche Wartung’ > kapitel ’Roboterarm:’).
• Haariges Euter. Der Laser könnte ein Büschel Haar für die Zitze halten. Scheren Sie die Euter immer
rechtzeitig.
• Irreführende Lichtverhältnisse. Eine starke Lichtquelle, wie beispielsweise die niedrig stehende Sonne oder
eine Halogenlampe, die direkt in den Laser scheint kann dessen Funktion beeinträchtigen. Das Schließen
einer Außentür könnte Abhilfe schaffen.

7.1.6 Kuh wird nicht korrekt gemolken


Die Melkbecher werden richtig angesetzt, aber zu schnell wieder abgenommen und erneut angesetzt.

• Das Vakuumniveau (Roboter ohne MQC) wird nicht erreicht. Wenn das erforderliche Vakuumniveau nicht
erreicht wird, geht der Melkroboter davon aus, dass der betreffende Melkbecher nicht oder nicht richtig
angesetzt wurde und möglicherweise am Boden liegt. Das Ansetzen wird eine bestimmte Anzahl von Malen
wiederholt. Danach wird die Kuh aus der Box gelassen und die Melkung als misslungen betrachtet. Nach drei
aufeinander folgenden Kühen (abhängig von der Einstellung, siehe Abschnitt 3.4.4 ’Einstellungen’), deren
Melkung misslungen ist, wird ein Alarm ausgelöst. Eine undichte Stelle oder Blockierung kann der Grund für
das falsche Vakuumniveau sein. Prüfen Sie, welche Änderungen in der Nähe des Melkroboters die Funktion
des Vakuumsystems beeinträchtigen könnten. Kontrollieren Sie die Zitzengummis, Schläuche,
Schlauchverbindungen und die Sensoren auf Undichtigkeiten. Prüfen Sie, ob die Vakuumpumpe und der
Regler einwandfrei funktionieren.
• Die Entüftungslöcher im Melkbecher sind verstopft. Die Milch im Milchschlauch bildet keine stetige
Milchsäule, sondern tanzt im Schlauch auf und ab. Durchstechen Sie das Entüftungsloch.
• Der Milchfluss wird als nicht vorhanden oder zu gering registriert. Möglicherweise wurde die Anlage durch
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Milchablagerungen auf den Sensoren verschmutzt. Prüfen Sie die Milchflusssensoren auf Ablagerungen.
Wenn Ablagerungen vorhanden sind, prüfen Sie, ob die Säurereinigung ordnungsgemäß durchgeführt wird.
Die Kalibrierung der Milchflusssensoren erfolgt automatisch. Berichtigen Sie die Einstellung der
Melkbecherabnahme, wenn die Anlage technisch einwandfrei arbeitet, die Kühe aber trotzdem nicht leer

1) TDS = Teat Detection System (wenn vorhanden)

Kapitel 7 - Seite 3
Störfälle

gemolken werden. Änderungen der Einstellungen werden grundsätzlich nicht empfohlen und sollten nur
vorgenommen werden, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind.

HINWEIS
• Ziehen Sie bei allen Änderungen Ihren Lely-Servicetechniker oder einen anderen Lely-Spezialisten zu
Rate.

• Die Kuh hält die Milch zurück. Jede Änderung in der Nähe des Melkroboters kann für die Kuh ein Grund sein,
ihre Milch zurückzuhalten.
• Prüfen Sie die Funktion des Futtermanagers und reinigen Sie ihn, wenn nötig.
• Falsche Erdung des Roboters kann elektrische Spannung (statische Aufladung) verursachen, wodurch die
Kühe in Unruhe versetzt werden.
• Auch Fliegen können Kühe unruhig machen, versuchen Sie daher die Fliegen von den Tieren fernzuhalten,
z.B. mit einem Ventilator, der die Luft direkt unter die Kühe bläst und die Fliegen während des Melkens
verjagt.

7.1.7 Milchabscheider wird nicht ausgepumpt


Alarmmeldung = Milkjar full
Die Pumpe unter dem Milchabscheider pumpt zwar, aber das Glas leert sich nicht.

• Das Ventil in der Milchtransportleitung ist geschlossen. Öffnen Sie das Ventil von
Hand und pumpen Sie den Milchabscheider durch Drücken der entsprechenden Taste am Schaltpult des
Multifunktions-Schaltkastens leer.
• Der Filter ist stark verunreinigt. Prüfen Sie den Filter und ersetzen Sie ihn wenn nötig.

Die Pumpe arbeitet zwar, schaltet aber vorzeitig ab.

• Der Milchmesser funktioniert nicht einwandfrei. Kontrollieren Sie, ob der Milchmesser annähernd die richtige
Milchmenge anzeigt.
• Ändern Sie die Zeiteinstellung im Menü 'Einstellungen > Nachlaufzeit der Milchpumpe”. Ausführlichere
Informationen finden Sie in kapitel 3.4.4 ’Einstellungen’.

7.1.8 Kein Luftdruck


Alarmmeldung = Pressure alarm
Ein zu niedriger Druck in der Luftleitung führt zu Fehlfunktionen des Roboters und anderer pneumatischer Teile.

Das Druckmanometer am Kompressor sollte einen Wert von 800-950 kPA (8-9,5 bar) anzeigen. Die Anzeigen
(von links nach rechts) unter der Multifunktions-Box sollten Werte von jeweils 700 kPa (7 bar), 300 kPa (3 bar) und
0 kPa (0 bar) anzeigen.

• Ein Luftleitungsventil in der Nähe des Kompressors, Roboters oder des Tankraums ist geschlossen.
• Der Kompressor funktioniert nicht einwandfrei. Prüfen Sie Sicherungen, Stecker und Wärmeschutz.
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• Bei Frost können Ventile und Kolben eingefroren sein. Feuchtigkeit innerhalb des Luftdrucksystems kann die
Lebensdauer der Kolben verkürzen.

7.1.9 Das TDS1/Laser-System findet die Zitzen nicht.

Das TDS1/Laser system sucht nach den Zitzen, kann sie aber nicht orten.

1) TDS = Teat Detection System (wenn vorhanden)

Kapitel 7 - Seite 4
Betriebsanleitung ASTRONAUT

• Der Laserschirm ist verschmutzt. Reinigen Sie ihn mit Spiritus (siehe kapitel 6.2.1 ’Tägliche Wartung’).
• Halsbänder mit Respondern wurden verwechselt. Stellen Sie sicher, dass jede Kuh ihren eigenen Respactor
/Responder trägt. Korrigieren Sie die Daten oder tauschen Sie die Halsbänder mit den Respondern.
• Die Euterform weicht von den registrierten Daten ab. Die Kuh ist für den Roboter neu, wenn sie nach der
Abkalbung oder aufgrund einer Krankheit den Roboter für einige Zeit nicht besucht hat. Die Milchleistung
kann sich stark verändert haben.
Verfahren Sie mit dieser wie mit einer neuen Kuh und bringen Sie den Arm manuell in die Anfangsposition.
• Das Kuhfolgersystem funktioniert nicht einwandfrei. Dies kann durch Entfernung von Schmutz und
Schmierung des Kuhfolgers behoben werden.

7.1.10 Zitzen werden nicht besprüht


Wenn die Zitzen nicht korrekt besprüht werden, kann dies folgende Ursachen haben:

• Das Ventil auf dem Vorratsbehälter steht in der falschen Stellung. Wenn Sie das Ventil gegen den
Uhrzeigersinn (vollständige Drehung) drehen, entweicht die Luft aus dem Vorratsbehälter.
• Der Vorratsbehälter wird durch Drehung des Ventils im Uhrzeigersinn (vollständige Drehung) wieder unter
(Luft-)Druck gesetzt.
• Die Sprühdüse ist verschmutzt oder blockiert. Düse abnehmen und reinigen (siehe kapitel 6.2.1 ’Tägliche
Wartung’ > Sprühmittel).
• Der Filter ist verstopft. Leeren Sie den Vorratsbehälter und reinigen Sie den Filter (siehe kapitel 6.2.1
’Tägliche Wartung’ > Sprühmittel).

7.1.11 Erhöhte Keimzahl


Probleme mit einer zu hohen Keimzahl sind fast immer auf zwei Faktoren zurückzuführen: Kühlung und / oder
Reinigung. Prüfen Sie immer diese Aspekte, wenn Sie nach der Ursache suchen. Lange bevor die Keimzahl ein
Niveau erreicht, das Probleme beim Endverbraucher verursacht, sollte die Analyse durchgeführt werden. Eine
Erhöhung die beispielsweise über 15.000 Keime hinausgeht, könnte bei künftigen Melkungen zu Problemen
führen, da die Möglichkeit einer allmählichen Verunreinigung besteht.

Dabei wird davon ausgegangen, dass das System ordnungsgemäß installiert wurde. Bitte setzen Sie sich im
Zweifelsfall oder bei Fragen mit Ihrem Servicetechniker oder Lieferanten in Verbindung.

7.1.12 Arm schwenkt nicht ein oder aus


Alarmmeldung = Arm does not turn in or out
Der Roboterarm schwenkt nicht ein oder aus.

• Das 24-V-Ventil funktioniert nicht einwandfrei.


• Der Einschwenk-Näherungssensor kann Metall nicht einwandfrei erfassen oder hat eine Fehlfunktion.

7.1.13 Probenentnahme
Alarmmeldung = Sampling
Diese Meldung weist darauf hin, dass der Shuttle Ständer gewechselt werden muss.
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Allmähliche Erhöhung
Wenn sich das Problem langsam einstellt, das heißt, wenn sich die Keimzahl allmählich steigert, prüfen Sie
folgende Punkte:

• Kontrollieren Sie, ob genügend Reinigungsmittel verwendet wird (siehe kapitel 6.1.1 ’Flüssigkeiten und
Schmierstoffe’).

Kapitel 7 - Seite 5
Störfälle

• Prüfen Sie, ob die Dosierung des Reinigungsmittels richtig eingestellt wurde (siehe kapitel 3.4.4
’Einstellungen’).
• Kontrollieren Sie, ob die Reinigungsvorgänge richtig durchgeführt werden, und überprüfen Sie die Intervalle
der Reinigungsvorgänge (siehe kapitel 3.4.4 ’Einstellungen’) und die Leistung des Systems.
• Führen Sie mindestens dreimal täglich eine Hauptreinigung durch.
• Kontrollieren Sie ob kritische Teile, wie beispielsweise die Innenseite der Zitzengummis, Milchbehälter,
Milchabscheider, Ventile (auch am Tank) und die Gewinde der Kupplungen des Rohres vor dem Milchfilter,
sauber sind.
• Kontrollieren Sie ob die Zitzengummis und Schläuche rechtzeitig ausgewechselt wurden.
• Kontrollieren die Anzahl der Kühe, die an klinischer Mastitis erkrankt sind. Ist die Zahl sehr hoch, kann es in
der Herde auch Kühe mit subklinischer Mastitis geben.

Plötzliche Erhöhung
Das Problem taucht aus heiterem Himmel auf. Normalerweise sind die Keimzahlen in Ordnung, aber plötzlich gibt
es ein Problem. Dies deutet darauf hin, dass Schmutzteilchen (nicht Mist, aber verunreinigte Milch) in den Tank
gelangt sind.

• Kontrollieren Sie, ob die Tankreinigung richtig durchgeführt wurde.


• Kontrollieren Sie, ob die Kühlung einwandfrei funktioniert (Tanksicherung).
• Kontrollieren Sie die Kupplungen und Ventile auf Verunreinigung.
• Kontrollieren Sie den Gummianschluss über dem Milchabscheiderglas auf Verunreinigung.
• Kontrollieren Sie die Vakuumleitungen auf Verunreinigung.
• Kontrollieren Sie die Einstellung zur Desinfektion der Reinigungsrollen / -bürsten (siehe kapitel 3.4.4
’Einstellungen’).
• Kontrollieren Sie die Reinigung des Puffertanks und der dazwischen liegenden Teile der Milchleitung und wen
nötig, reinigen Sie den Puffertank, bevor Sie ihn benutzen.
• Kontrollieren Sie, ob sich Faktoren oder Umstände geändert haben, die die Milchqualität beeinflussen.
• Kontrollieren Sie ob die Vormelkeinrichtung sauber ist.
• Kontrollieren Sie die Funktion des bei den älteren Astronaut Melkrobotern eingebauten
Feuchtigkeitssammlers.
• Sobald Sie die Verunreinigungsquelle gefunden haben, reinigen Sie die verschmutzten Teile und starten Sie
manuell eine zusätzliche Reinigung. Falls bestimmte Teile von Hand gereinigt wurden, empfehlen wir, vor
dem Melken eine Reinigung durchzuführen. Denn andernfalls könnte verschmutztes Material in das System
und somit in die Milch gelangen.

HINWEIS
• Wenn Sie die Ursache nicht finden, benachrichtigen Sie sofort Ihren Servicetechniker.

Um optimale Hygienebedingungen zu erhalten, ist es wichtig, dass der Roboter und der Bedienerbereich
regelmäßig gereinigt werden. Das heißt, dass auch der Kuhstall einschließlich der Liegeflächen sauber sein sollte,
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um Probleme mit der Keimzahl zu vermeiden. Falls notwendig, können Sie die Gitter mit einem Kratzer reinigen.

7.1.14 Erhöhte Zellenzahl


Ursachen für Probleme mit der Zellenzahl sind meistens vielfältig und oft schwerer zu finden.

• Kontrollieren Sie, ob der Melkroboter technisch in Ordnung ist. Lassen Sie einen neuen Messbericht samt
Gutachten erstellen, wenn der zuletzt erstellte über 5 Monate alt ist.

Kapitel 7 - Seite 6
Betriebsanleitung ASTRONAUT

• Ersetzen Sie die Zitzengummis rechtzeitig (siehe kapitel 6.2.2 ’Wöchentliche Wartung’ > Zitzengummis).
• Prüfen Sie, ob es Unregelmäßigkeiten bei der Besuchsfrequenz der Kühe gibt (X-pert-Programm, Menü
Measurement > Melkroboter Lely, Shift-F6).
• Prüfen Sie die Anzahl der Kühe, die den Roboter nicht regelmäßig besuchen. Werten Sie die Alarmliste(n)
und Kuhdaten im X-pert-Programm aus. Stellen Sie, falls möglich, die Ursachen für die niedrige
Besuchsfrequenz fest:
• Prüfen Sie die Qualität und Verfügbarkeit des Kraftfutters.
• Führen Sie Kühe, die den Roboter länger als 10 Stunden nicht besucht haben, zum Roboter.
• Prüfen Sie eingehend das Beweidungssystem und dessen Wegführung.
• Prüfen Sie die korrekte Gruppeneinteilung.
• Prüfen Sie die Erdung der Maschine.
• Kontrollieren Sie, ob es Hindernisse gibt, die den Kuhverkehr stören.
• Prüfen Sie, ob die Futterzusammensetzung verändert wurde.
• Prüfen Sie, ob es Kühe mit stark erhöhter Zellenzahl gibt.
• Kontrollieren Sie, ob eine Staphylokokken-Infektionen vorliegt. Sollte dies der Fall sein, konsultieren Sie den
Tierarzt, um einen Behandlungsplan zu erhalten.
• Kontrollieren Sie, ob für die erhöhte Zellenzahl saisonbedingt ist: Gibt es in der Herde viele ältere Kühe oder
Kühe, die das Ende der Laktation erreicht haben, oder tritt dieses Problem am Ende eines (heißen) Sommers
auf?
• Kontrollieren Sie, ob der Stall ausreichend gelüftet wird. Tiere brauchen mehr Frischluft bei erhöhter
Produktion.
• Kontrollieren Sie die Hygiene im Stall. Die Boxen sollten trocken, sauber und ausreichend groß sein. Prüfen
Sie, ob Stroh oder Sägespäne im Stall richtig verwendet werden.
• Kontrollieren Sie, ob die Reinigungsbürsten ausreichend gereinigt werden, um Infektionen zu vermeiden.
• Kontrollieren Sie, ob die Kühe richtig ausgemolken werden. Es kann z.B. an Fliegen liegen, dass eine Kuh
die Melkbecher wegstößt. Dadurch wird die Kuh zu früh als gemolken betrachtet.
• Prüfen Sie, ob die Anlage ordnungsgemäß sprüht und ob dabei das richtige Sprühmittel verwendet wird.

HINWEIS
• Sollte trotz dieser Maßnahmen keine Verbesserung eintreten, benachrichtigen Sie den Servicetechniker.

Bei Problemen mit der Zellenzahl (über 250.000) empfehlen wir, die Kühe mit den höchsten Zellenzahlen mittels
Antibiotika trockenzustellen.
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Kapitel 7 - Seite 7
Störfälle

7.2 BLITZSCHUTZ
Der Multifunktions-Schaltkasten enthält einen internen Blitzschutz. Dieser schützt den Roboter vor
Überspannung. Bei einer Überspannung oder einem Blitzschlag wird ein Alarm ausgelöst.

• Benachrichtigen Sie in einem solchen Fall stets den Service-Techniker.

• Der Roboter wird wie normal funktionieren, ist aber nicht mehr gegen Überspannung
geschützt.

7.3 KUNDENDIENST
Der Techniker wird zuerst versuchen, eine Lösung am Telefon zu finden. Es ist daher wichtig, dass Sie die Art des
Störfalls möglichst genau beschreiben können. Weisen Sie immer auf besondere Umstände hin, beispielsweise,
ob der Roboter wegen Wartungsarbeiten oder Tankleerung, Stromausfall etc. außer Betrieb war.

Sollte ein Besuch des Service-Technikers nötig sein, halten Sie die folgenden Dinge bereit, um optimale Hygiene
für alle Beteiligten zu gewährleisten:

• Heißes und kaltes Wasser in der Nähe des Roboters oder des Tanks
• Seife
• Handtuch
• Bürste zur Reinigung der Schuhe
• Arbeitskleidung, wenn vorhanden, und / oder eine Desinfektionsschale für Schuhe.

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Kapitel 7 - Seite 8
Betriebsanleitung ASTRONAUT
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Kapitel 7 - Seite 9
LELY INDUSTRIES NV
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Weverskade 110
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