Sie sind auf Seite 1von 56

Betriebsanleitung Pumpe

Modell DE
INHALT

ALLGEMEINES
A. Zweck der Anleitung
B. Modell Nummerierungssystem
C. Allgemeine Informationen

ABSCHNITT 1
AUSLEGUNG UND FUNKTIONSPRINZIP
A. Bauelemente und Funktionen
B. Elektrischer Stromkreis
C. Kraftstoffdurchfluss
D. Transferpumpe
E. Transferpumpenregler
F. Füllung
G. Entladung, Spülen – Einspritzung – Spülen
H. Dämpferscheiben
I. Kraftstoffrücklaufkreis
J. Dynamische Pumpen-Vorverstellung

ABSCHNITT 2
ZERLEGUNG

ABSCHNITT 3
REINIGUNG UND INSPEKTION DER BAUTEILE
A. Inspektion der Bauteile
B. Kegelventil-Beilagen
C. Zusatzinspektion

ABSCHNITT 4
ZUSAMMENBAU

ABSCHNITT 5
ANFORDERUNGEN AN DEN PRÜFSTAND UND
EINSTELLUNGSVERFAHREN
A. Besondere Anforderungen an die Prüfausrüstung
B. Prüfstandkonfiguration

ABSCHNITT 6
ALLEGMEINE DATEN
A. Anzugsmomente
B. Explosionszeichnung

i
ALLGEMEINES 1. Datumscode – Siehe Service Mitteilung
SB439
A. Zweck der Anleitung 2. Modell-Nummer – Siehe nachstehende
Diese Anleitung richtet sich ausdrücklich Beschreibung
an auf Einspritzausrüstungen spezialisierte 3. Montagewerk (J = Jacksonville, North
Dieseltechniker, denen sie die notwendigen Carolina)
Informationen zur Zerlegung, 4. Serien-Nummer
Zusammenbau und zur Vorbereitung auf 5. Kunden-Nummer
eine Überprüfung der elektronischen Die- Die Modell-Nummer bezeichnet die DE-
sel-Einspritzpumpe Stanadyne DE liefert. Pumpe wie folgt:
Zusätzlich zu dieser Anleitung sind alle hier a b c d e
beschriebenen Spezialwerkzeuge und DE 2 4 35 5780
Prüfausrüstungen einzusetzen und die a. DE = D Pumpen Serie, E = elektronisch
Kundendienst-Dokumentation zu beachten, b. 2 = zwei Pumpkolben
wobei die spezifischen Pumpendaten die c. 4 = Anzahl der bedienten Zylinder
Kalibrierinformationen und eine Stückliste d. 35 = Abkürzung für den Pumpkolben-
enthalten. Durchmesser. In diesem Fall – 0,350
Diese Anleitung richtet sich in keinem Fall Zoll (8,89 mm)
an nichtqualifizierte und unerfahrene e. 5780 = Spezifizierungs-Nummer. Sie
Personen, die das Produkt warten definiert die Auswahl der Teile und
möchten. Diese unerlaubte Art von Einstellungen im Rahmen einer
Kundendienst könnte zu Verstößen gegen bestimmten Anwendung und muss in
die Emissionsvorschriften und zur jeder Pumpenreferenz enthalten sein.
Beschädigung der Pumpe, wenn nicht zur
Beschädigung des Motors führen. Ein C. Allgemeine Informationen
Service an der DE-Pumpe darf erst Die Pumpe des Modells DE ist eine
vorgenommen werden, nachdem diese elektronisch gesteuerte Pumpe mit
Anleitung aufmerksam gelesen und die Gegenkolben, Rotationsverteiler und
nachstehend beschriebenen Spülen-Magnetventil. Durch die
Funktionsprinzipien und Anweisungen Anwendung der Strategie Spülen -
verstanden wurde. Einspritzung - Spülen und des
elektronischen Steuergerätes (ECU) der
Ausrüstung, kann die Pumpe als eine
Pumpe mit variablem Einspritzbeginn und
-ende bezeichnet werden.
1 80 3
2
4 RE 507968 5

B. Modell Nummerierungssystem
Folgende Informationen stehen auf dem
Typenschild der DE-Pumpe

iii
ABSCHNITT 1 - BAUWEISE UND FUNKTIONSPRINZIP

1. 2.

9.

6. 7.
3.
4.
5. 8.

Fig. 1.1
A. Bauelemente und Funktionen (Abb.
1.1)
Die Hauptbauteile der DE-Pumpe sind in der auf, der den Zapfen des Verteilerrotors
nachstehenden Abb. 1.1 abgebildet. Sie aufnimmt, um diesen zu drehen. Wenn sich die
umfassen: Antriebswelle dreht, drücken die Höcker des
1. Kraftstoff-Zulaufanschluss Nockenringes die Rollen und Schuhe nach
2. Rücklaufanschluss/ innen, wobei sie gleichzeitig die beiden inneren
Gehäusedruckregler Gegenkolben im Rotor bewegen. Die Anzahl
3. Hochleistungs-Antriebswelle Ider Nocken entspricht der bedienten
4. Transferpumpe Zylinderanzahl des Motors.
5. Nockenring
6. Verteilerrotor Der Verteilerrotor der 4-zylindrigen
7. Kegelventil Motorausführung der Pumpe DE weist keinen
8. Magnetisches Kraftstoff-Regelventil Füllungskanal auf, während die 6-zylindrige
9. Einspritzanschlüsse mit Dämpfern Motorausführung einen solchen Kanal besitzt.
Beide Ausführungen weisen einen
Zu den beweglichen Hauptbauteilen zählen: die Druckausgang auf. Bei der Pumpe der 4-
Antriebswelle, die Rollenschuhe und die Rollen, zylindrigen Motorausführung muss die ganze
die Flügel der Transferpumpe und ihr Halter- angesaugte Kraftstoffmenge das Kegelventil
ing, der Verteilerrotor und das Kegelventil. passieren, welches während der Saugphase
Bei der DE-Pumpe nach Abb. 1.1 wird die der Pumpsequenz geöffnet bleibt.
Antriebswelle an beiden Enden von Nadellagern
gehalten und trägt die beiden Rollenschuhe Der Hydraulikkopf der DE-Pumpe hat eine
sowie Rollen. Sie weist ebenfalls einen Schlitz Bohrung, in welcher der Rotor dreht, sowie

1
eine Ansaugöffnung und Austrittsöffnungen, bestimmten Zeitpunkt der Entladesequenz
einen Hochdruck-Akkumulator zur Aufnahme steuert das Steuergerät ECU das Magnetventil
der beim Kraftstoff-Spülen generierten an, was den Anker in Kontakt mit dem
Druckspitzen und einen Niederdruck- rotorseitig montierten Kegelventil bringt, um es
Akkumulator als Hilfe zur Füllung des Rotors zu schliessen. Beim Schliessen des Kegelventils
bei hohen Drehzahlen. Der Hydraulikkopf hat beginnt die Pumpsequenz. Wenn das
ebenfalls Einspritzanschlüsse, welche mit Programm des Steuergerätes ECU bestimmt,
einem Dämpfer, bestehend aus einer Scheibe, dass der Motor die angemessene
einem Sitz, einer Feder und einer Kraftstoffmenge erhalten hat, wird der auf das
Befestigungsschraube versehen
sind. Die Dämpfer sind dafür
5 4 3
ausgelegt, den Druck nach jeder
Einspritzung und zwischen zwei 1. Anker Stift
Einspritzungen zu regulieren, 2. Kegelventil
Sekundäreinspritzungen zu 6 3.Magnetventil
Anschlüsse (2)
vermeiden und weiteren 4. Magnetventil Einheit
unerwünschten Leitungsdruck- 5. Anker Deckel
Nebeneffekten vorzubeugen. Halterung
2 6. Knautschring
B. Elektrischer Stromkreis Halterung
(Abb. 1.2 und 1.3) 7. Weicheisen
7 Knautschring
Nur die DE-Pumpe besitzt einen 1
Sensor, einen Thermistor,
welcher die Kraftstoff- Fig 1.3
temperatur-Daten an das
Steuergerät des Motors (ECU) übermittelt. Magnetventil applizierte Strom unterbrochen,
was zur Freigabe des Kegelventils führt, und
Das Steuergerät des Motors (ECU) ist eine
den Rest der Kraftstoffmenge zurückdrängt.
OEM-Ausrüstung, welche das Magnetventil der
Demzufolge ist die DE-Pumpe durch eine
Pumpe steuert. Im unteren Teil der
Funktionsweise Spülen – Einspritzung – Spülen
Nockenrampe ist das Magnetventil meistens
charakterisiert.
stromlos, was das Spülen der vom Kolben
versetzten Menge erlaubt. Zu einem Die DE-Pumpe besitzt keinen integrierten

Steuergerät (ECU)
Kühlwasser Motor Temperatur: (engine cooler tempera-
ture sensor)
Ansaugkrümmer- Druck Sensor: (throttle
sensor)
Kurbelwellen Bezugsreferenz : (crank
shaft position RPM)
Kraftstoff Rücklauf Temperatur : (fuel
temperature sensor)
Einspritzung Impuls : (fuel control solenoide) Fig. 1.2

2
Transferpumpendruck
Fig. 1.4
Gehäusedruck
Einspritzdruck

Schmieröl

Drehzahlregler. Der Regelbetrieb, die hohe und ca. 160 PSI (ca. 11 Bar) je nach Drehzahl der
niedrige Leerlaufdrehzahl, der Besch- Pumpe gebracht wird. Unter Druck stehender
leunigungsverlauf und die Einspritz- Kraftstoff durchquert über eine Gehäuse-
zeitverstellung wird gänzlich von der Hard- und öffnung den Gewindeanschluss der Transfer-
Software der ECU-Einheit erfasst und reguliert. pumpe, danach die Kopf-Halteschraube und
Die Einstellmöglichkeiten der Einspritzpumpe eine Öffnung im Hydraulikkopf zur Spülen-
sind auf den Transferdruck und die Rück- Kammer hin. (Die Pumpen mit Füllungsbohrung
laufmenge begrenzt. leiten den Kraftstoff ebenfalls zur Ringnute des
Hydraulikkopfes.) Zwischen der kopfseitigen
C. Kraftstoffdurchfluss (Abb. 1.4 und 1.5) Halteschraube und der Spülen-Kammer
Wenn entsprechend ausgerüstet, wird der befindet sich eine Öffnung, welche bewirkt,
Kraftstoff von einer mechanischen oder dass der Kraftstoffdruck auf den Füllungs-
elektrischen Förderpumpe aus dem Tank Akkumulator einwirkt.
gesaugt und fliesst
durch einen Filter und
einen Wasserabschei-
der, bevor er schliess- Förderpumpe Transferpumpen
Rücklauf Anschluss Regler
lich zur Einspritz- Kraftstoff & Gehäusedruck
pumpe gelangt. Die Tank Zulauf Anschluss & Ventil
Filter
Förderpumpe sorgt Transfer Pumpen
für einen positiven Anschluss Schraube
Druck – aber was Temperatur
noch wichtiger ist – Fühler
Nockenrn
ig
für eine starke
Transfer Entlüftungsdraht Hydraulikkopf
Kraftstoffsäule am Pumpe Rotor & Schraube Halteschraube
Eintritt der Einspritz- Kolben
pumpe.
Der Kraftstoff dringt
Füllungs-
anschliessend in die Akkumulator
Injektor

F l ü g e l - Tr a n s f e r - Spülen
Akkumulator
pumpe ein, wo er auf Fig. 1.5 Magnetisches Kraftstoff-
Regelventil
einen Druck von 0 auf

3
Bei hohen Drehzahlen wird die eines von der Antriebswelle mitgeführten
Kraftstoffmenge aus dem Füllungs- Halterings eingefügt sind. Der
Akkumulator der Kraftstoffmenge der Innendurchmesser der Buchse ist
Transferpumpe hinzugefügt, was eine exzentrisch zur Achse der Antriebswelle,
vollständige Befüllung der Kolbenkammer und die Drehbewegung der Welle. Die
erlaubt. Flügel werden im Flügel-Haltering von oben
nach unten in den Schlitzen bewegt. Die
Der Hydraulikkopf weist ebenfalls eine
Drehung und die Bewegung der Flügel
Öffnung auf, welche den Transferpumpen-
bewirken Volumen-Änderungen zwischen
druck mit dem Inneren des Pumpenkörpers
jedem anliegenden Flügel-Paar.
verbindet. Diese Öffnung ist mit einem
Entlüftungsdrahtsystem bestückt, durch
Abb. 1.6a bis 1.6c stellen das Pumpprinzip
welches eine kleine Kraftstoffmenge in das
dar. Die Radialbewegung erhöht das
Gehäuse zurückfliesst und eingeschlossene
Volumen im Quadranten zwischen Flügel
Luft zurückgeführt wird. Vom Pumpenge-
1 und 2 (Abb. 1.6a). In dieser Stellung liegt
häuse kann die Luft über den Rücklaufan-
der erhöhende Quadrant einem
schluss/Gehäuseinnendruck-Ventil aus der
nierenförmigen Austrittsschlitz in der
Pumpe zum Kraftstofftank zurückgeleitet
werden. Diese Rücklaufmenge zum Kraft- Buchse
stofftrank dient ebenfalls zur Wärme- Fig. 1.6a
ableitung während des Betriebes.
Der bei der Einspritzung nicht verwendete Blatt 1
und auch nicht intern zum Gehäuse geleitete
Kraftstoff fliesst über eine hydraulik-
kopfseitige Rücklauföffnung ab. Dieser
Kraftstoff wird ebenfalls zu einem
Hochdruck-Spül-Akkumulator geleitet, der
die Druckspitzen aufnimmt, welche während
dem Spülen mit Einspritzdruck in den
Transferpumpendruck am Ende jeder
Drucksequenz generiert werden. Eine
weitere Hydraulikkopf-Halteschraube
verbindet diesen Durchlass durch den Blatt 2 Eintrittschlitz
Hydraulikkopf, an der Seite des Gehäuses,
mit einer Bohrung, welche kalibriert ist, zu
der Hinterseite des Druckregelkolbens der
Transferpumpe. Wenn dieser Druck stark Blendenscheibe gegenüber. Die
genug ist, um den Regelkolben gegen die Volumenerhöhung bewirkt ein
Kraft der Transferpumpenseitigen Regel- Herausschieben des Kraftstoffs aus dem
feder zu bewegen, legt die Kolbenbewegung Schlitzbereich.
einen Regler-Schlitz frei, durch den dieser Wenn sich Flügel 2 vom nierenförmigen
Kraftstoff zum Eintritt der Transferpumpe Schlitz entfernt und wenn sich das Volumen
zurückgeleitet wird. zwischen Flügel 1 und 2 nicht erhöht, wird
D. Transferpumpe (Abb. 1.6a, b, c) die dazwischen befindliche Kraftstoff-
Die volumetrische Flügel-Transferpumpe menge zur oberen Buchsenseite getrieben
besteht aus einer festen Buchse und vier (Abb. 1.6b).
federbelastete Flügel, welche in die Schlitze
4
Flügelfeder untergebracht ist, fliessen. Damit
Blatt 1 Blatt 2
wird der Druck an den beiden Flügelenden
ausgeglichen.
E. Transferpumpenregler (Abb. 1.7)
Die DE-Pumpe arbeitet mit einem
Transferpumpen-Druckregler vom gleichen
Typ, wie er bei Pumpen DS und DB/DC
eingesetzt wird. Der Regler besteht aus einer
Reglerhülse mit einem Regelkolben, einen
Kolbenanschlag, eine Feder und einen
Regelstopfen. Die Hülse weist ebenfalls einen
Regelschlitz und einen Filter vor dem
Kolbenanschlag auf, um ein Ablagern von
Schmutzpartikeln im Regelschlitz zu verhindern.
Fig. 1.6b

Blatt 2
Austrittschlitz
Regulierhülse

Justierstopfen
Feder
Blatt 1

Fig. 1.6c
Sobald der Flügel 1 den Rand des
nierenförmigen, 180° zum Eintrittsschlitz Regelkolben
Kolbenanschlag
gedrehten Austrittschlitzes (Abb. 1.6c) passiert,
steigt der Druck der Kraftstoffcharge an, so
dass der Kraftstoff durch den Austrittsschlitz
abfliesst.
Während der Antriebswellen-Drehung
verkleinert sich das Volumen zwischen Flügel Fig. 1.7
1 und 2 und zwingt so die Kraftstoffcharge den
nierenförmigen Schlitz zu passieren. Die
Druckbeaufschlagung wird fortgesetzt, bis Wie oben erwähnt, wird bei der Transferpumpe
Flügel 2 im Verhältnis zum nierenförmigen der Druck erst, nachdem er die Pumpen DE
Austrittsschlitz verschoben ist. und DS durchquert hat, reguliert, im Gegensatz
zu anderen Pumpe der Serie D, bei denen der
Dank einer kleinen Bohrung in der Druck reguliert wird, bevor er durch die Pumpe
Transferpumpenplatte kann der Transferdruck fliesst.
in das Fräsloch im Flügelhalter, wo die

5
Nachdem die einzelnen Kreise in der
Einspritzpumpe befüllt sind, durchquert Ankerplatte
unter Druck stehender Kraftstoff das Ende Baugruppe
des Reglerhülsen-Filters, wo er auf das Strom
Ende des Regelkolbens einwirkt. Der Aus
Druck überwindet die von der Feder auf
den Kolben ausgeübte Kraft und bewegt
den Kolben in der Bohrung bis zur Öffnung Ventil
des Regelschlitzes in der Hülse. Durch Offen
den Regelschlitz abgehender Kraftstoff
fliesst zu dem in die Pumpe eintretendem Nocken
Kraftstoff und wird in den Kreislauf Rollen
zurückgeführt. Mit zunehmender Fig. 1.8
Pumpendrehzahl erhöht sich die
Durchflussmenge am Austritt der
Transferpumpe, was ebenfalls die
Erhöhung des Drucks in der verteilt, wenn die Viskosität des Kraftstoffs nicht
Transferpumpe nach sich zieht. ideal ist.
Der Regulierstopfen in der Regulierhülse F. Füllung (Abb. 1.8, 1.9, 1.10 und 1.11)
(Justierstopfen) ermöglicht, durch Während der Drehbewegung der Antriebswelle
Änderung der Federvorspannung , den und des Rotors fliesst unter Transfer-
Transferpumpendruck einzustellen. pumpendruck stehender Kraftstoff aus der
Eine scharfkantige Öffnung mit kleinem Transferpumpen-Platte, durch die Platten-
Querschnitt im Regulierstopfen der Schraube, unten durch einen Kanal im Gehäuse
Transferpumpe verleiht der DE-Pumpe und in die Halteschraube des Hydraulikkopfes.
eine Viskositätsausgleichs-Eigenschaft. Durch diese fliesst der Kraftstoff durch zwei
Der Abfluss durch diese Öffnung bleibt Bohrungen in den Hydraulikkopf und füllt den
von Viskositätsschwankungen Teil, der das Kegelventil und den Anker des
unbeeinträchtigt. Bei hohen Kraft- magnetischen Kraftstoff-Regelventils umgibt.
stofftemperaturen und/oder Kraftstoffen Der Kraftstoff passiert das geöffnete
mit niedriger Viskosität erhöhen sich die Kegelventil, am Rotor entlang, und dringt in die
Leckage über den Regelkolben und das Kammer ein. Das Volumen zwischen den beiden
Spiel in der Bohrung, was zur Erhöhung Pumpkolben wird gefüllt, und diese nach aussen
des Kraftstoffdruckes im Federhohlraum getrieben.
führt, weil die Durchflussmenge durch die
Öffnung im wesentlichen stabil bleibt, Bei der Anwendung für den sechszylindrigen
unabhängig von der Viskosität des Motor wird der Kraftstoff aus der Hydraulikkopf-
Kraftstoffs. Der erhöhte Kraftstoffdruck Halteschraube ebenfalls zu einer Ringnute im
hilft der Reglerfeder, der Kolbenbewegung Hydraulikkopf geleitet und speist die, in die
zu widerstehen, und somit einen kleineren Hülse gebohrten, Saugöffnungen. Während der
Teil des Reglerschlitzes freizugeben, Rotordrehung deckt sich eine Zulaufbohrung im
wenn der Kraftstoff eine niedrigere Rotor mit einer der Öffnungen der Ringnute,
Viskosität aufweist. Dies bewirkt und erlaubt dem Kraftstoffüberschuss, zur
wiederum eine Erhöhung des Befüllung der Kolben beizutragen. Die
Transferdrucks, der die erhöhte Weiterdrehung des Rotors verschiebt die
Rücklaufmenge in der ganzen Pumpe Ansaugöffnung im Hydraulikkopf und schliesst
6
Strom Ein
somit die Kraftstoffcharge in der Pumpen Ventil
Pumpkammer ein. Geschlossen
Bei der DE-Pumpe wird die Pumpkammer
zwischen zwei Einspritzungen unabhängig
von der in den Motor einzuspritzenden
Kraftstoffmenge vollständig gefüllt. Dies
stellt einen wesentlichen Unterschied zu den
Pumpen der Serie D mit Einlass-
Mengenregulierung dar, und bei welchen die
Einspritzmenge ausgehend von der
Dosierventilstellung bestimmt wird.
einer der Austrittsbohrungen im
Die Funktion des magnetischen Kraftstoff- Hydraulikkopf ein. Wenn die Rollen ihre
Regelventils bei hoher Drehzahl während Nockenrampen-Aufwärtsbewegung
der Saugphase ist in Abb. 1.8. dargestellt. beginnen, werden die Kolben gleichzeitig
Beim Saugvorgang bewegen sich die Rollen nach innen bewegt. Bis der Strom am
und Schuhe während der Rotordrehung magnetischen Kraftstoff-Regelventil
entlang den Nockenrampen abwärts. Das eingeschaltet ist, was das Schliessen des
Kegelventil ist geöffnet, und der Kraftstoff Kegelventils bewirkt, wird der geförderte
unter Transferpumpendruck treibt die Kraftstoff in den Kreis der Transferpumpe
Pumpkolben nach aussen. Auch wenn die zurückgeleitet. Bei fortgesetzter Auf-
Befüllung schon kurz nachdem die Rollen wärtsbewegung der Rollen auf der Rampe,
den Nocken-Grundkreis erreicht haben steuert das ECU-Steuergerät das
endet, ist das Magnetventil weiterhin Kraftstoff-Magnetventil an und bewirkt die
stromlos, und das Kegelventil ist geöffnet. Schliessung des Kegelventils und somit das
Bei anderen Pumpen mit Ansaugöffnungen Ende der Phase Spülen – der
decken sich diese Bohrungen und führen Entladungsperiode.
ebenfalls Kraftstoff unter
Transferpumpendruck in die Pumpkammer. Strom Aus
Spülen
Ventil Offen
Spülen Strom Aus
Ventil Offen

Fig. 1.11

Der nun unter Einspritzdruck stehende


Fig. 1.9
Kraftstoff wird aus der Drucköffnung und
aus den Bohrungen im Hydraulikkopf
G. Entladung, Spülen - Einspritzung – herausgetrieben, durchquert den mit einer
Spülen (Abb. 1.9 , 1.10 und 1.11) Dämpferklappe bestückten Hoch-
Die Weiterdrehung des Rotors leitet das druckanschluss und gelangt schliesslich zur
Fluchten der Drucköffnung des Rotors mit Einspritzdüse. Die Phase Einspritzung
der Entladung geht zu Ende, wenn das

7
Steuergerät ECU das magnetische Kraftstoff- Teilsystem Kopf und Rotor und die
Regelventil ausser Strom setzt. Dies bewirkt Pumpkolben - herrscht.
eine Öffnung des Kegelventils, und somit das
Spülen des Kraftstoffrests zurück in den Kreis Um diesen Durchfluss einerseits im
der Transferpumpe. Der Hochdruck- spezifischen Rahmen einer Betrieb-
Akkumulator nimmt die beim Spülen soptimierung der Pumpe zu regulieren und
generierte Druckspitze auf andererseits eine Ablassvorrichtung für die
vom Kraftstoff mitgeführte Luft einzurichten,
H. Dämpferscheiben verwendet man ein Entlüftungsdrahtsystem.
Jeder Hochdruckanschluss der DE-Pumpe ist Unter Transferpumpendruck stehender
mit einer Dämpferscheibe bestückt. Die Kraftstoff wird in den Entlüftungsdurchlass,
Blendenscheiben werden in ihren Sitzen von oben in dem Hydraulikkopf, welcher mit einer
einer schwachen Feder gehalten. Während Gehäusevertiefung versehen ist, geleitet.
der Entladung hebt die von der Pumpe Durch diese Öffnung geleiteter Kraftstoff wird
erzeugte Druckwelle die Scheibe ab, um einen vom Entlüftungsdrahtsystem reguliert. Die
unbegrenzten Kraftstofffluss zur Einspritzdüse Rücklaufmenge kann durch eine Änderung
zu leiten. Am Ende der Einspritzung drückt der Drahtstärke im Entlüftungsdrahtsystem
die Feder die Scheibe in ihren Sitz. Die durch reguliert werden; je dünner der Draht, desto
die Schliessung der Einspritzdüse induzierten höher die Durchflussmenge und umgekehrt.
Rückwellen neigen dazu, die Öffnung zu Damit der Rückfluss entsprechend den
passieren und danach in die Pumpe zu spezifizierten Mengen ausgerichtet werden
dringen. Die Öffnung bewirkt eine kann, gibt es das Entlüftungsdrahtsystem in
Abschwächung der Welle, was die mehreren Stärken, Bitte beachten, dass
Wahrscheinlichkeit senkt, dass eine starke dieses Bauteil erst zugänglich wird, nachdem
Sekundärwelle zur Einspritzdüse zurück- die Linsenkopfschraube zwischen den beiden
drängt, welche eine für den Motor schädliche Hydraulikkopf-Halteschrauben entfernt
Sekundäreinspritzung verursachen könnte worden ist. Da das Entlüftungsdrahtsystem
im höchsten Punkt des Transferpumpen-
Fig. 1.12 kreises liegt, steigt ein Luftpartikel, das in
Entlüftungsdraht
die Transferpumpe eindringt, schwerkraft-
bedingt zur Entlüftungsöffnung hin. Die Luft –
zusammen mit einer kleinen Kraftstoffmenge
- passiert die Öffnung und fliesst vom
Gehäuse über den Rücklaufanschluss zurück
zum Kraftstofftank.
Der Gehäusedruck wird mittels einem
federbelasteten Rücklaufanschluss/Druck-
regler aufrecht erhalten, welches sich oben
auf dem Pumpengehäuse befindet.
Der Rücklaufanschluss/Druckregler hat die
I. Kraftstoffrücklaufkreis (Abb. 1.12) einzige Funktion, den Druck im Gehäuse zu
Der Kraftstoff füllt das Gehäuse der DE- regulieren. Die Aufgabe des Entlüftungsdraht-
Pumpe aufgrund einer Leckage des systems besteht allein in der Regulierung des
Transferpumpendrucks, welche verstärkt Rückflussmenge aus der Pumpe.
wird durch den Einspritzdruck, der zwischen
den Innenbauteilen der Pumpe - wie
8
J. Dynamische Pumpen-Vorverstellung
(Abb. 1.13 und 1.14) Verstellung und die Kraftstoffausgabe aber
Bei allen Kraftstoff-Einspritzsystemen mit mittels entsprechender Phaseneinstellungen
Pumpe, Leitung und Düse erfolgt der effektive Spülen - Einspritzung – Spülen steuerbar.
Die Drehung des Nockenrings ist nicht
Start der Kraftstoffabgabe an die notwendig. Damit entfällt die Notwendigkeit,
Einspritzdüse nach Pumpbeginn, nach Ablauf vielschichtige Vorverstellungsmechanismen
einer kurzen Zeit. Diese Verschiebung einzubauen.
zwischen Pumpbeginn und Einspritzbeginn
(Einspritzverzug genannt) ist die Folge der Abb. 1.13 stellt eine theoretische
Druckwellen-Ausbreitungsgeschwindigkeit Nockenrampe dar. Bei 0 Grad
über die ganze Einspritzleitungslänge. Da die Pumpendrehung beginnt die Nockenrampe
Druckwellengeschwindigkeit konstant bleibt ihre Aufwärtsbewegung (Symmetrieachse,
(1500 Meter/Sekunde bei Dieselkraftstoff), LOS). Zwischen 7 Grad und 18 Grad
bleibt der Einspritzverzug (in Zeit gemessen) ausgehend von der Symmetrieachse bleibt
auf der ganzen Drehzahlskala des Motors die Aufwärtsbewegung der Nockenrampe
konstant. Da der Einspritzverzug eine konstant, was in einem konstanten
Konstante bildet, wird die Einspritzung mit Ausgabedurchfluss zum Ausdruck kommt
zunehmender Motordrehzahl progressiv (20 mm³ pro Grad Pumpendrehung in
immer mehr verzögert, wenn der Zeitwert diesem Beispiel).
zwischen Pumpe und Motor nicht Wie man sehen kann, beginnt die
vorverschoben wird. Einspritzung bei 12 Grad Pumpendrehung
Bei den meisten Pumpen der Serie D wird (Einspritzbeginn in der Symmetrieachse,
eine hydromechanische Vorrichtung LOSSOP). Bei 16 Grad beginnt die zweite
eingesetzt mit dem Hauptzweck, den Spülen-Phase, die der Einspritzphase ein
Nockenring gegen die Drehrichtung zu Ende setzt, welche insgesamt 4 Grad
bewegen, um diesen inhärenten Einspritz- abdeckte und eine Gesamtmenge von 80
verzug zu kompensieren. mm³ Kraftstoff lieferte. Erhöht sich die
Motordrehzahl, muss eine Vorverstellung
Bei den DE-Pumpenmodellen sind die der Pumpe erfolgen, um den Einspritzverzug
zu kompensieren.
Ankerbewegung Offen
Ohne eine Nock-
endrehvorrichtung
Geschlossen kann der Ein-
Spülen Spülen
spritzbeginn
einfach durch
einen früheren
Pumpstart erzielt
werden. Zum Bei-
Pumpen spiel: Statt eines
Beginns bei 12
Grad, erfolgt der
Start jetzt bei 10
Grad. Die Ein-
spritzpumpe leitet
Pumpenumdrehungen in Grad
nun die Einspritz-
Fig. 1.13
phase 2 Pumpen-

9
Grade (4 Motor-Grade) früher ein. Bei und der Kraftstoffbewegung in den
gleichbleibendem Kraftstoffbedarf des Mo- Kolbenbohrungen.
tors - 80 mm³ in diesem Beispiel – muss der
Beginn der zweiten Spülen-Phase 2 fWenn das ECU-Steuergerät ein Signal
Pumpen-Grade früher stattfinden, wenn die von dem Motor-Antriebswelle OT Sensor
Einspritzung bei 4 Grad erhalten werden soll. empfängt, startet sie zwei interne Uhren
Zu beachten ist ebenfalls, dass die (Zähler). Diese Uhren zählen die
Kraftstoffmenge durch Verlängerung oder Drehgrade des Motors. Die erste Uhr
Verkürzung der Einspritzphase erhöht bzw. steuert die Verstellung der Einspritzphase,
gesenkt werden kann. indem sie eine von der ECU-Einheit
festgelegte Anzahl der Motor-Drehgrade
Das OEM-Steuergerät ECU steuert die abzählt und dann das pumpenseitige
Verstellung der Einspritz- und der Spülen- Magnetventil bestromt, welches das
Phase. Die einzigen Parameter, die von der Kegelventil in seinen Sitzt drückt, um die
Pumpe an die ECU-Einheit übermittelt Einspritzphase einzuleiten.
werden, sind die Temperatur des
Kraftstoffrücklaufs und eine vom Anker des Zur Berechnung der Pumpphasendauer
Magnetventils am Ende seines Weges (Kraftstoffmenge) überwacht die ECU-
bewirkte Stromveränderung. Bei den DE- Einheit die verschiedenen Eingangs- und
Anwendungen ist die relative Positionierung Motorbelastungs-Daten. Sobald der
zwischen Pumpe und Motor fest, und da der Kraftstoffbedarf feststeht, legt die ECU-
Nocken am Pumpengehäuse befestigt ist, Einheit die Anzahl der Zähleinheiten (Grad)
bleibt das Verhältnis Motor zum Nocken für den zweiten Zähler fest.
stets unverändert. Dank dem festen Die zweite Uhr steuert das Ende der
Verhältnis zwischen Pumpennocken und Einspritzphase, indem sie eine von der
Motor entfällt die Montage einer Vorrichtung ECU-Einheit festgelegte Anzahl der Mo-
zur Nockenpositionsübermittlung an das tor-Drehgrade abzählt und dann das
ECU-Steuergerät. pumpenseitige Magnetventil ausser
Zur Steuerung der Pumpe wird ein von dem Spannung setzt, was die Einspritzphase
ECU-Steuergerät generiertes Hochstrom- beendet und die zweite Spülen-Phase
Signal an das magnetische Kraftstoff- einleitet. Der Unterschied zwischen dem
Regelventil der Pumpe gesendet, das Ende des Ersten und dem Ende des
seinerseits die Positionierung des für die Zweiten Zählers, ist die Länge der Signal-
Spülen- und Einspritzphasen verant- Puls-Weite (SPW Signal Puls Width), oder
wortlichen Kegelventils steuert. die Periode in welcher der Magnetschalter
erregt ist.
Abb. 1.14 zeigt ein Nockenprofil, die
Pumpphasen und die ECU-Signale. Das Zur Änderung der Pumpen-Zeitverstellung,
Nockenprofil weist zwei Bereiche - Füllung ändert die ECU-Einheit den Zählwert des
und Pumpung - auf. Der Füllbereich - bzw. ersten Zählers, indem diesen entweder
die Nockenprofil-Entlastungsrampen-Seite – verlängert um zu Verspäten oder verkürzt
entspricht der vollständigen Kraftstoff- um Frühzustellen.
Befüllung der Kolbenbohrungen bei Wenn die Einspritzmenge nicht geändert
Transferpumpen-druck. Der Pumpbereich – werden soll, muss der Zählwert des
bzw. Nockenprofil-Pumprampen-Seite – zweiten Zählers um den gleichen Wert
entspricht dem Rückzugsweg der Kolben

10
geändert werden, ohne die Pumpen-
Einspritzverstellung zu ändern, bleibt der
Zählwert des ersten Zählers unverändert, und
der Zählwert des zweiten Zählers wird
verringert, um die Kraftstoffmenge zu senken,
bzw. vermehrt, um die Kraftstoffmenge zu
erhöhen. Eine Kombination aus Einspritz-
verstellung und Einspritzmenge ist durch
Änderung beider Zählwerte, des Ersten und
dann des zweiten Zählers möglich.

Fig. 1.14

Symmetrielinie LOS = Line of Symmetry [LOS]


Bereich Füllen = Filling Range
Bereich Pumpen = Pumping Range
Pumpen Rampe = Pumping Ramp
OT Referenz = TDC Reference
Timing = Timing
Détecteur de PMH = TDC Sensor
Début de pompage = Start of Pumping
fin de pompage = End of Pumping
Nez = Nose
Ereignis Pumpen = Pumping Event
Anker Bewegung = Armature Movenment
1ster Zähler = 1st Counter
2ter Zähler = 2nd Counter
Schliessen Pulsweite = closure pulse width
Retraktion Rampe = retraction ramp

11
ABSCHNITT 2 - ZERLEGUNG
31213 Torx-Einsatz T-40
Vor dem Zerlegen die Anleitung aufmerksam 31214 Griff 1/4”
lesen. Vor Beginn des Pumpenzerlegens den 31215 O-Ring Montagehülse
Kraftstoffeintritt, die Kraftstoffaustritte und den 33038 Torx-Einsatz 40 IPR
Rücklaufanschluss abdichten, die Pumpe mit 33421 Montagewerkzeug für Dichtung und
einem Lösungsmittel reinigen und mit einem Lager der Antriebswelle
gefilterten Druckluftstrahl trocknen. Daran 36270 Abziehwerkzeug für TP-Einsatz
denken, dass Verschmutzungen, Staub und 36271 Montagewerkzeug für Hydraulikkopf
Fremdkörper die grössten Feinde von und Rotor
Präzisions-Dieseleinspritzausrüstungen sind. 36272 Montagehülse für Antriebswelle
Folglich unbedingt auf die Sauberkeit der
Hände, der Arbeitsumgebung und der Ergänzend zu den Spezialwerkzeugen sind
Werkzeuge achten. folgende handelsübliche Werkzeuge
HINWEIS: Alle O-Ringe, Dichtungen und erforderlich:
bestimmte in dieser Anleitung genannten Drehmomentschlüssel 1/4”, 3/8” und 1/2”
Einweg-Teile müssen nach dem Zerlegen
entsorgt werden. Nach ihrer Reinigung müssen Vierkanteinsätze 3/8”, Sechskanteinsätze 1/4”,
die Bauteile mit Prüfflüssigkeit geschmiert 3/16” und 1/8”
werden und in einen Ablagebehälter gelegt
werden. Vierkanteinsätze 1/4”, Sechskanteinsätze 5/64”
und 3/32”
Notwendige Werkzeuge
Folgende Spezialwerkzeuge werden für das Ring-Gabelschlüssel und Steckschlüssel-
Zerlegen und Zusammenbauen der Pumpe einsätze 1/2”, 9/16”, 5/8”, 3/4”, 1”
benötigt: Steckschlüsseleinsatz 15/16” bzw. 24 mm

Nummer Bezeichnung Langer Steckschlüsseleinsatz 3/4”


13301 Messinghaken
Langer Steckschlüsseleinsatz 9/16”
13336 Sechskant-Schraubendreher (5/32”)
13337 Seegerringzange Steckschlüsseleinsatz 1/4”
16336 Sechskant-Schraubendreher (1/8”)
19965 Pumpe-Montageplatte Steckschlüssel für 11/32” Mutter
20044 Seegerringzange Neig- und drehbarer Schraubstock
23615 Pumpe-Montageplatte
28311 Abziehwerkzeug für Dichtung und Schnabelzangen
Lager der Antriebswelle
30465 Fett Zahnstocher
30848 Montagewerkzeug für Spannstift Schraube 2”, 6/32
30853 Schraubenschlüssel für
Magnetventildeckel Gummi-Hammer
30855 Transferpumpe-Haltezange
31204 Einstellwerkzeug für Kegelventil-
Luftspalt
31206 Seitenschneider
31209 Torx-Einsatz T-10

12
Schritt 1. Die Pumpe auf der Pumpe-
Montageplatte 19965 befestigen und das
Ganze mit der rechten Pumpenseite nach oben
gerichtet in einen Schraubstock festspannen.

Fig. 2.3

Schritt 4. Die Schraube des


Entlüftungssystems mit einem Torx-Einsatz
T-40IPR lösen und abnehmen. Die Dicht-
Fig. 2.1 scheibe entsorgen.
Schritt 2. Den Rücklaufanschluss/Gehäuse-
Druckregler mit einem langen 9/16“ Steck-
schlüsseleinsatz lösen und abnehmen. Den O-
Ring abnehmen und entsorgen.

Fig. 2.4
Schritt 5. Das Entlüftungsdrahtsystem mit
einem Sechskant-Schraubendreher 16336
1/8” lösen und abnehmen.

Fig. 2.2

Schritt 3. Den Temperatursensor mit einem


langen Steckschlüsseleinsatz 3/4” entfernen.
Den O-Ring abnehmen und entsorgen.

Fig. 2.5

13
Schritt 6. Den Stopfen der Transferpumpen-
Regulierhülse mit einem Schlüssel 5/8” lösen
und entfernen. Den O-Ring abnehmen und
entsorgen.

Fig. 2.8

Schritt 9. Den Stopfen vom Zugangsloch für


den Förderbeginn-Steckdorn mit einem
Sechskant-Schraubendreher 1/4” lösen und
entfernen. Den O-Ring abnehmen und
entsorgen.

Fig. 2.6

Schritt 7. Den Transferpumpen-Regler mit


einem dünnwandigen Steckschlüsseleinsatz
3/4” lösen und aus dem Gehäuse heraus-
ziehen.

Fig. 2.9
Schritt 10. Den Zulaufanschluss mit einem
Steckschlüsseleinsatz 1” lösen und
entfernen. Den O-Ring abnehmen und
entsorgen.

Fig. 2.7

Schritt 8. Die Schraube mit einem Sechskant-


Schraubendreher 13336 5/32” aus dem
Transferpumpen-Regler herausziehen. Die
Feder und den Kolben vom Regler entfernen.
Alle O-Ringe abnehmen und entsorgen.

Fig. 2.10
14
Schritt 11. Den Eingangsfilter und die Schritt 12. Die Halteschraube der Magnet-
Transferpumpen-Einsatz-Haltefeder ausbauen. ventileinheit mit einem Torx-Einsatz T-10 lösen
Mit dem Ausbauwerkzeug 36270, durch und vom Hydraulischen-Kopf entfernen.
gerade Aufwärtsbewegungen, den Transfer-
pumpen-Einsatz herausziehen. Die 2 O-Ringe
abnehmen und entsorgen.

Fig. 2.12
Fig. 2.11a

Schritt 13. Mit einem ¼“ Schlüssel die zwei


Anschlüsse lösen und die Magnetschalterkappe
abnehmen. Die Dichtscheibe entsorgen. Mit
dem Schraubenschlüssel für Magnet-
ventildeckel 30853 die Magnetventileinheit
lösen, jedoch nicht entfernen.

Fig. 2.11b

Fig. 2.13

15
Schritt 14. Die Transferpumpen Druck- Schritt 17. Die Pumpe auf der Montageplatte
abnahme-Schraube mit einem Torx-Einsatz im Schraubstock wenden und die Pumpe derart
T-40 von der Kopf-Befestigungs-schraube lösen nach vorne neigen, dass die Antriebswelle
und entfernen. Den O-Ring abnehmen und gänzlich nach unten zeigt. Die Kopf-Befes-
entsorgen. tigungsschraube mit einem Sechskanteinsatz
3/16” lösen und entfernen. Die 2 O-Ringe
Schritt 15. Die Kopf-Befestigungsschraube mit abnehmen und entsorgen.
einem Steckschlüsseleinsatz 3/4” lösen und
entfernen. Die 2 O-Ringe abnehmen und
entsorgen.

Fig. 2.17

Schritt 18. Den Kopf und den Rotor festziehen


Schritt 16. Fig. 2.15 und das Ganze mit einer Dreh-/Ziehbewegung
Die andere Hydraulikkopf- aus dem Gehäuse herausziehen. Den O-Ring
Befestigungsschraube mit einem abnehmen und entsorgen.
Sechskanteinsatz 3/16” lösen und entfernen.
Die 2 O-Ringe abnehmen und entsorgen.

Fig. 2.18
Fig. 2.16
16
Schritt 19. Die 2 Schuhe/Rollen-Sätze aus dem Schritt 21. Den Nockenring aus dem Gehäuse
Gehäuse herausziehen. herausziehen.

Fig. 2.19

Schritt 20. Die Nockenring-Halteschraube mit


einem Steckschlüsseleinsatz 5/8” lösen und Fig. 2.21
entfernen. Den O-Ring abnehmen und
entsorgen.
Schritt 22. Den Gewindestutzen der
Transferpumpe mit einem Sechskanteinsatz 3/
16” lösen und entfernen. Den O-Ring abnehmen
und entsorgen.

Fig. 2.22

Fig. 2.20

17
Schritt 23. Die Transferpumpen Befestig- Schritt 25. Den Sicherungsring der
ungsschraube mit einem Steck-schlüsseleinsatz Antriebswelle mit der Seegerringzange
1/2” lösen und abnehmen. 20044 spreizen und vorsichtig abnehmen. Den
Sicherungsring genügend spreizen und so
führen, dass die Antriebswellenfläche, auf der
die O-Ringe gleiten, nicht beschädigt wird.

Fig. 2.23

Schritt 24. Das Antriebswellenende bei Bedarf


mit einem Gummi-Hammer leicht anklopfen und
das Teilsystem Antriebswelle/Transferpumpe
aus dem Gehäuse herausziehen.

Fig. 2.25

Schritt 26. Die Druckscheibe lösen und den


Spannstift mit dem Seitenschneider 31206 von
der Welle abnehmen.

Fig. 2.24

Fig. 2.26a
18
Fig. 2.28

Schritt 29. Die Buchse, die Flügel und die


Flügelfeder der Transferpumpe zusammen auf
einmal herausnehmen. Die Flügel und die Feder
Fig. 2.26b von der Buchse lösen.

Schritt 27. Die 7 Befestigungsschrauben der


Transferpumpenplatte mit einem Torx-Einsatz
T-10 lösen und abnehmen.

Fig. 2.27

Schritt 28. Die Transferpumpenplatte lösen,


danach den Dichtring und den O-Ring von der
Scheibe abziehen. Den O-Ring entsorgen; den Fig. 2.29
Dichtring – wenn er in gutem Zustand ist –
zwecks Wiederverwendung aufbewahren.
19
Schritt 30. Den Flügel-Haltering von der
Antriebswelle lösen und den Woodruff-Keil
abnehmen.

Fig. 2-32
Schritt 33. Die 2 Rotorkolben mit dem
Messinghaken 13301 herausschieben.
HINWEIS: Die kleine Schraube an der Rotor-
Antriebsseite nicht entfernen – sie ist kein
Serviceteil.

Fig. 2-30

Schritt 31. Den Innenlager-Haltering lösen,


danach den Dichtring und den O-Ring
abnehmen. Den O-Ring entsorgen; den
Dichtring – wenn er in gutem Zustand ist –
zwecks Wiederverwendung aufbewahren.

Fig. 2-33
Schritt 34. Die Magnetventileinheit
losschrauben und abnehmen. Die O-Ringe
abnehmen und entsorgen.

Fig. 2-31

Schritt 32. Den Kopf und den Rotor in die


Halterung 31204 einsetzen.
Fig. 2-34
20
Schritt 35. Das Magnetventil in einer Hand
haltend: Die 4 Befestigungsschrauben des
Läuferdeckels mit einem Torx-Einsatz T-10
lösen und abnehmen. Den Läuferdeckel-Hal-
tering abziehen.

Fig. 2-37

Schritt 38. Den Läufer aus dem magnetischen


Kraftstoff-Regelventil zerlegen. Den Läufer nicht
von der Scheibe trennen – dies ist kein
Serviceteil. Die 2 O-Ringe abnehmen und
entsorgen.
Fig. 2-35

Schritt 36. Die 2 Stehbolzen mit einem


Sechskanteinsatz 1/4” oder einem
Steckschlüssel lösen und abnehmen.

Fig. 2-38

Fig. 2-36
Schritt 37. Den Läuferdeckel vom Magnetventil
entfernen. Die 2 inneren und äusseren
Isolationsbuchsen entfernen und die O-Ringe
entsorgen.
21
Schritt 39. Den Haltering und den Knautschring
(Weicheisen-Knautschring) aus dem
Hydraulikkopf herausnehmen. Den Knausch-
ring entsorgen.

Fig. 2-41

Fig. 2-39
Schritt 40. Die 2 Zentrierstifte des Rotor- Schritt 42. Das Kegelventil, die Ventilfeder und
Halterings mit einer Spitzzange herausziehen die Beilagscheiben demontieren. Die Stärk der
Beilagscheiben messen und notieren. Wenn sie
sich verstellt haben, müssen sie durch Beilagen
identischer Stärk ersetzt werden. Für mehr
Informationen zu Ersatzbeilagen Abschnitt
„Inspektion der Bauteile“ und die besonderen
Spezifikationen beachten.

Fig. 2-42
Fig. 2-40

Schritt 41. Das Rotorende von unten aus der


Halterung schieben und die 2 Rotor-Halteringe
entfernen. Anschließend den Rotor durch den Schritt 43. Die 4 Halteschrauben der
Hydraulikkopf hindurch herausziehen. Den Ro- Dämpferscheiben mit einem Sechskanteinsatz
tor vorsichtig an den Enden halten, ohne die 1/8” lösen und herausschrauben.
feinstbearbeiteten Flächen zu berühren.

22
Fig. 2-43
Fig. 2-45
Schritt 46. Die 2 Anschläge für die Kolben und
die Akkumulatorfedern zerlegen. Die 2
Schritt 44. Die 4 Dämpferscheiben entfernen. Akkumulator-Kolben entfernen. Eine 2 Zoll
lange 6/32“ Schraube kann dazu behilflich sein

Fig. 2-46
.

Schritt 47. Die Pumpe-Montageplatte 19965,


auf welcher das Pumpengehäuse festge-
schraubt ist, mit dem nach oben gerichteten
Fig. 2-44 Antriebsende in den Schraubstock festspannen.
Die Innenmutter im Abziehwerkzeug für
Dichtung und Lager 28311 lösen und den
Klemmring gänzlich abkippen. Die
Aussenmutter lösen, bis das Ende der
Stellschraube zu sehen ist. Das Abzieh-
werkzeug 28311 in die Bohrung des Lagers
Schritt 45. Die 2 Befestigungsschrauben des und der Dichtung einführen.
Akkumulators mit einem Sechskanteinsatz
3/16” lösen und entfernen.

23
Schritt 49. Die Aussenmutter mit dem
Schlüssel 9/16” im Uhrzeigersinn drehen und
die 2 O-Ringe sowie das Lager der
Antriebswelle gleichzeitig herausziehen.
HINWEIS: Ein erheblicher Kraftaufwand ist
eventuell notwendig, um alle Teile in der
Bohrung zum Bewegen zu bringen.

Fig. 2-47

Schritt 48. Die Stellschraube mit einem


Sechskantschlüssel oder einem Einsatz 3/16”
lösen – die Innenmutter mit einem Schlüssel
9/16” fest blockieren - und den Klemmring
dehnen, bis er in das Stahlgehäuse der
Dichtung, auf der Kraftstoffseite, eindringt.
NICHT ZU STARK ANZIEHEN!
Fig. 2-49

Fig. 2-48

24
ABSCHNITT 3 – REINIGUNG UND diese Bereiche begrenzt, genauso wenig wie
INSPEKTION DER BAUTEILE die gezeigte Abnutzung einen Austausch
Allgemeines dieser Teile erforderlich macht. Das Aussehen
Den Temperaturfühler und das magnetische eines Teils ist nur eines von mehreren
Kraftstoff-Regelventil abwischen und in einen Bewertungskriterien für den Austausch eines
Bauteile-Ablagebehälter ablegen. Die beiden Teils. Ein anderes wichtiges Kriterium ist die
Bauelemente dürfen in keinem Fall in aggres- Kontrolle, ob die Pumpe auf einem Prüfstand
sive Lösungsmittel oder Reinigungslösungen kalibriert werden kann.
getaucht werden. B. Kegelventil-Beilagen
Die anderen Bauteile der DE-Pumpe können Im Rahmen der Zerlegung sind die Beilagen
mit geläufigen Reinigungsmethoden und des Kegelventils auszubauen, ihre Stärk zu
Reinigungslösungen, wie sie bei anderen messen und zu notieren. Wenn sich die Beilagen
Stanadyne-Pumpen der Serie D verwendet später verstellt haben sollten, stehen
werden, gereinigt werden. HINWEIS: Die DE- Ersatzbeilagen gemäss den Besonderen
Pumpe weist eine grosse Anzahl von kleinen Spezifikationen zur Verfügung. In jedem Fall
Bauteilen auf. Sollen die Teile in einem Ersatzbeilagen gleicher Stärk verwenden. (Die
Metallkorb in eine Reinigungslösung getaucht mittlere Beilagen-Stapelstärk liegt zwischen
werden, ist vorher sicherzustellen, dass das 1,21 mm und 1,27 mm (0,048 bzw. 0,050 Zoll).)
Maschenwerk klein genug ist, damit die Teile Stärk
nicht durch die Maschen fallen. Nach
Nummer (Zoll) Konfiguration
ausgeführter Reinigung alle Bauteile unter einem
sauberen und gefilterten Druckluftstrahl
29653 0.010
trocknen. Die Teile wie in diesem Abschnitt
beschrieben inspizieren, die Teile bei Bedarf
auswechseln; danach alle Teile in eine saubere 29654 0.012
Eichflüssigkeit tauchen und in einen
Ablagebehälter ablegen.
A. Inspektion der Bauteile 29655 0.015
Die O-Ringe, Flachdichtungen und verstellbaren
Distanzstücke entsorgen. Die Federn auf
Reibspuren, Abnutzung, Verformung und Bruch 29656 0.018
prüfen. Alle beweglichen Teile auf übermässige
Abnutzung, Kratzer, Risse und Reibspuren
29657 0.020
untersuchen. Beschädigte und stark abgenutzte
Teile je nach Bedarf auswechseln. In jedem
Fall sicherstellen, dass keine Kontami-
29658 0.022
nationsspuren vorhanden sind. Informieren Sie
Ihren Kunden über solche Inspektions-
ergebnisse, damit er die Handhabung und 29659 0.025
Filterung des Kraftstoffs für einen besseren
Schutz seiner Ausrüstungen verbessern kann.
HINWEIS: Die nachstehenden Abbildungen 29660 0.028
zeigen die besonderen Stellen, an denen
Abnutzungszeichen an den DE-Pumpenteilen
beobachtet werden können. Schäden und 29661 0.0305
Abnutzungs-erscheinungen sind nicht nur auf
25
C. Zusatzinspektion und die Blendenscheibe in der Scheibe fest
sitzt. Kontrollieren, dass die Öffnung nicht mit
1. Gehäuse- Das Gehäuse auf Risse und Partikeln verstopft ist.
sichtbare Schäden inspizieren. Kontrollieren,
dass keine Verschleiss- und Beschä- 4. Flügel-Haltering und Antriebskeil der
digungsspuren auf der Klemm- und Transferpumpe (Abb. 3.3) – Die Flügelschlitze
Einbauschraube des Hydraulikkopfs vorhanden auf Kratzer, Risse und übermässige Abnutzung
sind. Kontrollieren, dass das Gehäuse innen - prüfen. Kontrollieren, ob Übermassflügel
an der Stelle, wo Transferpumpe, Nockenring verwendet werden können. Den Antriebskeil
und Teilsystem Hydraulikkopf/Rotor zusam- auf guten Zustand prüfen und bei Bedarf
mentreffen - frei von Verschleiss,- Abnutzungs- auswechseln.
sowie Reibspuren ist.
2. Verteilerrotor (Abb. 3.1) - Kontrollieren,
Fig. 3.3
dass der Bereich um den Druckausgang frei
ist von Abnutzung und Verschleiss.
Kontrollieren, dass der Sitz des Kegelventils
frei ist von Rissen und Verschleiss. Der
Antriebszapfen-Bereich kann in den Winkeln,
die mit der Antriebswelle in Berührung kommen
– wie abgebildet – Glätt- und Abnutzungsspuren
aufweisen; dies wird jedoch als normal
angesehen.

5. Flügel der Transferpumpe (Abb. 3.4) –


Kontrollieren, dass die abgerundeten
Flügelenden frei sind von Abnutzungsspuren,
die auf Berührung mit der Buchse oder der
Flügelfeder zurückgehen. Ebenfalls kontrol-
lieren, dass die Flügel keine durch Kontakt
Fig. 3.1 mit dem Haltering verursachte Abnutzung
aufweisen. Es wird empfohlen, gebrauchte
Flügel wie ursprünglich ausgerichtet wieder
3. Kolben und Justierschraube des
Tranferpumpenreglers (Abb. 3.2) - Leichte
Kratzer auf den Regelkolben gelten als nor-
mal. Kontrollieren, dass die Justierschraube mit
geeignetem Gewinde-Bremslack überzogen ist

Fig.3.2 Fig. 3.4


26
einzubauen, d.h. dieselbe Fläche berührt die
Buchse. Bei neuen Flügeln ist die Orientierung
ohne Bedeutung.

6. Buchse der Transferpumpe (Abb. 3.5) –


Den Innendurchmesser der Transferpumpen-
buchse auf ungewöhnlich tiefe Kratzer
inspizieren.

Fig. 3.6

Fig. 3.5

7. Antriebswelle (Abb. 3.6) – Die Antriebs-


welle wie einen Verteilerrotor handhaben, um
Beschädigungen zu vermeiden. Die schuh-
seitigen Kontaktflächen auf übermässige
Abnutzung, Kerben und Absplitterungen prüfen.
Den Rollstift auswechseln, wenn er beschädigt
ist oder fehlt. Den Kontaktbereich
Antriebswelle/O-Ringe inspizieren. Abnutzungs-
streifen in diesen Bereichen gelten als normal
und erfordern keinen Austausch der Welle. Den
Antriebskeil der Transferpumpe auf Abnutzung
prüfen.

27
ABSCHNITT 4 – ZUSAMMENBAU
Schritt 1 Das Pumpengehäuse mit nach oben
gerichteten Befestigungsflansch auf eine
Dornpresse setzen. Die Antriebswellendichtung
auf der Kraftstoffseite mit der Dichtungslippe
nach unten gerichtet in die Bohrung der Welle
einsetzen. Die Dichtung und die Gehäuse-
bohrung in diesem Moment nicht einschmieren.
Die kraftstoffseitige Dichtung muss trocken
eingepresst werden.

Fig. 4.2

Schritt 3 Die Motorölseitige Dichtung auf


den abnehmbaren Ring des Werkzeugs
33421 einsetzen.

Fig. 4.1

Schritt 2 Das Montagewerkzeug 33421 für


Dichtung und Lager der Antriebswelle mit dem
abnehmbaren Ring entgegengesetzten Ende
voran einführen. Die Dichtung pressen, bis das
Werkzeug im Gehäuse zum Anschlag kommt.
Fig. 4.3

28
Schritt 4 Die eingesetzte Dichtung pressen, bohrung pressen, bis das Werkzeug im
bis das Werkzeug im Gehäuse zum Anschlag Gehäuse zum Anschlag kommt.
kommt.

Fig. 4.5b
Fig. 4.4 Schritt 6 Den Lager-Haltering auf der
Schritt 5 Den Ring auf dem Werkzeug 33421 Antriebswelle so einsetzen, dass der Dichtring
entfernen. Das Antriebswellenlager auf der nach oben gerichtet ist. Einen neuen O-Ring
Seite des Werkzeuges einsetzen, auf welcher einsetzen, danach den Dichtring in die Rille des
der Ring entfernt wurde. Die Nummer des La- Innenlager-Halterings einlegen. Darauf achten,
gers muss zur Werkzeugschulter hin gerichtet dass die Erhebung des Ring-Innendurch-
sein. Das eingesetzte Lager in die Gehäuse- messers zum Schlitz des Lager-Halterings
ausgerichtet ist.

Fig 4.6
Fig. 4.5a

29
.
Schritt 7 Etwas Lubriplate-Fett auf den Woo- zeigenden Pfeilen - einsetzen. Die Buchse so
druff-Keil auftragen und diesen in die drehen, dass die sieben Löcher der Buchse zu
Antriebswellen-Nut einsetzen. den sieben Löchern des Innenlager-Halterings
ausgerichtet sind

Fig. 4.9

Schritt 10 Die vier Transferpumpenflügel in die


Schlitze des Halterings einsetzen. Die Flügel
Fig. 4.7 nach aussen gegen die Buchse drücken.
Gebrauchte Flügel wie ursprünglich
Schritt 8 Den Halter der Transferpumpenflügel ausgerichtet – wie sie beim Ausbau orientiert
mit dem nach oben gerichteten Fräsloch auf waren - einsetzen. HINWEIS: Übermassflügel
die Antriebswelle gleiten und zum Woodruff- – Grösse 0,001“ (0,025mm) (geschwärzt) –
Keil ausrichten. sind verfügbar und können dem Bedarf
entsprechend mit standard Flügeln kombiniert
werden. Die Übermassflügel müssen
verwendet werden, wenn sie ohne Widerstand
in die Schlitze des Flügelhalters passen.

Fig. 4.8

Schritt 9 Die Transferpumpenbuchse auf dem


Innenlager-Haltering – mit den nach unten Fig. 4.10
30
Schritte 11 Die Flügelfeder der Transferpumpe Schritt 13 Die 7 Transferpumpe-Befesti-
zusammendrücken und zwischen die Flügel und gungsschrauben einsetzen und Fingerfest
den Haltering einsetzen. anziehen. Die Schrauben in diesem Moment
NICHT zu fest anziehen.
Schritt 14 Den Befestigungsring des
Werkzeuges 30855 um die Transferpumpe
anlegen und die Zange ansetzen. Den Ring mit
der Zange so zusammendrücken, dass er die
Bauteile der Transferpumpe ausrichtet. Die 7
Schrauben in der angegebenen Reihenfolge
mittels einem Torx-Einsatz T-10 mit einem
Anzugsmoment von 10-14 lbf.in (1,1-1,5 Nm),
festziehen. Ein zweites Mal wie beschrieben
nachziehen.

Fig. 4.11
Schritt 12 Etwas Fett 30465 in die
Dichtungsrille der Transferpumpen-Platte
auftragen. Einen neuen O-Ring und den
ursprünglichen Dichtring - wenn er 7
wiederverwendbar ist – in die Rille einlegen
und darauf achten, dass der Ring zur Kerbe in 3
der Platte ausgerichtet ist. Die Platte wenden
und vorsichtig auf der Antriebswelle gleiten. 5
Sicherstellen, dass der Dichtring und der O- 1
Ring nicht aus der Rille heraustreten. Die
Transferpumpen-Platte so drehen, dass die 7
Löcher der Scheibe zu den 7 Löchern der
2
Buchse ausgerichtet sind.

Fig. 4.14
Schritte 15 Den Spannstift mit dem Werkzeug
30848 und einem Gummi-Hammer so einbauen,
dass dessen Öffnung zur Antriebswelle
ausgerichtet ist, aber von den Bauteilen der
Transferpumpe wegzeigt.
Fig. 4.12
31
Schritt 17 Den Sicherungsring der
Transferpumpe mit der scharfen Kante nach
oben orientieren, der Seegerringzange 20044
spreizen und vorsichtig entlang der Welle in die
Rille gleiten. HINWEIS: Grösste Sorgfalt
anwenden und die Antriebswelle nicht berühren,
um sie im Kontaktbereich zu den O-Ringen nicht
zu zerkratzen.

Fig. 4.15

Schritt 16 Die Druckscheibe über den


Spannstift einsetzen.

Fig. 4.17

Schritt 18 Das Teilsystem Antriebswelle/


Transferpumpe mit der Schutzhülse 36272 –
welche die Antriebswelle schützt - in das
Gehäuse gleiten und das Schraubenloch in der
Transferpumpen-Platte zur entsprechenden
Bohrung im Gehäuse ausrichten.
Fig. 4.16

Fig. 4.18
32
Schritt 19 Die Schutzhülse von der Welle
abnehmen und die Befestigungsschraube der
Transferpumpen-Platte von unten durch die
Pumpe einsetzen und von Hand anziehen.

Fig. 4.19

Fig. 4.20b

Schritt 20 Neue O-Ringe auf dem


Transferpumpeneinsatz einsetzen und mit Fett
einschmieren. Den Einsatz von Hand in die
Bohrung drücken und dann mit einem Schritt 21 2 neue O-Ringe auf die Schraube
Steckschlüssel 11/32” fest eindrücken. Die der Transferpumpen-Platte einsetzen;
Einlage sitzt richtig, wenn ein Klick zu hören ist. Schutzhülse 31215 für den oberen Dichtring
verwenden. Beide O-Ringe mit Schmierfett
30465 einfetten.

Fig. 4.21

Fig. 4.20a

33
Schritt 22 Die Schraube der Transferpumpen-
Platte einsetzen und mittels einem
Sechskanteinsatz 3/16” mit einem Anzugs-
moment von 140-160 lbf.in, (16–18 Nm)
festziehen.

Fig. 4.24

Schritt 25 Die beiden Zentrierstifte des Rotor-


Halterings in den Kopf einfügen.

Fig. 4.22

Schritt 23 Die Befestigungschraube der


Transferpumpen-Platte auf der Pumpen-
unterseite mittels einem Steckschlüsseleinsatz
1/2”, mit einem Anzugsmoment von 220-240
lbf.in, (25–27 Nm) festziehen.

Fig. 4.25
Schritt 26 Den Rotor an einem Ende halten,
und mit sauberer Prüfflüssigkeit abspülen.
Fig. 4.23 (Nicht am feinstbearbeiteten Mittelteil!) Den
Rotor mit dem kolbenseitigen Ende voran in
Schritt 24 Die Messuhr des Einstellwerkzeuges den Hydraulikkopf einsetzen. HINWEIS: Nicht
für Kegelventil-Luftspalt 31204 entfernen und versuchen, den Rotor mit dem
die Halterung in den Schraubstock spannen. kegelventilseitigen Ende voran in den
Den Hydraulikkopf einsetzen und mit den zwei Hydraulikkopf einzusetzen. Anschliessend –
mitgelieferten Schrauben fixieren. Die den Rotor mit einem Finger von unten haltend
Halterung im Schraubstock so orientieren, dass – die beiden Rotor-Halteringe einsetzen: Die
die Hochdruckanschlüsse nach oben gerichtet abgeschrägte Seite muss nach unten gerichtet
sind. in die neben dem Kegelventilsitzbereich des
Rotors liegende Rille eingeführt werden.
34
Beilagen in die Kegelventilseitige Bohrung
einsetzen und sicherstellen, dass sie am Innern
der Bohrung richtig liegen.

Fig. 4.26
Schritt 27 Den Rotor schliesslich mit seinen
Befestigungsteilen in den Kopf einführen und
diese auf die 2 Zentrierstifte ausrichten.

Fig. 4.28

Schritt 29 Die Kegelventilfeder einbauen.

Fig. 4.27
Schritt 28 Die beim Zerlegen ausgebauten
Kegelventil-Beilagen oder neue Beilagen,
welche zusammen dieselbe Stärke wie die
ausgebauten Beilagen ergeben müssen,
vorbereiten. Zum Austausch, zu den Nummern
und zur Konfiguration der Beilagen bitte Fig. 4.29
Abschnitt „Inspektion der Bauteile“ und die
Besonderen Spezifikationen beachten. Die

35
Schritt 30 Das Kegelventil mit dem geschlitzten Schritt 32 Einen neuen Knautschring
Ende nach unten gerichtet in die entsprechende (Weicheisen-Knautschring) in die Gegen-
Bohrung im Rotor einsetzen und sicherstellen, bohrung des Halterings einsetzen. Die radiale
dass der ventilseitige Schlitz zum Gegenstift in Position der Öffnung im Knautschring ist ohne
der Bohrung ausgerichtet ist. Bei Bedarf Bedeutung.
Abschnitt „Inspektion der Bauteile und
„”Besondere Spezifikationen zum Austausch
des Kegelventils” lesen.

Fig. 4.32

Schritt 33 Zwei neue O-Ringe auf den Körper


Fig. 4.30
des magnetischen Kraftstoff-Regelventils
Schritt 31 Den Haltering für den Knautschring, einsetzen und den Anker in den Magnetschalter
mit nach unten gerichteten Schlitzen auf den einführen. HINWEIS: Die Schlitze in der Platte
Hydraulikkopf setzen und die Löcher auf die zu den Löchern der ventilkörperseitigen
Zentrierstifte ausrichten. Gewindebefestigungen ausrichten.

Fig. 4.33
Fig. 4.31
36
Schritt 34 Auf jeden Anschlussbolzen eine
Aussen- und Innenisolation und sowie eine neue
Dichtung einsetzen. Die O-Ringe mit Fett
einschmieren und die beiden Anschlussbolzen
in den Magnetventildeckel montieren.

Fig. 4.35b
Schritt 36 Den Ankerdeckel-Haltering mit der
flachen Seite gegen das Ende des
Fig. 4.34 Magnetventils orientieren, und die Löcher
Schritt 35 Die O-Ringe auf dem zueinander ausrichten. Neue Kupferscheiben
Magnetventilkörper mit Fett einschmieren und auf die Schrauben des Ankerdeckel-Halterings
den Ankerdeckel auf den Magnetventilkörper einsetzen und die Schrauben durch das
montieren. Die Anschlussbolzen mit einem Magnetventil und den Deckel-Haltering
Anzugsmoment von 24-28 lbf. in (2,5-3 Nm) einsetzen. Die Schrauben mittels einem Torx-
festziehen. Einsatz T-10 und einem Anzugsmoment von 15-
18 lbf.in (1,7-2 Nm), festziehen. Die
Bewegungsfreiheit des Ankers im Ventil
kontrollieren. Dazu das Ganze schütteln und
die Bewegung des Ankers beobachten.

Fig. 4.35a Fig. 4.36a


37
den Anschlag in die Akkumulatorbohrung
einsetzen.

Fig. 4.36b

Schritt 37 Die magnetische Kraftstoff-


Regelventileinheit Handfest im Hydraulikkopf Fig. 4.38
hineinschrauben.
Schritt 39 Die Stopfen der Akkumulator-
Befestigungsschrauben auf die Bohrungen
einsetzen und mit einem Anzugsmoment von
90-110 lbf.in (10-12 Nm), mit einem

Fig. 4.37
Schritt 38 Die Halterung des Einstell-
werkzeuges zur Einstellung des Kegelventil- Sechskanteinsatz 3/16” festziehen.
Luftspaltes waagrecht im Schraubstock Fig. 4.39
festspannen. Die beiden Federn des
Akkumulators identifizieren. Dazu den
Durchmesser-Unterschied des Federdrahts
beachten. Einen Akkumulatorkolben mit dem
offenen Ende nach aussen gerichtet, die Feder Schritt 40 Die Messuhr auf die Halterung
des Spül-Akkumulators (grösserer 31204 befestigen und den Taster soweit
Drahtdurchmesser) und den Anschlag in die schieben, bis er den Rotor berührt und die Nadel
Bohrung neben der, des Entlüftungsdraht- um ca. 0,010“ (0,254 mm) ausschlagen lässt.
Ventils einsetzen. Den Füll-Akumulatorkolben, Die Taster-Befestigungsschraube festziehen.
die Feder (kleinerer Drahtdurchmesser) und Den Zeiger auf “Null” stellen und die
Vorderseiten-Befestigungsschraube festziehen.
38
Fig. 4.40 Fig. 4.42
Schritt 41 Die Magnetventil-Einheit mit dem
Schraubenschlüssel für Magnetschalterdeckel Schritt 43 Den Sicherungsring und die
30853 im Uhrzeigersinn – von der Hochdruck- Befestigungsschraube des magnetischen
Anschluss Seite des Hydraulikkopfes aus Kraftstoff-Regelventils auf dem Hydraulikkopf
gesehen – hineindrehen, bis das Ventil gegen einsetzen. Die Schraube mittels einem Torx-
den Knautschring anliegt. Einsatz T-10 mit einem Anzugsmoment von
15-18 lbf.in (1,7-2 Nm), festziehen.

Fig. 4.41

Schritt 42 Beim Festziehen des Magnetventils


den Rotor auf der Halterung mehrmals im
Hydraulikkopf Vor- und Rückwärtsbewegen und
den Messuhr-Ausschlagwert ablesen. Das Fig. 4.43
Magnetventil weiter festziehen, um den
Ablesewert der Messuhr zu senken, bis der
vorgeschriebene Kegelventil-Hubwert erreicht
ist. (Dazu die individuellen Pumpen-Spezifi- Schritt 44 Die beiden Pumpkolben in die
kationen beachten) HINWEIS: Das Rotorbohrungen einsetzen.
Magnetventil in keinem Fall losschrauben, um
den richtigen Ventil-Hubwert zu erzielen. Wird
das Magnetventil zu weit hineingedreht – was
einen niedrigeren Hubwert des Kegelventils als
spezifiziert zur Folge hat – muss das
Magnetventil ausgebaut, ein neuer Knautschring
eingesetzt und das Justierverfahren wiederholt
werden.
39
Fig. 4.44
Schritt 45 Den Schraubstock so neigen, dass
die Antriebswelle vertikal nach unten zeigt. Den
Nockenring mit der Pfeilseite nach oben
gerichtet in das Gehäuse einsetzen und so
Fig. 4.45b
positionieren, dass das Loch der Nockenring-
Halteschraube zur Pumpenoberseite gerichtet
ist. Die Nockenring-Halteschraube in das Schritt 46 Die Rollen auf die Nockenschuhe
gehäuseseitige Loch einsetzen und mit einem montieren und in die Schlitze in der Antriebswelle
Anzugsmoment von 880-920 lbf.in (99-104 Nm) einsetzen. Sicherstellen, dass die Rollen und
festziehen. Schuhe den Nockenring berühren.

Fig. 4.46

Fig. 4.45a

40
Schritt 47 Den Punkt am Rotor-Antriebszapfen
sorgfältig zum Ausrichtpunkt der Antriebswelle
ausrichten und das Teilsystem Kopf/Rotor im
Gehäuse einsetzen. Die Löcher am
Befestigungschraube und der Einbauschraube
des Hydraulikkopfs entsprechend ausrichten.

Fig. 4.48

Schritt 49 Die beiden neuen O-Ringe mit der


Schutzhülse 31215 auf der Kopf-Befesti-
gungsschraube einsetzen und mit Fett
einschmieren. Den Hydraulikkopf bei Bedarf
im Gehäuse leicht drehen, um die Löcher
auszurichten. Die Hydraulikkopf-Einbau-
schraube Fingerfest anziehen.

Fig. 4.47

Schritt 48 Das Werkzeug 30854 auf das


magnetische Kraftstoff-Regelventil bringen.
Das Werkzeug bei Bedarf drücken, die
Antriebswelle leicht drehen, um den Rotor-
Antriebszapfen in die Nute der Antriebswelle Fig. 4.49
einzuführen. HINWEIS: Ein erheblicher
Kraftaufwand ist notwendig, um das Teilsystem
Kopf/Rotor ins Gehäuse zu drücken.

41
Schritt 50 Die beiden neuen O-Ringe auf die Schritt 52 Die Kopf-Befestigungsschraube auf
beiden Hydraulikkopf-Befestigungsschrauben der Reglerseite mittels einem Steck-
einsetzen und mit Fett einschmieren. Die schlüsseleinsatz 3/4” mit einem Anzugsmoment
Transferdruck-Anschluss-Schraube mit 180-220 lbf.in (20-25 Nm), festziehen.
Sechskantkopf 3/4” auf der Transferpumpen-
regler-Seite einsetzen und Fingerfest anziehen.
Die restliche Hydraulikkopf-Befestigugschraube
auf der anderen Pumpenseite einsetzen und
Fingerfest festziehen.

Fig. 4.52
.
Schritt 53 Die restliche Hydraulikkopf-
Befestigungschraube mittels einem
Sechskanteinsatz 3/16” mit einem
Fig. 4.50 Anzugsmoment von 180-220 lbf.in (20-25 Nm),
festziehen.
Schritt 51 Die Kopf-Befestigugsschraube auf
der Pumpenunterseite mittels einem
Sechskanteinsatz 3/16” mit einem Anzugs-
moment von 180-220 lbf.in (20-25 Nm),
festziehen.

Fig. 4.53

Fig. 4.51
42
Schritt 54 Das Entlüftungsdrahtsystem im einsetzen. Die Schraube im Gehäuse einsetzen
Hydraulikkopf einsetzen; mittels einem und mittels einem Einsatz T40IPR mit einem
Sechskanteinsatz 1/8” mit einem Anzugsmo- Anzugsmoment von 60-70 lbf.in (7-8 Nm),
ment von 25-30 lbf.in (3-3,5 Nm), festziehen. festziehen.
Fünf verschiedene Entlüftungsdrahtgrössen
stehen zur Verfügung, um die Kraftstoff- Schritt 56 Eine neue Dichtung auf der
Rücklaufmenge an der Pumpe zu regulieren. Transferpumpenseitigen Druckabnahme-
Die entsprechenden Teilenummern sind den Schraube einsetzen, den Stopfen in die Kopf-
einzelnen Spezifikationen zu entnehmen. Im Befestigungsschraube einführen und Fingerfest
Rahmen des Zusammenbaus wird empfohlen, anziehen. Die Schraube beim Kalibrieren mittels
das ausgebaute Entlüftungsdrahtsystem einem Torx-Einsatz T-40 mit einem
wieder einzubauen; bei der Kalibrierung kann Anzugsmoment von 110-130 lbf.in (12,5-15
je nach Bedarf ein Draht anderer Grösse Nm), festziehen.
installiert werden, um die spezifizierte Kraftstoff- Schritt 57 Die Dämpferscheiben und die
Rücklaufmenge zu erreichen. Die Federn in alle Hochdruck-Anschlüsse einsetzen.
Entlüftungsdrahtsysteme tragen zwecks
Identifizierung die Nummern 0 bis 5 an den Schritt 58
Enden. Je höher der Wert, desto niedriger der Die Dämpferventils-Befestigungsschrauben in
Kraftstoffdurchfluss durch das saubere Prüfflüssigkeit tauchen und sie jeweils
Entlüftungsdrahtsystem. in die Hochdruck-Anschlüsse einsetzen. Jede
Schraube mittels einem Sechskanteinsatz 1/8”
mit einem Anzugsmoment von 40-60 lbf.in (4,5-
6,8 Nm), festziehen.

Fig. 4.54 Fig. 4.58


Schritt 55 Eine neue Dichtscheibe auf die Schritt 59 Den Kolben, die Feder und den
Zugangsschraube zum Entlüftungsrohrsystem Regelstopfen in die Transferpumpen-

Fig. 4.59
Fig. 4.55
43
Regulierhülse einführen. Den Regelstopfen Anzugsmoment von 180-220 lbf.in (20-25 Nm),
festschrauben, bis die Stopfenoberseite direkt festziehen.
unter den Kraftstoff-Durchflussöffnungen liegt.
HINWEIS: Eventuell muss die Regulierhülse Schritt 62 Den Transferpumpeneinsatz, die
mit dem Sechskantkopf in einen Schraubstock Feder und danach den Eingangsfilter im Loch
festgespannt werden, um die Schraube auf der Gehäuseoberseite einsetzen.
einzusetzen, weil der Stopfen mit Gewinde-
Bremslack überzogen ist.
Schritt 60 Zwei neue O-Ringe auf die
Transferpumpen-Regulierhülse einsetzen und
mit Lubriplate-Fett einschmieren. Die
Regulierhülse in das Gehäuse einsetzen und
mittels einem dünnwandigen Steck-
schlüsseleinsatz 3/4” mit einem Anzugsmoment
von 215-265 lbf.in (24-30 Nm), festziehen.

Fig. 4.62

Schritt 63 Eine neue Dichtung auf dem


Zulaufanschluss einsetzen und mit Lubriplate-
Fett einschmieren. Den Zulaufanschluss im
Gehäuse festschrauben und mittels einem
langen Steckschlüsseleinsatz 1” mit einem
Anzugsmoment von 215-235 lbf.in (24-26 Nm),
festziehen.
Fig. 4.60
Schrittt 61 Eine neue Dichtung auf dem
Transferpumpenregulier-Stopfen einsetzen und
mit Lubriplate-Fett einschmieren. Die Regulier-
Einheit in das Gehäuse einsetzen und mittels
einem Steckschlüsseleinsatz 5/8” mit einem

Fig. 4.63
Schritt 64 Eine neue Dichtung auf dem
Rücklaufanschluss/Gehäusedruckregler
einlegen und diesen in das Gehäuse einsetzen.
Mittels einem langen Steckschlüsseleinsatz
Fig. 4.61
44
9/16” mit einem Anzugsmoment von 120-160 Schritt 66 Eine neue Dichtung auf den
lbf.in (13-18 Nm), festziehen. Temperaturfühler einlegen und diesen in das
Gehäuse einsetzen. Mit einem Anzugsmoment
von 120-160 lbf.in (13-18 Nm), festziehen.

Fig. 4.64

Schritt 65 Eine neue Dichtung auf den


Stopfen des Förderbeginn Steckdornes
einlegen und diesen in das Gehäuse einsetzen.
Mittels einem Sechskanteinsatz 1/4” mit einem Fig. 4.66
Anzugsmoment von 75-100 lbf.in (8-11 Nm),
festziehen. Schritt 67 Auf beiden Abdeckungen der
Anschlussklemmen jeweils einen neuen O-Ring
einsetzen. Beide Schrauben mittels einem
Steckschlüssel 1/4” mit einem Anzugsmoment
von 12-18 lbf.in (1,5-2 Nm), festziehen.

Fig. 4.65

Fig. 4.67

45
ABSCHNITT 5 – ANFORDERUNGEN AN und zur Verwendung der elektronischen
DEN PRÜFSTAND UND Kalibriereinheit 36269.
EINSTELLUNSVERFAHREN
B. Prüfstand-Montageanweisungen
A. Besondere Anforderungen an die Die Befestigungsplatten der DE-Pumpen
Prüfausrüstung werden von den einzelnen Prüfstandherstellern
Zum Prüfen der DE-Pumpe ist neben einem, und nicht von Stanadyne geliefert. Die DE
der ISO4008 Norm entsprechenden Prüfstand, Pumpen benötigen einen dreieckigen
der auch Stanadyne’s Anforderungen gemäss Befestigungsflansch, mit einem 98-mm-
Kundendienstvorschriften erfüllt, auch das Lochkreis und einen 50mm-Einpass. (wie bei
nachstehend aufgeführte spezifische Material den meisten DB4 Pumpen) Der Antriebsadapter
notwendig. Die DE-Pumpen werden mit ist der gleiche, wie er zur Prüfung der DB2 6,2
Prüfdüsenhalter mit Lochplatten nach SAE J968 / 6,5L Pumpen eingesetzt wird.
/ ISO 7440 bei einem Öffnungsdruck von 207
bar / 3000 p.s.i. geprüft. Schritt 1 Die Pumpen-Befestigungsplatte des
Prüfstands in einen passenden Schraubstock
Nr. Bezeichnung festspannen und die DE-Pumpe auf die Platte
33497 Transferpumpendruck-Anschluss- montieren.
Stutzen
36260 Antriebsadapter-Kit Schritt 2 Den Stopfen der Timingöffnung auf
36263 Hall-Sensor-Kit der Pumpenoberseite abnehmen und den
36269 Elektronische Schalteinheit Steckstift 36275 in die Bohrung einführen; die
36274 Satz Einlass- und Rücklaufstutzen Antriebswelle langsam drehen, bis der Stift in
36275 Steckstift den Schlitz der Antriebswelle eindringt. Siehe
36464 Gehäusedruck-Anschluss-Stutzen Abb. 5.1
70340 Hochdruck-Leitungen
Der Hall-Sensor-Kit 36263 besteht aus einem
bestückten Halter 36261 und einem Hall-Sen-
sor 36262, welche im Service einzeln verfügbar
sind. (Abb. 5.7)
Der Antriebsadapter-Kit 36260 enthält einen
Antriebsadapter 36259, ein Vier-Zahn-Ring
36258 und ein Sechs-Zahn-Ring 36257, welche
im Service einzeln verfügbar sind.
Die elektronische Kalibriereinheit 36269 besteht
aus folgenden Bauteilen:
Fig. 5.1
Nr. Bezeichnung
36264 Kabelstrang
36265 DAC Kabel
36266 DAC Karte
36267 DE-Pumpen-Steuermodul
36268 Laptop
36540 Drucker
Eine DE-Kalibrierung Bedienungsanleitung
99851 enthält Zusatzinformationen zum Inhalt
Fig. 5.2
46
Schritt 3 Den passenden Zahn-Ring auf den
Antriebsadapter 36259 einsetzen. Bitte
beachten, dass die Ringe Markierungen
“Pumpenseite” und “Prüfstandseite” tragen. Die
Markierung “Pumpenseite“ muss gegen den An-
triebsadapter positioniert werden (zur Pumpe
hin, wenn der Adapter auf der Pumpe liegt) Die
vier 8mm-Innensechskantschrauben und die
entsprechenden Unterlegscheiben einsetzen
und von Hand anziehen. Siehe Abb. 5.2 und
5.3

Fig. 5.5
Schritt 5 Die Prüfstand- und die Pumpe-
Befestigungsplatte auf die Aufspannvorrichtung
des Prüfstands montieren: Hierzu das vom
Hersteller empfohlene Montageverfahren
beachten. Die Befestigungsmutter der
Antriebswelle mit einem Anzugsmoment von
140-150 lbf.in (190-200 Nm), - mit dem ein-
gesetzten Steckstift – festziehen. (Damit sich
die Antriebswelle während dem Festziehen nicht
Fig. 5.3 drehen kann.)
Schritt 6
Schritt 4 Den Antriebsadapter auf der Die passende Prüfstand-Antriebskupplung auf
Antriebswelle der Pumpe einsetzen. Die den Antrieb des Prüfstands einsetzen. Den
Unterlegscheibe und die 24mm-Mutter auf Aufspannbock nach vorne schieben; den Stift
der Antriebswelle einsetzen und von Hand zu den Befestigungslöchern des Adapters und
anziehen. Siehe Abb. 5.4 und 5.5 der Pumpe ausrichten, bis der Kontakt
hergestellt ist. Die Befestigungsschrauben samt
Muttern einsetzen und mit dem vom
Prüfstandhersteller empfohlenen
Anzugsmoment festziehen.
Schritt 7 Die beiden oberen Schrauben des
Gehäuseflansches lösen. Die rechte Schraube
abnehmen (vom Magnetventil aus gesehen),
aber die linke Schraube ein paar Gewinde-
gänge eingesetzt lassen. HINWEIS: Aufgrund
der Gehäusekonfiguration kann es vorkom-
men, dass im linken Flanschloch eine kürzere
Fig. 5.4 Befestigungsschraube eingesetzt werden
muss.
Schritt 8
Den Hall-Sensor über den Zahn-Ring
47
positionieren. Das rechte Halter- Schritt 11 Den Steckstift herausziehen und den
Befestigungsloch ist zum Befestigungsloch des Gehäusedruck-Anschluss-Stutzen 36464
DE-Pumpenflansches ausgerichtet: Eine montieren. Die Manometerleitung dazu
Pumpe-Befestigungsschraube einsetzen und anschliessen.
von Hand anziehen. Siehe Abb. 5.6.
Schritt 12 Die beiden Justierschrauben auf der
Oberseite des Sensorhalters lösen. So
einstellen, dass die Sensormitte nach der Mon-
tage über der Zahnscheibenmitte liegt. Die
Positionierschrauben mit einem Anzugsmoment
von 20-30 lbf.in (2-3 Nm) festziehen.
Schritt 13 Den Hall-Sensor einsetzen und so
einstellen, dass ein Luftspalt von 1,19 mm ±0,39
mm zwischen dem Sensor und einem der Zähne
des Zahn-Ringes besteht. Den Hall-Sensor
festhalten und die Gegenmutter mit einem
Fig. 5.6
Anzugsmoment von 20-30 lbf.in (2-3 Nm)
Schritt 9 Den Halter des Hall-Sensors drehen, festziehen. Siehe Abb. 5.8
um die linke Befestigungsschraube ein Stück
einzuführen. Die beiden Flansch-Befestigungs-
schrauben gemäss den vom Prüfstand-
Hall-Sensor
hersteller empfohlenen Verfahren festziehen. Einsetzen
Schritt 10 Den Feder-Absteckstift auf dem
Hall-Sensor-Halter verwenden, um die richtige
2.5mm (± .4 mm)
Ausgangsposition des Zahn-Ringes zu
bestimmen: Hierzu auf den Stift drücken und
ihn in den Schlitz des Ringes einführen. Die
vier 8mm-Innensechskantschrauben mit einem Zahn-Ringes
Anzugsmoment von 20-30 lbf.in (2-3 Nm),
festziehen. Siehe Abb. 5.7.

Fig. 5.8

Schritt 14 Den Stopfen der Hydraulikkopf-


Halteschraube abnehmen und den Transfer-
pumpendruck-Anschluss 33497 einsetzen. Die
mit einem Absperrhahn bestückte Mano-
meterleitung der Transferpumpe mit dem
Fig. 5.7 Anschluss-Adapter der Transferpumpe
verbinden.
48
Schritt 15 Den Einlass- und Rücklaufstutzen-Satz
36274 auf die Pumpe montieren. Die Rohr-
Überwurfmuttern mit einem Anzugsmoment von
20-30 lbf.in (2-3 Nm) festziehen. Die Kalibrieröl-
Zulaufleitung mit dem Einlassstutzen, (Grosser
Rohrdurchmesser), und die Kalibrieröl-Rück-
laufleitung mit dem Rücklaufstutzen (Kleiner
Rohrdurchmesser) verbinden.
Schritt 16 Den Kabelstrang an die
elektronische DE-Kalibriereinheit 36269
anschliessen.
C. Besondere Prüfstand-
Abbauanweisungen
Das Antriebs- und Montagematerial in der
umgekehrten Reihenfolge zu den Prüfstand-
Montageanweisungen abbauen. Den Steckstift
36275 verwenden, um die Antriebswelle der
Pumpe beim Lösen der Antriebswellen-
Befestigungsmutter am Drehen zu hindern.
Nach entfernen der 24mm-Antriebswellen-
Befestigungsmutter den Antriebsadapter mit
dem Werkzeug 30856 von der Antriebswelle
abziehen.

Fig. 5.8

49
WORLD HEADQUARTERS EUROPE
Stanadyne Corporation Stanadyne SpA
92 Deerfield Road Via Matteotti, 158
Windsor, CT 06095 25014 Castenedolo (Brescia)
U.S.A. Italia
Tel: (860) 525-0821 Tel: 39.030.2130070
Fax: (860) 683-4581 Fax: 39.030.2731610

Stanadyne Corporation
92 Deerfield Road, Windsor, CT 06095, U.S.A.
Tel: (860) 525-0821; Fax: (860) 683-4581; www.stanadyne.com

99636 Printed in USA 12/04