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Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Seminarleiterin: xxxxxxxxxxxxxxxxxx
Seminar: Einführung in die Didaktik und Methodik des
Englischunterrichts Wintersemester 2000/2001

xxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Unterrichtsentwurf

Fach: Englisch

Klasse: 6

Schulart: Hauptschule

Thema: Lesson starts at 9 o`clock

Stundenziel: Die Schüler sollen verschiedene, vorher


eingeführte Vokabeln zum Thema “Schulalltag
in England” einüben, sowie Einblicke in den
englischen Schulalltag gewinnen.
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Inhaltsverzeichnis

1. Lehr- und Lernvoraussetzungen 3

2. Sachanalyse 4

3. Didaktische Analyse 6

4. Methodische Analyse 8

5. Stundenverlaufsplan 10

6. Literaturverzeichnis 11

7. Anhang 12
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1 Lehr- und Lernvoraussetzungen

Die Klasse 6b der Hauptschule Bad Herrenalb umfaßt 26 Schüler;


12 Mädchen und 14 Jungen. Das Leistungsniveau der Klasse ist
sowohl mündlich als auch schriftlich sehr heterogen. Da die meisten
Schüler Schwierigkeiten bei der Reproduktion schon bekannter
Redemittel haben, ist es erforderlich alle relevanten
Gesprächsmuster an der Tafel festzuhalten. Im Allgemeinen ist die
Klasse während des Englischunterrichts sehr konzentriert und vor
allem an alltagstypischen landeskundlichen Themen interessiert, da
im nächsten Schuljahr ein je einwöchiger, gegenseitiger Austausch
mit einer Schule in Leeds bevorsteht.

Folgender Wortschatz ist den Schülern bekannt und kann aktiv


eingesetzt werden:
-girl
-boy
-school
-German
-English
-lesson
-pupil
-class
-time table
-to meet
Landeskundliche Inhalte können nicht vorausgesetzt werden.
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2 Sachanalyse

2.1 Wortschatz
Folgende Vokabeln und Redemittel sollen eingeführt werden:
-Maths
-(lunch) break
-homework
-cafeteria
-school uniform
-table tennis
Verständnisschwierigkeiten sind außer beim Wort “cafeteria”, nicht
zu erwarten. Da es für die Schüler keine vergleichbare Einrichtung
gibt, muß die Funktion einer “cafeteria” erläutert werden.
Ausspracheschwierigkeiten könnten bei den Worten “cafeteria” und
“uniform” auftreten, da sie auch im Deutschen existieren und
deshalb die deutsche Aussprache den Schülern geläufig ist. Aus
diesem Grund erscheint es sinnvoll, zuerst das Lautbild und erst
später das Schriftbild vorzustellen.
Rechtschreibschwierigkeiten sind beim Wort “break” zu erwarten.
Der Laut des Diphtongs [ei] kann die Schüler dazu verleiten, es
“breik” zu schreiben.
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2.2 Landeskunde
In England gilt die Vollzeitschulpflicht für alle Kinder im Alter von
5 bis 16 Jahren. Ergänzend zum staatlichen Schulangebot existieren
private Schulen, sogenannte “independant” oder “public schools”.
Die Schulzeit beginnt in “primary schools”, mit etwa 11 Jahren
wechseln die Schüler zu “secondary schools”. Der Unterricht
beginnt meist um 9 Uhr und endet, unterbrochen von mehreren
kleinen und einer großen Pause um die Mittagszeit, um etwa 16
Uhr.
Das Tragen einer Schuluniform ist in jeder Schulart obligatorisch.
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3. Didaktische Analyse

3.1 Relevanz
Der landeskundliche Teil birgt einen großen Wert für die Schüler,
da er exemplarisch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der
beiden Länder England und Deutschland aufzeigt und so das
Bewußtsein für eine fremde Kultur weckt. Langfristig gesehen soll
so Toleranz gegenüber anderen Kulturen geweckt werden. Zudem
soll den Schüler das Wissen über den englischen Schulalltag helfen,
sich auf den Aufenthalt im nächsten Jahr mental vorzubereiten und
sich so besser und unvoreingenommen den Gegebenheiten des
Gastgeberlandes anzupassen.

3.2 Lernziele
Stundenziele:
1. Die Schüler sollen verschiedene, vorher eingeführte Vokabeln
zum Thema “Schulalltag in England” einüben.
2. Die Schüler sollen Fakten zur Beschreibung des englischen
Schulalltags kennenlernen.

Teilziele:
1. Die Schüler erkennen die Gegebenheit, daß alle englischen
Schüler Uniformen tragen müssen.
2. Die Schüler stellen die Unterschied fest , daß es in Deutschland
Halbtagsschule und in England Ganztagsschule gibt.
3. Die Schüler sprechen, lesen, schreiben und benutzen die neuen
Vokabeln.
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Indikatoren:
1. Die Schüler erkennen auf einem Bild, daß alle dort gezeigten
Schüler Uniformen tragen und verallgemeinern diese Tatsache auf
alle anderen englischen Schüler.
2. Die Schüler erklären anhand des gezeigten Stundenplans die
unterschiedliche Struktur des Tagesablaufes:
- die Schule dauert den ganzen Tag
- Mittagessen kann in der Schule eingenommen werden
- trotzdem müssen englische Kinder Hausaufgaben machen.
3. Die Schüler sprechen die neuen Vokabeln einzeln und im Chor
nach.
4. Die Schüler notieren die erlernten Vokabeln fehlerfrei in ihrem
Vokabelheft
5. Die Schüler wenden die Vokabeln in der gestellten Aufgaben
schriftlich und im Gespräch mit ihrem Arbeitspartner mündlich an.
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4. Methodische Analyse

4.1 Hinführung
In dieser Phase sollen die Schüler durch den stummen Impuls der
Folie mit englischen Schulkindern motiviert und zum Thema
hingeführt werden. Durch Fragen wie „What can you see?“, „Who
can you see?“, „Are that German pupils?“ oder „What is different?“
soll die Aussage herausgearbeitet werden: „Every pupil in England
has to wear a school uniform“. Auf diese Weise wird die erste
Vokabel (school uniform) den Schülern zum ersten Mal
vorgesprochen. Das Bild eines Mädchen und eines Jungen in einer
Schuluniform („Girls have to wear this and boys have to wear that“)
verdeutlicht dies. Die Frage „What else is different at schools in
England?“ ermuntert die Schüler, ihr evtl. landeskundliches Wissen
den anderen weiterzugeben.
Durch die Aktionsform des L/S-Dialogs wird die Hör- und
Sprechkompetenz der Schüler trainiert.

4.2 Erarbeitung
Mit den aufgelegten Stundenplan einer englischen Schülerin wird
die Erarbeitungsphase eingeleitet. Nun kann die Frage „What else is
different?“ genauer beantwortet werden. Zu den Fertigkeiten Hören
und Verstehen kommt nun die Fertigkeit Lesen. Die Schüler
erkennen ihnen bereits bekannte Vokabeln wie Monday, to meet,
time-table, German und English. Dadurch kann ein Großteil der
neuen Vokabel erschlossen werden. Eine Erklärung der Wörter
macht ihre Bedeutung klar. Nachdem die Wörter einzeln und im
Chor nachgesprochen werden kann die richtige Aussprache als
gesichert gelten und die Vokabeln werden an die Tafel geschrieben.
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Die Unterschiede des Schulsystems (Ganztagesschule,


Mittagsverpflegung) sollen im Gespräch erarbeitet werden, um den
Schülern die Scheu vor dem Benutzen der neuen Wörter und des
Sprechens der Fremdsprache im allgemeinen nehmen.

4.3 Sicherung
In der Sicherungsphase wird von den Schülern das fehlerfreie
Abschreiben des Tafelbildes (break!) in ihr eigenes Vokabelheft
verlangt, so daß die erlernten Wörter auch über den manuellen Weg
gesichert werden.
Eine andere Aktionsform als Stillarbeit (z.B. einzelne Schüler nach
vorne kommen lassen und die Wörter auf ein Plakat eintragen zu
lassen) halte ich nicht für sinnvoll, da so nicht alle Schüler die
Fertigkeit des Schreibens trainieren und auch der Erfolg der
richtigen Rechtschreibung nicht bei allen gesichert ist.

4.4 Anwendung
Die Anwendung als letzte Phase gibt den Schülern die Möglichkeit,
erlerntes Wissen über Vokabeln und Landeskunde gemeinsam an
einem Lückentext zu üben. Durch die Aufforderung „Work in pairs
and speak English only“ werden alle vier Fertigkeiten (Hören,
Sprechen, Lesen und Schreiben) trainiert.
Die Aktionsform Gruppenarbeit bietet eine Auflockerung zum
vorherigen Frontalunterricht und gibt den Schülern verstärkt die
Chance sich im Fremdsprachenunterricht aktiv einzubringen.
Gleichzeitig kann der Lehrer so die Aussprache und
Rechtschreibung überprüfen, um eventuelle Fehler frühzeitig
auszuschalten.
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5. Stundenverlaufplan
Zeit Phase geplantes Lehrerverhalten geplantes Schülerverhalten Aktionsform Medien
10 min Hinführung L. zeigt Folien von englischen S. beschreiben, was sie sehen und L/S-Dialog Folie,
Schulkindern in Schuluniformen. berichten evtl. von weiteren Overheadprojektor
Unterschieden, die sie zwischen den
Schulsystemen kennen.
L. führt die Vokabel “school
uniform” ein.
15 min Erarbeitung L. legt Folie mit englischem S. lesen die Folie. L/S-Dialog Folie,
Stundenplan auf. Overheadprojektor,
L. führt die weiteren Vokabeln S. sprechen die neuen Vokabeln Tafelanschrieb
durch Erklären und Tafelanschrieb einzeln und im Chor nach.
ein.
L. fragt nach Unterschieden Schüler erarbeiten Unterschiede.
zwischen vorgelegten und eigenem
Stundenplan.
10 min Sicherung L. fordert S. auf, die Vokabeln an S. übertragen Vokabeln in ihr Stillarbeit Vokabelheft
der Tafel in ihr Vokabelheft zu Vokabelheft
übertragen
10 min Anwendung L. fordert S. auf, gemeinsam das S. lösen die Aufgabe in Gruppenarbeit Arbeitsblätter
Arbeitsblatt zu bearbeiten. Zusammenarbeit.
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6. Literaturverzeichnis

Amor, Stuart, Rosemary Hellyer-Jones u.a. (Hrsg.): Green Line 2,


Unterrichtswerk für Gymnasien, Ernst Klett Schulbuchverlag, Stuttgart, 1996

Brede, Lutz und Beate Brenner-Kotzur u.a. (Hrsg.): Compact Course 1, Ernst
Klett Schulbuchverlag, Stuttgart, 1994

Office For National Statistics (Hrsg.): Britain 1999, The Official Yearbook Of
The United Kingdom, , London, 1999
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7. Anhang

7.1 Englische Schüler in Uniform


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7.2 Mädchen und Junge in Schuluniform


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7.2 Text „Time Table“

Hello, my name is Sue. Here is my time table for Monday:

9 o`clock English
10 o`clock English
11 o`clock Maths

12 o`clock (meeting Paul at the cafeteria)

13 o`clock German
14 o`clock German
15 o`clock Table tennis

After school I have to do my homework, of course!


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7.3 Arbeitsblatt

Lesson starts at 9 o`clock

This is a letter from Paula to a friend in Germany:

Dear Jonas,

English schools are different from German schools. All

English pupils have to wear a ____________________.

Lessons start at 9 o`clock and we have ___________________

from 12 o`clock to 1 o`clock. We can have a meal in the

__________________.

At 4 o`clock school is over, but of course I have to do my

_______________________ .

Today I played too much ______________________, but now

I have to learn __________________. I hate it!

Write back soon!