Das Wort

1. Grundlagen

Der Teil ‚Das Wort’ enthält im Wesentlichen das, was außerhalb der Polonistik und zunehmend auch in der Polonistik als ‚Morphologie’ bezeichnet wird. Sie bildet zusammen mit der Syntax, der hier der Abschnitt ‚Der Satz’ entspricht, die Grammatik im engeren Sinne. Im Teil ‚Das Wort’ wird jedoch auch die lexikalische Wortbildung behandelt, die traditionell meist als eigener Bereich außerhalb der Morphologie und damit der Grammatik angesiedelt wird. Nicht behandelt wird die polnische Lexikologie, die sich mit nicht formal markierten Bedeutungsbeziehungen innerhalb der Vokabel (Polysemie) und zwischen den Vokabeln (Synonymie, Antonymie usw.) beschäftigt. Generell geht es hier um die Kategorien und die regelmäßigen Veränderungen im Bereich zwischen dem Phonem einerseits und dem Satz andererseits, insbesondere um die Prozesse, in denen aus Inhaltswörtern Wortformen werden. Der Teil ‚Das Wort’ ist im Wesentlichen entsprechend den traditionellen Wortarten gegliedert, im ersten Kapitel ‚Grundlagen’ werden Probleme der Unterscheidung von Lexik und Grammatik diskutiert und grundlegende Begriffe erläutert: In der Morphematik (auch: Morphemik) wird mit dem Morphem, der kleinsten bedeutungstragenden Einheit, eine Kategorie behandelt, die unabhängig von der Unterscheidung zwischen Lexik und Grammatik ist. In der Wortartenlehre werden Wörter einerseits unter dem Gesichtpunkt ihrer lexikalischen Eigenschaften, andererseits unter dem Gesichtspunkt ihrer allgemeinsten grammatischen Eigenschaften kategorisiert. Im Abschnitt über Kategorien werden die Kategorien vorgestellt, die dann in den Kapiteln zu den einzelnen Wortarten beschrieben werden. 1.1. Morphematik Morphematik (morfematyka) ist die Lehre von den Morphemen und Allomorphen. Unter Allomorphen verstehen wir minimale Teile grammatischer Wortformen mit mindestens einer Bedeutung bzw. grammatischen Funktion. Wir fassen diejenigen Allomorphe zu einem Morphem zusammen, die a. die gleiche Bedeutung bzw. Funktion haben und b. im Phonembestand und in der Phonemabfolge z.T. übereinstimmen. Nach diesem Verständnis bestehen Wortformen aus aneinander gereihten Allomorphen. Wir sprechen auch dann von Morphemgrenzen, wenn grammatische Wortformen sich sowohl durch das Anfügen eines Morphems als auch durch die Änderung des Stamms unterscheiden.
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1. Grundlagen

Die Kriterien zur Bestimmung des Morphemtyps sind: • gebunden oder ungebunden (an andere Morpheme); czyt- vs. dzis´ • lexikalisch oder grammatisch; grammatisch heißt regelmäßig kombiniert mit tendenziell allen Vertretern einer Wortart; begrenztes Inventar von Oppositionen. czyta- vs. -! -e -m • Verhältnis zwischen lexikalischem Stamm und grammatischen oder Wortbildungsfunktionen: a. flexivisch: der Stamm impliziert nicht die Kategorie, diese ist bei gleichem Stamm veränderbar; zielon -y, zielon -ego, zielon -ych b. derivational: der Stamm impliziert eine Subkategorie, ein Affix eine andere; Aspekt: robic´ (imperfektiv), z- robic´ (perfektiv) • Stellung innerhalb der Wortform bezüglich der Wurzel; prze- czyt- a- !- e- m • referenziell vs. syntaktisch; beziehen sich die Morpheme auf die außersprachliche Wirklichkeit oder haben sie rein sprachinhärente – sprich syntaktische Funktionen.
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Morphem

ungebunden

gebunden

lex. Wurzel a

gramm. Wurzel b lexikalisch grammatisch

Wurzel c

deriv. Affix d

deriv. Affix e

flekt. Affix f

a) ungebundene lexikalische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie leksykalne) Hierzu zählen Morpheme, die selbstständig, also ohne weitere Morpheme auftreten können; es handelt sich um die offene Klasse der unflektierbaren Substantive, z.B.: mini ‚Minirock’, kakao, hobby, lobby

1.1. Morphematik

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und alle nichtflektierbaren Wortarten, d.h. Partikeln, Konjunktionen u.v.a. chyba ‚wahrscheinlich’, nawet ‚sogar’, bo ‚denn’, poniewaz˙ ‚weil’ b) ungebundene grammatische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie gramatyczne) Dies sind Morpheme, die grammatische Wortformen oder syntaktische Konstruktionen bilden, aber nicht fest an das Bezugswort gebunden sind: • • • • Fragepartikel czy Reflexivpronomen sie± Imperativmarker niech, prosze± Komparationsmarker bardziej, mniej, najbardziej, najmniej.

Eine Zwischenstellung zwischen b) und e) nimmt das grammatische Morphem des Konjunktivs by ein; einerseits ist es nicht fest an das Prädikat gebunden, andererseits lehnt es sich klitisch an ein Wort an. Darüber hinaus erfordert das Morphem eine Personalendung aus der Reihe -m, -s´, -Ø, -s´my, -s´cie, -Ø. c) gebundene lexikalische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie leksykalne) Der Teil einer Wortform abzüglich der Affixe und der Endung; tritt in den Wortformen der Wortfamilie auf und bezeichnet den Konzeptbereich. przeczyta!em ! -czytd) derivationale lexikalische Affixe (derywacyjne afiksy leksykalne) Die Affixe, die zur Bildung neuer Wörter (Vokabeln) dienen. Sie bezeichnen keinen eigenen Konzeptbereich. Wortbildungsaffixe bilden offene Klassen und keine geschlossenen Oppositionsreihen; wir unterscheiden nach der Position zur Wurzel bzw. zur Endung: • Präfix (prefiks/przedrostek) steht vor der Wurzel doczyta!em ! do• Suffix (sufiks/przyrostek) steht hinter der Wurzel domisko ‚Riesenhaus’ ! -isk(-o) • Postfix (postfiks) steht hinter der Endung komus´ ! -s´, kogokolwiek ! -kolwiek e) derivationale grammatische Affixe (derywacyjne afiksy gramatyczne) Affixe, die zur Bildung von Formen einer Vokabel dienen. Diese grammatischen Wortformen bilden Oppositionsreihen, in denen eine Subkategorie vom lexikalischen Stamm ohne formale Markierung enthalten ist und andere formal durch ein Affix markiert sind. Derivationale grammatische Affixe verbinden sich regelmä-

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1. Grundlagen

ßig mit tendenziell allen Vertretern einer Wortart. Wir unterscheiden Affixe, die eigenständig Wortformen konstituieren, von denen, die zur Bildung eines grammatischen Stamms auftreten. Die Morpheme sind entweder Träger einer Funktion oder gehen in Konstruktionen ein, die in ihrer Gesamtheit eine Funktion übernehmen. A. Eigenständig • -a±c (Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit) czytaja±c ! -a±c • -wszy/-!szy (Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit) przeczytawszy ! -wszy • -c´/-s´c´ (Infinitiv) przeczytac´ ! -c´ • -ej, naj-…-ej (Komparation des Adverbs) lepiej ! -ej, najlepiej ! naj-…-ej • -e (Adverb) dobry ! dobrze B. Stammbildend • -a±c- (Partizip der Gleichzeitigkeit) czytaja±cy ch!opczyk ! -a±c• -n-/-t-/-on- (Partizip Passiv, Unpersönliche Verbform Präteritum) przeczytano ! -n- , zaje±ty ! -t- , mo´wiony ! -on• -ni- (Verbalnomen) przeczytanie ! -ni• -l-/!- (Präteritum, Futur, Konjunktiv) • Aspektaffixe: w-, po-, z-, prze-, u-, na-, wy-, -a(j)-, -ywa(j)-, -wa(j)(Aspekt) z-robic´, prze-czytac´, u-szyc´, rozmy-wa-c´, sprawi-a-c´ • -sz-/-ejsz, naj-…-sz-/-ejsz- (Komparation des Adjektivs) wie±kszy ! -sz-, naj • -Ø/-j (Imperativ) f) flexivische Affixe; Endungen (afiksy fleksyjne; kon´co´wka) Affixe, deren Funktion unabhängig von der Bedeutung des lexikalischen Stammes ist und die im Prinzip innerhalb der gegebenen Paradigmen ausgetauscht werden können; die Endung ist das letzte bzw. einzige flexivische Affix. przeczyta!em ! -e- + -m

1.2. Grundprinzipien der Wortbildung

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g) Weitere Analyseeinheiten In der Morphematik des Verbs spielt der lexikalische Stamm (temat) eine wichtige Rolle: Teil der Wortform abzüglich der flexivischen Affixe. Es handelt sich somit in der Regel um eine Kombination verschiedener Morpheme. przeczyta!em ! przeczyta! In der Konjugation spielen die stammbildenden Einheiten eine wichtige Rolle. Es sind Formeinheiten, denen kombinatorische Funktionen zukommen. • Einheiten im Verbalstamm czytac´ ! -a-, czytaja± ! -aj• Bindevokale zwischen zwei Wurzeln krwiodawca ‚Blutspender’ ! -o1.2. Grundprinzipien der Wortbildung Die Hauptquelle der Bereicherung des Wortschatzes ist die Bildung neuer lexikalischer Einheiten mit Hilfe von Wortbildungsverfahren. Die morphologische Wortbildung besteht in der Zusammenfügung bestimmter Einheiten zu bedeutungshaltigen neuen Elementen. Zu diesen Einheiten zählen die Stämme bereits vorhandener Lexeme und Affixe, also Suffixe und Präfixe. Der Stamm trägt die lexikalische Bedeutung der Worteinheit. Affixe dienen der Bildung neuer Wörter auf der Basis vorhandener Wörter. Das häufigste Verfahren ist die Affigierung (affixale Derivation), bei der einer Wurzel ein Präfix oder ein Suffix oder beides zugleich (Zirkumfix) angefügt wird: bieg-acz ‚Läufer’, prze-pie±kny ‚wunderschön’, u-powszechn-ic´ ‚verbreiten’ Neue Wörter können aber auch auf andere Weise gebildet werden, nämlich durch das Abtrennen bestimmter Elemente des Ausgangsworts. Hier sprechen wir von affixloser oder negativer Derivation: czo!gac´ sie± ‚kriechen’ ! czo!g ‚Panzer’ dz´wigac´ ‚heben’ ! dz´wig ‚Kran’ Neue Wörter entstehen nicht nur auf dem Wege der Derivation, sondern auch durch Komposition, d.h. durch die Verbindung zweier Wurzeln. Das Resultat der Komposition sind zusammengesetzte Ausdrücke, also Komposita: woda – cia±gna±c´ ! wodocia±g ‚Wasserleitung’ rzecz – znac´ ! rzeczoznawca ‚Sachverständiger’
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das auf alle Ausdrücke mit verwandter Struktur anwendbar ist. Der Stamm bezieht sich auf die Bedeutung des Basislexems und das Formativ auf die Funktion.B. Ihre Bedeutung ergibt sich aus den Einzelteilen. die es in anderen.: badacz ‚Forscher’ ‚ten. Entsprechend beinhalten die Ausdrücke domisko ‚Riesenhaus’ und nosisko ‚Riesennase’ eine negative Einstellung des . sondern nur derjenige. sondern auch dass der Sprecher eine bestimmte emotionale Beziehung zu ihnen hat. Stamm und Formativ stehen in einer bestimmten Wechselbeziehung. Sie bildet den Rahmen der möglichen Verwendungen der lexikalischen Einheit. Einige Formative können pragmatisch markierte Ausdrücke bilden. deren Bedeutungen an andere in der Sprache existierende Lexeme anknüpfen.100 1. z. von dem der neue Ausdruck gebildet wird. b) Wortbildungsformation 48 Wortbildungsformationen (formacja s!owotwo´rcza) sind motivierte Ausdrücke. die sich aus der Struktur des Ausdrucks ergibt.B. dass die Gegenstände klein sind. die den allgemeinen Rahmen für die mögliche Bedeutung der Formation bestimmt. Grundlagen a) Formation und Wortbildungsbasis plus Formativ 47 Die unter dem Aspekt der Wortbildung teilbaren Einheiten mit transparentem Aufbau nennen wir ‚Formation’ (formacja). Die Substantive domek ‚Häuschen’ und nosek ‚Näschen’ geben nicht nur an. kto´ry biega’ Diese Bedeutung. nennen wir ‚Formativ’ (formant). Eine zentrale Rolle bei der Bildung der Formation spielt das Formativ. bereits vorhandenen Ausdrücken mit analoger Struktur spielt. kto´ry bada’. z. In den negativen Derivaten haben wir es jedoch mit einem Nullformativ zu tun. Das Element. sondern auch zur Klasse der Nomina agentis (Handlungsausführenden) hin. das das neue Wort vom alten unterscheidet. heißt ‚Wortbildungsbasis’ (podstawa s!owotwo´rcza). Beispielsweise weist das Suffix -acz in den Ausdrücken badacz ‚Forscher’. der regelmäßig läuft wie ein Sportler. biegacz ‚Läufer’ und s!uchacz ‚Hörer’ auf die Zugehörigkeit nicht nur zur Klasse der Substantive. Meist ist das Formativ ein Affix. nennen wir ‚strukturelle Bedeutung’ (znaczenie strukturalne). kto´ry s!ucha’. biegacz ‚Läufer’ ‚ten. In der eigentlichen lexikalischen Bedeutung wird nur ein Teil dieser Möglichkeiten realisiert. s!uchacz ‚Hörer’ ‚ten. Die Funktion der Zuordnung in eine allgemeine semantische Kategorie nennen wir ‚Bedeutungsfunktion’. In den folgenden Ausführungen werden die Formative zur besseren Erkennbarkeit mit der Nominativendung Singular Maskulin gezeigt. biegacz ‚Läufer’ ist nicht jeder. Diese Beziehung wird normalerweise in einem bestimmten Schema erfasst. weil das neue Lexem hier durch das Fehlen eines Oberflächenelements von dem Ausgangswort unterschieden wird. Seine Grundfunktion der Schaffung neuer Strukturen haben wir als ‚strukturell’ bezeichnet. Das Ausgangswort. der läuft. Darüber hinaus kann das Formativ auch weitere Funktionen erfüllen.

Dies liegt an der Bedeutung des Wortbildungsformativs -alny. spawarka ‚Schweißgerät’ und spre±z˙arka ‚Kompressor’ das gleiche Schema: Verbstamm (kop-. sternik ‚Steuermann’ – nauczyciel ‚Lehrer’.B. Zum einen ist die Bedeutung der Ausgangskomponenten zu nennen. das man paraphrasieren könnte als: ‚eine Beziehung zu Haus oder Garten habend’. zwijarka ‚Wickelmaschine’ u. Produktivität kommt sowohl Formativen als auch Wortbildungsmodellen zu. die aus einer größeren Anzahl von identischen Strukturen abstrahiert wurden. Es gibt jedoch auch Formationen. die nach einem einheitlichen Schema gebildet sind und durch eine gemeinsame strukturelle Bedeutung verbunden sind. spre±z˙-) + Formativ -arka"="Bezeichnung für eine Maschine. c) Wortbildungstypen Neue Ausdrücke entstehen nach bestimmten Schemata. Nomina agentis: badacz ‚Forscher’. p!ywak ‚Schwimmer’ – kierownik ‚Leiter’. in den das Adjektiv eingebettet ist. das/den man bemerken kann’ ein. an dem Gegenstand die vom Stamm bezeichnete Handlung auszuführen. erlaubt eine Präzisierung der Bedeutung. biegacz ‚Läufer’ – s´piewak ‚Sänger’. die in einem Haus herrscht oder eine Atmosphäre wie in einem Haus’ k!opoty domowe ‚häusliche Probleme’ 50 49 . Die Ausdrücke. Sie bilden eine Wortbildungskategorie (kategoria s!owotwo´rcza). Die Formative -ek und -isko erfüllen hier eine expressive Funktion. bilden ‚Wortbildungstypen’ (typ s!owotwo´rczy). Solch ein Modell lässt sich vervielfältigen und es können neue Ausdrücke gebildet werden wie kruszarka ‚Brecher’. d) Wortbildungskategorie Die gleiche strukturelle Bedeutung können auch Lexeme haben. Das bedeutet. dass bestimmte Affixe in einer gegebenen Epoche neue Ausdrücke bilden können und dass hierzu bestimmte Modelle verwendet werden. spaw-. deren strukturelle Bedeutung weniger klar ist. z. Auf die Auswahl wirken sich verschiedene Faktoren aus. z.1.B.2.ä. So geht die Ausgangsbedeutung von zauwaz˙yc´ ‚bemerken’ in recht genauer Art in die Bedeutung von zauwaz˙alny ‚das-/derjenige.: ubranie domowe ‚Kleidung. das die Möglichkeit angibt. wiederholt sich in der Gruppe koparka ‚Bagger’. Die Ausdrücke domowy ‚Haus-’ und ogrodowy ‚Garten-’ lassen sich durch ein recht diffuses Schema erklären. die im Haus getragen wird’ atmosfera domowa ‚die Atmosphäre. die zu verschiedenen Wortbildungstypen gehören. vgl. sie sind somit produktiv. dore±czyciel ‚Bote’ Je nach außersprachlich bedingtem Bedarf werden bestimmte Wortbildungskategorien durch immer neue Ausdrücke erweitert. Erst der Kontext. Grundprinzipien der Wortbildung 101 Sprechers zu den bezeichneten Gegenständen.

f) Spezialisierung der Wortbildungsformative 52 Die Wortbildungsformative sind in unterschiedlichem Grad spezialisiert. -ak. Beispielsweise tritt das Formativ -arka in der Bedeutung . Wenn man den Grad der Spezialisierung des Formativs kennt. ob es sich um ein mono. Dadurch sind einige Wortbildungstrukturen stilistisch beschränkt. Gewöhnlich hängt dies mit der Veränderbarkeit der Bedeutungen der einzelnen Formationen zusammen. andere wie das Suffix -ak können an die Stämme von Verben. Stadtbewohnern (warszawiak) u. das total regelmäßig funktioniert. ciemniak ‚Hohlkopf’). sondern auch auf anderen wie morphologischen. dient. Andere können verschiedene Kategorien realisieren. deren Verbindbarkeit nicht auf eine Wortart beschränkt ist. Einige bilden jeweils nur eine Wortbildungskategorie wie -anin. e) Zur Regelmäßigkeit 51 In der polnischen Wortbildung gibt es kein einziges Modell. Ländern und Regionen bezeichnet (warszawianin. die mit exakten Termini operiert. der bei der Produktivität von Formationstypen eine Rolle spielt. Eine Beschränkung liegt in der ‚Wortbildungsbasis’ des Formativs.oder polyfunktionales Element handelt. das Bewohner von Städten.h. z.a. Ein Teil der Modelle verfügt über eine relative Regelmäßigkeit. kann man die entsprechenden Ausdrücke korrekt verwenden. durch die Präferenz für Strukturen mit maximaler Informativität geprägt. So ist die Wissenschaftssprache. das zur Bildung von Nomina agentis (s´piewak ‚Sänger’. Einige Formative verbinden sich ausschließlich mit Basislexemen einer bestimmten Wortart.B. Als ‚regulär’ sehen wir solche Formationen an. Auch die Verbindbarkeit der Formative mit den Stämmen der Ausgangswörter hängt mit der genannten Spezialisierung zusammen. Produktiv sind Konstruktionen sowohl mit einer sehr spezifischen Bedeutung als auch solche mit unbestimmter struktureller Bedeutung. Wortbildungsregeln sind nämlich bei weitem nicht so allgemein gültig wie Flexionsregeln.102 1. wenn man weiß. Grundlagen Neben diesen im Grad der semantischen Diffusität sehr verschiedenen Formationen gibt es auch Strukturen. die nur eine Bedeutung haben und von allen Mitgliedern einer Klasse in gleicher Weise gebildet werden. Adjektiven und Substantiven treten. p!ywak ‚Schwimmer’). d. lexikalischen und semantischen Merkmalen. ist der Grad der Regelmäßigkeit ihrer Bildung. die meisten sind jedoch unregelmäßig. Amerykanin. Es gibt jedoch auch Formative mit einer einzigen spezialisierten Bedeutung. während in der Umgangssprache Strukturen mit eher unbestimmter Bedeutung dominieren. Dies kann auch vom Funktionsbereich abhängen. Wielkopolanin). sie operieren nicht nur auf der Basis der Wortart des Ausgangslexems. Ein weiterer Faktor. Nomina attributiva (ponurak ‚Griesgram’. Dies hängt mit den Beschränkungen der Verbindbarkeit der Wortbildungselemente zusammen. die einander stärker ähneln. Eine Voraussetzung ist das Vorhandensein eines entsprechenden Musters.

neue Modelle zu verwenden. Solche Veränderungen betreffen gleichermaßen die Formative. spre±z˙arka ‚Kompressor’) als auch bei desubstantivischen Formationen auf (kartoniarka ‚Kartonagenmaschine’). Parallele Einheiten. walka ‚Kampf’ u. was sich ebenfalls hemmend auf das reguläre Funktionieren des Modells auswirkt. dass zur Bildung eines Typs mehrere Modelle gebraucht werden. cz!owiek ! cz!owieczy ‚menschlich’ Die Unregelmäßigkeiten in den Wortbildungsmodellen sind nicht zuletzt durch die Tradition bedingt. Die stilistische oder emotionale Markiertheit kann auch durch den Stamm der Formation bedingt sein. Es kommt vor. upo´r ‚Starrsinn’. So werden maskuline Deminutiva nach zwei Mustern gebildet: mit dem Formativ -ek oder -ik (-yk). upartos´c´. wpadka ‚Reinfall’).ä. dass die Bildung eines stilistisch neutralen Ausdrucks nicht möglich ist. Einige sind gänzlich außer Gebrauch gekommen.1. im Lexikon des Polnischen einnehmen. die nach einem alten Modell gebildet worden sind. Grundprinzipien der Wortbildung 103 ‚Maschine’ sowohl bei deverbalen (spawarka ‚Schweißgerät’.2. talerzyk ‚Kuchenteller’. Die Ausdruckseinheiten. Im Laufe der Geschichte kam es zu Veränderungen im Bestand der Modelle und auch in ihrer Produktivität. Die feste Position. wirkt sich auf den Gebrauch beider aus. Solche Beispiele finden sich bei der Bildung von weiblichen Personenbezeichnungen aus den entsprechenden männlichen Lexemen. die nach unterschiedlichen Modellen gebildet sind. verbleiben in der Sprache und sind durch den Usus eindeutig akzeptiert. andere werden häufiger oder seltener gebraucht und es tauchen neue Modelle auf. die ur53 . die trotz der systemischen Korrekheit in der Norm nicht akzeptiert werden. der eine gehört allen Stilen an (wywoz˙enie ‚Ausfuhr’. g) Lexikalisierung (leksykalizacja) Neben den unterschiedlichen Verschiebungen im Wortbildungssystem vollziehen sich auch Veränderungen in der motivierten Lexik. Das parallele Auftreten von Ausdrücken. Bei der Verschmelzung des Formativs mit dem Stamm kommt es bisweilen zum Ausfall von lautlichen Elementen des Stamms: barbarzyn´ca ! barbarzyn´stwo ‚Barbarei’ mieszkaniec ! mieszkanka ‚Bewohnerin’ Ein Stamm kann bestimmten lautlichen Alternationen unterliegen: portret ! portrecik ‚kleines Portrait’. Meistens sind sie stilistisch differenziert. verhindert die Verbreitung des regelmäßigen Typs wspo´lnos´c´. Die Stabilität dieser Einheiten hemmt die Möglichkeit. Beschränkungen in der formalen Verbindbarkeit einzelner Formative können bewirken. denn nicht alle Vertreter der Kategorie sind mit dieser Markierung kompatibel. wpadnie±cie ‚Hereinfallen’) während der andere stilistisch beschränkt ist (wywo´zka ‚Abtransport’. die die Lexeme wspo´lnota ‚Gemeinschaft’. walczenie. Ihre Wahl hängt gewöhnlich vom Auslaut des Basisstamms ab: dom-ek ‚Häuschen’ vs.

2. wieczorowy ‚Abend-’). vs. andere dagegen unterliegen der semantischen Spezialisierung und treten in Abhängigkeit vom Kontext in der eigentlichen Bedeutung des Stamms oder in einer spezialisierten Bedeutung auf. dann sprechen wir von ‚Lexikalisierung’. Abend-’. Jestem zme±czona. Der Lerner sollte deshalb keine selbständigen Bildungen vornehmen. beginnen sich in einem langsamen Prozess semantisch auszudifferenzieren. So bezeichnete miednica ursprünglich ein Gefäß aus Kupfer (= miedz´ ). Dazu zählen u. die Verbalsubstantive mit dem Formativ -nie mit deren Hilfe ein Verbalstamm in eine andere Wortart transponiert wird. Die Ausdrücke können immer weniger in den gleichen Kontexten eingesetzt werden. zebranie partyjne ‚Parteiversammlung’ Die Eigenarten der polnischen Wortbildung zeigen recht klar. Ihre Bedeutungen stellen nämlich immer eine Realisierung der Ausgangselemente dar. Zum einen muss ein gewisser Benennungsbedarf befriedigt und der Sprecher mit einem angemessenen Inventar an Ausdrucksmitteln ausgestattet werden. abendlich. Die von der Lexikalisierung betroffenen Einheiten bewahren die oberflächliche Teilbarkeit im Sinne der Wortbildungsmuster. pustak ‚etwas Leeres ! Hohlziegel’ pisarz ‚einer. das aus einem beliebigen Material beschaffen sein kann. Die Veränderungen im Wortschatz beruhen auch auf dem Verschwinden des offensichtlichen Zusammenhangs zwischen den Wortbildungsformationen und den Basiswörtern. der literarische Werke schreibt’ Wortbildungsformationen werden zu verschiedenen Zwecken geschaffen. Dieser Prozess kann in unterschiedlichem Maße fortgeschritten sein. denn ich bin den ganzen Tag gelaufen. Aus diesem Grund sollte ein Fremdsprachenlerner unbedingt das Wörterbuch zu Rate ziehen. heute ist ein Waschbecken gemeint. dass die unregelmäßigen Bildungen bei weitem überwiegen. owocowy ‚Obst-’) oder sie stimmen nur noch in einzelnen Bedeutungen überein (wieczorny ‚1. den gleichen Sachverhalt durch eine andere syntaktische Konstruktion darzustellen. vgl. bo chodzi!am przez ca!y dzien´. haben jedoch eine Bedeutung. die die Bedeutung motivieren. Nichtlexikalisierte Formationen hingegen können trotz spezifischer Bedeutung auf der Grundlage der strukturellen Bedeutung der entsprechenden semantischen Kategorie zugeordnet werden. die sich in keiner Weise aus den Komponenten ableiten lässt.104 1. . ‚Ich bin müde. Je länger ein Ausdruck ‚lebt’. der schreibt ! einer. Die Ausführungen dienen im Wesentlichen dem passiven Verständnis der entsprechenden Strukturen. zebranie siana ‚Heuernte’. desto eher kommt es zur Auflösung des Zusammenhangs.a. Einige Ableitungstypen entstehen hingegen aus rein syntaktischen Gründen.’ Ein Teil dieser Formationen behält die gleiche Bedeutung. wodurch sich die Möglichkeit ergibt. Schließlich verlieren sie jeglichen Zusammenhang (owocny ‚fruchtbar’. Grundlagen sprünglich synonym waren. Jestem zme±czona chodzeniem przez ca!y dzien´.

So verhalten sich Personalpronomen. Janowa. die eine inhaltliche Repräsentation des bezeichneten Objekts ermöglicht. syntaktisch weitgehend wie Substantive. Als morphologische Eigenschaften der Wortarten wird hier die Bildung von oppositiven grammatischen Paradigmen mithilfe grammatischer Morpheme genannt.3. vgl.3. Adverben haben typischerweise nur grammatische Morpheme für die Komparation. Als das vorrangig geeignete Kriterium der Zugehörigkeit eines Wortes zu einer Wortart haben sich die syntaktischen Eigenschaften herausgestellt. In diesen drei Eigenschaften unterscheiden sich sowohl die meisten der einzelnen Wortarten (manche in weniger Eigenschaften). ty. Genus und die Komparation. Interjektionen. Konjunktionen. Pronominaladverb wie Adverb). 54 . werden im Folgenden nur Eigenschaften genannt.1. haben typischerweise grammatische Morpheme für Kasus. Personalpronomen werden in den meisten älteren Grammatiken und in den Wörterbüchern als Pronomen. die Inhaltswörter (Substantive. Wortarten Den Wortarten (cze±s´ci mowy) werden traditionell drei Arten von Eigenschaften zugeschrieben: syntaktische. die für eine Abgrenzung von Wortarten ausreichen. pragmatische. ja. sie sind – verkürzt gesagt – syntaktisch Substantive. sklep. Substantivierte Adjektive wie s!uz˙a˛cy und viele Eigennamen wie Z"eromski. Inhaltswörter bilden oppositive grammatische Paradigmen. morphologische sowie semantische bzw. Funktionswörter nicht. Inhaltswörter sind satzgliedfähig. die typisch oder einzigartig für eine bestimmte Wortart sind. Jerzy.h.B. on. Partikel. Das wichtigste allgemeine Kriterium ist die syntaktische Ordnungsrelation (Überordnung/Unterordnung). …. die sich aus der Verkettung von Wortfügungen ergibt und auf der die Kategorisierung in Satzglieder beruht. nach lexikalischen Kriterien aufgeführt. Wiederum vor allem aus praktischen Gründen werden bestimmte Unterkategorien der Inhaltswörter zu Pronomen und Numeralia zusammengefasst und als Sonderwortarten behandelt. jedoch nicht vollständig gleiche Kategorien im Sinne von Mengen von Wörtern. student. Diesen Kennzeichen entsprechen im Kern. Adjektive z. Adverben. sie haben aber nicht die morphologischen Eigenschaften typischer Substantive wie matka. entgegen ihrer syntaktischen Funktion (z. die substantivierten Adjektive wie bia!os´c´ ‚das Weiß’ haben deren lexikalische Bedeutung. aber nicht immer die typischen Flexionsendungen. Da sie sehr vielfältig sind. kot. Auxiliare). Funktionswörter nicht. auch Funktionswörter haben einen Inhalt und Inhaltswörter haben Funktionen. Wortarten 105 1. Diese Termini werden hier wegen ihrer weiten Verbreitung verwendet. als auch die beiden großen Wortartgruppen. Adjektive. (andere Flexionsparadigmen) und nicht deren typische semantische Eigenschaft. eine symbolische Bedeutung. …. wobei aber verschiedene Kriterien zu verschiedenen Zuordnungen führen können. Zakopane haben ebenfalls die syntaktische Funktion typischer Substantive.B. Demonstrativpronomen wie Adjektiv. d. auch wenn sie rein konventionell sind. Numerus. Personalpronomen syntaktisch wie Substantiv. Heute finden wir das Resultat der Kategorisierung in den entsprechenden Vermerken der Wörterbücher. Verben) und die Funktionswörter (Präpositionen.

kakao. Grundlagen abgesehen von den meisten Auxiliaren. Mit ihnen kann auf Weltausschnitte verwiesen werden und sie sind relevant für den logischen Wahrheitswert einer Aussage. und aus dem gleichen Grund die nicht flektierbaren Pronominaladverben. Wie für die Wortartgruppen gilt also auch für die einzelnen Wortarten. zu den Substantiven zu rechnen. lexikalische Eigenschaft bezieht sich auf die Fähigkeit. Der Abgleich führt u. können diese als ‚Vollverben’ bezeichnet werden). Die allgemeinste Inhalts. dass die syntaktischen.106 1. nicht aber jedem einzelnen Wort zukommen. als eigene Wortart anzusehen.a. Der Überschneidungsbereich bildet das Zentrum der Wortart.und Funktionswörter unterscheidende. vgl. die RestbeFunktionswörter nicht satzgliedfähig (Hauptkriterium) bilden keine oppositiven grammatische Paradigmen nicht autosemantisch Präpositionen Konjunktionen Partikeln Interjektionen Auxiliare . vgl. ohne Kombination mit einem anderen Wort auf etwas zu referieren. die meist flektiert. die die Endungen von Verben haben und morphologisch gesehen somit ‚Verben’ sind (wenn die satzgliedfähigen Verben davon abgesetzt werden sollen. als Adverben und die Auxiliare. dazu. Rousseau. wiederum bei Dominanz der Letzteren. dzisiaj. indeklinable Substantive. Die Wörter einer Wortart bilden je nach gemeinsamer syntaktischer. morphologischer und lexikalischer Eigenschaft verschiedene Mengen. jak. morphologischen und lexikalischen Eigenschaften dem jeweiligen Typ. die sich jedoch sehr weitgehend überschneiden. weil sie satzgliedfähig (und autosemantisch) sind. In der folgenden Tabelle sind die genannten Eigenschaften und Wortarten der beiden Wortartgruppen noch einmal zusammengestellt: Inhaltswörter satzgliedfähig (Hauptkriterium) bilden oppositive grammatische Paradigmen autosemantisch Substantive Adjektive Adverben (Voll-)Verben Pronomen Numeralia Mit der Definition der einzelnen Wortarten und der Zuordnung der einzelnen Wörter zu den Wortarten findet ein Abgleich der lexikalischen. aber nicht satzgliedfähig (und nicht autosemantisch) sind. statt. morphologischen und syntaktischen Eigenschaften.

alle lexikalischen Substantive zum einen die gemeinsame lexikalische Eigenschaft ‚Objekt oder als Objekt konzipierte Entität’. Wortarten 107 reiche deren Peripherien. vor allem aktionale Situationen. die Kreuzklassifikation in der folgenden Tabelle: . kot etc.B. Zur morphologischen Peripherie der Substantive gehören z. bia!os´c´. intensyfikacja ‚Intensivierung’. sklep. student. So haben also z. czytanie ‚das Lesen’ oder bia!os´c´ ‚das Weiß’. Mit der Rekategorisierung ergibt sich auch eine Diskrepanz zwischen Bedeutung und Bezeichnungsfunktion: czytanie hat die Bedeutungs-Funktion ‚als Objekt konzipierte Situation’. bia!os´c´ ‚das Weiß’. bezeichnet aber genauso wie czytac´ aktionale Situationen. Hinsichtlich ihrer syntaktischen und morphologischen Eigenschaften verteilen sie sich auf mehrere andere Wortarten. cho-dzenie ‚das Gehen’. Die stärksten Diskrepanzen zwischen diesen eigenschaftsbestimmten Mengen bestehen zwischen den syntaktisch und den lexikalisch definierten Teilmengen. zum anderen hat nur ein Teil der Substantive die Funktion. ohne dass dabei eine entsprechende semantische Verändung passiert. Zu einer anderen Peripherie gehören die Wörter. und Eigenschaften. durch die Derivation von Abstrakta wie czytanie ‚das Lesen’. Eigenschaften zu bezeichnen.B. matka.B. Ein Grund dafür ist die Möglichkeit. Objekte zu bezeichnen. bei den Substantiven z. vgl. Eigennamen mit adjektivischer Endung.1.3. Einen weiteren Anlass für das Auseinanderklaffen von syntaktischer und morphologischer Kategorisierung einerseits und lexikalischer andererseits bieten die traditionellen Wortarten der Pronomen und Numeralia. vgl. vgl. die einer Wortart durch Transposition angehören. Der andere Teil bezeichnet Nicht-Objekte. czytanie. analog entspricht bei bia!os´c´ ‚das Weiß’ der Bedeutung ‚als Objekt konzipierte Eigenschaft’ die Funktion. z.B. vgl. in denen sie wegen bestimmter Beschränkungen meist der Peripherie angehören. Wörter von einer syntaktischen Wortart in eine andere zu transponieren. genauso wie bia!y ‚weiß’. Ihre gemeinsamen Eigenschaften sind lexikalisch.

Besonderheiten und des häufig peripheren Status in den ‚echten’ Wortarten enthält auch die vorliegende Grammatik Kapitel über Pronomen und Numeralia. Kardinalia sind deklinierte Wörter mit spezifischen Endungen für Kasus. weil sie u. Numerus. Pronominalsubstantive gehören zur syntaktischen Peripherie der Substantive. dann die Funktionswortarten besprochen. Morphologisch gesehen sind Substantive deklinierte Wörter mit spezifischen Endungen für Kasus. 1. Eigennamen. das (u. Eigenschaften u. bestimmte Numeralia) ein Inhaltswort. .3.a. morphologischen und syntaktischen Gemeinsamkeiten bzw. der lexikalischen. Grundlagen Grammatisch definierte Wortarten Substantive Pronomen (deiktische / anaphorische Semantik) Personalpronomen (on) Reflexivpronomen (siebie) Interrogativpronomen (kto) Indefinitpronomen (ktos´) Numeralia (Zahl-Semantik) Substantiv-Kardinalia (pie±c´) Kollektivnumeralia (dwoje) Adjektive Possessivpronomen (mój) Demonstrativpronomen (ten) Interrogativpronomen (jaki) Indefinitpronomen (jakis´) Determinative Pronomen (wszelki) Ordinalia (pia±ty) Adjektiv-Kardinalia (jeden) Adverben Temporaladverben (dzisiaj) Lokaladverben (tutaj) Interrogativpronomen (jak) Zugehörigkeit der Pronomen und Numeralia zu den grammatisch definierten Wortarten (mit Beispiel) Aufgrund der klassischen Grammatikgliederungen. Argument untergeordnet sein kann.) einem finiten Verb-Prädikat als 1. Substantive 55 (rzeczowniki) Syntaktisch gesehen ist das Substantiv (Appellativa.108 1. Personalpronomen sind nicht und Eigennamen zum Teil wie Adjektive flektiert (Peripherie der Wortart).a.1. Personalpronomen. Genus. Lexikalisch gesehen bezeichnen Substantive Objekte oder als Objekt konzipierte Entitäten (aktionale Situationen. Im Folgenden werden zunächst die Inhaltswortarten.a schwer mit Attributen zu verwenden sind. Bei appellativischen Substantiven etwa entspricht der referenzsemantischen Funktion ein symbolischer Bedeutungscharakter.).

Die pragmatischen Wörter sind Funktionswörter ohne satzgliedrelationale. Substantiven. Wortarten 109 d. Morphologisch verfügen Adverben in der Regel über Komparationsparadigmen. Infinitiven) das Prädikat des Elementarsatzes. Funktionswörter gliedern sich in grammatische und pragmatische Wörter: Die grammatischen Wörter sind Präpositionen (przyimki). bei Eigennamen besteht diese Möglichkeit nicht. Die grammatischen Wörter sind Funktionswörter für Relationen zwischen Satzgliedern oder Teilsätzen. Person. siedem kotów. also Pronominaladverben wie teraz. Genus verbi. Modalauxiliare. d. Morphologisch ist das Adjektiv ein dekliniertes Wort mit spezifischen Endungen für Kasus. mit pragmatischer und ohne semantische. 1. dies gilt jedoch nicht für Pronominaladverben. das einem Verb untergeordnet und nicht dessen erstes Argument sein kann. vgl.3. 1. jak.h. dobrze. Konjunktionen (spo´jniki) und Auxiliare (s!owa posi!kowe).4. Vollverben bezeichnen aktionale Situationen (="Vorgänge und Zustände). Bei den Pronominalsubstantiven entspricht der referenzsemantischen Funktion eine deiktische und/oder anaphorische lexikalische Bedeutung. po polsku. entweder als Begleiter verschiedenartiger Konstituenten und regierendes Wort eines Substantivs (Präpositionen) oder als Begleiter gleichartiger Konstituenten (Konjunktionen).5.h. Adjektive bezeichnen Eigenschaften oder als Eigenschaft konzipierte Entitäten. 1. die Möglichkeit der Repräsentation.3.h. Aspekt. Genus und grammatischen Morphemen für die Komparation. des Sich-Vorstellens der Entität. Verben (czasowniki) Syntaktisch ist ein (Voll-)Verb ein Inhaltswort.3.3. Lexikalisch sind Adverben in aller Regel entweder transponierte Adjektive wie tanio. Phasenauxiliare) markieren zusammen mit nicht finiten Wortformen von Inhaltswörtern (Adjektiven. Temporalauxiliare. Bei Substantiv-Kardinalia besteht sie in der Zählung von Objekten. gehören jedoch nicht zur Wortart Verb. tutaj.2. Auxiliare wie móc verfügen meist über paradigmatische Oppositionen der Vollverben.1. Adverben (przys!o´wki) Das Adverb ist syntaktisch ein Wort.3. in Prädikatsfunktion) und dabei ohne Auxiliar auftreten kann. Genus und Numerus. sind aber nur morphologisch ‚Verben’. 1. Modus. Morphologisch gesehen verfügen Verben über paradigmatische Oppositionen für Tempus.3. Numerus. das einem Substantiv ohne Begleiter untergeordnet sein kann und dem ein Verb nicht übergeordnet sein kann. für den logischen Wahrheitswert nicht relevante 59 58 57 56 . Adjektive (przymiotniki) Syntaktisch gesehen ist das Adjektiv ein Wort. das im einfachen Satz ohne Unterordnung unter ein Inhaltswort (d. Auxiliare (Kopulae wie byc´. … oder Pronomen. Diatheseauxiliare.

Als neuere Wortart ist die Kategorie der Konnektoren zu nennen. mit ihnen werden expressive Akte vollzogen. ist als weitere klassische. dass sich lexikographi- . aber heute nur noch selten beachtete Wortart das Nomen zu erwähnen.4. dzie˛kuje. die ihre Konstitution gemeinsamen lexikalischen Eigenschaften verdanken. was eigentlich als grammatisch regelmäßig angesehen werden kann. Sie verbinden Elemente eines Textes ab Satzgröße (‚transphrastische Funktion’) und tragen dadurch zu dessen Kohärenz bei. es hat jedoch keine pragmatische. Sie sind für Einstellungen. Konnektive Funktion können darüber hinaus auch Formeln (po pierwsze ‚erstens’.B. vgl. Insbesondere Wörter ohne Flexion können mehreren Wortarten angehören. Das Funktionswort nie ‚nicht’ steht außerhalb der Wortarten (traditionell wird es zu den Partikeln gezählt. der Grammatizität. Adverben mit anaphorischer oder taxischer Funktion wie potem ‚dann’. Die Grenzziehung zwischen Beiden ist aber problematisch.4.1. 1. Sie können eine affektive expressive Funktion haben. chyba ‚wahrscheinlich’. als Minimum gehören dazu Konjunktionen wie bo. ist oczywis´cie Partikel ‚offensichtlich’ oder Interjektion ‚Sicher! (als Antwort)’. Stämme und Bedeutungen einmalige oder zumindest eher individuelle Einheiten darstellen. z. ‚denn. Grundlagen Funktion. weil’. dlatego ‚deshalb’ und Partikel wie wie˛c 2. Kategorien 1. moz˙e ‚vielleicht’. vgl. wird Grammatisches vor allem unter dem Gesichtspunkt sprachlicher Regelmäßigkeit betrachtet. sondern semantische Funktion). ‚denn’. das die Substantive und Adjektive aufgrund ihrer gemeinsamen morphologischen Eigenschaften umfasst (unter angelsächsischem Einfluss wird in der Germanistik gelegentlich ‚Nomen’ (<"‚noun’) auch für ‚Substantiv’ gebraucht. ciach. w kon´cu ‚letzendlich’) haben. die von Lexikalischem zu Grammatischem verlaufen. Das Problem. Partikeln sind syntaktische Wörter mit pragmatischer Relation zur gegebenen oder zu anderen Äußerungen. bestimmte illokutive Akte oder die Realisierung pragmatischer Maximen relevant. tak der Fall ist. Zur Beschreibung von Kategorien der Morphologie Lexikalischer und grammatischer Status 60 Während die lexikalischen Morpheme. Interjektionen bilden immer eine autonome Äußerung. brr oder eine lautmalende (‚onomatopoetische’) Form. wie dies bei pragmatische Formeln wie czes´c´. oczywis´cie ‚natürlich’. bzz und sie haben dann meist keinen Bezug zu anderen Äußerungen.110 1. wprawdzie ‚tatsächlich’. ist die sichtbare Folge der sprachlichen Entwicklungsprozesse. vgl. oj. In der Kategorie werden Einheiten verschiedener Wortarten mit gemeinsamer syntaktischer einschließlich textlinguistischer Funktion zusammengefasst. was sich auch daran erkennen lässt. wie˛c 1. Neben den erwähnten Wortarten der Pronomen und Numeralia. Die daraus resultierenden Übergangsphänomene manifestieren sich in den Schwierigkeiten bei der Anwendung des Begriffs der Regelmäßigkeit bzw.

Mit der Unterscheidung von Affixen in solche. die zur (grammatischen) Flexion bzw. polski ‚polnisch’ > po polsku ‚auf polnisch’ wird ebenfalls ein neues Wort gebildet. Formenbildung) aufzuteilen. Dieser Prozess wird als Grammatikalisierung bezeichnet (vgl. dabei wird aber ein Affix mit grammatischer und nicht mit lexikalischer Funktion angefügt. w rezultacie ‚schließlich’ oder auch in Morphemen. Das Gleiche gilt für die Bildung des Passivs mit sie˛: budowac´ ‚bauen’ > buduje sie˛ ‚wird gebaut’. Grammatische Einheiten entstehen in der Regel in einem kontinuierlichen Übergang aus lexikalischen Einheiten. … Mit der Ersetzung des einen Flexionsparadigmas durch das andere wird also ein neues Wort gebildet. zbudowac´ von budowac´ ‘bauen’. dass ein Affixparadigma zugleich der Wortbildung und der Formenbildung dienen kann.4.B. odkrywac´ von odkryc´ ‚entdecken’. (logic)-e. Ähnliche Zwischeneffekte ergeben die (selteneren) Degrammatikalisierungen. Der Übergang von Lexikalischem zu Grammatischem zeigt sich z. einen Überblick bei Diewald 1997. analog zur Ableitung (Derivation) des Wortes studentka ‚Studentin’ von student ‚Student’.in przepisac´ ‚abschreiben’ (lexikalisch) und in przeczytac´ ‚lesen’ (grammatisch. Dem ist jedoch keineswegs so. (logik)-owi. in transparenten Funktionswörtern wie jednym s!owem ‚mit einem Wort’. Bei der Ableitung von Adverbien aus Adjektiven. Das dazu verwendete Mittel (Formativ) ist aber ein Paradigma von Flexionsaffixen. aber lexikalisch nichts geändert. … durch ein Flexionsparadigma einer anderen Deklination. also von Morphemen mit grammatischer Funktion. dass per Wortbildung aus logika ‚Logik’ das Wort logik ‚Logiker(in)’ abgeleitet wird. das die Bedeutung ‚Logiker’ hat. (logik)-i. lexikalische Wortbildung) und grammatische (Flexion. z. Kategorien 111 sche Beschreibungen (Wörterbücher und Vorarbeiten dazu) mit grammatographischen großflächig überschneiden. lexikalische Eigenschaften eher schwach ausgebildet sind. wird der Eindruck erweckt. Zwar sind Flexionsaffixe eindeutig grammatische Affixe.B. also (logik)-Ø. Aber aus der traditionellen Grammatik ist lange bekannt. Wenn man sagt. und ebenso eindeutig gehört die Ableitung von smaz˙-alnia ‚Grillstube’ aus smaz˙yc´ ‚braten’ zur Wortbildung. zwiedzac´ von zwiedzic´ ‘besichtigen’. prze. die zur (lexikalischen) Wortbildung und solche. als seien die Morpheme eindeutig in lexikalische (Wurzeln. bei denen der sprachlichen Einheit nicht problemlos der lexikalische oder der grammatische Status zugeschrieben werden kann. vgl. !adny ‚schön’ > !adnie ‚schön’. . Daher gibt es in jeder lebenden Sprache neben Einheiten mit einem deutlich ausgeprägten lexikalischen oder grammatischen Charakter eine große Anzahl von Einheiten.B. (logik)-a. die als Bestandteil eines Wortes lexikalische. Lehmann 1995 ist ein Standardwerk). in denen grammatische bzw. Aspekt-Präfix). also (logik)-a. dann besteht der Ableitungsvorgang in folgendem: Ersetzt wird das Flexionsparadigma einer Deklination. Bei der Bildung von Aspektpartnern wird ein neues Wort abgeleitet. als Bestandteil eines anderen grammatische Funktion haben können. Formenbildung gehören. z.1.

Das Präfix po. Da dem Unterschied zwischen lexikalischen und grammatischen Funktionen nicht immer formale Unterschiede entsprechen. von den anderen grammatischen Affixen und auch von klassifikatorischen Kategorien wie der des Genus des Substantivs erfasst wird. Ein Morphem oder eine Morphemkombination kann eine lexikalische. wie es bei der Derivation von ipf. grammatische oder lexikalische Funktion hat.112 1. mit der die Gemeinsamkeit der Funktion von Flexionsmorphemen. pisac´ ‚schreiben’. Zu den so definierten ‚Funktionen mit grammatischem Status’ gehören alle Bedeutungen der grammatischen Kategorien. aber eben darüber hinaus eine Reihe anderer. in diesem Fall mit dem Aspektpartner podzielac´. die einen angemessenen Platz in der Morphologie brauchen. überqueren’ geschieht. dass ein und dasselbe Präfix zur Bildung von grammatischen Aspektpartnern. Es ist nicht nur so. eine grammatische oder eine lexikalische und grammatische Funktion besitzen. Aus der geschilderten Situation können folgende Konsequenzen gezogen werden: 1.u. in denen ein Präfix in ein und demselben Wort. Obligatorische und fakultative Kategorien 61 Das am weitesten verbreitete Kriterium grammatischer Kategorien ist die Obligatheit.in podzielic´ ‚aufteilen’ kann einerseits eine grammatische ohne eine lexikalische Funktion haben und andererseits eine lexikalische. aufteilen’. is´c´ ‚gehen’ > pf. Wortbildung und Formenbildung sind daher keine komplementären Bereiche. Immerhin könnte dann die affixale Veränderung bei napisac´ als Formbildung.ä. budowac´ ‚bauen’ > pf. przebudowac´ ‚umbauen’ oder ipf. Grundlagen Soweit die Bildung neuer Wörter ohne Änderung der lexikalischen Bedeutung. ist die Unterscheidung zwischen lexikalischem und grammatischem Status anhand der Funktionen zu definieren. Auffassung u. Es gibt jedoch auch genügend Fälle. und zur Bildung von Wörtern mit anderer lexikalischer Bedeutung wie in na-jechac´ ‚auf (etwas) auffahren’ verwendet werden kann. Bei der Affigierung können sich lexikalische und grammatische Prozesse überschneiden. vgl.a. pf. napisac´ zu ipf. verbunden mit einer grammatischen. mit der gemeinsamen Standardbedeutung ‚zer-. Dagegen führt die Präfigierung mit po.und Formbildung ist noch enger. Vgl. Die Verschränkung von Wort.) teilen’. je nach Funktion und Kontext des Wortes. przejs´c´ ‚über (etwas) hinübergehen. Es können aber auch neue Wörter mit geänderter lexikalischer Bedeutung gebildet werden und gleichzeitig kann die grammatische Funktion sich ändern. Die Veränderung ist rein grammatisch. zur neuen lexikalischen Bedeutung von podzielic´ ‚(die Meinung. Mit diesem Begriff wird üblicherweise der grammatische Status von Flexionsparadigmen defi- . bei najechac´ als lexikalische Wortbildung angesehen werden. sie überlappen sich vielmehr. das Beispiel podzielic´: Als Derivat von dzielic´ ‚teilen’ ist podzielic´ ‚aufteilen’ dessen Aspektpartner. Daher soll zunächst eine Definition von ‚grammatischer Funktion’ im Sinne von ‚Funktion mit grammatischem Status’ gefunden werden. 2.

Adjektiv benutzt. s. 12). Man kann kein Verb verwenden. bei dem kein aspektuelles Morphem den Aspekt markiert. Wird er z. weil sie nicht obligatorisch mit dem Verb verwendet werden. Dieser Terminus kann jedoch verschieden interpretiert werden. Als morphologisch bezeichnen wir oppositive grammatische Funktionskategorien von Wortformen. Dieser Begriff der Obligatheit ist sehr eng. wenn man ein Verb bzw. dass die obligatorischen Funktionen eingeschlossen sind. im Paar odkrywac´ – odkryc´ ‚entdecken’ ist Letzteres – obwohl nicht durch Affix markiert – ein Verb des pf. die aufgrund einer allgemeinen Regel für Kombinationen . Wenn das Genus des Substantivs nicht als Funktion der Flexionsmorpheme. Die Numerusendungen der Adjektive erfüllen eine rein syntaktische Funktion. dann sind viele in der Grammatik-Literatur als grammatisch angesehene Morpheme nicht obligatorisch. die aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart vorausgesagt werden können. Danach ist eine Bedeutung grammatisch in einer Sprache L. denn man muss sie nicht spezifizieren. die Morpheme der Adverbialpartizipien wären nicht grammatisch. die aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart und für Kombinationen von Wortarten vorausgesagt werden können. Der Aspekt z. Bei den Aspektpartnern gibt es immer ein Partnerverb. hat demgegenüber aber keine im konventionellen Sinne syntaktische Funktion. Grammatische Funktionskategorien enthalten morphologische oder syntaktische Funktionskategorien. Kategorien 113 niert. Als syntaktisch bezeichnen wir Funktionskategorien von Kombinationen von Wortformen. Als grammatisch bezeichnen wir Funktionskategorien.B. Aspekts. indem sie die Kongruenz mit Substantivendungen anzeigen. Eine weniger enge Definition erwähnt Ch. die das Genus festlegen.1.4. Ein geläufiges Kriterium der Grammatizität ist die (morpho-)syntaktische Funktion einer Einheit. ob er sie unspezifiziert lässt.B. dass Morpheme zwangsweise verwendet werden müssen. die solche Funktionen von Wortformen und Kombinationen von Wortformen enthalten. denn er wurde ausgehend von Deklinationen und Konjugationen entwickelt. weil es bei sehr vielen Substantiven keine obligatorisch verwendeten Morpheme gibt. so dass er entsprechend dem Kriterium der syntaktischen Funktion keine grammatische Kategorie wäre. Auch z. Lehmann (1995. polscy studenci ‚polnische Studenten’. ohne dass damit nicht auch ein Aspekt spezifiziert würde. die in der Tat obligatorisch zu realisieren sind. wenn der Sprecher nicht wählen kann.u. Aber auch damit wären die Funktionen von adjektivischen Partizipien. jedoch auch nicht obligatorische wie die des adjektivischen Partizips oder des Adverbialpartizips erfasst werden. wenn ein Wort verwendet wird. Adverbialpartizipien oder abgeleiteten Adverbien wie mocno ‚stark. in dem Sinne verstanden. dann wäre bei diesem Obligatheits-Begriff das Genus der Substantive keine grammatische Kategorie.B. Das ist zum Beispiel beim Aspekt der Fall.). sondern seines Stammes gesehen wird (was die Regel ist. kräftig’ nicht grammatisch. vgl. In der vorliegenden Grammatik werden grammatische Funktionen so definiert.

Die Definition dessen. wino ‚Wein’) erlauben keine Pluralbildung oder stative Verben wie znaczyc´ ‚bedeuten’. die das Kriterium der Obligatheit erfüllen und über deren grammatischen Status kein Zweifel besteht. die Tempora. mit einem Substantiv muss eine Endung aus einem bestimmten Paradigma mit den entsprechenden Funktionen realisiert werden. das Genus des kongruierenden Adjektivs determiniert. (b) Die Ausnahme beruht auf einer sprachhistorisch begründeten Norm. Mit dem Verb muss eine der Bedeutungen des Aspekts realisiert werden.h. die zu den traditionellen grammatischen Kategorien gehören. Ausnahmen im Einzelfall stören nicht die auf einer Regel basierende Voraussagbarkeit. er ist funktional obligatorisch. wie sie hier definiert wurden. drzwi ‚Tür’.114 1. Mit der Definition sind zunächst einmal jene grammatischen Funktionen erfasst. Aber auch bezüglich anderer Affixe als Endungen besteht Voraussagbarkeit: Bezüglich eines beliebigen Verbs kann vorausgesagt werden. Numerus und Genus realisiert werden. dass bei der Anwendung der Regel Spielraum für Ausnahmen gelassen werden muss. als Prinzip. die obligatorischen grammatischen Kategorien angehören: Flexionsmorpheme sind formal und funktional obligatorisch. Flexionsmorpheme sind immer Affixe mit morphologischer. das Ausnahmen zulässt. so kann vorausgesagt werden. und damit grammatischer. Mit dem vorliegenden Begriff der grammatischen Funktion wird nicht nur die Grammatizität von flexivischen und bestimmten derivationalen ‚grammatischen Kategorien’ erfasst. ‚Regelgegründet’ bedeutet. sondern auch die der ad- . Für ein beliebiges Verb kann jedoch vorausgesagt werden.h. Anders gesagt: Die Bedeutungen. was morphologische Funktionskategorien sind. Betrachten wir einige Beispiele. dass es die Derivationsbasis für ein Adverbialpartizip sein kann. mit einem Verb muss weder die Funktion noch die Form des Adverbialpartizips realisiert werden. Ausnahmen gibt es bereits bei den Kategorien. Substantive bestimmter lexikogrammtischer Kategorien wie die Stoffnamen (z˙elazo ‚Eisen’. dass es eine Genusfunktion ausübt. Wird ein Substantiv gebraucht. nosze ‚Trage’. geht im Umfang (in der Extension) deutlich über die Menge der Funktionen hinaus. dass es z. vgl.B. d. die traditionell zu den ‚grammatischen Kategorien’ gezählt werden. z. als auch syntaktische Funktion haben. Die Funktionskategorien können dementsprechend vorausgesagt werden: Für ein beliebiges Adjektiv gilt die Voraussage. Funktion. dass mit ihm die Kategorien Kasus. sind nur eine Untermenge der grammatischen Funktionen. Grundlagen von Wortarten vorausgesagt werden können. Pluralwörter wie fusy ‚Fusseln’. Auch hier gilt: Eine sprachliche Einheit kann sowohl morphologische. Ein Morphem für das Adverbialpartizip hingegen ist weder formal noch funktional obligatorisch. und diese Voraussage ist für Substantive oder Adjektive nicht zulässig. Die Definition soll in dieser Form gelten. dass es einem Aspekt angehört. kosztowac´ ‚kosten’ keine Ableitung von Aspektpartnern. d. wobei zwei Arten der Ausnahmen unterschieden werden können: (a) Die Ausnahme ist semantisch begründet.B. woda ‚Wasser’.

dass Formen von Morphemen und Morphemkomplexen zugleich lexikalische und grammatische Funktionen zugeordnet sein können. die nicht aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart vorausgesagt werden können. Folgende Bezeichnungen für Morpheme sollen hinsichtlich ihres Status gelten: Lexikalisch: Morpheme.B. die wie erörtert je nach Funktion und Umgebung sowohl grammatischen als auch lexikalischen Status haben können. s. Deshalb ist die Funktion dieses Affixes als lexikalische zu klassifizieren. Das Gegenstück zum grammatischen Status von Affixfunktionen ist der lexikalische. die eine oder mehrere grammatische Funktionen haben. Man kann also nicht anhand einer allgemeinen Regel voraussagen. Aspekts gibt. Die Funktionskategorien sind eben morphologisch und damit grammatisch.in podzielic´ oder sie˛ wie in otwierac´ sie˛ (sie können hinsichtlich des Status ‚ambivalent’ genannt wer- .4. Verb auch die Kombination mit der Funktion des ipf. Es gibt damit Affixe. z. Zu den lexikalischen Funktionen gehören neben den Funktionen der Wurzeln von Inhaltswörtern die von Stämmen und von Wortbildungsaffixen. der auch die grammatische Funktion ‚maskulinpersonal’ trägt. Dies ist hinsichtlich eines lexikalischen Stammes wie dem von me˛z˙czyzna ‚Mann’. budowac´ > zbudowac´ ‚bauen’ und po. dass es im Polnischen zu einem beliebigen pf. längstens bekannt und wurde oben im Zusammenhang mit der lexikalischen und zugleich grammatischen Aspekt-Präfigierung. Flexionsmorpheme. die eine oder mehrere lexikalische Funktionen haben. ist die oben besprochene Tatsache berücksichtigt. oder dass es zu einem transitiven Aktiv-Verb auch die Passiv-Funktion gibt. Kategorien 115 jektivischen Partizipien oder Adverbialpartizipien und der lexiko-grammatischen Kategorien wie ‚Stoffname’ oder ‚Transitivität’. in der der vom motivierenden Wort genannte Vorgang stattfindet’.in podzielic´ ‚teilen’ erläutert. vgl. {-alnia}. Dem muss auch die Klassifizierung von Form-Funktions-Einheiten. Grammatisch: Morpheme. sypialnia ‚Schlafzimmer’.o. von Morphemen und Stämmen in lexikalische und grammatische Rechnung tragen. Als lexikalisch bezeichnen wir Funktionskategorien von Wortformen. Das Suffix {-alnia} wird nur mit einigen semantisch geeigneten Verben kombiniert. auch wenn mit den Affixen Wörter gebildet werden. Man kann demgegenüber anhand einer allgemeinen Regel voraussagen. wie smaz˙alnia ‚Grillstube’. denn Wörter wie *pisalnia ‚Schreibzimmer’ gibt es nicht. dass es zu einem beliebigen Verb ein Derivat gibt mit der Bedeutung ‚Räumlichkeit. nicht aber mit allen Verben.1. Da hier die gegenseitige Ausschließung des lexikalischen und grammatischen Status nur bezüglich der Funktionen angesetzt wird. sei es in verschiedenen Wörtern (najechac´ und na-pisac´). sei es in ein und demselben Wort wie das erwähnte po.

mit der Flexion (fleksja) die Veränderung im grammatischen Affixbestand eines Wortes. ohne dass damit an der grammatischen Natur etwa des Aspekts gezweifelt würde.schreiben’. budowac´ sie˛. Grundlagen den). In den Wörterbüchern jedenfalls bilden z. oder teilweise als zur Wortbildung gehörend. neue Wörter oder nur neue Wortformen entstehen. der Wörter budowac´. dann handelt es sich um grammatische Wortbildung und damit auch um grammatische Derivation. Wortbildung und Flexion 62 Die traditionelle polonistische Grammatikschreibung unterscheidet nur Flexion als zur Grammatik gehörigen Bereich und Wortbildung. Grammatische Morpheme werden in den Grammatiken üblicherweise in Form von zwei verschiedenen Arten von Kategorien beschrieben: . Aber es gibt sehr verschiedene Ansichten darüber. so dass aus dieser Sicht zwischen ihnen Wortbildungsbeziehungen bestehen. wie die polnische Akademiegrammatik von 1998. teilweise auch im ursprünglichen Sinne ‚allgemeiner Begriff/allgemeine Bedeutung’.B. zbudowany und przebudowa(X). przebudowawszy. mit der Bildung von Aspektpartnern. Nach diesem Verständnis wird in der Wortbildung (s!owotwórstwo) die Bildung von Wörtern aus anderen Wörtern rekonstruiert. pisac´ > napisac´ . zbudowac´.‚bau-’ den lexikalischen Stamm u. Dieses weitergehende Verständnis von Wortbildung. die nur grammatische Funktion haben. ob z. die lexikalische Funktion haben. also die Wortform ohne die Morpheme. budowac´ > zbudowac´ ‚bauen’. das neben der Bildung von Possessiva.‚umbau-’ den lexikalischen Stamm u. weil diese neben der lexikalischen Bedeutung fast immer auch grammatische Funktionen haben.a.B. Diminutiva und Ordinalia auch Komparativa umfasst. Wortbildung erstreckt sich hier tendenziell auf die Affigierung insgesamt. also durch das Anfügen grammatischer Affixe. ist nicht alleine auf die Polonistik beschränkt. Bei lexikalischen Stämmen müssen wir definitorisch anders verfahren. nur die Flexion ist ausgeschlossen.a. Demnach bildet budowa(X). der Wörter przebudowac´. In den älteren polnischen Grammatiken werden daher Affigierungen wie die Bildung des Aspekts oder der Adverbien meistens der Wortbildung zugerechnet. Sie werden sowohl im Rahmen der (lexikalischen) Wortbildung als auch in der Morphologie beschrieben. vgl. Und wenn man den Aspekt als ‚nichtflexivische’ grammatische Kategorie auffasst. Traditionelle Kategorienbildung in der Morphologie 63 Der Ausdruck ‚Kategorie’ wird in der neueren linguistischen Literatur meist im Sinne von ‚Menge’ gebraucht. przebudowywac´.116 1. Aspektpartner eigene Lemmata (= Stichwörter). Als lexikalischen Stamm haben wir die Summe der Allomorphe der Wortform(en) eines Inhaltswortes bezeichnet. wie die russische Akademiegrammatik von 1980.

d. Beim Gebrauch der Termini für die morphologischen Kategorien wird der Unterscheidung. die morphologische Funktion haben.1. denen bestimmte Formenparadigmen entsprechen. pie˛kny > pie˛knie ‚schön’. Formenkategorien (Menge von Formen) und Form-Funktionskategorien (Menge von Form-Funktionseinheiten) unterschieden werden. (b) als funktionsorientierte Beschreibung. vgl. . bilden aber keine ‚grammatischen Kategorien’. (a) kann man als formorientierte Beschreibung. so auch hier. (a) und (b) beziehen sich auf das gleiche sprachliche Material. geht. werden vom traditionellen System der grammatischen Kategorien nicht erfasst. die zwar als grammatisch angesehen werden. wird heute. s.h. verwendet. Ein zentrales Problem ist die Auswahl der als ‚grammatisch’ bezeichneten Kategorien. die in der vorliegenden Grammatik alle Form-Funktionskategorien mit morphologischen oder syntaktischen Funktionen sind. Damit verbunden ist das Problem.u. die zu Formenparadigmen führt. ob es sich jeweils um die Formen mit bestimmten Funktionen oder die Funktionen. Adjektive und der Konjugationen der Verben. morphologischen Bedeutungen’ gesprochen. Das gleiche gilt für die lexiko-grammatischen Kategorien der Transitivität der Verben oder der Homogenität (‚Zählbarkeit’) der Substantive. denen bestimmte Formen entsprechen. die Adjektive zu Adverbien machen. der Ausdruck ‚morphologische Kategorie’ (kategoria morfologiczna) für ‚grammatische Kategorie im engeren Sinne’. bezeichnen. Um der Vieldeutigkeit dieses Ausdrucks zu entgehen.). die nicht immer zu den grammatischen Kategorien gerechnet werden. Es ergibt sich folgendes Bild der traditionellen Kategorisierung grammatischer Morpheme: • Grammatische Suffixe. Grammatische Morpheme wie die des adjektivischen Partizips und Adverbialpartizips oder diejenigen. wird explizit von einem ‚Formenparadigma’ oder der ‚Funktionskategorie des Aspekts’ oder ‚grammatischen bzw. dem Kontext überlassen. Der Ausdruck grammatische Kategorie wurde im Laufe der Zeit für alle möglichen Kategorien in den grammatischen Beschreibungen verwendet. Kategorien 117 (a) als Flexionsparadigmen. Diese gehören zu den grammatischen Kategorien. die bestimmte Funktionen wie ‚Singular’ oder ‚Präteritum’ markieren. wie man mit den Kategorien umgehen soll. sind Affixe für den Komparativ und Elativ/Superlativ. die zu Funktionskategorien führt. deren formale Entsprechung aber schwer oder gar nicht als Flexion angesehen werden kann. Grundsätzlich müssen also erst einmal Funktionskategorien (Menge von Funktionen). bilden aber den Kern der hier als morpho-grammatisch bezeichneten Kategorien (s.4. Sie alle haben grammatische Funktionen. als Deklinationen der Substantive. Wenn nötig. verstanden als Form-Funktionskategorie. Sie sind nicht die einzigen Kategorien. (b) als Mengen grammatischer Bedeutungen wie Numerus oder Tempus.

czytaja±cy ‚lesend’. • Affixe. adjektivische Partizipien. czytaja±c ‚lesend’. wie diese die grammatische Opposition bilden und wie die Opposition markiert wird. najcieplej ‚am wärmsten’. • Grammatische Suffixe. kann die funktionale Struktur des Kategorientyps – flexivischer. po niemiecku ‚auf deutsch’. Sie hat also eine funktionale und eine formale Dimension.wärmer’. Die Unterscheidung der verschiedenen morpho-grammatischen Kategorientypen beruht auf der Art der Träger der grammatischen Funktion. vgl. Antwort JA: grammatischer Status der Funktionskategorie. Die Feststellung des grammatischen Status vorausgesetzt. przeczytawszy. !adnie ‚schön’. sind Affixe der Adverbableitung. und ipf. der Art. grammatisch klassifikatorischer und erweiterter morphologischer Typ – mit folgenden Fragen ermittelt werden: . vgl.118 1. deren grammatischer Status zweifelhaft ist. grammatisch derivationaler. die Affixe für pf. Adverbialpartizipien. und ipf. zrobiony ‚gemacht’. die nicht zu den grammatischen Kategorien gerechnet werden. wenn beide nicht kongruieren sollten. Aspektpartnern. vgl. wobei die funktionale Dimension Vorrang hat. kann dann auch die Funktionskategorie K als Teil beliebiger Wortformen von W realisiert werden?’ Antwort NEIN: lexikalischer Status der Funktionskategorie. Entsprechend der obigen Definition des grammatischen Status (‚die Kategorie kann ausgehend von der Wortart vorausgesagt werden’) kann zur Feststellung des grammatischen Status der Funktion eines Morphems oder einer Morphemkombination die Frage formuliert werden. die Kategorien der Morphologie entsprechend ihrem morphogrammatischen Typ einschließlich der Stärke ihrer Grammatizität zu systematisieren und sie als morpho-grammatische Kategorien zu bezeichnen. ciep!o ‚warm’. sind die Affixe für pf. czytany. Grundlagen cieplej ‚wärmer’. Die Typen morpho-grammatischer Kategorien 64 Wir schlagen vor. vgl.am wärmsten’ und Präfixe zur Bildung von pf. cieplejszy . robiony. pisac´ > napisac´ ‚schreiben’. zbity ‚geschlagen’. najcieplejszy . bity. przeczytany ‚gelesen’. ob und inwieweit die Kategorie eine Implikation der Wortart im folgendem Sinne ist: ‚Wenn ein Wort der Wortart W gebraucht wird.

Der zentrale Unterschied ist dabei. das Futur be˛de˛ czytac´ bzw. impliziert der lexikalische Stamm eines Substantivs nicht eine bestimmte Kasusbedeutung oder ein Verb nicht eine bestimmte Modalbedeutung ‚Ist die grammatische Funktionskategorie obligatorisch?’ JA: z.B. wird diese als synthetisch bezeichnet. Derartige grammatische Wortformen. markiert. bestimmte formale Arten der Markierung. Kategorien 119 ‚Impliziert der lexikalische Stamm der Wörter aus der Wortart {W} eine bestimmte funktionale Subkategorie der grammatischen Kategorie {K}?’ NEIN: z.1. Nicht selten werden grammatische Funktionen aber durch zusätzliche Funktionswörter. kann das feminine Genus eines Substantivs wie kobieta nicht durch ein grammatisches Morphem geändert werden JA: ! flexivische Kategorie z.B. werden als analytisch (auch: periphrastisch) bezeichnet. Analytische Markierungen ergeben im Polnischen Wortformen morphologischer oder erweiterter morphologischer Kategorien. impliziert der lexikalische Stamm eines Verbs eine bestimmte Aspektbedeutung oder der lexikalische Stamm eines Substantivs ein bestimmtes Genus ‚Kann die implizierte funktionale Subkategorie durch ein grammatisches Morphem geändert werden?’ JA: ! derivationale Kategorie z.B. muss mit einem Substantiv ein Kasus realisiert werden NEIN: ! erweiterte morphologische Kategorie z.B. in der Regel in Kombination mit grammatischen Affixen. muss mit einem Verb nicht eine bestimmte epistemische Modalität realisiert werden Ermittlung der funktionalen Struktur der morpho-grammatischen Kategorientypen Diesen funktionalen Kriterien der Kategorientypen entsprechen per Default. aber keineswegs gesetzmäßig. Ist die Markierung Bestandteil einer aus nur einem Wort bestehenden Wortform. d.h.4. be˛de˛ czyta!(a) ‚ich werde lesen’.B. der Gebrauch eines gebundenen Morphems (ausnahmsweise auch mehrerer Morpheme) mit grammatischer Funktion synthetisch oder analytisch ist. ob die Markierung. .B. Aspekt eines Verbs wie otworzyc´ durch ein Suffix geändert werden NEIN: ! klassifikatorische Kategorie z. die aus mindestens zwei Wortformen bestehen. vgl. Wir können dementsprechend von synthetischer und analytischer grammatischer Markierung sprechen.kann der pf.

die Opposition der Tempus-Funktionen in be˛de˛ otwierac´ bzw. der Plural ludzie zum Singular cz!owiek oder mówic´ als Aspektpartner zu powiedziec´ ‚sagen’. Die analytische Markierung in morphologischen Kategorien ist als Ausnahme zu werten. ein Verb mit Passiv-Morphemen zu versehen. profesor przyszed! durch die Flexion des Verbs angezeigt werden. Eine andere Ausnahme mit formaler Ersatzfunktion sind Suppletiva. Analytische Wortformen können als ein Ersatz in morpohologischen Paradigmen angesehen werden.B. Sie sind Bestandteile von Flexionsparadigmen und bilden keine eigenen grammatischen Paradigmen. Grundlagen Funktionx Stammx Affixx Funktiony [Funktionsworty "(Stammx) Affixy] Schema der analytischen Markierung Analytische grammatische Wortformen wie das ipf. Der oben gezeigten funktional begründeten Unterscheidung von Typen entsprechen auf der formalen Seite folgende Markierungsarten: morpho-grammatische Markierungsarten synthetisch: flexivisch synthetisch: derivational synthetisch: klassifikatorisch analytisch Träger der grammatischen Bedeutung Affixe Stamm oder Affix Stamm Funktionswort Markierung der grammatischen Opposition Affix-Substitution Affix-Addition indirekte Markierung analytisch Beispiel pan-Ø : pan-a : pan-u : … zakryc´ : zakry-wa-c´ (m!ody) me˛z˙czyzna moz˙na otworzy-c´ . So wird das Genus des Substantivs in m!ody me˛z˙czyzna durch die Flexion des kongruierenden Adjektivs angezeigt. Die Möglichkeit. Bei Suppletiva werden Wortformen mit einer anderen Wurzel als der des Ausgangsparadigmas verwendet. wobei es der Stamm des Verbs ist. Synthetische und analytische Markierungen sind direkte Markierungen. Ihre Funktion gehört zur entsprechenden morphologischen Kategorie (vgl. der Träger der Funktion ‚transitiv’ ist. Bei einer indirekten Markierung wird die grammatische Funktion von einem Morphem angezeigt. wie z. zeigt (im Prinzip) an. das nicht Träger dieser Funktion ist. be˛de˛ otwiera!(a) ‚ich werde öffnen’ – otwieram ‚ich öffne’). dass das Verb transitiv ist. meist einem Morphem außerhalb der synthetischen oder analytischen Wortform. da das markierende Morphem ein Bestandteil der markierten Wortform ist. Futur werden von den meisten Autoren zur Flexion gezählt. daneben kann es wie in profesor przysz!a.120 1.

4.1. Funktionswörter. das von unten (lexikalische Ebene) nach oben zu lesen ist: morpho-grammatischer Typ Gebrauchseinheiten Produkt der Markierung markierende Einheit erweiterte Wortform moz˙na / zaczyna czytac´. domek- + grammatisches Derivationsaffix + andere Morpheme lexikalische Wortbildung Wurzel {dom}. naczytac´ sie˛. be˛dzie czytac´. przeczyta(j)-. {t!¥ta} + lexikalische Morphem(e) Position der morpho-grammatischen Markierungen und Kategorien (plus Wortbildung) . o prozie erweiterte morphologische Kategorie flektierte Wortform czytam. m!oda + Auxiliar. Kategorien 121 Die Markierungen sind im Hinblick auf ihre lokale Position in der Wortform gestuft: die grammatische Klassifikation bezieht sich auf den Stamm selbst (er wird indirekt markiert und kann aus einer Wurzel allein bestehen oder lexikalische Wortbildungsmorpheme enthalten). czytaja±c-(…). desto höher ist sein Grammatizitätsgrad. Die Derivationsmorpheme sind in der Regel die nächsten Nachbarn des lexikalischen Stammes. m!odsz-(…) + Flexionsaffix derivationale Kategorie klassifikatorische Kategorie lexikalischer Stamm (von Vokabeln / von Lexemen) czyta(j)-. Diese Positionierung ist im folgenden Schema abgebildet. hinzu. m!od-. prozie. während die Flexion sich rechts anschließt. Je weiter in einer synthetischen Wortform ein Morphem vom lexikalischen Stamm entfernt ist. {m!od}. m!odziez˙-. dom-. Mit der Erweiterung morphologischer Kategorien schließlich kommen andere Wörter. Präposition flexivische Kategorie grammatischer Stamm czytaja˛c.

flexivische Kategorien z. z.B. Morphologische Kategorien Flexion 1. und die erweiterten morphologischen Kategorien (z.122 1. Grundlagen Mit den genannten Arten der funktionalen Struktur und der morpho-grammatischen Markierung werden die Typen morpho-grammatischer Kategorien ermittelt.B. Diese enthalten prinzipiell synthetische Wortformen.1 lexiko-semantische Kategorien. z. Partizip 3. Damit soll jedoch kein prinzipiell neues Kategoriensystem für die Morphologie aufgestellt werden. Aspekt 2. z. Das Verhältnis zwischen den morpho-grammatischen Kategorien untereinander entspricht der Struktur konzentrisch angeordneter Flächen. z.3 Erweiterte morphologische Kategorien.B. die keine strengen oppositiven Paradigmen bilden. Morpho-grammatische Kategorien 2. Die morphologische Grammatizität nimmt in dieser Anordnung von innen nach außen ab. Zu diesen gehören neben den morphologischen Kategorien solche mit schwächerer Grammatizität: die morphologischen Transpositionskategorien (z. Kasus 2. Vielmehr soll ausgehend von der traditionellen Kategorienlehre ein einigermaßen konsistentes Kategoriensystem formuliert werden. deren Funktion lexikalisch fundiert ist. Im inneren Zentrum befinden sich die – maximal grammatischen – Flexionskategorien (1).2 Transpositionskategorien.1 derivationale Kategorien. Genus des Substantivs 3.B. deren grammatische Funktionen die Wortart nicht verändern.B. in dem geläufige Einteilungen definitorisch fundiert und soweit es geht in terminologischer Kontinuität fortgeführt werden können.2 klassifikatorische Kategorie.B. in/transitive Verben). Die morphologischen Kategorien sind wiederum das Zentrum der morpho-grammatischen Kategorien (3).B. Partizipien). welche die Wortart verändern. in/transitive Verben 3.B.B. Modalphrasen System der morpho-grammatischen Kategorien grammatische Derivation grammatische Klassifikation erweiterte morphologische Kategorien . die lexiko-grammatischen Kategorien (z. Sie gehören neben den derivationalen Kategorien wie dem Aspekt und dem klassifikatorischen Genus des Substantivs zu den morphologischen Kategorien (2). Das Verhältnis der Kategorientypen ist im folgenden Diagramm abgebildet: Art der Kategorie 3. ModalPhrasen wie moz˙na zakryc´). z.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen: das Flexionssuffix {-!-} hat nur die Tempusbedeutung ‚präterital’. Morphologisches Paradigma Substantiv-Flexion Adjektiv-Flexion Verb-Flexion Teilparadigmen (Träger der grammatischen Funktionen) Substantiv-Deklinationen Adjektiv-Deklinationen Verb-Konjugationen Die Flexionen im Polnischen Der Infinitiv ist in die Verbflexion aufzunehmen. des Tempus. durch verschiedene Endungen ausgedrückt werden. z. die des Akkusativs der Adjektive. Numerus. Die morphologischen Kategorien Die flexivischen Kategorien Bei den flexivischen Kategorien entspricht dem Austausch der Funktionen typischerweise die Substitution von grammatischen Morphemen. Die derivationalen morphologischen Kategorien Der pf.4. Person. Seine Funktion ist die Markierung der Abwesenheit der anderen flexivischen Funktionen des Verbs – der Person. Kategorien 123 1. dass sie mehrere grammatische Funktionen verschiedener grammatischer Kategorien zugleich markieren können. Numerus. Aspekt. Kasus Tempus. As66 Morphologische Kategorien Numerus. Modus. … (Stammz)+Affixy 65 Allgemeines Schema der flexivischen Kategorien Da die flexivischen Kategorien unten näher behandelt werden. Funktion(en)x. zählen wir in der folgenden Tabelle nur die Kategorien und ihre Bedeutungen auf. Der ipf. in Opposition dazu steht der ipf. die im Polnischen entsprechend der Definition flexivisch sind.1. … (Stammz)+Affixx Funktion(en)y. Aspekt wird von der lexikalischen Bedeutung von odkryc´ ‚entdecken’ impliziert. weil er funktional in Opposition zu den anderen flexivischen Kategorien steht. des Numerus. Die markierenden Morpheme sind formal und funktional obligatorisch. Typisch für flexivische Affixe ist.B. des Modus. markiert durch das Suffix in odkrywac´. und dass umgekehrt die Funktionen. Infinitiv . Kasus Genus. Ersatzweise kann die Markierung analytisch – durch Funktionswort und Affix – geschehen.2.4. des Genus.

Lexikalische Stämme sind also Träger grammatischer Aspektfunktionen. Verbs mit einem Suffix kombiniert werden kann.124 1. Komparativ und Elativ/Superlativ. In der Komparation ist nicht die Adjektiv-Endung der Träger der Positiv-Funktion. -ywa-. Im Polnischen gibt es drei derivationale morphologische Kategorien: – der Aspekt des Verbs mit pf.B. Aspekts impliziert und dass durch das Suffix diese Funktion in eine oppositive Funktion verändert wird. bilden die grammatischen Funktionen eine morphologische (im engeren Sinne grammatische) Kategorie. als auch des ipf. Aspekts. besteht darin. den Stamm in eine andere Wortart zu überführen. Stammfunktion in die Funktion des pf. Im Unterschied dazu gibt es beim Aspekt eine Überkreuzbeziehung zwischen Stämmen und Affixen: Träger sowohl des pf. im Unterschied z. Aspekts. zu adjektivischen Partizipien. – die Komparation mit Positiv. und dass das Suffix eine Variante von {-iwa-. welches zu einem Derivat mit der Funktion ‚imperfektiv’ führt. und ipf. Das liegt daran. die von Verben zu Adjektiven transponiert sind oder den zu Adverben transponierten Adverbialpartizipien. hier verändert das Präfix z. -a-} ist. Träger von grammatischen Funktionen ist auch das grammatische Affix. Adverbialpartizipien. Funktionx lexikalischer Stammx Funktiony (lexikalischerStammx)+Affixy Allgemeines Schema der derivationalen Kategorien Derivationale Strukturen entsprechen zwei verschiedenen Arten von derivationalen grammatischen Kategorien. dem Derivationsaffix das Passiv. Bei Verben wie budowac´ ‚bauen’ ist es umgekehrt. Die vom Derivationsaffix getragenen grammatischen Funktionen der morphologischen Kategorien wie des Aspekts stehen in Opposition zu grammatischen Funktionen von Stämmen innerhalb derselben Wortart.die ipf.B. Es ist aufgrund einer allgemeinen Regel voraussagbar. die der Transpostionskategorien. Es sind also bei den derivationalen morpho-grammatischen Kategorien morphologische Kategorien und Transpositionskategorien zu unterscheiden. Beim synthetischen Kompara- . mit dem von einem Stamm ein Derivat abgleitet wird. z. Grundlagen pekt ist eine semantische Implikation des lexikalischen Stammes von budowac´´ ‚bauen’. Aspekt. Nur wenn die Opposition innerhalb derselben Wortart verbleibt. dass der Stamm des pf. Aspekts sind sowohl Stämme als auch Affixe. Aspekts. dass der lexikalische Stamm von Verben wie odkryc´ ‚entdecken’ die Funktion des pf. -wa-. – das Genus verbi mit Aktiv und Passiv. die ja auch in den anderen Formen der Komparation auftritt. Das Suffix ist die derivationale Markierung des ipf. Bei der aspektuellen oder der Passiv-Affigierung sowie der Komparation findet kein Wechsel der Wortart statt. Beim Genus verbi entspricht dem Stamm ohne derivationales Affix das Aktiv. es ist Träger der Funktion ‚verändere das perfektive Verb zu einem imperfektiven Verb’.

‚Mann’. Denn ehe man die Frage stellen kann: Welches Genus indiziert das Endungsparadigma des Substantivs N. hierzu Lehmann 2001). für die Wortart geltende klassifikatorische Regeln vorausgesagt wird. und diese Information entnimmt man der lexikalischen Bedeutung. ob das Substantiv belebt.‚Ausgang’. bei den maskulin-personalen Substantiven ist dies schwieriger. wyjs´ci. Kategorien 125 tiv der Adjektive ist das Suffix {-sz-} bzw. kaleka . bei denen syntagmatisch verbundene Einheiten K die Kategorienzugehörigkeit einer anderen Einheit indizieren. maskulin-personal ist. muss man festgestellt haben. Die klassifikatorische morphologische Kategorie Genus des Substantivs Dieser morpho-grammatische Typ ist dadurch gekennzeichnet. stó!.. bzw. Aber auch eine Beschränkung auf unbelebte Substantive macht deren Endungen nicht zu vollgültigen Indikatoren des Genus. zumindest bei den unbelebten Substantiven. me˛z˙czyzn. okno ‚Fenster’.‚Mädchen’. so steht das maskuline Genus fest. {-ejsz-} Träger der grammatischen Funktion. So indizieren die Endungen von kongruierenden Adjektiven die Genuszugehörigkeit von Substantiven. kakao ‚Kakao’ oder me˛z˙czyzna ‚Mann’ (s. Funktionx lexikalischer Stammx Funktiony lexikalischer Stammy 67 Allgemeines Schema klassifikatorischer Kategorien Neben den kongruierenden Adjektiven indizieren bei den unbelebten Substantiven auch die Endungsparadigmen das jeweilige Genus des Substantivs.Dicke’ das feminine Genus und mit okn. entsprechend steht mit dziewczyn.‚Tisch’. Die klassifikatorischen Funktionsoppositionen werden also nicht durch austauschbare oder anfügbare Affix-Paradigmen wie bei flexivischen oder derivationalen Paradigmen markiert. von stó! ‚Tisch’.‚Vater’.‚Wand’. ob die Regel ‚Bestimme das Genus eines unbelebten Substantivs anhand des .Krüppel’.‚Motor’. doktor ‚Doktor’. profesor ‚Professor’ usw. hier sind Ausnahmen wie me˛z˙czyzna ‚Mann’ recht zahlreich. sierota ‚Waise’. Ausgehend von Kempgen (1981) oder praktischen Grammatiken kann man die Frage stellen. ganz zu schweigen von semi-ambigenen Bezeichnungen wie boa ‚Boa’. s´ciana ‚Wand’. Träger der grammatischen Funktion ist prinzipiell der lexikalische Stamm: Haben wir den Stamm ojciec. Die Indeklinabilia wie kakao könnten dann als Ausnahmen angesehen werden. Klassifikatorisch sind Regeln.4. bei der Elativ-Funktion ist es das Affix {naj-}. Wenn man wissen will.1. s´cian. Hier entscheidet die lexikalische Bedeutung über das Genus.‚Fenster’. Diese grammatischen Funktionen der Stämme bilden untereinander Oppositionen. deren Träger wiederum der lexikalische Stamm ist. dass die grammatische Funktions-Kategorie durch allgemeine. zwierz‚Tier’ das neutrale Genus fest. silnik. ob nicht die Endungen selbst als Träger der Genusfunktionen der Substantive angesehen werden sollten. grubos´c´.

seien es Pronomina oder die Endungen von Präterita. Wenn das Affix eine solche transpositive Funktion hat. muss man erst einmal die lexikalische Bedeutung dieser Wörter kennen. Die anderen morpho-grammatischen Kategorien Die Transpositionskategorien 68 Die morpho-grammatischen Transpositionskategorien umfassen die Adjektiv-Partizipien. die Adverbialpartizipien. über die unten mehr gesagt wird. weil sie weitgehend vollständig durch indirekte Markierung (durch kongruierende Adjektive u. also die Kongruenz mit dem Adjektiv. Man kommt ohne die lexikalische Bedeutung also auch hier nicht aus. bei den morphologischen klassifikatorischen Kategorien nicht.4. so wie andere kontextuelle Wortformen.) vorausgesagt werden kann.3. weil diese einer bestimmten Wortart angehören.a. so dass die einfachste Regel zur Feststellung des Genus von Substantiven die geltende normative Regel ist. dann gehört die Kategorie nicht zu den morphologischen Kategorien. Grundlagen Endungsparadigmas’ anwendbar ist. Dort wird auch begründet. ob das Substantiv maskulin-personal. Sie haben aber nicht die Funktion des Trägers der Genusfunktion bei Substantiven.126 1. in deutlich größeren Umfang möglich ist. als durch Auslautformen oder Deklinationsparadigmen). 1. Bei ihnen kann die grammatische Subkategorie ausgehend von der lexikalischen Bedeutung vorausgesagt werden. warum das Genus mit allen seinen Subkategorien (auch den maskulin-personalen und den nicht maskulin-personalen Substantiven mit deren Subkategorien der maskulin-belebten und maskulin-nicht belebten Substantive) nicht zu den lexiko-grammatischen Kategorien zugerechnet wird. Klassifikatorisch sind auch die lexiko-grammatischen Kategorien. dass der Stamm in eine andere grammatische Wortart überführt ist. während die Voraussagbarkeit des Genus anhand der lexikalischen Bedeutung (des lexikalischen Sexus / natürlichen Geschlechts) nur in beschränktem Maße besteht (wobei die Voraussage durch kongruierende Adjektive u. Zusammenfassend gesagt: Die Kategorie Genus des Substantivs ist eine morphologische Kategorie. diese hat bei Substantiven der lexikalische Stamm.a. Die oder eine grammatische Funktion des Derivationsaffixes zeigt an. belebt oder unbelebt ist und die Regel anwendbar ist oder nicht. Endungen haben bei den unbelebten Substantiven ebenfalls eine Funktion als eine Art ‚Klassifikatoren’. Erst diese gibt darüber Auskunft. die deadjektivischen Adverben und die Ordinalnumeralia. .

Kategorien 127 Kategorie der Transponate Adjektiv-Partizip Adverbialpartizip deadjektivische Adverben Wortartwechsel von Verb zu Adjektiv von Verb zu Adverb von Adjektiv zu Adverb Träger der Transpositionsfunktion Paradigma der Partizipialsuffixe Paradigma der Suffixe des Adverbialpartizips Affix/ analytische Wortform vgl.1. bilden erweiterte Wortformen selbstständige analytische morpho-grammatische Kategorien. ‚Lesung’. Erweiterte morphologische Kategorien Während die flexivischen analytischen Wortformen Bestandteil von morphologischen Kategorien sind. diese Derivate abzuleiten. pia˛ty ‚fünfter’ Ordinalnumeralia von Substantiv (Kardinalnumeralia) zu Adjektiv Traditionell werden die Affixe der Ableitung von Beziehungsadjektiven. bicie. przeczytanie ‚das Lesen’. Lexikalischen Status haben jedoch die mit diesen Derivaten sehr oft verbundenen metonymischen und anderen sekundären Bedeutungen. da die Möglichkeit. Deren Transpositionsfunktion ist grammatisch. ‚Läuten’. ‚buchsprachlich’. nomina actionis). hamburski ‚Hamburger’. grubo ‚dick’. vgl. czytanie. ‚Schlagen’. rzeczowniki ods!owne. po polsku ‚auf polnisch’ Suffixe vgl. 2. bicie 1. silnie ‚stark’. miejski ‚Stadt-’. 2. 2. zrobienie ‚das Machen’. Ihre Wortformen werden nach folgenden Schemata gebildet: Funktionx Stamm x otworzyFunktiony ModAuxy"[(Stammx)Infinitivy] moz˙-esz otworzy-c´ trzeba otworzy-c´ … Analytische Markierung durch Modalauxiliar in erweiterten Wortformen . trzeci ‚dritter’. czytanie 1. ‚Buch-’. ausgehend von der Wortart im Polnischen jeweils prinzipiell vorausgesagt werden kann. sowie Affixe der Ableitung von substantivierten Verben (Nominalisierungen. zbicie ‚das Schlagen’ nicht zur grammatischen Wortbildung gerechnet. robienie. vgl. ksia˛z˙kowy 1.4. ‚Lesen’. vgl.

persönliche und unpersönliche Verben. wolno (palic´) ‚man darf (rauchen)’ gehören der funktional-semantischen Kategorie (s. Auch byc´ ‚sein’ kann ebenfalls Auxiliar oder Vollverb sein. sie verfügen auch sonst über eine ausgeprägte Grammatizität. denn sie haben fast immer eine syntaktische Funktion (die Präpositionen regieren Kasus. Zwróci! mu uwage˛. vgl. kon´czy!a sie± ubierac´ ‚sie hörte auf sich anzuziehen’. Sie bestehen aus . zaczyna pisac´ ‚er/sie/es fängt an zu schreiben’. zacze˛!a mówic´ ‚sie begann zu sprechen’. Regiert es ein substantivisches Objekt.’ • Die Modalauxilare. Lexiko-grammatische Kategorien 69 Hierzu gehören geläufige Kategorien wie Stoffnamen. So hat das Verb kon´czyc´ nur in Verbindung mit einem Infinitiv. Die erweiterten Kategorien sind nicht nur voraussagbar mit einem Substantiv (Präpositionen) bzw. dass sie mit Präpositionalphrasen auftreten können.B. transitive und intransitive Verben. Manche der Wörter dieser Paradigmen haben nur in bestimmten Verwendungen eine grammatische Funktion.) der Modalität an und markieren das Satzprädikat. vgl. dann ist es Vollverb. trzeba (otworzyc´) ‚man muss (öffnen)’. vgl. telische und nicht telische Verben. Grundlagen Funktionx Stamm x otwierapisa- Funktiony Phas. vgl. grammatische Funktion. Die analytischen Kategorien mit Präpositionen und Auxiliaren haben grammatische Funktionen auf der morphologischen Ebene. • die Phasenverben. ‚Er schlief ohne Pyjama / auf dem Sofa.Verby" [(Stammx)Infinitivy] zacze˛-!-a otwiera-c´ skon´czy-!-a pisa-c´ … Analytische Markierung durch Phasenverb in erweiterten Wortformen Die analytische Markierung von Kasusfunktionen durch Präpositionen in Präpositionalphrasen (na kanapie ‚auf dem Sofa’) geschieht auf analoge Weise. sondern schon auf der morphologischen Ebene beschrieben. einem Verb (Auxiliare). konczyc´ pisac´ ‚aufhören zu schreiben’. kon´czyc´ lekcje˛ ‚die Stunde beenden’. Zusammengesetzte Phasenausdrücke wie zacze˛!a mo´wic´ ‚sie begann zu sprechen’ oder Präpositionalphrasen wie do je˛zyko´w ‚zu den Sprachen’ werden also nicht erst auf der syntaktischen./ Zwróci! na niego uwage˛. vgl. von der Wortart Substantiv kann vorausgesagt werden.128 1.). ergänzen diese und differenzieren sie syntagmatisch. / Er hat ihn beachtet.u. stimmen mit bestimmten Aspektfunktionen überein. Ausgehend z. moz˙e (pisac´) ’er/sie/es kann (schreiben)’. die Modalauxiliare markieren das Satzprädikat u.’ Spa! bez piz˙amy / na kanapie. ‚Er hat ihn zurechtgewiesen. • Die Präpositionen gehören zur Peripherie der Kategorie der Kasusfunktionen.a.

a. bei persönlichen Verben können die Personalendungen verändert werden. • die persönlichen – unpersönlichen Verben (czasowniki osobowe – nieosobowe). sie bezeichnen Situationen mit – ohne logisches Objekt. bei unpersönlichen gibt es nur die 3. s´nieg ‚der Schnee’. die als von einer Person nicht beeinflussbar dargestellt werden. Dazu gehören u. kommen mit einem direkten Objekt vor und können prinzipiell das Passiv bilden. odkryc´ ‚entdecken’ – spac´ ‚schlafen’). tendenziell mit – ohne paarigen Aspektpartner). ist eine lexiko-grammatische Kategorie. weil hier das Genus nicht anhand der lexikalischen Bedeutung vorausgesagt werden kann. während telische Verben Situationen mit innerer Grenze bezeichnen. rzeczowniki materia!owe) wie glina ‚der Ton’. Mengen dieser Art werden in manchen slavistischen Grammatiken als ‚lexiko-grammatische Paradigmen’ aufgeführt. zamieszkac´ ‚bewohnen’. v. deren Funktionen sowohl aufgrund der klassifikatorischen Markierung. vgl. Die Mengen z. Kategorien 129 Mengen von Wörtern. Sie gehören zum klassifikatorischen Kategorientyp.1. obwohl auch sie Träger von grammatischen Funktionen sind. Kontinuativa bezeichnen homogene Objekte. so dass bei deren Teilung oder Verlängerung das Verb weiterhin verwendet werden kann. der transitiven und intransitiven Verben werden nicht als morphologische (grammatische) Kategorie angesehen. als auch aufgrund der lexikalischen Bedeutung für ein beliebiges Wort der betreffenden Wortart vorausgesagt werden kann. genauer Wortstämmen. czytac´ ‚lesen’ – brakuje mi czasu ‚mir fehlt die Zeit’. vgl.4. deren Teile oder Vermehrung mit dem gleichen Substantiv benannt werden können. otworzyc´-otwierac´ ‚öffnen’.B. die atelischen Verben bezeichnen als lexikalische Einheiten Situationen ohne innere Grenze. vgl. Problematisch ist die Zuordnung einiger Subkategorien des Genus der Substantive.a. intransitive nicht. • die Transitivität mit den transitiven – intransitiven Verben (mit – ohne Passiv. Naturerscheinungen und innere Vorgänge beim Menschen. Person Singular (neutrum). Die lexiko-grammatischen Kategorien können von den morphologischen klassifikatorischen Kategieren anhand folgender Definition abgegrenzt werden (vgl. ausführlich Lehmann 2001): Eine Kategorie.: • die Kategorie-Homogenität mit den Individuativa wie student oder sto´! und den Kontinuativa (auch: Stoffnamen. Bei den unbelebten Substantiven aller Genera besteht kein Zweifel über die Zuordnung zu den morphologischen Kategorien. was für Individuativa nicht gilt. transitive Verben z.B. mit bestimmten grammatischen und lexikalischen Gemeinsamkeiten. Bei den belebten Feminina und den maskulin-personalen Substantiven hingegen stimmt die Klassifizierung durch das kongruierende Adjektiv (m!oda . metal ‚das Metall’. die unpersönlichen Verben beziehen sich auf Vorgänge. • die Telizität mit den telischen und nicht telischen Verben (czasowniki teliczne – nieteliczne. powietrze ‚die Luft’.

fiat). Adv. Adj. – Adverb. – Adjektiv. komar ‚Mücke’) Schmetterlinge (motyl ‚Schmetterling’.130 1. bielinek ‚Kohlweißling’) usw. verbreitet sich die maskulin-belebte Funktion auch auf Substantive. Angesichts dieser Situation rechnen wir den ganzen Komplex zu den morphologischen klassifikatorischen Kategorien. m!ody poeta. Grundlagen kobieta. Tänze (walc ‚Walzer’. m!ody ojciec) mit der lexikalischen Bedeutung (dem natürlichen Geschlecht/Sexus) tendenziell überein. sowie auf hinsichtlich des natürlichen Geschlechts (Sexus) sprachlich nicht unterschiedene Arten von Tieren wie Insekten (mól ‚Motte’. die deren Funktionen oder Formen in einem bestimmten Format. in lexikalischen Stämmen. pies ‚Hund’. Besonders bei den maskulin-belebten Substantiven gibt es aber Tendenzen zur Ausweitung der Kategorie.h. mit denen keine belebten Objekte bezeichnet werden: für Automarken (mercedes. bei der die Übereinstimmung zwischen grammatischer Funktion und lexikalischer Bedeutungskomponente verloren geht: Neben den Tiernamen mit maskulin-belebter lexikalischer Bedeutung wie byk ‚Bulle’. . usw. In der folgenden Tabelle wird eine Übersicht über die morpho-grammatischen Kategorien gegeben.a. andererseits solche Kategorien. wobei diese mit der obersten Tabellenzeile den morphologischen und den anderen morpho-grammatischen Kategorien zugeordnet werden. mit der untersten Tabellenzeile dem Kategorientyp (Abkürzungen für die Wortarten: N – Substantiv. Homogenität N Transitivität V Un-/Persönliche V telische – nicht telische V Transpositionskategorien AdjektivPartizipien Adj Adverbialpartizipien Adv Deadjektivische Adverben Adv Ordinalnumerale Adj Klassifikatorische Kategorien Flexivische Kategorien Derivationale Kategorien Erweiterte morphologische Kategorien Erweiterte morphologische Kategorien Präpositionalphrasen N Modalphrasen V Phasenausdrücke V Morphologische Kategorien Genus N Genus Adj V Numerus N Adj V Kasus N Adj Person V Tempus V Modus V Infinitiv V Aspekt V Diathese V Komparation Adj Tabelle der morpho-grammatischen Kategorien Korrespondierende Kategorien: Kategoriale Korrespondenzen Korrespondierende Kategorien sind einerseits die morphologischen Kategorien und die morphologischen Transpositionskategorien. V – Verb): Lexikogrammatische Kategorien u. polonez ‚Polonaise’) u.a. d.

und Textfunktionen der morphologischen und der morpho-grammatischen Transpositionskategorien. Sie werden auch im vorliegenden Abschnitt nur erwähnt mit dem Ziel. Kategorien 131 Wortformen. in aller Regel mindestens ein Zentrum und eine oder mehrere Peripherien. Präpositionen und Konjunktionen wie przed ‚vor’. – diejenigen funktional-semantischen Kategorien (s.1. Funktional-semantische Kategorien Als funktional-semantische Kategorien werden Mengen von sprachlichen Form-FunktionsEinheiten aus den Inventaren verschiedener Ebenen und Paradigmen bezeichnet.h. Diese anderen korrespondierenden sind im Wesentlichen: – die lexiko-grammatischen Kategorien.u. deren Zentrum von morphologischen und von morpho-grammatischen Transpositionskategorien gebildet wird. So gibt es z. z. dzisiaj ‚heute’. ‚wenn’. Elementarsatz (Syntax) und Text (Textlinguistik) hin zu den funktional-semantischen Kategorien.B. kiedy ‚als’. – die Kategorien der Satz. in der viele dieser Kategorien keinen klassischen Gegenstand bilden. in der Temporalität die Kategorie Tempus. enthalten.a. Dieser Ort ist die dem Format der Kategorienelemente entsprechende Sprachebene: Die obige Aufzählung verläuft vom Format lexikalischer Stamm (Ebene der Lexik) über die Formate Wortform (Morphologie). d.). Im Zentrum befindet sich meist eine morphologische Kategorie. So gehören zur funktional-semantischen Kategorie der Temporalität neben den Tempora auch temporale Adverbien wie dzis´. Substantive wie rok ‚Jahr’ und Adjektive wie m!ody ‚jung’.4. Im Folgenden wird kurz auf Kategorien eingegangen.und Textfunktionen werden an dieser Stelle nicht weiter erwähnt. – die erweiterten morphologischen Kategorien. Sätzen u. die weder auf ein Format noch auf einen grammatischen oder lexikalischen Status festgelegt sind.B.. Für die Definition solcher Kategorien und die Klassifikation der Einheiten wird nur die funktionale Seite herangezogen. Korrespondierende Kategorien werden im weiteren Text des Teils ‚Das Wort’ in verschiedenem Umfang behandelt. in denen sich neben einer morpholo70 . Das entspricht der gegenwärtigen Grammatikforschung und -schreibung. eine ausführlichere Behandlung findet sich im Kapitel zum Kasus und zu den Verbkategorien. Die Satz. deren Bedeutungen ein und derselben semantischen oder pragmatischen Kategorie angehören. Ohnehin gibt es nicht zu jeder morphologischen oder morpho-grammatischen Transpositionskategorie korrespondierende Kategorien aller Formate. Funktional-semantische Kategorien haben eine gestufte innere Struktur. zum Tempus keine korrespondierende lexiko-grammatische Kategorie. diesen Kategorien einen systematischen Ort zuzuweisen.

zawsze ‚immer’ oder nagle ‚plötzlich’ zu dieser Kategorie. Bei semantischen Kasusrollen bilden die Kasusendungen mit ihren Funktionen einen Kern der funktional-semantischen Kategorie. auch Adverben wie cze˛sto ‚oft’. Bei der Aspektualität bildet der Aspekt das Zentrum und die Phasenverben (zaczynac´ ‚beginnen’. Grundlagen gischen Kategorie als Zentrum auch die entsprechenden erweiterten morphologischen Kategorien befinden.B. Daneben gehören z. die Präpositionen die wichtigste Peripherie. kon´czyc´ ‚enden’) eine wichtige Peripherie. Ein Zentrum der Modalität ist der Modus. Eine wichtige Peripherie sind Modalauxiliare wie trzeba ‚man muss’. moz˙na ‚man kann’. Beispiele für Korrespondenzkategorien finden sich in den folgenden Tabellenzeilen (ohne syntaktische und textlinguistische Kategorien): lexiko-grammatische Kategorien Telizität Transitivität Argumentbedeutungen Graduierbarkeit morphologische Kategorien Tempus Aspekt Modus Genus verbi Kasus Komparation Phasenausdrücke Modalphrasen – Präpositionalphrasen – erweiterte morphologische Kategorien funktional-semantische Kategorien Temporalität Aspektualität Modalität Diathese semantische Kasusrollen Komparativität Ausgewählte morphologische und korrespondierende Kategorien . wolno ‚man darf’.132 1.

Er kann mit dem gleichen Substantiv aber auch ein bestimmtes Haus meinen.’ In diesem Satz ist vom Haus als solchem die Rede. wenn der Sprecher zwar einen konkreten Repräsentan72 71 . In der konkreten Kommunikation wird die Referenz dann mit Hilfe anderer sprachlicher Mittel und der Einwirkung der Sprechsituation näher festgelegt. 2. mi!os´c´ ‚Liebe’ und cz!owiek ‚Mensch’. der Sprecher hat keinen einzelnen. Substantive 2. Morphologie und auch Syntax unterscheiden. die mit Hilfe einer beschreibenden Paraphrase (="Explikation) explizit gemacht werden kann.B. als auch auf konkrete Einzelobjekte zu beziehen. In diesem Falle benutzt er manchmal zusätzlich zeigende Wörter wie z. die sich in Semantik. Hierzu gehören typische Substantive wie dom ‚Haus’. sondern einen allgemeinen Prototypen vor Augen. konkreten Repräsentanten der Kategorie. So haben alle Polnisch Sprechenden eine in etwa übereinstimmende Vorstellung davon. Appellativa Die eine Klasse bilden die Appellativa – auch Gattungsnamen (nazwy pospolite) genannt. ‚Wir haben im vorigen Jahr das Haus verkauft. ‚Wir haben im vorigen Jahr unser Haus verkauft.1. die ständig hinzukommen: Appellativa wie samocho´d und Eigennamen wie Kowalski.1.’ Hier weiß der Hörer.1. Lexikalisch-grammatische Kategorien des Substantivs In der Wortart der Substantive (rzeczowniki) lassen sich neben den Personalpronomen zwei Subkategorien ausmachen. Eine noch andere Art der Referenz des Substantivs dom liegt vor.2. das er in der Situation eindeutig identifizieren kann. was ein typisches samocho´d ‚Auto’ ist. ‚Ein eigenes Haus ist immer eine gute Investition. sondern ein einzelnes. wie in diesem Satz: W!asny dom zawsze jest dobra± inwestycja±. dass nicht die Klasse der Häuser an sich gemeint ist. Ihnen entspricht eine überindividuell gleich abgespeicherte Bedeutung. Possessivpronomen oder im Deutschen den bestimmten Artikel der: Sprzedalis´my w zesz!ym roku swo´j dom. Die zentrale Eigenschaft von Appellativa ist ihre Fähigkeit. Dies können wir an dem typischen Appellativum dom demonstrieren: es kann einmal auf die Klasse der Häuser und somit auf alle denkbaren Häuser referieren. das der Hörer eindeutig identifizieren kann. Orthografie. sich sowohl auf Kategorien von Objekten.’ Sprzedalis´my dom w zesz!ym roku. Beide Kategorien sind sehr groß und offen für neue Mitglieder.

dass ihnen eine überindividuell gleich abgespeicherte Bedeutung fehlt. weil er in der gegebenen Sprechsituation das erste Mal von ihm hört.: • einige (u. Appellativa verhalten sich sprachlich im Prinzip regulär. je nachdem welche Erfahrung er mit Menschen dieses Namens gemacht hat.a. Substantive ten im Auge hat. Während erstere mehrere Möglichkeiten haben (s. der Hörer diesen aber nicht eindeutig identifizieren kann. a) orthografische Abweichungen. Sie unterscheiden sich von den Appellativa dadurch. Ein zentraler Unterschied zwischen Appellativa und Eigennamen liegt in den Referenzfunktionen. d. Kupilis´my nowy dom. Eigennamen können sich nicht auf Klassen oder nichtidentifizierbare Objekte beziehen. vor allem bei ausländischen Namen • abweichende Aussprache: Zimmermann [‘t⁄s¥m™rmÅn] statt ["i…]. HOLBEX Ltd. • nur Großbuchstaben: ORBIS • seltene Buchstaben: Violetta. ‚Wir haben ein neues Haus gekauft. auf nichtidentifizierbares Objekt).2. b) morphologische Abweichungen. der Flussname Odra aus vorslawischer Zeit. Aus diesem Grunde weichen Eigennamen häufig von den Appellativa insofern ab. Es handelt sich in der Regel um in der jeweiligen Gemeinschaft unikale Einheiten. Die meisten Eigennamen werden groß geschrieben. Bezug auf ganze Kategorie. Orthografie. z. Eigennamen entstehen auf verschiedensten Wegen und sind ganz unterschiedlichen Alters.o.h. Morphologie und Syntax. In diesem Sinne hat jeder Muttersprachler des Polnischen unterschiedliche Vorstellungen bzw. So stammt z. sich morphologisch anders verhalten und gewissen syntaktischen Restriktionen unterliegen.’ Appellativa haben also die Möglichkeit. auf identifizierbares Einzelobjekt. Diese Merkmale sind aber sehr viel abstrakter als die semantischen Komponenten. auf verschiedene Art zu referieren. Aussprache haben. Eigennamen 73 Die andere offene Subkategorie der Substantive in jeder Sprache bilden die Eigennamen (nazwy w!asne). die mit einem solchen Namen verbunden ist. die man einem samocho´d zuschreiben kann. die mit Hilfe einer beschreibenden Paraphrase (="Explikation) erfasst werden kann. In diesem Falle handelt es sich um einen neuen Gegenstand (im Deutschen steht der unbestimmte Artikel ein). Assoziationen zu dem Personennamen Jerzy Kowalski. ist der Eigenname typischerweise nur in Referenz auf konkrete Einzelobjekte verwendbar. 2. lässt sich darstellen als: Name eines polnischen Mannes.B. als sie eine besondere Schreibweise bzw. sie unterliegen den in dieser Grammatik dargestellten Regeln der Aussprache.1.B.134 2. deutsche) Ortsnamen werden nicht flektiert: . Die einzige überindividuelle Vorstellung.

Sie werden nach der Kategorie des benannten Objekts klassifiziert.. mit denen sie eine neue Einheit bilden. aber: *w Bonnie ‚Ich war in Bonn.’ Im Polnischen gibt es die gleichen Typen von Eigennamen wie im Deutschen. ‚Ich habe Ma!gorzata Sztop getroffen. ‚Ich bin Piotr Kowalski. Kowalski. Wiedza Powszechna. ‚Ich bin Student’ aber: Jestem Piotr Kowalski. Ba±k.2. obligatorisch ist Joanna – Asia. -cka werden nicht flektiert: Spotka!em Ma!gorzate± Sztop. Die wichtigsten sind: a) Namen belebter Einzelwesen: • Vornamen (imie±). Kleszczyn´ski.’ • syntaktische Abweichungen im Prädikatsnomen: Jestem studentem.ä. deren Gebrauch z.1. Uniwersytet Warszawski.) Burek.) Bank S#l$ski.’ • es fehlen u. ORBIS. PSL (Polskie Stronnictwo Ludowe) ‚Polnische Volkspartei’ . das besondere des polnischen Vornamensystem liegt in der großen Spannbreite von Koseformen. Piotr Kowalski ! *Piotrzy Kowalscy • Besonderheiten im Genus DAEWOO zdecydowa!a sie± na mecz z reszta± s´wiata.’ • die weiblichen Familiennamen außer denen auf -ska bzw. Strutyn´ska • Tiernamen (Hund. Misio. Einige Namen sind zusammengesetzt aus einem ursprünglichen Eigennamen und einem Appellativum.T. ‚DAEWOO ist zum Spiel mit dem Rest der Welt bereit. grammatische Kategorien wie der Plural: ORBIS ! *ORBISY. Katze etc.U. Piotr – Piotrus´ • Nachnamen (nazwisko). Lexikalisch-grammatische Kategorien des Substantivs 135 By!em w Bonn. Mruczek b) Namen von Personengruppen und Institutionen (Firmen u.

al. W!ochy • Landschaftsnamen (manchmal pluralisch) Wielkopolska. bitwa pod Grunwaldem ‚Schlacht bei Grunwald’. Bonn. Sehr viel seltener treten die suffixlose Derivation. Substantivische Wortbildungsformationen 74 Die gängigste Art der Schaffung neuer Substantive ist die suffixale Derivation. Szwajcaria. Beskidy d) Ereignisnamen powstanie listopadowe ‚Novemberaufstand’. druga wojna s´ w iatowa ‚der zweite Weltkrieg’. Substantive c) Geographische Namen • Ländernamen (manchmal pluralisch) Polska. Wis!a. Go´ry S#wie±tokrzyskie. Mokoto´w • Straßennamen und Namen anderer Objekte in der Stadt (Häuser. Rena • Bergnamen Tatry. Parks. &aba.%Ujazdowskie 18/16 Adresse: Piotr Kowalski ul. Zag!e±bie Ruhry • Städtenamen und andere Siedlungsnamen Warszawa. hotel Hevelius. Pomorzanin (Zug) 2. d. Dar M!odziez˙y (Schiff). Narew. Produktbezeichnungen wie in Kupi!em sobie fiata.). Moskwa. rozbiory Polski ‚die Teilungen Polens’ e) Gegenstandsnamen (nur Namen von Einzelobjekten!. Pomorska 55 80-952 Gdan´sk Polska • Gewässernamen Odra. Morze Ba!tyckie. Mazury. einordnen.h. Babia Go´ra.136 2. Ma!opolska. Wortbildungskategorien. Londyn. ‚Ich habe mir einen Fiat gekauft.2. Kaszuby. Adressen werden wie in Deutschland geschrieben ulica Che!mska. Unabhängig von ihrer Entstehung können wir alle substantivischen Derivate auf der Basis ihrer strukturellen Bedeutung in wenige Gruppen. Titel von künstlerischen Werken bilden einen Zwischenbereich Pan Tadeusz). die Präfigierung oder die Komposition auf. Plätze etc. in denen wiederum spezifische Formationen erfasst werden können. Pa!ac Kultury i Nauki. Niemcy. aleja Kos´ciuszki. Gesondert behandelt .’ zählt man zu den Appellativa.

welche Lexeme entlehnt und welche auf polnischer Basis neu gebildet worden sind. Typ ‚orientacja’ Das Formativ -acja wurde von einer Reihe entlehnter Lexeme abstrahiert. 76 75 .2. die beide eher in der Fach. was als verkürzte Redeweise für ‚Formativ -acj.plus Endung -a’ zu verstehen ist.1. festzustellen. Zu den produktiven Wortbildungsmodellen zählen: das Muster mit dem Formativ -acja. den die sprachliche Tradition auf die Stabilisierung der Ausdrücke bestimmter Struktur innerhalb des Wortschatzes spielt.und Umgangssprache auftreten und schließlich das umgangssprachlich gefärbte Muster mit -anina. Substantivische Wortbildungsformationen 137 werden präfixale Derivate und Komposita.a.2. Der Realisierung dieser Wortbildungskategorie dienen mehrere Modelle. von den Verben auf -fikow(ac´) ist die Bildung fast regelmäßig. das zur Verwaltungssprache zu rechnen ist. die im Polnischen mit den entsprechenden Verben verbunden sind. mit dem Formativ -ka oder dem Nullformativ. da die hier verwendeten Modelle häufig eine Reichweite haben. Die Wahl hängt wesentlich von stilistischen Faktoren ab. Nomina actionis ‚ucieczka’ (nazwy czynnos´ci) Hierbei handelt es sich um die Bildung von Substantiven. -enie) und -cie. pasteryzowac´ ! pasteryzacja ‚Pasteurisierung’. In den folgenden Abschnitten werden die jeweiligen Wortbildungsmorpheme immer gemeinsam mit einer Endung notiert. Dies hängt u. nämlich die Nomina actionis und die Nomina essendi. die ausgehend von einem Verb eine Handlung bezeichnen. die über eine einzelne Kategorie hinausgeht.B. orientowac´ sie± ! orientacja ‚Orientierung’ Im heutigen Polnischen ist es bisweilen schwierig. 2) die Beziehung zwischen den Formativen mit gemeinsamer Funktion. mistyfikowac´ ! mistyfikacja ‚Mystifizierung’ In der Norm verbindet sich das Formativ -acja nicht mit genuin polnischen Verben.2. während alle anderen Wortbildungskategorien zu den Konkreta zählen. Bei der Beschreibung der Wortbildung des Substantivs und der anderen Wortarten muss man auf folgende Punkte achten: 1) den Grad der Regelmäßigkeit der betreffenden Formation. Neutral und stilistisch nicht markiert sind die grammatischen Formationen des Verbalsubstantivs aus einem Verb mit dem Formativ -nie (-anie. damit zusammen. dass die Bildung mit -acja einfach ist und auf keine formalen Hindernisse stößt. ekranizowac´ ! ekranizacja ‚Verfilmung’. intensyfikowac´ ! intensyfikacja ‚Intensivierung’. bisweilen auch von Bedeutungsaspekten. In der Wortbildung des Substantivs unterscheiden wir zwei Gruppen mit abstrakter Bedeutung. sprechen wir vom Formativ -acja. z. elektryfikowac´ ! elektryfikacja ‚Elektrifizierung’. 2. 3) die Bedeutungsveränderungen der einzelnen Formationen und 4) den Einfluss.

Es gibt präfigierte und präfixlose Substantive: cia±g ‚Zug’. ubaw ‚Spaß’ In der jeweiligen Fachterminologie sind diese Nomina actionis nicht durch die regelmäßig gebildeten Formen austauschbar.138 2. andere zur Fachsprache. Im Allgemeinen werden die stilistisch markierten Lexeme durch die entsprechenden unmarkierten regelmäßig gebildeten Lexeme ersetzt. bieg ‚Lauf’. ob er sich auf eine aktuell verlaufende Handlung oder die Handlung in ihrer Allgemeinheit beziehen möchte. sowohl -acja als auch das regelmäßige -nie aufweisen. wywro´cic´ sie± ! wywrotka ‚Kippwagen’. hängt davon ab. da sie mit einer spezifischen Bedeutung gekoppelt sind. Dies gilt nicht für Ausdrücke mit terminologischem Charakter. przeprac´ ! przepierka ‚kleine Wäsche’. Daneben gibt es recht viele Lexeme dieses Typs im expressiven Wortschatz der Umgangssprache. koordynacja ‚Koordination’ – koordynowanie ‚Koordinieren’. Substantive Im Prinzip können alle Einheiten. przejaz˙dz˙ka ‚Spazierfahrt’. So bezeichnet obro´bka ‚Bearbeitung’ und obrabianie ‚Bearbeiten’. Die Bildungen auf -acja treten vorwiegend in den Bereichen Kunst und Wissenschaft sowie zunehmend in der technischen Terminologie auf. Typ ‚ucieczka’ 77 Das Formativ -ka wird seit alters her zur Bildung von Nomina actionis gebraucht und ein Großteil dieser Einheiten gehört heute zum stilneutralen Grundwortschatz des Polnischen wie ucieczka ‚Flucht’. zlot ‚Treffen’ Die größte Produktivität entfaltet dieser Typ in der Fachterminologie der Technik und des Sports. In syntaktischer Hinsicht unterscheiden sich beide Lexemtypen nicht. Ähnlich wie die regelmäßig gebildeten Nomina actionis treffen sie auf keine formal bedingten Beschränkungen. emigracja ‚Emigration’ – emigrowanie ‚Emigrieren’. In der Umgangssprache ist dies eher der Fall: . Typ ‚bieg’ 78 Unter den unregelmäßigen Formationen stellt die Nullderivation den produktivsten Typ dar. die durch ein Lehnwort motiviert sind. up!yw ‚Abfluss’. przesiadac´ sie± ! przesiadka ‚Umsteigen’ Einige Ausdrücke dieses Typs gehören zum Slang. przechadzka ‚Spaziergang’ Im heutigen Polnisch ist seine Produktivität jedoch auf die Umgangssprache und fachsprachliche Varietäten beschränkt. klasyfikacja ‚Klassifikation’ – klasyfikowanie ‚Klassifizierung’ Für welches Lexem sich der Sprecher entscheidet.

Die übrigen Modelle sind sehr viel seltener. Alle Formationen der Wortbildungskategorie Nomina actionis können neben der Hauptbedeutung sekundäre Bedeutungen enthalten. Es versprachlicht chaotisch verlaufende und sich wiederholende Handlungen. Nullformativ: namowa ‚Zureden’. aber gemeinsame semantische Merkmale haben. -ba: pros´ba ‚Bitte’.2. tupanina ‚Getrampel’ Das Formativ verbindet sich mit nichttransitiven und gleichzeitig imperfektiven Verben auf -ac´. wylew ‚Ausguss’. aber heutzutage unproduktive Formative enthalten.und Hergelaufe’. ‚upadek’ oder ‚namowa’ Im Wortschatz des Polnischen finden sich Nomina actionis. Substantivische Wortbildungsformationen 139 ubaw%=%ubawienie sie± Nicht alle Vertreter des Typs ‚bieg’ werden von der Sprachpflege gutgeheißen. upadek ‚Fall’.2. strzelanina ‚Schießerei’. die morphologisch zerlegbar sind. odprawa ‚Abfertigung’ 2. 82 81 80 79 . Typ ‚sk!onnos´c´’ Das Formativ -os´c´ dient der Bildung von substantivischen Eigenschaftsbezeichnungen aus Adjektiven. Sie treten typischerweise in der Umgangssprache auf und werden in den anderen funktionalen Stilen durch die regelmäßige Formation ersetzt. Am produktivsten sind die beiden folgenden Wortbildungstypen mit den Formanten -os´c´ und -stwo. deren strukturelle Bedeutung sich in der Explikation ‚etwas oder jemand Sein’ fassen lässt. Die Formationen haben expressiven Charakter. krza±tanina ‚Geschäftigkeit’. enthalten meist eine negative Beurteilung durch den Sprecher. wyjazd ‚Abfahrt’ Typ ‚bieganina’ Das Formativ -anina sticht unter den Nomina actionis durch eine spezifische Semantik hervor. nagranie ‚das Aufnehmen’ oder ‚das Aufgenommene’ Unproduktive Typen wie ‚pros´ba’.2. die formal unterschiedlich gebildet sind. Nomina essendi ‚sk!onnos´c´’ Zur Wortbildungskategorie der Nomina essendi (nazwy cech) zählen Formationen. rozlew ‚Überfließen’. -ek: poste±pek ‚Tat’.2. groz´ba ‚Drohung’. bieganina ‚Hin. Durchgesetzt haben sich dagegen gegenüber dem regelmäßigen Typ folgende Lexeme: przelew ‚Vergießen/Überweisung’.

140 2. setzen sich die regulären Bildungen nicht durch: dobroc´ statt *dobros´c´ ‚Güte’. nach heute unproduktivem Muster gebildete Nomina essendi gibt. nämlich die Existenz eines Zustandes oder einer Haltung auf der Grundlage des Besitzens des durch das Adjektiv genannten Merkmals. wenn im Laufe der Übertragung der Bedeutung quasi eine Qualität entsteht: papierowos´c´ postaci ‚Künstlichkeit der Figur’ (z. die durch den Bezug zu einem Substantiv oder zu einem Substantiv und gleichzeitig einem Adjektiv motiviert sind. Sie erfreuen sich einer großen Produktivität und werden sowohl aus Benennungs. dem das besagte Merkmal zukommt. osobliwos´c´ ‚Sonderbarkeit"="eine Sache. die sich aus der Struktur ergibt. smutek statt *smutos´c´ ‚Traurigkeit’ Neben der Bedeutungskomponente. nicht um Beziehungsadjektive. !akomstwo ‚Naschhaftigkeit’ . rzadkos´c´ ‚Seltenheit"="eine Sache.als auch aus syntaktischen Gründen verwendet. bia!y ! bia!os´ c ´ ‚Weiße’. zdrowie statt *zdrowos´c´ ‚Gesundheit’. Beziehungsadjektive bezeichnen eine Eigenschaft in Beziehung zu einem anderen Gegenstand. können die Substantive mit -os´c´ weitere Komponenten aufweisen. Substantive sk!onny ! sk!onnos´c´ ‚Neigung’. pustka statt *pustos´c´ ‚Leere’. Neben den desubstantivischen sind die deverbalen Adjektive von der Bildung eines Nomen essendi ausgeschlossen wie we±drowny ‚Wander-’. Die Sprachpflege versucht. pracowity ! pracowitos´c´ ‚Fleiß’ Es handelt sich um Qualitätsadjektive. ciep!o statt *ciep!os´c´ ‚Wärme’. die selten ist’. in der Literatur) Einen häufigen Gebrauch dieser von der Norm nicht immer akzeptierten Bildung bei ursprünglich reinen Beziehungsadjektiven findet man vor allem bei Termini aus den Bereichen der Wissenschaft und der Technik. Wenn es bereits ältere. bohaterstwo – bycie bohaterem ‚Heldenhaftigkeit’ – bohaterska postawa ‚Heldenmut’ Es gibt nur wenige Lexeme dieses Typs. drewniany ‚hölzern’ Adjektive dieses Typs können nur dann als Basis für eine Bildung mit -os´c´ dienen. die sonderbar ist’ Typ ‚lenistwo’ 83 Das Formativ -stwo (-ctwo) bildet Nomina essendi. keine Bildung von: ojcowski ‚väterlich’. die von Adjektiven abgeleitet sind: lenistwo ‚Faulheit’. Trotz der genannten Einschränkungen werden die Formationen mit -os´c´ ziemlich regelmäßig gebildet. Das Formativ -os´c´ verbindet sich demnach nicht mit adjektivischen Stämmen. die nicht immer von der Norm akzeptiert werden. wiejski ‚dörflich’.B. Häufig können sie den Gegenstand bezeichnen. vor allem die Bildungen mit -os´ciowy zu unterbinden. die ihrerseits wiederum von Substantiven abgeleitet sind. Es gibt eine große Anzahl von individuellen Bildungen.

Insofern ist -stwo auch polysemer als -os´´c´. chuligan ! chuligan´stwo ‚Rowdytum’. pi!karstwo ‚Fußball’. stryjostwo ‚Onkel und Tante’. finden wir die Form -ctwo. pamia±tkarstwo ‚Andenkenindustrie’ Das Suffix -stwo ist durch eine recht breit gefächerte Polysemie gekennzeichnet. Stanis!awostwo ‚Stanis!aw und seine Frau’ Bei der Verschmelzung des Suffixes -stwo mit dem Stamm der Basis kommt es oft zur Verkürzung. zbieracz ! zbieractwo ‚Sammeln’. !upiez˙ca ! !upiestwo ‚Plünderung’ In Verbindung mit Stämmen. hutnik ! hutnictwo.2.auslauten. die auf die Konsonanten -k-.2. Substantivische Wortbildungsformationen 141 Bei den neueren Bildungen handelt es sich meist um die Bezeichnung von Trägern bestimmter Merkmale (Nomina attributiva): rutyniarz ! rutyniarstwo ‚Routiniertheit’. pro´z˙niak ! pro´z˙niactwo ‚Müßiggang’ In den Stämmen auf -n. aber ebenso zahlreich sind Lexeme. Einige Bildungen gehören ausschließlich zu den Nomina essendi. Das Formativ des Typs ‚lenistwo’ kann auch in den erweiterten Morphen -ostwo. Industriezweigen. -arstwo. sich mit Substantiven unterschiedlicher Struktur und Herkunft zu verbinden.kommt es zu Lautalternationen. Nomina collectiva). -an´stwo. die gleichzeitig zwei Kategorien angehören. edytor ! edytorstwo ‚Herausgeberschaft’ In Verbindung damit hat sich das Formativ -stwo inzwischen spezialisiert auf Bezeichnungen von Berufen.B. -actwo und -alnictwo auftreten. Sportdisziplinen. ryzykant ! ryzykanctwo ‚Waghalsigkeit’ oder von Berufen: fryzjer ! fryzjerstwo ‚Friseurberuf’. zwycie±zca ! zwycie±stwo ‚Sieg’. kres´larz ! kres´larstwo ‚Zeichnerberuf’ – ‚Zeichnen’ . Kunstbereichen u. hutnictwo ‚Hüttenwesen’. gleichzeitig Nomen essendi und Nomen actionis: kres´larstwo ‚Zeichnerberuf’ – ‚Zeichnen’ Bezeichnung eines Kollektivs: pi!karstwo ‚Fußball’ – ‚Fußballer’ Diese Polyfunktionalität ergibt sich aus der Möglichkeit.ä. z.und -rz. -cz oder -t. Dabei ist -ostwo auf die Bezeichnung von Ehepaaren spezialisiert (vgl.

Anders ist die Bedeutung bei der Verbindung mit Stämmen. die im Hinblick auf die emotionale Einstellung des Sprechers unmarkiert sind. Es bildet deadjektivische Derivate. die in der Mehrheit der europäischen Sprachen vorhanden sind. die auf der Basis von Adjektiven oder Substantiven manchmal auch Verben gebildet sind und Krankheiten bezeichnen. die nur selten in der Funktion eines typischen Nomens essendi auftreten und meist eine sehr spezielle Bedeutung haben. Hier wären die Formationen mit -ica (-yca) zu nennen. krzywica ‚Rachitis’. cukrzyca ‚Zuckerkrankheit’ . Hegel ! heglista ‚Hegelianer’ ! heglizm ‚Hegelianismus’ Typ ‚dostojewszczyzna’ 85 Das Wortbildungsaffix -izna (-yzna) ist heutzutage nur noch schwach produktiv. ‚das Französische’ Typ ‚krzywica’ 86 Ferner gibt es Nomina essendi. Towian´ski ! towian´szczyzna Die Personennamen sind dabei adjektivischen Baus. Im Gegensatz zu den semantisch ähnlichen Konkurrenten auf -izm. Es hat sich herauskristallisiert aus einer ganzen Reihe von entlehnten Ausdrücken mit diesem Formativ. Substantive Typ ‚komunizm’ 84 Das Formativ -izm (-yzm) gehört ebenfalls zu den produktiven Suffixen zur Bildung von Nomina essendi. Im Wesentlichen handelt es sich um die Bezeichnung für verschiedene geistige Richtungen in den Gebieten Philosophie. Dostojewski ! dostojewszczyzna. Hier wird die Gesamtheit der Eigenschaften einer auf einem bestimmten Territorium verbreiteten Kultur oder auch die entsprechende Sprache benannt. Psychologie u. angielszczyzna ‚die englische Kultur’. francuszczyzna ‚die französische Kultur’. Diese Nomina essendi werden meist von Substantiven fremder Herkunft gebildet. können aber auch von genuin polnischen Lexemen vor allem von Eigennamen gebildet werden. Z"eromski ! z˙eromszczyzna.142 2. Einige dieser Formationen bezeichnen geistige Strömungen. Haltungen und Ansichten. Erscheinungen aus der Medizin. meist negativer oder ironischer Art. ‚das Englische’. Norwid ! norwidyzm. die Länder bezeichnen. enthalten die Derivate auf -izna eine emotionale Färbung. Gesellschaft. Kunst oder für Haltungen bzw. die semantisch stärker spezialisiert sind. die für die in der Basis genannte Person typisch sind.ä. Towian´ski ! towianizm Die Mehrheit der Ausdrücke auf -izm ist durch Substantive mit den Affix -ista oder -ik oder anderen motiviert.

Nomina agentis und Berufsbezeichnungen ‚biegacz’ (nazwy wykonawco´w czynnos´ci. wenn die jeweiligen Formationen nicht semantisch spezialisiert sind. s!uchac´ ! s!uchacz ‚Hörer’.2. metaforycznos´c´ – metaforyzm ‚Metaphorizität’. Substantivische Wortbildungsformationen 143 Typ ‚opanowanie’ Dieser Typ von Nomina essendi bezieht sich auf Handlungen. -aczka und -nik. wynalazca ‚Erfinder’ imad!o ‚Schraubstock’. Die produktivsten Affixe sind -os´c´. wykonawca ‚Ausführender’. powielacz ‚Kopierer’ praczka ‚Wäscherin’. Zur Bildung von Nomina agentis und von Berufsbezeichnungen werden verschiedene Formative verwendet. Einige Formationen auf -os´c´ und -izm sind semantisch identisch und damit austauschbar.2. dramatycznos´c´ – dramatyzm ‚Dramatik’.3. biegacz ‚Läufer’. Einige bilden belebte und gleichzeitig unbelebte Nomina agentis (auch zu bezeichnen als Nomina instrumenti): dazu zählen -acz. -d!o für Nomina instrumenti. biegac´ ! biegacz ‚Läufer’ 89 88 87 . Sie konkurrieren teilweise miteinander. trzepaczka ‚Teppichklopfer’ rysownik ‚Zeichner’. Eine stilistische Beschränkung ist außer bei den schriftsprachlichen Formationen auf -izm nicht festzustellen. Eine ähnliche Regel gilt für die Suffixe -os´c´ und -stwo . nazwy wykonawco´w zawodo´w) Bei dieser Kategorie haben wir es mit der strukturellen Bedeutung ‚derjenige. die sich in ihrer Polyfunktionalität und der Produktivität stark unterscheiden. zuchwa!os´c´ ‚Frechheit als Eigenschaft’ – zuchwalstwo ‚Frechheit als Tat’ 2. Er ist durch das Partizip Passiv motiviert (beherrschen ! beherrscht sein ! Beherrschung) opanowanie ‚Beherrschung’. elitarnos´c´ – elitaryzm ‚Elitarität’ Austauschbarkeit ist nur dann gegeben. wahad!o ‚Pendel’ Keiner dieser Wortbildungstypen fungiert regelmäßig. Sie treten in allen funktionalen Stilen des Polnischen auf. zme±czenie ‚Müdigkeit’ Der Verwendungsbereich sämtlicher Nomina essendi ist durch die jeweilige semantische Spezialisierung bedingt. zacofanie ‚Zurückgezogenheit’. Typ ‚s!uchacz’ Das Formativ -acz bildet Nomina agentis von imperfektiven Verben auf -ac´. powie±kszalnik ‚Vergrößerer’ Andere Formative gehören nur einer Wortbildungskategorie an: -ca für Nomina agentis. -stwo und -izm. der eine bestimmte Handlung ausführt’ zu tun.2.

krzykacz ‚Schreiende‘. wzdychacz ‚Seufzender. rzeczoznawca ‚Sachverständiger’. . pracownik ‚Arbeiter’. dostarczyc´ ! dostarczyciel ‚Lieferant’ Andere Verben sind sehr selten. Es entstehen auch Berufsbezeichnungen. Es bildet Lexeme vor allem aus Verben auf -owac´. kierownik ‚Leiter’. mit Verben auf -ic´: palic´ ! palacz ‚Raucher’ (auch: ‚Heizer’) Diese Formationen bezeichnen Personen. gracz ‚Spieler’. stalownia ! stalownik ‚Stahlarbeiter’. odste±pca ‚Abtrünniger’ Häufiger kommt es in Komposita vor. rysownik ‚Zeichner’ Es verbindet sich auch mit substantivischen und adjektivischen Stämmen. Typ ‚k!amca’ 91 Das Suffix -ca ist spezialisiert auf die Bildung von Nomina agentis. tritt heute jedoch nur noch selten auf.144 2. Es kann sich auch um den Beruf der Person handeln. wydawca ‚Herausgeber’. die die angegebene Handlung regelmäßig ausüben und durch diese quasi kategorisiert werden. Substantive Sehr selten sind Bildungen mit Verben anderer Struktur.B. litera ! liternik ‚Schriftkünstler’ Das Formativ kann in den Morphen -alnik und -ownik auftreten. spawacz ‚Schweißer’. oblatywacz ‚Testflieger’ Sehr selten sind Formationen dieses Typs bei der Bezeichnung einer Person. die die Handlung gerade aktuell ausführt. pocieszacz ‚Tröster’. zawiadowca ‚Stationsvorsteher’. k!amca ‚Lügner’. obron´ca ‚Verteidiger’. kierowca ‚Leiter’. z. zleceniobiorca ‚Beauftragter’. zleceniodawca ‚Auftraggeber’ Typ ‚nauczyciel’ 92 Das Formativ -iciel (-yciel) formt wie -ca ausschließlich Nomina agentis. Sehnsüchtiger' Typ ‚pracownik’ 90 Dieses Formativ hat eine sehr viel geringere Produktivität als -acz. Es fügt sich an unterschiedliche Verben. Es tritt fast nur an Verben auf -ic´ (-yc´): krzewic´ ! krzewiciel ‚Verkünder’.

die auf einem Substantiv. stoczniowiec%=%pracownik przemys!u stoczniowego ‚Werftarbeiter’ Typ ‚szeregowy’ Neben den rein substantivischen Nomina agentis gibt es die substantivierten Adjektive auf owy. truc´ ! truciciel ‚Giftmörder’ Einige der Derivate stehen nur in formaler Beziehung zu dem ursprünglichen Verb. motylkarz ‚Schmetterlingsschwimmer’. Meist handelt es sich um desubstantivische Derivate. vor allem in Sportdisziplinen. tyczkarz ‚Stabhochspringer’. Beide sind im heutigen Polnisch sehr produktiv. oskarz˙yciel ‚ten. das den zentralen Gegenstand der beruflichen Tätigkeit benennt. naftowiec%=%pracownik przemys!u naftowego ‚Arbeiter der Ölindustrie’. nauczyciel ‚ten. kto´ry naucza’ ‚Lehrer’. z˙ a bka ‚Brustschwimmen’ ! z˙ a bkarz ‚Brustschwimmer’. das Derivat sich jedoch semantisch auf das imperfektive Verb auf -ac´ bezieht.2. kres´larz ‚Zeichner’. beruhen. Typ ‚pisarz’ Dieses Suffix zählt zu den hoch produktiven und polyfunktionalen Elementen.2. pisarz ‚Schriftsteller’. kioskarz ‚Kioskverkäufer’ Außerdem können Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet. dies ist der Fall. okazic´ ! okaziciel ‚Inhaber’. windziarz ‚Liftboy’. dojarz ‚Melker’ Im Wesentlichen kommt es zur Bildung von Nomen. kto´ry oskarz˙a’ ‚Kläger’ -iciel wird als Wortbildungsaffix sehr selten verwendet und die entsprechenden Derivate sind auf nichtumgangssprachliche funktionale Stile beschränkt. Substantivische Wortbildungsformationen 145 mys´ l ec´ ! mys´ l iciel ‚Denker’. wenn dieses perfektiv ist. Die Mehrheit der Formationen auf -owiec haben eine doppelte Motivation: durch Substantive und Adjektive auf -owy: nauka – naukowy – naukowiec ‚Wissenschaftler’ Diese Formationen sind oft synonym zu Umschreibung der Art pracownik przemys!u. die Ausführende bestimmter Berufe bezeichnen. gemeint sein. Neben Nomina agentis kann es Nomina attributiva (Träger von Eigenschaften) bilden. 95 94 93 . saneczkarz ‚Schlittenfahrer’ Typ ‚naukowiec’ Wie -arz kann -owiec sowohl Berufe als auch Nomina attributiva bilden. Bei der Bildung von deverbalen Nomina agentis taucht es nicht sehr häufig auf. nudziarz ‚Langweiler’. futrzarz ‚Kürschner’.

die direkt von Substantiven abgeleitet sind. demonstrowac´ ! demonstrator ‚Vorführer’. Substantive z˙o!nierz szeregowy ! szeregowy ‚Gemeiner (Soldat)’ Sehr produktiv ist -owy bei Berufsbezeichnungen. instalowac´ ! instalator ‚Installateur’ Die angegebene Vielfalt von Möglichkeiten zur Bildung von Nomina agentis ist durch äußere Faktoren bedingt. gibt es spezialisierte Affixe. So existiert die Notwendigkeit. Nomina instrumenti ‚kruszarka’ 98 Bei den Nomina instrumenti (nazwy narze±dzi) geht es um das Werkzeug oder Mittel. Typ ‚informator’ 97 Entlehnte Verben bilden Nomina agentis gewöhnlich mit dem Element -ator. piecowy ‚Heizer’. Es bildet im Wesentlichen Bezeichnungen für Maschinen. Es verbindet sich mit entlehnten und als genuin polnisch empfundenen Ausdrücken. Handlungsausführenden sowie Spezialisten verschiedener Art dient das entlehnte Suffix -ista. das inzwischen als Wortbildungsaffix fungiert. Typ ‚rowerzysta’ 96 Der Bezeichnung von Berufen. die sowohl Nomina agentis als auch Nomina instrumenti bilden. szablista ‚Säbelfechter’. Die Basis sind meist Verben verschiedenen Typs.2. diese Wortbildungskategorie ständig weiter aufzufüllen. Genuin polnische Stämme sind ausgeschlossen.4. . rowerzysta ‚Radfahrer’. grzbiecista ‚Rückenschwimmer’. Typ ‚kruszarka’ 99 Das Formativ -arka gehört zu den Affixen mit der stärksten Spezialisierung auf Nomina instrumenti. die sich auch mit desubstantivischen und deadjektivischen Stämmen verbinden können. dz´wigowy ‚Kranführer’. Da die typischen Formative im Prinzip auf deverbale Stämme beschränkt sind.146 2. wieloboista ‚Mehrkämpfer’ Am häufigsten tritt -ista jedoch in Nomina attributiva auf. wagowy ‚Waagemeister’ Das Suffix ist in der Fachterminologie für Berufsbezeichnungen verschiedener Industriezweige sehr beliebt. So erweitern sich die sprachlichen Möglichkeiten zur Bildung immer neuer Nomina agentis. mit dem eine Handlung ausgeführt wird. 2. tauchen neue Formative auf. Neben den Formativen -acz und -nik. informowac´ ! informator ‚Auskunftsperson/Wegweiser’.

karton ! kartoniarka ‚Kartoniermaschine’ Typ ‚!adowaczka’ Das Formativ -aczka wird heute zusehends verdrängt durch -arka. jarzyny ! jarzyniak ‚Gemüsemesser’ 102 101 100 . die die Trägerin einer typischerweise von Frauen ausgeführten Tätigkeit bezeichnen. wahad!o ‚Pendel’. badacz ! badaczka ‚Forscherin’ Daneben gibt es direkt von Verben abgeleitete Ausdrücke. zmywac´ ! zmywarka ‚Spülmaschine’ Seltener kommen Bildungen mit desubstantivischen Stämmen vor.2. drut ! druciarka ‚Drahtmaschine’. kopaczka ‚Gräberin/Roder’. pakowaczka ‚Packerin/Packmaschine’ Die Mehrheit der Formationen auf -aczka hat die personale Bedeutung. ist jedoch wesentlich produktiver. mieszad!o ‚Mischgerät’. Einige dieser Lexeme sind polysem und beziehen sich auf Frauen oder auf Maschinen bzw. Es verbindet sich mit deverbalen und desubstantivischen Stämmen. die sich mit Stopfen beschäftigt’ Typ ‚wahad!o’ Das Formativ -d!o dient der Bildung von Substantiven für einfache Werkzeuge oder für Bestandteile größerer Maschinen. die eine bestimmte Tätigkeit ausüben. spre±z˙ac´ ! spre±z˙arka ‚Kompressor’. pisac´ ! pisak ‚Filzstift’. Wir haben es ausschließlich mit deverbalen Formationen zu tun. Werkzeuge. Diese finden sich vor allem in der technischen Terminologie. Wir finden es in einigen Formationen. cerowac´ ! cerowaczka ‚Frau. wia±zad!o ‚Band’ Typ ‚pisak’ Dieses Suffix tritt in der gleichen Funktionen wie -d!o auf. die durch unvollendete Verben auf -ac´ motiviert sind. prac´ ! praczka ‚Wäscherin’. !adowaczka ‚Lademaschine’. przecinaczka ‚Säge’ Das Affix -aczka tritt auch bei Bezeichnungen von Frauen auf.2. s!uchacz ! s!uchaczka ‚Hörerin’. biegacz ! biegaczka ‚Läuferin’. Substantivische Wortbildungsformationen 147 kruszyc´ ! kruszarka ‚Brecher’. die von den entsprechenden maskulinen Substantiven auf -acz abgeleitet sind und durch das zusätzliche Formativ -ka gebildet sind. cedzic´ ! cedzak ‚Durchschlag’. Es handelt sich dann meist um Derivate.

wypiekac´ ! wypiek ‚Gebäck’ 2. Substantive Als Formativ zur Bildung von Nomina agentis hat es seine Produktivität verloren. das heute nicht mehr produktiv ist.2. Nomina obiecti ‚wk!adka’ 103 (nazwy przedmioto´w czynnos´ci) Im Gegensatz zu den Wortbildungskategorien unter 74 – 102 enthält diese Kategorie weniger Elemente. zadrasna±c´ ! zadras´nie±cie ‚Kratzer’. p!ywak ‚Schwimmer’. die durch eine bestimmte Handlung geschaffen werden (effizierte Objekte) oder einer Handlung unterliegen (affizierte Objekte) bzw. wycinac´ ! wycinanka ‚Scherenschnitt’. Typ ‚wk!adka’ 104 Das Formativ -ka bildet Resultatssubstantive von transitiven Verben.5. wk!adac´ ! wk!adka ‚Einlage’. tkac´ – tkany ! tkanina ‚Stoff’. Die häufigsten sind -ka und -ina. -cie oder dem Nullformativ.6. pijak ‚Trinker’ Neue Einheiten der Wortbildungskategorie der Nomina instrumenti entstehen vor allem im Bereich der Terminologie der Technik. dorobek ‚Ertrag’. die semantische Spezialisierung . s´piewak ‚Sänger’. 2. wstawiac´ ! wstawka ‚Einsatz’. Nomina attributiva ‚g!upiec’ 107 Die Wortbildungskategorie der Nomina attributiva (nazwy nosicieli cech) ist sehr differenziert im Hinblick auf die Anzahl der verwendeten Modelle. werden polyfunktionale Formative verwendet. dopisek ‚Anmerkung’ Meistens entstehen die Nomina obiecti durch semantische Verschiebungen bei Vertretern der Kategorie der Nomina actionis. Es handelt sich um Bildungen mit -nie. Zur Bildung von Bezeichnungen für Gegenstände. oft von deren Partizip Passiv.2. Außerdem fehlt es an spezialisierten Formativen. mroz˙ony ! mroz˙onka ‚Tiefkühlware’ Typ ‚tkanina’ 105 Das Formativ -ina bildet Resultatssubstantive von Partizipien oder anderer Verbformen.148 2. okleic´/oklejac´ ! okleina ‚Furnier’ Typ ‚dorobek’ 106 Unter den älteren Bildungen der genannten Wortbildungskategorie finden sich Lexeme mit dem Formativ -ek. Die entsprechenden Lexeme gehören einer älteren Wortschatzschicht des Polnischen an. Jedoch bedient sich auch die Allgemeinsprache der aufgeführten Wortbildungsverfahren. dac´ ! danie ‚Gericht (Essen)’. ihre Grundlage bilden.

Es bildet sowohl belebte als auch nichtbelebte Lexeme. Es sind Bezeichnungen belebter wie unbelebter Einheiten. der/das eine bestimmte Eigenschaft hat’ fassen. Es kann sich um qualitative Merkmale auf der Basis von Qualitätsadjektiven oder um Beziehungen zu anderen Entitäten handeln. Lenin ! leninowiec ‚Leninanhänger’ • Personen eines bestimmten Berufs oder Ausführende einer Handlung (="Nomina agentis) nauka – naukowy ! naukowiec ‚Wissenschaftler’ Unter den unbelebten Substantiven mit dem Formativ -(owi)ec unterscheiden wir folgende Gruppen: • Schiffe drobnicowiec ‚Frachtschiff’ • Flugzeuge odrzutowiec ‚Düsenflugzeug’. ideowy ! ideowiec ‚Idealist’ Unter den zweifach motivierten Bildungen befinden sich viele Derivate. AZS (Akademickie Zrzeszenie Sportowe) ! azetesowiec • Personen. galeriowiec ‚Haus mit Außengalerie’ 108 . die durch eine bestimmte Eigenschaft charakterisiert werden. Keiner der Wortbildungstypen funktioniert regelmäßig. Typ ‚g!upiec’ Das Formativ -ec. cz!owiek jaskiniowy ! jaskiniowec ‚Höhlenbewohner’ Die Substantive mit dem Formativ -(owi)ec bilden eine Reihe semantischer Gruppen: • Personen. s´wiatowy ! s´wiatowiec ‚Mann von Welt’. die durch Adjektive oder gleichzeitig durch desubstantivische Adjektive und Substantive motiviert sind. Substantivische Wortbildungsformationen 149 der Formative und ihre stilistische Färbung. die durch ihre Mitgliedschaft in einer gesellschaftlichen Organisation charakterisiert werden Partia ludowa ! ludowiec. g!upi ! g!upiec ‚Dummkopf’. s´mig!owiec ‚Hubschrauber’ • Gebäude biurowiec ‚Bürogebäude’. das manchmal zu -owiec erweitert wird. ist ein sehr produktives Affix. zuchwa!y ! zuchwalec ‚dreister Kerl’. die aufgrund ihrer Ansichten oder ihrer Anhängerschaft von einer bestimmten Richtung charakterisiert werden. die aus Adjektiven und Substantiven zusammengesetzte Ausdrücke ersetzen.2. samolot odrzutowy ! odrzutowiec ‚Düsenflugzeug’.2. Die strukturelle Bedeutung lässt sich in der Explikation ‚derjenige oder dasjenige.

das zur Gruppe der älteren im Kindergarten oder der Krippe gehört’ Bei der Bildung von unbelebten Nomina attributiva kann sich -ak auch mit substantivischen Stämmen verbinden. Nicht vorkommen können Adjektive auf -owy. das als Bindeglied zwischen den Formationen auf -owiec und den entsprechenden Ausgangssubstantiven dient. kre±gowiec ‚Wirbeltier’ In diese Klassifikation lassen sich nicht alle Nomina mit -ec einordnen. Diese haben nicht das Formativ -owy. powies´c´ produkcyjna ! produkcyjniak ‚Produktionsroman’. optymizm ! optymista ‚Optimist’ Der Ausschluss des Formativs -owiec aus diesem Bereich hängt damit zusammen. Es dient im Wesentlichen der Derivation von Beziehungsadjektiven. Dies gilt für substantivische Stämme auf -izm. Typ ‚ponurak’ 109 Wie -owiec bildet das Suffix -ak sowohl belebte als auch unbelebte Nomina attributiva. mit denen sich dieses Formativ nicht verbinden kann. Trotz der hohen Produktivität gibt es Stämme.150 2. d. Sie enthalten immer eine bestimmte emotionale Bewertung.h. drewniak ‚Holzpantoffel’. • Ironie: waz˙niak ‚Wichtigtuer’ • Abneigung: ponurak ‚Griesgram’ • Scherz: starszak ‚Kind. Die Bezeichnungen unbelebter Einheiten ersetzen feste Wortfügungen aus Adjektiv und Substantiv. hauptsächlich solche auf -ny. Die Wortbildungsbasis bilden dabei ausschließlich Adjektive. Substantive mit dem Suffix -owiec sind stilistisch unmarkiert. Sie bilden Nomina attributiva mit dem ebenfalls entlehnten Suffix -ista. waciak ‚Wattejacke’ Typ ‚kresko´wka’ 110 Das Formativ -ka ist bei der Bildung von Nomina attributiva ebenso produktiv wie das Suffix -owiec. . Substantive • Vertreter einer Gattung (Botanik und Zoologie) lasecznikowiec ‚Bakterie’. sie kommen in allen schriftlichen und mündlichen Stilen vor. dass den Substantiven auf -izm Adjektive mit einer anderen Struktur entsprechen. dom poprawczy ! poprawczak ‚Besserungsanstalt’ Belebte wie unbelebte Nomina attributiva auf -ak gehören der Umgangssprache an. pesymizm ! pesymista ‚Pessimist’.

ubranio´wka%="we!na ubraniowa – we!na na ubranie ‚Anzugsstoff’ Typ ‚szcze±s´ciarz’ In der Bildung von Nomina attributiva ist das Formativ -arz weniger produktiv als in der Bildung von Berufsbezeichnungen (s. kosztorysowiec – kosztorysiarz ‚Spezialist für Kostenvoranschläge’ 111 . Folglich sind sie auch umgangssprachlich markiert. film kreskowy ! kresko´ w ka ‚Zeichentrickfilm’. Diese enthalten fast immer ein Substantiv femininen oder neutralen Genus. Nomina attributiva mit diesem Suffix charakterisieren eine Person im Hinblick auf ihre Neigungen: kawiarz ‚jemand. Substantivische Wortbildungsformationen 151 blaszanka ‚Blechbüchse’. Diese Bedeutung kommt jedoch nicht allen Vertretern dieses Wortbildungstyps zu. Stare Miasto ! Staro´wka ‚Altstadt’ Maskuline Substantive sind recht selten. auto wys´cigowe ! wys´cigo´wka ‚Rennwagen’. droz˙dz˙o´wka ‚Hefegebäck’. Die Lexeme gehören der Umgangssprache oder sozial begrenzten Stilen des Polnischen an. die ersterem eigen ist. szko!a wieczorowa ! wieczoro´wka ‚Abendschule’. Einige Substantive benennen einfach nur eine Eigenschaft der jeweiligen Person. wenn sie mit Berufsbezeichnungen auf -owiec konkurrieren. narciarka ‚Schirmmütze’ Wie -owiec dient es dem Ersatz von festen Wortfügungen aus zwei Elementen. Sie haben expressiven Charakter und gehören der Umgangssprache an. zupa kartoflana ! kartoflanka ‚Kartoffelsuppe’. szcze±s´ciarz ‚Glückspilz’. 74 – 80 ). der gerne und häufig Kaffee trinkt’. Da viele der betreffenden Derivate auf Adjektive mit dem Suffix -owy zurückgehen. spryciarz ‚schlauer Kopf’ Die Nomina attributiva mit dem Formanten -arz werden nur von Substantiven gebildet. kann das Formativ die Gestalt -o´wka annehmen und sich an substantivische Stämme anfügen. dom agronoma ! agronomo´wka ‚Haus des Agronomen’ Bisweilen sind die Formationen auf -ka (-o´ w ka) durch ein Adjektiv und ein Substantiv motiviert.2.2. narze±dziowiec – narze±dziarz ‚Werkzeugmacher’. pocztowiec – poczciarz ‚Postangestellter’. proces poszlakowy ! poszlako´wka ‚Indizienprozess’ Die Verwendung des Suffixes -ka statt -owiec ist meist bedingt durch die stilistische Markierung.

Unproduktive Typen 114 Ein inzwischen nicht mehr produktives Formativ zur Bildung von Nomina attributiva ist das Suffix -ek. in der sich die Person gerade befindet. majsterkowicz ‚Bastelfritze’ • Merkmale einer Situation. brodacz ‚Mann mit Bart’ . !ysek ‚Glatzkopf’ Ähnliches gilt für das Formativ -acz. urlopowicz ‚Urlauber’ Die Derivate mit -owicz unterscheiden sich von denen mit -arz nicht nur durch die Aktualität des zugeschriebenen Merkmals. das in Formationen mit substantivischem Stamm vorkommt. s´mia!ek ‚Draufgänger’. die folgende Komponenten enthalten: • übertriebene Vorlieben oder Neigungen. go´wniarz ‚Scheißer’ Der scherzhafte Charakter des Formativs -owicz macht den Gebrauch der entsprechenden Derivate im öffentlichen Bereich des Polnischen unmöglich. umgangssprachliche Ausdrücke (selten stilistisch neutral) plaz˙owicz ‚Strandbesucher’. das zweite umgangssprachlich gefärbt. Substantive Typ ‚karierowicz’ 112 Das Formativ -owicz bildet auf der Basis von Substantiven Personenbezeichnungen. dzia!kowiec – dzia!kowicz ‚Kleingärtner’ Die Lexeme sind synonym: das erste ist stilistisch neutral. Hier wird die Bildung mit dem parallelen Suffix -owiec vorgezogen. Während erstere der gesamtpolnischen Umgangssprache angehören. wa±sacz ‚Mann mit Schnurrbart’. meist scherzhafte. okrutnik ‚grausamer Mensch’. hier liegt eine expressive Bewertung vor karierowicz ‚Karrierist’. Wir finden es nur noch in älteren Ausdrücken wie weso!ek ‚Spaßvogel’. Typ ‚nieszcze±s´nik’ 113 Recht geringe Produktivität ist dem Suffix -ik eigen. das aus Adjektiven auf -ny Nomina attributiva bildet. nieszcze±s´nik ‚Pechvogel’.152 2. brzuchacz ‚Fettwanst’. zählen die Bildungen mit -arz eher zu den sozial begrenzten Schichten des Lexikons. bezwstydnik ‚schamloser Mensch’ Auf ein Adjektiv anderer Struktur geht das Lexem m!odzik ‚Jugendlicher’ zurück. sondern auch durch die Gebrauchssphäre.

rozlewnia ‚Abfüllanlage’. ciep!o ! ciep!ownia ‚Heizanlage’.2. mebel ! meblarnia ‚Möbelfabrik’. Typ ‚pracownia’ Das Formativ -nia tritt seltener als seine erweiterten Varianten -alnia. das auf offene Räume spezialisiert ist. das der Bildung von desubstantivischen Formationen dient. ciele±cina ‚Kalbsfleisch’. terpentyna ! terpentyniarnia ‚Terpentinfabrik’ Viele dieser Nomina loci sind durch die entsprechenden Nomina agentis auf -arz motiviert. 116 115 . wo!owina ‚Rindfleisch’ 2. zajezdnia ‚Depot’. baranina ‚Hammelfleisch’. mleko ! mleczarnia ‚Molkerei’. portiernia ‚Pförtnerloge’ Das Suffix -alnia tritt bei deverbalen Nomina loci auf. Die Mehrheit der Nomina loci gehört in den Bereich der technischen Fachterminologie. -arnia und -ownia).7. in der sich ein bestimmter Gegenstand befindet oder in dem eine Tätigkeit stattfindet’. cukier ! cukrownia ‚Zuckerfabrik’ Das Formativ -nia tritt nur selten mit anderen Verbstämmen auf. Es verbindet sich mit Verben auf -owac´ pracowac´ ! pracownia ‚Arbeitsstätte’. Die Kategorie verfügt über zwei spezialisierte Suffixe: zum einen das Formativ -nia (erweiterte Varianten: -alnia. die in der Bezeichnung einer Person aufgrund bestimmter Teile des Körpers besteht. das aufgrund der Bedeutung ‚Fleisch von’ eine sehr kleine Gruppe von Lexemen umfasst. Substantivische Wortbildungsformationen 153 Die Beschränkungen hinsichtlich der Produktivität sind eng mit der semantischen Spezialisierung verbunden. oddzia! wysy!kowy ! w ysy!kownia ‚Versandabteilung’ Von dieser Struktur wurde -ownia abgeleitet. spawac´ ! spawalnia ‚Schweißwerkstatt’. -arnia und -ownia auf. przymierzac´ ! przymierzalnia ‚Umkleidekabine’ jadac´ ! jadalnia ‚Speisesaal’ prac´ ! pralnia ‚Wäscherei’ -arnia bildet desubstantivische Formationen. Ein paralleler Fall liegt in den Formationen mit dem Suffix -ina vor.2. die auf eine Handlung hinweisen. lakierowac´ ! lakierownia ‚Lackierwerkstatt’ oder von Adjektiven auf -owy: hala montaz˙owa ! montaz˙ o wnia ‚Montagehalle’. gaz ! gazownia ‚Gaswerk’. das geschlossene Räumlichkeiten bezeichnet und zum anderen -isko (-ysko). poradnia ‚Beratungsstelle’.2. Nomina loci ‚pracownia’ Die strukturelle Bedeutung der Wortbildungskategorie der Nomina loci (nazwy miejsc) können wir beschreiben als ‚Räumlichkeit. przychodnia ‚Ambulanz’.

cies´nina ‚Meerenge’. Typ ‚lotnisko’ 117 Das Suffix -isko (erweitert auch -owisko und -nisko) bildet Bezeichnungen für Räumlichkeiten. es wird vermieden. die sich durch eine starke semantische Differenzierung auszeichnen. powielac´ ! powielarnia ‚Vervielfältigungsstelle’. dzwonnica ‚Glockenturm’ . Bei der Verbindung eines Stammes mit dem Suffix -arnia kommt es zu morphonologischen Alternationen. kwiaciarnia ‚Blumenladen’. lodowisko ‚Eisbahn’.154 2. kurnik ‚Hühnerstall’. rozlewisko ‚Hochwassergebiet’. verkauft oder aufbewahrt wird. Diese Räumlichkeiten sind durch etwas besetzt. wo Pilze wachsen’. lotnisko ‚Flughafen’. s´mietnik ‚Müllhalde’. die nach außen offen sind. kres´ l ic´ ! kres´ l arnia ‚Zeichenwerkstatt’. stolarz ! stolarnia ‚Tischlerei’ Meist handelt es sich um Bezeichnungen für Werkstätten oder Betriebe. den Laut -laus dem Stamm zu wiederholen. narze±dziarnia ‚Werkzeugkammer’ Bildungen mit -arnia finden wir manchmal auch bei Ableitungen von Verben. ka±pielisko ‚Badeort/-anstalt’. narciarnia ‚Skilager’. palic´ ! palarnia ‚Raucherraum’ Zu diesen Bildungen kommt es aus phonetischen Gründen. die normalerweise mit -alnia gebildet werden. in denen der im Stamm genannte Gegenstand hergestellt. kartoflisko ‚Kartoffelacker’ Dies sind abkürzungsähnliche Bildungen. Substantive s´lusarz ! s´lusarnia ‚Schlosserei’. usypisko ‚Aufschüttung = ein aufgeschütteter Ort /das Aufgeschüttete’ Unproduktive Typen 118 Zu den inzwischen unproduktiven Typen im Bereich der Nomina loci zählen -nik. Ihre Basis bilden entweder Verben !owisko ‚Fanggründe’. Die deverbalen Derivate kommen bisweilen in die Nähe von Nomina obiecti. für etwas bestimmt oder es findet in ihnen eine bestimmte Tätigkeit statt. ro´wnina ‚Ebene’. ksie±g arnia ‚Buchhandlung’. ciemnica ‚Dunkelzelle’. letnisko ‚Sommerfrische’. aber feste Umrisse aufweisen. grzybowisko ‚Ort. wysypisko ‚Halde’ oder Adjektive wczasowisko ‚Ferienanlage’ oder – das ist die häufigste Variante – Substantive. -ina und -(n)ica.

2. Im Hinblick auf die Syntax verhalten sie sich anders als die anderen genannten Lexeme.’ Typ ‚Adamowie’ Auch das Formativ -owie. mieszczan´ s two ‚Bürgertum’. Rycerstwo ruszy!o do walki. Es gibt jedoch recht viele Lexeme. die auch in anderen Kategorien wirken. rycerstwo ‚Ritterstand’. Verwandte und Eigennamen auf.2. wujostwo ‚Onkel und Tante’.’ Von den Nomina collectiva zu unterscheiden ist das formal ähnliche Personalpronomen pan´stwo. denn es liegt pluralische Kongruenz vor. ‚Die Ritter zogen in den Kampf. Hier treten Bezeichnungen für Titelträger. Die erweiterte Variante auf -ostwo hat sich auf die Bezeichnung von Ehepaaren spezialisiert (vgl. Tieren. Berufsangehörige. Wujostwo przyszli. Stasiowie ‚Stas´ und seine Frau’. Als Basis sind nur Eigennamen einschließlich der Kosenamen möglich. Es handelt sich um -stwo (-ctwo). 121 120 119 . kann Ehepaare bezeichnen. Kollektive oder Gesamtheiten von im Stamm genannten Personen bzw. Staszkowie ‚Staszek und seine Frau’ Diese Bildungen sind in der Umgangssprache sehr beliebt.8. Adamostwo ‚Adam und seine Frau’ Diese Formationen fallen in den Bereich inoffizieller Kommunikation. Adamowie ‚Adam und seine Frau’. -ostwo. 83 ). ‚Onkel und Tante sind gekommen. Substantivische Wortbildungsformationen 155 2. die unter dem Aspekt der Wortbildung teilbar sind und ein Formativ für Nomina collectiva aufweisen. ptactwo ‚Vögel’ Einige dieser Ausdrücke sind gleichzeitig Nomina attributiva. Die mit ihnen kongruierenden Ausdrücke stehen immer im Singular. ziemian´ s two ‚die Gutsbesitzer’. mieszczan´stwo ‚Bürgerlichkeit’ Die Kollektiva mit diesem Suffix haben keinen Plural. das auch als Marker des Plurals männlich-persönlicher Substantive fungiert. Nomina collectiva ‚rycerstwo’ Die Wortbildungskategorie der Nomina collectiva (nazwy zbiorowe) ist nicht sehr produktiv.2. profesorostwo ‚der Professor und seine Frau’. marsza!kostwo ‚der Marschall und seine Frau’. Typ ‚rycerstwo’ Das Formativ -stwo tritt in Ausdrücken auf für Gruppen. -owie und weitere Elemente.

warszawiak – warszawianin ‚Warschauer’. Dörfern. krakowiak – krakowianin ‚Krakauer’ Seine Derivationsbasis bilden polnische Ortsnamen. Pomorzanin ‚Pomoraner’. Wieden´ ! wieden´czyk ‚Wiener’. Sie werden gebildet durch geografische Namen und die spezialisierten Suffixe -anin und -czyk sowie das polyfunktionale -ak.h. von Städten. Londyn ! londyn´czyk ‚Londoner’. Substantive 2. Daneben haben sich einige andere Bildungen erhalten. Provinzen. Sofia ! s ofijczyk ‚Sofioter’ Die Stammerweiterung ist durch die formale Verschmelzung von Stamm und Formativ bedingt. Die Wahl des Formativs ist häufig durch die Struktur des – oft ausländischen – Ausgangsworts bedingt.und Ländernamen. Chiny ! Chin´czyk ‚Chinese’. Rosjanin ‚Russe’. paryz˙anin ‚Pariser’. Ländern. Typ ‚warszawiak’ 125 Die Bildungen dieses Typs haben umgangssprachlichen Charakter und konkurrieren oft mit den neutralen Bildungen auf -czyk oder -anin. und von Angehörigen bestimmter Völker. Chile ! Chilijczyk ‚Chilene’. Typ ‚warszawianin’ 124 Das Formativ -anin tritt häufiger bei Bewohnern von Städten und Regionen auf. S#la±sk ! S#la±zak ‚Schlesier’. Typ ‚Chin´czyk’ 123 Das Formativ -czyk (Erweiterungen: -ijczyk. Wielkopolanin ‚Großpole’ Es gibt aber auch einige Nationalitätsbezeichnungen. Austria ! Austriak ‚Österreicher’ Das parallele Auftreten beider Formative und das Fehlen eindeutiger Unterschiede in der Semantik und der Verbindbarkeit haben nicht zuletzt formale Gründe. wie Regionen. warszawianin ‚Warschauer’. Japonia ! Japon´czyk ‚Japaner’. das .9. d. Herkunftsbezeichnungen ‚Chin´czyk’ 122 (nazwy ods´rodowiskowe) Zu dieser Wortbildungskategorie zählen die Bezeichnungen von Bewohnern verschiedener Territorien. Pakistan ! Pakistan´czyk ‚Pakistani’ Daneben können auch Bewohner bestimmter nichtpolnischer Städte bezeichnet werden. -an´czyk) verbindet sich im Wesentlichen mit Ländernamen.2. Amerykanin ‚Amerikaner’ Sowohl -czyk als auch -anin taucht in offiziellem Gebrauch auf. Die jeweilige Bezeichnung wird von eigens zu diesem Zwecke konstituierten Kommissionen festgelegt.156 2.

Szwed ‚Schwede’ 2. Es handelt sich um Ausführende von Tätigkeiten oder Berufen. die sich schon vor langer Zeit im Wortschatz des Polnischen etabliert haben. Das Formativ -ka verbindet sich mit substantivischen maskulinen Stämmen verschiedener Struktur. -(owi)ec und -log.2. zbobywca ! zdobywczyni ‚Gewinnerin/Eroberin’ Das Affix -ini ist auf diese Stämme beschränkt. egoista ! egoistka ‚Egoistin’ Nicht möglich ist die Bildung von Nomina feminativa bei Substantiven auf -ca. so drückt man eine scherzhafte. bo´g ! bogini ‚Göttin’. Francuz ‚Franzose’. mistrz ! mistrzyni ‚Meisterin’ Substantive auf -(owi)ec sind recht selten Basis für Nomina feminativa. p!ywak ! p!ywaczka ‚Schwimmerin’. Norweg ‚Norweger’. Litwin ‚Litauer’. Nicht in die Kategorie gehören weibliche Personenbezeichnungen. pisarz ! pisarka ‚Schriftstellerin’.10. Ausnahmen bilden lediglich einige sehr alte Bildungen. So ist sporto´wka ‚Sportlerin’ recht stark abwertend. ironische oder abwertende Färbung mit aus.ä.2. Anglik ‚Engländer’. So gibt es eine ganze Reihe von Lexemen mit anderer Struktur. weil diese Verbindung zum Formativ -o´wka führt. Die wichtigsten Formativa sind -ka und -ini (-yni).2. Rusin ‚Rusine’. der die Unregelmäßigkeit der Bildungen in diesem Bereich bewirkt. das – eher typisch für unbelebte Nomina attributiva wie z˙aglo´wka ‚Segelboot’ – emotional markierte Bezeichnungen bildet. Das einzige neutrale Lexem dieser Reihe ist cyrko´wka ‚Zirkusartistin’. Ein weiterer Faktor. die durch die entsprechenden Substantive maskulinen Genus motiviert sind (vgl. Nomina feminativa ‚nauczycielka’ Zur Wortbildungskategorie der Nomina feminativa (nazwy z˙en´skie pochodne od me±skich) zählen Bezeichnungen für Frauen. Bewohnerinnen von Orten und Ländern u. also nicht auf eine männliche Bezeichnung zurückgehen wie praczka ‚Wäscherin’. nauczyciel ! nauczycielka ‚Lehrerin’. Nicht alle Herkunftsbezeichnungen werden mit den genannten Formativen gebildet. Trägerinnen von Eigenschaften. odkrywca ! odkrywczyni ‚Entdeckerin’. badacz ! badaczka ‚Forscherin’. 210– 214). Substantive auf -ca bilden die Lexeme ausschließlich mit dem Suffix -ini. Bezieht man sich mit einem solchen Substantiv auf eine Frau. Substantivische Wortbildungsformationen 157 nur einige Formative zulässt und andere ausschließt. 126 . Ukrainiec ‚Ukrainer’. ist die sprachliche Tradition. wynalazca ! wynalazczyni ‚Erfinderin’. Nomina feminativa sind durch eine hohe Produktivität gekennzeichnet. die direkt von einem Stamm abgeleitet sind.

psycholoz˙ka/psychlogini ‚Psychologin’ Diese Bildungen sind durch die expressive Färbung den deutschen Formen Philologin bzw. ulubieniec ! ulubienica ‚Liebling’. mit deren Stämmen sich die Affixe -ka oder -a (mit der Alternation k : c) verbinden. zwolennik ! zwolenniczka ‚Anhängerin’. Psychologin nicht äquivalent! Gewisse Unregelmäßigkeiten finden sich in der Ableitung von Substantiven auf -nik. kierownica ‚Steuerrad’ – kierowniczka ‚Leiterin’. Entsprechende Bildungen mit -ka oder -ini haben eine stark scherzhafte Färbung und sind auf die Umgangssprache beschränkt. z!os´nik ! z!os´nica ‚Hausdrachen’ In dieser Gruppe gibt es eine Reihe von Dubletten. da es kein neutrales Formativ gibt. pracowniczka/pracownica ‚Arbeiterin’. dass die Formationen auf -nica in vielen Fällen nicht Personen. czytelnik ! czytelniczka ‚Leserin’. warszawianin ! warszawianka. Substantive Relativ regelmäßig ist die Ableitungsbeziehung bei männlichen Personenbezeichnungen auf -ec. . Durch einen ähnlichen Austausch entstehen Nomina feminativa auf der Basis von Substantiven mit dem Suffix -anin. Außerdem tritt es in negativ bewertenden Substantiven auf. powierniczka/powiernica ‚Vertraute’ Bei dem aktiven Gebrauch der Lexeme ist zu berücksichtigen. robotnik ! robotnica ‚Arbeiterin’.158 2. Dazu zählen Ausdrücke. ‚Warschauerin’. über deren jeweiligen Gebrauch nur der Usus entscheidet. spo!eczniczka/spo!ecznica ‚Gesellschafterin’. sondern Gegenstände bezeichnen und sich dann in der Kernbedeutung unterscheiden. mieszkaniec ! mieszkanka ‚Bewohnerin’. diablica ‚Teufelin’. straz˙nica ‚Wache’ – straz˙niczka ‚Aufseherin’. wygnaniec ! wygnanka ‚Vertriebene’ Häufiger als -ka tritt in diesen Fällen -ica auf. siostrzeniec ! siostrzenica ‚Nichte’ In diesen Formationen wird der maskuline Formant -ec durch einen femininen ausgetauscht. rysownica ‚Zeichenbrett’ – rysowniczka ‚Zeichnerin’ Das Formativ -ica kommt nur selten in neutralen Nomina feminativa vor. republikanin ! republikanka ‚Republikanerin’ Von den Substantiven auf -log werden keine neutralen femininen Pendants gebildet. die von Substantiven auf -ec abgeleitet sind. filoloz˙ka/filologini ‚Philologin’. !otrzyca ‚Schelmin’ Neutral ist das Suffix dagegen bei Bezeichnungen weiblicher Tiere.

so dass sie in der Tat einer Wortbildungskategorie zugerechnet werden können. profesor ! profesorowa – profesoro´ w na. dann wird dieser indeklinabel.’ 2.2. Es handelt sich um deminutive (Verkleinerungen). niedz´wiedz´ ! niedz´wiedzica ‚Bärin’. Die Formative informieren über die emotionale Haltung des Sprechers gegenüber der versprachlichten Entität (Person. kobietka ist eine Frau. aptekarz ! aptekarzowa – aptekarzo´wna. Behält eine Frau den unveränderten Namen des Mannes bei. Nowak gesprochen. Daneben kann man sich auch auf andere Eigenschaften der Entität wie Größe beziehen. Porozmawia!em z profesor Nowak. Die inzwischen veralteten Elemente -owa und -o´wna verbinden sich mit Stämmen mit konsonantischem und vokalischem Auslaut. Nowak ! Nowakowa – Nowako´wna. domek ‚Häuschen’. Substantivische Wortbildungsformationen 159 lew ! lwica ‚Löwin’. der der Sprecher mit Sympathie begegnet. eine positive oder negative Einstellung zur Entität auszudrücken. hypokoristische (Koseformen) und augmentative (Vergrößerungen) Lexeme. Nomina expressiva ‚kobietka’ (nazwy ekspresywne) Zu dieser Klasse zählen wir einige Wortbildungsmodelle. die gewöhnlich als einzelne Kategorien angesehen werden.2. Moniuszko ! Moniuszkowa – Moniuszko´wna. Sie gelten als veraltet. Allen diesen Lexemen ist die expressive Färbung gemein. ‚Ich habe mit Frau Prof. domisko ‚Riesenhaus’ Auch in diesem Fall ist von einer emotionalen Bewertung auszugehen. wilk ! wilczyca ‚Wölfin’ Zu den Nomina feminativa zählen wir gleichermaßen Nachnamen von Frauen: Nachnamen von Ehefrauen auf -owa oder -ina und von Töchtern auf -o´wna oder -anka.11. Baryczka ! Baryczkowa – Baryczko´wna Die Formative -ina und -anka verbinden sich gewöhnlich mit Substantiven auf -a. Zare±ba ! Zare±bina – Zare±bianka. Gegenstand oder Erscheinung). denn Deminutiva und Augmentativa werden meist dazu gebraucht. dies gilt vor allem für die Namen der Töchter.2. 127 . dann in scherzhaften Kontexten. wojewoda ! wojewodzina – wojewodzianka Wenn diese Bildungen auch heute noch auftreten. Grundsätzlich werden die weiblich markierten Nachnamen mit Ausnahme der adjektivischen immer seltener verwendet. kobiecina dagegen drückt Mitleid gegenüber dieser Frau aus. Kulesza ! Kuleszyna – Kuleszanka Mit dem gleichen Wortbildungsmodell wurden früher auch Bezeichnungen für die Ehefrauen und Töchter der Vertreter bestimmter Berufe abgeleitet.

no´z˙ ! noz˙yk ‚(kleines) Messer’. Mi!o siedziec´ w domku. g!owa ! g!o´wka ‚Köpfchen’. daszek ‚Schutzdach’ Die weitaus meisten Deminutiva können jedoch in Abhängigkeit vom Kontext auch eine expressive Bedeutungskomponente aufweisen. ‚Ich habe mir einen richtig schönen Mantel gekauft. pa!ac ! pa!acyk ‚(kleiner) Palast’ Mit dem Suffix -ik lassen sich auch Deminutiva von Stämmen auf ursprünglich -t bilden. grejpfrut ! grejpfrucik ‚Pampelmuse’ Unter älteren Formationen mit einem Stammauslaut auf -t findet sich neben -ik das Suffix -ek. kiedy na dworze taka ulewa.und Tierbezeichnungen haben immer expressive Funktion. kwiatek ‚Blume’. Substantive Deminutiva und Hypokoristika ‚kroczek’ 128 Nur ein ganz kleiner Teil der Deminutiva bezeichnet in neutraler Weise kleine Gegenstände ohne jegliche emotionale Markierung. ko!o ! ko´!ko ‚kleiner Ring’ Für maskuline Substantive stehen zwei Formative zur Verfügung: -ik (-yk) und -ek.’ Einige der auf nichtbelebte Dinge bezogenen Substantive haben ausschließlich expressive Funktion. Diese Funktion ist den deutschen Deminutiva fremd. Das Formativ -ik (-yk) verbindet sich mit Stämmen. aparat ! aparacik ‚kleiner Apparat’.U. die auf cz. wiersz ! wierszyk ‚(kleines) Gedicht’. talerz ! talerzyk ‚Kuchenteller’. zupa ! zupka ‚Suppe’. Auf die Wahl des Wortbildungsformativs wirkt sich das Genus der substantivischen Basis aus. mostek ‚Steg’ . grosz ! grosik ‚Groschen’ (mit der Alternation sz : s´). ‚Es ist doch richtig. Der Gebrauch eines Deminutivums signalisiert eine emotionale Einstellung nicht nur zum genannten Gegenstand. kotek ‚kleiner Kater’. nett bei so einem Regenwetter zu Haus zu sitzen. sz.160 2. s!oneczko ‚Sonne’. stolik ‚kleiner Tisch’. drzewo ! drzewko ‚Bäumchen’. dzionek ‚Tag’ Die Verkleinerungsformen von Personen. sondern kann u. da sie sich bezüglich ihrer Größe überhaupt nicht charakterisieren lassen.’ Kupi!am bardzo pie±kny p!aszczyk. klucz ! kluczyk ‚(kleiner) Schlüssel’. die allgemeine Stimmung des Sprechers wie gute Laune anzeigen. Es handelt sich ausschließlich um Gegenstände. jedoch lassen sich Tendenzen zur Verteilung auf verschiedene Stämme beobachten. torebka ‚Tasche’. Feminine Substantive werden mit Hilfe des Suffix -ka und neutrale mit -ko gebildet. z˙ (rz) oder c auslauten. Ihr Funktionsbereich ist nicht klar voneinander abgegrenzt.

obcas ! obcasik ‚kleiner Absatz’ vs. -iciel. mucha ! muszka ‚kleine Fliege’. pisanie ! pisanko ‚albernes Geschreibe’ Die Suffixe. Dies gilt zum einen für Ausdrücke auf -ec. kommt es immer zu Veränderungen des auslautenden Konsonanten. -ista und zum anderen für Abstrakta. nos ! nosek ‚Näschen’. wiatr ! wietrzyk ‚Windhauch’ (auch wiaterek) Bezüglich der Verbindbarkeit mit anderen Stämmen lassen sich kaum Regeln formulieren. telewizor ! telewizorek ‚(kleiner) Fernseher’. ch oder – wenn ein Vokal vorausgeht – auf r auslauten. Nicht zu den Deminutiva gehören: m!ynek ‚Kaffeemühle’. noga ! no´z˙ka ‚Beinchen’. o : o´. sa!ata ‚Salat (Pflanze)’ – sa!atka ‚Gemüsesalat’. orzech ! orzeszek ‚(kleine) Nuss’. wird die Variante -(rz)yk gebraucht. Bei Ausdrücken mit den Suffixen -ka und -ko kommt es zu folgenden Alternationen: k : cz. ch : sz. ogon ! ogonek ‚Schwänzchen’ In den Stämmen.2. Substantivische Wortbildungsformationen 161 Das Formativ -ek bildet Deminutiva von Substantiven. Das Suffix -ek hingegen bewirkt solche Veränderungen nur bei den Velaren k. denn viele dieser Ausdrücke werden spontan für bestimmte Zwecke gebildet. Daher kann man sagen. dass sich die einander ähnlichen Lexeme u. g. die auf die Konsonanten k. ser ! serek ‚Käse’ Wenn vor dem r ein anderer Konsonant steht. las ! lasek ‚kleiner Wald’ vs.U. krok ! kroczek ‚(kleiner) Schritt’. s´piewak ! s´piewaczka ‚kleiner Sänger’. -ca. z˙elazo ‚Eisen’ – z˙elazko ‚Bügeleisen’ . Wenn ein Deminutivum von einem Abstraktum gebildet wird. teoria ! teoryjka ‚lächerliche Theorie’. wa± s ! wa±sik ‚kleiner Schnurrbart’. sie treten auch in anderen Wortbildungskategorien auf. So treten die Suffixe -ik und -ek bisweilen bei völlig analog strukturierten Stämmen auf. robota ! robo´tka ‚kleine Arbeit’. die der Funktion der Bildung von Verkleinerungsformen dienen. entstehen Formationen mit stark ironischer oder scherzhafter Färbung. cukierek ‚Bonbon’ Es ist zu beachten. teatr ! teatrzyk ‚kleines Theater’. g.h. sind polyfunktional. auch wenn nicht alle Lexeme ihre Bildung zulassen. piero´g ! pieroz˙ek ‚Pirogge’. g : z˙.2. d. semantisch sehr weit auseinander entwickelt haben. dass Deminutiva recht regulär zu bilden sind. die sich mit -ik verbinden. ko!o ! ko´!ko/ko´!eczko ‚kleiner Ring’ Nicht alle Deminutiva und Koseformen sind in den Wörterbüchern verzeichnet. ch.

sie werden oft spontan gebildet. vor allem in Verbindung mit den Adjektiven dobry ‚guter’. czerwone domisko ‚rotes Riesenhaus’. Typ ‚domisko’ 130 Das Formativ -isko (-ysko) bildet Augmentativa von Substantiven aller drei Genera. -uszek verwendet. lampeczka ‚Lämpchen’. kwiatuszek ‚Blümchen’. Das Formativ -isko tritt nicht an abstrakte Lexeme und an Deminutiva. Augmentativa werden im Wesentlichen durch die Formative -isko (-ysko) oder -id!o (-yd!o) gebildet. -ula. Sie bezeichnen große Entitäten einer Kategorie. lwia±tko ‚Junglöwe’ Sehr reich ist der Bestand an Formativen. domeczek ‚Häuschen’. czarne palcisko ‚schwarzer Riesenmantel’ Zu den Ausgangslexemen zählen Bezeichnungen von Personen. poczciwy . Substantive Durch den Verlust der deminutiven Bedeutung in vielen Lexemen bilden sich sekundäre Verkleinerungen. Unter den erweiterten Suffixen ist das Formativ -a±tko auf die Bezeichnung von jungen Lebewesen einer Klasse spezialisiert. ko´!eczko ‚kleiner Ring’. -unia. -cio. die kongruierenden Elemente stehen im Neutrum. palto ! palcisko ‚Riesenmantel’ Dabei kommt es zum Wechsel im Genus. -cia. -ulo. Diese Formative treten in verschiedenen Genera auf und bewirken meist eine Kürzung des Stamms: -us´. Henryk ! Henrys´. -iczek. dom ! domisko ‚Riesenhaus’. babka ! babcia/babunia/babusia. -is´.h. pokoiczek ‚winziges Zimmer’. weshalb man sie bisweilen nicht im Wörterbuch findet. die Hypokoristika von Eigennamen und Verwandtschaftsbezeichnungen bilden. serduszko ‚kleines Herz’ Diese Ausdrücke haben eine ständige oder kontextabhängige hypokoristische Funktion. die in drei Genera realisiert werden. Die Formationen haben meist einen wenig stabilen Charakter. Bogus!aw ! Bogus´. Anna ! Anusia/Anula.h. Dafür werden die Suffixe -eczek. kurcza±tko ‚Küken’. kochany ‚geliebter’.162 2. wobei immer eine negative expressive Färbung vorliegt. die eine Beziehung des Widerwillens oder der Verachtung im Hinblick auf die Entität ausdrückt. ro´z˙yczka ‚Röslein’. d. dziadek ! dziadunio Die Verwendung dieser Koseformen ist durch die menschliche Nähe zum Angesprochenen bestimmt. paczuszka ‚Päckchen’. -unio. Tieren und konkreten Gegenständen. d. In bestimmten Kontexten. Augmentativa und Pejorativa ‚domisko’ 129 Im Gegensatz zu den Formationen der Deminutiva und Hypokoristika sind die Augmentativa (Vergrößerungsformen) niemals neutrale Bezeichnungen.

kochane ch!opaczysko ‚geliebter Lausbengel’.2. dass es Augmentativa von Bezeichnungen für literarische Werke und andere Kunstwerke bildet. cie±z˙aro´wka ! cie±z˙aro´wa ‚Riesen-LKW’ Dieses Ableitungsverfahren kann von Alternationen des Auslauts auf -ch begleitet sein. ciacho ‚leckerer riesiger Kuchen’. ciastko ! ciacho ‚leckerer riesiger Kuchen’. filmid!o ‚lausiger Film’. Die Formationen mit -id!o bringen eine negative Beurteilung durch den Sprecher. Substantivische Wortbildungsformationen 163 ‚lieber’ u. sondern seine allgemeine Einstellung zur Wirklichkeit als nonchalant oder als herablassend markiert. poczciwe kobiecisko ‚nette Frau’ In den Stämmen der mit -isko affigierten Substantive kommt es zu Alternationen. wiersz ! wierszyd!o ‚erbärmliches Gedicht’ Das einzige Lexem. als in ihnen neben der augmentativen Bedeutung eine besondere Färbung vorliegt.ä. sztuka ! sztuczyd!o ‚Machwerk’. powies´c´ ! powies´cid!o ‚Schundroman’. 132 131 . besonders unter der städtischen Jugend sehr verbreitet. sondern von einem Verb abgeleitet ist. Das Anfügen des Suffixes -id!o kann Alternationen im Stamm bewirken. stellt czytad!o ‚Buch aus der Unterhaltungsliteratur’ dar. dobre psisko ‚braver Hund’.. die nicht nur die Beziehung des Sprechers zum versprachlichten Gegenstand ausdrückt. weitschweifige Filme oder Bücher angewendet. seine ablehnende Haltung gegenüber dem versprachlichten Gegenstand zum Ausdruck.B. Andere Typen Augmentativa werden auch mit Hilfe anderer Formationen gebildet. das nicht von einem Substantiv. Typ ‚filmid!o’ Das Formativ -id!o (-yd!o) ist durch die Spezialisierung gekennzeichnet. Meist werden sie auf langatmige. Dieser Derivationstyp ist in der Umgangssprache. kie!basa ! kie!bacha ‚Riesenwurst’ Diese Formationen haben insofern einen spezifischen Charakter. Viele dieser Ausdrücke gelten als vulgär. Zum einen durch die Nullsuffigierung. verlieren die Augmentativa ihre negative Färbung und stellen ein Signal für die positive Einstellung des Sprechers dar. Meist handelt es sich um einzelne Ausdrücke aus diesem Bereich. Sie enthalten das semantische Element einer gewissen Nachsicht. szpilka ! szpila ‚große Nadel’.2. Nur wenige haben sich fest im Wortschatz des Polnischen als scherzhafte Ausdrücke etabliert wie z.

der Geringschätzung oder gar der Verachtung entsteht. miasto ! mies´ c ina ‚elendes Nest’. kobieta ! kobiecina ‚arme kleine Frau’ Im Gegensatz zu den Formationen auf -isko. ch!opak ! ch!opczyna ‚armer kleiner Junge’. Als Stamm dienen Substantive aller drei Genera. seiner Gewöhnlichkeit oder Minderwertigkeit bewertet. z. straszna mies´cina ‚schreckliches Kaff’. wodurch die Färbung des Mitleids. Die Ausdrücke mit pejorativer Bedeutungskomponente können Suffixe mit geringer Produktivität enthalten. wodurch die Markierung mehr oder weniger im Rahmen der Ausgangsbedeutung verbleibt.B. ma!y ! maluch ‚Kleiner (Fiat 126)’. Substantive Pejorativa ‚kobiecina’ 133 Die übrigen Vertreter dieser Wortbildungkategorie bilden Lexeme mit unterschiedlichen Typen der negativen Bewertung (Pejorativa). Es bildet Derivate mit folgender Bedeutung: Eine Person oder ein Gegenstand werden hinsichtlich ihrer bzw. Eines der häufigsten Formative ist das Suffix -ina (-yna). niedba!y ! niedbaluch ‚schlampiger Kerl’ Die Adjektive.164 2. So gehören nur diejenigen Derivate von Adjektiven den Pejorativa an. aktorzyca ‚Schmierenschauspielerin’. die sämtlich das neutrale Genus aufweisen. haben dagegen eine scherzhafte oder ironische Färbung. g!upi urze±dniczyna ‚blöder Beamter’. als auch auf die Art der Expressivität eine eigene Gruppe dar. urze±dnik ! urze±dniczyna ‚kleiner mieser Beamter’. Es gilt: maskulin-personale Substantive behalten dieses Genus. also keine neuen Bedeutungskomponenten hinzukommen. Es sind im Prinzip attributive Formationen. -ica (-yca) bei Nomina feminativa. die eine neutral bewertete Eigenschaft ausdrücken. mi!a kobiecina ‚nette kleine Frau’ Die Bildung der entsprechenden Formationen ist mit lautlichen Alternationen verbunden. die eine im Allgemeinen als negativ bewertete Eigenschaft ausdrücken. Expressive deadjektivische Bildungen ‚maluch’ 134 Die deadjektivischen Derivate stellen sowohl in Bezug auf den Wortbildungstyp. die die Bedeutung des adjektivischen Stammes verstärken. szefica ‚Bossin’ oder -al bei nos ! nochal ‚Zinken’ (Nase) Einige dieser Ausdrücke haben einen scherzhaften Charakter. porza±dny ! porza±dnis´ ‚ordnungsliebender Mensch’ . alle anderen sind feminin. haben die Formationen dieses Typs kein einheitliches Genus.

uparty ! uparciuch/uparciucha ‚sturer Kopf’. die Tiere bezeichnen und bildet aus ihnen Bezeichnungen für die entsprechenden Jungtiere. also Adjektive. Es handelt sich ursprünglich um deminutive Ableitungen von Bezeichnungen für Jungtiere auf -e±. Die Formative -us und -as treten auch in verschiedenen deadjektivischen Derivaten auf. dowcipny ! dowcipnis´ ‚Witzbold’ Die Suffixe -uch und -och (-ucha. niedba!y ! niedbaluch/niedbalucha ‚schlampiger Kerl/Schlampe’ Die Formationen auf -is´ haben eine eher ironische und diejenigen auf -uch und -och eine verächtliche Färbung. Krysia ! Krysia±tko Das Formativ -a±tko verbindet sich hauptsächlich mit den Stämmen von Substantiven. Das Suffix -is´ ist das Pendant zum weiblichen Suffix -isia und wird von Adjektiven auf -ny gebildet. denn sie sind immer mit dem Ausdruck einer gewissen Zärtlichkeit verbunden.2. lew ! lwia±tko ‚Löwenjunges’. ciele± ! ciela±tko ‚Kalb’. da ihr Formativ -a±tko auch gleichzeitig Hypokoristika von weiblichen Vornamen bildet. Bildungen dieses Typs gehören heute eher in den Bereich der Schriftsprache. -t. prosie± ! prosia±tko ‚Ferkel’.u. während sich in der Umgangssprache die Bildungen auf -a±tko durchsetzen. grubaska ‚dicke Frau’ Bezeichnungen von jungen Lebewesen ‚s!onia±tko’ Die Bezeichnungen von jungen Lebewesen des Typs s!onia±tko ‚Elefantenkind’ werden unter der Rubrik der Nomina expressiva behandelt. chytry ! chytrus ‚Geizkragen’. dziki ! dzikus ‚Wilder’. -ocha) verbinden sich mit Stämmen auf -!-. jagnie± ! jagnia±tko ‚Lamm’ Im heutigen Polnischen ist der Typ auf -e± jedoch nicht mehr produktiv. Zosia ! Zosia±tko. tygrys ! tygrysia±tko ‚Tigerjunges’ Diese Formationen sind nicht emotional neutral. s!on´ ! s!onia±tko ‚Elefantenkind’. die nicht von Substantiven abgleitet sind. Substantivische Wortbildungsformationen 165 Als Wortbildungsbasis fungieren Qualitätsadjektive. chytruska ‚Geizkragen (Frau)’. t!usty ! t!us´cioch/t!us´ciocha ‚Fettwanst’. 135 . -r-.a. gruby ! grubas ‚dicker Kerl’ Die entsprechenden femininen Lexeme werden mit Hilfe des Suffixes -ka gebildet. pie±kny ! pie±knis´ ‚Schönling’. In diesem Zusammenhang beginnen sie auch die hypokoristische Komponente abzubauen.2. stary ! staruch/starucha ‚alter Knacker/alte Schachtel’.

Fügt man an ein Substantiv ein Präfix an. superforteca ‚fliegende Festung’ Das Antonym zu nad.ist das Präfix pod-. Das Lexem bleibt ein Ausdruck für Handlungen.oder kontr-.12.166 2. Eigenschaften usw. die Ausführende bestimmter Berufe bezeichnen. In Verbindung mit Substantiven. das eine niedrigere Position in der Hierarchie oder eine Unterordnung bezeichnet. antypowies´c´ ‚Antiroman’. podinspektor ‚Unterinspektor’. Das Präfix modifiziert nur die Bedeutung des Stamms. wiceminister ‚Vizeminister’ Weniger häufig trifft man Formationen mit dem Präfix przed-. Präfigierte Substantive ‚nadinspektor’ 136 (rzeczowniki prefiksalne) Die Präfigierung von Substantiven ist im Polnischen sehr selten. przedbieg ‚Vorlauf’ . cielak ‚Kalb’.tritt in zwei Formationstypen auf. Sie kommen meist bei Lehnwörtern vor.2.und super. inspektor ! nadinspektor ‚Oberinspektor’ In abstrakten Substantiven wird die Überschreitung einer gewissen Norm hinsichtlich des durch das Ausgangssubstantiv ausgedrückten Zustands bezeichnet. wieprzak/wieprzek ‚Ferkel’. Das häufigste Präfix mit dieser Funktion ist nie-. podtyp ‚Untertyp’ Eine ähnliche Funktion erfüllt das entlehnte Präfix wice-. kontratak ‚Gegenangriff’. Substantive In der Gruppe der Bezeichnungen für junge Lebewesen gibt es einige umgangssprachliche Bildungen auf -ak oder -ek. psiak ‚Hündchen’ 2. les´niczy ! nadles´niczy ‚Oberförster’. In der letzten Zeit sind unter dem Einfluss anderer Sprachen einige neue Präfixe hinzugekommen. arcydzie!o ‚Meisterwerk’. das auf das Fehlen oder das Gegenteil des im Stamm Genannten hinweist. benennen sie eine höhere Position in der Hierarchie. nie!ad ‚Unordnung’. podzbio´ r ‚Untermenge’.auf. nadwaga ‚Übergewicht’ In der gleichen Funktion treten die entlehnten Präfixe arcy. wicedyrektor ‚Vizedirektor’. nadprodukcja ‚Überproduktion’. nadcis´ n ienie ‚Überdruck’. nieprzyjaciel ‚Feind’ In ähnlicher Funktion treten Präfixe fremder Abstammung auf wie anty. podsekretarz ‚Untersekretär’. so ändert sich nichts an der Zugehörigkeit des Ausgangslexems zu einer semantischen Klasse. kontrnatarcie ‚Gegenangriff’ Das Formativ nad. kociak ‚Kätzchen’.

-nik. unterscheiden sich jedoch in ihrer Semantik. Deshalb sind bei weitem nicht alle Komposita in den Wörterbüchern verzeichnet.13. Komposita (rzeczowniki z!oz˙one) Wortbildungsformationen. Wir unterscheiden zwei Grundtypen von Komposita: a) auf syntaktischen Verbindungen beruhende. Substantivische Wortbildungsformationen 167 Eine weitere semantische Spezialisierung liegt in dem Formativ niedo. Die Komposition erfreut sich im heutigen Polnischen großer Produktivität. gehören im Hinblick auf die strukturelle Bedeutung zu den unter 74 bis 136 aufgeführten Wortbildungskategorien. deren Wortbildungsstamm durch die Verbindung zwischen einer Präposition und einem Substantiv entsteht. wspo´!mieszkaniec ‚Mitbewohner’ 2. na ramieniu ! naramiennik ‚Achselklappe’ Unter formalen Gesichtspunkten nähern sie sich den präfigierten Substantiven an. Es versprachlicht.2. das das Nichtausreichen oder den geringen Grad des Genannten bezeichnet. wspo´!autor ‚Koautor’. a) Syntaktische Komposita (rzeczowniki pochodne od wyraz˙en´ syntaktycznych) Es handelt sich um Formationen. naroz˙nik ‚Eckhaus’. podgo´ r ze ‚Vorgebirgsland’.vor. Der große Benennungsbedarf führt zur Abkehr von traditionellen Kompositionsmustern und zur Entstehung immer neuer Formationen. da hier ganz andere Wortbildungsverfahren vorliegen als in den vorher genannten Kategorien. da die Bedeutung des Stamms sehr stark verändert wird. niedorozwo´j ‚Unterentwicklung’. niedowaga ‚Untergewicht’ Zu den recht produktiven Formativen zählt das Präfix wspo´!-.2. nadburcie ‚Schanzkleid um das Schiffsdeck’. Das entscheidende Merkmal der Komposita ist das Vorhandensein von zwei Wurzeln. Sie bezeichnen Gegenstände. Formative dieser Gruppe sind -ek. b) eigentliche Komposita. Als Basis für diese Formationen können Phrasen mit verschiedenen Präpositionen und Substantiven auftreten. pod g!owa± ! podg!o´wek ‚Keilkissen’. dass das genannte Merkmal gemeinsam mit einem anderen auftritt.2. die zum Teil noch nicht in die Gesamtsprache eingedrungen sind und sich nur im Usus gefestigt haben. Sie werden gesondert behandelt. bezdroz˙e ‚unwegsame Gegend’. przedwios´ n ie ‚Vorfrühling’. 138 137 . bez ludzi ! bezludzie ‚Einöde’. vor allem im Bereich der Fachterminologie. die durch die in der Präpositionalphrase genannten Merkmale charakterisiert werden. -ka oder -e. die auf dem Wege der Komposition entstehen. Somit zählen sie zu den Nomina attributiva.

Substantive mie±dzywojnie ‚Zeit zwischen den Weltkriegen’. Typ ‚mro´wkojad’ Substantivstamm + o + Verbalstamm 140 In den Formationen dieses Typs verweist das zweite Glied auf eine Handlung und das erste auf das Objekt dieser Handlung. mro´wkojad ‚Ameisenbär. b) Eigentliche Komposita 139 Formationen dieser Art beruhen auf zwei autosemantischen Stämmen. Adverben oder Numeralia auftreten. Die Wortbildungsbasis des zweiten Gliedes des Kompositums ist entweder ein Verbal. Abweichungen von der Grundstruktur sind relativ selten. drogowskaz ‚Wegweiser’. Aus der Beziehung beider Glieder zueinander ergibt sich die strukturelle Bedeutung. Neben diesem Morphem tritt gleichzeitig die Nullaffigierung oder ein weiteres Suffix auf. die durch die Person oder den Gegenstand. die als solche auch selbständig vorkommen kann.168 2.oder ein Substantivstamm. Dieser Typ ist nicht besonders produktiv. den das Kompositum bezeichnet. Das erste Glied ist eine nähere Bestimmung dieser Handlung. d!ugopis ‚Kugelschreiber’ Das zweite Glied verweist auf die Handlung. Diese beiden Elemente werden mit dem Interfix -o. krwiodawca ‚Blutspender’ um Nomina obiecti drzeworyt ‚Holzschnitt’ oder um Nomina actionis. ausgeführt wird. zarzecze ‚Land jenseits des Flusses’ Diese Ausdrücke gehören zum allen funktionalen Stilen gemeinsamen Wortschatz des Polnischen. . Bisweilen tritt als zweites Glied eine Form auf.miteinander verbunden. piorunochron ‚Blitzableiter’. im ersten Glied können auch Stämme anderer Wortarten wie Adjektive. winobranie ‚Weinlese’ Unter semantischen Gesichtspunkten handelt es sich um belebte und unbelebte Nomina agentis. dalekowidz ‚Weitsichtiger’. krwiodawca ‚Blutspender’. winobranie ‚Weinlese’ Typ ‚d!ugopis’ Adverbialstamm + o + Verbalstamm 141 Dieser Typ bildet meist Nomina agentis oder Nomina instrumenti.

czarnoziem ‚Schwarzerde’. in denen beide Glieder gleichberechtigt nebeneinander stehen: meblos´cianka ‚Wandschrank/Schrankwand’ Beide Typen sind heute recht produktiv. Die Mehrheit der Lexeme dieser Gruppe gehört zu den expressiven Ausdrücken und weist eine scherzhafte Färbung auf. Dieser Effekt entsteht durch die Charakterisierung einer Person. Substantivische Wortbildungsformationen 169 Typ ‚dusigrosz’ Verbalstamm + o + Substantivstamm Dieser Kompositionstyp ist heute nur schwach produktiv. die durch das erste Glied näher bestimmt werden. Dieses bestimmt das zweite Glied näher oder bezeichnet mit ihm zusammen den Träger eines bestimmten Merkmals. in denen beide Glieder gleichberechtigt sind. sondern durch -i-/-y-. cudzoziemiec ‚Ausländer’ b) Formationen.verbunden. seltener eines Gegenstandes auf der Grundlage der Neigung zu der im ersten Glied genannten Tätigkeit. denn die beiden Glieder werden nicht durch das Interfix -o. Typ ‚dziesie±ciolecie’ Numeralstamm + o + Substantivstamm In diesen Formationen ist das erste Glied ein Numerale – Kardinale. ca!okszta!t ‚Gesamtgestalt’ Das zweite Glied kann sowohl eine potenziell selbstständige Einheit wie ca!o-kszta!t. einen Gegenstand oder einen Begriff. in denen das erste Glied das zweite näher bestimmt: ksie±gozbio´r ‚Büchersammlung’. dusigrosz ‚Geizhals’. Zum einen solche. czworono´g ‚Vierbeiner’ 145 144 143 142 . gwiazdozbio´r ‚Sternbild’ Zum anderen solche. dziesie±ciolecie ‚Jahrzehnt/zehnjähriges Jubiläum’. Ordinale oder Kollektivum.2. bawidamek ‚Salonlöwe’ Von den anderen Komposita weicht dieser Typ in formaler Hinsicht ab. Hier bezeichnet das zweite Glied eine Person. insbesondere in der Fachterminologie.2. Typ ‚cudzoziemiec’ Adjektivstamm + o + Substantivstamm Bei den Komposita dieses Typs kann man zwei Grundtypen feststellen: a) Formationen. die auf das im zweiten Glied genannte Objekt gerichtet ist. als auch bloße Stämme wie czarno-ziem enthalten. Typ ‚meblos´cianka’ Substantivstamm + o + Substantivstamm Im Hinblick auf die Beziehung zwischen den beteiligten Gliedern lassen sich zwei Typen unterscheiden. die zu den Nomina attributiva zählen.

2. In einem heute sehr produktiven Typ entsteht die Formation durch die alleinige Kombination der beiden Glieder. stulecie ‚Jahrhundert/Hundertjahrfeier’.170 2. aus deren Anfangsbuchstaben oder -silben neue zusammengesetzte Ausdrücke entstanden sind. dwuszereg ‚Zweierreihe’. tro´jskok ‚Dreisprung’ Typ ‚Wielkanoc’ Zusammenrückung (zrost) 146 Zu den Zusammenrückungen zählen Substantive. die Institutionen bezeichnen. die ihre Aussprache erleichtern.auf. Nach diesen Modifikationen können wir die Abkürzungen unterteilen. Abkürzungen 147 Als Abkürzungen (skro´towce) werden Lexeme bezeichnet.14. die keine formalen Kompositionsmittel aufweisen. die aus der Verkürzung einzelner Ausdrücke entstanden sind. Das erste Glied enthält eine auf die syntaktische Beziehung hinweisende Flexionsendung. ONZ [o™nz™t] Organizacja Narodo´w Zjednoczonych ‚Die Vereinten Nationen’ PKS [p™kÅ™s] Pan´stwowa Komunikacja Samochodowa ‚Staatlicher Busverkehr’ BMW [b™™mvu] ‚BMW’ . UW Uniwersytet Warszawski Ausdrücke dieser Art. In der mündlichen Rede unterliegen die Abkürzungen bestimmten Modifikationen. c´wierc´fina! ‚Viertelfinale’ Einige Numeralia haben die Form des Genitivs oder eine spezifische Form. Bia!ystok – bia!y stok ‚weißer Abhang’ Die Zusammenrückung ist im heutigen Polnisch nicht produktiv. Die Zusammenrückung ist von einer syntaktischen Fügung durch den Akzent zu unterscheiden. sind im heutigen Polnisch recht häufig. die bei der Deklination des Kompositums mitflektiert: Bia!ystok – do Bia!egostoku ‚nach Bia!ystok’ oder nicht mitflektiert: Wielkanoc – od Wielkanocy ‚seit Ostern’. 2. Substantive In den Formationen mit Numeralia tritt nicht immer das Interfix -o. po´!etat ‚halbe Planstelle’. Buchstabentyp ‚ONZ’ 148 Die Buchstabentypen (literowce) sind charakterisiert durch die Aussprache jedes einzelnen Buchstabens entsprechend der Buchstabenlautung im Alphabet.

152 151 150 149 . Die Einteilung in verschiedene Klassen ergibt sich aus dem Vergleich der Paradigmen. Die Substantive des Polnischen werden nach Kasus und Numerus flektiert.2.3. PAN [pÅn] Polska Akademia Nauk ‚Polnische Akademie der Wissenschaften’ GUS [gus] G!o´wny Urza±d Statystyczny ‚Zentralamt für Statistik’ NATO [nÅtC] ‚NATO’ Silbentyp ‚Pafawag’ In den Silbenabkürzungen (sylabowce. d. Wir unterscheiden sieben Kasus: Nominativ (Mianownik) Genitiv (Dope!niacz) Dativ (Celownik) Akkusativ (Biernik) Instrumental (Narze˛dnik) Präpositiv (Miejscownik) Vokativ (Wo!acz) Beim Numerus stehen sich Singular (liczba pojedyncza) und Plural (liczba mnoga) gegenüber. der Gesamtheit der Flektionsformen eines Substantivs. da sich unter den Buchstaben immer ein Vokal befindet.h. z!oz˙eniowce) befinden sich die Anfangssilben der Lexeme. Deklinationen 171 Lauttyp ‚PAN’ In diesen Abkürzungen werden die einzelnen Buchstaben nicht entsprechend der Nennform im Alphabet ausgesprochen.3. Dies ist möglich. Deklinationen Unter Deklination (deklinacja) verstehen wir die formale Veränderung. sondern als Lautverbindung wie bei einem gewöhnlichen Lexem (g!oskowce). der ein Substantiv in verschiedenen syntaktischen Umgebungen unterliegt. Pafawag [pÅfÅvÅk] Pan´stwowa Fabryka Wagono´w ‚Staatliche Waggonfabrik’ Mischtyp ‚CPLiA’ Dieser Typ stellt eine Kombination aus dem Buchstaben. CPLiA [t‡s™p™l#jÅ] Centrala Przemys!u Ludowego i Artystycznego ‚Verband des Kunsthandwerks’ 2. Die Flektionsformen der Substantive hängen von ihrer Zugehörigkeit zu den einzelnen Deklinationsklassen ab.und dem Lauttyp dar (skro´towce mieszane). die die Entität bezeichnen.

Substantive Dabei ist zu sehen. dz˙ und l.B. häufigen und regelmäßigen Paradigmen genannt. dz. von vielen Klassen lässt sich eindeutig auf das Genus schließen.B. Bei der Darstellung der Deklinationsklassen werden zu Beginn die typischen. aber nicht umgekehrt. Eine Tabelle enthält immer mehrere Vokabeln. c. worek ‚Sack’ Mit historisch palatalisiert ist gemeint. Am oberen Ende sind die Klassen mit maximal verschiedenenen Paradigmen und am unteren diejenigen mit einem Paradigma. unproduktive bzw. k. In Relation dazu lassen sich die Deklinationsklassen in einander ähnliche und in einander völlig verschiedene einteilen. weil sie früher einmal palatalisiert waren. von denen die erste mit einem Rahmen versehen als ein regelmäßiges typisches Paradigma anzusehen ist. rzecz ‚Sache’. Die Deklinationsklasse hängt mit dem Genus des Substantivs zusammen. . ge±s´ ‚Gans’. z. dass manche Klassen sich in vielen Kasus-Numerusformen decken. kot ‚Kater’ • Stammauslaut auf palatelen oder historisch palatalisierten Konsonanten. während andere ganz unterschiedliche Formen haben. z˙. In dieser Grammatik gehen wir von folgender Ordnung aus: Substantiv feminin neutral nicht-feminin maskulin maskulin-personal maskulin-nichtpersonal nichtpersonal-unbelebt nichtpersonal-belebt Neben der ausschlaggebenden Zuordnung in die Deklinationsklassen nach dem syntaktischsemantisch definierten Genus wirken phonologische Gesichtspunkte bei der Auswahl der Form der jeweiligen Endung. Es gibt drei Stammauslauttypen: • Stammauslaut auf nichtpalatalen Konsonanten. so´l ‚Salz’ • Stammauslaut auf g. z. das sich nur in einem Kasus unterscheidet.B. dass sich diese Stämme morphologisch genauso verhalten wie die palatalen. durch die sich die einzelnen Klassen unterscheiden. auf die der Lerner besonders achten sollte. sehr seltene werden später eigens als solche aufgeführt. z. Wenn wir die Anzahl der Kasus ansehen.172 2. cz. Dazu zählen sz. erhalten wir eine Hierarchie. Schraffiert werden Formen.

ob der Auslaut palatalisiert ist oder nicht. Auslaut auf nichtpalatalisierten bzw.3. barwa barwy barwie barwe± barwa± barwie Farbe g!owa g!owy ´g!owie g!owe± g!owa± g!owie Kopf tas´ma tas´my tas´mie tas´me± tas´ma± tas´mie Band baza bazy bazie baze± baza± bazie Base klasa klasy klasie klase± klasa± klasie Klasse !za !zy !zie !ze± !za± !zie Träne 154 153 . Wir unterscheiden lediglich drei formale Typen an femininen Deklinationsklassen: • mit der Endung -a im Nominativ Singular • mit der Endung -i im Nominativ Singular (Einzelfälle) • mit der Endung -Ø im Nominativ Singular a) Feminine Substantive auf -a (‚barwa’) Wie bei den anderen Genera nimmt ein Stamm unterschiedliche Endungen an in Abhängigkeit davon. Deklination der femininen Substantive (odmiana rzeczowniko´w z˙enskich) Anders als das maskuline Genus zeigt das feminine keine semantisch-syntaktisch bestimmte Deklinationsklassenbildung.2.1.3. nichtpalatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. Deklinationen 173 Vokabel 1 Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Vokabel 2 Vokabel 3 2.

Diese werden aus Gründen der Anschaulichkeit nicht in phonetischer oder phonologischer. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv barwy barw barwom barwy barwami barwach g!owy g!o´w g!owom g!owy g!owami g!owach tas´my tas´m tas´mom tas´my tas´mami tas´mach bazy baz bazom bazy bazami bazach klasy klas klasom klasy klasami klasach !zy !ez !zom !zy !zami !zach Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. • • • • m : mi.174 2. zmiana – zmianie s : si. kobieta kobiety kobiecie kobiete± kobiecie kobieto! Frau kole±da kole±dy kole±dzie kole±de± kole±da± kole±dzie kole±do! Weihnachtslied pszczo!a pszczo!y pszczole pszczo!e± pszczo!a± pszczole pszczo!o! Biene ko!dra ko!dry ko!drze ko!dre± ko!dra± ko!drze ko!dro! Bettdecke zmiana zmiany zmianie zmiane± zmiana± zmianie zmiano! Veränderung Instrumental kobieta± Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ kobiety kobiet kobietom kobiety kobietach kobiety! kole±dy kole±d kole±dom kole±dy kole±dami kole±dach kole±dy! pszczo!y pszczo´! pszczo!om pszczo!y pszczo!ami pszczo!ach pszczo!y! ko!dry ko!der ko!drom ko!dry ko!drami ko!drach ko!dry! zmiany zmian zmianom zmiany zmianami zmianach zmiany! Instrumental kobietami Im Dativ und im Präpositiv Singular kommt es zu einer Reihe von konsonantischen Alternationen. sondern in orthografischer Schreibung angeführt. tas´ma – tas´mie n : ni. baza – bazie . klasa – klasie z : zi.

Deklinationen 175 • • • • • • • • w : wi.3. bieda – biedzie ! : l. mucha – musze Außerdem gibt es Vokalalternationen: • o : o´. pszczo!a – pszczole r : rz. apteka – aptece g : dz. kobieta – kobiecie d : dzi. g!owa – g!owie t : ci. noga – no´g • e : Ø. apteka apteki aptece apteke± apteka± aptece Apotheke noga nogi nodze noge± noga± nodze Bein/Fuß 156 155 Plural apteki aptek aptekom apteki aptekami aptekach nogi no´g nogom nogi nogami nogach Auslaut auf historisch palatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. ko!dra – ko!drze k : c. ulica ulicy ulicy ulice± ulica± ulicy Straße te±cza te±czy te±czy te±cze± te±cza± te±czy Regenbogen cisza ciszy ciszy cisze± cisza± ciszy Stille wiez˙a wiez˙y wiez˙y wiez˙e± wiez˙a± wiez˙y Turm fala fali fali fale± fala± fali Welle . noga – nodze ch : sz. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. g!owa – g!o´w.2. !za – !ez. ko!dra – ko!der Substantive auf -g und -k Sie haben im Genitiv Singular sowie im Nominativ und Akkusativ Plural statt eines -y ein -i.

-z˙ (=%rz) die Endung -y. -sz. chwila – chwili ‚Moment’. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv ulice ulic ulicom ulice ulicami ulicach te±cze te±cz te±czom te±cze te±czami te±czach wiez˙e wiez˙ wiez˙om wiez˙e wiez˙ami wiez˙ach fale fal falom fale falami falach In dieser Deklinationssubklasse kommt es zu keinen Alternationen. Im Genitiv und im Präpositiv Singular erscheint nach den Konsonanten -c. fala – fali ‚Welle’.176 2. ziemia ziemi ziemi zimie± ziemi ziemio! Erde armia armii armii armie± armia± armii armio! Armee lekcja lekcji lekcji lekcje± lekcja± lekcji lekcjo! Lektion Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ ziemie ziem ziemiom ziemie ziemiach ziemie! armie armii armiom armie armiami armiach armie! lekcje lekcji lekcjom lekcje lekcjami lekcjach lekcje! szyje szyj szyjom szyje szyjami szyjach szyje! ciocie cioc´ ciociom ciocie ciociami ciociach ciocie! szyja szyi szyi szyje± szyja± szyi szyjo! Hals ciocia cioci cioci ciocie± ciocia± cioci ciociu! Tante Instrumental ziemia± Instrumental ziemiami . Nur nach -l tritt die Endung -i auf. cebula – cebuli ‚Zwiebel’ 157 56 Auslaut auf palatalisierten Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. -cz.

statua – statui . historia – historii ‚Geschichte’ b) Feminine Substantive auf -i (‚gospodyni’) Diese Klasse ist bei weitem nicht so verbreitet wie diejenige auf -a. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Arabia – Arabii ‚Arabien’. die sich nach Vokalen mit dem j verbindet. sesja – sesji ‚Sitzung’ Nach anderen Konsonanten wird der gleiche Halbvokal als i geschrieben. lekcja – lekcji ‚Lektion’.Statue’ Wenn der Laut j am Auslaut eines Stamms entlehnter Wörter nach den Konsonanten s. armia – armii ‚Armee’. Deklinationen 177 Die Unterschiede der Formen im Genitiv. Dativ und Präpositiv Singular sind hier eher orthografisch als real lautlich bedingt. c und z auftritt. 159 . Sie enthält nur eine Handvoll Substantive und das Personalpronomen pani. gospodyni gospodyni gospodyni gospodynie± gospodynia± gospodyni gospodyni! Gastgeberin pani pani pani pania± pania± pani pani Frau Plural gospodynie gospodyn´ gospodyniom gospodynie gospodyniami gospodyniach gospodynie! panie pan´ paniom panie paniami paniach panie! 158 c) Feminine Substantive auf -Ø (‚kolej’) Die weitaus meisten Vertreter dieser recht großen Klasse gehören zu den Stämmen mit Auslaut auf palatale Konsonanten. bleibt die Schreibung mit j in allen Kasus erhalten. Dania – Danii ‚Dänemark’.3. szyja – szyi ‚Hals’. Überall tritt hier die Endung des Lauts -i auf.2. aleja – alei ‚Allee’ Ähnlich werden entlehnte Substantive wie idea ‚Idee’ flektiert: idea – idei ‚Idee’.

Substantive Auslaut auf palatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt.178 2. pore±cz pore±czy pore±czy pore±cz pore±cza± pore±czy – Lehne m!odziez˙ m!odziez˙y m!odziez˙y m!odziez˙ m!odziez˙a± m!odziez˙y m!odziez˙y! Jugend noc nocy nocy noc noca± nocy nocy! Nacht so´l soli soli so´l sola± soli – Salz . kolej kolei kolei kolej kolei Bahn d!on´ d!oni d!oni d!on´ d!onia± d!oni Handfläche ga!a±z´ ga!e˛zi ga!e±zi ga!a±z´ ga!e˛zia± ga!e±zi Ast Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv koleje kolei kolejom koleje kolejach d!onie d!oni d!oniom d!onie d!oniami d!oniach ga!±e±zie ga!e±zi ga!e±ziom ga!e±zie ga!e˛ziami ga!e±ziach nici nici niciom nici nic´mi niciach wsie wsi wsiom wsie wsiami wsiach nic´ nici nici nic´ nicia± nici Faden wies´ wsi wsi wies´ wsia± wsi Dorf Instrumental koleja± Instrumental kolejami Auslaut auf historisch palatalisierten Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.

-i.2. -i -e. Deklinationen 179 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv pore±cze pore±czy pore±czom pore±cze pore±czami pore±czach noce nocy nocom noce nocami nocach sole soli solom sole solami solach 160 d) Übersicht zu den Endungen der regulären femininen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -o.-i -o. -y -om -y. fala – fali ‚Welle’. -y. -i. -e±. -i ist auf einige wenige Einzelfälle beschränkt wie bogini ‚Göttin’. -e -Ø. -g. diejenigen auf einen palatalen Konsonanten oder auf -l. -i -y. ziemia – ziemi ‚Erde’. -i Substantive auf einen nicht palatalen oder historisch palatalisierten Auslaut nehmen die Endung -y. -mi -ach -y. -u. 20% aller femininen Substantive lauten hingegen auf einen palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten aus (Endung -Ø). -i. -i. ziemia ‚Erde’ Ca. -y. unabhängig von der Palatalität des Stammkonsonanten. g!owa – g!owy ‚Kopf’. praca ‚Arbeit’. -i. re±ka – re±ki ‚Hand’ . g!owa ‚Kopf’. -Ø.3. -Ø -a± -e. -e -ami. noga – nogi ‚Bein’. praca – pracy ‚Arbeit’. Genitiv Singular -y. -i) Die überwiegende Mehrheit der femininen Substantive hat im Nominativ Singular die Endung -a. Nominativ Singular -a (-Ø. -i. -k nehmen -i. häufigsten Endungen. Plural -y. -e Fett gedruckt sind die zentralen. -y .

wies´ – wies´ ‚Dorf’ Instrumental Singular -a± Alle Feminina ohne Ausnahme haben die Endung -a±. -y. ciocia – cioci ‚Tante’. ziemia – ziemio! ‚Erde’ Die Mehrheit der palatalen Stämme. Marysia – Marysiu! ‚Marysia’ . re±ka – re±ka± ‚Hand’. szosa – szosie ‚Chaussee’. matka – matko! ‚Mutter’. szosa – szosie ‚Chaussee’. besonders die Koseformen von weiblichen Vornamen. Substantive Dativ Singular -e. mamusia – mamusiu! ‚Mutti’. -i weisen die Endung -e± auf.180 2. dziewczyna – dziewczyno! ‚Mädchen’. noc – noc ‚Nacht’. gospodyni – gospodynie± ‚Gastgeberin’ Bei den Substantiven auf -Ø ist der Akkusativ Singular gleich dem Nominativ. -y. re±ka – re±ke± ‚Hand’. te±cza – te±czy ‚Regenbogen’ Vokativ Singular -o. kobieta – kobiecie ‚Frau’. -i) Alle Substantive auf -a mit Ausnahme der Mehrheit der palatalen Stämme verfügen über die Vokativendung -o. noga – nodze ‚Bein’ Bei den palatalen und historisch palatalisierten Stämmen ist die Endung identisch mit dem Genitiv Singular: erstere haben -i. z˙ona – z˙ono! ‚Ehefrau’. -i Nichtpalatale Stämme haben das Morphem -e. ciocia – cioci ‚Tante’. noc – noca± ‚Nacht’ Präpositiv Singular -e. haben statt dessen -u. -y. te±cza – te±czy ‚Regenbogen’ Akkusativ Singular -e± (-Ø) Alle Substantive mit dem Nominativ Singular auf -a bzw. also auch -Ø. das von Alternationen des Auslauts begleitet ist. ciocia – ciociu! ‚Tante’. -i Die Formen des Präpositivs fallen mit dem Dativ Singular zusammen. noga – nodze ‚Bein’. Kasia – Kasiu! ‚Kasia’. kobieta – kobiecie ‚Frau’. zweitere -y. (-u. szko!a – szko!e± ‚Schule’.

siostra – siostry ‚Schwestern’ Feminina auf palatalen und historisch palatalisierten Stamm nehmen -e. gospodynia – gospodynie ‚Gastgeberinnen’. !o´dz´ – !odzie ‚Boote’. mysz – myszy ‚Mäuse’. lekcja – lekcji ‚Lektionen’ Dativ Plural -om Der Dativ Plural hat bei allen drei Genera die Form -om. g!owa – g!o´w ‚Köpfe’. . pore±cz – pore±czy ‚Lehnen’. Substantive auf -i nehmen die Endung -i. pani – pani! ‚Frau’ Nominativ Plural -y. d!on´ – d!onie ‚Handflächen’. brew – brwi ‚Augenbrauen’ Bei einigen wenigen Substantiven kommt es zu Schwankungen. historia – historii ‚Geschichten’.3.2. sodass zwei Endungen möglich sind. m!odziez˙ – m!odziez˙y! ‚Jugend’. noga – no´g ‚Füße’. re±ka – ra±k ‚Hände’. ziemia – ziemie ‚Länder’. praca – prace ‚Arbeiten’ Feminina auf -g oder -k haben hingegen -i. Deklinationen 181 Bei den Feminina auf -Ø hat der Vokativ die Form -i bzw. cukiernia – cukierni ‚Konditoreien’. pralnia – pralni ‚Wäschereien’. noc – nocy ‚Nächte’ Die Endung -i kommt außerdem bei palatalen Substantiven mit dem Suffix -nia und in einigen Lehnwörtern vor. -i. droga – drogi ‚Wege’. -e Substantive auf nichtpalatalisierten Stammauslaut haben -y. g!owa – g!owy ‚Köpfe’. !za – !ez ‚Tränen’ Bei den im Nominativ Singular endungslosen Wörtern tritt -y oder -i auf. -y. -y Die überwiegende Mehrheit der Substantive hat im Genitiv Plural die Nullendung -Ø. apteka – apteki ‚Apotheken’ Bei den Substantiven auf -Ø treten die Endungen -e und -y bzw. rzecz – rzeczy ‚Sachen’. Dabei kommt es zu diversen Stammalternationen. postac´ – postacie oder postaci ‚Gestalt’ Genitiv Plural -Ø. -i. -i auf. nic´ – nici ‚Fäden’.

g!owa – g!owy ‚Köpfe’. kos´c´ – kos´c´mi ‚Knochen’. kobieta – kobietach ‚Frauen’. ziemia – ziemie ‚Länder’. gospodyni – gospodynie ‚Gastgeberinnen’. -i.2. -e Der Vokativ ist mit dem Nominativ identisch. sondern ausschließlich Stammtypen. Die regelmäßigen Typen sind: • Nominativ Singular -o (nichtpalatale Stämme) • Nominativ Singular -e (palatale oder historisch palatalisierte Stämme) 162 a) Neutrale Substantive auf -o (‚drzewo’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. Einige wenige Ausnahmen bilden die Substantive mit der verkürzten Variante -mi. nic´ – niciach ‚Fäden’ Vokativ Plural -y.3. -i.182 2. kobieta – kobietami ‚Frauen’. gospodyni – gospodynie! ‚Gastgeberinnen’ 2. siostra – siostry! ‚Schwestern’. Substantive Akkusativ Plural -y. nic´ – nic´mi ‚Fäden’ Präpositiv Plural -ach Es tritt ausnahmslos -ach auf. -e Diese Formen sind identisch mit dem Nominativ Plural. Nicht-feminine Deklination: Deklination der neutralen Substantive 161 (odmiana rzeczowniko´w nijakich) Bei den neutralen Substantiven unterscheiden wir keine syntaktisch-semantisch bedingten Subgenera. nic´ – nici ‚Fäden’ Instrumental Plural -ami (-mi) Die Form lautet für alle Klassen -ami. drzewo drzewa drzewu drzewo drzewie Baum gniazdo gniazda gniazdu gniazdo gniazdem gniez´dzie Nest mie±so mie±sa mie±su mie±so mie±sem mie±sie Fleisch b!oto b!ota b!otu b!oto b!otem b!ocie Schmutz okno okna oknu okno oknem oknie Fenster miasto miasta miastu miasto miastem mies´cie Stadt Instrumental drzewem .

das ohne Alternationen im Stamm auftritt. miasto – mies´cie ‚Stadt’. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. drzewo – drzewie ‚Baum’. gniazdo – gniez´dzie ‚Nest’ Substantive mit dem Stamm -k. Im Präpositiv kommt es bei palatalem oder historisch palatalalisiertem Auslaut zu Alternationen.3. -g. oder -ch haben im Präpositiv ein -u. Daneben haben auch die Substantive mit weichem Stamm ein -u.2. Deklinationen 183 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv drzewa drzew drzewom drzewa drzewami drzewach gniazda gniazd gniazdom gniazda gniazdami gniazdach mie±sa mie±s mie±som mie±sa mie±sami mie±sach b!ota b!ot b!otom b!ota b!otami b!otach okna okien oknom okna oknami oknach miasta miast miastom miasta miastami miastach In den neutralen Deklinationsklassen fallen in beiden Numera grundsätzlich Nominativ und Akkusativ zusammen. Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jab!ko jab!ka jab!ku jab!ko jab!kiem jab!ku Apfel jab!ka jab!ek jab!kom jab!ka jab!kami jab!kach echo echa echu echo echem echu Echo Plural echa ech echom echa echami echach radia (radio´w) radiom radia radiami radiach radio radia radiu radio radiem radiu Radio .

-em -e. Substantive 163 b) Neutrale Substantive auf -e (‚pole’) Substantive auf -e unterscheiden sich von denjenigen auf -o im Präpositiv Singular.184 2. -e -a -u -o. -e Im Nominativ der regulären Substantive tritt nach nichtpalatalen Konsonanten -o und nach den anderen -e auf. . häufigsten Endungen. -e. -u -o. pole pola polu pole polu Feld serce serca sercu serce sercem sercu Herz zboz˙e zboz˙a zboz˙u zboz˙e zboz˙em zboz˙u Getreide Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv pola po´l polom pola polach serca serc sercom serca sercami sercach zboz˙a zbo´z˙ zboz˙om zboz˙a zboz˙ami zboz˙ach zdje±cia zdje±c´ zdje±ciom zdje±cia zdje±ciami zdje±ciach dania dan´ daniom dania daniami daniach zdje±cie zdje±cia zdje±ciu zdje±cie zdje±ciem zdje˛ciu Aufnahme danie dania daniu danie daniem daniu Gericht Instrumental polem Instrumental polami 164 c) Übersicht zu den Endungen der regulären neutralen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -o. Nominativ Singular -o. -i. -e Plural -a -Ø. -y -om -a -ami -ach -a Fett gedruckt sind die zentralen. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt.

Genitiv Singular -a Alle Neutra haben -a. serce – serc ‚Herz’ In einigen Substantiven mit palatalem oder historisch palatalisiertem Auslaut tritt -i oder -y auf. Akkusativ Singular -o.2. unabhängig von der Semantik der Vokabel.3. -y) Hier steht gewöhnlich eine Nullendung: pole – po´l ‚Feld’. Wir unterscheiden zwei Typen: 165 . Deklinationen 185 Nominativ Plural -a Der Nominativ Plural ist immer -a. Instrumental Singular -em und Instrumental Plural -ami Alle Neutra haben -em und -ami. ko!o – ko´! ‚Räder’ • e± : a± s´wie±to – s´wia±t ‚Feiertag’ Dativ Singular -u und Dativ Plural -om Alle Neutra haben im Dativ Singular -u und im Plural -om. d) Unregelmäßige neutrale Substantive (nieregularne rzeczowniki nijakie) Neutrale Substantive auf -e± (‚imie±’) Die Substantive auf -e± erweitern bei der Flexion ihren Stamm. Genitiv Plural -Ø (-i. -e und Akkusativ Plural -a Der Akkusativ fällt sowohl im Singular als auch im Plural mit dem Nominativ zusammen. narze±dzie – narze±dzi ‚Werkzeug’. nare±cze – nare±czy ‚Arm voll’ Im Genitiv Plural kommt es zu Stammalternationen: • Ø : e jab!ko – jab!ek ‚Apfel’. okno – okien ‚Fenster’ • o : o´ pole – po´l ‚Felder’.

kurcze± ‚Huhn’. ciemie± ‚Scheitel’. . siemie± ‚Samen’ 167 Typ ‚ciele±’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. ciele± ciele±cia ciele±ciu ciele± ciele±ciem ciele±ciu ciele± Kalb szczenie± szczenie±cia szczenie±ciu szczenie± szczenie±ciem szczenie±ciu szczenie± Welpe ciele±ta ciela±t ciele±tom ciele±ta ciele±tami ciele±tach ciele±ta! Plural szczenie±ta szczenia±t szczenie±tom szczenie±ta szczenie±tami szczenie±tach szczenie±ta! Nach diesem Muster flektieren die zum Teil veralteten Substantive: zwierze± ‚Tier’. plemie± ‚Volksstamm’. z´rebie± ‚Fohlen’. imie± imienia imieniu imie± imieniem imieniu Name ramie± ramienia ramieniu ramie± ramieniem ramieniu Schulter imiona imion imionom imiona imionami imionach Plural ramiona ramion ramionom ramiona ramionami ramionach Nach diesem Muster flektieren: znamie± ‚Banner’.186 2. Substantive 166 Typ ‚imie±’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. jagnie± ‚Lamm’. dziewcze± ‚Mädchen’. als der Singular überhaupt nicht flektiert und der Genitiv Plural die maskuline Form -o´w annimmt. brzemie± ‚Last’. bydle± ‚Vieh’. koz´le± ‚Zicklein’ 168 Neutrale Substantive auf -um Einige Substantive lateinischer Herkunft auf -um haben insofern ein spezifisches Paradigma. strzemie± ‚Steigbügel’.

2.3. Deklinationen 187 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. oko oka oku oko okiem oku oko! Auge ucho ucha uchu ucho uchem uchu ucho! Ohr Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ oczy oczu oczom oczy oczami/oczyma oczach oczy! uszy uszu uszom uszy uszami uszach uszy! dzieci dzieci dzieciom dzieci dziec´mi dzieciach dzieci! dziecko dziecka dziecku dziecko dzieckiem dziecku dziecko! Kind . muzeum muzeum muzeum muzeum muzeum muzeum Museum stypendium stypendium stypendium stypendium stypendium stypendium Stipendium muzea muzeo´w muzeom muzea Plural stypendia stypendio´w stypendiom stypendia stypendiami stypendiach muzeami muzeach Weitere unregelmäßige Einzelfälle Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.

Substantive 2. student studenta studentowi studenta studencie Student ch!op ch!opa ch!opu ch!opa ch!opem ch!opie Bauer Francuz Francuza Francuzowi Francuza Francuzem Francuzie Franzose Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ studenci studento´w studentom studento´w studentach studenci ch!opi ch!opo´w ch!opom ch!opo´w ch!opami ch!opach ch!opi Francuzi Francuzo´w Francuzom Francuzo´w Francuzami Francuzach Francuzi blondyni blondyno´w blondynom blondyno´w blondynami blondynach blondyni genera!owie genera!o´w genera!om genera!o´w genera!ami genera!ach genera!owie blondyn blondyna blondynowi blondyna blondynem blondynie Blonder genera! genera!a genera!owi genera!a genera!em generale General Instrumental studentem Instrumental studentami Diese Deklinationsklasse ist gekennzeichnet a) durch eine spezifische Endung im Nominativ Plural: -i oder -owie und b) den Zusammenfall von Akkusativ und Genitiv sowohl im Singular als auch im Plural (nichtpersonal-belebt nur im Singular!).B.188 2. z. . poeta 170 typisch maskuline Grundform (‚student’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt.3. die im Singular mit der femininen Deklination auf Vokal und im Plural mit dem Typus student zusammenfällt. Nicht-feminine Deklination: Deklination der maskulinen Substantive 169 (odmiana rzeczowniko´w me±skich) a) Maskulin-personal Bei der maskulin-personalen Deklination (odmiana me±sko-osobowa) unterscheiden wir zwei recht unterschiedliche Subtypen: • die typisch maskuline Grundform wie student • die sogenannte Mischform.3.

aktor aktora aktorowi aktora aktorem aktorze Schauspieler Polak Polaka Polakowi Polaka Polakiem Polaku Pole Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ aktorzy aktoro´w aktorom aktoro´w aktorami aktorach aktorzy! Polacy Polako´w Polakom Polako´w Polakami Polakach Polacy! biolodzy biologo´w biologom biologo´w biologami biologach biolodzy! Czesi Czecho´w Czechom Czecho´w Czechami Czechach Czesi! biolog biologa biologowi biologa biologiem biologu Biologe Czech Czecha Czechowi Czecha Czechem Czechu Tscheche Im Nominativ Plural kommt es zu einer Reihe von Alternationen: student – studenci.2. Deklinationen 189 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt. 171 . Polak – Polacy etc. Bei den Substantiven auf -o handelt es sich um Familiennamen des Typs Kos´ciuszko oder Koseformen wie wujcio ‚Onkel’.3. sogenannte Mischform (‚poeta’) Eine Gruppe maskulin-personaler Substantive hat im Nominativ Singular ein -a oder ein -o und flektiert im Singular wie feminine Substantive auf -a. aktor – aktorzy.

von denen poeta der häufigste ist. Als sicherer Marker des maskulin-personalen Subgenus fungiert durchgehend der Akkusativ Plural. b) Maskulin-nichtpersonal: belebt (me±sko-nieosobowy: z˙ywotny) 172 Auslaut auf nichtpalatalen Konsonanten (‚owad’) . Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. poeta hat im Singular die gleichen Formen wie eine Gruppe femininer Substantive.190 2. poeta poety poecie poete± poeta± poecie poeto! Dichter kierowca kierowcy kierowcy kierowce± kierowca± kierowcy kierowco! Leiter Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ poeci poeto´w poetom poeto´w poetami poetach poeci! kierowcy kierowco´w kierowcom kierowco´w kierowcami kierowcach kierowcy! Kos´ciuszkowie Kos´ciuszko´w Kos´ciuszkom Kos´ciuszko´w Kos´ciuszkami Kos´ciuszkach Kos´ciuszkowie! Kos´ciuszko Kos´ciuszki Kos´ciuszce Kos´ciuszke± Kos´ciuszka± Kos´ciuszce Kos´ciuszko! Kos´ciuszko Angeführt sind vier verschiedene Typen.

2. owad owada owadowi owada owadzie/ Insekt ptak ptaka ptakowi ptaka ptakiem ptaku! Vogel kot kota kotu kota kotem kocie! Katze Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ owady owado´w owadom owady owadach owady! ptaki ptako´w ptakom ptaki ptakami ptakach ptaki! koty koto´w kotom koty kotami kotach koty! tygrysy tygryso´w tygrysom tygrysy tygrysami tygrysach tygrysy! barany barano´w baranom barany baranami baranach barany! tygrys tygrysa tygrysowi tygrysa tygrysem tygrysie! Tiger baran barana baranowi barana baranem baranie! Hammel Instrumental owadem Instrumental owadami Nichtpersonal-belebte Substantive zeichnen sich dadurch aus. sondern mit dem Genitiv Singular zusammenfällt. paw pawia pawiowi pawia pawiem pawiu Pfau karp karpia karpiowi karpia karpiem karpiu Karpfen wieprz wieprza wieprzowi wieprza wieprzem wieprzu Schwein kon´ konia koniowi konia koniem koniu Pferd !abe±dz´ !abe±dzia !abe±dziowi !abe±dzia !abe±dziem !abe±dziu Schwan 173 . Deklinationen 191 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt. dass der Akkusativ Singular nicht mit dem Nominativ. In einigen wenigen Fällen kann im Dativ statt -owi die Endung -u auftreten wie im Fall kotu. Auslaut auf palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten (‚paw’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt.3.

. oferma ofermy ofermie oferme± oferma± ofermie ofermo! Waschlappen Plural ofermy oferm/ofermów ofermom ofermy/ofermów ofermami ofermach ofermy! niemowlak ‚Säugling’ sticht heraus durch den Zusammenfall von Genitiv und Akkusativ Plural. ‚Der furchtbare Waschlappen konnte einfach nichts. denn sie bewirken beim Adjektiv und Verb trotz des möglichen Bezugs auf männliche Referenten nicht die maskulin-personale. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Sonderfälle 174 pawie pawi pawiom pawie pawiami pawiach pawie! karpie karpi karpiom karpie karpiami karpiach karpie! wieprze wieprzo´w/wieprzy wieprzom wieprze wieprzami wieprzach wieprze! konie koni koniom konie kon´mi koniach konie! !abe±dzie !abe±dzi !abe±dziom !abe±dzie !abe±dziami !abe±dziach !abe˛dzie! Pejorative Lexeme wie oferma ‚Waschlappen’ bilden eine spezifische Gruppe. was eine Eigenschaft der maskulin-nichtpersonalen Deklination ist. und von Nominativ und Akkusativ Plural. sondern maskulin-belebte oder feminine Kongruenz.’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.’ Ta straszna oferma nic nie umia!. ‚Diese furchtbaren Waschlappen konnten einfach nichts.192 2. was eine Eigenschaft der maskulin-personalen Deklination ist. Te straszne ofermy nic nie umia!y.

3. niemowlak niemowlaka niemowlakowi niemowlaka niemowlakiem niemowlaku niemowlaku! Säugling Plural niemowlaki niemowlaków niemowlakom niemowlaków/niemowlaki niemowlakami niemowlakach niemowlaki! c) Maskulin-nichtpersonal: unbelebt (me±sko-nieosobowy: niez˙ywotny) Auslaut auf nichtpalatalen Konsonanten Auslaut nicht auf -g. -k. Deklinationen 193 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.2. -ch (‚sklep’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. sklep sklepu sklepowi sklep sklepem sklepie Laden nerw nerwu nerwowi nerw nerwem nerwie Nerv klub klubu klubowi klub klubem klubie Klub Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv sklepy sklepo´w sklepom sklepy sklepach nerwy nerwo´w nerwom nerwy nerwami nerwach kluby klubo´w klubom kluby klubami klubach atomy atomo´w atomom atomy atomami atomach akcenty akcento´w akcentom akcenty akcentami akcentach sady sado´w sadom sady sadami sadach atom atomu atomowi atom atomem atomie Atom akcent akcentu akcentowi akcent akcentem akcencie Akzent sad sadu sadowi sad sadem sadzie Garten 175 Instrumental sklepami .

welche folgende Alternationen begleitet: • • • • • • • • • • p : pi. atom – atomie t : ci. adres adresu adresowi adres adresie Adresse rozkaz rozkazu rozkazowi rozkaz rozkazem rozkazie Befehl plan planu planowi plan planem planie Plan Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv adresy adreso´w adresom adresy adresach rozkazy rozkazo´w rozkazom rozkazy rozkazami rozkazach plany plano´w planom plany planami planach artyku!y artyku!o´w artyku!om artyku!y artyku!ami artyku!ach bary baro´w barom bary barami barach artyku! artyku!u artyku!owi artyku! artyku!em artykule Artikel bar baru barowi bar barem barze Bar Instrumental adresem Instrumental adresami Aus den Paradigmen wird klar. k. sad – sadzie s : si. rozkaz – rozkazie n : ni. adres – adresie z : zi. bar – barze Auslaut auf -g. Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. dass bei den Substantiven des maskulin-unbelebten Genus der Nominativ und der Akkusativ im Singular wie im Plural identisch sind (anders nichtpersonal-belebt und maskulin-personal). sodass keine Alternationen des Stamms auftreten. oder ch haben im Präpositiv kein -e. -k -ch. außer Auslaut auf -g. haben im Präpositiv Singular die Endung -e. ukrop – ukropie b : bi.194 2. akcent – akcencie d : dzi. klub – klubie m : mi. .k. -ch (‚kajak’) 176 Substantive dieses Genus mit dem Auslaut g. sondern ein -u. plan – planie ! : l. Alle Substantive mit nichtpalatalem Auslaut.. artyku! – artykule r : rz.

-c. -z´. Deklinationen 195 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt.2. -rz. -c´. deren Stamm auf palatale (-s´. kajak kajaka kajakowi kajak kajakiem kajaku Kajak brzeg brzegu brzegowi brzeg brzegiem brzegu Ufer Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv kajaki kajako´w kajakom kajaki kajakami kajakach brzegi brzego´w brzegom brzegi brzegami brzegach orzechy orzecho´w orzechom orzechy orzechami orzechach orzech orzecha orzechowi orzech orzechem orzechu Nuss In der Flexion der Substantive auf -k und -g treten die Varianten -ki und -gi auf vor dem Instrumental Singular -em (kajakiem – brzegiem) und im Nominativ Plural (kajaki. -n´.3. -dz´. brzegi). Auslaut auf palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten (‚piec’) Zu dieser Gruppe zählen wir alle Substantive. -cz. 185. Zum Genitiv Singular auf -a vs. -z˙. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. piec pieca piecowi piec piecu Ofen mosia±dz mosia±dzu mosia±dzowi mosia±dz mosia±dzem mosia±dzu Messing klucz klucza kluczowi klucz kluczem kluczu Schlüssel kosz kosza koszowi kosz koszem koszu Korb pieprz pieprzu pieprzowi pieprz pieprzem pieprzu Pfeffer bagaz˙ bagaz˙u bagaz˙owi bagaz˙ bagaz˙em bagaz˙u Gepäck 177 Instrumental piecem . -j ) oder auf historisch palatalisierte Konsonanten (-sz. -u s. -dz) oder auf -l endet.

Die häufigsten Alternationen sind: •e:Ø • o´ : o • a± : e± .196 2. So hat der Stamm im Nominativ Singular eine andere Gestalt als in den anderen Formen. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv piece pieco´w piecom piece piecami piecach klucze kluczy kluczom klucze kluczami kluczach Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv lis´c´ lis´cia lis´ciowi lis´c´ lis´ciem lis´ciu Blatt lis´cie lis´ci lis´ciom lis´cie lis´c´mi lis´ciach grzebien´ grzebienia grzebieniowi grzebien´ grzebieniem grzebieniu Kamm Plural grzebienie grzebieni grzebieniom grzebienie grzebieniami grzebieniach kraje krajo´w krajom kraje krajami krajach cele celo´w celom cele celami celach kraj kraju krajowi kraj krajem kraju Land cel celu celowi cel celem celu Ziel kosze koszy/koszo´w koszom kosze koszami koszach bagaz˙e bagaz˙y bagaz˙om bagaz˙e bagaz˙ami bagaz˙ach d) Vokalalternationen in den Substantivstämmen 178 (wymiany samog!oskowe w tematach rzeczowniko´w) Neben den konsonantischen Alternationen finden sich bei allen Deklinationsklassen der Substantive bisweilen Veränderungen des Vokals im Stamm.

sto´! sto!u sto!owi sto´! sto!em stole Tisch pro´g progu progowi pro´g progiem progu Schwelle ma±z˙ me±z˙a me±z˙owi me±z˙a me±z˙em me±z˙u Ehemann za±b ze±ba ze±bowi za±b ze±bem ze±bie Zahn go!a±b go!e±bia go!e±biowi go!e±bia go!e±biem go!e±biu Taube 180 . Deklinationen 197 Alternationen des Typs e : Ø (bewegliches e – e ruchome) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt. Alternationen des Typs o´ : o und a± : e± Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt. kotek kotka kotkowi kotka kotku Kätzchen majster majstra majstrowi majstra majstrem majstrze Meister pies psa psu psa psem psie Hund Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ kotki kotko´w kotkom kotki kotkach kotki majstrowie majstro´w majstrom majstro´w majstrami majstrach majstrowie psy pso´w psom psy psami psach psy sny sno´w snom sny snami snach mchy mcho´w mchom mchy machami mchach sen snu snowi sen snem s´nie Schlaf mech mchu mchowi mech mchem mchu Moos 179 Instrumental kotkiem Instrumental kotkami Hier tritt der Vokal e nur im Nominativ Singular bzw.2. In den anderen Kasusformen verflüchtigt er sich.3. beim maskulin-unbelebten Genus auch im Akkusativ Singular auf.

198 2. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. o´ : e 181 sto!y sto!o´w sto!om sto!y sto!ami sto!ach progi progo´w progom progi progami progach me±z˙owie me±z˙o´w me±z˙om me±z˙o´w me±z˙ami me±z˙ach me˛z˙owie! ze±by ze±bo´w ze±bom ze±by ze±bami ze±bach go!e±bie go!e±bi go!e±biom go!e±bie go!e±biami go!e±biach go!e˛bie! Diese Alternationen treten im Präpositiv Singular und bisweilen im Nominativ Plural beim maskulin-personalen Genus auf. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Seltene Alternationen des Typs a : e. o : e. s´wiat s´wiata s´wiatu s´wiat s´wiatem s´wiecie Welt sa±siad sa±siada sa±siadowi sa±siada sa±siadem sa±siedzie Nachbar Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv s´wiaty s´wiato´w s´wiatom s´wiaty s´wiatami s´wiatach sa±siedzi sa±siado´w sa±siadom sa±siado´w sa±siadami sa±siadach anio!y/anieli/ anio!owie anio!o´w anio!om anio!y/ anio!o´w anio!ami anio!ach popio!y popio!o´w popio!om popio!y popio!ami popio!ach anio! anio!a anio!owi anio!a anio!em aniele Engel popio´! popio!u popio!owi popio´! popio!em popiele Asche .

-o) Der Nominativ Singular ist meist durch eine Ø-Endung an einem konsonantischen Stammauslaut angegeben. In der Regel tritt die erstgenannte Endung auf. Recht selten dagegen. kolega ‚Kollege/Freund’ etc. -a -a. strach – strachu ‚Angst’ -i bzw. -y -om -o´w. -y -owi. -e. -i. Letztere erhalten oft die Endung -u. -a± -e. sind Substantive auf -o. -owie -o´w.2. -y -e. -i. -i. -i. -mi -ach -i. -e. -e -ami. -y. -i. m!otek – m!otka ‚Hammer’. -u. -u. Genitiv Singular -a (-u. Tadzio. Tendenziell gibt es eine semantisch motivierte Einteilung in Substantive mit einer ‚gestalthaften’ und ‚nichtgestalthaften’ Semantik. -o Plural -i. Deklinationen 199 e) Übersicht zu den Endungen der regulären maskulinen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -Ø. -i. -y -Ø. -i. -e± -em. -u. s´wiat ‚Welt’. -y. -y treten in den sogenannten Mischklassen mit Nominativ Singular auf -a und -o in Erscheinung: me±z˙czyzna – me±z˙czyzny ‚Mann’. aber -u hält sich in einer ganzen Reihe von Lexemen aus den ältesten Schichten des Wortschatzes. cies´la – cies´li ‚Zimmermann’. z.B. -e. -o. -y) Der Dativ hat bei den Nichtmischformen im Singular zwei Konkurrenzformen: -owi und selten -u. -u. wujcio. Kos´ciuszko – Kos´ciuszki ‚Kos´ciuszko’ Dativ Singular -owi (-u. -e. -y. Es sind oft einsilbige Wörter des maskulin-belebten oder maskulin-personalen Subgenus: .3. student ‚Student’. Daneben gibt es einige maskulinpersonale Substantive auf -a wie poeta ‚Dichter’. Nominativ Singular: -Ø (-a-. -y) Die Mehrheit der maskulinen Substantive weisen die Endung -a auf. Fettgedruckt sind die typischen und häufigsten Endungen. weil auf Eigennamen beschränkt. poeta – poety ‚Dichter’. -owie 182 Die Tabelle und die folgenden Kommentare enthalten die zentralen Endungen der maskulinen Deklinationsklassen. Es handelt sich entweder um Nachnamen wie Feleszko oder um Koseformen des Typs Kazio. -a.

-k.200 2. -y tauchen bei Substantiven des so genannten gemischten Typs auf: poeta – poecie ‚Dichter’. die auslauten auf: • einen palatalen Konsonanten. pies – psa ‚Hund’. kot – kotu ‚Katze’ Als einzige Ausnahme aus dem maskulin-unbelebten Genus ist s´wiat – s´wiatu ‚Welt’ zu nennen. rokiem. pro´g – progu ‚Schwelle’. ch!op – ch!opu ‚Bauer’. kierowca – kierowcy ‚Leiter’. aber sto!em. • -g. Die Endungen -e. ma±z˙ – me±z˙u ‚Ehemann’. -i. -a (-e±) Bei maskulin-unbelebten Substantiven fallen diese Endungen mit dem Nominativ und bei maskulin-belebten bzw. Neben diesem regelhaften Vorkommen gibt es einige Ausnahmen: . nos – nosie ‚Nase’. lis´c´ – lis´ciu ‚Blatt’. poko´j – pokoju ‚Zimmer’. Bo´g – Bogu ‚Gott’. dach – dachu ‚Dach’. brat – bratu ‚Bruder’. cies´la – cies´li ‚Zimmermann’ Akkusativ Singular -Ø. -k. sto´! – sto´! ‚Tisch’. -ch auf und wird von Alternationen des auslautenden Konsonanten. student – studenta ‚Student’ -e± tritt bei den sogenannten Mischtypen des maskulin-personalen Subgenus auf: kierowca – kierowce± ‚Fahrer’. -y) -e und -u sind die Endungen aller maskulinen Deklinationsklassen mit Ausnahme der Mischtypen. -personalen mit dem Genitiv zusammen. poeta – poeta± ‚Dichter’ Präpositiv Singular -e. lekarz – lekarzu ‚Arzt’. pan – panu ‚Herr’. Vor diesem Morphem kommt es bei -k und -g zur Alternation: progiem. bisweilen auch des Stammvokals begleitet: kot – kocie ‚Katze’. diabe! – diab!u ‚Teufel’. piec – piecu ‚Ofen’. Instrumental Singular -em (-a±) Der Instrumental hat in der überwiegenden Mehrheit die Endung -em. rok – rokiem ‚Jahr’. Nur die Substantive des sogenannten Mischtyps wie poeta nehmen -a± an. kon´ – koniu ‚Pferd’ • einen historisch palatalisierten Konsonanten. -u (-i. orze! – orle ‚Adler’ -u finden wir bei Substantiven. pies – psu ‚Hund’. sa±siad – sa±siadem ‚Nachbar’. kwiat – kwiecie ‚Blume’. -e tritt in Substantiven mit nichtpalatalem Auslaut außer nach -g. Substantive ojciec – ojcu ‚Vater’. -ch rok – roku ‚Jahr’.

cel – cele ‚Ziele’ Maskulin-personale Substantive verfügen über die Endungen -i. -e und -owie. ch!opiec – ch!opcze! ‚Junge’. klucz – klucze ‚Schlüssel’. Die Endung -i verbindet sich mit nichtpalatalen Stämmen und bewirkt Alternationen. -y. Diese haben die Endung -i (pro´g – progi ‚Schwellen’. Norweg – Norwedzy ‚Norweger’.2. nauczyciel – nauczyciele ‚Lehrer’. krawiec – krawcy ‚Schneider’. konik – koniki ‚Pferdchen’) kot – koty ‚Katzen’. -e (-owie) Der Nominativ Plural weist eine ganze Reihe von Formen auf. g!upiec – g!upcze! ‚Dummkopf’. pan – panu ‚Herr’. -i. orzech – orzechy ‚Nüsse’. stomatolog – stomatolodzy ‚Zahnärzte’ Außerdem taucht es nach dem Suffix -ec auf: ch!opiec – ch!opcy ‚Jungen’. pies – psy ‚Hund’. Deklinationen 201 dom – domu ‚Haus’. Ausnahmen sind u. wobei es zu Alternationen kommt. anio! – anieli ‚Engel’ -y tritt bei Stämmen auf -g und -k auf. lokaj – lokaje ‚Lakaien’. -y tritt an maskulin-belebte und unbelebte Substantive auf einen nichtpalatalen Konsonanten außer -g und -k. student – studenci ‚Studenten’. Niemiec – Niemcy ‚Deutsche’. Oder nach r: aktor – aktorzy ‚Schauspieler’. pan – panie! ‚Herr’ -o als die für Feminina typische Vokativendung finden wir bei den Mischformen kierowca – kierowco! ‚Fahrer’. W!och – W!osi ‚Italiener’. przechodzien´ – przechodnie ‚Passanten’. -u (-o) Bei allen Substantiven außer den sog. stolarz – stolarze . Palatale und historisch palatalisierte Stämme verbinden sich mit -e. syn – synu ‚Sohn’ Vokativ Singular -e. ch!op – ch!opi ‚Bauern’. bagaz˙ – bagaz˙e ‚Gepäckstücke’. kraj – kraje ‚Länder’. sa±siad – sa±siedzi ‚Nachbarn’. towarzysz – towarzysze ‚Genossen’.a. dyrektor – dyrektorzy ‚Direktoren’ -e ist Stämmen mit palatalem oder historisch palatalisiertem Auslaut eigen. mo´wca – mo´wco! ‚Redner’ Nominativ Plural -y. Polak – Polacy ‚Polen’. Mischformen ist der Vokativ mit dem Präpositiv identisch.3. da±b – de±by ‚Eichen’. die mit dem Suffix -ec gebildeten Substantive: Bo´g – Boz˙e! ‚Gott’.

s´wiadek – s´wiadkowie ‚Zeugen’ Genitiv Plural -o´w (-i. lekarz – lekarze ‚Ärzte’ Die Endung -owie tritt in verschiedenen semantischen Gruppen aus dem maskulinpersonalen Subgenus auf: • einige Verwandtschaftsbezeichnungen syn – synowie ‚Söhne’. kon´ – koni ‚Pferde’. lis´c´ – lis´ci ‚Blätter’. Mongo! – Mongo!owie ‚Mongolen’. obywatel – obywatele ‚Bürger’. widelec – widelco´w ‚Gabeln’ • einigen Stammauslauten auf palatalen Konsonanten. pos!ugacz – pos!ugacze ‚Diener’. Ste±pien´ – Ste±pieniowie ‚die Ste±piens’. las – laso´w ‚Wälder’. palec – palco´w ‚Finger’. Belg – Belgowie ‚Belgier’. pan – panowie ‚Herren’.ä. wuj – wujo´w ‚Onkel’. wie±zien´ – wie±z´niowie ‚Häftlinge’. -y) Die typische Endung -o´w tritt auf bei: • allen nichtpalatalen Stammauslauten. Berufe u. siostrzeniec – siostrzen´cy ‚Neffen’ • einige Familiennamen Nowak – Nowakowie ‚die Nowaks’. ogro´d – ogrodo´w ‚Gärten’ • vielen Stammauslauten auf historisch palatalisierten Konsonanten. profesor – profesorowie ‚Professoren’. genera! – genera!owie ‚Generäle’. ojciec – ojcowie ‚Väter’.202 2. uczen´ – uczniowie ‚Schüler’. p!ot – p!oto´w ‚Zäune’. Sienkiewicz – Sienkiewiczowie ‚die Sienkiewicz’s’. dzien´ – dni ‚Tage’ -y ist recht häufig bei Stämmen mit historisch palatalem Konsonanten. uczen´ – ucznio´w ‚Schüler’. Jan – Janowie ‚die Jans’ • einige Nationalitätenbezeichnungen Arab – Arabowie ‚Araber’. kraj – krajo´w ‚Länder’ Die Endung -i verbindet sich mit Stämmen auf palatalen Auslaut. Pers – Persowie ‚Perser’ • einige Titel. aber: brat – bracia ‚Brüder’. Tokarz – Tokarzowie ‚die Tokarzs’. Substantive ‚Tischler’. gos´c´ – gos´ci ‚Gäste’. sa±siad – sa±siado´w ‚Nachbarn’. krawiec – krawco´w ‚Schneider’. minister – ministrowie ‚Minister’. Serb – Serbowie ‚Serben’. dziadek – dziadkowie ‚Großväter’. Roman – Romanowie ‚die Romans’. wo´dz – wodzowie ‚Führer’. . ch!opiec – ch!opco´w ‚Jungen’. kro´l – kro´lowie ‚Könige’. wuj – wujowie ‚Onkel’. Brun – Brunowie ‚die Bruns’ • einige Vornamen Tadeusz – Tadeuszowie ‚die Tadeuszs’.

pies – psach ‚Hunde’. panowie – panowie! ‚Herren’ . nauczyciel – nauczycieli ‚Lehrer’. uczen´ – uczniom ‚Schüler’. aber: palec – palco´w ‚Finger’. kon´ – kon´mi ‚Pferde’. klucz – kluczy ‚Schlüssel’. We±gry – We±grzech ‚Ungarn’. lis´c´ – lis´c´mi ‚Blätter’. widelec – widelco´w ‚Gabeln’ Dativ Plural -om Alle Deklinationsklassen des Polnischen unabhängig vom Genus nehmen im Dativ Plural die Endung -om an. ch!opiec – ch!opcom ‚Jungen’. gos´c´ – gos´c´mi ‚Gäste’. -e . zaja±c – zaje±cy ‚Hasen’. kon´ – koniach ‚Pferde’. Deklinationen 203 z˙o!nierz – z˙o!nierzy ‚Soldaten’. przyjaciele – przyjaciele! ‚Freunde’. lis´c´ – lis´ciom ‚Blätter’ Akkusativ Plural -i. sa±siad – sa±siadom ‚Nachbarn’. pienia±dz – pienie±dzy ‚Geld’. sto´! – sto!y ‚Tische’. ch!opcy – ch!opcy! ‚Jungen’.B. gos´c´ – gos´ciom ‚Gäste’. pienia±dze – pienie±dzmi ‚Geld’ Präpositiv Plural -ach In allen drei Genera verwenden wir die Endung -ach. -e (-owie) Die Vokativformen der maskulinen Deklinationsklassen sind identisch mit dem Nominativ Plural. profesor – profesoro´w ‚Professoren’ Instrumental Plural -ami (-mi) Alle Deklinationsklassen des Polnischen unabhängig vom Genus nehmen im Instrumental Plural -ami an. tysia±c – tysie±cy ‚Tausende’. poko´j – pokoje ‚Zimmer’. pisarz – pisarzy ‚Schriftsteller’. Nur einige wenige Ländernamen haben die Variante -ech. -y.3. z. W!ochy – W!oszech ‚Italien’ (aber: Czechy – Czechach! ‚Tschechien’) Vokativ Plural -i. in dem er mit dem Genitiv Plural zusammenfällt. außer beim maskulinpersonalen Genus. -o´w Der Akkusativ Plural ist mit dem Nominativ Plural identisch. pan – panom ‚Herren’. -y. Nur wenige Substantive auf palatalisierten Konsonanten stehen mit der verkürzten Endung -mi. profesor – profesorach ‚Professoren’. w Niemczech ‚in Deutschland’. kon´ – koniom ‚Pferde’.2.

Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. ojciec ojca ojcu ojca ojcu ojcze! Vater orze! or!a or!owi or!a or!em orle orle! Adler kwiecien´ kwietnia kwietniowi kwiecien´ kwietniem kwietniu kwietniu! April ojcowie ojco´w ojcom ojco´w ojcami ojcach ojcowie! Plural or!y or!o´w or!om or!y or!ami or!ach or!y! Instrumental ojcem Ganz besondere Paradigmen haben die Vokabeln brat ‚Bruder’ und ksia±dz ‚Priester’. Einige Substantive weisen zwei recht unterschiedliche Stämme im Nominativ Singular einerseits und den anderen Kasus andererseits auf. die relativ häufig vorkommen und von daher wichtig sind. Daneben gibt es aber viele Ausnahmen und Abweichungen. Bestehen bei der Zuweisung des Paradigmas weiterhin Probleme. In diesem Abschnitt werden einige irreguläre Substantive genannt. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. die nicht alle in einer Grammatik behandelt werden können. Substantive f) Unregelmäßige maskuline Substantive 183 (nieregularne rzeczowniki me±skie) Die oben dargestellten Deklinationstypen erfassen die große Mehrheit aller maskulinen Substantive.204 2. ist ein Wörterbuch zu konsultieren. brat brata bratu brata bratem bracie bracie! Bruder ksia±dz ksie±dza ksie±dzu ksie±dza ksie±dzem ksie±dzu ksie±z˙e! Priester bracia braci braciom braci brac´mi braciach bracia! Plural ksie±z˙a ksie±z˙y ksie±z˙om ksie±z˙y ksie±z˙mi ksie±z˙ach ksie±z˙a! Irreguläre Stammveränderungen finden wir auch bei przyjaciel ‚Freund’ und tydzien´ ‚Woche’. .

przyjaciel przyjaciela przyjacielowi przyjaciela przyjacielem przyjacielu przyjacielu! Freund tydzien´ tygodnia tygodniowi tydzien´ tygodniem tygodniu tygodniu! Woche przyjaciele przyjacio´! przyjacio!om przyjacio´! przyjacio´!mi przyjacio!ach przyjaciele! Plural tygodnie tygodni tygodniom tygodnie tygodniami tygodniach tygodnie! Personenbezeichnungen auf -anin bilden eine relativ große Gruppe von Substantiven.aus. Hiszpan – Hiszpanie ‚Spanier’.2. . Deklinationen 205 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. chrzes´cijanin chrzes´cijanina chrzes´cijaninowi chrzes´cijanina chrzes´cijaninie chrzes´cijaninie! Christ Amerykanin Amerykanina Amerykaninowi Amerykanina Amerykaninem Amerykaninie Amerykaninie! Amerikaner chrzes´cijanie chrzes´cijan chrzes´cijanom chrzes´cijan chrzes´cijanami chrzes´cijanach chrzes´cijanie! Plural Amerykanie Amerykano´w Amerykanom Amerykano´w Amerykanami Amerykanach Amerykanie! Instrumental chrzes´cijaninem Einige Substantive auf -an haben im Plural eine ähnliche Deklination.3. Dabei fällt im Plural die Lautfolge -in. Cygan – Cyganie ‚Zigeuner’ Die Substantive rok ‚Jahr’ und cz!owiek ‚Mensch’ bilden den Plural suppletiv. d.h. Sie zeichnen sich durch zwei verschiedene Singular.und Pluralstämme aus. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. sie haben im Plural einen gänzlich anderen Stamm.

Der Singular entspricht der Adjektiv-. Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. me±z˙czyzna me±z˙czyzny me±z˙czyz´nie me±z˙czyzne± me±z˙czyzna± me±z˙czyz´nie me±z˙czyzno! Mann Plural me±z˙czyz´ni me±z˙czyzn me±z˙czyznom me±z˙czyzn me±z˙czyznami me±z˙czyznach me±z˙czyz´ni! Ein weiterer Sonderfall liegt bei Substantiven vor. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. . Es gehört zur Klasse der feminin-maskulinen Mischformen. weist aber auch im Plural eine mit den Feminina zusammenfallende Forme auf.206 2. rok roku rokowi rok rokiem roku roku Jahr cz!owiek cz!owieka cz!owiekowi cz!owieka cz!owiekiem cz!owieku cz!owieku! Mensch lata lat latom lata latami latach lata! Plural ludzie ludzi ludziom ludzi ludz´mi ludziach ludzie! Eine besondere Deklination weist auch das maskulin-personale Substantiv me±z˙czyzna auf. die wie se±dzia ‚Richter’ oder ausländische Familiennamen wie Linde eine gemischt adjektivisch-substantivische Deklination aufweisen. nämlich den Genitiv Plural: statt -o´w steht -Ø. der Plural der maskulin-personalen Deklination.

sportowa odziez˙ ‚Sportkleidung’. d. Pronomen. mit dem sie kongruieren. der Stamm des Lexems impliziert die Kategorie und diese ist bei gleichem Stamm nicht veränderbar (Sonderfälle: pejorative Verschiebung eines maskulinpersonalen Substantivs ins maskulin-belebte: rzemies´lniki statt rzemies´lnicy wie in t e przekle˛te rzemies´lniki ‚die verdammten Handwerker’). Oslo 2. Adjektivs und Verbs. Bonn.h. Bei der Kongruenz geht es um die Form der ein Substantiv begleitenden Lexeme wie Adjektive. Numerales. Delacroix. sie passen sich dem jeweiligen Substantiv an. -a oder -e annimmt: nowy samocho´d ‚ein neues Auto’ – bia!a s´ciana ‚eine weiße Wand’ – pie±kne miasto ‚eine schöne Stadt’ 184 . Numeralia und Verben. d. ko!o sportowe ‚Sportkreis’ Das Genus unterteilt die Substantive in verschiedene Typen von Kongruenzklassen. Für die anderen Wortarten ist das Genus flexivisch. Pronomens.h. Dazu zählen auch einige Städtenamen. Grammatische Kategorien des Substantivs 2. Tokio. Dumas. Bei Substantiven und Personalpronomen ist Genus eine klassifizierende grammatische Kategorie.4. sportowy styl ‚sportlicher Stil’.1. ob das Adjektiv im Nominativ Singular die Endung -y.4. Genus Das Genus (rodzaj) ist eine grammatische Kategorie des Substantivs (im traditionellen Sinne).4. So bestimmt das Genus des Substantivs. die aufgrund ihres vom Polnischen stark abweichenden Lautbestands nicht flektiert werden. Verdun. Grammatische Kategorien des Substantivs 207 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.2. se±dzia se±dziego se±dziemu se±dziego se±dzia± se±dzi se±dzio! Richter Linde Lindego Lindemu Lindego Lindem Lindem Linde! Linde Plural se±dziowie se±dzio´w se±dziom se±dzio´w se±dziami se±dziach se±dziowie! Lindowie Lindo´w Lindom Lindo´w Lindami Lindach Lindowie! Schließlich sei auf solche fremden Namen hingewiesen. Honululu.

niemowle± ‚Säugling’. gospodyni ‚Gastgeberin’ c) neutrum. pore±cz ‚Lehne’. aktor ‚Schauspieler’ Substantiv feminin neutral nicht-feminin maskulin maskulin-personal maskulin-nichtpersonal nichtpersonal-unbelebt nichtpersonal-belebt Als zentrales Kriterium für die Bestimmung der Genera werden in der Polonistik traditionell die Formen des Akkusativs herangezogen. pies ‚Hund’. dom ‚Haus’ b) maskulin-belebt. Gramatyka wspo´!czesnego je±zyka polskiego. pies ‚Hund’. auch 152): • maskulin-nichtpersonal a) maskulin-unbelebt. pole ‚Feld’ Das maskuline Genus unterscheidet weitere Subgenera (vgl. z. z.) .B.B. Substantive Es gibt drei Grundgenera: a) maskulin.B.’ Singular tego ch!opca Widze˛ tego psa ten stó! to miasto te ksia˛z˙ke˛ Plural tych ch!opców te psy te sto!y te miasta te ksia˛z˙ki maskulin-personal maskulin-nichtpersonal-belebt maskulin-nichtpersonal-unbelebt neutral feminin (vgl. ch!opiec ‚Junge’. z. Der Testsatz lautet Widze± ten X ‚Ich sehe dieses X. sto´! ‚Tisch’ b) feminin. kobieta ‚Frau’. sto´! ‚Tisch’. karaluch ‚Kakerlake’ • maskulin-personal. Polak ‚Pole’. drzewo ‚Baum’. 1998. s´ciana ‚Wand’. 210f. Morfologia.208 2.

h.4. Die Zuordnung zu den drei Grundgenera geschieht aufgrund von folgenden Regeln. die nicht absolut wirken. ‚Ich sehe diese Tische. ch!opiec ‚Junge’. die Menge der verschiedenen Flexionsformen eines Substantivs b) Sexus. Das morphologische Prinzip: • Substantive aus den maskulinen Deklinationsklassen sind maskulin. (Genitiv) ‚Das sind Hüte dieser Jungen. Grammatische Kategorien des Substantivs 209 Das Merkmal ‚Synkretismus (Zusammenfall) der Endungen des Akkusativs und des Genitivs im Singular’ erfasst die maskulin-personalen und die maskulin-belebten Substantive. die eng interagieren: a) Deklinationsklassen der Substantive. ‚Ich sehe diesen Jungen. niemowle± ‚Säugling’. sto´! ‚Tisch’. sonst ist der Akkusativ gleich dem Nominativ. ‚Ich sehe diesen Tisch. poeta ‚Dichter’ • Substantive aus den femininen Deklinationsklassen sind feminin. sondern sich gegenseitig aufheben können. drzewo ‚Baum’. sind feminin. ‚Ich sehe diese Hunde. ch!opiec ‚Junge’. pies ‚Hund’. . ch!opiec ‚Junge’. pole ‚Feld’ Gleichzeitig gilt das semantische Prinzip: • Substantive. (Akkusativ) ‚Ich sehe diese Jungen.’ (Akkusativ) To jest noga tego sto!u.: To jest kapelusz tego ch!opca. pies ‚Hund’ und sto´! ‚Tisch’. d.’ To sa± nogi tych sto!o´w. To sa± kapelusze tych ch!opco´w.’ Der Zusammenfall des Akkusativs mit dem Genitiv tritt im Plural nur bei den maskulinpersonalen Substantiven auf.’ An der Zuweisung des Genus sind morphologische und semantische Eigenschaften beteiligt.’ Widze± te psy. d. profesor (deklinabel) ‚Professor’. pies ‚Hund’.’ Widze± tych ch!opco´w. ‚Das ist das Bein dieses Tischs’. sierota (maskulin) ‚Waise’ • Substantive. kot ‚Kater’. vgl. Widze± ten sto´!. das natürliche Geschlecht des vom Substantiv bezeichneten Referenten. Bei den Deklinationsklassen handelt es sich um den reinen Formenbestand eines Substantivs.’ (Genitiv) Widze± tego ch!opca. me±z˙czyzna ‚Mann’. vgl. ‚Das ist der Hut dieses Jungen. die männliche Lebewesen bezeichnen. s´ciana ‚Wand’.h.2.’ Widze± te sto!y. gospodyni ‚Gastgeberin’ • Substantive aus den neutralen Deklinationsklassen sind neutrum. ‚Das sind Beine dieser Tische. sind maskulin. kobieta ‚Frau’. semantische Merkmale finden keine Berücksichtigung. die weibliche Lebewesen bezeichnen. pore±cz ‚Lehne’.

Dies erklärt die Genitivform -a von Bezeichnungen für • Werkzeuge m!ot – m!ota ‚Hammer’. die es erlauben. sind hier zwei Endungen vertreten. ‚Janek/Magda ist ein armes Waisenkind.2. ‚Ich habe mir einen neuen Mercedes gekauft. nauczycielka ‚Lehrerin’. Substantive mit gestalthafter Semantik haben tendenziell die Endung -a. Obwohl der Gebrauch von -a bzw. Janek jest biednym sierota±. -u 185 Die maskulinen Substantive teilen sich in die Subgenera ‚maskulin-personal’. ‚maskulinbelebt’ und ‚maskulin-unbelebt’ auf. Gestaltlosigkeit (postaciowos´c – bezpostaciowos´c´) des Gegenstandes. das eng mit der semantischen Komponente ‚Tier’ korreliert. Differenzierung der maskulinen Substantive im Genitiv Singular -a vs. Es gibt jedoch einige Ausnahmen: zu diesem Genus gehören auch Automarken und Tänze. dziewczyna ‚Mädchen’. z.’ Die Bezeichnungen der maskulinen Subgenera ‚personal’. Hier gilt das semantische Prinzip. 2. die sich an der Form des Genitiv Singular festmacht: -a vs.’ Einige Substantive des maskulin-belebten Genus. -u nicht eindeutig umrissenen semantischen Klassen von Substantiven zuzuordnen ist. Das wichtigste semantische Merkmal ist die Gestalthaftigkeit bzw. Während Substantive des maskulin-personalen und des maskulin-belebten Subgenus immer die Endung -a haben (Ausnahmen wo!-u ‚Ochse’ und bawo!-u ‚Bison’).h.210 2. haben personale Bedeutung wie niemowlak ‚Säugling’. -u. Die Gestalthaftigkeit ergibt sich aus der Individuierung oder Abgegrenztheit aus einer Masse. die gestaltlosen -u. profesor (indeklinabel) ‚Professorin’. s´wider – s´widra ‚Bohrer’. ‚Ich habe Walzer getanzt. kilof – kilofa ‚Spitzhacke’ .’ Tan´czy!em walca. d. Im letztgenannten Genus gibt es eine weitere Aufteilung.a. bei denen das Genus bei gleicher Form wechseln kann. Substantive kobieta ‚Frau’. gewisse Faustregeln abzuleiten. auf den sich das Substantiv bezieht. die überwiegende Mehrheit der Substantive des maskulin-unbelebten Genus bezeichnet unbelebte Gegenstände. Rozmawia!em z nasza± nowa± profesor / z naszym nowym profesorem. Magda jest biedna± sierota±. ‚belebt’ und ‚unbelebt’ beziehen sich auf die Tatsache. dass sie eng mit diesen semantischen Merkmalen korrelieren. sierota (feminin) ‚Waise’ In fast allen Fällen kann man von der Deklinationsklasse auf das Genus schließen. Kupi!em sobie nowego mercedesa. gibt es semantische und formale Motivierungstendenzen.B. bei weiblichen Berufsbezeichnungen des Typs profesor ‚Professorin’ (indeklinabel) oder bei den Substantiven des Genus communes. dzieciak ‚Kind’ u. ‚Ich habe mit unserer neuen Professorin / unserem neuen Professor gesprochen.4. In einigen Sonderfällen liegt jedoch eine andere Beziehung zwischen Deklinationsklasse und Genus vor.

piero´g – pieroga ‚Pirogge’. sondern von morphologischen Eigenschaften ab. jelen´ – jelenia ‚Hirsch’) Zu beachten sind Deminutiva wie do!ek – do!ka ‚Kuhle’ trotz do´! – do!u ‚Grube’ und daszek – daszka ‚Schutzdach’ trotz dach – dachu ‚Dach’. teatr – teatru ‚Theater’. kilogram – kilograma ‚Kilogramm’ • die meisten polnischen Städtenamen Gdan´sk – Gdan´ska. kotlet – kotleta ‚Kotelett’ Substantive mit gestaltloser Semantik tendieren zu -u: • Substanzen budyn´ – budyniu ‚Pudding’. metr – metra ‚Meter’. Poznan´ – Poznania. krupnik – krupniku ‚Graupensuppe’.2. pasztet – pasztetu ‚Pastete’. liegt meist eine andere Bedeutung vor. strach – strachu ‚Angst’ vs. oddzia! – oddzia!u ‚Abteilung’ In diesen semantischen Feldern hält sich die Endung -u. sejm – sejmu ‚Sejm’. hängt nicht von semantischen. das auch bei belebten Substantiven vorkommt: u!amek – u!amka ‚Bruch’. dramat – dramatu ‚Drama’. las – lasu ‚Wald’.h. Die Endung -a tritt auf bei derivierten Substantiven mit einem Suffix. gniew – gniewu ‚Wut’. litr – litra ‚Liter’. grudzien´ – grudnia ‚Dezember’ • Maße hektar – hektara ‚Hektar’. Grammatische Kategorien des Substantivs 211 • Monate marzec – marca ‚März’. t!um – t!umu ‚Menschenmenge’. wstyd – wstydu ‚Schande’. numer – numeru ‚Nummer’. sok – soku ‚Saft’.B. Steht wider Erwarten die Endung -a. mio´d – miodu ‚Honig’. Torun´ – Torunia. odsetek – odsetka ‚Prozent’ (vgl. cukier – cukru ‚Zucker’ • Abstrakta rozum – rozumu ‚Verstand’. smutek – smutku ‚Trauer’. Krako´w – Krakowa.4. strach – stracha ‚Vogelscheuche’ Die andere Motivierungstendenz ist formal. kotek – kotka ‚Katze’). bo´l – bolu ‚Schmerz’ • Kollektiva pu!k – pu!ku ‚Regiment’. d. naro´d – narodu ‚Volk’. Radom – Radomia (aber: Bia!ystok – Bia!egostoku) • ‚individuierte’ Lebensmittel wie z. Die Endung -u haben: • viele Lehnwörter tekst – tekstu ‚Text’. Szczecin – Szczecina. wapien´ – wapnia ‚Kalk (vgl. z˙al – z˙alu ‚Bedauern’. lokal – lokalu ‚Räumlichkeit’. skoczek – skoczka ‚Springer’. akcent – akcentu ‚Akzent’ 187 186 . die Verteilung von -a/-u. Wroc!aw – Wroc!awia.

Entitäten ohne feste Grenzen wie Abstrakta. 257– 272. Wie im Deutschen gibt es zwei Subkategorien: a) Singular (liczba pojedyncza) b) Plural (liczba mnoga) Nur beim Substantiv hat der Numerus eine semantische Funktion. Er bezeichnet zwar in der Regel einen einzelnen Gegenstand. Die Numerusform des Adjektivs und Verbs kongruiert mit dem Numerus des Substantivs. bohomaz – bohomazu ‚mieses Bild’. Irak – Iraku. dz´wig – dz´wigu ‚Fahrstuhl’. korkocia±g – korkocia±gu ‚Korkenzieher’ • viele Ländernamen Egipt – Egiptu. Kollektiva und Substanzen. auch Komposita posto´j – postoju ‚Halt’. b) Numerus und Substantivtypen Die Substantive lassen sich in Bezug auf ihr Verhalten im Numerus nach zwei Merkmalen einteilen: Regulärer Numerus: zählbar (policzalny). Weitere Ausdrucksmittel zu Mengenangaben s. Wietnam – Wietnamu (aber: Izrael – Izraela. Adjektivs und Verbs. miasta Irregulärer Numerus: meist nichtzählbar (niepoliczalny). Pronomens. sto´! ‚Tisch’. PSL – PSL-u Polskie Stronnictwo Ludowe ‚Polnische Volkspartei’ 2. außerdem zweigeteilte Gegenstände. Lyon – Lyonu. dazu gehören alle Gegenstände und Lebewesen mit fest umrissenen Grenzen. skok – skoku ‚Sprung’.3. ok!ad – ok!adu ‚Belag’. Londyn – Londynu. Pakistan – Pakistanu. Luksemburg – Luksemburga) • viele Namen ausländischer Städte Madryt – Madrytu. Numerus 188 a) Allgemeines Der Numerus (liczba) ist eine flexivische Kategorie des Substantivs. napo´j – napoju ‚Getränk’. dziewczyna ‚Mädchen’.212 2. kann aber auch auf eine Menge von Gegenständen bezogen werden. ist der Singular semantisch unmarkiert. Substantive • deverbale Substantive mit Nullsuffix. Während der Plural eine Menge von mehr als ‚eins’ bezeichnet. Tybet – Tybetu.4. Frankfurt – Frankfurtu (aber: Paryz˙ – Paryz˙a. bei Verb und Adjektiv handelt es sich um syntaktische Kongruenz. zbio´r – zbioru ‚Sammlung’. Berlin – Berlina) • flektierende Abkürzungen PAN – PAN-u Polska Akademia Nauk ‚Polnische Akademie der Wissenschaften’. miasto ‚Stadt’! sto!y. Rzym – Rzymu ‚Rom’. . dziewczyny. Iran – Iranu.

Plural in allgemeinen Kontexten neutralisiert werden. Krzyszstof Najderek • der Plural hat eine andere Bedeutung."="Wale sind Säugetiere. obce±gi.h. listowie ‚Laub’. die als aus zwei Teilen bestehend aufgefasst werden (im Deutschen oft regulärer Singular!) okulary ‚Brille’. sanie ‚Schlitten’ Bei genauer Angabe der Menge werden obligatorisch die Kollektivnumeralia wie dwoje verwendet. pogarda ‚Verachtung’. Eigennamen mi!os´c´ ‚Liebe’. Substanzen me±ty/fusy ‚Bodensatz’ Als Formen mit defektivem Plural lassen sich auch die Personalpronomen ansehen. ‚Zange’. drzwi ‚Tür’ a) Substantive im Singular mit defektivem Plural: • der Plural fehlt (singularia tantum). bei Substanzbezeichnungen: Angabe der Sorte. W sklepie sprzedaje sie± ro´z˙ne wina (=%ro´z˙ne gatunki wina). pogarda ‚Verachtung’. noz˙yczki ‚Schere’. sie bezeichnen einzelne Gegenstände. Wieloryb jest ssakiem. Ähnliches gilt für die Pluralformen von Familiennamen wie Kowalscy ‚Herr Kowalski und seine Familie’. drzwi ‚Tür’. Kollektiva. Wypi!em trzy piwa (=%trzy butelki/szklanki piwa). Abstrakta. ‚Im Laden werden verschiedene Weine (="Weinsorten) verkauft. in solchen Fällen sind beide Subkategorien gegeneinander austauschbar. abgefüllten Menge. denn my ‚wir’ bedeutet nicht ‚der Sprecher"+"der Sprecher’.4.’ • nichtzählbar. Grammatische Kategorien des Substantivs 213 mi!os´c´ ‚Liebe’.’ b) Substantive im Plural ohne Singular (Pluralia tantum) • zählbar. usta ‚Mund’. ‚Ich habe drei Bier (="drei Flaschen/Gläser) getrunken. ‚Der Wal ist ein Säugetier.’ Auch: Angabe einer abgepackten bzw.’ . z˙elazo ‚Eisen’. Zamo´wi!em u stolarza dwoje nowych drzwi do mojego domku weekendowego.%=%Wieloryby sa± ssakami. Diese Fälle zeigen. c) Neutralisierung Wie im Deutschen kann die Opposition von Singular vs. d.2. sondern vielmehr ‚der Sprecher"+"der Hörer’ oder ‚der Sprecher"+"X’. dass der Singular semantisch unmarkiert ist: er kann auch die pluralische Bedeutung abdecken. spoko´j ‚Ruhe’. woda ‚Wasser’. ‚Ich habe beim Tischler zwei neue Türen für mein Wochenendhaus bestellt.

’ . dem keinerlei Bedeutung eigen ist. Der polnische Terminus stellt eine direkte Übersetzung des lateinischen nominativus von nomen dar: von miano ‚Name.’ Genitiv (Dope!niacz): Nie ma __.’ Dativ (Celownik): Nic nie mam przeciw __.’ Instrumental (Narze˛dnik): W!adam __. Das Polnische hat sieben Kasus.’ Vokativ (Wo!acz): Zmien´ sie˛. ‚Ich bin Lehrer. Seine Funktion besteht im Anzeigen des grammatischen Subjekts des Satzes.4. ‚Ich spreche über __.’ Akkusativ (Biernik): Widze˛ __. Numeralia und Partizipien eigen. sondern über die ganze Klasse selbst. die rein relationeller Art ist.B. die Beziehungen nominaler Elemente im Satz anzuzeigen. ‚Ich sehe __. wieder ins Kino zu gehen. Substantive Torun´ ma turys´cie/turystom duz˙o do zaoferowania. /To sa˛ __.’ • semantische: In einzelnen Fällen kann der Kasus eine konkrete Bedeutung haben. die hier mit den entsprechenden Testsätzen aufgelistet sind: Nominativ (Mianownik): To jest __.214 2.’ Es handelt sich um generelle Aussagen nicht über einzelne Vertreter einer Klasse. z. Im Wesentlichen dient der Kasus dazu. die Bezeichnung des Instruments durch den Instrumental: wbijac´ gwo´z´dz´ m!otkiem ‚einen Nagel mit einem Hammer einschlagen’ Nominativ 190 Der Nominativ (mianownik) ist ein rein grammatischer Kasus.’ Präpositiv (Miejscownik): Mo´wie˛ o __. Sie ist den Substantiven. __!’ Alle Kasus außer Vokativ und Nominativ können sowohl mit als auch ohne Präpositionen stehen. Bei den Funktionen der Kasus lassen sich zwei Arten unterscheiden: • rein grammatische: Ein Kasus kann eine Relation zwischen zwei Elementen anzeigen. ‚Junge Leute haben angefangen. ‚Ich habe nichts gegen __. ‚Torun´ hat dem Touristen/Touristen eine Menge zu bieten. ‚Das ist/sind __. wie z. ‚Ich beherrsche __. Pronomen. M!odzi ludzie znowu zacze˛li chodzic´ do kina. 2.B.4 Kasus 189 Die Kategorie Kasus (przypadek) gehört zu den zentralen morphologischen Kategorien des Substantivs. __! ‚Änder dich. ‚Es gibt kein __. zeigt der Gebrauch des Instrumentals nach der Kopula das Prädikatsnomen an: Jestem nauczycielem. Titel’. Adjektiven.

ab 5 der Genitiv Plural.’) Eine weitere obligatorische Gebrauchsbedingung des Genitivs besteht in der Verwendung nach Numeralen. ‚Ich habe mir ein neues Wörterbuch gekauft. ‚Mir ist kalt. Grammatische Kategorien des Substantivs 215 Genitiv In seiner grammatischen Funktion signalisiert der Genitiv (dope!niacz) primär den Gebrauch eines Substantivs in der Funktion einer abhängigen Nominalgruppe.’ 192 191 .2. Im Sinne dieses Merkmals. Dativ Der Dativ (celownik) zeigt als grammatischer Kasus das indirekte Objekt an.) ‚Ich habe mir noch kein neues Wörterbuch gekauft. (vs. ‚Der Hund ist seinem Eigentümer weggelaufen. Pies uciek! w!as´cicielowi. a) Merkmal der Entität: syn kolejarza ‚der Sohn des Eisenbahners’ b) das Ganze. Kupi!em sobie nowy s!ownik. (vs.’ (vs. In unpersönlichen Konstruktionen mit Verben des psychischen Erlebens bezeichnet der Dativ den Träger des Erlebnisprozesses. Im Deutschen verwenden wir hier dagegen den Nominativ. u. von dem das erstgenannte Substantiv ein Teil benennt: drzwi mieszkania ‚die Wohnungstür’ c) Subjekt einer Handlung: krzyk dziecka ‚der Schrei des Kindes’ d) Objekt einer Handlung: zabo´jstwo ksie˛dza Popie!uszki ‚der Mord an Pfarrer Popie!uszko’. bo w kasie pusto.) ‚Es gibt bis jetzt kein Gas.’ Zimno mi. wenn das betreffende Substantiv nach einem anderen Substantiv steht. 4 ksia˛z˙ki ‚vier Bücher’. denn die Kasse ist leer. ‚Es gibt Gas.’) Gazu nie ma do tej pory.a. ist der Terminus ‚dope!niacz’ zu verstehen: dope!niac´ ‚hinzufügen’. das zusätzlich genannt wird. Das vom Genitiv begleitete Substantiv kann dann eine Art Merkmal im weiteren Sinne ausdrücken.4. Nach den Numeralen 2 bis 4 steht der Nominativ Plural. Bei verneinten Verben hingegen erfüllt er die gleiche Funktion wie der Akkusativ oder in bestimmten Konstruktionen auch des Nominativs: Jeszcze nie kupi!em sobie nowego s!ownika.’ (vs. 1730 czo!go´w ‚1730 Panzer’ Daneben kann der Genitiv auch gewisse semantische Funktionen haben. das der Entität im attribuierten Substantiv zukommt. Gaz jest.

‚Heute werde ich euch davon erzählen.216 2. Nie spa!em ca!a˛ noc. der keinerlei eigene Bedeutung annehmen kann. Dann markiert er die Entität.’ In seiner semantischen Funktion tritt die Bezeichnung – wie der Name schon sagt – für ein Instrument und ein Hilfsmittel im weiteren Sinne auf (narze˛dzie ‚Instrument’). Substantive In bestimmten Kontexten kann der Dativ eine semantische Funktion erfüllen. W akademiku w pokoju studenckim trwa impreza. auf die die Handlung des Verbs gerichtet ist. Berlin jest stolica˛ Niemiec.’ Der Terminus ‚biernik’ ist auf einer anderen Basis gebildet als der lateinische. also eine Bedeutung haben. Daher auch der polnische Terminus ‚celownik’ von cel ‚Ziel’. das soviel wie ‚passiv’ bedeutet und auch tatsächlich die entsprechende grammatische Kategorie bezeichnet: ‚strona bierna’ ‚Passiv’. ‚Die Gesellschaft wird den Präsidenten unterstützen. ‚Im Wohnheim im Studentenzimmer läuft eine Party. ‚Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands.’ Außerdem kann der Instrumental wie auch der Akkusativ in adverbiellen Bestimmungen auftreten. Seine syntaktische Funktion besteht im Anzeigen des direkten Objekts. Er geht auf das Wort bierny zurück. wie der erste Mensch entstand. ‚Ich habe ganze Nächte nicht geschlafen. ‚Stellvertretender Staatsekretär wird Radek"Sikorski.’ Daneben kann er auch adverbielle Bestimmungen versprachlichen. jak powsta! pierwszy cz!owiek.’ Podsekretarzem stanu zostaje Radek Sikorski.’ . Spo!eczen´stwo poprze prezydenta. Otworzy! mieszkanie !omem. Diese bestimmen seine Funktionen. ‚Er öffnete die Wohnung mit einem Brecheisen.’ Akkusativ 193 Der Akkusativ (biernik) ist ein rein grammatischer Kasus. Dzisiaj opowiem wam.’ Präpositiv 195 Der Präpositiv (miejscownik) tritt ausschließlich nach Präpositionen auf. ‚Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Nie spa!em ca!ymi nocami. Instrumental 194 In einer seiner grammatischen Funktionen signalisiert der Instrumental (narze˛dnik) das Prädikatsnomen bei Kopulae.

be±dzie) tritt hingegen der Instrumental auf: Ta pani jest moja± ciotka±. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 217 Po chwili wycia˛gne±li narciarza wodnego na brzeg. Das Nomen im Vokativ steht immer außerhalb jeglicher Satzstruktur und ist somit von anderen Nomen völlig isoliert. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 2. nie martw sie±! ‚Magda. in denen der Präpositiv vorkommt.’ Bei der Kopula jest (by!. Kasus und Präpositionen a) Syntaktische Funktionen des Nominativs Der Nominativ erfüllt meistens die Rolle des Subjekts: Stach p!ywa.2. ‚Jurek ist ein begabter Student.’ Kon´ biegnie. eine lokativische Bedeutung haben. ‚Die Erde ist rund. bring die Bücher!’ Magda. ‚Wo!acz’ geht auf das Verb wo!ac´ ‚rufen’ zurück. Vokativ Der Vokativ (wo!acz) fällt aus dem Kasussystem insofern heraus. Panie doktorze. ‚Diese Frau ist meine Tante. ‚Dann haben sie den Wasserskiläufer ans Ufer gezogen. Aus diesem Grunde tritt er zumeist bei Eigennamen und Personenbezeichnungen auf.’ 197 196 . bardzo boli mnie !okiec´. dass die meisten Präpositionalkonstruktionen.’ Der Terminus ‚miejscownik’ rührt daher.’ Jurek jest zdolnym studentem. als er im Gegensatz zu allen anderen Kasus keine syntaktischen Beziehungen zwischen nominalen Elementen des Satzes anzeigt. um ihn z.5. zum Zuhören zu bewegen. Seine Funktion ist somit auch eine andere.5. ‚Herr Doktor. Der Vokativ tritt bei der direkten Anrede an einen Hörer auf. ‚Stach schwimmt.’ Jurek to zdolny student. mach dir keine Sorgen!’ Der Nominativ kann auch prädikative Funktion ausüben in zusammengesetzten Prädikaten mit der Kopula to: Ta pani to moja ciotka. poczekaj! ‚Marek. ‚Das Pferd läuft. mein Ellbogen tut mir sehr weh. ‚Jurek ist ein begabter Student.’ 2.B.1. przynies´ ksia±z˙ki! ‚Wojtek.’ In der Umgangssprache wird die Form des Nominativs auch oft statt des Vokativs verwendet: Marek. warte!’ Wojtek. ‚Diese Frau ist meine Tante.5.’ Ziemia jest okra±g!a.

torebka siostry ‚die Tasche der Schwester’ • Angabe eines Teiles einer geteilten Ganzheit talerz zupy ‚ein Teller Suppe’. s´ciany budynku ‚Wände eines Gebäudes’ • Bezeichnung des logischen Subjekts oder des Objekts einer Handlung bei von Verben abgeleiteten Substantiven . szklanka mleka ‚ein Glas Milch’. in Konstruktionen mit der Bedeutung einer nur teilweisen. ‚Ich höre Musik. Der präpositionslose Genitiv bei Verben tritt in folgenden Funktionen auf: • Genitiv der Negation drückt das direkte Objekt bei verneinten Verben aus. p!aszcz ojca ‚Vaters Mantel’.’ • Der Genitiv tritt als direktes Objekt in der Funktion des Partitivs auf. ‚Ich habe Suppe gegessen.’ Czyta!em gazety. ‚Ich habe die Handschuhe vergessen.’ Lubie± sport. kawa!ek chleba ‚ein Stück Brot’.’ Kupi!em chleba ‚Ich habe Brot gekauft.218 2.’ Pragne± wolnos´ci. ‚Ich habe genug Zeitungen gelesen.’ Mam czas.’ S!ucham muzyki. Substantive Hinweis: beim Adjektiv erfüllt der Nominativ meist prädikative Funktion in zusammengesetzten Prädikaten.’ Die partitive Funktion tritt besonders oft bei Verben des perfektiven Aspekts mit dem Präfix na. er bildet das Pendant zum Akkusativ in den nicht verneinten Sätzen: Czytam ksia±z˙ke±.’ Zapomnia!em re±kawiczek. 1.’ Genitiv fakultativ: Zjad!em zupy. 2) Substantiven und 3) Numeralia auftreten. pi!ka Jurka ‚der Ball von Jurek’. – Nie lubie± sportu. ‚Ich habe keine Zeit. ‚Ich sehne mich nach Freiheit. Der präpositionslose Genitiv bei Substantiven tritt in folgenden Funktionen auf: • Genitivus possessivus: Anzeige des Besitzes. ‚Ich habe genug Pilze gesammelt. – Nazbiera!em grzybo´w. ‚Ich habe Tee getrunken. b) Syntaktische Funktionen des Genitivs 198 ohne Präposition Der präpositionslose Genitiv kann bei 1) Verben.auf: Zbiera!em grzyby. ‚Ich will Verständnis. – Nie czytam ksia±z˙ki.’ • Im Gegensatz zum Deutschen regieren einige Verben den Genitiv als direktes Objekt: Chce± zrozumienia.’ 2. nicht vollständigen Involvierung des Gegenstandes bei der Handlung: Genitiv obligatorisch: Napi!em sie± herbaty. – Naczyta!em sie± gazet. – Nie mam czasu. ‚Ich lese kein Buch. ‚Ich mag Sport nicht.

Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 219 rz˙enie konia (=%kon´ rz˙y) ‚Wiehern eines Pferdes’. troje dzieci ‚drei Kinder’. Der präpositionslose Genitiv bei Numeralia Bei Kardinalia ab 5 aufwärts und bei Kollektivzahlwörtern wie dwoje stehen die Substantive im Genitiv Plural: szes´c´ krzese! ‚sechs Stühle’. dwanas´cie miesie±cy ‚zwölf Monate’. do Warszawy ‚nach Warschau’. dojechac´ do granicy ‚an die Grenze kommen’. jedzenie jab!ek (=%jab!ka sa± jedzone) ‚das Essen der Äpfel’ 3. do Polski ‚nach Polen’. do Europy ‚nach Europa’. adlativ. dwoje drzwi ‚zwei Türen’ Bei Bruchzahlen steht der Genitiv Singular: po´! bochenka ‚ein halber Laib (Brot)’. pie±c´ lat ‚fünf Jahre’. wejs´c´ do pokoju ‚ins Zimmer hineingehen’.2. egzaminowanie studento´w (=%studenci sa± egzaminowani) ‚das Prüfen der Studenten’.5. odpowiedz´ ucznia (=%uczen´ odpowiada) ‚Antwort eines Schülers’ vs. wbiec do szko!y ‚in die Schule hineinlaufen’ In dieser Konstruktion treten auch Ortsnamen auf – Dörfer. odp!yna±c´ od brzegu ‚vom Ufer fortschwimmen’ 199 . in Verbindung mit der Präposition do nach Verben: • Ort. po´!tora roku ‚anderthalb Jahre’ mit Präposition Mit Präposition bildet der Genitiv Konstruktionen dieser Bedeutungen: 1. räumliche Grenze der Handlung. przyjs´c´ do tablicy ‚an die Tafel kommen’. dwie trzecie litra ‚zwei Drittel Liter’. przyp!yna±c´ do brzegu ‚am Ufer anlegen’ • das Innere einer Räumlichkeit als Zielpunkt der Ortsveränderung eines Gegenstandes (illativ) przyjechac´ do domu ‚nach Hause kommen’. Kontinente: przyjechac´ do Wo´lki ‚nach Wólka kommen’. podejs´c´ do okna ‚ans Fenster gehen’. wro´cic´ do kraju ‚ins Land zurückkommen’ 2. ablativ • In Verbindung mit der Präposition od nach Verben der Bewegung bezeichnet der Genitiv. auf den die Bewegung gerichtet ist. dass sich etwas von einem Gegenstand wegbewegt: odejs´c´ od okna ‚vom Fenster weggehen’. Städte. Länder.

In der gleichen Funktion tritt u in den Ausdrücken u do!u ‚unten’ und u go´ry ‚oben’ auf. ‚Ich habe bei einem Freund übernachtet. auf ganzer Breite’ und w poprzek ‚quer’ vor: Wzd!uz˙ ulicy sta!y latarnie gazowe. wyjechac´ z miasta ‚aus der Stadt herausfahren’. Doko!a/woko´! domu ros!y drzewa. lokativ • In Verbindung mit den Präpositionen dooko!a/doko!a und woko´! benennt der Genitiv einen Ort von allen Seiten eines in der Mitte befindlichen Punktes. pochodzic´ z Krakowa ‚aus Krakau stammen’ 3.’ Jedlis´my pa±czki u Bliklego.’ Buty sa± u szewca. • Die Präposition u + Genitiv von Personenbezeichnungen bilden Ausdrücke des Wohnorts. ‚Die Schuhe sind beim Schuster. ‚Wir waren auf der Namenstagsfeier bei Kowalski. sich entfernt.’ Z"ona pracuje u ogrodnika. wszerz ‚senkrecht zur Länge. die die gegenwärtigen Umstände einer verlaufenden Handlung angeben. ‚Wir aßen Krapfen bei Blikle. Mieszka!em u siostry.220 2. ‚Wir verbrachten die Feiertage bei den Großeltern.’ Nocowa!em u kolegi. von dem etwas ausgeht. ‚Am Weg entlang standen Gaslaternen. ‚Das Haus stand mitten unter Bäumen.’ Nie rozmawiaj podczas kon- .’ Bylis´my na imieninach u Kowalskiego. des Besuchs.’ • Ebenfalls eine lokative Bedeutung liegt in den Verbindungen mit wzd!uz˙ ‚parallel zu einem länglich geformten Objekt’. Za panowania pierwszych Piasto´w powstawa!y nowe grody. Substantive • In Verbindung mit der Präposition z bildet der Genitiv Konstruktionen. des Arbeitsplatzes u. herstammt. ‚Quer durch das Zimmer lag ein Läufer. des Aufenthaltsorts. ‚Meine Frau arbeitet bei einem Gärtner. die einen Ort bezeichen. temporal • In Verbindung mit den Präpositionen za/podczas ‚während’ bildet der Genitiv Konstruktionen.’ 4.’ Jutro musze± byc´ u dentysty. Bewegung aus der Mitte eines Gegenstandes: wyjs´c´ z domu ‚aus dem Haus herausgehen’.’ W poprzek pokoju lez˙a! chodnik.’ • Eine ähnliche Bedeutung hat die Verbindung des Genitivs mit der Präposition ws´ro´d: Dom sta! ws´ro´d drzew.’ Spe±dzalis´my s´wie±ta u dziadko´w. ‚Morgen muss ich beim Zahnarzt sein. ‚Ich habe bei meiner Schwester gewohnt. ‚Unter der Herrschaft der ersten Piasten entstanden neue Burgen.a. ‚Um das Haus herum wuchsen Bäume.’ • Die Relation ‚unterhalb vom Gegenstand’ wird durch die Kombination u + Genitiv ausgedrückt.

2.’ Nach dem Superlativ tritt der Genitiv Plural auf. ‚Eine Eiche wächst langsamer als eine Pappel. Indirektes Objekt • Der Genitiv bildet indirekte Objekte mit den Präpositionen do. pracowac´ dla zdobycia s!awy ‚arbeiten für den Ruhm’. Vor allem auch in gängigen Abschiedsformeln Lekarz przyjmuje od pia±tej do sio´dmej. grac´ w tenisa dla rozrywki ‚zum Spaß Tennis spielen’ 6. 7. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 221 certu. pe±kac´ ze s´miechu ‚sich tot lachen’.’ .5. od und dla.’ Do zobaczenia! Do widzenia! ‚Auf Wiedersehen !’ 5. ‚Der Arzt hat Sprechstunde von fünf bis sieben Uhr.’ Jerzy by! ranny w czasie powstania. ‚Rede nicht während des Konzertes. Jestem najstarszy z braci. oddac´ krew dla chorego dziecka ‚für ein krankes Kind Blut spenden’ 8.’ • In Verbindung mit den Präpositionen od und do bildet der Genitiv Konstruktionen mit terminativer Bedeutung. rozchorowac´ sie± z przeme±czenia ‚aus Überanstrengung erkranken’. napisac´ do rodzico´w ‚an die Eltern schreiben’. zanosic´ sie± od p!aczu ‚schluchzen’ Diese Bedeutung ist in den Ausdrücken dlaczego? ‚warum’ und dlatego ‚darum’ erstarrt. komparativ • Die Konstruktion od + Genitiv tritt nach Formen des Komparativs des Adjektivs und Adverbs auf: Ojciec jest starszy od matki ‚Der Vater ist älter als die Mutter’. final • In der Kombination Genitiv + dla erhalten wir eine Konstruktion mit Angabe des Zieles. krztusic´ sie± od kaszlu ‚sich beim Husten verschlucken’. ‚Jerzy war im Aufstand verwundet worden. dostac´ list od siostry ‚einen Brief von der Schwester bekommen’. kausal • Angabe des Grundes bei Kombination des Genitivs mit der Präposition z und od. Da±b ros´nie wolniej od topoli. ‚Ich bin der älteste von meinen Brüdern.

’ 10. ‚Statt Kowalski fährt Nowak nach Krakau. verwenden wir die Konstruktion pro´cz/opro´cz ‚außer’ + Genitiv: Wszyscy byli w teatrze opro´cz Zosi. jemand durch etwas anderes bzw. Pojedziemy z wizyta± bez dzieci. chustka do nosa ‚Taschentuch’.222 2. dzbanek z gliny ‚eine Kanne aus Ton’. Opro´cz telewizora kupi!em sobie takz˙e radio. das Nichtvorhandensein von etwas wird mit Hilfe der Konstruktion bez + Genitiv ausgedrückt. Zamiast Kowalskiego pojedzie do Krakowa Nowak. okulary od s!on´ca ‚Sonnenbrille’. ‚Statt eines Fernsehers habe ich mir ein Radio gekauft. kluczyki od samochodu ‚Autoschlüssel’ • mit der Präposition z Attribute der Herkunft zabytek z XVI wieku ‚ein Denkmal aus dem 16. einzelne Bestandteile. in denen etwas bzw. .’. sweter z owczej we!ny ‚ein Pullover aus Schurwolle’. abessiv • Das Fehlen. list z Ameryki ‚ein Brief aus Amerika’. wiersz z cyklu ‚Pejzaz˙e’ ‚ein Gedicht aus der Reihe ‚Landschaften’’. ‚Wir fahren ohne Kinder zu Besuch.’ • In Situationen. do und od Präpositionalattribute mit finaler Bedeutung. kwiatki z w!asnego ogro´dka ‚Blumen aus dem eigenen Garten’ • mit der Präposition z Attribute des Materials. Jh. aus dem der Gegenstand besteht bzw. etwas nicht betrifft. guzik od koszuli ‚Hemdknopf’. Substantive 9. ‚Alle waren im Theater außer Zosia.’ Zamiast telewizora kupi!em sobie radio. dass die Handlung des Prädikats jemanden bzw.’ Zjad!em ca!y obiad opro´cz deseru. powies´c´ dla m!odziez˙y ‚Jugendroman’. ‚Ich habe das ganze Mittagessen bis auf den Nachtisch aufgegessen. myd!o do prania ‚Seife zum Waschen’. attributiv • Der Genitiv bildet mit den Präpositionen dla. wia±zanka z bia!ych ro´z ‚ein Strauß aus weißen Rosen’˙ • mit der Präposition u Attribute der Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen. jemand anders ersetzt wird.’ Diese Konstruktion kann wie im Deutschen auch das Gegenteil bedeuten (kompletiv). tritt die Konstruktion zamiast ‚statt’ + Genitiv auf.’ Wenn wir anzeigen. szczoteczka do ze±bo´w ‚Zahnbürste’. ‚Außer einem Fernseher habe ich mir auch ein Radio gekauft. gramatyka dla cudzoziemco´w ‚Grammatik für Ausländer’.

pokazywac´ ‚zeigen’ + Dativ mit Präposition Mit Präposition tritt der Dativ recht selten auf.2. palce u ra±k ‚Finger’. den die Handlung des Prädikats gerichtet ist. jemanden. wysta±pic´ w dyskusji przeciw referentowi ‚in der Diskussion gegen den Referenten auftreten’ Er bildet auch Konstruktionen mit der Bedeutung der Absicherung vor einer Gefahr. przys!uchiwac´ sie± ‚zuhören’. Der präpositionslose Dativ verbindet sich mit Verben der folgenden Bedeutungen: • Verben des Gebens und Nehmens dac´ ‚geben’. opowiadac´ ‚erzählen’. ‚Der Brand breitete sich zum Schrecken der Menge aus. skierowac´ wzrok ku niebu ‚den Blick himmelwärts richten’. die jemandem nützen bzw. szczepienia przeciw cholerze ‚Impfungen gegen Cholera’ 201 200 . auf die bzw. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 223 palce u no´g ‚Zehen’. poz˙yczyc´ ‚leihen’. zio´!ka przeciw gora±czce ‚Kräuter gegen Fieber’. przeszkadzac´ ‚stören’ + Dativ • Verben des Sagens mo´wic´ ‚sprechen’. walczyc´ przeciw najez´dz´cy ‚gegen den Angreifer kämpfen’. schaden pomo´c ‚helfen’. kierowac´ sie± ku wyjs´ciu ‚sich zum Ausgang wenden’. radzic´ ‚raten’. obiecywac´ ‚versprechen’ + Dativ • Verben des Lenkens der Wahrnehmungssinne przygla±dac´ sie± ‚ansehen’. zabrac´ ‚wegnehmen’. Poz˙ar szerzy! sie± ku przeraz˙eniu t!umu. ukras´c´ ‚stehlen’ + Dativ • Verben von Handlungen.’ In Verbindung mit der Präposition przeciw bildet der Dativ die Beziehung der Gegnerschaft gegen etwas bzw. das Lenken der Sinne auf etwas oder die Folge einer Handlung. szkodzic´ ‚schaden’. falbanki u re±kawo´w ‚Rüschen an den Ärmeln’ c) Syntaktische Funktionen des Dativs ohne Präposition Der präpositionslose Dativ tritt in der Funktion des indirekten Objekts auf und bezeichnet meist eine Person bzw.5. einen Gegenstand. przypatrywac´ sie± ‚betrachten’. Die Konstruktion ku%+"Dativ hat buchsprachlichen Charakter. sie bezeichnet die Bewegungsrichtung im Raum.

zum grammatischen Subjekt im Nominativ. – Ola nie czyta ksia±z˙ki. es wird der Ort bezeichnet.’ Znaczek kosztowa! pie±c´ tysie±cy. na stadion ‚in das Stadion’.’ Bei der Umsetzung eines aktivischen Satzes ins Passiv wird das im Akkusativ stehende Nomen. ‚Der Wagen wird von einem Pferd gezogen. Substantive d) Syntaktische Funktionen des Akkusativs 202 ohne Präposition Der präpositionslose Akkusativ zeigt in erster Linie das direkte Objekt an. ‚Ich streue Salz.’ – ‚Ola liest kein Buch.’ Nie spa!em ca!a± noc. przyjs´c´ na cmentarz ‚auf den Friedhof kommen’. 204 I.’ 203 mit Präposition In Verbindung mit Präpositionen bildet der Akkusativ verschiedene Konstruktionen mit sehr unterschiedlichen Funktionen. ‚Ein Pferd zieht den Wagen. in dessen Richtung die Bewegung geht.’ – ‚Ola mag keine Katzen. Während sich do + Genitiv auf Örtlichkeiten innerhalb geschlossener Räumlichkeiten bezieht (do domu ‚nach Haus’. ‚Warte einen Moment. na dworzec ‚zum Bahnhof’. liegt bei na%+"Akkusativ meist eine nach außen offene Örtlichkeit ohne konkrete Begrenzungen vor.’ Nach Verneinung des Verbs wird der Akkusativ durch den Genitiv ersetzt. Adverbielle Bestimmungen 1. ‚Ich sehe ein Haus. die zu der Kombination do + Genitiv synonym sind.’ Sypie± so´l. – Ola nie lubi koto´w. ‚Wir sind drei Kilometer gefahren. Ola czyta kia±z˙ke±. na !a±ke± ‚auf die Wiese’ .’ Przejechalis´my trzy kilometry. na pole ‚aufs Feld’. In Kombination mit der Präposition na bildet der Akkusativ Konstruktionen. ‚Ola liest ein Buch. ‚Die Briefmarke hat 5. ‚Das wird eine ganze Woche dauern.’ Außerdem kann der präpositionslose Akkusativ die Funktion einer adverbiellen Bestimmung des Maßes annehmen. ‚Ich öffne das Fenster. Adverbielle Bestimmungen des Ortes • adlativ. Poczekaj chwile±. Widze± dom. Kon´ cia±gnie wo´z.’ To potrwa ca!y tydzien´.000 gekostet.’ Ola lubi koty.’ – Wo´z jest cia±gnie±ty przez konia. ‚Ola mag Katzen.224 2.’ Mieszkalis´my tam trzy lata. das die Funktion des direkten Objekts ausübt. do biura ‚zum Büro’).’ Otwieram okno. ‚Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. ‚Wir haben dort drei Jahre gewohnt.

Diese Bedeutung liegt in der Konstruktion przez + Akkusativ vor. Der Endpunkt der Reise kann auf dem Wege nach oder auch hinter Krakau liegen. sondern die Fahrt in diese Richtung. patrzec´ w niebo ‚in den Himmel schauen’ przed: wyjs´c´ przed dom ‚vor das Haus hinausgehen’ za: s!on´ce zasz!o za chmury ‚die Sonne versteckte sich hinter den Wolken’. meinen wir nicht die Reise bis nach Krakau.’ • perlativ. auf der Landstraße. z. na Sycylie±. jechac´ na Mokoto´w. Wenn wir sagen Jedziemy na Krako´w ‚Wir fahren in Richtung Krakau’. przechodzic´ przez ulice± ‚über die Straße gehen’. wygla±dac´ przez okno ‚zum Fenster herausschauen’. na Pomorze. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 225 Die Konstruktion na%+"Akkusativ wird ebenfalls bei Namen von Inseln und Halbinseln verwendet. es wird die Richtung einer Bewegung angezeigt.2. nad jezioro ‚an den See’. Sie antwortet auf die Frage kto´re±dy? ‚auf welchem Wege’. Die . schowac´ sie± za szafe± ‚sich hinter dem Schrank verstecken’ mie±dzy: samocho´d wjecha! mie±dzy drzewa ‚das Auto fuhr zwischen den Bäume hindurch’ pod: pies wszed! pod sto´! ‚der Hund ging unter den Tisch’ Die Konstruktion pod%+"Akkusativ drückt nicht nur eine unterhalb eines Gegenstandes befindliche oder durch etwas verdeckte Örtlichkeit aus. sondern auch eine Örtlichkeit in der Nähe eines Gegenstandes: Wyjedziemy do znajomych pod Warszawe± ‚Wir fahren zu den Bekannten in der Nähe von Warschau. jechac´ przez most ‚über die Brücke fahren’. na Prage± (Warschauer Stadtteil). aber pojechac´ do Pragi (Hauptstadt Tschechiens) Weiterhin bildet der Akkusativ mit folgenden Präpositionen Konstruktionen mit adlativer Bedeutung. na Rugie± Auch bei Landesteilen und Stadtteilen: pojechac´ na Mazowsze. is´c´ przez las ‚durch den Wald gehen’. leciec´ na Krete±. nad: jechac´ nad morze ‚an die See’.B. sondern die Richtung der räumlich verstandenen Fahrt.5. przeskoczyc´ przez p!ot ‚über den Zaun springen’ Bei der Verbindung der Präposition na%+"Akkusativ von Städtenamen wird nicht eine auf die Stadt als Ziel der Reise gerichtete Bewegung verstanden. udac´ sie± w inna± strone± ‚sich in eine andere Richtung begeben’. po´js´c´ nad rzeke± ‚an den Fluss gehen’ w: zejs´c´ w do´! ‚nach unten kommen’.

w jakim celu? ‚mit welchem Ziel?’ antworten. na koncert ‚ins Konzert (gehen)’. Poznan´ lez˙y na zacho´d od Warszawy. we czwartek ‚am Donnerstag’. mature± zdaje± za dwa lata ‚in zwei Jahren mache ich Abitur’. is´c´ na spacer ‚spazierengehen’. die auf die Fragen po co? ‚wozu?’ bzw. zaprosic´ kogos´ na kawe± ‚jdn zu einer Tasse Kaffee einladen’. ‚Posen liegt westlich von Warschau. jechac´ na wscho´d ‚nach Osten fahren’. Mit der Präposition za tritt die Bedeutung einer zeitlichen Begrenzung auf.’ 2. ‚Wir haben uns wegen Kowalski verspätet.’ Przez ciebie nie posz!am do teatru. Substantive Verbindung na%+"Akkusativ von den Bezeichnungen der Himmelsrichtungen können perlative und auch lokale adverbielle Bestimmungen bilden. Adverbielle Bestimmungen des Grundes In der Konstruktion przez%+"Akkusativ können in kausaler Bedeutung sowohl Personenbezeichnungen als auch Abstrakta auftreten. Adverbielle Bestimmungen des Ziels Der Akkusativ wird in Konstruktionen verwendet. przyjde± za trzy godziny ‚ich komme in drei Stunden’ 3. Spo´z´nilis´my sie± przez Kowalskiego. is´c na grzyby ‚Pilze suchen (gehen)’. ‚Deinetwegen bin ich nicht ins Theater gegangen. is´c´ na ryby ‚angeln gehen’. po: ide± po pieczywo ‚ich gehe Backwaren holen’. w niedziele± ‚am Sonntag’ In der Verbindung mit der Präposition na bei Substantiven des Zeitmaßes wird ein Termin versprachlicht. od!oz˙ymy to na jutro ‚wir verschieben das auf morgen‘. po gazete± do kiosku ‚zum Kiosk eine Zeitung kaufen’. Adverbielle Bestimmungen der Zeit Der Akkusativ der Bezeichnungen für die Wochentage bildet mit der Präposition w adverbielle Bestimmungen der Zeit. praca be±dzie gotowa na czwartek ‚die Arbeit wird am Donnerstag fertig sein’.’ Przez nieuwage± wsiad!em do innego tramwaju.226 2.’ . po papierosy ‚Zigaretten holen’ na: jechac´ na polowanie ‚jagen fahren’. ‚Ich habe meinen Regenschirm aus Zerstreutheit verloren. w poniedzia!ek ‚am Montag’. umo´wi!em sie± na godzine± dziewia±ta± ‚ich habe mich für 9 Uhr verabredet’.’ Zgubi!em parasol przez roztargnienie. n a przedstawienie ‚in die Vorstellung (gehen)’ 4. ‚Aus Versehen bin ich in eine andere Straßenbahn eingestiegen. wyjez˙dz˙am na dwa lata ‚ich fahre für zwei Jahre weg’.

ä. sonata na skrzypce i fortepian ‚Violin. patrzec´ przez palce ‚durch die Finger sehen’. Adverbielle Bestimmungen des Maßes o"+"Akkusativ spo´z´ni! sie± o godzine± ‚er hat sich um eine Stunde verspätet’. ‚Wir haben je 100 Z!oty beigesteuert. bic´ sie± o dziewczyne± ‚sich um ein Mädchen prügeln’. Indirektes Objekt In Konstruktionen mit Präpositionen kann der Akkusativ auch die Rolle des indirekten Objekts einnehmen. siatka na zakupy ‚Einkaufsnetz’. sprzeczac´ sie± o trase± wycieczki ‚sich um die Reiseroute streiten’ In Verbindung mit der Präposition na: patrzec´ na obraz ‚auf ein Bild schauen’. kupic´ d!ugopis za dziesie±c´ z!otych ‚einen Kugelschreiber für 10 Z!oty kaufen’ III. czekac´ na tramwaj ‚auf die Straßenbahn warten’ In Verbindung mit der Präposition za: dzie±kowac´ za z˙yczenia ‚für die Wünsche danken’.5. rozmawiac´ przez telefon ‚telefonieren’. k!o´cic´ sie± o pi!ke± ‚sich um den Ball streiten’. ‚Ich habe 20 Groschen pro Ei bezahlt. Attribute Als Attribut kommt der Akkusativ in folgenden Präpositionalkonstruktionen vor: na"+"Akkusativ (final) lekarstwo na kaszel ‚ein Mittel gegen Husten’. umiec´ na pamie±c´ ‚auswendig können’ 6. patrzec´ przez ro´z˙owe okulary ‚durch eine rosa Brille sehen’.: walczyc´ o wolnos´c´ ‚für die Freiheit kämpfen’.und Klaviersonate’ 206 205 . chustka na g!owe± ‚Kopftuch’. Streits u. od Tatr po Ba!tyk ‚von der Tatra bis zur Ostsee’ po"+"Akkusativ (distributiv. pytac´ o zdrowie ‚nach der Gesundheit fragen’.’ Z!oz˙ylis´my sie± po sto z!otych. prosic´ o herbate± ‚um Tee bitten’ Nach Verben des Kampfes. mit Numeralia) P!aci!em za jajka po dwadzies´cia groszy. po + Akkusativ (limitativ) woda sie±ga po kolana ‚das Wasser steht bis zu den Knien’. Adverbielle Bestimmungen der Art und Weise mo´wic´ przez nos ‚durch die Nase sprechen’. buty o dwa numery za duz˙e ‚Schuhe um zwei Nummern zu groß’.’ II. In Verbindung mit o tritt er als ein Objekt von Verben des Fragens und Bittens auf. tkwic´ po uszy w d!ugach ‚bis zu den Ohren in Schulden stecken’.2. garnek na mleko ‚Milchtopf’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 227 5.

Jan jest moim synem.228 2. jesienia± ‚im Herbst’. Angabe des Grundes: martwic´ sie± z!a± wiadomos´cia± ‚sich wegen einer schlechten Nachricht sorgen’. ‚Jan ist mein Sohn’.B. im Allgemeinen handelt es sich um historisch erstarrte Formen. polewac´ woda± ‚besprengen’. • instrumentell. er markiert das Prädikatsnomen in zusammengesetzten nominalen Prädikaten. dniem ‚am Tage’. mit deren Hilfe die Handlung des Prädikats realisiert wird. kopac´ !opata± ‚schaufeln’. zeszyt w linie ‚Schreibheft mit Linien’. . (distributiv) bilety po sto z!otych ‚Karten zu je 100 Z!oty’ w%+"Akkusativ materia! w kratke± ‚karierter Stoff’. zima± ‚im Winter’. bezeichnet das Werkzeug oder Mittel. noca± ‚in der Nacht’. p!yna±c´ !o´dka± ‚rudern’. • kausal. leciec´ samolotem ‚mit dem Flugzeug fliegen’ • perlativ. czasami ‚manchmal’. wycierac´ sie± re±cznikiem ‚sich mit einem Handtuch abtrocknen’ Bei Verben der Bewegung steht der Instrumental auch bei den Bezeichnungen des Fortbewegungsmittels. bezeichnet den Umstand der Bewegung. Einige Formen des Instrumentals werden bereits als Adverben angesehen: wieczorem ‚abends’. tymczasem ‚inzwischen’. po kolana ‚bis an die Knie’. is´c´ ulica± ‚die Straße entlang gehen’. uderzac´ m!otkiem ‚hämmern’. suknia w kwiaty ‚Kleid mit Blumen’ e) Syntaktische Funktionen des Instrumentals 207 ohne Präposition Der präpositionslose Instrumental erfüllt im Satz folgende Funktionen: • prädikativ. Substantive po"+"Akkusativ (limitativ) woda po pas ‚Wasser bis an die Hüften’. der auf die Frage kto´re±dy? ‚auf welchem Wege’ antwortet. Maria jest nauczycielka±. jechac´ szosa± ‚die Straße entlang fahren’ p!yna±c´ kana!em ‚durch den Kanal schwimmen’ • temporal. cieszyc´ sie± z˙yciem ‚das Leben genießen’ • Angabe der Art und Weise. bezeichnet die zeitlichen Umstände. ‚Maria ist Lehrerin’. jechac´ rowerem ‚Rad fahren’. z.

‚Warschau liegt an der Weichsel. spac´ pod ko!dra± ‚unter der Decke schlafen’. ‚Über der Stadt lagert Nebel. mo´wic´ grubym g!osem ‚mit kräftiger Stimme sprechen’. Pod lodem p!yne±!a rzeczka.’ Die Verbindung der Präposition nad mit dem Instrumental von Gewässerbezeichnungen ist synonym mit der Konstruktion w pobliz˙u%+"Genitiv. Nad miastem unosi sie± mg!a.5. Warszawa lez˙y nad Wis!a±.’ Kot spa! pod fotelem. ‚Die Katze schlief unter dem Sessel.’ Prezenty lez˙a!y pod choinka±. rza±dzic´ pan´stwem ‚den Staat regieren’.’ nad%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung an einem Ort. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 229 is´c´ wolnym krokiem ‚langsame Schritte machen’.’ Parasol stoi za szafa±. p!ywac´ z˙abka± ‚brustschwimmen’ • direktes Objekt. ‚Der Schirm steht hinter dem Schrank.’ pod%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung unterhalb eines anderen Gegenstandes. ‚Über der Lichtung kreiste ein Falke. Adverbielle Bestimmungen • Adverbielle Bestimmungen des Ortes przed%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand auf der Vorderseite eines anderen. patrzec´ nieprzyjaznym wzrokiem ‚unfreundlich ansehen’.’ za%+%Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung auf der Rückseite eines anderen Gegenstandes. Za oknem pada deszcz. der von etwas bedeckt ist. ‚Hinter dem Fenster regnet es. is´c´ pod parasolem ‚unter dem Schirm gehen’ 208 .’ Nad polana± kra±z˙y! soko´!.2. kierowac´ fabryka± ‚eine Fabrik leiten’ mit Präposition I. ‚Vor dem Haus wuchsen Bäume. ‚Die Geschenke lagen unter dem Weihnachtsbaum.’ Diese Konstruktionen können auch einen Ort bezeichnen. der höher gelegen ist als der vom Nomen im Instrumental bezeichnete Gegenstand. ‚Unter dem Eis floss ein kleiner Fluß. ‚Danzig liegt am Meer. in dieser Funktion tritt der Instrumental nur bei einer recht kleinen Gruppe von Verben auf. Przed domem ros!y drzewa.’ Gdan´sk lez˙y nad morzem.

‚Die Soldaten marschierten mit Gesang.’ Kasia idzie z siatka± na zakupy. ‚Wir begrüßten uns mit Freude. ‚Zwischen dem Feld und der Wiese verläuft ein Weg. die einen Gegenstand bezeichnen. ‚Kasia geht mit einer Tasche einkaufen. ‚Der Sessel steht zwischen dem Tisch und dem Fernseher.’ II. die synonym sind zu opro´cz + Genitiv.230 2. Substantive Die Verbindung pod%+%Instrumental kann – zumeist bei Ortsnamen auch in der Bedeutung w pobliz˙u%+%Genitiv auftreten. den jemand besitzt oder bei sich trägt. Poza dozorca± nikt wie±cej tu nie mieszka.’ poza + Instrumental bildet Konstruktionen. • Ausdrücke. przed s´wie±tami ‚vor dem Fest’. mieszkac´ pod Krakowem. ‚Ein Schüler mit einem Ranzen auf dem Rücken ging die Straße entlang. pod Warszawa± ‚in der Nähe von Krakau/Warschau wohnen’ mie± d zy%+%Instrumental a%+%Instrumental oder mie± d zy%+%Instrumental"+"Plural bestimmen einen Ort in der Mitte zweier Objekte: Fotel stoi mie±dzy sto!em a telewizorem. przed up!ywem trzech lat ‚vor Ablauf von drei Jahren’ mie±dzy%+%Instrumental"+"a%+%Instrumental Wro´ce± do domu mie±dzy sio´dma± a o´sma±.’ Mie±dzy drzewami sta! zamek.’ Mie±dzy polem a !a±ka± biegnie droga.’ • Adverbielle Bestimmungen der Zeit przed%+%Instrumental bedeutet so viel wie ‚früher als’. po´js´c´ z wizyta± ‚zu Besuch gehen’ • Adverbielle Bestimmungen des Umstands Witalis´my sie± z rados´cia±.’ Wojsko maszerowa!o ze s´piewem. ‚Ich komme zwischen 7 und 8 Uhr nach Hause. Ulica± szed! uczen´ z tornistrem na plecach.’ z"+"Instrumental können auch bilden: • Adverbielle Bestimmungen des Ziels (final) przyjs´c´ z pomoca ± ‚zu Hilfe kommen’. ‚Außer dem Hausmeister wohnt hier keiner. przed wojna± ‚vor dem Krieg’. ‚Zwischen den Bäumen stand eine Burg.’ In diesen Konstruktionen können neben Personenbezeichnungen auch Tierbezeichnungen auftreten. Indirektes Objekt przed + Instrumental .

pracowac´ nad soba± ‚an sich arbeiten’. Es treten folgende Funktionen auf: 209 . deszcz ze s´niegiem ‚Regen mit Schnee’.’ Mie±dzy pos!ami powsta!a ro´z˙nica zdan´. nad robota± ‚über der Arbeit sitzen’.5. ‚Ich sprach mit meinem Vater. ‚Man sieht die Ähnlichkeit zwischen Vater und Sohn. die an der Handlung mitbeteiligt ist. die semantisch den adverbiellen Bestimmungen entsprechen.’ III. zastanawiac´ sie± nad przysz!os´cia± ‚über die Zukunft nachdenken’ pod + Instrumental byc´ pod czyja±s´ opieka± ‚unter jemandes Schutz stehen’.2.’ z + Instrumental bildet • Ausdrücke. einen Bestandteil: torba z jab!kami ‚Tasche mit Äpfeln’. ‚Ich gehe mit einer Freundin spazieren. schowac´ sie± przed deszczem ‚sich vor dem Regen schützen’ za + Instrumental te±sknic´ za rodzicami ‚die Eltern vermissen’. Attribute z + Instrumental bezeichnet ein begleitendes Element bzw. ‚Zwischen den Abgeordneten entstand eine Meinungsverschiedenheit.’ ‚Gra!em w tenisa z kolega±. Ide± na spacer z kolez˙anka±. f) Syntaktische Funktionen des Präpositivs Der Präpositiv wird im heutigen Polnisch – daher sein Name – nur mit Präpositionen gebraucht. z˙yc´ pod rza±dami ‚unter der Regierung leben’ mie±dzy + Instrumental%+a%+Instrumental oder mie±dzy + Instrumental"+"Plural Widac´ podobien´stwo mie±dzy ojcem a synem.’. Rozmawia!em z ojcem. die eine begleitende Person bezeichnen. kawa ze s´mietanka± ‚Kaffee mit Sahne’ oder ein Merkmal: dziewczyna z niebieskimi oczami ‚ein Mädchen mit blauen Augen’ Mit anderen Präpositionen werden Attribute gebildet. powtarzac´ za lektorem ‚nach dem Lektor nachsprechen’ nad + Instrumental siedziec´ nad ksia±z˙ka± ‚über dem Buch sitzen’. ‚Ich spielte Tennis mit einem Freund. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 231 wysta±pic´ przed publicznos´cia± ‚vor Publikum auftreten’.

zatrzymac´ sie± przy poczcie ‚bei der Post anhalten’. po ulicach ‚auf den Straßen’.’. miec´ pienia±dze w kieszeni ‚Geld in der Tasche haben’ auch metaphorisch: przechowywac´ cos´ w pamie±ci ‚etwas im Gedächtnis bewahren’. przebywac´ w Warszawie ‚sich in Warschau aufhalten’ auch über Gegenstände. zajmowac´ poko´j w hotelu ‚ein Zimmer in einem Hotel haben’. po mies´ c ie ‚in der Stadt’. miec´ zame±t w g!owie ‚verwirrt sein’ na + Präpositiv bezieht sich auf die Lage einer Person bzw. Substantive I. schodzic´ ‚heruntergehen’. siedziec´ na krzes´le ‚auf dem Stuhl sitzen’. die sich an verborgenen Orten befinden: trzymac´ dokumenty w szufladzie ‚Dokumente in der Schublade aufbewahren’. ‚Die Wolken zogen am Himmel vorüber. Per!y rozsypa!y sie± po pod!odze. Adverbielle Bestimmungen • Adverbielle Bestimmungen des Orts (lokal) w/we + Präpositiv bezeichnet gewöhnlich die Lage eines Gegenstandes im Innern einer Räumlichkeit.’ gerichtet: is´c´ ‚gehen’. byc´ na stadionie ‚im Stadion sein’. po drabinie ‚die Leiter hinaufklettern’ . auf der eine Bewegung in eine oder verschiedene Richtungen stattfindet. ungerichtet: Chmury p!yne±!y po niebie. na s´lizgawce ‚auf der Eisbahn’. pisac´ na papierze ‚auf dem Papier schreiben’ przy + Präpositiv bezeichnet die räumliche Nähe zwischen der Handlung und dem Gegenstand. mieszkac´ przy ulicy Sienkiewicza ‚in der Sienkiewicz-Straße wohnen’ po + Präpositiv bezieht sich auf eine Örtlichkeit. mieszkac´ w starym domu ‚in einem alten Haus wohnen’. ‚Die Perlen haben sich auf dem Fußboden zerstreut.’. kupowac´ przy stoisku ‚bei dem Verkaufsstand kaufen’. mieszkac´ na wsi ‚auf dem Lande wohnen’.232 2. wchodzic´ po schodach ‚die Treppe hinaufgehen’. eines Gegenstandes in einer offenen Räumlichkeit czekac´ na dworcu ‚auf dem Bahnhof warten’. miec´ w sercu ‚im Herzen haben’. der von dem Substantiv im Präpositiv versprachlicht wird. na przystanku ‚an der Haltestelle’.’ Chodzilis´my po Warszawie ‚Wir sind in Warschau herumgegangen. na cmentarzu ‚auf dem Friedhof’ oder auf der Oberfläche von etwas: Ksia±z˙ka lez˙y na stole. byc´ w pokoju ‚im Zimmer sein’. ‚Das Buch liegt auf dem Tisch.

We±drowalis´my po wsiach. listopada ‚am 11. w lecie ‚im Sommer’ und mit anderen Substantiven zur Bezeichnung von Zeiträumen: w m!odos´ci ‚im Jugendalter’.’ • Adverbielle Bestimmungen des Umstands przy + Präpositiv . ‚Nach dem Mittagessen sind wir spazieren gegangen. ‚Er ist im Juli geboren. ‚Wir bummelten durch Geschäften.’ po + Präpositiv in Verbindung mit Personenbezeichnungen benennt die Reihenfolge einer Handlung Wejde± do dentystki po tobie. ‚Nach dem Krieg hat man Warschau aus den Trümmern wiederaufgebaut. na pocza±tku lipca ‚Anfang Juli’ o + Präpositiv in Verbindung mit dem Substantiv godzina ‚Stunde’ und den Ordinalzahlwörtern.’ • Adverbielle Bestimmungen der Zeit (temporal) w/we + Präpositiv in Verbindungen mit den Monatsnamen: Urodzi! sie± w lipcu. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 233 Diese Konstruktion wird ebenfalls verwendet. na jesieni ‚im Herbst’. w czasie wojny ‚in der Kriegszeit’. o godzinie o´smej ‚um acht Uhr’.’ Wro´ci!em ze szko!y po siedmiu lekcjach. der einer Handlung vorausgeht. o s´wicie ‚beim Anbruch des Tages’ po + Präpositiv bezeichnet den Zeitraum. Po obiedzie poszlis´my na spacer. die etwas mit Zeit zu tun haben: o po´!nocy ‚um Mitternacht’. w dniu 11.’ mit den Bezeichnungen für Jahreszeiten: w zimie ‚im Winter’.’. po go´rach ‚durch die Berge’. ‚Ich gehe nach dir zur Zahnärztin hinein.5. Chodzilis´my po sklepach.’ Po wojnie odbudowano Warszawe± z gruzo´w. w roku 1918 ‚im Jahre 1918’ na + Präpositiv tritt sehr viel seltener auf als die Präposition w/we.2. o dwudziestej drugiej ‚um zweiundzwanzig Uhr’. ‚Ich bin nach sieben Unterrichtsstunden aus der Schule zurüchgekehrt. die Handlung viele verschiedene Örtlichkeiten erfasst. wenn die Bewegung bzw. ‚Wir wanderten durch die Dörfer. ‚Kowalski ist im September ausgereist. o dwunastej w po!udnie ‚um zwölf Uhr mittags’ und anderen Substantiven.’ Kowalski wyjecha! we wrzes´niu. November’.

s´piewac´ przy akompaniamencie fortepianu ‚mit Klavierbegleitung singen’. polec przy zdobywaniu Monte Cassino ‚bei der Eroberung von Monte Casino fallen’ • Adverbielle Bestimmungen der Art und Weise na + Präpositiv chodzic´ na palcach ‚auf Zehenspitzen gehen’. pani w czarnym p!aszczu ‚eine Frau im schwarzen Mantel’. staruszka w z˙a!obie ‚eine Oma in Trauer’ na + Präpositiv bezeichnet Merkmale von Gegenständen. jez´dz´ic´ na nartach ‚Ski fahren’. der Art und Weise kommen präpositionale Ausdrücke mit Substantiven nahe. . na rowerze ‚Rad fahren’.B. des Textes bzw. grac´ w orkiestrze ‚im Orchester spielen’. jajka na boczku ‚Eier mit Speck’ o + Präpositiv benennt das Thema eines Buches. opowiadac´ o podro´z˙y ‚von der Reise erzählen’. fotel na biegunach ‚Schaukelstuhl’. Kleidung zusammenhängen. Gespräches u. an der jemand teilnimmt: uczestniczyc´ w obradach ‚an einer Sitzung teilnehmen’. Attribute w + Präpositiv bezeichnet Merkmale. s!uz˙yc´ w wojsku ‚beim Militär dienen’. marzyc´ o samochodzie ‚von einem Wagen träumen’ na + Präpositiv znac´ sie± na malarstwie ‚sich mit Malerei auskennen’ III. walczyc´ w powstaniu ‚in dem Aufstand kämpfen’ auch bei Institutionen und Personengruppen: s´piewac´ w cho´rze ‚im Chor singen’. grac´ na gitarze ‚Gitarre spielen’ Den adverbiellen Bestimmungen des Umstandes bzw. byc´ w harcerstwie ‚bei den Pfadfindern sein’ II.234 2. die mit dem Aussehen wie z. Objekte o + Präpositiv nach Verben des Sagens und Denkens bezeichnet das Thema der Aussage. ch!opak w okularach ‚ein Junge mit Brille’. Gedankens: mo´wic´ o sa±siadach ‚über Nachbarn sprechen’. die eine Handlung bezeichnen. Substantive rozmawiac´ przy obiedzie ‚beim Mittagessen reden’. mys´lec´ o dzieciach ‚an Kinder denken’.ä. me±z˙czyzna w kapeluszu ‚ein Mann mit Hut’. pantofle na obcasie ‚Schuhe mit Absätzen’. zakochac´ sie± przy pierwszym spotkaniu ‚sich beim ersten Treffen verlieben’.

Genus und Sexus (rodzaj gramatyczny i rodzaj naturalny) In dem Bereich der Substantive sind mehrere Ebenen zu unterscheiden. auf die man sich mit Substantiven bezieht. nimmt diese Konstruktion buchsprachliche Färbung an. substancja o temperaturze wrzenia ‚eine Substanz mit der Siedetemperatur’. dziewczyna o z!otych w!osach ‚ein Mädchen mit goldenem Haar’. Beim natürlichen Geschlecht handelt es sich im Gegensatz dazu um eine rein semantische Kategorie. morpho-syntaktischen Ebene angesiedelt.2. tkanina o szerokos´ci 2 metro´w ‚ein Stoff mit der Breite von 2 Metern’ 2. über die man spricht. männlich Generell gilt. von Bedeutung.5. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 235 piosenka o mi!os´ci ‚ein Lied über die Liebe’.bzw. (Folgende Darstellung beruht auf Weiss 1991a-c. rozmowa o teatrze ‚eine Unterhaltung über das Theater’. ‚Ich habe mit deiner Schwester gesprochen.5.’ In bestimmten Kontexten kommt es zur Neutralisierung: 211 210 . die eng miteinander interagieren: • Genera • Deklinationsklassen • Sexus Genus und Deklination sind auf der morphologisch. bajka o kro´lu ‚ein Märchen über einen König’ Wenn es um Eigenschaften von Menschen geht. wenn der Sprecher über Menschen spricht. die relevant wird. In der Regel ist das Geschlecht der Personen. ksia±z˙ka o zwierze±tach ‚ein Buch über Tiere’. Im Polnischen kann der Sprecher Sexus auf vier Arten versprachlichen: • weiblich • männlich • gemischte Gruppe: weiblich und männlich • Sonderfälle Besonderheiten in der Kongruenz gibt es im Bereich der Numeralia. pierwiastek o cie±z˙arze atomowym ‚ein Element mit dem Atomgewicht’. dass auf weibliche Personen mit Hilfe femininer Substantive verwiesen wird: Rozmawia!em z twoja± siostra±.) a) Natürliches Geschlecht: weiblich vs. Der Sexus ist das sprachlich relevante Geschlecht der Referenten. cz!owiek o go!e±bim sercu ‚ein Mensch mit gutem Herzen’ Im heutigen Polnischen tritt sie im wissenschaftlichen Stil auf zur Bezeichnung von Merkmalen oder Maßen einer Substanz.2.

‚Torun´ hat den Touristen viel zu bieten. desto häufiger gibt es Ableitungen. 126. ciocia ‚Tante’. die einem Sprecher zur Verfügung stehen. Ableitung durch Suffixe Wie im Deutschen können viele Personenbezeichnungen durch Suffixe weibliche Ableitungen bilden. Rosjanin – Rosjanka ‚Russe – Russin’ • Berufsbezeichnungen. fryzjer ‚Frisör’ – fryzjerka ‚Frisöse’. babcia ‚Großmutter’ – dziadek ‚Großvater’ Komposita Bei einigen Berufsbezeichnungen können die Lexeme kobieta oder pani vorangestellt werden. • Nationalität: Niemiec – Niemka ‚Deutscher – Deutsche’. Außerdem: Je höher das gesellschaftliche Prestige des bezeichneten Berufs. das gleiche gilt für das Prädikatsnomen.236 2. profesorka. stark umgangsprachlich. pani profesor ‚Professorin’. wuj ‚Onkel’ vs. ‚Meine Mutter ist Leiterin eines kleinen Unternehmens. desto häufiger ist das Fehlen eines weiblichen Pendants: minister ‚Minister’ – *ministerka. tritt immer die maskuline Form auf. wenn das Geschlecht keine große Rolle spielt.’ Es gibt folgende Mittel im Substantivbereich. pan Nowak – pani Nowak. Substantive • In allgemeinen Aussagen.’ • Im Plural tritt ebenfalls häufig die maskuline Form auf. ‚Die Studenten sind mit dem Seminar nicht zufrieden. psycholoz˙ka.’ Moja mama jest kierownikiem ma!ego przedsie±biorstwa. folgende Nachnamen haben auch feminine Formen: . Achtung: Einige der weiblichen Formen gelten als abwertend bzw. grundsätzlich haben Ehefrauen die gleichen Nachnamen wie ihre Ehemänner. Vor Gebrauch sollte ein Lexikon konsultiert werden! • einige Nachnamen. kobieta-murarz ‚Maurerin’. mecenas ‚Mäzen’ – *mecenaska. s. Studenci nie sa± zadowoleni z seminarium. Torun´ ma turystom duz˙o do zaoferowania. kobieta ‚Frau’ – me±z˙czyzna ‚Mann’. weibliche Formen werden hier nicht so regelmäßig gebildet wie im Deutschen! Es gelten folgende Beschränkungen: je stärker der Beruf als typischer Frauenberuf angesehen wird. um das Geschlecht einer Person zum Ausdruck zu bringen: Eigene Lexeme Das Geschlecht wird durch verschiedene Lexeme ausgedrückt.

’ 213 212 .) – Te ofermy wszystko przekre±ci!y! (mask. pan Kubicki – pani Kubicka.o. wechseln sie ihr Genus. dass es nicht deklinierbar ist. denen sowohl Männer als auch Frauen angehören. je nachdem. ‚Ich habe mit unserer Professorin gesprochen.): Rozmawia!em z naszymi paniami profesor.’ Achtung: die genannten Personenbezeichnungen können nicht im Plural auftreten. besonders bei gesellschaftlich angesehenen Berufen. b) Personenbezeichnungen mit doppeltem Genus und Sexus Hierbei handelt es sich oft um expressiv gefärbte Lexeme. • Berufsbezeichnungen. b) auf Konsonant. sie sind defektiv. Rozmawia!em z nasza± profesor. Marian i Mariola spo´z´nili sie±.belebt) – Ta oferma wszystko przekre±ci!a! (fem. ‚Ich habe mit Frau Nowak gesprochen. mit Hilfe der Affixe -owa und -o´wna können Nachnamen gebildet werden. ob sie sich auf eine Frau oder auf einen Mann beziehen. ist die maskulin-personale Form obligatorisch. wenn über Gruppen gesprochen wird. Hierbei handelt es sich um offizielle Nachnamen. pan Kowalski – pani Kowalska. Hier ist eine explizite Ausdrucksweise mit Hilfe des Lexems pani notwendig (s. Rozmawia!em z pania± Nowak. Indeklinabilität Neben der eben genannten Ableitung kann ein feminines Nomen von einem maskulinen dadurch unterschieden werden.5. -owa bezeichnet die Ehefrau und das sehr seltene. veraltete -o´wna die Tochter.’ • Nachnamen. *Rozmawia!em z naszymi profesor. welche sprachlichen Mittel verwendet werden. Wir finden die Alternationen feminin : maskulin-belebt.2. Ten oferma wszystko przekre±ci!! (mask. ‚Marian und Mariola haben sich verspätet. Es gilt die feste Regel: Wenn sich in der Gruppe mindestens ein Mann befindet. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 237 a) auf -ski und -cki. betrifft auf Konsonant auslautende Nachnamen. Die Lexeme nehmen dabei gänzlich das feminine Genus an. pan Nowak – pani Nowakowa – panna Nowako´wna (auch -ina/-yna).) ‚Diese Trantüte hat alles versaut! – Diese Trantüten haben alles versaut!’ c) Natürliches Geschlecht: gemischte Gruppen Hier geht es darum. Diese Formen haben keine amtliche Geltung und werden nur umgangssprachlich verwendet.

einige wenige Personenbezeichnungen zur Bezeichnung von • Nichterwachsenen. z. chuchro ‚schwaches Geschöpf’. ‚Es sind zwei Studentinnen gekommen. ‚Der arme Teufel wusste nicht. z. nastolatek ‚Jugendlicher’. a) Neutra.B. niemowlak ‚Säugling’.238 2. was er tun sollte. Substantive Unter den Personalpronomen gibt es das spezialisierte Pronomen pan´´stwo + maskulinpersonales Verb: Kiedy pan´stwo wro´cili z Ameryki? ‚Wann sind Sie aus Amerika zurückgekommen?’ Eine Besonderheit gibt es im Bereich der Numeralia. Bei gemischten Gruppen treten die Kollektivzahlwörter auf: Przyszli dwaj studenci. babsztyl ‚Frauenzimmer’ Wspo´!czesne nastolatki nie lubia± rock ‚n roll’a.’ (nur Männer) Przysz!o dwo´ch studento´w.’ (nur Männer) Przysz!y dwie studentki. die rein männliche. rein weibliche und gemischte Gruppen unterscheiden. z´rebie± ‚Fohlen’ Niemowle± g!os´no zakrzycza!o. das Lexem erhält dadurch eine stark pejorative Bedeutung. Typ ‚domisko’ Biedaczysko nie wiedzia!o co robic´. ‚Es sind zwei Studenten gekommen. popychad!o ‚Aschenbrödel’ b) Maskulin-belebt. alle maskulin-personalen Personenbezeichnungen können in emotionalen Kontexten nach maskulin-belebten Muster dekliniert werden.B. ‚Die heutigen Jugendlichen mögen keinen Rock’n Roll.’ (nur Frauen) Przysz!o dwoje studento´w.’ (Mann und Frau) d) Sonderfälle 214 In einigen Fällen fehlt die übliche Übereinstimmung zwischen grammatischem Genus und semantischem Sexus. diese Personenbezeichnungen benennen meist Kinder und Jugendliche (sonst: maskulin-belebt zumeist Tiere). dziewcze± ‚Mädel’. ‚Es sind zwei Studenten gekommen.’ c) maskulin-belebte Endung statt maskulin-personal. przedszkolak ‚Kindergartenkind’.’ • Ableitungen mit dem Augmentativsuffix -(i)sko. ‚Der Säugling schrie laut auf. Te rzemies´lniki by ca!y dzien´ tylko spa!y! ‚Diese Handwerker möchten den ganzen Tag nur schlafen!’ .’ • pejorative Bezeichnungen. ‚Es sind zwei Studenten gekommen. dziecko ‚Kind’.

h.B. zum einen die ursprünglichen und zum anderen die aus anderen Wortarten transponierten Adjektive. domys´lac´ sie± ! domys´lny ‚scharfsichtig’.1. g!uchy ‚taub’ o. die zwar auch auf zwei entgegengesetzte Pole bezogen sind. Die Grenze zwischen Qualitäts. samochodowy Y heißt soviel wie ‚Y hat etwas mit Auto zu tun’.ä. Zu den ursprünglichen Adjektiven zählen die Qualitätsadjektive. Sie sind nicht primär von anderen Wortarten abgeleitet und bezeichnen ein gradierbares Merkmal. wysoki – niski ‚hoch – tief’. Diese Unterscheidung ist für die Verwendung insofern zentral. In die zweite große Gruppe gehen die Beziehungsadjektive ein. Adjektive für räumliche Dimensionen und Bewertungen bilden antonymische Paare wie duz˙y – ma!y ‚groß – klein’.ä. we±drowac´ ! we±drowny ‚Wander-’ Sie bezeichnen meist eine Eigenschaft im Sinne ‚etwas mit X zu tun habend’. die eine Normalmitte und zwei extreme Pole aufweist. Diese Adjektive sind nicht so leicht steigerbar.und Beziehungsadjektiven oder zwischen gradier. noc ! nocny ‚Nacht-’ • von Verben mylic´ sie± ! mylny ‚fälschlich’. wobei die Skala zwischen diesen beiden Möglichkeiten aber keinen festen Bedeutungsbestandteil bildet. d. Gradierbar heißt soviel. sie benötigen dafür ganz spezifische Kontexte. s´lepy ‚blind’. dass das Merkmal auf eine Skala bezogen wird. weso!y ‚fröhlich’ u. martwy ‚tot’. ein großes Haus ist ein Haus. z˙ywy ‚lebendig’. also Wörter des Typs duz˙y ‚groß’. z. sondern im Kontext erschlossen wird. Sie sind per Wortbildungsverfahren von anderen Wortarten abgeleitet: • von Substantiven samocho´d ! samochodowy ‚Auto-’.3. Adjektive 3. ma!y ‚klein’. Hierbei handelt es sich um eine semantische Veränderung: die Einführung der Vergleichsskala bewirkt eine 215 . als die grammatische Kategorie der Komparation hier unterschiedlich funktioniert.und nichtgradierbaren Adjektiven ist nicht stabil. Lexikalisch-grammatische Kategorien der Adjektive Bei den Adjektiven (przymiotniki) kann man zunächst einmal zwei große Gruppen unterscheiden. dessen Größe den Normalwert eines typischen Hauses übersteigt. Solche Adjektive verhalten sich im Hinblick auf die Komparation regulär. rybak ! rybacki ‚Fischer-’. Es gibt aber auch andere Qualitätsadjektive. sodass viele Wörter sich in die andere Kategorie ausweiten können. dobry – z!y ‚gut – schlecht’. Der Bezug auf die Skala bildet bei diesen Adjektiven einen festen Bestandteil der Bedeutung.

2.1. Adjektive semantische Verschiebung. 3. Der Unterschied zwischen beiden Kategorien ist bisweilen nur schwer zu erfassen.a. • Numeralia: Ordinalia: pierwszy. Daher sind die Derivate am sinnvollsten nach diesen formalen Kriterien einzuteilen. pewien u.und Determinativpronomen ten.a. Deverbale Adjektive 217 (przymiotniki odczasownikowe) Bei den Formationen. – Demonstrativ. Die semantische Spezialisierung ist eng mit den grammatischen Eigenschaften des Stamms verbunden. two´j u. Auch sie sind nicht komparierbar. handelt es sich um Bezeichnungen von Eigenschaften. weil viele Partizipien der kontextuellen oder ständigen Adjektivierung unterliegen. – Interrogativ-Relativpronomen: kto´ry. Zu den transponierten Adjektiven gehören neben den Beziehungsadjektiven auch die per regulärer Transposition gebildeten Partizipien (czytaja±cy). Adjektivische Wortbildungsformationen 216 Bei der Wortbildung der Adjektive sind nicht so viele verschiedene Bildungsmodelle und Bedeutungsfunktionen festzustellen wie beim Substantiv. Zur syntaktisch definierten Wortart der Adjektive zählen eine Reihe weiterer Vokabeln.240 3. bedeutet es nicht mehr ‚aus dem Material Papier bestehend’. kaz˙dy. jaki und czyj – Indefinitpronomen: kto´rys´. drugi etc. sondern vielmehr ‚künstlich’: Najbardziej papierowa± postacia± w tej sztuce jest g!o´wny bohater.2. Geht das Beziehungsadjektiv papierowy in ein Qualitätsadjektiv über. z˙aden u. Wir unterscheiden: a) Stämme mit einer Wortbildungsbasis • deverbal – von Verben abgeleitet • desubstantivisch – von Substantiven abgeleitet • deadjektivisch – von Adjektiven abgeleitet b) Stämme mit mehr als einer Wortbildungsbasis 3. die durch Verben motiviert sind. interesuja±cy ‚interessant’ . jakis´. ‚Die papierenste (=!künstlichste) Gestalt des Stücks ist die Hauptfigur’. Aus praktischen Überlegungen heraus werden sie auch in dieser Grammatik an anderer Stelle behandelt: • Pronomen: – Possessivpronomen: mo´j.a. die traditionellerweise zu anderen Wortarten gezählt werden. die im Zusammenhang mit der entsprechenden Handlung stehen und sich den Partizipien nähern.

kto´ry zosta! umo´wiony ‚Vertragstermin’ So gibt es eine Beziehung zur grammatischen Kategorie des Genus verbi. kto´ry we±druje ‚Zugvogel’ mylny napis – napis. kto´ry we±druje ‚Zugvogel’. Die mit dem Formativ -ny gebildeten deverbalen Derivate sind in dieser Hinsicht am wenigsten semantisch festgelegt und unterliegen am ehesten einer Bedeutungsveränderung.a. Fähigkeit. P!acza±ce przed chwila± dziecko juz˙ sie± uspokoi!o. ‚Das Kind. kto´ry myli ‚falsche Aufschrift’ • die Eigenschaft wird demjenigen zugeschrieben. sind die Derivate in Bezug auf das Genus verbi neutral. Enger spezialisiert sind die Formative -liwy und -alny. Adjektivische Wortbildungsformationen 241 Ein semantischer Unterschied besteht manchmal darin. Die einzelnen Formative sind in unterschiedlichem Maße auf den Ausdruck dieser Relationen spezialisiert.oder Zustandsbezeichnung. Der Gegenstand bzw. p!aczliwe dziecko ‚takie. kto´ry zosta! naje±ty ‚Lohnarbeiter’ umowny termin – termin. auf den die Handlung gerichtet ist. das eben geweint hat. die Person führt die Handlung ständig aus. zalez˙ec´ ! zalez˙ny ‚abhängig’ 218 . Die adjektivischen Derivate werden in der Regel nur von transitiven Verben gebildet. dass das Adjektiv ein ständiges und das Partizip ein vorübergehendes. najemny pracownik – pracownik. unterliegt ihr ständig oder hat diese Neigung bzw. hat sich wieder beruhigt. Es gibt jedoch einige intransitive Wortbildungsbasen: we±drowny ptak – ptak. nur momentan vorhandenes Merkmal benennt. kto´re p"acze w danym momencie’ – weinendes Kind Der Gebrauch der beiden sprachlichen Einheiten unterscheidet sich u. s!yna±c´ ! s!ynny ‚berühmt’. cz!owiek domys´lny – cz!owiek.2. in der Kombinierbarkeit mit adverbiellen Bestimmungen der Zeit. Typ ‚mylny’ Das Formativ -ny bildet Derivate zweierlei Bedeutungen: • die Eigenschaft wird dem Handlungsträger zugeschrieben. kto´ry sie± domys´la ‚scharfsinnig’ we±drowny ptak – ptak. kto´re cze±sto p"acze’ – weinerliches Kind p!acza±ce dziecko ‚takie. der Person im Hinblick auf verschiedene Relationen zur zugrundeliegenden Handlung zugeschrieben.3.’ Die vom deverbalen Adjektiv bezeichnete Eigenschaft wird dem Gegenstand bzw. Adjektive lassen diese im Gegensatz zu Partizipien nicht zu. Ist die Basis eine Prozess.

Sie werden im Wesentlichen von transitiven Verben gebildet. mieszkalny – taki. zadania wydobywcze – zwia±zane z wydobyciem ‚Förderaufgaben’. die einem Gegenstand. kto´ry !atwo uste±puje ‚nachgiebig’ podejrzliwy – ten. kto´ry moz˙na zmyc´ ‚waschbar’ przyswajalny – taki. zmywalny – taki. -niczy gebildet werden. die dem Handlungsträger zugeschrieben werden. auf den die Handlung übergeht (passivisch). Adjektive Typ ‚oz˙ywczy’ 219 Adjektive zur Bezeichnungen von Eigenschaften. potenzielle Merkmale zuschreiben. kto´rego !atwo jest (roz)draz˙nic´ ‚reizbar’ pobudliwy – taki. Intransitive sind selten. wykonawczy ‚Ausführungs-’. seinen Erweiterungen -awczy. kto´ry !atwo podejrzewa ‚argwöhnisch’ Einige haben eine passivische Orientierung: draz˙liwy – taki. w kto´rym moz˙na mieszkac´ ‚bewohnbar’ . Es geht in Formationen ein. kto´rego !atwo jest pobudzic´ ‚erregbar’ Die Basis für die Bildungen auf -liwy wird vor allem von Verben gestellt. Typ ‚zmywalny’ 221 Unter den adjektivischen Wortbildungsformativen ist -alny das am weitesten spezialisierte. können auch mit dem Formativ -czy bzw.242 3. die Zustände oder mentale Aktivitäten des Menschen bezeichnen. kto´ry cze±sto p!acze ‚weinerlich’ uste±pliwy – ten. weil sie unmittelbar von einem Nomen actionis abgeleitet sind. kierowniczy ‚Leitungs-’ Einige dieser Formationen sind sowohl durch ein Verb als auch ein Substantiv motiviert. ostrzegawczy ‚warnend’. oz˙ y wczy ‚belebend’. kto´ry moz˙na przyswoic´ ‚aufnehmbar’ Diese Adjektive sind zumeist Attribute zu nichtbelebten Substantiven. normy za!adowcze – dotycza±ce za!adowania ‚Ladenormen’ Typ ‚p"aczliwy’ 220 Das Formativ -liwy bildet Bezeichnungen von Eigenschaften. p!aczliwy – taki. zespo´! wykonawczy – zespo´!. zugeschrieben werden. kto´ry wykonuje/zespo´! wykonawco´w ‚Ausführungsgremium’ Einige dieser Derivate bilden eine besondere Gruppe. die zugrundeliegende Handlung auszuführen. die einem Gegenstand im Hinblick auf die Neigung.

die Prozesse bezeichnen. differenzierteste und produktivste Gruppe. Den Formationen entsprechen im Deutschen oft Komposita. aber auch in der Standardsprache sind sie weit verbreitet. Typ ‚osiwia"y’ An der Grenze zu den deverbalen Adjektiven befinden sich bestimmte Formen auf -!(y). Desubstantivische Adjektive Unter den abgeleiteten Adjektiven bilden die desubstantivischen Adjektive (przymiotniki odrzeczownikowe) die größte. Als Formative treten auf: -owy. -iczny). -arski. -owaty. -ny (mit den Erweiterungen -yjny. -yjski). -an´ski. -owy verbindet sich im Prinzip 224 223 222 . oniemia!y ‚sprachlos’. Die Bedeutungen der deverbalen Formationen sind im Großen und Ganzen nicht sehr stabil. Typ ‚samochodowy’ Das Formativ -owy gehört heute zu den produktivsten Wortbildungsaffixen des Polnischen.2. die sich nach einem Zustandswechsel ergeben haben. Die ausgedrückten Beziehungen können verschiedener Art sein und werden oft erst in der Kombination mit dem attribuierten Substantiv präzisiert. Nur das Formativ -alny ist auf potenziell passivische Bildungen beschränkt. -ski (mit den Erweiterungen -owski. Die Verwendung der einzelnen Suffixe überschneidet sich teilweise. -en´ski. 3. Besonders häufig treten sie im Fachwortschatz auf. die Gegenständen zukommen im Hinblick auf eine allgemeine Beziehung zu anderen Gegenständen. -in´ski. Die übrigen Affixe können tendenziell sowohl in passivischen als auch aktivischen Bildungen auftreten. die auch die Form des Präteritums bilden. gdzie sa± naprawiane samochody ‚Autowerkstatt’ Diese abkürzende Nennung eines ganzen Konzepts – im Sinne ‚alles. osiwia!y ‚ergraut’. jedes hat jedoch auch einen spezifischen Verwendungsbereich. os´lep!y ‚erblindet’ Sie benennen Eigenschaften oder Zustände. szyba samochodowa – nalez˙a±ca do samochodu ‚Autoscheibe’ kurs samochodowy – kurs prowadzenia samochodu ‚Fahrschulkurs’ warsztat samochodowy – warsztat. Sie bezeichnen Merkmale.2.3. iczy).2. og!uch!y ‚taub geworden’. -ijski. Es handelt sich um Derivate von Verben. Adjektivische Wortbildungsformationen 243 Die Formationen mit dem Suffix -alny sind heute sehr produktiv. was mit Auto zu tun hat’ – sichert die extreme Popularität dieser Adjektive. Sie werden auch Beziehungsadjektive genannt. -Ø (mit den Erweiterungen -czy.

partyzant ! partyzancki ‚Partisanen-’ Bei der Anfügung von -ski an Stämme. Es gibt aber einige – in der Praxis nicht immer berücksichtigte – Beschränkungen in der Verbindbarkeit mit bestimmten Stammtypen. Die einzigen Ausnahmen bei -stwo sind: pan´stwo ! pan´stwowy ‚staatlich’. profesor ! profesorski ‚Professoren-’. !o´dz´ Piotrowa ‚die katholische Kirche’. Es hat die Morphe -owski. p!ywak ! p!ywacki ‚Schwimmer-’ Unter den Wortbildungsbasen nichtpolnischer Herkunft finden sich auch andere Stämme: inwestor ! inwestorski ‚Investoren-’. -yjski. Mit seiner Hilfe werden hauptsächlich Adjektive von zwei Basen gebildet: • maskulinen Personenbezeichnungen • Ortsnamen Zur ersten Gruppe gehören vorwiegend Substantive auf -arz und -ak: kres´larz ! kres´larski ‚Zeichner-’. powielaczowy ‚Kopierer-’. die von Eigennamen gebildet werden. pi!karz ! pi!karski ‚Fußballer-’. dope!niaczowy ‚Genitiv-’. naiwniak ! naiwniacki ‚Naivling-’. mocarstwo ! mocarstwowy ‚Macht-’ Formationen des Typs osobowos´ciowy kommen vor. -nik. szybowcowy ‚Segelflug-’. haben eine stilistische Markierung. auf -nik (nehmen -i). die auf -k. -ijski. -in´ski. przysz!a Andrzejowa ‚Andrzejs Frau ist gekommen’ Typ ‚pi"karski’ 225 Das Formativ -ski zeichnet sich durch hohe Produktivität aus. kommt es zu Alternationen. silnikowy ‚Motor-’ Derivate mit dem Suffix -owy. gelten somit als schlechter Stil. -owiec. sa±siad ! sa±siedzki ‚Nachbar-’ An der Morphemgrenze können noch weitere Alternationen vorkommen. rybak ! rybacki ‚Fischer-’. poradnikowy ‚Ratgeber-’. . lodowcowy ‚Gletscher-’. -arz (=!Nomina agentis) oder -stwo. Besonders stark ist das Verbindungsverbot bei Stämmen auf -arz (die adjektivischen Derivate nehmen -ski an). rybak ! rybacki ‚Fischer-’ t ! c. -t und -d auslauten. -arski. können sie ein Adjektiv auf -owy bilden. -en´ski. die auf -acz.244 3. student ! studencki ‚Studenten-’. -stwo und -owos´c´. Adjektive mit allen Typen von Substantivstämmen. werden aber aufgrund der Wiederholung der Lautfolge -ow. Wenn die Elemente -acz. -nik bei unbelebten Substantiven auftreten.von der Sprachpflege nicht gutgeheißen. student ! studencki ‚Studenten-’ d ! dz. -owiec. -an´ski. -owos´c´ enden. k ! c.

marksista ! marksistowski. -cja. Ryga ! ryski. Rosja ! rosyjski Die Auswahl des jeweiligen Allomorphs hängt nur zum Teil von der lautlichen Struktur des Ortsnamens ab und ist daher nicht unbedingt an feste Regeln gebunden.2. dyskusja ! dyskusyjny ‚Diskussions-’. romantyzm ! romantyczny ‚romantisch’ Substantive auf -ia bilden die Basis für verschiedene Formationen. kopalnia ! kopalniany ‚Gruben-’. abstrakcja ! abstrakcyjny ‚abstrakt’. Die belegten Bildungen sind bereits sehr alt: pole ! polny ‚Feld-’. Das Formativ -owski ist spezialisiert auf die Bildung aus Personenbezeichnungen auf -ista. uczelnia ! uczelniany ‚Hochschul-’ Die größte Produktivität entfaltet das Suffix unter entlehnten Substantiven. Krosno ! kros´nien´ski. dekabrysta ! dekabrystowski Kopernik ! Kopernikowski. Adjektivische Wortbildungsformationen 245 Paryz˙ ! paryski. Kuba ! kuban´ s ki. auf -iczny oder auf -ijny. -yjny. 226 . wirtuoz ! wirtuozowski ‚virtuos’ Typ ‚nocny’ Das Formativ -ny tritt heute nur relativ selten bei genuin slavischen Basen auf. popularny ‚populär’. Paryz˙ ! paryski. geologia ! geologiczny ‚geologisch’. -grafia und -izm (-yzm) verwendet. In der nicht erweiterten Form erfüllt es die Funktion. -iczny kann es auch nicht entlehnte Beziehungsadjektive bilden. Olkusz ! olkuski Ortsnamen können ein entsprechendes Beziehungsadjektiv ausschließlich mit dem Suffix -ski bzw. Das Suffix -ijny (-yjny) tritt regulär in Adjektiven auf. Che!mno ! che!min´ski. Belgia ! belgijski. -sja. dokumentacja ! dokumentacyjny ‚Dokumentations-’. -zja auslautet. kawiarnia ! kawiarniany ‚Cafe´-’. Warszawa ! warszawski. seinen Erweiterungen bilden. punktualny ‚pünktlich’ Mit den erweiterten Allomorphen -ijny. noc ! nocny ‚Nacht-’ In neueren Bildungen wird meist das erweiterte Morph -any gebraucht.3. deren substantivische Basis auf -acja. Sienkiewicz ! Sienkiewiczowski ONZ ! oenzetowski ‚UNO-’. aus Nachnamen. ziemia ! ziemny ‚Erd-’. aluzja ! aluzyjny ‚anspielend’ Das Suffix -iczny wird bei Stämmen auf -logia. entlehnte Adjektive ins Polnische einzupassen. elementarny ‚elementar’. PAN ! panowski ‚der polnischen Akademie der Wissenschaften’ mistrz ! mistrzowski ‚meisterhaft’. aktualny ‚aktuell’. aus Abkürzungen und einigen anderen.

kto´re wykonuje ameba ‚amöbenhafte Bewegungen’. je±zykoznawca ! je±zykoznawczy ‚sprachwissenschaftlich’ Formationen dieses Typs sind gleichzeitig durch das entsprechende Verb und das Nomen agentis motiviert. wo sie keine expressive. beczu!kowata postac´ – postac´ przypominaja±ca beczu!ke± ‚fassförmige Figur’ haczykowaty nos – nos. obro´bka ! obro´bczy/ obro´bkowy ‚Bearbeitungs-’ Eine weitere große Gruppe unter den Adjektiven auf -y bilden diejenigen. wo sie eine expressive Färbung aufweisen. urze± d nik ! urze± d niczy ‚Beamten-’. familia ! familijny ‚familiär’ In der Bildung von Beziehungsadjektiven aus Substantiven mit den Suffixen -izm und -ista konkurriert das Formativ -czny mit -owski. Adjektive chemia ! chemiczny ‚chemisch’. nadawczy ‚Sende-/Sender-’ – nadawac´/nadawca. die durch Nomina agentis auf -nik und gleichzeitig durch Abstrakta auf -stwo motiviert sind. obuwniczy ‚Schuh-’. ros´liny malwowate ‚malvenhafte Pflanzen’ .246 3. osiedleniec ! osiedlen´czy ‚Siedler-’. sondern fachsprachliche Färbung aufweisen. Andererseits sind sie auch in der Fachterminologie verbreitet. ruchy amebowate – ruchy. tajemnica ! tajemniczy ‚geheimnisvoll’. die die Ähnlichkeit des attribuierten Gegenstands zu dem in der Wortbildungsbasis genannten Gegenstand ausdrücken. marksizm ! marksistowski ‚marxistisch’ komunizm ! komunistyczny ‚kommunistisch’ Typ ‚tajemniczy’ 227 Das Element -y (genauer: Ø-Suffix) formt Adjektive aus Substantiven mit dem Auslaut -k oder -c. Es handelt sich um Bezeichnungen von Merkmalen. podobne do tych. Bei anderen Substantiven kann parallel das Suffix -owy gebraucht werden. miednica ! miedniczy/miednicowy ‚Becken-’ (anatomisch). wykonawczy ‚Ausführungs-’ – wykonywac´/wykonawca Substantive auf -ca und -ec können Adjektive auschließlich mit dem Suffix -y bilden. podobny do haczyka ‚Hakennase’ Die Formationen dieses Typs treten recht häufig in der Umgangssprache auf. cha!upniczy ‚Heim-’ Typ ‚beczu"kowaty’ 228 Einen stark spezialisierten Typ stellen die Adjektive auf -owaty dar.

-aty und -isty charakterisieren meist einen Gegendstand bezüglich des Besitzens dessen. zupa rybna ‚Fischsuppe’ Derlei Konkurrenzformen gibt es im Polnischen recht viele. owocny wysi!ek ‚fruchtbare Bemühung’ bisweilen unterscheiden sie sich aber nur in der Verbindbarkeit mit den einzelnen Substantiven bei gleicher Bedeutung: mysz polna ‚Feldmaus’. 230 229 . in denen die semantische Beziehung zum Ausgangsgegenstand weiter präzisiert ist. prace polowe ‚Feldarbeiten’. targ rybny ‚Fischmarkt’. Daneben gibt es auch Adjektive. chustka matki. Adjektivische Wortbildungsformationen 247 Konkurrenz der Suffixe Im Lexikon des Polnischen gibt es viele adjektivische Wortbildungsformationen. kwiat polny ‚Feldblume’ vs. kuchnia polowa ‚Feldküche’ In der Kombination können sie nicht ausgetauscht werden.3. Zur aktiven Verwendung ist unbedingt ein Wörterbuch zu konsultieren. rybny ‚mit Fisch zu tun habend’ gospodarstwo rybne ‚Fischereiwirtschaft’. ojcowski p!aszcz ‚Vaters Mantel’. p!aszcz ojca. -ski (-owski) und -owy können bei Personenbezeichnungen als Basis eine Besitzrelation ausdrücken. ubranie Stasia Die Adjektive mit den Suffixen -asty. nicht spezifizierte Beziehung zu dem in der substantivischen Basis genannten Gegenstand. Besitzrelationen werden gewöhnlich mit dem Genitiv ausgedrückt. Stasiowe ubranie ‚Stanislaws Kleidung’ Diese Bildungen sind selten und haben eine archaische Färbung. Die Adjektive mit den Suffixen -iny (-yny). Semantische Präzisierungen Die Mehrheit der Beziehungsadjektive bezeichnet eine Eigenschaft im Hinblick auf eine ganz allgemeine. aber mit Hilfe verschiedener Suffixe gebildet sind. samochodowy ‚irgendwie mit Auto zusammenhängend’. owocowy kompot ‚Fruchtkompott’ vs. owocny trud ‚fruchtbare Arbeit’. Diese formal ähnlichen Wörter haben dabei bisweilen eine ganz andere Bedeutung: owocowy sad ‚Obstgarten’. matczyna chustka ‚Mutters Tuch’. die zwar von der gleichen Basis. -i. Daneben gibt es feine Bedeutungsunterschiede zwischen den Konkurrenzformen.2. rybi ‚zum Fisch gehörend’ rybi ogon ‚Fischschwanz’. was von dem Substantiv bezeichnet wird. rybia !uska ‚Fischschuppe’ vs.

2. der einen Bart hat’. dann drückt es ein hohes Ausmaß der genannten Eigenschaft aus. we!niana kurtka ‚Wolljacke’. malutki kotek ‚winzige Katze’. der Blätter hat’ ‚Laubbaum’. aus der der attribuierte Gegenstand hergestellt worden ist oder auf den Ort. -uchny. die eine Intensivierung oder Abschwächung der genannten Eigenschaft oder eine antonymische Beziehung ausdrücken. -uten´ki. cz!owiek brodaty – ‚ein Mann. miejsca staz˙owe ‚Praktikumsplätze’ Vor allem in der Presse und im offiziellen Stil verbreitet ist die Verwendung von Beziehungsadjektiven statt der entsprechenden substantivischen Attribute. maluchny. -sien´ki und -us´ki.3. kierowca samochodowy – kierowca samochodu ‚Autofahrer’. dass er sich gut fühlt’. malus´ki ‚winzig + niedlich’ Diese Suffixe enthalten eine expressive Komponente. Das Suffix -utki kann darüber hinaus auch in nicht expressiver Bedeutung auftreten. maluten´ki. wa±ziutki pasek ‚ein sehr enger Gürtel’ . Adjektive drzewo lis´ciaste – ‚ein Baum. ma!y ! malutki. a) Adjektive der Intensivierung Typ ‚malutki’ 232 Der Bildung von Adjektiven der Intensivierung dienen die Suffixe -utki. wo er herkommt. leczenie uzdrowiskowe – leczenie w uzdrowisku ‚Kurbehandlung’ 3. tkanina ubraniowa ‚Bekleidungsstoff’. wycieczka autokarowa – wycieczka autokarem ‚Bustour’. poziomki ogrodowe ‚Erdbeeren aus dem Garten’ Einige dieser Bildungen beziehen sich auf die Zielbestimmung des Gegenstandes – meist Suffix -owy: tas´ma magnetofonowa ‚Tonband’. Die Wortbildungsbasis wird hierbei ausschließlich von Qualitätsadjektiven gebildet. die sich in etwa wiedergeben lässt als ‚der Sprecher ist gegenüber X positiv eingestellt’ oder als ‚der Sprecher gibt zu erkennen.248 3. prawa pracownicze – prawa pracowniko´w ‚Arbeiterrechte’. Ihr Stamm zeigt auf die Materie. malusien´ki. das Berge hat’ ‚bergiges Terrain’ Viele Bildungen auf -owy und -any drücken die Relation der Herkunft aus. teren go´rzysty ‚ein Gebiet. Deadjektivische Adjektive 231 (przymiotniki odprzymiotnikowe) Bei der Derivation von Adjektiven entstehen Bildungen.

und ekstra-. dass das Merkmal in einem nur geringem Maße ausgebildet ist: grubawy ‚ein klein wenig dick’ oder ‚dicklich’. liegt eine spezifische Markierung der Einstellung des Sprechers zum genannten Gegenstand vor: es handelt sich um Nachsicht. Sie bezeichnen die Überschreitung einer für den näher bestimmten Gegenstand angenommenen Norm. Dagegen gehören die Bildungen mit przy.3. die die Abschwächung des genannten Merkmals ausdrücken. arcyzabawny ‚urkomisch’.gibt es noch eine Reihe weiterer auch im Deutschen bekannter Präfixe: hiper-. przy-. ‚zu eng’. superdoskona!y ‚superperfekt’. Sie verbinden sich mit Stämmen sowohl entlehnter als auch slavischer Wörter. Mitleid oder auch Ironie. ekstramocny ‚extrastark’ b) Adjektive der Abschwächung Typ ‚grubawy’ Das wichtigste Formativ zur Bildung von Adjektiven. nadczu!y ‚überempfindlich’ Neben arcy.und arcy-. im Sinne von ‚zu lang’. przyd!ugi ‚zu lang’.sind meist buchsprachlich markiert. bia!awy ‚weißlich’. ist das Suffix -awy.2.eher der Umgangssprache an. przemi!y ‚allerliebst’. przezabawny ‚sehr unterhaltsam’. Adjektivische Wortbildungsformationen 249 Diese Formative verbinden sich in der Regel nicht mit Adjektiven. brudnawy ‚schmuddelig’. ultrakro´tki ‚Ultrakurz-’. hiperpoprawny ‚hyperkorrekt’. arcykomiczny ‚urkomisch’ Die Derivate mit prze. nad. ultra. !ysawy ‚leicht kahl’ Das Formativ -awy verbindet sich auch mit substantivischen Stämmen von Bezeichnungen chemischer Elemente. g!upi ! g!upiutki ‚Dummerchen’ ne±dzny ! ne±dzniutki ‚miserabel’ Typ ‚przepie±kny’ Intensivierte Adjektive können gleichermaßen mit folgenden Präfixen gebildet werden: prze-. -owy und -awy können chemische Verbindungen unterscheiden. die eine als negativ bewertete Eigenschaft bezeichnen. Hier wird zum Ausdruck gebracht. przyciasny ‚zu eng’. Kommt es trotzdem zu einer solchen Verbindung. super-. grubawy ‚dicklich’.kommt meist in der Fachsprache vor. gorzkawy ‚etwas bitter’. nad. Die Bildungen gehören im Großen und Ganzen der Umgangssprache an. Das Formativ zeichnet sich durch eine große Produktivität aus und kann mit praktisch allen Qualitätsadjektiven verbunden werden. 234 233 .

niedomyty ‚nicht fertig gewaschen’. -ny. aber fast klein’ oder niem!ody heißt nicht unbedingt ‚alt’.250 3.sind ursprünglich eher von Verben abgeleitet. . die das in der Wortbildungsbasis genannte Element enthalten. niedorozwinie±ty ‚unterentwickelt’. Zu den häufigsten Formativen zählen -owy. nieduz˙y heißt soviel wie ‚nicht ganz klein. die im Hinblick auf die in die Wortbildungsformation eingehenden Stämme bestimmt werden. duz˙ y ! nieduz˙ y ‚nicht groß’. brzydki ! niebrzydki ‚nicht hässlich’. Wie bei Substantiven lassen sich auch unter Adjektiven zwei Strukturtypen unterscheiden. Typ ‚przedwczesny’ 235 Weiterhin kann eine Abschwächung des Merkmals durch Präfixe versprachlicht werden. denn da sie in ihrer Struktur eine Präposition enthalten. a) Syntaktische Komposita 238 (przymiotniki pochodne od wyraz˙en´ syntaktycznych) Diese Klasse von Adjektiven stellt im heutigen Polnisch eine sehr produktive Klasse dar. sondern ‚noch nicht ganz alt’. die Derivate von Substantiven bilden. podczerwony ‚Infrarot-’. 3. weisen sie eine spezifischere Semantik als desubstantivische Adjektive auf. niedokwas´ny ‚untersäuert’. Adjektive dieses Typs dienen oft euphemistischen Zwecken. Adjektive siarka ! kwas siarkowy/siarkawy ‚Schwefelsäure/schwefelige Säure’ Es handelt sich um Bezeichnungen für Eigenschaften von chemischen Verbindungen. Welches dieser Suffixe zum Tragen kommt.2.in eine Art Antonym überführt werden. wird meist durch die Form des nichtsuffigierten desubstantivischen Adjektivs festgelegt. m!ody ! niem!ody ‚nicht jung’ Im Gegensatz zu den echten lexikalischen Antonymen drücken diese Adjektive eher eine Abschwächung des genannten Merkmals aus und nicht unbedingt das Gegenteil. nieg!upi ‚nicht dumm’. -i(-y) und diejenigen.4. Diese Bildungen sind jedoch sehr selten. Adjektivkomposita 237 Im Gegensatz zu den Adjektivtypen aus 217 bis 236 gehen in die Komposita (przymiotniki z"oz˙one) mindestens zwei Wurzeln ein. przedwczesny ‚verfrüht’ Die Bildungen mit niedo. niedotarty ‚nicht eingefahren (Auto)’ c) Antonymische Adjektive Typ ‚nieduz˙y’ 236 Adjektive können durch die Anfügung des Präfixes nie. -ski. niedookres´lony ‚unterspezifiziert’.

bezdeszczowy ‚regenlos’ • do docelowy ‚Ziel-’. oddolny ‚von unten kommend’ • po pourazowy ‚Unfall-’. pozaustawowy ‚außergesetzlich’ • przeciw przeciwlotniczy ‚Flugabwehr-’. naskalny ‚auf Felsen vorkommmend’ • nad nadziemny ‚überirdisch’. miejscowy ! zamiejscowy ‚auswärtig’ Es kommen verschiedene Präpositionen vor: • bez bezpan´ski ‚herrenlos’. domie±s´niowy ‚intramuskulär’ • mie±dzy mie±dzynarodowy ‚international’. podbramkowy ‚Tor-’ (Fußball). • pod podmiejski ‚Vororts-’. Adjektivische Wortbildungsformationen 251 pan´ski ! bezpan´ski ‚herrenlos’. dog!e±bny ‚tiefgründig’.3. mie±dzak!adowy ‚zwischenbetrieblich’ • na naziemny ‚Boden-’. ods´ r odkowy ‚zentrifugal’. nadwodny ‚Wasser-’ • od odautorski ‚vom Verfasser’. przedma!z˙en´ski ‚vorehelich’. ponaddz´wie±kowy ‚Ultraschall-’ • poza pozaszkolny ‚außerschulisch’. przedpotopowy ‚vorsintflutlich’ • przy przydomowy ‚beim Haus’. nadpoziomowy ‚über Normal’. przybiblioteczny ‚bei der Bibiothek’ • za zagraniczny ‚ausländisch’. przeciwalkoholowy ‚Antialkoholiker-’ • przed przedwojenny ‚Vorkiegs-’. wojenny ! przedwojenny ‚Vorkriegs-’.2. bezprawny ‚rechtlos’. podziemny ‚unterirdisch’ • ponad ponadplanowy ‚außerplanmäßig’. pokontrolny ‚nach der Kontrolle’. zamiejscowy ‚auswärtig’ .

indem es auf den Gegenstand hinweist. ist recht stark begrenzt. czas-o-ch!on-ny ‚zeitraubend’ Im zweiten Teilglied kann – ähnlich wie bei den substantivischen Kompositionen – ein selbstständiges Element auftreten. rdzochronny ‚Rostschutz-’ Daneben treten recht häufig Adjektive auf. Das Element -o. auf den die im Verbalstamm genannte Handlung gerichtet ist. Adjektive b) Eigentliche Komposita 239 Eigentliche Komposita (z"oz˙enia w"as´ciwe) enthalten zwei volllexikalische Wurzeln.hat hier einen spezifischen Charakter: es kann entweder als Teil des Adverbs oder als Interfix angesehen werden. w!o´knodajny ‚faserspendend’ • tworzyc´ chorobotwo´rczy ‚krankheitserregend’. cichobiez˙ny ‚geräuscharm’ . chwastobo´jczy ‚Unkrautvernichtungs-’ • chronic´ ciep!ochronny ‚Wärmedämm-’. Der Kreis von Verben. czasoch!onny – derjenige. die diesen Typen bilden können. naftopochodny ‚Ölderivat-’. Adjektive diesen Typs treten vor allem in der Fachsprache recht häufig auf. Es sind meist: • dawac´ z˙yciodajny ‚lebendsspendend’. ch!onny ‚raubend’. krwiotwo´rczy ‚blutbildend’ • rodzic´ kruszcorodny ‚erzhervorbringend’ • bic´ owadobo´jczy ‚Insektenvertilgungs-’.in Kombination mit einem Suffix auf. Typ ‚czasoch"onny’ Substantivstamm!+!o!+!Verbalstamm 240 Das erste Teilglied bestimmt das zweite näher. we± glopochodny ‚Kohlederivat-’. pracoch!onny ‚arbeitsaufwendig’ Typ ‚cichobiez˙ny’ Adverb + Verbalstamm 241 Auch hier wird das zweite Glied durch das erste näher bestimmt. kwasoodporny – odporny na kwas ‚säurebeständig’ Die Bedeutung des Kompositums hängt vom grammatischen Charakter der Basis und der enthaltenen Wechselbeziehung ab. die in den Fachsprachen besonders häufig auftreten. Gewöhnlich tritt das Interfix -o.252 3. deren zweites Glied von einem Verb abgeleitet wurde: pochodny ‚abgeleitet’. der Zeit raubt ‚zeitraubend’ Dieser Typ gehört zu den produktiven Bildungen.

produkcja wieloseryjna ‚Serienproduktion’ Auf der Grundlage vorhandener Bildungen werden Reihen neuer Adjektive gebildet. In ihrer Gesamtheit fungieren diese Komposita als Ausdruck für: • Besitzverhältnis ‚maja±cy to. drugoplanowy – znajduja±cy sie± na drugim planie ‚zweitrangig’. Sie können aufgrund ihrer Regelmäßigkeit frei gebildet werden. czteroko!owy – maja±cy cztery ko!a ‚vierrädrig’. in denen das erste Glied identisch ist.: jasnow!osy ‚hellblond’. ciemnooki ‚dunkeläugig’ 244 243 242 . dwupokojowy – sk!adaja±cy sie± z dwu pokoi ‚Zweizimmer-’. d!ugodystansowy ‚Langstrecken-’ – d!ugoterminowy ‚langfristig’ kro´tkodystansowy ‚Kurzstrecken-’ – kro´tkoterminowy ‚kurzfristig’ ma!okaloryczny ‚kalorienarm’ – ma!oseryjny ‚Kleinserien-’ wielkoseryjny ‚Großserien-’ – wielkop!ytowy ‚Plattenbau-’ Adjektive dieses Typs bilden oft antonyme Paare.B. z.3. Adjektivische Wortbildungsformationen 253 Typ ‚dwupokojowy’ Ordinalzahlstamm + Substantivstamm Adjektive des Typs ‚dwupokojowy’ werden genauso gebildet wie die entsprechenden substantivischen Komposita des Typs ‚dziesie±ciolecie’. na co wskazuja± cz!ony z!oz˙enia’ szaroszeregowy ‚Szare Szeregi = Untergrundorganisation der Pfadfinder im 2. die dem Gegenstand aus dem zweiten Glied eigen ist. turkusooki ‚mit türkisenen Augen’ Stilistisch neutrale Vertreter sind selten. kilkurodzinny – przeznaczony dla kilku rodzin ‚Mehrfamilien-’ Typ ‚d"ugodystansowy’ Adjektivstamm + o + Substantivstamm In diesen Bildungen verweist das erste Glied auf eine Eigenschaft. ähnlich den Beziehungsadjektiven d!ugodystansowy ‚Langstrecken-’ choroba wysokocis´nieniowa ‚Bluthochdruck’. na co wskazuja± cz!ony z!oz˙enia’ kro´tkowe!nisty ‚mit einem kurzen Fell’ • Zugehörigkeit ‚nalez˙a±cy do tego. Semantisch stellen sie eine Art Verkürzung der expliziten Konstruktion mit der entsprechenden Ordinalzahl dar. Weltkrieg’ • unbestimmte Beziehung. Er ist entweder in Fachsprachen oder in der Sprache der Schönen Literatur anzutreffen.2. ptakokszta!tny ‚vogelähnlich’. Typ ‚ptakokszta"tny’ Substantivstamm + o + Substantivstamm Dieser Typ ist im Gegensatz zu den eben genannten im heutigen Polnischen recht selten.

dunklen Augen ergibt. Deklinationen der Adjektive 246 Das Adjektiv gehört zu den flektierbaren Wortarten. Adjektive Wie bei Typ ‚d"ugodystansowy’ bestimmt das erste Glied das zweite näher. przyjemny • Komparativ (stopien´ wyz˙szy). diese Adjektive werden mit Bindestrich geschrieben 3. sodass hier nur noch zwischen maskulin-personal und allen anderen Genera unterschieden wird.B. najprzyjemniejszy Die Formen des Adjektivs sind im Singular stark nach Genus ausdifferenziert. dieses übergeordnete Lexem bestimmt Genus. Numerus. Sie gliedert sich in die Subkategorien: • Positiv (stopien´ ro´wny). Es weist folgende grammatische Kategorien auf: Genus. die nur dem Adjektiv und einigen Adverben eigen ist. Typ ‚jasnoniebieski’ Adjektivstamm + o + Adjektivstamm 245 Dieser Typ weicht in semantischer Hinsicht von den oberen Komposita ab. • Typ jasnoniebieski ‚hellblau’: das erste Glied bestimmt das zweite näher • Typ historycznoliteracki ‚literaturgeschichtlich’: ist gebildet aus einer attribuierten Form wie historia literatury. das sich aus dem Besitz von z. przyjemniejszy • Superlativ (stopien´ najwyz˙szy). Dieses Phänomen bezeichnet man als Kongruenz. . Adjektive treten typischerweise als Attribut eines Substantivs auf.’ Im Gegensatz zum Substantiv ist das Genus somit nicht vom Stamm festgelegt und ist somit flexivisch. Das Kompositum benennt das Merkmal. während im Plural viele Endungen zusammenfallen. Numerus und Kasus des Adjektivs. Kasus und Komparation.254 3. Piotr mo´wi! o nowej ksia±z˙ce. ‚Piotr sprach von einem neuen Buch.3. Die Komparation ist eine Kategorie. meist fachsprachlich • Typ bia!o-czerwony ‚weiß-rot’: beide Glieder sind gleichberechtigt im Sinne von bia!y i czerwony.

3.3. Feminin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!oda m!odej m!odej m!oda± m!oda± m!odej duz˙a duz˙ej duz˙ej duz˙a± duz˙a± duz˙ej obca obcej obcej obca± obca± obcej wysoka wysokiej wysokiej wysoka± wysoka± wysokiej tania taniej taniej tania± tania± taniej . ‚Ich sehe einen großen Tisch. Neutrum Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!ode m!odego m!odemu m!ode/-ego m!odym m!odym duz˙e duz˙ego duz˙emu duz˙e/-ego duz˙ym duz˙ym obce obcego obcemu obce/-ego obcym obcym wysokie wysokiego wysokiemu wysokie/-go wysokim wysokim tanie taniego taniemu tanie/-go tanim tanim Die Formen im Neutrum sind weitgehend identisch mit denjenigen im maskulinen Genus. Singular Maskulin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. Widze± duz˙y sto´!.’ Im Vokativ ist die Form immer identisch mit dem Nominativ. Widze± duz˙ego s!onia. Deklinationen der Adjektive 255 3.3. m!ody m!odego m!odemu m!ody/-ego m!odym m!odym jung duz˙y duz˙ego duz˙emu duz˙y/-ego duz˙ym duz˙ym groß obcy obcego obcemu obcy/-ego obcym obcym fremd wysoki wysokiego wysokiemu wysoki/-iego wysokim wysokim hoch tani taniego taniemu tani/-iego tanim tanim billig 247 Die Adjektive haben im Akkusativ Maskulin Singular je nach Genus des näher bestimmten Substantivs entweder die Form des Nominativs oder des Genitivs. Abweichungen gibt es lediglich im Nominativ und Akkusativ. ‚Ich sehe einen großen Elefanten.’ vs.1.

-ich -ymi. Übersicht zu den Endungen der Adjektivdeklination Singular Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrum.256 3.2.3. Die übrigen Formen sind gleich.3. -im -ym. -im =!Nom Feminin -a -ej -ej -a± -a± -ej =!Nom Plural Maskulin personal -i. -im -ych. -Ø -ego -emu =!Nom/Gen -ym.3. Präpositiv Vokativ -y. -ich =!Nom =!Nom -e andere -e . -y -ych. Plural Maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!odzi m!odych m!odym m!odych m!odymi m!odych duzi duz˙ych duz˙ym duz˙ych duz˙ymi duz˙ych obcy obceych obcym obcych obcymi obcych wysocy wysokich wysokim wysokich wysokimi wysokich tani tanich tanim tanich tanimi tanich nicht Maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!ode m!odych m!odym m!ode m!odymi m!odych duz˙e duz˙ych duz˙ym duz˙e duz˙ymi duz˙ych obce obcych obcym obce obcymi obcych wysokie wysokich wysokim wysokie wysokimi wysokich tanie tanich tanim tanie tanimi tanich Im Plural wird nur in den Kasus Nominativ und Akkusativ unterschieden zwischen maskulin-personal und allen anderen Genera. 249 3. -i. -ich -ym. -im =!Nom Neutrum -e -ego -emu -e -ym. -im -ym. Adjektive 248 3. -imi -ych.

-a± In diesem Kasus tritt sowohl bei Maskulina als auch bei Neutra -ym/-im auf. Auch gibt es bei -g bzw. drogiej). Bei maskulin-personal und maskulin-belebt tritt -ego. -im. Dazu zählt eine kleine Klasse von Adjektiven.-e. bei Feminina ist die Endung! -a±.’ Ogro´d jest pe!en kwiato´w. bei maskulin-unbelebt dagegen wie im Nominativ -y/-i auf.und -g. !askawy – !askaw ‚liebenswürdig’. pe!ny – pe!en ‚voll’.steht -im. Instrumental Singular -ym. gotowy – goto´w ‚fertig’. -a± Die Endung des Akkusativs hängt bei maskulinen Substantiven vom Subgenus des bestimmten Substantivs ab. wysoki.(polskiego.(polskiemu. drogiej). nach k und g auf.’ Jestem goto´w wyjechac´ choc´by jutro. Akkusativ Singular -y. Die feminine Endung ist -a±. Dativ Singular -emu.’ Ebenfalls eine Ø-Endung haben das Numerale jeden ‚eins’ und das Indefinitpronomen pewien ‚ein gewisser/sicher’. Deklinationen der Adjektive 257 Nominativ Singular: -y. -k einen Übergang zu -gi. Einige wenige maskuline Adjektive haben im Nominativ die Ø-Endung. sonst -ym. Feminin -ej. Bei Stammauslaut auf -k. nicht harten Stämmen – oder -i nach palatalisierten Stämmen bzw. -i. . -ego. -Ø. Die Kurzformen auf -Ø sind insofern eingeschränkt verwendbare Dubletten der Langformen. ‚Ich bin bereit schon morgen zu fahren. -ej Der Dativ Maskulin und Neutrum hat im Singular die Form -emu. Neutra haben durchweg -e. Genitiv Singular -ego. Nach palatalisiertem Stammauslaut und nach -g-/-k.und -gi. Bei den femininen Adjektiven taucht unabhängig vom Stammauslaut -a auf. m!ody. ‚Der Garten ist voller Blumen. Die Langformen auf -y und -i können hingegen sowohl prädikativ als auch attributiv stehen. feminine die Endung -ej. -i.und -ki.schreiben wir -ki. ciekawy – ciekaw ‚neugierig’. Bei diesen kann es außerdem zu Alternationen des Stammvokals kommen: zdrowy – zdro´w ‚gesund’. die ausschließlich im Prädikat und nicht als Attribut gebraucht werden. tani. -e. Bei Neutra ist die Endung identisch mit dem Nominativ (-e).3. On jest zdro´w jak ryba. -ej Im Genitiv haben maskuline und neutrale Adjektive die Endung -ego.3. -a Im Nominativ Singular tritt entweder -y – nach nichtpalatalisierten bzw. ‚Er ist kerngesund.

-imi Der Instrumental Plural hat immer die Endung -ymi. -y. stary – starzy ‚alt’. ochoczy – ochoczy ‚bereitwillig’). Präpositiv Plural -ych. cichy – cisi ‚ruhig’ Auch Alternationen des Stammvokals sind möglich. -ich Diese Endung ist für alle Genera gleich: -ych. Instrumental Plural -ymi. cudzy – cudzy ‚fremd’. Nominativ Plural -i. obcy – obcy ‚fremd’. Die mit den Buchstaben sz und z˙ realisierten Konsonanten unterliegen ebenfalls Alternationen: starszy – starsi ‚ältere’. . -ich Der Präpositiv Plural hat immer die Endung -ych. mi!y – mili ‚lieb’. Adjektive Präpositiv Singular -ym. weso!y – weseli ‚fröhlich’. -y. Akkusativ Plural -ych. Feminina haben wie im Genitiv und im Dativ die Form -ej. -e Der Akkusativ Plural fällt bei maskulin-personal mit dem Genitiv und bei den anderen Genera mit dem Nominativ zusammen. -ich. ich Dativ Plural -ym. ubogi – ubodzy ‚arm’. polski – polscy ‚polnisch’. Alle Adjektive außer den maskulin-personalen haben die Endung -e. -im.258 3. Vor diesen Endungen kommt es zu Alternationen des auslautenden Konsonanten. rodzony – rodzeni ‚geboren’ In Adjektiven mit palatalisiertem Stammauslaut und nach den funktional-palatalisierten Lauten c. dz. cz treten diese Alternationen nicht auf (tani – tani ‚billig’. -imi. -e Maskulin-personale Adjektive haben -i bzw. -ej Die Endungen des Präpositivs fallen im Neutrum und Maskulinum mit dem Instrumental zusammen. Genitiv Plural -ych. -im. -im Der Dativ Plural hat immer die Endung -ym. -ich. duz˙y – duzi ‚groß’).

gajowy ‚Forsthüter’. -cka. s!uz˙a±cy • Vor. !askawy – !askaw ‚liebenswürdig’. w Lubelskiem. Diese veralteten Namen bezeichnen die Ehefrau. Syntaktische Funktion der Adjektive 259 3. Jerzy. Batory. ‚Dieses Buch war neu. Syntaktische Funktion der Adjektive Adjektive können als Attribut zur näheren Bestimmung eines Substantivs oder als Teil des Prädikats auftreten. Zawadzka • Weibliche Nachnamen und einige Personenbezeichnungen auf -owa. Zawadzki.und Nachnamen auf -i.4. ‚Diese Gebäude sind neu.’ Tamten samocho´d jest nowy. bratowa. ‚Dieses Buch ist neu.4. Im Prädikat steht das Adjektiv gemeinsam mit der Kopula byc´. aber: gajowi. Janowa. Ähnliche Eigenschaften haben Bezeichnungen von Regionen wie Lubelskie: z Lubelskiego. Jerzowie. Bielecka. -y: Antoni.3. -dzki (bei Männern) und auf -ska.’ Tamta ksia±z˙ka by!a nowa. 251 250 . Zakopane (Genitiv: Zakopanego). 3. -cki. Orzeszkowa. gotowy – goto´w ‚fertig’.’ vs. -dzka (bei Frauen). ‚Dieses Auto ist neu. synowa • Berufsbezeichnungen des Typs: budowniczy ‚Baumeister’. Saloni. Im Plural tritt die Endung -owie auf: Antonowie.’ Tamte budynki sa± nowe. Diese Substantive haben oft im Plural die Endung -owie: budowniczowie. les´niczowie. Wysokie Mazowieckie (Genitiv: Wysokiego Mazowieckiego).’ Im Gegensatz zum Deutschen kongruiert das prädikative Adjektiv mit dem Subjekt nach Genus und Numerus: Tamta ksia±z˙ka jest nowa. ‚Piotr hat von einem neuen Buch geredet. ‚Das Buch ist neu. Saloniowie. Piotr mo´wi! o nowej ksia±z˙ce. Dazu gehören folgende Gruppen: • Nachnamen auf -ski. Kowalska. ‚Dieses Buch ist neu. Kowalski. Substantive. Tamta ksia±z˙ka jest nowa. ciekawy – ciekaw ‚neugierig’. Batorowie • Ortsnamen wie Bia!a Podlaska (Genitiv: Bia!ej Podlaskiej). die wie Adjektive flektieren Einige Substantive werden wie Adjektive dekliniert. s!uz˙a±cy ‚Diener’.3. pe!ny – pe!en ‚voll’. Bielecki. les´niczy ‚Förster’.’ Eine kleine Gruppe von Adjektiven hat im Prädikat bei Maskulin Singular eine andere Form als im Attribut: zdrowy – zdro´w ‚gesund’.’ Im Prädikat steht in allen Tempora die Form des Nominativs: Tamta ksia±z˙ka jest nowa. Bei neutralen Ortsnamen dieses Typs hat der Präpositiv Singular die Form -em und nicht wie erwartet -ym: w Zakopanem.4.

deren Auslaut nicht der Verbindung -sz.gebildet von Adjektiven mit Stämmen. Auslaut: -od-.entgegensteht. !atwy ! !atwiejszy ‚leicht ! leichter’ • Superlativ: naj + Adjektivstamm + -sz. !adny ! !adniejszy/naj!adniejszy ‚schön ! schöner/schönste’ . z. Adjektive On jest zdro´w jak ryba. szeroki.5.5.’ Diese Formen auf -Ø sind auf die Prädikatsfunktion beschränkt. -ar-.treten bei Adjektiven auf. dies sind Stämme mit einem einzelnen Konsonanten nach einem Vokal.260 3. cze±sty ! cze±stszy ‚häufig ! häufigste’ . dass die Gruppe -ek.’ Jestem goto´w wyjechac´ choc´by jutro. -ok. ‚Der Garten ist voller Blumen. !atwy ! naj!atwiejszy ‚leicht ! leichteste’ Die synthetische Form wird mit -sz. daleki.bei der Komparation ausfällt: s!odki ! s!odszy/najs!odszy ‚süß ! süßer/süßeste’. gruby ! grubszy ‚dick ! dicker’ Ebenfalls -sz. stary ! starszy ‚alt ! älter’.nehmen Adjektive auf -ki.bzw.1. szeroki ! szerszy/najszerszy ‚breit ! breiter/breiteste’ Die synthetischen Formen mit -ejsz. !atwy ! !atwiejszy/naj!atwiejszy ‚leicht ! leichter/leichteste’. -eki. ‚Ich bin bereit schon morgen zu fahren. ‚Er ist kerngesund. daleki ! dalszy/najdalszy ‚weit ! weiter/weiteste’. -oki im Nominativ Singular Maskulin wie s!odki. -ub-: m!ody ! m!odszy ‚jung ! jünger’. die trotzdem mit dem Suffix -szstehen. donios!y ! donios´lejszy/najdonios´lejszy ‚schwerwiegend ! schwerwiegender/schwerwiegendste’ Eine Ausnahme bilden einige ähnlich gebaute Adjektive. Hierbei ist jedoch zu beachten. Komparation der Adjektive (stopniowanie przymiotniko´w) 3. Die Formen a) Die synthetischen Formen 252 Die eine Formenreihe besteht aus Suffix und einer Kombination aus Suffix und Präfix: • Komparativ: Adjektivstamm + -sz.oder + -ejszstary ! starszy ‚alt ! älter’. können also nicht attributiv verwendet werden.’ Ogro´d jest pe!en kwiato´w.B.oder + -ejszstary ! najstarszy ‚alt ! älteste’. twardy ! twardszy ‚hart ! härter’. 3. deren Stamm auf eine Konsonantengruppe auslautet. Die Langformen sind jedoch in beiden Funktionen einsetzbar. prosty ! prostszy ‚einfach ! einfacher’.

dazu zählen die Beziehungsadjektive. wenn eine solche nach den oben genannten Regeln gebildet werden kann. ma±dry ! me±drszy/ma±drzejszy ‚klug ! klüger’ Die kürzeren Formen wie czystszy gelten als gehobener.3. die längeren Formen czys´ciejszy als eher umgangssprachlicher Stil. lekki ! lz˙ejszy ‚leicht – leichter’ b) Die analytischen Formen Die analytischen Formen der Komparation sind: • Komparativ: bardziej + flektiertes Adjektiv im Positiv interesuja±cy ! bardziej interesuja±cy ‚interessant ! interessanter’ • Superlativ: najbardziej + flektiertes Adjektiv im Positiv interesuja±cy ! najbardziej interesuja±cy ‚interessant ! interessanteste’ Diese Formenbildung tritt in der Regel bei aus anderen Wortarten rekategorisierten Adjektiven auf. bardziej/najbardziej b!yszcza±cy ‚glänzender/glänzendste’. wa±ski – we±z˙szy ‚eng – enger’ • e : Ø. dass die synthetische Form zu benutzen ist. bardziej/najbardziej interesuja±cy ‚interessanter/interessanteste’. Komparation der Adjektive 261 Einige Adjektive haben parallel beide Formen: czysty ! czystszy/czys´ciejszy ‚sauber ! sauberer’. 253 .5. bardziej/najbardziej poz˙a±dany ‚begehrter/begehrteste’. bardziej/najbardziej wypocze±ty ‚ausgeruhter/ausgeruhteste’. bardziej/najbardziej z˙elazny charakter ‚eisernerer/eisernster Charakter. bia!y – bielszy ‚weiß – weißer’ • o : e. czerwony – czerwien´szy ‚rot – roter’ • a± : e±. bardziej/najbardziej op!acalny ‚einträglicher/einträglichste’ Im heutigen Polnischen breitet sich die analytische Form auf Kosten der synthetischen aus. In der Norm gilt jedoch die Regel. ge±sty ! ge±stszy/ge±s´ciejszy ‚dicht ! dichter’. bardziej/najbardziej opalony ‚stärker/am stärksten sonnengebräunt’. bardziej/najbardziej papierowa postac´ ‚künstlichere/künstlichste Gestalt’. t!usty ! t!ustszy/t!us´ciejszy ‚fettig ! fettiger’. bardziej/najbardziej jedwabiste w!osy ‚seidenere/seidenste Haare’ Außerdem bei adjektivierten Partizipien und einigen deverbalen Adjektiven. Bei der synthetischen Komparation kann es neben den konsonantischen auch zu vokalischen Alternationen kommen: • a : e.

die in ihrer Semantik nicht inhärent auf eine Skala bezogen sind. wygodny ! wygodniejszy – bardziej wygodny/najwygodniejszy – najbardziej wygodny ‚bequem ! bequemer/bequemste’ d) ‚mehr’ vs. Dies wird ausschließlich analytisch ausgedrückt.262 3.h. interesuja±cy ! mniej interesuja±cy/najmniej interesuja±cy ‚interessant ! weniger interessant/am wenigsten interessant’ . bardziej/najbardziej !ysy ‚kahlköpfiger/kahlköpfigste’. przero´z˙ny ! najprzero´z˙niejszy ‚verschieden ! verschiedenste’ Einige Adjektive bilden die Komparativformen suppletiv. z!y. rozmaity ! najrozmajtszy ‚verschiedenartig ! verschiedenartigste’. bardziej/najbardziej zielony ‚grüner/grünste’. z!y ! gorszy/najgorszy ‚schlecht ! schlechter/schlechteste’. Adjektive c) Besonderheiten 254 Als Ausnahme haben einige Qualitätsadjektive zu gelten. dobry ! lepszy/najlepszy ‚gut ! besser/beste’. bardziej/najbardziej rudy ‚rothaariger/rothaarigster’ Einige Adjektive haben keinen Komparativ. bardziej/najbardziej gorzki ‚bitterer/bitterste’. bardziej/najbardziej s´liski ‚glatter/glatteste’. die sie für die synthetische Komparation qualifizieren würde. duz˙y/wielki ! wie±kszy/najwie±kszy ‚groß ! größer/ größte’. Statt bardziej steht mniej und statt najbardziej steht najmniej. Es handelt sich um Adjektive. die trotz ihrer Form. d. ma!y. die analytische aufweisen. ‚weniger’ 255 Neben dem Ausdruck der Zunahme der Intensität eines Merkmals im Vergleich zu anderen Einheiten gibt es auch das Antonym: der Ausdruck der Abnahme der Intensität. Dazu gehören die sehr häufigen Adjektive dobry. duz˙y. bardziej/najbardziej p!aski ‚flacher/flachste’. przyjemny ! mniej przyjemny/najmniej przyjemny ‚angenehm ! weniger angenehm/am wenigsten angenehm’. ma!y ! mniejszy/najmniejszy ‚klein ! kleiner/kleinste’ Einige Adjektive verfügen sowohl über die synthetische als auch die analytische Form. mit Hilfe eines anderen Stamms. aber in bestimmten Kontexten auf eine solche bezogen werden können. bardziej/najbardziej mokry ‚feuchter/feuchteste’. wohl aber einen Superlativ. grzeczny ! grzeczniejszy – bardziej grzeczny/najgrzeczniejszy – najbardziej grzeczny ‚höflich ! höflicher/höflichste’. bardziej/najbardziej chory ‚kränker/kränkeste’. ukochany ! najukochan´szy/najbardziej ukochany ‚geliebt ! am meisten geliebt’. op!akany ! najop!akan´szy/najbardziej op!akany ‚kläglich ! kläglichste’.

3.5. Komparation der Adjektive

263

3.5.2. Die Funktionen Eine charakteristische Eigenschaft der Adjektive und der von ihnen abgeleiteten Adverben ist die grammatische Kategorie der Komparation oder Steigerung. Diese bringt zum Ausdruck, dass das genannte Merkmal bei einem Gegenstand bzw. einer Person im Vergleich zu anderen stärker oder schwächer ausgeprägt ist. Wir unterscheiden drei Subkategorien: • Positiv (stopien´ ro´wny); przyjemny • Komparativ (stopien´ wyz˙szy); przyjemniejszy • Superlativ (stopien´ najwyz˙szy); najprzyjemniejszy Der Positiv ist dabei die unmarkierte Subkategorie; d.h. sie steht in Opposition zu den anderen beiden, indem sie den gleichen Grad der Ausprägung eines Merkmals versprachlicht. Pawe! jest tak samo roztargniony jak Piotr. ‚Pawe" ist genauso zerstreut wie Piotr.’ Komparativ und Superlativ dagegen markieren den unterschiedlichen Grad der Ausprägung des Merkmals unter Hinweis auf eine einzelne bzw. eine Menge von Vergleichsgrößen. Ten obraz jest !adniejszy niz˙ tamten. ‚Dieses Bild ist schöner als das dort.’ Ten obraz jest naj!adniejszy ze wszystkich. ‚Dieses Bild ist das schönste von allen.’ Zur Form des Superlativs ist anzumerken, dass die genannte Funktion vor allem dann vorkommt, wenn die Vergleichsgrößen explizit genannt werden wie in der Formulierung naj!adniejszy ze wszystkich. Fehlt so etwas, liegt oft eine andere Bedeutung vor, die nicht mehr den konkreten Bezug zu einer Vergleichsgruppe enthält, sondern die starke Ausprägung eines Merkmals an sich ausdrückt. Diese als Elativ bezeichnete Funktion ist auch dem deutschen Superlativ nicht fremd; außerdem kann sie mit sehr wiedergegeben werden. To by!o najg!upsze, co mo´g! zrobic´. ‚Das war das Dümmste, was er machen konnte.’ (=!sehr dumm) Zum Ausdruck der absoluten Intensivierung eines Merkmals stehen dem Polnischen noch weitere wortbildende Verfahren zur Verfügung, z.B. malutki, przepie±kny, przyciasny. Die Komparation wird in den einzelnen Grammatiken des Polnischen unterschiedlich beschrieben. Wenn sie von den einen unter Flexion und bei den anderen unter Wortbildung des Adjektivs abgehandelt wird, dann hängt das mit einer Reihe von Irregularitäten zusammen. Einerseits sind die Formen nicht einheitlich; d.h. es gibt synthetische Formen, die mit Hilfe von Präfixen, Suffixen bzw. einer Kombination beider (Zirkumfixe) gebildet werden, und analytische, also mit Hilfe eines eigenständigen Worts gebildete, Formen. Andererseits ist die Kategorie der Komparation insofern nicht so stark grammatisch, als sie nur von einem recht kleinen Teil der Adjektive regulär gebildet wird. Viele Adjektive erlauben überhaupt keine Komparationsformen wie z.B.: *bardziej Warszawski. Auch kommt es zu semantischen Unregelmäßigkeiten bei der Komparation.
256

264

3. Adjektive

Grundsätzlich gesteigert werden können die Qualitätsadjektive, also die ursprünglichen Adjektive. Bei Beziehungsadjektiven und vor allem Partizipien sind Komparativ oder Superlativ nur erschwert zu bilden. Wenn solche Formen trotzdem gebildet werden, liegt eine semantische Verschiebung vor. Najbardziej papierowa± postacia± w tej sztuce jest g!o´wny bohater. ‚Die papierenste (=!künstlichste) Gestalt des Stücks ist die Hauptfigur. Die Steigerung von papierowy ‚papieren’ führt dazu, dass sich die Bedeutung von einer konkreten Materialbezeichnung zu einem abstrakten Merkmal verschiebt. Hierbei handelt es sich um eine Metapher.

4. Numeralia

4.1. Bestand und Wortartenzugehörigkeit Numeralia (liczebniki) bilden eine lexikalisch-semantisch motivierte Kategorie von Ausdrücken. Sie bezeichnen abgezählte und in einigen Fällen ungefähr gezählte Mengen und Größenangaben. Das Polnische verfügt über folgende Subkategorien: • Kardinalia (liczebniki g!o´wne): jeden, dwa etc. • Kollektiva (liczebniki zbiorowe): dwoje, troje etc. • Ordinalia (liczebniki porza±dkowe): pierwszy, drugi etc. • Bruchzahlen (liczebniki u!amkowe): jedna trzecia etc. Unter den Numeralia nehmen die Wörter für eindeutig bestimmte Zahlen den wichtigsten Platz ein. Es gibt aber auch Numeralia mit unbestimmten bzw. relativen Mengenangaben: kilka ‚einige’, kilkanas´cie ‚zig’, kilkadziesia±t ‚11 bis 19’, kilkaset ‚einige hundert’, pare± ‚ein paar’ u.a. Neben diesen semantischen Subkategorien besitzt die Kategorie der Numeralia Subkategorien abhängig von den syntaktischen Eigenschaften und damit ihrer Wortartenzugehörigkeit. Ein besonderes Problem stellen die Kardinalia dar, da sie zwar semantisch einheitlich sind, sich aber syntaktisch ganz unterschiedlich verhalten (s. folgende Tabelle). Ein Teil der Kardinalia weist gleichzeitig Eigenschaften von Adjektiven und von Substantiven auf. Das Zahlwort pie±c´ ‚fünf’ regiert den Genitiv Plural – pie±c´ sto!o´w ‚fünf Tische’. Diese Fähigkeit bringt es in die Nähe der Substantive. Andererseits verändert es seine Gestalt in Abhängigkeit vom Genus des regierten Substantivs; d.h. es kongruiert im Genus: pie±c´ sto!o´w aber pie±ciu me±z˙czyzn ‚fünf Männer’. Kongruenz im Genus ist nun wiederum eine für Adjektive typische Eigenschaft. Beide Phänomene – Rektion und Kongruenz sind den deutschen Numeralia fremd. Das Gleiche gilt für die Flektierbarkeit der Kardinalia nach Kasus: To sa± trzej panowie. – Mo´wimy o trzech panach. In dieser Grammatik gehen wir von folgender Verteilung der Numeralia auf die Wortarten aus:
257

266

4. Numeralia

syntakt. Adjektiv: nichtregierend, kongruierend Kardinalia jeden-jedna-jedno dwa-dwie-dwaj/ dwo´ch/dwu trzy-trzej/trzech cztery-czterej/czterech oba, obie, obaj

syntaktisches Substantiv: regierend kongruierend pie±c´-pie±ciu szes´c´-szes´ciu siedem-siedmiu osiem-os´miu dziewie±c´-dziewie±ciu dziesie±c´-dziesie±ciu jedenas´cie-jedenastu … dwadzies´cia-dwudziestu dwadzies´cia jedendwudziestu jeden … sto-stu dwies´cie-dwustu nicht kongruierend tysia±c, milion

Kollektiva

dwoje, troje, czworo, pie±cioro … pierwszy, pierwsza … drugi, druga … trzeci, trzecia … … dziesia±ty … setny tysie±czny

Ordinalia

Bruchzahlen

po´!tora-po´!torej

jedna druga, dwie trzecie, po´!

Hinweis: In der Tabelle steht der Querstrich ‚-’ für verschiedene Formen eines Wortes und der Schrägstrich ‚/’ für synonyme Varianten ein und derselben Form.

4.2. Kardinalia

267

4.2. Kardinalia Die Kardinalia (liczebniki g!o´wne) zeichnen sich durch eine ganze Reihe von Besonderheiten in Form und Syntax aus, die sie von anderen Adjektiven bzw. Substantiven abheben. Sie verfügen über zwei grammatische Kategorien, die über ihre Form entscheiden: • Genus: jeden-jedna-jedno • Kasus: jeden-jednego-jednemu etc. Dabei gilt tendenziell, dass die Anzahl der verschiedenen Genus- und Kasusformen nach oben hin immer weiter abnimmt; d.h. während jeden drei Genera und sechs Kasus formal unterscheidet, hat trzy noch zwei Genera mit sechs Kasus und schließlich sto nur noch zwei Genus-Kasusformen. In syntaktischer Hinsicht spielen der Kasus und der Numerus des Substantivs eine Rolle, dessen Referenten gezählt werden. Ausschlaggebend ist die syntaktische Funktion der Wortfügung, die mindestens aus Kardinalzahl plus Substantiv besteht; ist die gesamte Fügung nominativisch oder mit Einschränkungen akkusativisch, gelten folgende Regeln für den Kasus des ‚gezählten’ Substantivs: • 1 verändert den Kasus nicht: W pokoju sta! jeden sto´! ‚Ein Tisch stand im Zimmer.’ • 2 – 4 verändern den Kasus nicht, das Substantiv steht im Plural: W pokoju sta!y dwa sto!y, trzy sto!y, cztery sto!y. ‚Zwei, drei, vier Tische standen im Zimmer.’ • ab 5 ist der Genitiv Plural erforderlich: W pokoju sta!o pie±c´ sto!o´w. ‚Fünf Tische standen im Zimmer.’ Besonderheit: Die Kardinalia mit maskulin-personalen Substantiven haben ab der Zahl ‚2’ meist eine besondere Form (auf -u), regieren den Genitiv Plural und kongruieren im Prädikat nicht wie erwartet mit der dritten Person Plural maskulin-personal, sondern mit der dritten Person Singular Neutrum. Przysz!o dwu/dwo´ch pano´w. ‚Es sind 2 Herren gekommen.’ Przysz!o pie±ciu pano´w. ‚Es sind 5 Herren gekommen.’ Przysz!o jedenastu pano´w. ‚Es sind 11 Herren gekommen.’ Przysz!o pie±c´dziesie±ciu pano´w. ‚Es sind 50 Herren gekommen.’ Przysz!o stu pano´w. ‚Es sind 100 Herren gekommen.’ Steht die Fügung insgesamt in einem obliquen Kasus, nehmen sowohl das Zahlwort als auch das folgende Substantiv diesen Kasus an: Mo´wimy o jednym stole, dwu/dwo´ch sto!ach, pie±ciu sto!ach. ‚Wir sprechen über einen, zwei, fünf Tische.’
258

268

4. Numeralia

,1’
259

Maskulin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jeden jednego jednemu jeden/jednego jednym jednym

Feminin jedna jednej jednej jedna± jedna± jednej

Neutrum jedno jednego jednemu jedno jednym jednym

Das Zahlwort jeden flektiert nach drei Genera und nimmt dabei im Wesentlichen die Endungen des Adjektivs an. ,2’
260

dwa ist die Form in Begleitung von Substantiven des maskulinen Genus außer maskulinpersonal: dwa sto!y, dwa konie ‚zwei Pferde’, dwa okna ‚zwei Fenster’. dwie steht bei feminen Substantiven: dwie panie ‚zwei Damen’, dwie ksia±z˙ki ‚zwei Bücher’. dwaj ist das Zahlwort für Substantive des maskulin-personalen Genus: dwaj panowie ‚zwei Herren’. Die Ausdrücke dwu und dwo´ch sind formale Varianten, die jedoch nicht den Nominativ, sondern den Genitiv Plural regieren. Darüber hinaus steht im Prädikat die dritte Person Singular Neutrum. Tam ida± dwaj koledzy. – Tam idzie dwu/dwo´ch kolego´w. ‚Dort gehen zwei Kollegen.’ Tam szli dwaj koledzy. – Tam sz!o dwu/dwo´ch kolego´w. ‚Dort gingen zwei Kollegen.’ Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dwu/dwo´ch dwa dwoma dwaj nichtpersonal dwa dwu/dwo´m dwie dwiema/dwoma dwo´ch/dwu dwa dwoma dwie dwu/dwo´ch dwa Feminin Neutrum

Ein ganz ähnliches Paradigma liegt bei dem Zahlwort obaj-oba-obie ‚beide’ vor:

4.2. Kardinalia

269

Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv obu oba obu/oboma obu obaj nichtpersonal oba obu obu

Feminin obie

Neutrum oba

obie obu/oboma/obiema

oba obu/oboma

,3 und 4’ trzy und cztery stehen bei allen Substantiven außer bei maskulin-personalen. Diese haben trzej und czterej: trzy/cztery sto!y ‚drei/vier Tische’, trzej/czterej panowie ‚drei/vier Herren’. Für die maskulin-personalen Substantive gibt es wie bei dem Zahlwort für ‚zwei’ eine formale Variante mit abweichender Syntax: trzech/czterech pano´w przysz!o ‚Es sind drei/vier Herren gekommen.’ In den Kasusformen gibt es keine Unterschiede zwischen maskulin-personal und den anderen Genera. maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv czterech czterema czterech czterej czterech czterem cztery trzech trzema trzech andere Genera cztery trzej trzech trzem trzy andere Genera trzy
261

Numeralia .270 4. In allen anderen Kasus tritt ganz unabhängig vom Genus eine einzige Form auf -u auf. maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv . Der Instrumental hat als Variante auch -oma.5 bis 10’ 262 Die Zahlwörter von 5 bis 10 haben bei Substantiven aller Genera außer bei maskulinpersonalen im Nominativ und Akkusativ die folgenden Formen: 5 – pie±c´ 6 – szes´c´ 7 – siedem 8 – osiem 9 – dziewie±c´ 10 – dziesie±c´ Maskulin-personale Substantive in Funktion des Subjekts werden von der Genitivform begleitet: przysz!o pie±ciu pano´w. Die gleiche Form tritt im Akkusativ auf. Im Instrumental gibt es auch die Endung -oma.11 bis 19’ szes´ciu pano´w szes´ciu pano´w szes´ciu panom szes´ciu pano´w szes´ciu/szes´cioma panami szes´ciu panach andere Genera siedem koto´w siedmiu koto´w siedmiu kotom siedem koto´w siedmiu/siedmioma kotami siedmiu kotach 263 Die Zahlwörter von 11 bis 19 haben bei Substantiven aller Genera außer bei maskulinpersonalen im Nominativ und Akkusativ diese Formen: 11 – jedenas´cie 12 – dwanas´cie 13 – trzynas´cie 14 – czternas´cie 15 – pie±tnas´cie 16 – szesnas´cie 17 – siedemnas´cie 18 – osiemnas´cie 19 – dziewie±tnas´cie Die Formen für maskulin-personale Substantive und die aller obliquen Kasus lauten auf -u aus. .

Die Formen auf -u verbinden sich auch mit maskulinpersonalen Substantiven: dwudziestu ludzi przyjecha!o. trzydziestu.4. . czterdziestu (im Instrumental gibt es die Nebenform dwudziestoma). 70. 80 und 90’ Die Zahlwörter für 50 bis 90 haben im Nominativ und Akkusativ diese Form: Nominativ und Akkusativ 50 60 70 80 90 pie±c´dziesia±t szes´c´dziesia±t siedemdziesia±t osiemdziesia±t dziewie±c´dziesia±t andere Kasus pie±c´dziesie±ciu szes´c´dziesie±ciu siedemdziesie±ciu osiemdziesie±ciu dziewie±c´dziesie±ciu 265 264 . 30 trzydzies´ci und 40 czterdzies´ci haben in den obliquen Kasus die Formen dwudziestu.50.2. Kardinalia 271 maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jedenastu pano´w jedenastu pano´w jedenastu panom jedenastu pano´w jedenastu/jedenastoma panami jedenastu panach andere Genera dwanas´cie koto´w dwunastu koto´w dwunastu kotom dwanas´cie koto´w dwunastu/jedenastoma kotami dwunastu kotach Neben der Alternation der Endung kommt es zu Änderungen im Stamm: 11 – jedenastu 12 – dwunastu 13 – trzynastu 14 – czternastu 15 – pie±tnastu 16 – szesnastu 17 – siedemnastu 18 – osiemnastu 19 – dziewie±tnastu .20. 30 und 40’ Die Zahlwörter für 20 dwadzies´cia. 60.

41–49 etc.) sind Zusammensetzungen: Andere Kasus (+maskulin-personal) dwudziestu jeden dwudziestu dwo´ch dwudziestu trzech trzydziestu siedmiu pie±c´dziesie±ciu os´miu stu jeden stu dwo´ch stu dwunastu stu dwudziestu jeden stu dwudziestu trzech Nominativ und Akkusativ 21 22 23 37 58 101 102 112 121 123 dwadzies´cia jeden dwadzies´cia dwa dwadzies´cia trzy trzydzies´ci siedem pie±c´dziesia±t osiem sto jeden sto dwa sto dwanas´cie sto dwadzies´cia jeden sto dwadzies´cia trzy In den Zusammensetzungen. Numeralia Die Formen auf -u verbinden sich auch mit den maskulin-personalen Substantiven: pie±c´dziesie±ciu z˙o!nierzy maszeruje ‚es marschieren 50 Soldaten’ . dwadzies´cia jeden kobiet. das 1525 Menschen an Bord hatte. kto´ry mia! tysia±c pie±c´set dwadzies´cia pie±c´ oso´b na pok!adzie. werden alle flektiert. 22 bis 29 (31–39. ‚In der Nacht geriet ein Schiff in Seenot. sodass die Kardinalzahl im Nominativ oder Akkusativ steht.272 4. Unverändert bleibt nur das Endglied jeden. Besteht die Zahl aus mehr als drei Elementen werden nur die letzten beiden Elemente flektiert: ‚mit 1525 Personen’ z tysia±c pie±c´set dwudziestu pie±ciu osobami oder z tysia±c pie±c´set dwudziestoma pie±cioma osobami. ‚In der Nacht geriet ein Schiff mit 1525 Menschen an Bord in Seenot. dwadzies´cia jeden okien. 22. die aus zwei oder drei Elementen bestehen. znalaz! sie± w niebezpieczen´stwie. W nocy statek z tysia±c pie±c´set dwudziestu/dwudziestoma pie±ciu/pie±cioma osobami znalaz! sie± w niebezpieczen´stwie. dwudziestu jeden ch!opco´w. indem andere syntaktische Konstruktionen gewählt werden. 23 …’ 266 Die Zahlwörter 21.’ .’ statt dessen: W nocy statek. In der Regel wird jedoch die Flexion dieser langen Kardinalia vermieden. das auch bei femininen und neutralen Substantiven auftritt: dwadzies´cia jeden domo´w.21.

Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv tysia±c tysia±ca tysia±cowi tysia±c tysia±cu milion miliona milionowi milion milionem milionie tysia±ce tysie±cy tysia±com tysia±ce tysia±cami tysia±cach Plural miliony miliono´w milionom miliony milionami milionach 268 Instrumental tysia±cem Die Zählung der Jahrhunderte weicht insofern vom Deutschen ab.2. Kardinalia 273 . Sie variieren nicht nach dem Genus des Bezugssubstantivs: tysia±c kobiet. Außerdem haben sie Singular. tysia±c me±z˙czyzn ‚1"000 Frauen. als nicht in Hundertern sondern in Tausendern gezählt wird: 1999 tysia±c dziewie±c´set dziewie±c´dziesia±t dziewie±c´ ‚neunzehnhundertneunundneunzig’.pers) stu dwustu trzystu czterystu pie±ciuset szes´ciuset siedmiuset os´miuset dziewie±ciuset 267 In den Kardinalia pie±c´set bis dziewie±c´set verändert sich nur der erste Teil des Worts. .4. . widzia!em pie±ciuset sportowco´w ‚ich habe 500 Sportler gesehen’. Weitere Formen: Nominativ und Akkusativ 100 200 300 400 500 600 700 800 900 sto dwies´cie trzysta czterysta pie±c´set szes´c´set siedemset osiemset dziewie±c´set andere Kasus (+mask. tysia±c ist ein regelmäßig flektierendes Substantivs des Typs piec und milion des Typs plan (aber: Genitiv Singular auf -a). Maskulin-personale Substantive verbinden sich im Subjekt und direkten Objekt mit den Formen auf -stu: c´wiczy!o pie±ciuset sportowco´w ‚es trainierten 500 Sportler’. Männer’.und Pluralformen. an den das unveränderte Morphem -set tritt.1 000 und 1 000 000’ tysia±c und milion gehören zu den echten Substantiven. Im Subjekt erfordern sie ein Substantiv im Genitiv Plural: tysia±ce kobiet ‚Tausende von Frauen’.100 bis 900’ Das Kardinale sto hat in allen obliquen Kasus und bei maskulin-personalen Substantiven die Form stu.

Syntaktisch gehören sie zu den Substantiven. pie±cioro drzwi ‚fünf Türen’. Tür oder Hose. die den Genitiv Plural regieren: dwoje studento´w ‚zwei Studenten’. Kollektiva treten auf bei: • Gruppen von Personen unterschiedlichen Geschlechts.274 4. sie benennen eine Anzahl von Einheiten. Kollektiva 269 Die Kollektiva (liczebniki zbiorowe) sind semantisch den Kardinalia ähnlich. dwoje drzwi ‚zwei Türen’. Numeralia 4.3. d. troje spodni ‚drei Hosen’. die aus zwei komplementären Teilen bestehen wie Schere.einige’ – kilkoro . Sie werden aber nur sehr eingeschränkt gebraucht und zusehends von den Kardinalia verdrängt.h. czworo studento´w ‚vier Studenten und Studentinnen’ • Zählung von Pluralia tantum. häufig bei Gegenständen. dwoje ludzi ‚zwei Leute (Mann und Frau)’.zwischen 11 und 19’ – kilkanas´cioro Die Flexion ist gekennzeichnet durch die Stammerweiterung mit Hilfe von -g-: Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dwoje dwojga dwojgu dwoje dwojgiem dwojgu troje trojga trojgu troje trojgiem trojgu czworo czworga czworgu czworo czworgiem czworgu siedmioro siedmiorga siedmiorgu siedmioro siedmiorgiem siedmiorgu . czworo skrzypiec ‚vier Geigen’ Im Gebrauch sind nur die Kollektiva für die Zahlen 1 bis 10 und die unbestimmten Zahlwörter mit kilka-: 2 – dwoje 3 – troje 4 – czworo 5 – pie±cioro 6 – szes´cioro 7 – siedmioro 8 – os´mioro 9 – dziewie±cioro .

247– 249). – setny 200. – dziesia±ty 11. – pierwszy 2. – pie±ciotysie±czny In mehrgliedrigen Zahlwörtern werden nur die letzten beiden Ziffern dekliniert. – dwutysie±czny 5000. – pia±ty 6. – siedemdziesia±ty 80. – o´smy 9. – szo´sty 7. sondern ein Element aus einer Menge. 1. – trzydziesty 40. – dziewia±ty 10. – pie±tnasty 16. – czterechsetny 500. – trzechsetny 400. – sto pierwszy 102. – czwarty 5. – sio´dmy 8.4. – szesnasty 17. Ordinalia 275 4. – tysia±c dziewie±c´set trzeci 1914. – dwusetny/dwo´chsetny 300. – osiemsetny 900. – tysia±c dziewie±c´set czternasty 1982. – szes´c´setny 700. – szes´c´dziesia±ty 70. – pie±c´dziesia±ty 60. – dziewie±c´dziesia±ty 100. die durchgezählt wird. – osiemnasty 19. – drugi 3. – dwunasty 13. – sto drugi 112. – siedemsetny 800. – dziewie±tnasty 20.4. – dziewie±c´setny 1000. – trzeci 4. – tysie±czny 2000. – siedemnasty 18. – czternasty 15. – czterdziesty 50. – dwudziesty 30. – jedenasty 12. – sto dwunasty 121. – osiemdziesia±ty 90. 101. Ordinalia Ordinalia (liczebniki porza±dkowe) bezeichnen nicht eine Anzahl. wie diese flektieren sie nach Genus und Kasus des Bezugssubstantivs (vgl. Sie gehören zur Wortart der Adjektive.4. – trzynasty 14. – tysia±c dziewie±c´set osiemdziesia±ty 270 . – sto dwudziesty pierwszy 1903. – pie±c´setny 600.

Ä. trojako ‚auf dreierlei Weise’ • Verben: podwoic´ ‚verdoppeln’. die Drei’. po´!tora roku ‚anderthalb Jahre’. podwo´jny ‚doppelter’ • Adverben: dwukrotnie ‚zwei mal’.6. dwutakt ‚Zweitakter’ u. tro´jka ‚der Dreier. die Fünf’ Daneben gibt es eine unbegrenzte Anzahl weiterer Bildungen: • Adjektive: dwukolorowy ‚zweifarbig’. die im Nenner stehen.Ä. pie±ciu setnym. pia±tka ‚der Fünfer. . die Zwei’.3 trzy dziesia±te 0.276 4.02 dwie setne In den obliquen Kasus werden beide Elemente dekliniert: pie±c´ setnych ! pie±ciu setnych.5. und Ordinalia. Numeralia 4. 1/2 jedna druga ‚ein halb’ 1/3 jedna trzecia ‚ein Drittel’ 3/4 trzy czwarte ‚drei Viertel’ 0. Bruchzahlen 271 Die Bruchzahlen (liczebniki u!amkowe) sind zusammengesetzt aus Kardinalia. Ableitungen 272 Von Numeralia kann eine kleine Anzahl halbgrammatischer Ableitungen gebildet werden: • Adjektive: dwukrotny ‚zweimaliger’. Daneben gibt es die nach Kasus unflektierten Formen für ‚ein Halb’ po´! 1/2 – po´! 1 + 1/2 – po´!tora (maskulin und neutrum) – po´!torej (feminin) Diese Bruchzahlen verbinden sich mit dem Genitiv Singular: po´! metra ‚ein halber Meter’. dwudziestolecie ‚zwei Jahrzehnte’. dwojaki ‚zweierlei’. potroic´ ‚verdreifachen’ • Substantive: dwo´jka ‚der Zweier. po´!torej godziny ‚anderthalb Stunden’. dwupokojowy ‚Zweizimmer-’ u. trzykroc´ ‚drei mal’.01 jedna setna 0. • Substantive: tro´jka±t ‚Dreieck’. die den Zähler bilden. 4.

B. die nicht am Gespräch teilnehmen. Somit zählen sie zu den Substantiven (z. 273 5. ona und ono.B.B. Entitäten. jak ‚wie’). eine Gruppe. Pronomen Die Wortklasse der Pronomen (zaimki) ist nicht syntaktisch oder morphologisch. mo´j ‚mein’) oder Adverben (z. vom sprachlichen Kontext auf Personen. d. Sie sind wie im Deutschen als untypische Substantive anzusehen.B. Kategorien und Bestand Die Personalpronomen (zaimki osobowe) sind eine kleine Klasse von Substantiven. Da Pronomen von sehr hoher Frequenz sind. Person verweist auf eine Entität bzw.5. man verwendet die Siezform. Aufgrund ihrer syntaktischen Heterogenität werden sie hier nach den im Kapitel Wortarten dargelegten Prinzipien nicht als eigene Wortart angesehen. Einige Personalpronomen lassen sich in Bezug auf das grammatische Genus unterscheiden. Personalpronomen enthalten die grammatischen Kategorien Person. Personalpronomen 5. eine Gruppe. Der Gebrauch von ‚Du’ versus ‚Sie’ unterscheidet sich jedoch im Polnischen und Deutschen nicht prinzipiell. Adjektiven (z. *duz˙y ty ‚ein großes du’).h. Sie benennen nicht direkt. • Die 2.1. wird ihnen in dieser Grammatik entsprechend alter Tradition ein eigenes Kapitel eingeräumt.1. Person verweist auf den Sprecher bzw. dass sie in Abhängigkeit von der Äußerungssituation bzw. Person verweist auf den Hörer bzw. sondern funktionieren typischerweise wie eine Art Zeigegeste. • Die 1. Genus und Numerus sowie die nur teilweise als grammatisch anzusehende sogenannte Höflichkeit. die auf die Teilnehmer des Gesprächs verweisen. zu der auch der Hörer zählt. da sie in der Regel keine adjektivische Attribute haben können (z.1. Ihre Besonderheit liegt darin. es sind dies die Formen der dritten Person Singular: on. zu der auch der Sprecher zählt. Gegenstände oder Sachverhalte verweisen. wenn zwischen erwachsenen Sprechern und Hörern ein distantes persönliches Verhältnis herrscht. Das polnische System der Personalpronomen fällt nur teilweise mit demjenigen des Deutschen zusammen. sondern lexikalisch-semantisch motiviert. denn die hier zugrundegelegte Definition der Wortarten beruht im Wesentlichen auf dem syntaktischen Prinzip. • Die 3. ja ‚ich’). die den 274 .

one). sie. Dem deutschen Sie entsprechen fünf polnische Formen. Handelt es sich um eine Frau. männlich weiblich männlich!+!weiblich 3. wenn mehr als eine Person angesprochen werden: panowie (mehrere Männer) und panie (mehrere Frauen).278 5. maskulin feminin neutrum maskulin-personal nichtmaskulin-personal Singular distant ja pan pani on ona ono oni one Plural distant my panowie panie pan´stwo nah ty wy Das Polnische zeichnet sich durch einen ausgesprochen ausdifferenzierten Pronominalbestand der distanten Formen für die 2. Co pan robi? Co pani robi? Was machen Sie? (1 Mann) (1 Frau) Co panowie robia±? (mehr als 1 Mann) Co panie robia±? (mehr als 1 Frau) Co pan´stwo robia±? (mindestens 1 Mann + 1 Frau) Die distanten Formen des Singulars kongruieren mit einem Verb in der dritten Person Singular (robi) und diejenigen des Plurals mit einem Verb in der Form der dritten Person Plural (robia±). Person nah 1. Eine Besonderheit der Personalpronomen pan. Im Plural wird diese Opposition ersetzt durch die Gegenüberstellung maskulin-personaler und nichtmaskulin-personaler Formen (oni. gebrauchen wir diese Ausgangsform pan. Person aus. Somit verhalten sie sich wie die ihnen homonymen volllexikalischen Substantive. dass sie eine eigene Vokativform aufweisen: Prosze± pana! etc. Sprechen wir einen Mann an. Sind unter den Angesprochenen sowohl Männer wie Frauen. 2. es entsprechen. tritt die Form pani auf. die nach Geschlecht und Anzahl der Angesprochenen differenziert werden. Die gleiche Unterscheidung gilt auch für den Plural. tritt das Pronomen pan´stwo auf.h. . Pronomen deutschen Formen er. d. pani und pan´stwo ist. Die Basis dieser Pronomen bildet das ursprüngliche Substantiv pan.

Deklination Da die distanten Pronomen ursprünglich auf Substantive zurückgehen.1. Personalpronomen 279 5. werden sie auch substantivisch dekliniert. 1. Person nah Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv 2. Person Singular Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin on jego/go/niego jemu/mu/niemu jego/go/niego nim nim Neutrum ono jego/go/niego jemu/mu/niemu je/nie nim nim Feminin ona jej/niej jej/niej ja±/nia± nia± niej pan pana panu pana panem panu prosze± pana! Singular pani pani pani pania± pania± pani prosze± pani! panowie pano´w panom pano´w panami panach prosze± pano´w! Plural panie pan´ paniom panie paniami paniach prosze± pan´! pan´stwo pan´stwa pan´stwu pan´stwa pan´stwem pan´stwu prosze± pan´stwa! ja mnie mnie/mi mnie/mie± mna± mnie Singular ty ciebie tobie/ci ciebie/cie± toba± tobie my nas nam nas nami nas Plural wy was wam was wami was 275 . und 2.5. Person distant Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ 3.1.2. Die anderen weisen eigene Paradigmen auf.

nicht obligatorisch sind. ‚Ich gehe morgen zu ihm. da wir ja durch die Endung des Verbs wissen. mi. dass ich hergekommen bin […]’ das Pronomen ja (zrobi!am). przyjez˙dz˙aja˛c tutaj […] ‚Im übrigen. Pronomen 3. d. z. So fehlt in dem Satz Zreszta". ‚Ich habe dir das Buch gegeben.280 5. moz˙e zrobi!am z´le. In vielen Fällen kann das Pronomen wegfallen. hier unterscheiden sich die nichtmaskulinpersonalen Formen ebenfalls nur im Nominativ und Akkusativ von den maskulin-personalen. dass das neutrale Pronomen nur im Nominativ und Akkusativ eine eigene Form aufweist. Sie können nicht am Satzanfang stehen. Die Funktionen 276 a) Die Formen jego. Dies ist möglich. Da!em ksia±z˙ke± tobie. dass sie in Sätzen.’ Die Formen go. deren Subjekt nicht durch ein Substantiv ausgedrückt wird. In den übrigen Kasus sind seine Formen mit den maskulinen identisch. sie können keinen Satzakzent tragen und ‚lehnen’ sich an das vorhergehende Wort an.3. 5. jemu. um wen es sich handelt.treten nach Präpositionen auf: do niego.B. ci und cie± werden hingegen nur enklitisch gebraucht. Person Plural Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv maskulin-personal oni ich/nich im/nim ich/nich nimi nich andere Genera one ich/nich im/nim je/nie nimi nich Die Deklinationstabellen zeigen. mie±. Die Bedingung für das Weglassen des Pronomens ist in folgendem Textfragment sehr gut erkennbar: . mit dem sie eine akzentuelle Einheit bilden: widze±-go ‚ich sehe ihn’. ciebie und tobie treten auf. wenn sie den Satzakzent tragen. mu. b) Die Formen mit dem Anlaut ni. Ähnlich gestaltet sich der Plural. dla niej.h. Po´jde± do niego jutro. und nicht ihm. vielleicht war es nicht so gut. a nie jemu.’ c ) Die Personalpronomen im Nominativ unterscheiden sich vom Deutschen wesentlich dadurch. przypomnij-mi ‚denk an mich’.1.

das für die 1.B. weil es sehr verschiedene Funktionen und Status haben kann.2.2.’ werden die Personalpronomen immer gesetzt (s. nie za!amuje sie± nigdy […] ‚Die Ratte ist dem Menschen ein angemessener Gegner. do niego.’ identischer Referent Siebie markiert hier. Potrafi wiele. nan´. don´. 277 . e) zen´. 2.5. Sie± hat einerseits pronominale Funktionen. Sie hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis und eine außergewöhnliche psychische Widerstandskraft. Anders als der Mensch bricht sie niemals zusammen […]. traditionell als Reflexivpronomen (zaimek zwrotny) bezeichnet. anzuzeigen. dass der Referent der außersprachlichen Welt.’ Im ersten Satz wird szczur ‚die Ratte’ als Subjekt eingeführt. Reflexivpronomen Das Wort sie˛. Diese Regel betrifft nicht die distanten Pronomen pan. Aus diesem Grund genügt die bloße Form des Verbs. ‚Als ich gearbeitet habe. und in den folgenden bleibt sie im Zentrum der Aufmerksamkeit. hast du geschlafen. zählt acht Funktionen auf. hat der Grammatikschreibung seit jeher Probleme gemacht. Sie kann vieles. und 3. und schließlich tritt es als Wortbildungselement auf. mit dem Subjekt identisch ist. Die Akademiegrammatik von 1998. oden´. 5. wie z.B. panie und pan´stwo. Reflexivpronomen 281 Szczur to godny cz!owieka przeciwnik. dass der Referent eines syntaktischen Objekts identisch ist mit dem Subjekt. ty spa!es´. Person sowie für Singular und Plural gleich ist. im Satz Gdy ja pracowa!em. Die eigentlich reflexive Grundfunktion besteht darin. 508). na niego. darunter auch die Funktion der Wortbildung. w niego und za niego. andererseits gehört es verschiedenen halbgrammatischen Kategorien des Verbs im Bereich der Diathese an. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel. od niego. z. Ma znakomita± pamie±c´ i niezwyk!a± odpornos´c´ psychiczna±. wen´ und zan´ sind rein schriftsprachliche Varianten mit einer archaischen Färbung für z niego. I: 1991ff. Im Unterschied zum Deutschen weist das Polnische nur ein Pronomen auf. panowie. auf den sich das Akkusativobjekt bezieht. Ihr Gebrauch ist obligatorisch! d) Wollen wir hingegen die Person oder den Gegenstand in einer Gegenüberstellung betonen.. W przeciwien´stwie do ludzi. pani. Kot widzi siebie w lustrze. das von dem transitiven Verb widziec´ ‚sehen’ gefordert ist.

’ Golicie sie±.’ Gola±± sie±. kann jedoch nicht am Anfang des Satzes stehen: Nie trzeba sie˛ bac´. Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Ø siebie sobie siebie/sie± o sobie Instrumental soba± In der rein reflexiven Funktion können alle Kasusformen des Reflexivpronomens auftreten: Genitiv: Janek nie umies´ci! siebie na lis´cie.’ Instrumental: Zajmij sie± przede wszystkim soba±.282 5. ‚Ihr rasiert euch. ‚Sie rasieren sich.’ Zda˛z˙y!em sie˛ ubrac´. ‚Zuzia spricht am liebsten über sich selbst. ‚Ich fürchte mich. ‚Ich gehe mich waschen. so liegt man. Das Lexem sie˛ steht im Satz im Prinzip vor dem zugehörigen Verb.’ Dativ: Jak sobie pos´cielesz. tak sie± wys´pisz. ‚Ich bin zur rechten Zeit fertig geworden mit dem Anziehen. ‚Er rasiert sich.’ Golimy sie±. Das Personalpronomen ist in ähnlichen Kontexten falsch (auch reflexives Possessivpronomen swo´j): *Gole± mnie. ‚Ich habe mich angezogen’.’ Umyj sie˛! ‚Wasche dich!’ Ubra!em sie˛.’ Das Reflexivpronomen tritt in allen Kasusformen außer dem Nominativ auf. ‚Janek hat sich nicht in die Liste eingetragen. ‚Ich rasiere mich. .’ Goli sie±. ‚Wie man sich bettet.’ aber: Boje˛ sie˛. ‚Wir rasieren uns. Pronomen Gole± sie±.’ sobie und sie± können daneben auch anders verwendet werden. ‚Du rasierst dich. ‚Man braucht sich nicht zu fürchten.’ Ide˛ sie˛ umyc´.’ Golisz sie±. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel.’ Akkusativ: Kot widzi siebie w lustrze. Achtung: der Gebrauch des Reflexivpronomens ist obligatorisch. ‚Beschäftige dich vor allem mit dir selbst!’ Präpositiv: Zuzia najbardziej lubi opowiadac´ o sobie.

‚Karl rasiert sich.’ Dziecko sie± myje. die von 280 279 278 .B. Reflexivpronomen 283 5. Die transitiven Verben bic´#+"Akkusativ ‚schlagen’ oder ca!owac´#+"Akkusativ ‚küssen’ in Verbindung mit sie± drücken nicht aus. z. bei denen sie± steht.1. ‚Marysia zieht sich an.’ Diese Fälle erlauben auch die Verwendung der wortakzenttragenden Vollform siebie. ‚Die Katze leckt sich ab.’ Marysia czesze sie± u zaprzyjaz´nionego fryzjera. Es handelt sich um eine recht kleine Gruppe von Verben.’ sie˛ als Inhaltswort: reziprok Das Element sie± kann die Position des direkten Objekts einnehmen und die Bedeutung ‚reziprok’ (="‚gegenseitig’) ausdrücken. ‚Karl kleidet sich bei einem guten Schneider ein. ‚Marysia lässt sich bei einem befreundeten Frisör die Haare machen. Karol sie± goli. Gebrauch von sie± sie± als Inhaltswort: reflexiv Als Inhaltswort tritt sie˛ in der syntaktischen Position des direkten oder indirekten Objekts auf und hat dann eigentlich-reflexive Funktion. siebie ersetzt werden. ausschließlich die Form siebie zugelassen: Kot widzi siebie w lustrze.5.2. Karol ubiera sie± u dobrego krawca.2. Am häufigsten tritt die Akkusativform sie± auf. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel. ‚Das Kind wäscht sich. ‚Zbigniew baut in Danzig ein Haus.’ Kotka sie± liz˙e. wenn das mit dem Objekt Bezeichnete mit dem Handelnden des Subjekts identisch ist. In dieser Funktion kann es meist durch sobie bzw. Alle Verben dieses Typs regieren ein Akkusativobjekt.: Marysia ubiera siebie. Es handelt sich um eine Handlung. a nie co´rke±.’ Marysia sie± ubiera.’ sie± als Inhaltswort: vermittelt reflexiv Die Verben des Typs golic´ sie± ‚sich rasieren’ können in Verbindung mit der Präpositionalphrase u#+"Genitiv eine andere Bedeutung annehmen: das Substantiv im Genitiv gibt den eigentlichen Handlungsausführenden an. dass das Objekt der Handlung mit dem Subjekt identisch ist. wenn das Pronomen besonders hervorgehoben wird.’ auch: Zbigniew sie± buduje w Gdan´sku.Ä. ‚Marysia zieht sich an und nicht ihre Tochter’ Bei den anderen Verben ist aber unabhängig von Kontrasten o.

gehen sie in intransitive Verben über und werden sozusagen ‚dekausativ’.’. z!os´cic´ sie˛ ‚sich ärgern’ Bei vielen Verben ist sie± ein obligatorischer Bestandteil. unproduktive Wortbildungsfunktion. ‚Der Teller ist zerbrochen. ‚Die Jungen schlagen sich (einander). Pies nazywa sie˛ Azor.’. sie werden auch Reflexiva tantum genannt. Pronomen mehr als einer Person ausgeführt wird und gegenseitig von einer Person auf die andere gerichtet ist. d.h. Die Handlung geschieht wie von selbst.284 5. ‚Das Kleid knittert.’ Woda sie˛ leje.’. rozp!akac´ sie± ‚in Tränen ausbrechen’. so dass man nicht mehr von Reflexivität sprechen kann. spodziewac´ sie± ‚erwarten’. ‚Das Wasser läuft. Es bildet Reflexivverben. uczyc´ ‚lehren’ – uczyc´ sie± ‚lernen’ sie± tritt oft bei Verben auf. zakochac´ sie± ‚sich verlieben’ .’ sie± als Wortbildungsformativ 281 Hier hat sie± lexikalische. nazywac´ ‚nennen’. In einigen Fällen bewirkt sie± eine Bedeutungsverschiebung im Verb. Drzwi sie˛ otwieraja˛.’ Das gleiche gilt für einige intransitive Verben: Rodzice sie± k!o´ca±.’ Dzieci sie± ca!uja±. ‚Die Tür öffnet sich. denerwowac´ sie± ‚sich aufregen’. Ch!opcy sie± bija±. Zabawki sie˛ psuja˛.’. die sich sonst mit einem Objekt verbinden: otworzyc´ ‚öffnen’. dass sich eine bestimmte Aktion vollzieht. jemand veranlasst. Diese Konstruktion trägt insofern auch grammatische Züge. ohne einen Agens. rozsypac´ ‚verschütten’. Talerz sie˛ st!uk!. psuc´ ‚kaputt machen’. ‚Die Eltern streiten sich. ‚Das Spielzeug geht kaputt. ‚Die Kinder küssen einander. bac´ sie± ‚sich fürchten’. ‚Der Sand ist verschüttet worden. als sie± die Bedeutung nicht zu verändern scheint. Sie haben eine kausative Bedeutung. wyg!upiac´ sie± ‚herumalbern’. Piasek sie˛ rozsypa!. Werden die gleichen Verben von sie± begleitet. ‚Der Hund heißt Azor. cieszyc´ sie± ‚sich freuen’. Ein Pendant ohne sie± gibt es nicht. sie± modifiziert hier die eigentliche Bedeutung.’ Bei Verben für psychische und physische Zustände des Menschen ist die Bestimmung der Funktion des Pronomens sie˛ problematisch. rozchorowac´ sie± ‚erkranken’. martwic´ sie± ‚sich grämen’. Suknia sie˛ gniecie. Die Grenze zum Passiv mit sie± ist fließend.’.

‚Die Suppe macht man aus einem Gemüsesud. ‚Ich musste gähnen. Mo´g!bys´ sobie darowac´ te frazesy. Es bildet synthetische Wortformen.czyta sie±’ (s.’ Widzia!es´ juz˙ ten film? – Tak.’ Ta tkanina dobrze sie± pierze. sie± tritt im Präsens der subjektlosen Form . eine bestimmte Gruppe von Verben erlaubt eine Deagentivierung durch die Umsetzung des 1. Gebrauch von sobie Die Dativform sobie tritt in vielen Bedeutungsmodifikationen von Verben und Phraseologismen auf. Zupa sie˛ gotuje.2. Piotr sie± bije.2.’ 5.’ Von solchen Verbindungen mit dem Pronomen sobie gibt es sehr viele: 285 284 283 282 . 382) auf: Zupe± sie± gotuje na wywarze z jarzyn. nic nadzwyczajnego. vgl radzic´ komu ‚jemandem raten’. Ziewna±!em.5. ‚Die Wäsche wäscht man in der Reinigung. radzic´ sobie ‚sich zu helfen wissen’.2.’ sie± als Funktionswort: Passiv sie± kann bei der Bildung des seltenen Passivs mit sie± auftreten (s.’ Owce sie± strzyz˙e raz w roku. nichts besonderes. ‚Ich habe gegähnt. sondern bildet mit dem Ausgangsverb eine neue Bedeutung: darowac´ cos´ komus´ a) ‚etwas opfern’ b) ‚verzeihen’. ‚Die Suppe wird gerade gekocht. ‚Die Schafe werden einmal pro Jahr geschoren. Es entsteht die Zusatzbedeutung ‚Gewohnheit’. ‚Piotr ist ein Schläger.’ Außerdem kann ein Verb mit dem Element sie± eine unbeabsichtigte Handlung bezeichnen.’ ! Ziewne±!o mi sie±.’ sie± als Funktionswort: subjektlose Konstruktionen Als Funktionswort hat sie˛ eine grammatische Funktion. moz˙na sobie darowac´. ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. den kann man sich schenken.’ Bielizne± sie± pierze w pralni. vs. 379– 380). Reflexivpronomen 285 sie± als Semi-Funktionswort: ständige Eigenschaft sie± besetzt die Stelle des Objekts und drückt eine Stativierung aus. . darowac´ sobie ‚sich etwas schenken’. Arguments in ein Dativobjekt (unpersönlich gebrauchte Verben). In diesen Fällen fungiert sobie nicht als Objekt.Hast du den Film schon gesehen? Ja. ‚Diese Phrasen hättest du dir sparen können. Dieses Verfahren ist schwach grammatikalisiert und der Wortbildung recht nahe.

zaplanowac´ sobie ‚vorhaben’. Kategorien und Bestand 286 Possessivpronomen (zaimki dzierz˙awcze) gehören zu den mit den Substantiven in Kasus.1. ‚Piotr nahm seinen Hut. Genus und Numerus kongruierenden Wörtern.’ 5. Ausdruck des Missfallens): Idz´ sobie! ‚Lass mich in Ruhe!’ Jak sobie chcesz. d.a.h. Das Element sobie kann fakultativ auch bei Verben auftreten. In einigen Verbindungen erfüllt sobie eine expressive Funktion (z.286 5. marzyc´ sobie ‚sich erträumen’ kpic´ sobie ‚sich nichts machen aus’. Piotr wzia˛! swój kapelusz. die überhaupt nicht den Dativ regieren. zugeordnet wird. uzurpowac´ sobie ‚usurpieren’. z˙artowac´ sobie ‚rumscherzen’ u. powetowac´ sobie ‚sich schadlos halten’ Diese Bedeutung wird auch als Dativus commodi (Dativ des Vorteils) bezeichnet. der Nutznießer der Handlung steht im Dativ. indem einer Einheit eine andere als Besitz u. da es nicht durch ein Substantiv ersetzbar ist: *on bra! komus´ do serca.’ Beziehung der Possessivität Das Paradigma der Possessivpronomen spiegelt in wesentlichen Teilen dasjenige der Personalpronomen wider. ‚Wie du willst. przyw!aszczac´ sobie ‚sich anmaßen’.3. Possessivpronomen 5. postanowic´ sobie ‚sich entschließen’. Eine kleinere Gruppe von Verben nimmt auch das Element sobie fakultativ an.ä. Pronomen !amac´ sobie g!owe± (nad czyms´) ‚sich über etwas den Kopf zerbrechen’ brac´ sobie do serca ‚sich etwas zu Herzen nehmen’ Moz˙na sobie je±zyk po!amac´ ‚Man kann sich die Zunge abbrechen’ In diesen Wendungen spielt sobie eine wichtige semantische Rolle. . hat aber nicht die Bedeutung des Dativs des Vorteils: wyobraz˙ac´ sobie ‚sich vorstellen’. Es handelt sich um solche Verben wie przyswajac´ sobie ‚sich aneignen’.3. lekcewaz˙yc´ sobie ‚geringachten’. Diese Bedeutung kann nur mithilfe des Reflexivpronomens ausgedrückt werden.B. przypominac´ sobie ‚sich erinnern’. Sie sind zur Wortart der Adjektive zu zählen. Sie zeigen auf eine Zuordnungsbeziehung.

der dem Referenten des grammatischen Subjekts in einem Besitzverhältnis zugeordnet wird. ‚Er hat seinen Hut genommen. pan´ski. Czy wzia±!es´ swo´j kapelusz? ‚Hast du deinen Hut genommen?’ Wzia±!em swo´j kapelusz. wird obligatorisch die reflexive Form swo´j verwendet vgl. Person Plural: oni/one ! ich. ‚Ich habe das in Ihrem (mindestens zwei Männer) Buch gelesen. Czy to jest pana samocho´d? ‚Ist das Ihr Auto?’ Czy to jest samocho´d pana? ‚Ist das das Auto des Herrn?’ Besonderheit: Die Formen pan´ und pano´ w sind sehr selten und werden meist hinter das Bezugsnomen gestellt: Czyta!em o tym w ksia±z˙ce pano´w. Es treten die Formen pana.3. Possessivpronomen 287 Numerus Person 1.’ Achtung: Handelt es sich um ein Possessivpronomen in Objektposition. (Die mit * gekennzeichneten Possessiva sind nicht flektierbar). Es kann sich auf die Formen aller Personen und Numeri beziehen und wird gebraucht. Ist dies der Fall. pani. Eine Besonderheit des Possessivsystems ist das reflexive Possessivpronomen swo´j. also der sogenannten Höflichkeitsform für die 2. ob der Besitzende mit dem Subjekt identisch ist oder nicht. Eine weitere Besonderheit liegt in dem Zusammenfall der Genera in der 3. muss der Sprecher immer berücksichtigen. In diesen Fällen ist also das Subjekt der Besitzer des bestimmten Objekts.5. pan´stwa auf. wenn es einen Gegenstand bestimmt. Von den homonymen Genitivformen der Nomen und Personalpronomen sind sie durch ihre Wortstellung unterschieden.’ Im Gegensatz zu den Personalpronomen fallen die Formen für Maskulin und Neutrum zusammen: on/ono ! jego. pana*/ distant pan´ski jego* männlich Singular weiblich mój twój pani* jej* swój männlich Plural weiblich nasz wasz pan´stwa* 3. familiär 2. ‚Ich habe meinen Hut genommen. Person. . das dem Reflexivum sie± entspricht. Wie auch bei den Personalpronomen finden wir hier eine Ausdifferenzierung der distanten.: Wzia±! swo´j kapelusz. Das Possessivum ist normalerweise vorangestellt und das Substantiv nachgestellt.’ vs.

pani. des Interrogativpronomens czyj und Negationspronomens niczyj. Das sog. Person entsprechen im Singular die Possessivpronomen für die drei Genera maskulin.288 5. twoja. sie verändern ihre Form weder nach Genus noch Kasus.’ – nicht seinen eigenen Das gilt für alle Personen. ‚Gestern habe ich meine Mutter angerufen. d. To jest jego kapelusz. Folgende Tabellen zeigen die Deklination der Possessiva mo´j. Die Pronomen der 3. Alle diese Formen werden durch sämtliche Kasus dekliniert.] ‚Ich habe mein Auto verkauft. pan´skie ‚Ihr’ (Mann). [nur umgangssprachlich: Sprzeda!em mo´j samocho´d.’ 5. ‚Er hat dessen Hut genommen. two´j. pan´ska. und pan´stwa hingegen sind indeklinabel (oben mit * versehen).’ Spotka!em sie± z jego co´rka±. und 2.3. Person und die distanten der zweiten Person pana. moje ‚mein’ und two´j. Deklination 287 Den Formen der 1.2. Die Pluralformen sind nasz ‚unser’ und wasz ‚euer’. moja.’ To sa± ich co´rki.’ Czy to jest pana kapelusz? ‚Ist das Ihr Hut?’ Die Deklination stimmt in großen Teilen mit derjenigen der Adjektive überein. ‚Ich habe mich mit seiner Tochter getroffen.h. feminin und neutrum: mo´j. Pronomen Wzia±! jego kapelusz. dass im Polnischen Possessiva seltener verwendet werden als im Deutschen. ‚Das ist sein Hut.’ Generell gilt. pan´ski. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin two´j twojego (twego) twojemu (twemu) twojego (twego) two´j twoim (twym) twoim (twym) twoje (twe) Neutrum twoje (twe) Feminin twoja (twa) twojej (twej) twojej (twej) twoja± (twa±) twoja± (twa±) twojej (twej) . twoje ‚dein’ bzw. ‚Das sind ihre Töchter. also auch für die 1. und 2. swo´j.: Sprzeda!em swo´j samocho´d. Pronomen der Höflichkeit pan´ski wird genau wie ein Adjektiv dekliniert. Oft wird der Besitzbezug auch durch den Kontext klar: Wczoraj zadzwoni!em do matki.

5. Während die Vollformen stilistisch unmarkiert sind. gibt es neben den Vollformen auch zusammengezogene (in Klammern angegeben).3. nasz naszym naszym Maskulin-personal nasi naszych naszym nasze nasze Neutrum nasze Feminin nasza naszej naszej nasza± nasza± naszej andere Genera nasze . sind die Kurzformen buchsprachlich gefärbt. Possessivpronomen 289 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin-personal twoi twoich (twych) twoim (twym) twoich (twych) twoimi (twymi) twoich (twych) Nichtmaskulin-personal twoje (twe) twoich (twych) twoim (twym) twoje (twe) twoimi (twymi) twoich (twych) Wie die Tabellen zeigen. Die Paradigmen der pluralischen Pronomen nasz und wasz: Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv naszych naszymi naszych Maskulin nasz naszego naszemu naszego.

Nominativ Plural bei Maskulin-personal kto´rzy. dopo´ki ‚bis wann’ . czyj ‚wessen’ c) Umstände. Interrogativ-Relativpronomen 288 Die Klasse der Interrogativ-Relativpronomen (zaimki pytajno-wzgle±dne) lässt sich in zwei verschiedenen Funktionen verwenden: zum einen in der Funktion von Interrogativ-.4. Sie werden gebraucht. Formal lassen sich substantivische. co ‚was’. Funktion als Interrogativpronomen 290 Interrogativpronomen (zaimki pytajne) sind eine rein lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie. ihm dieses fehlende Element zu nennen. 5. Er kann fragen nach: a) Personen. co auch ktos´.290 5. substantivisch: kto ‚wer’.1. adjektivisch: kto´ry/jaki ‚welcher’. ktokolwiek bzw. cokolwiek =#Indefinitpronomen. odka±d ‚seit wann’.4. Pronomen 5. wenn der Sprecher ein Element der Situation nicht kennt und den Hörer auffordert. zum anderen von Relativpronomen.2. auch nikt =#Negationspronomen) Das adjektivische Pronomen jaki wird wie taki (="Demonstrativpronomen) und czyj wie mo´j (="Possessivpronomen) dekliniert. Deklination 289 Die substantivischen Pronomen kto ‚wer’. co ‚was’ und ile/ilu ‚wieviel’ haben folgende Flexionsformen: Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv kto kto kogo komu kogo kim kim co co czego czemu co czym czym ile ilu/iloma ilu ile ile ilu ilu ilu ilu ilu ile ist die nicht-maskulin-personale und ilu die maskulin-personale Form (tyle hat die gleiche Deklination). kto´ry wird wie ein Adjektiv mit hart auslautendem Stamm flektiert. adverbial: • Art und Weise: jak ‚wie’ • Zeit: kiedy ‚wann’. ile ‚wieviel’ b) Eigenschaften. Ile kobiet by!o na zebraniu? ‚Wieviele Frauen waren auf der Versammlung?’ Ilu me±z˙czyzn by!o na zebraniu? ‚Wieviele Männer waren auf der Versammlung?’ (wie kto bzw. cos´. Gegenständen und Mengen.4. 5. adjektivische und adverbiale Elemente unterscheiden.

‚Wie der Vater. In diesem Falle dienen sie als Bindeglied zwischen zwei Sätzen (s. ‚Wir gehen dorthin. ile kaza!as´. wo schöne Blumen blühen. ‚Wer sucht. tak-jak. Gegenstände und Umstände angegeben. was ich brauche.’ 5. Im untergeordneten Satz verfügen sie über Satzgliedstatus. czego potrzebuje±.5. Korrelate im Hauptsatz auf. ‚Das ist das. tyle-ile Kto szuka. ‚Ich habe soviele Brötchen gekauft.’ Kupi!em tyle bu!ek. doka±d ‚wohin’ • Grund: dlaczego ‚warum’.’ Zrobi!em tak. A z kimz˙e tak d!ugo rozmawia!es´? ‚Mit wem hast du denn so lange gesprochen?’ Doka±dz˙e pe±dzisz? ‚Wo willst du denn so schnell hin?’ A gdziez˙ ty by!es´? ‚Wo warst du denn?’ 292 291 5. gdzie rosna± pie˛kne kwiaty. kto´re±dy ‚wohin’. taki-jaki. jak mi radzi!es´.5. Bestimmtheitsstatus der Personen.4. 293 . wie du mir gesagt hast.4. der findet.T. Mit Indefinitpronomen wird der Bekanntheits. aber nicht der Hörer oder keiner von beiden in dem besprochenen Weltausschnitt konkret identifizieren kann. ‚Ich habe gemacht. Sie drückt eine negativ bewertende Verwunderung aus. ten-kto. das du mir geschenkt hast. Funktion als Relativpronomen Fast alle Interrogativpronomen treten auch als Relativpronomen (zaimki wzgle±dne) auf.5.’ To jest to. ska±d ‚von wo’.3. 568). kto´ra± ty mi podarowa!es´. tam-gdzie.’ Po´jdziemy tam. to-co. ten znajdzie. ‚Ich habe das Buch verloren. Indefinitpronomen 291 • Ort: gdzie ‚wo’. so der Sohn.bzw.’ Zgubi!em te± ksia±z˙ke±. ten-kto´ry. Pronomen mit Abtönungspartikel -z˙ An alle Interrogativpronomen kann die umgangssprachliche expressive verstärkende Abtönungspartikel -z˙ angehängt werden (bei Auslaut auf Konsonant -z˙e). Indefinitpronomen Indefinitpronomen (zaimki nieokres´lone) sind eine lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie. taki syn. Sie weisen z.4. Indefinit sind solche Einheiten. czemu ‚wieso’ (umgangssprachlich) 5. was du mir geraten hast. die der Sprecher. Das Pronomen trägt in diesen Fällen immer die Satzintonation.’ Jaki ojciec.

1. gdzie ba±dz´. ‚Was du auch beschließt. cokolwiek. Pronomen Wie bei den Interrogativpronomen gibt es substantivische. doka±dkolwiek Cokolwiek postanowisz. Es kann sich sowohl um real existierende als auch nicht existierende Einheiten handeln. kto´re±dykolwiek. Reihe um ktokolwiek 295 Diese Formen geben an. pomys´l zawsze o przysz!os´ci.5. dem Gegenstand oder dem Umstand keinen spezifischen Vertreter vor Augen hat (.’ • adverbial jakos´. dass der Sprecher von der Person.jemand’). gdzies´.5. wir werden dir helfen. kto´re±dys´. byle co ‚was auch immer’. Po!o´z˙ to gdzie ba±dz´! ‚Leg das irgendwo hin!’ 5. ilekolwiek • adjektivisch: kto´rykolwiek.5. dass die Person. Reihe um ktos´ 294 Ausdrücke wie ktos´ geben an. ‚Ich suche einen Arzt. doka±ds´. kiedykolwiek. be±dziemy ci pomagac´. ska±dkolwiek. • substantivisch: byle kto ‚jeder x-beliebige’. ‚Er war mal sehr reich. jakis´. der Gegenstand oder der Umstand weder dem Hörer noch dem Sprecher selbst bekannt sind (.3. czyjkolwiek • adverbial: jakkolwiek. nie byle kto ‚nicht irgendjemand’. Sie werden in konditionalen Kontexten verwendet. co ba±dz´. ska±d(e)s´ (auch ska±dsis´).irgendjemand’). ‚Wie du auch verfährst. czyjs´ Szukam jakiegos´ lekarza. denk immer an die Zukunft!’ Daneben gibt es die seltenen Formen ba±dz´ und -kolwiek ba±dz´ mit gleicher Bedeutung: kto ba±dz´.’ • adjektivisch: kto´rys´. ‚Es ist jemand in die Wohnung eingebrochen. nie byle co ‚nicht irgendetwas’ . jaki(s´)kolwiek. gdziekolwiek. In der Negation dagegen kommt eine positive Bewertung zum Ausdruck (umgangssprachlich). 5. cos´.’ Jakkolwiek posta˛pisz.2. • substantivisch: ktokolwiek. adjektivische und adverbiale Indefinitpronomen. iles´ Ktos´ w!ama! sie± do mieszkania.’ 5. • substantivisch: ktos´. Kiedys´ by! bardzo bogaty. Reihe um byle kto 296 Diese Reihe enthält eine meist negativ bewertende Komponente im Sinne ‚jeder xbeliebige’.292 5. kiedys´.

‚Du hast hier nicht ordentlich aufgeräumt. nie byle gdzie ‚nicht irgendwo’. jeden. ‚Er legt seine Sachen immer was weiß ich wohin.4. nie byle jaki ‚nicht von Pappe’ • adverbial: byle gdzie ‚egal wo’. niejaki ‚ein gewisser’. Indefinitpronomen 293 • adjektivisch: byle jaki ‚jeder x-beliebige’.’ Pogodzi! sie± niejako z taka± sytuacja±.5. Die Reihe ist weniger produktiv und zum Teil lexikalisiert (. ‚Es wehte ein anderer Wind. niejeden ‚manch einer’ • adverbial: niejako ‚gewissermaßen’. dessen Identität dem Sprecher bekannt ist. Rozmawia!am dzis´ o tym z jedna˛˛ pania˛. • substantivisch: nieco ‚ein bisschen’ • adjektivisch: niekto´re/niekto´rzy ‚manche/einige’. ‚Sie freute sich über jedwede Kleinigkeit. ‚Piotr gibt sich nicht mit jedem x-beliebigen ab. ‚So mancher hätte sich nicht zu helfen gewusst. inny Pewien ‚ein gewisser’: es geht um eine real existierende Person bzw.5. ‚Er hat sich gewissermaßen mit dieser Situation abgefunden. ‚Manche mögen kein Fernsehen. Reihe um nieco Sie steht für eine kleine Menge von etwas.’ 5. ‚Ich sprach heute darüber mit einer Frau. Spezielle Pronomen pewien.’ byle kann auch alleine stehen: Cieszy!a sie± byle drobnostka±.’ On zawsze k!adzie rzeczy byle gdzie. Pewien dyplomata spowodowa! wypadek samochodowy. einen Gegenstand.’ Niejeden nie da!by sobie rady.’ Jeden ‚ein’ gibt in seiner unbetonten Form (wenn betont liegt ein Numerale vor) eine dem Hörer unbekannte Person oder einen Gegenstand an. über den der Sprecher im weiteren Verlauf noch etwas erzählen möchte.5.5.’ Posprza±ta!as´ tu byle jak. nie byle jak ‚nicht irgendwie’ Piotr nie zadaje sie± z byle kim.einige’).’ 5.5. niekiedy ‚manchmal’ Niekto´rzy nie lubia± telewizji. byle jak ‚egal wie’.’ Inny ‚der andere/ein anderer’: Powia! inny wiatr. ‚Ein gewisser Diplomat hat einen Autounfall verursacht.’ 298 297 .

Pronomen 5. ‚Dieser und jener erzählte etwas. 5. raz owak.6. Es handelt sich um eine recht heterogene Gruppe von Pronomen. d. einen Gegenstand oder eine Eigenschaft. sie zeigen auf eine Person.5.’ 5.’ Raz tak. Demonstrativ.6. a) adjektivisch • ten ‚dieser’ in der Nähe des Sprechers • tamten ‚jener/der dort’ vom Sprecher etwas weiter entfernt • taki ‚solch ein’ • o´w (buchspr. ten tym tym Maskulin ten tego temu to Neutrum to Feminin ta tej tej te± ta± tej . was vorher gesagt worden ist bzw.1.und Determinativpronomen Demonstrativ. Ten i o´w cos´ powiedzia!.6. ‚Erst so und dann wieder so. Es sind dies Elemente.h. in der die Unterhaltung stattfindet oder in dem. taki czy owaki ‚der eine oder andere’ (umgangssprachlich): obwohl aus zwei Demonstrativpronomen zusammengesetzt bezeichnet sie eine nicht identifizierbare Gruppe von Elementen. bald gesagt werden wird.) ‚jener’ 301 ten – tamten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv tego.und Determinativpronomen (zaimki wskazuja±ce i upowszechniaja±ce) sind eine lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie. Sie können sie entweder in der Situation. identifizieren. Demonstrativpronomen 300 Demonstrativpronomen (zaimki wskazuja±ce) haben zeigende Funktion. Spezielle pronominale Kombinationen 299 Kombinationen aus Pronomen können eine andere Bedeutung annehmen: ten i o´w ‚dieser und jener’.294 5. die sowohl der Hörer als auch der Sprecher in dem besprochenen Weltausschnitt konkret identifizieren können.

6. Demonstrativ.’ .’). In der Umgangssprache wird statt te± in Anlehnung an die Adjektivdeklination häufig ta± verwendet (Wezme± ta± czarna± sukienke±. Akkusativ weicht von der entsprechenden Adjektivform ab! (Wezme± te± czarna± sukienke±.). ‚Ich nehme das schwarze Kleid dort.und Determinativpronomen 295 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin-personal ci tych tym tych tymi tych andere Genera te te Achtung: die Form te± feminin Sg. ‚Er holte sich Rat beim Professor. taki takim takim Maskulin-personal tacy takich takim takie Maskulin taki takiego takiemu takie Neutrum takie Feminin taka takiej takiej taka± taka± takiej andere Genera takie 302 ten und tamten können auch als Pro-Formen des Substantivs verwendet werden (o´w nicht). Poszed! po rade± do profesora – ten wskaza! mu odpowiednia± lekture±. Der gab ihm die entsprechenden Lektürehinweise. tamta wird hingegen auch in der Schriftsprache wie ein regelmäßiges Adjektiv flektiert: Wezme± tamta± czarna± sukienke±.5. taki Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv takich takimi takich takiego.

tak ‚so’. wtedy ‚damals’. ‚Ich habe jetzt keine Zeit. ‚Janek ist zu allem fähig. Zjedlis´my juz ca!y chleb. also nicht identifizierbaren Menge. Determinativpronomen (zaimki upowszechniaja±ce) a) Quantifizierende Pronomen 303 Quantifizierende Pronomen (zaimki kwantyfikuja±ce) geben den Umfang einer bestimmten Menge an.’ • Adjektivisch: wszystek ‚ganz’: die Vollständigkeit einer Masse.’ By!em ca!y czas w swoim pokoju.296 5.’ Chcia! ja± za wszelka± cene± ratowac´. • Substantivisch: wszystko ‚alles’: Gesamtheit aller Dinge und Angelegenheiten in einem bestimmten Kontext Janek jest zdolny do wszystkiego. also identifizierbaren Menge Kaz˙dy z nas ma obowia±zek pomo´c.’ • Adverbial: zawsze ‚immer’. ‚Jeder von uns hat die Pflicht zu helfen. Pronomen b) adverbial teraz ‚jetzt’. ‚Er wollte sie um jeden Preis retten. tam ‚dort’. ‚Alle Rechte vorbehalten. ‚Man war hier und dort. te±dy ‚hierlang’.’ ca!y ‚ganz’: Vollständigkeit bei Gegenständen.’ • Substantivisch und adjektivisch: kaz˙dy ‚jeder’: bezieht sich auf die einzelnen Mitglieder einer bestimmten. bei Substantiven für zählbare Dinge.’ 5. auch Abstrakta.’ Bywa!o sie± tu i o´wdzie. ‚Damals habe ich nicht so über ihn gedacht. ‚Ich war die ganze Zeit in meinem Zimmer.2. ‚Wir haben schon das ganze Brot aufgegessen.’ Wtedy o nim tak nie mys´la!em. o´wdzie ‚hier’. zewsza±d ‚von überall’.’ wszelki ‚jeglicher’: bezieht sich auf beliebige mögliche Mitglieder einer unbestimmten. nur bei Substantiven für nichtzählbare Stoffe Wyla!o mi sie± wszystko mleko. auch im Sinne ‚jeder nur mögliche’ Wszelkie prawa zastrzez˙one. ‚Mir ist die ganze Milch ausgelaufen. wsze±dzie ‚überall’ . Sie können auf die einzelnen Elemente verweisen oder auf die Gesamtmenge.6. tu ‚hier’. oto ‚dies’ Nie mam teraz czasu.

‚Es war kein Telefon dort. co 289) Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv nikt nikt nikogo nikomu nikogo nikim nikim nic nic niczego niczemu nic niczym niczym 304 niczyj wird wie das Possessivpronomen mo´j dekliniert. ‚Den Kuchen habe ich selbst gemacht. das es begleitet. Czuje± sie± nijako. Die Bildung mit ni. z˙aden wie ein Adjektiv. nijak ‚auf keine Weise’. mit Interrogativpronomen kto.’ Achtung: Das ähnlich aussehende Pronomen nijako und seine Derivate haben eine andere Bedeutung. ‚Ich fühle mich nicht besonders. ‚Er hielt direkt an der Tür inne. nic ‚nichts’. Demonstrativ.5. • substantivisch: nikt ‚niemand’. ‚Er kam nie zu spät. z˙aden ‚keiner’ • adjektivisch: z˙aden ‚kein’. c) Pronomen sam • substantivisch To ciasto zrobi!em sam.’ Nigdy sie± nie spo´z´nia!.und Determinativpronomen 297 b) Negativpronomen Mit Hilfe der Negativpronomen (zaimki przecza±ce) werden Elemente einer Situation verneint. nigdy ‚nie’.’ sam hat mehrere Funktionen in Abhängigkeit von dem Lexem. 305 .ist nur begrenzt regelmäßig.’ • adjektivisch Zatrzyma! sie± przy samych drzwiach. niczyj ‚niemandes’ • adverbial: nigdzie ‚nirgends’.6. znika±d ‚von nirgendwoher’ Tam nie by!o z˙adnego telefonu. ‚Ich brauche niemandes Hilfe.’ Nie potrzebuje± niczyjej pomocy. ‚Sie verhalten sich gleich.’ • adverbial Zachowuja± sie± tak samo.’ Deklination (vgl.

’ Zostaw mnie sama±! ‚Lass mich allein!’ • Identifikation (in Kombinationen ten sam u.’ Rozmawia z samym prezydentem. meist ‚genau’ Zatrzyma! sie± przy samych drzwiach. ‚Er ist ganz allein auf der Welt.’ • Präzisierung.a. ‚Er spricht mit dem Präsidenten persönlich. Pronomen • expressive Hervorhebung.’ • Bedeutung ‚allein’ Zosta! sam na s´wiecie.’ .’ Przyszed! w sama± pore±. ‚Den Kuchen habe ich selbst gemacht. ‚Sie haben an derselben Universität studiert. ‚Du widersprichst dir selbst.298 5. oft ‚selbst’ To ciasto zrobi!em sam. ‚Er hielt direkt an der Tür inne. ‚Sie haben die gleichen Kleider gekauft.’ Kupi!y takie same sukienki. ‚Er kam genau zur rechten Zeit.’ Sam sobie przeczysz.) ‚derselbe/der gleiche’ Studiowali na tym samym uniwersytecie.

die gemeinsam mit einem Inhaltswort in einem Prädikat auftreten. Auxiliare sind eigenständige Wörter. Sie sind autosemantisch. Syntaktisch sind sie auch dadurch charakterisiert.h. aber wie ein Affix fungieren. Sie transportieren die Argumentstruktur des Vollverbs. Auxiliare hingegen bilden mit einer anderen Form. Vollverben können als eigenständiges Prädikat auftreten und Satzglieder unterordnen. bisweilen allen Verbtypen verbindbar (im Falle der Kopula mit allen Typen von Substantiven und allen typischen Adjektiven). es kann in folgenden syntaktischen bzw. eine erweiterte Worform. Sie haben keine referenzielle Funktion. Diese Wortart stellt im Verglaich zur traditionellen Grammatikschreibung eine Neuerung dar. Ein Verb kann je nach Bedeutung verschiedenen Status haben (z. Wir unterscheiden folgende Typen von Auxiliaren: • • • • • Kopulae Tempusalauxiliare Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliare Modalauxiliare Phasenauxiliare 306 Extrem polyfunktional ist byc´. Argumentstelle für ein solches Inhaltswort – meist ein Verb – und eröffnen darüber hinaus keine eigenen Stellen (Kopulae haben zwei Leerstellen).6. semantischen Verwendungen auftreten: • Vollverb: Existenzbehauptung Ta ksia±z˙ka jest w ksie±garni. Es handelt sich um Funktionswörter. Sie nehmen insofern eine Zwitterposition ein. Auxiliare tragen typischerweise die Tempus. die bisher entweder kaum beachtet verstreut in verschiedenen Kapiteln behandelt worden sind. byc´). Auxiliare haben eine Leerstelle bzw.B. d. meist dem Infinitiv oder dem Partizip Passiv. andere grammatische Kategorien des Verbs. auf das sie sich beziehen.und Modusmarkierung bzw. Auxiliare In Bezug auf den syntaktischen Status lassen sich Verben und Auxiliare (wyrazy posi!kowe) unterscheiden. Sie selbst haben den syntaktischen Status eines Funktionswortes und sind mit einer großen Anzahl. dass sie sich bei Passivtransformationen nicht formal ändern und dass sie nicht unabhängig vom Vollverb durch Adverbien modifiziert werden können. als sie an der Oberfläche wie Verben aussehen.’ . ‚Dieses Buch gibt es im Buchladen. haben referenzielle Funktion. Der Übergang vom Vollverb zum Auxiliar ist vor allem im Bereich der Modalität fließend. weiter.

Kopulae 307 Kopulae (!a±czniki) dienen dazu. Die zentrale Kopula ist byc´. Sie haben selbst keine lexikalische Bedeutung. ‚Jan ist ein fähiger Lehrer’ Bei einigen Prädikatstypen tritt die Kopula als syntaktische Null auf. bis wir an der Reihe sind.) • prädikative Substantive wie strach. ‚Wir werden warten müssen. (falsch: *´Jest widac´ plame±.) • der unabhängige Infinitiv Widac´ plame±.1. Trzeba poczekac´. ausschließlich die prädikativen Kategorien ‚Tempus’ und ‚Modus’ bei einem adjektivischen oder substantivischen Prädikat auszudrücken.’ (falsch: *Strach jest pomys´lec´. ‚Jan ist Student. ‚Es ist ein Fleck zu sehen. Czas wracac´ do domu. Auxiliare • Kopula: Tempus und Modus Jan jest studentem. szkoda. – Trzeba be±dzie poczekac´. erlauben jedoch die Setzung von byc´: .’ • Modalauxiliar Ta sprawa jest do za!atwienia. ‚Und das ist der neueste Roman dieses Autors.h. ‚Es ist Zeit nach Hause zu gehen. während in den anderen Tempora die Kopula byc´ auftritt: • die subjektlosen Modalauxiliare trzeba. ‚Diese Sache ist zu erledigen. Folgende Fälle haben im Präsens Null.300 6. ‚Mozzarella wird aus Kuhmilch hergestellt. (falsch: *Trzeba jest poczekac´. Jan jest zdolnym nauczycielem.’ • Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliar Ser Mozzarella jest wyrabiany z mleka krowiego. czas Strach pomys´lec´.’ – By!o widac´ plame±.’ Zur Konjugation von byc´ 373. ‚Man muss warten. im Satz steht nichts und eine Form von byc´ ist auch nicht einsetzbar. moz˙na.’ • Tempusalauxiliar: Futur Be±dziemy czekac´ na swoja± kolejke±.).’ Andere Strukturen stehen ebenfalls mit der Nullkopula im Präsens. – Be±dzie widac´ plame±. ‚Es ist schrecklich daran zu denken. 6.’ • Demonstrativum oto (schriftsprachlich) A oto najnowsza powies´c´ tego pisarza. d.’ – Trzeba by!o poczekac´.

‚Wir werden warten.’. Das Objekt ist ein Gegenstand. ‚Sauerstoff ist ein wichtiger Bestandteil der Luft. Tlen stanowi istotny sk!adnik powietrza. der auf einen Zustandswechsel zurückgeht.’ 6. die sich an der Grenze zum Vollverb befinden. bis wir an der Reihe sind. beide Formen sind in Gebrauch. der sich im Besitz der durch das Subjekt versprachlichten Person befindet.’ Be±dziemy musieli za!atwic´ to inaczej. Es ist eine Art des Perfekts.2. diese relativ schwach grammatikalisierte. ‚Wir werden das anders erledigen müssen. zrobic´ und einigen anderen (umgangssprachlich). przedstawiac´ sie±. Lepiej (jest) skon´czyc´ te± rozmowe±. Be±dziemy czekac´/czekali na swoja± kolej.’ 308 . Najlepiej to wyjs´c´.’ • miec´ + Partizip Passiv perfektiver Verben. Tempusalauxiliare 301 • Adverben im Prädikat Przyjemnie (jest) tu siedziec´. diese sind vorwiegend buchsprachlich markiert: stanowic´. Konstruktion drückt einen Zustand aus. ‚Ich habe das schon lange geschrieben. ‚Es ist besser.6. sondern im Nominativ.2.’ Daneben gibt es einige Lexeme. Die partizipiale Form auf -l ist in der Wortfolge festgelegt: byc´ + Verb. Verbindet sich dieses Futurauxiliar mit einem Modalauxiliar ist nur die Form auf -l (be±dziemy musieli) zugelassen. ‚Wieviel Uhr ist es? Sechs.’ • Angaben der Uhrzeit Kto´ra (jest) godzina? Szo´sta. • Futur von byc´ + Präteritumstamm auf -!/-l oder + Infinitiv (be±dzie czeka!/be±dzie czekac´). Dieser Zustand hält bis zum Redemoment an. dieses Gespräch zu beenden. ‚Herr Nowak ist Arzt. ‚Es ist angenehm hier zu sitzen.’ Sytuacja firmy przedstawia sie± korzystnie. ‚Am besten man geht jetzt. wobei kein semantischer Unterschied feststellbar ist. miec´ gebildet. Im Gegensatz zur Kopula byc´ steht das Prädikatsnomen nicht im Instrumental. Pan Nowak to lekarz. ‚Die Lage der Firma stellt sich günstig dar. Tempusalauxiliare (wyrazy posi!kowe temporalne) Das Tempus ‚Futur’ und einige ‚Resultativkonstruktionen’ werden mit Hilfe der Temporalbegleiter byc´ bzw.’ aber: Pan Nowak jest lekarzem. da nur mit wenigen Verben gebildete. Möglich mit den Verben napisac´. Mam to juz˙ dawno napisane.’ Eine weitere Kopula des Polnischen ist das polyfunktionale Wort to.

‚Häuser werden bisweilen aus Holz gebaut. Wir unterscheiden zwei syntaktische Typen von Modalauxiliaren: Der Typ NNominativ + AUXmod + VInfinitiv Das Modalauxiliar steht mit einem Verb im Infinitiv. • kein Imperativ. Fähigkeit u.’ • zostac´ + Partizip Passiv Perfektiv (X zosta! zbudowany) Dom zosta! zbudowany pie±c´ lat temu.3. die einen Infinitiv regieren. Gelegenheit.a. fließend. als auch des ipf. ‚Das Haus ist aus Ziegel gebaut. Das erste Argument des Vollverbs wird als Subjekt im Nominativ realisiert. • kein Aspektpartner. Aspekts. sodass recht verschiedene Arten von Möglichkeit bzw. ist die Grenze zu Vollverben.’ 6. Sie eröffnen keine Leerstellen für nominale Argumente. ‚Das Haus wurde vor fünf Jahren gebaut. Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliare 309 (wyrazy posi!kowe diatetyczne) Das Passiv wird mit einem Auxiliar in Kombination mit dem Partizip Passiv gebildet (s. Modalauxiliare 310 Modalauxiliare (wyrazy posi!kowe modalne) sind polyfunktionale Ausdrücke der Möglichkeit und Notwendigkeit der Realisierung eines Sachverhalts. Modalauxiliare eröffnen nur eine Argumentstelle. Die Bedeutung ist abstrakt. Notwendigkeit versprachlicht werden können.’ • bywac´ + Partizip Passiv (X bywa (z)budowany) Domy bywaja± budowane z drewna. Es treten byc´. Sie haben somit modale und keine referenzielle Funktion.4.302 6. die vom infiniten Verb besetzt wird. zostac´ und bywac´ auf. • byc´ + Partizip Passiv (X jest (z)budowany) byc´ verbindet sich mit Verben sowohl des pf. Möglichkeit aufgrund von Erlaubnis. Formal sind alle Lexeme der zentralen Modalauxiliare durch drei Merkmale gekennzeichnet: • obligatorische und alleinige Infinitivrektion. Auxiliare 6. • miec´ ‚sollen’ Wie±c co mam robic´? ‚Was soll ich denn tun?’ . Da Modalauxiliare das Resultat eines schrittweisen Grammatikalisierungsprozesses sind. z. Es gibt typische und weniger typische Modalauxiliare. sondern transportieren die Argumentstruktur des infiniten Verbs weiter.B. es tritt in allen drei Tempora auf Dom jest zbudowany z ceg!y. 380).

’ Eine besondere Flexion hat das Auxiliar powinien ‚sollte’: Präsens Singular Maskulin 1. Person 2. • trzeba ‚man muss/soll’ Trzeba sie± pogodzic´ z faktami. Diese Auxiliare erlauben nur Verben mit humanem ersten Argument und können nicht im Passiv auftreten. beim Essen zu singen. ‚Eine Tochter sollte ihrem Vater vertrauen.’ • musiec´ ‚müssen’ Matka mi zachorowa!a i musia!em szukac´ doktora. ‚Man muss sich mit den Tatsachen arrangieren. ‚Meine Mutter wurde krank und ich musste einen Arzt suchen. ‚Es gehört sich nicht.’ • powinien ‚sollte’ Córka powinna ufac´ ojcu. Modalauxiliare 303 • móc ‚können’ Nie moge± mu tego powiedziec´! ‚Das kann ich ihm nicht sagen. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. ‚Obst muss man vor dem Verzehr waschen.4.’ Der Typ NNull + AUXmod + VInfinitiv Das erste Argument des Vollverbs wird als Null realisiert.’ • moz˙na ‚man kann’ Jak moz˙na mówic´ takie rzeczy! ‚Wie kann man nur sowas sagen!’ • wypada ‚man muss/soll’ (in seltenen Fällen kann auch ein Substantiv im Dativ auftreten) Nie wypada s´piewac´ przy jedzeniu.’ • nalez˙y ‚man muss/soll’ Nalez˙y myc ´owoce przed spoz˙yciem. Person 3.6. Person powinnis´my powinnis´cie powinni andere Genera powinnys´my powinnys´cie powinny powinienem powinienes´ powinien Feminin powinnam powinnas´ powinna powinno Neutrum 311 . Person 3. Person 2.

Person 2. Person 3. Person 2. Person 3. Auxiliare Präteritum Singular (selten) Maskulin 1. Person mamy macie maja± andere Genera mamy macie maja± mam masz ma Feminin mam masz ma ma Neutrum Präteritum Singular Maskulin 1. Person 2. Person 3.304 6. Person 2. Person 2. Person 3. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Person 3. Person mielis´my mielis´cie mieli andere Genera mia!ys´my mia!ys´cie mia!y . Person powinienem by! powinienes´ by! powinien by! Feminin powinnam by!a powinnas´ by!a powinna by!a powinno by!o Neutrum Präteritum Plural (selten) Maskulin-personal 1. Person 312 andere Genera powinnys´my by!y powinnys´cie by!y powinny by!y powinnis´my byli powinnis´cie byli powinni byli miec´ Präsens Singular Maskulin 1. Person 2. Person 3. Person mia!em mia!es´ mia! Feminin mia!am mia!as´ mia!a mia!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1.

Person 2. Person 2. Person 3. Person 2. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Person moz˙emy moz˙ecie moga± andere Genera moz˙emy moz˙ecie moga± moge± moz˙esz moz˙e Feminin moge± moz˙esz moz˙e moz˙e Neutrum 313 Präteritum Singular Maskulin 1. Person 3. Person 2. Person 3.4. Person 3. Person 2. Modalauxiliare 305 móc Präsens Singular Maskulin 1. Person Futur Singular Maskulin 1. Person Futur Plural Maskulin-personal 1. Person mog!em mog!es´ mo´g! Feminin mog!am mog!as´ mog!a mog!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1. Person 3. Person 3. Person 2. Person be±dziemy mogli be±dziecie mogli be±da± mogli andere Genera be±dziemy mog!y be±dziecie mog!y be±da± mog!y be±de± mo´g! be±dziesz mo´g! be±dzie mo´g! Feminin be±de± mog!a be±dziesz mog!a be±dzie mog!a be±dzie mog!o Neutrum moglis´my moglis´cie mogli andere Genera mog!ys´my mog!ys´cie mog!y .6.

Person Futur Plural Maskulin-personal 1. Person 2. Person 2. Person be±dziemy mogli be±dziecie mogli be±da± mogli andere Genera be±dziemy mog!y be±dziecie mog!y be±da± mog!y be±de± mo´g! be±dziesz mo´g! be±dzie mo´g! Feminin be±de± mog!a be±dziesz mog!a be±dzie mog!a be±dzie mog!o Neutrum musielis´my musielis´cie musiali andere Genera musia!ys´my musia!ys´cie musia!y . Person 2. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Person 2. Person 3. Person 2. Person 3. Person 3. Person Futur Singular Maskulin 1. Person 3. Person 3. Person 3. Person musimy musicie musza± andere Genera musimy musicie musza± musze± musisz musi Feminin musze± musisz musi musi Neutrum Präteritum Singular Maskulin 1.306 6. Person musia!em musia!es´ musia! Feminin musia!am musia!as´ musia!a musia!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1. Auxiliare 314 musiec´ Präsens Singular Maskulin 1. Person 2.

die mit zacza±c´ synonym sind: ja±c´ und pocza±c´ + Verb im Infinitiv.’ Daneben können die Auxiliare byc´ und miec´ auch in Verbindung mit einem deverbalen Substantiv im Genitiv plus Präposition do Möglichkeit und Notwendigkeit ausdrücken.6.’ • kon´czyc´/skon´czyc´ oder zakon´czyc´ ‚beenden’ (als Auxiliar mit Infinitiv oder als Vollverb mit Akkusativobjekt) Rzemies´lnicy skon´czyli tynkowac´ dom/tynkowanie domu.’ – Piotr zacza±! prace±. ‚Die Sache ist zu erledigen. Diese Konstruktion ist stark phraseologisch gebunden. Mam cos´ do za!atwienia. ‚Das musste man machen. = Piotr zas´piewa!. ‚Piotr hat die Arbeit begonnen. sondern Vollverben vor.’ • Futur: Trzeba be±dzie to zrobic´.’ • Präteritum: Trzeba by!o to zrobic´. • zacza±c´/zaczynac´ ‚beginnen’ (als Auxiliar mit Infinitiv oder als Vollverb mit Akkusativobjekt) Piotr zacza±! pracowac´.’ Die meisten Phasenauxiliare haben syntaktische Homonyme. ‚Das müsste man machen. In diesem Falle liegen keine Auxiliare. 316 . ‚Ich habe etwas zu erledigen.’ 315 6. ‚Die Handwerker haben aufgehört zu arbeiten. Die gleiche Bedeutung kann auch mit einem Präfix ausgedrückt werden. Piotr zacza±! s´piewac´. ‚Die Handwerker haben das Haus fertig verputzt.h.’ • Konjunktiv: Trzeba by to by!o zrobic´. juristische Fachsprache).’ Weitere Vollverben.’ • przestac´/przestawac´ ‚aufhören’ (nur mit Infinitiv) Rzemies´lnicy przestali pracowac´. Phasenauxiliare 307 moz˙na und trzeba bilden folgende Tempus-Modusformen: • Präsens: Trzeba to zrobic´. sondern einem deverbalen Substantiv stehen. ‚Piotr begann zu singen. wszcza±c´ + Substantiv (veraltet. ‚Das muss man machen. die nicht mit einem infinitivischen Verb.5. ‚Piotr hat begonnen zu arbeiten.5. nur mit bestimmten Verben erlaubt. Phasenauxiliare Phasenauxiliare (wyrazy posi!kowe fazowe) bezeichnen den Beginn oder das Ende von aktionalen Situationen. d. ‚Das wird man machen müssen.’ Ta sprawa jest do za!atwienia.

können. Standard Klaus braucht nicht zu kommen. sie zählen prinzipiell nicht zu den Autosemantika. Diese Ausführungen stellen innerhalb der vorliegenden Grammatik eine Ausnahme dar. Da ihre Bedeutungen und Verwendungen ausgesprochen komplex sind und sich erhebliche Unterschiede zum Polnischen ergeben. Die Klasse der Modalverben umfasst folgende acht Verben: (nicht) brauchen. er läuft • sie verbinden sich mit einem Infinitiv ohne zu: er will arbeiten vs. wollen Diese extrem häufig auftretenden Wörter zeichnen sich durch drei Merkmale aus: • modale Semantik: Ausdruck der Möglichkeit. d. er beabsichtigt zu arbeiten Einen Sonderfall stellt das Verb (nicht) brauchen dar. möchten. müssen.308 6. Notwendigkeit und des Wollens • spezifische Flexion: er kann. Notwendigkeiten oder des Wollens ausdrücken. Die Studenten müssen an den Übungen teilnehmen. Gebot oder Verbot bedingen eine Handlung Im Flur darf man nicht spielen. – Drzwi sa± zamknie±te. – List musia! nie dojs´c´. sondern zu den Synsemantika. mögen. dürfen. indem sie verschiedene Arten von Möglichkeiten. In den konkreten Bedeutungen werden Möglichkeit und Notwendigkeit mit weiteren semantischen Komponenten angereichert. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 317 (odpowiedniki niemieckich czasowniko´w modalnych) Im Deutschen bilden die sogenannten Modalverben eine geschlossene Klasse. Umgangssprache: Klaus brauch nicht kommen. er will vs. saloppen Umgangssprache aufweist. Die Modalverben treten mit einem infinitivischen Verb auf und fungieren als grammatisches Wort in erweiterten Wortformen. was zu drei grundlegenden Modalitätstypen führt: • dynamische Modalität (modalnos´c´ dynamiczna): objektive Bedingungen ermöglichen oder erzwingen eine Handlung Die Tür ist zu. Auxiliare 6. deshalb müssen wir den Hausmeister rufen. dlatego musimy zawo!ac´ dozorce±.h. – Morderca± mo´g! byc´ Kowalski. • deontische Modalität (modalnos´c´ deontyczna): Erlaubnis. Der Brief muss nicht angekommen sein. Die Modalverben sind semantisch miteinander verbunden. • epistemische Modalität (modalnos´c´ epistemiczna): die Handlung wird bewertet im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihrer Realisierung Kowalski könnte der Mörder gewesen sein. werden sie in diesem Abschnitt ausnahmsweise kontrastiv deutsch ! polnisch beschrieben. sollen. – Studenci musza± brac´ udzia! w c´wiczeniach. da es die genannten Merkmale nur in der schnell gesprochenen. – Nie wolno grac´ na korytarzu.6. er arbeitet. Aus diesem Grunde werden sie trotz ihrer typisch ver- .

einige Modalverben erlauben nämlich die Verbindung mit einem Objektsatz oder einem substantivischen Objekt. Es wird anstelle von müssen in verneinten Sätzen benutzt. Die polnischen Modalauxiliare haben weder eigene Formen noch eine spezifische Syntax. – Man kann hineingehen. dürfen – wolno/mo´c/moz˙na dürfen 1: Mit dem deontischen Modalverb dürfen wird eine Erlaubnis ausgedrückt. Moz˙emy wejs´c´. Anders als im Deutschen gibt es nicht nur persönliche. Dem entsprechen im Polnischen ebenfalls mo´c. Neben den Modalitätstypen ‚dynamisch’. – Przy gora±czce nie moz˙na pic´ alkoholu. oder das spezifischere wolno.U. 6. (nicht) brauchen – nie musiec´/nie potrzebowac´ Brauchen nimmt unter den deutschen Modalverben eine Sonderstellung ein. moz˙na. das u. dass sie sich in der Regel mit allen Typen von Verben verbinden können. 6. – Nie musisz przychodzic´ jutro. Im Polnischen steht entweder das allgemein eine Möglichkeit ausdrückende mo´c bzw. Modalverben zeichnen sich durch eine ausgespochene Polyfunktionalität aus. z˙ebys´ jutro przyszed!. Moz˙na wejs´c´.6. dass du morgen kommst./Nie potrzebujesz przychodzic´.2. Ihr grammatischer Charakter bedingt. sondern auch unpersönliche Modalauxiliare. In der direkten Anrede in Form einer Frage bittet der Sprecher auf sehr höfliche Weise um eine Erlaubnis. in diesem Falle liegt ein Vollverb vor. – Nie wolno ci pic´ wo´dki.6. Bei Fieber darf man keinen Alkohol trinken. ‚deontisch’ und ‚epistemisch’ können einige von ihnen Bedeutungen aus anderen funktionalsemantischen Feldern wie Temporalität und Konditionalität ausdrücken. Darüber hinaus finden sich funktionale Alternationen. Ich mag keine Hunde.6. vs. die den Wortartstatus der Modalverben ändern. Wir übersetzen mit nie musiec´ oder mit nie potrzebowac´. Du darfst keinen Wodka trinken. Du brauchst morgen nicht zu kommen. eine nichtmodale Bedeutung hat: Ich will. – Nie lubie± pso´w. Darf ich Sie um Feuer bitten? – Czy moge˛/moz˙na/wolno prosic´ o ogien´? 319 318 . – Nie moz˙esz pic´ wo´dki.6.1. moz˙na oder wolno. – Wir können hineingehen. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 309 balen Morphologie nicht zur Wortart der Verben gezählt: sie sind Auxiliare. da es nur in seiner verneinten Form als ein solches anzusehen ist und sich auch formal anders verhält. – Chce±.

eine mögliche Paraphrase ist ‚ich halte es für möglich. Die Wahrscheinlichkeit. eine bestimmte Handlung einmalig auszuführen. zapewne. Er konnte die Aufgabe nicht lösen./Chyba/pewno/przypuszczalnie/prawdopodobnie poszed! do domu. Er könnte nach Hause gegangen sein. . – Nie moge± nic na to poradzic´. Im Polnischen haben wir mo´c. Es kann sich um objektive Bedingungen oder um eine Erlaubnis handeln. – Nie potrafi! rozwia˛zac´ zadania. dass dies oder jenes geschehen ist. musiec´ und die Modalpartikeln chyba.310 6. – Przypuszczam. kann als 50 zu 50 angesehen werden. mit Sicherheit anzunehmen. Mit ihm wird der Handlungsträger ausgeblendet.3. – Podro´z˙ny moz˙e zabrac´ do samolotu 20 kg bagaz˙u. gebrauchen wir auch das Verb potrafic´ ‚in der Lage sein’. – Umiem p!ywac´. Er dürfte gleich kommen. deren Sicherheitsgrad dem konditionalen Gebrauch von müssen entspricht: der Sprecher ist aufgrund bestimmter Indizien veranlasst. z˙e poszed! do domu. – Mo´g! po´js´c´ do domu. – Powinien zaraz przyjs´c´. die Partikel moz˙e oder explizite Mittel wie przypuszczam. na pewno. 6. – Przypuszczam. – Rzeczywis´cie moz˙na na nim polegac´. – Moz˙na zabrac´ do samolotu 20 kg bagaz˙u.6. Die Passagiere können 20 kg Gepäck ins Flugzeug nehmen. Als Äquivalente fungieren powinien. Auxiliare dürfte 2: Der epistemische Gebrauch ist nur im Konjuktiv II möglich und bringt eine Vermutung zum Ausdruck. dass’. Da das Polnische kein spezielles Modalverb für diese Funktion zur Verfügung hat. Die gleiche semantische Funktion hat das unpersönliche Auxiliar moz˙na. Ich kann schwimmen. dass die Handlung real ist. Sprechen wir jedoch von dem Vermögen. Ich kann da auch mit keinem Rat helfen. können 2: Die epistemische Verwendung – oft im Konjunktiv II – ähnelt derjenigen des Modalverbs mögen. Besteht die Möglichkeit zur Handlungsausführung aus einer auf Handlungswissen beruhenden Fähigkeit. sind also keine Übersetzungsäquivalente von dürfte 2. Er dürfte nach Hause gegangen sein. steht im Polnischen umiec´. z˙e poszed! do domu. Man kann sich wirklich auf ihn verlassen. Gewöhnlich tritt das Verb mo´c auf. können – mo´c/moz˙na 320 können 1 drückt ganz allgemein eine Möglichkeit zur Ausführung der Handlung aus. Weder wolno noch moz˙na können epistemisch verwendet werden. – Moz˙e poszed! do domu. Man kann 20 Kg Gepäck ins Flugzeug nehmen. treten verschiedene Umschreibungen auf.

– Wola!bym raczej pojechac´ do Polski. kann im Polnischen ausnahmsweise das Futur stehen: Möchtest du einen Tee? – Napijesz sie± herbaty? Wenn wir etwas vergleichen. moz˙liwe. – Lubie˛ jez´dzic´ pocia˛giem.) ist ein Ausdruck des Wollens. im Polnischen steht mo´c. Im Unterschied zu mögen haben wir es nicht mit einer allgemeinen Vorliebe für etwas zu tun. 6. – Mo´g! miec´ 50 lat.6. mögen 4 benutzen wir. Dieser ist jedoch höflich abgemildert. – Moz˙e jest chory.6.5. In Fragesätzen. mögen 2: Das Modalverb mögen kann auch eine subjektive Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Realisierung audrücken. Er mochte 50 Jahre alt sein.6. moz˙e. Man bat ihn. eine mögliche Paraphrase ist ‚gerne haben’.4. im Polnischen: lubic´. z˙eby zdja±! buty. Diese als ‚obwohl’ zu paraphrasierende Bedeutung ist ebenfalls nur in bestimmten syntaktischen Kontexten möglich.. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 311 6. Ich mag keine Hunde. was in einem bestimmten Kontext normalerweise immer eintritt. – Moz˙liwe.. . Ich mag Zugfahren. Diese Bedeutung ist nicht modal. sondern mit einem ganz konkreten Wunsch. in diesem Falle ist es synonym zu können 2. wenn etwas nicht eintritt. Er mag krank sein. Übersetzungsäquivalent: Er mag vieles versprechen – er wird doch nichts zustande bringen.6. mögen – lubic´/mo´c mögen 1: Der Handelnde hat eine positive Einstellung zur Ausführung der Handlung oder zu einem Gegenstand. mögen 3 tritt vor allem in abhängigen Sätzen auf. sondern nur durch die Konjunktion z˙eby. In dieser Verwendung tritt im Polnischen die Konditionalform von chciec´ auf: chcia!bym. indem wir eine einmalige Handlung ‚lieber’ als eine andere ausführen ‚möchten’. Im Polnischen wird dies meist nicht durch ein eigenes Verb ausgedrückt. 322 321 . möchten – chcia!by/wolec´ Möchten (dieses Infinit-Konstrukt steht für das Paradigma möchte. die von einem Verb des Aufforderns regiert werden. möchtest. gebrauchen wir das Verb wolec´. – Poproszono go. niczego nie dotrzymuje. – Nie lubie± pso´w. – Mimo z˙e tak duz˙o obiecuje. er möge doch seine Schuhe ausziehen. z˙e jest chory. Ich möchte lieber nach Polen fahren. die als Angebot verstanden werden.

sind nalez˙y und das seltene wypada vor allem in der Schriftsprache vertreten. Er muss gleich zurückkommen. zu sagen ‚Ich soll. Sie muss ihn nicht gesehen haben. In diesem Falle verfährt das Polnische explizit (s. Es spielt im Gegensatz zur Modalität des Sollens keine Rolle. Auxiliare 6. Wir haben es mit einem unumstößlichen Zwang zu tun. – Powinien zaraz wro´cic´. ob der Ausführende will oder nicht. – Das Urteil ist gefällt.7. – Musia!a go nie widziec´. müssen – musiec´/trzeba 323 müssen 1 drückt eine strikte Notwendigkeit aus. Dabei steht dem Handelnden immer noch offen. – Diesen Ausdruck muss man zu den Numeralia zählen. Wyrok zapad!. man muss sich mit den Fakten arrangieren. Er müsste nach Hause gegangen sein. zapewne auf. dass jemand will. – Dzisiaj Maria musi zostac´ w domu. trzeba sie± pogodzic´ z faktami.6. – Przypuszczam. An der versprachlichten Situation Peter soll kommen sind drei Instanzen beteiligt: ‚Jemand äußert. nalez˙y und wypada. aber ich kann nicht oder ich will nicht. – Chyba/pewno/przypuszczalnie/prawdopodobnie poszed! do domu. dass der Sprecher aufgrund bestimmter Indizien zu bestimmten Schlussfolgerungen gekommen ist (starke Vermutung).312 6. musiec´ und die Modalpartikeln na pewno. miec´ bringt hier – ohne die Be- . Als Äquivalente treten powinien. das direkte Äquivalent ist musiec´: Maria muss heute zu Hause bleiben.’ Ten wyraz nalez˙y/wypada zaliczyc´ do liczebniko´w. Tritt das epistemische Modalverb müssen im Konjunktiv II auf. Meine Mutter wurde krank und ich musste einen Arzt suchen.’ Es geht in der Regel um die Übertragung eines fremden Wollens auf den Handlungsausführenden. dass Peter kommt. liegt eine Vermutung mit einem geringeren Grad an Überzeugtheit vor. sollen – miec´/powinien 324 sollen 1 drückt eine im Vergleich zu müssen abgeschwächte Verpflichtung aus. In ihnen bleibt die ausführende Person unausgedrückt. 6. – Na pewno go nie widzia!a. z˙e poszed! do domu. 319). müssen 2: In seiner epistemischen Verwendung signalisiert dieses Modalverb.’ Bei der Wiedergabe von sollen 1 tritt im Polnischen die Form miec´#+#Infinitiv auf.6. – Matka mi zachorowa!a i musia!em szukac´ lekarza. Während trzeba stilistisch unmarkiert ist.6. musiec´ steht auch bei der Missbilligung von Handlungen wie in: Sie müssen aber auch immer widersprechen! – Pan(i) zawsze musi sie± sprzeczac´! Außerdem gibt es die unpersönlichen Modalverben trzeba.

im Polnischen miec´. – Lekarz mo´wi. dann …’. bevor er gesund wurde.6. polnisch miec´. das auch der Sprecher mitträgt. bleiben wir zu Hause. Wie soll ich das denn machen? – Ale jak mam to zrobic´? sollte 2: In der Konjunktivform mit präsentischem Charakter sollte (Du solltest endlich zum Arzt gehen) kann eine besondere Bedeutung auftreten. dass es eine Äußerung wie Ich will. sollen 6 zum Ausdruck des Hörensagens. sondern powinien. – " ia! jeszcze wiele przecierpiec´. Auch hier handelt es sich um eine abgeschwächte Verpflichtung. Sollte es regnen. Keiner sollte etwas von diesen Dingen wissen. was er gerade erzählt. bringt es zum Ausdruck. jedoch unabhängig von jeglichen Äußerungen Anderer. to zostaniemy w domu. z˙e masz uprawiac´ sport. zanim wyzdrowia!. – Gdyby mia!o padac´. müsste ich meine Frau anrufen. dass der Sprecher mit Hilfe von sollen markiert. sollte 4 ist nicht modal. sollte 5 steht für den Ausdruck der Konditionalität. Der Arzt sagt. Das Programm soll die Buchhaltung erleichtern. – Gdyby posiedzenie trwa!o/mia!o trwac´ d!uz˙ej. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 313 teiligung des Sprechers zu markieren – zum Ausdruck. vs. – O tych sprawach nie powinien nikt wiedziec´. also nicht selbst erlebt hat. – Powinienes´ po´js´c´ do lekarza.6. diese an die epistemische Modalität angrenzende Bedeutung besteht darin. die sollen 1 recht ähnlich ist. Du solltest endlich zum Arzt gehen. vom Hörensagen weiß. bleiben wir zu Hause. podobno bzw. Sowohl im Deutschen als auch im Polnischen ist diese halbgrammatische Tempus-AspektKonstruktion selten. In diesem Falle steht im Polnischen nicht miec´. In einem Konditionalsatz verwendet. beide oder mo´wia±. Im Polnischen steht meist gdyby + mia!. sollen 3 als Daseinszweck eines in der Regel von Menschenhand hergestellten Gegenstandes. – Ten program ma u!atwic´ ksie±gowanie. musia!bym zadzwonic´ do z˙ony. Sollte die Sitzung länger dauern. Es geht um eine Art von Verhaltensgebot. dass er das. sondern drückt Nachzeitigkeit in der Vergangenheit aus. Wenn es regnet. dass der Sprecher die Realisierung der genannten Bedingung für eher unwahrscheinlich hält im Sinne ‚sollte wider Erwarten p eintreten. . Im Polnischen stehen miec´. – Jes´li spadnie deszcz. man findet sie hauptsächlich in literarischen Texten. to zostaniemy w domu. dass Peter kommt gegeben hat oder geben wird. Er sollte noch viel leiden. du sollst Sport treiben.

wollen 3. Das Gesagte wird als Zitat der handelnden Person gekennzeichnet. – Oskarz˙ony utrzymuje/twierdzi. chyba. chciec´ kann so nicht gebraucht werden. Du darfst keinen Wodka trinken.6. Er dürfte gleich kommen. In diesen Fällen steht im Polnischen z˙eby + Konditional oder z˙eby + mia!. Ich will in Polen studieren. (nie) potrzebowac´ wolno/mo´c/moz˙na powinien. polnisch chciec´. – Podobno ma byc´ bogata. die jedoch nicht einsetzt (selten). 6.9. prawdopodobnie mo´c. z˙eby sie± zatrzyma!. er solle stehen bleiben. umiec´. Auxiliare Sie soll reich sein. Im Polnischen verwenden wir chciec´. Das Auto will nicht anspringen. (nie) musiec´. Der Polizist sagte. . moz˙na.314 6. – Ma byc´ bogata. z˙e jest bogata.6. – Policjant powiedzia! mu. 6. Dieses Modalverb bringt wie möchten eine innere Einstellung des Handelnden zum Ausdruck. dass diese nicht glaubwürdig ist: Der Angeklagte will zur Tatzeit in der Bar gewesen sein. Im Polnischen verwenden wir explizite Verben des Behauptens. – Samocho´d nie chce zapalic´. – Mo´wia±. Der Angeklagte will gestern in der Bar gewesen sein. Übersichtstabelle zu den wichtigsten Äquivalenten 326 deutsches Modalverb (nicht) brauchen dürfen 1 dürfte 2 Beispiele polnische Äquivalente Du brauchst nicht zu kommen. potrafic´ können 1 Wir können 20 kg Gepäck mitnehmen. – Podobno jest bogata. woraus man in der Regel ableitet. wollen 2. pewno przypuszczalnie.8. z˙e by! wczoraj w barze. Im Gegensatz zu möchten ist der Wunsch zur Durchführung der Handlung zu einem Entschluss geworden. wollen – chciec´ 325 wollen 1. – Chce˛ studiowac´ w Polsce. Der Handlungsträger steht unmittelbar vor der Handlung. sollen 7 steht in abhängigen Sätzen nach Verben des Aufforderns.

Er sollte noch viel leiden. Das Programm soll die Buchhaltung erleichtern. Sollte es regnen. be˛dziesz. Ich möchte einen Hund kaufen. Er mag vieles versprechen. trzeba. twierdzic´ chciec´ . przypuszczalnie. Der Brief muss nicht angekommen sein. Maria will im Kino gewesen sein. podobno. z˙e miec´ powinien miec´ miec´ gdyby mia! miec´. Ich will in Polen studieren. er möge doch seine Schuhe ausziehen. Sie soll reich sein. mo´wia± z˙eby sollen 1 sollte 2 sollen 3 sollte 4 sollte 5 sollen 6 sollen 7 Du sollst mehr Sport treiben. bleiben wir zu Hause. wolec´ lubic´ mo´c. er solle stehen bleiben. wollen 1 wollen 2 wollen 3 chciec´ utrzymywac´. moz˙e möchten mögen 1 mögen 2 mögen 3 mögen 4 chcia!by. Er mochte 50 Jahre alt sein. pewno. moz˙liwe z˙eby +Konjunktiv mimo z˙e müssen 1 müssen 2 musiec´. Das Auto will nicht anspringen. mo´c. Man bat ihn. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 315 können 2 Er könnte nach Hause gegangen sein. prawdopodob-nie. przypuszczam. nalez˙y musiec´. bis er gesund wurde. powinien. Du solltest mehr Sport treiben. Ich mag keine Hunde. er wird doch nichts halten. moz˙e.6. Wir müssen einen Arzt holen. wypada. Der Polizist sagte.6. chyba. zapewne.

] arbeiten’ Neben eindeutigen Derivationen mit neuer lexikalischer Bedeutung (is´c´ ‚gehen’ > wyjs´c´ ‚hinausgehen’) oder rein grammatischer Veränderung unter Beibehaltung der lexikalischen Bedeutung (witac´ – powitac´ ‚begrüßen’. desubstantivische Derivation). sie können sich aber auch nur in der grammatischen Funktion unterscheiden. Desubstantivische und deadjektivische Derivate besitzen immer eine andere lexikalische Bedeutung. z. Die deverbalen Derivate dagegen können eine andere lexikalische Bedeutung haben. .7. Wortbildung der Verben (s!owotwórstwo czasowników) 7.a. als die sie motivierenden Wörter. lexikalische (powszechny (pisac´ ‚schreiben’ >) ‚allgemein’ >) podpisa´c ‚unterupowszechnic´ schreiben’ ‚verbreiten’ (is´c´ ‚gehen’ >) wyjs´c´ ‚hinausgehen’ (biegac´ ‚laufen’ >) wybiegac´ sie˛ ‚sich müde laufen’ desubstantivische (film ‚Film’>) filmowac´ ‚filmen’ deverbale grammatische (podpisac´-) podpisywac´ ‚unterschreiben’ (wyjs´c´-) wychodzic´ ‚hinausgehen’ (upowszechnic´ –) upowszechniac´ ‚verbreiten’ (filmowac´ –) sfilmowac ‚filmen’ (witac´ –) powitac´ ‚begrüßen’ (pracowac´ –) popracowac´ [12 godzin] ‚[12 Std.] arbeiten’. Verb-Derivate deadjektivische u.1. teilweise auch von Adjektiven oder Substantiven (deadjektivische. Verben 7.1. dass die Grenze zwischen lexikalischen und grammatischen Derivaten je nach Theorie verschiedenen angesetzt wird.B. popracowac´ [12 godzin] ‚[12 Std. Es ist klar. Derivation von Verben 327 Verben sind meist von anderen Verben abgeleitet (deverbale Derivation).1. wyjs´c´ – wychodzic´ ‚hinausgehen’) gibt es auch eine Reihe von Derivat-Typen. die als Übergangsfälle zwischen lexikalischer und grammatischer Derivation anzusehen sind.

Ein Verb kann die Basis für sehr viele lexikalische und grammatische Derivate sein. z. bildet also eine neue Vokabel. das obige Beispiel ist ein Ausschnitt aus der Wortfamilie mit dem Basiswort gotowac´. Die Verteilung von lexikalischer und grammatischer Derivation ist je nach Art der Derivation verschieden: Die Suffigierung ist praktisch immer grammatisch. die Kombination Präfigierung + sie˛ ist nur lexikalisch. – ugotowac´. gotowac´ 1. – zagotowac´ – zagotowywac´. ergibt sich die Tatsache. Von einem grammatischen Derivat kann in einer Reihe von Fällen ein weiteres grammatisches Derivat abgeleitet sein (vgl. die Derivate mit gleicher lexikalischer Bedeutung) bilden ein Verballexem der VerbVokabel. Grammatische Derivate sind die von lexikalischen Derivaten oder von nicht derivierten Verben (d. In der Tabelle oben bilden die Derivate ein Kontinuum von lexikalischen (links) zu grammatischen Derivaten. ‚zum Kochen bringen’ – zagotowac´ (– zagotowywac´) gotowac´ 3. ‚bringen. rozgotowac´. Zu lexikalischen Derivaten" werden meist Aspektpartner gebildet.1. > zagotowac´ > zagotowywac´).–3. > rozgotowac´ ‚zerkochen’.: gotowac´ 1. im Beispiel unten gotowac´ 2. zgotowac´. Ein Verb mit seinen Aspektpartnern gehört zu ein und derselben Verb-Vokabel. Sie bilden eine Wortfamilie (auch: ‚Wortnest’). von Simplizia) abgeleiteten Aspektpartner. > wygotowac´ ‚aus-. Ein Verb und seine lexikalischen Derivate sind verschiedene Verb-Vokabeln. wobei die mit lokaler Präfix-Funktion am ausgeprägtesten lexikalisch sind.7. Bedeutung abgeleitet. die Präfigierung kann lexikalisch oder grammatisch sein. auch für mehrere grammatische Derivate. wygotowac´.: gotowac´ 1. Da ein großer Teil der Präfixe neben den mehr oder weniger grammatischen Funktionen auch eine räumliche sowie andere Funktion haben kann. ist rozgotowac´ von gotowac´ in der 1. ‚kochen’ – ugotowac´ gotowac´ 2. bescheren’ (übertragene Bedeutung) – zgotowac´ • lexikalische Derivate zu gotowac´ 1.B. zagotowac´. abkochen’. z. Wortbildung der Verben 317 In dieser Grammatik werden periphere Aspektpartner als eher grammatische Derivate unterschieden von lexikalischen Derivaten. gotowac´ 1. sowie die Aspektpartner ugotowac´. > zagotowac´ 2. Zur Vokabel gotowac´ gehören die Bedeutungen gotowac´ 1.B. Ein Verb in einer bestimmten Bedeutung und sein(e) Aspektpartner (das Derivat bzw.h. ‚einkochen’. Auf der grammatischen Seite stehen den peripheren Aspektpartnern die Standardpartner gegenüber. zagotowywac´. Vokabeln sind von einem motivierenden Wort meist in einer bestimmten Bedeutung abgeleitet. wie gotowac´. 328 . oder: gotowac´ 2. Beispiel gotowac´: • Aspektpartner (grammatische Derivate): gotowac´ 1.

wird jeweils der oder einer der üblichen Aktionsarttermini angeführt. Zwei Traditionslinien sind besonders weit voneinander entfernt: Als funktionale Kategorie wurden die Aktionsarten von der indogermanistischen Lehre vom Verb begründet. als auch eine grammatische aspektuelle Funktion haben kann. Um Entsprechungen mit früheren Beschreibungen erkennen zu lassen. napisac´´ ‚schreiben’). Entsprechend einer lange verbreiteten Ansicht wurden neben – genaugenommen zwischen – dem grammatischen Aspekt und der lexikalischen Derivation so genannte Aktionsarten angenommen (rodzaj czynnos´ci). funktional orientierte Darstellung führt dazu. Dies betrifft vor allem präfigierte Derivate wie napisac´ (pf. . Sie wurden meist als Gruppen von Derivaten mit bestimmten. aber auch keine relativ regelmäßigen Ableitungen wie die durch Suffigierung mit {-wa-. Sie sind keine lexikalischen Derivate wie narzucic´ ‚werfen auf’ oder zajechac´ ‚ankommen’). zu pisac´´ ‚schreiben’) oder zaproponowac´ (pf. -a-} abgeleiteten ‚Verbformen’. Entsprechend den notwendigen Differenzierungen der Ebenen entspricht diesem Begriff das. Andere Typen von Aktionsart-Verben. die auf irgendeine Weise zwischen diesen Polen angesiedelt sind. was hier als Lexikalische Aktionale Funktion und als aspektuelle Satzfunktionen bezeichnet wird. vgl. vgl. Als formal-funktionale Kategorie wurde sie in der strukturalistischen Slavistik. nicht lokalen Bedeutungen bestimmt. teilweise auch als Derivate ohne eigenen Aspektpartner. zu proponowac´ ‚anbieten’). In diesem Sinne wird der Begriff der Aktionsart vor allem dann gebraucht. werden hier zu den normalen oder auch zu den mehr oder weniger peripheren grammatischen Aspektpartnern gezählt (‚grammatische Aktionsarten’. welche Derivate als Aspektpartner zu gelten haben. gehen die Meinungen auseinander. ausgehend von einer Arbeit zu den polnischen ‚Aktionsarten’ (Agrell 1908) verbreitet. Es gibt dann beträchtliche Probleme mit den Verben. Aspektpartner sind bei dieser Konzeption nur die durch Suffigierung mit {-wa-. Diese Konzeption ist in der Polonistik nicht heimisch geworden. wenn man eine scharfe Grenze ziehen will zwischen einem als Flexion verstandenen Aspekt und lexikalischen Derivaten. -a}. nakupic´ ‚(ein)kaufen’). Verben dass ein Präfix sowohl eine lexikalische lokale und lexikalische nicht lokale.318 7. dass einige Typen von Aktionsart-Verben bei den lexikalischen Derivaten beschrieben werden (‚lexikalische Aktionsarten’. zu na-: – lokale Bedeutung: na-rzucic´ (cos´ na cos´) ‚etwas auf etwas werfen’ – nicht lokale Bedeutung (so genannte kumulative Aktionsart’): na-kupic´ (> nakupowac´ [prezento´w]) ‚eine Menge [Geschenke zusammen-]kaufen’ – grammatische Funktion na-pisac´ pf. vor allem die ‚resultativen’. In der angelsächsischen Literatur wird der Terminus ‚Aktionsart’ vor allem in diesem Sinne verstanden. ‚schreiben’ (so genannte resultative Aktionsart) 329 Darüber. Vgl. Die hier bevorzugte. Daneben gibt es weitere ganz andere Definitionen des Terminus ‚Aktionsart’.

s. Durch die Präfigierung wird meistens die Bedeutung des motivierenden Verbs nur modifiziert.) gleichkommen’ 330 . z.B. Die Grenze zwischen lexikalischer und grammatischer Derivation wird im Abschnitt über den Aspekt durch eine operationalisierende Definition des Aspektpartners gesetzt. dokupic´ ‚hinzukaufen’. do• die betreffende Handlung erreicht eine räumliche oder zeitliche Grenze: dobiec ‚beim Laufen das Ziel erreichen’. das als Aktionsart-Präfix gilt. wird hier nicht aufgeführt.B. 7. vollschütten’ • etwas auf etwas anwenden. doro´wnac´ ‚(jdm. auch jetzt noch vor sich gehenden Grammatikalisierungprozesses ist. passend zusammenstellen’. Schließlich kompliziert sich das Bild dadurch. Außerdem gibt es für die einzelnen Verben eine beträchtliche Zahl von Präfixen mit verschiedener Bedeutung (die unten meist nicht aufgeführt werden können). auf das hier nicht jeweils verwiesen wird. Die Funktionen der Präfixe können daher nicht vollständig aufgeführt werden. Eingehendere Informationen zum Aspekt sind im entsprechenden Kapitel zu finden. dass die grammatische Aspekt-Derivation das Ergebnis eines längerdauernden. Verb. Auch mit der lexikalischen Präfigierung entsteht ein pf. doczytac´ ‚zu Ende lesen’. dosypac´´ ‚hinzu-. weil die Präfixe stark polysem und allgemeine Bedeutungen oft schwer zu fassen sind. Wortbildung der Verben 319 Die Existenz dieser Zwischen-Typen deverbaler Derivate ist ein Reflex der Tatsache. Aspektpartner wird durch Suffigierung davon abgeleitet. gar kochen’. Das Präfix po-. wie erwähnt. die ein Präfix neben seiner lexikalischen Funktion haben kann. ‚Ende’) in entsprechenden Kontexten reine Aspektfunktion sein kann.1.1.u. dolac´ ‚(zu)gießen’. dogotowac´´ ‚zu Ende. Sein ipf.7. an etwas anpassen: dopasowac´ ‚anpassen. dostroic´ ‚(ab)stimmen’. Im Verlaufe dieses Prozesses verlieren Präfixe mit ursprünglich lokaler Bedeutung bei bestimmten Verben diese konkrete Semantik und werden zu Derivaten mit verschiedenen Graden der Grammatikalisiertheit. mithilfe der meisten Präfixe auch Aspektpartner abgeleitet werden können. dieses ist hier angegeben. Diese grammatische Aspektfunktion. dass. obwohl ihre spezifische Funktion (‚Anfang’. komplementär ausgeführt. Auch die Verben mit ingressiver und egressiver Funktion wurden als Aktionsart-Verben angesehen.) Verben wie mo´´wic´ ‚sich (mit jemandem) unterhalten’ genutzt (> pomo´wic´ ). doz˙yc´ ‚etwas (noch) erleben’ • die betreffende Handlung wird bis zu Ende geführt.2 Wichtige lexikalische Präfixe und deren Funktionen Die Wortbildung der Verben beruht vor allem auf der Präfigierung und trifft insofern auf eine Reihe von Schwierigkeiten. dojechac´ ‚beim Fahren oder Reiten ans Ziel kommen’. dopic´ ‚leer trinken’ • die betreffende Handlung wird zusätzlich. Teilweise ergeben sich aber auch nicht oder schwer rekonstruierbare Bedeutungen. z. wird inzwischen für die Bildung von Aspektpartnern auch zu (atelischen.

z. z.B. genaue Regeln über die Anwendung der Varianten gibt es nicht. obcia˛c´ ‚ab-.B. . obe. berauben’. einer dünnen Eisschicht bedecken’. osuna±c´ ‚ab. z. z. nadpic´ ‚ein wenig abtrinken’. nazbierac´ ‚viel sammeln’. nadp!yna˛c´ ‚heranschwimmen’. nadgnic´ ‚anfaulen’ o-/ob(e)• mit der betreffenden Handlung etwas von verschiedenen Seiten umgeben.auch in der gleichen Position auf. Verben na• die betreffende Handlung wird in Richtung auf die Oberfläche eines Gegenstands ausgeführt.und ob(e). saturative Aktionsart): napracowac´ sie˛ ‚sich müde arbeiten. -geben’ • die betreffende Handlung anfangen. okleic´/obkleic´ ‚bekleben’. opic´ sie˛ ‚sich betrinken’. beschneiden’. opakowac´ ‚verpacken’.und ob. oberwac´ ‚abreißen. z. p. oborac´ ‚umpflügen’. (nieder)sinken’. belagern’ • sich nach unten bewegen. trocken werden’.B. ogrodzic´ ‚umzäunen’. o. naprodukowac´ ‚viel produzieren’ • die betreffende Handlung wird bis zur (Über-)Sättigung durchgeführt (sog.B.B. z. Manchmal entsprechen den beiden präfixalen Formen verschiedene Bedeutungen. oszukac´ ‚betrügen’ – obszukac´ ‚durchsuchen’. nadsypac´ ‚über das Maß. nakleic´ ‚aufkleben’. nadjechac´ ‚angefahren kommen’. opadac´ ‚fallen’ • etwas von etwas abtrennen. omawiac´ ‚erörtern’ – obmawiac´ ‚verleumden’. obostrzyc´ ‚verschärfen’. z. abarbeiten’. nadleciec´ ‚herangeflogen kommen’ • den betreffenden Bestand verringern oder vergrößeren. z. name˛czyc´ sie˛ ‚sich abplagen’ nad• sich räumlich (oder zeitlich) annähern.B. hinzuschütten’. nakres´lic´ ‚aufzeichnen’ • die betreffende Handlung wird intensiv durchgeführt.B.B. z. z. owina˛c´/obwina˛c´ ‚umwickeln’. nicht ganz durchbrechen’. abziehen. nadgryz´c´ ‚anbeißen. ob. z.B. nicht vor b. vor einigen Konsonanten oft. narwac´ ‚viel pflücken’. otoczyc´ ‚umgeben.B. z. ob!amac´ ‚abreißen’ • mit der betreffenden Handlung etwas im Übermaß tun’.B. nachodzic´ sie˛ ‚sich müde gehen’.320 7. pflücken’. obe-drzec´ ‚abreißen. nad!amac´ ‚an-. nad!oz˙ y c´ ‚hinzulegen. obmarzna˛c´ ‚sich mit Reif. -nagen’.treten nebeneinander in der gleichen Funktion. ob!upac´ ‚abschälen’.B.tritt vor einigen Konsonantenkombinationen auf. obe-schna˛c´ ‚abtrocknen.erscheint regelmäßig vor Vokalen.heruntersinken. z. ob!owic´ sie˛ ‚sich eine goldene Nase verdienen’ o.B.

B.B.B. pozmywac´ (talerze) ‚(Teller) abwaschen’. z. podbiec ‚heranlaufen’. nie von pf. vergelten’ • die betreffende Handlung erfolgreich zuende bringen. odjechac´ ‚wegfahren’. podprowadzic´ ‚heranführen’ . pobudzic´ ‚(mehrere Personen) aufwecken’. podmyc´ ‚unterhöhlen’ • die betreffende Bewegung wird von unten nach oben ausgeführt. z. pobolewac´ ‚kränkeln’. odcia˛c´ ‚abtrennen’. odratowac´ ‚(vor dem Tod) retten’. odgrzac´ ‚aufwärmen’ • die betreffende Handlung wird von einer anderen Person erwidert. pope˛kac´ (buty) ‚an mehreren Stellen platzen (Schuhe)’ • die betreffende Handlung wird mit geringem Intensitätsgrad wiederholt. pop!akiwac´ ‚wiederholt leise weinen’ Diese Derivate werden besonders von ipf. z. odk!onic´ sie˛ ‚Gruß erwidern’. podskoczyc´ ‚hochspringen’ • mit der betreffenden Bewegung nähert sich das Subjekt einem Ort. z. odcierpiec´ ‚verbüßen’ • die betreffende Handlung nach einem Vorbild ausführen. odp!yna˛c´ ‚fortschwimmen. odpisac´ ‚Brief beantworten’. odpruc´ ‚(Genähtes) (ab)trennen’. z.B. podkopac´ ‚untergraben’. z.B. Verben gebildet.B.B. odbudowac´ ‚wiederaufbauen. beantwortet. odpe˛dzic´ ‚wegjagen’ • ‚etwas entfernen’. podnies´c´ ‚hochklappen’. ablegen’.B. pouciekac´ ‚nacheinander weglaufen’. pod• die betreffende Handlung wird unterhalb eines Gegenstands ausgeführt. ods!onic´ ‚enthüllen’ odkryc´´ ‚ab-. odpisac´ ‚abschreiben’ po• die betreffende Handlung ist auf mehrere Beteiligte verteilt (sog. Po. Wortbildung der Verben 321 od(e)• ‚sich entfernen’.B. distributive Aktionsart).7. z. odkroic´ ‚abschneiden’. powybiegac´ ‚hinauslaufen (mehrere Personen)’. z. restaurieren’ odzyskac´´ ‚(zu)rückgewinnen’. odwapnic´ ‚entkalken’ • die betreffende Handlung wird wiederholt. podpisac´ ‚unterschreiben’.ist sonst vor allem ein grammatisches Aspektpräfix mit verschiedenenen Funktionen. z.B. Derivaten fast regelhaft. odp!acic´ ‚heimzahlen. podp!yna˛c´ ‚heranschwimmen’.1. z.B. z. häufig unter Rückführung in den ursprünglichen Zustand. odrysowac´ ‚abzeichnen’. aufdecken’.

B. przenies´c´ ‚irgendwohin tragen’. przed!oz˙yc´ ‚unterbreiten’.B.B.B. z. z. z. meist in veränderter Form durchgeführt. podsuszyc´ ‚ein wenig trocknen’.B. u. auch przy. pode-schna˛c´ ‚ein wenig trocken werden’. prze• die betreffende Handlung durchläuft einen bestimmten Abschnitt. przywie˛dna˛c´ ‚ein wenig welken’. przebudowac´ ‚umbauen’. prze!adowac´ ‚überladen’. przesadzic´ ‚umpflanzen’ • die betreffende Handlung wird erneut. przepic´ ‚vertrinken’ • das betreffende Denken oder Tun bezieht sich auf etwas Bevorstehendes. -reisen’ przeleciec´ ‚vorüberfliegen’ • mit der Handlung wird etwas durchgeteilt.in Kombination mit Suffix. z. durchdrungen. podpatrzyc´ ‚heimlich beobachten’. przewidziec´ ‚voraussehen’.B. z. przepisac´ ‚ab-.B. podleczyc´ ‚weitgehend gesund machen’. z.B. Verben • die betreffende Handlung erreicht nur teilweise das Ziel (sog. z. przejechac´ ‚durchfahren.B. z. przesuna˛c´ ‚verschieben’. z. przyszyc´ ‚annähen’ • die betreffende Handlung wird nur teilweise ausgeführt. umschreiben’ • die betreffende Handlung wird mit übermäßiger Intensität realisiert. przyprowadzic´ ‚herbeiführen’.B. z.B. przedrukowac´ ‚nachdrucken’. przyciemnic´ ‚ein wenig dunkler machen. przegrac´ ‚verlieren’. attenuative Aktionsart). pods!uchac´ ‚lauschen’ Beim Zusammentreffen einiger Konsonanten tritt das Präfix in der Variante pode. przedstawic´ ‚vorstellen’. przecia˛c´ ‚durchschneiden’.B. przybyc´ ‚eintreffen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas zu einer Ganzheit verbunden. przebic´ ‚durchschlagen’. przeczuc´ ‚vorausahnen’. verschwendet.) . przykleic´ ‚ankleben’. -nageln’. przes´wietlic´ ‚durchleuchten’ • mit der betreffenden Handlung werden Richtung oder Ort gewechselt. z. z. z. przy• die betreffende Handlung erreicht den Sprecher oder eine vorerwähnte Person als Ziel.B. przes!odzic´ ‚zu stark süßen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas verloren. z. przepowiedziec´ ‚voraussagen’ przed• Die betreffende Handlung wird jemandem gegenüber gemacht.B.auf. dämpfen’ (S. przybic´ ‚anschlagen. przebiec ‚durchlaufen’.322 7. poduczyc´ ‚einige Kenntnisse beibringen’ • die betreffende Handlung wird verborgen gehalten. przycichna˛c´ ‚ein wenig ruhiger werden’.

rozdac´ ‚ver-.B.7.B. rozkwitna˛c´ ‚aufblühen’ Bei der Kombination von Konsonanten tritt die Variante roze. wyjechac´ ‚hinaus-/herausfahren’. wleciec´ ‚hineinfliegen’. rozbiec sie˛ ‚auseinanderlaufen. roze-s´miac´ sie˛ ‚in Gelächer ausbrechen’.B. austeilen’. vgl. wbic´ ‚(etwas) einschlagen’. wepchna˛c´ ‚hineinstopfen’. rozkruszyc´ ‚zerbröckeln. rozlac´ ‚verschütten. z. ucia˛c´ ‚abschneiden’. Wortbildung der Verben 323 roz• die betreffende Handlung wird in verschiedene Richtungen ausgeführt. verbreiten’. wyrzucic´ ‚hinaus-/herauswerfen’ . z. z. auch übertragen: wliczyc´ ‚zählen zu’ • die betreffende Handlung wird intensiver oder ist intensiv. uprowadzic´ ‚wegführen’. z.auf. w• mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand in etwas hinein oder wird in etwas bewegt. roz!adowac´ ‚abladen’. wybiec ‚hinaus-/herauslaufen’. z. z. s.B. u• mit der betreffenden Handlung wird etwas entfernt. z.B. z. vergießen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas zerkleinert.B. wird etwas bewegt von innen nach außen. wy• mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand bzw.B. z.1. z. rozmys´lic´ sie˛ ‚sich es anders überlegen’ • mit der betreffenden Handlung werden Umfang oder Intensität von etwas vergrößert. zertrümmern’. roznies´c´ ‚umherreichen. wczytac´ sie˛ ‚sich einlesen’. rozmnoz˙yc´ ‚vermehren’. rozkupic´ ‚aufkaufen’ • mit der betreffenden Handlung wird die Wirkung einer anderen rückgängig gemacht. uko!ysac´ ‚in den Schlaf wiegen’. -beißen’ • mit der betreffenden Handlung wird der Bestand an etwas erschöpft. rozbudowac´ ‚ausbauen’.auf. sich zerstreuen’.B. rozgryz´c´ ‚zernagen.B.B. wp!yna"c´ ‚hineinschwimmen’. wpatrzyc´ sie˛ ‚anstarren’ Bei der Kombination von Konsonanten tritt die Variante we. zerstückelt. z.B. usuna˛c´ ‚entfernen’. wejs´c´ ‚hineingehen’. ujs´c´ ‚weggehen’ • mit der betreffenden Handlung wird ein gewünschtes Ziel erreicht. rozszerzyc´ ‚erweitern expandieren’ • mit der Handlung setzt ein Vorgang ein.

z. z. zagrodzic´ (komus´ przejs´cie) ‚jemandem den Weg versperren’ • mit dem betreffenden Vorgang wird etwas be-. zajs´c´ ‚ankommen. zsypac´ ‚zusammenschütten’.B. zeskoczyc´ ‚abspringen’. außer vor Vokalen und stimmhaften Konsonanten sowie s. z. zetrzec´ ‚abreiben’.B. mawiac´ ‚wiederholt sprechen’. czytywac´ ‚wiederholt lesen’. zabiec (komus´ droge˛) ‚jemandem den Weg versperren’.B. zetrzec´ ‚abwischen. ausschlafen’. zestawic´ ‚zusammenstellen’. zapracowac´ sie˛ ‚sich überarbeiten’.B. z. zejs´c´ sie˛ ‚zusammenkommen’. zuwachsen’. z. unzugänglich gemacht. z. vorbeischauen’ • mit dem betreffenden Vorgang wird ein Hindernis errichtet.ohne und mit Präfix 331 Dieses Suffix. zmyc´ ‚abwaschen’. bebauen’.324 7. zugedeckt. unproduktiv). ausradieren’. auslaufen’.B. dass die betreffende Handlung regelmäßig oder oft wiederholt wird (so genannte iterative Aktionsart. zdrapac´ ‚abkratzen’. wycierpiec´ sie˛ ‚ausstehen. chadzac´ ‚wiederholt gehen’. (Da die Funktion der Wiederho- . vorfahren’. z. vorbei-. zjechac´ ‚hinunter-/herunterfahren’. ausleiden’ z• mit der betreffenden Handlung geschieht das Zusammenfügen zu einer Ganzheit oder das Zusammengehen oder Zusammenbringen an einen Ort. zejs´c´ sie˛ ‚zusammenkommen’.. Bei einem nicht präfigierten Verb besagt es. z. znikna˛c´ ‚verschwinden’ Statt z. wyspac´´ sie˛ ‚lange schlafen. zarosna˛c´ ‚be-.B. zajechac´ ‚ankommen.steht ze-. wird etwas bewegt von oben nach unten. Verben • (mit sie˛) die betreffende Handlung wird bis zur Sättigung oder Übersättigung durchgeführt.3 Lexikalisches Suffix -ywa-. zasiedziec´ sie˛ ‚sich festsetzen’ • mit dem betreffenden Vorgang wird ein Teil erfasst zadrapac´ ‚aufkratzen’. zbiec sie˛ ‚zusammenrennen’ • mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand bzw. siadywac´ ‚sich wiederholt setzen’. ab-. z. das vor allem zur Bildung ipf. sz und h. zeskoczyc´ ‚hinunter-/herunterspringen’ • mit der betreffenden Handlung geschieht das (Sich-) Entfernen von einem Ort. za• mit dem betreffenden Vorgang wird eine Grenze erreicht. Aspektpartner verwendet wird. zestawic´´ ‚herunterstellen’. vgl. zamurowac´ ‚zumauern’. zabudowac´ ‚zu-.B. widywac´ ‚wiederholt sehen’. pisywac´ ‚wiederholt schreiben’. wybiegac´ sie˛ ‚sich müde laufen. kann auch lexikalische Funktion haben. zbiec ‚hinunter-/herunterlaufen’.B.1. grywac´ ‚wiederholt spielen’. -a.B. zagrzebac´ ‚vergraben’ • mit dem betreffenden Vorgang wird eine Grenze überschritten. zacia˛c´ ‚verletzen’ 7.

bei denen der Beteiligte die betreffende Eigenschaft erhält. chorowac´ ‚krank sein’. ska˛pic´ ‚geizig sein’ • für Handlungen.B. abschwächen’. -na˛c´ werden verwendet für Vorgänge. kolegowac´ sie˛ ‚Kollege sein’. ma˛drzec´ ‚klüger werden’.B.B.B. z. Selten von Substantiven. bei denen jemand das vom motivierenden Substantiv oder (selten) Adjektiv Bezeichnete darstellt. z. przytupywac´ ‚mit dem Fuß den Takt angeben’. dziwaczec´ ‚ein Sonderling werden’.begleitet die betreffende Handlung eine andere Handlung. Die Verben sind immer ipf. asfaltowac´ ‚asphaltieren’ • für Handlungen. 332 . siwiec´ ‚ergrauen’. wagarowac´ ‚die Schule schwänzen’ (< wagary ‚Schulschwänzen’) Dieser Wortbildungstyp ist sehr produktiv. przygrywac´ ‚begleiten (musikalisch)’. z.7. kucharzyc´ ‚Koch sein’. seltener von Substantiven.B.B.4 Deadjektivische und desubstantivische Derivation Von Adjektiven. Entsprechende Ableitungen sind auch von Substantiven möglich. s´lepna˛c´ ‚erblinden’.1. Vorsitzender sein’. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete Instrument oder Material ist. perfektive Aspektpartner sind meist nicht vorhanden. Bei der Verb-Ableitung von Adjektiven für Farben und ähnlichen Eigenschaften kann die Komponente des Zustandswechsels fehlen. prezesowac´ ‚präsidieren. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete Resultat ist. z. mit unproduktivem -na˛c´: chudna˛c´ ‚mager(er) werden’. ciemniec´ ‚düster sein’. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete auf andere Weise beteiligt ist. pi!owac´ ‚sägen’. Teils liegen beide Formen vor: rzedniec´/rzedna˛c´ ‚sich verziehen. vgl. plaz˙owac´ ‚Zeit am Strand verbringen’. sekretarzowac´ ‚Sekretär sein’. z. z.B.B. Auch diese Derivate sind imperfektive Verben. -ic´/-yc´ • für Situationen. srebrzyc´ sie˛ ‚silbern sein’.1. liniowac´ ‚linieren’ • für Handlungen. z. gorzkniec´ ‚bitter werden’.und Suffigierung abgeleitet werden: -(ni)ec´. Wortbildung der Verben 325 lung einerseits und des Parallelvorgangs andererseits auch Funktionen des imperfektiven Aspekts sind.B. z. paczkowac´ ‚(ab)packen’. przys´piewywac´ ‚mit Gesang begleiten’.) In Verbindung mit przy. können die Derivate vom Typ pisywac´ auch als Teil-Synonyme zu den motivierenden imperfektiven Verben gelten.: w oddali ciemnia! las ‚in der Ferne zeichnete sich ein düsterer Wald ab’. in der Variante -niec´: ge˛stniec´ ‚dicht(er) werden’. -owac´. s´widrowac´ ‚bohren’.B. deadjektivisch z. können Verben durch Suffigierung allein oder durch gleichzeitige Prä. bielec´ ‚weiß sein’. filmowac´ ‚(ver)filmen’. 7. z.

der Menge der aspektuellen Funktionen ist (neben der anderen Subkategorie der Aspektualität. ods´niez˙yc´ ‚vom Schnee befreien’. 7.1. Verben mit -za (und do. Diese Kategorien besitzen Subkategorien. dann hat das Lexem Ereignis-Funktion.… -ic´/-yc´ hat meist die Funktion ‚etwas zu etwas machen’.B. Verben Die präfixal-suffixale Derivation mit u-/po. Da die lexikalische Bedeutung allen Aspektpartnern eines Verballexems gemeinsam ist.2. polepszyc´ ‚schöner machen’.‚hinzu-’) werden von Substantiven abgeleitet. vgl. d. ist ihnen auch die Lexikalische Aktionale Funktion gemeinsam. die Ableitung wird von Adjektiven vorgenommen. soweit sie Komponenten der lexikalischen Bedeutung des Verbs sind. die Einphasigkeit der Situation des Auswaschens wird durch die Funktion des imper- . als Lexikalische Aktionale Funktionen bezeichnet. der temporalen Definitheit). dann hat das Lexem Verlaufsfunktion. im Derivat pop!akac´ ist die Eigenschaft der Mehrphasigkeit der Situation des Weinens überlagert durch die Funktion des perfektivierenden Affixes. uintensywnic´ ‚intensivieren’. der Episodizität. die mit Komponenten der Aspektfunktionen übereinstimmen – die Phasengestalt der Situation. Sie gehören zur Kategorie der aktionalen (‚aktionsartlichen’) Funktionen. zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’. Die Funktionen der Phasengestalt und ihre Subkategorien werden hier. p!akac´ ‚weinen’. • Gilt die lexikalische Beschreibung für genau eine Phase zwischen zwei Stadien. Damit sind die Lexikalischen Aktionalen Funktionen auch die gemeinsamen Merkmale von Lexemtypen. zalesic´ ‚mit Wald bedecken’.… -ic´/-yc´ werden von Adjektiven oder Substantiven abgeleitet und referieren auf das Entfernen der vom motivierenden Stamm bezeichneten Erscheinung. z. z.B. z.B. Die Lexikalische Aktionale Funktion eines Lexems ist an der Beschreibung der lexikalischen Bedeutung zu erkennen: • Gilt die lexikalische Beschreibung für eine beliebige Phase einer Situation. Verben mit od. Typen von Verballexemen (lexikalisch-grammatische Aktionalitäten) 333 Die lexikalischen Bedeutungen der polnischen Verben besitzen Komponenten.2.bezeichnen das Bedecken mit der vom motivierenden Wort bezeichneten Erscheinung.h. die Verben mit za. deren wichtigste sich in der Funktion ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ unterscheiden.326 7. vgl. die auch als ‚Aktionalität’ bezeichnet wird und die eine Subkategorie der ‚Aspektualität’. das Einphasigkeit vermittelt. den Ereignis-Lexemen (auch: telische Lexeme). den Verlauf-Lexemen. zab!ocic´ ‚beschmutzen’. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 7. den Verlauf-Ereignis-Lexemen und den stativen Lexemen.

wiedziec´ ‚wissen’. Entsprechend eröffnet das Verb czytac´ zwei Argumentstellen.2. zwei.). przeszkadzac´ + Dativ – stören + Akkusativ Die meisten polnischen Verben sind transitiv (przechodni). operowac´ 1: Lekarz operuje chorego. wenn den Argumenten eine bestimmte morphologische oder syntaktische Form zugeordnet wird. Typischerweise wird der Kasus des gebundenen Worts festgelegt. sie regieren ein direktes Objekt im Akkusativ bzw. z˙ebys´ studiowa! w Polsce. dass oft keine syntaktische Äquivalenz zum Deutschen vorliegt. ein-. die diese Leerstellen besetzen: gegenständlich vs. Argumente versprachlichen Partizipanten (Teilnehmer) des durch ein Prädikat ausgedrückten Sachverhalts.’ chciec´ + Nebensatz mit z˙eby: Chce±.2. dass du in Polen studierst. vgl. ‚Ich will. ‚Der Autor geht geschickt mit der Metapher um.ä.7. Leerstellen für andere Einheiten zu eröffnen und damit diese an sich zu binden. ‚Der Arzt operiert den Kranken. Die folgende Liste ausgewählter Rektionsmodelle bezieht sich auf einzelne Lexeme.und drei-stellig • Art der sprachlichen Ausdrücke. Wir sprechen von Rektion.’ (Akkusativ) operowac´ 2: Autor zre±cznie operuje metafora±. • Gilt die lexikalische Beschreibung für die ganze Situation ohne jeweils ein Stadium davor und danach. d.’ (Instrumental) Außerdem kann ein und dieselbe Bedeutung mehr als ein Rektionsmuster aufweisen: chciec´ + Verb im Infinitiv: Chce˛ studiowac´ w Polsce. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 327 fektivierende Suffixes überlagert.h. die vom Verb dargestellte Situation ist dann mehrphasig. Der durch das Verb czytac´ ‚lesen’ ausgedrückte Sachverhalt hat zwei Partizipanten: eines für den Leser. 334 .h. dann hat das Lexem stative Funktion. denn verschiedene Bedeutungen können sich in der Rektion niederschlagen. Darunter verstehen wir hier die Fähigkeit sprachlicher Einheiten. 7. im Genitiv nach Verneinung. Rektionsmodelle Rektionsmodelle (modele !a±czliwos´ci) basieren auf den vor allem Verben eigenen Argumentstrukturen (struktury argumentowe). d. wenn es die Aspektfunktion ‚episodischer Verlauf’ hat. Sie können im Prinzip ein Partizip Passiv bilden. propositional. und eines für das Leseobjekt (Buch o. ‚Ich will in Polen studieren. Dabei ist zu beachten. auf jeweils nur eine Bedeutung des Verbs.2.’ Die Grundklassifikation der Rektionsmodelle beruht auf folgenden Eigenschaften der Verben: • Anzahl der eröffneten Leerstellen: null-.

Verben Gegenständliche Argumente werden typischerweise durch Substantive realisiert. die in allen Bedeutungen null-stellig sind.’ Swe±dzi mnie. erleidet etwas. sondern empfindet bzw. Dieser Handlungsträger kann im Dativ als Objekt auftreten. ‚Ich bin dessen überdrüssig. Null-stellige Verben sind nicht passivierbar. die des zweiten durch ein Verb im Infinitiv (odebrac´). propositionale Argumente. ‚Ich habe Schmerzen im Knie.’ b!yska ‚es blitzt’ – S!on´ce b!yska zza chmur.’ . a) Null-stellige Verben 335 Dies sind Verben. ‚Die Sonne blitzt hinter den Wolken hervor. ‚Aus Norden wehte ein starker Wirbelsturm. die ihrerseits wieder als Prädikate funktionieren. durch Verben oder ganze Sätze. dnieje ‚es wird Tag’ s´wita ‚es wird Tag’ zmierzcha sie± ‚es dämmert’ s´ciemnia sie± ‚es wird dunkel’ ozie±bia sie± ‚es kühlt sich ab’ pada ‚es regnet/schneit’ cia±gnie ‚es zieht’ Von den Verben. Meist handelt es sich um Verben für Witterungen und Veränderungen in der Natur. Diese Verben werden auch als unpersönlich gebrauchte persönliche Verben bezeichnet.’ K!uje mnie w boku. Die folgenden Listen von Rektionsmodellen stellen jeweils eine Auswahl von Verben dar. ‚Es donnert die Schlacht.’ Sprzykrzy!o mi sie±. Leiden versprachlichen. also solche.’ Ebenfalls subjektlos sind die Verben. müssen diejenigen abgesondert werden. Das Verb czytac´ in Piotr czyta ksia±z˙ke± hat zwei gegenständliche Argumente: Piotr und ksia±z˙ka. sind also nicht vollständig. die ausschließlich in der dritten Person Singular auftreten und weder Subjekt noch Objekt haben. das zweite hingegen propositional sein kann. ‚Es juckt mich.328 7. die körperliche und psychische Empfindungen bzw. für die dies nur in einer Bedeutung zutrifft. Die Person ist kein aktiv Handelnder. ‚Ich habe ein Stechen in der Seite. Boli mnie w kolanie. grzmi ‚es donnert’ – Grzmi bitwa. ‚Es weht. von denen jedoch nur das erste gegenständlich ist. In Asystent zapomnia! odebrac´ wynik ‚Der Assistent vergaß das Ergebnis abzuholen’ ist die Stelle des ersten Arguments besetzt durch das Substantiv asystent.’ – Wia! silny wicher z po´!nocy.’ Wieje. das Verb zapomniec´ hat gleichfalls zwei Argumente. Ihnen entsprechen im Deutschen meist Verben mit dem semantisch leeren Subjekt es.

Sie entstammen verschiedener semantischer Gruppen. ‚Mir dreht sich der Kopf. ‚Mir ist schlecht. Es handelt sich um eine offene Klasse.’ Mdli mnie.7.2.’ b) Ein-stellige Verben mit gegenständlichem Argument Verben dieses Typs haben ein Subjekt. aber kein Objekt. aus der nur einige zentrale Untergruppen aufgeführt werden: • unkontrollierte Vorgänge chudna±c´ ‚abnehmen (an Gewicht)’ oddychac´ ‚atmen’ tona±c´ ‚ertrinken’ drgac´ ‚zittern’ marzna±c´ ‚frieren’ chorowac´ ‚krank sein’ kwitna±c´ ‚blühen’ gnic´ ‚faulen’ kichac´ ‚niesen’ • Existenz istniec´ ‚existieren’ wyste±powac´ ‚auftreten’ pojawiac´ sie± ‚erscheinen’ zachodzic´ ‚vorkommen’ • Hervorbringung von Lauten chrapac´ ‚schnarchen’ gwizdac´ ‚pfeifen’ ha!asowac´ ‚lärmen’ beczec´ ‚blöken’ mruczec´ ‚brummeln’ piszczec´ ‚piepsen’ wyc´ ‚heulen’ warczec´ ‚knurren’ brze±czec´ ‚klirren’ brzmiec´ ‚klingen’ 336 .’ Szumi mi w uszach. ‚Ich war erleichtert.’ Kre±ci mi sie± w g!owie. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 329 Ulz˙y!o mi. Diese Verben sind nicht passivierbar. ‚Mir dröhnt der Kopf.

Verben mit präpositionalem oder gegenständlichem Argument Einige ein-stellige Verben erlauben bei gleicher Bedeutung beide Arten von Argument. przytrafic´ sie± ‚sich ereignen’ zdarzyc´ sie± ‚vorkommen’ przyja±c´ sie± ‚sich einbürgern’ utrzec´ sie± ‚üblich werden’ wystarczyc´ ‚ausreichen’ op!acac´ sie± ‚sich lohnen’ c) Zwei-stellige Verben 337 mit zwei gegenständlichen Argumenten • Verben mit Genitivobjekt bronic´ wolnos´ci ‚die Freiheit verteidigen’ dokonywac´ cudo´w ‚Wunder vollbringen’ dopilnowac´ budowy ‚den Bau überwachen’ dostarczac´ rozrywek ‚Spaß machen’ dotrzymywac´ s!owa ‚Wort halten’ dotykac´ rany ‚die Wunde berühren’ doznawac´ upokorzen´ ‚Demütigung erfahren’ nabierac´ dos´wiadczenia ‚Erfahrung sammeln’ naduz˙ywac´ alkoholu ‚zu viel Alkohol trinken’ pilnowac´ dziecka ‚ein Kind betreuen’ pos!uchac´ rad ‚Ratschläge befolgen’ poz˙a±dac´ z˙ony bliz´niego swego ‚deines Nächsten Frau begehren’ pro´bowac´ wina ‚Wein probieren’ przestrzegac´ przepiso´w ‚die Vorschriften einhalten’ unikac´ niebezpieczen´stw ‚Gefahren vermeiden’ uz˙ywac´ z˙ycia ‚das Leben genießen’ wys!uchac´ skarg ‚Beschwerden anhören’ zaz˙ywac´ swobody ‚die Freiheit genießen’ z˙a!owac´ pienie±dzy ‚mit Geld geizen’ do + Genitiv da±z˙yc´ do czegos´ ‚nach etwas streben’ dochodzic´ do czegos´ ‚etwas erreichen’ doprowadzic´ do czegos´ ‚zu etwas führen’ dopuszczac´ do czegos´ ‚etwas zulassen’ .330 7.

7.2. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs

331

dzwonic´ do kogos´ ‚jemanden anrufen’ nalez˙ec´ do czegos´/kogos´ ‚zu etwas/jemandem gehören’ odzywac´ sie± do kogos´ ‚jemanden anreden’ pasowac´ do czegos´ ‚zu etwas passen’ przemawiac´ do kogos´ ‚jemanden ansprechen’ te±sknic´ do czegos´ ‚sich nach etwas sehnen’ zmierzac´ do czegos´ ‚sich in Richtung auf etwas/jemanden bewegen’ z + Genitiv korzystac´ z czegos´ ‚etwas gebrauchen’ • Verben mit Dativobjekt ufac´ komus´ ,jemandem vertrauen’ ulegac´ czemus´ ‚etwas unterliegen’ • Verben mit Akkusativobjekt czytac´ cos´ ‚etwas lesen’ witac´ kogos´ ‚jemanden begrüßen’ z˙egnac´ kogos´ ‚jemanden verabschieden’ miec´ cos´ ‚etwas haben’ jes´c´ cos´ ‚etwas essen’ • Verben mit Instrumentalobjekt handlowac´ czyms´ ‚mit etwas handeln’ kierowac´ czyms´ ‚etwas leiten’ kiwac´ g!owa± ‚mit dem Kopf nicken’ rza±dzic´ czyms´ (krajem) ‚etwas regieren (Land)’ w!adac´ czyms´ ‚etwas beherrschen’ zajmowac´ sie± czyms´ ‚sich mit etwas beschäftigen’ witac´ sie± z kims´ ‚sich begrüßen’ • Verben mit Präpositionalobjekt siedziec´ w czyms´ ‚in etwas sitzen’ stac´ na czyms´ ‚auf etwas stehen’ lez˙ec´ w czyms´ ‚in etwas liegen’ mit einem gegenständlichen und einem propositionalen Argument Zu dieser Gruppe zählen zunächst die Verben mit obligatorischer und alleiniger Infinitivrektion. Sie drücken unterschiedliche Zusatzaspekte der versprachlichten Handlung aus. zdo!ac´ ‚schaffen’

332

7. Verben

potrafic´ ‚vermögen’ usi!owac´ ‚sich bemühen’ s´miec´ ‚wagen’ zamierzac´ ‚beabsichtigen’ raczyc´ (ironisch) ‚geruhen’ Viele Verben erlauben hingegen bei gleicher Bedeutung ein gegenständliches und ein weiteres Argument, das bei gleicher Bedeutung sowohl von einem verbalen Element, als auch – elliptisch – von einem Substantiv realisiert werden kann. a) Verben des Wünschens chciec´ cos´ zrobic´ / chciec´ nowego samochodu ‚etwas machen wollen / ein neues Auto wollen’ pragna±c´ cos´ zrobic´ / pragna±c´ zmian ‚etwas zu tun wünschen / Veränderungen wünschen’ b) Verben des Sagens im weiteren Sinne: powtarzac´ cos´ ‚etwas wiederholen’ propagowac´ cos´ ‚etwas propagieren’ szeptac´ cos´ ‚etwas flüstern’ wyg!aszac´ cos´ ‚etwas aufsagen’ wyk!adac´ cos´ ‚etwas vortragen’ wyraz˙ac´ cos´ ‚etwas ausdrücken’ krzyczec´‚ z˙e ‚schreien, dass’ zabraniac´ czegos´/cos´ / zabraniac´, z˙e ‚etwas verbieten/verbieten, dass’ wo!ac´‚ z˙e ‚rufen, dass’ stwierdzac´‚ z˙e ‚feststellen, dass’ zeznawac´‚ z˙e ‚aussagen, dass’ c) Verben für mentale Prozesse: Die mentalen Verben können nach der Form des propositionalen Arguments eingeteilt werden. • Akkusativobjekt oder Objektsatz przeczuwac´ cos´ / przeczuwac´‚ z˙e ‚etwas ahnen / ahnen, dass’ przewidywac´ cos´ / przewidywac´, z˙e ‚etwas vorhersehen / vorhersehen, dass’ rozumiec´ cos´/ rozumiec´, z˙e ‚etwas verstehen / verstehen, dass’ rozwaz˙yc´ cos´ / rozwaz˙yc´ czy ‚etwas abwägen / abwägen, dass’ oczekiwac´ czegos´/cos´ / oczekiwac´, z˙e ‚etwas erwarten / erwarten, dass’ przypominac´ sobie cos´ / przypominac´ sobie, z˙e ‚sich an etwas erinnern / sich daran erinnern, dass’

7.2. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs

333

• Objektsatz wierzyc´‚ z˙e ‚glauben, dass’ sa±dzic´‚ z˙e ‚meinen, dass’ utrzymywac´‚ z˙e ‚behaupten, dass’ • Sonstige domys´lac´ sie± czegos´ / domys´lac´ sie±‚ z˙e ‚etwas vermuten / vermuten, dass’ mys´lec´ o czyms´ / mys´lec´‚ z˙e ‚an etwas denken / denken, dass’ marzyc´ o czyms´ / marzyc´‚ z˙e ‚von etwas träumen / träumen, dass’ d) Drei-stellige Verben mit gegenständlichen Argumenten Unter diesen Verben gibt es sehr viele verschiedene Typen, die sich durch die Kombination der einzelnen Kasus ergeben. Um nur einige zu nennen: Subjekt im Nominativ plus: • Genitiv- + Dativobjekt zazdros´cic´ komus´ czegos´ ‚jemanden um etwas beneiden’ • Genitiv- + Präpositionalobjekt wymagac´ czegos´ od kogos´ ‚etwas von jemandem fordern’ bronic´ kogos´ przed kims´ ‚jemanden vor jemandem verteidigen’ • Dativ- + Akkusativobjekt dawac´ komus´ cos´ ‚jemandem etwas geben’ poz˙yczyc´ komus´ cos´ ‚jemandem etwas leihen’ • Dativ- + Instrumentalobjekt imponowac´ komus´ czyms´ ‚jemandem mit etwas imponieren’ • Dativ- + Präpositionalobjekt dzie±kowac´ komus´ za cos´ ‚jemandem für etwas danken’ • Akkusativ- + Instrumentalobjekt zarazac´ kogos´ czyms´ ‚jemanden mit etwas anstecken’ straszyc´ kogos´ czyms´ ‚jemanden mit etwas erschrecken’ • Akkusativ- + Präpositionalobjekt dostac´ cos´ od kogos´ ‚von jemandem etwas bekommen’ budowac´ cos´ z czegos´ ‚etwas aus etwas bauen’ zapraszac´ kogos´ na cos´ ‚jemanden zu etwas einladen’ • Instrumental- + Präpositionalobjekt
338

334

7. Verben

bronic´ sie± czyms´ przed kims´ ‚sich vor jemandem mit etwas verteidigen’ mit gegenständlichen und propositionalen Argumenten grozic´, z˙e/komus´ czyms´ ‚drohen, dass/jemandem mit etwas drohen’ pomagac´ komus´ cos´ zrobic´ ‚jemandem helfen etwas zu tun’ przeszkadzac´ komus´ w czyms´ ‚jemanden stören bei etwas’ Verben des Sagens: Sie verfügen in der Regel über ein menschliches Subjekt und ein propositionales Argument in Objektposition. Die Rektionsmodelle lassen sich nach der formalen Realisierung des bei der Äußerung Angesprochenen klassifizieren. Der Angesprochene kann im Dativ, Akkusativ oder in einer Präpositionalkonstruktion realisiert sein. Oder er fehlt ganz. • Dativobjekt + Akkusativobjekt/Objektsatz mit z˙e powiedziec´ komus´ cos´ / powiedziec´´‚ z˙e ‚jemandem etwas sagen / sagen, dass’ meldowac´ komus´ cos´ / meldowac´‚ z˙e ‚jemandem etwas melden / melden, dass’ og!aszac´ komus´ cos´ / og!aszac´‚ z˙e ‚jemandem verkünden / verkünden, dass’ t!umaczyc´ komus´ cos´ / t!umaczyc´‚ z˙e ‚jemandem etwas erklären / erklären, dass’ wmawiac´ komus´ cos´ / wmawiac´‚ z˙e ‚jemandem etwas einreden / einreden, dass’ przyrzekac´ komus´ cos´ /przyrzekac´‚ z˙e ‚jemandem etwas zusagen / zusagen, dass’ • Dativobjekt + Infinitiv/Akkusativobjekt/Objektsatz polecac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙eby ‚jemandem etwas empfehlen/empfehlen, dass’ obiecywac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙e ‚jemandem versprechen, etwas zu tun/etwas versprechen/ versprechen, dass’ przysie±gac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙e ‚jemandem schwören, etwas zu tun/etwas schwören/schwören, dass’ radzic´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙eby ‚jemandem raten, etwas zu tun/etwas raten/raten, dass’ • Dativobjekt + Objektsatz mit z˙e odpowiedziec´ komus´‚ z˙e ‚jemandem antworten, dass’ • Akkusativobjekt + Objektsatz prosic´ kogos´ o cos´ / prosic´‚ z˙eby ‚jemanden um etwas bitten / bitten etwas zu tun’ przekonywac´ kogos´ o czyms´ / przekonywac´, z˙e ‚jemanden von etwas überzeugen’ pytac´ kogos´ o cos´ /pytac´, czy ‚jemanden nach etwas fragen / fragen, ob’ • Instrumentalobjekt mit z dyskutowac´ z kims´ o czyms´ ‚mit jemandem über etwas diskutieren’ naradzac´ sie z kims´ ‚sich mit jemandem beraten’ k!o´cic´ sie± z kims´ o cos´ ‚sich mit jemandem über etwas streiten’

7.3. Der Bestand der grammatischen Kategorien des Verbs

335

sprzeczac´ sie± z kims´ o cos´ ‚sich mit jemandem über etwas streiten’ • Präpositionalphrase upominac´ sie± u kogos´ o cos´ ‚jemanden zu etwas ermahnen’ zamawiac´ u kogos´ cos´ ‚bei jemandem bestellen’ zwracac´ sie± do kogos´ ‚sich an jemanden wenden’ z˙artowac´ z kogos´ ‚sich über jemanden lustig machen’

7.3. Der Bestand der grammatischen Kategorien des Verbs 7.3.1. Die grammatischen Kategorien Die Formen des polnischen Verbs gehören zu folgenden Kategorien: a) Flexivisch • • • • • • • Genus Verbi: Aktiv und Passiv, Tempus: Präsens, Präteritum und Futur, Modus: Indikativ, Imperativ und Konjunktiv, Person: erste, zweite und dritte, Numerus: Singular und Plural, bedingt – Höflichkeit: distant und familiär, Infinitiv.
339

b) Derivational • Aspekt: perfektiv und imperfektiv, • Partizip, • Adverbialpartizip. Den einzelnen Tempora, Modi, grammatischen Personen und Numeri entsprechen in verschiedener Kombination gemeinsame Morpheme, es sind Morpheme mit synkreter Funktion wie die Deklinationsformen. Z.B. hat die Endung -m von czytam die grammatischen Funktionen des Tempus (,präsentisch’ bei ipf. Verben), des Modus (Indikativ), der 1. Pers. und des Numerus (Singular). Deswegen werden auch die Form-Funktions-Paradigmen nicht entsprechend dem Bestand der grammatischen Kategorien aufgezählt, sondern entsprechend der jeweiligen Funktionskombination. Die drei letztgenannten Kategorien sind Transpositionskategorien und bilden jeweils grammatische Oppositionen nicht innerhalb der Kategorie Verb, sondern mit der Kategorie Verb, die Partizipien bilden also die Opposition Verb – Adjektiv, die Adverbialpartizipien die Opposition Verb – Adverb.

336

7. Verben

7.3.2. Partizipien, Adverbialpartizipien
340

Mit den Formen dieser grammatischen Kategorien werden neue grammatische Stämme gebildet. Insofern sind es Kategorien der Wortart Verb. Mit der Bildung der neuen Stämme werden die Wörter in eine andere Wortart transponiert (es handelt sich um Transpositonskategorien): Verb und • Affixe der Partizipien > Adjektive • Affixe der Adverbialpartizipien > Adverben. Die so gebildeten Adjektive, Adverben bzw. Substantive werden mit ihren lexikalischgrammatischen Eigenschaften und den entsprechenden Endungen im Kapitel dieser neuen Wortart dargestellt.

7.4. Konjugationen der Verben und kombinatorische Formtypen der Verbstämme a) Ansätze zur Beschreibung der Konjugationen
341

Die Vielzahl an Konjugationsformen des polnischen Verbs ist in der Polonistik auf verschiedene Arten behandelt worden. Im Hinblick auf die Klassifizierung der formalen Eigenschaften von Verben sind im Wesentlichen drei Ansätze zu unterscheiden. In vielen älteren Grammatiken und Wörterbüchern findet sich häufig die Klassifikation Szobers (1923). Den Ausgangspunkt bilden zwei Stämme des Verbs: zum einen der Präteritalstamm, der im Infinitiv, Präteritum, analytischen Futur, im Partizip Passiv und im Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit auftritt; zum anderen der Präsenstamm, der im Präsens, Imperativ, Partizip Aktiv und dem Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit auftritt. Auf der Basis der stammbildenden Suffixe kommt Szober zu sechs Verbgruppen wie z.B. die Verben auf -a- (z.B. brac´ ), auf -e-/-a- (z.B. cierpiec´ ), auf -i- (z.B. bronic´ ), auf -na±- (z.B. zamkna±c´) und zwei Typen atematischer Verben (z.B. dac´, pas´c´). Diese Gruppen werden dann mit den Konjugationsendungen des Präsens kombiniert; Szober unterscheidet dabei vier Typen von Konjugationsparadigmen, den eigentlichen Konjugationen: 1. -e±, -esz, -e; 2. -e±, -isz, -i; 3. -am, -asz, -a; 4. -em, -esz, -e. Aus der Kombination der beiden Merkmale – Präteritalstamm und Präsensendung – ergeben sich dreizehn Verbtypen. Die Mehrheit der Wörterbücher verwendet einen weiteren Ansatz, der von Tokarski (20013) entwickelt wurde. Anders als Szober geht Tokarski nicht von verschiedenen Endungsparadigmen, sprich Konjugationen aus, sondern von einem einheitlichen Paradigma und Unterschieden in den Verbstämmen; d.h. die Unterscheidung -e±, -esz versus -e±, -isz spielt keine Rolle. Die Verben werden klassifiziert auf der Grundlage von den Stämmen: Präsens, Präteritum, Imperativ und Partizip Passiv. Im Gegensatz zu Szober berücksichtigt Tokarski auch die Alternationen zwischen den Personen im Präsens wie in czytam – czytasz – czytaja±. Auf der Basis der Stammreihen kommt Tokarski auf 11 Konjugationsklassen mit einigen weiteren Subtypen.

7.4. Konjugationen der Verben und kombinatorische Formtypen der Verbstämme

337

Eine Art Kompromiss zwischen Szober und Tokarski bei gleichzeitiger Differenzierung bietet Laskowski (Akademiegrammatik 19982). Laskowski kehrt zu den auf unterschiedlichen Endungen im Präsens basierenden Konjugationsklassen zurück, wobei er jedoch Szobers vier auf drei Konjugationen reduziert. Diese bilden die Basis der Klassifikation. Der Beschreibung Tokarskis ähnelt wiederum die Idee der Einteilung der Verben nach Stammalternationen. Diese zweite Klassifikationsebene bilden die Paare von Stammalternationen wie -owa- : -uj- in kupowac´ und kupuje. In der Kombination beider Merkmale kommt Laskowski zu einer Einteilung, die sich in der Extension zu großen Teilen mit derjenigen Tokarskis deckt. b) Die angewandten Prinzipien der Klassifizierung der Verben Das Polnische zeichnet sich durch eine ausgesprochene Formenvielfalt im Bereich der Verben aus. Es existiert eine kleine Gruppe grundlegender Konjugationstypen, die über 80"% der polnischen Verben erfassen. Andere Flexionsmuster sind seltener, einige gar auf ein einziges Verb beschränkt. Unter diesen haben einige Verben eine extrem hohe Frequenz; daher werden in der folgenden Auflistung sowohl die vorherrschenden Grundtypen, als auch unikale Muster häufiger Verben aufgeführt. (In Zweifelsfällen sollte das Wörterbuch der Flexionsformen der polnischen Verben von Me±dak (1997) konsultiert werden.) Bei der Einteilung der polnischen Verben gehen wir von folgenden Prinzipien aus: • Die Konjugation wird bestimmt durch die Form der Personalendung. • Basis der weiteren Subklassifizierung ist die Art und Anzahl der Alternationen der Stämme des Infinitivs, Präsens und Präteritums. • Die Vielzahl der Subtypen wird nach dem Prinzip der Relevanz des jeweiligen Musters hierarchisiert. Hierbei ist die Häufigkeit und die Produktivität des Musters gemeint. Als Basis dienen die Häufigkeitsangaben zu den Flexionsmustern aus Saloni (1988). Die Hierarchie wird durch die Umrandung des Paradigmas gekennzeichnet:
342

! HAUPTTYP: sehr häufiges und produktives Flexionsmuster; ein solcher Typ umfasst jeweils mindestens 5"% aller Verben des Polnischen. ! NEBENTYP mittlerer Häufigkeit: umfasst jeweils zwischen 3 und 5"% aller Verben des Polnischen.

das jedoch auf die transitiven Verben beschränkt ist). die das Partizip Passiv bevorzugt. Plural: pan pisze – panowie pisza± ‚Sie schreiben’. in denen nichterwartete bzw. Sie umfasst ca.h. Person Singular bzw. Die Verbformen entsprechen jeweils der 3. Unter den Paradigmen. 7. Die Paradigmen der Einzelfälle stehen gleichzeitig für alle Ableitungen des aufgeführten Verbs. 2. Verben ! SELTENER TYP (weniger als 3"%) und EINZELFÄLLE häufig verwendeter Verben (kursiv gesetzt) Innerhalb der Paradigmen werden diejenigen Felder schraffiert. Konjugation -m/-sz 343 Die Konjugation -m/-sz zeichnet sich durch eine hohe Regelmäßigkeit aus. d. werden die charakteristischen morphonologischen Alternationen aufgeführt. Präteritum.1. unregelmäßige Formen erscheinen. (Die Alternationen wurden der Gramatyka wspo´!czesnego je±zyka polskiego (19982) entnommen. Auf sie gilt es besonders zu achten.4. Ps. Einige der aufgeführten -no/-to-Formen sind selten oder nur in speziellen Kontexten gebräuchlich. -m -sz -Ø Plural -my -cie -a± Fast alle Verben dieser Konjugation entsprechen dem Typ CZYTAC#. zadac´ ‚aufgeben’ etc. DAC$ ‚geben’ betrifft gleichermaßen oddac´ ‚abgeben’. . Das Paradigma enthält folgende Formen: Präsens.) Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird die distante 2. Person in den folgenden Tabellen nicht eigens aufgeführt. Singular 1. Ps.338 7. 25"% aller polnischen Verben. Ps. 3. die für einen Typ. also nicht für einen Einzelfall stehen. Imperativ und die unpersönliche -no-/ -to-Form (entgegen der Tradition.

rozumia! fem. Konjugation -m/-sz 339 a) Haupttyp CZYTAC# ‚lesen’ Präsens Sg. mask. czytamy czytacie czytaja± Präteritum Sg. czytali andere czyta!y 344 Dieser Typ weist keine morphonologischen Alternationen auf. rozumiem 2. 1. s´miec´ hat einen regulären Imperativ in der Verneinung: nie s´miej! Traditionell wird diese Verbklasse als die vierte Konjugation bezeichnet.4. czytasz 3. rozumia!o Unpersönliche Form rozumiano Pl.-pers. *rozumiej! (potenziell) *rozumiejcie! (potenziell) Pl. czytam 2. rozumiesz 3. czyta Imperativ 2. c) unregelmäßige Einzelfälle In der Konjugation -m/-sz finden sich folgende individuell flektierende Verben von großer Häufigkeit: 346 .T. 1. mask. b) Seltener Typ ROZUMIEC# ‚verstehen’ Präsens Sg. rozumia!a neutr. rozumiemy rozumiecie rozumieja± Präteritum Sg. Alternation: e : a (rozumiec´ – rozumia!). czyta!a neutr. czytaj czytajcie Pl. czyta! fem. umiec´ ‚aufgrund von Übung können’. die im Infinitiv. Ps. Ps. rozumieli andere rozumia!y 345 Neben dem Haupttyp gibt es drei auf -ec´ auslautende Verben. mask. czyta!o Unpersönliche Form czytano Pl.1.7.-pers. rozumie Imperativ 2. s´miec´ ‚wagen’. im Präteritum vom Haupttyp CZYTAC# abweichen: rozumiec´ ‚verstehen’. mask. Präsens und z.

340

7. Verben

DAC$ ‚geben’ Präsens Sg. 1. dam 2. dasz 3. da Imperativ 2. Ps. daj! dajcie! Pl. damy dacie dadza± Präteritum Sg. mask. da! fem. da!a neutr. da!o Unpersönliche Form dano Pl. mask.-pers. dali andere da!y

Die Besonderheit liegt hier ausschließlich in der 3. Person Plural dadza±. MIEC$ ‚haben’ Präsens Sg. 1. mam 2. masz 3. ma Imperativ 2. Ps. miej! miejcie! Pl. mamy macie maja± Präteritum Sg. mask. mia! fem. mia!a neutr. mia!o Unpersönliche Form miano Pl. mask.-pers. mieli andere mia!y

Das extrem häufige Verb zeichnet sich durch die folgenden Stammalternationen aus: miec´ – ma – maja± – mia!. WIEDZIEC$ ‚wissen’ Präsens Sg. 1. wiem 2. wiesz 3. wie Imperativ 2. Ps. wiedz! wiedzcie! Pl. wiemy wiecie wiedza± Präteritum Sg. mask. wiedzia! fem. wiedzia!a neutr. wiedzia!o Unpersönliche Form wiedziano Pl. mask.-pers. wiedzieli andere wiedzia!y

Auch wiedziec´ enthält eine ganze Reihe von Alternationen, sodass wir vier Stämme erhalten: wiedziec´– wie – wiedza± – wiedzia!.

7.4.2. Konjugation -e±/-isz

341

JES$C# ‚essen’ Präsens Sg. 1. jem 2. jesz 3. je Imperativ 2. Ps. jedz! jedzcie! Pl. jemy jecie jedza± Präteritum Sg. mask. jad! fem. jad!a neutr. jad!o Unpersönliche Form jedzono Pl. mask.-pers. jedli andere jad!y

jes´c´ weist im Präsens eine gewisse Ähnlichkeit zu wiedziec´ auf. 7.4.2. Konjugation -e±/-isz Die Konjugation -e±/-isz ist weniger einheitlich als -m/-sz. So sind zwei Haupttypen zu unterscheiden und einige Typen mit mittlerer bzw. geringer Häufigkeit. Darüber hinaus finden sich recht verschiedene Alternationen der Stämme. Ungefähr 25"% aller Verben gehören in diese Konjugation. Singular 1. Ps. 2. Ps. 3. Ps. a) Haupttypen MO#WIC# ‚sprechen’ Präsens Sg. 1. mo´wie± 2. mo´wisz 3. mo´wi Imperativ 2. Ps. mo´w! mo´wcie! Pl. mo´wimy mo´wicie mo´wia± Präteritum Sg. mask. mo´wi! fem. mo´wi!a neutr. mo´wi!o Unpersönliche Form mo´wiono Pl. mask.-pers. mo´wili andere mo´wi!y
348 347

Plural -imy -icie -a±

-e± -isz -i

Der wichtigste Typ ist MO#WIC#: er wird gemeinsam mit Typ PROSIC# von ca. 16% aller Verben realisiert und ist produktiv.

342

7. Verben

UCZYC# ‚lehren’ Präsens Sg. 1. ucze± 2. uczysz 3. uczy Imperativ 2. Ps. ucz! uczcie! Pl. uczymy uczycie ucza± Präteritum Sg. mask. uczy! fem. uczy!a neutr. uczy!o Unpersönliche Form uczono Pl. mask.-pers. uczyli andere uczy!y

Etwas seltener ist der ebenfalls regelmäßige Typ mit dem Infinitiv auf -yc´ statt auf -ic´. Sowohl beim Typ MO#WIC# als auch UCZYC# kann es zu Alternationen des Vokals im Stamm o : o´ kommen; also zrobic´ – zro´b! ‚mach!’, tworzyc´ – two´rz! ‚schaffe!’. b) Nebentyp
349

PROSIC# ‚bitten’ Präsens Sg. 1. prosze± 2. prosisz 3. prosi Imperativ 2. Ps. pros´! pros´cie! Pl. prosimy prosicie prosza± Präteritum Sg. mask. prosi! fem. prosi!a neutr. prosi!o Unpersönliche Form proszono Pl. mask.-pers. prosili andere prosi!y

PROSIC# ist ein produktiver und auch recht häufiger Nebentyp mit der Alternation des Stammkonsonanten: s´ : sz (prosic´ – prosze±), z´ : z˙ (grozic´ – groz˙e±), c´ : c (kopcic´ – kopce±) , dz´ : dz. (chodzic´ – chodza±). c) Seltene Typen
350

Die unproduktiven Typen S$YSZEC# und SIEDZIEC# sind unter den Verben nur mit ca. 1,6% vertreten. Darunter sind jedoch einige recht häufig auftretende Verben.

7.4.2. Konjugation -e±/-isz

343

S$YSZEC# ‚hören’ Präsens Sg. 1. s!ysze± 2. s!yszysz 3. s!yszy Imperativ 2. Ps. s!ysz! s!yszcie! Pl. s!yszymy s!yszycie s!ysza± Präteritum Sg. mask. s!ysza! fem. s!ysza!a neutr. s!ysza!o Unpersönliche Form s!yszano Pl. mask.-pers. s!yszeli andere s!ysza!y

351

Verben des Typs S$YSZEC# unterscheiden sich von den Haupttypen durch einen Infinitiv auf -ec´ und einige abweichenden Präteritalformen. Alternation: e : a (s!yszec´ – s!ysza!). SIEDZIEC# ‚sitzen’ Präsens Sg. 1. siedze± 2. siedzisz 3. siedzi Imperativ 2. Ps. siedz´! siedz´cie! Pl. siedzimy siedzicie siedza± Präteritum Sg. mask. siedzia! fem. siedzia!a neutr. siedzia!o Unpersönliche Form siedziano Pl. mask.-pers. siedzieli andere siedzia!y
352

Neben dem obligatorischen Stammablaut e : a wie bei S$YSZEC# kommt es bei Verben dieses Typs zur Alternation ‚palatal’ ! ‚nichtpalatal’: dz´ : dz (siedziec´ – siedze±), c´ : c (leciec´ – lece± ‚fliegen’), s´ : sz (musiec´ – musze± ‚müssen’), n : n´ (wspomniec´ – wspomne± ‚sich erinnern’) (vgl. PROSIC#). d) Einzelfälle STAC$ ‚stehen’ Präsens Sg. 1. stoje± 2. stoisz 3. stoi Imperativ 2. Ps. sto´j! sto´jcie! Pl. stoimy stoicie stoja± Präteritum Sg. mask. sta! fem. sta!a neutr. sta!o Unpersönliche Form *stano (potenziell) Pl. mask.-pers. stali andere sta!y
353

344

7. Verben

Das Verb stac´ weist im Präsens und im Imperativ abweichende Formen auf.; genauso: bac´ sie± ‚sich fürchten’ mit regulärer Form bano sie±. SPAC$ ‚schlafen’ Präsens Sg. 1. s´pie± 2. s´pisz 3. s´pi Imperativ 2. Ps. s´pij! s´pijcie! Pl. s´pimy s´picie s´pia± Präteritum Sg. mask. spa! fem. spa!a neutr. spa!o Unpersönliche Form spano Pl. mask.-pers. spali andere spa!y

7.4.3. Konjugation -e±/-esz
354

Zur Konjugation -e±/-esz zählen rund 50% aller Verben des Polnischen. Diese Klasse weist die größte Heterogenität unter den drei Konjugationen auf. Neben den regelmäßigen und produktiven Verben auf -owac´ bzw. -ywac´, die den großen Teil dieser Klasse ausmachen, finden sich sehr viele Verben mit einsilbigem Infinitiv. Diese sind ausgesprochen unregelmäßig. Singular 1. Ps. 2. Ps. 3. Ps. a) Haupttypen Die Typen KUPOWAC# und POKAZYWAC# bilden das Gros der Klasse. Beide Typen unterscheiden sich nur marginal. -e± -esz -e Plural -emy -ecie -a±

7.4.3. Konjugation -e±/-esz

345

KUPOWAC# ‚kaufen’ Präsens Sg. 1. kupuje± 2. kupujesz 3. kupuje Imperativ 2. Ps. kupuj! kupujcie! Pl. kupujemy kupujecie kupuja± Präteritum Sg. mask. kupowa! fem. kupowa!a neutr. kupowa!o Unpersönliche Form kupowano Pl. mask.-pers. kupowali andere kupowa!y

355

Dieser extrem häufige Typ (ca. 25% aller Verben) ist ganz regelmäßig; sein Erkennungsmerkmal ist die Alternation von Infinitiv- und Präsensstamm: -owa- ! -uj-; kupowac´ – kupuje. POKAZYWAC# ‚zeigen’ Präsens Sg. 1. pokazuje± 2. pokazujesz 3. pokazuje Imperativ 2. Ps. pokazuj! pokazujcie! Pl. pokazujemy pokazujecie pokazuja± Präteritum Sg. mask. pokazywa! fem. pokazywa!a neutr. pokazywa!o Unpersönliche Form pokazywano Pl. mask.-pers. pokazywali andere pokazywa!y
356

Gleichermaßen regelmäßig funktioniert der Typ POKAZYWAC#; hier liegt die Alternation ywa- ! -uj- vor. Entsprechend funktionieren die Verben auf -iwac´ wie wyszukiwac´: wyszukiwac´ – wyszukuje ‚heraussuchen’. Achtung: Verben der Typen KUPOWAC# und POKAZYWAC# sind von den Verben zu unterscheiden, in denen die Lautfolge -owa- bzw. -ywa- zur Wurzel gehört: uz˙ywac´ – uz˙ywam ‚gebrauchen’, nazywac´ – nazywam ‚nennen’. b) Nebentypen Die Nebentypen weisen eine geringe Ähnlichkeit zu den Haupttypen auf. Auch untereinander sind sie recht verschieden.

346

7. Verben

357

PISAC# ‚schreiben’ Präsens Sg. 1. pisze± 2. piszesz 3. pisze Imperativ 2. Ps. pisz! piszcie! Pl. piszemy piszecie pisza± Präteritum Sg. mask. pisa! fem. pisa!a neutr. pisa!o Unpersönliche Form pisano Pl. mask.-pers. pisali andere pisa!y

PISAC# gehört zu den Typen mittlerer Häufigkeit (ca. 4 %). Der Typ ist nicht produktiv. Alternationen: s : sz (pisac´ – pisze), zd : z˙dz˙ (gwizdac´ – gwiz˙dz˙e ‚pfeifen’), z : z˙ (mazac´ – maz˙e ‚schmieren’), r : rz (orac´ – orze ‚pflügen’).
358

MDLEC# ‚in Ohnmacht fallen’ Pl. 1. mdleje± 2. mdlejesz 3. mdleje Imperativ 2. Ps. (nie) mdlej! (nie) mdlejcie! mdlejemy mdlejecie mdleja± Präteritum Sg. mask. mdla! fem. mdla!a neutr. mdla!o Unpersönliche Form *mdlano (potenziell) Pl. mask.-pers. mdleli andere mdla!y

Bei diesem Typ gilt zu beachten, dass in den meisten Präteritalformen und in der unpersönlichen Form der Stamm mdla- auftritt (s. seltener Typ S#MIAC# SIE±). Alternation: e : a (mdlec´ – mdla!).
359

CIA±GNA±C# ‚ziehen’ Präsens Sg. 1. cia±gne± 2. cia±gniesz 3. cia±gnie Imperativ 2. Ps. cia±gnij! cia±gnijcie! Pl. cia±gniemy cia±gniecie cia±gna± Präteritum Sg. mask. cia±gna±! fem. cia±gne±!a neutr. cia±gne±!o Unpersönliche Form cia±gnie˛to Pl. mask.-pers. cia±gneli andere cia±gne±!y

Hier ist zu beachten, dass Verben des Typs CIA±GNA±C# im Imperativ statt des Ø-Suffixes ein -ij haben; cia±gna±c´ – cia±gnij!. Einige Verben dieses Typs haben jedoch regulär ein ØSuffix: suna±c´ – sun´! ‚gleiten’ (s. seltener Typ MOKNA±C#). Alternationen: a± : e± (cia±gna±c´ – cia±gne±!a), n : n´ (cia±gna±c´ – cia±gnie).

ferner ist das Imperativmorphem -ij zu beachten.-pers. s´miali sie± andere s´mia!y sie± 362 Im Gegensatz zum Typ MDLEC# alternieren hier die Vokale a : e (s´miac´ sie± – smieje sie±). Ps. mask. s´mieje sie± Imperativ 2. mask. rwij! rwijcie! Pl. mokli andere mok!y 361 Diese Verben auf -na±c´ unterscheiden sich vom Typ CIA±GNA±C# durch die Präteritalformen. rwiemy rwiecie rwa± Präteritum Sg. s´miejemy sie± smiejecie sie± s´mieja± sie± Präteritum Sg. s´miejesz sie± 3. s´miej sie±! s´miejcie sie±! Pl. 1.4. mo´k! fem.7. mask. mokne± 2. mok!a neutr. moknie Imperativ 2.B. Ps. mask. 1. rwac´ – rwiesz. in denen das Element -na±. s´mia!o sie± Unpersönliche Form s´miano sie± Pl. rwa! fem.ausfällt: mokna±c´ – mo´k!. Ps. mask. Konjugation -e±/-esz 347 c) Seltene Typen und Einzelfälle RWAC# ‚reißen’ Präsens Sg. rwie Imperativ 2. mokniemy mokniecie mokna± Präteritum Sg. rwa!o Unpersönliche Form rwano Pl. MOKNA±C# ‚nass werden’ Präsens Sg. . s´mia!a sie± neutr. s´mieje± sie± 2. mokniesz 3. rwe± 2.3. s´mia! sie± fem. rwali andere rwa!y 360 Dieser nur eine Handvoll Verben umfassende Typ zeigt die Alternation: z.-pers. rwa!a neutr. Alle Vertreter dieses Typs weisen das Imperativsuffix -ij auf.-pers. 1. mok!o Unpersönliche Form *moknie±to (potenziell) Pl. mask. Bisweilen sind zwei Formen erlaubt: chryp! – chrypna±! ‚heiser werden’. S#MIAC# SIE± ‚lachen’ Präsens Sg. rwiesz 3. (nie) moknij! (nie) moknijcie! Pl.

kradniemy kradniecie kradna± Präteritum Sg. wyjmie Imperativ 2.-pers. kradli andere krad!y Bei den Verben dieses Typs besteht eine Opposition zwischen dem Infinitiv und allen anderen Formen. wyjmij! wyjmijcie! Pl. kradnij! kradnijcie! Pl. krad!a neutr. Andere Verben dieses Typs: biec – biegnie/biegna± ‚laufen’. wyjmiemy wyjmiecie wyjma± Präteritum Sg. wyja±! fem. kla±c´ – klnie/ klna± ‚fluchen’. myjemy myjecie myja± Präteritum Sg. my!o Unpersönliche Form *myto (potenziell) Pl. myli andere my!y 364 KRAS#C# ‚stehlen’ Präsens Sg. wyjmiesz 3. kradne± 2. myje± 2. mask. 1. my!a neutr. krad! fem.-pers. myje Imperativ 2.348 7. myjesz 3. . mask. wyjme± 2. myj! myjcie! Pl. kradniesz 3. 1. mask.-pers. Verben 363 MYC# ‚waschen’ Präsens Sg. mask. Andere individuelle Bildungen sind: cia±c´ – tnie/tna± ‚schneiden’. my! fem. mask. mask. wyje±li andere wyje˛!y Das Kennzeichen dieses Typs ist das Erscheinen eines nasalen Lautes im Präsens und im Imperativ. uciec – ucieknie/ uciek! ‚fliehen’. Ps. wyje±!a neutr. 365 WYJA±C# ‚herausnehmen’ Präsens Sg. krad!o Unpersönliche Form (u-)kradziono Pl. kradnie Imperativ 2. Ps. Ps. wyje±!o Unpersönliche Form wyje˛to Pl. 1.

mask.-pers. Ps. . 1. trzesz 3. TRZEC$ ‚reiben’ Präsens Sg. bra! fem. Ps. mask. NIES$C$ ‚tragen’ Präsens Sg. 1. tre± 2. Konjugation -e±/-esz 349 BRAC# ‚nehmen’ Präsens Sg. brali andere bra!y 366 Neben der Alternation des Konsonanten kommt es zu einer Änderung in der Wurzel: brac´ – biore±. bierzemy bierzecie biora± Präteritum Sg. nios!a neutr. tar!a neutr. tarli andere tar!y 367 Auch hier kommt es teilweise zu ganz individuellen Formen. bra!a neutr. Ähnlich: wiez´c´ ‚transportieren’.3. mask.-pers. trzyj! trzyjcie! Pl. nio´s! fem. niose± 2. niesiemy niesiecie niosa± Präteritum Sg. mask. trzemy trzecie tra± Präteritum Sg. tar! fem. nies´li andere nios!y 368 Das Verb nies´c´ zeichnet sich durch eine extrem hohe Unregelmäßigkeit aus. spezifisch ist vor allem der Wechsel trzec´ – tre± – tar!. nies´! nies´cie! Pl. Ps. mask. niesiesz 3. bierz! bierzcie! Pl. mask. nios!o Unpersönliche Form niesiono Pl. 1.4. trze Imperativ 2. bierzesz 3. bierze Imperativ 2. biore± 2.7. bra!o Unpersönliche Form brano Pl. niesie Imperativ 2. tar!o Unpersönliche Form *tarto (potenziell) Pl.-pers.

piek!o Unpersönliche Form pieczono Pl. strzyg!a neutr. piek! fem. chcia!a neutr. 1. Ps.-pers. chciej! chciejcie! Pl. mask. strzyz˙e Imperativ 2. chcia!o Unpersönliche Form chciano Pl. strzyz˙emy strzyz˙ecie strzyga± Präteritum Sg.-pers. mask. mask. chce± 2. 1. strzyge± 2. . – – Pl. strzyg! fem. piek!a neutr.350 7. chcesz 3. Ps. pieke± 2. piekli andere piek!y 371 CHCIEC$ ‚wollen’ Präsens Sg. strzygli andere strzyg!y 370 PIEC ‚backen’ Präsens Sg.-pers. chcieli andere chcia!y Hier finden wir die Besonderheit chciec´ – chce. Ps. strzyz˙esz 3. Verben 369 STRZYC ‚scheren’ Präsens Sg. chce Imperativ 2. mask. piecze Imperativ 2. pieczesz 3. 1. chcemy chcecie chca± Präteritum Sg. piecz! pieczcie! Pl. strzyg!o Unpersönliche Form – Pl. chcia! fem. pieczemy pieczecie pieka± Präteritum Sg. mask. mask.

374 . idzie Imperativ 2. Ps. byli andere by!y 373 Wir finden Formen mit fünf verschiedenen Stämmen: byc´ – jest – sa± – be±dzie – ba±dz´. by!o Unpersönliche Form Futur Sg. Konjugation -e±/-esz 351 IS$C$ ‚gehen’ Präsens Sg. be±de± be±dziesz be±dzie Pl. idziemy idziecie ida± Präteritum Sg. jestes´my jestes´cie sa± Präteritum Sg. 3. 2.4. jestem 2. sz!a neutr. ba±dz´! 3. jestes´ 3. In der folgenden Tabelle wird gezeigt.-pers. idz´! idz´cie! Pl. by!a neutr. ja manchmal lässt sich die Klasse eindeutig am Auslaut erkennen. idziesz 3.5. mask. 7. 1. 7. szli andere sz!y 372 Das Verb is´c´ ist insofern gänzlich unregelmäßig.7. Präsens Sg. by! fem. Aufgrund seiner ausgesprochenen Unregelmäßigkeit wird ein erweitertes Paradigma aufgeführt.4. be±dziemy be±dziecie be±da± Pl.4. mask. welcher Auslaut eines Infinitivs tendenziell in welcher Konjugation auftritt. 1. sz!o Unpersönliche Form – Pl. ide± 2. Außerhalb der Konjugationen: Der Einzelfall BYC" ‚sein’ byc´ kann Vollverb oder als Auxiliar Teil analytischer Verbformen sein. 1. szed! fem.-pers.4. Verteilung der Verben auf die Konjugationen Auf der Basis des Auslauts des Infinitivs können wir einige Hypothesen über die Konjugationszugehörigkeit eines Verbs machen. mask. 2.3. mask. jest Imperativ 1. als in den Präteritalformen ein suppletiver Stamm aufftritt: is´c´ – szed!/sz!a. niech be±dzie ba±dz´my ba±dz´cie! niech beda± Pl.

Diathese 375 Das Genus verbi (strona) gehört in die funktional-semantische Kategorie der Diathese (diateza). ihrer syntaktischen Realisierung und ihrer Referenz. Der durch das Verb czytac´ ‚lesen’ ausgedrückte Sachverhalt hat zwei Partizipanten: einen für den Leser. cia±c´ zasna±c´. 7. was gelesen wird. umiec´.und der Satzebene. dostac´. strzyc. wzia±c´. Genus verbi und Diathese 7. Verben Auslaut -c -ac´ -awac´ -iwac´ -ywac´´ -owac´ -a±c´ -na±c´ -ec´ -ic´ -yc´ -s´c´ -z´c´ -m/-sz . znalez´c´ dac´. uciec. chciec´ pic´ z˙yc´ ples´c´. biec.ä. wiedziec´ krzyczec´ jez´dzic´.5. Der grundlegende Begriff ist die Argumentstruktur. kroic´. dawac´ wyszukiwac´ pokazywac´ rysowac´ zacza±c´.5. mlec´. jechac´. s´miac´ sie˛ dostawac´. Sie bildet somit die Schnittstelle zwischen der Wort. spas´c´. und einen für das Leseobjekt (Buch o. mo´c s!ac´.). Werden die semantischen Argumente wie im Lexikoneintrag vorgesehen umge- . przyja±c´. bronic´ waz˙yc´ Die Tabelle unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Morphemgrenzen. mies´cic´. und eine für das. trzec´. trza±s´c´. Als Diathese bezeichnen wir hier die Umsetzung der Argumentstruktur in syntaktische Satzglieder und den referenziellen Bezug der Argumente. Es geht also um das Verhältnis der lexikalisch vorgegeben Argumentstellen eines Prädikators.352 7. sia±s´c´ wiez´c´. der liest. posy!ac´ stac´ kiwac´ uz˙ywac´ chowac´ miec´. Entsprechend eröffnet das Verb czytac´ zwei Argumentstellen: eine für denjenigen. mina±c´ mdlec´.1. Argumente versprachlichen Partizipanten (Teilnehmer) des durch ein Prädikat ausgedrückten Sachverhalts. kwitna±c´. ähnliche Lautverbindungen können in der Wurzel oder im Suffix auftreten: also chowac´ ! chowam (-m/-sz-Konjugation) im Gegensatz zu rysowac´ ! rysuje± (-e±/-esz-Konjugation). wlec.e±/-isz -e±/-esz piec.

Markierte aktivische Diathese: czyta (X. dass der Referent des ersten Arguments X identisch ist mit demjenigen des zweiten Arguments Y (="reflexiv). Im unmarkierten Aktiv wird die Hierarchie der Argumente direkt in die syntaktische Strukturen umgesetzt. andernfalls von markierter Diathese.h. die das Prädikat eines Satzes bilden. die das 1.5. sprechen wir von unmarkierter. Das Zentrum der Diathese bilden diejenigen Elemente. Hier zeigt sie± an. Dies ist der Fall bei der Form czytano. Y) X czyta Y Syntax: Referenz: Subjekt Objekt X und Y sind verschieden Eine besondere Form der aktivischen Diathese ist die Unterdrückung eines Arguments unter Beibehaltung der Hierarchisierung. Unmarkierte aktivische Diathese: czyta (X. Argument syntaktisch nicht realisiert. die Hierarchie bleibt als solche unangetastet. Genus verbi und Diathese 353 setzt. Y) X myje sie± Syntax: Referenz: Subjekt Objekt X und Y sind identisch . Y) czytano Syntax: Referenz: Ø Objekt X und Y sind verschieden Ein anderer Fall liegt vor bei dziecko sie± myje ‚das Kind wäscht sich’. myje (X. d.7.

Daneben ist zu unterscheiden. in der Frage.’ ! ‚Von der Firma Polifarb werden moderne Lacke produziert. Person). Auf der Prädikatsseite entspricht dem die Unterscheidung von Typen mit variabler und invarianter grammatischer Person.. ! Ch!opczyk lubi bic´ sie±.’ • Stativierung durch Weglassen des zweiten Arguments. ‚Der Frisör rasiert mich jeden Morgen.’ . ‚subjektlos’. ! Nowe lakiery sa± produkowane przez firme± Polifarb.’ • Reflexivität bzw. Reziprozität mit Gebrauch des Reflexivpronomens. während andere auf wenige Verben beschränkt sind. d. bei letzterem wird ein zweitrangiges Argument auf den Platz des Subjekts gehoben (hoch grammatisch). Y) Y jest czytany przez X Syntax: Referenz: Subjekt fakultatives Objekt X und Y sind identisch Die Hauptunterscheidung der sprachlichen Verfahren der Diathese liegt in der Opposition ‚subjekthaltig’ vs. 2.h.’ Ten ch!opczyk lubi bic´ inne dzieci. Folgende Ausdrucksmittel treten auf: • Genus verbi: Aktiv und Passiv. ob ein Subjekt vorhanden ist oder nicht.’ ! ‚Ich rasiere mich jeden Morgen. Einige Verfahren können regelmäßig auf große Gruppen von Verben angewendet werden. ‚ständige Eigenschaft. Dieses Verfahren ist schwach grammatikalisiert und der Wortbildung recht nahe. ein zweitrangiges Argument wird durch siebie oder sie± realisiert (weniger grammatisch). Es entsteht die Zusatzbedeutung ‚Gewohnheit’ bzw. oder 3. Subjekthaltige Diathese 376 Es ist ein Subjekt vorhanden und das Prädikat kann in der Regel bezüglich der grammatischen Person variieren (1. Fryzjer goli mnie co rano. sprechen wir von passivischer Diathese: Passivische Diathese: czyta (X. wie regelmäßig das jeweilige Verfahren funktioniert.354 7. Verben Die Argumente des Verbs können in ihrer syntaktischen Umsetzung aber auch unterschiedlich gewichtet und damit umgruppiert werden. ! Gole± sie± co rano. das vorgesehen ist für die Stelle des Objekts. ‚Die Firma Polifarb produziert moderne Lacke. Firma Polifarb produkuje nowoczesne lakiery. Wird das zweite Argument zum Subjekt erhoben. Letztere sind schwächer grammatikalisiert und tendieren in den Bereich der Wortbildung.’ ! ‚Der Junge schlägt sich gerne. ‚Der Junge schlägt gerne andere Kinder.

7. wenn ein Verb mindestens zwei Argumentstellen besitzt und nicht das erste Argument als Satzsubjekt im Nominativ auftritt.2.’ ! Ziewne±!o mi sie±.5. Man unterscheidet zwei Subkategorien: • Aktiv (strona czynna) Z%o!nierze spustoszyli miasto. ‚Die Soldaten haben die Stadt verwüstet.’ ! ‚Piotr ist Raucher. ‚Man produzierte/produziert moderne Lacke. So ändern die Suffixe. ‚Ich musste gähnen. hoch grammatisch.’ • 3.’ Diathese in nicht-finiten Verbformen Diathese ist auch relevant in nicht-finiten Verbformen. ! Piotr pali. Produkowano/produkuje sie± nowe lakiery. ‚Man hat angeordnet dies zu tun. 7. da regelmäßig gebildet von allen Verben mit menschlichem ersten Argument. Genus verbi Das Genus Verbi ist eine morphologische Kategorie des Verbs aus dem Feld der Diathese. ‚Die Stadt wurde von Soldaten verwüstet. die Infinitiv.’ 379 378 377 . Partizipien und Adverbialpartizipien bilden. die syntaktische Umsetzung der Argumente des Verbs. • Formen ‚czyta sie±’ und ‚czytano’.’ • Passiv (strona bierna) Miasto zosta!o spustoszone przez z˙o!nierzy.’ • unpersönliche und unpersönlich gebrauchte Verben.’ Bryndza jest wytwarzana z mleka owczego. ‚Schafskäse wird aus Schafsmilch hergestellt.’ Subjektlose Diathese Es ist kein Subjekt vorhanden und das Prädikat ist auf eine bestimmte Wortform festgelegt. Es liegt eine Passivkonstruktion vor. Person Plural mit Null-Subjekt Kazali to zrobic´. ohne dass ein anderes Argument aufgewertet würde. ‚Piotr raucht gerade eine Zigarette.5. das erste Argument verschwindet. ‚Ich habe gegähnt. sondern das zweite. Genus verbi und Diathese 355 Piotr pali papierosa. eine bestimmte Gruppe von Verben erlaubt eine Deagentivierung durch die Umsetzung des 1. Gleichzeitig wird diese syntaktische Realisierung regelmäßig am Verb markiert. ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. Ziewna±!em.’ Ta tkanina dobrze sie± pierze. Arguments in ein Dativobjekt.

bywac´ und dem Partizip Passiv der Verben oder mit der Partikel sie±. Argument Im Unterschied zum Deutschen können auch Verben mit einem Genitiv. Ein Passiv gibt es nur bei transitiven Verben. ‚Die Polen benutzen dieses Wort sehr oft. ‚Wir haben diesen Stoff gewaschen. zostawac´ bzw. also Verben. ! To s!owo jest uz˙ywane bardzo cze±sto.’ Passiv wird als zusammengesetzte Form gebildet mit den Diathese-Tempus-Aspektauxiliaren byc´.oder Instrumentalobjekt passiviert werden. Y) Wer? 1.356 7. ‚Zdzis!aw öffnet das Fenster’ Nicht passivfähig: p!akac´ – Dziecko p!acze.’ Dementgegen erlaubt der Passivtyp mit sie± nur Akkusativobjekte: Pralis´my te± tkanine˛. die mindestens zwei Argumentstellen eröffnen: für den Handelnden (Agens) und dasjenige. zostac´. ‚Der König regiert das Land. Argument p!acze (X) Wer? 1. ! Ta tkanina dobrze sie± pierze.’ Kro´l rza±dzi krajem (Instrumental). Argument Was? 2. . • Typ byc´ + Partizip Passiv (X jest (z)budowany) byc´ verbindet sich mit Verben sowohl des perfektiven als auch des imperfektiven Aspekts. Verben Bildung 380 Von beiden ist das Passiv die markierte Subkategorie.’ ! ‚Das Land wird vom König regiert. Polacy uz˙ywaja± tego s!owa (Genitiv) bardzo cze±sto.’ ! ‚Dieser Stoff wäscht sich gut.’ otwiera (X. es tritt in allen drei Tempora auf.’ ! ‚Das Wort wird oft benutzt. ‚Das Kind weint. auf das die Handlung übergeht (Patiens). ! Kraj jest rza±dzony przez kro´la. Passivfähig: otwierac´ – Zdzis!aw otwiera okno.

Der Lerner sollte diesen Typ nicht eigenständig bilden! Ta tkanina dobrze sie± pierze. Pl. ‚Alle waren/sind den Kugeln und Bomben ausgesetzt/werden ausgesetzt sein. Opony bywaja± produkowane z naturalnego kauczuku. 1. ‚Der Präsident wurde seines Amtes enthoben.’ Wszyscy byli/sa±/be±da± naraz˙eni na kule i bomby. Sg. zostaje zbudowany ist recht selten. jestem wyb(ie)rany jestes´ wyb(ie)rany jest wyb(ie)rany jestes´my wyb(ie)rani jestes´cie wyb(ie)rani sa± wyb(ie)rani ZOSTAC"-Passiv zostane± wybrany zostaniesz wybrany zostanie wybrany zostaniemy wybrani zostaniecie wybrani zostana± wybrani BYWAC"-Passiv (selten) bywam wybierany bywasz wybierany bywa wybierany bywamy wybierani bywacie wybierani bywaja± wybierani . ‚Mozzarella wird aus Kuhmilch gemacht. Pl. 2. Genus verbi und Diathese 357 Ser mozzarella jest robiony z mleka krowiego. ‚Reifen werden bisweilen aus natürlichem Kautschuk hergestellt. 3.’ • Typ zostac´/zostawac´ + Partizip Passiv Perfektiv (X zosta! zbudowany) zostac´/zostawac´ steht nur mit Verben des perfektiven Aspekts. 1. ‚Der Präsident wird seines Amtes enthoben. Sg.5.’ Prezydent zostanie odsunie±ty od w!adzy. Futur: BYC"-Passiv Sg.’ • Typ sie± + finites imperfektives Verb (X sie± buduje) sie± + imperfektives Verb.’ Aber: *Prezydent be±dzie zostawa! odsunie±ty od w!adzy. seltener Typ. 2. 3. kein analytisches Futur! Prezydent zosta! odsunie±ty od w!adzy.7. • Typ bywac´ + Partizip Passiv Imperfektiv (X bywa budowany). ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. diese Form ist umgangssprachlich und unterliegt starken lexikalischen Restriktionen: nur wenige Verben können sie bilden.’ Präsens bzw. Pl.

Argument Subjekt Objekt Subjekt Objekt Der Unterschied zwischen den beiden Sätzen ist darin zu sehen. nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit steht bzw. 1. Pl. im Satz ganz wegfällt. Pl. Argument 2. 1. Argument = Subjekt Aktiv 2. Argument 2. Argument = Objekt 1. 3. Argument 1. Das Passiv wird verwendet. indem es zum Subjekt erhoben wird. 1. zosta!bym wybrany. Argument = Objekt Passiv Passiv: Miasto zosta!o spustoszone (przez z˙o!nierzy). 2. wenn er überhaupt nicht bekannt ist. Pl.358 7. wenn der Handelnde.3. Grundfunktion 381 Im Passiv wird die Hierarchie der Argumente bei der syntaktischen Umsetzung geändert. Verben Präteritum: BYC"-Passiv Sg. Das zweite Argument wird aufgewertet. Argument = Subjekt 2. Sg. ‚Die Tasche wurde gestern abend gestohlen. bywa!bym wyb(ie)rany. 2. 1. by!em wyb(ie)rany by!es´ wyb(ie)rany by! wyb(ie)rany bylis´my wyb(ie)rani bylis´cie wyb(ie)rani byli wyb(ie)rani ZOSTAC"-Passiv zosta!em wybrany zosta!es´ wybrany zosta! wybrany zostalis´my wybrani zostalis´cie wybrani zostali wybrani BYWAC"-Passiv bywa!em wybierany bywa!es´ wybierany bywa! wybierany bywalis´my wybierani bywalis´cie wybierani bywali wybierani Die Konjunktivformen lauten by!bym wyb(ie)rany. Dies kann der Fall sein. Aktiv: Z%o!nierze spustoszyli miasto. dass dasselbe Verb mit seinen Argumenten syntaktisch auf unterschiedliche Weise realisiert wird. indem es entweder ganz weggelassen wird oder zur Präpositionalphrase degradiert wird. Sg. Das für die Stelle des Subjekts vorgesehene Argument wird abgewertet. Teczka zosta!a ukradziona wczoraj wieczorem.’ . das Agens.

’ Przechodzien´ zosta! przyparty do muru przez t!um. ‚Diese Tatsache wurde von der Physik bestätigt. Diese werden dem Passiv meist vorgezogen. Ihnen entsprechen im Deutschen entweder passivische Konstruktionen oder Bildungen mit man. ‚Weizen hat man im Frühling gesät. bei denen das erste Argument wegfällt. unbelebte Agentes.7. 427– 435). Typische Agentes wie Menschen und Tiere können durch przez#+"Akkusativ ausgedrückt werden. Das polnische Passiv ist sehr viel seltener als im Deutschen. Ukradziono teczke±. 7./Mir wurde die Tasche gestohlen. wird aber meist weggelassen. Genus verbi und Diathese 359 In dieser Funktion steht das Passiv in Konkurrenz zu den subjektlosen Verbformen czytano. da es eine schriftsprachliche Färbung trägt. ‚Der Passant wurde von der Menge an die Wand gedrückt.’ Formen: • Indikativ + sie±: meist im Präsens. ‚Man hat mir die Tasche gestohlen.’ 382 . ‚Fisch isst man mit der Gabel.’ Ukradli mi teczke±.5.’ Dom zosta! zalany woda±. ‚Man hat die Tasche gestohlen.’ Der Passivtyp willa sie± buduje erlaubt keinen Agensanschluss. Die Verwendung dieser Formen ergibt sich in der Interaktion von Tempus und Aspekt (s. ‚Ich bin von deinem Erfolg nicht überrascht.5.’ Das Agens kann mit dem Präpositionalobjekt przez#+"Akkusativ oder einem Instrumentalobjekt ausgedrückt werden. Präteritum eher selten (fast ausschließlich von imperfektiven Verben) Rybe± je sie± widelcem.3. Das gilt auch für Gruppenbezeichnungen oder Vermenschlichungen: Miasto zosta!o spustoszone przez z˙o!nierzy.’ Pszenice˛ sia!o sie˛ na wiosne˛. ‚Die Stadt wurde von den Soldaten verwüstet.’ Handelt es sich um unbewusste. Subjektlose Formen ‚czyta sie±’ und ‚czytano’ Die subjektlosen Verbformen sind Bildungen.’ Ten fakt zosta! potwierdzony przez fizyke±. Das Patiens steht hierbei wie im Aktivsatz im Akkusativ. steht dahingegen das Objekt im Instrumental: Nie jestem zaskoczony twoim sukcesem. ‚Man hat mir die Tasche gestohlen. Ukradziono mi teczke±. ‚Das Haus wurde überschwemmt.

podnies´c´ ! podniesiono ‚heben’ ! ‚man hob’. moknie±-t-o Zur Bildung: • -no bei Infinitivstämmem auf -a.’.ä. Diese werden an den Stamm des Partizips Passiv gehängt.’ Im Gegensatz zum Partizip Passiv können diese Formen von transitiven und intransitiven Verben gebildet werden. Ausgeschlossen sind Verben wie szczekac´ ‚bellen’./Chodzono. Die Verbform czytano wird mit Hilfe der derivationalen grammatischen Suffixe -n-/-t-/-on.360 7. Aspekts (aspekt dokonany i niedokonany) entsprechen Eigenschaften aktionaler Situationen./P!akano. mokna±c´ ! moknie±to ‚nass werden’ ! ‚man wurde nass’. Aspektualität 383 Den Funktionen des pf. przeczyta-n-o. denen die Bedeutungen von Verb-Vokabeln entsprechen. Der Aspekt (aspekt) 7. ‚Der Kranke wurde ins Krankenhaus gebracht. cia±gna±c´ ! cia±gnie±to ‚ziehen’ ! ‚man zog’ • -ono bei geschlossenen Infinitivstämmen rozpalic´ ! rozpalono ‚anzünden’ ! ‚man zündete an’. auch 382. zacza±c´ ! zacze±to ‚beginnen’ ! ‚man begann’.oder -episac´ ! pisano ‚schreiben’ ! ‚man schrieb’. Aktionale Situationen sind Sachverhalte. ‚Man läuft/lief herum. und des ipf. ‚Man weint(e). Chodzi sie±. . Das gleiche gilt für einige andere Verben (siwiec´ ‚grau werden’.plus Genusendung Neutrum Singular auf -o gebildet. Verben • -no/-to -Form: Präteritalform (sowohl von perfektiven wie imperfektiven Verben) Chorego przywieziono do szpitala.6. s´witac´ ‚dämmern’.1.’ Beide Formen treten jedoch nur bei Verben auf. wypiec ! wypieczono ‚backen’ ! ‚man buk’ Zur Funktion der unpersönlichen Formen czyta sie± und czytano s. 7. trwac´ ‚dauern’ u.6. die ein menschliches Subjekt haben. rozumiec´ ! rozumiano ‚verstehen’ ! ‚man verstand’ • -to bei Infinitivstämmen auf Vokal und auf Nasal kryc´ ! kryto ‚verbergen’ ! ‚man verbarg’. wolec´ ‚bevorzugen’ u. P!acze sie±.).a.

Der Aspekt 361 Die Funktionen des Aspekts sind Elemente der funktional-semantischen Kategorie Aspektualität. innere Phasen. Sehr wichtig sind die temporalen Funktionen des Aspekts. die die semantische Kategorie Aktionalität und die pragmatische Kategorie der temporalen Definitheit (Episodizität) enthalten.h. – der aktionale Zustandswechsel. zusammen mit einer Funktion der temporalen (gegebenenfalls modalen) Definitheit. Die aktionale Gestalt Während die unten behandelten Funktionen der temporalen Definitheit – ‚episodisch’ und ‚nicht episodisch’ – quasi ‚Außenbeziehungen’ der aktionalen Situation betreffen. ohne Temporalität) Nicht alle Funktionen sind für alle Beschreibungsebenen gleich relevant. – die aktionalen Phasen (Anfang. zeigen die Funktionen der aktionalen Gestalt die ‚innere zeitliche Struktur’ der Situation an. – die aktionale Dauer.7. stative Situation. Die aktionale Gestalt ist insofern eine ‚Phasenstruktur’. Aspektrelevante funktionale Kategorien (zentrale Kategorien fett. Diese innere zeitliche Struktur kann am besten als Aufteilbarkeit der Situation in Phasen umschrieben werden. Die Funktionen dieser Subkategorien treten bei einer Aspektverwendung gleichzeitig auf. die bestimmten formalen Paradigmen auf der morphologischen Ebene zugeordnet ist. Die Funktionskategorie der aktionalen Gestalt umfasst drei Funktionen (Subkategorien): 384 . Sie gehören zur Kategorie der Temporalität und werden im Abschnitt über das Tempus besprochen. In der folgenden Tabelle sind die genannten Begriffe zusammengestellt: Aspektualität Aktionalität pragmatische Definitheit aktionale Gestalt: aktionale Häufigkeit temporale Definitheit modale Ereignis Situationsphasen (= Episodizität) Definitheit Verlauf Zustandswechsel stative Situation aktionale Dauer u. d. – die aktionale Häufigkeit. Zur Aktionalität gehören folgende Subkategorien: – die aktionalen Gestalten: Ereignis. zur Kategorie der pragmatischen Definitheit zusammengefasst werden. Verlauf. Die Aspektualität mit den Subkategorien der Aktionalität und temporalen Definitheit sind rein funktionale Kategorien. Der Aspekt ist dagegen eine morphologische Kategorie. Letztere kann zusammen mit einer marginalen Funktion. die wir als modale Definitheit bezeichnen. Ende).a. unabhängig von bestimmten formalen Bedingungen und Beschreibungsebenen.6.

przeczyta!em ten list ‚ich habe den Brief gelesen’. sondern auch der Unterschied zwischen den Nicht-Ereignissen Verlauf und stativer Situation definiert werden kann. Dem Begriff der Ganzheitlichkeit als Definiens für Ereignisse kann nur der Begriff der Nicht-Ganzheitlichkeit als Definiens für Nicht-Ereignisse gegenübergestellt werden. spac´ ‚schlafen’. pospac´ ‚schlafen’.B. powiedziec´ ‚sagen’.B. ‚als sie über … sprachen. die am Beginn der Herausbildung der konzeptuellen Kategorie Ereignis steht. vgl. Wenn ein Ereignis. die mehrfach auftreten.und Nachstadium konzipiert wird. nicht der Begriff der Ganzheitlichkeit verwendet werden kann. dass …’ Stärker noch als der Begriff der Phase hat auch der Begriff der Grenze eine gewisse slavistische Tradition und eine Reihe verschiedener Interpretationen. Der Begriff Phase ist insofern brauchbarer. In der Polonistik ist als Äquivalent zu den Begriffen Phase und Grenze oder Ganzheitlichkeit der Begriff Zustandswechsel weit verbreitet. dort lesen sie den Brief’. Abgesehen hiervon wurde Ganzheitlichkeit im Strukturalismus als die ‚Gesamtbedeutung des pf. … Verlauf: [–o…o…o–]. otworzyc´ ‚öffnen’.362 7. Verben ‚Ereignis’: Aktionale Situation.B. zobacz. …’ stative Situation: [---] z. die als Abfolge mehrerer Phasen zwischen Vor. Dies entspricht der Wahrnehmung konkreter. znaczyc´ ‚bedeuten’. die ohne Phase konzipiert wird. die als genau eine Phase zwischen Vor. z. so dass u. Über einen solchen Begriff der Ganzheitlichkeit kann insofern der Anschluss an die geistigen Grundlagen der Aspektkategorie hergestellt werden. punktueller Ereignisse. In dieser Grammatik wird der Begriff Zustandswechsel in einem engeren Sinne gebraucht.a. ‚Stative Situation’: Aktionale Situation. Mit dem hier bevorzugten Begiff der Phase. der sich mit dem Strukturalismus ausgebreitet hat. . Doroszewski mo´wi w artykule. juz˙ czyta!em ten list ‚ich habe den Brief schon gelesen’. dann heißt dies. Dies gilt auch für den Begriff der Ganzheitlichkeit. für Ereignisse. Die Unterschiede in den aktionalen Gestalten können in Form von einfachen Schemata und Beispielen der lexikalischen und anderer Beschreibungsebenen verdeutlicht werden: Ereignis = [–o–]. Der Begriff Zustandswechsel ist nur dann als Grundlagenbegriff geeignet. kiedy mowili o …. verstanden.und Nachstadium konzipiert wird. wie bei uns. ‚Verlauf’: Aktionale Situation. z˙e … ‚Doroszewski sagt in dem Artikel. tam czytaja˛ ten list ‚guck. als damit nicht nur der Unterschied zwischen Ereignis und Nicht-Ereignis. als genau eine Phase konzipiert wird. przeczytac´ ‚lesen’. können die vielen Funktionen der Aspekte besser beschrieben werden und der Anschluss zu den kognitiven Grundlagen der Aspektualität hergestellt werden. dass die Situation als Ganzheit aufgefasst wird. kocha!a ‚liebte’. wenn er im Sinne von Phase oder Grenze interpretiert wird. der den der Grenze impliziert. z. Aspekts’. cze˛sto zamyka!em drzwi ‚ich habe oft die Tür zugemacht’.

B. dann ist der Anfang oder das Ende eines Verlaufs (oder der Anfang einer stativen Situation) profiliert und wird als Ereignis konzipiert. vgl. z. dies ist der Standardfall. die Standardform für ein Ereignis dieser Art ist das pf. die den Rahmen eines Beobachtungsintervalls (maximal ca.6. als ‚durativ’ solche Ereignisse oder Verläufe. – der Anfang einer Situation. Verläufe haben immer innere Phasen. kann auch ein Ereignis mehrere Ereignisse enthalten.’ Antek podnosi! wiadra i w kon´cu podnio´s!. Ereignisse haben diese gerade nicht. d. Prinzipiell kann festgehalten werden. als für ein entsprechendes Ereignis. Da der Verlauf seinerseits als Ereignis darstellbar ist.h. Hier wird ein anderer Aspekt verwendet. während Genowefa die Wäsche wusch. Ein Verlauf kann aber auch mehrfache Ereignisse enthalten. – das Ende einer Situation. ale nie podnio´s!. die Gewohnheit zu lesen (wieczorem czytamy ‚abends lesen wir’). dass der Aspekt sich nicht ändert: eine stative Situation kann mehrfache Verläufe implizieren. hob sie aber nicht an (schaffte es nicht). die ein Ereignis oder ein Verlauf einnimmt und daher fast ausschließlich auf konkrete. Der Aspekt 363 Verschiedene aktionale Gestalten können sich überlagern. Die Phasen selbst unterscheiden sich auch durch ihre Position in der Situation. Solche Phasenprofilierungen können in einer regelmäßigen Wiederholung auftreten und sind dann Bestandteile von nichtepisodischen Situationen (er begann regelmäßig zu …).’ Wenn also eine Situation nicht als ganze das Ereignis ausmacht. Ein Ereignis wiederum kann sein: – die ganze Situation.7. wie bei kiedy macha!a … ‚während sie winkte …’. wenn Situationen von relativ langer Dauer mehrere Situationen von relativ kurzer Dauer enthalten. Als ‚punktuell’ bezeichnen wir Ereignisse. dass Überlagerungen nur möglich sind. vgl. die länger dauern. dann wird von der progressiven Funktion des ipf. deren Anfang und Ende also nicht in ein und dasselbe reale Wahr385 . ‚Antek versuchte die Eimer anzuheben. Dauer Die Phasenstruktur in einer aktionalen Situation ist die Grundlage für die Unterscheidung der aktionalen Gestalten. z. Verb machna˛c´ ‚winken’. 3 sec) nicht überschreiten.’ Die aktionale Subkategorie der Dauer bezieht sich auf die reale Zeit. Phasenprofilierung. Verbs gesprochen: Antek unosi! wiadro. kiedy Genowefa pra!a bielizne˛ ‚Antek hob den Eimer hoch.B. In einer Verlaufssituation kann eine innere Phase profiliert werden. Das kann so vonstatten gehen. pomachac´.: Antek podnosi! wiadra. beobachtbare Vorgänge. ‚Antek versuchte die Eimer anzuheben und hob sie schließlich an (schaffte es).

. Wenn jemand etwas verspricht. Punktuelle Vorgänge sind in realistischen Darstellungen immer Ereignisse. sie können einen sozial relevanten Zustand als Nachstadium infolge der vorausgehenden dynamischen Phase besitzen. Verläufe wie z. vgl. Effekt. Z.: Jak spa!as´ ipf? ‚Wie hast du geschlafen?’ Von einem Zustandswechsel wird hier nur gesprochen.’ Der Zustand der Gesamtsituation ist nach der dynamischen Phase einer transformativen Situation anders. wenn er sensumotorisch beobachtbar ist. also davor. das Schreiben eines Wortes und das eines Buches. die den zeitlichen Rahmen eines Beobachtungsintervalls überschreiten. Konklusive Ereignisse können einen sensumotorisch nicht beobachtbaren ‚Effekt’ haben. ob sie einen beobachtbaren Zustandswechsel involvieren oder nicht. ‚Ich habe den Brief gelesen. vgl.: Zapomnia!em pf to. ‚Ich habe die Tür geschlossen. Ereignisse mit beobachtbarem Zustandswechsel und die entsprechenden Lexeme bezeichnen wir als transformativ. so wird nach dem Versprechen erwartet.364 7.’ Przeczyta!em pf list. die Vorgänge Platzen und Emigrieren. Bei der Verwendung der Verben im Satz hängt die Dauer meist vom Wissen über die involvierten Sachverhalte ab. Blinzeln. vgl. aber Ereignisse sind keineswegs immer punktuell. ‚Der Ölfleck dehnt sich aus. d. ‚Die Wolke vergrößerte sich/dehnte sich aus. handelt es sich um die Dauer von prototypischen Situationen.T. Verben nehmungsintervall fallen.h. gleichartigen. vgl. zyklische Dynamik 386 Ereignisse und Verläufe unterscheiden sich danach. Wenn lexikalischen Bedeutungen eine Dauer zugeordnet wird. Klingeln. wobei mehrere Ereignisse in diesen Rahmen passen. nacheinander geordneten Erscheinungen.B.’ Verläufe ohne beobachtbaren Zustandswechsel als ‚dekursiv’. Winken.: Zamkna˛!em#pf drzwi. ist die Dauer vom Typ der Partizipanten abhängig. Verläufe sind immer durativ. Verläufe mit beobachtbarem Zustandswechsel bezeichnen wir als ‚mutativ’: Chmura powie˛ksza!a ipf sie˛. Trampeln bilden durative Serien von punktuellen. Ereignisse ohne beobachtbaren Zustandswechsel bezeichnen wir als ‚konklusiv’.’ Auch hier ist das Nachstadium der Situation ein anderes als das Vorstadium. vgl.’ Plama ropy rozszerzaipf sie˛. dass der das Versprechen einlöst: Ty to obieca!es´ pf! ‚Du hast das versprochen!’ Stative Situationen (kocham ja˛ ‚ich liebe sie’) involvieren per definitionem keinen Zustandswechsel. ‚Das habe ich vergessen. Zustandswechsel.

Die zyklische Dynamik ist in der Regel der lexikalischen Bedeutung inhärent. im entsprechenden Satzkontext eine Situation mit zyklischer Dynamik bezeichnen: Otwiera!em"ipf drzwi. ‚Lato nimmt den Ball an. von Situationen im inaktuellen Präsens auf andere Zeitstufen und die Nutzung aller Arten von Verben haben zum grammatischen Status der Kategorie der temporalen Definitheit geführt. Realität oder Fiktivität des Geschehens sind dabei unerheblich. dass ein Folgezustand resultiert (vgl.’ Die Übertragung solcher Fälle der sprachlichen Wiedergabe direkter Beobachtungen bzw. der schießt aufs Tor. Im Einzelfall kann eine zyklische Situation so unterbrochen werden. aktuelles Präsens: Patrz.’ Die hier vorliegende ‚Annullierungsfunktion’ ist eine Variante der allgemeinfaktischen Satzfunktion. Es sind Situationen. Lexeme mit punktueller zyklischer Dynamik wie machna˛c´ – machac´ ‚winken’.’ Matka cze˛sto piecze kurczaka. bei denen die lexikalische Bedeutung einen Zustandwechsel denotiert. als eine der beiden spezifischen Funktionsparameter der grammatischen Kategorie Aspekt. die Vorstellung dabei zu sein. tam idzie Jan. die vor dem Eintritt des Nachstadiums wieder rückgängig gemacht werden. Boniek strzela do bramki. ‚Ich habe die Tür auf. Umgekehrt und deutlich öfter können Situationen.und Nachstadium eine relativ starke Dynamik besitzen und trotzdem keinen Zustandswechsel involvieren. podaje do Bon´ka. das konkrete Beobachten oder Erleben realer Situationen. Die Kategorie temporale Definitheit (="Episodizität) hat zwei Bedeutungen (Subkategorien).’ Lato przejmuje pi!ke˛. ‚Jan geht regelmäßig dorthin. gibt ihn weiter an Boniek. manchmal wird von einer ‚Zwei-WegeHandlung’ gesprochen. Sprachlich entspricht dem ein sog. Temporale Definitheit (Episodizität) Konkrete episodische Situationen implizieren.6. ‚Guck. die wie folgt definiert werden können: 387 . Kognitive Basis für die Funktion ‚episodische Situation’ ist die Wahrnehmung. kle˛kne˛!a"pf ‚sie kniete’). dort geht Jan. ‚Jetzt brät die Mutter ein Hähnchen.’ (In einer Reportage) Solche Fälle stehen in Opposition zu den nicht episodischen Situationen im inaktuellen Präsens: Jan regularnie tam chodzi. Der Aspekt 365 Eine Situation kann zwischen Vor.(und wieder zu-) gemacht. ‚Mutter brät oft Hähnchen. informell gesagt.7. die eine zyklische Dynamik haben und Veränderungen involvieren.’ Teraz matka piecze kurczaka. den Eindruck einer beobachtenden Anwesenheit beim Geschehen. vgl.

[…] ‚(1) Sie stellte die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn. Eine aktionale Situation ist also episodisch (oder: temporal definit) dann. pragmatische Lokalisierung charakterisiert werden. (9) – Czy ty mys´lisz o mnie. sie sind Träger von temporaler Kohärenz. wenn der Sprecher anzeigt. (7) Eli chwyci! wiadra i ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. wie die Definition erkennen lässt. Episodische Situationen haben immer mindestens eine Phase. wie die Definitheit des Artikels. (3) – Co powie two´j ma˛z˙? (4) – Jest w pa!acu. ist die aktionale Situation nicht episodisch. dass die Situation im Diskursuniversum zeitlich zu lokalisieren ist. (1) Postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. als eine subjektive bzw. sei es die Sprechsituation (deiktische Lokalisierung) oder eine andere aktionale Situation (taxische Lokalisierung). stativer. gleichzeitig) zu einer bestimmten anderen Situation. nach-. (8) – Zme˛z˙nia!es´ – powiedzia!a Genowefa. Lehmann 1994. (5) – Co powiedza˛ robotnicy? (6) – Pomagasz mi. zu erklären (s. in einem zeitlichen Zusammenhang lokalisiert. Temporale Definitheit ist über die Relation zum psychischen Jetzt. d. Die zeitliche Lokalisierung ist zu verstehen als Herstellung einer bestimmten zeitlichen Relation (vor-. (2) – Nimm die Eimer und komm mit mir an den Fluss. Verben Episodisch: Mit der Äußerung wird signalisiert. der Zeit der Verarbeitung von Wahrnehmungen und sprachlichen Äußerungen. Episodisch sind die Prädikate in (1)–(8) außer in (4). so dass sich der Aspekt im Hinblick auf die Episodizität als Analogon des Artikels erweist. Der Aspekt bedient den Verbbereich. Nicht episodisch: Mit der Äußerung wird signalisiert. (3) – Was wird dein Mann sagen? . kiedy sie˛ nie widzimy? (10) – Mys´le˛ wtedy. nicht episodisch die in (9) und (10). omnitemporaler oder allgemeinfaktischer Satzfunktion. Diese Definition der temporalen Definitheit ist der der referenziellen Definitheit analog. der Artikel den des Substantivs. Gilt dies nicht. dass der Hörer die Situation im Diskursuniversum zeitlich lokalisieren kann. S$nisz mi sie˛. (2) – Wez´ wiadra i chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛. und sie sind per Default einmalig. Hansen 1996) und kann daher.366 7. nie odwracaja˛c sie˛. sie sind ein Ereignis oder ein Verlauf. d.h. Nichtepisodische Funktion haben Prädikate mit iterativer. Episodische Situationen sind. Codziennie. gdy ty o mnie mys´lisz. dass die Situation im Diskursuniversum nicht zeitlich zu lokalisieren ist.h.

‚Guck mal.6. . dass ein bestimmter zeitlicher Zusammenhang mit der Sprechzeit hergestellt wird. fallen die Zeiten des Sprechens und die des Verstehens und Vorstellens der aktionalen Situation zeitlich zusammen. Der Aspekt 367 (4) – Er ist im Palast.’ gelesen und verarbeitet wird.’ Wenn der Satz (11) Janek wszed! do pokoju. In einem typischen Erzählzusammenhang geht dieser Vorstellung die Vorstellung einer anderen Situation voraus und es folgt die einer anderen Situation. da kommt Pawe!. ist der Hörer aufgefordert. außerdem kann auch noch damit das sensumotorische Wahrnehmen zeitlich zusammenfallen. Das kann eine neue Situation sein. wenn der Sprecher den Hörer instruiert. Pawe! przyszed!. Täglich. idzie Pawe!. dann wird eine Vorstellung der Situation aufgebaut. wie in den zuletzt gebrachten Beispielen. Ich träume von dir. Somit kann. dass ein bestimmter zeitlicher Zusammenhang der jeweiligen Situation mit einer anderen Situation verstanden wird. die vom Verb bezeichnete Situation zeitlich relativ zu einer anderen Situation zu lokalisieren. wenn wir uns nicht sehen? (10) – Ich denke an dich. (12) oder (13). dass es sich um eine episodische Situation handelt. ‚Pawe! blieb sitzen’. ‚Pawe! stand daraufhin vom Sessel auf. eine andere aktionale Situation sein. ‚Janek trat ins Zimmer. (5) – Was werden die Arbeiter sagen? (6) – Dass du mir hilfst.’ In einer deiktisch orientierten aktionalen Situation. analog zur Definition der Definitheit des Artikels. (15) oder (16). (8) – Du bist zum Mann geworden – sagte Genowefa ohne sich umzudrehen.7. Pawe! ist gekommen. Dieses Zeitintervall kann. ‚Guck mal. Deiktische temporale Definitheit besteht also darin. in der Janek in das Zimmer tritt. es kann auch die Fortsetzungssituation der vorangegangenen Situation sein (14): (12) Pawe! wsta! wie˛c z fotela.’ (16) Zobacz. Es kann aber auch die Sprechsituation sein. s. (9) – Denkst du an mich.’ (13) Pawe! siedzia! dalej. (7) Eli nahm die Eimer und ging hinter ihr auf dem steinigen Weg her. sie in einen zeitlichen Zusammenhang mit einem in seiner Diskurswelt gegebenen Zeitintervall zu setzen. Temporale Definitheit besteht hier also darin. Dann ist die Relation deiktisch: (15) Zobacz. (14) Pawe! wszed! do pokoju i natychmiast usiad! w fotelu. Anders gesagt: Gibt der Aspekt und sein Kontext zu verstehen. wenn du an mich denkst. gesagt werden: Eine Situation ist episodisch. ‚Pawe! trat ins Zimmer und setzte sich sofort in den Sessel’.

368 7.’ II. Codziennie. ‚Pawe! hat gegen 6 Uhr das Zimmer betreten. Es ist eine iterative Situation: (22) Genowefa stawia!a wiadra na ziemi i odgarnia!a kosmyk z czo!a. Es ist eine stative Situation (also kein Ereignis oder Verlauf): (19) Wiem. Aspekts). ‚Das ist unser Vater. Hier gibt es wiederum zwei Gründe: I. Täglich. […] ‚Von der Diele ging die Treppe ins Obergeschoss. die man auch als Sachlagen bezeichnen kann. ‚Genowefa stellte (dann immer) den Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn. der Verläufe des Denkens an jemanden sind Bestandteil der iterativen Situation. also ‚abgegrenzte’ Objekte und wird nicht mit . könnte also definit lokalisiert werden. Er hat in eurer Armee gekämpft.’ Hier geht es um das bloße Faktum. […]’ (21) – Wszystkim im tak sie˛ tylko wydawa!o. Auch hier können wir viele Übereinstimmungen mit den Verhältnissen beim deutschen Artikel feststellen. allgemeinfaktische Funktion des ipf.’ Bei nicht episodischen Situationen. gdy ty o mnie mys´lisz. Zna wasz je˛zyk. Dies kann prinzipiell aus zwei Gründen geschehen: a) Die aktionale Situation hat zwar Ereignis. nicht gegeben. S$nisz mi sie˛. Walczy! w waszej armii. Verben Der zeitliche Zusammenhang. ‚Ich weiß. ‚Das schien allen nur so. ohne zeitlichen Zusammenhang mit einem Zeitintervall der gegebenen Diskurswelt dargestellt: (18) – To nasz ojciec. b) Die Situation ist für diese Operation nicht geeignet. kann auch durch die Relationierung mit einer öffentlichen Zeit hergestellt werden: (17) Pawe! wszed! oko!o szo´stej do pokoju. wenn wir uns nicht sehen?’ (10) – Mys´le˛ wtedy.’ (9) – Czy ty mys´lisz o mnie. der eine Situation zur Episode macht. dass der Sprecher in der Armee des Gesprächspartners gekämpft hat (sog. kiedy sie˛ nie widzimy? ‚Denkst du an mich. sie wird aber als zeitlich isoliert. ‚Ich denke an dich. die Situation zeitlich in Zusammenhang mit einer anderen Situation zu bringen. Ich träume von dir. wird die Instruktion. Er kennt eure Sprache.’ Die einzelnen Ereignisse des Hinstellens bzw.oder Verlaufsgestalt. Der unbestimmte Artikel ein setzt Individualisiertheit (und damit Zählbarkeit) des Referenten voraus. wenn du an mich denkst.’ (20) Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro.

Bei Stoffnamen wie Mehl wird der indefinite Null-Artikel verwendet. im zweiten um mehrere Realisierungen eines Vorgangs in einer Situation. nur sie sind zählbar. Im Plural können ‚abgegrenzte’. Es können jedoch nur Ereignisse oder Verläufe ein. der Einmaligkeit oder Mehrmaligkeit von Situationen. z. vgl. Es ist ein Unterschied. ob eine Situation wiederholt wird oder ob es mehrere Realisierungen in einer Situation gibt. Eine Situation kann auch aus einer Serie von Vorgängen bestehen. *ich habe ein Mehl gegessen gegenüber ich habe einen Apfel gegessen. keine aktionale Häufigkeit. Im ersten Fall geht es um mehrere Situationen (iterative Funktion). vgl. Der Aspekt 369 homogenen Referenten (Stoffnamen in der Standardbedeutung) kombiniert. dass stative Verben nicht episodisch verwendet werden. mit der allgemeinfaktischen Funktion oder der stativen Funktion.2. Jan nieraz czyta! te˛ ksia˛z˙ke˛ ‚Jan hat dieses Buch oft gelesen’.B. 7.6. haben per Default die Funktion ‚einmalig’. Die Häufigkeit der Vorgänge in einer Situation hängt von der Beschaffenheit der Situation ab. Verben mit progressiver Funktion. Vgl. Eine episodische ist per Default eine einmalige Handlung. Verben sowie ipf. Eine feste Beziehung zwischen temporaler Definitheit und Einmaligkeit oder Mehrmaligkeit von Situationen besteht nicht. Aktionale Häufigkeit Zeitliche Definitheit korreliert eng mit aktionaler Häufigkeit. was der nicht episodischen iterativen Verwendung von – zählbaren – Ereignissen und Verläufen entspricht. ‚Diese Aussage hat oft der Wahrheit entsprochen. vgl.7. die Häufigkeit von Situationen hängt mit der temporalen Definitheit zusammen. Dem entspricht. Die Ebenen der Aspektbeschreibung Bei der Betrachtung der Funktionen des Aspekts müssen zwei Sachverhalte besonders bedacht werden: 389 388 . ob jemand ein Buch mehrere Male liest. Oni (prze)czytali te˛ ksia˛z˙ke˛ ‚Sie haben dieses Buch gelesen’. vgl. Einschränkungen dieser Zusammenhänge zwischen aktionaler Häufigkeit und temporaler Definitheit werden im Abschnitt über die aspektuellen Satzfunktionen erwähnt. das sind pf. oder ob ein Buch von mehreren Personen gelesen wird.oder mehrmalig sein.’ Folgende allgemeinen Aussagen zur aktionalen Häufigkeit können gemacht werden: Verben mit episodischer Funktion.: *Ten pogla˛d cze˛sto odpowiada! prawdzie. zählbare Objekte mit dem indefiniten Null-Artikel verwendet werden. d.6. Ich habe Äpfel gegessen.h. Verben mit nicht episodischer Funktion haben entweder die Funktion ‚mehrmalig’ oder sie vermitteln. Stative Situationen werden selten quantifiziert und ergeben in entsprechenden Kontexten in der Regel bizarre Äußerungen. machac´ ‚winken’.

ein relativ klar begrenztes Paradigma von Endungsmorphemen. Als ebenenübergreifende Begriffe werden die Begriffe für aktionale Gestalten und temporale Definitheit verwendet. Als ‚Formate’ werden hier die Typen von Gebrauchseinheiten im Hinblick auf den Umfang ihrer linearen Bestandteile bezeichnet.und Tempus-Affixe.B.T bereits genannten aspektuellen Termini den entsprechenden Formaten und Funktionskategorien auf den zugehörigen Ebenen zugeordnet. für das Tempus oder das Genus verbi. Funktionsangaben zum Aspekt unabhängig vom Kontext sind also Defaults (Voreinstellungen). die kontextabhängig sind. -a > napisa!a ‚sie hat geschrieben’. usw. die in der Wortform oder im Satz beibehalten oder aber verändert werden können. das sind u. Ihre Entsprechungen auf den Ebenen sind jeweils Ausprägungen dieser Begriffe. vgl. syntaktischen Ebene und der des Textes. deren Inhalt bestimmt ist von ihrer Umgebung. -!-. Die grammatischen Funktionen beziehen sich auf die morphologische Ebene. b) Die Funktionen dieser grammatischen Aspektträger können durch Umgebungsfaktoren. Als allgemeiner Bezugsrahmen werden in der vorliegenden Theorie auch solche Begriffe definiert. die unabhängig von den Ebenen für zentrale Aspektfunktionen verwendet werden und die so den begrifflichen Zusammenhang zwischen den Kategorien auf den verschiedenen Beschreibungsebenen gewährleisten. z. pisa(c´) + na-. wie z. vgl.B. beim Numerus des Substantivs. oder durch Kontext in ihrer Verwendung eingeschränkt oder verändert werden. sondern die Menge der lexikalischen Stämme der Verben ohne Aspektaffix und Aspektaffixe mit rein grammatischer Funktion. czytac´ – przeczytac´ ‚lesen’. . zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’. Für den Aspekt wichtige Formate sind der lexikalische Stamm. die Wortform des Verbs. die Satzfunktionen auf die syntaktische. Dementsprechend wird die Beschreibung der Aspektfunktionen auf verschiedenen Ebenen vorgenommen: auf der lexikalischen. Dabei wird die Konstituenz-Beziehung zwischen den Formaten übereinanderliegender Ebenen abgebildet: So besteht die Wortform des Verbs (Format der morphologischen Ebene) aus dem lexikalischen Stamm (Einheit der lexikalischen Ebene) und den grammatischen Affixen (Einheiten der morphologischen Ebene). zmyc´ – zmywac´ ‚waschen’. das Verb-Prädikat mit seinen Argumenten. nämlich Morpheme derselben Wortform. deiktische und narrative Textpassagen. erfordert ein größeres Format als das des Verbs. Verben a) Träger der Aspektfunktionen ist nicht. Wichtige temporale Funktionen der Aspekte müssen auf der Ebene des Textes beschrieben werden.370 7.a Aspekt. z. Einer Beschreibungsebene gehören ein oder mehrere Formate an. Die Beschreibung von Funktionen der Aspekte. morphologischen. Im folgenden Schema werden die geläufigsten.

z.B. Verläufe und stative Situationen können auch auf der morphologischen und syntaktischen Ebene konstituiert werden. z. znaczyc´ ‚bedeuten’. z. nichtepisodischer Hintergrund deiktisches Präteritum. Satzfunktion Morphologische Ebene Formate: Vokabel – Derivat Kategorie: Aspekt Lexikalische Ebene Format: lexikalischer Stamm Kategorie: Lexikalische Aktionale Funktion konkret-faktische Funktion summarische. przejs´c´ ‚überqueren’ oder uznac´ ‚anerkennen’.7.B.B. Präsens. von der atelischen lexikalischen Bedeutung von wiedziec´ ‚wissen’. Inzidenz.B. stative. Futur und Modalitäten Syntaktische (satzsemantische) Ebene Format: Elementarsatz Kategorie: aspekt. allgemeinfaktische. ‚Verlauf’ ‚stative Situation’ Alle Ebenen temporale Definitheit: ‚episodisch’. Z. s´miac´ sie˛ ‚lachen’. Ereignisse. Der Aspekt 371 aktionale Gestalten: ‚Ereignis’. progressive Funktion perfektiver Aspekt imperfektiver Aspekt telische Lexembedeutung atelische oder diffuse Lexembedeutung Aspektkategorien und ihre Formate auf den Ebenen Auf der lexikalischen Ebene werden Ereignisse von der telischen lexikalischen Bedeutung impliziert.6. der Bedeutung von zamkna˛c´ ‚zumachen’. ‚nicht episodisch’ Textlinguistische Ebene Kategorie: aktionale Chronologie Format: Narrative Passage Format: Situative Passage narrative Sequenz. werden durch die Ableitung von pomo´wic´ ‚(eine Zeit lang) . und stative Situationen. Auf der morphologischen Ebene können Ereignisse durch grammatische Derivation konstituiert werden. analog Verläufe. exemplarische Funktion iterative. Vorzeitigkeit. Parallelismus. von der atelischen lexikalischen Bedeutung von mo´wic´ ‚sprechen’.

dass eine Verlängerung der von diesem Verb bezeichenbaren Situation um eine oder mehrere weitere Phasen. die wir in . Wir sagen: es ist eine telische Situation. wie bei wiedziec´ ‚wissen’. Z. vgl.Wenn dagegen von jemandem gesagt wird: er lief im Zimmer herum. dann ist nicht auszuschließen. auch unter den Termini predel’nost’. znaczyc´ ‚bedeuten’. damit morphologisch-syntaktisch. patrz.B. s´miac´ sie˛ ‚lachen’ impliziert sein können. die in der Literatur u. die aber auch durch Derivation (zamkna˛c´ > zamykac´ ‚schließen’) in Verbindung mit einem entsprechenden Kontext. on zamyka drzwi ‚guck. und ebenso für stative Situationen. dessen lexikalische Bedeutung nicht stativ ist. dass er die Tür danach noch weiter zumachte. In der Kombination czyta!a listy im Sinne von ‚las Briefe (indefinit)’ wird demgegenüber kein Ereignis. atelisch und diffus telisch-atelisch. es kann erst auf der syntaktischen Ebene einen Kontext erhalten. Mit przeczyta!a list ‚las einen Brief’ liegt sowohl ein Derivat mit Ereignis-Funktion als auch ein Kontext mit Ereignis-Funktion vor. Bei dem telischen Verb zamkna˛c´ ‚zumachen’ ist eine Fortsetzung der Situation sachlogisch prinzipiell ausgeschlossen. Sie enthält die Begriffe telisch. Diese von Verben mit atelischer lexikalischer Bedeutung abgeleiteten Derivate bezeichnen dann atelische Ereignisse. nicht möglich ist.a. sondern aufgrund der Kombination der lexikalischen Bedeutung mit einem bestimmten grammatischen Objekt. vgl. Die Konstitution einer Ereignis-Funktion kann auch auf der morphologischen und syntaktischen Ebene zugleich geschehen. Wenn von jemand gesagt wird: er machte die Tür zu. Eine von einem telischen Verb bezeichnete Situation hat eine echte. So kann czytac´ ‚lesen’ durch die Kombination mit einem Objekt wie list ‚Brief’ ein Ereignis bezeichnen (czyta!a list ‚las einen Brief’). mit dem diese Festlegung geschieht. Ähnliches gilt für Verlaufsfunktionen. die wir in einem Gedankenexperiment vornehmen könnten. ‚innere Grenze’. ist auszuschließen. Es würde sich dann nicht mehr um eine Situation handeln. boundeness figuriert. Verben sprechen’. die durch die lexikalische Bedeutung impliziert sein können. Allgemein gesagt: Eine telische Situation impliziert. Die Fügung czyta!a list ‚las einen Brief’ bezeichnet ein Ereignis. Ein Verb muss nicht auf eine telische oder atelische lexikalische Bedeutung festgelegt sein. uznawac´ ‚anerkennen’.372 7. dass eine Verlängerung der von diesem Verb bezeichenbaren Situation um eine oder mehrere weitere Phasen. Betrachten wir nun die Funktionen näher und beginnen mit der Kategorie Telizität. in der Sache liegende. konstituiert werden können. oder die syntaktisch konstituiert sein können. vgl. in kos´cio´! nie uzna! s´lubu ‚die Kirche erkannte die Ehe nicht an (die Anerkennung lag nicht vor)’. sondern ein Verlauf bezeichnet. die lexikalisch. aber nicht aufgrund der lexikalischen Bedeutung allein. zas´miac´ sie˛ ‚(auf)lachen’ die Bedeutungen der unmarkierten atelischen Verben auf bestimmte Weise so verändert. dass er danach noch weiter im Zimmer herumlief. ohne eine andere Situation zu bezeichnen. Allgemein gesagt impliziert eine telische Situation. Grenze. mo´wic´ ‚sprechen’. würde bei dem telischen usia˛s´c´ ‚sich hinsetzen’ eine Fortsetzung der Situation mit dem Verb sie-dziec´ ‚sitzen’ bezeichnet. die mit diesem Verb bezeichnet wird. Grenzbezug. er schließt gerade die Tür zu’.

zu chodzic´ ‚herumlaufen’: ‚während sie gerade … herumlief’.). weil erst auf dieser Ebene der Satzkontext einbezogen wird.B.u. der progressiven Funktion. aus einer Phase besteht. zamkna˛c´ ‚zumachen’. d. zamykac´ ‚schließen’.B. Verben mit gleicher lexikalischer Bedeutung als Aspektpartner gegenüber. Auf der textuellen Ebene werden die Kombinationen von kontextuell spezifizierten Verb-Wortformen ohne und mit aspektbildendem Affix beschrieben. beschrieben. wird die ererbte Ereignisfunktion des Verbs zamkna˛c´ ‚schließen’ durch die Verlaufsfunktion ersetzt. welche die EreignisFunktion verändern könnten.und Verlaufsfunktion ist auf dieser Ebene besonders deutlich beim Erzählen zu erkennen: Da mit einem perfektiven Prädikat wie zamkna˛ ! ‚er machte zu’. Eine telische Situation impliziert. ‚während sie gerade … schließen wollte’. Die Wirksamkeit der Ereignis. ist erst auf der syntaktischen Ebene entscheidbar. dass die Handlung in Richtung auf die Erreichung der lexikalisch gesetzten ‚inneren Grenze’ verläuft. Wir haben hier sozusagen eine Null-Umgebung. also z. dass es ipf. Ihr entsprechen deutsche Äquivalente wie ‚sie war dabei … zu schließen’. zu mo´wic´ ‚sprechen’: ‚sie war dabei zu sprechen’. Verben bestimmte aspektuelle Funktionen haben können. bezeichnet wird. Aspekts werden erst auf der syntaktischen Ebene durch Kontexte spezifiziert. Aspekts gegenüber. Mit einer der Satzfunktionen des ipf. kommt das Verb in das Paradigma des ipf. dem Genus verbi u. die mit diesem Verb. Die telische lexikalische Bedeutung. Betrachten wir dann das Verb auf der morphologischen Ebene. Aspekts an. expliziert. und des ipf.a. Die lexikalische telische Bedeutung bleibt dabei erhalten.h. wäre nun zu schildern. dass die Situation per Default ein Ereignis ist.7. vgl. Über das Verb zamykac´ ‚schließen’ auf der morphologischen Ebene kann nur gesagt werden. morphologische Bedeutung (s. ist und dass ipf. z. pomo´wi! ‚er . Sehen wir uns also die Umgebungen je nach Ebene an. Auf der morphologischen Ebene werden auch die Möglichkeiten und Beschränkungen der Kombination mit anderen Kategorien der morphologischen Ebene. wird unabhängig von Umgebungen. dass die entsprechende Funktion solange besteht.B. Sie äußert sich darin. wie sie nicht durch Umgebungsfaktoren revidiert wird. und die ipf. Da ‚per Default’ heißt. von zamkna˛c´ ‚schließen’. Im Hinblick auf die Funktionsseite stehen sich sehr allgemeine Bedeutungen des pf. es hat ‚perfektiv’ als grammatische Bedeutung. zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’. Durch die Suffigierung. Der Aspekt 373 einem Gedankenexperiment vornehmen könnten. Aspekts und erhält dessen allgemeine. welche die Ereignis-Funktion impliziert. Die Funktionen des ipf. den Zusammenhang zwischen Verbform und Verbfunktion auflösen würde. Es würde sich dann nicht mehr um eine Situation handeln. z. Ohne Affigierungen behält es seine Ereignis-Funktion und gehört dem Paradigma des pf. Ob das imperfektive Verb diese progressive oder eine andere Funktion hat.6. wozu entsprechende Umgebungen führen können. dem Tempus. Auf dieser Ebene stehen sich die pf. Bei einer atelischen lexikalischen Bedeutung in dieser Funktion fehlt die Bewegung hin zu einer ‚inneren’ Grenze. Aspekts. vgl.

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7. Verben

sagte’ oder przeczyta! list ‚er las den Brief’ ein Ereignis bezeichnet wird, heißt das für den Hörer oder Leser, dass das, was im nächsten pf. Prädikat genannt wird, eine neue Situation ist, die der vorher genannten folgt. Daher wird eine Abfolge von Prädikaten wie zamkna˛! drzwi i przeczyta! list ‚schloss die Tür und las den Brief’ als Handlungssequenz verstanden. Demgegenüber wird eine Abfolge von ipf. Prädikaten mit (progressiver) Verlaufsfunktion, vgl. kiedy ona juz˙ mo´wi!a o gos´ciu, on jeszcze zamyka! drzwi ‚während sie schon über den Gast sprach, machte er noch die Tür zu’ als zeitlicher Parallelismus verstanden. Gehen wir noch einmal zur lexikalischen Ebene zurück und betrachten atelische Verben wie chodzic´ ‚herumlaufen’ oder mo´wic´ ‚sprechen (mit)’. Ihre atelische lexikalische Bedeutung impliziert einen Verlauf, also eine Situation, die aus mehreren Phasen besteht. Es ist ein atelischer Verlauf, einer, der nicht auf eine bestimmte sachliche ‚Grenze’ hinsteuert, wie wir das bei zamykac´ ‚zumachen’ gesehen haben. Durch Präfigierung mit po- erhält das ipf. mo´wic´ ‚sprechen’ den pf. Aspektpartner pomo´wic´ ‚(eine Zeit lang) sprechen (mit)’. (Wenn mo´wic´ die lexikalische Bedeutung ‚sagen’ hat, ist es telisch und hat einen anderen pf. Aspektpartner, powiedziec´.) Bei pf. Derivaten wie pomo´wic´ ist das Ereignis nicht lexikalisch, sondern grammatisch gesetzt. Die Ereignis-Gestalt ist nicht durch einen abgeschlossenenen Sachverhalt begründet, sondern als eine rein zeitliche zu verstehen. Das ipf. Verb mo´wic´ hat, wie das ipf. zamykac´, eine Reihe potenzieller Funktionen, darunter die progressive, die erst in ihrem Satzkontext, auf der syntaktischen Ebene, spezifiziert werden. Auf der textuellen Ebene spielt dann die Frage, ob das Verb telisch oder atelisch ist, keine wesentliche Rolle mehr, hier steht der Unterschied zwischen den syntaktischen Funktionen des pf. und ipf. Aspekts im Vordergrund. Die Ebenen sind auch wichtig für die Korrelierung von Aspektpartnern und -paaren. Dies zeigt sich deutlich zunächst bei diffuser, telisch-atelischer lexikalischer Bedeutung. Da sie im Hinblick auf die Telizität nicht eindeutig ist, ist erst mit Kontext zu erkennen, ob die dargestellte Situation telisch oder atelisch ist oder diffus bleibt. Wie gesehen, wird mit dem Objekt list in przeczyta! list ‚hat den/einen Brief gelesen’ eine sachliche Grenze geliefert. Ist der Brief gelesen, kann er nicht weiter gelesen werden, so wenig, wie die Tür im Falle von zamkna˛!em weiter geschlossen werden kann. Die dargestellte Situation ist damit telisch. Das diffuse telisch-atelische Verb czytac´ wird mit solchem Kontext, also erst auf der syntaktischen Ebene, ein telisches Prädikat. Erscheint ein Objekt listy mit indefiniter Funktion (czyta! listy ‚las Briefe’), dann wird mit dem Kontext keine sachliche Grenze gesetzt und wir haben es mit einem atelischen Prädikat zu tun. Während diese Konturierung der diffusen Bedeutung des ipf. Verbs czytac´ ‚lesen’ zu einem telischen oder atelischen Prädikat erst auf der syntaktischen Ebene geschieht, kann die Konturierung auch durch Präfigierung, damit auf der morphologischen Ebene, geschehen. Przeczytac´ ist der telische Aspektpartner, poczytac´ der atelische Aspektpartner zu czytac´. Przeczytac´ muss, da es telisch ist, einen entsprechenden, die ‚sachliche Grenze’ bezeichnenden, telischen Kontext haben, z.B. list ‚den Brief’; poczytac´ muss einen atelischen Kontext haben (der auch in der Abwesenheit eines Objekts bestehen kann). Wir ha-

7.6. Der Aspekt

375

ben hier also zu czytac´ ‚lesen’ mit der einen, lexikalisch diffusen, Bedeutung, mehrere Aspektpartner. Die Anwendung des Terminus Aspektpaar ist nicht nur für diffuse ipf. Verblexeme und ihrer pf. Partner auf die syntaktische Ebene zu beschränken. Sie gilt z.B. auch für die gar nicht seltenen Verbvokabeln, bei denen verschiedenen lexikalischen Bedeutungen verschiedene Aspektpartner entsprechen wie dies bei mo´wic´ – pomo´wic´ ‚sprechen (mit)’, mo´´wic´ – powiedziec´ ‚sagen’ der Fall ist. Denn welche lexikalische Bedeutung von mo´wic´ vorliegt, wird ja erst im Satzkontext klar. Damit wird auch erst im Satzkontext klar, mit welchem pf. Aspektpartner das ipf. mo´wic´ ein Aspektpaar bildet. Die Begriffe Ereignis, Verlauf und stative Situation erfassen nur einen Teil der funktionalen Unterschiede zwischen pf. und ipf. Aspekt. Ein anderer Teil betrifft die temporale Definitheit, die Funktionsopposition zwischen episodischen und nicht episodischen Situationen. Ein Verb wie zamkna˛c´ ‚schließen’ (lexikalische Ebene) oder eine Wortfügung wie przeczyta! list ‚er hat den Brief gelesen’ (syntaktische Ebene) vermitteln ein telisches Ereignis. Die genannten Verben sind perfektiv. Bei den imperfektiven Entsprechungen, also zamykac´ ‚schließen’, czyta! list ‚er hat den Brief gelesen’ können ebenfalls telische Ereignisse vermittelt werden, obwohl die Verben nicht pf. sind. Dies kann z.B. dann gegeben sein, wenn die jeweilige Handlung durch den Satzkontext als regelmäßig wiederholt und damit temporal indefinit lokalisiert ist, hier als ‚nicht episodisch’ dargestellt. Gleichgültig, welche Namen man für dieses Phänomen der zeitlichen Definitheit verwendet, es reicht jedenfalls nicht aus, nur Ereignisse und Verläufe zu unterscheiden, um die Opposition zwischen pf. und ipf. Verben zu beschreiben. Ereignisse können von ipf. Verben genauso wie von pf. Verben bezeichnet werden. Der Unterschied zwischen ipf. zamyka!a in der Bedeutung ‚schloss regelmäßig’ und pf. zamkne˛!a besteht nicht in der Ereignis-Gestalt, sondern darin, dass das ipf. Verb mit dieser Funktion eine nicht episodische, d.h. als zeitlich indefinite Situation darstellt, das pf. Verb eine episodische, zeitlich definite. Die Funktionen der temporalen Definitheit sind auf verschiedenen Ebenen anzusetzen: 1. Lexikalische Ebene: Die Explikationen der lexikalischen Bedeutungen implizieren bei den Lexemen mit stativer Bedeutung die Funktion ‚nicht episodisch’, vgl. kochac´ ‚lieben’, wiedziec´ ‚wissen’. Die anderen lexikalischen Bedeutungen implizieren oder enthalten nicht die Funktion ‚episodisch’ bzw. ‚nicht episodisch’. 2. Morphologische Ebene: Der pf. Aspekt impliziert per Default die Funktion ‚episodisch’, vgl. zamkna˛c´ ‚schließen’, przeczytac´ ‚lesen’. Dieser Default kann auf der syntaktischen Ebene aufgehoben werden. 3. Syntaktische Ebene: Hier wird beschrieben, wie die Funktionen ‚episodisch’ bzw. ‚nicht episodisch’ mithilfe des Kontextes konstituiert werden (wenn sie

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7. Verben

nicht von der lexikalischen oder morphologischen Ebene einfach übernommen werden). 4. Text-Ebene: Auf dieser Ebene wird die Konstituierung der temporalen Kohärenz beschrieben, u.a. auf der Basis der Unterscheidung episodischer und nicht episodischer Situationen. Das hinsichtlich der Verteilung und Veränderung der zentralen aspektuellen Funktionen Gesagte kann wie folgt zusammengefasst werden: Die Beschreibung der Funktionen besonders der ipf. Verben wird erst dann durchsichtig, wenn dabei die verschiedenen Ebenen beachtet werden. Verben wie znaczyc´ ‚bedeuten’ haben bereits auf der lexikalischen Ebene stative Funktion, die sie bis zur Textebene beibehalten. Dagegen können Verben wie zamykac´ ‚schließen’ episodische und nicht episodische Ereignisse und Verläufe, auch stative Situationen, bezeichnen. Erst im Satzkontext wird festgelegt, mit welchen aspektuellen Funktionen seine lexikalische Bedeutung ‚schließen’ kombiniert ist. Lexikalische Ebene: Implikation der aktionalen Gestalt (telische lexikalische Bedeutung ! Ereignis-Funktion; atelische lexikalische Bedeutung ! Verlauf- oder stative Funktion; diffuse telisch-atelische lexikalische Bedeutung ! diffuse EreignisVerlaufsfunktion). Morphologische Ebene: Grammatische Derivation von Partner-Verben mit Veränderung der aktionalen Gestalt und/oder der temporalen Definitheit. Syntaktische Ebene: Kontextuelle Spezifizierung von solchen aspektuellen Funktionen, die durch diffuse lexikalische Bedeutungen und/oder die Polyfunktionalität des ipf. Aspekts gegeben sind. Die aspektuelle Derivation führt immer zu einer Revision bestimmter gegebener Default-Funktionen von aspektuell unmarkierten Verben. Revisionen der aspektuellen Funktion sind auch durch den Satzkontext möglich. Neben den genannten Veränderungen auf der morphologischen und syntaktischen Ebene steht natürlich die einfache Übernahme der Funktionen von Einheiten der jeweils tiefer liegenden Ebene auf die nächst höhere, also z.B. die Übernahmen von EreignisFunktionen, die lexikalisch impliziert sind, auf die morphologische Ebene oder von Derivat-Funktionen auf die syntaktische Ebene. Die Übernahme der Funktionen der syntaktischen Ebene und ihre Kombination auf der Text-Ebene führen dann zu bestimmten Funktionskonstellationen, die typisch für Gespräche oder Erzählungen sind. Erst auf dieser Ebene ist in aller Regel erkennbar, worin überhaupt der kommunikative Sinn all der aspektuellen Funktionen der tiefer liegenden Ebenen besteht.

7.6. Der Aspekt

377

7.6.3. Die lexikalische Ebene Verb-Vokabeln und Verb-Lexeme Vokabeln wurden oben definiert als Wort-Typen ohne grammatische Affixe. VerbVokabeln sind damit Verben ohne partnerbildendes Aspektaffix (im Aktiv), wie ipf. pisac´ ‚schreiben’ oder pf. przepisac´ ‚abschreiben’. Sie haben in der Regel mindestens ein potenzielles Affix für mindestens einen Aspektpartner, vgl. napisac´ ‚schreiben’ bzw. przepisywac´ ‚abschreiben’. Der Ausdruck Lexem wird verwendet für die Verbindung der äußeren Form einer Vokabel mit genau einer lexikalischen Bedeutung gebraucht, sei es der einzigen, sei es, bei Polysemie, einer von mehreren Bedeutungen. Die lexikalischen Bedeutungen, besonders von ipf. Verben, können verschiedene Aspektfunktionen haben. Entsprechend den verschiedenen lexikalischen Bedeutungen kann eine Vokabel Lexeme mit verschiedenen Aspektpartnern haben, z.B. gotowac´ 1. > ugotowac´ 2. > zagotowac´ ‚kochen’ ‚zum Kochen bringen’
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Die Beschreibung eines Verb-Lexems enthält demgemäß in der Regel die Angabe des jeweiligen Aspektaffixes, mit dem der Aspektpartner gebildet wird (gegebenenfalls die Angabe mehrerer Affixe), vgl. z.B. das Lexem gotowac´ 2. mit der Angabe zur Bildung des Aspektpartners in der Klammer: gotowac´ ipf. 2. ‚zum Kochen bringen’ (pf. za-)

Genaugenommen müsste nicht, wie meist, von ‚Verbkategorien’, gesprochen werden, sondern von ‚Lexemkategorien’ bzw. ‚aspektrelevanten Kategorien lexikalischer Bedeutungen’. Die Lexemtypen Die zentralen Funktionen der aktionalen Gestalt werden hier, wenn sie Komponenten der lexikalischen Bedeutung des Verbs sind, als Lexikalische Aktionale Funktionen bezeichnet. Die Unterkategorien bildenden peripheren aktionalen Kategorien des Zustandswechsels usw. sind dann Subkategorien der Lexikalischen Aktionalen Funktion. Diese aktionalen Funktionen werden von der Verb-Vokabel auf die derivierten Aspektpartner vererbt. Sie können dort durch die grammatische Funktion des Aspektaffixes überlagert und auf der syntaktischen Ebene durch Kontext modifiziert werden. Verb-Lexeme werden entsprechend ihrer Lexikalischen Aktionalen Funktionen in Lexemtypen kategorisiert. Da die lexikalische Bedeutung allen Aspektpartnern eines Verballexems gemeinsam ist, ist ihnen auch die Lexikalisch Aktionale Funktion gemeinsam. Diese gemeinsamen Merkmale fundieren die Lexemtypen. Die Typen haben bestimmte
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378

7. Verben

lexikalische, morphologische und syntaktische Potenziale, die in verschiedenem Umfang im einzelnen Vorkommen des Lexems realisiert sind. Die Lexemtypen unterscheiden sich zunächst danach, wie die Funktion ‚Ereignis’ (einphasige Situation) im Lexem vertreten ist. Zur Feststellung kann das Auftreten der Ereignisfunktion bei ipf. Verben herangezogen werden, und zwar in solchen Kontexten, in denen die aktionale Gestalt, also die zentrale Lexikalische Aktionale Funktion, nicht durch kontextuelle Einflüsse verändert wird, sondern unverändert in den Satz vererbt wird. Das ist vor allem der Fall bei der iterativen Funktion in neutralem Kontext: (1) Genowefa stawia!a wiadra na ziemi i odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellte (dann immer) die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn.’ Außerdem ist die lexikalische Ereignis-Funktion im historischen Präsens erkennbar. Wenn ein ipf. Verb im historischen Präsens durch ein pf. Verb mit gleicher Bedeutung ersetzt werden kann (durch seinen Aspektpartner), dann hat es offensichtlich ‚Ereignis’- Funktion, denn ein pf. Verb hat immer Ereignis-Funktion. Vgl.: (2) pf. Präteritum: Genowefa postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellte die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn.’ (3) ipf. historisches Präsens: Genowefa stawia wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellt die Eimer auf den Boden und streicht sich eine Strähne aus der Stirn.’ Entsprechend diesem Kriterium gibt es folgende drei aktionalen Haupttypen von Verben (internationale Termini in runden Klammern, (…), Symbolisierung in geraden Klammern, […]): • Ereignis-Lexeme (telische Lexeme), [–o–], z.B. otworzyc´ ‚öffnen’, przeczytac´ ‚lesen’, powiedziec´ ‚sprechen’. • Lexeme ohne Ereignisfunktion (atelische Lexeme), d.h. mit Verlaufsfunktion, [o…o…o], z.B. spac´ ‚schlafen’, patrzyc´ ‚schauen’; oder mit stativer Funktion, [---], z.B. znaczyc´ ‚bedeuten’, wiedziec´ ‚wissen’. • Ereignis-Verlaufslexeme, (aktional diffuse Lexeme), [–(o…)o(…o)–], z.B. czytac´ ‚lesen’, tan´czyc´ ,tanzen’. Die Lexikalische Aktionale Funktion eines Lexems ist, ausgehend von den Definitionen für die aktionalen Gestalten, an der Beschreibung (Explikation) der lexikalischen Bedeutung zu erkennen. Gilt die lexikalische Beschreibung für genau eine Phase zwischen Vor- und Nachstadium einer Situation, dann hat das Lexem Ereignis-Funktion, vgl. zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’. Die Einphasigkeit der Situation des Auswaschens wird durch die Funktion des

7.6. Der Aspekt

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imperfektivierenden Suffixes überlagert, wenn es die syntaktische Aspektfunktion ‚episodischer Verlauf’ hat. Die vom Verb dargestellte Situation ist dann mehrphasig, vgl. kiedy zmywa!, … ‚als er am Auswaschen war, …’. Gilt die lexikalische Beschreibung für eine beliebige Phase einer aktionalen Situation, dann hat das Lexem Verlaufsfunktion, vgl. p!akac´ ‚weinen’. Im Derivat pop!akac´ ist die Eigenschaft der Mehrphasigkeit des Weinens überlagert durch die Funktion des perfektivierenden Affixes, das Einphasigkeit vermittelt. Gilt die lexikalische Beschreibung für die gesamte Situation und jeden Zeitintervall der Situation, jedoch nicht für eine Phase (weil die Situation nicht über eine solche verfügt, sondern nur ein Stadium besitzt), dann hat das Lexem stative Funktion, vgl. wiedziec´ ‚wissen’, znaczyc´ ‚bedeuten’. Die Bedeutung der aktional diffusen Lexeme impliziert ein Ereignis und/oder einen Verlauf. Im Satzkontext kann die Bedeutung zu einem Ereignis oder Verlauf konturiert werden, muss aber nicht. Die Explikation der lexikalischen Bedeutung enthält eine inklusive Disjunktion, sie gilt in Abhängigkeit vom Kontext (a) für genau eine Phase, (b) für eine beliebige Phase oder es bleibt unklar, ob (a) oder (b) zutrifft. Eines dieser durchaus zahlreichen Lexeme ist czytac´ ‚lesen’, dessen lexikalisch aktionale Funktion je nach Kontext zu einem Ereignis konturiert werden kann, vgl. czyta! ten list (mit dem Ende des gelesenen Briefs tritt das Ende der aktionalen Situation ein, mit czyta! ten list ‚er hat den Brief gelesen’ kann eine weitere Situationsphase nicht bezeichnet werden, eine Fortsetzung dieser Handlung ist nicht möglich). Oder die lexikalische Bedeutung wird zu einem Verlauf konturiert, vgl. kiedy czyta!, … ‚als er las …’. Die Handlung ist im Fortschreiten, es wird keine Phase bezeichnet, nach der die Fortsetzung dieser Handlung nicht mehr möglich ist. Die Diffusität der Bedeutung kann aber auch auf die syntaktische Ebene vererbt werden und die aktionale Situation kann unkonturiert im Satz erscheinen, vgl. Czy czyta!es´ listy? ‚Hast du (die) Briefe gelesen?’ Weiteres hierzu bei der syntaktischen Beschreibung. Als oberstes Unterscheidungsmerkmal der Lexem-Subtypen wird die Mehrphasigkeit des ipf. Verbs und der beobachtbare Zustandswechsel bei pf. und ipf. Verben herangezogen werden. Dass das ipf. Lexem lexikalisch mehrphasig ist, kann man daran erkennen, dass es in der progressiven Funktion auftreten kann. Vgl.: (4) Verlaufslexem: Kiedy Genowefa stawia!a wiadra na ziemi, odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Als Genowefa die Eimer auf den Boden stellte, strich sie sich eine Strähne aus der Stirn.’ (5) Statives Lexem: *Kiedy Genowefa wiedzia!a to, odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Als Genowefa das wusste, strich sie sich eine Strähne aus der Stirn.’ Für die Unterscheidung der atelischen Lexeme in Verlaufslexeme und stative Lexeme ist dieses Kriterium das geeigneteste. Weniger geeignet ist es für die weitere Unterscheidung

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7. Verben

der telischen und der diffusen Lexeme in Subtypen. Die Feststellung der Progressivität hängt bei den telischen Lexemen sehr davon ab, welche Kontexte man findet oder sich einfallen lässt. Daher wird hier dem Merkmal ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ (s.o.) der Vorrang eingeräumt, zumal die Korrelation mit der Verwendung in progressiver Funktion hoch ist: Lexeme mit der lexikalischen Funktion ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ sind progressionsfreundlich, solche ohne diese Funktion progressionsfeindlich. In der folgenden Tabelle sind für jeden Subtyp beide Kriterien aufgeführt (2. und 3. Spalte), das entscheidende befindet sich jedoch im grundierten Kasten. In Klammern gesetzt ist das mitlaufende Kriterium, das dann zwar ein typisches Merkmal erfasst, jedoch bei der Klassifizierung der einzelnen Verblexeme eine nachgeordnete Rolle spielt. Lexemtyp mit/ohne lexikalische EreignisFunktion telische Lexeme (Ereignis-Lexeme) Lexemsubtyp mit/ohne lexikaName lischen Zustandswechsel + transformative Ereignis-Lexeme (# accomplishment) zamkna˛c´/zamykac´ ‚schließen’ – konklusive Ereignis-Lexeme (# achievement) po-/chwalic´ ‚loben’ (–) dekursive Verlaufslexeme (# activity) po-/spac´ ‚schlafen’ (–) stative Lexeme (# state) znaczyc´ ‚bedeuten’/Ø + transformativ-mutative Lexeme po-/bielec´ ‚weiß(er) werden’ – dekursiv-konklusive Lexeme po-/prze-/czytac´ ‚(durch)lesen’

ipf. mit/ohne progressive Satzfunktion (+)

(–)

atelische Lexeme (Lexeme ohne Ereignisfunktion) diffuse Lexeme (EreignisVerlaufslexeme)

+

– (+/–) (+/–)

Tabelle der Lexemtypen und Lexemsubtypen Diese Typologie entfaltet ihre deskriptive Wirksamkeit in der Kombinatorik. Dies gilt zunächst für die morphologische Kombinatorik, wenn es also darum geht, mit welchen Formen und welchen funktionalen Veränderungen die grammatischen Derivationen verbunden sind und wie sich die Kombination mit den Tempora und dem Genus verbi auswirkt. Sie wirkt sich außerdem kräftig im Gebrauch auf Satzebene aus, nicht nur im Hinblick auf die Verwendbarkeit der progressiven Funktion. So ist die progressive Satzfunktion bei transformativen Lexemen eine ganz andere, als bei konklusiven. Bei den letzteren ist sie wiederum verschieden je nach Subtyp, d.h., je nachdem, ob soziale oder mentale Akte, vgl. mys´la!a ‚dachte’, punktuelle Situationen, vgl. miga!a ‚blinkte’, oder durative Situationen, vgl. chodzi!a ‚ging’, bezeichnet werden.

4. (b) welche Art morphologischer Kategorie mit welchen grammatischen Bedeutungen durch die systematische Derivation konstituiert wird.7. weil es sich dabei nicht immer um die bloße Addition (kompositionale Kombination) von Funktionen handelt. Diese sind Abstraktionen aus dem Gebrauch eines pf. In dieser Grammatik können nur wichtige und exemplarische Fakten zum Verhalten der Lexeme auf den höheren Ebenen. Wichtig sind folgende Kombinationen: • Aspekt und Modalität • Aspekt und Diathese • Aspekt und Tempus. vgl. (a) wie und mit welchen Ergebnissen die grammatische Derivation von Aspektpartnern abläuft. ohne dass sich der Lexemtyp ändert. bei der grammatischen Derivation und im Satzkontext. kann gesagt werden: • stative und progressive Funktion sind unvereinbar. 7. ‚X hört auf zu’ bzw. dass bei der Bildung von Aspektpartnern die transformativen Lexeme mit Suffigierung durch -(w)a. Sie bestehen also aus Komponenten mehrerer grammatischer Bedeutungen. funktionalen Kategorien des Verbs abläuft. geboten werden. da stative Lexeme immer und dekursive Lexeme oft Zustände bezeichen. • nur bei dekursiver Bedeutung (lexikalischer Verlaufsbedeutung) wie bei spac´ ‚schlafen’. – könnte die Explikation durch ‚X beginnt zu …’. Der Aspekt 381 Hinsichtlich der morphologischen Ebene kann als ein Unterscheidungsmerkmal die grobe Tendenz genannt werden.6. die aus der Beschreibungsperspektive des Aspekts als komplexe morphologische Aspektfunktionen bezeichnet werden können. und mit der Präfigierung durch räumlich motivierte Präfixe gearbeitet wird.usw. während die nichttransformativen Lexeme das Präfix pobevorzugen. mys´lec´ 1. siedziec´ ‚sitzen’ – können delimitative Derivate abgeleitet werden. ‚X fährt fort zu’.B. Diese komplexen morphologischen Funktionen müssen eigens beschrieben werden. ‚nachdenken’ (dekursiv). d. Schwierigkeiten bereitet gelegentlich die Trennung von stativen und dekursiven Lexemen. ergibt die 392 .6. – besteht die Kontrollierbarkeit der Situation durch den Agens. oder eines ipf. Da lexikalische Verlaufsbedeutungen die Phasenstruktur der Situation implizieren. Äquivalente ergänzt werden. ‚meinen’ (stativ) vs. Verbs in Kombination mit mindestens einer anderen grammatischen Bedeutung in derselben Wortform. (c) wie und mit welchen Resultaten die Kombination mit anderen morpho-grammatischen bzw. Z. die keine innere Veränderung durchlaufen. Situationen.h. Die morphologische Ebene Aspektuelle Derivation und Kombination auf der morphologischen Ebene Auf der morphologischen Ebene wird beschrieben. Hieraus ergeben sich Funktionen.

vgl. zusammen mit dem Stamm und dem Affix. zmyc´ (pf. eine große Rolle. Verben haben diejenigen aspektuellen Funktionen. ipf. Aspekts"="Lexikalische Aktionale Funktion. Da sie Default-Funktionen sind.) ‚machen’. die allen Verben dieses Aspekts per Default zukommt. einem Modus und einer Diatheseform auftritt. ergibt sich bei jeder Verwendung ein umfangreicher Komplex aus Aspekt-Diathese-Tempus-Modus-Funktionen. Verben Kombination der Präsens-Futur-Endung mit dem ipf.hat die folgende grammatische Funktion: Es wandelt die aspektuelle Funktion des Stammes in eine oppositive aspektuelle Funktion um. Da die Stämme verschiedene aspektuelle Funktion haben. z. Aspekts unverändert auf die Satzebene vererbt wird. ist Folgendes: Man kann jetzt auf grammatische Weise (fast) alle lexikalischen Stämme und damit lexikalischen Bedeutungen mit (fast) allen aspektuellen Funktionen verwenden. Aspekt eine präsentische Funktion (pisze˛ ‚ich schreibe’). durch den lexikalischen Stamm ausgedrückt.382 7. Genau das ist im Deutschen. Angesetzt werden hier folgende Funktionen: • Morphologische Funktion des pf. nicht möglich. Aspektpartnerschaften werden im Prinzip durch Suffigierung und Präfigierung gebildet. Im Deutschen werden die entsprechenden Funktionen entweder. Das Affix -(w)a-. den aspektuell nicht markierten Verben eines bestimmten Aspekts. gelten sie nur solange. Der Träger der Aspektfunktion ist also in zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’ oder robic´ – zrobic´ ‚machen’ einmal der Stamm und einmal das Affix. Diese Funktionen sind Hypothesen.) ‚auswaschen’ oder zrobic´ (pf. das keinen grammatischen Aspekt hat. Die grammatische Derivation beruht also darauf. Stämme haben und umgekehrt. die zugehörigen Derivate des oppositiven Aspekts abgeleitet werden. bzw. Aspekt eine futurische Funktion (napisze˛ ‚ich werde schreiben’). bzw. also dem jeweiligen Paradigma der pf.) ‚machen’. dass zu den Vokabeln ohne grammatisches Affix. Die so abgeleiteten ipf. wie im Polnischen. Die morphologischen Funktionen des Aspekts 393 Die morphologische Funktion eines Aspekts ist diejenige Funktion. mit dem pf.) ‚auswaschen’. Dieser spielt freilich auch im Polnischen. mit denen das Verhalten der Aspekte im Satz und im Text erklärt werden kann. wie sie nicht durch die Kombination mit bestimmten Kontexten verändert werden. Aspekts ist demgegenüber von der lexikalischen Ebene auf die morphologische . welche die ipf. oder nur noch durch den Kontext. ipf. Aspekts"="‚Episodisches Ereignis’. entstehen durch die Affigierung logischerweise Verben mit verschiedenen Aspekten: zmywac´ (ipf. erscheint sie dort unter der Bezeichnung ‚konkret-faktische Funktion’. robic´ (ipf. Was durch die grammatische Affigierung erreicht wird. Da in der Wortform ein Aspekt immer in Kombination mit einem Tempus. Die Funktion des ipf. Verben und jedem einzelnen pf. Wenn die morphologische Funktion des pf. Verb als vom Satzkontext unabhängigem Typus. • Morphologische Funktion des ipf.

ein Verb mit grammatischem Aspektaffix als ‚aspektuell markiert’. um die Komplexität der Aspektfunktionen und ihr Verhältnis zu den sprachlichen Formen zu erklären. Aspekts ‚nicht episodisches Ereignis’ als auch die Bedeutung des pf. Meist kann erst auf der Textebene begründet werden. Einige Hinweise auf alternative Definitionen der Aspekte seien angefügt. dem perfektiven und dem imperfektiven Aspekt. wenn die Funktionsbeschreibung negativ formuliert wird. Verben verschiedenen Aspekts mit gleicher lexikalischer Bedeutung sind Aspektpartner und unterscheiden sich in der Regel durch das Vorhandensein bzw. die einfachste Ausgangsfunktion zu formulieren. wenn der ipf. im historischen Präsens die Funktion ‚episodisches Ereignis’ haben. als die negative. Diese ist für den ipf. Aspekt wird dann als ‚merkmallos’ expliziert. und ipf. Die morphologischen Aspektfunktionen sind also keine ‚Invarianten’. Dazu wurde oben ein Vorschlag gemacht. ist ein ‚Beweis’ nicht ohne weiteres möglich. Denn im ipf. Der Aspekt 383 vererbt und wird dann auf der Satzebene durch Kontexte in mehrere aspektuelle Satzfunktionen differenziert. Falls damit etwas wie ein Funktionsdefault gemeint ist. Die funktionalen Veränderungen durch aspektuelle Derivation Der Verbalaspekt (aspekt czasownika) besteht aus zwei grammatischen Subkategorien. Da es sich hier um eine theorieabhängige Explikation des polnischen Aspekts als grammatische Kategorie handelt. kann festgestellt werden.7.h. als Bedeutung. Sie enthalten die pf. d. aber noch weniger aussagekräftig. Sofern mit der invarianten Bedeutung eines Aspekts gemeint ist. Die morphologischen Funktionen sind in der Abstraktionsstärke vergleichbar mit den so genannten invarianten Aspektbedeutungen. Präsens können telische Lexeme (="Ereignis-Lexeme) z.6. Diese wiederum sind die Grundlage der Textfunktionen. Eine dritte Art. erscheint uns als das geeignetste. Aspekt auch dann nicht formulierbar.B. die zugrunde liegenden lexikalischen und morphologischen Funktionen als Defaults anzusetzen. Ein Verb ohne grammatisches Aspektaffix wird als ‚aspektuell unmarkiert’ bezeichnet. Das formal unmarkierte 394 . Die angesetzten morphologischen Funktionen müssen sich auf mehreren Ebenen bewähren: auf der morphologischen Ebene selbst bei der Beschreibung der funktionalen und formalen Derivation und auf der syntaktischen Ebene bei der Beschreibung der auf Kontextbedingungen zurückzuführenden Satzfunktionen. so geht es darum. warum ein bestimmter Aspekt verwendet wird. dass die Suche danach bisher ohne Erfolg geblieben ist und bleiben wird. also als durch morphologische Umgebung und Kontext veränderbare Ausgangswerte. das Fehlen von Aspektaffixen. dass die Bedeutung in allen Vorkommen erscheint. eine ‚Invariante’ zu formulieren. wie es zu den einzelnen Satz. dass eine bestimmte Funktion bei jeder Verwendung des ipf. ist zwar korrekt. die sowohl die negativ formulierte Bedeutung des ipf. bzw. Aspekt also wie folgt definiert wird: ‚nicht-episodisches Ereignis’. Der ipf. Das Verfahren. Aspekts gegeben ist. den eigentlich kommunikativ relevanten Funktionen. Aspekts ‚episodisches Ereignis’ umfasst.und Textfunktionen der Aspekte kommt. Verben. pf. Die vorliegende morphologische Beschreibung soll auf möglichst einfache Weise erklären. wenn dieser Ausdruck besagen soll.

zapominac´ ‚vergessen’) wird die Bedeutung des formal unmarkierten Verbs so verändert. dass die morphologische Funktion ‚episodisches Ereignis’ herauskommt. Verben Verb und das formal markierte Derivat bzw. Im Satz- . ingressiv kein morphologischer Aspektpartner atelisch ‚Verlauf’ oder ‚stative Situation’ diffus ‚Verlauf und/oder Ereignis’ > > po-/prze-/czytac´ ‚(durch)lesen’ pobielec´ ‚weiß(er) werden’ Formale und funktionale Veränderungen durch aspektuelle Derivation Bei der Imperfektivierung (zamykac´ ‚schließen’. Diese wird dann mit dem Satzkontext zu den Funktionen der syntaktischen Ebene kombiniert. Verb zamykac´ ‚schließen’ gemacht. Der formal markierte Aspektpartner wird per grammatische Derivation vom formal unmarkierten Verb abgeleitet. Verben kann es im Satz dann zu weiteren funktionalen Veränderungen kommen. delimitativ. Ausnahmecharakter. Sie haben aber. przeczytac´ ‚lesen’ usw. kontextuell isolierter Typus nur noch die Funktion ‚Ereignis’. und dieses hat als morphologischer. In der folgenden Tabelle ist dies jeweils für die Lexemtypen abgebildet: morphologische Funktion des ipf. dass sich beim Derivat jeweils die morphologische Funktion des pf. kontextuell unabhängiger Typus die Funktion ‚episodisches Ereignis’. zachrapac´ ‚schnarchen’.384 7. Es wird durch Suffigierung zum ipf. Aspekts" =!Lexikalische Aktionale Funktion ‚Ereignis’ zamykac´ ‚schließen’ zapominac´ ‚vergessen’ separowac´ ‚trennen’ dzie˛kowac´ ‚danken’ ‚Verlauf’ pracowac´ ‚arbeiten’ chrapac´ ‚schnarchen’ ‚stative Situation’ znaczyc´ ‚bedeuten’ ‚Verlauf und/oder Ereignis’ czytac´ ‚(durch)lesen’ bielec´ ‚weiß(er) werden’ morphologische Funktion des pf. Verb zamkna˛c´ ‚schließen’ hat als morphologischer. Aspekts = ‚episodisches Ereignis’ Lexemtyp formale Derivation telisch ‚Ereignis’ < < > > > > zamkna˛c´ ‚schließen’ zapomniec´ ‚vergessen’ odseparowac´ ‚trennen’ podzie˛kowac´ ‚danken’ popracowac´ ‚arbeiten’. dass nur die lexikalische Bedeutung übrig bleibt. die formal markierten Derivate bilden eine Aspektpartnerschaft. ganz im Gegensatz zu denen der ipf. bzw. Die dabei vonstatten gehenden funktionalen Veränderungen laufen so ab. Auch bei den pf.) wird die Bedeutung des formal unmarkierten Verbs so verändert. des ipf. Verben. Bei der Perfektivierung (odseparowac´ ‚trennen’. popracowac´ ‚arbeiten’. Ein Beispiel: Das telische unmarkierte pf. Aspekts ergibt.

‚dabei sein zu schließen’. also z. Derivat kann daneben auch die progressive Funktion erhalten. ‚zum Kochen bringen’ – zagotowac´ pf (– zagotowywac´"pf) Im Fall von zagotowac´ – zagotowywac´ ‚zum Kochen bringen’ ist vom Aspektpartner ein weiterer Aspektpartner abgeleitet. Der Aspekt 385 kontext kann das Verb dann leicht die iterative Funktion erhalten. das Schließen ist ein Ereignis. das sich vom formal unmarkierten Verb nur in der temporalen Definitheit oder durch Rekategorisierung oder Profilierung unterscheidet (sowie durch mit diesen Operationen eventuell involvierte funktionale Veränderungen). Das ipf. gotowac´ 1.6. dann wird die Ereignisfunktion durch die Verlaufsfunktion überlagert. so wie in den anderen slavischen Sprachen.B.h. auch im Urslavischen). das Verb ohne 395 . mit Wortbildungsmitteln. Im Polnischen wird. Verb odseparowac´ ‚trennen’ kommt zur Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚Ereignis’ die Funktion ‚episodisch’ hinzu. Die formalen Veränderungen durch aspektuelle Derivation Die funktionalen Aspektpartner Die Kategorie des Verbalaspekts kann in anderen Sprachen mit Flexionsaffixen. vgl.B. Verb kann im Satzkontext die gleichen Satzfunktionen erhalten. Das neue Verb erhält in diesem Kontext außerdem die Funktion ‚nicht episodisch’. das schon erwähnte Beispiel gotowac´#ipf. Mit der Derivation des pf. die Funktion ‚iterativ’. wie zamykac´ ‚schließen’. wobei die Ereignis-Funktion regelhaft bestehen bleibt. die Funktion ‚episodisch’ ist dann kontextuell. im Französischen oder Italienischen. z. Daher stehen in den slavischen Sprachen nicht zwei grammatische Formen eines Verbs in grammatischer Opposition.B. der Verbalaspekt derivational. so dass das Verb als morphologischer Typus die Funktion ‚episodisches Ereignis’ besitzt. die Profilierung verändert das Verhältnis zwischen den hervorgehobenen und nicht hervorgehobenen Bestandteilen der lexikalischen Verbbedeutung. also die Funktion ‚mehrfach schließen’. Verb separowac´ ‚trennen’ hat ebenfalls die Lexikalische Aktionale Funktion ‚Ereignis’. Allgemein gesagt verändert die Rekategorisierung nur die Zugehörigkeit zur grammatischen Bedeutungskategorie. czytac´ – przeczytac´ ‚lesen’.7. Aspektpartner werden in der Regel von einem Verb in einer lexikalischen bestimmten Bedeutung abgeleitet. Dieses ipf. markiert. ‚kochen’ – ugotowac´ pf gotowac´ 2. Insofern bleibt die lexikalische Bedeutung des Verbs bei der grammatischen Derivation unverändert. Das aspektuell unmarkierte Verb (d.h. sondern ein Verb und sein grammatisches Derivat. d. Sie sind Aspektpartner. teilweise zusammen mit Tempora ausgedrückt werden (z. Das telische unmarkierte ipf. Als funktionaler Aspektpartner wird hier das Derivat bezeichnet.

Darüber. die keine Aspektpartnerschaft mit einem anderen Verb bilden. relativ spezifische.u. Dabei ist er formal im Hinblick auf die Lexeme mit aspektueller Präfigierung schwächer grammatikalisiert.B. Verb manche ipf. weil ihre Funktion zwar aspektverändernd. solcher Verben. die nur in bestimmten Kontexten eine Partnerschaft eingehen). Dabei ist er formal im Hinblick auf die Lexeme mit aspektueller Suffigierung stärker grammatikalisiert (es gibt viele formale Varianten. aber formal relativ schwach grammatikalisiert. die stativen Lexeme bestehen nur aus einem Verb. die Opposition .386 7. poczytac´ ‚eine Zeit lang lesen’. Aspektuell reguläre Verballexeme bestehen aus zwei Standard-Partnern. Verben mit der delimitativen Funktion ‚eine Zeit lang’. aber komplementäre Funktionen haben.B. d. mit welchem präfigierten pf. gotowac´ 2.T. 2. Peripher sind weiterhin die syntaktischen Partner eines Verbs (solche. vgl. z. Daneben gibt es relativ viele formale Sonderfälle: Suppletiva und Imperfektiva/Perfektiva tantum. 4. gotowac´ 1. Die Nichtanerkennung dieser oder gar aller präfigierten Verben als Aspektpartner führt zur Annahme einer relativ großen Zahl sogenannter ‚aspektuell defektiver’ Verben. dass die aspektuellen Funktionsoppositionen bedient werden müssen (z. aber funktional relativ spezifisch ist.oder deliminative Bedeutung haben.B. Die anderen Aspektpartner sind peripher (zagotowywac´. die eine bestimmte Phasen. czytac´ ‚lesen’) und das häufigste Partnerverb (zagotowac´. Zu den peripheren Aspektpartnern gehören vor allem präfigierte Verben. seine Aspektpartner) bilden ein Verballexem. vgl. Verben Aspektpartnerschaften bilden. gehen die Meinungen z. – ugotowac´ oder gotowac´ ‚kochen’ 2. Er ist funktional stark. zabolec´ ‚anfangen weh zu tun’. – zagotowac´ – zagotowywac´ ‚zum Kochen bringen’. s. przeczytac´). denen aber immerhin -(w)a. sind die Standardpartner das aspektuell unmarkierte Verb (z.gemeinsam ist). zap!akac´ ‚anfangen zu weinen’. Dies sind vor allem pf.T. die z. Demgegenüber wird in dieser Grammatik von folgenden Eigenschaften des Aspekts im Polnischen ausgegangen: 1. posiedziec´ ‚eine Zeit lang sitzen’ und mit der ingressiven Funktion ‚anfangen zu’. In dieser Grammatik wird also die funktionale Seite der Aspektopposition als grundlegend angesehen und die Formen (Affixe) werden nach dem Gesichtspunkt zusammengestellt. So werden einige Verben mit aspektuellem Präfix traditionell als ‚Aktionsart’-Verben bezeichnet und oft von der Bildung von Aspektpartnern ausgeschlossen. weit auseinander. Verben Aspektaffix) in einer bestimmten Bedeutung und sein Aspektpartner (bzw. Enthält ein Lexem mehr als zwei Aspektpartner.. 3. poczytac´).h. es gibt zum einen eine größere Anzahl an Präfixen und häufig gibt es innerhalb eines Verballexems mehrere Partner mit grammatischen Präfixen.

meist mit Präfix prze-. setzt aber einen gemeinsamen Satzkontext voraus. s. die Funktion ‚Ereignis’ (die Satzfunktionen dieses Verbs. Der Aspekt 387 präsentische – futurische Funktion. Mit der Derivation von zamykac´ ‚schließen’ wurde also die Funktion des formal unmarkierten Verbs zamkna˛c´ ‚schließen’ ‚episodisches Ereignis’ zur Funktion ‚Ereignis’ geändert. vgl. Auch die funktionale Seite ist komplex insofern. bestehen: . Wenn dekursive Verben im Satz mit einer Zeitangabe kombiniert sind. wie die der morphologischen Aspektpartner.u. Viele wichtige Funktionen haben jedoch alle Verben eines Aspekts unabhängig vom Typ des Verballexems gemeinsam. Aus praktischen Gründen sollen in diesem Abschnitt über die funktionalen Aspektpartner auch solche behandelt werden. wie ‚iterativ’ oder ‚progressiv’. Sie können als syntaktische Aspektpartner bezeichnet werden. Damit erhalten auch solche Verben den Status des Aspektpartners. auch wenn damit eine geringere formale Regelmäßigkeit verbunden ist. dann kann eine syntaktische Aspektpartnerschaft mit einem perdurativen Derivat. Deren Definition enthält also dieselben Bedingungen. tendenziell für längere Zeiträume. beeinflusst werden. Genus verbi und dem Satzkontext. dass die aspektuelle Funktion des Derivats nur durch die grammatische Operation der Affigierung zustande kommt. Wegen der formalen Unregelmäßigkeit der aspektuellen Affigierung gibt es in Me˛dak (1997) ein vollständiges Verzeichnis der Verballexeme mit den zentralen Aspektpartnern (aber ohne die meisten peripheren Aspektpartner). Mit den im nächsten Abschnitt behandelten Typen von Verballexemen werden die jeweils mit dem Lexemtyp verbundenen Arten der Affigierung und die wichtigsten spezifischen Funktionen genannt. als die Aspekte relativ viele verschiedene Funktionen haben und diese sehr stark von der Umgebung. deren Beschreibung eigentlich die syntaktische Ebene betrifft. Bei den meisten bisher behandelten Aspektpartnern ist die lexikalische Bedeutung des formal nicht markierten Verbs so beschaffen. Die Veränderung beschränkt sich auf die temporale Definitheit und entspricht somit bereits auf der morphologischen Ebene der Definition des funktionalen Aspektpaars. die auf der morphologischen Ebene keine sind. weil sie mehr als nur die in der Definition erlaubten Funktionsunterschiede aufweisen. pisze˛ – napisze˛ ‚ich schreibe – ich werde schreiben’. durch die Interaktion dieser Funktionen mit dem Kontext zustande).7. wie oben gesagt.6.). Derivat zamykac´ ‚schließen’ besitzt auf der morphologischen Ebene nur die Lexikalische Aktionale Funktion des Lexems. Das ipf. vor allem vom lexikalischen Stamm (dem Typ des Verballexems). Tempus. kommen. Sie können als morphologische Aspektpartner bezeichnet werden. Daneben gibt es jedoch Fälle. in denen sich Verben nur in einer oder mehreren grammatischen Aspektfunktionen (also in der zeitlichen Definitheit oder durch Rekategorisierung oder Profilierung) erst im für beide Partner gleichen Satzkontext unterscheiden.

in zatka. Verben sich von ihren pf. oder es tritt zum lexikalischen Stamm hinzu. dass die auf Suffigierung zurückgehenden ipf. strzelac´ ‚schießen’. -a-/-aj. Verben Bawi! ipf tu jedna˛ godzine˛. Zu den Variantenpaaren vgl. Verben ohne Aspektaffix strzelic´ opanowac´ zmyc´ kupic´ Suffixvarianten -a(j)-ywa-/ -uj-(w)a(j)-owa-/-ujpf. das Variantenpaar des Suffixes bei einem Verb mit einem bestimmten Aspekt.‚zustopfen’).’ Funktionale Aspektpartner sind überwiegend morphologische. an. so dass dann zusätzlich zur derivationalen Opposition Stammalternationen bestehen. Partner diffuser ipf. Verbs können sich mehr oder weniger umfangreiche morphonologische Änderungen ergeben. vgl. Verben sehen wir nicht als syntaktisch an. vgl. . Die formale Opposition zwischen zwei durch Suffigierung korrelierten Aspektpartnern kann deshalb auch als Opposition zwischen zwei Formtypen der Verbalstämme bestimmt werden. genauer als Variantenpaar (vgl.’ Przebawi! pf tu jedna˛ godzine˛. a) Derivation von ipf.388 7. Jeder Aspektpartner gehört einem bestimmten Formtyp der Verbstämme im Sinne von 341– 342.– zatykaj. Aspektpartnern durch Suffigierung: 396 Das Suffix tritt in Abhängigkeit von Verbklassen in verschiedenen Varianten auf. daneben gibt es einige andere seltenere Fälle.B. die ja auch in zwei der häufigsten Variantenpaare auftauchen. Aspektpartnern mindestens durch die Suffixphoneme /va/ oder /a/ unterscheiden. dass mindestens eine Form des Variantenpaares die Phoneme /va/ enthält. ‚Er hat hier eine Stunde verbracht. da sie komplementär sind (vgl. beherrschen’ ‚abwaschen’ ‚kaufen’ Durch Suffigierung abgeleitete Aspektpartner Das Suffix tritt entweder an die Stelle des Stammsuffixes des pf. In verallgemeinernder Weise kann somit gesagt werden. syntaktische sind selten und zu den peripheren Aspektpartnern zu zählen. ipf. czytac´ – prze-/po-/czytac´ ‚(durch)lesen’). ‚Er hat hier eine Stunde verbracht. Die ersten drei Variantenpaare des aspektbildenden Suffixes in der obigen Liste sind die häufigen. zmywac´ ‚abwaschen’. Verben mit grammatischem Aspektsuffix (Derivate) strzelac´ opanowywac´ (opanowywa!em. für die hier als Beispiel das Variantenpaar von kupowac´ ‚kaufen’ aufgeführt ist. z. Im Stamm des ipf. Für letztere gilt. die folgende Beispielliste (eine vollständige Aufzählung gibt Gramatyka wpó!czesnego je˛zyka polskiego 1998:566f). opanowuja˛) zmywac´ kupowac´ ‚schießen’ ‚erlernen. Pf. Stammes.

also von Verben mit anderer lexikalischen Bedeutung und in der Regel eigenem Aspektpartner. Wenn das Präfix grammatischen Status hat. dann ist das Derivat Aspektpartner. gegeben ist. Bei einigen Formtypen der Verbstämme tritt das Suffix der ipf. Verb mit Suffix mit /(v)a/ < pf. Das gleiche gilt für die anschließend behandelte Präfigierung. vgl.6. Die phonologische Form von suffigierten Aspektpartnern wird aber vom Lernenden nicht selbst abgeleitet. etwa den Personalendungen der Verben.7. Das eine oder andere regelmäßige Ableitungverfahren kann jedoch als Behaltensstütze genutzt werden. wie sie bei flexivischen Paradigmen. Verbs. Derivate) z-robic´ prze-czytac´ na-pisac´ u-szyc´ po-jechac´ po-mo´wic ‚machen’ ‚lesen’ ‚schreiben’ ‚nähen’ ‚fahren’ ‚sprechen’ . sondern ersetzt ein Suffix des pf. Verbs entspricht aber trotzdem der allgemeinen Suffigierungsregel für ipf. Aspekts aufgefasst werden. dann dient es zur Bildung neuer Vokabeln. rzuc-i-c´ – rzuc-a-c´ ‚werfen’. Aspektpartner nicht zum unmarkierten Verb hinzu. Hat ein Präfix lexikalischen Status. vgl. czyta-m – czyta-sz ‚ich lese – du liest’. b) Derivation von pf. Daneben kann vor allem das Suffix -na˛. die ebenfalls nicht anhand von Regeln vorausgesagt werden kann.: 397 imperfektive Verben ohne Aspektaffix robic´ czytac´ pisac´ szyc´ jechac´ mo´wic´ perfektive Verben mit grammatischem Aspektpräfix (gramm. ogar-na˛-c´ – ogarni-a-c´ ‚umgeben’ Hier könnte man von einer gegenseitigen Ersetzbarkeit der grammatischen Suffixe sprechen.als Markierung des pf. mi-na˛-c´ – mij-a-c´ ‚vorbeigehen’. Die Bildung des ipf. Verb ohne solches Suffix. Aspektpartnern durch Präfigierung Die meisten Präfixe von Verben können im Polnischen lexikalischen oder grammatischen Status haben. Verben. Der Aspekt 389 Diese sehr allgemeine Regel kann dem Polnisch-Lernenden als Stütze bei der Unterscheidung der Aspektpartner dienen. Formal können diese Typen jedoch im Rahmen der Bildung von Aspektpartnern durch Suffigierung verbleiben: • ipf.

mit Verlaufsfunktion: po.‚anfangen zu …’ Beispiel zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’ zapomniec´ – zapominac´ ‚vergessen’ chwalic´ – pochwalic´ ‚loben’ spac´ – pospac´ ‚schlafen’ p!akac´ – po-/za-p!akac´ ‚weinen’ znaczyc´-Ø ‚bedeuten’ bielec´ – pobielec´ ‚weiß(er) werden’ atelische Lexeme (Lexeme ohne Ereignisfunktion) dekursive Verlaufslexeme stative Lexeme diffuse Lexeme (EreignisVerlaufslexeme) transformativmutative Lexeme dekursivkonklusive Lexeme czytac´ – prze(po-)czytac´ ‚(durch)lesen’ Korrelation zwischen Lexem(sub)typen und aspektueller Affigierung .(s-/s´-) am häufigsten. d. Derivate durch ein grammatisches Suffix.‚eine Zeit lang …’ Periphere Partner: mit za. usw. Verben Als grammatische Präfixe werden vor allem verwendet: z.B. oft: za-. przy-. (s. wy-. Lexemtypen und Aspektparnerschaft 398 Es gibt keine festen. selten: od-. dazu die von dieser grammatischen Derivation zu unterscheidende lexikalische Bildung neuer Verb-Vokabeln.) Präfigierung (> pf.h. o-.und Suffigierung). pf. pisac´ > wypisac´ – wypisywac´ ‚ausschreiben’ pisac´ > przepisac´ – przepisywac´ ‚abschreiben. za.‚anfangen zu …’ kein morphologischer Partner Präfigierung (> pf. wz-. durch Suffigierung markiert sind. dass ipf. mit gleichzeitiger Prä.) Suffigierung (> ipf.) Standardpartner.) oder Präfigierung (> pf. verschreiben’ pisac´ > odpisac´ – odpisywac´ ‚abschreiben’. durch Präfigierung. die meistens eigene Aspektpartner haben.390 7. prze-.‚eine Zeit lang. Gramatyka wpó!czesnego je˛zyka polskiego 1998:565) Vgl. przygrywac´"ipf ‚aufspielen’ < grac´"ipf ‚spielen’. d. eine Perfektivierung (Ausnahmen sind minimal. na-. Auch im Gefolge dieser lexikalischen Derivation ergibt sich eine grammatische Änderung. mit Ereignisfunktion: verschiedene Präfixe Periphere Partner. Verben meist durch ein grammatisches Präfix. Lexemtyp telische Lexeme (Ereignis-Lexeme) Lexemsubtyp transformative Ereignis-Lexeme konklusive Ereignis-Lexeme Typische Art der formalen Partnerbildung Suffigierung (> ipf.h. Zunächst kann sehr allgemein gesagt werden. roz-. u-. z. vgl. po-.) Standardpartner: mit po. aber doch lockere Korrelationen zwischen der Lexikalischen Aktionalen Funktion und der Art der aspektuellen Affigierung.

ujrzec´ pf. indem z. vgl. als auch ipf. synonyme Aspektpartner bestehen). Funktion). poranic´ ‚verletzen’. Verben ohne Aspektpartner (Imperfektiva tantum). amputowac´ ‚amputieren’. ‚erblicken’. dzia!ac´ ‚aktiv werden.7. Der Aspekt 391 Sonderfälle Die oben unter a) – b) gegebenen Beispiele bilden Aspektpartner in regulären Verballexemen. ranic´ zweiaspektig und pf. ‚die Sprache verlieren’. meist räumlichem Präfix. daneben z˙yc´´ ‚leben’. Verben sowohl mit pf. musiec´ ‚müssen’. Keine regulären Verballexeme bilden folgende Verbgruppen: c) pf. zaniemo´wic´ pf. mawiac´´ ‚zu sprechen pflegen’. miec´ ‚haben’. sypiac´´ ‚zu schlafen pflegen’. d) ipf. z. vgl.B.h. handeln’. kazac´ ‚anweisen’. … f) Verben.#zdo!ac´ pf. Partner zranic´.h. g) suppletive Aspektpartner: imperfektive Verben brac´ k!as´c´ ogla˛dac´ mo´wic´ widziec´ odchodzic´ wynosic´ perfektive Verben wzia˛c´ po!oz˙yc´ obejrzec´ powiedziec´ zobaczyc´ odejs´c´ wynies´c´ ‚nehmen’ ‚legen’ ‚ansehen’ ‚sagen’ ‚sehen’ ‚weggehen’ ‚hinaustragen’ 399 Die beiden letztgenannten suppletiven Aspektpartner sind Beispiele für die wesentlich größere Zahl von Suppletiva bei den Verben der Fortbewegung mit lexikalischem. awansowac´ ‚befördern’. (beim Lexemtyp der stativen Verben ist das Fehlen eines Partners regulär).6. potrafic´ ‚können’. die irreguläre Aspektpartnerschaften eingehen (d.B. uczestniczyc´´ ‚teilnehmen’. . Verben ohne Aspektpartner (Perfektiva tantum). vgl. e) zweiaspektige Verben (d. die Auxiliare byc´ ‚sein’. padac´ – pas´c´/upas´c´ ‚fallen’. ‚vermögen’. nicht dem Typus des jeweiligen Verballexems entsprechen.

‚Jan geht im Wald umher. ‚Jan trägt einen schwarzen Mantel. ‚Jan geht zur Schule (ist Schüler)’. der Typ chodzic´ ist in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner. wie sie sich einem Beobachter darstellt.’ (in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner) Jan nosi czarny p!aszcz. Für Wiederholungen wird prinzipiell das nicht zielgerichtete Verb verwendet.’ (in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner) . wenn die Fortbewegung auf ein Ziel hin bezeichnet wird. Das zielgerichtete Verb wird immer dann verwendet. Diese Verben werden auch gebraucht für die Fähigkeit oder Gewohnheit. In der Bedeutung ‚Wer kommt da?’ sind Beobachter und Ziel mit dem Sprecher identisch. weil die Wiederholung in der Regel die Rückkehr impliziert. welches Ziel die gehende Person hat.392 7. In der Bedeutung ‚Wer geht da?’ muss der Beobachter nicht wissen. ‚Janek kann schon laufen/schwimmen. eines für zielgerichtete und eines für nicht zielgerichtete Bewegungen: Jan idzie do szko!y. Jeweils für eine der Arten der Fortbewegung. ‚transportieren’ Für bestimmte Funktionen wird jeweils eines der beiden Verben genommen. Das Ziel muss dabei nicht genannt werden. Verben Verben der Fortbewegung Die so genannten Verben der Fortbewegung (czasowniki ruchu) weisen einige formale und funktionale Besonderheiten auf: 400 1. ‚Jan geht in die Schule’. – Jan chodzi po lesie. stehen im Polnischen zwei ipf.’ Jan chodzi do szko!y. Kto tam idzie? ‚Wer geht da/kommt da?’ Dies bezeichnet die Fortbewegung. Verben zur Verfügung. der im Deutschen ein Verb entspricht. eine Bewegung auszuführen: Janek juz˙ chodzi/p!ywa. Die wichtigsten sind: Typ is´c´ zielgerichtete imperfektive Verben is´c´ jechac´ nies´c´ leciec´ p!yna˛c´ wies´c´ wiez´c´ Typ chodzic´ nicht zielgerichtete imperfektive Verben chodzic´ jez´dzic´ nosic´ latac´ p!ywac´ wodzic´ wozic´ ‚gehen’ ‚fahren’ ‚tragen’ ‚fliegen’ ‚schwimmen’ ‚führen’ ‚(etwas) fahren’.

Bei ihr stimmt die Stammvariante nicht mit dem Verb jez´dzic´ überein. fortgehen’. abgeleitet von pf. Verb abgeleitet sind (und nicht durch Präfigierung des Typs chodzic´) zeigt u. 2. z. pomys´la! o swoich grzechach. eigenem ipf. Die präfigierten Verben der Fortbewegung verhalten sich hinsichtlich ihrer Aspektfunktionen im Prinzip wie die anderen Verben. 2.6. odnosic´ ‚abgeben’. Ia. das Derivat von nosic´ ‚tragen’ ist..7. (‚in Pension u. ´ Die Unterschiede in der Ableitung sind funktional erklärbar: der Typ I. eine Form wie das ipf. Ib. is´c´ > wejs´c´ ‚hineingehen’ > wchodzic´. vgl.B. das pf. z. zegarek nie chodzi ‚die Uhr geht nicht’. przenosic´ ‚(irgendwohin) bringen’. wird mit lexikalischen Präfixen mit räumlicher oder davon abgeleiteter übertragener Bedeutung gebildet. wp!ywac´ ‚hineinschwimmen’ usw. ponies´c. ponosic´ ‚eine Zeit lang herumtragen’ (Derivat von nosic´ ‚herumtragen’) gegenüber dem ipf. Aspektpartner po´js´c´ ‚gehen’ und przyjs´c´ ‚kommen’ mit sekundärem Aspektpartner przychodzic´./b. (zielgerichtetes Verb) IIa. Dass bei den präfigierten ipf. vgl. przychodzic´ ‚kommen’.. przenosic´ ‚eine bestimmte Zeitdauer etwas herumtragen’. przechodzic´ ca!y dzien´ ‚den ganzen Tag herumlaufen’. vgl. anstelle eines Suffixes wird hier das nicht zielgerichetete Verb als Suppletivum eingesetzt. > odejs´c´ pf. is´c´ ipf. gehen’) und IIb. die vom jeweiligen präfigierten pf. pop!ywac´ ‚eine Zeit lang schwimmen’. chodzic´ ‚herumgehen’ > pochodzic´ 401 . ‚Jan ging nach Hause. Letzteres ist der Fall. Zu unterscheiden ist die Präfigierung zur Bildung von Aspektpartnern. Aspektpartner pochodzic´ ‚eine Zeit lang umhergehen’. kann nicht immer von der Standardfunktion abgeleitet werden und ist im Wörterbuch nachzuschlagen.B.’ Atelisch: Jan szed! Jerozolimska˛. ‚Jan ging auf der Jerusalemer Straße. abgeleitet von pf. przyjez˙dz˙ac´ ‚ankommen’.. wenn ein Ziel angegeben ist: Telisch: Jan szed! – poszed! do domu. Der Typ is´c´ kann telisch und nicht telisch verwendet werden. is´c´ ipf. IIa./b.ä. dachte an seine Sünden. i poszed! dalej z opuszoczna˛ g!owa˛.. ‚umhergehen’ (nicht zielgerichtetes Verb) pf. Verben zu II.. chodzic´ ipf. Der Typ II. einige aber pf. kann mit Unterschieden in der Ableitung erklärt werden. przenies´c´. sind. vgl. ‚weg-. dass die nicht zielgerichteten präfigierten Verben in der Regel ipf. idzie/chodzi o … ‚es geht um …’. und die zur Bildung von Vokabeln mithilfe von Präfixen mit räumlicher und davon abgeleiteter übertragener Bedeutung.a. das ipf. ‚gehen/kommen’ (zielgerichtetes Verb) pf. Aspektpartner odchodzic´ ipf. z.B.B. wenn jemanden der Zorn ergreift). und ging mit gesenktem Kopf weiter.: Ia. zum oben erwähnten pf. wie odchodzic´ (meist suppletive) Formen vorliegen.’ Die Tatsache. ponosic´ ‚ergreifen’ (z. Der Aspekt 393 Welches Verb in idiomatischen Verwendungen gebraucht wird. II. neue Vokabel mit Bedeutungen wie 1.

Infinitiven. was in diesem Sinne als ‚Aktionsartverben’ angesehen wird. sondern eine zeitliche Bedeutung. Letztere werden in den Abschnitten über Diathese bzw.‚eine Zeit lang’ bzw. atelische. Verben ‚eine Zeit lang herumgehen’. Letztere werden hier nicht behandelt und richten sich zu großen Teilen nach den allgemeinen Gebrauchstendenzen: Telische Situationen werden danach mit pf. In der Slavistik ist er verbreitet als Ausdruck für Derivate. relativ unabhängig von der morphologischen Umgebung in der Wortform sind. lexikalisches Präfix mit räumlicher oder übertragener Funktion). ist in der vorliegenden Grammatik auf das Kapitel zur Worbildung einerseits und die vorangehenden Abschnitte andererseits verteilt. und iterative Situa- . In den letzteren erscheinen die AktionsartVerben als präfigierte Standardpartner und als periphere Aspektpartner. die ja über Variabeln für Aspektpartner verfügen. die spezifisch sind. wird mit dem grammatischen Präfixen po. chodzic´ – pochodzic´ (Perfektivierung durch Präfigierung. die einzelnen Formen und Bedeutungen sind den (ausführlichen) Wörterbüchern zu entnehmen. und solche. grammatisches Präfix mit zeitlicher Funktion). Das. Diathese. wejs´c´ – wchodzic´ ‚hineingehen’ (Imperfektivierung durch Suppletivierung. Morphologische Kombinatorik: Aspekt mit Imperativ oder mit Modalauxiliar plus Infinitiv 403 Die Bedingungen und Resultate der Kombination eines Aspekts mit einer anderen grammatischen Bedeutung der Kategorien Tempus. die zur lexikalischen Wortbildung gehören und in der Terminologie der Wortbildung als ‚Modifikationen’ bekannt sind. grammatisches Präfix). die allgemein gelten.6. Zusammenfassend nochmals die Aspektpartner am Beispiel von ‚gehen’: is´c´ – po´js´c´ (Perfektivierung durch Präfigierung. Hinsichtlich der Verwendung der Verben im Infinitiv ist zunächst zu unterscheiden zwischen modalen Kontexten (Infinitiv nach Modalauxiliaren und modalen Inhaltswörtern) und nicht modalen Kontexten (abhängige Infinitive wie in zdecydowa!em sie˛ przyjs´c´ ‚ich habe mich entschieden zu kommen’). Lexemtypen.5.‚eine angegebene Zeit lang’ gebildet und hat keine räumliche oder davon abgeleitete.h. also nicht um ‚vollwertige’ Vokabeln. die Interaktion mit modalen Funktionen in diesem Abschnitt.394 7. ‚Aktionsarten’ 402 Der Ausdruck ‚Aktionsart’ wurde und wird für sehr viele unterschiedliche Phänomene gebraucht. Das besondere ist dabei. Modalität können unterteilt werden in solche. 7. Hier wird nur das allgemeine Prinzip der Bildung und Verwendung der Verben der Fortbewegung erläutert. insbesondere stative. Tempus vorgestellt. d. Im Westen bezeichnet er sehr oft die Lexikalischen Aktionalen Funktionen bzw. dass es sich meist um modifikative Derivate ohne Aspektpartner handelt. prze.

’ – A s´pijcie"ipf sobie. ‚Ruhe du Irre! Wir wollen schlafen. Aspekt verwendet: [Nachts schreit jemand herum. Wünsche. schlaft bis zum Tod. Bitten (natürlich kombiniert mit prosze˛ ‚bitte’ u. Außerdem ist es wichtig.6.’ Die ipf. ob das Prädikat bzw. der Satz negiert ist. ‚Ach schlaft doch.). s´pijcie"ipf sobie do s´mierci. Verben wiedergegeben werden. Verben würden auf die Zeit danach bezogen: – Cicho. eine bereits im Verlauf befindliche Handlung fortzusetzen. Otwieraj te drzwi zawsze cicho. Man ruft:] – Cicho. Verben beziehen sich auf den zur Sprechzeit bereits bestehenden Verlauf des Schlafens (gleichzeitiger episodischer Verlauf). und solchen. Befehle u. Aspekt für Gleichzeitigkeit’ gilt auch für telische (grenzbezogene) Verbalphrasen. die imperativische Kontexte haben (daher eine direktive illokutive Funktion bzw. ‚Legen wir uns hier hin und ruhen uns aus. Als allgemeine Defaultregel gilt außerdem. Aspekt. Warum ist man geboren worden.ä.a. Standard ist der pf.B. um jetzt zu schlafen. die nicht imperativische modale Kontexte haben (atelische/dynamische. ‚Ruhe du Irre! Wir wollen schlafen!’ Die temporale Regel ‚ipf. Unabhängig von allen Kontexten gilt: Phasenverben werden nur mit ipf. wariatko! Chcemy spac´ ipf. Pf. eine deontische modale Funktion). voluntative Funktionen). Aspekt verwendet: Otwo´rz te drzwi! ‚Öffne die Tür!’ Po!o´z˙ tu re˛ke˛! ‚Leg deine Hand hierher!’ Zostaw tego psa! ‚Lass den Hund in Ruhe!’ Po!o´z˙my sie˛ tu i odpocznijmy. Beim Imperativ z. Infinitiv verwendet. Po co sie˛ by!o rodzic´. dass iterative Situationen durch ipf. wariatko! Chcemy pospac´ pf. Infinitiven wiedergegeben. die hier sonst im pf. vgl. ist die Aufforderung. epistemische. zacze˛!a pisac´ ‚sie hat angefangen zu schreiben’ / przepisywac´ ‚abzuschreiben’ / otwierac´ ‚aufzumachen’ / … In modalen Kontexten gibt es Funktionsunterschiede zwischen Verben. z˙eby teraz spac´ ipf. Für gleichzeitige Verläufe wird der ipf.’ Je nach Kontext und Intonation können bei den hier besprochenen Aspektverwendungen ohne Negation verschiedene Varianten von Aufforderungen vorliegen. Aspekt stehen. Der Aspekt 395 tionen werden mit ipf. ebenfalls auf einen gleichzeitigen episodischenVerlauf bezogen: 404 .7. prosze˛! ‚Öffne diese Tür bitte immer leise!’ Ohne Negation a) Temporale Relationen Für nachzeitige Ereignisse wird der pf.

Diese Einstellung hat diese Person. der vom Verb bezeichneten Handlung auf das Öffnen der Tür eingestellt ist oder sein könnte.’ – die Ermunterung. Verben wird die Agens-Einstellung nicht vorausgesetzt: Otwo´rz te drzwi! ‚Öffne die Tür!’ .’ Mit einer Erlaubnis geht der Sprecher davon aus.’ Dabei können z. während Moz˙na otworzyc´ te drzwi. denn es wird mit dem ipf.’ Mit pf. Der Bezug ist jedoch nicht referenziell wie beim Artikel oder temporal wie bei temporaler Definitheit. otwieraj (spokojnie) te drzwi. In solchen Kontexten können die Aspekte eine Art ‚modaler Definitheit’ markieren. aber eben nur wenn der Sprecher auf die Einstellung des Agens bezüglich der bezeichneten Handlung ausdrücklich Bezug nehmen will oder diese Einstellung ausdrücklich unterstellt.B. eine erwogene Handlung auszuführen ‚Mach diese Tür ruhig auf!’ Höfliche Einladungen beziehen sich ebenfalls auf die Einstellung des Agens: Niech pan wchodzi. Der Sprecher bezieht die Situation.396 7. prosze˛! ‚Bitte kommen Sie herein!’ Ein Satz Moz˙na otwierac´ te drzwi. wird als Erlaubnis verstanden: ‚Diese Tür darf geöffnet werden. als Feststellung über die objektive Möglichkeit verstanden wird: ‚Es ist möglich. in denen das Ereignis nachzeitig zur Sprechzeit lokalisiert ist. In solchen Sätzen kann der ipf. ‚Ja.’. das Öffnen der Tür.B. sondern modal. auf die Handlung eingestellt ist. Otwieraj te drzwi. die handelnde Person. ‚Mach ruhig weiter mit dem Aufmachen dieser Tür!’ Hier ist ein Lexem mit lexikalischer Ereignis-Funktion für einen episodischen Verlauf verwendet. b) ‚Modale Definitheit’ 405 Die Verwendung mit imperfektivem Aspekt bei Gleichzeitigkeit wurde in der Entwicklung des Aspektgebrauchs ausgeweitet auf solche Verwendungen mit imperativischem Kontext. wenn er jemandem etwas erlaubt: Tak. wenn sie vorher eine Frage oder Bitte geäußert hat. ‚Du darfst diese Tür aufmachen. dann. dass das Agens. Verben Otwieraj te drzwi. die handelnde Person. aber das Agens. Aspekt verwendet werden. Verb auf eine gegebene Einstellung Bezug genommen. folgende Sprechakte zum Ausdruck gebracht werden: – eine Erlaubnis. die Tür zu öffnen. Das geschieht z. öffne (ruhig) diese Tür. auf eine in der Diskurswelt vorausgesetzte Einstellung und insofern liegt eine Definitheit vor. ‚Öffne diese Tür.

Idz´ ipf! für ‚Geh!’ Wstan´pf i idz´ipf. Aspekt: Moz˙esz ja˛ wzia˛c´. Verben gemacht werden. vor allem in imperativischen wie Verboten. Der Aspekt 397 Die Markierung der Einstellung des Agens durch den ipf. wie gesagt.a.’ Czas umierac´´. die festen Wendungen Chodz´"ipf! für ‚Komm!’. z. die Erlaubnis mit pf. im Kontext von czas ‚es ist an der Zeit’. idziemy"ipf do domu. Verbs kann auch dadurch erklärt werden. Wenn der Agens nicht auf das Ereignis oder den Verlauf eingestellt ist. Die entsprechenden Äußerungen können also auch mit pf. vgl. Aspekt obligatorisch: Nie otwierajipf tych drzwi! ‚Mach die Tür (bitte) nicht auf!’ Nie kopc´cie tu. sein • Verbot einer Handlung. In solchen Fällen ist der ipf. d) Verbspezifische idiomatisierte Regeln können zu festen Verwendungen führen.B. c) Wird mit einer imperativischen Äußerung die Erwartung vermittelt. dass die Bedeutung der Rückkehr prinzipiell eine Agenseinstellung impliziert). kann diese Verwendung leicht als unhöflich verstanden werden. ‚Es ist Zeit zu sterben’. fakultativ. ‚Steh auf und geh!’ Chodz´"ipf. gehen wir nach Hause.’ Patrz"ipf! und Zobacz"pf! für ‚Schau!’ Wracajmy"ipf! ‚Kehren wir zurück!’ als Aufforderung mit ipf. hier liegt dann keine modale. ‚Du kannst sie nehmen. prosze˛! ‚Qualmt hier bitte nicht!’ Diese Äußerungen können je nach Kontext u. Vgl. • eine Bitte. Aspekt ist. dass die Handlung ohne Zeitverzug eintritt. der Sprecher bezieht die imperativische Handlung auf die Sprechzeit. Verb auch ohne Agenseinstellung (die letztere Verwendung des ipf. etwas nicht zu tun.’ Mit dem pf.6. wird der ipf. ‚Komm. Mit Negation In den allermeisten Kontexten mit Negation.7. Aspekt verwendet: Czas is´c´. wird auf die Einstellung des Agens Bezug genommen. Aspekt wird keine Einstellung vorausgesetzt. sondern temporale Definitheit vor. 408 407 406 . ‚Es ist an der Zeit zu gehen.

Aspekt erfordert).398 7. der temporalen Definitheit sowie der Funktionen der aktionalen Häufigkeit und teilweise der Funktionen chronologischer Relationen werden vor allem bei praktisch orien- . • eine Aufforderung. ‚Du brauchst sie nicht zu überzeugen. ‚So darf man nicht denken!’ Auch in volitiven (ein Wollen ausdrückenden) Kontexten mit Negation wird der ipf. dann werden episodische/ einmalige Ereignisse mit pf. alle anderen Situationen (nichtepisodische. ‚Ich möchte die Tür nicht aufmachen. Kanonische Satzfunktionen 410 Für die in Sätzen und Texten auftretenden Kombinationen der Gestaltfunktionen des Aspekts. Brot zu kaufen!’ 7.: Nie otwo´rz (przypadkiem) tych drzwi! ‚Öffne nicht (aus Versehen) diese Tür!’ Nie zapomnij kupic´ chleba. Vgl. der ohnehin den ipf. Vgl. Verben. Aspekt verwendet: Nie chce˛ otwierac´#ipf tych drzwi. Der Anwendung der Grundregel mit ihren Spezifizierungen oder ihrer Aufhebung entsprechen die kanonischen und nicht kanonischen Satzfunktionen des Aspekts. Verben • ein Abraten von einer erwogenen Handlung: ‚Mach die Tür lieber nicht auf!’. Diese für neutrale Kontexte geltende Grundregel wird durch Kontexte spezifiziert oder sie wird aufgehoben. Verben ausgedrückt. eine bereits im Verlauf befindliche Handlung zu beenden. noch: Nie musisz jej przekonywac´"ipf. Aus synthetischer Perspektive (Welche Formen für welche Funktionen?) gilt daher: Wenn der Kontext nicht etwas Gegenläufiges anzeigt.’ Nie wolno tak mo´wic´"ipf! ‚So darf man nicht sprechen!’ Nie bluz´nij"ipf! ‚Lästere nicht!’ Nie martw"ipf sie˛! ‚Mach dir keine Sorgen!’ Niech sie± pani nie boi"ipf! ‚Fürchten Sie sich nicht!’ (aber: Niech pan nie pro´buje"ipf otworzyc´"pf ! ‚Sie sollten die Tür nicht aufzumachen versuchen!’) Nie moz˙na tak mys´lec´#ipf. darunter mehrmalige Ereignisse.6. Eine Warnung setzt das Fehlen der Einstellung des Agens auf den Vorgang voraus. ‚Vergiss nicht.’ Mit dem pf.6. Aspekt wäre die negierte imperativische Äußerung als Warnung aufzufassen. ‚Mach die Tür nicht weiter auf. sondern wieder zu. sowie Verläufe und stative Situationen) mit ipf. Die syntaktische Ebene 409 Auf der syntaktischen Ebene bilden die morphologischen Funktionen der beiden Aspekte die Grundlage für die Default-Funktionen der Aspekte.’ (hier liegt neben der imperativischen Negation ein gleichzeitiger Verlauf vor.

(3) – Co powie two´j ma˛z˙? (4) – Jest w pa!acu. nie (c) odwracaja˛c sie˛. ‚(1) (a) Sie stellte die Eimer auf den Boden (b) und strich sich eine Strähne aus der Stirn. vor.oder nachzeitig)’ Beispiele für kanonische Funktionen: perfektiver Aspekt: Beispiel (1. 2a. wenn wir uns nicht (b) sehen? . gdy ty o mnie (b) mys´lisz. ohne (c) sich umzudrehen.6. 8c) und iterative (9-10) Funktion des imperfektiven Aspekts: [Genowefa trifft ihren Geliebten Eli. Codziennie. (9) – (a) Denkst du an mich. (5) – Was werden die Arbeiter sagen? (6) – Dass du mir hilfst.7. (5) – Co powiedza˛ robotnicy? (6) – Pomagasz mi. 3. kiedy sie˛ nie (b)widzimy? (10) – (a) Mys´le˛ wtedy. (7) Eli (a) chwyci! wiadra i (b) ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. (8) – (a) Zme˛z˙nia!es´ – (b) powiedzia!a Genowefa. (2) – (a) Wez´ wiadra i (b) chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛. 7. (c) S$nisz mi sie˛. (8) – (a) Du bist zum Mann geworden – (b) sagte G.] (1) (a) Postawi!a wiadra na ziemi i (b) odgarne±!a kosmyk z czo!a. 8a-b). (9) – Czy ty (a) mys´lisz o mnie. progressive (6. Der Aspekt 399 tierten Beschreibungen fünf kanonische Satzfunktionen angesetzt. (2) – (a) Nimm die Eimer und (b) komm mit mir an den Fluss. (7) Eli (a) nahm die Eimer und (b) ging hinter ihr auf dem steinigen Weg her. Aspekts ‚episodisches Ereignis’) imperfektiver Aspekt: • progressive Funktion: ‚episodischer Verlauf (immer synchron)’ • iterative Funktion: ‚mehrmalige nichtepisodische Ereignisse oder Verläufe’ • stative Funktion: ‚stative (nichtepisodische) Situation’ • allgemeinfaktische Funktion: ‚nichtepisodisches Ereignis oder Verlauf (ohne Indizierung der Häufigkeit. (3) –Was wird dein Mann sagen? (4) – Er ist im Palast. perfektiver Aspekt: • konkret-faktische Funktion (="morphologische Funktion des pf. 5. Eine ist dem perfektiven die anderen dem imperfektiven Aspekt zugeordnet.

…]’ (14) Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro.: (18) Kto tam wchodzi!"ipf? ‚Wer war da hereingekommen?’ Gefragt wird nach jemandem. vgl.’ Stative Funktion: (11) Wiem. Verben (10) – (a) Ich denke an dich. chronologische Relation. dies wird in den Abschnitten zum Tempus und zum Genus verbi angesprochen. einer Variante der allgemein-faktischen Funktion.’ (17) – Wszystkim im tak sie˛ tylko wydawa!o.400 7. …] ‚Alles trennt uns: [Du bis jung. die Funktion des annullierten Resultats. der da war und wieder weg ist (Koschmieder 1934: 76). ‚Sie haben gar nicht gekämpft. Ich (c) träume von dir. ‚Ich weiß. wenn du an mich (b) denkst. ‚Das ist unser Vater. ‚Das schien allen nur so. ich bin alt. ja jestem stara. In der folgenden Tabelle werden die einzelnen Funktionen der kanonischen Satzfunktionen aufgeführt: perfektiv imperfektiv konkretprogressiv stativ iterativ allgemeinfaktisch faktisch zeitliche episodisch episodisch nicht nicht nicht Definitheit: episodisch episodisch episodisch Gestalt: Ereignis Verlauf unphasisch phasisch phasisch (eine Phase) (mehrere (Ereignis/ (Ereignis/ Phasen) Verlauf) Verlauf) Häufigkeit: einmal einmal Ø mehrmals Ø chronologische alle gleichzeitig alle alle vor-/ Relation: nachzeitig Die Komponenten der kanonischen Satzfunktionen Die kanonischen Funktionen haben aufgrund der Kombination mit Tempus und Genus verbi und mit entsprechenden Kontexten diverse Varianten. . Zna wasz je˛zyk. Walczy! w waszej armii. aktionale Gestalt. Er hat in eurer Armee gekämpft. aktionale Häufigkeit.’ (16) – Nawet nie walczyli. […]’ Allgemeinfaktische Funktion: (15) – To nasz ojciec. […] ‚Von der Diele ging die Treppe ins Obergeschoss.’ (13) Wszystko nas dzieli: [Ty jestes´ m!ody. Bekannt sind insbesondere die resultative Funktion als Variante der konkret-faktischen und ihr Gegenstück.’ Die aspektuellen Satzfunktionen setzen sich aus jeweils einer Funktion der folgenden Kategorien zusammen: zeitliche Definitheit. ‚Von meinen Fenstern kann man die Mühle sehen. Er kennt eure Sprache.’ (12) Z moich okien widac´ m!yn. Täglich.

7. Neigungen). die Tür zu öffnen’. wenngleich das eher selten vorkommt.h. (b) Gegenläufiger Kontext: Die von der lexikalischen und morphologischen Ebene ererbte Funktion ‚Ereignis-Gestalt’ bei ipf. ‚Ereignis’ ! stative Satzfunktion (besonders bei konklusiven Verben). eine progressive Funktion zu wiederholen (progressiv-iterative Funktion). telischen Verben wird im Satz verändert. Aspekt: ‚episodisches Ereignis’ ! konkret-faktische Satzfunktion ipf.. um Gewohnheiten. Am häufigsten ist noch die Kombination von ‚stativ plus iterativ’. nie odwracaja˛c sie˛ ‚sagte G. die Pflicht/das Recht usw. Rechte usw. ohne sich umzudrehen’. Pflichten. geht. den stativ-iterativen ipf. Ten rezultat potwierdza hipotezy … ‚Dieses Resultat bestätigt die Hypothesen (ist eine Bestätigung für …) ’. Dabei sei daran erinnert. – atelisches Verb mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚stative Situation’ ! ‚stative Situation’. Aspekt: – telisches Verb: ‚Ereignis’ ! iterative/allgemeinfaktische Funktion. wenn es z. die vorkommen (Gewohnheit) oder vermutlich vorkommen (Rechte. Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro. ohne dass der Aspekt geändert wird: ‚Ereignis’ ! progressive telische Satzfunktion (besonders bei transformativen Verben). . Der Aspekt 401 Kontextbedingungen für die kanonischen Satzfunktionen (a) Neutraler oder spezifizierender Kontext: Die von der morphologischen Ebene ererbten Funktionen werden in den Satz übernommen und meistens variiert. sondern können auch in Kombination auftreten. Es ist auch möglich.’ (c) Kombination kanonischer Funktionen Die kanonischen Funktionen schließen sich gegenseitig nicht prinzipiell aus. Aspekts in der Übernahme der Lexikalischen Aktionalen Funktion des Verbs besteht. ‚Aus dem Vorzimmer ging die Treppe ins Obergeschoss. d. Aspekt bei otwiera! drzwi im Sinne von ‚er hatte die Gewohnheit. Die aktionale Gestalt der Lexikalischen Aktionalen Funktion bleibt in folgenden Fällen erhalten: pf. powiedzia!a Genowefa.B.6. telischatelisches Verb: analog). – atelisches Verb mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚Verlauf’ ! progressive/allgemein-faktische/iterative Funktion’ (diffuses. vgl. bestimmte Pflichten. Der Zustand bildet jeweils den stativen Rahmen für mehrmalige Ereignisse oder Verläufe. Vgl. dass die morphologische Funktion des ipf. vgl.

die Affinitäten zwischen Lexikalischen Aktionalen Funktionen und Satzfunktionen darzustellen (periphere Aspektpartner bzw. So sind alle ipf. allgemeinfaktische. Verben Zwischen Lexemtypen und Satzfunktionen bestehen verschiedene Grade der Affinität. stative (progressive) Funktion zapominac´ ‚vergessen’ dzie˛kowac´ ‚danken’ progressive Funktion. bei denen kanonische Satzfunktionen eines Aspekts oder relevante Komponenten daraus einem Verb des oppositiven Aspekts zugeordnet sind. allgemein-faktische Ereignisfunktion. Funktion czytac´ ‚(durch)lesen’ bielec´ ‚weiß(er) werden’ konklusiv zapomniec´ ‚vergessen’> podzie˛kowac´ ‚danken’< atelisch dekursiv stativ diffus popracowac´ ‚arbeiten’< delimitativ. Demgegenüber besteht zwischen transformativen ipf. transformativen Verben und der stativen Satzfunktion (wenn diese nicht zugleich mit der iterativen kombiniert ist) und der progressiven Funktion mit ipf. Verben und der progressiven Satzfunktion. Richtung der formalen Ableitung: >. seltenere Funktionen in Klammern. Aspekts: . konklusiven Verben (die häufig ‚progressionsfeindlich’ sind).402 7. allgemein-faktische Ereignisfunktion. also zwischen ipf. sowie zwischen konklusiven ipf. Verben außer den stativen praktisch ohne Beschränkung mit der iterativen und der allgemeinfaktischen Funktion vereinbar. In der folgenden Tabelle wird versucht. im Unterschied zu den umgekehrten Korrelationen. Satzfunktion: konkret-faktisch zamkna˛c´ ‚schließen’> odseparowac´ ‚trennen’< ipf. <): Lexemtyp telisch transformativ pf. (a) Nicht kanonische Funktionen des pf. Verben und der stativen Satzfunktion eine relativ hohe Affinität. iterative Funktion pracowac´ ‚arbeiten’ (chrapac´ ‚schnarchen’) stative Funktion znaczyc´ ‚bedeuten’ iterative. Satzfunktionen iterative. allgemein-faktische progressive. (zachrapac´ ‚schnarchen’< ingressiv) kein Derivat po-/przeczytac´ ‚lesen’< pobielec´ ‚weiß(er) werden’< Affinität zwischen Lexikalischer Aktionaler Funktion und kanonischer Satzfunktionen Nichtkanonische Satzfunktionen 411 Als nicht kanonisch werden hier Satzfunktionen bezeichnet. progressive Funktion zamykac´ ‚schließen’ separowac´ ‚trennen’ iterative.

Aspekt entspricht. Aspekt als kanonische Satzfunktion zugeordnet ist. Aspekts.’ . Verben Einmaligkeit denotieren. Aspekts Der ipf. on nie odpowiada#ipf/odpowie pf. dass er sich plötzlich umdreht. ‚Er kann dir jede/so eine Tür öffnen.7. falls du sie äußerst). ‚Es schien. wird nur der Häufigkeits-Default des pf. z˙e on sie± nagle obro´ci. und ipf. er anwortet nicht. dann wird auch der Default ‚episodisch’ des pf. Wydawa!o sie±. Aspekt sind in folgenden Beispielen möglich: Jes´li wk!ada#ipf/w!oz˙y"pf sie˛ do papierowej torby duz˙y kamien´.’ (b) Konkret-faktische Funktion des ipf. Wenn dabei die temporale Definitheit bestehen bleibt. ‚Er versteht jede Bitte von dir (er würde jede Bitte verstehen. die dem perfektiven Aspekt zugeordnete Satzfunktion mit der Funktion ‚mehrmals’ zu kombinieren. nicht vollständig beschreibbaren. die dem pf. ‚Was du ihm auch sagst. also jener. dazu das Beispiel: Postawi!a"pf wiadra na ziemi i odgarne±!a"pf kosmyk z czo!a. ‚Sie stellte/stellt die Eimer auf die Erde und strich/streicht sich eine Strähne aus der Stirn. die der Funktion ‚iterativ’ des ipf.6. Vgl. Verben mit Präsensendung vor: On ci otworzy kaz˙de/takie drzwi. Dies wurde oben im Zusammenhang mit der Ersetzbarkeit von pf.’ Eine ähnliche Bedeutung ist implizit auch im folgenden Satz enthalten.’ Wenn ein pf. im historischen Präsens erwähnt. Aspekts geändert (exemplarische Satzfunktion: ‚exemplarisches nichtepisodisches Ereignis’). Verb jedoch mit einem Satzkontext für ‚mehrmals’ mit ‚nicht episodisch’ kombiniert wird. torba rozrywa#pf/rozerwie#pf sie˛. zerreißt sie. ‚Wenn in eine Papiertüte ein großer Stein gelegt wird.’ On zrozumie kaz˙da˛ twoja˛ pros´be˛. Alle Kombinationen mit pf. Stawia ipf wiadra na ziemi i odgarnia ipf kosmyk z czo!a. dass pf. also ‚einmal’ in ‚mehrmals’ geändert (summarische Satzfunktion: ‚summarisches episodisches Ereignis’): Kilkakrotnie sie˛ obro´ci!"pf. telischen (Ereignis-) Lexemen durch ipf. ebenfalls mit analoger freier Aspektkombination: Cokolwiek mu mo´wisz#ipf /powiesz pf. Aspekt kann auch mit der Funktion ‚episodisches Ereignis’ auftreten. Der Aspekt 403 Es ist möglich.’ Die Kombination der konkret-faktischen mit der Funktion ‚Fähigkeit/Können’ (also einer stativen Funktion) kommt bei pf. ‚Er drehte sich mehrmals um. Kontexten möglich.’ In den meisten Konditionalsätzen können Verben beider Aspekte stehen. entgegen der Default-Implikation. Dies ist nur in spezifischen.

im Prädikat zunächst durch bestimmte Kombinationen grammatischer Affixe. in Bezug worauf die aktionale Situation zeitlich lokalisiert wird. dann wähle bei telischer Funktion im Satz den pf. also Ereignisse. dass morphologische Tempus-Paradigmen hier am besten in Kombination mit diesen beiden anderen Kategorien dargestellt werden. im Präsens ist der ipf. etwa in Bühnenanweisungen oder Direktreportagen.7. Bereits auf der morphologischen Ebene steht es jedoch in so enger Verbindung zu Aspekt und Genus verbi. Die TempusAffixe bilden Paradigmen. Verben Dieser Effekt der Aspektsynonymie beruht darauf. Diese Lexeme weisen bei neutralem episodischem Kontext konkret-faktische Satzfunktion (‚episodisches Ereignis’) auf. so dass bei neutralem Kontext die Lexikalische Aktionale Funktion auftritt.B. 7. Bei telischen Lexemen ist es die Funktion ‚Ereignis’. Partner. Für die Beschreibung von zeitlichen Lokalisierungen sind mindestens drei Parameter notwendig: a) die lokalisierte Situation – das. der ipf. Das Tempus 412 Das Tempus (czas) ist eine flexivische Kategorie und insofern unabhängig von der lexikalischen Bedeutung des Verbs. oder ein ipf. Tempusfunktionen in der Kombination mit den Aspekten und den Genera verbi zu beschreiben. ob für eine bestimmte Redeabsicht ein pf. Gibt es nicht bestimmte Gründe für die Aspektsetzung (z. die nicht selten auch im Widerspruch zueinander stehen. Verben auch in anderen Textumgebungen vorstellen. Verläufe und stative Situationen: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH xyz’).oder Textfunktion ein bestimmter Aspekt gebraucht werden muss. Hier ist es ebenfalls notwendig. dann kann als generelle Präferenzregel für die Aspektverwendung – gerade auch für Deutschsprachige – Folgendes gelten: Wenn nicht wegen einer bestimmten Satz. denen jeweils grammatische Bedeutungen wie ‚Präsens’. Zeitliche Lokalisierung 413 Zeitliche Lokalisierungen werden durch viele verschiedene Faktoren im Text vermittelt. b) der zeitliche Lokalisator – das. Diese Beziehung wird auf der syntaktischen und textuellen Ebene noch verstärkt.404 7. bei Tempora und Aspekten sind es von einem Verb ausgedrückte aktionale Situationen. Verb verwendet wird. dass im Präsens die Aspekt-Opposition aufgehoben ist. Aspekt Standard. Die Frage. Aspekt für Lexeme in Präsensfunktion) oder sind sie unbekannt.1.7. bei nicht telischer Funktion den ipf. ‚Futur’ mit ihren einzelnen. Man kann sich den vorgenannten Beispielsatz mit den ipf. 7. Partner. Polnische Muttersprachler geben für einen Kontext häufig beide Aspektmöglichkeiten an. bei Tempora und Aspekten sind es . hängt von vielen Faktoren ab. was zeitlich lokalisiert wird. umgebungsbedingten Funktionen zugeordnet werden.

Eine TempusBedeutung ist hier diejenige allgemeine Bedeutung. die zwischen dem lokalisierenden Zeitintervall und dem lokalisierten Zeitintervall besteht. die gröbsten Unterscheidungen sind hier: Vorzeitigkeit. die ‚Betrachtzeit’). Die Tempusparadigmen markieren zugleich den Indikativ.7. das besonders beim Erzählen relevant ist. In den Tempus-Paradigmen werden die Funktionen der Verbformen daher jeweils in Kombination mit einem Aspekt und mit Aktiv oder Passiv dargestellt. Die grammatische Kategorie Tempus ist die Menge der einzelnen Tempora.2. Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH xyz’ Jede dem Text zu entnehmende zeitliche Lokalisierung enthält also eine lokalisierte Situation. Genus. Das Tempus 405 • die Sprechzeit (der Sprechzeitintervall. Lokalisierungskonfigurationen haben in der Regel eine dominante zeitliche Lokalisierung (die dann auch für die Benennung der zeitlichen Funktion herangezogen wird). 7. dann sprechen wird von taxischer Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH anderer aktionaler Situation’.7. der Redemoment). c) die chronologische Relation: die Art der Relation. jeweils mit einer exemplarischen Flexionsendung für Person. 414 .7. wenn man sich in die erzählte Welt hineinversetzt. die jedes Affix eines TempusParadigmas in Kombination mit einem bestimmten Aspekt und einem bestimmten Genus verbi hat. Tempus-Morphologie Tempora erscheinen immer mit einem bestimmten Aspekt und Genus Verbi und stehen funktional in enger Wechselbeziehung zu ihnen. hier sprechen wir von subjektiver Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH psychischem Jetzt’. einen zeitlichen Lokalisator und eine chronologische Relation. Numerus. Es liegen dann Konfigurationen zeitlicher Lokalisierungen vor. hier sprechen wir von deiktischer zeitlicher Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’. • das ‚psychische Jetzt’ (das ‚Jetzt’ in der Diskurswelt. • eine andere aktionale Situation. Bei Tempora sind an der zeitlichen Einordnung einer aktionalen Situation mehrere Lokalisatoren zugleich mit einer entsprechenden chronologischen Relation beteiligt.

ausführlich zu den Funktionen weiter unten: zostac´-Paradigma (nur pf. ‚Die Villa wird gebaut werden. ‚Die Villa wurde gebaut.406 7. pf.’ . ipf. pf. ‚Nach Ausbruch der Revolution wird der Präsident abgesetzt und das Parlament aufgelöst. ipf. Teilparadigma zosta! + Partizip Passiv: Willa zosta!a zbudowana. Verb (selten) (X sie± buduje) Tempora Präsens. und pf. Teilparadigma zostanie + Partizip Passiv: Willa zostanie zbudowana. Die Übersetzung gibt bei einigen Formen nur eine der möglichen Funktionen wieder. Globalpräteritum. Partizip Passiv (X zosta! zbudowany) bywac´-Paradigma (selten) bywac´ + ipf. Partizip Passiv (X bywa budowany) sie˛-Paradigma: sie˛ + finites ipf.): 1.’ 3. Präsens. Verben Tempus-Paradigmen im Aktiv Präsens-Paradigma (synthetisch: X (z)buduje) Präteritum-Paradigma (synthetisch: X (z)budowa!) Futur-Paradigma (analytisch: be˛dzie budowa!/budowac´) Tempus-Paradigmen im Passiv (analytisch) byc´-Paradigma byc´ + pf. und pf. Person Singular (maskulin) steht für das Paradigma mit allen Personen. narratives Präteritum Präsens. Teilparadigma zostaje + Partizip Passiv Po wybuchu rewolucji prezydent zostaje odsunie±ty od w!adzy a parlament rozwia±zany. Futur Globalpräteritum Futur Aspekte ipf. ipf. Futur Globalpräteritum. Präteritum.’ 2. Numeri und gegebenenfalls Personen und Genera. Präsens Präsens. Futur. ipf. Tempus-Paradigmen Teilparadigmen der Tempora im Passiv Die 3. Partizip Passiv (X jest (z)budowany) zostac´-Paradigma zosta(wa)c´ + pf.

’ 2. Teilparadigma. am ehesten charakterisierbar als ‚grammatisches Funktionspotenzial’. Das System der Funktionen mit der zentralen Opposition zwischen dominanten deiktischen und narrativen Tempusfunktionen ist im Satz. Teilparadigma. ‚Die Villa ist schon gebaut. ‚Villen wurden gebaut. bei narrativer Lokalisierung einer Textpassage. bywa + Partizip Passiv: Wille bywaja˛ budowane.’ ipf.h.7. ‚An der Villa wurde drei Jahre lang gebaut. von der hier 415 . dem dann in der jeweiligen morphologischen und kontextuellen Umgebung bestimmte Funktionsvarianten entsprechen. ‚An der Villa wird seit drei Jahren gebaut. Die Funktionen eines Tempus bilden eine komplexe Struktur. Teilparadigma. ‚An der Villa wird man drei Jahre lang bauen. bywa! + Partizip Passiv: Wille bywa!y budowane. Teilparadigma. Teilparadigma. ‚Die Villa wurde vor drei Jahren gebaut.’ Das sie˛-Paradigma entspricht den Tempus-Paradigmen im Aktiv mit ipf.’ 3. Teilparadigma. z. bei denen der deiktische Bezug nicht dominant ist.und Textkontext zu beschreiben. Letzteres gilt immer. jest + Partizip Passiv: Willa jest budowana od trzech lat. jest + Partizip Passiv: Willa jest juz˙ zbudowana.’ 3. Teilparadigma.’ 2. in den Hintergrund tritt oder ganz irrelevant ist. Diese sind meist sehr abstrakte Konstrukte. by! + Partizip Passiv: Willa by!a zbudowana trzy lata temu. Das Tempus 407 pf. im Unterschied zu przeczytam mit Präsensendung und futurischer Funktion.B. byc´-Paradigma: 1. Die Tempora und ihre grammatischen Bedeutungen Grammatische Tempusbedeutungen beinhalten prinzipiell eine Relation zur Sprechzeit. ‚Villen werden gebaut. be˛dzie + Partizip Passiv: Willa be±dzie budowana przez trzy lata. Aspekts ohne weiteren verändernden Kontext. bei czytam die präsentische Funktion der Präsens-Endung in der Umgebung des ipf. Teilparadigma. Auf der morphologischen Ebene können nur grammatische Bedeutungen angesetzt werden. by! + Partizip Passiv: Willa by!a budowana przez trzy lata. Sie selbst und ihre Varianten lassen sich auf zwei große Gruppen aufteilen: Tempusfunktionen mit Dominanz der deiktischen Lokalisierung (des Bezugs zur Sprechzeit) und solche.7. jedoch nicht nur. d. byc´-Paradigma: 1. ‚Die Villa wird gebaut werden. be˛dzie + Partizip Passiv: Willa be±dzie zbudowana. Genaueres dazu unten. Verben.’ 2.): 1.’ bywac´-Paradigma (nur ipf.

Aspekt und Präsens-Paradigma ! Präsens-Bedeutung pf. Die einzelnen Funktionsvarianten werden relativ ausführlich im Abschnitt über die Tempora im Kontext dargestellt. Global-Präteritum by! budowany Präsens jest (bywa) budowany (buduje sie˛) zostaje zbudowany Präsens-Perfekt jest zbudowany Futur be±dzie budowany (be˛dzie sie˛ budowa!/budowac´) zostanie zbudowany be±dzie zbudowany pf. Verben nur die Unterscheidung in zentrale und alternative. Die Tempora im Passiv (in Klammern gesetzte Formtypen sind selten) Präsens (ipf. Aspekt und Präsens-Paradigma ! Futur-Bedeutung bestehen als Default-Funktionen unabhängig von Kontexten. mehr oder weniger periphere. Denn die Kombination desselben Endungs- . wobei ein Kriterium für die zentrale Stellung einer Funktion ihr Unterscheidungswert gegenüber anderen Tempora ist. Die Aspekt-Tempus-Kombinationen: ipf.408 7. Futur (synthetisches pf. Funktionen abgebildet wird.h. Global-Präteritum ipf. Aspekt verwendet. Formtyp buduje. oder pf. d. oder analytisches ipf. Für das Präsens. bestehend aus grammatischen Tempusbedeutungen mit den entsprechenden Formparadigmen. Futur): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich nach der Sprechzeit lokalisiert. unabhängig von der aktionalen Funktion des Prädikats. der ipf. es sind daher grammatische Bedeutungen. bereits auf der morphologischen Ebene. wird. während zur Charakterisierung der grammatischen Tempusbedeutungen im vorliegenden Abschnitt nur Verallgemeinerungen zentraler Funktionen angegeben werden. zosta! zbudowany Präteritum-Plusquamperfekt by! (bywa!) zbudowany (budowa! sie˛) pf. also die Form-Funktions-Kategorien.): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich gleichzeitig zur Sprechzeit lokalisiert (im Sinne einer zumindest partiellen Überschneidung). pf. In den folgenden beiden Tabellen sind die Tempora des Polnischen mit WortformBeispielen aufgeführt. budowa! zbudowa! Präsens buduje Futur be˛dzie budowa! zbuduje Die Tempora im Aktiv ipf.

Aspekt ergibt..h. Außerdem ist es. ein Futur. relativer und narrativer Lokalisierung. Passiv gibt es zwei zusätzliche analytische Tempora. Sie stehen in Opposition zu den deiktischen Funktionen. aktionalen Situation und ist per Default vor der Sprechzeit lokalisiert. und zwar je nach Kontext gleichzeitig (narratives Präteritum) bzw. Die Tempora im Kontext Die Tempusfunktionen sind grammatische Verfahren der zeitlichen Lokalisierung von aktionalen Situationen. Präteritum und Plusquamperfekt. vorzeitig (Plusquamperfekt). die sich in der zeitlichen Lokalisierung unterscheiden: Präsens-Perfekt (pf. für sie ist die dominante Lokalisierung die taxische: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH anderer aktionaler Situation’. die auf die Sprechzeit bezogene.7. 417 416 . die beiden letztgenannten sind die zentralen taxischen Funktionen.u. vorerwähnten.7. Präteritum-Plusquamperfekt (pf. und zwar je nach Kontext vor der Sprechzeit (Perfekt) oder gleichzeitig zur Sprechzeit (Präsens). Wir unterscheiden hier die Funktionen mit dominanter deiktischer. 7. Im Weiteren bedeutet ein Ausdruck wie ‚deiktisches Tempus / deiktisches Präteritum / deiktische Tempusfunktion’. deiktisch) lokalisiert. […] (4) – Zme˛z˙nia!es´. oder ipf. bei denen die deiktische Lokalisierung dominant ist: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’. d. Dieses Tempus entspricht den deutschen Tempora Perfekt.7. s. dass die deiktische. Das Tempus 409 Paradigmas mit dem pf. Lokalisierung die dominante ist. (1) – (a) Wez´ wiadra i (b) chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛. zeitlich bezüglich einer anderen.. Passiv): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich bezüglich der Sprechsituation (d. Global-Präteritum (pf. Passiv): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich dominant bezüglich dem ‚psychischen Jetzt’ (der Verarbeitungszeit. Vgl.. (2) – Co powie two´j ma˛z˙? (3) – Jest w pa!acu.h. der Zeit einer vergegenwärtigenden Vorstellung.3. Deiktische Tempusfunktionen Bei Verbformen mit deiktischen Tempusfunktionen ist die Lokalisierung in Bezug auf die Sprechzeit dominant. (‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’).): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich vor der Sprechzeit lokalisiert. nicht dominant. mit peripheren Ausnahmen (alternativen Funktionen). narrativ) lokalisiert. Im pf.

Das insgesamt gesehen seltene ipf. gibt es besondere Regeln für allgemeinfaktische telische Prädikate. sondern die pragmatische Funktion dominant. (c) S$nisz mi sie˛. ‚Die Beerdigung wird zweitausend kosten. Typ zbuduje˛. Als generelle Regel zum Futur kann gesagt werden. (2) – Was wird dein Mann sagen? (3) – Er ist im Palast. pf. progressive. und dem analytischen ipf. 5. man will eine bestimmte modale Funktion zum Ausdruck bringen.’ b) Für iterative Situationen werden ipf. und ipf. Aspekt mit konkret-faktischer und summarischer Funktion). ‚Ich werde warten. Futur Hinsichtlich der Wahl zwischen dem synthetischen pf. gleichzeitig zur Sprechzeit in (3. ‚(1) – (a) Nimm die Eimer und (b) komm mit mir an den Fluss. Sie ist die Variante der allgemeinfaktischen Funktion im Futur. (Auch die Situationen der Imperative in (1) lokalisieren übrigens die Handlung bezüglich der Sprechzeit. ‚Er wird die Tür mehrfach öffnen. Codziennie. der pf. Verben (5) – Czy ty (a) mys´lisz o mnie. Verben verwendet: Nieraz be˛dzie otwiera! te drzwi. Be˛de˛ czeka!. Futur wird also hierfür und für nicht telische Prädikate verwendet. […] (4) – Du bist zum Mann geworden.’ Die von den Verben bezeichneten Situationen sind alle in Bezug auf die Sprechzeit lokalisiert: nach der Sprechzeit in (2). (5) – Denkst du an mich. Typ be˛de˛ budowa!. dass für telische Prädikate.’ Czy be˛dziesz spac´? ‚Wirst du schlafen?’ Pogrzeb be˛dzie kosztowa! dwa tysia˛ce. 6). während für den Rest die im Aspekt-Abschnitt genannten aspektuellen Satzfunktionen gelten (ipf. Verben verwendet: . wenn wir uns nicht sehen? (6) – Ich denke an dich. kiedy sie˛ nie (b) widzimy? (6) – (a) Mys´le˛ wtedy. stative Situationen. aber hier ist nicht die zeitliche Lokalisierung.410 7. Ich träume von dir. Futur. gdy ty o mnie (b) mys´lisz. Futur.) Pf. wenn du an mich denkst.’ c) Mit telischen (grenzerreichenden) Prädikaten für einmalige Ereignisse werden pf. davor in (4). nicht iterativen Prädikaten (für stative Situationen und Verläufe) werden ipf. Täglich. progressive oder stative Satzfunktion vorliegt. Für Prädikate mit futurischer Funktion gilt als allgemeine Default-Regel: a) Mit nicht telischen (nicht grenzerreichenden). es sei denn. Aspekt für iterative. wenn keine iterative. Verben verwendet. Aspekt genommen wird.

Verb in Otworze˛ te drzwi. da die Vorzeitigkeit zur zweiten Situation (zabiore˛) nicht im Rahmen einer narrativen Lokalisierung (s. Futurs. die implizite Lokalisierung ‚Aktionale Situation VOR anderer aktionaler Situation’ ist untergeordnet. Wenn du gesund geworden bist. Versprechen.’ Kupie˛ kontrabas. nie po´jde˛.’ Wychodze˛ za Ule±. zabiore˛ cie˛ do nas. d. d. ‚Ich gehe raus. Papa. nehm ich dich zu uns. dass die Illokution (hier: Ankündigung.’ Zur Opposition zwischen dem pf.’ Zbuduje˛ dom. der zeitlichen Definitheit. ich gehe nicht. Teils der Beschreibung. In der Inferenz ‚Wenn der Sprecher das Ereignis als episodisch.’ Diese Sprechereinstellungen sind Ableger der zeitlichen Definitheit des pf. die aus der Sicht des Sprechers nicht mit Sicherheit eintreten werden. Beim ipf. .’ gibt der Sprecher zu erkennen. ‚Ich werde diese Tür wohl (irgendwann mal) öffnen. u. zeitlich definit darstellt. ‚Ich heirate Ula. Futur kann der entsprechende negative Schluss einer nicht mit Sicherheit in der Zukunft gegebenen Situation gezogen werden: ‚Wenn der Sprecher das Ereignis als nicht episodisch.7.) besteht. ‚Jetzt schlaf aber. Drohung. der zweite Teil profiliert. dann schätzt er es auch hinsichtlich der Realität des Eintreffens als ‚definitiv’ ein’ wird anstelle des 1. modaler Funktion: Mit dem pf.) unvermindert.] – Nie. ipf.’ Zabija˛ nas wszystkich.’ Diese Funktion der vorzeitigen Verbform (wyzdrowiejesz) ist auch deiktisch. ‚Sie werden uns alle töten. Futur und dem ipf. die Sicherheit über das Eintreffen des Ereignisses. Futur solcher Verben eine entsprechende Unsicherheit markiert wird: Be˛de˛ otwierac´ te drzwi. Das Tempus 411 Ja wyjde˛.h. die Sprechereinstellung. dann schätzt er es auch hinsichtlich der Realität des Eintreffens als nicht ‚definitiv’ ein’. Prophezeiung usw.’ [– Pojdziemy do domu. Präsens mit vorfuturischer Funktion (im Deutschen das Perfekt): A teraz s´pij.h. ohne Einschränkung gilt. ‚[– Gehen wir nach Hause. während mit dem ipf. stative Funktion für Ereignisse verwendet werden. Futur mit allgemeinfaktischer. zeitlich indefinit darstellt. tato. bzw.’ Zaraz wro´ce˛. ‚Ich werde einen Kontrabass kaufen. ‚Ich komme gleich zurück. ‚Ich werde diese Tür öffnen. ‚Ich werde ein Haus bauen.7. progressive. Verb auch mit telischen Prädikaten ohne iterative. Der Vorzukunft entspricht im Polnischen das pf. Jak wyzdrowiejesz.] – Nein. Dominant ist die explizit durch Aspekt und Tempus markierte deiktische Lokalisierung ‚Aktionale Situation NACH Sprechzeit’ (futurisch). Insofern kann ein ipf.

412 7. mit dem ein bestimmter Satzinhalt explizit oder implizit verbunden ist (powiedzia!. Verben Relative Tempusfunktionen 418 liegen vor.oder Denkakt. Die für die relative Chronologie verwendeten grammatischen Formen sind deutlich einfacher als im Deutschen. ein Sprech. Verben für Gedanken. z.“’ Maria powiedzia!a. also der syntaktischen Unterordnung unter Sprechakt-Verben. Dies ist unabhängig davon. wie in der entsprechenden direkten Rede. dass Jan nicht zu kommen pflege. das in der Regel die Form eines untergeordneten Nebensatzes oder Infinitivs hat. sie sei schon gekommen. die Zeit. dass Jan nicht komme (="kommen werde).’ Maria powiedzia!a. ‚Maria hat gesagt. Im Polnischen werden in der indirekten Rede dieselben AspektTempusformen verwendet. z˙e Jan nie przyjez˙dz˙a. Der Leser rezipiert . in der der Leser oder Hörer die erzählte Situation liest oder hört und verarbeitet. mys´le˛). der Konjunktiv verwendet werden soll: Er sagte. in (Genowefa) postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. Gefühle oder Erfahrungen. Während bei relativer Lokalisierung an die Stelle der Sprechzeit als dominanter Lokalisator ein Sprech-. Diese Art der taxischen Lokalisierung bezeichnen wir als ‚relativ’ (‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH propositionalem Akt’).ä.B. wenn ein Sprecher über Vergangenheit im Präsens berichtet. Denkakt o. ‚Maria hat gesagt. Diese besitzen ein propositionales Argument. wobei der zeitliche Lokalisator ein propositionaler Akt ist. Vgl.h. ‚Maria hat gesagt. d. z˙e Jan nie przyjecha!. ob die Situationen im Präsens oder im Präteritum dargestellt werden. Eli (a) chwyci! wiadra i ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛.“ ‚Maria hat gesagt: „Jan kommt nicht/ist nicht gekommen/pflegt nicht zu kommen. Bei Direktreportagen wird der Hörer ebenso in die berichtete Welt versetzt wie im historischen Präsens. tritt bei der narrativen Lokalisierung an die Stelle der Sprechzeit als dominanter Lokalisator das ‚psychische Jetzt’. dass Jan nicht gekommen sei. nie odwracaja˛c sie˛. wo bei der indirekten Rede. z˙e Jan nie przyjdzie. wenn der Hörer oder Leser sich mit seiner Vorstellung zeitlich ‚gleichauf’ mit der dargestellten Situation. Solche Akte werden bezeichnet mit Hilfe von Sprechaktverben. quasi in der dargestellten Welt befindet. Narrative Tempusfunktionen liegen immer dann vor. also dann. wenn die aktionale Situation in Bezug auf eine andere aktionale Situation lokalisiert wird. tritt.’ Narrative Tempusfunktionen 419 Von den relativen Tempusfunktionen sind zu unterscheiden die narrativen. Ona powiedzia!a cos´. zu Maria powiedzia!a: „Jan nie przyjdzie/przyjecha!/przyjez˙dz˙a. Romane benutzen demgegenüber als erzählendes Tempus normalerweise das Präteritum.’ Maria powiedzia!a.

ganz anders als bei der Umwandlung des narrativen Präteriums in ein historisches Präsens. Aspekt: Dominante Lokalisierung: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’ Untergeordnete Lokalisierung bei historischem Präsens: ‚Aktionale Situation VOR Sprechzeit’. den Sinn (und den Wahrheitswert) völlig ändern. nehme sie direkt wahr. Eli chwyta wiadra i rusza za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. Im narrativen Präteritum ist die Funktion ‚vorzeitig zur Sprechzeit’ nicht dominant (auch z. dominant ist die Lokalisierung ‚gleichzeitig zum psychischen Jetzt’. nie odwracaja˛c sie˛. bei Direktreportage: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU Sprechzeit’. als ob der Erzähler ‚jetzt’ über etwas Gegenwärtiges spricht und stellt sich das Erzählte so vor. Demgegenüber fällt beim deiktischen Präteritum die subjektive und die deiktische Lokalisierung zusammen. nie odwracaja˛c sie˛. Das Tempus 413 die Textpassage so.B.7. fast immer ipf. Szenisches Präsens u. Der Grund dafür ist. . Präsens zu ersetzen: (Genowefa) stawia wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. sie wird in der Vorstellung so reproduziert. dass bei den narrativen Tempusfunktionen des Präteritum und Präsens die aktionale Situation subjektiv gleichzeitig lokalisiert wird.7. Eli chwyta wiadra i rusza za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. Dass dies so ist. Nicht möglich ist eine solche Tempusersetzung. Direktreportage/Mauer-schau. Science Fiction oder utopische Romane werden im narrativen Präteritum erzählt). Inhaltsangabe von Erzählungen. Ona mo´wi cos´. das Präteritum hat hier die Funktion ‚vorzeitig (zur Sprechzeit und zum psychischen Jetzt)’. Würde – Zme˛z˙nia!es´. wenn man den Inhalt von Erzählungen als Direktreportage liest (im Theater entspricht dem die sogenannte Mauerschau). als sehe man sie.). wenn das Präteritum deiktisch. Dabei ist das Präteritum durch das ipf.a. Mit einer kleinen Änderung des verbalen ‚Vorzeichens’ (postawi!a) kann der Rest des Ausschnittes auch als historisches Präsens gelesen werden: (Genowefa) postawi!a wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. Vorläufige Zusammenfassung zu den narrativen Tempusfunktionen: Narratives Präsens (Varianten: historisches Präsens. Ona mo´wi cos´. als erlebe er es direkt. kann man sich klar machen. also relativ zur Sprechzeit lokalisiert ist (deutsch: Perfekt). dann würde das. ins Präsens gesetzt.

‚Genowefa (a) wusch die weiße Wäsche im Czarna(fluss). oder ipf. Z zimna (b) dre˛twia!yipf jej re˛ce.h. Vor Kälte (b) wurden ihre Hände starr. Der Rezipient stellt sich jeweils beim Lesen des Elementarsatzes die vom Prädikat dargestellte Situation vor. als zeitlich parallel. die ‚aktionale Chronologie’. Die Situationen in den Sätzen (Genowefa) postawi!a"pf wiadra na ziemi i odgarne±!a"pf kosmyk z czo!a. wo sie die temporale Dynamik der Erzählung trägt. Handelt es sich um ein Ereignis. Eli (a) chwyci!"pf wiadra i ruszy!"pf za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. die zusätzlich zu den Lokalisierungen des narrativen Präteritum besteht (d. aufgefasst wird. Verben Narratives Präteritum. sie beruht auf Inferenzen. so ist der vorgestellte Vorgang abgeschlossen. Es entsteht die Vorstellung einer Abfolge von Situationen. d.h. Die aktionale Chronologie des narrativen Präteritums tritt in . d. so ist er in der Vorstellung noch nicht abgeschlossen. Z zimna (b) dre˛twia!y"ipf jej re˛ce. die beim narrativen Präteritum aus den Aspektbedeutungen und beim narrativen Präsens aus den Lexikalischen Aktionalen Funktionen gezogen werden. Das Ergebnis ist. Sie (c) erhob sie hoch zur Sonne. zur dominanten Lokalisierung bezüglich des psychischen Jetzt und zur nicht dominanten bezüglich der Sprechzeit). (c) Podnosi!a"ipf je wysoko do s!on´ca. ‚Genowefa (a) wusch die weiße Wäsche im Czarna(fluss).’ Die aktionale Chronologie ist eine zeitliche Lokalisierung. (c) Podnios!a"pf je wysoko do s!on´ca.h. also in aller Regel auf unbewussten Schlüssen. und wenn der nächste Vorgang ebenfalls ein Ereignis ist. Aktionale Chronologie 420 Die narrative. ob der nächste Vorgang ein Verlauf ist wie in den Beispielsätzen oben oder ein Ereignis wie mit podnios!a"pf": Genowefa (a) pra!a"ipf bia!a˛ bielizne˛ w Czarnej.414 7. dass der nächste Vorgang als gleichzeitig. Vor Kälte (b) wurden ihre Hände starr. werden als Sequenz. als aufeinanderfolgende Vorgänge verstanden. Ist der vorgestellte Vorgang ein Verlauf. Vgl.: Genowefa (a) pra!a"ipf bia!a˛ bielizne˛ w Czarnej. die dominante Lokalisierung ‚gleichzeitig zum psychischen Jetzt’ erlaubt auch die Erklärung für eine spezifische Art der taxischen Funktion. als beim narrativen Präteritum. wenn der nächste Verlauf in die Vorstellung eintritt. dann beginnt er nach dem Abschluss des vorher vorgestellten Vorgangs. pf. Beim narrativen Präsens ist diese Chronologie kommunikativ weniger relevant. Sie (c) hielt sie hoch zur Sonne.’ Durch den Aspekt kann unterschieden werden. Aspekt: Dominante Lokalisierung: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’ Untergeordnete Lokalisierung (Default): ‚Aktionale Situation VOR Sprechzeit’. Sie ist implizit.

7. pf. denn die Aspektkombinationen haben keineswegs immer die angegebenen Funktionen. und pf. Verb oder ipf. entnommen wird: Na chwile˛ (a) zatrzymywali sie˛"ipf. Entscheidend für die zeitliche Lokalisierung vermittels der aktionalen Chronologie sind also die aktionalen Gestalten ‚Ereignis’ und ‚Verlauf’ des Prädikats. d. dass die zeitlichen Lokalisierungseffekte auch im narrativen (reportierenden. Verb. die in einer Erzählung miteinander kombiniert werden können (vgl.7. • die Inzidenz. Verb. entspringen.’ Die aktionalen Chronologie-Defaults können von verschiedenen Faktoren außer Kraft gesetzt werden. die dem Text trotz der Konfiguration ipf. historischen. Das Tempus 415 drei aspektuellen Konstellationen auf. vor allem durch die natürliche Chronologie. die dem enzyklopädischen Wissen über chronologische Zusammenhänge wie Ursache–Wirkung usw. vgl. • der Parallelismus: ipf. Die aktionale Chronologie ist auch in den narrativen Verwendungen futurischer Tempora theoretisch denkbar. Aspekt die Lexikalische Aktionale Funktion des Verbs per Default unverändert lässt. Verb + ipf. Verb (d. Verb + pf. Dies wird deutlich daran. Daneben gibt es auch ungleichzeitige Relationen: 421 . Beispiele oben): • die Sequenz: pf.h. weil der ipf.: Eintritt vor episodischem Hintergrund) Die Konstellationen bezeichnen wir als ‚aktionale Chronologie’. Eli (b) podnio´s !"pf wiadra i ruszyli dalej. Andere narrative Tempusfunktionen Das Rückgrat der narrativen Lokalisierung einer Textpassage ist die aktionale Chronologie mit der Lokalisierung ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’. ‚Sie blieben eine Weile stehen. Eli hob die Eimer an und sie gingen weiter. nur mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion von Verblexemen zum Ausdruck gebracht werden. kommt aber dort praktisch nicht vor.Verb + pf. als sie den nicht episodischen Hintergrund für episodische Ereignisse und Verläufe bilden können. Die mit dem Aspekt ausgedrückte aktionale Chronologie ist das Grundmuster in narrativen Passagen. Die Regeln der aktionalen Chronologie sind Defaults. szenischen) Präsens auftreten. Verb + ipf.h. weil sie nicht nur mit einer Hauptfunktion des Aspekts – seiner aktionalen Komponente – sondern auch ohne den Aspekt. im folgenden Beispiel eine Sequenz. weil die aktionale Chronologie nur bei episodischen Situationen auftritt und stative Situationen per definitionem nicht episodisch sind. Die nicht episodischen Situationen sind aber für die zeitliche Struktur eines Textes insofern nicht irrelevant. durch nicht sprachliche Faktoren. Die stative Gestalt spielt hierbei keine Rolle.

’ Po powrocie stwierdzilis´my. tam gdzie zawsze sta!y wiadra z woda˛. Eine analoge futurische Verwendung ist auch in einer Direktreportage möglich. die Tür ist/war geschlossen – die Tür ist/war geschlossen worden. deiktisch mit dem Präsens-Paradigma von byc´. vgl. die er mit Obstbäumen umpflanzen würde und in dem die Fenster in die vier Himmelsrichtungen gehen würden’. dann hat das vorzeitige Präteritum Perfekt-Funktion. ‚Sie wohnten in der Küche mit der Kuh. Verben (a) ‚Aktionale Situation VOR psychischem Jetzt’. dann handelt es sich um eine plusquamperfektische Funktion des (pf. ‚Jan baute eine Villa. Micha! hatte ihr ein Lager hinter der Tür gemacht.7. ‚Maria kam im Mai in Warschau an. Wenn der Kontext ein narrativpräteritaler ist. in einer Direktreportage. wo immer Eimer mit Wasser standen.4.’ Ist das kontextuelle Prädikat. präsentisch. Sie kommen mit deiktischer (ist) und narrativer (war) Lokalisierung vor. Micha! zrobi! jej legowisko za drzwiami. dann kann die nachzeitige Situation mit miec´ oder durch ein Futur ausgedrückt werden. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. narrativ mit dem präteritalen Paradigma von byc´. oder ipf.und Zustandsfunktion werden im Polnischen wie gesagt kontextuell unterschieden.) Globalpräteritums: Mieszkali w kuchni z krowa˛.und Zustandspassiv als temporale Varianten 422 Diese im Polnischen nur kontextuell unterschiedenen Passiv-Typen werden im Deutschen morphologisch markiert. Für jest und für by! kann jeweils auch zosta! stehen: . Im Deutschen erscheint typischerweise ein Konjunktiv: Maria przyjecha!a w maju do Warszawy. (b) ‚Aktionale Situation NACH psychischem Jetzt’. sie können je nach telischer Prädikatsfunktion und Satzkontext Vorgangsoder Zustandspassiv sein. 7.416 7. z˙e wszystkie domy zosta!y zniszczone. dass alle Häuser zerstört worden waren. Wenn der Kontext ein narrativpräteritaler ist.’ Jan budowa! wille˛. Vorgangs. z. Vorgangs. gdzie mia!a przez˙yc´ najwie˛kszy sukces swego z˙ycia. Im Polnischen kann Letzteres ebenfalls markiert werden. kto´ra± obsadzi sadem i gdzie okna be˛da˛ wychodzic´ na cztery strony s´wiata.B. wo sie den größten Erfolg ihres Lebens erleben würde.

Vgl.: Die Villa ist voriges Jahr gebaut worden. z. das nicht profilierte Nachstadium (Resultat) jedoch gleichzeitig zur Sprechzeit. präsentische – präteritale – futurische Funktion. liegt im Aktiv bei zbudowa! wille˛ mit der PerfektBedeutung ‚er hat eine Villa gebaut’ das profilierte Stadium vor der Sprechzeit. Z.B.7. Das Tempus 417 Deiktische Lokalisierung Zustandspassiv (das Nachstadium ist profiliert) Präsens-Funktion: Willa jest zbudowana.: Die Villa [in der wir wohnten] war im vorangegangenen Jahr gebaut worden. z. • Zentrale Variante: Präsentische Funktion (‚Gegenwart’): episodisch (auch: ‚aktuelles Präsens’) oder nicht episodisch (‚inaktuelles Präsens’.: Die Villa war gebaut. (Narrativ-)präteritale Funktion: Willa by!a zbudowana. Vgl. Vgl. die zeitlich davor liegende Vorgangsstadium ist nicht profiliert. z. 7. re˛ka re˛ke˛ myje ‚eine Hand wäscht die andere’).B.: Die Villa ist gebaut. pocia˛g zaraz rusza"ipf (=#ruszy"pf) ‚der Zug fährt 423 .B. Präsens: Typ buduje Beim Präsens werden üblicherweise viele Varianten mit Kombinationen aus folgenden Funktionstypen unterschieden: episodische – nichtepisodische Funktion. bei telischen Prädikaten mit episodischer Funktion. byc´-Präterita Die Angaben zur zeitlichen Lokalisierung beziehen sich jeweils auf das profilierte Stadium einer aktionalen Situation. (Narrativ-)präteritale Funktion: Willa by!a zbudowana.5. Plusquamperfektische Funktion: Willa by!a zbudowana w zesz!ym roku.: Die Villa wurde gebaut [und wir zogen sofort ein]. Narrative Lokalisierung Vorgangspassiv (das Vorgangsstadium ist profiliert) Perfekt-Funktion: Willa jest zbudowana w zesz!ym roku. Im Falle von Passiv Willa jest zbudowana ‚Die Villa ist gebaut’ ohne verändernden Kontext ist es umgekehrt: Das Nachstadium (Resultat) ist profiliert.B. futurische Funktion. Überblick über die Funktionsvarianten der Tempora im Aktiv In diesem und dem folgenden Abschnitt werden die funktionalen Varianten und alternativen Bedeutungen der einzelnen Typen der Aspekt-Tempus-Genus-verbi-Kombinationen zusammengestellt und um einige in 416– 421 nicht erwähnte Funktionen ergänzt. Vgl. iterativ on buduje wille ‚er baut Villen’) oder atemporal.7.7. Vgl. • Präsens propheticum: alternative. Ipf. deiktische – narrative Lokalisierung.

‚Piotr kommt morgen Abend an. • Episodisches historisches Präsens (vgl. Siedzia!em przy biurku i pisa!em list do brata. heute meist ipf. Präsens. Jez˙eli ksia˛z˙ka nie znajdzie sie˛ w bibliotece (w cia˛gu trzech dni). ojciec w tych dniach przyjez˙dz˙a"ipf (=#przyjedzie"pf) ‚Vater kommt dieser Tage (zu uns gefahren)’.418 7. • Konditionales und hypothetisches Präsens. gdy wtem nagle Antek wpadnie"pf do pokoju. ich gehe gestern zur Bank Geld holen und kann nirgendwo meine Karte finden. Verb (konkret-faktische Funktion).B. przyznam sie˛. d. die Hauptvarianten des narrativen Präsens durch verschiedene nicht dominante Bezüge zur Sprechzeit: mit präsentischer Funktion – Präsens der Direktreportage oder der Mauerschau. Piotr przyjedzie jutro wieczorem. • Narratives Präsens: episodisch. • Performatives Präsens: auf einzelne ‚gefrorene’ Wortformen der 1. besonders häufig in Sprichwörtern und in Verbindung mit dem historischen Präsens. mit alternativer. Wyobraz´ sobie. ‚Wenn das Buch nicht innerhalb . präteritaler Funktion – das historische Präsens. kaz˙dy kon´ jez´dz´ca pozna ‚jedes Pferd erkennt den Reiter’. z.’ Pf.o. auch mit modaler Schattierung für atemporale Prädikate.B. ide± wczoraj do banku po pienia±dze i nie moge± nigdzie znalez´c´ karty. s. die ‚Vergegenwärtigung’ der aktionalen Situation. dominant ist der Bezug zum psychischen Jetzt. z˙e … ‚ich gebe (hiermit) zu. po polsku powie sie˛ zawsze … ‚auf Polnisch sagt man immer …’. Koschmieder 1934: 97ff).’ (durch ipf. Verb ersetzbar).’ • Vorfuturische Funktion (‚Vorzukunft’): nur pf. Verben gleich los’. das narrative Präsens der Inhaltsangabe einer Erzählung oder der Zeitungsüberschrift. Äquivalent: Perfekt. z. Futur: Typ zbuduje 424 • Zentrale Variante: Futurische Funktion (‚Zukunft’): konkret-faktische Funktion. ‚Ich saß am Schreibtisch und schrieb einen Brief an meinen Bruder. Verb ersetzbar).’ • Exemplarisches (nicht episodisches) Präsens (durch ipf. dt. ohne Bezug zur Sprechzeit: Szenisches Präsens. z. Verb ersetzbar). zap!acisz kare˛.B. ‚Stell dir vor. z. wenn wir den Bau des Hauses beenden.. dass …’. ‚Wir laden dich zu uns zum Urlaub ein. Person Präsens beschränkt. als Antekt plötzlich ins Zimmer trat. Übergang zu: • Modales Präsens: on ci otworzy kaz˙de/takie drzwi ‚Er kann dir jede/diese Tür öffnen’ (durch ipf. auch summarische Funktion. jak skon´czymy budowe± domu. Zaprosimy cie± do nas na wakacje.h.B.

• Modale Zukunft bei telischen Prädikaten (eingeschränkte Sicherheit der Voraussage). auch allgemeinfaktische Funktion bei atelischen Prädikaten). Die zentralen Funktionen des Globalpräteritums . & ipf. oder umgekehrt): Czyta!em ksia˛z˙ke˛. Globalpräteritums (*) typische Kontextbedingung: Vermittlung des wichtigsten zeitlichen Bezugs der Handlung Bezug zur Sprechzeit (= deiktisch) A.7. Verb ersetzbar). Inzidenz (ipf. Dominante Lokalisierung der aktuellen Situation vorzeitig zur Sprechzeit deutsche Entsprechung 426 425 Perfekt-Funktion (Präteritalform mit deiktischer Lokalisierung) Präteritale Funktion (Präteritalform mit narrativer Lokalisierung) Perfekt A. bo nie spa!a"ipf. & pf.): A. Ipf. Parallelismus (ipf. wirst du eine Strafgebühr bezahlen müssen.): A. wro´ci!a do domu (! ‚A. kam nach Hause und las den Brief gleichzeitig zum psychischen Jetzt (zur Verarbeitungszeit) plusquamperfektische Funktion (Präteritalform mit narrativer Lokalisierung) vorzeitig zum Plusquamperfekt psychischen A. Das Tempus 419 von drei Tagen in der Bibliothek eintrifft.7. pisa! list.’ (durch ipf. by!a zme˛czona. hat geschlafen Präteritum A. war nach Jetzt Hause zurückge(zur Verarbei. in erzählenden Kontexten Bezug zu anderer Handlung: Sequenz (pf.. theoretisch auch die progressive Funktion. in erzählenden Kontexten Bezug zu anderer Handlung A. wro´ci!a do domu i przeczyta!a list. Ipf. stative. przeczyta!a list dopiero wtedy. und pf. ist zuhause’) A. Futur: Typ be˛de˛ budowa!/budowac´ • Zentrale Variante: Futurische Funktion (‚Zukunft’): iterative. spa!a.kehrt / hatte nicht tungszeit) geschlafen. Globalpräteritum: Typen budowa! und zbudowa! Varianten d. kiedy przyszed! brat. kiedy wro´ci!a"pf do domu. czyta!a gazete˛ B. A. & pf. ist nachhause gekommen/ A.

Präsens: Typ jest budowany 428 Präsentische Funktion mit Vorgangspassiv • in progessiver Funktion (episodisch. Verben (*) Gemeinsame nicht dominante Default-Funktionen der Varianten des Präteritum: ‚vor der Sprechzeit’. ‚Bisweilen werden Wahlen wegen Streitigkeiten der Parteien verschoben.’ / Zupa be˛dzie sie± gotowa!a/gotowac´.’ . ‚Diese Computer werden in Irland montiert. 7. Vorgestellt werden nur die Paradigmen mit zosta(wa)c´ und byc´.’ oder: ‚An der Villa wird gebaut.’ (nicht zu verwechseln mit der unpersönlichen aktiven Konstruktion Wille± sie± buduje) unterliegen starken Bildungsbeschränkungen. Willa jest budowana. Alle Passiv-Formen sind analytisch. Überblick über die Funktionsvarianten der Tempora im Passiv 427 Die Tempora haben im Passiv prinzipiell die gleichen Funktionen wie im Aktiv. Nur wenige Verben mit einem unbelebten direkten Objekt sind zugelassen. Darüber hinaus gibt es im Passiv weitere Funktionsvarianten und Tempora. ‚Die Suppe kocht. ‚Die Suppe wird kochen. ‚Die Suppe kochte.’ Ser Mozzarella jest robiony tylko z mleka krowiego. ‚Mozzarella wird nur aus Kuhmilch hergestellt.’ Ipf.420 7. ‚Die Villa wird gerade gebaut. Das Passiv des Typs Zupa sie± gotuje. ‚Einige Produkte werden aus dem Ausland eingeführt. Die Tempus-Bedeutungen der Formen mit bywac´ und sie˛ (s. ‚Einige Produkte wurden aus dem Ausland eingeführt. sind aber sehr selten. ‚An dem Gebäude wird schon zehn Jahre gebaut.’ / Zupa sie± gotowa!a. ‚(Die) Villen werden gebaut.’ Niekto´re produkty bywaja± sprowadzane z zagranicy.6.o.7. und bezeichnen eine nicht episodische Situation. ‚aktuelles Präsens’).’ Ten budynek jest juz˙ budowany dziesie±c´ lat.’ • in iterativer und atemporaler Funktion (nichtepisodisch. Die Typen bywa budowany/bywa! budowany werden ebenfalls selten gebraucht. die Tempus-Paradigmen) verhalten sich jeweils analog. Sie sind teilsynonym zu jest/by! budowany. ‚inaktuelles Präsens’) Wille sa˛ budowane. nämlich einen sich wiederholenden Vorgang (iterative Funktion) oder einen Zustand (stative Funktion): Wybory bywaja± przek!adane z powodu sporo´w partyjnych.’ Niekto´re produkty bywa!y sprowadzane z zagranicy.’ Te komputery sa± montowane w Irlandii. Diese werden hier nicht nochmals im Einzelnen aufgeführt.

Urza±d wprowadzi! nowa± ustawe±: od roku 2005 prezydenci miast polskich beda± wybierani co pie±c´ lat.7. gefällt mir. by w moz˙liwie kro´tkim czasie sporza±dzic´ raport o stanie kultury polskiej. Zum ipf. Do roku 2006 wszystkie oczyszczalnie zostana± zmodernizowane. stative. Globalpräteritum: Typ by! budowany Die Formen vom Typ by! budowany haben eine stark buchsprachliche Färbung. Das Tempus 421 Pf.’ Ipf. d.7.h.’ • vorfuturische Funktion wie im Aktiv. be±dzie zbudowany • Zentrale Variante: futurische Funktion. ‚Ein Marsmensch wird auf die Erde geschickt – genauer: nach Polen –. Futur: Typen zostanie zbudowany. ‚Die Regierung hat ein neues Gesetz erlassen: vom Jahre 2005 an werden die Bürgermeister polnischer Städte alle fünf Jahre gewählt. die gegenüber gebaut worden ist. podoba mi sie˛. historisches Präsens usw.’ W przysz!ym roku prezydent be±dzie wybrany na pie±c´ lat. theoretisch auch die progressive Funktion). ‚Der neue Präsident wird im nächsten Jahr gewählt. Typ (willa) by!a budowana gibt es folgende zentrale Funktionen: • Perfekt-Funktion (allgemeinfaktisch). Futur: Typ be±dzie budowany • Zentrale Variante: futurische Funktion (iterative.’ • Allgemeinfaktische Funktion: Nowy prezydent be±dzie wybierany w przysz!ym roku. Ipf. ‚Der Ball wird ins Aus gespielt.’ • Narrativ-präteritale progressive Funktion: Zur narrativen Vergegenwärtigung eines episodischen Verlaufs: 432 431 430 429 . Inhaltsangabe. ‚Im nächsten Jahr wird der Präsident für fünf Jahre neu gewählt.’ Marsjanin zostaje wys!any na Ziemie± – a s´cis´lej do Polski – z zadaniem.’ Pf. Präsens: Typ zostaje zbudowany Dieser Typ wird nur in der Funktion des narrativen Präsens (Direktreportage. Deutsch Perfekt: ‚Die Villa. die dominante Lokalisierung der Situation ist ‚vorzeitig zur Sprechzeit’. deiktisch: Willa. kto´ra by!a budowana na przeciwko.) verwendet: Pi!ka zostaje wykopana na out. ‚Bis zum Jahr 2006 werden alle Kläranlagen modernisiert. um möglichst schnell Bericht zu erstatten über den Stand der polnischen Kultur.

Bei Synonymie mit anderen Formen sind sie vorzuziehen.’ • Perfekt-Funktion (mit kontextbedingtem Vorgangsspassiv).’ Budz˙et na rok 1999 zosta! uchwalony g!osami koalicji.oder Zustandspassiv). Die nicht profilierte Handlung.’ Piele±gniarka zawsze sprawdza!a fartuchy lekarski. Deutsch Präteritum: ‚Die Villa wurde gerade gebaut. deutsch: Die Villa wurde gebaut [und wir zogen sofort ein] bzw. Die Villa war gebaut [und stand für unseren Einzug bereit]. ‚Der Termin der Demonstration ist auf Dienstag verschoben.’ • Plusquamperfektische iterative oder allgemeinfaktische Funktion. ‚Der Termin der Demonstration wurde auf Dienstag verschoben. deutsch: Die Villa war gebaut worden. Deutsch: ‚Eine Villa war schon einmal gebaut worden. ‚Der Haushalt für 1999 ist mit den Stimmen der Koalition angenommen worden. deutsch: Die Villa ist gebaut [Sie können sofort einziehen]. Verben Willa by!a w!as´nie budowana.’ • Plusquamperfektische Funktion (analog zum Perfekt mit kontextbedingtem Vorgangspassiv). die zu diesem Zustand geführt hat. deutsch Präteritum: ‚Die Villa wurde mehrmals gebaut/Villen wurden gebaut.’ Budz˙et na rok 1999 zosta! uchwalony g!osami koalicji. ‚Der Termin der Demonstration ist von der Verwaltung auf Dienstag verschoben worden. podoba!a mi sie˛. ‚Die Krankenschwester überprüfte immer die Arztkittel. Es handelt sich um einen Zustand.422 7. gdy urodzi! sie± Marek. Folgende temporale Funktionen sind für willa zosta!a zbudowana (konkret-faktische Funktion) zu unterscheiden: • Präsentische Funktion (mit kontextbedingtem Zustandspassiv). Globalpräteritum: Typ zosta! zbudowany 433 Die Formen dieses zostac´-Paradigmas sind bei weitem die häufigsten für präteritale Funktionen. kto´ra by!a budowana naprzeciwko.’ Willa. Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek. ‚Der Haushalt für 1999 wurde mit den Stimmen der Koalition angenommen./An der Villa wurde gebaut.’ Pf. als Marek geboren wurde. gefiel mir.’ • Narrativ-präteritale iterative Funktion. Deutsch: ‚Villen waren (mehrmals) gebaut worden. liegt vor der Gegenwart. Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek.’ Willa by!a budowana. die gegenüber gebaut worden war. Wille by!y budowane. . deutsch: Die Villa ist [von der Firma X] gebaut worden.’ • Narrativ-präteritale Funktion (mit kontextbedingtem Vorgangs. Termin demonstracji administracyjnie zosta! przesunie±ty na wtorek. Deutsch Plusquamperfekt: ‚Die Villa. der zum Sprechzeitpunkt noch relevant ist.

I m Deutschen steht das Zustandspassiv mit ist: Pana samocho´d juz˙ jest zreperowany. deutsch: die Villa war gebaut worden Po powrocie stwierdzilis´my. Stoi tam.’ (Zustandspassiv). ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. ‚Der Termin der Demonstration war auf Dienstag verschoben worden. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. • Plusquamperfektische Funktion. bei dem die narrative Lokalisierung dominiert: Pf.’ (Vorgangspassiv) 435 434 . dass alle Häuser zerstört waren.’ Po powrocie stwierdzilis´my. Präteritum-Plusquamperfekt: Typ by! zbudowany Die pf. die Villa war gebaut (Zustandspassiv). Dort steht es.7.’ Pf. ‚Ihr Auto ist von einem Kollegen repariert worden. Pana samocho´d jest zreperowany przez kolege˛. z˙e wszystkie domy zosta!y zniszczone. deutsch: die Villa wurde gebaut (Vorgangspassiv) bzw.’ • Perfekt-Funktion im Vorgangspassiv. Präsens-Perfekt: Typ jest zbudowany Willa jest zbudowana mit • präsentischer Funktion im Zustandspassiv: deutsch: Die Villa ist gebaut. Dieser Typ mit deiktischer Lokalisierung steht in Opposition zum Typ by! zbudowany. z˙e wszystkie domy by!y zniszczone. deutsch: Die Villa ist gebaut worden.’ Beides ist konkret-faktisch und analog den entsprechenden Funktionen des zostac´-Paradigmas. Im Deutschen steht das Vorgangspassiv mit ist worden. dass alle Häuser zerstört worden waren. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. ‚Ihr Auto ist schon repariert.7. • Narrativ-präteritale Funktion. z˙e wszystkie domy by!y zniszczone w roku 1956. Paradigma des Typs willa by!a zbudowana entspricht dem narrativ orientierten zostac´-Paradigma und hat ebenfalls konkret-faktische Funktion. Das Tempus 423 Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek. dass alle Häuser im Jahr 1956 zerstört worden waren. Ten budynek by! zbudowany w roku 1956 i potem … ‚Dieses Gebäude wurde 1956 gebaut und dann …’ (Vorgangspassiv) Po powrocie stwierdzilis´my.

’ Jan pojecha! do Warszawy.’ 7. Präteritum und Futur realisiert. aby. Verben 7. d. 7. erfüllt z.2. Trzeba by to jeszcze omo´wic´. Darüber hinaus bildet by keine feste grammatische Wortform. in dem Sinne.T. Indikativ 437 Der Indikativ (tryb oznajmuja±cy) ist die unmarkierte Subkategorie. Maria jest nauczycielka±. Form Der Konditional kann von ausnahmslos allen Verben – perfektiven wie imperfektiven – gebildet werden.h. dass der Sprecher mit ihrer Hilfe die Geltung eines versprachlichten Sachverhalts markiert. ‚Das müsste man noch besprechen.424 7. (das) wäre nicht schlecht!’ Die Konditionalformen des Verbs weisen die grammatischen Kategorien Genus. ‚Maria ist Lehrerin.1.B. Die Konditionalformen der Verben werden gebildet durch das Aneinanderfügen einer ganzen Reihe von Morphemen: an den Stamm kommt das auch für das Prä- .’ Ach. napic´ by sie± teraz piwa! ‚Jetzt ein Bier zu trinken.8. Somit kann der Konditional auch als Satzkategorie angesehen werden. by. Das Konditionalmorphem by kann – ganz im Gegensatz zu den deutschen Konjunktiven – nämlich auch bei Nichtverben bzw. Der Indikativ wird durch die Tempora Präsens. Modus 436 Der Modus (tryb) ist eine morphologische Kategorie des Verbs. Er tritt obligatorisch in jedem Satz auf und stellt dadurch ein konstitutives Merkmal des Satzes dar. Mit den Modalauxiliaren und Modalpartikeln hat der Modus die Funktion gemein. infiniten Verbformen stehen. Konditional 438 Der Konditional (tryb przypuszczaja±cy) weist aufgrund seiner Formeigenschaften und seinen Funktionen eine enge Beziehung zur Syntax auf. az˙eby). auch rein syntaktische Funktionen (z. er weist keine spezifische Form auf. Die einzelnen Modi bilden eine geschlossene Oppositionsreihe. Numerus und Person auf. die die Prädikativität eines Satzes tragen. Wir unterscheiden drei Modi: • Indikativ • Konditional • Imperativ Die Subkategorien haben sehr unterschiedliche Formen und Funktionen. sondern aller Ausdrücke. dass jeweils nur eine Subkategorie realisiert werden kann. in Verbindung mit hypotaktischen Konjunktionen z˙eby. Er bildet eine grammatische Kategorie nicht nur des Verbs.8. der Sachverhalt wird als geltend dargestellt.8. ‚Jan ist nach Warschau gefahren.

Person 3. Modus 425 teritum und Futur verwendete -l. dann folgt die Genusendung. Person chodzilibys´my chodzilibys´cie chodziliby andere Genera chodzi!ybys´my chodzi!ybys´cie chodzi!yby feminin chodzi!abym chodzi!abys´ chodzi!aby chodzi!oby neutrum Plural -s´my -s´cie – Der verbale Konditional hat im Prinzip eine agglutinierte (="angeklebte) Form. Jes´li wiedzia!bym o tym wczes´niej. Person 3. jakby ‚als ob’. choc´by ‚wenn auch’.’ Eine formale Besonderheit liegt nach folgenden Konjunktionen vor: aby ‚um zu’. gdyby ‚wenn’. jakz˙eby ‚wie’. z˙eby ‚dass’ . oby ‚wäre doch’. Person 3. az˙ e by ‚damit’. Person 2. Trzeba by to jeszcze omo´wic´. diese bildet jedoch keine feste Einheit und kann in zwei Teile zerlegt werden. Person -m -s´ – Singular maskulin 1.8. nie przyszed!bym. dann das Morphem by und schließlich die auch für das Präteritum verwendeten Endungen c h o dzi+!+(a)+by+m: Singular 1. byleby ‚wenn nur’.bzw. Es wird nicht zusammengeschrieben. . to bym nie przyszed!.7. Person 2. ‚Das müsste man noch besprechen. wäre ich nicht gekommen. Bei anderen – nichtverbalen – Einheiten steht das Morphem by in der Regel hinter dem prädikativen Element. chociaz˙by ‚wenn auch’. -!-.Wenn ich eher davon gewusst hätte. Jes´libym o tym wczes´niej wiedzia!.’ jes´li wiedzia!-bym Das Konditionalmorphem einschließlich Personalendung fügt sich enklitisch an das Ende des ersten Worts im Satz an. Person 2. Person chodzi!bym chodzi!bys´ chodzi!by Plural maskulin-personal 1.

’ Chorego nalez˙y po!oz˙yc´ wygodnie. dass alle anwesend sind. • Konditional tritt nur im Hauptsatz auf. Zwei virtuelle Situationen werden in Abhängigkeit voneinander gesehen. wäre ich nicht gekommen. ‚Wenn ich eher davon gewusst hätte. to bym nie przyszed!. Wir unterscheiden: • Konditional tritt im Hauptsatz und gleichzeitig im Nebensatz auf. • Konditional tritt nur im Nebensatz auf. Pojechalibys´my na wycieczke±. könntest du mir helfen.h. mo´g!bys´ mi pomo´c. da sie bereits das Element -by.h. damit er frei atmen kann. Die Funktionen des Konditionals differieren in Abhängigkeit vom Vorkommen im Haupt. Konditional im Neben. also nicht real sind. ‚Es ist notwendig. Verben Diese Konjunktionen stehen meist mit einem Verb im Konditional. d.B. ‚Wenn unsere Pflichten leicht zu erfüllen wären. nie mielibys´my w tym z˙adnej zas!ugi.’ Funktionen 439 Dem polnischen Konditional entspricht funktional in großen Teilen der deutsche Konjunktiv II.aufweisen.426 7.’ Aber: *aby wszystcy byliby obecni. Der Sprecher markiert. gäbe es keine Verdienste für uns. die Situation existiert nicht in der außersprachlichen Wirklichkeit. Gdyby nasze obowia±zki by!y !atwe do spe!nienia.’ . mo´c die Perspektive für den Übergang von der Nichtexistenz zur Existenz. Im Gegensatz zu dieser impliziten Negation der Existenz eröffnen die Modalauxiliare wie z.’ Mit Hilfe des Konditionals markiert der Sprecher. z˙eby mo´g! swobodnie oddychac´. die Genusendung und die Personalendung: Konieczne jest. d. Jes´li mia!bys´ duz˙o pienie±dzy i mieszka! sam. dass die versprachlichte Situation nicht gilt. Es kommt zu keiner Doppelung: es stehen nur das stammbildende -!. ‚Man muss den Kranken bequem hinlegen. gdyby nie pada!o. ‚Wenn du viel Geld hättest und allein wohnen würdest. sondern als virtuell (kontrafaktisch) anzusehen ist. wird dieses beim Konditional weggelassen. Jes´libym o tym wiedzia! wczes´niej.und Nebensatz.’ Aufgrund seines satzbezogenen Charakters kann sich ein by + Personalendung gleichzeitig auf zwei Verben beziehen. wenn es nicht regnen würde. by + Personalendung braucht nur einmal gesetzt zu werden. aby wszyscy byli obecni.und Hauptsatz: Bedingungssätze Die wichtigste und häufigste Funktion ist die Verwendung in irrealen Konditionalsätzen. dass beide Situationen virtuell. ‚Wir würden einen Ausflug machen.

komm zurück nach Hause!’ Zu dieser Gruppe gehören die Verben b!agac´ ‚anflehen’.’ – B!agam cie±. ‚Es gehört sich nicht. z˙eby babcia nie zachorowa!a. jez˙eli. Konditional im Nebensatz: Subjunktiv Besonderheiten gibt es beim Gebrauch des Konditionals in bestimmten syntaktisch untergeordneten Kontexten. Lexikalisch bedingt: In diesem Fall hängt der Gebrauch des Konditionals von einem syntaktisch übergeordneten Verb bzw.a. ‚Ich flehe dich an. prosic´ ‚bitten’. ‚Ich will. z˙eby nic z tego nie wysz!o. wzywac´ ‚auffordern’. przestrzegac´ ‚ermahnen’. dessen Verb im Konditional – jedoch ohne Doppelung des -by – steht. upominac´ ‚ermahnen’.’ Außerdem: pilnowac´ ‚aufpassen’. ostrzegac´ ‚warnen’.8. z˙eby wro´ci! do domu. Der Konditional ist nicht nur semantisch. wro´c´ do domu! ‚Ich flehe dich an. sa±dzic´ ‚schätzen’. Es handelt sich um Verben. • Verben des Sagens"+"z˙eby Powiedzia!em. die ‚mögliche Welten’ eröffnen. jes´li. zabiegac´ ‚sich bemühen’. Diese Konstruktion kann in Konkurrenz zum Infinitiv stehen. ‚Ich sagte.’ 440 . dass er nach Hause kommen solle. zezwalac´ ‚erlauben’. z˙ebys´ wro´ci! do domu. dass ein Gastgeber seine Gäste allein lässt. wenn sie als Willensäußerung verstanden werden.’ B!agam.a. og!osic´ ‚bekanntgeben’. zapowiedziec´ ‚ankündigen’.7. dass du sofort nach Hause kommst. zakazywac´ ‚verbieten’. rozkazac´ ‚befehlen’. dass nichts herausgekommen ist. zurück nach Hause zu kommen. z˙ebys´ od razu przyszed! do domu. • Verben der Willensäußerung"+"z˙eby. Chce±. einem anderen prädikativen Element ab. radzic´ ‚raten’. Modus 427 Das Konditionalelement tritt an die Konjunktionen gdy. chciec´ ‚wollen’. kazac´ ‚veranlassen’ napominac´ ‚ermahnen’. zache±cac´ ‚ermuntern’. Die markierte Form bezeichnet auch hier eine real nicht existierende Situation. sondern auch syntaktisch gefordert. dass Oma nicht krank wird. z˙eby gospodarz opuszcza! gos´ci.a. ‚Ich kümmere mich darum. ‚Schade. napisac´ ‚schreiben’. pragna±c´ ‚wünschen’.’ Dazu zählen u. z˙a±dac´ ‚auffordern’ u. • Ausdrücke für Modales und Bewertungen"+"z˙eby (auch z˙e) Nie wypada. mo´wic´ ‚sagen’. martwic´ sie± ‚sich sorgen’ u. • Verben des Typs troszczyc´ sie± ‚sich kümmern’"+"z˙eby Troszcze± sie± o to.’ By!oby szkoda. Verben dieser Semantik können einen Objektsatz regieren.

damit er den Wasserhahn in Ordnung bringt. ‚Ich habe ihn geschickt. der eine explizite oder implizite Negation enthält. Nie ma takiego cz!owieka. kto´ry go nie szanuje.’ • Komparativsätze mit jak.428 7. kto by go nie szanowa!. bo jest pilniejszy od ciebie. Durch Konstruktionen bedingt: Hier ist der Gebrauch des Konditionals nicht durch ein einzelnes Lexem. Nie ma nikogo.’ • Negierte Attributsätze.’ Maria jakby sie± zawaha!a. Verben Außerdem: niepodobna ‚es ist unmöglich’.und Nebensatz vorliegen. denn er ist fleißiger als du.a. Er sagte. z˙al ‚es ist schade’ u. Optativ: Wie der deutsche Konjunktiv II kann der polnische Konditional einen Wunsch des Sprechers zum Ausdruck bringen. Wys!a!em go. hier steht die konditionale Form im Nebensatz bei einem Hauptsatz. jakbym o czyms´ zapomnia!. diese entsprechen dem deutschen als ob. ‚Piotr hätte die Prüfung geschafft. Konditional im Hauptsatz 441 Virtueller Sachverhalt: In semantischer Nähe zum Konditional in Konditionalsätzen steht der Gebrauch in bestimmten Hauptsätzen. – Powiedzia!. z˙eby naprawi! kran.’ Dies ist eine zentrale Funktion des Konditionals. als ob Maria zögerte. Im Gegensatz zum Imperativ handelt es sich um eine Äußerung eines Wunsches ohne oder mit direkter Aufforderung an den Hörer.’ Piotr by mo´g! zdac´ ten egzamin. die jedoch keine Bedingung für die Existenz des virtuellen Sachverhalts nennen. Spojrza! na mnie tak.’ Anders als im Deutschen wird der Konditional nicht zur Markierung der indirekten Rede verwendet. nieprawda ‚es ist nicht wahr’. ‚Es gibt niemanden. Diese Bedingung wird implizit mitverstanden. Posprza±ta!bys´ poko´j! ‚Wenn du doch mal dein Zimmer aufräumen würdest!’ . ‚Es war. der ihn nicht verehrt. ‚Es gibt niemanden. strach ‚es ist schrecklich’. sondern durch eine syntaktische Konstruktion bestimmt. wenn verschiedene Subjekte im Haupt. Ja bym tego nie zrobi!.’ Ähnlich wie im Deutschen ist eine Ersetzung mit dem Indikativ möglich. der ihn nicht verehren würde. z˙e przyjdzie. also ob ich etwas vergessen hätte. ‚Er sah mich an. ‚Ich hätte das nicht gemacht. dass er komme/käme. • Finalsätze (Nebensätze)"+"z˙eby. die genannte Handlung auszuführen.

Z%ebys´ mi dzis´ nie wychodzi! z domu! ‚Dass du mir heute ja nicht rausgehst!’ Pragmatische Verwendungen: Bei den Modalauxiliaren hat der Konditional oft eine semantisch-pragmatische Funktion.’ Nalez˙a!oby o tym porozmawiac´ obszerniej. dann versprachlicht er eine nachdrückliche Aufforderung. Gdybym/Z%ebym tak mia! duz˙o pienie±dzy! ‚Hätte ich doch viel Geld!’ Niechby sie± wreszcie pogodzili! ‚Würden sie sich doch endlich aussöhnen!’ Oby z˙y! sto lat! ‚Möge er hundert Jahre leben!’ Bodajby wszyscy byli tacy! ‚Wären doch alle so!’ In der optativischen Funktion können auch weitere Formen auftreten (ohne by oder ohne Verb auf -!): • by + Infinitiv Ach.3.’ 7.8. ‚Ich möchte dieses Thema nicht weiterführen. Person Plural und Formen der dritten Person. Bei den Bedeutungen ‚müssen’ und ‚wollen’ kommt es zu einer Art Abschwächung des Zwangs bzw. ‚Darüber müsste man eingehender sprechen. aby. (das) wäre nicht schlecht!’ • byle + Infinitiv Byle dojechac´ do skrzyz˙owania! ‚Hoffentlich schaffen wir es zur Kreuzung!’ In der zweiten Person kann der Konditional auch als Imperativäquivalent fungieren. Imperativ Der Imperativ (tryb rozkazuja±cy) weist folgende morphologische Kategorien auf: Person. ‚ich möchte’. chce± – chcia!bym ‚ich will’ vs. Willens.8. byleby.’ Czy mog!aby mi pani poz˙yczyc´ parasolke±? ‚Könnten Sie mir einen Regenschirm leihen?’ Che±tnie przeczyta!bym te± ksia±z˙ke±. Der Konditional trägt neben anderen sprachlichen Mitteln wie Frage und Modalauxiliare zur Höflichkeit in der Kommunikation bei. Anders als im Deutschen gibt es eine Imperativform der 1. Person Singular nah 442 . bodajby und einige andere). napic´ by sie± teraz piwa! ‚Jetzt ein Bier zu trinken.7. ‚Ich würde gerne dieses Buch lesen. Genus und die sogenannte Höflichkeit. z˙eby. Der Imperativ ist in allen drei Personen vertreten. Wir unterscheiden folgende Imperativformen: • czytaj: 2. Außerdem: veraltet buchsprachlich (oby. Numerus. niechby. Modus 429 Im Optativ tritt das Morphem oft mit einem weiteren Element auf: gdyby. Nie chcia!bym kontynuowac´ tego tematu.

z. Person Plural und der 2. Person Plural • prosze± czytac´: 2. Person Plural distant • niech (X) czyta: 3.T. Er teilt dem Hörer mit. Verben • czytajcie: 2. Person Singular. Person Plural. wer der Ausführende der Handlung sein soll und bemüht sich. Person Plural gebildet czytac´ ! oni czytaja± ! czytaj! biegac´ ! oni biegaja± ! biegaj! trzymac´ ! oni trzymaja± ! trzymaj! .B. Sie wird vom Präsensstamm perfektiver wie imperfektiver Verben mit einem derivationalen Ø-Suffix gebildet. Person Singular • niech (X-owie) czytaja±: 3. Person Plural nah • czytajmy: 1. • Konjugation -m/-sz: die Imperativform der 2. nah 2. • Aufforderung bzw.430 7. Person Plural Ausführender der Handlung 1. die Ausführung der Handlung durch diese Mitteilung zu bewirken. Diese Form bildet die Basis für die Formen der 1. Verbot Daj mi prosze± d!ugopis! ‚Gib mir bitte den Kugelschreiber!’ Nie krzycz tak g!os´no! ‚Schrei nicht so laut!’ • Wunsch Niech z˙yje sto lat! ‚Er lebe hoch!’ Typ czytaj – Form und Funktion 443 czytaj bildet die Imperativform der 2. distant niech pan/pani czyta! niech X czyta! niech panowie/panie/ pan´stwo czytaja± prosze± czytac´! niech X czytaja±! Singular Plural czytajmy! czytajcie! czytaj! 3. dass jemand eine bestimmte Handlung ausführt. Person Singular distant • niech (pan´stwo/panowie/panie) czytaja±: 2. Person distant • niech (pan/pani) czyta: 2. auch explizit markiert durch den Aspekt – verschiedene Sprechakte realisiert werden. Je nach Konstellation in der Äußerungssituation können – z. Person Singular wird vom Präsensstamm der 3. Der Imperativ hat folgende Funktion: Der Sprecher hat den Wunsch.

trzymaj bierz jedz´ cia±gnij + -cie 444 ! trzymajcie! ! bierzcie! ! jedz´cie! ! cia±gnijcie! Mit der Form czytajcie bringt der Sprecher zum Ausdruck. dass der Hörer und eine oder weitere Personen die Handlung ausführen sollen.8. Es handelt sich um eine Aufforderung an einen einzelnen Angesprochenen. RWAC#. cia±gna±c´ ! cia±gna± ! cia±gnij! rwac´ ! rwa± ! rwij! kras´c´ ! kradna± ! (nie) kradnij! wyja±c´ ! wyjma± ! wyjmij! wytrzec´ ! wytra± ! wytrzyj! In einigen Fällen kommt es zu der lautlichen Alternation o : o´: robi ! ro´b! pomoz˙e ! pomo´z˙! stoi ! sto´j! Die Imperativformen des Typs czytaj funktionieren wie die Entsprechungen im Deutschen. Person Singular gebildet: pic´ ! on pije ! pij! brac´ ! on bierze ! bierz! prosic´ ! on prosi ! pros´! jechac´ ! on jedzie ! jedz´! gotowac´ ! on gotuje ! gotuj! • Ausnahmen: alle Verben der Typen MOKNA±C#. Person Singular wird vom Präsensstamm der 3.7. WYJA±C# sowie einige Vertreter des Typs CIA±GNA±C# haben statt des Nullsuffixes das Morphem -ij/-yj. bierzcie! ‚Nehmt doch!’ . Nie zapomnijcie parasola! ‚Vergesst nicht den Schirm!’ No. KRAS#C#. Modus 431 • Konjugationen -e±/-isz und -e±/-esz: die Imperativform 2. Person Plural czytajcie wird ganz regelmäßig gebildet durch das Anfügen der Endung -cie an die Imperativform der 2. Person Singular czytaj. Poczekaj tu! ‚Warte hier!’ Pomo´z˙ mi! ‚Hilf mir!’ Typ czytajcie – Form und Funktion Die Imperativform der 2.

ä. Verben Zwischen dem Hörer und dem Sprecher besteht die Relation des Duzens. d. Deshalb wird prosze± + Infinitiv diesen in der Regel vorgezogen. trzymaj bierz jedz´ cia±gnij + -my ! trzymajmy! ! bierzmy! ! jedz´my! ! cia±gnijmy! Bei der ersten Person Plural czytajmy handelt es sich um eine Aufforderung an einen oder mehrere Hörer. Person Plural czytajmy wird ganz regelmäßig gebildet durch das Anfügen der Endung -my an die Imperativform der 2.432 7. eine Handlung gemeinsam mit dem Sprecher auszuführen. Prosze± zawiadomic´ o tym doktora Kowalskiego! ‚Informieren Sie bitte Doktor Kowalski darüber!’ Der Vorteil gegenüber den Konkurrenzformen niech pan czyta u. ob der Sprecher den oder die Hörer duzt oder siezt. der Sprecher schließt sich selbst mit ein. Prosze± mi te± ksia±z˙ke˛ pokazac´! ‚Zeigen Sie mir bitte dieses Buch!’ prosze˛ + Infinitiv ist die häufigste Aufforderungsform. zu denen der Sprecher in der Regel in einem Siezverhältnis steht. Person Singular verwechselt werden. die an eine oder mehrere Personen gerichtet wird. Die Form darf nicht mit der formal ähnlichen Indikativform 1. vgl. . Im Deutschen steht hier meist die mit dem Indikativ zusammenfallende Form Gehen wir! oder lassen + Infinitiv: Lass/Lasst uns gehen! Nie mo´wmy o tym! ‚Sprechen wir nicht davon!’ Die Imperativform czytajmy kann unabhängig davon gebraucht werden.h. Person Singular czytaj. ist die Unmarkiertheit in den Kategorien Numerus und Genus. Prosze± czytac´! ‚Lesen Sie!’ Prosze± siadac´! ‚Setzen Sie sich!’ Im Satz können zwischen beiden Elementen weitere Satzglieder stehen. Typ czytajmy – Form und Funktion 445 Die Imperativform der 1.: czytamy ‚wir lesen’ – czytajmy! ‚Lass/lasst uns lesen!’ mo´wimy ‚wir sprechen’ – mo´wmy ‚Lass/lasst uns sprechen!’ Typ prosze± czytac´ – Form und Funktion 446 Die distante Imperativform der zweiten Person wird gebildet durch den Infinitiv des Verbs und das freie unflektierbare Morphem prosze±.

dass wir das alles glauben!’ Funktional unterscheiden sich niech X czyta und niech X-owie czytaja± von den Formen der zweiten und ersten Person dadurch. Für die Aufforderung an eine dritte Person kann eine offene Klasse an Substantiven eingesetzt werden. dass ich das alles glaube!’ Typ niech pan´stwo czytaja± – Formen und Funktion Dies ist die distante Imperativform der 2. Person Plural. z˙ebys´my uwierzyli w to wszystko! ‚Unsere Professoren sollen nicht von uns verlangen. dass die Aufforderung nicht an den Hörer direkt gerichtet ist. die nicht an der Kommunikationssituation teilnehmen. dass ich das alles glaube!’ Typ niech (X) czyta und niech (X-owie) czytaja± – Formen und Funktion Mit den Imperativformen der dritten Person nennt der Sprecher eine oder mehrere Personen als Handlungsausführende. sondern an nicht anwesende Personen.7. deren Realisierung nicht vom Angesprochenen abhängt: Wygraj samocho´d! ‚Gewinne ein Auto!’ – Aber: *Prosze± wygrac´ samocho´d! ‚Gewinnen Sie bitte ein Auto!’ Typ niech pan czyta – Formen und Funktion Diese zweite distante Imperativform der zweiten Person besteht aus dem unveränderlichen ungebundenen Morphem niech und der regulären Indikativform Präsens perfektiver wie imperfektiver Verben. Ausgeschlossen sind Aufforderungen. Sie tritt immer in Kombination mit den distanten Personalpronomen der zweiten Person Singular pan und pani auf. An Stelle von pan´stwo können die anderen distanten Personalpronomen der 2. Modus 433 Im Gegensatz zu den anderen Imperativformen ist der Verwendungsbereich von prosze± + Infinitiv eingeschränkt: es handelt sich immer um Aufforderungen im engen Sinne. Dem Hörer kommt eher die Rolle des 449 448 447 . Das Personalpronomen pan´stwo steht. Person Plural stehen: panowie (nur Männer) und panie (nur Frauen).8. Niech pan´stwo spro´buja± tego pasztetu! ‚Probieren Sie von der Pastete!’ Niech panie nie wymagaja± ode mnie. Niech pan spro´buje tego pasztetu! ‚Probieren Sie von der Pastete!’ Niech pani nie wymaga ode mnie. wenn die Hörer mindestens eine Frau und einen Mann umfassen. z˙ebym uwierzy! w to wszystko! ‚Verlangen Sie nicht von mir. z˙ebym uwierzy! w to wszystko! ‚Verlangen Sie nicht von mir. Niech Piotr spro´buje tego pasztetu! ‚Piotr soll von der Pastete probieren!’ Niech nasi profesorowie nie wymagaja± od nas.

Person: ja. my. oni.’ . ona. Ihre Funktion besteht in der Identifikation der Teilnehmer eines Gesprächsaktes. Person verweist auf den Sprecher bzw. eine Gruppe. Person: ty. Przestan´z˙e s´piewac´! ‚Hör doch auf zu singen!’ Idz´z˙e juz˙ sta±d. • Die 3. pani. stör mich nicht!’ Chodz´ no! ‚Komm doch mal!’ 7. belehre mich doch nicht ständig!’ Abtönung des Imperativs 451 Die Imperativformen können durch die Abtönungspartikeln -z˙e und no modifiziert werden. Wir unterscheiden drei Subkategorien mit folgenden Funktionen: • Die 1. die als Subjekt zu einem Imperativ des Typs niech"+"3. panowie. Entitäten. Indikativ stehen können. die nicht am Gespräch teilnehmen. jego. Sie sind funktionale Äquivalente zur Form ‚czytaj’: Niech mnie mama cia±gle nie poucza! ‚Mutter. nasz 2. eine Gruppe. panie. nie przeszkadzaj mi! ‚Geh doch endlich. pana. ich Im Unterschied zum Deutschen wird die Person bei Reflexiva nicht markiert: Gole± sie±.9. wasz 3. mój.434 7. ono. im Deutschen meist mit sollen zu übersetzen. Typ niech mama czyta 450 Es gibt eine Reihe von Verwandschaftsbezeichnungen. jej. Pers. Person verweist auf den Hörer bzw. Person findet ihren formalen Ausdruck zum einen in den Personal. zu der auch der Sprecher zählt.und Possessivpronomen: 1. pan´ski. twój. zu der auch der Hörer zählt. pan´stwa. Person 452 Person (osoba) ist eine morphologische Kategorie der Pronomen und des Verbs. Dadurch wird der Aufforderungscharakter verstärkt (-z˙e) oder abgeschwächt (no) werden. ‚Ich rasiere mich. – Du rasierst dich. pan. • Die 2. Person: on. pan´stwo. Person verweist auf eine Entität bzw. Verben Mittlers zwischen Sprecher und dem Handlungsausführenden zu. pani. – Golisz sie±. one.

9. vgl. ‚Alle Fluggäste werden gebeten jetzt das Rauchen einzustellen. Dazu gehören Sätze. Entsprechend der Defaultfunktion kann die dritte Person in vielen Kontexten auch eindeutig auf den bzw. auf personifizierte Gegenstände beziehen. Subjekt und Prädikat kongruieren: Ja czytam. ‚Ich habe meinen Hut genommen. ‚Es gehört sich nicht. beim Essen zu singen. In den Sätzen Do miasteczka chodzi!o sie± przez las.’ &a±ke± zala!o woda±.’ Während sich die erste und die zweite Person auf Personen im eigentlichen Sinne bzw. wenn Hörer bzw. Person: czyta etc. in denen a) gar kein Referent vorhanden ist (unpersönlich).’ Czytelnik nie znajdzie w tym podre±czniku uzasadnien´ o charakterze teoretycznym. Person: czytasz 3.’ Zum anderen wird Person in der Verbalflexion markiert (s.’ oder b) die Identität der Teilnehmer des Gesprächaktes offen gelassen werden soll. . Sprecher mit Hilfe eines Namens oder einer definiten Beschreibung identifiziert werden: Tu mówi Tomasz Kowalski. ‚Der Leser wird in diesem Handbuch keine Beweisführungen theoretischer Art finden. Die indirekte Anrede erklärt die Formenübereinstimmung der distanten zweiten Person mit der dritten Person: das Pronomen pan geht auf das homonyme Substantiv ‚Herr’ zurück.’ können sich die Handlungen je nach Kontext auch auf den Sprecher und/oder den Hörer und/oder dritte Personen beziehen (s. a ty przeszkadzasz.: Lampa wisi nad sto!em.’ Die dritte Person fungiert als Defaultkategorie des Verbs und wird auch in subjektlosen Sätzen (zdania bezpodmiotowe) verwendet. ‚Die Lampe hängt über dem Tisch.’ Nie wypada s´piewac´ przy jedzeniu. Person: czytam 2. Sie kann auch auf Gegenstände verweisen. ‚Die Wiese ist überschwemmt worden. ‚Ich lese und du störst mich. die Sprechaktteilnehmer verweisen. Dies ist der Fall.’ Wszyscy pasaz˙erowie proszeni sa± o zgaszenie papierosów. ‚Hier spricht Tomasz Kowalski. ist die dritte Person referenziell nicht festgelegt. Person 435 Czy wzia±!es´ swój kapelusz? ‚Hast du deinen Hut genommen?’ Wzia±!em swój kapelusz. auch 504).7. 341– 342): 1. ‚Es blitzt. B!yska sie±. ‚Zum Dorf ging man durch den Wald.

In wissenschaftlichen Aussagen oder in Sprichwörtern kann aber auch die zweite Person des Verbs ohne das Pronomen auftreten: W je±zyku polskim rozróz˙niamy siedem form przypadkowych. Verben Ein weiterer Fall indirekter Anrede sind die syntaktisch integrierten Verwandtschaftsbezeichnungen: Ciociu. die Hörer. wird in der Regel die dritte Person (Singular oder Plural) verwendet. ‚Wir beginnen unsere Textanalyse mit deutschen Zitaten. magst du etwas Kuchen?’ Die morphologische Kategorie der Person zeigt einige Besonderheiten im Numerus. eine dritte Personen. dass Ärzte und Krankenschwestern einzelne Patienten mit der ersten Person Plural anreden: A jak sie± dzisiaj czujemy? ‚Wie fühlen wir uns denn heute?’ 3) Generische Referenz: wenn der Sprecher sich auf eine Klasse in ihrer Gesamtheit bezieht. ‚In der Not erkennt man seine Freunde. bedeutet der Plural der ersten Person nicht eine Vielzahl von gleichen Entitäten: my referiert nicht auf ‚einen Sprecher und noch einen Sprecher etc. dritte Personen oder verschiedene Kombinationen aus diesen)’. my % der Sprecher und noch ein Sprecher my = der Sprecher und jemand anders wy/panowie/panie/pan´stwo: der Hörer und noch jemand Neben den skizzierten zentralen Verwendungsbedingungen weisen die Subkategorien der Person einige Transpositionen auf. moz˙e ciocia zje ciasteczko? ‚Tante.436 7. Während die dritte Person ein reguläres Verhältnis von Singular und Plural hat: on – oni = eine nicht am Gesprächsakt beteiligte Entität und noch solch eine Entität etc. 1) das my des Autors: Zum Ausdruck einer als höflich empfundenen Bescheidenheit wird vor allem in wissenschaftlichen Publikationen ja durch die Pluralform my ersetzt: Analize± tekstowa± rozpoczniemy od niemieckich cytatów. dritte Personen oder verschiedene Kombinationen aus diesen)’.’ sondern auf ‚einen Sprecher und jemand anders (der Hörer. weitere Hörer. panowie. ‚Im Polnischen unterscheiden wir sieben Kasusformen. Ähnlich beziehen sich die pluralischen Personalpronomen wy.’ .’ Prawdziwych przyjació! poznaje sie± w biedzie.’ 2) das sprecherexklusive my: vor allem in Krankenhäusern kommt es vor. eine dritte Person. panie und pan´stwo auf ‚den Hörer und noch jemanden (einen weiteren Hörer. also eine Verallgemeinerung trifft.’ Vgl: ksia±z˙ka – ksia±z˙ki = ein Buch und noch ein Buch etc.

‚Bisweilen werden Wahlen wegen sich streitender Parteien unterbrochen. Adjektiv-Partizipien Die Adjektiv-Partizipien (imies!owy przymiotnikowe) sind wie die Adverbialpartizipien Transpositionskategorien des Verbs.1. sie bilden eine grammatische Opposition nicht innerhalb der Wortart Verb. Diese kann aktuell gerade vor sich gehen oder bei nichtepisodischen Ereignissen als gleichzeitig zur Haupthandlung gesehen werden.’ Das Partizip Aktiv baut die Argumenthierarchie des Ausgangsverbs nicht um. mit dem das Partizip kongruiert (dziewczynka p!acze ! p!acza±ca dziewczynka). Partizip Aktiv Das Partizip Aktiv (imies!o´w przymiotnikowy czynny) wird gebildet aus dem Stamm der 3. sodass das Partizip auch in anderen Satzgliedpositionen auftreten kann. Andererseits bilden sie Stämme von zusammengesetzten Verbformen. Die Affixe der Partizipien haben zwei Funktionen: einerseits transponieren sie Verben in die Wortart der Adjektive und etablieren die Opposition Verb vs. das Partizip Aktiv charakterisiert Gegenstände oder Personen.10.’ 454 453 . Wybory bywaja± przerywane z powodu spieraja±cych sie± partii. Wir unterscheiden Partizip Aktiv und Partizip Passiv.10. Chcemy powracaja±cym u!atwic´ aklimatyzowanie sie± w naszym kraju. In bestimmten Fällen wird das Bezugssubstantiv weggelassen.plus die regulären Adjektivendungen angehängt (s.7. Die Formen treten meist in attributiver Funktion auf und kongruieren mit dem Bezugssubstantiv in Genus. Es sind ausschließlich imperfektive Verben möglich. bleibt erhalten in der Position des Substantivs. Adjektiv. sondern mit der Wortart Verb. Es handelt sich um eine Substantivierung. Person Plural Präsens.h. An den Stamm wird das derivationale grammatische Affix -a±c. d. das erste Argument des Verbs. Adjektiv-Partizipien 437 7. czytac´/czytaj-a± ! czytaj#+ a±c + a [dziewczynka ‚lesendes Mädchen’] p!akac´/p!acz-a± ! p!acz + a±c + a [dziewczynka ‚weinendes Mädchen’] biec/biegn-a± ! biegn + a±c + y [pies ‚laufender Hund’] przejez˙dz˙ac´/przejez˙dz˙aj-a± ! przejez˙dz˙aj + a±c + e [auto ‚vorbeifahrendes Auto’] Funktionen des Partizips Aktiv: Das Partizip Aktiv ist eine reine Transpositionskategorie. Deklination der Adjektive 247 Musterwort obcy). 7. d. indem es ihnen eine Situation zuschreibt.h. ‚Wir möchten den Heimkehrern die Eingewöhnung in unser Land erleichtern. die Personalendung wird dabei abgestreift.10. Numerus und Kasus. das für die Position des Subjekts vorgesehen ist.

widziec´ ! widziany • -t.bei offenen Infinitivstämmen auf Nasal und -i-/-ywzia±c´ ! wzie±ty. Welches der drei Affixe genommen wird. also von Verben mit einem Argument (einer Leerstelle) für ein Akkusativobjekt. 456 . Sowohl der perfektive wie der imperfektive Aspekt sind vertreten. wycia±gna±c´ ! wycia±gnie±ty. die an den verrückten Traum des Bibliografen erinnert. podnies´c´ ! podniesiony.2.oder nachgestellt werden. zmokna±c´ ! zmoknie±ty.: Jest to zadanie. wo es der Kondensation von Sätzen dient. Wie die Übersetzung zeigt. Ausgehend von dieser Grundfunktion tritt das Partizip Passiv in zwei Bereichen auf: a) Adjektivfunktion: Attribut zu einem Substantiv. vgl.438 7. d. kto´ry chce wypracowac´ uniwersalna± klasyfikacje± tematyczna±. kryc´ ! kryty • -on. oft auf -i-/-yzrobic´ ! zrobiony. das für die Objektposition vorgesehen ist. Jest to zadanie przypominaja±ce szalony sen bibliografa chca±cego wypracowac´ uniwersalna± klasyfikacje± tematyczna±. das die Stelle des zweiten Arguments besetzt.plus reguläre Adjektivendung angefügt wird. hängt von der Struktur des Verbstamms ab. Das zweite Argument. an den -n-. tryb przypuszczaja±cy ‚Konditional’ Das Partizip Aktiv kommt besonders häufig in der Schriftsprache vor. wird aufgewertet und das erste Argument abgewertet. mit Hilfe des Partizips kann ein Relativsatz zu einem Attribut kondensiert werden. dass die Argumente des Verbs in ihrer syntaktischen Umsetzung umgruppiert werden. es tritt die Alternation e":"a auf.h. Der Satz wird dadurch kürzer und kompakter. wypiec ! wypieczony Funktionen des Partizips Passiv: Das Partizip Passiv bewirkt.oder -e-. Die Ausgangsbasis bildet der Infinitivstamm.10. das Partizip kann vor. der eine allumfassende Sachklassifikation erarbeiten will.’ Bei dem Satz mit den Partizipien handelt es sich um einen einfachen Satz. zapisac´ ! zapisany. • -n. kann der konkrete Bezug zu einer aktuell verlaufenden Handlung verloren gehen. Partizip Passiv 455 Das Partizip Passiv (imies!o´w przymiotnikowy bierny) kann nur von transitiven Verben. gebildet werden.bei offenen Infinitivstämmen auf -a. Verben Wenn sich das Partizip semantisch verselbstständigt und zu einem Adjektiv wird. Das bei weitem häufigste ist -n-. 7.bei geschlossenen Infinitivstämmen. kann nicht jedes polnische Partizip Aktiv mit der entsprechenden deutschen Form übersetzt werden. kto´re przypomina szalony sen bibliografa.oder -on. ‚Das ist eine Aufgabe. -t. beim zweiten hingegen um einen zusammengesetzten Satz.

vorzeitig) Aktorzy sa± doskonale poprowadzeni i s´wietnie daja± sobie rade± z odtwarzanymi rolami. 457 . die Situation kann vor.’ Partizipialformen im perfektiven Aspekt stehen für eine Situation.11. d. die einer anderen zeitlich vorgelagert ist. der Belastung und dem Wesen der angegangenen Probleme ist frappant. Adverbialpartizipien Das Adverbialpartizip (imies!o´w przys!o´wkowy) ist eine Transpositionskategorie des Verbs.oder gleichzeitig sein. ‚Er wurde von der Menge an die Wand gedrückt. ‚Einige Produkte werden aus dem Ausland eingeführt.’ (imperfektiv. ‚Die Schauspieler sind ausgezeichnet geführt und beherrschen die gespielten Rollen souverän.’ Nowe lakiery sa± produkowane przez firme± Polifarb. Der imperfektive Aspekt verhält sich in dieser Hinsicht neutral. der gezwungen war alles von vorn zu beginnen.7. On zosta! przygnieciony do s´ciany przez t!um. byc´ und bywac´ Passivformen (s. ‚Der mit einem fettgedruckten Wort anfangende Absatz symbolisiert genau so ein Wort.h. vorzeitig) Dysproporcja mie±dzy poczuciem odpowiedzialnos´ci. cie±z˙arem i istotnos´cia± podejmowanych problemów jest uderzaja±ca.’ Niekto´re produkty bywaja± sprowadzane z zagranicy.’ (imperfektiv. ‚Im Alter von 45 Jahren war ich wieder in der Situation eines Pfadfinders.’ 7. ‚Die Disproportion zwischen dem Gefühl der Verantwortung. Wir unterscheiden Adverbialpartizipien der Gleichzeitigkeit und der Nachzeitigkeit.’ Zw!aszcza kiepskie szanse maja± dzie!a napisane przez solidnie wykszta!conych polonistów. ‚Besonders miese Aussichten haben die Arbeiten der solide ausgebildeten Polonisten. gleichzeitig) b) Formbildung des Verbs: das Partizip Passiv bildet mit den Auxiliaren zostac´. 380). Adverbialpartizipien 439 W wieku lat 45. Adverb). ‚Die neuen Lacke werden von der Firma Polifarb produziert.11. raz jeszcze znalaz!em sie± w sytuacji harcerza. Akapit rozpocze±ty wyt!uszczonym s!owem symbolizuje takie w!as´nie s!owo. die Affixe der Partizipien transponieren Verben in die Wortart der Adverben (Opposition Verb vs. zmuszonego zaczynac´ wszystko od pocza±tku.’ (perfektiv.

z˙e sekularyzacja Europy trwa juz˙ kilka stuleci. is´c´ – ida± ! ida±c. also das Subjekt.1. Dabei wird an den Präsensstamm der 3.’ . ‚Beim Lesen dieser Artikel vergessen wir bisweilen. ‚Ich fiel in einen Schacht hinein. Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit 459 Adverbialpartizipien der Vorzeitigkeit (imies!o´w przys!o´wkowy uprzedni) werden ausschließlich von perfektiven Verben gebildet. Das erste Argument. ‚Beim Nachhausegehen habe ich Bekannte getroffen. zabic´ – zabi! ! zabiwszy przynies´c´ – przynio´s! ! przynio´s!szy. 7. czytac´ – czytaja± ! czytaja±c. -wszy tritt an die Stämme. Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit 458 Adverbialpartizipien der Gleichzeitigkeit (imies!o´w przys!o´wkowy wspo´!czesny) werden ausschließlich von imperfektiven Verben gebildet. uderzywszy o cos´ twardego. Dabei wird an den Stamm des Präteritums maskulin das Morphem -wszy/-!szy angehängt. Verben 7.’ Czytaja±c te artyku!y zapominamy chwilami. aber sehr viel häufiger als die deutschen morphosyntaktischen Äquivalente wie gehend. schlug gegen etwas Hartes und überschlug mich bewusstlos. dass die Adverbialpartizipien zwar schriftsprachlich sind. Die Form -!szy steht bei Präteritalstämmen.11. dass die Säkularisierung Europas bereits einige Jahrhunderte dauert.’ Es ist zu beachten. Objekte bleiben in der Regel erhalten. Die versprachlichte Situation ist der im Prädikat genannten zeitlich vorgelagert. odkryc´ – odkry! ! odkrywszy. przywiez´c´ – przywio´z! ! przywio´z!szy Bezüglich der Argumentstruktur gilt das Gleiche wie für das Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit: das erste Argument wird nicht genannt und ist referenzidentisch mit dem Subjekt des Satzes. Wpad!em w g!a±b ciemnego szybu i. przeczytac´ – przeczyta! ! przeczytawszy. die auf einen Vokal auslauten.440 7. przyjs´c´ – przyszed! ! przyszed!szy. Idac± do domu spotka!em znajomych.2. mo´wic´ – mo´wia± ! mo´wia±c Die Adverbialpartizipien haben im Prinzip die gleiche Argumentstruktur wie die finiten aktiven Verben. die auf einen Konsonanten auslauten. Entsprechend der Funktion des imperfektiven Aspekts ist die im Adverbialpartizip genannte Situation zeitlich parallel zu derjenigen des Prädikats. lesend verwendet werden.11. wird jedoch nicht ausgedrückt: es ist referenzidentisch mit dem Subjekt des Prädikats des Satzes. przewróci!em sie± nieprzytomny. Person Plural das Morphem -a±c angehängt.

1. byc´ kochanym ‚geliebt werden’ Der Infinitiv ändert die Argumentstruktur des Verbs. wioze±/wio´z! ! wiez´c´ ‚transportieren’ (vgl. d.B. kupowa-c´ ‚kaufen’. er trägt nicht die Merkmale Tempus.’ Janek be±dzie czytac´ ksia±z˙ki.’ 7. mit der die Bedeutung des Stamms unabhängig von der grammatischen Formenbildung verwendet werden kann.wird zu -s´-. 7. • Infinitiv Aktiv. z. Janek czyta ksia±z˙ki. vs.12. weniger in der Umgangssprache gebraucht. Das erste Argument kann entweder unausgedrückt bleiben oder in Kombination mit Auxiliaren als Subjekt im Nominativ auftreten. Modus und Person. Formen Der Infinitiv wird regelmäßig gebildet durch den Infinitivstamm plus Morphem -c´. indem er die syntaktische Realisierung des ersten Arguments beeinflusst. pisa-c´ ‚schreiben’ Bei einigen unregelmäßigen Verben aus der Konjugation -e± / -esz kommt es zu Abweichungen. Eine Besonderheit besteht darin. ‚Janek liest Bücher. NIES#C#) Als Einzelfall aus der Konjugation -m/-sz hat JES#C$ ‚essen’ ebenfalls diese Form (jad! ! jes´c´). • -d. NIES#C# ‚tragen’: niose±/nio´s! ! nies´c´ • -z.B. Der Infinitiv bildet die grammatische Opposition ‚Infinitiv-Suffix – flexivische Morpheme’ und ist daher eine funktional flexivische Kategorie.12. ‚Janek wird Bücher lesen.wird zu -s´-.h.wird zu -s´-.12. Der Infinitiv gehört gemeinsam mit den Partizipien und Adverbialpartizipien zu den nichtfiniten Formen des Verbs. Infinitiv 441 Das Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit wird hauptsächlich in der Schrift-. Dagegen unterscheiden wir Infinitiv Aktiv und Passiv.7. Typ KRAS#C# ‚stehlen’: kradne±/krad! ! kras´c´ • -t. kochac´ ‚lieben’ • Infinitiv Passiv. mo´ w i-c´ ‚sprechen’.B. z. Trzeba czytac´ ksia±z˙ki. ‚Man muss Bücher lesen. Einige weitere unregelmäßige Verben aus der Konjugation -e±/-esz haben statt des Morphems -c´ die Form -c: 461 460 . z. z.’ vs. dass der Konsonant im Stammauslaut einer irregulären Alternation unterliegt. wobei zum Infinitivstamm dessen jeweilige grammatischen Funktionen (Aspekt.wird zu -z´-. grammatische Wortartfunktionen) gehören.B. czyta-c´ ‚lesen’. plote±/plo´t! ! ples´c´ ‚flechten’ • -s. Infinitiv Der Infinitiv (bezokolicznik) ist die Form des Verbs. rozumie-c´ ‚verstehen’.

Im Vergleich zu den finiten Formen des Verbs und auch den Partizipien und Adverbialpartizipien ist der Infinitiv syntaktisch flexibler.’ Ein weiterer Auxiliartyp. strzyge± ! strzyc ‚scheren’. Piotr zacza±!/przesta! pracowac´. • im Prädikat mit einem Auxiliar oder als unabhängiger Infinitiv. als auch im Objekt auftreten kann. ‚Pawe! versprach zu kommen. Auch in diesem Fall wird das erste Argument des Verbs als Subjekt im Nominativ ausgedrückt. sieke± ! siec ‚mähen’ • Verben mit Auslaut des Präsensstamms auf -g. um Zigaretten zu kaufen.B. die das erste Argument des infinitivischen Verbs ‚verschlucken’. Piotr be±dzie tu czekac´.442 7. Im Gegensatz zu den vorigen Verbindungen ist die Realisierung des ersten Arguments hier jedoch nicht einheitlich. ihm entspricht kein syn- . da er sowohl im Prädikat. Trzeba sie± pogodzic´ z faktami. Die Realisierung hängt nicht vom Infinitiv selbst ab. be±dzie czytac´ Tempus und Aspekt. pomoge± ! pomo´c ‚können’. ‚Adam ist losgegangen. auch Auxiliar MO#C ‚können’: moge± ! mo´c strzege± ! strzec ‚behüten’. przysie±gne± ! przysia±c ‚beeiden’ 7. ‚Man muss sich mit den Fakten arrangieren. legne± ! lec ‚fallen’. rzekne± (veraltet) ! rzec ‚sagen’. ‚Piotr hat angefangen/aufgehört zu arbeiten.12. d. In dieser Form wird das erste Argument als reguläres Subjekt im Nominativ realisiert. uciekne± ! uciec ‚fliehen’.h.’ Außerdem kann der Infinitiv von Phasenauxiliaren begleitet werden. mit dem sich der Infinitiv verbindet.’ Adam poszed! kupic´ papierosy. ‚Piotr wird hier warten. sondern von der Konstruktion bzw. t!uke±! t!uc ‚zerschlagen’.2. a) Infinitiv im Prädikat: mit Auxiliar oder ungebundenem grammatischen Morphem 463 Der Infinitiv kann sich in Konkurrenz zur Form auf -l mit dem Temporalauxiliar be±dzie verbinden (z.B.’ Nie deptac´ trawniko´w! ‚Nicht die Rasenflächen betreten!’ • in anderen Satzgliedpositionen Pawe! obieca! przyjs´c´. biegne± ! biec ‚laufen’. PIEC ‚backen’: pieke± ! piec wloke±! wlec ‚schleppen’. z. syntaktischen Umgebung. Verben • Verben mit Auslaut des Präsensstamms auf -k. die das Argument neutral als Subjekt im Nominativ umsetzen und subjektdegradierende Auxiliare. Wir unterscheiden subjektneutrale Modalauxiliare. Funktionen 462 Die Funktionen des Infinitivs lassen sich im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen der Satzgliedzugehörigkeit und der Realisierung des ersten Arguments des infinitivischen Verbs klassifizieren. Futur). sind die Modalauxiliare.

‚Piotr arbeitet. der Kaufende ist identisch mit dem Losgehenden. wer der Handlungsträger ist.7. Infinitiv 443 taktisches Satzglied. ! Piotr musi pracowac´. Die Interpretation. Prosze± zaczekac´! ‚Warten Sie bitte hier!’ b) Infinitiv im Prädikat: unabhängiger Infinitiv Der Infinitiv kann in begrenztem Umfang allein das Prädikat eines Hauptsatzes bilden (s.’ Aber: *Trzeba mi pracowac´. hängt dann vom Kontext ab. ! Piotr muss arbeiten.’ kontrolliert das erste Argument von po´js´c´ ‚losgehen’.’ 465 464 . ‚Adam ist losgegangen. um Zigaretten zu kaufen. Adam soll kommen.h. ‚Drei Eiweiß zu Schaum schlagen. • Adverbial Adam poszed! kupic´ papierosy. das erste Argument von kupic´ ‚kaufen’. d. hängt von der übergeordneten Einheit ab. ‚Adam ist losgegangen.’ c) Infinitiv in anderen Satzgliedern Verben im Infinitiv gehen auch in andere Satzglieder ein. d.’ Czy podac´ herbate±? ‚Soll ich Tee bringen?’ Rozejs´c´ sie±! ‚Auseinander!’ Nie deptac´ trawniko´w! ‚Nicht die Rasenflächen betreten!’ Ubic´ piane± z trzech bia!ek. um Zigaretten zu kaufen. die das erste Argument als Subjekt umsetzen. Der unabhängige Infinitiv kommt auch in Befehlen. wer oder was gemeint ist.12. Zu den ‚verschluckenden’ gehören moz˙na ‚man kann’. Dies ist der Fall bei defektiven Verben des Typs widac´ ‚es ist zu sehen’ und in Entscheidungsfragen.’ Trzeba pracowac´. Der Infinitiv geht mit dem grammatischen Morphem prosze± in das Paradigma des Imperativs ein. nalez˙y ‚man muss’ und trzeba ‚man muss’. ‚Es ist ein Fleck zu sehen. ‚Man muss arbeiten. In dem Satz Jan prosi! Adama przyjs´c´ na zebranie ‚Jan bat Adam zur Versammlung zu kommen’ kontrolliert hingegen das zweite Argument von prosic´ ‚bitten’ das nicht ausgedrückte erste Argument von przyjs´c´ ‚kommen’. 522). In dem Satz Adam poszed! kupic´ papierosy.’ Zu den Modalauxiliaren. nämlich ‚Adam’. Verboten oder Anleitungen vor. ‚Ich muss arbeiten. musiec´ ‚müssen’ und powinien ‚sollte’.h. nicht Jan. Das erste Argument taucht an der Oberfläche nicht auf. Widac´ plame±. Piotr pracuje. Das erste Argument des Verbs taucht an der Oberfläche nicht auf. zählen miec´ ‚sollen’. mo´c ‚können’.

kupic´ ! kupienie ‚das Kaufen’. bieganie ‚das Laufen’. um Zigaretten zu kaufen. ‚Vater ist zum Kiosk gegangen.1. rozumiec´ ! rozumienie ‚das Verstehen’ Bei den Infinitivstämmen i/y (ø) tritt das Suffix -eni. z˙eby pojechac´ do Zakopanego. z˙eby kupic´ papierosy. pisac´ ! pisanie ‚das Schreiben’. straszyc´ ! straszenie ‚das Erschrecken’ In diesen Stämmen kommt es zu Alternationen: chodzic´ ! chodzenie ‚das Laufen’. czytac´ ! czytanie ‚das Lesen’. nosic´ ! noszenie ‚das Tragen’ Mit Hilfe des erweiterten Formativs -eni. noszenie ‚das Tragen’ Es handelt sich um die Formen aus einem Verb mit dem Formativ -ni. nach Zakopane zu fahren. ‚Mir kam die Idee.’ • Attribut Mia!em okazje± z!oz˙yc´ wizyte± ministrowi. die ausgehend vom Verb eine Handlung bezeichnen. czytanie ‚das Lesen’. mys´lec´ ! mys´lenie ‚das Denken’. ‚Ich habe beschlossen nach Warschau zu fahren. czy jechac´.bildet man Deverbativa von Verben ohne Stammsuffix wie .’ 7. 7.’ • Subjekt Kaz˙demu zdarzy sie± pomylic´. ‚Ich überlege. w!oz˙yc´ ! w!oz˙enie ‚das Einfügen’. -eni-) und -ci-.’ Przysz!o mi do g!owy.’ • Objekt Zdecydowa!em sie± pojechac´ do Warszawy. Deverbativum ‚czytanie’ 466 (rzeczowniki odczasownikowe) Polnische Verben können ganz regulär Substantive bilden. -ka. in der Regel tritt der Präteritalstamm auf.13. Im Deutschen entsprechen sie der Substantivierung durch das + Infinitiv. Verben Ojciec wyszed! do kiosku. ‚Jeder irrt sich einmal. Diese Formen stehen in Konkurrenz zu den Nomina actionis mit den Formationen -acja.(-ani-.13. -anina und dem Nullformativ.auf: chodzic´ ! chodzenie ‚das Gehen’. ob ich fahre.’ Zastanawiam sie±.444 7. Form 467 Das Morphem -ni-(e) bildet im Prinzip Verbalsubstantive von allen Verben mit Infinitiv auf -ac´ und -ec´. ‚Ich hatte die Gelegenheit dem Minister einen Besuch abzustatten.

dass jemand die Tür öffnete. kuc´ ! kucie ‚das Schmieden’ oder deren Stamm veränderlich ist drzec´ – dar! ! darcie ‚das Zerreißen’. wolec´ ‚bevorzugen’ Die Deverbativa werden wie Substantive des neutralen Genus dekliniert (Neutrale Substantive auf -e wie danie).13. musiec´ ‚müssen’. aber in neuerer Zeit kommt es zu einer Bedeutungsunterscheidung beider Einheiten. Dadurch kann ein ganzer Satz in ein substantivisches Satzglied kondensiert werden. Von folgenden Elementen lassen sich keine Deverbativa bilden: • einigeVerben auf -ec´. 7. S!ysza!em. haben jedoch keinen Plural.ä. denn es gibt keine formalen Gründe. ! S!ysza!em otwieranie drzwi. Funktion Die Deverbativa werden im Wesentlichen zu syntaktischen Zwecken gebildet. Auf die Regelmäßigkeit der Bildung der genannten Bezeichnungen wirkt vor allem die Tradition ein. trzec´ – tar! ! tarcie ‚das Reiben’.’ 468 . Deverbativum ‚czytanie’ 445 nies´c´ ! niesienie ‚das Hintragen’. ohne die Bedeutung zu verändern. wiez´c´ ! wiezienie ‚das Fahren’. deren Ausgangsverb auf -a±c´. Einige Verben auf -na±c´ nehmen das Formativ -enie: pragna±c´ ! pragnienie ‚das Wünschen’. ‚Ich hörte. Die ältere Form auf -enie erhält eine engere Bedeutung und hört auf.7.2. -eje bolec´ ! *bolenie • viele unpersönliche Verben brakna±c´ ! *braknienie • Modalauxiliare und einige Verben mit verwandter Semantik: mo´c ‚können’. Sie transformieren ein Verb in ein Substantiv. stukna±c´ ! stuknie±cie ‚das Klopfen’ oder deren Wurzel auf einen Konsonanten auslautet: pic´ ! picie ‚das Trinken’.13. potrafic´ ‚vermögen’. als reguläres Deverbativum zu fungieren. Sie hat heute nur noch die Bedeutung ‚Ziehung’ in Kontexten wie Lotto u. ! Ich hörte das Öffnen der Tür. gryz´c´ ! gryzienie ‚das Beißen’ Das Formativ -cie tritt mit einer gewissen Regelmäßigkeit bei Verbalsubstantiven auf. -na±c´ auslauten: zacza±c´ ! zacze±cie ‚das Beginnen’. z˙e ktos´ otwiera! drzwi. !akna±c´ ! !aknienie ‚das Lechzen’ Manchmal kommen sie parallel zu den Lexemen auf -cie vor wie in cia±gnie˛cie – cia±gnienie ‚das Ziehen’. die die Bildung von allen Verben behindern würden.

‚Wir möchten den Heimkehrern die Eingewöhnung in unser Land erleichtern.’ Die Deverbativa bewahren in der Regel das Element sie±.446 7. ! Bakterie powoduja± gnicie cia! organicznych. ‚Laufen ist nützlich für die Gesundheit. Verben Bakterie powoduja±. ‚Bakterien bewirken.’ Sie erlauben eine abstraktere Fassung der vom Verb ausgedrückten Handlung. z˙e cia!a organiczne gnija±. dass organische Körper verwesen. • gleichzeitig Bieganie jest poz˙yteczne dla zdrowia. . ! Bakterien bewirken das Verwesen organischer Körper. ‚Mutter regt sich darüber auf. bewahren.’ • nicht gleichzeitig Matka denerwuje sie± wyrzuceniem syna ze szko!y. die sich auf vorhergehende oder folgende Handlungen beziehen. während sie semantisch die Merkmale des Verbs wie Aspekt und Reflexivität u. aklimatyzowac´ sie± ! Chcemy powracaja±cym u!atwic´ aklimatyzowanie sie± w naszym kraju.a. Die von imperfektiven Verben abgeleiteten Formen fungieren als Bezeichnungen aktuell verlaufender Handlungen im Gegensatz zu den perfektiven.’ Bei den Deverbativa sind die Argumente der Ausgangsverben nicht mehr obligatorisch. dass der Sohn von der Schule geflogen ist.

bei Adjektiven und Adverben die Intensität einer Eigenschaft und bei einigen Pronomen eine emphatische Betonung des Umfangs. wiele ‚viel’ e) Adverben des Grades. wolno ‚langsam’.8. sie modifizieren das Verb im Hinblick auf den Ort der versprachlichten Handlung. tak ‚ja’ 469 .1. blisko ‚nah’. Semantische Subkategorien von Adverben Adverben lassen sich nach semantischen Kriterien klassifizieren. tam ‚dort’. wczes´nie ‚früh’. tu. co dzien´ ‚jeden Tag’. ledwie ‚kaum’. sie geben den Zeitpunkt bzw. tutaj ‚hier’. z bliska ‚von nahem’. byle jak ‚notdürftig’ d) Adverben des Maßes und der Menge duz˙o ‚viel’. dobrze ‚gut’. daleko ‚weit’. sondern verweisende Funktion. Syntaktisch sind Adverben typischerweise auf das Verb bezogen. z powrotem ‚zurück’ ‚na wznak ‚auf dem Rücken’ b) Adverben der Zeit. -raum der Handlung an. Diese Klassifikation entspricht im Wesentlichen derjenigen der adverbialen Bestimmungen. a) Adverben des Orts. sie geben gewisse der Handlung eigene Qualitäten an. tylko ‚nur’. ma!o ‚wenig’. krzywo ‚schief’. zupe!nie ‚völlig’. Adverben Die Adverben (przys!o´wki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten und weisen bis auf die Pronominaladverbien eine morphologische Kategorie auf: die Komparation. jeszcze ‚noch’. dopiero ‚erst’. 8. rankiem ‚früh morgens’. takz˙e/tez˙ ‚auch’ f) Pronominaladverbien. z lekka ‚kaum spürbar’. zaraz ‚gleich’ c) Adverben der Art und Weise. przynajmniej ‚wenigstens’. za m!odu ‚in jungen Jahren’. sie haben keine bezeichnende. po´z´no ‚spät’. sie bezeichnen bei Verben die Intensität einer Handlung. prawie ‚fast’. juz˙ ‚schon’.

Deshalb muss das jeweilige Adverb immer auch in einem Wörterbuch nachgeschlagen werden! Während in früheren Sprachzuständen des Polnischen Dubletten recht häufig waren (z. cichy ! cicho ‚leise’ • Suffix -o nach Suffixen -at-. Adverben 8. Motiviertheitsbeziehungen mit Adjektiven 470 Durch Adjektive motivierte Adverben werden hauptsächlich auf der Basis von Qualitätsadjektiven mit Hilfe der Suffixe -o oder -e gebildet.B. pochmurnie vs. Die Motivation ist dabei nicht immer eindeutig. nudno ‚langweilig’. -k. z. vom Adverb zum Adjektiv bei blisko ! bliski ‚nah’. Jh. -ast.448 8. Es handelt sich ursprünglich um Formen der einfachen Adjektivdeklination: -o Nominativ Singular Neutrum und -e Lokativ Singular Neutrum. im 19. -ch drogi ! drogo ‚teuer’. dobry ! dobrze ‚gut’ Bestimmte Gruppen von Adjektiven und Numeralia weisen keine entsprechenden Adverben auf: a. viele von Partizipien abgeleitete Adjektive kochac´ ! kochany ! *kochano ‚geneigt’. welches Adverb mit den Suffixen -o oder -e gebildet wird. sind synonyme Dubletten heute eher selten: nudnie (selten) vs.B. aber papierowo ‚papieren’ (papierowo blada cera ‚papieren blasse Haut’) b. kro´tki ! kro´tko ‚kurz’. Ordinalia pie±c´ ! pia±ty ! *pia±to ‚fünfte’ Achtung: Im heutigen Polnisch lassen sich nur tendenzielle Regelmäßigkeiten aufzeigen. badawczy ! badawczo ‚prüfend’ • Suffix -o bei Stammauslaut auf -g. pochmurno ‚trübe’ Es gelten folgende Tendenzen bei der Bildung von Adverben: • Suffix -o bei Stammauslaut auf palatalisierten oder funktional-palatalisierten Laut tani ! tanio ‚billig’.und -ow- . wysoki ! wysoko ‚hoch’.2. aber gora±co ‚heiß’ c. Formen Außer bei solchen primären Adverben wie jeszcze ‚noch’ oder tez˙ ‚auch’ lassen sich im Hinblick auf die morphologische Struktur Beziehungen zu anderen Wortarten feststellen. 8. alle echten Beziehungsadjektive rower ! rowerowy ! *rowerowo ‚Fahrrad-’. vom Adjektiv zum Adverb bei stary ! staro ‚alt’ vs. urze±dowo – urze±dowie ‚amtlich’).2.1. -owat-. von Adverben abgeleitete Adjektive tutaj ! tutejszy ! *tutejszo ‚hiesig’ d. gora±cy ! gora±co ‚heiß’.

prawdziwy ! prawdziwie ‚wahrhaftig’. ‚Wir hatten es eilig. ‚Ich wohne weit von hier. Motiviertheitsbeziehungen mit Partizipien Auch Partizipien können als Ableitungsbasis für Adverben fungieren.’ 8. aktive und passive Partizipien: gora±co ‚heiß’. -iwy und -liwy dziecinny ! dziecinnie ‚kindlich/kindisch’. nagla±co ‚dringend’ 471 . g!upkowaty ! g!upkowato ‚dümmlich’.2. pilno – pilnie ‚dringend’ pilnie ist das mit dem Adjektiv pilny zusammenhängende Adverb in der Funktion einer adverbialen Bestimmung: pilny student ‚der fleißige Student’ ! On pilnie studiowa!.’ Das Lexem pilno tritt hingegen nur in prädikativer Funktion auf (pilno komu do czego): Pilno nam by!o do domu. jak dalece sie˛ mylisz. papierowy ! papierowo ‚papieren’ • Suffix -e oft nach abgeleiteten Adjektiven auf -ny. vgl. -(dz)ki und -(c)ki po polsku ‚auf Polnisch’. ‚Ich habe noch nie etwas so leckeres gegessen. ‚Du weißt gar nicht wie sehr du dich irrst. ‚Er hat fleißig studiert.’ Die Dubletten ro´wno und ro´wnie sind nicht syntaktisch geschieden. bieg!y ! biegle ‚fließend’. -!y. wobei die Form auf -o dem entsprechenden Adjektiv am nächsten steht. sondern semantisch. aber: pe!ny ! pe!no ‚voll’ • po + Suffix -sku/-(dz)ku/-(c)ku bei Adjektiven auf -ski. Nie wiesz. Formen 449 popielaty ! popielato ‚grau’.’ Ähnliche Bedeutungsverschiebungen finden sich in den formalen Dubletten daleko – dalece und wysoko – wysoce. po wariacku ‚verrückt’. ‚Er kletterte hoch.’ Zachowa!es´ sie˛ wysoce nietaktownie. nicht schief’ und steht dem Gradadverb ro´wnie gegenüber. Das Adverb ro´wno hat die Bedeutung ‚gerade. ‚Du hast dich höchst taktlos benommen. nach Hause zu kommen.’ Mieszkam daleko st'd. twierdza±co ‚bejahend’.8. po ludzku ‚menschlich’.2. das die Bedeutung ‚das Gleiche. po niemiecku ‚auf Deutsch’ Die Mehrheit der heutigen Dubletten zeigt bei unterschiedlicher Semantik auch ein unterschiedliches syntaktisches Verhalten: wysoko – wysoce ‚hoch’. daleko – dalece ‚weit’.2.’ Wspi'! sie˛ wysoko. dokuczliwy ! dokuczliwie ‚lästig’. im gleichen Maße’ hat: Postaraj sie˛ przeci'c´ to równo! ‚Versuche das gerade durchzuschneiden!’ Nie jad!em nic ro´wnie smacznego.

po polsku ‚auf Polnisch’. ‚Du kannst leicht tanzen.3. d. 8. Die Kasusform wird heute nicht mehr als solche wahrgenommen. es ist einem Nicht-Substantiv untergeordnet. z powrotem ‚zurück’ Dass es sich hierbei nicht um reguläre Formen der entsprechenden Ausgangslexeme handelt. ‚Er bemühte sich sehr.2. erkennt man entweder an der spezifischen Form wie bei od dawna oder daran. ‚Er lächelte nett und ging weg. die für den heutigen Sprecher kaum noch transparent sind.4. aber nicht von ihm regiert.’ oder auf Adverbialpartizipien: Mile sie± us´miechna±wszy poszed!.’ bardzo dobry ‚sehr gut’.2. wcale ‚ganz und gar’. niespodziewanie ‚unerwartet’.5.’ oder auf Infinitive: Umiesz lekko tan´czyc´. Adverben niezro´wnanie ‚unvergleichlich’. 8. wieczorem ‚abends’. Es fungiert typischerweise als adverbiale Bestimmung. ‚Ich fühle mich sehr schlecht. otwarcie ‚offen’ 8. z daleka ‚von weitem’. lekko zarumieniony ‚leicht errötet’ Adverben des Grades können sich auch auf andere Adverben beziehen: Czuje± sie± bardzo z´le. dass das Adverb im Gegensatz zum Ausgangsnomen nicht erweiterbar ist. teils auseinander geschrieben. ‚Ich habe lange gewartet. Es kann sich auf finite Verben beziehen: D!ugo czeka!em. als auch Adjektive oder Partizipien bestimmen: Bardzo sie± stara!.h. Motiviertheitsbeziehungen mit Präpositionalphrasen 472 Hierbei handelt es sich um Bildungen. dass die Konstruktion nicht erweiterbar ist *z naszym powrotem.’ Einige Adverben – es handelt sich um Adverben des Grades – können sowohl Verben. razem ‚zusammen’ Auch hier gilt. Sie werden teils zusammen. Adverben und ihre syntaktische Funktion 474 Das Adverb erfüllt im Satz vorwiegend die Rolle einer näheren Bestimmung der durch das Verb ausgedrückten Handlung.2.450 8.’ . Motiviertheitsbeziehungen mit Substantiven 473 Einige Adverben sind von erstarrten Kasusformen bestimmter Substantive abgeleitet. nieodparcie ‚unbestritten’. od dawna ‚seit altersher’.

6. ‚Wir müssen dringend nach Hause. Formen 451 8. muss im Wörterbuch nachgeschlagen werden.’ neben: Jest mi zimno.’ Einige können im Präsens mit der Nullkopula auftreten und fungieren als alleiniges Prädikat ohne Begleiter (Prädikativ). ‚Uns war/ist warm. ‚Es ist dunkel hier. By!o/jest nam ciep!o. Es handelt sich kategorial um Adjektive.’ Welche dieser Adjektive als Prädikative verwendet werden können. die nicht als adverbiale Bestimmungen fungieren.8.’ Pilno nam do domu. die hier aber wegen der Formidentität im Abschnitt Adverb behandelt werden. Diese homonymen Adjektive werden in unpersönlichen Sätzen mit invarianter Person verwendet. Sie stammen vorwiegend aus folgenden Bereichen: a) Prädikative aus dem Bereich ‚schwer – leicht’ trudno ‚(es ist) schwierig’ cie±z˙ko ‚(es ist) schwer’ !atwo ‚es ist einfach’ lekko ‚(es ist) leicht’ b) Prädikative mit temporaler Komponente (za) po´z´no ‚es ist (zu) spät’ (za) wczes´nie ‚(es ist) (zu) früh’ pilno ‚(es ist) dringend’ s´pieszno ‚(es ist) dringend’ (za) d!ugo ‚(es ist) (zu) lang’ c) Prädikative der Quantität duz˙o ‚(es ist) viel’ ma!o ‚(es ist) wenig’ wiele ‚(es ist) viel’ niewiele ‚(es ist) nicht viel’ ska±po ‚(es ist) karg’ pe!no ‚(es ist) genug’ dosyc´/dos´c´ ‚(es ist) genug’ d) Prädikative für Gemütszustände 475 .2. Zimno mi. Adjektive gleicher Form in Prädikatsfunktion Einige der Adverben weisen homonyme Formen auf. ‚Mir ist kalt.2.’ Ciemno tu. ‚Mir war kalt. sondern mit der Kopula als Prädikat auftreten. By!o mi zimno. In den anderen Tempora tritt wieder die Kopula byc´ auf.

obficiej ! najobficiej ‚am üppigsten’ Unregelmäßig werden diejenigen Adverben gesteigert. wysoko ! wyz˙ej ‚höher’. ciep!o ! cieplej ‚wärmer’. deren Stamm auf -k-. Adverben smutno ‚(es ist) traurig zumute’ nudno ‚(es ist) langweilig’ przykro ‚(es ist) unangenehm’ rados´nie ‚ist froh zumute’ e) Prädikative für physische Zustände zimno ‚(es ist) kalt’ duszno ‚(es ist) schwül’ f) Prädikative für äußere Eigenschaften einer Umgebung brudno ‚(es ist) schmutzig’ ciemno ‚(es ist) dunkel’ 8. verfügen die entsprechenden Adverben über die grammatische Kategorie der Komparation (stopniowanie).3. ma!o ! mniej ‚weniger’ .und -okauslautet. daleko ! dalej ‚weiter’. -ek.1. 8.: nisko ! niz˙ej ‚niedriger’. Komparation 476 Wie dieQualitätsadjektive. obficie ! obficiej ‚üppiger’. cie±z˙ko ! cie±z˙ej ‚schwerer’.h. z´le ! gorzej ‚schlechter’. Formen Synthetische Bildung Der Komparativ wird aus dem Adjektivstamm mit Hilfe des Affixes -ej gebildet. szeroko ! szerzej ‚weiter’. lekko ! lz˙ej ‚leichter’. indem dem Adverb im Komparativ das Präfix naj. g!e±boko ! g!e±biej ‚tiefer’ Einige Adverben haben suppletive Komparationsformen (d. wygodnie ! wygodniej ‚bequemer’. verschiedene Stämme): dobrze ! lepiej ‚besser’. wa±sko ! we±ziej ‚enger’.3. grubo ! grubiej ‚dicker’ Der Superlativ wird gebildet. wczes´nie ! wczes´niej ‚früher’ Bei Adverben auf -o kommt es zu lautlichen Alternationen. duz˙o ! wie±cej ‚mehr’. von denen sie abgeleitet sind. ostro ! ostrzej ‚schärfer’.vorangestellt wird: wygodniej ! najwygodniej ‚am bequemsten’.452 8.

8. also in zwei selbstständigen Wörtern auszudrücken. das das geringe Ausmaß des Vorhandenseins eines Merkmals ausdrückt. Analytische und synthetische Formen sind synonym.h. Diese Vergleichsgröße wird im Komparativ von der Konjunktion niz˙ begleitet: Dzis´ Zosia s´piewa lepiej niz˙ wczoraj.’ 477 . ‚Zosia singt am besten von allen. werden die Formen mniej und najmniej verwendet.2.’ Handelt es sich beim Superlativ um die originale vergleichende Hervorhebung aus einer Klasse. Komparation 453 Analytische Bildung Im modernen Polnischen ist eine Tendenz zu beobachten.’ Die komparierten Adverben können von weiteren Gradadverben bestimmt werden: Dzis´ Zosia s´piewa jeszcze / o wiele lepiej niz˙ wczoraj. ‚Zosia singt heute besser als gestern. Funktion der gesteigerten Adverben Beim Komparativ und Superlativ ist das Ausmaß der vom Adverb genannten Eigenschaft immer in Relation zu einer Vergleichsgröße gesehen. ‚Zosia singt heute noch / wesentlich besser als gestern. dann steht die Vergleichsgröße in der Form z(e) + Genitiv: Zosia s´piewa najlepiej ze wszystkich. ‚Zosia singt besser als Jurek. Dies geschieht ganz regelmäßig mit Hilfe des ungesteigerten Adverbs und der Funktionswörter bardziej und najbardziej. bei der negativen Komparation. szeroko ! bardziej szeroko ! najbardziej szeroko = ! szerzej ‚breiter’ ! najszerzej ‚am breitesten’ Handelt es sich um ein Adverb. d. szeroko ! mniej szeroko ! najmniej szeroko ‚am wenigsten breit’ 8.3.3.’ Auch od + Genetiv: Zosia s´piewa lepiej od Jurka. die Komparation analytisch.

haben also keinen eigenen Satzgliedstatus. Ein Teil der primären Präpositionen verbindet sich bei sehr allgemeinen Bedeutungen wie z. die in allen Verwendungsweisen mehr oder weniger stabil bleibt.B. . Präpositionen 478 Präpositionen (przyimki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten. also nicht semantisch motivierte Verwendungsweisen finden: lek na bo´l g!owy#=#lek od bo´lu g!owy#=#lek przeciw bo´lowi g!owy ‚Kopfschmerzmittel’ In diesen Fällen hängt der Gebrauch der Präposition nicht von der eigenen Semantik ab. Vgl. wobei sich auch rein syntaktische. Präpositionen bilden erweiterte Wortformen von Substantiven.B. ‚räumliche Lage’ tendenziell nur mit bestimmten Substantiven bzw. Einige Präpositionen haben eine klare semantische Bedeutung wie z. zu denen es eine Reihe von Ausnahmen gibt: • geschlossene Räumlichkeit: w budynku ‚im Gebäude’ • offene Räumlichkeit: na stadionie ‚im Stadion’ • offene Landschaft: na Kaszubach ‚in Kaschubien’ • Inselnamen: na Kubie ‚auf Kuba’ • Ländernamen: w Polsce ‚in Polen’ Oder ‚Zeitpunkt’: • Stunde: o pia±tej ‚um fünf’ • Wochentag: w poniedzia!ek ‚am Montag’ • Monat: w czerwcu ‚im Juni’ • Jahr: w roku 1997 ‚im Jahre 1997’ • Jahreszeit: w lecie ‚im Sommer’ • Feiertag: na Wielkanoc ‚zu Ostern’ Präpositionen lassen sich nach ihrem morphologischen Bau und ihrer Verbindbarkeit mit verschiedenen Kasus klassifizieren. -bedeutungen. sondern wird durch das regierende Verb oder das begleitete Substantiv bestimmt. opro´cz ‚außer’.9. Andere wiederum weisen ein sehr weites Gebrauchsspektrum auf. die gemeinsam mit den Kasusformen der regierten Substantive die Relationen zwischen den einzelnen Teilnehmern einer versprachlichten Situation ausdrücken. die Grundregeln.

die sich nicht immer aus den Einzelkomponenten ergibt. auch gemeinsam mit solchen Verben auftreten. die einsilbig sind und gewöhnlich einen weiten Verwendungskreis haben. Im Gegensatz zu den primären Präpositionen ist die Verwendung stark semantisch motiviert. Sekundäre Präpositionen Einige Präpositionen sind entweder aus zwei primären Formen oder Formen anderer Wortarten abgeleitet. Die zusammengesetzten Formen weisen eine Bedeutung auf. bez + Genitiv ‚ohne’ dla + Genitiv ‚für’ do + Genitiv ‚zu’ ku + Dativ ‚zu’ na + Akkusativ/Präpositiv ‚auf’ nad + Akkusativ/Instrumental ‚über’ o + Akkusativ/Präpositiv ‚über’ od + Genitiv ‚von’ po + Dativ/Akkusativ/Präpositiv/‚in … herum’ pod + Akkusativ/Instrumental ‚unter’. Primäre Präpositionen Zu den primären zählen die Präpositionen.1. Die wichtigsten: 480 479 . sie haben keine gemeinsamen Bedeutungsbestandteile.1. ‚bei’ przed +"Akkusativ/Instrumental ‚vor’ przez + Akkusativ ‚durch’ przy + Präpositiv ‚bei’ u + Genitiv ‚bei’ w + Akkusativ/Präpositiv ‚in’ z#+ Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚von/mit’ za + Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚hinter/um’ Einige ähneln in der Form und Bedeutung bestimmten Präfixen von Verben.2. d.h. dobiec do domu ‚zum Haus laufen’ odejs´c´ od sto!u ‚vom Tisch aufstehen’ Andere primäre Präpositionen sind homonym zu Präfixen.U. Primäre Präpositionen 455 9.9. przystana±c´ przy p!ocie ‚am Zaun innehalten’ zap!acic´ za mieszkanie ‚für die Wohnung bezahlen’ 9. können u.

z.B. z.B.3. Verwendung der Präpositionen 481 9. Sie werden heutzutage nicht mehr als solche empfunden. Einige verbinden sich • mit einem Kasus. za + Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚hinter/um’. Präpositionen poprzez + Akkusativ ‚durch’ poza + Akkusativ/Instrumental ‚hinter/außer’ spod + Genitiv ‚aus hervor’ sponad + Genitiv ‚über hinweg’ spoza + Genitiv ‚aus hervor’ sprzed + Genitiv ‚von vor’ znad + Genitiv ‚von her’ zza + Genitiv ‚von her’ Andere sind erstarrte Formen aus anderen Wortarten wie z.B. • mit drei Kasus.B. Präpositionen mit Genitiv bez ohne dla zum einmaligen Zweck/Nutzen von bez umiaru On to zrobi! dla matki/dla pienie˛dzy. laut’ wewna±trz + Genitiv ‚innerhalb’ wzd!uz˙ + Genitiv ‚entlang’ zamiast + Genitiv ‚statt’ u. w + Akkusativ/Präpositiv ‚in’. dzie±ki + Dativ ‚dank’.a.456 9. • mit zwei Kasus. dzie±ki + Dativ ‚dank’ ko!o + Genitiv ‚neben’ mie±dzy + Akkusativ/Instrumental ‚zwischen’ naprzeciwko + Genitiv ‚gegenüber’ obok + Genitiv ‚neben’ oko!o + Genitiv ‚circa’ opro´cz + Genitiv ‚außer’ podczas + Genitiv ‚während’ wed!ug + Genitiv ‚nach. 9. Substantiv mit primärer Präposition.1.3. Die Präpositionen unterscheiden sich in Bezug auf die Verbindbarkeit mit verschiedenen Kasus. . z.

bis zum Zeitpunkt ko!o a. räumlich: um etwas herum b. Haus) auch Adverb: daneben od a. gegen d. do Gdan´ska. zum generellen Zweck c. Bewegung in Richtung auf etwas (Gebäude. räumlich: Bewegung von unten hervor b. räumlich: aus der Gegend von etwas (Stadt) Pawe! poszed! do domu. zeitlich: seit c.9. räumlich: Bewegung von etwas weg b. Stadt. od godziny od bo´lu zakre˛tka od s!oika m!odszy od niej oko!o po!udnia oprócz/prócz ksi'z˙ek podczas wakacji spod sto!u spod Krakowa . ausschließlich =#pro´cz podczas zeitlich: während spod a. Land) b.3. als beim Komparativ oko!o schätzungsweise opro´cz außer. in der räumlichen Nähe auch: Adverb ‚ringsherum’ mimo trotz =#pomimo alt auch Akkusativ auch Adverb: an etwas vorbei naoko!o räumlich: um etwas herum =#dooko!a auch Adverb: ringsherum naprzeciwko räumlich: gegenüber obok a. Verwendung der Präpositionen 457 do a. pro Einheit e. räumlich: Lage neben etwas (Gegenstand. do Polski krem do golenia do dzis´ chodzic´ ko!o dziecka ko!o Opola ko!o po!udnia mimo zakazów mimo drogi naoko!o/dooko!a domu naprzeciwko ulicy obok samochodu obok szko!y odejs´c´ od sto!u od pewnego czasu.

räumlich: Bewegung vor etwas weg b. räumlich: hinter etwas hervor b. Präpositionen spos´ro´d a. z dachu z we!ny z mi!os´ci najlepszy ze wszystkich z X. Qualität: aus c. räumlich: aus etwas heraus b.458 9. räumlich: von außerhalb sprzed a. nach Superlativ e. nach #=#pod!ug wewna±trz räumlich: Lage innerhalb von etwas woko´! räumlich: um herum auch Adverb ‚ringsherum’ ws´ro´d räumlich: Lage mitten in etwas wzd!uz˙ räumlich: entlang auch: Adverb ~ i wszerz ‚in die Länge und Breite’ z(e) a. zeitlich: aus der Zeit vor (langer Zeitraum) u an. ws´ród drzew. sprzed wojny u boku. bei wed!ug laut. zeitlich: von auch Instrumental za in dem Zeitraum von auch Instrumental. ws´ród ludzi wzd!uz˙ rzeki z Niemiec. räumlich: aus einer Gruppe spoza a. räumlich: Bewegung von etwas weg b. Akkusativ znad räumlich: Bewegung von etwas =#sponad oberhalb her zza räumlich: Bewegung von etwas Hinterem her spos´ród fal spos´ród moich przyjació! spoza gór spoza zasie˛gu wzroku Samocho´d odjecha! sprzed domu. kausal: aus d. wieku za dnia za panowania króla znad morza zza góry wyjrza!o s!on´ce . u mamy wed!ug przepisu wewna±trz budynku woko´! szko!y Woko´! panuje cisza.

ku mojemu zdziwieniu.3. zeitlich: zu einem Zeitpunkt (Feiertage) e. Präpositionen mit Dativ dzie±ki dank ku zu. Insel.3. räumlich: Bewegung in Richtung auf etwas (Gebiet. räumlich: Bewegung auf etwas b. zum generellen Zweck g.2. räumlich: Bewegung in die Nähe (Gewässer) auch mit Instrumental rakieta wystrzeli!a nad miasto nad morze pomie˛dzy was Pomie±dzy nami panuje zgoda.3. dzie˛ki pracy ku czci. räumlich: Bewegung über etwas hinweg b. Verwendung der Präpositionen 459 9. Stadtteile). na pamie±c´ dzie˛ki niemu. Präpositionen mit Akkusativ mie±dzy räumlich: Bewegung zwischen zwei #=#pomie±dzy Entitäten auch: Instrumental na a. gegen h. zeitlich: für einen Zeitraum d. zu einer räumlich offenen Entität c.3. na sto´! na zacho´d na Kaszuby na Kube± na l'd na dwa dni na Wielkanoc 100 km na godzine± rega! na ksia±z˙ki na bo´l g!owy na czysto. zum Trotz 9. in festen Fügungen naprzeciw räumlich: entgegen przeciw gegen wbrew gegen.9. weiteres auch: Präpositiv nad a. przeciw zdrowemu rozs'dkowi wbrew przepisom 482 483 . Wyszed! jej naprzeciw. Halbinsel. pro (Einheit) f.

Bewegung unter etwas b. pro (zählbarer Einheit) c. räumlich: Bewegung über etwas hinweg b. Präpositionen o a. ponad si!y poza mur poza miasto przed siebie. Ziel: um zu (holen) auch Präpositiv pod a. zeitlich: gegen auch Instrumental ponad a. Vergleich: um auch Präpositiv po a. räumlich: Bewegung über etwas hinweg c. przede mnie przez las przez mur przez deszcz przez noc zrobiony przez . Passiv: von (nur przez) o s´ciane± gniewac´ sie± o m!odszy o rok (az˙) po rzeke± po 10 sztuk po lekarza zapas´c´ sie± pod ziemie± pod Warszawe± pod koniec ponad g!owe± ponad miare˛. Vergleich: mehr als auch Instrumental poza a. räumlich: Bewegung hinter etwas b. über. kausal: wegen d. wegen c. räumlich: Bewegung durch etwas =#poprzez b. räumlich: Bewegung bis in die Nähe (Ort) b. räumlich: Bewegung nach außen auch Instrumental przed räumlich: Bewegung vor etwas auch Instrumental przez a. zeitlich: eine Zeit lang e.460 9. räumlich: an etwas heran b. Bewegung in die Nähe von etwas (Stadt) c.

räumlich: Lage über etwas b.3. räumlich: Bewegung hinter etwas b. räumlich: Lage in der Nähe von (Gewässer) c. zeitlich: zwischen auch Akkusativ nad a. Lage unterhalb von etwas b. für auch Genitiv. räumlich: Lage vor etwas b. Präpositionen mit Instrumental mie±dzy = a. w lewo. Verwendung der Präpositionen 461 w nur in festen Fügungen (z. Instrumental 9.9. räumlich: Lage in einer Gruppe (spomie±dzy) c. zeitlich: nach c.3. ungefährer Zeitpunkt auch mit Akkusativ pod a. räumlich: Lage in der Nähe von (Stadt) przed a.4. zeitlich: vor auch Akkusativ z begleitendes mit auch Genitiv w do´!. w ten sposo´b.B. w czwartek za ro´g za godzine˛ za kradziez˙ 484 mie˛dzy/pomie˛dzy kuchni' a pokojem mie˛dzy/pomie˛dzy nami mie˛dzy drug' a trzeci' (godzin') nad miastem nad Wis!a± nad ranem pod sto!em pod Warszaw' przed domem przed rokiem z koleg' z ironi' . räumlich: Lage zwischen zwei pomie±dzy Entitäten b. Wochentage) auch: Präpositiv za a.

in der Anwesenheit von c. zeitlich: nach c. für auch Genitiv. Präpositionen za a. na Mazowszu na Kubie. Zeitpunkt (Stunde) auch Akkusativ po a. räumlich: bei. na l'dzie mo´wimy o gramatyce o drugiej po mies´cie po ludziach. räumlich: Lage in etwas (Gebiet. neben b. bei Inhaltsverben: über b. po ca!ym kraju po miesi'cu po butelce po uszach przy stole przy ludziach przy s´wie˛cie .5. räumlich: Lage auf etwas b. Akkusativ 9. Insel).3. in einer räumlich offenen Entität auch Akkusativ o a. räumlich: an verschiedenen Punkten einer Gruppe c. jeweils eine (Einheit) e. verschiedenes auch Akkusativ przy a.462 9. zeitlich: nach (Monate) d. zeitlich: während za domem krok za krokiem jestem za tym 485 na stole na zachodzie. Präpositionen mit Präpositiv na a. räumlich: Lage hinter etwas b. räumlich: Bewegung innerhalb von etwas b.

w 1997 w odro´z˙nieniu. zeitlich: in einem Zeitabschnitt (Jahrenszeiten. verschiedenes auch Akkusativ w domu w Polsce w lecie. Verwendung der Präpositionen 463 w a. räumlich: Lage in etwas c.9. w dniu. Jahr) d. räumlich: Lage innerhalb von etwas b.3. w stanie .

Verwendung in keiner Weise unterscheiden. lassen sich nebenordnende (Parataxe) und unterordnende (Hypotaxe) Konjunktionen unterscheiden. Darüber hinaus gibt es viele Konjunktionen. die synonym sind.h. Sie dienen der Herstellung syntaktischer Beziehungen zwischen einzelnen Wortformen. Die gebräuchlichsten Konjunktionen sind in der Liste fett markiert. Konjunktion a aby aczkolwiek albo albowiem ale az˙ az˙eby bo byle chociaz˙ choc´ czy czyli dlatego dopo´ki dopo´ki … dopo´ty stilistische Markierung Ø Ø gehoben Ø gehoben Ø Ø gehoben umgangssprachlich gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø deutsch und um zu obgleich oder da aber bis um zu denn wenn obwohl obwohl ob das heißt deswegen bis bis . Es gibt recht viele Dubletten. für eine einzige semantische Beziehung stehen oft mehrere Konjunktionen zur Verfügung. Bezüglich der ausgedrückten syntaktischen Beziehung. d.10. aber einen stilistischen Unterschied aufweisen. die sich in ihrer Bedeutung bzw. Konjunktionen 486 Konjunktionen (spo´jniki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten. Wortfügungen und Sätzen.

wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal.10. wenn je – desto andernfalls dass wie als ob sobald obgleich da da als ob jedoch wenn wenn wenn wenn als . Konjunktionen 465 dopo´ki … dota±d dopo´ty … az˙ gdy gdyby gdyz˙ i ilekroc´ ilekroc´ … tyle kroc´ ilekroc´ … tyle razy ilekroc´ … zawsze ile razy … tylekroc´ ile razy … tyle razy ile razy … zawsze im … tym inaczej iz˙ jak jak gdyby jak tylko jakkolwiek jako z˙e jako iz˙ jakoby jednak jes´li jes´liby jez˙eli jez˙eliby kiedy Ø Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø gehoben gehoben gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø bis bis als wenn weil und jedesmal.

466 lecz lub mianowicie mimo iz˙ mimo z˙e mimo to natomiast niby niczym niz˙ oraz podczas gdy podczas kiedy poniewaz˙ po´ki po´ki nie skoro tedy tymczasem wie±c zanim zas´ zatem z˙e z˙eby gehoben gehoben Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø gehoben gehoben Ø Ø jedoch oder und zwar obschon obschon obwohl hingegen als ob wie als sowie während während weil solange bis sobald als dann unterdessen also bevor hingegen daher dass um zu .

ändert dies im Gegensatz zu Adverben den Sachverhalt nicht: Piotr jest w szkole. sondern bringen zum Ausdruck.’ In den ersten beiden Beispielen geht es um ein und denselben Sachverhalt ‚Peter ist in der Schule. Partikeln Partikeln (partyku!y pragmatyczne) sind eine Wortart von unflektierbaren Wörtern. Syntaktisch bilden sie Äußerungsglieder. – Piotr che±tnie chodzi do szko!y. ‚Piotr ist (wahrscheinlich) in der Schule.’ Darüber hinaus kann nach Adverben gefragt. In ihrer Bedeutung beziehen sie sich im Prinzip nicht auf Sachverhalte der außersprachlichen Umwelt. dass dieser Sachverhalt tatsächlich existiert. *Piotr nie chyba jest w szkole. So besteht in der Sachlage ein Unterschied.’ Piotr nieche±tnie chodzi do szko!y. Diese Eigenschaften lassen sich an dem Beispiel chyba ‚wahrscheinlich’ illustrieren.’ Piotr chodzi do szko!y.11. also polysem sein können. dass einzelne Wörter mehrere Funktionen haben. chyba unterscheidet sich von einem Adverb wie che±tnie darin. ‚Piotr ist nicht vielleicht in der Schule. es aber nicht sicher weiß. ‚Piotr geht ungern zur Schule. 487 . dass er es aber für möglich hält. Darüber hinaus macht sich der jeweils unterschiedliche syntaktische Status von Partikeln und Adverben darin bemerkbar. einschätzt. – Piotr chyba jest w szkole. die keine referenzielle Funktion haben und weder ein eigenständiges Satzglied. nach Pertikeln jedoch nicht: Czy Piotr che±tnie chodzi do do szko!y? ‚Geht Piotr gern zur Schule?’ *Czy Piotr jest chyba w szkole? ‚Ist Piotr vielleicht in der Schule?’ Es gibt folgende Typen von Partikeln: • Abtönungspartikeln • epistemische und evidentiale Partikeln • Gliederungspartikeln Es ist zu berücksichtigen. wie der Sprecher den Sachverhalt oder die Gesprächssituation. dass Adverben näher bestimmt oder negiert werden können. ob Piotr gern in die Schule geht oder ob er in die Schule geht. noch eine abgeschlossene Äußerung bilden. dass dieses sehr wohl den Sachverhalt ändert. also das Verhältnis von Hörer und Sprecher. gibt aber zusätzlich zu verstehen.’ Mit chyba ändert der Sprecher daran nichts. Wenn man in einem Satz die Partikel weglässt. ‚Piotr geht (gerne) in die Schule.

11. aus der der Sprecher die versprachlichte Information erhalten hat: sie kann z.’ Maria widocznie nie mia!a che±ci tu przyjs´c´. Partikeln 11. Im Deutschen stehen angeblich. dass …’ zum Ausdruck. Abtönungspartikeln 488 Mit Abtönungspartikeln (partyku!y tonuja±ce) kann der Sprecher Aufforderungen abmildern oder verstärken: no. Im Polnischen sind dies: podobno. Epistemische und evidentiale Partikeln 489 Epistemische Partikeln (partyku!y epistemiczne) drücken wie einige Modalauxiliare die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des in der Prädikation genannten Sachverhalts aus. ‚Er war vielleicht früher hier.a.’ On prawdopodobnie tu nie by!.B. ‚Er war wahrscheinlich nicht hier. -z˙e. wohl oder sollen. Außerdem kann er den versprachlichten Sachverhalt bzw. ‚Maria hatte offensichtlich keine Lust. hierher zu kommen. auf Hörensagen beruhen.’ Wie±c ska±d pan to wie? ‚Woher wissen Sie das denn?’ Przynajmniej Piotr przyszed!! ‚Wenigstens ist Piotr gekommen.a. bodaj ‚wenigstens’. oczywis´cie ‚natürlich’. Kowalski podobno/ponoc´ zmar!. ‚Ich wurde beschuldigt.’ Zosta!em oskarz˙ony. Eine andere Quelle ist der Augenschein (widac´/widocznie – offensichtlich).468 11. ‚Kowalski soll (angeblich) gestorben sein.’ Janek widac´ juz˙ nie przyjdzie.’ Evidentiale Partikeln (partyku!y imperceptywne) markieren nicht den Grad der Wahrscheinlichkeit. sondern die Quelle. Moz˙e by! tu dawniej.’ Ale sie˛ zmieni!as´! ‚Du hast dich aber verändert!’ Ales´ sie˛ zmieni!a! ‚Du hast dich aber verändert!’ Weitere Partikeln aus dieser Gruppe sind u. angeblich ein Spion des KGB zu sein. ponoc´. bodaj und rzekomo.1.’ .’ On na pewno tu nie by!. niestety ‚leider’. die Sprechsituation als positiv oder negativ bewerten. ‚Er war ganz sicher nicht hier. Diese Partikeln bringen in kompakter Weise so etwas wie ‚Man hat mir erzählt. ‚Janek kommt offensichtlich nicht mehr. nuz˙e. z˙e jestem rzekomo agentem KGB.2. antwortete der Junge. nareszcie ‚endlich’. Przestan´z˙e s´piewac´! ‚Hör doch auf zu singen!’ Chodz´ no tutaj! ‚Komm doch mal her!’ – Czy ona jest bardzo stara? – Bo ja wiem – odpar! ch!opak. ‚Ist sie sehr alt? – Was weiß ich denn. Der Sprecher kann die Wahrscheinlichkeit gradieren von ‚vielleicht’ über ‚wahrscheinlich’ zu ‚sicherlich’: moz˙e – prawdopodobnie/chyba – na pewno u.

wie pan. dass er ein neues Thema anfängt. – Prosze± pani.3.a. weichen Gesprächseinsatz. ‚Ich bitte Sie. Zu ersteren zählen no. Musze± sie± widziec´ z Kowalskim! – No. Wacek. das heißt er kann nicht kommen. inaczej mo´wia±c u. Die Partikeln a und i schaffen einen sog. ich habe doch gesagt. Ich arbeite seit 18 Jahren in dieser Bank. nieprawda/nieprawdaz˙? ‚Ihr kommt im nächsten Jahr wieder. Der Sprecher kann mit ihrer Hilfe markieren. dass er Einiges zu erzählen hat. ‚Piotr ist krank. Wacku. eine Paraphrase anführen möchte oder dass er auf eine Antwort von Seiten des Hörers wartet. aber was ist. wenn mich jemand von den Besitzern sieht?’ 11. alez˙. gehst du zu den leichten Mädchen?’ A o kto´rej sie± spotkamy? ‚Und wann treffen wir uns?’ – Jest pan tego pewien? – Alez˙ drogi panie.’ Das Ende eines Redebeitrags kann durch nieprawda?/nieprawdaz˙? markiert sein. dass er nicht zu Hause ist. ale a nuz˙ ktos´ z gospodarzy mnie zobaczy? ‚Ich würde durch den Garten gehen. nicht war? 490 . – A powiedz mi. Gliederungspartikeln 469 Eine besondere Bedeutung hat die Partikel a nuz˙: sie drückt einerseits eine Möglichkeit aus (epistemisch).11. Ich muss Herrn Kowalski treffen! – Na. andererseits bewertet sie diese als negativ (Abtönung). zu zweiteren znaczy. Przyjedziecie znowu w przysz!ym roku. a. wissen Sie. Poszed!bym przez ogro´d. Diese Partikeln sind auf die Gliederung entweder des Dialogs oder des Monologs ausgerichtet. czy ty chodzisz do dziewczyn lekkich obyczajo´w? ‚Wacek kommt zur Beichte: Sag mir mal.3. die Äußerungen in ihrer Abfolge zu strukturieren. Przeciez˙ mo´wie±.’ Mit den Partikeln a. i und alez˙ kann der Gesprächspartner das Gespräch an sich übernehmen und markieren. Gliederungspartikeln Gliederungspartikeln (partyku!y parcelacyjne) dienen dazu. znaczy nie moz˙e przyjs´c´. Wacek poszed! do spowiedzi. ‚Sind Sie sicher? – Aber ich bitte Sie. innymi s!owami. z˙e go nie ma w domu. Pracuje± w tym banku osiemnas´cie lat.’ Piotr zachorowa!.

och!. Dabei verlieren die Komponenten ihre ursprüngliche Bedeutung. Boz˙e! • Freude: hura! • Anerkennung: brawo! • Schmerz: oj.1. Interjektionen in emotiver Funktion 491 Einige Interjektionen können. durch bestimmte Lautkombinationen nichtsprachliche Laute bzw. 12. 12. Es handelt sich um Satzäquivalente. Wenn der Sprecher sich sehr wehgetan hat oder sich über die Maße ärgert. ojej • Wut: cholera jasna! • Abscheu: brr! u. o!. in unmittelbarer Weise emotionale Zustände des Sprechers zum Ausdruck bringen. vor allem in spontaner Kommunikation.12. ach!.a. Geräusche nachzuahmen. Sie sind der mündlichen Sprache vorbehalten. greift er zum Fluch. • Verwunderung: a!.2. Interjektionen Interjektionen (wykrzykniki) haben keine lexikalische Bedeutung und können ohne weitere Zusätze eine eigenständige Äußerung bilden. Interjektionen in lautnachahmender Funktion 492 Einige Interjektionen dienen dazu. Im Polnischen gibt es salonfähige und vulgäre Flüche: • salonfähig Matko Boska! Do licha! O Boz˙e! O Jezu! • grob und vulgär Cholera jasna! Do cholery! • euphemisierte vulgäre Flüche Kurcze±! Kurcze± pieczone! Kurka wodna! O kurza twarz! Holender! (zu vergleichen mit: Scheibenkleister!) Einem Nicht-Muttersprachler ist vom Gebrauch dieser Flüche abzuraten. .

ja klar. A ona na to chi-chi-chi. Interjektionen zur Hörerrückmeldung Einige Interjektionen haben die Funktion zu signalisieren. Sie können Verwunderung oder Zustimmung zum Ausdruck bringen oder als JaAntwort fungieren.3. vor allem der Nachahmung von Geräuschen können in unflektierbarer Form in einen Satz eingebunden werden und die Funktion des Prädikats übernehmen. ‚Und das Glas in der Hand knack.’ 12. tas´-tas´ bei Enten • Nachahmung von Tierlauten Hund: hau hau! Katze: miau! • Nachahmung von anderen Geräuschen be±c! trach! szast-prast! chi-chi-chi! hop! Einige Interjektionen. no.3. ‚Der Junge sprang – hopps – über den Zaun. aha u.a. Nie! ‚Nein!’ 493 . Interjektionen zur Hörerrückmeldung 471 • Laute zum Anlocken von Tieren. Oczywis´cie. cip-cip bei Hühnern. Es treten auf tak. ‚Es geht mir um Kowalski – Hmm. ‚Und sie dazu nur hi-hi-hi. tak. ‚Gehst du in die Schule? – Hmm – rief der Junge.’ Kaczka chlup do wody! ‚Die Ente sprang – platsch – ins Wasser.’ Tak! ‚Ja!’.’ A szklanka trach! w re±ku.’ Ch!opak hop przez p!ot. dass der Hörer dem Sprecher zuhört. kici-kici bei Katzen. – Chodzisz do szko!y? – Aha – zawo!a! ch!opak.’ – Chodzi mi o Kowalskiego! – No.12.

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