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GK Biologie Ein Vortrag von Simon Baldus sowie Alexander Weit! 1.

Dezember 2010
I

Das menschliche Gedächtnis



I. Teile des Gedächtnis

1. Ultrakurzzeitgedächtnis (sensory memory)
• Speicherung von mehr Informationen als im Kurzzeitgedächtnis möglich
- ABER: Informationszerfall nach wenigen Zehntelsekunden '
• Unterscheidung von ikonographischem und echoischem Gedächtnis
- visuelles System (15ms); auditives System (1s)

2. Kurzzeitgedächtnis ( short term memory)


• Begrenzte Speicherkapazität -> Informationen gehen nach Sekunden verloren
• Theorie des viergeteilten Arbeitsgedächtnis (nach Baddeley)

Phonologische Schleife -> Speicherung von


Phonologische sprachlichen Informationen in phonetischer Form
Schleife
Visuell-räumlicher Notizblock -^ Speichenmg von
visuellen und räumlichen Monnationen
Visuell-räumlicher / к Zentrale \
Notizblock \—Л Exekutive J Episodischer Puffer -> setzt Informationen in einen

M
zeitlichen Kontext

Episodischer Zentrale Exekutive -> wichtigste aber am wenigsten.


Puffer erforschte Komponente des Arbeitsgedächtnis;
Verbindung zum Langzeitgedächtnis

3. Langzeitgedächtnis (long term memory)


• Dauerhaftes Speichersystem des Gehirns
Unterscheidung von:
1) Deklaratives Gedächtnis -> Wissensgedächtnis
2) Prozedurales Gedächtnis -> Verhaltensgedächtnis

Д. Vorgänge auf neuronaler Ebene


• Ca. 100 Mrd. Nervenzellen -> 100-500 Billionen Synapsen
• Grund für die Verarbeitung von Informationen: Synaptische Plastizität
• Biochemische Vorgänge steuern die Informationserfassung und Speicherung

Durch die Aktivierung von synaptischen Verbindungen kann es zu biochemisch fassbaren, langfiistig
andauernden strukturellen Veränderungen in den Verbindungen der Neuronen kommen.
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GK Biologie Ein Vortrag von Simon Baldus sowie Alexander Weit! 1. Dezember 2010

Ш. Das Vergessen von Informationen

Faktoren des Vergessene:


� Interesse/Emotionalität der Erinnerung
- Wichtigkeit der Information
»
• Spurenverfallstheorie:
verblassen/ verschwinden von Gedächtnisinhalten
- Langzeitgedächtms: Dauer der Gedächtnisinformation korreliert mit Stärke der
synaptischen Verbindung

• Interferenztheorie: /*k
- Proaktive Hemmung -^ Störung durch bereits vorhandene Informationen ^
- Retroaktive Hemmung -^ Störung durch neuere Informationen

IV. Mögliche Gedächtniserkrankungen

• Amnesie:
- Retrograde Amnesie -^ rückwirkender Gedächtnisverlust
- Anterograde Amnesie -> vorwärtswirkender Gedächtnisverlust
Ursachen:
- Unfälle (Gehirnerschütterung, Epilepsie, Hirnschlag)
- Vergiftungen (Alkohol-, Medikamentoimissbrauch)

• Morbus Alzheimer:
- Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit
- Verhaltensauflalligkeiten
4
^*
Die Ursachen fur Alzheimer sind bis heute nicht vollständig aufgedeckt.

Quellen:
http://de.academic.ru/pictures/dcwiki/66/Baddeleys_ModeU.gif, Stanford Encyclopedia of Philosophy
Das Gedächtnis Efne Einführung von Werner Stangl, http://paedpsych.jk.uni-linz.acat/intemet/arbeitsblaetterord/ Sedaechtnis.html,
http://www.ewi-psy.fu-berIIn.de/elnrIchtungen/arbeltsbereiche/allgpsy/medlaAernen_und_eedächtnis
Eric Kandel, In Search of Memory
Seite 2 von 2
Lemverhalten bei Primaten
ein Referat von Christiane Heisse am 7.12.2010

1. Allgemein
- Primaten: ca. 170 Arten in der Ordnung der Säugetiere, hohe Entwicklung
des Gehirns
- Primaten weisen nicht nur angeborene Verhaltensweisen (Instinkt, Reflex)
und angeborene Lemmuster (z.B. Prägung) auf, sie lernen auch durch
Einsicht (kognitives Lernen)

II. Voraussetzungen für kognitives Lernen


- Neugier- und Erkundungsverhalten
- individuelles Denkvermögen, d.h. Erkennen von Problemen und Fähigkeit
der Problemlösung im Kopf

III. Ablauf des Lernprozesses


i.Erkennen einer Problematik
2. Ausprobieren verschiedener Verhaltensweisen zur Lösung
3. "Einsicht", welche die effektivste Handlungsweise ist
=> Beibehalten dieses Verhaltensmusters

ГУ. Weitere Aspekte des Lernens bei Primaten


� Tradierung (Form des sozialen Lernens): Weitergabe von durch Einsicht
gewonnenen Verhaltensweisen an folgende Generationen
� Selbsterkenntnis
-Abstraktionsvermögen

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1 Orang-Utan im Kastenexperiment 2 Waschender Rotgesichtsmakake

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Quellen: Brockhaus Enzyklopädie


www.youtube.de
Biologie Schulbücher: Natura 13, Natura 12 (GS), Biologie
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Biologie GK 27.Jan 2011

Jane Goodall - Wilde Schimpansen


(Ein Referat von Denis Frischmann)

Lebenslauf:

Geb: 3. April 1934 in London


Schon in früher Kindheit sehr Interessiert an Tieren -> Wunsch Enthologin zu
werden
Mit 23 Jahren kommt sie zum ersten mal nach Afrika
Lernt Louis Leakey (Poläontologe) kennen -> hilft ihr sehr viel
1964 Heirat mit Tierfotograf
1965 Doktor in Enthologie -> ohne Bachelor
1975 Heirat den Leiter des Nationalparks in Tansania
sehr stark engagiert in Naturschutz - und Menschenrechtsorganisationen

Entdeckungen mit den Schimpansen:

1. Gruppen:
leben in Gruppen zusammen mit bis zu 50 Tieren
darunter kleine Gruppen (6-7 Tiere)
о Männer meist untereinander verwandt -> Bündnisse
о Mütter und Jungen
Familienmitglieder helfen sich gegenseitig
Männchen verteidigen das Gruppenterritorium
Strenge Rangordnung

Sexuelle Merkmale:
Paarungsbereit bei dicker Schwellung am Gesäß
Kopulieren mit wechselnden Partnern nacheinander -> manchmal
individuelle Partnerwahl
Weibchen müssen oft in andere Territorien um Inzucht zu vermelden
Wildlebende Weibchen bekommen alle 5-6 Jahre ein Kind

Menschenähnliche Merkmale:
Gesichter sehen völlig verschieden aus -> verschiedene Charaktere
Können soziale Beziehungen knüpfen, fremde soziale Beziehungen
beobachten und auf eigene Gesellschaft übertragen
Können mind. 300 Zeichen der Gehörlosen erlernen
Eigene Unterhaltung besteht aus mind. 30 verschiedenen Rufzeichen bzw.
Gesten
Können Gegenstände als Werkzeug benutzen
Ein Referat von Laura Nemeth 26.1.2011

Brückentiere
1. Definition
- ein Brückentier (=Mosaikform) ist ein Tier das sowohl von
stammesgeschichtlich älteren als auch jüngeren
Tiergruppen Merkmale auf sich vereinigt ЖЖ
- es bildet ein Bindeglied (missing link) zwischen den
jeweiligen Tiergruppen
- die meisten Brückenformen haben nicht überlebt;
Ausnahme: lebende Fossilien

2. Die Bedeutung der Brückentiere für die Forschung


- die Fossilienfunde dieser Zwischenformen untermauern
die Deszendenztheorie und somit die Darwinsche Evolutionstheorie, da sie die
stammesgeschichtliche Verwandtschaft zweier heute getrennter Tiergruppen
beweisen
-> wichtiger Gegenstand des Glaubenskrieges zwischen Evolutionisten und
Kreationisten

3. Vertreter der Brückentiere


stammesgeschichtlich Brückentier stammesgeschichtlich
ältere Tierklasse jüngere Tierklasse
Wirbellose Lanzettfischchen Wirbeltiere
Fische Quastenflosser Lurche
Reptilien Archaeopteryx Vögel
Reptilien Gynognathus Säuger
Reptilien Schnabeltier Säuger

4. Der Archéoptéryx - Reptil oder Vogel?


- erstmals 1861 im Plattenkalk von Solnhofen/Bayern gefunden
* - der Archaeopteryx lebte vor etwa 150 Millionen Jahren am Ende der Jurazeit
.- Äußere Merkmale:
Größe: etwa so groß wie eine Taube
• Flügelspannweite: ungefähr 0,5m
Gewicht: maximal 500g
- nur zu Gleit- oder Flatterflug fähig
- der Urvogel weist Merkmale von Reptilien und Vögeln auf:
Reptilienmerkmale:
Kiefer mit Zähnen, einfaches Gehirn, bewegliche Wirbelsäule, Brustrippen unverbunden,
Bauchrippen, Darm- und Sitzbein getrennt, Schwanz aus verlängerter Wirbelsäule,
Mittelhandknochen frei, Krallen an drei freien Fingerendgliedern, Schien- und Wadenbein
nicht verwachsen, Mittelfußknochen unverbunden
Voqelmerkmale:
Große Augenhöhlen, Schnabelform, Brust- und Rabenbein, Becken mit
rückwärtsgerichtetem Schambein, Schwanzfedern, Flügel, hohle Knochen, gefiederte
Beine, Greiffuß

Quellen:
Stark, Abitur Training Biologie, Biologie 2 Grundkurs
Klett, Natura 13
http://www.digitalefolien.de/biologie/tiere/dino/archaeop.html
Lebende Fossilien
1. Begriffserklärung
Rezente Arten, bei deren Bauplan über Zeiträume von mehreren Hunderten von Millionen Jahren
nur sehr geringe Veränderungen stattgefunden haben
Bezug lediglich auf den morphologischen Bauplan
Begriffsprägung durch Charles Darwin („living fossils")

2. Merkmale lebender Fossilien


stark eingeschränkte, reliktartige Verbreitung
isolierte Stellung im System der rezenten Lebewesen
Bewahrung zahlreicher, altertümlicher Merkmale
Zugehörigkeit zu einer erdgeschichtlich sehr alten Tier-ZPflanzengruppe Ginkgo

3. Erklärungsansätze für die Existenz lebender Fossilien


Danwinistischer Ansatz: Einstellung der Weiterentwicklung bei bestimmten Arten aufgrund von ihrer
perfekten Anpassung an den jeweiligen Lebensraum
-» jede weitere Veränderung würde eine Verschlechterung bedeuten
Große Flexibilität bei ökologischen Gegebenheiten/Bedürfnissen (z.B. Nahrung,Klima)
—• gesteigerte Chance, bei sich verändernden Umweltfaktoren neue Lebensräume zu erschließen
und sich anzupassen
Mangel an Konkurrenz
geringe phänotypische Veränderungen durch stabilisierende Selektion

4. Beispiel 1: Der Quastenflosser (Coelacanthiformes)


Alter des ältesten aufgefunden Fossils: 409 Mio. Jahre Paster or Caudal Pin
galt bis 1938 als ausgestorben (Lazarus Effekt!)
quastenförmige Ausbildung der sechs Ruderflossen
Ähnlichkeit der Brust- und Bauchflossen mit dem Bau der
Gliedmaßen von Wirbeltieren
nahe Verwandtschaft mit Lungenfischen und Landwirbeltieren
Anpassung an neuen Lebensraum (Tiefsee), Bestand stark
örtlich eingegrenzt

5. Beispiel 2: Das Schnabeltier (Piatypus)


(zugehörig zu der Gruppe der Kloakentiere -> eierlegendes Säugetier)

5.1 Auf das Schnabeltier zutreffende Merkmale verschiedener Wirbeltiergruppen

Säugetier Vogel Reptil

Säugen der Jungtiere mit Milch Vorhandensein eines Schnabels Kälterstarre


Vorhandensein von Fell Oviparie Oviparie
3 Gehörknöchelchen Kloake Beschaffenheit des Eis
Spezielle Gangart

5.2 Besonderheiten des Genoms


relativ wenige aufschlussreiche fossile Funde, daher extreme
Wichtigkeit des Genoms
erstmalige Entschlüsselung des Genoms des Schnabeltiers durch ein
internationales Forschungsteam im Jahre 2008
10 Geschlechtschromosomen, die Chromosome des Weibchens
ähneln den 2-Chromosomen bei Vögeln
Aufteilung von ca. 2,4 Mrd. Basenpaaren auf
52 Chromosomen —» Reptiliencharakter
Ergebnis des Forschungsprojektes: Kloakentiere haben sich vor
ca. 166 Mio. Jahren als erste Abzweigung der Säugetiere von einem
reptilienartigen Vorfahren abgespalten
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REPTILES BIRDS MAMMALS


9

VENOM EGGS LACTATION

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Molekularbiologische Belege für die Evolution


Referat von Barbara von Bergwelt am 01.02.2011

Der (Serum-lPräzipitintest

• Injektion von Blut von Lebewesen A in Lebewesen В (Zwischentier)


=> Antikörperbildung in Tier В gegen Antigene von Tier А
• Vermischung von Serum mit dem Antikörper gegen Tier A und dem Blut von
Tier А
=^ Verklumpung [stellt den Richtwert dar)
• Vermischung von Serum mit den Antikörpern gegen Tier A und dem Blut von
Tier C,D,E
• Verklumpung = Ausfällung entscheidet über jeweiligen Grad der Verwandtschaft

НелзсУ)

Seh irnpcLnse (С)


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DMA� Hybridisierung
• DNA zweier Arten werden fragmentiert und erhitzt
=> Wasserstoff brücken brechen auf und komplementäre Stränge trennen sich
• Einzelstränge der verschiedenen Arten werden zusammengebracht
(Hybridisieren)
• Abkühlung => komplementäre Sequenzen lagern sich zu Hybrid-Doppelsträngen
zusammen
• Je näher verwandet die DNA, desto mehr Wasserstoffbrücken, desto höher die
nötige Temperatur um Stränge erneut zu trennen (Schmelzpunktbestimmung)
• Hohe Schmelztemperatur = hohe genetische Ähnlichkeit= nahe Verwandtschaft
Ammosauresequenzanatyse
• Vergleich der Aminosäure-Abfolge in einem Stofiwechsel-Protein, das bei vielen
Lebewesenalten vorkommt
• Die Verwandtschaft beruht auf ähnlicher DNA, |e näher verwandt desto ähnlidier
muss auch der Bau der Proteine sein
• Durch Vergleich von gemeinsamen Enzymen kann man den
Verwandtschaftsgrad bestimmen
=>Je größer die Abweichung, desto entfernter verwandt sind die Lebewesen,
da die Aminosäuresequenz des Cytochroms in der DNA festgelegt ist Eine
abweichende Aminosäure bedeutet also eine Mutation, d. h. eine DNA-
Änderung
• Je mehr Änderungen, desto länger/froher sind die Entwicklungsiinien bereits
getrennt verlaufen
02.02.2011 GK Biologie
Variation, Rekombination und Mutation

Bedeutung für die Evolution


Variation = Vielfalt der unterschiedlichen Phäno- und Genotypen einer Art
- Genetische Variation als Grundlage unabdingbar für die Evolutionstheorie
- Genetische Vielfalt entsteht durch die zufällige Mutation und Rekombination
j

Rekombination
Definition: Zufällige und ungerichtete Neukombmation des Genmaterials, durch sexuelle
Fortpflanzung

Geschieht durch Meiose (Reifeteilung)


Durch variable Verteilung der Erbanlagen entstehen neue Phänotypen und Genotypen
Zufällige Trennung der homologen Chromosomen

Zufällige Verteilung der väterlichen und mütterlichen homologen Chromosomen bei der
Reduktion des Chromosomensatzes (1. Reifeteilung / Anaphase)
Anzahl verschiedener Möglichkeiten: 223 = ca. 8,39 Mio.

Stückaustausch der väterlichen und mütterlichen homologen Chromosomen durch


Crossing-over während der Meiose (1. Reifeteilung Prophase)

Bei der Befruchtung der Eizelle treffen jeweils eine Keimzelle von Vater und Mutter
aufeinander. Daraus ergibt sich: 223*223 = 246 = ca. 70 Mrd. Kombinationen

Mutation
i

- Bezeichnet allgemein eine plötzlich eintretende, ungerichtete, erbliche Veränderung des


genetischen Materials
- Die Mutationsrate eines Gens liegt zwischen
10"4 und 10"9 pro Gen und Generation

Man unterscheidet 3 Formen der Mutation:

- Genmutation
- Chromosommutation
- Genommutation

Genmutation

- Eine Genmutation liegt vor, wenn in der DNA eine Base ausgetauscht, entfernt oder
hinzugefügt wird
- Bedeutsam für die Evolution, da Hauptgrund für Variation innerhalb der Arten
- Man unterscheidet innerhalb der Genmutation zwischen Punktmutation und Rastermutation
Punktmutation

- Die Punktmutation betrifft nur ein einziges Basenpaar der DNA.


- Ersetzen einer Nukleinbase durch eine Andere (Substitution)
- Dadurch kann eine andere Aminosäure in das neugebildete Protein integriert werden.
- Austausch kann völlig folgenlos bleiben (Stumme Mutation)

Rastermutation

Definition: Bezeichnet den Vorgang der Insertion (Einfügen) oder Deletion (Entfemen) einer oder
mehrerer Basen.
- Dadurch entsteht eine Verschiebung des Triplettrasters ab der mutierten Stelle häufig zieht
dies auch eine Veränderung der Aminosäuresequenz nach sich

Chromosomenmutation

- Betrifft die Struktur von Chromosomen


- Deletion: Ein Stück eines Chromosoms geht verloren
- Duplikation: Ein Chromosomenabschnitt wird verdoppelt
- Inversion: Bruchstück der DNA wird umgekehrt wieder an das selbe Chromosom angebaut
- Translokation: Teilabbruch und Verbindung mit anderen Chromosomen

Genommutation

Genom: Gesamtheit des genetischen Materials im Zellkern einer eukaryontischen Zelle


- Betrifft Anzahl der Chromosomen und ist erblich bedingt (Chromosomenzahlmutation)
- Folge einer Fehlverteilung der Chromosomen in der Meiose durch Nicht-Trennung
(Nondisjunction) in der 1. bzw 2. Reifeteilung

Unterschiedliche Genommutationen

Euploidie: Gesamter Chromosomensatz wird vergrößert bzw. verkleinert

Monoploidie: Einfacher Chromosomensatz, z.B. Keimzellen


Diploidie: „normaler", doppelter Chromosomensatz
Polyploidie: 3x,4x usw. vervielfachter Chromosomensatz

Aneuploidie: Veränderung der Anzahl der homologen Chromosomen

Nullisomie: homologes Chromosomenpaar fehlt


Monosomie: ein Chromosom einfach vor (statt doppelt)
Trisomie: ein Chromosom liegt 3x (statt doppelt)

Mutagene Substanzen

- Können Mutationen auslösen bzw. verstärken


- Chemische Substanzen: z.B.: Teerstoffe, Nitrosamine, Mykotoxine, Salpetrige Säure
Radioaktive Substanzen und Strahlungen
- Veränderung der Basensequenzen oder Reaktion mit den Basen

Referat von David Simmendinger & Benjamin Bretthauer


(Bedeutung för die Evolution)

Rudimente Organe f fimktionslosfe Organe)

° nicht mehr vollständig ausgebildete Organe


o
verkrümmte Organe
—» noch vorhanden, jedoch keinerlei Funktionen mehr
« entstanden durch Fimktionsverlust oder! Funktionsänderung von Organen in
Verbindung mit Änderung der Lebensweise

Beispiele
о pflanze: Königskerze ( 5 fruchtbare Staubblätter)
Braunwurz (4 fruchtbare/1 unfruchtbares Staubblatt)
Gnadenkraut (2 fruchtbare/ 2 unfruchtbare Stabblätter)
• Tier: Flügelreste beiflugunfähigenVögeln (z.B. australischer Kasuar)
verkürzte Extremitäten bei Reptilien (z.B. Erzschleiche)
Reste des Beckengürtels (Wale, Blindschleiche)
^ funktionslose Augen bei Axolottl & Grottenolm
Griffelbeme des Pferdefußes Oberschenkel-
knochen-
«Mensch: Eckzähne und Weißheitszähne Wadenbein
verkrümmter Ohnnuskel Schienbein
Restkörperbehaarung Fußwurzel-
knochen
Steißbein
Griffelbein
Wurmfortsatz des Bliriddanns Mittelfuß-
knochen
Atavismen Zehenknochen

о Anomalien & Abweichungen bei Organismen, die in einer früheren


Entwicklungsstufe der Lebewesen auftraten
(Rückschläge in der phylogenetischen Entwicklung)
° Entstehungstheorien:
- Annahme von Rückmutationen
- Entwicklungsstörungen in der Embryonalentwiddung
- Theorie der ursprünglichen Separation & erneuten Kombination von Genen.
-* Ursprüngliches Merkmal durch Kreuzung & Neukombination der alten Gene.

Beispiele
о pflanze: � radiärsymmelrischer statt bilateralsymmetrischer Blütenbau
des Löwenmäulchen
- grüne, chlorophyllhaltige Blütenblätter der Pfingstrose
»Tier: - verlängertes Griffelbein mit Zehenknochen bei Pferden
- zwei-bzw. dreizehige Pferde
»Mensch: - schwanzartig verlängertes Steißbein
- extrem starke Körperbehaarung (Rückschlag der Fellbildung)
- Überzählige Brustwarzen entlang einer Milchleiste bei Frauen
Bedeutung
0
Rudimente sind „stumme Zeugen" einer Abstammung von Lebewesen, bei
welchen die ursprünglichen Organe noch intakt waren.
0
Rudimentäre Organe und Atavismen sinçl neben dem Verhalten weitere Belege
für die Evolutionstheorie
Matthias Wittife K13,15.2,05
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MEDIEN ÖiOLOGIE MORIKESTR. 7 34626 NEUKIRCHEN
2008/2009 Grundkurs Biologie 13/2 (Schimmer)
I.Schulaufgabe aus der Biologie Name:
am 25.03.2009

1. Mauersegler und Rauchschwalbe sind in Aussehen und Lebensweise sehr ähnlich


(schnelle, wendige Flugkünstler; fangen Insekten im Flug), ebenso Kolibri und
Nektarvogel (langer, dünner Schnabel; Nektarsaugende Blütenbesucher ). Untersuchungen
haben jedoch andere Verwandtschaftsbeziehungen ergeben:
Mauersegler und Kolibri gehören beide zu den so genannten „ Schwirrvögeln",
Rauchschwalbe und Nektarvogel lassen sich jedoch beide der Ordnung „Sperlingsvögel"
zuordnen.

Mauersegler

Rauchschwalbe^

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Kolibri

1.1 Erklären Sie den Hintergrund für die Ähnlichkeiten bei der Rauchschwalbe und dem
Mauersegler. Verwenden Sie biologische Fachbegriffe!
Begründen Sie, ob solche Erscheinungen für die Evolutionsforschung als Beweise dienen
können! 7 BE
1.2 Vergleichen Sie die unterschiedliche Morphologie der Flügel der beiden Schwirrvögel
unter dem Aspekt der Verwandtschaft. 6 BE
1.3 Beschreiben Sie ein biochemisches (serologisches) Verfahren zur Aufdeckung der
Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den oben genannten Vogelarten, gehen Sie
dabei genau auf die obigen Beispiele eip. 7 BE
1.4 Erläutern Sie die Entstehung der Schnabelform beim Kolibri und beim Nektarvogel aus
der Sicht Lamarcks und Darwins im Vergleich! 10 BE

2. In einer Vielzahl von Arten leben heute auf Hawaii die Kleidervögel. /• ffctor V
Diese unterschiedlichen Arten gitt es nur auf den Hawaii-Inseln.
Die verschiedenen Schnabelformen ermöglichen ihnen die Nutzung
verschiedenster Lebensräume und Nahrungsquellen.

2.1 Stellen Sie aus der Sicht der erweiterten Evolutionstheorie schrittweise
dar, wie diese Artenvielfalt entstanden sein könnte. (Fachbegriffe!) 7 BE

2,2 Erörtern Sie den Zusammenhang zwischen der geschlechtlichen


Fortpflanzung und der genetischen Variabilität der Lebewesen. 6 BE

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3. Evolutionsforscher haben ein besonderes Interesse an Lebewesen, die Merkmale von
phylogenetisch älteren und jüngeren Gruppen aufweisen.
Zählen Sie diese Merkmale beim berühmten Fund des Archaeopterix auf, ordnen Sie
die festgestellten Merkmale der entsprechenden Gruppe zu und geben Sie an, welche
Bedeutung diese Lebewesen für die Erklärung der Evolutionstheorie haben. 7 BE

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Achten Sie auf eine ordentliche Darstellung! VIEL ERFOLG bei der letzten Bioarbeit!
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