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Konstruktionslehre I – Vorlesung 2 Konzeptentwicklung I Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen 22. Oktober 2012
Konstruktionslehre I – Vorlesung 2 Konzeptentwicklung I Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen 22. Oktober 2012

Konstruktionslehre I Vorlesung 2 Konzeptentwicklung I

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen 22. Oktober 2012

Gliederung

Gliederung
VDI 2221 1. Einführung 2. Allgemeiner Konstruktionsprozess 3. Anforderungsermittlung 4. Konzeptentwicklung
VDI 2221
1. Einführung
2. Allgemeiner Konstruktionsprozess
3. Anforderungsermittlung
4. Konzeptentwicklung

5. Gestalten

6. Bewerten von Lösungen

Beispiele für Anlagen

Beispiele für Anlagen

Raffinerie

Beispiele für Anlagen Raffinerie Quelle: www.klett.de People-Mover System Quelle: www.flack.de Gepäckförderanlage

Quelle: www.klett.de

People-Mover

System
System

Quelle: www.flack.de

Gepäckförderanlage

System Quelle: www.flack.de Gepäckförderanlage Quelle: www.wdict.net Kommunikationssystem SYSTEME Quelle:

Quelle: www.wdict.net

Kommunikationssystem

Quelle: www.wdict.net Kommunikationssystem SYSTEME Quelle: amaportal.files.wordpress.com Lehrstuhl und
SYSTEME
SYSTEME

Quelle: amaportal.files.wordpress.com

Systembetrachtung

Systembetrachtung
Systembetrachtung Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen –

Systembeschreibung

Systembeschreibung Definition : Gesamtheit geordneter Elemente, z. B. technische Gebilde oder Funktionen, die auf- grund
Systembeschreibung Definition : Gesamtheit geordneter Elemente, z. B. technische Gebilde oder Funktionen, die auf- grund

Definition :

Gesamtheit geordneter Elemente, z. B.

technische Gebilde oder Funktionen, die auf- grund ihrer Eigenschaften durch Relationen verknüpft und durch eine Systemgrenze

umgeben sind.

Umfeld (Kontextbezogen)

Systemgrenze

Input Randelement Randelement Relation Element System
Input
Randelement
Randelement
Relation
Element
System

Element

Output

Umfeld (Kontextbezogen) Systemgrenze Input Randelement Randelement Relation Element System Element Output Element

Element

Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen

5

Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen – Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen 5

Arbeitsschritte beim Konzipieren

Arbeitsschritte beim Konzipieren

Was?Wie?

Festlegen der Anforderungsliste Freigabe zum Konzipieren Abstrahieren zum Erkennen der wesentlichen Probleme Aufstellen

Festlegen der Anforderungsliste Freigabe zum Konzipieren

Abstrahieren zum Erkennen der wesentlichen Probleme

Abstrahieren zum Erkennen der wesentlichen Probleme Aufstellen von Funktionsstrukturen Gesamtfunktion -

Aufstellen von Funktionsstrukturen Gesamtfunktion - Teilfunktion

Abstrahieren zum Erkennen der wesentlichen Probleme Aufstellen von Funktionsstrukturen Gesamtfunktion - Teilfunktion

Suchen von Wirkprinzipien zum Erfüllen der Teilfunktionen

Suchen von Wirkprinzipien zum Erfüllen der Teilfunktionen Kombinieren der Wirkprinzipien zur Wirkstruktur Auswählen

Kombinieren der Wirkprinzipien zur Wirkstruktur

Kombinieren der Wirkprinzipien zur Wirkstruktur Auswählen geeigneter Kombinationen Konkretisieren zu

Auswählen geeigneter Kombinationen

der Wirkprinzipien zur Wirkstruktur Auswählen geeigneter Kombinationen Konkretisieren zu prinzipiellen Lösungsvarianten

Konkretisieren zu prinzipiellen Lösungsvarianten

Konkretisieren zu prinzipiellen Lösungsvarianten Bewerten nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien

Bewerten nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien

Bewerten nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien Festlegen der prinzipiellen Lösung (Konzept) Freigabe zum
Bewerten nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien Festlegen der prinzipiellen Lösung (Konzept) Freigabe zum

Festlegen der prinzipiellen Lösung (Konzept) Freigabe zum Entwerfen

der prinzipiellen Lösung (Konzept) Freigabe zum Entwerfen nach Pahl/Beitz Information Definition Kreation

nach Pahl/Beitz

Lösung (Konzept) Freigabe zum Entwerfen nach Pahl/Beitz Information Definition Kreation Beurteilung Entscheidung
Information Definition Kreation Beurteilung Entscheidung Konzipieren
Information
Definition
Kreation
Beurteilung
Entscheidung
Konzipieren

Gliederung

Gliederung

4. Konzeptentwicklung

1. Funktionsstruktur

2. Entwickeln von Teillösungen (WK)

2. Heuristische Methoden

3. Methoden der Analogiebetrachtung

4. Systematisches Erweitern des Lösungsfeldes

3.

Aufstellen der Gesamtlösung (WK)

4.

Aufstellen des Gestaltungskonzepts (GK)

1.

Diskursive Methoden

3. Aufstellen der Gesamtlösung (WK) 4. Aufstellen des Gestaltungskonzepts (GK) 1. Diskursive Methoden
VDI 2221
VDI 2221

Festlegen des funktionalen Zusammenhangs

Festlegen des funktionalen Zusammenhangs
Anforderungen Anforderungsliste Geometrie, Kinematik, Kräfte, Energie, Stoff, Signal, Sicherheit, Ergonomie, Kontrolle,
Anforderungen Anforderungsliste
Anforderungen
Anforderungsliste

Geometrie,

Kinematik, Kräfte,

Energie, Stoff,

Signal, Sicherheit,

Ergonomie,

Kontrolle,

Fertigung,…

Funktionszusammenhang Funktionsstruktur
Funktionszusammenhang
Funktionsstruktur

Funktionsart,

Verknüpfungsart

Hauptfluss:

Energie, Stoff,

Signal

Wirkzusammenhang Physikal. Effekte
Wirkzusammenhang
Physikal. Effekte

Energieart,

Stoffart, Signalart

Geometrische u. stoffliche Merkmale Prinziplösung Wirkgeometrie (prinzipiell): Art, Form, Lage Wirkbewegung (prinz.):
Geometrische u. stoffliche Merkmale Prinziplösung
Geometrische u. stoffliche
Merkmale
Prinziplösung

Wirkgeometrie

(prinzipiell): Art,

Form, Lage

Wirkbewegung

(prinz.): Art, Form,

Richtung Stoffart

(prinz.): Zustand…

Konzept
Konzept

Funktions-

bestimmende Ein-

und

Ausgangsgrößen

an der

Systemgrenze

Bauzusammenhang Grobgestalt
Bauzusammenhang
Grobgestalt

Wirkgeometrie:

Hauptform,

Komplexität;

Hauptabmess-

ungen; Anord-

nung der Füge-

stellen; Werk-

stoffgruppen.

Feingestalt
Feingestalt

Wirkgeometrie:

Detailfestlegun,

Fügeverfahren.

Sonstige Geo-

metrie:Detail-

festlegungen

Entwurf
Entwurf

Systemgrenze:

Anschlussmaße,

Anschlussbelast-

ungen,

Gebrauchsdaten

Ausführungsunterlagen
Ausführungsunterlagen

Einzelteile: Ab-

messungen mit

Qualitätsangaben,

Werkstoff mit

Behandlungs-

zustand, Halb-

zeuge, Rohteile,

Normdaten

Behandlungs- zustand, Halb- zeuge, Rohteile, Normdaten Modelle: Abstraktionsgrad Daten: Konkretisierungsgrad
Behandlungs- zustand, Halb- zeuge, Rohteile, Normdaten Modelle: Abstraktionsgrad Daten: Konkretisierungsgrad
Modelle: Abstraktionsgrad
Modelle: Abstraktionsgrad
Daten: Konkretisierungsgrad
Daten: Konkretisierungsgrad

Zweck und Zweckbeschreibung

Zweck und Zweckbeschreibung

Der erste und wichtigste Schritt zum Erstellen der Anforderungsliste ist

die Beschreibung des Zwecks des Produkts

Der Zweck beschreibt lösungsneutral die Aufgabe eines Produkts.

Produktart = f (Zweck)

Hinweis:

Häufig wird der Zweck synonym mit den Begriffen Aufgabe bzw. Gesamtfunktion gebraucht.

Zweck: Beispiele (1)

Zweck: Beispiele (1)

Produkt

Zweck (beispielsweise)

Fahrradbremse

Geschwindigkeit des Fahrrad reduzieren

Kühlschrank

Abkühlen, kühl halten oder die Haltbarkeit verlängern von Lebensmitteln

Eimer

Speichern von fließfähigen Stoffen

PKW

Personen oder/und Güter transportieren

Kopierer

Daten vervielfältigen

Türschloss am Auto

ungewolltes Öffnen verhindern

Funktion

Funktion

Definition :

Zweck

Funktion Definition : Zweck Funktion Funktion 1 Zweck Output Input Funktion 2 Input Output Allgemeiner und
Funktion Definition : Zweck Funktion Funktion 1 Zweck Output Input Funktion 2 Input Output Allgemeiner und

Funktion

Funktion 1

Zweck

Output

Funktion 1 Zweck Output Input Funktion 2

Input

Funktion 2

Input

Funktion 1 Zweck Output Input Funktion 2 Input Output Allgemeiner und gewollter Zusammenhang zwischen
Funktion 1 Zweck Output Input Funktion 2 Input Output Allgemeiner und gewollter Zusammenhang zwischen

Output

Allgemeiner und gewollter Zusammenhang zwischen Eingang und Ausgang eines Systems mit dem Ziel, einen Zweck zu erfüllen

Allgemeine Funktion

Allgemeine Funktion
Eingangsgrößen Ausgangsgrößen Energie Energie ´ Stoff Funktion (Black Box) Stoff ´ Signal Signal ´
Eingangsgrößen
Ausgangsgrößen
Energie
Energie ´
Stoff
Funktion
(Black Box)
Stoff ´
Signal
Signal ´

Umsatz von Energie, Stoff und Signal. Lösung noch unbekannt.

Aufgabe bzw. Funktion aufgrund der Ein- und Ausgänge beschreibbar.

Aufstellen der Funktionsstruktur: Hauptfluss

Aufstellen der Funktionsstruktur: Hauptfluss

Hauptfluss

Stoff- oder Materie:

Hauptfluss Stoff- oder Materie :
Gas, Flüssigkeit, feste Körper, Staub, Rohprodukt, Material, Prüfling
Gas, Flüssigkeit,
feste Körper, Staub,
Rohprodukt, Material, Prüfling

Hauptfluss

Energie:

Hauptfluss Energie :
mechanische, thermische, elektrische, chemische, optische, nukleare
mechanische, thermische,
elektrische, chemische,
optische, nukleare

Hauptfluss

Signal:

Hauptfluss Signal :
Messgröße, Anzeige, Steuerimpuls, Daten, Informationen
Messgröße, Anzeige,
Steuerimpuls,
Daten, Informationen

Apparat

Maschine

Gerät

Aufstellen der Funktionsstruktur: Hauptfluss

Aufstellen der Funktionsstruktur: Hauptfluss

Maschine, Apparat, Gerät

der Funktionsstruktur: Hauptfluss Maschine, Apparat, Gerät Pkw-Dieselmotor Kaffeemaschine Apparat Telefonapparat

Pkw-Dieselmotor

Hauptfluss Maschine, Apparat, Gerät Pkw-Dieselmotor Kaffeemaschine Apparat Telefonapparat Maschine Gerät
Hauptfluss Maschine, Apparat, Gerät Pkw-Dieselmotor Kaffeemaschine Apparat Telefonapparat Maschine Gerät

Kaffeemaschine

Apparat

Apparat, Gerät Pkw-Dieselmotor Kaffeemaschine Apparat Telefonapparat Maschine Gerät Quelle: www.recline.de,
Apparat, Gerät Pkw-Dieselmotor Kaffeemaschine Apparat Telefonapparat Maschine Gerät Quelle: www.recline.de,

Telefonapparat

Maschine

Gerät

Quelle: www.recline.de, www.imtradex.at

Bildung einer Funktionsstruktur

Bildung einer Funktionsstruktur • Um überschaubare Aufgaben zu erhalten, wird die Gesamtfunktion (Zweck)in
Bildung einer Funktionsstruktur • Um überschaubare Aufgaben zu erhalten, wird die Gesamtfunktion (Zweck)in

Um überschaubare Aufgaben zu erhalten, wird die Gesamtfunktion (Zweck)in Teilfunktionen zerlegt. Zur Realisierung der Gesamtfunktion sind die Teilfunktionen durch Relationen verknüpft (logischer Zusammenhang). Das Ergebnis ist die

Funktionsstruktur.

Die Funktionsstruktur ist lösungsneutral.

Funktion: Deckel Sortieren

Funktion: Deckel Sortieren

Beschreibung einer Hauptfunktion

Kronkorken

3000 Stück; alle 30 Min.

Diskontinuierliches

Kronkorken

30 Stück/Sec;

Definierte Lage

Vorliegen in einem

Speicher

?

• Definierte Lage Vorliegen in einem Speicher ? Nach Rodenacker Lehrstuhl und Institut für Allgemeine
• Definierte Lage Vorliegen in einem Speicher ? Nach Rodenacker Lehrstuhl und Institut für Allgemeine
• Definierte Lage Vorliegen in einem Speicher ? Nach Rodenacker Lehrstuhl und Institut für Allgemeine
Nach Rodenacker
Nach Rodenacker

Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen

16

Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen – Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen 16

Definition der Hauptfunktion

Definition der Hauptfunktion

Beschreibung einer Hauptfunktion

Definition der Hauptfunktion Beschreibung einer Hauptfunktion oder Hauptfunktion: Lichtquelle oder „ Heatball “?

oder

der Hauptfunktion Beschreibung einer Hauptfunktion oder Hauptfunktion: Lichtquelle oder „ Heatball “? Deshalb:

Hauptfunktion:

Lichtquelle oder Heatball“?

Deshalb: Funktionsdefinition als erster Schritt

Quelle: www.heatball.de

Begriffe: Funktionssynthese

Begriffe: Funktionssynthese

Funktion

Allgemeiner und gewollter Zusammenhang zwischen Eingang und Ausgang eines Systems mit dem

Ziel, eine Aufgabe zu erfüllen.

Gesamtfunktion

Funktion, die die Aufgabe in ihrer Gesamtheit erfasst.

Teilfunktion

Funktion, die eine Teilaufgabe erfasst.

Hauptfunktion

Teilfunktion, die unmittelbar der Gesamtfunktion dient.

Nebenfunktion

Teilfunktion, die die Hauptfunktion unterstützt und daher nur mittelbar der Gesamtfunktion dient.

Elementarfunktion (nach Koller)

Funktion, die sich nicht weiter gliedern lässt und allgemein anwendbar ist.

Funktionsstruktur

Verknüpfung von Teilfunktionen zu einer Gesamtfunktion.

Allgemein anwendbare Funktionen

Allgemein anwendbare Funktionen
Allgemein anwendbare Funktionen Quelle: Pahl/Beitz Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des

Quelle: Pahl/Beitz

Methoden zum Aufstellen der Fkt.-Struktur

Methoden zum Aufstellen der Fkt.-Struktur

„Input-Output-Methode“

„Hierarchische Methode“

Funktionen im mathematischen Sinn

Eindeutiger Zusammenhang zwischen Eingangs- und Ausgangsgrößen

Funktionsgrad n Gesamt- funktion n-1 Teil- Teil- Teil- funktion funktion funktion n-2 Teil- Teil- funktion
Funktionsgrad n
Gesamt-
funktion
n-1
Teil-
Teil-
Teil-
funktion
funktion
funktion
n-2
Teil-
Teil-
funktion
funktion
Komplexität
Komplexität

besonders geeignet für:

Produkte, bei denen ein Prozessablauf oder der Durchlauf eines Gutes durch das Produkt eine Rolle spielt.

„Zielorientiertes Modell“

„Substantiv und Verb Modell“

Top-Down oder Bottom-Up

Gesamtfunktion Teilfunktion S u b s t a n t i v + V e
Gesamtfunktion
Teilfunktion
S
u b s t a n t i v + V e r b
Komplexität
Komplexität

besonders geeignet für:

Produkte, bei denen die Reihenfolge von Ereignissen keine Rolle spielt, sondern ihre Abhängigkeit voneinander.

Aufstellen der Funktionsstruktur

Aufstellen der Funktionsstruktur

1. Zweckbeschreibung definieren

2. Hauptfluss festlegen

3. Aufstellen der Gesamtfunktion

4. Gesamtfunktion in wenige/wesentliche Teilfunktionen

(Haupt- & Nebenfunktionen) zerlegen

5. Evtl. weitere Teilfunktionen einführen

6. Evtl. Nebenfunktionen/-flüsse einführen

Funktion: Deckel Sortieren

Funktion: Deckel Sortieren

Beschreibung einer Hauptfunktion

Kronkorken

3000 Stück; alle 30 Min.

Diskontinuierliches

Kronkorken

30 Stück/Sec;

Definierte Lage

Vorliegen in einem

Speicher

?

• Definierte Lage Vorliegen in einem Speicher ? Nach Rodenacker Lehrstuhl und Institut für Allgemeine
• Definierte Lage Vorliegen in einem Speicher ? Nach Rodenacker Lehrstuhl und Institut für Allgemeine
• Definierte Lage Vorliegen in einem Speicher ? Nach Rodenacker Lehrstuhl und Institut für Allgemeine
Nach Rodenacker
Nach Rodenacker

Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen

22

Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen – Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen 22

Aufstellen der Funktionsstruktur

Aufstellen der Funktionsstruktur

1. Zweckbeschreibung definieren:

Ungeordnete Flaschendeckel in definierte Lage bringen und in definiertem zeitlichen Abstand

ausstoßen

2. Hauptfluss festlegen:

Stoff: Flaschendeckel

3. Aufstellen der Gesamtfunktion:

Kontinuierliche Ausgabe in

definierter Lage alle 6/10 s hintereinander

Ausgabe in definierter Lage alle 6/10 s hintereinander 3000 Deckel ungeordnet alle 30 min. Ungeordnete Deckel

3000 Deckel ungeordnet

alle 30 min.

6/10 s hintereinander 3000 Deckel ungeordnet alle 30 min. Ungeordnete Deckel in definierter Lage und zeitl.

Ungeordnete Deckel in definierter

Lage und zeitl. Abstand einzeln

ausstoßen

Aufstellen der Funktionsstruktur

Aufstellen der Funktionsstruktur

4. Gesamtfunktion in wenige/wesentliche Teilfunktionen zerlegen:

3000 Deckel ungeordnet alle 30 min.

Kontinuierliche Ausgabe in definierter Lage alle 6/10 s hintereinander

Ausgabe in definierter Lage alle 6/10 s hintereinander Deckel speichern Deckel vereinzeln Geforderte

Deckel

speichern

Deckel

vereinzeln

Geforderte

Deckellage

erzeugen

Deckel-

Abstand

erzeugen

Deckellage erzeugen Deckel- Abstand erzeugen Deckel vereinzeln Geforderte Deckellage erzeugen
Deckellage erzeugen Deckel- Abstand erzeugen Deckel vereinzeln Geforderte Deckellage erzeugen
Deckellage erzeugen Deckel- Abstand erzeugen Deckel vereinzeln Geforderte Deckellage erzeugen
Deckellage erzeugen Deckel- Abstand erzeugen Deckel vereinzeln Geforderte Deckellage erzeugen
Deckellage erzeugen Deckel- Abstand erzeugen Deckel vereinzeln Geforderte Deckellage erzeugen

Deckel

vereinzeln

Deckel- Abstand erzeugen Deckel vereinzeln Geforderte Deckellage erzeugen Deckel

Geforderte

Deckellage

erzeugen

Deckel

transportieren

Deckellage erzeugen Deckel transportieren 5. Evtl. weitere Teilfunktionen einführen: Lehrstuhl und
Deckellage erzeugen Deckel transportieren 5. Evtl. weitere Teilfunktionen einführen: Lehrstuhl und
Deckellage erzeugen Deckel transportieren 5. Evtl. weitere Teilfunktionen einführen: Lehrstuhl und
Deckellage erzeugen Deckel transportieren 5. Evtl. weitere Teilfunktionen einführen: Lehrstuhl und

5. Evtl. weitere Teilfunktionen einführen:

Aufstellen der Funktionsstruktur

Aufstellen der Funktionsstruktur

6. Evtl. weitere Nebenfunktionen/-flüsse einführen:

Messenergie

Geforderte Deckel Deckel Deckellage Deckellage vereinzeln transportieren sensieren erzeugen
Geforderte
Deckel
Deckel
Deckellage
Deckellage
vereinzeln
transportieren
sensieren
erzeugen

Aufstellen der Funktionsstruktur

Aufstellen der Funktionsstruktur

Aussagen

Häufig lässt sich die erste Funktionsstruktur für eine Gesamtfunktionen

durch „scharfes Hinsehen“ entwickeln.

Je komplexer die Aufgabe, je tiefer muss aufgegliedert werden, evtl. bis zu

Elementarfunktionen.

Teilfunktionen konkret, aber lösungsneutral beschreiben: „Sand trocknen“, „Wasser erwärmen“.

Variation der Reihenfolge von Teilfunktionen führt zu neuen Funktionsstrukturen.

Für eine Aufgabe können verschiedene Funktionsstrukturen erstellt werden.

Gliederung

Gliederung

4. Konzeptentwicklung

1. Funktionsstruktur

2. Entwickeln von Teillösungen (WK)

2. Heuristische Methoden

3. Methoden der Analogiebetrachtung

4. Systematisches Erweitern des Lösungsfeldes

3.

Aufstellen der Gesamtlösung (WK)

4.

Aufstellen des Gestaltungskonzepts (GK)

1.

Diskursive Methoden

3. Aufstellen der Gesamtlösung (WK) 4. Aufstellen des Gestaltungskonzepts (GK) 1. Diskursive Methoden
VDI 2221
VDI 2221

Festlegen des Wirkzusammenhangs

Festlegen des Wirkzusammenhangs
Anforderungen Anforderungsliste Geometrie, Kinematik, Kräfte, Energie, Stoff, Signal, Sicherheit, Ergonomie, Kontrolle,
Anforderungen Anforderungsliste
Anforderungen
Anforderungsliste

Geometrie,

Kinematik, Kräfte,

Energie, Stoff,

Signal, Sicherheit,

Ergonomie,

Kontrolle,

Fertigung,…

Funktionszusammenhang Funktionsstruktur
Funktionszusammenhang
Funktionsstruktur

Funktionsart,

Verknüpfungsart

Hauptfluss:

Energie, Stoff,

Signal

Wirkzusammenhang Physikal. Effekte
Wirkzusammenhang
Physikal. Effekte

Energieart,

Stoffart, Signalart

Geometrische u. stoffliche Merkmale Prinziplösung Wirkgeometrie (prinzipiell): Art, Form, Lage Wirkbewegung (prinz.):
Geometrische u. stoffliche Merkmale Prinziplösung
Geometrische u. stoffliche
Merkmale
Prinziplösung

Wirkgeometrie

(prinzipiell): Art,

Form, Lage

Wirkbewegung

(prinz.): Art, Form,

Richtung Stoffart

(prinz.): Zustand…

Konzept
Konzept

Funktions-

bestimmende Ein-

und

Ausgangsgrößen

an der

Systemgrenze

Bauzusammenhang Grobgestalt
Bauzusammenhang
Grobgestalt

Wirkgeometrie:

Hauptform,

Komplexität;

Hauptabmess-

ungen; Anord-

nung der Füge-

stellen; Werk-

stoffgruppen.

Feingestalt
Feingestalt

Wirkgeometrie:

Detailfestlegun,

Fügeverfahren.

Sonstige Geo-

metrie:Detail-

festlegungen

Entwurf
Entwurf

Systemgrenze:

Anschlussmaße,

Anschlussbelast-

ungen,

Gebrauchsdaten

Ausführungsunterlagen
Ausführungsunterlagen

Einzelteile: Ab-

messungen mit

Qualitätsangaben,

Werkstoff mit

Behandlungs-

zustand, Halb-

zeuge, Rohteile,

Normdaten

Behandlungs- zustand, Halb- zeuge, Rohteile, Normdaten Modelle: Abstraktionsgrad Daten: Konkretisierungsgrad
Behandlungs- zustand, Halb- zeuge, Rohteile, Normdaten Modelle: Abstraktionsgrad Daten: Konkretisierungsgrad
Modelle: Abstraktionsgrad
Modelle: Abstraktionsgrad
Daten: Konkretisierungsgrad
Daten: Konkretisierungsgrad

Finden von Teillösungen

Finden von Teillösungen
Finden von Teillösungen Für jede Teilfunktion muss eine Teillösung gefunden werden. Lehrstuhl und Institut für

Für jede Teilfunktion muss eine Teillösung gefunden werden.

Funktion, physik. Effekt, Prinziplösung

Funktion, physik. Effekt, Prinziplösung
Teilfunktionen physikal. Effekte Prinziplösung
Teilfunktionen
physikal. Effekte
Prinziplösung

Quelle: Pahl/Beitz

Was und Wie der Konzeptentwicklung

Was und Wie der Konzeptentwicklung

Gesamtfunktion

Was und Wie der Konzeptentwicklung Gesamtfunktion … Teilfunktion 1 Diskursive Methoden Heuristische Methoden
Was und Wie der Konzeptentwicklung Gesamtfunktion … Teilfunktion 1 Diskursive Methoden Heuristische Methoden

Teilfunktion 1

Diskursive Methoden Heuristische Methoden Analogie-Methoden
Diskursive Methoden
Heuristische Methoden
Analogie-Methoden

Teilfunktion 2

Heuristische Methoden Analogie-Methoden Diskursive Methoden
Heuristische Methoden
Analogie-Methoden
Diskursive Methoden
… Teilfunktion 3 Analogie-Methoden Heuristische Methoden Diskursive Methoden
Teilfunktion 3
Analogie-Methoden
Heuristische Methoden
Diskursive Methoden

Prinziplösung 1

Prinziplösung 2

Prinziplösung 3

Morphologischer Kasten
Morphologischer Kasten
Morphologischer Kasten
Morphologischer Kasten
Morphologischer Kasten
Morphologischer Kasten

Morphologischer Kasten

Produktkonzept

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Diskursive Methoden

Systematisch-methodische Lösungsfindung auf Basis der Erkenntnisse der Naturwissenschaften

Analogie-Methoden

Systematisch-methodische Lösungsfindung durch Betrachtung der Lösungen für

bereits gelöste, gleiche oder ähnliche Aufgabenstellungen

Heuristische Methoden

Lösungsfindung durch mehr oder weniger spontane Ideen und Nutzung der menschlichen Kreativität

Gliederung

Gliederung

4. Konzeptentwicklung

1.

2.

3.

4.

2. Heuristische Methoden

3. Methoden der Analogiebetrachtung

4. Systematisches Erweitern des Lösungsfeldes

Aufstellen der Gesamtlösung (WK)

Aufstellen des Gestaltungskonzepts (GK)

Systematisches Erweitern des Lösungsfeldes Aufstellen der Gesamtlösung (WK) Aufstellen des Gestaltungskonzepts (GK)
VDI 2221 Funktionsstruktur Entwickeln von Teillösungen (WK) 1. Diskursive Methoden
VDI 2221
Funktionsstruktur
Entwickeln von Teillösungen (WK)
1. Diskursive Methoden

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Diskursive Methoden

Systematische Untersuchung des physikalischen Zusammenhangs

Systematische Untersuchung mit Hilfe von Ordnungsschemata

Verwendung von Katalogen

TRIZ (KL II)

Heuristische Methoden

Brainstorming

Methode 635

Galeriemethode

Lösungsfeld

Analogie-Methoden

Literaturrecherche

Analyse bekannter technischer Systeme

Messungen und Modellversuche

Analogiebetrachtungen

- technische Systeme

- natürliche Systeme (Bionik)

Delphi-Methode

Kombinierte Anwendungen

Synektik

Diskursive Methoden: Der sichere Weg

Diskursive Methoden: Der sichere Weg
Messungen Literatur- recherche Analogie- Betrachtung Kataloge Da kann ich lange warten Problem Lösung
Messungen
Literatur-
recherche
Analogie-
Betrachtung
Kataloge
Da kann ich lange
warten
Problem
Lösung

Diskursive Methoden: phys. Zusammenhang

Diskursive Methoden: phys. Zusammenhang

Die effektivste Form der Lösungssuche für technische

Aufgabenstellung ist die Betrachtung der physikalischen Zusammenhänge.

Physikalischer Effekt

Physikalischer Effekt

die Realisierung einer Funktion beruht auf der Anwendung von

physikalischen Effekten

der physikalische Effekt ist durch physikalische Gesetze beschreibbar

zur Realisierung einer Funktion sind unter Umständen mehrere physikalische Effekte notwendig

zur Realisierung derselben Funktion können unterschiedliche

physikalische Effekte zur Anwendung kommen

Von der Funktion zum physikalischen Effekt

Von der Funktion zum physikalischen Effekt

Koller Ansatz

Von der Funktion zum physikalischen Effekt Koller Ansatz direkter Zusammenhang physikalischem Effekt Prinziplösung
direkter Zusammenhang
direkter
Zusammenhang

physikalischem Effekt

Prinziplösung

(Elementar-)Funktion

Kataloge physikalischer Effekte machen den Ingenieur unabhängig von seinem Physikwissen.

Elementare Funktionen: Energie

Elementare Funktionen: Energie Wandeln Eine Energie oder Energiekomponente A in eine Energie oder Energiekomponente B
Elementare Funktionen: Energie Wandeln Eine Energie oder Energiekomponente A in eine Energie oder Energiekomponente B
Elementare Funktionen: Energie Wandeln Eine Energie oder Energiekomponente A in eine Energie oder Energiekomponente B

Wandeln

Eine Energie oder Energiekomponente A in eine Energie oder Energiekomponente B wandeln.

Vergrößern/ Verkleinern

Den skalaren Wert a 1 einer Energiekomponente auf einen Wert a 2 ver-größern oder verkleinern.

Richtung ändern

Die Richtung einer vektoriellen Energie-komponente ändern.

Leiten

Einen „bestimmten Weg bereiten“, um eine Energie oder Energie-

komponente von Ort 1 nach Ort 2 zu

bringen.

Isolieren

Verhindern, dass eine Energie oder Energie-komponente in einen bestimmten Raum hinein wirken kann.

Sammeln

Mehrere Mengen gleicher oder

verschiedener Energien oder Energie-

komponenten zusam-menfassen (addieren, summieren, bündeln).

Teilen

Eine Energie oder Energiekomponente

in mehrere Energiemengen oder

Energie-komponenten teilen.

Mischen

Energien verschiedener Qualität zusammenbringen (mischen).

Trennen

Energien nach Unterscheidungs-

merkmalen ordnen (sortieren).

Quelle: Koller

Elementarfunktionen nach Koller

Elementarfunktionen nach Koller

Energie

Elementarfunktionen nach Koller Energie Quelle: Koller Stoff Energie & Stoff Signal Lehrstuhl und Institut für

Quelle: Koller

Stoff

Elementarfunktionen nach Koller Energie Quelle: Koller Stoff Energie & Stoff Signal Lehrstuhl und Institut für

Energie & Stoff

Koller Energie Quelle: Koller Stoff Energie & Stoff Signal Lehrstuhl und Institut für Allgemeine

Signal

Energie Quelle: Koller Stoff Energie & Stoff Signal Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik

IT-Tool für die Konzeptentwicklung

IT-Tool für die Konzeptentwicklung
IT-Tool für die Konzeptentwicklung Quelle: DA Müser, ikt 2011 Lehrstuhl und Institut für Allgemeine

Quelle: DA Müser, ikt 2011

Identifizierung von potentiellen Effekten

Identifizierung von potentiellen Effekten
Animation Quelle: DA Müser, ikt 2011
Animation
Quelle: DA Müser, ikt 2011

Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen

42

Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH Aachen – Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen 42

Prinziplösung (Wirkkonzept)

Prinziplösung (Wirkkonzept) physikalischer Effekt Effektträger qualitative Gestaltparameter des Wirkorts

physikalischer

Effekt

Effektträger

qualitative

Gestaltparameter

des

Wirkorts

qualitative Gestaltparameter des Wirkorts Prinziplösung (WK) Lehrstuhl und Institut für Allgemeine

Prinziplösung

(WK)

Gestaltparameter des Wirkorts Prinziplösung (WK) Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik

Definition: Prinziplösung

Definition: Prinziplösung

Die Prinziplösung umfasst die Angabe des physikalischen Effekts, des Effektträgers sowie der für die Realisierung der Funktion notwendigen qualitativen Gestaltparameter des Wirkorts.

Mit Hilfe der Prinziplösung kann der

Wirkzusammenhang eines Systems dargestellt werden.

Festlegen der Prinziplösungen für Teilf.

Festlegen der Prinziplösungen für Teilf.
Anforderungen Anforderungsliste Geometrie, Kinematik, Kräfte, Energie, Stoff, Signal, Sicherheit, Ergonomie, Kontrolle,
Anforderungen Anforderungsliste
Anforderungen
Anforderungsliste

Geometrie,

Kinematik, Kräfte,

Energie, Stoff,

Signal, Sicherheit,

Ergonomie,

Kontrolle,

Fertigung,…

Funktionszusammenhang Funktionsstruktur
Funktionszusammenhang
Funktionsstruktur

Funktionsart,

Verknüpfungsart

Hauptfluss:

Energie, Stoff,

Signal

Wirkzusammenhang Physikal. Effekte
Wirkzusammenhang
Physikal. Effekte

Energieart,

Stoffart, Signalart

Geometrische u. stoffliche Merkmale Prinziplösung Wirkgeometrie (prinzipiell): Art, Form, Lage Wirkbewegung (prinz.):
Geometrische u. stoffliche Merkmale Prinziplösung
Geometrische u. stoffliche
Merkmale
Prinziplösung

Wirkgeometrie

(prinzipiell): Art,

Form, Lage

Wirkbewegung

(prinz.): Art, Form,

Richtung Stoffart

(prinz.): Zustand…

Konzept
Konzept

Funktions-

bestimmende Ein-

und

Ausgangsgrößen

an der

Systemgrenze

Bauzusammenhang Grobgestalt
Bauzusammenhang
Grobgestalt

Wirkgeometrie:

Hauptform,

Komplexität;

Hauptabmess-

ungen; Anord-

nung der Füge-

stellen; Werk-

stoffgruppen.

Feingestalt
Feingestalt

Wirkgeometrie:

Detailfestlegun,

Fügeverfahren.

Sonstige Geo-

metrie:Detail-

festlegungen

Entwurf
Entwurf

Systemgrenze:

Anschlussmaße,

Anschlussbelast-

ungen,

Gebrauchsdaten

Ausführungsunterlagen
Ausführungsunterlagen

Einzelteile: Ab-

messungen mit

Qualitätsangaben,

Werkstoff mit

Behandlungs-

zustand, Halb-

zeuge, Rohteile,

Normdaten

Behandlungs- zustand, Halb- zeuge, Rohteile, Normdaten Modelle: Abstraktionsgrad Daten: Konkretisierungsgrad
Behandlungs- zustand, Halb- zeuge, Rohteile, Normdaten Modelle: Abstraktionsgrad Daten: Konkretisierungsgrad
Modelle: Abstraktionsgrad
Modelle: Abstraktionsgrad
Daten: Konkretisierungsgrad
Daten: Konkretisierungsgrad

Effektträger

Effektträger

Stoff

physikalischer

Effekt

Effektträger Stoff physikalischer Effekt Effektträger • Die Umsetzung der gewählten physikalischen Effekte

Effektträger

Die Umsetzung der gewählten physikalischen Effekte erfolgt mit Hilfe von Effektträgern

Der Effektträger ist der Stoff, der zur Umsetzung des physikalischen Effekts in ein technisches Gebilde genutzt wird.

zur Realisierung derselben Aufgabe können bei gleichen Effekten

unterschiedliche Effektträger eingesetzt werden.

physikalischer Effekt Effektträger

physikalischer Effekt – Effektträger

Funktionsstruktur

physikalischer Effekt – Effektträger Funktionsstruktur Teilfunktion Elementarfunktion nach Koller Prinzipkatalog

Teilfunktion

Elementarfunktion nach Koller
Elementarfunktion
nach Koller
Prinzipkatalog nach Koller
Prinzipkatalog
nach Koller
Physikalischer Effekt
Physikalischer
Effekt

Effektträger (Stoff)

nach Koller Physikalischer Effekt Effektträger (Stoff) Wirkfläche „Verformung durch Kraft erzeugen“ Effekt-

Wirkfläche

„Verformung durch Kraft erzeugen“

Effekt- träger phys. Stahl Gummi Effekt Längs- dehnung Torsion Biegung
Effekt-
träger
phys.
Stahl
Gummi
Effekt
Längs-
dehnung
Torsion
Biegung

F

F

F

   
   

F

F

F

F F/2 F/2
F
F/2
F/2

Wirkflächen

Wirkflächen
Wirkflächen Damit der gewählte physikalische Effekt umgesetzt werden kann, muss der Effektträger mit Wirkflächen

Damit der gewählte physikalische Effekt umgesetzt werden kann, muss der Effektträger mit Wirkflächen versehen werden.

Durch die Gestaltung der Wirkflächen des Effektträgers wird der physikalische Effekt erzwungen.

Prinziplösungen (WK)

Prinziplösungen (WK)

physikalischer

Effekt

Prinziplösungen (WK) physikalischer Effekt Stahl: S 275 Q Effektträger qualitative Gestaltparameter des Wirkorts
Stahl: S 275 Q Effektträger qualitative Gestaltparameter des Wirkorts
Stahl: S 275 Q
Effektträger
qualitative
Gestaltparameter
des
Wirkorts
Effektträger qualitative Gestaltparameter des Wirkorts Prinziplösung Lehrstuhl und Institut für Allgemeine
Effektträger qualitative Gestaltparameter des Wirkorts Prinziplösung Lehrstuhl und Institut für Allgemeine

Prinziplösung

Prinziplösung

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Diskursive Methoden

Systematische Untersuchung des physikalischen Zusammenhangs

Systematische Untersuchung mit Hilfe von Ordnungsschemata

Verwendung von Katalogen

TRIZ (KL II)

Heuristische Methoden

Brainstorming

Methode 635

Galeriemethode

Lösungsfeld

Analogie-Methoden

Literaturrecherche

Analyse bekannter technischer Systeme

Messungen und Modellversuche

Analogiebetrachtungen

- technische Systeme

- natürliche Systeme (Bionik)

Delphi-Methode

Kombinierte Anwendungen

Synektik

Zweck von Ordnungsschemata

Zweck von Ordnungsschemata

Ordnungsschemata helfen, noch nicht entdeckte

Lösungen systematisch zu finden.

Ordnungsschemata: Vorgehen

Ordnungsschemata: Vorgehen

1.

Gefundene Lösungen clustern, z. B. nach physikalischen Effekten,

Wirkflächenform …

2.

Erstes Aufstellen des Ordnungsschemas

3.

Einsortieren der Lösungen in das Ordnungsschema

4.

Evtl. Erweiterung der Gliederungsebenen des Ordnungsschemas

5.

Füllen der „weißen Felder“ des Ordnungsschemas

Ordnende Gesichtspunkte: Stoffl. Merkmale

Ordnende Gesichtspunkte: Stoffl. Merkmale

Prinzipielle Stoffeigenschaften

Zustand

fest, flüssig, gasförmig

Verhalten

starr, elastisch, plastisch, zähflüssig

Form

Festkörper, Körner, Pulver, Staub

Quelle: Pahl/Beitz

Ordnende Gesichtspunkte: Geom. Merkmale

Ordnende Gesichtspunkte: Geom. Merkmale

Wirkgeometrie (Wirkkörper, Wirkfläche):

Art

Punkt, Linie, Fläche, Körper

Form

Rundung, Kreis, Ellipse, Hyperbel, Parabel, Dreieck, Quadrat, Rechteck, Fünf-, Sechs-, Achteck,

Zylinder, Kegel, Rhombus, Würfel, Kugel symmetrisch, asymmetrisch

Lage

axial, radial, vertikal, horizontal, parallel, hintereinander

Größe

klein, groß, schmal, breit, hoch, niedrig

Anzahl

ungeteilt, geteilt, einfach, doppelt, mehrfach

Wirkbewegung:

Art

ruhend, translatorisch, rotatorisch

Form

gleichförmig, ungleichförmig, oszillierend

Richtung

in x-, y-, z-Richtung oder um diese Achsen

Betrag

Höhe der Geschwindigkeit

Anzahl der

Bewegungen

eine, mehrere, zusammengesetzte

Quelle: Pahl/Beitz

Ordnende Gesichtspunkte: physik. Merkmale

Ordnende Gesichtspunkte: physik. Merkmale

Energiearten, physik. Effekte und Erscheinungsformen

Mechanisch

Gravitation, Trägheit, Fliehkraft

Hydraulisch

hydrostatisch, hydrodynamisch

Pneumatisch

aerostatisch, aerodynamisch

Elektrisch

elektrostatisch, elektrodynamisch

Magnetisch

ferromagnetisch, elektromagnetisch

Optisch

Reflexion, Brechung, Beugung, Interferenz, Polarisation, infrarot, sichtbar, ultraviolett

Thermisch

Ausdehnung, Bimetalleffekt, Wärmespeicher, Wärmeübertragung, Wärmeleitung, Wärmeisolierung

Chemisch

Verbrennung, Oxidation, Reduktion, auflösen, binden, umwandeln, Elektrolyse, exotherme, endotherme Reaktion

Nuklear

Strahlung, Isotopen, Energiequelle

Biologisch

Gärung, Verrottung, Zersetzen

Quelle: Pahl/Beitz

Klassifikation von Kupplungen

Klassifikation von Kupplungen

Allgemein unterscheidet man bei Kupplungen zwei übergeordnete Gruppen:

1. schlupffreie Kupplungen

2. Schlupfkupplungen

s = 0 Synchronlauf s 0 Asynchronlauf

Schlupf : s

n

12

n

1

n

2

1

2

n

1

n

1

1

    1 2 n 1 n 1  1 Quelle: Niemann Lehrstuhl und

Quelle: Niemann

Beispiel: Parameter nur für Zeile

Beispiel: Parameter nur für Zeile
Nummerierung 1 2 3 4 Klassifikation von Bremsen C1:Verschiebungsrichtung der Bremsflächen ist radial
Nummerierung
1
2
3
4
Klassifikation
von Bremsen
C1:Verschiebungsrichtung
der Bremsflächen ist radial
C2:Verschiebungsrichtung
der Bremsflächen ist axial
C1:
C2:
Z2: Elektromagnetische
Bremsen
Z1: Mechanische
Bremsen

Quelle: Niemann

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Diskursive Methoden

Systematische Untersuchung des physikalischen Zusammenhangs

Systematische Untersuchung mit Hilfe von Ordnungsschemata

Verwendung von Katalogen

TRIZ (KL II)

Heuristische Methoden

Brainstorming

Methode 635

Galeriemethode

Lösungsfeld

Analogie-Methoden

Literaturrecherche

Analyse bekannter technischer Systeme

Messungen und Modellversuche

Analogiebetrachtungen

- technische Systeme

- natürliche Systeme (Bionik)

Delphi-Methode

Kombinierte Anwendungen

Synektik

Kataloge

Kataloge

Kataloge sind eine Sammlung bekannter und bewährter Lösungen

für bestimmte konstruktive Aufgaben oder Teilfunktionen.

Sie können Informationen sehr verschiedenen Inhalts enthalten, die

Lösungen können sehr unterschiedliche Konkretisierungsstufen haben.

Einfluss von Katalogen: Produktgliederung

Einfluss von Katalogen: Produktgliederung
Einfluss von Katalogen: Produktgliederung Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus
Einfluss von Katalogen: Produktgliederung Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus
Einfluss von Katalogen: Produktgliederung Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus
Einfluss von Katalogen: Produktgliederung Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus
Einfluss von Katalogen: Produktgliederung Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus

Grundsätzlicher Aufbau von Katalogen

Grundsätzlicher Aufbau von Katalogen

Gliederungsteil:

Enthält die wesentlichen Gesichtspunkte, die die Elemente des Hauptteils, also den

eigentlichen Kataloginhalt, widerspruchsfrei unterteilen.

Am Gliederungsteil kann der Benutzer die Vollständigkeit des Katalogs überprüfen.

Hauptteil:

Er stellt den eigentlichen Inhalt des Katalogs dar. Im Hauptteil befinden sich die Lösungen, nach denen gesucht wird.

Zugriffsteil:

Er enthält Lösungsspezifika, die besondere Eigenschaften der dargestellten Lösung beschreiben. Die Gestaltung hängt stark vom Anwendungszweck ab. Er soll es

ermöglichen, die günstigsten Lösungen schnell zu finden und nicht in Frage kommende

sofort auszuschließen.

Einteilung von Konstruktionskatalogen

Einteilung von Konstruktionskatalogen
 

Konstruktionskataloge

 
 

Objektkataloge

   

Lösungskataloge

(aufgabenunabhängig)

Operationskataloge

(aufgabenabhängig)

   

Beispiele:

 

Beispiele:

Beispiele:

 

Physikalische Effekte

Regeln zur Erzeugung von Funktionsstrukturen

Stückgut speichern

Eigenschaften von Werkstoffen

Kraft erzeugen

Konstruktionsregeln

Nachricht verknüpfen

Geradführungen

Regeln zur Variation der

einstufige Zahnradgetriebe

Struktur/Gestalt

Quelle: Roth

Schema eines Konstruktionskatalogs

Schema eines Konstruktionskatalogs
Schema eines Konstruktionskatalogs Quelle: Roth Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des

Quelle: Roth

Katalog: Reibsysteme

Katalog: Reibsysteme

Quelle: Roth

Katalog: Reibsysteme Quelle: Roth Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Allgemein einsetzbare Lösungsmethoden

Diskursive Methoden

Systematische Untersuchung des physikalischen Zusammenhangs

Systematische Untersuchung mit Hilfe von Ordnungsschemata

Verwendung von Katalogen

TRIZ (KL II)

Heuristische Methoden

Brainstorming

Methode 635

Galeriemethode

Lösungsfeld

Analogie-Methoden

Literaturrecherche

Analyse bekannter technischer Systeme

Messungen und Modellversuche

Analogiebetrachtungen

- technische Systeme

- natürliche Systeme (Bionik)

Delphi-Methode

Kombinierte Anwendungen

Synektik

Ende der Bildschirmpräsentation Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus RWTH

Ende der Bildschirmpräsentation