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T hematische Schwerpunkte Physik

Abitur 2011 Niedersachsen


Inhaltsverzeichnis
1.   Thematischer Schwerpunkt 1 Homogene elektrische und magnetische Felder 3  
1.1.   Feldbegriff 3  
1.2.   Bahnkurven 4  
1.2.1.   Elektronen im el. Längsfeld 4  
1.2.2.   Elektronen im el. Querfeld 4  
1.2.3.   Elektronen im Magnetischen Feld: 4  
1.3.   Elektronenstrahl 5  
1.4.   Bestimmung der elektrischen Feldstärke  6  
1.5.   Bestimmung der magnetischen Flussdichte  6  
1.6.   ‡ Bestimmung 7  
1.7.   Massenspektrographen 7  
1.8.   Kondensatorentladung 8  
2.   Thematischer Schwerpunkt 2: Wellen und Quantenobjekte 9  
2.1.   Interferenz 9  
2.2.   Interferenz am Doppelspalt 10  
2.3.   Zeigerformalismus 11  
2.4.   Interferenz an Transmissionsgitter 11  
2.5.   Objektive Bestimmung von Lichtwellenlängen 11  
2.6.   Subjektive Bestimmung von Lichtwellenlängen 11  
2.7.   Äußerer lichtelektrischer Effekt (Fotoeffekt) 12  
2.8.   :HLWHUH0|JOLFKNHLW]XU%HVWLPPXQJGHV3ODQFN¶VFKHQ:LUNXQJVTXDQWXP 13  
2.8.1.   Funktionsweise einer LED 13  
2.8.2.   %HVWLPPXQJGHV3ODQFN¶VFKHQ:LUNXQJVTXDQWXP 13  
2.9.   Interferenz von Quantenobjekten mit Ruhemasse 14  
2.10.   De-Broglie-Wellenlänge 15  
2.11.   +HLVHQEHUJ¶VFKH8QVFKlUIHUHODWLRQ 15  
3.   Thematischer Schwerpunkt 3: Atom ± Hülle und Kern 16  
3.1.   Emissionsspektrum 16  
3.2.   Absorptionsspektrum 16  
3.3.   %RKU¶VFKHV$WRPPRGHOO 17  
3.4.   Eindimensionaler Potenzialtopf 17  
3.5.   Laser 19  
3.5.1.   Helium-Neon-Laser 20  
3.6.   Atom Kern 21  
3.7.   Kernstrahlung 21  
3.8.   Alpha-, Beta-, Gammastrahlung 22  
3.9.   Aktivität 22  
3.10.   Charakteristik 23  
3.10.1.   Logarithmischer Auftrag 23  
3.10.2.   Vergleich mit anderen Abkling-Prozessen 23  
3.10.3.   Radiokarbonmethode (C-14-Methode) 24  
3.11.   Kernspaltung 24  
3.12.   Kernfusion 25  
3.13.   Messung 26  
3.13.1.   Geigermüller-Zählrohr 26  
3.14.   Strahlenschutz 26  
3.14.1.   Einheiten 26  
3.14.2.   Maßnahmen des Strahlenschutzes 27  
Thematischer Schwerpunkt 1
Homogene elektrische und magnetische Felder

1. 7KHPDWLVFKHU6FKZHUSXQNW
+RPRJHQHHOHNWULVFKHXQGPDJQHWLVFKH)HOGHU

x Feldbegriff, ein Messverfahren zur Bestimmung der elektrischen Feldstärke E, Bestim-


mung der magnetischen Flussdichte B mit der Stromwaage Æ 1.1, 1.2, 1.5
x Kenntnis eines Verfahrens zur Erzeugung eines Elektronenstrahls Æ 1.3
x selbstständiges Deuten, mathematisches Beschreiben und Auswerten von Experimen-
ten zur Untersuchung von Bahnkurven freier Elektronen in homogenen elektrischen und
magnetischen Feldern (Schraubenbahnen müssen nicht quantitativ betrachtet werden)
Æ 1.2
x selbstständiges Nutzen der Kenntnisse über diese Bahnkurven zur e/m Bestimmung Æ
1.6
x grundlegende Funktionsprinzipien von Massenspektrographen, selbstständiges ma-
thematisches Beschreiben und Auswerten von Experimenten mit Massenspektrogra-
phen, die ein Wien-Filter verwenden Æ 1.7
x Anwenden, Kombinieren, Begründen und Herleiten erforderlicher Gleichungen zur
Auswertung von Experimenten zur Kondensatorentladung Æ 1.8

1.1. Feldbegriff

Definition (E lektrisches F eld):


x Um einen elektrisch geladenen Körper E lektrisches F eld:
befindet sich ein elektrisches Feld Felderzeugende Ladung ܳ
x In diesem wirken K räfte auf elektrisch verteilt sich auf F läche ‫ܣ‬

geladene K örper Flachenladungsdichte ߪ ൌ ஺
x Solche Felder werden durch Feldlinien erzeugt proportionale elektrische
beschrieben F eldstärke

x Der Verlauf der Feldlinien stimmt in je- Elektrisches Feld ‫ ܧ‬ൌ ఢ ߪ

dem Punk des Feldes mit der Richtung übt Kraft auf Probeladung aus qP
der Kraft überein, die ein positiv gelade-
Elektrische Feldkraft Fel qP E
ner Körper im el. Feld erfährt
x Die Feldlinien verlaufen von + nach -
Definition (Magnetisches F eld):
x Um einen Magneten befindet sich ein magnetisches Feld
x In diesem wirken K räfte auf magnetische K örper
x Solche Felder werden durch Feldlinien beschrieben.
x Der Verlauf der Feldlinien stimmt in jedem Punk des Feldes mit der Richtung
der Kraft überein, die der Nordpol eines Probemagneten im mag. Feld erfährt.
x Die Feldlinien verlaufen vom Nordpol zum Südpol

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1. Thematischer Schwerpunkt 1
Homogene elektrische und magnetische Felder
Homogene F elder (el/mag):
x Die Kraft die ein geladener/magnetischer Körper erfährt ist in jedem Punkt des
Feldes in Betrag und Richtung gleich.
x Im homogenen Feld laufen alle Feldlinien parallel.

1.2. Bahnkurven

1.2.1. Elektronen im el. Längsfeld


x Das negativ geladene Elektron beschleunigt aufgrund der Feldkraft in Richtung
der Positiven Platte
ி ሬሬሬሬሬሬԦ
ி ா௘
x Beschleunigung: ܽ ൌ ௠ ൌ ௠೐೗ ൌ ௠
೐ ೐ ೐

x Die el Feldenergie ሬሬሬሬሬԦ


‫ܨ‬௘௟ wird in kinetische Energie
‫ܨ‬௣௢௧ des Elektrons umgewandelt (Energieerhal-
tungssatz)

x ܹ௘௟ ൌ ܹ௞௜௡ bzw. ݁ ή ܷ஻ ൌ ଶ ݉ ή ‫ ݒ‬ଶ

௎ಳ
x ‫ ݒ‬ൌ ටʹ݁ ή ௠

1.2.2. Elektronen im el. Querfeld


x Ein Elektron tritt mit der Anfangsgeschwindigkeit ‫ݒ‬଴ in das el. Querfeld ein
x Es gibt wird aufgrund der el. Feldkraft in Richtung der Positiven Platte abge-
lenkt
x Vergleichbar mit dem Waagerechten Wurf
o In s Richtung gleichförmige Bewegung ‫ ݒ‬ൌ ݇‫ݐݏ݊݋‬

o In d Richtung gleichmäßig beschleunigte Bewegung mit ܽ ൌ ‫ ܧ‬ή ௠

1.2.3. Elektronen im Magnetischen Feld:


x Elektronen erfahren im mag. Feld eine Kraft, die Lorentzkraft ‫ܨ‬௅

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1. Thematischer Schwerpunkt 1
Homogene elektrische und magnetische Felder
x Die Lorentzkraft ist am größten, wenn sich die Elektro-
nen senkrecht zu den Feldlinien bewegen
x Sie ist gleich Null, wenn sie sich parallel bewegen
x 'LH 5LFKWXQJ GHU /RUHQW]NUDIW ]HLJW GLH Ä'UHL-Finger-
5HJHO³
x Die Lorentzkraft auf ein einzelnes Elektron beträgt
‫ܨ‬௅ ൌ ݁ ή ‫ ݒ‬ή ‫ ܤ‬t

1.3. Elektronenstrahl

Glühelektrischer E ffekt:
x Elektronen können aus glühenden Drähten austreten (Glühkathode)
o Den Elektronen wird elektrische Energie zugeführt
o Die thermische Energie erhöht sich (thermische Emission)
o Die Elektronen können die Material charakteristische Austrittsarbeit
überwinden
E lektronenstrahlröhre %URZQ¶VFKH5|KUH
x Glühkathode in einem eva-
kuierten Glaskolben
x Vor der Kathode liegt ein
Wehneltzylinder
o Dient zur Strahlfo-
kussierung
x Vor dem Wehneltzylinder befindet sich eine Lochanode
x An die Lochanode und die Glühkathode wird die Spannung U B angelegt
o Es bildet sich ein elektrisches Feld
o ÄVDXJW³GLH(OHNWURGHQYRQGHU*OKNDWKRGHÄDE³E]ZEHVFKOHXQLJWGHQ
Strahl durch die Lochanode
x Geschwindigkeit der Elektronen lässt sich mit Energieerhaltungssatz berechnen
(1.2.1)
x Die Elektronen fliegen durch das Loch in der Lochanode
x Der Elektronenstrahl passiert nun horizontal und vertikal ausgerichtete Ablenk-
platten
x Die Elektronen werden abgelenkt (1.2.2) und treffen auf den Leuchtschirm auf

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1. Thematischer Schwerpunkt 1
Homogene elektrische und magnetische Felder
1.4. Bestimmung der elektrischen Feldstärke ‫ܧ‬

Geladener Ball im Plattenkondensator :


x Eine el. geladene Kugel wird an einem Nylonfa-
den zwischen die Platten eines Plattenkondensa-
tors gehängt.
x Die Probeladung q P der Kugel ist bekannt.

x An den Plattenkondensator wird die Spannung U


angelegt.
x ÆZwischen den Platten entsteht homogenes,
elektrisches Feld
x Die Kugel wird durch die el. Kraft ‫ܨ‬௘௟ ausgelenkt, solange bis die Rückstellkraft
‫ܨ‬ோ gleichgroß der el. Kraft ist ‫ܨ‬௘௟ ൌ ‫ܨ‬ோ
x Bei kleinen Auslenkwinkeln gilt: sin D | tan D sowie s | b (siehe Skizze)
௦ ி ௦
x •‹ ߙ ൌ ௅ ; –ƒ ߙ ൌ ிೃ ; •‹ ߙ ൎ –ƒ ߙ Æ ‫ܨ‬ோ ൌ ‫ ீܨ‬ή ௅ ൌ ‫ܨ‬௘௟

ி೐೗
x Mit ‫ ܧ‬ൌ kann die elektrische Feldstärke bestimmt werden
௤ು

1.5. Bestimmung der magnetischen Flussdichte ‫ܤ‬

Stromwaage:
x Eine Leiterschleife mit bekannter
Länge ݈ wird senkrecht zu den
Feldlinien (zur Spulen Achse) in
ein homo. mag. Feld gebracht.
(z.B. durch zwei Spulen erzeugt)
x Die Kraft auf den stromdurchflos-
senen Leiter ‫ܨ‬௅ zieht die Leiter-
schleife nach unten. (Vgl. Lorentz-
kraft 1.2.3)
x Der Laserlichtzeiger bewegt sich nach oben
x Am Rädchen wird solange die Federwaage hochgezogen, bis der Lichtzeiger
wieder seine Null Stellung erreicht hat.
x Die Kräftedifferenz wird am Kraftmesser abgelesen. ο‫ ܨ‬ൌ ‫ܨ‬௅

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1. Thematischer Schwerpunkt 1
Homogene elektrische und magnetische Felder
ிಽ
x ‫ܤ‬ൌ
ூಽ ή௟

1.6. ݁௠ Bestimmung

E lektronen auf einer Kreisbahn :


x Im mag. Feld werden die Elektronen in eine Kreisbahn gezwungen
x Die Lorentzkraft wirkt als Zentripetalkraft
௩మ
x ‫ܨ‬௅ ൌ ‫ܨ‬௓ bzw. ݁ ή ‫ ݒ‬ή ‫ ܤ‬ൌ ݉ ή ௥

ࢋ࢓ Bestimmung in einem F adenstrahlrohr:


x In einen gasgefüllten Glaskoben wird ein Elektronenstrahl gelenkt
x Wenn Elektronen auf die Atome des Gases treffen werden diese zum Leuchten
angeregt (3.1)
x Æ Der Elektronenstrahl in der Röhre wird sichtbar (gradlinige Ausbreitung)
x Mit einem Helmholzspulenpaar kann ein homo. mag. Feld erzeugt werden, wel-
ches die Elektronen ablegt
x Die Elektronen werden auf eine Kreisbahn gezwungen (1.2.3)
௘ ௩ ௎ಳ
x ൌ ஻ή௥ wobei ‫ ݒ‬ൌ ටʹ݁ ή
௠೐ ௠

1.7. Massenspektrographen

x Massenspektro-
graphen dienen
zur Teilung von
Sortierung mit
kleinster Masse
und -Differenz
x Eine Ionen Quelle sendet Ionen aus (Ungleiche Geschwindigkeiten)
x Die Ionen durchlaufen ein gekreuztes el. und mag. Feld
x Im el. Feld werden die positiven Ionen nach unten und im mag. Feld nach oben
abgelenkt.

x Nur Ionen bei denen gilt ‫ܨ‬௘௟ ൌ ‫ܨ‬௅ bzw. ܳ ή ‫ ܧ‬ൌ ܳ ή ‫ ݒ‬ή ‫ ܤ‬und damit ‫ ݒ‬ൌ ஻ pas-

sieren die Lochplatte hinter den Feldern.


x ÆDas gek reuzte Feld dient als Geschwindigkeitsfilter (Wien-Filter)

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1. Thematischer Schwerpunkt 1
Homogene elektrische und magnetische Felder
x Die Ionen mit nun gleicher und bekannter Geschwindigkeit treten in ein homo-
genes Magnetfeld konstanter stärke ein
௩మ
x Die Ablenkung erfolgt durch die Lorentzkraft ܳ ή ‫ ݒ‬ή ‫ܤ‬ଶ ൌ ݉ ή ௥
ா ொ ா
x mit ‫ ݒ‬ൌ ஻ gilt ௠ ൌ ஻
మ ௥஻


x Es lässt sich also die spezifische Ladung (௠) bestimmen. Mit ihr kann die Ionen

Masse bestimmt werden


x Massenspektrographie: Großer Schritt zur Erforschung von Atomkernen. Man
fand heraus, dass fast alle Elemente Isotope haben.

1.8. Kondensatorentladung

x Um einen Kondensator zu laden wird er an eine Spannungsquelle angeschlossen


x Es fließt ein großer Strom
x Immer mehr Ladung fließt auf die Platten
x Die Spannung am Kondensator nimmt zu, bis sie gleich groß der Spannungs-
quelle ist
x Die Spannungsquelle muss mehr Arbeit verrichten um Ladungen auf die Platten
]XÄSXPSHQ³
o Die Spannung am Kondensator steigt zum Schluss langsamer
o Exponentiell begrenztes Wachstum
x Der Strom wird mit der Zeit immer kleiner
o Exponentielle Abnahme
x Entladen wird ein Kondensator über einen Widerstand
x Prinzip wie beim Laden nur rückwärts
x Je größer der Widerstand, desto langsamer die Entladung

x Es gilt: ܷ஼ ൌ ஼ und ܷோ ൌ ܴ‫ ܫ‬wobei der fließende Strom die Änderung der La-
οொ
dung οܳ auf den Kondensatorplatten mit der Zeit ο‫ ݐ‬istÆ ܷோ ൌ ܴ ή ο௧

x Der Betrag der Spannung am Widerstand und der Spannung am Kondensator ist
οொ ଵ
gleich groß Æ es ergibt sich die Differenzialgleichung ൌ െ ோή஼ ή ܳሺ‫ݐ‬ሻ
ο௧

ି ή௧
x Mit der Lösung ܳሺ‫ݐ‬ሻ ൌ ܳሺͲሻ ή ݁ ೃ಴ mit ܷ ൌ ‫ ܳܥ‬ergibt sich

x ࢁሺ࢚ሻ ൌ ࢁሺ૙ሻ ή ࢋିࡾ࡯ή࢚

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2. Thematischer Schwerpunkt 2:
Wellen und Quantenobjekte
1 1
x Für die el. Energie gilt: E el Q ˜U C ˜U 2
2 2
x Die Kapazität gibt an wie viel el. Ladung der Kondensator bei 1V Spannung
speichern kann
o Je größer die Plattenfläche desto größer die Kapazität
o Je kleiner der Abstand desto größer die Kapazität
o Je größer die relative Primitivität des Materials zwischen den Platten
desto größer die Kapazität
x Parallelschaltung: ‫ܥ‬௚௘௦ ൌ ‫ܥ‬ଵ ൅ ‫ܥ‬ଶ ൅ ‫ڮ‬
ଵ ଵ ଵ
x Reihenschaltung: ஼ ൌ஼ ൅஼ ൅‫ڮ‬
೒೐ೞ భ మ

2. 7KHPDWLVFKHU6FKZHUSXQNW
:HOOHQXQG4XDQWHQREMHNWH

x Durchführung und selbstständige Auswertung von Experimenten zur Erzeugung von In-
terferenzmustern mit Licht mittels Doppelspalt und Transmissionsgitter (Doppelspalt in-
terpretiert als Zweipunktsender) Æ 2.1, 2.2, 2.3, 2.4
x Objektive und subjektive Bestimmung von Lichtwellenlängen mit Transmissionsgittern
sowie selbstständiges Anwenden, Kombinieren, Begründen und Herleiten dazu erfor-
derlicher Gleichungen Æ 2.5, 2.6
x Deutung eines Experimentes zum äußeren lichtelektrischen Effekt mit Hilfe des Photo-
nenmodells Æ 2.7
x Kenntnis von Doppelspaltexperimenten mit Quantenobjekten mit Ruhemasse und Deu-
tung der Versuchsergebnisse als Interferenzphänomene Æ 2.9
x Verwendung der De-Broglie-Gleichung zur Bestimmung der Wellenlänge von Quanten-
objekten mit Ruhemasse Æ 2.10

2.1. Interferenz

x Mit einer Lichtquelle vor einem Spalt, ist dahinter nach der geometrischen Optik
ein Lichtstreifen zu erwarten Æ Strahlenmodell
x Wenn der Spalt schmal ist, ist
auch dort Licht, wo keines zu
erwarten ist Æ Wellenmodell
x Von jedem Punkt, der von der Wellenfront getroffen wird
breitet sich eine Elementarwelle aus
x Dies ändert die Richtung der Wellenfront Æ nun ist Licht
auch dort zu sehen, wo geometrisch gesehen Schatten zu
vermuten wäre

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2. Thematischer Schwerpunkt 2:
Wellen und Quantenobjekte
x Je schmaler der Spalt, desto größer die Richtungsänderung
x Wenn zwei Elementarwellen sich überlagern entsteht ein Interferenzmuster, wie
es von Wasserwellen bekannt ist (Verstärkungen = Maxima und Abschwächun-
gen = Minima)
x Voraussetzung für Interferenz ist die Kohärenz der Wellenzüge (gleiche Fre-
quenz, feste Phasenbeziehung) (Kohärente Wellenzüge erhält man am einfachs-
ten, wenn man einen Lichtstrahl aus einer Quelle aufteilt (Doppelspalt)

2.2. Interferenz am Doppelspalt

x Wenn parallel monochromatisches Licht auf einen Doppelspalt trifft entstehen


an jedem Spalt eine Elementarwellen (2.1)
x Die Elementarwellenüberlagern sich Æ Interferenzmuster
x Prinzip wie Wasserwelle:
o Zwei Wellenberge/Täler Æ Verstärkung (konstruktive Interferenz)
o Wellental und Berg Æ Auslöschung (destruktive Interferenz)
x Die Position der Interferenzmaxima und ±Minima lässt sich berechnen

x Voraussetzung: Der Abstand ‫ ܮ‬sehr viel größer ist


als der Spaltabstand ݀
x Æ Annahme das Strahlen parallel laufen
x Der Winkel ߙ taucht mehrfach auf somit gilt dann
ο௦ ௔
•‹ ߙ ൌ und –ƒ ߙ ൌ
ௗ ௟

x Da ߙ ‫݈ ا‬, gilt •‹ ߙ ൎ …‘• ߙ


x Interferenzmaxima treten bei einer Gangunterschied von ݊ Wellenlängen auf
(2.3)
௡ఒ ௔
x Für Interferenzmaxima ο‫ ݏ‬ൌ ݊ ή ߣƕ‹ ߙ ൌ ௗ
ൌ ௟
ఒ ఒ ௔
x Für Interferenzminima ο‫ ݏ‬ൌ ሺʹ݊ ൅ ͳሻ ή ଶƕ‹ ߙ ൌ ሺʹ݊ ൅ ͳሻ ή ଶௗ ൌ ௟

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2. Thematischer Schwerpunkt 2:
Wellen und Quantenobjekte
2.3. Zeigerformalismus

Mit dem Zeigerformalismus lässt sich die Intensität des Lichtes an jedem Punkt auf dem
Schirm bestimmen
x Während das Licht eine Wellenlänge zurücklegt dreht sich der Zeiger einmal um
360°
x Die Zeiger können als Vektoren addiert werden (ܼ௥௘௦ )

x Die Lichtintensität ist der resultierende Vektor zum Quadrat (ܼ௥௘௦ )

2.4. Interferenz an Transmissionsgitter

Transmissionsgitter erhält man, wenn man an einen Doppelspalt weitere Spalte im glei-
chen Abstand hinzufügt. Die Berechnung erfolgt also wie beim Doppelspalt.

2.5. Objektive Bestimmung von Lichtwellenlängen

Mit Hilfe von Transmissionsgittern lässt sich die Wellenlänge von Licht bestimmen.
x Hinter die Lichtquelle wird ein Transmissionsgitter gestellt (bekannter Abstand
Spaltabstand ݀)
x Hinter das Transmissionsgitter eine Linse, um das Interferenzbild zu schärfen
x Der Abstand vom Haupt zum ersten Nebenmaximum wird gemessen
x Der Abstand zwischen Gitter und Schirm wird gemessen
௡ఒ ௔ ௔ήௗ
x •‹ ߙ ൌ ൌ ௟ (2.2) Æߣ ൌ und alles einsetzen
ௗ ௡ή௟

2.6. Subjektive Bestimmung von Lichtwellenlängen

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2. Thematischer Schwerpunkt 2:
Wellen und Quantenobjekte
x Über die Lichtquelle wird ein Lineal
gelegt
x Die Lichtquelle strahlt senkrecht durch
ein Gitter
x Am Gitter wird das Licht gebeugt
x Man schaut von hinten durch das Gitter
x Auf dem Lineal erscheinen die Maxima
x Aus den Werten lässt sich die Wellenlänge errechnen, für Maxima und Minima
gelten die gleichen Bedingungen wie bei der objektiven Bestimmung (2.5)

2.7. Äußerer lichtelektrischer Effekt (Fotoeffekt)

W enn Metall mit L icht ausreichend hoher F requenz bestrahl wird, lösen sich
E lektronen aus dem Metall heraus Æ Fotoeffekt
x V akuumfotozelle mit G egenfeldmethode
x Eine Fotozelle wird durch eine Ringanode mit Licht bestrahlt
x Zwischen Ringanode und Fotozelle ist ein Strom messbar
o Elektronen lösen sich aus der Fotozelle, die kin. Energie reicht, um sie
zur Anode zu bewegen
o Æ Die kin. Energie muss vom Licht stammen
x Zur Messung der kin. Energie wird eine Gegenspannung ܷீ zwischen Anode
und Fotozelle angelegt
o Das Gegenfeld bremst die Elektronen ab
x Nach anlegen und erhöhen der Gegenspannung ist keine Strom messbar
o Es kommen keine Elektronen mehr bei der Ringanode an
o Die Kinetische Energie der Elektronen entspricht der Gegenspannung
mal der Elementarladung zu dem Zeitpunkt, ab dem kein Strom mehr
messbar ist Æ ‫ܧ‬௞௜௡ǡ௠௔௫ ൌ ܷீǡ௠௔௫ ή ݁
x Trägt man die Frequenz des Lichtes (verschiedene Lichtquellen verwenden) mit
der kinetischen Energie d. Elektronen für Fotozellen verschiedener Metalle ab,
VRHUJLEWVLFKDXVGHU6WHLJXQJGLH3ODQFN¶VFKH.RQVWDQWH݄ ൌ ͸ǡ͸ʹ͸ ή ͳͲିଷସ ‫ݏܬ‬
x Es gibt Beobachtungen, die mit der Wellentheorie von Licht nicht erklärbar sind
o Die Kinetische Energie wächst mit der Frequenz des Lichtes

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2. Thematischer Schwerpunkt 2:
Wellen und Quantenobjekte
o Die Anzahl der Elektronen (Stromstärke) ist nur von der Lichtintensität
abhängig
o Es gibt Material abhängig eine Frequenz unter der keine Elektronen ge-
löst werden (Intensitäts- und Bestrahlungsdauerunabhängig)
o Æ L icht hat neben seinem W ellencharakter auch einen T eilchencha-
rakter Æ Q uantenobjekte ohne Ruhemasse
x Jedes Metall hat eine charakteristische Grenzfrequenz ݂௚௥௘௡௭ , unter der keine
Elektronen gelöst werden
x Um ein Elektron zu lösen ist eine Auslösearbeit nötig ܹ஺ ൌ ݄ ή ݂௚௥௘௡௭
x Energie der Elektronen Æ ‫ܧ‬௞௜௡ǡ௠௔௫ ൌ ݄ ή ݂ െ ܹ஺
x Energie eines Lichtquants ist die Energie der Elektronen plus die Auslösearbeit
Æ ‫ ܧ‬ൌ ‫ܧ‬௞௜௡ǡ௠௔௫ǡா௟௘௞௧௥௢௡ ൅ ܹ஺ Æ ‫ ܧ‬ൌ ݄ ή ݂

2.8. Weitere Möglichkeit zur Bestimmung des 3ODQFN¶VFKHQ Wir-


kungsquantum

2.8.1. Funktionsweise einer LED


x Durch Anlegen einer Spannung werden Elektronen in ein höheres Energieniveau
gebracht
x Beim Herunterfallen senden diese ein Photon aus (Emission 3.1)
x Ein Photon wird erst dann ausgesandt, wenn die elektrische Energie hoch genug
ist um das Elektron in ein höheres Niveau zu heben
x Diese Energie entspricht der Energie der Photonen ο‫ܧ‬௘௟ ൌ ܷ ή ݁ ൒ ݄ ή ݂ ൌ
ο‫ܧ‬௉௛௧௢௡

2.8.2. Bestimmung des 3ODQFN¶VFKHQ Wirkungsquantum


x Eine LED wird mit einem Vorwiderstand in Reihe geschaltet
x In einem Dunklen Raum wird der Strom langsam erhöht
x Die Spannung wird über der LED gemessen, wenn ein leuchten der LED sicht-
bar wird, wird die Spannung notiert
x Wenn die LED zu leuchten beginnt ist die el. Energie hoch genug um das Elekt-
ron zu heben Æ Das Leuchten beginnt wenn gilt ‫ܧ‬௘௟ ൌ ܷ ή ݁ ൌ ‫ܧ‬௉௛௢௧௢௡
x Hiermit wird die Energie des Photons berechnet
x Die Energie des Photons wird über der Frequenz des Lichtes abgetragen

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2. Thematischer Schwerpunkt 2:
Wellen und Quantenobjekte
x Wiederholt man den Versuch mit mehreren LEDs
x über der LED und dem Vorwiderstand kann die Spannung gemessen werden
x Die Steigung der Graden beträgt ݄ ൌ ͸ǡ͸ʹ͸ ή ͳͲିଷସ ‫ݏܬ‬
x Es kann mit der Spannung über dem Widerstand auch der Strom errechnet wer-
௎ೃ
GHQ 2KP¶VFKHV*HVHWz ‫ ܫ‬ൌ )

x Der Strom ist fast null, wenn die LED nicht leuchtet
x Sobald der Strom steigt leuchtet auch die LED (zur Bestimmung in hellen Räu-
men)

2.9. Interferenz von Quantenobjekten mit Ruhemasse

Ein Doppelspaltexperiment wird mit Elektronen durchgeführt, wie mit Licht. Nur wer-
den einzelne Elektronen durch den Doppelspalt geschossen.
x Elektronen werden von einer Elektronenkanone beschleunigt (1.3) Dadurch ha-
ben sie alle die gleiche Geschwindigkeit
x Der Ort, wo die Elektronen auf dem Schirm hinter dem Doppelspalt auftreffen
wird von Detektoren registriert und dargestellt
x Man erwartet voraussagen zu können, wo das Elektron auftrifft (Pistole durch
TürÆ Auftreffen auf einer Linie mit Abschuss)
x Die ist nicht der Fall einzelne Elektronen treffen scheinbar völlig zufällig auf
dem Schirm auf
x Wenn man den Versuch mit
vielen Elektronen durchführt
und jeweils notiert, wo sie auf-
getroffen sind ergibt sich ein
Interferenzmuster wie beim
Doppelspaltversuch mit Licht
x Dies war bisher nicht zu erklä-
ren. Man könnte davon ausgehen, dass sich Elektronen gegenseitig beeinflussen,
jedoch ist das Experiment auch mit vielen einzelnen Elektronen durchführbar.
Man könnte sagen, dass Elektron interferiert mit sich selbst. Dies ist im Teil-
chenmodell nicht zu erklären
o Æ E lektronen müssen neben dem T eilchencharakter auch einen
W ellencharakter haben, wie L icht Æ Q uantenobjekte mit Ruhemasse

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2. Thematischer Schwerpunkt 2:
Wellen und Quantenobjekte
x Es lässt sich für ein einzelnes Photon/Elektron nur eine relative Wahrscheinlich-
keit angeben, wo es auftreffen wird.
x Diese Wahrscheinlichkeit lässt sich mit dem Zeigermodell erklären
o Die Zeigerlänge wird als Anwesenheitswahrscheinlichkeit genutzt
o Die Zeigerlänge ist auf dem gesamten Weg gleich lang. Æ Die Wahr-
scheinlichkeit, dass ein Elektron registriert wird ist überall gleich groß
o Es ist nicht bekannt welchen der möglichen Wege das Elektron nimmt
o Wir gehen also davon aus, dass es alle möglichen Wege gleichzeitig
nimmt
o Die Zeigerlänge aller möglichen Wege wird vektoriell addiert (2.3). Dies
ist die gesamt Anwesenheitswahrscheinlichkeit an einem Punkt

2.10. De-Broglie-Wellenlänge

Beim klassischen Doppelspalt Experiment kann aus der Lage der Maxima die Wellen-
länge des Lichts bestimmt werden. Analog dazu lässt sich auch eine Wellenlänge für
Quantenobjekte ermitteln. (Die Materie schwingt nicht, der Formalismus enthält nur
eine Gleichung, die wie eine Welle aussieht)
௛ ௛
De-Broglie-Wellenlänge: ߣ ൌ ௣ ൌ ௠ή௩

2.11. +HLVHQEHUJ¶VFKH8QVFKlUIHUHODWLRQ

Der Ort ‫ ݔ‬und der Impuls ‫ ݌‬eines Quantenobjektes sind zeitgleich nicht genau zu be-

stimmen ο‫ ݔ‬ή ο‫ ݌‬൒ ସగ Hierbei ist ο‫ ݔ‬die Unschärfe des Ortes und ο‫ ݌‬die Unschärfe des

Impulses in Querrichtung (in diesem Fall ‫ݔ‬-Richtung)


x Ort kann z.B. mit einem Spalt bestimmt werden
x Großer Spalt Æ große Ortsunschärfe, Impulsunschärfe gering Æ schmales Beu-
gungsmuster
x Schmaler Spalt Æ kleine Ortsunschärfe, große Impulsunschärfe Æ Breites Beu-
gungsmuster
x Bei einem Spaltversuch treffen die meisten Objekte im ersten Maximum auf

x Für das erste Minimum am Einzelspalt gilt •‹ ߙଵ ൌ ο௫

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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern

3. 7KHPDWLVFKHU6FKZHUSXQNW
$WRP±+OOHXQG.HUQ

x Selbstständige Auswertung von Experimenten zu Emissions- und Absorptionsspektren


Æ 3.1, 3.2
x Grundlagen einer Atomvorstellung (Größe, Struktur, einfache Term Schemata) und
qualitative Deutungen der Energiequantelung in der Atomhülle Æ 3.3
x Aufbau und Funktionsweise des He-Ne-Lasers Æ 3.5
x Kenntnis eines Experiments zum radioaktiven Zerfall mit selbstständiger quantitativer
Auswertung (Zerfallsgesetz, Halbwertszeit) sowie Analogien zu anderen Abklingprozes-
sen Æ Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.
x Selbstständige quantitative Auswertung von Experimenten mit Kernstrahlung (Absorpti-
on in Abhängigkeit von der Schichtdicke, Abstandsgesetz) Æ 3.9, Fehler! Verweis-
quelle konnte nicht gefunden werden.
x Identifikation von Alpha-, Beta- und Gammastrahlung (Ablenkung in Feldern, Absorpti-
onsmessungen) Æ 3.8

3.1. Emissionsspektrum

Emission entsteht, wenn Elektronen in


einen niedrigeren Energiezustand fallen.
Dabei wird ein Photon ausgestrahlt.
Das Photon hat dabei die Energie
‫ ܧ‬ൌ ݄ ή ݂. Genau diese Energie hat das
Elektron abgegeben.
Das Emissionsspektrum ist das Licht, was von jedem leuchtenden Kör-
per/Atom direkt ausgeht, ohne dass Licht gleicher Frequenz eingestrahlt
wird.
Bei der Emission werden Photonen ausgesandt, die eine bestimmte Wellen-
länge haben. Das Gesamtbild der ausgestrahlten Frequenzen bildet das
Emissionsspektrum.

3.2. Absorptionsspektrum

Als Absorption wird bezeichnet, wenn


Licht einer Wellenlänge auf Atome trifft
und die Elektronen dieser Atome dabei so
anregt, dass diese sich auf ein höheres
Energieniveau begeben. Dabei übergibt
das Photon seine gesamte Energie, es wird

Thematische Schwerpunkte Physik ± Abitur 2011 Niedersachsen 16


3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
Absorbiert. Dem Elektron wird die Energie ‫ ܧ‬ൌ ݄ ή ݂ des Photons zugeführt.
Als Absorptionsspektrum bezeichnet man das Spektrum, was entsteht, wenn Licht mit
mehreren Wellenlängen auf Atome treffen, und diese Teile des Lichtes absorbieren. Im
Spektrum des ausgestrahlten Lichts entstehen dunkle/schwarze Linien, der Wellenlän-
gen, die absorbiert wurden (Frauenhoferlinien)

3.3. %RKU¶VFKHV$WRPPRGHOO

Altes Atommodell: Elektron auf Kreisbahn um Kern nicht mehr haltbar da


x Elektronen Quantenobjekte sind
x das Elektron auf der Kreisbahn im Coulombfeld stetig Energie verlieren würde
x Atome wären instabil und würden in Sekundenbruchteilen zusammenstürzen
Bohr stellte Postulate für sein Modell an:
I. Bestimmte Elektronenbahnen sind ohne Energieverlust stabil (Wenn ein
vielfaches der Wellenlänge genau auf die Kreisbahn passt: ʹߨ ή ‫ݎ‬௡ ൌ ݊ ή

)
௠೐ ௩೙

II. Übergänge zwischen den stabilen Bahnen erfolgen unter Abgabe (Emissi-
on), bzw. Aufnahme (Absorption) von Elektromagnetischer Strahlung,
bzw. eines Photons. Die Energiedifferenz entspricht der Energie des Pho-
tons ο‫ ܧ‬ൌ ‫ܧ‬௠ െ‫ܧ‬௡ ൌ ݄ ή ݂
x 0LWGHP%RKU¶VFKHQ$WRPPRGHOOODVVHQVLFKGLH6SHNWUDOOLQLHQGHV:DVVHUVWRf-
fes berechnen.
x Für die Kinetische Energie der Photonen ergibt sich nach einiger Mathemati-

scher Schritte die Gesamtenergie ‫ܧ‬௡ ൌ െ‫ܧ‬ଵ ή ௡ ܸ݁, wobei ‫ܧ‬ଵ der Wert für den

ersten Energieübergang ist (݊ ൌ ͳ).


x Für das Wasserstoffatom gilt jedoch (nur
hier funktioniert das Atommodell sinn-
voll) ‫ܧ‬ଵ ൌ ͳ͵ǡ͸ܸ݁ Æ ‫ܧ‬௡ ൌ െͳ͵ǡ͸ܸ݁
x Das ݊ steht im Nenner Æ Der Abstand
der Energie Schemata wird nach oben
immer kleiner

3.4. Eindimensionaler Potenzialtopf

x 'DV%RKU¶VFKH0RGHOOLVWXQ]XUHLFKHQG«
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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
o «IUPHKUHUH(OHNWURQHQLQGHU$X‰HQEDKQ DOVR:DVVHUVWRIIXQlKQOi-
che Atome)
o «IUGLHGUHLGLPHQVLRQDOH.XJHOV\PPHWULVFKH%HWUDFKWXQJVZHLVH
o «GDGLHH[DNWHQ%DKQHQLP:LGHUVSUXch zur Unschärferelation stehen.
Ein stark vereinfachtes Modell ist der E indimensionale Potenzialtopf
x Das Elektron befindet sich in einem länglichen Körper
x Seine Potenzielle Energie ist null ± Außerhalb des Körpers wäre sie unendlich
Æ Das Atom kann den Topf nicht verlassen
x Der Körper wird auch Potenzialtopf genannt
x Das Elektron wird durch die Zustandsfunktion ߰ሺ‫ݔ‬ǡ ‫ݐ‬ሻ beschrieben (2.3, 2.9)
x Die Wahrscheinlichkeit es anzutreffen ist überall gleich groß
x ߰ሺ‫ݔ‬ǡ ‫ݐ‬ሻ bildet innerhalb des Topfes eine stehende Wellen
o Bei der Reflektion am festen Ende entsteht ein
Phasensprung von ߨ (Wellenberg wird zum Tal,
«
o Die zurücklaufende Welle überlagert sich mit der
hinlaufenden Welle
o Stehende Welle (Zeigeraddition)
ఒ೙
x Für die Breite des Topfes gilt ‫ ܤ‬ൌ ݊ ή ଶ

x Die Welle passt also einhalb-, ein-, eineinhalbmal ein die


Breite
x ȁ߰ሺ‫ݔ‬ǡ ‫ݐ‬ሻȁଶ stellt wieder die Anwesenheitswahrscheinlichkeit eines Elektrons dar.
x Die Energie kann mit der De-Broglie-Beziehung berechnet werden
h h 1 On
On ; E kin m ˜ v2 ; B n˜
pn me ˜ vn 2 2
diese Formeln in einander eingesetzt ergibt
h2
E kin ˜ n2
8 B ˜ me
2

x Es wird deutlich, dass n nun im Zähler steht Æ


Der Abstand der Energie Ebenen wird nach
oben also immer größer (im Gegensatz zu
Bohr, dessen Ergebnis praktisch nachweisbar
ist)

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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
o Um korrekte Ergebnisse zu bekommen ist der Eindimensionale Potenzi-
altopf zu einfach
o Auch er ist nicht Dreidimensional
o Er beachtet nicht die Beeinflussung der
Elektronen untereinander
o Eine genaue Berechnung für Atome
mit vielen Elektronen sind sehr kom-
pliziert und werden von Hochleis-
tungsrechnern ausgeführt

3.5. Laser

Laserlicht ist:
x Kohärent Æ ermöglicht das Erzeugen von Interfe-
renzmustern, das Licht hat keine Phasenverschie-
bung ± Wellenberge liegen übereinander
x Monochromatisch Æ Das Licht besteht aus einer Wellenlänge und ist linear
polarisiert
Aufbau
x Zwischen zwei Spiegeln (Resonator) befindet sich ein Laser aktives Material
(Gas, Festkörper oder Halbleiter)
x Dem Laseraktiven Material wird Energie zugeführt Æ Die Elektronen besetzen
höhere Energieniveaus (Besetzungsinversion = Die hohen Energiestufen sind
stark besetzt, die niederen nur schwach)
x Bei Gas Lasern wird diese Energiezufuhr durch Elektronenstoß erreicht (z.B.
Helium-Neon-Laser)
x Anders als bei gewöhnlichen Stoffen fallen die Elektronen jedoch nicht sofort
wieder von dem Niveau herunter
x Erst wenn sie von einem Photon gestoßen werden, welches die selbe Wellenlän-
ge hat wie das entstehende, werden sie dazu angeregt ein Photon abzugeben und
in den niederen Energiezustand zu fallen Æ Stimuliere Emission
x An den Spiegeln werden die Photonen reflektiert Æ sie durchqueren das Laser-
material erneut Æ es kommt zu weiteren Stößen und stimulierter Emission
x Die heruntergefallenen Elektronen werden wieder hoch gepumpt

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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
3.5.1. Helium-Neon-Laser
x O 611 bis 640nm
x Lasermaterial: Helium Neon Gemisch in einem dünnen Glaszylinder
o Neon: Laser Aktives Medium
o Helium: Pumpquelle
x Glaszylinder zwischen Zwei Spiegeln als Resonatoren
x Außerdem ist im Glaszylinder ein Glühdraht (1.3)
x Zwischen die Glüh-Anode und eine Kathode wird eine Spannung angelegt
x Die Freigesetzten Elektronen beschleunigen durch den Glaszylinder
x Diese heben die Helium Atome durch Stöße auf ein höheres Energieniveau
x Der hohe Energiezustand des Heliumatoms ist metastabil
o Die Energie wird nicht sofort durch Aussendung eines Photons abgeben
o Daher können sie ihre Energie weitergeben
x Die Heliumatome übertragen ihre Energie durch Stöße auf die Neonatome
x Es findet Besetzungsinversion der Neonatome statt
o Es sind mehr Elektronen auf der hohen Energiestufe anzufinden, als auf
der niedrigen
x Es gibt Stimulierte Emission
x Laser tritt durch den teilweise durchlässigen Spiegel aus

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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
3.6. Atom Kern

x Der Atom Kern hält die Positive Ladung des Atoms


x In ihm ist nahezu die gesamte Masse des Atoms
x Neutronen und Protonen (positiv geladene Teilchen) bilden zusammen Nukleo-
nen (neutral geladene Teilchen)
x Ein chem. Element ܺ hat immer die gleiche Zahl an Protonen (ࢆ Æ K ernla-
dungszahl und O rdnungszahl im Periodensystem) Æ gleiche Ladung aller
Atome eines Elements
x Die A nzahl der Neutronen (ࡺ) kann variieren Æ verschiedene Masse Æ Iso-
tope eines Elements
x Die Atom Masse wird häufig in der atomaren Masseneinheit angegeben
o ͳ‫ ݑ‬ൌ ͳǡ͸͸Ͳͷ ή ͳͲିଶ଻ ݇݃
o Neutronen und Protonen haben etwas die Masse von ͳ‫ݑ‬
o M assezahl ࡭ ൌ ࢆ ൅ ࡺ
x Ein Kernsorte wird mit der Massezahl, der Kernladungszahl und dem Element-
symbol angegeben: ࡭ࢆࢄ

3.7. Kernstrahlung

x Wenn sich Atomkerne in andere Atomkerne umwandeln entsteht eine unsichtba-


re Strahlung. Radioaktive Strahlung
x Radioaktive Strahlung kann natürlichem und künstlichem Ursprung sein. Insta-
bile Kerne Zerfallen, bzw. stabile Kerne werden beschossen
x Radioaktive Strahlung kann Atome und Moleküle in der Umgebung ionisiere
o Aus dem Atom/Molekül werden Elektronen gelöst Æ Positives Ion
o Das Atom/Molekül fängt Elektronen ein Æ negatives Ion
o Diese Eigenschaft kann als Nachweis für radioaktive Strahlung genutzt
werden

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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
3.8. Alpha-, Beta-, Gammastrahlung
Strahlen- ߙ-Strahlung ߚ ି -Strahlung ߚ ା -Strahlung ߛ-Strahlung
art
Besteht Zwei Protonen, Zwei Elektron: ିଵ଴݁ Positron ଴
ାଵ݁ Energiereiche Photonen:

aus Neutronen Æ positiver (aus dem (Antiteilchen) ଴ߛ
Heliumkern: ସଶ‫݁ ܪ‬ Kern!!!) und und einem
einem Anti- Neutrino: ߥ
neutrino: ߥҧ
L adung 2-fach-positv Negativ Positiv Ungeladen
E nergie ͵ െ ͳͳ‫ܸ݁ܯ‬ Bis ͵‫ܸ݁ܯ‬ ͲǡͲͲͳ െ ͳͲ‫ܸ݁ܯ‬
M asse Sehr groß (݉ఈ ൌ ͸ǡ͸Ͷ ή Sehr leicht
ͳͲିଶ଻ ݇݃) etwa 7350-
mal schwerer als ein
Elektron
Reichweite 3  7cm Mehrere Meter Sehr weit
A bschir- Bereits durch Papier Dünnes A luminiumblech Vollständig nicht möglich.
mung Abschwächung durch
dicke Blei-Platten
(3.14.2)
W echsel- x Stöße mit Elektronen der Atomhülle Æ Ionisierung des Fotoeffekt (2.7)
wir kung Atoms/Moleküls. Das Strahlungsteilchen gibt dabei Ener- Compton-E ffekt
mit M ate- gie ab Æ Ionisationsbremsung Paarbildung: Photon
rie x A blenkung im E-Feld von Atomkernen Æ Energieabgabe erzeugt im E-Feld des
in Form von B remsstrahlung Atoms ein Elektron-
Positron-Paar (nur wenn
Energie größer ͳǡͲʹ‫)ܸ݁ܯ‬
E nergiever Wegen Ladung star k Wirkt ionisierend wird aufgrund der Wechselwirkung ist gerin-
ver- ionisierend geringen Masse aber auch stark ger als bei geladenen Teil-
lust/A bsor Kaum Ablenkung Abgelenkt Æ Energieverlust durch chen
ption wegen großer Masse B remsstrahlung und Ionisations- Für die Absorption gilt:
Æ Energieverlust bremsung Zählrate nimmt mit der
nahezu ausschließlich dicke der Materieschicht
durch Ionisations- exponentiell ab ‫ܫ‬ሺ݀ሻ ൌ
bremsung ‫ܫ‬ሺͲሻ ή ݁ ିఈௗ
ଵ ଵ ଵ ଵ
Zerfall ஺
௓ܺ՜ ସଶ‫ ݁ܪ‬൅ ஺ିସ
௓ିଶܺ ଴݊ ՜ ଵ‫݌‬ ൅ ଵ‫ ݌‬՜ ଴݊ ൅ ՜ ஺௓ܺ ൅ ଴଴ߛ
஺ ‫כ‬
௓ܺ
଴ ଴
Æοܰ ൌ െʹ ିଵ݁ ൅ ߥҧ ାଵ݁ ൅ ߥ Æοܰ ൌ Ͳ
Æ ௓ାଵ஺ܺ Æ ௓ିଵ஺ܺ
Æοܰ ൌ ൅ͳ Æοܰ ൌ െͳ
Sonstiges Weil geladen gute Wellenlänge von ͳͲିଵ଴ െ
Ablenkung im Mag. ͳͲିଵଷ ݉
Feld

3.9. Aktivität

Æ ାଵ଴݁ ൅ ௓ିଵ஺ܺ
x οܰ ൌ െͳ
x Vorhersage, wann ein Kern zerfällt ist nicht möglich Æ Stochastischer Prozess
x Mit welcher Wahrscheinlichkeit zerfällt ein Kern im nächsten Zeitabschnitt
x Der Quotient aus der Anzahl der nicht zerfallenen Kerne οܰ durch die Zeit ο‫ݐ‬
οே
beschreibt die Änderungsrate der vorhandenen Kerne െ ο௧

Thematische Schwerpunkte Physik ± Abitur 2011 Niedersachsen 22


3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
x Es gibt mit der Zeit immer weniger unzerfallene Kerne Æ immer weniger Zer-
fallen
x In einem Abschnitt ο‫ ݐ‬zerfällt aber immer der gleiche Anteil der vorhandenen
Kerne
x Die A ktivität ࡭ gibt an, wie viele radioaktive Zerfälle pro Zeit in einem
οࡺ
Präparat stattfinden ࡭ ൌ െ ο࢚

x E inheit Becquerel ૚࡮ࢗ ൌ ૚࢙ି૚ (1 Z erfall pro Sekunde)


x Die Aktivität ist proportional zur Anzahl der Kerne zu einem Zeitpunkt ܰሺ‫ݐ‬ሻ mit
οே
der Proportionalitätskonstante ߣ Æ െ ൌ ߣ ή ܰሺ‫ݐ‬ሻ
ο௧

x Die Lösung dieser Differenzialgleichung ist das Zerfallsgesetz: ࡺሺ࢚ሻ ൌ ࡺሺ૙ሻ ή


ࢋିࣅ࢚
x Für die Aktivität gilt ‫ܣ‬ሺ‫ݐ‬ሻ ൌ ‫ܣ‬ሺͲሻ ή ݁ ିఒ௧

3.10. Charakteristik

x Die unterschieGOLFKH Ä/HEHQVGDXHU³ GHU .HUQH ZLUG GXUFK GLH H albwertszeit


ࢀ૚Ȁ૛ charakterisiert
x Die Zeit in der sich die A nzahl der radioaktiven K erne halbiert

x ܰ൫ܶଵȀଶ ൯ ൌ ܰሺͲሻ ή ݁ ିఒ௧భȀమ ൌ ଶ ή ܰሺͲሻ
୪୬ ଶ
x ܶଵȀଶ ൌ ఒ

x C harakteristische Zeit ࣎
ଵ ଵ
x ߬ ൌ ఒ; ܰሺ߬ሻ ൌ ௘ ή ܰሺͲሻ

x Bestimmung durch den Schnittpunkt der Tangente von ܰሺͲሻ mit der x-Achse

3.10.1. Logarithmischer Auftrag


x Alle Messwerte werden logarithmiert
x Ž ܰሺ‫ݐ‬ሻ ൌ ŽሺܰሺͲሻ ή ݁ ିఒ௧ ሻ
x Ž ܰሺ‫ݐ‬ሻ ൌ െߣ‫ ݐ‬൅ Ž ܰሺͲሻ
x Sofort wird sichtbar: es handelt sich um eine fallende Grade mit der Steigung ߣ

3.10.2. Vergleich mit anderen Abkling-Prozessen


Siehe 1.8 Kondensatorentladung

Thematische Schwerpunkte Physik ± Abitur 2011 Niedersachsen 23


3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
3.10.3. Radiokarbonmethode (C-14-Methode)
x Ermöglicht Altersdatierung zwischen 300 und 50000 Jahren
ଵଶ ଵଷ
x Kohlenstoff kommt ein der Natur in drei Isotopen vor. ‫ ܥ‬etwa 98,89%; ‫ܥ‬
ଵସ
etwa 1,11% sowie das Radioaktive ‫ ܥ‬seine Konzentration liegt bei etwa
ʹ ή ͳͲିଵଶ je ଵଶ‫ ܥ‬Atom.
x Dieses Radioaktive C-14 entsteht in der Atmosphäre durch Zusammenstoß von
Neutronen der Kosmischen Strahlung mit Stickstoffatomen der Luft ( ଵସܰ )
x Durch Photosynthese gelangt es in Pflanzen und wird über die Nahrungskette
auch von Tieren aufgenommen.
x Es entsteht ein dynamisches Gleichgewicht zwischen dem Zerfall von C-14 zu
N-14 und der Neubildung von C-14
x Nach dem Tod hört der Austausch von C-14 mit der Atmosphäre auf Æ die C-
14 Konzentration sinkt mit einer Halbwertszeit von 5730 Jahren
x Mittels Zählrohr kann nun bestimmt werden wie viele Atome in mehreren Tagen
zerfallen und eine Aussage über das Alter der Probe gemacht werden
x Mit Massenspektroskopie (1.7) wird das Verhältnis von C-14 zu C-12 bestimmt
Æ deutlich genauer und schneller

3.11. Kernspaltung

x Ein schwerer Kern wird mit einem langsamen Neutron beschossen


x Der schwere Kern wird in zwei leichtere gespalten
x Es werden mehrere Neutronen und ߛStrahlung frei
x Die Neutronen können weitere Kerne spalten Æ exponentieller Anstieg der
Neutronen Æ unkontrollierbare Kettenreaktion
஺భ ஺మ
x ଵ
଴݊ ൅ ଶଷ଺
ଽଶܷ ՜
ଶଷ଺
ଽଶܷ ՜ ௓భ ‫ܭ‬ଵ ൅ ௓మ ‫ܭ‬ଶ ൅ ʹ ή ଵ଴݊ ൅ ‫݁݅݃ݎ݁݊ܧ‬
Modell:
x Uran Kern als Tröpfchen: wird vom Neutron zum Schwingen angeregt
x Ohnehin nicht sehr stabiler Kern nimmt kurze Zeit die Form einer Hantel an
x An der schmalen Stelle zu wenig Nukleonen, die durch die K ernk räfte den
K ern zusammenhalten
x Der K ern bricht auseinander
x Welche Kerne entstehen lässt sich nur mit einer Wahrscheinlichkeitsverteilung
beschreiben (Kamel-Höcker-Welle)
Thematische Schwerpunkte Physik ± Abitur 2011 Niedersachsen 24
3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
o Häufig Verhältnis der Massezahlen: 2:3
o 37-113 und 120-160
o Maximum bei Krypton-89 und Barium-144
x Dabei wird den zwei neuen Kernen viel Energie zugeführt
x Rechnet man die Massen aller Produkte zusammen kommt man auf eine gerin-
gere Masse als die der Edukte Æ M assedefekt Æ ࡱ ൌ ࢓ࢉ૛

3.12. Kernfusion

x Verschmelzung zweier leichter Kerne zu einem neuen


x Kerne müssen sich entgegen der Coulomb-Kraft annähern
x Sehr hohe Temperatur Æ Plasma (Kern und Elektronen liegen zerlegt vor, Ioni-
siert) Æ sehr große Geschwindigkeit Æ Coulomb-Kraft kann überwunden wer-
den
x Wenn sie nahe genug zusammen sind wirken die anziehenden Kernkräfte
x Beim Proton-Proton-Zyklus werden Wasserstoffatome zu Helium verschmolzen
x ૛൫૛ ૚ࡴ ՜ ૛ࡴ ൅ ࢼା Ǣ ૛ࡴ ൅ ૚ࡴ ՜ ૛ࢽ ൅ ૜ࡴࢋ൯Ǣ ૛ ૜ࡴࢋ ՜ ૛ ૚ࡴ ൅ ૛ࢽ ൅ ૝ࡴࢋ
x Durch Massedefekt entsteht Energie (3.11)
o Nur bei leichten Kernen
o Bei schweren (ab der Bildung von Eisen) nimmt die Bindungsenergie der
Atombausteine zum Nächstschwereren ab (Energie müsste zugeführt
werden)
o Æ in Sternen können nur Elemente bis Eisen entstehen
ƒ Schwerere Elemente entstehen durch Neutroneneinfang
஺ାଵ ஺ାଵ
ƒ ஺
௓ܺ ൅ ଵ଴݊ ՜ ௓ܺ ൅ߛ ՜ ௓ାଵܺ ൅ ିଵ଴݁
x -Industriell: (Tokamak-Analgen)
ƒ Verschmelzung von Tritium und Deuterium zu Helium
ƒ Torus (Donut) Magnetfeld schließt die Elemente ein
ƒ Æ Starke Kompression Æ Dichte, hohe Temperatur
ƒ Ringförmiges Magnetfeld beschleunigt die Elemente Æ hohe
Temperatur
ƒ Teilchenbeschuss Æ ausreichend hohe Temperatur

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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
3.13. Messung

3.13.1. Geigermüller-Zählrohr
x Mit einem Gas gefülltes Metallrohr
x Mit einem sehr dünner Metalldraht
x Zwischen Draht und Gehäuse wird eine Span-
nung angelegt
x Durch ein sehr dünnes Fenster (Glimmfenster)
gelangt die Strahlung in das Zählrohr
x Diese Strahlung Ionisiert einige der Edelgas
Atome
x Frei werdenden Elektronen werden zum posi-
tiven Metalldraht beschleunigt, der Positive
Ionenrest zur Gehäusewand
x Sehr hohen Spannung Æ weitere Ionisationen Æ Ladungslawine
x Æ Stromstoß (lässt sich zählen) und ein Spannungsimpuls am Widerstand
x Der Widerstand setzt das Zählrohr für eine erneute Zählung zurück
x Die Anzahl der Impulse pro Zeit Æ Zählrate

3.14. Strahlenschutz

3.14.1. Einheiten  
E nergiedosis ࡰ  

x 6,(LQKHLWÄ*UD\³ͳ
› ൌ ͳ ൗ‰

x absorbierte Energie pro Masseelement eines Stoffes.


x Die Energiedosis macht eine wichtige Aussage über die Schädlichkeit der Ioni-
sierenden Strahlung
x Kann nicht direkt gemessen werden
x Die Energiedosisleitung gibt die Energiedosis pro Zeiteinheit wieder
ୢୈ
x ሶ ൌ ୢ୲

Ionendosis ࡶ
x 6,(LQKHLWÄ&RXORPESUR.LORJUDPP³ሾ ሿ ൌ ൗ‰

x Die durch Ionisation entstanden Ladung in einem Masseelement trockener Luft

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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
x Die Ionendosis kann z.B. mit einem Geiger-Müller-Zählrohr oder einer Ionisati-
onskammer gemessen werden
x Die Energiedosis berechnet werden
o  ൌ ˆ ή ,
o ˆ ൌ Menge der Energie die zur Bildung eines Ionenpaares benötigt wird
o In Luft: ˆ୐ ൌ ͵͵ǡͺͷ‡
o Die Ionendosis ist proportional zur Energiedosis.
Ä quivalentdosis ࡴ

x 6,(LQKHLWÄ6LHYHUW³ͳ˜ ൌ ͳ ൗ‰

x Die Energiedosis macht allein noch keine Aussage über die Schädlichkeit
x Strahlenart und betroffenes Gewebe sind relevant
x Æ E nergiedosis multipliziert mit Strahlungswichtungsfaktor Æ Ä quivalent-
dosis. Multipliziert mit Gewebewichtungsfaktor Æ E ffektive Dosis

3.14.2. Maßnahmen des Strahlenschutzes


x Abstand halten
x Abschirmung
o Die Intensität Ivon Gammastrahlung nimmt exponentiell mit der Dicke d
des Durchstrahlten Materials ab
o ‫ܫ‬ሺ݀ሻ ൌ ‫ܫ‬ሺͲሻ ή ݁ ିఈௗ  
o $EVRUSWLRQVNRQVWDQWHĮKlQJWYRQGHU3KRWRQHQ(QHUJLHXQGYRP0DWe-
rial ab
o Charakteristische ist die Halbwertsdicke
o Bestimmung wie bei der Halbwertszeit
x Aufenthaltsdauer beschränken
o Stochastische Schäden
o Langfristige Schäden
ƒ Æ Krebs, /HXNlPLH«
o Schädigung von Keimzellen (Sperma, Eizelle)
ƒ Æ genetische Schäden bei Nachkommen
x Aktivität gering halten
o Deterministische Schäden
o Treten sofort auf, wenn Strahlung sehr hoch

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3. Thematischer Schwerpunkt 3:
Atom ± Hülle und Kern
o Sehr viele Zellen in sehr kurzer Zeit

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