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Nichts ist ungeheurer als die Armut

Armut wird in zwei unterschiedliche Güter unterschieden.Es gibt die absolute Armut als auch die
relative Armut.Sowohl absolute als auch relative Armutsgrenzen sind nicht ohne normative
Vorgaben zu bestimmen. Weder die Wahl eines bestimmten Prozentsatzes vom
Durchschnittseinkommen zur Bestimmung relativer Armut noch die Bestimmung eines
Warenkorbes sind wertfrei begründbar. Darum wird über sie in politischen Prozessen
entschieden.

Armut auf absolutem Niveau ist Leben am äußersten Rand der Existenz. Die absolut Armen sind
Menschen, die unter schlimmen Entbehrungen und in einem Zustand von Verwahrlosung und
Entwürdigung ums Überleben kämpfen, der unsere durch intellektuelle Phantasie und
privilegierte Verhältnisse geprägte Vorstellungskraft übersteigt.

Nach dem Konzept der sozialen Ungleichheit wird bei der Relativen Armutsdefinition Armut als
eine externe und nicht gewollte Ausprägung dieser Angesehen. Hierbei wird Armut relativ zu
einem gesellschaftlichen Standard definiert z.B. dem durchschnittlichen Einkommen oder den
durchschnittlichen Ausgaben eines Haushaltes wie es bei der Sozialhilfe der Fall ist. Als Arm
wird man vor allem dann bezeichnet wenn man am so genannten „unteren Ende“ einer ein- bzw.
mehrdimensionalen Verteilung liegt. Die Dimension hierbei ergibt sich aus der Anzahl der
berücksichtigten Merkmale z.B. Einkommen, Vermögen, Wohnsituation usw., die zur Analyse
von Benachteiligung herangezogen werden.

Armut an sich bedeutet ein Mangel an etwas haben.Aber genauso wie es die Armut gibt, gibt es
auch den Reiuchtum, das Gegenstück zur Armut.

In dem Buch werden sowohl die absolute als auch relative Armut behandelt.Claire,welche am
Rande der Existens stand, schwanger und allein auf sich gestellt war hat die absolute Armut
durchlebt und die Stadt Güllen, durch die finanzielle Misere die relative.Beide Armutsarten
brachten die Menschen dazu Dinge zu tun,die sie nicht wirklich tun wollen.Claire,die durch die
Armut geistig abgestumpft und Hass erfüllt wurde,wollte einen Kopf rollen sehen und ist über
Leichen gegangen.Eine ganze Stadt hat sie dafür in den Bankrott getrieben und tausenden von
Menschen das Leben erschwert.Sie hat es in ihrem Leben nur zu einer Prostituierten gebracht,
welche durch viel Glück aus dem Sumpf der Prostitution entkommen konnte und die Macht,die
sie dadurch bekam schamlos ausnutzte (die welt machte mich zu einer Hure, nun mache ich sie
zu einem bordell".) Durch das ihr wiederfahrene Unglück hat sie verlernt zu lieben.Sie nutzt die
Männer nur aus und spielt mit ihrem Geld.SIe kann auch keine Beziehung aufrechterhalten, denn
kurz nach der Hochzeit lässt sie sich wieder scheiden.Der wahrscheinlich einzigste Mann den sie
liebte war Ill und der hat sie im Stich gelassen.DIe Bewohner der Stadt Güllen sind erst
schockiert und geben vor zu Ill zu halten und so ein Angebot niemals wahrzunehmen,allerdings
merkt Ill schnell das etwas Faul an der Sache ist, da viele auf Kredit einkaufen gehen und sich
Sachen leisten, die sie sich nicht leisten können.Am meisten verunsichert Ill, dass auf einmal alle
neue gelbe Schuhe tragen. Verstört geht er zur Polizei und verlangt die Verhaftung von Claire.
Doch der Polizist, aus dessen Mund ein neuer Goldzahn glänzt, erklärt seine Handlung und
Beschuldigung für hysterisch. Empört über das Verhalten des Polizisten sucht er den
Bürgermeister auf, der gerade eine neue. Schreibmaschine in Empfang nimmt, was wieder
merkwürdig wirkt. Auch der Bürgermeister erklärt, dass seine Furcht unnötig sei.Es ist hier ganz
deutlich die Verlogenheit zu erkennen, welche die Menschen an den Tag legen, denn jeder hofft
ganz insgeheim, dass ein anderer die ''Drecksarbeit'' erledigt und Ill tötet.Ill entschliesst das
Städchen zu verlassen bzw zu fliehen, doch auf dem Weg zum Bahnhof folgen ihm immer mehr
Bürger, um sich von ihm zu “verabschieden”, wie sie behaupten. Ill wird immer unruhiger und
glaubt, er würde am Einsteigen gehindert. Schließlich fährt der Zug ohne Ill ab, dieser bricht
zusammen und meint, er wäre verloren.Es hat ihn zwar niemand direkt an dem gehen gehindert
und wir wissen auch nicht was wäre wenn Ill in den Zug gestiegen wäre, doch kann man davon
ausgehen , dass die Gier nach einer besseren Zukunft jemandem aus dem Städtchen dazu bewegt
hätte, ihn zurückzuhalten, denn ansonsten wären sie wohl nicht alle gekommen um sich zu
verabschieden.Selbst der Lehrer, der als wohl die ehrlichste Haut des Städchens hat lässt sich
von der Menge mitreissen (''Auch ich werde mitmachen Ich fühle, wie ich lang-sam zu einem
Mörder werde. Mein Glau-be an die Humanität ist machtlos. Und weil ich es weiß, bin ich ein
Säufer gewor-den'') Claire hat ihen Willen bekommen, denn die Menschen arbeiteten für sie und
zu guter letzt hat sie es sogar geschafft, dass alle ihre Vorhergehensweise als richtig empfinden
und sie sich einreden, dass Ill die Strafe verdient habe ("Nicht des Geldes, sondern der
Gerechtigkeitwegen und aus Gewissensnot,denn wir können nicht leben , wenn wir ein
Verbrechen unter uns dulden, welches wir ausrotten müssen, damit unsere Seelen nicht Schaden
erleiden und unsere heiligsten Güter. ") Vom Schicksal gebeutelt, stimmt Ill letztlich resigniert
seiner Strafe zu und sieht seinem Ende entgegen.(''Ich bin schließlich schuld daran'') Der Arzt
diagnostiziert einen Herzschlag und die Stadt Güllen feiert die noble Spenderin Claire
Zachanassian.An diesen Verhaltensweisen, die sowohl die Güllner als auch Claire an den Tag
legen kann man die Aussage ''Nichts ist ungeheurer als die Armut'' bestätigen.''Geld regiert die
Welt'' würde auch gut passen.DIe ganzen Menschen haben sich durch die Geldgier mitreissen
lassen und begingen einen Mord an einem Menschen, der zwar Fehler in der Vergangenheit
gemacht hat, jedoch keiner das Recht hat über Leben und Tod zu entscheiden.Purer
Materialismus hat sie zu einem Mord bewegt und Claire wurde durch ihren harten
Lebensweg,der sie zu Prostitution zwang zu einer verbitterten und mächtigen Frau, welche durch
ihre geistige Armut nicht mehr im Stande ist zu lieben und ihre Machtstellung schamlos ausnutzt
zur Anführerin dieser Menschen.Jeder einzelne Bürger, der auf die Seite des Geldes gewechselt
ist hat seine Seele an Claire verkauft.

Meiner Meinung nach ist die Armut wohl das grösste Problem,welches wir in unserer Zeit
haben.Sowohl die materielle als auch die geistige Armut.Menschen die nichts haben neigen dazu
Neid auszuüben und Neid lässt uns manchmal Dinge tun die wir nie tun würden, wenn wir unter
einem gewissen Standart leben würden.Nicht jeder hat die Möglichkeit durch harte Arbeit etwas
aus sich zu machen bzw aus seinem Leben zu machen.Wir können täglich in der Zeitung von
Raubüberfällen und Todesanzeigen lesen und können nichts dagegen tun.Wir leben in einer
kapitalistischen Gesellschaft.Die geistige Armut ist meiner Meinung nach jedoch die, die weit
aus mehr Schaden anrichten kann als die materielle,denn sie kann die Menschen zu unüberlegten
und rücksichtslosen Taten verleiten.

''Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse
zulassen.''

Einstein
Wörter:ca 1000

Felix Dyrek