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Gastechnik live Das Nachschlagewerk der Verbundnetz Gas AG Ausgabe Juni 2008 Das Nachschlagewerk der Verbundnetz
Gastechnik live Das Nachschlagewerk der Verbundnetz Gas AG Ausgabe Juni 2008 Das Nachschlagewerk der Verbundnetz

Gastechnik live

Das Nachschlagewerk der Verbundnetz Gas AG

Ausgabe Juni 2008

Das Nachschlagewerk der Verbundnetz Gas AG für die aktuelle Gas- und Heizungstechnik

von Diplom-Ingenieur Andreas Preußer Ingenieurbüro I.B.A.P. DVGW – zertifizierter Sachverständiger für Gasanlagen (im Geltungsbereich der DVGW – TRGI 2008)

Informationen für Hersteller und Vertreiber von Gas- und Heizungstechnik, Architekten, Planer, Ingenieurbüros, Energieberater, Hausverwaltungen, Immobilienfirmen, Energieversorger, Handwerker, Schornsteinfeger, Bauherren, Lehrer, Studenten, Auszubildende

Aktuell durch das monatliche Studium von ca. 2.000 Seiten Fachzeitschriften, Fachliteratur, Internet, durch die Teilnahme an Fachmessen, Kongressen und Fachtagungen, Auswertung der Herstellerinformationen, Newsletter und E-Mail

Einfache Navigation = mit 3 Klicks zur Information:

1. Klick = Übersicht zu den gastechnischen Themen

2. Klick = aktuelle Seite mit Beschreibung, Vorteilen, Nachteilen, Preisen, Maße und Gewichte, weiterführende Informationen

3. Klick = ausgesuchte WEB - Seite des Herstellers oder Behörde

Hinweis zur Benutzung: Für detaillierte Planungen und die fachgerechte Ausführung sind die gültigen Gesetze, Verordnungen und technischen Regeln einzuhalten und die Anlagen nach den anerkannten Regeln der Technik zu errichten. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht.

Gastechnik Live

Juni 2008

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Erstelldatum

16.06.2008

Gastechnik Live Das Nachschlagewerk der Verbundnetz Gas AG Hauptgliederung A. Erdgasanwendungen im privaten Bereich A
Gastechnik Live Das Nachschlagewerk der Verbundnetz Gas AG Hauptgliederung A. Erdgasanwendungen im privaten Bereich A

Gastechnik Live

Das Nachschlagewerk der Verbundnetz Gas AG

Hauptgliederung

A. Erdgasanwendungen im privaten Bereich

A Unterscheidung von Erdgas – Heizkessel bis 50 kW

A Aufstellung von Erdgas – Heizkessel bis 50 kW

A Warmwasserbereitung bis 500 Liter

A Weitere Erdgasanwendungen im Haus

A Beheizungen für den Wohnbereich

A regenerative Energieanwendungen im Haus

1.

2.

3.

4.

5.

6.

B.

Erdgasanwendungen im gewerblichem Bereich

B

1.

Unterscheidung von Erdgas – Heizkesseln > 50 kW

B

2.

Anwendung von Erdgas – Heizkessel > 50 kW

B

3

Warmwasserbereitung ab 500 Liter

B

4.

Weitere Erdgasanwendungen im Gewerbe

B

5.

Beheizungen für den Gewerbebereich

B

6.

regenerative Energien (Großanlagen)

B

7.

zukünftige Wärme- und Stromerzeugung

C.

Service, Gasinstallation, Zahlen und Fakten

C

1.

Gasinstallation

C

2.

Regelungstechnik, Isolierung

C

3.

Zahlen, Fakten, Tabellen

C

4.

Messetermine

C

5.

Musterprotokolle

C

6.

Fördermittel

C

7.

Herstellerverzeichnis (Auswahl)

D.

Impressum

Gastechnik Live

Impressum

Juni 2008

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16.06.2008

A. Erdgasanwendungen im privaten Bereich A Unterscheidung von Erdgas – Heizkesseln bis 50 kW A

A. Erdgasanwendungen im privaten Bereich

A Unterscheidung von Erdgas – Heizkesseln bis 50 kW

A Brennwerttechnik

A Brennwertgeräte - wandhängend

A Brennwertgeräte - stehend

A Abgas-/Wasser-Wärmetauscher zur Brennwertnutzung

A Heizwerttechnik

A Kessel mit atmosphärischem Brenner

A Kessel mit Gebläsebrenner

A Nah- und Fernwärme-Kompaktstation

A stromerzeugende Heizung - KWK

A Blockheizkraftwerk – Antrieb Gasmotor

A Blockheizkraftwerk – Antrieb Stirlingmotor

A Blockheizkraftwerk – Dampfmotor

A Blockheizkraftwerk – Brennstoffzelle

1.

1.1.

1.1.1.

1.1.2.

1.1.3.

1.2.

1.2.1.

1.2.2.

1.2.3.

1.3.

1.3.1.

1.3.2.

1.3.3.

1.3.4.

A Aufstellung von Erdgas – Heizkessel bis 50 kW

A zentrale Aufstellung des Heizgerätes

A zentral - als Kellerheizzentrale

2.

2.1.

2.1.1.

A zentral - als Dachheizzentrale

2.1.2.

A zentral - als externer Aufstellraum

2.1.3.

A dezentral Aufstellung des Heizgerätes

A dezentral - im Bad, im Flur, im Dachgeschoss

A dezentral - Gasraumheizung

A dezentral – Gaskaminofen oder Gaskaminofeneinsatz

A Warmwasserbereitung bis 500 Liter

A Durchlaufprinzip

A Warmwasserthermen

A Kombigeräte für Heizung und Warmwasserbereitung

A Frischwasserstationen

2.2.

2.2.1.

2.2.2.

2.2.3.

3.

3.1.

3.1.1.

3.1.2.

3.1.3.

A Warmwasser – Vorratsspeicher

A Warmwasserspeicher indirekt beheizt

A Warmwasserspeicher direkt beheizt

A Schichtenladespeicher

A Wasserspeicher mit zwei Wärmetauschern (Bivalent)

A Warmwasserspeicher mit Wärmeerzeuger

A Pufferspeicher

A Elektrische Warmwasserbereitungssysteme

A elektrische Warmwasserbereitung

A Warmwasser - Wärmepumpen

3.2.

3.2.1.

3.2.2.

3.2.3.

3.2.4.

3.2.5.

3.2.6.

3.3.

3.3.1.

3.3.2.

A Weitere Erdgasanwendungen im privaten Bereich

A Das Erdgashaus

A Terrassenstrahler, Terrassenheizgeräte

A Wäschetrocknen mit Erdgas

A Kochen mit Erdgas

A Grillen mit Erdgas

A Erdgasleuchten und Erdgasfackeln

A Fahrzeuge mit Erdgasantrieb

4.

4.1.

4.2.

4.3.

4.4.

4.5.

4.6.

4.7.

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Juni 2008

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16.06.2008

A

5.

Beheizungen für den Wohnbereich

A 5. Beheizungen für den Wohnbereich A Warmwassersysteme A Flachheizkörper, Planheizkörper A Radiatoren und

A Warmwassersysteme

A Flachheizkörper, Planheizkörper

A Radiatoren und Designheizkörper

A Badheizkörper

A Heizsysteme mit Frischluftansaugung

A Warmwasserbeheizte Kachelofen

A Konvektoren als Bodenkanalheizung

A Konvektoren als Heizungssysteme

A Sockelheizleisten oder Fußleistenkonvektoren

5.1.

5.1.1.

5.1.2.

5.1.3.

5.1.4.

5.1.5.

5.1.6.

5.1.7.

5.1.8.

A Strahlungsheizungen

A Fußbodenheizung und Fußbodenkühlung

A Fußbodenbegleitheizung

5.2.

5.2.1.

5.2.2.

A 5.2.3.

Wandheizung

A 5.3.

Luftheizung

A Kontrollierte Wohnungslüftung ohne Wärmerückgewinnung

A Kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung

A Kontrollierte Wohnungslüftung mit Nachheizung

5.3.1.

5.3.2.

5.3.3.

A Regenerative Energieanwendungen im privaten Bereich

A Solarsysteme

A Thermische Solaranlagen

A Photovoltaikanlagen (Solarstrom)

A Bioenergieanlagen und Erdwärme

A Holzpellets - Heizungsanlagen

A Holzkessel- und Holzvergaseranlagen

A Erdwärmenutzung mittels Wärmepumpen

6.

6.1.

6.1.1.

6.1.2.

6.2.

6.2.1.

6.2.2.

6.2.3.

B. Erdgasanwendungen im gewerblichem Bereich

B

1.

Unterscheidung von Erdgas – Heizkesseln > 50 kW

B

1.1.

Brennwertkessel

B

1.2.

Gas – Heizkessel mit atmosphärischem Brenner

B

1.3.

Öl-/Gas – Heizkessel mit Gasgebläsebrenner

B

1.4.

Abgas-/Wasser-Wärmetauscher zur Brennwertnutzung

B

1.5.

Dampferzeuger und Hochdruckkessel

B

2.

Anwendung von Erdgas – Heizkessel > 50 kW

B

2.1.

Nahwärmeversorgung

B

2.2.

Blockheizkraftwerke

B

2.3.

Mobile Heiz- und Kühlzentrale

(Weitere Informationen siehe Heizkessel bis 50 kW)

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Seite 4 von 4

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16.06.2008

B

3.

Warmwasserbereitung ab 500 Liter

B 3. Warmwasserbereitung ab 500 Liter B 3.1. Vorratsspeicher indirekt erwärmt B 3.2. Vorratsspeicher

B

3.1.

Vorratsspeicher indirekt erwärmt

B

3.2.

Vorratsspeicher direkt erwärmt

 

Weitere Informationen siehe Warmwasserbereiter bis 500 Liter

B

4.

Weitere Erdgasanwendungen im Gewerbe

B

4.1.

Erdgas in Bäckereien

B

4.2.

Erdgas in Fleischereien und Gastronomie

B

4.3.

Erdgas in Großküchen

B

4.4.

Erdgas in Wäschereien

B

4.5.

Erdgashochdruckreiniger

B

4.6.

Erdgasbetriebene Sauna

B

4.7.

Gas-Schwimmbad-Heizer

B

4.8.1.

Heizen und Kühlen mit Erdgas - Absorptionswärmepumpen

B

4.8.2.

Heizen und Kühlen mit Erdgas - gasmotorische Wärmepumpe

B

4.8.3.

Heizen und Kühlen mit Erdgas – Fern- oder Nahwärme

B

4.9.

Heizen und Kühlen mit elektrischen Klimageräten

B

4.10.

Erdgas – Kfz im Gewerbe

B

5.

Beheizungen im gewerblichen Bereich

B

5.1.

direkte Strahlungsheizungen

B

5.1.1.

Erdgas - Dunkelstrahler

B

5.1.2.

Erdgas - Hellstrahler

B

5.2.

Warmwassersysteme

B

5.2.1.

Warmwasser Deckenstrahlungsheizung

B

5.2.2.

Warmwasser Industriefußbodenheizung

B

5.3.

Luftheizungssysteme

B

5.3.1.

Luftbehandlung - indirekt beheizt durch Pumpen-Warmwasserheizung

B

5.3.2

Luftbehandlung - direkt beheizt durch Gas-Gebläse oder atmosphärischen Brenner

B

5.3.3.

Türluftschleieranlagen

B

5.4.

Sonderheizungen

B

5.4.1.

Freiflächen-, Rasenflächen- und Straßenheizung

B

5.4.2.

Sportbodenheizung

B

5.4.3.

Isotherme Baukörpertemperierung

B

6.

regenerative Energien (Großanlagen)

B

6.1.

Solarsysteme und Wind (Großanlagen)

B

6.1.1.

Großanlagen Photovoltaik

B

6.1.2.

Windkraftanlagen

B

6.2.

Bioenergieanlagen und Erdwärme (Großanlagen)

B

6.2.1.

Biogas

B

6.2.2.

Bioerdgas

B

6.2.3.

Biokraftstoffe, Biodiesel, Bioethanol

B

6.2.4.

Strohverfeuerungsanlagen

B

6.2.5.

Geothermie und Wärmepumpen

Weitere Anwendungen siehe regenerative Energien im privaten Bereich

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16.06.2008

B

7.

zukünftige Wärme- und Stromerzeuger

B 7. zukünftige Wärme- und Stromerzeuger B 7.1.1. Brennstoffzelle – stationäre Anwendung B 7.1.2.

B

7.1.1.

Brennstoffzelle – stationäre Anwendung

B

7.1.2.

Brennstoffzelle – mobile und transportable Anwendungen

B

7.2.

Mikroblockheizkraftwerke (Stirling)

B

7.3.

Mikrogasturbine

B

7.4.

Diffusions-Absorptions-Wärmepumpe

B

7.5.

Gasbetriebenes Zeolith Heizgerät

B

7.6.

Wasserstoffanwendungen

C. Service, Gasinstallation, Zahlen und Fakten

C

1.

Gasinstallation

C

1.1.

Außenleitungen, Maße von Baugräben

C

1.2.

Erdgas Hausanschluss und Mehrspartenhauseinführungen

C

1.3.

Gaszählerplatz im Niederdrucknetz

C

1.4.

Leitungsanlage im Gebäude

C

1.5.

Gassicherheitssteckdose/Gassicherheitsschlauch

C

1.6.

Erschwerung der Manipulation an Gasanlagen

C

1.7.

Kupfer- und Edelstahlpressverfahren

C

1.8.

Flüssiggasinstallation

C

1.9.

Aufstellbedingungen für Gasgeräte

C

2.

Regelungstechnik, Isolierung, EnEV

C

2.1.

Heizkörper-Thermostatventile

C

2.2.

Programmierbare Thermostatventile

C

2.3.

Einzelraumregler für Radiatoren und Fußbodenheizung

C

2.4.

zentrale Einzelraum Temperaturregler

C

2.5.

Dämmung von Rohrleitungen

C

2.6.

Aufbau eines Installationsschachtes

C

2.7.

Energieeinsparungsverordnung 2007

C

3.

Zahlen und Fakten

C 3.1.

Zahlen und Fakten Gasinstallation

C

3.1.1.

Bestimmung der Befestigungsabstände für Gasleitungen

C

3.1.2.

Gaszählergrößenbestimmung

C

3.1.3.

Daten für Rohrleitungen aus Kupfer

C

3.1.4.

Daten für Rohrleitungen aus Stahl

C

3.1.5.

Daten für Gasleitungen aus Edelstahl

C

3.1.6

Daten für Rohrleitungen aus PE

C

3.1.7.

DVGW Zertifikat für Rohrleitungsbauunternehmen

C

3.1.8.

DVGW Qualifikationskriterien für Wartungsunternehmen

C

3.1.9.

Systematik der Gasgerätebezeichnung gemäß DVGW-TRGI 2008

C

3.1.10.

Berechnungsformular für Erreichung Schutzziel 1 und 2

C

3.1.11.

C

3.1.12.

Gastechnik Rauheit, Fließgeschwindigkeit und Drücke

C

3.1.13.

Wiederöffnungszeiten Gasströmungswächter

C

3.1.14.

Auswahl aktiver Erdgas – Untertagespeicher in der BRD

C

3.1.15

Hinweise für Instandhaltungsmaßnahmen

C

3.1.16

Datenblatt Erdgas Durchschnittswerte für 2005

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Juni 2008

Seite 6 von 6

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C

3.2.

Zahlen und Fakten Heizung, Warm- und Kaltwasser

C 3.2. Zahlen und Fakten Heizung, Warm- und Kaltwasser C 3.2.1. Norm-Innentemperaturen und

C

3.2.1.

Norm-Innentemperaturen und Pro-Kopf-Wasserverbrauch

C

3.2.2.

Warmwasserbedarf von Wohnungen

 

C

3.2.3.

Warmwasserbedarf und für Gebäude mit gewerblichen Zwecken

C

3.2.4.

Lüftungstechnik in der Wohnungswirtschaft und Markthemmnisse

C

3.2.5.

Tabelle Näherungsformeln zur Berechnung Warmwasser

C

3.2.6.

Primärenergetische Bewertung der Energieträger nach EnEV (Ep)

C

3.2.7.

Entwicklung Spezifischer Leistungsbedarf Heizungsmodernisierung

C

3.2.8.

Primärenergiebedarf in Energieeffizienzklassen

 

C

3.2.9.

Heizspiegel 2006 – Heizkosten pro m²

 

C

3.2.10.

Übersicht über Brennstoffzellentypen

C

3.2.11.

Übersicht zu übertragene Leistungen pro Rohrdurchmesser

C

3.2.12.

Wärmeenergie in einer Großküche

 

C

3.2.13.

Richtwerte Raumluftzustand und Luftwechsel

 

C

3.2.14.

Verfügbare Klimageräte - Absorptionsgeräte

C

3.2.15.

Verfügbare Klimageräte – gasmotorisch angetrieben

C

3.2.16.

Richtwerte für maximale Schalldruckpegel von RTL Anlagen

C

3.2.17.

Tabelle Luftfilterklassen für Luftfilter

 

C

3.2.18

Zusammenstellung Standards für Wohnhäuser

 

C

3.3.

Zahlen und Fakten Sonstiges

 

C

3.3.1.

Tabelle zum Vergleich ausgewählter Heizwerte, Zündwerte

C

3.3.2.

Zugelassene Brennstoffe in Deutschland

 

C

3.3.3.

Grenzwerte für Abgasverluste nach BimSchV

C

3.3.4.

Tabelle Auswahl Flüssiggastanks und Entnahmeleistung

C

3.3.5.

Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Person

 

C

3.3.6.

Übersicht zu erneuerbaren Energiequellen

C

3.3.7.

Tabellen Windstrom pro Bundesland

 

C

3.3.8.

Übersicht zu Windstärken und Sonnenstrahldaten Deutschland

C

3.3.9.

Tabelle zur Berechnung der Kühllast

 

C

3.3.10.

Übersicht IP – Schutzarten für Elektroinstallationen

 

C

3.3.11.

Einteilung der Bodenarten

 

C

3.3.12.

Qualitätsklassen Holzhackschnitzel

C

3.3.13.

Wie viel Feinstaub entsteht beim Heizen?

C

3.3.14.

Tabelle Planungshinweise Wärmeversorgung von Mehrfamilienhäusern

C

3.3.15

Nutzungsdauer Anlagenteile Raumheizung und Klimatechnik

C

3.4.

Vergleiche und Übersichten

 

C

3.4.1.

Übersicht Brennwertgeräte – wandhängend (Auswahl)

 

C

3.4.2.

Übersicht Brennwertgeräte – stehend (Auswahl)

C

3.4.3.

Übersicht Gas-Kombithermen – wandhängend (Auswahl)

C

3.4.4.

Erdgas am Energiemarkt 2005

 

C

3.4.5.

Wirkungsgrad Kosten BHKW von 4 –6.790 kW

 

C

3.4.6.

Serienfahrzeuge Erdgasantrieb, Typen, Tankinhalt, Reichweiten

C

3.4.7.

Entwicklung Erdgasfahrzeuge und Erdgastankstellen

 

C

3.4.8.

Gegenüberstellung gasbeheizter Hallenheizsysteme

C

3.4.9.

Übersicht Erdgas – Wassererwärmer

 

C

3.4.10.

Übersicht Elektro - Wassererwärmer

C

3.4.11.

Entwicklung Wärmeerzeuger 1998 bis 2007

 

C

3.4.12.

Übersicht Systematik der Konvektorheizungen

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Juni 2008

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16.06.2008

C

3.5.

Tabellen zur Auswahl von Rohrleitungen, Gaszähler, Isolation, Feuerwiderstand

von Rohrleitungen, Gaszähler, Isolation, Feuerwiderstand C 3.5.1. Isolationsanforderungen an kaltgehende

C

3.5.1.

Isolationsanforderungen an kaltgehende Leitungen

C

3.5.2.

Isolationsanforderungen an warmgehende Leitungen

C

3.5.3.

Auswahl von Baustoffklassen

C

3.5.4.

Feuerwiderstandsklassen (in Minuten, Buchstaben)

C

3.5.5.

Immissionsrichtlinie TA Lärm

C

3.5.6.

Schallschutz – Lautstärkeskala

C

3.5.7

Volumenströme Lüftung

C

3.5.8.

Härtestufen für Trinkwasser

C

3.5.9.

Monatsverbrauch an Heizenergie

C

3.5.10.

Primärenergieverbrauch in der BRD 2005/2006

C

3.5.11.

Energieverbraucher im Haushalt

C

3.5.12.

Wärme-, Wasserdampfabgabe und Kalorienverbrauch

C

3.5.13.

Kennzeichnung von Rohrleitungen

C

4.

Messetermine

C

4.1

Messetermine Deutschland 2008/2009

C

4.2.

Messetermine Europa 2008/2009

C

5.

Musterprotokolle

C

5.1.

Druckprotokoll für die Heizungsanlage

C

5.2.

Druckprotokoll für die Trinkwasseranlage (Druckluft)

C

5.3.

Druckprotokoll für die Trinkwasseranlage (Wasser)

C

5.4.

Spülprotokoll für die Trinkwasseranlage

C

5.5.

Muster Druckprotokoll Gasanlage mit Betriebsdruck > 100 mbar

C

5.6.

Muster Druckprotokoll Gasanlage Betriebsdruck <= 100 mbar

C

5.7.

Muster Gebrauchsfähigkeitsprüfung Betriebsdruck <= 100 mbar

C

5.8.

Funktionsheizen/Aufheizprotokoll für Fußbodenheizungen

C

5.9.

Protokoll Abnahme von Bauleistungen §12 VOB/B

C

5.10.

Muster Bauvertrag nach VOB (Teil C)

C

5.11.

Checkliste IBN und Wartung thermischer Solaranlagen

C

6.

Fördermittel

C

6.1.

Fördermittel des Bundes - Zuschüsse

C

6.1.1.

Energieforschung und Energietechnik (Fachprogramm)

C

6.1.2.

FuE-Vorhaben im Agrarbereich für Umweltschutz (FER-BMVEL)

C

6.1.3.

Markteinführungsprogramm „Biogene Treib- und Schmierstoffe“

C

6.1.4.

Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien der KfW

C

6.1.5.

Forschung und Entwicklung nachwachsender Rohstoffe

C

6.1.6.

Energiesparberatung vor Ort (Vor-Ort-Beratung)

C

6.1.7.

Förderleitlinien der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

C

6.1.8.

Solarthermie 2000plus

C

6.1.9.

Zuschuss CO 2 Gebäudesanierungsprogramm KfW Nr.

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Juni 2008

Seite 8 von 8

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16.06.2008

C

6.2.

Fördermittel - zinsvergünstigte Darlehen

C 6.2. Fördermittel - zinsvergünstigte Darlehen C 6.2.1. KfW–Förderbank Ökologisch Bauen, KfW Nr. 144/145

C

6.2.1.

KfW–Förderbank Ökologisch Bauen, KfW Nr. 144/145

C

6.2.2.

KfW–Förderbank Wohnraum Modernisieren, KfW Nr. 141/142/143

C

6.2.3.

KfW-Förderbank CO 2 Gebäudesanierungsprogramm KfW Nr. 130/132

C

6.2.4.

KfW-Förderbank Solarstrom Erzeugen KfW Nr. 140

C

6.2.5.

KfW-Programm Förderung erneuerbarer Energien KfW Nr. 128

C

6.2.6.

ERP-Innovationsprogramm KfW Nr. 181/182/183/184/185

C

6.2.7.

ERP – Umwelt- und Energiesparprogramm KfW Nr. 225

C

6.2.8.

KfW – Mittelstandsbank „Unternehmerkredit“ KfW Nr. 37/38

C

6.2.9.

KfW – Umweltprogramm 20/25/26/28

C

6.2.10.

BMU-Programm Demonstrationsvorhaben zur Verminderung von Umweltbelastungen KfW Nr. 230

C

6.3.

Fördermittel - indirekte Förderung, Bürgschaften

C

6.3.1.

Eigenheimzulagengesetz (Förderung durch die Finanzämter über Einkommensteuererklärung) EigZulG

C

6.3.2.

Einspeisegesetz für erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

C

6.3.3.

Investitionszulagengesetz (InvZulG)

C

6.3.4.

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK - Gesetz)

C 7.

Ausgewählte Hersteller – ohne Anspruch auf Vollzähligkeit

C

7.1.

Kessel, Thermen und Speicherhersteller

C

7.2.

Erdgaslaternen und Erdgassaunen, Kamine und Kachelöfen

C

7.3.

Gasherde, Infrarotstrahler und Erdgasgrill

C

7.4.

Erdgastechnik für gewerbliche Anwendungen

C

7.5.

Erdgasfahrzeuge

C

7.6.

Blockheizkraftwerke, gasbetriebene Wärmepumpen

C

7.7.

Erdgasbeheizte Hochdruckreiniger, mobile Heizzentralen

C

7.8.

Heizkörper, Decken-, Fußboden- und Wandheizung

C

7.9.

Sonstige Installationen

D.

Impressum

Gastechnik Live

Impressum

Juni 2008

Seite 9 von 9

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16.06.2008

A 1.1.1

Unterscheidung von Erdgas - Heizgeräten, Brennwertgeräte - wandhängend

von Erdgas - Heizgeräten, Brennwertgeräte - wandhängend Beschreibung Brennwertwandheizgeräte sind wa ndhängende

Beschreibung

Brennwertwandheizgeräte sind wandhängende Heizgeräte, die Wärme für die Heizung und/oder für das Warmwasser erzeugen. Sie arbeiten mit so niedrigen Abgastemperaturen, so dass je nach Rücklauftemperatur ein Teil des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes kondensiert. Damit wird die Kondenswärme im Abgas mit nutzbar gemacht. Die wandhängenden Geräte können raumluftabhängig bzw. raumluftunabhängig betrieben werden. Leistungsgrößen wandhängend sind erhältlich von 3 bis 120 kW, z.B. RENDAMAX 30 Fa. ELCO. Im Brennwertbetrieb erfolgt ein ständiger Anfall von Kondensat. Der Wirkungsgrad der Brennwerttherme ist bezogen auf den unteren Heizwert größer 100%, bezogen auf den oberen Heizwert jedoch ca. 98%. Damit hat man sich dem Maximum von 2% angenähert. Der theoretischer Wirkungsgrad ergibt sich aus Differenz zwischen oberen und unterem Heizwert: Erdgas bis 110,9%, Stadtgas bis 113%, Heizöl EL 106%, Flüssiggas Propan bis 108,4%. Vergleich von Brennwertgeräten unter http://www.ecotopten.de/prod_gasbrennwert_prod.php

Technische Daten:

Beispiel 1: Vaillant Gas-Brennwertheizgerät ECOTEC VC 196/2-C, Leistung 9,7 bis 21,6 kW, HxBxT 800 x 480 x 385 mm, Gewicht 39 kg, mit Regler VRC 410s, Anschlusszubehör, Speicher UNISTOR VIH R 120 Liter, Stand 2006 Beispiel 2: Buderus Gas-Brennwertheizgerät LOGAMAX GB 152 T, Leistung 2,7 bis 24 kW, HxBxT = 685 x 900 x 431, Gewicht 72 kg, Regelgerät LOGOMATIC 4122, Mischermodul 1 Heizkreis, Speicher S 160, 160 Liter, Stand 2007 Beispiel 3: ELCO Erdgas-Brennwert-Kessel EURON HG 24, Leistung 6,1 - 23,6 kW, Maße (HxBxT) 750x450x378 mm, Gewicht 52 kg, Abgas/Zuluftanschluss 60/100, Auslieferung komplett, Stand 2007

Plus

Einsparung 30% zu einem 25 Jahre alten Heizkessel. Stand-by Verluste betragen nur 0,5 m³/Tag. (Quelle: Test spezial Energie 2006). Die Abgasführung ist über Dach unbegrenzt bzw. über Außenwand bis 11 kW Heizung möglich. Brennwertgeräte erreichen bereits beim Heizbetrieb 70/50 °C Wirkungsgrade ca. 103 % (bezogen auf den unteren Heizwert Hu) und sichern damit einen 10 – 15% höheren Jahresnutzungsgrad. Preise nur ca. 0 bis 20% höher als Niedertemperaturgeräte. Leistungsanpassung automatisch von 20-100% möglich, minimale Geräuschemission z.B. 33 dB (A) durch Junkers CERASTAR. Ausdehnungsgefäß und Umwälzpumpe sind sehr oft im Gehäuse integriert und sichern ein platzsparendes und formschönes Design. Geringes Gewicht und Montageplatten sichern einfache Montage, kein Aufstellraum erforderlich. Bis 5 Geräte können verbrauchernah an einem Schornstein betrieben werden. Beste Ökoeffizienz Werte laut www.wingas.de. Regelgeräte sind solarfähig, Energiesparpumpe im Einsatz z.B. bei der Fa. Junkers.

Minus

Die abgekühlten Abgase sind relativ kalt und feucht und müssen mit Gebläse ins Freie abgeführt werden. Daraus ergeben sich Probleme bei Abgasführung über Außenwand (Genehmigung des Schornsteinfegers erforderlich). Kondensatableitung aus Dachgeschoss absichern, ab 25 kW evtl. Neutralisationsanlage erforderlich. Abgasführung immer flüssigkeitsdicht und säurebeständig. Nur 45% der in BRD neu eingesetzten Kessel, gesamt ca. 10% der 16,8 Mio Kessel sind Brennwertgeräte. Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen ca. 140 g/kWh Wasserdampf.

Informationen

In BRD gibt es 2007 ca. 18 Mio. Heizungssysteme, Quelle Weishaupt Report 08. 2007 wurden 564.000 Kessel, davon 262.260 (46,5%) wandhängende Gas-Brennwertgeräte. Quelle GAS 3/07. Jährlicher Wechsel des Granulats bei Neutralisationsanlagen notwendig. Anfall ca. 0,153 kg Kondensat pro installierte kW bzw. 0,5 l Kondenswasser pro m³ Erdgas (Quelle SBZ 17/2000). Das saure Kondensat neutralisiert z.B. basische Abwässer (pH Wert 6,5 – 10) aus Geschirrspüler und Waschmaschinen. Säuregehalt des Kondensats bei Erdgasanlagen pH-Wert 3,8 bis 5,3. Bei Einsatz des Abgassystems des Kesselherstellers keine Anpassungs- und Gewährleistungsprobleme. Laut Studie www.ieu.de spart ein BW Therme gegenüber Kessel von 1970 ca. 400 – 643 €, mit Solar 800 € pro Jahr.

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Juni 2008

Seite 10 von 10

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.1.2

Unterscheidung von Erdgas – Heizgeräten, Brennwertgeräte stehend < 50 kW

– Heizgeräten, Brennwertgeräte stehend < 50 kW Beschreibung Brennwert Standheizgeräte sind stehende

Beschreibung

Brennwert Standheizgeräte sind stehende Heizgeräte, die Wärme für die Heizung und/oder für das Warmwasser erzeugen und sie arbeiten mit so niedrigen Abgastemperaturen, so dass je nach Rücklauftemperatur ein Teil des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes kondensiert. Damit wird die Kondenswärme im Abgas mit nutzbar gemacht. Die Geräte können raumluftabhängig bzw. raumluftunabhängig betrieben werden. Leistungsgrößen sind erhältlich von 5 bis über 500 kW. Brenner sind modulierend, von 35 bis 100%. Siehe auch Brennwert Standgeräte oder >50 kW. Vergleich von Brennwertgeräten unter http://www.ecotopten.de/prod_gasbrennwert_prod.php.

Technische Daten:

Beispiel 1: Wolf Gas Brennwertkessel MGK 200, 8-24 kW, BxHxT = 620x1580x1.415, Gewicht 182 kg, Verrohrungsgruppe Heizkreis, Edelstahlspeicher 200 Liter, Dauerleistung 45°C 10,2 l/min, komplett mit Ladepumpe und Verrohrung, Stand 2006 Beispiel 2: DeDietrich Stand Brennwertkessel ELIDENS DTG 1300-25, 4,0-23,6 kW, modulierender Vormischbrenner 25-100%, integrierter Warmwasserspeicher 130 l, HxBxT =1.506x600x670 mm, Abgasanschluss LAS 60/100 mm, Gewicht 148 kg, Neutralisationsbox evtl. erforderlich, Stand 2006 Beispiel 3: Oertli Gas Brennwertkessel OPTIMAT GVR 140-25 CONDENS, 4,5-24,9 kW, mit Speicher 130 l, BxHxT = 600x1.507x642 mm, Gewicht 148 kg, Neutralisationsbox SK1 bis 50 kW,

Plus

Ersatz von alten Heizkesseln durch Brennwertkessel meist ohne Probleme möglich, da alte Heizungsanlagen oft überdimensioniert sind. Höherer Wirkungsgrad als Niedertemperaturgeräte durch Nutzung der im Abgas gespeicherten Abwärme, bis 15% Einsparung zu Heizwertgeräten, gegenüber Altgeräten Einsparung bis 40%. Umweltentlastung durch Senkung der NOx und CO Werte. Luftansaugung sichert bei raumluftabhängigen Geräten eine gewisse Trocknungsfunktion im Keller. Hohe Brennwerteffekte beim Einsatz von Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen. Wegen geringem Gewicht auch für Dachheizzentrale geeignet. Beste Ökoeffizienz-Analysen Werte laut www.wingas.de. Die Investition in neue Brennwerttechnik amortisiert sich in ca. 5 Jahren. Teilweise keine Wassermindestumlaufmenge erforderlich.

Minus

Brennwertgeräte sind immer gebläseunterstützt. Schornstein erforderlich, der korrosionsfest ist und mit Überdruck betrieben wird. Das Abgassystem muss so dicht sein, das kein Abgas austreten und

keine Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringen kann

Dachbereich) beachten, Kondensatableitung absichern. Neutralisationsanlage mit jährlichem Wechsel des Granulats teilweise erforderlich (siehe wandhängende Brennwertgeräte). Einsatz niederer Systemtemperaturen (z.B. 55/45°C) erfordert teilweise größere Heizflächen. bei Rücklauftemperaturen über 60°C kein Brennwerteffekt mehr möglich

Standsicherheit und Statik (bei Einsatz im

Informationen

Laut Schornsteinfeger Statistik zum 31.12.2006 sind 757.300 Kessel, 548.800 Öl- und 208.500 Gaskessel sind älter als 29 Jahre. Dazu erfüllen 599.200 ca. 9,5% der Ölkessel nicht die Anforderungen an Abgas- und Rußwerte, aber nur 451.000 Gaskessel. Vor Installation sind Genehmigungen bei örtlichen Gasversorger, ggf. bei der Abwasserbehörde (Einleitungsbedingungen Kondensat) und beim Schornsteinfegermeister einzuholen. Bei einer Brennwertanlage sollte auf eine hydraulische Entkopplung, dem Einsatz von 4-Wege-Mischer, 3-Wege-Thermostatventile und Überströmventile oder Bypass - Einrichtungen verzichtet werden. Fußboden- oder Wandheizungen mit der Auslegung 40/30 sichert eine fast 100% Brennwertnutzung bezogen auf die Heiztage. Im Vergleich haben Anlagen mit 70/50 ca. 90% und 90/70 ca. 31% Wirkungsgrad. Beim Einsatz des Abgassystems des gleichen Herstellers gibt es keine Anpassungs- und Gewährleistungsprobleme. Bis Ende 2005 sind ca. 2,5 Mio Brennwertgeräte im Einsatz, pro Jahr ca. 300.000 neue BW Anlagen. Quelle SBZ 24/2006. Nur ca. 10% der Heizungsanlagen in der BRD sind auf dem Stand der Technik.

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Juni 2008

Seite 11 von 11

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.1.3

Unterscheidung von Erdgas - Heizgeräten – Abgas-/Wasser-Wärmetauscher zur Brennwertnutzung

– Abgas-/Wasser-Wärmetauscher zur Brennwertnutzung Beschreibung Der Abgas-/Wasser-Wärmetauscher für öl- und

Beschreibung

Der Abgas-/Wasser-Wärmetauscher für öl- und gasbeheizte Heizkessel ab 10 kW nutzt die Kondensationswärme im Abgas (Brennwertnutzung) für die Rückführung der sonst ungenutzt durch den Schornstein abgeführte Wärme in den Heizwasserkreislauf oder für die Warmwasserbereitung (externe Brennwertnutzung). Der Einsatz ist auch für stark verschmutzte Abgase möglich. In dem Abgaswärmetauscher erfolgt die Absenkung der Abgastemperatur von 40 – 350°C auf 30 – 110°C. Die nachgeschalteten Wärmetauscher bestehen aus Edelstahl oder Keramik. Der nachträgliche Einbau ist relativ einfach durch die geringen Abmessungen möglich. Prinzipdarstellung Rohrbündel Wärmetauscher von http://www.funke.de/de/products/st_technic.htm. Sie auch Großanlagen.

Technische Daten

Beispiel 1: SIEGER Brennwert-Abgas-Wärmetauscher WAR 512 GB für Kessel mit Öl- oder Gasgebläsebrenner bis 22 kW, Maße Abgasaustritt DN 110, Abgaseintritt DN 130, Gewicht 23 kg, Neutralisationsanlage RNA, Stand 2005 Beispiel 2: CONDTEX Wärmetauscher RECUMAXX für Brennwertsysteme für Kessel von 31 – 45 kW, Maße BxHxT=326 x 279 x 238, Gewicht 9,5 kg, Abgasanschluss DN 110 Beispiel 3: Fa. YGNIS, Abgaskondensator für Gas- und Ölkessel KA-GO 14 mit oder ohne Umlenkung 125 kW, BxHxT=696 x 1.410 x 682 mm, Gewicht 220 kg, Abgas 150 mm

Plus

Die nachgeschalteten Brennwert - Wärmetauscher nutzen die Kondenswärme im Abgas, die sonst ungenutzt abgeführt wird. Nutzung der Wärme im Abgas bis 80% – damit Einsparungen von 10 – 25% möglich. Sie sind auch für die Nachrüstung vorhandener Kessel geeignet, die damit nicht ausgesondert werden müssen. Voraussetzung 50 Pa druckdicht. Teilweise minimale Abmessungen sichern einfache Nachrüstung. Schalldämpferfunktion bis 8 dB – damit kann zusätzlicher Schalldämpfung entfallen. Einsatz für Gas- und Ölgeräte niedriger, hoher und höchster Leistung. Der korrosionsfeste Edelstahl sichert hohe Betriebssicherheit und lange Nutzungsdauer. Selbstreinigungseffekt durch senkrecht stehende glatte Edelstahlflächen. Gegenstromprinzip sichert hohe Kondensationsrate, einfache hydraulische Einbindung in Heizkreis oder für die Warmwasserbereitung

Minus

Die Kondensatableitungen sind korrosionsbeständig auszuführen, Neutralisationsanlage und evtl. pH- Wert Überwachungsanlage erforderlich, die zusätzliche Kosten verursachen. Die Abgasführung muss immer flüssigkeitsdicht und säurebeständig ausgeführt werden. Der regelmäßige Wechsel des Neutralisationsmittels ist notwendig. Nachrüsteinrichtung relativ preisaufwendig, Bei der Dimensionierung der Abgasleitung ist die maximale Abgastemperatur zu beachten. Kondensat aus Heizölbetrieb extrem sauer und aggressiv. Aufstellung in Räumen, wo Halogenkohlenwasserstoffe auftreten können, muss Einsatz vorher mit Hersteller geklärt werden.

Informationen

Anwendungen für alle Niedertemperaturkessel (Erdgas, Öl, Flüssiggas, Kohle, Pellets u.a.) möglich. Zur Brennwertnutzung genügt schon eine geringe Kaltwassermenge. Einsatzfälle für die Nachrüstung vorhandener Anlagen. Bei der Brennwertnutzung fällt bei 1 m³ Erdgas ca. 1,5 Liter Kondensat pH Wert ca. 4,0 an und bei 1 l Heizöl ca. 1 Liter Kondensat mit pH Wert ca. 2,0 an. (Neutral ist 7,0). Abgasleitungen sind auf Brennwertnutzung umzustellen, zu überprüfen bzw. zu sanieren, Kondensatleitung ausreichend dimensionieren. Folgekosten durch Wechsel (Neutralisationsmittel, Wartungen) einkalkulieren. Vor dem Einsatz ist eine Kosten-Nutzen-Analyse notwendig. Erdgas kondensiert eher als Heizöl, Erdgas bei 57°C, Heizöl bei 47°C. Umstellung von Heizwert auf Brennwert bei Erdgas 10% Mehrkosten ergeben bis 11% Energieeinsparung, bei Heizöl 45% Mehrinvestition ergeben 6% Einsparung. Quelle: www.asue.de

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Juni 2008

Seite 12 von 12

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.2.1.

Unterscheidung von Erdgas - Heizgeräten – Heizwertkessel mit atmosphärischem Brenner

– Heizwertkessel mit atmosphärischem Brenner Beschreibung Heizwertkessel mit atmosphärischen Brenner

Beschreibung

Heizwertkessel mit atmosphärischen Brenner sind Niederdruck- oder Naturzugbrenner, bei denen das Gas aus vielen kleinen Düsen mit dem natürlichen Gasdruck, z.B. 20 mbar Erdgas, ausströmt und sich mit der Verbrennungsluft mischt. (Quelle: Pistohl, Handbuch Gebäudetechnik). Die Zündung erfolgt über Zündelektroden und selten über Zündflamme. Sie erhitzen das Heizungswasser auf Temperaturen zwischen Raumtemperatur und ca. 80°C betrieben. Das Abgas darf weder im Kessel noch im Schornstein kondensieren (160°C). Kurzzeitiger Kondensanfall darf nicht zu Korrosion führen. Kesselleistung zwischen 5 und 342 kW. Die Anpassung der Kesselleistung an den individuellen Bedarf ist durch fein abgestimmte gestufte Leistung der Kessel möglich. Die Heizwassertemperaturen werden i.d.R. in Abhängigkeit von der Außentemperatur gesteuert. Niedertemperaturkessel gibt es z.B. mit Vormischbrenner, hohem Wirkungsgrad, witterungsgeführter Regelung, Abgasüberwachung, Warmwasservorrangschaltung, mit ADG und integrierter Pumpe, nebenstehendem oder untergestellten Speicher. Der Wirkungsgrad beträgt, bezogen auf den unteren Heizwert 90-94% und bezogen auf den oberen Heizwert ca. 86 %. Der Einsatz kann auch in Kaskaden erfolgen.

Technische Daten

Beispiel 1: Oertli GS 140 N, gusseiserner, bodenstehender Gasstandkessel mit einstufigem atmosphärischem Brenner, Leistung 11-48 kW, BxTxH = 522 x 773 x 850 mm, Gewicht 85 kg, Regelung REA 131 B, Heizkreis mit Mischer, Stand 2006 Beispiel 2: Vaillant schadstoffarmer 2stufiger Gussheizkessel, VK 214-2 E, atmosphärischer Brenner, Leistung 11,6 bis 21,2 kW, Abgasanschluss 130 mm, BxTxH = 520 x 735 x 850 mm, Gewicht 112 kg, Beispiel 3: Buderus LOGANO G 134 Multigas 30, selbstregelnder MULTIGAS Brenner mit automatischer Anpassung an Erdgasbeschaffenheit, Leistung 30 kW, Abgasanschluss 150 mm, BxTxH = 600 x 849 x 1.016 mm, Gewicht 192 kg, mit Regelung LOGOMATIC 2107 M

Plus

Stand-by Verluste betragen nur 1,6 m³/Tag für Kessel bis 1994, jetzt 0,5 m³/Tag. (Quelle: Test spezial Energie 2006). Verbrauch an Brennstoff ca. 30% geringer und bis ca. 50% weniger Schadstoffausstoß als Konstantheizkessel. Sehr leiser Betrieb und Einssparung von Elektroenergie wegen Wegfall des Gebläses. Senkung der Verluste durch niedrigere Abgastemperaturen, geringere Abstrahlung und Konvektion sowie geringere Brennerstarts. Widerstand gegen Korrosion bieten Gussheizkessel und mit Edelstahl beschichtete Anlagenteile. Breite Gerätepalette von namhaften Herstellern mit gutem Design und unterschiedlicher Farbgestaltung. Lieferumfang mit stufenlose Leistungsanpassung, modulierender oder 2stufiger Betrieb, automatische Zündung, Abgasüberwachung, Steuerung verschiedene Heizkreise (stetig oder gemischt). Einfache Umrüstung von Erdgas auf Flüssiggas oder Wasserstoff und umgekehrt möglich. 2stufige Brenner takten seltener als einstufige Brenner.

Minus

Maßnahmen gegen Taupunktunterschreitung erforderlich (Taupunkt Erdgas bei ca. 57 °C, Heizöl bei 47 °C) in Abhängigkeit von der Luftzahl – (hier 1,1). Die Ableitung des Kondenswasser aus dem Schornstein und dem Kessel ist zu sichern. Für die Abgasführung ist ein höherer Querschnitt als für Gebläsebrenner erforderlich. Eine Schornsteinsanierung ist i.d.R. notwendig. Atmosphärische Brenner haben im Durchschnitt einen ca. 2% geringeren Wirkungsgrad als Gasgebläsebrenner.

Informationen

Anzahl Erdgasanlagen mit thermischen Solaranlagen steigt in der BRD. Die Entscheidung für den jeweiligen Heizkessel entscheidet damit über den Energieverbrauch der nächsten 20 Jahre. Die Abgastemperatur kann zwischen >80°C und 200°C betragen. Vor dem Einsatz ist die Abstimmung mit dem Schornsteinfegermeister erforderlich, z.B. Abforderung, Ausfüllen und Übergabe Kennzifferblatt. Mehrkesselanlagen senken die Stillstandsverluste vor allem in den Sommermonaten. 48% der deutschen Haushalte sind mit Erdgas beheizt. Anteil der Gasheizgeräte am gesamten Heizungsmarkt liegt von 1998 bis 2007 bei ca. 70%.

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Juni 2008

Seite 13 von 13

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.2.2.

Unterscheidung von Erdgas - Heizgeräten – Heizwert Öl/Gas-Heizkessel mit Gasgebläsebrenner

– Heizwert Öl/Gas-Heizkessel mit Gasgebläsebrenner Beschreibung Niedertemperaturkessel mit Gebläsebrenner sind

Beschreibung

Niedertemperaturkessel mit Gebläsebrenner sind Heizungsanlagen, bei denen die Verbrennungsluft durch ein Gebläse zugeführt wird. Dadurch sind sie weniger stark vom Schornsteinzug abhängig. Die Mischung von Gas- und Verbrennungsluft findet entweder vor oder nach dem Gebläse statt. Damit ist eine exakte Dosierung der Luftmenge möglich. (Quelle: Recknagel, Taschenbuch Heizung Klimatechnik 2007/08). Sicherheitseinrichtungen schalten die Gaszufuhr z.B. bei Gasmangel oder fehlender Verbrennungsluft ab. Die NT-Kessel werden mit ein- oder zweistufigen Gasgebläsebrenner eigener oder fremder Fabrikate betrieben. Ausführungen sind i.d.R. bodenstehende Guss- oder Stahlkessel. Gebläsebrenner werden an NT-Kessel angeflanscht bzw. werden in Vertikaltechnik ausgeführt, z.B. www.weishaupt.de. Einsatzgebiete für kleine, höhere und höchste Leistungen.

Technische Daten

Beispiel 1: Weishaupt THERMO UNIT Guss WTU 20-G, Leistung bis 20 kW, Erdgasbrenner WG5, Abgasanschluss DN 80 (auch als LAS – Version lieferbar), HxBxT = 1.016 x 600 x 706 mm, Gewicht

218 kg, mit Regelung WRS CPU B2/E

Beispiel 2: MHG Öl/Gaskessel ECOSTAR 127 Gas - UNIT mit Gasgebläsebrenner GE 1H, Leistung 15 - 65 kW, HxBxT = 865 x 400 x 617 mm, Kesselgewicht 88 kg, Brennergewicht 13 kg, Beispiel 3: OERTLI Öl- /Gas-Heizkessel mit 130 Liter Speicher CUR 153, Leistung 16-21 kW,

HxBxT = 1.470 x 630 x 993 mm, Kesselgewicht 228 kg Rauchrohranschluss 130 mm, 1stufiger Gasgebläsebrenner Weishaupt WG5-N/1-A, Leistung 12,5 – 50 kW, Stand 2006

Plus

Große Auswahl an Brennern und Leistungsstufen ab 4 kW, einstufige Brenner bis 50 kW. Ein Brenner kann ein breites Leistungsspektrum abdecken, z.B. bei www.weishaupt.de 12,5 bis 50 kW oder 40 –

350 kW. Wirkungsgrad 90-94% bezogen auf Hu, schadstoffarme Brenner. Die Anlieferung der Kessel

ist in Gliedern möglich und erleichtert die Montage im Heizraum oder Dachheizzentrale. Es ist ein geringerer Abgasquerschnitt als bei atmosphärischen Kesseln erforderlich und es besteht eine geringere Abhängigkeit vom Schornsteinzug. Die Kessel haben genormte Anschlüsse für alle Öl- oder Gasbrenner bzw. Mehrstoffbrenner. Erdgasbrenner sind wesentlich schadstoffärmer als Heizölbrenner,

insbesondere wenn kein schwefelarmes Heizöl eingesetzt wird. Umrüstung von Öl auf Erdgas durch Austausch der Brenner oder Einsatz Zweistoffbrenner problemlos möglich.

Minus

Stärkere Geräuschentwicklung als bei atmosphärischen Brennern. Abgasschalldämpfer oder Abgaswärmetauscher sind teilweise erforderlich. Durch die höhere Anzahl an Bauteilen erhöht sich die Störanfälligkeit. Gebläse für die Verbrennungsluftzuführung erfordern zusätzlich Elektroenergie, z.B. 20 kW Brenner ca. 100 W elektrische Leistungsaufnahme. Niedertemperaturbrenner können nicht die mögliche Kondensationswärme bei Heizöl 6% und bei Erdgas 11% nutzen. Regelmäßige Wartung erforderlich, da z.B. 1 mm Russ im Kessel den Brennstoffverbrauch um ca. 5% erhöht.

Informationen

2006 wurden von 38,3 Mio Wohnungen 48% (+0,5% zu 2006) mit Erdgas beheizt, 30,7% (-0,3% zu 2006) mit Heizöl. Bei den Neubauten 74% mit Erdgas und 12% mit Heizöl. Insgesamt werden 2006 ca. 18,4 Mio Wohnungen mit Erdgas versorgt. Bei der Modernisierung haben im Jahr 2004 = 49% der Haus- und Wohneigentümer von Heizöl auf Erdgas umgestellt. Von Erdgas auf Heizöl <1%. Quelle:

www.bgw.de Brenner können von dem Kesselhersteller oder von Gebläsebrenner – Hersteller bezogen werden. Sicherheitseinrichtungen wie Gasdruck- und Luftdruckwächter, Flammenüberwachung gewährleisten sicheren Betrieb und schalten den Brenner bei Abweichungen ab. Das ist z.B. problematisch bei Frostgefahr, wenn kein automatischer Neustart der Brenner erfolgen kann.

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Juni 2008

Seite 14 von 14

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.2.3. Unterscheidung Erdgas – Heizgeräte, Nah- und Fernwärme-Kompaktstation Beschreibung Nah- und

A 1.2.3. Unterscheidung Erdgas – Heizgeräte, Nah- und Fernwärme-Kompaktstation Beschreibung

Nah- und Fernwärmekompaktstation sind stehende oder hängende Wärmeübertrageranlagen, welche die primärseitig bereitgestellte Wärmeenergie in die sekundärseitige Wärme für die Heizung und/oder für das Warmwasser von einzelnen Objekten oder Wohneinheiten umwandeln. Sie bestehen aus Wärmeübertrager (i.d.R. Plattenwärmetauscher), sekundärseitigen Abgängen für verschiedene Heizkreise, Warmwasserbereiter, Speicher als Option, Lüftungsabgänge u.a. Die primärseitige Wärmebereitstellung kann durch einen zentralen Wärmeerzeuger oder durch ein Fernwärmeversorgungsunternehmen erfolgen. Die Wärmeübertragung erfolgt in dem jeweiligen Objekt durch einen geregelten kompakten, anschlussfertigen Plattenwärmetauscher. Der Wärmeübertrager bildet die Trennstelle zwischen dem System Fern/Nahwärme und der haustechnischen Anlage. Ausführliche Beschreibung im Handbuch für Fernwärmestationen http://www.dretec.de/produkte/handbuch.htm (auch zum Downloaden). Prinzipschaltbild bei http://www.ert.de/fernw.htm

Technische Daten

Beispiel 1: PEWO Energiezentrale Compact IDD 35 mit indirektem Anschluss Heizung/Warmwasser, 12 kW, BxHxT = 740 x 1.060 x 150 mm, Gewicht 47 kg, Stand 2006 Beispiel 2: Buderus Etagenstation LOGAMAX EK 100-35, für Heizung und Warmwasser, 35 kW, HxBxT 635x450x210 mm, Gewicht 18 kg, Warmwasser bis 60°C Beispiel 3: Danfoss indirekte Wohnungsstation AKVA VITA VX 2000 für Heizung und Brauchwasser für 1 WE, HxBxT mit Verkleidung = 990x590x350 mm, Gewicht 50 kg, Regelung erforderlich, Stand 2007

Plus

Nur eine zentrale Gasheizungsanlage oder ein BHKW versorgt ein Wohn- oder Gewerbeobjekt mit Heizung, Warmwasser und evtl. mit Strom. Die kompakten Bauformen der Etagenstationen ermöglichen den Einsatz für einzelne Wohneinheiten oder Kellerräume, ohne Standplatz zu beanspruchen (z.B. bei wandhängendem Einbau). Der erzeugte Strom kann bei BHKW Betrieb in das Netz eingespeist werden und wird über das EEG-Gesetz oder das KWK Gesetz vergütet. In den Wohn- oder Gewerbeeinheiten ist kein Schornstein erforderlich und sichert einen Platzgewinn im Wohnbereich. Keine Emissionsbelastung im unmittelbaren Anwendungsbereich, keine Schornsteinsanierung oder -reinigung. Keine Brennstoffe im Haus. Hydraulische Trennung von Primärkreis und Sekundärkreis (Heizung im Objekt). Keine Gasleitung zu den einzelnen Objekten. Geringere Wartungskosten, individuelle Einstellung und Abrechnung für jede Wohnung möglich.

Minus

Der Aufbau eines Nahwärmeverteilungsnetz einschließlich der Tiefbaumaßnahmen für die Leitungen werden erforderlich. Netzverluste treten auf und müssen sich durch Dämmmaßnahmen in Grenzen halten. Eine Alternative bietet der Einsatz von flexiblen vorisolierten Leitungen, z.B. der Fa. BRUGG, Jedes Objekt oder jede Wohnung benötigt Nahwärmekompaktstation und Warmwasserversorgung. Mieter oder Eigentümer benötigen zusätzlichen Anschluss, um Erdgas nutzen zu können. Der Zugang für den Netzbetreiber zur Station und eine frostfreie Aufstellung ist zu sichern.

Informationen

Nur 6% der Tage im Jahr entfallen auf Temperaturen unter –10°C, d.h. dass die Heizungen die meisten Tage im Jahr überdimensioniert sind. Haupteinsatzgebiete sind Wohnanlagen, Reihen und Einfamilienhäusern und Betriebe mit mehreren Objekten. Besonders sinnvoll in Verbindung mit einem Blockheizkraftwerk zu Erzeugung von elektrischer Energie. Einsatzbereiche sind z.B. bei Nahwärme 5 – 30 kW mit Etagenversorgung oder für einzelne WE einschließlich Trinkwassermodule. Fernwärme 5 – 25 kW mit Anordnung der Aggregate im Schrank. Trinkwassermodule von 10 – 500 kW mit Speicher 60 – 1.000 Liter. Die technischen Anschlussbedingungen für Fernwärme und die Verordnung über ABV Fernwärme sind zu beachten. Wortlaut z.B. bei der Fa. Dallmann & Hülsmann. Finanzierungsmodelle sind z.B. über einen Nahwärmeservice möglich www.drewag.de

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Juni 2008

Seite 15 von 15

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.3.1.

Stromerzeugende Heizung, Blockheizkraftwerk – Antrieb Gasmotor

Heizung, Blockheizkraftwerk – Antrieb Gasmotor Beschreibung Ein Blockheizkraftwerk mit dem Antrieb durch

Beschreibung

Ein Blockheizkraftwerk mit dem Antrieb durch einen Gasmotor besteht aus einer Otto- oder Diesel Motor-Generator-Einheit mit Wärmetauschern für die Nutzung von Kühlwasser und Abgaswärme. Sie nutzen die innere Verbrennung und arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und werden mit Erdgas, Flüssiggas, Biogas, Bioöl oder Diesel betrieben. Sie sind Vor-Ort-Erzeuger von Wärme und Strom. Nutzung der Abwärme der Elektroerzeugung für die Gebäudeheizung oder Gebäudekühlung. BHKW mit Leistungen unter 15 kWel. werden auch als Klein oder Mikro –BHKW bezeichnet. Prinzipschaltbild mit Erläuterung www.ecopower.de. Oft Spitzenheizkessel erforderlich. Strom aus BHKW soll bis 2020 auf 25% Anteil verdoppelt werden. Beschluss 6.6.08.

Technische Daten

Beispiel 1: Firma SENERTEC Dachs HKA, Magermotor 579 cm³ für Erdgas, Flüssiggas, Heizöl, Leistung 5,5 kWel., 10,4 – 12,5 kW th., Wirkungsgrad el. 27% Beispiel 2: ECOPOWER BHKW , 4-Takt-Einzylinder 272 cm³, Leistung 1,3 – 4,7 kWel. modulierend, 4–12,5 kW th., Wirkungsgrad el. 25%, Beispiel 3: Firma Giese Energie und Regeltechnik, ENERGATOR GB 6-12, Dreizylinder Gas-Otto- Motor 740 cm³, Leistung 3,2-5,5 kWel., 7,2-12 kW th., LxBxH=1.400x680x880 mm, Gewicht 320 kg, Beispiel 4: Honda Mikro - BHKW für EFH, Gasmotor 163 cm³, 3-Wege-Katalysator, Abmessungen (BxTxH) 640x380x940 mm, Gewicht 82 kg, Geräusch 44 db(A), Leistung 1 kWel., 3,25 kWth., Wirkungsgrad 65% th., 20% el., gesamt 85%.

Plus

Dezentrale Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom. Können auch Notstromversorgung bei Stromstörungen und Ausfällen übernehmen. Leistungsstufen von 1-15 kW el. und 3,25 bis 35 kW th. Günstige Wärme-Kraft-Kopplung (Nutzung der Abwärme der Elektroenergieerzeugung), Rückeinspeisung in das öffentliche Stromnetz unter Nutzung Fördermittel aus dem Kraft-Wärme- Kopplungsgesetz bzw. dem EEG möglich (siehe auch www.vng.de Publikationen). Einsparpotentiale:

47% CO 2 Einsparung, 25% NOx Einsparung, 31% Primärenergie, (Quelle: SenerTec), ca. 1 m³ Erdgaseinsparung gegenüber getrennte Erzeugung im Kraftwerk. 20 Jahre Lebensdauer, Hersteller bieten teilweise komplette Wartung an, steuerermäßigt von der Mineralölsteuer bis 2018. SteamCell ist klein wie Therme und hat ein Gewicht von 40 kg.

Minus

Hohe Laufzeiten, ca. 70.000 Betriebstunden und ganzjährige Abnahme von Wärme für einen wirtschaftlichen Betrieb erforderlich. Spitzenheizkessel und Pufferspeicher oftmals notwendig, um elektrische Energie mit höherem Wirkungsgrad zu erzeugen. Nur ein Teil der elektrischen und thermischen Leistung des Objektes mit sinnvollen Kosten abdeckbar. Maßnahmen zur Geräuschdämmung sind erforderlich, sonst besteht Gefahr von zwangsweisen Abschaltungen. Abgastemperaturen liegen bei ca. 150 °C. Hilfsstoffe wie Schmieröl teilweise erforderlich (z.B. bei DACHS-HKA von SENERTEC Wechsel nach 3.500 Betriebsstunden). Kleine Leistungen erst seit 2004 verfügbar. Start des BHKW mit Netzstrom, z.B. bei ECOPOWER.

Informationen

Die Einspeisevergütung erfolgt nach dem „Üblichen Preis“ Durchschnittspreis Netto für 1 Quartal der Strombörse Leipzig, z.B. 3/2006 = 5,462 Ct/kWh, 4/2006 = 4,467 Ct/kWh. 1/2007 = 2,974 Ct/kWh, 3/2007 = 2,606 Ct/kWh, Quelle www.bkwk.de/bkwk/infos/preis. Der Einsatz ist z.B. als monovalenter Betrieb (einzige Wärmequelle für das Objekt), als Netzersatzbetrieb (Notstromversorgung) oder im Inselbetrieb möglich. Beim Netzersatzbetrieb erfolgt der Einsatz parallel zum Netz. Einsatzgebiete sind z.B. Rettungsstellen der Feuerwehr, Verwaltungsgebäuden mit hochwertigen EDV Anlagen, Produktionsbetriebe mit empfindlichen Stromverbrauchern. Laufzeiten mindestens 4.000 h/Jahr – das entspricht ca. 100.000 km beim PKW. Einzelne Gasmotoren – BHKW haben bereits 80.000 Stunden Laufzeit überschritten, 80% der BHKW sind erdgasbetrieben. In BRD sind ca. 18.000 BHKW im Einsatz, davon SENERTEC 14.000 Anlagen. Quelle: TGA Fachplaner 1-2007. Anteil an KWK über 1 MW beträgt in Deutschland 2007 gesamt ca. 12,6%. Quelle: www.bhkw-infozentrum.de. Verhältnis elektrischer zur thermischen Leistung beträgt ca. 1 : 3. Allpoliger Trennschalter erforderlich.

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Juni 2008

Seite 16 von 16

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.3.2.

Stromerzeugende Heizung, Antrieb Stirlingmotor

A 1.3.2. Stromerzeugende Heizung, Antrieb Stirlingmotor Beschreibung Das Blockheizkraftwerk mit dem Antrieb einer

Beschreibung

Das Blockheizkraftwerk mit dem Antrieb einer Stirlingmaschine ist eine periodisch arbeitende Wärmekraftmaschine, die mit Hilfe externer Verbrennung Wärmeenergie in mechanische Energie umwandelt und damit Strom nach dem KWK-Prinzip erzeugen kann (Animation unter www.k- wz.de/vmotor/stirling.html, www.stirlingmotor.com/funktion.htm, Er besteht aus einem Zylinder, indem sich ein Arbeitskolben und Verdrängungskolben 90° versetzt bewegen. Bei dem idealen Stirlingprozess gibt es 4 nacheinander ablaufende Stufen. Sie kann als Kombination von Gas- Brennwertkessel mit Freikolben – Stirling - Maschine zur Wärme und Elektroerzeugung, Mikro- Wärmekraftkopplung (µWK) bzw. zur Kälteerzeugung www.stirling-engine.de eingesetzt werden. Die gewonnene lineare Bewegung wird zumeist über die Excenter Welle in Drehbewegungen umgesetzt. Der Gesamtwirkungsgrad kann bis 105% betragen. Wandhängende Gas-Brennwertheizkessel mit Stirling Motor werden von www.dedietrich-remeha.de angeboten. Übersicht über Stirling Leistungsmotoren www.stirlingmotor.com/leistungsmot.html

Technische Daten

Beispiel 1: Firma Stirling Systems SEM Leistungsparameter ca. 5 kW thermisch, 1,2 kW elektrisch, Gesamtwirkungsgrad >90%, Brennerleistung bis 15 kW, eigene Stromversorgung und damit Inselbetrieb möglich, Feldtest seit 2005 Beispiel 2: FA. SUNMACHINE Gas - Stirling kombiniert mit Brennwertkessel, 3 Größen 1, 2 und 4 kW el. und 5, 10 und 20 kW th., el. Wirkungsgrad 30-35%, gesamt ca. 105%, Arbeitstemperaturen 400 – 800 °C. 2008 sollen 5.000 Maschinen ausgeliefert werden Beispiel 3: Fa. Mayer & Cie. Rundstrickmaschinen, Mikro-Stirling-BHKW, Typ MCT-S7-CCFF, 1- Zylinder-β - Stirlingmotor 100 cm³, Brennstoff Erdgas, Leistungsparameter: 3 kWel. (400 Volt), 18 kW th., (LxBxH) 1.100 x 800 x 1.200 mm, Gewicht 350 kg, Vortrag www.minibhkw.de

Plus

Die Art der Wärmequelle ist fast irrelevant, d.h. es sind alle gasförmigen (auch ungereinigtes Biogas), flüssigen und festen Brennstoffe (auch Holz oder Holzpellets) sowie Solarwärme zum Antrieb geeignet, auch Nutzung von Abwärme möglich. Dezentrale Erzeugung von Wärme und Strom (230 V ~), der direkt verbraucht oder in das Netz eingespeist wird, Günstige Wärme-Kraft-Kopplung, dass Einsatz im Einfamilienhaus erfolgen kann. Einsparung von ca. 15% an Erdgas gegenüber getrennter Erzeugung von Wärme und Strom. Lebensdauer mind. 60.000 Stunden, weniger bewegliche Teile als ein Ottomotor, Wartungszyklen erst nach 5.000 bis 10.000 Stunden Laufzeit. Geringe Laufgeräusche, da keine explosionsartige Vorgänge im Innern des Stirlingmotors ablaufen, keine Schmier- oder Kühlmittel werden benötigt bzw. sie reichen über die gesamte Lebensdauer. Der Schadstoffaustausch liegt ca. Faktor 10 unter Ottomotoren. Weder innere Verbrennungen noch Ladungswechsel. Schnelle Bereitstellung von Strom und Wärme innerhalb von 2 Minuten (kalt) oder 4 Minuten Warmstart.

Minus

Investitionskosten höher als beim Brennwertgerät, es deckt oft nur den Grundlastbereich, zusätzliches Heizgerät und Pufferspeicher sehr oft erforderlich. Für die Erzeugung von hohen Leistungen bei kleinen Abmessungen sind Drücke bis 150 bar , Temperaturen von 800°C und Umdrehungen von 3.000 bis 4.000 U/min erforderlich. Stirlingmotoren sind gegenwärtig zu Otto oder Dieselmotoren nicht konkurrenzfähig. Geringe Erfahrungen mit Stirling Motoren.

Informationen

Anteil an KWK über 1 MW beträgt in Deutschland 2007 gesamt ca. 12,6%. Quelle: www.bhkw- infozentrum.de. Seriengeräte sind bereits marktreif. Firma POWERGEN hat 80.000 erdgasbetriebene Stirlingmotoren bei der Fa. WHISPER TECH bestellt, Quelle www.bhkw-infozentrum.de. Einsatzgebiete: Ein- bis Mehrfamilienhäuser, Gewerbebetriebe, Wohnanlagen, Schwimmbäder, Hotels. Soll in den Niederlanden den Brennwertkessel ersetzen. Rückspeisung der überschüssigen Energie ist mit den EVU in Klärung und technisch gelöst. Versuchsanlage in Aachen mit 28 kW el. 54 kW thermisch für 48 Wohnungen. GASAG Berlin startet Feldversuch mit µBHKW, um ab 2008 große Serien einzusetzen. Verfügbare Geräte www.stromerzeugende-heizung.de.

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Gastechnik Live

Juni 2008

Seite 17 von 17

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.3.3.

Stromerzeugende Heizung, Prinzip Dampfmotor

A 1.3.3. Stromerzeugende Heizung, Prinzip Dampfmotor Beschreibung Das Blockheizkraftwerk nach dem Prinzip eines

Beschreibung

Das Blockheizkraftwerk nach dem Prinzip eines Dampfmotors ist eine Wärmekraftmaschine, die Wärmeenergie in mechanische Energie umwandelt und damit Strom nach dem KWK-Prinzip erzeugen kann. Bei dem Linearmotor LION der Firma OTAG wird ein freischwingender Kolben in einem geschlossenem Dampfprozess betrieben. Animation bei der Fa. Otag. Am Anfang des Prozesses steht eine sehr kompakte und nahezu emissionsfreie Brennertechnologie. Das Speisewasser wird verdichtet, erhitzt und so in energiereichen Dampf umgewandelt. Mit diesem heißen Dampf wird ein innovativer Kolbenmotor angetrieben. Da es sich hierbei um eine kaum hörbare kontinuierliche Verbrennung handelt, entfällt die bei anderen Motorsystemen auftretende Geräuschentwicklung. Die mechanische Arbeit, die der expandierende Dampf verrichtet, wird von einem Generator in elektrische Leistung umgewandelt. Durch ein spezielles Wärmetauschersystem kann thermische Energie für verschiedene Zwecke entnommen werden: Zum Beispiel kann die SteamCell die Heizungs- und Warmwasserversorgung eines Wohnhauses übernehmen. Gleichzeitig kann der erzeugte Strom den Eigenverbrauch des Haushalts decken und sogar das öffentliche Stromnetz speisen.

Technische Daten

Beispiel 1: Fa. OTAG, LINATOR LION, Freikolbendampfmaschine mit integriertem Lineargenerator, 0,2 - 2,2 kW el., 230 Volt, 2,5 – 16,0 kW th., HxBxT = 1.260 x 620 x 830 mm, Geräusch 48 – 54 dB(A), Gewicht 195 kg, http://www.otag.de/download/080127_Kurzinfo.pdf Brennstoffeinsatzwirkungsgrad von 98%. Serienproduktion läuft seit Oktober 2006 mit ca. 600 Geräten pro Jahr. Einsatz für 1 – 3 Familienhäuser. Beispiel 2: Fa. ENGION (Insolvenz seit 2005) Dampfexpansions- BHKW, wandhängende Ausführung, 0,5 – 6,0 4 kWel. modulierend und 2,0 – 24,0 kW th., Wärme- und Strom unabhängig regelbar, Arbeiten 2006 eingestellt

Plus

Dieser Dampfmotor kann wie ein Heizkessel in das Heizungssystem eingebunden werden. Dezentrale Erzeugung von Wärme und Strom (230 V ~), der direkt verbraucht oder in das Netz eingespeist wird. Günstige Wärme-Kraft-Kopplung, so dass der Einsatz im Ein- oder Mehrfamilienhaus erfolgen kann. Einsparung von ca. 15% an Erdgas gegenüber getrennter Erzeugung von Wärme und Strom. Der Schadstoffaustausch liegt ca. Faktor 10 unter Ottomotoren. Weder innere Verbrennungen noch Ladungswechsel. Weiter Modulationsbereich z.B. bei dem Powerblock LION der Fa. OTAG. Es gibt drei Einnahmequellen:

1. Der eigene Stromverbrauch reduziert sich um 40 - 80%, ca. 250 – 800 €/Jahr

2. Für die im Powerblock verbrauchte Gasmenge wird die Gassteuer erstattet, ca. 100-350 €/Jahr

3. Vergütung für ins Stromnetz rückgespeisten Strom, ca. 90 –250 €/Jahr Quelle www.otag.de

Minus

Investitionskosten höher als beim Brennwertgerät, es deckt oft nur den Grundlastbereich, zusätzliches Heizgerät und Pufferspeicher sehr oft erforderlich. Sind gegenwärtig im Verhältnis zu Otto- oder Dieselmotoren noch nicht konkurrenzfähig. Geringe Erfahrungen mit Dampfmotoren. Zusätzliche Installation eines Einspeisezählers erforderlich. Problem der sinnvollen Nutzung der Abwärme der Motoren im Sommer.

Informationen

Die Geräte sind besonders für den Einsatz im Ein- und Zweifamilienhaus konzipiert. Der von LION produzierte Strom kostet ca. 5 Ct/kWh. Quelle www.otag.de. Seriengeräte sind bereits marktreif. Firma OTAG hat mit der Serienproduktion begonnen, da am 21.07.2006 die CE Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Anschluss der stromerzeugende Heizung erfolgt hydraulisch analog eines Heizkessels. Die Steuerung der BHKW kann wärmegeführt bzw. stromgeführt erfolgen. Der Spitzenheizkessel kann von der Steuerung des BHKW mit angesteuert werden. Eine Fernüberwachung sollte mit angeboten werden. Übersicht Geräte in der Entwicklung auf der Seite stromerzeugende Heizung.

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Juni 2008

Seite 18 von 18

Erstelldatum

16.06.2008

A 1.3.4.

Stromerzeugende Heizung, Brennstoffzelle

A 1.3.4. Stromerzeugende Heizung, Brennstoffzelle Beschreibung In der Brennstoffzelle erfolgt die dire kte Umwandlung

Beschreibung

In der Brennstoffzelle erfolgt die direkte Umwandlung von Wasserstoff und Sauerstoff in Elektroenergie und Wärme ohne herkömmliche Verbrennungsprozesse (kalte Verbrennung). Wenn kein reine H 2 zur Verfügung steht, wird in einer Vorstufe der im Erdgas, anderen Gasen oder Methanol gespeicherte H 2 freigesetzt. Sie gelten als die Wärme- und Energieerzeuger der Zukunft, z.B. als Brennstoffzellen-Hausenergiezentrale. Neben dem Einsatz als stromerzeugende Heizung sind Anwendungen als Notstromaggregate für die Gebäudenotstromversorgung oder Kombination BZ mit PV-Anlagen vorgesehen. Animation einer Brennstoffzelle www.initiative-brennstoffzelle.de oder www.brennstoffzellenbus.de. Die BZ erzeugen Gleichstrom, der mit Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. http://www.bine.info/pdf/publikation/bi0604internetx.pdf. Unterscheidungsmerkmale siehe Tabelle.

Technische Daten

Beispiel 1: EnBW CELLPLUS, Fa. HEXIS, GALILEO 100 N, SOFC - Brennstoffzelle, 1 kWel., 2,5 kW th., Zusatzheizung wahlweise 12 kW, 16 kW, 22 kW th., Betriebstemperatur 900 °C, integrierter Wärmespeicher 200 l, (BxTxH) = 1080x720x1800 mm, Gewicht 350 kg, Pilotprojekt EnBW für 25 Kunden, Nutzungsdauer Zellstapel 13.000 h, Auslieferung von Testgeräten Ende 2006 Beispiel 2: Fa. Vaillant, Brennstoffzelle Typ PEM 80 - 90°C, 1,5 - 4,6 kW el. Netzparallel, 1,5 -7 kW th. für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern und kleineren Industriebetrieben, mit Spitzenbrennwertkessel von 25 – 280 kW th., elektrischer Wirkungsgrad > 30%, gesamt >80%, CE Brennstoff Erdgas. Quelle technische Daten Fa. Vaillant Beispiel 3: www.europeanfuelcell.de, BETA 1.5, Brennstoffzelle Typ PEM 1,5 kW el. und 3 kW th. mit integriertem Spitzenbrennwertkessel von 3,5 – 15 kW th., Systemtest erfolgreich, Feldtest 2006 mit 100 Anlagen geplant, Marktreife 2012 – 2014, Quelle: www.asue.de

Plus

Bei flächendeckendem Stromausfall kann die Brennstoffzelle das Objekt teilweise weiter mit Strom versorgen. In der Brennstoffzelle wird Wärme und Strom ohne bewegte Teile erzeugt. Sie erfordert kein Getriebe, ist extrem schadstoffarm, erzeugt keine NOx-Emissionen, keine Vibration, wartungs- und geräuscharm, hoher Wirkungsgrad ca. 85%, hohe Stromkennzahl, modularer Aufbau, kontinuierliche Leistungsabgabe, großes Entwicklungspotential. (Quelle www.energieportal.de). Entwicklung bei Vaillant 4,6 kW elektrisch und 35 kW thermisch (davon 28 kW über Zusatzgerät). Günstige Wärme-Kraft-Kopplung, Brennstoffzelle kann Strom und Wärme für ein oder mehrere Objekte komplett liefern und den Überschuss in das Netz einspeisen. Zielstellung ist das 3,5 bis 4,5 Liter Haus! Vaillant hat bis 12/2005 bei dem internationalen Feldtest in 7 Ländern mit 60 Brennstoffzellengeräten 1.000.000 kWh Strom und 2,9 Mio kWh Wärme erzeugt. 31 sind zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet. www.vaillant.de. Bei www.ewe.de sind bei Pilotkunden 33 Brennstoffzellen des Typs HXS 1000 von Sulzer Hexis und 2 Anlagen der Fa. Vaillant im Einsatz.

Minus

In Feldtestversuchen wurden bei Niedertemperatur-Brennstoffzellen Wirkungsgrade von 25-30% erreicht, bei Hochtemperaturanlagen >45%. Keine Großserie, z.Zt. Pilotversuche, hohe Wirkungsgradverluste, wenn externe Reformer eingesetzt werden müssen. Empfindlich gegen Verunreinigungen, hohe Herstellungskosten, fehlende Infrastruktur für Wasserstoff oder Methanol, relativ hohe Preise z.B. bei der Fa. UTC für 200 kW PAFC. Kostenniveau ca. 5 – 10fach über Stirling oder Mikrogasturbine. Markteinführung wird nicht vor dem Jahr 2010 erwartet. Marktfähig erst ab 1.000 €/kW el. Standzeiten 10.000 Betriebsstunden, 40.000 sind erforderlich.

Informationen

Anwendung setzt sich erst durch, wenn kostengünstige und langlebige Brennstoffzellen im Einsatz sind. Die Anbindung der Heizungs- und Wasseranschlüsse in ein vorhandenes Netz muss möglich sein. Die Fahrweise kann wärme- oder stromgeführt erfolgen. Der überschüssige Strom wird entsprechend vergütet. Nur Stromeinspeisung ist erst ab 100 kWel. wirtschaftlich. www.vng.de. Bis zum Jahr 2020 sind mehr als 40.000 MW an Kraftwerksleistung zu ersetzen. Brennstoffzellen können einen Teil dieser Leistung absichern. http://www.bine.info/pdf/publikation/projekt1105internetx.pdf

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Juni 2008

Seite 19 von 19

Erstelldatum

16.06.2008

A 2.1.1.

Aufstellung des Heizgerätes – zentral