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NR.

5/2007 DT-Control
MÄRZ | APRIL | geprüft:
Beiliegender Datenträger
ist nicht jugend-
MAI 2007 beeinträchtigend

Deutschland € 7,60 | Schweiz sfr 15,20


Österreich € 8,60 | Benelux € 8,60
www.pcwelt.de
Sonderheft

Tipps&Tricks Brandaktuelle Spezial-Treiber für Vista


CD So bringen Sie Ihr neues Windows richtig in Fahrt!
Profi-System-Tools Der ultimative Werkzeugkasten für Vista
Security Tool-Kit Diese Sicherheits-Tools müssen Sie haben!
Microsoft Windows NEU! Der offizielle
Startup-Guide

Vista
von PC-WELT
Tipps&Tricks

Einrichten • Anpassen • Optimieren


Schritt für Schritt So steigen Sie ohne
Probleme auf das neue Windows um
Komplettschutz für Vista
Datenrettung, Virenschutz & Sicherheit im Web

Geheim: Was Microsoft verschweigt


Vista perfekt tunen!
45 Problem-Lösungen
Fragen & Antworten zu Vista
So drehen Sie an den
Leistungsschrauben
•Titel_PCW_Vista507_21x28_fin.in1 1 09.03.2007 14:34:09 Uhr
Editorial

Auf Heft-CD: Vista-Tools


und Spezial-Treiber
Die Heft-CD enthält eine Sammlung wich-
tiger System- und Sicherheits-Tools, mit
denen Sie Vista optimieren und verbessern.
Dazu gibt's brandaktuelle Spezial-Treiber,
mit denen Sie Ihre Hardware ausnutzen.

Das neue Windows


Windows Vista bietet mehr als eine schicke neue Optik.
Für mehr Sicherheit und Nutzen hat sich Microsoft beim
XP-Nachfolger einiges einfallen lassen.
Service für die Heft-CD
Das Warten hat ein Ende Vista ist endlich da! Wer sich jetzt einen neuen Rechner
Falls Sie einen Defekt der Heft-CD vermu- zulegt, bekommt das neue Windows in aller Regel vorinstalliert, allen übrigen Win-
ten, wenden Sie sich für Ersatz bitte direkt dows-Nutzern legt Microsoft den Umstieg nahe. Weil, so verkündet das jedenfalls
an den PC-WELT-Leserservice, Tel. 0711/7252 der Software-Branchenprimus, der PC mit dem neuen Betriebssystem natürlich
-277. Mail: shop@pcwelt.de. Österreich: besser, schneller und sicherer laufen soll. Wie Sie Ihr nagelneues Vista-System
Tel. 01/2195560. Schweiz: Tel. 071/31406-15. optimieren oder ob es sich für Nutzer älterer Windows-Versionen lohnt umzustei-
Manche schnellen DVD-Laufwerke lesen gen, darüber informieren wir Sie in diesem PC-Welt-Sonderheft.
nicht alle CDs auf Anhieb. Meist funktio-
niert es aber nach einigen Anläufen. Mehr Leistung Microsoft hat sich mächtig ins Zeug gelegt: Eine Vielzahl neuer
Funktionen und Elemente soll die Bedienerführung einfacher und intuitiver gestalten.
Eine verbesserte Suchfunktion und die coole Aero-Glass-Optik mit praktischer Side-
bar sind nur einige der Highlights der neuen Vista-Oberfläche. Doch Vista bietet mehr
als hübsche, durchsichtige Fenster: Unter der Haube stecken einige Funktionen, die
die Hardware optimal nutzen und das System beschleunigen. Wir zeigen, wie Sie
noch mehr Performance herauskitzeln.

Vista virtuell Der größte Konkurrent zu Vista kommt von Microsoft selbst. Win-
dows XP läuft im Großen und Ganzen so problemlos, dass sich die meisten Anwen-
der mit der sechs Jahre alten Vorgängerversion zufrieden geben. Probieren Sie doch
einmal Vista aus, ohne es gleich dauerhaft zu installieren! Mit Hilfe der Virtualisie-
rungstechnik können Sie sich gefahrlos einen Eindruck von den neuen Funktionen
Haftungsausschluss: Das Installieren der des XP-Nachfolgers machen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Win-
auf Heft-CD bereitgestellten Software er- dows Vista als virtuelle Maschine nutzen.
folgt auf eigene Gefahr. PC-WELT über-
nimmt keine Gewährleistung oder Haftung Viel Spaß mit Vista!
für die Funktionsfähigkeit und etwaige
Schäden, die durch die Installation entste-
hen können. Die Haftung für mittelbare
Schäden oder entgangenen Gewinn ist
ausgeschlossen. Wolfgang Koser
Stellvertreter des Chefredakteurs

TIPPS & TRICKS 5/2007 EDITORIAL 5

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Inhalt

Heft-CD
Auf CD: Spezial-Treiber & Tools 8
Die Heft-CD enthält eine Reihe von Spezial-
Treibern für Komponenten, zu denen Vista stan-
dardmäßig keine passende Unterstützung bie-
tet. Dazu gibt's empfehlenswerte System-Tools

Grundlagen
Mit Vista durchstarten! 10
Steigen Sie ein: Unsere große Übersichtsgrafik
stellt die wichtigsten Vista-Neuerungen vor
Pro & contra Windows Vista 12
Wir sagen Ihnen, was für und was gegen einen
Wechsel zum neuesten Windows spricht
Vista optimal einrichten 18
Der Installationsratgeber zeigt detailliert, wie
Sie Vista auf der Festplatte perfekt einrichten Grundlagen
Vista ins Netzwerk nehmen 26 Auspacken, einstecken – läuft! Doch Vista steckt bezüglich Installation,
Netzwerk, Wireless LAN und Internet-Zugang Grundfunktionen, Explorer, Netzwerk und Spiele voll von Schätzen. Wir
schnell und sicher einrichten haben alle wichtigen Basics für Sie zusammengestellt.
Benutzer verwalten 30 ab Seite 10
Die Benutzerverwaltung ist das A und O, wenn
Sie individuelle Zugriffsrechte vergeben wollen
Vista-Firewall am Anschlag 36
Lesen Sie, wie Sie die neuen Möglichkeiten der
Zugriffskontrolle und Programmsperre nutzen
Das sind die Spiele in Vista 38
Für Traditionalisten gibt es weiterhin Solitär
und Minesweeper, dazu kommen neue Spiele
Das bringt Direct X 10 42
Die 3D-Grafikfunktionen von Direct X 10 zählen
zu den wichtigsten Neuerungen von Vista
In Vista steckt nur wenig .NET 44
Entgegen früheren Ankündigungen setzt Micro-
soft nicht komplett auf das .NET Framework
Office 2007: Das ist neu 46
Zu Vista bietet Microsoft auch ein aufpoliertes
Office-Paket an, das große Änderungen bringt
Notfallrettung 50
Backups werden oft vernachlässigt. Wir zeigen,
wie Sie in Vista den Daten-GAU vermeiden

Rubriken
Tuning
In Ihrem Betriebssystem steckt mehr, als Sie denken. Wir zeigen Ihnen, wel-
Editorial 5
che verborgenen Tempo-Optimierungsmöglichkeiten es in Vista gibt und wie
Impressum/Inserentenverzeichnis 123
Sie sie nutzen können.
Vorschau 124
ab Seite 54

6 INHALT TIPPS & TRICKS 5/2007

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Inhalt

Tuning
Vista optimal 54
Mit unserem Vista-Tuning arbeitet Ihr Windows-
Rechner schnell und komfortabel

Vista individuell 60
Wir zeigen, wie Sie mit geringstem Aufwand das
Maximum aus dem Desktop herausholen

Vista-Start beschleunigen 66
Sparen Sie wertvolle Sekunden beim Hochfah-
ren und Beenden des Betriebssystems

Eigene Setup-DVDs 70
Erstellen Sie eine auf Sie zugeschnittene Setup-
DVD für Vista ohne überflüssige Module

Vista-Dienste aufräumen 74
Mit einer optimierten Konfiguration der System-
dienste sparen Sie wertvolle Ressourcen

Schrauben an Ihrem System 78


Tipps & Tricks Wer bei Vista oder XP unter die Haube schauen
will, braucht dazu Spezial-Tools
Vista hat für jeden Anwender viele Geheimnisse auf Lager. Nutzen Sie das
Wissen der Profis, und verbessern Sie Ihre Systemkonfiguration anhand Neue Firewalls – bald für Vista 84
unserer Experten-Tipps. Wir geben einen Ausblick auf alternative Desk-
ab Seite 106 top-Firewalls für Windows-Systeme

Recovery und mehr 90


Wenn Ihnen Ihre Daten wichtig sind, helfen
Tools, Ihre Platte im Auge zu behalten
Vista für Notebooks 94
Mit ein paar Einstellungen an Vista reduzieren
Sie den Stromverbrauch bei Notebooks

Virtuelles Vista 96
XP und Linux unter Vista laufen zu lassen oder
Vista selbst im Fenster nutzen: ganz einfach!

Leistung im Schnell-Check 102


Über den Eintrag „Zuverlässigkeit und Leis-
tung“ in der Computerverwaltung behalten Sie
die Leistung Ihres PCs im Auge und entdecken
rechtzeitig mögliche Schwachstellen

Tipps & Tricks


45 Fragen zu Vista 106
Mit unseren FAQ bleibt keine wichtige Frage
rund um Windows Vista mehr offen
Sicherheits-Toolkit 112
So wird Vista bombensicher Mit unserem Sicherheitspaket für Vista stopfen
Sie die wichtigsten Schlupflöcher
Trotz Verbesserungen im Sicherheitsring leistet sich Vista bei den Bordwerk-
zeugen viele kleine Sicherheitsschwächen. Wir zeigen Ihnen, wie ein profes- Tipps & Tricks zum IE 7 118
sioneller Systemschutz mit Tools aussieht. Der neue Internet Explorer kämpft mit einigen
ab Seite 112 Eigenheiten, die Sie kennen sollten

TIPPS & TRICKS 5/2007 INHALT 7

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Auf der CD Treiber und Tools

len Fällen ein XP-Treiber. Hier ist allerdings


nicht garantiert, dass die Komponente pro-
blemlos funktioniert. Vor allem TV-Karten
und Audio-Adapter profitieren jedoch von
Spezial-Treibern, die optimal an Vista ange-
passt sind. Auf C CD präsentieren wir Ihnen
ein brandaktuelles Vista-Treiberpaket mit
einigen ausgewählten Spezial-Treibern. Un-
sere Sammlung umfasst die Rubriken „Er-
weiterungskarten/Peripherie“, „Soundkar-
ten“ und „TV-Karten/Webcams“. Enthalten
sind beispielsweise Logitechs Setpoint-Trei-
ber für kabellose Eingabegeräte und ein Ci-
nergy-T-Treiber, mit dem Sie die verbreitete
USB-TV-Karte von Terratec unter Vista zum
Laufen bekommen.

Treiber mit Zertifikat


Optimal für das neue Windows sind Treiber
mit dem Vista-WHQL-Zertifikat (Windows
Hardware Quality Labs). Diese Zertifizie-
rung von Microsoft erhalten Treiber, die bei
Tests unter Vista stabil liefen. Die meisten
Hersteller bieten passende Treiber zum kos-
tenlosen Download an oder geben Infos

Treiber und
über die geplanten Treiber.
Um zu prüfen, welche Hardware Vista von
Haus aus unterstützt, können Sie die Hard-
ware-Kompatibilitätsliste von Microsoft un-
ter https://winqual.microsoft.com/HCL ver-

Tools für Vista wenden. Zusätzliche Listen gibt es im


PCWELT-Wiki unter http://pcwelt-wiki.de/
wiki/Kategorie:Vista.

So kommen Sie an Vista-Treiber


Aktuelle Vista-Treiber bekommen Sie im In-
Helfen schnell, bringen viel – das ist das Motto der Spezial- ternet in der Regel auf den Seiten der jewei-
Treiber und Tools auf der Heft-CD. Sie bietet tolle Programme, ligen Gerätehersteller. Bei manchen Geräten
lassen sich angepasste Treiber aber nicht so
mit denen Sie viel Freude am neuen Windows haben. einfach beschaffen. Das kann daran liegen,
dass der Hersteller der Komponente nicht
Von Ramon Schwenk mehr existiert und es daher keine offizielle
Download-Quelle mehr gibt. Oder der pas-
ür die Heft-CD haben wir wie gewohnt Hardware mit Spezial-Treibern sende Vista-Treiber ist einfach noch nicht
F alles zusammengestellt, was Sie zum optimal nutzen fertig programmiert. Denn noch hat kaum
Umsetzen unserer Tipps und Anleitungen Mit einem neuen System soll der PC natür- ein Hersteller die Treiber-Entwicklung für
benötigen: Sie finden die aktuellen Optimie- lich besser und schneller laufen als vorher. Vista abgeschlossen.
rungs-Tools für Vista neben nützlicher Free- Microsoft hat daher ein paar Funktionen
und Shareware zum Absichern des Systems eingebaut, um die Hardware optimal zu nut-
Die besten Tools für Vista
ebenso wie einige Testversionen kosten- zen und das System zu beschleunigen. Mit den System-Tools von C CD legen Sie
pflichtiger Vista-Programme zum Auspro- Wenn Vista ein Gerät bei der Installation bei Vista den Turbo ein. Damit optimieren
bieren. Ein Highlight ist unsere Sammlung nicht automatisch erkennt, benötigen Sie Sie zahlreiche Einstellungen der Windows-
an Spezial-Treibern. Auch wenn im Internet einen Treiber vom Hardware-Hersteller. Es Konfiguration, für die Microsoft nach wie
möglicherweise nicht gleich die richtigen muss allerdings kein spezieller Vista-Treiber vor keine direkten Einstellmöglichkeiten
Informationen zu finden sind – auf unserer sein. Da sich Vista und XP technisch nicht vorgesehen hat. Einige Hersteller von Tools
Heft-CD steht immer alles sofort bereit. grundlegend unterscheiden, genügt in vie- zur Vista-Optimierung bewerben ihre Pro-

8 AUF DER CD TIPPS & TRICKS 5/2007

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Treiber und Tools Auf der CD

gramme zwar als wahre Tempomacher,


doch den versprochenen Leistungsgewinn
konnten wir nicht messen. Dafür drehen die
Utilities in puncto Komfort und System-
schutz richtig auf: Persönlicher Desktop,
verbessertes Dateimanagement, sicheres
Surfen und produktive Fensterhandhabung
– für jeden ist etwas dabei.

Virenschutz von der Heft-CD


Malware wie Viren, Trojaner und Backdoors
haben auch in Vista ein riesiges Schadens-
potenzial. Für einen sicheren PC brauchen
Sie trotz der Sicherheitsfortschritte in Vista
die richtigen Tools. Auf Platz eins der Liste
mit den Pflichtprogrammen steht deshalb
eine gute Antiviren-Software. Mit dem für
Privatnutzer kostenlosen AVG Anti-Virus
Free Edition von der Heft-CD erhalten Sie
ein Virenjäger-Komplettpaket, das Ihren PC
perfekt vor Malware-Angriffen schützt. Für
unser Sicherheits-Toolkit haben wir weitere Super-Tools für Vista: Nützlich, leistungsstark und in vielen Fällen sogar kostenlos sind
Utilities zusammengestellt, die Viren, Troja- die zahlreichen Programme, die wir Ihnen auf der Heft-CD präsentieren
ner und Backdoor-Programme stoppen, be-
vor sie Schaden anrichten. systemnahen Tools und Sicherheits-Utilities lohnt, für die es bislang aber noch keine Vis-
unter Vista ihren Dienst. Meist verläuft die ta-Version gibt. Wir haben uns entschlos-
Wenn Vista Probleme macht Installation zunächst problemlos, beim Pro- sen, die Dateien für XP dennoch auf die
Im Internet finden sich kleine Helfer für fast grammstart oder beim Aufruf bestimmter Heft-CD zu packen, schließlich haben Sie zu
jeden Bedarf: vom Packer über Browser-Er- Funktionen kommt es dann zu einer Fehler- Hause oder im Büro wahrscheinlich noch
weiterungen bis zu Passwortknackern. Die meldung oder einem Hänger. Abhilfe: Sehen einen XP-Zweitrechner im Einsatz.
meisten der derzeit angebotenen Tools wur- Sie auf der Hersteller-Website nach – mög-
den für Windows XP entwickelt und funkti- licherweise steht mit Erscheinen dieses
So nutzen Sie die PC-WELT-CD
onieren unter Vista tadellos. Weil Microsoft Hefts bereits ein Update zur Verfügung. Auf Wenn Sie die CD einlegen, erscheint ein
jedoch einige Design-Änderungen an der den folgenden Seiten stellen wir Ihnen auch Hinweisfenster. Falls nicht, starten Sie die
Systemstruktur und den Berechtigungsstu- einige ursprünglich für XP konzipierte Top- Datei PCWSTART.EXE im Hauptverzeichnis
fen vorgenommen hat, verweigern manche Programme vor, deren Einsatz unter Vista der CD. Im Starter wählen Sie, ob Sie die CD
mit dem PC-WELT-Browser oder mit Ihrem
Standard-Browser betrachten möchten. Der

Heft-CD: Das sind die Highlights PC-WELT-Browser ist die komfortabelste


Methode – die Software lässt sich damit be-
Vista Spezial-Treiberpaket Tolle Sicherheits-Tools quem installieren. Wenn Sie Ihren Standard-
Damit bekommen Sie Spezialkomponenten Cryptainer 7.0.3.0 LE, Curr Ports 1.11, Keepass Browser bevorzugen, muss er Javascript
wie Soundadapter und TV-Karten startklar, 1.06, Steganos Security Suite 2007, Winpatrol beherrschen.
für die Vista keinen Standardtreiber bietet 2007 11.1, Winpooch 0.6.4 und mehr Die Programme, die die PC-WELT-Autoren
in ihren Artikeln vorstellen und auf CD mit-
Vlite 0.9 Beta Komfort-Surfpaket liefern, finden Sie unter „Software zum
Im Handumdrehen erstellen Sie personali- Firefox 2.0 PC-WELT-Edition und Opera 9.10 Heft“. Die Software lässt sich nach drei
sierte Setup-DVDs zur Vista-Installation bieten nur wenige Angriffsmöglichkeiten Kriterien sortieren: nach Artikeln, alphabe-
tisch und nach Kategorien. Haben Sie das
Drive Image XML 1.21 Festplatten-Tools gewünschte Programm angeklickt, sehen
Sichert ganze Partitionen und stellt Lauf- Auslogic Disk Defrag 1.1 und Jk Defrag 3.7 Sie zwei Schaltflächen. Wollen Sie die Soft-
werke im Falle eines Falles wieder her bringen die Platte auf Vordermann ware ohne ein Setup auf Ihre Festplatte
bannen, klicken Sie auf „Kopieren“. Die
AVG Free Edition 7.5.446 Vista als virtuelle Maschine zweite Schaltfläche dient zum „Installie-
Ergänzt Vista um eine Virenschutzfunktion Virtual Box 1.3.6 macht es möglich ren“ oder „Entpacken“ und bei sonstigen
Dateien zum „Öffnen“.

TIPPS & TRICKS 5/2007 AUF DER CD 9

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Grundlagen

Mit Vista durchstarten!


Große Icons
Gegen die Kollegen in Windows XP sind
die Programm-Icons in Vista wahre Rie-
sen. Vorteil an der schicken Darstellung:
Sie erkennen viel einfacher, um welches
Programm es sich handelt, und Ordner
zeigen sogar ihren Inhalt erkennbar an.

Pfadanzeige
Auf den ersten Blick nur der Pfad zum
aktuellen Ordner oder Laufwerk, auf den
zweiten Blick eine praktische Navigations-
methode: Jedes einzelne Element im Pfad
ist mit der Maus anwählbar, klappt auf
Wunsch enthaltene Unterordner aus.

Favoritenleiste
An dieser Stelle schalten Sie zwischen
Ihren persönlichen Ordnerfavoriten und
dem Dateibaum des aktiven Laufwerks
um. Favoriten lassen sich per Mausklick
schnell anlegen und sind in jedem Vista-
Dateidialog immer verfügbar.

Startmenü
Ein Klick auf das Windows-Logo öffnet die
Steuerzentrale von Vista. Erst nach einem
Klick auf „Alle Programme“ kommen
sämtliche Anwendungen zutage. Praktisch
ist die neue Suchfunktion: Sobald Sie ei-
nen Begriff in das Feld eintippen, präsen-
tiert Ihnen Vista passende Ergebnisse.

Schnellstartleiste
Bekannt aus Windows XP, nahezu unver-
ändert auch in Windows Vista zu finden.
Inklusive eines neuen Knopfes, um unter
der schicken Oberfläche Aero das Umschal-
ten auf 3D-Fenster (3D Flip) zu aktivieren.

10 GRUNDLAGEN TIPPS & TRICKS 5/2007

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Grundlagen
Schöner, bunter und besser – das verspricht die überarbeitete Be-
dieneroberfläche von Vista. Tatsächlich hat Microsoft einige Kritik-
punkte von Windows XP beseitigt. Hier die wichtigsten Highlights.

Systemsteuerung
Die Systemsteuerung zeigt alle Einstellungen
in Rubriken gruppiert, so dass sich Module
schneller finden lassen. Die Statuszeile oben
und die am linken Rand befindliche Navigati-
onsleiste sorgen für einen schnellen Modul-
wechsel. Wer mag, kann jederzeit zur klas-
sischen Ansicht wechseln.

System verwalten
Das Hinzufügen und Entfernen von Anwen-
dungen sowie das Ausführen von Verwal-
tungsaufgaben erfordern Administratorrechte.
Das kommt der Sicherheit zugute. Da Benutzer
standardmäßig mit eingeschränkten Rechten
arbeiten, kann kein Unbefugter unbemerkt
Veränderungen am System vornehmen.

Media Player
Microsofts Windows Media Player hat nicht nur
eine neue und besser geordnete Oberfläche,
inzwischen verwaltet die Multimedia-Zentrale
sogar Bilder und Videos. Selbst Video-DVDs sind
jetzt kein Problem mehr, ohne Installation
spezieller Codecs wie noch unter Windows XP.

Windows Sidebar
Apples Mac-OS X hat das Dashboard, Vista hat
die Sidebar: In der erweiterbaren Leiste lassen
sich Widgets verankern, die nützliche und we-
niger nützliche Funktionen bieten: Uhr, News-
feeds, Diashow, Aktienkursmonitor, Notizblock
und eine Auslastungsanzeige für CPU und RAM.

Systray-Infobereich
Wie schon unter XP, sehen Sie hier auf einen
Blick, welche Programme im Hintergrund aktiv
sind. Vistas eigene Systemmeldungen klappen
als Benachrichtigung mit Link zur Hilfebibliothek
auf. Hübsch: Alle wichtigen Infos wie Netzwerk-
oder Batteriestatus sind deutlicher erkennbar.

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Grundlagen Windows Vista

1. Leistung durch Superfetch,


Readyboost & Co.
„Readyboost“ oder „Superfetch“ – die Na-
men einiger wichtiger Vista-Neuerungen
suggerieren, dass es sich dabei um wahre
Turbolader handelt.
Readyboost: Dieser Begriff steht für eine
neue Methode, das RAM – genauer gesagt:
den virtuellen Speicher – durch den schnel-
len Flash-Speicher von USB-Sticks zu erwei-
tern und zu beschleunigen. Steckt ein pas-
sender Stick am PC (ab 1 GB), bietet Vista
die neue Option „System beschleunigen“.
Dann übernimmt der Stick die Funktion der
Swap-Datei. Eine hübsche Idee – dass der
Anwender jedoch wirklich einen „Boost“
erlebt, ist unwahrscheinlich. Bei flotten
Festplatten bringt das Swappen auf den
Stick jedenfalls keinen spürbaren Gewinn.
Superfetch: Diese Funktion ist nicht kom-
plett neu, sondern erweitert das schon von
XP bekannte Prefetch. War dieser Dienst
noch auf das Beschleunigen der Boot- und
Startumgebung spezialisiert, so überwacht
Superfetch nun alle Programmaufrufe und
sorgt so für rasanteres Ausführen der meist-

Pro & contra


benutzten Anwendungen (etwa 20 Prozent
schneller als bei deaktiviertem Superfetch).
Readydrive schließlich nutzt den Flash-
Speicher, den Hybrid-Festplatten besitzen,
um dort die Vista-Bootumgebung oder die

Windows Vista Hibernate-Datei des Ruhezustands abzule-


gen. Damit wird der Systemstart beschleu-
nigt. Ebenfalls abkürzen lässt sich der Boot-
vorgang, indem man statt des Ruhezustands
die neue Option „Energie sparen“ wählt: Sie
setzt eine ununterbrochene Stromversor-
Derzeit rührt Microsoft die Werbetrommeln für Updates auf gung des Rechners voraus, holt dann aber in
Vista. Sofort zugreifen, noch abwarten oder ganz ignorieren? wenigen Sekunden den zuletzt genutzten
Desktop vollständig zurück. Der normale
Wir bringen’s auf den Punkt und sprechen Klartext. Bootprozess dauert unter Vista übrigens
eher länger.
Von Hermann Apfelböck Abgesehen von der neuen Bootmethode
„Energie sparen“ kitzeln alle Leistungsfunk-
lle waren wir total gespannt – anno große Wurf gelungen ist. Pessimisten zum tionen in der Summe zwar eindeutig mess-
A dunnemals auf Windows 95 und 2001 Trotz: Vista bietet schon mehr als der Vor- bare, für den Anwender aber kaum spürbare
auf Windows XP. Seit 30. Januar 2007 liegt gänger XP. Was wirklich neu ist und ob es Reserven aus dem PC.
Vista in den Regalen. Doch bislang herrscht sich für Sie lohnt, auf Vista umzusteigen, Benchmarks im Web (über www.pcwelt.de/
Zurückhaltung – der größte Konkurrent darüber informieren wir Sie in zehn Punk- 5bc) und unsere eigenen Tempotests zei-
stammt nämlich von Microsoft: Die Anwen- ten. Dabei erfahren Sie auch die Unterschiede gen, dass Vista etwa gleichauf oder leicht
der sind zufrieden mit Windows XP, der der Vista-Versionen (Home Basic, Home Pro, vor Windows XP liegt. Die Vista-Tuning-
ganz große Upgrade-Druck fehlt. Optisch ist Business, Enterprise, Ultimate). Wenn im Text Schrauben kompensieren also gerade mal
Vista in jedem Fall imposant – die richtige nicht ausdrücklich bestimmte Versionen ge- den gestiegenen Ressourcenverbrauch des
Hardware-Ausstattung vorausgesetzt. Doch nannt sind, ist die jeweilige Funktion in allen neuen Systems.
gut Informierte haben längst mitbekommen, Versionen enthalten (einen Überblick verschaf- Übrigens: Eine Neu-Installation von Vista ist
dass Microsoft funktional nicht der ganz fen Sie sich in der 2 Tabelle). in einer Dreiviertelstunde, das Upgrade

12 GRUNDLAGEN TIPPS & TRICKS 5/2007

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Windows Vista Grundlagen

RAM und CPU: Die


Grafikkarte ist nicht al- Überblick Windows Vista
lein ausschlaggebend Inhalt Seite
– für Aero ist außerdem
1 GB Arbeitsspeicher 1. Leistung durch Superfetch & Co. 12
erforderlich. Weniger 2. Hardware-Voraussetzungen 13
hoch sind lediglich die 3. Sicherheitsfunktionen und Konten 13
Ansprüche an die CPU:
4. Wiederherstellungs-Optionen 15
Aero läuft ab 1 GHz.
Wer auf den neuen Ae- 5. Indexdienst und Explorer-Suche 15
ro-Look verzichten 6. Windows-Explorer und Bedienerführung 16
kann, dem könnten ei- 7. Aero-Glass-Oberfläche und Sidebar 16
ne 1-GHz-CPU und
8. Kompatibilitätsprobleme mit Hard-
mindestens 512 MB und Software 16
RAM ausreichen. Wir
9. Lieferumfang: System-Komponenten 16
empfehlen grundsätz-
lich 2 GHz. Das System 10. Lieferumfang: Software-Komponenten 17
allein fordert etwa 350 Kästen
MB RAM. Vista: Lohnt sich das Upgrade? 13
Festplatte: Vista belegt
Vista mal 5: Die Versionen 14
auf Dauer mindestens
20 GB. Eine möglichst Upgrade oder Neu-Installation? 15
flotte und leise Fest-
Readyboost: Vista swappt damit auf einen USB-Stick. Bei flot- platte ist zu empfehlen, Vista-Tauglichkeit testen: Das geht zum ei-
ten Festplatten lässt sich aber kein „Boost“ feststellen (Punkt 1) da das System für seine nen mit Windows Vista Upgrade Advisor
neuen Filter- und Such- (Download über www.pcwelt.de/87f), zum
eines XP-Systems je nach Software-Ausstat- funktionen deutlich intensiver als XP diverse anderen mit ATI Vista Readiness Advisor
tung nach zwei bis drei Stunden erledigt. Indizes und Datei-Attribute beackern muss. (Download über www.pcwelt.de/716).
● in Sachen Leistung keine entschei- Übrigens: Vista installiert sich nur auf NTFS ● deutliche Vorteile auf aktuellen PCs (un-
denden Vorteile am PC – ein System-Upgrade auf einer FAT32-Par- terstützt Hybrid-Festplatten, Tablet-PCs, 64-
● auf Notebooks leichte Vorteile durch Boo- tition ist daher ausgeschlossen. Bit-Hardware)
toptionen und Readyboost Für Besitzer älterer PCs sind beim Upgrade ● Es entstehen kurzfristige Folgekosten
Frustrationen zu erwarten. Dazu trägt nicht beim Upgrade auf älterem PC.
2. Hardware-Voraussetzungen zuletzt Vista selbst mit dem integrierten
für Vista WEI-Benchmark bei („Windows Experience
3. Sicherheitsfunktionen und
Vor einem Umstieg sollten Sie erst Ihr Sys- Index“). Dieser bewertet fünf maßgebliche
Kontensteuerung
tem prüfen. Bringt es genug Leistung, damit PC-Komponenten jeweils mit den Noten 1,0 Microsoft führt in Vista eine Reihe von Si-
Vista optimal aussieht und arbeitet? Das (schlecht) bis 6,0 (optimal). Die schwächste cherheits-Tools neu ein und hat bereits exis-
neue Betriebssystem ist nicht unbedingt ein Komponente bestimmt die Gesamtnote. So
Mitnahme-Schnäppchen: Ältere PCs sind werden selbst Anwender zu Investitionen
schnell überfordert und müssen aufgerüstet verleitet, die mit der Leistung ihres PCs un-
werden. Und selbst bei einem PC-Neukauf ter dem neuen System eigentlich sonst zu-
Vista: Lohnt sich
sollte man genau hinschauen. frieden wären. das Upgrade?
Grafikkarte: Wer das Aero-Design sehen Wer gerade den Neukauf eines PCs plant, Sie wollen sich rasch einen Überblick ver-
will, braucht mindestens eine Direct-X-9- kann im Hinblick auf Vista nicht viel falsch schaffen? Am Ende jedes der zehn Punkte
taugliche Grafikkarte mit 64 bis 512 MB machen, wenn er auf das bunte „Premium“- finden Sie diese Icons und kurze Infos zu
RAM – wie viel genau, hängt davon ab, wel- Logo achtet. PCs und Komponenten mit dem den wichtigsten Kriterien.
che Auflösung Sie möchten: Da Aero grund- grauen „Basic“-Logo signalisieren lediglich,
sätzlich die maximale Farbtiefe voraussetzt, dass Vista damit prinzipiell funktioniert. ● eindeutiger Upgrade-Grund: Vista ist
beträgt die höchste Auflösung bei 64 MB Besitzer von Rechnern mit 64-Bit-CPU haben hier XP überlegen.
Grafikspeicher 1024 x 768, bei 128 MB ist es die freie Wahl zwischen allen Vista-Versionen: ● möglicher Upgrade-Grund: je nach PC-
1600 x 1200. Jedes Vista, selbst Home Basic, gibt es auch Ausstattung oder Anwenderprofil
Wer zwei Monitore benutzt, muss deren als 64-Bit-Variante. Dual-Core-CPUs unter- ● kein Update-Grund: Windows XP (in-
Auflösungen addieren. In der Regel sollten stützt Vista generell, die beiden Home-Versi- klusive verfügbarer Freeware) ist gleich-
256 MB auf der Grafikkarte reichen, 512 MB onen erlauben jedoch keinen echten Mehrpro- wertig oder besser.
sind zukunftssicher. zessor-Betrieb.

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 13

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Grundlagen Windows Vista

tierende Komponenten überarbeitet. Die se Funktionen wird erst möglich sein, wenn Das Sicherheits-Tool ist allerdings nur in
Firewall überwacht nun auch ausgehenden viele Anwender sie eine längere Zeit einge- den teuren Versionen Ultimate und Enter-
Verkehr. Mit Windows Defender steht ein setzt haben. prise enthalten. Zudem wird in den Home-
Antispyware-Tool zur Verfügung. Der Inter- Bitlocker: Dieses neue Profi-Tool ist eine Versionen Basic und Premium die bekannte
net Explorer 7 bietet jetzt nicht nur Phi- konsequente Antwort auf Live-Systeme und EFS-Verschlüsselung fehlen. In diesen Vis-
shing-Filter und Pop-up-Blocker, sondern in Passwort-Cracker, die NTFS-Rechte und ta-Varianten besteht damit der einzige Fort-
Kombination mit Vista einen speziellen ge- EFS-Verschlüsselung aushebeln. Bitlocker schritt in Sachen Zugangssicherheit gegen-
schützten Modus. Neu sind außerdem Ju- verschlüsselt die komplette Systempartition über XP Home in den konsequent verfüg-
gendschutz-Optionen, die Festplattenver- einschließlich Vista. Ein kleiner unverschlüs- baren NTFS-Rechten.
schlüsselung (Bitlocker) sowie das Absi- selter Rest in einer gesonderten Partition Benutzerkonten: Vor bösen Folgen von An-
chern der Windows-Dienste („Service Har- lädt das System nur, wenn der korrekte Zu- wenderfehlern und vor allem gegen Angriffe
dening“). Ein gerechtes Urteil über alle die- gangsschlüssel vorliegt. aus dem Web soll die neue Benutzerkonten-
steuerung schützen (UAC – User
Account Control). Diese ist auch
Voraussetzung für den geschützten
Vista mal 5: Diese Versionen gibt es Modus des Internet Explorers. Ein-
Home Basic1) Home Premium1) Business1) Enterprise1) Ultimate1) fachstes Grundprinzip bei User Ac-
Preis (in Euro) 2) 155 187 233 nach Umfang 312 count Control: Selbst die Adminis-
tratorkonten erhalten zunächst die
Upgrade-Preis (in Euro) 3) 77,5 124 155 nach Umfang 202
geringstmöglichen Rechte, um Sys-
zwei CPUs x x x temordner und Registry vor Ände-
Dual-Core-CPU x x x x x rungen zu schützen. Beharrt der
max. RAM (32 Bit) 4 GB 4 GB 4 GB 4 GB 4 GB Admin-Benutzer auf dem Zugriff,
max. RAM (64 Bit) 8 GB 16 GB 128 GB 128 GB 128 GB muss er erst eine Warnmeldung des
Systems absegnen.
Access Protection (Netz) x x x
Dahinter steckt deutlich mehr als ein
Aero und Flip 3D x x x x
statisches Überwachen bestimmter
Anytime Upgrade x x x Extra-Tools Systemkomponenten: UAC unter-
Backup mit Scheduler x x x x scheidet zwischen harmlosen und
Bitlocker x x potenziell gefährlichen Dateitypen
Domänenanmeldung x x x und lenkt außerdem Registry- und
Dateizugriffe in virtuelle Bereiche
DVD Maker x x
um, in denen sie keinen Schaden an-
EFS-Verschlüsselung x x x
richten können („Virtual Store“). We-
Fax & Scan x x x der der Mensch am Rechner noch
Gruppenrichtlinien x x x die Anwendungen bemerken diese
IIS installierbar x x x Virtualisierung – aus deren Sicht lan-
Jugendschutz x x det alles an gewohnter Stelle. Diese
tief greifende Maßnahme erfordert
Media Center x x
einen großen Verwaltungsaufwand
Movie Maker x x x – wie groß er wirklich ist, wird sich
mehrsprachig x x erst nach zahlreichen Betriebsmona-
Offline-Dateien x x x ten und Software-Installationen be-
PC-Synchronisierung x x x x messen lassen.
Außerdem ist der Anwender im Ad-
Remote Desktop Server Server Server/Client Server/Client Server/Client
min-Konto ständig mit Systemwar-
Roaming x x x
nungen konfrontiert, die er bald
Schattenkopien x x x entweder ungeprüft wegklicken
Sidebar x x x x oder gar genervt deaktivieren dürfte
Smart Cards x x x (über „Benutzerkonten“).
Spiele (neu) x x x x Notwendig ist das UAC-Konzept aus
zwei Gründen: Zum einen ist ein
Tablet-PC-Funktionen x x x x
Großteil der Windows-Anwendungs-
Teamarbeit (Collaboration) Gast x x x x
entwickler nicht dazu zu bewegen,
1) alle Versionen als 32- und 64-Bit-Variante 2) Während der Einführungsphase sind Sonderpreise möglich ihre Software so zu gestalten, dass
3) Upgrade-berechtigt: Windows 2000, alle XP-Versionen (Home, Pro, Pro 64, Media Center, Tablet-PC) sie zuverlässig im Benutzerkontext

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Windows Vista Grundlagen

läuft. Und zum anderen sind die Anwender gleichnamigen Win-


meist zu bequem, der Sicherheit zuliebe dows-Funktionen zu.
Einschränkungen ihrer Benutzerrechte in Damit ist ein gravie-
Kauf zu nehmen und Tools wie Runas zu ver- render Designfehler
wenden. Anders gesagt: UAC wäre ebenso behoben: Unter XP
überflüssig wie die Jugendschutz-Optionen nützten Ihnen die Wie-
und der geschützte IE-Modus, wenn NTFS- derherstellungspunkte
Rechte und System-Tools konsequent einge- oder Backups (von Nt-
setzt würden. backup) nämlich dann
● eindeutiger Sicherheitsgewinn für ty- gar nichts, wenn Sie sie
pische Home-User nicht zurückspielen
● Vor- und Nachteile für Power-User konnten, weil Windows
auch nicht mehr im ab-
4. Verbesserte Wiederherstel- gesicherten Modus
lungs-Optionen starten wollte. Etwas Gut und überfällig: Für den Notfall gibt’s ein Windows PE auf
Dass Microsoft dem Thema „Sicherheit“ tat- Disziplin in Sachen Setup-DVD, das Rettungsfunktionen anbietet (Punkt 4)
sächlich Top-Priorität einräumt, erkennt Backups vorausgesetzt,
man auch an den erweiterten Optionen für könnten die Windows-PE-Optionen zur Sys- bin ich zu blöd?“, ist der erste Teil der Frage
Backup und Wiederherstellung: Die sehr temwiederherstellung die Garantie für ein auf jeden Fall berechtigt.
leicht zu bedienende Funktion „Sichern und langes Windows-Leben bieten. Das weit ver- Vieles ist verwirrend: Die Zusammenhänge
Wiederherstellen“ in der Systemsteuerung breitete Bart PE wird seine Berechtigung von Index, Suchoptionen und erweiterten
sorgt für ein inkrementelles (Zuwachs-) durch das vom Anwender erweiterbare Me- Datei-Eigenschaften sind nicht sofort durch-
Backup der wesentlichen Dateitypen oder nü, Plug-ins und Remotedesktop behalten, schaubar. Eine falsche Einstellung – und der
kopiert über „Complete PC-Sicherung“ sein Einsatz dürfte aber auf Vista-Systemen Anwender findet gar nichts mehr.
gleich das ganze System. Beide Funktionen nur noch Spezialisten interessieren. So tauchen etwa „Markierungen“ im Explo-
fehlen in Home Basic. ● eindeutiges Upgrade-Kriterium (Win PE, rer nur bei Bildformaten auf – bei anderen
Ein eingebauter Scheduler (Zeitplaner) au- Backup, Schattenkopien) Dateitypen aber nicht. In der Windows-Fo-
tomatisiert die Aktion im gewünschten In- togalerie gibt’s dafür „Beschriftungen“ und
tervall. Im Rahmen der Wiederherstellungs-
5. Indexdienst und im Windows Media Player „Schlüsselwör-
punkte entstehen darüber hinaus vollauto-
Explorer-Suche ter“. Gemeint ist jedesmal dasselbe: Zusatz-
matisch „Schattenkopien“ von Benutzerda- Die Einführung des neuen Dateisystems infos zu Dateien.
teien (etwa DOC, RTF, XLS oder TXT), die Win-FS hat Microsoft verschoben. Stattdes- Der seit Windows 2000 verfügbare Index-
sich durch Rechtsklick auf Datei oder Ord- sen soll ein Mix aus Desktop-Suche, erwei- dienst ist in Vista standardmäßig aktiv. Über
ner und den Punkt „Vorherige Versionen“ terten Datei-Eigenschaften, Indexdienst, das Systemsteuerungs-Applet ist er schein-
restaurieren lassen. virtuellen Ordnern mit Suchergebnissen und bar bequem zu bedienen. Tatsächlich liegen
Von diesen komfortablen Funktionen sind vor allem die enge Integration aller Such- aber erhebliche Hürden auf dem Weg zu zu-
die Home-Versionen allerdings wieder größ- funktionen in die Explorer-Fenster die Su- verlässigen Suchergebnissen: Datei-Attribute
tenteils ausgeschlossen. Lediglich das sehr che nach Dateien und Inhalten verbessern. können falsch gesetzt, Dateitypen falsch in-
brauchbare Kommandozeilen-Tool Roboco- Was sich erst mal ganz einfach und benut- diziert, die Sucheinstellungen in den Ord-
py hat Einzug in alle Versionen gefunden. zerfreundlich gibt, wird aber recht schnell neroptionen falsch festgelegt sein. Und ge-
Rettungs-Tool für alle. In den meisten Vista- kompliziert. Wenn man sich bei neuer Soft- lingt es dem Anwender, den Index optimal
Tests zu Unrecht unterschlagen wurde das ware mehrmals fragt: „Taugt das nix, oder einzustellen, bleiben immer noch offene
– in unseren Augen – entscheidende Vista-
Highlight: Auf jeder bootfähigen Vista-Set-
up-DVD befindet sich ein direkt startbares Upgrade oder Neu-Installation?*
Windows PE. Damit wird die untaugliche
Wiederherstellungskonsole von XP durch Home Basic Home Premium Business Ultimate
ein universelles Rettungswerkzeug ersetzt, Windows 2000 nein nein nein nein
das die zuvor genannten Funktionen erst XP Home ja ja ja ja
crash-sicher abrundet.
XP Pro nein nein ja ja
Via „Eingabeaufforderung“ lässt sich jedes
XP Pro 64 nein nein nein nein
Tool starten, etwa Regedit. Die „System-
startreparatur“ korrigiert eine defekte Boot- XP Media Center nein ja nein ja
umgebung. Die beiden Optionen „System- XP Tablet-PC nein nein ja ja
wiederherstellung“ und „Windows Comple- * Alle aufgeführten Ausgangssysteme berechtigen zum günstigeren Upgrade.
te PC-Wiederherstellung“ greifen auf die „ja“ = technisches Upgrade möglich, „nein“ = Vista muss neu installiert werden

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Grundlagen Windows Vista

groups kann man häu- ben. Installationsverweigerer wie ganz be-


fig solche Fragen lesen, stimmte Versionen von Nero oder den Dae-
die Vista mehr oder we- mon Tools lassen sich in anderen Versionen
niger auf die veränderte oder durch Ausführen als Administrator zum
grafische Benutzer- Laufen bringen.
schnittstelle reduzie- Updates nötig: Wirklich ernste und häufige
ren. Tatsächlich ist aber Probleme machen Firewalls und Sicher-
der Taskwechsel über heitsprogramme – hier werden Vista-taug-
die aufwendige 3D-An- liche Updates für Abhilfe sorgen müssen.
sicht ebenso unwesent- Schutz gegen Format-Piraten: Ungewohnt,
Filter im Explorer: Die Anzeige des aktuellen Ordners lässt sich lich wie die transparent aber kein Bug, sondern lobenswert ist die
bequem auf die wesentlichen Dateien reduzieren (Punkt 6) zoomenden Windows- Tatsache, dass konkurrierende Anwen-
Fenster. Die nützlichste dungen nicht mehr x-beliebige Dateitypen
Fragen – etwa wie im Explorer-Suchfeld Funktion mag noch das Vorschaufenster an sich reißen dürfen (Schutz der „Stan-
nach erweiterten Attributen, beispielsweise sein, das man erhält, wenn man die Maus dardprogramme“). So verbleiben etwa alle
nach Kommentaren und Markierungen, zu über minimierte Anwendungen in der Task- Audio- und Videodateien nach der Installa-
fahnden sei. Experimentieren lohnt also. leiste zieht. Auf einem Aero-tauglichen Sys- tion eines Abspiel-Tools wie Winamp in der
Es gibt zahlreiche bewährte Alternativen – tem mögen die ruckelfreien 3D-Animationen Obhut des Windows Media Players, bis der
etwa Wilbur oder die Google-Desktop-Su- nebenbei eine bessere Systemleistung sug- Anwender diese Zuordnung ausdrücklich
che. Allerdings sind die nicht direkt ins Be- gerieren. Ärgerlich: Unter Home Basic läuft über die Systemsteuerung ändert.
triebssystem eingebunden. Aero Glass generell nicht. Hardware-Komponenten, die nach dem
● Index und Suchfunktionen insgesamt Ziemlich sinnfrei, aber hübsch: Auch die op- Wechsel auf Vista nicht automatisch akzep-
nicht optimal gelöst tionale Sidebar lässt sich mit allerlei bunten tiert wurden, arbeiten in aller Regel wieder,
„Minianwendungen“ aufladen, die – ähnlich wenn man sie erst deaktiviert und dann den
6. Windows-Explorer und wie die Yahoo-Widgets – ganz wenig leisten, XP-Treiber neu installiert. Hartnäckige Ver-
Bedienerführung aber jede Menge Ressourcen schlucken. weigerer sind auf unseren Testrechnern
Zwar finden sich viele Funktionen nun an Das alles ist im Grunde vor allem Statussym- nicht aufgetreten – im Fall des Falles hilft
anderen Orten, und altbekannte Komponen- bol und modisches Extra – und damit reine nur das Warten auf ein Treiber-Update.
ten tragen neue Namen – etwa in der deut- Geschmackssache. ● hohe Abwärtskompatibilität, sporadische
lich vergrößerten Systemsteuerung. Den- ● schick, stellt aber bei geringem Nutzwert Probleme behebbar oder tolerierbar
noch wird sich jeder XP-Anwender mühelos hohe Ansprüche an die Hardware
auf der Vista-Oberfläche zurechtfinden, da
9. Lieferumfang: Neue
sie im Wesentlichen so aussieht, wie er es
8. Kompatibilitätsprobleme mit System-Komponenten
erwartet. Startmenü, Desktop, Taskbar, Ex-
Hard- und Software Zusätzlich zu den bereits genannten Funk-
plorer-Fenster, Verwaltungs-Applets behal- Betatester haben im vergangenen Jahr aller- tionen kommt Vista mit einer Reihe weiterer
ten das gewohnte Gesicht. Das Startmenü hand Probleme beschrieben – bis hin zur Neuerungen. Für viele sicher besonders in-
gewinnt durch das überaus praktische Ein- totalen Inkompatibilität (beispielsweise un- teressant ist die Spiele-Schnittstelle Direct
gabefeld für die schnelle Suche nach Pro- ter www.iexbeta.com/wiki/). Das kann die X 10, die – so bekundet Microsoft derzeit –
grammen. Die neue Navigationszeile im Anwender das Gruseln lehren. ausschließlich Vista vorbehalten bleiben
Explorer ist zunächst gewöhnungsbedürftig, Alles halb so schlimm: Microsoft hat mit der und damit Upgrade-Druck auf die Gamer
aber durchaus brauchbar. finalen Version noch
Uneingeschränkt positiv finden wir Explo- zahlreiche Bugs aus
rer-Optionen wie das stufenlose Zoomen dem Weg geräumt. Au-
von Bilddateien und die Möglichkeit, bei ßerdem handelt es sich
eingeblendetem „Detailfenster“ die erwei- oft um Kleinigkeiten,
terten Datei-Attribute etwa einer Musikdatei die die Hersteller der
direkt zu ändern oder in der Detailansicht Hard- und Software
die Dateien nach bestimmten Kriterien zu wohl bald beheben
gruppieren oder zu filtern. werden. So ist etwa das
● kleine, aber nützliche Detailverbesse- Problem von Java 5, das
rungen an der Oberfläche die Effekte der Aero-
Oberfläche abschaltet,
7. Aero-Glass-Grafikeffekte sobald ein Java-basier-
und Windows Sidebar tes Programm startet,
„Was soll ich mit Vista, wenn ich Aero nicht mit der bereits verfüg- Partitionierungs-Software: Die Datenträgerverwaltung kann
zum Laufen bringe?“ In Foren und News- baren Version 6 beho- Volumes verkleinern und neue Partitionen anlegen (Punkt 9)

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Windows Vista Grundlagen

listen wollen: So ver- an Software-Zubehör mit. Rechnet man al-


kürzen das Ad-hoc- lerdings weg, was XP generell oder was
Netzwerk und „Win- Microsoft für XP kostenlos anbietet (Internet
dows Teamarbeit“ Explorer 7, Windows Media Player 11, Win-
(vorher Netmeeting), dows Defender, Outlook statt Windows Mail,
den Aufwand, Dateien Fax), wird die Liste schon deutlich kürzer:
freizugeben oder den Beliebig austauschbarer Kleinkram wie der
Desktop auf anderen Windows-Kalender, das Snipping Tool für
Rechnern anzuzeigen. Screenshots, wie die Kurznotizen mit hand-
Die Zuverlässigkeits- schriftlicher Eingabe oder mit Audio-Auf-
überwachung gibt gra- nahme, ferner Spielezugaben wie die
fisch anschauliche In- „Schachgiganten“ stellt keinen echten
fos zu Software-Proble- Grund fürs Upgrade dar. Für das leicht ver-
men, die der Anwender besserte Zubehör-Programm Windows DVD
Erweiterte Richtlinien: Home- und Berufs-Administratoren fin- unter XP noch mühsam Maker werden sich ebenfalls nur Anwender
den in den Gruppenrichtlinien lange vermisste Regeln (Punkt 9) im Ereignisprotokoll interessieren, denen ein simples Tool ge-
suchen musste. nügt oder die nichts Besseres kennen.
ausüben soll. Erste Spiele speziell für Direct Im Synchronisierungscenter von Windows Sicherlich brauchbar ist die Windows Foto-
X 10 sind Mitte bis Ende 2007 zu erwarten. Vista sind die bereits bekannten Offline-Da- galerie, die sich aber gegen diverse Free-
Da Direct X 10 neue Grafiktreiber („Win- teien und Drahtlos-Verbindungen zu mobi- ware-Alternativen oder den Office Picture
dows Display Driver Model“) voraussetzt, len Geräten zusammengefasst. Das Mobili- Manager nicht entscheidend abhebt.
müssen auch die Grafikkarten-Hersteller ty-Center bietet schnelle Möglichkeiten zum Begehrlichkeiten könnte dagegen das Win-
rechtzeitig nachziehen. Aufgrund der brei- Anpassen von Notebooks an unterschied- dows Media Center wecken (nur in Home
ten Basis an XP-PCs ist aber zu erwarten, liche Bedingungen. Premium und Ultimate), das HDTV und HD-
dass die Spielehersteller neue Titel vorerst Easy Transfer nennt sich der aufgehübschte DVD unterstützt, mit der Xbox kommuni-
auch in einer zu Direct X 9 kompatiblen Va- Nachfolger des XP-„Assistenten zum Übertra- ziert, als Streaming-Server arbeiten kann
riante anbieten. gen von Dateien und Einstellungen“. Der und nebenbei einfach gut aussieht. Wer
Von Grund auf neu geschrieben wurde der Taskplaner ist als umfangreichere Aufgaben- dann allerdings das Media Center, den Me-
TCP/IP-Stack (Next Generation). Er verspricht planung in die Management-Applets unter dia Player, die Fotogalerie und den DVD Ma-
verbesserte Sicherheit, höhere Eigenintelli- „Verwaltung“ gewandert. Sprachausgabe ker auf dem Rechner hat, weiß bald nicht
genz bei der automatischen Netzkonfiguration und Spracherkennung ergänzen das Angebot mehr, was er wofür nutzen soll: Die schwer-
und reduzierte Neustarts nach Änderungen. des „Centers für erleichterte Bedienung“, das gewichtigen und überladenen Komponenten
Die deutlich erweiterten Systemrichtlinien unter XP als „Eingabehilfen“ erschien. Alle überschneiden sich vielfach in ihren Funkti-
(Gpedit.MSC) erlauben unter anderem, USB- Versionen außer Home Basic unterstützen Ta- onen, anstatt sich zu ergänzen.
Geräte ganz zu sperren oder auf Lesezugriff zu blet-PCs und enthalten unter anderem das ● gute Extras, doch fast alle Vista-Zube-
beschränken. Windows-Journal zum Anlegen handschrift- hörkomponenten auch für XP verfügbar
Ein eigenes MSC-Applet über den bekannten licher Notizen. Nur in
Systemsteuerungs-Punkt hinaus erhielt auch Vista Enterprise und Ul-
die Windows-Firewall, die versierten Anwen- timate lässt sich die Be-
dern und Profis nun eine sehr präzise Konfigu- nutzerführung von Vista
ration der Regeln gestattet. in mehrere Sprachen
Vista hat eine komplett neue Bootumgebung umschalten (Multi Lan-
erhalten. Sie wird durch nachträgliches In- guage Support).
stallieren anderer Systeme – etwa 2000, XP ● zahlreiche teils we-
oder Linux – zerstört. Der Anwender muss sentliche, teils un-
also für Multiboot-Systeme die richtige In- scheinbare Systemver-
stallationsreihenfolge beachten und Vista als besserungen
letztes System einrichten.
Eine echte Vista-Perle offenbart ein ge-
10. Lieferumfang:
nauerer Blick in die Datenträgerverwaltung,
Software
die jetzt mit echten Partitionierer-Fähig- Sieht man von der
keiten ausgestattet ist und das Verkleinern kleinsten Vista-Version
bestehender Volumes und Erstellen neuer Home Basic ab, liefert
Partitionen im laufenden Betrieb gestattet. dieses Windows zwei-
Darüber hinaus finden sich einige verbes- fellos das bisher um- Vista-Zubehör: Die Fotogalerie sieht gut aus und ermöglicht ei-
serte XP-Funktionen, die wir hier kurz auf- fangreichste Sortiment ne einfache wie ansprechende Bildpräsentation (Punkt 10)

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Grundlagen Windows Vista einrichten

Um alle diese Bedürfnisse abzudecken, bie-


tet unser Beitrag nicht nur Tipps, wie Sie
Vista als alleiniges Betriebssystem auf einer
leeren Platte einrichten. Wir zeigen auch,
was Sie beim Upgrade von XP beachten soll-
ten und wie eine Vista-Installation parallel
zu XP und/oder Linux klappt. Und wir sagen
Ihnen, wie Sie das System wieder loswer-
den, wenn Sie es doch nicht haben wollen.
Unsere Tests haben wir übrigens mit der
MSDN-Version von Windows Vista durchge-
führt. Sie ist wie die Retail- und die System-
Builder-Version eine der Distributionsvari-
anten, die Microsoft anbietet. Die Versionen
können sich untereinander etwas unter-
scheiden. Am Funktionsumfang wird sich
nichts mehr ändern.

1. Die richtige Version wählen:


5 x Vista
Als Windows XP herauskam, gab es davon
zwei Versionen: XP Home für den Endan-
wender und das teurere XP Professional für
den Unternehmenseinsatz. Später kam die
Windows Media Center Edition hinzu, die
technisch gesehen zwischen den beiden Va-
rianten liegt und zusätzlich eine Multime-
dia-Oberfläche bietet.
Windows Vista gibt es gleich zu Anfang in
fünf Geschmacksrichtungen. Für den pri-

Vista optimal
vaten Anwender sind Home Basic und Home
Premium gedacht. Die zweite Fassung ist
nur um wenige Euro teurer und entspricht in
etwa der bisherigen Media Center Edition.
Wer Netzwerkzugriff auf Windows-Server-

einrichten Domänen, Fernwartungs-Tools und eine fein


abstimmbare Zuweisung von Benutzer-
rechten benötigt, der greift zu Vista Busi-
ness oder Enterprise. Vista Ultimate schließ-
lich vereint fast alle Funktionen der anderen
Varianten – und ist dafür auch mehr als dop-
Vista ist schnell installiert, wenn Hard- und Software mitma- pelt so teuer wie Home Basic.
chen. Und auch neben XP oder Linux macht es eine gute Figur. Eine Übersicht inklusive Preisangaben und
Vergleich der Funktionen finden Sie unter
Wir zeigen, wie die Neu- und Parallelinstallation läuft. http://pcwelt-wiki.de/wiki/Vista_Versionen.
Unsere Empfehlung: Für einen Großteil der
Von Thorsten Eggeling und David Wolski Anwender dürfte Windows Vista Home Pre-
mium die beste Wahl sein. Für etwa 187 Eu-
er jetzt einen neuen PC kauft, bekommt ge, ob eine Aktualisierung des bisherigen ro (Upgrade 124 Euro) erhalten Sie hier am
W Vista ohnehin fast immer gleich dazu Systems sinnvoll und möglich ist. Und vor- meisten fürs Geld.
– und falls noch Windows XP im Paket sichtige Nutzer schließlich werden Vista erst
steckt, boten die meisten Hersteller bis vor einmal parallel zu XP oder einem anderen
2. Hardware vor der Installation
Kurzem ein kostenloses „Express-Update“ bisher verwendeten System einrichten.
prüfen
an. Manche Anwender wollen zwar umstei- Schließlich lässt sich nicht genau sagen, ob Beim Kauf eines neuen PCs sollten Sie auf
gen, ihren PC aber nicht gleich aufs Altenteil die komplette Hard- und Software tatsäch- Bezeichnungen wie „Vista Capable“ (für
schicken. Ihnen stellt sich zunächst die Fra- lich problemlos unter Vista laufen wird. Home Basic geeignet) oder „Vista Premium

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Windows Vista einrichten Grundlagen

3. Vista ganz neu


auf der Platte Überblick Vista einrichten
einrichten Inhalt Seite
Sie haben einen neuen
Computer ohne vor- 1. Die richtige Version wählen 18
installiertes System ge- 2. Hardware prüfen 18
kauft oder Ihre bishe- 3. Vista ganz neu einrichten 21
rige Windows-Partition
4. Vista als Update über XP 22
entsorgt. In beiden Fäl-
len sollte sich Windows 5. XP und Vista parallel einrichten 24
Vista problemlos ein- 6. Linux, XP und Vista auf einem PC 24
richten lassen. 7. Vista vom PC entfernen 25
Booten Sie den PC von
Kästen
Festplatte vorbereiten: Das neue Partitionierungsprogramm der Vista-Installations-
unterstützt Sie beim Einrichten Ihrer Platte (Punkt 3) DVD (eventuell Bootrei- So bootet Vista 24
henfolge im Bios um- Meinung: Vista und die Hardware 25
Ready“ (für Vista Home Premium geeignet) stellen), klicken Sie auf „Weiter“ und danach
achten. Der Unterschied liegt vor allem in auf „Jetzt installieren“. Nach Eingabe des
der Multimedia-Ausstattung. So muss bei CD-Keys akzeptieren Sie die Lizenzverein- keine Partitionen. Klicken Sie einfach auf
der Premium-Variante beispielsweise die barungen und wählen als Installationsart die Schaltfläche „Weiter“, wenn Sie den ge-
TV-Karte mit dem Windows Media Center „Benutzerdefiniert (erweitert)“. Im folgen- samten verfügbaren Platz für Vista verwen-
zusammenarbeiten. den Fenster sehen Sie eine Liste mit Ihren den möchten. Sie können die Festplatte aber
Capable & Ready: Home Basic unterstützt Festplatten und den eventuell darauf vor- auch nach Ihren Wünschen aufteilen, etwa
weder das Aero-Design mit seinen durch- handenen Partitionen. Sollte die gewünsch- eine Partition für das System (mindestens
sichtigen Titelleisten noch den Taskmanager te Platte nicht zur Auswahl stehen, weil Vis- 50 GB, besser deutlich mehr) und die ande-
mit Echtzeit-Vorschau. Daher stellt es gerin- ta keinen Treiber für Ihren IDE-, SATA- oder re für Daten.
gere Anforderungen an die Hardware: Für SCSI-Adapter mitbringt, klicken Sie auf Um eine Partition für Windows Vista vorzu-
das Prädikat „Vista Capable“ genügen eine „Treiber laden“. Sie haben dann die Mög- bereiten, klicken Sie auf „Laufwerksopti-
CPU mit 800 MHz und 512 MB Speicher. lichkeit, die fehlenden Dateien von einer CD, onen (erweitert)“, dann auf die gewünschte
Eine solche Ausstattung ist aber ohnehin einer Festplatte oder einem USB-Laufwerk Festplatte und anschließend auf „Neu“. Im
nicht mehr zeitgemäß. Sie sollten nur PCs in einzubinden. Feld hinter „Größe“ erscheint als Vorgabe
die engere Wahl ziehen, die den Aufkleber Leere Platte: Steht in der Liste beispielswei- der gesamte vorhandene Speicherplatz. Sie
„Vista Premium Ready“ tragen. Damit Sie se „Nicht zugewiesener Speicherplatz auf können diesen Wert gleich übernehmen
alle Funktionen des neuen Betriebssystems Datenträger 0“, enthält die Festplatte noch oder unter „Größe“ einen kleineren wählen,
nutzen können, sind 1 GB Speicher, eine
CPU ab 1 GHz sowie eine aktuelle Grafikkar-
te mit Direct X 9 und mindestens 128 MB
Grafikspeicher erforderlich.
Testen: Wenn Sie Ihren bisherigen Win-
dows-XP-Rechner mit Windows Vista aktu-
alisieren möchten, gelten natürlich die glei-
chen Anforderungen. Bei älteren Hardware-
Komponenten ist allerdings nicht gewähr-
leistet, dass passende Vista-Treiber bereits
vorhanden sind.
Um böse Überraschungen auszuschließen,
sollten Sie daher schon vor der Vista-Instal-
lation einen Test durchführen. Von Micro-
soft gibt es dazu den kostenlosen englisch-
sprachigen Windows Vista Upgrade Advisor
(www.pcwelt.de/87f) und von AMD/ATI den
ebenfalls englischsprachigen Vista Readi-
ness Advisor (www.pcwelt.de/716). Die Er-
gebnisse dieser Utilities können zur Orien-
tierung dienen – sie sind allerdings mit et- Hardware testen: Der Vista Readiness Advisor prüft die PC-Komponenten. Bei einem Ath-
was Skepsis zu betrachten. lon 3000+ empfiehlt er ein Upgrade, obwohl diese CPU eigentlich ausreicht (Punkt 2)

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Grundlagen Windows Vista einrichten

sollten daher Ihren PC auf jeden Fall mit


dem Windows Vista Upgrade Advisor testen
(siehe Punkt 2, www.pcwelt.de/87f). Das
Programm analysiert nicht nur die Hard-
ware, sondern auch die installierte Software.
Findet es Programme, die nicht kompatibel
sind, empfiehlt es, diese vor dem Einrichten
von Vista zu de-installieren. Bei anderen An-
wendungen gibt es Hinweise zu Updates,
die aber erst später unter Vista erfolgen
müssen.Bei unseren Tests gelang das Up-
grade immer problemlos. Eine Rückkehr
zum vorherigen System ist jedoch nicht vor-
gesehen. Deshalb empfiehlt es sich, vorher
ein System-Backup anzulegen.
Upgrade durchführen: Starten Sie von Win-
dows XP aus Setup.EXE von der Vista-In-
stallations-CD. Klicken Sie auf den Button
„Jetzt installieren“, geben Sie den CD-Key
Aus Alt mach Neu: Für ein Upgrade von XP auf Vista starten Sie das Vista-Setup-Pro- ein, und akzeptieren Sie die Lizenzvereinba-
gramm unter XP. Während der Installation wählen Sie dann „Upgrade“ aus (Punkt 4) rung. Danach haben Sie die Möglichkeit,
Updates herunterzuladen. Sie sollten diesen
beispielsweise „100000“ MB, und dann auf ein Upgrade Ihres Windows-Systems über- Vorschlag annehmen, weil die Aktualisie-
die Schaltfläche „Übernehmen“ klicken. haupt möglich ist, erfahren Sie über die Ta- rungen die Risiken beim Upgrade reduzie-
Wählen Sie dann den verbliebenen, nicht belle unter http://pcwelt-wiki.de/wiki/Vista_ ren können.
zugewiesenen Speicherplatz aus der Liste, Versionen. Sie können beispielsweise von Im letzten Schritt wählen Sie als Installati-
und erstellen Sie über „Neu“ eine zusätz- Windows XP Home auf jede beliebige Vista- onsart „Upgrade“. Danach verläuft alles wie
liche Partition. Wählen Sie dann wieder die Variante upgraden, von Windows XP Profes- unter 2 Punkt 3 beschrieben. Der Vorgang
Zielpartition mit einem Klick aus, und gehen sional dagegen lediglich auf Vista Business dauert allerdings wesentlich länger als die
Sie auf die Schaltfläche „Weiter“. oder Ultimate. Installation auf einer leeren Platte, weil Vista
Platte mit Partitionen: Befindet sich auf der Software prüfen: Einige Programme kön- die vorhandene Software in das System in-
Festplatte bereits eine leere Partition mit ge- nen unter Vista Probleme bereiten. Sie tegrieren muss.
nügend Platz, wählen Sie diese aus und kli-
cken auf „Weiter“. Vorhandene Partitionen
lassen sich nach einem Klick auf „Erwei-
tern“ auch vergrößern, wenn auf der Platte
noch Kapazität vorhanden ist.
Nach diesen Vorbereitungen beginnt die In-
stallation. Das Setup-Programm kopiert die
Dateien von der Vista-DVD und konfiguriert
das System. Dabei startet der Rechner min-
destens dreimal neu.
Im letzten Schritt legen Sie Namen und
Kennwort des Standardbenutzers, den Na-
men des Computers und die Zeitzone fest.
Vista prüft jetzt, wie leistungsfähig Ihr Rech-
ner ist. Sie erfahren unter anderem, ob Sie
die Desktop-Effekte von Aero verwenden
können oder nicht. Erst danach können Sie
sich bei Ihrem neuen System anmelden.

4. Vista als Update über


Windows XP
Bei einem Update bleiben alle installierten
Anwendungen erhalten. In der Regel kön- Wiederherstellung: Die Vista-DVD bietet mehr Tools als die von XP. Über die System-
nen Sie sie unter Vista weiterverwenden. Ob startreparatur machen Sie Vista nach der XP-Installation wieder bootbar (Punkt 5)

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Grundlagen Windows Vista einrichten

5. Windows XP und Vista träglich entscheiden, zusätzlich XP zu instal- dows XP starten lassen. In der Regel ist es
parallel einrichten lieren, geht es nicht ganz so einfach. Das Grub. Das Vista-Setup-Programm hält Linux
Vista nach XP: Wer Vista erst einmal aus- ältere XP erkennt Vista nicht und über- für überflüssig und entfernt den Grub-Boot-
probieren und auf sein bisher genutztes schreibt die Startumgebung. Sie können manager – ohne nachzufragen – aus dem
Windows XP nicht verzichten möchte, kann dann erst einmal nur XP nutzen. MBR (Master Boot Record) der Start-Fest-
Vista als zweites System einrichten. Das darf Um Vista zu reanimieren, müssen Sie die platte. Danach können Sie XP und Vista star-
allerdings nicht auf der aktuell von XP ver- Startumgebung reparieren. Dazu booten Sie ten, aber nicht mehr Linux.
wendeten Partition geschehen. In diesem den Rechner von der Vista-DVD. Klicken Bootmanager retten: Sie sollten daher vor
Fall würde das Setup-Programm die Ver- Sie im ersten Fenster auf „Weiter“ und da- der Vista-Installation den Bootmanager et-
zeichnisse „Windows“ und „Dokumente und nach auf den Punkt „Computerreparaturop- was umbauen. Wir beschreiben die nötigen
Einstellungen“ umbenennen, und Sie kön- tionen“. Im Fenster „Systemwiederherstel- Schritte für Ubuntu. Bei anderen Linux-Sys-
nen XP nicht mehr starten. lungsoptionen“ wählen Sie „Microsoft Win- temen verfahren Sie entsprechend.
Die Installation erfolgt wie unter 2 Punkt 3 dows Vista“ aus, gehen auf „Weiter“ und 1. Starten Sie den PC mit Ubuntu, und rich-
beschrieben. Geben Sie als Zielpartition ei- klicken auf „Systemstartreparatur“. Vista ten Sie Grub im MBR der root-Partition ein
ne zweite, leere Festplatte oder eine leere analysiert dann die Startumgebung und (normalerweise liegt es im MBR der pri-
Partition an. Vista zeigt nach dem Laden der stellt sie wieder her. mären Partition).
Startumgebung ein Bootmenü an, über das Das ist die Partition, die auf „/“ eingehängt
Sie Windows XP („Frühere Windows-Versi-
6. Linux, XP und Vista auf ist. Wie die genaue Bezeichnung lautet, be-
on“) oder Vista booten können.
einem PC kommen Sie auf der Kommandozeile heraus,
XP nach Vista: Wenn Sie Vista auf einer lee- Linux-Systeme richten einen eigenen Boot- wenn Sie „sudo mount“ eingeben. Geben
ren Platte eingerichtet haben und sich nach- manager ein, über den sich Linux und Win- Sie in einem Terminal-Fenster

Für Technik-Interessierte: So bootet Vista


Windows Vista hat ebenso wie Windows 2000 und XP den Kernel von (BCD) Starteinträge, mit denen sich Vista starten oder nach dem Ruhezu-
Windows NT geerbt und unterscheidet sich im Aufbau nicht grundlegend stand fortsetzen lässt. Sie ist ähnlich strukturiert wie die Registry. Ältere,
von seinen Vorgängern. Deutlich geändert hat sich allerdings der Boot- parallel installierte Windows-Betriebssysteme mit einem eigenen NTLDR
vorgang. Den NTLDR (NT Loader) gibt es nicht mehr, folglich findet sich trägt Vista hier ebenfalls ein. Fremde Systeme wie Linux können mit Hilfe
auch keine Boot.INI mehr in der Systempartition. An die Stelle der beiden der Infos aus einem Partitions-Bootsektor gestartet werden.
treten bei Vista andere Komponenten. Bei herkömmlichen PCs mit Bios sitzt diese Datenbank in einer Datei auf
Der Bootprozess: Nach dem Computerstart meldet sich als Erstes das Bios der Startpartition als \Boot\BCD. Bei EFI-Computern liegt die Datei auf dem
beziehungsweise bei modernen Systemen (Intel-Macs) das EFI-Bios eigenen EFI-Dateisystem im Speicherpfad \EFI\Microsoft\Boot\. Wozu die
(Extensible Firmware Interface). Unterscheidung? Bei EFI-fähigen Computern übernimmt die Firmware
Die im Bios-Setup festgelegte Bootreihenfolge sagt dem PC, von welchem alle Startvorgänge bis zu diesem Punkt und lädt die BCD selbst. Allerdings
Laufwerk er booten soll, und lädt von dessen erstem Sektor den MBR ist der physikalische Speicherort nicht von Belang, denn wegen der Da-
(Master Boot Record). Dieser weiß über das Laufwerk Bescheid und lädt teistruktur ist das Ändern per Text-Editor nicht möglich. Unter Windows
den PBR (Partition Boot Record) der aktiven Bootpartition. Erst jetzt kommt Vista können Anwender die Booteinträge nur mit dem sperrigen Tool Bcd-
das Betriebssystem ins Spiel: Der Bootsektor startet den Windows-Boot- edit.EXE bearbeiten.
manager, hinter dem das Programm Bootmgr.EXE steht. Dieses stellt ein Winload.EXE: Dieses Hilfsprogramm übernimmt – wie NTLDR bei Win-
Bootmenü bereit und bezieht die Informationen dazu aus der BCD-Da- dows NT 4/2000/XP – den Start des Betriebssystems. Im Wesentlichen
tenbank (Boot Configuration Data). startet es den Vista-Kernel Ntoskrnl.EXE aus dem Verzeichnis \Windows\
Ist Vista als Betriebssystem ausgewählt, tritt nach dem Menü das Pro- System32\, initialisiert die Hardware-Abstraktionsschicht HAL.DLL und lädt
gramm Winload.EXE in Aktion, das den Kernel sowie die zum Systemstart den Registry-Schlüssel SYSTEM in den Speicher.
nötigen Kernel-Treiber lädt. Auf Basis dieser Registry-Infos startet es außerdem alle dort eingetra-
Der Vista-Start im Detail: Das Programm Bootmgr.EXE ist ein 16-Bit- genen, für den Bootvorgang nötigen Treiber, bevor es dem System die
Hilfsprogramm. Es ist nötig, da herkömmliche PCs ohne EFI unmittelbar Kontrolle über den PC übergibt.
nach dem Hochfahren grundsätzlich im Real Mode mit 16-Bit-Adressie-
rung laufen. Bootmgr.EXE liest die BCD-Datenbank und arbeitet damit
quasi als Ersatz für das modernere, aber noch nicht verbreitete EFI. Da-
nach schaltet es die CPU in den Protected Mode – eine Voraussetzung für
moderne Betriebssysteme wie Windows Vista.
Tschüss Boot.INI, hallo BCD: Ab Windows Vista sind Informationen über
installierte Systeme nicht mehr in der einfachen Textdatei Boot.INI ge- Vista-Bootvorgang: Statt der Textdatei Boot.INI ist bei Vista eine
speichert. Stattdessen enthält die Datenbank Boot Configuration Data Datenbank (BCD) für die Einträge im Startmenü zuständig

24 GRUNDLAGEN TIPPS & TRICKS 5/2007

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Windows Vista einrichten Grundlagen

sudo grub-install /dev/hdaX

ein. In unserem Beispiel entspricht /dev/


hdaX dem Gerät, das Sie vorher über
„mount“ ermittelt haben.
2. Geben Sie dann

dd if=/dev/hdaX of=bootsect.lin
bs=512 count=1

ein. /dev/hdaX ist in unserem Fall wieder die


root-Partition. Damit schreiben Sie den MBR
in die Datei bootsect.lin. Kopieren Sie diese
Datei auf ein Laufwerk, auf das Sie auch un-
ter Windows XP Zugriff haben, beispiels-
weise einen USB-Stick.
3. Booten Sie Windows XP. Kopieren Sie die
Datei bootsect.lin auf Laufwerk C:. Öffnen
Sie eine Eingabeaufforderung (Cmd.EXE),
und geben Sie

attrib -s -h -r c:\boot.ini
notepad c:\boot.ini
Weg mit Vista: Über das Partitionierungsprogramm eines anderen Betriebssystems (hier
ein. Im Editor fügen Sie dann die Zeile Open Suse) entsorgen Sie die Vista-Partition von der Platte (Punkt 7)

c:\bootsect.lin="Linux"
nimmt die Einträge aus der Boot.INI, so dass Vista solo: Ist Vista allein auf der Festplatte
am Ende der Boot.INI ein. Sollte im Ab- im Bootmenü Vista, XP und Linux zur Aus- eingerichtet, installieren Sie einfach XP oder
schnitt „[boot loader]“ die Zeile „timeout=0“ wahl stehen. Linux. Über das jeweilige Partitionierungs-
stehen, ändern Sie den Wert beispielsweise programm löschen Sie danach die Vista-Par-
auf „30“, damit der Windows-Bootmanager
7. Vista wieder vom Rechner tition. Die Systeme überschreiben bei der
das Menü anzeigt.
entfernen Installation den Vista-Bootmanager – damit
Anschließend starten Sie den Rechner neu. Möglicherweise entspricht Vista nicht Ihren ist Vista vollständig verschwunden.
Im Bootmenü lassen sich jetzt Windows und Erwartungen oder überfordert Ihren PC, und Zweitsystem entfernen: Wenn Sie Vista
Linux auswählen. Außerdem können Sie Sie möchten das System wieder von der parallel zu Windows XP eingerichtet haben,
nun Vista einrichten (2 Punkt 5). Vista über- Festplatte löschen. booten Sie den PC von der XP-Installations-
CD. Nachdem das Setup alle notwendigen
Treiber geladen hat, können Sie im Willkom-

Vista und die Hardware men-Bildschirm mit <R> die Wiederherstel-


lungskonsole aufrufen. Es erscheint danach
Ein neues System erfordert immer eine bessere Hardware-Ausstattung als der Vorgänger. eine Auswahl mit sämtlichen Installationen
So war es bei Windows 98, bei XP – und so ist es auch bei Vista. Bisher hat allerdings noch kein von Windows XP, sofern mehrere existieren.
Betriebssystem so mit den Hardware-Anforderungen kokettiert wie Windows Vista. Ein Leistungs- Wählen Sie hier die Nummer Ihrer primären
index bewertet die Komponenten. Ist die Grafikkarte zu lahm, muss der Anwender auf das neue Installation. Nun werden Sie nach dem Ad-
Desktop-Thema Aero verzichten. Auf die Idee, dass der Benutzer selbst über das Aussehen der ministrator-Kennwort gefragt. Haben Sie
Oberfläche entscheiden möchte, kommt bei Microsoft offensichtlich niemand. Einen besonders keines vergeben, drücken Sie einfach <Re-
unangenehmen Beigeschmack bekommt dieses Verhalten durch eine Verknüpfung vom Leis- turn>. Geben Sie zunächst den Befehl „fix
tungsindex zum „Windows Marketplace“, wo dann auch „Windows Vista Capable PCs“ feilgebo- mbr“ ein. Beantworten Sie die Frage „Sind
ten werden. Sie sicher, dass Sie einen neuen MBR schrei-
Ähnlich verfährt das AMD/ATI-Tool Vista Readiness Advisor, das praktisch alle Prozessoren unter ben möchten?“ mit <J> für „Ja“. Danach ge-
Dual Core als Update-Kandidaten behandelt. Also muss ein neuer PC her, damit Aero für durch- ben Sie den Befehl „fixboot“ ein und starten
sichtige Fensterrahmen sorgen kann. In der Windows-Welt muss das wohl so sein. Wer jedoch den Rechner neu. Nun ist der Bootsektor
kurz über den Rand dieser Welt blickt, sieht, dass unter Linux mit XGL und AIGLX ähnliche Effekte von Windows XP neu geschrieben und der
auch auf älterer Hardware möglich sind. Man kann darüber spekulieren, ob die Windows-Pro- Bootmanager wieder einsatzfähig. Über die
grammierer den schonenden Umgang mit Systemressourcen nicht gelernt haben oder ob Micro- Datenträgerverwaltung formatieren Sie die
soft den Hardware-Herstellern zuarbeiten will. Viele Anwender werden Vista auch ohne Aero Vista-Partition anschließend neu oder lö-
nutzen – ohne dadurch schwerwiegende Einbußen in Kauf nehmen zu müssen. schen einfach die nicht mehr benötigten
Verzeichnisse und Dateien.

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 25

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Grundlagen Netzwerk-Konfiguration

an die Hand nimmt, direkt nach der Einrich-


tung der Benutzer den Anschluss an die Au-
ßenwelt empfiehlt.
Wie die Konfiguration der Verbindung ab-
läuft, wird von Vistas Assistent so erläutert,
dass auch Einsteiger keine größeren Schwie-
rigkeiten haben sollten. Zunächst fragt Win-
dows nach der Art der Verbindung. Ein DSL-
Modem entspricht „Breitband“, einen WLAN-
Router richten Sie über den Button „Draht-
los“ ein. Da der Assistent Verbindungen
ausblendet, für die er im PC nicht die ent-
sprechenden Hardware-Voraussetzungen
sieht, sollte die Entscheidung, welches die
richtige Wahl ist, leicht fallen.
Danach fragt Vista nach Benutzername und
Passwort für den Provider und ob die neue
Verbindung auch von anderen Benutzern
des Rechners verwendet werden darf. Ha-
ben Sie alles richtig eingegeben, findet Vista
kurz darauf die Verbindung.

2. Drahtloses Netzwerk
konfigurieren

Vista ins Netz-


Drahtlose Netzwerke lassen sich unter Vista
komfortabler einrichten als unter XP. Sie
gehen im Startmenü einfach auf „Verbin-
dung herstellen“ und erhalten dann eine
Liste der verfügbaren Netzwerke. Dort wäh-

werk nehmen len Sie das gewünschte per Doppelklick aus,


geben den Netzwerksicherheitsschlüssel ein
und klicken auf „Verbinden“. Weitere Mög-
lichkeiten gibt es nach einem Klick auf „Eine
Verbindung oder ein Netzwerk einrichten“.
Ohne Netzwerk und Internet-Zugang geht es heutzutage nicht Dort wählen Sie beispielsweise „Manuell
mit einem Drahtlosnetzwerk verbinden“. Sie
mehr. Vista unterstützt Sie vorbildlich dabei, die richtigen Ver-
können dann einen Netzwerknamen einge-
bindungen schnell und sicher einzurichten. ben und einen Verschlüsselungstyp wählen.
Der Netzzugriff funktioniert auch bei deak-
Von Jan Schneider und Ramon Schwenk tiviertem SSID-Broadcast, wenn Sie die
Klickbox vor „Verbinden, auch wenn das
Netzwerk keine Kennung aussendet“ akti-
indows Vista ist von Haus aus für den WLAN-Adapter – in der Regel brauchen Sie vieren und die ID kennen.
W Aufbau eines lokalen Netzwerks vor- nicht einmal einen speziellen Treiber zu in-
bereitet. Wenn Sie zwei oder mehr PCs be- stallieren. Praktisch: In den meisten Fällen
3. Netzwerk- und Freigabe-
sitzen, bietet Ihnen ein Heim- oder Office- richtet Vista das Netzwerk automatisch ein.
center verwenden
Netzwerk auf Peer-to-Peer-Basis viele Vor- Weitere Netzwerkeinstellungen können An-
teile: gemeinsam surfen, Dateien tauschen,
1. So läuft die Grundeinrichtung wender über das Netzwerk- und Freigabe-
Drucker teilen – alles ist schnell eingerich-
des Netzwerks center in der Systemsteuerung von Windows
tet. Und auch PC-Spiele profitieren vom Microsoft hat Vista eng mit dem Internet Vista vornehmen. Dort ist es möglich, beste-
Netzwerkanschluss. Sie wollen ganz auf Ka- verzahnt, sei es über die Miniprogramme hende Verbindungen zu Internet und Netz-
belsalat verzichten und ein drahtloses Netz- der Sidebar, die neuen Jugendschutz-Funk- werk zu verwalten oder zusätzliche Verbin-
werk einrichten? Das geht mit einem tionen wie Webfilter und USK-Anbindung dungen hinzuzufügen. Unter einer über-
Funknetzwerk ganz einfach. Vista bietet ei- oder die Online-Aktivierung. Da wundert es sichtlichen Auflistung der bislang konfigu-
ne recht umfangreiche Grundausstattung an kaum, dass das neue Begrüßungscenter, das rierten Verbindungen finden sich verschie-
Treibern für gängige Netzwerkkarten und Benutzer nach dem ersten Windows-Start dene Möglichkeiten zur Freigabe von Res-

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Netzwerk-Konfiguration Grundlagen

sourcen des lokalen PCs, die jeweils mit ei- ser-Verlauf löschen, Sicherheits- und Daten-
nem kurzen, aber aufschlussreichen Erklä- schutzeinstellungen vornehmen, Verbin- Überblick LAN-Konfiguration
rungstext versehen sind. dungen verwalten und einiges mehr – im Inhalt Seite
Die erste Option bestimmt, ob grundsätzlich Wesentlichen das, was man bei den Einstell-
ein Netzwerk erkannt werden soll oder ob möglichkeiten eines Browsers erwartet. 1. Netzwerk einrichten 26
der PC nur als Einzelmaschine am Internet Zwei Optionen sind mit der Einführung des 2. Drahtloses Netzwerk konfigurieren 26
hängt. Bei Netzwerken unterscheidet Vista neuen Betriebssystems dazugekommen. 3. Netzwerk- und Freigabecenter 26
nämlich zwischen den Profilen „Privat oder Unter „Inhalte“ können Sie jetzt nicht mehr
4. Internet-Verbindung tunen 27
Arbeitsplatz“ und „Öffentlicher Ort“. Letzte- nur den unbrauchbaren Inhaltsratgeber ak-
res schützt den Computer maximal vor frem- tivieren, der auf das Selbstbewertungssys- 5. Erklärungen für Einsteiger und Profis 27
den Zugriffen. Welche Einstellung derzeit tem der Internet Content Rating Association 6. Netzwerk-Tricks für virtuelle Maschinen 28
aktiv ist, sehen Sie auf der Übersichtsseite zugreift, sondern zusätzlich auf die Konfigu- 7. LAN- und Internet-Schädlinge abwehren 28
des Netzwerk- und Freigabecenters. ration des Microsoft-Webfilters zugreifen.
8. One-Care nur im Abonnement 29
Dann kommt eine Option, die ganz allge- Das Untermenü „Sicherheit“ ist um ein Häk-
mein steuert, ob Ressourcen im Netz freige- chen für den geschützen Modus angewach- 9. Netz und Sicherheit auf hohem Niveau 29
geben werden sollen oder nicht. Mit drei sen, in dem der Internet Explorer 7 unter
weiteren Knöpfen können Sie konkret Dru- Windows Vista standardmäßig läuft. Der
cker, Mediendaten und den öffentlichen setzt das Prinzip der geringsten Rechte um, telt. In der Tat macht der geschützte Modus
Ordner, der sich auf der gleichen Ebene der nach dem Microsoft sein neues System ent- konzeptionell einen soliden Eindruck. Ob er
Verzeichnisstruktur wie die Benutzerordner worfen hat. Dies besagt, dass ein Benutzer wirklich ausreicht, um die Rechner vor
befindet, getrennt voneinander freigeben. oder ein Programm nicht mehr Rechte ha- Browser-Malware zu schützen, wird nur die
Schließlich können Sie die freigegebenen ben sollte, als er oder es unbedingt benötigt Zeit zeigen können.
Teile des Systems noch mit einem Passwort – so wird auch Malware, die sich die Privi-
schützen. Ganz unten hat Microsoft noch legien des Befallenen zunutze machen
5. Bessere Erklärungen für
Links eingebaut, über die Sie auf einen Blick möchte, in ihren schädlichen Möglichkeiten
Einsteiger und Profis
sehen können, welche Daten zurzeit im erheblich eingeschränkt. Der Browser benö- Allgemein fällt auf, dass Microsoft weiter
Netzwerk sichtbar sind. tigt so gut wie gar keinen Zugriff auf das bemüht ist, seine Software für Computer-
Dateisystem oder andere Programme. Des- Neulinge verständlich und intuitiv nutzbar
4. Standardeinstellungen der wegen erlaubt sich Windows, den Internet zu machen. In vielen Dialogen stehen kurze
Internet-Verbindung tunen Explorer standardmäßig im geschützten Hilfetexte gleich neben den entsprechenden
Der gute alte Dialog „Internetoptionen“ ist Modus auszuführen, in dem er um die meis- Schaltern, weiterführende Links in die Win-
in Windows Vista auch wieder mit von der ten Rechte, die Sie als normaler Benutzer dows-Hilfe zu verwandten Themen sind all-
Partie. Sie erreichen ihn wie gehabt über die oder Administrator eigentlich haben, be- gegenwärtig. Durch das Einrichten der In-
Systemsteuerung oder den Internet Explo- schnitten ist. Außerdem führt der Vista-In- ternet-Verbindung wird der Benutzer mit
rer 7. Verändert hat sich gleichfalls seit Win- ternet-Explorer einen neuen Prozess ein, verständlichen Worten geführt. Trotz dieser
dows XP kaum etwas. Nach wie vor können der zwischen dem Browser und dem System Hilfen bleiben Profis nicht auf der Strecke.
Sie dort die Startseite(n) ändern, den Brow- auf eine mutmaßlich sicherere Art vermit- In den Tiefen der Systemsteuerung befinden

Daten im Netz teilen: Im Netzwerk- und Freigabecenter Netzwerkeinstellungen bearbeiten: Für bestimmte Zwecke können Sie
steuern Sie die Sharing-Dienste (Punkt 3) zwei Netzverbindungen virtuell kombinieren (Punkt 3)

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Grundlagen Netzwerk-Konfiguration

XP programmiert sind. Oft gang sozusagen per Plug & Play. In der Pra-
erzielt der Kompatibilitäts- xis ist das aber nicht leicht: Vista sieht alle
oder Administrationsmo- neuen Netzwerkgeräte grundsätzlich als
dus das gewünschte Ergeb- nicht vertrauenswürdig an und gibt die von
nis, manchmal aber eben der Virtualisierungs-Software gewünschte
auch nicht. In solchen Fäl- Kontrolle nicht aus der Hand. Bei der Instal-
len sind virtuelle Maschi- lation von Vm-Ware (erst ab Version 6.0 mit
nen eine probate Lösung. Vista kompatibel) oder Parallels Workstation
Damit eine lieb gewonnene (ab Version 2.2 mit Vista kompatibel) müs-
Software auch unter Vista sen Sie der Verwendung nicht signierter
ihren Dienst verrichtet, er- Treiber zustimmen, die unter Vista als „Vir-
stellen Sie mit Vm-Ware, tual NIC“ (Virtual Network Interface Card) in
Virtual PC, Parallels Work- den Netzwerkverbindungen auftauchen.
station oder Virtual Box ei- Damit das Teilen der Online-Verbindung
Check: Unter „Netzwerk“ sehen Sie Freigaben und andere nen virtuellen Rechner, auf klappt, selektieren Sie in den Netzwerkver-
Netzwerkgeräte im lokalen Netz auf einen Blick (Punkt 3) dem Sie ein zu Ihrem Pro- bindungen den Eintrag „Virtual NIC“ und
gramm kompatibles Win- die Schnittstelle, über die Sie normalerweise
sich jede Menge Dialoge und Funktionen, dows einspielen, beispielsweise Windows Zugang ins Netz haben. Oft wird das die
die auch versierten Anwendern Raum für 98 oder Windows 2000. Welche Virtualisie- „LAN-Verbindung“ sein, die einer Ethernet-
Basteleien bieten. rungs-Software sich optimal für Sie eiget, Schnittstelle entspricht, Nutzer von Note-
Wenn man sich mit der Internet-Konfigura- sagen wir Ihnen ab Seite 96. books benutzen wohl eher die „Drahtlos-
tion unter Windows Vista beschäftigt, merkt Virtuelle Maschinen greifen mit Hilfe von netzwerkverbindung“. Nachdem beide Ein-
man, dass Microsoft sich grundlegende Ge- Treibern auf die eigentliche Hardware des träge markiert sind, rufen Sie mit der rech-
danken über die Online-Sicherheit gemacht Rechners zu, so müssen Sie in der simulier- ten Maustaste das Kontextmenü auf und
hat. Das hängt gewiss auch mit dem Ruf von ten Umgebung nicht auf die Internet-Anbin- wählen den Eintrag „Überbrücken“. Vista
Windows XP als sehr anfälliges System zu- dungen verzichten. Letzteres ist unter Vista legt daraufhin eine virtuelle Netz-Bridge an,
sammen, den die Redmonder jetzt langsam jedoch ein wenig aufwendiger als noch un- die dem virtuellen NIC den Zugriff auf den
loswerden möchten. Wer will schon mit ter XP. Unser Beispiel zeigt, wie Sie den In- tatsächlichen Datenstrom gewährt. In Paral-
einem System arbeiten, bei dem bereits mit ternet-Zugriff für Ihre virtuelle Maschine in lels Workstation oder Vm-Ware wählen Sie
der ersten Verbindung ins Internet ein Tro- Vm-Ware Workstation und Parallels Work- dann wie gehabt das „Bridged Networking“
janer auf der Platte landet? station konfigurieren. Zunächst einmal fragt als Zugangsart aus und bestimmen den
Während die Gefahr des Internet Explorers die Software beim Anlegen der virtuellen „MAC Bridge Miniport“ als Anschluss.
als wichtiger Bestandteil des Betriebssys- Maschine nach einer Methode, wie sie sich Schon teilen sich Windows Vista und der
tems mit einem vom restlichen System ab- an eine bestehende Netzverbindung hängen virtuelle Rechner die Internet-Daten.
geschirmten Modus wesentlich entschärft soll. Für gewöhnlich funktioniert das über
wurde, hat sich die Firewall vom schein- „Bridged Networking“ ganz einfach – hier
7. Internet- und Netzwerk-
baren Alibiprogramm zu einem mächtigen sorgt ein spezieller Treiber dafür, dass sich
Schädlinge abwehren
Werkzeug entwickelt, das auch ausge- die echte sowie die virtuelle Netzwerkkarte Einen Virenscanner bringt Windows Vista
henden Datenverkehr überwachen kann. überbrücken. immer noch nicht von Haus aus mit, aber
Beispielsweise setzt der sehr dedizierte Ju- Für Ihren Netzrouter sieht
gendschutzmodus von Windows Vista auf es so aus, als würden sich
der Firewall auf: Eltern können bestimmte zwei physkalische Netz-
Web-Seiten für ihren Nachwuchs grundsätz- werkkarten anmelden – so
lich blocken, gleichzeitig sehen die Erzie- holen sich Gast- und das
hungsberechtigten in einem ausführlichen Host-Betriebssystem je-
Protokoll auch genau, wohin die jungen Da- weils individuelle Zu-
men und Herren im weltweiten Netz surfen. gangsdaten beim DHCP-
Automatisch Alarm schlägt der Schutz übri- Server (Dynamic Host
gens nicht, Eltern müssen selbst ein Auge Control Protocol) ab. Die-
auf die Auswertungen haben. se Methode ist insofern
praktisch, weil Sie als An-
6. Netzwerk-Tricks für virtuelle wender nichts an den
Maschinen Netzeinstellungen Ihres
Vista unterstützt durch mehrere Mechanis- Rechners ändern müssen,
men eine Vielzahl von älteren Anwen- die virtuelle Maschine be- Windows Live OneCare führt automatisch regelmäßige War-
dungen, die für die Vorgängerversionen bis kommt den Internet-Zu- tungsarbeiten durch (Punkt 8)

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Netzwerk-Konfiguration Grundlagen

8. Live-Strategie Entrümpeln von temporären Dateien und


One-Care nur im die Defragmentierung der lokalen Festplat-
Abonnement ten. All dies erledigt One-Care nahezu un-
Zur Virenabwehr stellt auffällig im Hintergrund, in unserem Test
Microsoft seit dem Releasebremste One-Care die Vista-Testplattform
von Windows Vista die nicht merklich aus. Lediglich die Zeit vom
eigene Software-Lösung Benutzer-Login zum Desktop erhöhte sich
Windows Live One-Care um wenige Sekunden. Ohne installiertes
zur Verfügung. One-Care Windows Live One-Care fehlt diese Verzöge-
basiert auf den Techniken rung. Scheinbar führt die Software in dieser
der rumänischen Antiviren-Zeit diverse Tests durch. Danach läuft das
Firma Gecad, die MicrosoftSystem wie gewohnt schnell und reagiert
im Jahre 2003 in die Kon- auf Benutzeraktionen sofort.
zernfamilie aufgenommen
hat. Vom ursprünglichen
9. Netzwerkfunktionen und
Produkt – dem „RAV Antivi-
Sicherheit auf hohem Niveau
Trickreich: Mit einer virtuellen Netzwerkbrücke bekommen rus“ – ist nicht mehr viel In Sachen Netzwerksicherheit und -funktio-
auch virtuelle Maschinen Zugriff auf das Internet (Punkt 6) übrig geblieben, One-Care nalität zählt Windows Vista zum Besten, was
sieht unter Vista nach einer Microsoft zu bieten hat. Auch die Konkur-
immerhin ein Anti-Spyware-Tool. Vom Start perfekten Ergänzung des Betriebssystems renz kann von Vista lernen. Einfache Konfi-
weg ist der Windows Defender automatisch aus. Wie bei allen anderen kostenpflichtigen guration, die vorbildliche Integration von
aktiv und kümmert sich darum, dass keine Antiviren-Paketen muss der Benutzer auch wichtigen Tools und Diensten in jeder Stan-
unerwünschten Programme auf den Rech- für One-Care ein Jahresabonnement für Si- dardinstallation machen Windows Vista von
ner zugreifen oder unerlaubt nach Hause gnatur-Updates kaufen, um immer den ma- Anfang an zu einem sicheren Betriebssys-
telefonieren – von möglichen Microsoft-Pro- ximalen Schutz genießen zu können. Vor tem. Wer noch mehr Sicherheit will, sollte
grammen einmal abgesehen. Auch lästigen Ablauf der Betaversion hat Microsoft allen sich noch einen Antiviren-Scanner besorgen
Werbecode nimmt sich der Windows De- Betatestern von One-Care ein interessantes – inzwischen haben alle großen Hersteller
fender zur Brust. In unserem Alltagstest Angebot gemacht: Das Jahresabo kostet sie ihre Programmpakete für Windows Vista
machten sich die Dienste des Windows De- umgerechnet nur 15 Euro. aktualisiert. Besuchen Sie die Homepages
fenders nicht oft bemerkbar, was jedoch gar Wer sich für One-Care als Antiviren-Kit ent- von Symantec (Norton Antivirus, www.sy
nicht mal negativ ist – als Benutzer will man scheidet, bekommt zugleich noch eine gan- mantec.de), Eset (NOD32, www.nod32.de)
auch nicht alle paar Sekunden über jede ze Menge mehr. Auf Wunsch übernimmt die oder Panda Software (Panda Antivirus 2007,
Kleinigkeit mit Dialogen informiert werden. Software viele andere Systempflege-Aufga- www.panda-software.de) für entsprechende
Zusätzlich zu den Spy- und Adware-Blockern ben automatisch, darunter das regelmäßige Informationen.
kontrolliert der Windows Defender noch die
vielen Programme, die sich beim Windows-
Start automatisch selbst starten. In einem
übersichtlichen Auswahlmenü sehen Sie auf
einen Blick, welche Tools und Dienstpro-
gramme aktiv sind.
Windows Vista unterscheidet dabei zwischen
signierten und unsignierten Programmen. Si-
gnierte Software ist vom Windows Defender
als nicht schädlich eingestuft, nicht signierter
Code könnte eine potenzielle Gefahr sein –
diese Kandidaten können vom Administrator
des Rechners per Mausklick vorübergehend
deaktiviert oder ganz entfernt werden. Eine
ähnliche Funktion hatte unter Windows XP
das Systemkonfigurationsprogramm „mscon-
fig“, das auch in Vista existiert. Allerdings sind
die hier angezeigten Informationen eher für
Profis gedacht. Dank Windows Defender kön-
nen nun auch technisch weniger bewanderte
Benutzer kontrollieren, wer was im eigenen Nur im Abonnement: Microsofts Schutzschild Windows Live One-Care übernimmt unter
Windows eigentlich tun will. anderem die Funktionen einer einfachen Desktop-Firewall (Punkt 8)

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Grundlagen Benutzerverwaltung

Verfügung, die über die Computerverwal-


tung teilweise nur über verschiedene Stellen
erreicht werden können, teilweise gar nicht.
Die Verwaltungsseite des eigenen Benutzer-
kontos hält verschiedene Optionen für Sie
bereit:
Eigenes Kennwort ändern: Mit dieser Opti-
on können Sie das Anmeldekennwort für Ihr
Benutzerkonto sowie die Beschreibung des
Kennwortes ändern, das Sie bei der Installa-
tion festgelegt haben. Hier müssen Sie zu-
nächst das alte Kennwort und dann zweimal
das neue Kennwort eingeben. Anschließend
legen Sie die Beschreibung des Kennwortes
fest, die im Anmeldebildschirm angezeigt
wird, wenn Sie sich nicht mehr an das Kenn-
wort erinnern. Achten Sie darauf, dass die-
ser Hinweis angezeigt wird, auch wenn an-
dere Benutzer im Haushalt versuchen, sich
anzumelden. Verwenden Sie daher keinen
zu offensichtlichen Hinweis.
Eigenes Kennwort entfernen: Wenn Sie die-

Benutzer
se Option auswählen, wird das gesetzte
Kennwort des Benutzerkontos nach der Ein-
gabe des Kennwortes entfernt. Das betref-
fende Benutzerkonto ist von jetzt an nicht
mehr durch ein Kennwort geschützt.

verwalten Eigenes Bild ändern: Mit dieser Option wird


das Anmeldebild (nicht das Hintergrundbild)
Ihres Kontos geändert. Dieses Bild wird im
Startmenü und im Anmeldefenster als Syno-
nym für Ihr Benutzerkonto angezeigt. Sie
können aus den Standardbildern ein Bild
Die Benutzerverwaltung in Vista sorgt dafür, dass sich mehrere oder ein anderes auf der Festplatte des PCs
Anwender einen PC teilen können. Für genügend Privatsphäre auswählen. Wenn Sie ein anderes Bild aus-
wählen, wird es entsprechend verkleinert
weisen Sie den Anwendern individuelle Rechte zu. dargestellt. Sie müssen daher kein beson-
deres Format oder keine spezielle Größe
Von Thomas Joos beachten. Es genügt, wenn Sie ein Bild über
den Link „Nach weiteren Bildern suchen“
enn Sie die verschiedenen Sicher- msc“ starten. Alternativ können Sie die Kon- auswählen.
W heitseinstellungen Ihres PCs verwen- figuration der lokalen Benutzer auch über Eigenen Kontonamen ändern: Über diesen
den wollen, sollten Sie für jeden Anwender „Start“, rechte Maustaste auf „Computer, Link können Sie den Anmeldenamen Ihres
einen eigenen Benutzer anlegen. Die Ver- Verwalten, Lokale Benutzer und Gruppen“ Benutzerkontos abändern, das Kennwort
waltung der Benutzer findet nach Aufruf des managen. Hier stehen Ihnen allerdings kei- des Kontos bleibt dabei aber erhalten.
Menübefehls „Start, Systemsteuerung“ über ne Assistenten zur Seite, und auch das Be-
den Link „Benutzerkonten und Jugend- nutzerbild lässt sich nicht ändern.
2. Zusätzliche Optionen für
schutz“ statt. Über den Link „Benutzerkon- Achtung: Bei der Installation von Vista wird
Benutzerkonten
ten“ können Sie gezielt Einstellungen spezi- bereits ein Standardnutzer angelegt, der Ad- Neben den bereits genannten bietet Vista
ell für Benutzerkonten durchführen, neue ministrator-Benutzer wird deaktiviert. noch weitere Optionen an:
Benutzerkonten erstellen oder vorhandene Eigenen Kontotyp ändern: Über die Aus-
Benutzerkonten verwalten. Sie erreichen
1. Verwalten des eigenen wahl dieses Links können Sie Ihr Benutzer-
diese Einstellungen auch, indem Sie im
Benutzerkontos konto von einem normalen Benutzerkonto
Startmenü auf Ihr Benutzerbild klicken. Sie Wenn Sie die Benutzerverwaltung über die mit eingeschränkten Rechten in ein Admi-
können die Benutzerverwaltung auch direkt Systemsteuerung gestartet haben, stehen nistratorkonto abändern und umgekehrt.
über „Start“ und die Eingabe von „lusrmgr. Ihnen Assistenten und Möglichkeiten zur Standardbenutzer können nahezu uneinge-

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Benutzerverwaltung Grundlagen

nen USB-Stick am PC
angeschlossen haben, Überblick Benutzer verwalten
können Sie den Assis- Inhalt Seite
tenten aufrufen. Im An-
schluss startet der As- 1. Eigenes Benutzerkonto verwalten 30
sistent für die Anmel- 2. Optionen für Benutzerkonten 30
dung bei vergessenen 3. Erweiterte Verwaltung 31
Kennwörtern.
4. Eigene Netzwerkkennwörter 31
Im nächsten Fenster
werden Sie gebeten, 5. Zertifikate für die Dateiverschlüsselung 32
Status anpassen: In diesem Fenster ändern Sie den Kontotyp eine Diskette in das 6. Verwalten von Benutzerprofilen 32
des eigenen Benutzerkontos (Punkt 2) Laufwerk mit dem Lauf- 7. Änderungen in den Benutzerprofilen 33
werksbuchstaben des
8. Das „All Users“-Profil 34
schränkt mit dem PC arbeiten, während Ad- USB-Sticks einzulegen. Diese Meldung ist
ministratoren Systemeinstellungen ändern natürlich unsinnig, es reicht, wenn der USB- 9. Papierkorb in Windows Vista 34
dürfen und Software installieren können. Sie Stick angeschlossen ist. Geben Sie im nun 10. Verbindungspunkte (Junction Points) 34
sollten möglichst nur wenigen Benutzern folgenden Fenster das aktuelle Kennwort 11. Anlegen von neuen Benutzern 34
Ihres PCs administrative Rechte geben, am ein. Dieses Kennwort wird in verschlüsselter
12. Erweiterte Benutzerverwaltung 35
besten nur einem. Die anderen Benutzer Form auf dem USB-Stick oder der Diskette
können dann mit eingeschränkten Rechten gespeichert. 13. Weitere Konteneinstellungen 35
arbeiten. Sie können für sich selbst ein zu- Mit dieser Diskette können Sie sich anmel- Kästen
sätzliches Benutzerkonto anlegen, mit dem den, wenn Sie das Kennwort für Ihr Benut- Administratorkonto aktivieren 31
Sie regelmäßig arbeiten, und sich nur mit zerkonto vergessen haben. Dazu wird im
Ordner im Profilverzeichnis 32
dem Administrator-Benutzerkonto anmel- Anmeldefenster ein Hinweis angezeigt,
den, wenn Sie Software installieren wollen. wenn Sie das Kennwort für das betreffende Profilverzeichnisse in Vista 33
Dadurch wird Ihr Computer noch effizienter Benutzerkonto falsch eingegeben haben. Benutzerbilder 34
vor Angriffen geschützt. Wenn Sie den USB-Stick mit den Kontorück- Buchtipp 35
Anderes Konto verwalten: Hier können Sie setzinformationen angeschlossen haben,
ein anderes Computerkonto auf Ihrem PC können Sie anschließend das Kennwort än-
auswählen, das Sie entsprechend verwalten dern und sich anmelden. Alternativ können se ohne Benutzereingabe übernommen. Mit
können, um die besprochenen Einstellun- Sie natürlich das Kennwort auch durch den dieser Funktion können Sie die Netzwerkan-
gen anzupassen. konfigurierten Hinweis erraten. meldung für andere PCs oder Server hinter-
Benutzerkontensteuerung ein- oder aus- legen und müssen sich nicht jedes Mal neu
schalten: Hier können Sie die Benutzerkon-
4. Eigene Netzwerkkennwörter authentifizieren. Sie können an dieser Stelle
tensteuerung ein- oder ausschalten, die für
verwalten nicht nur die Anmeldeinformationen für Ser-
administrative Tätigkeiten jedes Mal ein Über den Link „Eigene Netzwerkkennwörter ver hinterlegen, sondern auch die Daten für
Fenster anzeigt. Für jedes Menü und jede verwalten“ im Aufgabenbereich können Sie die Anmeldung an Web-Seiten. Wenn sich
Schaltfläche, das mit einem Schild in Vista- die Anmeldeinformationen für Server oder Benutzerkennwörter ändern, können Sie
Farben gekennzeichnet ist, erscheint eine andere PCs im Netz hinterlegen. Wenn ein diese Änderung auch hier hinterlegen.
Meldung der Benutzerkontensteuerung. entsprechender Server oder ein PC im Netz- Über die beiden Schaltflächen „Sichern“
werk eine Anmeldung erfordert, wird zu- und „Wiederherstellen“ können Sie die hin-
3. Erweiterte Verwaltung von nächst überprüft, ob für den PC Anmel- terlegten Informationen sichern und müssen
Benutzerkonten dedaten an dieser Stelle hinterlegt sind. so auf anderen PCs oder bei einer Neuinstal-
Auf der linken Fensterseite der Benutzerver- Sind Anmeldeinfos vorhanden, werden die- lation die Daten nicht neu einpflegen, son-
waltung stehen weitere Aufgaben zur Verfü-
gung, die sich um die erweiterte Benutzer-
verwaltung drehen. Mit der Option „Kenn-
wortrücksetzdiskette erstellen“ können Sie
Administratorkonto aktivieren: So geht‘s
eine Diskette erstellen, mit deren Hilfe Sie Zur Konfiguration des Administratorkontos öffnen Sie das Startmenü und klicken mit der
das Kennwort Ihres Benutzerkontos noch rechten Maustaste auf den Menübefehl „Computer“. Wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag
vor der Anmeldung ändern können. Diese „Verwalten“ aus, doppelklicken Sie zunächst in der Navigationsleiste der Computerverwaltung
Diskette kann verwendet werden, wenn Sie auf „Lokale Benutzer und Gruppen“ und anschließend im mittleren Fensterbereich auf „Benut-
zum Beispiel Ihr Kennwort vergessen haben. zer“. Anschließend aktivieren Sie durch Doppelklick das Benutzerkonto „Administrator“ und
Sie können die Informationen der Kennwort- entfernen das Häkchen bei „Konto ist deaktiviert“.
rücksetzdiskette auch auf einem USB-Stick Wichtig: Achten Sie aber darauf, dem Administrator ein Kennwort zuzuweisen.
speichern. Wenn Sie eine Diskette oder ei-

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 31

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Grundlagen Benutzerverwaltung

Alternativ können Sie statt der Sicherung


ein eigenes Zertifikat erstellen oder ein Zer-
tifikat von einer Smartcard integrieren.
Wenn der PC Mitglied in einer Windows-
Domäne ist, besteht darüber hinaus die
Möglichkeit, ein Zertifikat von einer eigenen
Zertifizierungsstelle zu beziehen.

6. Verwalten von
Benutzerprofilen
Alle persönlichen Einstellungen der einzel-
nen Benutzer auf einem PC werden in einem
Sichern eines Zertifikats: Ein Backup ist in jedem Fall ratsam, denn ansonsten kommen Benutzerprofil gespeichert. Dabei handelt
Sie bei Problemen möglicherweise nicht mehr an Ihre Daten heran (Punkt 5) es sich um ein Verzeichnis, das den Benut-
zeranmeldenamen des jeweiligen Anwen-
dern können diese durch die Wiederherstel- Nach einem Klick auf „Weiter“ können Sie ders trägt und im Verzeichnis C:\Users liegt.
lung importieren. ein Zertifikat auswählen, das angezeigt wer- Dieses Verzeichnis ist neu in Vista. Unter
den soll, oder ein neues Zertifikat erstellen. Windows XP hat dieses Verzeichnis noch
5. Verwalten von Zertifikaten für Wenn Sie ein vorhandenes Zertifikat aus- die Bezeichnung C:\Dokumente und Einstel-
die Dateiverschlüsselung wählen, können Sie das auf der folgenden lungen getragen. Oft kann Festplattenplatz
Wenn Sie mit dem verschlüsselten Dateisys- Seite sichern lassen. Bei einer Neuinstalla- auf einem PC durch das Löschen nicht mehr
tem (Encrypting File System, EFS) arbeiten tion besteht so die Möglichkeit, mit Hilfe benötigter Profile wieder freigegeben wer-
oder mit anderen Funktionen, die benutzer- dieses Zertifikates auf die verschlüsselten den. Wenn Sie ein Profil löschen, wird es
definierte Zertifikate benötigen, können Sie Informationen zurückzugreifen. Im An- neu erstellt, sobald sich der Benutzer erneut
die hinterlegten Zertifikate über den Link schluss können die verschlüsselten Dateien am PC anmeldet. Alle Einstellungen des Be-
„Dateiverschlüsselungszertifikate verwal- und Verzeichnisse auf dem Datenträger ak- nutzers werden beim Löschen zurückge-
ten“ konfigurieren und überwachen. Wenn tualisiert werden, damit bei einer späteren setzt, das Profil ist also vollkommen leer und
Sie auf den Link klicken, startet der Assis- Wiederherstellung der Zugriff auf die Daten wird von Windows Vista neu erstellt. Beach-
tent, mit dem Sie Zertifikate erstellen und mit dem gesicherten Zertifikat weiterhin ten Sie aber, dass beim Löschen eines Pro-
vorhandene Zertifikate verwalten können. möglich ist. fils sämtliche Daten des entsprechenden

Auf einen Blick: Ordner im Profilverzeichnis


Vista-Ordner Beschreibung Name unter Speicherort unter Windows XP
Windows XP
Kontakte Enthält die angelegten Kontakte des Benutzers Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Desktop Icons und Einstellungen des Benutzer-Desktops Desktop C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Desktop
Dokumente Standardmäßiger Speicherort aller persönlicher Eigene Dateien C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene
Dateien eines Benutzers Dateien. Unter Vista gibt es daher eine Verknüpfung
„Eigene Dateien“, die auf den Ordner Dokumente zeigt.
Downloads Speicherort aller Downloads Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Favoriten Favoriten des Internet Explorers Favoriten C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Favoriten
Musik Ablageort von Musikdateien Meine Musik C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene
Dateien\Eigene Musik
Videos Ablageort für gespeicherte Filmdateien Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Bilder Ablageort für Bilddateien und Grafiken Meine Bilder C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene
Dateien\Eigene Bilder
Suchvorgänge Ablageort für abgespeicherte Suchen Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Appdata Ablageort für benutzerspezifische Daten und Nicht verfügbar Nicht verfügbar (vergleichbar mit dem Ordner „Anwendungs-
Systemdateien von Applikationen (vergleichbar mit daten“ im Profil)
„Anwendungs-
daten“)
Gespeicherte Spiele Zentraler Ablageort für Spielstände von kompa- Nicht verfügbar Nicht verfügbar
tiblen Windows-Spielen

32 GRUNDLAGEN TIPPS & TRICKS 5/2007

030-35 207 vista_5_07_mr_ml.indd32 32 12.03.2007 10:04:51 Uhr


Benutzerverwaltung Grundlagen

Benutzers verloren gehen. Sie sollten diese schinenbezogen waren und welche benut- tisch mit dem Verzeichnis C:\Dokumente
daher vorher möglichst sichern. zerspezifisch sind. Zu dem Zweck der Ver- und Einstellungen\<Benutzername>\Lokale
Über den Link „Erweiterte Benutzerprofilei- einheitlichung von anwendungsspezifischen Einstellungen\Anwendungsdaten in Win-
genschaften konfigurieren“ können Sie sich Daten hat Microsoft den Ordner Appdata im dows XP.
alle Benutzerprofile auf einem PC anzeigen Benutzerprofil eingeführt. Dieser Ordner Der Ordner „Roaming“ enthält die Daten,
lassen und diese anschließend löschen. Sie enthält die drei Unterordner: die benutzerspezifisch sind und für Server-
sehen an dieser Stelle auch die Größe des - Local gespeicherte Profile verwendet werden kön-
jeweiligen Profils. Im Verzeichnis werden - LocalLow nen. Diese Daten können mit dem Benutzer
mehrere Unterordner angezeigt. Die per- - Roaming auf verschiedene Arbeitsstationen mitwan-
sönlichen Daten jedes Benutzers liegen in In den beiden Verzeichnissen „Local“ und dern. Dieser Ordner entspricht dem Ordner
seinem eigenen Ordner, auf den nur er selbst „LocalLow“ werden Daten von Anwen- C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzer-
sowie die Administratoren Zugriff haben. dungen gespeichert, die nicht mit dem Be- name>\Anwendungsdaten in Windows XP.
Tipp: Die Benutzerprofile werden zunächst nutzer bei der Verwendung von verschie- Sie sollten diese Zusammenhänge verste-
als Kopie des Standardprofils, des Default denen Arbeitsstationen mitwandern. Hier hen, bevor Sie in einem Unternehmen Ser-
Users, erzeugt. Zusätzlich gibt es einen Ord- handelt es sich vor allem um maschinenbe- ver-gespeicherte Profile in Verbindung von
ner „All Users“, der ebenfalls für Benutzer- zogene Daten oder um Daten, die ein Benut- Windows-Vista- und Windows-XP-Arbeits-
profile verwendet wird. Während der Ordner zerprofil unnötig aufblähen würden. Das stationen verwenden. Im Kasten „Konten-
„Default User“ die Einstellungen für neu zu Verzeichnis „Local“ ist im Endeffekt iden- vergleich: Profilverzeichnisse in Vista“ fin-
erstellende Benutzerprofile für alle Benutzer
enthält, finden sich in „All Users“ die Ein-
stellungen für die bereits erstellten Profile, Kontenvergleich: Profilverzeichnisse in Vista
die für alle Nutzer der Arbeitsstation gelten. Die Tabelle zeigt einen Vergleich von verschiedenen Profilverzeichnissen in Windows XP
Damit diese beiden Verzeichnisse angezeigt und Windows Vista
werden, müssen Sie die versteckten Dateien
und die Systemdateien einblenden lassen. Verzeichnis unterhalb von C:\Benutzer\<Benutzername> Gegenstück im Ordner C:\Dokumente
Die Benutzerprofile enthalten auch die In- in Windows Vista und Einstellungen\<Benutzername>
in Windows XP
halte und Verknüpfungen der Startmenüs.
Nicht vorhanden …Lokale Einstellungen
7. Änderungen in den …Appdata\Local …Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten
Benutzerprofilen
…Appdata\Local\Microsoft\Windows\History …Lokale Einstellungen\Verlauf
Wie bereits erwähnt, werden Benutzerpro-
…Appdata\Local\Temp …Lokale Einstellungen\Temp
file in Windows Vista im Ordner C:\Users\
<Benutzername> gespeichert. Die Tiefe der …\AppData\Local\Microsoft\Windows\Temporary Internet Files …Lokale Einstellungen\Temporary Internet
Files
Ordnerstruktur innerhalb des Profils hat
Microsoft wesentlich reduziert, auch die Be- …\AppData\Roaming\Microsoft \Windows\Cookies Cookies
zeichnung der Ordner ist jetzt wesentlich …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Network Shortcuts Netzwerkumgebung
selbsterklärender, und es ist leichter, inner- …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Printer Shortcuts Druckumgebung
halb der Ordnerstruktur eines Profils die
…\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Recent Zuletzt verwendete Dokumente
wesentlichen Verzeichnisse zu finden.
Zur Abwärtskompatibilität hat Microsoft …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Send To SendTo
noch einige Verknüpfungen eingefügt, die …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu Startmenü
in den vorangegangenen Windows-Versi- …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Templates Vorlagen
onen noch verwendet wurden oder die di- …\Kontakte Nicht verfügbar
rekt auf ein anderes Verzeichnis verweisen,
…\Desktop Desktop
wie zum Beispiel das Startmenü. Der Kasten
„Auf einen Blick: Ordner im Profilverzeich- …\Dokumente Eigene Dateien
nis“ zeigt einzelne Verzeichnisse im Benut- …\Download Nicht verfügbar
zerprofil von Windows Vista sowie deren …\Favoriten …\Favoriten
Gegenpart in Windows XP, wo sich die Be-
…\Musik …\Eigene Dateien\Eigene Musik
nutzerprofile noch im Ordner C:\Dokumente
…\Videos Nicht verfügbar
und Einstellungen befunden haben.
In Windows Vista wurden ebenfalls Ände- …\Bilder …\Eigene Dateien\Eigene Bilder
rungen vorgenommen, wie die Daten von …\Suchvorgänge Nicht verfügbar
Applikationen gespeichert werden. Unter …\Links Nicht verfügbar
Windows XP war es umständlich, festzustel-
…\Gespeicherte Spiele Nicht verfügbar
len, welche Daten von Applikationen ma-

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 33

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Grundlagen Benutzerverwaltung

Windows XP hat Microsoft in Windows Vista


Verbindungspunkte eingerichtet.
Beispiel: Das Verzeichnis C:\Users\<Benut-
zername>\Dokumente in Windows Vista
stellt das neue Verzeichnis für C:\Dokumen-
te und Einstellungen\<Benutzername>\Ei-
gene Dateien in Windows XP dar.
Damit auch ältere Applikationen, die zum
Beispiel Zugriff auf den Ordner „Eigene Da-
teien“ haben müssen, weiterhin funktionie-
ren, hat Microsoft einen Verbindungspunkt
Unterordner im Anwenderordner: Innerhalb des in Vista neu eingeführten Verzeich- „Eigene Dateien“ im Profil unter Windows
nisses „Appdata“ legt das System mehrere Unterverzeichnisse an (Punkt 7) Vista eingerichtet. Solche Verbindungs-
punkte gibt es massenweise in Windows XP
den Sie eine detaillierte Übersicht der wich- 9. Papierkorb in Windows Vista an verschiedener Stelle. Im Windows-Explo-
tigen Verzeichnisse im Profil eines Benut- Der Papierkorb ist jetzt in Vista Bestandteil rer werden diese durch einen Verknüpfungs-
zers von Windows Vista im Vergleich zum des Profils. Unter Windows XP war der Pa- pfeil gekennzeichnet.
entsprechenden Benutzerverzeichnis unter pierkorb noch nicht benutzerspezifischer Sie können sich in der Befehlszeile die Ver-
Windows XP. Teil des Profils. Der Papierkorb wird in Win- bindungspunkte und deren Zielverzeich-
dows Vista als versteckte Datei im Hauptver- nisse anzeigen lassen. Wechseln Sie dazu in
8. Das „All Users“-Profil zeichnis des Profils gespeichert. das entsprechende Verzeichnis, und geben
Unter den Vorgängerversionen von Win- Sie den Befehl „dir /ad“ ein. Sie erhalten
dows Vista hat das Verzeichnis „All Users“
10. Verbindungspunkte eine Auflistung über den Inhalt des Ver-
die Inhalte zur Verfügung gestellt, die für
(Junction Points) zeichnisses, und Verbindungspunkte wer-
alle Anwender auf dem PC gegolten haben. Die meisten Anwendungen sind bereits den als Verbindung angezeigt.
So war es möglich, durch Bearbeitung eines standardmäßig kompatibel zu den neuen Wenn Sie im Windows-Explorer per Doppel-
einzelnen Verzeichnisses die Einstellungen Verzeichnissen des Profils in Windows Vis- klick auf einen solchen Verbindungspunkt
aller Benutzer anzupassen. ta. Meistens sind daher keinerlei Änderun- klicken, erhalten Sie meistens die Meldung,
Beispiel für den Einsatz von „All Users“ ist gen notwendig. In Vista wurde dazu die Un- dass der Zugriff verweigert wird. Das gilt
das Startmenü oder der Inhalt des Desktops, terstützung von älteren Dateipfaden inte- aber nur für den manuellen Zugriff über den
der sich immer aus dem eigenen Benutzer- griert. Alle Pfade sind auch für ältere An- Verbindungspunkt, nicht für Applikationen
profil und dem Inhalt des Ordners „All wendungen vollkommen transparent. und nicht für das Zielverzeichnis an sich.
Users“ zusammensetzt. Wenn zum Beispiel Manche Anwendungen haben unter Um- Achtung: Verbindungspunkte (Junction
eine Verknüpfung in das Verzeichnis \All ständen dennoch Probleme mit den neuen Points) sind eine Funktion im NTFS-Datei-
Users\Startmenü kopiert wurde, wurde es Verzeichnisstrukturen. Microsoft hat für die system und haben nichts mit Ordnerumlei-
bei allen Benutzern des PCs im Startmenü Unterstützung solcher Anwendungen auf tung oder Verknüpfungen zu tun, sondern
angezeigt. dem Dateisystem Verbindungspunkte ein- sind eine eigenständige Funktion.
In Windows Vista gibt es das Verzeichnis gerichtet. Ein solcher Verbindungspunkt
C:\Users\All Users nur noch als Verknüp- verweist ähnlich wie eine Verknüpfung auf
11. Anlegen und Konfigurieren
fung, die auf den Ordner C:\ProgramData einen anderen Pfad auf dem PC, in dem
von neuen Benutzern
verweist. Hier wird wiederum auf das Profil schließlich die gesuchten Daten liegen. Für Die Sicherheits- und Berechtigungsstruktur
„Öffentlich“ unter C:\Users verlinkt. alle notwendigen Systemverzeichnisse unter von Windows Vista sowie der integrierte Ju-
gendschutz machen erst dann Sinn, wenn
jeder PC-Nutzer über ein eigenes Benutzer-

Benutzerbilder: Hier legt sie Vista ab konto verfügt, mit dem er sich am PC anmel-
det. Auf Basis dieses Benutzerkontos kön-
Grafiken von Benutzern: Die Benutzerbilder finden Sie im Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\ nen Berechtigungen erteilt werden, der Ju-
User Account Pictures. C:\Benutzer\All Users\Microsoft\User Account Pictures ist auch ein Weg, ge- gendschutz kann festgelegt sowie überwacht
nauso wie C:\Benutzer\All Users\Anwendungsdaten\Microsoft\User Account Pictures, da der Ordner werden, und alle Dateien eines Benutzers
C:\Users\All Users\Anwendungsdaten ein Link auf C:\ProgramData ist. C:\Dokumente und Einstel- können getrennt von den anderen Benut-
lungen\All Users\Anwendungsdaten\Microsoft\User Account Pictures ist ebenfalls möglich, da C:\ zern gespeichert werden. Der Datenaus-
Dokumente und Einstellungen ein Link auf C:\Users ist. Letztendlich zeigt alles auf C:\ProgramDa- tausch zwischen den Konten findet über den
ta\Microsoft\User Account Pictures. Wenn Sie sich durch Links klicken, erhalten Sie manchmal eine öffentlichen Ordner statt.
Meldung, dass der Zugriff verweigert wurde. Das liegt dann an der Deaktivierung der Benutzer- Neue Benutzer können Sie entweder über
kontensteuerung. den Link „Start, Systemsteuerung, Benut-
zerkonten und Jugendschutz, Benutzerkon-

34 GRUNDLAGEN TIPPS & TRICKS 5/2007

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Benutzerverwaltung Grundlagen

ten hinzufügen“ erstellen. Oder Sie benut-


zen den Link „Start, Systemsteuerung, Be-
nutzerkonten und Jugendschutz, Benutzer-
konten, Anderes Konto verwalten“ und ge-
langen so zum gleichen Fenster. Idealerwei-
se sollten Sie Benutzer immer am besten
über die Systemsteuerung anlegen.
Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem Sie
entweder neue Benutzer anlegen oder vor-
handene Benutzer bearbeiten können. Über
den Link „Neues Konto erstellen“ können Erweiterte Benutzerverwaltung: Hier bietet Vista dem Anwender Einstelloptionen an, die
Sie ein neues Benutzerkonto mit allem, was in der Systemsteuerung nicht zu finden sind (Punkt 12)
dazu gehört, erstellen.
Auf der ersten Seite des Assistenten legen Berechtigungen für ein gemeinsam ge- 13. Weitere Einstellungen für
Sie den Anmeldenamen des Kontos sowie nutztes Laufwerk zu vergeben. Benutzerkonten
den Kontotyp fest. Sie sollten möglichst we- Der Benutzer „Gast“ ist ein sehr einge- Weitere Einstellungen können über die Re-
nige Konten mit Administratorberechti- schränktes Konto, das die temporäre Anmel- gisterkarte „Mitgliedschaft von“ konfiguriert
gungen anlegen und immer mit Standardbe- dung zulässt, sobald es aktiviert wird, um werden. Hierüber können Sie festlegen, ob
nutzern arbeiten. Sollte das auf Dauer nicht zum Beispiel Anwendern die Arbeit am PC ein Konto über administrative Rechte ver-
praktikabel sein, können Sie einzelne Kon- zu ermöglichen, die sich normalerweise fügt oder lediglich über normale Rechte.
ten auch zu Administratorkonten umwan- nicht anmelden können bzw. dürfen. Sie Wenn das Benutzerkonto in der Gruppe
deln. Gehen Sie dazu über „Start, System- sollten allerdings aus Sicherheitsgründen „Administratoren“ vorhanden ist, handelt es
steuerung, Benutzerkonten und Jugend- dieses Konto nicht aktivieren. Alle anderen sich um ein Administratorkonto. Ist es in der
schutz, Benutzerkonten, Anderes Konto Konten können Sie bearbeiten, wenn Sie auf Gruppe „Benutzer“ aufgelistet, handelt es
verwalten“. diese im Fenster doppelklicken oder im Kon- sich um ein normales Benutzerkonto. Sie
Klicken Sie im Anschluss auf die Schaltflä- textmenü den Befehl „Eigenschaften“ aufru- können die Gruppenmitgliedschaft an dieser
che „Konto erstellen“. Sie müssen kein fen. Zur Verwaltung stehen Ihnen drei Re- Stelle ändern. Es zählt bei Berechtigungen
Kennwort für das Benutzerkonto festlegen, gisterkarten zur Verfügung. Die wichtigsten immer das Konto mit den meisten Rechten.
das Kennwort kann der entsprechende Be- Einstellungen werden über die Registerkar- Wenn ein Konto also in der Gruppe „Benut-
nutzer selbst wählen. Wenn Sie das neu er- te „Allgemein“ durchgeführt. Hier stehen zer“ und „Administratoren“ vorhanden ist,
stellte Konto anklicken, öffnet sich ein neues Ihnen einige Funktionen zur Verfügung, die handelt es sich um ein Administratorkonto.
Fenster, über das Sie die bereits bespro- hauptsächlich das Kennwort betreffen. Die Registerkarte „Profil“ spielt auf Privat-
chenen Aufgaben für dieses neue Benutzer- Benutzer kann Kennwort nicht ändern: PCs keine Rolle.
konto konfigurieren können. Über dieses Wenn Benutzer <Strg>-<Alt>-<Entf> drü- Weitere Einstellmöglichkeiten ergeben sich,
Menü können Sie auch den Jugendschutz cken, können sie ihr eigenes Kennwort än- wenn Sie mit der rechten Maustaste ein Be-
konfigurieren. Den Jugendschutz können dern. Wenn Sie diese Option aktivieren, ist nutzerkonto anklicken und die entspre-
Sie jederzeit für einzelne Benutzerkonten die Änderung des Kennwortes durch den chende Aufgabe aus dem Kontextmenü aus-
hinterlegen. Benutzer nicht möglich. wählen. Hier können Sie das Kennwort des
Kennwort läuft nie ab: Sie können in den Benutzerkontos ändern, das Konto löschen
12. Erweiterte Verwaltung von Gruppenrichtlinien des PCs einstellen, dass und den Anmeldenamen umbenennen.
Benutzerkonten Kennwörter nach gewisser Zeit geändert
Über den bereits besprochenen Weg der werden müssen. Ist diese Option gesetzt,
Computerverwaltung oder „Start“ und die wird für dieses Konto eine entsprechende
Eingabe von „lusrmgr.msc“ können Sie Be- Anforderung außer Kraft gesetzt. Für Privat- Buchtipp
nutzerkonten ohne den Assistenten der Sys- PCs macht die Konfiguration von Kennwort-
Dieser Artikel stammt aus dem rundum
temsteuerung konfigurieren. Zwar stehen änderungen keinen Sinn.
empfehlenswerten Kompendium „Windows
Ihnen hier nicht alle Funktionen zur Verfü- Konto ist deaktiviert: Wenn diese Option
Vista Home – Konfi-
gung wie in der Systemsteuerung; allerdings gesetzt ist (standardmäßig für Administrator
guration, Kommu-
sind hier Funktionen verfügbar, die nicht in und Gast), kann sich der Nutzer nicht anmel-
nikation, Lösungen“
der Systemsteuerung hinterlegt sind, zum den, auch wenn das Konto vorhanden ist.
von Thomas Joos,
Beispiel die Möglichkeit, Benutzerkonten zu Konto ist gesperrt: Auch diese Einstellung Verlag Markt+Technik
aktivieren oder zu deaktivieren. Hier können ist eher für Firmen-PCs gedacht. Wenn ein (www.mut.de, ISBN:
Sie auch Gruppen verwalten, wenn Sie in- Anwender ein paar Mal ein falsches Kenn- 978-3-8272-4102-3,
tern nicht nur mit Berechtigungen auf Be- wort eingibt, wird das Konto gesperrt. Eine 928 Seiten – 1 CD,
nutzerebene, sondern auch auf Gruppen- Anmeldung ist erst wieder möglich, nach- 29,95 Euro [D].
ebene arbeiten wollen, um zum Beispiel dem die Sperrung aufgehoben wurde.

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Grundlagen Vista sicher machen

rungsmechanismus kümmert sich nun auch


um ausgehende Datenpakete. So können Sie
beispielsweise ausgehenden Traffic blockie-
ren, der sich an bekannte und unerwünschte
Adressen richtet. Ebenso ist es auch mög-
lich, Ausgangs-Ports zu blockieren, die übli-
cherweise von Malware genutzt werden.
Standardmäßig sind in allen Profilen einge-
hende Verbindungen geblockt. Über die
definierten Regeln lässt die Firewall Pakete
für einzelne Dienste oder Protokolle passie-
ren. Um diese Einstellungen müssen Sie
sich nur in Ausnahmefällen selbst kümmern.
Versucht eine Anwendung auf das Internet
zuzugreifen, öffnet sich ein Dialog, über den
Sie die Firewall-Einstellungen beeinflussen.
Klicken Sie einfach auf „Nicht mehr blo-
cken“, um den Zugriff zu erlauben, oder auf
„Weiterhin blocken“, um ihn zu verbieten.
Ausgehender Traffic wird grundsätzlich blo-
ckiert, sofern es keine Ausnahmeregel gibt.
Damit ein Vista-Rechner nach der Installa-
tion mit einem Netzwerk kommunizieren
kann, wird das System von Haus aus mit ei-

Vista-Firewall ner ganzen Reihe von Regeln für den ausge-


henden Verkehr konfiguriert.

Vista-Monitoring:
am Anschlag So funktioniert‘s
Die Firewall-Konsole in Vista bietet einen
Monitoring-Teil. Der zeigt im Wesentlichen
Zugriffskontrolle von außen und Programmsperre von innen – den aktuellen Zustand der Firewall an. Dazu
das soll die neue Firewall von Vista bieten. Das Risiko feind- zählt die Art und Weise, in der momentan
Pakete gehandhabt werden, welches Netz-
licher Übernahmen kann sie jedoch nicht wirklich bannen. werkprofil aktiv ist sowie wo und wie die
Firewall-Aktivitäten protokolliert werden.
Von Ramon Schwenk und Thomas Wölfer Die Windows-Firewall in Vista ist eine state-
ful, Host-basierte Firewall, die ein- und
ausgehende Verbindungen blockieren kann.
icrosoft hat Vista auch eine neue Fire- Doch der erste Eindruck täuscht. Microsoft Eine sehr simplifizierte Variante zur Konfi-
M wall spendiert. Auf den ersten Blick hat in Vista aus gutem Grund zwei unter- guration dieser Firewall findet sich wie bei
erscheint sie zwar praktisch unverändert, schiedliche Benutzerschnittstellen für die Windows XP in der Systemsteuerung. Tat-
doch genau betrachtet bietet Vistas Firewall Firewall-Konfiguration eingebaut. Die neue sächlich ist die neue Firewall aber regelba-
deutlich mehr als ihr Vorgänger in Windows und deutlich mächtigere Oberfläche errei- siert, und die Regeln können über eine zu-
XP. Dieser Beitrag wirft ein erstes Licht auf chen Sie über die administrativen Werk- sätzliche Oberfläche in den administrativen
Microsofts neue Brandschutzmaßnahme. zeuge. Sie finden sie entweder über die Werkzeugen erstellt werden.
Wer den Konfigurationsdialog für die Win- Suchfunktion des Startmenüs (Suchwort Das ist neu: Über die Group Policies lassen
dows-Firewall über die Systemsteuerung in „Firewall“) oder indem Sie „wf.msc“ über sich die Einstellungen der Firewall schnell
der klassischen Ansicht unter „Windows- die Eingabezeile von „Start“ aufrufen. und automatisch auf alle Computer in einem
Firewall, Einstellungen ändern“ startet, wird Domänen-Netzwerk verteilen und aktuali-
herb enttäuscht: Die neue Firewall scheint
1. Das wurde gegenüber der sieren. Damit kann ein LAN-Administrator
exakt denselben Funktionsumfang zu haben
XP-Firewall erweitert zentral auf neue Gefahren reagieren oder
wie die Firewall von XP. Sogar die Oberflä- Bisher konnte die Windows-Firewall nur ein- zusätzliche Applikationen erlauben.
che sieht nahezu identisch aus. gehenden Traffic filtern. Der neue Filte-

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Vista sicher machen Grundlagen

zum Internet hat, der Rech- Im ersten Schritt teilen Sie Vista mit, was für
ner aber nicht zur Domain eine Art von Regel Sie definieren möchten.
des Netzwerkes gehört. Hier unterscheidet die Firewall zwischen
Solche Netzwerke finden „Programm“, „Port“, „Vordefiniert“ und
sich beispielsweise in öf- „Benutzerdefiniert“. Eine Regel für ein „Pro-
fentlichen Einrichtungen gramm“ basiert auf dem Pfad zur Software,
wie Bibliotheken. der im zweiten Schritt anzugeben ist. Außer-
Ein Private-Netz („Privates dem stellen Sie ein, ob die Verbindung zu-
Profil“) ist ein Netzwerk mit gelassen oder blockiert werden soll. Als
einem gewissen Maß an dritte Möglichkeit gibt es noch die Option,
Schutz vor dem Internet, die Verbindung zuzulassen, wenn es sich um
das andere vertrauenswür- eine sichere Verbindung handelt. Danach
dige Rechner beherbergt. wählen Sie aus, für welche der Netzwerk-
Für jede dieser drei Netz- profile die Regel gelten soll, und vergeben
werkarten können Sie die zum Abschluss einen Namen. Ähnliche, den
Firewall passend konfigu- entsprechenden Bedürfnissen angepasste
rieren und Regelsätze anle- Angaben müssen Sie auch für die übrigen
gen. Die Wahlmöglichkeit Regelarten im Assistenten vornehmen.
ist zum Beispiel für Note-
Aktiv: In den „Windows-Firewalleinstellungen“ aktivieren books praktisch: Befindet
5. Firewall-Regeln optimieren
oder deaktivieren Sie das Vista-Sicherheitssystem (Punkt 1) sich der Mobilrechner am Die neue Regel wird anschließend in der
Arbeitsplatz, gelten die Re- Übersichtsliste der Firewall-Konsole ange-
2. So funktioniert die neue geln der „Domänenprofil“-Firewall. Ist der zeigt. Per Doppelklick auf einen Eintrag er-
Firewall-Konsole Rechner unterwegs im Einsatz, gelten die reichen Sie den „Eigenschaften“-Dialog. Er
Nach dem Start erscheint die neue Konsole Regeln für „Öffentliches Profil“. ist wichtig, denn einige der Einstellungen
mit einem dreispaltigen Layout. In der mitt- können Sie im Firewall-Assistenten nicht
leren Spalte des Fensters sehen Sie eine
4. So legen Sie neue Regeln an festlegen. Dazu zählt zum Beispiel die Mög-
Übersicht der aktuellen Einstellungen, ge- Um eine neue Regel etwa für eingehende lichkeit, eine Regel auf bestimmte Benutzer-
ordnet nach „Domänenprofil“ (der PC ist Datenpakete einzurichten, klicken Sie mit konten oder Computer zu beschränken.
Domänenmitglied in einem Firmennetz), der rechten Maustaste auf „Eingehende Re- Ebenso ist es auch möglich, Regeln nur auf
„Privates Profil“ (lokales Netzwerk) und „Öf- geln“ und wählen „Neue Regel“. Es meldet bestimmte Netzwerk-Interfaces anzuwen-
fentliches Profil“ (Internet und andere nicht sich ein Assistent, der Sie dann durch die den. Standardmäßig werden die Regeln im-
lokale Netzwerke). Welches davon Vista ver- notwendigen Schritte leitet. mer auf alle angewendet.
wendet, zeigt der Zusatz „ist aktiv“.
In der linken Spalte sind die verschiedenen
Regelsätze aufgelistet. Der hier ausgewählte
Eintrag bestimmt, was in der mittleren Spal-
te angezeigt wird: „Eingehende Regeln“,
„Ausgehende Regeln“ oder „Verbindungssi-
cherheitsregeln“. Letztere sind die Regeln
für IP-Sec. In der rechten Spalte finden sich
Links zu Aktionen und Filtermöglichkeiten.

3. Das Prinzip der Network


Location Types verstehen
Vista unterscheidet drei Arten von Netzwer-
ken (Network Location Types): Domain, Pu-
blic und Private. Der Rechner befindet sich
in einem Domain-Netz („Domänenprofil“),
wenn er Verbindung zu einem Netzwerk hat
und sich in diesem LAN ein Domain-Con-
troller für eine Domain befindet, zu der auch
der Rechner selbst gehört. Typischerweise
ist das bei einem Firmennetzwerk der Fall.
Ein Public-Netz („Privates Profil“) liegt vor, Verbesserte Verwaltungsoberfläche: Die neue Firewall wird mit einer Vielzahl an Regeln
wenn das Netzwerk einen direkten Zugang ausgeliefert, die Sie umfassend bearbeiten und erweitern können (Punkt 2)

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 37

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Grundlagen Spiele

Chess Titans ist das einzige


Vista-Spiel im 3D-Gewand –
Optik und Ausstattung
überzeugen

Die Vista-Kartenspiele

Populär: Der Klassiker Solitär ist das


Windows-Spiel schlechthin

Das sind die


Spiele in Vista Abwechslung: In der Variante Freecell
sind zu Beginn alle Karten aufgedeckt

Für Traditionalisten gibt es weiterhin Solitär und Minesweeper,


Denker spielen Schach und die, die erst zu solchen werden
wollen, üben mit Purble Place. Der Geschmack entscheidet.

Von Jan Schneider


Auch eine Solitär-Variante: Spider Soli-
tär wird mit 104 Karten gespielt
as ist das meistgespielte PC-Spiel aller infiltriert. So einfach die Regeln sind, so
W Zeiten? Tetris? Die virtuelle Moor- hoch ist der Suchtfaktor – eine tödliche Mi-
huhn-Jagd? World of Warcraft? Vermutlich schung, die wertvolle Arbeitszeit im großen
nicht, denn seit Microsoft mit Windows 3.0 Stil vernichtet. Tatsächlich soll die Faszina-
zum ersten Mal den Kartenspiel-Klassiker tion für Solitär, das der Microsoft-Mitarbei-
Solitär ausgeliefert hat, ist der kleine Zeit- ter Wes Cherry 1989 entwickelte, schon zu
fresser bei jeder neuen Windows-Version einigen Entlassungen geführt haben.
mit an Bord. So wurde das simple Ein-Mann- Selbstredend ist auch Windows Vista wieder
Kartenspiel auf Millionen von Rechnern ver- mit diesem Programm ausgestattet. Spiele-
teilt und ungefragt auch auf Büro-PCs risch bietet die Vista-Version dasselbe wie
mitinstalliert. Ganze Rechnergenerationen schon die Urversion von Windows 3.0: Soli- Hearts: Sie spielen das Kartenspiel ge-
hat der Redmonder Software-Riese auf diese tär kennt die zwei grundsätzlichen Varian- gen drei Computergegner
Weise mit dem unscheinbaren Programm ten „Eine ziehen“ und „Drei ziehen“ sowie

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Spiele Grundlagen

Vorgänger. Auch die neue


Kaskade nach einem ge- Überblick Die Spiele von Vista
wonnenen Spiel macht op- Inhalt Seite
tisch einiges her.
Für Cheater bleibt übrigens 1. Kartensparten 39
alles beim Alten: Wenn Sie 2. Minesweeper und Inkball 40
beim Abheben die Tasten 3. Premium-Spiele 40
<Strg>-<Alt>-<Shift>
4. Der Herr der Spiele 41
gleichzeitig drücken, kön-
nen Sie auch im Modus Kästen
„Drei ziehen“ eine einzelne Die Entwickler: Oberon Games 39
Karte vom Stapel nehmen.
Ultimativer Spielgenuss 41
Das erhöht die Gewinn-
chancen drastisch und hat
Neue Grafikeffekte: Wenn Sie Solitär gewinnen, fliegen die 1990 schon genauso funkti- verteilt, der Rest kommt auf Wunsch in Zeh-
Symbole von den Karten im Fenster umher oniert. Lassen Sie sich nur nergruppen dazu. Wenn irgendwo auf den
nicht dabei erwischen! zehn Stapeln eine Reihe vom König bis zum
zwei verschiedene Arten, Punkte zu berech- Ass entsteht, wird diese aus dem Spiel ge-
nen. Sowohl Punkt- als auch Zeitzähler las-
1. Kartensparten nommen. Gewonnen haben Sie, wenn alle
sen sich auf Wunsch ausschalten. Wer nicht Neben dem klassischen Solitär hat Microsoft 104 Karten abgeräumt wurden. Zur Beloh-
weiter weiß, darf sich einen Tipp geben las- im Laufe der Jahre weitere Varianten dessel- nung kredenzt Vista dann ein grafisches
sen. Wenn keine Züge mehr möglich sind, ben Spiels eingeführt, die auch bei Windows Feuerwerk, das das biedere Kreisgewusel
was gerade beim Standard-Modus „Drei zie- Vista wieder mit dabei sind. Freecell, seit von Windows XP weit hinter sich lässt.
hen“ häufig vorkommt, macht das Spiel Sie Windows 95 fester Bestandteil neuer Win- Spider Solitär kennt drei Schwierigkeits-
darauf aufmerksam und bietet an, die aktu- dows-Systeme, spielt sich ähnlich wie das grade. Im einfachsten spielen Sie nur mit
elle Partie zu beenden oder einen Zug rück- Original, hängt jedoch weniger vom Glück Pik, die Farben sind also egal. Auf der mitt-
gängig zu machen. des Spielers ab. Alle Karten werden zu Be- leren Stufe kommen rote und schwarze Kar-
Dank vektorbasierter Darstellung können ginn offen auf dem Spielfeld ausgelegt, so ten zum Einsatz, und im Profimodus spielen
Sie die Größe des Spielfensters beliebig ska- dass vorausschauende Züge möglich sind. Sie mit allen vier Farben. Erleichtert wird
lieren, ohne dass Karten aufpixeln oder De- Zudem bekommen Sie vier freie Felder das Spiel dadurch, dass Sie alle Züge rück-
tails verloren gehen. Für Abwechslung sor- spendiert, die „free cells“, auf denen Sie
gen die vier verschiedenen Kartentypen, die Karten zwischenlagern können. Anders als
unterschiedliche Rücken oder größere Sym- bei Solitär sind in Freecell somit die meisten
bole auf der Vorderseite haben. Als Hinter- Spiele lösbar – zumindest dann, wenn Sie
grund sind verschiedenfarbige Filztexturen sich geschickt anstellen.
und zwei Motivunterlagen im Angebot. Mit Die Variante Spider Solitär, die mit 104 Kar-
der messerscharfen Darstellung in hohen ten gespielt wird, ist erst seit Windows ME
Auflösungen und den neuen Karten sieht Teil der Microsoft-Familie. Die ersten 54
Solitär jetzt deutlich schicker aus als seine Karten werden zu Beginn auf zehn Stapel

Die Entwickler: Oberon Games Minesweeper: Immer schön ordentlich auf-


beziehungsweise abräumen
Im Ordner „Spiele“ werden nicht nur Titel der installierten Unterhaltungs-Software eingeblendet,
sondern auch Entwickler und Publisher angezeigt. Dabei fällt auf, dass alle Windows-Spiele au-
ßer Inkball nicht von Microsoft stammen, sondern von Oberon Games. Oberon wurde im Jahr
2003 von Sierra-Urgestein Jane Jensen, die sich als Designerin der Gabriel-Knight-Reihe einen
Namen gemacht hat, und ihrem ehemaligen Kollegen Scott Bilas gegründet. Schnell hat sich die
Firma vom Start-up-Unternehmen zum einflussreichen Entwickler und Publisher von Casual
Games entwickelt. Inzwischen sind die Download-Häppchen von Oberon über Spieleportale wie
das von Sat.1, AOL, Yahoo und natürlich über Microsofts Portal „MSN Spiele“ zu haben.
Die Zusammenarbeit mit Microsoft hat sich auch bereits auf das Angebot für die Xbox 360 ausge-
wirkt: Oberon ist Publisher der Xbox-Live-Arcade-Titel Bejeweled 2, Zuma Deluxe und Astropop.
Firmengründerin Jane Jensen hat zwischenzeitlich den Gelegenheitsspielern wieder den Rücken
gekehrt und arbeitet am Adventure Gray Matter, das Ende 2007 erscheinen soll. Konzentration erforderlich: Eine ruhige
Kugel schieben heißt es bei Inkball

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Grundlagen Spiele

net fleißig neue Weltre- 3. Premium-Spiele


korde erdaddelt werden. Drei Spiele hat Microsoft ausschließlich für
Dank Aero-Darstellung ist Kunden vorgesehen, die sich die teureren
das Programm nicht nur Windows-Editionen leisten, und diese Pro-
hübscher als das XP-Pen- grammtitel daher aus Vista Home Basic ver-
dant, sondern auch frei in bannt. Das erste, das wir vorstellen wollen,
der Größe skalierbar. ist das Schachspiel Chess Titans. Es hebt
Schwach: Die farbigen Zah- sich von den anderen Vista-Spielen dadurch
len werden auf den Feldern ab, dass es das Spielbrett im Echtzeit-3D-
unscharf, wenn das Spiel- Gewand darstellt. Dadurch lässt das Tableau
fenster zu groß wird. sich frei drehen und sieht bei eingeschal-
Mit Inkball liegt Vista auch tetem Anti-Aliasing sogar richtig fesch aus.
ein Spiel bei, das ursprüng- Für die unterschiedlichen Geschmäcker ste-
lich für die Windows XP hen drei Materialien für die Figuren und drei
Brauche Zeit: Im einfachen und sehr hübschen Mahjong Tablet PC Edition entwi- verschiedene Spielbretter zur Verfügung.
Titans räumen Sie die chinesischen Klötzchen vom Tisch ckelt wurde, um das spiele- An schwächer ausgestattete Rechner haben
rische Training mit dem die Entwickler aber auch gedacht und eine
gängig machen dürfen. Wer sich unsicher Tablettstift zu ermöglichen. Auf den Spiel- puristischere 2D-Ansicht eingebaut.
ist, sollte sich vor dem Aufdecken von zehn feldern erscheinen der Reihe nach verschie- Chess Titans erlaubt zum einen das Spiel
neuen Karten mit <T> einen Tipp geben las- denfarbige Kugeln, die Sie in entsprechende gegen den Computer, der sich auf zehn Stu-
sen. Nur zu gerne übersieht man Züge, die Trichter auf dem Boden lenken müssen. Da- fen an die Stärke des Spielers anpassen
vorher noch möglich wären. zu malen Sie mit der Maus – oder eben dem lässt. Zum anderen ist auch das Spiel gegen
Das einzige Kartenspiel, bei dem Sie nicht Tablettstift – Linien auf das Level, von denen einen menschlichen Opponenten am selben
nur gegen sich selbst, sondern zumindest die Kugeln abprallen. Für Vielfalt im Spiel- Monitor möglich. Wenn Sie die Figur aus-
auch gegen einen Computergegner antre- geschehen sorgen Blöcke, die nur von Ku- wählen, mit der Sie ziehen möchten, zeigt
ten, ist Hearts. Herz und Pikdame bringen geln einer bestimmten Farbe zerstört oder das Spiel die Felder, zu denen sie sich bewe-
dem Spieler hier Strafpunkte ein, diese soll- nur in eine Richtung überrollt werden kön- gen kann. Anders als im wirklichen Leben
ten Sie also vermeiden auszuspielen. Die nen, Farbwechsel-Blöcke, Beschleuniger, ist es bei der Vista-Spielvariante möglich,
Regeln des Stichkartenspiels sind komplexer Zeitschaltuhren und mehr. Züge rückgängig zu machen – eine Funkti-
als in den Solitär-Varianten. Einige Tipps für Inkball lässt sich in fünf Schwierigkeitsstu- on, von der schon so mancher Großmeister
Anfänger hält die eingebaute Hilfe zum Spiel fen spielen. In höheren Stufen sind die Le- geträumt hat.
bereit, so stehen Hearts-Anfänger nicht ganz vels komplexer und die Bälle schneller. Al- Ein weiterer Klassiker, der es in die teureren
wie der Ochs vorm Berg da. lerdings lassen diese sich mit Freihandstri- Windows-Varianten geschafft hat, ist Mah-
In allen Windows-Kartenspielen lassen sich chen nicht sehr präzise kontrollieren, so jong Titans. Das Spielprinzip ist durch etli-
dieselben vier Kartentypen und dieselben dass bereits einige Levels der mittleren Stu- che Share- und Freeware-Versoftungen alt-
fünf Hintergründe einstellen wie beim klas- fe größere Herausforderungen darstellen. bekannt: Quaderförmige Spielsteine werden
sischen Solitär. Übliche Highscore-Listen gibt es hier nicht in einem bestimmten Muster angehäuft
– das würde wegen der zufälligen Reihenfol- – sechs solcher Muster stehen zur Auswahl
2. Minesweeper und Inkball ge der Levels auch keinen Sinn ergeben. – und müssen dann paarweise wieder abge-
Nicht wegzudenken aus den Redmonder Be- Aufgrund der unpräzisen
triebssystemen ist inzwischen Minesweeper, Steuerung und der fehlen-
das seit der legendären Windows-Version den Vergleichbarkeit von
3.1 die Massen unterhält. Auf einem recht- Punkteständen erzeugt Ink-
eckigen Gitter müssen Sie nach und nach ball weniger Langzeitmoti-
Felder aufdecken, unter denen keine Minen vation als die anderen Vis-
liegen. Jedes Feld verrät beim Aufdecken die ta-Spiele, die starre Imple-
Anzahl der verminten benachbarten Felder. mentierung wirkt halb gar.
Decken Sie ein solches auf, geht die Mine Zwar hat Microsoft damit
den Weg ihrer Bestimmung – und Sie haben ein Spiel im Vista-Ensemb-
das Spiel verloren. le, das die Geschicklichkeit
Das Spielprinzip ist einfach, aber genial und des Spielers herausfordert,
hat im Laufe der Jahre auf viele Windows- doch letztlich wäre ein neu-
Benutzer sogar einen höheren Suchtfaktor er Flipper, der den Space
ausgeübt als Solitär. Da verwundert es nicht, Cadet Pinball von Windows
dass es bereits wissenschaftliche Abhand- XP beerbt, eine bessere Va- Hübsch: Das in einigen Vista-Versionen eingebaute Mah-
lungen über Minesweeper gibt und im Inter- riante gewesen. jong lässt sich auf ein alternatives Grafikset umschalten

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Spiele Grundlagen

Das nicht erkannte „Ankh: Herz des Osiris“


wird beispielsweise nur als „StartGame“ in
der Liste angezeigt, ohne dass der Windows-
Explorer einem die Möglichkeit gibt, den
Namen des Spiels selbst einzugeben. Beim
Hinzufügen neuer Spiele greift übrigens
auch die in der Benutzerverwaltung von Vis-
ta integrierte Jugendschutzfunktion. Das
Setup ungeeigneter Spiele lehnt Vista ab.
Insgesamt fällt in Windows Vista die wesent-
lich augenschonendere Präsentation der
Windows-Spiele auf, die ein Facelifting drin-
gend nötig hatten. Dank der einheitlichen
Bedienung und der Statistikfunktion, die
Highscores, längste Glücks- und Pechsträh-
nen und Erfolgsquoten verwaltet, wirken
alle Spiele mit Ausnahme von Inkball wie
aus einem Guss – offensichtlich ein Ver-
dienst von Oberon Games, die mit der Ent-
wicklung beauftragt wurden.
Während Home Basic spielerisch dasselbe
Für Kids: Purble Place richtet sich an Vorschulkinder und solche, die es werden wollen bietet wie Windows XP ohne den Flipper,
bieten die teureren Vista-Editionen im We-
räumt werden. Dabei dürfen Sie aber nur eigens dafür vorgesehenen Ordner „Spiele“. sentlichen Schach-Fans und Kindern ein
solche Steine anfassen, die entweder am lin- Hier werden Spiele nach der Installation in Mehr an Spielspaß. Ein Rätsel bleibt, wieso
ken oder am rechten Rand des Klötzchen- der Regel automatisch eingetragen, und, Microsoft den Käufern von Vista Home Ba-
haufens liegen. Sind alle Steine vom Tisch, falls Sie Vista die Kommunikation mit den sic diese Spiele vorenthält. Gerade am Fami-
haben Sie das Spiel gewonnen, und es er- Microsoft-Servern erlauben, auch zusätz- lien-PC im Wohnzimmer, wo die Jüngsten
scheint wieder das Feuerwerk, das wir be- liche Informationen heruntergeladen. sich mit Purble Place vergnügen würden
reits von Spider Solitär kennen. Erkennt Windows ein neu installiertes Spiel und Vati eine Runde Schach wagen könnte,
Optisch macht Mahjong Titans einiges her, nicht, können Sie dieses manuell per Drag & wird wohl in vielen Fällen die Spar-Version
allerdings sind die Steine aber so flach, dass Drop in den Ordner „Spiele“ ziehen. Aller- zum Einsatz kommen. Und für eine Hand
schwer zu erkennen ist, welche davon nun dings ist es ohne Weiteres nicht möglich, die voll Spielchen wird sicher niemand mehr
am Rand liegen. Erst wenn man mit der Details eines solchen Titels zu verändern. bezahlen wollen.
Maus über die Steine fährt, leuchten die
auswählbaren auf. Das macht das Spiel aber
etwas unübersichtlicher als nötig.
Zu guter Letzt hat Microsoft diesmal an die
Vista Ultimate – ultimativer Spielgenuss
Windows-Benutzer im Vorschulalter ge- Wer sich mit Vista Ultimate die teuerste Windows-Edition anschafft, soll in Zukunft über das
dacht. Purble Place ist eine Sammlung von Internet mit Extras versorgt werden, also Programmen und Systemerweiterungen, die nur in
drei kleinen Einfach-Spielchen für kleinere dieser Edition zur Verfügung stehen. Micro-
Kinder. Purble Pairs ist ein Memory-Klon, soft will auch Spiele zum Download anbie-
in Comfy Cakes müssen Kuchen nach einem ten. Zum offiziellen Start von Vista präsentiert
vorgegebenen Rezept gebacken werden Microsoft das Kartenspiel Hold’Em Poker.
und Purble Shop ist eine Art Phantombild- Hold’Em Poker bringt Spielbankatmosphäre
Mastermind. Passend zur Zielgruppe ist auf Ihren Windows-Desktop und ermöglicht
alles im knallbunten Knuffi-Look gehalten, es, gegen bis zu fünf Computergegner stil-
und selbst die Windows-Hilfe duzt den An- echte Casino-Jetons auf den virtuellen Spiel-
wender plötzlich. Auch wenn die Spiele tisch zu setzen. Die Aufmachung der popu-
sehr simpel sind, werden die Kleinen am lären Poker-Variante fügt sich nahtlos in die
Rechner der Erwachsenen sicher ihre Freu- restlichen Windows-Kartenspiele ein. Zu der
de damit haben. Frage, ob und in welchem Umfang Microsoft
über die Ultimate-Extras in Zukunft noch
4. Der Herr der Spiele Hold‘Em Poker bleibt Besitzern von Vista mehr Spiele verteilt, hat sich der Hersteller
Vista organisiert die installierten Spiele Ultimate vorenthalten bislang nicht geäußert.
nicht wie üblich im Startmenü, sondern im

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Grundlagen Grafik-Optimierung

det Microsoft dies mit dem runderneuerten


Treibermodell der 3D-Schnittstelle, das sich
angeblich nicht ohne Weiteres auf XP porti-
eren ließe. Realistischer scheint uns aber
der Grund, dass der Monopolist aus Red-
mond möglichst viele Spieler zum Kauf des
neuen Betriebssystems bewegen will.
In diesem Artikel geben wir Ihnen einen
Überblick über die Möglichkeiten von Direct
X 10, genauer von der Kernkomponente Di-
rect-3D 10, und einen Ausblick auf die pas-
senden Grafikkarten von ATI und Nvidia
sowie auf das sich bereits in der Entwick-
lung befindliche Update auf Version 10.1.

Glaubwürdige und lebendige


Spielewelten
Die für Spieler wichtigste Neuerung von Vis-
ta ist das Update auf Direct-3D 10. Anders
als bei Direct X 8 oder 9 lässt sich der op-
tische Vorteil von Direct-3D 10 allerdings
nur schwer an bestimmten Funktionen fest-
machen. Zwar wird die Lichtsimulation High
Dynamic Range Rendering (HDR) bei gleich-
zeitig aktiver Kantenglättung (AA) in der

Das bringt
Direct-3D-10-Spielegeneration schöner
Standard, aber hauptsächlich erweitert die
neue Programmierschnittstelle die Möglich-
keiten der Spieledesigner.
Mehr Shader-Leistung, höhere maximale

Direct X 10 Texturauflösungen und die Fähigkeit, zahl-


reiche Objekte bei hoher Bildwiederholrate
gleichzeitig am Bildschirm darzustellen,
sind die Wegbereiter für eine glaubwürdige
und lebendige Spielwelt. Eine grobe Ahnung
des künftig Machbaren liefert Spielemacher
Die Grafikfunktionen von Direct X 10 zählen zu den wichtigsten Cryteks Crysis (www.crytek.com) mit seiner
Neuerungen von Vista. Wir durchleuchten Extras wie den detaillierten und sich ständig in (asynchro-
ner) Bewegung befindlichen Vegetation.
Geometry Shader und das effizientere Treibermodell. In den technischen Toptiteln der nächsten
Spieletitelgeneration werden Spieler mit ih-
Von Daniel Visarius rem Verhalten die Umwelt dank ständiger
Physikspielereien noch umfassender beein-
irect X ist eine Zusammenstellung von Die Revolution begann im Jahr 2000: Mit flussen. Auch Detailreichtum, Beleuchtung
D Software-Bibliotheken (Application Direct X 8 und den dazu kompatiblen Grafik- und Spezialeffekte hebt Direct-3D 10 auf das
Programming Interfaces, kurz: APIs) für karten wie der Geforce 3 und der Radeon nächste Level. Im Vergleich dazu werden
Spiele und Multimedia-Programme. Auf die 8500 wurden Grafikprozessoren erstmals auch viele erst vor kurzem veröffentlichte
Module greifen Windows-Programme zu, programmierbar. Direct X in der Version 9 PC-Spiele kahl und recht leblos wirken – zu-
um die Funktionen der zur Verfügung ste- beseitigte 2003 viele Limitierungen der Vor- mindest optisch.
henden Hardware optimal ausnutzen zu gängerversion und machte den Weg frei für
können. Direct X wird vorrangig zur Darstel- 3D-Grafik, wie wir sie heute kennen. Für
Gleichschaltung der Shader
lung komplexer 3D- und 2D-Grafik benutzt. Windows XP markiert Direct X 9.0c den der- Ähnlich fundamental wie der Übergang von
Es umfasst jedoch auch Komponenten zur zeitigen Stand der Technik fest vordefinierten Grafikfunktionen zum
Ansteuerung von Soundkarte, Ein- und Aus- Der Nachfolger Direct X 10 erscheint als Teil programmierbaren Grafikprozessor ist auch
gabegeräten sowie für den Netzwerk- und von Windows Vista, Nutzer von Windows XP der Wechsel vom bisherigen Shader Model
Online-Zugriff. bleiben jedoch außen vor. Offiziell begrün- 3.0 zum neuen 4.0 von Direct-3D 10. Zum

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Grafik-Optimierung Grundlagen

einen bekommen die Shader-Einheiten Zu- kommenden Direct-X-


wachs: Der Geometry Shader schaltet sich 10-Grafikkarten. Zu-
zwischen Vertex- und Pixel-Prozessoren mindest über die neue
und soll die Geometrie manipulieren, um Radeon, Codename
zum Beispiel beeindruckende Morphing-Ef- R600, ist bekannt, dass
fekte oder Displacement Mapping (Oberflä- sie um die 250 Watt
chendetailverfeinerung) zu schaffen – eine vom Netzteil ziehen
Funktion, die schon seit längerem Standard wird – kein Wunder bei
ist, aus Gründen der Geschwindigkeit aber 64 Shader-Einheiten
nur in technischen Demos und nicht in Spie- und bis zu 1,0 GHz
len zum Einsatz kam. Kerntakt.
Zum anderen werden bei Direct X 10 die Weil Nvidias G80 wahr-
Shader-Einheiten für Rendering-Effekte scheinlich nur 32 Pixel-
gleichgeschaltet: Zumindest aus der Per- Shader-Einheiten und
spektive der Software kann jede Einheit die 16 vereinheitliche Ver-
Aufgaben der jeweils anderen erfüllen, auf tex/Geometry Shader Flight Simulator: Auf den ersten Blick fällt der Unterschied zwi-
Hardware-Ebene ist die Vereinheitlichung besitzt und wie der schen Direct X 9 (oben) und Version 10 (unten) extrem aus
noch optional. Hersteller ATI hat hier mit R600 im 90-nm-Pro-
dem Xenos-Grafikchip der Xbox 360 bereits zess beim Fertigungsunternehmen TSMC Was Direct X 10 (nicht) bringt
Erfahrungen gesammelt und will dies beim (Taiwan Semiconductor Manufacturing In der Theorie macht Direct-3D 10 einen
R600-Grafikprozessor für PCs beibehalten. Company) entsteht, könnte der Energiebe- überzeugenden Eindruck: Viele alte Hürden
Der Vorteil von auch in Hardware einheit- darf einer Geforce-8-Karte geringer ausfal- fallen, lästige Leistungsbremsen wurden auf
lichen Shader-Einheiten ist die bessere Aus- len. Andererseits halten sich Gerüchte, nach Treiberebene gelöst, und der kreative Hori-
lastung des Grafik-Chips: In Szenen, in de- denen Nvidia die Geforce 8 als Zweikernlö- zont verschiebt sich aus Entwicklersicht weit
nen hauptsächlich Pixel-Arbeit zu leisten ist, sung auf den Markt bringt, wodurch sich der nach hinten.
liegen mit herkömmlicher Hardware die Strombedarf verdoppeln würde. Und die Chancen für Spieler stehen gut,
Vertex Shader brach – und umgekehrt eben- dass aus der Theorie alsbald grafisch um-
so. Diese Situation wird auch bei Nvidias
Das kommt nach Direct X 10 werfende Realität wird. Schließlich sind
nächster Geforce-Generation auftreten, weil Die Spezifikation von Direct-3D 10 steht seit viele Software-Designer diesmal begeistert
Nvidia maximal Vertex und Geometry Sha- geraumer Zeit. Längst arbeitet Microsoft zu- von Microsofts Arbeit – gibt ihnen die neue
der auf den gleichen Nenner bringt. Unified sammen mit Chip-Herstellern wie ATI und Schnittstelle doch viele verbesserte Werk-
Shader verbessern in erster Linie das Tem- Nvidia am Nachfolger, derzeit unter dem zeuge an die Hand.
po, sind aber nicht auf Direct 3D 10 begrenzt Arbeitstitel Direct X 10.1. Nach aktuellem Zum Start von Windows Vista stehen meh-
(siehe Xbox 360), obgleich zu erwarten ist, Stand wird das Update software-seitig zum rere Direct-X-10-Titel bereit stehen, darun-
dass jeder Unified-Shader-Chip für den PC Beispiel die Option auf vierfache Kanten- ter bekannte Spiele wie Alan Wake, Crysis
auch Windows Vista und Direct-3D 10 un- glättung voraussetzen. Ferner soll eine hö- oder Halo 2. Das entsprechende Update für
terstützen wird. here Rechenpräzision und damit exaktere den Flight Simulator X ist vorerst auf unbe-
Darstellung Pflicht werden. stimmte Zeit verschoben. Ob die Entwickler
Schnell durch gute Treiber, aber Noch einschneidender: Mit Direct-3D 10.1 bei ihren künftigen Titeln die neuen Mög-
250 Watt Leistungsaufnahme ändert sich erneut das Treibermodell. Wäh- lichkeiten nur für Effekthaschereien oder
Unter Windows XP und Direct X 9 fressen rend 10 lediglich WDDM 1.0 verlangt, setzt auch für neue Spielideen nutzen, bleibt al-
die Software-Schichten zwischen der eigent- 10.1 auf WDDM 2.1. lerdings wie immer abzuwarten.
lichen Spiele-Software und der Hardware Diese Version optimiert
relativ viel Leistung. Für Vista und Direct X die Speicherverwaltung
10 hat Microsoft das neue Windows Display und soll eine noch bes-
Driver Model, kurz WDDM, entwickelt, das sere Auslastung und
wesentlich ressourcenschonender arbeitet. Steuerung der Rechen-
Allein durch diese laut den Enwicklern ele- einheiten im Grafikpro-
mentare Änderung verspricht sich Microsoft zessor gewährleisten,
einen deutlichen Leistungsgewinn. so dass sich die Grafik-
Mit der Komplexität eines Grafikkartenpro- darstellung nebst den
zessors erhöht sich gewöhnlich auch dessen grundlegenden physi-
Leistungsaufnahme. Die durch Direct-3D 10 kalischen Zusammen-
steigenden Anforderungen an die Hardware hängen künftig auf nur
und die somit erneut explodierende Transi- einem Chip berechnen Displacement Mapping: Anders als Parallax Mapping (linke Fi-
storzahl rächen sich im Stromhunger der lassen sollen. gur) fügt Displacement Mapping Objekten echte Polygone hinzu

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Grundlagen Weniger .NET

Laufzeitumgebung als auch die Syntax der


Programmiersprachen in .NET 3.0 entspre-
Power Shell chen der Vorgängerversion 2.0, so dass
Language .NET-2.0-Anwendungen ohne Änderung
Power Shell auch auf .NET 3.0 laufen. Neu in .NET 3.0
.NET Framework sind vier Bibliotheken: Windows Presentati-
(Managed Libraries)
VB Script, on Foundation (WPF), Windows Communi-
Jscript, Perl C#, J#, cation Foundation (WCF), Windows Work-
und andere C++/CU,
Visual Basic .NET, flow Foundation (WF) und Cardspace.
Active Scripting Delphi.NET,
C++, J++, Fortran.NET, Die WPF ist eine Bibliothek zur Erstellung
Component Object Iron Phyton,
Model (COM) Visual Basic, Delphi, grafischer Benutzerschnittstellen und gilt
DOS-Befehle und andere und andere
als Nachfolger der wenig geliebten „Win-
DOS-Shell
dows Forms“. WPF stellt eine gemeinsame
Klassische DLLs/ Basis für die Ausgabe von klassischen Desk-
C, C++
Windows 32-API top-Fenstern, Multimedia-Daten und Doku-
menten dar. Intern setzt WPF direkt auf Di-
rect X auf und bietet daher zahlreiche neue
1993 1997 2002 2006 grafische Effekte. Anders als zunächst ange-
Quelle: www. IT-visitors.de
kündigt, basiert die neue Vista-Benutzer-
oberfläche Aero aber nicht auf WPF, sondern
auf C++-Code.

In Vista steckt
Optische Gestaltung
Software-Entwickler können zur Erstellung
einer WPF-Anwendung neben dem klas-
sischen codegestützten Ansatz auch eine

nur wenig .NET neue XML-basierte Sprache mit dem Namen


Extensible Application Markup Language
(XAML) einsetzen, um sowohl das Layout als
auch Animationen zu definieren. XAML äh-
nelt zum Teil dem Standard Scalable Vector
Vista enthält neue Programmierschnittstellen, doch entgegen Graphics (SVG), definiert aber die typischen
früheren Ankündigungen setzt Microsoft nicht komplett auf Elemente einer grafischen Benutzeroberflä-
che. Ziel des XML-Einsatzes ist, die optische
das .NET Framework, sondern verwendet andere Techniken. Gestaltung der Desktop-Anwendungen von
der Programmierung zu entkoppeln.
Von Holger Schwichtenberg * WPF umfasst auch das neue Dokumenten-
format „XML Paper Specification“ (XPS),
das Microsoft als Konkurrenz zu PDF positi-
ie Professional Developer Conference In den letzten drei Jahren ist Microsoft oniert. WPF-Anwendungen können auch im
D 2003 (PDC) für Entwickler hatte Micro- schrittweise von der ursprünglichen Strate- Internet Explorer ablaufen, sofern das .NET
soft dazu genutzt, die neuen auf .NET beru- gie abgerückt. Die WinFX-Bibliothek ist im Framework auf dem lokalen System vorhan-
henden Programmierschnittstellen von Vista .NET Framework 3.0 aufgegangen und auch
vorzustellen. Die Bibliothek „Windows Fra- für Windows XP und Windows Server 2003
mework“ (WinFX) sollte das veraltete Win-
dows-32-API und das Sammelsurium von
verfügbar. Entscheidenden Einfluss darauf
hatte die Windows-Entwicklergemeinde, die Hier lesen Sie ...
Software-Komponenten auf Basis von Com- drohte, eine Bibliothek zu ignorieren, die
• welche neuen Bibliotheken .NET 3.0 ent-
ponent Object Model (COM) ablösen. auf älteren Betriebssystemen nicht vorhan-
hält, das Microsoft als bevorzugtes Pro-
den sein würde. Windows Vista selbst wurde
Einfluss der Entwickler grammiermodell von Vista propagiert,
von Microsoft weitestgehend mit klassischen • wie die vier neuen Bausteine das Leben von
Ein Blick unter die Vista-Haube zeigt aber, Programmiertechniken entwickelt, und viele Entwicklern vereinfachen,
dass die Verkaufsversion von Vista weit we- neue Funktionen stehen für Entwickler auch • welche Kompatibilitätsprobleme das neue
niger .NET enthält als damals angekündigt. auf herkömmlichen Wegen zur Verfügung. Programmiermodell verursacht,
Windows Vista ist das erste Betriebssystem, • wo Microsoft in Vista lieber auf alte Technik
* Dr. Holger Schwichtenberg ist Inhaber des Schulungs- und Be-
zu dessen Standardinstallationsumfang das gesetzt hat.
ratungsunternehmens IT-Visions.de. Er hat mehr als 20 Bücher
rund um das Thema Software-Entwicklung veröffentlicht. .NET Framework 3.0 gehört. Sowohl die

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Weniger .NET Grundlagen

Namenskonflikte zu geraten. WF stellt führte Windows Remote Management (Win-


Dienste wie Persistenz, Transaktionen, Kom- RM) zum Zugriff auf entfernte Konfigurati-
munikation und Überwachung bereit. Da onsdaten über XML und HTTP.
WF aber nur eine Bibliothek und keine An-
wendung ist, fällt dem Entwickler die Aufga-
Sidebar mit Browser-Scripting
be zu, die Services von WF zu einer Anwen- Den klassischen Ansatz nicht vermuten wür-
dung zu kombinieren. Die Beschreibung der de man bei der Sidebar: Die dort enthaltenen
aus Aktivitäten oder Zuständen bestehenden Gadgets basieren weder auf WPF noch auf
Abfolgen erfolgt durch Programmcode oder einer anderen .NET-Technik, sondern auf
XML-basierend durch das auch von WPF Browser-Scripting mit Javascript oder Visu-
verwendete XAML. Microsoft selbst verwen- al Basic Script. Hier verfolgt Microsoft das
det die WF-Bibliothek als Basis für die Work- Ziel, dass Gadgets sowohl in der Sidebar als
den ist. Unter dem Namen Windows Presen- flow-Funktionen in Office 2007. auch in dem konfigurierbaren Web-Portal
tation Foundation Everywhere (WPF/E) plant Live.com eingesetzt werden können.
Microsoft für die Zukunft eine plattformun-
Neuer Anlauf nach Passport Den Nachfolger für die Active-Scripting-
abhängige Variante von WPF. Windows Cardspace ist der Name für Micro- Technologien aus den 90er-Jahren, die
softs neuesten Versuch, bei der Verwaltung „Power Shell“, liefert Microsoft nicht mit
Kommunikation unter von Benutzerdaten im Internet Fuß zu fas- Vista oder .NET 3.0 aus, sondern sie muss
einem Hut sen. Nachdem sich der Online-Service separat aus dem Web heruntergeladen wer-
Bei der Windows Communication Foundati- „Passport“ nicht durchsetzen konnte, er- den. Die Power Shell basiert auf dem .NET
on handelt es sich um eine Infrastruktur zur laubt Cardspace nun die Verwaltung belie- Framework 2.0 mit einem interaktiven Zu-
Entwicklung servicebasierender verteilter big vieler digitaler Identitäten auf dem loka- gang zu .NET- und COM-Bibliotheken. Die
Systeme. Mit WCF vereint Microsoft viele len System. Es setzt zur Kommunikation Kommandozeile bietet das aus Unix-Kom-
der bisherigen Kommunikationsansätze un- zwischen Anwender und Anbieter auf die mandozeilen bekannte Pipelining, allerdings
ter einem Dach. Es bietet zahlreiche Wege Standards WS-Security, WS-Trust, WS-Me- nicht zum Austausch von unstrukturierten
für den Aufruf von Programmcode auf einem tadata Exchange and WS-Security Policy. Text- und Binärdaten, sondern von typisier-
anderen System. Neben W3C-Web-Services- Cardspace steht damit in Konkurrenz zu den ten .NET-Objekten.
Standards (Soap, MTOM, WSDL, WS-Secu- Ansätzen OpenID und Liberty Alliance. Sei- Da alle neuen Bibliotheken auf den beste-
rity, WS-Trust, WS-Atomic Transaction, WS- ne Programmierschnittstelle ist Teil von henden Komponenteninfrastrukturen in
Coordination, WS-Secure Conversation, .NET 3.0, somit steht es nicht nur in Vista, Windows aufsetzen, lassen sich diese pro-
WS-Reliable Messaging und andere) imple- sondern auch unter Windows XP und Win- blemlos in die bisher verfügbaren Versionen
mentiert WCF auch proprietäre Verfahren dows Server 2003 zur Verfügung. der Entwicklungsumgebung Visual Studio
wie Distributed COM, Message Queuing und Viele der neuen Funktionen in Vista beru- einbinden. Für grafische Ansätze wie WPF
eine binär codierte Variante von Soap. hen jedoch nicht auf .NET, sondern bauen und WF sind die Entwickler jedoch Designer
auf COM-basierte Libraries und klassische und Assistenten gewöhnt. Hier stehen bis-
.NET Remoting im Aus DLLs. Ausschließlich herkömmliche Lauf- her nur Alpha-Ausführungen der kommen-
Programmierer müssen die Transportproto- zeitbibliotheken nutzt Vista unter anderem den Visual-Studio-Version und der an De-
kolle (HTTP, TCP, SMTP), die Serialisie- für die Transaktionsunterstützung in Da- signer gerichteten neuen Produktfamilie
rungsformate (Soap oder binär) und Zusatz- teisystem und Registrierungsdatenbank „Microsoft Expression“ zur Verfügung. Die-
funktionen wie Authentifizierung, Verschlüs- (Transactional File System/Transactional se Vorabversionen sollen erst Ende 2007 in
selung, Autorisierung, Integrität, Zuverläs- Registry), für das überarbeitete Ereignispro- fertige Produkte münden. So lange müssen
sigkeit sowie Transaktionen nicht zur Ent- tokollsystem, die neuen Sicherheitsfunkti- sich die Entwickler entweder mit Eingabehil-
wicklungszeit festlegen. Sie lassen sich bei onen (User Account Control und Parental fen bei der XML-Erfassung begnügen oder
der Installation einer Anwendung in XML- Control), für die Verbesserung im Netzwerk- mit instabilen Vorabversionen arbeiten.
Form konfigurieren. WCF ist kompatibel zu bereich und den Restart Manager, mit dem
den in .NET 1.x/2.0 verwendeten ASP.NET- Anwendungen ihren Zustand vor einer Ak-
Fazit
basierten Web-Services. Anwender von tualisierung sichern können. Aus Entwicklersicht blickt man mit ge-
.NET Remoting befinden sich jedoch auf Auf der Ebene von COM angesiedelt sind die mischten Gefühlen auf Vista. Die Biblio-
dem Abstellgleis, weil es zwischen diesem neuen Funktionen des Windows-Explorers theken WPF, WCF und WF vereinen mäch-
Verfahren und WCF weder eine Inter- (Metadaten und Voransichten), die verbes- tige Funktionen und reduzieren den Codie-
operabilität noch eine Migrationshilfe gibt. serte Desktop-Suche, der zu einem univer- rungsaufwand erheblich. Auf der anderen
sellen Systemagenten ausgebaute „Task Seite stehen viele Programmierer nun vor
Workflow an Bord Scheduler“, die RSS-Unterstützung, die Er- der Qual der Wahl: Die Verwendung dieser
Die dritte wichtige Bibliothek ist die Win- forschung der Fähigkeiten von Hardware- Neuheiten bedeutet gleichzeitig, dass die
dows Workflow Foundation. Hierfür wählte Bausteinen („Function Discovery“) sowie eigene Software auf älteren Betriebssyste-
Microsoft die Abkürzung WF, um nicht in das bereits in Windows Server 2003 einge- men als Windows XP nicht mehr läuft.

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 45

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Grundlagen Office für Vista

konzept um. Allerdings ist dadurch das über


Jahre gewachsene Wissen um Klickfolgen,
Menübefehle und Hotkeys teilweise nutzlos
geworden. Zur gefälligeren Programmober-
fläche gesellen sich neue, leicht zugängliche
Styling-Optionen, die häufig in Form von
Templates vorliegen. Wesentlich einsteiger-
freundlicher gestaltet sich auch die Daten-
bank Access; nur am Drucksachengenerator
Publisher sind die meisten Überarbeitungen
spurlos vorübergegangen. Der Website-Edi-
tor Frontpage ist grundsätzlich nicht mehr
Bestandteil der Office-Suite, seinen Nachfol-
ger hat Microsoft in den Bereich der Ent-
wickler-Tools verlagert.
Das neue Office-Format setzt auf XML und
soll für kleinere Dateien sorgen. Ein spezi-
elles Format liefert es für Dokumente, die
Makros enthalten. In puncto Hardware-Res-
sourcen ist das neue Office allerdings alles
andere als sparsam und kann bei älteren PCs
zu Performance-Problemen führen.
Noch verzwickter als bisher ist das Lizenz-
modell der verschiedenen Versionen. Eine

Office 2007:
Orientierung bei der Auswahl der richtigen
Variante gibt Ihnen unsere Übersichtstabel-
le. Preiswerte Systembuilder-Versionen er-
halten Sie in der Regel nur als Lizenz. Das
bedeutet: Sie erwerben meist einen Lizenz-

Das ist neu schlüssel in einer Box, der zum Beispiel eine
bereits auf dem Rechner installierte Testver-
sion von Office 2007 zum dauerhaften Ge-
brauch freischaltet. Wenn Sie nicht über ei-
ne Testversion verfügen oder gern eine DVD
in Händen halten möchten, müssen Sie zu-
Die finale Version von Office 2007 präsentiert sich mit neuem sätzlich ein Media Pack für rund 10 bis 20
Bedienkonzept und vielen Gestaltungsmöglichkeiten. Lesen Euro kaufen, das in unseren Preisangaben
übrigens bereits berücksichtigt ist. Nun zum
Sie, wo Office punktet und wo Wünsche offen bleiben. Inhalt: Als Basis für unsere Tests diente die
Enterprise-Version von Office 2007.
Von Marion Exner, Mike Hartmann, Christoph Jopp und Ramon Schwenk
2. Ribbon – das Kernstück der
utzer der bisherigen Office-Versionen in der Praxis umstellen müssen und welchen
neuen Office-Oberfläche
N müssen ab sofort gehörig umdenken: Nutzen die neuen Funktionen tatsächlich Bereits beim ersten Start fällt das neu ge-
In Version 2007 ist ziemlich viel anders. bringen. Arbeitet es sich mit Office 2007 tat- staltete Interface auf. Die alte Menüstruktur
Microsoft hat der Bedienerführung von sächlich schneller, leichter und bequemer? und die Standard-Symbolleiste sind kom-
Word, Excel, Powerpoint & Co. einen radi- plett verschwunden. An deren Stelle breiten
kalen Wandel verordnet. Die veränderte
1. Mit diesen Änderungen sich neue Bedienelemente aus, die den alten
Oberfläche soll es Einsteigern besonders
präsentiert sich Office nur auf den ersten Blick ähneln. Die Funkti-
leicht machen, mit den Anwendungen zu MS Office ist über die Jahre gewachsen – onen stehen nun über das kontextsensitive
arbeiten. Außerdem soll Office 2007 zuver- entsprechend gewuchert sind auch die Me- „Ribbon“ (englisch für Band, Streifen) zur
lässiger und sicherer sein. nüs, Symbolleisten und Hotkeys. Hatte die Verfügung. Register und aufklappbare Dia-
In diesem Beitrag werfen wir einen genauen immer komplexere Menüstruktur den Of- loge sorgen für mehr Ordnung.
Blick auf die wichtigsten Neuerungen und fice-Anwender bisher immer zur Suche ge- Für langjährige Office-Nutzer wirkt die neue
Verbesserungen. Besonderes Gewicht legen zwungen, wagt Microsoft jetzt einen Befrei- Programmoberfläche zunächst etwas exo-
wir dabei darauf, inwieweit sich Anwender ungsschlag und krempelt das Navigations- tisch, das Prinzip ist aber recht einfach. Statt

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Office für Vista Grundlagen

Wenn Sie auf ein Objekt


in Ihrem Dokument kli- Überblick Neues Office
cken, etwa eine Grafik, Inhalt Seite
passt sich die Leiste au-
tomatisch an und zeigt 1. Änderungen in Office 2007 46
entsprechende Befehle 2. Ribbon – das neue Interface 46
zur Grafikbearbeitung. 3. Die Schaltfläche „Office“ 47
Per Rechtsklick rufen
4. Online nachrüsten? 47
Sie wie gewohnt das
überarbeitete Kontext- 5. Word 48
menü auf. Schwach- 6. Excel 48
punkt: Nicht alle Be- 7. Powerpoint 48
zeichnungen für Rib-
8. Einstiegshilfen für den Anwender 49
Schnellstart: Über „Neu“ erreichen Sie diesen Dialog. Bis auf bons assoziieren beim
Outlook steht er in allen Hauptanwendungen bereit (Punkt 1) Benutzer die darin ent- 9. Suchen ist angesagt 49
haltenen Optionen. Kasten
über einen Menüpunkt rufen Sie über eine Office 2007: Versionen und Preise 49
Registerkarte, zum Beispiel „Start“, jeweils
3. Menüzugriff über die
die komplette zugehörige Ribbon-Multifunk-
Schaltfläche „Office“
tionsleiste auf. Auf dieser Leiste fasst Office Auf Anhieb nicht leicht zu finden: Links oben 4. Office-Extras nur noch online
2007 in Form von Symbol- und Textschalt- unter der Schaltfläche „Office“ verbirgt sich nachrüsten?
flächen passende Optionen zusammen. das Menü, das alle Funktionen zum Öffnen, Kleine Aufheiterungen kommen zuerst: Be-
Beim Klicken auf einen Eintrag erscheint Speichern, Drucken und Veröffentlichen reits während der Installation erscheint die
also kein Menü, sondern die Symbolleiste eines Dokuments enthält. Dazu gehören Anfrage, ob bei Abstürzen eine automa-
wechselt auf eine andere Kategorie von auch Funktionen zum Senden der Datei oder tische Meldung an den Office-Online-Server
Funktionen. Sie bekommen praktisch nie zum „Vorbereiten“. Mit dieser Funktion gehen soll. Der regelmäßige Kontakt zum
Bedienelemente zu Gesicht, die nicht zum können Sie nicht nur überprüfen, ob Sie in Server ist Bestandteil des Nutzungskon-
gerade bearbeiteten Objekt passen. Wer einem Dokument versteckte Informationen zepts. Hilfetexte, die Sie über das Fragezei-
sich gut mit Office 2003 auskennt, muss sich mitliefern. Sie können hier solche Infos auch chen-Symbol rechts oben aufrufen, stam-
also umstellen. Er hat keine Möglichkeit, auf bearbeiten oder das Dokument etwa ver- men nicht nur aus lokal installierten Dateien.
so etwas wie eine klassische Ansicht zu schlüsseln. Auch die Optionen zum Verän- Office 2007 kann weitere Hilfetexte aus dem
wechseln: Das neue Design ist fest einge- dern der Standardeinstellungen des jewei- Web nachladen. Auf diese Weise sollen Nut-
baut und kann nicht abgewählt werden. ligen Programms haben die Entwickler in zer laut Microsoft sofort in den Genuss von
Im Fall von „Start“ legen Sie in Word und dieses Restmenü hineingestopft. Überarbeitungen kommen. Lohnen kann
Excel zum Beispiel mit der Eingabe von Manche Funktion mussten wir dennoch län- sich ein Online-Nachrüsten bei den Vorla-
Text- oder Tabelleninhalten los und stoßen ger suchen: Makrofunktionen beispielswei- gen, um das eher karge integrierte Angebot
im Ribbon gleich auf die passenden Funkti- se fanden wir schließlich unter „Office, bei Word, Access und Powerpoint zu ergän-
onen, etwa zum Formatieren. Die rein kon- Word-Optionen (oder Excel-Optionen), Häu- zen. Schließlich beruht das Konzept der Sui-
textbezogenen Kommandos bringen Über- fig verwendet, Entwicklerregisterkarte in te wesentlich auf der Nutzung zahlreicher
sicht in den Formatierungs- und sonstigen der Multifunktionsleiste anzeigen“. Mögli- Design-Templates die durch Upgrades aktu-
Befehlswirrwarr. Ebenfalls hilfreich für Ein- cherweise wurden die entsprechenden Be- elle Trends schneller berücksichtigen kön-
steiger sind die zugehörigen Tool-Tipps. fehle absichtlich so gut versteckt, um ein nen. Für den PDF-Export kommen Sie am
Dasselbe gilt für die Live-Vorschau von De- Problem des neuen Konzepts zu verbergen: Download eines Plug-ins nicht vorbei, denn
signs und Effekten, die Sie aktivieren, indem Zwar sollten die meisten Ihrer alten Makros der entsprechende Exportfilter ist aus kar-
Sie den Mauszeiger darüberbewegen. Be- in Office 2007 weiterhin lauffähig sein, doch tellrechtlichen Gründen nicht fest im Pro-
sonders bei Monitoren mit geringerer Auflö- die Zuordnung zu selbst erstellten Menü- gramm verankert. Auch den Filter für das
sung (1024 x 768 Pixel) verschwindet die Einträgen und Schaltflächen ist verloren – konkurrierende XPS-Format müssen Sie
Vorschau jedoch bisweilen unter dem jewei- und damit auch ihr größter und eigentlicher nachrüsten. Die Add-ons für beide Formate
ligen Auswahlmenü. Nutzen. finden Sie unter „Speichern unter, Add-Ins

Alles neu: Das Herzstück der generalüberholten Oberfläche von Office 2007 ist die kontextsensitive Menü- und Iconleiste namens Rib-
bon. Sie erspart den Weg durch lange Menüs, erfordert allerdings auch eine gewisse Umgewöhnungszeit (Punkt 2)

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 47

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Grundlagen Office für Vista

zu aktualisieren. Selbst wenn Windows Live


an oberster Stelle der Auswahlliste in Office
2007 steht, funktioniert das Ganze auch rei-
bungslos mit Wordpress. Falls Sie, nicht nur
beim Bloggen, noch mit der modifizierten
neuen Rechtschreibung hadern – die Recht-
schreibprüfung von Office 2007 ist auf aktu-
ellem Stand.

6. Excel: Aufpoliert wurde


primär die Optik
Auch bei Excel sorgt die neue Navigation für
mehr Einsteigerfreundlichkeit; wichtige
Funktionen wie die Sortier- und Filterfunkti-
onen sind in der Multifunktionsleiste „Da-
ten“ leicht zu finden. Bei den Rechenfunkti-
onen gibt es keine Neuigkeiten, für die An-
wendung von Formeln steht weiterhin die
gewohnte Eingabezeile zur Verfügung.
Vorschau: Word zeigt Formatfunktionen mit einer Echtzeitvorschau an. Es genügt, einen Den zweiten Neuheitenschwerpunkt bilden
Abschnitt zu markieren und die Maus auf ein Format zu führen (Punkt 5) die erweiterten Möglichkeiten, Daten an-
schaulich aufzubereiten. Auch hier gelangen
für andere Dateiformate suchen“, wenn Sie Effekten aufzuwerten. Einsteiger lernen so Sie über die Registerkarte „Start“ zu den
dort dem entsprechenden Link folgen. Bearbeitungsfunktionen schneller kennen, Formatierungsoptionen und können über
Auch wenn es komfortabel ist, zu den haus- zum Beispiel „Änderungen nachverfolgen“ „Als Tabelle formatieren“ oder auch „Zei-
gemachten Add-ins über einen zentralen und „Annehmen“ im Register „Überprüfen“. lenformatvorlagen“ per Live-Vorschau Stil-
Server zu gelangen, bleibt so nicht viel Frei-
Kleine Schönheitsfehler in der Konzeption vorlagen ausprobieren. Automatisch legt
raum für externe Tool-Bastler. Schließlich sind hier die leider etwas weit auseinander- Excel auch gleich eine Filterfunktion an.
kontrolliert Microsoft, was auf dem Server liegenden Schaltflächen. So einfach Sie Gra- Sehr praktisch für die anschauliche Darstel-
angeboten wird und was nicht. fiken oder Schriftzüge aus dem neuen lung von Zahlen ist der Einsatz der be-
„WordArt“-Sortiment einfügen (Register- dingten Formatierung. Mit „Bedingte For-
5. Verbessertes Word: karte „Einfügen“) und mit einem 3D-Effekt matierung, Datenbalken“ sorgen Sie durch
Textoptionen im Griff aufpeppen, so schwer ist das Kontextmenü einen Transparenzeffekt für farbliche Her-
Beim Umgang mit Textdokumenten liegen für die Bildbeschriftung – nämlich unter vorhebung unterschiedlich großer Werte.
die Vorteile der neuen Navigation auf der „Verweise“ – zu finden. Das saubere Rendering bemerken Sie
Hand. Schluss mit umständlicher Suche: Pluspunkte sammelt die Live-Vorschau beim schnell bei der Gestaltung von Diagrammen.
Über die Funktionen im Register „Seitenlay- schnellen Ausprobieren von Formatierungen Setzen Sie etwa bei einem Säulendiagramm
out“ richten Sie im Handumdrehen Ihr Do- oder Seitenfarben. Auch viele Möglichkeiten („Einfügen, Säule“) den 3D-Kegel ein, und
kument ein und entdecken die Möglich- der „Bildtools“ testen Sie auf diese Weise sorgen Sie mit den Formatvorlagen für den
keiten, Ihre Schriftstücke mit Designs und rasch, gute Beispiele sind „3D-Drehung“ letzten Schliff. Testen können Sie diese wie-
oder „Schatten, Weich- der per Live-Vorschau. Denselben Komfort
zeichner“ unter „Bild- genießen Sie bei den zahlreichen Zellvorla-
effekte“ , auch die Bild- gen und bei den in Excel ebenfalls vorhan-
form oder Rahmen aus- denen Seitendesigns.
suchen geht fix.
Sie können via „Office,
7. Powerpoint: Es gibt neue
Neu, Installierte Vorla-
Elemente
gen, Neuer Blogbei- Auch wenn Powerpoint keine neuen Objekt-
trag“ jetzt direkt in und Folieneffekte mitbringt, wartet die Soft-
Word Blog-Beiträge ware mit zusätzlichen Form- und Texteffek-
schreiben und veröf- ten auf. Dazu gehören auch wieder 3D-Ex-
fentlichen. Nach dem tras inklusive Variationen wie „Warm“,
Eintragen des Blog- Ac- „Kalt“ oder „Spezialeffekte“. Bei den Folien-
counts müssen Sie sich Designvorlagen ist Nachrüsten empfehlens-
Gut vorbereitet: Verschiedene Designvorlagen erleichtern in nicht einmal mehr an- wert, um eine größere Auswahl zur Verfü-
Powerpoint das Erstellen neuer Präsentationen (Punkt 7) melden, um Ihr Weblog gung zu haben. Praktischerweise passen

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Office für Vista Grundlagen

sich die Designfarben für Text oder Objekt-


füllungen jeweils dem ausgewählten Folien-
design an. Für alle Fälle stehen unter „Ein-
fügen“ bereits Linien, Pfeile, Standard-
formen oder auch Sterne und Banner sowie
bei „SmartArt“ Blockgrafiken wie eine Pyra-
mide bereit. Aufzählungszeichen können Sie
einfach per Klick in solche Grafiken umwan-
deln. Entsprechend schnell stellen Sie mit
Hilfe der Multifunktionsleiste oder einem
Klick ins Kontextmenü eine Präsentation zu- Ribbon-Bedienung in Outlook 2007: Erst beim Erstellen oder Bearbeiten von Mails, Termi-
sammen. Weil die Designs in Word, Excel nen und Aufgaben wird diese Menü- und Icon-Leiste automatisch eingeblendet (Punkt 9)
und Powerpoint aufeinander abgestimmt
sind, können Sie auch eine eingefügte Ta- wurfsansicht“) jetzt auch dieses Format an- Menü zur Datentyp-Auswahl versteckt, oder
belle jetzt Ton in Ton unterbringen. geben. Access speichert Ihre Formatie- Sie müssen in der „Entwurfsansicht“ selbst
rungen im HTML-Format. mehrere Parameter verändern.
8. Einstiegshilfen sollen dem Den Überblick behält man in Access durch Outlook 2007 präsentiert sich aufgeräumt.
Anwender nützen die neue Ansicht „Geteiltes Formular“, die Ob Sie eine HTML- oder eine Textnachricht
Bei Access tragen nicht nur diverse Vorla- Sie über das Register „Erstellen“ erreichen. versenden wollen, legen Sie in „Optionen“
gen dazu bei, den Einblick in das Funktio- Nicht nur der aktuell ausgewählte Daten- fest. Die zahlreichen Formatierungsmög-
nieren einer Datenbank zu vereinfachen. satz, sondern auch die zugehörige Tabelle lichkeiten aktiviert das Programm nach der
Auch das Einrichten einer neuen, leeren Da- erscheint in der Übersicht. Bei der schnellen ersten Texteingabe. Etwas verwirrend ist,
tenbank erleichtert Access. Die erste Tabel- Datensuche helfen Ihnen Filter- und Sortier- dass Sie das übliche Büroklammersymbol
le ist bereits automatisch vorhanden, und funktionen, die dank großer Ähnlichkeit mit für Anlagen sowohl im Ribbon „Nachricht“
die Aufforderung zum Anlegen eines neuen Excel einfach zu bedienen sind. als auch bei „Einfügen“ finden: Es ist tat-
Feldes bringt den Anwender gleich auf die sächlich dieselbe Option.
richtige Fährte.
9. Trotz Komfort ist Suchen Die Sicherheitseinstellungen, zum Beispiel
In der Entwurfsansicht können Sie Spalten
angesagt zum Umgang mit Makros, verbergen sich
auch den Datentyp „Anlage“ zuweisen. An- Nicht alles ist so leicht zu finden, wie es das hinter dem Begriff „Vertrauensstellungscen-
schließend speichern Sie über das Kontext- neue Multifunktionsleistendesign verspricht. ter“ unter „Extras“ im Programmfenster. Bei
menü „Anlagen verwalten“ Bilder oder an- Das gilt zum Beispiel für das Anlegen der Standardeinstellung erhalten Sie eine Warn-
dere Dateien in einem Tabellenfeld. So prak- neuen Mehrfachwertfelder, die besonders in meldung, wenn Makros eine Signatur auf-
tisch diese Funktion ist: Die Kapazität der Formularen die Auswahl von möglichen Ein- weisen. Nicht signierte Makros deaktiviert
Datenbank von 2 GB setzt Grenzen. Möch- gaben erleichtern. Um ein solches Feld an- Outlook automatisch. Gut: Outlook 2007 lie-
ten Sie für Memofelder Richtext-Funktionen zulegen, müssen Sie sich entweder durch fert einen vortrainierten Spamfilter mit, des-
wie Fettdruck nutzen, können Sie in der den „Nachschlage-Assistenten“ klicken, der sen Standardeinstellungen grundsätzlich
„Entwurfsansicht“ („Start, Ansicht, Ent- sich in der Entwurfsansicht im Drop-down- brauchbare Ergebnisse liefern.

Office 2007: Versionen und Preise


Basic 2007 Home & Standard Small Business Professional Ultimate Professional Enterprise
Student 2007 2007 2007 2007 2007 Plus 2007 2007
Ausstattung
Word, Excel, Outlook,
Powerpoint √/√/√/– √/√/–/√ √/√/√/√ √/√/√*/√ √/√/√*/√ √/√/√*/√ √/√/√**/√ √/√/√**/√
Access, Publisher, One Note,
Infopath –/–/–/– –/–/√/– –/–/–/– –/√/–/– √/√/–/– √/√/√/√ √/√/–/√ √/√/√/
Communicator, Groove,
diverse Enterprise-Tools –/–/– –/–/– –/–/– –/–/– –/–/– –/√/√ √/–/√ √/√/
Preise
Vollversion – 149 Euro 460 Euro 520 Euro 580 Euro 780 Euro Vol. Lizenzen Vol. Lizenzen
Upgrade – – 275 Euro 320 Euro 380 Euro 630 Euro – –
System Builder 195 Euro 135 Euro – 250 Euro 300 Euro – – –

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 49

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Grundlagen Vista-Backups

2. Vista: Dateien sichern


Sie finden die Funktion in der Systemsteue-
rung im Bereich „System und Wartung, Si-
cherung des Computers erstellen“. Für die
Dateisicherung wählen Sie „Dateien si-
chern“. Sie müssen als Administrator ange-
meldet sein; bestätigen Sie dazu das Fenster
der Benutzerkontensteuerung.
Als Zielort für die Sicherung wählen Sie eine
Partition auf der Festplatte, eine externe
Platte, CD/DVD oder einen Ort im Netzwerk
aus. Anders als bei der Systemsicherung
(siehe Punkt 3) erlaubt Vista hier auch
FAT32-Laufwerke. Verfügt Ihr PC über mehr
als eine Partition, wählen Sie im nächsten
Schritt die für die Sicherung einzuschlie-
ßenden Partitionen aus. Dabei nimmt Vista
nur NTFS-Laufwerke zur Kenntnis.
Im nächsten Fenster haben Sie Gelegenheit,
die zu sichernden Dateitypen festzulegen,
etwa Bilder, Musik, Dokumente oder kom-
primierte Dateien. Es ist nicht möglich, be-
stimmte Ordner von der Sicherung auszu-
nehmen oder gezielt zu sichern, Vista geht

Notfallrettung
ausschließlich nach dem Dateityp vor und
sichert diesbezüglich jede Partition kom-
plett, die Sie angegeben haben – praxistaug-
lich ist das nur begrenzt.
Achtung: Wenn Sie hier „Zusätzliche Da-
Backups werden oft vernachlässigt. Dabei ist es in Vista nicht teien“ für die Sicherung vormerken, beach-
aufwendig, eine wirksame Sicherungsstrategie anzuwenden. ten Sie, dass Vista trotzdem nicht alles si-
chert. Zu den ausgenommenen Dateitypen
Im Katastrophenfall schonen Sie so Ihre Nerven. gehören temporäre sowie Systemdateien,
Benutzerprofileinstellungen, aber auch alle
Von Klara Gehmach Programmdateien.
Anschließend werden Sie aufgefordert, die
Einstellungen für die automatische Ausfüh-
atensicherung ist für die meisten An- Backup des gesamten Systems. Nicht alle rung der Sicherung einzugeben (nicht in
D wender eine lästige Übung – doch im Vista-Versionen bringen jedoch die nötigen Vista Home Basic). Klicken Sie danach auf
Ernstfall bereut man seine Nachlässigkeit Tools mit. Eine manuell
schnell. Egal, ob Sie nur aus Unachtsamkeit angestoßene Dateisi-
eine wichtige Datei gelöscht haben oder ob cherung bieten alle Vis-
der GAU eintritt und Sie wegen eines Hard- ta-Versionen, außer bei
oder Software-Fehlers Ihr System nicht Vista Home Basic lässt
mehr booten können: Wappnen Sie sich ge- sich das auch automati-
gen Datenverlust und Systemausfälle! Wir sieren. Home-Basic-
stellen Ihnen drei Möglichkeiten vor und Anwender werden vom
zeigen die jeweiligen Vor- sowie Nachteile. System aber regelmä-
Wir erklären das Datei- und System-Backup ßig daran erinnert, ein
mit Vista-Bordmitteln, mit der Freeware Backup zu machen. Die
Drive Image XML und mit dem kommerzi- unter Vista eingeführte
ellen Programm Acronis True Image. Image-basierte „Com-
plete PC-Sicherung“
1. Vista-Bordmittel zum Sichern bieten nur Vista Ulti-
Grundsätzlich gibt es immer zwei Möglich- mate, Enterprise und Beschränkt: Die Dateisicherung von Vista will einige Dateitypen
keiten: die Sicherung von Dateien und ein Vista Business. nicht sichern, liefert dazu aber keine Details (Punkt 2)

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Vista-Backups Grundlagen

„Einstellungen sichern und Sicherung star- auch nicht sinnvoll), eine Partition auf der
ten“. Vista sichert beim ersten Mal Ihre Aus- Festplatte oder eine externe Platte, sofern Überblick Notfallrettung
wahl komplett, speichert bei den folgenden sie mit NTFS formatiert ist. Falls Sie bereits Inhalt Seite
Sicherungen dann nur noch die Verände- eine Sicherung am gleichen Zielort abgelegt
rungen. Während des Sicherungsvorgangs haben, erkennt Vista das und speichert nur 1. Vista-Bordmittel zum Sichern 50
können Sie weiter am PC arbeiten. Bei je- die Unterschiede. Das gesamte System wird 2. Vista: Dateien sichern 50
dem weiteren Sicherungsvorgang werden als Image gesichert; die Größe entspricht 3. Vista: Gesamtes System sichern 51
die gewählten Einstellungen für die Siche- annähernd dem von den zu sichernden Par-
4. Vista: Dateien wiederherstellen 51
rung erneut verwendet. Möchten Sie eine titionen belegten Plattenplatz. In unserem
Sicherung mit anderen Einstellungen vor- Test waren die zwei zu sichernden Partiti- 5. Vista: System wiederherstellen 51
nehmen, wählen Sie vor dem Klick auf „Da- onen zusammen knapp 25 GB groß, das 6. Neu in Vista: Schattenkopien 52
teien sichern“ die Schaltfläche „Einstellun- Image belegte knapp 22 GB. 7. Schattenkopien rekonstruieren 52
gen ändern“ und im nächsten Fenster „Si- Für die erste Komplettsicherung einer XP-
8. Kostenloses Image-Tool: Drive Image XML 52
cherungseinstellungen ändern“. und einer Vista-Partition von unserem Test-
PC auf eine externe USB-Platte benötigte 9. Drive Image XML installieren & einsetzen 52
3. Vista: Gesamtes System Vista gut 20 Minuten – das ist in Ordnung. 10. Kommerzielle Alternativen 53
sichern Für die gleiche Sicherung auf drei DVDs be- 11. Backup mit True Image 53
Die Komplettsicherung des Systems („Win- nötigten wir rund 35 Minuten.
Kästen
dows Complete PC-Sicherung“) erfolgt im Achtung: Sie können die Komplettsicherung
Prinzip ähnlich wie in Punkt 1 beschrieben. nicht dazu verwenden, einzelne Dateien Backup-Strategien 52
Unter „Sichern und Wiederherstellen“ wäh- wiederherzustellen, das geht nur mit der Online-Backup: Was taugt es? 53
len Sie „Computer sichern“. Anders als bei Dateisicherung. Wenn Sie beispielsweise
der Dateisicherung ist hier nicht vorgese- zwei Systempartitionen auf Ihrem PC haben,
hen, dass Sie den Vorgang automatisieren. sichert Vista immer beide zusammen und cherung wiederherstellen“. Wählen Sie dort
Da Sie keine Konfigurationsmöglichkeiten stellt im Ernstfall auch immer beide wieder unter „Wiederherstellung von Dateien oder
haben, werden hier auch keine Einstellun- her, selbst wenn nur eines der Systeme de- des ganzen Computers, Dateien wiederher-
gen für die Sicherung gespeichert. Vista si- fekt ist – das ist oft kontraproduktiv. stellen“. Im nächsten Fenster wählen Sie
chert einfach automatisch alle erkannten entweder die Dateien aus der neuesten Si-
NTFS-Partitionen – aber eben nur diese.
4. Vista: Dateien wiederherstellen cherung oder auch ältere Sicherungen zum
Im ersten Schritt sucht Vista nach einem Gehen Sie in die Systemsteuerung, und Wiederherstellen aus. Im Folgenden weisen
passenden Ort für die Sicherung, möglich ist wählen Sie „System und Wartung, Sichern Sie Vista an, die ausgewählten Dateien am
DVD (CDs wären wegen des Platzbedarfs und Wiederherstellen, Dateien aus einer Si- Ursprungsort oder an einem anderen Ziel-
pfad wiederherzustellen.

5. Vista: Gesamtes System


wiederherstellen
Wenn Vista nicht mehr starten will, gehen
Sie so vor: Booten Sie Ihren Rechner von
Ihrer Vista-DVD. Im ersten Fenster bestäti-
gen Sie die Spracheinstellungen mit „Wei-
ter“. Im nächsten Fenster wählen Sie die
Option „Computerreparaturoptionen“ aus,
dann das zu reparierende Betriebssystem.
Im nächsten Schritt wählen Sie „Windows
Complete PC-Wiederherstellung“, Vista
sucht nach Sicherungsdatenträgern und fin-
det in unserem Fall sofort die externe Platte
mit der Complete-Sicherung. Im nächsten
Fenster wird die wiederherzustellende Si-
cherung angezeigt, sie schließt die Daten-
träger C: und F: ein, also nicht nur Vista. Im
nächsten Schritt müssen Sie bestätigen,
dass alle Daten auf den Partitionen, die zur
Wiederherstellung vorgesehen sind, ge-
Reparaturoptionen im Crash-Fall: Wenn Sie nach einem GAU den Rechner von der Vista- löscht werden, damit die Wiederherstellung
DVD booten, erhalten Sie mehrere Recovery-Möglichkeiten zur Auswahl (Punkt 5) erfolgen kann. Die „Datenträger“ C: und F:

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Grundlagen Vista-Backups

lich irritierend. Ersteres im laufenden Betrieb zu sichern – was so


lässt sich ausschließlich einfach nicht geht. Ein Gratis-Image-Tool
zum „Wiederherstel- haben wir dennoch für Sie aufgespürt und
len“ auswählen, bei ei- getestet: Drive Image XML (Version 1.21 auf
ner Schattenkopie ist es C CD und unter www.runtime.org/dixml.
zusätzlich möglich, sie htm, 1,67 MB, für Windows XP und Vista).
zu öffnen oder zu ko- Das Tool sichert Partitionen und Laufwerke
pieren. Wenn Sie „Wie- als Abbilddatei, bietet die Möglichkeit, diese
derherstellen“ wählen, Images zu durchsuchen und einzelne Da-
wird die auf Ihrem PC teien daraus beziehungsweise das gesamte
vorhandene letzte Ver- Image wiederherzustellen. Zudem stehen
sion ersetzt, dieser Vor- eine „Drive to Drive“-Kopierfunktion sowie
gang lässt sich nicht ein Aufgabenplaner zur Verfügung.
rückgängig machen.
Vista warnt Sie deshalb
9. Drive Image XML einsetzen
Freeware: Drive Image XML sichert Partitionen als Image. Bei mit einem entspre- Die Bedienung des englischsprachigen
der Bedienung stecken die Tücken jedoch im Detail (Punkt 8) chenden Hinweis. Tools ist im Prinzip simpel, die Tücken ste-
cken aber im Detail. Fürs Erstellen eines
werden nacheinander restauriert. Nun lässt
8. Kostenloses Image-Tool: Backups müssen Sie als Administrator ange-
sich das System wieder normal booten.
Drive Image XML meldet sein. Außerdem fordert das Tool das
Kostenlose Backup- und Synchronisierungs- Deaktivieren der Benutzerkontensteuerung
6. Neu in Vista: Schattenkopien Tools gibt es in großer Zahl, Image-basierte („Vista User’s Access Control“), die an-
Die Vista-Versionen Ultimate, Business und Backup-Programme sind dagegen rar. Das schließend aber wieder aktiviert werden soll
Enterprise kommen mit einer neuen Siche- hat seinen Grund: Gute Image-Tools ver- – nervig! So geht’s: Unter „Systemsteue-
rungstechnologie, den „Volumeschattenko- wenden eine spezielle „Hot Processing“- rung, Benutzerkonten und Jugendschutz,
pien“. Dadurch können Sie frühere Versi- Technologie, die es ermöglicht, ein System Benutzerkonten, Benutzerkontensteuerung
onen von Dateien wieder abrufen, ohne dass
Sie selbst gezielt ein Backup vornehmen
müssen. Die Schattenkopien werden auto-
matisch von Vista erstellt, und zwar als Teil Backup-Strategien: Das sollten Sie beachten
eines Systemwiederherstellungspunktes.
Auch unter Windows Vista sollten Sie beim Anfertigen von Backups ein paar wichtige Grundregeln
Das passiert im Normalfall einmal täglich
beherzigen, die Ihnen die Datensicherung erleichtern werden.
und ist im Falle von Office-Dokumenten, Bil-
Was sichern: Die puristische Lösung ist, Sie sichern nur, was Sie nicht wiederbeschaffen können,
dern und vielem mehr durchaus praktisch.
also Ihre persönlichen Dokumente, Fotos, Musikdateien und so weiter. Aber was ist mit Ihren
Sollten Sie Ihre Festplatte partitioniert ha-
Einstellungen, Mails, Internet-Favoriten, Office-Vorlagen und so weiter? Fast jedes Tool, das Sie
ben, müssen Sie die zusätzlichen Partitionen
einsetzen, haben Sie irgendwann heruntergeladen, installiert und konfiguriert – viel Arbeit, die
manuell für den „Computerschutz“ ein-
Sie sichern sollten. Das aber geht wirkungsvoll nur mit Images. Idealerweise legen Sie für Be-
schließen, damit auch hier Schattenkopien
triebssystem und Daten getrennte Partitionen an, die Sie auch separat sichern.
angelegt werden. Gehen Sie dazu in der Sys-
Wie sichern: Nutzen Sie entweder die Vista-Bordmittel (ab Punkt 2) oder aber gleich eine kom-
temsteuerung zu „System und Wartung,
merzielle Alternative (ab Punkt 10). Ideal ist es, wenn Sie ein vollständiges Backup inkrementell
System“, und wählen Sie unter „Aufgaben“
ergänzen können. Dabei werden immer nur die Änderungen seit dem letzten Backup gespeichert
„Computerschutz“.
– das spart Platz.
7. Schattenkopien im Notfall Wohin sichern: Backup-Medien gibt es viele: CDs/DVDs, USB-Sticks, externe Festplatten, Netz-
rekonstruieren laufwerke und andere. Sie sollten in jedem Fall vermeiden, eine Datensicherung auf der gleichen
Festplatte abzulegen, auf der Ihr gesamtes System läuft. Im Notfall nehmen Sie wenigstens eine
Möchten Sie eine frühere Version einer Da-
separate Partition. Das Sichern auf optischen Medien (CDs/DVDs) braucht in den meisten Fällen
tei wiederherstellen, führen Sie etwa im mehr Zeit und geht auf die Dauer auch ins Geld. Zudem müssen Sie die Datenträger im Falle eines
Windows-Explorer einen Rechtsklick auf Falles erstmal wiederfinden. USB-Sticks finden viele praktisch, aber sie gehen auch leicht verlo-
den Dateinamen der aktuellen Fassung aus. ren. Deshalb raten wir zu einer externen Festplatte, die Sie per USB oder Firewire anschließen.
Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl „Ei- Eine 250-GB-Platte bekommen Sie schon für unter 100 Euro; vielleicht können Sie sogar eine
genschaften“ und dort die Registerkarte Festplatte aus einem alten Desktop-PC mit einem externen Gehäuse aufrüsten (rund 25 Euro).
„Vorgängerversionen“. Wie oft sichern: Das hängt sehr davon ab, was und wie viel Sie mit Ihrem PC machen. Auf jeden
Achtung: Sie müssen an diesem Punkt un- Fall sollten Sie es regelmäßig tun. Wenn Sie System und Daten auf getrennten Partitionen abge-
terscheiden zwischen einer „Sicherung“ legt haben, kann es etwa sinnvoll sein, das System einmal wöchentlich und die Daten alle drei
und einer „Schattenkopie“; dass beides an- Tage zu sichern.
gezeigt wird, ist auf den ersten Blick ziem-

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Vista-Backups Grundlagen

(www.symantec.com/ len Sie im Aufgabenbereich „Backup, Mei-


de/, rund 70 Euro), bei- nen Computer“. Acronis listet alle Partiti-
de unterstützten bei onen auf, auch solche, die etwa mit dem Li-
Redaktionsschluss je- nux-Dateisystem Ext3 formatiert wurden.
doch Vista noch nicht. Im Folgenden erstellen Sie beim ersten Mal
Vista-Support bietet immer ein vollständiges Backup, später ha-
Acronis True Image 10 ben Sie die Möglichkeit, differenzielle oder
Home ab Build 4871 inkrementelle Erweiterungen zu erzeugen.
(www.acronis.de, etwa Wählen Sie den Speicherort für Ihre Siche-
50 Euro). Eine Demo- rung aus. Geben Sie der Backup-Datei noch
version (102 MB) gibt’s einen Namen, und los geht’s. Anschließend
unter www.acronis.de. können Sie noch aussagekräftige Kommen-
Gut: So gut wie alle tare für Ihr Backup vergeben; Tag und Uhr-
Funktionen sind Assis- zeit speichert True Image automatisch. True
tenten-gestützt. Image erstellte ein Image von unserer XP-
und der Vista-Partition auf USB-Platte in
11. Backup mit weniger als 15 Minuten – sehr schnell! Der
True Image Platzbedarf war mit knapp 15 GB gering.
Flexibel: Anders als das Vista-Bordmittel erlaubt True Image True Image bietet ne- Das Recovern einzelner Dateien oder des
auch FAT32-Partitionen als Sicherungsmedium (Punkt 11) ben anderem wie Vista gesamten Systems verlief bei unseren Tests
die Möglichkeit, Da- problemlos. Sie wählen dazu „Wiederher-
ein- oder ausschalten“ deaktivieren Sie „Be- teien oder ganze Partitionen zu sichern. stellung“ und hangeln sich durch die Me-
nutzerkontensteuerung verwenden, um zum Dateien sichern: Wählen Sie „Backup, Mei- nüs, je nachdem, was Sie machen wollen.
Schutz des Computers beizutragen“ und be- ne Daten“. Damit haben Sie die Möglichkeit, Achtung: Erstellen Sie mit True Image un-
stätigen mit „OK“. Danach ist ein Neustart Dateien und Ordner manuell für die Siche- bedingt ein Notfallmedium („Extras, Bootfä-
nötig. Starten Sie Drive Image, und leiten Sie rung auszuwählen oder aber den Dateityp higes Notfallmedium erstellen“), und booten
Ihre Backup-Operation per Klick auf „Back- festzulegen, den Sie sichern möchten. Sie Sie testweise davon. Falls Sie die Recovery-
up“ ein. Sie können lediglich komplette können vollständige, inkrementelle oder dif- CD auf einem Notebook erstellt haben, kann
Laufwerke zur Sicherung auswählen, das ferenzielle Backups erstellen, die Sicherung es vorkommen, dass sie nicht bootet. In dem
Backup erfolgt in jedem Fall als Image. Auf wird als komprimiertes Image angelegt. Fall bitten Sie einen Bekannten, auf seinem
unserem Testrechner sicherten wir die XP- System sichern: Zur Sicherung des gesam- Desktop-System eine neue CD zu brennen
und die Vista-Partition zusammen, Drive ten Systems oder einzelner Partitionen wäh- – die funktioniert in den meisten Fällen.
Image XML brauchte dazu gut 40 Minuten
– das ist lange. Die Größe des Backups zeigt
zudem: eine Komprimierung findet prak-
tisch nicht statt. Drive Image beherrscht kei-
Online-Backup: Was taugt es?
ne inkrementellen Backups – schlecht. Massenspeicher wird immer günstiger, das schlägt sich auch in entsprechenden Angeboten nie-
Weiteres Manko: Drive Image XML bietet der: Zahlreiche Provider, etwa GMX oder Google (Mail), bieten ihren Kunden kostenlosen Online-
keine Möglichkeit, ein Notfallmedium zu er- Speicherplatz an, allerdings in einer Größenordnung, die für ein Backup meist nicht ausreicht.
stellen. Sie können das Tool zwar von einer Club-Mitglieder bei Web.de erhalten für 5 Euro monatlich unbegrenzten Speicherplatz (4 GB so-
Windows-PE-Boot-CD (Infos unter www. fort, dann monatlich gratis 1 GB dazu). Anbieter wie My-files.de sind demgegenüber vergleichs-
nu2.nu/pebuilder/) aus starten, aber die weise teuer, My-Files.de verlangt für 500 MB auf der virtuellen Platte satte 15 Euro im Monat.
müssen Sie sich erstmal zusammenbasteln. Vorteile: Sie haben Ihre Daten beziehungsweise Ihr Backup immer und überall dabei, sofern ein
10. Kommerzielle Alternativen Internet-Anschluss zur Verfügung steht. Und: Im absoluten Katastrophenfall, etwa nach einem
Wohnungsbrand oder auch wenn Ihre Hardware gestohlen wurde, ist Ihr Backup außer Haus.
Eine wirklich überzeugende kostenlose Lö- Nachteile: Privatnutzer haben meist einen geringen Upstream, der das Hochladen der Daten trotz
sung für ein Image-basiertes Backup wer- DSL zeitaufwendig macht. Außerdem ist eine ausreichende Menge an Speicher nicht eben billig
den Sie bis auf Weiteres kaum finden. Es gibt – 60 Euro im Jahr müssen Sie wenigstens investieren. Und die Frage ist auch, ob Sie den Beteue-
jedoch eine Reihe kommerzieller Lösungen, rungen der Anbieter vertrauen wollen, dass Ihre Daten dort absolut sicher aufgehoben sind.
die diesen Zweck sehr gut erfüllen und we- Normalerweise sollten Sie die Daten verschlüsseln, was den Aufwand wiederum erhöht.
sentlich mehr Möglichkeiten bieten als die Tipp: Wenn Sie mit virtuellen Festplatten ein wenig Erfahrungen sammeln wollen, versuchen Sie
Vista-Bordmittel selbst der Spitzenversio- es mit dem englischsprachigen Service Elephantdrive (www.elephantdrive.com). Der Anbieter
nen Ultimate, Enterprise und Business. Bei- stellt zurzeit noch kostenlos unbegrenzt viel Speicherplatz zur Verfügung. Das Angebot wird ir-
spielhaft nennen wir Paragon Drive Backup gendwann kostenpflichtig werden, es wird aber wohl günstig sein, da Elephantdrive nach eige-
8.0 Personal Edition (www.drive-backup. nem Bekunden sehr billigen Massenspeicher von Amazon.com bezieht.
de, rund 40 Euro) oder Norton Ghost 10.0

TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN 53

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Tuning
Vista schneller machen
Tuning Vista schneller machen

Vista optimal
Vista bietet eine große Portion Optimierungspotenzial, das Sie herauskitzeln
sollten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit geringstem Aufwand das Maximum aus
dem Betriebssystem herausholen. Das Motto: komfortabler und schneller.

Von Christoph Metzger

Vista bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, tigsten Systemeinstellungen vor und passen Sie den Stick mit dem Computer und klicken
mit denen Sie das Betriebssystem reaktions- Vista an Ihre individuellen Bedürfnisse an. in der daraufhin erscheinenden Dialogbox
schneller und komfortabler machen. Die auf „System beschleunigen“. Im nächsten
meisten der Einstellmöglichkeiten bedürfen
1. Datenzugriff durch Ready- Dialogfenster aktivieren Sie die Option
nicht einmal eines Registry-Eingriffs. In der
boost tunen „Dieses Gerät verwenden“ und stellen den
Regel erforderlich sind allerdings Adminis- Readyboost soll die Zugriffe auf die Ausla- zu reservierenden Speicher über den Schie-
tratorrechte. Bei Bedarf macht Sie die Be- gerungsdatei beschleunigen. Sie benötigen beregler ein. Den verbleibenden Platz auf
nutzerkontensteuerung von Vista auf diesen dafür einen USB-Stick oder anderen Flash- dem Stick nutzen Sie wie gewohnt – der für
Umstand aufmerksam. Dann müssen Sie ei- Speicher mit USB-2.0-Schnittstelle und min- den Cache vorgesehene Speicher steht da-
nen Benutzernamen und das korrespondie- destens 256 MB Kapazität. Nach oben hin gegen nicht mehr für den Anwender zur
rende Passwort für ein Konto mit Admin- ist die Nutzung von Flash-Speicher als Sys- Verfügung. Beim Verwalten des Speichers
Rechten eingeben und die Aktion bestäti- tem-Cache auf 4 GB begrenzt. verwendet Vista jetzt den USB-Stick als Ca-
gen. Die Systemsteuerung bildet auch in Optimal ist es, wenn Sie auf dem Stick Platz che für die Auslagerungsdatei. Der Puffer-
Vista den Mittelpunkt der Betriebssystem- in der Größe des Hauptspeichers reservie- speicher soll helfen, die häufig auftretenden
konfiguration. Hier nehmen Sie die wich- ren. Um Readyboost zu nutzen, verbinden kleinen Verzögerungen bei der Nutzung von

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Vista schneller machen Tuning
Tuning
Überblick Vista optimal
Inhalt Seite

1. Datenzugriff durch Readyboost tunen 54


2. Ordnerzugriff beschleunigen 55
3. Tempo beim Schreiben auf die Festplatte
verbessern 55
4. Registry ausmisten und defragmentieren 56
5. Prozessorlast durch Sidebar reduzieren 56
6. NTFS-Dateisystem beschleunigen 57
7. Schattenkopien abschalten 57
8. Schneller suchen und finden 57
9. Belegten Plattenplatz frei machen 58
10. „Ausführen“ in die Taskleiste einbauen 58
11. Dateisystem optimieren lassen 58
12. Indizierung beschränken 59
13. Desktop-Gimmicks reduzieren 59
14. Benutzerkontensteuerung abschalten 59
Kästen

Schneller kopieren mit Robocopy 56


Versteckten RAM-Checker nutzen 57
Tweak VI und Win Optimizer 58
oft verwendeten Applikationen zu reduzie- des USB-Sticks vorgehalten, damit sie bei Bootkonfiguration: Mit Tools tunen 59
ren. Wegen der kurzen Zugriffszeiten des Bedarf schneller geladen werden können als
Flash-Speichers arbeitet Windows damit von einer Festplatte.
nach Ansicht von Microsoft schneller. Um Nachträglich lässt sich die Cache-Nutzung „Linkfavoriten“, der viel Platz wegnimmt. Im
dies umzusetzen, werden Daten von ständig eines USB-Sticks im Kontextmenü des Stick- Link-Bereich stellt Vista Verweise zu Ord-
genutzten Programmen im Flash-Speicher Laufwerks unter „Eigenschaften“ auf der nern dar, die häufig benötigt werden, etwa
Registerkarte „Ready- „Bilder“ oder „Dokumente“. Ein Klick auf
Boost“ anpassen. die Verknüpfung bringt Sie zum entspre-
chenden Verzeichnis – und das geht schnel-
2. Ordnerzugriff ler als die manuelle Suche nach Ordnern.
beschleunigen Wer jedoch nicht immer wieder zu den glei-
Das Verzeichnisma- chen Verzeichnissen wechseln möchte,
nagement von Vista muss durch den kleineren Baumansichtbe-
basiert auf dem Win- reich im Explorer mehr als noch unter XP
dows-Explorer und ge- scrollen. Um das Arbeiten mit Ordnern zu
staltet sich aufgrund beschleunigen, lohnt es sich in vielen Fällen,
einer Änderung an der den Bereich „Linkfavoriten“ vorübergehend
Bedienoberfläche auf oder ganz abzuschalten. Das geht am ein-
den ersten Blick um- fachsten, indem Sie die dünne Linie über
ständlicher als unter dem Begriff „Ordner“ mit der Maus bei ge-
XP: Die rechte Fenster- drückt gehaltener Maustaste ganz nach
hälfte im Vista-Explo- oben ziehen. Wollen Sie die Link-Favoriten
rer ist in zwei Teilbe- später wieder anzeigen lassen, verschieben
reiche unterteilt. Hier Sie die Linie einfach wieder nach unten.
findet sich zusätzlich
zur gewohnten Baum-
3. Tempo beim Schreiben auf die
ansicht der Verzeich-
Festplatte verbessern
Sidebar abschalten: Entfernen Sie das Häkchen oben im Fens- nisse noch ein Bereich Vista ist beim Schreiben von Daten auf die
ter, dann verzichtet Vista auf den Start der Sidebar (Punkt 5) mit der Bezeichnung Festplatte schneller fertig, wenn Sie einen

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Tuning Vista schneller machen

Gratis-Tools wie Ccleaner 1.37 (auf C CD


und unter www.ccleaner.com, 2,68 MB,
Freeware), Tweaknow Regcleaner 3.0.1
(englischsprachig, auf C CD und unter www.
tweaknow.com, 1,1 MB, Basisversion gratis)
und Ntregopt 1.1j (auf C CD und unter www.
larshederer.homepage.t-online.de/erunt/,
483 KB, Freeware) bieten eine Art Entschla-
ckungskur für die Registry. Die Spezialpro-
gramme durchsuchen die Registry nach
überflüssigen Schlüsseln ohne korrespon-
dierende Dateien auf der Festplatte und lö-
schen die Einträge automatisch. Dann wird
die Datenbank neu aufgebaut. In vielen Fäl-
len beseitigen Sie dadurch störende Tempo-
hindernisse, und Vista arbeitet flotter.
Ntregopt verzichtet auf jeden Schnick-
schnack und ist sehr leicht zu bedienen.
Nach dem Entpacken des Archivs rufen Sie
NTFS-Optimierung: Mit zwei kleinen Anpassungen der Vista-Vorgaben verhindern Sie das EXE-Programm auf und starten den
überflüssige Festplattenzugriffe und machen das System ein wenig schneller (Punkt 6) Vorgang per Klick auf „OK“. Nach der Opti-
mierung starten Sie den Rechner neu.
zusätzlichen Cache-Speicher freischalten. ben und Lesen in der Registry länger. Re-
Wer auf maximales Tempo Wert legt, kann gistry-Aufräum-Tools können das Problem
5. Prozessorlast durch Sidebar
hier ein paar Prozentpunkte herausholen. zwar nicht ganz aus der Welt schaffen, sor-
reduzieren
Klicken Sie in der Systemsteuerung mit der gen aber zumindest für eine Verbesserung Die schicken Minianwendungen der Win-
rechten Maustaste auf „Computer“, und wäh- des Zustands und damit für mehr Tempo. dows-Sidebar wie Wetterbericht, Aktien-
len Sie „Eigenschaften“. Im nächsten Fenster
klicken Sie oben links auf „Geräte-Mana-
ger“. Klicken Sie im Bereich „Laufwerke“
mit der rechten Maustaste auf den Eintrag Robocopy: Dateien schneller kopieren
für Ihre Festplatte, und gehen Sie auf „Ei- Im Windows-Explorer lassen sich manche Kopier- und Abgleichsaktionen nur recht umständlich
genschaften“. Stellen Sie sicher, dass auf ausführen. Auf der Kommandozeile erledigt Robocopy vieles schneller. Das Kommandozeilen-Tool
der Registerkarte „Richtlinien“ der Punkt funktioniert wie Xcopy, erlaubt aber mit über 70 Schaltern auch ungewöhnliche Aufgaben. Robo-
„Schreibcache auf dem Datenträger aktivie- copy arbeitet extrem schnell und ist ausgesprochen informativ. Die Unzahl der Kommandozeilen-
ren“ eingeschaltet ist. Zusätzlich schalten schalter sollte nicht abschrecken, weil es für die alltäglichen Aufgaben reicht, einige wenige Para-
Sie „Erhöhte Leistung optimieren“ ein. Be- meter zu kennen. Sie starten die Kommandozeile im Startmenü über „Alle Programme, Zubehör,
stätigen Sie die Änderungen mit „OK“. Falls Eingabeaufforderung“. Mit dem Kommando
Vista Ihnen die entsprechenden Optionen
robocopy C:\<quelle> D:\<ziel> /MIR
nicht anzeigt, stellt sie das System für Ihre
Festplatte nicht zur Verfügung. übertragen Sie sämtliche Dateien aus dem Quellverzeichnis C:\<Quelle> in den angegebenen Ziel-
ordner. Der Parameter „/MIR“ steht für Mirror (Spiegelung). Er passt das Zielverzeichnis der Quelle
4. Registry ausmisten und an und kopiert nur ge-
defragmentieren änderte Inhalte. Fügen
Wer viele Programme installiert, merkt mit Sie noch „/Mon:5“ an,
der Zeit, wie das System immer langsamer läuft Robocopy im Hin-
wird. Schuld daran ist die Windows-Regis- tergrund und schreibt
trierungsdatenbank, in der nicht nur Vista betroffene Dateien erst
selbst, sondern auch nahezu jedes installier- dann ins Ziel, wenn fünf
te Programm Konfigurationsinformationen Änderungen im Ordner
ablegt. Bei der De-Installation bleiben bei C:\<Quelle> stattgefun-
vielen Programmen Reste zurück, so dass den haben. Dieser Servi-
sich selbst durch das Entfernen aller Pro- ce arbeitet ohne großen
gramme der Grundzustand einer Vista-Neu- Ressourcenverbrauch Kopierautomat: Auf der Kommandozeile kopiert Robocopy
installation nicht wiederherstellen lässt. und endet automatisch. ganze Ordnerbäume von der Quelle schnell zum Ziel
Durch den Ballast braucht Vista beim Schrei-

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Vista schneller machen Tuning

Ohne Systemwiederherstellung: Entfernen Sie unter „Computer- Plattenplatz zurückgewinnen: Wiederherstellungspunkte und
schutz“ das Häkchen vor dem Laufwerk (Punkt 7) Schattenkopien belegen viel Speicherplatz (Punkt 9)

kurse und insbesondere die Foto-Diashow 7. Erstellen von Schattenkopien nach vorne. Unten im Fenster zeigt Vista an,
belasten den Arbeitsspeicher und beanspru- abschalten welche Laufwerke das System derzeit über-
chen Rechenleistung. Die Diapräsentation Um den Ressourcenverbrauch so gering wie wacht. Entfernen Sie die Häkchen vor den
in Briefmarkengröße verursacht zudem möglich zu halten, können Sie die Erstellung Laufwerken, und übernehmen Sie die Ände-
noch ständige Plattenzugriffe. Auf älteren von Schattenkopien abschalten. Dabei handelt rungen mit „OK“.
Computern mit knappen Systemressourcen es sich um Sicherungskopien von Dateien, die
schalten Sie die Sidebar daher besser ab. Vista erzeugt, sobald Sie einen Wiederherstel-
8. Schneller suchen und finden
Dazu klicken Sie im Systray mit der rechten lungspunkt anlegen. Im Startmenü klicken Sie Vista verwendet eine indexbasierte Desktop-
Maustaste auf das Sidebar-Icon und wählen mit der rechten Maustaste auf „Computer“. Suche. Sie ist standardmäßig aktiv und über
„Eigenschaften“. Entfernen Sie das Häkchen Wählen Sie „Eigenschaften“. Im folgenden das Menü „Start“ optimal in die Oberfläche
vor „Sidebar beim Start von Windows star- Fenster klicken Sie links unter „Aufgaben“ integriert. Die Suche selbst funktioniert je-
ten“, und bestätigen Sie mit „OK“. Über die auf „Erweiterte Systemeinstellungen“. Brin- doch mit den Standardeinstellungen schlech-
Systemsteuerung lässt sich die Sidebar spä- gen Sie die Registerkarte „Computerschutz“ ter als in früheren Windows-Versionen. Der
ter bei Bedarf wieder aktivieren.

6. NTFS-Dateisystem
beschleunigen RAM-Chips: Versteckten Checker nutzen
Auf NTFS-Partitionen speichert Vista bei Ein Defekt in den Speicherbausteinen des PCs kann zu merkwürdigen Systemabstürzen führen
Verwendung einer Datei automatisch die und ist nur schwer zu diagnostizieren. Windows Vista bringt deshalb ein Bordwerkzeug mit, das
Uhrzeit des letzten Zugriffs. Bei schreibge- den Arbeitsspeicher auf Herz und Nieren testen kann.
schützten Dateien lässt sich die Aktualisie- Klicken Sie auf „Start“, wechseln Sie zur „Systemsteuerung“ und dort zu „System und Wartung,
rung des Zugriffs abschalten, ebenso wie Verwaltung“ und dann zu „Speicherdiagnosetool“. Nun müssen Sie entscheiden, ob Sie den
die überflüssige Erstellung kurzer Dateina- Check sofort oder beim
men nach dem 8+3-Muster. Dadurch entfal- nächsten Start von Vista
len Festplattenzugriffe, und die Leistung des durchführen möchten.
Dateisystems wird verbessert. Vorsicht, Falle: Wählen
Klicken Sie auf „Start“, tippen Sie ganz un- Sie eine sofortige Prü-
ten „regedit“ ein, und bestätigen Sie mit fung, fährt Vista das Sys-
<Return>. Gehen Sie zu Hkey_Local_Machi tem herunter – alle ge-
ne, System, CurrentControlSet, Control, öffneten Anwendungen
FileSystem“. Setzen Sie die Schlüssel „Ntfs- werden dabei geschlos-
DisableLastAccessUpdate“ und „NtfsDisab sen. Denn den eigent-
le8dot3NameCreation“ jeweils auf den Wert lichen Test führt Vista vor Speicherprüfung: Defekten RAM-Bausteinen kommen Sie
„1“. Beide Änderungen sind erst nach einem dem Booten durch. mit dem Speichertest von Vista auf die Schliche
Neustart von Vista aktiv.

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Tuning Vista schneller machen

werke zeigt das Programm eine Liste von Vista zu integrieren, klicken Sie mit der
Dateigruppen an, die es löschen kann. Am rechten Maustaste auf einen freien Bereich
Ende jeder Zeile ist angegeben, wie viel in der Taskleiste. Über „Symbolleisten,
Speicherplatz Sie dadurch freigeben lassen Adresse“ blenden Sie ein Eingabefeld ein.
können. Infos zu den einzelnen Bereichen Hier können Sie sowohl Webadressen als
zeigt Vista unten im Fenster an, wenn Sie auch Kommandozeilenbefehle eintippen.
einen Eintrag markieren. Setzen Sie ein
Häkchen vor alle Elemente, die das Pro-
11. Dateisystem automatisch
gramm löschen soll. Um die gewählten Da-
optimieren lassen
teien zu beseitigen, klicken Sie auf „OK“. Durch Schreibvorgänge auf der Festplatte
Zusätzlichen Speicherplatz schaufeln Sie entstehen bereits nach kurzer Zeit fragmen-
durch das Löschen älterer Wiederherstel- tierte Dateien. Dabei handelt es sich um Da-
lungspunkte frei. Dazu wählen Sie beim ten, die nicht am Stück gespeichert sind,
Start der Datenträgerbereinigung „Dateien sondern über viele Bereiche der Festplatte
von allen Benutzern des Computers“ und verstreut auf dem Datenträger liegen. Ent-
bringen die Registerkarte „Weitere Opti- sprechend dauert der Zugriff darauf.
„Ausführen“: Bauen Sie ein Pendant dazu onen“ nach vorne. Ein Klick auf den Button Vista bietet ein Tool zur Defragmentierung,
in die Taskleiste ein (Punkt 10) „Bereinigen“ weist Vista an, alle bis auf den das die verstreut gespeicherten Dateien wie-
letzten Wiederherstellungspunkt zu löschen. der zusammenführt und dadurch den Datei-
Index berücksichtigt standardmäßig nämlich Dabei entfernt Windows auch ältere Schat- zugriff beschleunigt. Klicken Sie mit der
nur sehr wenige Ordner. Konkret bedeutet tenkopien von der Festplatte. rechten Maustaste auf das Laufwerkssymbol
das: Sie finden erst einmal nicht besonders der Platte, und wählen Sie im Kontextmenü
viel. Die Index-Datenbank können Sie in der
10. „Ausführen“-Befehl in die den Befehl „Eigenschaften“. Auf der Regis-
Systemsteuerung unter „Indizierungsopti-
Taskleiste einbauen terkarte „Tools“ klicken Sie auf den Button
onen“ erweitern. Sind auf einem Rechner ein Um ein Pendant zu dem in Windows XP vor- „Jetzt defragmentieren“.
paar hundert GB zu indizieren, rattern die handenen Befehl „Ausführen“ zur schnellen Standardmäßig richtet das Installationspro-
Festplatten allerdings einige Stunden, bis die Eingabe von Befehlen in die Taskleiste von gramm von Vista eine wöchentliche Aufräum-
Datenbank fertig ist. Wenn Sie den Rechner
währenddessen benutzen, dauert die Aktion
sogar noch länger.
Danach geht das Suchen recht schnell, da ja Tempomacher: Tweak VI und Win Optimizer
nicht mehr im Dateisystem selbst, sondern
Mit Win Optimizer 4.10 (auf C CD und unter www.ashampoo.de/produkte/1606, 8,0 MB, Share-
stattdessen in der Datenbank gesucht wird.
ware, Registrierung 50 Euro) und Tweak VI 1.0 (funktionsreduzierte und kostenlose Basic-Version
Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie
auf C CD und unter www.totalidea.com, 8,1 MB, Shareware, Registrierung 40 Euro) ringen zwei
nach einem Datei- oder Ordnernamen suchen
Optimierungs-Tools für Vista um die Gunst der Anwender.
oder nach einem Inhalt. Suchen heißt bei Vis-
Beide Programme legen ihren Schwerpunkt auf die individuelle Anpassung der Systemeinstellun-
ta nicht immer auch finden. Manchmal sind
gen und weniger auf eine Temposteigerung. Zu den Anpassungsoptionen gehören die System-
die Ergebnisse aus irgendeinem Grund nicht
und Datei-Anzeigeeinstellungen, Netzwerk- und Online-Parameter, Cache- und RAM-Nutzung
vollständig – hier muss Microsoft nachbes-
sowie die Vorgaben für
sern. Die Ergebnisliste wird außerdem auf
den Start-Button und
5000 Einträge beschränkt.
die Taskleiste. Außer-
Auch das spart Zeit: Suchergebnisse lassen dem lassen sich eine
sich speichern. Bei Vista können Sie die Lis- Reihe von Parametern
ten als dynamische virtuelle Ordner nutzen. verändern, die für die
9. Belegten Plattenplatz frei Optik von Vista relevant
machen sind. Wer sich manuelle
Eingriffe an der Registry
Machen Sie auf der Festplatte Platz frei, den ersparen und möglichst
temporäre und andere überflüssige Dateien viel an Vista schrauben
belegen. Dazu gehen Sie auf „Start, Alle möchte, für den ist pri-
Programme, Zubehör, Systemprogramme“ mär Tweak VI geeignet.
und wählen „Datenträgerbereinigung“. Im Für die von den Tools
Begrüßungsfenster legen Sie fest, ob Sie nur gebotenen Funktionen
Ihre eigenen Dateien oder die Dateien sämt- sind die Registrierkosten Vista tunen: Über Tweak-VI passen Sie eine Reihe von Details
licher Benutzer des PCs prüfen lassen wol- allerdings zu hoch. wie das Startmenü oder die Darstellung von Schriften an
len. Nach einer kurzen Prüfung der Lauf-

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Vista schneller machen Tuning

12. Indizierung „Visuelle Effekte“ nach vorne. In der Aus-


reduzieren wahlliste entfernen Sie die Häkchen vor al-
Im Hintergrund lässt len nicht benötigten Optionen.
Windows Vista stän- Tipp: Die Voreinstellung „Für optimale Leis-
dig den Indizierungs- tung anpassen“ schaltet alle optischen Ef-
dienst mitlaufen – fekte auf einmal aus. Mit „Übernehmen“
auch dann, wenn Sie probieren Sie aus, ob Ihnen die neue Dar-
gar nichts suchen stellung gefällt.
wollen. Auf langsa-
men PCs kostet das
14. Benutzerkontensteuerung
Arbeitsspeicher und
abschalten
CPU-Leistung. Wenn Vistas Benutzerkontensteuerung (UAC –
Sie die Suchfunktion User Account Control) fordert Sie bei jedem
selten oder über- Systemeingriff auf, der Aktion zuzustimmen,
haupt nicht nutzen, selbst wenn Sie als Administrator angemel-
reduzieren Sie den det sind. Um Zeit bei der Systemkonfigura-
Automatisch aufräumen: Der Start der Defragmentierung über Umfang der indi- tion zu sparen, lässt sich das aber vorüber-
den Zeitplaner sorgt für kurze Zugriffszeiten (Punkt 11) zierten Dateien. gehend abschalten. Dazu gehen Sie in der
Rufen Sie im Start- Systemsteuerung auf „Benutzerkonten“ und
aktion für die Festplatte ein. Vista zeigt im menü die „Systemsteuerung“ und „Indizie- wählen die Option „Benutzerkontensteue-
folgenden Fenster an, wann die nächste De- rungsoptionen“ auf. Zeigen Sie mit „Än- rung ein- oder ausschalten“. Nach einem
fragmentierung laut Zeitplan ansteht. Über dern“ eine Liste der „Indizierten Orte“ an. Rechnerneustart belästigen Sie keine UAC-
„Zeitplan ändern“ passen Sie den vordefi- Mit „Alle Orte anzeigen“ erscheinen zusätz- Dialoge mehr.
nierten Termin nach Ihren Wünschen an, liche Einträge. Löschen Sie das Häkchen vor Sobald Sie mit der Konfiguration Ihres Sys-
etwa auf eine andere Uhrzeit, zu der Sie den Einträgen. Damit beschränken Sie den tems fertig sind, sollten Sie die Funktion
selbst normalerweise nicht am PC arbeiten. Indizierungsdienst auf ein Minimum. aber auf demselben Weg wieder einschal-
Wer häufig Dateien löscht oder verschiebt, Achtung: Es ist nicht empfehlenswert, den ten. Sie bietet natürlich einen gewissen
profitiert von einem kürzeren Intervall von Indexdienst ganz abzuschalten, da Sie an- Schutz, weil Sie vor Systemeingriffen ge-
etwa vier Tagen. Ein Klick auf „Jetzt defrag- sonsten im Windows-Explorer die Filteran- warnt werden. Außerdem dürften die Dialo-
mentieren“ startet die Bereinigung. sichten nicht mehr verwenden können. ge bei der normalen Arbeit seltener auftau-
Check: Um den Fragmentierungsstatus ei- chen und stören.
nes Laufwerks zu überprüfen, nutzen Sie das
13. Zahl der Desktop-Gimmicks Wenn Sie die UAC längerfristig abschalten
Kommandozeilenprogramm Defrag.EXE. Im
reduzieren wollen, nervt Sie eventuell der Balloon-Tipp
Klicken Sie auf „Start, Alle Programme, Zu- Vista wartet mit einer Menge grafischer Ex- in der Taskleiste. Er weist Sie ständig darauf
behör“ und mit der rechten Maustaste auf tras für den Desktop und Programmfenster hin, dass Sie die Benutzerkontensteuerung
„Eingabeaufforderung“. Wählen Sie im Kon- auf. Auf leistungsschwachen PCs gewinnen deaktiviert haben. Um es abzustellen, star-
textmenü „Als Administrator ausführen“. Sie an Tempo, wenn Sie nicht benötigte ten Sie Regedit, und öffnen Sie den Schlüs-
Auf der Kommandozeile tippen Sie Funktionen abschalten. Dazu rufen Sie sel „Hkey_Local_Machine\Software\Micro
„Start, Systemsteuerung, System und War- soft\Security Center“. Hier legen Sie, falls es
defrag D: -a -v
tung, System“ und dann links im Fenster ihn nicht gibt, einen Dword-Eintrag mit dem
ein und drücken <Return>. Sie erhalten ei- „Erweiterte Systemeinstellungen“ auf. Namen „UACDisableNotify“ an und geben
nen Bericht über den Zustand des Laufwerks Im Bereich „Leistung“ klicken Sie auf „Ein- ihm den Wert „1“. Nach einem weiteren
D:. Der Parameter „-a“ bewirkt, dass Vista stellungen“ und bringen die Registerkarte Neustart haben Sie auch hier Ruhe.
lediglich einen Bericht anzeigt, sonst aber
keine Aktion ausführt. Mit dem Zusatz „-v“
liefert Vista mehr Details. Statt des ganzen
Laufwerks können Sie auch nur ein be-
Bootkonfiguration: Mit Tools tunen
stimmtes Verzeichnis überprüfen lassen. Microsoft hat sich für die Konfiguration der Bootumgebung in Vista etwas Neues ausgedacht. Statt
Dazu verwenden Sie der Datei Boot.INI von Windows 2000 und XP stehen die Einstellungen für den Vista-Bootmanager
in einer Binärdatei, die Sie in Vista nur mit einem komplizierten Kommandozeilen-Tool bearbei-
defrag D:\briefe -w
ten können. In einem Text-Editor lässt sie sich nicht laden. Zwei auf Vista spezialisierte Boot-
Mit dem Parameter „-w“ starten Sie die De- Editoren sorgen für Komfort: Das kostenlose Vista Boot Pro (Download unter www.vista
fragmentierung im Maximalmodus. bootpro.org, 2,0 MB) und die Freeware Easy BCD 1.52 (auf C CD und unter http://neosmart.net,
Tipp: Wollen Sie auf einen Rutsch alle Plat- 1,86 MB) zeigen die derzeitigen Booteinstellungen an. Über englischsprachige Menüs lassen sich
ten defragmentieren, dann nutzen Sie ohne Standardvorgaben wie Systeme, Autoboot, Reihenfolge, Wartedauer und Menütexte ändern.
Laufwerksangabe den Parameter „-c“.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 59

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Tuning Systemvorgaben optimieren

(„Namespaces“), die den eigentlichen Na-


men überlagern. Wenn Sie etwa im Startme-
nü Ihren Ordner „MP3“ mit dem Link „Mu-
sik“ verknüpft haben und diesen öffnen,
scheint es, als ob der Ordner nun „Musik“
hieße. Ein Klick auf eine freie Stelle in der
Adresszeile offenbart den wahren Namen.

Multilinguales Vista
Die Vista-Oberfläche kann die Sprache
wechseln. Am deutlichsten offenbaren sich
die Vorteile dieser Neuerung in der Ulti-
mate-Variante: Hier können Sie für viele
Sprachen MUI-Pakete (Multilingual User In-
terface) von einigen hundert MB kostenlos
herunterladen. Mit deren Hilfe lässt sich die
gesamte Oberfläche per Klick in einer ande-
ren Sprache darstellen („Systemsteuerung,
Regions- und Sprachoptionen, Tastaturen
und Sprachen“).
Das bringt auch für die anderen Vista-Versi-
onen etwas: Denn die Voraussetzung für die-

Vista individuell
se Funktion ist eine Struktur, in der alle Sys-
tembestandteile von den sprachlichen Kom-
ponenten getrennt sind. Die Folge ist, dass
beispielsweise System-Updates nur noch in
einer neutralen Form erscheinen müssen,
Mit Vista verspricht Microsoft ein neues optisches Erlebnis. die alle Vista-Nutzer weltweit installieren
Damit dabei der Komfort nicht auf der Strecke bleibt, sind An- können. Es ist nicht mehr nötig, verschie-
dene Sprachversionen zu erstellen. Das be-
passungen nötig. Wir zeigen, wo Sie Hand anlegen sollten. deutet mehr Sicherheit, weniger Redundanz
und somit auch weniger Fehler. Da die
Von Ramon Schwenk Sprachpakete unterschiedlich groß sind und
das größte Paket das englische ist, nehmen
enn Ihr Rechner eine relativ aktuelle men hinter der tollen Optik sind in jedem Fall wir an, dass sich die Zahl der übersetzten
W 3D-Grafikkarte und mindestens 1 GB undurchsichtig. Fortgeschrittene Anwender Elemente unterscheidet.
RAM besitzt, dann präsentiert sich Vista ab bekommen häufig das Gefühl, dass das Sys-
der Version Home Premium mit dem anspre- tem ihnen Informationen vorenthält.
Das System wird persönlich
chenden „Aero-Glass“-Design – wie ein Sta- Den mehr oder minder gelungenen Oberflä-
pel Buntglasscheiben. Das Aero-Design sieht
Oberfläche und Steuerung chensanierungen durch Microsoft zum
edel aus – aber Schönheit allein zählt nicht. Bei Aero sind die Fensterrahmen und das Trotz: Wollen Sie ein Vista von der Stange,
Wenn der Rechner zu schwach ist oder Sie Startmenü durchscheinend. Das Letztge- wenn Sie das Betriebssystem auch maßge-
nur Vista Home Basic haben, dann fehlen die nannte verändert seinen Inhalt je nach ange- schneidert haben können?
Transparenz und viele Effekte. Die Mechanis- klicktem Punkt bei gleichbleibender Größe Ist Vista installiert, und haben Sie Ihre An-
und breitet sich nicht über den gesamten wendungen eingerichtet, können Sie prinzi-
Überblick Vista individuell Bildschirm aus. piell mit der Arbeit loslegen. Bis das System
In der neuen Adresszeile des Explorers se- den alltäglichen Anforderungen gerecht
Inhalt Seite hen Sie nicht mehr den Pfad. Stattdessen wird, hat Vista unserer Ansicht nach noch
1.–7. Explorer optimieren 61 werden dessen Komponenten jeweils in eine Reihe von Änderungen nötig. Welche
Drop-down-Menüs angezeigt, so dass Sie das sind, zeigen wir Ihnen auf den folgenden
8.–12. Desktop tunen 62
mit einem Klick einen Ordner im derzeit ge- Seiten. Sie werden ganz sicher Tipps finden,
13.–15. Taskleiste aufpeppen 63 öffneten Pfad direkt ansteuern können. die das neue Betriebssystem auch auf Ihrem
16.–18. Fitness fürs Startmenü 64 Praktisch – wenn es sich bei den Bestandtei- Rechner besser an Ihre Bedürfnisse anpas-
19.–20. Sidebar einrichten 64 len immer um die tatsächlichen Ordnerna- sen. Sie erfahren etwa, wie Sie den Desktop
men handeln würde. So ist es aber nicht. Für individuell gestalten – beispielsweise mit
21.–23. Von Extras profitieren 65
viele Ordner gibt es virtuelle Spezialnamen Widgets oder neuen Farben.

60 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

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Systemvorgaben optimieren Tuning

Schritt 1: Versteckte Menüzeile einblenden

Zu den augenscheinlichsten Änderungen in Vista gehört die neue Oberfläche des


Windows-Explorers. Microsoft hat die klassische Menüzeile aus bisherigen Win-
dows-Versionen mit den Befehlen „Datei“, „Bearbeiten“, „Ansicht“ und „Extras“
entfernt, die Befehle aber nur zum Teil an anderen Stellen integriert.
Völlig verschwunden sind die gewohnten Menüs jedoch nicht. Die Zeile ist nur
standardmäßig ausgeblendet – wie auch im Internet Explorer 7 und im Media
Player. Um die Menüs anzuzeigen, genügt ein Druck auf <Alt> oder <F10>. Da-
durch blendet Vista die Menüs wieder ein. Allerdings verschwinden sie wieder, so-
bald Sie einen Befehl ausgeführt haben. Um sie dauerhaft einzublenden, gehen
Sie auf „Organisieren, Ordner- und Suchoptionen, Ansicht“ und aktivieren „Immer
Menüs anzeigen“.

Schritt 2: Eigene Link-Favoriten einbinden

Der Windows-Explorer arbeitet standardmäßig mit einer dreigeteilen Bedienerführung, in


der oben links die Link-Favoriten erscheinen. Dabei handelt es sich um Ordnerverweise, die
den Favoriten im Internet Explorer nachempfunden sind. Weil Sie die Link-Favoriten selbst
anpassen können, eignen sie sich optimal zum schnellen Aufruf häufig benutzter Verzeich-
nisse. Um einen neuen Verweis einzufügen, ziehen Sie den gewünschen Ordner einfach in
den Link-Favoriten-Bereich. Vista speichert die Verweise in Ihrem Benutzerverzeichnis im
Unterordner „Links“. Mit einem Rechtsklick auf eine Verknüpfung und „Eigenschaften,
Anderes Symbol“ ändern Sie das Icon für die Verknüpfung. Über das Kontextmenü kön-
nen Sie mit „Link entfernen“ einen Link-Favoriten wieder aus der Liste nehmen.

Schritt 3: Schnelle Pfadeingabe nutzen

Im neuen Windows-Explorer klicken Sie sich über die un-


scheinbare Verzeichnisleiste am oberen Fensterrand bequem
durch die Ordnerhierarchie. Zusätzlich haben Sie hier nach
einem Klick auf die Leiste die Möglichkeit, gezielt Pfade wie
C:\Tools\Commander zum Direktansprung einzugeben.
Zum schnellen Ordnerwechsel müssen Sie den Pfad nicht komplett eintippen. Es ge-
nügt die Eingabe der ersten Zeichen. Dann drücken Sie die <Tab>-Taste, schon ver-
vollständigt Vista Ihre Angabe. Dazu sucht das System auf der Platte nach passenden
Ordnern und zeigt die in Frage kommenden Verzeichnisse in einer Liste. Passen meh-
rere Ordner, wechseln Sie durch mehrfaches Drücken der <Tab>-Taste zwischen den
Treffern.

Schritt 4: Explorer-Auswahl aufpolieren

Wer im Explorer von Windows XP verstreut angezeigte Dateien und Verzeichnisse


markieren möchte, muss dazu die <Strg>-Taste verwenden und die Objekte der Rei-
he nach anklicken. In Vista geht es bequemer: Gehen Sie auf „Organisieren, Ordner-
und Suchoptionen, Ansicht“. Aktivieren Sie hier unter „Dateien und Ordner“ die Op-
tion „Kontrollkästchen zur Auswahl von Elementen verwenden“. Nun können Sie
Elemente über eine kleine Checkbox links über dem Symbol markieren.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 61

060-65 303_vista_5_07_mr2_ml.ind61 61 12.03.2007 10:00:09 Uhr


Tuning Systemvorgaben optimieren

Schritt 5: Zwei Explorer-Fenster nebeneinander

Um Dateien zwischen Ordnern oder Laufwerken zu kopieren oder zu verschieben, ist es


praktisch, beide Verzeichnisse nebeneinander anzuzeigen. Dazu starten Sie den Win-
dows-Explorer mit <Win>-<E> zweimal und öffnen jeweils die gewünschten Ordner. Mini-
mieren Sie nun alle übrigen Programmfenster. Dann klicken Sie mit der rechten Maustas-
te auf die Taskleiste und wählen „Fenster nebeneinander anzeigen“.

Schritt 6: Im Windows-Explorer brennen

An die Brennfunktion für CDs und DVDs kommen Sie in Vista bequem heran: Markieren Sie
im Explorer die Dateien und Ordner, die Sie brennen möchten. Dann klicken Sie in der Sym-
bolleiste auf „Brennen“. Das Icon ist nur vorhanden, wenn tatsächlich ein Brenner verfügbar
ist. Ordnerübergreifend kann der Explorer noch immer keine Dateien brennen. Behelfen Sie
sich, indem Sie Dateien aus mehreren Ordnern erst in ein temporäres Verzeichnis kopieren.

Schritt 7: Administratorrechte erzwingen

Die Benutzerkontosteuerung von Vista sorgt dafür, dass sich systemkritische Anwendungen und Bordprogramme nur mit Administrator-
rechten aufrufen lassen. Wenn Sie als Benutzer mit Standardrechten arbeiten und Programme aufrufen, startet Vista diese jedoch immer
mit Ihren Standardbenutzerrechten. Bei Programmen können Sie mit „Als Administrator ausführen“ den Start mit mehr Rechten als ein
üblicher Benutzer erzwingen. An diesen Befehl kommen Sie heran, indem Sie die entsprechende Programmdatei, Desktop-Verknüpfung
oder den gewünschten Startmenü-Eintrag mit der rechten Maustaste anklicken.

Schritt 8: Hintergrundbild ändern

Ist der voreingestellte Bildschirmhintergrund nicht nach Ihrem Geschmack, än-


dern Sie ihn wie folgt: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle
des Desktops. Wählen Sie „Anpassen, Desktophintergrund“. Im nächsten Fens-
ter zeigt Vista zahlreiche vorgefertigte Hintergrundmotive – sortiert nach Katego-
rien – an. Mit einem Klick auf den kleinen Pfeil unterhalb einer Kategorie öffnen
Sie die weiteren Rubriken. Klicken Sie ein Miniaturbild an. Nach einem kurzen
Moment bindet Vista das gewählte Motiv als Vorschau auf dem Desktop ein. Mit
„OK“ übernehmen Sie es, „Abbrechen“ bringt das bisherige Motiv zurück.

Schritt 9: Desktop-Fonts anpassen

Ist Ihnen die standardmäßige Beschriftung der Desktop-Icons zu klein, hilft ein Rechts-
klick auf den Desktop und „Anpassen“. Danach klicken Sie am linken Fensterrand unter
„Aufgaben“ auf den Link „Schriftgrad anpassen (DPI)“. Vista verlangt nun eine Bestäti-
gung der Benutzerkontosteuerung. Prüfen Sie, ob „Größere Skalierung (120 DPI)“ auf Ih-
rem Rechner besser lesbar ist. Wenn ja, markieren Sie diese Option und klicken dann auf
„OK“. Falls nicht, gehen Sie auf „Benutzerdefinierte DPI“ und geben einen Prozentwert
ein oder verschieben das Lineal mit der Maus nach rechts beziehungsweise links. Sobald
Sie es loslassen, erscheint der Text darunter in der gewählten Größe. Haben Sie die pas-
sende Einstellung gefunden und mit „OK“ übernommen, ist ein Neustart erforderlich.

62 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

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Systemvorgaben optimieren Tuning

Schritt 10: Bildschirm-Ergonomie verbessern

Vista nutzt Cleartype zur Kantenglättung von Bildschirmschriften. Auf manchen Bildschir-
men wirken Schriften allerdings weichgezeichnet und unscharf. Um Cleartype auszuschal-
ten, gehen Sie so vor: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop, wählen Sie
„Anpassen“ und dann „Fensterfarbe und -darstellung“. Klicken Sie unten rechts auf den
Button „Effekte“, und schalten Sie Cleartype unter „Folgende Methode zum Kantenglätten
verwenden“ aus, indem Sie das Häkchen entfernen.

Schritt 11: Ohne Verknüpfungspfeil Schritt 12: Papierkorb & Co. einblenden

Sie stören sich an den Verknüpfungs- Bewährte Icons – etwa für Papier-
pfeilen bei den Icons auf dem Desk- korb, Arbeitsplatz und die eige-
top? Die Verweispfeile lassen sich mit nen Dateien lassen sich in den
einem Eintrag in der Registry entfer- Anzeigeeigenschaften wie folgt
nen. Klicken Sie auf „Start“, und geben Sie in die Eingabezeile auf den Desktop holen: Klicken
unten den Befehl „regedit“ ein, und drücken Sie <Return>. Sie links unter „Aufgaben“ auf
Wechseln Sie zum Schlüssel: HKey_Classes_Root“ und dort zu „Desktopsymbole ändern“. Set-
„lnkfile“. Klicken Sie den Eintrag „IsShortcut“ mit der rechten zen Sie vor alle Einträge, die an-
Maustaste an, wählen Sie „Umbenennen“, und geben Sie ihm gezeigt werden sollen, ein Häk-
einen anderen Namen, etwa „IsShortcut-alt“. Nach einem chen, etwa vor „Computer“, und
Neustart des PCs sind die Verknüpfungspfeile verschwunden. bestätigen Sie mit „OK“.

Schritt 13: Tuning für die Taskleiste

Um das Aussehen und das Verhalten der Taskleiste und des Startmenüs von Vista anzupas-
sen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Start-Button und wählen „Eigen-
schaften“. Auf der Registerkarte „Taskleiste“ legen Sie fest, ob die Schnellstartleiste mit
den Icons rechts neben dem Startmenü standardmäßig zu sehen sein soll, ob Windows die
Taskleiste bei Nichtbenutzung ausblendet und ob sich die Taskleiste mit der Maus anpas-
sen lässt oder nicht.
Interessant sind auch die Optionen auf der Registerkarte „Symbolleisten“. Wenn Sie hier
„Desktop“ aktivieren, erscheint rechts in der Taskleiste ein Button, über den Sie die Desk-
top-Struktur analog zum Startmenü aufklappen und bestimmte Einträge schnell aufrufen
können. Mit „Adresse“ aktivieren Sie ein Eingabefeld zum Schnellaufruf von Web-Seiten.

Schritt 14: Taskmanager ausführen Schritt 15: Icons im Systray einblenden

Sie verwenden häufiger Vista blendet Icons im Systray aus,


den Taskmanager? Schnel- wenn sie nicht verwendet werden. Das
ler, als jedes Mal den Hot- spart zwar Platz, ist aber lästig, denn
key <Strg>-<Alt>-<Entf> Sie müssen erst auf das Pfeil-Symbol
und dann den Befehl „Task- klicken, damit wieder alle Icons sicht-
manager aufrufen“ zu ver- bar sind. Um das zu verhindern, deakti-
wenden, geht es mit der vieren Sie nach einem Rechtsklick auf
Tastenkombination <Strg>- den „Start“-Button die Option „Infobe-
<Shift>-<Esc>. reich, Inaktive Symbole ausblenden“.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 63

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Tuning Systemvorgaben optimieren

Schritt 16: Fitnesskur für das Startmenü

Nach einem Rechtsklick auf den „Start“-Button öffnen Sie mit „Anpassen“ ein
Fenster, in dem Sie das Aussehen des Startmenüs individualisieren können. Bei-
spielsweise stellen Sie bei „Startmenügröße“ ein, wie viele Einträge im linken Teil
des Startmenüs in der Liste der zuletzt aufgerufenen Programme erscheinen sol-
len. Wenn Sie „Große Symbole verwenden“ deaktivieren, verkleinert Vista die
Desktop-Icons, und Sie können mehr Symbole auf dem Windows-Hintergrund ver-
ankern. Für Einträge wie „Bilder“, „Computer“, „Dokumente“ und „Systemsteue-
rung“ ist einstellbar, ob sie als Verknüpfung arbeiten und ein eigenes Fenster öff-
nen oder als Untermenü aufklappen sollen. Stört es Sie, dass Vista die zuletzt aus-
geführten Programme im Startmenü hervorhebt, deaktivieren Sie die entspre-
chende Option ganz am Ende der Auswahlliste.

Schritt 17: Ordner im Startmenü öffnen

Wenn Sie einen Menüordner aus dem Startmenü heraus in einem eige-
nen Explorer-Fenster öffnen wollen, lassen Sie ihn zunächst wie ge-
wohnt innerhalb des übergeordneten Startmenüpunkts aufklappen.
Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Ein-
trag, und wählen Sie „Öffnen“. Vista zeigt den Ordnerinhalt als Fenster
an, und Sie sparen bei häufigen Klicks darauf Zeit, ohne für die Menü-
inhalte erst Verknüpfungen auf dem Desktop einrichten zu müssen.

Schritt 18: Suchbegriffe miteinander verknüpfen

Die Desktop-Suche von Vista erlaubt es, nach einfachen Begriffen zu suchen.
Gezielter läuft die Abfrage über verknüpfte Suchbegriffe. Ein Beispiel: Sie su-
chen ein Dokument auf der Festplatte, in dem sowohl die Begriffe „Mahnung“
wie auch „April“ vorkommen. Dann klicken Sie auf „Start“ und geben unten
in das Desktop-Suchfeld ein: „mahnung AND april“. Achten Sie darauf, dass
das „AND“ großgeschrieben ist. Nach kurzer Wartezeit listet Vista alle Doku-
mente auf, in denen beide Suchbegriffe vorkommen.

Schritt 19: Windows-Sidebar optimieren

Ein neues Desktop-Element in Vista ist die Windows-Sidebar. Sie lässt sich mit
kleinen Minianwendungen (Gadgets) bestücken, die den Arbeitsalltag erleich-
tern sollen oder einfach nur als Blickfang dienen. Klicken Sie mit der rechten
Maustaste in die Sidebar, und rufen Sie den Befehl „Minianwendungen hinzufü-
gen“ auf. Vista stellt Ihnen eine Reihe von Programmen zur Auswahl, die Sie in
die Sidebar einfügen können, etwa einen elektronischen Notizzettel, eine Aktien-
kursabfrage oder auch einen Taschenrechner. Ein Gadget ziehen Sie mit der
Maus an die gewünschte Position auf der Sidebar. Falls Sie eine der Minianwen-
dungen nicht mehr benötigen, klicken Sie sie mit der rechten Maustaste an und
wählen den Befehl „Minianwendung schließen“.

64 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

060-65 303_vista_5_07_mr2_ml.ind64 64 12.03.2007 10:00:48 Uhr


Systemvorgaben optimieren Tuning

Schritt 20: Minianwendungen online nachladen

Wenn Ihnen die mitgelieferten Minianwendungen nicht


ausreichen, können Sie weitere Gadgets aus dem Internet
nachinstallieren. Dazu klicken Sie mit der rechten Maus-
taste auf eine freie Stelle der Sidebar und gehen auf „Mi-
nianwendungen hinzufügen“. Es erscheint das Über-
sichtsfenster mit den bei Vista mitgelieferten Gadgets.
Unten rechts im Fenster befindet sich der Link „Weitere
Minianwendungen online beziehen“. Klicken Sie darauf.
Vista öffnet die Sidebar Gallery im Internet Explorer und
zeigt eine Auswahl an weiteren Minianwendungen an.
Ganz links sehen Sie unter „Durchsuchen“ eine Reihe von
Kategorien wie „Fun und Games“ oder „News und
Feeds“. Wählen Sie beispielsweise „Suchtools“ aus. Es er-
scheint eine Tabelle mit Widgets. Suchen Sie eines her-
aus, etwa „Google Maps“. Damit blenden Sie ein Eingabe-
feld für die Kartenrecherche in Google Maps direkt in die
Sidebar ein. Klicken Sie auf den Button „In Sidebar herunterladen“, dann auf „Installieren“ und schließlich auf „Öffnen“. Nach Ab-
schluss des Downloads bestätigen Sie mit „Zulassen“ und „Installieren“, damit Vista die neue Minianwendung in der Sidebar installiert.

Schritt 21: Flip 3D aufpeppen

Als Erweiterung des Task-Umschalters <Alt>-<Tab> bietet Vista in der


Aero-Oberfläche die Funktion Flip 3D. Diese rufen Sie mit <Win>-
<Tab> auf. Dabei werden alle offenen Fenster verkleinert und gekippt
auf dem Desktop gestapelt. Mit dem Mausrad scrollen Sie durch den
Stapel, per Klick maximieren Sie ein Fenster. Ohne Windows-Taste er-
reichen Sie Flip 3D über den Befehl „rundll32 Dwmapi #105“. Der Be-
fehl als Verknüpfung mit Hotkey angelegt hat den Vorteil, dass Flip 3D
geöffnet bleibt, ohne dass Sie eine Taste gedrückt halten müssen.

Schritt 22: Bildschirm- Schritt 23: Klassische Anmeldung wiederherstellen


schoner schnell testen
Microsoft hat bei Vista die Be-
nutzeranmeldung geändert. Wer
die klassische Anmeldung
früherer Windows-Versionen
bevorzugt, kann sie zurückho-
len: Dazu klicken Sie auf „Start“
und geben unten ins Eingabe-
feld den Befehl „secpol.msc“
ein, dann drücken Sie <Return>. Im nächsten Fenster klicken Sie doppelt auf „Lokale
Einen neu heruntergeladenen Bildschirm- Richtlinien, Sicherheitsoptionen“.
schoner müssen Sie nicht erst ins Win- Öffnen Sie im nächsten Fenster
dows-Verzeichnis kopieren und aktivieren, den Eintrag „Interaktive Anmel-
um ihn auszuprobieren. Nach einem dung: Letzten Benutzernamen
Doppelklick auf die SCR-Datei zeigt nicht anzeigen“, und wechseln Sie
Vista den Schoner an, mit <Esc> beenden auf „Aktiviert“. Starten Sie den
Sie ihn. Computer anschließend neu. Vista präsentiert Ihnen dann die traditionelle Anmeldemaske.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 65

060-65 303_vista_5_07_mr2_ml.ind65 65 12.03.2007 10:00:58 Uhr


Tuning Mehr Tempo für Vista

Schneller Vista-Start dank


Superfetch
Über Superfetch optimiert Vista den Lade-
vorgang von Programmen und die Speicher-
verwaltung. Das Betriebssystem erkennt
automatisch, welche Anwendungen Sie am
häufigsten einsetzen, und lädt etwa erfor-
derliche Bibliotheken schon vorab in den
Arbeitsspeicher. So sind Programme schnel-
ler einsatzbereit. Ein ähnliches Prefetching
war bereits in Windows XP eingebaut, neu
ist aber der Lernalgorithmus, der sich an
Nutzungsgewohnheiten des Anwenders an-
passen soll.
Der Trick: Lagert Windows eine Datei auf-
grund Speichermangels aus, so merkt sich
Superfetch, welches andere Programm da-
für verantwortlich ist. Braucht diese Soft-
ware den Platz nicht mehr, so holt Super-

Vista-Start
fetch die ausgelagerten Dateien wieder zu-
rück in den Arbeitsspeicher. Außerdem soll
Superfetch dem berühmten Phänomen ent-
gegenwirken, dass der Windows-Start mit

beschleunigen zunehmender Nutzungsdauer immer lang-


samer wird.
Einstellmöglichkeiten haben Sie als Anwen-
der bei Superfetch keine, denn das Voraus-
laden von Programmkomponenten ist nach
Der Systemstart zieht sich hin, und bis der Desktop nutzbar ist, dem Hochfahren von Vista automatisch ak-
dauert es eine ganze Weile. Zwar bootet Vista langsamer als tiv. Wie viel Zeit Ihnen Superfetch spart,
lässt sich nicht überprüfen.
XP, doch mit etwas Tuning gewinnen Sie wertvolle Sekunden.
Vista-Turbolader Readydrive
Von Ramon Schwenk Mit Readydrive soll Windows endlich schnel-
ler starten. Das Verfahren nutzt die Vorteile
is das Vista-Logo verschwunden und alle gefundenen Netzlaufwerke und -drucker der neuen Hybrid-Festplatten. Der System-
B das Betriebssystem fertig gestartet verbinden. Und je länger Sie Ihren Rechner start (Kaltstart) und das Aufwachen aus dem
und die nervige Sanduhr verschwunden ist, nutzen, umso mehr verlängert sich meist die Ruhezustand sowie der Start von Anwen-
vergeht in der Regel viel Zeit. Kein Wunder, Startzeit. Wir zeigen Ihnen in diesem Work- dungen sollen damit fulminant beschleunigt
schließlich lädt Vista während des Bootens shop eine Vielzahl von Tricks, mit denen Sie werden. Da aktuell noch keine Hybrid-Plat-
Treiber, Dienste und alle automatisch star- Ihren Vista-Rechner optimal konfigurieren ten auf dem Markt sind, lässt sich das jedoch
tenden Applikationen. Zudem sucht das Be- und den Startvorgang wie auch das Herun- nicht verifizieren. Potenzial hat die Technik
triebssystem nach einem eventuell vorhan- terfahren beschleunigen. auf jeden Fall – der eigentliche Fortschritt
denen Netzwerk und möchte auch gleich Microsoft weiß, dass ein schnell startender steckt hier allerdings in der Hardware, mög-
Rechner zu den Hauptwünschen der Benut- licherweise würde sich auch Windows XP
zer gehört. Deshalb haben die Entwickler in durch ein entsprechendes Update entspre-
Überblick Tempo für Vista Vista bereits einige Verbesserungen zur chend beschleunigen lassen.
Inhalt Seite Bootoptimierung eingebaut. Eine Cache- Die Readydrive-Technik dürfte vor allem für
Technik beeinflusst den Start von Windows, Notebook-Nutzer interessant sein, da durch
1.–2. Autostart optimieren 67
aber auch den der Anwendungen. Microsoft den Einsatz der Flash-Speicher kostbare En-
3.–6. Starteinstellungen anpassen 67 nennt das Readyboost. Readyboost verhin- ergie gespart werden kann, die normaler-
7.–9. Vista-Optionen tunen 68 dert aber nicht, dass sich durch immer mehr weise für den Motor der Magnetscheiben
10. Kennwort deaktivieren 69 Ballast der Startvorgang verzögert. Diesen genutzt werden würde. Aber auch Desktop-
Ballast müssen Sie mit Hilfe manueller Ein- Nutzer profitieren von Readydrive durch
11.-12. Vista schneller beenden 69
griffe entsorgen. eine Beschleunigung des Startvorgangs.

66 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

066-69 304_vista_5_07_mr_ml.indd66 66 08.03.2007 12:56:48 Uhr


Mehr Tempo für Vista Tuning

Schritt 1: Autostart-Ordner von Ballast befreien

Die Autostart-Funktion ist zwar durchaus sinnvoll – beispielsweise lassen sich


darüber Virenscanner und Desktop-Tools ohne Benutzereingriff starten.
Doch mittlerweile bedienen sich sehr viele Windows-Programme dieser
Funktion, ohne dass Sie dies bei der jeweiligen Installation explizit festgelegt
haben. Unser Rat: Überprüfen Sie regelmäßig die automatisch gestarteten
Programme und entfernen Sie alle nicht benötigten Komponenten.
Der offensichtlichste Ballast findet sich im Autostart-Ordner unter „Start, Alle
Programme, Autostart“. Prüfen Sie die Einträge daraufhin, ob die entspre-
chende Anwendung wirklich bei jedem Windows-Start automatisch mitgela-
den werden muss. Überflüssige Einträge beseitigen Sie bei Bedarf per
Rechtsklick auf ein Programm mit dem Befehl „Löschen“.

Schritt 2: Weitere Autostart-Optionen checken

Manche Autostarter verstecken sich, beispielsweise in der Registry.


Um auch Ihner Herr zu werden, klicken Sie auf „Start“, tippen un-
ten ins Eingabefeld „msconfig“ ein und drücken <Return>. Im
Fenster „Systemkonfiguration“ bringen Sie die Registerkarte „Sys-
temstart“ nach vorne, um eine Liste aller für den Autostart regis-
trierten Programme einzusehen. Entfernen Sie die Häkchen neben
den nicht benötigten Einträgen. Dann verlassen Sie das Dialogfens-
ter mit Klick auf „OK“. Bestätigen Sie den Boothinweis mit „Neu starten“. Wer Autostart-Befehle deaktiviert hat und sich mit der Windows-
Registrierdatenbank auskennt, kann die verwaisten Befehle mit einem einfachen Registry-Eingriff entfernen. Dabei sind zwei Schlüssel
wichtig: „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Shared Tools\MSConfig\startupreg“ ist für alle Programme zuständig, die über einen
Registry-Eintrag initialisiert werden. In „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Shared Tools\MSConfig\startupfolder“ sind hingegen
alle Applikationen eingetragen, die über den Autostart-Systemordner aufgerufen werden.

Schritt 3: Den Start des Begrüßungscenters deaktivieren

Das Begrüßungscenter öffnet sich standardmäßig beim Start von


Vista und bietet Ihnen Zugriff auf zahlreiche Einstellungen und In-
fos. Doch schon nach kurzer Zeit nervt das Verweisfenster. Das
Wegklicken können Sie sich sparen, indem Sie das Fenster deakti-
vieren. Dazu entfernen Sie im Begrüßungscenter das Häkchen vor „Beim Start ausführen“.
Beim nächsten Neustart wird das Begrüßungscenter nicht mehr angezeigt, Sie können es aber
jederzeit über „Start, Systemsteuerung, System und Wartung, Begrüßungscenter“ öffnen.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 67

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Tuning Mehr Tempo für Vista

Schritt 4: Wartezeit im Bootmenü abkürzen

Wenn Sie parallel zu Vista noch eine andere


Windows-Version installiert haben, aber
hauptsächlich Vista verwenden, benötigen
Sie nicht viel Zeit, um sich für eben dieses zu
entscheiden. Standardmäßig startet der Boot-
manager von Vista das Betriebssystem jedoch erst nach 30 Sekunden. Die-
se Wartezeit lässt sich mit dem Systemkonfigurationsprogramm verkürzen.
Geben Sie im Startmenü unten den Befehl „msconfig“ ein, und klicken Sie
auf „OK“. Auf der Registerkarte „Start“ ändern Sie das „Zeitlimit“ von 30
Sekunden auf einen geringeren Wert, beispielsweise fünf Sekunden.

Schritt 5: Bootlogo beim Hochfahren von Vista abschalten

Um weitere Sekunden beschleunigen Sie den Systemstart, indem Sie beim Booten den Windows-
Begrüßungsbildschirm abschalten. Gehen Sie dazu in das Systemkonfigurationsprogramm – „Start“,
„msconfig“ eingeben und <Return> drücken –, und holen Sie die Registerkarte „Start“ in den Vor-
dergrund. Im Bereich „Startoptionen“ setzen Sie ein Häkchen vor „Kein GUI-Start“.

Schritt 6: Nachteilige Bios-Einstellungen korrigieren

Auch im Bios können Sie Zeit sparen, wenn Sie ein paar Einstellungen entsprechend verän-
dern. Sie kommen ins Bios Ihres PCs, indem Sie beim Rechnerstart <F1>, <F2> oder <Entf>
drücken – die bei Ihnen korrekte Taste wird Ihnen angezeigt. Schalten Sie die Option „Quick
Boot“ oder „Fast Boot“ ein. Ansonsten prüft das Bios bei jedem Rechnerstart die angeschlos-
sene Hardware besonders genau, was jedoch in der Regel unnötig ist. Die Option „Floppy
Seek“ zum Check des Diskettenlaufwerks deaktivieren Sie. Und bei den Optionen zum Festlegen der Bootreihenfolge bringen Sie die
Festplatte („Hard Drive“) ganz nach oben. Damit startet der PC auch dann verzögerungsfrei von Festplatte, wenn eine CD/DVD oder Dis-
kette im Laufwerk liegt. Wollen Sie später von einem Wechselmedium booten, müssen Sie die Startreihenfolge anpassen.

Schritt 7: Zahl der Schriftarten reduzieren

Vista lädt alle installierten Schriftarten automatisch beim Systemstart. Je mehr


Fonts Sie eingerichtet haben, desto langsamer geht daher der Startvorgang
vonstatten. Die Lösung: Löschen Sie gnadenlos alle nicht benötigten Schrift-
arten: Gehen Sie über „Start“ in die „Systemsteuerung“. Wechseln Sie zu
„Darstellung und Anpassung“, dann klicken Sie auf „Schriftarten“. Klicken Sie
neben dem „Ansichten“-Button auf den kleinen Pfeil nach unten und wählen
Sie „Details“. Damit blendet Vista mehr Infos ein. Um Fonts zu löschen, mar-
kieren Sie einfach die entsprechenden Einträge und drücken die <Entf>-Taste.
Achtung: Die mit einem roten Icon markierten Schriftarten – zum Beispiel
„MS Serif“ oder „Small Fonts“ – dürfen Sie keinesfalls löschen, da es sich
hierbei um Systemschriftarten handelt.

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Mehr Tempo für Vista Tuning

Schritt 8: Dienste abschalten Schritt 9: Freigaben entfernen

Bei Diensten handelt es sich Entfernen Sie nicht mehr


um eine weitere Autostartva- benötigte Netzwerkfrei-
riante. Der Unterschied zum gaben, damit Windows
herkömmlichen Autostart: nicht Zeit für vergebliche
Bei der Installation von Vista Zugriffsversuche auf nicht
werden einige Dienste auto- mehr gültige Laufwerke
matisch aktiviert, unabhän- vergeudet. Dazu starten
gig von der Ausstattung und Sie den Windows-Explorer, drücken die <Alt>-Taste, um die Menüleiste
der Nutzung des PCs. Das einzublenden, und wählen „Extras, Netzlaufwerk trennen“. Vista blendet
macht den Start langsamer. eine Übersicht aller derzeit verbundenen Netzwerkfreigaben ein. Mar-
Nicht benötigte Dienste soll- kieren Sie den Eintrag, der getrennt werden soll, dann klicken Sie auf
ten Sie daher deaktivieren. „OK“. Wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf für weitere Freigaben.
Welche Dienste Sie gefahrlos abschalten können und wo Sie
aufpassen müssen, erklären wir Ihnen im Artikel ab Seite 74.

Schritt 10: Automatische Anmeldung aktivieren

Wenn Sie das zu Ihrem Benutzerkonto gehörende Kennwort abschalten und da-
durch den Anmeldeprozess automatisieren, sparen Sie einige Sekunden. Klicken
Sie auf „Start, Systemsteuerung, Benutzerkonten und Jugendschutz“ und an-
schließend auf „Eigenes Windows-Kennwort ändern“. Im nächsten Fenster ge-
hen Sie auf „Eigenes Kennwort entfernen“. Vista verlangt zur Sicherheit die Ein-
gabe Ihres bisherigen Passworts. Klicken Sie dann auf „Kennwort entfernen“.
Beim nächsten Neustart überspringt Vista die Passwortnachfrage.
Achtung: Richten Sie die Anmeldung ohne Kennwort ausschließlich dann ein,
wenn niemand außer Ihnen Zugang zum Rechner hat. Ansonsten können andere
Benutzer Ihren Computer starten und Ihr Konto verwenden.

Schritt 11: Netzschalter im Startmenü anpassen

Microsoft hat den Netzschalter („Power“-Button) im Startmenü von Vista standardmäßig mit der Funk-
tion „Ruhezustand“ verknüpft. Möchten Sie Ihren PC dagegen lieber vollständig herunterfahren, müs-
sen Sie erst auf den Pfeil nach rechts klicken und „Herunterfahren“ auswählen. Schneller geht es,
wenn Sie die Voreinstellung für den Netzschalter ändern. Gehen Sie dazu in der Systemsteuerung zu
„System und Wartung, Energieoptionen“ und dann links im Fenster auf den Link „Energiesparmodus
ändern“. Wählen Sie „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“. In der Kategorie „Netzschalter und
Laptopdeckel, Netzschalter im Startmenü“ wählen Sie „Herunterfahren“. Bestätigen Sie mit „OK“.

Schritt 12: Schnelles Herunterfahren über eine Verknüpfung

Zeit am Ende Ihrer Windows-Sitzung sparen Sie mit einer Verknüpfung


zum Herunterfahren von Vista. Nach einem Rechtsklick auf den Desktop
wählen Sie „Neu, Verknüpfung“. Geben Sie „<windir>\system32\shut
down.exe -s -f -t 0“ ein. Den Platzhalter <windir> ersetzen Sie durch den
Windows-Pfad, normalerweise ist das „c:\windows“.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 69

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Tuning Individuelle Setup-DVD

laufenden System nur mit großem Aufwand


und Profi-Wissen wieder de-installieren. Zu-
dem verbrauchen überflüssige Module Spei-
cherplatz und CPU-Leistung und reduzieren
durch das Mitladen beim Booten von Vista
die Arbeitsgeschwindigkeit des Rechners.
Der DVD-Generator Vlite schiebt der Instal-
lationswut von Microsoft einen Riegel vor:
Damit wählen Sie nur diejenigen Vista-Stan-
dardmodule aus, die Sie auch tatsächlich
benötigen. Alles Überflüssige wird von der
Software aus der Setup-Disc entfernt und
kann somit bei der Installation auch nicht
mehr auf die Festplatte kopiert werden. Wie
viel Platz Sie sparen, hängt von den gewähl-
ten Komponenten ab – rund 50 Prozent Er-
sparnis sind aber locker drin.
Achtung: Der Umgang mit dem Tool erfor-
dert eine gewisse Sorgfalt, damit Sie nicht

Eigene Setup- versehentlich wichtige Module deaktivieren,


die Ihnen dann später fehlen. Um die Aus-
wahl zu erleichtern, sind die Komponenten
in Rubriken eingeteilt.

DVDs für Vista Vista zurechtstutzen


Vlite präsentiert sich in der derzeit erhält-
lichen Betaversion noch mit einer englisch-
sprachigen Bedienerführung. Die Software
unterstützt jedoch die deutschsprachige Fi-
Erstellen Sie eine maßgeschneiderte Setup-DVD für Vista, und nal-32-Bit-Version von Windows Vista. Aus-
lassen Sie dabei überflüssige Komponenten von vornherein führen lässt sich Vlite sowohl unter Vista als
auch unter Windows XP. Sie können Ihr Vis-
weg. Damit installieren Sie ein auf Sie zugeschnittenes System. ta-Installationsmedium also vorab unter Win-
dows XP personalisieren.
Von Christoph Metzger Ein großes Plus der Freeware ist ihr modu-
larer Aufbau: Sie müssen also nicht alle Mo-
ine Neuinstallation von Vista kostet Konfiguration und verringert auch die Grö- difikationen, die auf den folgenden Seiten
E jede Menge Zeit und bringt umständ- ße des Installationsmediums. Wir zeigen vorgestellt werden, der Reihe nach durchfüh-
liche Anpassungen der Grundeinstellungen Ihnen in diesem Workshop, wie Sie mit Vlite ren. Vielmehr können Sie im Menü der Soft-
mit sich. Mit der Freeware Vlite können Be- (auf C CD) eine Setup-Disc anlegen, die ne- ware gezielt auswählen, welche Komponen-
sitzer von Windows Vista eine individuelle ben dem System gleich alle notwendigen ten Sie weglassen wollen, die Änderungen an
Installations-DVD erstellen, mit der nicht Treiber und Einstellungen integriert. Diese den Einstellungen („Tweaks“) aber über-
gewünschte Vista-Standardkomponenten CD oder DVD installiert Ihr Wunschsystem springen. Dazu zeigt Vlite links im Fenster
erst gar nicht installiert werden. Das spart und stellt es nach Ihren Vorgaben ein. Registerkarten an, über die Sie die einzelnen
Zeit bei der Installation sowie der späteren Programmpunkte direkt ansteuern.
An diesen Stellen setzen die Eine gute Ergänzung zu Vlite ist übrigens
Vista-Diätmaßnahmen an das englischsprachige Win-Builder für Vis-
Überblick Individuelle DVD Microsoft lässt Ihnen bei der Einrichtung ta, das Sie nach einer Registrierung von der
Inhalt Seite von Vista keine Wahlmöglichkeit, welche Website www.boot-land.net laden (60 MB).
Grundkomponenten und Extras auf der Fest- Die Freeware nutzt das von Microsoft kos-
1.-4. Vlite vorbereiten 71
platte landen und welche nicht. Speicher- tenlos angebotene Windows Automated In-
5.-7. Komponenten aussortieren 72 platzfresser wie die umfangreiche Treiber- stallation Kit (WAIK, http://mshn.de/public/
8. Voreinstellungen anpassen 73 datenbank, Ressourcenfresser wie die Me- waik/waik2.html) und erstellt eine Vista-Li-
9. Zusätzliche Treiber 73 dia-Center-Oberfläche und in puncto Sicher- ve-DVD, mit der Sie Ihren Rechner starten
heit bedenkliche Extras wie die Remote-Ma- können. Win-Builder kann sogar Hilfspro-
10.-12. Neue CD/DVD produzieren 73
nagement-Funktionen lassen sich aus dem gramme wie Firefox in die Disc einbauen.

70 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

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Individuelle Setup-DVD Tuning

Schritt 1: Voraussetzungen für die Installation prüfen

Starten Sie das Vlite-Setup von der Oberfläche der Heft-CD, und folgen Sie
den Anweisungen des Assistenten. Um das Tool nutzen zu können, muss das
Microsoft .NET Framework 2.0 auf Ihrem PC installiert sein. Falls es unter
„Systemsteuerung, Software“ nicht oder in der älteren Version 1.1 aufgelistet
ist, bringt Sie das Setup von Vlite automatisch zur richtigen Download-Seite.

Schritt 2: Zusätzlich benötigte Komponenten einrichten

Starten Sie Vlite. Beim ersten Aufruf prüft das Programm, ob die beiden Lauf-
zeitbibliotheken „File System Filter Manager“ und „WMI Filter“ auf Ihrem Sys-
tem vorhanden sind. Ohne diese Module funktioniert das Tool nicht. Kann sie
Vlite nicht finden, bietet Ihnen die Software eine Installation der Runtime-Kom-
ponenten an. Dazu wird das Fenster „Dependencies“ mit den entsprechenden
„Install“-Buttons eingeblendet. Sind eine oder beide Schaltflächen nicht anwähl-
bar, sind die betreffenden Bibliotheken bereits aktiv. Andernfalls klicken Sie auf
„Install“, und warten Sie, bis die Dateien kopiert wurden. Anschließend müssen
Sie Windows neu starten und Vlite abermals aufrufen.

Schritt 3: Originaldateien temporär auf Platte kopieren

Zunächst kopiert Vlite die Installationsdateien der Vista-DVD auf die Fest-
platte. Dazu legen Sie Ihre Original-DVD ins Laufwerk. Klicken Sie auf
„Browse“, und wählen Sie das Laufwerk aus, in dem sich die DVD befindet.
Bestimmen Sie anschließend ein Verzeichnis Ihrer Wahl – oder legen Sie
ein neues an, in das die Dateien gespeichert werden sollen. Weil Vlite sämt-
liche Dateien kopiert, muss im Zielpfad genügend Platz verfügbar sein.

Achtung: Sie benö-


tigen eine Vista-Set-
up-DVD – mit einer
Recovery-DVD funk-
tioniert das Ganze
nicht.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 71

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Tuning Individuelle Setup-DVD

Schritt 4: Vista-Version einstellen

Hat Vlite die Setup-Dateien übertragen, versucht die Software, Ihre Vista-Version zu
erkennen. Klappt das nicht, erscheint ein Fenster, in dem Sie die Version auswählen
müssen. Bestätigen Sie mit „OK, Next“. Im nächsten Dialog können Sie per Check-
box einige Programme auswählen, die Sie eventuell später in Vista nutzen möchten,
etwa Acdsee oder Paint .NET. Vlite belässt dann die für diese Anwendungen erfor-
derlichen Grundkomponenten auf Ihrer Setup-DVD. Bestätigen Sie mit „OK“.

Schritt 5: Überflüssige Komponenten aussortieren

Im nächsten Fenster „Components“ steht das Entfernen nicht gewünschter Vista-Komponenten an. Dazu zeigt Ihnen Vlite eine hierarchische
Baumstruktur mit den Rubriken „Driver“, „Games“, „Hardware Support“, „Languages“, „Multimedia“, „Network“, „Service“ und „System“
an. Jeder Eintrag enthält zahlreiche Unterpunkte , die Sie abwählen können.
Sobald Sie mit der Maus über einen Eintrag gleiten, erhalten Sie rechts
oben im Fenster eine Kurzbeschreibung über Einsatzgebiet und Abhän-
gigkeiten des jeweiligen Eintrags.
Sie können entweder einzelne Punkte oder ganze Kategorien streichen. Dazu
setzen Sie einfach ein Häkchen vor alles, was Sie nicht löschen lassen wollen.
Je mehr Einträge Sie auswählen, desto geringer wird der Installationsum-
fang. Auf manche Systemkomponenten sind Sie zwar nicht angewiesen,
sie zu entfernen bedeutet aber einen Komfortverlust: Wenn Sie die Trei-
ber streichen, benötigen Sie zur Inbetriebnahme entsprechender Geräte
später immer die Hersteller-Treiber. Auf die Module in der Rubrik „Sys-
tem“ sollten Sie nur in Ausnahmefällen verzichten, denn dahinter verber-
gen sich viele der Neuerungen von Vista.

Schritt 6: Diese Komponenten sollten Sie checken

Mächtige Speicherplatzfresser sind die Sprachdateien für asiatische Länder („Languages“,


1,18 GB) und die Druckertreiberbibliothek („Printers“, 835 MB). Speicherplatz im großen
Stil verschlingen auch die Bestandteile Media-Center-Oberfläche („Media Center“, 616 MB),
erweiterte Sprachunterstützung („Natural Language“, 587 MB), Spracheingabe („Speech
Support“, 496 MB) sowie die Tablet-PC-Unterstützung („Tablet PC“, 429 MB).
Problematisch ist das Entfernen rot hervorgehobener Einträge: Wenn Sie diese Vista-Komponenten löschen, funktioniert das Betriebs-
system möglicherweise nicht mehr ordnungsgemäß. Zu den besonders kritischen Einträgen gehören beispielsweise das Windows SAT
(System Assessment Tool), mit dem Vista die PC-Leistung ermittelt und die korrespondierenden Grafikeinstellungen wählt, der Datei-
suchdienst Windows Search, auf den zahlreiche Module zurückgreifen, sowie die Scanner- und Digitalkamera-Schnittstelle.

Schritt 7: Speicherplatzbedarf für das neue Setup-Medium prüfen

Je mehr Einträge Sie ankreuzen, desto weniger


Speicherplatz verbraucht Vista auf der Festplatte.
Wer Vista beispielsweise auf einem älteren PC
möglichst ressourcenschonend aufsetzen möchte, verbannt möglichst viele Punkte aus
der Kategorie „Multimedia“ von der Installations-DVD. Unten im Fenster sehen Sie hinter
„Estimated Size Reduction“, wie viel Speicherplatz Sie voraussichtlich einsparen.

72 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

305_vista_5_07_mr_ml.indd 72 08.03.2007 12:50:01 Uhr


Individuelle Setup-DVD Tuning

Schritt 8: Vorgaben anpassen Schritt 9: Zusätzliche Treiber einbinden

Ein Klick auf „Next“ bringt Sie zum Dialog „Tweaks“. Hier kön- Ein Klick auf „Next“
nen Sie einige der Standardeinstellungen von Vista anpassen. bringt Sie zur Treiber-In-
Bei den Tweaks finden sich in der Beta 0.9 noch wenige Einträ- tegration. Sie ist nützlich,
ge. Immerhin lässt sich hier aber schon mal einstellen, dass sich wenn Sie Hardware im PC
Vista mit ausgeschaltetem Antispyware-Schutz („Disable Anti- eingebaut haben, für die das Standard-Vista keinen passenden Treiber
Spyware Realtime Protection“) oder mit abgeschaltetem „UAC“ anbietet. Zum Beispiel können Sie hier Treiber für eine moderne Grafik-
(Benutzerkontosteuerung) zu installieren hat. karte oder Festplatten-Controller einbinden, damit sie bei der Neu-In-
stallation richtig erkannt werden. Alles, was Sie dafür brauchen, ist das
Treiberpaket von der Hersteller-Seite, das Sie nach dem Download in ei-
nen leeren Ordner entpacken. Danach klicken Sie im Vlite-Dialog auf
„Insert“, wählen „Single driver“ (nur ein Treiber) und dann in dem Ent-
packverzeichnis die INF-Datei des Treibers. Diese Aktion wiederholen
Sie, bis alle gewünschten Treiber eingebunden und im Tool aufgelistet
sind. Dann klicken Sie auf „Apply“.

Schritt 10: Systemzusammenstellung aktualisieren lassen

Damit aus all den gesammelten Infos ein bootfähiges Installationsmedium


entsteht, bindet Vlite nun die ausgewählten Treiber ein, entfernt überflüs-
sige Komponenten und verarbeitet die Einstellungen. Das ist eine ganze
Menge Arbeit und kann deshalb je nach System einige Zeit dauern. Des-
halb bietet das Tool zwei Optionen an: Mit „Just apply the changes“ erstellt
Vlite lediglich ein neues Installationsscript, belässt aber alle Dateien auf
der DVD. Dadurch ändert sich die Gesamtgröße nicht.
Langsamer, aber gründlicher arbeitet die Methode „Apply and rebuild“,
mit der Vlite die Struktur der Installations-DVD von Grund auf neu gene-
riert und alle nicht benötigten Dateien löscht. Dadurch verringert sich der
Speicherplatzbedarf entsprechend. Eventuell müssen Sie nun nochmals Ih-
re Vista-Version auswählen, dann beginnt die Bereinigung.

Schritt 11: Setup-Medium als ISO-Image sichern

Über den Stand der Dinge hält Sie der Fortschrittsbalken auf dem Laufenden. So-
bald unten links im Fenster die Meldung „Finished!“ erscheint, wechseln Sie mit
einem Klick auf „Next“ zu den Ausgabefunktionen. Stellen Sie im Ausklappfeld
„Mode“ die Option „Create Image“ ein, damit Vlite die fertige Setup-Disc als
Image-Abbild anlegt. Den Vorgang starten Sie mit „Make ISO“. Das ISO-Abbild Ih-
rer persönlichen Vista-Setup-Disc können Sie danach je nach Dateigröße entwe-
der auf eine Leer-CD oder auf eine DVD brennen.

Schritt 12: Neue Setup-CD/-DVD produzieren lassen

Alternativ nutzen Sie das eingebaute Brennmodul: Wählen Sie dazu bei
„Mode“ die Option „Direct Burn“ aus, und stellen Sie rechts daneben Ih-
ren Brenner ein. An den Vorgaben für „Burn speed“ (Brenntempo) und
„Label“ (Diskname) brauchen Sie normalerweise nichts zu ändern. Den
Schreibvorgang starten Sie mit „Burn“.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 73

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Tuning Überflüssige Dienste abschalten

Tipp: Sind Sie im Zweifel, ob Sie auf einen


bestimmten Dienst mit Starttyp „automa-
tisch“ verzichten können, setzen Sie ihn zu-
nächst auf „manuell“ und stoppen ihn. Wenn
der Dienst nach einiger Zeit normalen Ar-
beitens immer noch gestoppt ist, können Sie
auf ihn verzichten.

1. Diese Vista-Dienste sind


unverzichtbar
Der Dienste-Manager von Vista („Start, Sys-
temsteuerung, System und Wartung, Ver-
waltung, Dienste“) gibt zwar grundlegend
Auskunft über einen Dienst. Er bietet jedoch
kaum Hilfestellung bei der Frage, ob dieser
Dienst notwendig ist oder nicht. Oft verwirrt
er sogar durch den lapidaren Hinweis: „Falls
dieser Dienst deaktiviert wird, können die
Dienste, die von diesem Dienst ausschließ-
lich abhängig sind, nicht mehr gestartet
werden.“
So sehr man das Angebot zusammenstrei-
chen kann, eine Handvoll der Windows-

Vista-Dienste
Dienste ist unverzichtbar für einen reibungs-
losen Betrieb. Dazu gehört beispielsweise
der RPC-Dienst, von dem so ziemlich alle
weiteren Systemkomponenten abhängen,
wie etwa auch COM+. Neu bei Vista ist die

aufräumen Tatsache, dass der RPC-Dienst selbst von


einem Dienst abhängt: „DCOM-Server-Pro-
zessstart“, der natürlich auch nicht beendet
oder deaktiviert werden darf. Wer auf Sound
nicht verzichten kann, sollte „Windows-Au-
dio“ nicht abschalten und darf infolgedessen
Vista beansprucht Ressourcen für Gimmicks und Dienste, die auch folgende direkt oder indirekt dazu-
nicht jeder braucht. Mit einer optimierten Konfiguration läuft gehörenden Dienste nicht deaktivieren:
Multimediaklassenplaner, RPC, Server für
Vista nicht nur schneller, sondern auch sicherer. Thread-Sortierung, Windows-Audio-End-
punkterstellung und Plug & Play.
Von Mike Hartmann Um zu drucken, ist die Druckerwarteschlan-
ge unabdingbar, und in Windows-Netzwer-
m es auch dem unbedarftesten Benut- einiges zum Positiven verändert. So sind et- ken kommt man nicht ohne den Arbeitssta-
U zer leicht zu machen, installiert und wa einige Dienste standardmäßig deaktiviert tionsdienst aus. Dieser sorgt unter anderem
startet Windows Vista eine Unzahl von Diens- und können nur gestartet werden, indem sie dafür, dass die Verbindungen zu den ande-
ten, selbst wenn sie gar nicht benötigt wer- explizit auf den Starttyp „manuell“ oder „au- ren Rechnern hergestellt werden. Das Win-
den. Zwar zeigt das System dabei eine ge- tomatisch“ gesetzt werden. Steht ein Dienst dows-Ereignisprotokoll und die „Windows
wisse Grundintelligenz, indem es etwa den auf „manuell“, startet Vista ihn, sobald er Verwaltungsinstrumentation“ sollten Sie
Media-Center-Empfängerdienst nur auf Ge- benötigt wird – etwa weil ein abhängiger ebenfalls unangetastet lassen. Letztere ist
räten mit TV-Karte einrichtet, diese ist je- Dienst hochgefahren wird. Beim Starttyp unter anderem dafür zuständig, dass der
doch bei Weitem nicht so ausgefeilt, wie „automatisch“ aktiviert Vista den Dienst Dienste-Manager einwandfrei funktioniert.
man es sich wünschen würde. beim Systemstart. Auch beim Sicherheitskonto-Manager ha-
Fraglich ist zum Beispiel, warum der Tablet- Viele der automatisch gestarteten Dienste ben Sie keine Chance, Ressourcen zu spa-
PC-Eingabedienst auf jedem Rechner instal- können ohne Risiko abgeschaltet werden. ren. Er ist integraler Bestandteil des Sicher-
liert und gestartet wird, auch wenn dieser Um welche es sich dabei handelt und unter heitsmodells von Vista, inklusive der Rechte-
nicht über Tablet-PC-Funktionen verfügt. welchen Bedingungen man auf sie verzich- verwaltung. Ohne den Benutzerprofildienst
Gegenüber XP hat sich bei Vista dennoch ten kann, beschreibt dieser Artikel. ist ein Anmelden nicht mehr möglich, also

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Überflüssige Dienste abschalten Tuning

auch keine Möglichkeit zu sparen. Die Kryp- Block Level Backup Engine Service: Das
tografiedienste verwalten Zertifikate und ist das Modul zur Durchführung der Daten- Überblick Überflüssige Dienste
sorgen dafür, dass Signaturen von Win- sicherung und -wiederherstellung auf Block- Inhalt Seite
dows-Dateien bestätigt werden können. Oh- ebene. Damit ermöglicht es die Verwendung
ne diesen Dienst funktioniert unter anderem von optischen Medien via UDFS oder Fest- 1. Unverzichtbare Dienste 74
auch das Windows-Update nicht mehr. plattenpartitionen als Medium. 2. Anwendungsinformationen 75
Bei den nachfolgend beschriebenen Diens- Volumeschattenkopie: Er verwaltet Volu- 3. Arbeitsstationsdienst und Backup 75
ten müssen Sie selbst wählen, ob sie in Ihrer meschattenkopien, die zu Sicherungs- und
4. COM+, Computerbrowser und Designs 75
Konfiguration erforderlich sind oder nicht. anderen Zwecken verwendet werden. Das
Complete-PC-Backup greift bei Sicherungen 5. IP-Sec-Dienste und Media Center 76
2. Anwendungsinformationen auf diesen Dienst zu. Wird er beendet, sind 6. Die Netzwerkdienste in Vista 76
und -verwaltung keine Schattenkopien verfügbar, und die Si- 7. Remote-Funktionen 77
Hinter dem unscheinbaren Namen „Anwen- cherung kann fehlschlagen.
8. Sicherheit und UPnP-Dienste 77
dungsinformationen“ verbirgt sich ein Be- Benachrichtigungsdienst für Systemer-
standteil des Sicherheitskonzeptes von Vis- eignisse: Er verfolgt Systemereignisse wie Kasten
ta: Auch wenn ein Benutzer mit Administra- Windows-Anmeldungen sowie Netzwerk- Dienste im Überblick 77
torrechten angemeldet ist, wird nicht jedes und Stromversorgungsereignisse. Er infor-
Programm blindlings mit diesen Rechten miert außerdem Ereignissystembezieher,
gestartet. Sobald ein Programm versucht, also andere Programme, über diese Ereig- die DFS-Replikation, die für die Collaborati-
administrative Aktionen auszuführen, er- nisse. Für Notebook-Nutzer ist dieser Dienst on-Funktionen zwingend benötigt wird.
scheint ein Dialog, in dem der Anwender zwingend erforderlich, da er unter anderem Der Dienst „Computerbrowser“ führt eine
seine Zustimmung geben muss. Der Dienst dafür sorgt, dass bei niedrigem Batterie- aktuelle Liste aller Rechner im Windows-
„Anwendungsinformationen“ erleichtert das stand die eingestellten Aktionen ausgeführt Netzwerk und gibt sie an als Browser fun-
Ausführen von interaktiven Anwendungen werden. In einer Desktop-Umgebung kön- gierende Computer weiter. Die Liste wird
mit zusätzlichen Administratorprivilegien. nen Sie dagegen auf die Systemereignisbe- nicht aktualisiert oder gepflegt, falls Sie den
Wird dieser Dienst angehalten, können die nachrichtigung verzichten. Dienst beenden. Er ist nur in einem Netz-
Benutzer keine Anwendungen mit zusätz- werk sinnvoll, lässt sich aber auch da auf
lichen Administratorprivilegien starten, die
4. COM+, Computerbrowser, Arbeitsrechnern deaktivieren, solange ein
zum Ausführen gewünschter Benutzer-
Designs und DFÜ-Netzwerk Server im Netz diesen Dienst anbietet.
Tasks erforderlich sind. Der Dienst „COM+-Ereignissystem“ unter- Der „Designs“-Dienst ist für die Oberfläche
Der Dienst „Anwendungsverwaltung“ ver- stützt den SL-Benutzerschnittstellen-Be- zuständig. Er wird allerdings nicht automa-
arbeitet Installations-, De-Installations- und nachrichtigungsdienst (SENS, System Event tisch abgeschaltet, auch wenn Sie zur klas-
Auflistungsanforderungen für Software, die Notification Service),
über Gruppenrichtlinien bereitgestellt wird. der die automatische
Benutzer können Software, die über Grup- Verteilung von Ereig-
penrichtlinien bereitgestellt wird, nicht in- nissen an COM+-Kom-
stallieren, de-installieren oder auflisten, ponenten zur Verfü-
wenn der Dienst deaktiviert ist. Er wird üb- gung stellt. Wenn der
rigens nur gestartet, wenn eine Systemkom- Dienst beendet ist, wird
ponente Zugriff auf die in Vista eingebauten SENS beendet und ist
Installationsfunktionen benötigt, etwa um nicht in der Lage, An-
eine Software einzurichten. melde- und Abmelde-
benachrichtigungen
3. Arbeitsstationsdienst, Backup zur Verfügung zu stel-
und Systemereignisinfo len. Hierbei können
Der „Arbeitsstationsdienst“ erstellt und war- Systemkomponenten
tet Verbindungen zu Servern unter Verwen- sich automatisch be-
dung des SMB-Protokolls. Die Verbindungen nachrichtigen lassen,
sind nicht mehr verfügbar, falls Sie den wenn ein bestimmtes
Dienst beenden. In einer Netzwerkumge- Systemereignis auftritt.
bung sollten Sie ihn nicht anhalten, da sonst In XP wurde das COM+-
keine Verbindungen mehr möglich sind. Ereignissystem primär
Wenn Sie die eingebauten Backup-Funkti- von SENS genutzt, in-
onen auf Image-Basis von Vista Ultimate, zwischen sind noch ei-
Business und Enterprise nutzen wollen, be- nige weitere Dienste Dienst „Designs“: Er ist für die grafische Oberfläche zuständig,
nötigen Sie folgende Dienste: davon abhängig, etwa wird für den klassischen Desktop aber nicht benötigt (Punkt 4)

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 75

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Tuning Überflüssige Dienste abschalten

und den „Media Center-Empfängerdienst“,


wenn TV-Funktionen im Media Center akti-
viert sind.

6. Die Netzwerkdienste in Vista


Vista arbeitet mit zwei Diensten zur automa-
tischen Konfiguration von Netzwerken:
einem für drahtgebundene und einem für
drahtlose. Letzterer hieß unter XP noch
„Konfigurationsfreie drahtlose Verbindung“
und wurde automatisch gestartet, auch
wenn keine WLAN-Karte im PC vorhanden
DHCP-Client: Über diesen Dienst holt sich Vista die Netzwerkkonfiguration einschließlich war. Beide Dienste sind in Vista mit dem
IP-Adresse und DNS-Server von einem DHCP-Server (Punkt 6) empfehlenswerten Starttyp „manuell“ ver-
sehen. Windows startet die Dienste bei Be-
sischen Windows-Oberfläche umschalten. „IPsec-Richtlinien-Agent“ ist zuständig für darf nach. Als Hilfsdienst dient der Host für
Um Speicher und Ressourcen zu sparen, die Überprüfung, die Authentifizierung und das Extensible Authentication-Protokoll
können Sie ihn deaktivieren. gegebenenfalls die Verschlüsselung der Da- (EAP-Host). Der EAP-Host stellt eine aus-
Eine Reihe von Diensten ist erforderlich, ten. Allerdings braucht nicht jeder IP-Sec, tauschbare Infrastruktur für verschiedene
wenn per Wählverbindung eine Internet- dennoch wird er automatisch gestartet. Authentifizierungsmethoden bereit.
Verbindung aufgebaut wird. Das ist nicht Um IP-Sec geht es auch beim Dienst „IKE- Eine Reihe von Diensten sind für den ord-
nur bei Modem oder ISDN der Fall, sondern und AuthIP IPsec-Schlüsselerstellungsmo- nungsgemäßen Ablauf der diversen Netz-
auch bei direkter DSL-Anwahl. Benötigt dule“. Diese Schlüsselerstellungsmodule werkfunktionen von Vista notwendig. Je
werden die Dienste „RAS-Verbindungsver- werden zur Authentifizierung und zum nach Netzwerkumgebung können Sie aber
waltung“, „Telefonie“, „Verwaltung für au- Schlüsselaustausch verwendet und nur be- den einen oder anderen Dienst abschalten.
tomatische RAS-Verbindung“ sowie gege- nötigt, wenn Sie auf IP-Sec zurückgreifen. Der „DHCP-Client“ ist beispielsweise nur
benenfalls „Gemeinsame Nutzung der Inter- Microsoft hat die Media Center Edition als notwendig, wenn Sie einen DHCP-Server in
netverbindung“ und „Gatewaydienst auf eigenständige Windows-Version abgelöst Ihrem Netzwerk einsetzen. Ansonsten müs-
Anwendungsebene“. und die Funktionalität in bestimmte Vista- sen Sie die TCP/IP-Einstellungen für die
Bauen Sie dagegen die Internet-Verbindung Versionen integriert. Mit den Media-Center- Netzwerkkarte manuell fest einstellen – den-
über ein LAN und einen Router auf, können Diensten kann der Vista-Rechner etwa als noch installiert und aktiviert Vista diesen
Sie getrost auf diese Dienste verzichten und Server für eine Xbox 360 dienen oder als Dienst. Ohne DHCP-Server können Sie den
sie komplett abschalten. Client auf Media-Server zugreifen. Für die Dienst ohne Nachteile abschalten.
Funktionalität sind vier Dienste zuständig. Der „DNS-Client“ speichert Anfragen an ei-
5. IP-Sec-Sicherheitsdienste und Der „Media Center Extender-Dienst“ er- nen DNS-Server zwischen, so dass die IP-
Media-Center-Dienst möglicht es Media-Center-Extender-Gerä- Adresse bei späteren Anfragen schneller
Über die Internet Protocol Security Suite ten, den PC zu finden und eine Verbindung gefunden wird. In schnellen Netzwerken
(IP-Sec) sichert und kontrolliert Vista die herzustellen. Der Media-Center-Dienststart oder bei einer DSL-Verbindung ist das Puf-
Übertragung von IP-Paketen. Der Dienst startet den „Media Center-Planerdienst“ fern der Server-Anfragen nicht unbedingt

Vorher (links) – nachher (rechts): Statt der ursprünglich 44 Prozesse laufen auf unserem Testsystem nach der radikalen Optimierung der
Vista-Systemdienste nur noch 35 Tasks im Hintergrund. Das spart Arbeitsspeicher und Ressourcen (Punkt 5)

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Überflüssige Dienste abschalten Tuning

erforderlich, mitunter sogar nachteilig: Da


nicht einstellbar ist, wie lange ein Domain- Auf einen Blick: Dienste-Tuning im Überblick
Name im DNS-Cache verbleibt, gibt der
DNS-Client eventuell eine falsche IP-Adres- Dienstbezeichnung Kurzname Empfohlener Starttyp
se zurück, wenn ein Server plötzlich eine Anwendungsinformationen Appinfo manuell
andere Adresse hat. Für langsame Online- Anwendungsverwaltung AppMgmt manuell
Verbindungen, beispielsweise per Modem, Arbeitsstationsdienst LanmanWorkstation automatisch
kann dieser Dienst jedoch Zeit sparen.
Benachrichtigungsdienst für Systemereignisse SENS manuell / automatisch
Der „Netzwerklistendienst“ identifiziert die
Block Level Backup Engine Service Wbengine manuell
Netze, mit denen Ihr PC eine Verbindung
COM+-Ereignissystem Event-System automatisch
hergestellt hatte, sammelt und speichert Ei-
genschaften für die LANs, und benachrich- Computerbrowser Browser deaktiviert / automatisch
tigt Anwendungen, wenn sich diese Eigen- Designs Themes nötig für volle Effekte
schaften ändern. Er wird automatisch ge- DHCP-Client Dhcp je nach Netzwerktyp
startet, und wenn Sie ihn abschalten, funkti- Dienst für automatische Konfiguration Dot3svc manuell
onieren weder das Tray-Icon für Ihr LAN Dienst für automatische WLAN-Konfiguration
noch das Netzwerkcenter. Eine Verbindung verkabelter Netzwerke Wlansvc manuell
zum Netzwerk besteht allerdings weiterhin. DNS Client Dnscache je nach Internet-Verbindung
Für diesen Dienst benötigen Sie auch die EapHost EapHost manuell
Überwachungsdienste „Network Store In- Fehlerberichterstattungsdienst WerSvc deaktiviert
terface Service“ sowie „NLA (Network Loca- Gatewaydienst auf Anwendungsebene ALG manuell
tion Awareness)“. Der Dienst „Netzwerkver- Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung SharedAccess deaktiviert / automatisch
bindungen“ verwaltet das Netzwerkcenter
IKE- und AuthIP IPsec-
von Vista, in dem alle LAN- und Remote- Schlüsselerstellungsmodule IKEEXT manuell
Verbindungen angezeigt werden. Der „IP- IP-Hilfsdienst Iphlpsvc deaktiviert
Hilfsdienst“ stellt IPv6-Verbindungen bereit. IPSEC-Dienste PolicyAgent manuell
Wenn Sie kein IPv6 benötigen, können Sie
Media Center Extender-Dienst Mcx2Svc deaktiviert / automatisch
den Dienst abschalten.
Media Center-Dienststart Ehstart deaktiviert / automatisch
7. Remote-Funktionen Media Center-Empfängerdienst EhRecvr manuell / deaktiviert
Für die Remote-Unterstützung und den Re- Media Center-Planerdienst EhSched manuell / deaktiviert
motedesktop sind die „Terminaldienste“ Network Store Interface Service Nsi automatisch
erforderlich. Sie werden auch bei der Nut- Netzwerklistendienst Netprofm automatisch
zung von Vista als Media Center benötigt. Netzwerkverbindungen Netman manuell
Mit der „Remoteregistrierung“ ermöglichen NLA (Network Location Awareness) NlaSvc automatisch
Sie den Fernzugriff auf die Registry. Eine RAS-Verbindungsverwaltung RasMan deaktiviert / automatisch
Änderung des Starttyps von „manuell“ auf Remoteregistrierung RemoteRegistry deaktiviert
„deaktiviert“ ist ratsam, um unerwünschte
Routing und RAS RemoteAccess deaktiviert / automatisch
Fernzugriffe zu verhindern. Gleiches gilt für
Server LanmanServer deaktiviert / automatisch
die „Windows-Remoteverwaltung“.
Sicherheitscenter Wscsvc deaktiviert
8. Sicherheit und UPnP-Dienste SSDP-Suche SSDPSRV deaktiviert
Vista verwaltet die Firewall und den De- Telefonie TapiSrv manuell
fender über das Sicherheitscenter. Wenn Terminaldienste TermService deaktiviert / automatisch
Sie die Dienste „Windows-Firewall“, „Rou- UPnP-Gerätehost Upnphost deaktiviert
ting und RAS“, „IPsec-Richtlinien-Agent“ Verwaltung für automatische RAS-Verbindung RasAuto manuell
und „IKE- und AuthIP IPsec-Schlüsselerstel- Volumeschattenkopie VSS manuell
lungsmodule“ deaktiviert haben, können Sie WebClient WebClient deaktiviert
auch „Windows Defender“ abschalten.
Windows Defender WinDefend deaktiviert, wenn anderer
Universal Plug and Play (UPnP) dient der Schutz vorhanden
automatischen Erkennung neuer Geräte und Windows Update Wuauserv manuell / deaktiviert
Dienste im Netzwerk, etwa Drucker oder
Windows-Firewall MpsSvc deaktiviert, wenn anderer
Freigaben. Da UPnP bereits durch eine Si- Schutz vorhanden
cherheitslücke glänzte und Sie diesen Dienst Windows-Remoteverwaltung (WS-Verwaltung) WinRM deaktiviert
meist nicht wirklich brauchen, empfiehlt Windows-Zeitgeber W32Time manuell / automatisch
sich die Deaktivierung.

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Tuning Gratis: Profi-System-Tools

zigen Tools bieten Ihnen äußerst nützliche


Funktionen, ohne dass eine Installation nö-
tig ist. Viele von ihnen unterstützen auch
Windows Vista, selbst wenn der Hersteller
das nicht vermerkt hat. Ausprobieren lohnt
sich in jedem Fall.

Lokale Daten
Dateien und Ordner sind die Bausteine des
Systems. Wir zeigen Ihnen, wie Sie solche
gesperrten Dateien ersetzen oder aber si-
chern können. Lesen Sie außerdem, welche
versteckten Zusatzinformationen Dateien
auf NTFS-Partitionen enthalten können.

1. Movefile & Pendmoves:


Gesperrtes überschreiben
Versteckt: Viele Dateien dürfen Sie auch als
Administrator nicht löschen, umbenennen
oder mit einer anderen Datei überschreiben.
Der Grund: Ein Prozess hält die Datei geöff-
net, meist das System selbst. Setup-Pro-
gramme wie Windows Update oder eine

Schrauben an
Service-Pack-Installation haben das Problem
allerdings nicht.
Erwischt: Auch Setup-Programme müssen
tricksen, um in Benutzung befindliche Da-
teien zu löschen oder zu überschreiben. Da-

Ihrem System zu benötigen sie einen Windows-Neustart:


Windows bietet einen Mechanismus, Da-
teien beim Start zu ersetzen, wenn noch kei-
ne geblockt ist.
Um dies manuell zu bewirken, müssten Sie
einen Registry-Schlüssel nach einer kompli-
Wer bei Vista oder Windows XP unter die Motorhaube schauen zierten Syntax ausfüllen. Movefile nimmt
und herumschrauben will, der braucht Spezial-Software. Wir Ihnen diese Arbeit ab: Mit einfachen Befeh-
len innerhalb einer Eingabeaufforderung
stellen zehn Profi-Tools vor, die es gratis gibt - noch ... legen Sie fest, welche Dateien beim nächs-
ten Start durch andere ersetzt oder gelöscht
Von Andreas Kroschel und Christian Löbering werden sollen. Movefile müssen Sie immer
mit Administratorrechten starten. Die Syn-
hr System macht, was es will – doch Tools steht in den Sternen. Im Moment – und tax ist einfach:
I mit den Bordmitteln kommen Sie nicht das ist ebenso erfreulich wie erstaunlich –
movefile <geblockte Datei> <neue Datei>
an die richtigen Schrauben heran? Dann ist sind aber Process Monitor, Diskview, Au-
es höchste Zeit für die Spezial-Tools von toruns & Co. allesamt noch Freeware. Erster Wenn Sie statt der neuen Datei lediglich ""
www.sysinternals.com. Mark Russinovich, Tipp: Holen Sie sich die Programme, solan- angeben, also zwei Gänsefüßchen hinterein-
Mitbegründer der Site und Windows-Guru, ge es sie noch (gratis) gibt! Derzeit bietet ander, wird die geblockte Datei gelöscht. Sie
findet mit seinen kostenlosen Tools und Microsoft die Tools von Sysinternals auch können dem Befehl immer nur einzelne Da-
Microsoft-unabhängigen Infos weltweit An- unter www.microsoft.com/technet/sysintern teien übergeben, Platzhalter akzeptiert das
erkennung. 2006 allerdings kaufte Microsoft als/utilities/sysinternalssuite.mspx als Kom- Tool nicht.
Russinovichs Firma auf. Vielleicht hatte man plettpaket zum Download an. Mit im Movefile-Archiv ist das Kontrollwerk-
genug von der unautorisierten, aber hoch Wir beschreiben nachfolgend einige der in- zeug Pendmoves. Es wird ebenfalls in einer
qualifizierten Windows-Werkstatt. teressantesten Produkte des Russinovich- Eingabeaufforderung aufgerufen und zeigt
Einsammeln, bevor es zu spät ist: Die Zu- Labors. Den Umfang des Angebots können an, welche Umbenenn- oder Löschaktionen
kunft der frei zugänglichen Sysinternals- wir damit natürlich nur andeuten. Die win- für den nächsten Neustart geplant sind.

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Gratis: Profi-System-Tools Tuning

Überblick Tools für Profis


Inhalt Seite

Lokale Daten 78
1. Movefile & Pendmoves: Gesperrte 78
Dateien überschreiben
2. Pagedefrag: Registry verkleinern 79
und aufräumen
3. Streams: Geheime Dateibestandteile 79
Sicherheit und Netzwerk 80
4. Shareenum: Sicherheit im LAN 80
5. Accessenum: Sicherheit im Dateisystem 80
6. TCP View: Verbindungen überwachen 81
Prozesse & Programme 82
7. Autoruns: Was startet im Hintergrund? 82
Will nicht weichen, muss aber: „MS Sans Serif“ soll von der Platte verschwinden, ist aber
in Benutzung. Nach dem Neustart ist die Schriftart weg (Punkt 1) 8. Process Explorer: Taskmanager 82
mit Handle-Killer

Mit Movefile können Sie keine geplante Ak- dazu das Tool per Doppelklick. Im oberen 9. Rootkit Revealer: Getarnte 83
Bösewichter aufspüren
tion zurücknehmen, wenn Sie es sich anders Teil des Dialogs sehen Sie eine Liste mit al-
überlegt haben sollten. Dazu müssen Sie in len Container-Dateien, die später defrag- Kästen
die Registry und im Schlüssel „Hkey_Local mentiert werden sollen. Neben dem Pfad Darum geht’s: Tools für Profis 79
_Machine\System\CurrentControlSet\Contr sehen Sie außerdem die Zahl an Clustern,
Process Monitor: Der Zugriffs-Kontrolleur 81
ol\Session Manager“ den Eintrag „Pending die die jeweilige Datei einnimmt, und die
Windows Vista und die System-Tools 82
FileRenameOperations“ löschen. Zur Kon- Zahl der nicht zusammenhängenden Frag-
trolle lassen Sie Pendmoves laufen: Nach mente. Ist diese letzte Zahl für eine der Da- Gratis-Geheimwaffen, auch für Vista 83
dem Löschen des Eintrags muss die Ausga- teien mindestens zweistellig, dann können
be „No pending file rename operations re- Sie die Option „Defragment at next boot“ chige Streams läuft innerhalb einer Einga-
gistered.“ lauten. -akr aktivieren, um die Dateien beim nächsten beaufforderung und wird im einfachsten Fall
Neustart zu optimieren. so aufgerufen:
2. Pagedefrag: Registry Tipp: Das PC-WELT-Tool pcwRegSaveRes-
verkleinern und aufräumen streams <Datei>
tore (auf C CD) verwendet ähnliche Metho-
Versteckt: Ein Windows-System, das schon den und kann – ausschließlich unter Win- Sind keine Streams vorhanden, gibt es die
ein paar Monate läuft, hat meist schon eini- dows XP – bei laufendem Betrieb ein Backup Meldung „No files with streams found.“ aus,
ge Anwendungen kommen und gehen se- Ihrer Registry-Dateien anlegen. -cl ansonsten die Namen aller vorhandenen
hen. Bei jeder Installation eines Programms Streams, gefolgt von ihrem Typ und ihrer
werden Daten in die Registry geschrieben.
3. Streams: Geheime Größe in Byte.
Nach dessen De-Installation werden die
Dateibestandteile
zwar wieder gelöscht, allerdings bleibt im- Versteckt: Das Dateisystem NTFS bietet die
mer etwas übrig – leerer Platz. Die Registry- Möglichkeit, einer Datei nicht nur einen, Darum geht’s:
Dateien schwellen immer weiter an, ohne
dass das System jemals den unnötigen Leer-
sondern beliebig viele weitere Inhalte zuzu-
ordnen. Beim gewöhnlichen Öffnen der Da-
Tools für Profis
raum entfernt und sie defragmentiert. tei sehen Sie nur den primären Inhalt – also Dateien sind gesperrt, NTFS-Rechte verhed-
Erwischt: Container-Dateien wie die der Re- den, der dem normalen Dateinamen zuge- dert, Prozesse werden scheinbar willkürlich
gistry (System, Software, Security, Sam, ordnet ist. angestoßen – Alltag bei einem Windows-
.Default, Ntuser.DAT) oder der Auslage- Alle weiteren eventuellen Inhalte – Streams System, das schon länger läuft. Dem stetig
rungsdatei (Pagefile.SYS) lassen sich mit genannt – verbergen sich hinter versteckten anwachsenden Chaos stehen Sie mit Bord-
Bordmitteln nicht defragmentieren, da sich Teilen des Dateinamens, die hinter einem mitteln gewissermaßen mit leeren Händen
diese Dateien bei laufendem System immer Doppelpunkt folgen, etwa „test.txt:geheim“. gegenüber. Aber nicht ganz: www.sysinter
in Zugriff befinden und somit gesperrt sind. Sie sind weder mit dem Explorer noch dem nals.com bietet für fast jede System-Notlage
Mit dem englischsprachigen Pagedefrag Befehl „dir“ innerhalb einer Eingabeauffor- ein Werkzeug, und das zurzeit noch kosten-
können Sie jedoch einen Defragmentie- derung zu sehen. los. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die zehn bes-
rungsauftrag anlegen, der dann beim nächs- Erwischt: Um Streams zu entdecken, benö- ten Tools optimal einsetzen.
ten Neustart ausgeführt wird. Starten Sie tigen Sie ein Spezial-Tool. Das englischspra-

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Tuning Gratis: Profi-System-Tools

main oder Arbeitsgruppe an. Dazu geben


Sie zunächst in der Liste der verfügbaren
Domains und Arbeitsgruppen einen Bereich
an, den Sie scannen wollen, und klicken an-
schließend auf die Schaltfläche „Refresh“.
Je nach Geschwindigkeit des LANs dauert
es ein paar Sekunden bis Minuten, dann be-
kommen Sie sämtliche Freigaben angezeigt
– mit Angabe des Typs, der Lese- und
Schreibrechte sowie des lokalen Pfades, für
den auf dem jeweiligen Rechner die Freiga-
be erstellt wurde.
Über die Schaltfläche „Export“ können Sie
die ganze Übersicht in eine Textdatei spei-
chern. Diese lässt sich beispielsweise dazu
verwenden, spätere Änderungen ausfindig
zu machen: Der Menüpunkt „File, Compare
to saved“ öffnet die Textdatei und präsen-
tiert Ihnen alle Abweichungen, die in der
Zwischenzeit aufgetreten sind. -akr

Alles aufräumen: Gesperrte Datenbankdateien wie die Registry oder die Auslagerungs-
5. Accessenum: Sicherheit im
datei können Sie nur mit speziellen Tools defragmentieren und sichern (Punkt 2)
Dateisystem
Versteckt: Die lokalen Zugriffsrechte, die
Da Sie selten Streams an Dateien aufspüren entfernen Sie den Stream. Beim Start der tatsächlich gelten, sind schwer zu überbli-
wollen, bei denen Sie bereits wissen, dass Datei warnt Windows jetzt nicht mehr. -akr cken. Wer darf eigentlich was im x-ten Un-
welche vorhanden sind, ist die Option -s von terverzeichnis unter \Windows? Ob irgend-
Nutzen: Nach ihr geben Sie statt einer Datei
ein Verzeichnis ein; dieses wird daraufhin
Sicherheit und Netzwerk wo etwas geändert wurde, ist nicht so
schnell ersichtlich, wenn Sie nicht von vorn-
rekursiv nach Dateien mit Streams durch- Windows bietet unter dem Dateisystem herein bestimmte Verzeichnisse unter Ver-
sucht. Mit der Option -d löschen Sie sämt- NTFS Möglichkeiten, Benutzerzugriffe auf dacht haben.
liche Streams, entweder für eine Einzeldatei Dateien und Ordner zu steuern. Wer letzten Erwischt: Das englischsprachige Acces-
oder in Kombination mit -s rekursiv für alle Endes was darf, ist aber häufig unklar. Diese senum scannt, ausgehend von einem von
Dateien und Unterverzeichnisse innerhalb Tools bringen es ans Licht. Ihnen gewählten Ordner, rekursiv alle Un-
eines Ordners. terverzeichnisse sowie Dateien und stellt
Demonstration: Sie klicken doppelt auf eine
4. Shareenum: Sicherheit
ausführbare Datei, die Sie mit dem Internet
im LAN
Explorer heruntergeladen haben, etwa Set- Versteckt: … ist es ei-
up.EXE. Der Explorer zeigt eine Warnung, gentlich nicht, welche
dass diese nicht signiert sei, und fragt, ob Zugriffsrechte Sie auf
Sie sie trotzdem ausführen wollen. welchen PC im LAN ha-
Das Tool Streams gibt Ihnen die Auskunft, ben. Sie können jeder-
dass die Meldung wegen eines Streams na- zeit die Netzwerkumge-
mens „Zone.Identifier“ erscheint – er kenn- bung öffnen und bei
zeichnet die Datei als Download. Um den allen Freigaben prüfen,
Stream-Inhalt ansehen zu können, öffnen ob Sie darauf lesen
Sie ihn mit oder gar schreiben dür-
fen. Das ist aber eine
notepad setup.exe:Zone.Identifier
äußerst langwierige
Notepad gibt Folgendes aus: Methode, die Sie kaum
anwenden wollen.
[ZoneTransfer]
Erwischt: Das englisch-
ZoneId=3
sprachige Tool Share-
Mit der Zeile enum zeigt sämtliche
Freigaben aller Rech- Geheime Daten: An manchen Dateien können Streams versteckt
streams -d setup.exe
ner einer Windows-Do- sein, etwa bei Downloads per Internet Explorer (Punkt 3)

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Gratis: Profi-System-Tools Tuning

deren Zugriffsrechte dar. Da die Liste schnell


unübersichtlich werden kann, reduziert das
Tool die Ausgabe und zeigt nur, ob Schreib-,
Lese- oder beide Rechte bestehen.
Außerdem zeigt es in der Voreinstellung nur
solche Dateien und Verzeichnisse an, die
mehr Rechte besitzen als ihr übergeordnetes
Verzeichnis. Das ist sinnvoll, denn unter XP
erben Dateien und Unterverzeichnisse beim
Kopieren oder Anlegen die Rechte des Ver-
zeichnisses, in das sie abgelegt werden, das
heißt: Es sind zunächst die gleichen. Wenn
sie mit mehr Rechten versehen sind, wurden
diese nachträglich hinzugefügt, entweder
von einem Benutzer oder durch Software,
etwa Setup-Programme. Auf diese Weise Übersicht schnell und bequem: Das englischsprachige Tool Shareenum präsentiert alle
müssen Sie nicht mühsam alle Zugriffs- Freigaben innerhalb einer Domain oder Arbeitsgruppe (Punkt 4)
rechte miteinander vergleichen, sondern
sehen sofort, wo diese gegenüber der Vor- ten. Sie müssen aber sehr genau hinschau- Je nach Status markiert das Programm die
einstellung erweitert wurden. en, um zu entdecken, ob im letzten Durch- Verbindungen farbig: Neue Einträge werden
Nachträglich eingeschränkte Rechte stellt lauf eine Anwendung hinzugekommen ist. grün hinterlegt, geänderte gelb – und ge-
Accessenum normalerweise nicht dar. Über Erwischt: Eine grafische Oberfläche zur trennte kennzeichnet das Tool in Rot.
„Options, File display options“ lässt sich Überwachung aller Internet-Verbindungen Wenn Sie eine Verbindung auswählen, ste-
aber festlegen, dass das Tool solche Abwei- bietet das englischsprachige TCP View. Die hen Ihnen zusätzliche Möglichkeiten offen:
chungen anzeigt. Sie können sich auch Da- Liste der Verbindungen läuft nicht durch, Mit der Tastenkombination <Strg>-<W>
teien und Verzeichnisse anzeigen lassen, bei sondern steht still, was die Beobachtung starten Sie eine schnelle Whois-Abfrage
denen weniger Zugriffsrechte vergeben sind enorm erleichtert. über den Inhaber des betreffenden Servers.
als beim Ordner, in dem sie sich befinden.
Sie erreichen das mit der Option „Display
files with permissions that differ from pa-
rent“. Sie hilft etwa, wenn ein Programm
Process Monitor: Der Zugriffs-Kontrolleur
Dateien nicht öffnen kann. Das Tüftler-Tool Process Monitor (Procmon.EXE) von Sysinternals ist für alle interessant, die
Registry-Rechte: Analog zu Dateien und genauer wissen möchten, welche Dateien, welche DLLs oder welche Registry-Schlüssel eine be-
Verzeichnissen können Sie Accessenum stimmte Anwendung benutzt. Es fasst die älteren Tools Regmon und Filemon unter einer Oberflä-
auch die Zugriffsrechte der Registry prüfen che zusammen und eignet sich zur Fehleranalyse und zur Systemanpassung.
lassen, indem Sie auf der rechten Seite auf Process Monitor starten: Nach dem Aufruf des Tools beginnt sofort die Überwachung des Sys-
die Schaltfläche „Registry“ klicken. Wenn tems, und der Tool-Dialog füllt sich schnell mit Einträgen zu allen laufenden Prozessen. Klicken
Sie nicht ausschließlich Ihr Benutzerprofil Sie zunächst auf die Lupe in der Symbolleiste, um die Überwachung zu unterbrechen. Sie sehen
beziehungsweise in der Registry den Haupt- nun eine chronologische Liste von Zugriffen.
schlüssel „Hkey_Current_User“ scannen, Das zeigt das Tool: Sie finden unter „Process Name“ den Namen des Programms, das die Aktion
müssen Sie Accessenum als Administrator durchgeführt hat, unter „Operation“ sehen Sie die Art der Aktion. Zum Beispiel bedeutet „Reg-
starten, damit es die Zugriffsrechte ermit- OpenKey“, dass der Prozess einen Registry-Schlüssel öffnen wollte. „CreateFile“ bezeugt den
teln kann. Versuch, eine Datei anzulegen. Ob das jeweils geklappt hat, sehen Sie in der Spalte „Result“.
Das Tool speichert über die Schaltfläche Unter „Path“ zeigt das
„Export“ die ganze Übersicht in eine Text- Tool außerdem an,
datei. Später können Sie eventuelle Abwei- um welchen Registry-
chungen zu einem früheren Scan über „File, Schlüssel oder welche
Compare to saved“ anzeigen lassen. -akr Datei es sich genau
handelt. In der Sym-
6. TCP View: Verbindungen
bolleiste finden Sie
systematisch überwachen
rechts drei Buttons, mit
Versteckt: Welches Programm gerade eine denen Sie die Liste auf
Internet-Verbindung aufbaut und wohin, die Registry- oder Da-
können Sie unter Windows mit dem Pro- teizugriffe beschrän- Wenn Sie es ganz genau wissen wollen: Process Monitor fasst
gramm „netstat -b 1“ innerhalb einer Einga- ken können. -cl Regmon und Filemon unter einer Oberfläche zusammen
beaufforderung im Sekundentakt beobach-

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Tuning Gratis: Profi-System-Tools

trierten DLLs auf, die nicht unmittelbar zum


Autostart-Problem gehören. Das macht das
Tool allerdings recht unübersichtlich – ein-
deutig ein Werkzeug für Profis, die mit si-
cherem Blick einen erwünschten Eintrag
von einem unerwünschten unterscheiden.
Übersichtliche Alternative: Sie können auch
unser Tool pcwAutostart 1.4.1 (auf C CD)
verwenden. Es kennt 33 Startrampen, die
allesamt dazu verwendet werden können,
Programme und Schädlinge automatisch
auszuführen. DLLs und Treiber werden hier
nicht berücksichtigt. -cl

8. Process Explorer:
Zugriffsrechte überwachen: Accessenum zeigt Ihnen, ob es Unterschiede zum überge-
Taskmanager mit Handle-Killer
ordneten Verzeichnis oder Registry-Schlüssel gibt (Punkt 5) Versteckt: Manche Dateien und Ordner sind
hartnäckig. Beim Versuch, sie zu löschen, be-
Sie funktioniert allerdings nur für interna- Eisbergs. Unter der Oberfläche werkelt eine kommen Sie stets eine Fehlermeldung, die
tionale Domains wie beispielsweise .com, Vielzahl von Prozessen. Wenn jedoch Pro- besagt, dass das Objekt noch verwendet
.edu und .info. Erscheint Ihnen eine Verbin- bleme bei Routineaufgaben auftreten und wird und somit gesperrt ist. Windows sagt
dung suspekt, können Sie sie über den Sie den Verdacht haben, dass etwas unrund Ihnen meist nicht, wodurch die Datei ge-
Menüpunkt „File, Close Connection“ kurzer- läuft, dann müssen Sie analysieren, was sperrt wird, und gibt keinen Hinweis darauf,
hand trennen. -akr wirklich auf Ihrem System los ist. wie Sie die Blockade lösen können.
Erwischt: Sperren dieser Art sind oft darauf
7. Autoruns: Was startet im
Prozesse & Programme Hintergrund?
zurückzuführen, dass nicht alle Zeiger
(Handles) auf die entsprechenden Dateien
Was läuft hier eigentlich? Was Sie vom Sys- Versteckt: Programme, die Sie nicht manu- oder Ordner geschlossen wurden. Wenn
tem oder den Anwendungen auf dem Bild- ell aufgerufen haben, die der Taskmanager zum Beispiel durch eine Anwendung festge-
schirm mitbekommen, ist nur die Spitze des jedoch mit Ihrem Benutzernamen anzeigt, legt wurde, dass auf eine bestimmte Datei
werden meistens beim Systemstart automa- nur exklusiv über ihr Handle zugegriffen
tisch geladen. Wer Windows 98, ME, XP werden kann, dann darf kein anderer Pro-
Windows Vista und oder Vista einsetzt, kann die Autostarts zu-
mindest mit dem Hilfsprogramm Msconfig.
zess auf das Objekt zugreifen – Löschverbot
inklusive.
die System-Tools EXE bearbeiten. Windows-2000-Anwender Um blockierende Handles aufzuspüren, ver-
stehen im Regen. Außerdem nistet sich Spy- wenden Sie am besten das englischspra-
Viele der bislang für Windows XP ange-
und Malware bevorzugt an mehreren – und chige Tool Process Explorer von Sysinter-
botenen System-Tools lassen sich auch
weniger bekannten Stellen – ein. Sie lässt nals. Nach dem Download entpacken Sie es
unter Windows Vista verwenden. Das gilt vor
sich oft mit Msconfig nicht ausmerzen. in einen beliebigen Ordner und rufen es auf.
allem für die zahlreichen kleineren Tools aus
Erwischt: Das umfangreichste Tool zum Standardmäßig sehen Sie, ähnlich wie im
dem Free- und Shareware-Bereich. Aller-
Aufdecken aller Autostart-Rampen unter Windows-Taskmanager, eine Liste aller lau-
dings unterstützten bislang nur die wenigs-
Windows ist das englischsprachige Auto- fenden Prozesse in der oberen Fensterhälfte.
ten Tools Vista offiziell. Entweder haben die
runs von Sysinternals. Wenn Sie es aufrufen, Wenn Sie einen davon auswählen, werden in
Entwickler ihre Kompatibilitätstests noch
werden auf der Registerkarte „Everything“ der unteren Fensterhälfte alle geöffneten
nicht abgeschlossen, oder – und das ist
alle Autostart-Quellen ausgewertet. Das Tool Handles aufgelistet.
wahrscheinlicher – es wird derzeit an einer
forstet über 70 Quellen durch und listet Praktische Suchfunktion: Um mit dem Tool
für Vista angepassten Programmversion ge-
eventuelle Autostart-Einträge auf. Wenn Sie einen bestimmten Handle in einem unbe-
arbeitet. Einige Produzenten scheuen zudem
die Klickbox vor einem bestimmten Eintrag kannten Prozess zu finden, klicken Sie auf
den hohen Supportaufwand und verzichten
deaktivieren, dann wird diese Anwendung „Find, Find Handle or DLL“ und geben in
derzeit ganz darauf, ihre Tools offiziell für
nicht mehr automatisch gestartet. Alternativ das Suchfeld den Namen oder einen Be-
Vista freizugeben. Es dürfte allerdings nur
können Sie einen Autostart-Eintrag auch standteil der Datei beziehungsweise des
eine Frage der Zeit sein, bis dies geschieht.
ganz löschen, indem Sie mit der rechten Ordners ein, der sich nicht löschen lässt. Kli-
Bis dahin ist der Einsatz systemnaher XP-
Maustaste darauf klicken und die Option cken Sie auf „Search“. War die Suche erfolg-
Utilities unter Vista in Einzelfällen riskant
„Delete“ wählen. reich, dann zeigt das Suchfenster alle
und mit dem Risiko von Datenverlust behaf-
Autoruns arbeitet praktisch lückenlos und Handles und alle DLLs, die mit dem Objekt
tet, im Allgemeinen jedoch problemlos.
listet auch alle Dienste, Treiber und regis- verknüpft sind.

82 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

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Gratis: Profi-System-Tools Tuning

Wählen Sie nacheinander jeden Handle-Ein-


trag aus – dadurch springt die Markierung
im Hauptfenster von Process Explorer direkt
an die richtige Stelle. Klicken Sie in der un-
teren Fensterhälfte mit der rechten Maus-
taste auf den markierten Eintrag, und wäh-
len Sie „Close Handle“. Nachdem Sie alle
Handles geschlossen haben, sollte sich die
Datei oder der Ordner löschen lassen.
Achtung: Schließen Sie nur Handles von An-
wendungen, die definitiv nicht mehr laufen.
Andernfalls kann es zum Absturz oder Da-
tenverlust kommen.
Tipp: Da Process Explorer noch eine Viel-
zahl weiterer Funktionen bietet, die im
Taskmanager von Windows fehlen, ist es
sinnvoll, dieses praktische Tool stattdessen
als Standard-Taskmanager einzurichten.
Dazu klicken Sie in Process Explorer einfach
auf „Options“ und aktivieren den Punkt „Re-
place Task Manager“. Wenn Sie nun zum Handle-Register: Mit Process Explorer finden Sie über wenige Klicks heraus, welche
Beispiel <Strg>-<Alt>-<Entf> drücken, star- Handles auf eine bestimmte Datei oder einen Ordner geöffnet wurden (Punkt 8)
tet Process Explorer. -cl
von der Platte einliest. Falls die beiden Scans Bei der Analyse hilft Ihnen der Punkt „Inter-
9. Rootkit Revealer: Getarnte Unterschiede zeigen, werden diese im Tool preting the Output“ aus der englischspra-
Bösewichter aufspüren aufgelistet. chigen Hilfe RootkitRevealer.CHM oder die
Versteckt: Die Tarnkappenbomber unter Die Scans dauern abhängig vom System ei- Site www.rootkit.com. Wenn Sie zu dem
den Angriffswerkzeugen nennen sich Root- nige Minuten. Danach müssen Sie das ange- Schluss gekommen sind, dass ein be-
kits. Es handelt sich dabei um Tool-Samm- zeigte Ergebnis interpretieren. stimmtes Rootkit sich bei Ihnen breit ge-
lungen, die nach dem Einbruch in ein Com- Das Tool gibt neben dem gefundenen Pfad macht hat, fragen Sie Google, wie Sie es
putersystem installiert werden, um den An- in der Spalte „Description“ bei jedem Ein- entsorgen können.
griff zu tarnen. In vielen Fällen öffnen Root- trag Informationen darüber, warum er in die Achtung: Manche Rootkits sind bereits
kits Hintertüren auf dem System. Auf diesem Liste aufgenommen wurde. Rootkit Revealer schlau genug, um zu prüfen, ob Rootkit Re-
Weg erschleicht sich der Angreifer dann un- kann aber nicht selbst entscheiden, ob ein vealer läuft. Sie biegen dann vorübergehend
bemerkt Administratorrechte. harmloses Windows-Phänomen oder ein keine APIs mehr um und tauchen deshalb in
Es gibt verschiedene Arten von Rootkits: Rootkit dahintersteckt. der Ergebnisliste nicht auf.
Residente überleben einen Neustart und tra-
gen sich in eine Autostart-Quelle ein. Spei-
cher-Rootkits verschwinden beim nächsten Geheimwaffen: Kostenlose Tools – inoffiziell auch für Vista
Neustart. Benutzer-Rootkits manipulieren
API-Aufrufe von Programmen, die im Benut- Produkt Windows 3) Internet (Download) Seite
zerkontext laufen, etwa um eine bestimmte Accessenum 1.32 1) 2000, XP www.sysinternals.com (51 KB) 80
Datei im Explorer zu verstecken. Autoruns 8.54 1) 98/ME, 2000, XP www.sysinternals.com (479 KB) 82
Die ausgefeilten Kernel-Rootkits fangen so-
Movefile 1.0 1) 2) 2000, XP www.sysinternals.com (74 KB) 78
gar Aufrufe des nativen Windows-API ab –
Pagedefrag 2.32 1) 2000, XP www.sysinternals.com (69 KB) 79
des Befehlssatzes, der auf der Kernel-Ebene
etwa auch von Treibern verwendet wird. C pcwAutostart 1.4.1 98/ME, 2000, XP www.pcwelt-praxis.de (68 KB) 82
Erwischt: Um ein Rootkit aufzuspüren, brau- C pcwRegSaveRestore XP www.pcwelt-praxis.de (180 KB) 79
chen Sie etwas Erfahrung und ein Werkzeug Process Explorer 10.21 1) 98/ME, 2000, XP, Vista www.sysinternals.com (1,46 MB) 82
wie Rootkit Revealer von Sysinternals. Rufen Process Monitor 1.01 1) 2000, XP, Vista www.sysinternals.com (894 KB) 81
Sie es einfach von einem Account mit Admin- Rootkit Revealer 1.71 1) 2000, XP www.sysinternals.com (231 KB) 83
Rechten auf, und klicken Sie auf „Scan“. Das
Shareenum 1.6 1) 2000, XP www.sysinternals.com (94 KB) 80
Tool durchsucht das System auf zwei Arten:
Streams 1.53 1) 2000, XP www.sysinternals.com (41 KB) 79
einmal in herkömmlicher Weise über das
Windows-API und ein weiteres Mal, indem es TCP View 2.4 1) 98/ME, 2000, XP www.sysinternals.com (55 KB) 81
an Windows vorbei die rohen Daten direkt C auf CD und unter www.pcwelt-praxis.de 1) englischsprachig 2) Das Archiv enthält auch Pendmoves 3) Vista nur inoffiziell

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 83

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Tuning Test: Gratis-Firewalls

durch Angriffe mit Tausenden manipulierten


Anfragen, die ein ungeschütztes System
zum Absturz bringen.
Anders sieht es aber beim Innenschutz aus:
Hier zeigten die Tools Sunbelt Kerio Perso-
nal Firewall und Ashampoo Firewall teils
deutliche Schwächen.

Ohne Antiviren-Software
geht’s nicht
Generell gilt: Für den Innenschutz ist eine
Firewall nur ein Teil der Ausrüstung. Unver-
zichtbar ist zudem eine Antiviren-Software.
Sie soll verhindern, dass gefährlicher Code
überhaupt erst auf dem Rechner aktiv wer-
den kann.
Empfehlenswert ist etwa das kostenlose Pro-
gramm Antivir PE 7 Classic für Windows
98/ME, NT 4, 2000 und XP, eine Vista-Versi-
on ist angekündigt (Download unter www.
free-av.de, 12 MB). Denn erst wenn einmal
die Antiviren-Software versagt hat, muss die
Desktop-Firewall verhindern, dass beispiels-

Neue Firewalls
weise ein Trojaner oder eine Backdoor Da-
ten ins Internet senden kann. Die Firewall
dient hier also als erweitertes Schutzsystem
und zusätzlicher Sicherheitsring.

– bald für Vista


Firewalls sind kompliziert
zu bedienen
Ein großes Manko haben alle getesteten
Firewalls: Die Handhabung der Tools ist oft
schwierig bis sehr schwierig. Einsteiger sind
schnell überfordert, und auch fortgeschritte-
Eine Firewall soll Ihren Vista-Rechner vor Angriffen schützen. ne Anwender laufen Gefahr, beim Konfigu-
Wir haben getestet, welches kostenlose Tool zuverlässig Atta- rieren Fehler zu machen.
Besonders problematisch sind die Mel-
cken abwehrt und sich gut bedienen lässt. dungen der Firewalls zu Programmen, die
online gehen wollen. Die Tools geben in der
Von Arne Arnold Regel zu wenig Infos zu den entsprechenden
Anwendungen. Trotzdem muss der Anwen-
eden Monat muss Microsoft neue Si- weshalb wir sie heute schon unseren Lesern der entscheiden, ob ein Programm online
J cherheitslücken in Vista stopfen. Bis vorstellen möchten. gehen darf oder nicht. Die Gefahr ist groß,
die Patches da sind, ist Ihr Rechner unter Neue Windows-Firewall: Vista bietet in Sa- dass die Firewall einen Trojaner zwar mel-
Umständen für Angriffe aus dem Internet chen Basisabsicherung mehr als Windows det, der Anwender aber wegen der geringen
verwundbar. Ihn dagegen zu schützen, ist XP. Wir haben die aufgepeppte Firewall zur Verfügung stehenden Informationen den
eine Aufgabe einer Desktop-Firewall. Sie deshalb genau unter die Lupe genommen. Schädling dennoch Daten ins Internet sen-
soll außerdem erkennen und melden, wenn den lässt.
ein Programm versucht, online zu gehen.
Außenschutz hui, Innenschutz
Die PC-WELT hat fünf kostenlose Tools für
oft pfui Platzierung: Viele Verlierer,
Sie getestet. Nicht jedes wurde den genann- Sehr zufrieden waren wir beim Thema Au-
kaum Gewinner
ten Anforderungen gerecht. ßenschutz: Alle von uns getesteten Tools Platz 6: Obwohl die Windows-Vista-Firewall
Die Firewalls, die wir Ihnen in diesem Bei- wehrten sämtliche Angriffe aus dem Inter- bei den Tests für Innen- und Außenschutz
trag präsentieren, wurden allesamt für Win- net ab. Das heißt: Alle Ports waren dicht, gut abgeschnitten hat, bekommt sie in der
dows XP konzipiert. Demnächst werden sie und der Rechner ließ sich auch nicht durch Kategorie „Sicherheit“ nur die Note 3. Der
aber auch für Windows Vista erhältlich sein, DoS-Attacken aus der Ruhe bringen – also Grund: Es fehlt ein Trainingsmodus, der den

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Test: Gratis-Firewalls Tuning

Überblick Gratis-Firewalls
Inhalt Seite

Außenschutz hui, Innenschutz pfui 84


Ohne Antiviren-Software geht’s nicht 84
Firewalls sind kompliziert zu bedienen 84
Viele Verlierer, kaum Gewinner 84
Besser als nichts: Die XP-Firewall 85
Test mit Chatprogramm 85
Tests
Ashampoo Firewall 1.1 86
Comodo Firewall 2.3.6.81 86
Jetico Personal Firewall 1.0 88
Sunbelt Kerio Personal Firewall 4.3 88
Windows-Vista-Firewall 88
Zone Alarm 6.5 Free 89
Kästen
Übersichtliche Bedienerführung: Die Firewall von Ashampoo bietet eine gut strukturierte Darum geht’s: Firewalls 85
Bedienerführung, aber eine schwache Sicherheitsleistung
Meinung 86

Anwender darüber informiert, welches Pro- fallen uns zwar die Meldungen nicht, da sie Sicher surfen: Es geht auch anders 87
gramm Daten ins Internet sendet. Das nur sehr wenige Infos liefern. Die Sicher-
könnte im schlimmsten Fall ein Schädling heitsleistung aber ist gut.
Bedienungstest mit
sein. Somit leistet die Vista-Firewall kaum Auch Einsteiger haben zumindest die Chan-
Chatprogramm
mehr als die Firewall in XP (siehe unten). ce, das Tool richtig zu bedienen. Damit be-
Platz 5: Die Jetico Personal Firewall können kommt Zone Alarm Free unsere Empfehlung Damit Sie einen möglichst genauen Ein-
wir niemandem empfehlen. Die Konfigurati- und landet auf dem ersten Platz. Das liegt druck von den Tools bekommen, beschrei-
on ist aufwendig und kompliziert. Allenfalls allerdings auch an der schwachen Leistung ben wir das Verhalten der Firewall bei üb-
Profis sollten sich daran wagen. der Konkurrenz. lichen Aufgaben. Eine davon ist der Umgang
Platz 4: Die Software Sunbelt Kerio Perso- mit dem Chatprogramm ICQ (werbefinan-
nal Firewall bietet etliche interessante Opti- XP-Firewall: Besser als gar zierte Freeware für Windows 98/ME, 2000
onen und liefert recht informative Mel- nichts und XP, unter Vista lauffähig, Download un-
dungen. Doch sie ist bei der Sicherheitsleis- Auf Ihrem Rechner läuft Windows XP mit ter www.icq.com, 5,8 MB).
tung nicht perfekt und kann deshalb keine Service Pack und der dazugehörigen Fire- Wir haben ICQ nach der Firewall auf dem
Empfehlung sein. wall. Sie fragen sich, wie gut Sie damit ab- Rechner installiert und meldeten uns an-
Platz 3: Recht gut bedienen lässt sich As- gesichert sind. schließend an ein bestehendes ICQ-Konto
hampoo Firewall (auf C CD), allerdings Die XP-Firewall blockt zuverlässig alle un- im Internet an. Die Firewall muss diesen
zeigte auch dieses Programm bei den Si- aufgefordert eingehenden Verbindungen,
cherheitstests Schwächen. Somit gibt’s auch die Sie nicht explizit erlaubt haben, und
für dieses Tool keine Empfehlung.
Platz 2: Am ehesten bietet noch Comodo
fragt beim Start von Programmen, die Ser-
ver-Dienste anbieten, ob sie eingehende
Darum geht’s:
Firewall (auf C CD) das, was wir uns wün- Verbindungen zu den von diesen Program- Firewalls
schen. Allerdings gibt’s dieses Tool nur eng- men geöffneten Ports erlauben soll. Die PC-WELT hat zusammen mit dem Sicher-
lischsprachig – weshalb es für viele Anwen- Das Tool meldet aber keine Programme, die heitslabor AV-Test fünf kostenlose Desktop-
der nicht in Frage kommt. Zudem ist seine Daten ins Internet senden. Wenn Sie auf die- Firewalls getestet – und die integrierte Fire-
Konfiguration wegen des Moduls „Network se Funktion verzichten möchten, dann ist wall von Windows Vista. Das Ergebnis: Alle
Monitor“ von Einsteigern kaum zu meistern. die Firewall durchaus eine gute Wahl. Sie Tools bieten einen guten Schutz vor Angrif-
Comodo Firewall ist ein Tipp für fortge- konfigurieren sie über das Sicherheitscenter fen aus dem Internet. Aber: Keines kann bei
schrittene Anwender, die auch englischspra- in der Systemsteuerung. Mehr Infos zum der Bedienung wirklich überzeugen. Das
chige Tools einsetzen. Absichern eines Rechners gibt’s im Artikel beste Gesamtergebnis lieferte ein alter Be-
Platz 1: Bleibt noch der Klassiker Zone „XP-Sicherheit mit Bordmitteln“ in der PC- kannter: Zone Alarm in der Version 6.5 Free.
Alarm Free (auf C CD). Bei diesem Tool ge- WELT 11/2006 ab Seite 86, auch auf C CD.

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Tuning Test: Gratis-Firewalls

Meldung lässt sich eine Regel erstellen. Die-


se gilt nach Wunsch entweder nur für den
aktuell genutzten Port oder für alle. Nicht so
gut: Die Firewall erstellte für ICQ die Regel
gleich inklusive der Server-Rechte. Wir fin-
den, darauf sollte das Firewall-Tool den An-
wender wenigstens hinweisen.
Entsprechend mussten wir aber keine Ports
für ICQ mehr freigeben, um auch Dateien
über das Chatprogramm empfangen zu kön-
nen. Immerhin lässt sich die Einstellung für
die Server-Rechte leicht finden.
Das Regelwerk kann insgesamt einfach be-
arbeitet werden, bietet allerdings keine fei-
nen Einstellmöglichkeiten – etwa Regeln
nach Protokoll. Solche Funktionen werden
aber nur Profis vermissen.
Gut: Das Protokoll lässt sich nach allen ge-
speicherten Daten sortieren, etwa nach An-
wendung, Zeit oder IP-Adresse. Allerdings
ist es nicht ganz so umfangreich wie bei an-
deren Firewalls.
Anspruchsvoll in der Anpassung: Comodo Firewall bietet viel, fordert aber bei der Konfi- Der Schutz im lokalen Netzwerk war lü-
guration auch einiges – unter anderem Englischkenntnisse ckenhaft. Denn eine Bedrohung, die sich
bereits auf dem Rechner befand, bemerkte
Verbindungsversuche melden und fragen, Damit der Datenaustausch klappt, muss es die Firewall während der Arbeit nicht. Sie
ob die Verbindung stattfinden darf oder nicht angeforderte Daten empfangen dür- gestattete sogar den Remote-Zugriff auf
nicht. Als Nächstes wollen wir für ICQ Ser- fen, was nur mit Server-Rechten geht. dieses schädliche Programm, obwohl in den
ver-Rechte einräumen. Einstellungen auch das lokale Netzwerk
Der Grund: Wenn Sie mit dem Instant Mes-
senger ICQ Dateien versenden und empfan-
Ashampoo Firewall 1.1 überwacht werden sollte. Bei einem Verbin-
dungsaufbau aus dem Internet sah es anders
gen wollen, muss das Tool im Hintergrund Das Programm zeigte Schwächen unter an- aus. Hier überwachte die Firewall alle Ports
eine Client-to-Client-Kommunikation zwi- derem beim Schutz im lokalen Netzwerk. und verhinderte den Zugriff auf die Back-
schen Ihnen und dem Empfänger aufbauen. Dieses Manko konnte auch die gute Bedie- door. Angreifer können diese Lücke also nur
nerführung nicht ausgleichen. im lokalen Netzwerk ausnutzen.
Nach der Installation und einem PC-Neu- Weniger gut: Die Firewall meldete nicht,
Firewall: start fordert Ashampoo Firewall Sie auf, ei-
nen Freischalt-Code einzugeben. Diesen
wenn eine Anwendung versuchte, die Zu-
griffsrechte eines anderen Programms zu
Ja oder Nein? erhalten Sie gegen Angabe einer Mailadres- nutzen. Geblockt wurde die feindliche An-
Über den Sinn oder Unsinn von Desktop- se kostenlos. An dieser Stelle wirbt Asham- wendung aber.
Firewalls wird oft heftig diskutiert – teilwei- poo auch für die Pro-Version der Firewall: Fazit: Ashampoo Firewall zeigte eine durch-
se sogar erbittert gestritten. Wer in eine sol- Sie kostet 30 Euro und bietet sechs nützliche wachsene Gesamtleistung. Für einige Be-
che Auseinandersetzung einsteigen will, Zusatz-Tools, die allerdings nichts mit der drohungen, die sich bereits vor der Installa-
braucht neben guten Nerven vor allem gute Aufgabe einer Firewall zu tun haben. Eine tion auf dem System befanden, war die Soft-
Argumente. bessere Sicherheitsleistung bekommen Sie ware blind. Punkten konnte das Tool mit ei-
für die 30 Euro nicht. ner übersichtlichen Bedienerführung.
„Brauche ich eine Ashampoo Firewall bietet einen „Easy-Mo-

Desktop-Firewall? ... Ja!“ de“ und einen „Expert-Mode“. Die Unter-


schiede lassen sich aber vernachlässigen.
Comodo Firewall
Wir empfehlen den Expert-Mode, da man 2.3.6.81
Wer dagegen nur wissen will, ob er eine
dann etwas mehr Informationen und Ein- Das englischsprachige Tool Comodo Fire-
Desktop-Firewall installieren soll oder nicht,
stellmöglichkeiten erhält. wall ist in der Bedienung etwas anspruchs-
für den habe ich einen einfachen Test: Wenn
Wenn ein Programm versucht, online zu ge- voll. Aber die guten Funktionen und eine
Sie sich selbst oder jemand anderen fragen
hen, liefert die Firewall in ihrer Meldung die gute Sicherheitsleistung empfehlen das Tool
müssen: „Brauche ich eine Desktop-Fire-
nötigsten Infos dazu – einschließlich der für fortgeschrittene Anwender. Nach der In-
wall?“, dann lautet die Antwort für Sie „Ja“.
Pfadangabe zum Programm. Aufgrund der stallation erwartet das Programm die Einga-

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Test: Gratis-Firewalls Tuning

be eines Aktivierungs-Codes. Den bekommt


der Anwender kostenlos zugemailt, wenn er
sich auf der Website registriert. Anschlie-
ßend schlägt die Firewall zwei sinnvolle Ak-
tionen vor, die Sie bejahen sollten: Sie will
die Windows-Firewall abschalten und die
Datenausführungskontrolle von Windows
aktivieren.
Die Firewall bietet eine Besonderheit: Will
ein Programm online gehen, nennt sie nicht
nur den Dateinamen des Tools, sondern
zeigt auch die Datei an, die das Programm
gestartet hat. Diese Zusatzangabe nennt die
Firewall „Parent“. Startet man das Online-
Programm ICQ beispielsweise über das
Startmenü, erscheint unter „Parent“ die Ex-
plorer.EXE. Allerdings funktioniert das für
einige Systemprogramme nicht immer – et-
wa bei Svchost.EXE. Doch gerade bei diesen
Dateien wäre die Info interessant. Trotzdem
werden fortgeschrittene Anwender die
Funktion schätzen. Einsteiger sind damit Kompliziert und fehlerträchtig: Die Konfiguration von Jetico ist für Einsteiger nicht zu
jedoch schnell überfordert. meistern, auch fortgeschrittene Anwender haben es schwer
Was uns nicht gefällt: Erlaubt man einer
Anwendung, online zu gehen, erstellt dabei ist ein Verbot in Network Monitor stärker als Die Bedienung des Tools gefällt uns gut. Die
aber keine Regel, taucht diese Anwendung eine Erlaubnis bei den Programmen – da meisten Anwender sollten nach einer gewis-
anschließend auch nicht im Regelwerk auf. kommen Ungeübte schnell durcheinander. sen Einarbeitungszeit mit dem – allerdings
Besser wäre es, wenn sie dort automatisch Sie können Network Monitor auch deakti- englischsprachigen – Programm zurecht-
mit der Einstellung „Ask“ (erneutes Nach- vieren. Dadurch sinkt die Sicherheitsleis- kommen. Nur das Regelwerk von Network
fragen) aufgenommen würde, wie es bei tung nur geringfügig. Das Protokoll ist über- Monitor ist kompliziert.
anderen Firewalls üblich ist. Das muss der sichtlich gestaltet. Allerdings lässt es sich Fazit: Die Sicherheitstests bestand Comodo
Benutzer jedoch manuell festlegen. nur nach Programmnamen sortieren. Firewall anstandslos. Das Utility ist mit sei-
Server-Rechte für ICQ: Die Regeln lassen
sich über den Befehl „Edit“ im Kontextmenü
verändern. Für eingehende Verbindungen
kann man einen Port oder auch einen Port-
Sicher surfen: Es geht auch anders
Bereich angeben. Verwirrend ist dabei aller- Auszüge aus diesem Test finden Sie auch auf www.pcwelt.de/pfw. Im Forum diskutieren unsere
dings die Bezeichnung „Destination Port“ – Leser das Thema bereits rege.
was auf eine Angabe für den Zielrechner So meint etwa der Teilnehmer Mylin:
schließen lässt. Gemeint ist aber der Port „Ich halte diese Programme für völlig überflüssig und freue mich auf einen Artikel ‚Sicher im Netz
des eigenen PCs, wenn unter „Direction“ ohne Firewall’. Meine Anregungen zum Artikel: Dienste, Ports, Benutzerrechte, Browser und
„In“ gewählt ist. hilfreiche Software.“
Gut: Einige Systemprogramme kennt die Einen entsprechenden Beitrag finden Sie in der PC-WELT 11/2006 ab Seite 86: „XP-Sicherheit mit
Firewall bereits und vergibt dafür automa- Bordmitteln“ (auf C CD). Der Autor meint: „Einem System, das Sie kompetent eigenhändig abge-
tisch die passenden Genehmigungen. Un- dichtet haben, können Sie mehr vertrauen als einer Sicherheits-Software, von der Sie nicht wis-
ter „Advanced, Miscellaneous“ lässt sich sen, was sie eigentlich tut.“ Das Ganze lässt sich auch auf Vista übertragen.
das ändern. Dann erhält man allerdings wie- Der Forumsteilnehmer Esperantol setzt dagegen auf seinen virtuellen PC:
der viele Anfragen. „Ich benutze keine Firewall mehr: Mein System war dermaßen langsam, und von Sicherheit
Heikel ist das Modul „Network Monitor“. konnte man auch nicht sprechen. Ich starte lieber meine virtuelle Maschine, gehe damit ins Netz
Dort lassen sich Regeln für einzelne Daten- und schließe die virtuelle Maschine wieder, wenn ich fertig bin.“
pakete erstellen. Einsteigern kann es dabei Wer mit einem virtuellen Rechner online geht, ist in vieler Hinsicht besser vor Attacken auf seine
passieren, dass sie die Sicherheit der Fire- Daten geschützt (siehe Artikel ab Seite 96). Eine Firewall für den realen PC ist dennoch unverzicht-
wall zunichte machen. Dem wirkt Comodo bar. Schließlich ist dieser physikalisch mit dem Internet verbunden und über ungepatchte Win-
Firewall entgegen, indem es Verbote in der dows-Sicherheitslücken angreifbar. Übrigens: Die hier getesteten Tools verlangsamen das System
Programmliste als wichtiger einstuft als eine nicht merklich.
Erlaubnis in Network Monitor. Andererseits

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 87

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Tuning Test: Gratis-Firewalls

„Simple“- und „Advanced“-Modus entschei-


den. Im Simple-Modus arbeitet die Firewall
ähnlich wie die von Windows XP: Alles, was
hereinkommt, wird blockiert, und alle Ver-
bindungen in Richtung Internet sind erlaubt
– ohne Rückfragen. Im „Advanced“-Modus
sollte die Firewall (laut Anleitung) standard-
mäßig den Anwender fragen, ob ein Pro-
gramm online gehen darf.
Ärgerlich finden wir, dass das im Test nicht
der Fall war. Erst nachdem wir unter „Netz-
werksicherheit“, „Jede andere Anwendung,
Internet, abgehend“ auf „fragen“ gesetzt
haben, meldete das Tool Online-Programme.
Die Funktion zum Aktivieren des Trainings-
modus so zu verstecken ist alles andere als
einsteigerfreundlich.
Hat man diese Hürde genommen, erhält
man informative Warnungen. Denn die
Firewall zeigt nicht nur die Ziel-IP-Adresse
an, sondern auch den dazugehörigen Do-
Optionen satt, aber wenig Bisskraft: Sunbelt Kerio Personal Firewall präsentiert dem An- main-Namen – falls einer vorhanden ist.
wender viele Einstellmöglichkeiten, ist aber schwach in Sachen Sicherheit Auf eine Meldung hin kann der Anwender
eine Regel erstellen, die sich auf Wunsch
nen vielen Einstellmöglichkeiten vor allem Handhabung zu kompliziert. Damit provo- sehr detailliert festlegen lässt. Die nachträg-
für fortgeschrittene Anwender und Profis ziert es schnell Bedienungsfehler. liche Änderung für ICQ auf Server-Rechte
interessant. Achtung: Obwohl Jetico die Sicherheits- gelingt einfach, sobald man sich in der Be-
tests gut bestanden hat, finden wir die Ge- dienerführung orientiert hat. Das kann aller-
Jetico Personal fahr einer Fehlbedienung so groß, dass wir
die Note in der Kategorie Sicherheit auf 3,5
dings einige Zeit kosten.
Das Protokoll bietet zwar viele Informati-
Firewall 1.0 abgewertet haben. Profis können sich statt- onen, will man aber auch das Verhalten ein-
Jetico ist in Sachen Bedienung eine sehr dessen die Note 1,5 denken. Jetico hat ein zelner Online-Anwendungen aufzeichnen
komplizierte Firewall, deren Einsatz wir al- paar Stärken, die wir bei anderen Firewalls lassen, muss man das unter „Netzwerksi-
lenfalls Profis raten können. vermissen. Die Meldung zu Online-Program- cherheit, Anwendungen“ für jedes Pro-
Bei der Installation startet ein Konfigurati- men zeigt beispielsweise nicht nur die IP- gramm aktivieren.
onsassistent. Er will wissen, hinter welcher Adresse, die das Programm ansteuert, son- Sicherheit: Zwei Lücken zeigten sich bei
IP-Adresse sich ein sicheres Netzwerk ver- dern gibt auch gleich den Domain-Namen den Tests für den Innenschutz. Schädlicher
birgt und welche IP-Adressen das Tool blo- mit an – vorausgesetzt, ein solcher existiert. Code kann sich die Rechte eines anderen
cken soll. Eine sinnvolle Abfrage für PCs von Das kann sonst nur noch die Firewall von Programms stehlen und damit online gehen.
fortgeschrittenen Anwendern in einem lo- Sunbelt. Positiv finden wir auch, dass das Zudem lässt sich die Firewall einfach ab-
kalen Netzwerk. Einsteiger erhalten keine Tool die Größe der übertragenen Pakete zu schießen – das kann sich gefährlicher Code
Tipps, wie sie vorgehen sollen. jeder Anwendung im Protokoll speichert. zunutze machen.
Nach der Installation wird es noch schwie- Fazit: Die Firewall Jetico bietet ein Regel- Fazit: Sunbelt Kerio Personal Firewall zeigte
riger. Die Firewall arbeitet nicht wie andere werk, das für eine Desktop-Firewall viel zu beim Sicherheitstest einige Schwächen. Wer
über eine Programmliste, in der jeder On- mächtig ist. Die Handhabung ist nur von das Programm dennoch einsetzen möchte,
line-Anwendung Rechte zu- oder abgespro- Profis zu meistern. bekommt eine Desktop-Firewall mit vielen
chen werden. Stattdessen bietet sie einen Einstellmöglichkeiten.
Satz Regeln mit Verboten und Berechti-
Sunbelt Kerio Personal
gungen zur Kommunikation über das Netz-
werk. Will eine Anwendung online gehen, Firewall 4.3 Windows-Vista-Firewall
muss sie der Anwender einer solchen Regel Die Firewall ist in der Handhabung nicht Die Firewall in der neuen Windows-Version
zuordnen. Diese Art der Rechteverwaltung ganz einfach. Die Benutzerführung ist über- kann zwar eigentlich eine Menge mehr als
passt unserer Meinung nach eher zu einer wiegend deutsch-, aber teilweise englisch- das Tool in XP, sie ist aber so kompliziert,
Firewall auf einem Gateway-Rechner für sprachig. Das Tool zeigte zudem Schwächen dass die meisten Anwender nichts von den
große Netzwerke. Für eine Desktop-Firewall bei den Sicherheitstests. Während der In- neuen Funktionen haben. Der Grund: Zwar
ist das System überdimensioniert und in der stallation muss sich der Anwender zwischen gibt es jetzt auch einen Filter für ausge-

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Test: Gratis-Firewalls Tuning

hende Verbindungen, es fehlt aber ein Trai-


ningsmodus, der den Anwender über die
Verbindungsversuche informiert.
Standardmäßig darf jedes Programm Daten
ins Internet senden. Lediglich Tools, die als
Server agieren wollen, zeigt die Firewall an.
So erkannte die Firewall, dass ICQ auch mit
Server-Rechten arbeiten möchte, und mel-
dete das. Soweit entspricht das Modul völlig
der XP-Firewall. Auch die Bedienung ist –
abgesehen von der bunten neuen Oberflä-
che von Windows Vista – nahezu identisch
mit jener der alten Firewall. Über den Befehl
„Systemsteuerung, Windows Firewall, Ein-
stellungen ändern“ gelangt man zu den ge-
wohnten Registerkarten.
Der Weg zu den erweiterten Konfigurati-
onsmöglichkeiten ist lang. Zunächst muss Neues Sicherheits-Tool in Vista: Die Firewall von Windows Vista kann mehr als das Vor-
der Anwender ein spezielles „Snap-In“ in gänger-Tool in Windows XP, ist aber kaum zu konfigurieren
die Management-Konsole laden. Das geht
über „Start, Suche starten“ und die Eingabe einfach und mühelos von der Hand. Die Be- dann auch in anderen Fällen so einstellen.
des Befehls „mmc“. In der Konsole muss dienung hat sich in den Jahren kaum verän- Die Server-Berechtigung für ICQ lässt sich
man das Snap-in per „Datei, Snap-In hinzu- dert. Das ist gut für Anwender, die sich be- leicht vergeben: Unter „Programmeinstel-
fügen/entfernen, Windows Firewall mit er- reits in die Software eingearbeitet haben. lungen, Programme“ muss man dafür mit
weiterter Sicherheit“ hinzufügen. Für Einsteiger sind allerdings die War- der linken Maustaste auf die Server-Spalte
Über das so gewonnene Tool lässt sich auch nungen zu dürftig. So zeigt Zone Alarm Free klicken.
der ausgehende Datenverkehr kontrollieren bei einer Meldung nicht den Pfad zu einem Gut: In den meisten Fällen erkennt Zone
– allerdings nur von Profis. Diese können Programm. Ein Manko – denn die Entschei- Alarm selbst, ob ein Programm Server-Rech-
Regeln für die drei Netzwerkprofile „Do- dung, ob ein Programm online gehen darf, te benötigt, und stellt dem Anwender eine
main“, „Öffentlich“ und „Privat“ festlegen. fällt so schwerer. Im Zweifelsfall muss der entsprechende Frage. Die Bedienung ist
Möglich sind Regeln für Programme, IP- Anwender zunächst die Erlaubnis verwei- nach einer kurzen Orientierungsphase gut
Adressen, Ports und Verbindungsarten. Ein- gern, um anschließend in der Bedienerfüh- möglich. Das Protokoll von Zone Alarm ist
fach gelingt das allerdings nicht. Die Funk- rung von Zone Alarm weitere Infos zum Pro- ausführlich und lässt sich sortieren.
tion ist am ehesten für Administratoren in- gramm einzusehen. Das ist zwar sicher, aber Fazit: Zone Alarm Free zeigte in unserem
teressant, die den mühsam erstellten Regel- auch umständlich. Vermutlich hat der Her- Test eine gute Sicherheitsleistung. Einstei-
satz dann auf alle Vista-Rechner im Netz- steller kein Interesse daran, Zone Alarm ger müssen sich allerdings in die Bediener-
werk verteilen wollen. Obwohl das Tool bei Free zu gut zu machen. Schließlich gibt‘s führung einarbeiten.
den Sicherheitstests gut abgeschnitten hat, auch eine kostenpflich-
bekommt es in dieser Kategorie nur die No- tige Pro-Version.
te 3. Der Grund: Der Anwender wird nicht Nicht optimal waren
informiert, wenn ein Programm Daten ins die Infos zu ICQ: Zuerst
Internet senden will. Im schlimmsten Fall meldete Zone Alarm
könnte das ein Schädling sein. das Tool als „neues Pro-
Fazit: Die Firewall in Windows Vista bietet gramm“, das auf die si-
für Einsteiger und fortgeschrittene Anwen- chere Zone 127.0.0.1
der genauso viel beziehungsweise wenig zugreifen wolle. Nach
wie die Firewall in XP. Genau wie diese ist der Erlaubnis war ICQ
sie besser als nichts. Wegen des fehlenden gleich danach ein „be-
Trainingsmodus müssen die meisten An- kanntes Programm“,
wender auf die Kontrolle des ausgehenden das aufs Internet zu-
Datenverkehrs verzichten. greifen wolle. Das klingt
zwar logisch, doch wird
Zone Alarm 6.5 Free hier erstaunlich schnell
ein unbekanntes zu
Zone Alarm Free ist der Klassiker unter den einem bekannten Pro- Konfigurierbare Ansicht: Die Fensterdarstellung der Vista-Fire-
kostenlosen Firewalls. Die Installation geht gramm. Das kann sich wall ist trotz Anpassungsmöglichkeiten wenig eingängig

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Tuning Festplatten- und Rettungs-Tools

Datenrettung & Co.


Wenn Ihnen Ihre Daten wichtig sind, sollten
Sie den Zustand Ihrer Platte immer im Auge
behalten. Dafür gibt‘s unter XP tolle Tools.
Einige davon funktionieren auch unter Vista
– für andere sind Updates im Anmarsch.
Von Ramon Schwenk und Ines Walke-Chomjakov

nzählige Dateien sind auf der Festplatte abgelegt – vom Betriebs-


U system über Anwendungen bis hin zu Ihren persönlichen Doku-
menten. Diese Daten zu verlieren wäre mehr als ärgerlich. Wir haben ein
Rundum-Sorglos-Paket für Sie geschnürt: Mit unserer Tool-Sammlung
minimieren Sie das Risiko für Ihre Platte und damit für Ihre Daten. Sie
fahren automatische Backups, überwachen den Laufwerkszustand oder
befreien die Platte von Datenmüll. Wir stellen Utilities vor, die sich im
Einsatz zusammen mit Windows XP bestens bewährt haben. Einige der
Utilities laufen inoffiziell auch unter Vista. Für Helfer, die derzeit noch
ihren Dienst im neuen Vista verweigern, ist in Kürze mit Updates zu
rechnen. Deshalb nennen wir zu jedem Tool den Hersteller-Link.

Avira Unerase Backup Maker Data Eraser Disk Cleaner


Personal 1.2 Standard 5.1 Personal 2.02 1.5.7
rettet Daten auf C CD sichert automatisch auf C CD löscht Daten endgültig entfernt unnötige Dateien

Sie haben eine dringend benö- Das Sichern von Daten sollte re- Sie wollen Ihre alte Platte verkau- Im Laufe der Zeit sammeln sich
tigte Datei oder Anwendung ge- gelmäßig passieren – am besten fen oder eine Partition löschen. auf der Platte unnötige Dateien
löscht. Mit Unerase Personal stel- ohne Zutun des Nutzers. Mit der Die Daten sollen nicht rekonstru- an – aus dem Systemverzeichnis
len Sie gelöschte Dateien wieder Freeware lassen sich nicht nur ierbar sein. Dazu reicht es nicht oder Papierkorb, von Cookies
her. Dazu durchforstet es die ge- die Backup-Intervalle frei defi- aus, die Platte zu formatieren. des Webbrowsers oder toten
samte Festplatte nach gelöschten nieren, sondern auch der Um- Das englischsprachige Profi-Tool Verknüpfungen. Disk Cleaner
Daten und listet diese auf. Zum fang der Sicherung, etwa statt Ontrack Data Eraser überschreibt entfernt sie und macht damit
Retten markieren Sie einfach die der gesamten Platte nur einzel- Ihre Platte oder Teile davon zu- Speicherplatz frei. Das englisch-
entsprechenden Dateien oder An- ne Dateien oder Ordner. Auch verlässig, unabhängig von etwai- sprachige Tool analysiert die
wendungen in der Liste und kli- das Zielmedium – CD/DVD, ex- gen Bios-Einstellungen. Das Tool Platte und listet die entspre-
cken auf „Wiederherstellen“. Das terne Platte oder FTP-Server – kostet rund 30 Euro, ist selbst- chenden Dateien auf. Nach der
Programm läuft derzeit nur unter ist flexibel wählbar. Die Siche- bootend und für alle IDE- und Prozedur erhalten Sie einen
Windows NT 4, 2000 und XP. rung erfolgt komprimiert. ATA-Platten geeignet. Überblick, was entfernt wurde.
Download: www.free-av.de (360 Download: www.ascomp.net Download: www.ontrack.de Download: www.diskcleaner.nl
KB), Preis: privat: gratis (2,4 MB), Preis: gratis (986 KB), Preis: 30 Euro (363 KB), Preis: gratis

90 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

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Festplatten- und Rettungs-Tools Tuning

Disk Drive Drive Easy Recovery File Recovery


Secure Erase Snapshot 1.3 6.1 1.0
löscht Daten auf C CD erstellt Images auf C CD rettet Daten auf C CD holt Daten zurück

Disk Drive Secure Erase 1.2 Das englischsprachige Tool fer- Easy Recovery Data Recovery Die englischsprachige Freeware
löscht alle Daten auf ATA-Fest- tigt ein exaktes Abbild einer 6.1 rettet gelöschte Daten, auch unterstützt die Dateisysteme
platten durch Überschreiben. Festplatte oder Partition an. Sie in ZIP-Archiven. Die Einzelplatz- FAT12/16/32, NTFS und NTFS5.
Das englischsprachige DOS-Tool können während des Prozesses lizenz kostet rund 200 Euro. Die Damit rettet sie nicht nur ge-
nutzt für diese Aufgabe den Be- weiterarbeiten. Die Image-Datei Lite-Version ist mit rund 90 Euro löschte Dateien von Platte, son-
fehl „Secure Erase“, den aktuelle ist komprimiert, nur die belegten deutlich günstiger, aber auf das dern auch etwa von USB-Sticks
Plattengenerationen verstehen. Sektoren werden gespeichert. Wiederherstellen von 25 Dateien oder Speicherkarten wie Com-
Sie starten das Programm wahl- So ist das Image nur etwa halb pro Suchlauf beschränkt. Die pact Flash oder Secure Digital.
weise von einer bootbaren Dis- so groß wie der belegte Spei- Trial-Version ist gratis. Sie kann Das Laufwerk darf nach dem irr-
kette oder CD. Ein kompletter cher Ihrer Platte. Das Tool ist aber nur ZIP-Archive reparieren tümlichen Löschen nicht forma-
Löschvorgang dauert etwa drei- kompatibel zu FAT16/32 und und analysieren, ob sich Daten tiert worden sein. Wiederherstel-
ßig Minuten bis eine Stunde – ab- NTFS. Die 30-Tage-Testversion restaurieren lassen. len klappt nur, wenn die Datei
hängig von der Plattenkapazität. ist funktionsfähig und gratis. Download: www.ontrack.de nicht überschrieben wurde.
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HDD Health 2.1 HD Tune Hitachi PC Inspector File


Beta 2.53 Feature Tool Recovery 4.0
analysiert die Platte auf C CD ermittelt die Plattenleistung ändert Einstellungen auf C CD rekonstruiert Dateien auf C CD

Das englischsprachige Tool liest Die wesentlichen Faktoren, um Hitachi Feature Tool ändert die Das Datenrettungs-Tool unter-
das Diagnosesystem Smart (Self- die Leistung einer Festplatte zu Werkseinstellungen von Platten. stützt die Dateisysteme FAT
Monitoring Analysis and Repor- definieren, sind die Transferrate Offiziell ist das DOS-Tool nur für 12/16/32 und NTFS. Es findet die
ting Technology) der Festplatte und die Zugriffszeit. Darauf kon- Hitachi- und IBM-Laufwerke ge- Laufwerke auch dann automa-
aus und listet die Ergebnisse im zentriert sich HD Tune. Das eng- dacht, es funktioniert in der Re- tisch, wenn die FAT-Tabelle oder
Registerblatt „S.M.A.R.T“. Damit lischsprachige Tool misst die gel aber auch mit Platten ande- der Bootsektor beschädigt ist
haben Sie den Zustand Ihrer Plat- von Ihnen ausgewählte Platte rer Hersteller. Nach dem Down- oder gelöscht wurde. Sogar Da-
te stets unter Kontrolle und kön- und stellt die Resultate grafisch load erstellen Sie eine Bootdis- teien, bei denen kein Verweis auf
nen eingreifen, bevor Daten ge- dar. Beim Einordnen der Ergeb- kette. Mit ihr starten Sie den PC ein Verzeichnis vorhanden ist,
fährdet sind. Außerdem gibt das nisse hilft ein Besuch der Web- neu und können nun etwa ins lassen sich wiederherstellen. Sie
Programm die Plattentemperatur Seite. Unter „Test Results“ sind vordefinierte Lautstärke-Ma- können die geretteten Daten au-
an. Steigt sie zu sehr an, geht das zum Vergleich die Werte ande- nagement eingreifen oder den ßer auf lokalen auch auf Netz-
zu Lasten der Leistung. rer Platten gelistet. Stromverbrauch regulieren. laufwerken ablegen.
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TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 91

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Tuning Festplatten- und Rettungs-Tools

Restoration Secure Eraser Silent Drive Smartmon-


2.5.14 1.2 2.3 tools 5.36
stellt Dateien wieder her löscht Daten auf C CD regelt die Lautstärke auf C CD analysiert Platten auf C CD

Gelöschte Dateien lassen sich Die Freeware eignet sich fürs Mit der Freeware lässt sich die Die Open-Source-Software dia-
mit Restoration wiederherstellen endgültige Löschen sensibler Lautstärke (Automatic Acoustic gnostiziert den Plattenzustand,
– vorausgesetzt, der freie Spei- Daten – nicht ganzer Festplatten- Management) der Festplatte ein- indem sie die Smart-Informati-
cherplatz wurde noch nicht über- inhalte. Dabei überschreibt das stellen. Das Tool reguliert dazu onen (Self-Monitoring Analysis
schrieben. Das englischspra- Tool die Daten mehrfach mit Zu- das Tempo der Schreib-/Lese- and Reporting Technology) aus-
chige Tool sucht nach gelöschten fallswerten. Secure Eraser ver- köpfe beim Zugriff. Je länger die liest. Die Smartmontools warnen
Daten und zeigt die Zahl der ge- knüpft sich automatisch mit den Zugriffszeit, desto leiser arbeitet vor Leistungsabfall und Ge-
fundenen Cluster an. Danach Kontextmenüs von Dateien, Ord- die Platte. Die Datentransferzeit fahren wie zu hoher Tempera-
wählen Sie aus, welche Dateien nern und Papierkorb. Ist das bleibt davon unbeeinflusst. Zur tur. Sie unterstützen SCSI- und
gerettet werden sollen. Das Ver- „Logbuch“ aktiviert, wird jeder Wahl stehen die Modi „leise“, ATA-Platten sowie Raid-Syste-
fahren funktioniert genauso mit Löschvorgang inklusive Datei- „mittel“, „laut“ und „aus“. Das me. Die englischsprachige Soft-
einigen Speicherkartentypen beziehungsweise Verzeichnisna- Mini-Programm funktioniert un- ware gibt es für Windows-Be-
oder DVD-RAM-Medien. men und Zeitpunkt festgehalten. ter Windows 2000 und XP. triebssysteme und für Linux.
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Speedfan Sync Back Testdisk Virtual


4.31 3.2.14 6.5 Freespace 0.8
checkt die Platte auf C CD gleicht Daten ab auf C CD repariert Partitionen auf C CD zeigt die Auslastung an

Das englischsprachige Tool ist Für eine Freeware ist das Tool Das Tool durchsucht entweder Sie haben mehrere Festplatten
nicht ausschließlich für Festplat- umfassend: Es synchronisiert Bios oder Betriebssystem nach installiert und arbeiten mit jeder
ten gedacht, sondern überwacht Dateien und Verzeichnisse auf Festplatteninfos. Gleichzeitig Menge Daten – etwa digitalen
die Temperatur und die Span- lokalen Laufwerken, USB-Sticks überprüft es die Plattenstruktur Bildern, die Sie von einem Lauf-
nung ganz allgemein im Rech- oder zwischen mehreren Rech- und vergleicht sie mit der Parti- werk zum nächsten schieben.
ner. Trotzdem eignet es sich nern im Netzwerk. Mit Hilfe eines tionstabelle auf Fehler. Anhand Die Auslastung aller Platten
für einen schnellen Zustands- Assistenten erstellen Sie ein Ab- einer Liste können Sie die Parti- muss für Sie flott abrufbar sein.
Check. Es liest die Smart-Daten gleichsprofil. Sie legen unter an- tionen auswählen, die wieder- Mit der Freeware lässt sich die
(Self-Monitoring Analysis and derem fest, welche Dateitypen hergestellt werden sollen oder Kapazität aller Laufwerke auf
Reporting Technology) aus, gibt Sie ein- oder ausschließen wol- noch funktioniert haben, bevor einen Blick anzeigen. In einer
die Plattentemperatur an und len, anhand welcher Kriterien sich die Platte nicht mehr star- Balkengrafik gibt das Tool die
reguliert die Lüftertätigkeit. der Abgleich erfolgt und was mit ten ließ. Das klappt selbst bei Plattenauslastung an. Der be-
Download: www.amilco.com/ doppelten Dateien passiert. Überbleibseln von Partitionen. legte Speicher ist sichtbar.
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92 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

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Festplatten- und Rettungs-Tools Tuning

Total Com- Drive Image Auslogic Disk Imgburn


mander 6.56 XML 1.21 Defrag 1.1 2.2
verwaltet Laufwerke auf C CD sichert Images auf C CD räumt auf auf C CD brennt alles auf C CD

Wenn Sie mit dem neuen Explo- Mit der Freeware erstellen Sie Auslogic Disk Defrag ist ein kos- Brenn-Suiten gibt es viele, doch
rer in Vista nicht richtig warm Image-Dateien von Platten oder tenloses Defragmentierungspro- keines der Profi-Tools eignet
werden, sollten Sie einen Blick Partitionen. Das Tool unterstützt gramm mit Vista-Unterstützung, sich so gut zum schnellen Bren-
auf den Total Commander wer- Laufwerke mit FAT- und NTFS- das einer Verlangsamung des nen von Daten und Images wie
fen. Er erlaubt nicht nur die par- Dateisystem. Im Schadensfall ist Plattenzugriffs entgegenwirkt. das englischsprachige Imgburn.
allele Darstellung von zwei Ord- es möglich, das ganze System Die Freeware führt vor der De- Es unterstützt Dateizusammen-
nern, sondern bietet zahlreiche wiederherzustellen. Dabei nutzt fragmentierung eine genaue stellungen und Images in gän-
Ansichtsvarianten. Hiermit las- das Tool die Volume Shadow Analyse des gesamten Dateisys- gigen Formaten wie BIN, ISO
sen sich dann Kopier-, Verschie- Services (VSS), um ein Image tems durch und versucht da- und IMG, aber auch ausgefal-
be-, Lösch- und Packvorgänge auch von Laufwerken ziehen zu durch optimale Resultate zu er- lene Formate wie IBQ, PDI und
leicht und vor allem übersicht- können, die derzeit verwendet zielen. Um die Software ausfüh- UDI. Sogar Double-Layer-DVDs
lich vornehmen. Auch eine Gra- werden. Der Anwender kann in ren zu können, benötigen Sie lassen sich damit brennen und
fikanzeige ist vorhanden. einer Sicherung blättern. Administratorrechte. Medien überprüfen.
Download: www.ghisler.com Download: www.runtime.org Download: www.disk-defrag.de Download: www.imgburn.com
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Captain Nemo Jk Defrag Mozbackup Back to ZIP


3.31 3.7 1.4.5 8.00
liest Partitionen auf C CD defragmentiert auf C CD sichert Firefox-Optionen sichert in ZIP-Dateien

Mit Captain Nemo lassen sich Jk Defrag ist ein freies Defrag- Diese praktische Freeware spei- Back to ZIP ist eine einfach zu
zusätzliche Dateisysteme in mentierungs-Tool für die Kom- chert Einstellungen aus Mozilla, bedienende Backup-Software,
Windows öffnen. Die englisch- mandozeile, dessen Ausführung Firefox und Thunderbird sowie die regelmäßig Daten im ZIP-
sprachige Shareware arbeitet sich per Bildschirmschoner au- Mozilla Suite in einer PCV-Da- Format sichert, auf Wunsch
wie ein Dateimanager und un- tomatisieren lässt. Es läuft auch tei. So lassen sich etwa Verlaufs- passwortgeschützt und verteilt
terstützt Linux-Partitionen sowie im Hintergrund, verfügt über daten, Lesezeichen und Erwei- auf mehrere Datenträger. Die
unter Novell angelegte Platten. zwei Optimierungsstrategien terungen sichern, ebenso Coo- Shareware erkennt am letzten
Das ist praktisch, wenn Sie Da- und bietet laut Hersteller eine kies und die Liste der herunter- Änderungsdatum oder an einem
ten von einem externen Lauf- hohe Datensicherheit. Standard- geladenen Dateien. Zu Beginn Archiv-Bit, welche Daten gesi-
werk oder einer vorhandenen mäßig bearbeitet das Tool alle entscheiden Sie, ob Sie eine chert werden sollen. Auswählen
Festplatte auf Ihre Windows- beschreibbaren Laufwerke und neue Backup-Datei erstellen lassen sich einzelne Dateien,
Partition übertragen möchten. unterstützt auch USB-Sticks. oder oder eine vorhandene wie- ganze Verzeichnisse oder be-
Download: www.runtime.org/ Download: www.kessels.com/ derherstellen wollen. stimmte Dateitypen.
captain.htmp (1,44 MB), JkDefrag/ (315 KB) Download: wwww.mozbackup. Download: www.aborange.de
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TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 93

090-93 307_Vista 5_07_mr_ml.indd93 93 09.03.2007 15:06:45 Uhr


Tuning Mit Vista unterwegs

Vista ab Werk keine passenden Treiber mit-


bringt. Wir raten Ihnen daher, vor dem Up-
date genau zu prüfen, ob der Hersteller Ih-
res Notebooks aktuelle Vista-Treiber anbie-
tet. Neue Treiber finden Sie auf der Website
des Geräteherstellers in der Regel im Sup-
port- oder Download-Bereich. Derzeit noch
recht lückenhaft ist die Treiberversorgung
vor allem für Docking-Stations, Fingerab-
druckleser und Multimedia-Komponenten
wie analoge und digitale TV-Karten.

2. Energiesparplan auf Ihre


Bedürfnisse optimieren
Vista erkennt eine Notebook-Umgebung
beim ersten Start und konfiguriert die Ener-
giesparoptionen automatisch. Wer die Vor-
gaben optimiert, kann etliche Zusatzminu-
ten Akkulaufzeit herausholen.
Die entsprechenden Einstellungen finden
Sie unter „Start, Systemsteuerung, System
und Wartung, Energieoptionen“. Vista
bringt drei Energiesparpläne mit: „Ausba-

Vista für
lanciert“ für den Netzbetrieb, „Energiespar-
modus“ für mobiles Arbeiten und „Höchst-
leistung“ (deaktiviert sämtliche Stromspar-
funktionen). Dem jeweiligen Energiemodus
ist eine Helligkeitseinstellung zugeordnet,

Notebooks die sich vom Anwender anpassen lässt.


Während unter XP und dem Energieschema
„Minimaler Energieverbrauch“ die Taktfre-
quenz der CPU dynamisch angepasst wird,
bedeutet „Energiesparmodus“ unter Vista in
jedem Fall eine gedrosselte Taktfrequenz.
Vista ist für den Einsatz auf mobilen Rechnern optimiert. Ver- Neue Energiesparpläne lassen sich vom An-
feinerte Energiesparoptionen und ein neues Hilfsprogramm wender über „Energiesparplan erstellen“
hinzufügen. Die Möglichkeiten, sich einen
sollen mobilen Anwendern den Alltag erleichtern. eigenen Energiesparplan zurechtzuzim-
mern, sind weitreichend. Abseits der gän-
Von Ramon Schwenk gigen Parameter lässt sich hier festlegen,

chenkt man den Versprechungen von an die Notebook-Hard-


S Microsoft Glauben, ist Vista optimal ware angepasst und
auf den Notebook-Einsatz vorbereitet. Im unterstützen Zusatz-
Grunde genommen harmoniert das neue funktionen wie spezi-
Windows tatsächlich ordentlich mit Mobil- elle Eingabegeräte
PCs. Allerdings gibt es einige Ungereimt- oder die Eigenheiten
heiten, und wichtige Einstellungen sind gut des Displays.
versteckt. Welche Hürden Sie nehmen müs- Komplizierter wird es,
sen, lesen Sie in diesem Artikel. wenn Sie ein älteres
Notebook mit Vista
1. Hardware-Kompatibilität aufrüsten wollen.
kontrollieren Denn Mobilrechner
Neue Notebooks liefern fast alle Hersteller sind häufig mit exo-
mit vorinstalliertem Windows Vista aus. Die tischen Komponenten Mit Strom knausern: Die vordefinierten Sparpläne regeln, wie
mitgelieferten Treiber sind meist optimal ausgestattet, für die PC oder Notebook mit Energie haushalten (Punkt 2)

94 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

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Mit Vista unterwegs Tuning

Steuerzentrale: Alle Notebook-Funktionen erreichen Sie schnell Notebook ausschalten: Der Netzschalter versetzt das Notebook
über das Mobilitätscenter in der Systemsteuerung (Punkt 3) standardmäßig immer in den Energiesparmodus (Punkt 4)

wie sich beispielsweise die WLAN-Hardware top erweitern“-Problematik zu erläutern. 5. Umschalten im Systray
oder die Suche und Indizierung von Vista im Für Notebook-Nutzer ein echter Gewinn ist Die renovierte Batterieanzeige im Systray
Akkubetrieb verhalten sollen. hingegen das Netzwerk- und Freigabecen- bietet die Auswahl zwischen drei Ener-
ter. Weitaus komfortabler als bisher lassen giesparplänen zur schnellen Umschaltung.
3. Schneller im Mobilitätscenter sich jetzt diverse Netzverbindungen verwal- Klicken Sie das Icon an, so zeigt Vista eine
Zentrale Anlaufstelle für den Notebook-Nut- ten. Wer oft unterschiedliche WLAN-Zugän- Übersicht des aktuellen Status für den Akku
zer ist das Mobilitätscenter. Diese neu ge- ge nutzt, ist damit nicht mehr auf Zusatz- und den aktiven Energiesparplan. Markie-
schaffene Oberfläche verlinkt zu den ent- Tools angewiesen, um einigermaßen be- ren Sie dann einfach einen anderen Spar-
sprechenden Einstellungen, die an sich auch quem die richtige Verbindung zu wählen. plan. Welche der vorhandenen Stromspar-
in der Systemsteuerung zu erreichen wären. pläne in diesem Dialog erscheinen, können
Wer sein Notebook häufiger an unterschied-
4. Vista schläft nur Sie übrigens im Mobilitätscenter festlegen.
liche Einsatzbedingungen anpassen möchte, Entsprechend den Standardeinstellungen
muss sich dazu also nicht mehr durch meh- auf Notebooks sorgt das Betätigen des Netz-
6. Strom sparen mit powercfg
rere Punkte der Systemsteuerung hangeln. schalters für einen Sprung in den Ener- Das Kommandozeilen-Tool powercfg.exe
Im Mobilitätscenter passen Sie die wichtigs- giesparmodus. Dies geschieht unabhängig erlaubt es, detailliert in die Vista-Stromspar-
ten Einstellungen wie Helligkeit, Energieop- davon, ob Sie den physikalischen Ausschal- mechanismen einzugreifen. Alle Parameter
tionen, Mehrmonitor-Betrieb und drahtlose ter oder den stilisierten Ausschaltknopf im eines Energiesparplans lassen sich damit
Netzwerkverbindungen an. Nicht alles ist Startmenü verwenden. Soll der Rechner auf über die Konsole ändern. Praktisch ist die
optimal gelöst: So landen Sie in Sachen derlei Aktion herunterfahren, müssen Sie Möglichkeit, Energieschemata einfach zu
Mehrmonitor-Betrieb letztlich bei den von dies explizit aktivieren. Dazu folgen Sie in im- oder exportieren. Einzelne Sparpläne
Desktop-PCs bekannten Anzeigeeinstellun- den Energieoptionen dem Link „Auswählen, lassen sich so auf andere Notebooks trans-
gen. Immerhin versucht ein zwischenge- was beim Drücken des Netzschalters ge- ferieren. Wer schlicht wissen will, welche
schalteter Dialog, die „Klonen“- und „Desk- schehen soll“. Energieschemata vorhanden sind, bekommt
dies mit „powercfg -list“ angezeigt.
Ferner bietet das Tool eine Berichterstat-

Akkulaufzeit optimieren: So geht‘s tung. Diese reicht über die verfügbaren Ru-
hezustandsfunktionen bis hin zu einer Liste,
welche der Hardware-Komponenten spezi-
Die folgenden Tipps & Tricks helfen Ihnen beim Energiesparen auf mobilen Rechnern:
fische Standby-Kriterien erfüllen.
Akkuanzeige nutzen: Im Systray präsentiert Ihnen Vista die erweiterte Funktion zur Akkuüber-
wachung. Platzieren Sie den Mauszeiger auf dem Symbol, und das Betriebssystem zeigt den La- 7. Notebooks richtig absichern
dezustand des Akkus und den derzeit gewählten Energiesparplan an. Beim Doppelklicken des
Icons erscheinen zusätzliche Details, die beispielsweise mehrere Akkus im Gerät berücksichtigen. Für den Schutz von Daten bei einem Note-
WLAN und Bluetooth abschalten: Wenn Sie am Notebook gerade kein WLAN oder Bluetooth book-Verlust bietet Vista zwei Funktionen.
benötigen, sollten Sie den Funk abschalten. Bei voller Sendestärke verbraucht die Hardware ei- Mit dem bereits in XP Professional vorhan-
niges an Strom, entsprechend verlängern Sie durch das Abschalten die Akkulaufzeit. denen Encrypted File System (EFS) lassen
Karten entfernen: Entfernen Sie PC-Cards, wenn Sie sie vorübergehend nicht benötigen. Jede sich einzelne Dateien oder ganze Ordner
ins Notebook eingesteckte Karte frisst Strom, selbst wenn Sie gerade nicht darauf zugreifen. verschlüsseln. EFS steht jedoch nur in Vista
USB-Geräte meiden: Setzen Sie externe USB-Geräte im Akkubetrieb nur bei Bedarf ein, und Ultimate, Business und Enterprise bereit.
stecken Sie sie bei Nichtbenutzung aus. Der Rechner muss die Geräte sonst mit Strom versorgen. Nur auf Notebooks mit TPM-Cryptochip gibt
Bildschirm dunkler schalten: Notebook-Displays haben einen mächtigen Energiebedarf, und je es in Vista Ultimate und Business zusätzlich
heller Sie den Bildschirm schalten, desto mehr Strom verbraucht die Anzeige. Regeln Sie die Dis- die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker
playhelligkeit daher wenn möglich herunter, etwa bei der Arbeit in geschlossenen Räumen. („Systemsteuerung, Sicherheit, BitLocker-
Laufwerkverschlüsselung“).

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 95

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Tuning Virtuelle Maschinen

von dynamischen Platten: Der Container be-


legt auf der Festplatte des Host-Rechners
nur so viel Platz, wie das Gastsystem tat-
sächlich beansprucht.
Wichtig ist, dass der PC für das Host- und
für das Gast-System genügend Arbeitsspei-
cher besitzt. Will man etwa Windows XP
unter Vista laufen lassen, sind 512 MB RAM
in jedem Fall zu knapp. Bei der CPU gilt: je
mehr Power, desto besser. Ein 2-GHz-Rech-
ner sollte es schon sein.

2. Sie brauchen ein


Virtualisierungs-Tool
Gleich mehrere konkurrierende Virtualisie-
rungs-Tools buhlen um die Gunst von Win-
dows-Nutzern. Neben Virtual PC 2007 von
Microsoft und Vm-Ware ist vor allem das
Open-Source-Tool Virtual Box interessant.
Die Software bietet eine hübsche Oberfläche
und unterstützt Windows Vista.
Alle nachfolgend vorgestellten Tools sind in
der Lage, eine virtuelle Maschine laufen zu
lassen. Abhängig vom verfügbaren Arbeits-

Virtuelles Vista
speicher und der CPU-Power geht das auch
flott. Nennenswerte Tempo-Unterschiede
zwischen den Tools konnten wir dabei nicht
finden. Gleichmäßig schwach ist bei allen
Tools die Leistung der emulierten Grafikkar-
te – Computerspiele kommen für eine virtu-
XP und Linux unter Vista laufen lassen oder Vista selbst im elle Maschine somit nur in Frage, wenn sie
Fenster nutzen – eine virtuelle Umgebung macht’s möglich. keine Anforderungen an die Grafik stellen.
Vista konnten wir auf allen Tools installieren
Wir erklären, wie die Vista-Virtualisierung funktioniert. beziehungsweise als fertiges Gast-System
starten – immer aber nur mit der reduzierten
Von Arne Arnold und Christoph Metzger Aero-Bedienerführung.

3. Den richtigen Emulator


oftware in Vista gründlich testen oder übernimmt spezielle Virtualisierungs-Soft-
wählen
S Linux-Betriebssysteme gefahrlos aus- ware auf Ihrem PC (Host-System) die Aufga- Auch in puncto Handhabung machen so-
probieren, ohne einen System-Crash zu ris- be der Hardware-Komponenten und spiegelt wohl Virtual PC als auch Vm-Ware und Vir-
kieren, mit potenziell gefährlichen Program- einem Betriebssystem (Gast-System) oder tual Box eine gute Figur. Virtual PC 2007 ist
men ohne Folgen experimentieren oder si- einer Anwendung vor, auf einem tatsäch- das richtige Programm, wenn Sie primär
cher surfen komplett ohne Virenschutz: mit lichen PC zu laufen. Einen einmal eingerich- Windows als Gast-System planen und auf
einer virtuellen Umgebung geht das ganz teten virtuellen PC können Sie jederzeit eine USB-Unterstützung verzichten können.
einfach. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, umkonfigurieren und zum Beispiel den be- Die Installation verläuft problemlos, und mit
wie Vista zusammen mit virtuellen Maschi- reitgestellten Arbeitsspeicher vergrößern, den Einrichtungsassistenten haben Sie bin-
nen funktioniert, und stellen mehrere Tools zusätzliche Laufwerke hinzufügen oder nen Minuten eine neue virtuelle Maschine
vor, die sich für die Virtualisierung eignen. bestimmte Komponenten abschalten. Die konfiguriert. Für Vm-Ware sollten sich vor
Festplatte des virtuellen Rechners speichern allem versierte Anwender entscheiden, die
1. So funktioniert ein virtueller Virtualisierungsprogramme in einer Contai- Linux als virtuelle Maschine benötigen. Vir-
Rechner ner-Datei auf der Festplatte des Host-PCs. tual Box überzeugt vor allem durch eine um-
Ein virtueller PC besteht nicht aus Hauptpla- Dabei gibt der Anwender die Größe der vir- fangreiche Betriebssystemunterstützung.
tine, Grafikkarte und RAM, und Sie benöti- tuellen Festplatte vor – entweder eine feste Allerdings hatten wir bei unseres Tests mit
gen auch keinen Schraubendreher, um eine Angabe oder einen Maximalwert, bis zu dem Vista einige Probleme beim Speichern und
neue Festplatte einzubauen. Stattdessen die Container-Datei anwachsen darf. Vorteil Wiederherstellen von Schnappschüssen. So-

96 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

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Virtuelle Maschinen Tuning

2000 und XP, Server


2003, OS/2, Linux, No- Überblick Virtuelle Maschinen
vell Netware und Sun Inhalt Seite
Solaris. Außerdem gibt
es den Typ „Other/ 1. So funktioniert ein virtueller Rechner 96
Unknown“, den Sie 2. Virtualisierungs-Tools 96
wählen, wenn Sie ein 3. Den richtigen Emulator wählen 96
nicht explizit aufge-
4. XP und Linux mit Virtual Box 97
führtes Betriebssystem
installieren möchten. 5. PC in Virtual Box anlegen 97
Im nächsten Schritt 6. Einstellungen tunen 97
stellen Sie die RAM- 7. Gast unter Vista aufspielen 98
Größe ein. Virtual Box
8. Guest Additions installieren 98
gibt in der Regel zu
wenig Speicher vor. 9. Vista unter Virtual PC 2007 98
Fenster im Fenster: Vm-Ware unterstützt Windows Vista so- Ziehen Sie den Schie- 10. Vista aufspielen 99
wohl als Host- als auch als Gast-Betriebssystem (Punkt 3) ber daher bis zur ge- 11. Vista-Installationsumfang festlegen 99
wünschten Arbeits-
12. Vista mit Vm-Ware Server nutzen 99
wohl von Virtual PC als auch von Vm-Ware speichermenge nach rechts – je mehr RAM
gibt es Server-Versionen, die offiziell in ers- das virtuelle System zur Verfügung hat, des- 13. Neuen PC konfigurieren 100
ter Linie für Firmen gedacht sind. Damit las- to schneller arbeitet es. Für Vista sollten es 14. Gast-System festlegen 100
sen sich mehrere Server-Betriebssysteme mindestens 512 MB, besser 1 GB sein. 15. Virtuelle Festplatte konfigurieren 101
auf einem einzigen PC zusammenfassen. Der Die virtuelle Maschine benötigt außerdem
16. Vm-Ware-PC starten 101
Clou: Die Server-Versionen lassen sich zu- eine Festplatte. Mit „New“ rufen Sie den Da-
mindest unter Windows XP auch auf einem tenträgerassistenten auf. Klicken Sie auf Kästen
PC von der Stange installieren. Wer den kos- „Next, Dynamically expanding image“, und Netzwerk-Optionen 98
tenlos angebotenen Vm-Ware Server auf sei- übernehmen Sie die Vorgabe mit „Next“. VMX-Wizard 101
nem PC installiert, kann damit so gut wie Auf diese Weise erzeugen Sie eine dyna-
alles machen, was die Vm-Ware Workstation misch anwachsende Platte. Die Image-Datei
bietet. Von der Bezeichnung „Server“ dazu legt Virtual Box auf der echten Fest- Bevor Sie nun Windows Vista als Gastbe-
braucht man sich nicht verwirren zu lassen. platte ab und ändert ihre Größe bei Bedarf. triebssystem einrichten, sollten Sie die stan-
Bei „Image File Name“ legen Sie den Datei- dardmäßig vergebenen Optionen für die
4. XP und Linux mit Virtual Box namen für die Plattendatei fest. Den Spei- virtuelle Maschine prüfen. Klicken Sie dazu
unter Vista cherpfad stellen Sie mit einem Klick auf das in der Virtual-Box-Konsole auf „Settings“.
Virtual Box (www.virtualbox.org) verwenden Ordnersymbol ganz rechts ein. Bei „Image Die Übersicht zeigt in der linken Fenster-
Sie am besten in der für den privaten Einsatz Size“ legen Sie die gewünschte Größe des hälfte eine Kategorienliste und rechts die
kostenlosen Version. Starten Sie dazu das virtuellen Laufwerks fest. Für Vista sind zwi- zugehörigen Optionen an. Unter „General“
Setup-Programm (auf C CD). Während des schen 10 und 15 GB
Installationsvorgangs erscheint zweimal ein empfehlenswert. Mit
Hinweisfenster, da Virtual Box versucht, Klicks auf „Next“ und
nicht signierte Treiber aufzuspielen. Bestäti- „Finish“ beenden Sie
gen Sie die Einblendungen mit Klicks auf den Plattenassisten-
„Installation fortsetzen“, ansonsten läuft das ten, mit „Next“ und
Tool nicht. „Finish“ schließen Sie
die Einrichtung ab.
5. Neuen virtuellen PC in
Virtual Box einrichten 6. Einstellungen
Beim ersten Aufruf meldet sich der Assistent
tunen
von Virtual Box zum Einrichten eines neuen Virtual Box zeigt den
virtuellen PCs. Klicken Sie auf „Next“, und neuen virtuellen PC in
geben Sie einen Namen für die virtuelle Ma- der Konsole an. In ihr
schine ein. Anschließend wählen Sie bei „OS lassen sich virtuelle
Type“ (Operating System) das Betriebssys- Maschinen mit einem
tem aus, das Sie auf dem virtuellen System Doppelklick auf den
einrichten wollen. Zur Auswahl stehen ne- Namen des Systems Frischer Wind: Das bislang wenig bekannte Virtualisierungs-
ben Vista auch Windows 95/98/ME, NT 4, starten. Tool Virtual Box ist optimal für Vista vorbereitet (Punkt 4)

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 97

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Tuning Virtuelle Maschinen

spätere Installation tionsprogramm von der eingelegten Setup-


von Vista & Co. wich- DVD. Um die Disc später wieder freizuge-
tig. Mit „ISO Image ben, wählen Sie im Menü „Devices“ den
File“ laden Sie das Punkt „Unmount CD/DVD-ROM“ aus.
ISO-Image einer CD Möchten Sie ein Betriebssystem von einem
oder DVD als Laufwerk ISO-Image installieren, oder soll der Rech-
ins virtuelle System. ner ein Betriebssystem von einer Live-DVD
Standardmäßig dürfen booten, klicken Sie sofort nach dem Start
Gast-PCs nicht auf die der virtuellen Maschine im Menü „Devices“
Soundkarte zugreifen. auf „Mount CD/DVD-ROM, CD-DVD-ROM
Wenn Sie eine Audio- Image“. Im nächsten Fenster gehen Sie auf
Ausgabe am Gast-PC „Add“, wählen die ISO-Datei aus und laden
wünschen, aktivieren die Datei mit einem Klick auf „Select“. An-
Sie die Option „Sound, schließend greift Virtual Box auf das ge-
Enable Audio“. wählte Laufwerk oder Image zu.
An den übrigen Ein-
stellungen von Virtual
8. Guest Additions installieren
Nicht geizen: Die vorgeschlagenen gut 3,5 GB sind für Vista zu Box sind normalerwei- Für Komfortfunktionen wie einen automa-
wenig. 10 GB sollten Sie dem System schon gönnen (Punkt 5) se keine Änderungen tischen Wechsel der Maus zwischen Gast
erforderlich. und Host, der Verwendung einer höheren
passen Sie die Arbeitsspeicher- und Video- Desktop-Auflösung für das Gastsystem oder
RAM-Größe an. Interessant ist vor allem das
7. Vista als Gastbetriebssystem der Nutzung eines Freigabeordners zum Da-
Register „Advance“. Bei „Boot Order“ legen
unter Vista aufspielen tei-Austausch zwischen echtem und virtu-
Sie die Reihenfolge der Laufwerke beim Legen Sie die Setup-DVD von Vista ins Lauf- ellem PC müssen Sie die Guest Additions im
Systemstart fest. Damit sich Vista von der werk. Dann klicken Sie in der Virtual-Box- Gast-System installieren. Für Gast-PCs mit
Setup-DVD installieren lässt, muss in der Konsole doppelt auf den Namen der virtu- Windows starten Sie die virtuelle Maschine
Bootreihenfolge der Eintrag „CD/DVD- ellen Maschine. Virtual Box öffnet ein zu- und warten, bis das System vollständig ge-
ROM“ vor „Hard Disk“ stehen. nächst noch leeres Fenster und blendet eine bootet hat. Dann rufen Sie im Menü „De-
Im Abschnitt „Hard Disks“ können Sie ma- Info zur Nutzung der Host-Taste ein: Drü- vices“ den Befehl „Install Guest Additions“
ximal drei virtuelle Festplatten an den Gast- cken Sie die rechte <Strg>-Taste, um die auf und folgen den Anweisungen des Assis-
Rechner anschließen. Wollen Sie dem virtu- Kontrolle des Mauszeigers wieder an das tenten. Nach Abschluss des Setups klappt
ellen PC den Zugriff auf das Diskettenlauf- Host-System zu übergeben. Aktivieren Sie das Verlassen des Gast-PC-Fensters auch
werk erlauben, aktivieren Sie unter „Floppy“ „Do not show this message again“, um den ohne die Host-Taste.
die Option „Mount Floppy Drive“. Unter Hinweis künftig zu unterdrücken, und
„CD/DVD-ROM“ stellen Sie ein, welches schließen Sie das Fenster mit „OK“.
9. Vista unter Virtual PC 2007
Laufwerk des Host-PCs die virtuelle Maschi- Die virtuelle Maschine greift auf das Lauf-
einrichten
ne nutzen darf. Diese Vorgabe ist für die werk im Host-PC zu und startet das Installa- Virtual PC 2007 (www.microsoft.com/win
dows/virtualpc/) unterstützt im Unterschied
zur Vorgängerversion Vista als Host-Be-
Vista virtuell: Netzwerk-Optionen triebssystem und auch als Gast in einer vir-
tuellen Maschine.
Beim Einrichten eines virtuellen PCs als virtuelle Maschine stehen Ihnen drei Netzwerk-Typen zur Beim ersten Programmaufruf erscheint wie
Verfügung. Was Sie hier wählen müssen, hängt von der Art der Internet-Anbindung ab. bei Virtual Box ein Assistent zum Einrichten
„Use bridged networking“: Mit dieser Standardvorgabe verhält sich der virtuelle PC wie ein ei- einer virtuellen Maschine. Klicken Sie auf
genständiger Rechner mit eigener Netzwerkkarte. Für die Internet-Verbindung muss sich im Netz „Weiter“, und wählen Sie „Virtuellen Com-
beispielsweise ein DSL-Modem, ein Switch, ein Access Point oder ein PC („Internetverbindungs- puter erstellen“ aus. Tippen Sie einen Na-
freigabe“) befinden. Das Gerät sollte IP-Nummern automatisch per DHCP vergeben. Ihr Gast-Sys- men für das System ein, und bestätigen Sie
tem konfigurieren Sie entsprechend den Einstellungen der anderen PCs im Netzwerk. mit „Weiter“. Im nächsten Schritt wählen
„Use network address translation (NAT)“: Ist diese Option aktiv, teilen sich Host- und Gast- Sie aus der Betriebssystemliste beispiels-
Rechner die Netzverbindung. Die virtuelle Maschine bekommt ihre IP-Nummer vom VM-Ware- weise „Windows Vista“ aus. Bestätigen Sie
DHCP-Server. Sie kann eine vom Host-PC aufgebaute Internet-Verbindung (DSL, ISDN, Modem) Ihre Wahl mit einem Klick auf „Weiter“.
mitbenutzen. Vom übrigen Netzwerk aus ist sie nicht erreichbar. Die vorgeschlagene Arbeitsspeichervorgabe
„Use host-only networking“: Mit dieser Einstellung können Sie nur zwischen Host- und Gast- von 512 MB ist ein Minimalwert, den Sie
System eine Netzwerkverbindung aufbauen, beispielsweise für den Datenaustausch. Eine Verbin- erhöhen können. Übernehmen Sie Ihre Ein-
dung des Gast-Systems über den Host zum Internet ist nicht möglich. stellung mit „Weiter“. Im nächsten Fenster
müssen Sie für das Gastsystem eine virtuelle

98 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

096-101 309_vista_5_07_mr_ml.ind98 98 09.03.2007 14:11:18 Uhr


Virtuelle Maschinen Tuning

Festplatte anlegen. Virtual PC speichert sie


als Abbilddatei auf der Festplatte des Host-
PCs. Wählen Sie den Punkt „Neue virtuelle
Festplatte“. Vergeben Sie einen Namen, und
wählen Sie den Speicherpfad. Der Assistent
schlägt für die virtuelle Festplatte 65 GB
Kapazität vor. Diesen Wert können Sie ver-
ringern. Mit „Weiter“ und „Fertig stellen“
schließen Sie den Vorgang ab.

10. VM starten und Vista


aufspielen
Das Hauptmenü von Virtual PC ist ein Kon-
solenfenster. Hier zeigt die Software alle
virtuellen Computer aufgelistet. Der Einrich-
tungsassistent hat Ihren neuen virtuellen
Rechner bereits hinzugefügt. Den Gast-PC
starten Sie nur mit einem Doppelklick oder
mit dem Button „Starten“.
Als Nächstes steht die Installation des Gast- Vista als virtuelle Maschine installieren: Legen Sie die Setup-DVD von Vista ins echte
Betriebssystems auf dem Programm. Sie Laufwerk, und starten Sie mit einem Doppelklick die virtuelle Maschine (Punkt 7)
benötigen dafür die entsprechende Installa-
tions-CD oder -DVD. Starten Sie die virtuelle tion. Wählen Sie im folgenden Schritt als on, Virtual Machine Additions installieren/
Maschine per Doppelklick auf ihren Namen, Laufwerk, auf dem das Betriebssystem ein- aktualisieren“ und folgen den Anweisungen
und wählen Sie oben im Fenster im Menü gerichtet werden soll, die virtuelle Festplatte des Assistenten.
„CD“ den Eintrag „Physikalisches Laufwerk von Virtual PC aus – das ist normalerweise
<Laufwerksbuchstabe>: verwenden“. Nun das Laufwerk C:.
12. Vista mit Vm-Ware Server
bootet Virtual PC 2007 vom Installationsme- Um das Partitionieren und Formatieren
nutzen
dium und startet das Setup-Programm. An kümmert sich Vista automatisch. Anschlie- Der große Bruder von Vm-Ware Player heißt
dieser Stelle müssen Sie ein wenig Geduld ßend beginnt das eigentliche Setup von Vm-Ware Server (www.vmware.com/de/) –
haben, denn das Laden und Initialisieren Windows Vista, das einige Zeit in Anspruch das Programm läuft aber auch auf PCs. Die
des Installationsprogramms innerhalb von nimmt. Dabei werden die Dateien auf die Software von Vm-Ware ist kostenlos, lässt
Virtual PC 2007 dauert wesentlich länger als virtuelle Festplatte kopiert, extrahiert und sich schnell einrichten und komfortabel be-
auf einem echten Rechner. eingerichtet. Danach startet das Setup-Pro- dienen. Vom Namensbestandteil „Server“
Nachdem das Installationsprogramm gela- gramm Vista automatisch neu und schließt sollten Sie sich nicht irritieren lassen. Sie
den ist, erscheint im Falle von Vista das ers- die Installation ab. Am Ende des Vorgangs bedienen das Programm auf Ihrem PC ähn-
te Dialogfenster, in dem Sie die Installati- steht ein weiterer Neustart. lich wie die Desktop-Produkte Vm-Ware
onssprache, das Format für Uhrzeit und Legen Sie einen Benut-
Währung sowie das Tastaturlayout auswäh- zernamen samt Pass-
len. Klicken Sie dann auf „Weiter“ und im wort fest, und geben
Anschluss auf „Jetzt installieren“. Nun ge- Sie einen PC-Namen
ben Sie den 25-stelligen Product-Key zu Vis- ein. Bestätigen Sie bei
ta ein. Wenn Vista im Anschluss an die In- allen weiteren Opti-
stallation aktiviert werden soll, lassen Sie die onen die Vorgaben.
Checkbox unten im Fenster eingeschaltet – Damit ist Vista einsatz-
andernfalls schalten Sie sie ab und aktivie- bereit.
ren das Betriebssysten später telefonisch Bei den Virtual Machi-
oder mittels Internet. Klicken Sie auf „Wei- ne Additions handelt
ter“. Lesen und akzeptieren Sie nun die Li- es sich um ein Zusatz-
zenzbestimmungen, danach klicken Sie er- modul zur Verbesse-
neut auf „Weiter“. rung der Kompatibili-
tät mit Vista, das Sie
11. Vista-Installationsumfang nun noch einrichten
festlegen sollten. Dazu wählen
Entscheiden Sie sich im nächsten Fenster Sie im laufenden Vir- Im Assistenten: Bevor Sie Vista in Virtual PC 2007 einrichten,
für eine benutzerdefinierte Vista-Installa- tual-PC-Fenster „Akti- müssen Sie einen neuen virtuellen Rechner erzeugen (Punkt 9)

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 99

096-101 309_vista_5_07_mr_ml.ind99 99 09.03.2007 14:11:26 Uhr


Tuning Virtuelle Maschinen

Sie den Microsoft Rechner) oder „Remote host“ (entfernter


Webserver (IIS – Inter- Rechner) wählen können. In der Regel wäh-
net Information Ser- len Sie hier „Local host“, es sei denn, Sie
ver) nicht auf Ihrem PC wollen auf einen anderen PC mit Vm-Ware
eingerichtet haben, Server über das Netzwerk zugreifen. In die-
bekommen Sie eine in- sem Fall geben Sie den Namen des Rech-
formative Meldung. ners oder seine IP-Nummer sowie Ihren
Diese können Sie mit Benutzernamen und Ihr Kennwort zur An-
„OK“ bestätigen und meldung auf diesem Rechner ein.
danach mit der Instal- Im Fenster „Local host – VMware Server
lation fortfahren. Den Console“ klicken Sie auf „File, New, Virtual
Webserver benötigen Machine“, um ein neues Gast-System einzu-
Sie nur, wenn Sie Vm- richten. Ein Assistent unterstützt Sie bei die-
Ware Server über ein ser Aufgabe und führt Sie durch die nötigen
Virtual-PC-Konsole: Mit einem Doppelklick auf den Namen der Netzwerk verwalten Schritte. Vorgaben übernehmen: Im ersten
virtuellen Maschine starten Sie das System (Punkt 10) wollen. Dialog ist nichts einzustellen. Klicken Sie
Für den Einsatz auf einfach auf „Weiter“. Im zweiten Dialog be-
Player oder Vm-Ware Workstation. Ver- einem Einzelplatz-PC ist diese Funktion lassen Sie in der Regel die Vorgabe „Typi-
glichen mit Vm-Ware Workstation, fehlen nicht erforderlich. Bei Bedarf können Sie sie cal“. Bei „Custom“ fragt Sie der Assistent
beispielsweise die Team-Funktionen und die nach dem Einrichten des IIS nachrüsten, in- nach Details der Konfiguration. Meist kön-
Möglichkeit, mehrere Snapshots anzulegen. dem Sie das Vm-Ware-Installationspro- nen Sie seine Vorschläge übernehmen.
Vm-Ware Server enthält dafür zusätzliche gramm erneut aufrufen. Das Installations-
Funktionen für die Nutzung über ein Netz- programm bietet Ihnen außerdem an, „Au-
14. Gast-System festlegen und
werk, die Sie aber nicht verwenden müssen. torun“ für CD-/DVD-Laufwerke zu deaktivie-
Netzwerk einrichten
Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung führt ren. Sie sollten diesen Vorschlag akzeptie- Danach wählen Sie das Betriebssystem für
Sie durch alle Stationen – von der Installati- ren. Andernfalls kann es beim gleichzeitigen den Gast aus. Bei Windows beispielsweise
on der Software bis zum Einsatz des virtu- Dateizugriff auf das Laufwerk zu Konflikten stehen Ihnen alle Versionen von 3.1 über 98
ellen Rechners. zwischen dem Host-System (Ihrem eigent- bis Vista zur Verfügung. Die Unterstützung
Das englischsprachige Installationspaket – lichen PC) und dem Gast-System (virtueller für Letzteres ist in der Version 1.0.1 build-
eine deutschsprachige Version gibt es bis- PC) kommen. 29996, die uns bei Redaktionsschluss vor-
her nicht – laden Sie über http://vmware. Zuletzt müssen Sie noch die Seriennum- lag, noch als experimentell gekennzeichnet.
com herunter (145 MB). In jedem Fall müs- mern eintragen, die Sie per Mail von VM- Es ist also nicht garantiert, dass sich Vista
sen Sie sich auf der Website des Herstellers Ware erhalten haben, und mit „Enter“ be- problemlos einrichten lässt und ohne Fehler
kostenlos mit Ihrer Mailadresse registrieren. stätigen. Wenn Sie auf die Schaltfläche läuft. Unsere ersten Tests verliefen jedoch
Im Anschluss daran erhalten Sie eine Seri- „Skip“ klicken, wird die Installation auch erfolgreich. Neben Windows stehen auch
ennummer zugeschickt. ohne Seriennummer abgeschlossen. Sie mehrere Linux-Varianten zur Wahl, außer-
Starten Sie die EXE-Datei, und folgen Sie müssen diese dann aber nach dem Start des dem Novell Netware 4 bis 6, Sun Solaris 9
den Anweisungen des Assistenten. Wenn Programms angeben. und 10 sowie MS-DOS und Free-BSDB (un-
ter „other“).
13. Neuen PC Tragen Sie unter „Virtual Machine Name“
einrichten einen aussagekräftigen Namen für den vir-
Das Installationspro- tuellen PC ein. Unter „Location“ steht stan-
gramm legt standard- dardmäßig der Pfad „C:\Virtual Machines“.
mäßig eine Verknüp- Wenn Sie auf dieser Platte genug Platz ha-
fung mit dem Namen ben, können Sie es dabei belassen. Andern-
„VMware Server Con- falls geben Sie den Pfad zu einem vorhande-
sole“ auf dem Desktop nen Verzeichnis auf einer anderen Festplatte
und im Startmenü un- oder Partition ein. Alternativ wählen Sie ihn
ter „Programme, Vm- über die Schaltfläche „Browse“.
Ware, VMWare Ser- Im Dialog „Network Type“ sehen Sie mehre-
ver“ an. Wenn Sie das re Optionen. Ist im Netz beispielsweise ein
Programm darüber DSL-Modem mit automatischer Adressver-
starten, erscheint ein gabe (DHCP) vorhanden, belassen Sie die
Fenster, in dem Sie erste Einstellung. Was die Optionen im Ein-
Kompatibilität verbessern: Mit den Virtual Machine Additions zwischen den Optio- zelnen bewirken, erklären wir im Kasten auf
ist die Vista-Integration in das Host-System perfekt (Punkt 11) nen „Local host“ (Ihr der vorherigen Doppelseite.

100 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

096-101 309_vista_5_07_mr_ml.ind100 100 09.03.2007 14:11:38 Uhr


Virtuelle Maschinen Tuning

15. Virtuelle Festplatte bild, erstellt die Konfi-


konfigurieren gurationsdatei (VMX-
Stellen Sie die Größe für das Festplatten- Datei) für den neuen
Abbild (Image) ein. Wählen Sie hier besser virtuellen PC und legt
einen größeren Wert (10 GB oder mehr), eine Verknüpfung un-
wenn Sie genug Platz auf Ihrer echten Fest- ter „Inventory“ im lin-
platte haben. Die virtuelle Platte lässt sich ken Bereich des Fens-
nachträglich nicht mehr ohne Weiteres ver- ters an.
größern. Falls der Platz später knapp wird,
können Sie aber jederzeit weitere virtuelle
16. Virtuellen PC
Platten hinzufügen. Die Vorgabe „Allocate
starten
all disk space now“ sollten Sie, wenn mög- Legen Sie das Medium
lich, übernehmen. Das Festplatten-Abbild mit dem zu installie-
belegt dann zwar sofort den zugewiesenen renden Betriebssystem
Platz auf der Platte, die Leistung ist dann ins Laufwerk. Wählen
aber am besten. Wenn Sie diese Klickbox Sie unter „Inventory“
deaktivieren, erzeugt Vm-Ware nur ein Ab- einen virtuellen PC
bild minimaler Größe. Abhängig vom Platz- aus, und klicken Sie
bedarf des Gast-Systems kann es bis zur auf die grüne Schalt- Vm-Ware-System einrichten: Ein Assistent unterstützt Sie bei
Maximalgröße wachsen, die Sie vorher fest- fläche („Power on“). dieser Aufgabe und führt Sie durch die Schritte (Punkt 13)
gelegt haben. Ist die Klickbox vor „Split disk Innerhalb von Vm-Wa-
into 2 GB files“ aktiv, teilt Vm-Ware das re Server verhält sich ein virtueller PC genau Vm-Ware-Fensters gefangen. Sie müssen
Abbild in 2-GB-Häppchen auf. Das kostet wie andere PCs. Der PC bootet vom CD- <Strg>-<Alt> drücken, um ihn herausbewe-
ebenfalls Leistung und ist nur auf Partiti- Laufwerk. Installieren Sie das Betriebssys- gen zu können.
onen mit einer Beschränkung der Dateigrö- tem wie gewohnt. Nach Installation des Ein Gast-System läuft in einem Fenster. Dar-
ße erforderlich (FAT16 oder FAT32). Bei Gast-Systems sollten Sie über „VM, Install in bedienen Sie den virtuellen PC wie ge-
NTFS-Partitionen (Standard bei Windows VM-Ware Tools“ auf jeden Fall die Tools wohnt. Über das Icon „Full Screen“ in der
2000, XP und Vista) lassen Sie die Klickbox und angepassten Treiber einrichten. Nur Symbolleiste schalten Sie in die Vollbild-
daher deaktiviert. dann läuft ein System in der Virtualisierung darstellung und mit <Strg>-<Alt> wieder
Nach einem letzten Klick auf „Fertig stellen“ optimal. Unter anderem ist der Mauszeiger zurück. Wenn Sie das System nicht mehr
erzeugt der Assistent das Festplatten-Ab- ohne die VM-Ware Tools innerhalb des benötigen, fahren Sie es herunter.

VMX-Wizard: Das Tool für den Vm-Ware Player


Vm-Ware Player ist eine einfache Lösung, um mit virtuellen Maschinen zu 5. Bestätigen Sie, dass zum virtuellen PC ein CD-/DVD-Laufwerk gehört.
arbeiten. Solche erstellen kann das Tool aber nicht. Dieses Manko besei- Alternativ lässt sich auch ein ISO-Image angeben. Das ist etwa nützlich,
tigt der VMX-Wizard (http://rhysgoodwin.orcon.net.nz/vmxwizard/). wenn Sie mit Vm-Ware Player eine Live-CD/-DVD wie Knoppix (www.
knopper.net) starten wollen. Diese Angabe können Sie in VMX-Wizard
1. Beim Start der Installationsdatei erscheint keine Meldung. Nach weni- nicht mehr ändern. Das geht nur mit dem VMX-Builder.
gen Sekunden ist das Programm dennoch aufgespielt. Sie finden unter
„Start, Alle Programme“ den neuen Eintrag „VMXWizard“. 6. Unter „Network Options“ sorgen Sie für den Anschluss ans Internet.
„Ethernet 0, Enable“ lassen Sie aktiviert. Ändern Sie noch im Drop-down-
2. Starten Sie VMX-Wizard. Mit „Next“ verlassen Sie den Begrüßungsdialog Feld den Netzwerkadapter auf „VM Network 8 (NAT)“. Das funktioniert für
und gelangen zur Auswahl des künftigen Betriebssystems. In unserem fast alle Konfigurationen.
Beispiel gehen wir davon aus, dass Sie Windows installieren wollen. Unter
„Version“ steht zwar nur „Windows XP Pro“, trotzdem lassen sich auch 7. Legen Sie den Namen der virtuellen Maschine und ihren Speicherort
ältere Versionen wie 98 installieren. fest. Es erscheint eine Zusammenfassung der Konfiguration. Falls Sie etwas
ändern wollen, gehen Sie über den „Back“-Knopf einen Schritt zurück.
3. Unter „Memory to allocate“ legen Sie fest, wie viel RAM die virtuelle
Maschine erhält. Dieser Speicher wird beim Ausführen des Gast-Systems 8. Anschließend bietet der VMX-Wizard an, den virtuellen PC zu starten.
dynamisch vom tatsächlich vorhandenen Arbeitsspeicher abgezwackt. Die Installations-CD Ihres Betriebssystems sollte im Laufwerk liegen. Im
Test griff der neue PC automatisch darauf zu. Klappt das nicht, dann kli-
4. Im nächsten Dialog legen Sie die Größe der virtuellen Festplatte fest. Für cken Sie beim Start ins Player-Fenster. Per <Esc> kommen Sie ins Boot-
Windows XP mit Service Packs empfehlen wir beispielsweise 5 GB. menü. Die Installation von Windows läuft dann wie gewohnt.

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 101

096-101 309_vista_5_07_mr_ml.ind101 101 09.03.2007 14:11:48 Uhr


Tuning Erweiterte Systemverwaltung

erung, System und Wartung, Verwaltung,


Zuverlässigkeits- und Leistungsüberwa-
chung“. Alternativ können Sie diese Funkti-
on auch über „Start“ und die Eingabe von
„perfmon.msc“ starten.
Wenn Sie die Konsole als Benutzer mit Ad-
ministratorrechten starten, können Sie die
Auslastung und Leistung von CPU, Daten-
trägern, Netzwerk und Speicher in Echtzeit
überwachen. Durch Erweitern der Ressour-
cen können Sie zusätzliche Informationen
anzeigen und überprüfen, welche Ressour-
cen von welchen Prozessen genutzt werden.
Der Bereich mit der Ressourcenübersicht
enthält vier animierte Diagramme, welche
die Auslastung der CPU-, Datenträger-,
Netzwerk- und Speicherressourcen des lo-
kalen Computers in Echtzeit beschreiben.
Unter den Diagrammen befinden sich vier
erweiterbare Bereiche, in denen Einzel-
heiten zur jeweiligen Ressource angezeigt
werden können. Klicken Sie zur Anzeige
dieser Informationen auf den Abwärtspfeil
rechts neben dem jeweiligen Balken:
Im Bereich „CPU“ wird die aktuelle Auslas-

Leistung im
tung der CPU-Kapazität in Prozent ange-
zeigt. Für die CPU stehen außerdem fol-
gende Detailinformationen zur Verfügung:
Image (Bild): die Anwendung, welche die
CPU-Ressourcen nutzt.

Schnell-Check PID: die Prozess-ID der Anwendungsinstanz.


Threads: die Anzahl der Threads, die aktuell
für die Anwendungsinstanz aktiv sind.
CPU: die CPU-Zyklen, die aktuell für die An-
wendungsinstanz aktiv sind.
Average CPU (durchschnittliche CPU-Aus-
Über den Eintrag „Zuverlässigkeit und Leistung“ in der Konso- lastung): die von der Anwendungsinstanz
lenstruktur der Computerverwaltung behalten Sie die Leistung verursachte durchschnittliche CPU-Auslas-
tung. Angezeigt wird der prozentuale Anteil
Ihres PCs im Auge und entdecken mögliche Schwachstellen. an der Gesamtkapazität der CPU.
Im Bereich „Datenträger“ wird die aktuelle
Von Thomas Joos Gesamtbelastung durch E-/A-Vorgänge an-
gezeigt. Außerdem können folgende Detail-
nter Leistung versteht man die Ge- kann der Ressourcenverbrauch einzelner informationen abgefragt werden:
U schwindigkeit, in der ein Computer Anwendungen und Prozesse überprüft wer- Image (Bild): die Anwendung, welche die
Programm- und Systemaufgaben ausführt. den. Anhand einer umfassenden Leistungs- Datenträgerressourcen nutzt.
Die Gesamtleistung eines Systems wird analyse, die sowohl die Auswirkungen von PID: die Prozess-ID der Anwendungsinstanz.
durch verschiedene Faktoren begrenzt. Anwendungen als auch die Gesamtkapazität File (Datei): die Datei, die von der Anwen-
Hierzu zählen etwa die Zugriffsgeschwin- berücksichtigt, können IT-Experten einen dungsinstanz gelesen und/oder geschrieben
digkeit der physischen Datenträger, die Bereitstellungsplan entwickeln und an die wird.
Speichermenge, die für alle laufenden Pro- jeweiligen Anforderungen anpassen. Read (Lesen): die aktuelle Geschwindigkeit
zesse zur Verfügung steht, die Prozessorge- (in Bytes/min), mit der die Anwendungsin-
schwindigkeit und der Datendurchsatz der
1. Überwachung der stanz Daten aus der Datei liest.
Netzwerkschnittstellen.
Systemleistung Write (Schreiben): die aktuelle Geschwin-
Nachdem die einschränkenden Faktoren auf Starten Sie die Zuverlässigkeits- und Leis- digkeit (in Bytes/min), mit der die Anwen-
der Hardware-Seite identifiziert wurden, tungsüberwachung über „Start, Systemsteu- dungsinstanz Daten in die Datei schreibt.

102 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

102-105 310 vista_5_07_mr_ml.ind102 102 08.03.2007 8:51:31 Uhr


Erweiterte Systemverwaltung Tuning

Total (Gesamt): die aktuell von der Anwen- oder Verlaufsdaten angezeigt werden. Sie
dungsinstanz durchgeführten Ein- und Aus- können im Systemmonitor Leistungsindika- Überblick Systemverwaltung
gaben für den Datenträger (in Bytes/min). toren entweder per Drag & Drop hinzufügen Inhalt Seite
oder hierfür benutzerdefinierte Datensamm-
2. Die Bereiche Netzwerk und lergruppen (Data Collector Sets, DCS) er- 1. Überwachung der Systemleistung 102
Speicher stellen. Der Systemmonitor unterstützt ver- 2. Die Bereiche Netzwerk und Speicher 103
Im Bereich „Netzwerk“ wird der gesamte schiedene Ansichten für die visuelle Über- 3. Der Systemmonitor 103
aktuelle Netzwerkverkehr (in KBit/s) ange- prüfung der Daten in Leistungsprotokollen.
4. Beobachten der Indikatorendaten 104
zeigt. Für die Netzwerkauslastung stehen Außerdem können benutzerdefinierte An-
außerdem folgende Detailinformationen zur sichten in Form von Datensammlergruppen 5. Sammlungssätze 105
Verfügung: für die Verwendung in Leistungs- und Pro- 6. Protokolle aus Sammlungssatz 105
Image (Bild): die Anwendung, welche die tokollfunktionen exportiert werden. 7. Überwachung bei Speicherengpässen 105
Netzwerkressourcen nutzt. Über das grüne Plus-Zeichen können Sie
Kästen
PID: die Prozess-ID der Anwendungsinstanz. weitere Leistungsindikatoren einblenden
Address (Adresse): die Netzwerkadresse, lassen. Wählen Sie zunächst den entspre- Zuverlässigkeitsüberwachung 104
mit welcher der lokale Computer Informati- chenden Indikator aus, und klicken Sie auf Buchtipp 105
onen austauscht. Hier kann ein Computer- „Hinzufügen“. Sie können eine Beschrei-
name (wenn sich der andere Computer im bung der Indikatorengruppe anzeigen, die
selben LAN befindet), eine IP-Adresse oder aktuell in der Liste ausgewählt ist. Aktivie- zelnen Indikator hinzufügen, indem Sie auf
ein voll qualifizierter Domänenname ange- ren Sie dazu das Kontrollkästchen „Be- den Abwärtspfeil neben dem Gruppenna-
zeigt werden. schreibung anzeigen“ in der unteren linken men klicken, den gewünschten Indikator
Send (Senden): die Datenmenge (in KBit/s), Ecke des Bildschirms. Wenn Sie eine andere markieren und danach auf „Hinzufügen >>“
welche die Anwendungsinstanz aktuell vom Gruppe auswählen, wird die zugehörige Be- klicken.
lokalen Computer an die Adresse sendet. schreibung angezeigt. Wenn Sie mehrere Indikatoren einer Gruppe
Receive (Empfangen): die Datenmenge (in Sie können die verfügbaren Indikatoren ei- auswählen möchten, klicken Sie bei ge-
KBit/s), welche die Anwendungsinstanz ak- ner Gruppe anzeigen, indem Sie auf den drückter <Strg>-Taste auf die Namen in der
tuell von der Adresse empfängt. Abwärtspfeil rechts neben dem Gruppenna- Liste. Sobald alle gewünschten Indikatoren
Total (Gesamt): die gesamte Bandbreite (in men klicken. Zum Hinzufügen einer Indika- ausgewählt sind, klicken Sie auf „Hinzufü-
KBit/s), die aktuell von der Anwendungsin- torengruppe markieren Sie den Gruppenna- gen >>“. Wenn Sie nur eine bestimmte In-
stanz für das Senden und Empfangen ge- men und klicken auf „Hinzufügen >>“. stanz eines Indikators hinzufügen möchten,
nutzt wird. Nachdem Sie einen Gruppennamen mar- markieren Sie einen Gruppennamen in der
Im Bereich „Speicher“ werden die aktu- kiert haben, können Sie durch Klicken auf Liste, wählen den gewünschten Prozess in
ellen Seitenfehler pro Sekunde und der ak- den Abwärtspfeil die enthaltenen Leistungs- der Liste im Bereich Instanzen des gewähl-
tuell genutzte physische Speicher in Prozent indikatoren anzeigen. Wenn Sie einen Indi- ten Objekts aus und klicken auf „Hinzufügen
angezeigt. Folgende Detailinformationen kator in der Liste markieren, bevor Sie auf >>“. Derselbe Indikator kann von mehreren
können für Speicherressourcen abgefragt „Hinzufügen >>“ klicken, wird nur dieser Prozessen generiert werden. Bei Auswahl
werden: Indikator hinzugefügt. Sie können einen ein- einer Instanz werden nur diejenigen Indika-
Image (Bild): die Anwendung, welche die
Speicherressourcen nutzt.
PID: die Prozess-ID der Anwendungsinstanz.
Hard Faults: die Anzahl der Hard Faults, die
aktuell von der Anwendungsinstanz gene-
riert werden.
Working Sets (Arbeitsseiten): die Anzahl
der Seiten, die aktuell für die Anwendungs-
instanz im Speicher gehalten werden.

3. Der Systemmonitor
Wenn Sie in der Konsolenstruktur (die linke
Fensterspalte) auf den Eintrag „Zuverlässig-
keit und Leistung, Überwachungstools,
Systemmonitor“ klicken, können Sie den PC
noch genauer überwachen lassen. Im
Systemmonitor werden die integrierten
Windows-Leistungsindikatoren grafisch Systemmonitor in Windows Vista: Das Bordwerkzeug bietet umfassende Anzeigemög-
dargestellt. Es können Daten in Echtzeit lichkeiten, die sich individuell konfigurieren lassen (Punkt 3)

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 103

102-105 310 vista_5_07_mr_ml.ind103 103 08.03.2007 8:52:02 Uhr


Tuning Erweiterte Systemverwaltung

Die Berichtansicht enthält die Werte für den


ausgewählten Indikator in Textform.
Unter dem Ansichtsfenster befindet sich ei-
ne Legende mit Angaben zu den einzelnen
Leistungsindikatoren. Über die Kontrollkäst-
chen der einzelnen Zeilen können Sie steu-
ern, welche Indikatoren in der Ansicht dar-
gestellt werden.
Wenn eine Zeile in der Legende ausgewählt
ist, können Sie die zugehörige Indikatorlinie
optisch hervorheben, indem Sie auf der
Sammlungssatz erstellen: Klicken Sie dazu in der Computerverwaltung mit der rechten Symbolleiste auf die Schaltfläche „Markie-
Maustaste auf „Neu“ und dann auf „Sammlungssatz“ (Punkt 5) rung“ klicken. Durch erneutes Klicken auf
diese Schaltfläche wird die ursprüngliche
toren protokolliert, die vom gewählten Pro- angezeigt. Abgebildet werden Daten über Anzeige wiederhergestellt.
zess erzeugt werden. Wenn Sie keine In- einen Zeitraum von zwei Minuten. Die Ab- Sie können die Eigenschaften für die Anzei-
stanz auswählen, werden alle Instanzen des tastung erfolgt von links nach rechts. Die ge eines Indikators ändern. Klicken Sie dazu
Indikators protokolliert. X-Achse ist beschriftet. Mit Hilfe des Dia- mit der rechten Maustaste auf die entspre-
Sie können nach Instanzen eines Indikators gramms lassen sich Änderungen an den Ak- chende Zeile in der Legende, und wählen
suchen, indem Sie die Indikatorengruppe tivitäten der einzelnen Indikatoren über ei- Sie „Eigenschaften“. Daraufhin wird das Di-
markieren oder die Gruppe erweitern und nen kurzen Zeitraum beobachten. Sie kön- alogfeld „Eigenschaften von Systemmoni-
den gewünschten Indikator markieren, den nen Details für einen bestimmten Indikator tor“ geöffnet. Die Registerkarte „Daten“ ist
Prozessnamen in das Feld unterhalb der In- anzeigen, indem Sie im Diagramm mit der aktiviert. Passen Sie die Eigenschaften mit
stanzenliste für das gewählte Objekt einge- Maus auf die entsprechende Indikatorlinie Hilfe der Drop-down-Menüs an.
ben und auf „Suchen“ klicken. Der eingege- zeigen. Mit der Schaltfläche „Anhalten“ auf der
bene Prozessname wird in der Drop-down- Mit dem Drop-down-Menü auf der Sym- Symbolleiste können Sie die Anzeige ein-
Liste für eine weitere Suche angeboten. bolleiste können Sie die Anzeige für die ak- frieren, um die aktuelle Aktivität zu überprü-
tuelle Datensammlergruppe ändern. In der fen. Wenn Sie die Anzeige wieder aktivieren
4. Beobachten der Indikatoren- Histogrammansicht werden Daten in Echt- möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche
daten in Systemmonitor zeit angezeigt. In dieser Ansicht lassen sich „Wiedergabe“. Durch Klicken auf „Vor-
Standardmäßig werden die Daten in System- Änderungen an den Aktivitäten der einzel- wärts“ kann die Anzeige schrittweise durch-
monitor in Form eines Liniendiagramms nen Indikatoren beobachten. laufen werden. Wenn die Anzeige des Lini-

Zuverlässigkeitsüberwachung: Das leistet sie


Die Zuverlässigkeitsüberwachung ist ein Snap-in für die Microsoft Ma- den gewählten Da-
nagement Console (MMC), das einen Überblick über die Systemstabilität tumsbereich detail-
sowie eine Trendanalyse mit Detailinformationen zu Ereignissen liefert, liert angezeigt. Die
die sich auf die Stabilität des Gesamtsystems auswirken. Die Aufzeichnung Zuverlässigkeits-
entsprechender Daten beginnt mit der Systeminstallation. Bis Daten über überwachung rufen
einen Zeitraum von 28 Tagen zur Verfügung stehen, wird der Stabilitätsin- Sie am besten über
dex im Diagramm als gepunktete Linie dargestellt. Erst danach ist eine die Computerver-
Messbasis für eine Berechnung vorhanden. waltung auf, wie
In der oberen Hälfte der Zuverlässigkeitsüberwachung sehen Sie das Sys- auch den System-
temstabilitätsdiagramm und einen Kalender für die Auswahl eines Datums monitor. Für jeden
oder eines Datumsbereichs. Die Zuverlässigkeitsüberwachung speichert Ereignistyp sind in
Verlaufsdaten für Systemstabilität und Zuverlässigkeitsereignisse über ei- Vista folgende Daten
nen Zeitraum von einem Jahr. Im Systemstabilitätsdiagramm wird der verfügbar: „Instal-
fortlaufende Stabilitätsindex für das Betriebssystem angezeigt. In Win- lierte/Deinstallier-
dows Vista deckt das Diagramm einen Zeitraum von einem Monat ab. te Software“, „An-
Am unteren Rand des Systemstabilitätsdiagramms sehen Sie fünf Katego- wendungsfehler“,
rien für Zuverlässigkeitsereignisse, die in die Stabilitätsberechnung für das „Hardwarefehler“,
System eingehen. Wenn Sie auf das Pluszeichen (+) neben einer Kategorie „Treiberfehler“ und Zuverlässigkeitsüberwachung: Sie soll kri-
klicken, werden die Ereignisse für das gewählte Datum beziehungsweise „Windows-Fehler“. tische Systemprobleme frühzeitig anzeigen

104 TUNING TIPPS & TRICKS 5/2007

102-105 310 vista_5_07_mr_ml.ind104 104 08.03.2007 8:52:22 Uhr


Erweiterte Systemverwaltung Tuning

endiagramms angehalten und anschließend


wieder gestartet wird, ändert sich der auf
der X-Achse dargestellte Zeitraum.
Der Systemmonitor arbeitet mit sogenann-
ten Objekten, die beobachtet werden kön-
nen. Für jedes dieser Objekte wie zum Bei-
spiel den Prozessor gibt es eine Reihe von
Leistungsindikatoren wie Prozessorzeit oder
Interrupts/s. Für einzelne Objekte gibt es
zudem mehrere Instanzen. Das ist zum Bei-
spiel beim Prozessor der Fall, wenn mit
einem Multiprozessor-System gearbeitet
wird. Beim Objekt „Prozesse“ wird eine In- Sammlungssatz anpassen: In diesem Fenster führen Sie die gewünschten Änderungen an
stanz für jeden aktiven Prozess definiert. den Überwachungseinstellungen des Systemmonitors durch (Punkt 6)

5. Sammlungssätze Satz Speicheroptionen zu konfigurieren. Sie Grenzen erreicht ist. Beachten Sie: Wenn
Die Echtzeitanzeige ist nur eine Möglichkeit, können beispielsweise bestimmen, dass der Sie auf der Registerkarte „Zeitplan“ ein Ab-
Systemmonitor zu nutzen. Nachdem Sie ei- Dateiname Angaben zum Protokoll enthal- laufdatum festgelegt haben, das nach einer
ne Kombination aus Datensammlern zusam- ten soll, und die Dateigröße für bestimmte auf der Registerkarte „Stoppbedingung“ de-
mengestellt haben, die nützliche Echtzeitin- Protokolle begrenzen. Außerdem können finierten Bedingung liegt, hat die Stoppbe-
formationen über Ihr System liefern, können Sie entscheiden, ob Daten überschrieben dingung Vorrang.
Sie diese als Sammlungssätze (Data Collec- oder angehängt werden sollen.
tor Sets, DCS) speichern. Sammlungssätze Klicken Sie in der Liste des Fensters mit der
7. Leistungsüberwachung bei
bilden die Grundlage für die Leistungsüber- rechten Maustaste auf den Namen des
Speicherengpässen
wachung und Berichterstellung. Mit ihrer Sammlungssatzes, der konfiguriert werden Ein Problem bei der Performance-Analyse
Hilfe lassen sich mehrere Datensammlungs- soll, und wählen Sie „Eigenschaften“. Auf ist, dass die Beseitigung eines Engpasses oft
punkte in einer Komponente zusammenfas- der Registerkarte „Allgemein“ können Sie zum nächsten führt. Dafür gibt es viele Bei-
sen, die dann zum Überprüfen und Protokol- eine Beschreibung oder Schlüsselwörter für spiele. Wenn mehr Speicher bereitsteht,
lieren genutzt werden kann. die Datensammlergruppe eingeben. Auf der zeigt sich oft, dass auch die Prozessoraus-
Um einen Sammlungssatz zu erstellen, be- Registerkarte „Verzeichnis“ ist das Stamm- lastung bereits an der Kapazitätsgrenze ist.
ginnen Sie mit der Anzeige der Leistungsin- verzeichnis als Standardverzeichnis festge- Es gibt nun einige Regeln für den Einsatz
dikatoren. Erweitern Sie in der Konsole die legt, in dem alle Protokolldateien für die von Hauptspeicher. Die erste Regel lautet:
Hierarchiestruktur, klicken Sie mit der rech- Datensammlergruppe gespeichert werden. Viel hilft viel, sowohl beim Hauptspeicher
ten Maustaste auf „Systemmonitor“, und Mit „Aktiver Bereich“ geben Sie an, wann als auch beim Cache. Die zweite Regel be-
zeigen Sie auf „Neu, Sammlungssatz“. Dar- mit der Datensammlung begonnen wird. Mit sagt, dass die Auslagerungsdatei am besten
aufhin wird der Assistent für die Erstellung den Optionen unter „Starten“ legen Sie fest, auf einer anderen physischen Festplatte als
einer neuen Datensammlergruppe gestartet. wann ein neues Protokoll erstellt wird. Sie der Systempartition aufgehoben ist. Der
Die neue Datensammlergruppe enthält alle können einen Startzeitpunkt angeben und Preis dafür ist, dass dann keine Speicher-
Informationen, die in der aktuellen System- die Wochentage festlegen, an denen die Da- Dumps bei einem Systemfehler mehr durch-
monitoransicht ausgewählt sind. tensammlung erneut gestartet wird. Auf der geführt werden können.
Alle von der Datensammlergruppe zusam- Registerkarte „Stoppbedingung“ können
mengestellten Informationen werden im Sie Kriterien für Bedingungen angeben, bei
Stammverzeichnis gespeichert. Sie können denen die Datensammlung angehalten wird.
diese Vorgabe auch ändern und einen ande- Wenn Sie das Kontrollkästchen „Maximale Buchtipp
ren Speicherort angeben. Wenn Sie nicht Dauer“ aktivieren, können Sie festlegen, wie
Dieser Artikel stammt aus dem rundum
den Standardbenutzer verwenden möchten, lange Daten gesammelt werden sollen. Ist
empfehlenswerten Kompendium „Windows
klicken Sie auf „Ändern“ und geben den Na- dieses Kontrollkästchen deaktiviert, erfolgt
Vista Business – In-
men und das Kennwort des gewünschten die Datensammlung zeitlich unbegrenzt.
stallation, Netz-
Benutzers ein. Der Sammlungssatz muss Im Bereich „Grenzen“ können Sie durch Ak-
werke, Praxistipps“
unter dem Konto eines Benutzers mit Admi- tivieren des entsprechenden Kontrollkäst-
von Thomas Joos,
nistratorrechten ausgeführt werden. chens einen Neustart der Datensammler Verlag Markt+Technik
vorsehen, wenn eine bestimmte Grenze er- (www.mut.de, ISBN:
6. Protokolle aus einem Samm- reicht ist. Auf diese Weise lassen sich seg-
lungssatz erstellen 978-3-8272-4178-8,
mentierte Protokolle erzeugen. Ist das Kon- 944 Seiten – 1 CD,
Ein Sammlungssatz erstellt eine Protokoll- trollkästchen deaktiviert, erfolgt kein Neu- 39,95 Euro [D].
datei. Sie haben die Möglichkeit, für jeden start der Datensammlung, wenn eine der

TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING 105

102-105 310 vista_5_07_mr_ml.ind105 105 08.03.2007 8:52:46 Uhr


Tipps & Tricks
Thema
Tipps & Tricks Thema

45 Fragen und
Antworten zu Vista
Was ist aus Win FS geworden, spielt Vista HD-DVDs ab, und wieso schaltet
Aero sich automatisch ab? Mit unseren FAQ zum Stöbern, Nachschlagen und
Informieren bleibt keine wichtige Frage rund um Vista mehr offen.

Von Redaktion PC-WELT

M it Windows Vista wird alles schöner, Grundlagen 2. Wenn man die Entwicklung der Win-
bunter und besser – so frohlocken je- dows-Versionen von Windows 95 (ein
denfalls die Marketingexperten aus Red- 1. Woher stammt der Name Vista? großer Schritt vorwärts) bis zu Win-
mond. Vista soll die täglichen Aufgaben am Im Juli 2005, als der Name angekündigt wur- dows ME (eher ein Rückschritt) be-
PC erleichtern und neue Kommunikations- de, erklärte Brad Goldberg (Windows Direc- trachtet – wo ist Vista einzuordnen?
wege eröffnen. Seit Monaten befassen wir tor of Product Development) dem Magazin Irgendwo in der Mitte. Man könnte es als
uns intensiv mit Vista. Exklusiv für Sie ha- News.com, dass der Name das Ergebnis ei- einen Schritt in die richtige Richtung be-
ben die Experten aus der PC-WELT-Redak- ner Untersuchung gewesen sei, die nach zeichnen – als einen Schritt mittlerer Größe.
tion einen Themenkatalog erstellt, in dem einem Wort suchte, das Klarheit, Reinheit Im Hinblick auf neue Funktionen bietet es
wir wichtige Fragen zu Vista beantworten. und Pracht zum Ausdruck bringen sollte. sehr viele kleine, aber durchaus wertvolle

106 TIPPS & TRICKS TIPPS & TRICKS 5/2007

106-111 400_vista_5_07_mr_ml.ind106 106 07.03.2007 10:23:44 Uhr


Thema
TippsTipps & Tricks
& Tricks
Überblick Vista-FAQ
Inhalt Seite

Grundlagen 106
Vista-Versionen 108
Oberfläche 108
Sicherheit 110
Netzwerk 110
Anwendungen 111
Kästen
Wann kommt das Service Pack für Vista? 107
Was bringt die Business-Fassung? 108

Verbesserungen – aber keine spektakulären in der Praxis Früchte tragen, das Betriebs- Funktionen hinzubekommen hat – von einer
Durchbrüche. Andererseits: Wenn die Ver- system nicht so anfällig gegenüber Viren, integrierten Suche über Gadgets (Widgets)
besserungen in Hinsicht auf die Sicherheit Spyware oder anderen Angriffen ist, dann bis hin zu 3D-Effekten auf dem Desktop –,
wäre dieser Punkt ein sehr gewichtiges Ar- die Tiger bereits bietet.
gument für das neue Betriebssystem. Mit Leopard, dem in Kürze erscheinenden
Wann kommt das Windows Vista bietet eine bessere Unter-
stützung als XP im Hinblick auf die Leis-
OS von Apple, werden Mac-Nutzer wieder-
um einige neue Funktionen zu Gesicht be-
erste Service Pack tungsfähigkeit heutiger Hardware, ebenso kommen, die ihnen Vorteile gegenüber Win-

für Vista? auf den noch bevorstehenden Wechsel auf


64 Bit. Damit bietet das OS die Basis für leis-
dows-Nutzern bieten. Beispielsweise Leo-
pards Zeitmaschine: Das Backup-Utility
Wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Noch tungsfähigere Applikationen, die niemals so könnte gleichartigen Funktionen von Vista
nie kam ein Service Pack noch im gleichen für Windows XP hätten geschrieben werden weit überlegen sein.
Jahr wie das Hauptprodukt heraus. Bei Win- können. Wenn die ersten 64-Bit-Applikati-
dows Vista gibt es allerdings einen guten onen auftauchen, sollte Vista ein wesentlich 4. Benötigen die Upgrade-Versionen von
Grund. Vista wurde lange Zeit parallel zu überzeugenderes Upgrade/Update sein als Windows Vista tatsächlich ein bereits
Windows Server 2007 entwickelt. Um den noch am Tag der Erstveröffentlichung. installiertes Windows?
von Microsoft anvisierten Erscheinungster- Ja – nicht vorzustellen, was Microsoft da ge-
min von Vista halten zu können, wurden 3. Wie hält sich Windows Vista gegenüber trieben hat, aber die Berichte stimmen.
allerdings im Spätsommer 2006 die Entwick- der jüngsten Version des Apple OS?
lungsstränge getrennt. Vista ging in die Im World Class Awards 2005 unserer 5. Was ist aus Win FS geworden?
Haupttestphase über, und Windows Server Schwesterpublikation PC-World war Apples Mit Win FS wollte Microsoft das gegenwär-
2007 wurde unabhängig weiterentwickelt. OS X 10.4 („Tiger“) das drittbeste Produkt tige Windows-Dateisystem ersetzen. Eine
Das, was in der Zeit an Verbesserungen und des Jahres, während Windows XP nicht ein- Datenbank sollte her, die eigens für Such-
Korrekturen geschaffen wurde, soll mittels mal genannt wurde. Auf der CES 2006 konn- anfragen und das Sortieren von Daten kon-
des Service Pack 1 für Vista nachgereicht te Vista dagegen den von den Veranstaltern zipiert sein sollte. Microsoft musste das Pro-
werden. Weil sich die meisten Änderungen vergebenen Hauptpreis abstauben. jekt aufgeben, da die Implementierung sich
unter der Haube abspielen, sind jedoch kei- Mit Windows Vista wird sich der Abstand zu zu schwierig gestaltete. Derzeit wird über
ne wirklichen Neuerungen zu erwarten. Apples Mac-OS X verkürzen. In Teilen ist das Thema bei den Redmondern nicht so
dies darin begründet, dass Vista so viele gerne gesprochen – es scheint allerdings so,

TIPPS & TRICKS 5/2007 TIPPS & TRICKS 107

106-111 400_vista_5_07_mr_ml.ind107 107 07.03.2007 10:23:53 Uhr


Tipps & Tricks Thema

etwa die Complete-PC-Backup-Funktion für 11. Wie lange kann ich Vista ohne Eingabe
Images, aber auch der Festplattenverschlüs- eines Produktschlüssels testen?
Was bringt die seler Bitlocker. Den Kauf von Ultimate will Zunächst 30 Tage. Sie können aber vor Ab-

Business-Fassung? Microsoft mit diversen Extras belohnen, die


nach und nach kostenlos zum Download
lauf der Frist die Kommandozeile als Admi-
nistrator aufrufen und dann den Befehl
Wesentliches Merkmal ist die Möglichkeit, freigegeben werden. Käufer von Vista Ulti- „slmgr -rearm“ eingeben. Dadurch verlän-
sich an einer Windows Server Domain anzu- mate erhalten sowohl die 32-Bit- als auch gert sich die Testdauer um weitere 30 Tage.
melden und dort auf Daten zuzugreifen. die 64-Bit-Fassung in einem Paket und Zu- Das ist maximal dreimal möglich, wodurch
Ähnliches kennt man von Windows XP Pro- griff auf alle Sprachpakete. Sie insgesamt 120 Tage die Vista-Version
fessional. Analog zu XP Pro gewährt Vista Ihrer Wahl testen können. Besagter Befehl
Business auch beispielsweise den Fernzugriff 8. Was bringt mir die 64-Bit-Fassung? ist übrigens seitens Microsoft dokumentiert,
auf einen Rechner via Remote Desktop. Ebenso wie die 64-Bit-Fassung von Win XP es handelt sich also nicht um einen Hack.
sieht die 64-Bit-Fassung von Vista beinahe
identisch zur 32-Bit-Fassung aus. Unter- 12. Läuft Vista auf einem Mac ?
als ob Microsoft das Win FS in die nächste schied: Vista 64 Bit erlaubt es, sowohl 32-Bit- Ja. Es gibt zwei Möglichkeiten, Windows
Version von Windows implementieren will. als auch 64-Bit-Anwendungen auszuführen Vista auf einem Mac laufen zu lassen – als
und mehr als 4 GB RAM anzusprechen. virtuelle Maschine mit Parallels (www.parall
Vista-Versionen Davon profitieren jedoch nur die 64-Bit-Fas-
sungen von datenintensiven CAD-, Foto-
els.com) und über Apples Boot Camp (www.
apple.com/macosx/bootcamp/).
6. Ich habe einen Tablet-PC, kann – oder oder Video-Anwendungen und bieten unter
sollte – ich Vista darauf installieren? Umständen eine bessere Performance als 13. Ich habe Horrorgeschichten im Hinblick
Ja, Sie können, wenn Sie eine Vista-Fassung entsprechende 32-Bit-Fassungen. auf die Vista-Lizenzierung gehört.
kaufen, die die Funktionalität von Tablet-PCs Muss ich wirklich eine neue Kopie kau-
unterstützt: entweder Home Premium, Busi- 9. Muss ich eine andere DVD für die 64-Bit- fen, wenn ich meinen PC aufrüste?
ness, Enterprise oder Ultimate. Bevor Sie Fassung von Vista kaufen? Nein. Anfänglich wollte Microsoft zwar eini-
den Kauf erwägen, checken Sie jedoch Ihre Nur bei Vista Ultimate erhalten Sie sowohl ge recht drastische Maßnahmen dahinge-
Hardware-Konfiguration dahingehend, ob die 32- als auch die 64-Bit-Version auf je- hend einführen, aber nach einem Sturm der
sie den Anforderungen von Vista entspricht. weils einer DVD. Alle anderen Vista-Varian- Entrüstung nahm das Unternehmen davon
Manche Tablet-PCs sind recht leistungs- ten werden nur als 32-Bit-Version ausgelie- Abschied. Das Lizenzierungsmodell von Vis-
schwach ausgestattet und dementsprechend fert (System Builder: 32- oder 64-Bit). An- ta ist im Grunde ähnlich dem bei Windows
nicht wirklich geeignet für Vista. wender können aber für 11,85 Euro bei XP. Grundsätzlich gilt: Man kann die Lizenz
Vista mit Tablet-PC-Unterstützung bietet üb- Microsoft die zweite DVD mit der 64-Bit- auf einen neuen PC mitnehmen, solange Sie
rigens einige neue Funktionen zum Anlegen Fassung ihres Betriebssystems ordern. So- Vista auf dem alten PC de-installieren. Und
handschriftlicher Notizen. Sie bekommen wohl für die 32-Bit- als auch für die 64-Bit- auch das Aufrüsten des Rechners ist erlaubt.
mehr Kontrolle darüber wo das sogenannte Fassung gilt derselbe Produktschlüssel. Aber: Nach dem Austausch einer Festplatte
Tablet Input Panel (TIP), also der Bereich oder der Hauptplatine kann eine Neuaktivie-
zum Schreiben, erscheint. Das Aussehen 10. Was hat es mit den System-Builder-Ver- rung erforderlich sein.
des Cursors gibt Auskunft über die derzei- sionen auf sich?
tige Tätigkeit am Rechner, und Handbewe- Die System-Builder-Versionen sind funktio- 14. Was genau ist auf der Vista-DVD?
gungen (Flicks genannt) erlauben es Ihnen, nal identisch mit den herkömmlichen Ein- Alle Versionen von Windows Vista! Welche
einfach und schnell zu navigieren. zelhandelsversionen von Windows Vista, Version sich letztendlich installiert, legt der
allerdings um ein Vielfaches günstiger. mitgelieferte Produktschlüssel fest. Sie kön-
7. Was bringt die Ultimate-Fassung? Grundsätzlich müssen aber Nutzer einer nen Vista auch ohne Produktschlüssel in-
Die Vista Ultimate richtet sich an Windows- System-Builder-Version auf den kostenlosen stallieren und somit die gewünschte Version
Fans, Hardware-Enthusiasten und professi- Support seitens Microsoft verzichten. Man ausprobieren. Auf diese Weise können bei-
onelle Anwender, die Vista mit sämtlichen kann zwar bei Microsoft anrufen, muss dann spielsweise auch Anwender von Home Pre-
Funktionen haben möchten. Dazu zählen aber für den Support bezahlen. mium einen Blick auf die Ultimate werfen.

Oberfläche
15. Kann ich Vista das Aussehen einer äl-
teren Windows-Version geben?
Ja, das geht. Dazu müssen Sie nach einem
Rechtsklick auf den „Start“-Knopf auf „Ei-
Vista aufpeppen: Nur die Ultimate-Variante von Windows Vista bietet einen Zugang zu genschaften“ gehen und „Klassisches Start-
Online-Extras – auf die Sie allerdings gut und gerne verzichten können (Frage 7) menü“ auswählen. Auch den Desktop kön-

108 TIPPS & TRICKS TIPPS & TRICKS 5/2007

106-111 400_vista_5_07_mr_ml.ind108 108 07.03.2007 10:24:05 Uhr


Thema Tipps & Tricks

nen Sie umstellen: Klicken Sie mit der rech- 19. Was ist mit dem
ten Maustaste erst auf den Desktop und bisherigen Start-
dann auf „Anpassen, Fensterfarbe und -dar- menü passiert?
stellung“. Wählen Sie „Windows - klassisch“ Microsoft hat das aus
und „OK“, dann bekommen Sie die altbe- XP bekannte Startme-
kannte XP-/2000-Oberfläche zu Gesicht. nü komplett überarbei-
tet. Links werden im-
16. Macht Aero das Arbeiten intuitiver? mer die zuletzt geöff-
Da scheiden sich die Geister. Einiges ist nur neten Programme an-
optischer Schnickschnack, anderes er- gezeigt. Über „Alle
leichtert aber durchaus die Handhabung des Programme“ lassen
Betriebssystems. Die transparenten Fenster Sie sich dort alle der-
und die weichen Animationen beim Mini- zeit installierten An-
mieren und Maximieren sind angenehmer wendungen auflisten. Alles drauf: Die Setup-DVD von Vista enthält als Extra alle Sys-
für das Auge. Auch die neue Standard- Die Programme sind temversionen – sie lassen sich als Testversion nutzen (Frage 14)
schriftart liest sich angenehmer, was An- dadurch einfacher op-
wendern zugute kommt, die Stunden vor tisch zu erfassen als bisher. Im Eingabefeld Wird ein Video gerade abgespielt, dann wird
dem PC verbringen. Wer häufig viele Appli- unten können die ersten Buchstaben eines auch dies in der Vorschau angezeigt.
kationen geöffnet hat, kann „Flip3D“ (<Win- Programms eingegeben werden, und Vista
dows>-<Tab>) nutzen, um schnell an die zeigt die Treffer an. Auf Wunsch listet das 23. Was ist mit <Alt>-<Tab> passiert?
gewünschte Anwendung zu gelangen. Wer Startmenü auch Dokumente oder Mails auf, Das hat Microsoft durch „Windows Flip“ er-
mit dem Mauszeiger über einen Eintrag in die die Buchstabenkombination enthalten. setzt. Die Anzeige zeigt Thumbnails aller
der Taskleiste fährt, sieht eine (dynamische) geöffneten Programme an. Sie können diese
Vorschau der Applikation. 20. Wo im Startmenü versteckt sich der auch mit der Maus aktivieren. Zusätzlich
Verstecktes Gimmick: Die Einträge in der „Ausführen“-Befehl? gibt es noch Flip 3D (<Windows>-<Tab>).
Schnellstartleiste lassen sich in Vista flotter Kein Problem. Klicken Sie mit der rechten
aufrufen, indem Sie die Tastenkombination Maustaste auf den Startknopf, und wählen 24. Warum wurde das Navigieren in Ver-
<Windows>-<1>, -<2>, -<3> und so weiter Sie „Eigenschaften“ aus. Auf der Register- zeichnissen verändert?
drücken. Der erste Eintrag in der Schnell- karte „Startmenü“ finden Sie neben „Start- Im Windows-Explorer gibt es für das Navi-
startleiste ist beispielsweise standardmäßig menü“ den Button „Anpassen“. Dort setzen gieren innerhalb von Ordnern eine neue
„Desktop anzeigen“, und der zweite Eintrag Sie ein Häkchen bei „Befehl Ausführen“, Möglichkeit, die sich beim täglichen Um-
startet den Taskwechsel über „Flip3D“. und er erscheint künftig im Startmenü. Hier gang als durchaus intuitiv erweist. Ausge-
finden Sie übrigens auch viele weitere Ein- hend vom Root-Verzeichnis werden die ein-
17. Ich will Aero Glass aber abschalten! stellungsoptionen für das neue Startmenü. zelnen Unterebenen nebeneinander ange-
Geht das? zeigt, und mit einem Mausklick auf das „>“-
Kein Problem: Klicken Sie mit der rechten 21. Die Uhr ganz rechts gab‘s doch schon Symbol werden die zur Auswahl stehenden
Maustaste auf den Desktop, und wählen Sie bei XP – gibt‘s da eine Neuerung? jeweiligen Unterordner eingeblendet. Befin-
im Kontextmenü „Anpassen“ aus. Hier kli- Ja – und wie. Sie können nun verschiedene det man sich viele Unterebenen in der Tiefe,
cken Sie dann auf „Fensterfarbe und -dar- Uhrzeiten anzeigen lassen. Mit einem Klick
stellung“ und wählen „Eigenschaften für auf die Uhrzeit öffnet sich eine größere An-
klassische Darstellung öffnen, um weitere sicht inklusive Kalender. Über „Datum- und
Optionen anzuzeigen“ aus. Im anschließend Uhrzeiteinstellungen ändern“ können Sie im
sich öffnenden Fenster wählen Sie einfach Reiter „Zusätzliche Uhren“ weitere Uhren
ein Nicht-Aero-Schema aus. einblenden lassen. Praktisch für alle Anwen-
der, die beispielsweise immer wissen möch-
18. Wieso schaltet Vista manchmal Aero ten, wie spät es gerade in New York, Sydney
selbst ab? oder Tokio ist.
Das kann dann passieren, wenn Windows
Vista der Meinung ist, dass eine laufende 22. Was ist ein Live-Thumbnail?
Anwendung mehr Rechenleistung benötigt. Eine neue, hübsche Funktion von Windows
Bei Notebooks tritt dieser Effekt beispiels- Vista. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über
weise auch auf, wenn Windows den Akku einen Anwendungs-Tab in der Taskleiste
wegen Energiemangel schonen will. Aero fahren, wird nicht nur eine statische Vor-
wird auch immer dann kurzfristig ausge- schau eingeblendet, sondern deren Inhalt ist
schaltet, wenn die Benutzerkontosteuerung wirklich dynamisch. Bei Websites mit Ban- Zurück in die Vergangenheit: Das geht mit
die Eingabe des Anwenders fordert. nern sehen Sie diese also wirklich blinken. dem klassischen Designschema (Frage 15)

TIPPS & TRICKS 5/2007 TIPPS & TRICKS 109

106-111 400_vista_5_07_mr_ml.ind109 109 07.03.2007 10:24:12 Uhr


Tipps & Tricks Thema

verwenden dürfen. Außerdem kann ein In- 30. Ist die Benutzerkontosteuerung wirk-
ternet-Filter aktiviert werden, so dass Kinder lich so nervig, wie alle sagen?
nicht alle Websites im Internet aufrufen kön- Ja – sie nervt. Aber sie verhindert, dass Mal-
nen und ihnen beispielsweise nicht gestattet ware ohne Ihr Einverständnis Änderungen
ist, mit anderen Internet-Teilnehmern via am System vornehmen kann. Daher empfeh-
Messenger zu kommunizieren. len wir Ihnen, die Benutzerkontosteuerung
Mit Bitlocker kann bei einigen Vista-Versi- nicht zu deaktivieren, sondern sich daran zu
onen der Inhalt einer Festplatte komplett gewöhnen. Das mag zwar zunächst schwer-
verschlüsselt werden, so dass nur der Besit- fallen, aber mit der Zeit wird sich das än-
zer des PCs darauf zugreifen kann. dern. Gut: In der Systemsteuerung unter
„Benutzerkonten“ können Sie die Benutzer-
27. Wie sieht der Schutz vor Virenbefall in kontosteuerung für jeden Anwender ein-
Windows Vista aus? und ausschalten.
Schlecht – es gibt nämlich gar keinen! Eini-
Zeitanzeige de luxe: Die Uhr in Vista bietet ge behaupten, Microsoft hätte Angst vor 31. Ist der IE in Vista sicher?
eine zuschaltbare Weltzeit an (Frage 21) Problemen mit der EU (Stichwort: Kartell- Nein. Der Internet Explorer 7 ist sicherer, als
recht). Andere sind der Ansicht, dass ein es der IE 6 war. Aber es tauchen weiterhin
dann genügt ein Mausklick, um wieder an eingebauter Virenschutz in Vista die Umsät- Sicherheitslöcher auf, und der Browser ist
die oberste Ebene zu gelangen. ze von Microsofts neuem Sicherheitspaket weiterhin tief im Betriebssystem verankert,
Windows Live OneCare (http://onecare.live. so dass sich die eine oder andere Lücke
Sicherheit com) hätte bremsen können. auch auf Vista auswirken dürfte.

25. Ist die Firewall besser geworden? 28. Funktioniert meine bisherige Antiviren- 32. Wie unterscheidet sich der IE 7 für XP
Ja. Die Windows-Firewall kümmert sich Software unter Vista? vom IE 7 für Vista?
nunmehr besser um ausgehende als auch Eher nicht. In der Regel werden Sie ein Up- In Vista kann der IE 7 im Protected Mode
um eingehende Daten. date benötigen. Viele Hersteller wollen im betrieben werden. In diesem Modus läuft
ersten Halbjahr 2007 zu Vista kompatible der Browser mit eingeschränkten Rechten.
26. Was machen die anderen Applikationen Versionen ihrer Programme anbieten. Selbst wenn ein Angreifer es schaffen sollte,
im Windows-Sicherheitscenter? den IE 7 erfolgreich zu überlisten, kann er
Hier finden Eltern beispielsweise die neue 29. Schützt mich Vista vor Phishing? nicht so viel Schaden am System anrichten,
Jugendschutzfunktion, mit der sie festlegen Ja – dies wird durch den Phishing-Checker wie es unter XP der Fall wäre. So ist es bei-
können, ob und wie lange Kinder den PC im Internet Explorer 7 erreicht. spielsweise extrem schwierig, einen Virus
im Systemordner abzulegen oder ähnliche
Aktionen auszuführen.
Wenig bekannt: Mit DropMyRights (http://
msdn2.microsoft.com/en-us/library/ms97
2827.aspx) bietet Microsoft auch für ältere
Windows-Betriebssysteme ein Gratis-Tool
zum Download an, das den IE ebenfalls mit
nur eingeschränkten Rechten laufen lässt.

Netzwerk
33. Wurde die Konfiguration eines Netz-
werks erleichtert?
Ja – das ist jetzt viel einfacher als noch unter
XP. Ein Netzwerkassistent führt den Anwen-
der durch den gesamten Konfigurationspro-
zess. Bei Problemen wird der Nutzer ge-
nauer darüber aufgeklärt, woran es hapert,
und er erhält Tipps, die ihm beim Beheben
des Fehlers helfen sollen. Im neuen Netz-
werk- und Freigabecenter sehen Sie auf ei-
nen Blick den aktuellen Status des Netzes
Umgemodelter Windows-Explorer: Microsoft hat den Dateimanager generalüberholt und und erhalten Infos dazu, an welchem Glied
die Navigation durch Laufwerke und Verzeichnisse verändert (Frage 24) der Kette eventuell ein Problem vorliegt.

110 TIPPS & TRICKS TIPPS & TRICKS 5/2007

106-111 400_vista_5_07_mr_ml.ind110 110 07.03.2007 10:24:23 Uhr


Thema Tipps & Tricks

34. Wurde die Verbindung zu Hotspots und tibilitätsmodus auszu-


kabellosen Netzwerken verbessert? führen. Dazu klicken
Ja – insgesamt ist Vista in diesem Punkt XP Sie mit der rechten
überlegen. Schon vor der Verbindungsauf- Maustaste auf die An-
nahme mit einem Wireless LAN sieht man wendung und wählen
dessen Details. dann „Eigenschaften“
aus. Auf der Register-
35. Wie steht es um die Sicherheit bei karte „Kompatibilität“
WLAN-Verbindungen unter Vista? setzen Sie ein Häkchen
Hier sieht es ebenfalls gut aus. Sobald Sie bei „Programm im
sich das erste Mal mit einem kabellosen Kompatibilitätsmodus
Netzwerk verbinden, können Sie Vista mit- ausführen für“ und Neue Sicherheitsfunktion: Der Jugendschutz lässt sich auch zur
teilen, ob es sich um ein öffentliches oder wählen „Windows XP Reglementierung erwachsener Mitbenutzer nutzen (Frage 26)
privates WLAN handelt. Abhängig von die- (Service Pack 2)“ aus.
ser Angabe wählt Vista die passenden Si- Manche Programme machen auch deshalb Grafikkarte als auch der Monitor den Ko-
cherheitseinstellungen und aktiviert sie unter Vista Probleme, weil sie Daten auf die pierschutz HDCP unterstützen. Damit erfüllt
dann auch wieder automatisch, wenn man Festplatte in von Vista geschützte Ordner Microsoft die von der Unterhaltungsindus-
sich erneut bei demselben Netzwerk ein- speichern wollen, was ihnen die Benutzer- trie für alle Abspielgeräte auferlegten
wählt. Bei öffentlichen WLANs versteckt kontosteuerung nicht erlaubt. Hier kann es Grundregeln. Für alle nicht DRM-ge-
Vista automatisch den eigenen PC und des- helfen, wenn Sie die betreffende Software schützten HD-Inhalte gibt es weiterhin kei-
sen ansonsten freigegebene Ordner. als Administrator ausführen lassen (Rechts- nerlei Einschränkungen unter Vista.
klick auf Dateiname und „Als Administrator
36. Gibt es Probleme, wenn innerhalb eines ausführen“ wählen). Über die Datei-Eigen- 42. Was ist das Synchronisierungscenter?
Netzwerks PCs mit unterschiedlichen schaften können Sie auch festlegen, dass Es erlaubt Ihnen, die Daten eines Rechners
Windows-Versionen laufen? eine Anwendung grundsätzlich im Adminis- mit anderen Geräten oder PCs zu synchroni-
Ja. Windows Vista nutzt das neue Netzwerk- trator-Modus ausgeführt werden soll. sieren. Die Installation von Activesync, wie
Protokoll LLTD (Link Layer Topology Disco- bisher unter XP für Windows-Mobile-Geräte
very). LLTD beschleunigt die Verbindungs- 39. Was ist neu im Media Center? notwendig, entfällt künftig.
dauer zwischen den Geräten und erlaubt es Eigentlich nicht viel – die Menüs wurden
Vista, Informationen über jedes angeschlos- neu gestaltet und vor allem so optimiert, 43. Wird es ein Vista-Plus-Paket geben?
sene Gerät zu erhalten. Alle angeschlos- dass sich der PC über eine Xbox 360 bedie- Offiziell hat Microsoft noch nicht erklärt, ob
senen Geräte werden in einer Ansicht ange- nen lässt, wenn diese über das Netzwerk mit es für Vista auch ein Plus-Paket zu kaufen
zeigt. Bei den Windows-Vista-Vorgängern dem Vista-Rechner verbunden ist. gibt. Die Zeichen stehen eher schlecht, denn
fehlt diese Unterstützung für LLTD, so dass für Besitzer von Windows Vista Ultimate will
diese Geräte nicht oder nur sporadisch in 40. Was ist mit HD-DVDs und Blu-Rays? Microsoft regelmäßig neue Extras kostenlos
der Ansicht angezeigt werden. Für XP will DVDs lassen sich in Vista anders als unter zum Download stellen, die bisher eher in ein
Microsoft einen Patch veröffentlichen, der XP direkt abspielen. Mit den beiden Nach- Plus-Paket gepasst hätten.
dieses Problem behebt. folgeformaten HD-DVD
und Blu-Ray sieht es
Anwendungen allerdings anders aus.
Zum Abspielen be-
37. Werden neue Applikationen zwingend nötigen Sie die Soft-
Windows Vista voraussetzen? ware eines Drittanbie-
Ausgehend von vergangenen Windows-Ein- ters. Vista selbst ent-
führungen ist davon auszugehen, dass An- hält aber bereits die
wendungen, die unter Windows XP laufen, Grundlagen für die
noch eine ganze Weile veröffentlicht wer- Unterstützung von
den. Schließlich werden Millionen von An- HD-DVD.
wendern noch einige Jahre dieses bewährte
System weiter nutzen. 41. Was ist mit DRM
bei HD-Filmen?
38. Applikation XYZ will unter Vista nicht Damit die HD-Inhalte
starten. Was kann ich tun? digital von der Grafik-
Sollte der Hersteller noch keinen Patch be- karte zum Monitor
reitgestellt haben, dann können Sie zumin- übertragen werden, Infozentrale: Das Begrüßungscenter bietet einen interessanten
dest versuchen, die Anwendung im Kompa- müssen sowohl die Link zum Thema „PC-Schutz im Internet“ (Frage 31)

TIPPS & TRICKS 5/2007 TIPPS & TRICKS 111

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Tipps & Tricks Vista sicher machen

Vista sperren: Weisen Sie jedem Benutzer-


konto ein Passwort zu. Damit niemand mal
eben Ihren laufenden Rechner benutzen
kann, sollten Sie die aktive Windows-Sitzung
sperren, wenn Sie den Schreibtisch verlas-
sen. Das geht über <Win>-<L>. Wenn Sie
nicht jedes Mal daran denken wollen, den
Zugriff zu sperren, können Sie das auch
nach einer festgelegten Wartezeit automa-
tisch erledigen lassen. Das geht ganz ein-
fach über den Bildschirmschoner: Wählen
Sie in den Eigenschaften des gewählten
Bildschirmschoners die Option „Anmelde-
seite bei Reaktivierung“.

2. Installieren Sie eine


Antiviren-Software
Das Wichtigste an einer Antiviren-Software
ist der Wächter. Er ist permanent aktiv (resi-
dent) und scannt jede Datei, die Sie aufrufen
oder auf die das System zugreifen will. Iden-
tifiziert das Tool eine Datei als Schädling
oder als infiziert, verhindert es die Ausfüh-

Sicherheit mit
rung. Antiviren-Programme, deren Scanner
nicht resident arbeitet, sondern nur die Fest-
platte nach Schädlingen durchsucht, wenn
Sie ihn selbst aufrufen, eignen sich also nur

Top-Utilities
als Zusatz-Tool. Gut an Vista angepasst ist
das für Privatnutzer kostenlosen AVG Anti-
Virus Free Edition. Die englischsprachige
Software verfügt mit Scanner, Wächter,
Mailschutz und Online-Update über eine
vollständige Ausstattung.
Schützen Sie Ihren Vista-PC vor Gefahren aus dem Internet Clamwin Portable ist ein kostenloses Viren-
genauso wie gegen allzu neugierige Zeitgenossen. Wo es mit suchprogramm, das Sie zusätzlich zur fest
installierten Virenabwehr-Software einset-
den Bordmitteln nicht klappt, helfen gute Tools weiter. zen können. Der On-Demand-Scanner arbei-
tet ohne Hintergrundwächter und kommt
Von Ramon Schwenk sich nicht mit anderen Tools ins Gehege.

erbesserte Zugangskontrolle über die 1. Sichern Sie den Zugang zu 3. Verwenden Sie eine
V Benutzerkontensteuerung, Windows Ihrem Rechner Desktop-Firewall
Defender, geschützter Bootvorgang und er- Datendiebstahl müssen Sie nicht nur fürch- Ohne Firewall sollten Sie keinen Rechner
weiterte Recovery-Funktionen: Mit Vista will ten, wenn Sie Ihren Rechner mit dem Inter- mit dem Internet verbinden. Eine Firewall
Microsoft endlich mehr Sicherheit in die net verbinden. Neugierige Leute gibt’s zu- schützt den Computer vor Angriffen von au-
Windows-Welt bringen. Trotz guter Ansätze hauf, und einer davon kommt vielleicht auch ßen, etwa durch Hacker und Viren. Diese
bleiben etliche Schwachstellen, etwa bei der mal an Ihrem PC vorbei. Zur Vorbeugung Aufgabe kann die Firewall in einem Router
sicheren Aufbewahrung von Kennwörtern, können Sie jedes Mal Ihr Arbeitszimmer zu- oder die Desktop-Firewall in Vista überneh-
der nicht an Konten gekoppelten Verschlüs- sperren, wenn Sie es verlassen. Einfacher men. Eine weitere wichtige Aufgabe einer
selung oder dem anonymen Surfen im Netz. geht’s mit ein paar Schutzmaßnahmen. Desktop-Firewall besteht darin, Sie zu infor-
Wir verraten in diesem Artikel, mit welchen Bios-Kennwort: Den Bootvorgang des PCs mieren, sobald Programme versuchen, eine
Tools Sie sich gegen alltägliche Online-An- sollten Sie durch ein Bios-Kennwort schüt- Verbindung ins Internet herzustellen. Denn
griffe, Schnüffelattacken und Datendiebstahl zen. Meist kommen Sie hinein, wenn Sie dadurch werden Sie auf Schädlinge auf-
schützen. Viele der vorgestellten Hilfspro- <Entf> drücken, während das System hoch- merksam, die Ihr Antiviren-Programm viel-
gramme sind gratis – einige konnten wir fährt. Das Handbuch zu Hauptplatine oder leicht übersehen hat. Firewall und Antiviren-
sogar auf die Heft-CD packen. PC verrät, wie das bei Ihrem Rechner geht. Software ergänzen sich gegenseitig.

112 TIPPS & TRICKS TIPPS & TRICKS 5/2007

112-117 402_vista_5_07_mr2_ml.in112 112 12.03.2007 15:07:14 Uhr


Vista sicher machen Tipps & Tricks

4. Suchen Sie auf der Festplatte Fall auch von Datenspionen. Mit Torpark
regelmäßig nach Spyware verschleiern Sie, welche Seiten Sie im Inter- Überblick Vista absichern
Ein Antispyware-Programm wie der Win- net besuchen. Inhalt Seite
dows-Defender sucht nach Code, der beim Torpark verhindert die Datenweitergabe,
1. Sichern Sie den Zugang zum PC 112
Surfen Werbung einblendet oder Ihr Surf- weil hier die Verbindung über ein Netzwerk
verhalten protokolliert und Infos darüber aus mehreren hintereinander geschalteten 2. Installieren Sie eine Antiviren-Software 112
anschließend ins Internet sendet. Solcher Proxy-Servern erfolgt. Da viele Anwender 3. Verwenden Sie eine Firewall 112
Code wurde zunächst für kostenlose, aber gleichzeitig dieselben Zwischenstationen 4. Suchen Sie regelmäßig nach Spyware 113
werbefinanzierte Programme entwickelt. einsetzen, lässt sich weder durch einzelne
5. Schützen Sie Ihre Daten 113
Später kamen die Werbemodule oft nicht Nutzer noch vom Betreiber des Netzwerks
mehr als offizielles Gepäck eines nützlichen selbst nachvollziehen, wer welche Daten an- 6. Verschleiern Sie Ihre Identität im Web 113
Tools, sondern schmuggelten sich ohne Ge- gefordert hat. Zusätzlich verläuft die Kom- 7. Arbeiten Sie an fremden Vista-PCs sicher 113
genleistung an Bord. Und sie wurden immer munikation zwischen dem Anwender und 8. Wichtige Dateien sichern 113
neugieriger. Zwar suchen auch die meisten den Proxy-Servern verschlüsselt, was ein
Kasten
Antiviren-Programme nach Spyware. Um eventuelles Ausspähen noch schwieriger
Ihren Rechner aber gründlich nach solchem macht. 24 Sicherheits-Tools 114
Code zu durchforsten, sollten Sie zusätzlich
zum Defender und zur Virenabwehr-Soft-
7. Arbeiten Sie an fremden 8. Notfallmaßnahme: Wichtige
ware ein Antispyware-Tool, etwa Ad-Aware
Vista-PCs sicher Dateien sichern
SE Personal oder Spybot, einsetzen. Beide Wer viel auf Reisen ist und dabei fremde Wenn Sie vermuten, dass Ihr PC von einem
Programme sind für den privaten Einsatz Computer nutzt, muss besonders auf seine Virus attackiert wurde, ist jeder Handgriff
kostenlos. Vergessen Sie nicht, die Pro- Daten aufpassen. Besonders praktisch ist es, von großer Bedeutung für Ihre Daten. Um
gramme per Online-Update regelmäßig mit wenn Sie sich einige Programme auf Ihren eine Systemprüfung vorzunehmen, benöti-
neuen Spyware-Signaturen zu versorgen. USB-Stick laden, mit deren Hilfe Sie eine gen Sie ein virenfreies Bootmedium, etwa
bessere Kontrolle darüber haben, welche eine Boot-CD. Bei der Prüfung leistet Insert
5. Schützen Sie Ihre Daten vor Spuren Sie auf anderen Rechnern hinterlas- Linux gute Dienste. Das Linux-System ist für
Mitbenutzern sen. Passende Gratis-Tools für den USB- Rettungsmaßnahmen optimiert und bietet
Sie teilen sich Ihren Rechner mit weiteren Stick laden Sie von der englischsprachigen neben Virenscannern auch Werkzeuge, mit
Benutzern, oder Sie haben den Verdacht, Website www.portableapps.com. denen Sie Dateien von NTFS- und FAT32-
dass Kollegen gerne mal einen Blick auf Ihre Zur Grundausstattung eines solchen Reise- Laufwerken sichern können. Die Bedienung
Daten werfen würden? Dann sollten Sie pe- Sticks gehört mindestens ein Browser – et- des Tools aus der Linux-Welt ist nicht ganz
nibel darauf achten, persönliche Dateien nur wa der kostenlose Portable Firefox. Wollen einfach, gelingt mit grundlegenden System-
in privaten Verzeichnissen abzulegen und Sie auch Mails abrufen und senden, emp- kentnissen aber jedem. Über Erfolg oder
die NTFS-Zugriffsrechte entsprechend ein- fiehlt sich das kostenlose Portable Thunder- Misserfolg beim Einsatz von Insert entschei-
zustellen. Vista blockiert in diesem Fall Le- bird. Außerdem sollte ein Tool zum Entfer- det, welche Partitionsarten und Sicherheits-
seversuche auf Ihre Daten. Schützen können nen von Anwenderspuren nicht fehlen. einstellungen Sie bei Vista verwendet ha-
Sie Ihre Dateien zusätzlich durch eine starke Tipp: Mit Clear Prog löschen Sie persönliche ben. Der Zugriff auf einige Systemordner
Verschlüsselung. Bequem geht das, indem Nutzungsdaten automatisch beim Hochfah- und dynamische Datenträger wird aber mit
Sie eine virtuelle, verschlüsselte Partition ren des Rechners. hoher Wahrscheinlichkeit misslingen.
anlegen. Mit dem in der Basisversion kos-
tenlosen Cryptainer und der Drivecrypt ge-
lingt das einfach und schnell. Damit bleiben
vertrauliche Daten auch vertraulich. Prak-
tisch: Die Container-Datei, die Sie für die
virtuelle Partition erstellen, lässt sich auf ei-
ne CD oder DVD sichern, ohne dass der
Schutz für die enthaltenen Dokumente ver-
loren geht.

6. Verschleiern Sie Ihre


Identität im Web
Wenn Sie mit einer unverschlüsselten Ver-
bindung surfen, lassen sich die von Ihrem
Browser aufgerufenen Online-Inhalte nach-
vollziehen – und das nicht nur durch den Vista-Absicherung: Ein gutes Virenabwehrprogramm wie das für Privatnutzer kostenlose
Internet-Provider, sondern im schlimmsten AVG Anti-Virus Free Edition bildet das Herzstück des Vista-Schutzschilds (Punkt 2)

TIPPS & TRICKS 5/2007 TIPPS & TRICKS 113

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Tipps & Tricks Vista sicher machen

Clamwin Torpark AVG Anti-Virus Net Meter


Portable 0.90 1.5.0.7a Free Edition 0.9.9.9 Beta
findet und beseitigt Viren anonymes Surfen schützt vor Viren auf C CD findet Up- und Downloads

Clamwin Portable ist eine Open- Torpark ist eine Gratis-Software, Das englischsprachige Security- Mit Net Meter messen Sie die
Source-Lösung zur Virenerken- mit der Sie anonym im Internet Tool ist nach kurzer Einarbei- Geschwindigkeit Ihrer Internet-
nung und -beseitigung für den surfen. Insbesondere an öffent- tung einfach zu bedienen und Verbindung. Die englischspra-
USB-Stick. Das englischspra- lichen PCs verschleiern Sie so, ein hervorragendes Virenab- chige Freeware zeigt die maxi-
chige Tool bietet eine übersicht- welche Web-Seiten Sie besu- wehrprogramm mit allen Schi- male Datenübertragungsrate
liche Bedienerführung und lässt chen, und auch die Gegenstelle kanen für Privatnutzer. Das Pa- und welche Datenmengen Sie
sich individuell anpassen. Unter weiß nicht, wo Sie sich befinden. ket besteht aus Scanner, Hinter- heruntergeladen haben. Anhand
„Tools, Preferences“ können Sie Dazu wird eine verschlüsselte grundwächter und Mail-Che- der vom Tool erstellten Grafik
Filter für bestimmte Dateitypen Ringverbindung zu einem Tor- cker. Will man einen Suchlauf erkennen Sie auch Internet-Zu-
definieren. Die Suche lässt sich Server aufgebaut, über die je- durchführen, lässt sich ein vor- griffe, wie sie etwa ein Trojaner
auch auf Archive und Netzlauf- doch nicht der eigentliche Traf- konfiguriertes Szenario nutzen, oder eine Fernsteuerungs-Soft-
werke ausdehnen. Das Tool eig- fic abgewickelt wird. Sie surfen oder der Anwender legt eigene ware verursacht. Die Netzüber-
net sich auch zur Fernwartung. allerdings recht langsam. Scanregeln an. wachung ist konfigurierbar.
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Checksum Ciphire Mail Clear Prog Winpooch


Creator 1.1.2.1 1.2 1.4.2 Beta 0.6.4
erstellt Prüfsummen verschlüsselt Mails löscht Ihre Spuren erkennt Änderungen auf C CD

Mit einer Prüfsumme stellen Sie Ciphire verschlüsselt Mails au- Clear Prog beseitigt Surf- und Das englischsprachige Tool
fest, ob Sie die richtige und nicht tomatisch. Sender und Empfän- Anwenderspuren sowie andere warnt vor jeder Veränderung an
eine manipulierte Datei haben. ger der Nachrichten müssen das unerwünschte Dateien. Das ist der Registry und dem System-
Darum findet sich auf vielen englischsprachige Tool instal- vor allem dann sinnvoll, wenn verzeichnis. Dadurch entdecken
Download-Sites zu einer Datei liert haben. Die Konfiguration Sie Ihren PC mit anderen teilen. Sie etwa Trojaner und Spyware
eine MD-5-Prüfsumme. Nach- gelingt dank eines Assistenten So löscht es auf Wunsch Coo- gleich nachdem sich das Pro-
dem Sie eine Datei herunterge- leicht. Das Programm arbeitet kies, den Verlaufsordner, tem- gramm eingeschlichen hat. Der
laden haben, erstellen Sie mit mit POP3- und IMAP-4-basie- poräre Internet-Dateien sowie Benutzer kann einem Programm
diesem Tool die Prüfsumme. renden Mail-Clients zusammen. den Papierkorb und die Einträge Schreibrechte für den System-
Stimmen die Zahlen überein, ist Vor dem Versand einer Mail der Autovervollständigen-Funk- ordner und Einträge in die Re-
die Datei unverändert. Zudem prüft Ciphire über eine Online- tion. Was genau entfernt wird, gistry verwehren sowie unter-
generiert das Tool Prüfsummen Datenbank den Empfänger. kann der Anwender einstellen. binden, dass eine Software Da-
auch nach anderen Algorithmen. Download: www.ciphire.com Es gibt auch einen Auto-Modus. ten ins Internet übermittelt.
Download: www.nettraxx.de.vu (8,59 MB), Preis: für private Nut- Download: www.shtools.de Download: www.pcwelt.de/wiw
(501 KB), Preis: gratis zung kostenlos (195 KB), Preis: gratis (1,41 MB), Preis: gratis

114 TIPPS & TRICKS TIPPS & TRICKS 5/2007

112-117 402_vista_5_07_mr2_ml.in114 114 12.03.2007 15:08:54 Uhr


Vista sicher machen Tipps & Tricks

Insert Linux Keepass Spybot S&D Pspop3


1.3.9b 1.06 1.4 Inspector 1.2
zeigt offene Ports an verwaltet Passwörter auf C CD beseitigt Ad- und Spyware überprüft Mailkonten

E
b
Insert ist ein kostenloses Secu- Im Internet brauchen Sie für di- Spybot Search & Destroy findet Spam vom Provider gar nicht p
rity Rescue Toolkit. Das von CD verse Aktionen eine Vielzahl von Ad- und Spyware auf dem Rech- erst herunterladen und so un-
startfähige Linux-System ver- Kennwörtern. Vista bietet kein ner und entfernt diese. Sie müs- nützen Traffic sparen. Das geht
fügt über eine grafische Ober- Bordwerkzeug zur Passwortar- sen das Tool wie ein Antiviren- mit dieser Freeware. Damit che-
fläche und erlaubt Lese- und chivierung. Hier macht sich das Programm über das Internet cken Sie Ihre Post schon auf
Schreibzugriffe auf NTFS-Parti- Utility nützlich, indem es beim aktualisieren, damit auch neues- dem Server, bevor diese in Ih-
tionen. Für die Netzwerkanalyse Ausfüllen der Passwortfelder te Parasiten erkannt werden. rem Mail-Client landet. Sie kön-
sind etwa nmap und tcpdump an hilft. Sie brauchen sich lediglich Mit „Überprüfen“ starten Sie nen mehrere POP3-Konten ab-
Bord. Umfangreiche Datenret- ein Master-Passwort zu merken. den Suchvorgang, der einige fragen und die Mails abhängig
tungs-Tools wie Parted, Testdisk Das Tool legt alle Kennwörter Zeit in Anspruch nimmt. Gefähr- vom Server farblich markieren.
und Recover finden sich eben- verschlüsselt in einer Datei ab. liche Spyware wird im Prüf- Jede Mail lässt sich zum Schutz
falls wie Anti-Rootkit-Tools und Dazu nutzt Keepass einen hin- bericht rot gekennzeichnet und gegen Spam einer White- oder
ein Virenscanner. reichend sicheren Algorithmus. sollte entfernt werden. Blacklist zuweisen.
Download: www.inside-security. Download: http://keepass.info/ Download: www.safer-network Download: www.pleis-soft
de (62 MB), Preis: gratis (1,1 MB), Preis: gratis ing.org (4,86 MB), Preis: gratis ware.de (1,1 MB), Preis: gratis

Process Moni- Bitdefender Wireshark Reg DACL Free


tor 1.1 Antivirus 10.0 0.99.5 5.1
überwacht die Registry sucht Viren auf C CD observiert das Netzwerk schützt die Registry auf C CD

Das Tool ist ein wertvolles Werk- Bitdefender bietet einen Rund- Die englischsprachige Gratis- Das Kommandozeilen-Tool Reg
zeug, um sämtliche Lese- und um-Schutz vor Viren. Der Wäch- Software für Administratoren DACL ist ein Berechtigungsma-
Schreibzugriffe auf die Registry ter kontrolliert nicht nur jeden checkt ein Netz, indem es den nager für Registrierungsschlüs-
zu kontrollieren. Das englisch- Dateizugriff. Mit einem Schedu- Datentransfer speichert und sel. Die Software richtet sich an
sprachige Tool gewährt Einbli- ler führen Sie zeitgesteuerte analysiert. Wenn Sie Ihr LAN Profis und läuft wahlweise als
cke in undokumentierte Schlüs- Prüfläufe durch. Die Bediener- oder Funknetz damit überprü- Freeware mit eingeschränkten
sel. Da viele Zugriffe auf die führung ist klar gegliedert. Die fen, erfahren Sie, welche Infos Möglichkeiten oder nach einer
Registry stattfinden, sollten Sie Virensignaturen werden via Up- auch mögliche Eindringlinge er- Registrierung mit erweiterten
mit Filtern die uninteressanten date aktualisiert, und die Qua- halten würden. Ehe Sie Wire- Funktionen. Mit dem Tool spa-
Meldungen ausblenden. Auch rantäne-Funktion isoliert ver- shark installieren, müssen Sie ren Sie beim Anpassen der Re-
Registry-Zugriffe beim Vista- dächtige Dateien. Bitdefender noch einen Capture-Treiber wie gistry-Zugriffsrechte für die in
Start lassen sich einsehen. durchsucht einzelne Dateien, den kostenlosen Winpcap (www. Windows vordefinierten Grup-
Download: www.microsoft. ganze Ordner oder Laufwerke. winpcap.org) aufspielen. pen viel Tipparbeit und Zeit.
com/technet/sysinternals/ Download: www.bitdefender. Download: www.wireshark.org Download: www.heysoft.de E
(913 KB), Preis: gratis de (21,2 MB), Preis: 40 Euro (17,8 MB), Preis: gratis (743 KB), Preis: gratis d
I
TIPPS & TRICKS 5/2007 TIPPS & TRICKS 115

112-117 402_vista_5_07_mr2_ml.in115 115 12.03.2007 15:09:04 Uhr


Tipps & Tricks Vista sicher machen

Curr Ports Internet Ano- Ad-Aware SE Mouse Only


1.11 nym VPN Personal 1.06 Keyboard 1.4
findet offene Ports auf C CD SSL-Tunnel ins Netz löscht Werbeprogramme trickst Logger aus

Jeder offene Port ist eine poten- Eine professionelle und elegante Werbeprogramme, die man sich Wenn Sie an einem PC arbeiten
zielle Sicherheitslücke – deshalb Lösung, um unerkannt im Inter- beim Surfen oder über werbefi- und nicht einschätzen können,
sollten nur Ports offen sein, die net unterwegs zu sein, ist Stega- nanzierte Freeware einfängt, ob er sicher ist, sollten Sie zu-
für die Kommunikation nach au- nos Internet Anonym VPN. Da- entfernt man auch unter Vista mindest für die Eingabe von
ßen notwendig sind. Das über- bei handelt es sich um ein Tool, am besten mit Ad-Aware SE Per- Passwörtern keine Tastatur ver-
prüfen Sie zum Beispiel mit dem das einen anonymen VPN-Tun- sonal. Die Freeware beseitigt wenden. Stattdessen geben Sie
Kommandozeilenbefehl „netstat nel erzeugt und vor dem Mitpro- unerwünschte Programme mit das Kennwort über das englisch-
-ano“ in der Eingabeaufforde- tokollieren schützt. Es ist denk- einem manuell gestarteten sprachige Tool ein. Es stellt eine
rung von Vista. Viel übersicht- bar einfach zu bedienen. Sie Suchlauf. Je nachdem, wie oft Tabelle mit Groß- und Klein-
licher stellt das kostenlose Curr können damit nicht nur anonym Sie im Internet unterwegs sind, buchstaben, Zahlen und Son-
Ports die Port-Verbindungen Ih- surfen, sondern auch diverse sollten Sie das Tool etwa wö- derzeichen dar, auf die Sie mit
res Rechners dar. andere Dienste nutzen, zum Bei- chentlich einmal aktivieren. Der der Maus klicken, um das jewei-
Download: www.nirsoft.net/ spiel Filesharing. Suchlauf dauert einige Minuten. lige Zeichen einzugeben.
utils/cports.html (48 KB), Download: www.steganos.de Download: www.lavasoft.de Download: http://myplanetsoft.
Preis: gratis (9,04 MB), Preis: 80 Euro (2,78 MB), Preis: gratis com (69 KB), Preis: gratis

Cryptainer Winpatrol Free Easycrypto Steganos


7.0.3.0 LE 11.1 Deluxe 5.5 Security Suite
chiffriert Daten auf C CD überwacht das System sperrt Daten weg sichert Vista

Die englischsprachige Freeware Sie installieren eine aus dem In- Das Tool verschlüsselt Dateien Das Paket Security Suite vereint
verschlüsselt vertrauliche Doku- ternet geladene Software, und mit einem sicheren Schlüssel. die wichtigsten Sicherheitsapp-
mente und Dateien. Das Pro- plötzlich stört Werbung beim Sobald Sie im Explorer mit der likationen unter einer ordentli-
gramm legt ein virtuelles Lauf- Surfen. Vor solchen und ande- rechten Maustaste auf eine Da- chen Bedienerführung. Ange-
werk an, in das Sie die zu ver- ren unerwünschten Änderungen tei oder einen Ordner klicken, fangen bei der Verschlüsselung
schlüsselnden Daten verschie- der Systemkonfiguration schützt erscheinen die