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Technical Information Centre MAN Vervielfältigung lt. DIN-Merkblatt 7

DEUTSCHE NORM

August 2003

 

Schweiflen von Betonstahl

  Schweiflen von Betonstahl

Teil 2: Qualit‰tssicherung

4099-2

ICS 25.160.10

 

Mit DIN 4099-1:2003-08 Ersatz f¸r DIN 4099:1985-11

Welding of reinforcing steel ó Part 2: Quality assurance

Soudage díaciers díarmature ó Partie 2: Assurance de qualitÈ

 

Inhalt

 

Seite

Vorwort

 

2

Einleitung

2

1

Anwendungsbereich

3

2

Normative Verweisungen

3

3

Begriffe

4

4

Qualit‰tssicherung

4

4.1

Anforderungen an den Schweiflbetrieb

4

4.1.1

Allgemeines

4

4.1.2

Schweiflaufsicht

5

4.1.3

Schweifler f¸r Betonstahl

5

4.1.4

Nachweis der Eignung des Schweiflbetriebes

5

4.1.5

Bescheinigung

6

4.2

Best‰tigung von Schweiflanweisungen

6

4.3

Pr¸fung von geschweiflten Betonstahlverbindungen

6

4.3.1

Allgemeines

6

4.3.2

Arbeitspr¸fungen

8

4.3.3

Pr¸fungen an Schweiflproben

9

Anhang A (informativ) Bewertung von Schweiflverbindungen ó Fertigungsbuch

13

Bilder

Bild 1 ó Arbeitsprobe ‹berlappstofl

9

Bild 2 ó Arbeitsprobe mit Flankenn‰hten

10

Bild 3 ó Scherprobe von Kreuzungsstˆflen

11

Tabellen

 

Tabelle 1 ó Pr¸fungen bei der Best‰tigung von Schweiflanweisungen

7

Tabelle 2 ó Umfang der Arbeitspr¸fungen und Anzahl der Proben

8

Tabelle A.1 ó Fertigungsbuch

13

Fortsetzung Seite 2 bis 14

 

Normenausschuss Bauwesen (NABau) im DIN Deutsches Institut f¸r Normung e.V. Normenausschuss Schweifltechnik (NAS) im DIN

© DIN Deutsches Institut f¸r Normung

Jede Art der Vervielf‰ltigung, auch auszugsweise,

Ref. Nr. DIN 4099-2:2003-08

 
 

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DIN 4099-2:2003-08

Vorwort

Diese Norm wurde im Fachbereich 07 Beton- und Stahlbeton/Deutscher Ausschuss f¸r Stahlbeton (DAfStb) des NABau ausgearbeitet und ersetzt, zusammen mit DIN 4099-1, DIN 4099:1985-11.

DIN 4099 ÑSchweiflen von Betonstahlì besteht aus:

Teil 1: Ausf¸hrung

Teil 2: Qualit‰tssicherung

Das Europ‰ische Komitee CEN/TC 121 ÑSchweiflenì erarbeitet zurzeit gemeinsam mit dem Internationalen Komitee ISO/TC 44 ÑSchweiflen und verwandte Verfahrenì eine in Vorbereitung befindliche EN-ISO-Norm ¸ber das Schweiflen von Betonstahl. Nach deren Fertigstellung muss sie in das nationale Normenwerk ¸bernommen und entgegenstehende nationale Normen m¸ssen zur¸ckgezogen werden.

Anhang A ist informativ.

ƒnderungen

Gegen¸ber DIN 4099:1985-11 wurden folgende ƒnderungen vorgenommen:

a) Anpassung an bestehende Europ‰ische Normen;

b) ‹berarbeitung der Anforderungen, die sich aus den Schweiflprozessen ergeben;

c) Aufteilung in die DIN 4099-1 und DIN 4099-2. W‰hrend DIN 4099-1 sich an die Ausf¸hrenden auf Baustellen und in Fertigungsbetrieben richtet, regelt DIN 4099-2 die Anforderungen an die Qualit‰ts- sicherung und die Beurteilung solcher Arbeiten.

Fr¸here Ausgaben

DIN 4099-1: 1972-04; DIN 4099-2: 1978-12; DIN 4099: 1985-11

Einleitung

Das Schweiflen von Betonstahl erfordert auf Grund der ‰ufleren Form der Betonst‰hle und der unterschiedlichen Herstellungsarten der Betonst‰hle eine besondere Handfertigkeit und ein spezielles Fachwissen von den einzusetzenden Schweiflern. Die vorliegende Norm regelt die Qualit‰tssicherung von Schweiflen von Betonstahl. Die Ausf¸hrung wird in DIN 4099-1 behandelt.

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DIN 4099-2:2003-08

1 Anwendungsbereich

Diese Norm gilt f¸r das Schweiflen von Betonst‰hlen nach DIN 4099-1:2003-08, 4.1, in Betrieben und auf Baustellen. Sie regelt die erforderliche Qualit‰tssicherung.

2 Normative Verweisungen

Diese Norm enth‰lt durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen sind nachstehend aufgef¸hrt. Bei datierten Verweisungen gehˆren sp‰tere ƒnderungen oder ‹berarbeitungen dieser Publikationen nur zu dieser Norm, falls sie durch ƒnderung oder ‹berarbeitung eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation (einschliefllich ƒnderungen).

DIN 1045-1, Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton ó Bemessung und Konstruktion.

DIN 4099-1:2003-08, Schweiflen von Betonstahl ó Teil 1: Ausf¸hrung.

DIN 18800-7, Stahlbauten ó Ausf¸hrung und Herstellerqualifikation.

DIN EN 287-1:1997-08, Pr¸fung von Schweiflern ó Schmelzschweiflen ó Teil 1: St‰hle (enth‰lt ƒnderung A1:1997); Deutsche Fassung EN 287-1:1992 + A1:1997.

DIN EN 288-1:1997-08, Anforderung und Anerkennung von Schweiflverfahren f¸r metallische Werkstoffe ó Teil 1: Allgemeine Regeln f¸r das Schmelzschweiflen (enth‰lt ƒnderung A1:1997); Deutsche Fassung EN 288-1:1992 + A1:1997.

DIN EN 288-2:1997-10, Anforderung und Anerkennung von Schweiflverfahren f¸r metallische Werkstoffe ó Teil 2: Schweiflanweisung f¸r das Lichtbogenschweiflen (enth‰lt ƒnderung A1:1997); Deutsche Fassung EN 288-2:1992 + A1:1997.

DIN EN 288-3, Anforderung und Anerkennung von Schweiflverfahren f¸r metallische Werkstoffe ó Teil 3:

Schweiflverfahrenspr¸fungen f¸r das Lichtbogenschweiflen von St‰hlen (enth‰lt ƒnderung A1:1997); Deutsche Fassung EN 288-3:1992 + A1:1997.

DIN EN 288-7, Anforderung und Anerkennung von Schweiflverfahren f¸r metallische Werkstoffe ó Teil 7: Anerkennung von Normschweiflverfahren f¸r das Lichtbogenschweiflen; Deutsche Fassung EN 288-7:1995.

DIN EN 288-8, Anforderung und Anerkennung von Schweiflverfahren f¸r metallische Werkstoffe ó Teil 8: Anerkennung durch eine Schweiflpr¸fung vor Fertigungsbeginn; Deutsche Fassung EN 288-8:1995.

DIN EN 719, Schweiflaufsicht ó Aufgaben und Verantwortung; Deutsche Fassung EN 719:1994.

DIN EN 729-3, Schweifltechnische Qualit‰tsanforderungen ó Schmelzschweiflen metallischer Werkstoffe ó Teil 3: Standard-Qualit‰tsanforderungen; Deutsche Fassung EN 729-3:1994.

DIN EN 1418, Schweiflpersonal ó Pr¸fung von Bedienern von Schweifleinrichtungen zum Schmelzschweiflen und Einrichtungen f¸r das Widerstandsschweiflen f¸r vollmechanisches und automatisches Schweiflen von metallischen Werkstoffen; Deutsche Fassung EN 1418:1997.

DIN EN 10002-1, Metallische Werkstoffe ó Zugversuch ó Teil 1: Pr¸fverfahren (bei Raumtemperatur) (enth‰lt ƒnderung AC 1:1990); Deutsche Fassung EN 10002-1:1990 und AC 1:1990.

DIN EN 25817, Lichtbogenschweiflverbindungen an Stahl ó Richtlinie f¸r die Bewertungsgruppen von Unregelm‰fligkeiten (ISO 5817:1992); Deutsche Fassung EN 25817:1992.

DIN EN ISO 4063, Schweiflen und verwandte Prozesse ó Liste der Verfahren und Ordnungsnummern (ISO 4063:1998); Deutsche Fassung EN ISO 4063:2000.

DIN EN ISO 6520-1, Schweiflen und verwandte Prozesse ó Einteilung von geometrischen Unregel- m‰fligkeiten an Metallen ó Teil 1: Schmelzschweiflen (ISO 6520-1:1998); Dreisprachige Fassung EN ISO 6520-1:1998.

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DIN 4099-2:2003-08

DIN EN ISO 7438, Metallische Werkstoffe ó Biegeversuch (ISO 7438:1985); Deutsche Fassung EN ISO 7438:2000.

DIN EN ISO 15620, Schweiflen ó Reibschweiflen von metallischen Werkstoffen (ISO 15620:2000); Deutsche Fassung EN ISO 15620.

DIN EN ISO/IEC 17025, Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Pr¸f- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025:1999); Dreisprachige Fassung EN ISO/IEC 17025:2000.

DVS 1146, DVS-Lehrgang Betonstahlschweiflen ñ Schweiflen von Betonstahl nach DIN 4099 f¸r die Prozesse 111 (E) und 135 (MAG) 1) .

Richtlinie der EWF (European Welding Federation) f¸r das ÑSchweiflen von Betonstahlì 1) .

3 Begriffe

F¸r die Anwendung dieser Norm gelten die folgenden Begriffe.

3.1

Bescheinigung die Bescheinigung best‰tigt, dass Betriebe, die Schweiflarbeiten an St‰hlen ausf¸hren, das erforderliche besondere Fachpersonal und die notwendigen betrieblichen Einrichtungen besitzen

3.2

Schweiflanweisung WPS

siehe DIN EN 288-1

4 Qualit‰tssicherung

4.1 Anforderungen an den Schweiflbetrieb

4.1.1 Allgemeines

Das Herstellen von Schweiflverbindungen an Betonst‰hlen erfordert besondere Fachkenntnisse und Erfahrung der damit betrauten Personen sowie eine entsprechende Ausstattung der Schweiflbetriebe oder der Baustelle mit geeigneten Einrichtungen.

Schweiflbetriebe, die Schweiflarbeiten an Betonst‰hlen in der Werkstatt oder auf der Baustelle ausf¸hren, m¸ssen ihre Eignung nachgewiesen haben und im Besitz einer Bescheinigung nach dieser Norm sein.

Die Bescheinigung muss die vom Schweiflbetrieb angewendeten Schweiflverfahren und Verbindungen enthalten.

Die Bescheinigung muss auf die jeweiligen Anforderungen an den Schweiflbetrieb bezogen sein und sollte nur diejenigen nachstehenden Elemente enthalten, die f¸r den Schweiflbetrieb im Einzelnen erforderlich sind. 2)

Sind Betonst‰hle an Stahlkonstruktionen anzuschlieflen, die eine Bescheinigung nach DIN 18800-7 erfordern, so muss diese Bescheinigung durch den ausf¸hrenden Schweiflbetrieb erbracht werden.

Der Schweiflbetrieb muss mindestens die schweifltechnischen Standard-Qualit‰tsanforderungen nach DIN EN 729-3 erf¸llen, soweit sie f¸r das Schweiflen von Betonstahl zutreffend sind.

1)

Verlag f¸r Schweiflen und verwandte Verfahren ñ DVS-Verlag GmbH, Aachener Str. 172, 40223 D¸sseldorf.

2)

Die Grundlagen werden von der zust‰ndigen anerkannten Stelle nach Art und Umfang der Schweiflaufgaben des Betriebes festgelegt.

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4.1.2 Schweiflaufsicht

DIN 4099-2:2003-08

Der Schweiflbetrieb muss mindestens eine dem Schweiflbetrieb st‰ndig angehˆrende Schweiflaufsicht mit mindestens technischen Basiskenntnissen nach DIN EN 719 (Schweiflfachmann) und zus‰tzliche Kenntnisse f¸r das Schweiflen von Betonstahl haben. 3)

Die Schweiflaufsicht ist f¸r die Qualit‰t der Schweiflarbeiten in der Werkstatt und/oder auf der Baustelle verantwortlich. Sie muss vor allem daf¸r sorgen, dass nur nach qualifizierten Schweiflanweisungen nach DIN EN 288-2 gearbeitet wird und die Schweiflanweisungen am Arbeitsplatz vorliegen. Die Schweiflaufsicht ist f¸r die Einhaltung der Schweiflanweisung verantwortlich und muss bei M‰ngeln f¸r Abhilfe sorgen. Die Schweiflaufsicht darf die Schweiflerpr¸fungen der betriebszugehˆrigen und ihrer ‹berwachung unterstehenden Schweifler f¸r das Schweiflen von Betonstahl vornehmen und die entsprechende Pr¸fbescheinigung ausstellen und verl‰ngern, wenn die Durchf¸hrung und Bewertung solcher Pr¸fungen im Rahmen der Betriebspr¸fung nachgewiesen wurden.

Bei der laufenden Beaufsichtigung der Schweiflarbeiten darf sich die Schweiflaufsicht durch betriebs- zugehˆrige, schweifltechnisch besonders ausgebildete und von ihr als geeignet befundene Personen unterst¸tzen lassen. Die Verantwortung der Schweiflaufsicht bleibt davon unber¸hrt.

4.1.3 Schweifler f¸r Betonstahl

Je einzusetzendem Schweiflprozess m¸ssen mindestens 2 Schweifler zur Verf¸gung stehen. Es d¸rfen nur solche Schweifler eingesetzt werden, die f¸r den angewendeten Schweiflprozess besonders ausgebildet sind und hierf¸r eine g¸ltige Pr¸fungsbescheinigung besitzen. Schweifler f¸r manuelle und teilmechanische Schweiflprozesse m¸ssen im Besitz einer g¸ltigen Pr¸fungsbescheinigung nach DIN EN 287-1, abgelegt an einer Werkstoffdicke von 6 mm bis 15 mm, sein, wobei f¸r den Stumpfstofl eine Schweiflerpr¸fung P BW, f¸r alle anderen Stoflarten eine Schweiflerpr¸fung P FW (siehe DIN EN 287-1) Voraussetzung ist. Werden neben Stumpfstˆflen auch andere Stoflarten geschweiflt, muss der Schweifler neben dem Stumpfnahtpr¸fst¸ck auch ein Kehlnahtpr¸fst¸ck nach DIN EN 287-1 geschweiflt haben.

Zus‰tzlich muss f¸r jeden Schweifler ein Nachweis ¸ber Kenntnisse und Handfertigkeiten nach DVS 1146 vorliegen. Dabei ist es auch zul‰ssig, dass der Schweifler nur auf die in der Fertigung vorkommende Verbindungsart ausgebildet und gepr¸ft worden ist, gegebenenfalls ist die Eignungsbescheinigung entsprechend einzuschr‰nken.

Die G¸ltigkeitsdauer der Schweiflerpr¸fung nach DIN EN 287-1 und der zus‰tzlichen Ausbildung von Betonstahlschweiflen richtet sich nach den Festlegungen in DIN EN 287-1:1997-08, Abschnitt 10.

Sofern die G¸ltigkeit der Schweiflerpr¸fung nach 2 Jahren f¸r eine weitere Zeitspanne von 2 Jahren innerhalb des urspr¸nglichen Geltungsbereichs verl‰ngert werden soll, m¸ssen die Bedingungen nach DIN EN 287-1:1997-08, 10.1, erf¸llt sein und Pr¸fprotokolle ¸ber zerstˆrende Pr¸fungen von Betonstahlschweiflverbindungen, hergestellt in der schwierigsten Position, vorliegen (mindestens 8 Pr¸fungen in 24 Monaten). Sofern dies nicht der Fall ist, ist die Schweiflerpr¸fung nach DIN EN 287-1 und nach DVS 1146 in dem erforderlichen Umfang erneut abzulegen.

Bediener von vollmechanischen oder automatischen Schweiflanlagen m¸ssen im Besitz einer g¸ltigen Pr¸fungsbescheinigung nach DIN EN 1418 sein, die den vorgesehenen Einsatzbereich abdeckt. Bediener von Reibschweiflmaschinen m¸ssen im Besitz von Qualifikationen nach DIN EN ISO 15620 sein.

4.1.4 Nachweis der Eignung des Schweiflbetriebes

Die Eignung eines Schweiflbetriebes muss im Rahmen einer Betriebspr¸fung nachgewiesen werden. Diese Betriebspr¸fung ist durch eine anerkannte Stelle durchzuf¸hren.

3)

Richtlinie der EWF f¸r Schweiflaufsichtspersonen f¸r das Schweiflen von Betonstahl

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DIN 4099-2:2003-08

Im Rahmen der Betriebspr¸fung wird das schweifltechnische Personal und werden die betrieblichen Einrichtungen auf ‹bereinstimmung mit den Anforderungen nach DIN EN 729-3 ¸berpr¸ft. Dabei muss die Schweiflaufsichtsperson nachweisen, dass sie Imperfektionen in geschweiflten Betonstahlverbindungen richtig erkennen und bewerten kann und ¸ber das jeweilig notwendige Fachwissen verf¸gt. Auflerdem muss die Schweiflaufsichtsperson im Rahmen der Betriebspr¸fung nachweisen, dass sie die Durchf¸hrung und Bewertung von Schweiflerpr¸fungen beherrscht. Dabei sind Proben, nach 4.3.1, herzustellen und zu pr¸fen.

Bei der Betriebspr¸fung wird auch gepr¸ft, ob die notwendigen Schweiflerpr¸fungen in ausreichender Anzahl g¸ltig vorliegen und ob f¸r die vorgesehenen Betonstahlverbindungen qualifizierte Schweifl- anweisungen nach DIN EN 288-2 vorliegen.

4.1.5 Bescheinigung

Hat die anerkannte Stelle bei der Betriebspr¸fung festgestellt, dass die Bedingungen hinsichtlich gepr¸fter Schweifler, Schweiflaufsichtspersonal und der betrieblichen Anforderungen erf¸llt sind, stellt sie eine Bescheinigung f¸r das Schweiflen von Betonstahl nach dieser Norm aus.

Die Geltungsdauer der Bescheinigung betr‰gt hˆchstens 3 Jahre und kann nach erfolgreicher Betriebspr¸fung um jeweils 3 Jahre verl‰ngert werden. Die Bescheinigung wird ung¸ltig, wenn die Voraussetzungen, unter denen sie ausgestellt wurde, nicht mehr erf¸llt sind.

Beabsichtigt ein Betrieb, w‰hrend der Geltungsdauer den Geltungsbereich der Bescheinigung zu ‰ndern, oder ergibt sich ein Wechsel in der Schweiflaufsicht, so hat der Betrieb dies der anerkannten Stelle unverz¸glich mitzuteilen, die gegebenenfalls eine neue Betriebspr¸fung durchf¸hrt.

4.2 Best‰tigung von Schweiflanweisungen

Das Schweiflen von Betonst‰hlen darf nur nach qualifizierten Schweiflanweisungen durchgef¸hrt werden. Am Schweiflplatz muss die jeweilig geltende Schweiflanweisung vorliegen, die durch Arbeitsanweisungen zus‰tzlich erg‰nzt werden kann.

Die Schweiflanweisung muss nach DIN EN 288-2:1997-10, Anhang A, erstellt sein.

Die Qualifizierung von Schweiflanweisungen f¸r das Schweiflen von Betonstahl muss bei Verwendung der Schweiflprozesse 111, 114, 135 und 136 nach DIN EN 288-3, DIN EN 288-7 oder DIN EN 288-8 durchgef¸hrt werden.

Bei Verwendung der Schweiflprozesse 23 und 24 muss die Qualifizierung in Anlehnung an DIN EN 288-3, bei Schweiflprozess 42 nach DIN EN ISO 15620 erfolgen. Dabei muss bei der Verfahrenspr¸fung der gleiche Maschinentyp mit gleicher Nennleistung wie in der Produktion eingesetzt worden sein.

4.3 Pr¸fung von geschweiflten Betonstahlverbindungen

4.3.1 Allgemeines

Je Verbindungsart und Durchmesser sind nach Tabelle 1 Pr¸fungen durchzuf¸hren.

Die Erstellung der Schweiflanweisung erfolgt nach der Ausf¸hrungsform und DIN 4099-1. Die Best‰tigung der Schweiflanweisungen erfolgt nach Tabelle 1, bei ‹berlapp- und Laschenstofl ist die Pr¸fung nach Bild 1 durchzuf¸hren. Bei allen Proben ist eine Sichtpr¸fung durchzuf¸hren.

Bei Verbindungen mit anderen Stahlteilen sind die kleinsten und grˆflten vorgesehenen Betonstahldurchmesser zu verwenden. Alle anderen Betonstahldurchmesser sind damit erfasst. F¸r die Art der Pr¸fungen gilt Tabelle 1 sinngem‰fl. Der Geltungsbereich f¸r das Schweiflen an anderen Stahlteilen ergibt sich aus DIN EN 287-1 und DIN EN 288-3 und den vorliegenden Pr¸fst¸cken.

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Tabelle 1 ó Pr¸fungen bei der Best‰tigung von Schweiflanweisungen

   

Stabnenn-

Anzahl der Proben je Nenndurchmesser und Probenform

 

Schweifl-

Schweifl-

durchmesser in mm oder Stabkombination

 

prozesse nach DIN EN ISO 4063

verbindungsart nach DIN 4099-1:2003-08

mm/mm

Zug-

Biege-

Scher-

 

versuch

versuch

versuch

Lichtbogenhand-

 

kleinster Stab- Nenndurchmesser

     

schweiflen

Stumpfstofl siehe Bild 1

3

a

3

ñ

111

(z. B. 20 mm)

 

Metall-Aktivgas-

einschliefllich ‹berlappstofl (Laschenstofl) siehe Bild 2 und Bild 3

je einmal kleinster und grˆflter Stab- Nenndurchmesser z. B. 8 mm/8 mm und 16 mm/16 mm

     

schweiflen

135 bzw. 136

je 3

ñ

Metall-

         

Lichtbogen-

Stabkombination einmal kleinster an grˆflten Nenndurch- messer, z. B. 6 mm/16 mm

schweiflen mit

Kreuzungsstofl siehe Bild 4

F¸lldrahtelektrode

je 3 b

je 3 c

je 3 d

ohne Schutzgas

 

Verbindung mit

jeweils kleinsten und grˆflten Nenndurch- messer verwenden

     

114

anderen Stahlteilen siehe Bild 6 bis Bild 10

je 3 a

je 3

ñ

Buckelschweiflen

Kreuzungsstofl

siehe Bild 4

jeweils kleinsten und grˆflten Nenndurch-

     

3

b

3

c

3

d

23

messer verwenden

     

Reibschweiflen

 

f¸r den kleinsten und grˆflten in der Fertigung vor-

     

Stumpfstofl siehe Bild 1,

je 3

je 3

ñ

42

Verbindung mit anderem Stahlteil

kommenden bzw. vorgesehenen Nenndurchmesser

Abbrennstumpf-

 

f¸r den kleinsten und grˆflten in der Fertigung vor- kommenden bzw.

vorgesehenen Nenndurchmesser

     

schweiflen

24

Stumpfstofl siehe Bild 1

je 3

je 3

ñ

a Beim Stumpfstofl muss der Querschnitt zu 100 % verschweiflt sein.

 

b Zugversuche am d¸nneren Stab

 

c Biegeversuche am dickeren Stab

d Am zu verankernden Stab

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4.3.2 Arbeitspr¸fungen

Arbeitspr¸fungen sind w‰hrend der Schweiflarbeiten (laufende Arbeitspr¸fungen) und gegebenenfalls vor Beginn von Schweiflarbeiten bei l‰ngerer Unterbrechung oder bei wechselnden Einsatzorten in den in der Fertigung vorkommenden Positionen durchzuf¸hren (vorgezogene Arbeitspr¸fungen). Mit den vorgezogenen Arbeitspr¸fungen wird vor Beginn der Schweiflarbeiten an Stumpfstofl- und Stirnkehln‰hten sichergestellt, dass unter den ˆrtlichen Herstellbedingungen Ergebnisse erreicht werden, die die Anforderungen nach 4.3.3 erf¸llen. Laufende Arbeitspr¸fungen sind unter den ˆrtlichen Herstellbedingungen bei laufender Produktion einmal je Woche oder bei Ver‰nderungen der Herstellbedingungen durchzuf¸hren. Wurden vorgezogene Arbeitsproben erstellt und gepr¸ft, so d¸rfen sie auf die Pr¸fung f¸r die erste Woche angerechnet werden. Die Pr¸fung der Schweiflproben hat in einem nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Pr¸flabor zu erfolgen. F¸r Schweifl- verbindungen, die durch Reibschweiflen (42) hergestellt werden, sind auf Grund der hohen Reproduzierbarkeit dieses Verfahrens und des vollautomatischen Schweiflablaufes Arbeitspr¸fungen einmal im Monat durchzuf¸hren. Bei gleichartigen Betonstahlverbindungen und laufender Produktion kann die anerkannte Stelle eine andere Zeitspanne f¸r die Durchf¸hrung der erforderlichen Arbeitsproben festlegen. Die Arbeitspr¸fungen sind von jedem eingesetzten Schweifler an der am schwierigsten zu schweiflenden und in der Fertigung vorkommenden Position zu erbringen. Arbeitspr¸fungen sind w‰hrend der Schweiflarbeiten (laufende Arbeitsproben) und, soweit in Tabelle 2 gefordert, auch vor Beginn der Schweiflarbeiten (vorgezogene Arbeitsproben) durchzuf¸hren. Werden mehrere Durchmesser einer Verbindungsart geschweiflt, richtet sich die Durchf¸hrung der Pr¸fungen nach den Bestimmungen f¸r Verfahrenspr¸fungen. Es sind folgende Arbeitspr¸fungen nach Tabelle 2 an Proben durchzuf¸hren:

Tabelle 2 ó Umfang der Arbeitspr¸fungen und Anzahl der Proben

Schweiflprozesse nach DIN EN ISO 4063

Schweiflverbindung

 

Anzahl der Proben je Schweiflverbindung b , tragende Verbindung

 

Zug-

Biege-

Scher-

 

versuch

versuch

versuch

Lichtbogenhandschweiflen

       

111

Stumpfstofl a

11ñ

Metall-Aktivgasschweiflen 135 bzw. 136

Laschenstofl nach Bild 1

     

1

ñ

ñ

Metall-Lichtbogenschweiflen mit F¸lldrahtelektrode ohne Schutzgas

‹berlappstofl nach Bild 1

1

ñ

ñ

Kreuzungsstofl

2

c

2

d

2

e

114

Verbindung mit anderen Stahlteilen a

 

2ññ

 

Abbrennstumpfschweiflen

Stumpfstofl

1

 

1

   

24

ñ

Buckelschweiflen

Kreuzungsstofl

 

c

 

d

 

e

23

2

2

2

Reibschweiflen

Stumpfstofl

1

1

ñ

42

Verbindungen mit anderem Stahlteil

 

11ñ

 

a Die Arbeitsproben sind im Regelfall als vorgezogene Pr¸fung zu schweiflen. Der Stumpfstofl wird nach DIN 4099-1:2003-08, Bild 1, die Stirnkehlnaht nach DIN 4099-1:2003-08, Bild 8 bis Bild 10, ausgef¸hrt.

b Die Arbeitspr¸fungen sind von jedem Schweifler an der schwierigsten zu schweiflenden und in der Fertigung vorkommenden Position zu erbringen.

c Zugversuche am d¸nneren Stab

d Biegeversuche am dickeren Stab

e Scherversuch am zu verankernden Stab gezogen

 

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DIN 4099-2:2003-08

Die Bewertung hat entsprechend den Bedingungen nach 4.3.3 zu erfolgen. Erf¸llt eine Probe nicht diese Bedingungen, so d¸rfen zwei weitere gleichartige Pr¸fst¸cke geschweiflt und gepr¸ft werden. Beide zus‰tzlichen Pr¸fst¸cke m¸ssen die Anforderungen nach 4.3.3 erf¸llen. Erf¸llt eine von beiden zus‰tzlichen Pr¸fst¸cken nicht die Anforderungen nach 4.3.3, so gilt die Arbeitspr¸fung als nicht bestanden. Sofern es sich hierbei um eine vorgezogene Arbeitspr¸fung handelt, m¸ssen die beteiligten Schweifler ausreichend geschult werden, und danach ist die Arbeitspr¸fung zu wiederholen. Erst nach erfolgreichem Ergebnis der vorgezogenen Arbeitspr¸fung darf mit den Schweiflarbeiten am Bauwerk begonnen werden.

Sofern es sich bei den negativen Arbeitspr¸fungen um laufende Arbeitspr¸fungen handelt, sind alle Schweiflarbeiten, die von den beteiligten Schweiflern nach der letzten erfolgreich abgelegten Arbeitspr¸fung am Bauwerk ausgef¸hrt worden sind, durch Sichtpr¸fung zu ¸berpr¸fen. In Abh‰ngigkeit von der Bedeutung und Art des Fehlers, der zum Versagen der Arbeitsproben gef¸hrt hat, sind die von dem Schweifler nach der letzten erfolgreichen Arbeitspr¸fung am Bauwerk ausgef¸hrten Schweiflverbindungen zu ersetzen. Der beteiligte Schweifler darf erst nach ausreichender Schulung eine erneute Arbeitspr¸fung ablegen.

Die Ergebnisse der Pr¸fungen sind im Fertigungsbuch (siehe Anhang A) festzuhalten. Das Fertigungsbuch ist mindestens 5 Jahre aufzubewahren und auf Verlangen der f¸r die Bescheinigung zust‰ndigen Stelle vorzulegen.

4.3.3

Pr¸fungen an Schweiflproben

4.3.3.1

Allgemeines

Alle Pr¸fst¸cke sind einer Sichtpr¸fung zu unterziehen. Nahtqualit‰t und Nahtdicke sind zu bewerten.

Erf¸llt eine Probe nicht diese Bedingungen, so d¸rfen zwei weitere gleichartige Pr¸fst¸cke geschweiflt und gepr¸ft werden. Beide zus‰tzlichen Pr¸fst¸cke m¸ssen die Anforderungen dieses Abschnitts erf¸llen. Sofern dies nicht der Fall ist, erfolgt keine Anerkennung der Schweiflanweisung f¸r diese Verbindungsart und Durchmesser.

4.3.3.2 Zugversuch

4.3.3.2.1 Probe

F¸r den Zugversuch sind unbearbeitete Proben, die in der Regel der vorgesehenen Schweiflverbindung entsprechen, zu verwenden. Die Schweiflstelle muss etwa in der Probenmitte liegen.

mindestens

der

Schweiflung betragen, wobei d 1 und d 2 die Nenndurchmesser der verbundenen St‰be sind.

Die Probe f¸r den ‹berlappstofl sollte Bild 1 entsprechen. Sofern eine vollst‰ndige Verbindung nach DIN 4099-1:2003-08, Bild 2, verwendet wird, ist vor der Pr¸fung einer der St‰be zwischen den Schweiflungen durchzutrennen.

Die L‰nge der Proben 10 × d 1 + 10 × d 2 + L‰nge

zwischen

den

Einspannbacken

¸ber

muss

bis

d s = 14 mm

der

Schweiflung

und

d s = 16 mm

mindestens 7 d 1 + 7d 2 + L‰nge

d s = 16 mm mindestens 7 d 1 + 7 d 2 + L‰nge Legende

Legende

A freie Probenl‰nge zwischen den Einspannbacken

‹brige Mafle siehe DIN 4099-1:2003-08, Bild 2.

Bild 1 ó Arbeitsprobe ‹berlappstofl

Technical Information Centre MAN Vervielfältigung lt. DIN-Merkblatt 7

DIN 4099-2:2003-08

Beim Anschweiflen von Betonst‰hlen an andere Stahlteile mittels Flankenn‰hten nach DIN 4099-1:2003-08, Bild 6 und Bild 7, werden Schweiflproben nach Bild 2 mit den zur Anwendung gelangenden Betonst‰hlen und Halbzeugen hergestellt und gepr¸ft.

Mafle in Millimeter

Halbzeugen hergestellt und gepr¸ft. Mafle in Millimeter Legende A Einspannl‰nge 10 d s + 100 Bild

Legende

A Einspannl‰nge 10 d s + 100

Bild 2 ó Arbeitsprobe mit Flankenn‰hten

4.3.3.2.2 Durchf¸hrung

F¸r die Durchf¸hrung des Zugversuches gilt DIN EN 10002-1.

Der Durchmesser der Bohrung in den Auflagerplatten zur Pr¸fung von Stirnkehlnahtverbindungen nach DIN 4099-1:2003-08, Bild 9 und Bild 10, ist so zu w‰hlen, dass der Gegenhalter nicht auf dem Schweiflgut aufsitzt bzw. bei durchgesteckten St‰hlen diese eng umschlieflt.

4.3.3.2.3 Bewertung der Ergebnisse

Der Zugversuch f¸r tragende Verbindungen gilt als bestanden, wenn die Beurteilung der Schweiflnaht- ausf¸hrung mindestens der Bewertungsgruppe C (‰uflere Bewertung) nach DIN EN 25817 gen¸gt.

F¸r Stumpfstˆfle und Stirnkehln‰hte muss die Bedingung (1) erf¸llt sein:

F

m

A × R

s

m

(1)

Dabei ist

F m die Bruchkraft, in N;

A

s

der Stabquerschnitt des Betonstahls, in mm 2 ;

R m

Wenn ein Bruch in der Schweiflnaht auftritt, so d¸rfen in der Bruchfl‰che Imperfektionen enthalten sein, die die Anforderungen der Bewertungsgruppe B (ausgenommen Wurzel von ‹berlappstˆflen) nach DIN EN 25817 erf¸llen.

die Nennzugfestigkeit der geschweiflten Betonst‰hle, in N/mm 2 .

F¸r ‹berlappstˆfle und Flankenn‰hte muss die Bedingung (2) erf¸llt sein:

F

m

0,6 × A × R

s

m

(2)

Technical Information Centre MAN Vervielfältigung lt. DIN-Merkblatt 7

4.3.3.3

Biegeversuch

4.3.3.3.1

Probe

DIN 4099-2:2003-08

Die Probenl‰nge f¸r den Biegeversuch muss 10 d + 200 mm betragen. Die Schweiflverbindung bzw. der aufgeschweiflte Querstab muss etwa in der Probenmitte liegen.

4.3.3.3.2 Durchf¸hrung

Beim Biegeversuch werden die St‰be auf Pr¸fmaschinen oder auf Biegemaschinen, wie sie auf Baustellen ¸blich sind, gebogen. Bei Stumpfstˆflen ist an der Auflagestelle f¸r die Biegerolle die Schweiflnaht- ¸berhˆhung abzuarbeiten, oder es ist in der Biegerolle eine entsprechende Aussparung vorzunehmen. Bei Kreuzungsstˆflen muss die Schweiflstelle in der Zugzone liegen. Die Rollen der Biegemaschinen m¸ssen frei drehbar sein. Zwischenlagen zur Vermeidung von Quetschungen d¸rfen nicht angebracht werden. Der Biegeversuch darf auch auf entsprechend umgebauten Werkstoff-Pr¸fmaschinen durchgef¸hrt werden. Die Durchf¸hrung des Versuches erfolgt nach DIN EN ISO 7438.

Der Biegerollendurchmesser betr‰gt 6 d f¸r Nenndurchmesser bis 16 mm und 8 d f¸r Nenndurch- messer ¸ber 16 mm.

4.3.3.3.3 Bewertung der Ergebnisse

Der Biegeversuch gilt als bestanden, wenn bis zu einem Biegewinkel von 60 kein verformungsloser Bruch aufgetreten ist. Anrisse m¸ssen vom Grundwerkstoff aufgefangen werden. Bei Kreuzungsstˆflen sind geringf¸gige Ablˆsungen an der Schweiflstelle nicht zu beanstanden.

4.3.3.4

Scherversuch

4.3.3.4.1

Probe

Die Probenform f¸r den Scherversuch ist in Bild 3 dargestellt.

Legende

1 Zugstab

2 zu verankender Stab

3 Lage der Schweiflstelle

Mafle in Millimeter

2 zu verankender Stab 3 Lage der Schweiflstelle Mafle in Millimeter Bild 3 ó Scherprobe von

Bild 3 ó Scherprobe von Kreuzungsstˆflen

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DIN 4099-2:2003-08

4.3.3.4.2 Durchf¸hrung

Die Scherprobe ist so in die Schervorrichtung einzuspannen, dass der gezogene Stab mittig sitzt und ein Verdrehen des verankernden Querstabes mˆglichst verhindert wird. Das obere freie Ende des Zugstabes ist so abzust¸tzen (z. B. durch Rollen), dass die gemessene Scherkraft durch Reibungskr‰fte nicht erhˆht wird.

4.3.3.4.3 Bewertung der Ergebnisse

Der Scherversuch ist bestanden, wenn, bezogen auf den gezogenen Stab, die Knotenscherkraft

S

= 0,3 × A × R

s

e

nicht unterschritten wird.

Dabei ist

A

s

der Nennquerschnitt des gezogenen Stabes, in mm 2 ;

R

e

die Nennstreckgrenze des gezogenen Stabes, in mm 2 .

ANMERKUNG

In DIN 1045-1 als f gk bezeichnet.

(3)

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Anhang A

(informativ)

DIN 4099-2:2003-08

Bewertung von Schweiflverbindungen ó Fertigungsbuch

Tabelle A.1 ó Fertigungsbuch

Pr¸fbericht-Nr.: Seite Nr. Bewertungsbogen f¸r Arbeitspr¸fungen nach DIN 4099-1 Besteller: Schweiflprozess
Pr¸fbericht-Nr.:
Seite Nr.
Bewertungsbogen f¸r Arbeitspr¸fungen nach DIN 4099-1
Besteller:
Schweiflprozess
Schweiflaufsicht
Befund der Schweiflaufsicht:
Schweiflzusatz:
Schweifler:
Schweifldatum:
Probe
Probe
Stab-
Stahl-
Mafl
Naht-
Sollwert
Bruch-
Biege-
Scher-
Bruch-
Zugfes-
Befund
nach
DIN EN ISO
Bewer-
Nr.
nach Bild
achse
sorte
d
aussehen
kraft
winkel
kraft
lage
tigkeits-
tung
s
(Pos.)
abfall
6520-1
(l, q, t)
mm
kN,
kN
kN
(s, ¸, g)
%

DIN 4099-2:2003-08

Technical Information Centre MAN Vervielfältigung lt. DIN-Merkblatt 7

Tabelle A.1 (fortgesetzt) Pr¸fbericht-Nr.: Seite Nr. Bewertungsbogen f¸r Arbeitspr¸fungen nach DIN 4099-1
Tabelle A.1
(fortgesetzt)
Pr¸fbericht-Nr.:
Seite Nr.
Bewertungsbogen f¸r Arbeitspr¸fungen nach DIN 4099-1
Besteller:
Schweiflprozess
Schweiflaufsicht
Befund der Schweiflaufsicht:
Schweiflzusatz:
Schweifler:
Schweifldatum:
Probe
Probe
Stab-
Stahl-
Mafl
Naht-
Sollwert
Bruch-
Biege-
Scher-
Bruch-
Zugfes-
Bewer-
a
Nr.
nach Bild
achse
sorte
d
aussehen
kraft
winkel
kraft
lage
tigkeits-
tung
s
(Pos.)
abfall
Befund
nach
DIN EN ISO
6520-1
(l, q, t)
mm
kN,
kN
kN
(s, ¸, g)
%
l
= L‰ngsstab; q = Querstab; t = Stahlteile/Blechdicke
Baustelle/Betrieb:
s = Schweiflgut; ¸ = ‹bergangszone; g = Grundwerkstoff
Datum:
a
e = erf¸llt; ne = nicht erf¸llt
Pr¸fer:
Pr¸fstelle: