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Layher Info

Technik- und Produkt-Informationen für Kunden und Partner

April 2018 | Art.-Nr. 8121.138

SICHERE LASTABTRAGUNG

WAS IST BEI FUSSSPINDELN ZU BEACHTEN?

82 cm

55 cm
32 cm
41 cm
30 cm

Fußspindel 60 Fußspindel 80, verstärkt Fußspindel 150, verstärkt Schwenkbare Fußspindel 60, verstärkt
(max. Spindelweg 41 cm) (max. Spindelweg 55 cm) (max. Spindelweg 82 cm), Statik beachten (max. Spindelweg 32 cm), Statik beachten

Layher hat neben der klassischen leichten Gerüstspindel eine Vielzahl weiterer Spindeln im Programm.

G
erüste müssen Lasten sicher aufnehmen abgewichen, geht der verwendete Spindeltyp aus
und ableiten können. Dazu zählen unter der Produktbezeichnung hervor. Zudem sind Fuß-
anderem Verkehrslasten, Windlasten, das spindeln vom Typ „Massiv“ auch im eingebauten
Eigengewicht des Gerüsts oder Lasten aufgrund Zustand anhand der nicht profilierten Fußplatte
von Schrägstellung. Eine wichtige Rolle spielen mit 6-eckiger Ausstanzung eindeutig identifizier-
in diesem Zusammenhang die Spindeln. Neben bar. Unabhängig vom Spindeltyp sind alle Layher
der klassischen leichten Gerüstspindel hat Layher Kopf- und Fußspindeln mit dem typischen Layher
deshalb Spindeln für unterschiedlichste Anforde- Rundgewinde mit der Selbstreinigungseigenschaft
rungen im Programm. Je nach Spindellänge und versehen. Gewindeform und Gewindeaußendurch-
vorgesehenem Verwendungszweck verwendet Lay- messer sind bei allen Layher Spindeltypen gleich.
her bei seinen Fuß- aber auch Kopfspindeln drei
verschiedene Spindeltypen: „Normal“, „Verstärkt“
und „Massiv“. Beanspruchbarkeiten des Spindelquerschnitts
nach DIN EN 12811-1, Anhang B
Der Spindeltyp „Normal“ wird beispielsweise bei
Spindeltyp NRd MRd VRd
der klassischen 60er Fußspindel verarbeitet, der Typ
[kN] [kNcm] [kN]
„Verstärkt“ bei der längeren 80er Fußspindel. Für die
Normal 97,7 83,0 36,0
Abtragung großer Lasten – wie bei Verwendung in
Verstärkt 119,9 94,5 44,1
Traggerüsten oder in Tribünen – kommt dagegen Fußspindeln vom Typ „Massiv“ sind anhand der nicht
Massiv 288,0 157,0 106,0
die „massive“ Spindel zum Einsatz, zum Beispiel die profilierten Fußplatte mit 6-eckiger Ausstanzung ein-
deutig identifizierbar.
„massive 60er Fußspindel“. Wird vom Standardtyp
DER RICHTIGE EINSATZ

F
ußspindeln besitzen eine höhenverstellbare 25 Prozent ihrer Gesamtlänge im Stiel verbleiben, die
Spindelmutter. Eine Kerbung am Gewinde sogenannte Überdeckungslänge lü hat jedoch min-
verhindert eine zu große Ausspindelung destens 15 cm zu betragen. In Abhängigkeit vom ver-
und garantiert die normgerechte Mindestlänge im wendeten Spindeltyp und der Höhe der
Ständerrohr. Zudem wird im montierten Zustand das Ausspindelung sind die Fußspindeln zur
min. lü
Ende des konstruktiven Ausspindelbereiches durch Traglaststeiger­
ung unter Umständen
eine rote oder blaue Farbmarkierung signalisiert. Vor- noch auszusteifen. Dies ist beispiels- min. lü ≥ l/4
rang vor der maximalen konstruktiven Ausspindellän- weise bei höheren Lasten aufgrund von und
min. lü ≥ 150 mm
ge hat jedoch stets der statische Nachweis, der für Gitterträgern bei Horizontallasten
die jeweilige Gerüstkonstruktion die maximale Aus- oder bei längeren Fußspindeln
spindelung im Einzelfall vorgibt. der Fall.
Zur sicheren Übertragung der Stiellasten muss eine Spindelaussteifung mit Gerüstrohr und Keil-Spindel-
drehkupplung.
Spindel gemäß DIN EN 12811-1 mindestens zu

LASTVERTEILENDE UNTERLAGEN

Z
ur Auflagerung der Fußspindeln wird emp- Form und Güte, sind aufgrund der Bruchgefahr
fohlen, immer lastverteilende Unterlagen nicht zulässig. Generell gilt: je dicker die Unterlage,
zu verwenden. Sie verbreitern nicht nur desto besser die Lastverteilung. Layher empfiehlt
die Aufstandsfläche, sondern erhöhen auch den eine Mindestdicke von 4,5 Zentimetern – also eine
Reibungswiderstand, welcher für den Nachweis klassische Gerüst­bohle.
gegen Gleiten wichtig ist. Steine, egal in welcher

Bodenpressung unter lastverteilenden Unterlagen: Während die dünne beziehungsweise weiche Unterlage im linken Fußplatten sind immer mittig auf lastverteilenden
Bild für eine ungleichmäßige Lastverteilung sorgt, ist bei einer dicken oder steifen Unterlage – wie im rechten Bild – Unterlagen aufzusetzen.
eine quasi gleichmäßige Lastverteilung gegeben.

TIPP FÜR GENEIGTE AUFSTANDSFLÄCHEN


2 Für das Aufstellen von Gerüsten auf geneigtem Gelände steht mit
der Ausgleichsplatte eine durchdachte Lösung zur Verfügung. Da
Neigungen durch gegenseitiges Verdrehen von Ober- und Unterteil
0 % Neigung
stufenlos einstellbar sind, lassen sich Fußspindeln mit starrer
Fußplatte auf einem Gelände bis 16 Prozent Gefälle problemlos
lotrecht aufstellen. Die Fußplatten liegen dabei flächig – also ohne
Spalt – auf. Damit ist die Ausgleichsplatte eine zeitsparende
16 % Neigung
Alternative zu speziell zugesägten Holzkeilen, bei der auch die
statisch günstige Einspannwirkung von Fußspindeln erhalten bleibt. Mit der Layher Ausgleichsplatte für Fußspindeln
lassen sich Neigungen stufenlos ausgleichen.

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