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KR Pädiatrie Arbeitsblatt 6 1/4

SCHUHE, BETT, STUHL UND KLEIDER

1. Sprechen Sie eine Empfehlung aus für die Versorgung mit Schuhen bei folgenden
Kindern / Erwachsene / Patienten:
a. Worauf muss im Allgemeinen geachtet werden?
• Nicht zu kurz (sonnst Zehen krallen).
• Nicht zu eng (Metas müssen sich für das Abrollen abspreizen): alle 5 Strahlen müssen
abgestützt sein.
• Das OSG muss frei sein (es muss nicht stabilisieren).

b. Was muss vermieden werden?


• Zu große Schuhe.
• Zu kleine Schuhe.
• Zu unbewegliche Schuhe.
• Zu instabile Schuhe.
• Zu viel Unterstützung.

Passen Sie diese allgemeinen Empfehlungen den speziellen Fragestellungen an, die unten
aufgeführt sind.
Beratung zur Versorgung mut Schuhen.
Wo liegt das Problem? Worauf kommt es an?

1) Ein Säugling 4 Wochen alt, unterwegs.


• Socken ohne Bund (=> kein Wärmeverlust; keine Hautverletzung).
• Problem: Wärme.

2) Ein Frühgeborenes, 30. SSW, Gewicht 1100g, auch im Inkubator.


• Kopfmütze, Schuhe, Socken ohne Bund (kein Dekubitus).
• Problem: Wärme (keine Wärmeregulation).

3) Ein Säugling 9 bis 10 Monate alt.


• Barfuß oder rutschfeste Socken.
• Ziel: gute Fußgewölbe Entwicklung.
• Problem: Krabbeln.

4) Ein Kleinkind 18 bis 24 Monate alt.


• Barfuß oder rutschfeste Socken.
• Ziel: gute Fußgewölbe Entwicklung.
• Problem: laufen draußen.

5) Ein 4 Jahre altes Kind, Schnee im Winter.


• Winterschuhe nicht zu eng.
• Gute dehnbare Schuhe.
• Problem: von der Kälte schützen.

6) Ein 3 Jahre altes Mädchen mit Down Syndrom, Pes adductus beidseits.
• Orthopädische Schuhe mit Stützfunktion.
• Ziel: kein Verletzungsgefahr.
• Problem: Muskelhypotonie, Instabilität der Bänder.
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7) Ein 5 Jahre altes Kind mit spastischer Cerebralparese der Beine Level II.
• Rutschfeste orthopädische Schuhe gegen Spitzfuß mit Absatzerhöhung.
• Problem: Gleichgewichtsprobleme.

8) Ein 7 Jahre altes Kind mit bilateraler dystoner Cerebralparese Level V.


• Socken ohne Bund.
• Warme, gepolsterte, bequeme Schuhe, angepasst an Fehlstellung.
• Problem: lauft nicht, bleibt immer im Rollstuhl.

9) Ein 12 Jahre alter Junge mit Aufrichtungsmangel.


• Barfuß gehen, keine Anlage.
• Problem: nur Funktionsstörung (Haltungssyndrom, kein orthopädisches / neurologisches
Problem).

10) Alle Menschen in Wiesen und Wäldern der Ortenau, Mai bis September.
• Offene Schuhe mit Kniestrümpfen.
• Oder geschlossene Schuhe mit Strümpfen.
• Problem: Zecken.

11) Alle Menschen auf Gebirgspfaden.


• Schuhe mit feste Sohle (= keine Verletzung).
• Sprunggelenk stabil, hohe Wanderschuhe (weich).
• Problem: Kälte.

12) Physiotherapeuten bei der Arbeit.


• Bewegliche, leichte Schuhe.
• Geschlossene Schuhe.

13) Jugendlicher Patient, Diabetes mellitus Typ II


• Breite, bequeme Schuhe ohne Nähte (schräge Ferse bei stark Übergewichtigen).
• Keine Reibung auf die Fußsohle.
• Nicht zu eng, keine Druckstelle (wegen Dekubitus).
• Problem: periphere Polyneuropathie.

14) Ein komatöser Patient


• Weiche Schuhe, 2 Größe höher.
• Ferse + Fußspitze frei (= keine Dekubitus).
• Einfach einzuziehen, weit, gegen Dekubitus.
• Am Anfang: 2x / Tag.
• Problem: nicht den ganzen Tag.

15) Ein erwachsener Patient, Pes planus, der seit 12 Jahren « Gesundheitsschuhe » trägt.
• Progressiver Umstieg auf „normale Schuhe“ ohne Fußbett.
• Barfuß laufen.

16) Ein 15 Jahre altes Mädchen mit idiopathischer Skoliose.


• Stabile, bewegliche Schuhe.
• Keine Schuhe Erhöhung.

17) Ein 12 Jahre altes Kind mit Spina bifida, im Rollstuhl, Klumpfüße.
• Socken ohne Bund.
• Feste orthopädische Schuhe, angepasst an Fehlstellung.
• Problem: lauft nicht, bleibt immer im Rollstuhl.
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18) Ein 11 Jahre altes Kind mit Muskeldystrophie, Typ Duchenne, das noch gehen kann.
• Stabile, bewegliche Schuhe.

2. Beraten Sie Eltern zum Thema Bett.


1) Bett für Säuglinge.
• Nicht zu weich.
• Nicht zu groß.
• Kein Teddybear im Bett.
• RL mit Schlafsack.
• Optimale Temperatur: 19-22°C.
• Beistellbett im Elternzimmer.

2) Bett für ein Schulkind.


• Gesunde Schulkind: Wachstum orientiert.
• Keine zu weiche Matratze.
• Keine Matratze von jemanden anders.
• Nicht zu kleines Bett (Position im Tiefschlaf ist ständig wechselt, also unmöglich bei kleinem
Bett).
• Nicht zu schmales Bett.

3) Bett für einen Patienten mit Asthma bronchiale, der an einer Hausstaubmilbenallergie
leidet.
• Problem: Allergie (viel Staub im Bett => zu warm + zu feucht).
• Lösung gegen Staub:
- Staub wegmachen (nicht mit Staubsauger, sondern mit Tuch wo der Staub
hält).
- Bett Überzuge.
- Gute Belüftung.
- Evtl. Spinne ins Bett liegen.
- Bettzüge ändern.

3. Der richtige Stuhl.


1) Worauf sollte beim Sitzen geachtet werden?
• Stuhlhöhe auf die Größe des Kindes anpassen.
• Füße am Boden damit er sich aufrichtet.
• Becken aufgerichtet.
• Keine Lehne an der Scapula (Aufmerksamkeit ist vermindert).
• Stuhl muss horizontal sein.

2) Was sind typische Probleme bei Sitzen auf Stühlen. Welche Folgeprobleme können
entstehen?
• Aufrichtungsproblem (= Rückenschmerzen).
• Aufmerksamkeit Verminderung.
• Zu enge Hose, Kind sitzt schief (= Becken Retroversion).
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4. Kleider. Nennen Sie typische Handlingsfehler.


1) Bei Säuglingen.
• Zu enge Windeln oder Kleider.
• Zu frühe Schuhe.
• Ungeeignete Schuhe.

2) Bei Jugendlichen.
• Höhe Absatz.

3) Bei Erwachsenen.
• Höhe Absatz.