Sie sind auf Seite 1von 49
Ringvorlesung „Einführung in Energie und Rohstoffe“ Teil „Markscheidewesen“ Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für

Ringvorlesung „Einführung in Energie und Rohstoffe“

Teil „Markscheidewesen“

Prof. Dr.-Ing. W. Busch

Institut für Geotechnik und Markscheidewesen Abteilung Markscheidewesen, Fernerkundung und Geoinformation TU Clausthal

homepage: http://www.igmc.tu-clausthal.de

Ansprechpartner Univ.-Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Busch Tel.: 05323 / 72-2076 e-mail: wolfgang.busch@tu-clausthal.de Frau

Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Busch Tel.: 05323 / 72-2076 e-mail: wolfgang.busch@tu-clausthal.de

Tel.: 05323 / 72-2076 e-mail: wolfgang.busch@tu-clausthal.de Frau Dr.-Ing. Janette Linke Tel.: 05323 / 72-3181 e-mail:
Tel.: 05323 / 72-2076 e-mail: wolfgang.busch@tu-clausthal.de Frau Dr.-Ing. Janette Linke Tel.: 05323 / 72-3181 e-mail:

Frau Dr.-Ing. Janette Linke Tel.: 05323 / 72-3181 e-mail: janette.linke@tu-clausthal.de

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

2

0 Inhaltsverzeichnis

0 Inhaltsverzeichnis Inhalt Teil 1 Markscheidekunde, Markscheidewesen: Definitionen, Anwendungsbereiche,

Inhalt Teil 1

Markscheidekunde, Markscheidewesen:

Definitionen, Anwendungsbereiche, Aufgabenstellungen

Informationsverarbeitung:

Geo-Informationssysteme (GIS), Kartographie / Risswesen

3. Verfahren der Datenbeschaffung:

Vermessungskunde, Fernerkundung / Photogrammetrie

Vermessungskunde, Fernerkundung / Photogrammetrie Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

3

Lehrbücher (Empfehlung) Literaturhinweise  Bill, R. : Grundlagen der Geo-Informationssysteme. Wichmann Verlag, 5.

Lehrbücher (Empfehlung)

Literaturhinweise

Bill, R.: Grundlagen der Geo-Informationssysteme. Wichmann Verlag, 5. Auflage, 2010

Resnik, B.; Bill, R.: Vermessungskunde für den Planungs-, Bau- und Umweltbereich. H. Wichmann Verlag, Heidelberg, 3. Aufl., 2009 (mit CD)

Witte, B., Sparla, P.: Vermessungskunde und Grundlagen der Statistik für das Bauwesen. H. Wichmann Verlag, Hüthig GmbH, Heidelberg, 7. Aufl., 2011

Albertz, J.: Einführung in die Fernerkundung. Grundlagen der Interpretation von Luft- und Satellitenbildern. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 4. Aufl., 2009

Kratzsch, H.: Bergschadenkunde. 5. Auflage, Deutscher Markscheider Verein e.V., Bochum, 2008

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

4

Bergbau und Markscheidewesen Lego Power Miners http://powerminers.lego.com/en-US/default.aspx BOOM BANG KABLAMMO! The

Bergbau und Markscheidewesen Lego Power Miners

http://powerminers.lego.com/en-US/default.aspx

Power Miners http://powerminers.lego.com/en-US/default.aspx BOOM BANG KABLAMMO! The entire underground cavern system

BOOM BANG KABLAMMO! The entire underground cavern system shakes when the Boulder Blaster is on the scene. This titanium-plated titan of a mining machine carries an arsenal of dynamite sticks that it can rapid-fire at any obstacle to blast it to smithereens. Whether the Power Miners need a cave mouth widened, a rock-fall cleared or a Rock Monster booby trap pulverized, the Boulder Blaster is always ready to get the job done and sweep away the rubble with its double-strength bulldozer blades when the dust clears.

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

5

1. Markscheidekunde: Definitionen

1. Markscheidekunde: Definitionen Markscheidekunde   (Mine Surveying) Markscheide : Grenze zwischen zwei

Markscheidekunde

 

(Mine Surveying)

Markscheide:

Grenze zwischen zwei Bergwerksfeldern

Markscheidekunde: Lehre von der

Vermessung über und unter Tage im Zusammenhang mit der Aufsuchung und Gewinnung von Bodenschätzen und ihrer Dokumentation im Bergmännischen Rißwerk

(Def. nach DIN)

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

6

1. Markscheidekunde: Definitionen

1. Markscheidekunde: Definitionen Markscheidewesen  Markscheidewesen : Disziplin des Bergbaus. Sie umfasst Arbeiten, -

Markscheidewesen

Markscheidewesen:

Disziplin des Bergbaus. Sie umfasst Arbeiten,

- die der Erkundung, Untersuchung und Bewertung von Bodenschätzen,

- der Lagerstättenprojektion sowie der Planung und vermessungstechnischen Erfassung und risslichen (kartographischen) Dokumentation von Grubenbauen und der Tagesanlagen sowie von Tagebauen dienen. Hierzu gehören insbesondere

- die Mitwirkung bei der Erlangung von Bergbauberechtigungen,

- Planungs- und Projektierungsarbeiten für den Aufschluss und die Gewinnung der Lagerstätte,

- die Ermittlung, Überwachung und Verminderung oder Verhütung der über- und untertägigen Auswirkungen des Abbaus (Vorausberechnung von Bodenbewegungen, Umweltverträglichkeitsprüfung) sowie

- Planung, Überwachung und Nachweis von Rekultivierungsmaßnahmen

(Def. nach Fachwörterbuch Bd. 12 des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie)

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

7

1. Markscheidekunde: Definitionen

1. Markscheidekunde: Definitionen Der Markscheider  Ausbildung und berufliche Schwerpunkte : - Universität:

Der Markscheider

Ausbildung und berufliche Schwerpunkte:

- Universität: Dipl.-Ing. oder M.Sc.

- Referendarzeit: Assessor des Markscheidewesens

- Berufliche Tätigkeiten in:

- Bergbehörden (Bewilligungen, Bergaufsicht)

- Bergbauunternehmen (Steinkohle, Braunkohle, Kali und Salz, Erz: Exploration, Lagerstättenmodellierung, Abbauplanung, Bodenbewegungsvorausberechnung, Umweltverträglichkeitsprüfung, Erfassung und Dokumentation des Abbaustandes (Risswerk), Bergschadenbearbeitung, Umweltmonitoring)

- Ingenieurbüros (Gutachter, Bodenbewegungen, Bergschäden, Umweltverträglichkeit, Steine und Erden-Betriebe, Altbergbau, Geotechnik, Vermessung)

- Transdiziplinär und interdisziplinär

- Geoinformatik

- Messtechnik (Vermessung, Fernerkundung, Geotechnik)

- Bergbau

- Geowissenschaften, Hydrologie, Geomechanik

- Umwelt

- Recht (Berg- und Energierecht, Umweltrecht, Planungsrecht, etc.)

- Wirtschaftswissenschaftliche Anwendung

- „Soft Skills“

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

8

Markscheider = Geoinformationsingenieur für die Rohstoffindustrie 1. Grundlagen 1.1 Definition, Einteilung Prof.

Markscheider

=

Geoinformationsingenieur für die Rohstoffindustrie

1. Grundlagen 1.1 Definition, Einteilung
1. Grundlagen
1.1 Definition, Einteilung

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

9

Markscheidekunde Abbauplanung Bodenbewegungen Erfassung und Dokumentation von Bodenbewegungen Prof. Dr.-Ing. W.
Markscheidekunde
Abbauplanung
Bodenbewegungen
Erfassung und
Dokumentation von
Bodenbewegungen
Prof. Dr.-Ing. W. Busch
Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen
10
1. Markscheidekunde: Definitionen
Staßfurt – Schacht 6 / 7 Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
Staßfurt – Schacht 6 / 7
Prof. Dr.-Ing. W. Busch
Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen
1. Markscheidekunde: Definitionen

11

3D-Darstellung eines Bergwerks Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen Einführung in

3D-Darstellung eines Bergwerks

3D-Darstellung eines Bergwerks Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen Einführung in

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

12

Tagebau Steine und Erden, Brilon 1. Markscheidekunde: Definitionen Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik
Tagebau Steine und Erden, Brilon 1. Markscheidekunde: Definitionen
Tagebau Steine und Erden, Brilon
1. Markscheidekunde: Definitionen

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

13

Allgemeine Aufgabenstellung : Was wollen wir? Konzeptuelle und physikalische (= computergestützte) Modellierung

Allgemeine Aufgabenstellung:

Was wollen wir?

Konzeptuelle und physikalische (= computergestützte) Modellierung raumbezogener natürlicher und anthropogener (durch den Menschen verursachter) Phänomene und Prozesse

2. Informationsverarbeitung: GIS
2. Informationsverarbeitung: GIS

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

14

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Wie und Womit können wir es tun?  Lösung : Anwendung von Methoden

Wie und Womit können wir es tun?

Lösung: Anwendung von Methoden und Verfahren der

- Geodäsie,

- Fernerkundung sowie der

- Geoinformatik (Geo- Informationssysteme GIS).

„Beschränkt sich die Funktion eines Systems auf die Aufnahme, Speicherung, Verarbeitung und Wiedergabe von Informationen, so ist es ein Informationssystem. Es besteht somit aus der Gesamtheit der Daten und Verarbeitungsanweisungen. Der Benutzer soll imstande sein, daraus ableitbare Informationen in einer verständlichen Form zu erhalten.“ [Bill 1999]

„Ein Geoinformationssystem ist ein rechnergestütztes System, das aus Hardware, Software, Daten und den Anwendungen besteht. Mit ihm können raumbezogene Daten digital erfasst und redigiert, gespeichert und reorganisiert, modelliert und analysiert sowie alphanumerisch und graphisch präsentiert werden“ [Bill 1999].

Die Geoinformatik ist ein relativ junges Teilgebiet der Angewandten Informatik.

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

15

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Was ist ein Informationssystem? Informationssystem Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für

Was ist ein Informationssystem?

GIS Was ist ein Informationssystem? Informationssystem Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für

Informationssystem

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

16

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Geo-Informationssystem (GIS) - Übersicht GIS Geodaten Geometriedaten Sachdaten

Geo-Informationssystem (GIS) - Übersicht

GIS Geodaten Geometriedaten Sachdaten Rasterdaten Vektordaten Reale Umwelt
GIS
Geodaten
Geometriedaten
Sachdaten
Rasterdaten
Vektordaten
Reale Umwelt

Analyse und Präsentation

Daten- und Prozessmodell

Beschreiben

Benutzer

Interpretation

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

17

Begriffsbestimmungen Geoinformationen sind Informationen, die einen bestimmten Raumbezug zur natürlichen Umwelt haben.

Begriffsbestimmungen

Geoinformationen sind Informationen, die einen bestimmten Raumbezug zur natürlichen Umwelt haben. Die Verarbeitung von Geoinformation erfolgt in unterschiedlichen Wissenschaften, in der Kartographie z. B. über Methoden und Verfahren zur Erfassung und Abbildung der Information in Form spezieller (z. B. topographischer oder thematischer) Karten oder in anderen Geowissenschaften in Form spezieller Datensammlungen (Informationssysteme).

Geodaten Sachdaten Geometriedaten Rasterdaten Vektordaten
Geodaten
Sachdaten
Geometriedaten
Rasterdaten
Vektordaten

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Raster Vektor Reale Welt 2. Informationsverarbeitung: GIS
Raster
Vektor
Reale Welt
2. Informationsverarbeitung: GIS

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

18

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Begriffsbestimmungen Geodaten sind Daten mit einem Raumbezug, über den ein Lagebezug

Begriffsbestimmungen

Geodaten sind Daten mit einem Raumbezug, über den ein Lagebezug zu ihrer Umwelt hergestellt werden kann. Sie beschreiben Objekte der Realität durch geometrische und inhaltliche (fachthematische) Attribute. Geodaten lassen sich mit Hilfe von raumbezogenen Informationssystemen erfassen, speichern und weiterverarbeiten.

Der Raumbezug wird z. B. über zwei- oder dreidimensionale Koordinaten ausgedrückt. Geodaten sind grundsätzlich maßstabsfrei, dennoch werden Datenbestände manchmal mit einer Maßstabszahl charakterisiert (z. B. TK25 = Topographische Karte im Maßstab 1:25.000), um ihre Detaillierung und Genauigkeit auszudrücken.

In den letzten Jahren hat sich ein großer internationaler Markt für Geodaten entwickelt, für den durch Standardisierungen, Vorgaben und private wie öffentliche Angebote, wie z.B. in Deutschland ALKIS oder international z.B. Google Map oder Google Earth eine Grundlage geschaffen wird.

Map oder Google Earth eine Grundlage geschaffen wird. Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

19

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Begriffsbestimmungen Geoinformatik ist die „Wissenschaft vom Wesen und der Funktion

Begriffsbestimmungen

Geoinformatik ist die „Wissenschaft vom Wesen und der Funktion der Geoinformation (= raumbezogene Information), ihrer Verarbeitung in Form von Geodaten sowie der Anwendung von Geoinformationssystemen“ [Bartelme

1995].

Sie „befasst sich mit den Theorien der Strukturierung, Speicherung, Verwaltung und Verarbeitung von Geodaten sowie der Entwicklung entsprechender Methoden einschließlich der dafür benötigten Informations- und Kommunikationstechniken“ [Hake & Grünreich 1994].

Der aus dem Englischen von geomatics stammende Begriff Geomatik

beschreibt die Fachrichtung, die sich interdisziplinär aus den Bereichen der

Geoinformatik,

Geodäsie,

Kartographie,

Photogrammetrie und Fernerkundung sowie

Geographie

zusammensetzt, wobei einige Fachdiszipline im deutschsprachigen Raum auch hierfür als Sammelbegriff „Geoinformatik“ verwenden.

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

20

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Was sind Geoinformationssysteme? Ein GIS kann in fünf Komponenten aufgeteilt werden: -

Was sind Geoinformationssysteme?

Ein GIS kann in fünf Komponenten aufgeteilt werden:

- Software

- Hardware

- Daten

- Methoden (Anwendungen), die zwischen der Software und den Anwendern stehen

- Anwender (Nutzer)

Software

GIS
GIS

Anwender

stehen - Anwender (Nutzer)  Software GIS  Anwender  Daten  Methoden  Hardware Prof.
stehen - Anwender (Nutzer)  Software GIS  Anwender  Daten  Methoden  Hardware Prof.

Daten

(Nutzer)  Software GIS  Anwender  Daten  Methoden  Hardware Prof. Dr.-Ing. W. Busch
(Nutzer)  Software GIS  Anwender  Daten  Methoden  Hardware Prof. Dr.-Ing. W. Busch

Methoden

Hardware

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

21

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Hardware  Datenerfassung  Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger

Hardware

Datenerfassung

2. Informationsverarbeitung: GIS Hardware  Datenerfassung  Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger
2. Informationsverarbeitung: GIS Hardware  Datenerfassung  Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger
2. Informationsverarbeitung: GIS Hardware  Datenerfassung  Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger
2. Informationsverarbeitung: GIS Hardware  Datenerfassung  Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger
 Plotter
 Plotter
GIS Hardware  Datenerfassung  Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger Scanner 

Workstation/PC

Hardware  Datenerfassung  Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker

Großformatiger Scanner

Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball 
Plotter  Workstation/PC  Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball 

Digitizer

Workstation/PC  Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball  Netzwerk/ Internet

Drucker

 Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball  Netzwerk/ Internet 
 Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball  Netzwerk/ Internet 
 Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball  Netzwerk/ Internet 
 Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball  Netzwerk/ Internet 
 Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball  Netzwerk/ Internet 
 Gro ß formatiger Scanner  Digitizer  Drucker  Maus/ Trackball  Netzwerk/ Internet 

Maus/ Trackball

Netzwerk/ Internet

Datenspeicherung

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

22

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Software Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Software

2. Informationsverarbeitung: GIS Software Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

23

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS GeoDaten in GIS Eigentümer des Grundstücks X GIS Umriss eines Grundstücks X

GeoDaten in GIS

Eigentümer des Grundstücks X
Eigentümer
des
Grundstücks X
GIS Umriss eines Grundstücks X Geometriedaten Sachdaten Rasterdaten Vektordaten
GIS
Umriss eines
Grundstücks X
Geometriedaten
Sachdaten
Rasterdaten
Vektordaten
Flächennutzung
Flächennutzung
Sachdaten Rasterdaten Vektordaten Flächennutzung Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und
Sachdaten Rasterdaten Vektordaten Flächennutzung Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

25

Realweltmodellierung Konzept der Topologie  Das topologische Modell kann die innere Geometrie von Objekten

Realweltmodellierung

Konzept der Topologie

Das topologische Modell kann die innere Geometrie von Objekten beschreiben. Es basiert auf der Graphentheorie.

Dieses Modell beschreibt die Zuordnung der Elemente Punkt, Linie, Fläche einer Geometrie zueinander und kennt daher deren relative Lage und Nähe. Durch die Beschreibung, Bearbeitung und Speicherung der Geometrie der Lage von räumlichen Objekten können

„Daten der Realen Welt auf natürlicher Hardware“ 2. Informationsverarbeitung: GIS
„Daten
der Realen Welt
auf natürlicher
Hardware“
2. Informationsverarbeitung: GIS

gegenseitige Beziehungen manipuliert werden, ohne die Koordinaten zu kennen. Dies ist mit deutlich weniger Rechen- aufwand verbunden. Topologie wird auch bezeichnet als Geometrie auf der Gummihaut.

wird auch bezeichnet als Geometrie auf der Gummihaut . Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

26

Algebraische Topologie Grundelemente  Unter Knoten verstehen wir die End- sowie Schnittpunkte von Kanten

Algebraische Topologie

Grundelemente

Unter Knoten verstehen wir die End- sowie Schnittpunkte von Kanten (Verbindungen dieser Knoten). Maschen (Fläche, Polygon) sind die von Kanten eingeschlossenen „Gebiete“, die im 3D Raum ein Polyeder umschließen können.

 Mit diesen wenigen Grundelementen lassen sich beliebig komplexe Gebilde (Netzwerke oder Graphen) konstruieren.
 Mit diesen wenigen
Grundelementen lassen sich
beliebig komplexe
Gebilde (Netzwerke
oder Graphen)
konstruieren.
Prof. Dr.-Ing. W. Busch
Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen
2. Informationsverarbeitung: GIS

27

Topologie: Knoten-Maschen-Struktur P8 Außen E9 P7 E7 E10 E8 B C P4 P9 E4 E3

Topologie:

Knoten-Maschen-Struktur

P8 Außen E9 P7 E7 E10 E8 B C P4 P9 E4 E3 E11 A
P8
Außen
E9
P7
E7
E10
E8
B
C P4
P9
E4
E3
E11
A E2
P5
P2
E5
E1

P1

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

P6

E6

P3

Kante End- linke knoten Anfangs- Masche knoten rechte Masche Kanten: E1 P1 P2 A Außen
Kante
End- linke
knoten
Anfangs-
Masche
knoten
rechte
Masche
Kanten:
E1
P1
P2
A
Außen
E2
P2
P3
A
Außen
E3
P3
P4
A
B
E4
P4
P5
A
C
E5
P5
P1
A
Außen
E6
P3
P6
B
Außen
Knoten:
P1
2.0
0.0
P2
5.0
1.0

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

28

Topologie: Knoten-Maschen-Struktur P8 Außen E9 P7 E7 E10 E8 B C P4 P9 E4 E3

Topologie:

Knoten-Maschen-Struktur

P8 Außen E9 P7 E7 E10 E8 B C P4 P9 E4 E3 E11 A
P8
Außen
E9
P7
E7
E10
E8
B
C P4
P9
E4
E3
E11
A E2
P5
P2
E5
E1

P1

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

P6

E6

P3

Kante End- linke knoten Anfangs- Masche knoten rechte Masche Kanten: E1 P1 P2 A Außen
Kante
End- linke
knoten
Anfangs-
Masche
knoten
rechte
Masche
Kanten:
E1
P1
P2
A
Außen
E2
P2
P3
A
Außen
E3
P3
P4
A
B
E4
P4
P5
A
C
E5
P5
P1
A
Außen
E6
P3
P6
B
Außen
Knoten:
P1
2.0
0.0
P2
5.0
1.0

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

29

Methoden, Anwendungen  Die Stärke von Geo-Informationssystemen sind die Methoden, die auf der Verknüpfung

Methoden, Anwendungen

 Die Stärke von Geo-Informationssystemen sind die Methoden, die auf der Verknüpfung unterschiedlichster Datensätze
 Die Stärke von Geo-Informationssystemen sind die Methoden, die auf
der Verknüpfung unterschiedlichster Datensätze beruhen, basierend
allein auf deren räumlicher Lage.
 Die Analyse, Modellierung und
Nutzung dieser
räumlichen Beziehungen ist die
Hauptaufgabe von GIS
2. Informationsverarbeitung: GIS

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

30

Realweltmodellierung  Der Einsatz von Geoinformationstechnik macht es notwendig, den Untersuchungsgegenstand (z.B.
Realweltmodellierung
 Der Einsatz von Geoinformationstechnik
macht es notwendig, den
Untersuchungsgegenstand (z.B. natürlicher
Prozess oder ein natürliches Phänomen) aus
der Realwelt zu repräsentieren, was mit der
Abbildung in einem Modell erreicht wird.
 Analysen werden in dieser Modellumgebung
durchgeführt,
 in der Regel ohne die Ergebnisse in der
Realwelt verifizieren zu können.
 Die Ergebnisinterpretation schließt
mit einem Vergleich von alternativen
„Modellierungs-Varianten“ bzw.
„Versionen“.
 Die Frage der Bewertbarkeit oder
Interpretierbarkeit der Analyse-
ergebnisse bleibt:
Sind die Ergebnisse wieder
rückübertragbar auf die Realwelt?
Prof. Dr.-Ing. W. Busch
Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen
2. Informationsverarbeitung: GIS

31

Modelle zur Abbildung und Analyse der realen Welt mit einem GIS Prof. Dr.-Ing. W. Busch

Modelle zur

Abbildung und Analyse der realen Welt

mit einem GIS

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen 2. Informationsverarbeitung: GIS
Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen
2. Informationsverarbeitung: GIS

32

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Funktionen (Methoden) In einem GIS stehen dem Anwender verschiedene Gruppen von

Funktionen (Methoden)

In einem GIS stehen dem Anwender verschiedene Gruppen von Funktionen (Methoden) zur Verfügung, wie für:

das Datenmanagement (Funktionen eines Datenbankmanagementsystems: Eingabe, persistente Speicherung, Koordinaten-Transformationen, Editierung, Datenausgabe )

die Auswahl und Suche, Identifikation, Selektion, Datenbankabfrage

Räumliche Analysen (eigentliche GIS-Funktionalität: Graphische Operationen, Distanz- und Flächenberechnung, Regionalisierung, Datenüberlagerung - „Verschneidungen“, Buffer, Nachbarschaftsoperationen, Netzwerkoperationen)

die Präsentation der Ergebnisse, z.B. in Form Thematischer Karten

der Ergebnisse, z.B. in Form Thematischer Karten Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

33

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Präsentation in Form Topographischer und Thematischer Karten Prof. Dr.-Ing. W. Busch

Präsentation in Form Topographischer und Thematischer Karten

in Form Topographischer und Thematischer Karten Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Funktionen (Methoden)

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

34

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Methoden zur Räumliche Datenanalyse Nachbarschaftsoperationen Eine wichtige (und für

Methoden zur Räumliche Datenanalyse

Nachbarschaftsoperationen

Eine wichtige (und für GIS typische) Nachbarschaftsoperation ist die Konstruktion von Bufferzonen um ein Objekt.

Diese Funktionen operieren in der Umgebung von Objekten, nicht an den räumlichen Objekten selbst.

Ein Buffer (oder Buffer-Zone, Pufferzone) ist der Bereich um ein Objekt bis zu einem bestimmten, festgelegten Abstand vom Objekt. Buffer lassen sich außerhalb um Punkte, Linien und Polygone eines Vektordatensatzes konstruieren.

Linien und Polygone eines Vektordatensatzes konstruieren. Eine typische Fragestellung für den Einsatz von Buffern

Eine typische Fragestellung für den Einsatz von Buffern lautet: Welche Objekte (Parzellen, Wald, Leitungen etc.) liegen im Umkreis von 100 m um die Trassierungsachse eines geplanten Verkehrsweges?

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

35

2. Informationsverarbeitung: GIS

Räumliche Datenanalyse Nachbarschaftsoperation Buffer

GIS Räumliche Datenanalyse Nachbarschaftsoperation Buffer Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

36

2. Informationsverarbeitung: GIS

Räumliche Datenanalyse Datenüberlagerung und Verschneidung

Diese Funktionen gehören zu den am häufigsten genutzten in GIS Anwendungen. Es werden hier mehrere räumliche Datensätze (z. B. ein Polygon- Datensatz mit Objekten, die unterschiedliche Bodentypen anzeigen und ein Polygon- Datensatz mit Objekten, die unterschiedliche Niederschlagsmengen im selben Gebiet zeigen) koordinatendeckend übereinander gelegt und Operationen angewendet, die die Attributwerte als Argumente verknüpfen („verschneiden“). Vorstellen kann man sich die Arbeitsweise wie das Übereinanderlegen thematischer Karten als Klarsichtfolien auf einem Leuchttisch. Die Operationen basieren auf einem mengen-theoretischen Konzept, in dem alle Positionen in einem Datensatz Elemente einer (Punkte-) Menge sind; es werden die Operatoren Schnitt, Vereinigung, Differenz

es werden die Operatoren Schnitt, Vereinigung, Differenz und Komplement gebraucht. Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut

und Komplement gebraucht.

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen Niederschlagsmengen Bodentypen Optimale Anbaufläche

Niederschlagsmengen

Bodentypen

Optimale Anbaufläche

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

37

2. Informationsverarbeitung: GIS

Räumliche Datenanalyse Datenüberlagerung und Verschneidung

Der Begriff „Verschneidung“ wird hier gebraucht für die Kombination von Überlagerung (koordinatendeckend) sowie geometrischer Verschneidung und der anschließenden Verbindung und Verknüpfung der Attributdaten. Im Beispiel der Abbildung werden Niederschlagsmenge und Bodentyp verschnitten, um eine optimale Anbaufläche für eine bestimmte Bodenfrucht zu finden.

Anbaufläche für eine bestimmte Bodenfrucht zu finden. Niederschlagsmengen Bodentypen Optimale Anbaufläche Prof.

Niederschlagsmengen

Bodentypen

Optimale Anbaufläche

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

38

Räumliche Datenanalyse Datenüberlagerung und Verschneidung

Verschneidungen erzeugen neue Datensätze aus der Kombination der Geometrie und der Attribute von Ausgangsdatensätzen zu sich überschneidenden bzw. identischen Raumausschnitten, siehe Abbildung.

2. Informationsverarbeitung: GIS
2. Informationsverarbeitung: GIS

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

39

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Räumliche Datenanalyse Topologische Analyse und Netzwerkoperationen Netzwerkoperationen

Räumliche Datenanalyse

Topologische Analyse und Netzwerkoperationen

Netzwerkoperationen lassen sich auf bestimmte Vektordatensätze (Graphen:

mit Kanten verbundene Knoten) anwenden. Die wichtigsten Analysefunktionen sind (vergl. nächste Abb.):

Routing, d. h. Finden eines optimalen Weges zwischen zwei Punkten (Knoten) durch ein Netzwerk (entlang von Kanten über Knoten) evtl. unter Berücksichti- gung einer Kostenfunktion, die geometrische oder attributive Daten nutzt

Akkumulation, d. h. Summieren bestimmter Attributwerte auf einem Pfad durch ein Netzwerk

Netzwerkzerlegung (Einzugsbereiche), d. h. entweder ausgehend von einem Punkt (Knoten) den Einflussbereich (z. B. abstandsabhängig entlang der Verbin- dungen/ Kanten) abgrenzen (engl. network allocation) oder z. B. in einem gerichteten Graphen (der ein Fluss/ Nebenflusssystem darstellt) den Netz- abschnitt oberhalb detektieren (engl. tracing).

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

40

Netzwerkoperationen Routing Netzwerkzerlegung (network allocation) Netzwerkzerlegung Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut

Netzwerkoperationen

Routing Netzwerkzerlegung (network allocation) Netzwerkzerlegung Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und
Routing
Netzwerkzerlegung
(network allocation)
Netzwerkzerlegung
Prof. Dr.-Ing. W. Busch
Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen
2. Informationsverarbeitung: GIS

41

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Erweiterte und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele - Lagerstättensuche,

Erweiterte und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele -

und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele - Lagerstättensuche, Volumenberechnung Dieser

Lagerstättensuche, Volumenberechnung

Dieser Anwendungsbereich der Rohstoffwirtschaft und Rohstoffbewertung in der Steine­&Erden- Industrie gehört zu den klassischen Anwendungsfeldern von GIS. Gerade in der Planung des Abbaus einer Lagerstätte ist die Verknüpfung des geometrisch bestimmten Rohstoffkörpers mit geometrischen Kennwerten (Mindestmächtigkeit, Überdeckung, etc.), mit Qualitätskennwerten des Rohstoffs (Reinheit, Verwendbarkeit, etc.), mit rechtlichen Aspekten (Grundstücksgrenzen, Schutzgebiete, etc.) und mit logistischen Randbedingungen der Erschließung (Entfernung zur Weiterverarbeitung, zu Abnehmern, etc.) usw. notwendig. Am Beispiel einer Bauxite- Lagerstätte soll das verdeutlicht werden

(ESRI-Tutorial: „Modeling Bauxite Thickness and Volumes in ArcGIS“, http://www.esri.com/news/arcuser/avmodel.html).

Gegeben sind in diesem Beispiel u. a.

ein Raster mit interpolierten Mächtigkeiten des Bauxit-Horizontes (Trogfüllungen),

ein Vektordatensatz der Polygone der Trogbegrenzungen sowie ein

Vektordatensatz mit den Grundstücksgrenzen. Aus den Mächtigkeiten wurde eine Isolinienkarte berechnet, die in der nächsten Abbildung ebenfalls eingeblendet ist.

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

42

Lagerstättensuche, Volumenberechnung

Verschneidung von Rohstoffkörpern und Grundstücksgrenzen; unten die Attributtabellen mit den berechneten Rohstoffmengen innerhalb der Grundstücksgrenzen

2. Informationsverarbeitung: GIS

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

43

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Erweiterte und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele - Lärmausbreitung

Erweiterte und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele -

Lärmausbreitung

Untersuchungen mit GIS-Unterstützung zur Lärmausbreitung und zur Bestimmung von Sicherheitszonen für z.B. Sprengarbeiten fallen unter die sog. „Sichtbarkeitsanalysen“, die auf der Analyse von Digitalen Geländemodellen beruhen. (engl. viewshed, line of sight).

Die Arbeit mit Digitalen Geländemodellen (DGM) ist ein wichtiges Anwendungsfeld und ist auch Gegenstand einer ganzen Reihe von online-tutorials,

z. B. auf der ESRI homepage http://www.esri.com/news/arcuser/0401/avmodel.html).

Grundlage der Sichtbarkeitsanalysen sind Schnittberechnungen konstruierter gerader Linien vom Beobachtungspunkt zu jeder Position (praktisch zu jeder Zelle im DGM). Würde diese Linie an irgendeiner Stelle die Modellfläche schneiden, wäre die „freie Sicht“ also versperrt, die Zelle läge im Schatten einer anderen (vergl. nachfolgende Abbildung).

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

44

Erweiterte und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele - Lärmausbreitung Für eine Analyse von z. B. der

Erweiterte und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele -

Lärmausbreitung Für eine Analyse von z. B. der Lärmausbreitung muss man dieses Schatten/ Sichtbarkeitsmodell noch mit einem Modell der Stärke der Lärmausbreitung (am einfachsten radialsymmetrisch abnehmend vom Beobachtungspunkt aus)

verschneiden.

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen Markscheidewesen 2. Informationsverarbeitung: GIS
Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen
Markscheidewesen
2. Informationsverarbeitung: GIS

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

45

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Erweiterte und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele - Deponiestandortsuche Prof.

Erweiterte und kombinierte Funktionen - Anwendungsbeispiele -

Deponiestandortsuche

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

46

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Präsentation/Visualisierung von Geoinformationen Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für

Präsentation/Visualisierung von Geoinformationen

GIS Präsentation/Visualisierung von Geoinformationen Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

47

Kombination verschiedener Darstellungsmethoden 2. Informationsverarbeitung: GIS Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für

Kombination verschiedener Darstellungsmethoden

2. Informationsverarbeitung: GIS
2. Informationsverarbeitung: GIS

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

48

2. Informationsverarbeitung: GIS

2. Informationsverarbeitung: GIS Softwarepakete und Anbieter  Übersichten finden sich im Internet unter:

Softwarepakete und Anbieter

Übersichten finden sich im Internet unter:

http://www.geoinformatik.uni-rostock.de/produkte.asp

http://www2.geoinform.fh-mainz.de/3dgis/index.php

Übersicht freier GIS-Software: http://www.freegis.org/

http://www.esri.com/

http://www.intergraph.com/http://www.freegis.org/  http://www.esri.com/  http://www.bentley.com  http://www.mapinfo.com/ 

http://www.bentley.com

http://www.mapinfo.com/

http://www.smallworld-us.com

http://www.microimages.com

http://www.baylor.edu/~grass

http://www.microimages.com  http://www.baylor.edu/~grass Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

ESRI - ArcGIS, ArcSDE, ArcIMS

Intergraph Corp., Geomedia, G/technology Bentley, Microstation Geographics MapInfo, Inc. Smallworld Systems Inc. TNTmips (TNTlite ist frei verfügbar) GRASS (im Original von der US Army)

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

49

Softwarepakete und Anbieter ESRI http://esri.de/products/arcgis/ 2. Informationsverarbeitung: GIS Prof. Dr.-Ing. W. Busch

Softwarepakete und Anbieter

ESRI

http://esri.de/products/arcgis/

2. Informationsverarbeitung: GIS
2. Informationsverarbeitung: GIS

Prof. Dr.-Ing. W. Busch Institut für Geotechnik und Markscheidewesen

Einführung in Energie und Rohstoffe: Teil Markscheidewesen

50