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INDIKATOREN DER TEXTFUNKTION

 Die bloße Häufigkeit sprachlicher Einheiten und Strukturen ist


kein  geeignetes Kriterium zur Bestimmung von Textfunktionen;
eine solche  Betrachtungsweise operiert zu sehr an der
Textoberfläche.

 Wie gehen davon  aus, dass die Textfunktion durch bestimmte


innertextliche (vor allem  sprachliche) und aussersprachliche
(kontextuelle) Mittel angezeigt wird,  die wir Indikatoren der
Textfunktion nennen.

 Wir unterscheiden drei  Grundtypen solcher Indikatoren:

1. Der Emittent bringt die Textfunktion explizit zum


Ausdruck: Direkte Signalisierung der Textfunktion (z. B. durch
explizit performative Formeln und äquivalente Satzmuster).

2. Sprachliche Formen und Strukturen, mit denen der Emittent


seine Einstellung zum Textinhalt ausdrückt.

3. Kontextuelle Indikatoren wie der situative, insbesondere der


institutionelle Rahmen des Textes, das vorausgesetzte
Hintergrundwissen.

→Dem Kontext kommt eine fundamentale Bedeutung zu.