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Manfred Weck · Christian Brecher

Werkzeugmaschinen - Konstruktion und Berechnung


Manfred Weck · Christian Brecher

Werkzeugmaschinen
Konstruktion und
Berechnung
8., neu bearbeitete Auflage
Mit 585 Abbildungen

13
Prof. em. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. mult. Manfred Weck
WZL Laboratorium für Werkzeugmaschinen
und Betriebslehre
Steinbachstraße 53 B
52074 Aachen
m.weck@wzl.rwth-aachen.de

Prof. Dr.-Ing. Christian Brecher


WZL Laboratorium für Werkzeugmaschinen
und Betriebslehre
Steinbachstraße 53 B
52074 Aachen
c.brecher@wzl.rwth-aachen.de
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ISBN 10 3-540-22502-1 Springer Berlin Heidelberg New York


ISBN 13 978-3-540-22502-7 Springer Berlin Heidelberg New York
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Vorwort zum Kompendium Werkzeugmaschinen
Fertigungssysteme

Werkzeugmaschinen zählen zu den bedeutendsten Produktionsmitteln der metall-


verarbeitenden Industrie. Ohne die Entwicklung dieser Maschinengattung wäre der
heutige hohe Lebensstandard der Industrienationen nicht denkbar. Die Bundesrepu-
blik Deutschland nimmt bei der Werkzeugmaschinenproduktion eine führende Stel-
lung in der Welt ein. Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland entfallen auf den
Werkzeugmaschinenbau etwa 8% des Produktionsvolumens des gesamten Maschi-
nenbaus; 8% der Beschäftigten des Maschinenbaus sind im Werkzeugmaschinenbau
tätig.
So vielfältig wie das Einsatzgebiet der Werkzeugmaschinen ist auch ihre kon-
struktive Gestalt und ihr Automatisierungsgrad. Entsprechend den technologischen
Verfahren reicht das weitgespannte Feld von den urformenden und umformenden
über die trennenden Werkzeugmaschinen (wie spanende und abtragende Werkzeug-
maschinen) bis hin zu den Fügemaschinen. In Abhängigkeit von den zu bearbeiten-
den Werkstücken und Losgrößen haben diese Maschinen einen unterschiedlichen
Automatisierungsgrad mit einer mehr oder weniger großen Flexibilität. So wer-
den Einzweck- und Sonderwerkzeugmaschinen ebenso wie Universalmaschinen mit
umfangreichen Einsatzmöglichkeiten auf dem Markt angeboten.
Auf Grund der gestiegenen Leistungs- und Genauigkeitsanforderungen hat der
Konstrukteur dieser Maschinen eine optimale Auslegung der einzelnen Maschinen-
komponenten sicherzustellen. Hierzu benötigt er umfassende Kenntnisse über die
Zusammenhänge der physikalischen Eigenschaften der Bauteile und der Maschi-
nenelemente. Eine umfangreiche Programmbibliothek versetzt den Konstrukteur
heute in die Lage, die Auslegungen rechnerunterstützt vorzunehmen. Messtechni-
sche Analysen und objektive Beurteilungsverfahren eröffnen die Möglichkeit, die
leistungs- und genauigkeitsbestimmenden Kriterien, wie die geometrischen, kine-
matischen, statischen, dynamischen, thermischen und akustischen Eigenschaften
der Maschine zu erfassen und nötige Verbesserungen gezielt einzuleiten.
Die stetige Tendenz zur Automatisierung der Werkzeugmaschinen hat zu ei-
nem breiten Fächer von Steuerungsalternativen geführt. In den letzten Jahren nahm
die Entwicklung der Elektrotechnik/Elektronik sowie der Softwaretechnologie ent-
VI Vorwort zum Kompendium Werkzeugmaschinen Fertigungssysteme

scheidenden Einfluss auf die Maschinensteuerungen. Mikroprozessoren und Pro-


zessrechner ermöglichen steuerungstechnische Lösungen, die vorher nicht denkbar
waren. Die Mechanisierungs- und Automatisierungsbestrebungen beziehen auch
den Materialtransport und die Maschinenbeschickung mit ein. Die Überlegungen
auf diesem Gebiet führten in der Massenproduktion zu Transferstraßen und in der
Klein- und Mittelserienfertigung zu flexiblen Fertigungszellen und -systemen.
Die in dieser Buchreihe erschienenen fünf Bände zum Thema „Werkzeugma-
schinen Fertigungssysteme“ wenden sich sowohl an die Studierenden der Fachrich-
tung „Fertigungstechnik“ als auch an alle Fachleute aus der Praxis, die sich in die
immer komplexer werdende Materie dieses Maschinenbauzweiges einarbeiten müs-
sen. Außerdem verfolgen diese Bände das Ziel, dem Anwender bei der Auswahl der
geeigneten Maschinen einschließlich der Steuerungen zu helfen. Dem Maschinen-
hersteller werden Wege für eine optimale Auslegung der Maschinenbauteile, der
Antriebe und der Steuerungen sowie Möglichkeiten zur gezielten Verbesserung auf
Grund messtechnischer Analysen und objektiver Beurteilungsverfahren aufgezeigt.
Der Inhalt des Gesamtwerkes lehnt sich eng an die Vorlesung „Werkzeugma-
schinen“ an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen an und
ist wie folgt gegliedert:

Band l: Maschinenarten, Bauformen und Anwendungsbereiche,


Band 2: Konstruktion und Berechnung,
Band 3: Mechatronische Systeme, Vorschubantriebe und Prozessdiagnose,
Band 4: Automatisierung von Maschinen und Anlagen,
Band 5: Messtechnische Untersuchung und Beurteilung.

Aachen, im Juni 2005 Manfred Weck, Christian Brecher


Vorwort zum Band 2

Eine gezielte und sichere konstruktive Auslegung der Maschinenkomponenten und


-elemente ist Voraussetzung für die Funktionstüchtigkeit einer Maschine bei ihrem
Einsatz und erspart zeit- und kostenintensive Änderungs- und Anpassarbeiten. Dies
trifft insbesondere für die komplexe Maschinengattung Werkzeugmaschine zu, an
die höchste Anforderungen hinsichtlich der Genauigkeit unter statischen, dynami-
schen und thermischen Belastungen gestellt werden.
Mit dem vorliegenden Band 2 wird das Ziel verfolgt, dem Konstrukteur die er-
forderlichen konstruktiven Hilfsmittel zur Auslegung und Berechnung der Werk-
zeugmaschinenkomponenten und -elemente entsprechend dem neuesten Stand der
Technik aufzuzeigen und zu erläutern.
Der Inhalt dieses Bandes gliedert sich wie folgt:
Nach einer kurzen Einleitung (Kapitel l), die allgemein die Hilfsmittel des Kon-
strukteurs umreißt, wird in Kapitel 2 auf das weite Feld der Gestelle und Gestell-
bauteile eingegangen. Es werden zunächst die Werkstoffe für Gestellbauteile vorge-
stellt. In den folgenden Unterabschnitten kann sich der Leser sehr eingehend über
die Auslegungs- und Gestaltungskriterien bei statischer, dynamischer und thermi-
scher Belastung informieren. Gesondert werden die alternativen Gestellwerkstoffe
Reaktionsharzbeton und faserverstärkte Kunststoffe behandelt.
Das Vordringen des Computers in alle Bereiche der Unternehmen hat auch in
der Konstruktion immer leistungsfähigere Berechnungsprogramme zur Analyse und
Optimierung des mechanischen Bauteilverhaltens verfügbar gemacht. Aus diesem
Grund werden die mathematischen Grundlagen der Finite-Elemente-Methode er-
läutert und an Beispielen der Parameter-, Form- und Topologieoptimierung deren
Anwendungsbereiche im Werkzeugmaschinenbau aufgezeigt.
Der Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen ist ein eigenes
Kapitel gewidmet (Kapitel 3). Zwar werden kleinere Maschinen häufig direkt auf
dem Hallenboden oder den Geschossdecken aufgestellt, mittlere und große, schwere
Maschinen ohne ausreichende Eigensteifigkeit erfordern dagegen eine eigene Fun-
damentauslegung. Häufig sind auch schwingungsisolierte Aufstellungen notwen-
dig. Es werden die Komponenten der unterschiedlichen Maschinenaufstellungen
VIII Vorwort zum Band 2

gegenübergestellt und die Fundamentauslegung nach statischen und dynamischen


Gesichtspunkten erörtert.
Im Mittelpunkt des Kapitels 4 steht die geräuscharme Maschinenkonstruktion,
die im Hinblick auf eine Humanisierung der Arbeitsplätze von zunehmender Bedeu-
tung ist. Es wird auf die verschiedenen Maschinengeräuschquellen eingegangen und
es werden konkrete konstruktive Maßnahmen zur Geräuschminderung erläutert.
Von zentraler Bedeutung für die Bearbeitungsgenauigkeit einer Werkzeugma-
schine sind die im Kraftfluss liegenden Führungen und Lagerungen. Diese wer-
den sehr ausführlich in Kapitel 5 behandelt. Zunächst wird die Funktion und Wir-
kungsweise hydrodynamischer Gleitführungen und Gleitlager vorgestellt, da diese
Führungsprinzipien im Werkzeugmaschinenbau immer noch Verwendung finden.
Ebenso werden hydrostatische Gleitführungen und Gleitlager betrachtet, wobei der
Schwerpunkt auf die Auslegung und Gestaltung dieser Lagertypen gelegt und auch
deren Einsatz in Präzisionsmaschinen beispielhaft aufgezeigt wird. Ein weiterer
Unterabschnitt ist den für die Hochpräzisionsbearbeitung bzw. Hochgeschwindig-
keitsbearbeitung wichtigen aerostatischen Lagern und Führungen sowie den elek-
tromagnetischen Lagern gewidmet. Der Vergleich der Rundlaufeigenschaften ver-
schiedener Spindelsysteme ist für den Konstrukteur ein wichtiges Auswahlkriteri-
um. Entsprechend ihrer Bedeutung für die Praxis werden Wälzführungen und -lager
ausführlich behandelt. Nachdem die konstruktive Gestaltung von Wälzführungen
vorgestellt ist, folgt die ausführliche Betrachtung des Einsatzes von Wälzlagern in
Spindel-Lager-Systemen. Neuartige Wälzlagerkonstruktionen für die hochdrehen-
den Hauptspindeln werden vorgestellt. Anhand zahlreicher Beispiele werden Kon-
struktionsprinzipien, Auslegungskriterien und die notwendigen Berechnungsverfah-
ren erarbeitet. Auch der wichtige Aspekt der Abdichtung und Schmierölversorgung
der Lagersysteme wird berücksichtigt. Schließlich werden in einem eigenständigen
Unterkapitel die Maßnahmen zum Schutz von Führungselementen angesprochen
und Beispiele für die Abdeckung von Führungsbahnen gegeben.
Neben der sorgfältigen Auslegung von Gestellbauteilen, Führungselementen
und Lagerungen sind für die Leistungsfähigkeit von Werkzeugmaschinen ebenso
die Antriebselemente zur Erzeugung der Hauptarbeitsbewegungen bedeutungsvoll.
Aus diesem Grund nehmen in Kapitel 6 verschiedene Motorkonzepte einen wei-
ten Raum ein. Die Auslegung, Berechnung und Auswahl von Elektromotoren wird
umfassend dargelegt. In einem weiteren Unterabschnitt werden als Alternative zu
den Elektromotoren hydraulische Antriebskonzepte angeführt. Des Weiteren wer-
den dem Leser die wesentlichen Grundlagen und Gestaltungskriterien für gleichför-
mig und ungleichförmig übersetzende Getriebe vermittelt. Ein wichtiges Konstruk-
tionselement der Hauptantriebe stellen die nichtschaltbaren und schaltbaren Wel-
lenkupplungen dar, auf deren Gestaltung und Berechnung ebenfalls nicht verzichtet
werden kann.
Nicht zuletzt die Forderung des modernen Werkzeugmaschinenbaus nach einer
Verbesserung der Gebrauchseigenschaften hat dazu geführt, dem Industriedesign
als Aufgabe im Entwicklungsprozess das eigenständige Kapitel 7 zu widmen. Hier
wird auf die Maschinenverkleidung, die ergonomische Gestaltung und Anordnung
Vorwort zum Band 2 IX

von Bedienelementen und die Stellung des Designprozesses in der Entwicklung ein-
gegangen.
Numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen mit einer hohen Zerspanleistung be-
nötigen aufgabenangepasste Zusatzeinrichtungen, die in Kapitel 8 beschrieben wer-
den. Neben den Bauformen unterschiedlicher Späneförderer werden auch der Auf-
bau und die Funktionsweise von Spänezentrifugen erläutert. Darüber hinaus kann
sich der interessierte Leser über die in der Praxis eingesetzten Kühlschmierstoffan-
lagen informieren. Weiterhin wird in diesem Abschnitt die prinzipielle Wirkungs-
weise von Temperiergeräten vorgestellt. Die verschiedenen Ausführungsformen von
Zentralschmieranlagen vervollständigen diesen Abschnitt.
In Kapitel 9 wird dem Entwicklungstrend Rechnung getragen, dass Konstruk-
teure, insbesondere wenn fortschrittliche Fertigungsanlagen entwickelt werden sol-
len, nicht mehr ohne elektrotechnische und elektronische Kenntnisse auskommen
können. In einem einführenden Abschnitt werden die wesentlichen Aufgaben der
Elektrokonstruktion Energiebereitstellung, Realisierung von Steuerungsfunktionen,
Schutzfunktionen für Personal und Anlage erläutert. Ferner wird das Zusammen-
wirken von elektrotechnischer und mechanischer Konstruktion näher betrachtet. Es
werden nicht nur die Verfahren der Elektrokonstruktion aufgeführt, sondern auch
die heutzutage üblichen Methoden vorgestellt, eine funktionsgerechte Integration
von elektrotechnischen und mechanischen Komponenten der Werkzeugmaschinen
und komplexen Fertigungsanlagen zu realisieren.
Der Anhang liefert eine Liste von Berechnungsprogrammen zur Auslegung und
Dimensionierung von Werkzeugmaschinen und deren Komponenten. Die aufge-
führten Programme wurden alle am Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen der RW-
TH Aachen entwickelt. Daneben vervollständigen wichtige Normen für Maschi-
nenkomponenten die Hilfsmittel für den Konstrukteur von Werkzeugmaschinen.
Die Überarbeitung der achten Auflage geschah unter Mitwirkung unserer Mit-
arbeiter Dipl.-Ing. Felix Butz, Dipl.-Ing. Peter Hirsch, Dipl.-Ing. Arno Groth, Dipl.-
Ing. Martin Hork, Dipl.-Ing. Severin Hannig, Dipl.-Ing. Joachim Hesse, Dipl.-Ing.
Roman Klement, Dipl.-Ing. Patrick Kölzer, Dipl.-Ing. Marco Lescher, Dipl.-Ing.
Marc Marpert, Dipl.-Ing. Dietmar Mandt, Dipl.-Ing. Bernhard Müller-Held, Dipl.-
Ing. Falco Paepenmüller, Dipl.-Ing. Andreas Schmidt, Dipl.-Ing. Florian Schmidt,
Dipl.-Ing. Andreas Schulz, Dipl.-Ing. Guido Spachtholz, Dipl.-Ing. Dirk Staimer,
Dipl.-Ing. Thomas Wolf, Dipl.-Ing. Markus Winterschladen, Dipl.-Ing. Stephan Witt,
M. Sc. Yuko Yamasaki und Dipl.-Ing. Daniel Zuber, sowie Frau Magdalena Czekala,
Frau Miriam Küssner, Frau Jana Lauscher und Frau Kristina Scheinert.
Allen Beteiligten möchten wir für ihre große Einsatzbereitschaft sehr herzlich
danken. Für die Koordination und Organisation der Überarbeitung zur achten Aufla-
ge möchten wir den Herren Dipl.-Ing. Reimund Keiser und Dipl.-Ing. Rouven Meid-
linger besonders danken.
Den Firmen, die die bildlichen Darstellungen aufbereitet und für diesen Band
zur Verfügung gestellt haben, möchten wir ebenso herzlich danken.

Aachen, im Juni 2005 Manfred Weck, Christian Brecher


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

2 Gestelle und Gestellbauteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7


2.1 Anforderungen und Bauformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.2 Werkstoffe für Gestellbauteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
2.3 Auslegungs- und Gestaltungskriterien bei statischer Belastung . . . . 14
2.3.1 Statische Belastungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2.3.2 Statische Kenngrößen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2.3.3 Kraftfluss- und Verformungsanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
2.3.4 Konstruktive Gesichtspunkte bei der Gestaltung . . . . . . . . . . 18
2.3.4.1 Steifigkeiten stabförmiger Bauteile . . . . . . . . . . . . . 19
2.3.4.2 Verrippungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
2.3.4.3 Krafteinleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
2.3.4.4 Fügeverbindungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
2.3.5 Konstruktionsbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
2.4 Auslegungs- und Gestaltungskriterien bei dynamischer Belastung . . 49
2.4.1 Dynamische Belastungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
2.4.2 Dynamische Kenngrößen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
2.4.3 Konstruktive Gesichtspunkte bei der Gestaltung . . . . . . . . . . 52
2.4.3.1 Massen und Massenverteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
2.4.3.2 Gezielte Schwächung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
2.4.3.3 Dämpfung in Gestellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
2.4.3.4 Übersicht über dynamische Zusatzsysteme . . . . . . . 61
2.4.3.5 Hilfsmassendämpfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
2.4.3.6 Reibungsdämpfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
2.4.3.7 Aktive Dämpfungssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
2.4.3.8 Squeeze-Film-Dämpfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
2.5 Auslegungs- und Gestaltungskriterien bei thermischer Belastung . . 72
2.5.1 Thermische Belastungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
2.5.2 Thermische Kenngrößen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
XII Inhaltsverzeichnis

2.5.3 Konstruktive Gesichtspunkte bei der Gestaltung . . . . . . . . . . 76


2.6 Werkstoffgerechte Konstruktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
2.6.1 Reaktionsharzbeton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
2.6.1.1 Der Werkstoff Reaktionsharzbeton . . . . . . . . . . . . . . 83
2.6.1.2 Verbindungstechniken Beton/Stahl . . . . . . . . . . . . . . 90
2.6.1.3 Formenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
2.6.1.4 Werkzeugmaschinengestelle aus
Reaktionsharzbeton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
2.6.2 Faserverbundwerkstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
2.6.2.1 Werkstoffeigenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
2.6.2.2 Einsatzkriterien und -möglichkeiten für
hochbelastete Maschinenelemente aus
faserverstärkten Kunststoffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
2.6.2.3 Konstruktion und Fertigung von FVK-Bauteilen,
Anwendungsbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
2.7 Berechnung und Optimierung von Gestellbauteilen . . . . . . . . . . . . . . 113
2.7.1 Berechnung von Gestellbauteilen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
2.7.1.1 Einführung in die Finite-Elemente-Methode . . . . . . 115
2.7.1.2 Herleitung einer Elementsteifigkeitsmatrix . . . . . . . 119
2.7.1.3 Überlagerung der Elementsteifigkeitsmatrizen
zur Gesamtsteifigkeitsmatrix . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122
2.7.1.4 Überblick über die Berechnungsmöglichkeiten
nach der Finite-Elemente-Methode . . . . . . . . . . . . . 123
2.7.1.5 Aufbereitung der Bauteilgeometrie für die
Berechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
2.7.1.6 Berechnungsbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
2.7.1.6.1 Berechnung des statischen Verhaltens
von Gestellbauteilen . . . . . . . . . . . . . . . . 126
2.7.1.6.2 Berechnung des dynamischen
Verhaltens von Gestellbauteilen . . . . . . . 128
2.7.1.6.3 Berechnung des thermischen
Verhaltens von Gestellbauteilen . . . . . . . 135
2.7.1.7 Rechengenauigkeit und Fehlermöglichkeiten . . . . . 140
2.7.2 Gekoppelte Simulation von Strukturdynamik und
Regelkreisen mit Hilfe der flexiblen Mehrkörpersimulation . 142
2.7.3 Optimierung des mechanischen Bauteilverhaltens . . . . . . . . . 148
2.7.3.1 Grundlagen der Optimierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148
2.7.3.2 Parameteroptimierung bei der Konstruktion von
Werkzeugmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151
2.7.3.3 Optimierung von Wandstärken und Faserwinkeln . 153
2.7.3.3.1 Massen-Steifigkeitsoptimierung von
Bauteilen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153
2.7.3.3.2 Optimierung von Bauteilen aus
Faserverbundwerkstoffen . . . . . . . . . . . . 157
Inhaltsverzeichnis XIII

2.7.3.4 Topologieoptimierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160


2.7.3.5 Formoptimierung zur Reduzierung der
Kerbspannungen oder des Gewichtes . . . . . . . . . . . 165
2.7.3.5.1 Minimierung der Kerbspannung an
offenen Ausrundungen . . . . . . . . . . . . . . 165
2.7.3.5.2 Allgemeiner Ansatz zur
Formoptimierung mechanischer
Bauteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167

3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen . . . . . . 171


3.1 Komponenten der Maschinenaufstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173
3.1.1 Aufstellelemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173
3.1.2 Fundament . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175
3.1.3 Baugrund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 176
3.2 Fundamentauslegung unter statischen Gesichtspunkten . . . . . . . . . . 177
3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten . . . . . . . . 182
3.3.1 Beurteilungskriterien für Erschütterungen . . . . . . . . . . . . . . . 186
3.3.1.1 Einwirkung mechanischer Schwingungen auf
den Menschen - Ganzkörperschwingungen . . . . . . 186
3.3.1.2 Erschütterung durch die Maschine
(Einwirkungen auf Menschen in Gebäuden) . . . . . 187
3.3.2 Auslegung aktiver Schwingungsisolierungen . . . . . . . . . . . . . 189
3.3.3 Auslegung passiver Schwingungsisolierungen . . . . . . . . . . . . 193

4 Geräuscharme Maschinenkonstruktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 197


4.1 Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198
4.2 Beispiele für Geräuschminderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203
4.2.1 Aktive, primäre Maßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205
4.2.2 Aktive, sekundäre Maßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209
4.2.3 Passive, primäre Maßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211
4.2.4 Bearbeitungsgeräusche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212

5 Führungen und Lagerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217


5.1 Hydrodynamische Gleitführungen und Gleitlager . . . . . . . . . . . . . . . . 221
5.1.1 Grundlagen der Reibung und Schmierung . . . . . . . . . . . . . . . . 222
5.1.1.1 Begriff der Viskosität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
5.1.1.2 Hydrodynamische Druckbildung . . . . . . . . . . . . . . . 225
5.1.1.3 Reibungsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
5.1.1.4 Stribeck-Kurve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234
5.1.1.5 Stick-Slip-Effekt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 236
5.1.2 Hydrodynamische Gleitführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 238
5.1.2.1 Werkstoffe für Gleitführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 238
5.1.2.2 Tribologische Eigenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243
5.1.2.3 Führungselemente und Konstruktionsmerkmale . . . 249
5.1.2.4 Klemmeinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 256
XIV Inhaltsverzeichnis

5.1.2.5 Kompensierung von Führungsfehlern . . . . . . . . . . . 260


5.1.2.6 Statisches und dynamisches Verhalten . . . . . . . . . . . 261
5.1.3 Hydrodynamische Gleitlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 262
5.1.3.1 Druckaufbau und Anlaufvorgang . . . . . . . . . . . . . . . 263
5.1.3.2 Bauformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 266
5.1.3.3 Hydrodynamische Spindel-Lager-Systeme in
Werkzeugmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 269
5.1.3.4 Berechnung von Mehrflächenlagern . . . . . . . . . . . . . 271
5.2 Hydrostatische Gleitführungen und Gleitlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277
5.2.1 Grundlagen, Funktionsprinzip und Begriffe . . . . . . . . . . . . . . 278
5.2.1.1 Ölversorgungssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 282
5.2.1.2 Lagerberechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 290
5.2.1.2.1 Ölversorgungssystem „eine Pumpe
pro Tasche (Q = konst.)“ ohne Umgriff 290
5.2.1.2.2 Ölversorgungssystem „Pumpe mit
Vordrosseln (Kapillaren) (pP = konst.)“ 292
5.2.1.2.3 Ölversorgungssystem „eine Pumpe
pro Tasche (Q = konst.)“ mit Umgriff . 296
5.2.1.2.4 Ölversorgungssystem “Pumpe
mit Vordrosseln (Kapillaren)
(pP = konst.)“ mit Umgriff . . . . . . . . . . 298
5.2.1.2.5 Berechnungsbeispiel . . . . . . . . . . . . . . . . 300
5.2.1.3 Dämpfung an einer hydrostatischen Tasche . . . . . . 304
5.2.1.4 Energiebedarf und hydraulischer Kreis . . . . . . . . . . 304
5.2.2 Hydrostatische Gleitführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 309
5.2.2.1 Konstruktionsmerkmale und Ausführungsformen . 309
5.2.2.2 Anwendungsbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312
5.2.2.3 Kompensation von Führungsfehlern . . . . . . . . . . . . . 316
5.2.3 Hydrostatische Gleitlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 318
5.2.3.1 Bauformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 318
5.2.3.2 Druckaufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319
5.2.3.3 Lager mit strukturierten Oberflächen . . . . . . . . . . . . 321
5.2.3.4 Lagerauslegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 323
5.2.3.5 Abdichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 329
5.2.4 Hydrostatische Spindel-Lager-Systeme . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330
5.2.5 Hydrostatische Spindel-Mutter-Systeme . . . . . . . . . . . . . . . . . 332
5.3 Aerostatische Gleitführungen und Gleitlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 335
5.3.1 Grundlagen und Führungsprinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 336
5.3.2 Auslegung aerostatischer Lagerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 338
5.3.3 Berechnung aerostatischer Lagerelemente . . . . . . . . . . . . . . . . 340
5.3.4 Dynamische Stabilität aerostatischer Gleitführungen und
Gleitlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 344
5.3.5 Anwendungsbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 346
5.3.5.1 Aerostatisch gelagertes Schlittensystem . . . . . . . . . 347
Inhaltsverzeichnis XV

5.3.5.2 Aerostatisch gelagerte Rundtische . . . . . . . . . . . . . . 348


5.3.5.3 Aerostatisch gelagerte Spindel-Lager-Systeme . . . . 350
5.4 Rundlaufverhalten unterschiedlicher Spindelsysteme . . . . . . . . . . . . . 352
5.5 Elektromagnetische Lager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 355
5.5.1 Konstruktionsprinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 355
5.5.2 Ausführungsformen elektromagnetischer Lagerungen . . . . . . 356
5.5.3 Eigenschaften elektromagnetischer Lagerungen . . . . . . . . . . . 357
5.6 Wälzführungen und Wälzlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 358
5.6.1 Wälzführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 358
5.6.1.1 Bauarten und Eigenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 358
5.6.1.2 Einsatz in Werkzeugmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . 368
5.6.2 Wälzlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 368
5.6.2.1 Übersicht der Lagerbauarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 369
5.6.2.2 Lager für Spindellagerungen und Toleranzen für
ihre Umbauteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 369
5.6.2.3 Lagerspiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 373
5.6.2.4 Federung und Vorspannung bei Radiallagern . . . . . 374
5.6.2.5 Federung und Vorspannung bei Axiallagern und
Axial-Radiallagern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 379
5.6.2.6 Gegenüberstellung von radialen bzw. axialen
Federkennlinien verschiedener Lagerarten . . . . . . . 383
5.6.2.7 Käfigschlupf bei Radiallagern . . . . . . . . . . . . . . . . . . 384
5.6.2.8 Wälzlager unter dem Einfluss hoher
Winkelbeschleunigungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 384
5.6.2.9 Wälzlager als Schwingungserreger . . . . . . . . . . . . . . 386
5.6.2.10 Schmierung und Temperaturverhalten . . . . . . . . . . . 387
5.6.2.11 Veränderung der Kinematik eines Spindellagers
in Abhängigkeit von Belastung und Drehzahl . . . . . 393
5.6.2.12 Berechnung der Wälzlagerlebensdauer . . . . . . . . . . 401
5.6.2.13 Eigenschaften von Wälzlagern im Vergleich zu
denen anderer Lager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 406
5.6.3 Wälzgelagerte Spindel-Lager-Systeme im
Werkzeugmaschinenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 408
5.6.3.1 Anforderungsprofil, Konstruktionsprinzipien und
Auslegungskriterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 408
5.6.3.1.1 Lageranordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 408
5.6.3.1.2 Vorspannung des Lagersystems . . . . . . . 414
5.6.3.1.3 Spindellager für hohe Drehzahlen . . . . . 416
5.6.3.1.4 Modifizierte Zylinderrollenlager für
hohe Drehzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 422
5.6.3.1.5 Gestaltung der Loslagerung . . . . . . . . . . 426
5.6.3.1.6 Statisches Systemverhalten . . . . . . . . . . 428
5.6.3.1.7 Dynamisches Systemverhalten . . . . . . . 432
5.6.3.2 Berechnung von Spindel-Lager-Systemen . . . . . . . . 439
XVI Inhaltsverzeichnis

5.6.3.3
Konstruktive Maßnahmen zur Verbesserung des
dynamischen Verhaltens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 447
5.6.3.4 Abdichtung der Lagersysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . 452
5.6.3.4.1 Berührende Dichtsysteme . . . . . . . . . . . . 454
5.6.3.4.2 Berührungsfreie Dichtsysteme . . . . . . . . 455
5.6.3.5 Schmierversorgungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 465
5.6.3.6 Drehdurchführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 472
5.6.4 Kugelrollspindelsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 476
5.7 Abdichtung, Schmierung und Abdeckung von Führungselementen . 480
5.7.1 Dichtungstechnik und Schmierung von
Profilschienenführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 480
5.7.2 Verschleiß von Profilschienenwälzführungen beim Einsatz
in Werkzeugmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 485
5.7.3 Abdeckung von Führungsbahnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 487

6 Hauptantriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 493
6.1 Motoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 493
6.1.1 Elektromotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 494
6.1.1.1 Gleichstrommotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 494
6.1.1.1.1 Aufbau und Wirkungsweise . . . . . . . . . . 495
6.1.1.1.2 Grund- und Betriebsgleichungen . . . . . . 496
6.1.1.1.3 Drehzahlverstellung und
Belastungsgrenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . 497
6.1.1.1.4 Stromrichter zur
Gleichstromgewinnung und
Drehzahlregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 502
6.1.1.2 Synchronmotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 503
6.1.1.3 Asynchronmotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 506
6.1.1.3.1 Aufbau und Wirkungsweise . . . . . . . . . . 506
6.1.1.3.2 Kurzschlussläufermotor . . . . . . . . . . . . . 510
6.1.1.3.3 Drehzahlverstellung des
Asynchronmotors . . . . . . . . . . . . . . . . . . 511
6.1.1.3.4 Feldorientierte Regelung . . . . . . . . . . . . 512
6.1.1.4 Direktantriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 514
6.1.1.4.1 Motorspindeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 514
6.1.1.4.2 Linearmotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 515
6.1.2 Auslegung und Berechnung elektrischer Antriebe . . . . . . . . . 518
6.1.2.1 Hochlaufverhalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 518
6.1.2.1.1 Hochlauf ohne Strombegrenzung . . . . . 518
6.1.2.1.2 Hochlauf mit Strombegrenzung . . . . . . . 520
6.1.2.1.3 Numerische Ermittlung des
Hochlaufs bei nichtlinearen und
unstetigen Kennlinien . . . . . . . . . . . . . . . 523
Inhaltsverzeichnis XVII

6.1.2.2Auswahl der Motoren nach statischen


Gesichtspunkten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 523
6.1.2.3 Auswahl nach dynamischen Gesichtspunkten . . . . . 527
6.1.2.4 Besondere Anforderungen beim C-Achs-Betrieb . . 527
6.1.3 Hydraulikmotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 527
6.1.3.1 Rotatorische Motoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 531
6.1.3.1.1 Zahnradmotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 531
6.1.3.1.2 Flügelzellenmotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . 533
6.1.3.1.3 Kolbenverdrängereinheiten . . . . . . . . . . 535
6.1.3.1.4 Lineare Hydraulische Antriebe . . . . . . . 538
6.1.3.2 Drehzahlverstellung von Hydraulikmotoren . . . . . . 542
6.1.3.3 Erzeugung der hydraulischen Energie . . . . . . . . . . . 548
6.2 Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 549
6.2.1 Allgemeine Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 549
6.2.2 Gleichförmig übersetzende Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 551
6.2.2.1 Getriebe mit stufenweise verstellbaren
Abtriebsdrehzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 551
6.2.2.1.1 Prinzipielle Bauformen von
Schaltgetrieben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 552
6.2.2.1.2 Grundlagen zur Berechnung von
Stufengetrieben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 555
6.2.2.2 Getriebe mit stufenlos verstellbaren
Abtriebsdrehzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 560
6.2.2.2.1 Elektrische Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . 560
6.2.2.2.2 Hydraulische Getriebe . . . . . . . . . . . . . . 561
6.2.2.2.3 Mechanische Getriebe . . . . . . . . . . . . . . 562
6.2.2.3 Kombination von gestuften Getrieben mit
stufenlosen Antriebsmotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 565
6.2.2.4 Anwendungsbeispiele für gleichförmig
übersetzende Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 566
6.2.3 Ungleichförmig übersetzende Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . 569
6.2.3.1 Schwingende Kurbelschleife . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 569
6.2.3.2 Schubkurbel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 570
6.2.3.3 Kniehebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 571
6.2.3.4 Kurvenscheiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 573
6.2.3.5 Unrunde Zahnräder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 574

7 Industriedesign als Aufgabe im Entwicklungsprozess . . . . . . . . . . . . . 577


7.1 Maschinenverkleidung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 578
7.1.1 Corporate Design . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 579
7.1.2 Gestaltungsrichtlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 580
7.1.3 Farbgebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 582
7.2 Ergonomie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 582
7.3 Entwicklungsabfolge des Designprozesses . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 586
XVIII Inhaltsverzeichnis

8 Zusatzeinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 589
8.1 Zentralschmieranlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 589
8.1.1 Einleitungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 590
8.1.2 Progressivanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 591
8.1.3 Zweileitungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 592
8.1.4 Mehrleitungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 593
8.1.5 Drosselanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 593
8.1.6 Druckluftbeölungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 594
8.2 Temperiergeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 597
8.3 Systeme zur Minimalmengenkühlschmierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 597
8.3.1 Äußere Zufuhr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 599
8.3.2 Innere Zufuhr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 601
8.4 Handhabung von Spänen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 602
8.4.1 Fördern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 602
8.4.2 Zentrifugieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 605
8.4.3 Brikettieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 608
8.5 Kühlschmierstoff-Reinigungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 610
8.5.1 Sedimentieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 610
8.5.2 Filtrieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 611
8.5.3 Magnetabscheiden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 615
8.6 Brandschutz beim Einsatz nicht wassermischbarer Kühlschmierstoffe615

9 Elektrokonstruktion an Werkzeugmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 621


9.1 Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 621
9.1.1 Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 621
9.1.2 Aufgaben der Elektrokonstruktion an Werkzeugmaschinen . 622
9.1.2.1 Energiebereitstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 623
9.1.2.2 Realisierung von Steuerungsfunktionen . . . . . . . . . 624
9.1.2.3 Schutzfunktionen für Personal und Anlage . . . . . . 624
9.2 Zusammenwirken zwischen elektrischer und mechanischer
Konstruktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 629
9.2.1 Schnittstelle zwischen elektrischer und mechanischer
Konstruktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 629
9.2.2 Verständigungshilfsmittel zur Funktionsfestlegung in einer
Werkzeugmaschine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 630
9.3 Komponenten und Verfahren der Elektrokonstruktion . . . . . . . . . . . . 632
9.3.1 Normen und Vorschriften zur Elektrokonstruktion an
Werkzeugmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 632
9.3.2 Kriterien zur Auswahl von Komponenten . . . . . . . . . . . . . . . 634
9.3.3 Schaltungsunterlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 635
9.3.4 Verfahren der Elektrokonstruktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 643
9.3.4.1 Projektierung, Erstellung von Schaltungsunterlagen643
9.3.4.2 CAD-Systeme für die Elektrokonstruktion . . . . . . . 645
Inhaltsverzeichnis XIX

9.4 Funktionsgerechte Integration von elektrischen Komponenten in


Werkzeugmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 647
9.4.1 Energieversorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 647
9.4.2 Elektrische Komponenten in Werkzeugmaschinen . . . . . . . . 648
9.4.3 Bedienerschnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 654
9.4.4 Sicherheitseinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 658
9.4.5 Schaltschrankbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 662
9.4.5.1 Konstruktion und Aufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 662
9.4.5.2 Komponenten und ihre Platzierung . . . . . . . . . . . . . 663
9.4.5.3 Schaltschrankklimatisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 668

Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 671

Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 681

Index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 693
Formelzeichen und Abkürzungen

Großbuchstaben

A mm Achsabstand
A mm2 Berührfläche
A mm2 Fläche
Ae f f mm2 effektive Lagerfläche
AF Ns/m2 Abstrahlfaktor
AK mm2 Kolbenfläche
Am mm2 Inhalt der von der Mittellinie umgrenzten Fläche
AR mm2 Reibfläche, Stegfläche
B − Drehzahlbereich
B mm Breite
B mm Lagerbreite
B0 − Drehzahlbereich des stufenlosen Getriebes
BSt − Drehzahlbereich des gestuften Getriebes
BV − Geschwindigkeitsbereich
C − Konstante
C − Motorkonstante
C N dynamische Tragzahl
C N dynamische Tragzahl
C0 N statische Tragzahl
C1 ,C2 − Integrationskonstanten
C1 , . . . ,C5 − Lagerluftgruppen
CB − Bettungszahl
CR mm Lagerspiel
D − Dämpfungsmaß
D − Durchmesser
D mm Bauteildurchmesser
XXII Formelzeichen und Abkürzungen

D mm Durchmesser
D mm Lager-Nenndurchmesser
Da mm äußerer Spindeldurchmesser
Di mm innerer Spindeldurchmesser
Dj mm Wellendurchmesser
DW mm Durchmesser eines Wälzkörpers
E Nm Energie
E N/mm2 E-Modul
Ed N/mm2 dynamischer E-Modul
ED s Einschaltdauer
Es N/mm2 statischer E-Modul
F N äußere Lagerlast
F N Kraft
F0 N Ausgangslast, Gewichtskraft
Fa N Axialkraft
Fc N Schnittkraft
FF N Kraft auf Führung
FF N Fliehkraft
FFeder N Federkraft
FHa f t N Haftreibungskraft
FM N Massenkraft
Fmax N Grenzlast
FN N Normalkraft
FN N Nennkraft
FP N Kraft auf Pleuel
Fr N Radialkraft im Kurbelzapfen
FR N Reibkraft
FR N Radialkraft
FReibung N Reibungskraft
FSt N Stößelkraft
Ft N Tangentialkraft
FT N thermische Verformungskraft
FT N Tragkraft
FTrägheit N Trägheitskraft
FV N Vorspannkraft
FZ N Federkraft
Fy N Dämpfungskraft des Squeeze-Film-Dämpfers
FZ N Belastung je Wälzkörper
FZ N Zugkraft
Fd N Druckkraft
G N/mm2 Gleitmodul
G µm/N Nachgiebigkeit
Gxx µm/N direkter Nachgiebigkeitsfrequenzgang in x-Rich-
tung
Formelzeichen und Abkürzungen XXIII

H mm Höhe
H mm Höhe eines Balkenquerschnitts
H mm Gesamthub
H mm Hublänge
I A Strom
I mm4 Flächenträgheitsmoment
IA A Ankerstrom
IAmax A maximaler Ankerstrom
If A Erregerstrom
Imax A maximaler Strom
Imax,zul A maximal zulässiger Strom
IN A Nennstrom
IP mm4 polares Flächenträgheitsmoment
It − Torsionsflächenträgheitsmoment
Ix , Iy mm4 axiales Flächenträgheitsmoment
J kgm2 Trägheitsmoment
JA kgm2 Ankerträgheitsmoment
Jges kgm2 Gesamtträgheitsmoment
K N/µm Steifigkeit
K, K1 , K2 − Bestimmungswert für Lebensdauerermittlung
K, KB − Erschütterungskennwert, Schwingstärke
KF N/A Kraftkonstante Linearmotor
KM Nm/A Drehmomentkonstante
Kp , Kpm − Faktoren
KP Nms/rad Proportionalitätsbeiwert Drehzahlregler
KP As/m Proportionalitätsbeiwert Geschwindigkeitsregler
KV s−1 Geschwindigkeitsverstärkungsfaktor
L mm Balkenlänge
L mm Länge
L − Schallleistung
Le f f mm effektive Lagerlänge
Lh h nominelle Lebensdauer
Lhna h modifizierte Lebensdauer
LWA dB Schallleistungspegel
LWA∗ dB Erwartunswert des Schallleistungspegel
M − Lagerkennwert
M kg Masse
M Nm Drehmoment
M1max Nm Maximalmoment ohne Strombegrenzung
MAn Nm Ankermoment
Mb Nm Biegemoment
MB Nm Beschleunigungsmoment
MB Nm Drehmoment im Betriebspunkt
MK Nm Kreiselmoment
XXIV Formelzeichen und Abkürzungen

MKipp Nm Kippmoment
ML Nm Lastmoment
ML0 Nm Lastmoment bei Stillstand
MLast Nm Lastmoment
Mleer Nm Leerlaufmoment
MM Nm Motormoment
MMmax Nm maximal zulässiges Moment
Mmax Nm maximales Drehmoment
MN Nm Nennmoment
MP Nm Pumpendrehmoment
MS Nm Schaltmoment
MT Nm Auslegungsdrehmoment
N − magnetischer Nordpol
P N dynamisch äquvalente Lagerlast
P W Leistung
P0 N statisch äquivalente Lagerlast
Pp W Pumpenleistung
PGes W Gesamtleistung
PM W Motorleistung
Pmax W maximale elektrische Leistung
Pmech W mechanische Leistung
PP W Pumpenleistung
PProzess W benötigte Prozessleistung
PR W Reibleistung
PS bar Soldruck
PSchall W Schallleistung
PSchwingung W Schwingungsleistung
PT bar Taschendruck
Pverl W elektrische Verlustleistung
Pverl,max W maximale elektrische Verlustleistung
PZersp W Zerspanleistung
Q cm3 /s Durchflussmenge
Q̇ kJ/s Wärmemenge
Q mm3 /s Volumenstrom
QL cm3 /s Volumenstrom im Lager
QM cm3 /s hydraulische Motorschluckmenge
QN cm3 /s Volumenstrom im Lager auf Normalbedingungen
angerechnet
QP cm3 /s hydraulischer Pumpenförderstrom
Q∗ l/min Durchflussmenge bei Druckmaximum
R − Korrelationskoeffizient
R Ω Widerstand
R dB Schalldämmmaß
R mm Lagerinnenradius
Formelzeichen und Abkürzungen XXV

RT,K Ns/m5 hydraulischer Widerstand Lagertasche, Kapillare


R, S, T − Phasen des Drehstromnetzes
RA Ω Ankerwiderstand
RAGen Ω Ohmscher Ankerwiderstand des Generators
RAMot Ω Ohmscher Ankerwiderstand des Motors
RB mm Krümmungsradius der Lagergleitfläche
Re − Reynoldszahl
Re N/mm2 Streckgrenze
Rj mm Wellenradius
Rm N/mm2 Zugfestigkeit
Rp N/mm2 Streckgrenze
Rt µm Rautiefe
RZ mm gemittelte Rauhtiefe (DIN 4768)
S − Fundamentsetzung
S − magnetischer Südpol
S − Sicherheitsfaktor
S m2 schallabstrahlende Fläche
S mm Fügespiel
So − Sommerfeldzahl
T K Temperatur
T s Hochlaufzeitkonstante
T s Periodendauer
T s Zeitkonstante
T0 h Beurteilungsdauer
Tnp s Nachstellzeit Drehzahl- bzw. Geschwindigkeitsreg-
ler
TSB s Hochlaufzeitkonstante bei Strombegrenzung
TUP s Dauer der Strombegrenzungsphase
U µm Übermaß
U V Spannung
U,V,W − Wicklungsanfänge eines Drehstrommotors
UA V Ankerspannung
UAGen V Ankerspannung am Generator
UAmax V maximale Ankerspannung
UAmin V nimimale Ankerspannung
UAM V Ankerspannung am Motor
UAN V Nennankerspannung
Ui V induzierte Spannung
Uf V Erregerspannung
ÜK − Übertragungsfaktor
V cm3 Schluck- bzw. Fördervolumen
V cm3 Volumen
VGrenz cm3 kritisches Grenzvolumen
Vmax cm3 maximales Schluckvolumen
XXVI Formelzeichen und Abkürzungen

VM cm3 Motorschluckvolumen
VP cm3 Pumpenfördervolumen
Vth cm3 theoretisch gefördertes Volumen
VT cm3 Taschenvolumen
V́Öl l/min Ölvolumenstrom
W cm3 Widerstandsmoment
Wa W äußere Arbeit
Wi W innere Arbeit
WReib W Reibarbeit
X,Y, Z − Wicklungsenden eines Drehstrommotors
Z Ohm Impedanz
ZE Ns/m Eingangsimpedanz
ZÜ Ns/m Übertragungsimpedanz

Kleinbuchstaben

a m/s2 Beschleunigung
a mm Achsabstand
a mm Flügeldicke
a mm Kraglänge
a mm Querschnittsabmessungen
a1 − Lebensdauerbeiwert für die Erlebenswahrschein-
lichkeit
a2 − Faktor für die Lagerwerkstoffeigenschaften
a23 − Faktor für Werkstoff und Betriebsbedigungen
a3 − Faktor für die Betriebsbedingungen
ap mm Schnitttiefe
aW (t) m/s2 frequenzbewertete Beschleunigung
ãW m/s2 energieäquivalente Beschleunigung
ãW 0 m/s2 Beurteilungsbeschleunigung
b mm Berührbreite
b mm Breite, Abströmbreite
b mm Flügelbreite
b mm Lagerabstand
b mm Spanungsbreite
c − Federsteifigkeit
c Nms Konstante
c m/s Schallgeschwindigkeit
c Ns/m Dämpfungskoeffizient
c J/kgK spezifische Wärmekapazität
cL Ns/m Lagerdämpfung
copt Ns/m optimaler Dämpfungskoeffizient
cp kJ/kgK Wärmekapazität
Formelzeichen und Abkürzungen XXVII

cVerz − Verzahnungssteifigkeit
d mm Dicke
d mm/N Nachgiebigkeit
d mm Durchmesser
d mm Plattendicke
d mm Teilkreisdurchmesser (Verzahnung)
d01 mm Teilkreisdurchmesser Rad 1
d02 mm Teilkreisdurchmesser Rad 2
dm mm mittlerer Lagerdurchmesser
e − Längenbezeichnung
e mm Exzentrizität
eB mm Exzentrizität der Lagergleitflächen gegenüber der
Welle
emax mm maximale Exzentrizität
eM mm Exzentrizität des Motors
eP mm Exzentrizität der Pumpe
f Hz Frequenz
f µm radiale Verlagerung
f − Reibungszahl
f mm Verformung
f mm/U Vorschub
f mm/min Vorschub
f0 Hz Grenzfrequenz
fB mm Verformungsanteil durch Biegung
fE Hz Überrollfrequenz
fQ mm Verformungsanteil durch Querkraft/ Schub
fs − statische Belastungskennzahl
g m/s2 Erdbeschleunigung
h mm Höhe
h mm Hub
h m Lagerspalt
h mm Spalthöhe
h mm Spanungsdicke
h mm Stößelweg
h0 µm kleinste Spalthöhe des Lagers
h0ü µm Schmierspalthöhe am Rand des Mischreibungsge-
bietes
hB p mm Höhe des Bearbeitungspunktes
hj µm kleinste Spalthöhe über der Gleitfläche j
hmin µm kleinste zulässige Spalthöhe
h∗ mm Spalthöhe bei Druckmaximum
i − Anzahl der Wälzkörperreihen
i − Übersetzungsverhältnis
i A Ventilstrom
XXVIII Formelzeichen und Abkürzungen

k − Konstante
k − Korrekturfaktor
k − Überdeckungsverhältnis
k N/µm Steifigkeit
k K −1 Wärmeausdehnungskoeffizient
k W s/(m3 K) Wärmekapazität eines Öls
k1 , k2 − Motorkonstanten
kA N/µm Steifigkeit des vorderen Lagers
kB N/µm Biegesteifigkeit
kB N/µm Steifigkeit des hinteren Lagers
kc1.1 N/mm spezifische Schnittkraft
kc N/m Kompressionssteifigkeit
kF N/µm Federsteifigkeit
kF N/µm Fugensteifigkeit
kK N/µm Steifigkeit an der Stelle der Krafteinleitung auf-
grund der Spindelkastensteifigkeit
kL N/µm Steifigkeit an der Stelle der Krafteinleitung auf-
grund der Lagersteifigkeit
kLager N/µm Lagersteifigkeit
kQ N/µm Schubsteifigkeit
kSp N/µm Steifigkeit an der Stelle der Krafteinleitung auf-
grund der Spindelsteifigkeit
kT N/µm Torsionssteifigkeit
l mm Abströmlänge
l mm Länge
la mm tragende Länge eines Wälzkörpers
lK mm Kapillarenlänge
m − Anzahl (Klemmschrauben, Spannelemente, Federn,
Keile, Zähne)
m kg Masse
m mm Modul
m − Keilspaltverengung
n − Anzahl tragender Wälzkörper
n − Polytropenexponent
n min−1 Drehzahl
n0 min−1 Leerlaufdrehzahl
nB min−1 Drehzahl im Betriebspunkt
nM min−1 Motordrehzahl
nN min−1 Nenndrehzahl
noPr min−1 Leerlaufdrehzahl bei Primärverstellung
noSe min−1 Leerlaufdrehzahl bei Sekundärverstellung
nP min−1 Pumpendrehzahl
nS min−1 synchrone Drehzahl
p − Exponent für Lagerart
Formelzeichen und Abkürzungen XXIX

p − Polpaarzahl
p N/mm2 Flächenpressung
p Pa Druck
p bar Druck
p Pa Schalldruck
p Pa Öldruck
p − Teilung
p − relative Drehzahl oder Geschwindigkeitssprung
p0 bar Druck, Umgebungsdruck
pL N/mm Linienpressung
pm N/mm2 mittlere Berührpressung
pm N/mm2 mittlerer hydrodynamischer Druck
pM bar Motoröldruck
pp bar Pumpendruck
pP bar Pumpenöldruck
pT Pa Druck in der Lagertasche
qC mm, rad Modale Koordinate der statischen Korrekturmoden
qN mm, rad Modale Koordinaten der Moden bei gefesselten
Schnittstellen
r mm Länge der Kurbel
r mm Radius
r mm Lagerluft
r0 mm Lastflächenradius
rK mm Kapillarenradius
rK mm Radius der Kontaktfläche
rSK mm Schraubenkopfradius
r2 − Bestimmtheitsmaß
s − Schlupf
s mm Wanddicke
s mm Weg
sB − Schlupf im Betriebspunkt
sKipp − Schlupf bei Kippmoment
sN − Schlupf bei Nennbetrieb
s2 − Varianz
t mm Schalendicke
t mm Laminat-/Schichtdicke
t mm tragender Federhöhenabschnitt in der Nabe
t mm Zahnteilung
t s Zeit
tB s Belasungszeit
tB s Beanspruchungsdauer
tL s Leerlaufzeit
tQ s Erwärmungszeit
tr s relative Einschaltdauer
XXX Formelzeichen und Abkürzungen

tR s Reibzeit
tS s Spieldauer
tSt s Stillstandszeit
u mm Verformung
u µm Verformung
u m/s Wellenumfangsgeschwindigkeit
u mm/min Strömungsgeschwindigkeit
uB mm Schnittstellenfreiheitsgrad
uI mm interne Freiheitsgrade
v m/s Geschwindigkeit, Schnelle
vC m/min Schnittgeschwindikeit
vü m/s Übergangsgeschwindigkeit
vs m/s Strömungsgeschwindigkeit
vT m/s Teilchengeschwindigkeit
vu m/s untere Schnittgeschwindigkeit
wj s−1 Winkelgeschwindigkeit der Welle
x mm Koordinate
x µm Schwingungsamplitude
x − translatorischer Freiheitsgrad
x µm Verformung, Verlagerung
ẋ m/s Geschwindigkeit
ẍ m/s2 Beschleunigung
x0 mm Amplitude
xdyn µm dynamische Verlagerung
xs µm statische Absenkung
xstat µm statische Verlagerung
xS mm Schraubenabstand
y mm Koordinate
y mm Stellkolbenweg
y µm gesamte radiale Spindelverlagerung
y − translatorischer Freiheitsgrad
y1 , y2 − normierte Hilfsgrößen
yK µm radiale Spindelverlagerung durch Nachgiebigkeit
der Lagerumbauteile (Spindelkasten)
yL µm radiale Spindelverlagerung durch Nachgiebigkeit
der Lager (Lageranteil)
ySp µm radiale Spindelverlagerung durch Nachgiebigkeit
der Spindel (Spindelanteil)
z mm Koordinate
z − Anzahl der Taschen
z − Anzahl der Wälzkörper je Reihe
z − Kolben-, Flügel-, Zähnezahl
z − Stufenzahl
z − translatorischer Freiheitsgrad
Formelzeichen und Abkürzungen XXXI

z − Zähnezahl

Vektoren und Matrizen

[. . . ] − Matrix
[. . . ]T − transponierte Matrix
[C] J/K Kapazitätsmatrix
[D] Ns/m Dämpfungsmatrix
[E] − Einheitsmatrix
[K] N/µm Steifigkeitsmatrix
[K] N/m Steifigkeitsmatrix
[K q ] W /K Konvektionsmatrix
[L] W /K Wärmeleitmatrix
[M] kg Massenmatrix
{. . . } − Vektor
{. . . }T − transponierter Vektor
{ fg } N Vektor der Gewichtskraft
{Q} W Vektor der Wärmeströmung
{Q} N Vektor der generalisierten Kräfte
{T } K Temperaturvektor
{U} mm Verformungsvektor
{U̇} mm/s Geschwindigkeitsvektor
{Ü} mm/s2 Beschleunigungsvektor
{X̄} − obere Parameterbeschränkung
{X} − untere Parameterbeschränkung
{X}¯ − Vektor der Optimierungsparameter

Griechische Buchstaben

α ◦ Berührungswinkel, Druckwinkel

α Kurbelwinkel
α µm/m Kippwinkel
α ◦ Schrägscheibenanstellwinkel
α K −1 Wärmeausdehnungskoeffizient

α Winkel
α0 ◦ Nenndruckwinkel
αx , αy , αz − rotatorische Freiheitsgrade
β − Breiten-Durchmesser-Verhältnis des Lagers
β − Federungsbeiwert
β ◦ Pleuelwinkel
β ◦ Stangenwinkel
XXXII Formelzeichen und Abkürzungen

β ◦ Kegelschrägungswinkel
βk ◦ Druckkegelwinkel
γ kg/m3 spezifisches Gewicht
γ ◦ Umschließungswinkel einer Gleitfläche
γt ◦ Teilungswinkel
∆L dB Pegeldifferenz
∆n min−1 Drehzahlabfall
∆nPr min−1 Drehzahlabfall bei Primärverstellung
∆nSe min−1 Drehzahlabfall bei Sekundärverstellung
∆p Pa Druckdifferenz
∆r µm Lagerspiel
∆rB − Änderung der Betriebslagerluft
∆rE − Änderung der Einbandlagerluft
∆RB mm Krümmungskreisspiel
δ mm Lagerfederung
δ − Variationsoperator
δ mm Verlagerung
δT K Temperaturdifferenz
δr − radiale Lagerfederung
∂ − Differentialkoeffizient
∂K − Trägheitsmoment der Kugel
ε − Dehnung
εK mm relative Krümmungsexzentrizität
εP − Pumpenwirkungsgrad
η kg/ms dynamische Viskosität, Zähigkeit
η Ns/m2 dynamische Viskosität, Zähigkeit
η − Profilfaktor
ηmech − mechanischer Wirkungsgrad
Θ ◦ Faserorientierungswinkel
ϑ − Drallvektor
ϑ ◦C Temperatur
ϑA K Austrittstemperatur
ϑE K Eintrittstemperatur
ϑmax ◦C maximale Temperatur
K − Widerstandsverhältnis
κ − Widerstandsverhältnis von Axial- zu Umfangsrich-
tung (Ra0 /Ru0 )
λ − Ausgangsspaltverhältnis (h02 /h01 )
λ − Lagrange Multiplikator
λ − Schubstangenverhältnis
λ W /(mK) Wärmeleitwert
λ m Wellenlänge
µ − Haftbeiwert
µ − Massenverhältnis
Formelzeichen und Abkürzungen XXXIII

µ − Reibbeiwert
µG − Gleitreibungsbeiwert
ν cm2 /s kinematische Viskosität
ν − Resonanzüberhöhung
ν1 − kinematische Bezugsviskosität
ξ − bezogenes Haftmaß
ξ − Drosselverhältnis RK /RT
ξ mm Verlagerung in generalisierten Koordinaten
ξ̇ mm/s Geschwindigkeit in generalisierten Koordinaten
ξ̈ mm/s2 Beschleunigung in generalisierten Koordinaten
π − Kreiszahl
ρ kg/m3 Dichte
σ − Abstrahlgrad
σ N/mm2 Festigkeitsbereich
σ N/mm2 Normalspannung
σ − Streuung
σd N/mm2 Druckspannung
σv N/mm2 Vergleichsspannung
σz N/mm2 Zugspannung
σzb N/mm2 Zugbruchfestigkeit
σzs N/mm2 Zugstreckgrenze
τ N/mm2 Schubspannung
τ s Zeitkonstante
υ − Querkontraktionszahl
υ ◦C Temperatur
υ K Temperatur
Φ Vs magnetischer Fluss
ΦIC − physikalische Verlagerung der internen Freiheits-
grade aus den statischen Korrekturmoden
ΦIN − physikalische Verlagerung der internen Freiheits-
grade aus den Moden bei gefesselten Schnittstellen-
freiheitsgraden
ΦIN − magnetischer Fluss
Φmax Vs maximaler magnetischer Fluss
Φmin Vs minimaler magnetischer Fluss
ΦN Vs magnetischer Nennfluss
ϕ ◦ Drehwinkel
ϕ ◦ Umfangswinkel
ϕ − Stufensprung
ϕ − Stufensprung des gestuften Getriebes

ϕ Antriebswinkel
ϕ − Flächenverhältnis (Ae f f 2 /Ae f f 1 )
χ − relative Exzentrizität der Welle
χ − Viskositätsverhältnis
XXXIV Formelzeichen und Abkürzungen

ψ − Durchflußfunktion
ψ − Gleichung der Randbedingungen
ψ − Korrekturfaktor der Leckölverluste
ψ ◦ Drehwinkel

ψ /s Kreisfrequenz
ψ − relatives Lagerspiel
ψ0 ◦ Winkel der belasteten Zone
ψB − relatives Krümmungskreisspiel
Ω0 Hz Eigenfrequenz des Grundsystems
ω s−1 Kreisfrequenz
ω1max s−1 Leerlaufkreisfrequenz
ω1/2 s−1 Winkelgeschwindigkeit des An- bzw. Abtriebes
ωAP s−1 Kreisfrequenz des stationären Arbeitspunktes
ωbohr s−1 Bohrgeschwindigkeit
ωi,a s−1 Winkelgeschwindigkeit des Wälzkörpers
ωj s−1 Winkelgeschwindigkeit der Welle
ωm s−1 Winkelgeschwindigkeit des Käfigs
ωK s−1 Winkelgeschwindigkeit der Kugel
ωSB s−1 Kreisfrequenz während der Strombegrenzungspha-
se
ωSB0 s−1 stationäre Kreisfrequenz der Strombegrenzungs-
phase
ωUP s−1 Kreisfrequenz am Umschaltpunkt

Abkürzungen

BEM Boundary-Element-Method
CAD Computer Aided Design
FEM Finite-Elemente-Methode
IGES Initial Graphics Exchange Specification
STEP Standard for the Exchange of Product Model Data
VDA-FS Verband der Automobilindustrie - Flächenschnittstelle
3

Aufstellung und Fundamentierung von


Werkzeugmaschinen

Die Aufstellung einer Werkzeugmaschine ist eine wesentliche Konstruktionsauf-


gabe, der sowohl für die Funktionsfähigkeit (Genauigkeit, Bearbeitungsgüte) einer
Maschine als auch für das Umweltverhalten (Erschütterungen) erhebliche Bedeu-
tung zukommt. Zur Aufstellung einer Werkzeugmaschine gehören in der Regel die
Aufstellelemente und das Fundament. Gemeinsam mit der Maschine und dem Bau-
grund bilden diese Komponenten ein Gesamtsystem, dessen statische und dyna-
mische Eigenschaften an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden müssen.
Diese werden im Wesentlichen von konstruktiven Merkmalen der aufzustellenden
Maschine und ihrer Arbeitsweise beeinflusst.
Folgende Gesichtspunkte sind bei der Auswahl bzw. Auslegung der Komponen-
ten einer Maschinenfundamentierung im Hinblick auf die Funktionsfähigkeit und
das Umweltverhalten der Maschine zu berücksichtigen:

• Justierung und Ausrichtung der Maschine,


• zusätzliche Versteifung der Maschine durch das Fundament,
• Gewährleistung der Standsicherheit,
• passive Isolierung gegenüber dynamischen Störungen von außen,
• aktive Isolierung zum Schutz der Umgebung vor Erschütterungen.
Die Erfüllung dieser unterschiedlichen Aufgaben erfordert eine individuelle Aus-
legung der Einzelkomponenten einer Maschinenaufstellung. Als Randbedingungen
für den Auslegungsprozess sind die Maschine selbst mit ihren statischen und dyna-
mischen Eigenschaften, der Bearbeitungsprozess und die Fundamentierungsumge-
bung (Aufstellungsort wie Baugrund, Geschossdecke) zu berücksichtigen.
Aus den unterschiedlichen Anforderungsprofilen für die Eigenschaften einer
Werkzeugmaschinenfundamentierung lassen sich vier Aufstellungsprinzipien ablei-
ten (Bild 3.1).
Bei der ersten Kategorie handelt es sich um kleinere Werkzeugmaschinen, wie
Drehmaschinen, Fräsmaschinen und Hobelmaschinen, die über eine ausreichende
Eigensteifigkeit verfügen und keine zusätzliche Versteifung durch das Fundament
benötigen.
172 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

W e rk z e u g -
m a s c h in e n
g e g lie d e rt n a c h
A u fs t e llu n g

K le in e M a s c h in e n U m fo r m m a s c h in e n F e in b e a r b e itu n g s - M ittle r e u n d g r o ß e
A rt d e r D r e h m a s c h in e n P re s s e n m a s c h in e n W e r k z e u g m a s c h in e n
M a s c h in e F r ä s m a s c h in e n S c h n e id p r e s s e n W a lz e n s c h le ifm a s c h in e n L a n g fr ä s m a s c h in e n
H o b e lm a s c h in e n S c h m ie d e h ä m m e r F e in d r e h b ä n k e B o h r- u n d F rä s w e rk e
S te ifig k e it d e r a u s r e ic h e n d e h o h e n ic h t a u s r e ic h e n d e n ic h t a u s r e ic h e n d e
M a s c h in e E ig e n s te ifig k e it E ig e n s te ifig k e it E ig e n s te ifig k e it E ig e n s te ifig k e it

S ta tis c h e
A u s r ic h tu n g X X X
S ta tis c h e
A u fg a b e n d e r A u fs te llu n g

V e r s te ifu n g X X
D y n a m is c h e X
V e r s te ifu n g X X X
D y n a m is c h e
S ta n d s ic h e r h e it X X
P a s s iv -
is o lie r u n g X X
A k tiv -
is o lie r u n g X X X
A u fs te llu n g s -
a n fo rd e ru n g e n D y n a m ik D y n a m ik D y n a m ik S ta tik S ta tik

M a s c h in e X X
X
R e le v a n te

X X X X X
B e r e ic h e

A u fs te lle le m e n te
F u n d a m e n t X X X X X
B a u g ru n d X X X

Bild 3.1. Aufstellarten von Werkzeugmaschinen

Die Aufstellung dieser Maschinen erfolgt häufig direkt auf dem Hallenboden
oder auf Geschossdecken. Gegebenenfalls werden zur Ausrichtung der Maschine
verstellbare Verbindungs- bzw. Aufstellelemente verwendet. In Einzelfällen kann
es erforderlich sein, fremde oder gegenseitige dynamische Störungen der Maschi-
nen dadurch auszuschalten, dass man sie mit einer elastischen Aufstellung aktiv
oder passiv isoliert. Die elastische Aufstellung wird in der Regel durch in unter-
schiedlichsten Formen angebotene Aufstellelemente realisiert (Bild 3.2). Um eine
eindeutige Aufstellung dieser kleinen Maschinen zu ermöglichen, versucht man –
wenn möglich – eine statisch bestimmte Drei-Punkt-Aufstellung zu verwirklichen.
Eine gänzlich andere Zielrichtung verfolgt die Aufstellung von Umformmaschi-
nen, wie Schmiedehämmern, Pressen und Schneidmaschinen. Zwar weisen auch
diese Maschinen in der Regel eine hohe Eigensteifigkeit auf, so dass eine Ver-
steifung der Maschinenkonstruktion durch eine entsprechende Fundamentierung
nicht erforderlich ist. Allerdings verursachen diese Maschinen auf Grund ihres Ar-
beitsprozesses erhebliche Erschütterungen, die in die Umgebung abgestrahlt wer-
den. Diese Erschütterungsemissionen gilt es durch eine geeignete Fundamentierung
(Aktivisolierung) zu reduzieren, wobei u.a. auch vom Gesetzgeber bzw. in Richtlini-
en vorgegebene Grenzwerte zu berücksichtigen sind. Erreicht wird die Aktivisolie-
rung durch eine weiche Abfederung, bei der eine möglichst tiefe Eigenfrequenz des
Systems „Maschine-Aufstellelemente” angestrebt wird (s. Kapitel 3.3). Die kon-
struktiven Aufwendungen und die Kosten für eine derartige Aufstellung können in
Relation zu den Maschinenkosten sehr hoch sein.
3.1 Komponenten der Maschinenaufstellung 173

Dem Erschütterungsaspekt kommt auch bei der Aufstellung der dritten Maschi-
nengruppe große Bedeutung zu, hier allerdings unter dem Aspekt der Schwingungs-
abwehr. Große Feinbearbeitungsmaschinen, wie Walzenschleifmaschinen und Fein-
drehbänke, erfordern für das Erzielen hoher Genauigkeiten und Oberflächengüten
eine aufwendige Fundamentierung, da diese Maschinen in der Regel selbst nicht
über eine ausreichend hohe Eigensteifigkeit verfügen. Diese fehlende Steifigkeit
muss über einen entsprechend dimensionierten Fundamentblock erbracht werden,
der über Verbindungselemente kraftschlüssig mit der Maschine gekoppelt ist. Zu-
sätzlich übernimmt der Fundamentblock in Verbindung mit elastischen Aufstell-
elementen die Aufgabe, schädliche Schwingungseinwirkungen von der Maschine
fernzuhalten. Wie bei der Aktivisolierung von Umformmaschinen wird hierzu das
Gesamtsystem aus Maschine, Fundament und Aufstellelementen im Hinblick auf
eine gute Isolierwirkung möglichst tieffrequent abgestimmt.
Der Versteifungseffekt unter statischen Gesichtspunkten spielt bei der vierten
Maschinengruppe die dominierende Rolle. Mittelgroße und praktisch alle Groß-
werkzeugmaschinen, wie Langfräsmaschinen, Bohr- und Fräswerke, verfügen meist
nicht über eine ausreichende Eigensteifigkeit, um die Belastungen durch das Ma-
schineneigengewicht, durch wandernde Werkstücklasten und durch die Bearbei-
tungskräfte aufzunehmen, ohne dass hierdurch verursachte Maschinenverformun-
gen das geforderte Bearbeitungsergebnis in Frage stellen. Für die unzureichende Ei-
gensteifigkeit sind vor allem wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend, die eine aus-
reichend steife Dimensionierung der Maschinenbetten, Maschinentische und sons-
tiger Maschinenbauteile nicht zulassen. Die erforderliche Steifigkeit erhalten diese
Maschinen erst in Verbindung mit einem entsprechenden Fundament, das im Hin-
blick auf die benötigte Biege- und Torsionssteifigkeit auszulegen ist. Eine wesentli-
che Rolle spielt hierbei auch der Baugrund, der über eine ausreichende Belastbarkeit
und Festigkeit verfügen muss, damit Setzungserscheinungen nicht zu unzulässigen
Maschinen- und Fundamentverformungen führen können.
Eine Aktiv- oder Passivisolierung dieser Maschinen wird auf Grund der großen
Maschinenabmessungen und des damit verbundenen Aufwandes in der Regel nicht
vorgenommen. Statt dessen begnügt man sich, falls erforderlich, mit anderen Maß-
nahmen, wie z.B. einer Trennung der Maschinenfundamente untereinander und ei-
ner Entkopplung der Hallenfundamente.

3.1 Komponenten der Maschinenaufstellung

3.1.1 Aufstellelemente

Unter dem Begriff Aufstellelemente sind ganz allgemein Elemente zu verstehen, die
entweder definierte Höheneinstellungen bei starrer Aufstellung ermöglichen oder
elastische Eigenschaften (Federn), dämpfende Eigenschaften (Dämpfer) oder elas-
tische und dämpfende Eigenschaften aufweisen (Feder-Dämpfer-Elemente).
174 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

Für die verschiedenartigen Anwendungsfälle gibt es eine Vielzahl von Ausfüh-


rungsformen, die sich hinsichtlich der verwendeten Werkstoffe, der konstruktiven
Gestaltung und der Eigenschaften unterscheiden (Bild 3.2).

N r. E le m e n t h d N r. E le m e n t h d 1 N iv e llie r s c h u h
2 V is k o s e d ä m p fe r
1 ja n e in 7 n e in ja 3 S te llfu ß m it Is o lie r p la tte
4 N iv e llie r s c h u h m it Is o lie r p la tte
5 F e d e r is o la to r
6 F e d e r - D ä m p fe r - E le m e n t
7 H y d r a u lis c h e r D ä m p fe r
2 n e in ja 8 n e in ja
8 T o p fe le m e n t m it G u m m ip u ffe r
9 S te llfu ß m it Is o lie r p la tte
1 0 Z u g a n k e r m it d o p p e lt
w ir k s a m e r Is o lie r p la tte
3 ja ja 9 ja ja
1 1 Z u g a n k e r m it e in fa c h
w ir k s a m e r Is o lie r p la tte
1 2 Is o lie r p la tte
4 ja ja 1 0 n e in ja
h h ö h e n v e r s te llb a r
d d ä m p fu n g s w ir k s a m

5 n e in n e in 1 1 n e in ja

6 n e in ja 1 2 n e in ja

Bild 3.2. Unterschiedliche Aufstellelemente

Das Aufgabenspektrum der Aufstellelemente reicht von der kraftschlüssigen


Verbindung der Maschine mit dem Untergrund über die statische Ausrichtung
der Maschine bis zur dynamischen Aktiv- oder Passivisolierung. Dementspre-
chend reicht das Angebot an Aufstellelementen von einfachen Fundamentschrauben
über höhenverstellbare Elemente bis hin zu dynamisch wirksamen Feder-Dämpfer-
Elementen.
Als wesentliche Kenngrößen für die Auslegung einer Fundamentierung sind
die Steifigkeit und die Dämpfung der Aufstellelemente zu nennen. Für das Er-
reichen unterschiedlicher Steifigkeiten werden neben der konstruktiven Gestaltung
(Wendelfeder, Tellerfeder) verschiedene Werkstoffe, wie Metall, Kunststoff, Gum-
mi, Kork oder auch Luft als elastisches Element verwendet. Die Dämpfungseigen-
schaften werden über verschiedene Materialien und unterschiedliche Dämpfungs-
mechanismen im Dämpfungselement, wie z.B. die Reibungsdämpfung in Metall-
kissen oder die viskoselastische Dämpfung in bituminösen Materialien realisiert. Je
nach Bauform können Aufstellelemente entweder als rein elastische oder dämpfen-
de Elemente ausgelegt, oder durch entsprechende konstruktive Gestaltung für beide
Zielkriterien konzipiert sein.
Bild 3.3 zeigt exemplarisch die dynamische Steifigkeit und Dämpfung verschie-
dener Aufstellelementtypen.
3.1 Komponenten der Maschinenaufstellung 175

1 0 9 1 0 6
8 × 1 0 8 1 V is k o s e d ä m p fe r 8 × 1 0 5
6 × 1 0 5
6 × 1 0 8
4 × 1 0 5
3 N iv e llie r s c h u h
m it Is o lie r p la tte
4 × 1 0 8 2 N iv e llie r s c h u h
2 × 1 0 5

D ä m p fu n g [N s /m ]
S te ifig k e it [N /m ]

6
2
1 0 5
2 × 1 0 8
4 S te llfu ß 8 × 1 0 4 1
m it Is o lie r p la tte 6 × 1 0 4
3
4 × 1 0 4
6 Is o lie r p la tte
4
1 0 8 5
8 × 1 0 7 2 × 1 0 4
5 S te llfu ß
6 × 1 0 7 m it Is o lie r p la tte
1 0 4
0 5 0 1 0 0 1 5 0 2 0 0 2 5 0 0 5 0 1 0 0 1 5 0 2 0 0 2 5 0
F re q u e n z [H z ] F re q u e n z [H z ]

Bild 3.3. Qualitative Steifigkeits- und Dämpfungseigenschaften unterschiedlicher Aufstell-


elemente

3.1.2 Fundament

Während kleinere Maschinen häufig direkt auf dem Hallenboden oder auf den Ge-
schossdecken aufgestellt werden, ist bei größeren Maschinen die Errichtung eines
speziellen Fundamentes erforderlich.
Die Aufgabe des Fundamentes kann je nach Maschinentyp und Zielrichtung der
Aufstellungsauslegung unterschiedlich sein.
Unter statischen Gesichtspunkten obliegt dem Fundament die Aufgabe, eine
definierte Aufstellfläche für die Ausrichtung der Maschine zu schaffen, und eine
gleichmäßige Lasteinleitung in den Boden zu gewährleisten. Bei nicht eigensteifen
Maschinen muss das Fundament zusätzlich so dimensioniert sein, dass es die von
der Maschine und den Bearbeitungskräften verursachten Belastungen aufnehmen
kann, ohne dass unzulässige Verformungen bzw. Verlagerungen innerhalb der Ma-
schine auftreten, d.h. Gestellbauteile (Bett) und Fundament zusammen ergeben erst
die erforderliche Maschinensteifigkeit.
Als Werkstoff für Maschinenfundamente wird Stahlbeton mit einer Mindestgü-
teklasse BN 220 verwendet. Bei der Fundamenterstellung ist zu berücksichtigen,
dass dieser Werkstoff über einen mehr oder weniger langen Zeitraum schwindet,
d.h. seine Abmessungen infolge des Aushärtungsprozesses ändert. Diesem Effekt
ist ggf. durch ein Nachjustieren der Maschine Rechnung zu tragen. Die Dimensio-
nierung des Fundamentes muss sich neben den auftretenden Belastungen an der ge-
forderten Güte der Aufstellung und den Eigenschaften des umgebenden Baugrundes
orientieren.
176 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

Ist eine Fundamentierung aus dynamischen Gesichtspunkten erforderlich, spielt


neben der Steifigkeit des Fundamentes insbesondere die Fundamentmasse eine Rol-
le, durch die – ggf. im Zusammenwirken mit den Aufstellelementen – eine aus Sicht
der angestrebten Schwingungsisolierung optimale Abstimmung der Maschinenauf-
stellung erreicht werden muss.

3.1.3 Baugrund

Sofern eine Maschine nicht auf einer Geschossdecke eines Maschinengebäudes auf-
gestellt ist, ist der Baugrund das letzte Element im Kraftfluss der Maschinenaufstel-
lung. Hauptaufgabe des Baugrundes ist die Aufnahme der Belastungen, die durch
das Maschinen- und Werkstückgewicht, die Masse des Fundamentes und durch
die Bearbeitungskräfte verursacht werden. Eine wichtige Rolle spielt der Baugrund
auch bei der Weiterleitung von Schwingungen von und zur Maschinenaufstellung.
Die physikalischen Eigenschaften des Baugrundes sind sehr komplex, stellt dieser
doch strenggenommen ein nichtlineares System dar, dessen Steifigkeits- und Dämp-
fungseigenschaften vom Belastungszustand und der Frequenz abhängen. Weiterhin
kann die Inhomogenität des Baugrundes (Bodenschichtungen, Grundwasserspiegel)
erheblichen Einfluss auf die Ausbreitung von Schwingungen haben. Für die Ausle-
gung einer Maschinenaufstellung ist es allerdings in den meisten Fällen zulässig, mit
linearisierten Bodenkennwerten zu arbeiten. Die im Bild 3.4 gezeigten Beziehungen
definieren die Steifigkeiten des Bodens für ein kreisförmiges, in den Boden einge-
lassenes Fundament [191] in den sechs Bewegungsfreiheitsgraden des Fundament-
blockes. Als Randbedingung gilt, dass der Fundamentblock sich wie ein Starrkörper
verhält. Die Formeln können auch für rechteckige Fundamentblöcke angewendet
werden, wenn der Lastflächenradius r entsprechend den ebenfalls angegebenen Be-
ziehungen aus den Abmessungen der Fundamentplatte umgerechnet wird. Bei nicht
starren Maschinenfundamenten, wie z.B. langgestreckten Balkenfundamenten, wer-
den andere Verfahren zur Berücksichtigung der Baugrundsteifigkeit verwendet, wie
z.B. das Bettungszahlverfahren, das einen linearen Zusammenhang zwischen dem
Sohldruck Ps unter dem Fundament und den Fundamentsetzungen S gemäß
PS = CB · S (3.1)
annimmt. Die Bettungszahl CB ist eine konstante Steifigkeitskenngröße, die sich
aus dem E-Modul des Bodens und den Abmessungen der Fundamentgrundfläche
berechnet [135].
Die elastischen Eigenschaften des Baugrundes werden über den E-Modul be-
schrieben, der den Zusammenhang zwischen der Zusammenpressung des Baugrun-
des und der einwirkenden Bodenpressung beschreibt. Hierbei muss zwischen sta-
tischen und dynamischen Belastungen und den entsprechenden Bodenkennwerten
unterschieden werden.
Der statische E-Modul Es beschreibt das Baugrundverhalten bei statischer Be-
lastung. Er beinhaltet sowohl die plastischen als auch die elastischen Verformungs-
anteile, die bei einmaliger Belastung des Baugrundes auftreten, und ist somit für
Setzungsberechnungen von Fundamenten relevant.
3.2 Fundamentauslegung unter statischen Gesichtspunkten 177

Für dynamische Berechnungen wird hingegen der dynamische E-Modul Ed ver-


wendet, der nur die elastischen Verformungsanteile des Baugrundes bei Wechselbe-
lastungen nach dem statischen Setzvorgang berücksichtigt.

B e w e g u n g s - F e d e rk o n s ta n te D ä m p fu n g s k o n s ta n te M a s s e n v e r h ä ltn is D ä m p fu n g s g ra d
r ic h tu n g k c B D

3 2 (1 - n ) G × r 1 8 , 4 (1 - n ) r 2 7 - 8 n m 0 ,2 8 8
x , y 0 0
r G ×
7 - 8 n 7 - 8 n 3 2 (1 - n ) r r 0
3 B x ,y
4 G × r0 3 , 4 r 02 1 - n m 0 ,4 2 5
z r G ×
1 - n 1 - n 4 r r 0
3 B z

8 G × r 03 0 8, r 0 4 r G 3 × (1 - n ) I j x , j y
0 ,1 5
j j
x , y
3 (1 - n ) (1 - n ) ×(1 + B j x ,j y ) 8 r r 0
5 (1 + B j x , j y ) B j x ,j y

4 B j × r G Ij 0 ,5 0
j 1 6 z z
z G × r 03 1 + 2 B
3 1 + 2 B j z r r 05 j z

L a s tflä c h e n fü r r e c h te c k ig e S o h lflä c h e n T r a n s la tio n in x , y , z


Z
Y X r0 = ( I x ×I y ) / p
Z X r L a s tflä c h e n r a d iu s
Y 0
m F u n d a m e n tm a s s e
R o ta tio n u m x u n d y
I j x , I j y ,I j z M a s s e n tr ä g h e its m o m e n te
r 3
0
G d y n . S c h u b m o d u l d e s B a u g r u n d e s ly lx r0 = 4 ( I y ×I x ) / 3 p
n Q u e r k o n tr a k tio n s z a h l d e s B a u g r u n d e s R o ta tio n u m z
m , Ix , ly , lz r D ic h te d e s B a u g r u n d e s
r0 = 4 I x × I y ( I 2 y + I 2x ) / 6 p

Bild 3.4. Steifigkeits- und Dämpfungskennwerte für kreisförmige und rechtwinklige Sohl-
platten. Quelle: Woods

Der statische E-Modul Es und dynamische E-Modul Ed verschiedener Boden-


arten sind in Bild 3.5 zusammengefasst. Es ist ersichtlich, dass diese Größen auf
Grund der bereits genannten Inhomogenitäten nur mit relativ großen Spannweiten
angegeben werden können. Der Schubmodul kann näherungsweise über die Bezie-
hung G = E/(2 · (1 + ν)) ermittelt werden. Für die Querkontraktionszahl ν unter-
schiedlicher Bodenarten gelten die in Bild 3.5 angegebenen Anhaltswerte [132].

3.2 Fundamentauslegung unter statischen Gesichtspunkten

Eine Fundamentauslegung unter statischen Gesichtspunkten ist vor allem bei mittle-
ren und großen Werkzeugmaschinen erforderlich, die nicht über eine ausreichende
Eigensteifigkeit verfügen. Hauptaufgabe des Fundaments ist hier, die Maschinen-
verformungen infolge der Belastungen, wie z.B. des Werkstückgewichts, sich be-
wegender Maschinenteile (Wanderlasten) und der Bearbeitungskräfte, auf die für
die angestrebte Maschinengenauigkeit zulässige Größe zu reduzieren.
Bild 3.6 zeigt in der rechten Hälfte schematisch das Verlagerungsverhalten einer
Drehmaschine auf Grund des Werkstückgewichts und des in seiner Position verän-
178 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen
3 0 0 8 0 0
B o d e n a rt Q u e rk o n - 7 0 0

D y n a m is c h e r E la s tiz itä ts -
2 5 0 n
tr a k tio n
6 0 0
S ta tis c h e r E la s tiz itä ts -

2 0 0 S a n d 0 ,3 0 -0 ,3 5
S a n d -L e h m 0 ,2 5 -0 ,4 0 5 0 0

m o d u l E d [N /m m 2]
m o d u l E s [N /m m 2]

1 5 0 L e h m 0 ,4 0 -0 ,4 5 4 0 0
T o n 0 ,4 5 -0 ,5 0
3 0 0
1 0 0
2 0 0
5 0
1 0 0
0 0

N a tu r s c h o tte r , s c h a r fk a n tig
N a tu r s c h o tte r , s c h a r fk a n tig

L e h m , G e s c h ie b e m e r g e l
L e h m , G e s c h ie b e m e r g e l

S c h lic k , K le i, o r g . m a g e r
S c h lic k , K le i, o r g . m a g e r

S a n d , m itte ld ic h t, e c k ig
S a n d , m itte ld ic h t, e c k ig

S a n d , m itte ld ic h t, r u n d
L e h m , w e ic h , L ö ß le h m
S a n d , m itte ld ic h t, r u n d
L e h m , w e ic h , L ö ß le h m

T o n , s c h w e r k n e tb a r
T o n , s c h w e r k n e tb a r

S a n d , lo c k e r , e c k ig
S a n d , lo c k e r , e c k ig

S a n d , lo c k e r , r u n d
S a n d , lo c k e r , r u n d

K ie s o h n e S a n d
K ie s o h n e S a n d

T o n h a lb fe s t
T o n h a lb fe s t

T o n , h a rt
T o n , h a rt

S c h lu ff
S c h lu ff

b in d ig e B ö d e n n ic h tb in d ig e B ö d e n b in d ig e B ö d e n n ic h tb in d ig e B ö d e n

Bild 3.5. Wertebereiche für statische und dynamische E-Moduli unterschiedlicher Bodenar-
ten

derlichen Werkzeugschlittens. Das in die Prinzipskizze (linke Bildseite) von Ma-


schine und Fundament eingezeichnete Rechenmodell zur Verlagerungsberechnung
(ebenes FEM-Balkenmodell) ist im unteren Bildteil sowohl im verformten als auch
im unverformten Zustand abgebildet [132]. Die dick ausgezogenen Linien symbo-
lisieren die als Balken angenäherten Maschinenbauteile und das Fundament. Die
gestrichelten Linien repräsentieren die als Federn approximierten Aufstellelemen-
te. Die Eigenschaften des Baugrundes werden durch Federelemente erfasst, die am
Fundamentbalken angreifen.
Für die Beurteilung einer Maschinenaufstellung sind allerdings nicht die abso-
luten Verlagerungen maßgeblich. So ist es für die Bearbeitungsqualität irrelevant,
ob sich die Maschine durch das Werkstückgewicht als Gesamtes um einen konstan-
ten Betrag absenkt. Letztendlich entscheidend sind die relativen Verlagerungen an
der Bearbeitungsstelle, die sich aus der relativen Maschinenverformung ergeben,
und sich aus der Absenkung des Fundamentes im Baugrund, aus der Fundament-
biegung, aus der Nachgiebigkeit der Aufstellelemente und der Verformung der Ma-
schinenbauteile zusammensetzt. Während für die beiden letztgenannten Einflüsse
der Maschinenhersteller verantwortlich zeichnet, indem er z.B. Lage und Typ (starre
Elemente oder Federelemente) der zu verwendenden Aufstellelemente vorschreibt,
liegt die ausreichende Dimensionierung des Fundamentes in der Verantwortung des
Maschinenbetreibers.
Der Maschinenhersteller definiert hierzu in der Regel Mindeststeifigkeitsanfor-
derungen an das vom Betreiber zu erstellende Fundament. Als Steifigkeitskenngrö-
ßen werden die maximal zulässige relative Schiefstellung und Durchbiegung des
3.2 Fundamentauslegung unter statischen Gesichtspunkten 179

R e c h e n m o d e ll z u r F u n d a m e n ta u s le g u n g B e r e c h n u n g s e r g e b n is s e

A b w e i c h u n g v . G e r a d e ( m m ) ×1 0 - 3 r e l . S c h i e f s t e l l u n g ( m m / m ) × 1 0 - 3
S p in d e lk a s te n W e rk s tü c k R e its to c k ( B e la s tu n g d u r c h S u p p p o r t-
5 0 0 0 k g 3 1 0 0 0 0 k g 3 0 0 0 k g u n d W e r k s tü c k g e w ic h t)
2 0
4 S u p p o rt 2 5 0 0 k g 8
M a s c h in e n b e tt 1 5 F u n d a m e n td ic k e
7
1 2 5 6 A u fs te ll- 1 0 1 2 0 0 m m
9 1 0 1 2 1 3 1 4 1 5 1 7 1 9 5
1 1 1 6 1 8 e le m e n te
0 F u n d a m e n td ic k e
-5 1 6 0 0 m m
-1 0
z F u n d a m e n t -1 5 F u n d a m e n td ic k e
-2 0 2 0 0 0 m m
2 0 2 1 2 2 2 3 2 4 2 5 2 6 2 7 2 8 2 9 3 0 3 1 3 2 y -2 5
0

B a u g ru n d -1 0
-2 0
V e r la g e r te s R e c h e n m o d e ll
-3 0
B e la s tu n g e n
-4 0
M a s c h in e n b e tt
A u fs te ll- -5 0
e le m e n te -6 0
-7 0
0 2 4 6 8 1 0 1 2
v e r la g e r te s B a u g ru n d - 3
F u n d a m e n t fe d e rn F u n d a m e n tk o o r d in a te y ( m m ) × 1 0

Bild 3.6. Verlagerung von Fundament und Maschine durch Wanderlasten

Fundamentes unter vorgegebenen Lasten angegeben. Bild 3.7 skizziert die Bedeu-
tung dieser beiden Größen, für deren Definition als Bezugslinie eine fiktive Gerade
durch die Endpunkte der Fundamentbiegelinie herangezogen wird. Auf diese Weise
werden Starrkörperbewegungen des Gesamtsystems (Kippungen oder Absenkun-
gen), die für die Relativverlagerungen innerhalb der Maschine keine Bedeutung ha-
ben, eliminiert. Der Maschinenbetreiber beauftragt in der Regel zur Fundamentaus-
legung einen Baustatiker, der sich die Bodenkennwerte von einem Bodenmechani-
ker angeben lässt. In zweifelhaften Fällen sind hierzu Entnahmen von Bodenproben
erforderlich.

u n v e r la g e r te s F u n d a m e n t

g e s a m te F u n d a m e n ts e tz u n g (m m )

G e ra d e d u rc h E n d p u n k te
d e r F u n d a m e n tb ie g e lin ie F u n d a m e n tb ie g e lin ie

r e la tiv e A b w e ic h u n g v o n d e r
G e ra d e n (m m )
r e la tiv e F u n d a m e n t-
s c h ie fs te llu n g ( m m )
T a n g e n te
a m b e tra c h te te n P u n k t

Bild 3.7. Größen zur Fundamentbeurteilung


180 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

Die zulässige relative Schiefstellung des Fundaments wird in [mm/m] angege-


ben und liegt beispielsweise für Langbearbeitungsmaschinen um 0,01 mm/m. Für
die relative Durchbiegung (Abweichung von der Geraden) wird häufig ein Maxi-
malwert von 0,075 mm angegeben.
Die Einhaltung dieser Grenzwerte muss der Maschinenbetreiber durch eine ent-
sprechende Fundamentdimensionierung gewährleisten, die an die örtlichen Gege-
benheiten, wie z.B. die Eigenschaften des Baugrundes, angepasst werden muss.
Bild 3.6 zeigt im rechten Teil die berechneten Verformungslinien für unterschiedli-
che Fundamentdicken.
Einige Randbedingungen der Fundamentgeometrie ergeben sich
zwangsläufig aus den Maschinenabmessungen. Bild 3.8 zeigt eine Portalfräs-
maschine mit ihrem Fundament. Die Oberfläche des Fundaments ist durch die
äußeren Abmessungen sowie durch konstruktive Gegebenheiten, wie z.B. Spä-
neabfuhr, Kabelkanal usw. gegeben. Die Fundamentdicke dagegen richtet sich
nach der Fundamentbelastung, der Beschaffenheit des Baugrundes und der für die
Arbeitsgenauigkeit der Maschine erforderlichen Gesamtsteifigkeit.

T ra v e rs e
S u p p o rt + 5 ,2 0

Q u e r b a lk e n A b d e c k u n g d e r
F rä s k o p f F ü h ru n g s b a h n e n
S tä n d e r
M a s c h in e n b e tt
T is c h F u n d a m e n tb lo c k
+- 0 , 0
-1 ,0 0

-3 ,4 3
S c h n itt C - D
2 8 ,0 6 ,8
S c h n itt A - B

A u fs te lle le m e n te 6 ,8 0
C

A 2 ,4 3
B

2 ,3 4

D
1 0 ,7 8
3 0 ,0

Bild 3.8. Portalmaschine, flachgegründet

Um den Fundamentblock optimal auszulegen, d.h. ihn nicht über- aber auch
nicht unterzudimensionieren, sollte möglichst das Gesamtsystem, bestehend aus
Maschine, Befestigungselementen der Maschine auf dem Fundamentblock (Auf-
stellelemente) und Fundamentblock sowie auch der Baugrund berücksichtigt wer-
den.
3.2 Fundamentauslegung unter statischen Gesichtspunkten 181

Bild 3.9 zeigt ein vereinfachtes Rechenmodell, das das Steifigkeitsverhalten der
Maschine selbst und das der Verbindungselemente nicht berücksichtigt. Diese Vor-
gehensweise ist die heute vielfach übliche. Da die Steifigkeit der Maschine nicht in
die Berechnung eingeht, wird das Fundament in der Regel überdimensioniert, d.h.
man befindet sich auf der sicheren Seite.
Die Gewichte der Maschine und der Werkstücke werden in Form von Lasten be-
rücksichtigt, die direkt auf den Fundamentblock wirken. Der Fundamentblock wird
als (Biege-)Balken approximiert und der Baugrund durch Federn ersetzt. Berechnet
werden die Flächenpressung auf dem Baugrund und die jeweilige Durchbiegung der
Balken (Bild 3.9 unten).

W e rk s tü c k P o rta l
B e tt
F u n d a m e n t

B o d e n

R e c h e n m o d e ll: B a lk e n
a u f e la s tis c h e r B e ttu n g
v a r ia b le L a s t
k o n s ta n te L a s t

B e r e c h n u n g d e r m a x im a le n
B o d e n p re s s u n g

B e r e c h n u n g d e r m a x im a le n
M itte n - u n d E n d - V e r fo r m u n g
d e s F u n d a m e n ts

Bild 3.9. Statische Berechnungen des Fundamentes ohne Berücksichtigung der Maschinenei-
gensteifigkeit

Eine genauere Auslegung des Fundamentes erlaubt eine Finite-Elemente-


Berechnung unter Anwendung des Rechenmodells gemäß Bild 3.10 [161]. Maschi-
nenverhalten und Aufstellelemente gehen hierbei zusätzlich in die Berechnung ein
(Bild 3.6). Die Maschine wird dabei in vereinfachter Form mit Balken, die Verbin-
dungselemente mit Federn, das Fundament ebenfalls mit Balken und der Baugrund
mit Translations- und Drehfedern approximiert. Die Steifigkeitskennwerte dieser
Federn sind abhängig von der Fundamentgeometrie sowie der Schichtdicke, dem E-
Modul und der Querkontraktionszahl des Baugrundes und können aus Diagrammen
entnommen werden [161].
Bei den heute verfügbaren leistungsfähigen Rechnern (PC oder Workstation)
wird auch häufig die gesamte Maschine einschließlich des Bettes mit Schalenele-
182 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

menten und das Fundament sowie der Baugrund mit Volumenelementen nachgebil-
det.
Da die Bearbeitungskräfte für die Fundamentauslegung von untergeordneter Be-
deutung sind, werden auch hier nur die Maschineneigengewichte und das Werk-
stückgewicht für verschiedene Stellungen berücksichtigt. Die Berechnung basiert
auf der Finite-Elemente-Methode.
Bei der Auslegung nach der vereinfachten Methode (Bild 3.9) werden die Fun-
damente in der Regel überdimensioniert, da die Maschinensteifigkeit außer Betracht
bleibt. Die Fundamente sind deshalb zu teuer. Die genauere Berechnung (Bild 3.6,
Bild 3.10) ist daher trotz des höheren Berechnungsaufwandes sinnvoll [217], da
beträchtliche Material- und Herstellkosten bei der Fundamenterstellung eingespart
werden können.

P o rta l

W e rk s tü c k

T is c h V e r b in d u n g s -
M a s c h in e n b e tt e le m e n te
M a s c h in e - F u n d a m e n t

T r a n s la tio n s fe d e r D re h fe d e r A n k o p p lu n g d e s F u n d a m e n ts B a u g ru n d
a n d a s B o d e n m o d e ll

Bild 3.10. Rechenmodell des Systems Maschine-Fundament-Baugrund

3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten

Bei vielen Werkzeugmaschinen spielt für die Auslegung einer geeigneten Maschi-
nenaufstellung die Berücksichtigung dynamischer Aspekte die entscheidende Rolle.
Sei es, dass die Aufstellungseigenschaften das dynamische Verhalten der Maschine
selbst beeinflussen oder eine gezielte Auslegung im Hinblick auf eine Schwingungs-
isolation erforderlich ist.
3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten 183

Bei kleinen, eigensteifen Maschinen, wie z.B. Drehmaschinen, Fräsmaschinen,


Schleifmaschinen u.a., liegt das Fundament nicht direkt im Kraftfluss der statischen
Bearbeitungskräfte. Eine spezielle Fundamentierung oder Aufstellung unter stati-
schen Gesichtspunkten ist nicht erforderlich, sieht man von der Schaffung einer de-
finierten Aufstellfläche ab. Die Aufstellungsbedingungen können aber einen mehr
oder weniger starken Einfluss auf das dynamische Verhalten an der Bearbeitungs-
stelle (Werkzeug – Werkstück) haben.

1 ,0 M a s c h in e m it F u n d a m e n t
fe s t v e rs c h ra u b t
x
y F u n d a m e n ts c h ra u b e n
z g e lö s t
0 ,4 0
M a s c h in e a u f
N a c h g ie b ig k e it [µ m /N ]

0 ,2 0 w e ic h e n S te lle le m e n te n
G x x
0 ,1 0
0 ,0 6
0 ,0 4

0 ,0 2

0 ,0 1
0 5 0 1 0 0 1 5 0 2 0 0 2 5 0 3 0 0 3 5 0 4 0 0
F re q u e n z f [H z ]

Bild 3.11. Einfluss verschiedener Aufstellbedingungen auf das dynamische Verhalten einer
Futterdrehmaschine

Ein Beispiel hierfür ist in Bild 3.11 gezeigt. Für eine Futterdrehmaschine wur-
de für verschiedene Aufstellungsbedingungen der relative Nachgiebigkeitsfrequenz-
gang an der Schnittstelle in x-Richtung gemessen. Die Tatsache, dass die Maschi-
ne eigensteif ist, zeigt sich darin, dass die statische Nachgiebigkeit (Stelle f = 0
Hz) praktisch unabhängig von den Aufstellbedingungen bei d = 0,04 µm/N liegt.
Wie das Bild weiter zeigt, wird das dynamische Verhalten praktisch im ganzen
Frequenzbereich durch den Aufstellungszustand beeinflusst. Der Maximalwert der
dynamischen Nachgiebigkeit sinkt von 0,15 µm/N bei fester Fundamentierung auf
0,1 µm/N bei Verwendung weicher Stellelemente. Durch die Art der Aufstellung
(weich, gedämpft bzw. hart) der eigensteifen Maschinen ist also eine Veränderung
des dynamischen Verhaltens möglich [216]. Das dynamische Verhalten an der Wirk-
stelle der Maschine wird von der Art der Aufstellung durch die veränderten Eigen-
schwingungsformen der Maschine beeinflusst. Liegen bei den für das Maschinen-
verhalten wesentlichen Eigenschwingungsformen auch Bewegungen an den Auf-
stellungspunkten vor, kann eine Änderung der Aufstellungseigenschaften auch das
Schwingungsverhalten der Maschine beeinflussen. Eine Aussage hinsichtlich der
184 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

günstigsten Aufstellungsart (weich oder steif) kann aber erst im Zusammenhang


mit den jeweiligen Maschineneigenschaften gemacht werden.
Ein anderer Aspekt bei der dynamischen Auslegung einer Maschinenaufstellung
ist die aktive oder passive Schwingungsisolierung. Zur Auslegung der schwingungs-
isolierten Aufstellung eigensteifer Maschinen reicht meist die vereinfachte Modell-
vorstellung in Form eines Einmassenschwingers aus (Bild 3.12). Dabei sind m die
Maschinen- und evtl. die Fundamentmasse und k bzw. c die Federsteifigkeit bzw.
Dämpfung der Aufstellelemente.

A k tiv - P a s s iv -
5
D u r c h lä s s ig k e it Is o la tio n Is o la tio n
~
F = F c o s w t x
F x 0
A
= @^ 4
F 0 a 0 m m

D = 0 k c k c

0 ,1 3 F A
a = a 0 c o s w t
0 ,3 1
2 x F æ 2 w ö 2
= A = çç 1 + 4 × D ( ) 2 ÷÷ × V
0 ,5 a 0 F 0 è w 0 ø
1
0 ,7 2 -
éæ w ö w ù 2
1 1 ,0 2 2 2
V = ê çç 1 - ( ) ÷÷ + 4 ×D ×( ) ú
1 ,0
0 ,7 êë è w 0 ø w 0 úû
0 ,5
0 ,3 c k
0 ,1 D = w 0 =
0 1 2 2 3 4 2 m ×w m
0 0
w
n o r m ie r te E r r e g e r fr e q u e n z h = S tö rfre q u e n z
w 0

Bild 3.12. Wirkungsweise der aktiven und passiven Schwingungsisolierung

Bei der Aktivisolierung hat die elastische Aufstellung die Aufgabe, die durch
die dynamischen Kräfte der Maschine F0 hervorgerufenen Bodenerschütterungen
zu mindern. Bild 3.12 zeigt die Durchlässigkeit, d.h. das Verhältnis von der in den
Boden eingeleiteten Kraft FA zur Erregerkraft F0 bedingt durch den Arbeitsprozess
der Maschine in Abhängigkeit von der normierten Erregerfrequenz ω/ω0 und dem
Dämpfungsmaß D. Die Erregerfrequenz ω ist hierbei auf die Systemeigenfrequenz
ω0 bezogen.
Die Passivisolierung mit Hilfe der gedämpft-elastischen Maschinenaufstellung
wird immer dann eingesetzt, wenn man die Auswirkungen von vorhandenen Bo-
denerschütterungen auf die Produktionsmaschine vermindern möchte. Dazu gibt
Bild 3.12 das Verhältnis der relativen Maschinenbewegungsamplituden x zu den Be-
wegungsamplituden a0 des Bodens wieder.
Wie dem Bild zu entnehmen ist, ist die Aufstelleigenfrequenz für die senkrechte
Hubschwingung
3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten 185

∑k
ω0 = (3.2)
m
- bestimmt durch die Federsteifigkeit k der Aufstellelemente - möglichst niedrig
abzustimmen. Sie sollte mindestens unter einem Drittel der Störfrequenz liegen.

x E ig e n fr e q u e n z d e r M a s c h in e 1 k
f0 =
L u ftfe d e rn a u f d e m F u n d a m e n t 2 p m 1 g
Þ f0 =
1 0 0 0 m ×g 2 p x
S ta tis c h e A b s e n k u n g x = s
M e ta llfe d e r n d e r M a s c h in e s
k
[m m ]

1 5 0 G u m m ie le m e n te
1 0 0 L e g e n d e :
s ta tis c h e E in fe d e r u n g x

D ä m m p la tte n
f0 = E ig e n fr e q u e n z
G u m m im a tte n
x s = E in fe d e r u n g
1 0

4 k = F e d e r s te ifig k e it

g = E r d b e s c h le u n ig u n g
1
0 ,6

0 ,1 5
0 ,1
0 ,5 1 1 ,5 3 4 8 1 0 1 5 2 0 4 0

E ig e n fr e q u e n z f0 [H z ]

Bild 3.13. Eigenfrequenzen von Feder- bzw. Isolierungselementen als Funktion der statischen
Einfederung xs

Der Einfluss der Dämpfung auf die erreichbare Isolierwirkung ist ebenfalls aus
Bild 3.12 ersichtlich. Schwach gedämpfte
√ Aufstellelemente haben zwar im über-
kritischen Frequenzbereich (ω/ω0 > 2) eine bessere Isolations- bzw. Dämmwir-
kung, verursachen aber möglicherweise störende Hub- und/oder Nickschwingungs-
bewegungen der ganzen Maschine.
Als Richtwert für das Dämpfungsmaß gilt

∑c ∑c
0, 4 < D = = √ < 0, 7 . (3.3)
2 m ω0 2 m∑k
Welche Eigenfrequenzen mit unterschiedlichen Aufstellelementen erreichbar sind,
ist in Bild 3.13 dargestellt. Gleichzeitig vermittelt das Bild den Zusammenhang zwi-
schen der Eigenfrequenz und der statischen Absenkung xs der Maschine auf den
Elementen unter Eigengewicht.
186 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

3.3.1 Beurteilungskriterien für Erschütterungen

3.3.1.1 Einwirkung mechanischer Schwingungen auf den Menschen -


Ganzkörperschwingungen

Insbesondere beim Betrieb von Umformmaschinen werden Erschütterungsemissio-


nen erzeugt, die zu mehr oder weniger großen Beeinträchtigungen der Umwelt füh-
ren können. Seit Verabschiedung des Bundesimmissionsschutzgesetzes [22] liegen
bindende Richtlinien vor, die dem Schutz der Umgebung vor unzulässigen Erschüt-
terungsimmissionen dienen.
Die Beanspruchung des Menschen durch direkte Einwirkung von Schwingun-
gen lässt sich nach VDI 2057 anhand des Effektivwertes ãw der frequenzbewerteten
Beschleunigung aw (t) beurteilen [166]. Dabei unterscheidet man verschiedene Kör-
perhaltungen (unbestimmt, stehend, liegend, sitzend) und Krafteinwirkungen (hori-
zontal, vertikal).
Die Beschleunigungsamplituden sind zur Bildung der frequenzbewerteten Be-
schleunigung aw (t) mit frequenzabhängigen Funktionen zu bewerten. Bild 3.14
zeigt die Frequenzbewertungskurven für verschiedene Körperhaltungen und
Schwingungsrichtungen nach VDI 2057.
Für die rechnerische Ermittlung der energieäquivalenten Beschleunigung ãw aus
einem unbewerteten Linienspektrum oder aus einem unbewerteten Terzspektrum
wird zunächst für jeden Frequenzanteil oder für jedes Frequenzband die partielle
energieäquivalente frequenzbewertete Beschleunigung ãwi durch Multiplikation der
anteiligen Beschleunigung ãi mit dem Bewertungsfaktor (Bild 3.14) für diesen Fre-
quenzanteil berechnet.

1 0 B e a n s p r u c h u n g s k r ite r iu m : G e s u n d h e it
K ö r p e r h a ltu n g S c h w in g u n g s - F re q u e n z -
0 ( M e s s - S te lle ) r ic h tu n g b e w e rtu n g
S itz e n z W
-1 0 k
( a u f S itz ) x ,y W d
-2 0
F re q u e n z b e w e rtu n g [d B ]

B e a n s p r u c h u n g s k r ite r iu m : W o h lb e fin d e n
S itz e n z W k
-3 0 ( a u f S itz ) x ,y W d
( F u ß p la ttfo r m ) x ,y ,z W
k
-4 0 S te h e n z W k
( F u ß p la ttfo r m ) x ,y W d
-5 0
L ie g e n x ( v e r tik a l) W k
(u n te r R ü c k e n ) y ,z ( h o r iz o n ta l) W d
-6 0
u n b e s tim m te
W k W .B .
-7 0 W
K ö r p e r h a ltu n g x ,y ,z c o m b in e d
d
W ( in G e b ä u d e n )
f

-8 0 W .B . c o m b in e d B e a n s p r u c h u n g s k r ite r iu m : K in e to s e
S itz e n /S te h e n z W f
-9 0
0 ,0 1 6 0 ,0 6 3 0 ,2 5 0 ,5 1 2 4 8 1 6 3 1 ,5 6 3 1 2 5 2 5 0
0 ,0 3 1 5 0 ,1 2 5 F re q u e n z f [H z ]

Bild 3.14. Frequenzbewertungskurven von Erschütterungen auf den Menschen. Quelle:


VDI 2057
3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten 187

Aus den so ermittelten m partiellen frequenzbewerteten Beschleunigungen ãwi


wird der energieäquivalente Mittelwert ãw der frequenzbewerteten Beschleunigung
des Gesamtspektrums nach folgender Formel berechnet:

m
ãw = ∑ ã2wi . (3.4)
i=1

Dieser Wert ãw ist ein Belastungskennwert für einen Zeitpunkt. Die Belastung über
einen längeren Zeitabschnitt, z.B. einen Tag, im Sinne einer „Tagesdosis“ wird
durch die Beurteilungsbeschleunigung ãw0 gekennzeichnet. Sie wird für eine fest-
gelegte Beurteilungsdauer T0 (normalerweise 8 h) gebildet.

1 n 2
ãw0 = ∑ ãwi · Ti .
T0 i=1
(3.5)

Eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit durch Ganz-


körperschwingungen ist bei Leistungsanforderungen, wie dem Fahren von Kraft-
fahrzeugen im Straßenverkehr oder dem Fahren von Erdbaumaschinen, wenig wahr-
scheinlich, wenn ãwz(8) < 0, 3m/s2 ist.
Sind der Erschütterungswert awe und die Einwirkdauer Te bekannt, so lässt sich
eine Beurteilung bezüglich der Gesundheitsgefährdung mit Hilfe von Bild 3.15 vor-
nehmen. Bei Belastungen, die oberhalb der Richtwertkurve 1 liegen, kann von einer
möglichen Gefährdung, bei Belastungen, die oberhalb der Richtwertkurve 2 liegen,
von einer deutlichen Gefährdung ausgegangen werden, sofern sich Einwirkungen
dieser Tagesdosis über Jahre hinweg regelmäßig wiederholen.

3.3.1.2 Erschütterung durch die Maschine (Einwirkungen auf Menschen in


Gebäuden)

Die Erschütterungen von Maschinen, z.B. von Umformmaschinen, pflanzen sich


im Baugrund fort und regen u.U. auch in weit entfernten Gebäuden noch starke
Schwingungen z.B. der Geschossdecken an. Als Beurteilungskriterium gilt die „Be-
lästigung“ der betroffenen Personen [34] mit der Schwingstärke KB als Kennwert.
In Tabelle 3.1 sind Anhaltswerte für die obere Grenze der KB-Beträge zur Beurtei-
lung angegeben. Die Einteilung der Baugebiete entspricht der Baunutzungsverord-
nung. Als Tag im Sinne der Norm gilt die Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr, falls keine
örtlichen Sonderregelungen gelten.
Die Beziehung zwischen der Beschleunigung a (in m/s2 ) und der Schwingstär-
ke KB ist für die jeweiligen Frequenzbereiche (Hz) wie folgt herleitbar:

1Hz ≤ f < 2Hz : KB = 28 · a 


2Hz ≤ f < 8Hz : KB = 33, 5 · a · 4 1/ f
8Hz ≤ f < 80Hz : KB = 160 · a/ f
In der Praxis liegen in der Regel Schwingungsgemische vor. Durch eine Fourier-
analyse lassen sich die Beschleunigungsamplituden über der Frequenz bestimmen.
188 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

1 0 ,0
Z o n e e r h ö h te r G e s u n d h e its g e fä h r d u n g b e i la n g jä h r ig e r E in w ir k u n g

5 ,0 1 B e u r te ilu n g s b e s c h le u n ig u n g ã w (8 ) = 0 ,4 5 m /s ² T e
ã w (8 ) = ã w e .
2 B e u r te ilu n g s b e s c h le u n ig u n g ã = 0 ,8 0 m /s ² 8 h
[m /s ²]

w (8 )

2 ,5
w
F r e q u e n z b e w e r te te B e s c h le u n ig u n g ã

1 ,1 3
1 ,0 0
0 ,8 0 2
0 ,6 3
0 ,5 0
0 ,4 5 1

0 ,2 5

0 ,1
0 ,5 1 ,0 2 ,0 4 ,0 8 ,0 1 6 ,0 2 4 ,0
T ä g lic h e E in w ir k u n g s d a u e r T e [h ]

Bild 3.15. Belastungsgrenzwerte der Beschleunigung auf den Menschen in Abhängigkeit von
der Einwirkzeit. Quelle: VDI 2057

Tabelle 3.1. KB-Anhaltswerte für die Beurteilung von Erschütterungen. Quelle: DIN 4150
T a g s N a c h ts B e u r te ilu n g s g r ö ß e n : A n h a lts w e r te :
E in w ir k u n g s o r t
A u A o A r A u A o A r
K B Fm ax, K B FTr A u, A o, A r

In d u s tr ie g e b ie te ja
1 0 ,4 6 0 ,2 0 ,3 0 ,6 0 ,1 5 K B F m a x £ A u ?

n e in
n e in
2 G e w e r b e g e b ie te 0 ,3 6 0 ,1 5 0 ,2 0 ,4 0 ,1 K B £ A ?
F m a x o

ja
K e r n g e b ie te M is c h g e b ie te s e lte n e ja
3 0 ,2 5 0 ,1 0 ,1 5 0 ,3 0 ,0 7
D o r fg e b ie te E in w ir k u n g e n ?

n e in
R e in e s W o h n g e b ie t
4 A llg e m e in e W o h n g e b ie te 0 ,0 7 0 ,1 K B e r m itte ln !
0 ,1 5 3 0 ,2 0 ,0 5 F T r

K le in s ie d lu n g s g e b ie te
n e in ja
S o n d e r g e b ie te K B F T r £ A r ?
5 (K ra n k e n h ä u s e r, 0 ,1 3 0 ,0 5 0 ,1 0 ,1 5 0 ,0 5
K u r k lin ik e n )
A n fo rd e ru n g e n d e r A n fo rd e ru n g e n d e r
K B F m a x ... m a x im a l b e w e r te te S c h w in g s tä r k e N o r m s in d n ic h t N o r m s in d
e in g e h a lte n ! e in g e h a lte n !
K B F T r ... B e u r te ilu n g s - S c h w in g s tä r k e
A u , A o , A r ... A n h a lts w e r te
3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten 189

Der effektive Gesamtwert errechnet sich mit Hilfe der K-Werte für die einzelnen
frequenzabhängigen Beschleunigungsamplituden aus

KBges = KB2f 1 + KB2f 2 + ... + KB2f n . (3.6)

3.3.2 Auslegung aktiver Schwingungsisolierungen

Die Aktivisolierung hat die Aufgabe, die durch die Maschine verursachte Schwin-
gungen von der Umgebung fernzuhalten. Zwei Beweggründe sind für die in der
Regel aufwändigen Maßnahmen zur Realisierung einer aktiven Schwingungsisolie-
rung maßgebend. Zum einen werden im Bundesimmissionsschutzgesetz [22] durch
Bezugnahme auf die einschlägigen Normen (DIN 4150, VDI 2057) Grenzwerte für
die in der Umgebung zulässigen Erschütterungsimmissionen festgelegt. Zweitens
kann auch der Betreiber selbst von Erschütterungsemissionen betroffen sein, wenn
z.B. Mitarbeiter diesen Belastungen ausgesetzt sind oder andere Maschinen gestört
werden.

H y d r a u lik a g g r e g a t
+ 4 ,5 0
G u m m iz w is c h e n la g e
V e r s te ifu n g s p la tte
d e s H a m m e r g e s te lls
B ä r
H a m m e rg e s te ll
G e s e n k
A m b o s s
S c h a b o tte
+- 0 , 0
-0 ,8
-1 ,3 3 5 F u n d a m e n tb lo c k
Z w is c h e n la g e
S te ig e is e n S c h a b o tte -
F u n d a m e n tb lo c k
-3 ,9 0 D ä m p fu n g s e le m e n t
-4 ,3 5
F e d e rk ö rp e r
-5 ,0 5
F u n d a m e n tw a n n e
P u m p e n s u m p f
w ä h r e n d d e r B a u z e it

Bild 3.16. Prinzipieller Aufbau eines abgefederten Schmiedehammers

Insbesondere bei Umformmaschinen ist deshalb die Verminderung der Umwelt-


belastung durch die Massenbelastungen und durch die stoßförmig auftretenden Be-
arbeitungskräfte von großer Wichtigkeit. Die von der Maschine in das Erdreich ab-
gestrahlte Energie ist möglichst klein zu halten.
Bild 3.16 zeigt ein Beispiel für die aktiv gedämpfte Aufstellung eines Schmie-
dehammers. Die Erregung des Systems geschieht durch das Herabfallen des Bärs
190 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

auf die Schabotte. Zwischen beiden befinden sich Werkzeug und Werkstück. Die
Schabotte des Schmiedehammers lagert mit einer elastischen Zwischenlage (Gum-
mi) auf dem Fundamentblock, der sich seinerseits über Feder- und Dämpferelemen-
te elastisch auf dem Boden einer Fundamentwanne abstützt. Bei einer optimalen
Auslegung dieser Art der Aufstellung wird erreicht, dass die Einfederung des Bau-
grundes weniger als 10% des Weges der Schabotte beträgt.
Beim Hammer lässt sich die Bewegung von Fundamentblock und Maschine mit
Hilfe des Impulssatzes abschätzen. Unter der Annahme eines vollplastischen Stoßes
beim Auftreffen des Bären auf der Schabotte gilt:

mBär · vBär,max = (mMaschine + mFundamentblock + mBär ) · vFundamentblock . (3.7)

Aus dieser Beziehung wird der geschwindigkeitsreduzierende Einfluss, d.h. der


Dämpfungseinfluss des zusätzlichen Fundamentblockes deutlich.
Die Steifigkeit der Federelemente sowie die Masse von Maschine und Funda-
ment definieren im Wesentlichen die Eigenfrequenz des Systems, die bei durchlau-
fenden Pressen (Schnellläufer) möglichst weit unterhalb der angeregten Erschütte-
rungsfrequenzen liegen soll. Das erreichte Abstimmungsverhältnis beeinflusst ent-
scheidend die Einfederung (Erschütterung) des Baugrundes (Bild 3.12). Die Dämp-
fungseigenschaften sind für das Abklingverhalten des Systems ausschlaggebend.
Die heute erhältlichen Aufstellelemente ermöglichen es, Fallhammeranlagen auch
direkt abzufedern, d.h. ohne Zusatzmasse auf den Baugrund zu setzen. Hierdurch
wird das kostspielige Schwingfundament eingespart. Jedoch steigt durch die feh-
lende Zusatzmasse die in das Erdreich übertragene Maximalkraft an. Bild 3.17 zeigt
den Einsatz derartiger Aufstellelemente, die aus der Kombination eines Federpake-
tes mit einem Dämpfungskörper bestehen.
Bild 3.18 zeigt die Gegenüberstellung der Bewegungsamplituden verschiedener
Fundamentierungsarten eines Hammers, wobei die in Bildmitte gezeigte Aufstel-
lung auf einem Schwingfundament und die rechts dargestellte Direktabfederung mit
der linken Variante der unelastischen Fundamentierung verglichen wird.
Am kostengünstigsten ist die linke Variante, bei der das Fundament ohne Zwi-
schenschaltung von Aufstellelementen direkt in den Baugrund eingebettet ist. Die
hierdurch relativ hohe Eigenfrequenz des Systems wirkt sich allerdings nachtei-
lig auf die emittierten Erschütterungen aus. Wesentlich günstiger verhalten sich
diesbezüglich die beiden anderen Alternativen, die allerdings kostenintensiver sind.
Bei der direktabgefederten Variante sind durch die weichere Aufstellung größere
Schwingbewegungen der Maschine zu beachten, die u.U. bei einer automatischen
Maschinenbeschickung problematisch sein können.
Für eine grobe Auslegung der aktiven schwingungsisolierten Aufstellung kann
die Umformmaschine mit den Aufstellelementen wie ein Einmassenschwinger be-
trachtet werden (Bild 3.12). Auch dabei ist eine niederfrequente Abstimmung des
Gesamtsystems in Bezug auf die Anregungsfrequenz anzustreben. Während bei
Hammeranlagen im Wesentlichen vertikal wirkende Anregungen und damit auch
vertikale Schwingbewegungen auftreten, sind bei Pressen zusätzlich horizonta-
3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten 191

Bild 3.17. Einsatz von Feder-Dämpferelementen zur Aktivisolierung. Quelle: Gerb

R e s o n a n z fre q u e n z f0 » 2 0 H z f0 » 5 H z f0 » 5 H z

Z w is c h e n la g e Z w is c h e n la g e F e d e r-
S c h a b o tte - S c h a b o tte - D ä m p fe r-
F u n d a m e n tb lo c k F u n d a m e n tb lo c k k ö rp e r

D ä m p fu n g s -
e le m e n t
F u n d a m e n t-
b lo c k F e d e rk ö rp e r
S c h w in g a m p litu d e
H a m m e r g e s te ll

F u n d a m e n tw a n n e
E rs c h ü tte ru n g

a n n u n g e n

n d a m e n ts
s te n d e s
G e s te ll
U m fe ld

%
S p

K a
F u

1 0 0
im

Bild 3.18. Vergleich der Bewegungsamplituden unterschiedlicher Aufstellungsarten bei


Schmiedehämmern
192 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

Ö ls ä u le ,
K o lb e n s ta n g e
{ C 5 k 5

m 4 H y d r a u lik a g g r e g a t
e la s tis c h e
D ä m m s c h ic h t { C 4 k 4

H a m m e r g e s te ll
m 3
m 5 B ä r
K o n ta k tflä c h e
G e s te ll- S c h a b o tte
{ C 3 k 3

m 2 S c h a b o tte (A m b o s s )
e la s tis c h e
D ä m m s c h ic h t
{ C 2 k 2

m 1
F u n d a m e n tb lo c k
F e d e re b e n e { C 1 k 1

m B o B a u g ru n d m a s s e
B a u g ru n d -
e ig e n s c h a fte n { C B o k B o

fe s t

Bild 3.19. Approximation eines Schmiedehammers mit Fundament und Baugrund als Mehr-
massenschwinger

le Anregungen (z.B. Kurbelpressen) vorhanden, die das Gesamtsystem zu Kipp-


schwingungen anregen.
Zur genaueren Berechnung der Einfederung des Baugrundes unter Berücksich-
tigung des Gesamtsystems können Mehrmassenschwinger-Modelle herangezogen
werden. Für Schmiedehämmer reicht aus vorstehend genannten Gründen meist die
Berücksichtigung des vertikalen Bewegungsfreiheitsgrades. Bei Pressen müssen
auch die Horizontal- und die Kippfreiheitsgrade in die Modellbildung und Berech-
nung einbezogen werden. Bild 3.19 zeigt das Mehrmassenmodell eines Schmiede-
hammers, bei dem die als starr angenommenen Einzelbauteile an ihren Koppelstel-
len über Feder- und Dämpferelemente miteinander verbunden sind.
In Bild 3.20 ist das Mehrmassenschwinger-Modell eines vereinfachten Schmie-
dehammers dargestellt. Das als starr angenommene Hammergestell (Masse m2 ) ist
über ein Feder/Dämpfer-Element bzw. eine elastische Zwischenlage (Steifigkeit k2 ,
Dämpfung c2 ) mit dem Fundamentblock (Masse m1 ) gekoppelt. Der Fundament-
block wird über Aufstellelemente (Steifigkeit k1 , Dämpfung c1 ) mit dem Boden
verbunden. Die Baugrundreaktionen werden durch eine Bodenmasse m0 und ein
Feder/Dämpfer-Element (Steifigkeit k0 , Dämpfung c0 ) berücksichtigt.
Das Hammergestell wird mit einem kurzen Kraftimpuls beaufschlagt. Die resul-
tierenden Reaktionen des Bodens sind für drei Varianten der schwingungsisolieren-
den Aufstellelemente in Bild 3.20 dargestellt. Die Varianten unterscheiden sich in
der Isolationsfrequenz, d.h. in der Eigenfrequenz der Fundamentaufstellung f01 , die
sich bei gegebener Masse des Fundamentes und des Hammergestells durch die Stei-
figkeit k1 und die Dämpfung c1 der Aufstellelemente ergibt. Die drei Fälle besitzen
3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten 193
F = 1 0 .0 0 0 N i m [k g ] D [-] f0 i [H z ] k i [N /m ] c i [N s /m ]
i i
( E in w ir k z e it 5 0 m s )
9 0 .0 0 0 0 ,7 1 3 ,7 6 ,6 7 •1 0 8 1 ,0 8 •1 0 7
B a u g ru n d 0
1 2 8
F u n d a m e n tb lo c k 1 a 2 0 .0 0 0 0 ,4 1 0 0 0 1 ,1 8 •1 0 1 ,5 1 •1 0
m 2
H a m m e r g e s te ll 1 b 2 0 4 ,7 4 •1 0 8
3 ,0 2 •1 0 6

6 5
1 c 2 4 ,7 4 •1 0 3 ,0 2 •1 0
c 2 k 2 8 6
H a m m e r g e s te ll 2 1 0 .0 0 0 0 ,3 4 9 ,8 9 ,8 1 •1 0 1 ,8 8 •1 0
F u n d a m e n t-
m 1 b lo c k c m i M a s s e
D = Û c = 2 m w D D D ä m p fu n g s m a ß
2 m w 0
0
i
c k f0 Is o la tio n s fr e q u e n z
1 1 B o d e n - k
i

w Û k = m w
2 k S te ifig k e it
o b e r flä c h e 0 = i
c 0 m 0 k 0
m 0
c i D ä m p fu n g
B a u g ru n d

V e r la g e r u n g d e s B o d e n s G e s c h w in d ig k e it d e s B o d e n s B e s c h le u n ig u n g d e s B o d e n s
[m m ] [m m /s ] [m m /s 2]
0 ,2 5 2 0 H z 1 0 0 0 H z
2 0 H z 1 0 0 0 H z 5 0 0 2 H z
1 0 0 0 H z
0 ,1 0 0
2 H z
2 H z -5 0 0 2 0 H z
0
-5
0 1 0 0 2 0 0 3 0 0 4 0 0 0 1 0 0 2 0 0 3 0 0 4 0 0 0 1 0 0 2 0 0 3 0 0 4 0 0
Z e it [m s ] Z e it [m s ] Z e it [m s ]

Bild 3.20. Verlagerung, Geschwindigkeit und Beschleunigung des Bodens bei impulsförmi-
ger Anregung eines Schmiedehammers

Aufstelleigenfrequenzen von 1000, 20 und 2 Hz. Die Frequenz von 1000 Hz ent-
spricht dabei einer starren Anbindung ohne Isolationswirkung. Man erkennt, dass
vor allem die in den Boden eingeleitete Beschleunigung durch die Verwendung ei-
ner niederfrequenten Aufstellung von 2 Hz auf Werte nahe Null reduziert werden
kann.

3.3.3 Auslegung passiver Schwingungsisolierungen

Die passive Schwingungsisolierung dient zur Abwehr äußerer Schwingungseinwir-


kungen auf eine Maschine, die die Bearbeitungsgenauigkeit beeinträchtigen könn-
ten. Erschütterungen, die am Aufstellort der Maschine angreifen, führen zu einer
Schwingungsanregung des Maschinenfundamentes und damit der Maschine selbst.
Inwieweit sich diese Schwingungen auf die Bearbeitungsgüte auswirken, ist abhän-
gig von den Eigenschaften der Maschine und der Aufstellung.
Bild 3.21 zeigt links die Seitenansicht und Aufsicht einer Nachformfräsmaschi-
ne höchster Genauigkeit. Schwingungen der Maschine, die als Relativbewegun-
gen zwischen dem Modell und dem Kopierfühler auftreten, führen zwangsläufig
zu entsprechend fehlerhaften Fertigungsergebnissen. Im rechten Bildteil sind die
Ergebnisse einer messtechnischen Untersuchung des Maschinenverhaltens bei Ein-
wirkung äußerer Erschütterungen dargestellt.
Hierzu wurden auf dem Hallenboden unmittelbar neben dem Maschinenbett
(Messpunkt 1) die ankommenden Vertikalschwingungen und gleichzeitig die hier-
194 3 Aufstellung und Fundamentierung von Werkzeugmaschinen

durch verursachten Relativschwingungen zwischen Maschinentisch und Kopierfüh-


ler (Messpunkt 2) gemessen.

M a s c h in e n g e o m e tr ie u n d M e s s p u n k te G e m e s s e n e r S c h w in g u n g s v e r la u f
2 0
M e s s p u n k t 1

S c h w in g u n g s a m p litu d e n [µ m ]
S tä n d e r 1 0 A b s o lu tb e w e g u n g
N a c h fo rm - d e r A u fs te llflä c h e
F rä s s u p p o rt 0
s y s te m
-1 0

-2 0
8 0
6 0 M e s s p u n k t 2
2 4 0 R e la tiv b e w e g u n g
2 0 K o p ie r fü h le r - T is c h
T is c h 0
1 B e tt -2 0
-4 0
-6 0
0 0 ,2 0 ,4 0 ,6 0 ,8 1 ,0
Z e it [ s ]
Ü b e r tr a g u n g s fu n k tio n
ü b e rh ö h u n g [ - ]

5
A m p litu d e n -

4
3
2
1
0 1 0 2 0 3 0 4 0 5 0
F re q u e n z [H z ]
1

Bild 3.21. Auswirkung von Erschütterungen auf das Kopiersystems einer Kopierfräsmaschi-
ne

Die beiden oberen Diagramme in der rechten Bildhälfte zeigen die Messergeb-
nisse. Das untere Diagramm zeigt die Übertragungsfunktion zwischen den beiden
Schwingungsverläufen. Es ist ersichtlich, dass Amplitudenüberhöhungen bis zum
Faktor 4 auftreten, d.h. am Boden auftretende Erschütterungsanteile bestimmten
Frequenzinhaltes (hier bei 9 Hz) werden bei der Bearbeitung um den Faktor 4 ver-
größert auf dem Werkstück abgebildet. Zur Verhinderung dieses Effektes ist eine
Abschirmung der auftretenden Erschütterungen durch eine Passivisolierung der Ma-
schine erforderlich.
Bild 3.22 zeigt die Realisierung einer solchen Passivisolierung für eine Walzen-
schleifmaschine. Zur Verminderung äußerer Störeinflüsse ist das Fundament nicht
direkt auf dem Baugrund gelagert, sondern über Stahlfedern und Viskosedämpfer
abgestützt. Zur Einleitung der Lasten in das Erdreich ist der abgefederte Funda-
mentblock in eine Stahlbetonwanne eingelassen.
Der abgefederte Fundamentblock dient einerseits als Beruhigungsmasse gegen
äußere Störeinflüsse. Zusätzlich übernimmt er die Versteifung des nicht ausrei-
chend eigensteifen Maschinengestells, um Verformungen durch das Werkstückge-
wicht und durch das Verfahren des Supportes möglichst gering zu halten.
3.3 Fundamentauslegung unter dynamischen Gesichtspunkten 195

Für die Auslegung der Passivisolierung kann dieses System in erster Näherung
wie ein Einmassenschwinger (Bild 3.12) betrachtet werden. Bei komplexeren Geo-
metrien bzw. Bauteilanordnungen muss ggf. wieder auf das Modell eines Mehrmas-
senschwingers zurückgegriffen werden.

S c h le ife in h e it
A n tr ie b s m o to r R e its to c k (S u p p o rt)
S p itz e n w e r te
S p in d e ls to c k 4 5 0 0
v e r s te llb a r e 1 2 5 0 1 9 0 0
V e r b in d u n g s e le m e n te

2 0 0 0
2 3 0 0
3 0 0 0
1 0 0 0 2 3 0 0 2 3 0 0

1 2 2 0 0 6 0 0 6 0 0
1 3 8 0 0 6 1 0 0

F e d e rk ö rp e r F u n d a m e n tb lo c k
u n d D ä m p fu n g s e le m e n te

Bild 3.22. Walzenschleifmaschine mit Passivisolierung. Quelle: Waldrich-Siegen