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Ein Standard-Nachschlagewerk

der theoretischen und


angewandtenPhysik: Definitionen
P dtv-Lexikon
und Erläuterungenvon Begriffen,
Gesetzen und Vorgängen, ein
der Physik
umfassender Überblick über den
gegenwärtigen Stand der
Forschung undEntwicklung.
Rund 12000 Stichwörter mit
Literaturangaben,
1700 Zeichnungen und 200 Fotos.

DM 7.80

Deutscher
Taschenbuch
Band 6
Verlag Lie-Oz
Linie, elastische
Auf- Liesche Algebra, s. Gruppe. Fabrik Kraus u. Co. in München.
Li ‚be der völlig neubearbeiteten und erweiterten 3. Lieben, Robert von. Österreich. Phy- 1868 a. o. Prof., 1872 0. Prof. an der
lagedesLexikon der Physik« in 3 Bänden, hrsg. von Hermann siker. Geb. 5.9.1878 in Wien, gest. TH München, 1879-90 Vorstand der
gshan dlung , W. Kelle r & Co., Stuttgart 20. 2. 1913 ebda. Prof. für Physik an Gesellschaft f. Linde’'s Eismaschinen.
Franke, Franckh’sche Verla 1892-1910 a. Prof. für angew.
der Univ. Wien. Entwickelte in den
1969 Jahren 1906 bis 1910 die nach ihm Thermodynamik an der TH
gen zur Benutzung benannte Verstärkerröhre und wurde hen. Arbeiten: L. förderte praktisch
Das Verzeichnis der Mitarbeiter und Bemerkun damit zum Wegbereiter der Radio- und theoretisch den Bau von Kom-
pressoren und Kältemaschinen, Ver-
des Lexikonssind in Band 1 zu finde n technik. [43]
Lieben-Röhre,s. Röhre. wirklichung eines wirtschaftlichen
Lieberkühn-Spiegel. Bei der mikro- Verfahrens zur Verflüssigung der
skopischen Untersuchung undurch- Luft. Erste Kompres
sichtiger Objekte dient der L.-S. zur schine 1876. [43]
Erzielung einer Auflichtbeleuchtung. Linde-Fränkl-Verfahren, s. Gasver-
Er ist ein durchbohrter Metallhohl- flüssigung und Kältespeicher.
spiegel, der über dem Präparat kon- Linde-Verfahren, s. Gasverflüssi
zentrisch auf das Objektiv aufgesetzt gung.
ist, Das vom Beleuchtungskondensor line, eine in den USA verwendete
kommende Licht, das an dem Objek- Längeneinheit.
tiv_vorbeigeht, wird von dem L.-S. Definition:
auf die Oberfläche des Objektes ge- 1 yard = ri inch.
‚sammelt. [18] 1 line = gagg
Liefergrad bei einem Gasverdichter
(Kompressor) ist das Verhältnis der Umrechnung: 1 line = 0,63500127 mm.
bei einem Kolbenhub in den Zylinder Da in der Technik 1 yard = 0,9144
geförderten Gasmenge(gemessen un- m gesetzt wird, ist also 1 line =
ter den Bedingungen im Ansaugzu- 0,635 mm.[13]
stand) zum Hubvolumen (Kolben- lineage-structure, s. Verzweigungs-
fläche mal Kolbenweg). Aus L. und struktur.
Hubvolumenergibt sich die Leistung Linearbeschleuniger, 5. Beschleuni-
des Verdichters. - Bisweilen wird da- ger, linearer.
für das Wort »Ausnutzungsgrad« be- linear-elastisches Verhalten, s. Visko-
nützt, während L. in anderer Bedeu- elastizität.
tung angewandtwird.
Lir. Schmidt, E.: Einf. in die techn. lineares Mittel, . arihmetisches Mit-
Thermodyn. und in die Grundl. der tel.
chem. Thermodyn. Berlin-Göttingen- linear-viskoses Verhalten, s. Visko-
Heidelberg 1963. [9] elastizität.
Liesche Gruppe, s. Gruppe. linear-viskoelastisches Verhalten, s.
Li6nard-Wichertsches Potential, s. Nachwirkungserscheinungen.
Potential. Linia, eine in der UdSSR gebräuch-
gang-Ringe. Man gieße 10%ige liche Längeneinheit.
Gelatinelösung, versetzt mit einigen Definition:
Tropfen konzentrierten Kaliumdi- 1
chromats, auf eine warme Glasplatte 1 linia = ;g diuim.
und bringe vor dem Erstarren einen
Tropfen Silbernitratlösung darauf. Umrechnung:
Diese diffundiert langsam in die Ge- 1 linia = 2,5400 mm. [13]
latine hinein. Die sich bildenden Sil- Linie, elastische. Mit e. L. bezeichnet
berchromat-Niederschläge sind merk- man die deformierte Achse eines auf
Dezember1970 würdigerweise periodisch als konzen- *Biegung beanspruchten Stabes. Sie
KG,
Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. trische Ringe angeordnet, die man unterscheidet sich von der natürlichen
ünchen L.-R. nennt. Eine Erklärung dieser (unbelasteten) Gestalt der Stabachse
©1969Franckh'sche Verlagshandlung, W.
Keller & Co., Stuttgart und analoger Erscheinungen wurde durch die infolge Biegebeanspru-
Piatti j von Ostwald gegeben. [9] hung geänderten Krümmungsradien.
Umschlaggestaltung: Celestino Linde, Carl von. Dt. Ing. und Phy- Hat die Stabachse an einer bestimm-
Gesamtherstellung: C. H. Beck’sche Buchdruckerei, siker. Geb. 11.6.1842 in Berndorf ten Stelle mit der Koordinate s
Nördlingen (Oberfranken), gest. 16. 11. 1934 in (Bogenlänge der Stabachse) ur-
München. 1866 Vorsteher der Kon- sprünglich den Krümmungsradius go
Printed in Germany : ISBN 3-423-03046-1 struktionsbüros der Lokomotiven- und ist das an dieser Stelle liegende
5
Linienintegral
bestimmen ist. Die Konstanten nicht völlig scharf. Infolge der *Un-
B errechnen sich
€, Ce bzw. A, ungen aus schärferelation bedingt vielmehr bei
den Randbeding dehn.ung erleid. I. optischen Spektral ien die endliche
-
Infolge dert Quer etder Berlin 1954. [20] *Lebensdauer von ca. 10% eine
Linie, flüssige, s. Fläche, flüssige.
Querschnit Verzerrungen in seiner Energieunschärfe der Größenord-
Ebene, und zwar werden alle parall
el Linie, geodätische, s. Koordinaten. nung 107 eV. Die hierdurch verur-
zur Nullinie liegenden Strecken im Linienabbildung. Gullstrand hat der sachte Linienunschärfe wird als na-
Gebiet der posit iven (negativen) Bie-(ver- Abbildung erster Ordnung eine be- fürliche L. bezeichnet. Sie beträgt bei
'ormalspannungen verkü rzt sondere Formulierung gegeben, in- optischen Linien also etwa 10” bis
finger). Die gleich rzung
zeitige Verkü»gege dem er statt der Punkte in Ding- und10% der Frequenz. In der wirklichen
Verlängerung jer n- Bildraum Linienelemente betrachtet, Materie tritt dazu infolge der Bewe-
Where IiegenderKrüm "Strecken bewir kt die durch ein Bündel von Haupt- gungen der Atome (durch Doppler-
schließlich eine mung der Par- strahlen aufeinander projiziert wer-Effekt) und ihrer Wechselwirkungen
allelenschar in eine Schar konzentri- den. Diejenigen Hauptstrahlen, wel- stets noch eine größere oder gerin-
Abb.1 scher Kreise. Die Nullinie nimmt da- (p
he die Linie schneiden, bilden eine gere *Linienverbreiterung. Da bei den
geradlinige Fläche,die sog. Strahlen-
Y-Linien der Atomkerne keine stö-
Stabelement vom Biegemoment M (s) bei den Krümmungsradius gu an fläche. Die Untersuchung dieser rende Wechselwirkung auftritt und in
ändert sich *Querzahl): ( 1
beansprucht (Abb. 1),diesoKrümmungs- Strahlenflächen führt auf die Haupt-gewissen Fällen auch die Verbreite-
"in g, und es ist propor-
1 1 )
sätze der optischen Abbildung. [18] rung durch den Doppler-Effekt ver-
jerung dem Biegemoment a o e v Linienaufspaltung, 5. Zeeman-Ef- mieden werden kann, werden hier
tional: Mo die Verzer-
‚Abb. 2 zeigt als Beispichel recht fekt, Stark-Bfickt und Magneio- nienbreiten bis 10'% der Frequenz
ı 1 (5) rung eines ursprüngligegen eckigen optik. herunter wirklich meßbar (s. Möß-
ae En © Querschnittes. Zwei überliegen- Linienblitz. Der L., mitunter auch
Funkenblitz genannt, wird in der
bauer-Efiekt). [1]
Linienflüchtigkeit nennt man die Ei-
de Seiten der äußeren Oberfläche des
Elastizitätsmodul, /x Trägheits- Stabes sind infolgedessen zweifach Regel als Analogon zum elektrischen genschaft sog. gebundener Vektoren,
(ment des Stabquerschnitt es bezüg- schwach gewölbt. Man findet dafür Funken im Laboratorium angesehen. wie beispielsweise der Kraftvektoren
lich a Nullinie, E Ju *Biegesteifi g- ntlich die Bezeichnung antikla- Die Analogie ist jedoch nicht ganz
oder _Winkelgeschwindigkeitsvekto-
keit des Stabes ). . gelege
stische Fläche. zutreffend, weil ren, der mit ihnen dargestellten phy-
Mit der Krüm mı derung, sind, a) die im Laboratorium annähernd sikalischen Größe nur dann zu ent-
je nach Art der Lager ung des Stabes, geltende Proportionalität zwischen sprechen, wenn sie auf einer be-
Verschiebungen v in radialer Rich Spannung und Schlagweite bei natür- stimmten Geraden - z. B. der Wir-
et man » P
tung verbunden. RechnSeite lichen *Blitzen auf zu hohe Spannun-kungslinie der Kraft - liegen und auf
derjenigen
sitiv nachtes, des Stab- dazu parallele Gerade nicht verscho-
gen führen würde (6 - 10° V bei einem
querschnit auf der bei positiven 2-km-Blitz); ben werden dürfen.
Biegenormal-
Biegemoment positn,iveso trans b) die gewöhnlichen Funkenentla- Im Gegensatz dazu bleiben beliebige
formiert
spannungen wirke meine Differen- dungen oszillatorisch sind, während Parallelverschiebungen sog. freier
sich (1) in die allge die Bedingungen für das Auftreten Vektoren (z. B. der Momentenvekto-
tialgleichung der e. L. von Oszillationen in der Atmosphäre ren) ohne Einfluß auf ihre physikali-
dv, v @ nicht erfüllt sind. sche Bedeutung. [20]
de Der L. ist vielmehr, ähnlich wie derLiniengitter, s. Kristallstruktur.
keit vorau s Abb. 2 Gleitfunken im Laboratorium, eine Linienintegral. Denkt man sich eine
Konstante BiegesteifigFalle eines ge- ‚Außer der Verzerrung infolge Quer- intermittierende Entladung, in der die
beliebige Kurve in einem Vektorfeld
setzt, erhält man im
raden Stabe s (gu = =) die Lösung dehnung kann auch eine Verwölbung
es Querschnitts durch Schubspan-
Elektrizitätsströmung stoßweise und
mit immer neu ansetzendem »Entla-
zwischen zwei Punkten 1 und 2 aus
Linienelementen ds zusammenge-
durch einfache Integration nunge n. auftre ten. die radiale- dungskopf« erfolgt. Die Anzahl die- setzt, bildet in jedem Punkt das Pro-
Ehv@= Versc hiebu ng v wird dadurch ormubeein ser Stufen kann bis zu 20 betragen; duktaus ds und der Komponente vn
I TUM6)-ds]ds + Cıs + Cr. Außt, Diese zusätzlichen Verf n- der Durchmesser des Entladungska- des Vektors » auf ds, das auch durch
gen sind jedoc h bei schla nken Stäbe n nals liegt meist unter 0,5m. Ver- das skalare Produkt (o -ds) gegeben
Die e. L. eines Stabes mit
mung
urspr
(go =
üng-
r = gewöh nlich ganz unbed euten d. Sie ästelung. Stromstärke: 10000 bis ist, summiert und geht zur Grenze
lich konstanter Krüm Spielen nur bei den,techn ischen,An- 20000 A, Potentialdifferenz zwischends» 0 über, so erhält mandas L.
‚const, Kreisbogen) hat die Form wendungen gelegentlich pline eine Anfang und Ende des Blitzes: 30 bis
Imie= fan,
Die technischen Diszi n haben 20 IV (ei rund 2km Blitzlän- 2 2
Elkv@)=A-siny + sich außerdem analyti-
vereinfachtegraph 20).
sche und versc hiede ne ische Linienbreite, die Breite einer Spek-
+B:00 +06), Verfahren zur Bestimmung der zahl- e. L- trallinie, meist in der Frequenz- oder
ngen für nde
ı 1
gesch affen . Die Lösu Wellenzahl-Skala als *Halbwertsbrei-
wobei C (s) als partikuläre Lösung Teiche spezielle, häufig anzutreffe te definiert. Auch für das einzelne, Das L.ist in der Theoretischen Phy-
der Differentialgleichung Lagerungen und Belas tungen sind in unbewegte Atom sind die Energie- sik, vor allem in der Elektrizitätsleh.
dev Hand- und Tabel lenbüchern (@. B. niveaus (außer dem Grundzustand) re, von Bedeutung: L. der elei
Eln at) mo ® Hütte I) explizit dargestellt. und damit auch die Spektrallinien schen Feldstärke. Wird eine positive
7
6
Linienverbreiterung
Linienintensität
$ = durch die *Quantentheorie bis in die den kann, müssen bei der optischen
inheitsladung in einem elektrostati-
Kurve be- S-ds= ZI. feinsten Züge aufgeklärt worden, so Abbildung allerdings gewisse Bedin-
Kchen Feld längs einer gegeben durch „4, Formel ist wichtig für die Be- daß jetzt umgekehrt die Deutung gungen erfüllt sein, und man muß
Wort, so ist die Arbeit der Spektren reiches Material über sicheren Grund zu der Annahmeha-
sl: von Spu-
rechnung des Magnetfeldes kommt den inneratomaren Aufbau liefert. ben, daß in der Flamme Tempera-
2 len. Zum Leitungsstrom Fall noch i. Die *Spektroskopie ist damit zu turgleichgewicht herrscht. Durch das
allg. elektrodynamischenhinzu. einem der wertvollsten Werkzeuge Vorschieben der Rauchgläser wurde
e.. der Verschiebungsstrom Physik.
zur Erforschung der Atom- und
Molekülstruktur geworden. Im Ge-
die Temperatur der Lichtquelle
»künstlich« herabgesetzt. [17]
Lır. Joos, G.: Lehrb. d. theor. F. Sau-
ı Becker, R,, und 1. Stutt-
Leipzig 1959. Elektrizität. gensatz zu den L. treten Banden- Linienverbreiterung, jede Verbreite-
ter: Tenord* Bd. spektren nur in Molekülgasen (Hz, rung einer Spektrallinie gegenüber
Es ist positiv, wenn ‚Arbeit en Bu
i eit aufzu- gart 1962. Oz, CO.) und *Flüssigkeiten (bei ihrer »natürlichen *Linienbreite«. Die
Wenden St Der eschlosse- Linienintensität, Die Intensität einer
ist proportional zuge- dem diesen nur als Absorptionsspektren) L. beruht in Gasen vor allem auf
Ve Nemuß das durch L. gleich, Null Spektrallinie
Quadrat der Amplitude der ihr auf, Ihre theoretische Deutung gibt zwei Ursachen, erstens auf der Be-
neda andernfalls geeignete Strahlung. Sic hängt damit Aufschlüsse über den molekularen wegung der Atome oder Moleküle,
irmführung einer Bahn Ladung auf hörigen ab, einmal, von Aufbau. Einzelheiten über die Syste- wodurch ein *Doppler-Effekt ent-
a chlossenen werden beliebig von zwei Faktoren sich im matik der Spektren s. Spektrum, steht, der wegen der statistischen
Are®Gewonnen des Feldes könnte, der Anzahl der Atome, die der betref- Spektroskopie. Verteilung der Geschwindigkeit der
A 8 der Zustand sich Ausgangs-*Energieniveau von Wärmebewegung alle möglichen Wer-
infolge- fenden Linie befinden (abhängig,
ändert hätte. Es könnenGleichge- und an-
Lrr. Sommerfeld, A.: Atombau u. Spek-
trallinien. Braunschweig 1944. [17] te innerhalb eines gewissen Bereichs
Sieh Im elektrostatischen den *Anregungsbedingungen) Linienumkehr. Beleuchtet man den annehmen kann, und zweitens auf
ee ee
Vorkommen. Das über eineliche
nicht ge- scheinlichkeit, weiche
v fürSn ir den fürdie
fürdie Spalt eines Spektrographen mit dem
Licht einer weißen *Lichtquelle
der gegenseitigen Beeinflussung der
Atomeoder Moleküle.
"Kurve zwischen zwei betreffende Linie maßgebenden Über-
\allossene Sa 2 erstreckte L. ist gang besteht, multipliziert no (Temperaturstrahler), dann erscheint Die erste Art der L., die Doppler-
ab- der Energie hydes einzelnenStrahı auf der Mattscheibe das kontinuier- Verbreiterung, wächst mit steigender
aeg unabhängig, Es istdesnurInte- lungsquants. liche *Spektrum der Lichtquelle. Temperatur. Die zweite Art ist um
ig von den Grenzen sich trennen, wenn man die Schaltet manin den Strahlengang da- so geringer, je weiter die Moleküle
Dalnd heißt oder auch die elektromo- Iassen
L. von Linien vergleicht; welche gegen eine mit Kochsalz gefärbte durchschnittlich voneinander entfernt
die Spannung
ne Kraft beiden Punkten, Die- Übergängen vom selben Ausgangs- Bunsenflamme, dann tritt die *D- sind und je seltener sie zusammen-
Se| diesen clektrostatischen. niven ‚Auverschiedenen Endnivenus Linie des Natriums im Spektrum j. stoßen, steigt also mit wachsendem
50 verschwindet dies n : allg. als dunkle *Absorptionslinie Gasdruck und heißt daher Druckver-
ule längs jeder geschlossenen Kur- entsprechen, da,
SE, @ Bean
elalinier
Sr Lak en ande
ie die mit hv multiplizierten
Voelig der elekiro-- Übergangswahrscheinlichkeiten,
die mit hv multipl >
auf, da die Natriumfamme nach
dem *Kirchhoffschen Strahlungsge-
setz nicht nur die D-Linie emittiert,
breiterung oder auch Stoßverbreite-
rung.
Die »Spektralbänder« in Flüssigkei-
Feldlinien
i
beim Vorgang der elektro- rekt wie
i durch An-
“Induktion wel
angsyahrscheinlichkeiten,wel sondern aus dem auffallenden wei- ten und festen Stoffen, die dort an
magnetischen *Flusses. Che sich,als Quadrate der, Beirüun Ben Licht auch an der gleichen Stelle der Linien treten und unter
deringdes magnetischen Ein der _»Übergangsamplitudeng oder Wellenlänge absorbiert. Schwächt Umständen bis zum Zusammenflic-
Te'der (magnetischenist Feldstärke,
von einem der "0
Matrixelemente aus, lassen. man das weiße Licht, bevor es die ßen in ein kontinuierliches *Spek-
Yiektrischer Strom stets mechanik berechnen Natriumflamme durchsetzt, durch rum führen, können als Extremfall
Vauneifeld begleitet. Das geschlos- eingeschobene Rauchgläser, dann der Druckverbreiterung aufgefaßt
tren, die von atomaren Gasen oder kann man erreichen,daß die D-Linie werden.
senel- Dämpfen ausgesandt werden, wenn in *Emission, d. hell auf dunk- Für die y-Linien von Kernspektren,
diese genügend erhitzt, sind (hermi- lerem Grunde, sichtbar wird oder für die es auch in festen Stoffen kei-
y:6
P sche Anregung) oder elektrisch ange- schließlich bei geeignetem Abgleich ne Druckverbreiterung gibt, fällt in
ist, aber nurNull,wenndie Kurse Ten werden (elekrsche"Gasen der relativen Intensitäten von kon!
nuierlicher Lichtquelle und leuchten-
Kristallen bei genügendtiefer Tempe-
ratur auch die Doppler-Verbreite-
Keießt; "anderenfalls ist sein Wert dungen). TRaEN ke ämp-
-
e der Flamme, daß die D-Linie gerade rung streng weg, und die Linie er-
fen, die stets einatomig sind. Beson- im kontinuierlichen Spektrum ver- scheint in ihrer natürlichen Linien-
gegeben durch die Formel (im der Geschichte
dere Bedeutung derin Spektren schwindet, wenn sie nämlich die glei- breite (s. Mößbauer-Effekt).
MKSA-System) der Aufklärung hat das che Helligkeit hat wie die Nachbar- Die L. der Röntgen-Interferenzlinien
L. der atomaren Wasserstofle man er- wellenlängen. Dieser kritische Punkt wird hauptsächlich bei Debye- Scher-
$5-0=1.
langt. Statt in *Emission kann,
beobach-
der L. (wenn nämlich die Linie aus
einer “ Absorptionslinie eine Emis-
rer-Aufnahmen an vielkristallinem
Material beobachtet, tritt aber auch
Ist der Strom nicht auf soeinen ein- die L. auch in *Absorption
YSinen Leiter beschränkt, hat man ten, wenn man Gas weißes Licht durch sionslinie wird) wird erreicht, wenn ebenso an *Einkristallen auf. Beob-
die Summe aller Ströme zu nehmen, ein einatomiges fallen läßt. Die die Oberflächentemperatur der konti- achtet wird die L. nur bei den Inter-
Da man eines L. in
Einordnung der Linienzunächst nuierlichen Lichtquelle und des leuch- ferenzlinien mit großen Ablenkungs-
die durch die Kurve gehen.
Fläche, deren einzelne Serien, die n. tenden Dampfes gleich sind. Damit winkeln, und zwarhier als eine Ver-
Gen Strom durch die *Durchflutung mehr oder weniger äußerlichen Ge- das Kriterium in dieser Weise zur schmierung des K.-Dubletts. Die L.
Rand die Kurve ist, das Durchflu- Intensität,
sichtspunkten (relativeist theoretisch Temperaturbestimmung in einem erreicht nicht bei allen Metallen das-
nennt, erhält man Schärfe usw.) erfolgte, leuchtenden Gas herangezogen wer- selbe Ausmaß und hängt außer von
tungsgesetz von Gauß 9
8
Linie, tellurische Linsensystem
dem Verformungsgrad auch stark trierten Kugelflächen, die, je nach
ihrer Wirkung, als sammelnde (kon- abweichenden) Potential, so spricht Siemens ist in die Rückseite des Fil-
‘von der Verformungstemperatur ab.
‚kave) oder zerstreuende (konvexe) L. man von einer Einzellinse. Herrscht mes ein äußerstfeiner Raster von Zy-
Die Analyse der Messungen der L. im Bildraum ein anderes Potential linderlinsen eingepreßt, deren Bahn-
ergab, daß sie nicht nur von den Ver- bezeichnet werden. Die Verbindungs- als im Dingraum, dann wird die e. L. linien in die photographische Schicht
zerrungen, sondern auch von ihrer gerade der Kugelmittelpunkte ist die als Immersionslinse bezeichnet. In fal len. Die Aufnahme erfolgt durch
Verteilung abhängen, d. h. davon, ob optische Achse der L., der Abstand der Abb. sind einige Bahnen von diesen Raster hindurch, wobei die Zy-
sie periodisch oder teilweise perio- der Flächenscheitel die Dicke der L. linderlinsen auf der Schicht ein Bild
disch und langsam oder rasch verän- Der Brennpunkt einer ist der re- der *Eintrittspupille entwerfen. In der

N
derlich sind. Statistisch unregelmäßi elle oder virtuelle Vereinigungspunkt o %
Eintrittspupille liegen nebeneinander
verteilte, durch ein Fourier-Integr achsenparallel eintretender Strahlen. drei Filterstreifen in den Farben Rot,
darstellbare Verzerrungen (ähnlich Man unterscheidet, je nach der Rich- Grün und Blau. Das von einem Ding-
den Wärmeschwingungen) und solche, tung der einfallenden Strahlen, einen punkt herkommende farbige Licht
die sich nur über Bruchteile des Ma- vorderen und hinteren Brennpunkt. wird von den Filtern anteilmäßig hin-
terials erstrecken, ergeben keine Ver- Ist der Abstand des Brennpunktes durchgelassen. Das Bild des Ding-
breiterung. Außerdem hängt die Li von der zunächst stehenden Fläche punktes wird auf einem Rasterele-
nienbreite noch von der *Teilchen- groß gegen die Linsendicke, so darf ment entworfen, wodurch die gegen-

)
größe ab, wobei eine Abnahme der man diese für viele Betrachtungen seitige Zuordnung zwischen Ding und
Teilchengröße eine L. bewirkt. L. in- ganz vernachlässigen. Man spricht Bild gegeben ist. Auf der photogra-
folge Teilchenkleinheit beobachtet dann von einer unendlich dünnen L. phischen Schicht entsteht nicht das
man bei Kristallen, die kleiner als Für eine solche ist die *Brennweite / Bild des Dingpunktes, sondern das
105m sind. Man muß aber bei der gleich dem Abstand des Brennpunk- der drei Filter, wol lie photoche-
Untersuchung der L. zwischen den tes von dem letzten Scheitel; sie läßt Elektronen eingetragen, welche aus mische Wirkung für jedes Filterbild
beiden Effekten Teilchengröße und sich aus den Krümmungsradien rı dem Unendlichenher längs der Achse nur in dem Maße eintritt, wie seine
*Gitterverzerrungen unterscheiden. und rs und dem Brechungsindex n einfallen. Man erkennt, daß die ach- Farbe in dem vom Dingpunkt ausge-

ie)
Lir. Schmid, E., und W. Boas: Kristall- des Glases nach der Formel sennahen Bahnen annähernd in hendenLicht enthalten ist. Projiziert
plastizität. Berlin 1935. - Kochendörfer,
A.: Plastische Eigenschaften von Kristal-
1 1 1 nem Punkt gesammelt werden, wäh- man, ein nach diesem Negativ auf
len und metallischen Werkstoffen. Ber- rend die von der Achse mehr ent- gleiches Material hergestelltes Posi-
lin 1941. - Glocker, R.: Materialprü- ‚errechnen. Kann man die Dicke nicht fernten Anlaß zu *Bildfehlern geben. tiv, so gelangt das Licht nach der in
fung mit Röntgenstrahlen. 4. Aufl. De Jenseits einer gewissen Entfernung den Filterbildchen erfolgten Schwä-
lin 1958. - Dehlinger, U., und A. Ko- vernachlässigen, so geht der Haupt-
punktabstand mit ein. Unter der von der Achse kann die Linse von chung über die Zylinderlinsen auf die
‚chendörfer: Zs. ristallogr. 101, 134 Elektronen nicht mehr durchsetzt Filter. Die Abbildung jedes Raster-
(1939). - Kochendörfer, Kristallogr. Brechkraft einer L. versteht man den werden, sondern wirkt als Elekıro-
101, 149 (1939). Kochendörfer, A, . reziproken Wert der Brennweite nenspiegel, [35]
elementes auf dem Projektionsschirm
erfolgt in der Färbung, die sich aus
Kristallogr. 105, 393/480 (1944). - Zehen-
der, E., und A. Kochendörfer: Physikal. p-ul. Linsenformel. Für eine Abbildung der Mischung des von den Filtern
Zs. 45, 93 (1944). [1, 15] Die Bertrandsche L. ist eine am Po- durch eine dünne *Linse gilt die Be-durchgelassenen Lichtes ergibt. Die-
Linie, tellurische. Im *Spektrum ei- larisationsmikroskop oberhalb der ziehung ses Verfahren der additiven *Farben-
nes außerirdischen Körpers treten Brennebene einschiebbare Linse, die 4_1,1 mischungist hinsichtlich der Hellig-
immer Linien auf, die erst beim zur Vergrößerung von Interferenz- str keit der projizierten Bilder den sub-
Durchgangdes Lichtes durch die *At- bildern benutzt wird. Mit ihrer Hilfe traktiven Verfahren unterlegen. [18]
worin s der Abstand des Dingpunk- Linsensystem. Stehen dünne *Linsen
mosphäre der Erde erzeugt werden. kann man aus dem Orthoskop ein tes, x der in gleicher Richtung ge- so eng zusammen, daß man die Dik-
Sie heißent. L.[5] *Konoskop machen, das man in der
link, Kurzzeichen li, eine in den USA Kristalloptik zur Beobachtung von messene Abstand des Bildpunktes ken und Abstände gegenüber den
gebräuchliche Längeneinheit. *Achsenbildern verwendet. von der Linse und / die Brennweite *Brennweiten vernachlässigen kann,
2 Elektrische L., s. Elektronenlinse. ist. Die Vergrößerung bei dieser Ab dann ergibt sich die Brechkraft der
Definition: 1 link = 705 yard. Magnetische 1... s. Elektronenlinse. ganzen Kombination als Summe der
Lit. Berek: Grundlagen d. prakt, Optik. ältnis 8 = s’/s; sie ist negativ bei Einzelbrechkräfte:
Umrechnung:1 link = 0,201 168 40 m. 1930. [18] einer Bildumkehr und positiv, wenn
Da in der Technik 1 yard 0,9144m elektrostatische. Im Prinzip das Bild aufrecht bleibt. Die L. be- ı ı 1 1

gesetzt wird,ist also [link 0,201 168 wirken sämtliche rotationssymmetri- hält ihre Gültigkeit auch für Linsen rtrmmtmten
m. [13] schen elektrostatischen Felder inso- endlicher Dicke, wenn man die Ab- Bei merklichem Abstand zweier dün-
Linksquarz, eine Modifikation des fern als Linse, als sie Strahlen gela- stände bis zu den Hauptpunkten ner Linsen ist ®=-ptp—epı pn
rhomboedrisch kristallisierenden dener Teilchen, die sich längs der nißt. Die Newtonsche Formel be- wobeie der Abstand der Linsen von-
Quarzes, welche die Polarisations- Feldachse bewegen (und sich nicht zu zieht sich auf die Brennpunkte der einander ist. Für genauere Rechnun-
des Lichtes nach links dreht. stark von der Achse entfernen) zu Linse oder des Systems, von denen gen und in den Fällen, in denen das
17) sammeln vermögen. Eine e. L. wird aus die Entfernungen x und x gemes- System mehrere Linsen endlicher
Linse. In der Optik versteht man un- z.B. vom Feld einer Dreilochblende sen werden. Bezeichnet man mit f die Dicke enthält, versagen die einfachen
ter einer L. einen i. allg. von zwei gebildet (s. Abb.), deren Elektroden Brennweite, ist. xx = — P. [18] Formeln. Man muß dann den Bei-
Rotationsflächen begrenzten, durch- auf verschiedenem Potential liegen. Linsenraster. Bei der Anwendung trag jeder einzelnen Fläche zur Ge-
sichtigen Körper. Am gebräuchli Liegen die Außenelektroden auf glei- des, Linsenrasterverfahrens in der samtbrechkraft berechnen. In der
sten sind L. aus Glas mit zwei zen- chem (von dem der Innenelektrode Farbenphotographie nach Berthon- astronomischen Instrumententechnik
10 1
Liouville-Gleichung Liquiduslinie
wird ein *Refraktor (Linsenfernrohr) Liouyillescher Satz. Der L. S. ist scheinlichkeit zu. Damit ist der L.S. mögliche Bahnen und umgekehrt. Im
im Gegensatz zum *Reflektor (auf grundlegend für die Statistik. Er be- bewiesen. elektrostatischen Abbildungsfeld tritt
dem Spiegelbildprinzip beruhendes sagt, daß für gleich große Zellen des Lit. Lehrbücher der Statistik und Ge- keine Bilddrehung auf (6 = 0); es
Fernrohr) als L. bezeichnet. [18, 5] Phasenraums die Wahrscheinlichkeit samtdarstellungen der theoretischen Phy- besteht also die gleiche Situation wie
Liouville-Gleichung. Die L.-G. ist gleich_groß ist, daß ein herausgegrif- sik, z. B. Joos, G.: Lehrbuch der theo-
retischen Physik. Leipzig 1956. [7] in der Lichtoptik. Der L.S. ist eine
der Ausdruck des *Liouvilleschen fenes Teilchen in ihnen enthalten ist. Folge der Abbildungsgleichungen in
Satzes. Sie gilt als Fundamentalglei- Dieser Satz ist beim geometrischen Lipoide, Fette, mit Ausnahme der
Neutralfette (Giycerin- Fettsäureester) Gaußscher Näherung. [35]
chungderstatistischen Mechanik und dreidimensionalen Raum unmittelbar und Mineralöle. Zu den L. gehören: Lippmann, Gabriel. Franz. Physiker.
Geb. 16.8. 1845 in Hollerich (Luxem-
kinetischen Gastheorie. Ist Fdie evident.
Wahrscheinlichkeitsdichte im 6 N-di- Für den Phasenraum folgt er aus der jatide, Cerebroside, burg), gest. 13. 7. 1921 auf einer See-
mensionalen Phasenraum (/'-Raum), Gültigkeit der Hamiltonschen Glei- tinoide. Sterine und
Carotinoide besitzen zu den übrigen reise. Arbeitete 1873 in Heidelberg
wobei N die Gesamtzahl der Phasen- chungen der Mechanik: L. nur noch eine sehr lockere struk- unter Kirchhoff und dem Physiolo-
gen Kühne, dann in Berlin unter
punkte ist, a, &H türelle Verwandtschaft. Helmholtz. 1883 Prof, für mathema-
FO = FO (u... Dam a ar L. sind in der ganzen belebten Natur tische Physik an der Sorbonne in Pa-
mit den Ortsvektoren tx, den Im- kei...) sehrverbreitet; sie stellen das Organ- ris, 1886-1921 Prof. für Experimen-
pulsen ps und der Zeit r, dann lautet (H Hamiltonsche Funktion, qx allge- fett, sind also echte Strukturbestand- talphysik und Direktor des Versuchs-
die L.-G. meine Ortskoordinaten, px dazu ka- teile der Zellen und Gewebe. Neu- laboratoriums ebd. Entwickelte seit
DFW_ ar 1 DF® nonisch konjugierte Impulse, / Zahl tralfette sind dagegen Depotfette und
dienenvor allem als Energiespeicher, 1891 das Lippmann-Verfahren zur
der Freiheitsgrade des Systems) Farbenphotographie nach der Inter-
Du KmROIT a * Ein Ortsvektor zu einem Bildpunkt Wärmeschutz und Umhüllung emp-
findlicher Organe (z. B. des Auges in ferenzmethode, wofür er 1908 den
arm im Phasenraum schreibt sich: Nobelpreis für Physik erhielt. [43]
der knöchernen Augenhöhle). Die L.
als_Strukturbestandteile der Zelle Lippmann-Platten, extrem feinkör-
“2 (ir in T ya mw. 0 greifen in zahlreiche und meist hoch-
nige (und entsprechend unempfind-
liche) photographische Platten mit
an ar m |-0 Die Geschwindigkeit, mit der sich differenzierte _Stoffwechselvorgänge
ein. So spielen sie im Gehirn, in der.
sehr durchsichtiger Emulsion, mittels
an dm + dieser Bildpunkt im Phasenraum be-
Leber und im Herzmuskel eine große derer farbenphotographische Aufnah-
wegt, wird dargestellt durch den Vek- men, besonders von Spektrallinien, in
D/Dt wird als Stokes-Operator be- tor Rolle.
Lippenpfeifen, s. Pfeifen.
leuchtenden Farben gemacht, werden
zeichnet; die t« und px vertreten die
eJant)iw. O können (Lippmannsche Farbenpho-
generalisierten Descartesschen Koor- Lippichscher Satz., Nach dem L. S. tographie). Zu diesem Zweck wird das
dinaten.
Im Falle von inneren Freiheitsgra- Das Verschwinden der Divergenz von sind die Projektionen eines achsen-
nahen Strahls in einem rotationssym-
von der Glasseite her einfallende
Licht nach dem Durchgang durch die
» ist das Charakteristikum für die
den mit Descartesschen Koordinaten Strömung einer inkompressiblen metrischen optischen System auf zwei Emulsionsschicht durch Quecksilber,
74&folgt die generalisierte L.-G. zu Flüssigkeit. Eine Anzahl von Teil- aufeinandersenkrecht stehende Mer das die Schicht bedeckt, in sich zu
N chen (hier Bildpunkten), die zu einer dianebenen ebenfalls mögliche Strah- rückreflektiert. So bilden sich stehen-
Dr ar *I SH arm gewissen Zeit ein gewisses Volumen- len. Dieser Satz kann auch auf kor- de Lichtwellen aus. Jeweils in den
element Ar erfüllen, werden später puskularoptische Systeme, insbeson- Ebenen, in denen der elektrische
Br
Ki Spr Orı ein anderes erfüllen. Wegen der In- dere auf *Magnetlinsen, t Vektor einen Bauch hat, wird die
kompressibi muß dieses aber werden. Wegen der Bilddrehung © () Emulsion geschwärzt. Läßt man auf
aH SF m I" x | aH m
arm eleich groß sein. Bst in der Magnetlinse treten an die Stel- die entwickelte Platte weißes Licht
le der beiden Meridianflächen Schrau- nahezu senkrecht auffallen, so er-
ar. pr 1 m divo= Ah + Dr. (M) scheint im reflektierten Licht die
Spektralfarbe, deren Wellenlänge
um,
au 2r®
Er
Wegen(1)ist
° a oH
dem doppelten Abstand dieser ge-
schwärzten Ebenen entspricht, also
Haoe bei der Belichtung verwendete
wobei’ nun D/Drals ein generalisier-
Bqn DT gu Opr 'arbe.
a. 8 84 Hay: db. d, wis u, angew, Pho-
ter Stokes-Operator angesehen wer- Yont. BAL4, 8.247, und Bach, 3,23,
den kann (s. a. *Transportgleichung, pe PT T 5 ge 1929. - v. Angerer und G.Joos: Wissen"
sopafuiche Photographie. Leipzig 1956.
*hydromagnetische Gleichungen, ki- folglich
netische *Gastheorie). aH ER liq, Abkürzung für liquid. [13]
Lit. Khinchin, A. L. age det 0. liquid, Abkürzung liq, vor den Zei-
Foundations of statistic
New York 1949. — Klrkwood) 3. G.: J. Es hebensich also die Glieder in (4) chen der in den USA gebräuchlichen
Chem. Phys. 14 (1946); 18, 817 (1950). — paarweise auf; div ® verschwindet da- benflächen. Die Abb. zeigt diese Einheiten pint und quart bedeutet,
Hirschfelder, J. O., C. F. Curtis, R. B. her. Da mit der Zeit alle Phasen- Schraubenflächen und eine Elektro- daß es sich um ein Hohlmaß für Flüs-
Molecular Theory of Gases and raumelemente von der Strömung er- nenbahn B. Nach dem L. S. sind auch sigkeiten und den Apothekenbereich
Hiauids. New York 1954. - Kaeppeler,
Mitt. Porsch. faßt werden, kommtallen gleich gro-
die Normalprojektionen B’ und B” handelt. 03)
H. und G. Baumanı
Inst. £. Phys. Nr. 8 (1956).(34) Ben Zellen dieselbe Apriori-Wahr- dieser Bahn auf die Schraubenflächen Hquiandinle, . Schmelzdiagramm.
12 13
Lissajous-Figuren
wg 17 5 »3 238
Energie- und Arbeitseinheit, die vor-
zugsweise in der physikalischen Che- einer Gummiumhüllung, die
Festigkeit des Gesamigebildesfürschr
die

RI
mie benutzt wird. wesentlich sein kann. Im Aufbau be-

O ON

SSSS
arayı Die Einheit L. ergibt sich aus der stehen, je nach Verwendungszweck,
Gleichung beträchtliche Unterschi
Arbeit = Kraft X Weg = zwei bis drei (aus L. ede. Die mit
bestehenden)
= Druck X Volumenänderung. Leitern hergestellten Anschlußkabel

W X
für elektrische Haushaltsgeräte aller
Definition: Eine Literatmosphäre ist
a die Arbeit, die aufgewendet Art_ genügen leren Ansprüchen
muß, um das Volumen eines werden Gases
an Flexibilität. Wesentlich steifer sind
die L. für Feldtelephone, wesentlich
beim Druck von einer Atmosphäre weicher die L. in den Steckerschnü-
um einen Liter zu verändern:

\ X
ren von Fernsprechschränken.
1 Literatmosphäre = 1 Liter - Bei hochfrequentem Wechselstrom
era} + T Atmosphäre. nimmt der Leitungswiderstand in me-
Entsprechend den beiden Druckein-

BEN W
tallischen Leitern infolge der Haut-
wirkung (*Skin-Effekt) mit der Fre-
heiten, der technischen und der phy- quenz zu. Diese Abhängigkeit ist bei

X
sikalischen Atmosphäre, gibt es auch
zwei verschiedene Einheiten der L.: dünnem Draht geringer als bei dik-
kem. Die L. hat also bei gleichem
1. Technische L., Kurzzeichenlat. Kupferquerschnitt geringere n Skin-
Umrechnungen:

N. N &
Effekt als ein Massivleiter. Bei Hoch-
11at = 10,000 28 m kp = 98,069 2 = frequenz-L. sind die zelleiter, die
nur aus Kupfer bestehen,
= 0,967 841 | atm.
‚Auf Grund von Messungen gilt:
nen Lackauftrag voneinanderdurch isolie
eie
außerdem sind sie aus Symmetrie,
11at = 23,4307 cal. gründen besonders sor, ver-
Lissajous-Figuren, Überlagerungsfi- Fall gleicher Amplituden x» undyo seilt. Normale der Induktivität
2. Physikalische L., Kurzzeichen latm: malspulen) werden (Nor-
guren, welche durch die Zusammen- für verschiedene Frequenzverhältnisse Umrechnungen: L. gewickelt. [26]
oft mit solcher
setzung von zwei Schwingungen ver- @ı/as und Phasenverschiebungen ı
schiedener Richtung zustande kom- — 4. Die L.-F.liegen gleichen 11atm = 101,3278 J = 10,332 56 m kp = Im, Kurzzeichen für die photometri-
sche Einheit Lumen. [13]
men. Besonders wichtig ist der Fall, Amplituden innerhalb eines Quadra- = 38,268 75 - 10% PS h =
daß die beiden Schwingungen senk- tes der Seitenlänge 2x = 2yo. Bei 1,033 227 1at = Im h, Kurzzeichen für die photome-
recht zueinandererfolgen. Es ergeben ungleichen Amplituden liegen sie in- = 28,146 62 - 10° kWh. trische Einheit Lumenstunde.[13]
sich dabei nur dann geschlossene Fi- nerhalb eines Rechteckes von den Auf Grund von Messungen gilt: Im/W, Kurzzeichen für die photome-
guren, wenn die Frequenzen der Seitenlängen der doppelten Amplitu- trische Einheit Lumen je Watt. [13]
Schwingungen in einem rationalen den. L.-F. lassen sich leicht mit ei- 11atm = 24,2093 cal.
Lochkame Wegen der geradlinigen
Verhältnis zueinander stehen. nem Doppelpendel oder mit zwei Eine vollständige Umrechnungstabel- Ausbreitura. ng des Lichtes entsteht auf‘
Sind z.B. die Schwingungsgleichun- Stimmgabeln, die in zwei senkrecht le für die üblichen Einheiten für Ar- einem Schirm, der
gen eines Massenpunktes der Masse aufeinanderstehenden Ebenen schwin- beit, Energie und Wärmemenge s. die feinen Loch befindet,sichein hinter einem
Bild der vor
m für die x- und y-Richtung eines gen, und einem Lichtzeiger erzeugen. ‘Tab. im Anhang (Bd.10). [13] dem Loch befindlichen Gegenstände.
Am eindrucksvollsten sind L.-F. mit Litze, elektrischer Leiter, nicht Eine photographische Anordnung
aus einem massiven Draht,dersonder
rechtwinkligen Koordinatensystems
bei den Direktionskräften a: und as dem Oszillographen zu demonstrie- n dieser Art heißt L. Optisch ist sie al-
aus vielen len mit Objektiven ausgerüsteten Ka-
y_ steht (15 bis vieledünnen100Einzeld rähten be- meras
d’x ren.[12] i
mp ax undmga=—ay, Liter, Kurzzeichen 1 oder Itr, Volu-
meneinheit, besonders als Hohlmaß etwa 0,1 bis 0,3mm Einzell Durchm
eiter von fehler durch das Fehlen aller *)
esser), Öffnungsvüberlegen. Allerdings ist das
dann überlagern sich die beiden für Flüssigkeiten benutzt. Das L. war die durch Verdrillen oder Verseil en erhältnis sehr klein und die
Schwingungen x = x sin (wı £ + &ı) früher (seit 1901 international) defi- zu einem Bündel von annähernd zy- Bildschärfe ist durch die Beugung
und y = yo-sin (oe f +0) mit @ı = niert als das Volumen von 1 kg reinen indrischem Querschnitt vereinigt sind. bestimmt. Die günstigste Lochgröße
1.. haben gegenü massivem Draht ist für weit entfernte Objekte d =
Yäılmund @: = Yaslm, den Phasen-
konstanten «ı und &» und den Am-
Wassers bei seiner maximalen Dichte
und bei dem Druck einer *Normal- den Vorzug derber größeren Flexibili- 0,038 YI, wenn ! den Abstand des
plituden xo und yo zu einer Kurve in atmosphäre. Seit 1950 ist auf Grund täu man wendet sie daher überall Schirmes bzw. der photographischen
dort_an, wo ein elektri
-Ebene, die L.-F. genannt der neuesten Messungen festgelegt häufig bewegt werden scher muß.
Leiter Platte von dem Loch bedeutet. Der
Die Kuryeist geschlossen, d. h.
zeitlich unveränderlich, falls @ı/@s
worden:1 Liter = 1,000 028 dm?. Seit
1965 giltinternational: 1 Liter = | dm’ Stromleiter bestehen meistens Die Durchmesser des Beugungsscheib-
aus hens
(International Union of Pure and
rational ist. Sie ist um so einfacher, Applied Physics, IUPAP). [13] Kupfer; z.T. werden zwecks Erhö- ist 20 = 152 VA, d.i. für
durchje je kleinere hung der Zerreißfestigkeit ein oder eine mittlere Wellenlänge etwa 2. =
durch klein ganze E Zahlen die-
Literatmosphäre, eine in den mecha- wehrere Stahldrähte mitgeführt. 0,036 YI. Das Öffnungsverhältnis wird
nischen *Dreiersystemen bestehende Häufig ist die L. isoliert, z. B. mittels all = 1726 yI.{18]
15
Lochsirene Lösungen von Hochpolymeren
Lochsirene, s. Sirene. Schwingungskreis vorschreibt (tö- Stoffe sind die gelösten Stoffe. Unter dichten haben. Infolge der Größe der
Lockerstellen nennt A. Smekalsolche nend senden). [26] . der Volumenkonzentration einer L. Makromoleküle des Hochpolymeren
Fehlstellen (s. Gitterfehler) in Kri- Löslichkeit, im weiteren Sinn die Fä- versteht man das auf das Volumen ist der entropische Anteil beträchtlich;
stallen, an denen die Elektronenab- higkeit zweier Stoffe, miteinandereine der L. bezogene Volumen eines ge- zur berechenbaren »Idealentropie«
trennungsarbeit vermindert ist. L. *Lösung zu bilden, im engeren Sinn lösten Stoffes, unter der Gewichts- kommt noch eine »Zusatzentropie«
'nnendie Ursache von Lichtabsorp- die Sättigungskonzentration, d. h. der konzentration seine auf die Massen hinzu. Ist das Hochpolymere kristal-
tion und von lichtelektrischer Leitung maximale Wert des Verhältnisses ge- der L. bezogene Masse. Die Konzen- lin, so muß die um die »Kristallisa-
sein (s. a. F-Zentren). löster Stoff zu Lösungsmittel, wobei ration einer L. kann allg. inner- tionsenergie« erhöhte Kohäsion über-
Lit. Handb. d. Physik XXIV, 2. Berlin man z.B. das Verhältnis der Mol- halb bestimmter Grenzen stetig ver- wunden werden, d. h., die Kristallite
zahlen oder die Zahl der Mole des ändert werden. Bei manchen L. ist müssen »geschmolzen«
sie ganz beliebig, z.B. bei Wasser- meisten L. v. H. verhaltenwerden. Die
1933 (Artikel von A. Smekal). [16]
Löcherleitung, s. Halbleiter und De- gelösten Stoffes je Liter des Lösungs- sich endo-
fektelektron. mittels angeben kann (s. Lösung). Alkohol, bei anderen begrenzt, z. B. therm. Fernerist bei den Hochpoly-
Löchertheorie ist derjenige Teil der Flüssigkeiten mischen sich zum Teil in bei Wasser - Ather. Auch bei Lösun- meren die Lösung immer ein Zeitvor-
icschen Theorie des Elektrons, jedem beliebigen Verhältnis, wie z.B. gen von Salzen in Wasser gibt es eine gang, der unter Umständen mehrere
der sich mit den negativen Ener; Wasser und Alkohol, oder ihre ge- Obere Grenze der Löslichkeit, die Tage dauern kann;es sind daher ge-
werten und der Existenz des posi genseitige L. kt, wie bei Sättigungskonzentration oder -gren- gebenenfalls
ven Elektrons befaßt. Näheres s. Wasser und Äther, und von derTem- ze. Sie ist von der Temperatur ab- sichtspunkte zuauch kinetische Ge-
beachten. Manchmal
peratur abhängig. Die L. fester Stof- hängig. Man kann die Konzentration ist die Gleichgewichtseins
einer L. erhöhen, indem man das Lö- langsam, daß metastabile tellung
racsche Theorie des Elektrons. [7] so
Löschfunken sind *Funken, die schr fe in Flüssigkeiten stets begrenzt.
kurze Zeit nach ihrer Entstehung wie- Sie nimmti. allg. mit der Temperatur sungsmittel teilweise verdampft. Un- gewichte auftreten, die stabileUngleich- Gleich-
der erlöschen. Manerreicht dies für zu, doch gibt es auch Ausnahmen von ter Umständen kann man die Kon- ge täuschen können. Bei
Funken geringer Schlagweite in Plat- dieser Regel. Die überschüssige Men- zentration durch Abkühlen erniedri- *Knäuelmolekülen hängt die
tenfunkenstrecken von großer Metall- ge des festen Stoffes bleibt als Bo- gen, wenn dadurch die Sättigungs- und Ausdehnung der KnäuelGestalt von
masse, von denen z.B. zwölf Stück konzentration überschritten wird und den Kräften
der gelöste Stoff teilweise auskristal- ab. Sind diese Lösungsmittel-Gelö
des er ungelöst und steht mit der stes
hintereinandergeschaltet werden. Sol- gesättigten Lösung im Gleichgewicht groß, so kommt es zu
che L.-Strecken (M. Wien) wurden q ichkeitsgleichgewicht). lisiert. Bei der Auflösung eines Stof- starker Solvation und die Knäuel
yor der Einführung der Senderöhre sungen von Gasen in Flü fes kann entweder Wärme frei wer- werden versteift und
in der drahtlosen Telegraphie ver- nimmt die L. i. allg. mit steigender den (exothermer Vorgang) oder Wär- Manspricht in diesem Fallaufgeweitet. vontheı
wendet. Die L.-Strecke, in der durch Temperaturab. [16] me verbraucht werden (endothermer modynamisch guten Lösungsmitteln.
einen kurzen Spannungsstoß ein Löslichkeitskoeffizient, . Absorp- Vorgang). Die *Lösungswärme kann In thermodynamisch schlechten Lö-
Funke erzeugt wird, liegt in einem tionskoeffizient. also positiv oder negativ sein. sungsmitteln
Primär-*Schwingungskreis. In einem Löslichkeitsprodukt. Steht ein Elek- Von den echten L. sind “Gemische sehr kompaktdagegen sind die Knäucl
Schwingungskreis, in den eine ge- trolyt mit seiner festen Phase im und disperse Systeme (s. dispers und takte zwischenund klein, da die Kon-
den Makromolekülen
wöhnliche Funkenstrecke eingeschal- Gleichgewicht, so ist die Zahl der ge- Kolloid) zu unterscheiden. [16] begünstigt sind; es liegt daher auch
tet ist, würde eine stark gedämpfte lösten Moleküle aus der Formel für Lösung (von Gasenin Festkörpern), s. die Möglichkeit der Assoziation nahe.
Schwingungzur Ausbildung gelangen, das Lösungsgleichgewicht berechen- Okklusion von Gasen. Wird das
da die Verluste in einer Funken- Lösungen von Hochpolymeren. Li- schlechtert, Lösungsmittel
so ziehen sich
noch ver-
die Makro-
strecke beträchtlich sind und_ die Für das Gleichgewicht für einwertige neare (unverzweigte) *Hochpolymere moleküle zu recht
Schwingungsenergie schnell aufzeh- könnengelöst werden, wenn drei Be- geln zusammen und kompakten Ku-
dingungenerfüllt sind: Das Hoch- schung (Fällung) ein. es tritt Entmi-
Elektrolyte AB# A + B* ist nach
ren. Bei der L.-Strecke hingegen er-
polymere muß für das Lösungsmittel che Entmischung auch Man kann sol-
‚dem *Massenwirkungsgesetz
lischt der Funke schon im ersten Mi- [A]- 13] durch Tempe-
nimum. - Nun ist mit dem Primär- zugänglich sein, d.h. die Moleküle raturerniedrigung erreichen;
Schwingungskreis ein zweiter, auf die am ”K des Lösungsmittels müssen in das »kritischen Temperatur« findetbeidann der
gleiche Frequenz abgestimmter oder Hochpolymere eindringen können. die Entmischung statt. Für unendlich
Schwingungskreis induktiv gekoppelt; 2. Die Lösungsmittelmoleküle müs- große Polymerisationsgra
diesererhält durch den kurzen Strom-
[A1-[31=K-[ABl= La.
sen imstande sein, die Moleküle des kritische Temperatur gleichdederistThe- die
stoß im Primärkreis, der sich durch
Man nennt L.» das Löslichkeits- oder
Ionen-Produkt. Es ist eine nur von Hochpolymeren zu solvatisieren. Das ta-Temperatur (s. Theta-Zustand).
die Funkenentladung ergibt, einen ist_ der Fall, wenn Anziehungs- Die guten
Spannungsimpuls, der nunmehr we-
der Temperatur abhängige Kon-
stante, kräfte zwischen den Molekülen des positiven Lösungsmittel habeneineı
Enthalpiebeitrag Bu, die
miggedämpft ausschwingt, da der Lır. d’Ans und Lax: Taschenbuch für l.ösungsmittels und des Gelösten grö- schlechten einen negativen im 2. Vi-
Dämpfungsbeitrag der Funkenstrecke Ber sind als die Kohäsionskräfte von rialkoeffizienten des
!ösungsmittel und Hochpolymeren. Druckes B = Bu + Bs-T,osmotischen
Chemiker und Physiker. Bd. 1. Berlin-
infolge des frühzeitigen Löschens Heidelberg-New York 1967.10] während
nicht mehr wirksam wird. Man nennt }. Die solvatisierten Makromoleküle der Entropiebeitrag
des Hochpolymeren müssen mit den Volumen der gelöstenBs Makromole- T, der das
Lösung. Eine L. ist eine physikalisch
ie - Gibt homogene, aus zwei oder mehr che-
misch verschiedenen Stoffen zusam- l-ösungsmittelmolekülen mischbar küle mißt, stets positiv ist. Bin mißt
Spannungsstöße in einem zei mengesetzte Phase (s. Phase in der in. Das ist der Fall, wenn geeignete Wechselwirkung zwischen Lö-
‚Abstand von I ms (entsprechend der klassischen Thermodynamik). Falls energetische undentropische Verhält- sungsmittel und Gelöstem und ergibt
Tonfrequenz 1000 Hz), so entstehen ein Stoff in weit überwiegender Men- nisse vorliegen. Für die energetischen die Wärmetönung beim Lösen. Im
in diesem Takt immer neue Wellen- ge in der L. vorhanden ist, nennt man Verhähnisse ist es günstig, wenn beide Theta-Zustand ist Bu = T-Bs und
züge derjenigen Frequenz, die der ihn das Lösungsmittel; die übrigen Partner ähnliche Kohäsionsenergie- daher B 0 (pseudoideale Lösung).
16 IL
Lösungsdruck Lösungstemperatur
Man kann L.y.H. vom thermody- Lösungsspektren sind die *Absorp-
tionsspektren gelöster Stoffe. Ihre
in das Lösungsmittel (Pentan) nahezu Abgesehen vonder theoretischen Be-
namischen Gesichtspunkt, charakteı
Enthalpie Untersuchung ist von großer Bedeu- gar nicht beeinflußt werden, wohl aber deutung, welche die Untersuchung
sieren, indem mandie freie tz tung für die Klärung konstitutions-
ie den Molekülrotationen koordi- der L. für die Feststellung der che-
des Lösens nach dem I.in Hauptsadie Lö- chemischer: Fragen. Es gibt verschie- nierten Bandenlinien, die die Fein- mischen Konstitution eines Absor-
benshat, besitzt die Lösungsspektro-
der *Thermodynamik struktur der Dampfspektren ausma-
sungsenthalpie und die Lösungs en- dene Methoden zur Auswertung der
L. Bei der Grenzabsorptionsmethode chen.Indifferente Lösungsmittel sind skopie einen unmittelbaren prakti-
tropie zerlegt: AG = AH — T AS.Ist Sıa die von Hartley-Baly, die mehr zur qua- Hexan undviele aliphatische Kohlen- schen Wert für den raschen Nach-
AH =0 und AS = Sıa, wobei ist, so litativen Orientierung über die Ab- wasserstoffe. Die meisten anderen Lö- weis bzw. die quantitative Ermittlung
berechenbare Idealentropie in ihr sungsmittel verändern mehr oder we- bestimmter chemischer Individuen.
spricht man von idealer Lösung; Mole- sorptionsverhältnisse
Serie von
dient, wird eine
Absorptionsspektren einer niger stark die L., teils indem sie die Bekanntist z. B. der Nachweis einer
Sind die Kräfte zwischenallen AH Lösung konstanter Maxima der Absorption nach kürze- Kohlenoxydvergiftung durch die cha-
külsorten völlig gleich (daherder Ma- aufgenommen,bei denenKonzentration die Schicht- ren oder längeren Wellenlängen hin rakteristische Verschiebung der Ab-
sorptionsbande im Spektrum des
0), und die Grundeinheiten verschieben,teils dadurch, daß sie die
kromoleküle entsprechen räumlich den dicke von Aufnahme zu Aufnahme
wie in einer geometrischen Reihe
Absolutbeträge der Molarextinktion Blutfarbstoffes, wenn dieser der Ein-
Lösungsmittel-Molekülen. Bei AH + etwa abnimmt. Auf jeder Aufnahme wer-
verändern, teils dadurch, daß das wirkung von Kohlenmonoxyd ausge-
0, AS = Sıa spricht man von regul den diejenigen Grenzwellenlängen be- Aussehen der Extinktionskurve radi- setzt war.
rer, bei AH 0,:45 +0 von+ ather- stimmt, bei denen die *Absorption so
kal geändert wird. Lit. Ley: Hdb. der Physik. Bd. X I.
ischer und bei AH 30, AS 0 von AH groß wird, daß keine merkliche
Die L. in indifferenten Lösungsmit- Aueufl., Ba.VI
Bd. VI.Er
- Weigert:
Nele Optische
irregulärer Lösung. Man kann Schwärzung auf der Platte mehr er- teln geben am sichersten Aufschluß Mettioden der Chemie. Leipzig 1921. 117]
und AS durch Messung der Tempe- scheint. Zuverlässiger und aufschluß- über den molekularen Aufbau Lösungstemp a) Kritische L.
raturabhängigkeit des osmotischen er- reicherist die spektralphotometrische absorbierenden Substanz. Bei
Sofern die Löslichkeit zweier nur
Druckes oder der Lichtstreuung sungsmitteln, die mit dem gelösten
mitteln. Die Löslichkeit von Hoch-- Bestimmung der Extinktion in Ab-
hängigkeit von der Wellenlänge. Das
Stoff in lebhafte Wechselwirkung tre-
ten (die Moleküle des Lösungsmittels
teilweise mischbarer Flüssigkeiten mit
steigender Temperatur zunimmt, gibt
polymeren nimmtmit dem Polymeri Tempe- *Absorptionsgesetz wird in diesem besitzen dann meistens ein großes es eine (kritische) Temperatur $r, von
sationsgrad ab, die kritische gewöhn- Zusammenhanggernin der Form elektrisches Dipolmoment, wie z. B. der ab beide Flüssigkeiten vollkom-
Lösungehen sind
ratur zu; dieewtonsc men mischbar sind (obere kritische
lich nicht-N Flüssigkeiten. I=I:ere oder I= 10-10“ H:O), ist zwar die Deutung der L.
Bei verdünnten Lösungen ie schwieriger, man erhält aber gleich- L., s. Abb.). Umgekehrt wird bei
Einzelmo leküle für die Lösungs- geschrieben (e’ c ist dabei identisch zeitig einen oft erwünschten Auf- Löslichkeitsabnahme mit steigender
Eigenschaften verantwo rtlich, wäh- mit dem *Absorptionskoeffizienten «). schluß über die Wechselwirkung zwi- Temperatur die Kurve konvex zur
rend wir uns konzentriertere Lösun- EsSchichtdicke
bedeuten: cKonzentration in mol/l, schen den Molekülen des gelösten Konzentrationsachse (untere kritische
gen cher als einen verflochtenen Filz- sseltener in cm. Die Größe e&,
e', wird dabei als Molarex-
Stoffes und des Lösungsmittels. Die
Theorie der L. hat bei weitem noch
L.; Beispiel: Triäthylamin Wasser).
Diese läßt sich nur insoweit realisie-
von Molekül-Segmenten (unendli (*Lö- ken Änderung von e Wegen
tinktion bezeichnet. der star- nicht den Grad der Vollkommenheit ren, als nicht eine der Flüssigkeiten
ches Nez) denken müssenwirkung mit der Wellen- erreicht, den die Theorie der Spektren vorher erstarrt.
sungszustand). Die Wechsel m länge A stellt man meistens log e gra- gasförmiger Substanzen bei niedrigen Bei Vorhandensein einer oberen und
zwischen Lösungsmittel und Gelöste phisch als Funktion von A dar. Die L.
bewirkt die Ausdehnung der Knäuel- zwi- besitzen in indifferenten Lösungsmit-
Drücken besitzt. Um so mehr in
Zukunft von diesem bei weitem nicht
unteren kritischen L. gibt es einen ge-
schlossenen Bereich, innerhalb dessen
moleküle. Die Wechselwirkung lekülen teln (d. h. in solchen, in denen die ge- ausgeschöpften Gebiet zu erwarten. die beiden Flüssigkeiten nurteilweise
schen den gelösten Makromo ung von der lösten Moleküle in gar mit oder keine nur
selbst ergibt die Abweichder »spezifi- geringe Wechselwirkungtreten)dengroße Lö-
linearen Abhängigkeit Lö- sungsmittelmolekülen
schen molekularen Größen« der Druck, Ähnlichkeit mit den Absorptions-
sung (Viskosität, osmotischerdurch die spektren der gelösten Stoffe in Gas-
Lichtstreuungeic., jeweils von der form. Es lassensich dann die gleichen
ation c dividiert)
Konzentration. Bandengruppen und Banden erken-
Konzentr nen,i. allg. aber nicht mehr die Ban-
Lit. Meyer, K. H.: Makromolekulare
‚Chemie. 1950. - Stuart, H. A.: Die Phy- den in die Bandenlinien der gasförmi-
sik der Hochpolymeren. Bd. II. Berlin- gen Substanz auflösen. Unter2. beson-
Göttingen-Heidelberg 1953. [41] ders günstigen Umständen, B. bei
Lösungsdruck, s. Lösungstension. z in Pentan gelöstem Benzol, ist das
die Differen
Lösungsenthalpie ist halt Spektrum der Lösung bezüglich der
der Lö-
zwischen dem Wärmeinder Wärmein Struktur und Lage der Banden iden-
sung und der Summe Die ist- tisch mit dem des Dampfes (Benzol).
halte der Ausgangsstoffe. negativen Das bedeutet, daß die den Elektro-
zahlenmäßig, gleich dem nensprüngen zugeordnete Anordnung
Wert der *Lösungswärme. [9] derBandengruppen und die den Kern-
iguren, Lösungskörper, 5.
Lösungsfen. schwingungen entsprechende Lage © 100%
Phenol
Auzfigur der Banden durch die Einbringung
Lösungsmittel, s. Lösung. des absorbierenden Stoffes (Benzol) ‚Anttische Lösungstemperatur für einGemisch Wsser-Phenol
18 172
Lösungstension
mischbar sind (Beispiel: Nikotin - Lösungswärmeist ein Sonderfall der
Wasser). Die kritische L. ist abhängig *Mischungswärme (Lösung ist eine
vom Druck und leicht beeinflußbar Mischung, bei der ein Bestandteil in
durch Zusatz dritter Stoffe. Die großem Überschuß vorhanden ist). Im
*Grenzflächenspannung der koexistie- Gegensatz zu der Mischungswärme,
a Gemische verschwindet bei die man auf 1mol der Mischung zu
ihr.

Lösungswärme ;
beziehen pflegt, gibt man di
Im Falle einer oberen kritischen L. wöhnlich für 1 moldes geli
liegen analog zur *Cailletet-Mathias- fes an. Ähnlich wie
schen Regel des geraden Durchmes-

x
sers beim Vorgang des Verdampfens
die Mittelwerte aus den Zusammen- Integrale L. Wı. ist die Wärmemenge,
setzungen der jeweils im Gleichge- die sich beim Auflösen von 1 mol

x
wicht befindlichen Phasen auf einer eines Stoffes in der zur Herstellung
Geraden (Möglichkeit einer experi iner Lösungbestimmter Konzentra- © 7
mentellen Bestimmung des Maxi- tion nötigen Menge des Lösungsmit- Aufte
mums). tels entwickelt, Sie ist bei Wasser Integrale Lösungs- und Verdünnungswiärme von KJ in Wasser bei 25 °C
b) Kryohydratische L. Festes Salz, meist negativ. Esist in Abhängigkeit von der Verdünnung
Eis, gesättigte Lösung und Dampf _ AH Enthalpieänderung sich bei sehr großer Verdünnung
sind nur bei einer bestimmten Tem- Wr Molzahl (nı/ne =) der ersten L. Aus der die Lösungsmittel-Moleküle enthält.
peratur und dem dem Dampfdruck Tangente in einem beliebig Es wird als »unendliches Netz« be-
des Eises bei dieser Temperatur ent-
sprechenden Druck im Gleichgewicht
Ein Sonderfall hiervon ist die ganze
oder totale L., falls man soviel Lö- griffenen Punkt kann man herausge-
die diffe-
zeichnet. Bei weiterer Verdünnung
erhält schließlich jedes Makromole-
(Quadrupelpunkt, kryohydratische sungsmittel verwendet, daß beim Tentielle L. entnehmen. kül mehr und mehr Platz, und die
Temperatur, benutzbar zur Herstel- Auflösen von I mol eine gesättigte S.a. Solvatationswärme, Kältemi- Wechselwirkungen untereinander wer-
lung konstanter Temperaturen, meist schungen. den immer geringer, so daß das Ge-
Lösungentsteht. Lır. Kortüm, G.: Einf. in
unterhalb 0 °C). Dißerentielle (differentiale) oder in- Thermodynamik. Weinheim die1963. chem. biet der Sollösungen und
— schließlich
S. Kältemischung, Kryohydrat. termediäre L. dWı. ist die beim Auf- D’Ans und Lax: Taschenbuch für Che- der Zustand der hochverdünnten Lö-
Lit. Drucker-Proskauer: Phys.” Chem. lösen von I mol des Stoffes in einer miker und Physiker. Berlin-Heidelberg- t wird, in der jedes Ma-
‚Taschenbuch. Leipzig 1937. [9] sehr großen Menge Lösung vorgege- als Individuum auftritt.
Lösungstension (Lösungsdruck). Die bener Konzentration entstehende Külence.
techn. 2Ba.
2. Bd. nerimdtingenier
Berlin-Götlingen-Hei- Dahier die gelösten Teilchen die Mo-
Entstehung eines Potentialsprunges Wärmemenge. Man erhält sie durch delberg 1953. [9] nr leküle sind, sprechen wir vom mole-
in der Grenzschicht zwischen Metall Differentiation Lösungszustand bei Hochpolymeren. kularen oder molekulardispersen Lö-
und Elektrolyt läßt sich nach Nernst 34H *Hochpolymere können verschiedene sungszustand. Er tritt bei den übli-
darauf zurückführen, daß die Aus- Wi: Lösungszustände ausbilden. Zunächst chen Makromolekülen bei einer Kon-
könnendie in der Lösung vorhande-
trittsarbeit der Metall-Ionen in der
Bei der Ausgangskonzentration Null nen Teilchen größere Aggregate von zentration von etwa 0,1 bis 1% ein.
‘Makromolekülen sein, etwa die Die meisten physikalisch-chemischen
Flüssigkeit stark herabgesetzt wird
und die Ionen unter dem Einfluß die- spricht man von erster L., die wegen Untersuchungsmethoden für makro-
ses L. genannten Druckes so lange in der leichten Bestimmbarkeit oft an- *Kristallite bzw. *Micellen von teil- molekulare Lösungen (Lichtstreuung,
die Lösung austreten, bis sich ein gegeben wird, bei nahezu völlig ge- weise kristallinen Hochpolymeren Osmose,
Gleichgewichtszustand einstellt. Die- sätüigter Lösung von letzter oder gan- bzw. die Reste nativer Texturen bei Diffusion) Viskosität, setzen
Sedimentation,
hochverdünnte Lö-
ser stationäre Zustand ist dadurch zer L. Diese ist für die Abhängigkeit natürlichen Hochpolymeren. Man
charakterisiert, daß ebensoviel Me- der Löslichkeit vom Druck bedeu- spricht dann von übermolekularen sungen voraus, da nurhier die durch
Division mit der Konzentration er-
tall-Ionen in Lösung gehen, wie un- tungsvoll. In entsprechender Weise oder micellaren Lösungen (micellar- haltenen »spezifischen. molekularen
ter der Wirkung der Rückdiffusion definiert man die differentielle Ver- disperser Lösungszustand). Bei wei- Größen« unmittelbar
und des elektrischen Feldes wieder in dünnungswärme ierer Dispersion werden dann die Einzelmoleküle messendieund Beiträge der
sich zur
das Metall eintreten. Das Metall 34H Aggregate in die einzelnen Makro- Gesamtwirkung einfach addieren, wo-
lädt sich hierbei gegen die Flüssig- moleküle_aufgespalten; doch ist bei durch die Lösungseigenschaften linear
keit auf. Bei verschiedenen Metallen Wen, höherer Konzentration oft nicht ge- von der Konzentration abhängen.
sind diese Potentialdifferenzen wegen unddie integrale Verdünnungswärme nügend Raum vorhanden, so daß die Tritt bei höherer Konzentration
ihrer voneinander abweichenden L. Makromoleküle - insbesondere die Wechselwirkung zwischen den Ma-
verschieden groß. Die L. ist mit der ı "Knäuelmoleküle - sich gegenseitig kromolekülen hinzu, so werden Ab-
Potentialdifferenz durch eine log- überlappen bzw. durchdringen. Man weichungen
arithmische Beziehung verknüpft. Ab- Win Jar dm. spricht dann von Gellösungen. Ist obachtet. von der Lincarität be-
solutwerte lassen sich jedoch nicht 1 dieser Zustand so ausgeprägt, daß nur
angeben, da die Spannungsdiflerenz Die Abb. zeigt die integrale Lösungs- mehr die Teilfäden bzw. Segmente Lrr. Stuart, H. A.: Die Physik der Hoch-
polymeren. Bd. II. Berlin-Göttingen-
zwischen Flüssigkeit und Metall nur und Verdünnungswärme an einem er Moleküle, nicht aber die indivi- Heidelberg 1953. [41]
mit einer Bezugselektrode gemessen Beispiel. Die Kurve für die L. be- Iien Moleküle unterschieden wer- Löten ist das Verbinden zweier Me-
werden kann,der man willkürlich die i der gesättigten Lösungnı/na können, so ergibt sich ein filz- talle mittels eines Lotmetalles (Lotes),
Spannung Null zuschreiben muß.[25] der letzten L. und nähert artiges Netz, das in seinen Maschen dessen Schmelzpunkt tiefer liegt als
2 21
logarithmisches Kriechen Longitudinalw.
die Schmelzpunkte der zu verbinden- im kubisch-flächenzentrierten Gitter u. U. dadurch kompensiert, daß bei den Raumwellen, die ihre Energie
den Metalle. Man wählt für Lote Le- durch Versetzungsreaktionen zwischen sroßen Winkeln der Austritt des Lu- ins Erdinnere tragen und dort zer-
gierungen mit engem Schmelzinter- zwei Versetzungen gebildet werden, mineszenzlichtes durch Totalreflexion streuen. Die Folge davon ist, daß die
vall, möglichst eutektische Legierun- die bestimmten Paaren von Okta- verhindert wird, wenn der Brechungs- Bodenerschütterungenin dieser Phase
gen. Nach der Schmelztemperatur edergleitsystemen angehören. Liegen index der Substanz und der Umge- des Bebens besonders energiereich
unterscheidet man. verschiedenartige sie in der primären *Gleitebene, so bung zu verschiedenist. verlaufen (Hauptphase des Bebens).
Hart- und Weichlote. Zur Erreichung bilden sie starke Hindernisse für die indet in der lumineszierenden Sub- Die zum Teil katastrophalen Zerstö-
einer vollkommenen Benutzung kann *Gleitung und damit einen erhöhten stanz eine starke Reabsorption der rungen im Zusammenhang mit Erd-
man Flußmittel verwenden,die einen Verfestigungskoeffizienten. Der Ver- Strahlungstatt (so z. B. bei der *Re- beben werden nicht durch die Vor-
Platzwechsel der Atome ermöglichen. festigungsanstieg im Bereich I wird sonanzfluoreszenz), dann erfolgt die läufer (P- und S-Wellen), sondern
Beim »Spaltlöten« wird das Lot durch durch die Wahrscheinlichkeit be- ‚sion gemäß dem Lambertschen durch die langen Wellen angerichtet.
Kapillarkräfte in den Spalt zwischen stimmt, mit welcher L.-C.-V. einer Gesetz. Auch bei stark streuenden Wegen der Schichtung des obersten
den zu verbindenden Metallen hin- bestimmten *Orientierung gebildet Substanzen (Pulvern) entspricht die Teils des Erdkörpers (Kruste auf
eingesaugt. Die Bindungerfolgt durch werden. Je größer die Versetzungs- Winkelverteilung mehr dem Lambert- ‚Substratum liegend) sind die L. dis-
Legierungsbildung und durch Diffu- dichte in den Gleitsystempaaren ist, schen Gesetz als dem L. G. persiv.
sionsvorgänge. Aluminium, das si desto größer ist die Bildungswahr- Das L.G. findet notwendigerweise Lır. Sieberg, A.: Erdbebenkunde, Jena
an der Luft sofort mit einer Oxyd- scheinlichkeit der L.-C.-V. Aus ver- Berücksichtigung, wenn zur Angabe 1923. — Bullen, K. E.: An Introduction
10 the Theory of Seismology. Cambridge
schicht überzieht, so daß gewöhnli- schiedenen experimentellen Befunden der *Lumineszenzausbeute eine Bi 1953. [6]
ches Lötzinn nicht haftet, läßt si kann man schließen, daß die durch lanz der gesamten emittierten Energie
unter der Einwirkung von Ultraschall die L.-C.-V. begrenzten Laufwege im Vergleich zur erregenden Energie Longitudinal-Komparator. Der Ver-
verzinnen undlöten. der Versetzungen in der Größenord- aufgestellt werdensoll. gleich von Strichmaßstäben wird auf
Die Fortschritte der Schweißtechnik nung von Imm liegen. Für den Be- Lrr. Pringsheim, P.: Fluorescence and Maßstab-Komparatoren vorgenom-
sind vielfach auch auf das L. übertra- ginn des Bereiches II der *Verfesti- Phosphorescence. Interscience Publ. New men.Hierbei wird cin Meßmikroskop
gen worden, z.B. L. im Schutzgas gungskurye wird die Bildung einer York 1949. — Originalarbeit: Lommel, auf einen Strich des Vergleichsmaß-
‚oder mit elektrischer Widerstandser- zweiten Gruppe von L.-C.-V. ange-
E.; Über die Intensität des Fluoreszenz: stabes und ein zweites Mikroskop auf
hitzung. lichtes. Ann.d. Phys. 166, 75 (1876). 119) den entsprechendenStrich des zu prü-
nommen, so daß der Versetzungslauf- long, Abkürzung |, wird vor dem
Lir. Angerer, E. v., und H. Ebert: Techn. weg in der primären Gleitebene nach Zeichen der in den USA gebräuch- fenden Maßstabes eingestellt. Der
‚Kunstgriffe bei Phys. Unters. Braun- allen Richtungen hin durch L.-C.-V. Abstand der beiden Mikroskope und
schweig 1966. - v. Linde: Das Löten. begrenzt und damit entsprechend ver-
lichen Masseneinheiten hundredweight
derjenige der Maßstäbe bleiben jeder
Berlin-Göttingen-Heidelberg 1954. — Alu-
kleinert wird. Der vergrößerte Ver-
und ton zur Unterscheidung benutzt:
für sich während der gesamten Mes-
minium-Taschenbuch. Düsseldorf 1963. —festigungsanstieg von Bereich I nach 1 short hundredweight = 100 pounds, sung konstant. Mikroskope und Maß-
Colbuls, I.: Grundsätzliche Fragen zum 1 long hundredweight = 112 pounds, stäbe werden gegeneinander verscho-
Löten u. 2. d. Lötverbindungen. Kon- II kann auf ein dauerndes Mitgleiten
struktion 7, 11 (1959), $. 419/430. Krau-
undeine dauerndeBildung von L.-C.- 1 short ton 2000 pounds, ben, so daß die Lage von jedem
se-Dietering, H.: Löten und Lötverbin-V.zurückgeführt werden. 1 long ton 2240 pounds. Strich des Prüflings mit dem entspre-
dungen.
- Steidi, Z.P.:VDI 98, 20 (1956), S. 101/52.
Lır. Hab. d. Physik. Hrsg. v. S. Flügge. In Großbritanniengilt immer: chenden Strich des Vergleichsmaß-
Die Bedeutung des Flam-
Band VITA. Kristallphysik IL. Berlin stabes verglichen werden kann. Un-
menlötens das Handwerk. Mitt.
1958. [15] 1 hundredweight = 112 pounds, terschiede werden am Okularmikro-
BEFA 9, 1-16 (1961). - Weichlote für 1:ton = 2240 pounds. [13] meter eines der beiden Mikroskope
Metalle, "DIN 1707. DIN-Mitt. 42, 3, Lommelsches Gesetz. Das L. G.
$,. 114118 (1963). - Lüder, E.: Löten.macht Aussagen über die Winkelver- Longae, in der Seismologie übliche ausgemessen. Das Kennzeichen des
Betriebsbücher Nr. 25. München 1966. teilung der Lichtintensität bei lumi- Bezeichnung für Undae longae (lange L.-K.ist, daß die Verschiebung in
neszierenden Substanzen und ist da- Wellen), d. h. für jene *Erdbebenwel- Richtung der Längsachse der Maß-
logarithmisches Kriechen,s. Kriechen. mit ein Pendant zum *Lambertschen len, die, nach dem ersten und zwei- stäbe erfolgt. Zur Wahrung des
Lokalelement. Die Korrosion der Gesetz, das die Winkelverteilung der ten Vorläufer in der Station eintref- *Abbeschen Prinzips werden die Maß-
Metalle, wie z.B. das Rosten des Lichtintensität für Selbststrahler Hauptphase eines Bebens stäbe hintereinandergelegt, so daß der
Eisens, beruht im wesentlichen auf (Femperaturstrahler) und ideal streu- charakterisieren. Ihren Namen haben L.-K.mindestens doppelt so lang sein
dem Vorhandensein sehr kleiner che- ende Körper angibt. Das L.G. be- sie wegen ihrer verhältnismäßig gro- muß wie die zu messende Stablänge.
mischer Elemente an deren Oberflä- sagt, daß die Leuchtdichte der Obk Ben Wellenlänge und Periode; letz- In den meisten Fällen sitzen die Mi-
che. Diese sog. L. bilden sich vor- fläche eines lumineszierenden Kör- tere kann bei Fernbeben die Dauer kroskope auf einem gemeinsamen
nehmlich bei unreinen Metallen zwi- pers, der unpolarisiertes Lumines- einer Minute übersteigen. Im Seismo- Schlitten, der relativ zu den festlie-
schen dem Metall, der Verunreini- zenzlichtemittiert und für dieses Lu- gramm wird ihr Erscheinen mit L be- genden Maßstäben verschoben wird.
gung und der Säure. Da die L. kurz- mineszenzlicht selbst transparent ist, zeichnet. Erfolgt dieses allmählich, DerL.-K. wird im wesentlichen dann
geschlossen sind,fließen Lokalströme, mit zunehmendem Winkel (von der so wird eL, erfolgt es plötzlich, so angewendet, wenn nicht nur die Ge-
die die Säurerest-Ionen in das kri- Flächennormalen aus) zunimmt. wird iL (emersio bzw. impetus) ge- samtlänge einer Maßstabteilung, son-
stalline Gefüge eindringen lassen. Oder anders ausgedrückt: Die Flä- schrieben. dern jeder einzelne Strich geprüft
Wegen des heterogenen Aufbaues der ‚chenhelligkeit nimmtmit der perspek- Dadie langen Wellen (Rayleigh- und werden soll. S.a. Transversal-Kom-
Metalle können sich jedoch auch bei tivischen Verkürzung zu. Love-Wellen) entlang der Erdober- arator.[31]
reinen Metallen L.bilden.[25] ‚Aufgrund des Lambertschen Cosinus- fläche geführt werden bzw.an sie ge- Longitudinalwele, Längswelle, Wel-
Lomer-Cottrell-Versetzungen (Lo- gesetzes ist die Leuchtdichte bei bunden sind, erfolgt der Energie- le, bei welcher die Schwingungsrich-
mer-Cottrell-dislocations) sind nicht- transport bei diesen Wellen mehr oder tung der Teilchen des Ausbreitungs-
gleitfähige *Versetzungen. Sie können weniger gebündelt - im Gegensatz zu mediums mit der Ausbreitungsrich-
2 23
longton Lorentz-Gruppe
tung zusammenfällt, wie z. B. bei der Umrechnung: ner Hilfe die Zeit eliminieren. Es er- mogene L.-G. eine nichtkompakte
Schallwelle, so daß abwechselnd Ver- ‚geben sich die Bahngleichungen *Gruppe.
dichtungen und Verdünnungen auf- 1 long ton-weight = 1016,0468 kp =
treten. Die L. werden daher auch als In Großbritannien ist für 964,015
rer)
N. ar dı 1 Nur die eigentlichen orthochronen
Verdichtungs- oder Kompressions- long_ton- Lorentz-Transformationen hängen
wellen bezeichnet. Elastische L. kön- weight die Ton,üblich;
Bezeichnung ton-force, kontinuierlich mit der Gruppeneins
nen in allen Medien auftreten. Ihre Kurzzeichen da es dort 2 dr {A, ö£} zusammen und bilden da-
Geschwindigkeit ist größer als dieje- keine Einheitshort tongibt, ist immer
Zery, e [: -]- her als einziges der vier Teilgebiete
eine Untergruppefürsich.
nige der *Transversalwellen. [12] long ton-force gemeint. [13] Zml as
long ton, Kurzzeichen 1 tn,einein den Longulite, s. Kristallwachstum. Darin bedeutet @ das elektrostatische Wegen der Bedingungen(2) sind nur
USA verwendete Masseneinheit. Lorentz, Hendrik Antoon. Niederl. Potential, s die Bogenlängelängs der sechs der Parameter (s. Gruppe) der
Definition: Physiker. Geb. 18.7.1853 in Arm- Bahnkurve und e den relativistischen eigentlichen orthochronen L.-G. un-
1 long ton 2240 pounds. heim, gest. 4.2.1929 in Haarlem. Faktor e/2 mo c*. abhängig. Als unabhängige Gruppen-
Umrechnun; 1878 o. Prof. der Mathem. an der Lrr. Hdb. d. Physik. Hrsg. v. Flügge. parameter kann man z.B. die drei
1 longton 1016,0470 kg. [13] Univ. Leiden, 1906 Lehrer an der Co- Band XXXIII. Beitrag »Elektronen- und Drehwinkel wählen, die zur Unter-
(dong)ton-force, Kurzzeichen Ton, France. Univ.,
lumbia 1912/13 am Coll. de Iompmoptik« von W. Glaser. Berlin 1956. gruppe der räumlichen Drehungen
eine in Großbritannien übliche Kraft- Zeeman 1902 erhielt L. zusammen mit gehören, und die drei Geschwindig-
einheit. den Nobelpreis für Physik Lorentz-Faktor, s. Lauc-Verfahren. keitskomponenten, welche die spe-
für die Untersuchungen über den ma-
Die Einheit (long) ton-force ergibt gnetischen Lorentz-Gruppe, s. Lorentz-Trans- ziellen Lorentz-Transformationen
Einfluß auf Strahlungser- formation. längs der drei räumlichen Achsen des
sich aus der Gleichung Lorentz-Gruppe, Darstellungen der. Koordinatensystems charakterisieren.
scheinungen. Arbeiten: Probleme der
Kraft Masse X Beschleunigung. elektromagnetischen 1. HomogeneL.-G. Diedrei restlichen Stücke der homo-
Lichttheorie. Dies ist die Gesamtheit der linearen genen L.-G. erhält man, indem man
Definition: Bin (long) ton-force ist 1895 Elektronentheorie, mit deren Raum-Zeit-Transformationen
die Kraft, die unter dem Einfluß der Hilfe der Zeeman-Effekt (1897) so- zu den eigentlichen orthochronen
Normalfallbeschleunigung g. auf die wie die Drehung der Polarisations- we Ab, u =0,1,2,3, Transformationen je eine derdrei fol-
Masse 1 (long) ton wirkt. Ebene des Lichtes im magnetischen @) = (ch, x, 2), (D) genden diskreten Transformationen
1 (long) ton-force = 1 ga + (long) ton. Felde erklärt werden konnte.[43] hinzufügt
mit der Eigenschaft
Da es in Großbritannien nur eine Lorentzsche Bewegungsgleichungen. 3 A) *Raumspiegelung P:
Masseneinheit ton gibt - in den USA Die Bewegung von Teilchen der La- eh im 12,3
gibt_es short ton und long ton -,ist dung - e und der Ruhmasse mm, in wen, waene Denn det (P)= 1, AP) =1.
der Zusatz »long« nicht erforderlich. einem elektrischen Feld € (r, 2) und B) *ZeitumkehrT:
Als Teile der Einheit (long)ton force in einem magnetischen Feld 8 (r,1) nn im 12,3
sind die Einheiten pound-force,
Kurzzeichen Lb, und grain-force,
wird beherrscht
d m»
von den L. B.: = - ey = det (= -1, Aw (N
©) Raum-Zeitspiegelung PT:
:
= gwxtxt,
Kurzzeichen Gr, üblich. -e&+e[ßp]. Die Koeffizienten A# genügen daher ze = m 4 =0,1,2,3
Umrechnung: den Bedingungen
det (PN)=1, Al(PN=-
1Ton = 2240 Lb (1 Lb 7000 Gr), unter d die Geschwindigkeit Von besonderem physikalischem In-
1 Ton = 1.016,0468 kp = 9 964,015 N. der Teilchen (v Betrag der Geschwin- Ar Ag = 85, (ö% Kronecker-Symbol). teresse sind die endlichdimensiona-
In den USA ist für (long) ton-force digkeit) und unter c die Lichtge- © len *Darstellungen der homogenen
die Bezeichnung long ton-weight üb- schwindigkeit zu verstehen. Das von (Das »Heraufziehen« und »Herun- L.-G. Dies hängt damit zusammen,
lich. [13] den bewegten Punktladungen selbst terziehen« der Indices geschieht mit- daß die Feldgrößen einer relativisti-
long ton-weight, eine in den USA ge- sichtigt.
erzeugte Feld ist hier nicht berück- tels der Größen gu = 2”, also z.B. schen Theorie nach den bisherigen
bräuchliche Krafteinheit. Die Einheit Die L.B. sind Ausgangspunkt kor- Au = Eux Ay usw.) Erfahrungen immer eine irreduzible
long ton-weight ergibt sich aus der puskularoptischer Untersuchungen. In ‚Aus diesen Relationenfolgt *Darstellung der homogenen L.-G.
Gleichung det (A) = #1, A 21 oder bilden bzw. sich in einfacher Weise
Kraft = Masse X Beschleunigung. der *Korpuskularoptik interessiert aus solchen zusammensetzen. Dies
Ads-1. heißt,
mansich meist nur für die geometri- daß sich beim Übergang von
Definition: Ein long ton-weight ist schen Bahnformenin elektrischen und Das Gebiet der die homogenen Lo- einem Lorentz-System zu einem an-
die Kraft, die unter dem Einfluß der magnetischen Feldern und nicht für rentz-Transformationen charakteı deren nicht nur die Koordinaten,
Normalfallbeschleunigung gu auf die die Zeitverhältnisse. Man kann in sierenden Parameter zerfällt dem- sondern auch die übrigen physikali-
Masse 1 long tonwirkt. diesem Fall unter der Voraussetzung, nach in vier nicht zusammenhängende schen Größen (Feldstärken, Ströme,
1 long ton-weight = 1 gu - long ton. ‚daß sich die Felder während der Flug- Teilgebiete (»Stücke«). Die Transfor- Energien, Impulse etc.) linear. trans-
Als Teile der Einheit long ton-weight zeit der Teilchen nur wenig ändern, mationen mit der Determinante 1 formieren (Superpositionsprinzip), mit
heißen eigentlich, die mit der Eigen- Koeffizienten, die Funktionen der be-
sind die Einheiten pound-weight und aus den L.B. den relativistischen
‚Energiesatz schaft As’ 2 1 orthochron, d.h., sie treffenden _Lorentz-Transformation
grain-weight üblich. ändern die zeitliche Richtung nicht. sind. Diese fundamentale Eigenschaft
1 long ton-weight = 2240 pound- mo.c

vi-we -mea=e v
——— ‚Aus den Relationen (2) folgt ferner, bedeutet eine große Vereinfachung
weights, daß die Parametergebiete nicht be- für die Naturbeschreibung; denn so-
1 pound-weight = 7000 grain- schränktsind, d. h., im Gegensatz zu bald man weiß, nach welcher Darstel-
weights. ableiten (€ = — grad p) und mit sei- den räumlichen Drehungenist die ho- lung der homogenen L.-G.sich eine
24 25
Lorentz-Gruppe
hang zwischen den Darstellungendie- D (0, 0) ist die eindimensionale Dar- D (1,0) 8D (0, '.)
kann man ihre Werte in sämtlichen ser Gruppen und den Darstellungen stellung durch die Identität, d. h. in transformieren, die Vierervektoren
Lorentz-Systemen unmittelbar ange- der zugehörigen Lie-Algebra besteht, diesem Fall gilt M „= 0 für alle u andererseits nach der Darstellung
ben, sobald man ihre Werte in einem ‚genügt es meistens, die Darstellungen und v. Nach dieser Darstellungtrans- D (in, */z), so muß
System kennt. Oder da ein in einem der Algebra anzugeben. formiert sich z. B. das Feld A (x) der
bestimmten Lorentz-System mi Man betrachtet dabei die ma in den Klein-Gordon-Gleichung: D (1,08 D (0, '/) = D (Ye, Yo)
cher Wert einer physikalischen G obigen Vertauschungsrelationen nicht AKAND=AR). gelten. Diese Relation bleibt ungeän-
Be nach dem Relativitätsprinzip auch mehr als 4X4-reihige Matrizen, son- D(2, 0) und D (0,1) sind inäquiva- dert, wenn man gleichzeitig zu — D
in allen anderen Lorentz-Systemen dern als algebraische Größen, die lente zweidimensionale Spinordarstel- (/, 0) und < D (0, '/e) übergeht, d.h.
möglich sein muß, erfährt man durch durch diese Vertauschungsrelationen lungen. Man kann ihre Operatoren die Darstellung der eigentlichen or-
die Darstellungstheorie andererseits definiert sind und für die die 4X4-rei My, und N, mittels der *Paulischen thochronen L.-G. durch zweikompo-
auf schr einfache und elegante Wei- 'higen Matrizen eine spezielle Darstel- Spinmatrizen konstruieren: nentige Spinoren ist zweideutig. Die-
se, welche Wertmannigfaltigkeit eine lungbilden. M; (1,0) = Main,
se Zweideutigkeit ist physikalisch ir-
physikalische Größe in ein und dem- Bezeichnet man die den Größen m m Ns Ch, 0) = 1a 05,
relevant, da die Spinoren in den phy-
selben System habenkann. Dieseletz- im betrachteten Darstellungsraum sikalisch beobachtbaren Größen im-
mer bilinear auftreten. Wegen der
te Eigenschaft ist besonders nützlich, zugeordneten Matrizen mit Mw und M: 0, !) = Vaias,
N: (0, 2) = aoy. Relation (3) transformieren sich die
wenn es sich bei den betreffenden setzt man
Größen um Lösungen von Differen- MR = (Mao, Min, Mai), Die Vektoren dieser beiden Darstel- Größen bei räumlichen Spiegelungen
tialgleichungen handelt. . N = (Mei, Mo, Mio), lungsräumeheißen zweikomponentige folgendermaßen:
Da die homogene L.-G. eine nicht MD = NeilHiN), Spinoren. (Die Herkunft dieses Na- Plu* u)=ur* u, P(ur* u)” —un* un,
kompakte Gruppe ist, können ihre IP = YsilMı = iN)), 1=1,2,3, mens wird weiter unten deutlich wer- P(us* )=—ur* un, P (us* u)=un.
endlichdimensionalen Darstellungen so gilt: den.) Bezeichnet man sie mit u für D Die Gleichungensinderfüllt, wenn
nach einem Satz aus der Darstellungs- (12, 0) bzw. v für D (0, %/2) und defi- us*, Pus=i*,
theorie nicht *unitär sein. \ sw gp 3 3p -ıW, niert man
un, Put= iu.
Sämtliche Darstellungen der eigent- sp 3p -3P SP -i3W, a=iuran, B-ivra,
lichen orthochronen L.-G. erhält man k,l,mzykl. = 1,2,3, % (4” transponierter Spinor), so sind Man sieht hieraus, daß man zur Dar-
stellung der Raumspiegelungen P die
finitesimalen Transformationen ge- aD -32 p -0,
am einfachsten mittels der zu den in- die Bilinearformen Spinoren u und v braucht, d. h., um
hörigen *Lie-Algebra (s. Gruppe) der kım=1,2,3. Ar un det (un, u) bzw. auch noch die räumlichen Spiegelun-
Gruppe: Setzt man Ay = ö4 + mt, Die Lie-Algebra der eigentlichen or- Di va = det (vi, ve) gen mit in die Darstellungen der ei-
so sind die eigentlichen orthochronen thochronen L.-G. zerfällt demnach in bei den Darstellungen D ('/, 0) bzw. gentlichen orthochronen L.-G. einzu-
Lorentz-Transformationen dadurch zwei Lie-Algebren der räumlichen D 0, '/s) invariant. Da dies auch für beziehen, hat man die beiden Räume
definiert, daß |@. | <1 und ow = Drehgruppe. Es gilt daher: Als Basis die endlichen Transformationen gilt, der Darstellungen D (1,0) und
— @. In Matrixform geschrieben des irreduziblen Darstellungsraumes so bestehen die beiden Darstellungen D (0, '/) zu einem vierdimensionalen
lauten die infinitesimalen Transfor- kann man die (2 jı + 1) (22 + 1) Vek- aus allen zweidimensionalen linearen Raum zusammenzufassen. Dies ist
toren komplexen Transformationen mit der wichtig für die Anwendungen:

-()
mationen des Vektors
x Determinante 1 (Unimodulare Grup- Die Darstellungen D (/,0) und D
-[* un pe). (0, '/s) sindfür die Lorentz-invariante
mit den definierenden Eigenschaften Transformiert sich der Spinor u nach feldtheoretische Beschreibung von
x der Darstellung D (2,0), so trans- Teilchen mit Spin Y.# wie *Neutri-
Su munens formiert sich i os u* wie v bei der nen, *Elektronen, *Myonen, *Baryo-
demnach [SP + SP)+ SPY] une n= Darstellung D (0,7%). Man erhält nen etc. von großer Bedeutung. Die
X=A:x-(ltwrmu).x. demnach die eine Darstellung aus Spinoren sind hier außerdem noch
ltrune
Die Größen mw = — mm sind 4X wählen. Jede der irreduziblen Dar- der anderen im wesentlichen (d.h. Funktionen von Raum und Zeit
4reihige Matrizen, die infinitesimale stellungen ist durch die ganzen oder bis auf die Aquivalenztransformation (w=u(tY, v=v(,t)) und genü-
Drehungen in der (w, »)-Ebene er- halbganzen positiven Zahlen jı und js i 0:) durch komplexe Konjugation. gen in vielen Fällen gewissen Difle-
zeugen und den folgenden Vertau- Die Größen rentialgleichungen (5. Dirac-Glei-
schungsrelationen genügen (Liesche eindeutig definiert, und umgekehrt (uu, ut aım, ut G2u, ut 0su), hung). Sind die betreffenden Theo-
Algebra der L.-G.): definiert jedes solche Zahlenpaareine Wr.) ur uT, = (u1), rien invariant gegenüber Raumspie-
irreduzible Darstellung. Ist jı + ia eine gelungen, so hat man mit vierkom-
transformieren sich wie *Vierervek- ponentigen
Mur Moos — Mes Mr = Euo Mira t ganze Zahl, so handelt es sich um toren.Identifiziert man die erste mit B.in Spinoren zu rechnen, 2.
+ Bro Muo — Bus Mvg — Bro Mus eine eindeutige Tensordarstellung, ist
+ ja eine halbganze Zahl, so um dem speziellen Vierervektor x = (x°, den der *Quantenelektrodynamik. In
*schwachen Wechselwirkungen
mio hat z. B. die Gestalt eine zweideutige Spinordarstellung.
9), so folgt - bis auf einen Faktor2-; dagegen, die nicht diese Invarianz
0 10 0 ruht u=xitir, zeigen, beschreibt man die Neutrinen
m} oo 0ol
oo
Die Zweideutigkeit der Spinordar-
stellung bedeutet, daß die den Ele- um It, tg = 0, ) Daß durch zweikomponentige Spinoren.
die
0 vo 0
menten der eigentlichen orthochro-
nen L.-G. zugeordneten Matrizen Dadie Größen ws* un,i, k = 1,2 sich mit dem Spinoren u und v Teilchen
Spin fa A beschreiben, ent-
Danach der Darstellungstheorie Lie- durch diese Elemente nurbis aufihr ‚nach der Produktdarstellung (s. Dar- nimmt man unmittelbar aus der oben
scher Gruppen ein enger Zusammen- Vorzeichen bestimmt sind. stellungstheorie) explizit angegebenen Darstellung der
26 27
Lorentz-Gruppe Lorentz-Transformation
Erzeugenden Ma der räumlichen gene L.-G. wie unter 1. behandelt. Ruhemasse m und dem Spin S = eh dung Q mit der Geschwindigkeit », so
Drehungen durch die *Paulischen Dies wird fast ausschließlich in der entspricht die *Dirac-Gleichung. entsteht ein Konvektionsstrom. In
Spinmatrizen. Praxis so gehandhabt undscheint bis- ©) Die Photonen werden beschrieben einem Magnetfeld 8 wirkt auf ihn
Es sei noch erwähnt, daß man die her durch die Empirie best durch die Darstellungen zur Ruhe- in MKSA-Einheiten die Kraft Q
Räume der Darstellungen D (j, ») sein. masse m=0 und der Projektion [p X 8]. Dabei ist angenommen, daß
der eigentlichen orthochronen L.-G. Die Analyse der physikalisch überaus SA des Drehimpulses auf die d und 8 im ganzen Bereich der La-
im Gegensatz zu den Darstellungen wichtigen unitären Darstellungen der Ausbreitungsrichtung p/ |p |, wobei dung konstant sind; von der Rück-
DG) der räumlichen Drehgruppe inhomogenen L.-G. ist mathematisch » der Impuls des Photonsist.
nicht als quantenmechanische Zu- ziemlich aufwendig, da diese sämtlich Lit. Weyl, H.: Gruppentheorie und wirkung der Ladung auf sich selbst
bei Beschleunigung ist abgesehen (s.
dsräumeinterpretieren kann. Dies n unendlicher Dimensionsind. Dies Quantenmechanik, 2. Aufl. Leipzig 1931. Strahlungsdämpfung). Wirkt außer
gt damit zusammen, daß die Dar- ngt — wie erwähnt - mit der Unbe- Van der Waerden, B. L.: Die Grup-
stellungen D (jr, js) nicht *unitärsind, schränktheit des Parametergebietes pentheoret. Methode in der Quantenme- dem magnetischen noch ein elektri-
<hanik. Berlin 1932 - Wigner, E. P.: sches Feld €, so wirkt auf die La-
man also_kein positiv definites in- dieser Gruppe zusammen. Ann. of Math. 40, 149 (1939). — Barg dungim ganzen die Kraft
variantes Skalarprodukt bilden kann, Bei der mathematischen Konstruk- mann, V., and E. P. Wigner: Proc. Nat. BEQ(E+EXB).
das zur Definition von Wahrschein- tion dieser Darstellungen bedient man Acad. Sch. USA 34, 211 (1948). — Boer-
ichkeitsdichten geeignet ist (s. Dar- sich wieder der Lieschen Algebra der ner, H.: Darstellungen von Gruppen. Sie heißt L.-K. Nach der *Elektro-
stellungstheorie). Gruppe. Man sucht jetzt nach Dar- Berlin 1955. - Wigner, E. P.: Nuovo nentheorie ist sie außer der Gravita-
Da die homogeneeigentliche ortho- stellungen dieser Algebra im *Hilbert- Com.
Group 3,Theory,
517 (1956). -" Wignei tionskraft die einzige überhaupt exi-
New
chrone L.-G. wie anfangs erwähnt Raum und bekommtdann mit diesen man, A. Nuovo York Cim. 1959.
Suppl.- 14,Wighi-Si stierende Kraft. Häufig wird auch
nur der vom Magnetfeld herrührende
nichtkompakt ist, sind alle ihre uni- Darstellungen zugleich die der Grup- Grawert, G., G. Lüders und H. Teil
tären Darstellungen von unendlicher pe selbst. Fortschritte d. Physik 7, 291 Für dieser Kraft als L.-K. bezeichnet.
Dimension. Diese Darstellungen Es zeigt sich, daß jede physikalisch Roman,
fary Particles. P.: Theory
Amsterdam 1960.of -Elemen-
die Kraft auf die in der Volu-
Wight- meneinheit enthaltene Ladung 7 gilt
scheinenjedoch nicht als physikalisch interpretierbare irreduzible unitäre man,A. $,, in: Dispersion Relations and
realistische Zustandsräume interpre- Darstellung der inhomogenen eigent- Elementary Particles. Herausgeb.: C. de tenE+boxB).
tierbarzu sein, und zwar aus folgen- lichen orthochronen L.-G. ein physi- Witt, New York 1960. - Schweber,
An Introduction to Relativistie Quantum 8. S.: Die Kraftdichte £ kannin der Form
dem Grunde: In jeder irreduziblen kalisches System mit Ruhemasse m Field Theory. New York 1961. — Gel-
unitären Darstellung der homogenen und Spin beschreibt. Diese beiden fand, 1. M., und M. A, Neumark: Uni-
4
eigentlichen orthochronen L.-G. wer-
den die Raum-Zeit-Translationen der
Größen klassifizieren die Darstellun-
gen. Dabeiist S die maximale Kom- täre Darstellungen der klassischen Grup-
pen. Berlin 1961, und: Die Unitären
% I rn
zugehörigen inhomogenen L.-G. Ponente des Drehimpulses M des Sy- Darstellungen der’ Lorentzgruppe. Beı rl
durch den Einheitsoperator darge- stems längs einer bestimmten Rich- 1962. - Joos, H.: Fortschritte
sik 10, 65 (1962). [47] der Phy- geschrieben werden (v = 1,2, 3), wo-
stellt, d. h. alle Zustände sind invari- tung, wenn das System in Ruhe ist, d.
ant gegenüber zeitlichen und räum- h. wenn für seinen räumlichen Im- Lorentz-Invarianz. Invarianz gegen- bei F,. der Feldtensor
lichen Verschiebungen; es gibt z. B. puls P=0 gilt. Außerdem hat man über *Lorentz-Transformatignen, die 0 eBz —cBu -iEr
keine Schrödinger-Gleichung. Dies zureindeutigen Charakterisierung der als Drehung eines vierdimensionalen Em eB 0 © Br —iEy
widerspricht offensichtlich den physi- Darstellung noch das Vorzeichen der Raums aufgefaßt werden können,be- eBu -cB 0 -iEs
kalischen Realitäten. Energie in der Relation sitzt jede Gleichung in Vierervektor- iEr iEy iE 0
Von eminenter physikalischer Bedeu- E=-tc@+mopn form oder Vierertensorform. Die von und s4 der Viererstrom mit den Kom-
tung sind dagegen die irreduziblen der Relativitätstheorie geforderte L. ponenten 7 8,704, Mb„,icmist.
unitären Darstellungen der inhomo- festzulegen. der physikalischen Gesetze wird des- Die vierte Komponente von f, stellt
genen L.-G., bei denen den Raum- Da die Darstellungen unitär sind, halb dadurch erreicht, daß man sie bis auf den Faktor ifc die von der
Zeit-Translationen nichttriviale Ope- kann man die Vektoren des Darstel- als Beziehungen zwischen Viererten- Kraftdichte £ je Zeit- und Volumen-
ratoren im Darstellungsraum entspre- lungsraumes als physikalische Zu- sorengleicher Stufe schreibt. einheit geleistete Arbeit dar. Die
hen: ständeinterpretieren. Sie beschreiben Seit man Kenntnis hat von der Nicht- Kraftdichte ? ist also der räumliche
2. Inhomogene L.-G. Teilchen der Ruhemasse m, der Ener- erhaltung der *Parität bei der schwa- Anteil eines Vierervektors; hingegen
Diese erhält man durch Hinzufügen gie. E= cp! + m? ce)! 'und dem chen Wechselwirkung, muß man von läßt sich die L.-K. ® nicht zu einem
der Translationen Spin S. Beschreibt man diese Zu- physikalischen Theorien Invarianz ge- Vierervektor
standsvektoren durch Wellenfunktio- gen die orthochrone Lorentz-Gruppe menelement ergänzen, da das Volu-
infolge der Lorentz-
ze =xutar, u=0,1,2,3, nen / (1, ), so genügen diese einer für fordern, die keine Raumspiegelungen
zur homogenen L.-G. Genau wie jene die betreffende irreduzible Darstel- enthält. Makroskopische Theorien Kontraktion keine Invarianteist. [2]
Lorentz-Lorenzsche Refraktionsfor-
besteht die inhomogene L.-G. aus lung, charakteristischen Differential- sind i. allg. nur invariant gegen die mel, s. Refraktionsformel.
vier Stücken usw. Wesentlich für die gleichungfür freie Teilchen, orthochrone eigentliche Lorentz- Lorentz-Transformation. Man ver-
Darstellungstheorie ist, daß die Trans- Beispiele: Gruppe, eine Untergruppe der vol- steht darunter eine lineare Transfor-
lationen eine kommutative invariante a) Für Teilchen der Ruhemasse m len Lorentz-Gruppe mit det A=+1, mation der cartesischen Raum- und
Untergruppe der inhomogenen L.-G. und dem Spin S 0 erhält man die sen A® +1, die weder Raum- Zeitkoordinaten x,y,2,t in andere
bilden. Dies wirkt sich bei den end- *Klein-Gordon-Gleichung(zu positi- noch Zeit- noch Raum-Zeit-Spiege- x,y', 2’, t von der Art, daß
lichdimensionalen Darstellungen der ven oder negativen Frequenzen, s. a. lungen enthält. [4], 1. das gestrichene Raumkoordinaten-
inhomogenen L.-G. darin aus, daß Erzeugungs- und Vernichtungsopera- Lorentz-Kontraktion, 5. Lorentz- system 2” sich geradlinig gleich!
mandie Translationen durch die Ein- toren). Transformation,
heit darstellen kann und die homo- b) Den irreduziblen Darstellungen zur Lorentz-Kraft, Bewegt sich eine La- mig mit der Geschwindigkeit q ge-
gen das ungestrichene 2 bewegt und
2 2
Lorentz-Transformation Lorentz-Triplett
2. sowohlin den gestrichenen wie un- Diese Koordinatentransformation ent-
gestrichenen Koordinaten dasselbe ält drei Merkwürdigkeiten:
Gesetz der Lichtausbreitung (eines Erstens ist im »bewegten« System
von einem Punkt x = 0 zur Zeit = 0 2’ die Longitudinalkoordinate x
allseits ins Vakuum ausgehenden offenbar mit im Verhältnis yI—P*
Lichtimpulses) gilt: verkürzten Maßstäben gemessen,
we ty = denn die Maßzahlen x’ sind gegen-
pet rer, über den Maßzahlen x — q t im Ver-
hältnis 1: VI = B* größer angegeben.
mit_invarianter Lichtgeschwindigkeit Überträgt man, wie es im Rahmen
c. Führt man mit Minkowski die der Relativitätstheorie geschieht, die-
imaginäre Zeitkoordinate I = ic tein, se mathematische Merkwürdigkeit in
so soll also gelten: die reale physikalische Außenwelt,
eyetyetztte, so hat man sich vorzustellen, daß ei
woraus man sieht, daß die L.-T. sich Maßstab (und dazu kann jeder Kör-
als Drehung eines cartesischen Koor- per dienen), wenn er gegen ein mit
dinatensystems im vierdimensionalen dem Beobachter »ruhendes« Bezugs-
Raum Rs auffassen läßt. Die Ge- system 2 in die Bewegung q versetzt
samtheit der orthogonalen Drehun- wird, gleichzeitig eine longitudinale
gen im Ru bildet, wie man sagt, eine »Lorentz-Kontraktion« im Verhältnis
»Gruppe«; denn zwei Operationen vi=B* erfährt.
dieserArt, Zunächst scheint diese Projektion
Z+2,2-2”, einer mathematischen Möglichkeit in
die Außenwelt sinnlos und unwirk-
hintereinander ausgeführt, liefern im lich. Allein der negative Ausgang des
Ergebnis wieder eine solche (nämlich *Michelson-Versuchs zeigt zusam-
2 > 2”). Man spricht deshalb auch men mit anderen Erfahrungen zwin-
von der Gruppeder L.-T. oder kurz gend, daß ein solcher Bewegungsein-
von der »Lorentz-Gruppe«. Inihr fluß auf das Verhalten der Körper vom Standpunkt des Systems Z aus wird aber gerade den mathematischen
enthalten die Untergruppe derjeı angenommen werden muß. Da ihre ortsabhängige Zeitordnung ein. Woll- Aussagen der L.-T. Rechnunggetra-
gen Drehungen, welche um die Zei transversalen Dimensionen y und z !e man sie physikalisch ernst nehmen, gen. Führt man statt ? die reelle
achse herum erfolgen, so daß I= 7, ungeändert bleiben, muß man dem- so entstünde zwischen den beiden Sy- Zeitkoordinate u=ct ein, so läßt
1=F fest bleibt. Dies sind offenbar nach auch annehmen, daß ihr Volu- stemen Z und 2”eine Meinungsveı sich der Inhalt der L.-T.
die rein räumlichen Drehungen, die men bei Bewegungsich im Verhältnis schiedenheit über das, was »gleichzei- X =(e-Bu):yIzR,
jetzt nicht interessieren. Daneben yIL =? verringert. Jede gegenüber ige ist. Verschiedene Meinungen
aber gibt es die Untergruppe der ei- L.-T._ invariante Eigenschaft, wie über *Gleichzeitigkeit zuzulassen, .=-z,
gentlichen L.-T., durch welche 2” elektrische Ladung, Ruhmasse u. a., scheint aber auf den ersten Blick un-
gegen 2, rein räumlich gesprochen, erfährt daher auch eine Dichteände- sinnig, weil doch die Kausalordnung
v=-y,

nicht. verdreht, wohl aber gleichfö) rung im Verhältnis verlangt, daß eine Ursache zeitlich wie inww x: yI=R
mig bewegt wird. Sie sollen hier nä- 1: IR stets vor ihrer Wirkung stattfinde. schaulichen. Für diegraphisch
der Abb. veran-
her angegeben und betrachtet wer-
Zweitens gilt bezüglich einer beweg-
Die physikalische Kausalordnung der zwischen der x’- und beiden Winkel
x-Achse einer-
den. Ihre allgemeine Form lautet in Dinge scheint daher eine allgemein seits, der u‘- und u-Achse
Vektorschreibweise mit B = qlc: ten Uhr als Zeitmesser in gewissem anerkannte Geltung der Zeitordnung, seits gilt tan @ = ß. Die Invarianz anderer-
Sinn das Umgekehrte, Läßt man sie also eine absolute Bedeutung der der Ausdrücke w+y+2- u
nämlich im System 2”bei x’ = 0 ru- Gleichzeitigkeit notwendig zu for- zeigt, daß die Hyperbein x? — u? =
hen,so bewegtsie sich gegenüber Z dern. Erst das Einsteinsche Postulat 9? = const den x-Maßstab sinıfge-
so, daß x=qt. Daher wird fr =t der Unmöglichkeit einer Überlich
vi=B% d.h. hier sind die Maß- geschwindigkeit. (s. Lichtgeschwindig- mäß aufdie x’-Achse übertragen.[4]
zahlen verkleinert; die bewegte Uhr keit) hat den *Kausalzusammenhang Lorentz-Triplett, das Aufspaltungs-
oder in Komponenten, wenn man geht also langsamer. Man spricht von der physikalischen Ereignisse so ein- Effektes, des
triplett »normalene *Zeeman-
bestehend aus drei Linien
sich auf den Fall einer längs der X- »Zeitdilatation« durch die Bewegung geschränkt, daß verschiedene Mei- mit. einer Frequenzdifferenz von je
Achse erfolgenden gleichförmigen undsieht imquadratischen *Doppler- nungen über Gleichzeitigkeit sinnvoll e
Parallelverschiebungbeschränkt: Effekt bzw. in der Geschwindigkeits- möglich werden. Zwei Ereignisse a
abhängigkeit der Zerfallskonstanten und b, die räumlich zu weit ausein- Fam 'H:
ey,dmz, bewegter *Mesonen der kosmischen ander und zeitlich zu nahe erfolgen, wenn H die Stärke des Magnetfeldes
*Strahlung eine Experimentalbestä stehen hiernach außer
gung auch dieser Merkwürdigkeit. menhang. Für sie sindKausalzusam-
verschiedene
ist. Dies ist gerade die *Larmor-Fre-
Und drittens führt das System 2” Meinungen. über ihre zeitliche Rei- quenz für ein Elektron mit dem *g-
Faktor 1. Das L.-T.tritt daher nur
durch den Zähler von ’/ eine andere, henfolge sinnvoll möglich. Dadurch bei Singulettzuständen der Atome
31
Lorenz-Prozeß Lüderssches Band
auf, wo der *Elektronenspin, der Lotabweichung. Die Lotrichtung ist Lotschwankungen, zeitliche Abwei- Let. Love, A. E.: Some Problems of
einen g-Faktor 2 besitzt, wegkom- durch zwei Winkel, die geographische chung der Lotrichtung gegenüber der Geodmamics. Cambridge.- Bullen, K;
pensiert ist. Außerdem erscheint das Länge und Breite, bestimmt. im mittleren Lage infolge der *Gezeiten E.: An Introduction to the Theory of
Schmology. Cambridge1953. 16]
L.-T. auch bei anderen Atomzustän- weiteren Sinne sind dann durch den der festen Erdkruste. Für eine starre
den bei sehr hohen Magnetfeldstär- Erde soll diese Schwankung maximal L-Schale, s. Atombau.
ken, welche eine Entkopplung des +0,015” betragen, ein Wert, der nur L-Serie. Diejenigen Spektrall
Elektronenspins bewirken, als *Pa- rechneten) und den astronomisch be- mit besonderen Instrumenten nach- der charakteristischen Röntgen-Strah-
schen-Back-Effekt. ‚obachteten Werten dieser Größen be- gewiesen werden kann. Solche sind: lung, welche durch einen Übergang
Bei transversaler Beobachtung(Licht- stimmt. Sie können auch gegeben der Flüssigkeitsneigungsmesser (z. B. irgendeines Elektronsaufeinen freien
strahl senkrecht zum Magnetfeld) ist werden durch die Änderung der La- von Michelson), das Horizontalpen- Platz der L-Schale (s. Atombau)
die mittlere (unverschobene) Linie ge des Zenitpunktes nach Größe # del (nach Rebeur-Paschwitz) mit entstehen, bilden zusammen die L-S.
des L.-T.parallel zum Feld polari- und Azimut A. Sind die Lotabwei- Zöllnerscher Aufhängung (s. Hori- Im Gegensatz zum K-Niveau besteht
siert; die beiden äußeren sind senk- hungskomponenten & und 7 (nach zontalseismometer) und das *Hori- jedoch das *Energieniveau der L-
recht zum Feld polarisiert. Bei lon- N bzw. W positiv gerechnet), so ist zontaldoppelpendel (nach Lettau). [6] Schale aus drei benachbarten Niveaus
gitudinaler Beobachtung (Lichtstrahl E=8.c054,n=d-sinA, Love-Wellen, von Love entdeckte, Lı, Lır und Lum, welche bei den
parallel zum Feld) fehlt die mittlere oder transversal zur Fortpflanzungsrich- schwersten Atomen Energieunter-
Linie ganz, und die beiden äußeren E=dB, m= = cosB-dL, tung schwingende Wellen, die immer ichiede der Größenordnung 1000 eV
sind gegeneinander zirkular polari- wo dB und dZ die Änderungen in der
dann auftreten können, wenn der un- haben. Die L-Linien selbst haben bei
siert ($. a. Magnetoptik.) geographischen Breite bzw. Länge be-
endlich ausgedehnte Halbraum von den schwersten Atomen Quanten-
Lrr. s. Zeeman-Effekt. [1] einer Schicht aus einem anderen energien von 10000 bis 20000 eV
Lorenz-Prozeß, ein als Vergleichs- deuten. Die Abweichungen müssen Material überdeckt ist. Die Welle (Wellenlängen von 0,1 bis 0,05 nm),
prozeß für Kältemaschinen benutzter der Laplaceschen Gleichung schwingt parallel zur Schichtgrenze. sind also schon sehr viel weicher als
Kreisprozeß. Er seizt sich aus zwei da = -dL-sinB Nimmt man die Konstanten im Sinne die K-Linien (s. K-Serie). [1]
Polytropen und zwei Adiabaten zu- genügen, wo da= A- A’ den Un- der Abb., wo Vı Va» die Geschwindig- LS-Kopplung, s. Kopplung der Atom-
sammen. [9] terschied zwischen geodätischem und elektronen.
Lorenzsche Regel. Sie besagt, daß bei astronomischem Azimut darstellt. S. z=H Lubrizität, svw. Schlüpfrigkeit. Die-
Metalien das Verhältnis von Wärme- a. Erdbeschleunigung und Coriolis- ser Begriff aus der *Rheologie, ist
ei Kraft. [6] definiert als Quotient aus totaler dy-
higkeit A/a direkt proportional der Lotlinie, Krümmungder. Infolge der namischer *Viskosität 7/D und dit
absoluten Temperatur ist, Die Regel ellipsoidischen Gestalt der Erde sind Z@y1427:%4 Deckschicht rentieller dynamischer Viskosität
gilt nur angenähert, um so besser, je die Potentialniveauflächen nicht par- dr/dD (r Schubspannung, D Gleitge-
reiner das Metallist. [9] allel. Ihre Orthogonaltrajektorien,die ‚schwindigkeit):
Lorenz-Zahl, die Konstante L im L., bilden daher eine gekrümmte uD
iemann-Franzschen Gesetz, de-
Antertalk Kurvenschar. Es mögen einer L.
die Schwerewerte in zwei um ds ent-
703,412) Hohlraum 97 Aria Po]
_ __Wärmeleitzahl fernten Punkten (also in zwei ver- Ludolphsche Zahl ist die Zahl ==
elektr. Leitfähigkeit * schiedenen Niveauflächen) g und #° -oo 3,14159265. [3]
X abs. Temperatur sein. Dann ist ’ g + dg/ds. ds und, keiten der Transversalwellen bedeu- Lückenatome(interstitials)
Lt. d’Ans und Lax: Taschenbuch für wenn r den Krümmungsradius der L. ten, so ist die Geschwindigkeit der me, die in die Gitterlücken eingebaut
Chemiker u. Physiker. Bd. 1. Berlin-Hei- im Punkt mit der Fallbeschleunigung L.-W.V bestimmt durch sind. Es können dies Atome des Ei-
deiberg-New York 1967. [9]
Loschmidt, Joseph. Österr. Chemi- : gengitters oder Fremdatome sein, die
ker und Physiker. Geb. 15.3. 1821 in um2.l VE sich entweder bereits beim Wachstum
auf *Zwischengitterplätze gesetzt ha-
Putschirn bei Karlsbad, gest. 8.7.
1895 in Wien. 1868 Prof. für Physik
an der Univ. Wien. Arbeiten: Beitı
ge zur kinetischen Gastheorie und zu
ve)» 6)
wo x, y die rechtwinkligen Koordi-
hen oder durch Diffusion, z. B. von
der Oberfläche ins Kristallinnere, in
Gitterlücken gewandert sind. Durch
die verschiedenen Effekte der Fehl-
physikalisch-chemischen Problemen, naten in der Horizontalebene bedeu- stellenbildung, z. B. durch plastische
überKristallformen, Größe der Luft-
moleküle. Bekannt durch die 1865
ten. [6]
Lotrichtung, Richtung der Schwer- *Verformung, durch *Bestrahlung
ist mithin abhängig von der Wellen- mit Teilchenstrahlen usw., werden
von ihm erstmals näherungsweise be- kraft in einem Punkt der Erdober- länge A (normale Dispersion) und häufig Lücken- bzw. Zwischengitter-
rechnete Loschmidt-Zahl. [43] fläche. Die experimentelle Bestim- vom Verhältnis aı/2. Die Teilchen- atome gebildet oder in Wanderung
Loschmidtscher Umkehreinwand, 5. mung der L. erfolgt nach ihrer De- verschiebung hat keine Vertikalkom- versetzt.
Umkehreinwand. finition: Die Schwerkraft steht senk- ponente. Wegen des Aufbaues der Lrr. Dehlinger, U.: Theor. Metallkunde.
Loschmidt-Zahl, s. Avogadro-Zahl. recht auf der freien Flüssigkeitsober- obersten Erdschicht aus Sialschollen Berlin 1955. -Hdb. d. Physik. Hrsg. v.
lot, eine in der UdSSR gebräuchliche fläche. Zu ihrer Ermittlung verwendet (mit weiterer Schichtgliederung) über $. Flüge. Band VIII. Kristaliphysik I.
Masseneinheit. man Wasserwaagen oder Libellen, Simauntergrund dürften L.-W. einen Berlin 195 . [15]
Definition: 1 lot = 3 solotnik. die eine mittlere Genauigkeit der wesentlichen Beitrag zu den Boden- Lüderssches Band. Bei der Verfor-
Messung von #0,03” gestatten. $. a. schwingungen in der Hauptphase mung kubisch-flächenzentrierter Le-
1 lot = 12,797263 8. [13] Fallbeschleunigung. [6] ‚eines Erdbebens liefern. gierungskristalle werden auf den
32 33
Lüderssche Linien Iuftelektrische Messungen
*Verfestigungskurven wie bei_ jenen bunden ist. Deshalb wird in solchen mg henden Luftsäule getragen werden
reiner Kristalle drei Bereiche festge- Fällen versucht, die Weiterverarbei- gi = gaeTan?, i=l23... muß. Als hydrostatischer Druck (.
stellt (. Verfestigungskurve). Bei tung vor Eintritt der Alterung vor- Hydrostatik) ist er nach allen Rich-
zinkreichen Messinglegierungen zunehmen. wo mi die Masse des betreffenden tungen gleich, wirkt also auch von
wächst die Länge des Bereiches I mit In den L.L., die bevorzugt an Stel- Gasmoleküls, R die Gaskonstante unten nach oben. Da die Dicke der zu
zunehmendem Zinkgehalt. Es tritt al- len starker Spannungskonzentration und T die absolute Temperaturist tragenden Luftschicht mit der geo-
so ein Fließbereich auf, d. h., ein an auftreten, hat bereits eine plastische (dabei ist isothermes Gleichgewicht, dätischen Höhe veränderlich ist, ist
die *Fließgrenze anschließender Be- Verformung stattgefunden, während d. h. T= constvorausgesetzt). Schwe- auch der L. von der Höhe abhängig
reich, in dem die *Verformung ohne die anderen Bereiche der Probe we- änderung mit der Höhe und der (6. Höhenformel, _barometrische).
Spannungszunahme sehr inhomogen nigerstark plastisch verformt worden Erdrotation sind nicht berücksichtigt. Ebenso ändert sich der L. an einem
erfolgt. Dabei sind die Gleitlinien- sind. Das Fließen setzt also Das Mischungsverhältnis zweier Gase festen Ort, wenn durch metcorologi-
bildung undfast die gesamte bleiben- der ganzen Probe gleichzeitig ein, ändert sich mit der Höhe entspre- sche Einflüsse die Wirkung der lasten-
de *Dehnung auf einen bestimmten sondern schreitet, von bevorzugten chend den Luftsäule zu- oder abnimmt (s.
Kristallbereich, das L. B., beschränkt. Stellen ausgehend, allmählich fort. gi war) mm) 2, Normatmosphäre). Zum Messen des
Dieses wächst so lange, bis es das Die Bildung der L.L. ist ein kom- L. dient das Barometer(s. d.).
andere Kristallende erreicht oder mit plizierter Vorgang. Er ist vielleicht 0: 002 Meteorologisch wird der L. gemessen
einem zweiten in entgegengesetzter ein Analogon zur Bildung einer Bei Berücksichtigung der Erdrotation durch das Gewicht der auf einer ru-
Richtung wachsenden L.B. zusam- neuenPhase. und der Abnahme der Schwere mit hendenhorizontalen Fläche lastenden
mentrifft. Das Ende dieses Fließbe- Lit. Siebel, Hdb. d. Werkstoffprü- der Höhe hätte man eine Dichtever- ‚Atmosphäre. Als Einheit des L. dien-
reichs ist dann erreicht, wenn die fung. 2. Aufl. Band. Die Prüfung der teilung te zunächst fast ausschließlich die
»Lüders-Gleitunge den ganzen Kri- metallischen Werkstoffe. Berlin 195% 15]
Lüderssches Theorem, s. CPT-Theo- g= Are-manv, A = const, Millimeter Quecksilbersäule (mm Hg),
stall erfaßthat. [15] rem. wo das Schwerepotential V durch neuerdings Torr genannt, entspre-
Lüderssche Linien. Auf hochglanz- Luft, s. Atmosphäre, Zusammenset- chend den am Quecksilberbarometer
polierten Oberflächen von Eisenpro- zung der. 1
V--zur-#
ga:
ausgebildeten Begriffen. Seit 1912
ben werden häufig nach Erreichen Luftiquivalent, die Schichtdicke Luft wird auf Vorschlag von V. Bjerknes
der oberen *Streckgrenze und dem von Normaldichte, welche dieselbe gegeben ist (u Winkelgeschwindigkeit hin dieses Maß durch ein absolutes
plötzlichen Spannungsabfall zur un- Bremsungvon a-Teilchen oder ande- der Erde, a Äquatorradius, r Radius- ersetzt, das Bar = 10° dyn/cm?. Dem
teren Streckgrenze Streck- oderFließ- ren raschen Partikeln bewirkt wie vektor zum Erdmittelpunkt). Für Normalwert von 760 Torr entspricht
dgidr 0, d. h,, für dannein Wert von 1013,25 mb (Milli-
N g@lo” = a glara bar).
tritt ein Dichteminimum ein. Da Lir. Raethjen, P.: Einf. in die Physik
der Atmosphäre. Bd.I. Leipzig 1942.
@* alg= 1/288,38 ist, folgt r 6,6070, 16, 11]
d. h. in den für uns wichtigen Berei-
Luftdruckmessung,s. Barometer.
Über die Längeeiner Zugprobeverteilte Fließlinien (aus. chen der Atmosphäre kann von der Luftdruckschwankungen sind dem
figuren sichtbar, die L.L. genannt eine gegebene Schichtdicke einer ge- Wirkung der Erdrotation abgesehen normalen Luftdruck überlagerte Va-
werden (s. Abb.). Es handelt sich da- gebenen Substanz. werden; nur die Schwereänderung mit riationen mit Perioden von einigen
bei um die Schnittspuren der unter Manchmal wird auch gerade umge- der Höhe bleibt in Kraft. Man erhältMinuten und Amplituden von ca. 100
etwa 45° zur Stabachse geneigten kehrt die Schichtdicke eines Stoffes, so für die einzelnen Bestandteile der
Mikrobar im Mittel undeinigen Mil-
Gleitschichten. Die Zahl dieser Linien deren Bremsung der von I cm Luft- Atmosphäre je eine Gleichung libar in Extremfällen, Ihre Ursachen
ist. von der Größe der *Dehnung im
Fließbereich abhängig. Es dürfte ziem-
lich sicher sein, daß die Ausbildung
einer. neuen Linie zeitlich mit einem
weg gleichkommt, als L. bezeichnet.
Durch das L. wird die Bremswirkung
beliebiger Materie auf diejenige von
Luft zurückgeführt. Das L. einer be-
el). sind die Inhomogenitäten in der Tro-
posphäre, Windschwankungen und
Wellenbewegungen in der freien At-
mit der die Dichte des betreffenden mosphäre sowie die Böigkeit des
Spannungsabfall zusammentrifft. Da- stimmten Schicht irgendeines Stoffes Gases in der Höhe berechnet werden Windes am Erdboden.
mit könnten die kleinen Spannungs- hängt jedoch nicht nur von diesem kann.[6] Lir. Courvoisier, P.: Über Luftdruck-
schwankungen im Fließbereich mit Stoff undseiner Schichtdicke ab, son- Luftdichtekorrektion, Korrektion, die variographen und Luftdruckschwankun-
diesem Effekt zusammenhängen. Das dern auch von der Art und der Ener- bei Schweremessungen mit dem *Pen- gen. Arch. Met. G. B. Bd. 1 (1949). [33]
Auftreten der L. L. wird in manchen gie der gebremsten Teilchen, so daß del angebracht werden muß, um den Iuftelektrische Messungen in der
Fällen, z. B. bei kompliziert gestalte- nur für ganz überschlägige Zwecke Einfluß der Luft (Auftrieb, Reibung, freien Atmosphäre. A. Wigand und
ten Werkstücken, zur Streckgrenzen- ein konstantes L. eingesetzt werden Mitführung von Luft beim Schwin- E. Everling maßen als erste das luft-
bestimmung benützt, denn man kann darf. S. a. Bremsvermögen.[1] ven und dadurch Erhöhung des Träg- elektrische Feld vom Freiballon aus.
auf diese Weise sehrleicht die Stel- Luftdichte. Bei 0 °C und unter 760 heitsmomentes) zu eliminieren. . Sie verwandten das Kollektorverfah-
len höchster Beanspruchung erken- Torr Druck ist die L. g = 0,0012928 beträgt für 1 Torr Druck je 0,3 mgal. ren. Heute werden solche Messungen
nen. Häufig, werden auch L.L. beim gicm?. Von den verschiedenen gas- 6 vielfach vom Motorflugzeug aus ge-
Auftreten einer *Alterung von kalt- förmigen Bestandteilen der Luft er- Luftdruck, der hydro- bzw. macht. Da sich das Flugzeug durch
gewalzten Stahl-Tiefziehblechen be- füllt jeder einzelne ein Gesetz der tische Druck in der atmosphärischen Auspuffgase auflädt, müssen starke
obachtet, womit eine verminderte Dichteabnahme mit der Höhe z von Luft, der dadurch zustande kommt, Aufladungendurch Ausgleicher (Spit-
Tiefziehfähigkeit des Materials ver- der Form: daß” von irgendeiner horizontalen zen)beseitigt, schwächere durch Mes-
Hläche das Gewicht der darüber ste- sung der elektrischen Feldstärke an
34 35
Luftelektrizität Luftelektrizität
der Ober- und Unterseite der Flügel 3. Fischer: Luftelektrische Aerologie. nchmen dem Betrage nach mit der durch die kosmische Strahlung ioni-
erfaßt und eliminiert werden. Diese Beitr. z. Phys. d. Atm. Bd. 34. Heft 1/2 Höhe h über dem Erdboden rasch siert. Die Mittel- und Großionen mit
Störungen fallen in einem Segelflug- (1961). 133] ab, wie Abb. 1 für mittlere Verhält- Beweglichkeiten zwischen 10" und
zeug fort, so daß dieses ein besser ge- ät. Alle elektrischen Er- 10°cm®/Vs tragen praktisch kaum
scheinungen in der Atmosphäre zwi- zur Luftleitfähigkeit bei. Dagegen
eigneter Meßträger für1. M. ist. Auch schen Erdboden und Ionosphäre faßt
vom Hubschrauber aus sind 1.M. man in dem Begriff L. zusammen. sind sie die Träger von Raumladun-
möglich, wenn man eine Radiosonde Dazu gehören das atmosphärisch- gen, welche mit dem Wind driften
genügend tief unter der Maschine an elektrische Feld, die atmosphärischen undzeitliche Schwankungen der Feld-
einem isolierenden Draht aufhän; * Ladungsträger oder *Luftionen, die schwanken als die Potentialgra- stärke an einem festen Ort verur-
Schwierigkeiten bereitet in allen elektrischen Raumladungen, die Lei ten über Land. Die Schwanku: sachen. Durch die elektrische Leitfä-
len die Reduktion auf ungestörtes tungs- und Konvektionsströme sowie perioden betragen 2 bis 20 min; die higkeit der Luft werden sowohl
Feld. Hierzu sind Modellversuche die Entladungen in Form von Koro- Schwankungsamplituden AW’= W'nax Raumladungen als auch geladene
oder Vergleichsmessungen mit Bal- W'nin sind ungefähr so_groß wie Oberflächen fester oder flüssiger Kö
lonradiosonden notwendig. naströmen und vonBlitzen nebst de- der Mittelwert von W’ selbst. Bei per in Halbwertszeiten von 100 bis
Am häufigsten werden heute 1. M.i.
ren elektromagnetische Signale (At- Niederschlägen und Schlechtwetter 1000 s entladen. Die Konzentration
4. f. A. mit Frei- und Fesselballonen
mospherics). Das elektrische Feld im
Freien über dem Erdboden schwankt weichen die Werte von E erheblich der Kleinionen sowie ihre Beweglich-
durchgeführt. Das Meßgerät (*Ra- sowohl zeitlich als auch örtlich stark. von den Schönwetterwerten ab; sie keit und damit auch die elektrische
Es ist meist zum Erdboden, also nach
diosonde) wird an einem isolierenden schwanken zwischen + und — 4000 Leitfähigkeit der Luft nehmen ge-
Draht so weit entfernt vom Ballon abwärts gerichtet. Die Feldstärke E V/m. mäß Abb. 1 mit der Höhe zu. In 15
aufgehängt, daß störende Einflüsse beträgt bei Schönwetter größenord- Die elektrischen Ladungsträger oder km Höhe. z.B. ergeben ca. 5000
nicht mehr auftreten und keine Re- nungsmäßig 100 V/m; es kommen Luftionen sorgen für eine schwache Kleinionenpaare pro cm? eine Leit-
duktion erforderlich ist. elektrische Leitfähigkeit der Luft fähigkeit von 10"? S/m.
Werte zwischen etwa 50 und 500 Vim
Lır. Everling, E., und A. Wigand: Ann. vor. (Anstelle der Feldstärke gibt man A=eE nıkı (n Ionenkonzentration, Aus Feldstärke und Leitfähigkeit der
Phys. 4. Bd. 66. 1921. - Rossmann,F.: häufiger den Potentialgradienten W’ Luft errechnet sich eine vertikale Lei-
Luftelektrische Messungen mittels Segel- « Elementarladung, k Ionenbeweg- tungsstromdichte j. von ungefähr 10-2
flugzeugen. Ber. d. dt. Wetterd. Nr. 15. = ay
57 an.) Die Werte von E bzw. W’ lichkeit). Die positiven und negativenAlm, welche mit einer Auffangplat-
Bd. 30 (1950). - Mühleisen, R., und H. Kleinionen mit Konzentrationen von te am Erdboden auch durch Messung
100. bis 1000 cm“® bewirken in der erhalten werden kann. Diese Strom-
EN
30) 1
Nähe des Erdbodens eine Leitfähig-
keit von 0,5 bis ‘5. 104S/m. Die
dichte ist über Schönwettergebieten
nahezu höhenunabhängig; sie bedeu-
Luftionen entstehen bei der Ionisie- tet einen Strom zur gesamten Erd-
km v rung durch die kosmische Höhen- oberfläche von ca. 1800 A. Nach der

IM
strahlung sowie durch die radioakti- Wilsonschen Theorie (1920), welche
25 ven Beimengungen der Luft und des durch viele Beobachtungsergebnisse
Erdbodens. In Bodennähe werden bestätigt wurde, wird dieser Strom
etwa 10 Ionenpaare pro cm’ s gebil- von allen Gewitterwolken über der
det. In der hohen Troposphäre und Erde geliefert (Abb. 2). Ihre positiven
Mm,

20 Stratosphäre wird die Luft nur noch Oberseiten geben positive Ladungen

15

IX
f

10

E 0 Vm 10
2, 1072 Sm 1"
k+ 100 cmävs 1000
Mm
Abb. 1. Mittlere Werte von Potentialgradient W, Luftleitfähigkeit i,, Konzenıa- Abb. 2. Schema die siobelen Ifieiektrichen Stromkreis nach C. T. R. Wilen
tion der positiven Kleinionen n, und deren Beweglichkeit k,
36 37
Luftelektrizität Luftkraftbeiwerte
3 und 30 kHz; das entspricht bis
durch die Stratosphäre zur sogenann- der flüssigen zur festen Phase des 100 km Wellenlänge. Die Wellen10wer- auf jeder Plattenseite aber konstant
sein sollen. Sind b bzw. I die Breite
ten luftelektrischen Ausgleichsschicht Wassers bezieht, die größte Bedeu-
tung. den zwischen lonosphäre und Erde bzw. Länge der Platte, so wird auf
ab, die von etwa 60 km Höhe bis in
Die Blitze als markanteste Begleiter- ‚veführt, sind wenig gedämpft und las- Grund von Abb.1 des Abschnitts
die Ionosphäre hineinreicht. Dort
sen sich deshalb über
breiten sich die Ladungen der hohen scheinungder Gewitterelektrizität sind
elektrischen Leitfähigkeit wegen als erste untersucht und erklärt wor- nungen empfangen undgroße Entfer-
peilen. Die
freie Molekularströmung mit Höchst-
geschwindigkeit der Widerstandsbei-
schnell über die ganze Erde aus. Von. den (Franklin 1752). Sie treten als limpfangsmöglichkeiten dieser Atmo- wert der Platte
der Ionosphäre, welche dadurch auf Entladungen sowohl zwischen Wolke spherics sind nur dadurch begrenzt, w ı+ v
eine Spannung von 150 bis 350 kV und Erde als auch zwischen Wolke daß sich die Signale von schr weit — 0050 +
entfernten Gewitterherden
gegen Erde aufgeladen wird, fließt ein und Wolkeauf,gelegentlich auch von ken, so daß sie nicht mehr überdek-
getrennt
positiver Strom durch die Atmosphä- ‚der Wolkein die freie Luft. Etwa 95%
re zum Erdboden und weiter zur Un- der Erdblitze bringen negative La- empfange n werden können. PP
terseite der Gewitterwolken. Eine Be- dungen zur Erde. Bei Stromstärken Lit. Israel, Atmosphärische Elektri- +
eDal
sin®
ziehung zwischen globaler Gewitter- zwischen 2000 und 200000 A werden zität, Teil I und II. Leipzig 1957, 1961.
ühleisen, R.: Atmosphärische Elektri:
aktivität und dem luftelektrischen Elektrizitätsmengen zwischen 10 und tät. Handbuch der Physik. Berlin-Göttin-
und ihr Auftriebsbeiwert
Vertikalstrom oder dem Potentialgra- 200 C transportiert. Der Hauptent- gen-Heidelberg 1957. [33]
dienten, welche nach der Theorie be- ladung, welche in einer Zeit von 10 Luftfeuchte. Die relative Feuchtig- A tr.
stehen muß, ist nur auf dem freien bis 50 us abläuft, geht eine Vorent- keit der Luft ist gleich dem Verhält-
Ozean sowie in den Polargebieten, ladung (»leader stroke«) voraus, wel nis des gemessenen Wasserda mpf-
weit. entfernt von den Kontinenten ‚che sich meist von der Wolke zur Er- partialdru zu dem für die herr-
und den wetterbeeinflußten Gebieten, de schrittweise ausbreitet. Häufig fol- schende cks
Lufttemperatur geltenden
zu erwarten. Der in diesen Gebieten ‚gen der Hauptentladung weitere, bis Senigungs druck des Wasserdampfes.
150; Die Spannungenp, p‘, x und z’ kön-
Klein- und Großionen. Kleinionen ische nen unmittelbar dem genannten Ab-
bestehen aus etwa 10 Molekülen und schnitt entnommen werden.
einer positiven oder negativen elek- b) Spezialfall der einseitigen, längs
angeströmten, isothermen ebenen
rischen Elementarladung. In boden. Platte. Um einen Vergleich mit der
naher Luft findet man 100 bis 1000 ‚Kontinuums-
Kleinionen je cm? mit einer Beweg- zu ermöglichen,bzw.sei *Schlüpfströmung
der Fall der ein-
lichkeit von 1-2 cm? V-' 51, $. Luft- n, längs angeströmten ebenen
elektrizität.
—— Curnegie 1928/29: 23 d Großionen sind positiv oder negativ Platte konstanter Temperatur näher
betrachtet. Bei spiegelnder “Reflexion
= Carnegie 1915/21:14.d seladene Aörosolteilchen. Ihre Kon- von Gasteilchenan einerfesten Wand
——Meteor 1985 :8d zentration beträgt normal 10° bis 10° ist_ der Widerstandsbeiwert genau
cm, in Großstadt- und Industrie- gleich Null. Bei diffuser Reflexion
huft bis 10° cm“®, $. Atrosol.
06 12 16 GMT, 24 Lit, Israel, H.: Atmosphärische Elektri- wird er
Abb. 3. Vergleich der Tagesgänge des luftejektrischen Feldes über den Meeren zi 2 Bde. Leipzig 1957 und 1961. zu
nach Messungen auf den Forschungsschiffen »Carnegie« (0. W. Torreson u. a. 1946) Luftionisationskammer, offene, [33] ist ew- 2
und »Meteore cine offene *Ionisationskammer, in 7m
gefundene Tagesgang spricht dafür zu 25 Nachentladungen,die dann eine der der Ionisationsraum mit Luft ge-
(Abb. 3). An allen anderen Orten sind Gesamtzeit von über 1s umfassen. füllt ist. [28] Der Widerstandsbeiwert derlängs an-
Die Leuchterscheinung der Blitze geht‘ Luftkondensator, s. Kapazität.
die lokalen Einflüsse dominierend
und erzeugen einen ortszeitlichen von ionisierten und angeregten Ato- Luftkraftbeiwerte bei freier Moleku- geströmten Platte ist demnach bei
freier Molekularströmung, also klei-
Tagesgangmit ein oder zwei Maxima men und Molekülen aus; kann lün- larströmung.
1, Ebene Platte. a) Allgemeiner Fall von
nen Reynolds-Zahlen, unabhängig
am Morgen, vielfach auch am Abend. ger andauern als der Entladungs- der beiderseits umströmten Platte. Im wird der Reynolds-Zahl. Außerdem
Ein ungelöstes Problem der Luftelek- strom. Der Blitzkanal hat einen cw um so kleiner, je höher die
Falle freier *Molekularströmung um Mach-Zahl ist. Abb. 1 zeigt den Ver-
trizität ist immer noch die Entste- Durchmesser von der Größenord- einen konvexen Flugkörper kann man lauf
hung der starken Raumladungen mung eines Meters. Besondere Blitz- den Energie- und Impulstransport an Funktion des Widerstandsbeiwerts cw als
Niederschlags- und insbesondere in erscheinungen sind der Perlschnur- den Körper durch Integration über mit M als der Reynolds-Zahl Re,
Gewitterwolken. Eine Reihe von Hy- blitz und der *Kugelblitz. seine Oberfläche berechnen. Diese im Bereich Parameter [s. Kurven m),
pothesen, u.a. von Lenard, Wilson, Neben der Ausstrahlung im sichtba- Aufgabeist füreine ganze Reihe spe- mung, also für der freien Molekularströ-
Simpson, Latham und Mason, Wor] ren Gebiet gehen von einer Blitzent- ler Oberflächen gelöst worden.
Re«) < M/10(s. Nicht-
man und Reynolds beschäftigen sich ladung auch elektromagnetische Si- kontinuumsströmung,
besonders einfacher Fall ist die dabei wurde für Luft Einteilung der);
mit. diesen Vorgängen. Wahrschei gnale im Wellenlängenbereich der Ra- iderseits_umströmte ebene Platte, Zum Vergleich sind inx Abb.1 = 1,4 gesetzt.
lich hat die Hypothese von Workman diowellen aus (Atmospherics). Diese wobei die Temperaturen beider Plat- S. A. Schaaf und F.S. Sherman er- die von
und Reynolds, welche sich auf die Signale haben ihre größten Amplitu- icnseiten verschieden sein können, haltenen Widerstandsverläufe gemäß
Elektrifizierung beim Übergang von den im Längstwellenbereich zwischei
38 3
Luftradioaktivität
Ho[+ 34-75 „ale
2 1 2 ya ILuftleuchten, eine Luminiszenz von tene Luft bei einem Kolbenzug um
Gasen in der Atmosphäre zwischen das Volumen des sog, Stiefelraums
mit ’0 und 300 km. L. oder auch airglow aus, in dem sich der Kolben bewegt,
besteht aus einem kontinuierlichen wobei der Luftdruck entsprechend
Se ud S-. Spektrum, ferner einigen Linien und sinkt. Nach Umstellen eines Dreiweg-
Banden, welche O, O:, OH, Na und hahnes wird der Kolben wieder vor-
Im Falle spiegelnder Reflexion fällt ınderen Elementen zugeschrieben wärts bewegt und drückt die im Stie-
das letzte Glied mit Su fort. Für gro-
ße Mach-Zahlen strebt cw in jedem werden. Die Intensität beträgt etwa felraum eingeschlossene Luft in den
Falle den Grenzwert 2 der Newton-
s Doppelte des Sternlichts; sie Außenraum, worauf das Spiel erneut
iiert mit der Tages- und Jahres- beginnt. Da bei dieser Bauart der
schen Korpuskulartheorie zu. Abb. 2 störende schädliche Raum ziemlich
zeigt den Verlauf des Widerstands- A.: Physics of the Up- groß ist, wurden später zwei- und
beiwerts cw im Falle diffuser Re- per Atmosphere. New York 1960. [33] dreistiefelige Kolbenluftpumpen kon-
Alexion, wenn noch Tı = Tu, also Sı Luftimassenpapier. Als repräsentative struiert, welche gute Leistungen er-
= $w angenommen wird [s. Kurven Größe zur Bestimmung einer Luft- zielen. Weitere mechanische L. sind
m)]. Als Abszisse ist - zum Unter- masse sind die äquivalent-potentielle die Ölluftpumpen, zu denen die Kap-
schied von der entsprechenden Dar- oder die pseudopotentielle Tempera- selpumpe und die Drehschieberpumpe
Abb. 1
stellung der Abb.2 des Abschnitts tur besonders geeignet. Sie enthalten gerechnet werden, sowie die Queck-
*Widerstandsbeiwerte bei Schlüpf- zur tatsächlichen Temperatur noch silberpumpen. Die Strahlpumpen be-
Abb. 1 des Abschnitts *Widerstands- strömung — die Reynolds-Zahl Re«) den sich aus dem latenten Wärme- ruhen auf der Saugwirkungeines aus
beiwerte bei Schlüpfströmung einge- [> Rec,» YT2/T der ungestörten inhalt ergebenden Temperaturzu- einer engen Öffnung austretenden
tragen [s. Kurven sı) für Überschall-, trömung und als Scharparameter die schlag. Das Tetagramm von G.Schin- Dampf- bzw. Flüssigkeitsstrahles (s.
s:) für Unterschallströmung], ferner Mach-Zahl M der Anströmung mit ze enthält als Koordinaten die pseu- Dampfstrahlpumpe und Wasserstrahl
der cw-Verlauf für Unterschall-Kon- x = 1,4 genommen. dopotentielle Temperatur und den pumpe). Die für die Erreichung eines
tinuumsströmung nach Janour [s. Der geschätzte Verlauf im Bereich Luftdruck. Eingetragen werden im sehr hohen Vakuums wirksamsten L.
Kurvek)]. Schließlich sind noch ge- der fast freien Molekularströmung Tetagrammpapier als sog. Typhomo- schließlich sind die molekularkineri-
schätzte Verläufe für den Bereich der und der Übergangsströmung [s. Kur- logen die monatlichen mittleren pseu- ‚schen Pumpen, nämlich die *Diflu-
fast freien Molekularströmung und ven ü)], bis zu den Meßwerten nach dopotentiellen Temperaturen als re- sionspumpe und die *Molekularluft-
präsentative Werte einer Luftmass« pumpe. Die beidenletzten Konstruk-
Die äquivalente Temperatur ist # = tionen haben im Unterschied zu den
1 + 2,55 (s spezifische Feuchte). Die vorhergehenden L. auch noch bei den
äquivalent-potentielle Temperatur er- niedrigsten Drücken eine beträcht-
hält man durch adiabatische Reduk- liche Sauggeschwindigkeit. Näheres s.
tion von # auf die Isobarenfläche bei den Einzelstichworten.[10]
1000 mb.[30] Luftradioaktivität. Die radioaktive
Luftmonitorgerät, Nachweisgerät für Strahlung der Luft stammt einmal
Strahlung zur Kontrolle der Kon- von den aus der Erde ausgeströmten
stanz des Strahlungsflusses, bei dem Emanationen des Radiums, des Tho-
der Ionisationsraum mit Luft gefüllt riums und des Aktiniums sowie von
st. S. a. Ionisationskammer als Mo- Adrosolteilchen, an welche sich die
nitorgerät. [28] Folgeprodukte der Emanationen bzw.
Luftplattenspektroskop, svw. Fabry- künstlich radioaktive Elemente ange-
Perot-Etalon; s. d. und unter Inter- lagert haben. Fernerbefinden sich in
ferenz des Lichtes. der Luft noch Isotope, welche auf
Luftpumpen, im Sinne von Luftva- Sekundärprozesse der” kosmischen
kuumpumpen heißen Vorrichtungen, Strahlung zurückgehen, u. a. das Koh-
“ Abb. 2 welche dazu dienen, Luft (oder an- lenstoflisotop 'C und das Tritium
dere Gase) aus einem abgeschlosse- #H. Den Hauptanteil an der Luft-
der *Übergangsströmung [s. Kurven Kane [s. Kurven sı) und sı)] gemäß nen Raum zu entfernen, um in die- radioaktivität haben noch immer die
ü), gestrichelt angedeutet], die sich in Abb. 2 des Abschnitts *Widerstands- sem Raum den Druck zu verringern. Radium- und Thoriumemanationen
Übereinstimmungmit einer Rechnung beiwerte bei Schlüpfströmung, ist ge- Da mit modernen L. ein Hochvakuum und deren Folgeprodukte mit einer
von V.C. Liu = strichelt gezeichnet. Zum Vergleich besser als 10°% Torr erreicht werden Gesamtakuivität von im Mittel etwa
2. Kugel. Für den Widerstandsbei- ist auch noch der cw-Verlauf der Ku- kann,nennt man solche L. auch *Va- 10°° Curie/m® durch Alpha-Strahlung
wert einer Kugel vom Durchmesser d gel bei laminarer Kontinuumsströ- kuumpumpen. Diese Pumpen sind und etwa 0,5: 10° m? durch Beta-
findet man im Falle diffuser Reflexion mungbis zum "Umschlagin die tur- für die moderne Physik und Technik und Gamma-Strahlung. Der Anteil
bulente Strömungsform eingetragen vongrößter Bedeutung. der künstlichen Radioaktivität an der
[s. Kurve k)]. Die erste L. war die von Otto v. Gesamtradioaktivität der Luft be-:
$.a. Wärmeübergang bei freier Mo- Guericke erfundene Kolbenluftpum- trägt zur Zeit weniger als 1%.
lekularströmung. pe (Stiefelpumpe). Bei dieser Pumpe Lır. Israel, ‚Atmosphärische Elektri-
Lır. s. Molekularströmung. [38] dehnt sich die im Rezipienten enthal- zität. 2 Bde. Leipzig 1957 und 1961. [33]
a

Luftschauer
Luftsäulen offene Röhre, währendbei der einsei-
Luftsäulen, schwingende, sind, so- ig offenen Röhre am geschlossenen
weit die Frequenzen im Hörbereich Röhrenende ein Schwingungsknoten
liegen, die eigentlichen Schallquellen und am offenen Röhrenende ein
bei allen *Pfeifen und *Blasinstru- Schwingungsbauch liegen muß. Dies
ist für die Grundschwingung und die
-
menten. Ungedämpfte Schwingungen
vermögen nur L. auszuführen, die in ersten Oberschwingungen in Abb.i
Röhren eingeschlossen sind. Die Ei- und k gezeichnet. Die Wellenlänge
genfrequenzen der L. hängen ihrem der Grundschwingung, ist Aı = 41,
Betrage nach von der Länge der
re und außerdem davon ab, ob diese
die der n-ten Oberschwingung
einseitig oder beidseitig offen oder 4
geschlossenist. Ist die Röhre auf bei- m anrıl
den Seiten geschlossen, dann befin-
den sich an den Enden der L. Schwin-
gungsknoten wie bei einem beider-
Rp während die Frequenzen der Ober-
schwingungen
seits eingespannten Stabe (s. Wellen, ec
stehende). Die Wellenlänge der m=@ntDgj
Grundschwingungist daher gleich der a
doppelten Rohrlänge, wie dies aus seits offenen oder ge-
Abb. a hervorgeht, in welcher die schlossenen Röhre verhalten sich also
Schwingungsamplitude as der Luft- die Frequenzen der Teilschwingun-
teilchen als Funktion des Ortes in der gen wie 1:2:3:4 usw., während bei zwischen zwei von einem gemeinsa-
Röhre graphisch aufgetragen ist. Ist K—————D einer einseitig offenen Röhre diese men Ursprung ausgehenden Bahnen
1 die Länge der L., dann ist die Wel- Verhältnisse 1:3:5:7 usw. sind. Al- durchweg gering, Jedoch kann infol-
lenlänge der Grundschwingung Aı = le_diese Formeln gelten für offene ge der großen Zahl der Elementar-
21. Abb. zeigt die Amplitude der Röhren nur, solange der Durchmes- Prozesse ein Raum von dem oben er-
Druckschwankungen aa in der Röhre ser der L. klein gegenüberihrer Län- wähnten Durchmesser mit diesen Ele-
als Funktion des Ortes. Die Kurven N Z>-I><Q geist. Sonstist eine Korrektur (Ray- mentarteilchen erfüllt werden. Die
in den Abb.a und b sind um eine leighsche Mündungskorrektion) an- Zahl der Elektronen und Lichtquan-
Viertelwellenlänge gegeneinander zubringen. ten, die sich an der Stelle der größten
‚phasenverschoben. Die Frequenz der Komplizierter sind die Verhältnisse Ausdehnung des L. befindet, kann
Grundschwingungist vı = c/Aı = e/2l, IT——m—n in nicht zylinderförmigen Röhren, nach den Formeln der Kaskaden-
wobei c die Ausbreitungsgeschwin- was für den Bau von Pfeifen und theorie berechnet werden. Die Stelle
digkeit des Schalles in Luft bedeutet. Albsinstrumanise von Bedeutung ist. der größten räumlichen Ausdehnung
Die Schallgeschwindigkeit in einem entspricht etwa dem Kaskadenmaxi-
Gas ist c YP.#/6, wobei p und @ Luftschall, Schall, für den das Aus- mum (Stelle der größten Teilchen.
Druck und Dichte des Gases, x das breitungsmedium Luft ist im Gegen- zahl). Die energiereichsten L., di
Verhältnis der spezifischen Wärmen satz zum *Körperschall. [12] man nachgewiesen hat, gehen aufein
©» und c» bei konstantem Druck und Luftschauer, große. Man versteht Primärteilchen (Elektron oder Pho-
konstantem Volumen bedeuten (s. darunter jenes gruppenweise Auftre- ton) mit einer Energie von 10% bis
Schallgeschwindigkeit). Damitist ten von Elektronen und Photonen in 10'% eV zurück. An der Stelle der
v der Atmosphäre, das einen Teil der größten Ausdehnung hat ein solcher
11/px_ 1 |/RT= kosmischen *Strahlung, speziell von Schauer 50.000 Elektronen mit 64.000
zn zıy m deren weicher Komponente, darstellt. Lichtquanten. Da Elektronen und
Bund-und1Oberschwingung Lichtquanten nicht primär aus dem
wenn nochfür p/g mit Hilfe deridca- Jeder L.ist eine *Elektronenkaskade.
Er geht wie diese auf ein besonders Kosmos einfallende Teilchen sind,
len Gasgleihung R7/M mit _der nz energiereiches Elektron oder Photon sondern beide erst durch Photonen in
Gaskonstanten R, der absoluten Tem- (> 10'%eV) zurück, das nach den Wechselwirkung mit Sauerstoff- und
peratur 7 und dem Molekulargewicht Gesetzen der *Kaskadentheorie eine StickstoffkernenderLuft erzeugt wer-
M eingeführt wird. Die Frequenzen bis h) die Schwingungsamplituden-
»„ der Oberschwingungen sind ganz- und die Druckamplitudenkurye mit- große Zahl von energieärmeren Elek- den,ist für die erzeugenden Protonen
zahlige Vielfache von »1: tronen und Lichtquanten erzeugt und aufeine Energie von etwa 10'” eV zu
einander, dann geben diese die Ver- dabei einen weiten Raumerfüllt. Man schließen. Das sind die höchsten
-.r RT hältnisse in einer beiderseits offenen hat Durchmesser der g.L. bis zu 1 Energien, die uns von einem einzel-
"=zıy m’ Röhre wieder, da infolge des Fehlens km nachgewiesen. Das Schema der ‚nen Elementarteilchen bekannt sind.
eines festen Widerstandes an den Ausbildung eines g. L. gibt die Abb. Mit irdischen Hilfsmitteln können
mit n = 2, 3, 4 usw. ‚Röhrenenden Schwingungsbäuche und wieder. Ausgezogene Linien bedeuten wir z. Z. Protonen auf einige 101! eV
Die Schwingungs- und Druckampli- Druckknoten sein müssen (s. Wellen, Elektronenbahnen,gestrichelte Linien beschleunigen. Die weiche Kompo-
tudenkuryen für einige Oberschwin- stehende). Die angegebenen Bezi Photonenbahnen. Infolge der hohen nente entsteht aus den primären Pro-
gungen sind in Abb. c) bis h) aufge- hungen für Wellenlänge und Fre- Energie der Teilchen ist der Winkel tonen im wesentlichen über neutrale
ragen. Vertauscht man in den Abb. a) quenz gelten auch für die beiderseits 43
“2
Luftschichtung Lumen
*n-Mesonen, die nach sehr kurzer aus seiner Lage gebrachtes Luftteil- ThB-ThC . unter vorwiegender Luftzusammensetzung, s. Atmosphä-
Zeit in y-Quanten zerfallen. Neben chen kehrt (nach einigen Schwingun- Abgabe von &- und y-Strahlung re, Zusammensetzungder.
den neutralen x-Mesonen entstehen gen)wieder in seine alte Lage zurück. inderzeugen so die L. Da im Mittel Luftzustand, meteorologische Aus-
aber auch geladene #-Mesonen. Diese Abgesehen von bodennahen Schich- über dem Festlandsbodenein RaEm- drucksweise, um die Verteilung von
zerfallen in #-Mesonen (und Neutri- ten (bis etwa 100m Höhe), in denen Gehalt der Luft von 10-'° Curie/cm’ Temperatur und relativer Feuchte in
nos). u-Mesonen sind relativ stabil gelegentlich stark überadiabatische „messen wird, kommen auf 1 cm? verschiedenen Höhen der *Atmosphä-
und bilden die sog. harte *Kompo- Gradienten auftreten können, wird 1,77 RaEm-Atome. Damit stehen im re, d.h. also in verschiedenen Druck-
nente. Daher enthält jeder Luft- labile Schichtung der Luft nicht be- radioaktiven *Gleichgewicht 9,8 - 10% niveaus der Atmosphäre, zu charak-
schauer einen sog. harten, d. h. sehr obachtet. RaA-, 8,6: 10% RaB- und. 6,3 10% terisieren.. Zur Feststellung des L.
durchdringungsfähigen Kern. Da die Ist die Luft nicht wasserdampffrei, RaC-Atome je cm’. Zusammen .er- dient’ die Aufzeichnung eines Meteo-
u-Mesonen mit der umgebenden so verhält sie sich bei Verschiebung geben sie eine Ionisierungsstärke von rographen, der, an einem Flugzeug
Materie sehr viel weniger wechsel- nach oben bis zum Erreichen des rund 2 lonenpaaren ‚pro cm?s, die oder Gummiballon (Radiosonde) be-
wirken, ist deren seitliche Streuung *Taupunkts wie trockene Luft. Von auf «-Strahlung, und eine solche von festigt. und in. die Höhe getragen,
viel kleiner als die der weichen Kom- da ab ändert die Adiabate aber ihre 0.1 Ionenpaar/cm? s,die auf y-Strah- Druck,. Temperatur “und relative
ponente. S. a. Schauer, Elektronen- Richtung, da infolgeder einsetzenden lung. zurückgeht. Die lonisierungs- Feuchte auf eier berußten Alumi-
kaskade, Kaskadentheorie. Kondensation Wärme frei wird und stärke aus den a-Partikeln der ThEm- niumfolie registriert bzw. über einen
Lır. Heisenberg, W.: Vorträge über kos- den Temperaturgradienten verringert. Reihe beträgt rund 60% jener der kleinen Radiosender ausstrahlt. In
ae Strahlung. 2. Aufl, Berlin 1953. Die »Feuchtadiabatene sind ge- RaEm-Reihe. Emanationsgehalt und einem Koordinatensystem, dessen
krümmte Kurven,die erst mit zuneh- damit Luftstrahlung ‚und zugehörige Abszisse die Temperatur, dessen Or-
Luftschichtung, für die Meteorolo- mender Höhe (d. h. mit abnehmen- lonisation nehmen mit der Höhe dinate.der Druck (oder der Logarith-
gie außerordentlich wichtiger Begriff dem Wasserdampfgchalt) sich asymp- rasch ab. mus des Druckes) ist, wird dann die
zur Beurteilung des mechanischen totisch an die Trockenadiabaten an- :indorf, H.: Atmosj ische Elek- »Zustandskurves,d. i. die Tempera-
Verhaltens der Luft. Vollführt nähern. Hdb. d. Experimentalphysik. Bd. tur-Druck-Kurve, eingetragen. Eben-
Luftquantum in der wasserdampffrei Wasserdampfgesättigte Luft (Wol- XXV.I. Teil. Leipzig 1928. Mühlei , so kann die Feuchte als Funktion des
en Atmosphäre eine Vertikalbewe- kenluft) heißt nun indifferent ge- Druckes eingetragen werden. Nach
‚gung, so unterliegt es mit großer An- schichtet, wenn in ihr der gemessene einem von Bjerknes angegebenen
näherung einer Temperatur- und Temperaturgradient gleich dem Luftverflüssigung, s. Gasverflüssi- Verfahren können die Druckstufen
Druckänderung, die durch die Pois- feuchtadiabatischen (der natürlich zung. in Höhenstufen (in gdm) umgerech-
sonsche Gleichunggeregelt wird. Der zahlenmäßig, tabelliert vorliegt) "ist. Luftwiderstand, s. Widerstand um- net werden, wobei naturgemäß die
dabei auftretende »adiabatische Tem- Sie heißt_feuchtstabil geschichtet, strömter Körper. Daten des Aufstieges in die Umrech-
peraturgradient« beträgt 9” —-0,00977 wenn der Gradient kleiner ist als je- nung eingehen. Für den Meteorolo-
gen sind diese in der Regel zweimal
grd/m oder :rund -Igrd je 100m ner, feuchtlabil, wenn er größer ist Luftwogen. Als Gegenstück zu inter-
Höhenzunahme. Im Teinperatur- als jener. Die Gründe für diese Be- nen Wellen, die sich durch Oberflä- am Tage durchgeführten »Aufstiege«
Druck-Diagramm bildet die Gesamt- nennungsind dieselben wie bei trok- chenimpulse angeregt, in der Grenz- oder »Temps« das wichtigste Hilfs-
heit der durch die Poissonsche ‚Glei. kener Luft. Während aber trocken- schicht zwischen leichterem und mittel, sich einen Einblick in den
chung verbundenen Zustände die labile Schichtung nur ‘ausnahmsweise schwererem Wasser, etwa in der thermodynamischen Augenblickszu-
Schar der »Trockenadiabaten«. Auf möglich ist, ist eine feuchtlabile häu- Sprungschicht zwischen Süß- und tie- stand über dem betreffenden Ort zu
jeder von ihnen ist «die potentielle fig. Dies ist wichtig, denn zur Einlei- ferem Salzwasser, entwickeln, entste- verschaffen.
*Temperatur „konstant, Eine Luft tung aufsteigender Strömungen(ther- hen L. in der Grenzfläche zweier Lrr. Raethjen, P.: Einf. in die Physik
nun, in der die tatsächlich gemessene mische Konvektion) genügt feucht- Luftschichten verschiedener Dichte. der Atmosphäre. Bd. I, II. Leipzig 1942.
Temperatur mit dem Druck (und das labile Schichtung. Es handelt sich, wie bei Wasserwel- — Koschmieder, H.: Dynamische Meteo-
rologie. 3.
heißt mit zunehmender Höhe) so ab- Mit der Schichtung, besonders ge- len, um fortschreitende Gravitations- Bstele
Aufl. Dresden und Leipzig

nimmt wie auf einer Trockenadiabate, sättigter Luft, hängen meteorologisch wellen, deren Anregung durch Wind- Lumen, Kurzzeichen Im, eine für den
heißt. indifferent geschichtet. Gemes- wichtige Dinge zusammen: Wolken- impulse erfolgt. Die Wellenlänge Lichtstrom verwendete photometri-
sener und adiabatischer Temperatur- bildung, Turbulenz und Austausch, ingt von der Größe des Wind- und sche Einheit.
gradient sind dan gleich. Solche Luft Sicht, Gewitterneigung usw. Temperatursprunges an der Inversion
ab, und zwar wächst die Wellenlänge Die Einheit L. ergibt sich aus der
zeigt keine Neigung zur Umschich- Lır. Raethjen, P.: Einf, in die Physik Gleichung
tung, Konvektion wird nicht geför- der Atmosphäre. Bd. I, II. Leipzig 1942. mit dem Windsprung; sie ist umge-
dert, und jedes Luftteilchen bleibt in - Koschmieder, H.: Dynamische Meteo- kehrt proportional dem Temperatur- Lichtstrom =
der Lage,in die es gebracht wird. Ist rologie. 3. Aufl. Dresden und Leipzig sprung der Inversion. Für einen Lichtstärke X Raumwinkel.
hingegen der gemessene Temperatur- 1951. [6] Windsprung von 4 m/s undeineTeı Definition: Der Lichtstrom ein L.
gradient größer oderkleiner als der Luftschlieren, s. Szintillation. peraturdiskontinuität von 4 grd wird erhalten, wenn eine Lichtquelle
adiabatische, so heißt die Luft (trok- Luftschraube, s. Propeller. trägt die Wellenlänge 300m. Die die Lichtstärke eine Kerze gleich-
ken-Jlabil bzw. (trocken-)stabil ge- Luftspiegelung, s. Fata morgana. Streichrichtung der Wellen verläuft mäßig in den Raumwinkel ein Stera-
schichtet. Im ersten Fall werden die Luftstrahlung (s.a. Erdstrahlung). senkrecht zur Richtung des Windes, diant ausstrahlt.
Luftteilchen beim kleinsten Auslöse- Die vom Boden an die Luft abgege- bei Windscherung senkrecht zur geo- 1lm=1Ksr.
vorgang ihre Lage verändern, indem benen radioaktiven Zerfallsprodukte metrischen Differenz der Windvekto-
sie einer stabilen Schichtung zustre- RaEm und ThEm (in geringem Ma- ren. Wogenwolken (Stratocumuli- Als Einheit Kerze können die Hef-
ben; im zweiten Fall ist eine stabile Be auch AcEm)zerfallen weiter ge- und Altocumuli-Wolken) machen die nerkerze, die Internationale Kerze
tung schon vorhanden, und ein mäß RaA»RaB>RaC ..., ThA> atmosphärischen Wellen sichtbar. [30] ‚oder die Candela verwendet werden.
45
Lumen Lumineszenz
Wenn es wegen der verschiedenen Ursache nicht bzw. nicht allein in der hysikalische, nicht jedoch ihre prak- DerFall ö beschreibt die Möglich-
Werte dieser Einheiten notwendig ist, Temperatur des Stoffes haben. Ur- e Bedeutung. keit, daß das Elektron zunächst noch
können die Bezeichnungen »Hefner« sache der L. ist vielmehr irgendeine ine Unterscheidung zwischen Flu- Energie aufnimmt durch Wechselwir-
oder »Internationales« vor das Wort andere Art der »Anregung«. Daraus oreszenz und Phosphoreszenz, die in kung mit einem dritten Partner (durch
L. bzw. die Buchstaben H oder I vor folgt auch, daß die L. bei konstanter den meisten Fällen mit der obigen Stoß, Aufnahmeeines Phonons usw.)
das Kurzzeichen Im gesetzt werden, Temperatur nach Abschalten der An- parallel läuft, läßt sich danach tref- und dann erst nach A zurlickkehrt.
2. Hefnerlumen Him. Wenn keine regung aufhören muß, wobei aller- Ten, ob zwischen der Anregung eines Da die zusätzliche Energie meist ther-
Bezeichnung vorhanden ist, gilt für dings Abklingzeiten beliebiger Dauer Elektrons und der Strahlungsemission mischer Natur ist, ist die Anhebung
die Einheit Kerze die Einheit Can- (bis zu Monaten) beobachtet werden, bei der Rückkehr in den Grundzu- klein (im Mittel k T) im Vergleich zu
deln. da die Anregungsenergie solange ge- stand noch ein Aufenthalt der Elek- den übrigen Energiedifferenzen. b)
‚Auf Grund von Vergleichsmessungen speichert bleibt. Stets ist der gespei- ironen in »Speicherniveaus« erfolgt Bei Phosphoreszenz geht das Elek-
gelten folgende Beziehungen: cherte Energieinhalt jedoch endlich (*metastabile Niveaus im Termsche- tron nach der Anregung in ein um
Lim = 0,981 Ilm 1,107 Him und von der Art der Anregung ab- ma bei moleküldominanten L.-Vor- einige 0,1eV unter B gelegenes
1 Ilm = 1,019 Im 1,128 Hm hängig. Bezogen auf den Elementar- gängen oder *traps zwischen den »Speicherniveau«. Bei Atomen bzw.
1 Him 0,903 Im 0,886 Ilm. akt der Lichtquantenemission bedeu- Bändern [s. Bänderspektrum] bei Kri- Molekülen sind das metastabile Ni-
Umrechnung: tet dies, daß nicht allein die thermi- stall-dominanten L.-Vorgängen). In veaus. In Kristallen bezeichnet man
Ilm = Icdsr Icm’sbsr = sche Energie des Stoffes für die Emis- letzterem Falle geschieht die Entlee- sie als traps, die energetisch in die
10% m? sbsr = I m? nt sr. [13] sion verantwortlich ist. Ist dies jedoch rung der Speicherniveaus mit Hilfe verbotene Energielücke zwischen Va-
Lumen je Watt, Kurzzeichen Im/W, der Fall, so spricht man von *Tem- der thermischen Energie (s. Thermo- lenz- und Leitungsband (s. Bänder-
eine für die Lichtausbeute verwende- peraturstrahlung.
te photometrische Einheit. Im allgemeinen läßtsich das Vorhan- „Arowe Pd
Die Einheit L. je W. ergibt sich aus densein von L. schon dann mitSi-
der Gleichung cherheit erkennen, wenn die emittier- c+
te Intensität bei irgendeiner Wellen-
Lichtausbeute - Hehlstrom länge größerist als die eines schwar- IX 71 c+ 6
Leistung zen Körpers gleicher Temperatur.
Definition: Die Lichtausbeuteein Lu- Diese Bedingung ist zwar hinrei-
men je Watt liegt vor, wenn je Watt hend, aber keineswegs notwendig. A
aufgewendete Leistung der Licht- Nach der Art der Anregung der L. Abb. 1
strom ein Lumen ausgestrahlt wird. unterscheidet man, weniger prinzi- lumineszenz) nur langsam; man emp- spektrum) fallen. Erst nach Wieder-
Wegender Hinzufügung der Bezeich- piell als historisch begründbar, die findet Phosphoreszenz, obwohl bei anhebung von M nach B stehen die
nung »Hefner« oder »Internationale« folgenden Arten der höherer Temperatur auch hier die unter a) genannten Rückkehrmög-
s. Lumen.[13] Photo- Abklingzeiten sehr klein werden kön- lichkeitenoffen.
Lumenstunde, Kurzzeichen Im h, eine Iumineszenz: Anregung durch Licht
für Lichimenge verwendete pho- *Kathodo- Anregung durch Elek- nen. Bei der direkten Rückkehr durch
sche Einheit. lumineszenz: _tronen spontanen Übergang finden sich Ab- ‚Energie ı
Die Einheit L. ergibt sich aus der *Chemo- Anregung durch die klingzeiten, die i. allg. kleiner als
91is eV
Gleichung lumineszenz: beim Elementarakt der
chemischen Reaktion
10” und übrigens auch meist unab-
hängig von der Temperatur sind.
Lichtmenge = Lichtstrom X Zeit. freiwerdende Energie
Definition: Die Lichtmenge eine Lu- *Bio- ‚Anregung innerhalb Man empfindet Fluoreszenz.
lumineszenz: von Lebewesen
sen sich in einem Termschema fol- ya
Fluoreszenz und Phosphoreszenz las-
menstunde wird erhalten, wenn der *Tribo- Anregung durch mecha-
Lichtstrom ein Lumen eine Stunde lumineszenz: nische Zerkleinerung gendermaßen darstellen:
ng ausgestrahlt wird: *Elektro- 6. a. Destriau-Effekt) a) bei Fluoreszenz wird ein Elektron
Abb. 2

Ilmh=1lm-Ih. lumineszenz: Anregungdurch elek-


trische Felder
aus A nach B angehoben (bei der Die Entleerung der Speicherniveaus
ist der die Abklingzeitkonstante be-
Umrechnung: *Thermo- ‚Anregung durch Tem- Photolumineszenz ebenfalls durch ein
stimmende Vorgang. Erfolgt die Ent-
1lmh=Icdsrh= Icmtibsrh = iumineszenz: peraturerhöhung Lichtquant).
leerung ihermisch, so kann sie ent-
= 10“m?sbsrh = Im!ntsrh. Auch die Trennung der L. in zwei Erfolgt die Rückkehr strahlend über
die gesamte Energiedistanz (x), so sprechend der Relation von kT zu
Wegen der Hinzufügung der Bezeich- Gruppen, in *Fluoreszenz und *Phos- spricht man von *Resonanzfluores- öE sehr langsam (über Monate) er-
nungen »Hefnere und »Internationa- phoreszenz, hat ihre Ursache zu- zenz. - Der Vorgang einer Kombina- folgen. Die Entleerung läßt sich be-
ec s. Lumen. [13] nächst in der Beurteilung der Ab- tion von Energieverlust ohne Strah- schleunigen durch Temperaturerhö-
Lumichrom ist Dimethylalloxazin. klingzeiten durch den Menschen. lung (Energieabgabe an die Umge- hung. Man erhält dann die sog.
Diese Verbindung spielt als *Fluoro- »Soforte verlöschende L. bezeichnet bung oder das Gitter als Wärme- »Glow-Kurven« und spricht speziell
chrom in der *Fluoreszenzanalyse man als Fluoreszenz, die L. mit energie) über das Niveau C mit einem von *Thermolumineszenz (näheres
und in der *Fluoreszenzmikroskopie merklicher Nachleuchtdauer als Phos- strahlenden Übergang stellt den Nor- über die Abhängigkeit der Intensität
eine Rolle. [19] phoreszenz. Da mit modernen elek- malfall in Kristallen dar (ß). - Di von Temperatur, der Zeit und den
Lumineszenz. Die Bezeichnung L. tronischen Mitteln Abklingzeiten bis Rückkehrin zwei strahlenden Schrit- Parametern des Speicherniveaus siehe
wurdezuerst 1889 von E. Wiedemann herab zu 10'%s gemessen werden ten B-C und C-A ist der Normalfall dort).
eingeführt. Man faßt damit alle Fälle können (s. Phosphoroskop), verliert für isolierte Atome (so auch bei der Die Entleerung der Speicherniveaus
von Lichtemission zusammen,die ihre diese Art der Unterscheidung ihre sog. *Röntgen-Fluoreszenz) (9). - kann auch durch Strahlung der Licht-
46 4
Lumineszenz ‚Lumineszenz
quantenenergie h v = dE(also Ultra- doch eine bimolekulare Reaktion vor, ‚chema der Atome in das *Bänder- Bei Mangan in Silikatphosphoren
rotstrahlung) erfolgen. Man spricht da die Elektronen nicht lokalisiert spektrum übergeht und die Elektro- (Germanaten, Boraten oder Phospha-
dann von Ausleuchtung (angelsäch- sind und die Rekombinationswahr- wen im *Leitungsband nicht mehrlo- ten) andererseits bleibt das angeregte
sisch »stimulation«) des Phosphors. scheinlichkeit proportional zur Zahl kalisiert_ bleiben. Bei diesen Stoffen Elektron noch für eine gewisse Zeit
Dabeiist es jedoch auch möglich, daß der befreiten Elektronen und propor- spielen die sog. Aktivatoren eine gro- mit seinem Aktivatorion verbunden,
zwar die Speicherniveaus entleert tional zur Zahl der ionisierten Zen- Rolle. Dabei handelt es sich um so daß der Emissionsvorgang wieder
werden, aber keine Phosphoreszenz- tren bzw. zur Zahl der Löcher (s. Spuren (etwa 104%) von Fremdato- mehr den Charakter einer mono-
strahlung auftritt. Man spricht dann as Abklinggesetz ist dann n (meist Schwermetallen), die im molekularen Reaktion hat (exponen-
von *Tilgung (angelsächsisch »quench- r teils auf Zwischengitterplätzen, ielles Abklingen). Diesen Fall, der,
ing«) des Phosphors (näheres siche teils in Substitution eingebaut sind. was die Zugehörigkeit des Aktivator.
dort). T= lol = t YBTo%® Auf diese Weise entstehen die ver- iveaus angeht, zwischen vollständi-
Die Anregung kann u. U. so stark schiedensten Terme in der »verbote- ger Isolation” (Molekül-dominant)
sein, daß das betrachtete System (B ividuelle Konstante), und die nen« Energielücke zwischen Valenz- und vollständiger Allgemeinheit (Kri-
nicht nur in einen angeregten Zu- Abklingzeit (Abfall auf den e-ten ind Leitungsband, über die die L. stall-dominant) liegt, bezeichnet man
stand übergeht, sondern auch eine Teil) selbst ist von der Anfangsin- abläuft undderen energetische Lage als »Konfigurationsleuchten«.
Tonisierung bzw. Trennungder Part- tensität Io abhängig. Besondere Ab- Die Stoffe, die L.-Licht aussenden,
ner eintritt. In diesem Fall kann klingverhältnisse (auch Anklingvor- zeigen auch charakteristische elektri-
man bei der Wiedervereinigung gänge) liegen bei den Kristallphos- sche Veränderungen während der Er-
speziell nochmals von »Wiederver- phoren mit traps vor, da diese u. U. Bildung von *Mischkristallen fü regung. Bei Anregung bis zur Ionisie-
einigungsleuchten oder *Rekombi- bei hohen Erregungsintensitäten er- +. B. (ZuMn)S oder (ZnW)S. Die rung tritt in Gasen Leitfähigkeit auf,
nationsstrahlung sprechen. In diesem schöpft (»verstopft«) werden. Zur Be- Aktivierung kann auch dadurch er- so auch bei den Kristallen mit Elek-
ıne ist z. B. die *Röntgen-Fluores- urteilung der Energiebilanz ist es not- folgen, daß die Gitteratome des tronenanhebungin das Leitungsband
zenz eine Rekombinationsstrahlung. wendig, die ganze gespeicherte Ener- Grundgitters auf Zwischengitterplätze bzw. bei Anhebung aus dem Valenz-
Für die Wellenlänge des emittierten gie (s. Lichtsumme) zu kennen. schen, wo sie als Aktivator wirken band (s. Photoleitung). Verbreitet ist
L.-Lichtes gilt stets die Energieerhal- Bei der Ermittlung der *Quanten- (Selbstaktivierung). Eine Doppelakti- auch eine Änderung der Dielektrizi
tung im Elementarakt. Speziell für ausbeute oder jeder Art von Energie- vierung mit. zwei verschiedenen Akti- tätskonstante, da angeregte Elektı
die Photolumineszenz erklärt. sich relation (*Lumineszenzausbeute oder vatoren führt zu überlappenden nen in Leuchtzentren u. U, eine viel
daraus die *Stokessche Regel (1852), Leuchtwirkungsgrad als auf die Au- Iimissionsspektren, womit bestimmte größere Polarisierbarkeit haben als im
daß das emittierte Licht stets lang- genempfindlichkeit bezogene Beui Varbeflekte erzielt werden können. Grundzustand (s. photodielektrischer
welliger ist als das anregende. Nur lung, der emittierten Lichtintensi Die Aktivatoren werden in ihrer Wir- Effekt).
der Fall a) ) führt zur *Anti-Stokes- ist die genaue Vermessung der räum- kung auch als Zentren (s. Farbzen- ine besondere Form der L. ist die
schen-Lumineszenz, wobei die spek- lichen Winkelverteilung des emittier- iren der Alkali-Halogenide) bezeich- *Elektrolumineszenz (s. a. Destria
trale Verschiebung jedoch in der Grö- ten, u. U. polarii Äi net und mit mannigfachen Buchsta- Effek), bei der die Leuchtersch
Benordnung von k T bleibt, d. h. bei wendig, da erhebliche Abweichungen ben belegt (L-Zentrum als »Leucht- nungen durch elektrische Felder an-
mertemperatur etwa !/ıneV be- vom *Lambertschen Gesetz vorlie- zentrume), je nach ihrer Funktion in geregt werden (näheres siehe dort).
ini gen. In bestimmten Fällen (keine Ab- dem bestimmten Modell, das zur Er- Davonsind im Prinzip alle Arten der
Die Lichtintensität hängt von der sorption der L.-Strahlung usw.) folgt klärung herangezogen wird. Ob ein elektrischen Anregung zu unterschei-
*Quantenausbeute ab. Da die Quan- die Winkelverteilung des emittierten Aktivatorniveau als Leuchtzentrum den, die sekundär über andere Pro-
tenausbeute meist konstantbleibt, ist Lichtes an der Oberfläche dem *Lom- zur Aufnahme des angeregten Elek- zesse laufen, z.B. durch Stoßionisa-
die Lichtintensität proportional zur melschen Gesetz. irons wirkt (Niveau B in Abb. 1), d. tion (Gasentladung, Lawinen-) rodul
Intensität des erregenden Lichtes (s. Die L. ist nicht an einen speziellen h. im nichtangeregten Zustand nicht tionen freier Ladungsträger in Halb
auch Lumineszensausbeute). Aggregatzustand der Materie gebun- besetzt ist (s. Akzeptor), oder als leitern usw.) oder *Injektion freier
Die Intensität der L. ist nicht unbe- den, wenn auch langanhaltende Phos- *Donator, d. h. bei Anregung ein Ladungsträger in Halbleitern, wobei
dingt proportional zur Konzentration phoreszenz ausschließlich bei Kristal- llektron abgibt (Niveau A in der im letzteren Fall die L. eine reine
des lumineszierenden Stoffes, z. B. in len auftritt. Abb. 1), oder ob es als Speicherni- *Rekombinationsstrahlungist.
einer Lösung. Deswegen bedarf es bei In Gasen (bzw. Dämpfen) folgen die vcau (trap) wirkt (Niveau M in der Die theoretisch-physikalische Bedeu-
der quantitativen *Fluoreszenzanaly- Energiedifferenzen aus den Term- Abb.2), hängt von der Lage des tung der L. ist sehr groß, dasie ein
se besonderer Hilfsmittel in Form schemata der Atome bzw. Moleküle. ‘Fermi-Niveaus in der verbotenen ausgezeichnetes und ausgedehntes
‚einer *Standardfluoreszenz. Bei kondensierter Materie treten Si ergielücke ab. Gebiet ist, die Elektronenprozesse in
Für das zeitliche Abklingen der L.- rungen durch Stöße verstärkt in Er- So wirken z. B. die Aktivatoren Cu, Atomen, "Molekülen, Flüssi
Intensität nach Abschalten der Erre- scheinung (s. Stoß zweiter Art), die Ag und Auin Zinksulfid als Donato- (auch in festen Flüssigk
gunggilt bei molekül-dominanter L. sich in einer Anhebung der Energie scn. Bei Anregung wird das Elektron Kunsistoffen, Gläsern usw.) und Fest-
infolge der monomolekularen Reak- der Elektronen ("Anti-Stokessche L.) in das Leitungsband gehoben.Es ist körpern zu erforschen.
tion der Rückkehr in den Grundzu- in *Tilgung und Frequenzverschie- dort frei beweglich. Deshalb vertei- Die praktisch technische Bedeutung
stand ein Exponential-Gesetz: bung äußern. In einer großen Zahl len sich die angeregten Elektronen ist ebenso groß. So hat die Ausnut-
J=I-c der Fälle bleibt die L. aber noch im ganzen Kristall statistisch. Damit zung der L. die Lichtquellen revolu-
durch lokalisierte Molekel bestimmt liegt für die L. als Rekombinations- tioniert (Leuchtstoffröhre). *Leucht-
(& individuelle Konstante). (Molekeldominant). strahlung der Fall des bimolekula- stoffe finden mannigfache Verwen-
Bei Kristallphosphoren mit Photolei- Eine besondere Rolle spielen die Kri- ten Gesetzes (s. oben) mit hyperboli- dung. Über die L. lassensich alle Ar-
tung (Gitterdominante L.) liegt je- stallphosphore, in denen das Term- schem Abklingen vor. ten von Strahlung (korpuskularer
48 £.}
Lumineszenzanalyse Lunker
oderelektromagnetischer Natur) nach- S. a. Fluoreszenzanalyse und Fluoro- | ichtquelle Lı von rechts kommende Lit. Rasch, E.: Ann. d. Phys. 14, 193
!icht durchsetzt den Glaswürfel an 1909). [17]
weisen bzw. ausmessen durch *Leucht- chrome. ter Stelle GH bis aufdie Reflexions- Lummersche Streifen entstehen ähn-
schirme oder *Szintillation. Die Lır. Haitinger, M.: Fluoreszenzmikro- verluste an den Grenzflächen unge- lich wie die BrewsterschenStreifen (s.
*Fluoreszenzanalyse ist eine äußerst Skopie, Leipzig1938.19] ‚chwächt, wird aber zwischen DG Interferenz des Lichtes, Abschn.5)
empfindliche Nachweismethode für Lumineszenzspektrum, das Spektrum und HE’nach oben total reflektiert. an zwei planparallelen Platten. Sie
Stofle (z. B. 10° g Fluorescein pro des Lumineszenzleuchtens, z. B. des sind aber im Gegensatz zu diesen In-
em® Lösung), die auch in der *Flu- durch Lichteinstrahlung angeregten Das von unten kommende Licht der
terferenzkurven hoher Ordnungszahl,
oreszenzmikroskopie neue Wege er- Fluoreszenz- oder Phosphoreszenz- Vergleichslichtquelle L2 hingegen
wird zwischen AG und BHtotal nach da die den beiden Strahlen an den
‚öffnet hat. leuchtens. Allgemein s. unter Lumi- Iınks reflektiert, während durch GH beiden Platten erteilten Gangunter-
Lrr. Pringsheim, P.: Fluorescence and neszenz. [19] «das Licht ungeschwächt nach oben schiede sich nicht wie den Brew-
Phosphorescence. Intersciencee Publ. Luminosität ist die Fähigkeit eines ritt, Ein in O befindliches Auge sieht sterschen Streifen subtrahieren, son-
New York 1949 (1936 Literaturzitate!). Stoffes, Lumineszenzlicht (s. Lumi- ın Richtung auf den Würfel einen von dern addieren. L.S. können deshalb
Garlick, G. F. J.: Luminescent materials. neszenz) zu emittieren, wobei diese 1: erhellten inneren Kreis und ein nicht in weißem Licht, sondern nur
Oxford 1949. ‚Bandow, ‚Lumines- Fähigkeit quantitativ nach der Stärke von L; beleuchtetes Umfeld. Durch in genügend homogenem Licht beob-
zenz. Stuttgart 1950. - Pringsheim, P.,
und M. Vogel: Lumineszenz von Flüs- des Lumineszenzlichtes bei gleicher Abstandsänderung. der Lichtawellen achtet werden. [17]
“ een undfesten Körpern. Weinheim ‚Anregung, z. B. mit Hilfe der *Lumi- kann erreicht werden, daß beide Par- Lunation heißt der Zeitraum zwischen
neszenzausbeute, beurteilt wird. [19] zwei gleichen Mondphasen (Neu-
Lunilneszenzanaiyse, s. Fluoreszenz- Lummer, Otto. Deutscher Physiker. tien des Gesichtsfeldes gleich hell und
mond - Neumond). Er fällt defini-
analyse. Geb. 17.7.1860 in Gera, gest. 5.7. «damit ununterscheidbar werden. Aus
len zu diesem Kriterium gehörenden tionsgemäß mit dem synodischen Mo-
Lumineszenzausbeute. Auf dem Ge- 1925 in Breslau. 1887 wiss. Mitarbei- Abständen der Lichtquellen kann das nat zusammen. Länge 29,53059 Tage
biet der *Lumineszenz bezeichnet die ter der Phys.-Techn. Reichsanstalt, Verhältnis ihrer Lichtstärken berech- 5]
L. eine Energieausbeute, d.h. das 1889 Mitglied und 1894 Prof. an der net werden. Der L.-B.-W.stellt die Kunker oder Schwindungshohlraum
Verhältnis der Energie des Lumines- Phys.-Techn. Reichsanstalt, 1901 Priv. icchnische Verfeinerung des bei dem ist die Bezeichnung für den uner-
zenzlichtes (ausgedrückt in Wattse- Doz. und 1902 Doz, der Physik an wünschten Hohlraum, der infolge der
kunden) zu der von dem lumineszie- der Univ. Berlin, 1904 o. Prof. an sog. Fettfleckphotometer benutzten
Erstarrungskontraktion beim Guß von
renden Stoff aufgenommenen Ener- der Univ. Breslau und Direktor des Meßprinzips dar. [17]
Lummer-Gehrcke-Platte, s. Interfe- reinen *Metallen und Legierungen
gie. Von dieser an sich korrekten dortigen Phys, Inst. Arbeiten auf dem venz des Lichtes. auftritt. GieBt man ein Metall in eine
Definition der L. ist das Energiever- Gebiete der Optik und Strahlungs- Lummer-Haidinger-Ringe, s. Inter- offene, einfach geformte Kokille, so
hältnis zu unterscheiden, das sich auf Ichre, der Interferenzen an planpar- ferenz des Lichtes. fällt bei der *Erstarrung die Oberflä-
die auftreffende Energie bezieht, Zur allelen Glasplatten und der Photo- Lummer-Kurlbaumsches Gesetz. che des Metalles zusammen, und es
Ermittlung der L. ist also auch die metrie; Verwirklichung der schwar- lummer und Kurlbaum haben als bildet sich ein L. Der L. wird stets
Kenntnis der refiektierten und der zen Strahlung,[43] erste die Beziehung zwischen Gesamt- dort auftreten, wo die Metallmasse
durchgelassenen Energie notwendig. Lummer-Brodhun-Würfel (Photo- helligkeit H (Leuchtdichte) und wah- zuletzt erstarrte, da die zuerst fre
Bei der optischen Anregung der Lu- meterwürfel). Der L.-B.-W. in Ver- ter Temperatur T für blankes Platin werdenden Randschichten eine Zu-
mineszenz besteht bei zwei isoliert be- bindung mit einer optischen Bank ermittelt und - wohl nur als mathe- sammenziehung des Gußstückes als
trachteten Wellenlängen für Anre- dient zum photometrischen Vergleich matische Abkürzungihres experimen- Ganzes verhindern. Bei symmetri-
gung bzw. Emission zwischen der L. tellen Befundes — in der folgenden schen Abkühlungsverhältnissen tritt
y und der *Quantenausbeute Q die
Relation
Io Weise formuliert: der L. in der Mitte des Gusses, bei
D Hi (Tı\“ Gußstücken mit komplizierteren For-
ia Hz (*) i ® men im Inneren der Teile mit stärk-
»-zo A ster Materialhäufung auf. Bei den
(As Wellenlänge des anregenden Lich- 6 Es gilt für kleine Temperaturint
valle recht genau, für größere mit mä- Legierungen ist die L.-Form meist
tes, A. Wellenlänge des emittierten von der des reinen Metalles verschie-
Lu Biger Genauigkeit. Der Potenzexpo- den. Sie zeigen häufig eine geringere
Lichtes). nent rn ist nach E. Rasch reziprok zur Neigung zur Bildung eines tiefen L.
Gemäß der *Stokesschen Regelisti. Temperatur als das reine Metall. An den L. schei-
allg. As < A. und daher die L. insge- H _.a _ 25000 den sich meist metallische und nicht-
samt meist kleiner als die gesamte e
4
BE „rer metallische Verunreinigungen ab. Oft
Quantenausbeute.[19] (T absolute Temperatur). Durch Ein- setzt sich ein L. auch in Form von
Lumineszenzmikroskop (Fluoreszenz- Poren und Rissen als Mikrolunker,
mikroskop), optische Anordnung, bei setzen in Gleichung(1) ergibt sich: undichtes oder schwammiges Metall
der das auf einem Objektträger aus la H = const: e®”, ®&
Quarzglas befindliche mikroskopi- zweier *Lichtquellen. Er besteht aus in der Blockachse weiter fort. Nach
Die geforderte Konstanz des Produk- den heute vorliegenden experimen-
sche Präparat mit Hilfe einer ultra- zwei rechtwinkligen Glasprismen ABC (es n T = ist für Platin, aber auch tellen Untersuchungenlassen sich bei
violettreichen Lichtquelle und einer und DFE, von denen das eine ABC für den schwarzen Körper im Bereich einfachen Gußformendie L. mit be-
aus Quarz bestehenden Beleuch- an der Hypotenusenfläche leicht kuge- von 800 bis 7000 °C innerhalb von friedigender Genauigkeit im voraus
tungsoptik zur *Fluoreszenz erregt tig geschliffen ist. Zwischen GH_be- 10 bis 20% erfüllt, während der Ex- berechnen.
wird. Die Beobachtung erfolgt mit rühren sich die beiden Prismen innig ponent n im gleichen Bereich von
einem normalen Mikroskop mit Glas- in einem ebenen, kreisrunden Fleck 30 auf = 4 abnimmt.
Lrr. Masing, G. — d. Allg. Metall-
optik im angeregten Fluoreszenzlicht. (optischer Kontakt). Das von der kunde. Berlin 1950. [15]
51
so
Lupe Lysimeter
Lupe. Befindet sich ein Objekt zwi- Kerze abhängt, gibt es verschiedene Definition: Die Belichtung eine Lux- die Iyophoben (Suspensionskolloide).
schen einer Sammellinse und deren Einheiten L., je nachdem, welche der sekunde wird erhalten, wenn die Be- Ist Wasser das Dispersionsmittel, so
vorderem Brennpunkt, während das Einheiten Candela, Internationale chtungsstärke ein Lux eine Sekun- spricht man von hydrophilen bzw.
beobachtende Auge hinter der Linse Kerze oder Hefnerkerze zugrunde ‚le lang vorhandenis ‚hydrophoben Kolloiden.
ist, dann wirkt die Linse als L. Sie gelegt ist. Da diese Einheiten 1lxs=1ix-1s. Bei den Iyophilen Kolloiden neh-
entwirft von dem Gegenstand ein ver- etwas voneinander unterscheiden, Umrechnung: men die dispersen Bestandteile eine
größertes, aufrechtes, virtuelles Bild können, wenn es notwendig ist, die 11xs = 1ims/m! = wechselnde Menge des Dispersions-
im Abstand von mindestens der deut- Bezeichnungen »Internationalese oder = 1cdsrs/im® = mittels auf. Diese Kolloide werden
en Sehweite. Die vergrößernde »Hefner« vor das Wort L. bzw. die = Intsrs= durch Wechselwirkung zwischen dem
Wirkung wird um so stärker, je näher Buchstaben I oder H vor das Kurz- = 104 sbsrs. dispersen Anteil und dem Disper-
der Gegenstand dem Brennpunkt zeichen Ix gesetzt werden, z. B. Hef- sionsmittel, also durch Solvatation
liegt. Rückt der Gegenstand in den nerlux bzw. Hix. Wenn keine Bezeich- Wegen der Hinzufügung der Be- bzw. Hydratation, stabilisiert. Sie las-
Brennpunkt, so wird: sein Bild im nung vorhanden ist, gilt als Bezugs- zeichnung »Hefner« und »Internatio- sen sich in hoher Konzentration er-
Unendlichen entworfen. , Bei, einer einheit für die Lichtstärke die Ein- nale« s. Lux. [13] halten. Sie haben hohen osmotischen
Größe2, ist der halbseitige Sehwi heit Candela. Auf Grund von Ver- IKurzzeichen für die Einheit Lux. Druck, und ihre Viskosität ist gegen-
kel, unter dem er dem Auge erscheint, gleichsmessungengelten folgende Be- 13 über dem Dispersionsmittel stark er-
tan’w” =.y/f, wobei f‘ die *Brennweite ziehungen: Ixs, Kurzzeichen für die photometri- höht.
der‘Linse ‚ist. Vergleicht man diesen 1x 0,981 Tix sche Einheit Luxsekunde.[13] Zu den 1. Kolloiden gehören zahlrei-
Wert_ mit dem 'halbseitigen Sehwin- IK = 1,019 ik I,yman-Serie, die tiefste *Spektral- che im Pflanzen- undTi
kel, inter dem der Gegenstand dem 1 Hix 0,903 Ix. serie des Wasserstoffatoms, deren
bloßen Auge aus der konventionel- Wellenzahlen (reziproke Wellenlän- Albumin, stärke, Gummi Le
len ‚Sehweite von 250 mm erscheint, - Früher war die Bezeichnung *Meter- gen) durch die Balmer-Formel (. Farbstoffe und viele andere organi-
tan w = y/250, dann erhält man die kerze üblich. [13] Balmer-Serie) mit n= 1. gegeben sche Stoffe, ferner wasserhaltige Kie-
'Normalvergrößerung der L.: Lüxemburg-Effekt heißt die gegen- selsäure und Maallhydrosyde, wie
tan w_ 250 seitige Modulationsbeeinflussung der Ru (1 = 1m?),m = 2,3,4... die des Eisens, Alur
N= Wellen starker Langwellensender Die L.-S. liegt zwischen Wellenzah-
tanw 5 (Leistung etwa 100KW) durch die len 1/A von 82000 cm"! und 110000
oder, wenn man die Brennweite in lonosphäre, da sie zum ersten Mal cm’ (*Seriengrenze), also mit allen
*Dioptrien ausdrückt, N = D/4. Bei beim Sender Luxemburg beobachtet ihren Linien weit im Ultraviolett, Dispefsionsmittel nicht lösbar, und es
einer korrigierten L. sind die Fehler wurde. Auf der unmodulierten Welle, Die beiden tiefsten Serien des Spek- besteht keine merkliche Bindung an
außerhalb der Achse beseitigt, wobei des Senders Beromünster (A 540 m) irumsdes einfach ionisierten Heliums das Dispersionsmittel, Sie sind ziem-
die Augenpupille dicht hinter der L. konnte das Programm des Langwel- mit den Serienformeln lich instabil und nur durch besondere
angenommen wird. Eine L. muß da- lensenders Luxemburg (A Schutzmittel existenzfähig. Diese
her bei richtigem Gebrauch stets gehört werden. Von sehr VA=4Rue(l = Um!) Schutzwirkung kann durch elektri-
dicht vor das Auge gehalten werden. Wellen eines modulierten Langwel- m=2,3,4... sche Aufladung oder durch angela-
Schwache, unkorrigierte L..nennt man lensenders wird die mittlere und 1/4 =4Ruel'/s — Um?) gerte 1. Kolloide, sog. Schurzkol-
Lesegläser. Da sie meist in größerem schwindigkeit der in der Ionosphäre m=3,4,5. Toide, hervorgebracht werden. Lyo-
Abstand vom Auge benutzt werden, vorhandenen Elektronen rhythmisch, die beide ebenfälls ganz im Ultravi phobe, Kolloide haben einen kleinen
müssen si zur Erzielung eines aus- verändert. Damit wird auch die Zahl lett liegen, werden als,erste und zwei osmotischen Druck und eine Visko-
reichenden. Gesichtsfeldes einen grö- der Zusammenstöße der Elektronen (€ L.-S. des Heliumsbezeichnet. [1] sität, die von der des Dispersionsmit-
Beren Durchmessererhalten. [18] mit den Gasmolekülen und als Folge Iyophil. Man kann bei *Kolloiden, tels nur. wenig verschieden ist. Sie
Lux, Kurzzeichen Ix, eine für die Be- hiervon der Absorptionskoeffizient deren disperse Phase sich in einem können nur in geringer Konzentra-
leuchtungsstärke verwendete photo- der Ionosphäre in demselben Rhyth- Nüssigen Dispersionsmittel befindet, tionerhalten werden.
metrische Einheit. mus geändert. Infolgedessen wird zwei Gruppen mit wesentlich verschie- Lrr. unter Kolloid. [16]
Die Einheit L. ergibt sich aus der auch die Absorption der Welle eines denen Eigenschaften unterscheiden, Iyophob, s. Iyophil.
Gleichung anderen Senders in diesem Rhythmus die Iyophilen (Emulsionskolloide) und Lysimeter, s. Verdunstungsmesser.
4 Lichtstrom verändert, so daß sich eine Modula-
Beleuchtungsstärke = Trjäche tion seiner Welle durch die des star-
ken Langwellensenders ergibt. Infol-
Definition: Die Beleuchtungsstärke ge dieses durch die Ionosphäre her-
ein Lux wird erhalten, wenn der Licht- vorgerufenen nichtlinearen Effcktes
strom ein Lumenauf die Fläche Im® kann man die Leistung von Radio-
senkrecht und gleichmäßig verteilt sendern nicht beliebig steigern. [2]
eingestrahlt wird. Luxsekunde, Kurzzeichen Ixs, eine,
11x = 1 Im/m?, für die Belichtung verwendete pho-
tometrische Einheit.
Umrechnung: Die Einheit L. ergibt sich aus der
11x = 1cdsr/im® = I ntsr = 104 sbssr. Gleichung
Dadie Einheit Lumen, die in der De- Belichtung =
finition vorkommt, von der Einheit = Beleuchtungsstärke X Zeit.
52 53
Machsche Welle
M den). Raum und Zeit sind dann ge- kosmischen Massen verstehen Ichrt.
wissermaßen niemals leer, sondern Es ist aber darauf hinzuweisen, daß
in Abwesenheit jeder Materie die Einsteinschen Feldgleichungen
m, 1. Kurzzeichen für den Vorsatz don/Liter, die allein ohne ihre Zer- nindestens von diesem Feld, der zu- auch Lösungen zulassen, in welchen
Milli. 2. Kurzzeichen für die Einheit fallsprodukte bei vollständiger Aus- sätzlichen »Substanz« *Ather, erfüllt. ‚die Metrik mit verschwindender Mas-
Meter. nutzung ihrer a-Strahlung durch Oder es gelingt, das metrische Feld sendichte nicht unbestimmt wird (de
Verwechslungen zwischen m = Me- lonisation einen Sättigungsstrom als_eine Form der Wechselwirkung Sitter-Lösung). Solche Lösungen ste-
ter und m = Milli lassen sich vermei- von 10% elektrostatischen Einheiten >wischen Substanzen der uns gewohn- hen im Widerspruch zur M.I., die
den, wenn man die Einheit m mög- 2 3,336 - 10%” A unterhalten kann. ıcn Art, also zwischen materiellen demgemäß durch die Einsteinsche
lichst weit nach rechts schiebt, also ‚Auf Grund von Messungenist Körpern, zu begreifen, etwa in der Theorie nur bedingt verwirklicht
2. B. nicht mN, sondern N schreibt. 1M.-E. = 3,64 eman = 3,64 - ich, Arı, daß diese Substanzen Kräfte wird.
Für den Druck schreibt DIN 1338 aufeinander ausüben. In ähnlicher Neuerdings wird vermutet, daß eine
vor: mN = Millinewton ohne Aus- Weise wären sie dann auch bestim- der M.I. entsprechende Situation
schluß, mN = Meternewton einen mend für die geometrischen Eigen- immer dann vorliegt, wenn das Uni-
bestimmten Ausschluß. Die Schreib- die radiologische Aktivität von Quell- schaften des Raums, versum endlich und geschlossen ist
. Mach hat als erster den Gedanken #. Hönl u. H. Dehnen). Eine sales
nisse am besten, vor allem bei Hand- wässern, Quellgasen, Bädern, Emana-
torien, des Radongehalts der Atmo- u ;esprochen, daß es absurd sei, dem Formulierung der M.I. haben R.H.
und Maschinenschrift. völlig leeren Raum solche phys Dicke u. C. Brans gegeben (Phys.
3. (hochgesetzt) Kurzzeichen für Mi- sphäre usw. schen Eigenschaften wie eine met Rev. 1961). [4]
nute (Uhrzeit, Zeitpunkt in der 1 M.-E.-Liter = 3,64 Emanliter = sche Struktur zuzuschreiben, und daß Machsche Linie, s. Machsche Welle.
Astronomie). [13] = 3,64 eman + 1 3,64. 10" C. man annehmen könne und müsse, die Machsches Prinzip, s. Machsche Idee.
M,1. Kurzzeichen für den Vorsatz Für 1 M.-E.-Liter ist auch die Be- metrische Struktur sei eine Wirkung Mach-Reflexion, s. Verdichtungsstoß.
Mega.2. Abkürzung für Mach-Zahl zeichnung 1 Millistat, Kurzzeichen der kosmischen Massen. Seine Mei- Machsches Viereck, s. Existenzsätze
(. Kennzahlen). [13] mSt,üblich. [13] nung wird, wenn auch nicht ganz der Strömungslehre.
ma, Kurzzeichen für den Vorsatz Machsche Idee. Das Galileische streng, am besten durch folgenden Machsche Welle. Der nahezu punkt-
Myria. [13] igheitsgesetz sagt aus, daß die Gedankenversuch veranschaulicht: Es örmige Körper K (s. Abb.) bewege
Mach, Ernst. Österr. Physiker und kräftefreie Bewegung eines Körpers ist bekannt, daß man es einem Gefäß sich geradlinig in einem Gas mit der
Philosoph. Geb. 18.2.1838 in Turas mit gleichförmiger Geschwindigkeit mit Flüssigkeit ansieht, ob es gegen-
(Mähren), gest. 19.2.1916 in Haar geradeausführe, und die Newtonsche über einem *Inertialsystem roti
bei München. 1861 Prof. der Physik dynamische *Grundgleichung der M oder nicht. Wenn ja, so wölbt sich schwache Störung, die si
an der Univ. Wien, 1864 an der Univ.chanik stellt darüber hinaus einen Zu- der Flüssigkeitsspiegel paraboloidisch *Schallgeschwindigkeit a kugelförmig
Graz, 1867 an der Deutschen Univ. sammenhang her zwischen deran ei- auf, um so stärker, je rascher die ausbreitet. Die Punkte 0, 1, 2, 3 sind
Prag, 1895-1901 Prof. der Philosophie
nem Körperangreifenden *Kraft und Rotation erfolgt. Man stelle sich nun die Aufenthaltsorte des Körpers zu
an der Univ. Wien (Geschichte und seiner *Beschleunigung. Die Begriffe vor, das Gefäß rotiere nicht und der den Zeiten O1, 11, 21, 31. Ihre Ab-
Theorie der induktiven Wissenschaft).
Beschleunigung oder gleichförmig Flüssigkeitsspiegel sei zunächst eben. stände sind wt. Zur Zeit 3t haben
Trat 1901 in den Ruhestand. Arbei- gerade Bewegung können aber nur Und nun setze ein Riese zwar nicht die Kugelwellen, die von den Punk-
ten: Neben Forschungen auf dem Ge- definiert werden in bezug auf eine das Gefäß, aber den ganzen Fixstern- ten 0, 1, 2, 3 ausgegangen sind, die
biet der Wärmelehre sowie über die gemessene Zeit und auf die experi- himmel rund herum in Rotation. Radien 3at, 2at, lat, 0. Wie man
Absorptionslinien in den Sternspek-mentell benützte Metrik bzw. Geo- Nach Machs Meinung wird dann das sieht, güt für beliebige Kugelwellen,
tren versuchte er im Sinne des Posi-
metrie des Raums. Diese >metrische Inertialsystem gegen das Gefäß ro- daß die Radien linear mit der Entfer-
tivismus eine Synthese zwischen Phy-
Struktur« von Raum und Zeit geht ieren und der Flüssigkeitsspiegel sich nung der Kugelmittelpunkte vom
sik und Psychologie zu finden und die
also hier in einen physikalischen aufwölben! Genauergesagt kann man augenblicklichen Ort des Körpers an-
erkenntnistheoretischen Grundlagen Wirkungszusammenhang ein; im die beiden Fälle, rotierendes Gefäß wachsen. Diese Kugeln habenals Ein-
zu erweitern. [43] Sinn der Nahewirkungsvorstellungen oder rotierendes Universum, über- hüllende eine Kegelfläche. Auf der
Mache-Einheit, Abküi M--E.,
spricht man vom metrischen *Feld haupt nicht unterscheiden, weder be- Kegelfläche verstärken sich die Ku-
der Balncologie ie Ein-
der räumlich-zeitlichen Welt. Es ist srifflich noch experimentell. gelwellen durch Überlagerung und
heit für die radiologische Konzentra-
nun seit langem eine offene Frage, A. Einstein hat in seiner allgemeinen treten dadurch hervor, auch wenn sie
tion von Quellwässern, Quellgasen, wie diese Wirkung des Raums in der “Relativitätstheorie den Machschen äußerst schwach sind. Das Gebiet
Bädern, Emanatorien sowie des Ra- Zeit vorzustellen sei. Es gibt da prin- Gedanken aufgenommen und eine außerhalb des Kegelmantels ist von
dongehalts in der Atmosphäre. zipiell zwei Standpunkte: Entweder Wesenseinheit von metrischem und den Störungen noch nicht erreicht.
Die Einheit M.E. ergibt sich aus ist der Raum bzw. das metrische Feld Gravitationsfeld formuliert, die das Man nennt die Kegelfläche, auf der
der Gleichung eine selbständige physikalische Rea erstere als reine Wechselwirkung der die Störungen konzentriert sind, eine
radiologische tät neben den raumerfüllenden Sub-
radiologische stanzen und ihren Kraftfeldern. Dann
Konzentration ” kommt man zu Newtons »absolutem
Raum« oder irgendeiner Art von
Die M.-E. ist auf den Radongehalt »Weltäthere (wenn auch mit anderen
im Wasser oder Gas bezogen.Sie ist Eigenschaften als denen, die ihm hi-
die Aktivität derjenigen Menge Ra- storisch erstmals zugeschrieben wur-
54
55
Machscher Winkel Magnetfeld
M.W. Bei ebener Strömung zerfällt Macula Iutea (Gelber Fleck), ein die wie AIO (Ton), CaCO:(Kalk), KsCOs zone des einen bis zur Differenz.
ie in zwei Machsche Linien. Ist der Stelle direkten Sehens auf der Netz- (ottasche), NasCOs (Soda), MgO zone des anderen Magneten (Ma-
Körper nicht punktförmig und da- haut (Fovea centralis) etwas über- (Magnesia), FeOs (Eisenoxyd) und gnetmitte) wird eine Spule schnell
her die Störung nicht klein, so ent- ragendes Feld, das frei von Blutge- !'eO (Eisenoxydul). Die aus dem M. verschoben, wodurch ein stets glei-
steht eine *Kopfwelle. fäßen und mit einem lichtbeständigen, entstehenden Massengesteine heißen ches Spannungsintegral induziert
Den halben Öffnungswinkel des Mach- gelben Pigment ausgestattetist. Blickt ıc nach dem Gehalt an Kieselsäure wird. Über viele Jahre hinaus kann
schen Kegels bzw. der Machschen man durch ein blaues oder violettes auer (60 bis 80%) oder basisch (40 eine Konstanz von 0,1% erreicht
Linien nennt man den Machschen Lichtfilter auf eine gleichmäßig, aber bis 608). werden. Mit Vorteil wird es zum Ei
Winkel &. Wie aus der Abb. hervor- nicht zu hell beleuchtete Fläche, so Lır. Wilson, J. Tuzo: The Development hen ballistischer Galvanometer be-
geht, gilt hierfür erscheint die unmittelbar fixierte Stel- und Structure of the Crust,in: The Earth
“ lanet. Chicago 1954. [6]
nutzt,
Lit. Gans, R.: Phys. Z. 8, 523 (1907). -
nat a_1 le, die auf der M.1. abgebildet wird, Magn, eine in der UISSR 1948 ein- Gumlich, E.: Magn. Messungen. Braun-
LET als Kreisscheibe von 40 bis 50° schein- inheit für die absolute schweig 1918. [24]
barem Durchmesser dunkler als die Magnetfeld. Das M. besitzt keine ei-
(M Mach-Zahl, s. Kennzahlen). [11] Umgebung, da das blaue, gefilterte gene Existenz; es ist immer an das
Madischer Winkel, s. Machsche Wel- Licht durch das gelbe Pigment stark. 10 Vorhandensein elektrischer Ströme
absorbiert wird. [17] = gm fo = TOSTTA,T io oder schnell veränderlicher elektri-
Mach-Zahl (Abkürzung M), s. Kenn- Madelung-Konstante. Bei der Be-
Umrechnung: scher Felder gebunden. Das Feld des
zahlen. [9] trachtung eineridealen heteropolaren Dauermagneten hat seine tiefere Ur-
Mach-Zahl, hydromagnetische, Ver- Bindung erhält man die elektrostati- 1Magn = sache in interatomaren Strömen. Die
hältnis der Strömungsgeschwindigkeit sche Energie (je Mol) durch Summa- statischen Felder, die ohne Energie-
u eines Plasmas und der hydroma- tion überalle Atomedes Gitters. Die-, Die Einheit M. wurde auch als zufuhr bestehen, können über das
gnetischen _Störungsgeschwindigkeit se Bindungsenergiehat die Form Grundeinheit in dem Vierersystem Drehmoment, das auf ein Magnet-
a, Meter- Kilogramm - SekundeMagn chen von bekanntem Moment ausge-
verwendet. 1954 ging die UdSSR zu übt wird, gemessen werden. Das M.
M+= an. diem international üblichen Giorgi- eines linearen, unendlich langen Lei-
(£ die istZuR der kürze- System, auch MKSA-System ge- ters errechnetsich aus dem Weginte-
Die hydromagnetische Störungsge- ste Abstand von Kation und Anion, wannt, über (s. Einheitensysteme). [13] gral der Feldstärke. Es ist
schwindigkeit setzt sich aus *Schall- e die Ladung und A die M.-K.). Die- Magnet, s. Dauermagnet und Elek-
geschwindigkeit und _Alfven-Ge- se berechnete Konstante A ergibt sich Iromagnet. Fin ds = tund H. = 34;
schwindigkeit (s. Alfv&n-Zahl) zusam- für Gitter vom Typ des Caesium- Magneteisenstein. Magnetit (FsO,) ist
men: Chlorids zu 1,7627, des Natrium- das in der Natur vorkommendefer- im Abstand r vom Leiter. Das Feld
ara + 48 Chlorids zu 1,7476, des Flußspats zu vomagnetische Mineral. Es gehört zu im Mittelpunkt eines kreisförmigen
5,0388, des hexagonalen Wurtzits zu ler Gruppe der Ferrite, die in zuneh- Leiters ergibt sich unmittelbar aus
1,641 undder Zinkblende zu 1,638. mendem Maße technische Bedeutung dem Biot-Savartschen Gesetz zu H =
=.p ( (1+2. 2 288BYBau Lit. Hdb. d. Physik. Hrsg. v. S. Flügge. als magnetische Hochfrequenzwerk- 4/2 r; desgleichen ist das Feld einer
@ ” p a VII. Kristaliphysik I. Berlin 1955. stoffe erlangt haben. Neel hat. ihr Spule aus der Summe kreisförmiger
+2); Magisches Auge, s. Abstimmanzeige- Verhalten ferrimagnetisch genannt, Leiter ableitbar.
FrIE röhre. weil sie ihren Ferromagnetismus Die magnetischenFelder eines Dauer-
magische Zahlen nennt man die Zah- einem nicht kompensierten Äntiferro- magneten sowie einer stromdurch-
= Verhältnis von Gasdruck zu Ma- magnetismus verdanken. [24] flossenen Spule vom Moment M in
gnetdruck, len 2, 8, 20, 28, 50, 82 und (bei Neu- Magnet-Etalon, a) nach Gans ein ge- Richtung der Momentachse betragen
(« Verhältnis der spezifischen Wä tronen) 126, die als Gesamtzahl der nau reproduzierbares Feld in einem H = Mir. Auf der Mittellinie senk-
mekapazitäten, p Gasdruck, g Dich- Protonen oder als Gesamtzahl der engen Luftspalt eines magnetischen recht zur Momentachse ist H=2 Mjr?
te, B magnetische Feldstärke). Der Neutronen dem betreffenden Atom- Kreises; (r> gegenüber der Länge des Ma-
Zusammenhang mit der konventio- kern (s. Kernbau) aus der monoto- gneten). [24]
nellen Mach-Zahl ist gegeben durch nen Reihe der Kerne etwas heraus- Magnetfeld, eingefrorenes. In einer
fallende Eigenschaften verleihen. Be- Flüssigkeit von unendlicher elektri-
sonders stark ausgeprägt wird die IT scher *Leitfähigkeit (0 «) erfolgt
me me(1r 35). Sonderstellung eines Kernes, wenn Dr) F
Im Falle hydromagnetischer Strö- die Anzahl der Protonen und der a 2 8 die Bewegung des modifizierten Ma-
gnetfeldes 8* = $jg nach
mung ist die geritische Mach-Zahl Neutronen eine m. Z. ist (z. B. iHe, Magnet-Etalon nach Gumlich
"$0). Die tatsächlich auftretenden m. b) nach Gumlich eine Anordnung aus 4g (2)
Mae = (lt,) (gegeben durch . können mit Hilfe des *Schalenmo- wei stabförmigen Permanentmagne-
ae
dells der Atomkerne gedeutet wer- _ ( a + ) 8
M* 1) also eier als I für alle den.[1] tcn, deren gleichnamige Pole mit ge- are vY)grz
endlich großen Werte von ß. Magma, eine mit Gasen stark durch- ringem Abstand einander zugekehrt
Mach-Zehnder-Interferometer, s. In- setzte Schmelze verschiedener Silikate sind. Die Magnete müssen sorgfältig wie sich aus der Induktionsgleichung
terferenzmethode. sowie einiger anderer Verbindungen, Itert sein, so daß sie über lange des magnetischen Feldes 8 und der
MacLeod-Vakuummeter, s. Leod- in der Hauptsache von Oxyden und 7eit hinaus ein unverändertes Mo- Kontinuitätsgleichung für die Mas-
Vakuummeter. Karbonaten von Al, Cu, K, Na, Mg, ment besitzen. Von der Differenz- sendichte @ ableiten läßt. Die sub-
56 7
Magnetfeldenergie Magnetismus
stantielle Änderung eines Stromli- trische Leitfähigkeit ist in beiden Ge- ıhen im i. M. vorzugsweise senkrecht rückwärts auf die Feldstärke 5 0,
nienelements der Länge Al in der bieten sehr hoch; sie ergibt sich zı zur Milchstraßenebene gedeutet. so erhält man die spontane Magneı
Flüssigkeit mit dem Strömungsfeld tır. Biermann, L.: in W. Heisenberg: sierung M,. Sie ist eine Funktion der
d ist gegeben durch den analogen Vorträge über kosmische Strahlung. Ber- Temperatur.[2]
Ausdruck Sind in dem interstellaren Plasm: lin 1953. — Schlüter, A., und L. Bier- Magnetisierungskurve, s. Hysteresis,
/orhanden, so ist ihre durch die, mann: Z, Naturforschung 5a, 237 (1950). magnetische.
Zuan-(3+>-v) 1-41. m. Wärmeverluste bedingte Abklingzei agnetfelder, kräftefreie. M. werden Magnetismus ist die Lehre vom ma-
sehr groß. Sie ist nach Gl. (9) des gnetischen Feld und den magne
Hieraus folgt, daß sich 8* = (8/g) Stichworts Magnetohydrodynamil (kann als kräftefrei bezeichnet, wenn schen Erscheinungen der Materic.
und Al in der gleichen Weise ändern. von der Größenordnung sie in einem Gebiet keine Kraft auf
Die Feldlinien 8*=8/g und die Der Name wird von der Stadt Ma-
einen elektrischen Leiter ausüben. Da gnesia
Stromlinien I bleiben parallel, wenn z=ual, Kraft eines M. auf einen Leiter in Kleinasien, in deren Nähe
sie anfangs parallel waren, und das ich ein magnetisches Eisenerz FcıOs
Verhältnis ihrer Längen bleibt zeit- wobei Z von der Größenordnungdeı 1 y9o .n (Magneteisenstein) in alter Zeit ge-
lich konstant, Anders ausgedrückt, Linearausdehnung der Felder ist. iX zu VXDIX8 funden wurde, abgeleitet. Das ma-
Teilchen,welche sich einmal auf einer Setzt man für L den Wert von 300 pc} gnetische Feld ist ein unzertrennlicher
magnetischen Feldlinie befanden, =10” m an, der etwa der Dicke des, ist, folgt als Bedingungfür k. M. Begleiter elektrischer Ströme und
bleiben auf dieser, oder von der Flüs- Milchstraßensystems und dem Durch-' VXBXB-0, rasch veränderlicher elektrischer Fel-
Ba der. Sein Vektor 9 ist in den beiden
sigkeit aus gesehen, die magnetischen messer eines Spiralarmes entspricht,
Feldlinien bewegen sich mit der Fli so kommt die Zeitkonstante in die magnetischer Floß, s. Induktion. Maxwellschen Gleichungen
Größenordnungvon 10°° bis 10% s, is Magnetisierung. Ein Magnet, der in
sigkeit, als wären sie in dieser einge-
froren. Magnetische Felder in ideal
leitenden Flüssigkeiten werden daher
also ein hohes Vielfaches des Welt-
alters. Vorhandene i. M. könnenalso
praktisch nicht abklingen..
seiner Umgebung durch das magne-
che Feld gekennzeichnetist, ist in
inem Innern durch die Ausbildung
(+04)
rots-liteny)>
diva-m5=0
als »eingefrorene Felder« bezeichnet. Da die magnetischen Kraftlinien an) einer Vorzugsrichtung der Elementar- mit dem Vektor i der elektrischen
‚Andererseits lassen sich derartige Fel- der Materie festhängen (s. Magneto- magnete »magnetisiert«. Ein quanti- Stromdichte und dem Vektor & des
der selbstverständlich nur vor Erlan- hydrodynamik), werden sie bei der) tatives Maß hierfür ist das magneti- elektrischen Feldes verknüpft. Wah-
gung der unendlichen elektrischen durch Verschiebung von Absorptions- sche Moment der Volumeneinheit, ren M. entsprechend der wahren
Leitfähigkeit in die Flüssigkeit ein- linien des interstellaren Gases nach- das man bei homogen magnetisiertem Elektrizität oder besser der wahren
bringen. gewiesenen turbulenten Bewegungder Material durch Division des Moments elektrischen Ladung gibt es nicht.
Lt. Cowling, T. G.: Magnetohydrody- interstellaren Wolken von der Mate- durch das Volumen erhält. Diese Demgegenüber spricht man von
namics. New York . 134]
Magnetfeldenergie. Die Energie, die rie mitgenommen und im Mittel aus-' Größe heißt Magnetisierung M. Im freiem M. und nimmtan, daß über-
beim Aufmagnetisieren eines Magne- einandergezerrt, Die Richtung der] allgemeinen ist 3% ein ortsabhängiger all da, wo die magnetische Permeabi-
ten oder beim Aufbau des Feldes Feldstärke sollte vorzugsweise paral- Vektor. lität sich ändert, besonders an den
eines Elektromagneten (abgeschen lel zur Milchstraßenebene liegen,di Der Begriff der M. wird nicht nur Stellen, wo die Induktionslinien aus-
von den Widerstandsverlusten) aufge- das Auseinanderzichen der Feldlinieı bei ferromagnetischen Körpern ver- treten,freier M.entsteht. Es ist eine
wandt werden muß, wird im Außen- hauptsächlich in der Milchstraßen-) wendet. Das magnetische Verhalten formelle Sprechweise für den Aus-
raum_ gespeichert. Der größte Anteil ebene, vor sich geht. Dabei treten] der Körper wird allgemein durch den druck div 9 = 0’, wobei 9° die schein-
der Energie liegt im Interferrikum. elektrische Kräfte auf die Materie) Zusammenhang zwischen der äußeren bare räumliche oder flächenhafte L:
Die Energiedichte beträgt Y.BH in auf, die eine Kopplung zwischen der Feldstärke $ und der durch sie her- dungsdichteist. Hinsichtlich des Ver-
Jim. Die Gesamtenergie ist gleich kinetischen Energie des interstellaren) vorgerufenen M.bestimmt. Bei nicht- haltens der Materie im magnetischen
Gases und der Energie des i. M. zur) ferromagnetischen Körpern ist Feld unterscheidet man:
W='n|BH:«dV. Folge hat und welcheauf eine Gleich- proportional zu $, solange mannicht 1. Diamagnetismus. In den diama-
124] verteilung der Energiedichten hinar- zu extrem hohen Feldstärken oder gnetischen Stoffen wird eine dem
Raum beitet. Ein bei Beginn der dynami-' extremtiefen Temperaturen übergeht. Feld proportionale, aber entgegenge-
Magnetfelder,interstellare. Zwischen schen Entwicklung des Milchstraßen- gilt dann M = x 109, wobei x als setzt gerichtete, praktisch temperatur-
den Sternen befinden sich Gaswolken systems vorhandenesschwaches i. M. Suszeptibilität bezeichnet wird. Sub- unabhängige Magnetisierung indu-
mit einer Dichte von einigen Atomen wächst exponentiell mit der Zeit an. stanzen mit negativem x heißen dia- ziert. Diamagnetische Körper haben
je cm’. In der Umgebung heißer Fürdie gegenwärtige Feldstärkeerge-) magnetisch (s. Diamagnetismus), sol- kein resultierendes magnetisches Mo-
Sterne ist der Wasserstoff, das weit- ben sich dann nach Biermann und) che mit positivem x paramagnetisch ment der Atome. Durch das Feld
aus häufigste Element, durch die Schlüter Werte zwischen 10 und 10° (s. Paramagnetismus). Bei ferroma- werden .interatomare Ströme erzeugt,
Strahlungder Sterneionisiert, und es Oe,entsprechend 10 bis 10° Aym. vnetischen Körpern ist der Zusam- die der Lenzschen Regel gemäß das
herrscht dort eine Temperatur von Diese rein theoretischen Aussagen er- menhang zwischen MR und 5 kompli- Außenfeld schwächen wollen. (Die
der Größenordnung10° °K (H II-Re- fahren durch die Beobachtung inso-/ zierter. Er wird gewöhnlich in der Wismut-Kugel wird in Luft aus dem
gionen). Außerhalb dieser heißen fern eine Bestätigung, als das Licht) Magnetisierungskurve wiedergegeben Magnetfeld verdrängt.)
Wolken sind nur die Metallatome von Sternen, vor denen interstellare, (5. Hysteresis, Ferromagnetismus). 2. *Paramagnetismus. Bei den para-
mit einem Bruchteil von etwa 10% der Staubwolken stehen, fast immer po- Bestimmt man die M. in Abhängig- magnetischen Stoffen wird durch ein
gesamten Atomzahl teilweise ioni- larisiert ist. Diese Beobachtung wird keit von der magnetischen Feldstärke Magnetfeld eine dem Feld Broportio.
siert, und die Temperatur beträgt et- durch eine Ausrichtung der meist bei_festgehaltener Temperatur und nale undi. allg. tempcraturabhängi
wa 10°°K (H I-Regionen). Die elek- länglichen magnetisierten Staubteil- extrapoliert den bei hohen Felds: Magnetisierung, die dem Feld gleich
ken erhaltenen geradlinigen Teil gerichtet. ist, induziert. Die Atome
58 59
Magnetlinse Magnetohydrodynamik
oder Moleküle besitzen ein magneı lich sind, ob sich der Stoff ferroma- hes) Ion braucht, um die Pump- weise polarisiert ist. Neuerdings wur-
sches Moment, das im Feld ausricht- gnetisch oder antiferromagnetisch ‘e der Länge Z zu durchlaufen. de die M. auch von großer Bedeu-
bar ist (paramagnetische Werkstoffe verhält. Diese merkwürdige Eigen- Dabei soll ein solches Ion mehrere tung für die Frage, unter welchen
werden in ein Feld hineingezogen). schaft ist auf Grund bestimmter An- Stoße (mit Ablenkung um 90°) beim physikalischen Bedingungen kontrol-
3. *Ferromagnetismus. Bestehen zwi- ‚nahmen über die *Kristallenergie und Durchlaufen von L ausführen. Die lierte thermonukleare Prozesse in
schen den Atommomenten Bindungs- deren Temperaturabhängigkeit theo- ! nergiedissipation erfolgt über ma- einem Fusionsreaktor durchgeführt
kräfte (positives Heisenbergsches retisch deutbar. [24] ınctoakustische Wellen. Die Lei werden können.
‚Austauschintegral), so daß die Atom- Magnetlinse. Rotationssymmetrische {ungsaufnahme des Plasmas geht bei Die Grundgleichungen der M. sind
momente ganzer Bezirke dadurch Magnetfelder, wie sie z. B. von höheren Temperaturen proportio: die *hydromagnetischen Gleichungen
schon parallel gerichtet sind, so stromdurchflossenen Spulen erzeugt S. a. Stellarator, Ohmsche Hei zusammen mit den *Maxwellschen
spricht man von ferromagnetischen werden, wirken auf geladene Teilchen magnetohydrodynamische Wel- Gleichungen der Elektrodynamik.
Stoffen. Die Magnetisierung ist um (Elektronen,Ionen), die in der Nähe Die theoretische M. beschäftigt sich
viele Zehnerpotenzen größer als bei der Feldachse verbleiben, fokussie- Berger, J. M., et al.: Heating of a mit speziellen Lösungen dieses Glei-
1. und 2. und besitzt eine kompli- rend. Diese Tatsache erklärt sich fol- fined Plasma by Oscillating Electro- hungssystems. Die zeitliche Ande-
zierte Feldabhängigkeit. Die magne- netic Fields. Proc. of the 2nd UN rung des elektromagnetischen Feldes
tischen Erscheinungen haben ihren f. on the Peaceful Uses of Atomic wird beschrieben durch die Maxwell-
ray, P 357. Genf 1958. - Akhiezer, schen Gleichungen
Ursprung in den magnetischen Mo- A. 1, et al: Theoretical Research on
menten der Atome und der Elektro- !Hiyh-Frequency Properties of Plasma 1005 = 6+3,div6=0, @®
nen (Elektronen-Spin). Wie die gyro- ‚nd Magnctohydrodynamic Shock Wa-
magnetischen Versuche gezeigt haben, ves, P 2300. Genf 1958. - Sinelnikow, K. rote=-8 -ud,divs=0. @)
überwiegt i. allg. der Anteil, der vom D., et al.: Experimental Research on Dader Leitungsstrom bei der großen
Elektronenspin herrührt. Itih Frequency Properties of Plasma Leitfähigkeit gegenüber dem Ver-
4. Antiferromagnetismus. Die Stoffe "ıd Magnetohydrodynamic Shock Waves,
schiebungsstrom überwiegt, kann D
"221. Genf1958. [34]
zeigen nach außen hin ein parama- Abb. 1
vernachlässigt werden. In einem Me-
Magnetobandabsorption, oszillatori- dium der Leitfähigkeit « führen die
gnetisches Verhalten mit der Sonder- "he, s. Magnetooptik.
heit, daß unterhalb einer gewissen gendermaßen (Abb. 1): Die r-Kom- elektrischen und magnetischen Felder
Temperatur (N6el-Punkt) die Suszep- ponente der Bahnbewegung vr be- Magnetohydrodynamik. Die M. be- zu einer Stromdichte
tibilität mit fallender Temperatur ab- wirkt mit der vorherrschenden z- hreibt die Strömungsvorgänge von G-xl@+[®D, ®
fällt, wodurch sie sich von den para- Komponente des Feldes B, nach der Plasmen oder Flüssigkeiten mit gro-
magnetischen Stoffen unterscheiden. Korkenzieher-Regel, daß das Teil- er elektrischer Leitfähigkeit in An- wobei d die Geschwindigkeit der ioni-
Neel hat durch das Zusammenwir- chen aus der Zeichenebene heraus ab- wesenheit innerer und äußerer ma- sierten Materie ist. Die hydrodyna-
ken von ferromagnetischen Ordnun- gelenkt wird (Bilddrehung). Diese Be- netischer Felder und stellt somit ein mische Bewegung genügt der Konti-
gen mit entgegengesetzten Spin-Rich- wegung ergibt zusammen mit B. eine \nalogon zur Hydrodynamik und nuitätsgleichung
tungen das Verhalten gedeutet. Das gegen die Achse hintreibende Kraft- Gasdynamik dar. Jede hydrodyna- Re aivos-
für ferromagnetische Stoffe entschei- wirkung, die zu B? proportional ist mische Bewegung eines Plasmas führt a Hdivgo=o @
dende Austausch-Integral wird hier 6. Abbildung. durch Elektronentin- ‚um Auftreten induzierter elektri-
negativ. sen). her Felder und infolgedessen wegen und der Bewegungsgleichung
5. Ferrimagnetismus. Er ist ein nicht cr hohen elektrischen Leitfähigkeit do — gradp+es+&+[68],
vollständig ‚kompensierter Antiisero- zur Entstehung elektrischer Ströme. @g=
magnetismus, der gemeinhin ferro- Diese erfahren im äußeren Magnet-
magnetisches Verhalten zeigt, jedoch (eld eine Kraftwirkung, welche den ©
schwächer, als es seinen Atom- Iiewegungsvorgang ändert. So kann worin die Dichte, p der Druck, 8
momenten nach sein sollte. Er findet ,. B. eine sich in einem Plasma aus- die Fallbeschleunigung, $ die Rei-
sich bei speziellen Kristallgittern der hreitende Stoßwelle durch ein solches bungskraft ist, welche bei bekannter
Spinell-Typen (Ferrite) sowie bei den !'eld gebremst werden. Es tritt also Viskosität » nach der Gleichung
Granaten der seltenen Erden. Seine Abb. 2 eine Kopplung zwischen mechani-
große Bedeutung liegt in der techni- ‚chen undelektrischen Kräften auf. ev-4u ©
schen Anwendung der ferritischen Um möglichst starke Linsenfelder zu Den Anlaß zur Entwi igkeit » zusam-
Werkstoffe im Gebiet der Hochfre- erreichen, konzentriert man in der M. menhängt. Die gesamte Geschwindig-
quenz wie auch bei den Barium-Fer- das Feld mit Hilfe von Polschuhen im interstellaren Raum ist keitsänderungist gleich dem rein ört-
riten als permanent-magnetische auf einen kleinen Raum (Abb. 2). ic Materie hochgradig ionisiert und lichen und rein zeitlichen Geschwin-
Werkstoffe. Derartige Polschuhlinsen finden als csitzt deshalb eine große elektrische igkeitszuwachs
6. Metamagnetismus. Bei einer Reihe *Kondensor, *Objektiy und *Projek- ähigkeit_(s. Leitfähigkeit eines do _®
von Stoffen, so z. B. bei MnAs, bei tiv im ischen *Elektronenmi- Plasmas). Zeemann-Aufspaltungen Warte Mm
einigen Metallen der seltenen Erden kroakop Verwendung. 135) von Spektrallinien beweisen das Vor-
wie auch bei der metallischen Verbin- ‚e Heizung eines Ihandensein von Magnetfeldern auf Aus den Gl. (1) bis (3) folgt bei kon-
dung MnAu;,ist der magnetische Zu- Plasmas. Spezialfall des magnetischen Sternen. Auf die Existenz von groß- stanter Leitfähigkeit
stand von den äußeren Bedingungen *Pumpens. In diesem Fall ist die Pe- siumigen Magnetfeldern im interstel-
5=rotl5l+DAs5, @
abhängig, so daß Temperatur und riode der Pumpfrequenz annähernd \uren Raum ist aus der Beobachtung
äußeres Magnetfeld dafür maßgeb- so groß wie die Zeit, die ein (typi- u schließen, daß das Sternlicht teil-
[2] 6
Magnetooptik
berücksichtigt zu werden braucht. Ein der Emission und Absorption von
mics. New York 1957. - Spitzer, L.z sinpfindliches astatisches M.ist von Licht. Den ersten derartigen Effekt
Dean © Physics of fully ionized gases, Ne:
York 1956. - Van de Hulst, H. C., and; Tobusch und v. Auvers angegeben fand bereits 1845 Faraday. Er beob-
ist. Bei verschwindender Geschwin. J. M. Burgers: Gas Dynamics of Cos- worden. Es besitzt einen Nadelab- achtete, daß die Schwingungsrichtung
digkeit erhält man die Diffusions- Magnetometer, ursprünglich Geräte]
mic Clouds. Amsterdam 1955. [2] ud von nur 5 bis 10cm und ver- eines linearpolarisierten Lichtstrahls
gleichung ale Magnetisierungsspulen. Die auf beim Durchgang durch einenin Ri
‚zur Messung magnetischer Momente, © beiden Nadeln wirksamen Dreh- tung der Lichtfortpflanzung magneti-
9=D-45, «o) deren Felder auf das Magnetsystem) ‚mente addieren sich bei dieser An- sierten Körper gedreht wird. Inzwi-
in der D die Rolle des Diffusions- ein dem Feld proportionales Dreh- Inung. Das oft störende Vertikal- schen ist die Zahl der beobachteten
koeffizienten spielt. Die Zerfallszeit moment ausüben. Einfachste Instru- leld der Erde kann durch geeignete magnetooptischen Effekte schr gestie-
des Magnetfeldes läßt sich infolge- mente dieser Art sind der Kompaß, Vorrichtungen kompensiert werden. gen. Man unterscheidet zweckmäßig
dessen zu die Tangentenbussole und der Dop- Iiei dem Neumann-M. wird die zwischen Effekten, die durch magne-
1L pelkompaß,Die Richtkraft liefert das} Kompensation der Spulen durch eine tische Beeinflussung der Ersatzoszil-
= url ay Erdfeld oder cin zusätzliches Feld las ganze Magnetsystem umfassende latoren zustande kommen (nach der
Diese einfachen Systeme sind sehr] Spule erreicht. Das M.von Lange be- *Elektronentheorie und der älteren
abschätzen, wobei L eine Länge von störanfällig. Deshalb werdenvielfach] itzt an Stelle der Magnete Ringspu Quantentheorie ist dies die den Elek-
der Größenordnung des Gebietesist, astatische M. bevorzugt. Sie bestehen len. Es ist wenig störanfällig, benö- tronen durch das äußere Magnetfeld
in dem Ströme fließen. Unter Labo- aus zwei Magnetsystemengleich gro- ber Probenin Ellipsoidform. aufgezwungene _Larmor-Präzession
ratoriumsbedingungen ist 7 schr klein, Ber Momente,die in einem nichtzu Weitere, aber weniger gebräuchliche um die Feldrichtung) und Effekten,
bei Cu mit x = 6- 107S/m von der kleinen Abstand in derselben Verti- M. sind die von Hermann, Heussel, die auf der Einstellung permanenter
Größenordnung 1s. Unter kosmi- kalebene mit umgekehrter Polung an konstruierten. Das oder induzierter magnetischer Atom-
schen Bedingungen kann z hingegen einem starren Gestänge befestigt sind. Grundprinzip ist bei allen dasselbe. momente in die Feldrichtung beru-
infolge der großen Werte von L und Dadurch wird die Richtkraft des Erd- In neuerer Zeit wird das Wort Ma- hen. Damit ergibt sich etwa folgende
der nur wenig kleineren von x sehr feldes aufgehoben, desgleichen ı,netometer in weiterem Sinne ge- Übersicht:
groß werden. Wirkung von Fernstörungen, da die braucht. Man versteht darunter alle A) Magnetische Beeinflussung der Er-
Betrachtet man andererseits als zwei- se auf beide Magnete im entgegenge- Geräte, die magnetische Momente, satzoszillatoren:
ten Grenzfall den Fall so stark be- setzten Sinne wirken. Die Konstruk-J 1. Zeeman-Effekt (Emission), inverser
wegter Medien, daß das zweite Glied tion von Kohlrausch und Holborn Zeeman-Effekt (Absorption),
in GI. (8) gegenüber dem ersten ver- hat einen Nadelabstand von unge- a)longitudinal,
‚nachlässigt werden kann, so entsteht fähr 1,50m. Die Probeliegt in deı kator eine Sonde aus hochper- b) transversal;
5-r0B8Sl. (ad) Horizontalebene des unteren Magne-]
ten in einer Spule, deren Wirkung auf)
‚ablen Blechstreifchen von einigen
Millimeter Länge, die in einem mit 2.0) Faraday-Effekt = zirkulare ma-
Diese Gleichung für 5 ist mit der das Nadelsystem durch eine symme: Wechselstrom von 1 kHz beschickten gnetische Doppelbrechung, lon-
Differentialgleichung der Wirbelge- trisch zur Nadel liegende Spule kom- Spülchen magnetisch gesättigt sind. gitudinal,
pensiert wird, so daß nur das Momen! Die induzierte Spannung ist reich an b) Voigt-Effekt = lineare magneti-
schwindigkeit @ = (1/2) rot o der Hy- ie Doppelbrechung, transver-
drodynamik identisch. Für die Wir- der Probe wirksam ist! Der Einfluß) harmonischen Oberwellen. Ist nun
belung ist als Folge dieser Gleichung auf die obere Nadelist so gering, daß auch noch. eine Gleichfeldkompo- p}B) Eihstellungseffekte:
in der Hydrodynamik bekannt, daß er nur durch ein Korrektionsglied nente in Richtung der Längsausde a) Paramagnetische Drehung der
sie an den Flüssigkeitsteilchen haftet nung der Streifen wirksam, so erhäl Polarisationsebene, longitudinal,
und somit mit ihnen transportiert lie induzierte Spannung auch noch b) Paramagnetische Drehung der
wird, Entsprechend müssen sich die weradzahlige Oberschwingungen. Die Polarisationsebene, transversal
magnetischen Feldlinien mit der Ma- ‚weite Oberschwingung wird ausgefil- (Cotton-Mouton-Effekt).
terie bewegen; sie hängen also an ihr iert und zur Messung des Gleichfel-
odersind in der Materie eingefroren. des benutzt. Ihre Amplitude ist pro- o, 1: Zeeman-Eitckt (normalen).
Ist keiner der beiden Terme in Gl. (&) vortional dem Gleichfeld. Die Pha- Bringt man eine mit Helium gefüllte
vernachlässigbar, dann laufen die ma- senlage ist von der Feldrichtung ab- *Geißler-Röhre zwischen die Pole
gnetischen Kraftlinien während ihrer hängig. Nach Verstärkung und eines starken Elektromagneten, dann
Bewegung mit der Materie weg.-Ihre Gleichrichtung können somit Größe beobachtet man bei genügend starker
Bewegung mit der Materie überwiegt, und Richtung des Gleichfeldes ge- spektraler Zerlegung (Lummer-Gehr-
solange LV >D ist, wobei V von messen werden. Der Meßbereich um- cke-Platte, s. Interferenz des Lichtes,
der Größenordnungder auftretenden faßt 10-° bis 10° A/m. ‚Abschn.6) eine Aufspaltung der
Geschwindigkeit ist. Lit. Kohlrausch: Lehrb. d. prakt. Phy- Spektrallinien. Bei Beobachtung quer
Eine spezielle Lösung des obigen sik. Bd. 2. Stuttgart 1956. ATM J 623, zur Feldrichtung (Transversaleffekt)
Gleichungssystems der M. sind die V_391. — Pietzcker, A.: Z. Physik 88,
313 (1934). Hermann, H.: Z. m. n. U.
treten drei gleichabständige Kompo-
Alfvenschen oder magnetohydrody- 65, 345 (1939). 124] nenten auf. Die mittlere liegt dabei
namischen *Wellen. Magneton, s. Bohrsches Magneton
am Ort der unverschobenen Liı sie
S. a. Energie-Direktumwandlung und und Kernmagneton.
ist linear polarisiert und schwingt
MHD-Generator. parallel zur Feldrichtung (r-Kompo-
Lır. Alfven, H., und C. G. Fälthamm: Magnetooptik. Unter M. versteht nente). Die beiden äußeren Begleiter
Cosmical electrodynamics. Oxford 1% Astatisches Magnetometer nach ın die magnetische Beeinflussung unterscheiden sich von der mittleren
- Cowling, T. G.: Magnetohydrodyna- ’Kohlrausch
6
“2
Magnetooptik Magnetooptik
in der *Frequenz um den Betrag: chanischem Moment beim Spin das ıwbildete Faktor g den Anschluß an
las Experiment. Bei sehr starken Ma-
Damit erklärt sich aber sofort der
e gleiche wäre wie bei den Bahnmo-
menten. Wegen der dann resultieren- feldern tritt eine Verwandlung
Faradaysche Befund,
gungsrichtungeines daß die Schuin
lincar polarisier-
av tiameH den Äquidistanz der aufgespaltenen komplizierten Aufspaltungsbildes en Lichtstrahles ‚beim Durchsetzen
(e=1,60203 : 10°C, c»3 - 10!°cmjs,H Terme und wegen der *Auswahlregel (les anomalen Zeeman-Effektes in yon magnetisierter Materie (Farada
Feldstärke in A/m). Sie sind ceben- für die magnetische Quantenzahl «las einfache Lorentz-Triplett des
normalen Zeeman-Effektes ein (Pa- hatte bei seinen ersten Versucheny
falls linear polarisiert, schwingen Am +1 würden nämlich wie bei
‚chen-Back-Effekt). Sie kommt da-
Bleiglas verwendet) in Feldrichtung
aber senkrecht zum Feld («-Kompo- den, Singulettlinien trotz der Multi-
«urch zustande, daß die Kopplung um einen Winkel & gedreht wird;
nenten). Bei Längsbeobachtung (par- plizität der Terme alle möglichen
/wischen den Vektoren des resultie- denn man kanneine lincarpolarisier -
allel zum magnetischen Feld) treten te Welle stets als aus zwei entgegen
gesetzt zirkular polarisierten Wellen.
Übergänge in die drei zum Lorentz-
nur die beiden äußeren Linien auf, schen Triplett gehörigen zusammen- senden Bahndrehimpulses(Z) und des
während die unverschobeneLinie ver- fallen. Das Verhältnis von magneti- tesultierenden Spindrehimpulses ($) zusammengesetzt ansehen, die nach
schwindet. Sie sind in entgegenge- schem zu mechanischem Momentist infolge des starken äußeren Feldes dem Gesagten in der magnetis ierten
setztem Sinnezirkular polarisiert. Be- aber beim Spin gerade doppelt so »clöst wird und nun beide Vektoren Substanz mit verschiedener Geschwi n-
obachtet man in Absorption (inver- groß wie bei den Bahnmomenten für sich gequantelt werden müssen. digkeit fortschr eiten. Sie müssen da-
ses Zeeman-Phänomen), so_gilt be- (magnetomechanische Anomalie), so Der Zeeman-Effekt hat für die Term- her nach Verlassen der magnetisier-
züglich der Aufspaltung der Spektral- daß die Achsen von Gesamtdrehim- ‚nalyse die größte Bedeutung, da er ten Materie eine Phasendi
linien das gleiche wie bei Emission. puls des Atoms und magnetischem us dem Aufspaltungsbild bzw.
em Lande-Faktor unmittelbar aus sitzen und sich zu einerlinfferenz
ear polari-
be-
Der Absolutbetrag der Aufspaltung Gesamtmomentauseinanderfallen. Da die sierten Welle mit gedrehter Schwin-
Av beträgt nach obiger Gleichung z. aber nur das mechanische Gesamt- tenzahlen des Atomzustandes zu gungsrichtung zusammensetzen. Der
B. für die grüne Linie des Heliums drehmoment gequantelt wird, spalten itteln gestattet. Drehungswinkel & ist dabei propor-
A) 2 a. Faraday-Eiffekt. Der Faraday- tional
!iffekt steht in unmittelbarem Zusam- Quotientzur Differenz der Brechungs-
501,6 nm) bei einer Feldstärke von die Terme mit ungleichmäßigen Ab-
inenhang mit dem inversen Zeeman- ’llen, en für die beiden zirkular
8.105 Alm nur =1,7- 10105! bzw. ständen auf, so daß das Aufspal-
AA = 10° cm —0,01 nm. Lorentz tungsbild sehr kompliziert wird. Die)
Phänomen bei Longitudinalbeobach- und zur Schichtd zur magnetischen Feldstä en
konnte mit Hilfe der Elektronentheo- Termaufspaltung ist jetzt durch den icke eiastärke
rie die geschilderte Aufspaltung in Ausdruck: tung. Dieses besagt nämlich, daß an
drei bzw. zwei Komponenten theore- AE= wgMH Stelle einer Absorptionsstelle im feld- @=Cw-n)Hd= .
tisch deuten (sog. normales oder Ireien Fall zwei nach höheren bzw. Die frequenzabhängige Größe R be-
*Lorentz-Triplett, normaler Zeeman- gegeben, wobei AE die Energiediffe- kleineren Frequenzen verschobene zeichnet manals Verdetsche Konsi
renz der Terme, #0 den Ausdruck A, Absorptionsstellen auftreten, von de- te. Sie gibt den Drehung
eine Schichtdicke von swinkel x für
Effekt). Inzwischen stellte sich aber (@xmc), also die »normale« Auf-
heraus, daß das normale Zeeman- nen die eine links-, die andere rechts- 1 cm undeine
spaltung beim Feld 1, und M die ma- {irkular polarisiertes Licht absorbiert. magneti
Das bedeutet aber, daß entgegenge- an und sche Feldstärke H von 80 Am
Phänomen ein relativ seltener Son- gnetische Quantenzahl bedeutet. &
' zirkular polarisierte Lichter Dis- stoff z. B.beträgt bei Schwefelkohlen-
derfall (Aufspaltung aller Singulett- (der sog. Land6-Faktor, s. g-Faktor)]
linien) ist, während i. allg. (nämlich ergibt sich nach der Wellenmechanik 0,04347°
versionskurven besitzen, die der Form länge von A 589 nm). (für eine Wellen-
beiallen Dublett-, Triplett- und Mul-
tiplettlinien) eine viel kompliziertere zu ıch etwa gleich, gegeneinander aber A) 2b. Voigt-Effekt. In ähnliche
Aufspaltung stattfindet (anomaler _,J0+D+SCH)-LE+N) um den Frequenzabstand der beiden Weise wie an einer längsmagnetisier-r
Zeeman-Effekt). Den Schlüssel zum seit 270) Angepiionstinien verschoben sind (s. ten Substanz bei Längsbeobachtung
Verständnis der anomalen Zeeman- bb. D). der Faraday-Effekt als Folge des
(E Gesamtbahndrehimpuls, $ mecha- longitudinalen, inversen
fektes auftritt, ergibt sichZeeman-
Aufspaltung lieferte die 1925 von Ef-
Goudsmit und Uhlenbeck aufgestellte nischer Gesamtspindrehimpuls, / me- bei Trans-
Hypothese (s. Goudsmit-Uhlenbeck- chanisches Gesamtdrehimpuls = Vek versalbeobachtung eine verschie
sche Hypothese), nach der jedem torsummevon L undS).
Nach der älteren Quantentheori
Fortpflanzungsgeschwindigkeit dene für
Elektron außer einem magnetischen senkrecht und parallel zur Feldrich
und mechanischen Bahnmoment zwei folgt aus der geschilderten Betrach-
tung des Vektorgerüstes der Drehim: tung schwingendes, lincar poları -
Eigenmomente (die anschaulich ge-
pulse und ihrer Projektion auf di ies Licht, d.h. "Doppelbrechung, Sie
sprochenihren Ursprung in einer Ro-
Feldrichtung an und für sich der Weı wurde zuerst von Voigt am Natrium -
tationsbewegung des Elektrons ha- dampf beobachtet. Merklic he Beträge
ben) zukämen, nämlich ein mechani- nimmt sie nur in der Nähe eines Ab-
sches und ein magnetisches Spinmo-
ment. Der zu quantelnde mechanische
Drehimpulseines Atomsist nun nicht Die Wellenmechanik hat aber schwer.
ee instelleffekte. Die unter A)
nannten Effekte treten bei allen Sıb-
mehr die Summealler Bahnmomente, wiegende Gründe dafür beigebracht stanzen auf, die im folgende
sondern die Vektorsumme allerBahn- daß man zum richtigen Resultat g Abb. 1 schriebenen Einstelleflekte nurn be- bei
und Spinmomente. Dadurch erhöht langt, wenn man in den Formeln dı
älteren Quantentheorie immer, di Die Brechungsquotienten z* und m Molekülen Substan zen, in deren Atomen oder
sich die Zahl der Termaufspaltungen. für verschieden zirkular polarisierte gnetfeld cin merklich durch ein äußeres Ma-
Allerdings würde auch jetzt noch ein Quadrate der Quantenzahlen 7°, es magnetisches
und ® durch JW+D, SS +1) !ichter gleicher Frequenz unterschei- Moment induzie rt wird
‚len sich daher, und zwar vor allem reits ohne Magnetfeld einoder
normales Lorentz-Triplett als Auf- die be-
L(L +1) ersetzt. Tatsächlich. liefe
Nähe der Absorptionslinien. tes magnetisches Moment.permane n-
spaltungsbild erscheinen, wenn das
Verhältnis von magnetischem zu me- auch erst der mit diesen Ausdrücke besitzen.
64 6
Magnetooptik der Halbleiter Magnetooptik der Halbleiter
Bei Anlegen eines Magnetfeldes su- stück zum *Kerr-Effekt und ist wie !imission und Absorption im *Zee- Aufgrund der gegebenen Gleichung
chen sich die atomaren Momente in dieser proportional zum Quadrat der man-Effekt, Dispersion im *Faraday- ergibt sich bei gewissen Frequenzen
Richtung des äußeren Feldeszu stel- Tckt. ein charakteristisches optisches Ver-
len, soweit sie die Wärmebewegung (io - m) -UR= CmiH® M. freier Ladungsträger in einem halten:
nicht daran hindert. Dadurch entsteht (d Schichtdicke in cm, H_ Feldstärke lasma oder in einem Festkörper a)für @ > y und @ > ws findet ge-
eine optische Anisotropie in dem Me- in Am, Cm Cotton-Moutonsche (Halbleiter oder Metall). mäß(2) bei @ = @, eine Resonanzab-
dium, die Doppelbrechung zur Folge Dop-
Konstante). Diese magnetische Betr: Die Bewegungsgleichung, die als sorption, die sog. Zykloironresonanz,
hat. Im übrigen besteht eine recht pelbrechung hat i. allg, kleine bei “irundlage der Berechnung der opti- stai
weitgehende Analogie zu den ent- ge. So ist z. B. in Nitrobenzol schen Konstanten gemäß der *Drude- b) nach (1) ergibt sich im dämpfungs-
sprechenden Erscheinungen im elek- einer Schichtdicke von 1 cm bei 8. 10° schen Theorie dient, ist zu erweitern freien Fall die *Plasmaresonanz für
trischen Feld (s. Kerr-Effekt). Alm AA/A nur 2,2 - 10°. Konstante mcin Glied, das
nthält.
*Lorentz-Kraft = 0 für die Frequenz
B) a. Die teilweise Ausrichtung der Die Cotton-Moutonsche zur Wellen- Für die beiden Größen ercı und Gun: ia
atomaren Momente im Magnetfeld ist indirekt proportional der komplexen Dielektrizitätskon-
@nı.n gar
bewirkt, daß die Intensitäten der bei- länge ("Havelocksches Gesetz): stanten e*
den zirkularen Komponenten des bei
nt d. h., daß die Reflexionskante, die in
Längsbeobachtung im normalen Zee- Cn=h—g er #- nam, 2 Verbindung mit *Plasmaresonanz
man-Effekt auftretenden Dubletts auftritt, je nach Polarisationsrich-
verschieden werden. Die Dispersions- (n Brechungsquotient, A Wellenlänge, (e relative Dielektrizitätskonstante; tung um + bzw. — @»/2 verschoben
kurven entgegengesetztzirkular pola- h Havelocksche Konstante, die wie- optische Leitfähigkeit) erhält man ist, wenn B klein genugist (Magneto-
derum von der Temperatur und der
risierter Lichter (n* und zr) sind jetzt lamit als Ergebnis: Plasma-Reflexion).
nicht mehr nur gegeneinander ver- Substanz abhängt). 4)für Magnetfeld B parallel zur Fort- Eine ähnliche Verschiebungder Plas-
schoben wie beim Faraday-Effekt an Majorana-Efjekt. Der Majorana-Ef- pflanzungsrichtung des Lichtes und maresonanz erhält man auch bei
diamagnetischen Substanzen, sondern fekt stellt einen ins Gröbere übertra- “irkularpolarisiertes Licht erhält man BLEnach 3) @).
sie besitzen auch verschiedene Gestalt genen Orientierungseftekt nach Art oh ta ) () führt zu verschiedenen Werten
des Cotton-Mouton-Effektes dar. In » (tajtpR des Brechungsindexes je nach Polari-
Eisenoxydulsolen bilden sich beiIdie a) sationsdrehsinn. Linearpolarisiertes
gerem Stehen längliche Teilchen, hr Licht -zerlegbar in zwei entgegenge-
sich ähnlich wie die paramagnetischen]- um 2nkwEo—EnEr WEa,jer setzt zirkular polarisierte Wellen -
Moleküle beim Cotton-Mouton-Ef schihrt du eine Drehung der
fekt in Richtung eines äußeren Feldes
Dop-
. [} iwingungsebene um den Wii
einzustellen suchen und dadurchMajo- ‚labei bedeuten @»ı Kreisfrequenz der überdie Schichtdicke d inkel p
pelbrechung verursachen. Der i-
"Plasmaresonanz, @pı = (N e!im* eo o
rana-Effekt tritt auch in diamagnetSil- 7)‘und @, Kreisfrequenz der *Zy- P= Ge Anna Mean)" d
schen Solen, z. B. in Gold- und klotronresonanz, &, = e B/m*.
Teilche:
bersolen, auf. Die länglichen ein. Die beiden Vorzeichen + - in (1) mit
Abb. 2 stellen sich dann quer zum Feld Dre und (2) bezeichnen die beiden Dreh-
u Pina # irecnts
, R.: Die magn.
(s. Abb. 2). Die eine Dispersionskurve Lrr. Ladenburg i -Pouillets, sinne der zirkularen Polarisation;
2
(w) ist gewissermaßen verkümmert. I) für Magnetfeld B senkrecht zur
Vortpflanzungsrichtung des Lichtes Dies ist der *Faraday-Effekt freier
Die Difterenzkurve (n — n*), welche und linear polarisiertes Licht erhält Ladungsträger.
die Größeder zirkularen Doppelbre- liche Doppel man &) @,5, 6) führt zu einer Phasendiffe-
chung bestimmt, ist nun auch nicht Bd.21. Berlin 1928. [17]
der Halbleiter. Un
mehrsymmetrisch. Insbesondere kann Magnetooptik jede] ee renz zwischen der Welle ÜLB und
sie auf verschiedenen Seiten des Ab- M.d. H. versteht man allgemein Gt»
sorptionsgebietes verschiedenes Vor- Art der Beeinflussung der optische: uni der Welle E B. Demnach wird aus
zeichen haben. Diese »paramagneti- Konstanten n (Brechungsindex)Medi
& lincarpolarisiertem Licht, das unter
sche«e Drehung der Polarisations- k (Absorptionsindex) eines Art di Gemmankaen=enee y ze nr 45° zu B schwingt, elliptisch polari-
ebene überlagert sich dem normalen, durch ein Magnetfeld.vonDie dem zus . siertes Licht, sog. Voigt-Effekt. Di
diamagnetischen Faraday-Eiffekt, Beeinflussung hängt dei @ Phasendifferenz beträgt ‚Rue
B) b. Cotton-Mouton-Effekt. In grunde liegendenderElementarakt
elektromagnetis
mit
o
Querbeobachtung tritt bei parama- Wechselwirkung der Materie ab, wo: ji PER © va m):d.
gnetischen Substanzen eine magneti- schen Welle mit
sche Doppelbrechung auf,die sich in bei man drei Gruppen unterscheid:. Bemerkenswerterweise ist für @ > y,
verschiedenen Brechungs quotienten kann: BLE @ > w, und @ > wı
(Fortpflanzungsgeschwindigkeiten) für 1. M. gebundener Elektronen ei mit o v_a
linear polarisierte Wellen äußert, je isolierten Atoms. dus
nachdem, ob ihre Schwingungsrich- Da eine scharfe Spektrallinie a=1+ Frwur Wan vw
tung senkrecht oder parallel zur Feld- einen klassischen Oszillator beschrie; Sind die Formeln auf freie Ladungs-
richtung ist (Cotton-Mouton-Effekt). ben werden kann, läßt sich auch di träger in Festkörpern anzuwenden,
Dieser Effekt ist das direkte Gegen- Magnetfeldeinfluß klassisch fasse so ist m durch die effektive *Masse
66 7
Magnetooptik der Halbleiter
m* zu ersetzen. es beschreibt in die- Erlaubte direkte optische Übergäng e Ic Form der Absorptionslinien ist
hö- mit £= const erfolgen jetzt
sem Fall den Polarisationseinfluß Für nur zwi- «lurch die Dichtefunktion der Ener-
her gelegener Resonanzstellen. schen diesen diskreten Niveaus Stattglei- ‚ustände D (E) gegeben. Diese än-
ein Plasma Gas wird &s = 1. cher Quantenzahl n (An = 0). ns- «dert sich im Magnetfeld grundsätz-
3. Beim Festkörper tritt neben atom- der kontinuierlichen Absorptio
\ich durch das Auftreten der Landau-
dominanten Spektren,z. B. yon Stör- kante ihrem Einsatz bei AE er- Niveaus.
stellen, und neben dem Spektrum hält man jetzt Absorptionslinien bei Während ohne Magnetfeld z. B. für

ce)
freier Ladungsträger, die beide nach hv=AE+ ‚las Leitungsband D (E) = VE=AE
1. bzw. 2. behandelt werden können, + M (@uzioxtronen + @euscner) (n + 2). d. h. die Dichte mit der Wurzel
teAbstandes vom Bandrand an-
auch ein charakteristischer magneto-
optischer Effekt im Bereich der Fun- Da die Absorptionslinien bei end!er- wächst und am Bandrand selbst Null
damentalabsorption (s. Absorption, her Temperat ur verbreitert sind, wird D(E) im Magnetfeld von
optische von Halbleitern), d, h. beim hält man einen oszillierenden Ab- Form (für das einfache eindi-
Elektronenübergang zwischen den sorptionsk oeffizienten (oszillatorische nale Bändermodell):
»Bändern« (s. Bänderspektrum) auf, Magnetoba ndabsorption).
wobei praktisch nur der Übergang Bei der Hinzunahme der Spin-Bahn- D (Eat = _—— 1
vom Valenz- in das Leitungsband Wechselw irkung ttrit eine weitere
eine Rolle spielt. Aufspaltung der Landau-Niveaus mit ° VE-E

Bekanntsind die folgenden magneto- weiteren Auswahlregeln auf, die Y 0 ‚Energie des Landau-Niveaus bei
der
Richtung zwischen
optischen Effekte im Bereich der ihrerseits von der elektromagnetischen
*Absorptionskante der direkten bzw. E-Feld der Die Dichte ist also bei der minima- Leitungsband an. Die dünn gestrichelten
Linien bezeichnen die Energie der Lan
indirekten Übergänge. Welle und Magnetfeld abhängen. ion Energie unendlich (s. dazu Abb. dau-Niveaus bei £ = 0. (Nach Burstein,
Der Einfluß der Magnetfelder liegt Eine weitere Komplikation der oszil- Picus, Wallis und Blatt)
darin, daß das im Leitungsband bzw. latorischen Magnetob
andabsorption
im Valenzband normalerweise vor- tritt bei Bandstrukturen auf, die an-
d. h., wenn die Flächen
handene Energiekontinuum in diskre. isotrop sind,Energie
te Energiewerte (sog. Landau-Ni- konstante r keine Kugelflä-
chen mehr sind, so z. B. das Valenz-
veaus) aufspaltet. Dies rührt daher, band
daß freie Elektronen im Magnetfeld von Germanium.
Kreisbahnen beschreiben mit der
Umlauffrequenz
B
= m* Überlagerung einer Serie von Ab-
(Zyklotronfrequenz). sorptionskanten. ELB führt zu)
Gleichzeitig ist die Energie der freien einem oszillatorischen Charakter.
Ladungsträger der Quantisierungsbe- Da bei verbotenen Übergängen die
dingung unterworfen. Die Landau- beiden Bänder 1 und 2, zwischen de- we
Niveaus liegen vom Bandrand im nen der eÜbergang erfolgt, gleiche
Abstand Symmetri haben, ist der Abstand Abb. 2. Oszillatorische Magnetobandabsorption bei Germanius
Ranlnt a, n=0,1,23... der Oszillationen
der Kanten bzw.-Aufspalt Hat) im, Bereich der erhnubien eirekten ValenzLeitungsbandibetgänge.Gesit-
(ohne Spin-Bahn ung) gege- <helt ist der Verlauf der Absorption ohne Magnetfeld. Eingetragen sind in Lage
Eindimensionale_parabolische Ener- und Stärke die zu erwartenden Absorptionslinien als Übergänge zwischen den
ben durch A (oz — wz.). Bei den 'Landau-Niveaus. (Nach Burstein, Picus, Wallis und Blatt)
iebänder mit Extrema der Energie Bändern kann es sich um Valenz-
0 haben dann folgende Form und Leitungsband,aber auch um sich, gelingt mit Hilfe des Zeeman-Ef-
Abb. 2 zeigt als Beispiel für die »os-
als Lösung der Schrödinger-Glei- überlappende Unterbänder eines dei ‚ıllatorische Magnetobandabsorptione
fektes bzw. des Faraday-Eficktes
hung,in der der Impulsoperator das Bänder handeln (Intrabandübergän- s Absorptionsspektrum von Ger-von Spektrallinien, da im Exciton ein
magnetische Vektorpotential enthält ge), wie z.m.B. beim Valenzband voı ınium für linear polarisiertes (EB)
wasserstoffähnlicher Bindungszustand
(ohne Berücksichtigung des Spins; Germaniu Licht. zwischen freiem Elektron und freiem
Nullpunktder Energie = oberer Rand Bei indirekten Übergängen wirktsi In Festkörpern zeigen auch die Ab-Lochvorliegt.
des Valenzbandes): die Aufspaltung der Energiebän . sorptionsprozesse, die mit der Schaf-ie Bedeutung der M. in der Form
Leitungsband in Landau-Niveaus so aus, daß at ung von *Excitonen verbundensind, der oszillatorischen Magnetoband-
Eu = (m. + Ya) R @zzicntronen + dem monotonen Anstieg der Absorp- «inen magnetooptischen Effekt. Da absorption liegt u. a. darin, daß sie
me tionskante eine Stufenfunktion wird. «lie Excitonen-Absorptionslinien der
durch Ermittlung von @. schr ge-
+AE. Dabei fällt durch die Beteiligung di Absorptionskante vorgelagert sind,
naue Werte für die effektiven Mas-
2 m* niextronen erscheint die magnetische Aufspal sen und aus der Magnetfeldvariation
Valenzband tung der Linien zusammen mi sehr genaue Werte für AE, d. h. die
Ey = — (nv +") A @enöcher — ‚ler oszillatorischen Magnetobandab-
Bandabstände,liefert. Dabei sind die
ne worption und wird meist mit dieser experimentellen Voraussetzungen je-
‚usammen behandelt. Die Analyse doch sehr groß (1,5 bis 4°K Proben-
2 m* ioener ” nen Niveaus bleibt.
2
8
Magnetophon Magnetpole
Temperatur, 3 bis 5 Wb/m® Magnet- ziehen und festzuhalten. Die aus di ‚ler Heldstärke Die Gleichungen (7), (8') und (10) be-
felder und hochauflösende Doppel- fähe der Stadt Magnesia in Klein; P stimmen das Verhalten beliebiger
gitter-Ultrarotspektrometer). asien stammenden Erze zeigten be. = Gar a Körper in einem fremden Magnet-
Lıt. Lax, B., und S. Zwerdling: in Progr. sonders diese Eigenschaft. Dah feld. Die dabei zu lösenden Rand-
in Semiconductors 5. London 1960. —
Madelung, O.: Halbleiterprobleme. Band stammt die Bezeichnung >magne- ‚lie durch die Kraft auf einen positi- wertaufgaben entsprechen denen der
V. Braunschweig 1960. - Jaumann, J.: tische. Als Begründer der Wissen: ven (Nord-)Pol der Stärke 1 definiert *Elektrostatik.
Halbleiterprobleme. Band V. Braun- schaft der M. gilt Gilbert; die quan- st. Sie läßt sich wie die elektrische Lit. Weizel, W.: Lehrbuch der theore-
schweig 1960 bzw. Physikertagung Essen, titative Erforschung der Gesetze deı Ieldstärke aus einem skalaren Po- tischen Physik I. Berlin-Göttingen-Hei-
delberg 1949. [2]
Mosbach 1959. - Burstein, E., G. S. M.setzt mit Coulombein. tontial Y durch Gradientbildung ab- Magnetostriktion. Die *Magnetisie-
Picus, R. F. Wallis und F. Blatt: Phys. Die magnetischen Kraftwirkungei leiten: rung eines ferromagnetischen Kör-
‚Rey.113, 15 (1959). [19] eines Magnetstabes sind an bestimm: 9=--gradP. pers ist von Deformationen begleitet,
Magnetophon. Eine Vorrichtung zur ten Bereichen konzentriert, den *Ma. Im Gegensatz zur Elektrostatik da sie mit starken Änderungen der
Schallkonservierung und -wiedergabe, gnetpolen. Der im magnetischen Erd: nen jedoch magnetische Polstärken Richtungen der Molekulärmagncte
die auf Arbeiten von Pfleumer, v. feld nach Norden weisende Pol ein nicht wie elektrische Ladungen iso- verbunden. ist. Wenn man einen
Braunmühl und Weber zurückgeht. frei drehbaren Magnetstabes heiß liert werden, sondern treten immer Eisenstab in einer von Wechselstrom
Sie hat sich vor allem in der Rund- Nordpol, is ın einem Körper mit entgegengesetz- durchflossenen Spule dauernd um-
funk- und Tonfilmtechnik eingeführt. Südpol, Nach dem Grundgesetz di cn Vorzeichen, aber gleicher Stärke magnetisiert, dann treten schr kleine
Als Tonträger dient beim M. ein M.stoßensich gleichnamige Pole ab, uf. Das bedeutet, daß die Divergenz Längenänderungen im Rhythmus des
65mm breites, dünnes Band, auf ungleichnamige ziehen sich an. Das «ler magnetischen *Induktion 8=. 5 Wechselstroms auf, die zu Schall-
welchem sehr fein verteilte Stahlteil- einem Magneten zugewandte End schwingungen Anlaß geben. Ein in
chen in einer Einbettungsmasse auf- eines Eisen- oder Stahlstückes wir verschwindet:
seiner Längsrichtung magnetisierter
gebracht sind. Mit dem M. können durch magnetische *Influenz_ un. divs=0, “a
Eisendraht wird in schwachen Fel-
Schalldruckunterschiede im Verhält- gleichnamig magnetisch, das entfern während dern bis zu etwa 2 Gauß verlängert;
nis 1: 1000 und Frequenzen bis etwa gleichnamig magnetisch. Währen dvd = Om © bei höherer Magnetisierung zieht er
10000 Hz wiedergegeben werden. weiches Eisen bei der Entfernung sei: lie magnetische Dichte gm liefert. Da sich wieder zusammen.Nickel erfährt
Diese gegenüber der Schallplatte ‚nen Magnetismus verliert, behält ihı div 8 = divaS = adiv9 + bei allen Feldstärken eine Verkür-
großen Vorzüge Jassen sich dadurch Stahl und wird ein permanenter Ma-
+ Ograd ) = 0 zungin der Feldrichtung. Neben die-
erreichen, daß während der *Magne- gnet. ser Längsmagnetostriktion tritt auch
tisierung auf das Band eine Hochfre- Die Grundbegriffe der M.sind de erhält man
eine Volumenmagnetostriktion auf,
quenz von 80000 bis 100.000 Hzein- nen der *Blektrostatik analog. Dei (6 grad 0 doch sind die relativen Volumenän-
wirkt, wodurch die Ummagnetisic- positiven und negativen elektrischer @m=- vun derungen etwa 100mal kleiner als die
rung der Teilchen ihre Trägheit ver- Ladung entsprechen Nordpole u relativen Längenänderungen.
liert und gleichzeitig eine große Zahl Südpole oder positive und negativ Die magnetische Dichte oder La- Die Thermodynamik lchrt, daß ein
von Teilchen erfaßt wird. Letzteres Polstärken P. Die Pole üben na dung gm tritt also nur an Stellen auf, Zusammenhang zwischen der Ande-
vermindert den von ungeordneten dem. *Coulomb-Gesetz der M.ein an denen 4 variiert, rung der Länge Z in einem Magnet-
Teilchen. herrührenden akustischen Kraft Aus @) und (5) folgt die Poisson- feld H bei konstantem Zug Z und der
Störuntergrund. . 1 ,AR sche Gleichungder M.: Änderung des magnetischen Mo-
Ein Vorteil des M.-Verfahrensist ne- Pogaum @ AP = - gm. 0) ments M durch eine Zugspannung Z
ben der großen Dynamik und der gu- Aus (4)folgt, daß an der Grenzfii bei festgehaltener Feldstärke H_be-
ten Tonwiedergabe infolge des breiten aufeinander aus. Dabei bedeutet che zweier Medienstets die Normal-
Frequenzbandes die Tatsache, daß die relative magnetische Permeabili komponente der magnetischen Induk-
steht. Esgilt
sich das M.-Band praktisch nicht ab- tät des umgebenden Mediums, u tion stetig ist. aL am
nützt und wie ein Filmband nach Be- magnetische Feldkonstante. Setzt mı
lieben zerschnitten und zusammenge- 40 = 1/4, so wird durch das Cou-
setzt werden kann. Die magnetische lomb-Gesetz die absolute elektroma.
sn ® SH ). - ( %Z ).-
oder Wenn bei gegebener Zugspannung
Tonaufzeichnungist außerdem billi- gnetische Einheit der Polstärke ak usw = md, bei einer Erhöhung der Feldstärke
ger als die lichtelektrische Tonauf- derjenige Pol definiert, der einer eine Verkürzung wie bei Nickel ein-
zeichnung, so daß das Verfahren für gleich großen Pol im Abstand 1 cı a:
2% Pr
8) tritt, so bewirkt eine Erhöhung der
den Amateurtonfilm von Bedeutung in einem Medium der Permeabilität Zugspannung bei festgehaltenerFeld-
werden kann. #r = 1 mit der Kraft 1 dyn abstößt Andererseits führt die mit (3) gleich- stärke H eine Abnahme der Magne-
Lır. Trendelenburg, F.: Akustik. Berlin- Diese Definition gilt auch im Gauß: wertige Bedingung tisierungskomponente in der Feld-
Göttingen-Heidelberg 1961. [12] schen Maßsystem, da in ihm magne ra5=0 9 richtung; die Suszeptibilität wi
Magneto-Plasma-Reflexion, s. Ma- tische Größen in magnetischen Ein;
zu der Forderung, daß die Tangen- durch Zug also erniedrigt. Die M.
gnetooptik. heiten gemessen werden, ialkomponente der magnetischen findet bei magnetostriktiven Sendern
Magnetostatik. Die M.ist die Lehre Im MKSA-Systemist hingegen Feldstärke 5 an der Grenzfläche für Schall und *Ultraschall Anwen-
von der Wirkung ruhender magneti- Vs weier Medienstetig ist: dung. Die analoge Erscheinung im
scher Körper. Schon Thales von Mi- = 410° Am 1,2560 - 10°% H/m elektrischen Feld heißt *Elektrostrik-
let soll bekannt gewesen sein, daß Ein Magnetpol P erzeugt im Abstanı SP=59, Yı=-Y. (O0 tion. [2]
gewisse Eisenerze die Eigenschaft be- r im Vakuum ein magnetische Fel Aus (8) und(9)folgt das *Brechungs- Magneipole. Ein magnetisierter Stahl-
sitzen, kleinere Eisenteilchen anzu- ‚nesetz der magnetischen Kraftlinien. stab zieht Eisenspäne vorwiegend an
70 n
Magnetron Malteserkreuz
seinen beiden Enden an. Diese Stel- Magnon, Bezeichnungfür die zu de on Spin und Ladung verkoppeltist. von elektrostatischen Doppelschich-
len, an denen die Kraftlinien beson- Spinwellen in ferromagnetischen Stof- Kernkraft und Austausch. [7] ten, indem an der Innenseite positive
ders stark ein- und austreten, nennt fen gehörigen Quanten. Die Kopp- ätsträger (Majoritäten) im Ionen angelagert werden. Es können
man M. Die Austrittsstelle ist der lung zwischen Spinwellen und elasti- Halbleiter. In n-Typ Material sich sehr hohe lokale Feldstärken
Nordpol, die Eintrittsstelle der Süd- schen Wellen kann auch als Wechsel-, die Elektronen, im p-Typ Ma- aufbauen, die schließlich zur kalten
pol des’ Magneten. Beim Kompaß wirkung der M. mit den Phonon I die Löcher oder *Defektelek- Feldemission von Elektronen aus
zeigt der Nordpol nach Norden (ma- beschrieben werden. [1] (onen Majoritätsträger,d.h. die je- dem Metall in das Innere des Zähl-
gnetischer Südpol der Erde). Wird Magnus-Effekt. Ein quer angeström- seils in überwiegender Konzentra- rohres führen. Durch dünne leiten-
ein Magnetin zwei Teile zerlegt, so ter rotierender Zylinder erfährteine tion anwesende Trägerart, [37] de Schichten kann man die dadurch
zeigen beide Teile beide Polungen. Auftriebskraft (s. Auftrieb, dynami: Mukroachse (-diagonale), b-Achse im hervorgerufenen Fehlimpulse unter-
Für manche technischen Zwecke wer- scher) im Sinne der Abb. Erklärung: {hombischen und triklinen System. drücken. [25]
den Magnete mit mehreren Polpaaren Die letztere Bezeichnungist veraltet. Malteserkreuz, ein insbesondere bei
hergestellt (z. B. Fahrraddynamo), Kristallklassen. [8] Kino-Apparaten (s. Kinematogra-
die bei den modernen Oxydmagnet- Auffpiebe- Mukro-doma, -pinakoid, -prisma, ‚phie) angewandtes Getriebe, welches
werkstoffen einem zylinderförmigen «-pyramide), *Kristallformen parallel dazu dient, eine kontinuierliche Dre-
Magneten eingeprägt werden können. (oder in Richtung der Makroachse hung in eine ruckweise umzuwandeln.
Für Stabmagnete gilt die Faustregel, usgedehnt). [8]
daß der Polabstand ®/s der Stablänge makrogeometrische Gestalt, s. Ober-
ist. !ichengestalt.
Da i. allg. der Magnetpol nicht Makromoleküle (s. a. Hochpolymere).
punktförmig festgelegt werden kann, Austria” Ni cinem M.sindsehrviele (10° oder
kann man ihn auch als den Schwer- eng, chr) Atome durch chemische Bin-
punkt. der Oberflächendichte der Ma- ‚en (Hauptvalenzen) zu einem
gnetisierung auffassen. u chr großen Molekül vereinigt. Seine
Lır. Holborn: Berliner Berichte. Kom- Größe, die im Bereich der *Kolloide
missionsverl. d. Preuß, Akad. 1898. - \iegt, wird angegeben durch den Po-
Gumlich: Ann. d. Physik 4, 59, 676 und Beim »Anfahren« entsteht ein »Anı \vmerisationsgrad (Kettenlänge). Dar-
618.919). 124] fahrwirbele wie beim Tragflügel unter versteht man die Zahl der
Magnetron. Das M.ist eine *Elek- Dieser Wirbel schwimmt davon, un (irundeinheiten bzw. das *Moleku-
tronenröhre, die im Bereich der-De- am Zylinder verbleibt als Kompen: Nurgewicht, M. können linear (unver-
zimeter- und Zentimeter-Wellen als sation eine Zirkulation (s. Tragflügel); ‚weigt), verzweigt oder vernetzt sei
Senderöhre verwendet wird. Das M. Nach dem *Kutta-Joukowskisch ach der Gestalt in Lösung unter-
ist eine *Laufzeitröhre, eine Röhre, Satz hat diese einen Auftrieb zur Fol: «heidet man die biegsamen linearen
die gerade die *Laufzeiterscheinungen ge. Entstehung des Anfahrwirbels: !'adenmoleküle (*Knäuelmoleküle)
der Elektronen, die die Anwendbar- Auf der Oberseite (O in der Abb) und die kompakten korpuskularen
keit der normalen Sendetrioden in ist die Reibung verringert, weil si M.; die ersten ergeben kolloide Lö-
diesem Frequenzbereich beschränken, die Wand mit der Strömung beweg ungen hoher Viskosität, die zweiten
ausnutzt. lösungen niedriger Viskosität bei
Das M. hat zwei Elektroden, einen kugeliger Gestalt, hoher Viskosität
linearen Glühfaden als *Kathode und die Wirbelablösung unsymmetris hei stark anisotroper Gestalt (Stäb-
eine koaxiale, meist in eine gerade der Unterseitenwirbel überwiegt ( Ellipsoide, Helices). Vernetzte
Zahl Segmente unterteilte, zylindri- in der Abb.). Ist die Zirkulation ein. ind unlöslich.[41]
sche Anode. Parallel zur Zylinder- mal entstanden, so würde sie au Makrorheologie, s. Rheologie.
achse wird von außen ein Magnetfeld ‚ohne Reibung weiterbestehen. Makrozustand. Als M. bezeichnet
angelegt, das die Elektronen auf Der M.-E. wird am größten, weı ınan im Gegensatz zu dem Wort *Mi-
rosettenförmige Bahnen um die Ka- die Umfangsgeschwindigkeit unge: krozustand den menschlichen Sinnen zeitweilig im Eingriff mit der Scheibe
thode bringt. Die Hochfrequenz ist fähr das Vierfache der Anströmge ‚ugängigen Zustand eines Systems B steht, die wegen ihrer Form »Mal-
proportional zur Magnetfeldstärke. schwindigkeit beträgt. Man erreicht von Partikeln. Der M.ist danach der- teserkreuz< heißt. Diese von konka-
Als Schwingkreis dient meist ein größte Auftriebswerte von ca= Il ienige Zustand, der durch die Para- ven Kreisbogen begrenzte Scheibe
*Lecher-System, welches symme- Der M.-E.spielt praktisch eine Ro] meter Temperatur, Volumen, Druck trägt vier Schlitze. Greift der Stift S
trisch an die Anodensegmente ange- bei der Fortbewegung rotierender Ge „kennzeichnetist. Die Beschreibung in einen Schlitz ein, so wird bei Dre-
schlossenist. Näheres s. unter Lauf- schosse, Tennisbälle usw. Ein Vers les M. ist Gegenstand der Thermo- hung von A das M. um 90° gedreht,
zeitröhre. such einer technischen Anwendu: Jynamik. [7] worauf der Stift den Schlitz verläßt
Das M.hat sich aus dem Hullschen war das Flettner-Rotorschiff. [11] Malter-Effekt, eine Aufladungser- und, abgesehen von der Drehung um
Magnetron (1921, Phys. Rev.) und Majorana-Effekt, s. Magnetooptik. inung in Zählrohren, die zu 90°, das M. wieder so steht wie in
dem Habannschen Magnetron-Gene- Majorana-Kraft heißt ein phäno: chentladungen führt. Der M.-E. der Abb. Erst nach einer weiteren
rator (1924, Z. f. Hochfrequenz) ent- menologischer Ansatz für die Kern: veigt sich insbesondere bei Leichtme- Drehung von A um 270° kommt der
wickelt. S. a. Röhre. kräfte nach dem Autor,der ihn vor: tullkathoden, die eine dünne Ober- Stift wieder zum Eingriff. Damit in
Lir. Collins, G. B.: Microwave magne- schlug, Es handelt sich um eine Aı
tauschkraft, die mit dem Austausi
lüchenschicht bilden. Diese isolieren- dieser Zeit das M.völlig stillsteht, ist
trons. New York 1948. [19] le Schicht ermöglicht die Ausbildung auf A der Sperring R befestigt, des-
72 73
UL
BE
MalusscherSatz
sen Radius und, in der gezeichneten großerMangin-Spiegel. Bei machtScheinwerfern selbsttätig registrierender Form, fast
ausschließlich mit rotierendem Kol-
Stellung, auch Mittelpunkt mit dem Spiegelöffnung
M. sphärische Fehler störend
sich der
bemerkbar. en.
der konkaven Kreisbögen des 90°, d)Piezoelektrische M. unter Ausnüt-
übereinstimmt. Ein Bogen von Mangin gab deswegen einen rücksei-
art, um tig versilberten Spiegel zung des piezoelektrischen Effekts,
symmetrisch zu S, ist ausgesp ng die stärker gekrümmtehung
an, bei dem
Vorderfläche für hohe Drücke. S. a. Indikator.
in der Bewegungsphase die Bewegu sphärische Abweic der spie- ©) Widerstands-M. für sehr hohe
des M.freizugeben. Auf der Achse die Drücke. Der elektrische Widerstand,
des M.sitzt bei Kinoapparaten das gelnden Hinterfläche korrigiert. We-
des Unterschiedes der Krüm- vor allem von Manganin, weil unab-
Zahnrad für den Filmtransport. Es gen hängig von der Temperatur, ändert
ist_so dimensioniert, daß bei einer mungsradien an Vorder- und Ri ick-
ein fläche wird der Spiegel sich unter Druck in meßbarer Weise. nutzt. Dabei handelt es sich um ein
90°-Drehung des M. gerade die- Rande zu sehr dick,Durchme
nach dem
D Kompressions-M. Eine bestimmte *Barometer (Heber-Barometer), des-
Filmbild weiterrückt. Währendabge- was seiner An-
Gasmenge wird abgeschlossen und Abb.). sen beide Schenkel nur kurz sind (s.
ser Zeit ist das Filmfenster wendung für große
gegenste ht. [18]
sser ent-
komprimiert. Aus Kompressionsvo- Solange der Gasdruck hier die
deckt.[21] er, Instrumente zur Mes- Iumen, Ausgangsvolumen und Druck maximale Höhe der Quecksilbersäule
Malusscher Satz. Ein Lichtstrahlen- Manomet
sung des Drucks von Flüssigkeiten wird der ursprüngliche Druck be- sene übersteigt, bleibt der oben geschlos-
bündel, das auf einer Fläche senk- Gasen. Die zahlreichen Ausfüh- rechnet. Dadurch wird die Messung silber Schenkel bis oben mit Queck-
recht steht, bleibt auch nach allen ‚oder rungsformen von M.lassen sich nach sehr kleiner Gasdrücke möglich unterdiese ausgefüllt. Erst wenn der Druck
Spiegelungen und Brechungen ein dem Meßprinzip folgendermaßen (*MacLeod-Vakuummeter). Grenze sinkt, bildet sich
Normalenbündel. Die optische Weg- wobei die Gruppen a bisan-c 2) Glimmentladungs-M. Ungefähre in diesem Schenkel ein luftleerer
länge zwischen der ersten undletzten ordnen,
für Flüssigk eiten und Gase, die Abschätzung des Gasdrucks nach Raum.wieDann kann die Druckhöhe in
Fläche längs jedes Strahlesist gleich. deren nur für Gase in Frage kom- dem Ausschen einer Glimmentla- mm beim Barometer abgelesen
Der M.S. ergibt sich aus dem Fer- men. dung. Entladung_erlischt bei etwa werden.[10]
matschenPrinzip. tions-M. Verformung 10° Tor. Beim Philips-Vakuumme- Manual, einzelne Klaviatur bei Mu-
sikinstrumenten mit Tasten (Cem-
Mandelstam-Darstellung, s. Streu- a)einesDeforma Spiralrohres (Röhrenfeder, ter wird durch ein Magnetfeld er- balo,
amplitude. Bourdonsche *Röhre) oder einer reicht, daß die Entladung bei noch Im GegensatzKlavier, Orgel, Harmonium).
Mandoline, aus Italien stammendes Membrane, meist aus Metall (Metall- kleineren Drücken erhalten bleibt. zum *Pedal wird das
Saiteninstrume nt von der Art einer M., *Aneroidbarometer), u. U. aus h) Wärmeableitungs-M. Der Gas- M.mit den Händen gespielt. Es gibt
Instrumente, wie z. B. die Orgel, mit
kleinen Laute mit halbbirnenförmi- Glas. Vergrößerung der Deformation druck wird aus der Wärmeableitung mehreren M. [44]
gem Schallkörper und abgeschrägter meist mechanisch mit Zeigerablesung eines elektrisch erhitzten Körpers be- many-valley-Struktur
Decke. Auf dem Griffbrett sind Bün- ‚oder Registrierung, auch optisch. Ver- stimmt (*Knudsen-Vakuummeter). flächen für
der *Energie-
Elektronen in Metallen
de (s. Guitarre) angebracht. Die über wendbar bis zu einigen 100 atm. Em- i) Molekulardruck-M. Der durch die und Halbleitern.
einen Steg gespannten Saiten werden
mit einem Plektron aus Horn, Bein pirische Kalibrierung erforderlich. Stoßwirkung der Gasmoleküle beim , chen, die in einzelneVon Energieflä-
Für extrem hohe Drücke (*Explo- Auftreffen auf eine erhitzte Fläche sagt man, sie besäßenTeile zerfallen,
oder Schildp att in rascher Folge an- sionen) Auswertung bleibender De- entstehende Druck wird unmittelbar Teile zusammen müssenm.-v..S. Alle
instii formationen (Trauzischer Bleiblock). ‚gemessen. Meßbereich bis herab zu trie des Kristalls besitzen.dieS. Bänder-
Symme-
b) Flüssigkeits-M. Druckbestimmung 10Torr.
mung(g, d', a‘, e?). Sie ist also zwe aus der Höhe einer Flüssigkeitssäule k) Ionisations-M. Messung des vom spektrum, Guglielmo
Absatz c. [37]
chörig, d. h. je zwei Saiten sind
gleichgestimmt. [44] (Wasser, Quecksilber, Öle). Steige- Gasdruck abhängigen Ionisationsstro- Marconi,
Funktechniker.
Marchese. Ital.
Geb. 25.4.1874 in
rung der Empfindlichkeit durch mes in einer Röhre. Meßbereich 10° Griffone bei Bologna, gest. 20. 7, 1937
Manganin, Werkstoff für elektrische Schräglegen des Meßrohres (Schräg- bis 10° Torr. in Rom. Er erhielt 1909 den Nobel-
Widerstände, s. Normalwiderstand. rohrmanometer), bei Flüssigkeiten !) Dämpfungs-M. Die zeitliche Ab- preis
Mangelhalbleiter, svw. p-Typ Stör- auch durch Verwendung einer Meß- nahme der Schwingung eines Glas- beiten:für Verwirklichung
Physik (mit F. Braun). Ar-
der ersten
*Halbleiter. flüssigkeit von nur wenig verschiede- oder Quarzfadens ist vom Gasdruck drahtlosen Signalverbindung
Mangelleitung, auch p-Leitung (p von ner Dichte. Schwimmermanometer abhängig und kann zur Messung klei- Nähe von Bologna (1895). 1901 indraht- der
positiv). Im Gegensatz zur *Über- mit Zeigerübertragung und Registrie-
anzei ner Drücke verwendet werden. lose Verbindung zwischen Poldhu
schußleitung (s. Halbleiter) derjenige rung. In der Technik werden - m) »Absolutes M.«, s. Knudsen-Va- (Cornwall) und St. Johns (Neufund-
Leitfähigkeitsmechanismus, bei dem gende oder registrierende Ringwaa
et, bei land). Ausbau der Funkentelegraphie,
Lücken (»Löcher«)in einem mit Elek- genmanometer viel verwend kuummeter.
S. a. Barometer, Vakuummeter, Mi- insbesondere mit kurzen Wellen. M.
tronen sonstvoll besetzten *Energie- denen die Bewegung der Flüssigk eits-
kromanometer, Manometerprobe. war der Erfinder der geerdeten An-
band die elektrische Leitfähigkeit des säule in einem ringförmigen Rohr aus; tenne, des geschlossenen abgestimm-
betreffenden Stoffes bedingen. Diese ein Waa-
Glas oder Metall, dasist,wie»gewoge
Lrr. Kohlrausch, F.: Praktische Physik.
ten Schwingungskreises, der gekop-
Lücken verhalten sich weitgehend gebalken gelagert ne Bd. 1. Stuttgart 1960. - Jaeckel, R.:
Kleinste Drucke, ihre Erzeugu: und
pelten, abgestimmten Sende- und
wie positive Teilchen; sie wandern al Messung. Bd. 9 der TechnischenPhysik
wird.
©) Kolben-M.gestatten eine funda- in Einzeldarstellungen, hrsg. von W. Empfangsantenne, des Magnetdetek-
so in Richtung des elektrischen Fel- mentale Druckmessung mittels der] Meissner. Berlin 1950. [10] tors, der rotierenden Funkenstrecke
des, entgegengesetzt wie die Elektro- Manometerprobe (Barometerprobe) und der Hohlspiegelrichtantenne.[43]
nen. Fürviele Zwecke kann man den auf eine bekannte Kolbenfläche wir- ‚oderabgekürztes Barometer, wird zur Mareograph, Gerät zur selbsttätigen
ganzen _Leitfähigkeitsmechanismus kenden Kraft. Sie werden zum Ein- Messungvon kleinen Gasdrücken von Registrierung des zeitlichen Ablaufs
durch die Fiktion solcher positiver messen anderer M. bis zu sehr ho- einigen Torr bis zu 1 Torr herab be- der *Gezeiten an einer bestimmten
Teilchen beschreiben.[1] hen Drücken verwendet,teilweise it
15
74
Margarite
Uferstelle des Meeres. Registriert Mariottesches Gesetz). Entdeckte
werden laufend die Änderungen in den blinden Fleck im Auge, machte
der Höhe des Meeresspiegels. [6] wichtige Forschungen über die Erd-
Margarite, s. Kristallwachstum. atmosphäre, den Regen, den Wasser-
Margulessche Gleichgewichtsbedin- kreislauf auf der Erde, die Entste-
gung. Zwei Luftmassen, welche ver- hung der Regentropfen sowie über
schiedene Dichte und verschiedene barometrische Höhenmessungen.[43]
Geschwindigkeit besitzen, können Markierung eines stabilen Elementes
nach Margules nur in einer geneigten erfolgt durch Beimischen eines radio-
Grenzfläche im Gleichgewicht neben- aktiven Isotops „des gleichen Ele-
einander liegen, wobei schwerere ments. Auf diese Weise kann das be-
Luftmasse unter der Grenzfläche treffende Element mit einem Zählge-
liegt. Die Neigung der Grenzfläche rät erkannt und seine Spur verfolgt
hängt von der Temperatur und der werden (s. Verdünnungsanalyse).
flächenparallelen Strömung der bei- Man kann zur M. auch das gleiche
den Luftmassen ab. Es herrscht Element mit einer anderen Isotopen-
Gleichgewicht, d. h. weder gleitet die zusammensetzung verwenden.[35] Atmosphäre, die zweifellos vorhan- in den Jahren 1954 und 1956 konnte
wärmere Luftmasse an der kälteren Markoff-Kette ist in der Informa. den ist, ist jedoch sicherlich dünner festgestellt werden, daß die bisherige
empor, noch dringt die untere käl- tionstheorie ein Aggregat von Z. als die Erdawmosphäre. Prozentual Auffassung die Atmosphäre und
tere gegen die wärmere vor, wenn chen, bei dem die Wahrscheinlichkeit dürfte die Zusammensetzung der über atmosphärische Vorgänge zu
20 (in-Tv) für das Auftreten eines Zeichens von Marsatmosphäre der irdischen äh-
neln, doch sind ein geringerer Prozent- Recht besteht. Es wurde ein neues
satz Sauerstoff und weniger Wasser- Dunkelgebiet in einem bisher hellen,
tan = sn) den vorausgehenden Zeichen abhängt.
Bei einer M.-K. n-ter Ordnung be- als »Wüste« angesprochenen Feld
ist (x Neigungswinkel der Grenzflä- stimmen die rn vorausgegangenen dampfals auf der Erde vorhanden. (Zentrum bis 235° Länge und 20°
che, @ Winkelgeschwindigkeit der Symbole die Wahrscheinlichkeit für Der Sauerstoff dürfte weitestgehend Nordbreite) erkannt; es zeigt, die
Erdumdrehung, geographische das(n + 1)-te Symbol. [22] mit dem Gestein der Oberfläche ver- gleichen Eigenschaften wie die bisher
Breite, g Schwerebeschleunigung, Tı Markoff-Prozeß ist in der Informa- bundensein, daher die rote und oran- bekannten ähnlichen Gebiete. Die
und vı Temperatur und Geschwin- tionstheorie die Erzeugung einer gefarbene Oberfläche, Wahrscheinlich Kartographie des Planeten erfuhr da-
digkeit der kalten, T> und vs der Markoff-Kette durch eine Nachrich- inden auch in der Marsatmosphäre
warmen Luftmasse). tenquelle. Er läßt sich durch die An- meteorologische Vorgänge statt; dies mit die wesentlichste Anderung seit

Man kann auch sagen, daß für einen gabe von Übergangswahrscheinlich- beweisen eindeutige Trübungen, Ver- dem Existieren der Marskarte.
Die amerikanische Raumsonde Mari-
Beobachter, der von der kalten zur keiten beschreiben oder durch eine schleierungenu. dgl. Die im Wechsel ner IV, die am 28. 11.1964 gestartet
warmen Luftmasse blickt, im Falle Graphe veranschaulichen. [22] der Marsjahreszeiten rhythmisch ver- wurde und den Planeten Mars am 14.
des Gleichgewichtes die Bewegung Mars ist der Planet, dessen Bahn änderlichen Polkappen sind gefrore- 7.1965 passierte, funkte insgesamt
der wärmeren Luftmasse relativ zur beim Durchwandern des Plancteı nes H:O, wie Kuiper durch Untersu- 21 Aufnahmen der Planetenoberflä-
kalten nach links gehen muß. stemsvoninnen nach außen als näch- chung des infraroten Marsspektrums
feststellte. Aus dem raschen Ab- ‚che zur Erde, die durchweg eine kra-
Die Schnittlinie der geneigten Grenz-
fläche mit der Erdoberfläche bildet
ste auf die Erdbahn folgt. Die Abb.
zeigt, daß die Entfernungsschwan- schmelzen Marsfrühling ist jedoch terdurchsetzte, mondähnliche Ober-
flächenstruktur erkennenlassen.
die Front zwischen kalter und war- kungen zwischen beiden Planeten sehr auf Reif oder dünne Schneeschichten Daten über Mars s. Tabellen im An-
zu schließen.
mer Luftmasse. Bei Störung des
Gleichgewichtes wird, diese Front
groß sein können. Daherunterliegen
die Beobachtungsbedingungen star- Die vielfach umstrittenen Marskanäle hang (Bd.10). Der [5]
wetterwirksam als vordringendeKalt- ken Schwankungen.Steht M. im Pe- sind mit Sicherheit größtenteils opti- Marsmonde. Planet Mars wird

oder aufgleitende Warmfront. rihel seiner Bahn, kann die Entfer- sche Täuschungen, was jedoch die yon zwei Monden umlaufen, die die

nung auf 56 - 10° km heruntergehen, Realität einzelner nicht ausschließt. Namen Phobos und Deimos führen.
Lrr. Raethje P.: Einf. in die Physik
steht er im Aphel, kann sie 100 - 10% Neuerlich wurde durch systematische Sie wurden am 11. und 16. August
1877 von Asaph Hall in Washington
der Atmosphäre. Bd. II. Leipzig, Berlin
1942. $. 164. [30] km betragen. Die Oberfläche zeigt im Beobachtungen mit Farbfiltern eine entdeckt. Die Monde, die nur wenige
Margulessche Gleichung, s. Partial- Fernrohr unveränderliche dunkle Ge- schwache Farbänderung der dunklen Kilometer Durchmesser messen, ste-
druck. bilde, die eine Bestimmung seiner Gebiete auf dem M. wahrscheinlich hen ganz eng am Hauptplaneten.
Margules-Zahl, Abkürzung Me. sww. Rotationszeit sowie die Feststellung gemacht, die auf Marsjahreszeiten ‚Phobos, der innere Mond,hat vom
Stanton-Zahl, s. Kennzahlen. [9] seiner Achsenlage ermöglichen. hindeutet. Man hat die Anderung der Zentrum der Marskugel nur 9300 km
Mariotte, Edme. Franz. Physiker. Mit 24° 22° Rotationsdauer und Färbung auf Äußerungen organi-
Geb. um 1620, vermutlich in Dijon, 25° 10° Neigung der Äquator- gegen schen, Lebens (niedere Pflanzen) ‚Abstand, das sind 5900 km von der
Oberfläche des Planeten. Er umläuft
gest. 12.5. 1684 in Paris. M. war zu- die Bahnebene sind die Vorausset- zurückgeführt, doch können sie auch demnach denPlaneten in der unwahr-
nächst Geistlicher und Prior von St. zungen für ähnliche klimatische Ver- anorganischer Natursein. scheinlich kurzen Zeit von 7" 39m
Martin-sous-Beaume bei Dijon. Seit hältnisse wie auf der Erde gegeben, Während der letzten Oppositions- während eines Marstages 3mal. Dei-
1666 lebte erin Paris als Mitglied der wenn auch infolge der durchschnitt- perioden wurde der M. von Südafri- mos, der 23000 km vom Marsmittel-
Akad. d. Wiss. von deren Gründung lich 70 - 10° km größeren Sonnenent- ka aus durch den Leiter der Lowell- punkt entfernt ist, benötigt zu einem
an. Arbeiten über Gleichgewicht und fernung die empfangene Gesami Sternwarte, E. C. Slipher, eingehend Umlauf30% 18%, [5]
Bewegung flüssiger Körper, über strahlung und die Temperatureni beobachtet. Auf Grund zahlreicher Martensit wird der bei Fe-Ni-Legie-
thermodynamische Probleme (Boyle- gesamt niedriger anzusetzen sind. Di Aufnahmen und Farbbeobachtungen rungen innenzentriert kubische und
716 7
MascartscheStreifen Maser
bei Fe-C-Legierungen innenzentriert Lir. Masing, G.: Lehrb. d. allg. Metall- A 4 Ss x
schwach tetragonale Zustand genannt, kunde. 2. Aufl. Berlin 1955. - Houdre-
mr
Erentsteht als Zwischenzustand bei mont, E.: Hdb. d. Sonderstahlkunde.
der y-x-Umwandlung des Eisens bei Berlin 1934. [15]
schneller Abkühlung, Die M.-Bildung mit den unterStreifen
Mascartsche sind identisch
> 71a
setzt in Temperaturbereichen ein, in tes (Abschn. 4)*Interferenz des Lich-
beschriebenen Inter-
denen von einer *Diflussion oder ferenzkurven gleicher Neigung, die an
*Ausscheidung des Kohlenstoffs kei- einer planparallelen Platte enistehen. 7 a Abb. 2
ne Rede sein kann. Weiterhinist sie Haidinger hatsie zuerst beobachtet, un) S
nie vollständig, sondern es verbleibt nach ihm Mascart, ohne daß sie
im Stahl immer neben dem M.ein gründlich untersucht worden wären. Abb. 1 F
gewisser Anteil von Rest-*Austenit. Dies taten erst Lummer und Michel-
Thermodynamisch kann gezeigt wer- son, die die Erscheinung neu entdeck-
den, daß diese tetragonale Zwischen- ten undsorgfältig studierten.[17]
form stabiler ist als die kubische Maschenverfahren,s. Relaxationsme- a
Endform des «-Eisens. thode und Widerstandsnetzmodell. Abb. 5
Maschinen, einfache. Zweck aller M.
ist die Veränderung des Standorts
oder der Form von Energie oder
Stoff. Sicht man von Energieverlusten
infolge Reibung usw. ab, so ist im
stationären Betrieb stets die einer M.
zugeführte (positive) Energie ebenso
groß wie die abgeführte (negative)
Energie, die Summe bei Beachtung
des Vorzeichensalso gleich Null. Be-
schränkt man die »Energiebilanz« auf
eine unendlich kleine virtuelle Lageı
änderung, so gilt das Prinzip der vi
wwellen Arbeit: Die Summe der vi
tuellen Arbeiten aller äußeren Kräfte
verschwindet; die äußeren Kräfte bil-
den ein Gleichgewichtssystem.
Zahlreiche M. und M.-Elemente las- 1. Gruppe der Hebel. gQh
sen sich auf zwei Grundformen, den a) einarmiger Hebel (Abb.1) und M=5z: 120]
Hebel und die schiefe Ebene, zu- zweiarmiger Hebel (Abb.2). Über- Maser. Kunstwort, gebildet aus »Mi-
rückführen. Diese Grundformen und setzung F/Q = qip. crowaye Amplification by Stimulated
einfache Abwandlungen davon sind b) Feste Rolle (Abb. 3) zur Umkehr Emission of Radiation«, s. a. *Quan-
die e. M., an denen gewöhnlich nur der Kraftrichtung. Übersetzung F/Q tenelektronik. Andere” Bezeichnun-
zwei äußere Kräfte, die »Last« O =1. gen: Molekularverstärker, quanten-
und die »Krafte F, angreifen. Sind c) Lose Rolle (Abb. 4) mit fester Rol- mechanische Verstärker. "Mikrowel-
50 und ö sr die virtuellen Verschie- le. Übersetzung F/Q 1/2. len-Verstärker oder -Oszillator, des-
bungen der Angrifispunkte dieser d) Gewöhnlicher Flaschenzug mit n
sen Energie von der induzierten
Kräfte, so verlangt das Prinzip der Rollen. Übersetzung F/Q = 1/n. *Emission elektromagnetischerStrah-
virtuellen Arbeit ©) Differentialflaschenzug (Abb.5). lungsenergie durch quantenmechani-
F-ö55-0-ö50-0. Übersetzung F/Q = (Js) (1 — r/R). sche Systeme (z. B. Moleküle, Atome,
2. Gruppe der schiefen Ebenen. Ionen, Störstellen in Festkörpern)
Daraus folgt: Ist die an der »Last« a) Schiefe Ebene (Abb. 6). Überset-
zu leistende Arbeit Q - ö sa vorgege- zung FIO = sin a. geliefert wird. Wenn ein derartiges
ben, so auch die Arbeit F- ö sr. Noch bKeil (Abb.7). Übersetzung F/Q = System einem elektromagnetischen
EIRITER SIEN N frei und durch die Konstruktion der HI. Wechselfeld ausgesetzt wird, dessen
e. M.zu beeinflussen ist die Größe c) Schraube (Abb.8). Sind h die Frequenz dem Abstand zweier dis-
Martensit und Austenit(1,5-1,7% C) der Faktoren F bzw. ö sr (s. a. gol- Ganghöhe des Gewindes und M das kreter Energieterme dieses Systems
(aus Masing)
dene Regel der Mechanik). Aus (1) am Schraubenkopfangreifende Dreh- entspricht, so erfolgt mit einer gewis-
Die M.-Struktur ist sehr hart, teil- folgt weiter moment und nimmt man als virtuelle sen Wahrscheinlichkeit die Absorp-
weise bis zu 600 bis 700 Brinellein-
FIQ = ösalö ss. Verschiebung eine volle Umdrehung tion eines *Photons, wenn sich das
heiten. Sie zeigt vielfach ein feinkör- der Schraubean, so gilt System beim Beginn des Versuchs im
niges, nadelförmiges Gefüge, wie aus Das Kräfteverhältnis bestimmt das 22-M-Oh tieferen Zustand befand, mit der glei-
der Abb. zu ersehen ist. Der M.ist Übersetzungsverhältnis und umge- 0, hen Wahrscheinlichkeit aber die in-
ferromagnetisch. kehrt. also duzierte Emission eines Photons,
78 2
Masse
Masken
wenn es sich im oberen Zustand be- Wasserstoff-M. (Hyperfeinstruktur- werten dienen, aber auch zur Ver- die vierdimensionale Raum-Zeit-
fand. Die induzierte Emissionerfolgt aufspaltung des H-Atoms, 1421 MHz, minderung der Gradation (z. B. in Welt. [4]
»kohärente, d. h. räumlich und seit- magnetische Fokussierung). der Reproduktionstechnik). Durch Masse. Die M.tritt in der unrelati-
lich korreliert zum anregenden elek- Als technisch wichtiges und typisches Kombination eines kontrastreichen vistischen Mechanik in zweierlei Be-
tromagnetischen Feld. Die Schwin- Beispiel eines Drei-Niveau-M.sei ein Negativs mit einem kontrastarmen, deutungauf:
gungen eines elektromagnetischen Re- Rubin-M.beschrieben. Rubin besteht unscharfen, Positiv kann die Bild- 3) Als träge Masse eines Körpers im
sonators werden daher durch indu- aus kristallisiertem AlsOs mit einer schärfe erhöht werden (Verfahren Grundgesetz mır a (& die auf sei-
zierte Emission in der gleichen Weise geringen Beimischung von CreOs. Im der unscharfen Maske). ne träge M. mu: einwirkende Kraft,
angefacht, wie sie durch Absorption Gegensatz zu den Al“'-Ionen sind Besondere Bedeutung haben die M. die ihm die Beschleunigung « erteilt).
gedämpft werden. Wegen der Klein- die Cr‘'-Ionen paramagnetisch mit in der *Farbenphotographie zur Kor- Als Kräftegleichgewicht aufgefaßt,
heit der Photonenenergie kann nur der *Spinquantenzahl 3/2. Der tektur der Farbwerte, sowohl als se- behauptet diese Gleichung die Exi-
ein statistischer Mittelwert aus vielen Grundzustand spaltet daher in einem parate M. beim Farbdruck als auch stenz eines Widerstands -mır a ge-
derartigen Einzelprozessen beobach- äußeren Magnetfeld in vier Fein- als »eingebaute« bei Farbfilmen, wo gen Beschleunigung, der durch &
tet werden. Ob als Nettoeffekt eine sıruktur-Terme auf. Diese Terme die markierende Wirkung in der überwunden werden muß und dessen
Dämpfung oder eine Entdämpfung seien von oben nach unten durch- Schicht der Dreischichten-Filme ent- Sitz eben gerade die träge M. mır ist.
auftritt, hängt von den Besetzungs- numeriert, so daß 1 den höchsten, 4 steht. Insofern die leiztere also gleichför-
zahlen der beiden beteiligten Ener- den tiefsten Term bezeichnet. Man Lit. Schultze, W.: Farbenphotographie mig geradlinige Weiterbewegung an-
gieterme ab, Um eine Überbesetzung bringt den Rubin in ein sog. Pump- und Farbfitme. Wissenschaftlich Grund- strebt, sich gegen jede Geschwindig-
des oberen Zustandes und damit die feld, d. h. in ein magnetisches Wech- lagen und technische Gestaltung. Berlin keitsänderung nach Betrag oder Rich-
Vorbedingung für Entdämpfung und selfeld der Übergangsfrequenz1 bis 3, 1953. - Hellmig, B.: Farbverbesserung tung wehrt, dabei gerade von krum-
Verstärkung zu schaffen, haben unter und induziert hierdurch Übergänge
im Agfacolor-Negativ-Positiv-Verfahren men Bahnen,gleiche von ungleichen
vielen denkbaren Möglichkeiten im aus dem tieferen und daher im
ige Maskenverfahren. Phot.
Korr.90, 19-39 (1954). [21] Strecken und Zeiten unterscheiden
Mikrowellengebiet nur zwei Kon- thermodynamischen Gleichgewicht Maß} bedeutet 1. konkret eine durch kann, ist sie gleichzeitig das Fühlor-
struktionen praktische Bedeutung ge- ichter besetzten Zustand 3 in den einen Gegenstand verkörperte Ein- gan des Körpers für das metrische
wonnen, der Gas-M. und der Drei- höheren Zustand 1. Bei passender heit, mit der Messungen ausgeführt *Feld in Raum undZeit,
Niveau-M.(für das infrarote und op- Wahl der Bedingungengelingtes, die wurden, z. B. Metermaß, Litermaß, b) Als schwere Masse, nämlich als
tische Gebiet s. *Laser). Besetzungsdichte des Terms1 größer jedoch auf Länge und Volumen be- Ausgangs- und Angriffspunkt der ge-
Im Gas-M.wird die Tatsache ausge- zu machenals die des Terms 2 und schränkt; genseitigen Massenanziehung nach
nutzt, daß die Kräfte, die in inhomo- damit dem Rubin für die Übergangs- svw. Einheit, oft auch auf Länge, dem Newtonschen Gravitationsgesetz.
genen elektrischen oder magnetischen frequenz1 bis 2 eine negative Dämp- Fläche und Volumen beschränkt, z. Wegender formalen Ähnlichkeit des-
Feldern auf freie Atome oder Molc- fung zu geben. Ilierbei befindet sich B. Amt für Maße und Gewichte als selben mit dem elektrischen oder
küle wirken können, vom Energiezu- der Rubin entweder in einem auf die Bezeichnung für Eichämter und dgl. magnetischen Coulomb-Gesetz spricht
stand der Teilchen abhängen. Die Frequenz 1 bis 2 abgestimmten Reso- 113] man statt von schwerer M. auch von
Teilchen treten durch eine Düse in natoroder in unmittelbarem Kontakt Maßbestimmung. Eine M. im physi- gravischer Ladung. Im Gegensatz zur
eine Vakuumkammer ein und wer- mit einer Verzögerungsleitung, die kalischen Raum kann dadurch statt- trägen M. muß man die schwere M.
den durch ein inhomogenes Feld so hierdurch verstärkende Eigenschaften finden, daß erstens nach einem expe- eines Körpers als sein Fühlorgan für
abgelenkt und aussortiert, so daß bekommt. rimentell festgelegten Verfahren Ko- das gravische Feld bezeichnen.
möglichst nur diejenigen, die sich in Die praktische Anwendungdes Drei- ordinaten im Raum verteilt und zwe Die große Genauigkeit, mit der trotz
dem gewünschten oberen Energiezu- Niveau-M.lohnt sich nur, wenn ex- tens in gleichfalls experimentell wohl- völliger logischer Unabhängigkeit
stand befinden, in einen elektroma- trem rauscharme Verstärker verlangt definierter Weise Abstände ds von beider Begriffe das Gesetz von der
gnetischen Resonator hineinfliegen, werden, vor allem für radioastrono- Punktpaaren ausgemessen werden, Gleichheit der trägen und schweren
der auf die Übergangsfrequenz der mische Laboratorien und für Satelli- für deren Zusammenhang mit den M.gilt, war für Einstein der Anlaß,
Teilchen abgestimmtist. Dieser Re- ten-Empfangsstationen. Da in neue- Koordinaten sich innerhalb der fast in seiner allgemeinen Relativitäts-
sonator wird entdämpft und bei aus- rer Zeit auch der parametrische Ver- ausschließlich betrachteten *Riemann- theorie die Wesensverwandtschaft des
reichender Teilchenstrahl-Intens: stärker sehr niedrige Rauschzahlen schen Geometrie dann eine metrische metrischen und des gravischen Felds
zur Selbsterregung gebracht. erreicht hat, bleibt die zukünftige Fundamentalform zubehaupten und damit die metrische
Dererste experimentell verwirklichte Entwicklung abzuwarten. Struktur der Welt als eine Auswir-
Molekularverstärker war ein Ammo- kung der Gravitation anzusehen.
niak-Gasmaser. Er wurde auf der
Lit. Singer, J. R.: Masers. 1959. -
Siegmann: Microwave Solid-State Ma- det Diem dry dan Im Rahmen der speziellen Relativi-
gleichen Spektrallinie (3,3-Inver- sers. 1964. [52] [7 tätstheorie hat sich ergeben, daß in
sionslinie 23,870 MHz) betrieben, mit Masken. Unter M.versteht man in den nach der dynamischen *Grund-
deren Nachweis im Jahre 1931 die der Photographie Hilfsbilder, z. B. herausstellen wird mit gewissen aus- gleichung $ = dS/dr von der Kraft $
Hochfrequenzspektroskopie begrün- Diapositve, die von dem ursprüng- meßbaren Funktionen g;x der Koor- veränderten Impuls 3 = m o nicht die
det wurde. Der Gas-M.besitzt tech- lichen Negativ durch Kopieren erhal- dinaten. Der experimentell ausge- unveränderliche Ruhmasse mo des
nisches Interesse als extrem rausch- ten werden.Sie werden mit dem Ne- führten physikalischen Koordinierung beschleunigten Körpers als Faktor
armer Hochfrequenz-Generator, wenn gativ in genaue Deckung gebracht. ist damit eine mathematisch bestimm- eingeht, sondern die bewegte Masse.
auch mit kleiner Leistung (10° W), Diese Kombinate werden beim Ko- te euklidische oder nichteuklidische m mul yI= le)
sowie als Frequenznormal höchster pieren verwendet. Sie können zum *Geometrie zugeordnet, so wie das
Genauigkeit. Das gilt vor allem für Hervorheben oder Unterdrücken von beim Stichwort Geometrie näher ge- @. Massenveränderlichkeit). Die Im-
den in neuerer Zeit entwickelten Einzelheiten und bestimmten Ton- schildert ist. Entsprechendes gilt für pulszunahme ist daher d/dr =v-
80 81
Masse,effektive Masseeinheiten
dm/dt + m-du/dt, d.h.sie enthält ne- Quantenzustand und das Verhältnis verschiedenausfallen können. Für je- 108 dag (Dekagramm)
ben dem Anteil bewegte M. mal Be- mejm*, wobei mo die gewöhnliche des der sechs längs [100]-Richtungen dg (Dezigramm)
schleunigung noch einen zweiten, zu Ruhmasse des Elektrons ist, seine symmetrisch liegenden Rotationsel- 1cg(Zentigramm)
» parallelen Anteil proportional (tensorielle) Freiheitszahl. Tinsoide des, kubischen Siliciums gilt mg (Milligramm)
dmjdt. Dieser letztere ist jedoch nur Man erkennt, daß e. M. und Frei- B. mı 0,98 mo, mı = 0,19 mo (5. 18 (Mikrogramm)
dann von Null verschieden, wenn die heitszahl von der Krümmung der (ie Abb. Bänderspektrum). ng (Nanogramm)
Größe vic, d. h. der Geschwindig- Energiefläche E, (2) im t-Raum ab- In der Nähe eines Bandrandes ver- pg (Pikogramm)
keitsbetrag, geändert wird. Zerlegt hängen, auf welcher der Quantenzu- läuft die Energie proportional zu EP, fg (Femtogramm)
man deshalb die Kraft & in eine zu stand des Elektrons liegt. Diese Im Halbleiter kann man die Beset- ag (Attogramm)
» longitudinale Komponente &1, die Krümmungist am unteren Rand eines ung des Bandes durch passende Do- Daneben besteht noch die Einheit
den Betrag der Geschwindigkeit än- Energiebandessicher und meist auch \ierung willkürlich variieren. Rückt *Karat:
dert, aber nicht ihre Richtung, undin auf dem größten Teil desselben po- die Fermi-Energie merklich ins Band, 1K=02g.
eine zu » senkrechte Komponente sitiv, dagegen am oberen Bandrand so daß vom Bandrand stark entfern-
3:, welche zwar die Richtung, aber stark negativ (s. z. B. die Abb. Bän- ie Zustände besetzt werden, so geht Im sog. technischen Einheitensystem
nicht den Betrag der Geschwindig- derspektrum). Dort wird also die e. die Proportionalität verloren, ein wird die Masse aus der Definition der
keit ändert, so finden beide Kräfte M.negativ, so daß die Beschleuni- Sachverhalt, der auch als Variation *Kraft mit Hilfe der dynamischen
verschiedenen Widerstand gegen die gung im Gegensinn zur Kraft erfolgt. der e. M. beschreibbar ist. Für die Grundgleichung unter Benutzung der
Beschleunigung a: bzw. a. Man Das erklärt sich einfach durch Bragg- Elektronen im Leitungsband der III- Fallbeschleunigung gu 9,80665 m/s?
spricht in diesem Sinne von der lon- sche Reflexion der zum Elektron ge- V-Verbindungen InSb (s. die Abb. abgeleitet; ihre Einheit ist definiert zu
hörigen Materiewelle am Gitter. Die Bänderspektrum) und InAs nimmidie Im! kpst (= 1 khyl) 9,80665 kg.
Summealler e. M. der Quantenzu- &. M. mit wachsender Energie kräftig Auch in Großbritannien liegt der
tions = mol VI stände eines Energiebandes ver- zu. So gilt z. B. für InAs am Band- Masse ein Prototyp, das »Imperial
undder transversalen(tr schwindet. Darauf beruht u. a. die rand m*/mo 0,032, für n > 101 Standard Pounde, zugrunde; Mes-
mans = mol VI = WIR. 14 Tatsache, daß ein elektrisches Feld an Elektronen/cm? jedoch m*/mo > 0,1. sungenergaben die Beziehungen:
der Gesamtheit aller Elektroneneines Zur Bestimmung der e. M. benützt
Masse, effektive, von Elektronen und vollbesetzten Bandes keinen Strom man bevorzugt physikalische Effekte, 1 pound (imp.)
Defektelektronen in Kristallgittern. erzeugen kann. die nur die Kenntnis der Trägerkon- = 0,453592238 kg
Die Quantenzustände Yaz (1) eines Die Defektelektronen eines Halblei- zentration rn, nicht jedoch der Stoß- bzw.ikg
Elektrons im Gitter zur Energie En ters haben (s. Defektelektron) eine zeit erfordern, die also nicht von = 2,204622777 pounds(imp.).
(9) sind bei *Bänderspektrum näher e. M. gleich der negativen derjenigen Streuprozessen abhängen. Bei He- Die USA dagegen habeneinenfesten
geschildert. Sie lassen dem Elektron des Elektrons, das gerade fchlt. Da liumtemperaturen eignen sich die Verhältniswert zum metrischen Maß-
zwar weitgehende Bewegungsfreiheit sie einem anderen (Valenz-)Band an- Zyklotronresonanz und der de Haas- system geschaffen
— die Eigenfunktionist ja eine laufen- gehören als die Elektronen des Lei- van Alphen-Effekt zur Massenbe- 1 pound (US)
de Welle mit modulierter Amplitude tungsbandes, so ist ihr Massenbetrag stimmung. Magnetische Suszeptibili- = 0,4535924277 kg
-, drücken jedoch andererseits eben meist von dem der negativen La- tät, *Plasmaresonanz (vgl. Brechungs- bzw.ikg
durch die Modulation eine gewisse dungsträger verschieden. Ihre Quan- index der Halbleiter), Faraday-Dre- = 2,204622341pounds (US).
Gebundenheit an das Kristallgitter tenzustände gehören dem oberen hung und Magnetoabsorption(s. M: Über die Vielfachen des pound s. bei
aus. Daher kommt es, daß das Elek- Bandrand an; daher ergibt sich die gnetooptik) lassen sich auch bei höhe- avoirdupois, apothecaries, troy-sy-
einem elektrischen Feld nicht e. M.der Defektelektronen meist po- ren Temperaturen messen. stemund im Tabellenanhang(Bd.10).
ig frei folgen kann, sondern vom sitiv (. z. B. die Abb. Bänderspek- Lit. Madelung, O.: Halbleiter. Hand- In der Kernphysik ist die Angabe von
Gitter mitbeeinflußt wird nach dem trum).
buch der Physik XX/1. Hrsg. v. S. Flüg-
Massen in Gramm äußerst unprak-
Beschleunigungsgesetz Selbst für kubische Kristalle kann ge. Berlin-Göttingen-Heidelberg 1957. [37]
Masseeinheiten. Die Masse ist eine tisch. Manleitete daher die atomaren
man keine isotrope e. M.für ein ein- der drei Grundgrößen im physikali- M. von dem überwiegend vorkom-
zenes Elektron erwarten. Denn zu schen Dreiersystem; im technischen menden Isotop des Sauerstoffs ab und
einer gegebenen Energie innerhalb
IE. einer Brillouin-Zone kann es mehrere Dreiersystem dagegenist sie eine ab- nannte den sechzehnten Teil der Mas-
Energieflächen geben. Jeder für sich geleitete Größe. se des 0 1ME (Masscneinheit).
Die Einheit der Masse, durch den Esbeträgt
kommt eine geringere Symmetrie zu *Prototyp des Urkilogramms darge- 1 ME = 10: mME 10° TME =
als dem Kristall. Erst die Gesamtheit stellt und in Sövres bei Paris aufbe- ‚6597: 10°°°8.
1/m* ist dabei ein meist tensorieller der Teilflächen besitzt die Kristall- wahrt, ist im MKS-System das Kilo-
Faktor mit den Komponenten symmetrie. Energieflächen von der ‚gramm,im CGS-System das Gramm. Unter dem Massenwert eines Atoms
Gestalt eines Rotationsellipsoids er- versteht man demgemäß die in der
[el.
1 18 Aus, der Einheit 1g leiten sich fol-
kıIkı fordern zwei Massenparameter mi gende Vielfache ab: Einheit 1 ME gemessene Masse eines
und mzu ihrer Beschreibung. Ten- Atoms; der auf die nächstgelegene
oder sorielle Materialkonstanten (2. Stufe) 101g = 1 Tg (Teragramm) ganze Zahl ab- oder aufgerundete
mo & En (f) reduzieren sich im kubischen Kristall 10° g = 1Gg(Gigagramm) Massenwert eines Atoms heißt seine
auf Skalare. Für die elektrische Leit- 10° = 1 Mg (Megagramm) *Massenzahl.
fla igkeit, Thermokraft usw. treten = 1t(Tonne) Seit 1960 besteht die vereinheitlichte
Man nennt m* die (tensorielle) c. M. die Massenparameter in Mittelwerte 10°g =1kg (Kilogramm) M.als der 12. Teil der Masse p des
des Elektrons in dem. betreffenden ein, die jeweils für jede Eigenschaft 102g = 1hg (Hektogramm) 32C-Nuklids, Symbol mu. 1 verein-
82 83
Masse-Energie-Äquivalent Massenmittelpunkt
heitlichte Masseneinheit = 1 unified standsgrößen wurde 1917 von Edding- sind relative Kurbelwinkel und Zyliı onen des #®U würden,einfach addiert,
mass unit ton aus der Theorie des inneren Auf- derabstände dann beliebig wählb: nahezu das Atomgewicht 240 ergeben.
baus der Sterne abgeleitet. Moderne Der M. 2. Ordnung (Frequenz der ‚Auch bei *Kernumwandlungen spricht
= 1u = Yin 20 = mu. Vorstellungen über die Kosmogonie Massenkräfte beträgt das Doppelte man von einem M. undverstehtdar-
S. unified mass unit. und den inneren Aufbau der Sterne der Kurbeldrehzahl) durch Gegen- unter die Abnahme der Summe der
untermauern die ursprünglich rein gewichte an den Kurbeln ist grund- Ruhmassen der beteiligten Teilchen,
In der chemischen Atomgewichtsskala empirische Feststellung der M.-L.-F. sätzlich unmöglich. Er erfordert hö- wobei hier allerdings ebensogut auch
gilt bisher als M. das Dalton, das auf (s. Energieerzeugung der Fixsterne, here Zylinderzahl und besondere Zy- eine Zunahme auftreten kann. Der
Sauerstoff in der natürlichen Zusam- Kosmogonie). [5] linderanordnung. (positive oder negative) M. entspricht,
mensetzung beruht (s. Dalton), seit MsIassenanhäufung, s. Isostasie. An rotierenden Maschinenläufern mit € umgerechnet, der *Energie-
1960 auch durch die vereinheitlichte Massenanziehung, s. Gravitation. (Turbo- und Kreiselmaschinen) ist tönung des Kernprozesses..
M.ersetzt (s. unified massunit). [13] Massenausgleich bedeutet Anord- außerordentlich vollkommener M.
Masse-Energie-Aquivalent. Nach der nung der Massen bzw. Korrektur der möglich durch Zugabe oder Entnah-
Einsteinschen Masse-Energie-Bezie- Massenverteilung bewegter Maschi- me von Masse in zwei zur Drehachse Massendipol, s. Pol, Dipol.
hung ist 18 Masse äquivalent einer solcher Weise, daß die senkrechten Ebenen (Auswuchten). Massenerhaltung. Ein allgemeiner
Energie von 9 : 10% erg = 9.1077 = igheitswirkungen (Massenkräfte) Ziel dieser Maßnahme ist es, die kon- Erhaltungssatz für di im herkömm-
= 9,17 - 101: mkp = 2,15 - 1010 kcal = nicht äußere Zwangskräfte verursa- struktiv festgelegte Drehachse zu einer lichen Sinne materiell Masse besteht
=25GWh. 27kg irgendeines wert- chen, sondern unter sich und nur Trägheits-Hauptachse (freien *Achse) strenggenommen nicht, Entsprechend
losen Stoffes würden also genügen, durch Vermittlung der bewegten Kör- zu machen. [20] der Einsteinschen Beziehung E =
die gesamte Erzeugung elektrischer per im Gleichgewicht stehen. Die Massendefekt. Die Tatsache, daß alle Mc:ist zwar jede Energie E mit ei-
zusammengesetzien Kerne eine etwas
geringere Ruhmasse haben als die ( Lichtgeschwindigkeit), undinsofern
Summe der Ruhmassen der Proto- zieht die Energieerhaltung auch die
nen und Neutronen, aus denen sie M.nach sich, doch bedeutetdas nicht,
aufgebaut sind, nennt man M. Er daß ägbaren Massen im en
wird durch die Differenz der Kern- geren Sinn Erhaltung ihres Massen-
masse gegenüber der Summe der werts gilt; denn in Form von Strah-
Massen. der_ Bestandteile gemessen lung, Bewegung, Bindung bzw. Lö-
und meist in TMEangegeben. sung einer solchen können Energie-
Der M.rührt daher, daß beim Zu- beträge sich mit Materieteilchen in
sammentreten der Nukleonen zum mannigfachster Weise vereinigen oder
Kern infolge der frei werdenden sich von ihnen loslösen, was jedes-
*Bindungsenergie eine Energiever- mal strenggenommen eine Massen-
minderung des Systems eintritt, wel- veränderung derselben mit sich bringt.
che nach der Aquivalenz von Masse Ja, es können Materieteilchen aus an-
und Energie einer Massenabnahme deren Energieformen entstehen oder
" entspricht, gleich der Bindungs- in solche übergehen. Das bekannteste
08-06-09 °Q2 00 +02 #08 #08 +08 910 92 HIRYIE energie, dividiert durch das Quadrat Beispiel dafür ist die Erzeugung von
LogarıttmasderHasse der Lichtgeschwindigkeit, ist. Elektronen durch Photonen, die sog.
Energien von Europa des Jahres 1960 Zwangskräfte bei mangelhaftem M. Die Bindungsenergie des *Deuterons *Paarerzeugung bzw. die Zerstrah-
(680 - 10° KW h) zu decken![1] beanspruchen Führungen, Lager, (GH-Kern) ist z. B. 2,2 MeV.Dies er- lung eines Elektron-Positron-Paars.
Masse-Energie-Beziehung. Die Ein- Fundamente usw. mitunter unzuläs- gibt einen M. von etwa 2,4 TME Sieht man jedoch von solchen selte-
steinsche M.-E.-B. sagt aus, daß jede sig hoch oder erregen - da es sich (1 MeV Energie entspricht 1,0736 nen Prozessen mit sehr hohen Ener-
Masse m gleichzeitig eine Energie von gewöhnlich um periodisch veränder- TME Masse). Bei direkter Errech- gie-Umsätzen ab und bleibt im Rah-
der Größe W= me darstellt (c liche Kräfte handelt - lästige und nung ergibt sich, da ein Proton men der mehr alltäglichen Physik, so
Lichtgeschwindigkeit), jede Energie schädliche Schwingungen. 1,00728, ein Neutron 1,00866 und ei gilt näherungsweise auch ein Erhal-
W also auch eine Masse m = Wie Der M.ist besonders wichtig bei Kur- Deuteron 2,01355 Kernmasseneinhei- tungssatz der wägbaren Materie, weil
besitzt. [1] beltriebwerken und Kolbenmaschi- ten hat, für die Summeder Bestand- die Massenäquivalente der gewöhn.
Masse, kritische. Mindestmasse spalt- nen. Nach Schlick sind mindestens 4 teile 2,01594, also für den M. 2,39 lichen Energieumsetzungen ver-
baren Materials, in der bei bestimm- Kurbeltriebe notwendig, um einen M. TME.Siche auch die Berechnung des gleichsweise unmerklich klein sind.
ter geometrischerAnordnungund Zu- ohne zusätzliche Gegengewichte we- M. des *«-Teilchens. 14,7]
sammenwirkung mit anderen Mate- nigstens angenähert zu verwirklichen. In der Reihe der Kerne nimmt mit Massenformel von Gell-Mann und
rialien eine sich selbst unterhaltende Schlick bediente sich unterschiedli- fortschreitender Ordnungszahl der M. Okubo, s. unitäre Symmetrie in der
*Kernkettenreaktion eintritt. [7] cher Winkel zwischen den Kurbeln dauerndzu, im einzelnen ziemlich un- Elementarteilchenphysik.
Masse-Leuchtkraft-Funktion. Zwi- und verschiedener Abstände zwischen regelmäßig, durchschnittlich aber um Massenintervall, s. Eddingtonsches
schen der Masse eines Sternes und den Zylinderachsen. eıwa 8 TME für jedes hinzutretende Massenintervall.
seiner absoluten bolometrischen Hel- Der M. 1. Ordnung (Frequenz der Nukleon (der Wert 2,4 für das Deu- Massenisomorphie, s. Mischkristalle.
ligkeit besteht eine Beziehung,di Massenkräfte stimmt mit Kurbeldreh- teron ist abnorm niedrig). Beim Uran Massenkompensation, s. Isostasie.
der Abb. graphisch dargestellt i zahl überein) gelingt auch mit Ge- erreicht der M. schon fast zwei volle Massenmiittelpunkt. Beschreibt man
Die enge Korrelation der beiden Zu- gengewichten nur angenähert, jedoch ‚Kernmasseneinheiten; die 238 Nukle- die Lage der Massenpunkte mı eines
34 8
Massenpunkt Massenspektrograph
Punkthaufens mit der Gesamtmasse ‚Ausgedehnte Körper können ande-
m = mı durch Ortsvektoren t;, die rerseits als Systeme vieler M., z. B.
sämtlich von einem Bezugspunkt 0 ihrer Atome oder Moleküle, aufge-
ausgehen, so ist der M. bestimmt faßt werden. Mit Hilfe dieser Vor-
durch den Ortsvektor stellung lassen sich die Begriffe
1 »starr« oder »verformbare definieren.
=. dm. a Als »starre wird man einen Körper
dann bezeichnen, wenn sich trotz
Die Lage des M. innerhalb des äußerer Einwirkung die Entfernung
Punkthaufens ist von der Wahl des zwischen benachbarten M. nicht än- Abb.1-
Bezugspunktes unabhängig. Bei kon- dert, als »verformbare, wenn die
tinuierlicher Massenverteilung (dm Abs i lem von Mattauch und seinen Schü- der Zeit von einigen 100 auf über
statt m, m = S dm) gilt statt (1) flüsse verändert werden können.[20] lern erzielt wurden, haben den M.zu 50000 gesteigert worden, d. h. es
Massenschale, s. Quantenelektrody- dem Präzisionsinstrument gemacht, können im günstigsten Falle noch
s=„jxm.
1
@ namik. das er heute ist. Abb.1 zeigt den Massenunterschiede von weniger als
Massenskala. Man unterscheidet die Strahlengang in einem doppelfokus- 150 TME festgestellt werden. Ein-
Multipliziert man (2) skalar mit m physikalische und die chemische M. sierenden M. Das Auflösungsvermö- zelne Massenwerte können heute mit
und auf äußere Art vektoriell mit der In der Atom- und Kernphysik wird gen, das ist hier der reziproke Wert Genauigkeiten bis über 10” gemes-
Fallbeschleunigung 8, die im Berei ausschließlich die physikalische M. des kleinsten noch trennbaren Mas- sen werden (s. a. Dublettmethode).
der Massenverteilung konstant sei, benutzt, die auf der (physikalischen) senunterschieds (in ME),ist im Laufe Abb. 2 zeigt ein Massenspektrum von
so wird atomaren Masseneinheit oder *Kern-
masseneinheit, neuerdings auf "!C =
sxma=[rxams 12,000 000 bezogen, aufbaut. Chemi-
sche Atomgewichte werden teilweise
noch in der chemischen M. angege-
oder mit mg = 6 (Gesamtgewicht), ben, werden aber auch auf die phy-
dmg = d6 sikalische M. umgestellt. Der Unter-
sx6-[1xa6. ® ed1 t nur 4.10 (relativ).
Massenspektrograph, ein Apparatzur
@) ist die Definitionsgleichung des Aufnahme eines *Massenspektrums,
Schwerpunktes. Dieser fällt mit dem d. h. zur Analyse eines *Ionenstrahls
M.zusammen.[20] auf Bestandteile verschiedener Masse
Massenpunkt. Die Bewegungen eines @. B. verschiedener *Isotope eines
endlich großen, starren Körpers sind Elementes) und genauen Bestimmung
i. allg. sehr verwickelt. Lediglich bei der einzelnen Massenwerte.
reiner Translationsbewegung (Paral- Der Vorläufer des M. war die *Ka-
lelverschiebung) führen alle seine nalstrahlanalyse, vor allem nach der
Punkte kongruente Bahnen aus. In *Parabelmethode. Die ersten richtigen
diesem Fall ist seine Bewegung iden- M.baute Aston ab 1919. Sie beruhen
tisch mit der Bewegungeines einzigen auf der elektrischen und magneti-
Punktes des Körpers, z. B. des schen *Ablenkung des Ionenstrahls
Schwerpunktes. Man denkt sich dabei bei sehr feiner Ausblendung und auf
die gesamte Masse des Körpers einer Fokussierung des Strahls, so
diesem Punkte vereinigt; er wird d; daß möglichst alle Teilchen gleicher
durch zu einem materiellen Punkt mit Masse sich in einem Punktder pho-
endlich großer Masse. Auch bei be- tographischen Platte vereinigen, wo-
liebiger — nichtrein translativer — durch erst die für hohe Genauig-
wegung können endlich große Kör- keitsanforderungen notwendige In-
per als M. aufgefaßt werden, wenn tensität gewonnen wird. Bei der Fo-
nämlich die Dehnung um den Schwer- kussieı unterscheidet man Ge-
punkt die Eigenbewegungdes Schwer- schwindigkeitsfokussierung (Verei
punkts nicht beeinflußt oder wenn die gung von Teilchen verschiedener Ge-
räumliche Ausdehnung der Schwer- schwindigkeit), Richtungsfokussie-
punktsbahn wesentlich größer als die rung (Vereinigung von Teilchen ver-
Abmessungen des Körpers ist. So ge- schiedener Ausgangsrichtung) und
., die Bewegung der Ge- Doppelfokussierung, bei welcher bei-
:nige ihres Mittelpunk- des erreicht wird. Die Fortschritte in Mossenzahl20
tes zu beschreiben. Hier ist der Mi der Fokussierung, welche einerseits
telpunkt als M. anzusehen. von Bainbridge, andererseits vor al- Abb. 2. Massenspektrum und Photometerkurve der Massenzahl 20 (nach Mattauch)
86 87
Massenspektrometer Massenwirkungsgesetz
Ionen, die alle dem Massenwert 20 aller Elementarteilchen zu gewinnen. An C eine entscheidende Rolle. wie vor allem die Physik der Atom-
sehr nahe sind (das Argonion @A* Es sind mehrere Ansätze zu einer sol- 120) kerne gezeigt hat, nicht nur für
mit 40 wirkt wegen seiner doppelten chen Theorie vorhanden, jedoch ist Massenunregelmäßigkeiten, s. Isosta- Anteile Ruh- und kinetische Energie,
Ladung wie ein einfach geladenes keiner davon umfassend genug (s. a. sie. sondern ebenso für jede potentielle
Ion mit 20), und die zugehörige Pho- Mesonenspektrum und Teilchenspek- Massenveränderlichkeit. In der un- Energieform: Der Minderbetrag AE
tometerkurve, die noch feinere Ein- trum sowie die Abb. unter Massen- relativistischen dynamischen *Grund- an potentieller Energie, welcher bei
zelheiten erkennen läßt. Das ganze spektrograph und unter Parabelme- ‚leichung der Bindung der Nukleonen im Kern
Spektrum erstreckt sich nur vom #A* thode). [1, 7] 5 = di/de = moa entsteht, führt zu einem entsprechen-
mit 19,9812 bis zum schweren Me- Massensynchrometer, ein Gerät zur (3 = mo» der Impuls, » die Ge- den *Massendefekt Am = AE/c? ge-
than CDs (D schwerer Wasserstoff) Massenanalyse von Ionenstrahlen, schwindigkeit, a die Beschleunigung genüber der Summeihrer Einzelmas-
mit 20,0564, also über 75 TME. das von L. G.Smith entwickelt wur- der trägen ;e mo) ist der Mas- sen, welcher massenspektrographisch
Im: Kern, Ferner: Ewald, EL, und de. Der Ionenstrahl läuft längs eines senfaktor mo eine Bewegungskonstan- feststellbar ist. Auf solche Weise war
. Hintenberger: Massenspektroskopie. Kreises in einer flachen Vakuum- te, nämlich eine mit der materiellen es möglich, eine direkte Auskunft
Weinheim 1952 11
Massenspektrometer (von Dempster), kammer, die sich in einem homoge- Zusammensetzung des bewegten Kör- über die *Bindungsenergien der
‚nen Magnetfeld befindet, und durch- pers gegebene, ihm ein für allemal ‚Atomkerne zu erhalten. Eine Verall-
ein Gerät zur Aufspaltung von lo- setzt eine Hochfrequenz-Beschleuni- eigentümliche Körpereigenschaft. Die gemeinerung dieser Massenäquiva-
nenstrahlen nach den Massen der
Ionen. Der M. benützt ein magneti- gungsstrecke. Die Anordnunggleicht spezielle Relativitätstheorie behaup- lenz der potentiellen Energie darf
sches *Sektorfeld von 180°, in dem also der eines Elektronen-Synchro- ıcı dagegen, daß für hohe Geschwin- wohl auch in der Massenabhängig-
keit vom Gravitationsfeld gesehen
trons. Ein Teilchen, das beschleu- digkeiten die Form & = ddr des
die Ionen Halbkreisbögen beschrei-
nigt wurde, beschreibt einen kleineren undgesetzes sich nur aufrechterhal- , welche die allgemeine Rela-
ben (s. Abb.). Durch Änderung der
Beschleunigungsspannung der Ionen Kreis als vor der Beschleunigung. ien laßt, wenn in die Impulsdefinition tivitätstheorie behauptet und im
oder der Stärke des Magnetfeldes Findet es bei seinem zweiten Durch- >, m» statt der Körpereigenschaft zelnen formuliert. Die Aquivalenz
inen die Fokussierungspunkte der tritt durch die Beschleunigungsstrecke -Ruhemasse« mo die »bewegte Mas- bezieht sich übrigens keineswegs nur
einzelnen Massen der Reihe nach über ein um 180° verschobenes Feld vor, mol yI=WIe® eingeführt auf die träge, sondern auch auf die
den Auffängerspalt geführt werden. so wird es wieder auf die frühere ic wird darin bestätigt durch schwere Masse. [4]
Massenverhältnis, in spezieller Be-
Energie abgebremst, beschreibt einen 7 ie Versuche über Ablen-
Halbkreis mit größerem Radius und kung schneller Teilchen (deren Ge- deutung das Verhältnis der Ruhmas-
wird von einem Auffänger erfaßt. schwindigkeit nahe an die Lichtge-
se Mo des Protons zur Ruhmasse mo
des Elektrons. Nach den neuesten
Teilchen mit abweichender Masse schwindigkeit c herankommt). So be-
werden weiter beschleunigt, beschrei- ruht z. B. die Konstruktion moder-
Messungenist
ben kleinere Kreise und gehen am ner Ionen- und Elektronenbeschleu- Moto = 1836,1.
Auffänger vorbei. [35] niger auf dem relativistischen An- Eine theoretische Begründung dieses
Massenträgheitsmoment (Drehmas- satz; auch äußert sich die bewegte Mi ist bis jetzt noch nicht gelungen.
se), ein Maß für die *Trägheit eines Masse in den Quantenstufen der
In einer verbesserten Anordnung festen Körpers gegenüber Drehbe- ‚Atomenergiezustände, wie man aus Massenwert, s. Isotopenmasse, Mas-
wird der Ionenstrahl vor dem Eintritt schleunigungen. Es entspricht der trä- der *Feinstruktur der Spektrallinien senzahl und Mässeeinheiten.
in das Magnetfeld durch einen elek- gen Masse, die den Widerstand ge- ablesen kanı Massenwirkungsgesetz (Guldberg und
trostatischen Zylinderkondensator ge- genüber Translationsbeschleunigun- Mit dem relativistischen Impulsansatz Waage 1867). Für thermodynamische
führt, der ein 90°-Ablenkfeld er- gen darstellt. Allgemeine Definitio- ist als Zeitkomponente des Vierer- Überlegungenist es i. allg. unwesent-
zeugt. Diese Kombination von elek- nen und Erläuterungen über Träg- impulses (s. relativistische *Kinema- lich, welcher Art die Kraftwirkungen
trischem und magnetischem Ablenk- heitsmomente s. dort. Die »Menge« ik) verbunden die Gleichung zwischen den Molekülen sind. Man
feld ergibt nicht nur in erster Ord- ist in diesem Fal e die Masse des E= me = moyi = @IeR kann daher chemische Gleichgewich-
i ing, sondern Körpers: te in derselben Weise behandeln wie
auch _Geschwindigkeitsfokussierung, 1-[ot- im.
für die Energie. Welche Energie ge- ‚Phasengleichgewichte, z. B. den Ver-
d. h., Teilchen gleicher Masse, deren meint ist, geht aus der Entwicklung dampfungsvorgang.
Geschwindigkeiten etwas voneinander Bedeutungsvoll in der Mechanik fe- dieses Ausdrucks für kleine Ge- Sind nı, ne ... die Anzahlen der mit-
abweichen, werden annähernd in ster Körper sind fast ausschließlich schwindigkeiten » bzw. kleine Ver- einander reagierenden Moleküle der
einem Punktvereinigt. [35] die axialen M. Sie berechnensich als hältnisse v/c hervor. Manerhält näm- Stoffe A, B ..., so lautet die Reak-
Massenspektrum. In der Kernphysik dreifaches Integral, indem für & der lich die »Ruhenergie« Eo = mo c* und tionsgleichung
versteht man unter M. die Zusam- Abstand des Massenelementes dm = darüber hinausdie kinetische Energie m Atns B+...= m Etn Ft...
fassung der Massenwerte eines mit @ dx - dy - de (@ *Dichte des Körpers) Eun=E-Eo=moc* (HH VI=WIEP-1),
dem *Massenspektrographen analy- von der Bezugsachse eingesetzt wird. Die molaren *Konzentrationen der
sierten *Ionenstrahls, insbesondere die näherungsweise den aus der New- Stoffe A, ... sollen cı, cx ... sein.
eines Isotopen-Gemischs. Daneben Bei homogener Massenverteilung tonschen Mechanik bekannten Betrag Dann läßt sich aus einfachen Über-
spricht man auch von einem M. der
(@ = const) ist dann mo v*/2 besitzt. In der Gleichung legungen für den Gleichgewichtszu-
Elementarteilchen,d. h. einfach einer m offer0-ar. E= mc wird erstmals die Äquiva- stand das M. in folgender Form ab-
Zusammenstellung ihrer Massen- lenz von träger Masse und Energie leiten:
werte. Es ist eine Aufgabe der Theo- Statt J findet man häufig auch © als behauptet, die wohl die praktisch
rie der Elementarteilchen, dieses M. Zeichen für M. In der Kreiseltheorie wichtigste Aussage der speziellen Re-
und damit praktisch eine Systematik spielen die Hauptträgheitsmomente lativitätstheorie geworden ist. Sie gilt,
88
Massenzahl Material jon
Verwendet man statt der molaren 'höht die s. M.Die s. M.ist bei Aus- ren Ablauf in der Zeit. Alle Messun- heitensystemen), oft gleichzeitig auch
laufversuchen zur Bestimmung von
Konzentrationen die Partialdrücke pı, ren in der Physik beruhen also auf die von Dimensionen. Außerdem wird
„50 hat man die (temperatur- hydro- und aerodynamischen Wider- der Ausmessung von Raum und Zeit oft eine Festsetzung getroffen über
abhängige) Gleichgewichtskonstante ständen zu berücksichtigen. [11] selbst sowie auf Ablesungen von Zei- Verwendung nichtrationaler Größen
K, statt K. einzusetzen. Massewiderstand ist ein Widerstand erstellungen an geeichten Skalen der (meist ohne Kennzeichnung im For-
Das M.gilt streng nur für ideale aus einer Halbleitermasse, z. B. ge- Meßinstrumente, deren Unterteilung melzeichen). S. Einheitensystem, Di
*Gase und ideale Lösungen. Nur preßter Kohle oder Siliziumkarbid. (ebenso wie die der Uhrenletzten En- mensionssystem, rational-nichtratio-
dann ist K eine von der Konzentra- Er wird meistens in der Form eines des wieder auf Raummessung hinaus- nal. [39]
tion unabhängige Konstante. Ihre zylindrischen Stabes oder Rohres her- läuft. Das grundlegende Hilfsmittel Maßverkörperung (auch *Maß oder
Temperaturabhängigkeit wird durch gestellt. Da der spezifische Wider- zur Raummessungabetsind materiel- körperliches Maß genannt). Ein Ge-
die van’t Hoffsche *Reaktionsisochore
stand der Halbleitersubstanz um meh- le feste M. (im weitesten Sinn, z. B. genstand, in dem durch eine be-
dargestellt rere Größenordnungen höherliegt als auch Skalen, Teilkreise u. a.), die stimmte physikalische Eigenschaft (2.
(@ InK Wu derjenige von Metallegierungen, las- erlauben, eine Einheitslänge (Ein- B. geometrische Abmessung, Masse
sen sich insbesondere hochohmige heitswinkel, Einheitsfläche u. dgl.) oder elektrische Leitfähigkeit) eine
a7 ORT Widerstände aus diesen Massen wirt- von einem Ort zu einem anderen zu Meßgröße verkörpert wird. Im Un-
(T absolute Temperatur, W. Wärme- schaftlich fertigen. Der M. hat zeit- übertragen. Daß sie bei dieser Verla- terschied zu anzeigenden Meßgeräten
tönung bei konstantem Volumen, R weise in der Rundfunktechnik eine gerung starr, d. h. sich selbst kon- haben M.keine während der Messung
Gaskonstante) bzw. durch die van’t bedeutende Rolle gespielt, ist jedoch gruent und ‘insbesondere gleichlang gegeneinander beweglichen Teile. Zu
Hoffsche Reaktionsisobare heute vielfach durch den *Schichtwi- bleiben im Sinn der euklidischen den M. zählen z. B. Gewichtsstücke,
derstandabgelöst. [26] Geometrie, ist, logisch geschen, eine Maßstäbe, Hohlmaße oder Wider-
(eeX Wr Maßfüllmaschine, Meßgerät zum
Arbeitshypothese, die jedoch durch standsnormale. [32]
ar ). ORP "Messen des Raumes und zurfortlau- unzählige Erfahrungsrelationen cu- Material, angereichertes. Material, in
klidisch-geometrischer Art zwischen dem die Konzentration eines Isotops
(W» Wärmetönung bei konstantem fenden Herstellung von gleichen Pak- gemessenen Längen gestützt wird. ‚oder mehrerer Isotope über ihren na-
Druck). kungen und Füllungen (s. a. Abfüll- Starre M. gehören deshalb zu den türlichen Wert hinaus vergrößert
S. a. Reaktionskinetik. maschine). [32] grundlegenden Normalien jeder mes- worden ist. [7]
Lit. Kortüm, G.: Einf. in die chem. Maßstab, s. Strichmaß. senden Physik, wenn sie auch teilwei- Materialisation. Gemäß der Einstein-
Thermodyn. Weinheim 1963. - D’Ans Maßstäbe. a) Bewegte M. Die physi- se durch andere Hilfsmittel, wie Licht- schen Gleichung W=mc? sind Ener-
und Lax: Taschenbuch für Chemiker
und Physiker. Berlin-Heidelberg-New kalische Ausdeutung der *Lorentz- strahlen, Lichtwellenlängen u. dgl., und Masse Ausdruck für ein und
York 1967. Grasmann,P.: Einführung Transformation verlangt, daß alle ersetzt werden können. dieselbe Qualität. Beide sind eindeu-
in ie thermische Verfahrenstechnik. Körper, wennsie gegen ein durch die Es gehört nun zu den wesentlichsten tig miteinander verkoppelt. Jeder
Berlin 1967. [9] physikalischen Grundgleichungen be- Erkenntnissen der speziellen und der Masse m ist ein Energiewert zuzu-
Massenzahl, die Masse eines Atoms vorrechtigtes Bezugssystem in die Ge- allgemeinen *Relativitätstheorie, daß schreiben, der durch Multiplikation
oder Kerns in Kernmasseneinheiten, schwindigkeit » versetzt werden,sich, alle materiellen Gebilde, also auch mit c® gewonnen wirt
auf eine ganze Zahl abgerundet. Die 'vondiesem aus beurteilt, in ihrer lon- unsere festen M., dem euklidischen W=me.
unabgerundete M. heißt *Isotopen- gitudinalen Abmessung im Verhältnis Ideal der Starrheit nicht genau ent-
masse oder Massenwert. Die ganz- yI=y/e verkürzen (sog. Lorentz- sprechen, daß sie vielmehr sich ei Masse ist danach als eine bestimmte
zahlige M. ist gleich der Anzahl der Kontraktion). Dagegen müssen ihre seits in Bewegungsrichtung ver] Form der Energie aufzufassen, ähn-
*Nukleonen im Kern und kann des- wenn ihnen eine Geschwindigkeit er- lich wie auch die phänomenologische
halb noch treffender einfach durch Querdimensionen erhalten bleiben.
teilt wird (Lorentz-Kontraktion), an- Wärme eine bestimmte Form von
den Ausdruck »Nukleonenzahl« er- Im Rahmen derspeziellen *Relativi-
dererseits sich möglicherweise in einer Energie ist. Man wird daher vermu-
setzt werden. Sie wird dem Symbol tätstheorie Einsteins nimmt die heu-
tige Physik an, daß dieses Schicksal allgemeineren Weise deformieren, ten, daß man irgendeine Energieform,
des Kerns als oberer Index beigefügt. jedem materiellen Maßstab auch wenn. sie im kosmischen Gravita- z. B. kinetische Energie, in Masse
wirklich zustößt, desgleichen jedem tionsfeld verlagert werden. Die Lo- überführen kann. Diesen Prozeß be-
Masse, scheinbare (in der Hydrody- physikalischen Ersatz für einen sol- rentz-Kontraktionist unabhängig da- zeichnet man als M. Nun ist dort,
namik). Wird ein allseitig von Flü von auch durch elektromagnetische wo Masseerzeugt wird, nach unserer
sigkeit oder Gas umgebener Körper chen, mit welchem longitudinale Ab- Feldberechnungen der atomaren gewöhnlichen Sprache ein Elementar-
inBewegungversetzt, so ist nicht nur messungen gemessen werden können, Kraftfelder wahrscheinlich gemacht teilchen entstanden. M. ist also die
seine eigene Masse zu beschleunigen, wenn das Ersatzgebilde gleichfalls mit
3 bewegt ist. Die vom ruhenden Be- worden und durch den *Michelson- Entstehung von Elementarteilchen,
sondern auch die des umgebenden obachter beurteilte »bewegte Länge« Versuch sichergestellt. Der zweite die eine nicht verschwindende Ruh-
Mediums, das in strömende Bewe- eines longitudinal dahinfliegenden Effekt ist in die Experimentalbestäti- masse haben. Solche Prozesse sind
gung kommt. Die Masse des Körpers Maßstabs erscheint daher im Verhält- gungen der allgemeinen Relativitäts- bekannt. So ist z. B. die Entstehung
erscheint dann vergrößert um die s. nis theorie eingeschlossen; er liegt mit eines Elektronenpaares aus einem
M.Bei einer Kugelin einem inkom- ihnen an der Grenze der Beobacht- Photon genügend hoher Energie eine
pressiblen Medium ist die s. M. gleich vI=wie barkeit. [4] M.(s. Paarerzeugung). Auch die Ent-
der Hälfte der von der Kugel ver- Maßsystem. Der Begriff M.ist nicht stehung von Mesonen durch Wechsel-
drängten Masse. (Bei_ schlankeren kleiner als seine Ruhlänge. eindeutig und sollte daher möglichst wirkung von Protonen oder Neutro-
Körpern ist sie geringer.) Diesgilt für b) Starre M. Die klassische Physik vermieden werden. Manversteht un- nen mit ruhenden Atomkernen, die
reibungsfreie Strömungen. Die am schildert die Verteilung gewisser Be- ter M. meist die systematische Zu- manin der kosmischen Strahlung be-
Körper klebende Reibungsschicht er- obachtungsgrößen im Raum und ih- sammenfassung von Einheiten (Ein- obachtet und an einer großen Be-
% 9
Materiewelle
‚e künstlich herbei- Materie, interstellare. Unter der i.M. 10% g/cm? angesetzt werden. Trotz dimensionaler Auffassung, von_ge-
führen kann, gehört hierher. [7] versteht man alle Materie, die nicht dieser geringen Dichte kommtden im wissen *Energie-Impulsdichten-Ten-
Material, multiplizierendes, s. Medi- zu Sternen zusammengeballt, sondern Orionnebel in Erscheinung tretenden soren schreiben lassen. Dasselbe gilt
um, multiplizierendes. als Staub oder freies Gas im Raum Massen etwa eine Gesamimasse von nun auch für die Dichte der Trä
Materialprüfreaktor, s. Prüfreaktor. zwischen den Sternen vorhandenist. 180 Sonnenmassen zu. Aus Rech- heitswiderstände, wenn der Energie-
Material, verarmtes, abgereichertes. Früher, als man nur die auffallenden nungen über die Dynamik des *galak- Impulsdichten-Tensor der Materie in
Material nach der *Verarmung. [7] leuchtenden Nebel oder die krassesten tischen Systems ergibt sich, daß etwa der Form gebildet wird:
Materie. Noch zu Beginndieses Jahr- Dunkelwolken wahrnahm, glaubte 50% der Gesamtmasse des Systems (Tmat)ın Mo as,
hunderts konnte man zwischen der M. man, die i. M,sei an räumlich eng nicht zu Sternen geballt, sondern als
begrenzte Gebiete gebunden und in locker verteilte Materie_ vorhanden wobei fo die Massendichte im ört-
oder den materiellen Körpern oder ihrer Gesamtmasse nicht ins Gewicht ist. Die Beobachtung der 21-cm-Linie lichen Ruhsystem und ua, us Kom.
Teilchen einerseits und den *Feldern fallend. Die Verbesserung der astro- des interstellaren Wasserstofles ("Ra- ponenten der Vierergeschwindigkeit
andererseits unterscheiden, von denen nomischen Beobachtung sowie die dioastronomie) ermöglicht es, in op- (erklärt im Abschnitt relativistische
damals das elektromagnetische Feld Verwendung lichtstärkster Optiken tisch nicht, durchsichtigen Gebieten *Kinematik) bedeuten. [4)
und das Gravitationsfeld bekannt und höchstempfindlicher Platten er- des galaktischen Systems feinstver- Materie, Theorie der. Als T. d. M.
waren. Die materiellen Körper oder gab, daß der Großteil des interstel- teilte Wasserstoffwolken sowie deren sind seit den grundlegenden Arbeiten
Teilchen sind dadurch gekennzeich- laren Raumes von_ feinstverteilter Bewegung festzustellen. So ergab von G. Mie (1912) alle Versuche be-
net, daß sie bei Bewegungen alle ihre Materie durchsetzt ist und absolut sich, daß nahezu das gesamte Stern- kannt, die Existenz der die Materie
physikalischen und chemischen Eigen- leerer Raum wahrscheinlich über- system der Milchstraße von freiem aufbauenden *Elementarteilchen als
schaften mit sich nehmen. Für sie haupt nirgends existiert. Man unter- Wasserstoff durchsetzt ist, der an der Eigenlösungen der Differentialglei-
nahm man das Gesetz der Erhaltung scheidet vor allem drei Erscheinungs- Rotation des Systems teilnimmt. chungen ihrer Kraftfelder so zu ver-
der Masse an. Der Gegensatz zwi- formen der i. M.: In der Nachbarschaft der Sonne be- stehen, daß die Substanzpunkte als
schen Teilchen und Feld besteht nicht 1. Die sog. *Gasnebel, in denen freie trägt die Dichte des interstellaren permanente singuläre Punkte des Fel-
mehrseit der Entdeckung des *Du- Gasatome und Moleküle durch die Wasserstoffes etwa 1 Atom/cm’. In des erscheinen und daß gleichzeitig
alismus, d. h. der Tatsache, daß Teil- Strahlung energiereicherSterne inner- der Nähe sehr heißer Sterne (Spek- alle beobachtbaren Eigenschaften der
chen auch Feld- und Felder auch halb oder in der Nähe des Nebels ıraltyp O und B) wird der Wasser- Teilchen, wie Masse, Ladung, elek-
Teilcheneigenschaften besitzen, sowie zum Leuchten angeregt werden. Meist stoff ionisiert, was zur Entwicklung tromagnetische und mechanische Mo-
der Paar-Erzeugung und der *Paar- sind diese Gasnebel noch vonfeinsten des Resonanzleuchtens beiträgt. mente (Spin), als natürliche Eigen-
Vernichtung, d. h. der Umwandlung Staubwolken durchsetzt, die reflek- Leuchtende *Gasnebel sind darum schaften dieser singulären Lösungen
von »-Quanten, also von elektroma- tiertes Sternlicht zum” Gesamtlicht nicht selten nahe O- und B-Sternen zu_ verstehen sind. Bezüglich der
gnetischer Energie, in ein Elektro- des Nebels beisteuern. zu finden. Man hat zur Unterschei- *Masse wird dabei von der relativisti-
nenpaarund umgekehrt. Die M. läßt 2. Dunkelnebel, die sich durch *Ab- dung ionisierter und nicht ionisierter schen Aquivalenz von Masse und
sich damit nur noch als eine bestimm- sorption des Lichtes hinter dem Ne- Wasserstoffwolken die Bezeichnung Energie gemäß E = mc? Gebrauch
te Form der Energie definieren, und bel stehender Sterne bemerkbar ma- H 1-Gebiet (neutral) und H II-Gebiet gemacht (s. Massenveränderlichkeit),
das Gesetz von der Erhaltung der chen und vielfach als dunkle Kanäle (ionisiert) eingeführt. wobei unter E die gesamte Feldener-
Masse geht in dem Gesetz von der vor hellen Sternwolken oder hellen Lit. Becker, W.: Materie im interstella- gie verstehen ist. Die seitherige
Erhaltung der Energie auf. Nebeln abgehoben erscheinen. Sie ren Raum. Leipzig 1938. - Struve, O. Entwicklung der T. d. M. hat aber
Die chemischen Elemente und viele bestehen meist zum größeren Teil aus Asıronomie. Berlin 1962. - Waldmeier, gezeigt, daß nicht nur ai den bekann-
andere chemisch einheitliche, einfach kosmischem Staub, doch sind_auch Radiowellen aus dem Weltraum. ten klassischenFeldgleichungen (z. B.
zusammengesetzte Stoffe können in sie Mischungen aus Gas und Staub- ich 1954. - Unsöld, A.: Der neue den *Maxwell-Gleichungen) in klein-
den drei *Aggregatzuständen oder teilchen (s. a. Dunkelmaterie). Kosmos. Berlin 1967. [5] sten Abständen vom Teilchen erheb-
Formarten der M. vorkommen. Die 3. Interstellare Gaswolken, die eine Materietensor. Treibt man Kontinu- liche Abänderungen vorgenommen
M.im festen oder flüssigen Zustand solche Verdünnung aufweisen, daß umsmechanik in relativistischer Form, werden müssen, sondern daß vor al-
wird auch als Kondensat oder als zu- sie weder durch Selbstleuchten noch so läuft die Aussage des Grundge- lem von der Quantentheorie der Wel-
sammenhängende M. bezeichnet. Bei durch Absorption auffallen. Sie sind setzes letzten Endes darauf hinaus, lenfelder Gebrauch gemacht werden
hohen Temperaturen werden die nur spektroskopisch nachweisbar. daß an jedem Ort ein Gleichgewicht muß. Trotz erheblicher Fortschritte
Atome eines Gases in steigendem Eine solche Gaswolke erzeugt im zwischen den Kraftdichten der an der in der formalen Beherrschung dieser
Maße. ionisiert (Plasmazustand), so Spektrum eines hinter ihr stehenden Materie angreifenden Felder und der Theorie ist noch keine befriedigende
daß in der Gegend von 10°°K Sternes eine *Absorptionslinie, die Dichte der Trägheitswiderstände be- Theorie der Elementarteilchen gelun-
schließlich eine Mischungeines Elck- etwaige, durch die Bewegung des steht. Dabei ist es durchaus möglich, gen. Erstrebt wird eine Theorie des
tronengases mit Atomkernen entsteht. Sternes’ bedingte Linienverschiebun- Gravitations-, elektromagnetische und »Urfelds«, das sämtliche Elementar-
Auch durch extrem hohe Drücke gen nicht mitmacht. Die Existenz sol- im Prinzip auch Kernkräfte, daneben teilchenals quantenhafte Eigenlösun-
(über etwa 10!” N/m®) können die cher ruhenderLinien haterst auf die- auch mechanische Spannungen in gen zuläßt. [4]
Stoffe in den Zustand des (bei niedri- se feinstverteilten interstellaren Gase Rechnung zu stellen, also eine Art Materiewelle. De Broglie führte um-
gen Temperaturen entarteten) Elck- aufmerksam gemacht (vor allem Cal- Gesamiphysik in "kontinuierlicher gekehrt zu Einsteins Lichtquanten-
tronengases mit Atomkernen überge- cium und Natrium, s. a. Caleium- Form aufzuschreiben. Es ist aus der hypothese, die der landläufigen Wel-
hen (s. a. Materialisation und Mate- linie). Elastizitäts- und der Maxwellschen lenvorstellung vom Licht einen Par-
rie, Theorie der). Aussagen über Masse und Dichtei. Theorie bekannt, daß die Kraftdich- tikelaspekt zur Seite stellte, eine
Lit. Hund, F.: Theorie des Aufbaues M. sind naturgemäß unsicher. Die ten sich als sog. Vektordivergenzen Wellenvorstellung bei der Materie
‚der Materie. Stuttgart 1961. [16] Dichte in denhellen Nebeln kann zu von Spannungstensoren oder, in vier- ein. Seine Hypothese lautet: Jedes-
92 93
———
mathematisches Pendel Matrixdarstellung
mal, wenn in einem Bezugssystem Elektronenwellen der obigen Wellen- Ist keit der zur Verfügung stehenden M.
eine materielle Partikel eine Energie länge. Und in der Tat findet man A* = A,d.h.ai = Ar ken, gibt es in der Quan-
W besitzt, existiert in diesem Bezugs- dieselben Beugungserscheinun- ist die M.reell.
teamechanik, wo die M. an die Stelle
system ein periodisches Phänomen gen wie mit Röntgen-Strahlen der Eine M., die gleich ihrer Transpo-
einfacher Zahlen zur Beschreibung
der Frequenz ». Die Energie ist durch gleichen Wellenlänge. nierten ist, heißt symmetrisch. Bei
physikalischer Größen (Observabler)
treten, Vertauschungsrelationen. Ge-
die Gleichung W = hv definiert (h Die Ausmessung der Beugungsmaxi- ihr sind die symmetrisch zur Diago- legentlich bezeichnet man eine M.
Plancksches Wirkungsquantum). De ma verschiedener Ordnung gestattet nalen gelegenen Elementegleich: nach der Art der Vertauschungsrela-
Broglie leitet aus dieser Hypothese wie in der Optik, die Wellenlänge zu tion, die sie befriedigt. In dem Sinne
die Wellenlänge A jenes periodischen bestimmen. Das Ergebnis ist mit der A= A,d. h. au = am.
Phänomens, ebender M., ab: de Broglieschen Voraussagein bester Unterscheiden sich diese um das Vor- spricht man von Jordan-Wignerschen
h Übereinstimmung. zeichen, gilt also M., wenn sie die Jordan-Wigner-
Ama: Der Nachweis der Beugung der Elek- an = — ax,
schen Vertauschungsrelationen
tronenstrahlen gelang erstmals 1927 ara +a as = 1-Öm
Diese Gleichungheißt de Brogliesche an Zn-Einkristallen (Davisson und spricht man von schiefsymmetrischer 2,0 + a ar= 0
Beziehung (1924). Dabei bedeutet m Germer). S. a. Elektroneninterferenz. M. Die Diagonalelemente einer «a+aa=0
die Masse der Partikel und v ihre Lır. v. Laue: Materiewellen und ihre In- ‚schiefsymmetrischen M.sind sämtlich
Geschwindigkeit. Damit ist ebenso terferenzen. Leipzig 1948. - Fucs, E.: Null. erfüllen. dr: ist das Kroneckersche
wie beim Licht auch bei der Materie Beugungsversuche mit Materiewellen. Diejenige M., die die Gleichung Symbol. Diese Vertauschungsrelati
die Doppelnatureingeführt. S. a. Du- Hdb. d. Experimentalphysik, Erg.-Werk, A:B=1 nen unterscheiden sich von den üb-
alismus von Welle und Teilchen. Bd.2, 1. Leipzig 1935.[7]
mathematisches Pendel, s. Pendel.
lichen durch das +-Zeichen. Diese
befriedigt, heißt reziproke M. Man M. sind antikommutativ bis auf die-
Die M. der Neutronen ist für das Matrix. Ein System von mn Zahlen schreibt jenigen a; und a: mit gleichem Index.
Verständnis aller Reaktionen der oder sonstigen Rechengrößen, die zu B=4" Sie haben die Form:
Neutronen mit Atomkernen wichtig. einem rechteckigen Schema von m
Bei der Veröffentlichung der de Bro- Unter 1 ist die Einheitsmatrix_ver-
glieschen Gedanken waren keine Ex- Zeilen und n Spalten angeordnet standen. Sie wird oft auch mit & be-
perimente bekannt, die die neuen werden, nennt maneine M. zeichnet:
Ideen hätten stützen können. Wenn ar Qrs ai.
man das de Brogliesche Postulat ernst Gsı A nn.
nahm, hatte man zu versuchen, In- Ası an as.
terferenz- und Beugungserscheinun- A = ((an)) =
gen mit materiellen Partikeln aufzu-
finden. Nach der de Broglieschen
Hypothese müssen bei einem Elck- Imı Am2 Ama. - „Am! 000...1
tronenstrahl, der ein Raum- oder Die Zahlen ax heißen Elemente der k
Wenn die reziproke M. gleich der ad- Wenn man von Paulischen M.spricht,
Strichgitter durchsetzt, dieselben In- M. Der erste Index numeriert stets
terferenzerscheinungen auftreten, die die Zeile, der zweite die Spalte. Ist
jungiertenist, also
Ai=At, sind immer die Paulischen *Spinma-
aus der Optik der sichtbaren und m=n, so nennt man das Schema trizen gemeint.
Röntgen-Strahlen bekannt sind. Die eine quadratische M. Wachsen m und, A-At=At-A=1, Lrr. Madelung, E.: Die math. Hilfsmit-
einzige Schwierigkeit war zunächst, n über alle Grenzen, wie es in der nennt man A unitär. Mit A sind auch tel des Physikers. Berlin 1950. [7]
Matrixdarstellung, svw. Heisenberg-
ein geeignetes Gitter zu finden. Die Quantenmechanik vorkommt, so A, A*, At unitär. Darstellung, s. Darstellung. [7]
Wellenlänge der Materiestrahlen spricht man von einer unendlichen, A heißt orthogonal, wenn Matrixdarstellung der Reaktorglei-
nämlich bei der Elektronengeschwin- M. Wenn man Zeilen und Spalten A-A=1. hung. Die Diffusionsgleichungen für
digkeit, die in einem Strahl vorliegt, vertauscht, so gewinnt man die ge- den Fluß von Neutronen verschiede-
recht klein. Ein Elektronenstrahl be- stürzte oder transponierte M.: Für einen solchen Fall ist die Deter-
steht nur, wenn die Elektronenge- minante von A gleich #1. ner Energie (s. Gruppendiffusio
schwindigkeit großist gegen die ther- AT (lan). Die Elemente einer M. sind im ein- methode) können zu einer Matrix-
mische Geschwindigkeit: Sind die Matrixelemente komplex, so) fachsten Fall Zahlen. Sie können ver- gleichung zusammengefaßt werden.
ist schiedene Bedeutung haben, z. B. Dabei wird der Fluß zu einer Spal-
v> Yinerm == Y3K Tfm = 10° m/s können sie die Koeffizienten eines tenmatrix mit so vielen Elementen,
bei T = 300 R. Damit ergibt sich Ar = (la) !inearen _Gleichungssystems, von wie Neutronengruppen eingeführt
sind. Die Differentialoperatoren der
die zu A konjugiert-komplexe M. Als Transformationen, von quadratischen einzelnen Gleichungenstehen in den
A= 1, <07-10*m. begleitende oder adjungierte M. be- oder Biliniarformen darstellen. Sie
zeichnet man diejenige M., die beis können Tensorkomponenten reprä- Maırixelementen Mu. Unter Ver-
Die Natur hat ein Gitter geliefert, Veränderungen erfahren hat: sentieren; sie können Differential- nachlässigung der verzögerten Neu-
und Integraloperatoren, u. U. auch tronen lauten die Diffusionsgleichun-
wie es präziser nicht sein kann: Die
‚Atomeeines Kristalls nämlich sind in
Gilt für eine Matrix
At=Can)) Är. ihrerseits wieder Matrizen sein. In gen
diesem Fall spricht man von Über-
einem Abstand von ungefähr 10-' m
völlig regelmäßig angeordnet. Dieser At=A,d.h.au Ars matrizen. 5
DMudı= 0, kKubze..,
gr,
Abstand ist passend zur Erzeugung Matrizen sind allg. nichtkommuta-
von Interferenzerscheinungen von
nennt man die M. selbstadjungieı
‚oder hermitisch. {iv Größen. Um Mannigfaltig- 7
95
9
Matrizenmechanik Maxwell
die sich zu der Matrixgleichung Der spezifische Widerstand 9 ist bei chen übertragene Energie den Zu- Beobachtungen nichtals verschiedene
beliebiger Temperatur zwischen 0°C stand des Objekts nicht merklich be- Beobachtungen anzusehen, vorallem,
Mo-% 20 und 100 °C um so niedriger, je grö- influßt, ist die Störung vernachlä wenn sie gleichzeitig angestellt wer-
Ber der relative Temperaturkoeffi- sigbar. Das gilt für den ganzen Be- den. Die größte Anzahl unabhängi-
zusammenfassen lassen. Die Matrix ziene B = ie) (de/dT) it, und zwar ich der klassischen Physik, in dem ger verträglicher Beobachtungen
die zu beobachtenden Objekte stets nennt man nach Dirac eine M. (nach
M lautet z. B. bei einer Zweigrup- ist das Produkt. groß sind gegen die Elementartei Weyl einen »reinen Falle). Eine M.
pendarstellung 1,de
2° _de const
ar @ "ar chen, mit denen man beobachtet. So- bestimmt den physikalischen Zustand
Did - Ein - Zu + bald manaber das Verhaltender Ele- eines, Systems eindeutig und unab-
-( Zı>r bei gegebener Temperatur von Ver- mentarteilchen selbst studieren will, hängig vom Anfangszustand.
gilt dies nicht mehr. Die Rückwirkung Im mathematischen Formalismus
+2 Zum unreinigung und Verformung unab-
hängig. de/dT ist also eine reine auf das Objekt ist zu berücksichti- drückt sich das folgendermaßen aus:
DeA — Zu; Temperaturfunktion / (7). Durch In- gen. Jede quantentheoretische Größe ist
tegration folgt: Für das Verständnis mikrophysika- durch eine Matrix gekennzeichnet.
Die Flußdichteschreibt sich

e-():
lischer Beobachtungen kommt er- Diesen Matrizen sind im unitären
er=FN+L. schwerend hinzu, daß ein Elementar- Raum Hauptachsen zuzuordnen. Die
Der spezifische Widerstandsetzt sich gebilde dem *Dualismus von Welle
und Teilchen unterworfen ist. Das ist
Hauptachsenrichtungen dieser Matri-
zen sindi. allg. verschieden. Nur ver-
Bezeichnungen s. Diffusionstheorie also aus einer für das reine und un- so zuverstehen, daß man von ihm tauschbare Matrizen haben gleiche
und Gruppendiffusionsmethode. verformte Metall gültigen Tempera- Teilcheneigenschaften nur behaupten Hauptachsenrichtungen. Die den ver-
Lit. Grümm, H., und K. H. Höcker: Li-
turfunktion F(T) und einem tempe- kann, wenn mansie wirklich beobach- tauschbaren Matrizen zugeordneten
neare Reaktorkinetik und Störungstheo- raturunabhängigen Zusatzwiderstand tet. Ein Teilchen im objektiven Sinne, physikalischen Größen sind durch
tie. Erg. d. ex. Naturwiss. 30. Berlin Z zusammen, der durch Verunreini- ein »Teilchen an sich«, gibt es nicht. verträgliche Beobachtungen im obi-
1958.[7] gungen oder Verformungen hervor- Das Entsprechende gilt für Wellen- gen Sinne nebeneinander und gleich-
Matrizenmechanik ist diejenige ma- gerufen ist. Auf Grund dieser Mat- eigenschaften. Wellen- und Teilchen- zeitig festzulegen.
thematische Gestalt‘ der *Quanten- thiessenschen Regel kann der spezi- eigenschaften sind komplementär. Die
mechanik, in der physikalische Ob- fische Widerstand eines ideal reinen Art der Beobachtung solcher Eigen-
Lır. Heisenberg, W.: Die physikalischen
Prinzipien der Quantentheorie. Leipzig
servable als Matrizen dargestellt sind. und spannungsfreien Metalls durch haften ist grundsätzlich verschieden. 1944 (insbes. $.421, s. a. Hochschulta-
Den Gegensatzbildet die Wellenme- Widerstandsmessungen an verschie- gibt kein Verfahren, das Weller schenbücher, Manni 1957). - Dirac,
hanik Schrödingers, die wenige Mo- den verunreinigten oder verformten und Teilcheneigenschaften_gleichzei- P. A. M.: Principles of Quantum Me-
nate später als die M. und unabhän- Proben erhalten werden, da bei ge- ig an ein und demselben Objektfest- chanics. Oxford; deutsche Übertragung
der 1. engl. Aufl. unter dem Titel »Die
gig vonihr entstand. Die Wellenme- nügend uiefen Temperaturen der zustellen gestattet. Vielmehr stört die Prinzipien der Quantentechnik«. Leipzig
chanik stellt die Observablen durch Idcalwiderstand F (7) verschwindet. Beobachtung der Teilcheneigenschaf- 1930. [7]
Differentialoperatoren dar. Wellen- und man somit den übrig bleiben- ten den Zustand des Elementargeb; Maxwell, James Clerk. Engl, Physi-
mechanik und M. sind mathematisch den Zusatzwiderstand, den sog. Rest- des in der Weise, daß die Wellen- ker. Geb. 13.6.1831 in Edinburgh,
gleichwertig. Die M. ist 1925 von 'widerstand, unmittelbar messen kann. eigenschaften undefinierbar werden gest, 5. 11. 1879 in Cambridge. 1856
Heisenberg entwickelt worden. [7] Führt man an Stelle des Widerstan- und das um so mehr, je präziser man Prof. der Phys. am Marishal Coll. in
Matthiessen-Nernstsche Regel. Der des er das Widerstandsverhältnis, Auskunft über die Teilcheneigen- Aberdeen, 1860-65 Prof. der Phys.
elektrische Widerstand eines *Me- Fr = Origen und z = &/gm ein, so schaftenverlangt, Umgekehrtgilt das am Kings Coll. in London, 1871 Prof.
talls wird schon durch geringe Ver- erhält man für das Widerstandsver- Entsprechende. Die Ungenauigkeits- der Phys. in Cambridge. Mitglied der
unreinigungen stark erhöht, und zwar "hältnis im Idealzustand beziehungen sind der formelmäßige Roy. Soc. London.Erhielt die Rum-
auch dann,wenn das Zusatzmetall im _FD_e-i_n-z Ausdruck für dieses Wechselspiel. ford-Medaille. Arbeiten vorwiegend
reinen Zustand besser leitet als das Nun sind nicht alle Eigenschaften auf dem Gebiete der Elektrizität und
Grundmetall. Auch durch mechani- muTFom) gm-L 1-2"
cs Elementargebildes komplemen- des Magnetismus sowie der kineti-
sche Spannungen, wie sie durch Zie- Für 2<1 ist der Nenner 1, und zueinander. Es kann sich auch um schen Gastheorie. Brachte 1861 die
hen, Walzen und Drehen hervorge- man erhält additive Zusammenset- Eigenschaften handeln, die derart be- elektrischen Erscheinungen mit den
rufen werden, wird der Widerstand zungder Widerstandsverhältnisse. schaffen sind, daß die Festlegung der Lichterscheinungen in Beziehung
erhöht, Durch Wärmebehandlung, Das ist die Nernstsche Formulierung einen durch eine Beobachtung zwar (1864 elektromagnetische Lichttheo-
meist Glühenbei etwa ®/a der absolu- der Matthiessenschen Regel. den Anfangszustand des Systems än- tie) und begründete die Theorie des
ten Schmelztemperatur, kann diese Lit. Justi, E.: Leitfähigkeit und Lei- dert, aber doch nur so, daß die Wahr- elektromagnetischen Feldes. Von sei-
Widerstandsänderung rückgängig ge- tungsmechanismus fester Stoffe. Göttin- scheinlichkeit für den Ausfall der nen Arbeiten über die kinetische
macht werden, da sich dabei die in- ‚gen 1948.[2]
zweiten Beobachtung zur Festlegung Gastheorie ist die Ableitung des Ge-
neren Spannungen ausgleichen. So- Maupertuissches Prinzip der kleinsten. der zweiten Eigenschaft, wie sie vor schwindigkeitsverteilungsgesetzes be-
wohl im Fall der chemischen Störung Wirkung, s. Prinzipe der Mechanik. Ausführung des ersten Versuches be- sonders wichtig. Auch zu vielen an-
des Kristallgefüges durch *Fremd- Maximalbeobachtung. Durch jede stand, nicht beeinflußt wird. Zwei deren Gebieten der Physik (Farben-
atome wie im Fall der mechanischen Beobachtung wird ein physikalisches solche_ Beobachtungen nennt man theorie, Kapillarität) lieferte er wich-
Störung durch Deformation ist der Gebilde in seinem Zustand gestört. »verträglich«, wenn sie mit der ge- tigeBeiträge. [43]
Zusatzwiderstand £ von der Tempe- Die feinstmögliche Beobachtung er- vingsten,” theoretisch zulässigen Si Maxwell, Kurzzeichen M, vielfach
ratur unabhängig. Dies ist die Mat- folgt mit Hilfe von Elementarteil- tung (s. 0.) ausgeführt werden.Es ist auch Mx,eine Einheit für den ma-
thiessensche Regel. Sie kann in fol- chen wie Elektronen oder Photonen. oft zweckmäßig, solche verträglichen gnetischen Fluß.
gender Weise abgeleitet werden: Soweit die von diesen Elementarteil-
97
%
Maxwellsche Gleichungen
Maxwellsche Beziehung
Versagen der *Maxwellschen
ie Einheii il i
sich aus de rser Selle ‚st.ih rem Diese Zusammenhänge finden nach bild der ebenen *Halbkörperströ-
Maxwell folgende graphische An- mung durch Überlagerung der Strom-
Gleichung M. ergibt = magnel i rein phänomenologischen tient Charakter wendung im zweidimensionalen Fall: linien einer Quelle (Strahlenbüschel)
isch zu suchen. Der Brechu ngsquo ist und, einer Parallelströmung kon-
ee che. keine frequenzunabhängige Materia l-
ition: Konstan te, wie Ge ursprünt,gliche
es die annimm son-
oh
1 Maxwell = 1Gauß - 1Qundrat- KenslaninME
Zeatimekt joa. dern er hängt in kompliz ierter Weise vollkommenen lichtoptischen Syste-

oa interna-tio- Abhäng von der Frequenz ab, wobei dies men, die (vom Standpunkt der geo-
2 metrischen Optik aus) eine punktuel-
1. Da seit dem 1.1.19 48 igkeit entscheidend ErEigdurch die 3° le, fehlerfreie Abbildung liefern, zählt
onmngn etnche n Fang atomist ische ‚Stemka p und en“ außer dem ebenen Spiegel das M. F.
nal im elekir gungen der atomar en Resona-
tem _Länge- Masse-Z eit-Lad ung schwin
Kilo- torenbestimmt wird. Die Erklär ung Man versteht darunter ein kugelsym-
Sit den Grundeinheiten Meter, e die (ab- dieser meist als *»Dispe rsione be- metrisches optisches Medium, dessen
gramm, Sekund e, Amper Brechungsindex nach
t Zeichneten funktionalenungsq Verknüp-
solute) praktischew_Einheimike fung zwischen Brech uotie nt A
und Frequ enz kanner st von der Lo- nOsgrr
IValg m la tzschen *Elektronent heorie gelei-
it, i alıo
gilt,it Stet werden. Wenn e statisch und 7, variiert, wobei A und a Konstante
1 Maxwell =IM=10®VT wie es in der Natur der Sache liegt sind. Sämtliche Strahlen, die von ei-
nem in diesem Medium liegenden

“G m tw oWacacledird, anesLi eneirah1earr


kan die M.B. gar
Punkt ausgehen, werden wieder in
einem reellen Bildpunkt gesammelt,
i zu den Grundein-in- messen wird,
ie Einheitt M, ist
Diei Einhei kann der zum Dingpunkt in bezug auf
- Stimmen. Für sehr lange ele]
beitden MIER ASyst em ac ko tisch
. sy- Einüß e Welle n aber,
er,
i ,der ntomisichen,Sr bei denen ‚der
I
enukur In Abb.1 sind als Beispiel in der
r=0 symmetrisch liegt. Das M.F.
hat nur theoretisches Interesse, weil
2, In den anterna
intern ti
ationa len Vierer I'bene zwei Scharen @ı und gs von das geforderte inhomogene Medium
so besser die jetatsäc h- Linien konstanten Potentials zweier kaum herstellbar ist und weil Ding
a deturre die M. B. umtnisse wieder, länger verschiedener Strömungen gezeich- und Bild bei technischen Abbildungs-
nuz Mi lichen Verhäl wählt, wie man net. Die Werte des Potentials sind an systemen im feldfreien Raum liegen
3 M ist,
wobei 1 Min: = 1,000tische mandie WellenlängeWelle oberhalb lie Linien angeschrieben. Verbindet müssen. In der Natur (Fischauge)
n *Dreie r- z.B. am Wasse für hat, nber,
rtellt
(elekomagne
Imm elektr
3.syste hes sesröyn 4chungs festges
= 1mquotient nimmt dann allmä Min” ınan solche Schnittpunkte der beiden sind ähnliche Medien in Form von
tromagneti h- Scharen miteinander, für die die Linsen und Glaskörpern mit variab-
Bezeichnung M. seit
SD wird die Sie wurde von der una hale den Wert u Et Summe pı und P konstantist, so er- lem Brechungsindex realisiert, ohne
zt. rotech nische n lich malch lich v hält man die stark ausgezogenen jedoch ideale Abbildungen zu vermit-
len. _Elckt
Kommission 1930. folgendermaßen An.UTnmannsche Gleichung,
Inreeh ationa Diagonalkurven. Diese sind also Li- teln. [35]
‚konstanten superponierten Po- Maxwellsche Geschwindigkeitsvertei-
Gitini ertell=1Mx=1cm’/eg/1. ss'=5.Ajacw Boltz mann-
eil-B Gleic
oltzm annschung.
hes Vertel- tentials p. Dasselbe gilt, wenn Linien lung, s. Geschwindigkeitsverteilung.
1 Maxw s. Vertei lungsg esetz. cher Stromfunktionen pı und ys Maxwellsche Gleichungen. Die von
—1em E. Jungsg esetz, nschal- ‚geben sind. Man muß James Clerk Maxwell als mathema-
Die Bezeichnun g wurde zu Ehren des Maxwell-Br ücke, s. Brücke hode, zeit- daß die richtige der beiden mi lichen tische Formulierung der Faraday-
englischen Physik ers Maxwe ll 80 tunE . .. nison atmei Diagonalscharen gewählt wird. Man schen Feldvorstellungen gefundenen,
prüft die Richtigkeit am besten durch 1864 in vereinfachter Form publizier-
Mayneie TIelhe Beziehung. Nach der sparenageru Verfahren 2zur
Verfahren
des graphiischeschesrömun Parallelogramm der Geschwin- ten Grundgleichungen der Elcktrody-
Maesmagnet ischen sollteTheorie rch-des Überlpı undnggsvonSt gsfeldern. Jligkeiten (s. Nebenskizze in Abb. 1). namik lauten (einheiteninvariant ge-
a on Maxwe ll fürdu Sind die Strömungsp*Pote oten-
Sihtige Medie n die Bezic hung gelten tiale zweier inkompressiblen n- Die Geschwindigkeiten folgen dem schrieben)
Gradienten von @ bzw. der Richtung
"= eu (Maxwellsche Relation),e alstr ömungen, so,kannman,aus. Jer y-Linien. Als Anwendungsbei- rm, 0
ihnen eine neue Strömur spiel ist in Abb. 2 das Stromlinien-
32"D de
ielek ‚chungsquotienten, mense
triläiskon staneen, und,{ı uzen mirde Potent
m+tp .
ial div8=0 @
ie Permea bilitä t bedeut wel P-m
Teiziere 1 allg immer gleichtFF Eins nj.,.t Mögli chkezur ität Superposi und

gesetzt werdedahern kann. Stateinfacher beruh auf der hung, Lincar der *La- 3
kann man l i. alle. ü iacsschen Gieic kanıder 71undd Gt mrros, ®
n a für Wasse r, genüge n. A Analog ann, man, dvden, “a
Prüft man die Bezichung nsgm ie
Andet
55sene man {br das sach
ca,
gemer
Bl, wäh
“ Snın
inkomp
oderlenvoag
ressib _Poten tialst römun:
dazu die beiden »Materialgleichun-
gen«
\d erı einen.
für sichtb von
Wertares Licht etwa den n:
len. D=unE, 9
besitzt. Die M. B. ist also Ben superponiere
Wert 1,3 yayıtya.
Keinen erfüllt. Der Grund: für B = Moped. ©
9% ”
Maxwell-Körper Maxwellsche Theorie
‚Aus diesen Gleichungen läßt sich fol- Maxwellscher Spannungstensor. Nach eine Schubspannung; steht n senk- Punkt wird dabei eine elektrische
gern Faradayberuhendie elektrischen und techt auf €, so ist 7 antiparallel zu Feldstärke zugeordnet und dieses so
Bma=p. magnetischen Kraftwirkungen in ei- ", und es wird reine Druckspannung beschriebe ne Vektorfeld zum eigent-
nem Spannungszustand des von elek- uibertragen. lichen Gegenstand
Dabei ist © die aus der Kraft $ des trischen und magnetischen Kraftlinien. Im Falle eines magnetostatischen macht. Alle Wirkungeder Theorie ge-
elektrischen Feldes auf eine Probe-
ladung e gemäß & = e gemessene durchsetzten Raumes. Diesen Gedan- l'eldes gelten analoge Formeln. Es dieses kontinuierliche n Feld werden durch
übertra-
ken Faradays hat Maxwell in mathe- ist lediglich die elektrische Feldstärke gen (Feldwirk
elektrische Feldstärke, D die aus einer
Influenzwirkung (z.B. auf Maxwell- matische Form gebracht, indem er & durch die magnetische Feldstärke kalische Realitätungen), das als physi-
angesehen und durch
zeigte, daß die gesamte auf einen] 9. die Dielektrizitätszahl er durch die die Kraftlinie (Feldlinie veran-
sche Doppelplatten der Fläche df ge- Körper ausgeübte Kraftwirkung velative Permeabilität far und die In- schaulicht wird.n Die M. T. n)
mäß de = D.df) bestimmte_elektri- durch Flächenkräfte ZT dargestellt‘ !Iuenzkonstante &0 durch die magnc- keine Fernkräfte. Analog kennt also
sche Verschiebung, d.h. Flächen- werden kann,die an seiner Begren- tische Feldkonstante 10 zu ersetzen. z.B. ein Dauermagnet vondazu ist
dichte der (verschobenen) elektrischen
Ladung. 5 ist die aus dem Drehmo- zung angreifen. Die Komponenten Auch bei beliebig rasch veränderli- magnetischen Feld umgeben,einem das
ment ® auf ein magnetisches Mo- dieser Kraft nach den drei Koordina- chen elektromagnetischen Feldern ebenfalls als Vektorfeld beschrieben
ment m gemäß M- mx 9 gemes- tenrichtungen x, y, z können in fol- läßt sich die auf ein abgegrenztes Ge- werden kann. Während nach der
sene magnetische Feldstärke, 8 die gender Form geschrieben werden: iet ausgeübte Gesamtkraft noch aus Fernwirkungstheorie die gesamte
magnetische Flußdichte (magnetischer I Tar: cos (mx) + Tau: vinem allgemeinen Spannungstensor Energie einer elektrischen Punktla-
Fluß je Fläche). © ist die elektrische +.608 (n, 3) + Tez ı 005 (n, 2), ableiten, der den elektrischen und dung am Ort dieser Ladung lokali-
Stromdichte, 7 die elektrische Raum- %u = Tue: cos (my) + Tw: magnetischen Tensor enthält. Nähe- siert sein soll, schreibt die M.T. je-
ladungsdichte (Volumendichte der + c08 (n, y) + Tus : cos (n, z), Ss Energie-Impulsdichten-Tensor. dem Volumenelement eines Raumes,
in dem ein elektrisches
Maxwellsche Theorie, die von Max- eine von der elektrischenFeldFeldstärk
Ladung). eo wird Influenzkonstante 3, = Tarı cos (m, x) + Tv: 12} besteht,
des leeren Raumes, po Permeabili- - 008 (n, y) + Tr cos (n, 2). well in den Jahren 1861 bis 1864 auf- an dieser Stelle abhängige Energiee
tätskonstante des leeren Raumes ge- Dabeibedeutet n die nach außen po- sestellte Theorie des elektromagne- zu (s. Energie des elektrischen bzw.
nannt, y ist die elektromagnetische sitiv gerechnete Normalrichtung au! tischen *Feldes, welche die magnetischen Feldes).
Verkettungskonstante, c die Aus-
breitungsgeschwindigkeit clektroma- die Begrenzungsfläche. Die Koeffi-
zienten Tu bilden den M.S. magnetischen Erscheinungen elektro-
im Va- Erst seit Oersted (1820) war bekannt,
gnetischer Wellen im leeren Raum kuum und in ruhenden Körpern er- daß zwischen Elektrizität und Ma-
(Lichtgeschwindigkeit). . Tes Tau Tai faßt und damit auch die Maxwell- gnetismus Zusammenhängebestehen.
Bei, Gebrauch des Internationalen T- (Tu Ta Te). sche elektromagnetische *Lichttheo- Diese waren dann vor allem von
Einheitensystems wird y = gesetzt, Tzr Tau Tee, tie (s.a. M.T. des Lichtes) in sich Ampere und Faraday erforscht wor-
bei Gebrauch des Gaußschen CGS- Im MKSA-System sind die Kompo- schließt. den und hatten auch schon in mathe-
nenten von T gegeben durch Die M. T.löste im letzten Drittel des matisch formulierten Gesetzen
Systems
wird » Sm Mm HaBz + DE: W 19. Jahrhunderts allmählich die bis duktionsgesetz) ihren Ausdruck(s. ge- In-
vSe dahin herrschende *Fernwirkungs- funden. Diese Gesetze waren aber
ersetzt durch Zu gm gm tan,, HyBu + DE —W
H2Bz + DE: W !heorie ab, welche die Existenz von zunächst nur für Ströme aufgestellt
nkräften annahm und in erster worden, welche durch geschlossene
und es wird e'0 wo und y=c ge- Hz Bu + DeEu Linie Ladungen und Kräfte in den elektrische Leiter fließen. Maxwell
seizt. Man sagt, das Gaußsche Sy- H2Be + D-E; Vordergrund der Betrachtung stellte. ergänzte nun den elektrischen Lei-
stem sei ein nichtrationales System Teu = HuBs + DuEs Nachdem Faraday den Einfluß des tungsstrom durch den (zunächst hy-
und läßt daher den Strich (‘) bei D° BEDFIBD). Zwischenmediums auf die elektri- pothetischen) Verschieb
und 5’ weg. In einem rein elektrischen Feld gilt schen und magnetischen Kräfte er- zum quellenfreien Gesamtstrungsstrom om. Die
Aus den Gleichungen (3) und(4) läßt für den Zusammenhang zwischei kannt, die elektrischen und magneti- Einführung des Verschiebungsstro-
sich der Erhaltungssatz der elektri- dem Vektor der elektrischen Feld ‚chen Kraftlinien zur Deutung seiner messtellt den entscheidenden Schritt
schen Ladung stärke € und dem Normalenvektor !'rgebnisse eingeführt und das We- dar, mit welchem Maxwell über die
folgende anschauliche Regel: sentliche des elektromagnetischen ältere Theorie hinausging.
Der absolute Betrag von T ist unab: Geschehens in den Raum bzw. das kennt daher nur geschlosseDie M. T.
ne Strö-
hängig
die sog. Kontinuitätsgleichung, ab- trachtetenvon der Orientierung des 7wischenmedium verlegt hatte, ge- me, da der Verschiebungsstrom den
Flächenelements ge; lung es Maxwell, unter weitgehender Leitungsstrom auch durch Isolatoren
leiten.
Für den leeren Raum ist D= && das Feld: Zugrundelegung_Faradayscher Vor- z.B. das Dielektrikum eines Kon-,
und 8-45. In isotropen dielek- stellungen seine Theorie aufzustellen, iensators hindurch, fortsetzt. Indem
trischen (isolierenden) Mediengilt lie im Gegensatz zur älteren Fern- Maxwell nun den Geltungsbereich
wirkungstheorie als *Nahewirkungs- dieser Gesetze erweiterte und ihre
D= er Eund® = Wird. Hierin ist er die Dielektri ı oder besser Feldtheorie bezeichnet Beschränkung auf geschlossene Leiter
Die beiden Materialkonstanten hei- der Materie, eo die Influenzkonstante wird, da bei ihr der Feldbegriff (s. fallen ließ, gelangte er zur Aufstel-
Ben Dielektrizitätskonstante er bzw. Die Richtung des Vektors 7 erhäl !'eld) im Vordergrund. steht. Eine lung seiner Gleichungen (s. Maxwell-
(magnetische) Permeabilität fr. Sie man, indem man den Vektor n elektrische Ladung bewirkt nach der sche Gleichungen), welche das Kern-
haben die Dimension der Zahlen. [39] der Richtung von € spiegelt. Ist di M.T. eine physikalische Zustand: stück seiner Theorie bilden und di
Maxwell-Körper, s. Viskoelastizität., Feld parallel zu n, so ergibt sich rei derung des umgebenden Raumes,
Maxwellsche Regel, s. Zustandsglei- Zugspannung; ist der Winkel z welche durch das elektrische Feld di Grundgesetze desstellen. elektromagneti-
hung. schen € und n 45°, so crhält mi ‚er Ladung beschrieben wird. Jedem sich dabei um ein SystemEsvonhandelt zwei
100 10
Maxwellsche Theorie Maxwellsche Theorie des Lichtes
linearen, partiellen Differentialglei- te Vektorrechnung als das geeignet- Irequenzunabhängige Konstanten keiten der elastischen Theorie bestan-
chungen zweiter Ordnung, das nicht ste mathematische Instrument zur stellen. H. A. Lorentz gelang es den darin, daß man — entgegen allen
nur elektrische und magnetische Fel- Darstellung der M.T. Dabei ist die 1895, mit seiner *Elektronentheorie sonstigen Erfahrungen an elastischen
der, sondern vor allem auch die M,T. die einfachste Theorie eines las elektromagnetische Verhalten der Medien - dem Ather die Fähigkeit,
Wechselwirkung zwischen zeitlich *Kontinuums. Ihre zunächst etwas Materie besser zu beschreiben, als longitudinale Wellen zu führen, ab-
veränderlichen elektrischen und ma. fremdartig anmutenden Bezichungen lies der M. T. möglich ist, wobei die sprechen mußte. Es war aber ande-
gnetischen Feldern umfaßt, welche ‘sind einfacher als die Grundgesetze semittelten Gleichungen der Elektro- rerseits nicht ohne innere Wider-
unlösbar miteinander verbunden sind der Elastizitätstheorie und der Hy- entheorie mit den innerhalb der Ma- sprüche möglich, den Grenzbedin-
und nur gemeinsam existieren kön- drodynamil icrie gültigen Maxwellschen Glei- gungen beim Übergang einer trans-
nen. Die Maxwellschen Gleichungen Die experimentelle Entscheidung zu- <hungen identisch sind, also diese versalen Lichtwelle
haben sich ihrem Geltungsbereich gunsten der M. T. fiel erst 1887, also modellmäßig begründen. Auch die Medium zu genügen, inohne ein anderes
in diesem
in so vollkommener Weise bewährt, nach Maxwells Tod, als H. Hertz die Theorie der Dispersion (s. Disper- Medium eine longitudinale Welle an-
daß sie in manchen Darstellungen physikalische Realisierung der iheo- sionstheorie) konnte erst im Rahmen zunehmen (die nach Ausweis der Er-
der Elektrodynamik als Axiome an retisch vorausgesagten elektromagne- er Elektronentheorie erstmals be-
die Spitze gestellt werden, mit denen tischen Wellen gelang. Diese Wellen sründet werden. Die spezielle Rela- fahrung hätte sicherlich nicht existierte).
dannnicht nur die schnell veränder- finden nur in der M.T. ihre Deutung; {ivitätstheorie hat die M. T. (m Ge- Zudem man - primitiv gespro-
lichen Felder, sondern in fortschrei- sie können in der Fernwirkungstheo- sensatz zur Mechanik) nicht modifi- chen - dem hypothetischen Äther eine
Elastizität größer als die von Stahl
tender Vereinfachung auch die quasi- rie nicht auftreten, nach der die Wir- ziert, und gleichzeitig einen verschwindend
stationären, stationären und. stati- kungen sich unendlich schnell aus- s ergab sich, daß die Maxwellschen geringen Widerstand gegenüber be-
schen Felder (Elektro- und Magneto- breiten sollen. Die Ausbreitungsge- ichungen invariant gegen *Lo- wegten Körpern zuschreiben müssen.
statik) behandelt werden, wobei sich schwindigkeit der elektromagne ıentz-Transformationen sind und daß Die M. T. L. vermied von vorn-
alle bekannten Gesetze der Elektro- ist gleich der *Licht als Krönung der M.T. eine vier- rein Schwierigkeiten an den Grenz.
dynamik bis herunter zum Coulomb- Vakuum; damit tritt imensionale Darstellung der Elek- ächen und verstieß andererseits
Gesetz ableiten lassen, das früher die eine universelle Konstante in die M. 'rodynamik möglich ist (. nicht gegen die anschauliche Vor-
Grundlage bildete. Maxwellschen T. ein. Es ist für M. vlektromagnetisches, in der Relativi stellung - da sie überhaupt nicht an
Gleichungen stellen in ihrer Kürze Feldtheorie charakteristis tätstheorie), welche die M.T. erst in diese appellierte. Maxwell leitete aus
eine der eindrucksvollsten Zusam- eine endliche Ausbreitungs ihrer vollen Klarheit und Einfachheit der genialen Hypothese der magneti-
menfassungen eines Gebietes der digkeit aller elektromagnetischen ’eigt. Minkowski gelang es in diesem schen Äquivalenz des Verschiebungs-
Physik dar, und ihre Aufstellung gilt Wirkungen ergibt Zusammenhang, die strengen elek- stromes mit einem Leitungsstrom die
mit Recht als eine der großartigsten Bei quasistationären Strömen, wie 'rodynamischen *Grundgleichungen Existenz elektrischer Wellen ab, die
Leistungen der theoretischen Physik. 2.B. bei technischen Wechselströ- für bewegte Körper (einschließlich sich mit der Geschwindigkeit c - die
Man hat längere Zeit versucht, diese men, kann der Verschiebungsstros ‚er Materialgleichungen) aufzustellen ihrer Größe nach zunächst noch un-
Gleichungen durch Modellvorstellun- vernachlässigt werden. Daher ergibt (die Maxwellschen Gleichungen gel- bestimmt blieb - fortpflanzen. Da
gen zu »erklärenc, ist aber schon um hierbei auch die Fernwirkungstheorie cn streng nur in ruhenden Medien! aber die Größe dieser charakteristi-
1900 davon abgekommen, einen ichtige Ergebnisse, da sich die End- Die Wurzeln der Maxwellschen Gle schen Konstanten c von R. Kohl-
*Ather zu konstruieren, der sich der- keit der Ausbreitungsgeschwindig- (hungen dürften freilich, ähnlich wie rausch und W. Weber im Jahre 1856
art verhalten würde, sondern nimmt keit der elektromagnctischen Störun- iene der Gravitation durch die allge- als Verhältnis der einmal im elektro-
die Gleichungen als gegebene genhier noch nicht bemerkbar macht. ine Relativitätstheorie aufgedeck magnetischen und ein anderes Mal im
Axiome. Erst recht ergibt sich bei stationäre: wurden, erst durch eine_einheitlichet elektrostatischen Maßsystem gemes-
Weiterhin zeigte Maxwell, daß aus und statischen Feldern kein Unter- !'eldtheorie (Einstein, Schrödinger, senen Ladungsmenge bestimmt und
seinen Gleichungen die Möglichkeit schied. Neisenberg) völlig aufgeklärt werden in Übereinstimmung mit der Lichtge-
des Auftretens von elektromagneti- Gültigkeitsgrenzen der M.T. zeige können. schwindigkeit 3-10‘ m/s gefunden
schen Wellen (welche damals noch sich dort, wo die atomistische Struk. Wir. Schaefer, Cl.: Einführung j. d. Max- wurde, faßte Maxwell den Gedanken
nicht bekannt waren!) gefolgert wer- tur der Materie und der elektrischen wellsche Theorie der lekteizit it Yndrds von der Identität elektromagnetischer
den kann. Er errechnete die Ladung von Bedeutung ist. So ist Magnetismus. Berlin 1949. - Becker, R., Wellen und Lichtwellen, Die glän-
schaften dieser Wellen, erkannte ihre z.B. ihr als einer Kontinuumstheori und F. Sauter: Theorie d. Elektrizität. zendste Bestätigung fand die Max-
id. 1. Einführung i. d. Maxwellsche
Analogie mit jenen der Lichtwellen nicht möglich, die *Faradaysche Iheorie, Elektronentheorie, Relativitäts- wellsche Idee in den Versuchen von
und kam so zur Aufstellung seiner Gesetze der Elektrolyse zu deuteı !heorie. 17. Aufl. Leipzig 1962. - Fenkel, Heinrich Hertz (1887), der zum ersten
elektromagnetischen ichttheorie Ferner sind die drei Konstanten,wel“ ).: Lehrb. d. Elektrodynamik. 2 Bde. Mal elektrische Wellen herstellen und
(näheres s. M. T. des Lichtes), wel- che nach der M.T. das elektroma- Berlin 1926-28. - Schaefer, Cl.: Einfüh- mit ihnen einige der wichtigsten
che einen großen Teil der Optik in gnetische Verhalten der Materie cha- ‚ung i. d. theoret. Physik. Bd. IV. Phänomene der Lichtausbreitung
die Elektrodynamik einbezicht. Frei- rakterisieren und die in den sog. Ma‘ iynamik. Wiesbaden 1948.d,[2]A.: Elektro- (Reflexion, Brechung) demonstrieren
Nerlin 1950. - Sommerfel
ich setzte sich seine Theorie erstall- terialgleichungen (s. Maxwellsch konnte.Seitdem sind nahezu alle aus
mählich durch, da der Feldbegriff Gleichungen) auftreten, nämlich di Maxwellsche Theorie des Lichtes. der Optik bekannten Erscheinungen
damals noch kaum geläufig war (in Dielektrizitätskonstante die Perme: Die elektromagnetische M. d. L. (Beugung, Totalreflexion, Polarisa-
der Mechanik spielt er nur eine ge- abilität ge und die Leitfähigkeit o,i löste die bis dahin allgemein aner- tion, optische Aktivität, Drehung der
ringe Rolle) und die mathematische Wirklichkeit Mittelwerte, die dur kannte elastische *Lichttheorie, die Polarisationsebene durch ein Magnet-
Darstellung Maxwells Arbeiten Mittelung über die atomistis uf der Vorstellung eines mit elasti- feld) auch mit elektrischen Wellen
und Büchern schwer lesbar war. Erst Struktur der Materie entstehen un ‚hen Eigenschaften verschenen nachgemacht worden; sie haben in
Heaviside benutzte die neuentwickel- nur für nicht zu hohe Frequenz "Äthers basierte, ab. Die Schwierig- quantitativer Weise die Gleichheit
102 103
Mayer
des physikalischen Sachverhaltes dar- unter dem Titel: »Die Mechanik der: Defini Ein ME ist die Masse, die In neuerer Zeit ist es üblich, für die
getan. Ja in vielen Fällen (Totalre- Wärme(Stuttgart 1867, 3. Aufl., hrsg. ‚urch die Kraft ein Kilopond die alten Bezeichnungen Atom- bzw.
fiexion, Beugung am Zylinder durch v. Weyrausch, 1893), seine beiden Beschleunigung ein Meter je (Sekun- Molekular- bzw. Nuklidgewicht die
Cl. Schaefer) gelang es sogar, die bedeutendsten Untersuchungen in der” erhält. richtigeren Bezeichnungen relative
Ausbreitungsverhältnisse mit elektri- Ostwalds Klassikern (Bd. 180, 1911) 1ME = 1 kps!/m. Atommasse bzw. relative Molekül-
schen Wellen sehr viel genauer zu unter dem Titel: »Mechanik der Wär- masse bzw.relative Nuklidmasse zu
studieren und die Übereinstimmung me«. [43] . Umrechnung : 1 ME = 9,806 65 kg.
benutzen.
zwischen Theorie und Experiment Mcal, Kurzzeichen von Megakalorie. Diese Bezeichnung, für die auch der Lir. Stille, : Messen und Rechnen in
exakter zu prüfen, als dies bei der 1Mcal = 10° cal = 10° kcal. [13] Name Kilohyl, Kurzzeichen khyl (s. der Physik. Braunschweig 1961. [13]
Kleinheit der Lichtwellenlängen aus !iyl) geprägt wurde, wird nicht häu- Mechanik, Teilgebiet der Physik, die
technischen Gründen im_ optischen mdd_(svw. mg/ (dm? - Tag)) ist ein lie benutzt. Die Bezeichnung TME Lehre von den Bewegungen und den
Fall möglich ist. Wenn sich demnach häufig gebrauchtes Maß für die Kor- für technische Masseneinheit ist zu Kräften, welche Bewegungen hervor-
die M.T. d. L. in allen Fragen, wel- rosionsgeschwindigkeit von _*Metal- vermeiden (s. 2).
che die reine Wellenausbreitung be- len. Es wird damit die pro Tag und '. In der Kernphysik und Reaktor- rufen oder miteinander im Gleichge-
treffen, hervorragend bewährt hat, so dm® korrodierte Metallmenge ange- wchnik ist bisher ME als die Masse wicht kann
stehen. Die Einteilung der M.
nuch verschiedenen Gesichts“
gilt das nicht in gleichem Maße für geben. Um eine Vereinheitlichung| eines hypothetischen Atoms vom punkten erfolgen. Grundlegend ist
die Wechselwirkung zwischen Licht bei den Angaben über *Korrosion zu Atomgewicht »Einse in der physika- ihre Dreiteilung in *Kinematik, *Dy-
und Materie. Man kann auch nicht treffen, wurde ein Normblatt (DIN lischen Atomgewichtsskala, d.h. als namik und *Statik. Die Kinemalik
erwarten, daß die rein phänomeno- 4851) herausgegeben. Darin wird bei chzehnte Teil des in der Natur behandelt die reinen Bewegungsvor-
logische M.T. d. L., die mit der Vor- der Maßeinheit unterschieden zwi- amhäufigsten vorkommenden Sauer- gänge ohne Rücksicht darauf, wie
stellung von unstrukturierten Medien schen analytischer und konstruktiveı stoflisotops ""O definiert. diese Bewegungen entstehen. Sie un-
kontinuierlicher Massenverteilung Maßeinheit. Umrechnung: tersucht und beschreibt alle denkba-
beitet, Erscheinungen wie die *Di Die analytische Maßeinheit ist de 1 ME 1,6597 - 10° kg. ren Bewegungen, die *Bahnkurven,
persion, die wesentlich durch die ato- Mengenverlust, den ein Metall in Ein tausendstel ME wird mit TME *Geschwindigkeiten, *Beschleunigun-
mistische Struktur der Materie er- Gramm je Quadratmeter und Tag) gen usw. vom geometrischen Stand-
zeugt wird, richtig wiedergibt. Erst [e/ (m? d)] erleidet. Dieser Mengen- ‚oder mMEbezeichnet: punkt aus. Diese reine Kinematik
die von Lorentz vorgenommene Er- verlust, setzt einen gleichmäßige: I mMe 1 TME = 1,6597 - 10°kg. wird auch »Phoronomiec genannt
weiterung der M. T. d. L. auf elek- Korrosionsangriff über die ganze Flä- inheit in der chemischen gebict (zum Unterschied von dem Sp
tronentheoretischer Grundlage he voraus. tsskala *Dalton. der technischen Kinemauik
Elektronentheorie) konnte Die konstruktive Maßeinheit ist di Um den sehr störenden Unterschied oder Getriebelchre). Die Dynamik
tung der Dispersion und
scheinungen der molekularen Optik
Dickenabnahme in mm je Jahr. Sie
wird von der analytischen Maßein- von 0,275", zwischen der physika- behandelt die Bewegungsvorgänge im
(Theorie der elektrooptischen und der heit durch die folgende Beziehung ischen und der chemischen Atomge- Zusammenhang mit den sie verursa-
magnetooptischen Effekte, Theorie abgeleitet wichtsskala zu beseitigen, beschloß namik stellt die Die
chenden Kräften. allgemeine Dy-
allgemeinen Bewe-
der optischen Aktivität, des norma- «lie 10. General Assembly der Inter- gungsgeseize und Prinzipe
len Zeeman-Effektes usw.) geben. 8 365 ional Union of Pure and Applied (s.Prinzipe
Eine vollständige Beschreibung aller m’ -d 1000. 0° Physics 1960 mit Zustimmung der der M.) auf, während die spezielle
optischen Phänomene ist trotzdem Internationalen Atomgewichtskom- Dynamik sich mit den einzelnen
Problemen beschäftigt. Die Statik ist
erst vom Standpunkt der Wellen- ist die Dichte. Der angegriff nission der International Union of die
toff muß frei von Einschlüssen un Pure and Applied Chemistry, eine L e h r e von der Zusammensetzung
mechanik zu erwarten, die allein zur Hohlräumen sein. Auch die in mm/ neue Atomgewichtsskala auf der Ba- der Kräfte und ihrer Aquivalenz. Ihre
Schilderung auch der feinsten Züge angegebene Dickenabnahme sei 's des Nuklids "°C festzulegen, des- Ergebnisse werden vor allem auf
der Erscheinungen befähigt ist, wenn einen gleichmäßigen Angrifl voraus. sen relative Masse gleich 12 geseizt Gleichgewichtsprobleme angewandt,
sie auch erheblich größere mathema- Über die Veränderungen der physi Als Folge müsscı relativen können aber auchwerden. bei Bewegungs:
tische Anforderungen stellt als die kalischen, insbesondere der mechani: issen in der bisherigen phy- problemenbenutzt
anderen Theorien. schen Eigenschaften sowie über ein sikalischen Skala ("0 = 16) um rund Ganz entsprechend wie man die ge-
Lır. Schaefer, Cl.: Einf. i. d. theor. Phy- auf begrenzte Bereiche beschränkt 8"'o und die Atomgewichte in samte Physik auf Grund ihrer Me-
‚Bd.III/1. Berlin 1950. - Born, M.:
Lochfraß wird nichts ausgesagt. bisherigen chemischen Skala thoden in Experimentalphysik und
(0 = 16) um rund 0,043%/0 ernied- Theoretische Physik aufteilt, spricht
‚Optik. Berlin 1933. [17]
Lır. Tödt, F.: Messung und Verhütus
Mayer, Julius Robert. Dt. Arzt u. der Metallkorrosion. Berlin 1941. [15] tigt werden. Der ifte Teil der man auch von experimenteller und
Physiker. Geb. 25. 11.1814 in Heil- ME, Kurzzeichen für einige speziell Masse eines '*C-Nuklids (zisc) erhielt vontheoretischer (analytischer)M. Der
bronn, gest. 20. 3. 1878 ebd. 1838 Dr. Masseneinheiten. len Namen »Atommassenkonstante« gedankliche Aufbau dertheoretischen
med., 1840/41 Schiffsarzt, ab 1841 1. In der Technik ist mit (tech it dem Symbol mu. Wird seine Mas- M. beginnt mit der M.des einzelnen
praktischer Arzt in Heilbronn. M. scher) ME die von den Einheit se als Masseneinheit verwendet, so Massenpunktes(Punktmechanik), wo-
stellte als erster das Prinzip von der Meter, Sekunde und Kilopond erhält diese den Namen »vereinheit- bei zuerst die Kinematik und dann
Erhaltung der Energie in seiner All- geleitete Einheit der Masse gemeint. Iichte Masseneinheit« (unified mass die Dynamik undStatik des Massen-
gemeinheit auf (1842), folgerte die Die Einheit ME ergibt sich aus unit) mit dem Kurzzeichen u. Es gilt punktesbehandelt werden. Die näch-
Äquivalenz von Wärme und mecha- Gleichung «lso die Definition: ste Stufe ist die M. der Systeme von
nischer Arbeit und berechnete das 1 Massenpunkten (Systemmechanik),
mechanische Wärmeäquivalent. Seine Kraft
Masse = Beschleunigung ° 12 fc = mu = lu. an die sich das umfangreiche Gebiet
gesammelten Schriften erschienen der M.der starren Körper (die als
104 105
Mechanik Mechanik
Systeme mit starren Bindungen auf- vielen Freiheitsgraden zusammen. An bieten der Physik Anwendung. Ihre
gefaßt werden) anschließt, wobei wie- die Stelle der gewöhnlichen Difleren- Beprille, wie Kraft, Arbeit, Energie duelle Partikel, sondern interessiert
sich nur dafür, wie viele Teilchen
der die Kinematik des starren Ki tialgleichungen der M. der starren usw. wurden auf andere Gebiete der Gesamtheit in ein bestimmtes
pers an die Spitze gestellt und an- Körper treten hier partielle Differen- übertragen. Ebenso ergab sich, daß Geschwindigkeitsintervall, Raumge-
schließend seine Dynamik und Statik tialgleichungen; ferner werden viel- ‚hre Erhaltungssätze (Erhaltung der biet und del. hineinfallen.
dargestellt wird. Ein wichtiges Spe- fach die Vektoranalysis und der Ten- !inergie, des Impulses) undihre Prin- Diese Verteilung um Mittelwerte be-
zialgebiet der M. der starren Körper sorbegriff benötigt. 1 pe (Prinzip der kleinsten Wirkung) simmt das makroskopische Verhal-
ist die Kreiseltheorie (s. Kreisel). Die Derjenige Zweig der M., der sich mit teilweise abgewandelter Form all- ten der Gesamtheit, bestimmt also
*Himmelsmechanik behandelt dage- der Anwendung der Ergebnisse de ‚cmein in der Physik gelten. die Begriffe Temperatur, Druck, spe-
die Himmelskörper in fast allen experimentellen und theoretischen M, !listorisch reicht die M.bis ins Alter- zifisches Volumen,
ien als Massenpunkte;sie ist also beschäftigt, heißt angewandte M., bei {um zurück (Archimedes). Ihreeigen! die Thermodynamikmit’dasderen "Hilfe
Verhalten
eine Anwendungder M.der Massen- technischer Anwendung technisch liche Begründung ist neben Galilei, derartiger Systeme beschreibt. Die
punkte. Zusammenfassend kann man M. Erist für die gesamte Techni Descartes und Huygens vor allem statistische M. stellt also die Verbin-
die bisher erwähnten Gebiete der von grundlegender Wichtigkeit. Newtonzu verdanken, dessen Axiome dung her zwischen der phänomeno-
theoretischen M. als M. der Systeme Die gesamte bisher erwähnte M. wird auch heute noch das geeignetste Fun-
von endlich vielen Freiheitsgraden zusammenfassend als klassische M, «Jament der klassischen M. darstellen. logisch orientierten Thermodynamik
bezeichnen. Diese stellt ein abge- bezeichnet (s. klassisch). Wie die *Re- Die Beherrschung der Planetenbewe- der Materie, das durch dieBausteine
und dem Verhalten der
mecha-
schlossenes Gebiet, der theoretischen lativitätstheorie zeigte, treten Abwei- ung durch mechanische Gesetze, die
Newton mit Hilfe seines Gravita- en Grundgleichungen fesigelegt
Physik dar, das auf den Newtonschen hungen von der klassischen M.auf, tionsgesetzes zeigen konnte, war fi M. Grundsätzlich ist die statistische
Axiomen basiert und seine formale sobald die vorkommenden Geschwi lie weitere Entwicklung der Physik Thermodynamik.
in vollständiger Ersatz für die
Vollendung in den Differential- und digkeiten der Körper von der Grö- Man kann mit ihrer
Integralprinzipien (s. Prinzipe der M.) Benordnung der Lichtgeschwindigkei von ungeheurer Bedeutung und mach- Hilfe alle Probleme der letzteren be-
sowie der *Hamiltonschen Theorie werden. Es ergab sich, daß die kl ıc die M. zum Vorbild einer exakten handeln. Doch ist das in der Regel
erfahren hat, . sische M.einerseits nur ein Grenz- Naturwissenschaft. Die an Newton umständlich. Man geht daher so vor,
Der starre Körper stellt eine Ideali- fall der relativistischen M. (Relativi anschließende Ausbildung der M. daß man mit den Methoden dersta-
sierung des festen Aggregatzustandes tätsmechanik) darstellt, der nur zeigte solche Erfolge, daß Lagrange tistischen M. die Grundlagen der
dar. Zur Beschreibung realer Ver- Geschwindigkeiten gültig ist, die ge- bereits 1788 mit seiner »Analytischen Thermodynamik, ihre Zustands-
hältnisse ist die Physik des starren genüber der Lichtgeschwindigkei Mechanike eine umfassende Darstel- funktionen
Körpers zu ergänzen. Die elastischen klein sind. lung der M. geben konnte, die in for- mechanische undGrundgesetze die Hauptsätze auf
zurück-
und plastischen festen Körper behan- Andererseits führte die Entwicklus maler Vollendung und mathemati- führt und nun mit der so fundierten
delt die M. der deformierbarenfesten der Atomphysik aufeine zweite G scher Durcharbeitung einen großen Thermodynamik wie bisher weiter-
‚Körper (Plastizitäts- und Elastizitäts- tigkeitsgrenze der klassischen M. Ex !eil des Gedankenguts der, heutigen rechnet. Die geschichtliche Entwick-
theorie), wobei wieder Kinematik, zeigte sich, daß in atomaren Berei M. enthält. lung der statistischen M. knüpft an
Dynamik und Statik unterschieden “Über die Hamiltonsche Form der M. die Namen Clausius, Maxwell, Boltz-
werden. Für den flüssigen Aggregat- x. Hamiltonsche Theorie. mann und Gibbs an. Sie hat ihren
zustand wurde die M. der flüssigen *Quantenmechanik), gi Statistische M. Eine Gesamtheit von Ausgangspunkt davon genommen,
Medien, die Hydromechanik, entwik- derum die klassische M. als Grenz. schr vielen freien Partikeln, die sich daß man sich bemühte, eine mecha-
kelt, welche in die *Hydrostatik und fall mit umfaßt, und zwar verhäl ungeordnet bewegen, kann zwar im
die" *Hydrodynamik (Sondergebiet sich die Welenmechanik zur klassi- Prinzip dadurch beschrieben werden, nische Erklärungfür die Gesetze der
*Hydraulik) eingeteilt wird. Diese schen M. qualitativ wie die strei «Jaß man die Bewegungsgleichung je- Thermodynamik zu finden, insbe-
hängen eng mit der M. der gasförmi- gültige Wellenoptik zur geometris ler einzelnen Partikel anschreibt und sondere für den zweiten Haupisatz
mit seiner Auszeichnung der Zeit-
gen Medien, der Aöromechanik, zu- schen Optik. Die Grenze ist hi löst, Doch sind praktisch einmal die richtung. Das Boltzmannsche H-
sammen, welche wieder in Adrosta- durch das Plancksche Wirkungsquan: (athematischen Schwierigkeiten zur Theorem
tik, ABrodynamik (s. Strömungsich- tum gegeben. Solange die vorkom- Auflösung der Vielzahl dieser Glei- mühungen.ist Es das Ergebnis dieser Be-
re) und *Gasdynamik unterteilt wird. ienden Wirkungen groß sind gegen. chungen nicht zu meistern, zum an- Thermodynamik führt den für die
grundlegenden Be-
Bei der M. der Flüssigkeiten und Ga- ber dem Wirkungsquantum, k: deren ist cs unmöglich, die Anfan;
se ist es von wesentlicher Bedeutung, die klassische M. uneingeschränl dingungen (Lage und Geschwindig- griff der Entropie auf die durch die
Gesetze der Mechanik bestimmten
ob das Medium idealisiert als inkom- benutzt werden. jedes einzelnen der beteiligten Bewegungen der Gasmoleküle zu-
pressibel (unelastisch) betrachtet wer- Die Hoffnung der vergangenen Jahr- Veilchen zu kennen. Daher begnügt rück.
den kann oder ob berücksichtigt wer- hunderte, die ganze Phy: ie ınan sich mit statistischen Methoden
den muß, daß es kompressibel ist. einordnen zu können, mußte aufs Man verzichtet darauf, die Bewe-. Das Programm der statistischen M.
hat erst mit Hilfe der Quantenme-
Die M. der deformierbaren Körper geben werden,als sich die *Maxwell zung jeder Partikel zu verfolgen, und <hanik in einer befriedigenden Weise
und die Hydromechanik faßt man zu- sche Theorie des elektromagnetische ort sein Augenmerk auf die durch-
sammen als die M.der deformierba- Feldes allmählich durchsetzte. schnittliche Bewegung und die Streu- durchgeführt werden können, denn
ren Medien. Dabei werden die Me- wird nicht mehr als Aufgabe ung um die Durchschnittswerte. Man erst durch die Quantenmechanik ist
ja die Voraussetzung derstatistischen.
dien als Kontinua aufgefaßt, weshalb Physik_ angesehen, alle Erscheinun. ragt daher z.B. nach der Vertei- M.,die Bewegungder einzelnen Bau-
man auch von der M. der Kontinua gen auf mechanische Modelle zurüc lung der Energie oder der Geschwin- steine der Materie, der Atome und
(Kontinuumsmechanik) spricht; da- zuführen. Trotzdem ist die M. au digkeit um einen Durchschnittswert. Moleküle, richtig beschrieben wor-
mit hängt auch die weitere Bezeich- heute noch eine Grundlage der Phy- Man verzichtet also bewußtauf jede den. $o bestehen die Schwierigkeiten
Zuordnung fester Werte auf indivi- der für die statistische M. fundamen-
nung M.der Systeme von unendlich sik; sie findet in sehr vielen Teil
106 107
mechanische Eigenschaften Meerestläche
tag wichtigen *Ergodenhypothese einflussung dieser Verhältnisse auch ler mechanischen Eigenschaften er- Legierungen niemals vollelastisch
auf quantentheoretischer Grundlage die Festigkeitseigenschaften verän- tolgt durch messende Beanspruchung sind. Mathematisch ist es auf unend-
nicht, während sie für die klassisch- dern. Die Reißfestigkeit hängt zu- uf Druck, Zug, Biegung, Schlag, lich vielfältige Weise möglich, solche
mechanischen Gesetze nur mit sehr nächst mit den Nebenvalenzbindun- Torsion sowie in der Messung der Medien zu ersinnen. Die von Max-
künstlichen Annahmen zu überwin- gen zusammen, d.h., beim Bruch Itärte, des Elastizitätsmoduls, des well, Brillouin, Wiechert, Voigt u. a.
densind. werdendiese überwunden. Doch wird \briebs, der Dauerfestigkeit und in erdachten Medien sind nur Sonder-
Lit. Mach, E.: Die Mechanik in ihrer neuerdings betont, daß die Bruch- ‚ter Bestimmung des Bruches und der fälle aus der Mengeder an sich mög-
Entwicklung. 8. Aufl. Leipzig 1921. - En- vorgänge meist so rasch erfolgen, daß Bruchdehnung bei verschiedenen Be- lichen fastelastischen Körper (s. Mo-
zyklopädie d. math. Wissenschaften. Bd. die Relaxationszeiten der langen Mo- ruchungen. Alle diese Methoden dellelemente).
4. Leipzig 1901-14. - Hdb. d. Experimen- lekülsegmente nicht ausreichen, um sind durch DIN-Vorschriften festge- In letzter Zeit wird, wenigstens von
talphysik. Bd. 2, 1926, Bd. 3, 1929, Bd.4, sie unter Trennung der Nebenvalen- iegt. Man findet bei Kunststoffen z. den Seismikern, ein von Voigt erst-
1930. Leipzig. - Hdb. d. Physik. Bd.5, zen aus ihrem Verband herauszu B. Zugfestigkeiten von 4 bis 10: 10° malig behandeltes v. M. studiert,
1927, Bd. 6, 1928, Bd. 7, 1927. Berlin. - N/m? (bei Verbundstoffen bis 30 - 10?
Sommerfeld, A.: Vorl. über theor. Phıy- hen, weshalb es auch zum Bruch dessen elastische Spannungen in der
sik I @llg. Medhanik) und II (Mechanik von Hauptvalenzbindungen kommt. Nm!) und Werte für den Elastizi- üblichen Bezeichnungsweise durch
der deformierbaren Medien). Leipzig u. Hierbei spielen Fehlstellen im über- tätsmodul von etwa 3 bis 20.- 10° N/ Bw av ‚2 [ew
Wiesbaden 1950. - Hund, F.: Mecha- molekularen Aufbau als schwache m’, bei manchen noch wesentlich hö- Dan = tet
ipzig 1945. Hamel, G.: Elemen- Punkte, die zum Ansatz von Bruch- her, bis 3. 10° N/m® (Hart-PVC, Po-
2. Aufl. Leipzig 1922. vorgängen werden, eine wichtige Iykarbonat, Polyoxymethylen). Kunst- +2 av
.: Theoret. Mechanik. Berlin fasern können im verstreckten Zu-
. _ Whittaker, E. T.: Analytische Rolle. Ähnlich geht auch der spröde
Dynamik der Punkte und starren Kör- Bruch bei kristallinen, teilweise kı stand Reißfestigkeiten von 2 bis au
per. Berlin 1924. - Lamb, H.: Lehrb. d. stallinen (hornartigen) und glasarti- 90 + 10° N/m? erreichen. pu=AO+2u. +
Hydrodynamik. 2. Aufl. Leipzig 1931. — gen Hochpolymeren von Fehlstellen Lit. Stuart, H. A.: Die Physik der Hoch-
lyoray
Prandtl, L., und O. Tietjens: Hydro- und aus und pflanzt sich über diese wei polymeren. Bd.IV. Berlin-Göttingen- +5(70 4245) uf.
Aeromechänik. 2 Bde. Berlin 1929/31. — ter fort. Die Elastizität setzt sich bei Heidelberg 1956.[41]
Auerbach, F., und W. Hort: Handbuch mechanokalorischer Effekt, s. Helium
d. physikalischen u. techn. Mechanik. den Hochpolymeren zusammen aus gegeben sind. Die Größen w', X be-
i - Föppl, A.: Vorlesungen einem energieelastischen Anteil, des- IL. deuten zwei neue Konstanten, die in
. 6 Bde. Mün- sen Elastizitätsmodul (einige 10° N/ Medianwert. In einer statistischen die Ausdrücke für die Spannungs-
m?) auf Bindungsbeanspruchung zu- Reihe von nach der Größe geordne- komponenten ähnlich eingehen wie
rückgeht, und - bei den *Thermo- ten Werten eines Arguments liegt der die Lameschen. Das so charakteri-
ig 1949. - Jordan, plasten und *Elasten oberhalb der M. in der Mitte, so daßsich die glei- sierte v.M, glättet und dämpft die
auf quantenme« *Einfriertemperatur - aus einem en- che, Anzahl von Argumenten unter- Wellen beiihrer Ausbreitung und ver-
Inge. Braunschweig 1942. — Falkenhagen, tropieelastischen Anteil der amor- halb. wie oberhalb des M. befindet. längert im Laufe der Zeit deren Pe-
Statistik und Quantentheorie. Stutt- phen Bereiche, der durch die Ent- rioden. Ob es gelingt, w, A’ so zu
gart undLeipzig 1950. [7] knäuelung der Molekülsegmente zu- m, multiplizierendes, ein Me- bestimmen, daß hierbei volle Über-
mechanische Eigenschaften von stande kommt. Dessen Modul beträgt dium, in dem eine *Neutronenver- einstimmung mit der Erfahrung cı
‚Hochpolymeren. Die m.E. v. H. hän- nur einige 10° N/m?. Jener hat einen) mehrungin Auswirkungeiner *Kern- zielt wird, ist noch nicht entschieden;
gen im allgemeinen von ihrem Auf- negativen, dieser einen positiven kettenreaktion stattfinden kann. Ab- das v.M.ist aber in der Lage, qua-
bau sowie davon ab, wie deren Um- Temperaturkoeffizienten. Bei Bela“ gesehen von reinen *Spaltstoffen sind litativ die Vorgänge richtig wiederzu-
wandlungstemperaturen (*Umwand- stungtritt zuerst die Energieelastizi- hier gewöhnlich Mischungen aus geben.[6]
lungen bei Hochpolymeren) im Ver- tät, dann die Entropieelastizität in Spaltstoflen und Moderatorsubstan- Meeresfläche, wichtiger Begriff in der
gleich zur Gebrauchstemperatur lie- Erscheinung,was sich im steilen un zen gemeint. S.a. Moderator, Ver- Theorie der *Erdfigur. Physikalisch
gen. Es gibt spröde Gläser (*Glas- flachen Teil der Kraft-Dehnungs: mehrungsfaktor. [7] die Trennungsfläche des Mediums
zustand bei Hochpolymeren, z.B. kurve widerspiegelt. Man kann i Medium,visko-elastisches. S. a. Vis- »Luft« vom Medium »Meerwassere,
Polystyrol), schmiegsame, hornartige allgemeinen sagen, daß die kristall koelastizität. Gewisse Eigenschaften geodätisch die gedachte Fläche, die
*Thermoplaste (Polyäthylen) und nen Bereiche verantwortlich für di der *Erdbebenwellen, wie z.B. die sich als Trennungsfläche zwischen
*Elaste (*Kautschukelastizität). Die Festigkeit, für die Härte, z. T. auch des Glättens der Ecken und Unre- Luft und Meer einstellen würde,
Festigkeit hängt zunächst vom *Po- für die Temperaturbeständigkeit sind; gelmäßigkeiten, der Periodenverlän- wenn alle störenden Umstände, wie
Iymerisationsgrad ab. Sie steigt mit die amorphen dagegen oberhalb der gerung sowie der Dämpfung während *Gezeiten, Eigenschwingungen be-
diesem, doch wird hier ein Grenz- *Einfriertemperatur für die Elastizi- des Ausbreitungsvorganges, legen den stimmter Meeresteile, _Meeresströ-
wert erreicht, dessen Überschreitung tät, die Biegsamkeit und die Deh- Versuch nahe, die Theorie der Erd- mungen,Salzgehalt und Temperatur-
zu keiner Festigkeitssteigerung mehr ‚nung. Unterhalb der Einfriertempe- bebenwellen nicht auf die Vorausset- unterschiede, wegfallen würden.
führt. Ferner sind die Nebenvalenz- raturist die Entropieclastizität einge- zung des vollelastischen, sondern auf Denkt man sich diese M. in feinen
kräfte für die Festigkeit außerordent- froren, und es tritt nur die Energie- die eines »fastelastischen« Mediums Kanälen kapillaritätsfrei und ohne
lich. wesentlich. Zuletzt spielt auch elastizität in Erscheinung. Daher ist zu gründen. Medien dieser Art mi Massenänderungunter die Kontinen-
noch die *Textur eine große Rolle. der *Glaszustand dur. sen die Eigenschaften des elastischen 1e fortgesetzt, so ist die derart gebil-
Insbesondere bei den teilweise kri- Härte charakterisiert. Körpers mit jenen einer viskosen dete Fläche eine Niveaufläche; sie
stallinen (hornartigen) Hochpolyme- ien kleinen, gleichmäßig verteilt Flüssigkeit vereiniger. Sie werden wird *Geoid genannt. In der geodä-
ren sind die Größe, die Verteilung Kristalliten ist günstig, da hier weni auch in der Technologie der Werk- tischen Praxis ist diese ideale Fläche
und die Orientierung der Kristallite Möglichkeit zur Speicherung vo stoffe gefordert, da z. B. auch die in wegen der immer vorhandenen Stö-
sehr wichtig. Man kann durch die Be- Spannungen besteht. Die Prüfus der Technik verwendeten Metalle und rungennicht lokalisierbar. Die natio-
108 109
Mehrfachgleitung
nalen geodätischen Dienste behelfen nen Herden - ie seinmischen Wogen auf die Wellenlänge bzw. die Periode nung von 200 bis 2000 V arbeitet, die
sich mit der definitionsmäßigen Fest- auf, Wellen, die einige hundert Ki- hat die Windgeschwindigkeit einen durch einen Kurbelinduktor erzeugt
setzung und Markierung ihres »Mee- lometer Wellenlänge besitzen und Einfuß, Die Erfahrung zeigt, daß wird. [23]
resniveausc. Die Höhenunterschiede sich mit einer Geschwindigkeit von L= 0,5 v* bzw. T = 0,566 v ist, wor- Mehrbandenphosphore, 5. Phospo-
dieser Niveaus untereinander werden mehr als 150 m/s bis über 200 m/s aus wegen T = 2 xc/g folgt v/c = 1,13. reszenz.
nachträglich vermessen.[6] ausbreiten. Sie durchlaufen dabei Beivollentwickelten Windseen stehen Mehrfachanregung. Bei Atomen mit
Meereshöhe (Sechöhe), die Entfer- Entfernungen von Tausenden von also Windgeschwindigkeiten einer- mehrals einem Außenelektron kön.
nung irgendeines Punktes der physi- Kilometern. seits und Phasengeschwindigkeit der nen u. U. bei Absorption eines Ph
schen Erdoberfläche vom entspre- Die von F. J. von Gersiner (1802) Welle andererseits in einem konstan- tons mehrere Elektronen gleichzeitig
chenden Punkt des *Geoids oder, was erstmalig Angrifl genommene ten Verhältnis. Auch die »Steilheit« ihren Quantenzustand ändern (s. An-
damit gleichbedeutend ist, der *Mec- Theorie der M. lehrt, daß sie nähe- der Welle, das Verhältnis »Wellen- regung), was man als M. bezeichnet.
resfläche, gemessen längs der Lot- rungsweise als Sinuswellen angeschen. höhe Wellenlängee (H/L) ist eine Dadurch werden die *Spektren die-
linie. [6] werden können, deren Phasenge- Funktion der Windgeschwindigkei ser Atome, je mehr die M. in ihnen
schwindigkeit c von der Wellenlänge Sie erreicht für v = 12 m/s ein Mini eine Rolle spielt, außerordentlich
Meeresnivean, jene Geopotentialfli- bzw. der Periode T gemäß c= mum, nämlich rund 1, kompliziert, Insbesondere können
che (oder Potentialniveau- oder kurz ZM)Loder c = (g/2 n) T abhängt. diese Grenzgeschwindig i auch *Energieniveaus auftreten, die
Niveaufläche), die zur *Meereshöhe Wellen zeigen also normale Dis- Welle am flachsten. Da die Wind- höher liegen als die *Ionisierungs-
Null gehört, also mit der Meeresflä- persion. Zwischen Periode und Wel- schlüpfrigkeit aber mit wachsendem energie des Atoms, da z. B. ein Atom
che selbst oder dem *Geoid zusam- lenlänge besteht die Bezichung 7? = Wind noch zunehmen muß, kann dies mit zwei angeregten Elektronen eine
menfällt. [6] @alg)L. Werden die Längen in Me- nur auf dem Weg einer Formände- ‚größere Energie haben kann als das-
Meereswellen. Was als M.bezeichnet tern, die Zeiten in Sekunden gemes- rung geschehen. In der Tat zeigt die selbe Atom, dem ein Elektron
wird, sind in der Regel *Oberfl sen, so hat man ce 1,25 YL, c= Beobachtung, daß die Wellen mit zu- bis an die Tonisierungsgrenze ange-
wellen. Je nachdem ihre Peı 1,567 und 7? 0,64 L. Für Seicht- nehmender Windgeschwindigkeit im- regt ist, die anderen sich aber alle
kleiner sind oder größer sind als 1
wasser der Tiefe h ist c= Veh mer mehr von der Sinusform abwei- ihren unveränderten Zuständen be-
s, spricht man von *Kapillarwellen chen. finden.
(Rippelwellen) oder Gravitationswel- 3,13_Yh. Diese Wellen sind also dis- Das Studium der M.hat erst durch Lrr. Finkelnburg, W.: Atomphysik. 11./
len (*Schwerewellen). Entstehen die- persionsfrei. die Erfordernisse des zweiten Welt- 12. Aufl. Berlin 1967. [1]
se durch die Gezeitenkräfte von Die Gerstnersche Theorie beschreibt krieges entscheidende Impulse emp- Mehrfacherzeugung ist die Erzeu-
Mond und Sonne, so spricht man von die M. nur in erster Näherung. Sie fangen. Gegenwärtig werden im gung mehrerer Elementarteilchen in
Gezeitenwellen (Perioden rund 12 lehrt insbesondere nichts über die Scripp’s Institution of Oceanography einem Streuprozeß bei hoher Ener-
Stunden), entstehen sie durch, die Entstehung der M. durch Wind, Die in La Jolla (Kalifornien) und im Na- gie. Beispiel: p + p>p+pta' tz.
Einwirkung des Windes von Wind- mitschleppende Kraft des Windes tional Institute of Oceanography in 148]
wellen oder -seen (Perioden einige $ rauht die Meeresoberfläche auf und Wormley (England) systematische Mehrfachgleitung kann bei all den
bis über 10s). Hört der Wind auf, erzeugt Welle- im weiteren Verlauf Beobachtungen an M. gesammelt. *Kristallen auftreten, die nicht nur
dann gehen die Windwellen in die läßı der Wind die Wellen weiter an- Daneben setzt das Deutsche Hydro- ein, sondern mehrere kristallogra-
Dünung über (Perioden meist etwas wachsen bis zum Stadium der ausge- graphische Institut in Hamburg seine phisch gleichwertige (dies ist bei hö-
größer). Die Größe der M.wird nach reiften »Windseen« und darüber hin- Beobachtungen fort. Erst wenn hin- herer Kristallsymmetrie der Fall)
Amplitude und Periode meist über- aus. Wie diese Vorgänge im einzelnen reichend gesichertes Beobachtungs- oder ungleichwertige *Gleitsysteme
schätzt, nach Geschwindigkeit unter- vor sich gehen, wenig erforscht; material vorliegt, ist der Boden für besitzen. Diese können dann unter
schätzt. Windseen in den verschiede- die einzige bisher vorhandene Theo“ das Entstehen einer befriedigenden geeigneten Bedingungen gleichzeitig
nen Ozeanen haben durchschnitt rie stammt von H. Jeffreys (1925), Theorie vorbereitet. oder abwechselnd in Tätigkeit treten.
Perioden von 5 bis 9 s (maximal beschreibt aber die Vorgänge nur enwellen des Die aus Kochendörfer entnommene
s) und Amplituden von 2 b mangelhaft. Freilich fehlt es auch 56. v. Sturmsee Tabelle zeigt die *Gleitelemente der
(maximal = 15m). Ihre Geschwin- noch vielfach an Beobachtungsmate- und Brandung.Berlin 1925.[6] wichtigsten Kristalle (8. 112).
digkeit beträgt 11 bis 15m/s, ihre ial. Erst in den letzten Jahren ist Mega, Kurzzeichen M, Vorsatz für Der einfachste Fall einer M. ist die
Wellenlänge 60 bis 135 m. Beim An- ‚cs umfangreicher geworden. Einheiten, bedeutet den Faktor 10°. *Gleitung nach zwei Richtungen in
prall der Wellen gegen feste Teile Während nodıt 1909 V. Cornish zwi- M © spricht man Megohm. [13] derselben Ebene. Die dabei auftre-
der Küste entsteht Brandung; beim schen Windgeschwindigkeit v und tende Doppelgleitung ist identisch
Auslaufen in seichterem Küstenw: Wellenhöhe Feine Lincarbezichung Megaphon, Schalltrichter, dessen mit einer Gleitung auf derselben
ser bilden sich Sturzseen (Überschla- H=418v annahm, schlug C.G. Wirkung darauf beruht, daß die von *Gleitfläche mit der Winkelhalbie-
gen der Wellen infolge der größeren Rossby (1935) eine den Beobach- der Schallquelle erzeugte Energie ge- renden der beiden *Gleitrichtungen
Geschwindigkeit der oberen gegen- tungen eher gerecht werdende parabo- richtet fortgeleitet wird. Der Öff- als Richtung der *Abgleitung. Ein
über den unteren Teilen). Widerseen, lische Abhängigkeit H (0,3)/g v° vor. nungswinkel ist so groß, daß die weiterer einfacher Fall ist eine Dop-
auch Kreuzseen, entstehen durch Nach G. Neumann (194%) darf man Schallstrahlen möglichst parallel aus- peigleitung zweier *Gleitebenen mit
Reflexion der Wellenzüge an einer setzen H 0,068 ,° für v < 12 mis treten. Als Sprachrohr ermöglicht gemeinsamer Gleitrichtung. Der al
Steilküste und Superposition von an- und H = 0,0105 »* für v> 12 mis, das M. eine Verständigung auf Ent- gemeine Fall der Doppelgleitung,
kommenden und reflektierten Wel- Diese Gesetze drücken den Einfluß fernungenbis zu 1000 m. [44] daß weder Gleitebene noch Gleit-
len. der Windgeschwindigkeit auf die Mesger, menname für einen richtung, beide Gleitsysteme gemein
Daneben treten in seltenen Fällen, Wellenhöhe aus und müßten aus ei- Hochohmwiderstandsmesser (Isola- sam haben, ist geometrisch schwie-
nämlich bei Erdbeben mit submari- ner »richtigen« Theorie folgen. Auch tionsmesser), der mit einer Span- riger zu lösen, kommt jedoch sehr
110 am
Mehrfachprozeß Mehrkörpermodell
betrieb, der Frequenzbereich über 3,5 kHz enthält, in das Frequenzband
Gittertypus Vertreter Gleit-
richtungen ebenen
Bemerkungen
%0 Hz für die Fernsprechverbin- 1475bis 151 kHz zu übersetzen, mo-
dung. duliert man eine Trägerfrequenz von
kub.-flächen- Al, Ag, Au, Cu, 1110] (111) * bei höherer Temperatur Lt. Goetsch: Taschenbuch f. Fernmel- 151 kHz mit der Sprechfrequenz.
zentriert Ni (100)* als 20 °C detechniker. 3. Teil. München 1953. [26] Dabei entsteht ein Frequenzgemisch,
a in dem Frequenzen von 151 # 3,5
en ne um [üR
Mehrfachtelephonie. Für ein ein-
kub.-raum- a-Fe
faches Telephongespräch, das über kHz, also 147,5 bis 154,5 kHz vor-
eine Fernleitung übermittelt wird, kommen. Den Bereich von 147,5 bis
‚hex.dicht. (0001) benötigt man zwei Kupferadern, ei- 151 kHz nennt man unteres, den Be-
Kugelpackung Cd Me, Zn nn Km nen sog. Stamm. Zwei Stämme, von reich von 151 bis 154,5 kHz oberes
a 0017* denen jeder ein Gespräch führt, kön- Seitenband. Da die Übertragung nur
tetragonal -Sn (weiß) Ile} 010 nei höheren Temperaturen nen so zusammengeschaltet werden, eines Seitenbandes genügt, um das
Toon) oo) 3120 °C daß über beide zusammen ein drittes Gespräch zu übermitteln, leitet man
1100} Gespräch abgewickelt wird. Dazu die modulierte Frequenz durch ein
on werden die Stammleitungen beider- Bandfilter, das den Frequenzbereich
Steinsalz Alkalihalogenide LION { cum seits durch *Übertrager mit Mittel- von 147,5 bis 151 kHz scharf aus-
( anzapfung abgeschlossen. Andie bei- siebt. Anschließend werden die Wech-
monoklin Naphthalin [010] (001)
den Mitielanzapfungen der Über- selströme dieses Frequenzbandes mit
häufig vor. Die resultierende Bewe- Mehrfachtelegraphie ist die_gleich- irager zweier Stämme schließt man den 14 übrigen, anderen Frequenz-
gung kann dabei ebenfalls durch eine zeitige Ausnutzung einer Telegra- nun an jeder Endstation einen drit- bereichen angehörenden Wechsel-
einfache Gleitung beschrieben wer- phenlinie für mehrals eine Nachrich- ten Übertrager an, über den die drit- strömen gemischt. Dieses Gemisch
den. tenverbindung. Der *Duplexverkehr te_Fernsprechverbindung. hergestellt wird auf die Leitung gegeben, am
Der allgemeinste Fall einer M., wenn (gleichzeitige Übermittlung je eines wird. Dieses zusätzliche Gespräch Leitungsende durch Bandfilter wie-
die Gleitung vollkommen kontinu- Telegrammes in beiden Richtungen) stört die in den Stämmen laufenden der in seine Bestandteile aufgespalten
ierlich erfolgen würde, ist eine Glei- ist seit langem gebräuchlich. - Die Gespräche nicht, da seine beiden (Frequenzweiche) und anschließend
tung nach fünf unabhängigen Glei Vielfachtelegraphie auf Trägerfre- Teilströme jeweils eine Übertrager- demoduliert. - Bei anderen Kabel-
systemen. Dabei könnte bei geeign« quenzen (viele Telegramme über e Spulenhälfte in_ entgegengesetztem typen wird auch das Frequenzband
ter *Gleitgeschwindigkeit jede belie- nen einzigen Leitungsweg) arbeitet Sinne durchlaufen, mithin keine von 9 kHz bis 57 kHz in ähnlicher
bige *Verformung erzielt. werden. nach dem gleichen Prinzip wie die Übertragerwirkung ausüben. Voraus- Weise für M.verwendet. - Will man
Diese geometrische Betrachtung wird Vielfachtelephonie_ (s. Mehrfachtele- setzung ist streng symmetrische An- ein derartiges Frequenzgemisch draht-
bei der Berechnung der Verformung phonie), bedient sich jedoch wesent- ordnung der beteiligten vier Einzel- los übertragen, so kann man es einer
vielkristalliner Werkstoffe benüt lich geringerer Frequenzen. Da die leiter; insbesondere müssen ihre Ka- ‚noch wesentlich höheren Trägerfre-
es zeigt sich, daß die Ergebnisse gut in der Telegraphie übliche Zeichen- Pazitäten gegeneinander und gegen quenz aufmodulieren und am Emp-
mit den Experimenten übereinstim- folge in Zeitabständen von etwa 0,035 den Kabelmantel auf übereinstim- fangsort schrittweise demodulieren
men. gegeben wird, mithin eine Frequenz mendeBeträge gebracht werden(evil. bzw.filtern. - Da die - drahtlosen
Die Dynamik und die Atomistik der von nur etwa 30Hz zu übertragen durch Zuschaltung von Kondensai oder verkabelten - Übertragungsein-
Gleitvorgänge sind unter *Plastizität ist, können die Bandbreiten der ein- ren). Eine solche Gruppe aus vier richtungen des Fernsehnetzes solche
ausführlich behandelt. zelnen Übertragungskanäle in der M. Einzelleitern, die zur Übermittlung Frequenzbänder der Nachrichten-
Lrr. Schmid, E., und W. Boas: Kristall- wesentlich niedriger gehalten werden von drei Gesprächen befähigt ist, technik ohne Störung des Fernseh-
plastizität.
A.: Berlin
Plastische 1935. - Kochendörfer,
Eigenschaften von Kristal- als in der, Mehrfachtelephonie. In nennt man »Vierere. Aus zwei Vic- beiriebes aufzunehmen vermögen,
ien und metallischen Werkstoffen. Berlin Deutschland ist die Anwendung von rern läßt sich ein Achter zusammen- wird in neuester Zeit diese Übermitt-
1941. - Masing, G.: Lehrb. d. allg. Mc- bis zu 24 Trägerfrequenzen gebräuch- schalten. Tungsart verwendet.
tallkunde. Berlin 1950. {15] lich, die über das Frequenzband von Die Vielfachtelephonie auf Trägeı Lrr.Piloty, H.: in: Fortschritte der Hoch-
Mehrfachprozeß oder Mehrfacher- 420 Hz bis 3200 Hzverteilt sind. Für frequenzen ermöglicht es, eine grö- frequenztechnik. Bd. 1. Leipzig 1941. [26]
Mehrgitterröhre, _Elektronenröhre
zeugung. Es war eine Streitfrage, ob diese niedrigen Trägerfrequenzen wei- Bere. Zahl von Gesprächen über einen
Mesonen_ bei der Wechselwirkung sen die normalen Fernsprechkabel einzigen Übertragungsweg zu leiten. mit mehreren Gittern (Steuergitter,
energiereicher Nukleonen einzeln noch ausreichende Übertragungsei- Soweit diese Übermittlung über Frei- Bremsgitter, Schirmgitter, Raumla-
oder bei ausreichender Energie zu genschaften auf.-Gleichzeitige Über- leitungen oder Kabel stattfindet, muß dungsgitter). S. Elektronenröhre und
mehreren gleichzeitig entstehen, ob mittlung eines Telegrammes und ei- diese Verbindung zur verzerrungs- Röhre. [19]
manes also in der Natur mit Einzel- nes Telephongespräches über eine freien Übertragung höherer Frequen- Mehrgruppentheorie, s. Gruppendif-
erzeugung oder Mehrfacherzeugung Fernsprechleitung erfolgt ebenfalls in zen geeignet sein, also dämpfungs- fusionsmethode.
zu tun hat. Auf der theoretischen der Weise, daß der übertragbare Fre- und kapazitätsärmer aufgebaut sein Mehrkörpermodell (Mehrteilchenmo-
Seite vertritt W. Heitler die Einfach- quenzbereich durch Siebmittel in ver- als ein gewöhnliches Fernsprechka- dell). Im Gegensatz zum *Einkör-
erzeugung, Heisenberg die Mehr- schiedene Frequenzbänder aufgespal- bel. Üblich ist z. B. bei Freileitungen permodell kann in der Theorie des
fachprozesse. Die Erfahrungen der ten wird, die verschiedenen Zwecken und bestimmten Kabeltypen die *Kernbaus auch der Versuch ge-
letzten Zeit sprechen für die Mehr- ‚nutzbar gemacht werden. Der Fre- gleichzeitige Übermittlung von 15 macht werden, den Kern vom quan-
fachprozesse. S.a. Mesonenerzeu- quenzbereich unter 25 Hz wird für Gesprächen mittels Trägerfrequen- tenmechanischen Standpunkt aus als
gung. [7] die Rufanlage der Fernsprechverbin- zen, die zwischen 48 und 151 kHz das Mehrkörperproblem zu behan-
Mehrfachstreuung, s. Einfach- und dung benutzt, das Frequenzband von liegen. Um z.B. ein Gespräch, das deln, das er tatsächlich darstellt. Die-
Vielfachstreuung. 30 bis 150 Hz für den Telegraphie- Sprechfrequenzen zwischen 0,1 und se Behandlungsweise nennt man das
112 113
Mehrkörperproblem Membran
M.Faßt man dabeije zwei Protonen seiner Erzeugung mehrere Treffer be- ıcdesmal bei der Lautstärke 40 phon zen einer quadratischen M. folgen
und zwei Neutronen als «-Teilchen nötigt. Die *Dosiseflektkurve ver- nessen. Ein Beobachter kann einen aus der Beziehung
im Kern als einen festen Bestandteil läuft beim M. S-förmig, sofern die 'n der Frequenz fa doppelt so hoch
zusammen, so kommt man zum *o- biologische Variabilität bedeutungs- pfinden wie einen Ton der Fı 1
Teilchenmodell. Mehr Erfolg wurde los ist (s. a. Treffertheorie und Varia- 2 fı, auch wenn fa: fı #2 ist.
mit den »kollektiven Modellen« er- bilität, biologische). [28] Dei den Messungen trifft der Schall
zielt, die auch in gewissem Sinn zu Meidinger-Element, s. Daniell-Ele- von vorn auf den beidohrig hörenden mit der Seitenlänge I, der Flächen-
den M. schören. [1] ment. Beobachter.[13] dichte g, der Spannung $ und den
Mehrkörperproblem. Während die Meile, 1. deutsche M., eine nicht melanokrat heißen Gesteine mit ganzen Zahlen h und k. Folgende
Bahn zweier frei beweglicher Mas- mehr gebräuchliche Längeneinheit. dunklen (Si-armen, aber Fe- und Tabelle gibt die Frequenzen der er-
senpunkte, die sich nach dem New- Definition: Mg-reichen) Gemengteilen.[8] sten Teilschwingungen für die qua-
tonschen Gravitationsgesetz gegen- 1 Meile = 7,5 km; Melodie, in sich musikalisch ge- dratische M., bezogen auf voo = 1.
seitig anziehen (Zweikörperproblem), 2. russische M. schlossene, wohlklingende Folge von
allgemein berechnet werden kann, Tönen oder Akkorden.[12] h k Fk. h k nr
ist die Lösung bei n frei beweglichen Definition: Membran (in der Akustik), flächen-
Massenpunkten nur dann möglich, 1 russische Meile = 7 werst. hafter Schallgeber ohne Eigenelasti-
IE 138
o 0 1,00 3 ° 2
wenn man bestimmte Vereinfachun- Umrechnung: ät. Die M. wird erst durch äußere
gen voraussetzt. 1.russische Meile = 7,467 600 km; em schwingungsfähigen
Lagrange gelanges, eine Lösung 3. englische M. oder Landmeilen s. Gebilde. Sie ist das zweidimensionale 3
4
292
3,60
3
4
4.00
453
drei freie Massenpunkte herbeizu- mile. [13] Analogon zur Saite. Die Eigenfre ı 0 1,58 4 0 3,60
führen, wenn diese bei Beginn und Meitner, Lise. Österr. Physikerin. quenz einer M. ist vom Material so- 1 2,00 1 3,80
während ihrer Bewegung gleich- Geb. 7.11. 1878 in Wien, gest. am ie von ihrer Form, Größe und 2 2,56 2 413
seitiges Dreieck bilden (Dreikörper- 27. 10. 1968 in Cambridge (England). Spannung, abhängig. Als. Materisl 3 3,16 3 453
problem). können Papier, Metallfolien, tieri- 4 3,80 4 5,00
1926-33 a. o. Prof. für Physik an der sche Häute und Flüssigkeitslamellen
=
2 o 224
Darüber hinaus existiert auch eine Univ. Berlin. 1917-38 war M.wissen- dienen. Der Rand einer M. ist als
Lösung für n gleiche Massenpunkte, schaftliches Mitglied des KWI für Einspannstelle stets eine Schwin-
wenn sie unter analogen Einschrä Chemie in Berlin-Dahlem. 1938-46 gungsknotenlinie. Die Eigenfrequen-
3 3,53
kungen ein regelmäßiges n-Eck bil. am Nobel-Institut für Physik in 4 4,12
in. Schweden, 1947 an der Ing.-wissen-
Mit Hilfe der astrophysikalischen schaftlichen Akademie in Schweden,
Störungstheorie kommt man zu Nä- dannin Cambridge (England). Arbei
herungslösungen bei nicht gleichen ten’auf dem Gebiet der Radioaktivi-
Massen und unregelmäßiger An- tät und Kernphysik. Erhielt 1955 den
fangslage. [20] Otto-Hahn-Preis. Seit 1956 war sie
Mehrphasen-Wechselstrom entsteht
durch Kombination mehrerer Ein- Mitglied rite«. 1918
des Ordens »Pour le M6-
entdeckte sie gemeinsam
phasenwechselstromsysteme in der mit Otto Hahn das Protaktinium. 2000 777
Weise, daß sie elektrisch und magne- 1926 wies sie experimentell nach, daß
isch miteinander verknüpft sind. Ein ie Gamma-Strahlen erst nach der
‚n-Phasensystem ensteht z. B. da- Kernumwandlung auftreten. Außer-
durch, daß, in isoliert voneinander, dem untersuchte sie die Zerfallspro-
in gleichen Abständen kreisförmig
angeordnete Spulen nacheinander von dukte des Radiums, Thoriums und
Aktiniums, ferner das Auftreten der
einem rotierenden Magneten Span- Beta-Strahlen. Mit O. R. Frisch gab
nungen induziert werden, die beiglei- sie 1939 die erste Erklärung für die
cher Größe und Frequenz unterein- Uranspaltung und berechnete die da-
ander phasenverschoben sind. bei frei werdende Energie.
Unter den M-W. hat nur der D Mel, Kurzzeichen mel, ein in der 2683
phasenwechselstrom, genannt *Dreh- Phonometrie bei der Messung von
strom, Bedeutung erlangt.
Ströme höherer Phasenzahlen wer- Hinweiswort; esis also verwendetes
Tonhöhenempfindungen
den gelegentlich für Gleichrichteran- 1 mel
lagen erzeugt, da mit wachsender Das empfundene Ver-
Phasenzahl die Welligkeit des gleich- hältnis der Tonhöhen zweier Töne
peräieten Stromes geringer wird. wird durch Versuche bestimmt, wo-
beifolgende Festlegungen bestehen:
Mehrteilchenmodell, s. Mehrkörper- bei der Frequenz 20 Hz:
modell. Tonhöhe 0 mel,
Mehrtreffervorgang. In der Strahlen- bei der Frequenz 1000 Hz: 3000
biologie ist der M. ein Effekt, der zu Tonhöhe 1000 mel, EEE 0628
114
Membran Merkur-Perihelbewegung
Neben den harmonischen Teilschwin- entdeckt 1879; Germanium, entdeckt ıe des beobachteten Gestirns verläuft. M.durch die Rotationsachse der Er-
gungen sind noch sehr viele unhar- 1886). [43] $. a. Meridianebene. de, also auch durch ihren Mittel-
monische Teilschwingungen vorh: Mendelevium, das neunte *Trans- Über magnetischen M. s. Erdmagne- punkt gehen. Wegen der Undulatio-
den. Die Knotenlinien lassen sich wie uran; Ordnungszahl 101; chemisches tismus. [5] nen des *Geoids bzw. wegen der Lot-
bei schwingenden Platten durch auf- Symbol Md. Das Md wurde 1955 Meridianbogen. Schneidet man die störungen ist dies nicht der Fall; der
gestreuten Sand oder dgl. sichtbar durch a-Teilchen-Beschuß des *Ein- Iirde mit einer durch ihren Mittel- Erdmittelpunkt wird allg. nicht in
machen (s. Klangfiguren). Die Abb steiniumisotops ®°®Es zunächst punkt gehenden Ebene, so ist die ent- der M.liegen.[6]
gibt Zahl und Anordnung der Kno- wenigen Atomen gewonnen. stehende Schnittfigur je nach dem lanellipse, s. Meridianbogen.
tenlinien bei einer kreisförmigen M. hierbei entstehende Isotop Grad der Genauigkeit als Kreis, als Meridionalschnitt, s. Hauptschnitte.
Die unter jeder Teilfigur stehenden wandelt sich mit einer Halbwertszeit Ellipse oder,bei Berücksichtigung der Merkur ist der sonnennächste Planet
Zahlen geben die relative Frequenz von etwa '/sh durch *K-Einfang in Undulationen des *Geoids, als eine unseres Planetensystems. Die Beob-
der Teilschwingungen unddie Radien das *Fermiumisotop ®°Fm um. Neu- mehr oder weniger unregelmäßige achtungsbedingungen dieses Planeten
der Knotenkreise an. Bei der kreis- erdings wurden auch die Isotope Kurve anzusehen. Das Ausmessen ind nicht sehr günstig, da er besten-
förmigen M.treten nur unharmoni- 3'Md und 2#°Mderzeugt. von Kurvenbogen dieser Schnittkurve falls einen seitlichen Winkelabstand
sche Öberschwingungenauf. Lit. s. Transurane. [1] gewährt einen Einblick in ihre Form. (Elongation) von 28° von der Sonne
M. lassen sich durch Anschlagen zu Mengenflußdichte G ist das Produkt erseits wegen ihrer ausgezeichne- erreicht und daher immer in der
gedämpften Schwingungen oder durch aus der Dichte @ und der Geschwin- ten Lage, andererseits wegen Nachbarschaft des _Tagesgestirns
eine benachbarte Tonquelle zu er- digkeit v: Bestimmungder geographischen L; steht. Er geht günstigstenfalls 11,
zwungenen Schwingungen anregen. G=ev, ge sind seit jeher Schnitte mit *Meı Stunden vor der Sonne auf oder nach
Trommel, Pauke und Tamburin sind eine im amerikanischen Schrifttum dianebenen bevorzugt betrachtet und ihr unter. Die ungünstigen Beobach-
Musikinstrumente mit M. Bei Tieren, viel verwendete Größe in der Reak- ausgemessen worden. Man be- tungsbedingungen bringen es mit sich,
z.B. bei Zikaden, kommen M. als tortheorie.[3] schränkte sich dabei auf die Ausmes- daß relativ wenig über diesen Plane-
Schallquellen vor. Sie werden durch Menisken (Muschelgläser) nennt man sung von M. Wenn Bı und Be die en bekanntist. Albedomessungen er-
Muskelzug in Schwingungenversetzt. diejenigen Linsen, bei denen beide geographischenBreiten der Endpunk- geben, daß seine Oberfläche der des
Lır. Bergmann-Schaefer: Lehrb. der Ex- Flächen im gleichen Sinne gewölbt te des M. sind, so ist dessen Länge M: es ähneln dürfte. Eine *Atmo-
perimentalphysik. Berlin 1945. Trende- sind. Als Brillengläser sind M. den durch sphäre besitzt der Planet wahrschein-
lenburg, F.: Akustik. Berlin-Göttingen-
veralteten Plangläsern, die eine ebene all-e)BızBe) lich nicht, da die Gasmoleküle infolge
Heidelberg 1961. [12]
Fläche aufweisen, hinsichtlich der bi der großen Nähe der Sonne auf M.
Membran, halbdurchlässige, s. Os- Abbildungschiefer Bündel weit über- (1 sin! häufig solche Geschwindigkeiten er-
mose und semipermeabel. legen. [18] langen, daß sie dem schwachen Gravi-
Membran, permselektive, eine Mem- Meniskus, Begrenzungsfläche einer ee tationsfeld des M. entweichen kön-
bran aus ionenaustauschendenKunst- Flüssigkeit, z. B. Oberfläche einer (a, e Äquator- und Polradius) gege- nen. Hätte M. also jemals eine Atmo-
stoffen, eine dünneFolie, die je nach Flüssigkeit in einem stehenden Rohr. ben. sphäre besessen, dann müßte er sie
Aufbau entweder nur positive oder Der M. hat eine von der Art der Näherungsweiseist dies längst verloren haben. Beständige
nur negative elektrische Ladungsträ- Flüssigkeit und vom Rohrdurchmes- bi.2=a (Bı= Ba) (1-e®)
Oberflächeneinzelheiten konnten nur
ger durchläßt. ser abhängige Krümmung,die auf die selten nachgewiesen werden, so daß
Baut man in den Filterpressen äl molekularen Kräfte der *Adhäsion EHE cos (BrtBo)t.... die Dauer der Rotation und die Ach-
nelnde Apparate abwechslungsweise und *Kohäsion zurückzuführen ist, Die Ausmessung zweier M. in ver- senlage noch nicht festgelegt werden
anionen- und _kationenpermeable Bei Höhenmessungen muß daher in schiedenen geographischen Breiten konnte. Die Annahmeeiner sog. ge-
Membranen ein, füllt sie mit einer der Ebene, die auf der konvexen Sei- (Gradmessung) liefert Gleichungen bundenen Rotation, bei der Rota-
Salzlösung und leitet elektrischen te des M. durch den höchsten oder für a und e. Sie gibt daher die Mög- tions- und Umlaufdauer zeitlich zu-
Strom durch, so bilden sich abwech- tiefsten Punkt zu legen ist, abgelesen ichkeit, die Meridianellipse durch sammenfallen, hat viel Wahrschein-
selnd salzärmere und salzreichere werden. Bei Gebrauchsflüssigkeiten ihre Achsen a, c zu berechnen,falls lichkeit für sich, konnte aber noch
Schichten aus. In kontinuierlichem mit unterschiedliche Form des M. man die Erde als Ellipsoid ansieht. nicht bewiesen werden. Radarmessun-
Betrieb kann man so eine Salzlösung sind an den abgelesenen Standwerten 6 gen, deren Sicherheit umstritten ist,
i ünntere und eine konzen- aus Tafeln ersichtliche Korrektionen Meridianebene. Für einen Beobach- deuten auf eine Rotationsdauer hin,
triertere Lösung aufspalten. [9] anzubringen. [32] ter B auf der Erdoberfläche ist die die etwa ®/s der Umlaufzeit um die
Mendelejew, Dimitrij Iwanowitsch. Meridian heißen in sphärischen Ko- M.jene Ebene, die durch die folgen- Sonne beträgt. Die langsame Bewe-
Russ. Chemiker. Geb. 7.2.1834 in ordinatensystemen alle Größtkreise, den in B sich schneidenden Geraden gung des Merkurperihels war lange
Tobolsk (Sibirien), gest. 2.2. 1907 in die durch die Pole des Systems ver- gegebenist: die Lotlinie durch 2 (fest- die Ursache für die Suche nach einem
Petersburg. 1856 an der Univ. Peters- laufen. Im Sprachgebrauch versteht stellbar durch Messung mit Präzi- intramerkuriellen Planeten, doch
burg, 1863 Prof. für Chemie am Tech- man unter dem M. cines Beobach- sionslibellen) und die Parallele zur wurde sie 1916 von der allgemeinen
nol. Inst., 1893 Direktor des Amtes tungsortes den Größtkreis, der vom Rotationsachse der Erde durch B Relativitätstheorie erklärt. Daten
für Maße und Gewichte. M. machte Nordpunkt des Horizonts über den (feststellbar durch Anvisieren des über Größe, Masse, Bahn usw. 5. Ta-
sich verdient um die russische Naph. Himmelspol und den Zenit zum Süd- Himmelspols). Die M, schneidet die bellen im Anhang(Bd. 10). S. a. Mer-
tha-Industrie. Er stellte das Periodi- pol verläuft (Mittagslinie). Himmelskugel in einem größten kur-Perihelbewegung.[5]
sche System der Elemente auf. Lük- Unter dem, Mittel-Meridian eines Kreis, dem *Meridian. Wäre die Erde Merkur-Perihelbewegung, eine beob-
ken in diesem ließen ihn drei noch Planeten oder der Sonne versteht sowohl geometrisch wie hinsichtlich achtete Abweichung der Merkurbe-
unbekannte Elemente voraussagen man den M., der im Augenblick der der Massenverteilung vollkommen wegung um die Sonne von der Ellip-
(Gallium, entdeckt 1871; Skandium, Beobachtung durch die Scheibenmit- rotationssymmetrisch, so müßtenalle senbahn, die als positive (mit der
116 17
meroedrisch Mesonenerzeugung
Umlaufsbewegung gleichsinnige), Ruhemasse zwischen der des *Elek- 4-M. Lebensdauern von der Größen- kung ist logarithmisch abhängig von
langsame Drehung ihrer großen trons und der des *Protons lag. Da- Ordnung der Lebensdauer des #-Me- der Teilchenenergie. Bei genügend
Achse beschrieben werden kann. Die 'her kommtauch der Name »Mesonc. sons selbst (einige 10%s) und treten hohen Energien (10° eV) wird daher
M.-P. konnte durch die von den an- So hat man zunächst auch das *Myon mit leichten und schweren Kernen die Bremsstrahlung von Mesonen
deren Planeten ausgehenden Störun- ein M.genannt. Inzwischen hat man auf. Im Bild des Bohrschen Atom- merklich, wenn sie auch nicht die Be-
gen der *Kepler-Ellipse nicht voll- jedoch gelernt, daß die Myonennicht modells beschreibt das Meson wegen deutung für den Energieverlust eines
ständig erklärt werden. Beobachtet »starke wechselwirken können und seiner gegenüber einem Elektron 207- Mesons hat wie für den eines Elek-
ist nach neuesten Ermittlungen eine im Gegensatz zu allen anderen be- bzw. 273mal größeren Masse eine 207- irons. Bei Protonenliegt diese Gren-
Perihelbewegung von 5599,74+0,41 kannten M. den Spin '/s haben. Auf- bzw. 273mal kleinere Bahn, läuft also ze noch eine Größenordnung höher.
Bogensekunden je Jahrhundert. Da- grunddieser und anderer Eigenschaf- in sehr geringem Abstand um den Die Bremsstrahlung der a-Mesonen
von werden durch die klassische Stö- ten rechnet man das Myon jetzt zu Kern. Dabei hat es 207- bzw. 273mal ist verantwortlich für die (geringe)
rungstheorie aus Einflüssen anderer den *Leptonen. höhere Energieterme als ein entspre- Intensität an weicher *Kaskaden-
Planeten nur 5557,1840,85”/Jh. er- Inzwischen kennt man eine Fülle von chendes Elektron. Im selben Verhält- strahlung (Elektronen und Photonen),
klärt. Bleibt ein Rest von 42,564 M. (a-M., K-M., g-M., @-M., 7-M. nis sind auch die bei Übergängen aus- die man als Teil der kosmischen
0,94”/Jh., der mit den Hilfsmitteln usw.). Sie alle scheinen’ einen gerad- gestrahlten Quantenhöher.Sie bilden Strahlung in der Erdkruste findet.
der unrelativistischen Mechanik nicht zahligen Spin zu haben,sind also Bo- eine äußerst harte Röntgen-Strahlung Bremsstrahlung von x- und z-Meso-
erklärt werden kann. Dagegen ver- sonen (s. Spin und Statistik, Zusam- mit z. B. 0,35 MeV bei Z= 13 (p- nen kann wegen deren kurzer Lebens-
langt die allgemeine *Relativitäts- menhangzwischen), und manhat eine Meson-Aluminium) bis 6 MeV bei dauer praktisch nicht beobachtet
theorie nach den alten Ansätzen Ein- Reihe von ihnen mit Hilfe der *Ui Z.= 82 (u-Meson-Blei). Diese Rönt- werden.
steins auf Grund der nichteukli tären Symmetrie zu Multipletts zu- gen-Strahlung kann beobachtet wer- Lır. Heisenberg, W. (Hrsg.): Kosmische
schen Struktur des Gravitationsfelds sammenfassen und klassifizieren kön- den. Sie dient zur Untersuchung der Strahlung, Vorträge. Auf. Berlin
eine meßbare Perihelbewegung von nen. \ M. Wegen des geringen Radius der 1943. Vortrag 7: v. Weizsäcker, s. a. 2.
43.020,03”/Jh., was gerade den un- Die M. spielen in der Theorie der Mesonbahn kommtdieser bei schwe- Aufl. 1953. (7
erklärten Überschuß der Beobach- ®starken Wechselwirkungen und der teren Kernen in die Größenordnung Mesonenerzeugung. Bei der Wech-
tung über die Erwartung der klassi Kernkräfte eine ähnliche Rolle wie des *Kernradius, oder er wird sogar selwirkung energiereicher Protonen
schen Störungsrechnung verstehen lie- das Photon in der *Quantenelektro- kleiner als jener, und das Meson oder Neutronen untereinander entste-
Be. Das Ergebnis spricht also sehr zu- dynamik. Hierin liegt ihre große theo- »kreist« dann »innerhalb des Ker- hen die verschiedenen Mesonensorten
gunsten der allgemeinen Relativitäts- retische Bedeutung (s. a. Eichtrans- nesc. Die hierdurch bedingten be- mit Ausnahmeder #-Mesonen. Diese
theorie, doch wird man bis zu einem formation). ächtlichen Verschiebungen der Ener- Prozesse sind zuerst in der kosmi-
endgültigen Urteil wohl noch die wei- Lim. Hamilton, J.: The Theory of Ele- ieniveaus gegenüber denen der Bohr- schen Strahlung mit Hilfe von Photo-
tere Entwicklung sowohl der Messun- mentary Particies. Oxford 1959... Roman, schen Theorie gestatten wichtige platten beobachtet worden. Ein ener-
gen wie der Theorie abwarten müs- P.: Theory of Elementary Particles. Rückschlüsse auf die Größeder Kern- giereiches Proton mit mehr als 10° eV
sen. Amsterdam 1960, Schweber, 8, An radien und sogar auf Feinheiten der kinetischer Energie, gekennzeichnet
Introduction 10 Relativisiic Quantum Protonen- und Neutronenverteilung durch eine dünne Folge von Schwär-
Lit. Clemence: Rev. mod. Physics 19 Field Theory. New York 1961. - Chew, im Kern. zungszentren, stößt auf einen Atom-
(1947) und Physikal. Blätter 6, 248 (1950). G.F.: S-Mätrix Theory of Strong Inter!
- Krause u. Lüders: Naturwiss. 48, 34
91). 11 actions. New York 1961. Marshak, R. Lır. Backenstoß, G.: Mesonenatome,in: kern in der photographischen Emul-
E., and E. C. G. Sudarshan: Introduc- Umschau, Jg. 67, S. 442, 1967. [1] sion. Neben einigen Kerntrümmern,
meroedrisch (minderflächig), s. Kri- ion to Elementary Particle Physics. New Mesonenbremsstrahlung. Bei Durch- gekennzeichnet durch kurze, dicke
stallformen,-zwillinge. [8} York 1961. — Dalitz, R. H.: Strange setzen von Materie erzeugen Elektro- Spuren, gibt es zusätzlich eine oder
mesodemisch nennt man die *Kri- Particles and Strong Interactions, Oxford nen unter Mitwirkung eines Kernfel einige dünne Spuren. Aus der Dichte
stallstrukturen der Silikate. [8] 1962. - Theoretical Physics. Hrsg. A. der Schwärzungskörner und der Zahl
Salam. Wien 1963. - Proceed. of the In“ des auf Grund ihrer Ladung Brems-
mesomorph. Bei der Bildung eines tern. SchoolCourse
of Physics der angestoßenen ö-Elektronen kann
festen Stoffes aus einer Flüssigkeit Varenna, 26. New»Enrico
York Fermie,
1963. strahlungsquanten (s. darüber Brems-
strahlung). Dadieser Prozeß zustan- man auf die Natur der Teilchen
können m. Substanzen auftreten. Es Strong Interactions and High Energy de kommt durch Wechselwirkung schließen und x- und x-Mesonen
sind dies Übergänge zwischen den Physics. Hrsg, G. Moorhouse. Edin- elektrischer Ladungen, gibt es dieses voneinander und von Protonen unter-
kristallinen und den amorphen Sub- burgh 1964. - Lichtenberg, D. B.: Ergeb- Phänomen im Prinzip bei allen gela- scheiden. Man kann also heute sicher
stanzen. In diesen Stoflen sind die nisse der exakten Naturw. 36, 83 (1964).
< Gourdin, M.: Ergebnisse der exakten denen Teilchen. Da der Wirkungs- sagen, daß an einer definierten Stelle
Moleküle, selbst in flüssigem Zu- Naturw. 3%, 1.1964). - Gell-Mann and querschnitt für die Erzeugung mas- in der photographischen Schicht ein
stand, zu kristallinen Gruppen ver- Y. Ne’cman: The Eightfold Way. New senabhängig ist, nämlich proportional oder mehrere Mesonen durch ein
einigt. Sie zeigen besonders bei der York 1964. [47] 1/m®, ist dieser Prozeß nicht für alle energiereiches Proton ausgelöst wor-
Untersuchung der Abhängigkeit der Mesonenatom, ein Atom, in dessen Elementarteilchen gleich bedeutungs- den sind. Überwiegend entstehen die
*Viskosität von der Temperatur ein Hülle als innerstes Teilchen ein *Me- voll. Für Teilchen mit großer Masse leichteren #-Mesonen.
von den anderen Stoffen abweichen- son auftritt. Bis jetzt sind (genauer - und dahin gehören in diesem Zu- Seit einer Reihe von Jahren (1948) ist
des Verhalten.[15] untersucht seit 1952) -M. und g-M. sammenhang auch die Mesonen - manin der Lage, Protonen, Deutero-
Meson. Unter einem M. versteht festgestellt worden, seit 1965 auch K- wäre die Bremsstrahlung praktisch zu men oder a-Teilchen im Synchrotron
man ein *Elementarteilchen mit der M.Die -M.sind wegen der starken vernachlässigen, wenn. nicht neben so stark zu beschleunigen, daß ihre
*Baryonenzahl 0, das »starke wech- Wechselwirkung der x-Mesonen mit der direkten Wechselwirkung der La- Energie zur Erzeugung von Mesonen
selwirken kann (s. starke Wechsel- den Atomkernen schr kurzlebig und dungen die Einflüsse des Spins in ausreicht. Die kinetische Energie muß
wirkungen). Ursprünglich hat man können nur mit leichten Kernen be- stärkerem Maße zu einer Bremsstrah- so großsein, daß durch sie die Ruhe-
alle Teilchen als M.bezeichnet, deren obachtet werden. Dagegen haben die lung führten. Die Spinwechselwir- energie des zu erzeugenden Mesons
118 119
Mesonenkomponente Mesonenlebensdauer
aufgebracht wird. Diese beträgt bei es dagegen mit zwei Protonen zu tun, sie keine energieverzehrende Wech- fend. Die Abb. 1 gibt den Intensitäts-
geladenen n-Mesonen 1,39 10% eV; so können keine negativen Mesonen selwirkung mit Materie. Daherist der verlauf der harten Komponente in der
bei_ geladenen x-Mesonen ist sie auf Grund des Gesetzes von der Er- Strom der a-Mesonen, der durch eine ‚Aumosphäre wieder.
0,494 : 10° eV. haltung der Ladung im Einzelprozeß bestimmte Fläche hindurchgeht, groß Bis zu 20km Höhe wird die harte
Der Wirkungsquerschnitt für M.ist erzeugt werden. Der Schluß gilt zwar gegen den Strom anderer Mesonen. ‚Komponente fast ausschließlich durch
energieabhängig. Protonen mit eini- nicht mehr in der gleichen Schärfe bei Ihrer Durchdringungsfähigkeit wegen u-Mesonen dargestellt; in größeren
gen 10° eV kinetischer Energie, die Vielfacherzeugung von _Mesonen, hat die M. den Namen harte oder Höhen wirken Protonen in nicht zu
man künstlich gewinnen kann, erzeu- doch müssen auch hier in jedem Ein- durchdringende Komponente erhal- vernachlässigender Menge mit,
gen Mesonen mit einem Wirkungs- zelfall mehrpositive als negative ten. Landläufig sicht man eine Schicht Die Abb.2 gibt die Absorption der
querschnitt @ von ungefähr 10° barn sonen erzeugt werden. Die Primär- von 9 cm Blei als ausreichend an, um M.in großer Wassertiefe wieder. Aus
je Nukleon, während die relativisti- komponente der kosmischen Strah- die weiche Komponente zu absorbie- diesen Messungen ist das Energie-
schen Protonen, welche die primäre lungbesteht nun zu 75% aus Protonen ten, ohne daß dabei die harte emp- spektrum der Mesonen zu entneh-
Komponente der kosmischen Strah- und zu 25% aus Neutronen. Dieses findlich geschwächt würde. Für die men (s. Mesonenspektrum).
lung bilden, Mesonen mit einer fast Übergewicht der Protonen bewirkt Energieverhältnisse, wie sie die Elek- Die M.verliert ihre Energie im we-
um den Faktor 100 größeren Wahr- einen Überschuß an positiven Meso- ironen- und die Mesonenkompo- sentlichen durch Ionisierung der At-
scheinlichkeit erzeugen (0=8 - 10* nen, der viel studiert und gemessen nente der kosmischen Strahlung auf mosphäre;nur ein geringer Teil - und
barn, bezogen auf ein Nukleon; das worden ist, Er beträgt auf Meeres- Meereshöhe aufweist, ist das zutref- dieser nur für extrem energiereiche
entspricht bei schweren Kernenreich- höhe etwa 15%. Teilchen - geht durch *Mesonen-
lich dem geometrischen Kernquer- Lim. s. Meson. [1] bremsstrahlung und Anstoßprozesse
Mesonenkomponente ist derjenige verloren. Ein Meson braucht zur
schnitt).
Der Wirkungsquerschnitt_ ist, unab- Teil der kosmischen *Strahlung, der 8S nlisen Durchsetzung der, Atmosphäre (= 10
hängig davon, ob das stoßende Teil- aus Mesonen besteht. In der Regel 88 m Wassersäule) eine Energie von
chen ein Proton oder Neutronist. Es 210° eV. Die praktisch entscheiden-
entstehenpositive, negative und neu-
trale a-Mesonen mit gleicher Wahr-
meint man in diesem Zusammenhang
immer *a-Mesonen; denn #-Meso-
nen haben einerseits die größte Le-
S
3 z Masse
Zn de Verlustquelle für die Intensität der
M.liegt somit nicht, in einer irgend-
S wie gearteten Wechselwirkung mit
scheinlichkeit,, wenn die reagierenden bensdauer unter den verschiedenen Materie, sondern sie beruht auf dem
Nukleonenverschieden sind. Hat man Mesonensorten, andererseits zeigen Zerfall der Mesonen.
N —r r 4 Im Gegensatz zur 1-Mesonenkom-
8 20) EN ponente hat die Komponente der x-
Mesonenkeine nennenswerte Intensi-
tät. Dasliegt daran, daß die a-Meso-
nen nur eine Lebensdauer von 1/200
vonjener der #-Mesonen haben so-
EIN

a) wie cine starke und energieverzehren-


de Wechselwirkung mit den Atomker-
nen erleiden.
Die schweren Mesonen (*Hyperonen)
haben nur eine Lebensdauer von ca.
10-05. Ihr Anteil an der Gesamtin-
tensität ist daher vernachlässigbar.
4 v Die n-Mesonen und Hyperonen ent-
stehen durch Wechselwirkung ener-
giereicher Nukleonen. Die 1-Meso-
Su Rune

nen entstehen durch Zerfall der x-


TIT

7
Ayuivalent
Mesonen. S. Mesonenerzeugung und
mWasser Strahlung, kosmische.[7]
Abb. 2. Absorption der Mesonenkom- Mesonenlebensdauer. Alle Mesonen
ponente in verschiedenen Substanzen. sind instabile Teilchen. Analog dem
Die Kurye für Luft ist durch Messung Vorgehenbei den radioaktiven Atom-
der schräg_ einfallenden Intensit auf kernendefiniert man eine mittlere Le-
dem Erdboden gewonnen.Die Intensi bensdauerfür diese Teilchen, die M.
7 FaeTN die man in Wasser und Eisen mißt,ist Tedes Meson hat eine charakteristische
20 WO 7 OTTO höher als die in Luft gleichen Drucks.
77 Dies liegt daran, daß die Laufstrecken Lebensdauer. So ist die Lebensdauer
der Mesonen in fester Materie so kurz des #-Mesons(2,212 + 0,002) - 10%;
Abb. 1. Die Kurve H. bezeichnetdie Intensität der 9 cm Blei durchdringenden Teil- sind, daß praktisch kein Zerfall eintritt die mittlere Lebensdauer des gelade-
(hen in Funktion der Höhe in der Atmosphäre nach den Messungen von Ehmert In Luft dagegen ist dieser merklich. Die nen a-Mesons beträgt (2,95 + 0,03) -
mit der links unten dargestellten Zählrohranordnung. Die Kurve »$., . und W.« Differenz der 'n »in Wassere und
stellt die Meßergebnisse von Schein, Jesse und Wollan dar, die mit 8cm Blei ge- sin Lufte gestattet im Prinzip die mitt- 10°°s, und die des geladenen K’-
bzw. K--Mesons hat den Wert
wonnen wurden. W. und H. sind die Gesamtintensität. W.'ist die weiche Kompo- lere Lebensdauer der
nente allein 1,224 & 0,013) 10*s. Die mittlere
120 21
Mesonenmasse Mesonentheorie
Lebensdauer x des neutralen K°-Me- viele Mesonen zurück. Diese erfüllen sonenmasse, c Lichtgeschwindigkeit, fi
sons hängt von der Zerfallsart ab. im Gegensatz zu Elektronen einen Plancksches Wirkungsquantum/2 rn):
Einer Gruppe von Zerfällen wird das schmalen, engen Raumbereich. Man mc
Ka°-Meson mit 7 = (6,144: 10%5, nenntdieM. daherauch enge Schauer, an. ®
einer zweiten Gruppe von Zerfällen im Gegensatz zu den weiten Schauern Sie bestimmt den Abfall der Kemn-
des Kı°-Meson mit 7 = (1,000,04)- der Elektronen, oder man spricht, des
10% 5 zugeordnet. Sehr kurz ist die durchdringenden Charakters der Me- kräfte mit zunehmender Entfernung
Lebensdauer 7 = (1,9 + 0,6) - 104° s sonen wegen, von durchdringenden vom Nullpunkt. Setzt man
für das neutrale Meson. Extrem klein oder harten Schauern (Gegensatz #1 = 2.10": cm,
sind die Lebensdauern der vier neu weiche Schauer). Das Phänomen ist d.h., m 200 Elektronenmassen, so
entdeckten Mesonen g, @, und L, keineswegs so ausgedehntwie das der bekommt man den beobachteten Ab-
die alle größenordnungsmäßig 10%°s Elektronenschauer; daher ist der « fall der Kernkräfte. Trotzdem kann
betragen. [7] Nachweis schwieriger. [7] diese »skalare« Theorie für die Kern-
Mesonenmasse ist die Masse, die den Mesonenspektrum. a) Man versteht Häufigkeit der Mesonen in Funktion der kräfte nicht zutreffend sein, da sie
Elementarteilchen, die man unter darunter - unter Gleichsetzung des Energie, aufgetragen in 1 eV,_für keine Abhängigkeit des Potentials
dem Namen *Meson zusammenfaßt, Wortes »Mesonc mit Teilchen - die Mcereshöhe (untere Kurve) und 6,7 km von den Spins der Nukleonen kennt,
zukommt. Da mehrere Mesonenarten Gesamtheit der Elementarteilchen, Höhe(obere Kurve) was die Erfahrung fordert. Das ist
existieren, gibt es verschiedene M. Sie sowohldiejenigen, die heute bereits nen für zwei verschiedene Höhen wie- deshalb nicht verwunderlich, weil
werden durchweg in Vielfachen der bekannt sind, wie diejenigen, die in der. $. a. Mesonenkomponente. [7] dem Feldquanteiner skalaren Theo-
Elektronenmasse me angegeben. Die Zukunft entdeckt werden. An Stelle Mesonenstrahlung ist derjenige Teil rie der Spin Null zukommt. Ein Teil-
Masse des positiv oder negativ gela- des Wortes M. sollte man besser der kosmischen *Strahlung, der aus hen mit dem Spin Null kann aber
denen w-Mesons beträgt 206,77 me, Teilchenspektrum oder Massenspek- Mesonen - in der Regel meint man naturgemäß keinen Drehimpuls der
die des positiv oder negativ geladenen trum sagen. Doch da das Wort Me- 4i-Mesonen — besteht. S. Mesonen- Nukleonenübertragen.
2-Mesons (273,18 # 0,0978) me, son nun schon alle zerfallenden Teil- komponente. [7] Man kann die Gleichung (1) statt für
rend das neutrale a°-Meson eine chen umfaßt, nimmt man in der Mesonentheorie der Kernkräfte. Die ein skalares Potential auch für einen
Masse von (264,2 + 0,0978) me hat. Theorie der Elementarteilchen der M. d. K. ist eine Feldtheorie, die das Vierervektor 9» anschreiben - wie in
Neben den a- und x-Mesonen gibt es Kürze oder Bequemlichkeit des Aus- Phänomen der *Kernkräfte in einer der Maxwellschen Theorie, px = (Az,
noch die geladenen K-Mesonen K* drucks halber auch die stabilen hin- vom Standpunkt der theoretischen Ay, As, i®):
und K“ mit einer Masse von (966,6 + zu. Synonymer Ausdruck ist auch Physik einwandfreien Weise fassen a, pr pr
0,391) m«. Die Masse des neutralen *Massenspektrum. will, Die Aufgabe ist, eine Theorie tt
K-Mesons K° beträgt (974,2 + 1,17) b) In nicht ganz präziser Ausdrucks- zu formulieren, die die beobachteten
m. Neuerdings wurden 4 Mesonen weise bezeichnet man so das *Ener- Eigenschaften der Atomkerne sowie 1 8:p
entdeckt, die als g-, @-, 7- £-Me- giespektrum, das die a-Mesonen der deren Wechselwirkung mit freien Nu- -EE ER
sonen bezeichnet werden. Sie haben kosmischen Strahlung aufweisen. Auf kleonen erklärt. Die Situation der ür jedes » = 1,2, 3, 4.
die Massen mo =1468 me, Mo = Meereshöhe gilt folgendes: Für Me- Kernphysik ist gerade umgekehrt wie
1540 me, m= 1076 me und me = sonen der Energie oberhalb 10° eV die der theoretischen Elektrodyna- Die Zahl der das Feld beschreibenden
(1125 #39) ma. [7] nähert sich die Verteilung einem Po- mik, wo die Kräfte gut bekanntsind Feldfunktionenist vervielfacht. Wenn
Mesonenschauer. Treten Elementar- tenzgesetz, welches man aus der Ab- und die aus ihnen resultierenden Er- gen die
man den Lösungen dieser Gleichun-
teilchen in mehr oder weniger großer sorption der Mesonenin großen Was- scheinungen berechnet werden. Lorentz-invariante Nebenbe-
Zahl, sozusagen gruppenweise,in der sertiefen entnehmen kann. Das Po- Zur Erläuterung der Grundlagen der dingung
Art auf, daß ein gemeinsamer Ur- tenzgesetz besagt, daß die Häufigkeit M..d. K. s. Kernkraft, Meson, Kern-
sprung wahrscheinlich erscheint, der Mesonen mit einer Energie zwi- und Mesonfeld.
spricht man von *Schauern. Der Be- schen W und W + dW proportional Daseinfachste Feld, das denkbarist,
griff Schauer ist ursprünglich für ist zu W*9 . dW; Häufigkeit der leitet sich aus einem skalaren Poten-
Elektronen geprägt, die infolge ihrer Mesonen mit einer Energie oberhalb tial 9 ab. Die Wellengleichung, der 3
‚großen Vermehrung gemäßder *Kas- W ist proportional zu W"'. Für ge- es genügt, heißt: Is unabhängig gel-
kadentheorie bei ausreichender Ener- ringere Energien weicht die Häufig- ktionen drücken
gie immer gemäß der obigen Forde- keit vom Potenzgesetz nach untenab. Rp Polarisierbar-
Tung auftreten. Eine ähnlich starke Es entsteht ein Häufigkeitsmaximum. ur =” schiedenen Richtungen
Multiplizität, die zu einer großen Dieses liegt auf Meoreshöhe bei einer in der Elektrodyna-
Teilchendichte führt, gibt es bei Me- Energie von 10° eV. In einigen Kilo- 9-0.
sonen zwar nicht, da aber Mesonen metern Höhe, wo es noch eine größe- Kirmz im stationären Fall (3p/9: =
durch Primärteilchen, im wescntli- re Intensität an energiereichen, Me- risationsrichtun-
er
9:
hen Nukleonen, erzeugt werden, und sonen erzeugenden Nukleonen gibt, 'n eng mit den Zuständen
die Erzeugung eines einzelnen Me-
sons bei denin der kosmischen Strah-
liegt dieses Maximum unter '/s + 109
eV. Mit. dieser Energie wird die o-,. ® sem5 aufFeldquants zusammen, die die-
Grund des Spins zukommen.
lung vorkommenden Nukleonenener- Mehrzahl der Mesonen erzeugt. Al- x ist eine Konstante und bedeutet die ist eine zusätzliche Ko-
gien nur einen schr geringen Teil di lerdings erreichen diese Mesonen nur nukleare oder mesonische »Ladung«. ie drei Werte (Ein-
ser Energie verbraucht, gehen auf ein zum geringen Teil Meereshöhe. Die Die Konstante x ist auf universelle s ins) anneh-
einzelnes Proton vielfach mehrere bis Abb. gibt die Häufigkeit der Meso- Konstanten zurückzuführen (m Me- men kann, wenn \quantenzahl
122 123
EEE nd.
Mesonentheorie Men
s=1 ist. Der vektoriellen Theorie anan 1 fahren sind unbefriedigend. Man Radiums, Es entsteht aus Thorium
kommt demnach ein Quant mit dem + glaubt heute, daß eine wirkliche Lö- und zerfällt mit einer Halbwertszeit
Spin 1, das sog. vektorielle Meson, 32]
1
[anst ar
1--
sung des Problems so nicht gewon-
nen werden kann. Die bisher vorhan-
von 6,7a in MsTh2. Dieses ist n
Isotop 228 des Aktiniums. Es zerfüll 1
zu. Esist bisher nicht gelungen, ein + 3) +30 ”) mit einer Halbwertszeit von 6,1 h
solches Teilchen in der kosmischen denen Ansätze betonen folgende Ab-
Strahlung nachzuweisen. Die vekto- änderungen: Es ist nicht statthaft, weiter in Radiothorium. M. (beide
rielle M. des Kernfeldes scheint da- 7ist der Spinvektor mit den Kompo- Potentiale wie die obenstehenden als Arten im radioaktiven Gleichgewicht)
nenten effektiv zu bezeichnen; denn diese hat eine Rolle als Ersatz von Radium
her trotz der in ihr enthaltenen Be-
schreibung der Spinabhängigkeit des
Potentials nicht der Wirklichkeit zu (3). Potentiale berücksichtigen wie das
der Elektrostatik nur die statische
in der Radiumtherapie gespielt. [1]
Mesotron, Synonym für *Meson,
entsprechen.
Da die in der kosmischen Strahlung
beobachteten Mesonen wie alle der.
“-(%).n-() Näherung. Das ist in der M. nicht
ausreichend. Es zeigt sich, daß bei
der Berücksichtigung relativistischer
heute nicht mehr gebräuchlich. [7]
Meßbereich, s. Anzeigebereich.
Meßblende, Gerät zur Messung des
zeit bekannten Elementarteilchen mit für das Nukleon 1 bzw. 2; r bezeich- Effekte die Pole 2. und 3. Ordnung Durchflusses in Rohrleitungen. Der
Ausnahme des *Gravitationsquants net den Abstand der beiden Nukleo- jerraschenderweise verschwinden Leitungsquerschnitt wird durch eine
sämtlich einen Spin<1 haben, braucht nen und deren Orientierung relativ ‘önnen. Sie tun das bei der pseudo- Scheibe mit einer scharfkantigen Öf-
man kompliziertere Felder als die zur Spinachse. Die Konstanten gı und skalaren, nicht aber bei der vektoriel- nung, die kleiner ist als der Rohr.
bisher betrachteten nicht zu diskutie- 'g: bedeuten nukleare Ladungen. Sie len M. Es ist dies mit ein Grund, durchmesser, verengt. Nach der *Ber-
ren. Es gibt aber noch zwei Möglich- sind nicht mit elektrischen Ladungen weshalb man die pseudoskalare noullischen Gleichungsinkt dabei der
keiten der Feldbeschreibung, die den der Nukleonen zu verwechseln. Sie Theorie z. Z. für die zutreffendste M. Druck. Aus dem Druckabfall kann,
beiden obigen Ansätzen gleichwerüg stellen die Quellen des Kernfeldes d.K. hält. unter Berücksichtigung der *Aus-
sind, die sog. pseudoskalare und die dar, wie die elektrischen Elementar- Lit. Rosenfeld, D.: Nuclear Forces. Außziffer und der Kontraktionsziffer
pseudovektorielle M. In ihr sind die ladungen e die Quellen des elektro- North Holland Publishing Comp. 1949. (s. Kontraktion) sowie der Dichte,
Potentiale »Pseudoc-Größen. Diese statischen Feldes darstellen. Das Wentzel, G.: Quantentheorie der Wel- die durchfließende Masse bestimmt
unterscheiden sich von den gewöhn- Glied mit den Faktoren g entspricht ienfelder. Wien 1943. (7) werden. Die M.erzeugt einen Druck-
lichen durch ihre Transform: dem Ausdruck eı esir der Elektro- Mesonenfeld ist eine Parallelerschei- verlust. Der Einbau muß so erfolgen,
eigenschaften, und zwar sind die Ei- statik, Es bedeutet die Wechselwir- nung zum Lichtfeld oder Lichtquan- daß auf viele Rohrdurchmesser
genschaften einer Drehung normal; kung von nuklearen Punktladungen. tenfeld. Der Begriff M. ist identisch stromauf und stromab keine Störun-
dagegen ändert eine Spiegelung das Dieses Glied tritt in Vm gar nicht mit dem Begriff *Kernfeld. Der erste gen (durch Krümmer, Ventile usw.)
Vorzeichen der Pseudogröße. auf; in Vıspielt cs eine untergeord- Ausdruck bezeichnet das Feld nach vorhanden sind.
Die pseudoskalare Theorie beschreibt nete Rolle. Für die Kernkräfte sind em Quant, das ihm zugeordneti
das Kernfeld am besten. Die Spin- die Ausdrücke charakteristisch, die der zweite nach dem Ort, wo es vor-
Lit. Regeln für Durchflußversuche mit
genormten Düsen, Blenden u. Venturi-
abhängigkeit der Kernkräfte wird durch die Konstanten / gekennzeich- kommt. Bei stationären Problemen ‚düsen. 6. Ausg. Düsseldorf 1948. [11]
hier nicht durch einen Eigendrehim- net sind, Sie entsprechen der Wech- (im Atomkern) bewegen sich im M. Meßdüse, Durchflußmeßgerät ähnlich
puls des Feldquants, der ja Nullist selwirkung von zwei nuklearen Dipo- virtuelle Mesonen, virtuell deshalb, der *Meßblende. Die Öffnung ist
wie bei der skalaren Theorie, be- len (analog zu jener magnetischer weil dem Meson eine große Ruhmas- nicht scharfkantig, sondern gut ab-
wirkt, sondern dadurch, daß dem Dipole). Den Ausdruck se (1,6. 10° eV) zu kommt, die nach gerundet. [11]
Feldquant ein Bahndrehimpuls I = 1 an(en dem Energiesatz von den zu einem Messen und Messung. Messen heißt:
zugeschrieben wird. Atomkern zusammengefügten Ker Eine Größe, d.h. eine quantitative
Die Potentiale, unter denen zwei r bausteinen nicht aufgebracht wird Aussage über ein qualitatives Merk-
Nukleonen bei den verschiedenen bezeichnet manals Tensorpotential. (mittlere Bindungsenergie eines Nu- mal eines Dinges, in ein Verhältnis
Feldtheorien stehen, sind verschieden. Die radiale Abhängigkeit des Poten- kleons im Kern ungefähr 6 - 10° eV). setzen zu einer Größe (gleicher Di-
Die Potentiale der aussichtsreichsten als, wie sie in (6) auftritt, macht be- Bei nichtstationären Problemen, z. B. mension), die als Einheit gewählt
Theorien, der vektoriellen und der liche Schwierigkeiten. Es kom- Stoßprozessen, kann die ki worden ist.
pseudoskalaren, sind nachstehend an- men neben den Gliedern proportio- inergie der Nukleonen ausreichen, Beispiel: Die elektrische Spannung
gegeben (unter Beschränkung auf den nal 1/r Pole 2. und 3. Ordnung vor. um einen oder mehrere Mesonen in eines Akkumulators ist das 2,1/1,1-
statischen Anteil; alle relativistischen Diese Glieder widersprechen der Exi- Raum und Zeit zu erzeugen. Man fache der Spannung eines Daniell-
Eifekte, wie Retardierung, sind ver- stenz von stationären Zuständen (s. sagt dann, daß das M. sich von den Elementes. (Dessen Spannung diente
nachlässigt): Divergenz). Da es aber stationä) ıcagierenden Nukleonen ablöse. S. a. früher als Spannungseinheit, d. h. als
Zustände gibt j Kernfeld und Mesonentheorie. [7] Vergleichsgröße für Spannung.) Nur
Verne run [ee solcher -, müssen diese Glieder se Bildung eines Verhältnisses
in der vorliegenden Form für r zweier gleich dimensionaler Größen
Genen 1,1 falsch sein. Man hat daher willkür- Kt Atmosphäre, Schichtung der. ist eine echte Messung. Nur diese
nr I le * ar lich das Potential bei einem r von der echte Messungist gemeint, wenn im
Größe der elementaren Länge abge- Mesothorium heißen zwei verschie- Zusammenhang mit Größengleichun-
+39], schnitten und durch einen endlicheı
Verlauf ersetzt (s. Abschneidevor-
«lene radioaktive Isotope, die in der
!horiumzerfallsreihe vorkommen und
gen usw. von einer Messungdie Rede
ist.
© schrift). Man hat auch verschiedene als MsTh 1 und MsTh 2 unterschie- Das Wort M.wird manchmal im täg-
Vu= the | na- M.so überlagert, daß sich die Diver. ‚len werden. Beide sind ß-Strahler. lichen Gebrauch und oft auch in Wis-
genzen herausheben. Alle diese Ver: Das MsTh1 ist das Isotop 228 des senschaft und Technik in einem an-
14 125
666
Meßwesen
Meßgröße
Meßschwelle, s. Beweglichkeit, Emp- Meßwesen, gesetzliches (mötrologie Die Angleichung des gesetzlichen
deren Sinn verwendet, nämlich in der
findlichkeit.
Iögale, legal metrology). In fast allen Meßwesens zwischen den einzelnen
Bedeutung: einordnen eines Wertes
Meßsender. Die in der drahtlosen Ländern schafft der Staat die Vor- Ländern durch eine internatio-
auf einer monotonen Skala (Propor-
Nachrichtentechnik verwendeten aussetzung dafür, daß richtig gemes- nale Organisation (Organisation In-
tionalität dabei nicht yorausge-
komplizierten Apparate (Empfänger, sen werden kann. Dazu gehört die ternationale de Metrologie Legale)
setzt!). Hier hat Messung die Bedeu-
Sendeapparaturen) bedürfen bei der Darstellung, Bewahrung und wissen- angestrebt, deren erste Generalkon-
tung »hateinen Funktionszusammen-
Entwicklung und beim Bau umfang- schaftliche Entwicklung der physika- ferenz im Oktober 1956 in Paris
hang mit.. .«, »ist ein Maßfür .. .c.
reicher Abgleichungsarbeiten, zu de- lischen und technischen *Einheiten stattfand. Bisher haben 34 Staaten
Beispiel: Messungeiner Härte in der
ren Ausführung eine entsprechende und die Sorge für die Einheitlichkeit die Konvention unterzeichnet, nl
Moosschen Skala oder Messung einer
meßtechnische Ausrüstung erforder- der *Normale und Grundmeßver- lich Argentinien, Australien, Belgien,
Dichte von Most in Grad Occhsle
lich Hochfrequenzgeneratoren, fahren. Diese Aufgaben sind oft phy- Brasilien, Bulgarien, Dänemark,
‚oder Temperaturmessung in °C oder:
die für diesen Sonderzweck gebaut sikalisch-technischen Staatsinstituten Deutschland, Dominikanische Repu-
Die Geschwindigkeit eines Autosist
sind, nennt man M.Sie sind nicht da- anvertraut, in Deutschland der Phy- blik, Finnland, Frankreich, Guinea,
ein Maß für seine kinetische Energie.
‘u bestimmt, Hochfrequenzenergie sikalisch-Technischen Bundesanstalt Indien, Indonesien, Iran,Italien, Ja-
ie Gesamtstrahlung eines
über eine Antenne abzustrahlen, son- (PTB) in Braunschweig und Berlin pan, Jugoslawien, Kuba, Marokko,
‚enden Körpers mit einer vorge-
dern sie arbeiten unmittelbar (durch sowie dem Deutschen Amt für Meß- Monaco, Niederlande, "Norwegen,
gebenen Flächeist ein Maß für seine wesen und Warenprüfung (DAMW) Österreich, Polen, Rumänien, Schwe-
Temperatur (zwischen der Tempera- galvanische Verbindung oder induk- in Ost-Berlin. Diese Staatsinstitute den, Schweiz, Spanien, Tschechoslo-
tur und der Strahlungsleistung be- üve Kopplung) auf die zu untersu- führen auch die fachlichen Arbeiten wakei, Tunesien, UdSSR, Ungarn,
steht ein monotoner, aber kein linca- chenden Apparate. In ihrer Leistung durch, die aus der internationalen Venezuela und die Vereinigte Arabi-
rer Funktionszusammenhang). Auf undin ihrer Ausrüstung sind sie dem *Meterkonvention und anderen Über- sche Republik, Die Staaten Griechen-
der anderen Seite ist die absolute jeweiligen Arbeitszweck angepaßt. M. einkünften des internationalen Meß- land, Großbritannien, Israel, Jorda-
Temperatur 100 °K das Doppelte der für nieder- und mittelfrequente An wesens erwachsen (s.a. Einheiten, nien, Luxemburg, Neusceland, Paki-
absoluten Temperatur 200 °K. Im lagen umfassen z. B. den Frequenz- gesetzliche). stan und Türkei sowie einige inter-
ersten Fall ist nämlich die mittlere bereich 100 Hz bis 100 kHz, solche Wo darüber hinaus die Bevölkerung nationale Organisationen gehören der
kinetische Energie der kleinsten Teil- für den Rundfunkbereich 100 kHz eines besonderen Schutzes bedarf, Organisation als korrespondierende
chen genau das Doppelte vom zwei- bis 10 MHz, M.für Kurzwellen den werden durch Gesetze oder Rechts- Mitglieder an. Einige wesentliche
ten Fall. Bei einer Temperaturangabe Bereich 10 MHz bis 100 MHz. Die vorschriften an die zu benutzenden Ziele der Organisation sind die in-
in °C, bei denen ein bestimmter vom Frequenz muß sich fein einstellen Meßgeräte oder zulässigen Einheiten ternationale Angleichung von Vor-
absoluten Nullpunkt verschiedener lassen, die Ausgangsspannung meß- bestimmte Anforderungen gestellt. schriften des Eich- und Prüfwesens,
Wert mit 0 °C bezeichnet wird,gilt bar sein. Leistungs-M. vermögen Das kann z.B. für Meßgeräte des Untersuchungen und Vorschläge über
keine derartige Aussage. einige Watt abzı n- Wirtschaftsverkehrs und der Ver- die zweckmäßige Organisation und
Lır. Stille, U.: Messen und Rechnen in ger-Prüfsendern ist die Ausgangslei- kehrskontrolle, bei medizinischen die Prinzipien dieses gesetzlichen
derPhysik. 2. Aufl, Braunschweig 1961. stung, geringer. Diese enthalten häu- Untersuchungen oder bei Meßgeräten Meßwesens, Erfahrungsaustausch
9 fig einen Ausgangs-Spannungsteiler, im Dienste des Strahlenschutzes zu- ‚er Meß- und Prüfmethoden sowie
Meßgröße, zu messende physikali- mit dessen Hilfe sich die Eingangs- treffen. Die Prinzipien dieses Meß- die Einrichtung einer zentralen Do-
sche Größe (z. B. 1m, 3 A) einerbe- spannungen nachbilden lassen, die ein wesens sind in den einzelnen Ländern kumentations- und Informationsstel-
stimmten physikalischen Größenart Empfänger aus einer Antenne erhal- verschieden. Der Umfang kann sich le über das gesetzliche Meßwesen der
@. B. Länge, Stromstärke). [32] ten würde (Größenordnung 11V bis von einer scharfen staatlichen Kon- einzelnen Länder. Als Arbeitsgre-
Meßkraft. Erfolgt die Messung von einige mY). Die Frequenzerzeugung trolle. selbst des wissenschaftlichen mien sieht die Konvention ein aus je
Längen unter mechanischem Kon-
im M. erfolgt bei manchen Konstruk- und industriellen Meßwesens bis zu einem Vertreter der Mitgliedsländer
takt, dann spielt die M., das ist die tionen mit Hilfe von *Schwingungs- einer nur stichprobenweisen Über- bestehendes Internationales Komitee
Kraft, mit der die Meß-Stücke des kreisen aus Induktivität und Kapa- wachung privatgeprüfter Meßgeräte und ein Internationales Bureau vor,
Meßgerätes am Prüfling anliegen, zität nach dem Rückkopplungsprin- erstrecken. das seinenSitz in Paris hat. Eine In-
eine wichtige Rolle. Die M. bewirkt zip, bei anderen mit einer Wider- In Deutschland sind für bestimmte ternationale Konferenz von Vertre-
Verformungen der sich berührenden stands-Kapazitäts-Schaltung (R-C- Meßgerätearten und Anwendungs- tern aller Mitgliedsstaaten soll min-
Flächen, z.B. "Abplattung, oder auch Generatoren), zuweilen auch nach zwecke Richtighaltung und amtliche destens alle 6 Jahre stattfinden.
Verformungen am Meßgerät der Prü- dem Schwebungsprinzip. Einrichtun- Prüfung vorgeschrieben. Im wesent- Fürdie fachlichen Arbeiten sind etwa
fung, z.B. Durchbiegung. Deshalb gen zur *Modulation und zur Erzeu- lichen handelt es sich dabei um Ge- 50 internationale Arbeitsgruppen ge-
darf die M. nicht zu groß sein. gung geringer relativer Frequen: väte, die den Preis einer Handelsware bildet worden, in denen die Fach-
Schwankungen der M. bewirken derungensind vielfach als Zusat zein- oder einer wirtschaftlichen Leistung leute der physikalisch-technischen
Meßfehler. Die Größe der geeigneten richtungen in M.eingebaut. (im Sinne von Lieferung) bestimmen, Staatsinstitute und meßtechnischen
M. hängt von der Konstruktion des Lır. ATM V, 373-1, Z. 42. - Kohlrausch,
um gewisse Normale sowie um einige Behörden zusammenarbeiten. Die
Meßgerätes und der verlangten Meß- F.: Praktische Physik. Bd. 2, 6.412. 21.
Meßgeräte für medizinische Unter- Ergebnisse werden sich in internatio-
genauigkeit ab. Eine zu kleine M.
Aufl. Stuttgart 1962. [26]
Meßunsicherheit, s. Genauigkeit. suchungen, für steueramtliche Zwek- nalen Empfehlungen über Vorschrif-
kann zur Erhöhung der Meßunsi- Meßwandler, Wandler. ke und für die Verkehrsüberwachung. ten und Prüfmethoden für Meßge-
cherheit beitragen. Für manche Meß- Meßwert, aus der abgelesenen An- ige dieser Geräte erfahren eine räte ausdrücken.
geräte ist die M. genormt, 2. B. 0,5 zeige eines Meßgerätes ermittelter ichung oder *Beglaubigung, ande- Lrr. Quassowski, H.- ie Grundlagen
Wert (z.B. Im, 3A). Der M. wird ve werden nur überwacht oder von des Maß- und Eichrechts. 4. Aufl. Berlin
bis 1 kp für *Mikrometer (Bügelmeß- 1962. - Vieweg, R.: Entwicklungszüge
schrauben) in DIN 863, max. 150. p ufig dem *Istwert der Anzeige (Ist- besonderen Stellen geprüft. des amtlichen Meßwesens. Amtsbl. d.
für Meßuhrenin DIN 878 Bl. 2. [31] anzeige) gleichgesetzt. [32] 127
126
Metallbarometer Metalle
PTB 4, 1954. - Mühe, W.: Prinzipien und
internationale Verflechtungen im staat- gangen, daß die Elektronen des Elek-

S— BMetsle ——
tronengases stets aus nicht abge-
lichen Meßwesen. Amtsbl_ PIB Nr. 3 schlossenen
(1961),5. 283. — Sonderh, ‚Gesetzl. Meß- men. Aus denSchalen der Atome kom-

3 Za 31Ga 2Ge BAs


hex. (12) rhomb. kub. 4 1491
wesen. (Nr. 11/i2, 1962) d. Zeitschr. dann, daß gerade Rechnungen ergibt sich
»Elektrotechnik und Maschinenbau«. [132] diese Elektronen
Metallbarometer, svw. *Ancroidba- zur chemischen Bindung und damit

kub. 12 kub. 12
207,21
82 Pb
auch zur Bindung im Kristallgitter

6,38 8n 72,60
rometer.[9]

hex. (12) = dasselbe nur angenähert


die Raumgitterbezeiehmung— — /‚tomnummer,” daruntuch Atomge- kub. 12 = kubisch flächenzentriert
Metalldampflampe ist eine Licht- befähigt sind. Weiterhin muß die

kub. 8 = kubisch raumzentriert


quelle, bei welcher Metallatome in elektrostatische Anziehung des Elek-

hex. 12 = hexagonale dichteste


ex. (12)
einer 'Gasentladung zum Leuchten wonengases durch die Atomrümpfe

kub. 4 = Diamantstruktur
204,39
mit berücksichtigt werden. Aus dem
angeregt werden. Die bekanntesten elm (Ladung/Masse)-Verhältnis

sırı

Kugelpackung
M. sind die *Natriumdampflampe der
wi die *Quecksilberdampflampe. rimentell Gas-Elektronen im M. konnte expe-
bewiesen werden, daß die
Metalle werden im allgemeinenfeste gewöhnlichen Elektronen den elek-
und flüssige Stoffe genannt, die me- rischen Strom in M.tragen und da-
tallische, d. h. mit steigender Tem- Für mit das Elektronengasbilden.
peratur dauernd abnehmende, bei scheidet *Kristalle und Moleküle unter-
Zimmertemperatur jedoch noch ver- heteropolare, man vier Bindungsarten, die

Metalle (Tabelle nach G. Masing): Das langperiodische System

metalle

kub. 12

kub. 12

kub. 12
hältnismäßig große Leitfähigkeit für die homöopolare, die

Edel-

1or8
2 Au
8,57

1912
41A:
den elektrischen Strom besitzen. Dar- van der Waalssche und die metalli-
aus ergibt sich nach den Fresnelschen sche Bindung. Bei den M. werden
die M.-Ionen als elementare Bau-
Formeln der Optik ein hohes Ab- steine angesehen. Die Valenzelekti
sorptions- und Reflexionsvermögen, nen bewegen

Mangan hat vier Modifikationen; ; aus den meisten Legierungen kristallisiert es kubisch 12.
womit der starke Glanz der M. als dem M.-Ionengitter; sich praktisch frei in

hex. 12 kub. 12 kub. 12

12 kub. 12 kub. 12
ihre Dichte ist

———— Vbergangmetslle ———y


gemeinsame Eigenschaft verbunden nahezu konstant. Die

180,88 183,92 186,31 190,2 193,1 195,23


41Nb 42Mo 4Te 4Ru 45Rh 46Pd

73Ta WW 75Re 76.0s Tr BPr


101,7 102,91 106,7
ist. Diese größte Gruppe der chemi- wird hauptsä Anziehung
schen Elemente des Periodischen Sy- dadurch bewirkt,
stems zeigt neben diesen beiden ge- daß die elektrostatische Energie der
meinsamen Eigenschaften trotz aller Ionen in der nahezu konstanten La-

3 Die Zahl rechts neben der Raumgitterbezeichnung ist die Koordinationszahl,


Verschiedenheit noch manches ge- dungsverteilung der Valenzelektro-
nen mit dem Abstand der Ionenal
meinsame physikalische und chemi- nimmt.
sche Verhalten, wie hohes Wärme-

kub.8 kub.8 hex. 12 hex.


leitvermögen und mehr oder minder Auch in den Gittern der M. wie der
hohe *Plastizität im Kristallzustand. Nichtmetalle treten die oben erwähn-
Den M.gegenüberstehen die Stoffe, ten Bindungsarten nie rein auf, je-
die mindestens am absoluten Null- doch wird eine Bindungsart immer
punkt und in reinem, ungestörtem stark überwiegen und für die physi-


Zustand denelektrischen Strom nicht kalischen Eigenschaften maßgebend

kub.8 kub.8
leiten. Ein Teil dieser Isolatoren sein. Es werden also auch bei den
kann bei höherer Temperatur und neben der metallischen Bindung tei

92,91 95,5
bei Anwesenheit geringer »Verun- weise die anderen Bindungen eine
reinigungen« leitend werden (Halb- mehr oder minder große Rolle spi
leiter), cin anderer durch verhältnis- len. Die ideale metallische Bindung,

Links heben dem Symbol des Elements


mäßig kleine Gitterdeformationen entsteht elektronentheoretisch dann,
metallischen Charakter annehmen. wenn nur ein einziges Leitfähigkeits-

hex. 12

hex.,6 12
Ib. 8
Die Tatsache, daß die metallischen band existiert, wenn also bindendes

NH
2
Elemente in Lösung zur Bildung von und lockerndes Teilband sich voll-

118
91;
Fi}
Kationen, also zur Abgabe von Bick- ständig überdecken. Bei metallischer

2
tronenneigen, führte zu der Vorstel- Bindungwird die Bindungsenergie um
lung, daß sich in den M. freie Elek- so größersein, je größer die Koor-
tronen in Form eines Gases, des Elek- dinationszahl erster Sphäre in bezug
tronengases, befinden. Mit Hilfe der auf Atome der gleichen und anderer

* Seltene Erdmetalle
Quantenmechanik, insbesondere der Art ist,
(unedie Metalle)

Fermi-Statistik, gelang die Behand- In der Tabelle sind die am häufigsten kub. 12
kub. 8 hex. 12
kub. 8 hex. 12

kub. 8 hex. 12
UNa 2 Ms
A-Metalle

wicht, darunter
BK 20Ca

lung des Elektronengases, und damit vorkommenden Einteilungen derEl


24,32

3,10 40,08
4Be
694 9,02

konnte das Zustandekommen der ein- mente im Periodischen System. wie


zelnen Kristallstrukturen und der le- dergegeben. Die Elemente mit d-
gierungsbildenden Kräfte verstanden Elektronen in nichtabgeschlossener
3u

werden. Es wird dabei davon ausge- Schale sind als ‚Übergangs-M. be-
23

128
Metallelektronen Metallothermie
zeichnet. Weiterhin sind die Kristall- doch ist der zu dem reellen Einfalls- gekehrt die optischen Konstanten n Die Gl. (3) und (4) sind im Rahmen
strukturen der metallischen und halb winkel 9 gehörende Winkel x kom- und x aufsuchen, so braucht man der Maxwellschen Theorie nur sinn-
metallischen Elemente im Periodi- plex, d. h., die Welle im absorbieren- zwei durch das Experiment zu ermit- voll, wenn e und o als konstante G:
schen System gegeben. Man sieht dar- den Medium ist gedämpft. Außer- telnde Bestimmungsstücke, als die Ben angenommen werden. Dies trifft
aus, daß bei den »wahren« M. (M. dem wird sie, was die Darstellung man gern die eben erwähnte Phasen- aber nur für genügend lange Wellen
1. Art) die Strukturen dichtester Ku- des Ausbreitungsvorganges besonders differenz A und z. B. das sog. Azimut zu. Untersuchungen von Hagen und
gelpackungen überwiegen;sie kristal- kompliziert, inhomogen. Das bedeu- der wiederhergestellten linearen Pola- Rubens haben auch tatsächlich ge-
lisieren entweder kubisch-flächenzen- tet, daß die Wellenflächen (Flächen risation g wählt. Man geht dabei von zeigt, daß erst oberhalb 5 um, also in
triert, kubisch-raumzentriert oder in gleicher Phase) und die Flächenglei- einfallendem Licht aus, das unter 45° einem Gebiet, in dem e und @ sicher-
hexagonal dichtester Packung. Bei her Amplitude auseinanderfallen. gegendie Einfallsebene polarisiert ist, lich nicht mehr von der Wellenlänge
den M. 2. Art zeigen sich in ihrer Bezeichnend für die gänzlich anderen seitigt nach der Reflexion die Pha- abhängen, die Gl. (3) und (4) allge-
Strukturbereits Merkmale eines Ein- Verhältnisse ist die Tatsache, daß es sendifferenz mit Hilfe eines *Kom- meine Gültigkeit haben. Man kann
Alusses einer zweiten Bindungsart. für jedes Metall einen bestimmten pensators, stellt also wieder lincar dann aber bereits & gegen 2 0/v ver-
Die M. behalten auch im flüssigen (von Null verschiedenen) Einfallswin- polarisiertes Licht her und mißt des- nachlässigen und,erhält mit guter Nä-
Zustand weitgehend ihre charakteri- kel gibt, bei dem der cinfallende sen Azimut gegen die Einfallscbene herung n = nx = Yolo und für das
stischen_ physikalischen Eigenschaf- Strahl ungebrochen, also ohne Rich- indem man mit Hilfe eines analı
ten, wie elektrische Leitfähigkeit, tungsänderung in das absorbierende renden Nicols die Auslöschungs Reflexionsvermögen R = 1 - 2 yola.
Glanz usw., bei, während sie im Gas- Medium eindringt. Genau wie der tung feststellt. Ebenso läßt sich aber Trotzdem haben die genannten Bezi
zustand verloren gehen. Jedoch sind Brechungsquotient muß auch die *Di- n und x aus einer Messung des von hungen unter Umständen auch im
alle M.-Dämpfe mit sehr wenigen elektrizitätskonstante komplexe Wer- einer Metallschicht_durchgelassenen Sichtbaren, ja sogar im Ultravioletten
Ausnahmen (manche Halbmetalle) te annehmen, und zwargilt und des von ihr reflektierten Lichtes eine Bedeutung, wenn man das opli-
einatomig, d. die M.-Atomebil- e=e-2iaw © bestimmen. Die Schwierigkeit bei die- sche Verhalten gewisser Metalle im
den auch in diesem Zustand keine ser Methode ist die einwandfreie Be- Sinne der Lorentzschen Elektronen-
Moleküle miteinander. (0 Leitfähigkeit, » Frequenz des Lich- stimmung der Schichtdicke. Das Re- theorie diskutiert. So kann man die
tes). Die *Maxwellsche Beziehung flexionsvermögen (bei senkrechter In- Dispersion der optischen Konstanten
Lit. Dehlinger, U.: Theor. Metallkunde.
Berlin 1955. - Masing,G.: Lehrb.d. allg. lautet dann für die komplexen Grö- zidenz) eines Metalls ist durch die der Alkalimetalle Na und K nahezu
Metalikunde. Berlin die
1950.freien
(15) Elektro- Ben: n=e’ (wenn a1 gesetzt Bezichung quantitativ mit Hilfe der Gl. (3) und
Metallelektronen, wird), woraus sich durch Trennung R.Matr)+ı-2n (4) beschreiben, wenn man den Me-
nen in *Metallen, welche die metalli- des Real- und Imaginärteiles die bei-
"mattit2n © tallen pro cm® eine Anzahl von
sche Bindung(s. Kristallstruktur) und den Verknüpfungen ergeben: »freiene, sich klassisch verhaltenden
die im Vergleich zu den Nichtmetal- em (1x) undn’x = alv a gegeben, für x 0 in die bekann- Elektronen zuschreibt, deren Bewe-
len schr hohe elektrische Leitfähig- te Formel für durchsichtige Medien gung unter der Wirkung des äußeren
keit verursachen. Die M. befinden oder nach n undx aufgelöst: übergeht: Feldes der Lichtquelle eine geeignete
sich als *Elektronengas zwischen den (n=nE Frequenzabhängigkeit von e und @
Metallionen, wobei ungefähr auf je- m-irtyetdainte Q) R-ariy- o erzeugt. Im allgemeinsten Fall aller-
des Metallion ein ungebundenes metyetdat-e). Ein Metall reflektiert also um so bes- dings, wenn - wie bei den meisten
Elektron kommt. Mit dem Bilde des a ser, je größer sein Absorptionsindex Stoffen - entweder gar keine freien
Elektronengases lassen sich jex ist also durch ist, Elektronen vorhanden sind oder
genschaften der Metalle erklären (5. a mitbestimmtund außer solchen noch ein starker Ei
Elektronentheorie der Metalle und geht gleichzei r gegen Null, Tabelle nach Drude,für i = 589 nm fluß von gebundenen, nur wellenme-
Leitungselektronen). [16] was dem Umstand entspricht, daß Metalle nn R chanisch zu behandelnden Ersatzos-
Metallfadenlampe, s. Glühlampe. (konsumptive) Absorption nur dort Silber 367 0,18 95,3% zillatoren auf den Verlauf von n und
Metallkeramik, s. Sintern. aufıritt, wo infolge eines endlichen Gold 22 0,37 851% k vorhandenist, reichendie fraglichen
Metalloptik, abkürzende Bezeich- Wertes von 0 auch Leitungsströme Natrium 261 0,005 99,7% Beziehungen nicht zur Darstellung
nungfür die Optik stark absorbieren- ließen und damit Joulesche Wärme In der Tabelle fällt auf, daß n für die der Dispersion aus.
der Medien. Die *Metalle sind näm- entsteht. Aber auch bezüglich des Zu- angeführten Metalle kleiner als 1 ist,
Lit. Schaefer, C.: Einf, i. d. theor. Phy-
sik. Bd. IIV!. Berlin 1550.
lich ein besonders markantes Beispiel standes des reflektierten Lichtes un- d. h., daß die Fortpflanzungsge- -
Optik. Berlin 1933. - Drude: Born, M
für stark absorbierende Substanzen. terscheidet sich die M. von der Optik schwindigkeit im Metall größer als im
Lehr. d.
Formal geht die M. aus der Optik durchsichtiger Medien. Ist das einfal- Vakuum ist. Das bedeutet aber kei-
Optik. Leipzig 1900. [17]
Metallothermie, Sammelbegriff für
durchsichtiger Medien hervor, wenn lende Licht linear polarisiert, so ist nen Widerspruch gegen das Postulat die Verfahren, bei denen die stark
der Brechungsquotient nicht mehr das reflektierte - außer für streifende der Relativitätstheorie, wonach die exothermen Reaktionen zwischen
reell, sondern komplex angesetzt und senkrechte Inzidenz - stets ellip- Vakuumlichtgeschwindigkeit die un- Aluminium, Aluı Legierungen,
wird: n = n(l — ix), wobei n der re- tisch. polarisiert, d. h. die beiden übersteigbare Grenze aller Geschwin- Silizium oder Silizium-Legierungen
elle Brechungsquotient und x der senkrecht und parallel zur Einfalls- digkeiten darstellt; denn die Behaup- einerseits und Metall-Verbindungen
*Absorptionsindex ist. Das Bre- ebene des Lichtes schwingenden tung der Relativitätstheorie bezieht andererseits ausgenützt werden. Tech-
hungsgesetz (s. Lichtbrechung) lautet Komponenten des Lichtyektors er- sich nurauf Signalgeschwindigkeiten, nisch besonders bedeutungsvoll sind
dann zwar formal genau so wie bei halten bei der Reflexion eine Phasen- mit denen also Energie transportiert die Verfahren zur Gewinnung hoch-
durchsichtigen Medien differenz A, die ebenso wie die wird, die Aussage der M. aber nur schmelzender Metalle aus Metalloxy-
sin p Schwächungsfaktoren der Amplituden auf Phasengeschwindigkeiten, die be- den, am bekanntesten das *Thermi
von n und x abhängen. Will man um- liebige Beträge haben können. Verfahren. Verwendet man Alumi-
130 131
Metalireflexion Meteor
nium oder eine seiner Legierungen Dieeinzelnen Kristalle erleiden dabei Bringt man einen derartigen Phos- teilt, Schwächere Erscheinungen, die
@. B. Al-Ca oder Al-Si) als Reduk- weitgehende Veränderungen. Durch phorindie Bildebeneeineslichtstar- Fixsternhelligkeiten nicht übertreffen,
tionsmittel, so spricht man auch von Zirkulation oder Abfuhr in Nachbar- ken optischen Systems, so beobachtet bezeichnet man als Sternschnuppen,
Aluminothermie, bei Silizium (z. B. gesteine von sich bei der M.bilden- das dunkeladaptierte Auge beim Ein- hellere als helle M., hellste Objekte,
Fe-Si oder Ca-Si) vonSilicothermie. den heißen Lösungen oder Schmelzen fall von Ultrarotstrahlung Lichtblit- die sogar am Taghimmel sichtbar
Dautzenberg, W.: Aluminother- werden leichter lösliche Stofle gegen ze, die also in der Form eines Signals werden oder die Nacht plötzlich weit-
mie. Ullmanns Encyklopädie der techn. schwerer lösliche der Lösung Zug um gegeben werden können. hin erhellen, als Feuerkugein.
Chemie. Bd.3, S. 428-436. München-Ber- Zug ausgetauscht ("Metasomatose, Der Phosphor wird »aufgeladen«,z. Das M. ist die gesamte Leucht-
lin 1953. — Dautzenberg, W.: Zur Me-
tallurgie des metallothermischen Schmel- wichtig für Bildung vieler Erzgänge). B. durch das Licht einer Glühbirne erscheinung sowie das feste, aus dem
zens. Z. Erzbergbau Metallhüttenwesen An den Druckstellen von Körnern in der Empfangsapparatur. Wenn der Weltraum stammende Partikel, auch
3 (1950), S. 341-347. Goldschmidt, K. (bei starker einseitiger Pressung) wird Phosphor für das M. geeignet sein die dieses in der irdischen Atmosphä-
Aluminothermie. Leipzig 1925. — Gesam- Stoff gelöst, der auf dem Intergranu- soll, muß das spontane Nachleuchten re umgebende leuchtende Hülle. Der
melte Veröffentlichungen von H. Gold- larfilm in die Zwickel wandert, wo er hinreichend schnell abklingen. Meteorit ist nur der feste Kern.
schmidt. Essen 1914. [9] wieder auskristallisiert. So entstehen Für ein M.geeignete Phosphore sind Dringt ein Partikel aus dem Welt.
Metallreflexion, s. Metalloptik. aus Quarzsanden die dichten Quar- 7B, raumin die Atmosphäre der Erde mit
Metallthermometer, s. Bimetallther- zite. In richtungslos körnigen Tiefen- 3) »Standard VIIc: SS (Ce, Sm), kosmischer_ Geschwindigkeit (40 bis
gesteinen können auf diese Weise be- Lumineszenzfarbe blaugrün,
länge optimaler Ausleuchtung Wellen. 60 km/s) ein, dann wirkt auch die
mometer.
metamikt, s. pyrognomisch. stimmte, leichter lösliche Mineralien 1,02 um schr verdünnte Lufthülle als wider-
Metamorphose (svw. Umwandlung, in Druckrichtung Materie verlieren b) »B lc: SrS, Se (Eu, Sm), Lumines- stehendes Mittel und bremst die Ge-
Gestaltsänderung) nennt man die undsie senkrecht dazu wieder anset- zenzfarbe gelb, Wellenlänge optima- schwindigkeit des Meteoriten ab.
Wandlungen und Veränderungen von zen (Formregelung). Sie erscheinen in ler Ausleuchtung 0,92 um.
Naturkörpern (einschließlich Lebewe- einer Richtung gestreckt, was aber in ıT. Pringsheim, P., und M. Vogel:
Lu-
sen) im Laufe ihrer Entwicklung, ins- manchen Fällen auch rein mechanisch mineszenz von Flüssigkeiten und festen

YalldesKüchstandes zumErdbaden
besondere die Wandlungen ihres der- erfolgen kann. In anderen Fällen ist Körpern. Weinheim/Bergstraße 1951. [19]
zeitigen Zustandes. In der leblosen aber auch das Kristallgitter mit einer Metasomatose (Umgestaltung), Ver-
Natursind es die Gesteine, die durch bevorzugten Richtung (z. B. mit der drängung im großen. In Gängen,
M.in andere übergeführt werdeı e-Achse) so eingeregelt (Gitterrege- Spalten, Klüften usw. zirkulierende
1. durch sich selbst (durch eigenes Iung), wie man unter gekreuzien Ni- oder auf- und absteigende Lösungen
Gewicht, Wärmeverlust, dadurch cols an gleichgerichteter Auslöschung (meist hydrothermale) tauschen ent-
*Umkristallisation, Bildung von Lö- erkennt.
Häufig führt M. bei schr hohem
sprechend dem chemisch-physikali-
sungen und Wiederauskristallisation):
Druck und hoher Temperatur zu
schen Gleichgewicht die vorhandenen
Autometamorphose (Diagenese bei
einer völlig neuen Mineralbildung
Mineralien gegen andere in Lösung
den Sedimentgesteinen, wobei aus befindliche teilweise oder ganz, all-
Sand Sandstein wird usw.); vor allem entstehen Mineralien mit mählich Zug um Zug, Punkt für
2. durch äußere Einwirkungen: a) Punkt aus (besonders Kalkc
Erze; wichtige Lagerstätten vongegen
dichterer Packung. Man bezeichnet‘ 7
Wärmezufuhr(z. B. Vulkankontakt): sie geradezu als metamorphe Minera- Pb, ‚Erdoberfläche
Thermometamorphose oder Kontakt- lien.
Lir. Backlund, H. G.: Der Magmaauf- Zn, Fe, Cu usw.). [8] Schematische Darstellı des Verlaufs
metamorphose (Anschmelzung, U: stieg in Faltengebirgen. Bull. Comm. metastabil, svw. bedingt oder unvoll- eines Meteorfalls
kristallisation, Neubildung von Lö- geol. Finnlande 1936, Nr. 115. Barth, kommenstabil. $. vor allem Zustand, Seine kinetische *Energie wird in an-
sungen und Kristallen); b) Druck metastabiler. [1]
metastabile Zustände, s. Streutheorie dere Energieformenübergeführt, da,
T. €., W. Corens und P. Eskola: Die,
(meist mit. Wärmezufuhr zusammen) Entstehung der Gesteine. Berlin 1946. unter auch zu einem Prozentsat:
bei Gebirgsbildungen, Faltungen, Eskola, P.: Kristalle und Gesteine. in der Elementarteilchenphysik.
Pressungen: Dynamo- oder Regional- 1936, - Grubenmann, U., und P.
Die Gesteinsmetamorphose. Metastase. Mit M. bezeichnet man sichtbare Strahlung. Die *Molekül
werden aus dem Molekülverband
‚metamorphose (von mechanischer Be- in 1924. - Sander, B. die Verschleppung von Körperzellen herausgeschlagen, und der, Meteorit
anspruchung über Verformung, Zer- Gesteine. Wien 19: in andere Körperbereiche, z. B. durch beginnt zu verdampfen. Über den
die Blutbahn oder Lymphbahn.
teres bevorzugt von Krebszellen,Letz-
malmung - Mylonitisierung - bis zur tonik und Verformung: Mechanismus der Anregung des
restlosen Veränderung). die
Durch M. entstehen schließlich aus sich dann in den Lymphknoten fest- Leuchtens bestehen verschiedene
festen Tiefen- und Ergußgesteinen setzen und hier Geschwülste (Lymph- Theorien, doch kann noch keine als
sowie aus allen lockeren Sedimenten mittels unsichtbarer Ultrarotstrah- metastasen) bilden. Beim Strahlen- zufriedenstellend angeschen werden.
Es steht fest, daß sowohl der Meteor-
ganz neue sog. metamorphe Gesteine, lung. Als Empfängerin dem M.dient) krebs besteht eine besonders starke rit wie die verdampften Moleküle,
wie Gneise, Glimmerschiefer, Ton- ein Phosphor (phosphoreszierend Neigung zur Metastasenbildung. [28] ferner die damit vermengten Luft-
schiefer, Phyllite, Marmoreusw. Die- Leuchtstoff), der speziell die Eigen- Metazentrum, s. Schwimmstabilität. moleküle als Gesamtkompiex leuch-
se können schließlich bei fortschrei- schaft hat, das Phosphoreszenzlicht/ Meteorist ein Sammelbegriff für alle ten. Dabei treten Ionisationen auf,
tender M.stark angeschmolzen, von erst nach »Ausleuchtung« durch Ul- durch Eindringen fester Partikel in die sich in der normalen E-Schicht
Fremdmagma injiziert (Adergneise), trarotstrahlung wieder abzugeben, die Erdatmosphäre hervorgerufenen der Ionosphäre als Störungen be-
auch ganz aufgeschmolzen werden während er sonst bei Zimmertempe-) kurzzeitigen Leuchterscheinungen. merkbar machen (Radio-M.). Auf
(Anatexis) und dann wieder erstarren ratur dunkelist, d. h. das Phosphor- Meteorische Erscheinungen werden Oszillographenschirmen lassen sich
(wieder Tiefen- und Ergußgesteine eszenzlicht schr lange gespeichert) imSprachgebrauch nach ihrer Hellig-
bilden). hält. keit in verschiedene Gruppen unter- direkt Radar-Echos von M.sichtbar
machen. Diese Methode erlaubt si-
132 133
Meteor Meteorologie
here Geschwindigkeitsbestimmun- 1220 m (Tiefe 180. m). Bekanntist der Hat die Erdbahn einen gemeinsamen sie die einzige direkte körperliche
gen. Der leuchtende Gesamtkomplex, Meteorfall von 1908 in Sibirien, der Punkt mit der Schwarmbahn, dann Verbindung zum interstellaren Raum
{ritt sie beim Überschneiden Bahn darstellen.
das M., erlischt, wenn die mitge-
brachte kinetische Energie umgesetzt
eine die Erde dreimal umlaufende
Erdbebenwelle erzeugte. Noch 1927 des Meteorstromes in den der Schwarm Lit. Hofmeister, Die Meteore. Leip-
ein und »fängt« besonders
ist. Der Ort des Erlöschens heißt
Hemmungspunkt. Die Erforschung
fand eine in das Einsturzgebiet ent-
sandte Expedition starke Verwüstun- auf. Dies äußert sich in einerviele M. zig 1938. — Hoffmeister, C.: Meteorströ-
Zunah- aeat me. Leipzig 1949. - Lewin, B. J.: Physi-
des Leuchtvorgangs der M. ist des- gen in einem Gebiet von 40km Ra- me der Meteorfälle um. bestimmte der learn und die
halb so schwierig, weil einerseits die dius um die Einschlagstelle. Solche Daten. Die in der Bahnbewegung teorische Substanz im .
Zustände in den hohen Atmosphären- Meteorite dürften Hunderttausende, »vorangehende« Seite der Erde fängt Berlin 1961. [5] m
schichten noch nicht genau bekannt wenn nicht Millionen Tonnen Masse die größere Anzahl der M.auf. Das Meteorologie, Teilgebiet der *Geo-
sind und man deshalb nicht weiß, haben und mit der Masse von *Pla- wirkt sich im täglichen Gang der M.- physik im weiteren Sinne, das sich
ufigkeit in einer Zunahme der mit den physikalischen
welche Verhältnisse der eindringende netoiden oder *Kometen vergleich- Häufigkeit in den Morgenstunden der Lufthülle der ErdeVorgängen in
Meteorit vorfindet, andererseits spek- bar sein. .
vor Sonnenaufgang aus. Begründer der M. kann befaßt. Als
troskopische Beobachtungen,die viel Hinsichtlich der chemischen Zusam- Die Berechnung der räumlichen angeschen werden,der sichAristoteles
aussagen könnten, vom Zufall ab-
'hängig und daher zu spärlich sind.
mensetzung gibt es zwei Gruppen
von Meteoriten: Eisen- und Stein- nen der Meteorströme ergab, daßBah- sich mit den Witterungserscheinungen als erster
Die Massen der Meteorite liegen bei meteorite. Davon sind die Steinme- manche Bahnen fast mit denen be- auseinandersetzte, zugleich aber auch
kannter periodischer Kometen die *Meteore in den Kreis der Be-
Durchschnitismeteoren zwischen eini-
gen Milligramm und wenigen
teorite die weitaus häufigeren. Eisen-
meteorite zeigen beim Ätzen geschli ken. Nach unseren Kenntnissendek- der trachtung zog.
Gramm. Sie werden restlos ver- fener Stellen regelmäßige geometri- Kometen muß ein Komet, langsam Soweit sich die M. mit den allgemei-
aufgelöst werden; die M.sind dem- nen Temperatur-,
dampft. Die relativ seltenen größeren sche Linien, die sog. Widmanstätten- nach als Zerfallsprodukte von Kome- lungs-, Strömungs- Druck-, Strah-
Massen werden manchmal nicht rest- schen Figuren. Diese ind in der kri- ten anzusprechen. Dies gilt jedoch Verhältnissen sowie und dem
optischen
los verdampft.Ist die kosmische Ge-
schwindigkeit im Hemmungspunkt
st
den nur bei Meteor nur für die Kometarischen M. Dazu dampf in der Atmosphäre Wasser- befaßt,
aufgezehrt, dann fällt der unver- fen. Die Steinmeteori ‚werden wie- zählt man alle Meteoriten, bei denen heißt sie allgerneine M., im Gegen-
dampfte Rest, der Schwerkraft fol- derum gegliedert in Chondrite und. eine Beziehung ihrer Bahn zu der satz zursynoptischen M., oder Syn-
gend, nahezu senkrecht zu Boden. Achondrite. Chondrite enthalten eines Kometen nachgewiesen wurde optik, die die Beschreibung des ak-
Die verdampfenden Rückstände gro- Chondren, kugelige Körner, die bei bzw. wahrscheinlich ist. Dies sind ins- tuellen Wettergeschehens, die Analyse
Ber Meteoriten bleiben am Himmel Achondriten fehlen. Die Mehrzahl gesamt neun Ströme. Hoffmeister der Wetterlagen und die daraus fol-
hat ‚gende
oft in Form einer Rauchfahne (M.- der Steinmeteorite sind Chondrite. festgestellt, daß zwischen den Bah- Prognose zum Gegenstand hat.
Schweif) stehen. Sie verschwinden Schließlich sind noch die Glasmeteo- nen einiger Meteorströme und denen Dynamische M,ist die
erst nach Minuten, in außergewöhn- rite oder Tektite zu erwähnen, deren bekannter Planetoiden ein ähnlicher hydro-thermodynamischenLehre vom
lichen Fällenerst nach Stunden. meteorischer Ursprung nicht sicher Zusammenhang besteht, Er bezeich- der Atmosphäre; sie arbeitetVerhalten vorwie-
Die Höhen der Erscheinungen diffe- erwiesen ist; die Verteilung der Fund- net diese als planetarische Ströme. gend mit den Grundsätzen und Me-
rieren je nach der mitgebrachten kos- orte, ihre eigenartige, an Glasschmel- Für die Stellarastronomie von größ- thoden der analytischen Mechanik.
mischen Geschwindigkeit stark; als zen erinnernde Struktur und das Feh- er Bedeutungsind jedoch die inter- Auch die Klimatologie als die Lehre
grobe Anhaltszahlen mögen für das len jeder Bezichung zur geologischen‘ stellaren M., die etwa 50% aller be- vom Klima, d. dem an einem Ort
obachteten M. ausmachen; sie kön. stattfindenden mittleren
Aufleuchten 150 km, für den Hem-
mungspunkt80 km gelten. Besonders
Umgebunglegt den kosmischen Ur-
sprung nahe. Die kugelförmigen Mi- nen nicht in Ströme obengenannter Witterungselemente (wieVerlauf Tempera-
der
die Hemmungspunkte liegen z. T. krometeoriten sind von der Größen- Art eingeordnet werden. Ihre kosmi- tur, Druck, Feuchte, Bedeckung
sehr viel tiefer, vor allem bei M.. die ordnung 3 bis 4 um. Vielfach treten sche Geschwindigkeit ist meist hyper- usw.), ist ein Teilgebiet der M. Adro-
als Meteorit den Erdbodenerreichen. sie mit M.-Strömen (s. u.) auf. Sie bolisch, so daß schon aus diesem logie befaßt sich mit den in der freien
Große Meteorite (Größenordnung sind Eisenmeteorite und oft magne- Grund keine geschlossene Bahn vor- Atmosphäre möglichen Temperatur-,
10° g) können beim Aufschlagen auf tisch, was die Aussonderung au liegen kann. Diese M. entstammen Druck- und Feuchtigkeitsverhältnis-
wahrscheinlich der *Dunkelmaterie sen
der Erde infolge der ruckartigen Ab-
bremsung explodieren und Krater
Staubprobenerleichtert. Die Gesamt;
masse der jährlich zur Erde fallend: des *galaktischen Systems. Die Mög- den sowie daraus
mit der Luftschichtung und
folgenden Wolkenbildun-
reißen. Als größter Meteorkrater der Mikrometeoriten schätzt Thom: lichkeit einer räumlichen Verbindung gen. Grenzgebiet
Erdeist der 1950 entdeckte Chubb- auf 2- 10% g. der beiden nächstgelegenen Dunkel- der Biologie sind der die
M. gegenüber
Biometeorolo-
Krater auf der Halbinsel Labrador Die chemische Analyse ergab. wolken in Richtung der Sternbilder gie und die Bioklimatologie. Sie be-
Stier und Skorpion über das
anzusprechen. Er hat einen Durch-
messer von 3,6 km und mißt von der
überwiegenden Bestandteil bei Eisen-
meteoriten Eisen, bei Steinmeteorit gegenwärtig durchschrittene von uns fassen sich mit den Wirkungen der
Gebiet Witterung bzw. des Klimas auf Lebe-
Wallkrone zum Wasserspiegel des Silizium, bei Tektiten Kieselsäu ist denkbar. wesen. Aufpraktische Ziele gerichtet
ihn ausfüllenden Sees rund 150m; Meteorstatistiken ergeben kein Die Frage der kometarischen Ströme sind die Agrarmeteorologie, die den
der See ist annähernd 400m tief. gleichmäßige Streuung der Erschei kann als weitgehend geklärt angese- Zusammenhang zwischen Wetter und
Eine genauere Erforschung des Kra- nungen über das ganze Jahr, sondert hen werden, die der planetarischen Pflanzenbaustudi ert, sowie die Flug-
ters steht noch aus; die Entstehung Ballungen um bestimmte Daten.Die Strömeist noch ganz neu und eröff- meteorologie, die die Erkenntnisse
durch einen Meteoriten wurde inzwi- rührt daher, daß Meteorströme exi net interessante Ausblicke auf das der M. zur Durchführung und Siche-
schen bezweifelt. Der größte, gut er- stieren. Auf geschlossenen Bahnelli Gesamtproblem des Systems der Pla-
netoiden. Die interstellaren M. haben
rung des Flugverkehrs benutzt. Infol-
forschte Meteor-Krater liegt in Ari- sen laufen kleine und kleinste Teile, vielleicht die größte Bedeutung, da
ge der zunehmenden Bedeutung der
zona. Er hat einen Durchmesser von schwarmartig geballt, um die Sons M. als reine und angewandte Wissen-
134 135
EEE
Meter Meterkonvention
schaft hat sie sich in den aus mung gegenüber, weshalb sie hbar
letzten Jahr- für solcher Prototype oder der Anschluß zeichnung für die heute mit Lux be-
zehnten mehr und mehr tdem Handelsbeziehungen in unbrauc
Ge- oder eines Gebrauchsnormals an den Pro- zeichnete photometrische Einheit der
füge der Geophysik losgelös waren. Daher wurden nStadt-
und ist otyp, eine Unsicherheit von 5 - 10* Beleuchtungsstärke.
zu einem selbständigen wissenschaft- Einheite festgelegt
Staatsbereichen nheit enthalten. In anderen Gebieten von Die Bezeichnung M. deutet darauf
lichen Gebiet geworden. [6] und der Allgemei zur Benutzung Physik und Technik ist eine geringere hin, daß sich die Lichtquelle in einem
Meter, Kurzzeichen m, und Kontrolle eigener Vergleic
gesetzliche hs- Unsicherheit erreichbar und notwen- Meter Abstand vor der beleuchteten
deutsche und internationale maßstäbe zugänglich gemacht,
Einheit z. B. dig. Auch traten Bedenken auf, das Flächebefindet. [13]
für die GrundgrößenartGeneral durch ein am Rathauszunehme
Länge. Sie ist befestigtes Prototyp könne durch Rekristallisa- Meter, geodynamisches. Da die Po-
laut Beschluß der 11. Gewichtkonfe- Muster (Prototyp). Mit bezichu nder lionsvorgänge in seinem Gefügeseine tentialniveauflächen der Erdschwere
renz für Maße und e vomAusdehnung der Handels n- Länge allmählich ändern, also nicht (Geopotentialflächen) nicht konzen-
14. 10. 1960 international definiert alsgen und mit stärkeremtenAufkom men absolut konstant sein, wie man es von trische Kugeln sind, sind Höhenan-
der Naturwissenschaf entstand einer Grundeinheit verlangen müßte, gaben im Metermaß in verschiede-
1m = 1650763,73 Ao, das Bestreben, das Längenmaß von Der Prototyp des Yard in Großbri- nen geographischen Breiten nicht di-
wobei Au die Wellenlänge der Strah- menschlicher Willkür unabhängig ie- zu tannien z. B. verkürzt sich in 30Jah- rekt vergleichbar. Um vergleichbare
hung im Vakuum zwischen den Ener- Ben. machenund an die Natur anzuschl Län- ren um etwa 10% seiner Länge. Aus Größen zu erhalten, wurde von V.
giezuständen 5 ds und 2 pın - das ist So schlug Huygensvor, die diesen Gründen ging man dazu über, Bjerknes ein Arbeitsmaß eingeführt,
ge des Sekundenpendels als Längen-
die orange Linie bei 605,6nm - des einheit als Definition des M. eine zahlen- das dem Fortschreiten von einer Ni-
Atoms Krypton 86 bedeutet. Die ge- von Ortzuzu nehmen. Da diese jedoch mäßige Beziehung zur Wellenlänge veaufläche zur nächsten entspricht
setzliche Festlegung in den der Me- de Ort veränderlich ist, wur- einer von einem ungestörten Atom und der Maßzahl nach dem gewöhn-
terkonvention angehörenden Län- Teil1791 in Paris der zehnmillionste ausgestrahlten und sich im Vakuum lichen Meter nahekommt. Danach
dern ist im Gange. Bisher galt seit Längenei des Erdquadranten als t;neue es ausbreitenden Lichtwelle festzulegen, haben zwei orthometrisch gemessene
26.9.1889 als M. das Urmeter, der nheit, das M., festgeleg des die nach unseren heutigen Kenntnis- Höhenzı und ze dann den Abstand
Abstand zweier Strichmarken auf ei- entsprach ungefährEine der Länge sen als zeitlich unveränderlich be- von einem geodynamischen Meter
nem beim Bureau International des Sekundenpendels. durchgeführte Mes-von Delam- trachtet werden kann. In den Staats- (gdm), wenn die Arbeit, die notwen-
Poids et Mesures im Pavillon de Bre- bre und Mchaindurch die Sternwarte Iaboratorien Deutschlands, Englands, dig ist, um die Masse 1 (= 1 kg) von
sung auf dem
teuil in Sövres bei Paris bei 0 °C auf- von n zwi- der Vereinigten Staaten von Amerika zı auf ze zu bringen, den Wert 1 hat.
bewahrten x-förmigen Stab aus Pla- Paris gehenden Meridia und Rußlands wurde seit Jahrzehn- Dementsprechendist die geodynami-
in-Iridium. Von diesem Urmeter er- schen Dünkirchen und Barcelona ten an diesem Problem gearbeitet. sche Höhe
hielt jeder der an die Meterkon rade mit der
ven- über etwa 9,5 Breitenggesetzlic Während die ersten aussichtsreichen z
tion von 1875 angeschlossenen Staa- damals in Frankreinheit ch h ein- Versuche mit der roten Cadmium-
ten durch Verlosung eine Kopie, geführten Längenei hergestel Toise führte, linie durchgeführt wurden, ging man H= 1
joe. de
Deutschland Kopie Nr. 18, die in den zu einem aus Platin Stab vonlten Ur- zuLinien anderer Elemente über, um
Staatslaboratorien, in Deutschland in meter. Dies war ein dmm die Linienbreite zu verringern 'und 0
der Physikalisch-Technischen Bun- 253mm Querschneitt, der bei 0°C Einflüsse der Hyperfeinstruktur zu zu definieren (g *Fallbeschleunigung).
desanstalt, aufbewahrt wird. Von die neu definiert Länge 1m. hatte vermeiden. Derartige für die Wissen- Für g=9,81 m/s? erhält man anı
diesen Kopien wurden wiederum und eine Verkörp erung des M. dar- schaft notwendige Verbesserungen in hernd die geodynamische Höhe H
weitere Kopien (Subnormale) ange- stellte. Dieses M. wurde auch von der Festlegung des M. haben für die 0,982 und umgekehrt z 1,02 H.
fertigt und an nachgeordnete Dienst- den der Meterkonventio n beigetrete- in der Technik vorkommenden Mes- Die dynamische Höhe ist also um
stellen (Eichämter) gegeben. Das Ur- nen Staaten gesetzlich festgeleg t (in sungen keine Bedeutung, rund 2% kleiner als die geometrische
meter und die Kopien werden auch Deutschland bereits besseren 1871). Eine spä- Während das Urmeter in Paris seine
weiterhin vom Internationalen Komi- ter von Bessel mit Instru- vorgeschriebene Längebei einer Tem- Meterkerze, früher übliche Bezeich-
tee für Maße und Gewichte bzw.von menten durchgeführteionste Messung er- peratur von 0 °C, der physikalischen nungfür die heute Lux genannte pho-
den Staatslaboratorien verwaltet und gab, daß der zehnmill0,2882 Teil des) Normtemperatur, hat, gilt für tech- tometrische Einheit der Beleuchtungs-
gemessen; "ihre Erdquadranten um
erst recht werden die Sub- kürzer - 10° m nische Maßstäbe die technische stärke, Die Bezeichnung M. deutet
normale Bedeutung für die als 1 m war.
gkeit von] Normtemperatur von 20 °C. Wird darauf hin, daß sich die Lichtquelle
Praxis behalten. Andererseits erläßt Diese Tatsache, die Schwieri
die Befürchtu also das Urmeter oder eine Kopie in einem Meter Abstand vor der be-
das Internationale Komitee Vor- Kontrollen sowie ihrer Gestalt doch davon bei 20 °C mit einem techni. leuchteten Flächebefindet. [13]
schriften für den Bau von Krypton- daß die Erde in so daß die Länge) schen Maßstab verglichen, so ist die Meterkonvention (s. a. Prototyp des
lampen, so daß das M. jederzeit an nicht konstant sei, sich ändern kö Längenausdehnung gegenüber der Urmeters, Längeneinheiten). Interna-
jedem Ort mit einer relativen Unsi- des Erdquadranten die) Temperatur von 0 °C zu berücksich- tionale vertragliche Übereinkunft, mit
cherheit von +10realisiert werden ne, führten zu dem Entschlualsß, Teil tigen: sie beträgt 0,233 mm. Dekadi- der 1875 in Paris eine Organisation
kann. bisherige Definition des M. en. Man sche Teile und Vielfache des M. wer- zur Vereinheitlichung und Vervoll-
Geschichtliche Entwicklung: In _frü- des Erdquadranten aufzugeb den durch *Vorsätze gebildet. kommnung des metrischen *Maßsy-
heren Zeiten wurden Längen durch führte also 1889 die eingangs erwähn- Lrr. Stille, U.: Messen und Rechnen in stems geschaffen wurde. Dieser Kon-
Einheiten gemessen, die dem mensch- te Definition des M.als Abstandder ‚Aufl. Braunschweig 1961. vention traten zunächst 17 Staaten
Prototyps in Paris
lichen Körper entiehnt waren (Schritt, Strichmarken desDefiniti
‚der Physik.
Sacklowski, A.: Physikalische Größen bei. Bei der elften Generalkonferenz
Fuß, Elle, Fingerbreite usw.). Dem ein; dieses warM. zugleic on und Ver- und Einheiten, Einheitenlexikon. Stutt- im Jahre 1960in Paris waren 35 Mit-
diese Einheiten körperung desng hatte gezeigt,
großen Vorteil, daßwaren, h. sart 1966.[13] gliedstaaten aufgeführt, nämlich: Ar-
überall vorhanden stand der Die Erfahru da Metercandle, früher in Großbritan- gentinien, Australien, Belgien, Brasi-
Nachteil der geringen Übereinstim- Messungen, z. B. Vergleiche zwei nien und in den USA übliche Be- lien, Bulgarien, Chile, Dänemark,
136 137
Meter
Deutschland, Dominikanische Repu- tifs) für Thermometrie und Kalori- aus historischen Gründen zu erklä-
blik, Finnland, Frankreich, Großbri- metrie, für Photometrie, für Elektri- renist. Umrechnung:
tannien, Indien, Irland, Italien, Ja- zität, für radiologische Normale und 1 >legales« Meter 1,000 01336 m.
pan, Jugoslawien, Kanada, Korea, für das Internationale Einheitensy- Diese geringe Abweichungist durch
Mexiko, Niederlande, Norwegen, stem (s. 1.) gebildet. In diesen Aus- Ungenauigkeiten der in der ersten
österreich, Polen, Portugal, Rumä- schüssen sind die großen physil Hälfte des 19. Jahrhunde
nien, Schweden, Schweiz, Spanien,
Sowjetrußland, Tschechoslowakei,
lisch-technischen Staatsinstitute der
Mitgliedsstaatenvertreten. ten Prototype der damalsrts benutz-
maßgeben-
Thailand, Türkei, Ungarn, Uruguay, Einige wichtige neuere Arbeiten im den französischen _Längenein heit
Rahmen der M. sind die Definition »Toisec entstanden. [13]
Vereinigte Staaten von Amerika. Metol (Warenzeichen Agfa), der
Die durch die M. geschaffenen Ar-
beitsorgane sind die Generalkonfe-
des Meters aus der Lichtwellenlänge wirksame Bestandteil der
des bekannten
renz für Maße und Gewichte (Con-
eines bestimmten Strahlers, neue Prä- photographischen Entwickler s. M.ist
förence G£nerale des Poids et Me-
zisionsbestimmungen der absoluten schwefelsaures Mono-Methyl-Para -
sures), das Internationale Komitee
Fallbeschleunigung, die Realisierung
der »absoluten« elektrischen Einhei-
amido-Phenol. Abb. 1. Prinzip eines MHD-Generators
für Maße und Gewichte (Comits In- ten und der photometrischen Licht- 1; heißes Gas, etwa 3000
ternational des Poids et Mesures) und stärkeeinheit Candela sowie die Prä- oH den, 3: Isolation, 4: M: <K, 2: Biektro-
sipole, 5:
das Internationale Büro für Maße zisierung der Zeiteinheit und der Fix- gas, etwa ©}
und Gewichte (Bureau International punkte der Internationalen Tempe- setzt aus dem Gas heraus abgelenkt
des Poids et Mesures). raturskala. Gegenüber der ursprüng- undElektroden zugeführt.
In der Generalkonferenz versammeln
sich die Delegierten der vertragschlie-
lich für Wellenlängendefinition des
Meters vorgesehenen roten Cadmi- (CH3)x. E80,
= 4 Man unterscheidet offene und ge-
schlossene MHD-G. Die offenen ar-
Benden Staaten mindestensalle sechs umlinie hat sich die orange Linie des Es ist auch unter anderem Namen, beiten meist mit Verbrennungsgasen,
Jahre in Paris. Den Vorsitz hat der Krypton-Isotops 86 als geeigneter z.B. »Elon«, im Handel. M. wird denen zur Erhöhung der Leitfähig-
jeweilige Präsident der Pariser Aka- erwiesen. Bei der Bestimmung der häufig in Kombination mit anderen keit Kaliumverbindungen zugesetzt
demie der Wissenschaften. Jeder Si- absoluten Fallbeschleunigung sind Entwicklersubstanzen, meist mit Hy- werden. Die geschlossenen arbeiten
gnatarstaat darf einen stimmberech- mehrere auf der Beobachtung des mit Helium oder Argon unter Zusatz
ügten Vertreter entsenden, der zu- freien Falles beruhende Präzisions- ‚drochinon, verwendet.
Lit. Mutter, von Cäsium; das Gas wird durch ei-
gleich Mitglied des Internationalen methodenzur Ergänzung der Pendel- Die Technik der Nega-
en und Positivverfahren. Wien 1955. nen Reaktor oder durch einen Son-
Komitees sein kann. Dieses Komitee beobachtungen entwickelt worden. nenspiegel beheizt.
soll bei jeder Generalkonferenz zur An Stelle der bisherigen Lichteinhei- Metrik im physikalischen Sinn ent- Vorteile: keine bewegten Telle, Gas-
Hälfte neu gewählt werden. ten ist die »Candela« getreten, die steht durch die Verknü pfung einer temperatur 3000 °K, hoher Carnot-
formalen Koordi
oder in der vierdimnation
Das Internationale Komitee leitet aus der Leuchtdichte des Schwarzen im Raum Wir! ad.
mit dem Verhaltenensiona
und beaufsichtigt die Arbeiten des Körpers beim Erstarrungspunkt des len »Welt« Nachteile: große Materialschwierig-
scher Normalien, d. realer
Internationalen Büros und ernennt Platins abgeleitet wird. Die von den physikali- keiten, liefert große Leistungen von
nach geheimer Abstimmung dessen großenStaatsinstituten an die Leucht-
stäbe, Lichtstrahlen, h.Uhren
starrer Maß- mit10 oder mehr MW als Gleichstrom
Direktor. Es soll sich aus 18 Mitg) dichte des Schwarzen Körpers ange- usw. (s. turdeseinigen 100 V. Austritistempera-
dern von. 18 verschiedenen Stauten schlossenen Normallampen werden Koordinaten, beliebige, krumml inige Gases hoch,etwa 2000 °K.
und dem jeweiligen Direktor des Bü- im Internationalen Bureau miteinan- der geodätische). Das Ergebnis ist Abb. 2 zeigt den Schnitt durch einen
ros zusammensetzen. Die Beschlüsse der verglichen. Bei der Festsetzung eine die M. im Prinzip MHD-G.nach Way. Die Elektroden
des mindestens alle zwei Jahre zu- der Temperaturskala hat sich der festlegende *Maßbestimmuexperim
ng.[4]
entell müssen
wegen der Hall-Effekt-Ver-
sammentretenden Komitees bedürfen Tripelpunkt des Wassers, der um MeV, Kurzzeichen von Megael luste
ektro- Magnetfeunterteilt werden. Man braucht
der Billigung durch die Generalkon- 0,0100 °C über dem Eisschmelzpunkt lder von etwa 1 1,5 Wb/
m®, die man in Zukunft bis
nenvolt
ferenz. liegt, als genauer zu reproduzieren- 1 MeV = 10° eV = 10° kev. [13] magneten mit ’Kryo-
Das Internationale Büro hat als der Fundamentalpunkt erwiesen. An Meyer-Härte, s. Härteprüfung. (Aluminiumwicklung in
iges_wissenschaftliches Institut der präziseren Festlegung der ande- flüssigem Wasserstoff) oder mit su-
nen Sitz in Sevres bei Paris. Über ren Fixpunkte der Temperaturskala mg (hochgesetzt), Kurzzeichen für die praleitenden Magneten (z.B. Niob-
seine ursprüngliche Tätigkeit der Be- wird in mehreren Instituten gearbei- Einheit Milligon (s. Gon). [13]
wahrung und Vergleichung der Me- tet. MHD, svw. Magnetohydrodynamik, Stannid) zu erzeugen hofit. Die
MHD-G. eignen sich eventuell als
ter- und Kilogrammprototype und Lır. Comptes Rendus de la Conförence 5. Energie-Direktumwa ndlung . [50] Vorschalt stufe
anderer Maß- und Gewichtsnormale Gengrale des Poids et Mesures und Pro- MHD-Generator. Abkürzung für deren Wirkungsfürgrad Dampfkraftwerke,
man dadurch
hinaushat es inzwischen seine Tätig- &s-Verbaux des S£ances, Comit& Inter- magneto-hydrodynamischer Genera - von 35 auf 45% zu
keit auf thermometrische, photome- Stille, U.: 150Poids
national des et Mesures, Paris. — tor, andere Bezeichnung MPD-Gene- Verwirklichung wirdsteigern aber
hofft. Die
trische, radiologische und elektrische ves«, Z. VDI 91, Jahre »mötre des archi- rator, magneto-plasmadynamischer Jahre dauern, wenn sie noch viele
überhaupt
Einheiten und Normale ausgedehnt. mann, P.: Zur Frage617, S. 1949. - Graß-
nach dem zweck- Generator. Das Prinzip ist aus Abb. 1 möglich ist. Bis jetzt liegt die
zu entnehmen. Ein heißes, teilweise Versuchsdauer bei etya 15 min, längste
Außer diesen ursprünglichen Gre- mäßigsten Maßsystem, Z. VDI 98, 5. ionisiertes Gas strömt mit hoher Ge- der
mien der M. haben sich im Laufe der 1829, 1956. [32] schwindigkeit quer durch ein Ma- Entwicklu ste Wirkungsgrad bei 5%. Die
Zeit durch Beschluß oder Billigung Meter,legales, eine heute noch in der ngsabteil
gnetfeld. Die positiven und negativen Ber Dampfkessel- ungen vieler gro-
der Generalkonferenz beratende Landesvermessung benutzte Längen- Ladungsträger werden entgegenge- hersteller arbeiten anund Kraftwerks-
Fachausschüsse (Comit&s Consulta- einheit, deren ungeschickter Name MHD-G.
138 139
MHD-Generator Michelson

=
Abb. 2 (rechts). Schnitt PETZEZZze
durch den MHD-Genera- f a
tor nach Way N SEel
Wirbelbrenner, { ar
Miscikammer, a ) Schnitta-a
Elektrodenpaaren,
4; Abgasaustritt 84 cm
Tab. 1. Daten einiger älterer MHD-Versuche
Autor Rosa Way Brogan
Gas (immer mit Zusatz Argonplasma Verbrennungs- Verbrennungs- ‚Abb. 4. MHD-Generator
von Kallum) gas gas Tab. 2. Daten des bei AVCO Evereit Ir, Scherer, B.: DRP 241910 (ereit 4
Temperatur x 3000 3000 2200 1965 errichteten MHD-Versuchsgenera- MeGrath, I. A., R. G. Siddali
Druck Niem 20 u 8 tors MARK V ; Advances in MHD.
Massendurchsatz kg/s 03 0,5 2,7 Brennstoff Acthylalkohol Pergamon Press. Oxford, London, New.
Oxydator Luft, auf 35% O, an- MHDYork and Paris 1963. - Symposium on
Geschwindigkeit mis 70 300 bis 1600 gereichert Electrical Power Generation
Kanalmaße ms 25X7,5X50 4X12,5X40 Vorwärm- King’s College, University of Durham,
temperatur 800 °C Newcastle upon Tyne, 6. bis 8. 9. 1962,
Versuchsdauer s 5 300-600 2 ionisierende ‚The Institute of Electrical Engineers.
Elektrische Leistung kW 12 17) [7 Zusätze Kalumsalze International Symposium on MHD Elec-
Wirkungsgrad % <ı <ı Düsenquerschnitt 1200 bis 4700 mt trical Power Generators, Paris 6. bis 11.
Kanallänge 2,4m 7.1964, organized by the Organisation
Strömungs- for Economie Cooperation and Develop-
geschwindigkeit über 500 m/s ment. — Euler, J.: Kerntechnik 5, Heft 9
Wände sechseckige, wasserge- (1963), 5. 382-384. -- Way, S.: Experiments
kühlte Cü-Plättchen relating to generation of power by MHD
mit MgO-Zement in Energy Conversion for Space Power,
Elektroden Grafit, wassergekühlt edited by N, W. Snyder. Academic
Überdruck am. Press. New York und London 1961, S.
Kanalmund etwa 5. 105 N/mt 671-694. - Rosa, R. J.: AVCO-Everett
Temperatur am ‚Research Lab., Everett, Mass. USA Re-
Kanalmund 3000 °C port AMP - 42 (1960). - Brogan, T. R.:
Magnet konventionell Proc. ‚of the Internat. Conf. on MHD
Magnetfeld 3 Wblmt Electrical Power Generation at Leather-
Blektrische head, Surrey, 7. bis 11.5. 1962, edited by
Bruttoleistung, bis 40 MW 5. S._Forrest, Butterworths. London
Eigenverbrauch 1962, 'S. 571-582, Sutton, G. W.; Direct
(Magnet) etwa 17 MW Current 5, H; 1(1960), $. 25-28. [50]
Versuchsdauer einige min mho,eine in den USA übliche Ein-
Wirkungsgrad heit für den elektrischen Leitwert. Sie
(geschätzt) knapp 10% ergibt sich aus der Gleichung
Tab. 3. Supraleitender M: et von
AVCO Everett 1 Leitwert = Widerstand *
Abb. 3. Vereinfachter Prozeßplan eines Kohlenstaubkraftwerkes mit MHD-Vorstufe, Feld 3,8 Wb/mt 1
Definition: Imho-5-18. [13]
Nach Sutton 30 cm &, 90 cm lang, 631
Außenab- 140m &, 3,2 m lang, mi, Kurzzeichen für die Einheit sta-
Kohlenstaub 8: Dampferzeuger messungen Gewicht 100 kg
Brennkammer 9: Schornstein Wicklung 4450 Windungen, 750 A, tute mile. [13]
Verbrennungsluft 10 und 11: mehrgehäusige Turbine am Draht max. 4,35 Wb/mt Michelson, Albert Abraham. Amer.
Material nicht angegeben Physiker. Geb.19. 12. 1852 in Strelno
4: Düse 12: Kondensator Induktivität 15H, Energieinhalt rund bei Posen, gest. 9.5.1931 in Pasa-
: Elektroden 13: Luftverdichter kWh, kürzeste Lade- und dena (Cal.). 1889-92 Prof. der Phy-
Iagnetfeld senkrecht zur Zeichen- 14: Drehstromgenerator
Entladezeit etwa 20 min sik an der Clark Univ, Worchester
ebene 15: Umformer
Kühlung 2400 1 flüssiges Helium bei (Mass.), 1892-1929 Prof. der Physik
42 °K, Verbrauch etwa
7: Lufterhitzer 16: abgegebene elektrische Leistung 31m an der Univ. Chicago. M. erhielt 1907
140 14
Michelsonsche Methode Michelson-Versuch
den Nobelpreis für Physik für die ein Minimum der anderenfällt, dann *Inertialsystem, dem man in Anleh-er dadurch zur wichtigsten Erfah-
Herstellung optischer Präzisionsin- verschwindet die gesamte Interferenz- nung an die historische Entwicklungrungsgrundlage der speziellen *Rela-
strumente und die mit, ihnen ausge- erscheinun g. den Namen »Weltäther« gab, aufzu- tivitätstheorie geworden. Er kann wie
führten spektroskopischen und me- Die Sichtbarkeit ist also ein Maßfür finden. So war es z.B. die Meinungfolgt. prinzipiell geschildert werden
trologischen Untersuchungen. Arbei- den Winkelabstand der beiden Licht- (Abb. 1).
dieser *Absoluttheorie, daß die Licht-
ten: M. befaßte sich besonders mit quellen. Ausgehend von der Deckung ausbreitung im Vakuum im Ather Von der *Lichtquelle Q fällt ein
optischen Versuchen (s. Michelson- der beiden Lichtquellen (deutliche Lichtstrahl auf die halbdurchlässige
folge und relativ zu diesem allseitig
Versuch). Er machte mit dem von ihm Interferenzerscheinung) verschwindet mit der Geschwindigkeit c fortschrei-
planparallele Glasplatte G. Er wird
erfundenenInterferometer (1890) Be- das Beugungsbild zum ersten Mal, te. Da man, wenn man nicht in ein teils zum Spiegel Sı hin reflektiert
obachtungen über Wellenbewegung wenn ö = A/2 b ist, wobei 6 den Win- geozentrisches Denken zurückfallenund kehrt von dort zur Glasplatte
und Interferenz des Lichtes. 1925 und kelabstand der beiden Lichtquellen will, nicht annehmen kann, daß diezurück, sie wiederum teilweise zum
1926 führte er auf einer 70 km langen und b den Abstand der Objektivspal- Erde relativ zum Weltäther ruht, son-
*Fernrohr F hin durchsetzend. Zum
Strecke von Mount Wilson in Kali- te bedeutet. Vergrößert man den Ab- dern in jedem Augenblick eine ge- anderen Teil geht der Primärstrahl
fornien zum Mount Antonie und zu- stand der Lichtquellen kontinuierlich, wisse Geschwindigkeit © gegen den sofort durch die Glasplatte hindurch
rück eine Messung der Lichige- dann verschwindet und erscheint die Äther haben muß, sollte es möglichzum Spiegel und erreicht von dort
schwindigkeit durch. [43] Beugungsfigur periodisch. Die Auf- sein, die scheinbare Anisotropie der
nach Reflexion an G gleichfalls das
1elsonsche Methode. Gemeintist lösungsgrenze, d.h. derjenige Win- Lichtausbreitung relativ zur Erde Fernrohr, wo er mit dem ersten Teil
eine eigentlich von Fizeau_ herrüh- kelabstand zweier Lichtquellen, den nachzuweisen. interferiert. Denkt mansich die letzt-
rende, aber von Michelson zu hoher man gerade noch auflösen kann, be- genannte Reilexion ersetzt durch die
Der aussichtsreichste Versuch in die-
Vollkommenheit entwickelte Metho- stimmt sich aus der obigen Bezic- Strahlung, die vom optischen Bild
ser Hinsicht ist das nachfolgend be-
de zur Bestimmung des Winkelab- hung 6 4/2 b. Sie ist also bei gege- schriebene, von Maxwell vorgeschla- des Spierels $2 (an G) herkäme,
standes zweier *Lichtquellen. Rich- bener Wellenlänge des Lichtes um so gene und im Jahre 1881 von A. A. so erkennt man, daß die Interferenz.
tet mancin *Fernrohr, dessen Objek- kleiner, je größer man den Abstand ichelson erstmals ausgeführte, in
denselben Charakter hat, als ob sie
iv bis auf zwei spaltförmige Öffnun- b und damit den Durchmesser des späteren Jahren von verschiedenen n den Spiegeln $ı und 3,‘ zustande
gen mit dem gegenseitigen Abstand Objektivs wählt. Es bedeutete eine Seiten verbesserte Experiment. Ex also. wie bei einer Interfero-
5 abgedeckt ist, auf eine weitentfern- entscheidende Verbesserung, als M wurde u.a. im Jahre 1930 von G. Sind Sı und 5;
te Lichtquelle (die am besten eben- chelson durch Hinzunahme_ einiger Joos mit den Hilfsmitteln des Zeiss- akt parallel, so entstehen bei senk-
falls spaltförmig und parallel zu den geschickt angeordneter Hilfsspiegel schen Laboratoriums in Jena mit sol- htem Auftreften der Strahlen die
Objektivspalten orientiert ist), dann den wirksamen Abstand b bis auf cher Genauigkeit wiederholt, daß bekannten Interferenzringe. Bei etwas
erblickt man im Gesichtsfeld das Beu- 17m vergrößern konnte, ohne gleich- noch eine Erdgeschwindigkeit von schiefer_ Auftreffrichtung wird von
gungsbild eines Doppelspaltes (s. zeitig den Durchmesser des verwei v=1,5km/s gegen den Äther hätte diesem Ringsystem nur ein Ausschnitt
Beugung), das bekanntlich als Über- deten Fernrohrobjektives über die nachgewiesen werden können. weit weg von ihrem Zentrum zu sc-
lagerung der von jedem Spalt allein lichen Maße steigern zu müssen. sehen von abweichenden R hen sein. Sind aber 5; und $« nicht
erzeugten Beugungsbilder aufgefaßt Die Fizeau-Michelsonsche Methode D.C. Millers, die jedoch nicht b parallel, so entstehen im Gesichtsfeld
werden kann. Die feinere Struktur hat in der Astronomie besondere Be- stätigt werden konnten, haben alledes Fernrohres die »Strei
stammt dabei von dem Zusammen- deutung erlangt. Mit ihr gelang cs Ausführungen des M.-V. ci Dickec. In beiden Fä
wirken beider Spalte. Die Lage der Anderson 1919, einige Doppelstern- ves Ergebnis gehabt. Neben dem Gesichisfeld also von einem paralle-
igen dunklen Streifen ist systeme aufzulösen. Schließlich konn-
ten Michelson und Pease das Ver-
Versuch von Trouton und Noble ist fen und äquidistanten Streifensystem
durch die Gleichung durchzogen.
ng ad fahren auch zur Bestimmung der Der Apparat ist so montiert (auf ei-
sina=, Durchmesser von *Fixsternen aus- ner Steinplatte, die auf Quecksilber
bauen. In neuerer Zeit hat man auch. schwimmt), daß er um eine Achse
festgelegt. (b ist der Abstand entspre- versucht, mit der gleichen Methode senkrecht zur Zeichenebeneleicht ge-
hender Kanten der beidenSpalte; k eine Größenbestimmung kolloidaler dreht werden kann. Für die Lage der
sind ungerade Zahlen, und A ist die Teilchen im Mikroskop durchzufüh- Interferenzstreifen maßgebend ist der
Wellenlänge des Lichtes.) Bei Ver- ren. optische Gangunterschied, den. die
wendung weißen Lichtesist der Null- Lır. Sommerfeld, A.: Optik. Wiesbaden beiden Strahlen von ihrer Aufspal-
streifen an seiner weißen Farbe deut- 1950. [17] tung an der Vorderseite der Platte
lich von den Streifen höherer Ord- Michelson- Versuch. Die vorrelativi- an bis ihrer Wiedervereinigung an
nung zu unterscheiden. Bringt man stische (Newtonsche) Mechanik war der Rückseite erreichen (der Durch-
eine zweite, gleichartige Lichtquelle invariant gegen *Galilei-Transforma- tritt durch die planparallele Platte,
in geringem Abstand von der ersten tionen, die *Elektrodynamik gegen- der in beiden Fällen unter 45° Nei-
an, dann erzeugt diese noch einmal über der Lorentz-Gruppe (s. Lorentz- ‚gunggegen die Platte geschieht, wirkt
die gleiche Beugungserscheinung, die Transformation). Da diese aber mit sich symmetrisch aus und kann in der
aber nach Maßgabe der Entfernung der *Galilei-Gruppe höchstens ein Folge außer Betracht bleiben bzw.
der beiden Lichtquellen gegen die von einziges Bezugssystem gemeinsam durch eine kleine Wegkorrektur er-
der ersten Lichtquelle herrührende haben kann, war anzunchmen, daß setzt werden). Da nun nach der Auf-
Beugungserscheinung verschoben ist. es durch mechanisch-elektrische bzw. fassung der Absoluttheorie die Licht-
Ist die Verschiebungso, daß ein Ma- mechanisch-optische Versuche m foripflanzung im Äther mit der Ge-
ximum der einen Beugungsfigur auf lich sein müsse, dieses »absolute« Abb. 1 schwindigkeit c erfolgt, hat man die
142 143
Micelle Mikrofelder
beiden optischen Wege in dessen Ru- Näherungsweise ist also Effekte), führte das praktische Maß- Mikrodehnung (micro-strain). Bei
hesystem zu ermitteln. Dabei spielt, sı- awlWle®. system in der Physik machte 1900. der Untersuchung der Streckgrenzer-
wie leicht einzusehen ist, die Ge- Untersuchungen über die Fortpflan- scheinungen beim kohlenstoffhaltigen
schwindigkeit » des Apparats gegen Dreht man nun den Apparat in sei- zung elektrischer Wellen an versil- Eisen kann man weit unterhalb der
den Äthereine entscheidende Rolle, ner Horizontalebene um 90°, so ver- berten Drähten. [43] oberen *Streckgrenze eine nicht ela-
allerdings nur die Komponente in der tauschen die Arme1 und 2 ihre Rol- Mie-Effekt. Unter dem M.-E. ver- sische M. beobachten. Diese vor
Ebene des Apparats, weil sich eine len, und der Gangunterschied wird steht man die Tatsache, daß Licht an dem eigentlichen Fließbeginn auftre-
Komponente senkrecht dazu in gl der entgegengesetzte. Dabei müßte Partikeln, die nicht mehrklein gegen tende *Dehnung kommt durch die an
cher Weise auf die beiden Strahl sich also das Streifensysiem um die Wellenlänge des Lichtes sind, einzelnen *Versetzungen sich abspic-
auswirken müßte, deren Gangunter- 2(sı — s2)/A ganze Streifenbreiten ver- nicht mehr symmetrisch zur Ebene lenden Prozesse und durch die Bewe-
schied also nicht verändern würde. schieben, wenn A die Wellenlänge des senkrecht zum Strahl, sondern um so gung von Versetzungslinien zustande.
Zur Abschätzung dieses Geschwi benützten Lichts ist. mehr bevorzugt nach vorn gestreut Exakte Meßwerte liegen bis jetzt
digkeitseinflusses genügt es, die bei Beobachtet wurde an verschiedenen wird, je größer die streuenden Zen- hierüber noch nicht vor. [15]
den Arme des Apparates gleich lang Orten der Erde zu den verschieden- iren werden. Über den anschaulichen Mikrofaradmeter heißt eine Gruppe
(4 = 1, =D, anzunehmen.Sie sind in sten Tages- und Jahreszeiten keine Grund dieser Vorwärtsstreuung und von Meßinstrumenten verschiedenar-
Wirklichkeit auch nahezu gleich. Verschiebung. Ein positiver Eifekt, über weitere Einzelheiten s. Licht- tiger Konstruktion zur direkten Mes-
In Abb.2 nimmt man zunächst an, den Miller eine Zeitlang entdeckt zu streuung, [17] sung von Kapazitäten größeren Be-
die Geschwindigkeit der Erde gegen haben glaubte, konnte nicht bestätigt Miesche Theorie der Materie. G. Mic trages mittels Zeigerausschlages.
den Äther habe die Richtung Sı. werden. Durch Vergrößerung des hat (1912/13) die elektromagnetischen Ein einfaches M. ergibt sich z. B. aus
Dannist die Zeit, die der Strahl 1 bis Weges, nämlich durch mehrfache Grundgleichungenin relativistisch in- einer Ladestrommessung (z.B.
zum Spiegel 1 und zurück zur Platte Hin- undHerreflexion (zwischen dem varianter Weise abgewandelt mit dem 50 Hz) bei konstantgehaltener Span-
braucht durch Spiegel erweiterten System G Ziel, die Existenz der materiellen nung. Andere M. beruhen auf dem
ı , 1 und den Spiegeln $ı und $:) konnte *Elementarteilchen bestimmter La- Dynamometerprinzip. Die *Drehspu-
u ev" ctv die Genauigkeit so gesteigert werden, dung und Masse aus den Feldgle le trägt zwei Wicklungen, die gegen-
daß noch !/ıam des oben berechneten chungen heraus als *Eigenwertpro- sinnig geschaltet sind und deren
Für die Zeiten, die das Licht unter- Effekts hätte wahrgenommen werden blem zu begreifen, wobei die Masse Strom durch den in Reihe liegenden
wegs ist, kommt es nämlich auf die müssen. Trotzdem zeigte sich keine aus der Trägheit der Feldenergie ab- Prüf- bzw. Normalkondensator be-
relative Geschwindigkeit an. So er- Spur einer Verschiebung. geleitet werden sollte. Seine Versu- stimmt wird. Eine dritte Wicklung
gibt sich für den Strahl 1 insgesamt A.Einstein schließt daraus, daß eine che sind von verschiedenen Autoren er Drehspule liefert die Richtkraft.
ee
der Lichtweg:
arena)
Absolutbewegung gegen einen Welt-
äther nicht existiert, daß vielmehr
alle physikalischen Gesetze, mecha-
fortgeführt worden, doch ist bis heu-
te trotz Zuziehung von Quantenpo-
stulaten noch keine befriedigende
Gemessen wird also die Differenz der
Drehmomente. Das Instrument ist
praktisch unabhängig von Spannungs-
nische und elektrodynamische, einem Theorie der Elementarteilchen ange- und Frequenzschwankungen. Sein
-I-W =21[1 + (viel. ‚gemeinsamen *Relativitätsprinzip ge- geben worden. Es ist auch fraglich, Meßbereich beträgt bis zu 10 uF,
horchen, welches den Begriff der ‚ob die Verbindung des elektromagne- seine Genauigkeit etwa 0,5 bis 1% des
Translationsgeschwindigkeit in ähn- schen Felds mit dem Gravitations- Skalenendwertes, je nach Meßbereich.
feld nur auf so indirekte Weise, ü
+
F licher Weise relativiert, wie es das
Galileische Relativitätsprinzip im
Rahmen der Newtonschen Mechanik
die gravische Wirkung der elektro-
magnetischen Feldenergie, erfolgt
‚oder ob hier die Gedanken;
Manche Konstruktionen arbeiten
auch ohne den *Normalkondensator
unddie zugehörige Drehspule.
tat, Erforderte in der speziellen Re- Lit. Bercoviz: ETZ 46, 312 (192). —
lativitätstheorie Invarianz der phy- einheitlichen Feldtheorie eins u. Blamberg: Arch. Elektrotech. 17, 281
sikalischen Gesetze gegen *Lorentz- a. eingreifen müssen, nach welchen (1926). lelios 36, 241 (1930). - Täuber-
Transformation, elektromagnetische, gravische, Kern- Gretler: Bull. Schweiz. EI. Ver. 19, 395
1929. 1261
Lit. s. Relativitätstheorie. [4] kraft- und metrische Wirkungen
Micelle, s. Mizelle und Makromole- ümtlich verschiedene Seiten eines Mikrofelder im Plasma. Die M.i. P.
kül. einheitlichen Feldtensors sind. ergeben sich, indem man innerhalb
Mie, Gustav Adolf Ludwig. Di. Phy- Lrr, Mie, G.: Ann. d. Phys. 37, 511 eines gewissen Radius um cin be-
siker. Geb. 29.9. 1868 in Rostock, 1912); 39, 1 (1913); 40, 1 (1913). [4]
Migrationslänge, s. Wanderlänge. trachtetes Ion erlaubt, daß die Zahl
gest. 13.2.1957 in Freiburg i. Br. Mikro, Kurzzeichen u, ist nur ein der positiven und negativen Ladungs-
1902 a.o. Prof. für Physik an der Vorsatz für Einheiten. Er bedeutet träger nicht gleich sein muß. Außer-
Abb. 2 Univ. Greifswald, 1905-16 o. Prof. den Faktor 10%, ist also auch bei der halb von diesem Radius muß La-
Dagegen ist der Weg des Strahls 2 ebd., 1917-24 o. Prof. für Experi- Einheit Meter zu verwenden,um eine dungsgleichheit wegen der Forderung
bis wieder zurück zur Platte, wie aus mentalphysik an der Univ. Halle, ab Länge von 10° m anzugeben: der Quasineutralität eines *Plasmas
1924 in gleicher Eigenschaft an der herrschen. Eine strenge Behandlung
Abb. 2 zu entnehmenist: Univ. Freiburg. 1936 emeritiert. 1 Mikrometer = 1 um = 10*m. [13] dieses Problems müßte von der
a=ch=2yRFWA= Hauptarbeiten: Auf dem Gebiete der Mikroazotometer, s. Azotometer. sung der *Liouville-Gleichung für
Elektrodynamik, der Feldmechanik, Mikrobarograph. Barograph mit ho- das Gesamtsystem einer bestimmten
21 der Theorie der Materie, der opti- her Empfindlichkeit (ca. Amm Aus- Anzahl von Elektronen, Ionen und
- Ua vw 21+ lol . schen Erscheinungen an kolloidalen schlag für 1 mb Lufidruckänderung). Atomen ausgehen. Dies ist bis jetzt
Lösungen (Farberscheinungen, »Mie- noch nicht durchgeführt worden.
144 145
mikrogeometrische Gestalt Mikroinstabilitäten
Ausgehend von der betreffenden e Die Teilchen der 1. Gruppe holen die
*Liouville-Gleichung kann man un- Fa=- SEI Nıza Potentialminima der Welle ein, wer-
ter Einführung vereinfachter Annah- inen Einfluß auf die Härte, je klei- den an diesen reflektiert und verlie-
men zeigen, daß für das Potential der der elektrostatische Anteil der freien ner sie ist, desto niedriger wird ge- ren dabei kinetische Energie. Die
Ladungsverteilung die bekannte Pois- Energie, messen. Um die elastische *Verfor- Teilchen der 2. Gruppe werden von
son-Boltzmannsche Gleichung resul- e NZ mungeinzelner Prüfgeräte durch die den Potentialminima der Welle ein-
tiert. Dies führt dann zur *Debye- Gun - EI Be- und Entlastung auszuschließen, geholt, beschleunigt und gewinnen
Hückelschen Theorie starker Elektro- müssen diese Geräte einen Schub- dabei kinetische Energie. Nach dem
Iyte. Es gibt eine Reihe von Einwän- derjenige derfreien Enthalpie und ausgleich besitzen. Energiesatz nimmt daher die elektro-
den gegen diese Theorie; doch wurde Häufig werden zur M.-Prüfung auch statische Energie der Welle zu, wenn
sie bereits in vielen Fällen in der er mze
var - Ed indringkörper anderer Form,als es die Anzahl der Teilchen der1. Gru;
Chemie mit Erfolg angewandt. Man iie Vickers-Pyramide darstellt, be- pe größer als die der 2. Gruppeis
kann ferner argumentieren, daß die- nützt, z. B. Eindringkörper mit Dia- Unter Beachtung von Y2ep/m<
se Theorie für punktförmige La- der elektrostatische Anteil der inne- mantkanten, die durch die gemeinsa- [ok folgt daher als Bedingung für
dungsträger weniger von derstrengen ren Energie. Die Zustandsgleichung men Grundflächen zweier aneinan- Selbstanregung von elektrostatischen
Lösung abweicht als für ausgedehnte des Plasmas folgt zu derstoßender Kegel gebildet wird, Oszillationen in einem Plasma mit
Ionen. Aus dieser Theorie folgt für &x EiNiZe oder Knoop-Diamanten. der Elektronenverteilung fo (v):
das Potential eines betrachteten Ions -1 TGekTt Die M.-Prüfung wird angewandt bei
er N der Untersuchung von Metallschlif- ao
iv |,.e >0.
const - r’ Mit Hilfe dieser Theorie kann man fen mit schr dünnen Diffusionszonen,
wobei ferner noch das Massenwirkungsge- von galvanischen Schichten, von
Da die untere Grenze der Phasenge-
x setz und die Gleichgewichtskonstan- *Ausscheidungen, wobei immer nur schwindigkeit
an an Zi ten für chemische Reaktionen (loni- Kristalle einer Phase vom Eindruck Wellen bei der der elektrostatischen
thermischen Elektro-
we sierung) in Plasmen im Gleichgewicht getroffen werden dürfen, usw. Es
e vr angeben. muß auch immer größte Sorgfalt auf nengeschwindigkeit liegt, |@/k| 2
ist. (e Elementarladung, e Dielektri- Lrr. Münster, A.: Statistische Thermo- das Zurichten der Prüfstelle verwen- V3kTem, ist für das Auftreten der
zitätskonstante, N, Gesamtteilchen- dynamik. Berlin 1956. Baumann, G.:
Diss. TH Stuttgart 1956. - Kaeppeler, Siebel, E.; Hdb. d. Werkstoffprü-
betrachteten Mikroinstabilität erfor-
. 2. Aufl. 2. Bd. Die Prüfung der derlich,
zahl der i-ten Sorte, Zı Ionenla- H. daß fo (v) oberhalb der ther-
dungszahl der i-ten Sorte, V_Ge- Strahlantriebe,Forsch.
Mitt. Inst. £. Physik d.
samtvolumen und 7 absolute Tem- gart 1958. [34] Nr. 15 (Anhang), Stutt- Werkstoffe. Berlin 1955. - mischen Elektronengeschwindigkeit
Seith, W.: Diffusion in Metallen. 2. Aufl. ein Maximum aufweist. Eine der-
peratur.) Der reziproke Wert von x mikrogeometrische Gestalt, s. Ober- Berlin 1955.- Bückle, H.: Metalikunde artige Verteilung liegt z. B. in Plas-
hat die Dimension einer Länge; er Nächengestalt. 34, 130 (1942), und Mikroskopie 4, 266 men mit einem Elektronenstrahl f =
wird Debye-Radius genannt. In der Mikrohärte ist die bei kleinen Prüf- (1949). 115] ö (vs — v) vor, dessen Strahlgeschwin-
nachstehenden Tabelle sind_einige kräften <100p gemessene *Härte. Mikroinstabilitäten in Plasmen. digkeit v. größer als die thermische
Werte für x im Falle eines Wasser- Die Prüfmaschinen sind im Prinzip a) Aufbau von elektrostatischen Os- Elektronengeschwindigkeit ist (s.
stoff-Plasmas bei einem (konstanten) dieselben wie zur Makrohärtepı zillationen. Elektronen, welche sich Abb.). Manspricht deshalb auch von
Druck von 1 bar angegeben. fung (s. Härteprüfung); allerdings mit der Geschwindigkeit ® in Rich- Plasmastrahlinstabilitäten.
wird mit kleinen Belastungen gear- tung des Ausbreitungsvektors f einer b) Aufbau von magnetoakustischen
Temperatur beitet. Bei der M.-Prüfung müssen elementaren elektrostatischen Stö- Oszillationen. Bei Anwesenheit eines
in °K in em! jedoch verschiedene Faktoren weit rungswelle (Phasengeschwindigkeit äußeren Magnetfeldes %, sind im
Tor 1,29: 10° mehr als bei der Makrohärteprü- wik) bewegen, werden zwischen den Plasma magnetoakustische Störungs-
10 124: 101 fung berücksichtigt werden, z. B. die Potentialminima der Störungswelle wellen möglich. Der magnetische
107 124 10° Größe der Prüfkraft, die Reibung eingefangen, wenn ihre relative kine Feldvektor ® der Welle stellt sich
10 124 10° und das Größenverhältnis der Gefü- tische Energie !/a m (v — @/k)? (bezo- räumlich in Form von periodischen
ı” 1,24: 101 gen auf ein mit der Wellengeschwin- Magnetfeldlinienverdichtungen und
Der Debye-Radius gibt an, innerhalb gebestandteile, also der einzelnen
Kristallite oder Phasen, zum Ein- digkeit mitbewegtes Bezugssystei Verdünnungen dar, welche sich mit
welchen Bereichs die Zahl der posi- druck. kleinergleich ihrer maximalen poten- der Phasengeschwindigkeit w/k der
tiven Ladungsträger merklich von der Um den Einfluß der Eindruckgrößen tiellen Energie e p in der Welleist: Welle in Richtung des Wellenvektors
negativen abweichen darf, ohne daß erfassen zu können,ist vorgeschla- 2 t ausbreiten. An den Stellen, an wel-
die Bedingung der Quasineutralität gen, die M. auf indrücke (bei am (v-%) Sep. ‚chensich die Magnetfeldlinienverdich-
verletzt wird. Er bezeichnet die Stel- Vickers-Prüfung) mit den Diagon:
Ie, an der die potentielle Energie der längen von 5um, 10um und 20 um Diese eingefangenen Elektronen zer- tungen der Störungswelle dem äuße-
ren Magnetfeld 8 positiv überlagern,
Wechselwirkung gerade ebenso groß zu bezichen. Auf Grund der zwi- fallen in zwei Gruppen mit den Ge- bilden sich sog. magnetische Spiegel
ist wie die mittlere thermische Ener- schen Werkstoff und Eindring! schwindigkeitsbereichen aus. Von den Teilchen, deren Gyra-
gie der Ladungsträger. auftretenden Reibung müssen bi tionszentren sich infolge der Homo-
Aus der Debye-Hückelschen Theo- M.-Prüfung unbedingt auch kleinste ESvsk+V2eom genität des Plasmas bekanntlich par-
rie ergebensich dann weiter die Bei- Erschütterungen vermieden werden, allel zu 8 bewegen, werdenjene
träge der elektrostatischen M.i. P. denn durch diese kann ein beträ bzw. zwischen den magnetischen Spiegeln
zu den thermodynamischen Zustand: liches weiteres Eindringen der Pı Kavak - v2eom. eingefangen, deren relative kinetische
größen. Esist. spitze verursacht werden. Auch die Energie "/a ms[van = (w/k)ı]? (bezo-
146 147
Mikroinstabilitäten Mikromanometer
‚u 80 ausbgeiten. DiegeWellen sind von Mikroinstabilitäten in inhomoge-
wegen V-8 =0, V-& 0 transver- nen Plasmen. Die Theorie befindet
sal zu Bo Er t; © 1%, A) und sich hier erst in den Anfängen. [34]
infolge des Faraday-Eflekts zirkular mikrokanonisch, von Gibbs in die
polarisiert. Mit fos (Van, &,) als Ver- statistische Mechanik eingeführter
teilungsfunktion für die Teilchenge- Begriff; s. Gibbssche Methode.[7]
schwindigkeit vs,parallel zu 8und Mikrokausalität in der Quantenfeld-
die Teilchenenergie &,, = om viı theorie. Lorentz-Kovarianz bedingt
transversal zu 8 folgt aus der Theo- in gewissem Ausmaß Kausalität. Eine
rie als Bedingung für Anregung von Grenzgeschwindigkeit, die Lichtge-
Elektronenyerteilung 5, (v) mit Elektronenstrahl f, = 8 (v,-v) Wellen allein durch Zyklotronreso- schwindigkeit, führt zur Ausbreitung
nanz: aller Signale und meßbaren Wirkun-
gen auf ein mit der Phasengeschwin- Selbstanregung von magnetoakusti- gen als Nahewirkungen. Das Vor-
digkeit (o/k)ı der Welle, wie man schen Wellen, wenn fos (vst, 44) die kommen vollständig starrer Körper
diese in Richtung 8 sieht, mitbeweg- Verteilung der vs, und 1 der Plas- kleiner Ausdehnung, z. B. von Ku-
tes Bezugssystem) kleiner gleich ihrer makomponenten s bezeichnet: Je s[rom: geln mit einem Durchmesser von
potentiellen Energie _ n,=0 10°* cm, würde eine direkte Fernwir-
3:8
Lu rg
[Er] arm
Voraussetzung für das Auftreten der
kung ermöglichen. Ein elastischer
Stoß eines Teilchens auf eine Schar
inanderliegender starrer Kugeln
am Ort der Spiegelist: betrachteten Mikroinstabilität ist al- wäre ein Modell dafür. Eine Fern-
8 s0, daß fon (Vaıı, #4) oberhalb der ther- wirkung dieser Arı bedeutet das Auf-
"a ma[vs— (w/k)u]? S ua mischen Geschwindigkeit der Plasma- Zur Veranschaulichung sei ein Plas- geben der Kausalität. Die experimen-
‚komponenten, vır VAR Tui, ein ma mit einer »anisotropen Maxwell- telle Erfahrungreicht jedoch zu einer
(ts = !/smav}ı Bo = magnetisches Maximum hat (mit v ersetzt durch Verteilung« sicheren Aussage darüber noch nicht
Moment der Teilchen der s-Kompo-
nente). Hieraus ist unmittelbar er- Yan, a/k ersetzt durch (w/k),)..In den
meisten plasmamagnetischen Geräten
mevh
dam Cop = [RT *kTan
„te aus, ob die Kausalität auch für die
kleinsten Zeiten und Entfernungen
sichtlich, daß, Störungswellen vom ist. die Phasengeschwindigkeit der unbeschränkt gilt. Diese Frage muß
Alfven-Typ (8 1%) keine Teilchen durch Versuche mit Teilchen bei noch
einfangen können und solche_vom möglichen magneto-akustischen Stö- (Tan bzw. Ts, Teilchentemperatur||
magnetoakustischen Typ wegen V-8= rungswellen sehr groß gegenüber den bzw. | zu ®ı) betrachtet. Für dieses höheren Energien entschieden wer-
=i2.8=0 nur bei Wellenausbrei- thermischen Teilchengeschwindigkei- geht obige Instabilitätsbedingung den. Dies ist nur schrittweise mög-
tung quer zu Bo (EX %o:+0). Diese ten. Die Anzahl der eingefangenen über in lich, so daß vielleicht niemals eine
eingefangenen Teilchenlassen sich in Teilchen ist in diesem Fall sehr klein N Osh Tı Tı sichere Entscheidung getroffen wer-
zwei Gruppen einteilen mit dem Ge- und daher die Gefahr einer derarti- den kann.
schwindigkeitsbereich gen Mikroinstabilität sehr gering. el n)tn<0 In der Quantenfeldtheorie bedeutet
©) Aufbau von Wellen durch Zyklo- Das positive bzw. negative Vorzei- M.das Verschwinden der Kommuta-
tronresonanz. In Plasmen kann es zu chen bezieht sich hierbei auf rechts toren für Bosonenfelder und der An-
(aıs« < (&ı + einer Selbstanregung von magneto- bzw.links zirkular polarisierte Wel- tikommutatoren für Fermi-Felder an
akustischen und Alfven-Wellen kom- len. Je nachdem das Vorzeichen des Weltpunkten, die durch raumartige
+ 2m Bo ÜBom, men, wenn sich die Teilchen in Zy- Anisotropieausdruks (1 - Tı/Tı) Abstände voneinandergetrenntsind.
bzw. klotronresonanz mit Störungen von positiv oder negativ ist, werden rechts 1361
der Art dieser Wellentypen befinden. oder links zirkular polarisierte Wel- ikrol stallin sind Stoffe, die im
(Kız =(2)ı- Die Resonanzbedingung lautet hier- len angeregt. Bei großem Anisotro- satz zu den *Einkristallen aus
für piegrad, d. h. wenn T/T,<1 (ll einem Konglomerat vieler kleiner
YABo-B/Boms. w-n: nos, n=1,2,3,... T/Tul&1) oder T,/Tu >1 (1 - Kriställchen bestehen. Sie bilden bei
Die Teilchender1. Gruppe holendie T,/Tu]> 1) ist, werden nur Wellen der *Rekristallisation die erste kri-
magnetischen Spiegel der Welle ein, mit @en = es Bolm, als Gyrationsfre- von der Frequenz a> nom bzw. stalline Stufe. Typische Vertreter der
werden an diesen reflektiert und ver- quenz der s-Komponente und Bo als der Frequenz ® ®n@ss angeregt. m.Stoffe sind die *Metalle in ihrer
lieren dabei kinetische Energie. Die äußeres Magnetfeld. Wenn das lek- Bei kleinem Anisotropiegrad, d. h. gewöhnlichen, technisch verwendba-
Teilchen der 2. Gruppe werden von tromagnetische Störungsfeld €, wenn T,/Ty 81 (1-7/7ul<1) ren Form. Ihre Struktur läßt sich mit
den magnetischen Spiegeln der Welle wohl eine parallele als auch eine ist, werden nur Wellen von der Fre- Hilfe der *Debye-Scherrer-Interfe-
eingeholt, beschleunigt und gewinnen transversale Komponente zu ®o hat, quenz «ns angeregt. Hierbei renzenerforschen. [16]
dabei an kinetischer Energie. Nach hat man rn = 1 anzunehmen,da die Mikrolithe nennt man außerordent-
dem Energiesatz wächst daher die höheren Zyklotronresonanzen n > I lich kleine, nur mikroskopisch. er-
magnetische Energie der Welle an, welche auf dem Einfang der sich mit von untergeordneter Bedeutung sind. kennbare Kriställchen. [8]
wenn die Anzahl der Teilchender 1.der Phasengeschwindigkeit der Welle In einem isotropen Plasma schließ- Mikromanometer, Druckmesser für
Gruppe die der Gruppe überwiegt. bewegenden Teilchen beruhen (v8 lich, T,, = Tx, findet keine Anregung kleine Druckunterschiede, häufig an-
o/k). Eine Anregung allein durch der betrachteten Wellen statt. We- gewendet zur Messung des Stau-
Wegen <|(o/k)., | Zyklotronresonanz ist gegeben für sentlich komplizierter sind die Ver- drucks und des statischen Drucks in
lautet daher die Bedingung für Störungswellen, welche sich parallel hältnisse bei den verschiedenen Arten Strömungen. Hierzu werden die M.
148 149
Mikromanometer Mikrophon
über Gummischläuche mit, *Strö- lichkeiten durch unterschiedliche Ka-
mungssonden verbunden. Die wich- pillardepression (s. Kapillarität) auf
tigsten Bauarten, die alle auf der beiden Seiten.
*Hydrostatik beruhen, sind die fol- b) Prandtl-Manometer, Prinzip wie
genden: beim U-Rohr-Manometer, nur daß
der eine Schenkel durch ein Gefäß
viel größeren Querschnitts ersetzt ist,
dessen Spiegeländerung vernachläs- Abb.3
sigt werden kann (Abb. 2). Zur Mit Hilfe einer Trommelteilung kön-
Dämpfung zeitlich schwankender nen Bruchteile einer Spindelumdre-
Drücke können durch einen Revolver hung als Bruchteile der Gewii
verschieden weite Dämpfungskapil- steigung abgelesen werden. Das üb-
laren eingeschaltet werden. Die Ab- liche M.hat eine Spindelsteigung von
lesung des engen Schenkels wird 0,5 oder I.mm mit 0,01 mm Able-
durch den verschiebbaren Hohlspi sung. Die Norm DIN 863 enthält
gel H sehr verbessert, worin sich für Angaben über Begriffe, Anforderun-
4h den Betrachter die Kuppe und ihr gen, zulässige Abweichungen und
Spiegelbild berühren müssen. Die 4h Prüfung der M. Trägt man die an be-
Ablesung kann auf einer Metallskala liebigen Stellen des Meßbereiches mit
mit *Nonius auf "/omm genau vor- *Endmaßen gemessenen Fehler des
‚genommen werden. M. über dem Spindelweg graphisch
©) Askania-Minimeter, genauer als auf, dann ist die größte Ordinat:
das Prandtl-Manometer, aber unbe- Differenz dieser Fehlerkurve der Ge-
quemer in der Handhabung. Das samtfehler f des M., für den in DIN
Gefäß wird mit einer Schraubenspin- Abb. 4 863 folgende Gleichungen festgelegt
del gehoben; währenddessen wird Mikrometeore, staubfeine Partikel sind:
der andere Spiegel mittels einerfest- der Größenordnung 5 bis 10 um, die
Abb. 1 stehenden Spitze und einer optischen Genauigkeitsgrad I f= L

a) U-Rohr-Manometer (Abb. 1), ein- Hilfseinrichtung genaufestgehalten. gleich den normalen Meteorenin die
fachste Ausführungsform. Ein d) Schrägrohr-Manometer, M.mit er- Atmosphäre eindringen, dort aber in- - (++ 500) mum,
folge ihrer Kleinheit ein anderes Ver- Genauigkeitsgrad II f = £
mig gebogenes Glasrohr steht vor höhter Empfindlichkeit durch Schr. halten zeigen als diese. M. werden
einer Millimeterskala. Die Spiegel- stellung des Steigrohres (Abb.3). zwar ebenfalls erhitzt, kühlen aber
differenz Ah der Meßflüssigkeit mit Damit eine einwandfreie Kuppe zu- wegen ihrer im Verhältnis zur mini-
ai (1 + 5) inum.
dem spezifischen Gewicht y (meist stande kommt, muß das Rohrvolu- malen Masse großen Oberfläche so Lbereiches
ist die obere Grenze des Anzeige-
Wasser, Alkohol oder Quecksilber) men klein sein (Kapillarrohr). Mei rasch ab, daß eine Verdampfung 'Um eine konstante in mm.
gibt den Druckunterschied in den stens ist die Skala auf das Rohr di- nicht erfolgt. Als Einzelobjekt sind reichen, werden die*Meßkraft zu er-
beiden angeschlossenen Schlauchlei- rekt aufgeätzt. Die kleinste noch sie unsichtbar; treten sie jedoch in M. mit einer
tungen Ap = yAh an. Die Ablesege- brauchbare Neigung ist etwa 1:50. Schwärmen auf, so sind sie evtl. mit Kupplung, deren Drehmoment be-
nauigkeit kann durch eine Spicgel- Im umgekehrten Verhältnis wird die für das gelegentliche leichte Leuchten grenzt ist (Ratsche), ausgestattet. Die
skala verbessert werden. Fehlermöi Ableselänge vergrößert. Das Schräg- des Nachthimmels verantwortlich. Meßkraft zwischen den Meßflächen
rohr-Manometer muß nach einer Li- Helle Nachthimmel_treten_nicht «re- des M. soll 0,5 bis 1 kp sein. [31]
belle genau horizontal aufgestellt gellos auf, sondern sind z. T. mit dem Mikron, Kurzzeichen u, eine früher
werden. Auftreten normaler Meteorschwärme der übliche Längeneinheit, definiert als
e) Ringwaage (s. Abb. 4), vor allem gekoppelt, Das Gebiet ist insgesamt 10°te Teil des Meters. Obgleich
geeignet für technische Messungen. noch wenig erforscht, ist aber im Zı diese Einheit z. Z. noch in der Me-
Ein ringförmiges, z. T. mit der Meß- sammenhang mit der Hochatmosphi trologie, Optik und Werkstattpraxis
flüssigkeit gefülltes Rohr ist durch Tenforschung von großer Wichtigkeit. verwendetwird,ist ihr Gebrauch ent-
eine Zwischenwand geteilt, so daß sprechend den Regeln für die Anwen-
zwei getrennte Meßkammern ent-
stehen, an die über leicht nachgiebi- Mikrometer. Mit M. wird ein Meß- Richtig
dung von Vorsätzen unstatthaft.

ge Schläuche die Meßdrücke ange- gerät bezeichnet, das die Steigung muß um (Mikrometer) ge-
ner Gewindespindel zum Messen ver- schrieben werden.[13]
schlossen werden. Der ganze Ring wendet. Obgleich ein Millionstel Me- Mikrophon, Schallempfänger zur
ist leicht drehbar gelagert und zeigt ter (1 um) in den meisten Fällen mit Umwandlung von Schallenergie in
beim Anlegen der Druckdifferenz dem M.nicht mit Sicherheit abgele- elektrische Energie mit dem Zweck,
Ausschläge wie eine Waage, die an sen, sondern nur geschätzt werden Schall (über eine Leitung oder auf
einem Zeiger abgelesen werden kön- kann, ist die Bezeichnung M.im In- drahtlosem Wege) zu übertragen oder
nen. Fehler können durch die Rück- und Ausland weit verbreitet. Ein M. aufzuzeichnen. Der Hauptbestandteil
wirkung der Anschlußschläuche ent- für zylindrische Teile wird auch Bü- der meisten M. ist ein schwingungs-
Abb. 2 stehen. [11] gelmeßschraube genannt. fähiges System in Form einer sog.
150 151
Mikrosk
Mikrophon
ten Anzahl druckempfindlicher Kı Lrr. Joos, G., und E. Schopper: Grund-
Membran (Platte), welches zu er- starken Frequenzabhängigkeit und stalle lassen sich empfindliche, wei riß der Photographie und ihrer Anwen-
zwungenen mechanischen Schwingun- der Nichtlinearität vom Kondensa- gehend frequenzunabhängige Schall- dungen besonders in der Atomphysik.
gen angeregt wird. Diese werden tormikrophon verdrängt. Bei diesem empfänger erhalten. Frankfurt (M) 1958. [21]
nach verschiedenen Prinzipien in bildet die Membran die eine Bele- Lit. Kohlrausch, F.: Prakt. Physik. Bd. Mikroradiometer. Unter einem M.
Strom- oder Spannungsschwankun- gung eines Kondensators. Sie steht 1. Stuttgart 1956. - Trendelenburg, F.: versteht man ein Strahlungsmeßge-
gen umgesetzt. Die Ausgangsspan- einer zweiten unbeweglichen Bele- Akustik. Berlin-Göttingen-Heidelberg rät, das aberin seiner Wirkungsweise
nung am M.ist entweder der Elon- gung gegenüber. Der Kondensator 1961. [12] mit einem Radiometer gar nichts ge-
gation der Membran oder ihrer Ge- liegt in Serie mit einem hochohmigen Mikrophotographie, Herstellung ver- mein hat. Es besteht im wesentlichen
schwindigkeit proportional. Man un- Widerstand an einer Batterie von et- größerter photographischer Aufnah- aus einem leichten Thermobügel
terscheidet demnach Elongations- wa 200 V. Membranschwingungen men mit Hilfe eines *Mikroskopes. (kurzgeschlossenes Thermoelement)
empfänger und Geschwindigkeits- veranlassen _Kapazitätsänderungen Lit. Michel, K.: Die wissenschaftliche in einem starken Magnetfeld. Bei Be-
empfänger. Zu den Elongationsemp- und damit Spannungsschwankungen und angewandte Photographie. Bd. 10. strahlung der einen Lötstelle entsteht
fängern gehören das Kohlemikrophon am Hochohmwiderstand. Die Wech- Die Mikrophotograp! Wien 1957. [21]
Mikrophotometer sind Instrumente in dem Bügel cin Thermostrom,
und das Kondensatormikrophon, zu selspannung wird einem Verstärker zur Messung der Transparenz eines durch den im Magnetfeld eine Ab-
den Geschwindigkeitsempfängern die zugeführt. Auch das für Präzisions- sehr kleinen Feldes. Sie sind bei der lenkung des Bügels bewirkt wird.
elektromagnetischen M. messungen sehr geeignete und fast photographischen Photometrie, wenn Diese wird mit Lichtzeiger und Dreh-
Das älteste M. ist das in der Fern- frequenzunabhängige Kondensator- es sich z.B. darum handelt, die spiegel vergrößert und abgelesen.
sprechtechnik eingeführte Kohlemi- mikrophon ist ein Relaisempfänger, Schwärzungen einzelner Spektralli- Lıt. Schmidt, H.: Ann.d. Phys. 29, 1001
krophon. Bei ihm ändert sich der im Gegensatz zu den elektrodynami- nien auszuwerten, unentbehrlich ge- (1909). Rubens: Berliner Berichte, S. 12.
elektrische Widerstand zwischen Koh- schen M.Diese beruhen darauf, daß aa). 1m
lekörnern (Kohlegrieß), welche im entweder die Membran selbst einen worden. Das durch ein Mikroskop- Mikrorheologie, s. Rheologie.
Tempo der auf die Membran wir- beweglichen Leiter in einem Magnet- objektiv stark vergrößerte Bild der mikroseismisch. Eine Bodenbewe-
kenden Schalldruckschwankungen feld darstellt oder daß mit ihr eine in Spektrallinie wird entweder mittels gung heißt m., wenn sie nur auf in-
mehr oder weniger stark zusammen- ein Magnetfeld eintauchende Spule eines *Lummer-Brodhun-Würfels mit strumentellem Wege, also z. B. durch
mechanisch verbunden ist. Beim dem ebenso stark geschwärzten Feld Seismometer, festgestellt werden
*Bändchenmikrophon (Gerlach und eines Goldberg-Keils (s. Graukeil) kann, im Gegensatz zur makroseis-
Schottky) bewegt sich ein geriffeltes verglichen oder besser mit Hilfe licht- mischen Bodenbewegung, die durch
Bändchen aus Duraluminium, wie elektrischer Zellen photometriert die menschlichen Sinnesorgane un-
(Rosenberg, 1925, - »Schnellphoto-
KKSEE N meter« von C. Zeiss, 1939). Dieser mittelbar wahrnehmbar ist, Dies ist
Weg führt zur Entwicklung der Re- bei Bodenbeschleunigungen ab ca. 2,5
mmj/s? gegeben.[6]
gistrier-Mikrophotometer, welche die Mikroskop. Die *Lupe - die einfach-
Schwärzung. kleinster Areale konti- ste Form des M. ist nichtschrlei-
nuierlich in starker Vergrößerungals stungsfähig, wenn eine mehrals etwa
Abb. 1 Ausschläge eines Saitenelektrometers
gepreßt werden. Hinter der Mem- (Koch, 1913, C. Zeiss, 1929), auf- zehnfache “Vergrößerung verlangt
bran M (Abb.1), welche durch einen zeichnen, das mit einer lichtelektri- wird. Man greift in solchen Fällen
Deckel D mit trichterförmiger Öff- schen Caesiumzelle verbunden ist. zum zusammengesetzten M., bei dem
nung geschützt wird, befindet sich Moll verwendet in seinen viel ge- eine bessere Korrektion der *Bild-
eine mit Kohlegrieß gefüllte Kam- brauchten Apparaten ein Thermo- fehler und ein größeres Gesichtsfeld
mer K. Ein Ruhestrom von 20 bis clement in Verbindung mit einem möglich ist. Die drei wesentlichen
40 mA fließt über die Zu- und Ab- Galvanometer. Moderne Geräte von Teile des M. sind Beleuchtungsein-
führungen Z und A von der Mem- Joyce und Loebel, Kodak u. a. richtung, Objektiv und Okular, die
bran durch die Kammer zu einer Lit. v. Angerer-Joos: Wissenschaftl. aufeinander abgestimmt sein müs-
zweiten Elektrode E. Dieser Strom Abb. 2 Photographie. Leipzig 1959. - Hartmann, sen. Die Beleuchtungseinrichtung -
wird durch die Druckschwankungen Abb. 2 schematisch zeigt, im Felde J.: Z. f. Instrumentenkunde 19, 97 der *Kondensor - hat die Lichtstrah.
und die durch sie bedingten Schwan- eines Dauermagneten. Die anderen (1899). [21] len so zu führen, daß das Objektiv
kungen der Übergangswiderstände elektrodynamischen M. stellen Um- Mikroradiographie, Herstellung von in seiner vollen *Apertur mit Licht
zwischen den Kohlekörnern modu- kehrungen des elektrodynamischen vergrößerten Bildern mit Röntgen- erfüllt ist. Für den Kontrast des Bil-
liert (Relaiswirkung). Der Wirkungs- Lautsprechers dar (s. Abb. bei Laut- Strahlen. Man kann vergrößerte des kann es allerdings von Vort
grad des Kohlemikrophons ist sehr sprecher). Schattenbilder herstellen unter Ver- sein, die Apertur des Kondensors et-
groß. Ein Nachteil ist das Rauschen Das Kristallmikrophon nützt die wendung einer außerordentlich klei- was kleiner zu haltenals die des Ob-
auch ohne Schalleinwirkung. infolge *Piezoelektrizität zur Umwandlung nen Strahlungsquelle (Anode, ele jektivs. Zu diesem Zweck pflegt man
der ständig sich ändernden Über- von Schallenergie in elektrische Ener- tronenoptische Abbildung). Nach ei- eine Blende in der Brennebene des
gangswiderstände zwischen den Koh- gie aus. Wird ein Seignettesalzkristall nem anderen Verfahren stellt man Kondensors anzuordnen, die die
lekörnern. in Richtung der elektrischen Achse zunächst Kontaktkopien her auf eine Apertur des Kondensors zu verän-
In der Rundfunktechnik wurden an- gedrückt, dann entstehen elektrische sehr feinkörnige, stark auflösende, dern gestattet. Das Objektiv entwirft
fangs ebenfalls Kohlenmikrophone Ladungen an den senkrecht zur Ach- photographische Schicht, Das so er- von dem Objekt ein umgekehrtes,
verwendet. Sie wurden wegen der se stehenden Begrenzungsflächen. haltene Negativ wird dann mikro- vergrößertes Bild in der Okular-
nicht konstanten Empfindlichkeit, der Durch Parallelschalten einer größe- photographisch vergrößert. brennebene. Den Abstand A der
153
152
Mikroskop Mikrozustand
Okularbrennebene von der Brenn- Die optische Tubuluslängeliegt meist rig, so kann das abgebeugte Licht dann drei Farben miteinander ver-
ebene des Objektivs bezeichnet man zwischen 160 und 180 mm. Die Ge- nicht mehrin das Objektiv eintreten, einigen. Solche Objektive heißen
als die »optische Tubuslänge«. Das samtvergrößerung wird damit und das Objekt wird nicht erkenn- Apochromate. Exhebliche Schwierig-
in der Okularbrennebene entstandene 4 250 bar. Als Auflösungsgrenze gilt & = keiten bereitet die Beseitigung des
Bild betrachtet man durch das Oku- Vu Val gg: 4/2 A, wobei A die Wellenlänge des Farbunterschiedes der Vergrößerung.
lar gleichsam wie durch eine Lupe. Lichtes und A die numerische Aper- Man umgeht sie, indem man die Re-
Zerstreuende Okulare, welche die Nach einer anderen Betrachtungs- tur des Objektivs bedeuten. Blendet ste dieses Fehlers im Okular aus-
Baulänge herabsetzen und aufrechte weise faßt man das M. schematisch man in der Objektivbrennebene das gleicht _(Kompensationsokulare).
Bilder liefern, werden nur schr selten als eine Zusammensetzung von Lupe direkte Licht ab und läßt nur das ab- Starke Trockensysteme sind für eine
verwendet. und *Fernrohr auf. Dazu denkt man gebeugte Licht zur Wirkung kom- bestimmte Deckglasdicke (meist 0,17
Strahlengang. Die *Eintrittspupille sich den Aufbau ergänzt durch ein men, dann erscheinen die Konturen mm) korrigiert. Falsche Deckglas-
des Objektivs liegt stets in großer afokales
brennebene,
System in der Objektiv-
das aus zwei gleich star- des Objektes hell auf dunklem Grun- dicken verursachen selbst sphärische
Entfernung, so daß man zwischen ken Linsen entgegengesetzter de: Dunkelfeldbeleuchtung. Man Fehler. Sie können bei Objektiven in
Kondensor und Objektiv praktisch kraft besteht. Die sammelnde Brech- verwirklicht sie meistens mit einem Korrektionsfassung dadurch ausge-
telezentrischen Strahlengang anneh- hat eine Brennweite gleich der Linse Dunkelfeldkondensor, der das Ob- glichen werden, daß man den Ab-
mendarf, Demgemäßliegt die Aus- schen Tubuslänge A und bildetopti- mit jekt ringförmig mit Strahlen solcher stand zweier Glieder des Systems
trittspupille des Objektivs in der hi dem Okular zusammenein Fernrohr Neigung beleuchtet, daß kein direk- passend verändert. Bei Immersions-
teren Brennebene. Die von verschi der Vergrößerung Vr = — Alfox. Die tes Licht in das Objektiv eintreten systenen (s. Immersion), deren Aper-
denen Objektpunkten ausgehenden gleich starke zerstreuende Linse kann. Auch das Phasenkontrastver- tur höher ist als die der Trockensy-
Hauptstrahlen kreuzen sich im Brenn- macht die vom Objektiv herkommen- fahren (s. Phasenkontrast) beruht auf steme, unterscheidet man solche für
punkt des Objektivs und danach einer Beeinflussung des direkten Wasser und solche für Öl als Immer-
divergent. Sie werden durch eine den Strahlen parallel, ohne indessen Lichtes gegenüber den abgebeugten sionsflüssigkeit (s. Ölimmersion). In
*Feldlinse in der Nähe der Okula: -ebene wegen ihrerStellung in der Brenn-
- die Objektivbrennweite zu Strahlen. neuerer Zeit bemüht man sich mit
brennebene wieder konvergent g Auflichtbeleuchtung. Die Oberfläche gutem Erfolg um die Hebung der
macht und kreuzen sich erneut hin- verändern. Das Objektiv wirkt als eines undurchsichtigen Objektes ver- *Bildfehler außerhalb der Achse.
ter der Augenlinse des Okulars in der vorgesetzte
rung Vı =
Lupe von der Vergröße-
250/fw. Die Gesamtver- langt eine Beleuchtung von der Ob- Diese Objektive mit geebnetem Bild-
Austrittspupille des M. Die Bild- jektivseite her. Dazu benutzt man feld bezeichnet man als Planobjek-
strahlen gehen stark divergent vom größerungergibt sich wie früher, nur entweder einen ringförmigen Spiegel tive. [18]
Objekt aus und werden als schwach durch eine andere Zusammenfassung um das Objektiv herum, der das am Mikrotron, ein Umlaufbeschleuniger
konvergente Bündel in der Bildebene der einzelnen Größen. Objekt vorbeigegangeneLichtauf die für Elektronen, der eine gewisse Ver-
(Okularbrennebene) vereinigt. Das BildentstehungBetrachtungsweise
nach Abbe. Nach der Oberfläche wirft (*Lieberkühn-Spie- wandtschaft mit dem *Zyklotron be-
Aperturverhältnis der Lichtbündel Abbeschen
Bildentstehung im M. werden die am
der gel), oder man beleuchtet durch das sitzt, bei dem aber die Bewegungs-
vor und hinter dem Objektiv ergibt Objekt Objektiv als Kondensor hindurch. energie der Elektronen bei jedem
die Eigenvergrößerung des Objeküvs nächst abgebeugten Lichtstrahlen Das Licht wird seitlich in den Tubus Umlauf um genau die Ruhenergie,
Vo». Für das Okular gilt hinsichtlich jektivs zuin einem
der Brennebene des Ob-
Beugungsspektr\ eingeführt und über einen Spiegel in d.h. rund um 0,5 MevV,erhöht wird.
der Vergrößerungdas gleiche wie für das Objektiv geworfen. (S.a. Verti- Dadurch gelingt es, trotz der relati-
die Lupe Vox = 250/fax. Die Gesamt- der *Lichtquelle vereinigt: pri kalilluminator.) vistischen Massenzunahme mit einem
vergrößerung des M.ist das Produkt Interferenzerscheinung. Diese Spek-
tren liefern in der Bildebene eine Lrr. Michel, K.: Die Grundlagen der konstanten Magnetfeld auszukom-
aus Objektivvergrößerung und Oku- zweite Taponie des Mikroskops. Stuttgart 1950. men. Das M.eignet sich, jedenfalls
larvergrößerung. Die im M. betrach- »Bild« desInterferenzerscheinung:
Gegenstandes. Dieses Bild
das bis jetzt, nur für mäßige Endener-
teten Objekte sind schr klein; man ist Mikroskopobjektiv. Die Korrektion gien (bis ca. 30 MeV).
kann deswegen von einer Trennung vollständiger alle primären Beu-je
dem Objekt um so ähnlicher, der M. erstreckt sich hauptsächlich Lrr. Kollath, R.: Teilchenbeschleuniger.
der Aufgaben für Objektiv und Oku- gungsspektren in auf den sphärischen Fehler und die 2. Aufl, Braunschweig 1962. [1]
lar sprechen. Das Objektiv hat die langen. Blendet man nämlich simt- Erfüllung der Sinusbedingung sowie Mikrowellenspektroskopie, s. Hoch-
‚Aufgabe, die hohe Apertur der vom liche primären Beugungsbilder der aufdie Beseitigung der Farbfehler (s. frequenzspektroskopie.
Objekt ausgehenden Strahlen in sol- Lichtquelle Farbenabweichung). Einfache M.be- Mikrozustand. Der makroskopisch
che kleiner Apertur zu verwandeln, ebene ab undin läßt der Objektivbrenn-
nur das direkte stehen meist aus zwei_ verkitieten zu beobachtende Zustand einer *Ge-
wird aber hinsichtlich des Gesichts- Licht durch, so entsteht in der Bild- *Achromaten, denen für stärkere samtheit von Partikeln ist vom
feldes nur wenig beansprucht. Das ‚ebeneeine diffuse Helligkeit ohne *Aperturen noch eine Frontlinse vor- Standpunkt der kinetischen Theorie
Okular dagegen erhält nur Strahlen de Zeichnung. Die Mitwirkung we- geschaltetist. Sie sind nur für einen der Materie erst dann vollständig
geringer Apertur, muß aber ein rela- nigstens eines der Beugungsbilder schmalen Farbbereich - etwa zı bestimmt, wenn man Lage und Ge-
tiv großes Gesichtsfeld abbilden. Zu- liefert schon ein, wenn auch unvoll- schen den Linien C und F - gut far- schwindigkeit jedes einzelnen Mole-
weilen ist die Eigenvergrößerung der kommenes »Bild« des Gegenstandes. benfrei zu machen, dann aber auch küls jener Gesamtheit kennt. Der
Objektive nicht angegeben, sondern Da das Licht um so stärker abge- in bezug auf die chromatische V: durch die entsprechenden Daten ge-
die *Brennweite. Man kann dann die beugt wird, je kleiner das Objekt ist, riation des sphärischen Fehlers. Bei kennzeichnete Zustand, der unseren
Eigenvergrößerung aus der optischen hohen Ansprüchen an die Farbkor- Sinnen nicht zugängig ist, heißt M.
Tubuslänge A und der Brennweite so folgt daraus, daß die Apertur des
Objektivs bestimmend ist für die rektion genügt Glas allein nicht mehr Ein *Makrozustand ist durch eine
erhalten. Es ist Grenze der Sichtbarkeit sehr kleiner als Werkstoff; man stellt deshalb sehr große Zahl von M., die alle
on = — Alfon. Objekte. Bleibt die Apertur zu nied- eine oder zwei Sammellinsen aus kri- gleich wahrscheinlich sind, zu reali-
stallinem Flußspat her und kann sieren. Umgekehrt dagegenentspricht
154 155
mil Mineralien
einem bestimmten M. nur ein defi- Elementarladung, 1914-16 zuverläs- liefert die transporttheoretische *Ex-
ierter Makrozustand.[7] sige Bestimmung des Wertes von h in trapolationslänge,
mil, 1. Kurzzeichen oft ””, der Quantenphysik. Machte grund- Rechnung an Stellediederbeisichgenauerer
den USA bestehende Längeneii km. legende Untersuchungen über den Diffusionstheorie ergebendenaus ge- der
Definition: 2. Für Messungen in der Seefahrt Photoeffekt, die kosmische Strah- nommenwird.
1 wird die nautical mile benutzt. lung, das äußerste Ultravioleit und Das M. P. kann auch in allgemeine-
1 mil = 10° inch = 36.009 Yd- Definition: über Röntgen-Strahlen. [43] rer Form gestellt werden, indem man
brit.: 1 imp. nautical mile 6080 Millikansche Öltröpfchenmethode, 5. z.B. im Vakuum eine Quelle an-
Elementarladung.
In der Technik gilt für die Umrech- imp.feet,
Millimeter Quecksilbersäule, Kurz- nimmt und nach der Zahl der vom
zeichen mm Hg, eine früher allge- Medium reflektieren Neutronen
mung in das metrische Maßsystem: USA:1 USA nautical mile =
1 mil = 25,4 um = 25,4 - 10°%m. An- 1853,248 m. fragt (Albedo-Problem). Eine weite-
dere Umrechnungsfaktoren s. yard Umrechnung: mein, heute noch in der Meteorolo- re Verallgemeinerung ergibt sich,
undinch. brit.: 1 imp. nautical mile 1853,181 gie verwendete nichtkohärente Druck- wenn man auch den zweiten Halb-
2. Eine in den USA gebräuchliche m. 1954 sind die USA zur »interna- einheit. Es ist damit der Druck ge- raum als erfüllt von einem Medium
Einheit ir den ebenen Winkel. tionalen nautical mile« übergegan- meint, den eine Quecksilbersäule annimmt. Die Lösung dieses Pro-
ausübt, wobei 760 mm Hgeiner phy-
10° rad.
ie
le ist.
der internationalen
sikalischen Atmosphäre entsprechen. blems gibt Hinweise dafür, wie die
Grenze zwischen zwei Medien in der
1 international nautical mile = 1852 1927 wurde durch einen Beschluß der Diffusionstheorie behandelt werden
Umrechnung: m. Für imp. nautical mile wurde 7. Generalkonferenz für Maße und soll. Schließlich kann man noch Ab-
1mil = 0,057 2958° = 0,636 620 früher auch »admiralty knot« gesagt. Gewichte durch Festlegung der Queck- sorption und Multiplikation von
13] Iberdichte zu 13,5951 g/cm? die phy- Neutronen zulassen.
= 0,063 620° Ai, sw. 1,1000 $, wird vor allem in lische Normalatmosphäre fest- Lit. Dayison, B.: Neutron Transport
1° = 17,543 29 mil den USAbel Strompreisen gebraucht‘ gelegt zu Theory. Oxford 1957. - Genfer Berichte
1x = 15,707 96 mil. 113] 1 atmıver = 760 mm Hg = 1,013250114- Br Bd. 5, Beiträge P/796 und P/655.
Milchstraße nennt man, verschiede- Milli, Kurzzeichen m, Vorsatz für 10° dyn/cm?. 1948 wurde internatio-
nen mythologischen Vorstellungen Einheiten, bedeutet den Faktor 10°. nal festgesetzt: mimetisch nennt man *Kristallzwi
folgend, einen entlang eines Groß- {13] 1 physikalische Normalatmosphäre linge, die höhere Symmetrie vortäu-
kreises verlaufenden Streifen an der Millicurie-Tag ist das Produkt aus‘ = 1 atm = 1,013 250 - 10° dyniem’; schen (nachahmen). [8]
Sphäre, an dem der Himmel gegen der Aktivität eines Isotops in mC' daraus folgt min, 1. Kurzzeichen für die Einheit
die normale Dunkelheit des Nacht- (Millicurie) und seiner Halbwertszeit Imm Hg = 13,5951kp/m? = Minute; 2. Kurzzeichen für die Ein-
'himmels aufgehellt erscheint. in Tagen. Nach DIN 6843 (offene ra- = 1,000 000 14 Torr. [13] ‚heit minim. [13]
Millimeter Wassersäule, Kurzzeichen Mineralien, radioaktive. Mit radio-
Galilei machte die ersten Fernrohr- dioaktive Präparate) bestehen für mm WS,eine gelegentlich noch übli- aktiv bezeichnet man die Minerale
beobachtungen.Sie ergaben, daß der den Gebrauch von offenen radioak-
unregelmäßig helle Streifen durch tiven Isotopen bei Halbwertszeiten. che nicht kohärente Druckeinheit. oder Stoffe, an deren Aufbau radio-
das Licht sehr vieler Einzelsterne <2,5a keine besonderen Vorschrif- Definition: Der Druck ein aktive Elemente beteiligt sind; selte-
entsteht, deren Helligkeit jeweils un- ten, falls 1mC-Tagnicht überschrit- gegeben durch eine Wasse: nerhandelt es sich um reine Verbin-
ter der Sichtbarkeitsschwelle des un- ten wird. Für größere Halbwertszei- seiner maximalen Dichte und bei ei dungen dieser Elemente, meist dage-
bewaffneten Auges liegt. Näheres s. tenist DIN 6843 für Aktivitäten über‘ nem Normdruck von einer physi- gen um geringste Mengen, die mit
galaktisch. [5] 1«C (Mikrocurie) voll gültig. Diese kalischen Atmosphäre. anderen Stoffen *Mischkristalle bil-
Milchstraßenebene ist eine gedachte Regelungbirgt eine große Gefahr in den, um feine (dilute) Verteilungen
Ebene, die als Schnittebene durch sich, da Isotope mit extrem kurzen Umrechnung: oder um kleinste, Kristallen ein-
die scheinbare Himmelskugel (Sphä- Halbwertszeiten meist sehr energie- 1 mm WS= 0,999 972 kp/m?. geschlossene fremde Kriställchen mit.
re) gelegt werden kann und diese in reiche Strahlung emittieren. So gro- Es sind Bestrebungen im Gange, radioaktiven Beimengungen. An sol-
einem Großkreis schneidet, der dem Be Aktivitäten bei sehr energiereicher Definition chenStoffen kann man die radioak-
Zug der *Milchstraße weitgehend Strahlung müssen überwacht werden. 1 mm WS = 1 kp/m®. tive *Altersbestimmung der betref-
folgt. Neuerdings wird das Wort M. 128] einzuführen. [13] fenden Mineralien und somit der
in der wissenschaftlichen Literatur Millikan, Robert Andrews. Amer. Milnesches Problem, eine der Grund- Formation, der sie zugehören, vor-
grundsätzlich durch galaktische Ebe- Physiker. Geb. 22.3.1868 in Morri- aufgaben der *Transporttheorie. In nehmen.
ne ersetzt. Näheres s. galaktisch. [5] son (Ill), gest. 19.12.1953 in Pasa- der einfachsten Formulierungist ein In manchen Kristallen, in denen
mile, eine in den USA undin Groß- dena (Cal.). 1896 Doz. für Physik, unendlicher Halbraum, erfüllt von ‚Fremdkriställchen mit radioaktiven
britannien gebräuchliche Längenein- 1910 Prof. an der Univ. Chicago, einem homogenen, quellenfreien Mc- Beimengungen vorkommen, sicht
heit. 1921-45 Präsident des California Inst. dium, gegeben, der an das Vakuum man im Dünnschliff unter dem Pola-
of Technology in Pasadena und grenzt. Gefragt ist nach dem sich im risationsmikroskop um diese Ein-
rektor des Normann Bridge Labor. Medium einstellenden Neutronen- schlüsse sog. radioaktive oder pleo-
‚of Physics daselbst. M. erhielt 1923 Muß, wenn von der Seite des Va- chroitische Höfe (besonders in Fluß-
den Nobelpreis für Physik für Ar-) kuums keine Neutronen durch die spat, Biotit, Chlorit). Das Gitter ist
beiten über den photoelektrischen Grrenzfläche treten und nur aus un- in Reichweite der &-Teilchen durch
Genaue Bezeichnung: Effekt und die elektrische Elemen- endlich fernen Gebieten des Me- deren ständiges Bombardement teil-
brit.: mile, kein Kurzzeichen, tarladung. Arbeiten auf dem Gebiet diums ein Neutronenstrom her- weise oder ganz zerstört, so daß die
USA:statute mile, Kurzzeichen mi. der Atomistik, 1909-13 Messung der kommt. Die Lösungdieses Problems Ionen oder Atome wie eine kolloi-
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Mira
Mineralisatoren
dale Färbung wirken. In manchen In den USA wird die Einheit m. nur Strahlversetzung bei Totalreflexion erweitern. Man nennt den links auf-
Fällen kann man sogar an konzen- für Flüssigkeiten und im Apothe- benutzt. Ebenso hat er angegeben, wretenden Vierervektor die M.-K. Er
kenbereich, nicht aber für Trocken- wie man durch Einbringen einer Pha- steht zur Kraft ® im gewöhnlichen
trischen Ringen die beteiligten radio- senplatte die M. verwenden kann, inne in etwa derselben Beziehung
aktiven Elemente bestimmen, da die substanzen, verwendet. [13] um den Ort der Spektrallinie in ei- wie die Vierergeschwindigkeit
Teilchen eines jeden Elements eine Minimalablenkung. Die Ablenkung nem Spektrographen genauer festzu-
ganz bestimmte Reichweite haben.
Bei sehr hohem Gehalt an radioak-
eines Lichtstrahles durch ein *Prisma
ist dann ein Minimum, wenn der legen und damit das Auflösungsver- ug m©9
1

tiven Elementen kann die innere Kri- Strahl das Prisma symmetrisch durch- mögenin bestimmten Grenzen zu er-
stallstruktur bei äußerlich beibehal- setzt, so daß der Einfallswinkel an höhen, zur Geschwindigkeit » = dı/dr im
Lir. Wolter, H.: Z. f. Naturf. 5a, 139 gewöhnlichen Sinn. Die Gleichung
tener Form vollständig verloren ge- der Eintrittsfläche gleich dem Aus- (1950); Z. 'hysik 135, 531 (1953). [17]
hen. Die Kristalle werden *amorph writtswinkel an der Austritisfläche Minkowski, Hermann. Dt. Mathe- M- d6/dto ist die Minkowskische
und damit *isotrop (Isotropisierung); wird. Dann ist die Ablenkung gegen Grundgleichung der Dynamik vom
matiker. Geb. 22.6. 1864 in Alexotas speziell-relativistischen
meist werden sie undurchsichtiger kleine Änderungen des Einfallswin- bei Kowno, gest. 12.1. 1909 in Göt- aus. Sie enthält die Standpunkt
und nehmen oft einen pechartigen kels praktisch unempfindlich. [18] ingen. 1895 o. Prof. an der Un * dynamische
Grundgleichung als Spezialfall für
Glanz an.Einige Kristalle, wie Uran- Minimalpendel, svw. Ausgleichspen- Königsberg, 1896-1902 Prof. für hi kleine Geschwindigkeiten.[4]
pecherz, zeigen dabei große Regene- del, s. Pendel. [20] here Mathematik am Polytechnikum Minoritätsträger (Minoritäten) im
rationsfähigkeit, so daß sie trotz gro- erfahren. In der Ein- Zürich, 1902 0.Prof. für Mathema- Stör-*Halbleiter. Im n-Typ Mate-
Ben Gehaltes an U oder Th nur we- trittspupille eines optischen Systems ük an der Univ Göttingen. Begrüt rial heißen die Löcher oder *Defekt-
nig isotropisiert erscheinen. Bei Er- befinde sich eine durchlässige Platte, dete und entwickelte eine geomet elektronen, im p-Typ Material die
hitzung _isotropisierter Mineralien die für die eine Objektivhälfte das sche Methode in der Zahlentheorie Elektronen M., d.h. die jeweils in
glühen diese plötzlich von selbst auf Licht um eine halbe Wellenlänge ge- und formulierte die spezielle Relat geringerer Konzentration anwesende
und verlieren nach Abkühlung ihr genüber der anderen Objektivhälfte vitätstheorie als Geometrie im vier- Trägerart. [37]
ungewöhnliches isotropes Verhalten. verzögert. Dann tritt in dem Beu- dimensionalen Raum. [43] Minusmaterialien, s. Umkristallisa-
Auch im Steinsalz findet man zuwei- gungsbild eines zu der trennenden Minkowskische elektrodynamische tion.
len intensiv blau gefärbte Flecken, Kante parallelstehenden leuchtenden Grundgleichung für bewegte Medien, Minute, 1. Kurzzeichen min, eine
die auf durch radioaktiven Zerfall Spaltes eine dunkle Linie großer 5, Srundgleichung, elektrodynami- Zeiteinheit definiert als der 60ste Teil
entstandenes, kolloidal verteiltes me- Schärfe auf. Die Ausmessung der sche. der Stunde, ist selbst wiederum un-
tallisches Natrium zurückgeführt Lage des Spaltes kann mit Hilfe die- Minkowskische Grundgleichung der terteilt in 60 Sekunden.
werden. ser dunklen Linie sehr viel genauer relativistischen Dynamik, s. Min- Bei Zeitangaben wird das Kurzzei-
Lır. Hahn, O.: Was lehrt uns die Radio- erfolgen als an dem unscharfen Beu- kowski-Kraft,
aktivität über die Geschichte der Erde. gungsbild des Spaltes selbst. Das Minkowski-Kraft. Versucht man mit chen "* (hochgesetzt) verwendet, z. B.
Berlin 1926. - Kirsch, G.: Radioaktivi Verfahren kann vielfältig angewen- Hilfe der im Abschnitt relativistische in der Astronomie.
Hdwb. der Naturwissenschaften. Jena det werden. Beim Schlierenverfahren *Kinematik beschriebenen Vierervek- 2. Kurzzeichen ’, eine Einheit des
1932. Ramdohr, R.: Klockmanns Lehrb. kann es dazu dienen, die Kurven ebenen Winkelsin der 360°-Teilung.
der Mineralogie. 1. Aufl, Stuttgart 1954. toren des Viererimpulses © bzw. der
8 gleicher Ablenkung sichtbar und Viererbeschleunigung « das Grund- Definition:
Mineralisatoren, meist leichtflüchtige meßbar zu machen. gesetz der Mechanik_gleichlautend 1 Vollwinkel = 360°,
Beimengungen (Lösungsgenossen) in Lır. Wolter, H.: Handbuch der Physik mit der dynamischen Grundgleichung 1° =
Schmelzen der Erdrinde, die wesi (&. Flügge). Bd. 24. Berlin 1956.[18] (Newton) r 60".
lich die Auskristallisationsart bei Minimumstrahlkennzeichnung. B = dörde = mob Umrechnungen:
flussen. An M. reiche Schmelzen (be- durch einen engen Spalt fallendes Y 000290888 rad,
sonders wenn unter großem Druck Lichtbündel hat normalerweise nur festzulegen, so kommt man für die 1 rad 57° 17745”.
gut in Lösung gehalten) zeigenreiche, eine mäßige *Strahlschärfe vom Be- drei räumlichen Komponenten des
vielseitige und grobe Auskristallisa- 1 Vierervektors d&/dro (dfo das »Eigen- Weitere Angaben und Umrechnun-
tion (bis m’-große Kristalle); an M. wage $= 5,.5, 1. Diese kann zeit«-Intervall, gen s. Grad, Radiant und Winkelein-
verarmte Schmelzen zeigen meist sehr unter Inkaufnahme einer längeren heiten. [13]
kleine, unvollkommene,oft auch gar Belichtungszeit maximalbis auf etwa
dudto = U YI= WI”, Mira, veränderlicher *Stern. M., zu
keine Kristalle, sondern Gesteins- den Wert g=5 gebracht werden. s. relativistische Kinematik) auf die deutsch »der Wunderbare,c, war der
Wolter hat sowohl theoretisch als Aussage erste veränderliche Stern, der wissen-
glas. [8] schaftlich als solcher erkannt wurde
minim, Kurzzeichen min, ein in auch experimentell begründet, daß Bıyr=t dö/dte. (Fabricius, 1596). Er steht im Stern-
Großbritannien und in den USA ge- eine sehr viel genauere Fixierung ei- Dies läßt sich nach Minkowski zur bild Walfisch und führt dort den
bräuchliches Hohlmaß. ner bestimmten Strahlrichtung mög- Vierervektorgleichung griechischen Buchstaben 0, obwohl
Definition: ich ist, wenn man als Marke für die er zeitweise der hellste Stern im

.
1
brit.; I min = 7ggop gallon,
1
Richtung einen Minimumstreifen ver-
wendet, der aus der Interferenz zwei-
er um einen kleinen Winkel gegen- "le- d
Walfisch ist und demnach mit & be-
zeichnet werden müßte. Lange Zeit
wurdeer übersehen, weil er im Mini-
USA: 1min = <j4ao gallon. einander geneigter ebener Lichtwel- = moa = 4, (mt, mc) =dö/än; mum nur eine Helligkeit von 10m,2
len entsteht. In diesem Fall eine erreicht, also weit unterhalb der
Umrechnung: Strahlschärfe vom Betrag g 25 er- (m) Grenze der Sichtbarkeit für das freie
brit.: 1 min 59,1939 mm?, reichbar. Wolter hat die M. mit Er- Auge bleibt (Maximalhelligkeit 2",0).
USA: 1 min 61,611890 mm?. folg zur sorgfältigen Ausmessungder
159
158
————
Mirastern Mischmetall
Die Periode der Lichtschwankung ist Knie abgestrahlten HF das niederfrequente Konzentrationen des Zusatzes_exi-
nicht konstant; sie beträgt im Mittel 1000-00 Signal aufgeprägt. Auf der Empfän- stenzfähig. M. des Eisens mit C, N
331 Tage. Besonderheiten im Spek- 2m gerseite wird der Empfangsfrequenz und B zeigen Einlagerungscharakter.
rum von M.ließen auf einen Spek- licht- cine Oszillatorfrequenz zugemischt 2. Substitutions-M. Bei diesen erset-
schwächeren Begleiter (blau, G.
und aus dem Mischprodukt die Difte- zen Atome eines zweiten Metalles die
tralklasse B) schließen, der von R.Ster- renzfrequenz, die die Modulation der ‚Atomeeines ersten Metalles an ihren
Aitken visuell gefunden wurde.werden ii
HF übernommen hat, ausgefiltert Gitterplätzen Atom für Atom. Es
ne ähnlichen Lichtwech sels (auch Zwischenfrequenz genannt), muß dabei eine gewisse Ähnlichkeit
zur Gruppe der langperiodischen Bei diesem sog. Überlagerungsemp- der Partner vorausgesetzt werden.
Veränderlichen zusammengefaßt, die fang ergeben sich technische Vorteile Füreine lückenlose M.-Bildung darf
nach ihrem Hauptvertreter *Mira- für die Selektivität und Empfindlich- ein nicht zu großer Unterschied der
sterne genannt werden. [5] . keit der Empfänger. Gitterkonstanten der Komponenten
Mirastern, Sammelbezeichnungderen für Das M. erfolgt an nichtlinearen (etwa nicht mehr als 10%) vorhanden
alle veränderlichen Sterne, oCeti w Kennlinien, in speziellen Mischröh- sein, wobei die Kristallstruktur der
Lichtwech sel dem des Sternes ren oder in entsprechenden Bauele- Komponenten die gleiche sein muß,
(Mira) ähnelt. M. haben Perioden 200.
menten der Kristallelektronik. Bei z.B, Cu-Au, Cu-Ag und Ag-Au. Die
von 100 bis 600 Tagen. Die enAmpli-
(zwi-
der Art der Verknüpfung der Ampli- Sättigungsgrenzen von M. können
tude ist individuell verschied ssen). tuden-Zeit-Funktionen muß man die aus dem Zustandsdiagramm be-
schen einer und acht Größenkla additive und die multiplikative Mi- stimmt und rechnerisch ermittelt wer-
M. gehören i. allg. den *Spektral- schungunterscheiden. den. Weiterhin besteht eine Tempe-
klassen K, M, N, S und R an. Meist Lit. Ullmanns Encyklopädie der techn. raturabhängigkeit der Lage der Sät-
handelt es sich um ausgesprochen Chemie. 1. Bd. München-Berlin 1951. - tigungsgrenze von M., die unter an-
rote *Riesen. Die Form der Licht- Weinspach, P. M. Mischvorgänge im
gasförmigen und I ichtlüssigen Gesamt- derem auch von der Temperaturab-
kurve (s. Lichtwechsel) ähnelt zwar hängigkeit der Zusammensetzung der
stark jener der *Delta-Cephei-Ster- zustand; Krüger, H.: Mischen im zäh-
flüssigen, strukturviskosen, mehrphasi- Phase abhängt, mit der der gesättigte
zu
ne, doch zeigt sie von Fall auch M. im Gleichgewicht ist. Die Stabili-
größere, Verschiedenheiten; starken ist zo-L.soo gen, pastösen, pulverförmigen und kör-
nigen Zustand. Fortschritte der Verfah- tät eines M.wird insbesondere durch
sie bei jedem einzelnen Stern MiredSkala
renstechnik Bd.7, 1964/65, Weinheim die Energie der Elektronen, durch
Schwankungen unterworfen. Auf Mischadsorption. Die bei rei n Ga-
1967. Jordan, A.: Mischen. VDI-Z. 109, die Volumenverhältnisse und durch
Grund der starken Verschiedenheiten 29, S. 1404-1406 (1967). [9, 19]
Mischkristalle. Allgemein versteht
die thermodynamischen Bedingungen
bestimmt,
unterscheidet man drei verschiedene sen ermittelten *Adsorptionsisother- man unter Legierung eine ein- oder
Sorten von Lichtkurven für M.: &- men lassen sich nicht ohne weiteres 3. Defekt-M, Bei diesen Verbindun-
Kurven, die in der Form den Delta- verwenden, wenn zwei oder mehr) mehrphasige Mischung verschiedener gen ist ein Teil der Gitterplätze, die
Cephei-K urven am meisten ähneln Gase gleichzeitig auf ein Adsoı metallischer oder nichtmetallischer der einen Komponente zugeordnet
Gialer Anstieg, Hacher Abstieg), die uasemittel einwirken, denn hi Elemente, wennsie min i sind, unbesetzt. Durch die Erhöhung
‚8-Kurven, deren Anstieg und Abstieg beeinflussen sich die Adsorptive ge- zelnen Konzentrationsbe: ‚oder Herabsetzung der Zahl der un-
fast symmetrisch relativ steil erfolgt, tallische Eigenschaften hi besetzten Plätze ändert sich die Ge-
und die »-Kurven, deren Maxima Die Tatsache, daß zwei Gasei. allg. einzelnen Phasen unterscheidet man samtzusammensetzung. Typische De-
breit ausgezogen sind und oft von verschieden werdet
stark adsorbiert M.undintermediäre Phasen. M. sind fekt-M. treten hauptsächlich bei Ver-
unregelmäßigen Schwankungen un- kann zur Trennung von Gasmischun- homogenekristalline Körper mit ste- bindungen von Metallen mit Halb-
terbröchen werden. Die Ursache des auch in technischem Maßstab bex
gen ig veränderlicher Zusammensetzung ien oder Nichtmetallen auf, z.
*Lichtwechsels dürfte ähnlich wie bei nutzt werden. innerhalb bestimmter Konzentra- isenoxydul FeO. Bei dieser Ver-
den Delta-Cephei-Sternen rhythmi- Lrr. Eucken, A.: Lehrb. der chem. tionsgrenzen. In thermodynamischer bindung ist das flächenzentrierte
sches Aufblähen und Zusammenzie- 1948.19]
sik. Bd. II, Leipziginnige Betrachtung sind sie den flü: Teilgitter der O-Atome_vollbesetzt,
hen des Gesamtvolumens sein. [5]Mar- Mischen ist die Vereinigui Lösungen analog und man hat önt- während das Teilgitter der Fe-Ato-
Mire, in der Geodäsie irdische von festen, flüssigen oder gasförmis genographisch festgestellt, daß die me Lücken aufweist.
ken oder Merkzeichen, die bei Ver- gen Stoffen. Das Gebiet erstreckt
si
sch noch beherrschMi; Bausteine der M. (meist jonisierte) Die physikalischen und chemischen
von den theoreti
isiert werden. are en (+. ‚Atomesind. Higenschaften der einzelnen Legie-
maossungsarbeite n anvisirt Werden. Cinfachen Vorgängsehr verwickel Man kanndrei Arten von M. unter- rungen hängen sehr stark von den
Mired-Skala (mired: Abkürzu ng für schungen) bis zunurden experimentell scheiden: 1. Einlagerungs- oder einzelnen gebildeten Phasen und da-
micro reciprocal degree), auch " Chro- ten unden,Misch
meist
der chemi
ischyprozessen der,che n Übersch :ßB-M. (interstitiäre M.). Bei mit auch von den M. ab, wobei die
ine ini den USA wickelt
ira genannt,ist eine
mazirät i diesen sind in die Raumgitterlücken Stabilität der M. durch verschiedene
vielfach verwendete Skala Ku die schen Atomeeines Zusatzes eingebaut. Da Faktoren stark beeinflußt werden
Verteilungstemperatur. M Nachrichten- und Hochfrequenztech- die reinen *Metalle i. allg. dichte kann.
mit derMeßeinheit mired:ist reziprok nik versteht man unter dem M. Packungen besitzen, können in den Lrr. Dehlinger, U.: Theor, Metallkunde.
zur Skala 7, mit der Meßeinheit °K, ziell die Verknüp fung zweier Ampli-
ktionen zum Zw. Zwischengitterplätzen nur kleine Mectalikunde,
Berlin 1955. - Masing, G.: Lehrb. d. allg.
i inden-Zeit-Fun latio Atome eingebaut werden, die bereits 2.Aufl. Berlin 1955. [15]
ae der *Modulation oder Demodu
B. auf di stärkere Störungen des Raumgitters Mischmetall, vornehmlich eine Mi-
S. a. Abb. u Auf diese Weise wird z.sender s verursachen. Es sind also solche Ein- schung aus Cer und Lanthan; als
(13)
Li. ATM, v 835-1. Seite eines Hochfrequenz lagerungs-M. nur bis zu geringen Getter verwendbar. [10]
160 161
Mischungen MIS-Transistor
none. Im allgemeinen muß
hier mit partiellen molaren man da-
Mischungen. Bei M.setzen sich die Thermod Lrr. Kortüm, G.: Einf. in die chem. Lır. Kortüm, G.: Einf. in di
Zustandsgrößen wie Volumen, En- MischungsmethoWeinhei
ynamik. m 1963. [9] Größen Thermodynamik. Weinhei m1963 Mül-
thalpie, freie Energie allg. nicht de, s. Kalorimeter. (W, 4) rechnen,die von der Konzen- er-Pouillet: Lehrb.
1. Braunschweig 1926 d. Physik. Ba. II,
additiv aus denen der Mischungsbe- Mischun gstempe ratur, kritische, s. {ration sämtlicher Bestandteile der [9]
Mischungsweg, von Prandtl vorge-i
führt des- Mischungslücke. Mischung, abhängen. Daraus folgt, nommene Übertragung des Begriffe
der freien Weglänge der molekularens
Man
standteile zusammen .
Mischungsvolumen. Das Volumen
halb partielle molare Größen ein, einer Lösung oder Mischung setzt daß bei der Herstellung von Gemi-
ation schen eine M. auftritt, die positiv Bewegung auf turbulente Strömun-
welche durch partielle Differenti
sich i. allg. nicht additiv aus den Vo-
nach den Moizahlen der Bestandteile lumina der Bestandteile zusammen.
oder negativ sein kann. gen. Nach dieser Vorstel
definiert sind. Diese verhalten Es kommt sogar vor, daß das Volu- Molenbruch Von Ho5ly, gen sich in einer turbulelung bewe-
nten Strö-
additiv, sind i. allg. jedoch konzeı einer Lösung kleiner als das des mung molare »Turbulenzballene
trationsabhängig.
men
Lösungsmittels ist. Um das Teilvolu- _ quer zurHauptbewegung. Wenn sie
Mol- eine gewisse Strecke,
rückgelegthaben, sind den M.I, zu-
Man erhält z. B. das partielle
men der Bestandteile in einer Mi-
volumen eines Mischungs bestand-
teils, indem man die Volumänderung schung festzulegen, definiert man das
Mr