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Region Sellraintal

Hochalpin und stadtnah


PEFC zertifiziert
Dieses Papier stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und
kontrollierten Quellen. www.pefc.org

Gedruckt nach der Richtlinie "Druckerzeugnisse des


Österreichischen Umweltzeichens, Samson Druck GmbH, UW-Nr. 837

Die Initiative „Bergsteigerdörfer” ist ein Projekt des Österreichischen Alpenvereins und wird aus Mitteln
des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus und des Europäischen Landwirtschaftsfonds
für die Entwicklung des ländlichen Raums gefördert.
Seit 16. September 2016 sind die „Bergsteigerdörfer“ zudem ein offizielles Umsetzungsprojekt der
Alpenkonvention.
Inhalt

Bergsteigerdörfer. Mosaiketeine einer gelebten Alpenkonvention 4


Vorworte  6
Region Sellraintal – Hochalpin und stadtnah 8
Geschichtliches 10
Besonderheiten  12
Tourentipps Sommer 18
Tourentipps Winter 26
Alternativen für weniger gutes Wetter 34
Anreise 36
Mobilität vor Ort 37
Partnerbetriebe 38
Schutzhütten  39
Wanderkarten40
Wichtige Adressen 41
Impressum, Bildnachweis, Literatur 42
Richtiges Verhalten in den Bergen 43

Gries im Sellrain Sellrain St. Sigmund im Sellrain

3. aktualisierte Auflage, Innsbruck 2018


4

Bergsteigerdörfer. Mosaiksteine
einer gelebten Alpenkonvention
!

Legend Augsburg
!
Linz
!
!
Wien
National border
München
GERMANY
!
Perimeter Alpine Convention
Freiburg
!
! City
River Kempten
!
Salzburg
!
Lake Basel
! Bregenz Leoben
Glaciated area (> 3000 m) ! !
Zürich
!
Innsbruck
S WI TZ E R LAN D Vaduz
!
AUST RIA !
Graz
Luzern !

Bern !
!
LIECHTENSTEIN
Thun
!
Villach Klagenfurt Maribor
! !
!
Lausanne
! Bolzano Jesenice
! !

Kranj
Genève !
!
Ljubljana
Trento !
! Nova Gorica
Annecy ! Zagreb

!
Lyon
!
SLOVENIA !

Bérgamo Trieste
Chambéry ! !
!
Bréscia
Milano
Novara Pádova ! Venézia
!
! Verona Rijeka
! ! ! !
Grenoble
!

Torino
!

Parma
ITALY !

FRANCE
Bologna
!
Génova
!

La Spézia
!

Nice Firenze
!
!

MONACO
Marseille

O
Scale: 1 : 3,300,000
!

0 25 50 100 150 200


km

Anwendungsbereich der Alpenkonvention; Quelle: 2. Alpenzustandsbericht der Alpenkonvention


Wasser, 2008; Autor: Umweltbundesamt Austria

Die Alpenkonvention – ein völkerrechtlicher gilt, die Protokolle der Alpenkonvention wo


Vertrag der acht Alpenstaaten und der Euro- auch immer möglich anzuwenden, nicht nur
päischen Gemeinschaft; eine Vereinbarung im Rahmen von Genehmigungsverfahren,
mit höchsten Zielsetzungen für die nachhalti- sondern insbesondere im Hinblick auf inno-
ge Entwicklung im alpinen Raum, ein Meilen- vative Ideen für eine nachhaltige wirtschaft-
stein in der Geschichte des Umweltschutzes ... liche Entwicklung auf lokaler Ebene.
möchte man meinen. Ganz so ist es aber lei- Der Österreichische Alpenverein war maß-
der nicht. Seit den 1950er-Jahren, in denen geblich am Zustandekommen der Alpenkon-
die Idee zur Alpenkonvention erstmals in den vention mit ihren Protokollen beteiligt. Seit
Gründungsdokumenten der internationalen jeher versucht er, die Alpenkonvention für
Alpenschutzkommission CIPRA aufscheint, die breite Öffentlichkeit fassbar zu machen,
bis zum Inkrafttreten 1995 und bis zum Be- sie von dem – zugegebenermaßen zum Teil
ginn der Umsetzung 2002 war und ist es ein sehr komplizierten Juristenlatein – loszulö-
langer Weg. Aber gerade jetzt, wo die sozia- sen und in ganz konkreten Projekten mit der
len Probleme der Welt jeden Umweltschutz- Bevölkerung umzusetzen.
gedanken mehr denn je in den Hintergrund Eines dieser Beispiele ist die Initiative „Berg-
drängen, gewinnt die Alpenkonvention als steigerdörfer”. Im mittlerweile internationa-
Entwicklungsinstrument neue Bedeutung. Es len Projekt legen die Alpenvereine bereits bei
5

der Auswahl der Bergsteigerdörfer in Öster- Programm. Auch abseits des Bergsports ist
reich, Deutschland, Italien und Slowenien be- einiges geboten: von geführten geolog­
sonderes Augenmerk auf die Geschichte der ischen oder ornithologischen Wanderungen
Gemeinden, auf ihre Entscheidungen in der bis hin zum Besuch von Bergwerksstollen,
Vergangenheit und ganz besonders auf ihre Museen und alten Werkstätten gibt es eine
zukünftigen Entwicklungsziele. Denn nicht Vielzahl von Möglichkeiten. Oft reicht aber
jedes Bergsteigerdorf aus den Anfangsjah- auch schon ein warmes, trockenes Plätzchen
ren des Alpintourismus ist bis heute ein sol- am Ofen, eine Tasse Tee und ein gutes Buch –
ches geblieben. Viele Gemeinden haben sich zum Beispiel über die Alpingeschichte der
ganz dem Wintertourismus verschrieben, Region – um einen verregneten Nachmittag
haben die Berghänge planiert, entwässert, zu genießen.
Speicherseen gegraben, gesprengt, Seilbah- Kurzum, die Bergsteigerdörfer sollen eine
nen errichtet, Hotelburgen gebaut – "alles Gästeschicht ansprechen, die sich Urlaubs-
für den Gast". Für die ortsansässige Bevöl- orte aussuchen, in denen es noch einiger-
kerung resultiert daraus die Abhängigkeit maßen „normal” zugeht. Gäste, die einen
von einem sich immer schneller drehenden Aktivurlaub in der Natur erleben wollen,
Erschließungs-Kapital-Kreisel, dessen Höhe- die Eigenverantwortung und Umweltbe-
punkt noch nicht erreicht scheint. wusstsein mitbringen oder zumindest sehr
Mit den Bergsteigerdörfern nehmen sich offen dafür sind. Mit dem Besuch in einem
die projekttragenden Alpenvereine mit den der Bergsteigerdörfer entsteht eine echte
Sektionen und dem Ständigen Sekretariat Symbiose: Denn während der Gast endlich
der Alpenkonvention sowie mit Hilfe ande- den Alltag hinter sich lassen kann, werden
rer Partner aus öffentlicher Verwaltung und in den Gemeinden Arbeitsplätze gehalten,
Tourismus jener Gemeinden an, die sich be- können kleine Gastronomiebetriebe ihr Aus-
wusst für eine nachhaltige, eigenständige kommen finden, werden Nächtigungen auf
und selbstbewusste Entwicklung entschie- Schutzhütten gebucht, findet das regionale
den haben. Merkmale aller Bergsteigerdörfer kulinarische Angebot seine Abnehmer – und
sind ihre Kleinheit und Ruhe, ihre Lage im genau DAS entspricht einer gelebten Um-
Alpenraum mit einer entsprechenden Relief­ setzung der Alpenkonvention – die Balance
energie, ihr harmonisches Ortsbild, ihre alpi- zwischen Schutz der Gebirgsregionen und
ne Geschichte, ihre gelebten Traditionen und einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung.
ihre starke Alpinkompetenz. Oberstes Ziel ist es, die Wertschöpfung in der
Zusammen mit den Sektionen des Alpen- Region zu halten und nicht an regionsfremde
vereins wird an einer umfangreichen Ange- Investoren abzugeben.
botspalette an Aktivitäten, die ohne tech-
nische Hilfsmittel auskommen, gearbeitet. Die Zeit wird zeigen, ob sich Geduld und
Je nach Charakter des Bergsteigerdorfes Fleiß auszahlen werden, aber wir – das inter-
kann sich der Gast in einer weitestgehend nationale Projektteam Bergsteigerdörfer –
unverbrauchten Landschaft aktiv erholen: sind davon überzeugt: Die Bergsteigerdörfer
Wandern, Bergsteigen, Klettern, Bouldern, können eine echte Vorreiterrolle für die Um-
Skitourengehen, Schneeschuhwandern, setzung der Alpenkonvention im Alpenraum
Langlaufen und Rodeln stehen auf dem einnehmen.
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Herzlich willkommen
in der Region Sellraintal!

Bergsteigerdörfer und Sellraintal bedeutet Mit den Sektionen Dinkelsbühl, Münster und
die perfekte Kombination mit viel Natur und Pforzheim des Deutschen Alpenvereins ha-
unberührter Landschaft und das nur eine ben wir sehr aktive Partner, die mit der Pots-
halbe Autostunde von Innsbruck, der Haupt- damer Hütte, dem Westfalenhaus und der
stadt der Alpen, entfernt. Pforzheimer Hütte Stützpunkte in unseren
Das Sellraintal ist ein Seitental des Inntals Bergen geschaffen haben, die im Sommer
und besteht aus den drei Gemeinden Sell- und Winter sehr gerne besucht werden.
rain, Gries im Sellrain und St. Sigmund im
Sellrain. Der Lisenser (auch Lüsener) Ferner- Wir freuen uns, dass wir als Bergsteigerdörfer
kogel ist mit 3.298 Metern der dominierende aufgenommen wurden und bedanken uns
Berg im Tal und bildet einen der schönsten bei allen Verantwortlichen und Mitarbeitern
Talabschlüsse Tirols. des Österreichischen Alpenvereins.

Atmen Sie die klare, frische Bergluft abseits Besuchen Sie uns und erleben Sie hier schö-
des Massentourismus, staunen Sie über die ne Stunden. Gerne zeigen wir Ihnen unsere
vielfältige Pflanzen- und Tierwelt und genie- Heimat!
ßen Sie unsere Region zu jeder Jahreszeit im
Einklang mit der Natur! Die Bergwege sind
bestens markiert und beschildert und mit
dem Bergwegegütesiegel des Landes Tirol
ausgezeichnet. Über zwanzig 3.000er und
vierzig 2.000er bieten unzählige Möglich-
keiten, auch auf einsamen Wegen Gipfel so- Bgm. Dr. Georg Dornauer, Sellrain
wie Hütten und Almen zu erwandern.

Im Winter ist das Sellraintal ein einzigartiges


und sehr beliebtes Skitouren- und Schnee-
schuhwandergebiet. Perfekt gespurte Lang- Bgm. Martin Haselwanter, Gries im Sellrain
laufloipen, gepflegte Winterwanderwege
und Rodelbahnen – für die sportliche Betä-
tigung ist gesorgt. Auch Eiskletterer finden
optimale Möglichkeiten, vom Anfänger bis
zum Profi. Bgm. Anton Schiffmann, St. Sigmund
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Liebe Berg- und Wanderfreunde,

herzlich willkommen in den Bergsteigerdör- höher zu bewertenden Stellenwert ein.


fern der Region Sellraintal!
Das Skitourengebiet um Praxmar – Lüsens
Man muss es zuerst erleben, um es zu glau- ist eines der bekanntesten und beliebtesten
ben: „Nur“ 15 km von der Landeshauptstadt im Einzugsgebiet rund um die Landeshaupt-
Innsbruck entfernt öffnet sich eine eigene, stadt Innsbruck.
reine und vor allem naturbelassene Welt, das
Sellraintal. Als Obmann der Tourismusregion Innsbruck
und seine Feriendörfer kann ich Ihnen, als
Die drei Gemeinden und Bergsteigerdörfer bergbegeisterte Gäste, die Bergsteigerdörfer
Sellrain, Gries und St. Sigmund haben sich ihr der Region Sellraintal bestens empfehlen.
traditionelles Erscheinungsbild trotz Moder- Lassen Sie sich von der Ruhe, aber dennoch
nisierung von Gebäuden und Infrastruktur sehr guten Erreichbarkeit, der Gastronomie
erhalten und sollten von vielen Tiroler Dör- und der Gastfreundschaft der dort lebenden
fern als Vorbild genommen werden. Menschen verzaubern.

Die Bergwelt im Sellraintal mit ihrem Hö- Schon im Vorhinein darf ich Ihnen erholsame
hepunkt, dem Lüsener Fernerkogel im Tage und unvergessliche Bergerlebnisse im
schönsten Talabschluss Österreichs, bietet Sellraintal wünschen.
ideale Voraussetzungen für Wanderungen,
Berg- und Skitouren.

Im Winter als auch im Sommer ist diese Re-


gion das perfekte Urlaubsgebiet für unsere Berg Heil - Ihr
Gäste.

Die Schneesicherheit auf den Bergen der


Region Sellraintal ist die ideale Grundlage
für den Wintersport. Eisklettern, Langlaufen,
Rodeln und Winterwandern sowie Tourenge-
hen mit Skiern und Schneeschuhen finden in
Tirol Jahr für Jahr mehr Anhänger. Sie neh- Dr. Karl Gostner
men daher auch im Tourismus einen immer Obmann Tourismusverband Innsbruck
8

Region Sellraintal
Hochalpin und stadtnah

LAGE
Unmittelbar westlich der Tiroler Landeshauptstadt, gegenüber der
berühmten Martinswand, öffnet sich der Eingang ins Sellraintal. Ein
Fächer von Seitentälern vermittelt den Zugang ins Herz der Stubai-
er Alpen: das Fotschertal bei Sellrain, das Lüsenstal bei Gries, das
Gleirschtal bei St. Sigmund und das Kraspestal bei Haggen. Im Süden
begrenzen die Stubaier Alpen das Sellraintal, im Norden der Gebirgskamm mit Rosskogel,
Peider Spitze und Flaurlinger Scharte bzw. Schartenkogel, im Westen liegt die Wasserscheide
bei der Stockach Alm vor Kühtai. Im Osten ist die Schlucht mit dem Talbach Melach die Grenze.
Diese fließt bei Kematen in den Inn und ist auch die Grenze zwischen Ober- und Unterinntal.
Die frühere wirtschaftliche Bedeutung der Übergänge in die angrenzenden Täler Ötztal, Stubai-
tal und Inntal ist nicht mehr gegeben. Nur die Verbindung vom Sellraintal über Kühtai und das
Nedertal ins Ötztal wurde ausgebaut und besteht heute noch.

GEMEINDEN
Sellrain liegt auf 909 Meter Seehöhe, hat eine Fläche von 62 km² und ca. 1.350 Einwohner.
Gries im Sellrain liegt auf 1.187 Meter Seehöhe, hat eine Fläche von 22,62 km² und ca. 580
Einwohner. St. Sigmund im Sellrain hat eine Fläche von 102,3 km² und ca. 170 Einwohner. Der
Hauptort liegt auf 1.513 Metern Seehöhe.
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GEBIRGSGRUPPE UND WICHTIGE GIPFEL SCHUTZHÜTTEN


Stubaier Alpen
Potsdamer Hütte (2.020 m)
Lüsener Fernerkogel (3.298 m) (N 47° 08,583', O 11° 12,517')
Hoher Seeblaskogel (3.235 m) DAV-Sektion Dinkelsbühl
Gleirscher Fernerkogel (3.189 m)
Zwieselbacher Rosskogel (3.081 m) Westfalenhaus (2.273 m)
Lisener Villerspitze (3.027 m) (N 47° 06,467', 11° 06,000')
Zischgeles (3.004 m) DAV-Sektion Münster
Schöntalspitze (3.002 m)
Haidenspitze (2.975 m) Pforzheimer Hütte (2.308 m)
Lampsenspitze (2.876 m) (N 47° 09,283', O 11° 04,350')
Roter Kogel (2.832 m) DAV-Sektion Pforzheim
Samerschlag (2.829 m)
Seejoch (2.808 m)
Pockkogel (2.807 m)
Rosskogel (2.646 m)
Freihut (2.625 m)
Windegg (2.577 m)
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Geschichtliches

Das Dorf St. Sigmund in den 1920er Jahren

Zum ersten Mal wird der Talname Sellrain streiften Jäger das hintere Fotschertal und er-
(„Selrain“) urkundlich 1271 genannt. Die am reichten dort vor fast 10.000 Jahren den eisfrei-
frühesten nachweisbare Dauersiedlung war en Riegelschrofen (= “Ullafelsen”), worauf die
das 1153/54 erwähnte Haggen im Obertal archäologischen Funde (Feuerstein-Abschläge)
(Gemeinde St. Sigmund), welches unter den und mehrere mit der 14C-Methode datierte
Besitzungen des Welfenklosters Ottobeuren Feuerstellen hinweisen. Gerade dieser lawi-
aufscheint. Als weitere Siedlungskerne folgten nen-, muren- und steinschlaggeschützte Fels-
dann im Jahr 1254 Marendebach und Durregg, riegel (1.869 m) diente den umherziehenden
die sich in den Gemeinden Gries und Sellrain Jägern als „Basislager“.
befinden.
Die bevorzugten landwirtschaftlichen Betrie- Alpingeschichte
be des Hoch- und Spätmittelalters waren im
Sellraintal die von den beiden Klöstern Frauen­ Zur Zeit Kaiser Maximilians I. war das Hochge-
chiemsee und Wilten sowie vom Tiroler Lan- birge im Sellraintal ein begehrtes und daher
desfürsten Meinhard II. gegründeten Schwai- auch häufig aufgesuchtes Jagdgebiet, wo um
gen („swaiga“ = Viehherde oder Viehhof), die 1500 zahlreiche Gämsen und Hirschen gejagt
als Vorläufer der heutigen Bergbauernhöfe auf wurden. Die im Talhintergrund wohnenden
Viehhaltung und Milchwirtschaft ausgerichtet Gämsjäger (darunter ledige Bauernsöhne und
waren, was anhand ihrer jährlichen Abgabe- Knechte) bestiegen auf der Suche nach ver-
leistung von durchschnittlich 300 Stück Käse loren gegangenen Schafen wohl als Erste die
abgelesen werden kann. markant aufragenden Gipfel der Dreitausender.
Schon in vorgeschichtlicher Zeit wurden die Zu den Meilensteinen in der Alpingeschichte
Jöcher des Sellraintales als Übergänge genutzt. gehört im 19. Jahrhundert die Erstbesteigung
Während der älteren Mittelsteinzeit durch- des Lüsener Fernerkogels (3.298 m). Der dama-
11

lige Abt des Stiftes Wilten hatte gegen das ris- zum aufragenden Fernerkogel. Besonderes
kante Vorhaben des Bergsteigers und Theolo- Lob über das Gasthaus in Praxmar findet sich
gen Peter Karl Thurwieser (1789 – 1865) nichts bereits 1876 beim deutschen Reiseschriftsteller
einzuwenden. Durch einen hochsommerli- Heinrich Noe, der eigens die Handschlagquali-
chen Wettersturz mit ergiebigen Schneefällen tät des bescheidenen Wirtes „Lippen-Lois“ und
verzögerte sich jedoch das waghalsige Unter- die im Hause herrschende Gemütlichkeit her-
nehmen zunächst um fünf Tage, bevor am 22. vorhebt. 1894 erhielt das Praxmarer Wirtshaus
August 1836 Thurwieser nach Gries kam, wo den Namen „Gasthaus zum akademischen
er im Pfarrhaus übernachtete. Das stattliche Alpen-Club“. 1912 wurde die vom Ski-Klub
Wiltener Klostergebäude in Lüsens wurde am Innsbruck mit staatlicher Unterstützung in
nächsten Tag bezogen. Unter Führung der bei- norwegischem Blockhausstil gebaute Fotscher
den erfahrenen Praxmarer Bauernjäger Philipp Skihütte eröffnet.
Schöpf und Jakob Kofler erreichte Thurwieser Knapp vor dem Ersten Weltkrieg (1914 – 1918)
am 24. August 1836 um 13.01 Uhr nach 8 ¾ und während der Zwischenkriegszeit (1919 –
Stunden den Fernerkogel, das „Matterhorn“ 1938) hatte sich der Alpenverein im Sellraintal
der nördlichen Stubaier Alpen. Als erste autori- in zweierlei Hinsicht verdient gemacht, nämlich
sierte Bergführer in der Talschlussgemeinde St. einerseits in der 1901 durch die Sektion Inns-
Sigmund wurden 1870 Josef Pairst und Johann bruck erfolgten Anlage neuer Bergsteige bzw.
Rofner verzeichnet. Gipfelwege in Lüsens (Praxmar– Schöntalbach –
Die wichtigsten alpinen Stützpunkte waren Achsel; Lüsens – Längental – Winnebachjoch;
neben den Almhütten (z. B. Längentaler Alm – Lüsens – Kleines Horntal – Lüsener Ferner) und
Besteigung des Fernerkogel-Nordgrates durch andererseits im Bau von drei Schutzhütten:
die „Wilde Bande“, 1888) die Pfarrhäuser (Wi- Westfalenhaus (1908) im Längental/Lüsens,
dum in Gries) und Wirtsbehausungen (Juife- Pforzheimer Hütte (1926) im Gleirschtal und
nau, Praxmar, Haggen). Durch Vermittlung der Potsdamer Hütte (1932) im Fotschertal.
Sektion Innsbruck wurde 1893 dem im Grieser Warum ist die stadtnahe Bergsteigerdörfer-
Ortsteil Juifenau stehenden Gasthaus „Zum Region Sellrain so ursprünglich geblieben?
Alpenverein“ für die Sommersaison eine Ge- Die Bewohner des Sellraintales haben noch
werbekonzession erteilt. Der damalige Besit- rechtzeitig in den 1980er-Jahren die große
zer Franz Kirchebner bot seinen Gästen außer Bedeutung ihrer fast unberührt gebliebenen
gutem Wein und Bier sowie schmackhaften Bergwelt erkannt. Sie verzichteten auf techni-
Speisen auch Nachtlager und Pension zu mä- sche Aufstiegshilfen zur damals geplanten Er-
ßigen Preisen an. Von der neu errichteten Ve- schließung von Skigebieten (Seiges/ Windegg,
randa aus hatte man einen sehr schönen Blick Lampsen).

Buchtipp:

Jäger, Georg: Sommerfrische und Gipfelwind, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2015


Jäger, Georg: Alpingeschichte kurz und bündig – Region Sellraintal, ÖAV, Innsbruck 2015
Jäger, Georg: Melachgeflüster, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2017
Jäger, Georg: Gletschermilch und Kirschsuppe, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2017
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Besonderheiten

Der Naturerlebnisweg lädt zu einem ruhigen Nachmittagsspaziergang ein

Immer aufs Neue beeindrucken die Glet- ner der Bergwildnis allerdings nur mit viel
scher und ihre unübersehbaren Spuren, die Geduld, einer guten Beobachtungsgabe und
seit der letzten Eiszeit die Landschaft prägen. einer großen Portion Glück!
Ihr derzeitiger Rückgang ist gut sichtbar und Die hier beschriebene Vielfalt des einzigar-
bezeugt eindrucksvoll den globalen Klima- tigen Naturraumes des Sellraintales lässt sich
wandel. am besten auf der Sellrainer Hüttenrunde
Bergketten mit dreitausend Metern Höhe erkunden:
laden Bergsteiger und Bergwanderer zum
Bergsteigen ein. Die hohen Gipfel der Stu- Sellrainer Hüttenrunde
baier Alpen im Süden, das Karwendel und Die Wege von Hütte zu Hütte mit schönen
die Nordkette mit dem Mieminger Gebirge Gipfelbesteigungen sind geprägt von kla-
im Norden, sorgen für eine prächtige Kulisse. ren Gebirgsbächen, kleinen Seen und male-
Es ist eine wunderbare Naturlandschaft ohne rischen, mit Alpenveilchen, Alpenrosen und
Lifte, Autos und Lärm – stattdessen Stille und vielen weiteren Bergblumen geschmückten
Erholung pur. Vor allem in den beiden Ruhe- Terrassen.
gebieten des Sellrains, den Stubaier Alpen
und dem Ruhegebiet Kalkkögel mit seinen Sellraintaler Höhenwanderweg
unverwechselbaren, an die Dolomiten erin- Ein Bergpanorama von unvergleichlicher
nernden, Bergzinnen. Schönheit begeistert den Wanderer auf
In dieser wilden Naturlandschaft leben unter einem aussichtsreichen Bergweg, der bestens
anderem Steinböcke, Gämsen und Murmel- markiert und beschildert ist. Bänke an den
tiere; mitunter auch Bären, die vom Süden schönsten Aussichtspunkten laden ein, Rast
kommend die Tiroler Berge durchstreifen. Zu zu machen und die wunderbare Umgebung
Gesicht bekommt man die scheuen Bewoh- zu genießen.
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Der Weg beginnt an der Kühtaier Landesstraße, und viel Unentdecktes bereithält. In dieser
300 m östlich der Zirmbachalm und endet auf Szenerie der Ruhe und Erholung gibt es die
der Rosskogelhütte oberhalb von Oberperfuss. Möglichkeit, in der imposanten Bergwelt des
Zu- bzw. Abstiegsmöglichkeiten gibt es ober- Lüsenstales auf Entdeckungsreise zu gehen.
halb von Haggen durch den Schutzwald,
weiters direkt in Hag-
gen sowie über den
„WunderWanderWeg“
St. Sigmund – Sonn-
bergalm, den Heurie-
senweg Gries, über St.
Quirin – Sellrain und
Stiglreith – Oberper-
fuss.
Die Gehzeit für den
gesamten Weg be-
trägt 6 bis 7 Stunden.
Vom Höhenweg aus
erreicht man folgende
Berggipfel: Seejoch,
Weißstein und Ross-
kogel. Rast am Sellraintaler Höhenweg

Themenwege WunderWanderWeg Sonnbergalm


Der WunderWanderWeg in St. Sigmund bie-
Naturerlebnisweg Praxmar und Gletscher- tet ein besonderes Wandererlebnis für die
pfad Lüsens ganze Familie, weist er doch auf verschie-
Diese zwei Wege informieren ausgehend von dene Naturwunder hin. Er führt 350 Höhen-
Praxmar oder Lüsens auf 19 Stationen über meter hinauf auf die Sonnbergalm und lädt
Natur, Naturgeschichte, Tiere, Pflanzen und bei einigen Stationen, wie zum Beispiel beim
Gletscher. Adlerhorst, zur Rast ein. Auf der Alm wartet
Das Lüsenstal bietet einen der schönsten dann nicht nur ein großartiges Panorama
Talabschlüsse der Zentralalpen, mit einem auf die Bergwelt der Stubaier Alpen, sondern
spannenden Wechsel aus sanften Almwie- auch kulinarische Köstlichkeiten.
sen, duftenden Bergwäldern, schroffen Wunder erlebt man in der Region Sellrain
Gipfeln und den gleißenden Gletschern. Ur- aber oft, wenn man sich die Wanderschuhe
sprünglichkeit, Tradition und alpine Roman- anzieht. Vor allem im Juni und Juli zur Zeit der
tik verbinden sich hier zu einem Spielplatz Almrosenblüte leuchten die Berge von zartem
der Natur, der Eigenwilliges, Abenteuerliches Rosarot bis zu flammendem Purpur.

Tipp:
Sellrainer Hüttenrunde, DAV (Hrsg.); Umfangreicher Folder mit allen Hütteninfos, Wegbeschrei-
bungen und Karten für die Sellrainer Hüttenrunde. Erhältlich in den örtlichen TI, DAV und ÖAV.
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Heuriesenweg Sellraintaler Besinnungsweg – Streuobstweg


Ca. 1,5 Stunden Gehzeit oberhalb von Dieser Kultur- und Wanderweg verbindet die
Gries – knapp unter der Waldgrenze – wird drei Kirchen und den Kreuzweg zwischen
in einem neu errichteten Stadel auf infor- Gries und Sellrain. Ausgehend von der Pfarr-
mativen Tafeln die traditionelle Form der kirche St. Martin in Gries im Sellrain geht es
Bergheugewinnung beschrieben und auf über Marendebach weiter über einen Wald-
Bildern dargestellt. Bei Unwettern dient die- weg zu den Grubachhöfen. Anschließend
ser Stadel auch als Unterstand. weiter über die Sellrainer Ortsteile Duregg
Überall im Sellraintal findet man noch Berg- und Perfall zur Wallfahrtskirche St. Quirin
heustadel, die früher auf den hoch gelegenen in Sellrain. Von dort kommen Sie über den
Bergmähdern zur Einlagerung des Heus ge- Kreuzweg zum Ortsteil Tauegert und den
dient haben. Die zum Teil weit von den Berg- Ortsteil Obere Grube, von wo Sie zur St. Anna
bauernhöfen entfernt errichteten Holzge- Kirche absteigen können. Weiters besteht die
bäude sind Hinweise auf die bergbäuerliche Möglichkeit, die Rote Kapelle zu besichtigen.
Nutzung der Hochlagen. Das im Sommer auf Mit dem Regiobus können Sie dann retour
den Bergwiesen gewonnene Heu wurde nicht nach Gries fahren.
sofort zum Hof gebracht, sondern erst in den Entlang des Besinnungsweges wurde ro-
Wintermonaten mit Schlitten über die gefähr- bustes, an das Klima angepasstes Streuobst
lichen Heuriesen ins Tal gezogen. gepflanzt. Die Blüte im Frühjahr und der Er-
Die meisten Bergmähder im Sellraintal sind trag im Herbst sollen auch dazu einladen,
auf der Sonnenseite zwischen Hinterriss diese Kraftplätze zu erkunden und das Obst
(oberhalb von St. Quirin) und Haggen, die Un- zu kosten.
tergrenze liegt bei 1.700 bis 1.800 m Seehöhe. Natürlich kann dieser Weg auch in umge-
Der Heuriesenweg ist der Grieser Zu- bzw. Ab- kehrter Richtung von Sellrain nach Gries be-
stieg für den Sellraintaler Höhenwanderweg. gangen werden.

Die Tafel am Heuriesenweg in einem Stadel erläutert die traditionelle Bergheugewinnung


Pollenarmut – Ur-
laub vom Heu-
schnupfen
Atmen Sie (sich) ge-
sund im Sellraintal:
Ein unschätzbarer
natürlicher Vorteil
der Sellraintaler
Bergwelt ab 1.500 m
ist die ausgezeich-
nete Luftqualität. St.
Sigmund – Praxmar
mit seiner alpinen
Umgebung bietet
ideale Bedingungen
für gereizte Nasen
und Augen und
15

damit einen erhol-


samen Sommerur-
laub für geplagte
Pollenallergiker.
Sie kommen hier oft
ohne Medikamente
aus und können so-
gar bei offenem Fen-
ster schlafen.
Langjährige Unter-
suchungen der Uni-
versität Innsbruck,
Institut für Botanik,
beweisen, dass der
Pollengehalt in der Im Juni ständige Begleiterinnen im Sellraintal – die wunderschönen Almrosen
Luft mit der Höhe
abnimmt. Das Belastungspotential beträgt Ruhegebiete
in Höhenlagen nur mehr 1/5 bis 1/10 der Eine besondere Form der Schutzgebiete in
Belastungen von Tallagen. Gleichzeitig füh- Tirol sind Ruhegebiete. Sie sind besonders
len sich Menschen, die auf Hausstaubmilben geeignet für die Erholung in der freien Natur,
empfindlich reagieren, in dieser Höhe we- weil es keine lärmerregenden Betriebe, Seil-
sentlich wohler. Das Hochgebirgsklima ga- bahnen für die Personenbeförderung oder
rantiert laut wissenschaftlichen Studien eine Straßen mit öffentlichem Verkehr gibt.
absolute Milben- und Schimmelpilzfreiheit. Die Ruhegebiete Kalkkögel mit den Bergket-
ten um das Innere Fotschertal und die Stu-
Alpenrosenblüte baier Alpen mit ihren interessanten Gipfeln,
Von Mitte Juni bis Ende Juli blühen im Sell- Gletschern und Hochgebirgsseen im Gebiet
raintal ab einer Höhe von 1.500 m die Alpen- von St. Sigmund garantieren den Erhalt der
rosen. Unzählige Wanderwege führen direkt an wilden und ursprünglichen Bergwelt und
den Alpenrosen vorbei, ganze Hänge des Sell- der einzigartigen Hochgebirgslandschaft im
raintals leuchten während der Blütezeit in den Sellraintal.
schönsten Rottönen. Alpenrosen sind nicht nur
eine Freude fürs Auge, sondern duften auch Die Hegegemeinschaft Sellraintal
angenehm und lassen so eine Wanderung zur Die Hegegemeinschaft – der Zusammen-
reinsten Genusswanderung werden. schluss der örtlichen Jagdreviere – wurde
Die „Almrose“, wie sie von Einheimischen ge- im Jahr 2004 mit dem Ziel gegründet, eine
nannt wird, Rhododendron ferrugineum, besser großräumige Hege des Rot-, Reh-, Gams- und
bekannt als Rostblättrige Alpenrose, gehört zur Steinwildes sowie der Raufußhühner zu ver-
Familie der Heidekrautgewächse. Der Strauch wirklichen.
wird 20 – 100 cm hoch, die Blätter sind glänzend Ein besonderes Anliegen der örtlichen Jäger
und an der Unterseite rotbraun, woher übrigens ist es, dass das gesunde und sehr bekömm-
der Name stammt. Die rosaroten Blüten sitzen in liche Wildbret wieder vermehrt in die Speise-
Trauben an den Zweigenden, die Blütenkronen pläne aufgenommen wird.
sehen aus wie kleine Trichter.
16

Skitourenlehrpfad
Österreichs auf die
Lampsenspitze. Er
besteht aus einem
interaktiven Lern-
und Planungsmodul
im Internet sowie aus
sechs informativen
Schautafeln an be-
deutsamen Punkten
auf dem Aufstiegs-
weg. Skitourenge-
her, Snowboarder
und Schneeschuh-
Der Fernerkogel, Wahrzeichen des Tals wanderer erfahren
hier mehr über das Verhalten im winter-
Hirschbrunft im Sellraintal lichen Hochgebirge. Er ist für Anfänger wie
Wer sie schon einmal erlebt hat, weiß: Die Experten, für den Einzelnen und Gruppen
Hirschbrunft ist ein ganz besonderes Na- lehrreich und interessant.
turschauspiel, wenn plötzlich die langgezo-
genen Brunftschreie der Hirsche durch die LVS Suchfeld + Training-Center Praxmar
Nacht ertönen und sie mit ihren mächtigen Seit dem Winter 2014/15 gibt es in Praxmar
Geweihen im Mondlicht erscheinen. ein LVS Suchfeld. In Zusammenarbeit mit
Girsberger Elektronik AG entstand ein ATC
1. Skitouren-Lehrpfad Österreichs Avalanche Training Center. Dies ist eine sta-
Von Praxmar aus führt der erste alpine tionäre Anlage zur Übung der Lawinenver-
In Praxmar, auf dem Weg zur Lampsenspitze, befindet LVS Checkpoint am Eingang des Kraspestales
sich der erste alpine Skitourenlehrpfad Österreichs
17

schütteten-Suche mit
LVS-Geräten und La-
winensonden.
Die Anlage wird mit
8 Sendern betrieben.
Die Sender, welche
im Suchfeld vergra-
ben sind, senden
dieselben Signale
wie ein Lawinenver-
schütteten-Suchge-
rät.
An der Steuerzentra-
le können die fern-
gesteuerten Sender Beim 24-Stunden-Marsch müssen die Teilnehmer ihre Ausdauer unter Beweis stellen
per Zufallsprinzip
(Übungs-Modus) oder manuell (Experten- Sellraintaler 24-Stunden-Marsch
Modus) aktiviert werden. Mit diesen Mög- St. Sigmund ist seit Sommer 2014 jährlich der
lichkeiten lassen sich einfache und kom- Treffpunkt zum 24er. Kommen Sie und ma-
plexe Verschüttungsszenarien, insbesondere chen Sie mit beim Sellraintaler 24-Stunden-
Mehrfachverschüttungen, trainieren. Marsch, dem Abenteuer im Sellraintal – über
Die Sender verfügen über eine automatische 55 Kilometer und über 3.800 Höhenmeter!
Sondentreffer-Signalisierung. Eine erfolg- Entsprechende Kondition und Trittsicherheit
reiche Punktortung auf der Tastfläche des sind unbedingt erforderlich!
Senders mittels einer Lawinensonde wird an Aber nicht Schnelligkeit oder Wettkampfim-
der Steuerzentrale angezeigt und akustisch pulse stehen im Vordergrund, sondern das
bestätigt. Die gesamte Anlage ist mit han- gemeinsame Erlebnis, einen ganzen Tag
delsüblichen Batterien ausgerüstet. Diese lang, bei Licht und Dunkelheit am Berg un-
gewährleisten einen autonomen Betrieb für terwegs zu sein.
die ganze Saison. Für einen möglichst gerin- Genaues unter www.sellrainer24er.at.
gen Energieverbrauch schaltet sich die Anla-
ge nach der Benutzung automatisch in einen Wildsaustaffel
Schlaf-Modus. Ein manuelles Abschalten ist Alljährlich findet von Praxmar aus die Inter-
nicht erforderlich. nationale Sellrainer Wildsaustaffel statt. Bei
diesem Sportereignis stürmen begeisterte
Sporthighlights Skitourenfans – Frauen und Männer – auf
Die Berge des Sellraintals bieten die Kulisse Lampsen und Zischgeles, um möglichst
für zwei Veranstaltungen der Extraklasse. in Rekordzeit den Aufstieg zu bewältigen.
Einmal im Sommer und einmal im Winter Ebenso rekordverdächtig wird dann die
treffen sich in St. Sigmund - Praxmar Berg- Abfahrt in Angriff genommen. Ein wahres
sportler, die das gleiche Ziel haben. Volksfest für Sportler und Zuschauer! Die
Wildsaustaffel ist und bleibt eines der größ-
ten Highlights im Sellraintal.
18

Tourentipps Sommer

Almrosen säumen den Weg zur Potsdamer Hütte

Dem Wanderer und Bergsteiger wird im Wer zudem gerne in Gesellschaft wandert,
Sellraintal viel geboten. Bestens markierte kann an den kostenlosen geführten Wande-
und beschilderte Bergwege, ausgezeichnet rungen teilnehmen, die während der Som-
mit dem Bergwege-Gütesiegel des Landes mermonate angeboten werden.
Tirol, ziehen durch die Seitentäler des Sell-
raintals zu Almen, Schutzhütten und vielen Fehlt Ihnen ein Ausrüstungsgegenstand? Al-
aussichtsreichen Gipfeln. Touren von Hütte les, was das Wander- und Bergsteigerherz be-
zu Hütte, Übergänge und Überschreitungen gehrt, findet man in unserem Sportgeschäft
lassen sich bequem miteinander verbinden. in Gries (Adresse auf Seite 41).
Ötztal, Stubaital und Inntal befinden sich in
Reichweite des Sellraintals. Einzig Kletter- Leichte Wanderwege, die auch bei Schlecht-
möglichkeiten bietet das Tal selbst keine, wetter gefahrlos zu begehen sind, finden
aber die bekannte Martinswand im Inntal sich im Nahbereich aller Ortschaften. Ein
ist in ca. 20 Minuten erreichbar und auch im Spaziergang von Ort zu Ort, eine Einkehr und
Kühtai lockt ein Klettersteig. retour mit dem Regiobus, mit der Welcome
Card sogar kostenlos. Besonders beliebte
Beste Busverbindungen zwischen Innsbruck und Ziele sind Almind-, Furgges- und Seigesalm
Kühtai bzw. Praxmar sorgen dafür, dass Sie um- bei Sellrain, die Juifenalm bei Gries, Gleirsch-
weltfreundlich und bequem an Ihr Ziel kommen. alm und Sonnbergalm bei St. Sigmund und
Unsere heimischen Bergführer (Adressen auf die Schärmeralm in Haggen.
Seite 41) begleiten Sie gerne auf Ihren Touren
und leiten Sie sicher auf die höchsten Gipfel Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der zahl-
mit unvergesslichen Ausblicken. reichen Wander- und Bergtouren im Sellraintal.
19

Sellrain – Potsdamer
Hütte (2.020 m)
Von Sellrain in 2 h
bis zum Alpengast-
hof Bergheim, bis
hierher Anfahrt mit
dem Auto möglich.
Von hier aus wei-
ter zur Kaseralm,
dann entweder auf
dem Winterweg
über die Seealm
oder auf dem Som-
merweg zur Hütte
(4 bis 4.5 h, ab Berg-
heim 2 h, insge-
Das Kirchlein von St. Quirin mit weitem Blick ins Inntal samt ca. 1.100 Hm).

Sellrain – St. Quirin – Gasse – Tauegert Gries – Innsbrucker Bankl


Von Sellrain Ortsmitte gehts hinauf zum An der Pfarrkirche Gries vorbei nach Oberma-
Steinhof und weiter zu dem kleinen Weiler rendebach, erreicht man nach ca. 45 Minuten
St. Quirin mit der schönen Kirche und einer Stallwies, nach 5 Minuten das Innsbrucker
wunderbaren Sicht ins Inntal. Retour über Bankl (ca. 50 Hm) mit herrlichem Blick durchs
den Kreuzweg durch Wiesen hinunter zur Sellraintal bis Innsbruck und ins Unterinntal.
Gasse und Tauegert (1 bis 1,5 h, ca. 340 Hm). Abstieg zum Grubach und über den Besin-
nungsweg ca. 40 Minuten retour nach Gries
St. Quirin – Rosskogel (2.646 m) oder über den Besinnungsweg nach St. Qui-
Von St. Quirin über Meils und Ochsenstein rin und Abstieg nach Sellrain (Gesamtgehzeit
auf den Gipfel. Sehr sonnige Lage und herr- ca. 4 h).
„Stangger“ auf der Gleirschalm
liches Panorama (4 h, ca. 1.400 Hm), mittlere
Schwierigkeit.

Kammwanderung im Fotschertal
Landschaftlich großartige Tour für Ausdau-
ernde! Von Sellrain nach Tanneben, über
Bergwiesen zur Schmalzgrube, weiter nach
Salfains, den Salfainskamm entlang zwischen
Senders- und Fotschertal über vier Gipfel –
Grieskogel, Breitschwemmkogel, Angerberg-
kopf zum Schaflegerkogel. Über Kreuzjöchl
und Seealm zur Potsdamer Hütte oder über
die Furggesalm zum Bergheim in der Fotsch
(6 bis 7 h, ca. 1.600 Hm bis zum höchsten
Punkt, dem Schaflegerkogel mit 2.405 m).
20

Die kleine idyllische Juifenalm

Gries – Narötz – Juifenau – Gries Von der Juifenalm kann man auch den alten
Beim Feuerwehrhaus Gries über die Me- Steig nach Juifenau hinuntergehen (3,5 h).
lach, bachaufwärts zu den Reichenhöfen,
über die Melachbrücke, weiter auf der Lan- Freihut (2.625 m)
desstraße. Nach ca. 50 Metern rechts auf Der Freihut ist jener Berg unmittelbar
dem Wiesenweg zum Weiler Narötz (ca. über Gries, der das Sellraintal in zwei Äste
200 Hm). Von hier aus auf die gegenüber- teilt. Auffällig wurde der Freihut von Zeit
liegende Seite nach Juifenau und den Pa- zu Zeit mit seiner riesigen Schutthalde,
noramaweg zurück nach Gries. von der immer wieder Steine bis auf die
Von Narötz aus kann man in ca. 1 Stunde nach Straße herunterdonnerten. Nun ist das
Praxmar oder Lüsens weiterwandern (1 h 45 bewohnte Gebiet mit einem massiven
min, nach Praxmar weitere 350 Hm). Damm gesichert und die steile Bergflanke
scheint sich beruhigt zu haben. Ansonsten
Juifenau – Juifenalm – Windegg (2.577 m) ist der Freihut einfach ein schöner, aber
Hinter Juifenau, beim Hochegg (gebühren- durchaus anspruchsvoll zu besteigender
pflichtiger Parkplatz), zweigt links der ca. Aussichtsberg, der von zwei Seiten – so-
5 km lange Forstweg zur Juifenalm ab. In wohl von St. Sigmund als auch von Prax-
Serpentinen geht es zuerst durch den Wald, mar – auf guten Steigen, aber nicht ohne
dann über Almwiesen zur Juifenalm. Von hier Mühe, erklommen werden kann.
in ca. 1 Stunde 45 Minuten auf das Windegg Nach steilem Aufstieg von Praxmar durch
(ca. 1.160 Hm). Ab hier besteht die Möglich- das Gaißgrüb steht der Bergsteiger über-
keit zur Seigesalm und zur Sattelalm und rascht auf einer grünen Hochfläche knapp
hinunter nach Sellrain weiterzuwandern. unterhalb des Gipfels, wo er sich wundert,
21

hof vorbei, den Weg entlang talauswärts, noch


einige Meter auf der Landesstrasse. Dann links
an der Sonnenalm vorbei zum Parkplatz der
Sonnbergalm, weiter zur Jagdhütte und über
die Brandhöfe nach Altpeida. Bei der Kapelle
rechts abbiegen zum Waldweg Richtung St.
Sigmund. Bei der Gleirschbrücke talauswärts,
am Fuchsspielplatz vorbei nach St. Sigmund
(40 min, ca. 120 Hm).

St. Sigmund – Pforzheimer Hütte (2.308 m)


Die Kühe genießen den Sommer im Fotschertal Vom gebührenpflichtigen Parkplatz in 25
Minuten zur Gleirschalm, vorbei an schönen
dass noch niemand auf die Idee kam, hier Almwiesen und Gebirgsbächen auf einem
einen alpinen Fußballplatz anzulegen. Auf Forstweg zur Materialseilbahn. Auf einem
dem von Steinen befreiten „Fußballfeld“, Serpentinensteig 30 Minuten zur Hütte. Ab-
das sich unterhalb des Gipfels ausbreitet, stieg zur Hinteren Gleirschalm und über den
tummeln sich die Bergschafe. Forstweg retour (2,5 h, ca. 820 Hm).
Der Abstieg erfolgt über den gleichen Weg
zurück nach Praxmar oder zur Gleirschalm Haggen – Kraspessee (2.549 m)
und nach St. Sigmund (3,5 h von Praxmar, Von Haggen durch das Kraspestal, bei der
3 h von St. Sigmund, ca. 1.100 Hm). Wasserfassung rechts gehen bis zum „Hüttl
am Stoan“. Weiter bis sich zwei Bäche tref-
Rundweg St. Sigmund – Haggen fen, am Muggenbichl links vorbei, durch die
Von St. Sigmund zum Waldsee, durch den zweite Enge zum Kraspessee. Gleicher Weg
Wald nach Haggen. Über die Brücke, am Gast- zurück (3,5 h, ca. 1.030 Hm).

Steinmännchen unterhalb des Freihuts


22

Der Weiler Praxmar ist Ausgangspunkt zahlreicher Touren

Vom Kraspessee können Geübte weiter zum Praxmar – Lampsenspitze (2.876 m)


Zwieselbacher Rosskogel, 3.081 m (ca. 1 h, Von Praxmar westwärts ziemlich steil durch
weitere 530 Hm), oder zur Kraspesspitze, das Almgebiet hinauf über den Schönbichl
2.954 m (weitere 400 Hm) gehen. Aber Ach- zum Satteljoch auf 2.737 m. Rechts hinauf
tung: Die Route führt über den Gletscher und auf den Gipfel mit herrlichem Panorama
ist meist weglos! (3,5 h, ca. 1.040 Hm). Vom Satteljoch kann
(Gesamtgehzeit 5 h). man ins Gleirschtal und nach St. Sigmund
absteigen.
Praxmar/Lüsens – Westfalenhaus (2.273 m)
Auf das Westfalenhaus führen mehrere Praxmar oder Lüsens – Roter Kogel (2.832 m)
Wege – einmal von Praxmar und einmal Vom Parkplatz Moos durch den Wald, vor-
von Lüsens. Es bietet sich an, beide Wege in bei an Gallwieser und der unbewirtschaf-
Form einer Runde zu verbinden. teten Aflinger Alm zum Gallwieser Hoch-
Nach dem Parkplatz Praxmar rechts hinauf leger. Kurz vorher links abbiegen und in
auf einem Waldsteig. Oberhalb von Lüsens kleinen Kehren hinauf auf Sömen. Zuletzt
quert man das Schöntal und kommt dann auf über den Grat zum Gipfel, von dort großar-
den Steig, der von Lüsens heraufführt. Bald tiger Rundblick (4 h, ca. 1.000 Hm) Abstieg
danach genießt man einen großartigen Blick gleich oder ostwärts zur Potsdamer Hütte
auf den Längentaler Ferner. Übers Längental im Fotschertal.
erreicht man das Westfalenhaus. Retour auf
dem gleichen Weg oder dem unteren Steig Lüsener Fernerkogel (3.398 m)
über die Längentaler Alm und den Fernerbo- Man muss ja nicht gleich den Vergleich
den nach Lüsens. Von dort über den Natur- mit dem Großglockner oder gar mit dem
lehrpfad nach Praxmar (ca. 3 h, 580 hm). Matterhorn bemühen, aber eindrucks-
23

Aussicht vom Roten Kogel

Ausgangspunkt Praxmar und Lüsens. Kartenausschnitt AV-Karte Sellrain, Nr. 31/2, Originalmaßstab 1:25.000
24

voll und imposant ist der Talschluss von


Lüsens allemal. Schon wenn man in Gries
ins Lüsenstal einbiegt, steht der Ferner-
kogel vor dem Beschauer, erst nur mit
seiner schlanken Spitze und dann hinter
dem Gasthaus von Lüsens, über dem Fer-
nerboden, mit seiner vollen Wucht und
Größe. Hier lässt sich schon erahnen, dass
seine Besteigung auch im Sommer über
den Normalweg zwar keine technischen
Schwierigkeiten, aber eine große Porti- Waldweg bei Haggen
on Ausdauer erfordert. Der Aufstieg zum
sogenannten Tisch, zur flachen Kante
des Lüsener Gletschers, vollzieht sich auf
schmalen und gar nicht leicht zu fin-
denden Steigen. Der obere Teil sollte ohne
Probleme zu bewältigen sein, führt aller-
dings über den Gletscher. Die Mühe lohnt
sich auf jeden Fall, denn der Lüsener Fer-
nerkogel wird als einer der herrlichsten
Aussichtsberge der Stubaier Alpen gelobt
(5 bis 6 h, 1.660 Hm).

Nordgrat (II bis III)


Interessant ist die Besteigung des Lüsener
Fernerkogels über seinen Nordgrat. Die-
se lang gestreckte Gratrippe weist den
Schwierigkeitsgrad II bis III auf. Alpine Er- Beschilderung am Weg zum Roten Kogel
fahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit
und ein gutes Gespür für die richtige Rou-
tenfindung sind unbedingte Vorausset-
zungen für die Begehung des Nordgrates.
Gut beraten ist man bei diesem Unterneh-
men jedenfalls, wenn man die professio-
nelle Hilfe eines ortskundigen Bergführers
samt entsprechendem Sicherungsmaterial
in Anspruch nimmt. Damit erübrigt sich die
zeitraubende Wegsuche und der Besteiger
kann sich voll und ganz auf seine Kletterei
konzentrieren. Angebote dazu gibt es in
der Tourismus Information in Gries.

Viele weitere Wandervorschläge finden Sie


im Bergwegefolder der Region.
Krokuswiese im Frühling
25

Klettern im Sellrain?
Kaum denkbar in Tirol, mitten im Land der
Berge, dass es im Sellraintal keine Kletter-
oder Bouldergebiete gibt. Aber es ist so.
Trotzdem muss der Freeclimber auf sein Ver-
gnügen nicht verzichten. Er braucht sich nur
zum Talausgang des Sellraintales zu bege-
ben. Dort hat er bereits die Martinswand im
Auge, die sich genau über Kematen aufbaut.
Hier hat sich ein exzellentes Klettergebiet
etabliert, angefangen mit Trainingsrouten
von einer Seillänge in den verschiedenen
Klettergärten am Wandfuß bis zu 20-Seillän-
gen-Routen auf den Durchstiegen durch den
ganzen Wandbereich. Auch die Schwierig-
keitsgrade reichen vom Anfängerniveau bis
zu den extremsten Anforderungen und alles
im bestens abgesicherten Kalkfels.

Ein schöner Klettersteig führt zur berühmten


Grotte mitten in der Martinswand, aus der
einst – so die Sage – Kaiser Maximilian von
einem Engel gerettet und ins Tal geleitet
wurde. Die heutigen Engel tragen in der Re-
gel rote Anoraks und heißen Bergrettung.

Bei Zirl findet man auch das sehr schön gele-


gene Klettergebiet Hintere Ehnbachklamm. Am Kaiser-Max-Klettersteig an der Martinswand

Herrliche Aussicht am Gipfel des Pockkogels

Ebenso sei noch er-


wähnt, dass Kletter-
steigliebhaber am
Talende des Sellrain-
tals im Kühtai einen
anspruchsvollen Klet-
tersteig, den Kühtaier
Panoramaklettersteig
auf den Pockkogel,
vorfinden.
26

Tourentipps Winter

Das Sellraintal ist ein Eldorado für Skitourenliebhaber

Schaut man eine Landkarte der Umgebung Drei kleine Seitentäler ziehen der Reihe nach
Innsbrucks oder speziell des Sellraintales vom Sellraintal auf seiner linken, östlichen
mit den eingezeichneten Skirouten an, wird Seite tief in die Berge. Gleich das erste, das
man rasch gewahr, dass fast jeder Berg der Fotschertal, kann mit einer Reihe feiner Ski-
Stubaier Alpen, die sich gegen das Sellraintal touren, mit dem Roten Kogel als meist be-
hin erstrecken, auch mit Skiern ersteigbar suchtem, aufwarten. Ebenso gibt es auf der
ist. Selbst wenn er noch so schroff aussieht, Potsdamer Hütte einen idealen Stützpunkt.
irgendwo bietet sich immer ein Durchkom- Im Lüsenstal, welches in Gries abzweigt, be-
men für den Skitourengeher. Wie überall herrscht der gewaltige Lüsener Fernerkogel
kommen die eingeschworenen Skialpinisten die Bergszenerie. Hier finden die Skitouren-
trotz dieses Überangebotes an Touren immer geher die beliebtesten und am meisten be-
wieder auf den gleichen Gipfeln zusammen. gangenen Skitouren Tirols. Dazu gehört an
Kriterium ist wie in allen beliebten Gebieten erster Stelle wohl die Lampsenspitze und mit
ein kurzer Anfahrtsweg, ausreichende Park- etwas Vorbehalt auch der Zischgeles.
möglichkeit und eine Einkehrstation wäh- Nächstes Seitental ist das stille Gleirschtal,
rend oder nach vollbrachter Skitour. So gibt welches bei St. Sigmund abzweigt, mit der
es einige „Grüßgottberge“ im unmittelbaren für den Tourengeher wichtigen Pforzheimer
Bereich von Sellrain, Gries oder St. Sigmund, Hütte und ebenfalls einer Reihe schöner
wo nicht nur Innsbrucker, sondern auch die Skiberge, angefangen vom hüttennahen Sa-
bayerischen Tourenfreunde immer wieder merschlag bis zum am Ende des Tales gele-
lange nicht mehr gesehene Freunde und Be- genen Gleirscher Fernerkogel.
kannte treffen und aus dem Händeschütteln Noch eine Stufe höher, in Haggen und bereits
nicht mehr herauskommen. auf 1.600 m gelegen, mündet das Kraspestal
27

und führt in eine urige, wilde Berglandschaft,


die sich der Tourengeher erst von Stufe zu
Stufe erobern muss, bis er endlich den Gipfel
des Zwieselbacher Roßkogels vor Augen hat.

Bergwelt Tirol – Miteinander erleben


Das Programm "Bergwelt Tirol - Miteinander
erleben" will bei Natursportarten Wege einer
naturnahen und konfliktfreien Nutzung der
Natur aufzeigen. Ziel des Projektes ist es, die
weitgehend freie Betretbarkeit der Tiroler
Bergregionen dauerhaft abzusichern. "Berg-
welt Tirol – Miteinander erleben" setzt die
Kooperation und den Dialog aller Beteiligten
voraus und schafft gezielte Angebote für Gipfelpanorama von der Lampsenspitze
Sportbegeisterte und Erholungssuchende.
Das Sellraintal zählt zu den ersten Regionen, Beliebt im Fotschertal ist auch das Fotscher
die das Ski- und Snowboardtourenkonzept Windegg (2.577 m) mit der Abfahrt über die
umsetzten. Es beinhaltet Maßnahmen wie Almindalm, dessen sanfte Hänge bei richtiger
Skitourenschneisen, Übersichtstafeln mit In- Spurwahl kaum lawinengefährdet sind.
fos zu den Schutzzonen und den Skitouren, Gehzeiten: Sellrain, Eisbrücke (1.192 m) – Berg-
sowie Hinweisschilder im Gelände. Details zu heim Fotsch – Potsdamer Hütte (2.020 m)
diesem spannenden Projekt finden Sie unter 2 – 2,5 Stunden – Roter Kogel (2.832 m), insge-
www.bergwelt-miteinander.at. samt 4 bis 4,5 Stunden, 1.700 Hm.

Bei allen Touren unbedingt den Lawinenlage-


bericht auf www.lawine.tirol.gv.at beachten!

Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl


der wichtigsten Skitouren.

Roter Kogel (2.832 m)


Seit der „Erfindung“ des Skitourengehens in
Tirol gehört der Rote Kogel im Fotschertal
zum fixen Programm der Winterbergsteiger.
Im ältesten Tiroler Skitourenführer aus dem
Jahre 1910 ist er mit Ausgangspunkt vom weit
entfernten Bahnhof Kematen mit einer Geh-
zeit von 9 Stunden beschrieben. Heute macht
man es nicht mehr so kompliziert und star-
tet bei der Eisbrücke oberhalb der Ortschaft
Sellrain und wandert gemütlich ins Fotscher-
tal bis zur Potsdamer Hütte, einem idealen Der Skitourenlehrpfad soll zu einem bewussten
Stützpunkt für eine Reihe weiterer Skitouren. Umgang mit dem Thema Risiko animieren
28

Zischgeles (3.004 m)
Unter den vielen Skitouren des Sellrainer
Tourengebietes befindet sich auch ein
Berg, der relativ häufig durch Lawinenmel-
dungen auf sich aufmerksam macht. Fast
jedes Jahr einmal gerät dieser schöne Drei-
tausender, unmittelbarer Nachbarberg der
beliebten Lampsenspitze, in die Schlagzei-
len. Am Zischgeles oberhalb von Praxmar
sind lange Steilhänge zu überwinden – ein
Traumgelände für jeden guten Tourenfahrer
bei Pulver oder Firn, die aber bei ungünstiger
Schneelage recht schnell zu gefährlichen La-
winenfallen werden können.
Gehzeit: Praxmar – Zischgeles 3 bis 3,5 h,
1.300 Hm, oft lawinengefährdet! Unbedingt
Die letzten Meter zum Gipfel des Zischgeles Lawinenlagebericht beachten! Die Buchung
eines heimischen Bergführers darf empfohlen
Lampsenspitze (2.876 m) werden.
Die Lampsenspitze ist eine der beliebtesten und
am meisten frequentierten Skitouren in den Sell- Lüsener Fernerkogel (3.298 m)
rainer Bergen, wenn nicht von ganz Tirol. Schon für Walter Pause, den legendären Er-
Vom Parkplatz in Praxmar auf der Wiese zum finder der „100 schönsten“ Vorschlagsbände,
lichten Waldrand. Entweder am weit aus- galt der Fernerkogel als seine Lieblingstour,
holenden Rodelweg oder im Gelände zwi- über das ganze Bergsteigerleben hinweg.
schen den Kehren aufwärts zu einer Gelän- Da steht er: Eine Berggestalt, wie man sie
destufe bei der Kogelhütte mit dem weithin eindrucksvoller kaum findet und welche
sichtbarem Steinmann. Durch Mulden und kaum den Gedanken aufkommen lässt, dass
Tälchen leicht rechts haltend ins Gipfelge- man hier bis knapp unter den Gipfel mit den
lände. Skidepot hundert Meter unterhalb Skiern aufsteigen kann. Der riesige Steilhang
des Gipfels, auf den man zu Fuß stapft. gleicht einer weißen Wand, alle Felsrinnen
Bei der Abfahrt hält man sich entlang der und Gletscherschliffplatten sind im Hoch-
Aufstiegsroute. Freerider-Abweichungen winter und bis weit in den Frühling fest zuge-
von der Route nur bei sicherster Lawinen- schneit und der Schnee reicht noch im Mai
situation. Gehzeit: Praxmar (1.692 m) im bis in den Talboden. Eine Portion Ausdauer
Sellrain, Aufstiegszeit 3 bis 3,5 Stunden, verlangt diese Tour mit ihren fast 1.700 Hö-
1.200 Hm. Exposition Ost. henmetern aber allemal und vor allem im un-

Buchtipp:

Jentzsch-Rabl, Axel, Zagajsek, Johann: Skitourenführer Tirol, Alpinverlag, 2015


Pipenstock, Jahn: Skitourenführer Stubaier Alpen, Panico Alpinverlag, 2015
Weiss, Siegrun und Rudolf: Sellrain – Kühtai - Rother Skitourenführer, Bergverlag Rother, 2016
29

Der Lüsener Ferner mit Blick auf die Östliche Seespitze und die Ruderhofspitze

teren Steilhang sollte man mit steilen Spitz- diese Schlüsselstellen glücklich überwunden,
kehren keine Probleme haben. Der Lüsener weiten sich riesige, hindernislose Skihänge bis
Fernerkogel gilt als klassische Frühjahrstour, in die Gipfelregion mit dem kleinen Gletscher.
auch wenn er mittlerweile das ganze Jahr Gehzeit: Haggen – Kraspestal – Zwieselba-
hindurch begangen wird. cher Rosskogel 4 h, 1.432 Hm. Etwas kürzer
Gehzeit: Lüsens (1.636 m) – Fernerbo- gestaltet sich die Alternative nach der „zwei-
den (1.716 m) – Lüsener Ferner – Plattige ten Zwing“ am Beginn der Gletscherzunge
Wand (3.045 m) – Skidepot Rotgratscharte im Rechtsbogen zu den Weitkarspitzen.
(3.200 m) – Lüsener Fernerkogel (3.298 m)
ca. 4,5 bis 5 Stunden, 1.660 Hm. Abstecher
Wunderschönes Skitourengelände: Anstieg auf den
zur Lüsenser Spitze (Aufstieg bis zum Gipfel Zwieselbacher Rosskogel
möglich, 3.230 m) unwesentlich kürzer.

Zwieselbacher Rosskogel (3.081 m)


Ebenso eine sehr beliebte Skitour im Sellraintal
ist der Zwieselbacher Rosskogel. Eine Skitour,
die bis weit in den Frühsommer möglich ist,
wenn auf den Talwiesen schon längst die Kro-
kusse blühen. Hier im engen Kraspestal hält sich
der Schnee meist bis gegen Ende Mai, Anfang
Juni. Zwei mitunter recht exquisite Stellen sind
auf diesem Anstieg zu überwinden. Bekannt
als die „erste Zwing“ und die „zweite Zwing“,
erfordern diese steilen Engstellen volle Auf-
merksamkeit sowohl beim Aufstieg mit steilen
Spitzkehren als auch bei der Abfahrt. Hat man
30

Schutz und die sichere


Führung von erfah-
renen Experten und
übt den Umgang mit
der entsprechenden
Notfallausrüstung.

Langlaufen
Langlaufvergnügen
am Fuße des Lüsener
Fernerkogels. Ob im
klassischen Diago-
nalschritt, im moder-
nen Skatingstil oder
Ausgangspunkt für Schneeschuhwanderungen: die Pforzheimer Hütte im gemütlichen
Passgang – im Sell-
Schneeschuhwandern raintal können auch passionierte Langläufer
Es soll ja – sogar in Tirol und erst recht in bergfer- ihr volles Trainingsprogramm abwickeln.
nen Gebieten – Leute geben, die mit dem Ski- Das Langlaufangebot im Sellraintal umfasst
fahren nichts am Hut haben. Trotzdem brauchen mehrere Loipen von unterschiedlichen Län-
sie vom winterlichen Naturerlebnis nicht ausge- gen und Schwierigkeitsgraden. Die längste
schlossen zu sein. Eine gute Alternative, die ver- durchgehende Loipe beginnt im Lüsenstal
schneite Bergwelt zu erkunden und zu erleben, beim Moos unterhalb von Praxmar und
ist das Gehen mit Schneeschuhen. macht erst die Wende im hintersten Ferner-
Auf den viel begangenen Skirouten allerdings boden und bringt es auf eine stattliche Län-
werden diese Individualisten von den Skialpi- ge von durchgehend 11 km. Der Langläufer
nisten oft mit scheelen Blicken bedacht, wenn bewegt sich hier am Ende des Lüsenstales
sie mit ihren breiten Löffeln die von den Touren- in einer landschaftlich herrlichen Umge-
gehern angelegten Aufstiegsspuren niedertre- bung in einer schneesicheren Höhenlage
ten und „ihre“ glatte Spur zu einem holprigen von über 1.600 m. Was man in dem engen
Buckelpfad machen. Darum sollten die Schnee- Tal gar nicht für möglich halten würde: ab
schuhgeher ihre Eigenständigkeit hochhalten den Vormittagsstunden bis zum Nachmittag
und Anstiege auf Routen abseits der Skianstiege sind die Loipen voll in der Sonne. Sie sind
wählen, von denen es zur Genüge gibt. sowohl klassisch gespurt für Diagonalläufer
Aber je weiter der Schneeschuhgeher ins unbe- und platt gewalzt für die Skater. Versehen mit
kannte alpine Gelände vordringt, gilt für ihn das dem Tiroler Loipengütesiegel werden sie von
gleiche Gefahrenpotenzial wie für den Skitou- leicht über mittelschwer bis schwer einge-
rengeher. Am besten, man begibt sich unter den stuft. Mehrere kurze Rundkurse bis zu einer

Buchtipp:

Egger, Florian: Die schönsten Rodelbahnen rund um Innsbruck, Löwenzahn Verlag, Innsbruck 2009
Gogl, Hubert: Rodelführer Tirol, Tyrolia Verlag, Innsbruck 2008
31

Länge von 5 km gibt es auf der flachen Wiese


vor dem Gasthaus in Lüsens, dann in St. Sig-
mund, beginnend beim Parkplatz, sowie in
Gries hinter dem Hotel Antonie (täglich bis
22 Uhr beleuchtet).
Was positiv auffällt: Nirgends wird eine Loi-
pengebühr kassiert, dafür ist jedoch eine
Parkgebühr zu entrichten.

Rodeln
Nach dem Skifahren ist das Rodeln der wohl
beliebteste Volkssport in Tirol. Darum er-
freuen sich die Rodelbahnen im Sellraintal
auch großer Beliebtheit. Je nach Lust und Die Loipe in Lüsens-Praxmar
Laune kann man sich in Sellrain, Gries, St.
Sigmund oder Praxmar stets gut präpa- Die Rodelbahnen im Sellraintal:
rierte, teilweise beleuchtete Bahnen von Sellrain – Fotschertal: 3,5 km, Gehzeit 1 bis
unterschiedlicher Länge aussuchen. Überall 1,5 Stunden, Gasthaus Bergheim.
gibt es einen großen Parkplatz am Start und Gries – Neder: 1,5 km, Gehzeit 30 Minuten.
am Ziel meist eine gemütliche Einkehrstati- Gries, Juifenau – Juifenalm: 5,5 km, Gehzeit
on. 1,5 bis 2 Stunden, bewirtschaftete Alm.
Fünf Rodelbahnen finden sich im Angebot St. Sigmund – Gleirschalm: besonders famili-
des Tales mit Längen von 0,7 bis 5,5 km mit enfreundlich, 1,6 km, Gehzeit 30 bis 40 Minu-
Gehzeiten von 20 Minuten bis zwei Stunden. ten, eigener Anstiegsweg, beleuchtet bis 1 Uhr
Die Rodelbahnen St. Sigmund - Gleirschalm nachts, Almgasthaus.
und Praxmar - Moos wurden mit dem Na- Praxmar – Moos: 0,7 km beleuchtet bis 1 Uhr
turrodelbahn Gütesiegel des Landes Tirol nachts.
ausgezeichnet. Im Bergheim, in Gries und St. Praxmar – Koglalm: 5 km, ohne Einkehrstation.
Sigmund wird ein Rodelverleih angeboten. Präparierter Winterwanderweg, der gerne zum
Rodeln genützt wird.
Herrlich sonnig: Rodeln in Praxmar
32

Kapelle bei Gries

Winterwandern Eisklettern
Ob durch den verschneiten Wald oder glit- Das Klettern an gefrorenen Wasserfällen gilt
zernde Schneefelder, Winterwandern ver- unbestritten als die schwierigste Sparte des
zaubert und ist eine Wohltat für Körper und Alpinismus.
Geist. Eine atemberaubende Winterlandschaft Die Wasserfälle im Gebiet des Sellraintales sind
braucht nichts als warme Kleidung, warme ein ideales Gelände für den Einsteiger sowie ein
Schuhe und eventuell eine Sonnenbrille! Viele gutes Training für den bereits fortgeschritte-
der Wege im Nahbereich der Ortschaften, die nen Könner im mittleren Schwierigkeitsbereich
im Sommer als Wanderwege zur Verfügung und gipfeln in der 140 m hohen fantastischen
stehen, werden im Winter präpariert und bie- Eiskaskade der „Hängenden Gärten“, welche als
ten sich für eine geruhsame Winterwande- einer der Extremklassiker in Tirol gilt.
rung an. Beliebt bei den Anfängern ist der „Gasthaus-
fall“ gleich über dem Parkplatz von Lüsens.
Der breite Eiswall im unteren Bereich erlaubt
Winterwandern mit oder ohne Rodel zur Koglalm
auch das problem-
lose Klettern meh-
rerer Seilschaften
nebeneinander. Ein
wenig weiter talein
im Fernerboden,
aber ebenso ideal,
um die ersten Schrit-
te ins Eis zu setzen,
ist der kompakte
und gut abgestuf-
te Eissturz namens
„Easy Afternoon“.
33

80 m hoch, erlaubt
das Gelände sogar
das Abseilen an Bäu-
men am Rande der
Schlucht. Das wirk-
liche Abenteuer aber
ist die Überwindung
der Hängenden Gär-
ten, ein phantastisch
glitzerndes Gebilde
von mehreren schma-
len und oft frei hän-
genden Eissäulen.
Daneben gibt es im
Sellraintal noch eine
Menge kleinerer Eis- Eisklettern bleibt den Spezialisten vorbehalten
fälle, ganz in der Nähe
von Gries und nahe der Talstraße, wie die Was- Genaues über Eisverhältnisse, Zustiege und
serfälle des Sautrogs, der Stuppeneisfall sowie Lawinensituation erfährt man bei den Bergfüh-
der Bafflfall. Mit Wandhöhen zwischen 90 und rern in Gries, wo auch entsprechende Kurse an-
150 Metern bieten sie eine allmähliche Steige- geboten werden.
rung von Länge und Schwierigkeit. Einige der beliebtesten Eisfälle des Sellrain-
tales mit Schwierigkeitsangabe (WI – Water
Ice), Wandhöhe und Zustiegszeit:
Eiskletterturm in St. Sigmund
Stuppen-Eisfall: WI 3 bis 5, 90 m, 25 Minuten
Sautrog-Eisfall: WI 3, 155 m, 30 Minuten
Bafflfall: WI 3 bis 5, 120 m, 20 Minuten
Gasthausfall Lüsens: WI 4, 125 m, 10 Minuten
Easy Afternoon: WI 4, 80 m, 30 Minuten
Hängende Gärten: WI 6, 140 m, 30 Minuten

Eiskletterturm in St. Sigmund


Das Gasthaus Ruetz bietet allen Interessier-
ten an, seinen Eiskletterturm zu benutzen.
Anmeldung erforderlich! T: +43 5236 510,
www.gasthof-ruetz.at, gasthof.ruetz@aon.at

Eislaufen
Wenn es die Wetterverhältnisse erlauben,
werden in Sellrain und Gries Eislaufplätze
präpariert. In Sellrain beim Fußballplatz und
in Gries beim Abenteuerspielplatz, wo man
sich im Restaurant Marmota auch aufwär-
men und stärken kann.
34

Alternativen
für weniger gutes Wetter

Austoben in einer der modernen Kletterhallen Tirols

Innsbruck
Tirols Landeshauptstadt ist mit dem Regio-
bus sehr gut erreichbar. Gegen Vorlage der
Welcome Card kostenlos.

Welcome Card
Bei der Anmeldung erhalten Gäste die Wel-
come Card (= Gästekarte) von Ihrem Ver-
mieter im Sellraintal. Damit erhalten sie eine
Vielzahl von kostenlosen Aktivitäten und at-
traktiven Vergünstigungen.
www.innsbruck.info/welcome Kletterzentrum Innsbruck
Matthias-Schmid-Straße 12c
Innsbruck Card 6020 Innsbruck
Die Innsbruck Card öffnet en Gästen kosten- T: +43 512 397340
los die Tür zu allen Museen und Sehenswür- info@kletterzentrum-innsbruck.at
digkeiten der Region. So günstig entdecken www.kletterzentrum-innsbruck.at
Sie Innsbrucks wertvollste Schätze nur mit
der Innsbruck Card. Besuchen Sie auch den Kletterzentrum Telfs "Bergstation"
einzigartigen Münzerturm in Hall sowie die Franz-Rimml-Straße 4a, 6410 Telfs
zauberhaften Swarovski Kristallwelten in T: +43 664 2848500
Wattens – und das alles zu einem sensatio- info@bergstation.tirol
nellen Preis. www.innsbruck.info www.bergstation.tirol
35

Kneippanlage Gries Anmeldung bei Follow me im Office bis


Die Kneippanlage liegt am westlichen Orts- 14 Uhr möglich.
rand von Gries und ist vom Zentrum aus in Follow Me
wenigen Minuten erreichbar. Kühtai 37, 6183 Kühtai
T: +43 5239 21688
Spielplätze info@follow-me.at
Besonders schön und interessant angelegte www.follow-me.at
Spielplätze bieten den kleinen Gästen viel-
fältige Möglichkeiten, ihrem natürlichen Kletterwand in Oberperfuss
Bewegungsdrang nachzugehen. Sie können Klettern auf der Rückseite des Hotels Kleißl.
in Gries erleben, was ein Murmeltier den Tolle Kletterwand mit 8 verschiedenen Rou-
ganzen Tag treibt, in St. Sigmund schauen, ten für alle, die die Befähigung haben, sich
wie der Fuchs lebt, oder im Wasser plant- selbst sichern zu können. Kosten auf Anfrage.
schen und sich auf den verschiedensten Dienstag bis Samstag von 9 bis 19 Uhr
Spielgeräten richtig austoben. In Sellrain gibt Hotel Kleißl
es zwei Spielplätze. Peter-Anich-Weg 2, 6173 Oberperfuss
T: +43 5232 81365
Angeln in Praxmar office@kleissl.at
Im idyllisch gelegenen Angelteich der Fami- www.kleissl.at
lie Melmer tummeln sich Bachforellen.
Preis Tageskarte auf Anfrage. Freizeitzentrum Axams
Angelsaison: Mitte Mai bis Ende September Hallenbad, Freibad, Sauna
Angelkarten erhältlich beim Innsbrucker Straße 80, 6094 Axams
Alpengasthof Praxmar T: +43 5234 68322
T: +43 5236 212 fzz.axams@aon.at
info@praxmar.at www.axams-freizeitzentrum.com
www.praxmar.at
Boulderhalle Axams
Anich-Hueber-Museum in Oberperfuss Betreiber: Naturfreunde Axams
Die Gemeinde Oberperfuss, über Sellrain Innsbrucker Straße 80, 6094 Axams
und Kematen erreichbar, ist der Heimatort www.axams.naturfreunde.at
des berühmten Kartografen Peter Anich und Öffnungszeiten:
seines Helfers Blasius Hueber. 1. Oktober bis 31. Mai:
Führungen auf Voranmeldung in der Sonntag, Dienstag bis Freitag
Tourismus Information Oberperfuss, (von 17 bis 21.30 Uhr)
T: +43 5232 81489 1. Juni bis 30. September:
Freitag (von 17 bis 21.30 Uhr)
Kletterturm in Kühtai bei Follow me Einlass von 17 bis 20 Uhr
Im Winter auf Anfrage. Klettermöglichkeit bis 21.30 Uhr
125 m² Kletterfläche und der erste Indoor Freitag: Seil-Klettern mit eingeschränktem
Kletterturm im Sellraintal. Gebaut und ge- Boulder-Betrieb!
plant von der Firma ART ROCK.
Jeden Mittwoch im Winter gibt es von 17 bis
18.30 Uhr die Möglichkeit zu klettern.
36

Anreise

Kirche in St. Sigmund

Anreise mit Bahn und Bus Anreise mit dem PKW

Internationale Zugverbindungen, auch An- Von Norden, Osten und Westen über die A12.
schlusszüge, führen aus allen europäischen Arlberg oder Fernpass – Imst, Richtung Inns-
Hauptstädten zum Hauptbahnhof Inns- bruck – Ausfahrt Ötztal – Ötz – Kühtai – Sell-
bruck. raintal.
Mit der Sparschiene der Deutschen Bahn rei- Kufstein – Innsbruck – Richtung Arlberg. Aus-
st man günstig von München, Berlin, Köln, fahrt Kematen – Sellraintal.
Leipzig oder anderen deutschen Städten Von Süden A 13 (Brennerautobahn); Autobahn
nach Innsbruck. Vom Hauptbahnhof Inns- bis Innsbruck-Süd mautpflichtig. Weiter wie
bruck können Sie mit dem Bus ins Sellraintal oben.
fahren.
Innsbruck verfügt zudem über einen Flug-
hafen. Reisende per Flugzeug haben die
Möglichkeit, mit dem Bus vom Haupt-
bahnhof ins Sellraintal zu gelangen.
37

Mobilität vor Ort

Mit dem Regiobus durch das Sellraintal

Regiobus Sellraintal Taxidienst

Unter Vorweis der vollständig ausgefüllten Taxi Haider


Welcome Card benützen Gäste alle Linienkurse 6182 Gries im Sellrain
des Regiobus Sellraintal - Kühtai kostenlos. Die Mobil: +43 664 11 66 671
Linie verkehrt in der Hauptsaison (Sommer
und Winter) auch täglich nach Praxmar.

Weitere Informationen:
www.postbus.at
www.vvt.at

Tipp:
"Skitouren mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Innsbruck"
"Wandern und Bergsteigen mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Innnsbruck"

Beide Broschüren werden vom Alpenverein Innsbruck herausgegeben und können unter
office@alpenverein-innsbruck.at oder in der Geschäftsstelle in Innsbruck bezogen werden. 
38

Partnerbetriebe
Bergsteigerdorf-Partnerbetriebe gehen speziell auf die Bedürfnisse von Wanderern, Berg-
steigern und Skitourengehern ein. Ein frühes Frühstück, Informationen zu Leihmaterial, die
Vermittlung eines Bergführers oder Tipps zu Touren gehören ebenso zur Serviceleistung
wie die Verwendung vieler regionaler Produkte in der Küche.
Außerdem erhalten Sie als Mitglied eines Alpinen Vereins (ÖAV, DAV, AVS, PZS, CAI) 10%
Ermäßigung auf das Standardangebot (Übernachtung mit Frühstück). Bitte Mitgliedschaft
bereits bei der Buchung bekanntgeben und bei der Abrechnung den gültigen Mitglieds-
ausweis für alle Beteiligten vorlegen.

Appartements Schmalzerhof Bastls Hof - Landhaus Appartments


Familie Schiffmann Elfriede und Josef Pramstaller
St. Sigmund 32, 6184 St. Sigmund im Sellrain Juifenau 51, 6182 Gries im Sellrain
T: +43 5236 20 736 T: +43 5236 227
urlaub@appartements-schmalzerhof.at info@bastlshof.at
www.appartements-schmalzerhof.at www.bastlshof.at

Pension Villerspitze Stuppenhof - Privatzimmer


Monika und Reinhard Schöpf Sieglinde Kapferer
Praxmar 6, 6184 St. Sigmund im Sellrain Gries 8, 6182 Gries im Sellrain
T: +43 5236 229 T: +43 664 1428496
info@villerspitze.at stuppenhof@gmx.at
www.villerspitze.at
Gästehaus Kirchebner
Lexhof Familie Kirchebner
Familie Kirchmair Gries 49, 6182 Gries im Sellrain
Tannrain 11, 6181 Sellrain T: +43 664 1449361
T: +43 5230 857 gaestehaus.kirchebner@gmail.com
lexhof@aon.at www.gaestehaus-kirchebner.at
www.lexhof.at
Schärmeralm
Apartment Fernerkogel Ingrid Penz
Michaela Humer Haggen 10, 6184 St. Sigmund im Sellrain
Juifenau 55, 6182 Gries im Sellrain T: +43 5236 20731 oder +43 650 6600202
T: +43 5236 600 51 schaermeralm@gmail.com
ap.fernerkogel@gmail.com www.schaermeralm.at
www.fernerkogel.at
39

Schutzhütten

Rast bei der Potsdamer Hütte der DAV-Sektion Dinkelsbühl

Potsdamer Hütte (2.020 m) Westfalenhaus (2.273 m)


(47° 8' 35" N, 11° 12' 32" O) (47° 9' 28" N, 11° 5' 59" O)
DAV-Sektion Dinkelsbühl DAV-Sektion Münster
Zimmerlager/Betten: 19 Zimmerlager/Betten: 30
Matratzenlager: 27 Matratzenlager: 25
T Hütte: +43 676 9310811 Notlager/ Winterraum: 6
info@potsdamer-huette.de T Hütte: +43 664 7880875
www.potsdamer-huette.de rinaldo@lpd.at
www.westfalenhaus.at
Pforzheimer Hütte (2.308 m)
Stadel bei Lüsens
(47° 9' 17" N, 11° 4' 21" O)
DAV-Sektion Pforzheim
Zimmerlager/Betten: 28
Matratzenlager: 30
Notlager/ Winterraum: 10
T Hütte: +43 5236 521
Mobil: +43 699 13294581
pforzheimerhuette@a1.net
www.alpenverein-pforzheim.de
40

Wanderkarten

Der Lüsener Ferner in seiner ganzen Pracht

Wanderkarten

Alpenvereinskarte Nr. 31/2


Maßstab 1:25.000 Innsbru
Stubaier Alpen – Sellrain Sellrain ck AND ITS
HOLID

tal
AY VILLA
GES

WAND
ER
1 : 3500 - UND RADK

Skirouten + Wegmarkierung
0 ARTE
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k.in

Freytag & Berndt


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Maßstab 1:50.000
WK 241 Innsbruck-Stubai-Sellrain-Brenner
Wander-, Rad- und Freizeitkarte final_2013
0325_Tite
lseite_Kom
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llraintal.in
dd 1

Kompass
26.03
.13 10:29

Maßstab 1:35.000
Innsbruck Sellraintal
Wander- und Radkarte
41

Wichtige Adressen
Innsbruck Tourismus Deutscher Alpenverein
Tourismus Information Gries Sektion Dinkelsbühl
Gries 17, 6182 Gries im Sellrain Harrscherweg 5, 91550 Dinkelsbühl
T: +43 5236 224 T: +49 9851 7087
sellraintal@innsbruck.info www.alpenverein-dinkelsbuehl.de
www.sellraintal.at Sektion Münster
Rektoratsweg 65, 48159 Münster
Gemeindeamt Sellrain T: +49 251 73030
Rothenbrunn 40, 6181 Sellrain www.dav-muenster.de
T: +43 5230 210 Sektion Pforzheim
gemeinde@sellrain.tirol.gv.at Geschäftsstelle im Walter-Witzenmann-Haus
www.sellrain.tirol.gv.at Heidenheimer Str. 3, 75179 Pforzheim
T: +49 7231 140900
Gemeindeamt Gries im Sellrain www.alpenverein-pforzheim.de
Gries 17, 6182 Gries im Sellrain
T: +43 5236 290 Bergsteigerschule & Bergführer
gemeinde@gries-im-sellrain.tirol.gv.at Follow-Me - Gerold Santer
www.gries-im-sellrain.tirol.gv.at Gries 60a, 6182 Gries im Sellrain
T: +43 5239 21688 oder +43 664 2143985
Gemeindeamt St. Sigmund im Sellrain info@follow-me.at
St. Sigmund 25, 6184 St. Sigmund im Sellrain www.follow-me.at
T: +43 5236 566 Thomas Haider
gemeinde@st-sigmund-sellrain.tirol.gv.at Gries 34 d, 6182 Gries im Sellrain
www.stsigmund.tirol.gv.at T: +43 664 2220026 oder +43 5239 5231
haider-schmitt@gmx.at
Österreichischer Bergrettungsdienst www.bergwandern-tirol.at
Bergrettung Tirol www.schischule-kuehtai.at
office@bergrettung.tirol
Notruf 140 oder 112 Sportgeschäft
Sport Seppl
Österreichischer Alpenverein Gries 17 a, 6182 Gries im Sellrain
Alpenverein Innsbruck T: +43 5236 334 oder +43 5239 21651
Meinhardstraße 7-11, 6020 Innsbruck info@sport-seppl.at
T: +43 512 587828 www.sport-seppl.at
office@alpenverein-ibk.at
www.alpenverein-ibk.at Alpine Auskunft
T: +43 512 587828
www.alpine-auskunft.at
42

Impressum, Bildnachweis, Literatur

Impressum

Herausgeber: Österreichischer Alpenverein, Olympiastr. 37, 6020 Innsbruck


Texte: Dr. Georg Jäger, Kurt Pokos, Elisabeth Schwarz (TI St. Sigmund-Praxmar), Josef Essl
Grafik: SuessDesign.de
Layout und Redaktion: Barbara Reitler & Marion Hetzenauer, ÖAV
Druck: Samson Druck, St. Margarethen

Bildnachweis

Titelbild: Blick auf den Lüsener Fernerkogel, Kapferer, Karl: S. 14


Roland Schwarz Klocker, Anton: S. 32 (u.)
Bild Rückseite: Abfahrt vom Lampsen, Lukas Kohl, Bruno: S. 30
Ruetz Kresser, Günter: S. 7
Mc2alpin: S. 16 (li. u.)
Agentur Morgenrot: S. 6 (li.) Pokos, Kurt: S. 13, 21 (u.), 26,
Bildarchiv Georg Jäger: S. 10 Ruetz, Lukas: S. 16 (o.), 33 (u.)
Essl, Josef: S. 29 (o.), 29 (u.) Schwann, Christina: S. 27 (o.), 27 (u.), 28
Freudentaler, Norbert: S. 34 Schwarz, Martin: S. 23, 24 (m.), 40
Haselwanter, Martin: S. 6 (m.) Schwarz, Roland: S. 6 (re.), 8-9, 12, 19 (o.), 22,
Innsbruck Tourismus: S. 15, 16 (re. u.),17 (o.), 32 (o.), 36, 37
18, 19 (u.), 20, 21 (o.), 24 (o.), 25 (o.), 25 (u.), 31 Zöttl, Johann: S. 24 (u.)
(o.), 31 (u.), 33 (o.), 39 (o.), 39 (u.)

Literaturangaben:

Egger, Florian: Die schönsten Rodelbahnen rund um Innsbruck, Löwenzahn Verlag, Innsbruck
2009
Gogl, Hubert: Rodelführer Tirol, Tyrolia Verlag, Innsbruck 2008
Jäger, Georg: Sommerfrische und Gipfelwind, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2015
Jäger, Georg: Gletschermilch und Kirschsuppe, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2017. Jä-
ger, Georg: Melachgeflüster, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2017
Jäger, Georg: Alpingeschichte kurz und bündig – Region Sellraintal, Österreichischer Alpen-
verein, Innsbruck 2015
Jentzsch-Rabl, Axel, Zagajsek, Johann: Skitourenführer Tirol, Alpinverlag, 2015
Jentzsch-Rabl, Axel, Abler, Robert, Höllwarth, Michael: Eisklettern in Tirol, Alpinverlag Bad Hä-
ring, 2005
Mertz, Peter: Loipenguide Tirol, Tyrolia Verlag, Innsbruck 2008
ÖAV Sektion Weitwanderer: Zentralalpenweg, Führer zum Österreichischen Weitwanderweg
02, Band III, Durch die Hohen Tauern und Tiroler Zentralalpen nach Feldkirch, Eigenverlag,
2012 (erhältlich bei Freytag & Berndt)
Pipenstock, Jahn: Skitourenführer Stubaier Alpen, Panico Alpinverlag, 2015
Weiss, Siegrun und Rudolf: Sellrain - Kühtai - Rother Skitourenführer, Bergverlag Rother, 2016
Richtiges Verhalten in den Bergen

Als Natursport bietet Bergwandern große Chancen für Gesundheit, Gemeinschaft und Erlebnis. Die
folgenden Empfehlungen der alpinen Vereine dienen dazu, Bergwanderungen möglichst sicher und
genussvoll zu gestalten.

1. Gesund in die Berge: Bergwandern ist Ausdauersport. Die positiven Belastungsreize für Herz und
Kreislauf setzen Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraus. Vermeide Zeitdruck
und wähle das Tempo so, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.
2. Sorgfältige Planung: Wanderkarten, Führerliteratur, Internet und Experten informieren über Länge,
Höhendifferenz, Schwierigkeit und die aktuellen Verhältnisse. Touren immer auf die Gruppe abstimmen!
Achte besonders auf den Wetterbericht, da Regen, Wind und Kälte das Unfallrisiko erhöhen.
3. Vollständige Ausrüstung: Passe deine Ausrüstung deiner Unternehmung an und achte auf ein geringes
Rucksackgewicht. Regen-, Kälte- und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack, ebenso Erste-Hilfe-
Paket und Mobiltelefon (Euro-Notruf 112). Karte oder GPS unterstützen die Orientierung.
4. Passendes Schuhwerk: Gute Wanderschuhe schützen und entlasten den Fuß und verbessern die
Trittsicherheit! Achte bei deiner Wahl auf perfekte Passform, rutschfeste Profilsohle, Wasserdichtigkeit
und geringes Gewicht.
5. Trittsicherheit ist der Schlüssel: Stürze, als Folge von Ausrutschen oder Stolpern, sind die häufigste
Unfallursache! Beachte, dass zu hohes Tempo oder Müdigkeit deine Trittsicherheit und Konzentration
stark beeinträchtigen. Achtung Steinschlag: Durch achtsames Gehen vermeidest du das Lostreten von
Steinen.
6. Auf markierten Wegen bleiben: Im weglosen Gelände steigt das Risiko für Orientierungsverlust, Absturz
und Steinschlag. Vermeide Abkürzungen und kehre zum letzten bekannten Punkt zurück, wenn du
einmal vom Weg abgekommen bist. Häufig unterschätzt und sehr gefährlich: Steile Altschneefelder!
7. Regelmäßige Pausen: Rechtzeitige Rast dient der Erholung, dem Genuss der Landschaft und der
Geselligkeit. Essen und Trinken sind notwendig, um Leistungsfähigkeit und Konzentration zu erhal-
ten. Isotonische Getränke sind ideale Durstlöscher. Müsliriegel, Trockenobst und Kekse stillen den
Hunger unterwegs.
8. Verantwortung für Kinder: Beachte, dass Abwechslung und spielerisches Entdecken für Kinder im
Vordergrund stehen! In Passagen mit Absturzrisiko kann ein Erwachsener nur ein Kind betreuen. Sehr
ausgesetzte Touren, die lang anhaltende Konzentration erfordern, sind für Kinder nicht geeignet.
9. Kleine Gruppen: Kleine Gruppen gewährleisten Flexibilität und ermöglichen gegenseitige Hilfe.
Vertraute Personen über Ziel, Route und Rückkehr informieren. In der Gruppe zusammenbleiben.
Achtung Alleingänger: Bereits kleine Zwischenfälle können zu ernsten Notlagen führen.
10. Respekt für Natur und Umwelt: Zum Schutz der Bergnatur: Keine Abfälle zurücklassen, Lärm
vermeiden, auf den Wegen bleiben, Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen, Pflanzen unberührt
lassen und Schutzgebiete respektieren. Zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel verwenden oder
Fahrgemeinschaften bilden.

Sicher Bergwandern: 10 Empfehlungen des Österreichischen Alpenvereins/CAA

Alpiner Notruf: 140


Internationaler Notruf: 112
Region Sellraintal
Ginzling im Zillertal Matsch
Großes Walsertal Mauthen
Grünau im Almtal Ramsau bei Berchtesgaden
Hüttschlag im Großarltal Schleching - Sachrang
Jezersko Steinbach am Attersee
Johnsbach im Gesäuse Steirische Krakau
Kreuth St. Jodok, Schmirn- und Valsertal
Lesachtal Tiroler Gailtal
Lungiarü Val di Zoldo
Lunz am See Vent im Ötztal
Mallnitz Villgratental
Malta Weißbach bei Lofer
Zell-Sele

www.bergsteigerdoerfer.org