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KIEFERORTHOPÄDIE

1. Dysgnathien:

Eugnathie 6 keys to occlusion Klasse I-Syndrome


gut ausgeformte Zahnbögen molar relationship frontaler Engstand
doppelzahniger Antagonismus crown angulation (tip) Einzelzahnrotationen
Klasse I-Verzahnung (59%) crown inclination (torque) Nichtanlagen
overbite + overjet 2 mm no rotations Kreuzbiss/Scherenbiss
leichter Spee + Wilson no spaces offener Biss
harmonisches Weichteilprofil occlusal plane Tiefbiss
Klasse II/1 = Distalbiss (37%) Klasse II/2 = Deckbiss (3%) Klasse III = Progenie (1.8%)
Distalokklusion Distalokklusion Mesialokklusion
OK-Front lückig protrudiert OK-Front retrudiert OK-Front protrudiert
(Sportschutz gegen Trauma) (2er überlappen 1er) UK-Front retrudiert
erhöhter overbite (Tiefbiss) erhöhter overbite (Tiefbiss) seitlicher Kreuzbiss (60%)
erhöhter overjet (ab 6 mm normaler overjet frontaler Kreuzbiss
Unterlippe zwischen Zähnen) prominentes Kinn prominentes Kinn
zirkumorale Muskeln schlaff zirkumorale Muskeln straff positive Lippentreppe
eingezogene Mentolabialfalte aktiver M.mentalis verstrichene Mentolabialfalte
starke Spee'sche Kurve starke Spee'sche Kurve ausgeglichener Spee
V-förmiger OK-Zahnbogen breiter schachtelförmiger OK breiter Unterkiefer
Dysgnathien in der saggitalen Dimension
· Distalbiss: II/1 durch Mundatmung oder Durchbruch der oberen Molaren vor den unteren,
II/2 durch straffe zirkumorale Muskulator (hier gibt es auch eine erbliche Komponente)
· echte Progenie = Antemandibulie: genetisch, durch Zungendysfunktion oder Kollumfraktur
· Pseudoprogenie = Retromaxillie: primär (unbekannte oder genetische Ursache) oder sekundär
(Narbenzug bei LKG/Verbrennungen/Verletzungen, Down, Dysostosis cleidocranialis)
· progener Zwangsbiss: vorgleiten aus retraler Kopfbisstellung (sunday-bite) → echte Progenie
· frontaler Kreuzbiss: ist bis 4-5a immer als Progenie einzustufen (FR nicht aussagekräftig)
Dysgnathien in der transversalen Dimension
· Scherenbiss = bukkale Nonokklusion: beidseitigen Scherenbiss nennt man auch Schachtelbiss
(Brodi-Syndrom) und ist die einzige Indikation zur Expansion des Unterkiefers
· Kreuzbiss = Zahnbogenüberkreuzung durch schmalen OK, breiten UK, skelletale Klasse III,
oder dentoalveoläres Mißverhältnis (extremer Kreuzbiss = linguale Nonokklusion), ein
doppelseitiger Kreuzbiss mit Kopfbiss (Höcker-Höcker-Verzahnung) täuscht einseitigen
Kreuzbiss vor, weil UK nach lateral rutscht (Mittellinienverschiebung zur Kreuzbisseite)
· dentoalveoläre Mittellinienverschiebung: dr. fehlende/retinierte Zähne, Fehlstellungen, Habits
· mandibuläre Mittellinienverschiebung: mandibuläre Schwenkung durch Kollumfraktur oder
einseitig verstärktes Unterkieferwachstum (eine Seite Klasse II, andere Seite Klasse III),
mandibuläre Versetzung (eine Seite linguale, andere Seite bukkale Nonokklusion)
· Diastema: durch Mesiodens (mit 5a entfernen), Zahnbreitendiskrepanz, Lippenbändchen,
2erAplasie, temporär nach Gaumennahtsprengung (Schluß erst nach Eckzahndurchbruch)
Dysgnathien in der vertikalen Dimension
· Tiefbiss = overbite > 2 mm (führt zu Frontzahnüberlastung und Einbiss in den Gaumen)
· lateral offener Biss: durch Habits (Zungenpressen/Wangenbeissen), Makroglossie, iatrogen
· frontoffener Biss = lutschoffener Biss (LOB): durch Mundatmung, Habits (Daumenlutschen/
Zungenpressen/Schluckmuster), Makroglossie, posttraumatisch (Kollumfraktur), iatrogen,
Eruptionsstörungen, skelletale Strukturveränderungen bei Rachitis/LKG/Syndromen
Entwicklung:· 5. SSW: Beginn der Knochenbildung (desmalen Ossifikation des OK und Teile des UK,
chondrale Ossifikation des Meckel'schen Knorpels des UK)
· 8. SSW: "Progenie des Embryos" durch Kaudalveragerung der Zunge
· 9. SSW: Verschluß des harten Gaumens (Lippen-/Kieferspalten in 3.-4.SSW)
· Geburt: "mandibuläre Retrognathie des Säuglings" zu 80 % (erleichtert Geburt)
a. Stufenbiss: UK ruht auf dem incialen Plateau des OK
b. Schachtelbiss: protrudiertes OK-Plateau umfaßt UK (Entwicklung zum Deckbiss)
c. progener Biss: Persistenz der embryonalen Progenie
· 1.LJ: "physiologische ¼-Klasse II" durch Stimulation des kondylären Wachstums beim
Saugen und Schlucken kommt UK wieder nach vor (Saugöffnung von Trinkflaschen
nicht zu groß, sonst entwickelt sich falsche Zungenposition und Klasse II/1), durch
Leeway-space (Größendiskrepanz von Milchmolaren und bleibenden Prämolaren im
UK 1.2mm / im OK 0.7 mm pro Seite) stellt sich bei 6er-Durchbruch Klasse I ein

Wachstum: suturales Wachstum (Sutura palatina beibt als sekundäres Wachstumszentrum aktiv,
transversales UK-Wachstum sistiert im 6. Monat mit Verknöcherunge der Symphyse),
epiphysäres Wachstum (Collum mandibulae, Wachstumsstopp bei Epiphysenfugenschluss)
appositionelles Wachstum = Remodelling: kontinuierlicher kompensatorischer Umbauprozess
UK: Kondylus (sekundäres Wachstumszentrum), V-Prinzip nach Enlow: am Ramus ventral
Resorption+dorsal Apposition, an Kinn+Corpus innen Resorption+unten/außen Apposition
OK: Suturen und Dorsalseite des Tubers (Nasion, Prozessus zygomaticus und alveolaris)

Milchgebiss frühes Wechselgebiss spätes Wechselgebiss


(Mineralisation 17.-20.SSW) (1.Phase des Zahnwechsels 6-8a) (2.Phase des Zahnwechsels 9-12a)
Milch I mit ½ Jahr Durchbruch 1.Molar mit 6a Durchbruch UK 3 – 4 – 5
Milch II mit ¾ Jahr (2.physiologische Bisshebung) Durchbruch OK 4 – 5 – 3
Milch IV mit 1 Jahren Durchbruch der Incisivi 7-8a Durchbruch 2.Molar mit ?
Milch III mit 1½ Jahren (bis 8a alle durchgebrochen (3.physiologische Bisshebung)
Milch V mit 2 Jahren und physiologische Klasse II) ev. Weisheitszahn 17-22a
(1.physiologische Bisshebung) dann 1 bis 1 ½ Jahre Pause (4. physiologische Bisshebung)
Habits / Schnuller (ab 3a) früher Milchzahnverlust Stützzoneneinbruch
offener Biss beschleunigter Durchbruch paraaxialer Durchbruch
Frontprotrusion lokale Wachstumshemmung mechanische
maxilläre Prognathie Mittellinienverschiebung Durchbruchsbehinderung
mandibuläre Retrognathie Torsionen Retention bleibender Zähne
Kreuzbiss Stützzoneneinbruch Engstand / crowding

verzögerter Durchbruch (Dentitio tarda): Milchzahntrauma, derb-fibröser Gingivatyp (Elephantosis


gingivae), Hyperplasie der Kieferkämme (Lantiosis ossea), Rachitis (Hypomineralisation), LKG
Down/Cherubismus (Hypodontie), Dysostosis cleidocranialis (Milchzahnpersistenz/überzählige
Zähne/Retentionszysten), Leukämie, Odontom, Mesiodens, Zapfenzähne, Spätzahner (2a später)

Engstand: a. primär (angeboren): Missverhältnis zwischen mesiodistalen Zahnbreiten und Kieferbasis


b. sekundär (erworben): Stützzoneneinbruch dr. unterminierende Resorption, Zahnverlust,
Kontaktpunktkaries, Stellungsanomalien, Verformung des Zahnbogens durch Habits
c. tertiär (Erwachsenenengstand): durch abnehmende Eckzahndistanz ab dem 20.LJ

2. Diagnostik:
Panoramaröntgen: Überzahl: Mesiodens / 9er / doppelter OK2er, Retention: 8er / OK3er / OK1er,
Nichtanlage: 8er (Diagnose ab 14a) / OK2er / UK5er / OK5er (Diagnose ab 10a) / UK1er
Symptome: Milchzahnpersistenz, kontralateraler Durchbruch, Mittellinienverschiebung
nicht übersehen: Nichtanlagen vor Extraktion, Mesiodens vor Schließen eines Diastemas,
Wurzelresorptionen und parodontalen Knochenabbau vor Behandlungsbeginn
Fernröntgenanalyse: kephalometrische Meßpunkte
Nasion (N) = ventralster Punkt der Sutura nasofrontalis (wächst nach ventral)
Sella (S) = Mittelpunkt der Sella turcica (Schädelbasis als primäres WT-Zentrum ab 4-7a stabil)
Orbitale (Or) = tiefster Punkt des äußeren Orbitarandes (bei Doppelkontur Mittelwert)
Porion (P) = kranialster Punkt des knöchenen äußeren Gehörgangs
Artikulare (Ar) = konstruierter Schnittpunkt der dorsalen Kontur des Ramus ascendens mit
der kaudalen Kontur der hinteren Schädelbasis (beweglich durch Mundöffnung)
Gonion = (Go) konstruierter Schnittpunkt der hinteren Ramustangente mit der Mandibularebene
Menton = (M) tiefster Punkt der Unterkiefersymphyse in der Median-Saggitalebene
Pogonion = (Po) ventralster Punkt der Unterkiefersymphyse in der Median-Saggitalebene
Gnathion = (Gn) konstruierter Schnittpunkt der Mandibularebene mit der Fazialebene
A-Punkt = dorsalster Punkt der ventralen OK-Kontur (tiefste Einziehung zw. Spina nasalis
anterior und Supradentale, meist auf Apexhöhe, bei reklinierter Front weiter ventral)
B-Punkt = dorsalster Punkt der ventralen UK-Kontur (tiefste Einziehung zw. Po u. Infradentale)
saggital Klasse III Klasse I Klasse II
ANB – 2° +
Witz – 0-2 +
APDI + 80° –
Wachstum vertikal neutral horizontal
tendenz dolichofazial mesofazial brachyfazial
WinkelΣ + 396/398° –
GHV – 61-63° +
ODI – 75° +
Tendenz offener Y-Achse Tiefbiss
(kein Dist) (S-Gn) (keine Ex)
UKI – 90-95° +
Symphyse schmal - breit
Gonion∠ groß - klein
skelletale Analyse
· Winkelsumme (Björg'sches Polygon) = Sella∠(NSAr) + Artikulare∠(SArGo) + Gonion∠(ArGoM)
= ∠ vordere Schädelbasis / Mandibularebene + 360° (mit 11a 396° und mit 7a 398°)
· Gesichtshöhenverhältnis (GHV) = hintere HG (S-Go) / vordere GH (N-M) x 100%
· ANB-Differenz = SNA (Retomaxillie < 80°-82° < Antemaxillie) – SNB (Retromandibulie <
78-80° < Antemandibulie), bei vertikalem Wachstum: SNA+SNB klein, aber ANB groß
· Witz-Wert = Normalprojektion von A und B auf Okklusionsebene (+ wenn A mesial von B)
· ODI (overbite depth indicator) = ∠ AB / Mandibularebene (Go-M) ± ∠ Palatinalebene (Spa-Spp) /
Frankfurter Horizontale (Or-P), + wenn FH rechts vom Schnittpunkt oben
· APDI (anterior posterior dysplasia indicator) = ∠ Facialebene (N-Po) / Frankfurter Horizontale
± ∠ Palatinalebene / Frankfurter Horizontale (+ wenn FH rechts vom Schnittpunkt oben)
± ∠ AB / Facialebene (+ wenn A-Punkt distal der Facalebene liegt)
dentale Analyse
· Scheidezahninklination: UKI = 90-95° zur Mandibularebene (< bei vertikal / > bei horizontal)
OKI = 103° zur vorderen Schädelbasis (bei II/1: 110°, bei II/2: 95°)
· Abstand zur Facialebene (N-Po): Incision superius → 3 mm vor dem Incision inferius
Incision inferius → 0 bis +2 mm vor Facialebene, bei vertikalem Wachstum bis +5 mm
(weil Symphyse schmal, Protrusion der UK-Front erlaubt wenn sie hinter Facialebene liegt)
Weichteilanalyse
· Esthetic plane (Ricketts) = Nasenspitze – Weichteilpogonion (Abstand zur Unterlippe 0-4 mm)
Extraktionsentscheidung im UK: keine Extraktion wenn Unterlippe mehr als 4 mm dahinter
· Nasolabialwinkel = zwischen Tangente an Subnasale und Verbindung Subnasale – Labiale sup.
Extraktionsentscheidung im OK: keine Extraktion wenn Winkel viel größer als 108°
Fotostatus: besteht aus Profilaufnahmen, Enface-Aufnahmen und intraoralen Aufnahmen
· Kollmann'sche Projektion: äquivalente Gesichtsdrittel (Trichion/Nasion/Subnasale/Gnathion)
· Sulcus mentolabialis: eingezogen bei Tiefbiss / verstrichen bei offenem Biss
· Lippentreppe nach Korkhaus: I: leich negativ (Norm), II: stark negativ (Unterlippen-Rücklage),
III: positiv (Unterlippen-Vorlage), Lippenschluß (gegeben/erschwert/nicht gegeben)
· Profilverlauf = Winkel zwischen Nasion-Subnasale und Subnasale-Pogonium: gerade, konvex
(Winkel bei Klasse II nach hinten offen), konkav (Winkel bei Klasse III nach vorne offen)
· Kiefer-Profilfeld nach Schwarz: Frankfurter Horizontale: Weichteilorbitale (eine Lidspaltbreite
unter der geradeaus blickenden Pupille), Weichteilporion (oberster Punkt des Gehörgangs),
gerades Durchschnittsgesicht: Sn auf Nasion-, Gn auf Orbitasenkrechten, Pg dazwischen
Sn vor/hinter Nasionsenkrechten = Vor-/Rückgesicht (Kinder: leichtes Rückgesicht)
Pg relativ zu Sn nach vorne/hinten versetzt = nach vorne/hinten schiefes Gesicht

Modellvermessung:
im Wechselgebiss → Abschätzen des Platzangebots für bleibende Zähne
· Vorraussetzung: alle 4 unteren Scheidezähne komplett durchgebrochen (mit ca. 8a)
· Stützzohnenistwert = distal 2 bis mesial 6 (bei fehlendem 2er 80% der Breite des 1ers)
· Stützzohnensollwert = aus Summe der Zahnbreiten der 4 unteren Schneidezähne mittels der
Grazer Wahrscheinlichkeitstabelle errechneter Platzbedarf (maximale Abweichung 1 mm)
· Platzbedarf in der Stützzone = Stützzohnenistwert – Stützzohnensollwert (pro Seite)
· Modellengstand = Platzbedarf in der Stützzone + Frontengstand (pro Kiefer)
im bleibenden Gebiss → Quantifizierung von Platzmangel / Platzüberschuss
· Vorraussetzung: in einem Quadranten alle bleibenden Zähne vorhanden (1-6)
· Bestimmung der Abweichungen vom idealen Zahnbogen: Istwert = ausgemessene Lücke
zwischen Kontaktpunkten, Sollwert = ausgemessene mesiodistale Zahnbreite
· Modellengstand = Istwert – Sollwert (zuerst pro Sextant, dann pro Kiefer)
Gesamtengstand = Modellengstand + therapeutischer Fernröntgenengstand (= 2x FR-Engstand)
· FR-Engstand im UK = Differenz von erwünschtem und realem Abstand des Incision inferius
zur Facialebene (erwünscht sind Abstände bis +2, bei vertikalem Wachstum bis +5)
· FR-Engstand im OK = Differenz von erwünschtem und realen Abstand des Incision superius
zur Facialebene (erwünscht ist geplanter Abstand des Incision inferius + 3 mm)

Zahnbogenbreite nach McNamara: gemessen zwischen den palatinalen Einziehungen der OK6er
Abschätzung der durchschnittlichen transversale Zunahme zwischen 7. und 15. Lebensjahr
· neutrale (31-35mm) und breite Zahnbögen (>35mm): wachsen auf ausreichende 35-39 mm
· enge Zahnbögen < 31mm: wachsen nicht auf 35mm (meist Engstand im Erwachsenenalter)

Bolton-Analyse: Verhältnis der Summen der mesiodistalen Zahnbreiten in OK und UK


in Tabelle können bei den Istwerten des kleineren Kiefers die Sollwerte des zu großen Kiefers
abgelesen werden und so das Ausmaß des Mißverhältnisses in mm berrechnet werden
=> Entscheidungshilfe Extraktion/Strippen, Bedeutung für Eckzahnführung/overjet/overbite
· over-all ratio = Σ 36-46 / Σ 16-26 x 100% = 91.3% < OK Zähne zu breit
· anterior ratio = Σ 33-43 / Σ 13-23 x 100% = 77.2% > UK Zähne zu breit

mögliche Folgen zu breiter OK-Zähne mögliche Folgen zu breiter UK-Zähne


overbite + overjet vergrößert overbite + overjet verringert
Engstand im OK / Lücken im UK Engstand im UK / Lücken im OK
OK-Front retrudiert / UK-Front protrudiert OK-Front protrudiert / UK-Front retrudiert
3. Therapiekonzept:

präventive KFO: verhindert primär die Entstehung von Anomalien


ab 2 Kariesprophylaxe zum Erhalt der Milchzähne und Füllungstherapie
Beseitigung von Parafunktionen und Mundatmung, Einschleifmaßnahmen bei Kreuzbiss
ab 3
und Progenie, Platzhalter nach Milchzahnextraktionen
interzeptive KFO: Beseitigung von Fehlstellungen während ihrer Entstehung
Zungengitter bei lutschoffenem Biss, Gaumennahtsprengplatte bei seitlichem Kreuzbiss,
3-5
Phase 1 der Progenie-Therapie (Fränkel III+Kopf-Kinn-Kappe)
6 Platzhalter gegen Stützzoneneinbruch
7 Überstellung eines frontalen Kreuzbisses (Bisspartel/schiefe Ebene)
Phase 1 der Klasse II-Therapie (4x2, Bionator, van Beek bei Tiefbiss/vertikalem WT)
8
Phase 2 der Progenie-Therapie (?)
8-9 Therapie der Pseudoprogenie (Delaire-Maske+Kappenschiene)
korrektive KFO: Erreichen einer eugnathen Okklusion der bleibenden Zähne
9-10 festsitzende Therapie bei Extraktionen/Engstand/Nichtanlagen/retinierten Zähnen
11 Phase 2 der Klasse II-Therapie (?)
13 Phase 3 der Progenie-Therapie(?)
prä-/postchirurgische KFO (ab 17): festsitzende präoperative Ausformung der Zahnbögen mit
dentoalveolärer Dekompensation, ev. Lückenöffnung im Bereich von Osteotomiestellen,
postoperative Feineinstellung und vertikale Einstellung bei seitlich offenem Biss
präprothetische KFO: Aufrichtung gekippter Zähne, Lückenöffnung/-schluss, Ausformung der
Zahnbögen, Beseitigung von Einzelzahnrotationen, Bisshebung, Kreusbissüberstellung
KFO im Rahmen der Parodontalbehandlung und der Therapie von Funktionsstörungen: nur bei
guter Mundhygiene und Entzündungsfreiheit, 1-2mm Reattachment durch gezielte Intrusion
Therapie der Klasse II
· funktionskieferorthopädische Klasse II-Geräte (8-10a): bei vertikalem WT mit occipitalen HG
(intrusiert OK-Molaren bei frontoffenem Biss, Wachstumshemmung des OK), Bisshebung
durch fronalen Aufbiss und ausgeschliffenem Seite, Gaumennahtsprengplatte bei Kreuzbiss
· Klasse II/2: Diagnose am Fernröntgen ob OK1er nach Rotation noch im Einflussbereich der
Unterlippe liegen, wenn nicht: Vorbehandlung mit 4x2/Y-Platte (Kippung) und FKO,
wenn schon: festsitzender Torque+Intrusion der OK-Front (weniger Rezidive als Kippung)
palatinale Turbo-Brackets zur Bisshebung, ev. direkter HG mit J-Hooks zur Frontintrusion
· festsitzende Therapie (ab 9a): intermaxilläre non-complience Apparaturen (Jasper-Jumper,
Herbst-Scharnier, Flex developer, Eureka-Spring), Joke, Klasse II-Elastics, Pendulum
Lingualtechnik (linguales indirektes Bracketkleben): Expansionseffekt des Lingualbogens
bewirkt Bisserhöhung (bei Tiefbiss), gute Intrusion und Retraktion der OK-Front (II/2)
· OK-Extraktion: 4er und 3er distalisieren, Front torquen (Molaern-Klasse II / Eckzahn Klasse I)
· chirurgische Lagekorrektur (ab 17a): ev- mit OK-Expansion gegen Kruezbiss
Therapie der Progenie
· Frühtherapie (3-5a): Einscheinfmaßnahmen (Eckzahnspitzenkürzung fördert OK-Entwicklung),
Kopf-Kinn-Kappe + Gaumennahtsprengplatte (3 Mo retinieren), dann Kopf-Kinn-Kappe +
Fränkel III (innerhalb von ½ Jahr korrigiert), unterstützende Zungenheber/Logopädie
· Pseudoprogenie (8-9a): Kappenschiene+Delaire-Maske, Zungenheber, Y-Platte (Bissöffnung!)
· festsitzende dentoalveoläre Camoulage (ab 13a): Klasse III-Elastics, palatinal gekreuzter Hebel
(OK-Frontprotrusion), upside-down-brackets mit Druckfedern auf 4kant SS-Draht (relativ
translatorisch durch Degendrehmoment bei Kraftansatz unter WSZ), ev. Protrusionsutility
(getorqute OK-Frontprotrusion mit Bißsperre), UK-HG (geringe UK-Molarendistalisierung)
· Erwachsenentherapie: orthognathe Chirurgie mit 17a oder multiloop edwise archwire (Sato),
UK-Pärmolarenextraktion: Molaren Klasse III, Eckzähne Klasse I
Therapie eines Kreuzbisses
· Einschleifmaßnahmen (im Milchgebiss): im OK palatinal / im UK bukkal reduzieren,
Kreuzbisstherapie im Milchgebiss verhindert die Entstehung von Gesichtsasymmetrien
· Gaumennahtsprengplatte (3-5a): Lösung der Sutura palatina, 2x/d 90° drehen = 0.5 mm
24h/d tragen außer Pflege, wöchentlich Kontrolle, 3-6 Mo Retention/2-3mm Überkorrektur
→ Nebeneffekte: Bisshebung, temporäres medianes Diastem (schließt sich spontan durch
zirkumdentale Fasern und 3er-Durchbruch), Verbesserung der Nasenatmung
· Kappenschiene (bis 10): forcierte Gaumennahterweiterung, 2x/d drehen, fix mit GIZ zementiert
Milch-3er bis 6er (Löcher für Zementabfluss), Attachments für 4x2 oder Delaire möglich,
2 Wo aktiviert dann 4-6 Mo retiniert (mediane Hyrax-Schraube mit Kunststoff versiegeln),
· Haas-Gerät (11-21a): Bänder an 4er und 6er mit stabilem Metallbügel und medianer Hyrax,
1-2x/Wo drehen (relativ körperhafte Bewegung), 3 Mo Retention/bis 21.Lebensjahr
· festsitzende dentoalveoläre Expansion: mit TPA nach Goshgarian, Quad-Helix, cervical HG,
Nance-Apparatur, criss-cross-Elastics, bei einseitigem Kreuzbiss: TPA nach Ingervall !
· chirurgische Gaumennahtspaltung (ab 21a): Operation nach Bell, dann Haas
Therapie frontaler Kreuzbiss Therapie des lutschoffenen Biss
· Bisspartel: bei 1 im Durchbruch befindlichen · Abgewöhnen des Habits (<4a): primär gut
Zahn, einseitig auf Zahnbreite zuschnitzen zureden oder mit Tricks: Handschuhe,
und 2-3 Wo mehrmals täglich sanft hebeln Pyjama zunähen, Bitterstoffe (Daumex)
· schiefe Ebene: bei 1 durchgebrochenen Zahn · Zungengitter auf Mundvorhof-/OK-Platte:
vor 10a, autoplymerisiernder Kunststoff mit 3-5a Habit in ca.1 Woche gebrochen
über 4 Zahnbreiten ca.3mm tief einbeißen ab 5a 24h/d 1 Jahr tragen bis geschlossen
und extraoral 45-60° zur Okklusionsebene · Bionator+Zungengitter (4-6a): bei Klasse II
abschrägen, max. 3 Wo sonst Bisshebung (seitlicher Aufbiss/ausgeschliffene Front)
· OK-Platte mit Protrusionsschrauben: (ab 9a) · Spikes: Dornen auf passiven Lingualbogen
Biss durch seitlichen Aufbiss gesperrt, ev. Logopädie / Garlinger-Übungen
ev. festsitzend mit Utility-Bögen · Frontbrackets+vertikale Elastics (ab 7-8a)
Bisshebung bei Tiefbiss Bissenkung bei offenem Biss
Protrusion u/o Intrusion der Front Retrusion u/o Extrusion der Front
(Intrusionsbogen, direkter HG) (vertikale Elastics, Platte mit seitlichem Aufbiss)
Distalisierung u/o Extrusion von Molaren Intrusion von Molaren
(cervical/Kombi-HG, Lipbumper, R-Loop) (occipital HG, R-Loop)
Extrusion von Prämolaren (sweep=anti-spee) Extraktion von Prämolaren/Molaren
OK-Expansion / UK-Vorverlagerung (kontraindiziert bei horizontalem WT)
(Bionatoreffekt durch frontalen Aufbiss)

Engstand auflösen: 1. Expansion: nur im OK 2-6 mm (nur bei Kreuzbiss)


2. Protrusion der Front (nur wenn UK hinter Facialebene steht)
3. Ausrotation / Aufrichten von Molaren (minimaler Platzgewinn)
4. Distalisiren von Molaren: OK >1 PMB/UK max. 2 mm (nie bei vertikalem WT)
5. Extraktion: 1 PMB = 7mm (nie bei horizontalem WT)
6. Strippen: max ¼ mm pro Kontaktpunkt beschleifen (bei Zahnbreitendiskrepanz)

Extraktionstherapie: hat immer festsitzende Therapie zur Folge, nie bei Tiefbiss/horizontalem WT,
· symmetrische Extraktion: je 1 gleicher Zahn pro Quadrant (meist alle 4er), bei bialveolärer
Protrusion mit Klasse I im Molarenbereich, alle anderen Extraktionen sind asymmetrisch
· gelenkte Extraktion = frühzeitige Extraktion von Milch 3/4/5 und blebendem ersten Prämolaren
(nur bei extremen Engstand mit Klasse I/normalem overbite/harmonischem Weichteilprofil)
· Zahnauswahl: 4er bei Platzbedarf in der Front (Lückenschluß von mesial), 5er bei Platzbedarf
im Seitzahnbereich (Lückenschluß von distal), UK5er bei Klasse II-Verzahnung, 6er bei
kariöser Zerstörung, Beherdung oder aus Symmetriegründen, UK6er bei extremen Engstand
(Prämolarenextraktion reicht nicht aus), OK6er zur Beseitigung einer Klasse II (nur wenn
7er+8er durchgebrochen), untere Incisivi bei Engstand und Klasse I-Verzahnung (in Rahmen
einer Spätbehandlung oder bei ausgeprägter Bolton-Diskrepanz mit Schuld im Unterkiefer
→ two-vs-one-Verzahnung = Mittellinie halbiert mittleren der drei restlichen Incisivi)
Indikation zur asymmetrischen Extraktion Indikation zur Extraktion von Milchzähnen
Ausgleichsextraktion (fehlender Antagonist) Ausgleichsextraktion / gelenkte Extraktion
Klasse II/1 mit starkem vertikalen Wachstum atopischer Durchbruch des Bleibenden
(Retrusion der OK-Front statt Distalisieren) ankylosierte oder retinierte Milchzähne
Mesialwanderung des 6ers um 1 PMB persistierende Milchzähne bei Nichtanlagen
im Osteotomiespalt liegender 8er Reduktion der Stützzone bei Nichtanlagen
Karies profunda / Beherdung Karies profunda / Beherdung
Lückenöffnung Lückenschluss
(Druckfeder) (T-Loop/Gummiketten)
eher bei horizontalem Wachstum eher bei vertikalem Wachstum
(im OK immer, im UK max. 2-3 mm) typisch bei Aplasie des OK2ers
prothetische Versorgung nötig (Milch2er vor 3erDurchbruch extrahiert)
(Klebebrücke/Implantat/Transplantat) 3er eingereiht und beschliffen
operative Freilegung mit Ankettung und Klasse II-Verzahnung eingestellt
und Einreihung von retinierten Zähnen (keine Eckzahnführung / schlechtere Ästhetik
(mit Elastics/Sanders-Feder in 12-15 Mo) keine prothetischer Versorgung notwenig)

Therapiekonzept bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten: Trinkplatte nach Geburt, Lippenverschluss


mit 3 Mo, Verschluss des harten und weichen Gaumens mit 14-18 Mo, Logopädie ab 2.-3. LJ,
Gaumennahtspregplatte und primäre Osteoplastik im 7.-8.LJ, sekundäre Osteoplastik im 9.-10.LJ
vor Eckzahndurchbruch, festsitzende Behandlung nach Durchbruch der bleibenden Zähne,
kosmetische kieferchirurgische Operationen nach Ende des Wachstums

4. Abnehmbare Apparaturen:
aktive Platte (Schwarz): Kunstoffbasis, 4 Klammern 0.7 SS (AdamsK für Einzelzahn, DreiecksK zw.
Zähnen, PfeilK fortlaufen) und aktiven Elementen (Labialbügel, Schraube, Federn, Zungengitter)
Tragedauer: 24h/d (nicht in der Schule, bei Sport und Essen), Dehnschrauben 1x/Wo drehen

Kontraindikationen Vorteile Nachteile


keine Hygieneeinschränkung complienceabhängig
weniger Wurzelresorptionen nur unkontrollierte Kippung
geringere Kosten keine Feineinstellung
kosmetischer Vorteil längere Therapiedauer

Arten von aktiven Platten und deren Indikationen:


· Platzhalter → Stützzohneneinbruch (bis 7er-Durchbruch nachts getragen, Kontrolle ale 2 Mo)
· Mundvorhofplatte / OK-Platte mit Zungengitter → bei lutschoffenem Biss
· OK-Platte mit Protrusionsschrauben → Überstellung eines frontalen Kreuzbisses
· Gaumennahtsprengplatte → forcierte Gaumennahterweiterung mit 3-5a (2x/d drehen)
· OK-Dehnplatte mit seitlich hartem Aufbiss → dentoalveolär transversale Expansion bis 5mm
· Y-Platte + Bertoni-Schraube → transversale+saggitale Expansion (Pseudoprogenie/Klasse II/2)
· Platte mit offener Schraube → Ausrotieren / Distalisieren (1-2mm) von Molaren (besser HG)
· Hawley-Retainer: Platte mit konstoffüberzogenem Labialbogen und Halteelementen
· Spring-Retainer: kunststoffüberzogener von 3-3 oral und labial durchlaufender Draht

Positioner: Monoblock aus relativ weichem Kunststoff zur Retention nach festsitzender Therapie,
durch Set-up am Gipsmodell (herausgesägte Zähne ideal mit Wachs aufgestellt) auch kleine
Korrekturen unter Ausnutzung der erhöhten Zahnbeweglichkeit nach festsitzender Therapie
möglich, bei Tiefbiss kontraindiziert, da leichte Zahnextrusion durch Sogwirkung, in ersten
2 Monaten 24h/d getragen, dann 1-2 Jahre oder bis Wachstumsende (18-20a) nur nachts

Corzat-Gerät: graziles Drahtgerüst aus 0.7-1.3 mm SS mit Palatinal- und Lingualbügel für kleine
Kippbewegungen bei Rezidivbehandlung oder als Retentionsgerät bei Klasse II/1
Funktionskieferorthopädie (FKO)
Indikation relative Kontraindikation Kontraindikation
Klasse II/1 Klasse II/2 (vorher 4x2 oder Y-Platte) protrudierte UK-Front
(mit Tiefbiss Einzelzahnfehlstellungen (vorher 4x2) Gesamtengstand
oder LOB) Kreuzbiss (vorher Gaumennahtsprengung) Extraktionen / Nichtanlagen
Klasse III vertikales Wachstum (Van Beek möglich) abgeschlossenes Wachstum

Funktionskieferorthopädie = sekundär skelletale Effekte durch primär veränderte Weichteilfunktion


· Zielbissdiagnostik: Ermittlung einer therapeutischen UK-Position (Konstruktionsbiss) gibt
Aufschluss über allfällige Vorbehandlungen in der saggitalen (Alignment) oder transversalen
Ebene (OK-Expansion stellt bei 50% aller Klasse II/1-Patienten einzig nötige Therapie dar)
· Bionatoreffekt: 40% skelletale Aktivierung (posteriore Apposition im Kondylus, anteriore
Apposition in der Fossa, Kippung der Okklusionsebene, verstärktes vertikales Wachstum),
60% dentale Kompensation (Distalisierun der OK-Zähne, Mesialisierung der UK-Zähne,
Retrusion der OK-Front, Protrusion der UK-Front, Bisshebung durch Kopfbiss=Splint-Effekt)
· Phase I (½-1a): Bionator hinter Milchmolaren ausgeschliffen, funktionelle Bissumstellung
nach 3 Mo rein muskulär und jederzeit reversibel (Dualbiss), skelletale Fixation der anterioren
Position nach 6-12 Mo (lateral offener Biss, overjet verkleinert, Biss gut auf 6ern abgestützt)
· Phase II (Retentionsphase 1a): Künststoff beim 6er belassen, Stützzohne ausgeschliffen damit
sich Biss stabil heben kann, danach Behandlungspause bis alle Zähne durchgebrochen sind

Kombination mit Headgear: Halten der Okklusionsebene genau zwischen Schwerpunkt der Maxilla
(über 6er knapp unter dem Proc.zygomaticus) und der OK-Dentition (zwischen Apices 4er/5er),
Prognose bei vertikalem Wachstum, Hemmung des OK-Wachstums und Apparatehalt besser

funktionskieferothopädische Klasse II - Geräte


Aktivator (Andresen&Häupel): Monoblock mit Labialbügeln (bedeckt den ganzen Gaumen),
→ Klasse II/1 mit horizontalem Wachstum: Förderung von UK-Wachstums+Nasenatmung
Bionator (Balters): Monoblock mit Palatinalbügel und anliegendem OK-Labialbügel 3-3 in
bukkale Drahtschlaufe übergehend, UK-Front gefasst, OK-Front beißt nur auf (Retrusion),
Konstruktionsbiss in Kopfbisstellung und 5 mm Höhe, optimaler Therapiebeginn 8-10a
(Mädchen vor 12, Buben vor 14), 2 Jahre lang Tag+Nacht getragen (außer Sport+Essen)
→ Standard für Klasse II/1 mit normalem/horizontalem Wachstum
Maxillator (Rank): OK-Platte mit Adamsklammern, OK-Dehnschraube (1x/Wo drehen), gefasste
OK-Front+Torquefedern (gegen Retrusion), HG-Röhrchen für occipitalen HG (Regio 4/5),
kunststoffüberzogener Sublingualbügel+Teleskopsystem zur schrittweisen UK-Protrusion
(1mm/Mo bei sagg. Stufe > 7mm), Konstruktionsbiss max. 4 mm ventral und 2-3mm hoch,
ähnlich: Bass-Gerät (Führungspelotten statt Sublingualbügel, bukkale Drahtschlaufen)
Züricher Aktivator (Teuscher): Monoblock mit HG-Röhrchen für occipitalen HG (Regio 4/5),
Palatinalbügel, Torquefedern (gegen OK-Frontretrusion), abstehende Lippenpelotten im UK
Van Beek Aktivator: Monoblock mit kurzen Außenarmen zw. 1er/2er für occipitalen HG (250g),
OK+UK-Front in Kunststoff gefasst (½ der Krone), in 2.Sitzung UK-Seite plan geschliffen
später auch OK-Seite, Ausschleifen der (Prä)Molaren zur Bisshebung immer nur im UK,
Konstruktionsbiss max. 10mm ventral und 5-8mm hoch, Tragedauer: 12h (Abend+Nacht),
→ Intrusion+Retrusion der OK-Front, OK-Molaren distalisiert, Okklusionsebene gehalten,
Nasenatmung verbessert → günstig bei vertikalem WT, Tiefbiss oder gummy smile
Kinetor (Stockfisch): 2 Platten mit Labialbügeln durch bukkale abstehende Drahtschlaufe und
3 interokklusale 5 mm Gummischläuche verbunden (zur Anregung der Kautätigkeit und
Molarenintrusion durch elastischen Aufbiss) → günstig bei Klasse II mit frontoffenem Biss
Doppelvorschubplatte (Sanders): 2 Platten mit Labialbügel+Adamsklammern, 2 Führungsstege
auf OK-Platte, die bei Mundschluß gegen schiefe Ebene auf UK-Platte das UK vorführen
(Neigung zur Okklusionebene bei horizontalem 55°, bei neutralem 60° und bei vertikalem
Wachstum 65°), ev. OK-Dehnschraube (1x/Wo drehen), ähnlich: twin block (Clark)
funktionskieferothopädische Klasse III - Geräte
Funktionsregler III (Fränkel): liegt va. vestibulär, Palatinalbügel, Protrusionsbügel (OK-Front),
Labialbügel (UK-Frontretrusion), abstehende Wangenschilder und Lippenpelotten im OK,
Bügel gegen Molarenextrusion, Konstruktionsbiss in äußester Retralen, ab 5a 24h/d tagen,
=> Knochenanbau durch Zug auf periostale Fasern und Überwiegen des Zungendrucks
Zungenheber (Chang): Unterkieferplatte zur Anteriorpositionierung der Zunge nach palatinal
zur saggitalen und transversalen Wachstumsförderung des OK, unterstützende Logopädie

5. Extraorale Apparaturen:
Headgear: cave: bei 6er-Distalisierung Bisserhöhung/Kreuzbisstendenz/bukkaler Durchbruch 7/8
· Bestandteile: Headgearröhrchen auf Molarenbändern nehmen Innenbogen auf, dieser liegt
genau im Lippenspalt in 5-10mm Abstand zur OK-Front, als Kreuzbissprophylaxe 0.5 mm
Expansion (va. bei occipitalem), Konvergenzbiegung zur Derotation möglich, Außenbogen
meist gleich lang (Kraftansatz über Widerstandszentrum zur körperlichen Translation),
Angulation nach superior (zusätzlich Kippung der Wurzel) / inferior (Kippung der Kronen),
Gummizug mit gepolstertem Band ("safety-HG": Schwenkriegel verankert Innenbogen)
· Therapieverlauf: Beginn vor 7er-Durchbruch, 24h/d tagen (außer Essen+Sport) mit 250g/Seite,
nach 6 Wo 6er deutlich mobil und Spalt zum 5er, 6 Mo mit 500g/Seite 2mm überkorregierte
Klasse I, dann 6-9 Mo nur noch nachts (bis Prämolaren durchgebrochen: festsitzende TH)
orthodontische Kräfe 300-500g / orthopädische Kräfte 500-1.000g

Indikationsbereiche der verschiedenen Headgear-Arten


cervical HG Distalisieren/Extrusion von Molaren (Klasse II/Engstand/Tiefbiss), Derotation,
(Nackenzug) Verankerung, OK-Expansion/Kompression → nur bei vertikalem Wachstum
occipital HG Distalisieren/Intrusion von Molaren (frontoffener Biss), OK-Hemmung und
(Kopfzug) Rotation 2-3° im UZS → bei Klasse II mit vertikalem Wachstum (FKO/TPA)
reine Distalisierung durch horizontalen Zug parallel zur Okklusionsebene,
Kombi HG
keine Extrusion → auch bei vertikalem Wachstum einsetzbar
Unterkiefer HG Distalkippung der Molaren (2-3mm Platzgewinn), Ausrotieren der Molaren,
(mit Nackenzug) Aufrichten des UK6ers vor 7er-Durchbruch, Verankerung, UK-Frontretrusion
direkter HG durch Haken=J-Hooks direkt an Multibandapparatur, mit Nacken-/Kopfzug,
(mit J-Hooks) Intrusion der Front, Distalisieren der Eckzähne → bei Tiefbiss/Deckbiss
asymmetrischer → bei mandibulärer Schwenkung (vermehrte Distalisierung am längeren Arm)

Kopf-Kinn-Kappe: Therapie der echten Progenie im Milchgebiss (mit Fränkel III+Kappenschiene),


Wirkung: Mitosehemmung des Kieferköpfchens, Verkleinerung des Gonionwinkels, Aufrotieren
der Maxilla (cave: Kiefergelenkskompression beim Erwachsenen, Reboundeffekt nach Ende
der Therapie durch "catch-up growth", eher Camouflage, oft trotzdem Operation nötig)
Bestandeile: extraoraler Zug von Kunststoffschale am Kinn (individuell nach Alginatabdruck
vom Kinn gefertigt) zum Hinterkopf (dorsokranialer Zug in Richtung des Tragus)
Therapiedauer: im Alter von 3-5a bei 24h/d Tragedauer nach halben Jahr Überkorrektur auf
¼ oder ½ Klasse II, dann nur noch nachts bis zum Wachstumsende, Kontrolle alle 3 Mo,
bei Rezidiv wieder 24h/d, Kräfte am Beginn 450d/Seite, dann auf 900g/Seite

Delaire-Maske: bei Wachstumshemmung des OK bei Pseudoprogenie, LKG und Nichtanlagen im OK


(Beginn mit 8-9a), beim Erwachsenen als Retentionsgerät nach operativer OK-Vorverlagerung
Wirkung: Mesialisierung der OK-Molaren, Mesialorientierung und Aufrotation der Maxilla
um einen Punkt im Bereich der frontomaxillären Sutur, Distalorientierung der Mandibula
Bestandteile: Abstützungen auf Kinn und Stirn mit Verbindungssteg, intraoraler Bogen nimmt
gekreuzten Chariot-Gummizüge (450g/Seite) zu 4x2-Apparatur oder Kappenschiene auf
Therapiedauer: ¾ Jahr bei 14h/d Tragedauer (außer Schule und Sport), Überkorrektur wegen
Rezidivgefahr, je weniger Restwachstum desto mehr überwiegt dentoalveoläre Komponente
6. Festsitzende Apparaturen:
Die 5 klassische Behandlungsphasen (Edgwise-Technik):
· Nivellierungsphase = vertikaler und horizontaler Ausgleich (Rotation, Infra-/Supraokklusion),
ca. 10 Wo runde Sentalloy-Bögen 0.012-0.016'' oder twistflex (bei Aktivierung <30°)
· Führungsphase = Ausformung und Koordination der Zahnbögen (Klassenkorrektur)
· Finishingphase = Kontraktionsphase (Korrektur der saggitalen Stufe, Lückenschluß) +
Justierungsphase (Optimierung der Achsenstellung der Zähne mit 4-Kant SS-Bögen)
· Retentionsphase (ca.1a bzw. bis Wachstumsende): abnehmbar: Positioner, Tiefziehfolie
Hawley-/Spring-Retainer, festsitzend: 0.175'' twistflex mit Kunststoff oral von 3-3

Legierungen: a. Edelstahl (SS) = 75% Eisen, 18% Chrom, 8% Nickel, <0.2% Kohlenstoff (billig,
korrosionsfest, große Kräfte in ersten 2-3 Mo, gutes Schweiß-/Lötverhalten)
b. twistflex: 3-9 verseilte Stahldrähte (Rückstellung unabhängig vom Durchmesser)
c. Elgiloy = 40% Cobalt, 20% Chrom, 15% Nickel, 15% Eisen (unterschiedliche
Härtegrade durch Vergütung, korrosionsbeständiger, geringe Ermüdung)
d. TMA = Titan-Molybdän-Alloy (halbe Steifigkeit von SS, geringere Kraftabgabe,
gerigere Resilienz=speicherbare elastische Energie, für TPA/Loops/Hebel)
e. Nitinol (Sentalloy) = 55% Nickel, 45% Titan (superelastisch, 1/3 Steifigkeit von SS,
Memory-Effekt=Rückstellung: unterschiedliche Kristallstruktur in Marthensit-
Phase bei Zimmertemperatur und Austhenit-Phase bei Erwärmung+Aktivierung
über 30°, durch Ausglühen des Drahtendes deaktiviert, konstante Kraftabgabe)

Kraftwirkung: · Drahtstärke: je dünner desto geringere Kräfte und größerer Spielraum im Slot
· Querschnitt: runde / 4-Kant (mehr Kraft, weniger elastisch, Torqukontrolle ab 17x25)
· Material: je weicher desto elastischer und geringere Kräfte ab
· Drahtlänge: je länger desto geringer Kräfte (Einbiegen von Loops)

Bänder: Halteelement im Molarenbereich (4mm hoch, 0.2mm dick), Attachments (bukkal Haupt-/
Nebenröhrchen, Headgearröhrchen und Häckchen, lingual TPA-Schloß und ev. Knöpfchen)
Zementage: 1 Wo Separiergummis, Auswahl und Auftreiben des Bandes (Schnappeffekt,
Oberrand auf Höheder Randleiste), Zahnreinigung mit Bimsstein, Band mit Alkohol reingen
und Attachments mit Labello verschließen, mit GIZ zementieren und Zementreste entfernen

Brackets: Halteelement im Frontbereich aus Basis (rund/viereckig), Stamm, Flügeln und Slot
Slottiefe: 0.028'', Slotbreite: 0.018''=0.45mm (18er) oder 0.022''=0.55mm (22er)
twin brackets (4 Flügeln): bessere Führung, viel Friktion (Torque), keinere Interbracketdistanz
Flügeln zum Einhängen von Gummiketten und Ligaturen (Gummiligaturen: Spiel im Slot,
Drahtligaturen 0.004-0.014'': festers bracket engagement, weniger Plaqueanlagerung),
Binding = 2-Punkt-Friktion zwischen Draht und Bracket (bei SS ab 3° / NiTi ab 7°)
Selbstligierende Brackets: aktive Clips (In-ovation/Speed/Time) / passives twinlock (Damon),
schwächere Friktion (nur 1/4 der Haltekraft), Probleme bei Torquekontrolle und Derotation
Material: Metall (leicht durch Zusammendrücken der Flügel zu entfernen), Kunstsoff (können
Info verlieren, Verfärbungen), Keramik (ästhetisch, teuer, Schmelzschäden bei Abnahme)
direct bonding: Zahnreinigung mit Bimssteinpaste und Alkohol, 15s Phosporsäureätzung 37%,
Booster verblasen, Bonding verblasen und 10s lichthärten (430nm), Kleber auf Braketbasis,
Positionierung mesiodistal mittig und vertikal in definierten Abstand zur Schneidekante mit
Bukkalmarker/Meßkreuz (3.5mm: 6er/OK2er, 4mm: 1er/UK2er, 4.5mm: 4er/5er, 5mm: 3er),
Anpressen und Überschüsse entfernen, Positionskontrolle, 10s/Seite lichthärten
indirect bonding: exakte Bracketpositionierung am Gipsmodell und ankleben mit Tapetenkleister,
Überabformung mit Formasil/Blend-a-scon, Übertragung mit Abdruck in den Mund

4x2 Apparatur = 4 Brackets auf Schneidezähnen + 2 Bänder 6ers = Vorbehandlung zur FKO
bei Gefahr der Eckzahnschädigung durch Distalkippen der 2er-Wurzel bei distalgekippter Krone:
a. 2er auslassen, b. distale Angulation des Brackets, c. Biegung im Draht
Drahtsequenz: 0.014-0.016'' Sentalloy von 2-2 dann 6-6, dann erst Stahl 15x22
festsitzende Apparaturen
Elastics (Gummizüge): 150-200g (mit Federwaage), 30% Kraftverlust in 1h, 2-3x/d wechseln
· intramaxilläre: bei Klasse I / Gummiketten: Lückenschluss (~100g, blau / gelb mit Abstand)
· intermaxilläre: bei Klasse II UK6-OK3, bei Klasse III OK6-UK3, kaum skelletale Wirkung,
Nebenwirkungen (Rotation/Extrusion/Lingualkippung) dr. Bogen kompensiert (toe-in)
· vertikale: bei offenem Biss, Vergrößerung des overbites, Feineinstellung in Finishingphase
· criss-cross: OK palatinal bis UK bukkal (bei Kreuzbiss, cave: Bissöffnung, SS im UK)
Loops: Kraft je nach Form (offen/geschlossen), Legierung (TMA) und Schenkelhöhe (Helices),
vertikaler R-Loop (Extrusion, Derotation), kombinierter T-Loop (Lückenschluss)
Federn: superelastische Druckfedern (Lückenöffnung/Translation am Bogen), Sander-Feder
aus SS und Sentalloy verbunden mit Klemmvorrichtung (Aufrichten/Einreihen retinierter
Zähne), Aufrichtefeder aus TMA mit 2-3 Helices (cave: unerwünschte Extrusion)
Lipbumber: kunststoffummantelter 1.1 SS Draht in bukkalen UK6er-Röhrchen, läuft vestibulär
in ~5mm Abstand zur UK-Front, nützt Lippendruck zum Distalisieren (1-2mm), Halten oder
Aufrichten der 6er, auch Protrusion der UK-Front durch überwiegenden Zungendruck (wenn
nicht erwünscht Bügel in Umschlagfalte legen), Verlängerung durch Drahtschlaufe möglich
Lingualbogen: Verankerung im UK, an 6er-Bänder angeschweißt, passive Abstützung an Front
Transpalatinalbogen=TPA (Goshgarian): 0.9mm SS mit 6mm Schlaufen in palatinalen Schössern
der 6er-Bänder, offene Schlaufe in der Mitte, dient der Verankerung/Derotation/Torquen der
Molaren, OK-Expansion/Kompression, Distalisierung bei Kreuzbiss/selletal offenem Biss
einseitig aktivierter TPA (Ingervall): bei einseitigem Kreuzbiss Doppelscheife nur auf Gegenseite
(Torque langsamer als Kippung auf Kreuzbisseite, dannach Aufrichtung mit normalem TPA),
10mm extrusive/3mm expansive Komponente, reine Rotation durch Kräftepaar
Nance-Apparatur: Abstützung des Gaumenbogens mit herzförmiger Kunststoffpelotte Regio 3/4,
Molaren-Verankerung/Derotation, OK-Expansion, vor Lückenschluss von mesial entfernen
Quad-Helix: palatinal liegendes Federgerüst mit 4 Helices an Molarenbändern verlötet, zur
Expansion des oberen Zahnbogens (nach mesial laufende Bögen erfassen auch Prämolaren)
Yoke (Schlitten): aus 0.9 SS, kann frei auf Bogen gleiten, gleichzeitig Distalisieren OK-Molaren
und Mesialisieren UK-Molaren (mit Jarabak-Hebelarm auf UK6er-Band+Klasse II-Elastics),
gleichzeitiges Distalisieren von 6er (Joke) und 7er (cervical/Kombi/Unterkiefer-HG)
Jasper-Jumper: gummiummantelte Druckfeder von OK6er bis UK3er distal (bei Klasse II/1),
UK-Vorschub bei Mundschluss, ~1.5mm Zahnbewegung, intrusiv (cave: Tiefbisstendenz),
4x2+TPA gegen Bukkalkippung, im UK Hilfsbogen und Minus-Brackets (Alexander -6/
Bantleon -8) gegen Frontprotrusion, Klasse II-Elastics, Distanz+12mm=4mm Aktivierung,
6-8 Mo, dannach Ausformung der OK-Front mit Gummiketten und Intrusionsbogen 16 SS
ähnlich: Eureca-Spring, Flex-Developer (alle ca. 40% skelletale Wirkung), Herbst-Scharnier
(bilaterale teleskopartige Verbingung, 8-10 Mo in Kantbiss, ca. 60% skelletale Wirkung)
Instrusionsbogen (Burston): 17x25 TMA, voraktiviert ins Vestibulum, dann auf Frontsement 2-2
eingehängt, max. 80g, "interner HG": Front intrudiert, Molaren extrudiert/distalgekippt
palatinale Hebelmechanik (Lückenschluss): reine Translation (Drehmomente heben sich auf)
Aufrichtehebel: mesial 3 eingehängt, vertikale Kräfte aufgehoben, horizontale nicht (Extrusion)
bukkal gekreuzter Hebel (Jarabek): Front mit 17x25 SS verblockt (weniger Frontextrusion)
8. Biomechanik:
Kräfte: · permanent (Sentalloy) / intermittierend+Renenerationsphasen (SS, weniger Wurzelresorption)
· orthopädisch (500-1.000g) / orthodontisch (zw. 50-200g kein Unterschied in Wurzelresoption)
· schnellste und ungefährlichste Zahnbewegung mit kleinen permanenten Kräften möglich
· Widerstandszentrum (WSZ) =Massenschwerpunkt des parodontal gesunden Zahnes ~10 mm
unter dem Slot auf 40% der Wurzellänge (bei Molaren im Bereich der Furkation)
· Drehmoment = Kraft x Abstand vom Widerstandszentrum: reines Drehmoment nur durch
Kräftepaar (2 gleich große entgegengesetzte Kräfte im gleichen Abstand zum WSZ)

Translation (Kraftansatz im WSZ) Rotation (Kraftansatz außerhalb WSZ)


körperliche Bewegung (-150g) Rotation um Längsachse (-100g
Extrusion (-100g) unkontrollierte Kippung=RZ apikal WSZ (-75g)
Intrusion (-20g) kontrollierte Kippung=RZ im Apexbereich (-75g)
→ kein Dehmoment (RZ im Unendlichen) Torque=RZ in der Krone/Wurzel gekippt (-125g)

Knochenumbau bei Zahnbewegungen:


· frontale Resorption (bei Translation): Resorption an Druckseite und Apposition an Zugseite
· unterminierende Resorption (bei unkontrollierter Kippung / zu großen Kräften): Hylinisierung
der desmodontalen Zellen unter Druck, Nekrose des Desmodonts führt zur Wurzelresorption
[2.Bedeutung: breiterer bleibender Zahn resorbiert auch Wurzeln benachbarter Milchzähne]
· Wurzelresorptionen: bei jiggling movements, Instrusion/Torque der Front, Behandlung>2a
Parodontitis, Coca-Cola-bottle-Form, hohes Alter, große Kräfte, keine Regenerationsphase

Verankerung: · maximale = A: anteriores Segment bewegt, posteriores bleibt stehen


· mittlere = B: anteriores und posteriores Segment bewegt (reziproker Lückenschluss)
· minimale = C: posteriores Segment bewegt, anteriores bleib stehen
· kritische (achorage critical): drohender Verankerungsverlust (Vorlaufen der Molaren)

Edgewise-Technik Straight wire-Technik


1.Ordnung Horizontalebene (in-set/off-set/toe-in) Höhe des Bracketstamms
2.Ordnung Vertikalebene (tip-back/step-up/sweep/artistic) Bracket/Slot mesiodistaler schräg
3.Ordnung Torque Slot parallel zur Okklusionsebene

Burstone-Geometrien:
1. Stufenbeziehung: Kräfte addieren sich, Momente gleich groß + gleichgerichtet,
entgegengesetztes Drehmoment durch Kräftepaar hebt ursprüngliches Drehmement auf
3. exzentrischer Knick: Kräfte aufgehoben, größeres Moment auf Knickseite + entgegengerichtet
6. zentrischer Knick: Kräfte aufgehoben, Momente gleich groß + entgegengerichtet