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Einführung neue Lkw-Generation

Der neue Actros (Typ 963)


Einführung neue Lkw-Generation • Der neue Actros (Typ 963)
Einführungsschrift für den Service

Daimler AG, GSP/OI, HPC R 822, D-70546 Stuttgart


Bestell-Nr. 6517 1259 00 - HLI 000 000 02 76 – Printed in Germany – 09/11

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Mercedes-Benz Service

Einführung neue Lkw-Generation


Der neue Actros (Typ 963)

Daimler AG · Technische Information und Werkstatteinrichtung (GSP/OI) · D-70546 Stuttgart

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Impressum

Produkt-Portfolio
Über unser vollständiges Produkt-Portfolio können Sie sich auch
in unserem Internet-Portal umfassend informieren:
Link: http://aftersales.mercedes-benz.com

Fragen und Anregungen


Haben Sie zum vorliegenden Produkt Fragen, Anregungen oder Vorschläge,
schreiben Sie uns bitte.
E-Mail: customer.support@daimler.com
Telefax: +49-(0)18 05/0 10-79 78
oder alternativ
Adresse: Daimler AG
GSP/OIS
HPC R822, W002
D-70546 Stuttgart

© 2011 by Daimler AG
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.
Jede Verwertung oder Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung
der Daimler AG, Abteilung GSP/OIS, HPC R822, W002, D-70546 Stuttgart.
Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung, Überset-
zung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und/oder Verarbeitung in elek-
tronischen Systemen, einschließlich Datenbanken und Online-Diensten.

Bild-Nr. des Titelbildes: W00.01-1014-00


Bestell-Nr. dieser Publikation: 6517 1259 00 - HLI 000 000 02 76

09/11

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Inhalt

Vorwort 9

Übersicht

Fahrzeugkonzept 10

Baumuster-Systematik 12

Typenbezeichnung 13

Code-Systematik 14

Achsbezeichnung 16

Gesamtfahrzeug

Innovationen 18

Fahrzeugarten und Produktgruppen 21

Ausstattung 22

Wartung

Wartungssystem 28

Diagnose 29

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 3


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Inhalt

Antrieb

Motor OM 471 30

Technische Daten 32

Motorkühlung 34

Abgasnachbehandlung 37

Regeneration Dieselpartikelfilter 40

Getriebe

Getriebedaten 42

Mercedes PowerShift 3 44

Kupplung 47

Nebenabtrieb 49

Bremsen

Scheibenbremse 50

Elektronische Bremssteuerung (EBS) 52

Sekundär-Wasser-Retarder (SWR) 53

4 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Inhalt

Fahrwerk

Rahmen 56

Radstand 60

Federung 61

Achsen 66

Radformel 70

Räder und Reifen 71

Lenkung 73

Aufbau

Fahrerhaus 75

Fahrerhauslagerung 81

Fahrerhaus-Kippeinrichtung 83

Sitze und Betten 84

Ablagen und Staufächer 89

Instrumententafel 90

Bedien- und Anzeigekonzept 91

Kombiinstrument 92

Multifunktionslenkrad 94

Elektronisches Zündschloss (EIS) 95

Senderschlüssel 96

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Inhalt

Vernetzung

Gesamtvernetzung 98

Bordnetz 104

Beleuchtung

Außenbeleuchtung 106

Innenbeleuchtung 111

Sicherheit

Active Brake Assist 2 112

Stabilitätsregel-Assistent 114

Spurhalte-Assistent 115

Wankregel-Assistent 116

Reifendruckkontrolle 117

Fahrassistenz

Abstandshalte-Assistent 120

Sensierte Sattelkupplung 121

Regen- und Lichtsensor (RLS) 122

Außenspiegel mit Rangierstellung 123

6 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Inhalt

Komfort

Heizung und Klimatisierung 124

Audio und Kommunikation

Telematik 129

Sonderwerkzeug

Motor 137

Getriebe 152

Anhang

Abkürzungen 158

Stichwörter 162

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Inhalt

8 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Vorwort

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,


in der vorliegenden Einführungsschrift stellen wir
Ihnen den neuen Actros (Typ 963) vor.
Diese Broschüre ist für das mit der Wartung und
Instandsetzung von Mercedes-Benz Lastkraftwagen
betraute technische Personal bestimmt. Kenntnisse
über bereits eingeführte Typenreihen von Mercedes-
Benz setzen wir dabei voraus.
Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Einführungsschrift
liegt auf der Vorstellung von neuen und veränderten
Aggregaten und Systemen.
Alle in dieser Broschüre aufgeführten Daten entspre-
chen dem technischen Stand bei Redaktionsschluss
im Juni 2011 und können daher vom Serienstand
abweichen.
Änderungen und Neuerungen werden ausschließlich
in den entsprechenden Literaturarten im WIS veröf-
fentlicht. Einzelne Angaben in dieser Broschüre
können sich daher von einem aktuelleren, im WIS
veröffentlichten Stand unterscheiden.

Daimler AG
Produkt Service Wörth, GSP/TTM
Juni 2011
i Hinweis
Alle Hinweise und Meldungen im Multifunktions-
display sind in der deutschen Version dargestellt,
da die entsprechenden Sprachversionen zum
Redaktionsschluss nicht verfügbar sind.

i Hinweis
Informationen zu den Fahrzeugen und zur
Bedienung der Fahrzeugfunktionen finden Sie
auch in der interaktiven Betriebsanleitung im
Internet unter:
www.mercedes-benz.de/betriebsanleitung

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 9


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Fahrzeugkonzept
Übersicht

Allgemeines

Die neu entwickelten mittelschweren und schweren Zusätzlich zu der genannten Einteilung in Einsatzge-
Nutzfahrzeuge lösen das bisher bekannte Produkt- biete durch den Typ erfolgt eine Feinspezifizierung
programm der Lkw ab 18 t zulässigem Gesamtge- durch sogenannte Produktgruppen (PG). Diese sind
wicht schrittweise ab. Die Einteilung der neuen im Fern- und Verteilerverkehr Payload und
Fahrzeuge erfolgt einsatzorientiert in drei Typen für Volume.
Fern-, Verteiler- und Baustellenverkehr. Jeder Typ
Unter der PG Payload verbirgt sich dabei ein
hat sein eigenes, markantes Gesicht, dessen
gewichtstechnisch optimiertes Fahrzeug für nutz-
Design sich in die Produktfamilie der Mercedes-
lastsensible Kunden, zum Beispiel im Tank-/Silo-
Benz Lkw harmonisch einfügt. Die charakteristi-
Segment. Die PG der Volume-Fahrzeuge umfasst
schen Merkmale des Typs Fernverkehr sind ein
alle Niedrigrahmenvarianten in den Ausprägungen
hoher Fahrkomfort, hohe Wirtschaftlichkeit und
Autotransporter, Niedrigrahmen und Lowliner.
eine überragende Fahrdynamik.
Das neue Produktprogramm entsteht aus einem
modularen Baukasten, der es dem Kunden ermög-
licht, sein Fahrzeug individuell zusammenzustellen.
Durch die Aufteilung in die drei oben erwähnten
Einsatzsegmente wird dem Kunden die Auswahl des
passenden Fahrzeugs wesentlich erleichtert. Er
wählt nicht mehr ein Grundfahrzeug und muss
dieses dann durch die passende Ausstattung dem
Einsatzzweck entsprechend anpassen, sondern hat
bereits durch die Wahl des Typs ein optimal ausge-
legtes und ausgestattetes Fahrzeug.
Vorteile des Baukastenprinzips für den Kunden:
• ein Fahrerhauskonzept
• zwei Motorenkonzepte
• einheitliche Elektronikarchitektur
i Hinweis
• einheitliche SA-Welt (SA=Sonderausstattung)
• Antriebskonzept für alle Typen durchgängig In dieser Einführungsschrift werden nur die Fern-
verkehrsfahrzeuge mit Markteinführung 09/2011
beschrieben:
4x2 und 6x2 Pritschenfahrzeuge und Sattelzug-
fahrzeuge (SZF) mit langem Fahrerhaus, (Links-
lenker) mit Motor OM 471 (310, 330 und 375 kW)
in Euro V und Euro VI.

10 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Fahrzeugkonzept

Übersicht
W00-00-1054-00

Der neue Actros, Sattelzugfahrzeug mit GigaSpace (F1J)

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Baumuster-Systematik
Übersicht

Mit dem Typ 963 wird eine neue Baumuster-Syste- Diese Unterscheidung wird an der dritten Stelle der
matik eingeführt. Das sechsstellige Baumuster Baumusternummer erkennbar. Die bisher an der 3.
beschreibt die Eigenschaften des Grundbaumus- Stelle stehende Fahrzeugart rutscht eine Stelle
ters. Das zukünftige Produktprogramm lässt sich in weiter nach hinten, die bekannten Nummern
zwei grundsätzliche Konzepte einteilen: Straßen- bleiben aber erhalten.
fahrzeuge (Onroad) und Baufahrzeuge (Offroad).
Der Radstand ist nicht mehr Bestandteil der
Baumusternummer.

Vergleich bisherige und neue Baumuster-Systematik

Bisherige Baumuster-Systematik

1. Stelle 2. Stelle 3. Stelle 4. und 5. Stelle 6. Stelle

Sparte Typ Fahrzeugart Radformel Radstand


Generation Tonnage
Federung

Beispiel

9 3 4 01 2

Nutzfahrzeuge Actros Sattelzug- 4x2 4200 mm


fahrzeug 20 t
Stahlfederung

Neue Baumuster-Systematik

1. Stelle 2. Stelle 3. Stelle 4. Stelle 5. und 6. Stelle

Sparte Typ Einsatzart Fahrzeugart Radformel


Generation Tonnage
Federung

Beispiel

9 6 3 4 03

Nutzfahrzeuge Actros Straße Sattelzug- 4x2


fahrzeug 18 t
Luftfederung

12 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Typenbezeichnung

Übersicht
Die Typenbezeichnungen bleiben weitestgehend in
der bekannten Form erhalten. Statt der bisherigen
Angabe des Radstandes wird ein Kürzel aus der
Baureihe und dem Motorhubraum angezeigt.

Beispiel:

Gerundeter Motorhubraum
13 . . . . . . OM 471 (12.809 cm3)

Einsatzart
FV . . . . . . Fernverkehr
VV . . . . . . Verteilerverkehr
BV . . . . . . Baustellenverkehr

Radformel

Fahrzeugausführung

Motorleistung (PS)

Zulässiges Gesamtgewicht in Tonnen

W00.01-1013-00

Legende Kurzbezeichnung für die Fahrzeugausführung:

ohne Pritschenfahrzeug nR niederer Rahmen


A Allrad-Pritschenfahrzeug nRA niederer Rahmen/Autotransporter
AK Allrad-Kipperfahrzeug nRL niederer Rahmen/Lowliner
AS Allrad-Sattelzugfahrzeug ENA einfach bereifte Nachlaufachse
B Betonmischer-Fahrzeug DNA doppelt bereifte Nachlaufachse
K Kipperfahrzeug NLA Nachlaufachse
L Luftfeder-Pritschenfahrzeug VLA Vorlaufachse
LK Luftfeder-Kipperfahrzeug
LS Luftfeder-Sattelzugfahrzeug
S Sattelzugfahrzeug

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 13


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Code-Systematik
Übersicht

Die Sonderausstattungs-Code sind weiterhin drei- Änderungen in den Codegruppen gibt es bei den
stellig, allerdings mit der Folge “Buchstabe - Ziffer - Code mit dem Anfangsbuchstaben “D“. Dieser
Buchstabe”. wurde bisher nur für Dach-Code verwendet.
Zukünftig wird diese Codegruppe Umfänge “Fahrer-
Der Codeaufbau ist nach Einbauort, Funktion und
haus innen” beschreiben. In der Gruppe “F“ sind
logischer Verwendung strukturiert.
folglich nur noch die Umfänge “Fahrerhaus außen”
Zusammengehörige Code haben die gleiche Ziffer. enthalten.
So beginnen z. B. alle Vorderachsen mit A1, Hinter-
Die Kommunikationsumfänge wie Radiogeräte
achsen mit A2 usw.
finden sich nun in Gruppe “J“.
Der Nummernkreis “9“ in den Codegruppen ist für
In der Gruppe “S“ befinden sich nicht mehr Sitze
Vorrüstungen bzw. Wegfallsachverhalte reserviert.
und Betten, sondern alles zum Thema Sicherheit,
zum Beispiel Stabilitätsregel-Assistent (S1D).

Aufbau neue Code-Systematik

1. Stelle 2. Stelle 3. Stelle


Code-Gruppe

Großbuchstabe (A...Z) Ziffer (0...9) Großbuchstabe (A...Z)

Beispiel

A 2 E

Achsen/Aufhängung Hinterachse Tellerrad 440, Hypoid, 13,0 t

14 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Code-Systematik

Übersicht
Übersicht Code-Gruppen

A Achsen/Aufhängung N Nebenabtriebe

B Bremsen O Interne Systemsteuerungs-Code

C Chassis P Pritsche/Kipper

D Fahrerhaus innen Q Feder/Querträger/Anhänger-/Sattelkupplung

E Elektrik R Räder/Reserveradhalter/-heber

F Fahrerhaus außen S Sicherheit

G Getriebe/Kupplung T frei

H Sattelvormaße U frei

I Interne Code V frei

J Instrumente/Kommunikation W Gewichtsvarianten

K Kraftstoffanlage/Abgasanlage X Sonstiges

L Lichtanlage/Leuchten Y Zubehör

M Motor Z Interne Systemsteuerungs-Code

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 15


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Achsbezeichnung
Übersicht

Neue Bezeichnung der Achsen

Mit Einführung des neuen Actros erhalten alle Zukünftig werden die Achsen nur noch nach der
Achsen eine neue Bezeichnung. neuen Bezeichnungsgrundlage kommuniziert. Die
bisherige Bezeichnung, bei denen der Achs-Typ und
Grundlage dafür ist die Common Axle Platform
die Achs-Baureihe (z. B. HL6, VL4 usw.) benannt
(CAP), mit der eine weltweite Vereinheitlichung der
wurden, entfällt.
Kennwerte einer Achse angestrebt wird. Dadurch
kann eine größere Variantenanzahl mit möglichst Nachfolgend werden die neuen Achsbezeichnungen
wenig Teilen dargestellt werden. mit je einem Beispiel für "nicht angetriebene" und
"angetriebene" Achsen dargestellt.

Nicht angetriebene Achsen

Modell
Typ F. . . . . . . . Vorderachse
T. . . . . . . . Nachlaufachse
M . . . . . . . Vorlaufachse

Tragfähigkeit 4.3 . . . . . . Achslast (4,3 t)


7.1 . . . . . . Achslast (7,1 t)
7.5 . . . . . . Achslast (7,5 t)
8 . . . . . . . Achslast (8,0 t)
8.5 . . . . . . Achslast (8,5 t)
9 . . . . . . . Achslast (9,0 t)
10 . . . . . . Achslast (10,0 t)

Ausführung ohne . . . . Stahlfederung


A . . . . . . . Luftfederung
L. . . . . . . . Hebbar
S . . . . . . . Lenkbar

Bremse C . . . . . . . Scheibenbremse
S . . . . . . . Trommelbremse

Felgen-Ø 17.5. . . . . 17,5 Zoll (Radkopf)


22.5. . . . . 22,5 Zoll (Radkopf)

W00.01-1011-00

16 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Achsbezeichnung

Übersicht
Angetriebene Achsen

Modell
Typ R . . . . . . . Hinterachse
RT . . . . . . Hinterachse mit Durchtrieb
FD . . . . . . Vorderachse
FT . . . . . . Vorderachse mit Durchtrieb

Tellerrad-Ø 346 . . . . . Tellerrad-Ø (Vorderachse)


360 . . . . . Tellerrad-Ø (Vorderachse)
390 . . . . . Tellerrad-Ø
390T . . . . Tellerrad-Ø (2. Hinterachse bei Tandem)
440 . . . . . Tellerrad-Ø
440E . . . . Tellerrad-Ø (Wirkungsgrad optimiert)
485 . . . . . Tellerrad-Ø
233P . . . . Tellerrad-Ø (Außenplaneten)
300P . . . . Tellerrad-Ø (Außenplaneten)

Tragfähigkeit 7.5 . . . . . Achslast (7,5 t)


8 . . . . . . . Achslast (8,0 t)
9 . . . . . . . Achslast (9,0 t)
9.5 . . . . . Achslast (9,5 t)
10 . . . . . . Achslast (10,0 t)
13 . . . . . . Achslast (13,0 t)
16 . . . . . . Achslast (16,0 t)

Ausführung ohne . . . . Stahlfederung


A . . . . . . . Luftfederung

Bremse C . . . . . . . Scheibenbremse
S . . . . . . . Trommelbremse

Felgen-Ø 22.5 . . . . 22,5 Zoll (Radkopf)

W00.01-1012-00

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 17


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Innovationen
Gesamtfahrzeug

Die neue Lkw-Generation wartet mit zahlreichen • Wärmemanagement Motorkühlung mit Ein-
Neuerungen auf: satz einer geregelten Kühlmittelpumpe zur
bedarfsgerechten Bereitstellung von Kühlleis-
• Neue Fahrzeuge im Programm:
tung serienmäßig bei allen 4x2 und 6x2 Fahrzeu-
20 t und 33 t Luftfeder (Pritsche, Kipper)

gen
4-Achser mit Radformel 8x2/4 (VLA und DNA,

• Umfang der Geräuschkapselung erweitert um


Pritsche und Kipper)
multifunktionale Bauteile zur Schallabsorption,
6x2 DNA mit Luftfederung

Verschmutzungsverringerung und Hitzeschutz


6x2 SZF mit einzelbereifter Nachlaufachse

• Gedrückte Kupplung mit pneumatischem Zen-


Allrad-SZF mit 18 t Gesamtgewicht

tralausrücker (CPCA=Concentric Pneumatic


4-Achser mit luftgefederter Hinterachse als

Clutch Actuator)
Pritsche und Kipper
• Getriebe mit automatisierter Schaltung mit
6x2/2 SZF mit Hendrikson Vorlaufachse auch

Bedienung mittels Multifunktionshebel


als Linkslenker
• Verbesserter Anfahrkomfort mit Kriechfunk-
• Längere Radstände verfügbar und bisherige
tion statt Rangiermodus
Radstandslücken geschlossen
• Neue Antriebsstrangkonfiguration mit noch
• Flexible Überhangsvarianten im 300 mm-Ras-
längeren Achsübersetzungen und Drehmoment-
ter, geschraubter Schlussquerträger
erhöhung im 12. Gang (M0E) zur Kraftstoffein-
• Weitere Verbesserung der Aufbaufreundlich-
sparung
keit durch ab Werk lieferbare Freiräume am
• Flexibleres Angebot an Haupt- und Zusatz-
Rahmen, etwa für Kranstützfüße oder Schränke,
tanks auf beiden Seiten in verschiedenen Quer-
spezielle Befestigungsteile am Rahmen für Prit-
schnitten
schen, Kipper und Betonmischer und 3 statt 1
• Intelligente Druckluftaufbereitung mit EAPU
Schalter für die Stromzufuhr von Aufbauten ab
und schaltbarem Verdichter für alle Fahrzeuge
Werk
(bisher nur bei 4x2 SZF)
• Neuentwickelte Mercedes-Benz Reihensechs-
• Neuentwickelter Sekundär-Wasser-Retarder
zylinder-Motoren in Euro V oder Euro VI, EEV
(B3H) mit deutlichem Gewichts- und Bauraum-
• Fahrerhausangebot um neue Varianten erwei-
vorteil gegenüber leistungsoptimiertem Voith-
tert. Der neue ergonomische Fahrerarbeitsplatz
Retarder (BA1)
und der gesamte Innenraum sind auf maximales
• Umfangreiches Komfortangebot im Fahrer-
Raumangebot und höchsten Komfort ausgerich-
haus: neue Betten, Sound-System, erweitertes
tet
Steckdosenangebot, etc.
• Breite und schmale Fahrerhäuser und alle
• Digitale Betriebsanleitung integriert in das
Bodenvarianten – soweit technisch möglich -
Radio-/Navigationssystem Bluetooth® Komfort
mit allen Motoren kombinierbar
(J2D)
• Verbesserung der Aerodynamik und damit Sen-
kung des Kraftstoffverbrauchs durch modular
aufgebaute Kühlluftregelung im Frontmodul zur
bedarfsabhängigen Steuerung der Kühlluftver-
sorgung des Kühlmoduls

18 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Innovationen

Gesamtfahrzeug
Aerodynamik
Zur Verbesserung der Aerodynamik wurden
verschiedene Maßnahmen umgesetzt:
• Gestaltung des Fahrerhauses
• Spezielle aerodynamische Dächer
• Aerodynamisch optimierte Luftleitkörper
• Kühlluftregelung im Frontmodul
• Türverlängerung
• Aerodynamisch optimierter Spritzschutz
• Aerodynamisch optimierter Unterboden
Fahrerhaus
Maßnahmen zur Verringerung des Luftwiderstands
am Fahrerhaus sind:
W88.00-1008-00

• die optimierte, in Windkanal und CAD-erprobte Aerodynamik Fahrerhaus


Rohbauform 1 Luftleitkörper Front
• der optimierte Stoßfänger 2 Luftleitkörper Seite
• die stärker geneigte Frontscheibe 3 Luftleitkörper Dach
4 Türverlängerung
Luftleitkörper Front
Die strömungsgünstige Auslegung der Luftleit-
körper sorgt für eine optimierte Luftführung zu den
Seiten der Fahrzeug-Front. Daraus ergeben sich
zwei Vorteile:
• geringe Verschmutzung der Fahrerhaus-Seiten
• bestmögliche Aerodynamik
Unterbodenverkleidung
Die aerodynamische seitliche Unterbodenverklei-
dung leitet den Fahrtwind unter dem Fahrzeug ab.
Dadurch wird der cw-Wert verringert und der Kraft-
stoffverbrauch reduziert. Die seitliche Unterboden-
verkleidung ist für alle Fahrzeuge verfügbar.
Türverlängerungen
Die lackierbaren Türverlängerungen bestehen aus
Kunststoff und sind mit der Tür verschraubt. Sie
decken die Trittstufen ab und verbessern die Luft- W00.00-1056-00
strömung um das Fahrerhaus. Der neue Actros im Windkanal

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 19


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Innovationen
Gesamtfahrzeug

Kühlluftregelung im Frontmodul
Die modular aufgebaute Kühlluftregelung im Front-
modul dient dazu, die Versorgung des Motorraums
mit Kühlluft bedarfsabhängig zu steuern. Die
flexible, vollautomatische Steuerung der Kühlluftzu-
fuhr trägt zur Verbesserung der Fahrzeugaerody-
namik und damit zur Senkung des Kraftstoffver-
brauchs bei. Bei kalten Außentemperaturen wird
außerdem das Aufheizverhalten des Motors durch
die Reduzierung der Motorraumdurchströmung
positiv beeinflusst.

W20.20-109100

Kühlluftregelung
1 Obere Kühlluftregelung bei Aufsetzhöhe 600
2 Obere Kühlluftregelung bei Aufsetzhöhe 765
3 Untere Kühlluftregelung ohne Abstandshalte-Assistent
4 Untere Kühlluftregelung mit Abstandshalte-Assistent

i Hinweis
Die Aufsetzhöhe (ASH) bezeichnet den Abstand
von der Unterkante des Bodenblechs bis zur
obersten Lochreihe im Rahmenlängsträger. Bei
ebenem Fahrerhausboden beträgt die Aufsetz-
höhe immer 765 mm, bei Motortunnel immer 600
mm.

20 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Fahrzeugarten und Produktgruppen

Gesamtfahrzeug
Der neue Actros wird zunächst mit der Produkt-
gruppe Volume eingeführt. Sie schafft maximalen
Laderaum für den Transport, z. B. von "weißer
Ware" wie Kühlschränken oder Waschmaschinen
sowie Materialien mit niedriger Dichte wie Holz-
wolle, Schaumstoffe, Dämmplatten usw.

W00.00-1057-00

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 21


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Ausstattung
Gesamtfahrzeug

Die Grundausstattung umfasst die in allen Fahr- Ab Werk steuerbare Pakete bündeln Sicherheits-
zeugen serienmäßig, d. h. ohne Code, verbauten oder Komfortausstattungen. Zum Anlauf des neuen
Inhalte. Darüber hinaus gibt es je nach Fahr- Typs stehen folgende Paketvarianten zur Auswahl:
zeugtyp/Produktgruppe weitere Serienumfänge.
In der Baureihe Fernverkehr kann zusätzlich
zwischen den zwei Lines “Home-Line” und “Style-
Line” gewählt werden.

Safety Pack Basic Classic Top

Code Z0H Z0I Z0J

S1I Abstandshalte-Assistent X X X

S1H Spurhalte-Assistent X X X

S3A Airbag, Fahrer X X X

S1F Wankregel-Assistent (nur bei Pritschen-BM) X X X

S1C Active Brake Assist 2 — X X

B3H Sekundär-Wasser-Retarder — — X

Economy Pack Classic Top

Code Z0C Z0D

S1Y Reifendruckkontrolle X X

F5B Luftleitkörper rastbar, mit Endkantenklappen X X

oder
F5E Luftleitkörper starr, mit Endkantenklappen für Gigadach X X

oder
F5I Endkantenklappen ohne Luftleitkörper X X

C8Z Seitenverkleidung aerodynamisch X X

oder
C8R Wegfall Seitenverkleidung aerodynamisch X X
(bei großem Tank)

E2J Sicherungsautomaten X X

B3H Sekundär-Wasser-Retarder — X

22 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Ausstattung

Gesamtfahrzeug
Comfort Pack Basic Classic Top

Code Z0E Z0F Z0G

F8F Komfort-Schließanlage X X X

D4X Sonnenrollo 2-teilig, elektrisch, Frontscheibe X X X

D5B Ambientebeleuchtung X X X

J2K Lautsprecher, 2-Wege-System X X —

J2J Sound-System — — X

D7F Ablagenklappen über Frontscheibe, eine — X X


abschließbar

D7N Regalsystem flexibel, für Ablage über Front- — X X


scheibe

F6R Drucklufthörner, Fahrerhausdach — X X

oder
F6Q Drucklufthorn — X X

D4Z Sonnenrollo seitlich, Fahrer- und Beifahrer- — X X


seite

D0A Lederlenkrad — X X

oder
D0D Holz-Lederlenkrad — X X

D8M Schiebe-/Hebedach elektrisch, — X X


Glasausführung

J1E Kombiinstrument, 12,7 cm, — — X


mit Zusatzanzeigen

D7K Schublade unter Brüstung — — X

D6G Klimaautomatik — — X

Y1X Kühlschrank in Schublade, unter Bett — — X

F0T Mercedes-Stern beleuchtet — — X

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 23


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Ausstattung
Gesamtfahrzeug

Climate Pack

Code Z0K

D7A Wärmeisolierung zusätzlich X

D6G Klimaautomatik X

D6H Standklimaanlage X

ADR Pack Basic Classic

Code Z0L Z0M

E2J Sicherungsautomaten X X

E5V ADR Typklasse FL inklusive EX/II, EX/III und AT X X

oder
E5W ADR Typklasse OX inklusive AT

oder
E5X ADR-Typklasse AT X X

E5A 1 Schalter für Fremdaufbau-Elektrik X X

E5Z Zubehör ADR X X

B3H Sekundär-Wasser-Retarder — X

24 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Ausstattung

Gesamtfahrzeug
Ausstattung Interieurkonzept Interieurkonzept
Home-Line Style-Line

Code D0B D0C

Interieur

Einfassungen Luftdüsen — Silver shadow


perlgestrahlt

Türzuziehgriff innen Wurzelnuss Silver shadow


perlgestrahlt

Türspiegel Mandelbeige Velours schwarz/silber


gepunktet

Abdeckkappen um Multifunktionstasten (Lenkrad) Wurzelnuss Silver shadow


perlgestrahlt

Schriftzug an der Ablage über der Frontscheibe „Home-Line“ „Style-Line“

Multifunktionshebel links/rechts Tiefdunkelgrau Silver shadow

Zierleiste Podest/Balkon Wurzelnuss —

Zierleiste Podest/Balkon Handbremsventil — Silver shadow


perlgestrahlt

Zierleiste Instrumententafel Beifahrerseite Wurzelnuss Silver shadow


perlgestrahlt

Kombiinstrument 12,7 cm mit Zusatzanzeigen (J1E) mit weißer Skalierung

Teppicheinleger Tunnelmitte Velours Mandelbeige Anthrazit

Ledersack Handbremsventil • •
Trittschiene (bei einem Boden) Alu-Druckguss

• = enthalten — = nicht enthalten

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 25


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Ausstattung
Gesamtfahrzeug

Ausstattung Interieurkonzept Interieurkonzept


Home-Line Style-Line

Code D0B D0C

Exterieur

Chromspange auf Sonnenblende • •


Spiegelblende verchromt — •
Weitere Sonderausstattungen

Lederlenkrad (D0A) • •
Ambientebeleuchtung (D5B) — •
Außenspiegel lackiert (Z7L) — •
Nebelscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht (L1I) — •
Mercedes-Stern beleuchtet (F0T) — •
• = enthalten — = nicht enthalten

26 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Ausstattung

Gesamtfahrzeug
W68.00-1014-00
Interieurkonzept „Home-Line“

W68.00-1015-00
Interieurkonzept „Style-Line“

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 27


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Wartungssystem
Wartung

Die Wartungsintervalle werden belastungsabhängig Die Sensierung erfolgt bei den Aggregaten Motor,
vom Steuergerät Wartungssystem (MS) ermittelt. Getriebe und Achsen über die Öltemperatur. Eine
Die Restlaufzeit bzw. die Restwegstrecke bis zur höhere Öltemperatur signalisiert dabei eine höhere
nächsten fälligen Wartung wird im Multifunktions- Belastung, die für das Aggregat definierte „Lebens-
display angezeigt. dauer“ läuft schneller ab. Aus den aktuellen Belas-
tungsdaten errechnet das Wartungssystem die
Durch die technische Weiterentwicklung konnten
Restdauer bis zur nächsten Wartung.
die Wartungsintervalle einzelner Bauteile bzw. Ag-
gregate verlängert werden. Gleichzeitig wurde be-
reits bei der Konstruktion der neuen Produkte auf
Da auch die verwendete Ölqualität die Lebensdauer
Wartungs- und Reparaturfreundlichkeit Wert gelegt.
eines Aggregates beeinflusst, kann diese in 3 Stu-
Dies zeigt sich unter anderem auch durch die gute
fen eingestellt werden. Für das Motoröl ist zudem
Zugänglichkeit der Wartungspunkte und geringere
die Viskosität des verwendeten Öls relevant.
Aus-/Einbauzeiten.
Ebenfalls Einfluss auf die Lebensdauer hat die Kraft-
Das Wartungssystem ist bei allen Fahrzeugen im
stoffqualität, weshalb diese nach dem Schwefelge-
Grundumfang enthalten und Software-Bestandteil
halt im Menü eingestellt werden kann.
des Steuergerätes Zentrales Gateway (CGW).
• 0 – 0,05 % Schwefelgehalt = Faktor 1
Sensiert werden (je nach Fahrzeugausführung):
• 0,05 – 0,1 % Schwefelgehalt = Faktor 0,5
• Motor • > 0,1 % Schwefelgehalt = Faktor 0,3
• Getriebe
Etwa 2 Wochen vor der fälligen Wartung wird der
• Verteilergetriebe
Fahrer über ein Pop-Up bei “Zündung ein” über die
• Retarder
anstehende Wartung informiert. Die nächste Warn-
• Vorderachse (bei Allrad)
stufe wird mit der Meldung “Service sofort“ hinter-
• Hinterachse (HA) (Vorrüstung für 2. HA ist
legt. Alle angezeigten Meldungen werden im Spei-
vorhanden, allerdings wird derzeit kein
cher hinterlegt, damit bei Reklamationen nachvoll-
Temperatursensor verbaut)
zogen werden kann, wann welche Meldung ange-
• Luftfilter
zeigt wurde.
• Bremsbeläge (bis zu 5 Achsen)
• Zeitwartung (alles, was 1x jährlich gewartet
wird)
• Universell (für Aufbauhersteller)
• Nebenabtrieb 1-3 (nicht ab Werk belegt)
• Kraftstofffilter
• Dieselpartikelfilter (DPF)

28 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Diagnose

Wartung
Diagnose On-Board-Diagnose (OBD)

Die Diagnosefunktionen der Steuergeräte dienen in Die OBD dient zur Überwachung und Diagnose aller
erster Linie dazu, die korrekte Funktion der entspre- das Abgas beeinflussenden Systeme. Sie ist gesetz-
chenden Systeme sicherzustellen. Das geschieht lich vorgeschrieben. Auftretende Störungen und
durch eine laufende Prüfung, ob die an ein Steuer- Fehler werden dem Fahrer über eine Kontrollleuch-
gerät angeschlossenen Sensoren plausible Werte te angezeigt und im Fehlerspeicher abgelegt. Diese
liefern. Die Diagnosedaten können zusätzlich zur können mit Hilfe der Star Diagnosis ausgelesen
Fehlersuche genutzt werden. werden.
Zur Datenübertragung wird das auch im Pkw-Be- Für die Euro VI-Norm gelten die strenger reglemen-
reich genutzte UDS (Unified Diagnostic-Services) tierten Vorschriften gemäß OBD 2.
Diagnoseprotokoll verwendet.
Von der OBD-NOx-Control werden unter anderem
Im Vergleich zum Vorgängertyp wurden die Diagno- auch die Menge der ausgestoßenen Stickoxidmole-
seroutinen für den Service wesentlich optimiert. küle (NOx) und die Partikelmasse (PM) überwacht.
Das wirkt sich besonders in der Geschwindigkeit Bei Überschreitung der Grenzwerte unterrichtet sie
der Kommunikation mit den Steuergeräten aus. Der den Fahrer und leitet Maßnahmen ein , wie z. B. die
Diagnose-CAN arbeitet mit 500 kBaud, außerdem Ansteuerung der MIL-Lampe (Malfunction Indicator
können mehrere Steuergeräte gleichzeitig senden Lamp) oder im äußersten Fall eine Drehmoment-
und empfangen. reduzierung.
Beim Flashen eines Steuergerätes wird die Kommu-
nikation der Steuergeräte untereinander unterbro-
chen, um die CAN-Leitung frei zu halten. Die Flash-
zeit verkürzt sich dadurch von ca. 30 min auf etwa
3 min.
Auftretende Fehler können auch im Kombiinstru-
ment ausgelesen werden. Dies hat den Vorteil, dass
der Fahrer die Fehler auslesen und vorab die Werk-
statt informieren kann, welche Fehler auftreten.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 29


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor OM 471
Antrieb

Allgemein
Mit dem Motor OM 471 kommt erstmalig im Nutz- • Mit dem neuen Einspritzsystem
fahrzeugbereich ein 6-Zylinder-Reihenmotor mit (APCRS=Amplified Pressure Common Rail
zwei oben liegenden Nockenwellen (Double Over- System) kommt erstmalig in einem
head Camshaft = DOHC) zum Einsatz. Nutzfahrzeug ein Common Rail System mit
Druckverstärkung zum Einsatz, durch das die zur
Die beiden Nockenwellen werden über einen Zahn-
Verbrennung erforderliche Kraftstoffmenge auf
rädertrieb an der Kraftabgabeseite des Motors
ein Minimum reduziert wird.
angetrieben. Dadurch werden die Geräuschemissi-
• Das völlig neu entwickelte Motorbremssystem
onen deutlich verringert.
überzeugt durch eine noch höhere
Der Motor OM 471 ist in vier Leistungsstufen Bremsleistung.
zwischen 310 und 375 kW erhältlich. • Die gekühlte und geregelte Abgasrückführung
Die herausragenden Eigenschaften der Motoren, (AGR) und der Dieselpartikelfilter (DPF) sowie
insbesondere der geringe Kraftstoffverbrauch im eine modifizierte Kurbelgehäuseentlüftung
Verhältnis zu einer hohen Leistung, wurden durch sorgen dafür, dass auch zukünftige Emissions-
eine Vielzahl von technischen Neuentwicklungen vorschriften erreicht werden können.
ermöglicht:

W01.10-1091-00

Motor OM 471 Euro VI

30 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor OM 471

Antrieb
W01.10-1092-00

Übersicht Motor OM 471

1 Rail G2 Generator
2 Dieselkraftstoff-Dosiereinheit (zur Regeneration M1 Starter
des Dieselpartikelfilters)
3 Öl-Kühlmittel-Modul mit Kühlmittelpumpe A linke (“kalte”) Motorseite
4 Kraftstofffiltermodul B rechte (“heiße”) Motorseite
5 Verdichter
6 Lenkhelfpumpe
7 Ölabscheider der Kurbelgehäuseentlüftung
8 Abgasturbolader
9 Abgasrückführkühler

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 31


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Technische Daten
Antrieb

Einheit OM 471

Hubraum cm3 12809

Zylinderanzahl/-anordnung 6/Reihe

Ventilsteuerung DOHC

Ventilanzahl je Zylinder (Einlass/Auslass) 2/2

Leerlaufdrehzahl 1/min 560

Leistung kW 310 (M3A)


330 (M3B)
350 (M3C)
375 (M3D)

Drehmoment Nm 2100 (M3A)


2200 (M3B)
2300 (M3C)
2500 (M3D)

Verdichtungsverhältnis ε 17,3

Hub mm 156

Kolbendurchmesser mm 132

Kolbengesamthöhe mm 113,5

Kompressionshöhe mm 75

Kolbenschaftlänge mm 56,5

Pleuellänge mm 268

Zylinderdurchmesser mm 132

Zylinderabstand mm 165

Raildruck (max.) bar 900

Gewicht (ca.) kg 1200

32 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Technische Daten

Antrieb
Leistungsdiagramme

W01.00-1081-00 W01.00-1083-00

a OM 471, 310 kW (M3A) c OM 471, 350 kW (M3C)


b OM 471, 330 kW (M3B) d OM 471, 375 kW (M3D)

M Drehmoment
P Leistung
n Drehzahl

i Hinweis i Hinweis
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Für die drei Motorvarianten M3A, M3B und M3C
“Einführungsschrift Motor 471 und Abgasnachbe- gibt es in Verbindung mit Code (M0E) eine Dreh-
handlung”, Bestell-Nummer 6517 1260 00 - momenterhöhung um 100 Nm (M3A) bzw. 200 Nm
HLI 000 000 02 81. (M3B und M3C).

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 33


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motorkühlung
Antrieb

Die fahrzeugseitige Kühlanlage ist als "Kühlmodul" Fahrzeuge mit Sekundär-Wasser-Retarder sind mit
mit separatem Ausgleichsbehälter ausgeführt. einem 1-Kammer-Ausgleichsbehälter mit Über-
druckventil ausgestattet, der aus dem Nebenver-
Das Kühlmodul besteht aus folgenden Kompo-
braucherkreis mit Fremddruck beaufschlagt ist.
nenten:
Im Multifunktionsdisplay des Kombiinstruments
• Kondensator (nur bei Klimaanlage)
wird optisch angezeigt, ob der Kühlmittelstand in
• Ladeluftkühler
Ordnung oder zu hoch bzw. zu niedrig ist. Bei zu
• Kühlmittelkühler
hoher Kühlmitteltemperatur erfolgt zusätzlich eine
• Lüfterzarge
akustische Warnung.
• Ausgleichsbehälter
Fahrzeuge ohne Sekundär-Wasser-Retarder sind für Kühlmittel
einen schnellen Druckaufbau mit einem 2-Kammer-
Ausgleichsbehälter ausgestattet, bei dem die klei- Mit Einführung des neuen Actros wird das bisherige
nere Kammer mit einem Überdruckventil zur Kühlmittel G48 (grün/blau) durch das Kühlmittel
größeren Kammer abgesichert ist, während das G40 (rot) ersetzt. Es weist folgende Vorteile auf:
Überdruckventil der 2. Kammer ggf. nach außen
• Bessere Performance gegenüber G48 aufgrund
abbläst.
geringerer Ablagerungen im Kühlsystem
• Bessere Wärmeabfuhr
• Höhere Umweltfreundlichkeit, da keine umwelt-
schädlichen, boraxhaltigen Bestandteile mehr
enthalten sind
Eine Mischung der beiden Kühlmittel ist nicht
erlaubt. Die Mischung führt zu einer rostbraunen
Verfärbung. Dies kann zu potentiellen Beanstan-
dungen führen.
Daher ist bei Befüllung mit G40 vorher das G48
abzulassen. Geringe Restmengen (1 % -3 %) an G48
im Kühlsystem führen nur zu einer unwesentlichen
Verfärbung und sind daher unbedenklich.

W20.20-1092-00

Kühlmodul
1 Kondensator
2 Ladeluftkühler
3 Kühlmittelkühler
4 Lüfterzarge
5 2-Kammer-Ausgleichsbehälter
(ohne Sekundär-Wasser-Retarder)
6 1-Kammer-Ausgleichsbehälter
(mit Sekundär-Wasser-Retarder)

34 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motorkühlung

Antrieb
Wärmemanagement Motorkühlung
Das Wärmemanagement Motorkühlung optimiert
den Wirkungsgrad des Motors und reduziert somit
den Kraftstoffverbrauch. Dies wird durch gezielte
Beeinflussung der Kühlmitteltemperatur und das
bedarfsgerechte Ansteuern folgender Kompo-
nenten erreicht:
• Kühlmittelpumpe
• Lüfterkupplung
Durch die Regelung der Kühlmittelpumpe wird der
Kühlmitteldurchsatz durch den Motor auf das im
jeweiligen Betriebszustand notwendige Maß redu-
ziert.
Zusätzlich wird der Kühlluftdurchsatz des Motor-
kühlers über die Lüfterkupplung in Abhängigkeit
vom Betriebszustand geregelt.

Kühlluftregelung

Bei offener Kühlerjalousie kann die Kühlluft den


Kühler und somit den gesamten Motorraum und
Rahmen durchströmen. Hierdurch entsteht ein
erhöhter Luftwiderstand, der sich im Kraftstoff-
verbrauch bemerkbar macht.
Ab einer parametrierbaren Geschwindigkeit werden
die Lamellen der Kühlerjalousien geschlossen, um
den cw-Wert niedrig zu halten. Während der Fahrt
wird bedarfsabhängig geregelt. Die Betätigung W20.20-1086-00
erfolgt durch Stellmotoren.
Obere Kühlluftregelung (bei ASH 600)
Bei abgestelltem Fahrzeug sind die Kühlerjalousien 1 Kühlerjalousie
geöffnet, um Beschädigungen, Verklemmen, sowie 2 Hebel
Vereisen bei kalten Außentemperaturen im 3 Stellmotor
geschlossenen Zustand vorzubeugen.
A Kühlerjalousie geschlossen
Die Abfrage der Lamellenposition ist über die Stel- B Kühlerjalousie offen
lung der Schrittmotoren möglich und Fehlfunkti-
onen werden durch entsprechende Meldungen im
Multifunktionsdisplay angezeigt. Im Fehlerfall
werden die Kühlerjalousien geöffnet, sodass die
Kühlluftversorgung sichergestellt ist (Fail-Safe).

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 35


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motorkühlung
Antrieb

Geregelte Kühlmittelpumpe (M7T)

Die Hauptkomponente des Wärmemanagements ist Sicherheit/Notlauf


die geregelte Kühlmittelpumpe. Diese ist mit einer
Die geregelte Kühlmittelpumpe ist als „Fail-Safe“-
elektrischen Viskosekupplung versehen, welche die
Bauteil konstruiert. Das bedeutet, dass im Fehlerfall
Zu- und Abschaltung des Pumpenelements ermög-
die Betriebssicherheit des Fahrzeugs weiter
licht. Baulich unterscheiden sich die geregelte und
gewährleistet ist und keine Folgeschäden zu
ungeregelte Kühlmittelpumpe durch die unter-
erwarten sind.
schiedlichen Durchmesser der Riemenscheibe und
durch das Kupplungselement. Notlaufeigenschaften:

Die Kühlmittelpumpe ist auf der linken Seite des • Bei elektrischen Fehlern (z. B. Kabelunter-
Motors montiert und wird über den Keilrippen- brechung, Kurzschluss) liefert die Pumpe bauart-
riemen angetrieben. bedingt automatisch die maximale
Fördermenge.

W20.10-1070-00

Öl-Kühlmittel-Modul mit geregelter Kühlmittelpumpe

36 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Abgasnachbehandlung

Antrieb
Allgemein Systemüberwachung
Zum Erreichen geltender und künftiger Abgas- Zur gesetzlich vorgeschriebenen Funktionsüberwa-
Grenzwerte ist zusätzlich zu der motorinternen chung des Systems werden mehrere Druck-,
Abgasrückführung ein Abgasnachbehandlungs- Temperatur-und NOx-Sensoren verwendet, mit
system bestehend aus SCR-Katalysator (Selective denen die Güte der Abgasreinigung ständig über-
Catalytic Reduction) und Dieselpartikelfilter (DPF) prüft wird.
verbaut.
Ebenso wird jeder erkannte Fehler im Fehlerspei-
Alle Komponenten sind in einem Gehäuse unterge- cher der On-Board-Diagnose (OBD2) abgelegt.
bracht, der sogenannten Abgasnachbehandlungs- Werden die gesetzlich vorgeschriebenen Grenz-
einheit. werte überschritten, wird die Motorleistung nach
abgestuftem Konzept reduziert.
Die Abgasnachbehandlung in der Abgasnachbe-
handlungseinheit läuft in zwei Stufen ab: Der NOx-Sensor ist zentraler Bestandteil des
Abgasnachbehandlungssystems. Er überprüft im
Erste Stufe:
Fahrbetrieb laufend den Stickoxidanteil im Abgas.
Oxidationskatalysator und Dieselpartikelfilter
Aus dieser Information wird die benötigte AdBlue®-
Zweite Stufe: Menge berechnet.
SCR-Katalysator
Euro V
Im Unterschied zur Motorausführung Euro VI
entfällt der Dieselpartikelfilter. Es sind nur 2 statt 5
Temperatursensoren sowie nur 1 NOx-Sensor statt
2 verbaut. Die Abgasdrucksensoren können
komplett entfallen, da diese nur zur Füllgraderken-
nung des Dieselpartikelfilters bei Euro VI dienen.
Darüber hinaus ergeben sich kleinere Änderungen
in der Anordnung der Bauteile.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 37


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Abgasnachbehandlung
Antrieb

W49.20-1016-00

Anordnung der Bauteile Abgasnachbehandlung

W49.20-1015-00

Abgasnachbehandlungseinheit (schematisch) Euro VI

1 Abgasnachbehandlungseinheit DOC Dieseloxidationskatalysator


2 AdBlue®-Behälter DPF Dieselpartikelfilter
3 Steuergerät Abgasnachbehandlung (ACM) SCR SCR-Katalysator
4 Pumpenmodul
5 AdBlue®-Dosiergerät A Abgase vom Motor
6 Temperatursensor Abgas B Abgase nach Abgasnachbehandlungseinheit
7 Drucksensor Abgas
8 NOx-Sensor
9 AdBlue®-Einspritzung

38 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Abgasnachbehandlung

Antrieb
Abgasnachbehandlungseinheit (Euro VI)

W49.20-1014-00

a Abgase vom Motor D Dieselpartikelfilter/Dieseloxidationskatalysator


b Abgase nach Dieselpartikelfilter/Dieseloxidations- S SCR-Katalysator
katalysator
c Abgase nach SCR-Katalysator F Fahrtrichtung

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 39


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Regeneration Dieselpartikelfilter
Antrieb

Automatische Regeneration
Die aktive Regeneration läuft normalerweise auto-
matisch etwa alle 8000 km ab. Der genaue Zeit-
punkt wird durch Auswerten der beiden Drucksen-
soren vom Steuergerät Abgasnachbehandlung
(ACM) bestimmt. Die Regeneration kann vom
Fahrer durch Betätigen der Taste “Regeneration
sperren” (1b) unterdrückt werden, zum Beispiel zur
Vermeidung erhöhter Abgastemperaturen bei
Gefahrguttransporten (GGVS).
Manuelle Regeneration
Ebenso ist eine manuelle Aktivierung der Regenera-
W54.25-1194-00
tion durch den Fahrer möglich, sobald die Meldung
1 Taste Regeneration
über eine erforderliche Regeneration im Multifunk-
a Starten
tionsdisplay angezeigt wird. b Sperren
c Kontrollleuchte Regenerationssperrung

40 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Regeneration Dieselpartikelfilter

Anzeige Meldung Was ist zu tun?

„DPF Regeneration“ Kein Handlungsbedarf: Aktive Regeneration läuft. Hohe Abgastemperaturen


vergleichbar Volllast am Abgasaustritt beachten. Regeneration nach
Möglichkeit nicht unterbrechen.

Regeneration
„Partikelfilter Füllstand Handlungsbedarf innerhalb der nächsten 4 bis 5 Stunden: Längerer Einsatz
einleiten erhöht“ mit signifikanter Motorleistung (Autobahn, Bergfahrt o. ä.) oder manuelle
Regeneration durchführen.
Partikelfilter
(Dauer ca. 30 Minuten)
Füllstand erhöht

„Partikelfilter voll“ Handlungsbedarf innerhalb von 30 Minuten: Längerer Einsatz mit signifi-
Regeneration
sofort einleiten kanter Motorleistung (Autobahn, Bergfahrt o. ä.) oder manuelle Regeneration
im Stand durchführen.
Partikelfilter voll (Dauer ca. 30 Minuten)

„Partikelfilter voll“ Sofortiger Handlungsbedarf: manuelle Regeneration im Stand durchführen.


+ (Dauer ca. 30 Minuten)
„Leistungsreduzierung“
Partikelfilter voll Leistungs-
reduzierung

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
„Partikelfilter voll“ Sofortiger Handlungsbedarf: Werkstatt aufsuchen und DPF-Filter reinigen
+ bzw. tauschen lassen. Fahrt mit reduzierter Leistung zur nächsten Werkstatt
„Werkstatt aufsuchen“ möglich. Regeneration nicht mehr möglich.
Werkstatt
aufsuchen

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i


Regeneration Dieselpartikelfilter

41
Antrieb
Getriebedaten
Getriebe

Mit dem neuen Actros kommen folgende weiterent-


wickelte Getriebe zum Einsatz:
• Direktganggetriebe G211-12 (G2B)
• Direktganggetriebe G281-12 (G2E)
• Schnellganggetriebe G330-12 (G2F)
Diese Getriebe erhalten serienmäßig eine Schalt-
automatisierung Mercedes PowerShift 3 (G5G).
Folgende neue Eigenschaften werden mit der
Schaltautomatisierung eingeführt:
• Verbesserte Schaltstrategie mit Schaltzeitver-
kürzung aufgrund besserer Motorabstimmung
• Entfall des "Rangiermodus", stattdessen neue W26.00-1031-00

Funktion "Kriechmodus"
• Zusätzliche Fahrprogramme "Power" (G0V) oder A5 Steuergerät Getriebesteuerung (TCM)
"Economy" (G0U) als Sonderausstattung Y900 Getriebesteller
erhältlich
• Getriebesteuerung über den neuen Multifunkti-
onshebel rechts
• Entfall der einzelnen Komponenten Gang- und
Gassenmodul sowie des Kupplungsstellers,
stattdessen gemeinsame Einheit in Form des
Getriebestellers
Der Getriebesteller fasst die folgenden Bauteile in
einer Baueinheit zusammen:
• Steuergerät Getriebesteuerung (TCM)
• Gang- und Gassenzylinder
• Magnetventile für Kupplung, Vorgelegewellen-
bremse, Split-Gruppe, Gang-, Gassenzylinder
und Bereichsgruppe
• Wegsensormodul Split-Gruppe, Gang- und
Gassenzylinder

42 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Getriebedaten

Getriebe
Getriebeübersetzungen

Bezeichnung G211-12 G281-12 G330-12

Code G2B G2E G2F

Baumuster 715.352 715.371 715.381

1. Gang 14,93 14,93 11,64

2. Gang 11,67 11,64 9,02

3. Gang 9,02 9,02 7,04

4. Gang 7,06 7,04 5,45

5. Gang 5,63 5,64 4,40

6. Gang 4,40 4,40 3,41

7. Gang 3,39 3,39 2,65

8. Gang 2,65 2,65 2,05

9. Gang 2,05 2,05 1,60

10. Gang 1,60 1,60 1,24

11. Gang 1,28 1,28 1,00

12. Gang 1,00 1,00 0,78

1. Rückwärtsgang 14,93 16,39 12,77

2. Rückwärtsgang 11,67 12,77 9,90

3. Rückwärtsgang 3,39 3,72 2,90

4. Rückwärtsgang 3,65 2,90 2,25

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 43


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Mercedes PowerShift 3
Getriebe

Mercedes PowerShift 3 Fahrprogramme

Mercedes-PowerShift 3 verfügt über 12 Vorwärts- Automatik


gänge und 4 Rückwärtsgänge. Die Getriebe-
Im Fahrprogramm Automatik schaltet die Getriebe-
steuerung steuert im Fahrbetrieb die Kupplungsbe-
steuerung die Gänge in Abhängigkeit von
tätigung, z. B. beim Anfahren, Rangieren, Gang-
wechsel und Anhalten. • Motordrehzahl
• Fahrpedalstellung
• Betriebszustand der Dauerbremse
• Beladungszustand des Fahrzeugs
• Geländeverlauf der Fahrbahn
Zusätzlich können die automatisch eingeschalteten
Fahrfunktionen EcoRoll und Kriechen über das
Menüfenster “Fahrzeugsysteme” im Menü “Einstel-
lungen” aus- und eingeschaltet werden.
Je nach Getriebeausführung ist das Schaltpro-
gramm ausgelegt für:
• A power - den leistungsorientierten,
dynamischen Fahrbetrieb mit höheren
Drehzahlen
• A economy - den kraftstoffsparenden
Fahrbetrieb
W54.25-1178-00
Multifunktionshebel rechts Manuelles Fahrprogramm
1 Schalter Getriebestellung (D/N/R)
Im manuellen Fahrprogramm leitet der Fahrer die
2 Taste Fahrprogramm
3 Bedienung Motorbremse und Retarder Schaltvorgänge ein. Im Multifunktionsdisplay
werden Schaltempfehlungen angezeigt.

44 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Mercedes PowerShift 3

Getriebe
Fahrprogramme im Überblick

Fahrmodus Economy Power Automatik Manuell

In Verbindung mit
Fahrprogramm power (G0V)
— • • •

In Verbindung mit
Fahrprogramm economy (G0U)
• — • •

• •
Kickdown — —

• •
EcoRoll abschaltbar — —

Höchstgeschwindigkeit [km/h] 85,0 89,8 89,8 —

Tempomat Softcruise Standard Standard —

• = verfügbar — = nicht verfügbar

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 45


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Mercedes PowerShift 3
Getriebe

Kriechfunktion
Die Kriechfunktion ermöglicht das selbstständige
Ankriechen des Fahrzeugs nach dem Lösen der
Betriebsbremse und das Weiterkriechen des Fahr-
zeugs bei nicht betätigtem Fahrpedal.
Die Kriechfunktion ist nach einem Motorstart auto-
matisch eingeschaltet und kann über das Menü-
fenster “Fahrzeugsysteme” im Menü “Einstel-
lungen” aus- bzw. eingeschaltet werden.
Die Kriechfunktion ersetzt den “Rangiermodus” des
Vorgängertyps.
W54.32-1023-00 Freischaukeln
Ganganzeige im Multifunktionsdisplay
Mit der Fahrfunktion Freischaukeln kann das Fahr-
1 Fahrstufe und/oder geschalteter Gang zeug aus einer Geländevertiefung herausgeschau-
2 Schaltempfehlung oder vorgewählter Gang (blinkend)
3 Fahrprogramm
kelt werden. Die Getriebesteuerung wechselt auto-
matisch in das manuelle Fahrprogramm.
Mögliche Anzeigen: Wird bei aktivierter Fahrfunktion Freischaukeln das
1-12 1. bis 12. Gang
Fahrpedal losgelassen, trennt die Kupplung sofort
N Neutralstellung
N1 Langsame Split-Gruppe und das Fahrzeug rollt zurück. Wird das Fahrpedal
N2 Schnelle Split-Gruppe erneut betätigt, schließt die Kupplung und das Fahr-
E Neutralstellung bei EcoRoll zeug fährt an.
R1 - R4 1. bis 4. Rückwärtsgang
A Fahrprogramm Automatik Die Fahrfunktion Freischaukeln wird durch
A economy Fahrprogramm Automatik mit fahrspezifi- Betätigen der Taste Freischaukeln im Steuergerät
schem Schaltprogramm Modulares Schalterfeld (MSF) ein-/ausgeschaltet.
A power Fahrprogramm Automatik mit fahrspezifi-
schem Schaltprogramm
M Manuelles Fahrprogramm

EcoRoll
EcoRoll unterstützt eine kraftstoffsparende Fahr-
weise. Wird das Fahrpedal im Fahrbetrieb nicht
betätigt, schaltet die Getriebesteuerung abhängig
von der Fahrsituation in Neutralstellung. Das Multi-
funktionsdisplay zeigt “E”. EcoRoll ist ab einer
Geschwindigkeit von ca. 35 km/h wirksam.

W54.25-1179-00

Taste Freischaukeln

46 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Kupplung

Getriebe
Die Kupplung ist direkt am Schwungrad angebaut
und dient zur Unterbrechung des Kraftflusses
zwischen Motor und Getriebe, um ein Schalten der
Fahrgänge zu ermöglichen. Bei Fahrzeugen mit
Mercedes PowerShift 3 (G5G) wird die Kupplung
durch den pneumatischen Zentralausrücker
gedrückt betätigt.
Um höhere Laufleistungen bei gleichbleibender
Anpresskraft der Kupplung zu ermöglichen, werden
Kupplungsscheiben mit dickeren Kupplungsbe-
lägen und Kupplungsdruckplatten mit einer inte-
grierten, automatischen Selbstnachstellung
verbaut.
Der Selbstnachstellungsmechanismus der Kupp-
lungsdruckplatte kompensiert den Verschleißweg
der Kupplungsbeläge und hält die Anpresskraft
während 90 % der Kupplungslebensdauer konstant. W25.10-1072-00
1 Druckplatte
Der Selbstnachstellungsmechanismus registriert 2 Spiralfeder
ständig die Abnahme der Kupplungsbelagsdicke 3 Stellring
und gleicht durch Verdrehen des Stellrings (3) den 4 Spiralfeder
Abstand wieder aus. 5 Schieber
6 Blattfeder

i Hinweis
Der Nachstellmechanismus lässt sich nicht
manuell zurücksetzen und im Reparaturfall muss
die Kupplungsdruckplatte immer zusammen mit
der Kupplungsscheibe erneuern werden.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 47


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Kupplung
Getriebe

Pneumatischer Zentralausrücker

Der Zentralausrücker (1) befindet sich auf der


Getriebeeingangswelle des Schaltgetriebes und ist
fest mit dem vorderen Getriebegehäuse
verschraubt.
Die Ansteuerung des pneumatischen Zentralausrü-
ckers (1) erfolgt durch das Steuergerät Getriebe-
steuerung (TCM) und über die im Getriebesteller
integrierten Magnetventile.
Beim Betätigen der Kupplung wird der Kolben (4)
des Zentralausrückers (1) über die Bohrung (Pfeil)
mit Druckluft beaufschlagt und auf der Führungs- W25.20-1116-00
1 Zentralausrücker
hülse (8) nach vorn verschoben. Das Ausrücklager
2 Ausrücklager
(2) drückt dabei gegen die Tellerfedern der Kupp- 3 Getriebeeingangswelle
lung und betätigt diese. Die innere Abdichtung des
Zentralausrückers (1) erfolgt durch zwei Dichtringe B503 Wegsensor Kupplung
(6 und 7).
Die Vorlastfeder (5) stellt bei nicht betätigter Kupp-
lung sicher, dass das Ausrücklager (2) ständig
minimal belastet wird, um Lagergeräusche zu
vermeiden. Über den am Zentralausrücker (1) ange-
bauten Wegsensor Kupplung (B503) erfasst das
Steuergerät Getriebesteuerung (TCM) induktiv die
Stellung des Zentralausrückers (1).

W25.20-1117-00
1 Zentralausrücker
2 Ausrücklager
4 Kolben
5 Vorlastfeder
6 Dichtring
7 Dichtring
8 Führungshülse
9 Elektrische Steckverbindung

B503 Wegsensor Kupplung


Pfeil Bohrung Luftversorgung

48 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Nebenabtrieb

Getriebe
Mit einer sehr umfangreichen Palette an Nebenab-
trieben (NA) in unterschiedlicher Anbaulage und mit
verschiedenen Übersetzungen und Drehrichtungen
– auch in Verbindung mit Sekundär-Wasser-
Retarder (B3H) – können mit dem neuen Produkt-
programm nahezu alle Kundenwünsche erfüllt
werden.
Nebenabtriebe mit Flansch haben serienmäßig
einen Flanschanschluss mit 120 mm Durchmesser,
8-Loch. Als SA steht außerdem zur Verfügung: 100
mm Durchmesser, 6-Loch (N9Y).
Für Anwendungen mit NA-Dauerbetrieb ist eine
Getriebeölkühlung (N6Z) lieferbar. Der Öl-/Luft- W27.55-1000-00

Kühler mit 7 kW Kühlleistung ist unter dem Einstieg Getriebeölkühlung


auf der Beifahrerseite angeordnet. Diese Anord- 1 Kühlmodul Motorkühlung
nung schafft Platz am Rahmen. 2 Getriebeölkühler

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 49


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Scheibenbremse
Bremsen

Im neuen Actros werden die Scheibenbremsen SL7 Die Arbeiten zum Aus- und Einbauen des Bremssat-
und SM7 verbaut. tels und der Bremsscheibe an der Scheibenbremse
SL7 und SM7 sind mit denen der bisherigen Schei-
Die Scheibenbremse SL7 kommt an der Hinter-
benbremse SN7 identisch.
achse und die Scheibenbremse SM7 an der Vorder-
achse zum Einsatz. Ein Vergleich der technischen Daten zeigt die
grundsätzlichen Unterschiede zwischen der bishe-
Diese neuen Scheibenbremsen sind Weiterentwick-
rigen Scheibenbremse SN7 und den neuen Schei-
lungen der bisherigen Scheibenbremse SN7.
benbremsen SL7 und SM7.

Einheit SN7 SL7 SM7

Gewicht kg 41,7 37,6 39,8

Bremsmoment Nm 27 25 30

Belagbreite mm 247,6 207,6 244,6

Belagfläche cm2 184 159,5 186

W42.10-1313-00
Bremsen
1 Bremssattel Vorderachse (“12 Uhr”-Position)

50 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Scheibenbremse

Bremsen
Änderungen

Bremsbelag (2)
• Niederhaltefeder (1) mit Haube an jedem Brems-
belag (2)
• Innerer Bremsbelag mit teilintegrierten Druck-
stücken (3)
• Untere Umrandung des Bremsbelages mit
Einfräsung (Pfeil)
• Vertauschungssicherheit, d. h. nur diese Brems-
beläge können in die neue Scheibenbremse
eingebaut werden

W42.10-1306-00

Bremssattelträger (4) Feststellbremse


• In "12 Uhr"-Position an die Achse angebaut (nur Die Feststellbremse wird über das Handbremsventil
bei Scheibenbremse SM7) in der Instrumententafel betätigt und wirkt serien-
• Kleinere Abmessungen (nur bei Scheiben- mäßig auf die Federspeicher der Hinterachse. Ist
bremse SL7) die Feststellbremse nicht betätigt, wenn die Tür
• Progressive Übersetzungskennlinie durch den geöffnet wird und das Getriebe auf neutral steht,
geänderten Bremshebel ertönt ein Warnsummer.
• Gewichtsreduziert
• Geänderter Bremsnachsteller
• Vertauschungssicher, d. h. es können nur
Bremsbeläge der neuen Scheibenbremse einge-
baut werden.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 51


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Elektronische Bremssteuerung (EBS)
Bremsen

Die Elektronische Bremssteuerung (EBS) (B1B) ist Bei einem elektrischen Totalausfall können alle
eine dem pneumatischen Bremssystem überlagerte Achsen des Zug- und des Anhängerfahrzeuges über
elektronische Regelung mit ABS und ASR und die pneumatisch redundanten Bremskreise
gehört für alle Fahrzeuge zur Serienausstattung. gebremst werden.
Funktionen der EBS Um nachfolgende Fahrzeuge zu warnen und
dadurch die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wird ab
• Antiblockiersystem (ABS)
einer bestimmten Verzögerung die Warnblinkanlage
• Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR)
mit erhöhter Blinkfrequenz aktiviert. Dabei spielt es
• Stabilitätsregel-Assistent
keine Rolle, ob die Bremsung durch den Fahrer
• Stabilitäts-Optimierung: durch Begrenzen des
selbst oder durch eines der Fahrassistenzsysteme
VA-Bremsdruckes wird die geringe Hinterachs-
ausgelöst wurde.
last von Solo-Sattelzugfahrzeugen ausgeglichen,
das Fahrzeug bleibt beim Bremsen stabiler. Betriebsbremse
• Dauerbremsintegration: bei Betätigung der
Zentrales Bauteil ist das Steuergerät Elektronische
Betriebsbremse werden über CAN-Verbin-
Bremssteuerung (EBS), das im Elektronikfach im
dungen automatisch die im Fahrzeug verbauten
Fahrerhaus eingebaut ist. Dieses ermittelt aus dem
Dauerbremsen aktiviert, sofern die Fahrbahnsi-
Signal des Bremswertgebers und ggf. den Anforde-
tuation (erkannt durch die Raddrehzahlsen-
rungen externer Systeme den Verzögerungs-
soren) es zulässt.
wunsch.
• Bremsassistent: Notfallsituationen werden
unter anderem anhand der Pedalbetätigungsge- Die Kommunikation erfolgt über CAN-Verbin-
schwindigkeit sicher erkannt und fehlendes dungen.
Abbremsungspotenzial (durch nicht ausreichend Die Druckbegrenzung im Redundanzfall (Verhältnis
betätigtes Bremspedal) automatisch kompen- 1:1,5) für die Hinterachse ist jetzt im Bremswert-
siert. geber integriert. Neu im Systemverbund ist ein 1-
• Drehzahlsensierung und Reifenabgleich: im Kanal Achsmodulator für die Regelung der Vorder-
laufenden Betrieb werden automatisch Unter- achse. Dieser beinhaltet auch ein Magnetventil für
schiede der tatsächlichen Reifengrößen die Wegschaltung des Redundanzdruckes.
kompensiert.
• Rollsperre: gehört bei EBS zum Serienumfang Der Bremsdruck für die Achsen wird durch die
und wird durch einen Rastschalter im Schalter- Achsmodulatoren Vorderachse und Hinterachse
feld in Bereitschaft gesetzt. Nach Abbremsen bis geregelt, wobei die Vorderachse nur einkreisig
zum Fahrzeugstillstand wird der Bremsdruck angesteuert wird. Eine individuelle Regelung erfolgt
gehalten, solange das Brems- oder Fahrpedal hier durch die nachgeschalteten ABS-Ventile auf
zumindest leicht betätigt wird. jeder Achsseite.
Der Achsmodulator für die Hinterachse hat für jede
Seite einen eigenen Kanal.

52 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sekundär-Wasser-Retarder (SWR)

Bremsen
W43.30-1306-00

Sekundär-Wasser-Retarder
1 Kühlmittelkrümmer (Einlass) A11 Steuergerät Retardersteuerung (RCM)
2 Kühlmittelkrümmer (Auslass) B933 Temperatursensor Kühlmittel
3 Entlastungsventil

Der Sekundär-Wasser-Retarder ist in Fahrtrichtung


links am Getriebe neben dem Abtriebsflansch ange-
ordnet und über ein Zahnrad mit dem Getriebe
verbunden.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 53


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sekundär-Wasser-Retarder (SWR)
Bremsen

Allgemein

Der als SA (B3H) angebotene Sekundär-Wasser- Der SWR baut dabei auf dem Funktionsprinzip des
Retarder (SWR) ist eine verschleißfreie hydrodyna- bekannten leistungsoptimierten Voith-Retarders
mische Dauerbremse, bei der die Strömungsen- (BA1) auf. Der SWR nutzt jedoch anstelle des Retar-
ergie eines flüssigen Mediums zum Bremsen des deröls das Kühlmittel des Motorkühlkreislaufs als
Fahrzeugs genutzt wird. Bremsmedium.
Der Aufbau entspricht im Prinzip dem eines Dreh- Diese innovative Weiterentwicklung optimiert das
momentwandlers. Der Stator (A) ist gegenüber dem bisherige Retarder-Konzept bei gesteigerter Brems-
Rotor- und Statorgehäuse gegen Verdrehen gesi- wirkung in folgenden Punkten:
chert. Der Rotor (B) ist mit dem Antriebsstrang
• Gewichtsreduzierung um ca. 30 kg
verbunden. Das flüssige Bremsmedium zirkuliert
• Bremsleistung Maximal n = 3650 Nm
(C) zwischen dem drehenden Rotor und dem fest-
(VR115HV: n = 3500 Nm)
stehenden Stator (A). Hierdurch wird auf dem Rotor
• Reduzierung des Bauraumes um ca. 50 % durch
(B) ein Bremsmoment erzeugt, das über ein Zahn-
Entfall des Ölkühlers
radpaar auf den Antrieb des Fahrzeugs wirkt. Durch
• Senkung der Wartungskosten durch Entfall des
die Übersetzung erreicht der Retarder bis in die
Ölwechsels
unteren Drehzahlbereiche hohe Bremsmomente.
• Variantenreduzierung

W43.30-1304-00

54 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sekundär-Wasser-Retarder (SWR)

Bremsen
Funktionsvoraussetzungen Das Steuergerät Fahrregelung (CPC) sendet
daraufhin eine entsprechende Anforderung über
Antiblockiersystem (ABS), Antriebs-Schlupf-Rege- Antriebs-CAN an das Steuergerät Retardersteue-
lung (ASR) bzw. Stabilitätsregel-Assistent sind nicht rung (RCM).
im Regelbetrieb.
Neben der Bremsanforderung durch das Steuer-
gerät Fahrregelung (CPC) wertet das Steuergerät
Retardersteuerung (RCM) weitere Informationen
Funktionsablauf aus:

Die Ansteuerung des Retarders kann sowohl vom • Fahrzeuggeschwindigkeit


Fahrer über den Multifunktionshebel rechts als • Kühlmittelpumpendrehzahl
auch von folgenden Fahrerassistenzsystemen • Kühlmitteltemperatur
erfolgen: • Getriebeausgangsdrehzahl
• Motordrehzahl
• Tempomat
• Abstandshalte-Assistent (S1l) Aus diesen Informationen errechnet das Steuer-
gerät Retardersteuerung (RCM) ein Kennfeld, das
Die Bremsanforderung durch den Fahrer erfolgt
dem geforderten Bremsmoment entspricht und
über den Schalter Dauerbremse am Multifunktions-
über das der pneumatische Stelldruck am SWR
hebel rechts. Der Fahrer kann die Intensität der
geregelt wird.
SWR-Bremswirkung vorwählen.
Zusätzlich kann der SWR durch systemseitige
Bremsmomentanforderungen der Fahrassistenz-
systeme Tempomat bzw. Abstandshalte-Assistent
aktiviert werden.
Die fahrer- sowie die systemseitigen Brems-
momentanforderungen werden vom Steuergerät
Fahrregelung (CPC) ausgewertet. Das Steuergerät
Fahrregelung (CPC) berechnet unter Berücksichti-
gung der Motorbremsleistung die notwendige
Intensität der SWR-Bremsung.

i Hinweis
Nähere Informationen zum Sekundär-Wasser-
Retarder finden Sie in der Funktionsbeschreibung
Elektroniksysteme Actros,
Bestell-Nr. 6517 1261 00 - HLI 000 000 02 88

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 55


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Rahmen
Fahrwerk

Rahmenkonzept

Beim Rahmenkonzept ist ein Radstandraster von Für jede Baumuster-/Radstandkombination ist seri-
300 mm verwirklicht. Das Spektrum reicht dabei enmäßig ein hinterer Überhang definiert, alle weite-
von 2550 mm (C1B) als kleinstem Radstand bei ren möglichen hinteren Überhänge können bau-
6x2/2 Sattelzugfahrzeugen bis hin zum größten musterbezogen über Code als Sonderausstattung
Radstand von 6700 mm (C3V), der als SA bei 4x2 bestellt werden. Die hinteren Rahmenüberhänge
Pritschenfahrzeugen freigegeben ist. sind ebenfalls - bis auf wenige Ausnahmen - in
einem Raster von 300-mm-Schritten bis zu einem
Die Fahrzeuge haben einen vorderen Fahrzeugüber-
maximalen Überhang von 3900 mm erhältlich,
hang von 1400 mm (= 650 mm vorderer Rahmenü-
wobei der maximal erhältliche Überhang vom jewei-
berhang), der einen optimierten Einstieg bei gleich-
ligen Baumuster und Radstand abhängig ist. Die
zeitig ausreichendem Bauraum im Radhaus bis
Spanne reicht dabei von 750 mm bis 3900 mm
Bereifung 315/80 R 22,5 ohne Schneeketten bie-
(C0A bis C9I). Der max. zulässige hintere Überhang
tet.
beträgt unverändert bei 2-Achs-Fahrzeugen 65 %
Ausgehend von einer einheitlichen Rahmenspur von des Radstandes und bei 3-Achs-Fahrzeugen 70 %
900 mm im vorderen Bereich (Außenkante Rah- des technischen Radstandes.
menlängsträger) ist der hintere Bereich zur Darstel-
lung von luft- und stahlgefederten Fahrzeugen in 2
Rahmenspuren ausgeführt: Luftgefederte Fahr-
zeuge verfügen über eine Rahmenspur von 834
mm, bei den stahlgefederten Fahrzeugen beträgt
die Rahmenspur 744 mm (jeweils Innenkante Rah-
menlängsträger).
Neu ist das Konzept zur Darstellung der hinteren
Überhänge: War bisher die Verlängerung des seri-
enmäßigen hinteren Überhangs für 2- und 3-Achs-
fahrzeuge über jeweils einen einzigen Code mög-
lich, so ist beim neuen Actros jede mögliche hintere
Überhanglänge mit einem separaten Code belegt.

W00.10-1171-00

A Rahmenüberhänge (mm)
B Schlussquerträgerpositionen (mm)

56 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Rahmen

Fahrwerk
W31.00-1079-00

Rahmen Sattelzugfahrzeug mit Integralheck (LS 4x2)

1 Frontquerträger
2 Querträger Vorderfederbock
3 Querträger unter Getriebe
4 Rahmenverstärkung
5 Querträger nach Getriebe
6 Rohrquerträger Antriebsachse
7 Schlussquerträger
8 Längsträger

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 57


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Rahmen
Fahrwerk

Rahmenspuren

Rahmenspur Luftfederung

• Breite vorn 900 mm


• Breite hinten 834 mm
• „steife“ Auslegung und verstärkte Verstrebung
führen zu einer verbesserten Straßenlage

W31.00-1080-00

Rahmenspur Stahlfederung

• Breite vorn 900 mm


• Breite hinten 744 mm
• „weiche“ Auslegung

W31.00-1081-00

58 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Rahmen

Fahrwerk
Übersicht Rahmenhöhen

Federung Fahrzeugtyp Rahmenhöhe beladen [mm]

Vorderachse Hinterachse

Normalrahmen Bereifung 315/80

Standard 935 980


Stahl/Luft
C5Y 935 955

Standard 980 980

Luft/Luft SZF 4x2 955 980

C5Y 955 955

Niedrigrahmen Bereifung VA 355/50 und HA 295/60

Pritsche 845 845

Luft/Luft SZF 4x2 830 830

Lowliner 800 792

C5Y = Rahmenhöhe 25 mm abgesenkt

Übersicht Aufsattelhöhen

Fahrzeug Baumuster Bereifung Sattelkupplungs- Aufsattelhöhe


höhe [mm] [mm]

315/70 R22,5 1113

4x2 LS 495/45 R22,5 1120


963.403 165
315/80 R22,5 1145

mit C5Y 315/70 R22,5 1088

315/60 R22,5 990

4x2 LSNR 963.404 295/60 R22,5 145 975

295/55 R22,5 961

295/55 R22,5 923

4x2 LL 963.406 315/60 R22,5 145 952

315/45 R22,5 905

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 59


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Radstand
Fahrwerk

Die nachfolgende Tabelle zeigt die möglichen Radstände zu den einzelnen Baumustern:

Radstand

Code

C1W
C1Q

C2U

C3H

C3K

C3V
C1C

C2C

C3B
C2P

C3P
C1Y

C2L

C3T
Typ-
Bezeichnung
[mm] 2.650

3.550

3.700

3.850

4.000

4.300

4.600

4.900

5.200

5.500

5.800

6.100

6.400

6.700
Pritsche 18 t

18 t 4x2 L 963.003 — — S* — X X X X X X X X X* X*

18 t 4x2 L nR 963.004 — — — — — — — S — X X — — X*

Pritsche 25 t

25 t 6x2 L ENA 963.020 — — — — S X X X X X X* X — —

25 t 6x2 L ENA nR 963.021 — — — — S* X* X X X X X* X* — —

Sattelzugfahrzeug 18 t

18 t 4x2 LS 963.403 — X* S X* X — — — — — — — — —

18 t 4x2 LS nR 963.404 — — S — — — — — — — — — — —

18 t 4x2 LS nRL 963.406 — — S — — — — — — — — — — —

Sattelzugfahrzeug 25 t

25 t 6x2/2 LS VLA 22,5“ 963.423 S — — — — — — — — — — — — —

* = neue Radstände

60 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Federung

Fahrwerk
Vorderachse

Die Federung der Vorderachse zeichnet sich durch Als Neuerung wird es eine 1-Blatt-Vorderfeder mit
deutliche Gewichtseinsparungen im Vergleich zum einer Tragfähigkeit von 7,5 t (Q1Q) als Sonderaus-
Vorgängertyp aus. führung für Straßenfahrzeuge mit max. 32 t zul.
Gesamtgewicht geben. Der Gewichtsvorteil gegen-
Gleichzeitig sorgen Optimierungen an der Federla-
über der 2-Blatt-Serienfeder beträgt etwa 21 kg. Ein
gerung für wesentliche Verbesserungen beim Fahr-
ausgeklügeltes Sicherheitskonzept sorgt dafür,
komfort und der Fahrdynamik:
dass das Fahrzeug auch bei gebrochener Vorderfe-
• Nutendämpfer für besseren Fahrkomfort bei der beherrschbar bleibt, indem die Feder durch den
Geradeausfahrt hinteren Lagerbock auf die Anschlagpuffer
• Federaugenlager, die in Querrichtung weich und gedrückt wird. Durch die sehr starre Auslegung der
in Längsrichtung hart sind Feder verringert sich der Federweg um etwa
• Ersetzen der Federbrieden durch einen 20 mm.
Klemmverband mit herkömmlichen Schrauben
Alle Stahlfedern sind asymmetrisch (850 mm/950
(M24), dadurch keine Setzkraftverluste und
mm) und haben eine Breite von 90 mm.
bessere Fahrdynamik
Neu ist eine 2-Blatt-Feder mit einer Tragfähigkeit
von 8 t, durch die ca. 30 kg an Gewicht eingespart
werden können.

Übersicht Vorderfedern (Blattfedern)

Anzahl Code max. Federlast Federweg [mm] Pakethöhe Gewicht Blatt-


in [t] Achslast aus Nennlast [mm] [kg] höhen
[mm]

1-Blatt Q1Q 7,5 61 46 43,57 Blatt 1: 39

Blatt 1: 27
2-Blatt Q1S 7,5 80 63 59,2
Blatt 2: 29

Blatt 1: 27
2-Blatt Q1T 8 80 63 59
Blatt 2: 29

Blatt 1: 25
3-Blatt Q1P 9 80 83 75 Blatt 2: 26
Blatt 3: 26

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 61


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Federung
Fahrwerk

Luftfederung

Fast vollkommen neu gestaltet wurde die Aufhän- Die luftgefederte Variante der Vorderachse wird zur
gung der luftgefederten Vorderachse (A1A). Durch Realisierung der verschiedenen Rahmenhöhen mit
die neuen Luftfederbälge mit minimaler Bauhöhe insgesamt 4 Varianten an Luftfederbälgen darge-
bei maximalem Federweg können die Bälge unter stellt:
dem Rahmen angeordnet werden. Auch diese Maß-
• 830 mm bei Sattelzugfahrzeugen
nahme trägt zur Erhöhung des Fahrkomforts bei.
Niedrigrahmen/Lowliner
Außerdem konnte durch die wegfallenden Balgträ- • 845 mm bei Pritschen in Niedrigrahmenaus-
gerteile im Vergleich zur luftgefederten Vorder- führung
achse des Vorgängertyps etwa 120 kg an Gewicht • 955 mm bei Sattelzugfahrzeugen
eingespart werden. • 980 mm bei Pritschenfahrzeugen mit Normal-
rahmen

Stabilisatoren Vorderachse

Für die Straßenfahrzeuge kommen zwei unter-


schiedliche Stabilisatoren zum Einsatz.
Der serienmäßige Drehstab aus Federstahl hat
einen Durchmesser von 36 mm und ein Gewicht
von etwa 15 kg.
Die zweite Variante bildet der Stabilenker der luft-
gefederten Vorderachse mit 70 mm Durchmesser
und einem Gewicht von etwa 34 kg.

W32.35-1044-00

Vorderachse mit Stahlfederung


1 Stabilisator

W32.35-1045-00

Vorderachse mit Luftfederung


1 Stabilisator

62 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Federung

Fahrwerk
W32.20-1033-00

Vorderachse mit Stahlfederung

W32.22-1045-00

Vorderachse mit Luftfederung

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 63


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Federung
Fahrwerk

Hinterachse

Alle Fahrzeuge sind mit 4-Balg-Luftfederung an der Ein innovatives Befestigungssystem - die Bälge wer-
Hinterachse und einem serienmäßigen Stabilenker den unten nur in ihre Aufnahmen gesteckt und oben
ausgestattet. Beim Integralheck (C7T) ist die Fede- mit einer Schnellsicherung befestigt - verringert
rung wegen des Platzbedarfs für Batterien und den Montageaufwand sowohl im Werk als auch im
Druckluftbehälter asymmetrisch ausgeführt (hinten Servicefall erheblich. Die Entkopplung des Luftbal-
kleinere Bälge). Über einen längeren Hebelarm der ges vom unteren Träger verhindert Schäden am
hinteren Balgträger wird sichergestellt, dass die Balg, zum Beispiel wenn das Fahrzeug mit einem
Kräfte gleichmäßig verteilt werden. Kran angehoben wird.
Die Aufhängung wurde an die verbreiterte Rahmen-
spur angepasst. Die Bauteile Stabilagerbock und
Luftbalgträger (bei Fahrzeugen ohne Integralheck)
wurden zusammengeführt.

W32.22-1046-00

Hinterachse mit Luftfederung

64 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Federung

Fahrwerk
Niveauregelung (luftgefederte Fahrzeuge)

Die Niveauregelung ermöglicht es dem Fahrer, frei


wählbar den Rahmen von luftgefederten Fahrzeu-
gen an-/abzusenken, z. B. an Laderampen, beim
Durchfahren von Brücken, Tunnels, beim Auf- und
Absatteln von Wechselpritschen und Containern,
Auffahrten in Roll-on/Roll-off-Fähren etc.
Das Steuergerät Niveauregelung (CLCS) ist am Rah-
men nahe am Niveauregelungsventil der Hinter-
achse angeordnet.
Es ist in Schutzart IP67 (= staubdicht und Schutz
gegen zeitweiliges Untertauchen) ausgeführt und in
drei Varianten verfügbar:
W32.33-2077-00
• 4x2 Teilluft mit nur einem Steckeranschluss
Bedieneinheit Niveauregelung
• 4x2 Vollluft bzw. 6x2 Teilluft
(CLCP=Chassis Level Control Panel)
• 4x2 Vollluft und 6x2 Vollluft mit Wankregel-
Assistent
Ein Tastendruck aktiviert die Bedieneinheit. Ein sti-
Die Wunschhöhe wird über eine mit flexiblem Spi- lisierter Lkw über den Bedientasten zeigt durch Hin-
ralkabel angeschlossene Bedieneinheit, dem soge- terleuchtung an, welche Achse aktuell verstellt wer-
nannten Chassis Level Control Panel (CLCP) verän- den kann. Mit den Pfeiltasten “links” und “rechts”
dert bzw. programmiert. wird die Achse gewechselt (wenn mehrere Achsen
Das CLCP verfügt über zwei Memory-Tasten, auf die mit Luftfederung ausgestattet sind). Über die Pfeil-
sich beliebige Rahmenhöhen abspeichern lassen. tasten “auf” und “ab” kann die Rahmenhöhe beein-
Das Abspeichern erfolgt durch längeren Tasten- flusst werden.
druck, das CLCP meldet ein erfolgtes Abspeichern
durch Blinken aller LED zurück.
Die Bedienung kann aber ebenso über das Kombiin-
strument oder über den neuartigen Multifunktions-
schlüssel erfolgen. Zusätzlich kann über einen
Schalter in der Instrumententafel die Zwangsabsen-
kung gestoppt und das Fahrniveau wieder einge-
stellt werden.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 65


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Achsen
Fahrwerk

Vorderachse

Die im neuen Actros eingebauten Vorderachsen Achsschenkel


sind konstruktive Weiterentwicklungen der bisher
Bei den Achsschenkeln wurde eine „12 Uhr“-Posi-
bekannten, nicht angetriebenen Vorderachsen.
tion für die Aufnahme des Bremssattels eingeführt.
Anhand der neuen Baumuster und der neuen Achs- Das Rohteil des Achsschenkels ist deshalb für die
bezeichnungen sind sie eindeutig von den bisheri- linke und rechte Seite identisch. Unterschieden
gen Vorderachsen zu unterscheiden. wird nur noch zwischen Achsschenkel mit und ohne
Lenkhebelaufnahme. Die Lagerung der Achsschen-
Die neuen nicht angetriebenen Vorderachsen mit
kelbolzen wurde für alle Vorderachsen vereinheit-
zul. Achslasten von 7,5/8,0 t bzw. 9,0 t sind
licht.
gelenkte Starrachsen mit geschmiedeten Achskör-
pern in gekröpfter Ausführung. Sie werden serien- Radkopf
mäßig mit innenbelüfteten Scheibenbremsen und
Ein gewichtsoptimierter Radflansch und eine Rad-
sowohl mit Luft- als auch Stahlfederung verbaut.
nabe mit Kompaktlager sind die wesentlichen Merk-
Zur Anpassung an die veränderten Bauraumgege- male des neuen Radkopfes für alle Vorderachsen
benheiten des neuen Rahmens wurden die Aufnah- mit Scheibenbremse.
mepunkte der Federpakete, der Luftbalgträger und
Kröpfung der Achse
der Achslenker überarbeitet. Die steifere Auslegung
führt zu geringeren Verformungen und somit zu grö- Grundsätzlich werden mit den unterschiedlichen
ßerer Richtungsstabilität beim Bremsen. Trotz der Kröpfungen der Achse verschiedene Rahmenhöhen
höheren Steifigkeit war es gleichzeitig möglich, das und Federungskonzepte dargestellt.
Eigengewicht zu vergleichbaren Achsen des Vor-
gängertyps zu reduzieren.
Die Achsspur bei allen nicht angetriebenen Vorder-
achsen beträgt 1800 mm und die Federspur bleibt
unverändert bei 840 mm.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zur Markteinführung eingesetzten Vorderachsen:

Code Baumuster Bezeichnung Kröpfung Benennung Gewicht


[mm] [kg]

A1C 739.528 F – 7.5 / C 22.5 120+5 Vorderachse 7,5 t ca. 427

739.505 F - 8 A / C 22.5 150+5 Vorderachse 8,0 t ca. 447


A1D
739.573 F - 8 / C 22.5 120+5 Vorderachse 8,0 t ca. 450

A1E 739.575 F – 9 / C 22.5 120+5 Vorderachse 8,0 t ca. 460

66 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Achsen

Fahrwerk
W33.10-1016-00

Ansicht Vorderachsen
A Vorderachse F - 7.5 / C 22.5
B Vorderachse F - 8 A / C 22.5

W33.10-1018-00 W33.10-1017-00
1 Achsschenkel (links) 5 Radkopf
2 Achsschenkel (rechts)
3 Lenkhebelaufnahme C Kröpfung
4 Lagerung der Achsschenkelbolzen

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 67


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Achsen
Fahrwerk

Hinterachse

Beim neuen Actros kommen die bewährten Hinter-


achsen beinahe unverändert zum Einsatz.
Anhand der neuen Baumuster und der neuen Achs-
bezeichnungen sind sie eindeutig von den bisheri-
gen Hinterachsen zu unterscheiden.
Die Achsbrücke der Hypoid-Hinterachsen wurde an
den neuen Rahmen angepasst. Der neue Dreiecks-
lenker muss konzeptbedingt über zwei Befesti-
gungsstellen (2) an der Hinterachse angebaut sein.
Dadurch ist die neue Aufnahme (1) auf dem Achsge-
häuse erforderlich.
Dreieckslenker
Alle 4x2 Fahrzeuge erhalten statt eines einteiligen
Dreieckslenkers einen sogenannten "aufgelösten
Dreieckslenker". Dieser Dreieckslenker besteht aus W35.10-1048-00

zwei einzelnen Längslenkern (5) deren gedachte Achsbrücke


Verlängerung sich im Drehpunkt (3) treffen. Diese
Anordnung des Drehpunktes (3) hinter der Hinter-
achse (4), zusammen mit dem neu entwickelten
vorderen Stabilager ist eine Innovation und bewirkt
eine wesentliche Verbesserung der Fahrpräzision,
des Einlenkverhaltens und der Querstabilität.

W35.10-1048-00

Dreieckslenker

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zur Markteinführung verfügbaren Hinterachsen:

Code Baumuster Bezeichnung Benennung

A2E 746.301 R 440 - 13 A / C 22.5 Hinterachse, Tellerrad 440, Hypoid, 13,0 t

A2I 748.595 R 485 - 13 A / C 22.5 Hinterachse, Tellerrad 485, Hypoid, 13,0 t

68 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Achsen

Fahrwerk
Vorlaufachse (VLA) Nachlaufachse (NLA)

Sämtliche Vorlaufachsen erhalten eine leicht verän- Die ungelenkten Nachlaufachsen sind Übernahme-
derte Geometrie und den Radkopf der neuen Vor- teile aus der laufenden Serie. Die gelenkten Nach-
derachsen. Die starren Vorlaufachsen der 6x2/2- laufachsen basieren auf den neuen Vorderachsen
Sattelzugfahrzeuge mit Baumuster 963.423 werden mit gleichem Radkopf aber angepasster Lenkgeo-
wie bereits beim Vorgängertyp von der Firma Hend- metrie. Nachlaufachsen sind nur mit Scheiben-
rikson gefertigt. bremsen lieferbar.
Liftachsen können so weit angehoben werden, dass Die Nachlaufachsen sind bei den Niedrigrahmen-
bei voll eingefederter Hinterachse und Standardrei- fahrzeugen grundsätzlich nur entlastbar, nicht kom-
fen die Reifen ca. 35 mm über der Straße sind. plett hebbar (A4W). Für Pritschenfahrzeuge ist auch
eine gelenkte NLA wählbar.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 69


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Radformel
Fahrwerk

Radformel

Bisher war an der Radformel für Fahrzeuge mit Vor- Fahrzeuge mit doppelt bereifter Nachlaufachse
bzw. Nachlaufachsen nicht erkennbar, ob es sich (DNA) werden durch ein eigenes Baumuster darge-
um ein Fahrzeug mit Vor- oder Nachlaufachse (VLA stellt:
bzw. NLA) handelt.
• C 96x.x25 6x2 Luft DNA
So wurde bei gelenkter Nachlaufachse die Radfor-
Ebenso Fahrzeuge mit 17,5" VLA. Aufgrund der
mel um den Zusatz „/4“ ergänzt. Die gleiche Rad-
Tragfähigkeit der Achsen haben diese eine andere
formel erhielt allerdings auch ein Fahrzeug mit
Tonnage. Da die Tonnage jedoch ein baumusterbil-
gelenkter Vorlaufachse (z. B. 6x2/4 LS, BM
dendes Kriterium ist, werden diese Fahrzeuge folg-
934.223).
lich über ein eigenes Baumuster abgebildet:
In den zukünftigen Typen werden mit einem
• C 96x.x27
Schrägstrich („/“ ) in der Radformel ausschließlich
Fahrzeuge mit VLA beschrieben, z. B.:
• 6x2/2 = 3-Achser, nicht gelenkte VLA
• 6x2/4 = 3-Achser, gelenkte VLA
• 8x2/4 = 4-Achser, gelenkte VLA
Zur lenkbaren Ausführung der NLA werden in Rad-
formeln grundsätzlich keine Angaben gemacht. Ein
6x2 ist immer ein Fahrzeug mit Nachlaufachse, die
gelenkt oder nicht gelenkt sein kann. Die Steuerung
der gelenkten beziehungsweise starren NLA erfolgt
über Code. Serienzustand der entsprechenden Bau-
muster ist immer die starre NLA. Betroffen sind hier
neben dem 6x2 auch 4-Achser mit NLA. Pro Fahr-
zeugbaumuster gibt es somit nur eine zugehörige
Radformel.

70 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


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Räder und Reifen

Fahrwerk
Felgen Reifen

Für die neuen Fahrzeuge werden serienmäßig Steil- Beim neuen Produktprogramm werden generell die
schulterfelgen (nach DIN 78022) der Größe 9.00 x gleichen Reifen zur Verfügung stehen wie schon in
22.5 verwendet. Alufelgen sind als SA in glänzender der heutigen Serie. Die maximal mögliche Reifen-
oder matter Ausführung erhältlich. Alle Felgen sind größe ist allerdings durch die Freiräume im vorde-
10-Loch-Felgen mit Ausnahme der 17,5 Zoll Felge ren Radkasten auf 315/80 R22,5 bzw. 385/65
für die Vorlaufachse. R22,5 beschränkt.
Neue Felgen: 11,75 x 22,5 Alufelgen Speedline sind Ein Reserverad (R8P) ist serienmäßig verbaut, kann
nun auch für VLA/NLA erhältlich (bisher nur für Vor- aber auf Wunsch mit Code R9Z auch entfallen. Die
derachse lieferbar), ebenso sind die Speedline-Alu- Anordnung des Reserverads ist von Fahrzeug und
felgen 9,00 x 22,5 für VA/VLA/NLA getrennt wähl- Ausstattung abhängig.
bar.
Für den Reifen 315/45 R22,5 ist eine Steilschulter-
felge mit Größe 9.75 x 22.5 erforderlich. Sie ist bis-
her nur als Stahlfelge vorgesehen.
Als Radmutternabdeckung an Vorder- und einzelbe-
reifter Vor- und Nachlaufachse ist unter Code R0Z
ein Blechring erhältlich.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 71


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Fahrwerk

72
Reifenliste

Bezeichnung Tragfähigkeit Tragfähigkeit Gewicht (ca.) Rdyn Rstat Felge Bemerkung


Einzel [kg] Zwilling [kg] [kg] (mm) (mm)

215/75 R 17,5 3.400 — 30 372 359 6,75 x 17,5 für 6x2/2 VLA

315/45 R 22,5 — 11.600 50 413 395 9,75 x 22,5 nur für HA


Räder und Reifen

295/55 R 22,5 6.150 11.600 50 438 413 9,0 x 22,5 nur für NLA/HA

295/60 R 22,5 6.700 12.300 50 453 435 9,0 x 22,5

355/50 R 22,5 8.000 — 58 437 433 11,75 x 22,5 nur für VA/VLA/NLA

315/60 R 22,5 7.500 12.600 57 458 442 9,0 x 22,5

375/50 R 22,5 8.000 — 61 457 440 11,75 x 22,5 nur für VA/VLA/NLA

385/55 R 22,5 9.000 — 66 481 461 11,75 x 22,5 nur für VA/VLA/NLA

305/70 R 22,5 7.300 12.600 57 485 463 9,0 x 22,5

i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


315/70 R 22,5 8.000 13.400 62 493 468 9,0 x 22,5

495/45 R 22,5 11.600 — 95 491 473 17,0 x 22,5 nur für HA

295/80 R 22,5 7.100 12.600 66 516 487 8,25 x 22,5

385/65 R 22,5 9.000 — 77 517 495 11,75 x 22,5 nur für VA/VLA/NLA

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
315/80 R 22,5 8.000 13.400 72 522 500 9,0 x 22,5

365/70 R 22,5 9.500 — 75 526 495 11,75 x 22,5 nur für VA

12 R 22,5 7.100 12.600 67 526 504 8,25 x 22,5


Lenkung

Fahrwerk
Der neue Actros ist mit einer Einkreis-Servolenkung
vom Typ ZF Servocom 8098 ausgestattet.
Die Lenkung besteht aus folgenden Komponenten:
• Lenkgetriebe (Kugelmutter-Hydrolenkung)
• Lenkhelfpumpe
• Lenkölbehälter
• Hydraulikleitungen

W46.25-1021-00

Lenkung, 1-Kreis (C6C)


1 Lenkgetriebe 3 Lenkölbehälter
2 Lenkhelfpumpe (am Motor) 4 Hydraulikleitungen

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 73


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Lenkung
Fahrwerk

Bei Fahrzeugen mit Nachlaufachse 7,5 t, gelenkt,


entlastbar (A4X) oder mit Nachlaufachse 7,5 t,
gelenkt, entlastbar, liftbar (A4Y) kommt eine zusätz-
liche Lenkachse zum Einsatz.
Die Lenkung besteht aus folgenden Komponenten:
• Lenkgetriebe (Kugelmutter-Hydrolenkung)
• Lenkhelfpumpe
• Lenkölbehälter
• Lenkzylinder zusätzliche Lenkachse
• Ventileinheit Zusatzachse
• Hochdruckfilter zusätzliche Lenkachse
• Hydraulikleitungen

W46.60-1075-00

Lenkung mit zusätzlicher Lenkachse


1 Lenkgetriebe A34 Steuergerät zusätzliche Lenkachse (ASA)
2 Lenkhelfpumpe (am Motor) B64 Lenkwinkelsensor Vorderachse
3 Lenkölbehälter B65 Lenkwinkelsensor Zusatzachse
4 Hydraulikleitung Y39 Ventileinheit Zusatzachse
5 Lenkzylinder zusätzliche Lenkachse
6 Hochdruckfilter zusätzliche Lenkachse

74 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Fahrerhaus

Aufbau
Das L-Fahrerhaus des neuen Actros verfügt über Die Bodengruppe weist als Neuerung warm umge-
eine aerodynamisch günstige Rohbauform. Der formte Längsträger innen und außen auf, mit denen
Rohbau der Fahrerhäuser basiert auf einer die höheren Festigkeitsanforderungen unter Einhal-
Tragstruktur, die aus der Bodengruppe, dem umlau- tung der geforderten Toleranzen erfüllt werden. Im
fenden Dachrahmen, den A- und B-Säulen, den Vergleich zum Fahrerhaus des Vorgängertyps sind
Rückwandsäulen, den Dachspriegeln und dem die äußeren Längsträger deutlich kräftiger ausge-
Vorbauträger gebildet wird. Mit dieser Tragstruktur führt.
werden die Beplankungen der einzelnen Funktions-
Als Korrosionsschutzmaßnahme wird der gesamte
gruppen wie Dach, Rückwand, Seitenwände und
Rohbau einer kathodischen Tauchlackierung (KTL)
Vorbau verschweißt. Das Rohbaukonzept sieht vor,
unterzogen.
dass die Tragstruktur bis zum Dachrahmen in der
Höhe weitgehend einheitlich ist und die unter-
schiedlichen Fahrerhaushöhen über entsprechende
seitliche Dachträger und Beplankungen oberhalb
des Dachrahmens dargestellt werden.

W60.00-1039-00

Rohbau L-Fahrerhaus ohne Beplankung

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 75


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Fahrerhaus
Aufbau

Folgende Fahrerhäuser kommen zur Markteinführung zum Einsatz:

i Hinweis
Die Aufsetzhöhe (ASH) bezeichnet den Abstand
von der Unterkante des Bodenblechs bis zur
obersten Lochreihe im Rahmenlängsträger. Bei
ebenem Fahrerhausboden beträgt die Aufsetz-
höhe immer 765 mm, bei Motortunnel immer 600
mm.

L-Fahrerhaus mit Standarddach (ClassicSpace)


Das L-Fahrerhaus mit Standarddach stellt den Einstieg in die Fernverkehrsbaureihe mit hohem Liege- und
Schlafkomfort dar und bietet serienmäßig ein breites Bett mit Kaltschaum-Matratze und Rückenhochsteller.

L-Fahrerhaus mit Standarddach Tunnel 170 mm ebener Boden


(ClassicSpace) (F1D) (F1M)

Stehhöhe vor Sitz 1590 mm

Stehhöhe auf Motortunnel 1460 mm 1641 mm

L-Fahrerhaus mit Aerodach (StreamSpace)


Das L-Fahrerhaus mit Aerodach wurde zur Verbauchsreduzierung aerodynamisch optimiert. Während die
Hochdachausführung nur mit Fahrerhausbreite 2,5 m lieferbar ist, bietet die Aerodachvariante mit ebenem
Boden mit zwei Fahrerhausbreiten max. Auswahlmöglichkeiten.

L-Fahrerhaus mit Aerodach Tunnel 170 mm ebener Boden ebener Boden


(StreamSpace) (F1E) (F1F) (F1I)

Breite 2300 mm 2500 mm

Stehhöhe vor Sitz 1840 mm 1833 mm

Stehhöhe auf Motortunnel 1785 mm 1966 mm

76 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Fahrerhaus

Aufbau
L-Fahrerhaus mit Hochdach (BigSpace) bzw. Gigadach (GigaSpace)
Das L-Fahrerhaus mit Hochdach oder Gigadach ist nur mit einer Breite von 2,5 m und mit ebenem Boden (ASH
765) lieferbar und bietet vor allem im Bereich über der Frontscheibe mehr Stauraum und mehr Stehhöhe im
vorderen Bereich als die Aerodachausführung. Das Gigadach bietet dem Fahrer ein Maximum an Raum, Bewe-
gungsfreiheit und Komfort und führt bei Fernverkehrsfahrzeugen z. B. mit Bereifung 315/80 R 22.5 zu einer
Gesamthöhe von 3920 mm.

L-Fahrerhaus mit Hochdach/Gigadach Hochdach Gigadach


(BigSpace/GigaSpace) (F1H) (F1J)

Breite 2500 mm

Stehhöhe vor Sitz 1912 mm 2054 mm

Stehhöhe auf Motortunnel 1989 mm 2130 mm

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 77


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Aufbau

78
Übersicht Fahrerhausangebot

ClassicSpace StreamSpace BigSpace GigaSpace

L-Standard 23 L-Aero 23 L-Aero 23F L-Aero 25 L-High 25 L-Giga 25


Fahrerhaus

Code F1D, F1M F1E F1F F1I F1H F1J

Länge 2300 2300 2300 2300 2300 2300

Breite 2300 2300 2300 2500 2500 2500

Stehhöhe 1590 1840 1840 1830 1910 2050


vor Sitz

i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


Stehhöhe auf 1640 1785 1970 1970 1990 2130
Motortunnel 1460

Höhe 0 170 0 0 0 0

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motortunnel 170

Alle Maße in mm
Fahrerhaus

Aufbau

W00.10-1174-00
Abmessungen

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 79


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Fahrerhaus
Aufbau

Aufstieg 4-stufig Standard Niedrigrahmen

Abstand Stufe 4 - Fahrerhausboden 320 320

Abstand Stufe 3 - Stufe 4 320 320

ASH 765
Fahrzeug Abstand Stufe 2 - Stufe 3 320 320
mit Luftfederung
beladen
Abstand Stufe 1 - Stufe 2 320 270

Abstand Fahrbahn - Stufe 1 348 - 401 326 - 352

Aufstieg 3-stufig Standard Niedrigrahmen

Abstand Stufe 3 - Fahrerhausboden 370 370

Abstand Stufe 2 - Stufe 3 370 370


ASH 600
Fahrzeug
mit Luftfederung Abstand Stufe 1 - Stufe 2 370 370
beladen

Abstand Fahrbahn - Stufe 1 353 - 406 281- 307

80 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Fahrerhauslagerung

Aufbau
Alle Fahrerhaus-Ausführungen sind in wartungs- Eine weitere Qualitätsverbesserung der Fahrer-
freien 4-Punkt-Lagerungen abgefedert und gela- hauslagerung hinsichtlich einer optimierten
gert. Für besondere Einsatzbedingungen stehen Montage wurde durch die Weiterentwicklung der
verstärkte Fahrerhauslagerungen zur Verfügung. hinteren Stabilisatorlager (Gummimolekularlager)
erreicht. Diese sind nur noch mit einem einseitigen
Die Fahrerhauslagerungen werden in drei Komfort-
Anschlag versehen und wirken durch ihren inneren
stufen angeboten:
Aufbau selbstzentrierend. Dies führt bei der
• Fahrerhauslagerung Standard stahlgefedert Montage der Lager anschlagseitig zu einem defi-
• Fahrerhauslagerung Komfort stahlgefedert nierten Spaltmaß.
• Fahrerhauslagerung Komfort luftgefedert
Bei der Komfortlagerung kommt das bewährte und
wartungsfreie Gummigleitlager aus der laufenden
Serie zum Einsatz. Durch die Weiterentwicklung ist
es absolut geräuschfrei und bietet durch sein
größeres Gummivolumen eine deutliche Komfort-
verbesserung.

W60.80-1155-00

Fahrerhauslagerung Komfort luftgefedert (F3C)


1 Luftbalg 4 Gummigleitlager
2 Drehstab 5 Querlenker
3 Stabilisatorlager 6 Verriegelung

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 81


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Fahrerhauslagerung
Aufbau

Lagerung Fahrerhauslagerung Fahrerhauslagerung Fahrerhauslagerung


Standard Komfort Komfort
stahlgefedert stahlgefedert luftgefedert

Code F3A F3B F3C

Federungsart Stahl Stahl Luft

Abstimmung vorn 6,0 Hz 1,8 Hz 1,0 Hz

Abstimmung hinten 1,8 Hz 1,8 Hz 1,0 Hz

Aufsetzhöhen 765 mm, 600 mm

Verfügbarkeit Serie für alle L-Fahrer- Serie für alle L-Fahrer- SA für alle L-Fahrerhäuser
häuser mit Motortunnel häuser mit ebenem
Boden

Federwege vorn
ein/aus 60/60 mm 40/40 mm

Federwege hinten
ein/aus 35/35 mm

Vorgesehener Einsatz regionaler und nationaler Fernverkehr

Ausführung Gummilager mit externen Stahlfederbeine Luftfederbeine mit


Zusatzdämpfern integrierter
Niveauregelung

Merkmale — geräuschfreie Gummigleitlager


im Fahrerhausdrehpunkt, Stabilisator

82 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Fahrerhaus-Kippeinrichtung

Aufbau
Alle Fahrerhaus-Ausführungen sind mit einer
1-Zylinder-Kippanlage ausgerüstet. Dabei kann bis
1400 kg Fahrerhausgewicht zwischen einer hand-
betriebenen Kippeinrichtung und einer komfortab-
leren elektrohydraulischen Version gewählt
werden. Ab 1400 kg Fahrerhausgewicht ist nur die
elektrohydraulische Kippanlage möglich.
Nach dem Öffnen der Serviceklappe im rechten
Einstiegskasten ist die handbetriebene Pumpein-
richtung mit dem Ventilhebel zum Einstellen der
Kipprichtung zugänglich. Beim Vorkippen wird das
Fahrerhaus automatisch entriegelt und beim
Zurückkippen wieder automatisch verriegelt.
Bedienung der elektrohydraulischen Kippein-
richtung
Über einen Wippschalter im modularen Schalterfeld
wird das Fahrerhaus entriegelt und die Kippanlage
aktiviert. Der Betätigungsschalter der elektrohyd-
raulischen Kippeinrichtung ist bei allen Fahrerhaus-
Ausführungen hinter der Wartungsklappe ange-
ordnet. Nach dem Öffnen der Wartungsklappe kann W60.80-1153-00

der mit einer Wendelleitung versehene Betätigungs- Fahrerhauskippzylinder


schalter entnommen werden, sodass das Fahrer- 1 Pratzengelenk
haus aus sicherer Entfernung vor- und zurückge- 2 Schutzrohr
kippt werden kann. 3 Öleinfüllstutzen
4 Lagerbock am Rahmen
Eine Kontrollleuchte im Kombiinstrument zeigt an, 5 Hydraulikanschluss
ob das Fahrerhaus verriegelt ist. Die Kontroll- 6 Lagerbolzen
leuchte muss nach dem Motorstart erlöschen.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 83


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sitze und Betten
Aufbau

In der neuen Lkw-Generation wurde die Auswahl an


Fahrer- und Beifahrersitzen um neue Ausführungen
für Fahrer erweitert, die überwiegend allein unter-
wegs sind.
Der für Linkslenker-Fahrzeuge mit 2,5 m breitem
Fahrerhaus lieferbare Sessel in Verbindung mit dem
SoloStar Concept (D0Z) ist in erster Linie für über-
wiegende Alleinfahrt konzipiert, ermöglicht aber
auch problemlos die dauerhafte Mitnahme eines
Beifahrers, da das Konzept optional auch ein
breites, nivellierbares Komfortbett oben (D3A) –
und damit 2 Betten – vorsieht.
Neu ist die Massagefunktion (D2X), die für den W91.10-1377-00

Komfort-Schwingsitz und den Klima-Schwingsitz für SoloStar Concept (D0Z)


Fahrer und Beifahrer als SA erhältlich ist.
Nach Betätigen der Funktionstaste werden sieben
übereinander in der Sitzlehne angeordnete Luft-
kammern nacheinander aufgeblasen bzw. entlüftet.
Dadurch wird eine von unten nach oben laufende
Welle erzeugt, die die Wirbelsäule des Fahrers
massiert. Die Massagefunktion wird spätestens
nach 10 min. automatisch abgeschaltet.

W91.10-13760-00

Schwingsitz mit Massagefunktion (D2X)


1 Luftkammer

84 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sitze und Betten

Aufbau
Sitzvariante Material Code Code
Fahrersitz Beifahrersitz

SoloStar Concept Velours (D3Y) — D0Z

Standard-Schwingsitz Flachgewebe (D3X) D1B —


Velours (D3Y)
Kunstleder (D3Z)

Komfort-Schwingsitz Velours (D3Y) D1C D1P


passiv belüftet Leder (D3V)

Klima-Schwingsitz Dinamica star schwarz (D3W) D1D D1Q


aktiv belüftet Dinamica star mandelbeige
(D3U)

Funktionssitz Flachgewebe (D3X) — D1N


Velours (D3Y)
Kunstleder (D3Z)

Standard-Starrsitz Flachgewebe (D3X) D1A —


Kunstleder (D3Z)

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 85


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sitze und Betten
Aufbau

W91.00-0000-00

Varianten Sitzbezüge
A Flachgewebe „Skyline“ D Velours „Dinamica star schwarz“
B Velours „Spyder“ E Velours „Dinamica star mandelbeige“
C Kunstleder zweiglanz F Leder

86 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sitze und Betten

Aufbau
Betten

In der Serienausstattung kommt ein Komfortbett Die Varianten der Betten bei den L-Fahrerhäusern
mit hochwertiger 7-Zonen-Kaltschaum-Matratze in ergeben sich aus den unterschiedlichen Fahrer-
Verbindung mit einem Unterfederungssystem zum hausbreiten und Dachhöhen sowie den verschie-
Einsatz. Vorteile des neuen Komfortbetts sind ein denen Ausstattungen wie Luftansaugung über Eck,
Rückenhochsteller anstelle eines Kopfhochstellers Standklimaanlage etc.
sowie der verbesserte Zugang zu den Staukästen
unter dem Bett, da das Bett komplett hochklappbar
und arretierbar ist.

Code Serie/SA Betten

D3B Serie alle Komfortbett unten


L-Fahrerhäuser

D3C SA Bett unten

D3F SA alle L-Fahrerhäuser mit Komfortbett oben schmal, 600 mm breit


Aero-, Hoch- und Gigadach

D3A SA alle L-Fahrerhäuser mit Komfortbett oben breit, 750 mm, nivellierbar, mechanische
Aero-, Hoch- und Gigadach Neigungsverstellung der Liegefläche bis 10°; automatisches
Auf- und Abrollen der Spanngurte, in Verbindung mit
SoloStar Concept (D0Z) möglich

D3H SA für GigaSpace in Verbin- Bett oben, ca. 600 mm breite Liege mit 50 mm dicker
dung mit SoloStar Concept Matratze, 90° hochklappbar
(D0Z)

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 87


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sitze und Betten
Aufbau

W91.75-1003-00

Komfortbett oben

Rauchmelder

Bei Ausstattung mit Bett oder Komfortbett ist seri-


enmäßig ein Rauchmelder oberhalb der Fahrertür
angeordnet.

W54.32-1026-00
1 Rauchmelder

88 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Ablagen und Staufächer

Aufbau
Übersicht über Stauraumvolumen und verfügbare Ausstattungen

F1D F1M F1E F1F F1I F1H F1J

Gesamtvolumen (serienmäßig) 465 l 631 l 580 l 745 l 804 l 890 l 975 l

Ablagen in und auf der Brüstung 13 l 21 l

Ablagen über Türen und in Seitenwand 22 l 28 l 29 l

Staufächer über Frontscheibe 28 l 137 l 161 l 247 l 332 l

Ablagen unterm Bett insgesamt 402 l 568 l 402 l 568 l 594 l 594 l
• Staufächer unterm Bett 325 l 420 l 325 l 325 l 420 l 420 l
• Schubladen unterm Bett (D7J) 51 l 112 l 51 l 112 l 138 l 138 l
(SA) (SA) (SA) (SA) (SA)

F1D = L-Fahrerhaus, 2,30 m, ClassicSpace, Motortunnel


F1M = L-Fahrerhaus, 2,30 m, ClassicSpace, ebener Boden
F1E = L-Fahrerhaus, 2,30 m, StreamSpace, Motortunnel
F1F = L-Fahrerhaus, 2,30 m, StreamSpace, ebener Boden
F1I = L-Fahrerhaus, 2,50 m, StreamSpace, ebener Boden
F1H = L-Fahrerhaus, 2,50 m, BigSpace, ebener Boden
F1J = L-Fahrerhaus, 2,50 m, GigaSpace, ebener Boden

W68.00-1016-00
Staufächer über Frontscheibe

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 89


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Instrumententafel
Aufbau

Die Instrumententafel der neuen Lkw-Generation Neue Ausstattungskomponenten der Instru-


ist nach der Maßgabe "Gleiche Identität mit unter- mententafel
schiedlichem Charakter" gestaltet. Hierbei wurden
• Aschenbecher einsetzbar in alle Cupholder
nicht nur optische und ergonomische Verbesse-
• Flaschenhalter direkt neben dem Fahrer
rungen erreicht, auch die Bewegungsfreiheit im
• Aufstieg zur oberen Liege oberhalb des Mittel-
Fahrerhaus wurde optimiert.
moduls
Es gibt ca. 400 Varianten der Instrumententafel, • Erhöhung der Anzahl von Ablagen bzw. Ablage-
und alle basieren auf einer einheitlichen, asymmet- fächern in der Instrumententafel, in
risch gestalteten Standardinstrumententafel. Abhängigkeit von der Ausführung des Mittel-
moduls und durch Ersetzen von Blinddeckeln in
Die Instrumententafeln unterscheiden sich
nicht belegten Einbauschächten im modularen
eindeutig in Farbgebung und Oberflächenqualität.
Schalterfeld mit Ablagefächern
Das Mittelmodul der Instrumententafel ist in seiner
• Neugestaltung der oberen Ablage der Instru-
Ausrichtung auf den Fahrer fokussiert. Die zahlrei-
mententafel
chen Ausführungen des Mittelmoduls unter-
• Aufwertung der Instrumententafel, z. B. durch
scheiden sich in Größe, Farbe und den eingebauten
weichere Oberflächen bestimmter Verklei-
Applikationen.
dungsteile, Chromoptik bei Betätigungsele-
menten
• Ausziehbarer Klapptisch anstelle des
Handschuhfachs auf der Beifahrerseite

W68.10-1076-00

Instrumententafel

90 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Bedien- und Anzeigekonzept

Aufbau
Neben der Neugestaltung der Instrumententafel Hierzu wurden folgende elektronische Kompo-
wurde auch ein neues Bedien- und Anzeigekonzept nenten verbessert oder neu entwickelt:
verwirklicht, welches mehr Funktionalitäten bietet
• Kombiinstrument in insgesamt vier Ausfüh-
als bisher. Daraus resultiert z. B. eine Verbesserung
rungen
des Bedienkomforts, eine Erhöhung der Fahrsicher-
• Elektronisches Zündschloss (EIS) mit Taste Start
heit und nicht zuletzt eine verbesserte optische
-Stopp
Erscheinung der Bedienkomponenten insgesamt.
• Multifunktionslenkrad mit Tastengruppe links
und rechts
• Multifunktionshebel rechts zur Getriebe- und
Dauerbremssteuerung
• Erhöhung der Anzahl von Steckdosen für den
Anschluss von elektrischen Verbrauchern

W54.32-1025-00

Kombiinstrument

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 91


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Kombiinstrument
Aufbau

Allgemein Neuheiten

Mittelpunkt des neu entwickelten Kombiinstru- • 10,4 cm (4,1“) oder 12,7 cm (5“) vollfarbfähiges
mentes ist ein großzügiges TFT-Display. Das Kombi- TFT-Display in QVGA-Auflösung
instrument ist in vier Grundausführungen erhältlich. • Fahrerassistenzsystem „FleetBoard®
Die 20 Untervarianten entstehen abhängig von der EcoSupport“ unabhängig von Telematiksystem
Motorvariante, da der Anzeigebereich des Dreh- FleetBoard®
zahlmessers darauf abgestimmt ist. Ebenso wird • Intuitives Bedien- und Anzeigenkonzept
bei Wegfall des Tachografen und bei mph- an Stelle • Anzeige Reifenluftdruck, Niveauregelung
von km/h-Anzeige eine andere Variante erforder- • 3 Reiserechner, Schichtanzeige 2 Fahrer
lich. Die unterschiedlichen Sprachvarianten werden • Anzeige von Batteriestatus, Ladebilanz, Startfä-
softwaremäßig dargestellt. higkeit
• Anzeige Gangempfehlung und momentaner
Alle Varianten beinhalten Zeigerinstrumente für
Kraftstoffverbrauch
Geschwindigkeit, Drehzahl und Tankinhalt der
• Aktual. Telefonbuch + Anruflisten, Anzeige SMS
Diesel- und AdBlue®-Behälter. Dem Aufbauher-
• Anschlussmöglichkeit von bis zu 3 Kameras an
steller stehen 5 Kontrollleuchtenplätze zur Verfü-
das Kombiinstrument mit Videofunktion. Ab
gung, die mit entsprechenden Symbolscheiben
Werk ist eine Vorrüstung für eine Rückfahr-
bestückt werden können.
kamera (J9J) erhältlich, eine passende Kamera
Beim Kombiinstrument (J1A) erzeugt ein interner wird über Mercedes-Benz Original Zubehör
Lautsprecher die entsprechenden Geräusche wie angeboten
Blinkergeräusch bzw. Warntöne. Die höherwertigen • Odo-Display in den beiden Rundinstrumenten
Ausführungen steuern den Centerlautsprecher in zur Anzeige von Uhrzeit und Außentemperatur
der Ablage über der Frontscheibe an. (linkes Display) sowie Gesamt- und Tagesweg-
Das Kombiinstrument ist über eine 18-polige Steck- strecke (rechtes Display)
verbindung mit dem Chassis-CAN verbunden. • Bedienung der Niveauregelung bei luftgefe-
Außerdem enthält der Stecker die Anbindung zum derten Fahrzeugen über die Lenkradtasten
Center-Lautsprecher zur Ausgabe von Warntönen. • 4 virtuelle Kontrolllampenplätze im linken
unteren Bereich des TFT-Displays, je nach
Bei Fahrzeugen ohne Tachograf wird ein weiterer Fahrzeugausstattung bzw. aktueller
Stecker für die Geschwindigkeits-Information erfor- Warnmeldung variabel belegt
derlich. Redundant besteht noch eine sogenannte • Erweitertes Menü Sozialdaten
LIN-Verbindung (Local Interconnect Network) zur • Kalibrierung Achslastkennlinie über Menü
EAPU (Electronic Air-Processing Unit), um bei • Anzeigen für Euro VI
Ausfall des CAN-Busses die gesetzlich erforderliche
Anzeige der Bremsdrücke zu gewährleisten.

92 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Übersicht Varianten Kombiinstrument

Code J1A J1B J1E J1C

Benennung Kombiinstrument, 10,4 cm Kombiinstrument, 10,4 cm Kombiinstrument, 12,7 cm Kombiinstrument, 12,7 cm


mit Zusatzanzeigen mit Zusatzanzeigen mit Videofunktion

Beleuchtung gelb weiß weiß weiß

Haupt-Display 4,1“-TFT 4,1“-TFT 5,0“-TFT 5,0“-TFT

Odo-Display nein ja ja ja

Video nein nein nein ja (3 Videoeingänge)

Sound Tonwiedergabe über interne Tonwiedergabe über Center- Tonwiedergabe über Center- Tonwiedergabe über Center-
Lautsprecher Lautsprecher Lautsprecher Lautsprecher

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
PCB1) 4 Schichten 4 Schichten 4 Schichten 6 Schichten

1) PCB = Printed circuit board (Platine)

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i


Kombiinstrument

93
Aufbau
Multifunktionslenkrad
Aufbau

Das gepolsterte 4-Speichen-Multifunktionslenkrad


mit 450 mm Durchmesser ist in Leder-Ausführung
(D0A) oder in Holz-/Leder-Ausführung (D0D) erhält-
lich. Neu sind die im Vergleich zum Vorgängertyp
deutlich erweiterten Bedienmöglichkeiten, die den
Fahrer nachhaltig unterstützen.
Die Betätigung der Hupe oder des Drucklufthorns
(F6Q) erfolgt durch Drücken der zentralen Abdeck-
kappe.
Ein Airbag auf der Fahrerseite (S3A) ist für alle Fahr-
zeuge wählbar.
Die Lenkradverstellung in Höhe und Neigung wird
W46.10-1013-00
über einen Fußschalter betätigt. Damit ist eine
Multifunktionslenkrad Leder-Ausführung (D0A)
sichere und komfortable Verstellung mit beiden
Händen am Lenkrad möglich. Wird der Fußschalter
losgelassen, ist die Lenksäule wieder arretiert. Die
Höhenverstellung wurde auf 110 mm erweitert, die
Neigung lässt sich stufenlos von 28° bis 47°
einstellen.
Die besonders steile Parkposition (8,5° gegenüber
10,5° beim Vorgängertyp) schafft zusätzlichen
Raum in Pausenzeiten und erleichtert das Ein- und
Aussteigen.

94 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Elektronisches Zündschloss (EIS)

Aufbau
Die neue Lkw-Generation ist mit dem Fahrberechti-
i Hinweis
gungssystem Stufe 3 (FBS 3) ausgestattet.
Wird eines der Steuergeräte aus dem Fahrberech-
Folgende Steuergeräte und Bauteile sind zum Fahr-
tigungsverbund oder das elektronische Zünd-
berechtigungsverbund zusammengeschlossen:
schloss (EIS) erneuert, muss dieses mit Star Diag-
• Elektronisches Zündschloss (EIS) nosis im Fahrberechtigungssystem eingelernt
• Steuergerät Motormanagement (MCM) werden.
• Steuergerät Getriebesteuerung (TCM)
Das Elektronische Zündschloss (EIS) ist in Verbin-
dung mit dem Senderschlüssel die zentrale Steuer-
einheit des FBS 3. Entnahme des Senderschlüssels (S953) bei
laufendem Motor
Nach dem Starten des Motors ist der Sender-
schlüssel im Elektronischen Zündschloss (EIS)
mechanisch verriegelt. In diesem Zustand ist es
nicht möglich, das Fahrzeug über die Tasten des
Senderschlüssels zu verriegeln, da sie unzugänglich
sind.
Ein spezieller Modus erlaubt es aber, den Sender-
schlüssel bei laufendem Motor zu entnehmen. Dazu
wird die Taste Start-Stopp bei laufendem Motor in
Stufe 1 gedrückt und gehalten. Der Sender-
schlüssel kann dann entnommen werden. Im Multi-
funktionsdisplay des Kombiinstruments wird die
Meldung "nur Rangiergeschwindigkeit möglich"
angezeigt.

W80.57-1017-00

S1 Elektronisches Zündschloss (EIS)


S953 Senderschlüssel

1 Taste Start-Stopp

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 95


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Senderschlüssel
Aufbau

Der Senderschlüssel (S953) ist in folgenden drei


Varianten erhältlich:
Low (F8A)
2 Fahrzeugschlüssel - kein Funksender
Standard (F8B)
2 Fernbedienungsschlüssel - mit unidirektionalem
Funkempfänger
Multi-Funktion (F8C)
1 Multifunktions- und 1 Fernbedienungsschlüssel -
mit bidirektionalem Funkempfänger/-sender

Senderschlüssel (S953),
Variante Low
• Integrierter ausschiebbarer mechanischer
Schlüssel (2)

W80.57-1014-00

Senderschlüssel (S953),
Variante Standard
• Integrierter ausschiebbarer mechanischer
Schüssel
• Unidirektionaler Funksender 433 MHz
• Knopfbatterie
• Batterie Kapazitätserkennung (Visualisierung
über das Kombiinstrument
• Ver- und Entriegelungstaste für die Zentralver-
riegelung (Reichweite ca. 30 m)
Die vom Senderschlüssel (S953) gesendeten Funk-
signale werden vom elektronischen Zündschloss
(EIS) über eine in den Fahrerhausleitungssatz inte- W80.57-1015-00

grierte 30 cm lange Antennenleitung empfangen.

96 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Senderschlüssel

Aufbau
Senderschlüssel (S953),
Variante Multi-Funktion
• Bidirektionaler Funksender 433 MHz
• Li-Ionen-Akku (induktiv ladbar über das Elektro-
nische Zündschloss (EIS))
• Ver-/Entriegelungstasten für die Zentralverrie-
gelung (Reichweite ca. 30 m)
• Entnehmbarer mechanischer Schlüssel
• 4,5 cm (1,8") TFT Farbdisplay
• 4-Wege Steller mit zentraler Eingabetaste
• Anzeigen und Bedienen von verschiedenen
Fahrzeugfunktionen (Reichweite ca. 100 m)
Die vom Senderschlüssel (S953) gesendeten bzw. W80.57-1016-00

empfangenen Funksignale werden von einer 1 Register Hauptmenüs


Antenne auf dem Fahrerhausdach empfangen bzw. 2 Anzeigenbereich für Menüfenster
gesendet. 3 Navigationstaste
4 Eingabetaste
5 Anzeige Ladezustand Akku
6 Funksignalstärke Schlüssel
7 Register Untermenüs

S953 Senderschlüssel

Folgende Einrichtungen können je nach Ausstat- Folgende Informationen können je nach Ausstat-
tung des Fahrzeuges mit dem Senderschlüssel tung des Fahrzeuges mit dem Senderschlüssel
Multi-Funktion bedient werden: Multi-Funktion angezeigt werden:
• Niveauregelung • Gesamtkilometer- Betriebsstundenstand
• Zusatzheizung ein/aus • Lampenstatus
• Standklimaanlage ein/aus • Status der Reifendruckkontrolle
• Innenbeleuchtung • Im Kombiinstrument vorhandene Ereignisse
• Ver- und Entriegeln von Türen, Seitenfenster und • Füllstände von Kraftstoff und AdBlue®
Hebedach • Außen- und Innentemperatur
• Arbeitsscheinwerfer • Achslast
• Entriegelung der Ladebordwand • Vorratsdruck der Druckluftanlage
• Radio • Status von Türen und Klappen in Verbindung mit
Alarmanlage

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 97


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Gesamtvernetzung
Vernetzung

W00.19-1056-00
Gesamtvernetzung

98 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Gesamtvernetzung

Vernetzung
W00.19-1057-00

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 99


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Vernetzung

100
A1 Steuergerät Kombiinstru- A11 Steuergerät Retarder- A33 Steuergerät Batterietrenn- S1 Elektronisches Zündschloss
ment (ICUC) steuerung (RCM) schalter (BESO) (EIS)
A2 Steuergerät Zentrales Gate- A12b Steuergerät Heizung Lüftung A34 Steuergerät zusätzliche Lenk- S20 Multifunktionshebel links
way (CGW) Klimatisierung (HVAC) achse (ASA) S22 Bedieneinheit Niveauregelung
A2 a1 Zentraler Datenspeicher A13 Steuergerät Zusatzheizung A35 Steuergerät Reifendruckkon- S23 Multifunktionshebel rechts
(CDS) TRUCK (ITH) trolle (TPM) S110 Tastengruppe
A2 a2 Steuergerät Kommunikations- A14 Steuergerät Standklima- A40 Steuergerät Supplemental Multifunktionslenkrad links
schnittstelle (COM) anlage (IAC) Restraint System (SRS) S111 Tastengruppe
A2 a3 Steuergerät Wartungssystem A15 Steuergerät Frontradar- A43 Steuergerät Modulares Schal- Multifunktionslenkrad
(MS) sensor (RDF) terfeld (MSF) rechts
A3 Steuergerät Fahrregelung A16 Steuergerät Türmodul Fahrer A53 Steuergerät Fahrerassistenz- X100.16 Diagnosesteckdose
Gesamtvernetzung

(CPC) (DCMD) system (VRDU) X102.15 Anhängersteckdose,


A4 Steuergerät Motormanage- A17 Steuergerät Türmodul A54 Steuereinheit untere Kühlerja- 15-polig
ment (MCM) Beifahrer (DCMP) lousie X103.7 Anhängersteckdose ABS,
A5 Steuergerät Getriebesteue- A18 Steuergerät Electronic Air- A55 Steuereinheit obere Kühlerja- 7-polig
rung (TCM) Processing Unit (EAPU) lousie X167.12 Elektrische Steck-
A6 Steuergerät Einbruch-Dieb- A20 Achsmodulator Vorderachse A57 Steuergerät NOx-Sensor Aus- verbindung
stahl-Warnanlage (ATA) (Wabco) gang Abgasnachbehandlungs- X910 Elektrische Steck-
A7 Steuergerät Signalerfass- und A20a Achsmodulator Vorderachse einheit verbindung
Ansteuermodul Fahrerhaus (Knorr) A58 Steuergerät SCR XR-E1H Kabelschweißstelle
(SCA) A21 Achsmodulator Hinterachse A60 Steuergerät Abgasnachbe- Exterieur 1 CAN-H
A8 Steuergerät Signalerfass- und (Wabco) handlung (ACM) XR-E1L Kabelschweißstelle
Ansteuermodul Rahmen A21a Achsmodulator Hinterachse A70 Steuergerät NOx-Sensor Ein- Exterieur 1 CAN-L
(SCH) (Knorr) gang Abgasnachbehandlungs- XR-E1M Kabelschweißstelle
A9 Truck Control Center (TCC) A22 Steuergerät Parametrierbares einheit Exterieur 1 CAN Masse

i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


A10 Steuergerät Antiblockiersy- Sondermodul (PSM) A72 Kamera Spurassistent
stem (ABS) 4-Kanal A25 Steuergerät Elektronisches B42 Alarmsirene
A10b Steuergerät Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP®) B43 Sensor Innenraumschutz
Bremssteuerung (EBS) (Wabco) B66 Lenkradwinkelsensor (SAS)
A10c Steuergerät Elektronische A25a Steuergerät Elektronisches B81 Regen- und Lichtsensor (RLS)
Bremssteuerung (EBS) Stabilitäts-Programm (ESP®) G1a Batteriesensor (IBS)
(Knorr)

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
A26 Steuergerät Niveauregelung
(CLCS)
A28 Schaltergruppe Fahrer
A30 Steuergerät FleetBoard®
Z1 Sternpunkt CAN-Bus LIN 1 Regen-/Lichtsensor-LIN
Fahrerhaus-Instrumenten- LIN 2 Batteriesensor-LIN
tafel LIN 3 Multifunktionshebel-LIN
Z3 Sternpunkt CAN-Bus rechts
Rahmen LIN 4 Multifunktionshebel-LIN
Z4 Sternpunkt CAN-Bus links
Antrieb LIN 5 Kühlerjalousie-LIN
LIN 6 Redundanz-LIN SCA/SCH
ASIC ASIC-Datenbus LIN 7 Tastengruppe-LIN
(Application System LIN 8 Niveauregelung-LIN
Integrated Circuit) LIN 9 Schalterfeld-LIN Fahrer
CAN 1 Exterieur-CAN LIN 10 EAPU-LIN
CAN 2 Innenraum-CAN LIN 11 ATA-LIN
CAN 3 Rahmen-CAN
CAN 4 Antriebs-CAN
CAN 5 Klimatisierungs-CAN
CAN 6a Bremsen-CAN Vorder-
achse
CAN 6b Bremsen-CAN Hinterachse
CAN 6c Bremsen-CAN Redundanz
CAN 6d Bremsen-CAN ESP®
CAN 7 Anhänger-CAN (PSM)
CAN 8 Aufbau-CAN (PSM)
CAN 9 Telematik-CAN
CAN 10 Diagnose-CAN
CAN 11 Anhänger-CAN (EBS)
CAN 12 Radar-CAN
CAN 13 NOx-CAN

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i
Gesamtvernetzung

101
Vernetzung
Gesamtvernetzung
Vernetzung

Allgemeines CAN-Datenbus-System

Die Zunahme der elektronischen Systeme in der Das CAN-Datenbus-System erlaubt es, Informati-
neuen Lkw-Generation hat zur Folge, dass immer onen zwischen Steuergeräten schnell und zuver-
mehr Signale systemübergreifend zur Verfügung lässig über wenige Leitungen auszutauschen. Die
stehen müssen. Dies wirkt sich vor allem auf die Informationen werden dabei nacheinander (seriell)
Vernetzung aus, die an Komplexität weiter zuge- versendet bzw. empfangen. Der Austausch erfolgt
nommen hat. Neben den bekannten CAN- und bidirektional, d. h. jedes Steuergerät arbeitet
ASIC-Datenbus-Systemen kommt nun vermehrt der sowohl als Sender als auch als Empfänger.
LIN-Datenbus zum Einsatz. Im neuen Actros sind es
Die direkte Verbindung des Telematik-CAN (CAN 9)
allein 11 LIN-Datenbusse, die verschiedene Steuer-
zur Diagnosesteckdose gibt es beim neuen Actros
geräte, Schalter oder andere elektronische Kompo-
nicht mehr.
nenten miteinander verbinden. Die Anzahl der CAN-
Datenbusse ist dagegen nur geringfügig gestiegen.

CAN-Bus Übertragungsrate
[kBaud]

Exterieur-CAN (CAN 1) 500

Innenraum-CAN (CAN 2) 500

Rahmen-CAN (CAN 3) 500

Antriebs-CAN (CAN 4) 667

Klimatisierungs-CAN (CAN 5) 500

Bremsen-CAN Vorderachse (CAN 6a) 500

Bremsen-CAN Hinterachse (CAN 6b) 500

Bremsen-CAN Redundanz (CAN 6c) 500

Bremsen-CAN ESP® (CAN 6d) 500

Anhänger-CAN (PSM) (CAN 7) 125

Aufbau-CAN (PSM) (CAN 8) 125

Telematik-CAN (CAN 9) 250

Diagnose-CAN (CAN 10) 500

Anhänger-CAN (EBS) (CAN 11) 125

Radar-CAN (CAN 12) 500

NOx-CAN (CAN 13) 250

102 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Gesamtvernetzung

Vernetzung
Batteriesensor (IBS)

Der Batteriesensor (IBS) (G1a) ist in der Anschluss-


klemme des Minuspols im Batteriekabel integriert.
Über den Batteriesensor (IBS) wird der Ladezustand
und die Startfähigkeit der Batterien ermittelt und
auf Anfrage über den Batteriesensor-LIN an das
Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul
Fahrerhaus (SCA) gesendet.
Voraussetzungen
• Das Elektronische Zündschloss (EIS) ist in
"Klemme 15 EIN" geschaltet.
• Die Batteriekapazität ist im Steuergerät Kombi- W54.10-1134-00

instrument (ICUC) und im Steuergerät Signaler-


fass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) G1 Batterie
G1a Batteriesensor (IBS)
korrekt parametriert.
• Der Batteriesensor (IBS) wurde nicht neu
angeklemmt.
Im Multifunktionsdisplay des Kombiinstruments
kann der Batteriezustand unter dem Menüpunkt
"Kontrollinfo" jederzeit abgerufen werden.
Zudem wird der Fahrer aktiv durch entsprechende
Meldungen im Multifunktionsdisplay informiert,
wenn der Batterieladezustand unter einen
bestimmten Wert sinkt.

i Hinweis
Im Multifunktionsdisplay des Kombiinstruments
wird erst nach etwa 20 Startvorgängen ein
korrekter Wert des Ladezustandes der Batterien
angezeigt.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 103


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Bordnetz
Vernetzung

Energieversorgung Der Sensor ist über Batteriesensor-LIN mit dem


Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul
Die Energieversorgung erfolgt serienmäßig über Fahrerhaus (SCA) verbunden. Dieses wertet die
zwei wartungsfreie12 V-Batterien mit jeweils Signale aus und ermittelt den minimal zum Starten
170 Ah und einem Gewicht von insgesamt ca. benötigten Batterieladezustand. Bevor der mini-
94 kg. Größere Batterien (2x12 V 220 Ah) sind male Batterieladezustand unterschritten wird,
unter Code (E1C) lieferbar und werden auch je nach schaltet das Steuergerät Signalerfass- und Ansteu-
Ausstattung erforderlich. Die verstärkte Variante ermodul Fahrerhaus (SCA) über den Fahrerhaus-
hat ein Gewicht von zusammen etwa 120 kg. CAN das Heizgebläse und das Radio ab. Zeigt diese
Maßnahme keine ausreichende Wirkung (der Batte-
Das serienmäßige Batterie- und Energiemanage-
rieladezustand wird noch niedriger), erfolgen zwei
ment überwacht laufend den Zustand der Batterie
Warnungen im Multifunktionsdisplay. Bei der ersten
und schaltet aktiv Komfortverbraucher ab, bevor
Warnstufe wird der Fahrer aufgefordert, weitere
der Batterieladezustand unter den zum Starten des
Verbraucher abzuschalten. Es erfolgt ein kurzer
Motors nötigen Wert fällt.
Warnton und eine optische Warnung im Multifunkti-
onsdisplay. Bei der zweiten Warnstufe ertönen 3
kurze Warntöne und der Fahrer wird aufgefordert,
den Motor zu starten.
Die Grenzen der Verbraucherabschaltung sind para-
metrierbar. Der Ladezustand der Batterie kann im
Kontrollinfo-Menü des Multifunktionsdisplays ange-
zeigt werden.

Generator
Wahlweise werden Generatoren von der Firma
Delco Remy (nur die 100 A Variante) oder von
Bosch verwendet. Zum Einsatz kommen insgesamt
drei Ausführungen:

Hersteller Typ Code Nennspannung (V) Nennstrom (A) bei Generatordrehzahl

1800 1/min 6000 1/min

Delco Remy 28SI 28 41 100


E1N
Bosch HD10 28 42 100

Bosch HD10P E1M 28 30 150

104 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Bordnetz

Vernetzung
Steckdosen
Die Anschlussmöglichkeiten für zusätzliche
Verbraucher wurden gegenüber dem Vorgängertyp
erweitert. Im neuen Actros sind bis zu 5 Steckdosen
im Fahrerhaus erhältlich.
• Zigarettenanzünder 24 V/4 A, Brüstung, Serie
(Y1Z)
• Steckdose 24 V/15 A, max. 600 W, Brüstung,
Serie (E3F/E3I)
• Steckdose 24 V/15 A, Beifahrerfußraum, Serie W54.10-1142-00
(E3L) Power-Steckdose 24 V/25 A (E3R)
• Zusatzsteckdose 12 V/15 A, Beifahrerfußraum,
1 PowerPort
SA (E3E)
2 PowerClip
• Zusatzsteckdose 24 V/15 A, Beifahrerfußraum,
SA (E3Q) Die Power-Steckdose ist anstelle der Seriensteckdose
• Power-Steckdose 24 V/25 A, max. 600 W, (E3L) als SA erhältlich. Die Steckdose ist zur sicheren
Beifahrerfußraum, SA (E3R) Kontaktierung mit dem MagCodePowerSystem ausge-
• Steckdose 24 V/15 A, in Seitenwandablage stattet. Dabei wird über Magnete der Kontakt
rechts, SA (E3S) geschlossen, andere metallische Gegenstände
• Steckdose 24 V/15 A, hinter Sitz, SA (E3M) können aber keinen Schaltvorgang auslösen. Somit ist
dieses System extrem kurzschlusssicher. Der entspre-
chende Gegenstecker wird mitgeliefert, sodass eigene
Geräte vom Kunden damit versehen werden können.

W54.10-1143-00

Kaffeeautomat mit Power-Steckdose

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 105


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Außenbeleuchtung
Beleuchtung

Scheinwerfer

W82.10-1107-00 W82.10-1108-00

Halogen-Scheinwerfer (Serie) Bi-Xenon-Scheinwerfer (L1A)

Folgende Beleuchtungseinrichtungen gehören im Als Sonderausstattung lieferbar:


neuen Actros zum Serienumfang:
• Code (L1A) Bi-Xenon-Scheinwerfer
• Stand-, Abblend- und Fernlicht mit der Zusatz- • Code (L1B) Tagfahrlicht
funktion "Umfeldbeleuchtung” • Code (L1H) Nebelscheinwerfer, Halogen
• Fahrtrichtungsanzeiger und Warnblinkanlage • Code (L1I) Nebelscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht
mit der Zusatzfunktion "Tipp-Blinken" • Code (L1N) Nebelscheinwerfer, LED-
• Nebelscheinwerfer Tagfahrlicht, Abbiegelicht
• Nebelschluss-, Rückfahr- und Bremslicht • Code (L3A) Arbeitsscheinwerfer unten
• LED-Umrissleuchten • Code (L3C) Arbeitsscheinwerfer Fahrerhaus-
• LED-Seitenmarkierungsleuchten rückwand oben
• Code (F0T) Mercedes-Stern beleuchtet

106 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Außenbeleuchtung

Beleuchtung
Halogen-Scheinwerfer Bi-Xenon-Scheinwerfer (L1A)

Der neue Actros ist serienmäßig mit Halogen- Als SA ist eine Bi-Xenon-Variante für alle Fahrzeuge
Scheinwerfern ausgestattet. mit Hinterachsluftfederung erhältlich.
Die Halogen-Scheinwerfer sind in 4-Reflektor- Im Zusammenhang mit den Bi-Xenon-Scheinwer-
technik ausgeführt und beinhalten die Funktionen fern ist immer eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage
Fernlicht, Abblendlicht, Tagfahrlicht und Blink- (L3Z) erforderlich.
leuchte mit jeweils eigenen Freiflächenreflektoren,
das Standlicht ist im Abblendlicht integriert. Bei
Wahl der SA LED-Tagfahrlicht entfällt das im Nebelscheinwerfer, Halogen (L1H, Serie bei
Halogen-Scheinwerfer integrierte Tagfahrlicht. Fahrerhaus Gigadach (F1J))
Das Tagfahrlicht (L1B) ist auf Wunsch bzw. bei
Die Nebelscheinwerfer sind unter den Hauptschein-
Ländern mit entsprechender Gesetzgebung serien-
werfern angeordnet. Die Abdeckscheibe ist aus
mäßig im Halogen-Scheinwerfer integriert (ab
gehärtetem Pressglas und mit dem Gehäuse
August 2012 besteht für alle neuen Nutzfahrzeug-
verklebt. Das eingesetzte Leuchtmittel (H11) garan-
typen eine Tagfahrlicht-Pflicht gemäß ECE-R 48).
tiert eine optimal ausgerichtete Glühwendel im
Die zusätzlich verbaute H21 W-Glühlampe leuchtet,
Brennpunkt des Reflektors.
sobald der Motor gestartet wird, allerdings nicht bei
eingeschaltetem Abblendlicht. Als Beitrag zur Erhö-
hung der Lebensdauer dieses Leuchtmittels redu-
ziert das Steuergerät Signalerfass- und Ansteuer- Nebelscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht,
modul Fahrerhaus (SCA) die Versorgungsspannung Abbiegelicht (L1N)
mittels Pulsweitenmodulation (PWM) auf 23,8 V.
Durch eine spezielle Auslegung des Reflektors wird
Mit gleicher Elektronik werden auftretende Span- gewährleistet, dass neben Nebellicht (beide
nungsspitzen gefiltert und die Lebensdauer der Leuchten eingeschaltet) auch die Abbiegelicht-
Leuchtmittel (H7 für Abblendlicht, H1 für Fernlicht, Anforderungen (linke oder rechte Leuchte einge-
PY21 W für Fahrtrichtungsanzeiger) erhöht. schaltet) erfüllt werden können. Die Steuerung des
Statt der bisher verwendeten Pressglasscheibe Abbiegelichts erfolgt über das Steuergerät Signaler-
wird bei den Halogen-Scheinwerfern eine Kunst- fass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA).
stoffscheibe eingesetzt. Diese ist mit einem Lack-
system beschichtet, das einerseits eine hohe UV-
Beständigkeit und andererseits die Kratzfestigkeit
sicherstellt. Die Vorteile der Kunststoffscheibe
liegen in der Unempfindlichkeit gegen Steinschlag
und in der geringeren Masse im Vergleich zu Glas.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 107


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Außenbeleuchtung
Beleuchtung

Nebelscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht (L1I)

Das Tagfahrlicht wird mit 5 LED realisiert. Die Trei-


berelektronik, welche eine Konstantstromquelle,
Verpolschutz, Überspannungsschutz und eine EMV-
Beschaltung beinhaltet, ist jeweils in den Leuchten
integriert. Die Konstantstromquelle ermöglicht
einen gleichbleibenden Lichtstrom bei Spannungs-
schwankungen. Zur Kühlung der LED wird ein nach
außen geführter Kühlkörper aus Aluminium einge-
setzt. Diese spezielle Kühlung ist erforderlich, um
den Temperaturhaushalt zu steuern und somit die
geforderte Lebensdauer von ca. 30.000 h zu errei-
chen. Wenn das LED-Tagfahrlicht verbaut wird, W82.10-1109-00

entfällt die Tagfahrlichtfunktion im Halogenschein- Nebelscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht


werfer.

108 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Außenbeleuchtung

Beleuchtung
Funktion

Die Beleuchtungseinrichtungen der Außenbeleuch- Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul


tung werden über das Steuergerät Signalerfass- Rahmen (SCH)
und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) und das
Das Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul
Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul
Rahmen (SCH) übernimmt die Ansteuerung und
Rahmen (SCH) angesteuert und überwacht.
Überwachung der Beleuchtungseinrichtungen im
Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul hinteren Fahrzeugbereich. Dazu gehören:
Fahrerhaus (SCA)
• Leuchteinheit hinten links
Das Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul • Leuchteinheit hinten rechts
Fahrerhaus (SCA) übernimmt die Schaltungslogik • Seitenmarkierungsleuchte 1 links
für die Beleuchtungseinrichtungen im vorderen • Seitenmarkierungsleuchte 1 rechts
Fahrzeugbereich, steuert und überwacht die Anhän-
Notlaufkonzept
gerbeleuchtung und erzeugt die Blinkfrequenz der
Blinkanlage. Versorgung mit Klemme 30

Folgende Beleuchtungseinrichtungen sind am Steu- Das Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul


ergerät Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrer- Rahmen (SCH) verfügt über 2 Spannungsversor-
haus (SCA) angeschlossen: gungsleitungen. Fällt eine dieser Leitungen aus,
bleibt ein Teil der Beleuchtungseinrichtungen noch
• Blinkleuchte links und Seitenmarkierungs-
funktionsfähig.
leuchte
• Blinkleuchte rechts und Seitenmarkierungs- Versorgung mit Klemme 31
leuchte Es erfolgt keine redundante Versorgung mit
• Scheinwerfer links Klemme 31. Die Klemme 31-Versorgungsleitung
• Scheinwerfer rechts wird aber überwacht und eine Unterbrechung
• Umrissleuchte vorne links erkannt.
• Umrissleuchte vorne rechts
• Nebelscheinwerfer und Tagfahrleuchte links CAN-Redundanz
• Nebelscheinwerfer und Tagfahrleuchte rechts Als CAN-Redundanz zwischen dem Steuergerät
Bei Fahrzeugen mit Mercedes-Stern beleuchtet Signalerfass-und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA)
(F0T) wird zusätzlich die Beleuchtung des und dem Steuergerät Signalerfass- und Ansteuer-
Mercedes-Sterns und bei Fahrzeugen mit Arbeits- modul Rahmen (SCH) dient der Redundanz-LIN
scheinwerfer unten (L3A) oder Arbeitsscheinwerfer SCA/SCH.
Fahrerhausrückwand oben (L3C) der schwenkbare
Arbeitsscheinwerfer angesteuert und überwacht.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 109


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Außenbeleuchtung
Beleuchtung

Rückleuchten

Die 6-Kammer-Rückleuchten wurden neu gestaltet.


Sie sind als SA (L1P) auch in LED-Ausführung erhält-
lich.
Statt der üblichen Glühlampen enthalten die Rück-
leuchten für die Darstellung der Funktionen Blinker,
Bremsleuchte, Begrenzungslicht und Rücklicht
stromsparende und langlebige LED. Neben der
Langlebigkeit ergibt sich durch den Einsatz von LED
auch noch ein Sicherheitsvorteil durch das schnel-
lere Ansprechen der Bremsleuchte.
Die Funktionen Nebelschlussleuchte und Rückfahr- W82.10-1110-00
1 Rückleuchte rechts
scheinwerfer werden jeweils über eine 21 W-, die
2 Rückfahrwarner
Kennzeichenleuchte über eine 10 W-Glühlampe
realisiert.
Rückfahrwarner Seitenmarkierungsleuchte
Ein in die Rückleuchten integrierter akustischer Zur serienmäßigen Ausstattung gehören LED-
Rückfahrwarner ist für alle erhältlichen Rück- Seitenmarkierungsleuchten. Ihre Anzahl variiert je
leuchten und in zwei Varianten erhältlich. nach Länge des Fahrzeugs.
Die Standardausführung (E6Z) ist über einen
Schalter in der Instrumententafel abschaltbar.
Besonders für die in Österreich herrschende Umfeldbeleuchtung
Gesetzgebung ist der Rückfahrwarner kombiniert (Follow-Me-Home-Beleuchtung)
mit Warnblinkanlage (E6Y). Im ausgeschalteten
Zustand blinkt hier nur die Warnblinkanlage bei Zum Grundumfang aller Fahrzeuge gehört eine
eingelegtem Rückwärtsgang. Umfeldbeleuchtung. Nach Öffnen bzw. Versperren
der Türen leuchten dabei die Schweinwerfer und die
Beide Ausführungen können durch innerhalb von 7
Innenbeleuchtung für eine bestimmte Zeit nach. Die
Sekunden zweimal eingelegten Rückwärtsgang von
gewünschte Zeitdauer kann in 15 s Schritten im
etwa 73 dB (A) auf ca. 55 dB (A) herunterreduziert
Kombiinstrument eingestellt werden. Aktiviert wird
werden.
die Funktion durch Entriegeln des Fahrzeugs (z. B.
durch die Funkfernbedienung) oder durch Öffnen
der Türen. In Verbindung mit dem Regen- und Licht-
Umrissleuchte
sensor (F8X) (RLS) schaltet sich das Licht nur ein,
wenn der RLS „Dunkelheit“ erkennt.
Die serienmäßig eingebaute LED-Umrissleuchte
beinhaltet 4 LED. Der Lichtstrom bleibt bei Span- Die für diese Funktion im Kombiinstrument
nungsschwankungen durch Einsatz einer Stromre- auswählbaren Beleuchtungseinheiten sind:
gelung konstant. Die Leuchtengeometrie wurde so • Markierungsleuchten
ausgelegt, dass sie für 4 unterschiedliche Dachvari- • Nebelleuchten
anten und 2 Sonnenblendenvarianten verbaut • Abblendlicht
werden kann. • Tagfahrlicht

110 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Innenbeleuchtung

Beleuchtung
Die Innenbeleuchtung umfasst: Umfang Ambientebeleuchtung (D5B):
• Leseleuchte Fahrer/Beifahrer • Sternenhimmel (6 LED)
• Leseleuchte Liege • Ablage über Frontscheibe (4 LED)
• Innenraumleuchten • Fußraumverkleidung/Beifahrerfußraum (2 LED)
• Nachtbeleuchtung (grün) als blendfreie Orientie- • Lenksäulenverkleidung (2 LED)
rungsbeleuchtung während der Fahrt
• Ambientebeleuchtung (blau) als Innenbe-
leuchtung bei abgestelltem Fahrzeug
Die Lichtfunktionen werden durch Betätigung
folgender Schalter aktiviert/deaktiviert:
• Schalterfeld über der Frontscheibe
• Schalterfeld Beifahrertür
• Schalterfeld Liege
Über den Schalter Innenbeleuchtung im Schalter-
feld Liege kann die Innenbeleuchtung global ausge-
schaltet werden.

W82.20-1044-00
Ambientebeleuchtung (dargestellt Sternenhimmel und Ablage über Frontscheibe)

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 111


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Active Brake Assist 2
Sicherheit

Der Active Brake Assist 2 (ABA) (S1C) überwacht Der ABA kann jederzeit manuell abgeschaltet
die Verkehrslage vor dem Fahrzeug, indem fahr- werden. Der Status “ABA ausgeschaltet” wird durch
zeugeigene Daten herangezogen und Abstände zum eine Kontrollleuchte im Kombiinstrument ange-
vorausfahrenden Fahrzeug und deren Geschwindig- zeigt. Die optische Warnung im Kombiinstrument
keit ermittelt werden. Dabei können nur Fahrzeuge bleibt auch im ausgeschalteten Zustand aktiv. Beim
auf der eigenen Fahrspur berücksichtigt werden Auslösen der Notbremsung wird auch gleichzeitig
oder stehende Objekte gerade voraus, nicht aber der Warnblinker mit erhöhter Blinkfrequenz ange-
entgegenkommende Fahrzeuge. Erkennt das steuert, um die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer
System die Gefahr eines Auffahrunfalls, wird der auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Nach der
Fahrer über ein dreistufiges Warnsystem auf die Notbremsung wird die Blinkfrequenz wieder auf das
Gefahr hingewiesen. normale Maß abgesenkt.
1. Warnphase
Optische (rote) Warnung im Kombiinstrument und
i Hinweis
akustische Warnung durch einen intermittierenden
Warnton, Radio wird stumm geschaltet. Auf stehende Hindernisse wird nur die 1. und 2.
Warnstufe, jedoch keine Notbremsung ausgelöst.
2. Warnphase
Zusätzlich zur optischen und akustischen Warnung
Einsteuerung eines leichten Bremseingriffs (Verzö-
gerung ca. 3 m/s2)
3. Warnphase
Notbremsung wird automatisch ausgelöst (nur bei
i Hinweis
noch fahrenden Hindernissen)
Die Notbremsung erfolgt immer mit dem vollen
Bis zum Einsetzen der eigentlichen Notbremsung
Bremsdruck und passt sich nicht automatisch den
kann die Notbremsung durch einen Fahrereingriff
Witterungs- und Straßenverhältnissen an.
wie folgt abgebrochen werden:
Nach der Notbremsung wird das Fahrzeug
• Betätigen des Multifunktionshebels rechts
maximal 5 s automatisch von der Bremse
• Betätigen des Bremspedals
gehalten.
• Betätigen des Fahrpedals
• Betätigen des Lenkrads
• Betätigen der Taste Active Brake Assist
Eine ausgelöste Notbremsung kann nur noch durch
Betätigen der Taste Active Brake Assist oder Kick-
down des Fahrpedals aufgehoben werden.

W54.25-1192-00

Taste ABA OFF

112 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Active Brake Assist 2

Sicherheit
Für die Funktion von ABA und Abstandshalte-Assis- Die Selbstjustierung findet auch während der Fahrt
tent ist im Stoßfänger vorn ein Frontradarsensor (Fahrzeuggeschwindigkeit v > 30 km/h) statt. Kann
eingebaut. Im neuen Actros wird ein Sensor der 3. sich der Sensor nicht in den erforderlichen Tole-
Generation vom Hersteller Continental verwendet. ranzen einstellen, wird eine Fehlermeldung im
Bei kleinerer Gehäusegröße im Vergleich zum Multifunktionsdisplay angezeigt.
Vorgängertyp weist dieser Frontradarsensor einen
Technische Daten:
erweiterten Sensorbereich auf. Zusätzlich ergeben
sich folgende Vorteile: Anschluss: 8-poliger Stecker (wasserdicht)

• Der Frontradarsensor ist selbstjustierend, Frequenzbereich: 76 bis 77 GHz


dadurch entfällt eine aufwändige Justierung im Nachbereich: 56°, Reichweite 0,25 bis 50 m
Werk
• ABA und ebenso Abstandshalte-Assistent sind Fernbereich: 18°, Reichweite 0 bis 200 m
zukünftig auch bei stahlgefederten Fahrzeugen
möglich
• Besserer Nahbereichsscan
• Leistungsfähigere Elektronik, dadurch ist das
System in der Lage, auch stehende Hindernisse
zu erkennen

W54.32-1027-00

Warnanzeige im Multifunktionsdisplay

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 113


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Stabilitätsregel-Assistent
Sicherheit

Das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® wird In einer kritischen Fahrsituation führen folgende
als Stabilitätsregel-Assistent (S1D) angeboten. Es automatische Regeleingriffe zur Stabilisierung des
verringert in kritischen Fahrsituationen, z. B. bei Fahrzeugs:
plötzlichen Ausweichmanövern oder erhöhter
• Verringerung des Motormoments
Kurvengeschwindigkeit, ein Schleudern, Einknicken
• gezieltes Abbremsen einzelner Räder am
oder Kippen des Fahrzeugs.
Zugfahrzeug
Dies ist unabhängig vom Beladungszustand oder • gezieltes Ansteuern der Auflieger-/Anhänger-
der Fahrbahnbeschaffenheit. Ab Erstzulassung bremsanlage
11/2011 wird in den ECE-Ländern (ECE=Economic • Einbremsen des gesamten Zuges
Commission for Europe) die serienmäßige Ver-
Der Stabilitätsregel-Assistent ist nur bei fahrendem
bauung des Elektronischen Stabilitäts-Programms
Fahrzeug und einer Fahrzeuggeschwindigkeit von
ESP® gefordert.
v > 10 km/h aktiv. Im Rückwärtsgang ist er ohne
Der Stabilitätsregel-Assistent ist künftig für alle 2- Funktion.
und 3-achsigen Fahrzeuge (außer Allrad) verfügbar.
Für Fahrzeuge, die durch nachträgliche Umbauten
oder Zulassung in einem Nicht-ECE-Land keine
Stabilitätsregelung benötigen, kann diese mit Code
(S9Z) entfallen.
Im Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-
Programm ESP® befindet sich ein Querbeschleuni-
gungs- sowie ein Gierratensensor. Zusätzlich wird
über einen Lenkradwinkelsensor die Fahrtrich-
tungsvorgabe des Fahrers abgefragt. Zusammen
mit den Signalen aus den Raddrehzahlsensoren
kann das Steuergerät Abweichungen des Fahrzeugs
von der Vorgabe erkennen.

W42.45-1038-00

A25a Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm


ESP®

114 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Spurhalte-Assistent

Sicherheit
Allgemein Durch die folgenden Optimierungen am Spurhalte-
Assistent wird eine erhebliche Steigerung der
Der Spurhalte-Assistent (S1H) ist für alle Fahrzeuge Akzeptanz bei den Fahrern erwartet:
als Sonderausstattung erhältlich und soll auch zur
• Eine verbesserte Kamera und der überarbeitete
Pflicht bei Neufahrzeugen werden. Der Gesetzge-
Algorithmus erzeugen wesentlich weniger
bung zufolge müssen vom November 2013 an alle
Falschmeldungen
neuen Fahrzeugmodelle (Pkw und Nutzfahrzeuge),
• Durch Trennung von Kamera und Elektronik
die in der Europäischen Union zugelassen werden,
konnte das Gehäuse der Kamera, in dem auch
mit dem aktiven Sicherheitssystem ausgerüstet
der Regen- und Lichtsensor untergebracht ist,
werden. Vom November 2015 an gilt dies für alle
wesentlich verkleinert werden und schränkt
Neufahrzeuge.
somit die Sicht nach vorne weniger ein
• Die Systemanzeige im linken unteren Bereich
des Multifunktionsdisplays erfolgt permanent.
Funktion Bei der Anzeige wird zwischen durchgezogenen
und gestrichelten Linien unterschieden
Eine Digitalkamera hinter der Frontscheibe erfasst
• Das System verfügt über eine Erkennung
ab einer Geschwindigkeit von etwa 60 km/h die
mehrdeutiger Fahrbahnmarkierungen („Baustel-
Fahrzeugposition im Verhältnis zur linken und
lenerkennung“) und geht dann in einen passiven
rechten Fahrbahnmarkierung. Ein leistungsstarker
Modus. Gleiches gilt auch für enge Kurven-
Mikrocomputer wertet die erfassten Bilder perma-
fahrten und schmale Fahrstreifen
nent aus. Beim Überfahren einer Fahrbahnmarkie-
• Die Lautstärke des Radios wird während der
rung ertönt für etwa 1,5 bis 4 Sekunden ein Warnsi-
Warntonausgabe reduziert, aber nicht wie bisher
gnal (Nagelbandrattern) aus dem entsprechenden
komplett stumm geschaltet
linken oder rechten Türlautsprecher.
Gleichzeitig wird die Überschreitung auch im
Kombiinstrument angezeigt. Die optische Anzeige
erfolgt auch, wenn akustische Warnungen aufgrund
von Fahreraktivitäten unterdrückt werden, jedoch
nicht im passiven Modus.
Der Spurhalte-Assistent ist ein reines Hilfssystem
und greift nicht aktiv ins Fahrgeschehen ein.
Betätigt der Fahrer Fahrpedal, Blinker oder Bremse,
wird das Warnsignal unterdrückt. Wie beim Vorgän-
gertyp kann der Spurhalte-Assistent über einen
Taster in der Instrumententafel ausgeschaltet
werden. Der Status “deaktiviert” wird durch die LED
im Taster angezeigt.

W54.32-1022-00

Anzeige Spurhalte-Assistent Warnung links

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 115


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Wankregel-Assistent
Sicherheit

Der Wankregel-Assistent (S1F) dient dazu, die Fahr-


werksdämpfung gezielt der jeweiligen Fahrsituation
anzupassen und ist nur für luftgefederte Fahrzeuge
verfügbar, da die Funktionalität im Steuergerät
Niveauregelung (CLCS) hinterlegt ist. Wird eine
Wankregelung gewünscht, wird immer die Vollver-
sion des Steuergerätes Niveauregelung (CLCS)
verbaut.
Bei allen luftgefederten Sattelzugfahrzeugen kann
die serienmäßige Niveauregelung (CLCS) zum
Wankregel-Assistent erweitert werden. Die Funkti-
onen des Wankregel-Assistent werden über Para-
meter pro Achse freigeschaltet. Bis zu vier Achsen
können angesteuert werden.
Die Steuerungslogik erfasst gemessene Sensorsig-
nale, z. B. Fahrgeschwindigkeit, Lenkradwinkel,
Bremsdruck und Federwege und erkennt daraus
den aktuellen Beladungszustand sowie die aktuelle
Fahrsituation. Aufgrund dieser Informationen
schaltet sie die Stoßdämpfer zwischen harten, fahr-
sicheren Kennlinien und weichen, komfortablen
Kennlinien um.
Pro Achse sind immer zwei mit je einem elektrisch
angesteuerten Proportional-Dämpfungsventil
versehene Stoßdämpfer eingebaut. Diese werden
W32.34-1025-00
achsweise stufenlos angesteuert. An Teilluftfahr-
zeugen sind auch an der stahlgefederten Vorder- Wankregelung Dämpfer
achse Stoßdämpfer mit Wankregelung verbaut. 1 Kolbenstange
2 Dichtungs- und Führungseinheit
3 Arbeitszylinder
4 Ausgleichsraum zur Aufnahme des verdrängten Öls
5 Arbeitskolben und Kolbenventil mit wahlweise linearer
oder degressiver Kennliniengestaltung
6 Bodenventil mit speziellen Bohrungen, Federn und
Ventilen zur exakten Einstellung der Dämpfkraft
7 Außenliegendes Proportionalventil

116 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Reifendruckkontrolle

Sicherheit
Für alle Baumuster ist eine in wesentlichen Punkten Die Radsensoren sind innerhalb jedes einzelnen
verbesserte Reifendruckkontrolle (S1Y) lieferbar. Reifens montiert und wird mit dem mit einem Farb-
Das System unterstützt den Fahrer durch die ring gekennzeichneten Ventil an der Felge
Anzeige des Reifenluftdrucks im Multifunktionsdis- verschraubt.
play. Ein korrekter Reifenluftdruck steigert die
Die Lebensdauer der Batterie ist auf etwa 5 Jahre
Lebensdauer der Reifen und senkt den Kraftstoff-
ausgelegt. Im Menü der Reifendruckkontrolle wird
verbrauch.
der aktuelle Ladezustand der Batterie jedes
Bisher war die drahtlose Reifendruckkontrolle nur einzelnen Radsensors angezeigt. Etwa 6 Monate,
in Verbindung mit der Super-Single-Bereifung bevor die Batterie leer ist, wird der Fahrer zusätzlich
erhältlich. Die neue Reifendruckkontrolle ist über das Kombiinstrument informiert, beim
dagegen für nahezu alle Reifengrößen und -typen nächsten Reifenwechsel auch die Radsensoren zu
und für Fahrzeuge mit bis zu 4 Achsen verfügbar. wechseln. Da der Sensor aus Festigkeitsgründen
Des Weiteren ist kein manuelles Einlernen der ausgegossen ist, wird immer der komplette
Radsensoren zu ihrer Position am Fahrzeug erfor- Radsensor ausgetauscht.
derlich. Die automatische Positionserkennung
Der Solldruck wird im Werk anhand von Reifen-
basiert auf der Auswertung der Stärke der
größe, -typ und -hersteller eingestellt und ist bei
Empfangspegel und der Drehrichtungserkennung.
20 °C angegeben und kann auch im Kombiinstru-
Anhand dieser Kenngrößen können die Signale der ment ausgelesen werden. Bei einer Umstellung auf
Radsensoren der Position am Fahrzeug zugeordnet eine andere Reifengröße muss auch der Solldruck
werden. Dies erfolgt aufgrund der Drehrichtungser- mit Star Diagnosis umparametriert werden.
kennung erst ab einer Geschwindigkeit von v > 7
Abweichungen des Reifenluftdrucks vom Solldruck
km/h.
werden von der Reifendruckkontrolle erkannt. Bei
In den Felgen befindet sich je ein Radsensor, der die Erreichen der festgelegten Grenzwerte erfolgt eine
Reifentemperatur und den Reifenluftdruck erfasst. Warnung über das Multifunktionsdisplay. Da sich
Die Energieversorgung erfolgt durch eine Lithium- der Reifenluftdruck temperaturabhängig verändert,
Batterie. Die integrierten Hochfrequenz-Sender werden von der Reifendruckkontrolle automatisch
senden mit einer Frequenz von 433 MHz ein Funk- Korrekturen der Warnschwellen bei höheren
Datentelegramm an die Antennen, die es wiederum Temperaturen vorgenommen.
über den systemeigenen CAN-Bus an das Steuer-
gerät Reifendruckkontrolle (TPM) im Fahrerhaus
weiterleitet. Das Funk-Datentelegramm enthält
u. a. folgende Informationen:
• ID der Radsensoren
• aktueller Reifenluftdruck in bar
• aktuelle Reifenlufttemperatur
• Ladezustand der Lithium-Batterie

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 117


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Reifendruckkontrolle
Sicherheit

Die Radsensoren werden mit dem Befüllventil an


der Radschulter verschraubt und sind mit einem
farblichen Ring am Befüllventil gekennzeichnet.

W40.15-1039-00
1 Radsensor

W40.15-1028-00

Reifendruckkontrolle, Anordnung der Bauteile


1 Radsensoren

A35 Steuergerät Reifendruckkontrolle (TPM)


W3 Antenne 1. Vorderachse
W6 Antenne 1. angetriebene Hinterachse links
W7 Antenne 1. angetriebene Hinterachse rechts
W8 Antenne 2. angetriebene Hinterachse/Nach-
laufachse links
W9 Antenne 2. angetriebene Hinterachse/Nach-
laufachse rechts

118 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Reifendruckkontrolle

Sicherheit
Anzeigen im Multifunktionsdisplay

1 Menüauswahl Reifen
2 Anzeige Reifendruck Vorderachse
3 Anzeige Reifendruck Hinterachse

W40.15-1036-00

4 Menüauswahl Achse 1
5 Anzeige Reifendruck
6 Anzeige Reifentemperatur
7 Ladezustand Batterie

W40.15-1037-00

8 Menüauswahl Achse 2
9 Anzeige Reifendruck
10 Anzeige Reifentemperatur
11 Ladezustand Batterie

W40.15-1038-00

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 119


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Abstandshalte-Assistent
Fahrassistenz

Der Abstandsregel-Tempomat (ART) wird als Der gewünschte Abstand zum vorausfahrenden
Abstandshalte-Assistent (S1I) für alle Fahrzeuge in Fahrzeug kann in 5 (statt bisher 7) Schritten von
Verbindung mit Mercedes PowerShift 3 angeboten. mindestens 1,5 bis maximal 3,6 Sekunden einge-
Erstmals kann der Abstandshalte-Assistent beim stellt werden. Nach Zündung aus wird immer der
neuen Actros auch ohne Retarder verbaut werden. mittlere Wert voreingestellt, was einem Zeitabstand
von 2,2 Sekunden entspricht. Bei einer Geschwin-
Die wesentlichste Neuerung beim Abstandshalte-
digkeit von 80 km/h ergibt sich somit ein Abstand
Assistent ist allerdings die Regelung auch unter
zum vorausfahrenden Fahrzeug von etwa 49 m. Im
Geschwindigkeiten von 15 km/h.
Stand wird ein Mindestabstand von 4 m einge-
Der Abstandshalte-Assistent erfasst mit Hilfe des halten.
im Stoßfänger verbauten Frontradarsensors
Der Abstandshalte-Assistent ist nur in Betrieb,
vorausfahrende Fahrzeuge und hält automatisch
wenn der Fahrer auf seinem Platz sitzt. Dies wird
den eingestellten Abstand ein. Er bremst selbsttätig
von einem Sitzbelegungssensor ständig überprüft.
mit einer maximalen Verzögerung bis zum vollkom-
Aus diesem Grund ist der Abstandshalte-Assistent
menen Stillstand.
derzeit nur in Verbindung mit Fahrer-Schwingsitz
Der Abstandshalte-Assistent kann jedoch nur auf Komfort (D1C) oder Klima (D1D) erhältlich.
stehende Fahrzeuge regeln, die zuvor als fahrend
Die Fehlermeldungen des Abstandshalte-Assistent
erkannt wurden. Somit kann nicht auf stehende
werden durch eine gelbe Warnung im Kombiinstru-
Objekte, wie beispielsweise stehende Fahrzeuge
ment und einen Warnton ausgegeben, der nieder-
(Stauende) oder Hindernisse auf der Straße gere-
frequenter ist als die Meldungen des Active Brake
gelt werden.
Assist 2.
Aus Sicherheitsgründen erfolgt das Wiederanfahren
Durch die Betätigung der Tempomatfunktionen per
nach einer Standzeit von mehr als 2 Sekunden nicht
Lenkradtasten können sich unter Umständen Fehl-
automatisch, sondern muss vom Fahrer entweder
bedienungen ergeben, z. B. Drücken mehrerer
durch Betätigen des Fahrpedals oder durch
Tasten gleichzeitig. Eine Plausibilisierung im Steuer-
Drücken der Taste „RES“ an der Tastengruppe
gerät Fahrregelung (CPC) prüft, welche Bedienung
rechts am Multifunktionslenkrad quittiert werden.
sinnvoll ist. Dabei haben die „Off“-Taste und die
Bei der Regelung ist jedoch zu beachten, dass der „RES“-Taste aus Sicherheitsgründen immer Prio-
Bremseingriff des Systems aus Sicherheitsgründen rität.
bei Geschwindigkeiten zwischen 15 – 90 km/h auf
2 m/s2, unterhalb einer Fahrzeuggeschwindigkeit
von 15 km/h auf maximal 3 m/s2 begrenzt ist.
Erfordert die Verkehrssituation eine stärkere Verzö-
gerung, wird der Fahrer durch eine optisch-akusti-
sche Abstandswarnung darauf aufmerksam
gemacht, um bei Bedarf die Verzögerung durch
Betätigung des Bremspedals zu erhöhen. Ohne
vorausfahrendes Fahrzeug wird der Abstandshalte-
Assistent unter 5 km/h deaktiviert.

W30.30-1093-00
A15 Steuergerät Frontradarsensor (RDF)

120 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Sensierte Sattelkupplung

Fahrassistenz
Die JOST Sattelkupplungen JSK 37 und JSK 42
werden sowohl in Standard- wie in Compact-
Ausführung auch als sensierte Sattelkupplungen
angeboten und sorgen dank sensorgestützter Über-
wachung des Verschlusses und Fernanzeige des
Kupplungszustandes für mehr Komfort und erhöhte
Sicherheit beim Auf- und Absatteln bzw. auch
während der Fahrt.
Bei der sensierten Sattelkupplung entfällt nicht das
manuelle Öffnen der Sattelkupplung beim Absat-
teln, wohl aber die Sichtkontrolle an der Sattelkupp-
lung nach dem erfolgreichen Aufsatteln, da der
Kupplungszustand im Kombiinstrument angezeigt W31.10-1026-00
wird. 1 Sensor Verschlusszustand
2 Sensor Königszapfen
Die Überwachung der Sattelkupplung erfolgt durch 3 Sensor Aufliegerplatte
drei Sensoren:
• Der Sensor für den Verschlusszustand ist
redundant ausgelegt und umfasst 2
Reedschalter für die zuverlässige Sensierung
des Verschlusses
• Ein Induktivsensor kontrolliert die Position des
Königszapfens
• Ein dritter Sensor (ebenfalls induktiv) zeigt den
Kontakt zur Aufliegerplatte an und erleichtert
dadurch das Aufsatteln

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 121


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Regen- und Lichtsensor (RLS)
Fahrassistenz

Der Regen- und Lichtsensor (F8X) ist vorn mittig


unten an der Frontscheibe angeordnet.
Der Regen- und Lichtsensor erfasst die aktuelle
Umgebungslichtintensität und den Benetzungsgrad
der Frontscheibe. Daraus generiert er ein entspre-
chendes Signal, das zur Steuerung folgender Funk-
tionen benötigt wird:
• Außenbeleuchtung
• Innenbeleuchtung
• Intervallwischen der Wischeranlage

W54.21-1429-00
B81 Regen- und Lichtsensor

122 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Außenspiegel mit Rangierstellung

Fahrassistenz
Der Außenspiegel mit Rangierstellung auf der
Beifahrerseite (F6L) ist für alle Fahrzeuge lieferbar.
Zur Verbesserung der Sicht auf den
Auflieger/Anhänger vor allem beim Rückwärtsran-
gieren kann der Hauptspiegel auf der Beifahrerseite
durch Betätigung der Taste (1) optimal in die
Rangierpostition (ca. 10° nach außen) gestellt
werden.
Die gewünschte Rangierposition kann jeweils über
die Spiegelwippe noch justiert werden, da jede Sitz-
position ihre eigene Rangierstellung erforderlich
machen kann.
W88.79-1006-00
Die Funktion wird unter folgenden Bedingungen
Außenspiegel mit Rangierstellung
beendet:
• Nach Ablauf von 2 Minuten
• Durch erneute Betätigung der Taste (1)
• Bei Überschreiten einer Fahrzeuggeschwin-
digkeit von v > 10 km/h

W54.25-1193-00

Taste (1) Rangierstellung Außenspiegel

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 123


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Heizung und Klimatisierung
Komfort

Mit dem neuen Actros kommt ein luftseitig gere- Die Luftverteilung des Heizungs-, Lüftungs- und
geltes Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungs- Klimatisierungssystems beinhaltet:
system zum Einsatz.
• Einen Entfrostkanal, mit gleichmäßig entlang der
Die Temperaturmischung erfolgt nicht durch ein Frontscheibe angeordneten Ausströmöffnungen
Wasserregulierventil, sondern durch die Mischung • Vier horizontal und vertikal verstellbare und
von kalter und warmer Luft mit einer Mischluft- verschließbare Belüftungsdüsen in der Instru-
klappe. Dies bewirkt ein sofortiges Ansprechen und mententafel. Die rechte Fahrer-Belüftungsdüse
eine feine Regelbarkeit des Systems. mit Diffusfunktion.
• Gezielte Luftzufuhr der Seitenscheiben durch
Alle Komponenten sind, mit Ausnahme der manu-
Mehrbereichs-Belüftungsdüsen
ellen Heizung, über CAN-Bus miteinander vernetzt
• Beidseitig und neben der Lenksäule
und diagnosefähig.
angeordnete Belüftungsdüsen für den Fahrer-
Erstmals wird auch eine Belüftungsdüse eingesetzt, fußraum
die die Luft über eine Diffusfunktion indirekt und • Zwei Belüftungsdüsen für den Beifahrerfußraum
zugfrei im Fahrerhaus verteilt.

W83.30-1212-00

Luftverteilung

124 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Heizung und Klimatisierung

Komfort
Alle Luftklappen des Heizungs-, Lüftungs- und Die Klimaautomatik zeichnet sich durch folgende
Klimatisierungssystems werden elektromotorisch Merkmale aus:
betrieben. Die max. Heizleistung beträgt 12,0 kW,
• Alle Funktionen (Gebläse, Luftverteilung,
die max. Kälteleistung beträgt 9,0 kW.
Temperatur) werden vollautomatisch an die
Der Innenraumtemperatur-Sensor ist in der Ablage Umgebungsbedingungen angepasst
oberhalb der Frontscheibe angeordnet. • Zusätzlich zum Innenraumtemperatur-Sensor
verbessert ein Luftaustrittstemperatur-Sensor
Für das Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungs-
die Regelgüte des Klimagerätes
system stehen folgende Varianten zur Verfügung:
• Mit einem Sonnensensor wird die Intensität der
• Heizung mit manueller Temperatursteuerung Sonneneinstrahlung in die Regelung der Ausbla-
• Heizung mit automatischer Temperaturregelung stemperatur mit einbezogen
in Verbindung mit Warmwasser-Zusatzheizung • Der Luftqualitätssensor erkennt erhöhte CO-
(D6M/D6N) und NOx-Konzentrationen in der Außenluft und
• Klimaanlage mit automatischer Temperatur- schaltet automatisch auf Umluftbetrieb, bis die
regelung (D6F) Qualität der Außenluft wieder ausreichend ist
• Klimaautomatik mit vollautomatischer
Temperatur- und Luftverteilungsregelung, mit
Sonnensensor und Luftqualitätssensor zur
automatischen Frisch-/Umluftsteuerung (D6G)

Zuordnung der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungssystem zum Fahrerhaus

Manuelle Klimaanlage Klima- Stand-


Heizung automatik Klimaanlage

Code — D6F D6G D6H

Fahrerhausbreite 2,3 m Serie SA SA SA

Fahrerhausbreite 2,5 m SA Serie SA SA

Warmwasser- Warmwasser- Restwärme-


Zusatzheizung Zusatzheizung nutzung
Fahrerhaus Fahrerhaus
und Motor

Code D6M D6N D6I

Fahrerhausbreite 2,3 m SA SA SA

Fahrerhausbreite 2,5 m SA SA SA

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 125


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Heizung und Klimatisierung
Komfort

Klimabediengeräte

W83.40-1026-00

Klimaanlage mit automatischer Temperaturregelung (D6F)

W83.40-1028-00

Klimaautomatik mit vollautomatischer Temperatur- und Luftverteilungsregelung, mit Sonnensensor und Luftqua-
litätssensor zur automatischen Frisch-/Umluftsteuerung (D6G)

126 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Heizung und Klimatisierung

Komfort
Warmwasser-Zusatzheizung allgemein Standklimaanlage (D6H)
Die Warmwasser-Zusatzheizung (SA) ist schwin- Die Standklimaanlage (SA) wurde in Ihrer Bauform
gungsentkoppelt unter dem Fahrerhausboden auf maßgeblich verändert und ist im Wesentlichen in
der linken Seite eingebaut. Über das Bediengerät zwei Baugruppen aufgeteilt:
der Heizungs-/Klimaanlage oder der Taste Zusatz-
• Kältespeicher mit dem Magnetventil Standkli-
heizung im Bereich des unteren Betts kann die
maanlage und der Umwälzpumpe für Kältemittel
Warmwasser-Zusatzheizung bedient werden.
• Kühleinheit mit Steuergerät, Gebläse,
Wärmetauscher, Staubfilter und Luftkanälen
Warmwasser-Zusatzheizung, Fahrerhaus (D6M)
Der Kältespeicher ist unterhalb des Fahrerhauses
Die Warmwasser-Zusatzheizung ist ausschließlich
auf der linken Seite anstelle des Werkzeugkastens
zur Aufheizung des Heizkreislaufes für das Fahrer-
verbaut. Die Kühleinheit ist im Fahrerhaus an der
haus vorgesehen. Die Heizleistung beträgt max. 3,8
Rückwand befestigt.
kW.
Verbunden werden beide Baugruppen durch zwei
Warmwasser-Zusatzheizung, Fahrerhaus und flexible Leitungen, in denen als Kältemittel ein
Motor (D6N) Wasser-Glykolgemisch zirkuliert. Das Kältemittel
Die Warmwasser-Zusatzheizung dient zur Aufhei- entspricht dem Kühlmittel für die Motorkühlung.
zung des Heizkreislaufes für das Fahrerhaus und Der Kältespeicher kann während der Fahrt vom
den Motor. Die Heizleistung beträgt max. 9,1 kW. Kältemittelkompressor geladen werden.

Restwärmenutzung (D6I)
Die Restwärmepumpe ist schwingungsentkoppelt
unter dem Fahrerhausboden auf der Fahrerseite
angebaut. Bei Fahrzeugen mit Code (D6G) Klimaau-
tomatik oder Code (D6N) Warmwasser-Zusatzhei-
zung Fahrerhaus und Motor ist die Restwärme-
pumpe serienmäßig verbaut. Je nach Außentempe-
ratur und Kühlmitteltemperatur ist ein Betrieb der
Restwärmepumpe bis zu 2 Stunden möglich.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 127


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Heizung und Klimatisierung
Komfort

W83.30-1213-00

Standklimaanlage

1 Kältespeicher A14 Steuergerät Standklimaanlage (IAC)


2 Staubfilter
3 Gebläse
4 Vorratsbehälter
5 Wärmetauscher
6 Ausblasdüsen

Kältespeicher Standklimaanlage
1 Kältespeicher
10 Rückschlagventil
11 Serviceanschluss Befüllen/Entleeren
12 Expansionsventil Kältespeicher

A41b1 Temperatursensor Kältespeicher


Standklimaanlage
A41m1 Kühlmittelpumpe Kältespeicher
Standklimaanlage
A41y1 Magnetventil Kältespeicher
Standklimaanlage
W83.30-1214-00

128 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Telematik

Audio und Kommunikation


Neue Radiogeneration

Das Radio im neuen Actros ist Bestandteil des Eine besondere Neuheit stellt das Radio inklusive
Truck Control Center (TCC). Es ist ergonomisch Navigationssystem dar, das vollkommen in das TCC
optimal in die Brüstung integriert. Neben dem integriert ist. Die Navigationsinformationen werden
höheren Bedienkomfort ergibt sich dadurch vor sowohl auf dem 17,8 cm (7“) großen Farbdisplay als
allem auch ein Sicherheitsvorteil: Der Fahrer wird auch im Multifunktionsdisplay angezeigt.
durch die Bedienung des Radios nicht so sehr vom
Blick auf die Fahrbahn abgelenkt. Alle Radiogeräte
werden von Bosch geliefert und sind mit einer USB-
Schnittstelle ausgestattet (Serie bei den langen
Fahrerhäusern).

Radio, mit USB-Anschluss (J2E) CD-Radio (J2A)

• FM/AM-Singletuner mit RDS-EON und 2 x 6 Umfang wie J2E, zusätzlich:


Senderspeicherplätzen
• CD-Spieler (MP3- und WMA-fähig)
• Mini-USB-Anschluss vorne
• AUX-Anschluss, z. B. für MP3-Player auf Vorder-
und Rückseite
• Telefon-Stummschaltung
• Ausgangsleistung 2 x 20 W
• Einzeiliges Segment-Display

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 129


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Telematik
Audio und Kommunikation

CD-Radio, Bluetooth® (J2B) CD-Radio Bluetooth® Komfort (J2C)

Umfang wie J2A, zusätzlich: Funktionsumfang wie J2B, zusätzlich:


• 12,2 cm (5“) Monochrom-Display • Vorrüstung für Handyladeschale (1) mit exter-
• 2 x 10 Senderspeicherplätze nem Antennenanschluss
• Bluetooth®-Schnittstelle mit Freisprecheinrich-
tung, Audio streaming
• integriertes Freisprechmikrofon
• 12er-Tastatur zur Telefonbedienung
• Ausgangsleistung 4 x 20 Watt

Radio-/Navigationssystem Bluetooth®, Kom- Funktionsumfang wie J2C, davon abweichend:


fort

• Hochauflösendes 17,8 cm (7“) Farbdisplay


• Navigation: Vorinstallierte Navigationsdaten für
Europa inkl. Truck-Restriktionen
• Navigations-Anzeige im Kombiinstrument
• Zielspeicher/Adressbuch
• Dynamische Routenführung
• Optische und akustische Fahrempfehlungen
• Videoeingang zum Beispiel für Rückfahrkamera
• Video Funktionen für die Formate
mpeg1/mpeg2/divX/SVCD/DVD-Video
• Digitale Betriebsanleitung
• 8 GB Festspeicher

130 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Telematik

Audio und Kommunikation


Mini-USB-Anschluss Lautsprecher

Über den Mini-USB-Anschluss am Radio kann auch Die Soundausgabe erfolgt standardmäßig über zwei
der Akku eines weiteren Geräts aufgeladen werden, Breitbandlautsprecher in den Türen und einen
zum Beispiel MP3-Player. Die Bedienung der Radios Center-Lautsprecher (J2I) in der Ablage über der
ist auf unterschiedliche Weise möglich: Frontscheibe. Der Center-Lautsprecher ist als
Doppelspulenlautsprecher ausgelegt. Die erste
• Am Radiogerät selbst sind sämtliche Funktionen
Spule ist für die radioseitige Musik-, Ton- und
bedienbar, im Radio-Display wird der ange-
Sprachwiedergabe zuständig, die zweite wird als
wählte Sender bzw. CD als Klartext angezeigt
fahrzeugbezogene Informationsquelle verwendet
• Über den Taster "Radio" an der Fahrerhausrück-
und setzt, unabhängig ob das Radiogerät zuge-
wand können nur die Funktionen "Lautstärke
schaltet ist oder nicht, akustisch folgende Funkti-
+/-" und "Titel/Sender" bedient werden
onen um:
• Über den neuen Multifunktionsschlüssel können
die Funktionen "Ein-/Ausschalten", „Quelle“, • Warnsummer
"Lautstärke +/-", „Mute“ und "Titel/Sender" • Rückmeldung nach erfolgtem Gangwechsel
bedient werden • Blinkergeräusche
• Über die Lenkradtasten können je nach Radio-
Die Ansteuerung der zweiten Spule des Center-
gerät folgende Funktionen aktiviert werden:
Lautsprechers erfolgt über das Kombiinstrument
- Lautstärke +/-
(nicht bei J1A, da hier ein eigener Lautsprecher
- Senderwechsel/SCAN
enthalten ist), das die Eingangssignale aufnimmt
- Auswahl CD/Track/Musikbrowser
und die verschiedenen Sounds nach Prioritäten
- Telefonbedienung/Telefonbuch
geordnet generiert.
- Quellenwechsel
- Auswahl CD Track
Das Multifunktionsdisplay zeigt im Menüpunkt
"Audio" Klartexte über angewählten Sender bzw.
USB/CD-Aktivitäten. Bei Bedienung über Lenkrad-
tasten wird jede Veränderung zur besseren Naviga-
tion angezeigt.
Auf Wunsch kann das Radio dort, wo es Serie ist,
mit Code (J9Y) entfallen. Ist kein Radio ab Werk
verbaut, werden auch keine Lautsprecher und kein
Kabelsatz mitgeliefert. Die Antenne wird ohne
Verkabelung in den DIN-Schacht verlegt.
Bei Vorrüstung 12-V-Radio (J9F), nachträglicher
Einbau, werden das Anschlusskabel und die Anten-
nenleitung in den DIN-Schacht im TCC verlegt. Der
Code beinhaltet den Spannungswandler 24 V/12 V,
10 A (E3A), aber keine Verkabelung des Center-
Lautsprecher.

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 131


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Telematik
Audio und Kommunikation

Der Code (J2K) Lautsprecher, 2-Wege-System bein-


haltet:
• 2 Tieftöner in der Türe (160 mm Ø)
• 1 Center-Lautsprecher in der Ablage über der
Frontscheibe
• 2 Hochtöner in den A-Säulen.

Für ein noch besseres Klangerlebnis sorgt das


Sound-System( J2J). Hier sorgen 2 weitere Breit-
bandlautsprecher im Liegenbereich und ein aktiver
Subwoofer im Staukasten für optimale Klangvertei-
lung im Fahrerhaus.

Weitere als SA lieferbare Umfänge Kommunikation: Kommunikationsschnittstelle (COM) (E4A)


CB-Funk Die Kommunikationsschnittstelle ist die technische
Voraussetzung für den Anschluss und Betrieb eines
Code (J9A): Vorrüstung für nachträglichen Einbau
Bordrechners (z. B. FleetBoard®) über den CAN-
CB-Funk, inklusive Spannungswandler 24 V/12 V,
Datenbus des Fahrzeugs. Bei FleetBoard®-
10 A (E3A) und Antenne.
Umfängen (Code J3A, J3C, J3D, J3E, J3J, J9C, J3M)
Code (J2Z): Die CB-Mobilfunkanlage beinhaltet den erfolgt deshalb eine Seriensteuerung von (E4A).
12-V-Spannungswandler (18 A), ein Mikrofon und
Die Kommunikationsschnittstelle bzw. der dadurch
die CB-Funk-Antenne und stellt für alle Fahrzeuge
mögliche Anschluss eines Bordrechners ermöglicht
eine hochwertige Komplettlösung ab Werk dar.
den Zugriff des Dispositionsbüros auf Fahrzeug-
daten per Fernabfrage mit digitaler Datenübertra-
gung wie z. B. für die Tourenplanung, Transportka-
pazitäts-Planung, Wartungstermine usw.
Früher im Steuergerät Parametrierbares Sonder-
modul (PSM) integriert, ist die Kommunikations-
schnittstelle nun Bestandteil des Steuergerätes
Zentrales Gateway (CGW).

132 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Telematik

Audio und Kommunikation


Schnittstelle, FlottenManagementSystem, Der FMS-Standard 3.0 wird ab Oktober 2011
FMS 2.0 (E4B) verfügbar sein und enthält weitere Dateninhalte.
Der Code E4B beinhaltet eine standardisierte Tele- E4B ist nur in Verbindung mit Vorrüstung Telematik
matikschnittstelle (COM), die über den FlottenMa- (J9B) erhältlich.
nagementSystem-Standard 2.0 (FMS- Standard
In der Nachrüstung wird ein Parallelbetrieb ermög-
2.0) definiert ist.
licht, d. h. ein Fremd-Telematiksystem kann an den
Über die Schnittstelle werden standardisierte CAN- FleetBoard®-Fahrzeugrechner angeschlossen
Daten in das genormte SAE J1939-Format übersetzt werden und findet dort die zuvor auf Kunden-
und an das jeweilige Flottenmanagement-System wunsch durch FleetBoard® aktivierte FMS-Schnitt-
weitergeleitet. Der FMS-Standard wurde von stelle vor. Ab Werk wird der FleetBoard®-Fahrzeug-
verschiedenen europäischen Fahrzeugherstellern rechner standardmäßig mit deaktivierter FMS-
(Daimler, DAF Trucks, IVECO, MAN, Scania und Schnittstelle ausgeliefert.
Volvo) gemeinsam definiert. Dadurch können unter-
Die Telematikvorrüstung (J9B) beinhaltet eine
schiedliche Flottenmanagement-Systeme
GSM/GPS-Antenne auf dem Fahrerhausdach und
problemlos und markenunabhängig die ermittelten
die Verkabelung bis in den DIN-Schacht in der
Fahrzeugdaten der genannten Hersteller
Ablage über der Frontscheibe. Mit einer Vorrüstung
verwenden und auswerten.
Telematik kann nachträglich ein externes Naviga-
Je nach Ausstattung der Fahrzeuge sind im FMS- tions- oder Telematikgerät eingebaut werden.
Standard 2.0 (gültig ab Oktober 2010) folgende
Die Vorrüstung für FleetBoard® (J9C) umfasst im
Daten abrufbar:
Vergleich zu E4B zusätzliche Umfänge und es
• Fahrzeuggeschwindigkeit können mehr Informationen abgerufen werden als
• Fahrpedalstellung über die standardisierte Telematikschnittstelle. Sie
• Tempomat-/Kupplungs-/Nebenabtrieb-Status beinhaltet:
• Bremslichtschalter
• Die mechanische/elektrische Vorrüstung
• Kraftstoffverbrauch gesamt
(Antennen und Leitungen für die FleetBoard-
• Füllstand Kraftstofftank
Komponenten im direkten Sicht-/Greifbereich
• Drehzahl Motor
• CAN-Anbindung nach ISO11898
• Achslast einzelner Achsen
• Exklusiver Zugriff auf alle CAN- und Diagnoseda-
• Fahrzeuggesamtgewicht
ten für FleetBoard® Telematik
• Betriebsstunden Motor gesamt
• Fahrzeug-Identifikations-Nr. (FIN)
• Software Identifikations-Nr.
• Gesamtkilometerleistung Fahrzeug
• Nächster Wartungsdienst
• Fahrtenschreiber-Info
• Kühlmitteltemperatur Motor
• FMS-Standard-Informationen
• Tachograf: Geschwindigkeit, Fahrerkarte,
Fahrerstatus, Fahrtrichtung, Geschwindigkeits-
überschreitung

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 133


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Telematik
Audio und Kommunikation

Antennen Tachograf

Durch den Einsatz von Antennensplittern reicht Der Tachograf registriert Lenk- und Ruhezeiten für
eine GSM/GPS-Antenne zur Versorgung von Navi- Fahrer und Beifahrer. Es gibt ihn in modularer oder
gationsgerät, FleetBoard®. Je nach Anzahl der digitaler Ausführung und in folgenden Varianten:
verbauten Endgeräte wird ein 2-fach oder 3-fach
Code (J1R):
Splitter verwendet, die beide baugleich sind und an
• Tachograf digital, EG, Drehzahl, ADR
der gleichen Position verbaut werden.
Code (J1K):
• Tachograf, 1 Tag + 2 Fahrer, modular
Code (J1P):
• Tachograf, 1 Tag + 2 Fahrer, bis 140 km/h
(modular)
Der digitale Tachograf (J1R) ist von den beiden
Lieferanten VDO (J1S) oder Stoneridge (J1T) erhält-
lich.
Zur Inbetriebnahme des modularen Tachografen ist
eine Kalibrierung (G5Z) erforderlich mit der die
Geschwindigkeits- und Wegstreckenanzeige an
fahrzeugspezifische Gegebenheiten angepasst
wird. Dabei werden Reifengröße und Hinterachs-
übersetzung berücksichtigt.
Für Länder ohne Arbeitszeitüberwachungs-
Vorschriften bzw. für Fahrzeuge, die keiner Überwa-
chungspflicht der Arbeitszeit unterliegen, kann der
Tachograf auch entfallen (Code (J1Z) – Tachometer,
Entfall Tachograf).

i Hinweis
Beim Tachograf (TCO) ist kein gesonderter
W82.62-1021-00 Kalibriervorgang vorgesehen. Ab Oktober 2011
Antennen (Beispiel, ausstattungsabhängig) kann der Kunde ohne Werkstattkarte bzw. Werk-
statttool das Kennzeichen einmalig selbst in den
1 Antenne Radio/Telefon
TCO eingeben.
2 Antenne GSM/GPS für TollCollect
3 Antenne GSM/GPS
4 Antenne CB-Funk

134 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Telematik

Audio und Kommunikation


FleetBoard® Fahrzeugrechner (J3A/J3M)

FleetBoard® ist ein telematikgestützter Internet-


dienst für modernes Fahrzeug-, Flotten- und Trans-
portmanagement und unterstützt Fuhrparkleiter,
Fahrer und Disposition. Die Datenübertragung
zwischen Fahrzeug und FleetBoard® erfolgt dabei
über Mobilfunk (GSM/GPRS).
Beim neuen Actros wird der FleetBoard® TiiRec
Fahrzeugrechner standardmäßig verbaut und bildet
die Basis für das FleetBoard® Fahrzeugmanage-
ment.
Merkmale:
• Technische Daten für aktuelle Nutzfahrzeuge
W82.87-1000-00
mit FMS-Schnittstelle ®
FleetBoard Fahrzeugrechner
• GSM/GPRS-Modem und GPS-Empfänger inte-
griert
• Fahrererkennung mit FleetBoard® Driver Card
• Online Update-Möglichkeit
• Fahrtenaufzeichnung
• Telediagnose
• Standard DIN-Schacht
• Individuelle Definierbarkeit von Meldungen

FleetBoard® DispoPilot, mobile (J3C)

Der FleetBoard® DispoPilot, mobile ist ein robustes,


stoßfestes Handheld-Gerät. Er dient der Kommuni-
kation zwischen Fahrer, Fahrzeug und Disposition
und ist in der mittleren Ablage der Brüstung
montiert.
Merkmale:
• 9,9 cm (3,9“) Farbdisplay mit Touchscreen
• 2D-Imager für Barcode-Scanning und Ladelis-
tenabgleich
• Erfassung und Übertragung der elektronischen
Unterschrift
• Anbindung an Fahrzeugmanagement und Zeit- W82.87-1001-00

wirtschaft (in Verbindung mit FleetBoard TiiRec) FleetBoard® DispoPilot, mobile


• Europaweite Kommunikation zwischen Fahrer
und Disponent
• Positionierung und Mapping
• Remote Software Update

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 135


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Telematik
Audio und Kommunikation

FleetBoard® DispoPilot.guide (J3E)

Der FleetBoard® DispoPilot.guide als kostengüns-


tiges Einstiegsmodell ist die Festeinbauvariante mit
großem Bildschirm und bietet folgende Eigen-
schaften:
• 17,8 cm (7“) Farbdisplay mit Touchscreen
• Anbindung an Fahrzeugmanagement und Zeit-
wirtschaft (in Verbindung mit FleetBoard®
TiiRec)
• Europaweite Kommunikation zwischen Fahrer
und Disponent
• Positionierung und Mapping W82.87-1002-00

Beide DispoPilot-Geräte (J3C und J3E) beinhalten FleetBoard® DispoPilot.guide


eine Navigationsfunktion mit folgenden Eigen- A Ansicht Touchscreen
schaften: B Ansicht Seite
• Navigation für mehr als 25 europäische Länder
• Zielübernahme aus dem Auftrag oder manuelle
Zieleingabe, z. B. über PLZ
• Speichern von geocodierten Adressen oder
aktuellem Standort als Ziel, Zwischenziele
• Stufenloser Zoom in der Kartenansicht (Europa-
bis Straßenansicht)
• Übersichtskarte und Anzeige Routenliste
• Darstellung im Vollbildmodus
• Bedienkomfort und Ergonomie durch moderne
Benutzeroberfläche
• Fahrspurassistent
• Lkw-Attribute:
i Hinweis
Höhe, Länge, Breite und Gewicht
• Lkw-spezifische Sonderziele, z. B. Werkstätten Um alle Vorteile des telematikgestützten Fahr-
• Berechnung der Ankunftszeit mit Lkw- zeugmanagements im Detail kennen zu lernen,
Geschwindigkeitsprofil besteht die Möglichkeit, FleetBoard® vier Monate
• Alarmierung des Disponenten bei Verspätung lang kostenlos zu testen: Während dieser Test-
des Fahrzeugs phase dient der erste Monat als Referenzmonat, in
• Verfügbar für Deutschland, Frankreich, BeNe- dem wesentliche Daten wie etwa der Verbrauch
Lux-Länder, Großbritannien exakt erfasst werden.
Am Ende der 4-monatigen Testphase kann der
Kunde dann entscheiden, ob er die wirtschaftli-
chen Vorteile von FleetBoard® auch weiterhin für
sein Unternehmen nutzen will.

136 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor

Sonderwerkzeug
Klauenschlüssel

Verwendung Klauenschlüssel zum Aus- und Einbauen der


Wasserhülse des Injektors.

SWZ-Nummer W 470 589 00 07 00 W58.20-1011-00

FG 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Dorn

Verwendung Dorn zur Fixierung der Kurbelwelle in OT über


den Starterkranz.

SWZ-Nummer W 470 589 00 15 00 W58.20-1012-00

FG 05

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 137


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor
Sonderwerkzeug

Messbrücke

Verwendung Messbrücke zum Messen des Kolbenüber-


standes.

SWZ-Nummer W 470 589 00 31 00 W58.20-1013-00

FG 03

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Adapter

Verwendung Adapter zur Prüfung der Kompression über


die Injektorbohrung.

SWZ-Nummer W 470 589 00 91 00 W58.20-1014-00

FG 01

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

138 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor

Sonderwerkzeug
Abdeckung

Verwendung Abdeckung zum Abdecken der Nockenwellen-


zahnräder bei demontierter Zylinderkopf-
haube.

SWZ-Nummer W 470 589 00 98 00 W58.20-1015-00

FG 05, 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Einstellwerkzeug

Verwendung Einstellwerkzeug zum Einstellen des Steuer-


triebes am Zahnrad 3.

SWZ-Nummer W 470 589 01 21 00 W58.20-1016-00

FG 05

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 139


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor
Sonderwerkzeug

Fixiervorrichtung

Verwendung Fixiervorrichtung zum Fixieren der Kurbel-


welle im OT beim Aufbau des Rädertriebes.

SWZ-Nummer W 470 589 01 23 00 W58.20-1017-00

FG 03

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Ausziehwerkzeug

Verwendung Ausziehwerkzeug zum Ausziehen der


Injektoren aus dem Zylinderkopf.

SWZ-Nummer W 470 589 01 33 00 W58.20-1018-00

FG 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

140 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor

Sonderwerkzeug
Führungsstift

Verwendung Führungsstift zur Führung des Zylinderkopfes


bei der Montage.

SWZ-Nummer W 470 589 01 61 00 W58.20-1019-00

FG 01

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Adapterkabel 141-polig

Verwendung Adapterkabel zur Diagnose des Diesel-


Einspritz-Systems sowie des Common-Rail-
Systems und zum Anschluss eines Überfüh-
rungssteuergerätes.

SWZ-Nummer W 470 589 01 63 00 W58.20-1020-00

FG 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 141


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor
Sonderwerkzeug

Prüfadapter

Verwendung Prüfadapter zur Bestimmung der Rücklauf-


menge am Druckverstärker, am Rail und an
den Injektoren.

SWZ-Nummer W 470 589 02 21 00 W58.20-1021-00

FG 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Abzieher

Verwendung Abzieher zum Abziehen der Nockenwellen-


und Hauptlagerbrücken.

SWZ-Nummer W 470 589 02 33 00 W58.20-1022-00

FG 03

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

142 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor

Sonderwerkzeug
Montagewerkzeug

Verwendung Montagewerkzeug zur Montage des hinteren


Radialwellendichtrings am Kurbelwellenaus-
gang.

SWZ-Nummer W 470 589 02 43 00 W58.20-1023-00

FG 03

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz- Lkw - Special Operation

Montagewerkzeug

Verwendung Montagewerkzeug zur Montage des Kolbens


in die Zylinderlaufbahn.

SWZ-Nummer W 470 589 02 59 00 W58.20-1024-00

FG 03

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 143


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor
Sonderwerkzeug

Stecknuss

Verwendung Stecknuss zur Montage und Demontage des


Öl-Thermostats.

SWZ-Nummer W 470 589 03 09 00 W58.20-1025-00

FG 18

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Schablone

Verwendung Schablone zur Positionierung der Nocken-


wellen im OT.

SWZ-Nummer W 470 589 03 23 00 W58.20-1026-00

FG 05

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

144 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor

Sonderwerkzeug
Einstellwerkzeug

Verwendung Einstellwerkzeug zum Einstellen der Jake


Brake.

SWZ-Nummer W 470 589 04 23 00 W58.20-1027-00

FG 14

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Aufziehwerkzeug

Verwendung Aufziehwerkzeug zum Aufziehen der O-Ringe


am Injektor.

SWZ-Nummer W 470 589 04 33 00 W58.20-1028-00

FG 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 145


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor
Sonderwerkzeug

Aus- und Einbauvorrichtung

Verwendung Aus- und Einbauvorrichtung zum Aus- und


Einbauen des kompletten Motors.

SWZ-Nummer W 470 589 04 62 00 W58.20-1029-00

FG 01

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Aus- und Einbauwerkzeug

Verwendung Aus- und Einbauwerkzeug zur Montage und


Demontage der Zylinderlaufbuchsen und zur
Messung des Laufbuchsenüberstandes.

SWZ-Nummer W 470 589 05 33 00 W58.20-1030-00

FG 03

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

146 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor

Sonderwerkzeug
Ventilwerkzeugkoffer

Verwendung Ventilwerkzeugkoffer zur Demontage und


Montage der Ventilfedern, inkl. Abzieher und
Dorn zur Montage der Ventilschaftabdich-
tung.

SWZ-Nummer W 470 589 05 61 00 W58.20-1031-00

FG 05

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Dichtheitsprüfgerät

Verwendung Dichtheitsprüfgerät zur Dichtigkeitsprüfung


des AGR-Kühlers.

SWZ-Nummer W 470 589 07 91 00 W58.20-1032-00

FG 09

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 147


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor
Sonderwerkzeug

Fixiervorrichtung

Verwendung Fixiervorrichtung zur Fixierung der Kraftstoff-


pumpe und des Luftkompressors bei Demon-
tage und Montage des Antriebszahnrades.

SWZ-Nummer W 470 589 08 40 00 W58.20-1033-00

FG 07, 13

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Fixiervorrichtung

Verwendung Fixiervorrichtung zur Fixierung der Kipphebel


auf der Kipphebelwelle beim Aus- und Einbau.

SWZ-Nummer W 470 589 09 40 00 W58.20-1034-00

FG 05

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

148 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor

Sonderwerkzeug
Adapter

Verwendung Adapter zur Kraftstoffdruckmessung am SAE-


Anschluss des Kraftstofffiltermoduls.

SWZ-Nummer W 470 589 10 91 00 W58.20-1035-00

FG 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Adapter

Verwendung Adapter zur Dichtigkeitsprüfung des Kraft-


stofffiltermoduls.

SWZ-Nummer W 470 589 11 91 00 W58.20-1036-00

FG 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 149


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor
Sonderwerkzeug

Verschlussstopfen

Verwendung Verschlussstopfen zum Verschließen der Rail-


anschlüsse bei Prüfarbeiten.

SWZ-Nummer W 470 589 12 91 00 W58.20-1037-00

FG 01, 07

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Aufnahme

Verwendung Aufnahme zur Adaption der Aufnahme DPF


auf einen Standardhubwagen.

SWZ-Nummer W 470 589 04 31 00 W58.20-1038-00

FG 14

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

150 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Motor

Sonderwerkzeug
Aufnahme

Verwendung Aufnahme zum Aus- und Einbauen des Diesel-


partikelfilters (DPF).

SWZ-Nummer W 470 589 01 62 00 W58.20-1039-00

FG 14

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Hebevorrichtung

Verwendung Hebevorrichtung zum Aus- und Einbauen des


Kühlermoduls.

SWZ-Nummer W 963 589 00 62 00 W58.20-1040-00

FG 20

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 151


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Getriebe
Sonderwerkzeug

Aufhängeöse

Verwendung Aufhängeöse zur Demontage der Bereichs-


gruppe

SWZ-Nummer W 715 589 00 40 00 W58.20-1041-00

FG 26

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

152 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Getriebe

Sonderwerkzeug
Aufziehvorrichtung

Verwendung Aufziehvorrichtung zum Aufpressen des


Hauptwellenlagers (hinten)

SWZ-Nummer W 715 589 02 43 00 W58.20-1042-00

FG 26

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Hinweis In Verbindung mit:


- W 715 589 13 33 00 Abzieher
- W 715 589 15 34 00 Hydraulikzylinder
- W 715 589 10 34 00 Adapter
- W 715 589 11 34 00 Adapter
- W 715 589 12 34 00 Adapter
- W 652 589 00 33 21 Handpumpe
- W 652 589 00 33 23 Hydraulikschlauch

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 153


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Getriebe
Sonderwerkzeug

Zapfenschlüssel

Verwendung Zapfenschlüssel zum Aus- und Einbauen des


Kolbens der Split-Gruppe

SWZ-Nummer W 715 589 03 07 00 W58.20-1043-00

FG 26

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Haltevorrichtung

Verwendung Haltevorrichtung zum Fixieren der Schalt-


gabel mit der Split-Gruppe

SWZ-Nummer W 715 589 07 31 00 W58.20-1044-00

FG 26

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

154 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Getriebe

Sonderwerkzeug
Dorn

Verwendung Dorn zum Einbau des Radialwellendichtrings


der Abtriebswelle in das Getriebegehäusehin-
terteil

SWZ-Nummer W 715 589 08 15 00 W58.20-1045-00

FG 26

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Abzieher

Verwendung Abzieher zum Abziehen des Getriebegehäuse-


hinterteiles und zum Abziehen des Zahnrades
für den 1. Gang

SWZ-Nummer W 715 589 13 33 00 W58.20-1046-00

FG 26

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Hinweis In Verbindung mit:


- W 715 589 15 34 00 Hydraulikzylinder
- W 715 589 10 34 00 Adapter
- W 715 589 11 34 00 Adapter
- W 715 589 12 34 00 Adapter
- W 652 589 00 33 21 Handpumpe
- W 652 589 00 33 23 Hydraulikschlauch

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 155


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Getriebe
Sonderwerkzeug

Abziehschrauben

Verwendung Abziehschrauben zum Demontieren der


Bereichsgruppe

SWZ-Nummer W 715 589 14 33 00 W58.20-1047-00

FG 26

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

Hinweis Der Satz beinhaltet je 3 Schrauben

Haltevorrichtung

Verwendung Haltevorrichtung zum Halten der Schalte-


schienen in der Neutralstellung bei ausge-
bauter Querschaltung

SWZ-Nummer W 715 589 24 63 00 W58.20-1048-00

FG 26

Satz C

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Special Operation

156 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Getriebe

Sonderwerkzeug
Abdeckung

Verwendung Abdeckung zum Schutz der Kabelstränge bei


Aus- und Einbau des Getriebes

SWZ-Nummer W 715 589 25 63 00 W58.20-1049-00

FG 26

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Aufnahmeplatte

Verwendung Aufnahmeplatte zum Ausbau des kompletten


Getriebes mit einem Grubenlift

SWZ-Nummer W 715 589 26 63 00 W58.20-1050-00

FG 26

Satz B

Kategorie Mercedes-Benz Lkw - Basic Operation

Hinweis In Verbindung mit Pkw-Getriebeplatte


(siehe GOTIS Kapitel A, Konstruktionsgruppe
25/35/49, Thema 02.0)

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 157


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Abkürzungen
Anhang

ABS BESO
Antiblockiersystem Battery Emergency Switch Off
(Batterietrennschalter)
ACM
CAD
Aftertreatment Control Module
(Steuergerät Abgasnachbehandlung) Computer Aided Design

ADR CAN
Accord européen relatif au transport international des Controller Area Network
marchandises Dangereuses par Route
(Europäisches Übereinkommen über die internatio- CAP
nale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße)
Common Axle Platform

AGR
CDS
Abgasrückführung
Central Data Storage
(Zentraler Datenspeicher)
APCRS
Amplified Pressure Common Rail System CGW
Steuergerät Zentrales Gateway
ASA
Additional Steering Axle CLCP
(Zusätzliche Lenkachse)
Chassis Level Control Panel

ASH
CLCS
Aufsetzhöhe
Chassis Level Control System
(Niveauregelung)
ASIC
Application System Integrated Circuit COM
Communication Interface
ASR
(Kommunikationsschnittstelle
Antriebs-Schlupf-Regelung
CPC
ATA
Common Powertrain Controller
Anti-theft alarm system (Steuergerät Fahrregelung)
(Einbruch-Diebstahl-Warnanlage)
CPCA
Concentric Pneumatic Clutch Actuator

158 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Abkürzungen

Anhang
DCMD ENA
Door Control Module Driver Einfach bereifte Nachlaufachse
(Türmodul Fahrer)
ESC
DCMP
European Stationary Cycle
Door Control Module Passenger
(Türmodul Beifahrer) ESP
Elektronisches Stabilitäts-Programm
DNA
Doppelt bereifte Nachlaufachse ETC
European Transient Cycle
DOHC
Double Overhead Camshaft FBS
Fahrberechtigungssystem
DPF
Dieselpartikelfilter FHS
Fahrerhaus
EAPU
Electronic Air-Processing Unit FMS
FlottenManagementSystem
EBS
Elektronische Bremssteuerung GGVS
Gefahrgutverordnung Straße
ECE
Economic Commission for Europe HA
Hinterachse
EEV
Enhanced Environmentally Friendly Vehicle HMI
Human Machine Interface
EIS
Electronic Ignition Switch HVAC
(Elektronisches Zündschloss)
Heating Ventilation Air Conditioning
(Heizung Lüftung Klimatisierung)
ELR
European Load Response Test

EMV
Elektromagnetische Verträglichkeit

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 159


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Abkürzungen
Anhang

IAC NA
Independent Air Conditioning Nebenabtrieb
(Standklimaanlage)
NLA
IBS
Nachlaufachse
Batteriesensor
OBD
ICUC
On-Board-Diagnose
Instrument Cluster Unit Common
(Kombiinstrument) OM
Ölmotor
ITH
Independent Truck Heating PCB
(Zusatzheizung TRUCK)
Printed circuit board (Leiterplatte)

LED
PG
Light Emitting Diode
Produktgruppe

LIN
PM
Local Interconnect Network
Partikelmasse

MCM
PSM
Motor Control Module
Parametrierbares Sondermodul
(Steuergerät Motormanagement)
PWM
MIL
Pulsweitenmodulation
Malfunction Indicator Lamp
QVGA
MS
Quarter Video Graphics Array
Maintenance System

MSF
Modulares Schalterfeld

160 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Abkürzungen

Anhang
RCM SRS
Retarder Control Modul Supplemental Restraint System
(Steuergerät Retardersteuerung)
SWR
RDF
Sekundär-Wasser-Retarder
Radar Front End
(Frontradarsensor) SZF
Sattelzugfahrzeug
RLS
Regen- und Lichtsensor TCC
Truck Control Center
SA
Sonderausstattung TCM
Transmission Control Module
SAS
(Steuergerät Getriebesteuerung)
Steering wheel angle sensor
(Lenkradwinkelsensor) TFT
Thin-film transistor
SCA
Sensor and Actuator Module, Cabin TPM
(Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrerhaus)
Tyre Pressure Monitoring System
(Reifendruckkontrolle)
SCH
Sensor and Actuator Module, Chassis UDS
(Signalerfass- und Ansteuermodul Rahmen)
Unified Diagnostic-Services

SCR
VLA
Selective Catalytic Reduction
Vorlaufachse

SMS
VRDU
Short Message Service
Video and Radar Decision Unit
(Steuergerät Fahrerassistenzsystem)

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 161


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Stichwörter
Anhang

A G
Abbiegelicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 Generator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Abmessungen Fahrerhaus . . . . . . . . . . . . . .79 Getriebeölkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
AdBlue®-Behälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . .38 Getriebeübersetzungen . . . . . . . . . . . . . . . 43
Aerodynamik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19
Ambientebeleuchtung . . . . . . . . . . . . . . . . 111 H
Antennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134 Halogen-Scheinwerfer . . . . . . . . . . . . 106, 107
Aufsattelhöhen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .59 Hinterachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68

B K
Batteriesensor (IBS) . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Klimabediengeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . 126

Betten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .87 Kommunikationsschnittstelle (COM) . . . . . . . 132

Bi-Xenon-Scheinwerfer . . . . . . . . . . . . 106, 107 Kriechfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46


Kühlluftregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . 20, 35
C Kühlmittelpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
CAN-Datenbus-System . . . . . . . . . . . . . . . 102 Kühlmodul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
CB-Funk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
L
E Lautsprecher . . . . . . . . . . . . . . . . . 131, 132
EcoRoll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46 LED-Tagfahrlicht . . . . . . . . . . . . . . . 107, 108
Leistungsdiagramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
F Lenkung
Fahrprogramme . . . . . . . . . . . . . . . . . 44, 45 1-Kreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
Federung mit zusätzlicher Lenkachse . . . . . . . . . . . . . 74
Hinterachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .64 Luftfederung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
Vorderachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .61 Luftleitkörper . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Feststellbremse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .51 Luftverteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
FleetBoard®
DispoPilot, mobile . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 M
DispoPilot.guide . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136
Fahrzeugrechner . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135
Multifunktionshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
FlottenManagementSystem . . . . . . . . . . . . 133
N
Freischaukeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46
Nachlaufachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
Frontradarsensor (RDF) . . . . . . . . . . . . . . . 120
Nebelscheinwerfer . . . . . . . . . . . . . . 107, 108
Niveauregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65

162 i Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963)


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Stichwörter

Anhang
O T
On-Board-Diagnose (OBD) . . . . . . . . . . . . . . 29 Tachograf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
Truck Control Center . . . . . . . . . . . . . . . . 129
P
Pneumatischer Zentralausrücker . . . . . . . . . . 48 U
Power-Steckdose . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 Übertragungsrate . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Produktgruppen Umfeldbeleuchtung . . . . . . . . . . . . . . . . 110
Payload . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Umrissleuchte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
Volume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Unterbodenverkleidung . . . . . . . . . . . . . . . 19

R USB-Anschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131

Radio . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
V
Rahmenhöhen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Vorderachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
Rahmenkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Vorlaufachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
Rahmenspuren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Rauchmelder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 W
Restwärmenutzung . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 Wärmemanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Rückfahrwarner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 Warmwasser-Zusatzheizung . . . . . . . . . . . . 127
Rückleuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110

S
Schwingsitz mit Massagefunktion . . . . . . . . . . 84
Seitenmarkierungsleuchte . . . . . . . . . . . . . 110
Sitzvarianten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
SoloStar Concept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
Standklimaanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127
Steckdosen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105

Einführung neue Lkw-Generation - Der neue Actros (Typ 963) i 163


– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –
Einführung neue Lkw-Generation
Der neue Actros (Typ 963)
Einführung neue Lkw-Generation • Der neue Actros (Typ 963)
Einführungsschrift für den Service

Daimler AG, GSP/OI, HPC R 822, D-70546 Stuttgart


Bestell-Nr. 6517 1259 00 - HLI 000 000 02 76 – Printed in Germany – 09/11

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 09/2011 –