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Satzbau

Wortstellung im Hauptsatz

 An 1. Position steht oft das Subjekt.


 An 1. Position kann aber auch ein anderes Element stehen, wenn es besonders betont
werden soll. (In dem Fall steht das Subjekt hinter dem finiten Verb.)
 Das finite Verb steht immer an 2. Stelle.
 Partizip II und infinite Formen stehen immer am Satzende.

Wortstellung in Fragen

 Das finite Verb steht an 1. Position. Dahinter folgt das Subjekt. Der Rest des Satzes ist wie im
normalen Hauptsatz.

Beispiel: Habe ich dir das Buch gestern in der Schule gegeben?

 Fragewörter stehen am Satzanfang (vor dem finiten Verb).

Beispiel: Wann habe ich dir das Buch gegeben?

 Bei Fragen nach dem Subjekt fällt das Subjekt weg; das finite Verb muss in diesem Fall in der
3. Person Einzahl stehen.

Beispiel: Wer hat dir das Buch gegeben?

Wortstellung in Nebensätzen

 Nebensätze können nicht alleine stehen – sie benötigen immer einen Hauptsatz.

Beispiel: Ich weiß nicht, ob er dir hilft.

 Nebensätze können am Satzanfang stehen – in diesem Fall bildet der Nebensatz die erste
Position und der Hauptsatz beginnt mit einem finiten Verb.

Beispiel: Ob er dir hilft, weiß ich nicht.


Konjunktionen

 Hauptsätze und Nebensätze sind oft mit Konjunktionen verbunden. Wo das finite Verb steht,
ist von der Konjunktion abhängig. (siehe Liste der Konjunktionen im Anhang)

Beispiele:

→ Er spricht gut Deutsch, denn er war ein Jahr in Deutschland.


→ Er spricht gut Deutsch, weil er ein Jahr in Deutschland war.
→ Er spricht gut Deutsch, schließlich war er ein Jahr in Deutschland.

Satzbau – Relativsätze

Mit einem Relativsatz kann man eine Sache näher beschreiben, ohne einen neuen Satz zu beginnen.
Im Deutschen stehen Relativsätze immer in Kommas.

Relativpronomen

Beispiele

Beispiele:

 Die Pronomen welcher / welches / welche usw. verwenden wir nur selten, z. B. damit nicht
2× das gleiche Wort hintereinander steht.

Beispiel: Das ist die Frau, die die Post austrägt. → Das ist die Frau, welche die Post austrägt.

 Vor dem Relativpronomen kann eine Präposition stehen.

Beispiel: Das sind die Freunde, mit denen ich in den Urlaub fahre.

 sich das Relativpronomen auf einen ganzen Satz, verwenden wir was.

Beispiel: Ich habe vergessen, was ich kaufen wollte.


Satzbau – Konditionalsätze

Konditionalsätze (auch: Bedingungssätze) drücken aus, dass eine Handlung nur unter einer
bestimmten Bedingung stattfindet. Die Bedingung wird mit wenn eingeleitet.

Typ 1 – Reale Bedingung

In beiden Satzteilen verwenden wir Präsens.

Beispiel: Wenn ich Zeit habe, gehe ich heute Abend ins Kino.

Typ 2 – Irreale Bedingung (Gegenwart)

Die irreale Bedingung (Gegenwart) beschreibt eine Situation in der Zukunft oder Gegenwart. Es ist
aber unwahrscheinlich oder sogar unmöglich, dass die Bedingung erfüllt wird. In beiden Satzteilen
verwenden wir Konjunktiv II (bzw. die Umschreibung mit würde).

Beispiel: Wenn ich Zeit hätte, würde ich heute Abend ins Kino gehen.

Typ 3 – Irreale Bedingung (Vergangenheit)

Die irreale Bedingung (Vergangenheit) beschreibt eine Situation in der Vergangenheit. Die
Bedingung wurde in der Vergangenheit nicht erfüllt. In beiden Satzteilen verwenden wir Konjunktiv
II (für vergangene Situationen).

Beispiel: Wenn ich Zeit gehabt hätte, wäre ich gestern Abend ins Kino gegangen.

Anmerkungen zum Satzbau

Die Bedingung steht im Nebensatz und beginnt mit wenn. Wenn ist eine Subjunktion – das finite
Verb muss am Satzende stehen. (siehe Liste der Konjunktionen)

→ Wenn ich Zeit habe, …


→ Wenn ich Zeit hätte, …
→ Wenn ich Zeit gehabt hätte, …

Die von der Bedingung abhängige Handlung steht im Hauptsatz. Das finite Verb steht im Hauptsatz
immer an zweiter Position; an 1. Position steht meist das Subjekt. Steht nun aber ein Nebensatz vor
dem Hauptsatz, übernimmt der Nebensatz die erste Position; das Subjekt steht in diesem Fall hinter
dem finiten Verb.
Konjunktionen und Satzbau