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RISIKOFAKTOREN

A. cerebri media (Mediainfarkt):


Ischämischen Schlagannfall:
Häufigste Infarktlokalisation.
Arterielle Hypertonie
Vorhofflimmern Symptome: Dysarthrie, Aphasie,
Diabetes Mellitus Apraxie, Hemianopsie
Bewegungsmangel
Adipositas
Stenose der A. carotis interna
Alkoholmissbrauch
Rauchen
Hyperlipidämie
Kardiologische Erkrankungen mit Embolierisiko
Genetische Disposition
Alter
Migräne
Kokainabusus
Krankeiten mit Thromboserisiko: Thrombophilien, Schawangerschaft, Einnahme
orale Kontrazeptiva, Hormonersatztherapie
SYMPTOME

Ausfallserscheinungen durch einen Schlaganfall beginnen meist plötzlich, innerhalb von


Sekunden bis Minuten. Typische Anzeichen des Schlaganfalls sind (einzeln oder in
Kombination):
Plötzlich einsetzende Schwäche oder ein Gefühl von Taubheit auf einer
Körperseite (vollständig oder teilweise)
Plötzlich einsetzende Gesichtslähmung wie z.B. hängende Mundwinkel
Unverständliche oder undeutliche Sprache
Sehstörungen wie z.B. Blindheit auf einem Auge, halbseitige Sehstörungen,
Doppeltsehen
Plötzliche sehr starke Kopfschmerzen, sog. Vernichtungskopfschmerz
Plötzliche Bewusstlosigkeit
Schwindel mit Übelkeit und Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und
Schwierigkeiten, die eigenen Bewegungen zu koordinieren
DIAGNOSE

Er führt eine neurologische


Untersuchung durch. Dabei prüft er zum
Beispiel Koordination, Sprache, Sehen,
Berührungsempfinden und Reflexe des
Patienten.
-Herzfrequenz
-Blutdruckmessung
-Sauerstoffsättigung

Thrombolysezeitfenster= <4,5 Stunde nach


Symptombeginn

Computertomografie (CT)

Die CT liefert spezielle Röntgenbilder des Gehirns, der Knochen sowie der Blutgefäße. So
kann der Arzt zwischen einer Durchblutungsstörung und einer Hirnblutung unterscheiden.
Ist die wichtigste Untersuchung bei Schlanganfall und sollte innerhalb von 25 Minuten
nach Eintreffen des Patienten begonnen werden.

Magnetresonanztomografie (MRT)

-Bei unklarem Zeitfenster oder Symptombeginn >4,5 Stunde als Grundlage für eine
revaskularisierende Therapie.
-Infarkt im vertebrobasilären Stromgebiet.
-Differentialdiagnosen bei unklarer Klinik (Stroke Mimics)

Herzuntersuchung
Um weitere mögliche Ursachen für einen Schlaganfall festzustellen, werden genaue
Herzuntersuchungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem ein Elektrokardiogramm
(EKG), Langzeit-EKG und eine Schluckecho-Untersuchung (TEE). Hiermit lassen sich
gegebenenfalls Herzrhythmusstörungen (zum Beispiel Vorhofflimmern) und Strukturen
am Herzen, die Gerinnsel auslösen können, nachweisen.

Blutuntersuchungen
Die Blutuntersuchungen geben Hinweise auf den Gerinnungsstatus und mögliche
Fettstoffwechsel-Störungen. In seltenen Fällen können sie Hinweise für Autoimmun-
Erkrankungen erbringen.

THERAPIE

Voranmeldung und Transpor in Krankenhaus mit Stroke Unit.


Überwachung der Vitalparameter (EKG, Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz,
Sauerstoffsättigung, Temperatur)
Gabe von 2-4L Sauerstoff über eine Nasensonde (Ziel: Sauerstoffsättigung >95%)
Arterielle Hypertonie tolerieren, da Perfussion der Penumbra direkt vom mittleren
arteriellen Druck (MAP) abhängt)
Arterielle Hypotonie: Ursachenforschung (Herzrhythmusstörungen oder
Hypovolämie. Volumengabe: kristalloide Lösungen oder Noradrenalin.
Thrombolysetherapie (Alteplase) und/oder Mechanische Thrombektomie.

DIFFERENTIALDIAGNOSEN

¨Stroke Mimics¨

Hypoglykämie
Migräne mit Aura
Epileptischer Anfall
Schwere Infektion/Sepsis
Periphere Nervenschädigung
Neuritis vestibularis
Alkoholintoxikation