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Nostrifikation

Zirkulation
Das verschlossene System besteht aus dem Blut, Blutgefäß, der
Lympfhe und den Lymphgefäßen. Es überträgt den Sauerstoff,
Nährstoffe, Hormone und enthält großes Prozent des Sauerstoffs und
Mineralsalze.
Das Blut besteht aus roten und weißen Blutkörperchen und aus
Thrombozyten. Rote Blutkörperchen, bzw. Erythrozyten übertragen den
Sauerstoff, Leukozyten dienen als Abwehr von Krankheitserregern und
Thrombozyten sind für die Koagulation zuständig.
Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan, der das Blut durch den Körper
überträgt. Das Herz besteht aus zwei Vorhöfen-Atrium(pretkomora)
und zwei Kammern-Ventrikel (komora). Das Septum teilt das Herz in
eine linke und rechte Herzhälfte.
Der große Kreislauf beginnt in der linken Herzkammer. Von dort gelangt
das Blut in Aorta, die sich in kleinere Arterien und Arteriolen teilt. Jetzt
geht das Blut in Gewebe, wo die Kapillaren den Austausch von
Sauerstoff, Nährstoffen und Stoffwechselprofukten machen. Nach dem
geht das Blut in obere und untere Hohlvene(v.cava superior und
inferior), von dort in rechten Vorhof und schließlich in linke Kammer.
Dieses Blut ist dunkelrot und venös, also systemische Zirkulation
überträgt sauerstoffreiches Blut.
Lungenkreislauf, bzw. kleiner Kreislauf beginnt in der rechten
Herzkammer. Von dort gelangt das Blut über den Lungenstamm in
rechte und linke Lungenarterie. Jetzt geht das Blut in Lungenkapillare,
wo der Gasaustausch erfolgt. Nach dem gelangt das sauerstoffreiche
Blut über die Lungenvenen in den linken Vorhof und schließlich in die
linke Kammer. Dieses Blut ist hellrot und arteriell.

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Als Atherosklerose bezeichnet man den Prozess, bei dem sich in den
Blutgefäßen Plaques bilden. Die Plaque besteht aus dem Kern und der
Kapsel. Das Problem entsteht, wenn sich das Cholesterin im Kern
befindet und dann kommt es zur Verletzung der Blutgefäßwand.
Die Atherosklerose führt zur Obstruktion des Blutgefäßes, zum
Schlaganfall, zur Hypertonie. Diese Personen sind im Risiko:
übergewichtige, Raucher, die Personen mit hohen Blutfettwerten... Sie
haben Kopfschmerzen, Xanthelasmen, bzw. Fettablagerungen im
Augenlid, Summen im Ohr...
Diagnose: Anamnese, Labor(Fettwerte), klinische Untersuchung,
Blutdruck messen mehrmals pro Tag.
Therapie: ACE-Hemmer, die den Blutdruck senken. Hier gehören
Hemokvin, Prexanil. Diese Medikamente können Reizhusten auslösen;
Thiaziddiuretika, die K sparen. Hier gehören Lasix, Spirinolakton,
Furosemid; Calciumantagonisten, wie zum Beispiel Verapamil;
Betablocker, gesunde, balaststoffreiche Ernährung, regelmäßige
Bewegung.

Koronare Herzerkrankug (KHK)


Als koronare Herzerkrankug (KHK) bezeichnet man eine Erkrankung der
Herzkranzgefäße(Koronararterien), die durch Arteriosklerose verursacht
wird. Koronararterien ernähren das Herz. Bei dieser Erkrankung werden
sie unzureichend durchblutet und damit ist Herzmuskel zu wenig mit
Sauerstoff versorgt. Es kommt also zu einer Ischämie des Myokards.
Akutes Koronarsyndrom und stabile Angina pectoris bilden koronare
Herzerkrankung.
Leistsymptom der KHK ist die Angina pectoris. Sie äußert sich durch
heftige Schmerzen hinter dem Sternum, häufig mit Ausstrahlung in den
linken Arm und die linke, seltener in die rechte Schulter. Viele Pt-en
haben den Eindruck, dass „etwas auf die Brust drückt“. In Ruhe

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verschwinden die Schmerzen nach 10-15 Minuten. Bei schweren
Anfällen hat der Pt Todesangst.

Verlaufsformen der Angina pectoris:


1) Stabile A.p.-hier ist eine stabile Plaque vorhanden. Schmerzen hinter
dem Sternum, die sich durch Medikamente(Nitrolingual-Spray) und
körperliche Ruhe bessern.
2)Instabile A.p.-hier ist eine aterosklerotische Plaque vorhanden.
Die Plaque kann stabil und instabil sein.
Hypertonie(120/80) kann primär und sekundär sein. Primäre Hypertonie
ist die häufigste und man weiß nicht den Grund dafür. Sekundäre
Hypertonie ist bei einigen Erkrankungen vorhanden, in der
Schwangerschaft, bei neurologischen und kardiologischen Pt-en.
Genetische Prädisposition ist auch wichtig. Risikofaktoren: Stress,
Rauchen, Ernährung, keine Aktivitäten...
STABILE ANGINA INSTABILE ANGINA MYOKARDINFARKT
kurzzeitige Schmerzen mäßige Schmerzen Starke Schmerzen
bei körperlicher bei körperlicher hinter dem Sternum
Belastung Belastung mit Ausstrahlung in
den linken Arm,
seltener in die rechte
Schulter
5-15 Minuten 15-30 Minuten >30 Minuten
Schwitzen, Übelkeit, -II- -II- aber deutlichere
Ekel Symptome
Nitropräparate -II- Nitropräparate helfen
nicht

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Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, EKG, Labor(Fettwerte, Enzyme CK
und CKMB, die bei Myokardinfarkt immer erhöht sind), Ergometrie
(Belastungs-EKG).
Therapie: Linksherzkatheteruntersuchung-ein Katheter wird durch a.
Femoralis und Aorta zum Herzen vorgeschoben und
Röntgenkontrastmittel in die Koronarien eingespritzt
(Koronarangiografie). ASS(antiagregationstherapie), die der Pt
lebenslänglich nimmt. Falls es zum Thrombus gekommen ist, dann
Fibrinolitika.

Akutes Koronarsyndrom
Akutes Koronarsyndrom ist ein Spektrum von Herz-Kreislauf-
Erkrankungen, bzw. es umfasst instabile Angina pectoris und
Herzinfarkt.
Bei einem Herzinfarkt verschließt sich akut Koronargefäß. Bei meisten
Pt-en ist das betroffene Koronargefäß durch eine Arteriosklerose
geschädigt(KHK). Wenn eine arteriosklerotische Plaque aufbricht, bildet
sich ein Thrombus, der das Koronargefäß verschließt. Auslöser sind
häufig körperliche Anstrengungen oder Stress-Situationen.

Symptome: länger als 5 Minuten anhaltende heftige Schmerzen oder


Druck in der Brust mit Ausstrahlung in Schulter oder Arm. Schmerzen
reagieren nicht auf die Einnahme von Nytratspray. Kalter
Schweißausbruch, Übelkeit, Ekel, Angst vom Tod sind auch vorhanden.
Diagnose: EKG, Labor(CK, CKMB, Tropin 3 Stunden nach dem Infarkt
sind erhöht), Echokardyografie, Linksherzkatheteruntersuchung,
Elektrolytstörungen, insbesondere K+ Veränderungen.
Therapie: erfolgt auf Intensivstation.

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Erstmaßnahmen: Transport mit Arztbegleitung, Intensivüberwachung
mit Vitalzeichen-Kontrolle und EKG-Monitoring, erhöhte
Oberkörperlagerung, Sauerstoffgabe über Nasensonde, Venenzugang,
aber keine i.m. Injektionen (Kontraindikation für spätere Lysetherapie),
bei Bedarf beruhigende Medikamente(Diazepam/Valium i.v.), ASS,
Betablocker vorsichtige Gabe.
Hospitalphase: Behandlung der Infarktschmerzen mit
Analgetika(Morphin), ACE-Hemmer(Enalapril, Ramipril).
Reperfusionstherapie: in kardiologischen Zentren wird eine Akut-PTCA
mit Stentimplantation durchgeführt, Thrombolysetherapie.
Kontraindikationen für eine Lysetherapie: z.n. frischen OP, i.m.
Injektionen, Schädel-Hirn Trauma, Hirntumor, Aortenaneurisma,
schwere Hypertonie, akute schwere Pankreatitis, M.Crohn,
Schwangerschaft.

Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz bezeichnet man als Unmöglichkeit des Herzes, das Blut
ausreichend zu fördern für Bedürfnisse des Organismus. Herzinfarkt,
Hypertonie, Herzrhytmusstörungen, koronare Herzkrankheit,
Herzklappenfehler können zur Herzinsuffizienz führen.
Das Herz verursacht, mehr und mehr das Blut zu fördern und deswegen
kommt es zur Hypertrophie der Myozyten.

Es werden unterscheiden:
1)Linkherzinsuffizienz-wenn das Herz nicht gut das Blut pumpen kann,
dann kommt es zum Anstieg des Drucks und das Blut geht in Lungen.
Der Pt atmet erschwert, Orthopnoe ist auch vorhanden(erschwerte
Atmung in Ruhe) und diese Pt-en können nicht atmen, wenn sie liegen.
Asthma cardiale(nahtlicher Hustenanfall) liegt auch vor,
Lungenödem(Flüssigkeit in Lungen), Nykturie.

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2)Rechtsherzinsuffizienz-wenn die rechte Seite des Herzes das Blut
nicht pumpen kann, steigt der Druck wieder und das Blut aus dem
rechten Vorhof geht zurück. Es kommt zur Splenomegalie,
Hepatomegalie, Müdigkeit, Blähung, Obstipation, Appetitlosigkeit.
Gestaute Halsvenen sind vorhanden, Nykturie, Ödeme am Beinen, die in
der Nacht die größte sind.
3)Globalinsuffizienz- kombinierte Recht- und Linksherzinsuffizienz.
NYHA Stadien der Herzinsuffizienz:
1)Beschwerdefreiheit bei normaler körperlichen Belastung
2)Beschwerden bei starker körperlichen Belastung, wie zum Beispiel
Müdigkeit und Dispnoe
3)Beschwerden bei leichter körperlichen Belastung, zum Beispiel wenn
der Pt die Treppe hinaufklettert
4)Beschwerden in Ruhe, wie zum Beispiel Orthopnoe, der Pt kann sich
die Schuhe nicht anziehen oder sich kämmen
Das erste und zweite Stadium sind ersetzbar, aber drittes und viertes
Stadium sind nicht erstezbar, weil alle Mechanismen nicht mehr in der
Lage sind, normale Funktion des Organismus zu erhalten.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor(Cholesterin), Vitalzeichen
(Atmung-Rasselgeräusche bei Lungenödem, die Temperatur), EKG,
Ultraschall.
Therapie: ACE-Hemmer I(Lopirin), Betablocker II(Beloc),
Calciumantagonisten, Vasodilatatoren, Herzglykoside III und hier
gehören Digoxin und Digitoxin. Diese Medikamente sind sehr wichtig
und sie müssen im Krankenhaus verabreicht werden, weil es zur
Überdosis kommen kann. Diese Patienten sollten überwacht werden
wegen Rhythmusstörungen, bzw. Bigeminie und Trigeminie. Allgemeine
Maßnahmen: kochsalzarme Kost, Übergewicht sollte reduziert werden,
mehr Bewegung.
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Lungenödem
Lungenödem bezeichnet man als Komplikation der Herzinsuffizienz und
das ist ein Notfall. Die Flüssigkeit sammelt sich in Lungen an.
Es gibt:
1)Kardiales Lungenödem-die Ursachen sind Herzinsuffizienz,
Rhythmusstörungen, Herztamponade, akute Niereninsuffizienz. Die
Flüssigkeit sammelt sich in Kapillaren an.
2)Nicht-kardiales Lungenödem-die Ursachen sind die Traumen,
Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, Pneumonie, beim Tauchen, beim
Ertrinken, beim Einatmen der giftigen Gase, bei Aspiration des
Mageninhalts. Der Gasaustausch ist erschwert und es kommt zur
Vasokonstriktion der Blutgefäße.
Symptome: Dyspnoe, Ortopnoe, Erstickung(gusenje), Husten,
schaumiges Sputum, während der Atmung sind Rasselgeräusche
auskultierbar.
Diagnose: Anamnese, Labor(Gasanalyse), Röntgen der Lungen.
Therapie: Diuretika(Lasix), Sauerstoffgabe über Nasensonde, Analgetika
weil die Pt-en die Schmerzen im Brust haben, Vasodilatatoren, erhöhter
Oberkörper, Sedierung mit Diazepam oder Morphin.

pAVK-periphere arterielle Verschlusskrankheit


pAVK betrifft meist die Beinarterien, nur selten die Arterien der Arme.
Männer erkranken häufiger als Frauen. Diese Erkrankung ist in über 95%
arteriosklerotisch bedingt. Risikofaktoren: Personen mit Hypertonie,
Hyperlipidemie, DM, Raucher.
Symptome: Hier sind Stadiume vorhanden:
1)im ersten Stadium der Pt hat fast keine Symptome
2)Claudicatio intermittens(Schaufensterkrankheit) ist vorhanden, der Pt

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bleibt nach einer bestimmten Gehstrecke(unter oder über 200Meter)
stehen. Die Durchblutung der Beine nimmt dann wieder zu und die
Schmerzen verschwinden.
3)Hier ist eine Okklusion vorhanden und das ist Stadium der Ischämie.
Der Pt hat Schmerzen in Ruhe, besonders nachts.
4)Es kommt zur Nekrose und Gangrän. Der Pt hat die Schmerzen beim
Gehen. Die Haut wird glatt, haarlos, glänzend, bläulich-rot, der Puls ist
nicht mehr zu tasten und die Beine sind kalt.
*Beckentyp 35%-Schmerzen in Gesäß und Oberschenkel
*Oberschenkeltyp 50%-Schmerzen in der Wade(list)
*Unterschenkeltyp 15%-Schmerzen in der Fußsohle(stopalo)
Diagnose: Anamnese, Krankeitsbild, Labor, Ultraschal der Blutgefäße.
Falls das Gefäß mehr als 90% eingeengt ist, ist der Puls nicht mehr zu
tasten. Der Blutdruck in den Beinen ist stark erniedrigt.
Funktionsprüfung und apparative Methoden: Gehtest,
Dopplerdruckmessung in Ruhe und bei Belastung(normalerweise
10mmHg), Arteriografie(Angiografie).
Therapie: Risikofaktoren sind zu entfernen: Nikotinverzicht,
Blutzuckerspiegel, Fettstoffwechselstörungen. Bei der Hyperlipidemie
Statine, körperliche Aktivität, Antiaggregationstherapie(Aspirin).
Im Stadium I und II steht das Gehstreckentraining im Vordergrund
(mehrmals tgl. in bestimmten Intervallen nach Schema Fußbewegungen
machen).
Operativ: im Stadium II bis IV perkutane transluminale Angioplastie
(PTA), Rotations-, Laser- und Ultraschallangioplastie, Lolake Lyse, By-
Pass Operation, Amputation bei Gangrän.

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Thrombose
Oberflächliche Thrombophlebitis ist die Entzündung der
oberflächlichen Venen. Bei Personen mit Varizen, durch
Venenverweilkanülen oder Injektionen, Bettruhe, mangelnde Bewegung
können sich Thromben bilden.
Symptome: typischen Entzündungszeichen treten auf: Rubor(Rötung),
Calor(Überwarmung), Dolor(Schmerzen) und Tumor(tastbarer
Venenstrang). Bei einer bakteriellen Venenentzündung kann Fieber
vorhanden sein.
Diagnose: Anamnese, klinische Untersuchung, Ultraschall manchmal.
Therapie: Kompressionsverband nach ä.V., nachts wird das Bein
hochgelagert, Heparin-Therapie, Antiaggregationstherapie.
Tiefe Venenthrombose(Phlebothrombose) ist häufiger an den unteren
Extremitäten. Der entstehende Thrombus verstopft das Blutgefäß.
Für Entstehung der Thrombose ist Virchow-Trias, bzw.drei Faktoren sind
wichtig:
1)Schädigung der Blutgefäße-Entzündungen oder Verletzungen
2)verlangsame Zirkulation-Varizen, Bettlägerigkeit, Imobilisierung,
Lähmungen bei Rechtherzinsuffizienz
3)Hyperkoagulabilität, bzw. Veränderung der Blutzusammensetzen.
Risikofaktoren: Alter, Übergewicht, Bettlägerigkeit, Schwangerschaft,
Herzinsuffizienz, Hirninfarkt, Gerinnungsstörung, nach OP. Es gibt auch
die genetische Prädisposition.
Die tiefe Venenthrombose befindet sich zu 10% in der V.iliaca, zu 50% in
der V.femoralis, zu 20% in der V.poplitea und zu 20% in den
Unterschenkelvenen.

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Symptome: Schwere- und Spannungsgefühl, ziehende Schmerzen,
Druckempfindlichkeit im Verlauf der tiefen Vene, Waden- und
Fußsohlenschmerzen bei Belastung, Schwellung, livide(rot-bläuliche)
Verfarbung der Haut, subfebrile Temperatur und Tachykardie.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor(D-Dimere im Serum),
Dopler Sonografie, Phlebografie(Venen mit Hilfe von Kontrastmittel
röntgenologisch dargestellt).
Therapie: Das Ziel ist, eine Lungenembolie zu verhindern. Die Extremität
wird hochgelagert, Kompressionsverband nach ä.V. angelegt.
Heparingabe, Lysetherapie(Streptokinase). Bei massiver
Thrombosierung ist operative Thrombektomie(Fogarty-Katheter)
möglich. Falls es der Verdacht auf eine tiefe Venenthrombose besteht,
muss der Pt die Bettruhe einhalten.

Komplikationen: Lungenembolie ist ein Notfall und sie entwickelt


bis zu 50% aller Pt-en mit tiefer Venenthrombose. Der Embolus kann
Thrombus sein, dann Fett, Luft, Gewebeteil und er stammt in 60% der
Fälle aus den Venen der unteren Extremitäten. Die Teile des Thrombus
lösen von der Gefäßwand und gehen mit dem Blutstrom ins Herz und
von dort weiter in die Lungengefäße. Das kann zu lebensbedrohlichen
Symptomen führen(Brustschmerzen, erschwerte Atmung, erniedrigter
Blutdruck, Schock). Spätkomplikation ist chronisch-venöse Insuffizienz
(postthrombotisches Syndrom).
Diagnose: D-Dimere(negatives schließt eine Lungenembolie aus),
Röntgen-Thorax, Pulmoangiografie, Thoraxsonografie,
Blutgasanalise(BGA), da in einem Teil der Lunge kein Gasaustausch
mehr stattfindet, ist der Sauerstoffgehalt erniedrigt.
Therapie: Antikoagulation(Heparin), halbsitzende Lage des Pt-en,
Beruhigungsmittel(Valium), Sauerstoffgabe nasal, Lysetherapie
(Streptokinase), Schmerzmittelgabe(Fentanyl), ZVK Anlage.

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Komplikationen der Lungenembolie: Lungeninfarkt, Infarktpneumonie,
Pleuritis usw.

Atmungssystem
Das Atmungssystem dient zum Atmen, Gasaustausch, zur Ventilation
und zu einigen metabolischen Prozessen.
Die Nase, Nasenhöhlen, Sinusse, Mundhöhle, der Rachen, der Kehlkopf
(Larynx), die Luftröhre(Trachea), der Bronchus, Bronchien und Alveolen
bilden das Atmungssystem.

Das obere Atmungssystem geht zum Kehlkopf und es dient zur Luft-
Erwärmung wenn wir atmen. Wenn wir atmen, ist der Epiglottis
geöffnet und wenn wir essen, ist dann geschlossen.
Unter des Kehlkopfes beginnt die Trachea, die 10-12cm lang ist und
endet in die beiden Hauptbronchien. Der rechte Hauptbronchus teilt
sich in drei Lappenbronchien und der linke in zwei Lappenbronchien.
Alveolen sind der letzte Teil der Atemwege und hier findet der
Gasaustausch statt.

Die Atmung besteht aus Einatmung(Inspiration) und Ausatmung


(Exspiration). Einatmung ist ein aktiver Prozess(Atemmuskulatur) und
Ausatmung ist ein passiver Prozess(Zwerchfell).
Die Rippen gehören zur Atemmuskulatur und sie erweitern sich wenn
wir einatmen, aber sie verengen sich wenn wir ausatmen. Das
Zwerchfell(dijafragma) nimmt auch am Atmen teil und sie trennt die
Bauchhöhle vom Brustkorb.
Die Pleura schützt unsere Lunge und sie hat zwei Teile, das
Brustfell(Pleura parietalis) und Lungenfell(Pleura visceralis). Die beiden
Pleurablätter bilden zwischen sich einen geschlossenen Spalt, den

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Pleuraspalt, der mit ca.5ml seröser Flüssigkeit gefüllt ist, sodass sich die
Lunge bei der Atmung reibungsfrei bewegen kann.

Pneumonie
Pneumonie ist eine Lungenentzündung, die durch verschiedene
Faktoren ausgelöst ist. Es gibt mehrere Klassifikationen der Pneumonie:
akute, chronische, primäre(tritt ohne Vorerkrankung der Lunge auf),
sekundäre(tritt bei bereits bestehender Erkrankung auf), ambulante(zu
Hause erworbene Pneumonie), nosokomiale(im Krankenhaus
erworbene Pneumonie, 48Stunden nach der Aufnahme)... Die Ursachen
können sein:
1)Bakterien, die typische Pneumonie verursachen. Das sind meistens
Pneumokokken, Streptokokken, Staphylokokken. Diese Pneumonie
kann auch entstehen, wenn die Immunabwehr der Person geschwächt
ist.
Symptome: schneller Krankheitsbeginn mit hohem Fieber(>38,5),
Husten mit grünlich-gelbem Auswurf, Brustschmerzen wegen des
Hustens, Schüttelfrost.
2) Viren, die atypische Pneumonie verursachen. Das sind meistens
Influenzaviren Typ A und B, Adenoviren.
Symptome: langsamer Beginn, Muskelschmerzen, leichtes Fieber(37),
trockener Reizhusten mit wenig Auswurf.
3)Pilze-bei Diabetiker, die Candidiase aus der Zunge kann zur Lunge
kommen.
4)Parasiten
5)MRSA(Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) verursacht eine
sehr problematische Pneumonie, weil diese Bakterie auf Penicilin nicht
reagiert. Bei Pt-en mit geschwächter Immunabwehr(Pt-en, die auf
Beatmungsgerät sind) tritt diese Bakterie auf. Diese Pt-en müssen

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isoliert werden. Es ist wichtig, dass Pflegekräfte beschützt sind, also die
Schützmaske, Handschuhe, der Kittel sind notwendig und der Besuch ist
verboten.
Therapie: Antibiotikatherapie, aber Kombination, weil Methicillin sehr
heftig ist.
6)Aspirationspneumonie- wenn das Essen/Wasser schlecht geschluckt
ist, verschiedene Reizgase, oder bei Pt-en, die unter
Parkinson/Schlaganfall leiden.
Diagnose: Anamnese, Lungenauskultation, Laborbefund(Leukozytose-
Neutrofile bei typischer Pneumonie und Lymfozite bei atypischer, CRP
ist erhöht), Röntgen-Thorax, Sputum, Antibiogramm.
Therapie: Antibiotikatherapie, bei Viren sind Antibiotika wirkungslos.
Hier ist wichtig ausreichende Flüssigkeitzufuhr, die Suppen, der Tee,
Antipiretika, Atemübungen(tiefes Ein- und Ausatmen, Lippenbremse),
Sauerstoffgabe.
Komplikationen: Pleuritis, Lungenabszess, Meningitis...

Asthma bronchiale
Asthma ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege.
Man bezeichnet die Veränderung als reversible und wir haben die
Verkrampfung der Bronchien(Bronchospasmus), Dyspnoe und
Hyperreaktivität (Überempfindlichkeit der Bronchien). Asthma entsteht
in der Kindheit. Es gibt drei Arten von Asthma:
1)atopisches, bzw.allergisches Asthma-diese Personen neigen zu
Allergien und bei ihnen ist die Konzentration von IgE im Serum erhöht,
aber diese Personen können auch kein Asthma haben.
2)proffesionelles Asthma und
3)Asthma bei gesunden Personen, bzw.nicht allergisches Asthma
wegen der Wirkung von außen. Also dieses Asthma entsteht, wenn man

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giftige Stoffe einatmet oder auf der Arbeit, wo zur Beschädigung der
Atemwege kommt.
Risikofaktoren: der Hausstaub, Milben(grinje), der Pollen, Schimmel
(budj), feuchtige und kalte Räume, draußen haben wir
Luftveschmutzung, erhöhte Feuchtigkeit der Luft, die Kälte, der Stress...
Symptome: Dyspnoe, nächtliche Hustenattacken, zähes, glasiges
Sputum, das abgehustet wird, verlängertes Exspirium.
Status asthmaticus: diese Personen nehmen eine erzwungene Position
ein, sie atmen flach und beschleunigt, weil sie die Luft brauchen. Sie
haben Angst, zu ersticken(zagusiti se), die Kommunikation mit diesen
Pt-en ist erschwert. Tachykardie ist auch vorhanden und dieser Zustand
ist sehr ernsthaft, weil es zum Tod kommen kann.
Therapie nach Asthmaanfall: Pt-en beruhigen und aufsetzen mit nach
vorn abgestützten Armen, Kortikosteroide i.v., Sauerstoffgabe per
Nasensonde, β2 Sympathomimetika als Dosieraerosol und Theophyllin
i.v., um die Bronchien zu erwitern.
Diagnose: Anamnese, klinische Untersuchung, das Labor,
Allergenprovokationstest, Röntgen-Thorax, Broncholysetest, wo man
die Ausatmungskapazität misst.
Therapie: medikamentöse: inhalative Bronchodilatatoren(β2
Sympathomimetika), die kurz wirkend(Salbutamol, Ventolin, Berodual)
oder lang wirkend(Salmeterol) sein können, inhalative
Kortikosteroiden(Pulmicort), Atemübungen, Sauerstoff und natürlich
Edukation des Pt-en, falls es zum Anfall kommt.
Komplikationen: obstruktives Lungenemphysem, respiratorische
Insuffizienz, Status asthmaticus...

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COPD(chronic obstructive pulmonary disease)
COPD ist eine chronische inflamatorische Lungenerkrankung, bei der die
Obstruktion, Dyspnoe und Husten bekannt sind.
Risikofaktoren: Raucher, passiv Raucher, Industriegase, Staub,
Aspiration, Luftverschmutzung(Nitrogase).

Symptome: Husten mit Auswurf und Atemnot bei Belastung, später


auch in Ruhe, Dyspnoe, Zyanose(blaue Lippen oder Finger). Auswurf
wird immer zäher und schwieriger abgehustet.

Diagnose: Anamnese, klinische Untersuchung, Labor, Röntgen-Thorax,


Spirometrie.
Therapie: Bronchodilatatoren(Antiholinergica und β2
Sympathomimetica-Theophyllin, Salbutamol), Antibiotika,
Medikamente gegen Husten, Sauerstoffgabe, Kortikosteroide,
Atemübungen.
Lungenemphysem ist Zurückhaltung der Luft im Lungengewebe
(Überblähung der Lunge). Die Ursachen sind Asthma bronchiale,
chronische Bronchitis, bronchopulmonale Infekte. Mit Fortschreiten der
Erkrankung sind die Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe in
der Lunge verringert.
Symptome: man kann zwei Gruppen von Emphysem unterscheiden:
1)pink puffer(rosa Schnaufer)-der Pt ist hager(mrsav), hat ausgeprägte
Dyspnoe(jasno izrazena) mit trockenem Reizhusten, ist kaum
zyanotisch.
2)blue bloater(blauer Bläser)-der Pt ist übergewichtig, leidet kaum
unter Dyspnoe, hat Husten mit Auswurf und entwickelt frühzeitig eine
Rechtsherzinsuffizienz mit Cor pulmonale.

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Diagnose: Lungenauskultation, Rönthen-Thorax, Blutgasanalise.
Therapie: Rauchverbot, bzw. Vezicht auf Nikotin, Atemübungen,
Sauerstoffgabe, Lungentransplantation.

arterielle Hypertonie
Man bezeichnet arterielle Hypertonie als erhöhter Blutdruck, der
unabhängig von der Situation bei mehreren Messungen mehr als
140/90 beträgt.
Es wird zwei Arten von Hypertonie unterscheiden:
1)primäre Hypertonie-in mehr als 90% der Fälle ist keine bekannte
Vorerkrankung vorhanden. Risikofaktoren: genetische Prädisposition,
Raucher, Stress, Übergewicht, zunehmendes Alter, salzreiche
Ernährung.
2)sekundäre Hypertonie-die Folge ist eine bekannte Grunderkrankung:
renale Hypertonieformen wegen einer Nierenerkrankung
(Nierenarterienstenose, Nierentumor); endokrine Hypertonieformen
bei Cush-Syndrom, Akromegalie, Conn-Syndrom, Phäochromozytom
(Tumor des Nebennierenmarks); Schlafapnoe-Syndrom mit nächtlicher
Hypertonie.
Daneben gibt es temporäre Blutdrucksteigerungen, zum Beispiel
medikamentös bedingt(Kortikosteroide, Ovulationshemmer), bei
Schwangerschaft...
Symptome: frühmorgendliche Kopfschmerzen, besonders am
Hinterkopf, Schwindel, Atemnot bei Belastung, Druckgefühl über dem
Herzen, Nasenbluten.
Diagnose: BD-Messung nach Riva-Rocci, Echokardiografie und Röntgen-
Thorax, Urinuntersuchung(Eiweiß im Urin-Proteinurie),
Hormonuntersuchungen(Nachweis einer endokrinen Hypertonie), EKG.
Therapie: Normalisierung des Körpergewichts, Verzicht auf Zigaretten
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und Alkohol, salzarme Kost, Stress-Abbau, körperliche Aktivität,
Diuretika(Lasix) erhöhen die Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren, β
Blocker(Tenormin) reduzieren den Sauerstoffbedarf des Herzens, ACE-
Hemmer(Lopirin, Xanel) blockieren den Renin-Angiotensin-Aldosteron-
Mechanismus, Kalziumantagonisten(Norvasc) sinken den BD.
Komplikationen: Arterosklerose, Niereninsuffizienz, Schlaganfall,
Herzrhythmusstörungen, Herzhypertonie.

Arteriosklerose
Diese Gefäßverengung entsteht, wenn sich Blutfette, Blutgerinnsel in
den Gefäßwänden ablagern. Arteriosklerose kann alle Arterien im
Körper betreffen und ihre Entstehung beginnt bereits im Jugenalter.
Später kann die Atherosklerose dazu führen, dass sich die Gefäße
verdicken.
Risikofaktoren: Hyperlipidemie, Bluthochdruck, Rauchen, DM,
Übergewicht.

Symptome: koronare Herzkrankheit kann entstehen, wenn die


Durchblutung des Herzmuskels vermindert ist. Weitere Symptome:
Nierenfunktion, Erektionstörungen.

Diagnose: Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, EKG,


Angiografie, Computertomografie.
Therapie: ASS, die mögliche Entstehung des Thrombus verhindern kann,
gesunde Lebensführung: Übergewicht reduzieren, körperliche Aktivität,
Verzicht auf Rauchen und Alkohol, gesunde Ernährung, ausreichende
Flüssigkeitzufuhr.

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Bewusstseinsstörungen
1) Die Synkope ist eine plötzliche, kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die
von einigen Sekunden bis einige Minuten dauert. Man
unterscheidet mehrere Arten von Synkope:
-kardiale Synkope-kann in Ruhe entstehen, zum Beispiel wenn die
Person steht oder sitzt.
-orthostatische Synkope
-emotionelle Synkope-wegen der Angst, des Stresses, des
Schmerzes, ...
-affektive Synkope bei Kindern-im Alter von 6Monaten bis
4Jahren. Es gibt bleiche Synkope(bleda), wo das Kind sieht zum
Beispiel den Hund und erschreckt sich davor und zyanotische
Synkope, wenn das Kind sich ärgert oder ist nervös, fängt an, zu
weinen und atmet schnell.
Man bezeichnet „Drop Attack“ als ein plötzlicher Sturz durch
vollständiges und kurzdauerndes Versagen der Beine ohne
Bewusstseinverlust.
Erste Hilfe: die Person in horisontale Position stellen, Beinheben wegen
der Zirkulation.
2) Die Somnolenz tritt aufgrund Kopfverletzungen, Tumoren,
metabolischer Prozesse. Die Pt-en sind schläfrig, sie liegen im Bett
und sind nur durch Ansprechen oder durch äußere Reize weckbar.
3) Sopor ist ein schlafähnlicher Zustand, die Pt-en sind nicht mehr
ansprechbar und reagieren nur auf stärkere Reize(Schmerzreize).
Ein völliges Erwecken ist nicht mehr möglich.
4) Das Koma ist höchster Grad von Bewusstlosigkeit. Es entsteht
wegen großer Schädel-Hirn-Traumen, bei DM(diabetisches Koma),
Intoxikation.

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Die Glasgow Coma Scale oder kurz Glasgow Skala ist eine Skala zur
Abschätzung einer Bewusstseinsstörung. Es gibt drei Rubriken: die
Augenöffnung(1-4), verbale Reaktion(1-5) und motorische Reaktion (1-
6). Die maximale Punktzahl ist 15(bei vollem Bewusstsein), die minimale
drei Punkte(bei tiefem Koma).
Die Patienten im Koma sind liegend, sie öffnen ihre Augen nicht,
beatmen, haben Katheter und es gibt keine Kommunikation. Die Pflege
ist sehr wichtig.
Es gibt auch das künstliche Koma und hier sind die Pt-en in schwierigen
Phasen, die zu diesem Zweck Medikamente in wirkungsabhängiger
Dosierung erhalten.
• Wachkoma (apallisches Syndrom) ist die Art von Koma, bei der
das Bewusstsein geschädigt ist, aber nicht vollständig. Hier ist die
Wachsamkeit gut erhalten. Diese Pt-en können liegen, aber auch
sitzen. Ursachen: Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumoren,
Intoxikationen... Die Pt-en sind nicht orientiert, die
Kommunikation ist erschwert, aber sie können einschlafen,
aufwachen, zwinkern(treptati). Fall der Pt jung ist, ist vielleicht das
Schlucken gut erhalten. Diese Pt-en neigen zu den Kontrakturen.

Schlaganfall(Apoplex)
Man bezeichnet den Schlaganfall als eine ischämische Erkrankung des
Gehirns, bei der zur Unterbrechung in Zirkulation kommt und auch zur
Unterbrechung der Sauerstoff- und Glucosetransportierung ins Gehirn.
Risikofaktoren:
1)veränderlich-Rauchen, Hypertonie, Alkohol, Hyperlipidemie,
Diabetiker(wegen Blutgefäßschädigung, wenn der Zucker die Blutgefäße
beschädigt-Angiopatie).
2)unveränderlich-Geschlecht, Alter, genetische Prädisposition.
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Es gibt zwei Arten vom Schlaganfall:
1)Der ischämische Schlaganfall-es kommt zur Unterbrechung in
Zirkulation, aber zu dieser Art des Schlaganfalls führt ein Thrombus (aus
dem Herzen-atherosklerotische Plaque, die groß ist) oder ein Embolus
(kommt zum Hirn aus dem Herzen und Halsarterien). Die Neurone
sterben aus, hier entsteht das Narbengewebe.
2)Der hämorrhagische Schlaganfall-es kommt zur Unterbrechung der
Zirkulation im Gehirn, aber entsteht wegen Ruptur von
Gehirnsblutgefäßen. Das kann wegen erhöhtes Hirndrucks entstehen.
Transitorisch ischämische Attacke(TIA) ist eine vorübergehende
ischämische Attacke. Die Symptome bilden sich meist innerhalb weniger
Minuten zurück, spätestens nach 24Stunden. Mögliche Beschwerden
sind kurzzeitige Sehstörung, Arm- oder Beinschwäche, kurzzeitiger
Gedächtnisverlust.
PRIND Stadium(prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches
Defizit)-wenn jemand die Symptome des Schlaganfalls hat, aber das
heißt nur, dass die Zirkulation irgendwo geschädigt ist und das dauert
meistens bis 3 Wochen.
Krankheitsbild:
Neurologische Ausfälle sind immer auf der entgegengesetzten
Körperhälfte(kontralateral) sichtbar.

Symptome: Fazialisparese, Hemianopsie(halbseitige Sehstörung),


Aphasie, aber abhängig von der Lokalisation der Schädigung sind
verschiedene Aphasien zu unterscheiden: motorische(Störung des
Sprechens, bei der der Pt hören und verstehen kann),
sensorische(Störung des Sprachverständnisses, bei der der Pt Sätze und
Wörter ohne Sinn bildet), kontralaterale Hemiparese, bzw.halbseitige
Muskellähmung oder Muskelschwäche, Inkontinenz, kontralaterale

21
Sensibilitätstörungen, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma,
Atemstörungen, Schwindel, Erbrechen), Agnosie(optisches, taktiles oder
akustisches Erkennen von Gegenständen ist gestört), Hirnödem.
Diagnose: neurologische Untersuchung, rasches MRT oder CT des
Schädels, Doppler-Sonografie, Echokardiografie.

Therapie: Falls es um einen ischämischen Schlaganfall handelt, ist dann


die Lysetherapie innerhalb der ersten 4,5 Stunden zu
verabreichen(Streptokinase, Urokinase). Die Behandlung erfolgt in
spezialisierten Stationen(stroke units). Blutzucker normalisieren,
Antiagregationstherapie, BD langsam senken, Diuretika(Mannitol), um
Ödeme zu verringern und Oberkörperhochlagerung, Atmung sichern,
Sauerstoffgabe oder Intubation, Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt
normalisieren, Körpertemperatur sichern, Physiotherapie, Logopädie,
Ergotherapie. Bei hämorrhagischem Schlaganfall muss die Blutung
gestillt werden. Heparin nicht bei Blutungen. Großere Blutung fordert
Operation. Dieser Pt steht nicht auf und ist auf 30 o gehoben.

Morbus Parkinson
Morbus Parkinson ist eine neurologische Erkrankung, zu der wegen des
Mangels von Dopamin kommt. Dopamin ist ein Neurotransmiter und er
überträgt Impulse. Das ist eine progressive Erkrankung und für sie gibt
es kein Medikament. Man kann diese Erkrankung nur verlangsamen.
Parkinson passiert meistens bei älteren Personen, aber kann auch bei
jüngeren vorhanden sein.
Die Hauptsymptome sind Akinese, der Tremor und der Rigor.
Bradykinese ist verlangsamte Motorik.
Wenn die Person am Morgen aufsteht, kann sie zum Beispiel ihr Hemd
nicht zumachen oder die Schuhe zu binden, weil sie die Bewegung
verliert. Also diesen Pt-en fällt es schwer, die üblichen Tätigkeiten

22
durchzuführen. Tremor, bzw.Zittern entsteht meistens auf einer Hand,
zuerst im Aspekt vom Geldzählen. Dieser Tremor kann verstärkt sein,
wenn die Person aufgeregt ist. Die Pt-en gehen mit kleinen, unsicheren
Schritten. Sie gehen nach vorne gebeut.
Die Pt-en neigen sehr oft zu den Stürzen, sie können auch ihre Mimik
ändern, sie wirken emotionslos. Es ist auch sehr wichtig, dass diese Pt-
en zur Depression neigen, weil sie sich sehr bewusst ihrer Erkrankung
sind. Sie wissen, dass diese Erkrankung progressiv ist.
Diagnose: typisches Krankheitsbild, CT, MRT, L-Dopa Test
Therapie: Dopaminersatz(Levodopa), Levodopa kann Nebenwirkungen
haben, wie zum Beispiel Halluzination, Harnretenz, Erbrechen.
Rehabilitation ist für diese Pt-en sehr wichtig, um Muskelbeweglichkeit
zu erhalten.

Schmerztherapie
Die Schmerz ist eine unangenehme Sensation. Es gibt mehrere Arten
der Schmerz:
1)somatische Schmerzen-die Schmerzen, die gefühlt werden, im
Muskeln
2)viszerale Schmerzen-aus tieferen Organen, wo der Pt weiß nicht, wo
er die Schmerzen hat
3)neuropatische Schmerzen-wegen Nervenschädigung
4)Phantomschmerz-Schmerzempfindung in einer amputierten
Gliedmaße
5)akute Schmerzen-wegen der Schädigung von Gewebe(Zahn,
Verletzung, Vireninfektion)
6)chronische Schmerzen-bei rheumatischen Erkrankungen, bei der
Malignität und sie dauern 3-6Monate ständig
7)physiologische Schmerzen-bei Geburt
8)Schmerzen, wie Kolik-Renalkolik, Gallenkolik, Darmkolik, bei akutem

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Abdomen ist kein Analgetikum zu verabreichen, bis der Grund dafür
herausgefunden ist.
Die Schmerzskala: verbale Skala, numerische Skala(1-10) und visuelle
Skala(mit Smileys).
Laut WHO Stufenplan sind Schmerzmedikamente und Schmerzen
geteilt:
1) 0-3 – leichte bis mäßige Schmerzen, das Medikament ist nicht
unbedingt zu verabreichen, aber hier sind NSAIL, bzw.
nichtopioidanalgetika(Diclofenac, Brufen, Ibuprofen, Aspirin,
Novalgetol, Analgin)
2) 4-7 – NSAIL auch und schwach wirksame Opioidanalgetika(Kodein,
Tramadol)
3) 8-10 – stark wirksame Opioidanalgetika(Trodon, Morphin, Fentanil).
Schmerztherapie kann medikamentös sein(Analgetika, Koanalgetika,
Opioidanalgetika), nichtmedikamentös(Atemübungen, Meditation, die
Akupunktur, der Yoga, die Massagen), physikalisch(Ultraschall,
kinestetische Übungen).
Koanalgetika sind Medikamente, die zur Schmerzlinderung helfen. Sie
können in allen drei Stadien verabreicht werden. Hier gehört zum
Beispiel Ranisan(Ranitidin), Klometol, Diasepam(Muskelentspannung)...
Nebenwirkungen:
1)NSAIL-Blutung im Magen, Schädigung der Magenschleimhaut
(Gastritis)
2)Paracetamol-Schädigung der Nieren
3)Opioidmedikamente-Atemdepression, Obstipation, Probleme mit
Harnfunktion, Suchtpotential bei falscher Anwendung
4)Analgetika-Obstipation.

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Diabetes Mellitus

Die Bauchspeicheldrüse(das Pankreas) ist ein exokrines Organ, die Drüse


mit innerer Exkretion. Es liegt zwischen Magen und Leber. Das Pankreas
hat zwei Funktionen:
1)endokrine Funktion-es produziert die Hormone Insulin, Glukagon(α)
und Somatostatin(δ).
2)exokrine Funktion-es produziert den Pankreassaft, bzw.
Enzyme(Amylasen zur Kohlenhydratspaltung, Tripsinogen zur
Eiweißspaltung, Lypasen zur Fettspaltung). Diese Enzyme werden aber
als inaktive sezerniert. Erst im Dünndarm entfalten sie ihre Wirkung.
Innerhalb des Pankreas sind Langerhans-Inseln vorhanden, die α, β, δ
Zellen enthalten. Insulin wird in den β Zellen der Langerhans-Inseln der
Bauchspeicheldrüse produziert.
Diabetes Mellitus ist erbliche chronische Erkrankung, bei der zur
Hyperglikemie wegen des Insulinmangels kommt. Man unterscheidet
DM Typ1, Typ2 und DM bei anderen Erkrankungen(sekundärer DM),
wie zum Beispiel bei Akromegalie oder Daunsyndrom und es gibt auch
DM in Schwangerschaft.
1)Typ 1- ist Insulinabhängiger Diabetes. Er tritt meistens im Jugend,
bzw. frühen Erweachsenenalter auf. β-Zellen im Pankreas werden
zerstört, sodass zu einem Insulinmangel kommt.
2)Typ 2- ist Insulinunabhängiger Diabetes. Er entsteht meistens bei
älteren Personen. Im Risiko sind Personen, die genetische
Prädisposition haben, die an Übergewicht leiden, Raucher, Hypertonie,
Hyperlipidemie...

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Symptome: einer der ersten Symptome ist Polyurie(der Pt hat
Harndrang), dann Polydipsie(vermehrtes Durstgefühl, der Pt trinkt viel,
aber trotzdem hat Exsikkose) und Polyfagie (hat Heißhunger). Obwohl
die Kinder bei Typ1 normal oder mehr essen, haben sie
Gewichtsabnahme. Müdigkeit, Schwitzen, Kopfschmerzen,
Sehstörungen.
Hyperglykämie mit Glukosurie, Poliurie, Durstgefühl sind auch
vorhanden und Hypoglykämie mit Heißhunger, Schwitzen und
Kopfschmerzen.
Diagnose: Anamnese, klinische Untersuchung, Labor, BZ messen
(nüchtern ≥126ml/dl oder >7,0mmol/l erhöht), Glukosetoleranztest
oral-75g Glukose trinkt man aber nachdem der Pt 10 Stunden nüchtern
war. Nach 2 Stunden wird BZ gemessen. Falls es ≥200mg/dl oder
>11,1mmol/l beträgt, liegt ein DM vor.
Blutzuckermessung: normaler Zucker beträgt 3,5-6,1mmol/l oder 65-
110mg/dl(optimal 70-99). Der zucker wird am Morgen gemessen und 8
Stunden vor dem Messen sollte der Pt nichts essen. Nach dem Essen
steigt der Zucker, aber innerhalb normaler Grenzen.
Nach dem Essen(OGTT) Nach dem
Nach dem Essen(OGTT) Prädiabetischer Zustand Essen(OGTT)
normal Diabetes Mellitus
<6,1mmol/ <7,8mmol/ <7mmol/l 7,8- >7mmol/ >11,1
l l 11,1mmol/ l
l
<110mg/dl <140mg/dl <126mg/d 140- >126mg/d >200
l 200mg/dl l
NORMAL IGT-gestörte DIABETES
Glukosetoleranz MELLITUS

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HbA1C-Glykohämoglobin ist wichtig zur DM Entdeckung und später
machen die Pt-en diese Analyse zweimal pro Jahr. Das ist
vierteljährlicher Zucker, bzw.durchschnittlicher Wert des Zuckers im
vorigen 3 Monaten. Normaler Wert ist <6,5%. Ein Anstieg von 6% auf
7% erhöht das Risiko eines Herzinfarktes um 40%. Hämoglobin befindet
sich in roten Blutkörperchen, die 120 Tage wohnen.
Therapie:
1) Typ1- Insulin, Diät, körperliche Aktivitäten
2) Typ2-Diät, körperliche Aktivitäten, oralen Antidiabetika(Biguanide-
Glucophage; Gluformin), Insulin
Die Kost sollte in drei Hauptmahlzeiten und zwei Snacks geteilt werden.
Wichtig ist die Beachtung der Kohlenhydrat- und Fettaufnahme.
Körperliche Aktivität ist sehr wichtig, weil sie das Gewicht beeinflust
und reduziert (Spaziergänge, Rad fahren, Schwimmen).
Insulintherapie:
1)Schnellwirkende Insuline-Normalinsulin(Actrapid, Novorapid). Diese
Insuline senken den Zucker schnell, nach 1-2Std, Wirkdauer 4-6Std, zum
Beispiel bei dringenden Fällen.
2)Kurzwirkende Insuline-
3)Langwirkende Insuline-Lantus, Ultratard, die in der Nacht verabreicht
werden. Nach 3-4Std, Wirkdauer über 24Std.
Komplikationen:
1)Akute-
--Hypoglykämie(Hypoglykämischer Schock)-ernierdriger BZ(<2,2mmol/l
oder <40mg/dl), meist tritt auf, wenn Insulin überdosiert ist oder bei
starken körperlichen Belastungen. Die Pt-en schwitzen, zittern und
verspüren Heißhunger. Wir geben den Pt-en Glukose oder Apfelsaft,
Schokolade, Glukagon bei DM.
--Hyperglikämie-erhöhter BZ(>6,1mmol/l oder >), entsteht wenn die
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Person viel gegessen hat, oder falls sie vergisst, Insulin vor oder nach
dem Essen zu nehmen. Wir geben den Pt-en Kortikosteroide.
--Ketoazidotisches Koma-es ist typisch für den Typ1 Diabetiker. Der
Insulinmangel führt zu einer Hyperglykämie(BZ 300-700mg/dl) und
einer Lipolyse(Fettabbau) mit Produktion von sauren Ketonkörper.
Metabolische Azidose wird herforgerufen mit vertiefter Kussmaul-
Atmung und Azetongeruch in der Atemluft.
Die Therapie erfolgt auf Intensivstation: Atmung, Wasser und
Elektrolythaushalt, Laborwerte(BZ, BGA) kontolieren, Blasenkatheter,
Insulingabe über Perfusor...
2)Chronische(Langzeitkomplikationen)-
--Mikroangiopathie, die kleine arterielle Blutgefäße betreffen kann:
Nepropathie-Nierenfunktionstörung(30% aller Dialysepatienten sind
Diabetiker), Retinopathie-Sehstörung, Neuropathie-Nervenschädigung
und Blutgefäßschädigung. Diabetischer Fuß ist das Zusammenspiel von
Makro- und Mikroangiopathie. Das ist die schwerste Komplikation, weil
se zur Amputation kommen kann. Bei Diabetiker ist Fußpflege sehr
wichtig und auch mindestens einmal pro Jahr Untersuchung beim
Augenarzt.
--Makroangiopathie, die verschiedene Organsysteme betreffen kann:
KHK, Myokardinfarkt, pAVK, ischämischer Hirninfarkt.

Verdauungssystem
Die Mundhöhle, der Rachen, die Speiseröhre, der Magen, der
Dünndarm(duodeni, jejunum, ileum) und Dickdarm(Blinddarm-Caecum,
Wurmfortsatz-Appendix, aufsteigender Dickdarm-kolon ascendens,
querliegender Dickdarm-kolon transversum, absteigender Dickdarm-
kolon descendens und Enddarm-rektum) bilden das Verdauungssystem.
Das Essen geht durch drei Phasen: Ingestion, Verdauung und
Absorption.

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Der Dünndarm verdaut das Essen mittels Pankreassaft und Galle. Der
Pankreassaft entsteht aus Pankreas und Enzyme werden sezerniert
(Amylasen zur Kohlenhydratspaltung, Tripsinogen zur Eiweißspaltung,
Lypasen zur Fettspaltung). Diese Enzyme werden aber als inaktive
sezerniert. Erst im Dünndarm unter Wirkung der Enterokinase entfalten
sie ihre Wirkung. Die Galle entsteht in Leber und von dort geht sie in
den Galensack. Hier wird die Galle sezerniert und geht ins Duodenum.
Aus Dunndarm geht das Essen in Dickdarm, wo die Wasserreabsorption
erfolgt.

Gastritis
Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut.
1) akute Gastritis entwickelt sich schnell und dauert kurz.
Alkoholkonsum, Nikotin, Stress, Lebensmittelvergiftung, Medikamente
wie NSAR(nichtsteroidale Antirheumatika), ASS, Bakterium Helicobakter
pylori können die akute Gastritis auslösen. Bakterium Helicobakter
pylori sezerniert das Enzym Urease, das die Schädigung macht.
Symptome sind Übelkeit, Ekel, Erbrechen.
Therapie: Diät, Verzicht auf Kaffee, Alkohol, Nikotin,
Protonenpumpenhemmer(Ranitidin).

2) chronische Gastritis-entwickelt sich über einen längeren Zeitraum


und hier sind Veränderungen schon vorhanden. Sie wird in drei
verschiedene Typen eingeteilt:
a)Typ A-Autoimmungastritis(ca.5%)-Autoantikörper gegen die
Belegzellen der Magenschleimhaut sind vorhanden. Der Körper kann
nicht mehr Vitamin B12 aufnehmen und es kommt zu einer perniziösen
Anämie.
Therapie: Vitamin B12 i.m., regelmäßige Gastroskopien wegen erhöhtes
Risiko von Magenkarzinom.

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b)Typ B-Infektion mit dem Bakterium Helicobakter pylori(ca.85%)
Therapie: Protonenpumpenhemmer(Omeprasol) vor dem Essen und
zwei verschiedene Antibiotika über sieben Tage nach dem Essen.
c)Typ C-Chemische Reizung der Magenschleimhaut durch Gallensaft
oder nichtsteroidale Antirheumatika(ca.5-10%)
Therapie: NSAR absetzen, aber wenn das nicht möglich ist, dann sind
zusätzlich Protonenpumpenblocker zu geben.
Symptome sind Schmerzen im Epigastrium, Erbrechen, Appetitlosigkeit
und Gewichtsabnahme.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Gastroskopie, Antigensuche im
Stuhl.
Komplikationen: Ulkus, Blutung, akute Gastritis kann in chronische
übergehen.

Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni


1) Ulcus ventriculi ist eine Schädigung der Magenschleimhaut, die
tiefere Schichte des Magens betrifft. Es ist häufiger bei Rauchern,
Alkoholkonsum, bei der chronischen Gastritis(Helicobakter pylori)
weil hier die Immunabwehr schon geschwächt ist.
Krankheitsbild: die Schmerzen im Epigastrium sofort nach dem
Essen, Übelkeit, Erbrechen. Falls es zur Blutung im Ulcus kommt,
dann kann das Blut im Sputum oder im Stuhl vorhanden sein.

2) Ulcus duodeni betrifft tiefere Schichte des Duodenums und ist


dreimal häufiger als ulcus ventriculi.
Krankheitsbild: häufiger bei Rauchern(Salzsäure beschädigt
Dünndarmschleimhaut), die Schmerzen im Epigastrium 1-2
Stunden nach dem Essen oder in der Nacht, wenn der Pt nüchtern
ist, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme.

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Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Ösophago-Gastro-
Duodenoskopie mit Biopsie, Antigennachweis im Stuhl, Röntgen
mit Kontrastmittel(Barium).
Therapie: Diät, Verzicht auf Kaffee, Alkohol, Nikotin, saueres
Essen, Protonenpumpenhemmer(Omeprasol, Lansoprasol), bei
Komplikationen OP(Blutung und Perforation).
Komplikationen: Blutung, Perforation, Penetration(Einbruch ins
umliegende Gewebe), maligne Entartung beim chronichen Magenulkus.

Morbus Crohn
Morbus Crohn ist eine inflamatorische chronische Erkrankung, die alle
Bereiche vom Ösophagus bis zum Rektum betreffen kann, aber vor
allem im terminalen Ileum und Kolon.
Ursachen: genetische Prädisposition, der konkrete Faktor ist unbekannt.
Die Veränderungen erfolgen auf allen Schichten und sie gehen tiefer
und tiefer.
Krankheitsbild: Durchfälle bis 10 pro Tag, manchmal mit Schleimzusatz,
bzw. mucus, das Blut ist selten. Schmerzen im Bereich des rechten
Unterbauches, subfebrile Temperatur. Diese Pt-en neigen zur Anämie,
Gewichtabnahme(Hypoproteinemie), zu den Sehstörungen(Uveitis,
Iritis)...

Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor(Entzündungfaktoren- CRP;


Leukozytose), Kolo-Ileoskopie mit Biopsie, bakteriologische
Stuhluntersuchung.
Therapie: Kortiokosteroide, Immunsuppresiva, eiweißreiche Diät, im
akuten Stadium parenterale Ernährung, psychosomatische Behandlung,
bzw. Selbsthilfegruppen.

Komplikationen: Ileus, Darmperforation, Penetration.

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Colitis ulcerosa
Colitis ulcerosa ist eine chronische inflamatorische Erkrankung von
Kolon und Rektum, die im20.bis 30. Lebensjahr auftritt. Der
oberflächliche Teil der Darmwand ist betroffen. Hier ist eine oder mehr
Veränderungen vohanden, aber an verschiedenen Teilen des Darms.
Krankheitsbild: flüssige Durchfälle mehr als 10 pro Tag mit Blutzusatz.
Gewichtsabnahme, Anämie wegen des Blutverlusts. Tenesmen sind
auch vorhanden und das sind schmerzhafte Stuhldränge.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Kolo-Ileoskopie, Labor
(Entzündungfaktoren-CRP; Leukozytose).
Therapie: Kortikosteroide, Antibiotika mit Probiotika, Diät (Verzicht auf
Lebensmittel, die blähen, wie zum Beispiel die Bohne, grüne Bohne,
Erbsen), eiweiß-, kalorien- und elektrolytreiche Kost
Komplikationen: Perforation, Penetration in andere Organe(Vagina,
Harnblase, Prostata), große Blutung, Kolorektales Karzinom, toxisches
Megakolon.

Appendizitis(Blinddarmentzündung)
Appendizitis ist eine akute Blinddarmentzündung.
Krankheitsbild: Übelkeit, Ekel, Fieber, Schüttelfrost, Appetitlosigkeit,
Schmerzen in den rechten Unterbauch.
Therapie: Operation mit Entfernung des Blinddarms.

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Sigmodivertikulitis
Die Divertikulose ist ein Prozess, wo die Divertikel entstehen. Divertikel
sind Taschenerweiterungen auf der Darmwand und wenn sich die
Divertikel entzündet, so besteht eine Divertikulitis.
Sigmodivertikulitis-Rektum schließt an Sigmoideum an und hier ist die
Wand geschwächt. Fekalmassen machen hier den Druck.
Es gibt Pseudodivertikel(im Kolon sigmoideum) und Echte Divertikel.
Betroffen sind meistens ältere Personen. Sie haben Schmerzen in den
linken Unterbauch. Der Stuhl ist hart und nach der Stuhlentleerung
vermindern sich die Schmerzen. Manchmal ist das Blut im Stuhl
vorhanden. Falls der Pt das Fieber hat, heißt das, dass es zur
Komplikation gekommen ist, wie Perforation mit Abszessbildung,
Blutung.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor, Röntgen mit
Kontrastmittel, Kolonoskopie.
Therapie: Diät, ballaststoffreiche Ernährung, Antibiotika mit Probiotika
oder OP.

Ileus(Darmverschluss)
Ileus ist eine Obstruktion, bzw. Unterbrechung der Darmpassage und
das ist ein Notfall.
Fremdkörper, Tumoren, Trauma, Gallensteine oder bei Kindern
Mekoniumileus können zum Ileus führen.
Am Anfang hat der Pt normalen Stuhl, aber das Gefühl von Aufblähung.
Bauchschmerzen und Übelkeit sind vorhanden. Über das Hindernis
sammeln sich die Salzsäure, die Galle, Pankreassaft, das Essen an, der
Darm erweitert sich und der Bauch wird hart. Dann hat der Pt
Stuhlverhalt, Erbrechen, das Fieber und das Miserere ist
möglich(Erbrechung von Fekalmassen).

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Man muss schnell reagieren, weil es zum Tod kommen kann.
Therapie: Operation, Nahrungskarenz, die Magensonde.

Ikterus
Man bezeichnet Ikterus als eine Gelbfärbung der Haut, Schleimhaut als
Folge einer Hyperbilirubinämie.
Einteilung des Ikterus:
1)Prähepatischer-es gibt einen vermehrten Anfall von Bilirubin im Blut
im Rahmen einer massiven Hämolyse.
2)Hepatischer-Hepatitis, Tumoren oder Obstruktion, die Ursachen
können Medikamente sein.
3)Posthepatischer-Störungen des Gallenflusses
Bilirubin kann auch im Urin vorhanden sein und dann hat Urin die Farbe
als dunkles Bier, der Stuhl ist hell(aholic).

Gallenwegserkrankungen
1) Cholezystitis-ist eine Entzündung der Gallenblase. Entsteht wegen
der Gallensteine oder Infektion der Gallenblase mit Keime. Es gibt:
a)akute Cholezystitis-falls das Hindernis nicht vollständig ist, wird
der Pt mildere Symptome haben, aber falls das Hindernis
vollständig ist, werden die Symptome schwieriger.
Krankheitsbild: Übelkeit, Ekel, Erbrechen, Schmerzen im rechten
Oberbauch, in der rechte Schulter, das Fieber, Ikterus bei 10% der
Pt-en.
Komplikationen: Perforation der Gallenblase, wo es zum
Peritonitis kommen kann, chronische Cholezystitis.
b)chronische-bei übergewichtigen Pt-en, die Hyperlipidemie
haben.
Komplikationen: Penetration in Leber.

34
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor(Hyperlipidemie,
Bilirubin, Entzündungfaktoren), Ultraschall(zeigt, wie die
Gallenblase aussieht), ERCP(endoskopische retrograde
Cholangiopankreatikographie).
Therapie: Diät, Ruhe, Antibiotika, OP(Entfernung der Gallenblase).

2) Cholangitis-ist eine Gallenwegsentzündung. Genaue Ursache ist


unbekannt, aber Steine, Stenose, Tumore oder Infektionen(E.colli)
können zur Cholangitis führen.
Symptome: Ikterus, Fieber über 38,5, Schmerzen im Epigastrium
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Laborwerte(CRP,
Leukozytose), Endoskopie.
Therapie: Antibiotika, Analgetika, Antipiretika, Entfernung des
Steins in Gallenblase.

3) Cholelithiasis-ist eine Gallensteinerkrankung, wobei sich


Konkremente in Gallenblase oder Gallenwege bilden.
Ursache: wenn die Galle mit Cholesterin übersättigt ist, entstehen
Cholesterinsteine. Es ist häufiger bei Frauen und übergewichtige
Personen.
Symptome: Schmerzen unter rechten Rippen nach fettreicher
Mahlzeit, Ikterus, Schmerzen in den Rücken, Übelkeit, Erbrechen,
Appetitlosigkeit.

Diagnose: Anamnese, Röntgen des Bauchs, Labor(CRP,


Leukozytose), ERCP
Therapie: fettarme Kost, Spasmolytika(Buscopan), Entfernung der
Gallenblase(Cholezystektomie) ode Entfernung der Steine (ERCP)

35
Komplikationen: Perforation in Leber(Leberabszess), Kolon
(Gallensteinileus), Bauchhöhle(Peritonitis).

Akute Pankreatitis
Akute Pankreatitis ist eine plötzlich auftretende Entzündung des
Pankreas.
Risikofaktoren: Alkoholkonsum(chronisch), Gallensteine, Medikamente
(Kortikosteroide), Trauma.
Alkohol hat toxische Wirkung und deshalb beschädigt die Zelle und
führt zu Ödemen.
Symptome: Übelkeit, Ekel, Erbrechen, Schmerzen im Epigastrium oder
periumbilical, die in den Rücken ausstrahlen, Meteorismus
(Gasansammlung), öliger Stuhl(Steatorrhö), Entzündungfaktoren sind
erhöht(CRP, Leukozytose, Lipase, Amilase, Bilirubin).
Nekrotisierende Pankreatitis ist eine Form der akuten Pankreatitis und
diese Form kann zum Schock führen.
Diagnose: Röntgen, Ultraschall, ERCP
Therapie: Diät, OP, Schmerzmittelgabe(Tramadol), Behandlung von
Komplikationen.

Gastrointestinale Blutungen
Man unterscheidet die Blutungen nach Lokalisation:
1)obere GI-Blutungen-Ulcus ventriculi und duodeni, Magen Karzinome,
Gastritis...
2)untere GI-Blutungen-Hämorrhoiden, Colitis ulcerosa, Dickdarm
Karzinom...
Symptome: Blut im Stuhl, schwarze, klebrige Stühle, Schwindel, blasse
Haut, Atembeschwerden
Therapie: Überwachung und Therapie auf Intensivstation, OP.

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Akutes Abdomen
Akutes Abdomen ist ein Komplex aus mehreren Symptomen. Hier
treten die schmerzhaften Beschwerden in der Bauchhöhle auf und das
ist ein lebensbedrohliches Krankheitsbild.
Die Ursachen: akute Pankreatitis, Ulcus ventriculi und duodeni,
Appendixperforation, Ileus, Karzinome, Cholezystitis, ...

Symptome: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, flache Atmung,


Fieber, schlechter Allgemeinzustand, Schocksymptome.
Diagnose: Anamnese, Auskultation, Labor(Leukozytose, Leberenzyme-
Lipase, Amylase), Röntgen des Abdomens.
Therapie: schnelle Entscheidung, ob OP oder konservativ.
Konservativ: kein Schmerzmittel vor klarer Diagnose, Nahrungskarenz,
Magensonde, Atemübungen, Infusionstherapie, Inhalation als
Pneumoprophylaxe.

Peritonitis
Peritonitis ist eine Entzündung des Bauchfelles(Peritoneum).
Ursachen: entzündliche Erkrankung der Bauchorgane oder
Beckenorgane, bakteriell oder abbakteriell infiziert, Perforation von
Magen, Darm, Blinddarm oder Gallenblase durch Verletzung, Tumor
oder Entzündung.
Symptome: starke Bauchschmerzen, Ileus, schlechter Allgemeinzustand,
Schocksymptome.
Therapie: Entfernung der Ursache durch NotOP, Antibiotika, Infusionen,
Bauchspülung.
Komplikationen: Abszessbildung in Bauchhöhle, Sepsis,
Multiorganversagen.

37
Nierenerkrankungen
Die Nieren sind Doppelorgane, die bohneförmig sind mit der Große der
Faust. Die Niere ist ein retroperitoneales Organ und eine wichtige
Aufgabe der Niere ist es, das Blut von harnpflichtigen Substanzen zu
reinigen. Dafür enthalten beide Nieren zusammen etwa 2-2,5 Millionen
Nephrone. Andere Aufgaben: Ausscheidung von
Stoffwechselprodukten, Regulation des Wasser- und
Elektrolythaushalts, Blutdruckregulation, Produktionsort der Hormone
Erytropoetin und Vitamin D Hormon.
Ein Nephron besteht aus dem Nierenkörperchen und Harnkanälchen
(Tubulusapparat).
Im Nierenkörperchen wird das Kapillarblut filtriert und von hier geht der
abfiltrierte Primärharn. Pro Tag entstehen etwa 180l Primärharn(in der
Minute 120l) und dies entspricht der glomerulären Filtrationsrate. (GFR)
Der Mann hat zwei Harnleiter(ureter) und eine Harnröhre.
Durch die Harnröhre fließt der Urin aus der Harnblase. Tgl. werden etwa
2l Urin ausgeschieden. Er besteht zu 95% aus Wasser und enthält 25-
30g gelöste Bestandteile. Dazu gehören neben Elektrolyten Harnstoff,
Harnsaüre und Kreatinin. Sie heißen harnpflichtige Substanzen.

Glomerulonephritis
Die Glomerulonephritis ist eine immunvermittelte Entzündung der
Glomeruli(Nierenkörperchen).
Die akute postinfektiöse Glomerulonephritis tritt ein bis zwei Wochen
nach einem Streptokokkeninfekt, zum Beispiel des Rachens oder der
Haut auf Antigen-Antikörper-Komplexe, die sich während dieser
Infektion gebildet haben.
Die rapid progressive Glomerulonephritis tritt zum Beispiel beim Lupus
erythematodes oder nach einer Infektion auf. Diese Glomerulonephritis
kann innerhalb von Wochen bis Monaten zum Nierenversagen führen.
38
Bei chronischer Glomerulonephritis ist die Ursache unbekannt, aber in
der Anamnese findet sich selten eine akute Glomerulonephritis.
Symptome: Proteinurie, Hämaturie, Hypertonie, Ödeme im Gesicht,
Kopfschmerzen, Fieber.
Diagnose: Anamnese, Ultraschall, im Urin findet sich
Erythrozytenzylinder und Proteine, Antistreptolysin (ASL) ist im Blut
erhöht.
Therapie: Bettruhe, salzarme, eiweißarme Kost, Antibiotika(Penicillin).
Komplikationen: Herzinsuffizienz mit Lungenödem, Hirnödeme mit
Kopfschmerzen und epileptischen Anfällen.

Nephrotisches Syndrom
Das nephrotische Syndrom ist ein Symptomkomplex aus starker
Proteinurie (>3,5g), Hypoproteinämie, Hyperlipidemie, Ödemen.
Ursachen: Glomerulonephritis, Folgen des DM.

Harnwegsinfekte
Eine Infektion muss 100 000 Bakterien in einem ml Urin haben. Die
Frauen neigen häufiger, auch in der Schwangerschaft, weil ihre
Harnröhre kürzer ist.
Ursachen sind meistens Bakterien(e.colli, Proteus mirabilis). Bei
Männern treten sie meist als Folge einer Prostatavergrößerung auf.
Folgende Formen von Harnwegsinfektionen sind zu unterscheiden:
1)Asymptomatische-der Pt hat keine Beschwerden.
2)Symptomatische
3)Zystitis ist eine Entzündung der Harnblase. Symptome: erschertes und
schmerzhaftes Wasserlassen(Dysurie) bei häufigem Harndrang mit
kleinen Urinmengen(Pollakisurie), Schmerzen über der Symphyse.
Diagnose: Anamnese, Urinuntersuchung mit Antibiogramm,
Krankheitsbild.

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Therapie: Antibiotika, Flüssigkeitzufuhr.
4)chronische Pyelonephritis entwickelt sich nur bei chronischen
Störungen des Harnabflusses. Symptome: Klopfschmerzen im
Nierenlager, Rückenschmerzen, Gewichtsabnahme.
Therapie: Antibiotika.

Chronische Niereninsuffizienz
Bei der chronischen Niereninsuffizienz kommt es zum Untergehen der
Nierenfunktion und dieses Prozess ist irreversibel. Die Nieren bilden
weniger Erythropoetin, Renin und Vitamin D.
Ursachen: DM(Nephropatie und Angiopatie wegen Blutgefäßstörung),
Glomerulonephritis, polyzistische Nierenerkrankungen, chronischer
Schmerzmittelsbrauch(Paracetamol, Phenazetin).
Es gibt vier Stadien:
1) Frühsymptome: Polyurie, Nykturie oder asymptomatisch.
2) Hypertonie, Anämie, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Appetitverlust,
Osteoporose.
3) Ödeme(am Unterschenkel mit Ausstrahlung auf Fußsohle, warm),
Erhöhung der Serumkonzentration von Kreatinin und Harnstoff.
4) Perikarditis, Blutungsneigung, Verwirrheit bis zum Koma, Farbverlust
im Gesicht(aschfahl).
Diagnose: Krankheitsbild, Labor(Kreatinin, Harnstoff erhöht), Urinwerte
(Proteinurie, Kretainin-Clearance erniedrigt).
Therapie: Wasserhaushalt ausgleichen, Eiweißaufnahme beschränken
durch proteinarme Kost, Therapie der Grunderkrankung, ACE-Hemmer
oder Angiotensin II Rezeptorantagonisten(Blutdruck).

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GICHT ist Ansammlung von Harnsaüre in Gelenken. Sie ist bei CNI
vorhanden wegen gestörter Filtration. Urea, Kreatinin und Harnsaüre
sind erhöht. Wenn der Pt sich in terminalem Stadium befindet
(Glomerulfiltration unter 15), sind zwei Optionen von Therapie
durchzuführen: Nierentransplantation und Dyalise. Es gibt Hämodyalise
(Blutwäsche) und Peritonealdyalise(durch Peritoneum). 1-2 mal pro
Woche geht der Pt zur Dyalise und sie dauert 2-3 Stunden.

Traumatologie(allgemeine Frakturlehre)
Man bezeichnet die Fraktur (den Knochenbruch) als eine
Kontinuitätsunterbrechung des Knochens, wo es zur Störung von
weichen Geweben kommt. Das ist die Wirkung der mechanischen Kraft.
Einteilung der Frakturen:
-Nach der Ursache:
1)traumatische-infolge einer Wirkung der Kraft(Unfall, Sturz)
2)pathologische-wenn es die Pathologie des Knochens gibt (Metastase
auf Knochen, Knochenkarzinom, Osteoporose)
-Nach der Hautkontinuität:
1)offene-Hautintegrität ist gestört und es gibt die Infektionsgefahr
2)geschlossene-über die Fraktur kann die Haut gestört sein oder in ihre
Umgebung
-Nach der Knochenkontinuität:
1)komplette-es ist zur Kontinuitätunterbrechung des Knochens
gekommen mit der ganzen Länge oder Dicke. Sie können disloziert oder
nicht disloziert sein.
2)inkomplette-sie sind auf Niveau der Länge oder Dicke entstanden

Die Fraktur kann wegen direkter oder indirekter Kraft entstehen und
das Prozess von Verwachsung ist langfristig.
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Frakturzeichen:
1)sichere-sichtbare Fehlstellung, Knochenreiben(Krepitation), abnorme
Beweglichkeit
2)unsichere-Ödem, Schmerzen, Hämatom, eingeschränkte
Beweglichkeit
Frakturkomplikationen:
1)frühzeitige-Infektion bei offenen Frakturen, Lungenembolie
2)langzeitige-Kontrakturen, avaskuläre Nekrosen von Knochengewebe
(es kommt zur Ischämie wegen unzureichende Zirkulation), avaskuläre
Nekroze von Muskeln, Sensibilitätstörungen, Osteoporose,
Osteomyelitis.
Behandlung: Imobilisation von Extremität. Abhängig von Fraktur geht
die Behandlung:
1)konservative-bei unkomplizierten Frakturen(den Gips, eine Scheine,
Extension oder Fixateur). Beim Arm und Bein bleiben die Finger
geöffnet, um zu sehen, wie die Zirkulation ist. Der Pt muss seine Finger
bewegen, um die Zirkulation zu verbessen und gegen Kontrakturen.
DMS regelmäßig durchführen(Durchblutung-Motorik-Sensibilität).
2)operative-bei komplizierten Frakturen. Diese Methode versteht die
Anwendung von osteosintetischem Material. Es dient, die Knochen zu
helfen, sich schneller zu verbinden und einige Materiale bleiben hier
lebenslänglich(Schiene, Endoprothese, Schrauben, Metallplaten).
Rehabilitation wird später gemacht.

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Proximale Humerusfraktur entsteht meistens wegen des Sturzes.
Seltenere Ursachen sind Methastasen von Knochentumor,
Knochentumor oder maligne Lymphome. Diese Fraktur ist häufiger bei
Frauen, die an Osteoporose leiden und die älterer sind.
Symptome sind Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Druckgefühl,
Hämathom(Bluterguss).
Diagnose: Röntgen.
Therapie: bei unkomplizierter Fraktur Gilchrist-Verband ca. eine Woche
und bei komplizierter(offene Frakturen, dislozierte Frakturen) operativ.
Distale Radiusfraktur entsteht meistens bei älteren Personen, die
osteoporotische Knochen haben. Die Person fallen auf die Handfläche
oder auf den Handrücken bei gebeugter Hand.
Symptome: bei dislozierter Fraktur ist eine Difformität sichtbar und es
gibt eine Schwellung. Bei nicht dislozierter ist nur eine schmerzhafte
Schwellung vorhanden.
Diagnose: Röntgen.
Therapie: bei unkomplizierter Fraktur Unterarmgips für 4-6 Wochen, bei
komplizierter operativ mit osteosintetischem Material. Manchmal kann
es zur Verletzung des Handgelenks kommen.
Sprunggelenksfraktur entsteht meistens bei Sportlern, bei
unbequemen Stürzen.
Symptome: Schmerzen, Schwellung, Bewegungseinschränkung.
Diagnose: Röntgen, Luxation von Sehnen und eine Talusfraktur.
Therapie: Unterschenkelgips, Operation. Kühlung und Hochlagerung.
Mediale Schenkelhalsfraktur liegt im medialen Anteil des
Schenkelhalses und entsteht meistens durch mechanische Wirkung der
Kraft.
Symptome: Schmerzen und Schenkelhalsdifformität,
Bewegungseinschränkung, Bein ist nach außen rotiert, Knochenreiben

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(Krepitation).
Diagnose: Röntgen.
Therapie: selten Gips, operativ.

Osteosyntheseverfahren
Im Rahmen einer Osteosynthese wird die Fraktur operativ reponiert und
mithilfe eines Implantats(Schrauben oder Platten) fixiert.
Indikationen sind offene Frakturen, begleitende Nerven- und
Sehnenverletzungen oder Frakturen, die sich geschlossen nicht
reponieren lassen.
Vorteil ist eine schnellere Beweglichkeit und Belastbarkeit der
betroffenen Extremität.
Nachteil ist die Notwendigkeit einer zweiten OP, um die Schrauben oder
Plattenimplantate zu entfernen.
Postoperativ sind Kreislaufkontrolle, Lagerung, Wund- und DMS-
Kontrolle, frühzeitige Mobilisation.

Endoprothese
Bei einem Gelenkersatz können ein(partiell) oder beide Gelenkteile
(total) durch Implantate ersetzt werden. Meistens wird sie bei
Hüftkopffraktur eingesetzt.
Da meist ältere Pt-en betroffen sind, sollte die Pflege aktivierend sein
und möglichst früh mit der Mobilisation beginnen.
Komplikationen: Luxation, Thrombose, Infektion, Allergie(selten).

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Osteoporose
Man bezeichnet die Osteoporose als Reduktion des Knochengewebes.
Die Knochen werden weicher und schwach und die Gefar von Frakturen
ist größer.
Osteoblasten sind Zellen, die Knochengewebe bilden.
Osteoklasten sind Zellen, die den Knochen aufbauen.
Häufiger erkranken die Frauen in der Menopause wegen Estrogen
(ermöglicht dem Knochengewebe, sich zu bilden), Kortikosteroide
Anwendung bei CNI, Hyperthyreose, Metastasen, Knochenkarzinom.
Symptome: Knochenschmerzen vor allem im Rücken, Müdigkeit bei
minimalen Belastungen. Meistens wird die Osteoporose entdeckt, wenn
es zur Fraktur kommt.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor(Vitamin D, Ca, Phosphor),
Knochendichtmessung(Osteodensitometrie).
Therapie: nach der Ursache, auf kalziumreiche Kost(Milch) achten,
Kalzium und Vitamin D, man soll mit Kalzium bei Herzpatienten
vorsichtig sein, weil es zur Arrhytmie kommen kann. Bisphosphonate
Medikamente(Fosamax).

Arthrose
Die Arthrose ist eine degenerative Erkrankung eines oder mehreren
Gelenke, die wegen Verletzungen oder im Verlauf einer rheumatischen
Grunderkrankung entsteht.
Symptome: Die Pt-en bewegen sich eingeschränkt, sie empfinden die
Wärme, Schwellung und Schmerzen. Wenn die Pt-en sich ausruhen,
vermindern sich die Symptome.
Diagnose: Röntgen.
Therapie: Die Grunderkrankung kontrollieren, nichtdtrtoidale

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Antirheumatika als Gel zur Schmerzbehandlung, Analgetika,
physikalische Therapie, operativ falls die Schädigung groß ist.

Allgemeine Onkologie, Tumorarten


Tumoren können sein:
1)gutartige(benigne)-wachsen langsam von unseren Zellen und
beeinflusen die Umgebung, bzw.drücken. Keine Metastasenbildung.
2)bösartige(maligne)-unsere und neue Zelle wachsen schnell und
machen den Druck auf andere Organe und Geweben, bilden
Tochtergeschwülste in anderen Körperregionen(Metastasenbildung)
und führen unbehandelt zum Tod.
Die Metastase ist Ausstrahlung von bösartigen Zellen in anderen
Geweben.
THM-Klassifizierung dient zur Bestimmung des Tumorstadiums- die
Größe des Tumores (T), Tumorebefall von Lymphknoten (N) und
Nachweis von Metastasen (M).
Diagnose: Anamnese, klinische Untersuchung, Labor(Blutbefund,
Urinbefund), Tumor Marker, Ultraschall, Röntgen, CT, MR, Biopsie.
Therapie: operativ, Strahlung.
1) Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor bei älteren
Männern.
Ursachen: familiäre Disposition, gutartige Vergrößerung der
Prostata. Da der Tumor nur in den Stadium 0-2 geheilt werden
kann, ist das Screening wichtig.
Symptome: treten spät auf, häufiger Harndrang, Hämaturie,
erschwertes Wasserlassen.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor(Blut, Urin),
Prostataspezifische Antigen(PSA), Ultraschall, transrektale

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Sonografie.
Therapie: abhängig von Stadium und das Alter ist sehr wichtig.
Falls die Metastasen schon vorhanden sind, Strahlung und
Strahlentherapie(Haarverlust, Durchfall).

2) Pankreaskarzinom ist der dritthäufigste Tumor des


Verdauungstrakts und er wird niemals am Anfang diagnostiziert,
weil er keine besondere Symptome hat. In der Regel ist im
Pankreaskopf lokalisiert.
Ursachen: Rauchen, Alkoholismus.
Symptome: Ekel, Erbrechen, Gewichtverlust, periumbilikale
Schmerzen, Rücken- und Bauchschmerzen, Ikterus, selten
Thrombose und DM.
Diagnose: Ultraschall, ERCP, Endosonografie, MRT, Biopsie mit
histologischer Untersuchung.
Therapie: operativ in früheren Stadien, Strahlung, Chemotherapie.

3) Bronchialkarzinom ist der häufigste bösartigen Tumor und in


Deutschland die häufigste zum Tode führende Krebserkrankung
bei Männern.
Ursachen: Zigarettenrauch(auch passiv), bzw. Nikotin und der
Teer(katran), Inhalation bestimmter Arbeitsstoffe(Stäube),
familiäre Disposition.
Symptome: Schmerzen, Hämoptysen(Aushusten von Blut),
Dyspnoe, Müdigkeit, Gewichtverlust, dauernde
Heiserkeit(promuklost).
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Röntgen, Labor,
Tumormarker, Biopsie mit histolohischer Untersuchung, CT.
Therapie: operativ, Strahlung, Chemotherapie.
Komplikationen: Metastasen in Knochen, Leber und Gehirn

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meistens.

4) Mammakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen.


Deshalb ist die Selbstuntersuchung der Brust so wichtig.
Ursachen: familiäre Disposition, Menopause nach 55. Lebensjahr,
Mutation des BRCA1(Breast cancer) oder BRCA2 Gens.
Symptome: nicht druckschmerzhafter und nicht verschieblicher
Knoten, am häufigsten im oberen, äußeren Quadranten der Brust,
Sekretion aus der Brustwarze(bradavica), Orangenhautphänomen,
die grobporig ist, geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle
(lymphogene Metastasierung), Rötung der Haut bei Ausbreitung
des Karzinoms.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor, Selbstuntersuchung,
Ultraschall, Röntgen, CT, Mammografie, Biopsie mit histologischer
Untersuchung.
Therapie: Kombination aus OP, Strahlen- und Chemotherapie,
Tumor mit dem umgebendem Gewebe Entfernung.
Metastasen in Lungen, Knochen, Leber.

Bluterkrankungen
Anämie
Man bezeichnet Anämie als eine Erkrankung, bei der zur verminderten
Hemoglobinkonzentration, Erythrozytenzahl und Hematokrit(Anteil der
Blutzellen am Blutvolumen) kommt.
Die Hämatopoese erfolgt in flachen Knochen. Das Hormon
Erythropoetin dient zur normalen Entstehung von Erythrozyten, die 120
Tage wohnen. Normale Hemoglobinwerte sind 120-180.

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Anämien wegen Blutverlust entstehen schon in
Erythrozytenproduktion.
1) Blutungsanämie-starke Blutung führen zu einem
Erythrozytenverlust, den der Organismus nicht schnell genug
kompensieren kann. Diese Anämie ist zuerst normozytär, später
wegen des Eisenmangels mikrozytär.
Symptome: der Pt fühlt sich schwach, ist wenig leistungsfähig,
Tachykardie wegen Belastungsdyspnoe, Haut und Schleimhäute
sind blass.
Diagnose: Labor(Hämoglobin niedrig, ER-zahl und Hämatokritt),
Magenspiegelung über mögliche Blutverluste durch das Vorliegen
von Magengeschwüren.
Therapie: Eiseneinnahme, im Fall einer Erkrankung muss sie
behandelt werden.

2) Eisenmangelanämie ist die häufigste Form, bei der zum


Eisenmangel kommt. Das Eisen absorbiert im Dünndarm. Der
Organismus brauch das Eisen in Pubertät, Schwangerschaft und
der Mangel entsteht, wenn die Person das Eisen nicht genug
nehmen, wegen einer Erkrankung (Ulcus ventriculi, Morbus Crohn,
Blutungen, unangemessene Aufnahme).
Krankheitsbild: Müdigkeit, Schwindel, Tachykardie, trockene Haut,
die Blässe(bledilo), Zerbrechlichkeit der Haare und Nägel.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor.
Therapie: angemessene Ernährung, Eisen- und Vitamin C-Ersatz,
Behandlung von Grunderkrankung. Eisenpreparate können den
Stuhl schwarz färben.

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3) Megaloblastäre Anämie entsteht wegen des Mangels von
Folsäure und Vitamin B12. Die häufigste Form ist perniziöse
Anämie, bei der zum Vitamin B12 Mangel kommt.
Ursachen: Ulcus ventriculi(sezerniert inneren Faktor), Morbus
Crohn, unangemessene Ernährung.
Symptome: Müdigkeit, Schwindel, Tachykardie, neurologische
Störungen wie Missempfindungen an Händen und Füßen, glatte
rote Zunge.
Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor(Vitamin B 12), Schilling
Test(Resorptionsstörung für Vitamin B12).
Therapie: Ersatz für Folsäure und Vitamin B12.

Lymphome
1) Hodgkin-Lymphom – hier sind mehrere Arten von Zellen
betroffen.
Ursache: unbekannt, aber Viren sind möglich(HIV, Ebstein-Barr).
Symptome: Gewichtsverlust, Schwäche, Müdigkeit, Fieber,
Nachtschweiß, Lymphknotenschwellung am Hals, in den Achseln.
2) Non-Hodgkin-Lymphom – hier ist eine Art von Lymphozyten
betroffen(T oder B).
Ursache: genetisch, Infektionen durch bestimmte Viren,
Spätkomplikationen nach Bestrahlung oder Therapie mit
Immunosupresiva.
Symptome: Nachtsschweiß, Fieber, Hepatomegalie,
Splenomegalie, schmerzlose Knoten.

Diagnose: Anamnese, Krankheitsbild, Labor(Entzündungfaktoren,


Leykozytose), Biopsie.
Therapie: Chämotherapie, Radiotherapie.

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LYMPHKNOTENVERÄNDERUNGEN

Wundversorgung(Diabetischer Fuß)

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