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Dienstag, 3. Mai 2011

Z E I T U N G
HANNOVERSCHER ANZEIGER VON 1893

Nr. 102 • 18. Woche • Preis 1,40 €

Durch die Region: Die HAZ stellt alle Kommunen im Umland vor – den Anfang macht Pattensen / S. 20

Aus dem Gully: Warum es Hannovers Altstadtwirten stinkt – und was die Stadt unternimmt / S. 14

Für die Szeneläden: Wie die Taschen von zwei Burgdorfer Schülerinnen Kultobjekte wurden / S. 19
O sa ma s To d

Die USA bejubeln den Tod ihres Erzfeindes

Obamas Triumph
VON A NDREAS G ELDN ER „Wir werden Osama bin Laden erwischen – tot oder lebendig.“ Das hat nach dem 11. September 2001 der republikanische Präsident George W. Bush geschworen. Doch es ist sein Nachfolger Barack Obama, der nun die verbissene Jagd zu Ende geführt hat. Obama hat dabei die Grenzen des amerikanischen Rechtsstaates manchmal noch elastischer interpretiert als sein Vorgänger. Er hat etwa die gezielte Tötung von US-Bürgern im Ausland erlaubt, die als Terrorverdächtige gelten. Er hat der CIA mit einer Flotte von unbemannten Flugzeugen Präzisionswaffen in die Hand gegeben, wie sie in der Geschichte des Geheimdienstes ihresgleichen suchen. Und der US-Präsident hat jetzt eine hochriskante Aktion genehmigt, bei der amerikanische Soldaten ins Herzland eines Verbündeten vorgedrungen sind, um kurzen Prozess mit dem Mann zu machen, der in den USA so verhasst war wie Adolf Hitler. Nach allem, was man weiß, hat es sich in Pakistan um eine „Kill Mission“ gehandelt – eine gezielte Liquidation. Eine Festnahme des Gesuchten war nie das Ziel.

Eine Entscheidung mit Mut
Kein zivilisierter Mensch wird dem Fanatiker Osama bin Laden eine Träne nachweinen. „Das amerikanische Volk hat sich diesen Kampf nicht ausgesucht“, sagte Obama – zu Recht. Für ihn ist der Tod des amerikanischen Erzfeindes ein persönlicher Triumph. Er hat sicher nicht vergessen, wie gehässig beispielsweise George W. Bushs ehemaliger Vize Dick Cheney ihn über Monate als US-Präsidenten geißelte, der schwächliche Moral über die Sicherheit der Amerikaner stelle. Nach jedem Anschlag oder Anschlagsversuch versuchte die politische Rechte, dies Obama anzukreiden. Ein Fehlschlag der Kommandoaktion wäre für Obama genauso zur politischen Katastrophe geworden wie der unter dem demokratischen Präsidenten Jimmy Carter im Jahr 1980 kläglich gescheiterte Versuch, die damaligen amerikanischen Geiseln in der Teheraner US-Botschaft zu befreien. Dass die US-Eliteeinheiten in Pakistan einen Hubschrauber brennend zurücklassen mussten, legt nahe, dass der Grat zwischen Erfolg und Scheitern nur schmal war. Eine Entscheidung, wie sie Obama gefällt hat, braucht Mut. Mit einem Schlag hat der US-Präsident seinen Gegnern damit einen zentralen Angriffspunkt weggenommen. Selbst wenn es der geschwächten Terrororganisation Al Qaida gelingen sollte, sich mit Attentaten in aller Welt für den Tod ihres Führers zu rächen, ist dem Präsidenten dieser Erfolg nicht zu nehmen.

New Yorker Feuerwehrleute feiern auf dem Times Square den Erfolg der USA. Viele ihrer Kollegen kamen bei den Anschlägen im September 2011 ums Leben.

dpa

HEUTE IN DER HAZ Burger im Café Kröpcke?
Hannover: Durch die ehemaligen Mövenpick-Flächen im Café Kröpcke zieht demnächst möglicherweise der Geruch von Frikadellen: Die Burgerkette „Jim Block“ ist als Mieter für die Räumlichkeiten im Gespräch. Seite 13

■ US-Soldaten erschießen Osama bin Laden ■ Terroristenführer lebte in Villa in Pakistan ■ Weltweit wächst die Sorge vor Vergeltung
VON G A BY C H WALLEK UND A NDREAS G ELDN ER Washington/Islamabad. Osama bin Laden ist tot: Bei einer gezielten Kommandoaktion erschossen US-Elitesoldaten den Al-Qaida-Chef in Pakistan. Noch während US-Präsident Barack Obama den Tod von Amerikas Staatsfeind Nummer eins verkündete, feierten jubelnde Massen vor allem in Washington und New York. Gleichzeitig wächst die Angst vor Vergeltungsschlägen. Laut Obama starb bin Laden bei einem Schusswechsel mit der US-Spezialeinheit. Nach Informationen des USNachrichtensenders CNN wurde der 54-Jährige durch einen Kopfschuss getötet. Es habe sich um eine „Kill Mission“ gehandelt – eine gezielte Liquidation –, berichtete der Sender unter Berufung auf offizielle Quellen. Eine Festnahme sei nicht das Ziel gewesen. Eine Erbgutanalyse bestätigte laut CNN eindeutig die Identität bin Ladens, dessen Leiche sofort im Meer bestattet worden sei. Zuvor hatte die US-Einheit in einer 40-minütigen Blitzaktion den stark gesicherten Gebäudekomplex in Abbottabad rund 60 Kilometer Luftlinie nördlich der pakistanischen Hauptstadt Isla- Fernsehbilder der nächtlichen Aktion in Pakistan. mabad gestürmt. Bin Laden setzte sich zur Wehr. Bei dem Feuergefecht wurden auch drei weitere Männer und eine Frau getötet. Unter den Toten sind nach Vermutungen der US-Stellen bin Ladens erwachsener Sohn und zwei Kuriere, die eine wichtige Spur zu dem Terrorchef waren. „Der Gerechtigkeit ist Genüge getan“, sagte Obama in der Nacht zum Montag in seiner Fernsehansprache. Er betonte: „Bin Laden war kein muslimischer Führer, er war ein Massenmörder von Muslimen.“ Der Kampf gegen den Terror ist nach den Worten von US-Außenministerin Hillary Clinton nicht vorbei. Die Botschaft an die radikalislamischen Taliban sei klar: „Ihr könnt uns nicht besiegen.“ Die USA befürchten Vergeltungsaktionen. Ihre diplomatischen Vertretungen wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Kontrollen an den New Yorker Flughäfen wurden verstärkt. Der scheidende CIA-Direktor Leon Panetta warnte in einer Botschaft an die Mitarbeiter des Geheimdienstes: „Obwohl bin Laden tot ist – Al Qaida ist es nicht.“ Der radikalislamische Prediger Abu Bakar Bashir kündigte in Indonesien eine harte Bestrafung der USA an. Noch mitten in der Nacht versammelten sich vor dem Zaun des Weißen Hauses in Washington mehrere Tausend Menschen. Sie jubelten: „Wir haben ihn“ oder „Am Ende gibt es doch Gerechtigkeit“. Nach Einschätzung amerikanischer Medien bedeutet die Aktion Rückenwind für Obama bei der Präsidentschaftswahl im Herbst 2012. Bin Laden gilt als der Kopf hinter grausamen Terroraktionen, etwa dem Anschlag vom 11. September 2001. Fast 3000 Menschen wurden damals getötet, als seine Gefolgsleute Flugzeuge in die Türme des World-Trade-Centers in New York und ins Pentagon gesteuert hatten. Nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich die Sicherheitslage in Deutschland nicht verändert. Es sei weiter nötig, wachsam zu (mit: dpa) rtr sein.

Aktion kollidiert mit Völkerrecht
Berlin (ko). Völkerrechtlich ist die gezielte Tötung von Personen umstritten. Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) warnte vor unabsehbaren Folgen der Tötung von Osama bin Laden. „Zum einen ist es ganz eindeutig ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht. Zum anderen kann es – weil überall in der arabischen Welt Unruhe herrscht – zu Folgewirkungen führen, die man im Augenblick wirklich nicht übersehen kann“, sagte Schmidt in der ARD. Michael Grosse-Brömer, Justiziar der Unionsfraktion im Bundestag und Mitglied im Rechtsausschuss, sprach von der „Idealforderung“, dass man den Aufenthaltsort der Gesuchten ermittelt, ihn dann rechtsstaatlich einwandfrei festsetzt und ein rechtsstaatliches Verfahren eröffnet. „Aber natürlich sehen konkrete Handlungsabläufe vor Ort manchmal ganz anders aus“, sagte Grosse-Brömer dieser Zeitung. Bei einem Feuergefecht gebe es etwa eine andere Lage. Das Ziel müsse es aber bleiben, solche Täter vor den internationalen Strafgerichtshof zu stellen, wie es bereits mit zahlreichen Kriegsverbrechern geschehen sei. Der CDU-Politiker und Jurist Grosse-Brömer verlangte daher, jenseits des Verteidigungsgedankens eine „klare internationale Ermächtigungsgrundlage“ für solche Ausnahmefälle zu schaffen.

Mehr Zeit für Volksbegehren
Niedersachsen: Das Volksbegehren für gute Schulen hat einen Etappensieg errungen – den für gestern angesetzten Abgabetermin der Unterschriftenlisten hat der Staatsgerichtshof gekippt. Die Frist wird nun verlängert. Seite 5

CeMAT eröffnet
Wirtschaft: Bei der CeMAT zeigen seit gestern 1100 Aussteller Neuheiten aus der Lager- und Materialwirtschaft. Wegen der robusten Konjunktur erwarten die Veranstalter die bislang stärkste Fachausstellung aller Zeiten. Seite 11
Dax 7527,64 (+ 13,18) Dow Jones (20 Uhr) 12 824,77 (+ 14,23) Euro (EZB) 1,4837 (1,4860) Dollar

Vom Politiker zum Polizisten
Die Euphorie, die sich gestern auf den Straßen Washingtons und in New York breitmachte, wird aber nicht allzu lange andauern. Selbst nach dem Schock des 11. September 2001 ist die nationale Geschlossenheit in den USA schnell zerbrochen. Die Vereinigten Staaten haben mit dem Tod von Osama bin Laden einen enormen psychologischen Sieg errungen – eine Rückkehr zu sicheren Zeiten bedeutet das aber nicht. Osama bin Laden war schon lange nicht mehr der große Drahtzieher, zu dem ihn die USA stilisierten. Der rücksichtslose Terror, den Al Qaida etwa im Irak auch gegen Muslime richtete, hat die Organisation mindestens so geschwächt wie die amerikanischen Militärkampagnen. Ob die USA die Zielscheibe für frustrierte und zornige Muslime bleiben, entscheidet sich wohl eher daran, ob sie die demokratischen Revolutionen in der arabischen Welt wirksam unterstützen oder ob Obama seine Passivität bei der Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts überwindet. Jenseits von versöhnlichen Reden über den Islam hat Obama hier schon lange keine klaren Akzente mehr gesetzt. Je mehr ihm offenbar die Verantwortung für die Sicherheit seines Landes bewusst geworden ist und je mehr Geheimdienstinformationen auf seinem Tisch landeten, umso mehr setzte er auf Geheimdienst und Militär. Der Friedensnobelpreisträger, der schon für die Ankündigung einer atomwaffenfreien Welt gefeiert wurde, hat sich unter der Last des Präsidentenamtes gewandelt. Seine Entscheidung, das Gefangenenlager auf Guantanamo weiterzubetreiben, ist für diese Kehrtwende das markanteste Beispiel. Doch vor allem außerhalb der USA wird ihm das auf Dauer nur nachgesehen, wenn er nicht nur als knallharter amerikanischer Polizist auftritt. Der US-Präsident Obama sollte nach dem Triumph über den Terrorführer Osama seinen Spielraum nutzen, um nicht nur militärische Risiken einzugehen – sondern auch das Wagnis, das Rechtsstaat heißt.

Historischer Erfolg
Sport: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht bei der WM mit einem Bein im Viertelfinale. Vor dem heutigen Vorrundenspiel gegen Slowenien haben die Deutschen den Gruppensieg bereits sicher – zum ersten Mal seit 1933. Seite 22

Genugtuung in Washington: Seite 2 ● Blitzkrieg gegen die Festung: Seite 3 ● Bin Ladens Weg zur Gewalt: Seite 3 ● Tod in Echtzeit: Seite 23 ● Videos und Bilder unter

Heute mit Anzeigen-Spezial: „TUIfly Marathon“
Rätsel Börsen & Märkte Roman ZiSH Medien / TV Täglich (fast) alles Seite 7, 18 Seite 10 Seite 18 Seite 19 Seite 23 Seite 24

Regierung steuert festes Ausstiegsdatum an
Merkel will Atomkraftende in etwa zehn Jahren – und auf AKW-Steuer verzichten
zu verzichten. Damit hätte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) neue Probleme bei der Haushaltssanierung. Merkel bekräftigte am Montag bei der Eröffnung des ersten kommerziellen Offshore-Windparks in der Ostsee, dass der Atomausstieg deutlich beschleunigt werde. Es müssten aber realistische Ziele gesetzt werden. „Wir wollen eine Energiewende mit Augenmaß und eine, die klappt.“ Die frühere rot-grüne Bundesregierung hatte den Atomausstieg mit der Zuteilung von Restlaufzeiten verknüpft. An dieses System hatte Schwarz-Gelb bei der Ende vergangenen Jahres beschlossenen Laufzeitverlängerung angeknüpft. Dabei werden jedem Meiler Strommengen zugewiesen. Hat der Reaktor diese Mengen produziert, erlischt die Betriebserlaubnis. In der Praxis birgt das Verfahren Spielraum für Tricksereien. Wenn ein Betreiber ein Kraftwerk mit verringerter Leistung laufen lässt oder für die Revision abschaltet, verschiebt sich das endgültige Ende nach hinten. Ein Regierungssprecher betonte, die Kanzlerin habe sich noch nicht auf ein konkretes Datum und einen Mechanismus für den Abschied von der Atomkraft festgelegt. „Es ist bislang keine Entscheidung getroffen worden.“ So könnten ein bestimmter Termin oder aber – wie bisher – Reststrommengen festgelegt werden. Auch eine Kombination beider Varianten sei möglich. Das könnte nach Einschätzung von Fachleuten in der Praxis bedeuten, dass es zwar weiterhin Strommengen für die Betreiber gibt, diese jedoch zu einem festen Enddatum verbraucht sein müssen. Weitgehende Einigkeit besteht in Regierung und Koalition, dass die nach der Fukushima-Katastrophe abgeschalteten sieben älteren Meiler nicht mehr ans Netz zurück sollen. VON T IM B RAUN E Berlin. Die Pläne der Bundesregierung für einen schnelleren Atomausstieg werden konkreter. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will den Bürgern offenbar eine feste Jahreszahl für den Ausstieg präsentieren. Darüber soll sie sich mit Umweltminister Norbert Röttgen und ihrem Kanzleramtschef Ronald Pofalla (alle CDU) grundsätzlich verständigt haben. Die Rede ist von einem beschleunigten Ausstieg in etwa zehn Jahren. Die umstrittene Brennelementesteuer könnte bei diesem Konzept wieder gestrichen werden. Das alte System zur Übertragung von Restlaufzeiten von alten auf neuere Meiler solle beendet werden, berichtete das „Handelsblatt“. In Koalitionskreisen heißt es, der Bund erwäge, auf die erst zu Jahresbeginn eingeführte Atomsteuer und so auf jährlich 2,3 Milliarden Euro CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe kritisierte die Fixierung auf ein Ausstiegsdatum. „Nicht nur eine Jahreszahl bedeutet den Markenkern der Union“, sagte Gröhe in Berlin bei einer Energiediskussion mit der Parteibasis. Dort wurde die CDU-Führung aufgefordert, die Kosten für die Energiewende auf den Tisch zu legen. Auch wurde vor Gesetzes-Schnellschüssen gewarnt. Kanzleramtsminister Pofalla attackierte die Grünen. Diese hätten es sich mit ihrem Öko-Image „verdammt gemütlich gemacht“. Sie blockierten Stromtrassen und Kohlekraftwerke und ignorierten die Atommüll-Endlagerfrage. „Die Grünen müssen endlich Farbe bekennen.“ Nach dem alten rot-grünen Ausstieg wäre der letzte Meiler 2022/23 vom Netz gegangen. SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte, eine Rückkehr zu diesem Beschluss wäre das richtige Signal.

13° 2°

Bildung von Quellwolken, aber nur vereinzelt kurze Schauer. Schwacher Wind Seite 24 aus Nordost.

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Blick in die Zeit

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

Furcht vor Attentaten trübt die Freude über das Ende des Topterroristen

In Feierstimmung: Vor dem Weißen Haus in Washington bejubeln begeisterte Amerikaner den Tod des Terror-Drahtziehers bis in die frühen Morgenstunden.

afp

reaktioNeN
„Die Botschaft, die von dem heutigen Tag ausgeht, lautet: Terrorakte bleiben nicht ungesühnt.“
Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin

Genugtuung im Weißen Haus, Jubel auf den Straßen: Die Amerikaner erleben den Tod des Al-Qaida-Chefs als Befreiungsschlag
Von a ndreas G eldn er Washington. Fast schon Mitternacht ist es im Ostflügel des Weißen Hauses, als der US-Präsident ohne sichtliche Regung den Satz ausspricht, dem die Nation seit Stunden entgegenfiebert: „Heute Abend kann ich dem amerikanischen Volk und der Welt die Nachricht verkünden, dass die Vereinigten Staaten eine Operation durchgeführt haben, die Osama bin Laden, den Anführer von Al Qaida, getötet hat“, sagt Barack Obama. „Das gerechte Urteil ist vollstreckt.“ Pathetisch wird er nur bei der Erinnerung an das von Amerikanern durchlittene Leid. Ein strahlender Septembertag sei vor fast zehn Jahren vom schlimmsten Angriff auf das amerikanische Volk verdunkelt worden. „Lasst uns heute Nacht wieder an den Geist der Geschlossenheit zurückdenken, der uns am 11. September 2001 beherrscht hat.“ Er wisse sehr wohl, sagt Obama vielsagend, dass dieser Geist manchmal brüchig geworden sei. Immer wieder hat dieser Präsident die nationale Einheit beschworen. Doch allzu häufig ist sie ihm angesichts der Feindseligkeit seiner Gegner entglitten. Vor wenigen Tagen legte er sogar seine Geburtsurkunde vor, weil ihn fast die Hälfte der republikanischen Parteigänger nicht für einen Amerikaner hält. Doch beim Kampf gegen den Terror hat Obama Wort gehalten. Im Wahlkampf hatte er versprochen, dass ihn nichts von der Jagd nach bin Laden ablenken werde. Für seine Ankündigung, dass er notfalls auch amerikanische Soldaten nach Pakistan schicken werde, hatte ihn selbst der republikanische Präsidentschaftsrivale John McCain gerügt. Im Amt hat Obama dies so nicht mehr wiederholt. Das Verhältnis zum wackligen Verbündeten Pakistan war schwierig genug. Die Tatsache, dass bin Laden im Herzen dieses Landes so lange unentdeckt blieb, erscheint merkwürdig. Doch Obama hat die Aktion, die den Terroristen das Leben kostete, mit einer Härte durchziehen lassen, die ihm viele nicht zugetraut hätten. Das wird sein Bild verändern. Der US-Präsident steht nun da als einer, der den Mut zu einer schwierigen Entscheidung hatte. „Ich“ sagt er bei seinem Auftritt eher selten. Doch an einer Stelle tut er es doch: „Kurz nachdem ich mein Amt übernommen hatte, habe ich Leon Panetta, den Direktor der CIA, dazu angewiesen, die Tötung oder die Gefangennahme von Osama bin Laden zur allerhöchsten Priorität in unserem Krieg gegen Al Qaida zu machen.“ Die Spitze gegen seinen Vorgänger George W. Bush, der sich im Irak verzettelte, ist nicht zu überhören. Bush taucht als Kronzeuge erst auf, als Obama beteuert, dass der Anti-Terror-Kampf der USA kein Krieg gegen den Islam sei. Wenn das stundenlange Warten auf die Rede des Präsidenten eine spannungssteigernde Inszenierung gewesen sein sollte, dann ist sie gelungen. Eine Stunde vor Obamas Auftritt hatte sich der CNN-Reporterveteran Wolf Blitzer fast auf die Zunge beißen müssen, um nicht die Vermutung auszusprechen, die bei vielen aufblitzte, als der Präsident kurzfristig an einem Sonntagabend eine mysteriöse Erklärung zur nationalen Sicherheit ankündigte. „Es kann nicht Libyen sein, dafür ist die Nato zuständig“, sagte Blitzer. Doch auf dem Konkurrenzsender MSNBC war der Damm zu diesem Zeitpunkt schon gebrochen. Zum ersten Mal fiel der Name Osama bin Laden – und Minuten später lautete die Aussage: „Bin Laden ist tot“. Anderswo zerbröselte vor laufender Kamera ein Weltbild. Der konservative Nachrichtensender Fox News, der Barack Obama stets zum Sicherheitsrisiko erklärt, hatte Mühe, mit dem Geschehen Schritt zu halten. „Wenn das wahr ist …“, sagte Moderator Geraldo Rivera – und verstummte. Vielleicht liege es ja daran, dass der erfolgreiche Afghanistan-General David Petraeus bald Chef der CIA sei? Ein Lob für den Präsidenten kam dem Moderator nicht über die Lippen: „Al Qaida wird seine Attacken verstärken. Wir werden mehr Terrorangriffe auf der Welt bekommen.“ Doch mit Angst sind in dieser Nacht keine Punkte mehr zu machen. Jubelnde Menschen strömen zum Zaun des Weißen Hauses, Minute um Minute wird die Menge größer. Die Rufe „USA, USA, USA“ übertönen alle Kommentare. Wer später in der Nacht sich am Lafayette-Park gleich gegenüber dem Weißen Haus vorzukämpfen versucht, stößt auf viele Hunderte, wenn nicht Tausende von Menschen, welche den Vorplatz in Beschlag genommen haben. Von dieser Stelle aus ist es zu Fuß nicht weit zum Nachtleben der US-Bundeshauptstadt. Es sind vor allem junge Menschen, die sofort auf die Nachricht reagieren und aus den Bars und Restaurants hierher strömen. Die meisten haben jene Jahre wohl nicht mehr bewusst erlebt, als der Verkehr noch ungehindert um das Weiße Haus strömen konnte und als keine Betonbarrikaden und Metalldetektoren den Präsidentensitz zur unnahbaren Festung gemacht haben. Erstaunlich viele haben sich schnell eine US-Flagge organisiert. Die meisten sind wohl Obama-Fans, nur einige Bush-Cheney-Aufkleber sind zu sehen. Doch Parteien trennen in dieser Nacht die Amerikaner nicht mehr. Die Nationalhymne und patriotische Gassenhauer werden gegrölt. Die Stimmung ähnelt eher der Atmosphäre nach einem Sieg einer US-Nationalmannschaft als einer politischen Demonstration. Für eine Nacht scheint der seit dem 11. September 2001 in den USA ungebrochen anhaltende Belagerungszustand überwunden zu sein. Kaum ist bin Ladens Leichnam nach Angaben der US-Regierung im Meer versenkt – angeblich unter Beachtung muslimischer Vorschriften –, liefert das schon Stoff für Verschwörungstheorien. Dass Washington beteuert, bin Laden sei durch einen Vergleich seiner DNA mit einer von einem engen Verwandten in Saudi-Arabien erhaltenen Genprobe zweifelsfrei identifiziert worden, kann Obamas verbissene Gegner nicht erschüttern. „Das stinkt zum Himmel!“, lautete die erste Reaktion im Internetforum der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung: „Man sollte nie etwas glauben, was Obama erzählt.“
Eine Reportage zum Tag in Washington unter haz.de/usa

„Das gerechte Urteil ist vollstreckt“

„Der Kampf ist sicher noch nicht vorbei gegen die größte aller Feigheiten, den Angriff auf Unschuldige.“
Alain Juppé, französischer Außenminister

„Die Nachricht, dass Osama bin Laden tot ist, wird den Menschen weltweit große Erleichterung bringen.“
David Cameron, britischer Premierminister

„Diese bedeutsame Errungenschaft ist ein Sieg für Amerika (…) und für alle diejenigen, die am 11. September 2001 Angehörige und Freunde verloren haben.“
George W. Bush, ehemaliger US-Präsident

„Ein Christ sollte niemals den Tod eines Menschen begrüßen.“
Frederic Lombardi, Sprecher des Vatikans

„Der Tod von Osama bin Laden macht die Entschlossenheit der Staatengemeinschaft und damit auch Pakistans deutlich, den Terrorismus auszuradieren.“
Offizielle Stellungnahme der pakistanischen Regierung

„Der Krieg gegen den Terrorismus muss an seinen Ursprungsorten geführt werden, gegen seine Finanzquellen, seine Verstecke,seine Trainingslager – nicht in Afghanistan.“
Hamid Karsai, afghanischer Präsident

Patriotischer Auftritt: US-Präsident Barack Obama bei seiner Fernsehansprache.

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„Ihr könnt uns nicht besiegen.“
Hillary Clinton, US-Außenministerin

Rund um die Welt drohen wieder Anschläge
netta. Rund um die Welt wird deshalb Vorsorge getroffen: Pakistan: Sowohl die USA als auch die as Ende Osama bin Ladens dürfte pakistanische Regierung blieben gestern nicht das Ende des Al-Qaida-Terrors auffällig vage, was die pakistanische Bebedeuteten – darüber sind sich alle Fach- teiligung am Tod bin Ladens anging – leute einig. Ein afghanischer Geheim- aus gutem Grund. Für Islamabad wäre dienstfunktionär hat es am Montag auf es fatal, wenn das Land in der islamiden Punkt gebracht: „Vor ein paar Jahren schen Welt als Verräter bin Ladens dahätte der Tod oder eine Verhaftung von stehen würde, das den Al-Qaida-Führer Osama noch etwas geändert – heute gibt den Amerikanern faktisch zur Hinriches viele kleine Osamas.“ tung überlassen hätte. ExAllerdings gibt es auch eitremisten aus aller Welt Al Qaida hat nen weiteren großen Terrorwürden das Land mit gnalängst einen führer. Denn neben den viedenlosem Terror überzielen unabhängig voneinanhen. Fast überall in Südneuen Kopf der operierenden Gruppen asien herrschte am Montag des Terrornetzwerks hat Al Nervosität und Sorge. Auch Qaida längst einen neuen Kopf gefun- Indien rief umgehend die höchste Alarmden: den 1951 geborenen ägyptischen stufe aus. Augenarzt Ayman Muhammad Rabaie USA: Die Vereinigten Staaten befürchten al-Zawahiri. Allerdings besitzt der Vergeltungsaktionen und antiamerikalängst nicht die Strahlkraft von Osama nische Ausschreitungen. Die Regierung bin Laden. Auch führt er eine Truppe, rief daher ihre Bürger in aller Welt zu die viel von ihrer Terrorfähigkeit einge- größter Wachsamkeit auf. Die Kontrollen büßt hat. Dennoch ist gerade durch den an den New Yorker Flughäfen wurden Tod bin Ladens die Terrorgefahr eher erheblich verstärkt. Die diplomatischen noch gewachsen: „Wir haben mehr denn Vertretungen der USA wurden in höchsje das Recht, gegen die Ungläubigen zu te Alarmbereitschaft versetzt. Die Regiekämpfen“, hieß es am Montag auf einer rung appellierte „dringend“ an die USislamistischen Website. Auch der isla- Bürger in besonders brisanten Regionen, mistische Prediger Abu Bakar Bashir „angesichts der Unsicherheit und Unbekündigte in Indonesien eine harte Be- rechenbarkeit der gegenwärtigen Lage“ strafung der USA an. „Terroristen wer- Massenversammlungen oder Demonstraden so gut wie sicher versuchen, ihn zu tionen zu meiden. Die Warnung soll zurächen“, warnt auch der scheidende Chef nächst bis zum 1. August gelten. Vor der des US-Geheimdienstes CIA, Leon Pa- US-Botschaft in Berlin waren zunächst Von W illi G ermund, C hristine m öllhoff und h anna r oth

„Dies ist ein durchschlagender Triumph für Gerechtigkeit, Freiheit und die Werte, die von allen demokratischen Nationen geteilt werden, die Seite an Seite (…) gegen Terrorismus kämpfen.“
Benjamin Netanjahu, israelischer Ministerpräsident

D

„Der Tod bin Ladens ist ein Akt der Gerechtigkeit für die Opfer des tödlichen Attentats gegen die US-Botschaft in Nairobi 1998.“
Mwai Kibaki, kenianischer Präsident

„Es ist nun Zeit für US-Präsident Barack Obama, aus Afghanistan und dem Irak abzuziehen.“
Essam al-Arian, Sprecher der ägyptischen Moslembrüderschaft

„Es ist eine Fortsetzung der amerikanischen Politik der Gräueltaten.“
Ismail Hanija, politischer Hamas-Führer im Gazastreifen

keine verschärften Sicherheitsvorkehrung erkennbar. Ägypten: Die Polizei hat ihre Patrouillen in den Touristenzentren des Landes verstärkt. Die Einsatzkräfte in Luxor und Umgebung wurden in Alarmbereitschaft versetzt, auch die Tempel und Ausgrabungsstätten werden stärker als sonst bewacht. EU: Auch die EU sieht eine erhöhte Terrorgefahr. „Die Bedeutung von Osama bin Laden als Symbol wird sehr wahrscheinlich verbündete Gruppen und Einzelpersonen für einige Zeit weiter inspirieren, also sollten wir aufmerksam bleiben“, sagte der Antiterror-Koordinator der Europäischen Union, Gilles de Kerchove. Deutschland: Das Auswärtige Amt rief die Deutschen zu erhöhter Vorsicht bei Auslandsreisen auf. Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich die Sicherheitslage in Deutschland selbst aber nicht verändert. Großbritannien: Der britische Außenminister William Hague ordnete eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen in britischen Botschaften in aller Welt an. „Wie jede Organisation, die einen schweren Schlag erlitten hat, werden sie zeigen wollen, dass sie noch immer in der Lage sind zu operieren“, sagte Hague. Frankreich: In Frankreich galt am Montag zunächst unverändert die zweithöchste Terror-Alarmstufe. Sie sieht vor, die „notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen, um dem konkreten Risiko eines

oder mehrerer schwerer Anschläge vorzubeugen. Diese Sicherheitsstufe gilt seit 2005. Italien: Außenminister Franco Frattini

kündigte eine „sehr hohe Wachsamkeit“ an. Auch Italiens Geheimdienste seien dabei, Verbindungen Al Qaidas zu Zellen (mit: dpa) in Europa zu überprüfen.

Nac hg e fr agt

„Nur symbolische Bedeutung“
Wie wirkt die Enthauptung von roristische Wirkung daraus, Al Qaida auf die islamistische an einem Ort und zu einer Zeit Terrorszene? zuzuschlagen, wenn nicht mit Bin Laden hatte nur noch symihnen gerechnet wird. Darübolische Bedeutung für den isber hinaus kann es im Moment lamistischen Terrorismus, als zu spontaner Protestgewalt eine Art Übervater oder Spiriaus der Unterstützerszene tus Rector. Bin Laden war also kommen. Dabei geht es nicht in den letzten Jahren nicht Chef um langfristig vorbereitete einer großen Terrorzentrale, Aktionen, sondern um eine Art sondern Teil eines Verbundes „Jedermann-Terrorismus“, von Kämpfern mit gemeinsamer Kai Hirschmann, also Brandanschläge und ÄhnWeltsicht, in dem andere Dschiliches. Auch davon können verInstitut für had-Organisationen die operaheerende Wirkungen ausgetive Rolle übernommen hatten. Terrorforschung hen, beispielsweise in einer UAllerdings müssen diese Leute Bahn-Station. für die Medienfigur bin Laden einen Ersatz finden. Dieser Prozess hatte War bin Laden zeitweise in arabischen Ländern eine Art Popfigur? bereits seit Längerem eingesetzt. Bin Laden war in arabischen Ländern zu einer Symbolfigur des Widerstandes geEntmutigt bin Ladens Tod die Kämpfer gen korrupte Regierungen geworden. oder stachelt er sie an? Zunächst ändert er nichts an der Ideolo- Aber er ist dort vor seinem Tod ideologie der Gewalt und des Hasses. Die gisch aufs Abstellgleis geraten. Kämpfer des Dschihad neigen nicht zu Interview: Michael M. Grüter spontanen Aktionen. Sie ziehen ihre ter-

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Blick in die Zeit

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Aufstieg und Tod eines Terror-Drahtziehers

Auf diesem großen und hoch gesicherten Areal in der pakistanischen Stadt Abbottabad hat der Al-Qaida-Chef Osama bin Laden in den vergangenen Jahren gelebt – in direkter Nachbarschaft des pakistanischen Militärs.

rtr

Blitzkrieg gegen bin Ladens Festung
Von W illi G ermund und a ndreas G eldn er Islamabad. Jahrelang haben ihn Spezialeinheiten gejagt, dann kommt das Ende von Osama bin Laden in einer Blitzaktion, die nur 40 Minuten dauert – US-Regierungsbeamte haben in der Nacht zum Montag einen Einblick in die dramatische Operation gegeben, bei der eine Eliteeinheit den Al-Qaida-Chef per Kopfschuss tötete. Was sie schildern, klingt wie ein Thriller – mit akribischer Schnüffelarbeit der USGeheimdienste, wichtigen Tipps von Terrorgefangenen und Bin-Laden-Vertrauten, die unwissentlich die Jäger auf die richtige Fährte brachten. Kurz nach Mitternacht Ortszeit in Pakistan – etwa 21 Uhr deutscher Zeit – ist es so weit: Nach intensiver Vorbereitung auf die „komplexe und besonders gefährliche Operation“, so das US-Militär, beginnt der „chirurgische Angriff“ des US-Elitekommandos Navy Seals. Bereits am Sonnabend hatte US-Präsident Barack Obama den Angriffsbefehl gegeben. Etwa 25 Soldaten werden mit zwei Hubschraubern vom Typ CH47 Chinook von einem US-Stützpunkt in Afghanistan eingeflogen. Ihr Ziel: eine Villa in Abbottabad, einem Luftkurort nur 60 Kilometer nordwestlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Der amerikanische Geheimdienst CIA verfolgt den Einsatz live am Bildschirm im Hauptquartier in Langley/Virginia. Die US-Soldaten greifen zunächst von den Hubschraubern aus an. Es folgt ein heftiges Feuergefecht am Boden, an dem sich auch bin Laden beteiligt haben soll. Er wird aufgefordert, sich zu ergeben – lehnt dies aber nach US-Angaben ab. Kurz danach wird der 54-Jährige durch Kopfschuss getötet. In jedem Fall muss es im Inneren des Hauses heftige Kämpfe gegeben haben. Ein von US-Sendern ausgestrahltes Video, das nach der Operation aufgenommen wurde, zeigt ein schlicht eingerichtetes Zimmer. Mobiliar liegt herum. Der Teppich ist blutverschmiert. Nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN hat es sich allerdings um eine „Kill Mission“ gehandelt – eine gezielte Liquidation. Eine Festnahme sei nicht das Ziel gewesen. Bin Ladens Leiche wird anschließend sichergestellt und per Hubschrauber nach Afghanistan ausgeflogen, untersucht und durch einen DNA-Test genetisch identifiziert. Nicht nur der Drahtzieher des 11. September 2001 wird getötet, auch sein Sohn und zwei weitere Al-Qaida-Bosse sterben. Eine Frau ist ebenfalls unter den Opfern – sie war von Osama und seinen Getreuen als menschliches Schutzschild missbraucht worden, berichtet der US-Fernsehsender NBC. Drei Ehefrauen des Top-Terroristen, sechs weitere Bin-Laden-Söhne und vier enge Mitstreiter werden nach dem Gefecht festgenommen. hung identifiziert worden sei, habe der Geheimdienst CIA systematisch Informationen über den inneren Zirkel um den Terroristenführer gesammelt, schilderten USBeamte, die anonym bleiben wollen. Das dürfte also schon lange vor den Anschlägen vom 11. September 2001 gewesen sein. Gefangengenommene Terrorverdächtige in der Zeit danach hätten die CIA auf Personen hingewiesen, die möglicherweise bin Laden und dessen Vize, Aiman al-Sawahiri, nach deren Flucht nach Afghanistan direkt unterstützt hätten. Später erweckte ein Bin-Laden-Kurier die Aufmerksamkeit der Geheimdienstler. Gefangene identifizierten ihn als einen Schützling von Chalid Scheich Mohammed, dem Organisator der Anschläge vom 11. September, und als einen von wenigen Al-Qaida-Kurieren, denen bin Laden traute. Sie deuteten auch an, dass dieser Mann mit bin Laden zusammenleben und als ein Leibwächter für ihn fungieren könnte. Und sogar einen Namen lieferten sie – aber es war leider nur ein Deckname. So gelang es den Agenten erst vor vier Jahren, die Identität des Kuriers herauszufinden. Vor zwei Jahren machten sie nach diesen Informationen dann Gebiete in Pakistan aus, in denen der Kurier zusammen mit einem Bruder operierte. Aber wo die beiden wohnten, blieb immer noch im Dunkeln – dank der intensiven Sicherheitsvorkehrungen des Gespanns, die die US-Geheimdienstler immer stärker davon überzeugten: „Wir sind auf der richtigen Spur.“ Der Durchbruch kam nach US-Angaben im vergangenen August, als der Unterschlupf gefunden wurde. Es ist ein Anwesen in einem Vorort von Abbottabad – nur 250 Meter von der nächsten Polizeistation entfernt, in direkter Nachbarschaft zu den Nobelvillen pensionierter Generale und nicht unweit der pakistanischen Elite-Militärakademie, in der die ranghöchsten Offiziere des Landes ausgebildet werden. Gleich um die Ecke gibt es Geschäfte und auch diverse Ärzte, um den zuckerkranken Al-Qaida-Chef behandeln zu können. „Wir waren geschockt von dem, was wir sahen – ein außergewöhnliches, einzigartiges Anwesen“, schildert ein US-Regierungsbeamter die Situation vor Ort. Es geht um einen Gebäudekomplex auf einem großen Grundstück, gerade mal sechs Jahre alt – vielleicht eigens für bin Laden gebaut, mutmaßen die Geheimdienstler heute. Die Schutzvorkehrungen sind enorm, bis zu fünfeinhalb Meter hohe Mauern mit Stacheldraht umgeben das Anwesen. Zugang gibt es nur durch zwei bewachte Tore. Die Einwohner verbrennen ihre Abfälle selbst – vermutlich weil sie keine Spuren hinterlassen wollen. Auf Fernseh- und Internetanschluss verzichten sie, um sich nicht zu verraten. Das Hauptgebäude umfasst drei Stockwerke und hat nur wenige Fenster, das Anwesen ist nach Schätzungen eine Million Dollar (etwa 670 000 Euro) wert, sehr viel nach pakistanischen Maßstäben. Es gibt keine Erklärung dafür, wie sich die Kurier-Brüder das leisten können. Den Geheimdienstlern ist nun endgültig klar: Es handelt sich um ein maßgeschneidertes Versteck für einen bedeutenden Menschen. Und dann finden sie heraus, dass neben den Familien der Brüder dort noch eine dritte Familie wohnt, eine, die in der Größe und Zusammensetzung der von bin Laden entspricht. „Unsere beste Einschätzung auf der Basis von vielen Berichten aus verschiedenen Quellen war, dass bin Laden dort mit mehreren Familienmitgliedern lebte, darunter seiner jüngsten Frau.“ Alles, so schildern die Beamten weiter, habe gepasst und mit dem übereingestimmt, wie man sich bin Ladens Versteck vorgestellt habe. Und dann kam das grüne Licht für den Sondereinsatz der Navy Seals. Wenige Stunden nach dem Militäreinsatz wird bin Laden bereits auf See bestattet, bestätigen US-Behördenvertreter am Montag. Der Ort und die genauen Umstände der Beisetzung werden nicht genannt. Zuvor hatte ein ranghoher US-Regierungsvertreter gesagt, die USA würden dafür Sorge tragen, dass bin Ladens Leiche „im Einklang mit den muslimischen Praktiken und Traditionen behandelt“ werde. Nach den Vorschriften des Islam muss die Leiche eines Muslims von männlichen Glaubensbrüdern gewaschen und möglichst innerhalb von 24 Stunden nach dem Tod bestat(mit: dpa, afp) tet werden.

Navi Seals – die härteste Elitetruppe
lles ist streng geheim, die Ausbildung genauso wie die Ausrüstung. Über die Einsätze dringt kaum etwas an die Öffentlichkeit, allenfalls dann, wenn sie besonders erfolgreich waren. So wie in der Nacht zum Montag, als Soldaten der US-Eliteeinheit Navi Seals das Versteck von Osama bin Laden stürmten und den Staatsfeind Nr. 1 der USA erschossen. Der Name Navi Seals deutet an, dass die gut 2400 Soldaten dieser Truppe der Marine zuzurechnen sind. Allerdings werden sie immer wieder den verschiedenen Geheimdiensten unterstellt. Seals, der englische Ausdruck für Seehund oder Robbe, setzt sich zusammen aus den Begriffen Sea, Air und Land. Er soll andeuten, dass die Spezialkämpfer im Meer, in der Luft und am Boden zuschlagen können. Die „Froschmänner“ oder „Grüngesichter“, wie sie von anderen Soldaten genannt werden, gibt es seit 1942 in der US-Armee. Sie werden ausgebildet, damit sie hinter den feindlichen Linien Kommandoeinsätze ausführen können. Mal geht es darum, Minen zu räumen, mal müssen extrem geschützte Ziele gesprengt werden oder – wie gestern – äußerst gefährliche Gegner aufgespürt und bekämpft werden. Navi Seals waren am Koreakrieg genauso beteiligt wie an den jahrelangen Kämpfen in Vietnam. Somalia, Bosnien, Irak, Afghanistan – überall, wo die USArmee in jüngster Zeit Spezialkräfte einsetzte, waren die Männer aus Coronado in Kalifornien und Little Creek in Virginia gefordert. Die Elitetruppe gilt als die härteste der Welt und misst sich – wenn überhaupt – nur mit vergleichbaren Teams aus Israel. Zur 26 Wochen dauernden Ausbildung gehören sowohl ein Training als Kampfschwimmer wie auch als Fallschirmspringer. Längst nicht alle Bewerber bestehen den qualvollen Härtetest. Die Durchfallquote liegt bei bis zu 80 Prozent. vdB

A

Einblicke in bin Ladens Privatleben: Ein von CNN ausgestrahltes Video zeigt sein Bett, ...

Islamabad Pakistan Indien
Abbottabad In der Nacht zu Montag, 2. Mai, haben USSpezialkräfte Osama bin Laden aufgespürt und getötet.

Islamabad

10 km

... diverse Medikamente des Terrorchefs im Badezimmer ...

Quelle: Reuters

Insgesamt dauert die Militär-Operation vier Stunden, der Blitz-Einsatz am Boden ist nach 40 Minuten vorbei. Nach dem Anti-Terror-Schlag brandet in der CIA-Zentrale in Langley Beifall auf. Auf amerikanischer Seite kommt keiner der Soldaten zu Schaden, aber das Kommando verliert einen seiner Hubschrauber, den die USSoldaten vor ihrem Abflug zerstören. Die Operation des Elitekommandos war seit Langem vorbereitet worden. Von dem Moment an, da Bin Laden als eine Bedro-

... und ein durchwühltes Wohnzimmer mit blutverschmiertem Teppich. rtr (3)

Schon mit 17 Jahren auf dem Weg zur Gewalt
Von W illi und G reGor G ermund Waschinsk i ollen Sie, dass bin Laden stirbt?“, lautete nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eine Reporterfrage an George W. Bush. „Ich will ihn – ich will Gerechtigkeit“, sagte der damalige USPräsident. „Und wir im Westen haben eine alte Formel dafür auf unseren Fahndungsplakaten: „Gesucht, tot oder lebendig.“ Nun ist der meistgesuchte Mann der Welt tot, und das ist ebenso eine Zäsur in der Geschichte des Anti-Terror-Kampfes wie es schon sein Auftritt auf der Bühne des internationalen Terrorismus war. Denn bis zum Erscheinen von Osama bin Laden hat es zwar staatlich unterstützten Terror gegeben. Aber er war der erste Terrorist, der einen Staat unterstützte: Über fünf Jahre hinweg, von 1996 bis 2001, hat er die Taliban dafür bezahlt, ihm in Afghanistan Unterschlupf zu gewähren, Jahre, in denen er Al Qaida zu einer multinationalen Terror-Export-Agentur aufbaute. In die Wiege gelegt war dem 1957 im saudischen Riad geborenen Mann dieser Lebensweg nicht. Osama bin Laden ist das zwölfte von 57 Kindern eines reichen Bauunternehmers mit dessen vierter Frau. Diese stammte aus Syrien, der Vater aus dem Jemen. „Es muss schwierig für ihn gewesen sein, er war damit in Saudi-Arabien ein doppelter Außenseiter“, sagt ein Freund der Familie. Einerseits führte er

Riskante Spezialeinsätze
Die Operation gegen Terrorführer Osama bin Laden bewegt die Welt. Drei weitere Kommandoaktionen, die Geschichte schrieben: l Operation Entebbe: Die Operation war ein Selbstbehauptungsschlag Israels im Herzen Ugandas. Am 3. und 4. Juli 1976 erreichten israelische Spezialtruppen mit Flugzeugen den Flughafen Entebbe in Kampala und befreiten jüdische Geiseln aus den Händen von palästinensischen und deutschen Terroristen, die mit Billigung von Ugandas Diktator Idi Amin dort festgehalten wurden. Alle Terroristen starben. Die spektakuläre Geiselbefreiung erregte großes Aufsehen. l Operation Eagle Claw: Die Operation „Adlerklaue“ der USA vom 24. April 1980 war ein Desaster und kostete später USPräsident Jimmy Carter als „schwachen Präsidenten“ das Amt. Die Amerikaner wollten 53 Geiseln aus ihrer besetzten Botschaft in Teheran befreien, die dort im Zuge der islamischen Revolution seit dem 4. November 1979 festgehalten wurden. Die komplexe Operation scheiterte an mangelnden Transportkapazitäten: Hubschrauber, die vom US-Flugzeugträger Nimitz gestartet waren, fielen aus, es gab einen überstürzten Rückzug. Teheran und die Geiseln wurden nie erreicht. l Operation Mogadischu: Die Jagd der amerikanischen Truppen nach dem ClanFührer Mohammed Farah Aidid im somalischen Bürgerkrieg endete am 3. Oktober 1993 in einer Katastrophe. Bei einer Operation wurden über Mogadischu amerikanische Helikopter abgeschossen. Im Verlauf der Gefechte im Straßengewirr starben 18 Amerikaner. Wenige Monate später zogen die gedemütigten Amerikaner aus Somalia ab. hoc

W

als Jugendlicher ein fast königliches Leben, hatte saudische Prinzen als Spielkameraden und schon mit 15 Jahren einen eigenen Pferdestall. Andererseits soll er der einzige Bin-Laden-Sprössling gewesen sein, der kaum den Mittleren Osten verlassen und reichere Erfahrungen mit der von ihm später so gehassten westlichen Welt gemacht hat. Stattdessen kam der Milliardärssprössling, der bereits mit 17 die erste seiner heute vier Frauen heiratete, 1973 mit der fundamentalistischen Muslimbrüderschaft in Verbindung. Als persönlichen Wendepunkt schilderte er selbst das Ende der siebziger Jahre, als Ägypten Frieden mit Israel schloss, im Iran die islamische Revolution siegte und Afghanistan von sowjetischen Truppen besetzt wurde. Der junge Mann entwickelte erstmals die Idee, Muslime weltweit zum Kampf gegen westliche Mächte und ihre arabischen Verbündeten zusammenzurufen, um an ihre Stelle ein neues Kalifat zu setzen, als dessen „Emir“ er sich selbst sah. „Diese Länder gehören dem Islam“, sagte er 1998 in einem langen Interview mit dem US-Sender CNN, „sie gehören nicht ihren Herrschern.“ In Afghanistan kommandierte er 1984 gegen die Rote Armee mehr als 20 000 Kämpfer aus vielen arabischen Ländern. In dieser Zeit war bin Laden unter dem Einfluss palästinensischer und ägyptischer Islamgelehrter, die eine besonders rigorose Auslegung des Koran vertraten. „Ein Tag in Afghanistan ist wie tausend

Tage Beten in einer normalen Moschee“, sagte bin Laden später über diese Zeit. Ein Jahr vor Ende der sowjetischen Invasion in Afghanistan 1989 begann er mithilfe von Gefolgsleuten mit dem Aufbau des Netzwerks „Al Qaida“ („Das Fundament“). „Er war ein junger Mann, der sich enthusiastisch für den heiligen Krieg einsetzte“, beschrieb ihn der frühere saudiarabische Geheimdienstchef Prinz Turki el Feisal in einem Fernsehinterview. „Er sprach wenig und erhob nie seine Stimme. Kurzum, er war ein netter Kerl.“ Als 1991 eine internationale Koalition

unter Führung der USA Krieg gegen den Irak führte, nachdem dieser Kuwait besetzt hatte, erklärte bin Laden Washington den „Dschihad“, den religiös motivierten „heiligen Krieg“. Den Anstoß dazu gab, dass die USA ihre Soldaten in SaudiArabien, dem Stammland des Propheten Mohammed, stationierten. Nach einem Zerwürfnis mit der saudischen Herrscherfamilie wurde bin Laden 1992 der saudische Pass entzogen, zwei Jahre später die Staatsbürgerschaft. Seine neue Basis schuf er sich im Sudan, bis er 1996 auf US-Druck ausgewiesen wurde – und sich

„Dann werden die Muslime sich erheben“: Osama bin Laden als asketischer Krieger.

afp

dann in Afghanistan einkaufte. In seinem Feldzug gegen den „Großen Satan“ Amerika machte sich bin Laden nach Auffassung von US-Justiz und Geheimdienstfahndern in Tausenden Fällen des Mordes schuldig, und das schon lange vor den Angriffen des 11. September 2001, die fast 3000 Menschen das Leben kosteten: Auf sein Konto geht eine ganze Serie von Anschlägen – 1992 in Aden im Jemen, 1993 der erste Angriff aufs World Trade Center in New York, 1995 und 1996 in Saudi-Arabien. Allein die gleichzeitigen Angriffe auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1996 kosteten mindestens 213 Menschen das Leben. Und der Angriff auf den US-Zerstörer „Cole“ im Hafen von Aden tötete 17 Menschen im November 2000 – kein Jahr vor dem Terror vom 11. September. Auch nach diesen Anschlägen trat bin Laden regelmäßig mit Terrorbotschaften an die Öffentlichkeit, stets gewandet als muslimischer Asket, der nicht mehr als eine Zeltpritsche und eine Kalaschnikow braucht, ein Auftreten, das an seine arme Anhängerschaft adressiert war, die er mobilisieren wollte – vor allem gegen die USA. Seine größte Hoffnung, so sagte er seinen Anhängern, sei es, von Amerikanern getötet zu werden. „Denn dann werden die Muslime sich erheben und die Nation schlagen, die mich getötet hat.“ Nur seine letzten Lebensjahre im Luxusdomizil von Abbottabad passen schlecht zur Selbstinszenierung als asketischer „heili(mit: afp/dpa/rtr) ger Krieger“.

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Fdp

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Politik

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

Die Zeit rennt
hilipp Rösler läuft die Zeit davon. Bereits Ende nächster Woche versammeln sich die Liberalen zum Bundesparteitag in Rostock, und noch immer tobt in der FDP der Machtkampf um die Spitzenposten. Rösler, der ursprünglich mit Daniel Bahr und Christian Lindner angetreten war, um die Nach-Westerwelle-Ära einzuläuten, scheut davor zurück, klare Akzente zu setzen. Er scheint diesen Umbruch lieber moderieren als ihn mit aller Macht durchsetzen zu wollen. Nach den krachenden Niederlagen in Baden-Württemberg und RheinlandPfalz reicht die sanfte Tour nicht aus, um innerhalb der FDP eine Aufbruchstimmung zu erzeugen und außerhalb der eigenen Reihen Wähler zurückzugewinnen. Ob der designierte Parteichef ahnt, dass sich diese Unentschlossenheit schon bald rächen könnte? Oder besitzt er nicht den notwendigen Rückhalt, um einen klaren Schnitt zu machen und sich von den Parteigrößen zu verabschieden, die für die dramatischen Verluste verantwortlich sind? Das Trio Guido Westerwelle, Rainer Brüderle und Birgit Homburger steht für die alte FDP, die einen ebenso steilen Auf- wie Abstieg hingelegt hat. Dass diese Führungsgruppe noch längst nicht abgedankt hat, zeigt sich insbesondere am Wirtschaftsminister, der offensiv um seine Positionen kämpft, obwohl er einiges dazu beigetragen hat, dass seine Parteifreunde aus dem Mainzer Landtag geflogen sind. Ebenso unbeirrt zeigt sich Homburger, die zwar im Hintergrund erfolgreich die Strippen zieht, aber als Fraktionsvorsitzende im Bundestag blass geblieben ist. Beide Politiker setzen auf den Regionalproporz, der ihnen auf dem Bundesparteitag zugute kommen könnte. Rösler muss aufpassen, dass seine Rücksichtnahme gegenüber den alten Kämpen nicht der gesamten Partei schadet. Der dringend notwendige Neuanfang kann nur gelingen, wenn das erweiterte inhaltliche Angebot mit dem Führungspersonal in Einklang steht. Stefan K och

P

FDP-Neustart verzögert sich
Designierter Parteichef Rösler tut sich schwer bei Stellvertretersuche
Von S tefan K och Berlin. Auf der Führungsebene soll die FDP weiblicher werden. Das ist die einzige Festlegung des designierten FDP-Chefs Philipp Rösler, die nach den mit Spannung erwarteten Treffen der liberalen Spitzengremien am Montag zu hören war. Ursprünglich wollte der Bundesgesundheitsminister direkt nach den Osterfeiertagen ein Personalkonzept für seine Partei vorstellen, um einen Neuanfang der Liberalen zu markieren. Doch daraus wird zunächst einmal nichts. Beim Parteitag Mitte Mai in Rostock sollen neben dem Parteichef unter anderem auch drei Stellvertreter gewählt werden. Am Montag deutete sich in der Parteizentrale im Thomas-Dehler-Haus in Berlin an, dass es bei diesen Wahlgängen zu Kampfkandidaturen kommen könnte. Die einzigen Führungsleute, die sich bereits gestern zu ihrer Bewerbung für die Vizeposten offen bekannten, waren Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der nordrhein-westfälische FDPChef Daniel Bahr. Mit Spannung erwarten die Delegierten nun, ob sich auch Rainer Brüderle dem Votum der Basis stellt. Für den Wirtschaftsminister wäre das allerdings eine heikle Auseinandersetzung: Zieht der 65-Jährige den Kürzeren, wäre auch sein Posten im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel gefährdet. Sein Konkurrent könnte Holger Zastrow heißen. Der aufstrebende Landeschef aus Sachsen streitet seit Wochen dafür, dass die Ostdeutschen nach dem Rückzug von Cornelia Pieper in der Riege der Stellvertreter präsent bleiben. Interesse an der Führungsaufgabe deuten auch Jörg-Uwe Hahn, FDP-Chef in Hessen, und Entwicklungsminister Dirk Niebel an. Nach Angaben mehrerer Teilnehmer hält sich der künftige Parteichef in diesen Personalfragen weitgehend zurück. Rösler appelliert jedoch an die Landesverbände, mehr Frauen zu nominieren. Ohne weitere weibliche Kandidaten werde vom Parteitag kein Aufbruchssignal ausgehen. Generalsekretär Christian Lindner übte sich am Montag in Selbstverteidigung und sprach davon, dass Kampfkandidaturen kein Beinbruch seien: „Die FDP ist eine Partei des Wettbewerbs.“ Gleichwohl wären die Bundesminister arg geschwächt, wenn sie sich nur mit Mühe durch diesen Wettbewerb retten könnten. Bisher kündigten neben Westerwelle lediglich die bisherigen FDP-Stellvertreter Cornelia Pieper und Andreas Pinkwart an, dass sie nicht mehr für ihre Parteiämter kandidieren. Birgit Homburger will zwar ebenfalls darauf verzichten, sich ins Präsidium wählen zu lassen. Als Fraktionsvorsitzende im Bundestag hat sie aber ohnehin einen Sitz in diesem Gremium. Ob sie sich in ihren Ämtern stabilisiert, dürfte sich am kommenden Wochenende

Rot-Grün in Mainz einig
Neue Koalition will Steuern erhöhen
Mainz (dpa/afp). In Rheinland-Pfalz haben sich SPD und Grüne bei ihren Koalitionsverhandlungen auf weitreichende Sparmaßnahmen und die Erhöhung der Grunderwerbsteuer geeinigt. Sie solle von 3,5 Prozent auf fünf Prozent angehoben werden, sagte Finanzminister Carsten Kühl (SPD) am Montag bei der Präsentation der jüngsten Verhandlungsergebnisse. Landesbeamte sollen künftig erst mit 67 Jahren pensioniert werden. Bei der Polizei und anderen Behörden sollen Stellen reduziert werden. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sowie die Grünen-Vorstandssprecher Eveline Lemke und Daniel Köbler stellten am Montag in Mainz die Beschlüsse in den letzten strittigen Fragen vor. Im künftigen Kabinett stellt die SPD demnach fünf Minister, die Grünen bekommen drei Ressorts. SPD und Grüne einigten sich in den letzten Gesprächen auch bei den besonders umstrittenen Verkehrsprojekten. Der von den Grünen abgelehnte Hochmoselübergang wird nach den Worten Becks abgeschlossen. Grünen-Chefin Lemke räumte ein, dies sei für die Partei „die größte Kröte“ in den Verhandlungen gewesen. Die von den Grünen ebenfalls abgelehnte Mittelrheinbrücke wird dagegen vorerst nicht weiter verfolgt. Bis 2016 werde es stattdessen einen ausgeweiteten Fährbetrieb geben, sagte Beck. Der Ministerpräsident erklärte, die Partner seien sich einig, das Nürburgring-Projekt in seiner jetzigen Form fortzuführen. Die öffentlichen Zuschüsse zur Formel 1 sollen jedoch deutlich reduziert werden. Im neuen Kabinett erhält die SPD das Finanzministerium, das Innenministerium, das Bildungsministerium, das Sozial- und Arbeitsministerium sowie das Justizministerium. Die Grünen bekommen das Ressort für Wirtschaft, Klimaschutz und Energie. Dieses Ministerium soll Vorstandssprecherin Lemke übernehmen, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin werden wird. Die Grünen erhalten zudem das Umweltministerium und ein neues Integrationsministerium. Der Koalitionsvertrag wurde am Montag noch nicht offiziell vorgelegt. Es soll Ende der Woche präsentiert werden. Am Wochenende müssen dann Parteitage von SPD und Grünen über den Vertrag abstimmen. Die SPD hatte bei der Landtagswahl am 27. März die absolute Mehrheit verloren. Sie büßte annähernd zehn Prozentpunkte ein und erreichte nur noch 35,7 Prozent der Stimmen. Die Grünen schafften mit einem Rekordergebnis von 15,4 Prozent nach fünf Jahren den Wiedereinzug in den Landtag.

Inland Schröder will Flexibilität
Berlin: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) fordert Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf, gemeinsam flexiblere Arbeitszeitmodelle zu entwickeln. „Die Unternehmen sind auf solche Modelle angewiesen, um weiterhin qualifizierte Arbeitskräfte anwerben zu können“, sagte die Ministerin am Montag auf dem Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie“ in Berlin. Derzeit stimme nur bei einem Drittel der Arbeitnehmer mit Kleinkindern die reale Arbeitszeit mit der Wunschzeit überein. Schröder kritisierte zudem die in Spitzenjobs verbreiteten wöchentlichen Arbeitszeiten von bis zu 80 Stunden. kna

SPD plant Migrantenquote
Berlin: Als Reaktion auf die Debatte um Thilo Sarrazin will die SPD die Zahl der Migranten in Führungsämtern der Partei deutlich erhöhen. Geplant sei eine Mindestquote von 15 Prozent, teilten Parteichef Sigmar Gabriel und Generalsekretärin Andrea Nahles am Montag in Berlin mit. Eine entsprechende Selbstverpflichtung für die Gremien der Bundespartei soll beim nächsten Parteitag im Dezember in Berlin beschlossen werden. Dem 45 Mitglieder zählenden SPD-Vorstand gehört ebenso wie dem Präsidium derzeit niemand mit ausländischen Wurzeln an. dpa

Maifeiern diesmal friedlich
Berlin: Der 1. Mai ist in Berlin so friedlich verlaufen wie seit Jahren nicht mehr. Nur bei der sogenannten Revolutionären 1.-Mai-Demonstration am Sonntagabend sowie in der Nacht zum Montag wurden Demonstranten kurzzeitig gewalttätig. Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) bescheinigte der Polizei am Montag einen professionellen Einsatz. Das Wochenende sei geprägt gewesen von fröhlich feiernden Menschen, sagte der SPD-Politiker. Die Polizei nahm am Wochenende insgesamt 161 Störer in der Hauptstadt fest. Das waren deutlich weniger als 2010, als noch rund 490 Randalierer festgesetzt wurden. dpa

Seehofer kämpft für Armee
München: CSU-Chef Horst Seehofer hat ein Abmildern der Sparvorgaben für das Verteidigungsministerium gefordert, um die Bundeswehrreform finanzieren zu können. „Das ist ohne finanzielles Engagement verträglich wohl nicht zu schultern“, sagte der CSU-Chef in München. Über das Thema werde er mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reden, „damit hier Klarheit geschaffen wird“. Die drohende Schließung von Bundeswehrstandorten in Bayern führe zu Verunsicherung bei den Beschäftigten, sagte Seehofer. dpa

andere ansIchten
in Berlin zum Tode Osama bin Ladens: „Insgesamt darf der Westen stolz auf sich sein. Er hat nach 9/11 die Balance gehalten zwischen Überreaktion und Ignoranz. Er hat trotz tiefer interner Differenzen zusammengehalten. Er hat in den Bereichen Aufklärung (Abhörtechnologie, Informationsbeschaffung) und digitale Kriegführung (Stuxnet-Virus, Drohnenentwicklung) große Fortschritte gemacht. Jetzt tut er gut daran, sich durch den Erfolg nicht selbst zu blenden.“

Der designierte FDP-Chef Philipp Rösler mit dem Noch-Vorsitzenden Guido Westerwelle. in Stuttgart zeigen: Auf dem Landesparteitag der baden-württembergischen Liberalen will sie sich als Vorsitzende wiederwählen lassen. Um einen Platz im Präsidium der Bundespartei bewirbt sich darüber hinaus auch der schleswig-holsteinische Fraktionschef Wolfgang Kubicki.

rtr

ausl and Rebellen sollen aufgeben
Damaskus: Die syrischen Behörden haben den Demonstranten ein Ultimatum gesetzt, ihren Protest bis zum 15. Mai aufzugeben. Bürger, die an „unrechtmäßigen Handlungen“ beteiligt gewesen seien, wie dem „Tragen von Waffen, Angriffen auf Sicherheitskräfte oder dem Verbreiten von Lügen“, sollten sich bis zu diesem Datum „ergeben“ und ihre Waffen an die Behörden abgeben, teilte das syrische Innenministerium am Montag mit. Zuvor hatten die Demonstranten weitere regierungskritische Proteste angekündigt. afp

Als gesetzt gelten zwei Nachwuchskräfte: Christian Lindner dürfte als Generalsekretär bestätigt werden, und Patrick Döring steigt zum Bundesschatzmeister auf. Der 37-jährige Bundestagsabgeordnete aus Hannover folgt Hermann-Otto Solms, der auf eine weitere Kandidatur verzichtet.

in Essen zum selben Thema: „Der Mann, der den ,heiligen Krieg‘ gegen den Westen – auch gegen unser Land – angezettelt hat, war ein gewissenloser Massenmörder und die mächtigste Symbolfigur des internationalen Terrorismus. Sein Schicksal hat er selbst herausgefordert.“

Weiter Streit um Terrorgesetze
Berlin (dpa). Im Koalitionsstreit um die Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze hat Bundesinnenminister HansPeter Friedrich (CSU) seinen Willen zu einer Einigung mit der FDP bekräftigt. Er wolle keine Verschärfung bestehender Kompetenzen der Behörden und auch keine pauschale Verlängerung der bestehenden Gesetze, sagte Friedrich am Montag. Union und FDP streiten über die Verlängerung von Gesetzen, die im Zuge der Terroranschläge vom 11. September 2001 in Deutschland erlassen wurden und die ansonsten Anfang 2012 auslaufen würden. Die FDP lehnt eine pauschale Verlängerung ab. Scharfe Kritik an der FDP kam daraufhin auch vom niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann (CDU): „Wer wie die Bundesjustizministerin schon zum jetzigen Zeitpunkt Optionen kategorisch ausschließt, kann nur ideologisch motiviert sein“, sagte er. Die SPD ist bereit, mit der Koalition über eine befristete Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze zu sprechen. Die Regierung solle darlegen, wie diese Regelungen genutzt wurden und ob sie zu konkreten Erfolgen geführt haben.

Schünemann will verdeckt ermitteln
Polizei findet nur schwer Einblicke in Tauschbörsen mit Kinderpornografie
Von R ein h a Rd URSchel Berlin. Ohne den Einsatz verdeckter Ermittler ist aus der Sicht des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) der Verbreitung von Kinderpornografie im Internet nicht beizukommen. Als Vorsitzender eines Bündnisses gegen Kinderpornografie „White IT“ hat Schünemann an der Universität Hannover eine Studie anfertigen lassen, die die Verbreitungswege der Bilder kriminellen Inhalts aufzeigt. Gemeinsam mit Prof. Bernd-Dieter Meier, Direktor des Kriminalwissenschaftlichen Instituts der Leibniz-Uni, stellte er die Arbeit gestern in Berlin vor. Ohne mehr Personal und ohne die Möglichkeit, verdeckt zu ermitteln, bekomme die Polizei den gesellschaftlichen Skandal nicht in den Griff, sagte Schünemann. Wie die Studie erstmals auflistet, werden Bilder und Filme mit harten pornografischen Darstellungen von Kindern überwiegend in geschlossenen Zirkeln oder in weitgehend abgeschotteten Tauschbörsen verbreitet. Nach der derzeitigen Rechtslage sei der Einsatz verZugang sei nur durch eine „Keuschheitsprobe“ möglich; dabei müsse der Interessent selbst neues kinderpornografisches Material anbieten. In diesem Bereich gibt es laut Studie auch Missbrauch von Kindern „auf Bestellung“. Knapp 60 Prozent aller inkriminierten Inhalte finden die Behörden laut Studie „im Beifang“, also bei der Verfolgung anderer Delikte, rund 15 Prozent würden bei gezielter Recherche im Internet aufgedeckt. Anzeigen etwa durch Provider, Familienmitglieder oder Reparaturwerkstätten sind in weiteren 15 Prozent der Fälle Anlass für Verfahren. Rund die Hälfte aller Inhalte gibt nach Meiers Angaben schwere und schwerste Misshandlungen wieder. Schünemann forderte mehr verdachtsunabhängige Ermittlungen und mehr Personal. Er begrüßte zwar die Entscheidung, die Inhalte künftig systematisch zu löschen. Zugleich betonte er aber, dass sowohl das Löschen als auch das Sperren von Inhalten sinnvoll gewesen seien. Bei Angeboten aus Ländern, die keine Rechtshilfe böten, sei das Löschen äußerst schwierig.

Villepin erneut vor Gericht
Paris: Fast anderthalb Jahre nach seinem Freispruch hat am Montag das Berufungsverfahren gegen den früheren französischen Regierungschef Dominique de Villepin in der sogenannten Clearstream-Affäre begonnen. Ihm wird vorgeworfen, an einer Rufmordkampagne gegen den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy beteiligt gewesen zu sein. Für den 57-jährigen Villepin hängt viel von dem Prozess ab, denn er erwägt eine Präsidentschaftsbewerbung im Jahre 2012. afp

Zur person
Bronislaw Komorowski, PolensStaatspräsident, ist von Papst Benedikt XVI. am Montag zu einer Audienz im Vatikan empfangen worden. Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilte, nahm an dem Treffen auch Komorowskis Ehefrau teil. Komorowski war zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. am Sonntag nach Rom gereist. Ebenfalls am Montag empfing Benedikt XVI. den Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz, den langjährigen Privatsekretär von Johannes Paul II. Bei der großen Dankmesse auf dem Petersplatz hatte Dziwisz am Montag im Namen der polnischen Kirche dem Papst für die rasche Seligsprechung von Johannes Paul II. gedankt. kna
afp

Bernd-Dieter Meier (v. l.), Bitkom-Vorstand Ralph Dieter Haupter und Uwe Schünemann gestern in Berlin. dpa deckter Ermittler in geschlossenen Benutzergruppen jedoch nur eingeschränkt möglich, erläuterte Schünemann. Das allgemein zugängliche Angebot im weltweiten Netz umfasst etwa 27 Prozent und wende sich vor allem an „Einsteiger“. In Tauschbörsen wird knapp die Hälfte der Schundware gehandelt. Den Anteil der „geschlossenenBenutzergruppen“schätzt Meier auf rund 1,5 Prozent. Allerdings sei das Material hier „besonders hart“. Ein

Papst entlässt Bischof
Toowoomba/Vatikanstadt: Der australische Bischof William Martin Morris, bisher Oberhaupt der katholischen Diözese Toowoomba in Australien, ist im Eklat aus dem Amt geschieden. Papst Benedikt XVI. entzog dem 67-Jährigen am Montag die Diözesanleitung von Toowoomba im Bundesstaat Queensland. Hintergrund ist ein Vorschlag von Morris, angesichts des pastoralen Notstands verheiratete Priester zuzulassen. kna

tomIcek

BlIc kpunk t lIByen

Rebellen wehren Angriff auf Misrata ab
Vereinte Nationen und Türkei ziehen Mitarbeiter aus Tripolis ab / Flüchtlinge warten verzweifelt auf Hilfsschiffe
Misrata (afp). Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi haben am Montag die Hafenstadt Misrata mit Panzern angegriffen. Die bislang am Flughafen der Stadt versteckten Panzer hätten versucht, vom Südwesten aus nach Misrata einzudringen, seien aber zurückgeschlagen worden, teilten Aufständische mit. Seit dem Morgen nahmen die Panzer Außenbezirke Misratas unter heftigen Beschuss. Die Rebellen konterten mit Schüssen aus schweren Maschinengewehren. Am frühen Nachmittag teilten sie mit, der Angriff sei abgewehrt worden. Ärzten zufolge wurden bei den Kämpfen seit Sonntagabend zehn Menschen getötet und Dutzende verletzt. Am Sonntag hatten Regierungstruppen unter anderem die Hafenanlagen beschossen, wobei zwei Rebellen ums Leben kamen. Der Hafen ist der einzige Zugang zu der etwa 200 Kilometer östlich von Tripolis gelegenen Küstenstadt, die seit zwei Monaten von den Truppen Gaddafis belagert wird. Seit Tagen steht er im Zentrum heftiger Kämpfe. Hunderte afrikanische Flüchtlinge kampieren dort und hoffen, die Stadt auf dem Seeweg verlassen zu können. Hilfsschiffe konnten am Montag nach Rebellenangaben weiterhin nicht in das Hafenbecken einlaufen, weil Truppen Gaddafis dort in den vergangenen Tagen Seeminen ausgesetzt hatten. Auch ein großes Hilfsschiff der Internationalen Organisation für Migration, das Hunderte afrikanische Flüchtlinge an Bord nehmen soll, wartete weiter auf eine Genehmigung der Nato zur Einfahrt in den Hafen. In Tripolis flog die Nato laut Zeugen in der Nacht erneut Luftangriffe. Demnach waren im östlichen Teil der Stadt ExploGaddafis und drei seiner Enkelkinder ums Leben gekommen. Die Vereinten Nationen zogen inzwischen ihr ausländisches Personal aus Tripolis ab. Zwölf ausländische UN-Mitarbeiter hätten die Stadt verlassen und seien nach Tunesien gebracht worden, sagte eine UN-Sprecherin. Anhänger Gaddafis hatten zuvor die Vertretungen Großbritanniens und Italiens in Tripolis zerstört. Nach Angaben einer weiteren UNSprecherin wurde auch ein UN-Gebäude gestürmt. Die Türkei räumte ihre Botschaft und verlegte das Personal nach Tunesien. Über den Grenzübergang Dehiba flohen weiter zahlreiche Menschen in das westliche Nachbarland Tunesien. Die Kontrollstelle war in den vergangenen Tagen zwischen regierungstreuen Truppen und Aufständischen heftig umkämpft.

Auch Jugendliche werden von den Rebellen in Libyen als Kämpfer ausgebildet. afp sionen zu hören. Nach Angaben des libyschen Staatsfernsehens sollten nach dem Mittagsgebet Gaddafis bei einem NatoAngriff getötete Verwandte beigesetzt werden. In der Nacht zum Sonntag waren nach Angaben der Regierung ein Sohn

NR. 102 · DIENSTAG, 3. MAI 2011

Niedersachsen Der Raps strahlt gelb

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Kurz gemeldet Geständnis nach Bränden
Stuhr: Nach zwei Bränden mit einem Schaden in Millionenhöhe am Wochenende in Stuhr (Kreis Diepholz) hat der festgenommene Tatverdächtige gestanden. Der 33-Jährige aus Bremen habe eingeräumt, die Feuer in der Nacht zum Sonntag gelegt zu haben, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Zum Motiv wollte er noch keine Angaben machen. Gegen den mutmaßliche Täter wurde Haftbefehl erlassen. Gebrannt hatten innerhalb von zwei Stunden die frühere Lagerhalle eines Holzhandels sowie ein Baustoffhandel. Menschen wurden nicht verletzt. lni

Gericht kippt Abgabefrist für Volksbegehren
Unterschriftensammlung für „gute Schulen“ läuft
Von M a rina K orM baK i Hannover. Auf den gestrigen Montag war das Ende der Abgabefrist für die Unterschriftenlisten des Volksbegehrens für gute Schulen angesetzt – gestern aber hat der niedersächsische Staatsgerichtshof den Termin kassiert. Die Entscheidung des Landesverfassungsgerichts in Bückeburg gibt den Initiatoren mehr Zeit, Unterschriften für ihre Anliegen zu sammeln. Dazu zählen die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren und eine Absenkung der Hürden zur Neugründung von Gesamtschulen. „Die Gemeinden wurden bereits informiert, dass der ursprüngliche Termin nicht mehr gilt – somit ist sichergestellt, dass kein Unterschriftenbogen unberücksichtigt bleibt“, sagte gestern der stellvertretende Landeswahlleiter Benjamin Goltsche. Die Initiatoren des Volksbegehrens für gute Schulen hatten beim Staatsgerichtshof Klage eingereicht, weil die Landesregierung mehrfach Änderungen an ihrem Gesetzentwurf gefordert hatte – der Landeswahlleiter jedoch die Einreichung des ersten, ungültigen Entwurfes als Starttermin für die Sechsmonatsfrist angesetzt hatte. Das Gericht entschied nun, dass die Frist erst dann beginnt, wenn der Staatsgerichtshof über die Zulässigkeit der von der Landesregierung geforderten Änderungen geurteilt hat. Das ist gestern noch nicht geschehen. Eine erste mündliche Verhandlung dazu soll am 1. Juli stattfinden. Somit ist nicht ausgeschlossen, dass die Initiatoren des Volksbegehrens für gute Schulen bis Jahresende Zeit haben, die benötigten 608 730 Unterschriften zu sammeln. Die Zahl entspricht einem Zehntel der Wahlberechtigten in Niedersachsen. Zum gestrigen Stichtag hatten lediglich 217 337 Unterstützer ihre Unterschrift auf die Bögen gesetzt. Bei den Initiatoren des Volksbegehrens war gestern die Freude über den Gerichtsbeschluss groß. „Die Entscheidung des Gerichts bestätigt uns in unserer Auffassung, dass die Hürden für ein Volksbegehren sehr hoch sind“, sagte deren Sprecherin Andrea Hesse. „Wir werden nun weiter Unterschriften sammeln und unsere Anliegen in den Kommunalwahlkampf einbringen.“ Denkbar seien beispielsweise gemeinsame Informationsstände und Aktionen mit den Oppositionsparteien im Landtag. Auch SPD, Grüne und Linke sind gegen das „TurboAbitur“ nach zwölf Jahren und treten für vereinfachte Gründungsvoraussetzungen für Gesamtschulen ein.

Ministerium: Gorleben sicher
Hannover/Gorleben: Ein Flugzeugabsturz auf das Zwischenlager mit hoch radioaktivem Atommüll in Gorleben hat aus Sicht des Bundesumweltministeriums keine katastrophalen Folgen für die Umgebung. In einem Brief an Landrat Jürgen Schulz (parteilos) heißt es, es komme nicht zu erheblichen Freisetzungen radioaktiver Stoffe. Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 Folgen von Flugzeugabstürzen untersucht. Dennoch sollen nach dem Willen der Bundesregierung nach der Atomkatastrophe in Japan die Sicherheit aller kerntechnischen Anlagen neu bewertet werden. lni

Lange Haft nach Missbrauch
Lüneburg: Wegen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter ist ein 46-Jähriger am Montag vom Landgericht Lüneburg zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und sechs Monate gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. In dem Verfahren stand Aussage gegen Aussage, konkrete Beweise gab es nicht. Der Vater beteuerte bis zum Schluss seine Unschuld und will Revision einlegen. lni
Sie liegen im Sonnenlicht südlich von Göttingen und leuchten gelb: Felder bepflanzt mit Raps. Die wichtigste heimische Ölpflanze wird in den kommenden Tagen die volle Pracht ihrer gelben Blüten entfalten und bis zu vier Wochen die Landschaft prägen. 2010 wurde die Pflanze in Niedersachsen auf 133 000 Hektar angebaut, das waren sieben Prozent der Ackerfläche. Aus Raps werden unter anderem Speiseöl, Margarine oder Biodiesel hergestellt. lni

Rätselraten um Anzeigen für Schröder
Maschmeyer dementiert / Staatskanzlei fordert Unterlagen an und führt Gespräche
Prümm hatte das und Mittelstand für Magazin „KapitalGerhard Schröder“ Markt intern“ geunterstützt habe, genüber einer Refe„weil ich den pragratsleiterin in der matischen wirtStaatskanzlei als schaftspolitischen „Clearingstelle“ anKurs des Bundesgeboten, da Maschkanzlers und frühemeyer anonym bleiren Ministerpräsiben wolle. In dem denten in NiederBrief stellt Prümm sachsen außeror150 000 Mark (rund Maschmeyer (links) will die Anzeigen für dentlich geschätzt 75 000 Euro) in Aus- Schröder nicht bezahlt haben. habe“. Das Schreisicht. Prümm hat die ben datiert vier Tage Echtheit des Briefes bestätigt. nach einem Essen im Gästehaus der LanAuch ein Schreiben Maschmeyers an desregierung in Hannover, zu dem Maschdas Bundeskanzleramt aus dem Mai 1999, meyer eingeladen war. Es wurde ausgedas dieser Zeitung in Kopie vorliegt, steht richtet für die Unterstützer der Initiative. im Widerspruch zu Maschmeyers De- Gastgeber war Schröders Nachfolger als menti. In dem Brief, der allerdings nicht Ministerpräsident, Gerhard Glogowski. unterschrieben ist, erinnert Maschmeyer In der internen Begründung für die Eindaran, dass er die Initiative „Handwerk ladung Maschmeyers heißt es, dieser habe
Heuer/Thomas

Bode ärgert sich über Schünemann
Hannover (mbb). Die Berliner Politik trübt den Koalitionsfrieden in Hannover. Landeswirtschaftsminister Jörg Bode, ein FDP-Mann, hat seinen Kabinettskollegen Uwe Schünemann (CDU) aufgefordert, die persönlichen Angriffe gegen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) einzustellen. Die lehnt auch nach der Festnahme dreier mutmaßlicher Terroristen in Deutschland eine pauschale Verlängerung der Anti-TerrorGesetze ab und wolle sich wohl einen Namen als „Madame No“ machen, meint Schünemann – für Bode eine unschickliche Provokation, „die mir allmählich auf die Nerven geht“. In der Sache leistet Schünemann beim Koalitionspartner jedoch keine Abbitte. Bode selbst ist noch nicht völlig auf Konflikt gebürstet: „Ich glaube nicht, dass es Uwe Schünemann gelingt, hiermit den Koalitionsfrieden in Niedersachsen zu stören. Aber seine persönlichen Angriffe sind ein Störfaktor.“

Von K a rl d oeleK e Hannover. Das Dementi des AWDGründers Carsten Maschmeyer zu Vorwürfen verdeckter Wahlkampffinanzierung im Jahr 1998 sorgt für Rätselraten um drei Zeitungsanzeigen der Initiative „Mittelstand für Gerhard Schröder“. Maschmeyer hatte gegenüber dem „Spiegel“ erklärt: „Ich habe niemals direkt oder indirekt an Herrn Prümm oder die Initiative Mittelstand 150 000 Mark für eine Anzeigenkampagne im Wahlkampf bezahlt.“ Interne Unterlagen aus der Staatskanzlei in Hannover enthalten dagegen Indizien, wonach der AWD-Gründer im damaligen Bundestagswahlkampf über den Mittelsmann Axel Prümm, Chefredakteur eines Branchenmagazins, die drei Anzeigen der Initiative in der „Welt“ der „Welt am Sonntag“ und der „FAZ“ bezahlt haben könnte.

die Initiative mit 150 000 Mark unterstützt. In einem Brief an Glogowski bedankt sich Maschmeyer zudem „für den angenehmen Abend im Gästehaus der Landesregierung“. Eine Anfrage zu dem Schreiben an Schröder ließ der AWDGründer bis gestern Abend unbeantwortet. Maschmeyer erklärte auch nicht, worin seine Unterstützung für die Initiative bestanden haben könnte, wenn nicht in der Bezahlung der Anzeigen. Die Staatskanzlei in Hannover arbeitet derweil weiter an der Aufklärung des Falls. Sie hat Schröders damalige Referatsleiterin für den Mittelstand aufgefordert, sämtliche Unterlagen herauszugeben. Für gestern Mittag war auch ein Gespräch zwischen der Referatsleiterin und der heutigen Leitung der Staatskanzlei anberaumt. Die Unterredung ist geplatzt – Gründe wurden nicht genannt.
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Fischer warnen vor Panik
„Aale stammen aus Farmen – nicht aus Flüssen“
Von M a rina K orM baK i Hannover. Der Landesfischereiverband Niedersachsen warnt vor „übertriebener Vorsicht“ beim Verzehr von Fischen aus niedersächsischen Flüssen. Die jetzt vom Landwirtschaftsministerium veröffentlichten Daten über schadstoffbelastete Fische müssten ins richtige Verhältnis gesetzt werden, sagte der Verbandsvorsitzende Carsten Brauer gestern. „Die Größe der Stichprobe ist nicht gerade repräsentativ“, sagte Brauer. Zudem seien die Werte „nicht so dramatisch, dass Verbraucher Schaden zu nehmen drohen“. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte in einer im Internet veröffentlichten Empfehlung grundsätzlich vom Verzehr von Aalen wegen zu hoher Dioxinbelastung abgeraten. Auch Brassen aus Weser und Elbe sollten nicht gegessen werden. Die Warnungen sind das Ergebnis einer 2009 durchgeführten Untersuchung von 152 Aalen und Brassen aus den Flüssen Elbe, Weser, Ems, Leda und Aller. „Man müsste Unmengen von Aalen und Brassen essen, um ein Gesundheitsrisiko einzugehen“, sagte Brauer. Außerdem stamme das Gros der in Niedersachsen verkauften Aale nicht aus hiesigen Flüssen, sondern aus Fischfarmen in den Niederlanden und aus der Ostsee, sagte Brauer. Die Landtagsopposition warf Agrarminister Gert Lindemann (CDU) einen fahrlässigen Umgang mit der Gesundheit von Verbrauchern vor. Die Linksfraktion sprach von „unfassbarem Hin und Her“ zwischen Warnungen und Entwarnungen beim Verzehr von Aalen aus der Elbe. Christian Meyer, agrarpolitischer Sprecher der Grünen, verwies darauf, dass der entsprechende Vermerk des Ministeriums mit der hohen Dioxinbelastung von Aalen und Brassen bereits vom 20. September 2010 stammt: „Es ist unverantwortlich, wenn die Landesregierung die Öffentlichkeit nicht rechtzeitig über die mögliche Gesundheitsschädlichkeit unterrichtet.“ Eine Sprecherin Lindemanns wies die Vorwürfe zurück. Adressat der Warnungen seien nicht in erster Linie die Verbraucher gewesen, sondern die Angler – „also die Vielverzehrer“, sagte die Sprecherin: „Die Angelsaison beginnt jetzt, deswegen haben wir den Hinweis auch erst zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht.“

zur Person
Horst Horrmann, Landespräsident des Roten Kreuzes, wird heute 70 und feiert den runden Geburtstag ganz privat. Allerdings wird es sich die Peiner CDU nicht nehmen lassen, zum Ende der Woche den Jubilar zu ehren, der immerhin Kultusminister war (1988 bis 1990) und nicht nur hier einen eigenen Kopf bewies. 28 Jahre lang hat Horrmann, von Haus aus Realschul- und Gymnasiallehrer, im Landtag gewirkt. Bereits früh kam er, auch eine Folge des 1976 mit Ernst Albrecht überraschend eingetretenen Machtwechsels im Leineschloss, in herausgehobene Ämter. Nach dem Verlust der Regierungsmacht 1990 war Horrmann acht Jahre lang stellvertretender Fraktionschef der CDU. Eine schwere Krankheit, der er mutig trotzte, bewies, dass Politik nicht alles im Leben sein muss. Seit 2005 führt Horrmann das Deutsche Rote Kreuz in Niedersachsen. Mit etwa 320 000 Mitgliedern ist sein Landesverband einer der großen in Deutschland. mbb
Behrens

Northeims Bürgermeister gerät mit seinem Vorgehen gegen die NPD unter Beschuss
Von H eidi nieM ann Northeim. Northeims Bürgermeister Harald Kühle ist vor allem eines wichtig: „Ich will mir am Ende nicht nachsagen lassen, ich hätte nicht alles versucht, den NPD-Parteitag zu verhindern.“ Seit nunmehr zwei Monaten treibt den SPD-Politiker dieses Thema um. Anfang März ging bei der Stadt Northeim der Antrag des NPD-Landesverbandes ein, die Northeimer Stadthalle für den diesjährigen Parteitag nutzen zu dürfen. Der 54-jährige Verwaltungschef reagierte sofort: Er ließ flugs für die Stadthalle eine neue Benutzungsordnung erarbeiten, die Parteiveranstaltungen mit überörtlichem Bezug ausschließt. In einer kurzfristig einberufenen Ratssitzung herrschte eine Einmütigkeit, wie man sie sonst nur selten in Northeim erlebt. Alle Ratsmitglieder stimmten der Satzungsänderung zu. Jetzt aber ist der Bürgermeister, der seit November 2006 im Amt ist und vorher Geschäftsführer des Diakonieverbandes Göttingen war, unter schweren Beschuss geraten. In einer anonymen Anzeige wird ihm vorgeworfen, bei seinen Bemühungen, den NPD-Parteitag zu verhindern, des Guten zu viel getan zu haben. Danach soll Kühle in den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Göttingen und dem Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg falsche Angaben über die Vorgeschichte der Satzungsänderung gemacht haben. Der SPD-Politiker hatte dort in einer eidesstattlichen Versicherung angegeben, dass die Änderung bereits seit Juni 2010 geplant gewesen sei. Laut einem von der Stadt vorgelegten Protokoll soll damals in einer Sitzung des Verwaltungsvorstandes über das Thema gesprochen worden sein. In der Strafanzeige wird der Vorwurf erhoben, dass dieses Protokoll im Hinblick auf das Gerichtsverfahren nachträglich geändert wurde, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen. Am Ende obsiegte allerdings die NPD. Das OVG entschied, dass die Satzungsänderung nicht rückwirkend für bereits gestellte Anträge gilt. Kühle selbst hat zu den Vorwürfen bislang lediglich erklärt, nach Recht und Gesetz gehandelt zu haben. Den Ratsfraktionen reicht dies nicht. Heute kommt der Verwaltungsausschuss zu einer Sondersitzung zusammen, bei der Kühle eine Stellungnahme abgeben will. Um den am 22. Mai geplanten NPDParteitag doch noch zu verhindern, hat die Stadt eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, die seit Montag in Karlsruhe vorliegt. Die Stadt pocht auf das in Artikel 28 verankerte Grundrecht der Gemeinden, „alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln.“ Nach Kühles Ansicht müsste die Stadt damit das Recht haben, „eine Satzung zu ändern, wenn sie es für richtig hält“. Allerdings schätzt auch er die Erfolgsaussichten als eher gering ein.

Mit allen Mitteln?

Bürgermeister Harald Kühle (2. v.l.) geht gegen die NPD auch selbst auf die Straße. Rink

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dpa

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Kultur

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

witter ist ein Onlinedienst für Freaks. Für Leute, denen schnell nicht schnell genug ist. Für Leute, die ein bis ins Absurde reichendes Mitteilungsbedürfnis haben. Für Leute, denen aber auch klar ist, dass einmal auf diese Weise in die Welt Gesetztes in der Welt bleibt und nicht wieder zurückzuholen ist. Wenn es fix Regierungssprecher gehen muss, ... Steffen Seibert twittert auch. Er war mal Journalist. Manche Journalisten fühlen sich ohne Twitter wie ohne Hose. Gestern morgen hat Seibert ein Statement seiner Chefin in die Welt getwittert. Vielleicht hatte er noch nicht gefrühstückt, jedenfalls verwechselte er die Wörter „Osama“ und „Obama“ und machte dem US-Präsidenten mit dem Satz „#Kanzlerin: Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt“ im Auftrag von Angela Merkel einen nicht unerheblichen Vorwurf. Als Seibert seinen Verbrecher-Versprecher korrigierte, war es zu spät. Der Satz war in der Welt und machte so schnell die Runde wie es ein Seibert-Satz vermutlich nie wieder schaffen wird. Es mag auch ein Trost sein, dass Seibert nicht der Einzige war, der Osama und Obama verdrehte, ... wird Obama sondern in guter Gezum Verbrecher sellschaft auch einiger Online-Medien war, die sich an anderer Stelle über Seibert lustig machten. Trotzdem: Vielleicht ist es gut für Seibert, dass Obamas Leute Osama nicht auf Samoa gefunden haben, sondern in Pakistan. Und nicht in einer Baracke. Seibert wird vermutlich einige „Follower“ mehr bekommen, obwohl die Fehlerquelle Osama sich wohl erledigt hat. Eng wird’s für den Regierungssprecher, wenn Obama auf Samoa Maoam kaut und mit Asamoah Adamo hört. Aber dazu muss die Kanzlerin vielleicht auch nicht unbedingt was sagen. Jedenfalls nicht vor dem Frühstück. uj

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INITIAL

„Er hat uns göttliche Schönheit offenbart“
Hüter einer großen Tradition: Der Pianist Vladimir Krainev ist mit 67 Jahren in Hannover gestorben
Der russische Kulturminister Alexander Awdejew sagte, Krainev sei ein begnadeter Musiker gewesen, „der Millionen von Zuhörern die göttliche Schönheit der Musik offenbart“ habe. Der 1944 in der heutigen Ukraine geborene Krainev gab sein Konzertdebüt im Alter von sieben Jahren. Er studierte in Moskau als einer der letzten Schüler von Heinrich Neuhaus, der auch Swjatoslaw Richter, Emil Gilels und Radu Lupu ausgebildet hatte. Nach ersten Wettbewerbserfolgen in Lissabon und Leeds markierte der erste Preis beim TschaikowskyMusikwettbewerb in Moskau 1970 den Beginn seiner internationalen Karriere. In den Folgejahren arbeitete Neben der Karriere als Piaer mit Dirigenten wie Vladinist entwickelte sich Krainev mir Ashkenazy, Pierre Bouzu einem der erfolgreichsten lez, Carlo Maria Giulini und Klavierpädagogen der GeBernard Haitink zusammen genwart. Seit 1992 lebte und und war auch als Kammerarbeitete er in Hannover, wo musiker weltweit gefragt. er seit 1994 Professor an der Der Bratscher und Dirigent Musikhochschule war und Yuri Bashmet sagte über seimehr als 120 Schüler zu Ernen verstorbenen Freund: folgen bei bedeutenden Wett„Er war eine leuchtende Perbewerben geführt hat. Vor sönlichkeit – ein Vulkan vol- Vladimir Krainev drei Wochen waren gleich ler Emotionen, Leidenschaft zwei seiner Schüler Gewinner und kreativer Ideen.“ Der Komponist Al- beim Internationalen Klavierwettbewerb fred Schnittke widmete ihm ein Klavier- der Chopin-Gesellschaft Hannover. konzert. „Wir haben einen großen Pianisten und Von S tefan a rndt Der russische Pianist und Pädagoge Vladimir Krainev ist tot. Er erlag am Freitag in Hannover einem Lungenleiden. Krainev, der als Professor eine Pianistenklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien leitete, wurde 67 Jahre alt. Der russische Präsident Dmitri Medwedew würdigte den Verstorbenen in einem Kondolenzschreiben an dessen Witwe, die Eiskunstlauftrainerin Tatiana Tarasova, als einen Pianisten, „dessen virtuoses Talent von Klassikliebhabern auf der ganzen Welt geschätzt wurde“. Lehrer verloren“, sagte die hannoversche Hochschulpräsidentin Susanne RodeBreymann: „Er war in der Lehre außerordentlich erfolgreich und hat es verstanden, sein Wissen kraftvoll und mit großer Menschlichkeit weiterzugeben.“ Zuletzt hatte sich Krainev wegen gesundheitlicher Probleme ganz auf das Unterrichten konzentriert. Für Gerrit Zitterbart, Leiter der Klavierabteilung der Hochschule, stand Krainev noch „mit einem Fuß bei den großen russischen Pianisten an der Wende zum 20. Jahrhundert“. Krainev habe die russische Klaviertradition nach Hannover gebracht. „Diese Tradition ist jetzt verloren“, sagte er.

Die Ringe des Königs
Land Niedersachsen erwirbt Kunstschatz für Braunschweig
Von Joh anna d i B laSi Es ist eine magische Zahl: Zwölf kostbare Ringe aus königlich-hannoverschem Besitz funkeln seit Kurzem in der Sammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig. Lediglich die Queen of England besitze noch eine derartig erlesene royale Ringsammlung, hieß es gestern aus dem Museum. Das Land Niedersachsen und die Kulturstiftung der Länder haben für den Ankauf eine sechsstellige Euro-Summe – die genaue Zahl wurde nicht bekannt gegeben – aufgebracht. Eine speziell für die königlichen Ringe angefertigte Mahagoni-Schatulle mit Kristallglasdeckel gelangte ebenfalls nach Braunschweig. Ursprünglich enthielt das Kästchen wohl 21 Ringe mit fein geschnittenen Gemmen. Die nun angekauften Ringe zieren neben heraldischen Symbolen Porträts enger Verwandter des Königs Ernst August I. von Hannover. Es waren Schmuckstücke weniger zum Tragen als zum Bestaunen. Die erlesenen Ringe aus der Epoche des Klassizismus seien Ende 2010 direkt aus dem Besitz des Prinzen von Hannover in den englischen Kunsthandel gelangt, gab das Museum bekannt. Einem Berliner Kunstliebhaber, Werner Daum, sei der Schatz beim Flanieren durch die Themsemetropole im Schaufenster der Kunsthandlung S. J. Philipps aufgefallen. Als Provenienz war „Herzog von Cumberland“ angegeben. Der Sammler kaufte drei Stücke und informierte den Braunschweiger Museumsdirektor Jochen Luckhardt. „Der Ankauf der Ringe ist ein besonderer Glücksfall für Niedersachsen“, erklärte die niedersächsische Kulturministerin Johanna Wanka gestern in Braunschweig. Im kommenden Jahr wird der Schatz in einer Sonderausstellung in der Burg Dankwarderode gezeigt. Voraussichtlich 2014, bei der großen Landesausstellung zum 300-jährigen Bestehen der

Nina Hagen singt bei Kirchenfestival
Die Popsängerin Nina Hagen wird beim „Tag der Niedersachsen“ am 2. Juli in Aurich auf der „Kirchen-Live-Bühne“ auftreten. „Dass es uns wieder gelungen ist, einen international bekannten Star aus der Popszene für unsere Bühne zu gewinnen, freut mich besonders“, sagte der Geistliche Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, Arend de Vries, am Montag in Hannover. Die evangelische Landeskirche will auf der Bühne von Hit-Radio Antenne eine Mischung aus Talk und Musik bieten. Auch der neue hannoversche Landesbischof Ralf Meister wird zu Gast sein. Der „Tag der Niedersachsen“ wird nach Angaben der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers bereits am Vorabend mit einem Jugendgottesdienst in der Lambertikirche eröffnet. Auch zum Abschluss am Sonntag ist um 10 Uhr ein Gottesdienst auf der Bühne auf dem Marktplatz geplant. epd

Haben Herzen zu verschenken: Peter Lohmeyer als Schlagersänger Alexander Ludwig und Paul Kuhn als Heinrich aus der Rehaklinik.

Zorro Filmverleih

Ein Mann vergisst sich
Peter Lohmeyer kann sich an nichts erinnern, singt aber mit Paul Kuhn: Die Tragikomödie „Schenk mir dein Herz“
Von S tefan S toSch in Mann sucht ebenso missgestimmt wie vergeblich die Minibar im Hotel. Das kann vorkommen, aber nicht alle paar Stunden wieder im selben Hotel, so wie bei Schlagerstar Alexander Ludwig (Peter Lohmeyer). In früheren Zeiten hat Ludwig gewiss in jeder Herberge zielsicher die Alkoholvorräte aufgestöbert. Jetzt ist für ihn alles anders, auch wenn er immer noch die pinkfarbenen Hemden von früher trägt und draußen auf der Straße vereinzelte Fans seinen Namen rufen. In diesem Hotel wird er aber garantiert keine Minibar finden. Denn dies ist gar kein Hotel, sondern eine Rehaklinik. Ludwig leidet nach einem Herzinfarkt an massiven Gedächtnisstörungen. Die zurückliegenden zehn Jahre seines Lebens sind aus seinem Kopf gelöscht. So ein Zustand bringt Komplikationen mit sich: Wer zum Beispiel ist die junge Frau namens Maria (Mina Tander), die immer wieder zu Besuch kommt und behauptet, seit zwei Jahren seine Gattin zu sein? Ludwig glaubt doch genau zu wissen,

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Imam bekommt Bremer Friedenspreis
Ein bosnischer Imam, eine Menschenrechtlerin aus Sri Lanka und ein Stadtteilprojekt der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sind Träger des fünften Internationalen Bremer Friedenspreises 2011. Das gab die „Stiftung die Schwelle – Beiträge zur Friedensarbeit“ am Montag bekannt. Die Stiftung verleiht die mit insgesamt 15 000 Euro dotierte Auszeichnung am 18. November. Der bosnische Imam Vahidin Omanovic werde als „unbekannter Friedensarbeiter“ geehrt. Der einstige Kriegsflüchtling leitet heute ein Friedenszentrum. Die Muslimin Shreen Abdul Saroor aus Sri Lanka setze sich seit Jahren für Demokratie und Aussöhnung der verfeindeten ethnischreligiösen Gruppen ein. Als beispielhafte Initiative zeichnet „Die Schwelle“ das kulturelle Stadtteilprojekt „Du hast immer eine Wahl“ in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen aus. dpa

dass er mit einer anderen verheiratet ist. Ab und zu flüchtet er von seinen Therapiestunden zum Haus jener anderen, nur um jedes Mal wieder überrascht zu sein, dass dort seine Ex mit einem anderen Mann lebt, sein inzwischen 18-jähriger Sohn ihn hasst und er selbst daran schuld ist. Dann sitzt Ludwig wie ein treu-trauriger Hund auf den Treppenstufen und wartet, dass von der Vergangenheit vielleicht doch noch etwas zu retten sein könnte. Das ist traurig, aber auch ziemlich komisch. Immer misstrauischer blickt Ludwig in die Welt, die ihm so fremd gegenübersteht. Konsequent gibt Peter Lohmeyer in der ersten Hälfte von Nicole Weegmanns Film „Schenk mir dein Herz“ (Drehbuch: Ruth Toma) den Sonderling wider Willen. Mit klugem Understatement spielt er die Situationskomik aus. War Bill Murray in der Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ der Mann, der dazu verdammt war, denselben Tag wieder und wieder durchzustehen, so ist für Alexander Ludwig jeder Tag wieder

erschreckend neu. Da hilft ihm auch sein kleines Büchlein wenig, in das er alles hineinschreibt, woran er sich erinnern will. Denn dazu muss man sich erst mal daran erinnern, in das Büchlein zu schauen. Weil „Schenk mir dein Herz“ aber ein Wohlfühl-Film ist, muss Ludwig schleunigst den Weg zurück zum Glück finden – mithilfe der Musik. Der Film wartet mit einem kleinen Besetzungscoup auf: Der unverwüstliche Paul Kuhn (Jahrgang 1928), „der Mann am Klavier“ (Untertitel seiner Autobiografie), sitzt in der Rehaklinik nachts am Klavier und spielt Jazz. Kuhn gibt einen Versehrten namens Heinrich. Der zerknitterte Alte lädt Ludwig ein, in seiner Combo mitzuspielen, um einen Jazzklub vor dem Ruin zu retten. Er bringt den „Schlagerfuzzi“ auf den Geschmack für Jazz. Und wie schön, dass die traurige Maria den Gesang übernimmt. So steuert „Schenk mir dein Herz“ unwiderruflich auf ein musikalisches Finale mit Wohlfühlfaktor zu. Dagegen wäre prinzipiell nichts zu sagen, würde Drehbuchautorin Toma in diesen 90 Mi-

nuten nicht alle Konflikte auflösen, die sie zuvor mit manchmal auch traurigem Witz aufgebaut hat. Die Skurrilität, die diesen Film auszeichnet, geht beim Endspurt zum Happy End verloren. Niemand hier darf wenigstens ein bisschen böse sein, und vorzeitiges Sterben ist ebenso wenig erlaubt. Freuen aber darf man sich darüber, wie die Schauspieler mehr oder weniger selbst singen und wie Kuhn am Klavier agiert. So ist „Schenk mir dein Herz“ trotz der übertriebenen Harmoniebestrebungen am Ende ein kleiner, feiner Film mit einer originellen Geschichte. Und eines ist am Ende klar: Sollte Ludwig auch künftig noch Probleme mit der Minibar haben – in Sachen Liebe hat er die Orientierung gefunden.
Von Donnerstag an im Kino am Raschplatz. Mittwochabend sind Paul Kuhn und Mina Tander um 20.15 Uhr zu Gast bei der hannoverschen Premiere des Films im Hochhaus-Kino. Eine Bildergalerie gibt es auf

Zufallsfund in Londoner Schaufenster: Ringe aus dem Besitz des Königs von Hannover. dpa Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien, werden die Ringe in Hannover gezeigt. Wieso wurden sie eigentlich für Braunschweig angekauft? Weil es im hannoverschen Landesmuseum keine kunsthandwerkliche Sammlung gebe, erklärte Ministerin Wanka.

K u lt u r n o t i z e n Nur ein Engel im TaK
Vom 4. bis 6. Mai sollte die „Bert-EngelShow“ im TaK über die Bühne gehen. Doch Detlef Wutschik wird aufgrund eines kurzfristigen Auslandsengagements nur am 4. Mai auftreten. Am 5. fällt die Vorstellung aus, am 6. spielt Matthias Brodowy sein Soloprogramm „Best of“.

Schriftsteller, Staatsmann – und Attentatsopfer: Vor 250 Jahren wurde der Dramatiker August von Kotzebue geboren
schlüsse, die in den Staaten des Deutschen Bundes mit Zensur, Überwachung und berlebt hat er als Leiche. Weil die Berufsverbotenalleliberalenunddeutschdeutsche Geschichte den meisten nationalen Tendenzen unterdrückten. Solch politisches Nachspiel passt zu Menschen näher ist als die Theatereinem deutschen Dichter, der geschichte, kennt man heute auch russischer GeneralkonAugust von Kotzebue, wenn sul war, verdeckt aber, wie überhaupt, als Opfer eines flächendeckend Kotzepolitischen Attentats: bue die deutsche TheaAm 23. März 1819 wurterlandschaft mitbede der erfolgreichste stimmte. Geboren Theaterautor seiner wurde August Zeit in Mannheim Friedrich Ferdivom Jenaer Theonand Kotzebue logiestudenten und heute vor 250 JahBurschenschaftler ren in Weimar: als Karl Ludwig Sand Kind eines hererstochen. Sand zoglich-weimarisoll gerufen haschen Legationsben: „... hier, du rats, der aber bald Verräter des Vaternach der Geburt des landes.“ Tatsächlich war Sohnes starb. Sein Kotzebue ein Gegner Onkel, der Schriftder deutschen Nationalsteller, Kritiker und bewegung, der BurschenLehrer Johann Karl schafter, der Turnerbünde August von Musäus nahm und anderer studentischer den Siebenjährigen erstmals Umtriebe. Aber Sand schadete mit ins Theater: Der Junge mit seiner Tat genau diesem William Ridleys Kup- entflammte – und diese FlamAufbruchsstreben. Der politi- ferstich des Kotze- me erlosch auch nicht, als die sche Mord diente als Rechtfer- bue-Porträts von Jo- Karriere den Juristen nach tigung für die Karlsbader Be- hann Ernst Heinsius. Russland führte. Im GegenVon r a in er Wagn er

Deutsche Sittengemälde
teil, eine Komödie rettete Kotzebue (der 1795 passend zu seiner Heirat mit der Tochter eines russischen Generalleutnants geadelt worden war), als er im Jahr 1800 an der russischen Grenze als Jakobiner verhaftet und nach Sibirien verbannt worden war. Da traf es sich, dass Kotzebue kurz vorher „eine wahre Anekdote“ (so der Untertitel) zu dem Einakter „Der alte Leibkutscher Peter des Dritten“ umgeformt hatte. Die wurde dem Zaren Paul I. zugesandt, der höchst huldvoll reagierte. Er begnadigte den Dichter, entschädigte ihn mit einem Krongut in Liefland und machte ihn als Hofrat zum Direktor der deutschen Theatertruppe in St. Petersburg. Ein Jahr später endete nach der Ermordung des Zaren diese russische Episode (die nicht die einzige in Kotzebues Leben war) – seine Erlebnisse hat Kotzebue wenig später in seinem autobiografischen Bericht „Das merkwürdigste Jahr meines Lebens“ geschildert. Wer wissen will, worum es in dem Leibkutscher-Dramolett geht, der kann das im Lexikon „Kotzebues Dramen“ nachlesen, das pünktlich zum KotzebueGeburtstag im hiesigen Wehrhahn-Verlag erschienen ist. Der hannoversche Germanist Alexander Košenina und seine Saarbrücker Kollegen Julia Bohnengel und Johannes Birgfeld haben als Herausgeber mit ihrem Team hier eine

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Jacob-Grimm-Preis für Lyrikerin Gomringer
Die Bamberger Lyrikerin Nora Gomringer erhält den mit 30 000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis für Deutsche Sprache 2011. Die 31-Jährige habe der „Slam Poetry“, wo kürzere Texte vor Publikum vorgetragen und bewertet werden, in Deutschland zur Popularität verholfen. „Nora Gomringer hat diese Art des Dichtens populär gemacht und ihr Seriosität verliehen“, hieß es. Ihre Texte seien frisch, verspielt und keck. Weil es bislang keine treffende deutsche Übersetzung der Bezeichnung „Poetry Slam“ gibt, schrieb die Jury einen Sonderpreis aus. Der beste Vorschlag wird mit 500 Euro prämiert. „Dichterwerkstatt“, „Poesieschlacht“ oder „Dichterwettkampf“ überzeugten die Jury nicht. Gomringer ist die erste Lyrikerin, die den Jacob-Grimm-Preis erhält – im Vorjahr war Udo Lindenberg der erste Popmusiker unter den Preisträgern. epd

ebenso bemerkens- wie bewundernswerte Fleißarbeit geleistet. Immerhin hat Kotzebue 227 Theaterstücke unter seinem Namen veröffentlicht (viele inspirierten berühmte Komponisten). Manches ist Bearbeitung oder auch nur Übersetzung: aus dem Französischen und dem Italienischen meist, aber auch aus dem Englischen. Nicht alles ist abendfüllend, viele kürzere Stücke waren schließlich „zur geselligen Unterhaltung auf dem Lande“ konzipiert. Kotzebue war in den drei Jahrzehnten vor seinem Tod der meistgespielte deutsche Dramatiker. Er hatte alles zu bieten: Tragödien und Komödien, Rührstücke und Sittengemälde, Parodien, Possen und Schwänke. Selbst der Theaterdirektor Goethe brachte 87 Kotzebue-Stücke mit insgesamt 600 Vorstellungen auf die Bühne. Kotzebue und Goethe hatten schon 1776 in Goethes „Geschwister“ Theater gemacht: als Schauspieler. Wie aktuell Kotzebue sein kann, zeigt jenes Stück, das man am ehesten auf Theaterbühnen wiederfindet: „Die deutschen Kleinstädter“. Was damals galt, gilt heute auch in deutschen Metropolen: „Ein Titel, lieber Freund, ein Titel! Ohne Titel kommen Sie in Krähwinkel nicht fort.“
„Kotzebues Dramen. Ein Lexikon“. Wehrhahn Verlag. 259 Seiten, 38 Euro.

Keine Kunst im Schauspiel
Der für heute geplante Abend „Kunst wird wo anders gebraucht als wo sie rumsteht“ von und mit Jürgen Kuttner und Gästen im Schauspielhaus muss wegen Erkrankung einer Schauspielerin ausfallen. Infos: (05 11) 99 99 11 11.

Jazz im Klavierhaus
Am Freitag, 6. Mai, stellen Roman Rofalski (Klavier) und Michael Gudenkauf (Kontrabass) ihre neue CD „Halogen“ vor. Die beiden Absolventen der Musikhochschule Hannover lassen im C. Bechstein Centrum in der Königstraße die Grenzen zwischen Klassik und Jazz verschwinden. Beginn ist um 20 Uhr. Karten kosten 10 Euro (ermäßigt 5 Euro).

Judith Ahrends präsentiert am Mittwoch, 4. Mai im Rahmen ihres Diplomkonzerts ihr neues Projekt „MOHN“. Dabei geht es um Popmusik mit Anklängen von Jazz. Mit dabei hat sie den Videokünstler Gerrit Hahn. Beginn ist um 20 Uhr in der Marlene, Prinzenstraße 10. Der Eintritt kostet 6 Euro.

Popkonzert in der Marlene


HEUTE IM RADIO

NR. 102 · DIENSTAG, 3. MAI 2011

Welt im Spiegel

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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G ESAGT IST G ESAGT Mir ist völlig Banane, ob sie Fürstin ist oder Königin, ob sie ganz viel oder wenig Geld auf dem Konto hat.
Exprofischwimmerin Franziska van Almsick will die künftige Fürstin von Monaco, Charlene Wittstock, weiter zum Kaffeeplausch treffen. Das sagte die 33-Jährige der Illustrierten „Bunte“.

Zusammen mit Axel Hacke hat Giovanni di Lorenzo das Buch „Wofür stehst du?“ geschrieben. Darin schildert der Chefredakteur der „Zeit“ auch seine Jugend in Hannover. Ein Gespräch über Haltungen, Erfolg und üble Lehrer.
Ihr Buch „Wofür stehst du?“ ist sehr autobiografisch. Axel Hacke und Sie erinnern sich an Ereignisse, die bestimmte Haltungen schufen. Sie schreiben auch von Ihrer Zeit in Hannover, wo Sie das Ratsgymnasium und später die Tellkampfschule besucht haben. Welche Mitschüler erwarten Sie zu Ihrer Lesung? Ich weiß nicht, wer kommt. Ich habe niemanden gezielt eingeladen. Aber natürlich würde ich mich freuen, wenn ich einige Bekannte von früher sehen würde. Das gilt übrigens auch für Lehrer. Tatsächlich? In Ihrem Buch berichten Sie auch von unschönen Erfahrungen. Einmal wurden ihnen von einem Oberstudienrat die Worte entgegengeschleudert: „Di Lorenzo, diesen Itaker, sollte man aufhängen!“ War die Fremdenfeindlichkeit in Hannover schlimmer als anderswo? Das weiß ich nicht. Dieser furchtbare Oberstudienrat war ja am Ratsgymnasium nicht die Regel. Und am schlimmsten war auch gar nicht dieser Ausfall, schlimmer noch war die Sache mit dem Schulleiter: Als ich ihm unter Tränen von dem Vorfall berichtete, hatte er nichts anderes zu tun, als sich um den Ruf der Schule zu sorgen. Kurz vor dem Abitur an der Tellkampfschule haben Sie ein Praktikum bei der hannoverschen „Neuen Presse“ absolviert. Offensichtlich mit Erfolg. Das war für mich ein großer Glücksfall. Ich hatte mich nicht rechtzeitig um eine Praktikumsstelle beworben und bekam die Stelle von meinem Tutor zugewiesen. Es war wohl das, was übrigblieb. Am zweiten Tag durfte ich im Kulturressort einen Artikel schreiben – und da wusste ich, dass ich nichts anderes mehr tun wollte, als Journalist zu werden. Normalerweise machen Redakteure mit Praktikanten, die zwangsweise kommen, eher schlechte Erfahrungen. Na ja, ich hatte es halt ganz und gar nicht auf der Rechnung, Journalist zu werden. Aber bei Ihnen hat’s dann ja zu großem Erfolg geführt. Jetzt sind Sie Chefredakteur der „Zeit“. Na ja. Sie haben das Buch zusammen mit Axel Hacke geschrieben. Wer schreibt besser? Also: Axel Hacke ist ein richtiger Schriftsteller, ich bin ein Journalist. Das Buch ist in Textblöcke unterteilt. Damit der Leser erkennt, was von wem ist, verwenden sie unterschiedliche Schriften. Sie haben eine Schrift mit

„Wir haben die Hosen runtergelassen“

MHH-Forscher enträtseln Heilung nach Herzinfarkt
Hannover (ze). Wie gut sich ein Patient nach einem Herzinfarkt wieder erholt, hängt von einem kleinen Protein ab, dem GDF-15. Das haben Forscher aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gemeinsam mit Kollegen vom MaxPlanck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster in Versuchen mit Mäusen herausgefunden. Der Mechanismus, der die Reparatur des geschädigten Herzmuskelgewebes steuert, war bislang unbekannt. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Medicine“ veröffentlicht. Weil die Herzmuskelzellen bei einem Herzinfarkt zeitweilig von der Versorgung mit Sauerstoff abgeschnitten sind, stirbt ein Teil des Muskelgewebes ab. „Diese Zellen müssen quasi bei laufendem Betrieb des Herzens in eine stabile Narbe umgebaut werden“, erklärt Prof. Kai Wollert von der MHH-Klink für Kardiologie und Angiologie. „Dieser Heilungsprozess kann mehr oder weniger erfolgreich verlaufen.“ Im Idealfall baut der Körper über eine Entzündungsreaktion die toten Zellen in stabiles Narbengewebe um. Ist die Entzündung zu stark, kann der Herzmuskel jedoch einreißen. „Das ist fast immer tödlich für den Patienten“, sagt Wollert. Im Mausversuch konnten die Forscher zeigen, dass der körpereigene Wachstumsfaktor GDF-15 verhindert, dass sich zu viele Entzündungszellen in das Heilungsgeschehen „einmischen“. Mäuse, denen GDF-15 fehlte, starben kurz nach dem Infarkt. Die Nager, denen zusätzlich GDF-15 injiziert wurde, erholten sich dagegen besser. Wollert geht davon aus, dass mit dem Protein künftig auch ein Medikament für Menschen entwickelt werden könnte. „Es gab bereits Interesse bei der Pharmaindustrie“, sagt er.
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DIE WISSENSCHAFT H A T F E S T G E S T E L LT . . . ...dass auf der Straße Flirterei und Sozialneid regieren
Stau im Berufsverkehr: Wer aus einer Seitenstraße einbiegen möchte, hat es schwer. Denn dass nicht jeder für jeden bremst, haben Forscher der australischen Universität Queensland herausgefunden. Sozialneid und Flirterei bestimmten oft den Fahrstil. Laut einer Analyse am Beispiel der Stadt Brisbane lassen rund 40 Prozent der Verkehrsteilnehmer ein Auto vor, Frauen deutlich seltener als Männer. Besonders zuvorkommend sind Männer, wenn am Steuer des anderen Wagens eine Frau sitzt. Ähnlich verhalten sich Autofahrerinnen: Wenn sie jemanden vorlassen, sind es oft keine Geschlechtsgenossinnen. Lange Wartezeiten drohen Fahrern von Luxusautos – sie erhalten deutlich seltener Vorfahrt. Ausnahme: Der Wagen des anderen war ähnlich teuer. Umgekehrt lassen diese Autobesitzer ungern Rostlauben einscheren. Generell zeige sich ein Herdeneffekt: Tritt ein Fahrer die Vorfahrt ab, machen dies andere deutlich häufiger nach als ohne ein solches Vorbild. vm

alle diese Dinger getragen, aber sie waren doch mordshässlich. Es geht uns zwar um die Generation unmittelbar nach 68, aber es ist nicht nur ein Generationenbuch. Der Impuls, es zu schreiben, war der Ärger darüber, dass die Leute meiner Generation und auch die etwas Jüngeren von den Älteren leicht in eine bestimmte Ecke geschoben werden. Weil wir alle etwas pragmatischer sind, wird uns Haltungslosigkeit unterstellt. Das fand ich immer ungerecht. Und so habe ich mir mit Axel Hacke die Frage „Wofür stehst du?“ gestellt.
Das ist keine Frage, die einfach zu beantworten ist. Genau. Vielleicht kann das Buch auch dazu ermutigen, die Annahme einer Haltung als fließenden und nie endenden Prozess anzusehen. Eine Haltung muss man sich immer wieder neu erarbeiten und erobern. Das aber ist heute komplizierter als je zuvor. Man bekommt zu allem Möglichen alle möglichen Informationen und hat oft das Gefühl, dass eine klare Haltung angesichts der immensen Komplexität der Welt vielleicht doch nicht das Angemessene ist. Vieles ist in der Tat so kompliziert, dass man sich eine Meinung dazu Stück für Stück erobern sollte. Wann immer jemand behauptet, die ganze Lösung zu haben, ist höchstes Misstrauen angebracht. Meinungslosigkeit als Haltung würden Sie wohl nicht gelten lassen? Nein. Das wäre eine billige Entschuldigung. Dass die Dinge kompliziert sind, heißt nicht, dass man auf eine Wertung verzichten könnte. Es ist nur anstrengender, eine Haltung zu finden. Wenn zwei Menschen über 50 ihre Lebenserinnerungen vortragen, kann das auch leicht selbstgefällig werden. Was tun Sie dagegen? Der Vorwurf der Selbstgefälligkeit ist uns bisher nicht entgegengeschlagen. Dazu ist das Buch auch viel zu wenig schmeichelhaft für uns. Wir haben uns gesagt: Wenn dieses Buch ehrlich und authentisch wirken soll, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als die Hosen herunterzulassen. Das sind alles keine Heldengeschichten.
Interview: Ronald Meyer-Arlt

Endlich Platz für Genuss!
„Kein Kochbuch“ räumt Ihre Küche frei – mit frischen Ideen und Rezepturen zum Experimentieren. 19,90 Euro 196 Seiten Hardcover mit Leinenrücken

DLF, �.�� Uhr „Kalenderblatt“: Vor �� Jahren starb der französische Philosoph und Phänomenologe Maurice Merleau-Ponty (auch DRadio um �.�� Uhr). DRadio, ��.�� Uhr „Thema“: Ein Gespräch mit Fußballerin, DFB-Beraterin und Autorin Tanja Walther-Ahrens über das sexuelle Coming-out im Frauenfußball. DRadio, ��.�� Uhr „Literatur“: Vernetzte Lektüren: Digitale Literatursalons und die Zukunft des Lesens. NDR Info, ��.�� Uhr „Zeitzeichen“: Er war ein Hamburger Jung: Geboren und aufgewachsen in der Hansestadt, verbrachte Richard Ohnsorg dort auch sein Leben. Die Bühne, die er ���� gründete, wurde nach dem Krieg als Ohnsorg-Theater durch Volksschauspieler wie Heidi Kabel und Otto Lüthje berühmt. Am �. Mai ���� wurde er geboren. tz

Sitzen? Stehen? Hauptsache Haltung annehmen: „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo (links) mit Axel Hacke, mit dem zusammen er das Buch „Wofür stehst du?“ geschrieben hat. Jim Rakete
Serifen gewählt, Hacke dagegen schreibt serifenlos. Soll das andeuten, dass Sie der Seriösere, Konservativere sind? Nein, gar nicht. Wir hatten am Anfang eine Unterteilung in Normalschrift und kursiver Schrift. Aber das hat uns schon bald nicht mehr gefallen. „Wofür stehst Du?“ ist ein Buch über die Generation derjenigen, die jetzt über 50 Jahre alt sind. Es gibt keinen guten Namen für diese kleinen Brüder und Schwestern der Achtundsechziger. Was halten Sie von „Generation Parka“? Gefällt mir nicht so gut. Wir haben zwar

Am Mittwoch, 4. Mai, lesen Giovanni di Lorenzo und Axel Hacke um 20 Uhr im Schauspielhaus aus „Wofür stehst du?“. Karten: (05 11) 99 99 11 11.
* Deutschlandweit für 3,9 Cent pro Minute aus demNetz der Deutschen Telekom. Mobilfunkhöchstpreis 42 Cent je Minute.

Für Hobbyköche & Gourmets
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Arktis schmilzt schneller als angenommen
Wasserstand steigt bis zum Ende des Jahrhunderts um etwa einen Meter und bedroht damit 150 Millionen Menschen direkt
VON JOH ANNES G A MILLSCHEG ie Eisschmelze in der Arktis hat sich in den letzten Jahren derart beschleunigt, dass der globale Meeresspiegel bis Ende dieses Jahrhunderts um rund einen Meter mehr ansteigen wird, als der UN-Klimarat vor nur vier Jahren berechnete. Für die Weltbevölkerung hat dies dramatische Konsequenzen: 150 Millionen Menschen leben in Gebieten, die weniger als einen Meter über der Meeresoberfläche liegen. Die neuen Zahlen stammen vom Wissenschaftskomitee des Arktischen Rates (AMAP) und werden am heutigen Dienstag auf einer Konferenz in Kopenhagen vorgelegt, ehe sie am 12. Mai im grönländischen Nuuk Grundlage von Beratungen der Außenminister der Arktis-Anrainer sein werden. Dem Arktischen Rat gehören Kanada, die USA, Russland, Island, Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark an, das gegenwärtig den Vorsitz hält. EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard bezeichnet die Berechnungen als besorgniserregend und den Rapport als Mahnung, wie dringend es sei, die Klimabedrohung in den Griff zu bekommen. Der UN-Klimarat hatte 2007 einen Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 um 19 bis 59 Zentimeter berechnet. Doch er berücksichtigte die zunehmende Abschmelzung der Arktis unzureichend. Laut AMAP wird der Wasserstand um 0,9 bis 1,6 Meter steigen. „Zum Meeres-

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NICHT OHNE ... ... adlige Jasager
Während die Windsor-Traumhochzeit von Prinz William und seiner Braut Kate überstanden ist, laufen die Festvorbereitungen im Hause Hohenzollern noch auf Hochtouren: In dieser Woche gehen die Einladungen für die geplante Vermählung von Georg Friedrich Prinz von Preußen, dem Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., und seiner Verlobten Sophie Prinzessin von Isenburg raus. Etwa 1500 Einladungskarten würden an den deutschen und internationalen Hochadel verschickt, sagte Michaela Blankart, Leiterin der Generalvertretung des vormals regierenden preußischen Königshauses, gestern. Das adlige Paar will sich am 27. August in der Friedenskirche im Park des Schlosses Sanssouci in Potsdam feierlich das Jawort geben. dpa

Wenn der Meeresspiegel weiter steigt, sind auch die malerischen Inseln der Malediven vom Untergang bedroht. dpa anstieg um jährlich drei Millimeter, der zwischen 2003 und 2008 registriert wurde, trugen die arktischen Gletscher, Eiskappen und das grönländische Inlandeis mit mehr als 40 Prozent bei“, schreibt das Wissenschaftskomitee. Die Jahre 2005 bis 2010 seien die wärmste Periode gewesen, die in der Arktis je registriert wurde. In den vergangenen 50 Jahren verlängerte sich die jährliche Schmelzzeit um 40 bis 50 Tage, und das Volumen vergrößert sich dramatisch. Zwischen 1995 und 2000 verlor Grönlands Inlandeis jährlich rund 50 Milliarden Tonnen Eismasse. Von 2004 bis 2009 schmolzen pro Jahr 200 Milliarden Tonnen ab. Das entspreche „der jährlichen Wasserversorgung von einer Milliarde Stadtmenschen“, schreibt die Kopenhagener Zeitung „Politiken“, die den AMAP-Rapport vorab in die Hand bekam. Auch die übrigen permanenten arktischen Eismassen seien ab 2000 „markant rascher“ geschmolzen als im Jahrzehnt davor. Wenn das Eis abschmilzt und zu Meerwasser wird oder das Grundgestein freilegt, ändert sich die Farbe der Erdoberfläche von weiß zu blau oder braun. Dadurch werden weniger Sonnenstrahlen reflektiert, die Temperatur steigt zusätzlich und das Abschmelzen nimmt weiter zu. Gegen Ende des 20. Jahrhun-

derts stieg der Meeresspiegel um durchschnittlich 1,8 Millimeter pro Jahr, und der Beitrag der Eisschmelze aus Arktis und Antarktis daran betrug rund 30 Prozent. Von 2003 bis 2010 stiegen die Meere um 3,1 Millimeter und der Anteil des Abschmelzens der Gletscher an den Polen lag bei 75 bis 80 Prozent. Der Rest kommt von der Erweiterung des wärmer werdenden Wassers. Daher rechnen die Forscher nun mit einem Anstieg des globalen Meeresstandes um bis zu 1,60 Meter bis Ende des Jahrhunderts. Dies wird in reichen Ländern zu Küstenerosion und Überschwemmungen führen, die mit neuen Deichbauten eingedämmt werden müssen. In großen Gebieten der Dritten Welt führt die Überflutung zur Katastrophe, wenn Millionen von Menschen obdachlos werden und ihre Ernte durch eindringendes Salzwasser zerstört wird. Tief liegenden Inselstaaten wie Tuvalu oder den Malediven droht der Untergang, aber auch fruchtbare Gebiete wie das Mekongdelta in Vietnam oder das Nildelta in Ägypten sind in Gefahr. Als Gastgeberin der Kopenhagener Konferenz hofft die dänische Klimaministerin Lykke Friis, dass der AMAP-Rapport neuen Zündstoff für die festgefahrenen Klimaverhandlungen gibt. „Die Daten zeigen klar, dass die Entwicklung den verkehrten Weg geht, und dass die Probleme, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten, weiter zugenommen haben.“

www.haz.de

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Masern breiten sich in München aus
München (dpa). In München breiten sich die Masern derzeit rasch aus. Seit Jahresbeginn sei die Zahl der Fälle auf über 100 angestiegen, teilte die Stadt München am Montag mit. Zum Vergleich: Dem Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Stadt werden ansonsten in der Regel nur ein bis zwei Fälle pro Monat bekannt. Bundesweit zählte das Robert-Koch-Institut (RKI) in diesem Jahr bis Ende April 368 Fälle. Als Hauptursache für die starke Ausbreitung in München gilt, dass die an Masern Erkrankten gar nicht oder nur unzureichend geimpft worden sind. Ein als sicher geltender Impfschutz ist erst nach der zweiten Injektion gewährleistet – viele Betroffene waren jedoch nur ein Mal geimpft. Dies zeigen auch die jüngsten vom RKI veröffentlichten Zahlen (Stand 26. April): Von 118 361 untersuchten Kindern hatten in Bayern zum Zeitpunkt der Einschulung zwar 93,9 Prozent die erste Impfung erhalten. Bei der zweiten Impfung waren es jedoch nur noch 85,8 Prozent. Damit liegt Bayern weit unter dem deutschen Durchschnittswert. Bei älteren Kindern und nach 1970 geborenen Erwachsenen sind die Impfquoten noch deutlich geringer.

U M DI E EC KE G E DAC HT
Waagerecht 1 Ist das Boot auch nicht mal ansatzweise voll – für ihn ist einfach kein Platz darin 11 Sie stecken bisweilen – und abwechseln – in Säuglingsmündern 14 Ausgerechnet ein solcher sprach von der „Grande Nation“ 15 Die Würze in der Suppe, in die sich ein Mensch freiwillig setzt 16 Steuert den aristokratischen Teil von Pearl Harbor bei 17 Überdacht, allerdings nur Norddeutsche 18 Das werden zwei, die gern zu dritt wären 19 Am Main die Show von Sternen und so 20 Ziert den Briefkopf der Hochschule, die im angeblich ewigen Trockenheitsgebiet liegen soll 22 Nur zu, wenn Sie so etwas wie soeben einzutragen gedenken 25 Der eine schätzt an ihm die Hasen, der andere bekommt von seinen Schuhen Blasen 27 Deren Wahrnehmung schützt vor Reue (Pl.) 28 Packt Papier in Maße 29 Wird praktischerweise immer nur trocken geballt 30 Tätigkeit mit den Mundwinkeln in Ohrennähe 33 Macht anhänglich immer weiblich 35 Mephistos erster literarischer Opponent 36 Gerade wenn es heiß ist, ist es mutig, dieses anzuschneiden Senkrecht 1 Raum schafft ein solches Unternehmen (sich dabei zuweilen einer Birne bedienend) 2 Sie sind stets ganz schön ausgekocht 3 Lässt den Urlauber das Bad im Pool dem im Meere vorziehen 4 Dressing-man 5 Den gibt’s in der Ostsee in kleiner und großer Version 6 Für Orientalen Ort permanenter Abendstimmung 7 Der eine ist irgendwie trinkfest, der andere Italiener 8 Zu ihr mutiert ein Bike mit Motorschaden 9 Der Tagesration biblischer Part 10 Leuten, die gern schalten und walten, ermöglicht es die erste Hälfte 12 „Keine große Seele kann je ein solcher sein“, meinte Lessing 13 Teil der Stanze, den Amerikaner im Sommer bekommen 21 Zockers Lieblingsvokabel, bei Olympia in diversen Längen vorgetragen 23 Form, in der 28 waager. essbar wird 24 Schreiberkollege Canettis, den er fürwahr verinnerlicht hat 26 Verhält sich zur Pflanze wie der Funke zum Feuer 31 Kennzeichen der Stadt, die viel von Steiner und Augstein hat 32 Bevor in kürzerer Version 34 Ist umso beliebter, je geringer sein Anteil im Trinkwasser (Abk.) U35

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Die Auflösung der Rätsel von gestern. A103

Die Auflösung finden Sie in der morgigen Ausgabe.

©SeHer

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Welt im Spiegel

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

Japan vermutet Störfall in weiterem AKW
Tokio/Wien (dpa). Während die Retter mit Hochdruck am havarierten Kraftwerk Fukushima 1 arbeiten, hat es einen Zwischenfall in einem weiteren Reaktor, in dem weit entfernten Atomkraftwerk Tsuruga 2 im Westen des Landes gegeben. Gefahr für die Umgebung bestehe aber nicht, erklärten die Behörden am Montag. Das Ausmaß des Vorfalls war zunächst unklar. Ein Sprecher der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien konnte den Zwischenfall nicht bestätigen. Betroffen sind nach Berichten der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo die Brennstäbe des Atomkraftwerks. In der Präfektur Fukui sind vier Atomkraftwerke mit insgesamt 13 Meilern in Betrieb. Sie stehen entlang der Westküste. Nach Angaben von Kyodo wurden erhöhte radioaktive Werte von Iod-133 sowie von Xenon gemessen. Der Betreiber, Japan Atomic Power Co. (Japco), sprach von technischen Problemen und kündigte an, den Reaktor für eine Prüfung herunterzufahren. Die Werte sollen künftig täglich statt bisher wöchentlich prüft werden. Die Messwerte könnten auf eine fehlerhafte Umhüllung eines oder mehrerer Brennelemente zurückgehen, erklärte der Sprecher der Gesellschaft für Anlagenund Reaktorsicherheit (GRS), Sven Dokter, am Montag in Köln. Dies wäre kein sehr ungewöhnlicher Vorgang, ergänzte er. Ein einzelnes Brennelement ist eine mit Brennstoff-Pellets gefüllte metallene Röhre. Durch mechanische Probleme oder Fehler bei der Herstellung könne diese Umhüllung undicht werden – dann ließen sich klassische Spaltprodukte wie Iod-133 oder Xenon im Kühlwasser nachweisen. Unter Umständen ließe sich der Reaktor aber auch dann weiterbetreiben, sagte Dokter. So etwas komme auch bei anderen Reaktoren vor.

Noch elf Tage bis zum Eurovision Song Contest: In Düsseldorf beginnt die heiße Phase
Von I mre G rImm ie ganze Sache soll „menschlich“ bleiben, irgendwie. Das Wort hat sich ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber ausgesucht. Es soll erklären, was dieses Unternehmen ausmachen soll, diese monströse Show, die ein großer Erfolg werden kann, aber auch ein kolossaler Flop. „Menschlich“ – das ist nicht einfach angesichts dieser Zahlen: 36 000 Zuschauer im Stadion, 120 Millionen Fernsehzuschauer, 2500 Journalisten, 43 Delegationen aus den entferntesten Winkeln Europas. Die größte Musikshow der Welt. Elf Tage sind es noch bis zum dritten Eurovision Song Contest in Deutschland nach 1957 (Frankfurt) und 1983 (München). Elf Tage bleiben dem NDR, der ARD, PRO7, der Stadt Düsseldorf und der European Broadcasting Union (EBU), um das Grand-Prix-Feuer zu entfachen. Bisher glimmt die Sache noch auf kleiner Flamme, aber: Kommt Zeit, kommt Raab. Der wird’s schon richten. Das Übrige wird man mit Penetranz erreichen: In der kommenden Woche läuft in der ARD und bei PRO7 nicht viel anderes als ESC-Rahmenprogramm. „Sobald die ersten Delegationen in Düsseldorf sind, wird das Interesse wachsen“, hofft Schreiber. Die heiße Phase hat begonnen. Hunderte Helfer haben die Fußballarena von Düsseldorf in das größte Fernsehstudio der Welt verwandelt: mit 2200 Scheinwerfern, 25 Kameras, vier Kamerakränen, einer sogenannten „Spidercam“ an Drähten unter der Decke, einer „Highspeed“-Kamera, die auf Schienen die kreisförmige Bühne umrundet, sowie einer 65 Meter breiten und 18 Meter hohen LED-Wand. 350 000 Watt werden die 43 Songs der Kandidaten noch in die entferntesten Winkel der Arena tragen. Stoffbahnen unter der Decke sollen den lästigen Nachhall in dem riesigen Gebäude mindern. Mehr als 100 Firmen sind im Einsatz. Gesamtetat: 25 Millionen Euro. 12,1 Millionen Euro kostet der Spaß die ARD, etwa die gleiche Summe wird durch Ticketverkäufe aufgebracht. Zahlen, Daten, Fakten – aber wie soll es gelingen, aus dieser Materialschlacht eine sympathische, „menschliche“ Party zu machen, eine mediale Visitenkarte des Gastgeberlandes? „Der Kern des künstlerischen Konzeptes ist, in dieser Größe Nähe herzustellen“, sagte Schreiber der „FAZ“. „In Moskau 2009 hatte die Bühne einen Durchmesser von 30 Metern. Patricia Kaas sah aus wie eine Ameise auf einer Glasplatte. Das sind keine humanen Dimensionen. Unsere Bühne ist im Durchmesser 13 Meter groß.“ Gestern haben die Proben begonnen, als Erste betrat die polnische Sängerin Magdalena Tul die Bühne. Sie sah nicht aus wie eine Ameise, aber

350000 Watt für Europa

B o u l e va r d Vorübergehend getrennt

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Prinz William (28) und seine Kate (29) könnten schon wenige Monate nach ihrer Trauung für eine ganze Weile getrennt sein. Der Prinz werde im September von seiner Luftwaffeneinheit für zehn Wochen auf die Falklandinseln geschickt, berichtete die „Sun“ am Montag. Die Inselgruppe, um die Großbritannien im Jahr 1982 Krieg mit Argentinien geführt hatte, liegt südlich des argentinischen Festlandes. William, der als Rettungspilot bei einer Hubschrauberstaffel der Royal Air Force tätig ist, benötige den Aufenthalt, um vom Kopiloten zum Piloten befördert zu werden. Für Kate soll die Nachricht, die sie vor mehreren Wochen erhalten habe, ein schwerer Schlag gewedpa sen sein, weiß die „Sun“.

Musiker spielen in Gaza
Daniel Barenboim (68), Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, will heute für den Frieden im Nahen Osten im Gazastreifen dirigieren. Der israelisch-argentinische Dirigent tritt mit dem Gaza-Orchester auf, teilte die UN gestern mit. Dem Orchester gehören rund 50 Musiker von Barenboims Berliner Staatskapelle, der Berliner sowie der Wiener Philharmoniker, des Orchestre de Paris sowie der Mailänder Scala an. „Wir spielen dieses Konzert als Zeichen der Solidarität und der Freundschaft mit der Zivilgesellschaft des Gazastreifens“, erklärte Barenboim der UN-Mitteilung zufolge. Es handele sich in keiner Weise um ein politisches Ereignis. afp

Hunderte Mitarbeiter haben die Düsseldorfer Fußballarena in das größte Fernsehstudio der Welt verwandelt – es kann losgehen. die Halle ist immer noch verdammt groß. Die Telenor-Arena in Oslo hatte 20 000 Plätze. Und da war Lena schon sprachlos, als sie ins weite Rund blickte („Puh...“). 38 Nationen müssen sich in zwei Halbfinals (10. und 12. Mai) erst noch fürs Finale qualifizieren – anders als die fünf größten EBU-Beitragszahler Deutschland, England, Spanien, Frankreich und GrandPrix-Rückkehrer Italien. Am Freitag trifft dann Lena mit der deutschen Delegation in Düsseldorf ein. Am Sonnabend steigt sie ins Probengeschehen ein, zur Zeit macht sie Urlaub und erholt sich von ihrer Livetour, die am Freitag in Köln endete. Rund 65 000 Menschen haben sie live auf der Bühne gesehen. Künstlerisch und kommerziell war die Tour – allem medialen Gegenwind zum Trotz – ein Erfolg. „Die Tour fühlte sich anders an, weil es kein Wettbewerb war“, sagt Lena. „Es ging einfach nur um Musik, das war total gut.“ Das wird anders sein in Düsseldorf. Die ESC-Formel lautet traditionell: 40 Prozent Sport, 30 Prozent Musik, 20 Prozent Politik und zehn Prozent Nonsens. Lenas Favoriten? Das irische Zwillingspärchen Jedward mit „Lipstick“ („Das Lied ist toll, dazu muss man einfach tanzen“) und die wiedervereinte, in Würde gealterte britische Boyband Blue mit „I Can“, für die Lena schon als kleines Mädchen schwärmte („Ich fand die cool, besonders Simon und Duncan“). Die nationale Lenamania von 2010 ist nicht reproduzierbar. Am Ende aber war auch in Oslo nicht entscheidend, dass sich Deutschland Hals über Kopf in dieses lustige Mädchen mit Nerdbrille und HipsterSprache verknallt hatte. Viel wichtiger waren (und sind) Tagesform und Titel. Keiner der 42 Herausforderer ist unschlagbar, ein Top-Ten-Platz sollte für „Taken By A Stranger“ drin sein – und wäre ein Erfolg. „Kann sein, dass das mit der Titelverteidigung eine Scheißidee war“, sagte Raab – ungewohnt kleinlaut – im Februar laut „Spiegel“. Kann sein, kann auch nicht sein. Die Antwort gibt’s in elf Tagen, am 14. Mai, kurz nach Mitternacht.
Ein Spezial zum ESC 2011 und zu Lena finden Sie unter

dpa

Nach Tornados wächst Angst vor Hochwasser
Washington/Berlin (dpa). Die Katastrophengebiete in den USA sind nach der Tornadoserie von massiven Überschwemmungen bedroht. Durch heftige Regenfälle in den vergangenen Tagen stiegen die Wasserstände im Mississippi deutlich. Aus Angst vor den Fluten bereiten sich die Behörden im US-Bundesstaat Illinois auf die Sprengung eines Damms vor. Mit der Aktion könnte die bereits evakuierte Stadt Cairo vor einer Überflutung geschützt werden. Das Hochwasser würde stattdessen Farmland überschwemmen. Durch die hohen Wasserstände im Fluss sind auch die südlicheren Staaten Louisiana und Mississippi von einer Flutkatastrophe bedroht.

in zahlen
Kein Titel beim Eurovision Song Contest darf länger sein als drei Minuten – doch das galt noch nicht in der Frühzeit des Grand Prix: Der italienische Beitrag 1957 („Corde della mia chitarra“) dauerte 5:12 – Rekord. Den kürzesten ESCBeitrag lieferte im gleichen Jahr Patricia Brendin für Großbritannien (112 Sekunden). Der kürzeste deutsche Beitrag war 1963 „Marcel“ von Heidi Brühl (2:16). Im Refrain hieß es: „Marcel, das geht mir viel zu schnell...“ gri

Millionen verschnupft
Steven Tyler (62), Sänger der Rockband Aerosmith, hat fast zwölf Millionen Pfund (rund 13,5 Millionen Euro) für Drogen und Alkohol ausgegeben. Sogar während seiner Auftritte hielt er einen kleinen Vorrat an Kokain in einer Trommel auf der Bühne versteckt. Im Jahr 1983 war der US-Amerikaner fast pleite. „Ich habe meinen Porsche und mein Flugzeug verschnupft“, sagte er der britischen „Sun“. shm
lotto und toto lotto: 10, 12, 19, 29, 33, 34 (9) Superzahl: 0 Gewinne: 1. R. unbesetzt (Jackpot: 3 358 550,10 Euro) 2. R. 3-mal 629 538,70 Euro 3. R. 25-mal 47 215,40 Euro 4. R. 986-mal 3112,50 Euro 5. R. 3286-mal 143,60 Euro 6. R. 57 579-mal 41,00 Euro 7. R. 99 107-mal 19,00 Euro 8. R. 1 100 687-mal 9,40 Euro toto: 1, 1, 1, 2, 1, 2, 2, 2, 1, 1, 1, 1, 1 Gewinne: 1. R. 46-mal 3639,70 Euro 2. R. 1121-mal 82,30 Euro 3. R. 10 825-mal 8,50 Euro 4. R. 56 326-mal 1,60 Euro 6 aus 45: 18, 19, 25, 31, 32, 42 (45) Gewinne: 1. R. unbesetzt (Jackpot: 1 090 590,10 Euro) 2. R. unbesetzt (Jackpot: 12 377,40 Euro) 3. R. 18-mal 1031,40 Euro 4. R. 660-mal 56,20 Euro 5. R. 734-mal 25,20 Euro 6. R. 12 673-mal 4,80 Euro Keno Gewinnzahlen: 1, 3, 8, 10, 12, 15, 17, 29, 30, 31, 36, 47, 49, 51, 54, 59, 65, 68, 69, 70 Plus 5: 6 3 7 3 6 (Ohne Gewähr)

Der schnelle Marcel

Mächtiges Mitglied der Camorra gefasst
Rom (afp). Der italienischen Polizei ist erneut ein Schlag gegen den mächtigsten und gewalttätigsten Clan der CamorraMafia gelungen. Mit der mutmaßlichen Nummer zwei des Casalesi-Clans, Mario Caterino, sei einer der gefährlichsten Mafiosi festgenommen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Der 53-Jährige wurde in Abwesenheit bereits zu lebenslanger Haft wegen Mordes und Mitgliedschaft in einer mafiösen Vereinigung verurteilt. Seine Festnahme in der Ortschaft Casal di Principe nahe Neapel im süditalienischen Kampanien sei „ein außerordentlicher Erfolg“, erklärte Italiens Innenminister Roberto Maroni in Rom. Die Ermittler seien dem seit 1995 flüchtigen Chef des Clans, Michele Zagaria, immer dichter auf den Fersen. Vergangene Woche hatten italienische Anti-Mafia-Ermittler den mutmaßlichen Finanzchef des Casalesi-Clans, Vincenzo Schiavone, festgenommen. Dem seit Oktober 2008 gesuchten Mann werden Mitgliedschaft in einer mafiösen Vereinigung, Erpressung und Freiheitsberaubung mit Waffengewalt zur Last gelegt.

Kachelmann-Urteil wird am 27. Mai gefällt
Mannheim (dpa/wr). Nach vier Wochen Pause ist der Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann am Montag fortgesetzt worden. Die psychologische Sachverständige Luise Greuel wurde vor dem Landgericht Mannheim zur Glaubhaftigkeit der Aussage des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers befragt. Greuels Einschätzung gilt als entscheidend für das Verfahren. Als es um die Aussage von Simone W. (Name geändert) ging, wurde die Öffentlichkeit allerdings ausgeschlossen. Die 38-Jährige wirft Kachelmann vor, sie vergewaltigt und dabei mit einem Messer bedroht zu haben. Der 52-Jährige bestreitet die Vorwürfe. In ihrem vorläufigen, schriftlichen Gutachten war Greuel zu dem Ergebnis gekommen, dass es aus psychologischer Sicht keinen Beweis dafür gebe, dass die Aussagen von Simone W. auf einem tatsächlich erlebten Geschehen basieren. Inzwischen hat sie allerdings über Stunden vor Gericht ausgesagt. Ob sich die Einschätzung der Gutachterin dadurch verändert hat, erfuhr die Öffentlichkeit nicht. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Das Urteil soll am 27. Mai gefällt werden.

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Russisch-orthodoxer Gottesdienst

Daten aus der Meerestiefe
Experten haben den Flugschreiber der abgestürzten Air-France-Maschine gefunden
Von A nsGA r H A Ase Paris. Was geschah am Pfingstmontag vor zwei Jahren in knapp zwölf Kilometern Höhe über dem Südatlantik? Warum mussten 228 Menschen, darunter 28 Deutsche, an Bord einer der modernsten Langstreckenmaschinen der Welt sterben? Auf diese Fragen wird es möglicherweise doch noch eine Antwort geben. Nach knapp zwei Jahren Suche entdeckte ein Expertenteam jetzt den Flugdatenschreiber der abgestürzten Air-France-Maschine auf dem Meeresboden. Er könnte dabei helfen, das Geheimnis der Katastrophe zu lüften – wenn die Daten noch lesbar sind. Die Flugunfallermittler geben sich optimistisch. Das Material des aus fast 4000 Metern Tiefe geborgenen Flight Data Recorder (FDR) scheint in einem guten Zustand zu sein. „Unsere Experten haben uns gesagt, dass wir darauf hoffen können, dass die Daten ausgelesen werden können“, sagte der Chef der zuständigen französischen Untersuchungsbehörde, Jean-Paul Troadec, nach Angaben seiner Mitarbeiter. In acht bis zehn Tagen könne der Flugdatenschreiber bereits in Paris sein. „Dieser Unfall ist bis heute unerklärlich“, kommentierte Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon. Eventuell ließen sich nun endlich die vielen offenen Fragen beantworten. Wenn die Angehörigen es wollen und sofern es möglich ist, sollen in den nächsten Wochen auch auf dem Meeresboden entdeckte Leichen an die Wasseroberfläche geholt werden. Lediglich 50 Opfer wurden direkt nach dem Absturz geborgen und identifiziert. Das Bergen der Leichen gilt aber als äußerst schwierig. Die Körper wurden zwar durch den enormen Druck in 4000 Metern Tiefe sowie die niedrige Wassertemperatur konserviert. Unklar ist aber, was passiert, wenn sie an die Oberfläche kommen. Die Fluggesellschaft Air France, der Flugzeugbauer Airbus und die französische Regierung haben sich die Suchaktionen bislang rund 30 Millionen Euro kosten lassen. Hinzu kommt der Aufwand für die derzeitige Bergung, der auf fünf bis sechs Millionen Euro beziffert wird. Airbus und Air France beteiligten sich nicht ohne Grund. Ihnen wurde eine Mitschuld an der Katastrophe vorgeworfen. Experten warnen allerdings vor allzu großen Erwartungen. „Bislang hat es noch keinen Fall gegeben, in dem eine Blackbox so lange im Salzwasser gelegen hat“, sagte Dieter Ritschel von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig am Montag. „Salzwasser ist sehr aggressiv“, betonte er. Noch nicht geborgen ist auch der Stimmenrekorder, der die Gespräche im Cockpit aufzeichnete.

Sehenswertes an den Ufern der Wolga

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Der Flugschreiber lag in 4000 Metern Tiefe. rtr Auch für viele der Hinterbliebenen ist der Fund eine Erlösung. Etliche hatten in der Vergangenheit Zweifel daran, ob die französischen Behörden das Unglück wirklich aufklären wollen. „Da ist eindeutig ein ganzer großer Frust“, hatte Bernd Gans von der deutschen Hinterbliebenenvereinigung HIOP AF 447 noch zum Jahrestag 2010 zu Protokoll gegeben. Bislang ist nur klar, dass mitten in einer Unwetterfront die Geschwindigkeitsmessung des Airbus A330-200 versagte und daraufhin mehrere Geräte ausfielen. Der zunächst lange diskutierte Ausfall der Pitot-Sonden zur Geschwindigkeitsmessung führte nach bisherigen Erkenntnissen aber nicht allein zu der Katastrophe.

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Die CeMAT hat mit 1100 Ausstellern gestern ihre Pforten geöffnet P Seite 11

Wirtschaft
SEITE 9 – dIEnSTAG, 3. MAI 2011 – nR. 102

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Insolventes Traditionshaus aus Burgdorf wurde saniert P Seite 12

BundESBAnk

Wandlung
ls neuem Bundesbankpräsidenten obliegt es Jens Weidmann unter anderem, die Bundesregierung unabhängig und kritisch in wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen zu beraten. Bei einem ehemaligen Wirtschaftsberater der Bundeskanzlerin ist die Frage natürlich berechtigt, ob er dies frei von politischem Einfluss tun kann. Als er gestern in seiner ersten Rede ankündigte, den Haushaltsentwurf für 2012 kritisch prüfen zu wollen, erntete er einige Lacher. An die Wandlung eines abhängigen in einen unabhängigen Politikberater scheinen noch nicht alle zu glauben. Der Ökonom wird daher an einem eigenständigen Profil feilen müssen. Er muss dabei nicht unbedingt Weber nacheifern, der seine Positionen gern mit so viel Wucht vertrat, dass etwa EZB-Präsident Jean-Claude Trichet immer mal wieder die Spucke wegblieb. Aber er darf sich auch nicht als weicher und kantenloser Bundesbanker präsentieren. Die Kommunikation wird eine der wichtigsten Aufgaben zu Beginn seiner Amtszeit sein. Weidmann kann glücklicherweise darauf aufbauen, dass seine geldpolitische Kompetenz kaum infrage gestellt wird. Seine Beteuerung, der Inflationsbekämpfung die größte Bedeutung beizumessen, wird mit jedem Tag an Glaubwürdigkeit gewinnen, an dem er seine Distanz zu den Berliner Regierungskreisen vergrößert. M artin D owiDeit
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Rückenwind für die Commerzbank
Überraschend gutes Quartalsergebnis bereitet Weg für die Kapitalerhöhung
zurückzuzahlen. Einen Teil des Geldes hat er bereits am Kapitalmarkt eingesammelt, der zweite Schritt ist für Ende Mai geplant. Mit den Quartalszahlen legt die Commerzbank nun die Basis, dass der Aktienkurs trotz der Kapitalerhöhung nicht abrutscht. Für das Gesamtjahr hat Blessing bisher ein operatives Ergebnis „deutlich“ über den 1,4 Milliarden Euro des Vorjahres angepeilt – als Zwischenziel zu den 4 Milliarden Euro, die es 2012 werden sollen. Nun hoffen die Aktionäre, dass er auf der vorgezogenen Hauptversammlung am Freitag in Frankfurt vielleicht über die bisherige Prognose hinausgeht. Der Aufschwung in Deutschland spielt der Bank dabei in die Hände. Nach drei Monaten hat sie bereits fast die Hälfte dessen im Sack, was Analysten der Bank für das ganze Jahr zugetraut hatten. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von rund einer Milliarde (erstes Quartal 2010: 708 Millionen) Euro. Vor allem bei Krediten an Mittelständler, denen die Commerzbank in der Krise die Stange gehalten hatte, zeigte sich die Erholung der Konjunktur: Weil es ihnen besser geht, musste die Bank nur noch 320 Millionen Euro für faule Kredite zur Seite legen, halb so viel wie Anfang 2010. Zwar lief das Kapitalmarktgeschäft nicht mehr so gut wie vor einem Jahr, aber trotzdem lag der operative Gewinn in den drei Kernbereichen – neben der Investmentbank das Privatkunden- und das Mittelstandsgeschäft - bei 1,2 Milliarden Euro. Die Verluste der anderen Bereiche – der eigenen „Bad Bank“ und des Sorgenkinds Immobilien- und SchiffsfinanzieVon K athrin Jon es und a lex ander h ü bn er Frankfurt. Ein überraschend deutlicher Gewinnsprung gibt der Commerzbank Starthilfe für die anstehende Kapitalerhöhung. Im ersten Quartal verbuchte die teilverstaatlichte Bank einen operativen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro, rund die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Den Kurs der Aktie trieb das gestern um mehr als 3 Prozent nach oben. Das wiederum verbessert die Chancen der Bank, ihre neuen Aktien Ende Mai zu einem höheren Kurs zu verkaufen als geplant. Vorstandschef Martin Blessing hatte Anfang April eine milliardenschwere Kapitalerhöhung angekündigt, um die Hilfen, mit denen der Staat die Bank durch die Krise gebracht hatte, vorzeitig rung – zogen die Bank kaum noch nach unten. So könnte Blessing am Freitag in der Jahrhunderthalle Höchst doch noch der Imagewandel vom Prügelknaben zum Hoffnungsträger gelingen. Dank der Zustimmung des Bundes und des AllianzKonzerns als Großaktionären ist die Zustimmung zu den Beschlüssen sicher, mit denen sich die Bank wieder freischwimmen will. Dass bei der Kapitalerhöhung die eingeplanten 3,95 Milliarden Euro zusammenkommen, haben die begleitenden Banken bereits garantiert. Vom Ausgabepreis hängt ab, wie viele Aktien sie dafür ausgeben muss. Um die Aktionäre zu locken, muss das Institut nach Meinung von Investmentbankern 40 bis 50 Prozent Abschlag auf den Börsenkurs einplanen. rtr

McAllister gibt VW Bestnoten
5000 Aktionäre kommen zur Hauptversammlung
Hannover (stw/dpa). Die Landesregierung hat keinen Zweifel daran, dass VW auf dem Weg zum Weltmarktführer im Autogeschäft ist. Das Unternehmen sei auf der Überholspur und werde sie „nicht mehr verlassen, bis es spätestens 2018 ökonomisch und ökologisch“ an der Spitze der Autobranche stehen werde, sagte Ministerpräsident David McAllister gestern Abend nach einer Aufsichtsratssitzung des Konzerns in Hamburg. Die Entwicklungen sei „sehr, sehr erfreulich“. Heute werden in Hamburg rund 5000 VW-Aktionäre zur Hauptversammlung des Konzerns erwartet. McAllister und Wirtschaftsminister Jörg Bode, die den Großaktionär Niedersachsen im Aufsichtsrat vertreten, lobten den „großartigen Erfolg“ des Unternehmens. Bei der Beteiligung des Landes „mit 20 Prozent plus mindestens einer Aktie“ werde es bleiben: „Die Beteiligung des Landes steht.“ In dieser Höhe sichert sie der Landesregierung Vetorechte. Heute wird man die allerdings nicht brauchen, denn für die Hauptversammlung werden keine großen Konflikte erwartet. Die Kapitalerhöhung hat der Konzern bereits vor einigen Monaten hinter sich gebracht, das aktuelle Geschäft läuft erheblich besser als erwartet. Im ersten Quartal hatte VW Rekorde bei Umsatz und Gewinn verbucht. Kritik dürfte es an der Höhe der Vorstandseinkommen geben. Vorstandschef Martin Winterkorn war im vergangenen Jahr mit einer Vergütung von insgesamt 9,3 Millionen Euro bestbezahlter Chef eines Dax-Konzerns. Auf der Tagesordnung steht zudem die Wahl zweier neuer Aufsichtsratmitglieder. An den nötigen Mehrheiten für die schwedische Bankmanagerin Annika Falkengren und für Khalifa Jassim alKuwari aus dem Emirat Katar gibt es keine Zweifel. Aktionäre, die neugierig auf die erste Frau auf der Kapitalseite des VW-Aufsichtrats sind, könnten allerdings enttäuscht werden. Die Teilnahme der SEB-Chefin sei wegen Verpflichtungen im eigenen Konzern nicht sicher, hieß es gestern. l Rekord bei Audi: Audi hat nach dem besten Jahresstart aller Zeiten ein weiteres Rekordjahr fest im Blick. Die Tochtergesellschaft des VW-Konzerns hat dank der boomenden Automärkte vor allem in China ihren operativen Gewinn im ersten Quartal auf 1,1 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Marke ist seit Jahren die wichtigste Gewinnquelle des VW-Konzerns. Der Umsatz wuchs um gut 27 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen bekräftigte sein Ziel, in diesem Jahr mit 1,2 Millionen Fahrzeugen einen Absatzrekord aufzustellen. dpa

Bund will Förderung verstärken
Windkraft auf See soll schneller vorankommen
Von M a rKus wacK et Zingst. Inmitten der Debatte über die Energiewende ist vor der Ostseeküste der erste Offshore-Windpark in Betrieb gegangen. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzte am Montag im Seebad Zingst mit einem symbolischen Knopfdruck die 21 ersten kommerziell betriebenen Windräder in Betrieb. Jedes ist so hoch wie der Kölner Dom. Energie aus Windparks vor der Ostsee- und Nordseeküste soll den Löwenanteil des Stroms liefern, der auch die Atomkraft ersetzen kann. Wegen erheblicher Verzögerungen dieser Projekte für den Ökostrom-Ausbau will der Bund Strom von hoher See nun angeblich deutlich stärker fördern, verlautet aus dem Umweltministerium. „Damit wird ein neues Kapitel der Energiegewinnung in Deutschland aufgeschlagen“, sagte Merkel mit Blick auf den Windpark „Baltic 1“, der 50 000 Haushalte mit Strom versorgen kann. Er steht 16 Kilometer vor der Ostseeküste. Folgen soll ab 2013 „Baltic 2“, wo sich dann 80 Räder drehen werden. Bislang gab es in Deutschland nur den Probewindpark „Alpha Ventus“ in der Nordsee. Wegen technischer Hürden und Problemen bei der Netzanbindung ist der Bau der Windparks weit langsamer vorangeschritten als geplant. Der Bund musste seine Erwartungen an den Ökostrom-Beitrag der Windmühlen immer wieder reduzieren. In den kommenden zehn Jahren sollen

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Hannover: Der Versicherungskonzern Talanx wird wegen der Schadenbelastung nach der Katastrophe in Japan sein Gewinnziel verfehlen. „Wir hatten für 2011 ein Konzernergebnis nach Steuern von 450 Millionen Euro geplant. Das ist jetzt nicht mehr erreichbar“, sagte Talanx-Chef Herbert Haas der „FAZ“. Wegen der hohen Schäden werde man aber auch höhere Preise für den Versicherungsschutz durchsetzen können. dpa

Im Hubschrauber verschaffte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern einen ersten Eindruck vom Windpark „Baltic 1“. es nun rund zehn Gigawatt werden, die rechnerische Leistung von etwa zehn Atomkraftwerken. Die wahre Zukunft der Technik liege aber erst im Jahrzehnt darauf, sagte Merkel, die ihren Bundestagswahlkreis in der Küstenregion hat. Deutschland brauche für die Energiewende auch die dazugehörige Mentalität, mit der etwa auch der Bau von Stromtrassen von der Küste nach Süddeutschland akzeptiert werde. Allerdings will der Bund im Zuge der Energiewende den Investoren, vor allem Großkonzernen und Finanzinvestoren, entgegenkommen: So soll der staatlich garantierte Abnahmepreis für OffshoreStrom auf 15 Cent pro Kilowattstunde ab kommendem Jahr steigen. Gekürzt werden soll dieser Satz erst für Windräder, die nach 2017 ans Netz gehen. Damit soll mehr Anreiz geschaffen werden, schnell zu bauen und zu investieren. Aus Plänen zur Reform des ErneuerbareEnergien-Gesetzes geht zudem hervor, dass der garantierte Abnahmepreis sogar bis zu 19 Cent betragen kann. Dann soll der Preis aber nur noch für acht Jahre statt zwölf Jahre garantiert werden.

dpa

Staat soll E-Auto fördern
Frankfurt: Die deutsche Industrie will angeblich Milliardensubventionen für den Bau von Elektroautos. Der Aufwand rentiere sich aber von 2018 an für den Staat, heißt es im Bericht der „Nationalen Plattform Elektromobilität“, der der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vorliegt. Finanziert werden solle Forschung in der Antriebstechnik, der Batterietechnik und im Leichtbau. Hinzu kämen steuerliche Anreize für den Autokauf. dpa

Gezahlt wird die Ökostrom-Förderung durch eine Umlage auf alle Verbraucher über den Strompreis. Dieses sogenannte „Stauchungsmodell“ zum beschleunigten Ausbau forderte in Zingst auch EnBW-Chef Hans-Peter Villis, dessen Konzern den Windpark „Baltic 1“ betreibt. Nur so komme der Ausbau schnell voran. Der Bundesverband Windenergie (BWE) nannte „Baltic 1“ einen ersten wichtigen Schritt. Allerdings bleibe die Windenergie an Land der günstigste Ökostrom, sagte BWEPräsident Hermann Albers.

Aldi hebt Preise um 4 Cent an / Verknappung am Markt
Düsseldorf (dpa). Milch wird nach einem Jahr weitgehend stabiler Preise spürbar teurer. Der führende deutsche Discounter Aldi hob am Montag nach Informationen aus Branchenkreisen die Preise für Trinkmilch um 4 Cent je Liter an. Das sind bis zu 8 Prozent mehr. In der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen den einzelnen Handelskonzernen und Molkereien über Halbjahresverträge geht Aldi am Kühlregal voran. Auch bei einigen Milchprodukten wie Sahne, Magerquark und Kondensmilch erhöhte der Konzern laut Marktbeobachtern Preise. Als Hintergrund wird eine hohe Nachfrage auf dem Weltmarkt gesehen. Ebenso wie Aldi hielt sich auch der größte Lebensmittelhändler in Deutschland, Edeka, am Montag mit einer Stellungnahme zum Thema Milchpreis zurück, ebenso der Aldi-Rivale Lidl. Milchprodukte gehören zu den Artikeln, die häufig gekauft werden und damit im Fokus der Verbraucher stehen. Beobachter erwarten, dass auch andere große Lebensmittelhändler in den nächsten Tagen Preisanhebungen vornehmen werden. „Milch ist knapper geworden. Damit steigen die Einkaufspreise“, sagte ein Rewe-Sprecher. Konkrete Angaben, ob und wann Preise für Milchprodukte am Regal steigen, machte er nicht.

Milch wird teurer

Gewinnsprung bei K+S
Kassel: Der Salz- und Düngemittel-Konzern K+S hat den operativen Gewinn (Ebit) im ersten Quartal um 44 Prozent auf 384 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz des Kasseler Unternehmens kletterte in den ersten drei Monaten insgesamt um 16 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro. Der Vorstand erwartet nun einen „kräftigen“ Ebit- und einen „deutlichen“ Umsatzanstieg im Gesamtjahr, ohne Zahlen zu nennen. rtr

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Kompass steht auf zwei Prozent
Neuer Bundesbankpräsident Jens Weidmann betont Kontinuität
Von M a rtin d ow ideit Frankfurt. Das gängigste Argument gegen den neuen Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann wollten die Redner zur Amtseinführung gestern wohl von vornherein entkräften: Der Vorgänger Axel Weber pries ebenso die Unabhängigkeit der Institution wie Finanzminister Wolfgang Schäuble. Weidmann haftet der Verdacht an, wegen seiner bisherigen Arbeit als Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel der Politik zu nahe zu stehen. Doch die Bundesbank soll frei von politischer Einflussnahme im System europäischer Zentralbanken über die Preisstabilität wachen – und die Erinnerung daran schien den Rednern wichtig zu sein. Weidmann betonte in seiner ersten Rede als Präsident die Kontinuität in der Bundesbankpolitik. Geldwertstabilität bleibe das einzige Ziel von Bundesbank und Europäischer Zentralbank (EZB). Das sei die Basis ihrer Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit von der Politik, die es zu bewahren gelte. „Ich stehe dafür, dass dies auch in Zukunft so bleibt“, sagte der 43-Jährige. Er sehe sich „als Präsibist ohne Zweifel der richtige Mann am richtigen Ort.“ Der Vorgänger hatte sich im EZB-Rat als geldpolitischer „Falke“ profiliert und einzelne Beschlüsse auch öffentlich kritisiert. Vielleicht hatte EZB-Präsident JeanClaude Trichet das im Sinn, als er sagte: „Mehr denn je ist die Einigkeit des EuroSystems und die Einigkeit des EZB-Rates eine Notwendigkeit.“ Am Donnerstag wird Weidmann seine Premiere als Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank in Helsinki haben. Weidmann kündigte an, schon bald den Haushaltsentwurf Schäubles für 2012 kritisch zu begutachten. Die günstige Konjunktur- und Steuerentwicklung müsse „für eine zügige Defizitrückführung genutzt“ werden, sagte er und knüpfte damit an die Position seines Vorgängers an. Aus Webers Händen hatte er kurz zuvor einen grauen Kompass in der Größe einer Zigarettenschachtel überreicht bekommen. Die Nadel des Geräts sei fest auf das Ziel eingestellt, eine Preisentwicklung von knapp unter zwei Prozent in der Euro-Zone zu (mit: dpa) gewährleisten, scherzte Weber.
P Kommentar

EZB-Präsident Trichet (rechts) mahnte Weidmann zur Einigkeit. dpa dent aus der Bundesbank für die Bundesbank“, sagte Weidmann in Anspielung auf seine bereits in der Institution verbrachten Jahre. Weber gab seinem früheren Doktoranden und späteren Abteilungsleiter Vorschusslorbeeren: „Jens, du

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02.05.2011 (Vortag in Kl.) ..................................................................................

D A X EUROSTOXX 50 ohne Dax-Werte ÖFF. ANLEIHEN ........................................................................................................................................................................................................... ..................................................................................................................................... .................................................................
02.05. adidas Allianz** BASF* Bayer* Beiersdorf BMW St.* Commerzbank Daimler* Deutsche Bank* Deutsche Post Deutsche Telekom* Dt. Börse* e.on** Fres. Med. Care Fresenius SE Heid. Cement Henkel Vz. Infineon K+S Linde Lufthansa MAN St. Merck Metro St. Münchener Rück* RWE St.* SAP* Siemens** ThyssenKrupp Volkswagen Vz. 50,20 105,90 68,62 58,13xD 44,01 64,44 4,44 52,51 44,20 13,36 11,27 56,32 23,17 52,50 71,05 52,02 46,16 7,74 56,10 121,90 15,17 93,92 72,01 49,44 110,90 44,12 43,92 97,83 31,31 134,75 29.04. Veränderung Tagesin % Hoch Tief 50,26 106,30 69,40 59,35 43,97 63,67 4,30 52,19 44,10 13,36 11,22 56,10 23,08 53,06 70,86 51,63 45,98 7,66 54,63 121,60 15,32 94,09 71,52 49,56 111,45 44,06 43,50 98,22 31,07 133,00 -0,12 -0,38 -1,12 -2,06 0,08 1,21 3,16 0,61 0,22 0,49 0,39 0,39 -1,06 0,27 0,76 0,39 0,99 2,69 0,25 -0,98 -0,18 0,69 -0,23 -0,49 0,15 0,95 -0,40 0,77 1,32 51,10 107,35 70,22 59,16 44,44 65,30 4,47 53,03 44,56 13,49 11,35 56,78 23,54 52,76 72,00 52,81 46,51 7,79 56,57 123,10 15,69 94,66 72,33 50,02 112,20 44,63 44,42 99,07 31,49 135,10 50,18 105,85 68,62 58,13 44,01 64,00 4,31 52,24 44,18 13,35 11,25 56,12 23,17 51,80 70,85 51,82 46,01 7,71 54,67 121,70 15,16 93,64 71,09 49,15 110,90 43,98 43,81 97,83 31,22 132,65 52-Wochen- Börsenwert KGV(Schätzung) DiviHoch Tief (Mrd.Euro) 2010 2011 dende 51,55 108,85 70,22 59,17 49,36 65,49 7,37 59,09 51,61 14,18 11,35 62,48 28,77 52,76 72,00 54,00 48,59 8,32 58,85 123,10 17,93 97,85 72,53 58,71 126,00 63,43 46,15 99,39 32,32 139,45 38,42 75,82 39,94 43,27 39,67 34,64 4,15 35,30 35,93 11,01 8,51 46,33 20,21 37,95 48,45 30,86 35,69 4,13 35,55 80,27 10,19 63,01 57,10 39,09 98,38 42,25 33,60 67,00 19,68 64,02 10,50 48,07 63,03 48,07 11,09 38,79 5,94 55,72 41,08 16,15 49,15 10,98 46,36 15,50 9,11 9,75 8,22 8,41 10,74 20,57 6,95 13,24 4,65 16,02 21,89 23,09 53,84 89,44 16,11 14,18 21,83 9,87 16,78 19,64 20,00 29,97 4,35 17,10 7,21 7,07 20,13 16,96 8,10 21,08 19,85 16,41 18,84 20,37 30,49 26,79 58,35 30,59 23,46 23,00 8,89 6,39 22,64 17,41 30,69 37,64 18,32 9,48 15,52 17,35 18,11 18,68 8,70 14,39 7,89 9,75 15,87 13,07 8,16 19,52 19,15 11,64 17,82 16,83 22,09 23,09 21,37 24,33 19,15 16,21 7,80 6,35 20,62 15,43 15,42 20,73 0,80 v 4,50 v 2,20 v 1,50 0,70 1,30 v 0,00 v 1,85 0,75 v 0,65 v 0,70 v 2,10 v 1,50 v 0,65 v 0,86 v 0,25 v 0,72 0,10 1,00 v 2,20 v 0,60 v 2,00 v 1,25 1,35 v 6,25 3,50 0,60 v 2,70 0,45 2,26 v Div.Div. 02.05. 29.04. ING Groep 8,99 8,90 Rend. Air Liquide Intesa Sanp. 0,08 2,24 2,24 2,35 v 100,25 99,23 L’Oreal 1,80 86,40 85,48 1,59 v Alstom 1,24 44,48 44,74 LVMH 2,10 120,90 121,60 42,97b 42,91G 4,25 v Anh.-Busch Inbev 0,38 Nokia 0,40 6,26 6,22 0,54 24,96 24,88 3,21 v ArcelorMittal Philips Elec. 0,75 20,20 20,05 Ass. Generali 0,45 v 16,15 2,58 Repsol 0,85 24,41 24,00 AXA 0,69 15,22 15,14 Saint Gobain 1,15 v 46,88 46,90 1,59 Banco Bilbao Vizc. 0,42 8,71 Sanofi-Aventis** 2,40 53,99 53,36 2,02 v Banco Santander** 0,60 8,44 8,58 Schneider El. 3,20 118,55 118,50 0,00 v BNP Paribas** 2,10 v 53,64 53,58 Soc. Générale 1,75 v 45,66 45,50 3,52 Carrefour 1,08 32,06 32,07 Telecom Italia 0,06 1,01 1,02 0,45 v 11,31 11,38 1,70 v Credit Agricole Telefon. de Esp.** 1,40 v 18,24 18,07 0,62 v 16,48G 16,74b Total Fina Elf** 2,28 43,22 43,17 4,87 v CRH 1,30 v 49,37 49,31 Unibail Rod. 8,00 158,00b 157,76b 6,21 v Danone Enel 0,28 4,80xD 4,81 UniCredit 0,03 1,74xD 1,74 3,73 v Unilever 0,83 22,47 22,26 ENI** 1,00 17,97xD 18,04 6,47 v France Télécom Vinci 1,67 45,01 45,01 1,40 15,88 15,84 1,24 v Gaz de France Suez 1,47 Vivendi 1,40 21,30 21,22 27,79 27,70 **Global-Titans-50-Wert 1,21 v Iberdrola 0,33 6,33 6,28 0,48 v 1,56 ohne EuroStoxx-Werte 1,29 ..................................................................................................................................... 1,78 v Land 02.05. 29.04. Johnson & Johnson USA 44,45 44,07 1,80 v JP Morgan Chase USA 30,78 30,97 Abbott Laborat. USA 35,49b 35,35b 3,96 v Merck & Co USA 24,48 24,42 Apple USA 233,15 235,75 2,13 v AT&T Microsoft Corp. USA 17,34 17,25 USA 21,08 21,34 1,74 Mitsubishi UFJ JP 3,30bB 3,12G Bank of America USA 8,36 8,32 2,73 v BHP Billiton Nestlè S.A. CH 41,98 41,73 AUS 34,23 33,50 Novartis CH 39,88 39,88 BP Plc GB 5,18 5,19 5,64 Oracle USA 24,48b 23,76b Chevron Corp. USA 73,46b 73,47b 7,93 Pepsico USA 46,59b 46,38b USA 11,74 11,68 1,37 v Cisco Systems Petroleo Brasileiro BRA 25,20 25,14 Coca-Cola USA 45,66 45,58 2,76 Pfizer USA 14,20 14,12 ConocoPhillips USA 52,54b 52,95b 1,44 Philip Morris Int. USA 46,50 45,93 Exxon Mobil USA 58,80 58,95 1,68 v Gazprom Procter & Gamble USA 43,85 43,80 RUS 11,54 11,50
Zins 3,5 4 4,25 3,5 4 2,25 2,5 2,5 2,25 1,75 5 5 5 3,75 4,5 4,25 4,25 3,75 3,25 3,5 4 5,625 6 3,75 4,25 4 4,25 3,75 3,5 3,25 2,25 3 6,25 6,5 4,75 5,625 6,25 5,5 4,75 4 4,25 4,75 1 4,25 4,125 1,191 5,125 4,875 Titel/Laufzeit Bobl. 06/11 (149) Bobl. 07/12 (150) Bobl. 07/12 (151) Bobl. 08/13 (152) Bobl. 08/13 (153) Bobl. 09/14 (154) Bobl. 09/14 (155) Bobl. 10/15 (156) Bobl. 10/15 (157) Bobl. 10/15 (158) Bundesanl. 01/11 Bundesanl. 02/12 Bundesanl. 02/12 II Bundesanl. 03/13 Bundesanl. 03/13 Bundesanl. 03/14 Bundesanl. 04/14 Bundesanl. 04/15 Bundesanl. 05/15 Bundesanl. 05/16 Bundesanl. 06/16 Bundesanl. 86/16 Bundesanl. 86/16 Bundesanl. 06/17 Bundesanl. 07/17 Bundesanl. 07/18 Bundesanl. 08/18 Bundesanl. 08/19 Bundesanl. 09/19 Bundesanl. 09/20 Bundesanl. 10/20 Bundesanl. 10/20 Bundesanl. 94/24 Bundesanl. 97/27 Bundesanl. 98/28 Bundesanl. 98/28 Bundesanl. 00/30 Bundesanl. 00/31 Bundesanl. 03/34 Bundesanl. 05/37 Bundesanl. 07/39 Bundesanl. 08/40 BSA 10/12 (16.03.12) Kurs 101,04 102,38 103,63 103,21 104,83 100,53 100,85 100,48 99,51 96,81 100,66 102,49 103,93 103,95 104,56 105,71 106,23 104,93 103,09 104,03 106,23 113,85 115,65 104,98 107,71 106,37 107,96 104,82 102,94 100,94 92,51 98,49 127,94 133,60 112,39 123,00 133,20 123,30 114,27 103,75 108,71 117,47 99,68 Rendite 1,08 1,44 1,66 1,80 1,94 2,06 2,23 2,37 2,38 2,52 0,68 1,21 1,52 1,85 1,69 2,02 2,18 2,33 2,45 2,57 2,68 2,80 2,68 2,78 2,86 2,93 2,99 3,03 3,08 3,12 3,19 3,19 3,48 3,70 3,75 3,74 3,74 3,79 3,81 3,77 3,74 3,75 1,37 2,29 2,58 1,05 2,11 2,98

Dax 7527,64 (7514,46) ......................................... .......................................... L-Dax 7520,35 (7508,49) ......................................... .......................................... M-Dax 10799,53 (10740,45) ......................................... .......................................... TecDax 932,63 (935,10) ......................................... .......................................... S-Dax 5365,79 (5348,19) ......................................... .......................................... Nisax 20 2654,40 (2632,22) ......................................... .......................................... Eurostoxx 50 3008,89 (3011,25) ......................................... ..........................................
Dow Jones (20 Uhr) 12836,23 (12810,54) ......................................... .......................................... Nasdaq (20 Uhr) 2872,53 (2873,54) ......................................... ..........................................

Dax schließt mit kleinem Plus
Der Tod des Terroristenführers Osama bin Laden sowie weitere starke Quartalsberichte deutscher Unternehmen haben dem Dax am Montag minimale Gewinne beschert. Mit plus 0,18 Prozent auf 7527,64 Punkte schloss der deutsche Leitindex auf einem neuen Hoch seit Mitte Januar 2008. Zeitweise war der Dax an diesem Tag sogar über die Marke von 7600 Punkten gesprungen. Der M-Dax der mittelgroßen Werte rückte um 0,55 Prozent auf 10 799,53 Punkte vor. Der Tec-Dax hingegen fiel belastet von Kursverlusten unter den Solarwerten um 0,26 Prozent auf 932,63 Punkte. Favorit im Dax waren nach überraschend guten Eckzahlen zum ersten Quartal die Aktien der Commerzbank mit plus 3,16 Prozent auf 4,45 Euro. Der Düngemittelhersteller K+S hatte ebenfalls unerwartet Zahlen vorgelegt und den Markt positiv mit einer weiteren Anhebung der Jahresprognosen überrascht. Die Titel stiegen an zweiter Stelle im Leitindex um 2,69 Prozent auf 56,10 Euro.

Nikkei 10004,20 (geschl.) ......................................... .......................................... US-Treasuries 30 J. .......................................... 4,40 % (4,42 %) ......................................... Umlaufrendite Bundesanl. 3,04 % (3,05 %) ......................................... .......................................... Bundesschatzbriefe 2,53 % ......................................... .A ......................................... Bundesschatzbriefe 2,85 % ......................................... .B ......................................... Bundesobl. S160 (5 J.) 2,64 % (2,62 %) ......................................... .......................................... Finanzierungsschätze (1 Jahr) 1,25 % ......................................... .......................................... Leitzins Europ. Zentralb. 1,25 % ......................................... .......................................... EONIA (Vortag) 1,29 % ......................................... .......................................... Basiszins n. § 247 BGB 0,12 % ......................................... .......................................... Euro in Dollar (EZB) .......................................... 1,4837 $ (1,4860 $) ......................................... Unze Feingold (London) geschl. (geschl.) ......................................... .......................................... Rohöl (London/1 Barrel).......................................... 125,97 $ (125,32 $) .........................................

GLOBAL TITANS 50

*EuroStoxx-50-Wert; **EuroStoxx- u. Global-Titans-50-Wert

M D A X SDAX ........................................................................................................................................................................................................... .....................................................................................................................................
Div. Aareal Bank Aurubis Axel Springer BayWa Bilfinger Berger Boss Vz. Brenntag Celesio Continental Demag Cranes Deutsche Wohnen Douglas Dt. Euroshop EADS ElringKlinger Fielmann Fraport Fuchs Petrolub Vz. Gagfah GEA Group Gerresheimer Gildemeister Hamburger Hafen Hann. Rück Heidelb. Druck 0,00 v 1,00 4,80 0,50 v 2,50 v 2,03 v 1,40 v 0,50 v 0,60 0,20 v 1,10 1,10 v 0,22 v 0,35 v 2,40 v 1,25 v 2,70 v 0,10 0,40 0,50 0,00 v 0,55 v 2,30 v 02.05. 21,33 40,15 110,25 31,85 64,93 67,15 83,75 16,52 68,48 45,00 10,67 39,64 27,17 20,74 23,66 71,15 54,09 113,00 6,07 25,06 32,97 17,32 32,53 41,07 2,95 29.04. 20,47 39,90 110,60 31,85 65,03 67,00 83,00 16,37 67,77 36,30 10,64 39,58 27,28 20,89 23,69 71,86 54,03 110,55 6,13 24,69 32,65 17,13 32,75 40,83 3,01 52-WochenHoch Tief 27,20 12,57 46,84 30,85 125,75 77,58 35,06 26,26 65,62 40,75 68,00 28,23 85,69 48,12 25,76 15,69 69,20 35,30 45,05 22,68 11,57 6,03 43,36 32,62 29,00 21,66 22,30 13,06 27,70 16,83 74,00 51,60 54,45 33,96 115,25 62,61 8,99 5,06 25,44 14,49 34,15 23,16 17,55 7,45 35,81 23,44 43,49 30,63 5,49 2,87 Div. Hochtief IVG Kabel Deutschland Klöckner & Co. Krones Lanxess Leoni MTU Aero Engines Praktiker ProSieben.Sat.1 Puma Rational Rheinmetall Rhön-Klinikum St. Salzgitter SGL Carbon Sky Deutschland Stada Südzucker Symrise Tognum TUI Vossloh Wacker Chemie Wincor Nixdorf 2,00 v 0,00 v 0,30 v 0,40 v 0,70 v 0,70 v 1,10 v 0,10 v 1,14 v 1,80 9,00 v 1,50 v 0,37 v 0,32 v 0,00 v 0,37 v 0,45 0,60 v 0,50 v 2,50 v 3,20 v 1,70 02.05. 63,34 5,67 42,19 24,90 55,51 63,00 38,57 52,00 7,83 19,47 222,65 186,00 60,31 15,47 53,69 35,96 2,98 29,80 20,85 22,32 25,95 8,53 96,12 166,80 55,40 29.04. 63,93 5,70 42,20 24,28 54,65 61,93 37,11 51,75 7,98 19,34 225,00 186,65 60,56 15,45 53,01 36,00 2,98 29,88 20,83 22,27 25,90 8,61 97,06 167,30 55,80 52-WochenHoch Tief 76,85 45,09 7,97 4,65 43,10 22,00 25,65 13,51 56,60 36,01 63,46 29,77 38,90 14,95 56,60 38,16 9,00 5,19 25,12 10,33 267,10 195,05 192,45 110,10 66,90 41,79 19,85 14,89 65,64 45,77 39,90 22,49 3,31 0,81 32,49 20,60 21,19 13,90 22,75 15,92 26,30 13,26 11,05 6,67 102,75 65,75 169,90 93,62 63,45 42,83 Div. Air Berlin alstria office REIT Amadeus Fire Balda Bauer Bertrandt Biotest Vz. C.A.T. Oil Centrotec CeWe Color Colonia Real Est. Comdirect Constantin Medien CTS Eventim Delticom Deutz DIC Asset Dt. Beteiligungs AG Dürr Elexis Gerry Weber Gesco GfK SE Grammer Grenkeleasing 0,44 v 1,67 v 0,00 v 0,60 v 1,20 0,44 v 0,10 v 0,10 v 1,25 v 0,42 v 0,87 v 2,72 v 0,00 v 0,35 v 1,40 0,30 v 0,37 v 1,10 v 1,30 0,48 v 0,00 v 0,70 v 02.05. 2,99 10,54 32,20 9,05 36,48 49,80 44,50 8,20 22,66 33,40 5,15 8,57 2,07 50,48 75,31 6,07 9,16 19,99 27,69 17,10 44,20 57,40 38,67 19,10 40,65 29.04. 3,02 10,70 32,82 9,00 36,34 49,43 45,37 8,30 23,66 32,79 5,19 8,39 2,07 50,60 73,40 6,18 9,10 19,83 26,31 17,08 44,00 57,41 38,30 18,90 40,39 H&R Wasag Hamborner Reit Hawesko Highlight Com. Homag Hornbach Hld. Indus Holding Jungheinrich Koenig & Bauer KUKA KWS Saat Medion MLP MVV Energie Patrizia Immob. SAF Holland Sixt SKW Stahl Ströer TAG Immob. Takkt Tipp24 Tom Tailor VTG Wacker Neuson 0,65 v 0,37 v 1,75 v 0,17 0,30 v 1,34 0,90 v 0,55 v 0,30 v 0,00 v 1,90 0,23 v 0,30 v 0,90 1,40 v 0,50 v 0,32 v 0,00 v 0,33 v 0,17 v 21,15 7,49 35,90 4,69 16,85 101,70 22,52 31,65 16,35 18,53 159,50 9,88 6,66 27,28 5,10 8,18 34,50 19,37 22,33 7,15 11,64 32,55 13,07 17,47 12,69 21,15 7,49 34,90 4,84 16,35 103,00 22,35 31,02 16,38 18,44 154,20 9,75 6,70 27,33 5,03 8,17 33,98 19,34 22,00 7,18 11,62 32,42 13,25 17,24 12,95

General Electric GlaxoSmithkline Goldman Sachs Google Hewlett Packard HSBC Holdings Plc IBM Intel Corp.

USA GB USA USA USA GB USA USA

13,75 14,62 365,20 27,13 7,36 116,25 15,46

13,93 14,72 103,35 365,90 27,17 7,39 116,40 15,35

Roche Hldg. Gen. Royal Dutch Shell A Samsung Electr. Schlumberger Toyota Motor Verizon Comm. Vodafone Group Wal-Mart Stores

CH GB KOR USA JP USA GB USA

110,55 26,15 290,94b 60,90 27,14 25,87bB 1,96 -

108,85 26,01 283,11G 59,50 27,27 25,63b 1,97 36,99

W EITERE AUSLANDSAKTIEN .....................................................................................................................................
Land 3M ABB Adobe Systems Aegon Agilent Techn. AIG Air France Akzo Nobel Alcatel-Lu. Alcoa Amazon American Express Amgen Applied Materials BAE Systems Baker Hughes Barrick Gold Biogen Boeing Bombardier Brit. Am. Tobacco BT Group bwin party Cable and Wireless Canon Caterpillar China Mobile Citigroup Crèdit Suisse Diageo Plc Dow Chemical Du Pont Ebay Electrolux EMC Ericsson Erste Gr. Bank Fiat Ford Gas Natural General Motors Halliburton Heineken Hennes&Mauritz Holcim Home Depot Honda Motor Honeywell KPN Kraft Foods USA CH USA NL USA USA FR NL FR USA USA USA USA USA GB USA CAN USA USA CAN GB GB GI GB JP USA HK USA CH GB USA USA USA SE USA SE AT IT USA ESP USA USA NL SE CH USA JP USA NL USA 02.05. 65,59b 18,31b 22,65G 5,39b 34,24b 20,78b 12,03b 52,82b 4,40b 11,69b 135,00b 33,36G 38,27b 10,34b 3,70G 52,21b 33,65b 66,00b 53,55b 5,00b 29,58b 2,20b 1,75b 0,51b 32,40b 77,02b 6,23b 3,03b 30,60b 13,93b 28,13b 38,30b 22,77b 17,02G 19,10b 10,26b 34,40b 7,50b 10,43b 14,07b 21,65b 33,74b 40,61b 24,36b 58,74b 25,06G 26,65b 41,22G 10,81b 22,76b 29.04. 65,11b 18,75 22,78b 5,39b 33,61b 21,01b 11,85b 52,23b 4,39b 11,41b 131,00b 33,03b 38,25b 10,50b 3,81b 52,05G 34,29b 66,37b 54,01b 5,00b 29,55b 2,12b 1,72b 0,52G 31,88b 78,12b 6,20b 3,08b 30,57b 13,62b 27,61b 38,05b 23,10b 17,06G 19,20b 10,27b 34,11b 7,20b 10,45b 13,88 21,79b 33,93b 40,25b 24,00b 58,32b 25,12b 26,00b 40,90b 10,80b 22,82b Lloyds TSB GB Lukoil RUS Marks & Spencer GB McDonald’s USA Mediobanca IT Michelin FR Morgan Stanley USA Motorola USA Nike USA Nippon Steel JP Nissan Motor JP Nomura Hold. JP Nordea SE Norsk Hydro NOR Panasonic JP Pelikan Hold. CH Peugeot FR Pirelli IT Prudential Plc GB Qualcomm USA Rio Tinto GB Royal Bk. of Scotl. GB Sandisk USA Sappi ZA Sauer-Danfoss USA Schweizer Rück CH SCM Microsyst. USA Softbank Corp. JP Solvay BEL Sony JP Starbucks USA Statoil NOR Stora Enso FIN Surgutneftegaz RUS Swisscom CH Symantec USA Takeda Pharm. JP Technicolor FR Tesco Plc GB Thales FR TNT NL Turkcell TR UBS CH United Technologies USA Veolia Environnement FR Volvo SE Walt Disney USA Wells Fargo USA Wienerberger AT Yahoo! USA Zurich Financial CH 0,67b 46,77b 4,40G 52,82b 7,71G 66,95b 17,65b 30,55b 56,09b 2,13G 6,72b 3,41G 7,57G 5,96b 8,58b 37,41G 30,78b 6,90b 8,57G 38,58b 49,06b 0,48b 32,95b 3,51G 39,68b 39,62b 2,29 27,51b 98,27b 19,58b 24,77b 19,74b 8,14b 7,17b 308,70b 13,22b 32,25b 5,10b 4,64b 29,75G 15,54b 10,15b 13,22b 60,57b 22,73b 13,27b 29,35b 19,52b 14,55 12,12b 189,99b 0,68b 46,88b 4,38G 52,60b 7,71G 67,45b 17,27G 30,71b 55,40b 2,11b 6,45b 3,42b 7,62G 5,96 8,34b 36,20b 30,40b 6,93G 8,55b 38,90b 48,89b 0,47b 33,15b 3,39G 39,71b 40,20b 2,36 28,00b 96,41G 19,27b 24,60b 19,64 8,10b 7,04G 306,88b 13,24b 32,81b 5,11b 4,62b 29,50G 16,66b 9,96b 13,43b 60,53b 22,53 13,17b 28,94b 19,71b 14,34 11,73b 189,66b

Nied.Ld.Schatz 03/13 104,20 Nied.Ld.Schatz 04//14 104,10 Nied.Sch. 08/13 Post 02/12 Post 03/14 99,88 104,12 104,92

U NTERNEHMENSANLEIHEN .....................................................................................................................................
Zins 4,75 5 4,5 3,75 6 4,625 4,75 5 6,125 8,5 7,5 6,125 7,75 7,875 4,375 5,125 4 5,75 6 4,875 5,5 5,125 7 4,375 4,875 5,25 5 5,75 5,75 7,5 4,626 5 4,75 Titel/Laufzeit Adidas 09/14 Allianz 08/13 BASF 06/16 BASF 09/12 Bayer 02/12 Bayer 09/14 Bertelsm. 06/16 BMW 08/15 BMW 09/12 Conti-Gum. Fin. 10/15 Conti-Gum. Fin. 10/17 Daimler 08/15 Daimler 09/12 Daimler 09/14 Dt. Bahn 09/21 Dt. Bahn Fin. 01/13 Dt. Telekom 05/15 Dt. Telekom 08/14 Dt. Telekom 09/17 EON 09/14 EON 09/16 Ev. Degussa 03/13 Evonik 09/14 EWE 04/14 EWE 04/19 Fraport 09/19 Fresenius 06/13 Hannover Fin. 04/24 Hannover Fin. 10/40 Heidelb. Cem. Henkel 09/14 K+S 09/14 Linde 07/17 Kurs 104,52 104,10 105,35 102,21 103,85 105,90 103,80 106,50 103,54 110,40 105,85 110,52 104,90 112,31 103,24 106,38 102,70 106,21 111,44 104,80 109,00 104,50 110,30 103,17 103,12 105,20 104,20 101,30 94,14 109,04 104,60 105,69 106,10 Rendite 3,22 2,67 3,34 2,14 1,80 2,77 3,94 3,25 2,16 5,61 6,33 3,46 2,13 3,05 3,99 2,52 3,21 3,29 3,73 3,02 3,39 3,28 3,73 3,38 4,42 4,48 2,50 5,60 6,18 4,22 2,93 3,19 3,60 6,5 3,75 5,75 6,75 6,375 3,875 6,25 5 6,5 4,125 5,125 5,75 4,125 4,375 6,75 8,5 6,625 5,125 4,875 3,5 5,375 6,875 5,375 5,625 7 Lufthansa 09/16 Merck 05/12 Metro 09/14 Munich Re 03/23 Otto 09/13 Porsche 06/16 RWE 01/16 RWE 09/15 RWE 09/21 Siemens 09/13 Siemens 09/17 Südzucker Int. 02/12 Symrise 10/17 Thyssen 05/15 Thyssen 09/13 Thyssen 09/16 TUI 04/11 TUI 05/12 VW 03/13 VW 09/15 VW Fin. 02/12 VW IFin 09/14 VW Int. 03/18 VW Int. 09/12 VW Int. 09/16 109,50 101,92 107,00 105,65 106,40 101,22 111,76 105,73 117,18 103,08 107,93 102,92 98,00 103,47 107,00 116,90 100,00 102,15 104,50 100,86 102,38 109,70 108,00 102,65 114,64 4,39 2,49 3,38 6,07 3,68 3,59 3,62 3,35 4,38 2,35 3,59 2,09 4,48 3,40 2,73 4,51 3,75 3,69 2,56 3,25 2,02 3,07 4,04 2,09 3,60

D EVISENMARKT .................................................................
Devisen 1 Euro =
Australien(Austr.-$) Dänemark(dkr) Großbrit.(Pfund) Japan(Yen) Kanada(Kan.-$) Neuseel.(NZ-$) Norwegen(nkr) Polen(poln. Zloty) Schweden(skr) Schweiz(sfr) Südafrika(Rand) Tschechien(Kr) Türkei(Lira) Ungarn(Forint) USA(US-$)

Sorten Ank./Verk.
1,27/1,44 7,11/7,82 0,85/0,90 1,30/1,44 1,61/2,01 7,37/8,21 3,59/4,33 8,53/9,36 1,25/1,33 8,75/11,01 22,52/28,07 2,05/2,33 1,38/1,47

T ECDAX ...........................................................................................................................................................................................................
Div. Adva Aixtron BB Biotech (Schweiz) Bechtle Carl Zeiss Meditec centrotherm AG Dialog Semicond. Drägerwerk Drillisch Evotec Freenet Gigaset Jenoptik Kontron MorphoSys 0,00 v 0,60 v 1,95 0,75 v 0,55 0,70 v 1,19 v 0,50 v 0,80 v 0,00 v 0,00 v 0,20 v 0,00 v 02.05. 5,46 28,74 50,83 31,95 14,77 40,00 14,06 72,50 7,75 3,04 8,61 4,08 5,44 8,20 19,87 29.04. 5,25 28,80 50,80 32,15 14,69 40,88 14,09 70,70 7,63 3,05 8,60 4,16 5,54 8,32 19,85 52-WochenHoch Tief 7,90 3,53 34,08 18,71 50,93 39,49 32,49 20,11 15,14 10,94 44,00 23,35 19,85 7,56 72,67 43,37 7,75 4,21 3,48 1,82 9,23 7,24 4,81 0,90 6,10 3,85 9,47 5,28 22,07 13,35 Div. Nordex Pfeiffer Vac. Tech. Phoenix Solar Q-Cells Qiagen QSC Roth & Rau Singulus Tech. SMA Solar Techn. Software Solarworld Stratec Süss MicroTec United Internet Wirecard 0,00 v 2,90 v 0,35 v 0,00 v 0,00 v 3,00 v 1,30 v 0,19 v 0,50 0,20 v 0,10 v 02.05. 6,61 95,00 21,45 2,79 14,50 2,53 23,15 4,73 79,80 127,60 10,55 30,50 11,39 13,32 12,70 29.04. 6,79 93,50 21,83 2,88 14,45 2,58 23,16 4,74 80,49 127,75 10,84 30,40 11,73 13,23 12,89 52-WochenHoch Tief 9,65 4,25 104,50 52,52 36,28 19,16 5,88 1,97 17,80 12,06 3,84 1,29 26,80 10,65 6,68 3,05 104,20 61,25 130,00 75,73 11,96 6,89 34,14 25,20 13,77 3,59 13,61 8,60 13,20 6,73

Geld/Brief
1,3461/1,3661 7,4371/7,4771 0,8878/0,8918 1,4036/1,4156 1,8254/1,8494 7,7696/7,8176 3,9070/3,9550 8,8970/8,9450 1,2848/1,2888 9,6790/9,9190 23,780/24,580 2,2370/2,2870 1,4814/1,4874

120,70/121,18 114,14/123,54

261,84/267,04 238,14/300,14

W EITERE DEUTSCHE AKTIEN ...........................................................................................................................................................................................................
Div. 7 days music JWP 0,00 v AD Pepper Media 0,05 v AdCapital St. 0,50 Agennix 0,00 v Ahlers St. 0,55 v Ahlers Vz. 0,60 v Aigner AIRE GmbH & Co. KGaA ALBIS Leasing 0,00 v Aleo Solar All for One Midm. 0,30 Allerthal-W 0,75 Alno Anzag Aragon Arcandor AS Creation 1,35 v Audi 2,20 v Augusta Techn. 0,45 v Baader Wertp. 0,12 v Beate Uhse Berentzen 0,13 v Bijou Brigitte 6,50 v Biolitec 0,10 Biotest St. 0,38 v BMP BMW Vz. 1,32 v Böwe Syst. Borussia Dortmund Boss St. 2,02 v Brilliant Caatoosee cash life 0,27 v CCR Logistics 0,00 v Cenit 0,15 v Centrosolar 0,00 v CinemaxX Computec Media Conergy Cor&FJA Creaton 0,10 Curanum DAB Bank 0,20 v Data Modul 0,40 v Derby Cycle Deufol 0,03 v Deutsche Postbank 0,00 v Dr. Hoenle 0,30 Drägerwerk St. 1,13 v Dt. Forfait 0,15 v Dürkopp Adler DVB-Bank 0,60 v Dyckerhoff St. 0,50 v Dyckerhoff Vz. 0,50 v Eckert&Ziegler 0,60 v Edel 0,00 v Einbecker Einhell Germ. 0,80 v Elmos Semicond. 0,20 v Energie Bad.-Württ. 1,53 Energiekontor 0,00 v EOP Biodiesel Epigenomics Essanelle 0,50 v Fabasoft 0,15 Fres. Med. Care Vz. 0,63 Friwo 0,25 v Fuchs Petrolub St. 2,64 v 02.05. 1,08 1,94 3,59 10,22 10,89b 149,00b 9,70 0,46 23,95 7,80 14,90G 2,65 28,02G 9,85 0,08 29,66 636,95 19,69 3,01 0,34 6,00 96,65 3,50b 47,13 1,14 42,32 0,26b 2,86 63,40 -b 0,72 -b -G 5,45 5,23 3,55b 9,50b 0,37 1,98 30,71b 2,30 4,46 14,49 15,49 1,60 21,67 10,80 58,50 5,60 6,60bG 24,90G 37,18G 37,50b 29,15 2,68 11,27b 41,25 10,81 38,60 5,43b 0,16b 1,65 -G 3,31 45,50 12,00 100,80 29.04. 1,02 1,94 10,35 3,55 10,20 10,65b 151,00G 9,60 0,47 24,19 7,80 14,90G 2,63 28,02G 9,95 0,08 29,99 624,00 19,90 3,04 0,34 6,30 97,19 3,53G 47,75 1,13 42,15 0,28b 3,10 63,30 26,00b 0,72 3,20G 8,12G 5,45 5,25 3,56b 9,92b 0,39 1,92 30,65G 2,30 4,33 14,40 15,34 1,55 21,65 10,60 57,80 5,46 6,70b 25,00b 37,00G 37,50G 29,27 2,62 11,40b 41,11 11,08 37,99 5,36b 0,18b 1,62 8,67G 3,35 44,39 10,95 97,72 Funkwerk 0,00 v GBK Beteiligungen 0,10 Gelsenwasser 17,74 v Generali Dt. 3,75 v GFT Technologies 0,15 v Girindus Graphit Kropfmühl 0,00 v HCI Capital Helma Eigenb. Herlitz Höft & Wessel 0,10 v Holcim 0,00 v Hornbach Baumarkt 1,00 Hymer IKB Interhyp 0,00 v Interseroh 0,25 v Intershop Com. Isra Vision 0,20 Jaxx AG 0,00 v JK Wohnbau Joyou Kampa Kizoo 0,00 v Kromi Logistik 0,15 KSB St. 12,00 v KSB Vz. 12,26 v Landesb. Berlin 0,14 Leica Leifheit 3,00 v Löwe 0,00 v Logwin LPKF Laser & Elec. 0,40 v M.A.X. Aut. 0,10 v MAN Vz. 2,00 v Mannheimer Hldg. 0,00 v Manz Autom. Marseille-Kliniken Masch. B. Hermle 3,05 v Masterflex Maternus Kliniken MCS 0,00 v Mediclin 0,05 v MediGene Mensch u. Maschine 0,10 v Metro Vz. 1,48 v MeVis Micronas MIFA 0,00 v Moksel MPC Mühlbauer Hold. 1,30 v Nemetschek 1,00 v Neschen Nexus 0,00 v Norcom Norddt. Steingut Nürnberger Bet. 2,50 OHB Technology 0,30 v Old. Landesbank 1,00 v Onvista OVB Hld. 0,50 v P&I Pers. & Inform. 1,10 Paion 0,00 v Pankl Racing Paragon 0,00 v Pfleiderer Pilkington Dt. 19,30 6,80 5,93B 511,10G 88,81 4,49 0,78G 23,50b 1,96 10,66 1,91b 4,23 31,00b 49,35 45,25b 0,69 69,99b 51,99 2,16 17,40 1,37 8,20 13,48 0,09G 8,72 8,50G 609,00 590,70 4,18b 18,00bB 25,60 6,05 1,35 14,40 4,48 69,26 4,05b 46,70 2,69 77,51b 6,04 0,94G 72,52bG 4,21b 2,04 5,20 32,41 8,20 6,42 3,51b 7,65b 4,18 42,33 32,49 0,48G 7,06 1,50 5,67 60,00 12,83 38,10b 18,00bB 18,65G 27,49 2,10 19,20b 9,20 0,70 444,00G 6,80 5,91B 511,10G 87,75 4,38 0,79G 23,50G 1,88 10,49 1,92b 4,10 27,79G 49,47 41,94b 0,67 69,60G 50,75 2,20 17,00 1,38 8,01 13,47 0,09b 8,71 8,55G 601,65 595,55 4,18b 17,30b 25,29 6,30 1,36 14,46 4,50 69,60 4,08G 47,22 2,75 77,51b 5,90 0,99b 72,52G 4,21G 2,04 5,15 31,71 8,80 6,46 3,50G 7,66bG 4,27 40,03 31,75 0,50b 6,75 1,53 5,59 60,00 12,83 38,22b 18,01b 18,65G 27,50 2,14 18,31b 9,13 0,70 444,00G PNE Wind Porsche primion Technol. Progress PSI Pulsion Quanmax R.Stahl Repower RIB Software Rofin Sinar Rosenthal Ruecker RWE Vz. S.A.G. Solarstrom Sanacorp Pharma Sanochemia Sartorius St. Sartorius Vz. SCA Hygiens Schlott Gr. Secunet Security Sedlmayr SinnerSchrader Sixt Vz. Smartrac Solar Millennium Solar-Fabrik Solon Solutronic Sto AG Stöhr Strabag Sunways Surteco Sygnis Pharma Syzygy TDS Informations. Technotrans Telegate Teleplan Teles Thielert Üstra Umweltbank Utimaco Safeware Uzin Valora Eff. Varta VBH Holding Ver. Schmirgel Versatel Vestcorp Villeroy & Boch Viscom Vivacon Vivanco VK Mühlen Vogel AG f.Bet. Volkswagen St. Vtion Wireles T. W.E.T. WCM WMF Vz. WMF St. Wüst. & Württ. AG Your Familiy Ent. Zapf Creation 2,18 2,18 49,05 48,93 4,50G 4,50G 1,00 v 46,20 46,20 0,23 20,10xD 20,07 0,00 v 5,00 4,96 2,77 2,80 0,70 v 31,82 31,07 1,57 142,00 143,45 0,00 v 7,30 7,60 29,00 29,30 0,89G 0,89G 0,45 v 15,35 15,15 3,50 41,03 41,09 0,12 v 4,70 4,70 0,99 17,85b 17,95b 0,00 v 3,20 3,32 0,60 33,13 32,65 0,62 35,85 34,80 15,15 355,00bG 355,00bG 0,18 0,18 0,00 v 10,26 10,13 26,00 1320,00b 1320,00G 0,08 2,55 2,54 1,42 v 27,60 27,27 15,10 15,42 0,00 v 20,12 20,68 3,90 4,43 4,03 3,97 0,00 v 7,30 7,20 2,37 114,70 113,00 3,00G 3,00G 1,04 202,00 205,00 5,77 5,55 0,90 v 28,50 28,50 2,35 2,43 0,20 v 3,86 3,77 4,50 4,44 0,00 v 6,84 6,84 0,50 v 8,55 8,63 1,92b 1,89b 0,57 0,58 0,54 0,53 0,05 3,50-T 3,50-T 0,72 22,95b 22,75b 18,86b 18,85bG 1,00 v 26,35 27,10 0,30 v 2,29b 2,30b 8,10G 8,10b 0,06 v 4,85 4,94 3,00 115,00G 121,00G 6,80 6,80 0,00 v 0,95b 0,95b 0,33 v 6,98 6,39 7,40 7,38 1,00 0,97 1,44b 1,43b 1,04 -bG 71,20G 14,75 v 280,00-T 280,00-T 2,20 v 121,55 120,40 4,18 4,28 41,00b 40,50bG 0,17 0,18 1,30 v 27,40b 27,01b 1,30 v 30,62b 30,62G 0,50 v 18,60 18,75 0,02 1,12b 1,12b 1,58 1,65 0,04 v 0,10

Kurse in Euro
Australien Dänemark Großbrit. Japan Kanada Neuseel. Norwegen Polen Schweden Schweiz Südafrika Tschechien Türkei Ungarn USA 1 Austr.-$ 100 dkr 1 Pfund 100 Yen 1 Kan.-$ 1 NZ-$ 100 nkr 100 poln. Zloty 100 skr 100 sfr 1 Rand 100 Kr 1 Lira 100 Forint 1 US-$

Geld/Brief
0,7320/0,7429 13,374/13,446 1,1213/1,1264 0,8252/0,8285 0,7064/0,7125 0,5407/0,5478 12,792/12,871 25,284/25,595 11,179/11,240 77,592/77,833 0,1008/0,1033 4,0683/4,2052 0,4373/0,4470 0,3745/0,3819 0,6723/0,6750

Ank./Verk.
0,69/0,79 12,78/14,07 1,11/1,18 0,81/0,88 0,70/0,77 0,50/0,62 12,18/13,56 23,11/27,88 10,69/11,72 75,45/79,89 0,09/0,11 3,56/4,44 0,43/0,49 0,33/0,42 0,68/0,72

G ENUSSSCHEINE .................................................................
Aareal Bk. Bertelsmann Bertelsmann 2001 Drägerwerk Dt. Pfandbr. 96/11 Sixt 04/11 Stadtw. Hannover Volksw. Bank 02/11 6,75 7,23 v 15,00 v 3,50 7,65 9,05 77,90 7,15 106,00G 128,00G 228,00b 191,00b 110,60bG 114,50G 823,50 104,50B 105,70G 128,00G 227,50b 194,00b 110,60bG 114,50G 822,00 108,50G

I NVESTMENTFONDS ...................................................................................................................................................................................................................................................................................
02.05. 02.05. 29.04. A Ausg. Rückn. Rückn. Allianz-dit All.-dit Value Global 1,00 81,67 77,78 77,39 All.P. Bondspezial 0,58 42,82 41,57 41,46 All.P. Euro Rentenfds. 1,29 51,71 50,45 50,33 All.P. Euro Rentenfs. K 0,94 42,43 41,60 41,54 All.P. Europazins 1,13 45,84 44,50 44,45 All.P. Int.Rentenf. 0,55 39,07 37,93 37,81 All.P. Rentenfds. 1,68 73,90 72,10 71,96 All.R. Aktien Dt. 0,21 134,41 128,01 126,84 All.R. Aktien Europa 0,63 63,81 60,77 60,30 All.R. Biotechnologie 56,41 53,72 54,27 All.R. Eur. Alpha 115,04 109,56 108,75 All.R. Glob.Int.Cap.* 1,26 44,62 42,50 42,48 All.R. Informationst. 0,02 84,35 80,33 79,93 All.R. Interglobal 0,21 150,84 143,66 142,71 All.R. Reale Werte 55,12 53,00 52,84 All.R. Thesaurus 598,62 570,11 563,71 All.R. Vermög.bild. Gl. 0,12 30,27 28,83 28,62 All.R. Vermögensb. Dt. 0,09 123,02 117,16 115,94 All.R. Wachst. Eurol. 66,13 62,98 62,53 All.R. Wachst. Europa 69,35 66,05 65,66 Concentra 0,01 71,11 67,72 66,87 Industria 0,71 80,04 76,23 75,67 Kapital Plus 0,69 46,94 45,57 45,44 Cominvest Adirenta 0,37 13,38 12,99 12,93 Adireth 82,45 80,05 80,33 All. Europe Balanced 1,09 58,05 57,74 All.P. Fondirent 0,36 39,98 38,82 38,68 All.P. Geldm. Spez. 17,02 977,77 977,77 977,77 All.R. Adifonds 0,72 82,48 78,55 77,71 All.R. Adiverba 0,62 92,23 87,84 87,40 All.R. EuropaVis. 0,25 22,49 21,42 21,25 All.R. US L.Cap Gr. 0,06 33,18 31,60 31,34 C.B. All.Anl. Chance 50,75 49,27 49,15 cominvest Adikur 1,24 45,11 44,95 Convest 21 VL 0,26 30,35 28,90 28,73 Fondak P 1,00 123,98 118,08 116,64 Fondis 0,46 43,08 41,03 40,80 Fondra 1,51 105,11 101,07 100,25 Nürnberger Eurol. A 0,71 90,13 85,84 85,15 Plusfonds 1,24 117,48 111,89 110,85 Deka AriDeka 0,26 55,06 52,31 52,00 Deka-EuropaBond TF 1,31 37,85 37,85 37,80 Deka-EuropaPot. TF 70,75 70,75 70,17 Deka-EuropaSelect 0,05 39,97 38,53 38,25 Deka-EuroStocks CF 33,72 32,50 32,27 Deka-Genüsse+Renten 0,50 33,85 32,63 32,63 Deka-Immoflex Global 60,61 58,42 58,20 Deka-Techn. TF 10,38 10,38 10,30 Deka-TeleMed. TF 0,05 37,12 37,12 36,86 Deka-Wertkonzept 1139,64 1106,45 1106,29 DekaFonds 0,19 80,68 76,65 75,73 DekaL.Team-Em.Mar.CF 0,34 109,03 103,58 102,62 DekaL.Team-Glob.Sel.CF 0,35 106,46 102,61 101,70 DekaLux-BioTech CF 127,76 123,14 123,91 DekaLux-Bond 1,82 60,21 58,46 58,37 DekaLux-Deut. TF 92,00 92,00 91,01 DekaLux-Euro. TF DekaLux-Gl.Value-CF DekaLux-Japan DekaLux-Ph.Te.TF DekaLux-USA TF DekaRent-internat. DekaSpezial DekaStr. 2 ChancePl. DekaStr. 3 Chance DekaStr. 3 Ertrag Pl. DekaStr. 3 Wachstum DekaStrukt. Chance DekaStrukt. Ertrag Pl. DekaStrukt. Wachst. DekaTresor RenditDeka CF DWS DWS Akkumula DWS Biotech DWS Deutschland DWS Diskont Basket DWS Dt. Aktien Typ 0 DWS Euro Strategie DWS Euro-Bonds (Med.) DWS Europ. Aktien DWS Eurorenta DWS Eurovesta DWS Finanzwerte DWS Glob.Met.&Min. DWS Health Care 0 DWS Inrenta DWS Inter Genuss DWS Inter-Renta DWS Intervest DWS Inv. Chin. Eq.* DWS Investa DWS Japan Opp. DWS Panda Renditef.* DWS Provesta DWS Rendite Garant DWS Rendite Spezial DWS Ring Aktf. DWS Ring Rentf. DWS Russia DWS Technologie DWS Telemedia DWS Top 50 Asien DWS Top 50 Europa DWS Top 50 Welt DWS Vermögensb. I DWS Vermögensb. R Pioneer P.F. Gl. Ecology* P.F. Core Eur.Eq.* P.F. Dyn. Hybr. 80* P.F. EmEur.&Med.Eq.* P.F. Eur. Pot.* P.F. Glob. Bal. 50 A* P.F. Glob.Select A* 0,13 48,01 48,01 47,73 35,02 33,75 33,49 398,57 378,65 371,46 113,49 113,49 113,05 48,85 48,85 48,69 16,85 16,36 16,32 201,50 191,43 189,89 31,31 30,70 30,65 44,23 43,36 43,29 48,32 47,37 47,34 48,41 47,46 47,41 45,37 44,48 44,41 46,23 45,32 45,30 47,01 46,09 46,05 81,91 79,91 79,91 20,49 19,89 19,88 P.I. Akt. Rohst.* 100,45 96,59 96,45 P.I. Aktien Dt.* 120,56 115,92 114,89 P.I. German Eq.* 1,46 140,72 134,02 133,05 P.I. Top World* 75,24 71,66 71,49 Union Investment GenoEuroClassic* 0,77 48,04 46,64 46,55 GenoEuroClassic II* 0,86 44,94 43,63 43,55 Invest Euroland* 0,50 43,51 42,24 42,05 Uni Mid&Sm.-Caps: Eur.*0,03 33,49 32,20 32,11 Uni21.Jahrh.net.* 0,02 22,15 22,15 22,13 UniAsia* 44,21 42,10 41,90 UniDeutschland* 138,63 133,30 132,57 UniDividendenAss* 1,24 50,90 48,94 48,85 UniDynamic Euro.* 0,04 58,01 55,78 55,50 UniDynamic Global* 0,21 32,50 31,25 31,18 UniEM Osteuropa* 4,012771,60 2639,62 2644,03 UniEuroAktien* 0,60 52,64 50,13 49,90 UniEuroAspirant A* 1,89 52,32 50,80 50,77 UniEuroKapital* 1,72 67,68 66,35 66,31 UniEuropa* 1447,13 1378,22 1372,81 UniEuropa -net-* 0,47 46,06 46,06 45,87 UniEuropaRenta* 1,32 42,82 41,57 41,47 UniEuroRenta* 2,11 64,56 62,68 62,58 UniEuroStoxx 50 A* 0,93 44,06 42,37 42,24 UniFavorit: Aktien* 0,08 64,95 61,86 61,71 UniFonds* 0,39 42,77 40,73 40,53 UniGlobal* 1,04 117,22 111,64 111,30 UniGlobalTitans 50 A* 0,30 24,23 23,30 23,27 UniJapan* 28,90 27,52 27,44 UniKapital* 2,05 107,70 105,59 105,52 UniNordamerika* 123,56 117,68 117,31 UniRak* 0,71 85,47 82,98 82,72 UniRenta* 0,41 18,08 17,55 17,52 UniSector:BioPhar.A* 0,01 47,73 45,89 45,79 UniSector:HighTech* 0,01 35,84 34,46 34,47 Sonstige Fonds ACM Gl. Gr. Tr. A $* 50,29 47,78 47,62 AL Trust Fonds A 1,61 91,42 87,07 86,18 Albatros Fonds OP 0,91 63,95 60,90 60,62 AXA World II Cont. Eur.* 7,48 7,09 7,06 Baring German Gr.* 5,50 5,24 5,17 Chart High Val./Yield Fd. 16,18 15,86 15,86 CS Aktien Plus* 0,83 51,30 48,84 48,68 CT Welt Portfolio MAT 36,39 34,66 34,63 Deutschl.-Inv. 0,82 74,13 70,60 70,03 Direct Inv. Expl. Sel.* 115,33 109,84 109,19 Fidelity Em. Mark. ($)* 24,34 23,13 23,09 Fidelity Eur. Gr. (A)* 0,05 10,88 10,34 10,29 Fidelity Intern. Fd.* 38,06 36,16 36,02 FT Fr. Effekt.-Fds. 1,85 182,39 173,70 171,68 FT Interspezial 0,03 23,27 22,16 22,03 Gartmore Cont. Eur.* 6,05 5,76 5,73 Gerling Global Rent. 0,51 17,05 16,43 16,40 Gerling Kompakt 142,89 136,09 135,89 Gerling Rendite 0,64 19,78 19,20 19,19 GlobalSar (Eur.)* 3,18 262,42 249,92 249,33 Hansaintern. 0,67 18,74 18,11 18,11 Hansarenta 0,79 23,63 22,83 22,82 JB Spec.Germ.StockB* 0,50 77,26 76,96 MEAG EuroErtrag MEAG Eurokapital MEAG Eurorent Metzler Akt. Euro.* Metzler Wachst. Int.* Millenium-Inv. MK Variozins Monega Eurobonds Monega Euroland Multirent-Inv. Nordinternet* Nordlux Pro 100* Nordlux Pro 30* Nordlux Pro 60* OP Euro Stoxx 50 Postbank Balanced Postbank Dyn. DAX Postbank Dyn. Innov. Postbank Dyn. Vision Postbank Europa Postbank Europaf. Akt. Postbank EuroRent Postbank Global Player Postbank Megatrend Postbank TriSelect RWS Aktf. Veritas* RWS Dachf. Veritas RWS Wachs.MI* Sauren Gl. Growth SEB Inv. Aktien* SEB Inv. Europa* SEB Inv. Zinsglob.* Templ. Em.Markets($)* Templ. Global Growth* Templ. Growth ($)* Templ. Growth (Euro)* Threadneedle Eur. Gr.* Threadneedle Eur. Sel.* UBS(D)Key Sel.Fd.* Veri-Valeur Verifonds Veritas SG Ertrag Warburg Select Fds. Warburg US Divers. Fds. Warburg-Multi-Genuss Zürich Inv. Euroland ÖkoW. ÖkoVisionCl. Immobilienfonds Axa Immoselect* Deka-Immob.Europa Deka-ImmobilienGlobal grundbesitz europa grundbesitz global Hansaimmobilia HausInvest Int.ImmoProfil SEB ImmoInvest UniImmo: Deutschland* UniImmo: Europa* UniImmo: Global* 54,62 52,77 52,67 57,99 55,23 55,05 30,96 29,91 29,86 90,78 86,46 86,18 97,64 92,99 92,66 20,74 19,75 19,78 73,95 73,58 73,57 1,72 55,38 53,77 53,74 36,91 35,66 35,43 1,28 38,46 37,34 37,32 32,62 31,07 31,21 887,73 887,73 887,64 1116,83 1116,83 1115,99 1094,58 1094,58 1093,65 61,89 58,94 58,50 0,97 54,89 52,28 52,10 98,63 95,53 94,42 20,22 19,49 19,41 51,15 49,30 48,86 0,65 40,12 38,21 37,99 0,86 47,62 45,79 45,54 1,48 53,71 52,15 52,13 0,18 25,96 24,96 24,76 48,26 45,96 45,76 1,09 48,08 45,79 45,66 66,45 63,29 63,20 23,42 22,30 22,29 81,42 77,54 77,65 19,37 18,45 18,44 0,87 76,15 73,22 72,72 0,44 45,20 43,46 43,32 0,37 26,84 25,81 25,75 42,25 40,03 39,90 0,04 12,45 11,80 11,75 0,28 21,23 20,01 19,95 10,34 9,80 9,77 1,71 1,63 1,63 1,83 1,74 1,75 0,50 97,81 94,05 93,33 84,42 79,64 78,55 139,62 132,97 132,46 0,16 13,57 13,17 13,15 60,69 57,80 57,78 30,79 29,05 28,96 1,25 40,18 39,01 38,83 0,11 52,85 50,33 49,88 93,81 89,34 89,00 1,85 1,40 1,25 1,30 1,30 1,00 1,75 2,00 2,10 3,50 2,10 1,40 57,18 54,46 54,45 49,16 46,70 46,69 59,80 56,81 56,80 43,24 41,18 41,18 55,26 52,62 52,62 49,35 47,00 46,97 45,00 42,86 42,85 57,61 54,87 54,86 59,00 56,06 56,06 100,65 95,86 95,90 59,98 57,12 57,11 54,18 51,60 51,59 *Fondkurse vom Vortag 1,40 0,83 1,13 0,50

Quelle: LBBW. Kurse können von Bank zu Bank abweichen.

0,12 0,50 0,86 0,02 0,06 0,88 0,71 0,10 0,84 0,69 0,56

M ETALLPREISE .................................................................
02.05.
Deutsche NE-Metalle (Euro je 100kg)
Elektrolytkupfer (DEL) MK Kupfer Grade ’A’ Blei in Kabeln Aluminium (99,7%) Messing MS 58 I Messing MS 58 II Messing MP 58 Metallbasis 63/37 Blei Zinn Zink Kupfer ’A’ Aluminium Nickel Ankauf (mind. 1 kg) Gold (g) Silber (kg) Platin (g) Palladium (g) 32,81 958,20 38,01 15,88 unverarb. 35,56 1061,40 41,41 17,47 —731,03 ——530,00–530,00 —514,00 550,00–552,00 Verkauf verarbeitet 37,26 1111,00 42,63 18,84 —730,35 ——530,00–530,00 550,00–550,00 514,00 550,00–552,00 -

29.04.

601,84 573,18 568,06 54,83 54,83 55,11 127,97 121,88 120,70 111,06 107,82 107,73 233,39 233,39 230,33 2,26 41,56 40,54 40,53 1408,71 1381,09 1380,22 165,84 165,84 164,85 1,62 50,86 49,37 49,28 0,66 102,17 97,30 96,51 0,05 36,25 36,25 36,05 91,41 91,41 90,29 88,77 88,77 88,39 1,31 36,56 35,67 35,65 0,75 35,82 34,77 34,77 0,50 13,38 12,98 12,94 0,60 125,99 119,98 118,82 159,63 151,65 152,17 0,92 116,09 110,56 109,24 32,94 31,67 31,12 1,35 46,78 44,55 44,52 1,33 176,44 168,04 166,70 81,91 81,10 81,09 1,57 27,08 26,29 26,24 0,33 52,93 50,55 50,17 0,64 22,30 21,30 21,28 245,89 234,18 233,15 61,88 61,88 61,64 1,15 83,25 83,25 82,84 107,91 103,76 102,82 1,06 101,33 97,43 96,68 0,16 59,18 56,90 56,25 0,76 94,63 90,12 89,29 0,51 16,79 16,30 16,29 164,23 156,41 154,94 7,15 6,81 6,79 53,23 51,18 51,19 20,94 19,94 19,95 93,51 89,06 88,88 51,37 48,92 48,99 56,66 53,96 53,87

NE-Metalle London ($/Tonne Settlement)

Edelmetalle Industriepreise (Euro)

Quelle: W.C.Heraeus GmbH

A GRARFUTURES .................................................................
Börse Eurex 02.05. Schweine 8000kg (Euro/kg) Mai 11 Jun 11 Jul 11 Mai 11 Jun 11 Jul 11 Jun 11 Nov 11 Apr 12 1,6400 1,7100 20,500 12,600 16,500 29.04. 1,6400 1,7000 1,6700 50,000 50,000 49,500 19,200 11,900 15,400

Ferkel 100 Stück à 25kg (Euro/Stück)

Veredelungskart. 250 Dezitonnen (Euro/Dezit)

Alle Aktienkurse sind Xetra-Schlusskurse, soweit die Aktien in Xetra gehandelt werden, ansonsten Parkett-Schlusskurse der Deutschen Börse in Frankfurt oder einer deutschen Regionalbörse. Alle Wertangaben in Euro, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben. Abkürzungen: Div. = letzte gezahlte Dividende, v = aktueller Dividendenvorschlag, A = letzte Ausschüttung. Kurszusätze und -hinweise: G= Geld (nur Kaufaufträge), B = Brief (nur Verkaufaufträge), b = bezahlt (Angebot und Nachfrage ausgeglichen), bG = bezahlt und Geld (zu diesem Kurs limitierte Kaufaufträge wurden nur zum Teil ausgeführt), ebG = etwas bezahlt und Geld (zu diesem Kurs limitierte Kaufaufträge wurden nur zum kleinen Teil ausgeführt), bB = bezahlt und Brief (zu diesem Kurs limitierte Verkaufaufträge wurden nur zum Teil ausgeführt), ebB = etwas bezahlt und Brief (zu diesem Kurs limitierte Verkaufaufträge wurden nur zum kleinen Teil ausgeführt). T = Taxkurs (geschätzter Kurs), xD = ohne Dividende, xB = ohne Bezugsrecht. (Alle Angaben ohne Gewähr) Kurslieferant: AID Aktieninformationsdienst, Hannover, www.aid-net.de

London Potatoes 250 Dezitonnen (Euro/Dezit) Apr 12 20,000 Weizen, (Euro/t), Börse: Euronext Matif, Paris Mai 11 Aug 11 Nov 11 247,00 215,50 214,00 244,50 213,00 215,75

Quelle: www.dowjones.de

NR. 102 · DIENSTAG, 3. MAI 2011

Wirtschaft

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

11

Die Intralogistik-Branche berappelt sich wieder: 1100 Unternehmen auf der CeMAT in Hannover
SpliTTer Schwerarbeit unter Wasser
Schwere Lasten in Wassertiefen bis zu 70 Meter heben – das kann die Technik der Firma J.D. Neuhaus. Das Unternehmen aus Witten präsentiert die neueste Generation seiner Unterwasser-Hebezeuge, die mit Druckluft oder Hydraulikantrieb arbeiten. Die Geschwindigkeit lasse sich stufenlos regulieren. Zudem gebe es eine Überlastsicherung. Da die Hebezeuge auch mit Druckluft betrieben werden, könnten sie zum Beispiel in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Halle 12, Stand E58 Von D irk S telzl

Von Multitalenten und „Kondomaten“

Terex will Demag Cranes schlucken
Kranbauer aus den USA bietet 900 Millionen Euro
Düsseldorf (dpa). Der US-Kranhersteller Terex plant die Übernahme des deutschen Konkurrenten Demag Cranes. Dieser hatte bereits vor Monaten von unverbindlichen Anfragen berichtet, setzte bisher allerdings auf Eigenständigkeit. Gestern gab es von dem Düsseldorfer Unternehmen keine Stellungnahme. Der Aktienkurs sprang zeitweise um 20 Prozent nach oben, weil einige Beobachter mit einem Gegenangebot der finnischen Konecranes rechnen. Terex bietet insgesamt 884 Millionen Euro oder 41,75 Euro je Aktie. Das ist ein Aufschlag von 15 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Terex will mindestens 51 Prozent der Demag-Aktien einsammeln. Die Amerikaner werben um die Gunst der Demag-Aktionäre. Sein Unternehmen wolle nach einer Übernahme weiter auf die Marke und das Service-Netzwerk von Demag Cranes setzen, sagte TerexVorstandschef Ronald DeFeo. „Bei dieser Transaktion geht es eindeutig um Wachstum und nicht um Kosteneinsparungen.“ Während Terex Hubarbeitsbühnen, Baumaschinen und Kräne herstellt, ist Demag Cranes der weltgrößte Hersteller von Hafenmobilkränen, die Container an Land bewegen. Den meisten Umsatz machen die Düsseldorfer mit Industriekränen. Terex machte zuletzt 4,4 Milliarden Dollar Umsatz und beschäftigt 16 300 Mitarbeiter, mehr als ein Fünftel davon in Deutschland. Demag Cranes erzielte im Geschäftsjahr 2009/10 (Ende September) Erlöse von 931 Millionen Euro und hat 5711 Mitarbeiter.

Boden wird „fitgespritzt“
Mit einer Schaumbeton-Injektion der niederländischen Firma von Faber lassen sich abgesackte Betonböden schnell wieder auf Vordermann bringen. Der Schaumbeton – laut Unternehmen trotz hoher Tragkraft ein „,absolutes Leichtgewicht“ – kann in Lager- und Produktionshallen, Park- und Sportanlagen oder auch bei Straßen verwendet werden. Bei der Schaumbeton-Injektionshebetechnik muss der alte Boden nicht mehr komplett herausgerissen und neu gegossen werden. Halle 13, Stand F31

Gleitschicht spart Energie
Eine Energieersparnis von bis zu 40 Prozent und somit auch geringere Kosten bei der Stückgutförderung verspricht Forbo Siegling Kunden, die ein spezielles Transportband des hannoverschen Unternehmens verwenden. Eine permanente Gleitschicht an der Bandunterseite verringere die Reibung und senke so den Energiebedarf dauerhaft, erklärt Forbo Siegling. Die Firma bietet im Internet einen Rechner an, mit dem die voraussichtliche Energie- und Geldersparnis ermittelt werden kann. Halle 27, Stand E31

Standfest im Gelände
Ein Stapler, der in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt wird, muss standfest sein und eine Menge aushalten. Das spanische Unternehmen Mecano zeigt einen Geländestapler, der selbst unter widrigen Bedingungen schwere Lasten befördern und Steigungen bis zu 35 Prozent überwinden kann. Der 2,25 Meter breite und 5,73 Meter lange Geländestapler wird mit Zweirad- sowie Allrad-Antrieb vermarktet. Die maximale Hubmasthöhe beträgt 6 Meter. Mit seinen Fähigkeiten sei er einzigartig auf dem europäischen Markt, so die Firma. Halle 25, Stand D09

Hannover. Radka Kaspar zeigt eine beeindruckende Selbstdisziplin. Schon als sie stolpernd auf die Bühne kommt, spürt man, dass etwas nicht stimmt. Kurz darauf am Rednerpult erleidet die Moderatorin der CeMAT-Eröffnungsfeier einen Schwächeanfall und sackt in sich zusammen. Doch nachdem Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil mit seiner Begrüßungsrede die Situation souverän gerettet hat, kehrt Kaspar zurück und führt tapfer in mehreren Sprachen weiter durch das Programm. Nach dem anfänglichen Schreck ist den Veranstaltern bald wieder zum Scherzen zumute: Die bis zum Freitag dauernde Intralogistik-Messe auf dem hannoverschen Messegelände sei eben „wahrhaft umwerfend“, sagt Christoph Beumer, der Vorsitzende des CeMAT-Präsidiums und Chef der Beumer Maschinenfabrik in Beckum. Und Jochen Homann, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sieht Parallelen zwischen der pflichtbewussten Moderatorin und der Konjunktur: Beide seien schnell wieder auf die Beine gekommen. Sie demonstrierten Stehvermögen und Professionalität. Von dieser kräftigen Erholung der Weltwirtschaft profitieren auch die 1100 Unternehmen, die auf der Messe Produkte aus dem Bereich der innerbetrieblichen Logistik präsentieren. Die deutsche Intralogistikbranche erwartet für 2011 bisher ein Umsatzwachstum von 9 Prozent auf mehr als 16 Milliarden Euro, und vieles deutet darauf hin, dass die Prognose bald angehoben wird. Die Firmen stellen Neuheiten vor, mit denen die zunehmenden Warenströme in den Betrieben bewältigt werden können; oftmals mit deutlich geringerem Energieverbrauch als bisher. Die Still GmbH präsentiert das Konzeptfahrzeug „cubeXX“: ein Intralogistik-Multitalent, das mehrere Fahrzeuge in einem vereint – Gabelstapler, Routenzug, Kommissionierer, Niederhubwagen, Hochhubwagen und Doppelstöcker. Am Stand von Jungheinrich gibt es einen serienreifen Elektro-Gabelhubwagen mit Lithium-Ionen-Technik, dessen Batterie nur rund 14 Kilogramm wiegt. Sie kann in 80 Minuten komplett geladen werden. Bei der Firma Beumer läuft eine Förderund Sortieranlage, die nicht nur besonders energieeffizient ist, sondern auch so leise, dass man sie „theoretisch im Büro aufstellen könnte“, wie Vertriebsgeschäftsführer Thomas Borghoff sagt. Weitere Attraktion ist ein „Kondomat“: Die Verpackungsmaschine wickelt Folien nicht um Paletten, sondern stülpt sie von oben über die Ware.
Weiteres zum Thema unter

Die CeMAT-Aussteller zeigen Anlagen und Maschinen, mit denen man die Material- und Warenströme in den Betrieben bewältigen kann. Surrey

C e M AT
Die CeMAT findet bis zum Freitag auf dem hannoverschen Messegelände statt. 1100 Aussteller aus 38 Ländern präsentieren Produkte aus dem Bereich der innerbetrieblichen Logistik – also Stapler, Krane, Flurförderzeuge, Hubarbeitsbühnen, Lagersysteme, Hafenumschlagstechnik oder Logistiksoftware. Die Messe ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 27 (Vorverkauf: 23) Euro. Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende zahlen 11 Euro. Während der Messe gibt es auch Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, zum Beispiel über „grüne“ Logistikkonzepte für Häfen oder bestimmte Auslandsmärkte. Mit der Initiative „TectoYou“ wird bei Schülern für technische Ausbildungen und Studiengänge geworben. Geschulte Führer begleiten dabei Schülergruppen auf der CeMAT. Nähere Einzelheiten gibt es im Internet unter www.cemat.de. dis

5000 neue Stellen in der Logistik
Hannover (dis). Die Region Hannover mit ihrer günstigen Lage und guten Verkehrsanbindung setzt große Hoffnungen in die Logistikbranche. Sie will etwa im Raum Lehrte, in Sehnde und Höver sowie in Barsinghausen weitere Flächen für Logistikzentren entwickeln, damit in der Branche weiterhin viele Arbeitsplätze entstehen. Man müsse dafür sorgen, dass genügend Flächen zur Verfügung stünden, sagte Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz gestern auf der CeMAT. Gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft LogisticNetwork Consultants (LNC) hat die Region eine neue Auflage der Datensammlung „Logistikprofil“ erstellt, mit der Investoren von Hannovers Vorzügen überzeugt werden sollen. Die Region habe sich in den vergangenen Jahren zu einem der bedeutendsten Logistikstandorte in Deutschland entwickelt, erklärten die Verfasser. „Und das Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.“ Seit 2003 seien hier rund 800 Millionen Euro in Erweiterungs- und Neubauvorhaben investiert und ungefähr 5000 Arbeitsplätze in dem Wirtschaftszweig geschaffen worden. Zu den jüngsten Ansiedlungserfolgen gehören zum Beispiel der Logistikdienstleister Syncreon in Wunstorf, der für Audi Zulieferkomponenten zerlegt und für den Export nach China und Indien verpackt, sowie der „Nord-Hub“ von Hermes in Langenhagen und das Logistikzentrum von Delticom in Höver. Insgesamt rund 40 000 Mitarbeiter seien in der Region im Logistiksektor beschäftigt. Franz strebt an, dass künftig ähnlich viele Stellen in der Branche hinzukommen wie in den zurückliegenden Jahren, zumal sich dort auch Chancen für weniger qualifizierte Menschen böten. „Hannover ist im Logistikbereich in der Champions League“, sagte LNC-Geschäftsführer Stefan Schröder. Von hier aus könne man den gesamten europäischen Markt erschließen. Neun von zehn führenden Logistikdienstleistern seien mittlerweile in der Region vertreten.

Bosch Rexroth wächst stark
Frankfurt (kdo). Der fränkische Maschinenbau-Zulieferer Bosch Rexroth hat im vergangenen Jahr Marktanteile gewonnen und rechnet weiter mit deutlichem Wachstum. Nach einem Umsatzzuwachs um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro erwartet der seit Mitte 2010 amtierende Vorstandschef der Bosch-Tochter, Karl Tragl, für das laufende Jahr wieder ein zweistelliges Plus. Der Auftragseingang habe sich auf rund 6 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Zum Ertrag machte Tragl keine Angaben – es sei aber absehbar, dass der kräftige Umsatzanstieg sich auch hier bemerkbar mache. Rexroth beschäftigt gut die Hälfte seiner 35 000 Mitarbeiter in Deutschland, davon rund 600 am Standort Laatzen.

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ESSEn & TRInkEn
Die Rast am Rost: Ein Besuch bei den Grillmeistern im Georgengarten P Seite 16

Hannover
SEITE 13 – dI EnSTag, 3. maI 2011 – nR. 102

Stadt & Land

Täg l I c h (fa ST ) a ll E S
Termine und Veranstaltungen P Seite 24

l ü T Tj E l a g E

Männlichkeit
ie Momente zutiefst empfundener Männlichkeit sind rar. Deswegen genehmige ich sie mir einfach von Zeit zu Zeit. Wenn dafür wie jüngst ein Grill vonnöten ist, umso besser. Mit drei Frauen, eine davon meine, war ich für zwei Tage aufs Land gefahren. Zu dem von uns bezogenen Anwesen gehörte ein weitläufiger Garten, eigentlich eher ein Park. Weil das Wetter schön war, hatten wir am Abend grillen wollen. Nun wurde es aber in den frühen Abendstunden empfindlich kalt; die Frauen fragten vorsichtig, „ob wir nicht vielleicht doch besser drinnen essen könnten“. Drinnen hieß, etwa 100 Meter Fußmarsch vom Grillplatz zum Esszimmer zurücklegen zu müssen. Da war er, mein persönlicher Moment Männlichkeit. Ich übernahm den Platz am Grill. Ich wurde zum Versorger. Da draußen, abgeschieden von allem, während die Sonne langsam unterging, gab es nur noch mich, die Glut und das Fleisch. Die eigenhändig marinierten Nackensteaks und die selbstgemachten Frikadellen zischten und bruzzelten. Die Haut der Bratwürste bekam diese appetitlichen, krossen Risse. Und züngelten die Flammen plötzlich ein wenig zu keck um das Fleisch herum, löschte ich sie mit einem kleinen Schuss aus der Bierflasche, deren Inhalt mein allgemeines Hochgefühl ansonsten noch steigerte. Der Qualm umhüllte mich. Ab und an kam eine der Damen heraus, erkundigte sich aufrichtig nach meinem Wohlbefinden und ob mir nicht langweilig sei, nahm einen Teller mit Grillgut und verschwand wieder in der Dunkelheit. Meine eigene Versorgung stellte ich selbst sicher. Niemand guckte pikiert, wenn ich erst vom im Ganzen aufgespießten Würstchen abbiss und direkt im Anschluss an der parallel glimmenden Zigarette zog. Ein Hochgefühl, ein Männerparadies! Und wer fragt morgen noch danach, dass eine der Damen den Grill für mich angefeuert hat? seh

Ein Bad im Berggarten

D

Streitschlichter mit Messer bedroht
Polizei sucht Zeugen
Von t obi aS M orChn er Ein 30-jähriger Mann, der am Sonnabend in der U-Bahn-Station am Kröpcke einen Streit schlichten wollte, ist mit einem Messer bedroht und durch eine brennende Zigarette verletzt worden. Der Mann war gegen 15 Uhr Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen drei Jugendlichen und zwei älteren, angetrunken wirkenden Männern geworden. Die Jugendlichen provozierten die Männer, beschimpften sie und gingen dann auf sie los. Der 30-Jährige nahm seinen Mut zusammen und versuchte, die beiden Parteien auseinanderzubringen. Plötzlich ließen die Jugendlichen von den Betrunkenen ab und wandten sich dem Schlichter zu. Das Trio hielt den 30-Jährigen mit einem Messer in Schach. Einer der Täter drückte dann die brennende Zigarette am Hals des Opfers aus. Der Verletzte ergriff sofort die Flucht und sprang in eine Stadtbahn der Linie 3 in Richtung Wettbergen. Einer der Täter verfolgte ihn. Im Bereich der Tür entstand erneut ein kurzes Gerangel. Schließlich konnte der 30-Jährige den Jugendlichen wegschubsen. Dann fuhr die Bahn los. Die Polizei hofft nun auf die Aufzeichnungen der Videoüberwachungsanlage. Denn sowohl die jugendlichen Täter als auch die beiden zunächst attackierten Männer konnten noch nicht ausfindig gemacht werden. Die Jugendlichen sind zwischen 16 und 17 Jahren alt. Einer von ihnen ist vermutlich Südländer. Bei seinen Komplizen soll es sich um einen Deutschen und um einen Asiaten gehandelt haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der (05 11) 1 09 28 20 entgegen.

Die bunten Prachtfinken hatten sich gestern einen besonderen Platz für ihr Bad ausgesucht: Die Vögel, die im Orchideenschauhaus des Berggartens zu Hause sind,

vergnügten sich in einem der Springbrunnen der Anlage. Weil die Profigärtner auf chemische Schutzmittel verzichten, fühlen sich die Finken inmitten der Pflanzen

sichtlich wohl – sie leben schon seit mehreren Jahren in Herrenhausen. Heute bekommen sie Besuch: Gartenexperten aus Europa und den USA treffen sich zu einer

Tagung, um zu diskutieren, wie die Herrenhäuser Gärten im internationalen Vergleich dastehen. jk/dpa P Gärten im Fokus der Tagung Seite 17

Stadt entwickelt Plan gegen Kanalmief
Besonders Altstadtwirte sind betroffen / Ein Bündel von Maßnahmen
Von C on ra d Von M eding und S ilV i a P uCy k Mit einem detaillierten Konzept will Hannovers Stadtentwässerung künftig gegen die zunehmenden Gerüche aus der Kanalisation vorgehen. Weil Bürger und Unternehmen immer stärker Wasser sparen und das Kanalnetz unter der Stadt als völlig überdimensioniert gilt, fließt die Kloake immer schlechter ab. Die Folge sind Ausgasungen. Der Entwässerungsbetrieb geht bereits an etlichen Kanalstellen gezielt gegen Gestank vor. Nun sollen im Nordosten der Stadt sogar neue, kleinere Druckrohre in die Altrohre eingezogen werden, um den Abfluss des Abwassers zu beschleunigen. Und in der Altstadt wird über spezielle Entlüftungsschlote an den Häusern nachgedacht. Wer entlang der vier großen, unterirdischen Transporttrassen wohnt, in denen das Abwasser von Hunderttausenden Haushalten gesammelt und zur Kläranlage geleitet wird, kennt das Problem: Bei bestimmten Wetterlagen stinkt es gewaltig aus den Kanaldeckeln. Zum Teil behilft sich die Stadtentwässerung mit Gummimatten, die luftdicht unter die Schachtdeckel gelegt werden. Doch besonders in Mischkanälen, in denen auch Regenwasser abgeleitet wird, kann das zu folgenschweren Problemen führen: Bei plötzlichem Starkregen, wenn die Wassermassen in den Kanälen in Sekunden anschwellen, drückt die überschüssige Luft die Gummimatten mitsamt den Kanaldeckeln förmlich in die Höhe – auf Straßen eine Gefahr für Autofahrer. In Hannover sei es noch nie zu solch einem Vorfall gekommen, beteuerte gestern Entwässerungsfachmann Alexander Behrens bei der Vorstellung des neuen Geruchsminderungsplans im Entwässerungsausschuss des Rates. Er betonte aber auch: „Dass es nicht dazu gekommen ist liegt nur daran, dass wir ein Bündel von sehr speziellen Maßnahmen und Vorrichtungen gegen die Geruchsbildung einsetzen.“ Ventilsysteme, die wie meterlange Zipfelmützen unter den Schachtdeckeln hängen, geruchsneutralisierende Gelmatten gegen den gefährlichen Schwefelwasserstoff (H2S) oder – in der besonders betroffenen Alten Herrenhäuser Straße – sogar die Neuentwicklung einer Membranmatte, kommen zum Einsatz, um Bürger vor dem Gestank zu schützen. „Hannover hat in Norddeutschland das am höchsten verdichtete Abwasser“, berichtete Bereichsleiter Helmut von Roden. Trotzdem müsse derzeit noch kein Wasser zur Verdünnung in den Kläranlagen zugesetzt werden. In der Altstadt allerdings leiden Gastronomen mit Freiluftbewirtschaftung unter dem Gestankphänomen, auch in der Fußgängerzone, am Landtag und am Fernroder Tunnel hinterm Hauptbahnhof und am Rathaus ist das Gestankproblem groß. Die SPD-Politiker Manfred Müller und Jürgen Mineur allerdings beschäftigte vor allem der Gestank vor dem Neuen Rathaus – sie baten die Entwässerer, darauf besonderes Augenmerk zu legen.
P Üble Gerüche

Junge Täter wüten im Museum
Der Schaden, den eine Gruppe randalierender Kinder und Jugendlicher am späten Sonnabend im Straßenbahnmuseum in Sehnde-Wehmingen angerichtet hat, beläuft sich auf 20 000 Euro und ist damit wesentlich höher als zunächst vermutet. Die Täter im Alter von 13 bis 16 Jahren haben unter anderem Fahrzeuge demoliert und Gebäudefensterscheiben eingeschlagen. Weil ein Mitarbeiter die Tat bemerkte und die Polizei verständigte, konnten die Jugendlichen auf der Flucht in der Feldmark von den Beamten und den Museumsleuten umzingelt und gestellt werden. Laut Polizei kommen die Täter aus dem Landkreis Hildesheim und stammen alle aus einigermaßen geordneten Familienverhältnissen. Der Museumsverein will von ihnen Schadensersatz fordern. se

Neues Pflaster in der Georgstraße

Schreiben Sie uns!
Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Gestank aus den Kanälen gemacht? Wo ist es besonders schlimm? Wird genug getan? Schreiben Sie uns – per Brief an die haZ-lokalredaktion, Stichwort „kanalmief“, 30148 hannover. Oder schicken Sie uns ein Fax an die Nummer (05 11) 5 18 28 73 oder eine E-Mail an hannover@haz.de.

Seite 14

Der harte Frost des jüngsten Winters hatte auf Tausenden Quadratmetern die Gehwegplatten in der Fußgängerzone hochgedrückt – jetzt machen Bauarbeiter die zunächst nur provisorisch geflickten Stellen in der Georgstraße wieder sommerfein. Insgesamt müssen 4500 Quadratmeter der Fußgängerzone erneuert werden. Um die Behinderungen für Passanten und Geschäftsleute möglichst gering zu halten, arbeitet die Stadt mit vielen kleinen Bauabschnitten. Deshalb dauert das Projekt allerdings auch bis in den Juli. Die Kosten: rund eine Viertelmillion Euro. med/Thomas

Burgerkette vor Einzug ins Café Kröpcke
„Jim Block“ interessiert an freien Mövenpick-Flächen
eröffnet hätten. Statt die freien Flächen an einen Gesamtmieter zu geben, habe Für die ehemaligen Mövenpick-Flä- man sich nun doch zu einer Aufteilung chen im Café Kröpcke zeichnet sich nun entschlossen. Für rund 500 Quadratmedoch eine neue gastronomische Nut- ter laufen derzeit Gespräche mit „Jim zung ab: Die Betriebsgesellschaft für Block“, die zweite, zur Rathenaustraße die Immobilie verhandelt mit der Ham- ausgerichtete Teilfläche von rund 170 burger Block-Gruppe, die durch ihre Quadratmetern ist bereits vermietet – „Blockhouse“-Steakhäuser bekannt und zwar tatsächlich an einen Händler. geworden ist. Das bestätigte Kröpcke- Wer dort, voraussichtlich im FrühsomGeschäftsführer Klaus Ferchland ges- mer, einziehen wird, möchte Ferchland tern. Im Gespräch ist eine Vermietung aber noch nicht verraten. an die Marke Das Café Kröp„Jim Block“, die cke sei aufgrund auf Burger speseiner zentralen zialisierte ResLage ein „idealer taurantkette der Standort“, sagt UnternehmensMarion Menken, gruppe. UnterSprecherin von schrieben sei „Jim Block“. Die aber noch nichts, beiden hannoverbetont Ferchschen „Blockland. Nach wie house“-Steakvor sei auch eine häuser in der Nutzung der früStändehausstraheren Flächen ße und am Aegi von „Opus I“ und seien von den „Grünschnabel“ neuen Plänen durch den Ein- Für die freie Fläche im Cafe Kröpcke ist die Bur- nicht berührt: zelhandel denk- ger-Kette „Jim Block“ im Gespräch. „Wir sind eine bar. Bei der AufUnternehmensgabe der Mövenpick-Flächen zum Jah- gruppe mit unterschiedlichen Firmen.“ reswechsel hatte das noch als die wahr- Ferchland betrachtet die neue Gastroscheinlichste Lösung gegolten. nomie als „gute Ergänzung“ zum verSollte es zum Vertragsabschluss mit bliebenen Angebot von Mövenpick mit „Jim Block“ kommen, wäre die Nieder- der Brasserie und der Delikatessenthelassung am Kröpcke die erste der Kette ke. „Das behindert sich nicht“, meint er. außerhalb Hamburgs, wo es bisher „Wir sehen in ,Jim Block‘ keine Konsechs Filialen gibt. Dort hat sich „Jim kurrenz, das gastronomische Konzept Block“ durch seine Burgerküche mit ist völlig anders als bei uns“, meint auch Qualitätsanspruch einen Namen ge- Mövenpick-Direktor Mathias Baller. macht. Das Konzept hebt sich von andeDie ebenfalls zum Kröpcke-Komplex ren Schnellrestaurants etwa dadurch gehörenden Flächen des ehemaligen Juab, dass die Speisen auf Porzellan statt weliergeschäftes Schrader, die Branin Pappschachteln serviert werden. chenkollege Stichnoth übernommen Dass nun doch wieder die Gastronomie hat, werden derzeit umgebaut. Nach bei den Verhandlungen Priorität ge- Auskunft von Ferchland ist mit einer nießt, begründet Ferchland mit techni- Eröffnung nicht vor Anfang/Mitte Juni schen Umplanungen, die neue Optionen zu rechnen. Von S tefanie k aun e

Fußgänger stirbt nach Unfall mit Stadtbahn
Ein 72-jähriger Fußgänger ist am Sonntagabend von einer Stadtbahn erfasst worden und kurz darauf seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Mann war gegen 17.40 Uhr an der Walsroder Straße in Langenhagen unterwegs. In Höhe der Hindenburgstraße wollte er die mehrspurige Straße überqueren, in deren Mitte die Stadtbahntrasse verläuft. Als er die Gleise erreichte, übersah er offenbar eine von links nahende Stadtbahn der Linie 1. Der 33-jährige Fahrer machte eine Notbremsung, konnte die Stadtbahn aber nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Der Rentner wurde von dem Triebwagen erfasst und durch den Aufprall zu Boden geschleudert. Ein Notarzt versorgte den Mann vor Ort, letztlich kam aber jede Hilfe zu spät. Der 72-Jährige verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus. Für die Dauer der Unfallaufnahme richtete die Üstra bis 20 Uhr einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Den genauen Hergang des Zusammenstoßes hat die Polizei bisher nicht klären können und sucht nun nach Zeugen. Hinweise nehmen die Beamten unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 18 88 entgegen. vmd

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Hannover

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

Schillerschule feiert ihren Neubau
4,6 Millionen Euro Kosten

Engpass bei Einzimmerwohnungen
Experten: Öffnung des Arbeitsmarktes für Osteuropäer verschärft Konkurrenz bei Kleinwohnungen
Von R üdigeR M eise Die Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts für Arbeitskräfte aus den östlichen EU-Staaten zum 1. Mai könnte Folgen haben für den Wohnungsmarkt in Hannover: Der Mieterbund rechnet damit, dass sich durch den Zuzug von Arbeitskräften der Bedarf an Ein- und Zweizimmerwohnungen weiter erhöht. „Gerade in diesem Segment haben wir in Hannover ohnehin eine schwierige Situation“, sagt Susanne Schönemeier, Sprecherin des Mieterbundes in Hannover. Schätzungen zufolge werden in den kommenden Jahren zwischen 250 000 und 800 000 Arbeitnehmer aus den baltischen Republiken, Polen, Ungarn, der Slowakei und Tschechien auf den deutschen Arbeitsmarkt drängen. „Diese Menschen werden vorrangig kleine, einfache Wohnungen in Ballungsräumen suchen“, prognostiziert André Adami vom Immobilienforschungsunternehmen BulwienGesa in Berlin. „In diesem Segment werden wir deutliche Mietsteigerungen sehen.“ Die Landeshauptstadt werde für Arbeitsuchende aller Qualifikationsstufen aus Osteuropa ein attraktiver Standort sein, sagt Rainer Keßler, Sprecher der Arbeitsagentur Hannover: „Wir haben hier einen Ballungsraum mit Dienstleistungssektor, Handwerk und verhältnismäßig viel Industrie mitten im Achskreuz der Verkehrsverbindungen plus Flughafen.“ Die Arbeitskräfte aus dem Osten der EU treten bei der Wohnungssuche in Konkurrenz mit Studierenden, mit berufstätigen Singles und Paaren mit wenig Geld, sagt Susanne Schönemeyer vom Mieterbund. Hinzu kommt noch, dass in diesem Jahr der doppelte Abiturjahrgang an die Universitäten und ins Berufsleben drängt – und auf Wohnraumsuche geht. Schon jetzt sei der Markt der kostengünstigen Ein- und Zweizimmerwohnungen in Hannover angespannt, sagt auch Bernd Meyer, Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft (vdw). Seit Jahren fordern Mieterbund und vdw, dass in Hannover mehr preisgünstige Ein- und Zweizimmerwohnungen zur Verfügung gestellt werden. Schon vor der Öffnung des Arbeitsmarkts erwarteten der vdw und das Marktforschungsinstitut GEWOS bis zum Jahr 2025 eine Zunahme der Nachfrage um 11 000 (von derzeit 204 500) kleinen und mittelgroßen Wohnungen in Hannover. Der Anteil der Ein- und Zweipersonenhaushalte werde auf annähernd 80 Prozent wachsen. Wer in Hannover keine Wohnung finde, werde sich laut vdw an anderen Standorten umsehen oder in der Region suchen. Da die Ansprüche von Arbeitskräften aus den osteuropäischen Staaten teilweise weit unter den hierzulande üblichen liegen, könnte auch Wohnraum, der derzeit als nicht marktfähig gilt, wieder vermietbar werden, sagt BulwienGesa-Experte André Adami. Außerdem sei es möglich, dass Wohncontainer aufgestellt würden.

Unternehmer stiften Preis für Integration
10 000 Euro Preisgeld
Von V eRonik a T hoM as Ein neuer, mit insgesamt 10 000 Euro dotierter Integrationspreis will die Chancengleichheit von Migranten fördern. Gestern stellte das erst im Dezember gegründete Deutsch-Türkische Netzwerk Niedersachsen (DTN), ein Bündnis von deutschen und türkischen Unternehmen, Sportlern und Künstlern, den neuen Preis vor. „Wir wollen unseren Beitrag für ein friedliches Miteinander und Integration leisten“, sagte der Rechtsanwalt Muammer Duran, Vorsitzender des DTN-Beirats. Das Preisgeld für drei Preise zu 5000, 3000 und 2000 Euro stellen Unternehmer und Privatpersonen zur Verfügung. Dem neuen Netzwerk gehören zurzeit rund 180 Unternehmer an. Für den Preis können sich Gruppen, Vereine, Gemeinden, Firmen sowie Einzelpersonen bewerben, die sich um die Chancengleichheit von Migranten in der Bildung, der interkulturellen Öffnung von Institutionen und Unternehmen verdient gemacht haben. Eine hochkarätig besetzte Jury entscheidet über die Preisträger; zu den Juroren gehören die SPD-Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn, die frühere Landesbischöfin Prof. Margot Käßmann, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und der Direktor der Kestnergesellschaft, Veit Görner. Der Preis wird Ende des Jahres während einer Gala in Hannover verliehen. Die Bewerbungen müssen bis 30. September ausschließlich digital an das Deutsch-Türkische Netzwerk, Stichwort: Integrationspreis, E-Mail: info@dtn-network.de, geschickt werden.

Stephan Weil übergibt den Schlüssel an Schulleiterin Doris Espel. Behrens Von V eRonik a T hoM as Die Zeit des jahrelangen Provisoriums an der Schillerschule hat ein Ende: Gestern wurde der 4,6 Millionen Euro teure Anbau feierlich eröffnet, für den das Kleefelder Gymnasium, aber auch der Bezirksrat mehr als zehn Jahre gekämpft hatten. Er ersetzt den 1971 gebauten und zuletzt völlig maroden Pavillon, in dem neun Schulklassen untergebracht waren. An seiner Stelle entstand das neue, zweigeschossige Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1700 Quadratmetern. Im Erdgeschoss ist nun eine Mensa mit 200 Sitzplätzen untergebracht, sodass Schüler und Lehrer der Ganztagsschule nun nicht mehr provisorisch in der Eingangshalle verpflegt werden müssen. „Heute Morgen haben die Schüler die sechs neuen Räume im ersten Stock bezogen“, erzählte Schulleiterin Doris Espel bei der Eröffnung. „Die haben vielleicht gestrahlt.“ Die Klassenzimmer sind mit interaktiven sogenannten Smartboards anstelle von Tafeln ausgestattet. Außerdem gibt es einen Ruhe- und Leseraum sowie einen Mehrzweckraum, in dem Förderunterricht erteilt werden kann, der aber auch für die Hausaufgabenbetreuung genutzt werden soll. Im Untergeschoss wird noch ein Studio für Theatervorführungen, Musik und Tanz eingerichtet. „Wir werden das Gebäude gut zu nutzen wissen“, sagte Espel Oberbürgermeister Stephan Weil zugewandt, der den symbolischen Schlüssel übergab. Schwitzen im Sommer und frieren im Winter wie im alten Pavillon müssen die Schüler künftig nicht mehr: Der Neubau wurde in Passivbauweise mit Lüftungsanlage und dreifach verglasten Fenstern errichtet.

t H e m A d e s Tag e s

Üble Gerüche
Das Abwassernetz zu groß, die Brühe zu dick: Die Kloake macht Hannover Sorgen
Von C on Ra d Von M eding und s ilV i a P uCy k m Sommer sind die Kanalreiniger fast jede Nacht im Untergrund unter Hannovers Fußgängerzone beschäftigt. Sie spülen Seitenanlagen, in denen Fäkalien und Unrat liegen geblieben sind, sie hängen Geruchsneutralisierer auf und überprüfen den korrekten Abfluss der Brühe. Denn Hannover hat – wie viele andere Großstädte – ein Problem: Es fließt zu wenig Wasser durch die Abwasserrohre, häufig reicht es nicht mehr aus, um das Dreckwasser wegzuschwemmen. Oben beginnt es dann zu miefen – auf den Straßen und in der Fußgängerzone und auch an den Freilufttischen der Gastwirte. In Hannover ist das Problem besonders groß. Mit 2500 Kilometern hat die Stadt das drittlängste Kanalnetz Deutschlands. Das Verhältnis von Flüssigkeit und Feststoffen ist sogar das schlechteste in ganz Norddeutschland. Und es wird noch schlimmer. „In den nächsten Jahren werden viele Wohnungsgesellschaften weitere Immobilien sanieren“, kündigte Umweltdezernent Hans Mönninghoff gestern im Umweltausschuss des Rates an: „In jede Toilette wird heute eine Sparspülung eingebaut, jeder neue Wasserhahn hat einen Perlator.“ Das sei unter Umweltaspekten auch gut so, betonte Grünen-Ratsherr Michael Dette während der Anhörung zum Geruchsproblem. Nur wird dadurch die Brühe immer dicker. Inzwischen ärgern sich aber nicht nur immer mehr Anwohner über den Gestank. Die Stadtentwässerung registriert mit zunehmender Sorge auch Korrosionserscheinungen in ihren Schachtsystemen, wenn sie die Kanaldeckel einfach schließt, um den Gestank von den Menschen fernzuhalten. Denn das, was ausgast, sind giftige Schwefelverbindungen (H2S), die auch Baumaterial angreifen. Eigentlich dürfte es gar nicht zu Geruchsbildungen kommen, berichtete Entwässerungsexperte Alexander Behrens gestern vor Ratspolitikern, als er den neuen Geruchsminderungsplan vorstellte. Denn der Gestank der Kanäle sollte eigentlich über die Entlüftungen der Toilettenfallrohre entweichen, die auf jedem Hausdach montiert sind. Über die Schachtdeckel in den Straßen hingegen soll entsprechende Frischluft in die Kanäle nachgezogen werden. Das funktioniert in der hydraulischen Theorie – in der Praxis aber nicht immer. Wegen des Trends zum Wassersparen aber werden die Gärprozesse in den Rohren immer intensiver – und die Geruchsprobleme steigen. Mit zahlreichen Maßnahmen will die Stadtentwässerung gegensteuern: l Gelmatten in den Schächten: Ein wässrig-glykolisches Gel (die Zusammensetzung ist Herstellergeheimnis) setzt ätherische Öle, sogenannte Osmogene, frei, die die giftigen Schwefelverbindungen neutralisieren. Parfümstoffe, die Gestank überdecken, kämen hingegen nicht zum Einsatz, sagt Experte Behrens. l Geruchssperrventile einbauen: Groß-

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Hannover wirbt mit Kleingärten
Einen wertvollen Standortfaktor hat Trendforscher Matthias Horx sie genannt: die Kleingartenkultur in Hannover. Im Ringen der Städte um die Ansiedlung junger Familien sei sie ein Pluspunkt für die Landeshauptstadt. Nun will die Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) die hannoverschen Schrebergärten zum Sommerbeginn mit einer Flugblatt- und Plakatkampagne bewerben. Junge Familien könnten sich so ihre eigene grüne Oase in der Großstadt leisten. Laut Karl-Heinz Rädecker, Präsident des Bezirksverbandes der Kleingärtner, stehen derzeit rund 750 Gärten in Hannover leer. rm

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Haben Sie etwas auf dem Herzen, oder wollen Sie uns auf ein Thema aufmerksam machen? Dann rufen Sie uns doch an. Heute von 16 bis 17 Uhr erreichen Sie Volker Wiedersheim (wie) Sportredakteur Telefon (05 11) 5 18 – 28 72

Nicht verpassen: „Handwerk“ am 6. 5. in Ihrer HAZ.

Am 6. Mai ist mehr drin:

Handwerk in der Region Hannover.
In unserem Magazin geben wir Einblicke in das regionale Handwerk. Profitipps machen den Ratgeber zu einem wichtigen Nachschlagewerk, dazu gibt es Informationen zu Handwerkern in Ihrer Nähe.

H A Z - Ko n tA K t
Deckel des Anstoßes: Aus Kanalschächten entweicht, verstärkt bei bestimmten Wetterlagen, der teilweise extreme Mief der Kanalisation. Die Grafik, die wir auf den Deckel projiziert haben, zeigt den Verlauf der vier Haupttransportkanäle in Hannover, die ins Klärwerk Herrenhausen münden. Der rechte Strang führte einst von formatige Ventilsäcke lassen den Gestank nicht aus den Kanaldeckeln entweichen, aber Frischluft hinein. l Gummimatten einsetzen: Unter Kanaldeckeln halten sie den Gestank fern. l Sauerstoff zuführen: In einigen Fällen wird an Pumpanlagen flüssiger Sauerstoff zugesetzt. l Entlüftungsschlote konstruieren: Besonders in der Altstadt wird geprüft, spezielle Entlüftungsschlote an Hauswänden zu konstruieren, durch die der Gestank – eventuell unterstützt durch Gebläse – über die Dächer abgeleitet wird. l Rohre verkleinern: Im Bereich Hannoversche/Misburger Straße und BerckLaatzen über die Südstadt nach Herrenhausen, wurde in den sechziger Jahren aber nach Osten verschwenkt, um die Neubaugebiete im Roderbruch mit einer großen Leitung anzuschließen. Inzwischen gilt das gesamte Kanalsystem als überdimensioniert, das Abwasser fließt immer schlechter ab. Foto: Thomas Lokalredaktion: (05 11) 5 18 – 18 52 (Stadt & Land) Fax: (05 11) 5 18 – 28 73 E-Mail: hannover@haz.de Abonnenten-Service: 01 80 – 1 23 43 34

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Heftige Debatte um Resolution zu Atomausstieg
Wenn der Umweltausschuss des Rates sich mit einer Resolution zum Atomausstieg befasst, kann es hoch hergehen. Manfred Müller (SPD) findet, dass die BundesCDU sich „bei der Bevölkerung entschuldigen soll“ dafür, dass sie den Ausstiegsplan gestoppt hat. Das bringt Kurt Fischer (CDU) auf die Palme, der sich Kritik an der Bundeskanzlerin verbittet. Seine Interpretation der Geschichte lautet wörtlich so: „Dass wir derzeit Strom aus AKW beziehen, ist einzig die Entscheidung von Rot-Grün gewesen“, und er ergänzt: „Das waren Schröder und Joseph Fischer.“ Grünen-Ratsherr Michael Dette wirft der CDU daraufhin „eine fiese, miese Politik“ vor, Oliver Förste (Linke) betont, der „Ausstieg aus dem Ausstieg“ sei ein Fehler gewesen. FDP-Ratsherr Jens Meyburg allerdings warnt vor dem „Irrweg“ eines schnellen Ausstiegs. Gerd Sommerkamp (CDU) immerhin räumt ein, es seien „Fehler gemacht“ worden, jetzt gebe es eine „Erblast aus der Kerntechnologie“. Am Ende der heftigen Debatte beschließt die Mehrheit die Resolution, die der Bundesregierung überstellt werden soll. Ein Antrag der CDU-Fraktion, die Endlagerfrage zu klären, findet keine Mehrheit. l Konzept für Klimawandel: Die Stadtverwaltung soll auflisten, wie sich Hannover für den Klimawandel rüstet. Auch das beschloss die Ausschussmehrheit. Grünen-Politiker Dette begründete, ein weltweiter Temperaturanstieg um zwei Grad könne in verdichteten Städten acht Grad bedeuten. „Möglicherweise brauchen wir mehr Brunnen wie in Südeuropa oder mehr Schattenplätze in der City.“ med

husenstraße wird derzeit geprüft, ob mit dem Einziehen kleinerer Rohre in bestehende Abwasser-Druckleitungen kürzere Standzeiten der Kloake erreicht werden können, um Gestank zu reduzieren. l Messungen durchführen: Bis 2013 läuft ein Messprogramm mit zehn mobilen Geräten, mit dem die Stadtentwässerung Geruchsschwachstellen aufspüren will. Der Geruchsminderungsplan soll im Internet veröffentlicht werden. Über die Umsetzung der einzelnen Schritte will der Entwässerungsbetrieb regelmäßig berichten.

Eine Hotline gegen Gestank
Nur 96 Anrufe wegen Geruchsproblemen haben in den letzten zwei Jahren laut interner Statistik die Stadtentwässerung erreicht. In 42 Fällen seien daraufhin Sofortmaßnahmen ergriffen worden, teilte der kommunale Betrieb gestern mit. Unter der Telefonnummer (05 11) 16 84 73 77 werden Störungsmeldungen entgegengenommen. Das können Geruchsprobleme sein, aber auch Hinweise auf verstopfte Straßengullys, klappernde Kanaldeckel oder Beobachtungen zu Ratten aus der Kanalisation. Das Telefon ist rund um die Uhr besetzt. med
Herausgeber Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG gegründet 1893 von Dr. h. c. August Madsack
Chefredakteur: Ulrich Neufert
Stellvertreter des Chefredakteurs: Matthias Koch Stellvertretender Chefredakteur: Hendrik Brandt Verantwortlich für Nachrichten: Jörg Kallmeyer, Stv.: Mathias Philipp; Politik: Matthias Koch; Innenpolitik: Alexander Dahl; Blick in die Zeit: Susanne Iden; Außenpolitik: Dr. Daniel Alexander Schacht; Europa: Christian Holzgreve; Sicherheitspolitik: Klaus von der Brelie; Umwelt: Dr. Margit Kautenburger; Landespolitik: Dr. Klaus Wallbaum. Niedersachsen: Michael B. Berger. Wirtschaft: Stefan Winter, Stv.: Carola Böse-Fischer, Jens Heitmann; Regionale Wirtschaft: Lars Ruzic; Finanzmärkte: Albrecht Scheuermann. Kultur: Ronald Meyer-Arlt, Stv.: Uwe Janssen; „der 7. tag“: Hendrik Brandt; Zeitgeschichte: Simon Benne. Welt im Spiegel: Hans Borgaes, Stv.: Imre Grimm (Medien). Sport: Heiko Rehberg, Stv.: Stefan Knopf. Hannover und Region: Volker Goebel, Stv.: Conrad von Meding, Frank Winternheimer; City: Dany Schrader; Stadt-Anzeiger: Hans-Dieter Meinen. Reportagen: Thorsten Fuchs, Heinrich Thies, Rainer Wagner (Kultur). Gestaltung: Hans Borgaes. Chef vom Dienst: Wilfried Heinemann, Stv.: Jutta Krause, Lutz Müller. Berliner Format: Stefanie Gollasch, Ralf Volke. Leserredaktion: Detlef Bernhard; Produktion: Günther Heene, Birgit Dralle-Bürgel. Foto: Michael Thomas. Serien: Tatjana Riegler. Berliner Redaktion: Reinhard Urschel, Michael M. Grüter (Stv.), Stefan Koch, Gabi Stief. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Olaf Kuhlwein, Stellvertreterin: Sabine Bernsee Verlag, Redaktion und Druck: Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, August-Madsack-Str. 1, 30559 Hannover Postanschrift: 30148 Hannover Verlag und Redaktion. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (05 11) 518 -0 Kleinanzeigen für Privatkunden. . . . . . . . . . 0180-1 23 43 21* Kleinanzeigen für Geschäftskunden . . . . . . 0180-1 23 43 22* Anzeigenaufnahme im Internet . . . . . . . . . . . . . www.haz.de Telefax Kleinanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0180-1 23 43 30* Reisenachsendungen und Ummeldungen . . 0180-1 23 43 31* Probleme mit dem Abonnement . . . . . . . . . . 0180-1 23 43 34* Telefax Abonnentenservice . . . . . . . . . . . . . . 0180-1 23 43 39* Telefax Redaktion: Politik/Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (0511) 5 18-28 99 Hannover Stadt & Land. . . . . . . . . . . . . . . . (0511) 5 18-28 73 E-Mail . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . haz@madsack.de HAZ-Online . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . www.haz.de * 3,9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkhöchstpreis 42 Cent pro Minute. Erscheinungsweise: werktäglich morgens. Monatlicher Bezugspreis bei Lieferung durch Zusteller € 29,90 (einschl. Zustellkosten und 7% = € 1,96 Mehrwertsteuer) oder durch die Post € 33,30 (einschl. Portoanteil und 7% = € 2,18 Mehrwertsteuer). Abbestellungen schriftlich beimVerlag bis zum 20. desVormonats. Im Fall höherer Gewalt und bei Störung des Arbeitsfriedens kein Entschädigungsanspruch. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Bilder und Bücher wird keine Gewähr übernommen. Rücksendung nur, wenn Rückporto beigelegt ist. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist für das Mahnverfahren und im Verkehr zu Vollkaufleuten Hannover. Alle Rechte vorbehalten. Die Zeitung ist in all ihren Teilen urheberrechtlich geschützt. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung durch den Verlag darf diese Zeitung oder alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen weder vervielfältigt noch verbreitet werden. Dies gilt ebenso für die Aufnahme in elektronische Datenbanksysteme und die Vervielfältigung auf CD-ROM. Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 69. Amtl. Organ der Niedersächsischen Börse zu Hannover.

aus d en s tA d t t e i L e n

Wirte stellen Toiletten nicht zur Verfügung
Vorschläge zur Konfliktlösung am Gartenfriedhof zwischen SüdStadt und Mitte scheitern
Toiletten in den umliegenden Bistros und Kneipen aufsuchen. Die Gastronomen hätten im Gegenzug einen monatlichen Betrag von der Stadt kassiert. Während die Idee in anderen Städten funktioniert hatte, stieß sie im Umfeld des Gartenfriedhofs wegen der Trinkerproblematik auf keine Resonanz. „Die Wirte befürchten, dass es zu Konflikten zwischen ihren Gästen und den Leuten vom Gartenfriedhof kommt“, berichtet Stadtbezirksmanagerin Claudia Göttler. Leider hätten sich weder das Friederikenstift noch die Gartenkirchengemeinde bereit erklärt, Toiletten in ihren Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Weil keine Begräbnisse mehr vorgenommen werden, stuft die Stadt den Gartenfriedhof – ebenso wie den Nikolai- und den Neustädter Friedhof – als Grünanlage ein, sodass dort Alkoholkonsum erlaubt ist. Eine Gruppe Drogenabhängiger nutzt das weidlich aus Von a ndReas s Chink el und C on Ra d Von M eding Die Initiative „Nette Toilette“, die helfen sollte, die Konflikte zwischen Trinkergruppen und Anwohnern auf dem Südstädter Gartenfriedhof zu lösen, ist gescheitert. Keiner der neun von der Stadt angesprochenen Wirte rund um den Friedhof hat sich bereit erklärt, sein WC zur Verfügung zu stellen. Auch ein Vorstoß der CDU-Ratsfraktion, den historischen Friedhof unter den Schutz der hannoverschen Friedhofssatzung zu stellen, scheiterte gestern im Umweltausschuss des Rates. Die Satzung würde Alkoholkonsum auf den Grabanlagen verbieten, es gibt aber rechtliche Bedenken. Jetzt sollen neue Gespräche den Konflikt entschärfen. Mit dem Projekt „Nette Toilette“ sollte das Urinieren gegen Grabsteine dadurch unterbunden werden, dass die Trinker schusses gestern ab, nachdem die Verwaltung argumentiert hatte, dass dann die Pflege der Parkanlagen aus den Friedhofsgebühren bezahlt werden müsste. Umweltdezernent Hans Mönninghoff schlug aber vor, sich über eine zweite, abgeschwächte Friedhofssatzung Gedanken zu machen. Zunächst will die Stadt die Ergebnisse der Untersuchung abwarten, mit der das Karl-Lemmermann-Haus betraut wurde. Die diakonische Einrichtung führt derzeit Gespräche mit den Trinkergruppen, Anwohnern und Mitgliedern der Kirchengemeinde, um eine objektive Sicht auf den Konflikt zu ermöglichen. „Etwa zwei bis drei Wochen werden wir die Situation auf dem Friedhof genau unter die Lupe nehmen“, sagt Projektleiterin Sabine Schneekloth. Noch vor der Sommerpause, so heißt es vonseiten der Stadt, sollen die Ergebnisse dem Bezirksrat Mitte vorgelegt werden.

In der Kritik: Trinker und Drogenabhängige auf dem historischen Friedhof. Decker und lagert dort häufig ganztägig und lautstark. Den Vorschlag der CDU-Fraktion, die Friedhofssatzung anzuwenden, lehnte die Mehrheit des Umweltaus-

NR. 102 · DIENSTAG, 3. MAI 2011

Hannover

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Das Fenster zur Straße
Etwa 50 Prostituierte bieten regionsweit in Wohnmobilen ihre Dienste an – für manche ist es ein Job, für andere eine „Schande“.

Bundeswehr greift weiter hart durch
Bußgeld für Hundebesitzer
VON T OBI AS M ORCHN ER Die Bundeswehr hält weiter an ihrer harten Linie gegen Hundebesitzer fest, die sich auf dem Truppenübungsplatz zwischen Langenhagen und Isernhagen-Süd nicht an die geltenden Regeln halten. Das hat Ulrich Tebbel, der Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen, am Montag bekräftigt. Im Februar hatten die Feldjäger damit begonnen, Bußgelder gegen Hundebesitzer zu verhängen, die auf dem 248 Hektar großen Gelände abseits der befestigten Wege angetroffen wurden. 19 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wurden seitdem ausgestellt. In sieben Fällen bezahlten die Empfänger die Buße in Höhe von 73,50 Euro. Elf der übrigen Fälle befinden sich derzeit noch in der Bearbeitung. Eine Anzeige wurde nach eingehender Prüfung wieder zurückgezogen. Der Übungsplatz der Bundeswehr wird seit dem Umzug der Feldjägerschule von Sonthofen nach Hannover intensiver genutzt als vorher. Im ersten Quartal dieses Jahres war das Gelände 37-mal durch die Bundeswehr, siebenmal durch Polizei, Landeskriminalamt oder Feuerwehr und ein weiteres Mal von einer Rettungshundestaffel belegt. „Rechnet man alles zusammen und bedenkt, dass der Platz gleichzeitig von mehreren Gruppen genutzt werden kann, ist das eine Auslastung von lediglich 40 Prozent“, erklärte Stabsfeldwebel Frank Wenske. An den anderen, übungsfreien Tagen könnte der Platz von der Bevölkerung als Naherholungsgebiet genutzt werden, vorausgesetzt, die Besucher bewegten sich ausschließlich auf den befestigten Wegen und ließen ihre Hunde nicht von der Leine. Zur Einhaltung dieser Vorschrift fahren die Feldjäger seit Anfang des Jahres regelmäßig Streife. 120 Einsätze hatten sie in den ersten vier Monaten dieses Jahres. „Die Reaktionen der Leute, die erwischt werden, reichen von Einsicht bis vollkommenem Unverständnis“, sagte Frank Wenske. Ein neuer Handzettel, den die Bundeswehr ab sofort an die Spaziergänger und Hundesausführer auf dem Gelände verteilen wird, soll um Verständnis für die militärische Nutzung des Platzes werben. „Ich als Hundebesitzer verstehe die Interessen, aber dieses Gelände dient uns in erster Linie für die Übungen, alles andere ist nachrangig“, erklärte Tebbel.

Auch wenn manche Damen ihren Autos Namen geben wie „Love Mobil“ – am Rand der Landstraßen in der Region geht es um schnellen Sex, nicht um Liebe. VON S USANNE H ILDEBRANDT -H EEN E Hagen Schreiber, im Umland. Wobei die Zahl keine Konstante ist – „sie wechselt ständig“, sagt Schreiber. Gut ein Viertel der Frauen sind Bulgarinnen, ein knappes Viertel Polinnen, der Rest stammt aus anderen osteuropäischen Staaten, und einige wenige Frauen kommen aus Deutschland. Viele der Prostituierten arbeiten laut Schreiber auf eigene Rechnung. „Manche haben Zuhälter, andere Beschützer.“ Und: „Man kann nicht sagen, dass es eine große Organisation gibt, die über allem steht“, sagt Schreiber angesichts der Tatsache, dass mancher Einheimische vermutet, die Prostituierten würden von der ukrainischen Mafia kontrolliert und abkassiert. Sechs Stunden am Tag ist Anna im Schnitt vor Ort. Zwischen 30 und 40 Euro verlangt sie nach eigenen Angaben von ihren Kunden. Drei oder vier Männer steigen pro Tag in ihren Bus. Mancher kommt regelmäßig. Von ihren Einnahmen muss sie noch die Miete für das Wohnmobil bezahlen. Manchmal bleiben so am Ende ihres Arbeitstages gerade mal 30 Euro übrig. „Das ist viel Geld in Polen“, sagt sie und rückt ihren sehr freizügigen Body zurecht. Trotz der noch kühlen Morgenluft friert sie darin nicht. Hinten in ihrem sogenannten Love Mobil brennt ein Gasofen. Es ist heiß im Wagen. Heimelig ist es dort dennoch nicht. Das Bett, 1,60 Meter lang wie breit, ist fast raumfüllend. Auf einer schmucklosen Kommode, die mit weißem Krepppapier abgedeckt ist, stehen eine kleine Duftkerze, Baby-Feuchttücher und eine Dose Creme. Das war es. Wenn Anna keinen Kunden hat, schaut sie meist aus dem Fenster zur Straße hin. Sie muss ja gesehen werden. Manchmal raucht sie. Und dann denkt sie darüber nach, dass sie bald nach Polen fahren wird. Zu ihrem zwölfjährigen Sohn, zu ihrer Familie, die weiß, was sie in Deutschland macht. Das Kind weiß es natürlich nicht. Zu der Kollegin, die ihre Dienste nur einen Steinwurf entfernt anbietet, hat sie keinen Kontakt. Die Kollegin mit dem fast kindlichen Gesicht stammt aus Bulgarien. Gelegentlich nicken die Frauen einander zu, eine andere Verständigung wäre ohnehin nicht möglich. Auch die deutschen Frauen an der Route begreifen sich naturgemäß als Konkurrentinnen. Eine der Frauen hat eine kleine Lichtorgel vorne in ihrem Wagen. Petra* ist 55 Jahre alt, ihren Job macht sie seit 30 Jahren. An mehr oder weniger der gleichen Stelle. Zu schwarzen Dessous trägt sie Strapse und schwarze Stilettos. Auf dem Beifahrersitz neben einer Tasche mit Getränken steht ein voller Aschenbecher. Die Stimme der Prostituierten ist tief und rauchig. Viermal ist sie in all den Jahren überfallen worden. „Bekloppte sterben niemals aus, aber ich lebe ja immer noch“, sagt sie. Heute hat sie Pfefferspray im Wagen. „Natürlich“, betont Hagen Schreiber, „werden die Prostituierten an den Straßenrändern auch Opfer von Raubüberfällen oder Vergewaltigungen.“ Ein Massenphänomen sei das indes nicht. Acht bis zehn Stunden am Tag steht Petra dort am Waldesrand unweit einer Weihnachtsbaumplantage, danach fährt sie nach Hause zu ihrem Mann. Er weiß von ihrer Tätigkeit. „Man muss das cool sehen“, sagt Petra.

Surrey (2) Diese Haltung hat ihre Kollegin Iris, die einen halben Kilometer weiter anschafft, nicht. Es sei eine Schande, einfach eine Schande, dass sie hier stehen müsse, sagt sie mit leiser Stimme. „Aber Anschaffen ist besser als Hartz IV.“ Dann schließt sie das Fenster ihres Wohnmobils. Ein Mercedes fährt langsam vorbei. Ein paar Hundert Meter weiter wendet der Fahrer und kehrt zurück.
* Alle Namen geändert

nna* zeigt Herz. Das Herz aus Plüsch ist blutrot, liegt vorne auf der Konsole ihres Wohnmobils und suggeriert, dass es dort am Beginn eines Waldweges an der L 310, der Straße von Mellendorf nach Celle, um Liebe geht. Doch Liebe ist ein großes Wort, es ist das falsche Wort für Annas Dienstleistung. Die Polin verkauft Sex. Schnellen Sex. So wie viele andere Frauen an den Ausfallstraßen der Region, die dort jetzt, wo es wärmer geworden ist, wieder ihre Dienste anbieten. An die 50 solcher Prostituierten, die ihr Geld im Campingbus zu machen versuchen, gibt es nach Angaben des Fachbereichsleiters Milieu der Polizei,

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„Die meisten versorgen ihre Familien“
Frau Osiecki, ist die Arbeit der Problem ist aber ihre fehDanuta Osiecki Frauen in den Wohnmobilen lende Krankenversichevon der an Landstraßen nicht sehr rung. gefährlich? Beratungsstelle Warum das? Nach unserem Wissen nicht. Phoenix Von Selbstständigen verlanSie stellen ihre Autos begen die gesetzlichen Kranwusst an Stellen, wo viel kenkassen, dass sie die BeiStraßenverkehr herrscht. Außerdem arbeiten sie meistens tags- träge seit Beginn ihrer Tätigkeit nachzuzahlen haben. Das sind oft Tausende über. Euro, die die Frauen nicht bezahlen können, weil sie nicht so viel verdienen. Viele stammen aus ehemaligen Ostblockländern. Warum kommen sie gezielt Manchmal gelingt es, mit den Kassen hierher? eine Lösung zu finden, häufig aber nicht. Weil sie hoffen, hier gutes Geld zu verdienen. Die meisten haben Familien in ihren Was ist mit Frauen aus der ehemaligen Heimatländern, die sie versorgen müssen, Sowjetunion oder Afrika? und sind selbst arbeitslos. Sie kommen Weil sie hier keine Arbeitserlaubnis als bewusst nach Deutschland, weil sie hier Selbstständige erhalten, müssen sie veraufgrund der EU-Gesetzgebung legal als steckt in der Illegalität arbeiten, wodurch Selbstständige arbeiten dürfen – inklusi- sie leicht in Abhängigkeiten oder ausbeuve Steuernummer. Es sind selbstbewusste terische Beziehungen geraten können. Frauen, die bei Phoenix anfragen, wie Viele dieser Frauen erreichen wir aufdas Anmeldeverfahren läuft. Sie wollen grund sprachlicher Probleme leider überin Ruhe arbeiten und behördlich von A haupt nicht. bis Z alles geregelt haben. Das ist eine Interview: Veronika Thomas sehr positive Entwicklung. Ein großes
Zwangsversteigerung: Im Amtsgericht Hannover, Volgersweg 1, Zi. 2048, soll am 17.05.2011 um 11.00 Uhr versteigert werden: Eigentumswohnung,

Bruchmeister vorgestellt
Das Schützenfest beginnt erst am 1. Juli, doch seit gestern Abend ist bereits bekannt, wer dieses Jahr Zylinder und Cut tragen wird: Die vier Anwärter für das Bruchmeisteramt haben sich dem Schützenrat vorgestellt – allerdings noch nicht in ihrer Garderobe. Denn die dürfen die jungen Männer zwischen 18 und 24 Jahren, die ledig und „unbescholten“ sein müssen, erst ab Festbeginn tragen. Laut Tradition soll das Quartett für Ordnung Die Neuen (v. l.): Sebasauf dem Festplatz tian Römer, Felix Loesorgen, doch na- ser, Daniel Dombrowski türlich muss es und Daniel Broska. auch feierfreudig sein. Präsentiert haben sich gestern Sebastian Römer (Schützengesellschaft Linden von 1904), Felix Loeser (Uniformierte Schützengesellschaft Misburg von 1862), Daniel Dombrowski (Kronen-SchützenGilde von 1984) und Daniel Broska (Schützengesellschaft Badenstedt von 1925). ste

„Anschaffen ist besser als Hartz IV“, sagt eine der Damen. Und doch ist es für sie „einfach eine Schande“, dass sie Tag für Tag an der Landstraße stehen muss.

Verschiedenes

Minijobs Angebote
Zeitungszusteller Sie sind mindestens 18 Jahre alt und suchen eine Nebentätigkeit in den frühen Morgenstunden? Dann verteilen Sie für uns die Tageszeitungen im Bereich Wilkenburg oder Harkenbleck. Über Verdienst und andere wichtige Details sprechen Sie mit uns: Zeitungs-Vertriebs-GmbH Ronnenberg, zvg-ronne@die-zeitungsbringer.de. Wir freuen uns auf Ihren Anruf. % (05 11) 2 34 52 20

Ausschreibungen
Die Stadt Springe, vertreten durch den Bürgermeister, schreibt öffentlich aus: Objekt: Neubau 6-Gruppen-Kindergarten Eldagsen 31832 Springe/OT Eldagsen, Hindenburgallee 2 Maßnahmen: Fachlos 1: Rohbauarbeiten Erd-, Entwässerungs- und Stahlbetonarbeiten Fachlos: 2: Bauhauptgewerk: Wandkonstruktionen in Holzständerbauweise/ Zimmerer- und Trockenbauarbeiten Dachdecker- und Klempnerarbeiten Fensterbauarbeiten Putz- und Faserzementplattenfassaden Innentüren Fachlos 3: Estricharbeiten Fachlos 4: Fliesenarbeiten Fachlos 5: Malerarbeiten Fachlos 6: Bodenbelagsarbeiten Fachlos 7: Sanitärtrennwände Fachlos 8: Schließanlage Fachlos 9: Schlosserarbeiten Fachlos 10: Sanitärinstallationen Fachlos 11: Heizungsinstallationen Fachlos 12: Elektroinstallationen/Blitzschutz Die Submission erfolgt am 25.05.2011 und 26.05.2011. Näheres ist dem Submissionsanzeiger zu entnehmen, oder direkt zu erfragen beim Architekturbüro Myriam König, Blumenhagenstraße 11, 30167 Hannover, Telefon (05 11) 261 55 98 Stadt Springe Der Bürgermeister
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Bekanntmachungen
Landeshauptstadt Hannover Sitzung des Betriebsausschusses Hannover Congress Centrum

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www.landkreis-schaumburg.de

Der Betriebsausschuss Hannover Congress Centrum tagt am Montag, dem 9. Mai 2011, 11.30 Uhr, im Hannover Congress Centrum, Theodor-Heuss-Platz 1-3, Roter Saal, öffentlich. Der Oberbürgermeister Die vollständige Tagesordnung hängt an der Informationstafel in der Rathaushalle und steht im Internet unter www.ratsinfo- Zwangsversteigerung: Im Amtsgericht Hannover, Volgersweg 1, hannover.de. 38540101_11050300100000111 Zi. 2048, soll am 20.05.11 um 9 Uhr versteigert werden: Eigentumswohnung, 4 ZimLandeshauptstadt Hannover mer, Küche, Bad/WC, Flur, Kellerraum, Sitzung des Betriebsausschusses Wfl.: ca. 90 m², Bj.: um 1900, Elbestr. 6, Hannover-Herrenhausen. Verkehrswert: Städtische Häfen 65.000,00 +. Die Sicherheitsleistung beDer Betriebsausschuss Städtische Häfen trägt 6.500 *. Für die Erteilung des Zutagt am Montag, dem 9. Mai 2011, 9.30 Uhr, schlags ist die Zustimmung des WEG-Verim Hannover Congress Centrum, Theowalters erforderlich. Das Gutachten kann dor-Heuss-Platz 1-3, Roter Saal, öffentlich. werktags (außer Sa.) zwischen 9 und 12 Der Oberbürgermeister Uhr beim AG Hannover in Zi.: 3037, eingeDie vollständige Tagesordnung hängt an sehen werden. Aktz.: 746 K 193/10 der Informationstafel in der Rathaushalle W(20.04.11) und steht im Internet unter www.ratsinfohannover.de
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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Hannover
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DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

Die Rast am Rost
An warmen Wochenenden verwandelt sich der Georgengarten in eine gigantische Mulikulti-Grillküche. Stefanie Nickel hat an vier Feuern mitgebrutzelt.

Schöne neue Heimat
VON T HORSTEN F UCHS a ist er ja wieder. Nun also Engelbostel. Die vergangenen zwei Jahre waren für Karsten Twiehaus recht unruhige Zeiten. Erst die Insolvenz mit seinem „Vitax“ in Sehnde, im Herbst dann, nach nur einem Jahr, der frühe Abschied aus Kirchrode. Bliebe ihm aus hannoverscher Sicht nur zu wünschen, dass er hier, westlich von Langenhagen, nun die Freuden der Sesshaftigkeit entdeckt. Twiehaus’ schöne neue Heimat ist ein 400 Jahre altes Hofensemble: viel Fachwerk, buckliges altes Kopfsteinpflaster zwischen den Gebäuden und mittendrin der „Alte Krug“, ein Gasthaus, in dem Twiehaus nun sein nach ihm benanntes Restaurant betreibt. Im Inneren ist der „Alte Krug“ eine Dorfwirtschaft der klassischen Art: die Dielen schon etwas abgeschabt, Holzmöbel, Kachelofen, dazu etwas moderne Kunst an den Wänden – ein dezenter Schuss Modernität. Ein uriger, umgänglicher Ort, geeignet für Stammtischrunden wie für Freunde des ausgedehnteren Mahls. Ein Glücksfall. Und dann ist da ja auch noch die von der Abendsonne beschienene Terrasse ... Sushi wäre auf einem alten niedersächsischen Hof allerdings ein kräftiger Kontrast – und so hat Twiehaus seine asiatischen Ambitionen erst mal hintangestellt. „Regional & Rustikal“ heißt die Abteilung, die die Karte prägt. Dahinter verbirgt sich dann zum Beispiel die tadellose Heidschnuckensülze mit hausgemachter Remoulade und exzellenten Bratkartoffeln (9,50 Euro), die wir bei unserem Erstbesuch wählen. Allerdings ist er auf dem Lande nun auch nicht zum einfallslosen Nachkocher mutiert, sondern setzt im Bekannten und Bewährten gezielt eigene Akzente. Die üppig bemessene „Terrine vom Obatzten“ (8,50 Euro), unsere Vorspeise, ist eine schaumige Variante des bayerischen Biergarten-Klassikers, die der Chef sehr passend um eine süßlich-pikante Tomatenmarmelade ergänzt. Eine interessante Eigenkreation ist auch der „Strudel von der Leberwurst“ (11,50 Euro): Würzige grobe Wurst in knusprigem Blätterteig mit muskatigem, festen KartoffelSelleriepüree, einer intensiv-aromatischen Sauce aus grobem Senf und einem Rote-Bete-Carpaccio am Rand. Das alles ist schnörkellos und erdverbunden, aber dennoch nicht langweilig – ganz wie es sein soll. Als Begleiter passt hier, besser noch als jeder Wein von der ambitionierten kleinen Karte, das milde dunkle Rupp-Bräu (0,3 Liter 2,40 Euro) aus Lauenau. Es ist aber auch nicht so, dass sich Twiehaus nun gänzlich auf das Rustikale und Regionale beschränken würde. Sein Blick reichte schon immer weit über alle Grenzen – und dass dies immer noch so ist, davon haben wir uns bei unserem Zweitbesuch überzeugt. Einen ersten Beleg liefert da schon der Gruß aus der Küche: ein süßlich-scharfer Mango-Chili-Quark zu einer schön lockeren Ciabatta. Eine schöne Kombination aus mediterraner Küche mit heimischer Beigabe ist der Tomaten-Brot-Salat mit Schafskäse (8 Euro), der seinen Reiz vor allem dem Zusammenspiel des kräftig gerösteten Brotes mit den

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Scharfes Fleisch, saftige Frucht
s ist selten, dass Hannon Jin mit seinen Freunden im Georgengarten für ein Picknick im Freien ein Deckenlager aufschlägt. Hannon Jin, Hsiang Yi Yang und Shihiwei Chen stehen um den Grill herum, den Jin sich am Anfang seiner Studienzeit angeschafft hat und der ziemlich unbenutzt ist. Seit drei Jahren studieren die Freunde an der Musikhochschule Hannover. „Aber wir schaffen es vielleicht einmal im Jahr, in einer größeren Gruppe Barbecue zu machen“, sagt Jin. Und trotzdem sind die Studenten so gut vorbereitet, als würden sie jeden Nachmittag im Park verbringen. In etlichen Tüten und Boxen haben sie mit Alufolie umwickelte Holzspieße verstaut. Die Spieße sind mit Lamm, Hähnchenfleisch und Champignons bestückt. Yi Yang facht die Glut noch etwas an, dann werden die Spieße auf dem Grill platziert. Kurz bevor das Fleisch fertig gebraten ist, bestreuen Hannon Jin und seine Freunde das Grillgut mit einer ordentlichen Prise Chili und gemahlenem Kreuzkümmel. Dazu gibt es frische Nashi-Birnen und Orangen. „Wenn wir alle hier beisammen sind, nehmen wir uns immer wieder vor, das häufiger zu machen“, sagt Shihiwei Chen. „Wir schaffen es dann aber meist doch nicht.“

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An neuer Stätte: Karsten Twiehaus kocht jetzt in Engelbostel. Steiner

DAS TWIEHAUS
Resser Straße 1 30855 Langenhagen-Engelbostel Telefon (05 11) 27 09 13 65 Geöffnet Montag bis Sonnabend von 17 bis 23 Uhr, Sonntag 12 bis 14.30 und 17 bis 21 Uhr. Dienstag Ruhetag. Preiskategorie: moderat
Fruchtnoten der Tomaten und dem frisch-scharfen hausgemachten Bärlauchpesto verdankt: Hier kommt das doch recht penetrante Kraut einmal zu verdienten Ehren. Das daumendicke, zarte Rinderrückensteak in einer sanften Schalotten-Rotweinsauce mit Kartoffelgratin und Salat (17,50 Euro) zeugt einmal mehr von Twiehaus’ handwerklichem Können. Von der Tageskarte, auf der er die etwas ambitionierteren Gerichte anbietet, stammt das Zanderfilet mit Antipasti-Gemüse und LetschoGraupen-Risotto (14,50 Euro). Der Fisch ist außen leicht knusprig und innen saftig-fest. Allerdings erliegt Twiehaus ein wenig der Versuchung, das Gericht zu überladen: Die milde Safran-Sauce und eine Balsamico-Reduktion sind angemessen zurückhaltende Begleiter; das scharf-dominante Bärlauch-Pesto stört hier jedoch die Harmonie. Das dichte, schön schnapsige SchokoGrappa-Parfait mit einer luftigen, schwarz-weißen Mousse au Chocolat (6 Euro), wiederum von der Tageskarte, ist ein üppiger, runder Abschluss. Zum Stammrepertoire gehören Desserts nicht – was bedauerlich ist, aber auch konsequent. Die Portionen sind so üppig bemessen, dass man es wohl selten bis zum Nachtisch schaffen dürfte. So gehört sich das auf dem Land – und insofern ist Twiehaus schon ganz Teil seiner neuen Heimat.

Friedliche Konkurrenz: Die Gourmets teilen gern mit den rustikaleren Mitgrillern.

Fertigsoße versus Löwenzahnbutter

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ie Gruppe um Matthias und Claudia Deichmann und Steven Blaess könnte man als gespalten bezeichnen: Auf der einen Seite des aus fünf Decken bestehenden Picknicklagers sitzen die Gourmets, auf der anderen Seite hat es sich die Fast-Food-Fraktion bequem gemacht. Ein einfacher Nudelsalat mit Fleischwurst und Mayonnaise, ein schlichter gemischter Salat mit Tomaten und Gurke und etliche Fertigsoßen für das Fleisch reichen für ein Picknick im Grünen zwar vollkommen aus, können es dann aber doch nicht mit den Kreationen von Steven Blaess aufnehmen. Der Student der Lebensmittelwissenschaft, der im Restaurant „Zurück zum Glück“ im Zooviertel arbeitet, hat vor einem kleinen, grünen Kugelgrill Löwenzahn- und Tomatenkräuterbutter appetitlich in kleinen Gläsern drapiert. Ein mit Balsamicoessig und Öl angemachter italienischer Nudelsalat mit getrockneten und frischen Tomaten, Schmand mit roter Bete und ein feiner Kartoffelsalat mit Dill gehören ebenfalls zum Picknickarrangement, das Blaess beigesteuert hat. Bei so einem kulinarischen Gefälle wird dann schon mal freundschaftlich gewitzelt. „Geh mir weg mit deinem Mayosalat“, sagt einer aus der Gruppe. Letztlich werden bei den Freunden dann aber doch alle Speisen geteilt. Und dass die Gruppe eher zu den blaessschen Kreationen greift, ist dann auch nicht verwerflich. Viele Salate schmecken bekanntlich am zweiten Tag noch besser.

Probieren geht über Studieren: Die Musikstudenten aus China schaffen es nur einmal im Jahr, sich zum Grillen zu treffen – aber dann genießen sie es ausgiebig. Steiner (4)

Feine Dips für das junge Gemüse
amazan Öztürk ist bei den Familienausflügen in den Georgengarten für das Grillen zuständig. Den aus zwei Rosten bestehenden Grillwender füllt er für seine Frau Nuriye, seinen Sohn Demet und seine Tochter Cihan mit frischen Champignons, grünen Spitzpaprika und Auberginen. Auch Putenfleisch und Geflügelwürstchen kommen auf den Grill, den Ramazan eigens anfertigen ließ. „Er hat die ideale Höhe“, erklärt er. „Man kann ihn auch sitzend von der Decke aus bedienen.“ Familie Öztürk ist fast jedes Wochenende im Georgengarten. „Das gute Wetter muss man ausnutzen, da sollte man nicht in der Wohnung hocken“, sagt Ramazans Sohn Demet. In der Mitte der Decke stehen Schalen mit Dips, Salaten und anderen türkischen Spezialitäten. Oliven, Fladenbrot und ein gemischter Salat

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mit Kidneybohnen gehören zur Picknickausstattung. Einige Speisen hat Nuriye Öztürk eigens für das Essen im Freien zubereitet: Für das Cacik mit Brokkoli etwa hat sie drei Liter Milch aufgekocht, die Flüssigkeit abkühlen lassen, dann einen Löffel Joghurt hinzugefügt und die Masse schließlich acht Stunden ziehen lassen bevor sie den gekochten Brokkoli beigemengt hat. „Man braucht für die Zubereitung gute Laune“, sagt sie schmunzelnd. „Sonst wird das nichts.“ Die säuerlich schmeckenden grünen Bohnen lagen über Nacht in einer Mixtur aus Essig, Knoblauch, Salz und kleinen Peperonis. Obwohl Demet und seine Schwester Cihan schon erwachsen sind, gehen sie am liebsten mit ihren Eltern picknicken: „Wirkliche Ruhe und Entspannung kann man am besten im Kreis der Familie erleben.“

Gut durchdacht: Ramazan Öztürk brutzelt am maßgeschneiderten Flachgrill.

Fleisch, Fladenbrot und etwas Minze
er fünfjährige Ricardo versucht sein Schokoladeneis zu essen und gleichzeitig einen Purzelbaum zu machen. Natürlich landet das Eis auf dem Rasen und Ricardo auf dem Kopf. Nazir Khan hilft seinem Sohn beim Aufstehen, tröstet ihn und zupft Grashalme vom Eis. „Auf dem weißen Teppich im Wohnzimmer wäre das ärgerlich gewesen“, sagt der Familienvater. Aber eben nicht hier auf der Wilhelm-Busch-Wiese im Georgengarten, wo Familie Khan, Familie Krasylshchykova und andere Verwandte und Freunde ihr Lager aufgeschlagen haben. Die 15-köpfige Gruppe verbringt hier den ganzen Nachmittag, erst am frühen Abend gehen sie wieder nach Hause. Jeder hat etwas zum gemeinsamen Essen beigesteuert, und

FAZIT: Mal feinsinnig, mal rustikal – gelungener Neustart.

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Grillfest de luxe: Bei den Khans und ihren Freunden gibt es viel Frisches und Feines.

die Auswahl ist riesig. Auf drei Grills brutzeln marinierte Garnelenspieße, Lachsfilets, Würstchen, Lamm und Hähnchen. „Ich lege das Fleisch immer in ein Stück Fladenbrot und gebe einige Stängel Pfefferminze und Frühlingszwiebeln dazu“, sagt Nazir Khan. „Das ist einfach vorzüglich.“ Ein Kartoffelsalat mit Erbsen und Eiern, aber auch Frisches wie Radieschen, Salatgurken und eingelegte Gurken sowie Tomaten gehören zum üppigen Sortiment. Besonders stolz ist Antonia Krasylshchykova auf ihren Salat aus Reis, Mais, Eiern, Krabbenfleisch und Gurke, den sie mit Zitronensaft und Remoulade abgeschmeckt hat. „Das ist in meiner Heimat, der Ukraine, der Klassiker unter den Salaten.“

Preiskategorien: günstig – Hauptgerichte um 10 Euro ● moderat – um 15 Euro ● gehoben – um 20 Euro ● Alle Kostproben auf

A U F G E G A B E LT Schlemmen mit Lea
Die Luxemburger Sterneköchin Lea Linster ist am heutigen Dienstag, 3. Mai, im Küchen Center Staude an der Meelbaumstraße 5 in Hainholz zu Gast. Dort werden in einem neuen Ausstellungsbereich auf einer Fläche von 200 Quadratmeter fünf Küchen des Herstellers Warendorf gezeigt. Von 16 bis 17.30 Uhr wird die TV-Köchin Linster dort nicht nur Autogramme schreiben, sondern auch Madeleines, das französische Gebäck, zum Probieren anbieten. hs

Genussreiche Kräuterküche
Wenn eine Gärtnerei Küchenkräuter groß herausstellen will, nennt sie ihr Refugium „Genussreich“ und lädt einen Spitzenkoch wie Dieter Biesler ein. Vom Donnerstag, 5. Mai, bis Sonntag, 15. Mai, präsentiert Biesler mit seinem Team in der Gärtnerei Nieber in Celle (Braunhirschgasse 29A) von 18 Uhr an saisonale Frühlingsgerichte auf der Basis eines ausgesuchten Kräutersortiments. Wein wächst dort zwar nicht, an deutschen Spitzenweinen soll es aber nicht fehlen ... rw

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Liebe Isabell!
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Ganz herzliche Glückwünsche und alles Liebe und Gute zu Deiner Kommunion! Deine Schwester Claudia

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NR. 102 · DIENSTAG, 3. MAI 2011

Hannover

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Willkommen in Herrenhausen
Heute und morgen steht der Barockgarten im Fokus einer Tagung: Internationale Experten vergleichen Herrenhausen mit anderen Anlagen.

dpa (3), Dröse, Surrey, Wilde, Photo-Holland

„Eine einzigartige Qualität“
Herrenhausen
Größe: 135 Hektar, davon 50 Hektar Barockgarten Besucher: 450 000 Geschichte: „Der Garten von Herrenhausen ist mein Leben“ schrieb Kurfürstin Sophie, Gattin von Kurfürst Ernst August. Nach ihren Wünschen gestaltete von 1680 bis 1714 Martin Charbonnier den Großen Garten, der bereits 1666 angelegt wurde. Zu Sophies Zeiten verkehrten dort Peter der Große, Händel und Leibniz. Auf dessen Entwürfe geht die Große Fontäne zurück, die heute bis zu 80 Meter hoch sprudelt. Im berühmten Gartentheater stehen heute wieder 17 Originale der ehemals 27 Goldfiguren. Schloss: Das 1819 von Hofbaumeister Laves für das Welfenhaus errichtete Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Es wird derzeit nach den Laves-Plänen im Auftrag der Volkswagenstiftung neu erbaut – nahe der Orangerie von 1723 und der Galerie von 1698. Im Schloss sollen ein Tagungszentrum sowie Museen zu den Welfen und Leibniz entstehen. Weitere Höhepunkte: Der um 1700 gegründete Berggarten zählt zu den ältesten botanischen Gärten Deutschlands. Weltberühmt ist die Orchideensammlung mit 3000 Wildarten und 1200 Kultursorten. Ein Kontrast ist der 52 Hektar große Georgengarten, im 18./19. Jahrhundert als englischer Landschaftsgarten angelegt. Früher wie heute wird er als Volkspark genutzt. jk
Herr Rohde, Sie sind ehemaliger Hannoveraner und waren zehn Jahre Gartenhistoriker an der hiesigen Universität. Bevor Sie als Fachmann antworten – was mögen Sie in Herrenhausen besonders gern? Da fällt mir der südländische Duft der uralten Kübelpflanzen und Orangerien ein, der Blick über die Blumen des langgestreckten Parterres mit der Großen Fontäne im Hintergrund – und die Musik im Heckentheater bei Mondschein. Und wie beurteilen Sie die Herrenhäuser Gärten als Experte – als einer der Referenten des Symposiums „Herrenhausen im internationalen Vergleich“? Der Große Garten steht auf einer Stufe mit den Barockgärten Vaux-le-Vicomte und Versailles, Het Loo in den Niederlanden, Schönbrunn und Belvedere in Wien, Peterhof in St. Petersburg oder Caserta in Italien. Der Dreiklang von Barockgarten, Landschaftsgarten und Botanischem Schaugarten, verbunden durch die berühmte Herrenhäuser Allee, stellt eine einzigartige Qualität dar. Das Heckentheater in Herrenhausen ist heute in seiner Form weltweit das älteste noch vorhandene und ein Vorbild für die Wiederherstellung des Gartentheaters aus der Zeit Friedrichs des Großen am Neuen Palais im Park Sanssouci. Wie schneidet Herrenhausen im Vergleich mit anderen deutschen Barockgärten ab? Auch wenn das Schloss im Zweiten Weltkrieg zerstört und einige modern-historistische Einfügungen erfolgt sind – der Große Garten ist wohl der Barockgarten in Deutschland mit der größten Authentizität. Andere zerstörte oder überformte Barockgärten wurden dagegen „im Sin-

Prof. Michael Rohde ist seit sieben Jahren Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Der 51-Jährige ist zuständig für historische Anlagen in einer Gesamtgröße von 800 Hektar, darunter die Parks Sanssouci und Charlottenburg. Von 1994 bis 2004 hat er an der Uni Hannover Gartengeschichte und -denkmalpflege gelehrt.
ne des Barock“ neu gestaltet, was immer fragwürdig ist. Der Große Garten wurde einst nach holländischem Vorbild ausgestaltet, etwa in Bezug auf die rahmenden Graften und Alleen oder die Fülle von Skulpturen. Charakteristisch ist auch die historische Doppelfunktion als Nutzund Ziergarten mit Obstgärtnerei, Orangerie und Blumenpflanzungen.
Nicht nur in der Fachwelt wird Herrenhausen beachtet. Eine Studie der Nord/ LB ergab, dass die Gärten in einer „Hitliste“ der bundesweit bekanntesten Anlagen gleich hinter Potsdam-Sanssouci rangieren. Sie sind Gartendirektor des als „preußisches Versailles“ bezeichneten Sanssouci. Wie erklären Sie sich die Popularität Herrenhausens? Hier spielt die Authentizität beider Anlagen eine Rolle. Vor 200 Jahren wurden viele Barockgärten in Landschaftsparks umgestaltet. Den Großen Garten aber haben das Welfenhaus und später die Landeshauptstadt bewusst in seiner alten Form erhalten. Die kommunalen Instandsetzungen von den 1930-er Jahren bis heute sind inner-

wichtig, doch man muss stets auch auf eine denkmalgerechte Nutzung der historischen Anlagen achten.
Welche Rolle wird dabei das neu erbaute Schloss spielen? Hannovers Kulturdezernentin rechnet mit 100 000 zusätzlichen Besuchern – ist das realistisch? Es muss abgewartet werden, welche Potenziale sich aus dem Schlossbau ergeben. Das Gebäude darf die historischen Dimensionen nicht übersteigen. Und wenn die Nutzung mit wissenschaftlichem Tagungszentrum und Museen funktioniert, wäre das erfreulich. Wie lässt sich das Verhältnis deutscher Gartenverwaltungen beschreiben – Konkurrenz oder Kooperation? Die Tendenz nimmt zu, die historischen Anlagen stärker zu vernetzen. Schließlich geht es allen Verantwortlichen darum, ein unersetzbares kultur- und kunstgeschichtliches Erbe zu bewahren. Haben Sie Ideen zur Zusammenarbeit? Die Parke Muskau, Babelsberg und Branitz des Fürsten Pückler werben an den unterschiedlichen Standorten bereits gemeinsam für das Erbe dieses großen Gartenkünstlers. Denkbar wäre eine Kooperation auch zwischen BerlinCharlottenburg und Hannover-Herrenhausen. Denn es gibt interessante Bezüge, auch zum Verständnis der Entwicklung von Barockgärten: Kurfürstin Sophie ließ die Herrenhäuser Gärten im holländischen Stil anlegen – und ihre Tochter Sophie Charlotte, spätere preußische Königin, gestaltete das Charlottenburger Schloss samt Park nach französischem Vorbild.
Interview: Juliane Kaune

Het Loo
Entfernung von Hannover: 300 Kilometer Größe: 6,2 Hektar Barockgarten, umgeben von 650 Hektar Park Besucher: 320 000 in Schloss und Garten Geschichte: Zu dem Barockgarten des früheren Königsschlosses nahe Apeldoorn in den Niederlanden gehören Wandelterrassen, Broderiebeete, Springbrunnen, Statuen und Säulengang. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage bestmöglich instand gehalten. Ab 1980 entstand eine sehr detailgetreue, an vorhandenen Quellen orientierte Neuschöpfung. Schloss: Das barocke Palais wurde 1692 fertig gestellt und diente dem niederländischen Statthalter Wilhelm III. (er war unter dem Namen William III. von 1688 bis 1701 auch König von England) als Lustschloss. Die niederländische Königsfamilie nutzte die Anlage noch bis 1975 als Sommerresidenz. Seit 1984 ist Het Loo für Besucher zugänglich. Es gibt ein Museum zur Geschichte des Königshauses, ergänzt durch eine Ausstellung zu mehr als 300 Jahren fürstlicher Wohnkultur und eine Sammlung alter Kutschen. Weitere Höhepunkte: In den ehemaligen königlichen Privatgärten ist zwischen Mai und Oktober eine bedeutende Sammlung jahrhundertealter Zitrusbäume zu bewundern. Die Orangenblüten und -früchte wurden zum Symbol für das gleichnamige Königshaus von Oranien. jk

halb der deutschen Gartendenkmalpflege bekannt, etwa in Bezug auf die berühmten Herrenhäuser Alleen. Zudem ist Herrenhausen seit gut 100 Jahren Universitätsstandort – internationale Tagungen und Ausstellungen zur Gartenkultur sorgen und sorgten für eine breite Öffentlichkeit.
Gleichwohl hat Sanssouci jährlich fünf Millionen Besucher. Herrenhausen bringt es nur auf 450 000 Gäste – werden die Gärten nicht gut genug vermarktet? Im Hinblick auf das touristische Potenzial kann man Herrenhausen nicht mit dem „Flaggschiff“ Sanssouci vergleichen. Friedrich der Große und die mit ihm verbundene Geschichte der Preußen ist die zentrale Marke, die Besucher nach Sanssouci zieht. Hinzu kommt die Nähe zur Bundeshauptstadt Berlin. Gerade in den vergangenen Jahren hat sich in Herrenhausen beim Marketing eine Menge getan, so wurde etwa die Gastronomie deutlich aufgewertet. Veranstaltungen wie diejenigen im Gartentheater ziehen ein breites Publikum auch jenseits von Hannover an. Die Steigerung der Besucherzahlen ist sicher

Brühl
Entfernung von Hannover: 310 Kilometer Größe: 15 Hektar Barockgarten, umgeben von 100 Hektar Park und Wald Besucher: 80 000 in den Schlössern; freier Garteneintritt Geschichte: Die barocke Gartenanlage im Rheinland schuf Dominique Girand, der seine Ausbildung in Versailles erhalten hat, nach französischem Vorbild ab 1728. Charakteristisch ist das zweiteilige Broderieparterre, ein Prachtbeet, mit Fontänenbecken. Ab 1842 ließ Friedrich Wilhelm IV. von Preußen den Brühler Park zum englischen Landschaftsgarten umgestalten. Das Hauptparterre aber wurde zwischen 1933 und 1937 originalgetreu rekonstruiert. Schlösser: Schloss Augustusburg (erbaut 1725-1768), früher Residenz der Wittelsbacher, liegt im Osten Brühls; es ist mit dem Jagdschloss Falkenlust (erbaut 1729-1740) über eine Allee durch den Schlosspark verbunden. Beide Bauwerke gehören zu den bedeutendsten Zeugnissen des Barock und Rokoko in Deutschland. Im Zweiten Weltkrieg wurde Augustusburg schwer beschädigt – schon 1946 wurde mit der Restaurierung begonnen. Auch in Falkenlust waren nach dem Krieg umfangreiche Aufbauarbeiten erforderlich. Von 1949 bis 1996 gab der Bundespräsident in Augustusburg Empfänge für Staatsgäste. Weitere Höhepunkte: Der heute naturbelassene äußere Teil des Schlossparks von Augustusburg (etwa 50 Hektar) mit 300-jährigem Baumbestand und einer üppigen Tier- und Pflanzenwelt wurde unter Naturschutz gestellt. Unesco: Seit 1984 stehen beide historischen Schlösser samt Gärten und Parkanlagen auf der Liste des Weltkulturerbes. jk

Schönbrunn
Entfernung von Hannover: 860 Kilometer Größe: 160 Hektar Schlosspark, 16 Hektar Tiergarten Besucher: Acht Millionen Besucher, davon zwei Millionen im Schloss Geschichte: Schloss und Park in Wien gelten als eines der bedeutendsten KulturgüterÖsterreichs. Ab 1695 wurde der Barockgarten angelegt. Die Gestaltung mit sternförmigen Alleen, Parterres und Bosketten blieb trotz Erweiterungen im 18. Jahrhundert, darunter Neptunbrunnen und Römische Ruine, weitgehend erhalten. 1779 wurde der Park für die Bevölkerung geöffnet. Schloss: Im Mittelalter gelangte das Anwesen in den Besitz der Habsburger. 1696 ließ Joseph I. Schönbrunn als Jagdschloss errichten. Unter Kaiserin Maria Theresia wurde es ab 1743 zur prunkvollen Rokoko-Residenz umgestaltet. 87 Jahre später kam Kaiser Franz Joseph I. in Schönbrunn zur Welt; seit 1854 bewohnte er das Schloss mit seiner als „Sisi“ berühmt gewordenen Gattin Elisabeth. 1918 wurde das Schloss Staatseigentum. In der früheren Winterreitschule ist heute der Kernbestand des „Fuhrparks“ des Wiener Hofes untergebracht. Weitere Höhepunkte: Im Schlosspark gibt es einen 1700 Quadratmeter großen Irrgarten, der 1999 nach historischem Vorbild neu eröffnet wurde. Auf dem Gelände des Botanischen Gartens steht das Große Palmenhaus von 1882 – mit 113 Metern Länge und 28 Metern Höhe ist es das letzte und größte seiner Art in Europa. Der heutige Tiergarten Schönbrunn ist der älteste Zoo der Welt: Er geht auf eine 1751 von Kaiser Franz I. Stephan gegründete Tiermenagerie zurück. Unesco: Das Ensemble steht seit 1996 auf der Weltkulturerbe-Liste. jk

Versailles
Entfernung von Hannover: 800 Kilometer Größe: 815 Hektar Besucher: 5,5 Millionen Geschichte: „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. ist die zentrale Figur Versailles: Schloss und Park in der gleichnamigen französischen Stadt dienten seiner Verherrlichung. Die imposanten barocken Gartenanlagen wurden von 1662 bis 1689 geschaffen. Herzstück ist der aus mehreren Treppenstufen bestehende Latona-Brunnen, den eine herrschaftliche Allee mit dem Apollo-Brunnen verbindet. Dahinter liegt der Grand Canal – im Ancien Régime fuhren dort echte venezianische Gondeln. Die im 18. Jahrhundert von englischen Vorbildern beeinflusste Umgestaltung vieler Schlossparks tangierte Versailles kaum. Schloss: Ab 1677 ließ Ludwig XIV. Versailles zum Regierungssitz ausbauen. 1685 arbeiteten 36 000 Menschen an und im Schloss; allein die Monarchenfamilie bewohnte 152 Zimmer. Das Gebäude ist heute das meistbesuchte Schloss Frankreichs und zählt zu den größten Touristenmagneten. Besucherattraktionen sind die 75 Meter lange und zehn Meter breite Spiegelgalerie, das königliche Schlafzimmer, die Kapelle und das Opernhaus. Seit 2003 werden Schloss und Park für rund 390 Millionen Euro restauriert – bis 2017. Weitere Höhepunkte: Die mächtige Orangerie, wo im Sommer Hunderte Orangenbäumchen stehen, misst 155 Meter. Der ab 1678 angelegte, künstlerisch gestaltete Gemüsegarten, wo für den Hof zum Beispiel Erdbeeren, Feigen oder Trauben gezogen wurden, wird noch heute bewirtschaftet – mit einer jährlichen Ernte von bis zu 80 Tonnen. Unesco: 1979 wurde Versailles der Titel „Weltkulturerbe“ verliehen. jk

Sanssouci
Entfernung von Hannover: 260 Kilometer Größe: 286 Hektar Besucher: Fünf Millionen, Zahlen fürs Schloss nicht extra ausgewiesen Geschichte: Die weltberühmte Gartenanlage in Potsdam entstand im Auftrag Friedrichs des Großen. Am Südhang eines Höhenzuges ließ er 1744 einen terrassierten Weinberg anlegen. Im Parterre entstand im Folgejahr ein barocker Ziergarten, dessen Mitte ein Brunnenbecken mit Großer Fontäne einnimmt – diese sah Friedrich aber nie sprudeln, weil seine „Fontainiers“ die Technik nur mangelhaft beherrschten. In den Heckenquartieren pflanzte man 3000 Obstbäume. In der Nähe befand sich ein Küchengarten, den Friedrich Wilhelm I. schon 1715 anlegen ließ. Schloss: „Mein Weinberghäuschen“ nannte Friedrich der Große das auf dem Hang gelegene Schloss im Stil des Rokkoko, das 1747 eingeweiht wurde. Dort musizierte und philosophierte der preußische Monarch – und dort hat er seine letzte Ruhe gefunden. Der Sarkophag wurde aber erst nach der deutschen Wiedervereinigung 1991 nach Sanssouci gebracht. Ein Jahr später kehrte die Büchersammlung des „alten Fitz“ zurück, bis 1995 folgten 36 Ölgemälde. Weitere Höhepunkte: Rund ein Dutzend bauliche Attraktionen aus der Zeit des Preußenkönigs hat der Schlosspark zu bieten. Dazu zählen die Bildergalerie, das Gästeschloss Neue Kammern, das Neue Palais, das Belvedere auf dem Klausberg und das Chinesische Haus sowie die historische Mühle. Friedrich Wilhelm IV. ließ später unter anderem die Orangerie und die Römischen Bäder errichten. Unesco: Seit 1990 ist Sanssouci Weltkulturerbe. Ebenfalls unter dem Schutz der Unesco stehen in ihrer Gesamtheit die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin, zu denen unter anderem der Schlosspark Babelsberg, der Neue Garten mit Schloss Cecilienhof und der Schlosspark Glienicke samt Pflaueninsel zählen. jk

otto
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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Roman

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

50. Fortsetzung „Ich schätze eure rege Beteiligung am Unterricht. Aber wenn ihr Verständnisfragen zur Bismarck’schen Außenpolitik habt, könnt ihr euch doch einfach melden“, sagte er. „Ihr müsst eure Fragen nicht auf winzige Zettel schreiben, in der Hoffnung, dass ich sie zufällig finde.“ Diesen Witz machte er nicht zum ersten Mal. Er machte diesen Witz jedes Mal. Der Klasse war es egal. Sie fanden dieses Affentheater immer wahnsinnig toll. Und man durfte sich keine Hoffnungen machen, dass es damit zu Ende war. Es gab Lehrer, die zerrissen Zettel einfach nur, es gab welche, die warfen sie in den Mülleimer oder steckten sie ein, aber es gab auch Wagenbach. Und Wagenbach war ein Arschloch. Er war der einzige Lehrer an der ganzen Schule, der imstande war, aus konfiszierten Handys den kompletten SMS-Speicher vorzulesen. Da änderte es nichts, wenn man bettelte oder heulte, Wagenbach las alles vor. Er faltete feierlich den Zettel auseinander, und ich hoffte, es würde irgendein Wunder geschehen und ein Meteorit vom Himmel fallen, der Wagenbach den Arsch spaltete. Oder dass es wenigstens zur Pause klingelte, das hätte gereicht. Aber natürlich klingelte es nicht, und natürlich fiel auch kein Meteorit vom Himmel. Wagenbach ließ seinen Blick einmal über die Klasse schweifen und stellte sich in Posi-

tur. Ich glaube, er wäre wahnsinnig gern Schauspieler geworden oder Kabarettist. Aber es hatte nur zum Arschloch gereicht. Und ich meine – wenn es einfach irgendein Zettel gewesen wäre mit irgendeinem Quark drauf. Aber es waren die ersten ernstgemeinten Worte in meinem Leben, die ich mit Tatjana wechselte – und vielleicht auch die letzten –, und Wagenbach hatte kein Recht der Welt, sie vorzulesen. „Da schreibt also das Fräulein Cosic“, sagte Wagenbach und zeigte mit dem Kinn in Richtung Tatjana, als wäre sie uns allen nicht bekannt, „unsere bezaubernde Nachwuchsliteratin Fräulein Cosic schreibt: Mein Gott!“ Die letzten beiden Worte in einem mäuschenhaften Piepsen. Ein Riesenknaller. Gelacht wurde bei Wagenbach ja sonst nicht, aber wenn er selbst die Witze machte, dann schon. Auch wenn es rein beknackte Witze waren. Dass er zum Beispiel „Nachwuchsliteratin“ sagte, war so einer von diesen beknackten Witzen. „Mein Gott!“, piepste Wagenbach weiter. „Was ist denn mit dir passiert?“ „Arsch“, sagte ich halblaut, es ging im Jubel unter. Tatjana starrte auf die Tischplatte vor sich. Und da starrte sie noch die ganze Zeit hin. Wagenbach drehte sich zu mir um. „Und was antwortet der Herr Klingenberg?“ Er senkte das Kinn auf die Brust und

Tschick
VON WOLFGANG HERRNDORF
sagte mit einer Stimme wie ein geistig behinderter Zeichentrickbär: „Och, nöchts Bösondörös.“ Die Klasse brüllte. Selbst Olaf, der alles verbockt hatte durch seine Blödheit, fing an mitzulachen. Das war kaum auszuhalten. „Ein geschliffener Dialog“, sagte Wagenbach. „Doch wird das wissbegierige Fräulein Cosic sich mit dieser Antwort zufriedengeben? Oder verlangt es sie nach mehr?“ Mäuschenhaftes Piepsen: „Jetzt sag schon! Es interessiert mich wirklich.“ Geistig behinderter Zeichentrickbär: „Olso. Dös wor so.“ Wagenbach kniff die Augen hinter der Lesebrille zusammen, als könnte er selbst nicht fassen, was jetzt kam. Tatjana hob leicht den Kopf, weil sie meine Antwort ja auch noch nicht kannte, und ich sah aus dem Fenster und überlegte, was Tschick jetzt gemacht hätte an meiner Stelle. Ein ausdrucksloses Gesicht vermutlich. Er konnte das aber auch besser als ich. Wagenbach war in seiner Bärennummer mittlerweile so drin, dass er erst gar nicht mitkriegte, was er da vorlas. „Tschöck ond öch sönt möt döm Auto höromgöfohrön. Oigöntlöch wolltön wör ön dö Wolochai, obor donn hobön wör ons fönf Mol öborschlogön, nochdöm einör auf ons geschossön hottö.“ Wagenbach stutzte und fuhr dann mit normaler Stimme fort: „Dann Verfolgungsjagd mit der Polizei, Krankenhaus. Ich bin später noch in einen Laster gekracht mit lauter Schweinen drin, und mir hat’s die Wade zerrissen, aber na ja – alles nicht so schlimm.“ Einige lachten immer noch. Hauptsächlich die drei Leute, die nicht auf Tatjanas Party gewesen waren. Die, die Tschick und mich mit dem Lada gesehen hatten, waren mehr oder weniger verstummt. „Sieh mal an“, sagte Wagenbach. „Der saubere Herr Klingenberg! Unfälle, Verfolgungsjagden, Schießereien. Und in einen Mord ist er nicht verwickelt? Na, man kann nicht alles haben.“ Er glaubte offensichtlich kein Wort von dem, was er da vorgelesen hatte. Klang ja auch nicht sehr glaubwürdig. Und ich war nicht wahnsinnig wild darauf, ihn aufzuklären. „Was mich allerdings am meisten begeistert an Herrn Klingenbergs aufregendem Leben, ist nicht diese Räuberpistole hier. Dass er sich Verfolgungsjagden ge-

liefert haben will mit einem – wenn ich mich nicht irre –, mit einem Auto und Herrn Tschichatschow zusammen, nein ... Am meisten begeistert mich natürlich seine Formulierungskunst. Wie knapp, wie anschaulich! Denn wie lautet noch mal sein Fazit des ganzen Schwerverbrechens?“ Er sah zuerst mich an und dann die Klasse und rief: „Ollös nöch so schlömm!“ Wagenbach schwenkte den Zettel vor Jennifer und Luisa herum, die das Unglück hatten, in der ersten Reihe zu sitzen. „Alles nicht so schlimm!“, wiederholte er und fing selbst an zu lachen. So sehr hatte er sich wahrscheinlich schon lange nicht mehr amüsiert. Wer sich dagegen überhaupt nicht amüsierte, war Tatjana. Das konnte man sehen. Und das nicht nur, weil sie mir den Zettel geschrieben hatte. Sie ahnte schätzungsweise, dass das keine Räuberpistole war, und so guckte sie auch. Aber bisher hatte Wagenbach uns nur lächerlich gemacht. Was jetzt noch fehlte, war die Demütigung. Die Predigt. Das blöde Geschrei. Jeder wusste das, jeder wartete darauf, und als Wagenbach die Hand hob, um für Ruhe zu sorgen – kam merkwürdigerweise gar kein Geschrei, keine Predigt, keine Strafe. Stattdessen fiel der Meteorit vom Himmel. Es klopfte an der Tür. „Ja!“, sagte Wagenbach. Voormann öffnete die Tür, der Direktor.

„Muss mal kurz stören“, sagte er. Er schaute sich mit ernster Miene um. „Sind die Schüler Klingenberg und Tschichatschow anwesend?“ „Nur Klingenberg“, sagte Wagenbach. Alle hatten sich zur Tür umgedreht, und dort in der offenen Tür war nicht nur Voormann zu sehen. Im Dunkeln hinter Voormann konnte man zwei Uniformen erkennen. Breitschultrige Polizisten in voller Montur, Handschellen, Pistole, alles. „Dann soll der Klingenberg mal mitkommen“, sagte Voormann. Ich stand so lässig wie möglich auf, soweit man mit zitternden Knien lässig aufstehen kann, und warf einen letzten Blick auf Wagenbach. Das dämliche Grinsen war weg. Er sah zwar immer noch ein bisschen aus wie der debile Zeichentrickbär, aber in einem richtigen Zeichentrickfilm hätte man ihm jetzt zwei Kreuze als Augen und eine zerknitterte Wellenlinie als Mund malen müssen. Ich fühlte mich großartig, trotz zitternder Knie. Das hörte allerdings gleich auf, als ich auf dem Gang den Polizisten gegenüberstand.
Fortsetzung folgt „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf, © Rowohlt Verlag, Erscheinungsjahr 2010

Als Großeltern freuen wir uns mit den Eltern Henrike und Christian über

Jeremy Kiran O'Farrell
30. April 2011, 3515 g, 50 cm

Wir trauern um unseren ehemaligen Geschäftsführer

Wir trauern um meinen lieben Mann, unseren fürsorglichen Pa und Opa, Bruder, Schwager und Onkel

Susanne Grube, 60 kg, 166 cm Prof. Dr. Dietrich Grube, 76 kg, 180 cm Käthe O'Farrell, 46 kg, 150 cm Michael O'Farrell, 73 kg, 177 cm
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Eberhart Schindewolf
der am 23. April 2011 im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Herr Diplom-Bergingenieur Schindewolf begann 1952 seine Tätigkeit bei der Gewerkschaft Brigitta, in der er schon frühzeitig Führungspositionen übernahm. Nach der Zusammenführung der betrieblichen Aktivitäten der Gewerkschaften Brigitta und Elwerath in der BEB wurde er im Jahr 1974 in die Geschäftsführung der BEB berufen. Aufgrund seiner herausragenden persönlichen Fähigkeiten vertrat Herr Schindewolf die Interessen der BEB in zahlreichen externen Gremien. Während seines über 35-jährigen Wirkens hat er den Aufbau unseres Unternehmens zu einem der führenden deutschen Energieunternehmen entscheidend mitgestaltet und durch seinen umsichtigen Führungsstil prägend auf die Unternehmenskultur gewirkt. Im Dezember 1987 beendete Herr Schindewolf seine aktive Laufbahn bei BEB. Herr Schindewolf war Träger des Niedersächsischen Verdienstordens. Besonders geehrt hat ihn die Universität Hannover mit der Verleihung der Ehrensenatorwürde im Jahr 1996. Herr Schindewolf hat sich um BEB in hohem Maße verdient gemacht. Mit ihm verlieren wir eine geschätzte und geachtete Persönlichkeit, der wir stets ein ehrendes Gedenken bewahren werden. Unser tiefes Mitgefühl gilt ganz besonders seiner Familie.

* 26. Juli 1938

Fritz Garbe

† 29. April 2011

Du warst immer für uns da, wir sind unendlich traurig Dich gehen lassen zu müssen. In unseren Herzen wirst Du immer bei uns sein. In Liebe und Dankbarkeit: Ingrid Garbe, geb. Grotefent Uwe und Ilka Garbe mit Louis und Lili Harald und Annette Einert, geb. Garbe Reinhard Garbe mit Familie sowie alle Angehörigen 30926 Seelze-Harenberg, Fössestraße 52
Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 5. Mai 2011, um 12 Uhr von der Friedhofskapelle in Harenberg aus statt. Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir Abstand zu nehmen. Anstelle freundlich zugedachter Blumen und Kränze bitten wir im Sinne von Fritz um Unterstützung der Jugendarbeit der Harenberger Vereine, TuS Harenberg, Gesangverein, Ortsfeuerwehr und Förderverein der St. Barbara-Kirche. Sonderkonto: Hann. Volksbank, Konto-Nr. 740 415 800, BLZ 251 900 01, „Trauerfall Fritz Garbe“.
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Lieber Wolfgang Kaiser
Wir die Nachbarn aus der Carl-Zuckmayer-Str. wünschen Dir alles Gute zum Geburtstag.

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Am 28. 4. 2011 ist

Am 15. April 2011 verstarb unsere Pensionärin

Lisa Pohling
aus Hannover im Alter von 81 Jahren. Frau Pohling gehörte Gewerkschaft Elwerath und unserem Unternehmen über 35 Jahre an und war zuletzt in unserer Hauptverwaltung Hannover langjährig als Sachbearbeiterin tätig. Wir haben Frau Pohling als sehr zuverlässige und pflichtbewusste Mitarbeiterin geschätzt. Ihr Andenken werden wir in Ehren halten. Unser tiefes Mitgefühl gilt ganz besonders ihren Hinterbliebenen.

Gerhard Rejnowski
im Alter von 60 Jahren verstorben. Wir trauern tief betroffen um einen bewährten und geachteten Mitarbeiter, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Oberfinanzdirektion Niedersachsen - Landesweite Bezüge- und Versorgungsstelle Barte Finanzpräsident
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Herr

BEB Erdgas und Erdöl GmbH
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Für den Personalrat des Amtes We s t p h a l Vorsitzender

Finden Sie Trost in einer schwierigen Lebenszeit.

Der Tod ist das Ende des Lebens, aber nicht das Ende von Liebe und Erinnerung.

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Du wirst immer in unseren Herzen sein!

negative Elektrode Vermutung, Meinung

ein Bindewort

Sucht; Besessenheit

Großindustrieller

Blutader gesellschaftl. Veranstaltung

erster Bartwuchs

Tierprodukt

BEB Erdgas und Erdöl GmbH
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Hubert Dumsch
* 10. Oktober 1931 † 30. April 2011 In stiller Trauer Elsbeth Dumsch Hans-Werner und Dagmar Zimmermann mit Janina und Anna-Lena sowie alle Angehörigen
Die Beerdigung findet am Donnerstag,dem 5.Mai 2011,um 15.00 Uhr,von der Kapelle des Friedhofes Garbsen-Heitlingen, Im Langen Felde, aus statt. Fehrensen Bestattungen, Hauptstr. 411, Garbsen-Osterwald, Tel. 0 51 31 / 443 55 57
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Bew. e. Abk.: österr. Bundes- Teilzahlung landes

Radio und TV: direkt (engl.) Abk.: Stunde Ruhemöbel

Gesicht plumpes Säugetier Schiffsbesatzung (engl.) Hauptstadt in Nordafrika volkst.: enge Stelle

Jürgen Osterwald
* 26. 7. 1941 † 29. 4. 2011 Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland Nach kurzer Krankheit ist mein geliebter Mann, unser Vater und Bruder von uns gegangen. Wir nehmen Abschied: Ilona Osterwald Julia, Friederike, Nicole, Janina und Heide 30655 Hannover, Uhlestraße 18 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 5. Mai 2011, um 9.30 Uhr von der Kapelle des Misburger Waldfriedhofes aus statt.
Bestattungsinstitut A. Behling, Sutelstraße 69, Hannover-Buchholz.
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Grübler

Abdruck; Abschrift

übertriebene Sparsamkeit

Gericht a. frittiertem Tintenfisch

Teil eines Hausvorbaus sehr gefragt dt. Strom zur Nordsee ein Ost- Abk.: europäer Rechnung hart, unnachgiebig

best. Artikel (4. Fall)

Ich habe das Leben überwunden, bin nun befreit von Schmerz und Pein, denkt oft an mich in stillen Stunden und lasst mich in Gedanken bei euch sein.

Chaos, Tohuwabohu Fest, Fete Bettwäschestück Polargewässer irgendwann falscher Weg gegerbte Tierhaut Handlung, Aktion Kurzform von Kenneth gleichgültig (das ist mir ...) veraltet: Mitglied des Senats
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bibl. Schiffsbauer Umlaut Musikzeichen

griech. Vorsilbe: fern

Lieselotte Flohr
geb. Schröder * 13. 8. 1921 † 29. 4. 2011 Schön, daß Du fast 90 Jahre da warst. Wir sind sehr traurig! Bärbel und Dieter Bernd und Renate Kerstin Jörg und Michaela mit Lena Nadine Traueranschrift: Kerstin Flohr, Stünkelstraße 8 D, 30419 Hannover
Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 5. Mai um 12 Uhr von der Kapelle des Stadtfriedhofes Hannover-Stöcken, Stöckener Straße 68, aus statt. Bestattung: Isenbarth, 30419 Hannover-Stöcken, Broyhanstr.5, Tel.0511-795204
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aus gebranntem Ton

dän. Inselgruppe Schuhmacherwerkzeug Kraftwagenführer

S t a t t

K a r t e n

Der Herr behüte Deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Psalm 121,8

In den frühen Morgenstunden des 28.04.2011 verstarb nach längerem Krankenhausaufenthalt die

geb. 15.12.1928 Kuben/Ostpreußen wohnhaft gewesen Leipziger Str. 91 in Hannover.
Traueranschrift: Günther Tiedemann, 47574 Goch, Nordring. 16

Elfriede Tiedemann

Stadtamtmännin i.R.

Körperorgan

Staat in Südarabien Schlaufe Windrichtung Kohleprodukt

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 4. Mai 2011, um 15 Uhr in der kleinen Kapelle des Stadtfriedhofes Seelhorst statt. An Stelle von Geld-, Kranz- oder Blumenspenden wird im Sinne der Verstorbenen um eine Spende an die Herrnhuter Missionshilfe e.V. 73087 Bad Boll, Kto.-Nr. 0415103, BLZ 520 604 10, Ev. Kreditgenossenschaft e.G. Kassel, gebeten. BestattungsHilfe Devian, 30173 Hannover, Hildesheimer Str. 108, Telefon: 0511 - 80 777 94.
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Wandverkleidung Gewässer

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NR. 102 · DIENSTAG, 3. MAI 2011

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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++ zish grüßt ++

Liebe 96er, ihr habt Tore geschossen, Experten überrascht, Herzen erobert, Fans glücklich gemacht und ganz wichtig – die Bayern geärgert. Selten hatten die sonst so arroganten Mir-san-mir-Münchener so viel Respekt vor uns Roten. Und selbst wenn es jetzt nicht klappt mit der Champions League: Europapokal übertrifft auch alle Erwartungen. Und um die Bayern nochmal richtig zu ärgern, gibt es ja die nächste Saison! Mit sportlichem Gruß, ZiSH

Sie sind jung, genervt – und kreativ: Denn statt sich nur über die gehypten „George Gina & Lucy“-Taschen aufzuregen, entwerfen die 19-jährigen Inga und Hanna aus Hannover lieber eine Parodie aus Stoff. Und schaffen so selbst begehrte Kultobjekte. Nicole Wehr hat die beiden erfolgreichen Jungdesignerinnen besucht.

Das trägt deine Mudder
Weißer wird’s nicht: Ingas und Hannas Hommage an die Band The Whitest Boy Alive. Selma (links) und Tugce haben es geschafft – als Erste ihrer Klasse haben sie die Taschen.

Foto: zur Nieden, Text: rge

++ hannover ++
und der rest der welt
Anna Depenbusch im Capitol

Anna Depenbusch lässt sich Zeit. 2005, 27 Jahre alt, präsentiert sie ihr Popdebüt „Ins Gesicht“. Dann ist für die Band kein Geld mehr da, ihr Plattenchef will kein weiteres Album finanzieren, und die Sängerin lernt erst einmal Klavier. Sechs Jahre später steht nun ihr in Eigenregie produziertes Zweitwerk in den Läden. Auf ihrem neuen Album „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ wird sie von einem Orchester und Solomusikern auf Trompete und Vibrafon, Cello und Klavier unterstützt. So bunt wie das instrumentale Repertoire sind auch die Stilwechsel der Platte: sanfte Chansons, Polka, Jazz. Am Donnerstag ab 20 Uhr singt Anna Depenbusch im Capitol, Schwarzer Bär 2. ZiSH verlost dreimal zwei Karten. Wer heute um 16 Uhr in der Redaktion unter (05 11) 5 18 17 58 anruft, gewinnt mit etwas Glück. Der Eintritt kostet 27 Euro. zoe

The Books im Ballhof 1 Ganze fünf Jahre hat sich das New Yorker Duo The Books in die Berge nördlich der Großstadt zurückgezogen, um Familien zu gründen – und an einem neuen Album zu arbeiten. Nun sind sie mit ihrem vierten Longplayer „The Way Out“ zurück. Mit Gitarre, Cello und allerlei Kleinintrumenten vereinen sie Folk mit elektronischen Klängen und bringen heute ihre experimentellen Klänge mit zur Konzertreihe Ballklang nach Hannover. Dazu gibt es simultane Videoeinspielungen, die sie von alten VHS-Kasetten aus den achtziger und neunziger Jahren adaptiert haben. Diese Kombination aus visueller und akustischer Unterhaltung macht ihre Liveauftritte zu einem Erlebnis für Augen und Ohren. Am Freitag ab 21 Uhr treten The Books in der Reihe „Ballklang“ auf die Bühne des Ballhof 1, Ballhofplatz 5. ZiSH verlost fünfmal zwei Karten für das Konzert. Einfach heute um 15 Uhr unter (05 11) 5 18 17 58 anrufen und mit ein wenig Glück gewinnen. Der Eintritt kostet 20 (erm. 15) Euro. vog

ie erste Bestellung des Tages kommt durch die Türritze. Auf dem Boden des Szene-Ladens „99cubes“ im Hamburger Karoviertel liegt ein Zettel. Sechs handgeschriebene Zeilen auf DIN-A4-Papier, zweifach gefaltet: „Wir brauchen zwei Jutetaschen ,George Gina & deine Mudder‘. Sind morgen gegen 14 Uhr hier!!“ Um 16 Uhr stehen die Auftraggeberinnen schüchtern an der Kasse. Der Verkäufer gibt den Mädchen zwei der begehrten Beutel. Erleichtert zahlen die 14-jährige Tugce und ihre Schulkameradin Selma die jeweils 19 Euro für die weiße Tasche mit dem schwarzen Aufdruck – nicht gerade wenig für einen Stoffbeutel. Aber Tugce und Selma sind nun die Ersten in ihrer Klasse mit dem trendigen Stück. Sie freuen sich noch mehr, als zwei junge Frauen auf Keilabsätzen den Laden betreten. Die Schülerinnen erkennen die Gesichter, es sind die Designerinnen der Taschen – sie kennen sie aus deren Modeblog wemakethecake. Hanna Janzen und Inga Stichling stehen hinter wemakethecake. Der von Tugce und Selma gewählte Beutelspruch ist ein Seitenhieb auf die von den einen geliebten, von anderen verhassten „George Gina & Lucy“-Taschen („GG&L“) mit dem Riesenkarabiner als Merkmal – eine Tasche, die polarisiert. Hanna und Inga saßen in Hamburgs UBahn, sahen eine der „GG&L“-Taschen samt wasserstoffblonder Trägerin. „George Gina und deine Mudder“, sagt Hanna. Inga lacht, die Idee ist geboren. Inga malt sie mit Filzstift auf einen Jutebeutel. Mittlerweile haben die 19-jährigen Hannoveranerinnen etwa 30 Motive im Sortiment, dazu kommen seit Kurzem auch Printshirts im futuristischen Batikstil. Auch „Der Teufel trägt Zara“, „The Whitest Beutel alive“ und „My other bag is Chanel“ haben die Abiturientinnen auf Jutebeutel gedruckt, aber der „George Gina & deine Mudder“-Spruch verkauft sich weiterhin am besten. Hanna und Inga können vom Verkauf ihrer Taschen leben. Seit sie im November vergangenen Jahres den Onlineshop auf ihrer Website wemakethecake.com starteten, gab es keinen Tag ohne Order. Normalerweise senden sie ihre Ware per Post, doch da sie ohnehin häufig in Hamburg sind, bringen sie ihre Taschen manchmal auch persönlich vorbei. Das „99cubes“ ist eines von bundesweit elf Geschäften, das die Produkte der jungen Frauen aus Burgdorf und der List führt. „Die sind alle auf uns zugekommen“, sagt Hanna. Für Ladeninhaber Jens Beckmann sind die Beutel ein Glücksfall. „Das sind absolute Kundenstopper. Ohne sie würde mein Geschäft nicht so gut laufen.“ Mittlerweile hat wemakethecake.com täglich etwa 1000 Klicks – die Seite, die zunächst nur ein Modeblog der beiden Freundinnen war. Inzwischen ist der Name, der Inga beim Chatten einfiel – sie aß gerade ein Stück Apfelkuchen – ein eingetragenes Label. Als vor Kurzem ihre Facebook-Fangemeinde die 3000er-Marke überschritt, bedankten sich Hanna und Inga mit einem 48-stündigen kostenlosen Versand. Auch die PoststelleinBurgdorfhättealsoallenGrund, sich bei den beiden zu bedanken. Denn noch immer verschickt Hanna alle Online-Be-

D

Lieblingsläden der Jungdesignerinnen
Inga Tipps: Lumpenloni in Dedenhausen: „Shoppen nach Kilopreis – bitte bundesweit einführen!“. Flohmarkt Langenhagen: „Wer wühlt, der findet. Und das todesgünstig“. Wood Wood (Berlin): „Auswahl an skandinavischen Prachtstücken, leider nicht ganz so erschwinglich.“ Noir kennedy (Paris): „Bandshirts und Vintage en masse.“ Boys Boys Boys (Hamburg): „Wie der Titel vermuten lässt eher für den Herren der Schöpfung, aber dennoch sehenswert.“ Hannas Tipps: WALD (Berlin): „Kleine, persönliche Boutique in Mitte. Hat meine Lieblingslabels und gute Lederwarenauswahl.“ Hippy Market (Paris): „Verrückteste Vintageauswahl im Szeneviertel Le Marais.“ All Saints (London): „Das britische Label mit ganz eigenem Stil – jedes Stück ist stylisch unverwechselbar. In Berlin gibt es mittlerweile zwei Flagshipstores.“ Kauf dich glücklich (Hamburg): „In Prenzlberg die Topadresse zum Waffeln essen – in der Hamburger Schanze finden wir hingegen eine breite Auswahl an trendigen Textilien, Accessoires und Schuhen zu bezahlbaren Preisen.“ Voo (Berlin): „Ein Schmankerl im Herzen Kreuzbergs. Vorbeischauen lohnt sich!“ Inga. Beide sind trotz ihres Erfolgs bemerkenswert entspannt. Bevor sie ein neues Design drucken, testen sie auf Facebook, wie es ankommt. Manchmal erzählen ihnen Mitschüler, wo und an wem sie eine der Taschen gesichtet haben. Inzwischen haben die Freundinnen sogar erste Kooperationen geschlossen. Mit dem hannoverschen DJ-Label Yippiee etwa haben sie Taschen designt, produziert und mitverkauft. Im Juli werden Hanna und Inga bei der Berlin Fashion Week ihre Kollektion an einem eigenen Stand ausstellen. Kurz vorher ziehen sie von der Leine an die Spree. Hanna wird Mode- und Designmanagement studieren, Inga macht ein Praktikum bei einem Modemagazin. Während andere eine Weltreise planen, arbeiten die Designerinnen an der Erweiterung ihrer Kollektion. „Ich brauche keine Auszeit, um mich selbst zu finden. Ich weiß ja schon genau, was ich will“, sagt Hanna. „Wir setzen uns keine Grenzen, vielleicht eröffnen wir auch mal einen eigenen Laden“, sagt Inga. Noch ist das Kinderzimmer in Burgdorf ihr Versandlager. Im Sommer wird es zusammen mit Hanna und Inga in die Hauptstadt ziehen. In einen größeren, ganz eigenen Raum.

Posen mit den Must-Haves: Die Jungdesignerinnen Hanna (links) und Inga vor dem „99cubes“ in Hamburg. Hier und in zehn weiteren Geschäften in Deutschland verkaufen die 19-Jährigen ihre begehrten Stofftaschen. Zarafu (3)

stellungen von zu Hause aus. Ihre Mutter hilft ihr. Im Lager – dem alten Zimmer ihres großen Bruders – suchen sie dann in Stapeln von Taschen und T-Shirts das gewünschte Modell aus. Auch in Themen wie Buchhaltung, Existenzgründung und Patentrecht haben sie sich gemeinsam eingearbeitet. „Unsere Familien haben uns von Anfang an unterstützt“, sagt Hanna. Selbst ihre Oma geht mit einem ihrer „NY hates you“-Beutel in den Supermarkt. Dabei hatten Hanna und Inga, die sich in Kindertagen über eine Brieffreundschaft kennenlernten, nie geplant, ein eigenes Label zu gründen. Drei Wochen nachdem Inga die erste Tasche mit dem Stift bemalt hatte, treffen sie bei einem Designer-Sale Slavko, Einkäufer des Berliner Szeneladens F95. „Ich will eure Taschen verkaufen“, sagt er mit Blick auf den „George Gina & deine Mudder“-Beutel. Die beiden können es kaum fassen. Das Problem an Slavkos Auftrag: Es gibt zu diesem Zeitpunkt nur diesen einen Beutel. Zurück in Hannover greifen Hanna, Inga und ihre Mütter zu Textilstiften, Schablonen und Farbe. Die ganze Nacht hindurch beschriften sie Beutel und schicken ihre erste Lieferung nach Berlin. Ein halbes Jahr später entdeckt die „Gala“ die Taschen und

adelt sie als „Must Have“. „Wir hatten keine Ahnung, was danach auf uns zurollen würde“, sagt Hanna. Das Nachfrage-Domino beginnt, Hanna und Inga reagieren. Sie melden ein Gewerbe an, suchen per Internetaufruf Models für ein Fotoshooting am Lindener Marktplatz, engagieren Grafiker, Programmierer und Steuerberater. Bis zu ihrer Erwähnung in der „Gala“ hatten sie ihre Beutel selbst bemalt, mehrere Exemplare täglich. Sie arbeiten im Zug, legen Nachtschichten ein, verzichten auf Hausaufgaben. „Unsere Leistungen haben darunter nicht gelitten“, sagt Inga. Ein gutes Abitur stand für beide immer an erster Stelle. Im Kroatienurlaub schafft Hanna sogar 20 Beutel pro Tag. Doch selbst das ist zu wenig. Sie fragen ihren Kumpel Lasse, Inhaber des Fahrradladens „Bikers Base“ in der Nordstadt, ob er in seinem Siebdruckkeller auch ihre Taschen beschriften könne. Er kann. Und verkauft einen Teil davon eine Etage darüber direkt weiter. Inzwischen sind ihre Kreationen in Modemagazinen wie „Grazia“ und „Life&Style“ abgedruckt und in bekannten Blogs wie selekkt.com und stylemag.net verlinkt und empfohlen worden. Der Erfolg des „George Gina & deine Mudder“-Spruches ist für Modeexperten

nicht überraschend. Schon in den achtziger Jahren habe man in der Punkszene bewusst die Bedeutung von Gegenständen oder Symbolen verdreht – und dadurch cool gemacht, sagt Catharina Rüß, Dozentin für Modekultur an der Modeschule Fahmoda. „An solchen Geheimcodes erkennen sich Insider, sie verleihen street credibility, also Glaubwürdigkeit“, sagt sie. Der Trend der bedruckten Shirts sei auf die Jutebeutel gewandert, Bands wie Deichkind spielten genauso damit wie wemakethecake. Die Verbreitung über Modeblogs tut ihr Übriges – der coole Spruch von Hanna und Inga sprach sich online schnell rum. „Sie bewegen sich in der Bloggerszene, haben sich schlau vernetzt“, sagt Rüß. So schnell kann es gehen. „Mode muss vor allem Spaß machen“, sagt Hanna. Beide stöbern gern auf Flohmärkten und in Vintageläden. Jeden Trend machen sie nicht mit: „Man muss gucken, was zu einem passt“, erklärt Hanna. So ignorierten sie den Camouflage-Hype, beim „color blocking“ – dem Kombinieren kräftiger Farben – mischen sie jedoch mit. Lieblingsstücke und Einkaufstipps listen die beiden weiter in ihrem Blog auf. „Wir wollen diese persönliche Ebene beibehalten, auch um zu zeigen, dass wir auf dem Boden geblieben sind“, sagt

++ zish-ticker ++

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+ termine bis freitag +
Dienstag
S „Live-Folk Session“ Irische Pub-Musik live. Beginn 19 Uhr, Eintritt frei, Kuriosum, Schneiderberg 14

Was sonst noch wichtig war
Die verlorenen Entlein Schnatteralarm in Salzgitter: Eine Entendame verirrte sich am Sonntag samt Nachwuchs auf eine Terrasse. Hilfsbereite Zweibeiner trugen die Küken in einem Korb zu einer nahen Wiese, während die Entenmama schnatternd hinterherflatterte. Ob sie „Danke, danke“ oder „Welche Idioten bauen denn überall Betonkästen in die Landschaft“ rief, konnte niemand übersetzen. Fit fürs Alter Mut und Power bewies gestern ein 81-jähriger Chinese. Der Rentner war um 4 Uhr morgens in Hongkong auf dem Weg zum Frühsport, als ihn acht Jugendliche in einer Unterführung zu Boden stießen und ausrauben wollten. Der Mann schlug die ganze Bande in die

Ganz großer Tanz
The Wombats: „This Modern Glitch“, Rykodisc (Warner). www.thewombats.co.uk

die junge redaktion
Einmal wöchentlich treffen sich junge Journalisten zur ZiSH-Konferenz, um zusammen mit HAZ-Redakteuren die ZiSH-Seiten zu planen. Wenn ihr Ideen habt oder Lust mitzumachen, meldet euch unter zish@haz.de, unter (05 11) 5 18 17 58 oder schreibt an: HAZ, Redaktion ZiSH, Karsten Röhrbein (Ltg.), Gerd Schild, Manuel Becker, Felix Klabe, Malte Mühle, Mareike Zoege oder Stefanie Nickel, 30148 Hannover. Über das HAZ-Projekt „Zeitung in der Schule“ können sich Lehrer unter Telefon (05 11) 5 18 18 71 informieren.

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Flucht. Ob er sich mit alter asiatischer Kampfsporttechnik rettete, ist nicht bekannt. In jedem Fall verletze er einige der Täter leicht, sodass eine Blutspur die Polizei zu den Jugendlichen führte, gegen die nun ermittelt wird. Der alte Herr konnte sich jedenfalls beim Frühsport an diesem Morgen das Aufwärmprogramm sparen.
Ausgesaugt Über hohe Spritpreise klagen viele, einige schreiten direkt zur Tat. Am Sonntag saugten unbekannte Täter in Burgdorf Dutzende Liter Dieselkraftstoff aus einem parkenden Sattelschlepper. Offenbleibt, ob sie dank Diebesgut eine gelunge Fahrt hatten oder beim nächsten Mal doch lieber mit Fahrrad und gutem Gewissen unterwegs sein wollen. M areike Z oege

Es war eine neue Blaupause für die Indie-Disko: „Let’s Dance to Joy Division“ der britischen Band The Wombats bildete den Überhit ihres 2007er Langspieldebüts „A Guide to Love, Loss and Desperation“. Zwischen hingeschrammelte, syntiegetragene Ausrastflächen setzten die Wombats kleine Ruheinseln, in denen die Tanzenden Kraftreste in den Beinen und Vorfreude in den Gesichtern sammeln durften. Und dann gab’s wieder Alarm. Der Weg zum Zweitalbum „This Modern Glitch“ war lang und nicht eben leicht. Am Hype um das Debüt trug die Band schwer, das Dauertouren brachte die drei Briten dicht an die Erschöpfungsgrenze – körper-

lich, mental und gruppendynamisch. Zwischenzeitlich zog die Band, die sich an Paul McCartneys Musikschule in Liverpool zusammenfand, sogar nach London, um Abstand zu gewinnen. Wieder in Liverpool, bastelte sie das neue Album schnell zusammen. Bei diesen Voraussetzungen hätte man einiges erwartet: Mittelmaß, Sicherheitszweitwerk, wegproduzierte Resterampe. Nope! Die zehn Songs sind ganz großer Tanz. „This Modern Glitch“ versammelt gleich mehrere hymnische Elektropop-Nummern wie „Tokyo (Vampires and Wolves)“. Hier hallen sanft abgefederte Big Beats. Synthesizer-Breitseiten und Base-Drum treiben den Song gnadenlos nach vorne. Die Gitarren schrammeln nicht mehr so viel wie beim Debüt. Aber das schadet dieser schönen Tanznummernsammlung nicht. g erd S child

S „Groove Session“ Bühne frei für alle, die Musik machen. Beginn 21 Uhr, Eintritt frei, Café Glocksee, Glockseestraße 35 P Grasscut live Das Pop-Duo aus Großbritanien stellt sein Album „1 Inch/ 1/2 Mile“ vor. Beginn 21 Uhr, Eintritt 8 Euro, Feinkost Lampe, Eleonorenstraße 18 P/H „Die PoWi-Party“ Der Fachrat Politik feiert. Beginn 22 Uhr, Eintritt 3 Euro, Béi Chéz Heinz, Liepmannstraße 7b Pop/R ’n’ B – Hip-Hop/Reggae/Funk – Gitarren – Elektro – Sonstige

Mittwoch

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Folgende Unternehmen unterstützen „Zeitung in der Schule“, das HAZ-Projekt zur Leseförderung:

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Serie

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

Ein Supermarkt zu wenig – eine Riesenhalle zu viel: Der Wal-Mart hat Pattensen längst wieder verlassen, das Gebäude steht leer.

Die Räder sind da – die Aufregung hat sich gelegt: Der Windpark bei Schulenburg löste Diskussionen zwischen Bürgern und Stadt aus.

B 443 muss am Ort vorbei: Seit Jahren kämpfen die Bürger in Koldingen für eine Ortsumgehung.

Protest gegen die Putenmast: Eine Bürgerinitiative um Dirk-Hermann Frank lehnt eine Anlage mit mehr als 30 000 Tieren ab.

„Wir sind stolz auf unsere dörflichen Strukturen“
Günther Griebe, Bürgermeister von Pattensen, im HAZ-Interview über Windräder, Putenmastställe und Hortplätze
Herr Griebe, bis heute treffen sich die Pattenser in jedem Jahr am Tag der Deutschen Einheit an der deutschen Eiche vorm Rathaus zu einem feierlichen Akt. Was sagt das über den Pattenser an sich? Das spricht eben für die Bodenständigkeit des Calenbergers. Wenn der sich in eine Sache hineingedacht hat, dann zieht er die unter dem Begriff der Tradition auch durch. So ist das auch am 3. Oktober. Dann trifft man sich „unter der Eiche“; es gibt verschiedene Beiträge, es wird Geld gesammelt, und am Ende kommt alles einem guten Zweck zugute. Ein schöner Brauch. Der hannoversche Historiker Prof. Carl-Hans Hauptmeyer hat den Pattenser mal als „leicht rückständig, aber vorausschauend“ charakterisiert. Ich finde, das trifft es ganz gut. Pattensen ist mit rund 15 000 Einwohnern die kleinste Regionskommune, wenn auch knapp. Was sagen Sie einem Hannoveraner, der Pattensen als „Dorf“ bezeichnet? Dem sage ich, dass dieses Dorf mit 1025 Jahren wesentlich länger die Stadtrechte hat als die Stadt Hannover, die gerade 750 Jahre aufweist. Wir hatten auch das Münzprägerecht. In Pattensen ist das Haus Hannover zu Hause, Ernst August und Caroline sind Bürger der Stadt Pattensen. Von der Einwohnerzahl liegen wir nur um 150 hinter Wennigsen, weshalb ich diese schöne rote Laterne immer noch hier habe (deutet auf eine rote Messinglaterne hinter seinem Schreibtisch). Die würde ich natürlich gerne mal los. Es gibt Leute, die empfinden die Bezeichnung „Dorf“ als Kompliment. Die Pattenser sind dann auch nicht beleidigt, sondern stolz auf ihre dörflichen Strukturen. Hier gibt es Ortsteile, da wird am Wochenende der Bürgersteig noch gefegt. Bei aller Idylle treiben auch Pattensen verschiedene Streitthemen um: der Streit um Geflügelmastställe, um Windräder, um ein Neubaugebiet. Welches gefährdet am ehesten den Dorffrieden? Na ja, die Diskussion zum Thema Geflügelhaltung wird schon sehr emotional geführt, und manchmal auch nicht sachorientiert. Der betroffene Bauer musste sich mitunter üble Dinge anhören. Sind Sie von der Wucht des Protestes überrascht? Ich verstehe jeden Einzelnen in dieser Diskussion, auch den Landwirt. Er hat mir auch berichtet, was ihm so alles widerfahren ist, und privat habe ich meine Meinung dazu. Jetzt haben Sie auf der einen Seite einen Bauern, der berechtigte Ansprüche hat, auf der anderen Seite Anwohner, die verständliche Vorbehalte gegen einen riesengroßen Putenstall vorbringen. Wie positionieren Sie sich da? Wir haben als Stadt die Rechtslage zu beurteilen, da können wir nicht nach Nasenfaktor vorgehen. Alle Beteiligten sind Bürger, auch der Landwirt ist ein Bürger der Stadt Pattensen. Dagegen stehen mittlerweile gut 2500 Unterschriften, auch das muss ernst genommen werden. Dennoch müssen wir uns an geltendes Recht halten, und da ist die Region für die Genehmigung einer solchen Anlage zuständig. Und wenn der Landwirt unter 40 000 Tieren bleibt,

Die Region Hannover wird in diesem Jahr 10 Jahre alt – ein schöner Anlass, alle Städte zu besuchen. Heute und morgen stellen wir Pattensen vor.

Günther Griebe …
… ist seit 1998 als hauptamtlicher Bürgermeister von Pattensen tätig. Zuvor war der Sozialdemokrat dies bereits zwei Jahre ehrenamtlich. Er wurde 2006 für weitere acht Jahre gewählt, seine Amtszeit endet 2014. Griebe, der im Mai seinen 65. Geburtstag feiert, stammt aus Celle, lebt aber seit 1972 in Pattensen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder sowie drei Enkel.

Ein wichtiger Baustein ist die angestrebte Aufstockung der Kooperativen Gesamtschule um eine gymnasiale Oberstufe. Wie wichtig ist dieses Projekt? Das ist für uns von sehr großer Bedeutung. Bisher haben wir ein Angebot bis zur 10. Klasse, und danach müssen die Kinder die Schule wechseln und sich anderswo neu einfügen. Da ist es doch normal, dass Eltern sie von vornherein auf eine Schule schicken wollen, auf der sie bis zum Abitur bleiben können. Abgesehen davon muss die Stadt für jeden Schüler, der in einer anderen Stadt beschult wird, eine Art Schulgeld bezahlen, in diesem Jahr kommen wir dafür auf 380 000 Euro. Allein mit diesem Betrag könnten wir eine ganze Menge an der Schule machen. Wie ist der Stand der Dinge bei der Umsetzung der Aufstockung? Wir sehen gute Chancen. Wir haben seit drei Jahren beständig hohe Schülerzahlen, der Antrag ist gestellt. Natürlich müssten wir im Erfolgsfall eine Menge investieren. Die Diskussion läuft. Auch für ältere Menschen hat sich in Pattensen viel getan. Bis vor sechs, sieben Jahren hatten wir kein Seniorenheim in der Stadt, mittlerweile haben wir zwei. Beide zusammen bieten fast 200 Betten, dazu entstehen jetzt zehn Stiftswohnungen. Das bietet auch Familien die Möglichkeit, ihre Eltern weiter in der Nähe zu behalten – und älteren Leuten die Chance, in ihrer Heimatstadt wohnen bleiben zu können. Pattensen ist bekannt als Großmacht des Motoballs, spielt seit Jahren in der Bundesliga. Wie hoch müsste der Überschuss im Haushalt sein, damit Sie eine Hightech-Motoball-Arena bauen? Ach, der Motoball würde an Attraktivität verlieren, wenn man ein Stadion bauen würde. Mittlerweile wird ja auf Asphalt gespielt, aber ich fand es auf Asche am schönsten, wo wegen des Staubes hin und wieder gewässert werden musste, damit man die Spieler noch sah. Also kein Sekt am Spielfeldrand? Nein, zum Motoball gehören Bier und Bratwurst.
Interview: Felix Harbart

dann gilt sein Stall noch als landwirtschaftliche Anlage und ist in Pattensen genehmigungsfähig.
Im Ortsteil Schulenburg gab es eine Diskussion, die wir womöglich häufiger erleben werden: Bürger und Stadt haben sich gegen die Höhe der Windräder eines Windparks gewehrt, obwohl niemand mehr Atomstrom will. Ist das nicht eine Haltung nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht nass? Dort waren ja nicht nur die Windräder strittig, sondern auch die Verlegung einer 380-Kilovolt-Leitung, die den Ökostrom transportiert. Als Stadt haben wir uns dieser Technologie nie verweigert. Aber sehen Sie: Jetzt stehen die Räder da, und die Aufregung hat sich gelegt. Im Hauptort füllten sich Neubaugebiete in den vergangenen Jahrzehnten sehr gut, in Mitte-Nord stagniert das Wachstum jetzt. Ist Pattensen an den Grenzen des Wachstums angekommen? Einer Studie zufolge werden wir noch bis 2025 Wachstum haben, um fünf bis zehn Prozent gegenüber heute. Eine andere Studie sagt voraus, dass wieder mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen werden. Fest steht, dass wir bei meiner Amtsübernahme 1996 13 600 Einwohner hatten, jetzt sind wir bei 14 700. Die 15 000 würde ich gerne errei-

chen, schon um die rote Laterne loszuwerden.
Woher nehmen Sie die Hoffnung, dass der Zuspruch wieder zunehmen wird? Der Rechtsstreit wird ja irgendwann zu Ende sein. Nachdem wir eine erfolgreiche Mediation vor Gericht hatten, war ich der Meinung, das sei schon der Fall. Im Ortsteil Koldingen steht seit Jahrzehnten am Rand der Bundesstraße 443 ein Schild: „B 443 muss am Ort vorbei.“ Machen Sie den Bürgern dort noch ernsthaft Hoffnung darauf, dass eine Umgehungsstraße kommen wird? Ich wäre ein schlechter Bürgermeister, wenn ich das nicht täte. Die Hoffnung muss man haben, und man kann sie begründen. Die Koldinger Bürgerinitiative hat nämlich vollkommen recht: Da fahren täglich 26 000 Autos durch, ein Drittel davon ist Schwerlastverkehr … … aber beim Bund bewegt sich gar nichts. Das Ganze hängt mit Geld zusammen. Wie lange kämpfen die Arnumer schon für eine Umgehung der B 3? Voraussetzung ist natürlich, dass Landwirte Flächen abgeben, und denen etwas abzunehmen, wird nicht ganz einfach sein. Vor zehn Jahren entstand mit Getöse ein Wal-Mart, jetzt ist er schon seit Jahren

weg, und die Stadt ärgert sich über eine ungenutzte Riesenhalle. Was lief schief? Schiefgelaufen ist, dass Wal-Mart zurück in die USA gegangen ist. Die Fläche des Marktes mit 14 000 Quadratmetern war damals viel zu groß konzipiert, das ist eine Altlast, die ich geerbt habe. Damals schien es, als sei Wal-Mart ein Segen, aber die Philosophie hat nicht ins Calenberger Land gepasst. Den Pattensern hat das amerikanische System nicht gefallen, dass da Leute standen und den Einkauf in Tüten gepackt haben. Das war hier fehl am Platz. Aber jetzt fehlt Ihnen ein Supermarkt, und Sie haben eine Riesenhalle zu viel. Pattensen deckt nur 50 bis 60 Prozent seiner Lebensmittel-Grundversorgung selbst ab, für alles Weitere müssen die Leute nach Hemmingen oder Laatzen ausweichen. Die Metro hat das Areal ja übernommen, aber bisher haben wir da nur eine Hinhaltetaktik erlebt. Was wollen Sie tun, um die Versorgung zu verbessern? Wir streben eine Änderung des Flächennutzungsplans durch die Region in der Weise an, dass wir dort eine kleinere Fläche ausweisen können. Wir haben schon Signale von einem anderen Anbieter, der dort einen Supermarkt bauen will, aber wir brauchen andere Flächen. Ich kann

meine Bürger in der Sache nicht mehr länger hinhalten, ich will für eine Versorgung von 100 Prozent sorgen.
Kommen wir zu Erfreulicherem: Von älteren Pattensern hört man, mit der jungen Familie vor Jahren hergezogen zu sein, sei das beste, was ihnen hätte passieren können. Warum gilt das aus Ihrer Sicht noch heute? Wir bieten jungen Familien alles, was sie brauchen. Natürlich kein Theater, Kino oder keine Disko. Aber dafür ausreichend Kindergartenplätze. Wie sieht es mit Krippenplätzen aus? Da können wir den laufenden Bedarf decken … … was Sie von der Stadt Hannover unterscheidet … … und steuern nach, um die Pflichtquote im Jahr 2013 erfüllen zu können. Dazu wandeln wir Kita-Plätze in Krippenplätze um. Und Hortplätze? Auch da können wir insgesamt den Bedarf decken, auch wenn es hier und da mal knirscht. Manchmal müssen Eltern aber von einem Ortsteil in einen anderen fahren. Dazu muss man wissen, dass wir ein extrem reges Vereinsleben haben. Da gibt es für jeden etwas.

Morgen in der HAZ: Die erste Freizeitkarte
Ob Natur oder Kultur, ob zu Fuß oder mit dem Rad – zu jeder Folge erscheinen wertvolle Ausflugstipps und Touren
Die Region feiert Geburtstag – und die HAZ macht ihren Lesern ein Geschenk. Mit einer großen Serie, die die Region von ihrer schönsten Seite zeigt. In der unsere Autoren über ihre Heimat und die Orte in ihrer Nachbarschaft schreiben. Es wird ein Reisebericht über das Innenleben der Region und ihre 21 Gemeinden, über die Menschen in ihren Wohnzimmern und Amtsstuben, über kuriose Begebenheiten. Morgen berichtet Felix Harbart noch einmal aus Pattensen. Er erzählt die Geschichte einer Gitarre, die in der Übungsscheune einer Countryband verglühte. Und er erzählt von einer Familie, deren Sohn auszog, um Fußball zu spielen, und dabei ein bisschen nationales Gemeingut wurde. Natürlich hat unser Autor auch bei der typischsten aller Pattenser Sportarten vorbeigeschaut, und einen Restauranttipp hat er auch parat. Doch wir wollen nicht nur berichten. Wir wollen Sie ermuntern, sich vor Ort von den schönen Seiten der Region zu überzeugen. Als Anregung erwartet Sie jeden Mittwoch ein besonderes Extra, mit dem Sie zum Regionsentdecker werden können: Für jede Gemeinde hat HAZ-Redakteur Bernd Haase, Mitautor unseres Freizeitführers „Fahr Rad!“, eine detaillierte Karte mit einem Tourenvorschlag und zahlreichen Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten für die ganze Familie zusammengestellt. Die Karte liegt morgen, zum Auftakt, Ihrer HAZ bei. Danach ist sie gegen Vorlage des Gutscheincoupons zu erhalten, den Sie jeweils mittwochs auf der Doppelseite der Serie finden. Er kann einfach in den Geschäftsstellen der HAZ und der Heimatzeitungen sowie in allen SparkassenFilialen in der Region eingelöst werden.

DIE KULTURWOCHE IN DER REGION
Radeln in Burgdorf Am heutigen Dienstag lädt der ADFC zur Feierabendradtour. Mit dem Fahrrad wird die Gegend rund um die Stadt erkundet. Die etwa 30 Kilometer lange Tour dauert zwei bis drei Stunden; Treffpunkt ist um 18 Uhr auf dem Spittaplatz in Burgdorf. Wandern durchs Moor Die Infostelle Mardorf bietet am morgigen Mittwoch von 14 Uhr an eine Führung durch das Moor am Steinhuder Meer an, bei der Nutzung und Entstehung des Moores erklärt werden. Startpunkt der etwa zweistündigen Tour ist die Moorhütte Mardorf. Eine Anmeldung ist erforderlich, Telefon (05 03) 68 89. Ein Maulwurf für Kinder Im Schulzentrum Garbsen wird am Donnerstag, 5. Mai, die Geschichte „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ erzählt. Die Theatervorstellungen für Kinder ab vier starten um 9 und 11 Uhr. Geheimnisse der Braukunst Am Sonnabend, 7. Mai, veranstaltet die „Robens Kerker Bräu“ in Springe-Eldagsen ihr Hausbrauereifest mit Führungen und einem Kinderprogramm. Beginn ist um 11 Uhr in der Mittelroder Straße 25. Worte und Jazz mit Biss Klaus Berger arbeitete drei Jahrzehnte als Jazzpianist und Journalist – daraus ist sein musikalischer Satiremix entstanden. Unterstützt von den Hamburger Bop Cats spielt er am Sonntag, 8. Mai, von 11 Uhr an im Hofcafé Rittergut BarsinghausenGroßgoltern. Karten gibt es für 10 Euro (7 Euro ermäßigt) an der Abendkasse. mb

An Leine und Fuchsbachtal führt die Tour in unserer ersten Freizeitkarte über Pattensen.

Die Region von ihrer schönsten Seite

Finn, Archiv (4)

E I n fAc h SpITzE
Uwe Krupp und das deutsche Eishockeyteam überraschen bei der WM P Seite 22

SEITE 21 – dIEnSTAG, 3. MAI 2011 – nR. 102

Sport

VoR dEM Au fSTIEG
Kristina Gluth und Mellendorfs Fußballfrauen wollen heute in die 2. Liga P Seite 22

h A z-T I p p S p I E l

26 Punkte Vorsprung
och zwei Spieltage muss Reinhard Brinkmann beim HAZ-BundesligaTippspiel im Internet die Konkurrenz auf Distanz halten, dann hätte er wie Borussia Dortmund den Titel sicher. 26 Punkte beträgt sein Vorsprung. Das hört sich komfortabel an, doch einen Ausrutscher kann sich der Hannoveraner nicht leisten, denn Michael Krause, Anke Reihs und Matthias Stehn könnten – gute eigene Tipps vorausgesetzt – ihm im Schlussspurt die Meisterschaft noch streitig machen. Spieltagsgewinner am 32. Spieltag war Fabian Engelke aus Steinlah mit 67 Punkten. Er darf sich über ein Trikot von Hannover 96 mit den Unterschriften aller Profis freuen.
die Top 30: 1. Reinhard Brinkmann (Hannover) 1181 Pkt. 2 . Michael Krause (Isernhagen) 1155 3. Anke Reihs (Hannover) 1148 4. Matthias Stehn (Springe) 1145 5. Dennis Nolting (Garbsen) 1136 6. Christian Boese (Hannover) 1129 7. Maik Puls (Wedemark) 1124 8. Meik Matzki (Hannover) 1123 9. Luca Noel Goldammer (Hemmingen) 1116 10. Harun Bastimar (Barsinghausen) 1112 Dominik Nendza (Hannover) 1112 12. Miguel Rebanal (Geesthacht) 1106 Martin Streu (Neustadt) 1106 14. Max Turnier (Hannover) 1104 Andreas Termer (Wennigsen) 1104 16. Andreas Arndt (Springe) 1102 Simone Sega (Senftenberg) 1102 Marius Werner (Hannover) 1102 19. Karsten Sorst (Hannover) 1101 20. Wolfgang Grund (Laatzen) 1100 Jens Behrmann (Hannover) 1100 22. Axel Weidemann (Burgwedel) 1099 Stephan Krampitz (Wunstorf) 1099 24. Philipp Voß (Hannover) 1098 Adrian Wuenschmann (Garbsen) 1098 26. Manfred Röver (Neustadt) 1096 27. Thomas Hüper-Maus (Springe) 1093 28. Dirk Krüger (Hannover) 1091 29. Margret Ewigmann (Nienburg) 1090 30. Wilhelm Westing (Wunstorf) 1089

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Auf zum Schlussspurt!
Noch zweimal Bundesliga: Hannover 96 hofft auf einen Ausrutscher der Bayern / Rechenspiele im Abstiegskampf
Von H eiko R eH beRg Hannover. Das Wichtigste wäre also schon mal geklärt. Zwei Spieltage vor dem Ende der Fußball-Bundesligasaison 2010/2011 steht mit Borussia Dortmund der Meister fest; ein Titelträger, der mit seiner schwungvollen, offensiven und jugendlichen Art der Liga als Aushängeschild guttun wird. Und wann gab es das schon mal: ein Meister, dem alle den Erfolg gönnen und den niemand infrage stellt. Ansonsten sind in der Liga noch alle Fragen offen, wenn auch nicht alle gleich spannend. Ein Blick auf die Brennpunkte im Saisonschlussspurt. übersetzt klingt er besser: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

f u SS bA ll , 1. lIGA
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. Borussia Dortmund Bayer Leverkusen Bayern München Hannover 96 FSV Mainz 05 1. FC Nürnberg SC Freiburg Hamburger SV 1899 Hoffenheim FC Schalke 04 1. FC Kaiserslautern (N) VfB Stuttgart Werder Bremen 1. FC Köln VfL Wolfsburg Eintracht Frankfurt Borussia Mönchengladbach FC St. Pauli (N) 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 22 19 17 18 16 13 13 12 10 11 11 11 9 11 8 9 9 8 6 7 8 3 4 8 5 7 10 7 7 6 11 5 11 7 5 5 4 6 7 11 12 11 14 13 12 14 14 15 12 16 13 16 18 19 64:19 62:43 71:38 45:42 47:37 45:40 41:47 44:50 47:46 36:39 43:48 57:56 43:58 43:61 39:45 30:44 45:64 33:58 72 64 59 57 52 47 44 43 40 40 40 39 38 38 35 34 32 29

Das Duell um die Europa League
Wer begleitet 96 und den Pokalsieger (Schalke 04 oder MSV Duisburg) in die Europa League? Als Kandidaten sind nur noch Mainz 05 oder der 1. FC Nürnberg übrig, wobei die Mainzer angesichts von fünf Punkten Vorsprung das Ziel fast schon erreicht haben.

Der Abstiegskampf
Der FC St. Pauli kann es theoretisch noch auf den Relegationsplatz 16 schaffen, plant aber längst für die 2. Liga. Bei allen anderen Klubs bis zum Tabellenzwölften VfB Stuttgart wird gerechnet, was die Sache im großen Tabellenkeller spannend macht wie lange nicht. Stuttgart, Werder Bremen und der 1. FC Köln brauchen vermutlich nur noch einen Punkt für die Rettung, bleibt dieser aber aus, könnte es auch für einen Klub aus diesem Trio noch ein böses Erwachen geben. Der VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach haben die schlechteren Karten, die Tendenz ist bei den drei Klubs sehr unterschiedlich: Mönchengladbach – lange als Schlusslicht abgeschlagen – und Wolfsburg sind im Aufwind, die Hessen befinden sich spätestens nach dem Abrutschen auf den drittletzten Platz in einer dramatischen Krise mit den typischen Begleiterscheinungen des Abstiegskampfes (wütende Fans, Durchhalteparolen von Trainer Christoph Daum). Statt der erwogenen Flucht ins Trainingslager wird Daum die von den eigenen Anhängern beschimpften Spieler heute wie gewohnt auf dem Gelände der Commerzbank-Arena versammeln: Furchtlosigkeit ist in Krisensituationen nicht die schlechteste Idee. Dass es sich lohnt, nicht zu früh aufzugeben, zeigt das Beispiel Mönchengladbach: Nach dem Sieg in Hannover und mit dem einfachsten Restprogramm hofft die Borussia zumindest auf die Relegationschance: „Wenn wir zweimal gewinnen, reicht’s“, sagt Profi Marco Reus, Siegtorschütze beim 1:0 gegen 96.

Der Kampf um Platz 2
Fünf Punkte Vorsprung hat Bayer Leverkusen vor Bayern München. Diese zu verspielen, wäre für Bayer eine Katastrophe, denn nur der 2. Platz bietet die Garantie, in der Champions League sicher dabei zu sein und früh Planungssicherheit zu haben. Dass die Bayern auf Sticheleien Richtung Leverkusen verzichten, zeigt, dass sie ernsthaft keinen Gedanken daran verschwenden, Bayer den Platz noch abspenstig zu machen. Wegen des schlechteren Torverhältnisses braucht Leverkusen noch zwei Punkte, die angesichts der Gegner (Hamburger Schlaf-Verein und SC Freiburg) aber kein Problem sein dürften. Dann wäre Bayer wieder „Vizekusen“, und dann wäre, so Sportdirektor Rudi Völler, „die Saison überragend“.

Champions League Champions-League-Qual. Relegation Abstiegsplätze Europa League

d E R 3 3 . S p I E lT A G
Schalke 04 – Mainz 05 Werder Bremen – Borussia Dortmund Bayer Leverkusen – Hamburger SV VfB Stuttgart – Hannover 96 VfL Wolfsburg – 1. FC Kaiserslautern Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 1. FC Nürnberg – 1899 Hoffenheim FC St. Pauli – Bayern München Alle Spiele am Sonnabend, 7. Mai, 15.30 Uhr.

Der Zweikampf um den 3. Platz
Der schönste Satz zu dem Thema stammt von Bayern-Torjäger Mario Gomez. „Unsere Meisterschaft ist in diesem Jahr Platz 3“, sagt der Nationalspieler. Diese Platzierung führt in die Champions-League-Qualifikation und ist nicht ohne Risiko, wie Borussia Dortmund 2003/2004 erfahren musste, als gegen den FC Brügge die „Königsklasse“ verpasst wurde. Um überhaupt die Gelegenheit zu bekommen, über den Umweg ans Ziel zu kommen, muss der Rekordmeister Hannover 96 auf Distanz halten. Vier Punkte aus den Spielen gegen den FC St. Pauli und VfB Stuttgart reichen

d E R 3 4 . S p I E lT A G
1. FC Köln – Schalke 04 1. FC Kaiserslautern – Werder Bremen SC Freiburg – Bayer Leverkusen Bayern München – VfB Stuttgart 1899 Hoffenheim – VfL Wolfsburg Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt Hamburger SV – Borussia Mönchengladbach Hannover 96 – 1. FC Nürnberg Mainz 05 – FC St. Pauli Alle Spiele am Sonnabend, 14. Mai, 15.30 Uhr. Die Saison 2011/2012 beginnt am 5. August, der DFB-Pokalwettbewerb eine Woche vorher (29. Juli). Winterpause ist vom 19. Dezember bis 19. Januar 2012, Saisonende ist am 5. Mai 2012.

Steve Cherundolo und 96 wollen Mario Gomez (vorn) und die Bayern nicht freiwillig ziehen lassen. zN dafür, und der Niederländer Arjen Robben spricht aus, was alle in München denken: „Den 3. Platz geben wir definitiv nicht mehr her.“ Das glaubt auch 96-Trainer Mirko Slomka, doch die Saison hat bereits so viele Überraschungen paratgehalten, dass die Hannoveraner mit zwei Siegen in Stuttgart und gegen den 1. FC Nürnberg Gewehr bei Fuß stehen sollten, falls die Bayern doch noch mal stolpern. „Die Chance bleibt, bis es rechnerisch nicht mehr möglich ist“, sagt 96-Kapitän Steve Cherundolo. Der Satz ist nicht so prägnant wie der von Gomez,

Regeln, Preise und mehr auf ...

„Kaisers“ Mondpreis
50 Millionen für Neuer?
München (dpa). Diese Aussage wird den Bayern-Bossen nicht gefallen: Im Poker zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München um Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer hat Ehrenpräsident Franz Beckenbauer über eine RekordAblösesumme für die Bundesliga geplaudert. „Das ist ein Torwart, der hält dir im Jahr 20 Unhaltbare. Man muss alles tun, um ihn sofort zu holen. Wäre ich noch Aufsichtsratsvorsitzender, würde ich jede Summe absegnen. Man sollte, wenn es sein muss, auch 50 Millionen Euro für Neuer bezahlen“, sagte Beckenbauer. Manuel Neuer Sein Nachfolger im Amt, Uli Hoeneß, konterte den „Mondpreis“ mit Verweis auf die Entscheidungsmacht des Vorstandes und dem inzwischen von ihm angeführten Aufsichtsrat: „Franz ist aber nicht an unserer Stelle“, sagte Hoeneß. Bislang teuerster Transfer innerhalb der Bundesliga war der von Mario Gomez vom VfB Stuttgart zu den Münchenern im Jahr 2009. Damals sollen 30 bis 35 Millionen Euro geflossen sein. Der Kontrakt von Neuer beim FC Schalke läuft dagegen schon in einem Jahr aus. Er könnte 2012 ablösefrei den Verein wechseln. l Wechselspiele: Ist das gut für Schalke? Manchester United will morgen im Rückspiel der Champions League (Hinspiel 2:0 für „ManUnited“) gegen den Bundesligisten einige Stammspieler für das Titelrennen in England schonen. Drei Spieltage vor Schluss ist der FC Chelsea in der Premier League auf drei Punkte herangerückt.

Der große Unterschied
Warum die Champions League so attraktiv ist
Hannover (hr). Die Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach hat Martin Kind „abgehakt“, den 3. Platz dagegen noch nicht. Der Klubchef von Hannover 96 hofft an den beiden letzten Spieltagen auf einen Bayern-Ausrutscher, und das aus gutem Grund. Die Champions League – Rang 3 berechtigt zur Qualifikationsrunde für die „Königsklasse“ – ist finanziell wesentlich lukrativer als die Europa League. Für die „Roten“ wäre das Erreichen der Champions League ein Quantensprung, bereits ein Blick auf das Startgeld genügt, um den Unterschied deutlich zu machen. Als Champions-Vertreter würde 96 vom europäischen Fußballverband UEFA 7,1 Millionen Euro überwiesen bekommen, ohne ein einziges Spiel bestritten zu haben. Würde 96 die Gruppenphase der Europa League erreichen, wäre es nur eine Million Euro. Auch bei den Punktprämien gibt es gewaltige Unterschiede: Bereits ein schmuckloses 0:0 in Europas Premiumklasse bringt stolze 400 000 Euro, in der Europa League gibt es für dieses Ergebnis gerade einmal 70 000 Euro. Solange es rechnerisch möglich ist, an den Bayern vorbeizuziehen, erwartet Kind deshalb, dass die 96-Mannschaft alles unternimmt, um das „Platz 3-Wunder“ doch noch zu schaffen. „Jetzt noch mal die Herausforderungen annehmen“, so nennt der Klubchef das. Klappt es am Ende nicht, „haben wir sowieso gewonnen, denn in der Europa League spielen wir auf jeden Fall“, sagt Kind. Reich werden auf internationaler Bühne aber, das geht nur in der Champions League. Das weiß aus Erfahrung natürlich keiner besser als der FC Bayern München, der sich einen Manuel Neuer für 20 Millionen Euro ohne das Geld aus der Champions League nur schwer leisten könnte. In der Vorsaison hatten die Bayern dort 44 Millionen Euro an Prämien eingenommen. Zum Vergleich: Der Hamburger SV bekam in der Europa League 2010 nur rund sieben Millionen Euro überwiesen, obwohl er sich bis ins Halbfinale vorgekämpft hatte.

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Runde Champions League Startgeld 7,1 Mio Euro Siegprämie je Gruppenspiel 800 000 Euro Unentschieden Gruppenspiel 400 000 Euro Runde der letzten 32 – Achtelfinale 3,0 Mio Euro Viertelfinale 3,3 Mio Euro Halbfinale 4,2 Mio Euro Verlierer Finale 5,6 Mio Euro Titelgewinner 9,0 Mio Euro Europa League 1,0 Mio Euro 140 000 Euro 70 000 Euro 200 000 Euro 300 000 Euro 400 000 Euro 700 000 Euro 2,0 Mio Euro 3,0 Mio Euro

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Heftige Provokationen vor dem heutigen „Clasico“ zwischen „Barca“ und Real
Madrid (dpa). Abrechnung im Camp Nou: Als wären die Verbalattacken von RealTrainer Jose Mourinho nicht genug, heizen die Erzrivalen den vierten Klassiker in zweieinhalb Wochen mit einem Videokrieg an. Nie zuvor war die Stimmung vor einem „Clasico“ so gereizt wie vor dem heutigen Halbfinal-Rückspiel in der Fußball-Champions-League zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid (20.45 Uhr, nicht im frei empfangbaren Fernsehen). Das „HassSpiel“ in der vergangenen Woche zeigt immer noch Wirkung. Die „Königlichen“, die das 0:2 aus dem Hinspiel aufholen müssen, machten schon vor der Partie gegen Schiedsrichter Frank De Bleeckere mobil. Der Belgier steht wie der deutsche Wolfgang Stark auf Mourinhos „schwarzer Liste“. In einem Film auf ihrer Webseite werfen sie dem Belgier vor, Barcelona 2010 im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Mourinhos Inter Mailand bevorteilt zu haben. De Bleeckere hatte damals Thiago Motta wegen eines Fouls gegen Sergio Busquets vom Platz gestellt. Der „Barca“-Profi habe aber nur geschauspielert, so Real. Inter verlor mit 0:1, kam aber dank des 3:1 im Hinspiel weiter und holte dann den Titel. „Es ist zu hoffen, dass De Bleeckere nicht auch in dieser Partie in die Falle tappt“, heißt es im Video. „Barca“ veröffentlichte seinerseits ein Video, das unter anderem die Erfolge gegen den Erzrivalen in den jüngsten „Clasicos“ zeigt. „Du hast sie leiden und sich freuen sehen, auch in den letzten 90 Minuten werden sie alles geben“, heißt es in dem Film, den Real als Provokation wertete.

Das „Hass-Duell“

Nähere Informationen und Hinweise zu Chancen und Risiken, z. B. Ausfallmöglichkeit des Garantiegebers des Fonds, erhalten Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch in Ihrer Hannoverschen Volksbank eG.

Wittert wieder einmal Verrat: Real-Trainer Jose Mourinho. afp

Quelle: BVI, Stand: Dezember 2010. Risiko marktbedingter Kursschwankungen sowie Ertragsrisiko, Ausfallmöglichkeit des Garantiegebers. Vor Erreichen des Garantietermins kann der Mindestanteilwert von 100,– Euro unterschritten werden. Ausführliche produktspezifische Informationen und Hinweise zu Chancen und Risiken der Fonds in dieser Werbemitteilung entnehmen Sie bitte den aktuellen Verkaufsprospekten, die Sie kostenlos bei allen Volks- und Raiffeisenbanken, über den Kundenservice der Union Investment Service Bank AG, Wiesenhüttenstraße 10, 60329 Frankfurt am Main oder über die Union Investment Luxembourg S.A., die gleichzeitig der Garantiegeber ist, erhalten. Stand: 1. April 2010.
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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Sport

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

kurZ geMelDet Sami Hyypiä hört auf
Fußball: Sami Hyypiä beendet seine Karriere am Ende der Saison bei Bayer 04 Leverkusen. Für die durch den Rücktritt des 105-maligen finnischen Nationalspielers vakante Innenverteidigerposition verpflichtete der Werksklub Ömer Toprak. Der 21-Jährige vom SC Freiburg erhält einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2016. Der Deutsch-Türke folgt seinem Trainer Robin Dutt, der in der kommenden Spielzeit Cheftrainer und Nachfolger von Jupp Heynckes in Leverkusen wird. dpa

Nac hg e fr agt

„Zurückhaltend war keiner von uns“
Herr Pätzold, vor der WM haben Sie im HAZ-Interview gesagt, sie wollen versuchen, möglichst viele Punkte aus den ersten beiden Spielen mitzunehmen. Hatten Sie damit gerechnet, dass es sechs werden? (lacht) Da würde ich ja lügen, wenn ich das jetzt sagen würde. Ich hatte gehofft, dass wir uns vielleicht irgendwo in die Verlängerung retten und so einen oder zwei Punkte holen. Dass wir jetzt alle sechs Punkte geholt haben ist fast nicht zu fassen.

Sahin auf Sprung zu Real
Fußball: Die Anzeichen für einen Wechsel von Nuri Sahin von Borussia Dortmund zu Real Madrid verdichten sich. Wie die spanische Zeitung „Marca“ gestern berichtete, hat Real mit dem Mittelfeldspieler des neuen deutschen Meisters eine Einigung erzielt. Demnach stünden nun die Verhandlungen der Klubs über die Höhe der Ablöse an. Im Gespräch seien zehn Millionen Euro. Dem Vernehmen nach enthält der bis 2013 datierte Vertrag von Sahin mit dem BVB eine Ausstiegsklausel, die einen vorzeitigen Vereinswechsel ermöglicht. dpa

Dimitri Pätzold, deutscher nationaltorwart von den Scorpions

Deutsch-spanische Duelle
Handball: Deutsch-spanische Duelle gibt es im Halbfinale der Champions League. Bundesliga-Spitzenreiter HSV Hamburg muss gegen Ciudad Real antreten, die Rhein-Neckar Löwen spielen gegen den Vorjahresfinalisten FC Barcelona um den Einzug ins Endspiel beim „Final Four“ in Köln. Damit kann es beim EndrundenTurnier am 28. und 29. Mai zu einem deutschen Finale kommen. Im Europacupfinale der Pokalsieger reist der Titelverteidiger VfL Gummersbach zunächst zum französischen Überraschungsteam Tremblay HB (14./15 Mai). Im EHF-Pokalfinale hat Frisch Auf Göppingen zunächst Heimrecht gegen den TV Großwallstadt (14./15. Mai). dpa

Sind Sie gegen die Slowaken ein bisschen nervös geworden, als es nach der 4:0-Führung plötzlich 4:3 stand? Ja, natürlich macht man sich Sorgen, wenn der Gegner aus einem 4:0 ein 4:3 macht. Die Slowaken sind aber mit den Zuschauern im Rücken auch wie die Feuerwehr gekommen. Und es war ja auch nicht irgendwer, gegen den wir da gespielt haben, sondern eine sehr gute Mannschaft. Haben Sie sich nach dem Spiel auch ein oder zwei Feierbiere gegönnt? Ja, im Hotel. Sind Sie denn ein Typ, der in solchen Situationen auch einmal aus sich herausgeht, oder sind Sie eher zurückhaltend? Zurückhaltend war nach dem Spiel keiner von uns. Es war sehr emotional in der Kabine, und es hat sich toll angefühlt. Aber wir wissen auch, dass es bei der WM noch weitergeht, deshalb sind wir nach dem Spiel auch nicht in die Stadt gezogen. Wäre es denn angesichts der Ausgangsposition eine große Enttäuschung, wenn Sie jetzt nicht das Viertelfinale erreichen würden? Natürlich wollen wir jetzt ins Viertelfinale. Gegen Slowenien wird wieder Dennis Endras im Tor stehen, der gegen Russland wie Sie gegen die Slowakei eine starke Leistung gezeigt hat. Ist schon geklärt, ob die Torwartrochade auch in der Zwischenrunde weitergeht? Ich weiß nur, dass in der Zwischenrunde auch zunächst jeder von uns ein Spiel bekommt. Welches das bei mir sein wird, weiß ich nicht – aber das ist mir auch egal.
Interview: Björn Franz

Bundestrainer Uwe Krupp (vorne) führt das deutsche Team wie schon bei der Heim-WM im vergangenen Jahr auch in der Slowakei von Erfolg zu Erfolg.

dpa

3. Platz für Brüsewitz
Voltigieren: Platz 3 im Weltcupfinale sicherte sich Viktor Brüsewitz (PSG Habighorst Bordenau) auf Airbus. In Leipzig erreichte der 21-Jährige nach zwei Umläufen die Wertnote 8,017. Geschlagen geben mussten sich der Schloss Ricklinger und Longenführerin Irina Lenkeit (Bissendorf-Wietze) nur dem Schweizer Patric Looser und Europameister Nicolas Andreani (Frankreich). Für Brüsewitz war dies ein sensationeller Erfolg zu Beginn der Saison, der auch Cheftrainerin Ulla Ramge zufriedenstellte: „Er hat die Erwartungen voll erfüllt.“ Ebenfalls Platz 3 im Großen Preis der Jungen Reiter sicherte sich Annkathrin Heydenreich (RFV Isernhagen) auf African Queen mit einem Zeitfehler in 82,69 Sekunden beim Maimarkt Turnier von Mannheim. ye

Das deutsche Eishockey-Nationalteam feiert bei der WM den ersten Gruppensieg seit 1933
Von B jörn f ranz Bratislava. Als Uwe Harnos am Sonntagabend aus der Kabine der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft kam, schüttelte er lachend den Kopf. „Die drehen völlig durch“, erklärte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nach seiner kurzen Stippvisite bei der spontanen Feier in den Katakomben der Arena von Bratislava. Mit dem 4:3-Erfolg über Gastgeber Slowakei hatten die Deutschen zuvor wie im Rausch für ihren zweiten Coup bei der WM nach dem 2:0-Auftaktsieg über Rekordweltmeister Russland gesorgt – und damit nahtlos an die grandiose Vorstellung bei der Heim-WM im vergangenen Jahr angeknüpft. Auch wenn die Wiederholung des sensationellen 4. Platzes aus dem Vorjahr noch ein ganzes Stück entfernt ist, hat die Mannschaft des scheidenden Bundestrainers Uwe Krupp schon jetzt einen riesigen Erfolg gefeiert. Der Gruppensieg vor zwei der großen Goldfavoriten – der erste seit 1933 – steht bereits vor dem bedeutungslos gewordenen letzten Vorrundenspiel heute (16.15 Uhr/live bei Sport1) gegen Slowenien fest. Und angesichts der Tatsache, dass die Deutschen die sechs Punkte aus den beiden Partien gegen Russland und die Slowakei mit in die Zwischenrunde nehmen, ist das Erreichen des Viertelfinals ebenfalls schon in greifbarer Nähe. Zumal das DEB-Team sich bei den beiden Überraschungssiegen beeindruckend abgeklärt und effektiv zeigte. Innerhalb von 20 Minuten erspielte es sich am Sonntag durch Tore von Marcel Müller (25.), dem ehemaligen Hannoveraner John Tripp (34.), Frank Hördler (37.) und Felix Schütz (45.) einen 4:0-Vorsprung und schockte damit gleichermaßen das mit aktuellen und ehemaligen Stars aus der nordamerikanischen Profiliga NHL gespickte slowakische Team wie die 9303 Zuschauer. Diese wurden angesichts der Aufholjagd ihrer Mannschaft im letzten Drittel, in dem Ladislav Nagy (46.), Josef Stümpel (48.) und Pavol Demitra (53.) für den Favoriten auf 3:4 verkürzten, zwar noch einmal richtig laut, aber letztlich ließ sich der im Sommer zu den Hannover Scorpions zurückkehrende Dimitri Pätzold im deutschen Tor nicht noch ein viertes Mal überlisten. Als die Schlusssirene die verzweifelten Bemühungen der Gastgeber beendete, die Niederlage doch noch abzuwenden, verschwand Pätzold in einer Jubeltraube. Und derart euphorisiert rutschte dem Ingolstädter Schütz sogar eine Kampfansage an die etablierten Nationen heraus. „Wenn wir diese beiden Mannschaften geschlagen haben, können wir auch jede andere Mannschaft schlagen“, erklärte der Torschütze, der mit dem deutschen Team in der Zwischenrunde von Freitag an auf Weltmeister Tschechien, Finnland und entweder Lettland oder Dänemark treffen wird. Und schon ein weiterer Sieg würde dabei den Viertelfinaleinzug bedeuten. Doch der Bundestrainer will davon vorerst noch gar nichts wissen. Auch in der Stunde des Triumphes warnte Krupp fast gebetsmühlenartig davor, ins Träumen zu geraten. „Für uns ist es ganz wichtig, dass wir bodenständig bleiben“, sagte der 45-Jährige. „Wir haben jetzt zwei gute Spiele gespielt, wir sind gerade am Anfang.“ Dazu passt es auch, dass Krupp im vor Turnierbeginn als mögliches „Abstiegsendspiel“ eingestuften Duell gegen Slowenien, dessen Ausgang nun völlig egal ist, heute Nachmittag turnusmäßig wieder den im Sommer in die NHL wechselnden Dennis Endras zwischen die Pfosten stellen wird. Statt seinen Spielern mit der möglichen Nominierung der Wolfsburger Nummer 3, Jochen Reimer, das Signal zu geben, einen Gang zurückzuschalten, fordert der ehemalige Weltklasseverteidiger weiter volle Konzentration. Doch unabhängig davon, wie weit der Siegeszug die Deutschen in der Slowakei noch führen sollte, wird die Aufgabe für Harnos in den kommenden Wochen angesichts des bisherigen Turnierverlaufs immer schwerer. Denn der DEB-Chef muss nach den Titelkämpfen einen Nachfolger für den als Trainer und Sportdirektor zum Erstligisten Kölner Haien wechselnden Krupp finden, dessen Fußstapfen mit jedem Erfolg immer größer werden. Da zudem Wunschkandidat Ralph Krüger noch bis zum Sommer 2012 als Kotrainer beim NHL-Klub Edmonton Oilers unter Vertrag steht, läuft alles auf eine Übergangslösung hin. Doch darüber wollte Harnos im Rausch des Triumphes wohl lieber gar (mit dpa) nicht länger nachdenken.

Wie im Rausch

Matchball Nummer 1
Frauenfußball: In seinem ersten von noch drei Spielen in der Regionalliga kann der MTV Mellendorf mit einem Auswärtssieg beim Tabellenletzten SG Jesteburg/Bendestorf heute (20 Uhr) vorzeitig Meister werden und den Aufstieg in die 2. Liga besiegeln. Auf die beruflich verhinderten Jessica Arend, Franziska Unzeitig und Besarta Shabani muss Trainer Harald Seybusch am Abend verzichten. Für die nächste Spielzeit sind bereits die beiden 16 Jahre alten Auswahlkickerinnen Franziska Ippensen (Eintracht Northeim) und Elisa Schneider (SC Bad Neuenahr) verpflichtet worden. dh

Da s W M -a Bsc h N e iD e N D e r D e B -au sWa h l
1972 1973 1973 1975 1976 1977 1978 1979 1981 1982 1983 1985 1986 1987 1989 1990 1991 1992 5. Platz 6. Platz (Abstieg in die B-Gruppe) 3. Platz (B-WM) 2. Platz (B-WM, Aufstieg) 6. Platz 7. Platz 5. Platz 6. Platz 7. Platz 6. Platz 5. Platz 7. Platz 7. Platz 6. Platz 7. Platz 7. Platz 8. Platz 6. Platz 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 5. Platz 9. Platz 9. Platz 8. Platz 11. Platz 11. Platz (Abstieg) 4. Platz (B-WM) 1. Platz (B-WM, Aufstieg) 8. Platz 8. Platz 7. Platz 9. Platz 15. Platz (Abstieg) 1. Platz (B-WM, Aufstieg) 9. Platz 10. Platz 15. Platz 4. Platz

Auf den Spuren von Vikingstad
Hannover (bj). Die Umgebung sollte Motivation genug sein. Denn als die fünf Talente, die beim Casting des Eishockey-Erstligisten Hannover Scorpions in die 2. Runde gekommen sind, gestern Nachmittag ihr gemeinsames Haus betraten, staunten sie nicht schlecht. Dennis Szygula, Arthur Lemmer, Karan Moallim, Artur Grass und Stefan Streser bezogen nämlich in Berkhof die ehemalige Unterkunft des langjährigen Scorpions-Spielmachers Tore Vikingstad. Doch viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, haben die fünf Stürmertalente nicht. Schon heute steigen sie in das harte Sommertraining ein, in dessen Anschluss Ende Juni die beiden Finalisten von „Generation Hockey“ ausgewählt werden, die auf einen Profivertrag bei den Scorpions für die kommende Saison hoffen dürfen. Und der erste Härtetest wartet bereits am kommenden Sonntag auf die Kandidaten: Sie starten beim Hannover-Marathon und müssen dabei schon einmal beweisen, dass sie Durchhaltevermögen besitzen.

Jankowski startet durch
Leichtathletik: Allein an der Spitze ist Christof Jankowski gelaufen. Beim 15.Misburger Volkslauf drehte der Sportler von Hannover 96 einsam seine Runden am Sonnensee und kam nach 9,4 Kilometern und 32:18Minuten deutlich vor Jürgen Macke (LG Hannover/32:50) ins Ziel. Schon auf Rang 8 der 163 Starter in diesem Rennen der „Laufpass“-Serie erreichte Ulrike Dreißigacker (96) nach 35:29 Minuten das Ziel. Damit ließ sie in der Frauenwertung ihre Vereinskollegin Gwendolyn Mewes (36:24) klar hinter sich. Den Fünf-Kilometer-Wettbewerb gewannen Sina Zelman (96/22:51) und der A-Jugendliche Sven Christian Bornemann (20:00) aus Osterwald. Insgesamt kamen 286 Teilnehmer ins Ziel. mab

gruppe a
Slowenien – Deutschland Slowakei – Russland 1. Deutschland 2. Slowakei 3. Russland 4. Slowenien heute, 16.15 Uhr heute, 20.15 Uhr 2 2 2 2 6:3 6:5 6:6 5:9 6 3 3 0

gruppe B
Kanada – Schweiz Frankreich – Weißrussland 1. Kanada 2. Schweiz 3. Frankreich 4. Weißrussland heute, 16.15 Uhr heute, 20.15 Uhr 2 13: 2 6 2 5: 1 5 2 1:10 1 2 2: 8 0

gruppe c
USA – Norwegen Schweden – Österreich 1. USA 2. Norwegen 3. Schweden 4. Österreich 2 2 1 1 4:2

gruppe D
Tschechien –Dänemark Lettland – Finnland 1. Tschechien 2. Finnland 3. Lettland 4. Dänemark 2 1 1 2 6:0

9:3 7:8 4:5 1:5

6 2 1 0

10:2 5:1 2:4 1:11

6 3 0 0

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D r i t t e

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sport iN ZahleN
BasketBall Nordamerikanische profiliga NBa, Viertelfinal-Play-off („best of seven“), Miami – Boston 99:90 (Stand 1:0), Oklahoma City – Memphis 101:114 (0:1). eishockey Nordamerikanische profiliga Nhl, Viertelfinal-Play-off („best of seven“): Washington – Tampa Bay 2:3 n.V. (Stand 0:2), San Jose – Detroit 2:1 (2:0). fussBall Nachholspiele, Landesliga: TSV Mühlenfeld – TSV Burgdorf, TuS Kleefeld – SSG Halvestorf /H., SV Holzminden – TSV Pattensen, VfL Bückeburg – TSV Stelingen, TuS Wettbergen – 1. FC Wunstorf. Bezirksliga 2: TuS Altwarmbüchen – TSV Engensen (alle heute, 19 Uhr). teNNis Wta-turnier in Madrid, 2. Runde: Santonja (Spanien) – Petkovic (Darmstadt) 6:2, 7:6 (7:5).

Dicht dran an Überraschung
Wasserball: Dieses Spiel war nicht nur aufgrund der 29 Tore außergewöhnlich. Beim 13:16 zwischen Deutschland und Ungarn in der EM-Qualifikation kamen mit Mandy Zöllner (1 Tor), Carmen Gelse (1), Jasmin Krieter (2), Theresa Klein (1) und Tatjana Steinhauer gleich fünf Spielerinnen vom Hannoverschen SV zum Einsatz. In der Spitzenpartie der Gruppe A übernahm der Olympiavierte mit nun neun Punkten die Führung vor den Deutschen (6), die in Wuppertal nach einem 7:14-Rückstand beinahe noch eine Überraschung geschafft hätten. „Beim nächsten Mal sind die Ungarinnen fällig“, sagte Spielführerin Gelse. wgp

Die Aufstiegsentscheidung fällt wohl vor Gericht
pannend ist das Aufstiegsrennen in der Bezirksliga Hannover 1 in dieser Saison eigentlich nur abseits des Spielfeldes. Sportlich hat sich der STK Eilvese den Aufstieg in die Landesliga bereits am vergangenen Wochenende und damit fünf Spieltage vor Schluss gesichert. Nun entscheidet der Spielausschuss und als letzte Instanz eventuell sogar das Sportgericht, ob der Klub in der kommenden Saison tatsächlich in der Landesliga kicken darf. Denn es bestehen Zweifel, ob Eilvese die Bedingungen dafür erfüllt hat. Jürgen Wagner, Spartenleiter der Eilveser, sind diese Zweifel bekannt. Und richtig ausräumen kann er sie nicht. „Wir wissen, dass wir im vergangenen Sommer einen Formfehler begangen haben“, sagt Wagner, „so gesehen haben wir die Bedingungen in den ersten Monaten der Saison nicht erfüllt.“ In diesen Monaten nahm der STK nur mit einer Herrenmannschaft, nicht jedoch mit den geforderten zwei Herren- oder Juniorenteams am Spielbetrieb teil. Erst im Winter erkannte man das Problem und wandelte zwei Juniorenmannschaften von einer Spielgemeinschaft in reine Eilveser Mannschaften um. Die Bedingungen für einen Landesligaaufstieg sind nun erfüllt, nur eben mit einiger Verspätung. In den Richtlinien des Niedersächsischen Fuß-

S

fussBall , 2. liga
Cottbus – Augsburg 1. Hertha BSC Berlin (A) 2. FC Augsburg 3. VfL Bochum (A) 4. Greuther Fürth 5. Erzgebirge Aue (N) 6. Energie Cottbus 7. MSV Duisburg 8. 1860 München 9. Fortuna Düsseldorf 10. Alemannia Aachen 11. Union Berlin 12. FSV Frankfurt 13. FC Ingolstadt (N) 14. SC Paderborn 15. Karlsruher SC 16. VfL Osnabrück (N) 17. RW Oberhausen 18. Arminia Bielefeld 32 31 32 32 32 31 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 32 21 18 18 16 15 15 14 14 15 13 10 11 9 9 7 7 7 3 5 7 5 9 8 6 7 9 4 8 9 5 9 9 9 7 7 7 6 6 9 7 9 10 11 9 13 11 13 16 14 14 16 18 18 22 65:27 54:23 43:33 42:25 38:35 59:46 49:34 47:32 45:37 56:56 33:40 41:50 39:44 28:42 42:68 38:59 28:58 25:63 68 61 59 57 53 51 49 49 49 47 39 38 36 36 30 28 28 13

Jürgen Wagner (li.) und Thorsten Schuschel. ball-Verbandes (NFV) steht jedoch, dass diese geforderten Mannschaften in der kompletten Saison am Spielbetrieb teilgenommen haben müssen. Und genau um diesen Passus wird nun gestritten. Der Spielausschuss des Bezirks Hannover, das bestätigte dessen Vorsitzender Thorsten Schuschel, tendiere derzeit dazu, Eilvese das Aufstiegsrecht zuzusprechen. Heute Abend wird der Bezirksvorstand abschließend darüber beraten. Sollte auch dort eine Entscheidung pro Eilvese gefällt werden, droht zum Saisonende möglicherweise ein Rechtsstreit. Der SC Uchte, derzeit Tabellenzweiter in der Bezirksliga 1, ist nämlich durchaus gewillt, das Eilveser Aufstiegsrecht anzufechten – und beim NFV räumt man einer solchen

Klage durchaus gute Chancen ein, die Verbandsstatuten seien schließlich für alle untergeordneten Organe bindend . „Zuerst wollen wir die sportlichen Voraussetzungen schaffen und Zweiter werden“, sagt Uchtes Spartenleiter Jürgen Götze. Und wenn das gelingt? „Dann besteht die Möglichkeit, dass wir unser Recht vor dem Sportgericht einklagen werden. Wir stecken viel Geld in unsere Jugendarbeit. Wenn dann ein anderer Klub diese Voraussetzungen nicht erfüllt, muss er eben in den sauren Patrick Hoffmann Apfel beißen.“

„torfabrik“ Menges geht
Für die Gegner des FC Neuwarmbüchen ist es eine gute Nachricht, denn sie haben kommende Saison ein Problem weniger mit dem Isernhagener FußballKreisligisten: Deren Trainer Philip Menges hört am Saisonende aus beruflichen Gründen auf, was vor allem die Verteidiger freuen dürfte: Denn Menges stellte sich ab und zu mal selbst auf, und der Mann hat trotz übersichtlichen Aktionsradius das große Talent, fast immer dort zu stehen, wo der Ball im Strafraum hinfällt. Tore im Doppel- oder Dreierpack waren meist die Folge, und dass Menges Ähnliches auch im Altherrenteam der Neuwarmbüchener gelang, machte es für die Kontrahenten nicht

einfacher. Ein Klub wie die Sportfreunde Aligse zum Beispiel musste in den vergangenen Spielzeiten stets mit beiden Teams gegen den FCN antreten, und tauchte der Name Menges auf dem Spielbogen auf, ahnten sie beim Lehrter Vorortverein bereits Schlimmes für den Ausgang der Begegnungen. Dass Aligse Menges nun gerne als Spieler verpflichten würde, ist verständlich. Sein Nachfolger in Neuwarmbüchen wird der 38-jährige Kai-Uwe Ohde aus Godshorn. Der neue Coach ist derzeit Trainer des HSC Hannover II. Er ist im Besitz der B-Lizenz und bereits im zwölften Jahr als Trainer tätig. Einsätze als Spielertrainer sind nicht vorgesehen. r

sport iM tV
eurosport 12 uhr: Tennis: WTA-Turnier in Madrid 15 uhr: Fußball: „U 17“-EM in Serbien, Serbien – Dänemark 18.45 uhr: Deutschland – Niederlande sport1 16 uhr: Eishockey: WM in Bratislava, Slowenien – Deutschland 19.15 uhr: Handball: Bundesliga, Rhein-Neckar L. – HSV Hamburg 21 uhr: Eishockey: WM in Bratislava, Russland – Slowakei (Alle Sendungen live)

björn Franz
berichtet aus dem „kleinen Fußball“. Haben Sie Anregungen oder Ideen? Dann rufen Sie uns an: (05 11) 5 18 28 47. Oder schicken Sie uns eine E-Mail: sport@haz.de

NR. 102 · DIENSTAG, 3. MAI 2011

Medien

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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WOC HENSC HAU

nlinemedien schreiben sich gerne auf die virtuelle Fahne, schneller zu sein als alle anderen. Radio, Fernsehen oder Zeitung? Alles von gestern, lautet die Devise. Nur das Internet ist am Takt der Zeit – und manchmal sogar einen Schritt voraus. Vor allem wenn US-Elitesoldaten einen Terrorfürsten in Pakistan erschießen. Dann nämlich wird auf den Nachrichtenportalen nicht nur einfach gestorben. Nein, bei einem wie Osama bin Laden darf es schon ein Tod in Echtzeit sein. Kaum war die Nachricht vom Ableben in der Welt, schalteten die Redaktionen ihre erdbeben- und tsunamierprobte Liveberichterstattung an. Beim „stern“ wurde unter „Das Ende Osama bin Die Twitter-Seite von Ladens – der LiveSohaib Athar. rtr ticker“ gestorben, „rp-online“ ließ den Terroristen im „Live-Ticker zum Tod von Osama bin Laden“ das Zeitliche segnen, und der britische „Guardian“ schrieb unter „Osama bin Ladens Tod live“. Dabei gab es an diesem Montag streng genommen nur einen, der sich auf die Fahnen schreiben durfte, vom Terroristentod in Echtzeit berichtet zu haben: Sohaib Athar. Der pakistanische IT-Berater hielt sich in der Nähe von Osamas Anwesen auf, als die US-Soldaten ihre Kommandoaktion starteten. „Ein Hubschrauber schwebt um ein Uhr nachts über Abbottabad (ist ein seltenes Ereignis)“, schrieb er unter dem Twitter-Namen @ReallyVirtual. In den nächsten Minuten berichtete Athar von einer Explosion und dem Absturz eines Hubschraubers in seiner Nähe – allerdings ohne zu ahnen, was sich in der Dunkelheit wirklich abspielte. Erst später dämmerte es ihm: „Jetzt bin ich der Typ, der den Angriff auf Osama live gebloggt hat, ohne es zu wissen.“ Der unfreiwillige Liveticker bescherte Athar jede Menge neue Follower – und eine Flut von Anfragen aus aller Welt, die dem Pakistani irgendwann zu viel wurden. Er schickte schließlich einen flehenden Appell an die Twittergemeinde: „Bin Laden ist tot. Ich habe ihn nicht getötet. Bitte lasst mich jetzt schlafen.“ F RERK S CHENKER

O

+++ Bin Laden stirbt in Echtzeit! +++

Politische Journalisten leben gefährlich – und in TV und Radio dominieren Klatsch, Soaps und Ratgeber
VON E LK E W INDISCH

Pressefreiheit auf Russisch

DIE NAC H RIC HTEN Beste Quote seit 18 Jahren
München: Die komischsten „Tatort“Ermittler sind auch die erfolgreichsten: Kommissar Thiel und Professor Boerne alias Axel Prahl und Jan Josef Liefers bescherten dem ARD-Krimi am Sonntag die höchste Einschaltquote seit 18 Jahren. Die in Münster spielende Folge „Herrenabend“ sahen 11,79 Millionen Menschen, teilte die ARD am Montag in München mit. Damit schaltete jeder dritte Fernsehzuschauer zur besten Sendezeit die ARD ein. Zuletzt hatte 1993 das längst in Rente gegangene Ermittlerduo Kommissar Stoever und Kommissar Brockmöller (Manfred Krug und Charles Brauer) mit 12,83 Millionen Zuschauern ein größeres Publikum. Bereits mit der Vorgängerfolge „Spargelzeit“ hatten der Kommissar und der Gerichtsmediziner eine der besten „Tatort“Quoten seit Jahren geholt. afp

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ikolai Malzew (Name von der Redaktion geändert) ist ein viel beschäftigter Mann: Er koordiniert die Termine für die Korrespondenten eines westlichen TVSenders in Moskau, bereitet die Dreharbeiten vor, bucht Flüge und kocht Kaffee. Malzew ist Produzent, Aufnahmeleiter und Mädchen für alles – wider Willen. Vor acht Jahren schloss er sein Studium der Journalistik mit Auszeichnung ab und träumte davon, sich mit eigenen investigativen Reportagen einen Namen zu machen. Doch auf die zahllosen Bewerbungen, die er bisher schrieb, kam entweder keine oder eine abschlägige Antwort. Denn einen Mann, der offen mit Umweltschützern und der liberalen Opposition sympathisiert, können staatstreue und staatsnahe TV-Sender in Russland nicht gebrauchen. Und andere gibt es in diesem Land schon lange nicht mehr. Im März 2000 zum Präsidenten gewählt, formte Wladimir Putin Russland schon in seiner ersten Amtszeit nach seinem Bilde um. Kritische und unabhängige Berichterstattung störte dabei nur. Als Vorwand mussten meist fadenscheinige Gründe herhalten. Zuerst wurde das Fernsehen glatt gebügelt. Kontroverse, live übertragene Talkshows, politische Satire oder engagierte Reportagen zu brisanten Themen – Markenzeichen der Perestroika und der früheren Jelzin-Ära – mussten Seifenopern, detailverliebter Berichterstattung über Gewaltverbrecher, Filmen zum gleichen Thema und Ratgebersendungen für Hausfrauen Platz machen. Ähnlich öde geht es mittlerweile im Radio zu. Der Dudelfunk mit zweiminütigen Nachrichtenblocks, von denen die Hälfte aus Klatsch besteht, hat landesweit nahezu alle Frequenzen erobert. Bloß nicht anecken, heißt die Devise, die die Programmchefs sich und ihren Mitarbeitern verordnet haben. Gegen den Strich bürsten gelegentlich nur noch ein paar überregionale Printmedien, ganz vorsichtig. Denn das russische Pressegesetz wurde mehrfach drastisch verschärft und das Gesetz zur Extremismusbekämpfung so formuliert, dass der Staat gegen kritische Medien nach dem gleichen Prinzip vorgehen kann wie Konrad Adenauer einst in der deutschen „Spiegel“-Affäre: Die Täter haben wir, die Tat wird sich finden. Die einst millionenstarken Auflagen meinungsbildender Blätter wie der „Iswestija“ sind daher seit Jahren rückläufig. Polemisiert und diskutiert wird nur noch im Internet, in Blogs und sozialen Netzwerken wie LifeJournal. Die Frage ist: Wie lange noch? Geheimdienste sprachen bereits von einer „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ und dachten laut über

Debatte um Wettkönig
Mainz: Der Wettkönig bei der letzten „Wetten, dass ...?“-Sendung hat nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung möglicherweise geschummelt. Am Schulterzucken ihres Freundes Malte Poppinga (28) erkannte Julia Thiele (33) Musiktitel – doch laut „Bild“ soll er ihr dabei geholfen haben. Bei einem Song („Pretty Woman“) habe Poppinga auffällig gehustet und seiner Freundin das Wort „Pretty“ zugeraunt. Moderator Thomas Gottschalk wird in der Zeitung mit den Worten zitiert: „Natürlich schreite ich ein, wenn ich merke, dass ein Kandidat schummelt. Der Einzige, der helfen darf, bin ich. Bei meiner Showmaster-Ehre: Ich habe nix gemerkt oder gehört.“ Ein ZDF-Sprecher betonte, Schummelvorwürfe nach „Wetten, dass ..?“ seien so alt wie die Sendung selbst. dpa

Ein Beispiel für russische Fernsehunterhaltung: Exagentin Anna Chapman wurde mit einer eigenen Fernsehsendung zum Medienstar. Kontrolle des Web und staatliche Regelung nach. Obwohl die russische Verfassung in Artikel 31 das Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit garantiert. Ein Recht, das ein Häuflein Bürgerbewegter in Moskau auf Versammlungen einzuklagen versucht, die von der Stadtregierung meist mit fadenscheinigen Begründungen nicht genehmigt und des Öfteren brutal aufgelöst wurden. In Berichten der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ zum Stand der Pressefreiheit findet sich Russland inzwischen im letzten Drittel der Liste wieder, in der Gesellschaft schwarzafrikanischer Bananenrepubliken und totalitär regierter, zentralasiatischer UdSSR-Nachfolgestaaten. Seit dem Ende der Sowjetunion 1991 wurden in deren Nachfolgestaaten weit mehr als 200 Morde an kritischen Journalisten verübt. Die tödlichen Schüsse auf Anna Politkowskaja im Oktober 2006, die weltweit für Empörung sorgten, sind nur die Spitze des Eisbergs. Kein einziger dieser Morde und die in die Hunderte gehenden Überfälle oder Bedrohungen von Journalisten wurden bisher restlos aufgeklärt. Obwohl sie das internationale Russlandbild ramponieren. Eine Besserung der Lage ist trotz ein-

afp

schlägiger Sonntagsreden von Präsident Dmitri Medwedew wenig wahrscheinlich. Experten befürchten, die staatliche Gängelung werde angesichts nahender Wahlen eher zunehmen.

Anklage in KI.KA-Affäre
Erfurt: In der millionenschweren Betrugsaffäre beim ARD/ZDF-Kinderkanal (KI.KA) hat die Staatsanwaltschaft Erfurt den ehemaligen Herstellungsleiter angeklagt. Die Ermittler werfen ihm Bestechlichkeit und Untreue in 48 besonders schweren Fällen vor. Er soll über knapp fünf Jahre hinweg mit 61 Scheinrechnungen einer Berliner Firma mehr als 4,6 Millionen Euro abgezweigt haben. Von der Firma, die keinerlei Leistung erbrachte, habe er dafür im Schnitt 57,5 Prozent der Summe für sich erhalten. Wegen weiterer Verdachtsfälle über 200 000 Euro Schmiergeld und Sachleistungen wie Flüge sei ein weiterer Haftbefehl gegen ihn erlassen worden. dpa
E-Mail: medienseite@haz.de

Verleger verurteilen Angriffe
Die deutschen Zeitungsverleger prangern Angriffe auf die Pressefreiheit an. Es sei unerträglich, wie das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern der Welt ignoriert werde, sagte der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, am Montag in Berlin. Anlässlich des „Internationalen Tags der Pressefreiheit“ am heutigen Dienstag wies Heinen auf die weltweite Verfolgung von Medienmachern hin. Journalisten, Redakteure und Verleger werden nach Angaben des Verbandes verfolgt, verhaftet und ermordet. Publikationen würden zensiert und verboten, Verlage geschlossen, weil sie den jeweiligen Machthabern missliebig seien. „Verstöße gegen die Pressefreiheit geschehen täglich, vor unser aller Augen und auch ganz in unserer Nähe“, sagte der BDZVPräsident. Als Beispiel nannte er das vor wenigen Monaten in Ungarn erlassene Mediengesetz, wonach dortige Medien bei Androhung hoher Geldbußen „politisch ausgewogen“ zu berichten hätten. Insgesamt wurden laut Angaben des Verbandes im vergangenen Jahr 58 Journalisten und Medienmacher bei der Ausübung ihres Berufes getötet. kna
H Spielfilm A Schwarz-weiSS

Das Fernsehprogramm am Dienstag, 3. mai arD ZDF
5.30 morgenmagazin 9.05 rote rosen 10.00 heute 10.03 brisant 10.30 Die geerbte familie. tV-Drama, D 2011 12.00 heute 12.15 arD-buffet. zuschauerfragen zum thema: Urlaubsplanung / Jörg Sackmann bereitet heute zu: crevettenravioli mit limetten-ingwer-Sud. Gast: experte: prof. Dr. Joachim bauer (internist) 13.00 mittagsmagazin 14.00 Tagesschau 14.10 B Rote Rosen telenovela 15.00 Tagesschau 15.10 Sturm der Liebe telenovela 16.00 J Tagesschau 16.10 Giraffe, Erdmännchen & Co. Das tigerbaby ist da 17.00 J Tagesschau 17.15 J Brisant 17.50 Eurovision Song Contest 18.00 B Verbotene Liebe Daily Soap 18.25 Marienhof Daily Soap 18.50 Großstadtrevier kälteeinbruch 19.50 Wetter mod.: claudia kleinert 19.55 Börse im Ersten 5.30 morgenmagazin. mod.: nicole Diekmann, Jochen breyer, anja heyde, wulf Schmiese 9.05 Volle kanne – Service täglich. mod.: ingo nommsen 10.30 lena – liebe meines lebens. kapitel 147. telenovela 11.15 reich und Schön. Daily Soap 11.35 reich und Schön. Daily Soap 12.00 heute 12.15 drehscheibe Deutschland 13.00 mittagsmagazin 14.00 heute – in Deutschland 14.15 Die Küchenschlacht Johann lafer sucht den Spitzenkoch. kochshow 15.00 heute 15.05 Topfgeldjäger kochshow 16.00 heute – in Europa 16.15 J B Herzflimmern – Die Klinik am See Daily Soap 17.00 J heute – Wetter 17.15 hallo deutschland 17.45 J Leute heute magazin moderation: karen webb 18.00 SOKO Köln ein klarer fall. krimiserie 19.00 J heute 19.25 B Die Rosenheim-Cops Der tod des Gerechten. krimiserie

G zweikanalton

J Untertitel

C Dolby

B hDtV

nDr
6.00 tietzers Scheune 6.45 maretV kompakt 6.55 Sesamstraße 7.20 rote rosen 8.10 Sturm der liebe 9.00 nordmagazin 9.30 hamburg Journal 10.00 Schleswig-holstein magazin 10.30 buten un binnen 11.00 hallo niedersachsen 11.30 hollywoods schlaue füchse 12.15 in aller freundschaft 13.05 typisch! 13.35 brisant 14.00 J NDR aktuell 14.15 Bilderbuch härtsfeld – Schwäbische alb 15.00 J NDR aktuell 15.15 Unterwegs im Süden Afrikas Von reddersburg nach Durban 16.00 J NDR aktuell 16.10 Mein Nachmittag 17.10 Verrückt nach Meer tasmanische träume 18.00 Niedersachsen 18.00 18.15 J NaturNah ein Spielplatz für Großkatzen 18.45 J DAS! DaS! forscht: dreidimensionales Sehen. zu Gast: mary roos (Schlagersängerin). mod.: hinnerk baumgarten 19.30 Hallo Niedersachsen

rtL
5.35 explosiv. moderation: Janine Steeger 6.00 punkt 6 7.30 alles was zählt. Daily Soap 8.00 Unter uns. Daily Soap 8.30 Gute zeiten, schlechte zeiten. Daily Soap 9.00 punkt 9 9.30 mitten im leben! Dokusoap 10.30 mitten im leben! Dokusoap 11.30 Unsere erste gemeinsame wohnung 12.00 punkt 12. moderation: katja burkard 14.00 Mitten im Leben! Dokusoap 15.00 Verdachtsfälle Dokusoap 16.00 Familien im Brennpunkt Dokusoap 17.00 Betrugsfälle Dokusoap 17.30 Unter uns Daily Soap 18.00 Explosiv moderation: Janine Steeger 18.30 Exclusiv moderation: frauke ludowig 18.45 RTL Aktuell 19.03 Wetter moderation: christian häckl 19.05 Alles was zählt Daily Soap 19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten Daily Soap

sat.1
5.30 frühstücksfernsehen 10.00 britt talkshow. one-night-Stand: ich glaube, das ist Dein kind! 11.00 richterin barbara Salesch. Gerichtsshow 12.00 richter alexander hold. Der Geschäftsmann lutz Schneider soll andreas Stollmann erschossen haben 13.00 britt talkshow. britt deckt auf: Gemeine wahrheiten 14.00 Zwei bei Kallwass beziehungskonflikte im Gespräch claudia ist verzweifelt: ihr adoptivsohn andreas hat ihren leiblichen Sohn lennart mit einem faustschlag zu boden gestreckt 15.00 Richterin Barbara Salesch 16.00 Richter Alexander Hold 17.00 Niedrig und Kuhnt wer hoch steigt, fällt tief 17.30 Live aus Hannover 18.00 Hand aufs Herz telenovela 18.30 Anna und die Liebe telenovela 19.00 K 11 – Kommissare im Einsatz herzschmerz 19.30 K 11 – Kommissare im Einsatz auf eigene faust

arte
6.00 Janine Jansen interpretiert tschaikowsky. Gast: ausführende: Janine Jansen (Violine) 6.45 karambolage 7.00 Global 7.30 yourope 8.00 Der ewige kampf 8.45 X:enius. Überraschung auf dem teller 9.15 Seychellen 10.00 höllentour. Dokumentarfilm, D/ch 2004 12.15 Global 12.45 arte Journal 13.00 mit Schirm, charme und melone 14.00 B Manege frei! elefanten im Spiegel 14.45 B Grüne Hölle tV-Drama, f 2010. mit pierre arditi u. a. regie: pierre boutron 16.15 Der Schatten des Saturn kurzfilm, f 2003 regie: Jean-charles fitoussi 16.55 Kakerlaken! Ein Erfolgsmodell 17.40 X:enius Überraschung auf dem teller. mod.: Dörthe eickelberg und pierre Girard / carolin matzko und Gunnar mergner 18.10 Mit Schirm, Charme und Melone auf wiedersehen, emma 19.00 arte Journal 19.30 B Gartenträume

pro7
7.40 the big bang theory 8.35 how i met your mother 9.25 Scrubs – Die anfänger 10.45 eUreka – Die geheime Stadt 11.40 malcolm mittendrin 12.30 the big bang theory 13.25 how i met your mother 14.15 Scrubs – Die anfänger 14.40 Scrubs – Die anfänger 15.10 Scrubs – Die anfänger 15.40 Scrubs – Die anfänger. comedyserie 16.05 Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits ihr letzter tanz 17.00 taff 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons nur ein aprilscherz / wir vom trickfilm 19.10 Galileo wissensmagazin moderation: Stefan Gödde 20.15 Die Simpsons 20.40 Die Simpsons kunst am Stiel 21.10 Two and a Half Men (22/22) Vorerst letzte neue folge der comedyserie 21.35 Two and a Half Men 22.30 Die „TV total“-Pokerstars.deNacht zu Gast: Sophia thomalla (fernsehschauspielerin) 1.30Two and a Half Men (22/22)

VoX
5.50 Die nanny 6.10 Gilmore Girls 7.05 ’til Death 7.30 ’til Death 8.00 Die nanny 8.30 Die nanny 9.00 o.c., california 9.55 Gilmore Girls 10.50 vox nachrichten 10.55 prominent! 11.15 Das perfekte Dinner im Schlafrock 12.20 Unter Volldampf 12.50 mieten, kaufen, wohnen 13.55 mieten, kaufen, wohnen 15.00 wildes kinderzimmer 16.00 Menschen, Tiere & Doktoren Dokusoap 18.00 mieten, kaufen, wohnen zu Gast: Die traumprinzen (musikband). Dokusoap 19.00 Das perfekte Dinner tag 2: frauke (26) aus bremen. Dokusoap 20.00 Prominent! 20.15 Daniela Katzenberger – natürlich blond (7/8) 21.15 Auswanderer sucht Frau 22.15 Goodbye Deutschland! Die Auswanderer 23.15 stern TV-Reportage 0.20vox nachrichten 0.40CSI:NY 1.25Law & Order: Special Victims

20.15 | Um Himmels Willen Ulrich könig,D2010.familienserie.melanie ist mit ihren kindern auf der flucht vor dem Vater, dem das Sorgerecht zugesprochen wurde. Schwester felicitas (k. Gregorek, l.) hilft. 20.00 J Tagesschau 20.15 J Um Himmels Willen 21.05 J B In aller Freundschaft 21.50 Plusminus anlegerschutz – Schwarze Schafe außer kontrolle / euro-krise – hohes risiko für öffentliche banken / rabattverträge – für patienten teuer und gefährlich / mediamarkt – wer den branchenriesen unterbietet. mod.: Jörg boecker 22.15 Tagesthemen 22.45 J Menschen bei Maischberger bin laden tot – terror besiegt? 0.00Nachtmagazin

1.05 | In seiner Gewalt paul lynch, USa 2003. thriller. Stripperin Gina (a. argento) entkam gerade einer Vergewaltigung, da beginnt der nächste albtraum. Sie gerät in die Gewalt eines psychopathen. 20.15 J B Kieling – Expeditionen zu den Letzten ihrer Art 21.00 Frontal 21 pflege zu hause – Die leeren Versprechen der politik / Jugendliche Gewalttäter – zu milde bestraft? / ingenieure verzweifelt gesucht – Unternehmen in not 21.45 J heute-journal 22.15 J Neues aus der Anstalt 23.00 Abenteuer Forschung tierisch menschlich – Von dummen Gänsen und schlauen füchsen mod.: prof. harald lesch 23.30 Markus Lanz 0.45heute nacht

21.45 | Tierärztin Dr. Mertens heidi kranz, D 2009. tierarztserie. christoph muss Susanne (elisabeth lanz, l.) trösten. Denn der gemeinsame traum von der adoption eines kindes droht zu platzen. 20.00 J Tagesschau 20.15 J Visite Aktuell Gefährliche mückenstiche / herzschwäche: frühwarnsystem für eine bessere behandlung 21.00 Die bewegendsten TV-Momente 1953 bis 2010 21.45 J Tierärztin Dr. Mertens 22.35 J 45 Min (VpS 22.34) Vom ende der hausfrauenehe – mutti muss arbeiten 23.20 J Weltbilder 23.50 Bücherjournal 0.35Tietjen und Hirschhausen zu Gast: Judith rakers (moderatorin)

20.15 | CSI: Miami USa 2010. krimiserie. Die hausfrau und mutter laura wird mit einem baseballschläger ermordet. bei seinen recherchen deckt horatio (David caruso) dunkle familiengeheimnisse auf. 20.15 CSI: Miami meine tote rabenmutter 21.15 Dr. House wer qualifiziert sich für das vierte Gebot? 22.15 Psych lassiters vertraute feinde 23.10 Law & Order nicoles familie 0.00Nachtjournal 0.30Dr. House wer qualifiziert sich für das vierte Gebot? 1.25Psych 2.15Familien im Brennpunkt 3.05Nachtjournal 3.35Das Strafgericht zu Gast: Ulrich wetzel als vorsitzendem richter

20.15 | Frauen wollen mehr thomas nennstiel, D 2009. tV-komödie. in dem ort kremmen herrscht akuter frauenmangel. Das ändert sich, als die erfolgreiche Stoffdesignerin maja (n. brennicke) heimkehrt. 20.00 Nachrichten 20.15 Frauen wollen mehr tV-komödie, D 2009 22.15 Akte 2011 Sonderangebote, Gutscheine, Umtausch: wie Sie jetzt beim einkauf punkten / randale als freizeitvergnügen: wer zum 1. mai Steine fliegen lässt / tausende euro für die große liebe? Das miese Geschäft mit der einsamkeit / Vorsicht, kleingedrucktes! wenn sich plötzlich ihre Verträge ändern 23.15 Akte Spezial 20.11 autofallen! So fahren Sie sicher! 0.1024 Stunden

20.15 | Die 4. Revolution carl a. fechner, D 2010. Dokumentarfilm. Der film zeigt, dass der Umstieg auf 100 prozent erneuerbare energien möglich ist. (bild: elektrofahrzeug-werkstatt in San carlos, USa) 20.15 H Die 4. Revolution – Energy Autonomy Dokumentarfilm, D 2010. regie: carl a. fechner 21.35 Gesprächsrunde 22.05 J Twin Peaks Der einarmige 22.50 J Twin Peaks coopers träume 23.35 J Twin Peaks zeit des erkennens 0.20 B Durch die Nacht mit ... nachtspaziergang mit künstlern rolf eden und rosa von praunheim 1.15 B Global 1.45 H B Bubble – Eine Liebe in Tel Aviv Drama, il 2006

20.15 | Die Simpsons nancy kruse, USa 2010. zeichentrickserie. Die Simpsons bekommen einen neuen nachbarn: den hilfsbereiten walt (m.). bart (r.) glaubt, dass es sich bei ihm um tingeltangel-bob handelt.

20.15 | Daniela Katzenberger – natürlich blond D 2011. Dokusoap. Daniela katzenberger wird durch ihren alltag begleitet, der im allgemeinen aus fotoshootings, talkrunden und werbedrehs besteht.

KaBeL 1
8.25 Quincy 9.25 Unsere kleine farm 11.30 charmed – zauberhafte hexen 12.25 Die bill cosby-Show 13.25 what’s up, Dad? 14.15 two and a half men 15.05 eine schrecklich nette familie 16.05 what’s up, Dad? 16.50 news 17.00 two and a half men 17.55 abenteuer leben 18.45 neu für null 19.15 achtung, kontrolle! 20.15 the biggest loser – abspecken im Doppelpack 22.00 k1 magazin 23.05 k1 reportage 0.05 achtung, kontrolle! 1.25 nightquiz 2.55 angel – Jäger der finsternis

rtL ii
12.00 X-Diaries – love, sun & fun 12.55 big brother 10 – Die ganze wahrheit 14.00 king of Queens 14.30 king of Queens 14.55 immer wieder Jim 15.25 immer wieder Jim 15.50 king of Queens 16.15 king of Queens 16.45 Still Standing 17.05 Still Standing 17.30 Still Standing 18.00 X-Diaries – love, sun & fun 19.00 big brother 20.00 news 20.15 Sitz! platz! aus! – Die große hundeshow 23.10 fun club – comedystars live 0.15 autopsie – mysteriöse todesfälle

WDr
12.45 aktuell 13.00 Servicezeit: reportage 13.30 in aller freundschaft 14.15 Der Vorkoster 15.00 planet wissen 16.00 aktuell 16.15 daheim & unterwegs 18.05 hier und heute 18.20 Servicezeit 18.50 akt. Stunde 19.30 lokalzeit 20.00 tagesschau 20.15 wildkatzen 21.00 Quarks & co. 21.45 aktuell 22.00 auf Vater wartet der henker 22.30 west.art 23.15 Jazzline 0.15 mein leben 1.00 Domian. live

mDr
14.30 lexitV 15.30 Der mDr-Garten 16.00 hier ab vier 18.00 aktuell 18.07 brisant 18.50 Sandmann 19.30 aktuell 19.50 einfach genial! 20.15 Umschau 20.45 Schatzsucher in mitteldeutschland 21.15 barbarossa 21.45 aktuell 22.05 fernsehlieblinge 22.50 polizeiruf 110 (124). flüssige waffe. tV-kriminalfilm, DDr 1988 0.20 Der Staatsanwalt hat das wort. Der laufsteg. tV-kriminalfilm, DDr 1982 1.25 brisant

Br
17.00 per traumschiff durch bayern (VpS 16.59) 18.00 abendschau 18.45 rundschau 19.00 Gesundheit! 19.45 Dahoam is dahoam 20.15 münchner runde. live 21.00 rundschau 21.15 Vor ort – Die reportage 21.45 H Das mädchen, das die Seiten umblättert. psychothriller, f 2006 23.05 rundschau 23.15 Die neumanns – So ist das leben. Dokumentarfilm, D 2010 0.45 on3südwild 1.45 Dahoam is dahoam

ZDF neo
14.30 Der geheime kontinent. Dokureihe 15.10 Der geheime kontinent 15.55 Jenseits von eden 16.40 Dawson’s creek 17.25 beverly hills, 90210 18.10 raumschiff enterprise 19.00 iss oder quizz 19.30 expedition erde 20.15 the future is wild – Die welt in Jahrmillionen 21.00 H mr. ripley und die kunst des tötens. thriller, Gb/USa/D 2005 22.35 Das zeichen des mörders. tV-thriller, S 2005 0.10 miami Vice

phoeniX
13.00 thema. frankreich – präsident und mission 13.30 Der rasende präsident 14.15 Dokumentation 15.00 Vor ort 16.00 reportage 16.30 thema 17.45 Vor ort 18.00 Die wüstenwächter 18.30 DDr ahoi! 19.15 DDr ahoi! 20.00 tagesschau 20.15 chinas Grenzen 21.00 chinas Grenzen 21.45 heute-journal 22.15 phoenix runde 23.00 Der tag 0.00 phoenix runde 0.45 mit rentiernomaden über den Ural

3sat
16.15 Unterwegs im Süden afrikas 17.00 Unterwegs im Süden afrikas 17.45 Unterwegs im Süden afrikas 18.30 nano 19.00 heute 19.20 kulturzeit 20.00 tagesschau 20.15 Die Spielerin. tV-Drama, D 2005 21.45 Schätze der welt – erbe der menschheit 22.00 zib 2 22.25 wer rettet Dina foxx?. tV-kriminalfilm, D 2010 23.15 todesfalle internet 23.45 missbrauch per mausklick 0.30 frühling auf rügen

KiKa
12.30 clifford 12.55 Garfield 13.20 tracey mcbean 13.45 Gloria und ihre familie 14.10 Schloss einstein – erfurt 15.00 Die mädchenwG 15.30 elephant princess – Die rettung von manjipoor 16.20 kurz+klick 16.30 enyo 17.10 Die Schule der kleinen Vampire 17.35 chi rho – Das Geheimnis 18.00 yakari 18.15 pinocchio 18.40 tom und das erdbeermarmeladebrot mit honig 18.50 Sandmann

sUper rtL
14.50 Skunk fu 15.20 coop gegen kat 15.50 mr. bean – cartoon 16.20 Sally bollywood 16.50 Superschurken-liga 17.20 kick buttowski – keiner kann alles 17.45 cosmo und wanda 18.15 Disneys tauschrausch 18.45 phineas und ferb 19.15 zeke und luther 19.45 meine Schwester charlie 20.15 Die bullenbraut. tVkrimikomödie, D 2004 22.15 nikola 23.15 Die nanny 23.45 Golden Girls 0.20 Shop24Direct: Schlagernacht

24

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Täglich (fast) alles
13 2
REISEWETTER Deutsche Küste: Heiter bis wolkig, Schauer, 8 bis 14 Grad Harz: Oft freundlich mit nur lokalen Schauern, 7 bis 13 Grad. Schwarzwald, Bodenseegebiet: Meist freundliches Wetter, vereinzelt Schauer, 8 bis 16 Grad. Südbayern: Erst bewölkt mit ein wenig Regen, dann etwas freundlicher, 9 bis 13 Grad. Österreich, Schweiz: Bei wechselnder Bewölkung Regenfälle oder Schauer, 11 bis 18 Grad. Südskandinavien: Sonne und Wolken, einzelne Schauer, Tageshöchstwerte 6 bis 12 Grad. Großbritannien, Irland: Sonne und Wolken, meist trocken, Temperaturen 12 bis 16 Grad. Italien: Sonne und Wolken, an der Nordadria teils Regen, Tageshöchstwerte 19 bis 24 Grad. Spanien, Portugal: Mix aus Sonne und Wolken, meist trocken, Temperaturen 18 bis 25 Grad. Griechenland, Türkei, Zypern: Sonne, Wolken, in Nordgriechenland Regen, 21 bis 28 Grad. Benelux, Nordfrankreich: Meist sonnig, örtlich einzelne Schauer, Temperaturen 14 bis 18 Grad. Südfrankreich: Heiter, teils Schauer, 19 bis 25 Grad. Mallorca, Ibiza: Auf Menorca noch Wolken, sonst weitgehend sonnig, 20 bis 22 Grad. Madeira, Kanarische Inseln: Viele Wolken, örtlich zeitweise leichter Regen, 18 bis 25 Grad. Tunesien, Marokko: Sonne und Wolken, örtlich leichter Regen, 19 bis 25, auf Djerba 31 Grad.

DIENSTAG, 3. MAI 2011 · NR. 102

Im Tagesverlauf Quellwolkenentwicklung,doch gibt es nur vereinzelt kurze Regenschauer
WETTERLAGE Am Rande eines Hochs über Nordeuropa strömt relativ kühle, teils auch feuchtere Luft in unsere Region ein. VORHERSAGE Heute entwickeln sich im Tagesverlauf Quellwolken. Vereinzelt gehen Schauer nieder. Die Temperatur erreicht um 13, nachts 2 Grad. Schwacher Nordostwind. Morgen kommt im Tagesverlauf zunehmend die Sonne durch. Nachts oft klar. Donnerstag überwiegt Sonnenschein. Es bleibt trocken. BIOWETTER, POLLENFLUG Bei Wetterfühligen mit zu hohem und zu niedrigem Blutdruck kann es heute zu HerzKreislauf-Problemen kommen. Schonendes Verhalten ist daher angesagt. Es besteht erhöhte Anfälligkeit für rheumatische Beschwerden. Der Flug von Birkenpollen ist überwiegend stark, der von Gräserpollen noch schwach. SONNE UND MOND
auf unter 3. 5. 11 4. 5. 11 5.49 20.50 5.47 20.52 auf unter 5.28 21.33 5.57 22.37

13 2
Mittwoch
Cuxhaven

15 5
Donnerstag

19 7
Freitag
Windstärke 3

1015 1010

1020

1020

1015 1010

Vorhersage der Höchsttemperaturen

T 9 9 5
1010

H

9 13 16
London

Oslo

Stockholm

St. Petersburg

7

Heute

1 0 0 0

T T

Dublin

7 12

7 11

20
Riga Moskau

Nordost

1005

1010

Hamburg

Emden

12 4

11 6

Berlin

Warschau

10

1015

T T 1000
1015 1010

1010

Paris

14 Frankfurt 10
Nizza Rom Dubrovnik München Wien

17
Bordeaux

13

20

Budapest

19 18
Istanbul

Meppen Osnabrück

13 3

Oldenburg

Bremen

Lüneburg

13 3

Nienburg

13 2 13 2 Hannover 13 2

12 2

Celle

12 2 13 2 12 2

20

Varna

13 3

1010
Ostsee 5-10º
unter –4° Lissabon –4º bis 0º 21 1º bis 5º 6º bis 10º 11º bis 15º 16º bis 20º 22 21º bis 25º Las Palmas 26º bis 30º

23
Madrid Palma

Stadthagen Peine

Bewölkung und Luftdruck heute Mittag

22 25

21

19

22

Braunschweig Hildesheim

Nordsee Nordsee 9 5–6° –11º

9 4

Kiel Hamburg

Bremen

12 4

Rostock

13 2

Hannover

14 2

Dortmund

12 0

Hildesheim

13 2

8 4

22

Algier

Tunis

22 24

Palermo

23

Athen

24
Antalya

DER GANZE TAG
20 10 0
Uhr 1

13 2

Göttingen

12 0

Vorhersage mit Höchstund Tiefsttemperaturen

Berlin

13 2 11 1

11 3

WEITERE VORHERSAGEN VON HÖCHSTTEMPERATUREN
Europa Amsterdam Barcelona Bornholm Bozen Florenz Hammerfest Kiew Kopenhagen La Coruña Larnaka Locarno 14 22 10 24 22 3 13 10 18 25 23 sonnig wolkig Schauer Schauer bedeckt bedeckt bedeckt Schauer wolkig heiter wolkig

Göttingen Erfurt

8 0

Leipzig

Dresden

Neumond 3.5. Vollmond 17.5. Warmfront Kaltfront Okklusion

1. Viertel 10.5. Ltz. Viertel 24.5.

Nürnberg –1

20° 10° 0° –10° 10 l/m2 5 l/m2 0 l/m2

Temperaturen

16 1

Frankfurt

14 2

5 Std. 10 Std.

Sonnenscheindauer (5,0 Std.)*

10

Tageshöchsttemperatur (12,7°)* Tagestiefsttemperatur (2,9°)*

März Regen

April

T

Tiefdruck Isobaren in hPa

Freiburg

10 2

Vorhersage mit Höchstund Tiefsttemperaturen

April Niederschlagsmenge (1,7 l/m2)*

H Hochdruck

16 4

Stuttgart

12 2

GESTERN MITTAG IN DEUTSCHLAND
Berlin Braunlage Brocken Braunschweig Dresden Erfurt 9 2 –2 5 9 7 Regen wolkig bedeckt wolkig bedeckt bedeckt Frankfurt Freiburg Göttingen Hamburg Hannover Köln 17 18 11 9 9 15 heiter wolkig wolkig wolkig wolkig heiter Konstanz München Norderney Oberstdorf Rostock Sylt 19 18 10 17 8 11 heiter sonnig sonnig heiter wolkig sonnig

München

31. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.26. 27. 28.29.30. 1. 2

Apothekennotdienst
Dienstag, 8.30 bis 22 Uhr: Schlickeiser, Georgstr. 19, Tel. 167970 Herz, Podbielskistr. 195, Tel. 9096980 Johannes, An der Kirche 1, Tel. 463459 Vergissmeinnicht, Bohnhorststr. 2, Tel. 3507888 Dienstag, 8.30 Uhr, bis Mittwoch, 8.30 Uhr: Buchner, Roderbruchmarkt 20, Tel. 571059 Gertrauden, Hildesheimer Str. 72, Tel. 883024 Pettenkofer, Wegsfeld 42, Tel. 492211 Vahrenheide, Vahrenh. Markt 13, Tel. 632826

heute im kino
Apollo Limmerstr. 50, Karten-Tel. 45 24 38: Almanya – Willkommen in Deutschland (ab 6), 18 Uhr. Das Lied in mir (ab 12), 20.15. Was Sie schon immer über Sex wissen wollten 22.30 Uhr. CinemAXX nikolAistrAsse Karten-Tel. (0 18 05) 24 63 62 99: Almanya – Willkommen in Deutschland (ab 6), 14.50, 17.15, 19.45 Uhr. Beastly (ab 6), 17.40 Uhr.Fast and Furious Five (ab 12), 17, 19.50, 23 Uhr. Francesco und der Papst (ab 0), 14.45 Uhr. Kokowääh (ab 6), 14.50 Uhr. New Kids Turbo (ab 16), 18, 20.30, 23 Uhr. Ohne Limit (ab 16), 20.10 Uhr. Paul – Ein Alien auf der Flucht (ab 12), 17.30, 20 Uhr. Pina 3-D (ab 0), 15.15 Uhr. Red Riding Hood (ab 12), 15, 17.30, 22.45 Uhr. Rio (ab 0), 15.15 Uh; 3-D: 14.45, 17.45, 20.15 Uhr. Sanctum 3-D (ab 16), 22.45 Uhr. The Fighter (ab 12), 19.45 Uhr. The King's Speech (ab 0), 17 Uhr. The Mechanic (ab 18), 22.30 Uhr. Thor 3-D (ab 12), 15, 17, 20, 23 Uhr. True Grit (ab 12), 22.30. Unknown Identity (ab 12), 22.15. Wasser für die Elefanten (ab 12), 15, 17.40, 20.15, 23 Uhr. Winnie Puuh (ab 0), 15 Uhr. World Invasion: Battle Los Angeles (ab 16), 20.15, 23 Uhr. CinemAXX rAsChplAtZ Karten-Tel. (0 18 05) 24 63 62 99: Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln (ab 12), 22.40 Uhr. Beastly (ab 6), 17 Uhr. Fast and Furious Five (ab 12), 14, 16.50, 20, 23.10 Uhr. Gnomeo und Julia (ab 6), 14.30 Uhr. HOP – Osterhase oder Superstar? (ab 0), 15 Uhr. Ich bin Nummer vier (ab 12), 14.20 Uhr. Kokowääh (ab 6), 17.30 Uhr. Le Mac (ab 12), 17.20 Uhr. Meine erfundene Frau (ab 0), 20.20 Uhr. Ohne Limit (ab 16), 19.30 Uhr. Paul – Ein Alien auf der Flucht (ab 12), 15, 17.30, 20.10, 22.50 Uhr. Red Riding Hood (ab 12), 17 Uhr; OF: 19.30 Uhr. Rio (ab 0), 15 Uhr; 3-D: 14.30, 17.10 Uhr. Sanctum 3-D (ab 16), 19.30, 22.30 Uhr. Sucker Punch (ab 16), 22.30 Uhr. The Fighter (ab 12), 17.15 Uhr. The King‘s Speech (ab 0), 19.50 Uhr. The Mechanic (ab 18), 22.30 Uhr. The Rite – Das Ritual (ab 16), 23 Uhr. Thor 3-D (ab 12), 14, 17, 20, 23 Uhr. Wasser für die Elefanten (ab 12), 14, 15, 16.50, 19.50, 22.50 Uhr. Winnie Puuh (ab 0), 15.10 Uhr. World Invasion: Battle Los Angeles (ab 16), 19.50, 22.40 Uhr. kino Am rAsChplAtZ Karten-Tel. 31 78 02: Alles, was wir geben mussten (ab 12), 14.15 Uhr. Almanya – Willkommen in Deutschland (ab 6), 14, 16, 20.30 Uhr. An einem Samstag (ab 12), 16.15 Uhr. Das Hausmädchen (ab 16), 21.30 Uhr. Das Schmuckstück (ab 6), 17, 19.15 Uhr. Der Himmel hat vier Ecken (ab 6), 14.30 Uhr. Der Name der Leute (ab 12), 20.45 Uhr. Four Lions (ab 16), 21.15. Mütter und Töchter (ab 12), 16.30, 19 Uhr. The King's Speech (ab 0), 14, 18.15; OFmU: 18.30 Uhr. hoChhAus-liChtspiele Goseriede 9, Karten-Tel. 1 44 54: Wasser für die Elefanten (ab 12), 15, 17.30, 20.15 Uhr. kino im kÜnstlerhAus Sophienstr. 2, Karten-Tel. 16 84 55 22: Godard trifft Truffaut –- Deux de la Vague (OFmU, ab 6), 18, 20.15 Uhr. CinemA im leinepArk Suttorfer Str. 8, Neustadt, Tel. (0 50 32) 98 19 82: Drei (ab 12), 20 Uhr. CinestAr Rathausplatz 2, Garbsen, Karten-Tel. (0 51 31) 49 92 90: Almanya – Willkommen in Deutschland (ab 6), 17.20 Uhr. Fast and Furious Five (ab 12), 15, 17.40, 20.30 Uhr. Gnomeo und Julia (ab 6), 15.20 Uhr. HOP – Osterhase oder Superstar? (ab 0), 15.15 Uhr. New Kids Turbo (ab 16), 17.30, 19.45 Uhr. Ohne Limit (ab 16), 20.15 Uhr. Paul – Ein Alien auf der Flucht (ab 12), 17.10, 19.50 Uhr. Rango (ab 6), 15.10 Uhr. Red Riding Hood (ab 12), 17.30, 20 Uhr. Rio (ab 0), 15.30, 17.20; 3-D: 15, 17.20 Uhr. The Rite – Das Ritual (ab 16), 20 Uhr. Thor 3-D (ab 12), 15, 17.40, 20.20 Uhr. Wasser für die Elefanten (ab 12), 15, 17.30, 20 Uhr. Winnie Puuh (ab 0), 15.15, 17.20 Uhr. World Invasion: Battle Los Angeles (ab 16), 19.50 Uhr. dAs Andere kino Sedanplatz 26, Lehrte, Tel. (0 51 32) 5 74 42: 127 Hours (ab 12), 20 Uhr. neue sChAuBurg Feldstraße 2, Burgdorf, KartenTel. (0 51 36) 45 53: Almanya – Willkommen in Deutschland (ab 6), 20 Uhr. utopiA Walsroder Str. 105, Langenhagen, KartenTel. 72 59 68 10: HOP – Osterhase oder Superstar? (ab 0), 15 Uhr. Paul – Ein Alien auf der Flucht (ab 12), 17.30, 20 Uhr. Red Riding Hood (ab 12), 17.30, 20 Uhr. Rio 3-D (ab 0), 15 Uhr. Thor 3-D (ab 12), 15, 17.30, 20 Uhr. Wasser für die Elefanten (ab 12), 17.30, 20 Uhr. Winnie Puuh (ab 0), 15 Uhr.

hAZ.de
Wo feuern Sie am Sonntag, 8.Mai, die Marathonläufer an? Alles zu Strecke und Programm sowie Fotos, Videos und die Ergebnisse des Hannover Marathons finden Sie auf www.haz.de/marathon.

VerAnstAltungen und termine
Theater 18.30 Uhr: Waterlooplatz: Cats, Musical. 19.30 Uhr: Schauspielhaus (Prinzenstr. 9) Kunst wird woanders gebraucht, als wo sie rumsteht: Die Vorstellung fällt aus. 20.15 Uhr: Neues Theater (Georgstr. 54) Schöne Geschichten mit Papa und Mama, von Alfonso Paso. Va r i e t é , K a b a r e t t , K l e i n k u n s t 20 Uhr: GOP (Georgstr. 36) FUNtastisch, Varieté; Premiere. Ko n z e r t e 19.30 Uhr: Musikhochschule (Emmichplatz 1) Studenten mit einem Konzert im Gedenken an Hans Leygraf; Eintritt frei. Jazz, Rock, Pop 19.30 Uhr: Kurt-Hirschfeld-Forum (Lehrte, Burgdorfer Str. 16) Vocaldente, a cappella. 20 Uhr: Pavillon (Lister Meile 4) Leandro Riva, Tango meets the Classics. Historisches Museum (Pferdestr. 6/Burgstr.) 10–19 Uhr Kaffee, Tee und Kakao in Norddeutschland. Museum August Kestner (Trammplatz 3) 11–18 Uhr Die Essenz der Dinge – Design und die Kunst der Reduktion. Sprengel Museum (Kurt-Schwitters-Platz) 10– 20 Uhr Richard Deacon: The Missing Part – Skulpturen, Zeichnungen. Wilhelm-Busch-Museum (Georgengarten) 11– 18 Uhr Jean-Maurice Bosc: Der fröhliche Pessimist – Cartoons; Steve Bell: Im Auge des Zeichners – Karikaturen und Comics. Theatermuseum (Prinzenstr. 9) 14–19.30 Uhr Janoschs phantastisches Universum; Stefanie Scharnberg: Kinderbuch-Illustrationen; Künstler sehen Tiere – Grafiken. Kestnergesellschaft (Goseriede 11) 11–18 Uhr David Lachapelle: Earth laughs in flowers – Fotografien; Julian Göthe: The Shadows took shape – Skulpturen, Wandarbeiten, Zeichnungen. Kunstverein (Sophienstr. 2) 12–19 Uhr Rachel Sussman, Peter Buggenhouts, Michel Blazys, Gerda Steiner, Jörg Lenzlinger: Über die Metapher des Wachstums – Installationen. Galerie Bodek (Burgdorfer Damm 35) 15–18 Uhr Andreas Amrhein, Kerstin Overhoff, Henrich Rauschning: Arbeiten auf Leinwand und Papier. Galerie Holbein4 (Holbeinstr. 4) 16–20 Uhr Reinhard Stangl: Marika, Malerei, Druckgrafik, Zeichnung.
HEUTE

Platz 1) Kunst nach 1945 – zeitgenössische Positionen, thematische Führung. Vo r t r ä g e , L e s u n g e n 16.30 Uhr: Sprengel Museum (Kurt-SchwittersPlatz 1) Ernst Schwitters; Die Farben Norwegens – Fotografien 1943–63, Vortrag, Buchpräsentation. 18.15 Uhr: Musikhochschule (Hörsaal 202, Emmichplatz 1) Wie programmierbar ist ein Kompositionsprozess?, Vortrag von Joachim Heintz; Eintritt frei. 18.30 Uhr: Orangerie (Herrenhäuser Str. 3) Der Garten als Ort der Philosophie: mit Blick auf Herrenhausen, Vortrag von Horst Bredekamp. 19 Uhr: Neues Rathaus (Trammplatz, Hodlersaal) Der Buschberghof – Neuartiges Betriebskonzept einer Wirtschaftsgemeinschaft, Vortrag von Wolfgang Stränz. 19.30 Uhr: Stadtbibliothek (Hildesheimer Str. 12) Verbrannt, verboten, nicht vergessen – Theodor Lessings Betrachtungen zu Hannover und der Natur, Vortrag. 19.30 Uhr: Spanisches Generalkonsulat (Bödekerstr. 22) Die spanische Inquisition – Legende und Wirklichkeit, Vortrag von Dr. Aschoff. Kinderkrams 11 Uhr: Ballhof (Ballhofplatz 5) Die Schneekönigin, Kinderoper von Daan Manneke, ab acht Jahren. Seniorentipps 16.45 Uhr: Wohnpark Kastanienhof (Am Mittelfelde 102) Das (hohe) Alter – Bilder und Vorstellungen früher und heute, mit Thomas Warneck.

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20 Uhr: Béi Chéz Heinz (Liepmannstr. 7 B) Austin Lucas & Digger Barnes,Country und Folk. 21 Uhr: Café Glocksee (Glockseestr. 35) Kitty Solaris. 21 Uhr: Kulturpalast Linden (Deisterstr. 24) Blueslips, Opener der Blues- und Rock-Session. Museen und Galerien

Ve r a n s t a l t u n g e n 20.15 Uhr: Schmorl & v. Seefeld (Bahnhofstr. 14) Bücherfrühling, Tipps und Empfehlungen von Margarete von Schwarzkopf. Ab 14 Uhr: Schützenplatz: Frühlingsfest. 16 Uhr: Comix (Goseriede 10–12) Sara Pichelli, David Messina, Signierstunde.

Morgen früh Ab 9 Uhr: Messegelände: CeMAT, Weltmesse für Intralogistik. 10 Uhr: Musikhochschule (Emmichplatz 1): Das Liedschaffen Gustav Mahlers, öffentlicher Interpretationskurs; Eintritt frei.

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AUSSTELLUNGEN

Landesmuseum (Willy-Brandt-Allee 5) 10–17 Uhr Das neue Münzkabinett.

18.30 Uhr: Sprengel Museum (Kurt-Schwitters-

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der Ausflugstipp

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Deutsche Telekom (08 00) 3 30 20 00 Stadtwerke (Gas) 4 30 41 11 Stadtwerke (Strom) 4 30 31 11 Stadtwerke (Wasser) 4 30 51 11 Stadtwerke (Fernwärme) 4 30 32 11 Abwasser 16 84 73 77 Installateure, Heizung, Sanitär 84 10 10 Elektro-Notdienst 1 31 66 91 Glaser-Notdienst 85 87 81 Umwelt-Telefon 16 84 55 55

Bizarre Schluchten im Extertal
ine tiefe Klamm, wie sie die Natur in den Alpen geformt hat, sucht man in Norddeutschland vergebens. Eifrigen Mitgliedern einer örtlichen Umwelt- und Naturschutzgruppe ist es zu verdanken, dass gleich zwei bemerkenswerte Schluchten samt Wasserfällen und unzähligen Eiszeit-Findlingen durch einen etwa sechs Kilometer langen Pfad im Extertal (Kreis Lippe) erschlossen worden sind. Mit ein wenig Orientierungssinn lässt sich der Ausflug noch um rund fünf Kilometer erRickbachschlucht Hilkersiek

E

rAdio leinehertZ
(Kanal 106,5) 6 Uhr: Die Christian-SchmidtShow. 9 Uhr: Musik. 12 Uhr: Der Tag in der Region. 14 Uhr: Klima-Kids on Air. 15 Uhr: Der Nachmittag mit Carsten Steckel. 17 Uhr: Fieberkurve. 19 Uhr: Ideen, die heilen. 20 Uhr: Türkisch-deutscher Hertzschlag. 21 Uhr: Musik. 23 Uhr: BVNRadio, Magazin des Blinden- und Sehbehindertenverbandes.

Almena lmena me mena en
Fütig
HAZ-Grafik: gh

h1-BÜrgerfernsehen
(auf Kanal Euronews) 15.30 Uhr: Pop 10 live. 17.30 Uhr: Cybrix, Jugendmagazin. 18.30 Uhr: Lüttje Lage. 18.45 Uhr: 0511-tv.lokal. 19 Uhr: Frühlingsfest Hannover. 20 Uhr: Cybrix, Jugendmagazin. 22 Uhr: Wh. v. 18.45 Uhr.

Gersiekschlucht

Wiemke

0

500 m

Nalhof

Drömschen

weitern, herrliche Panoramen inbegriffen. Weil aber der „Patensteig“ zum Teil über schmale Trampelpfade und aus Bruchsteinen angelegte Treppen führt, sind Trittsicherheit und feste Schuhe wichtig. Für die Mitnahme der Kinderkarre ist die Tour völlig ungeeignet; abenteuerlustige Sprösslinge aber dürften ihre helle Freude haben. Der „Patensteig“ bei Almena (Gemeinde Extertal) ist bislang in kaum einer Wanderkarte verzeichnet. Unter der Rubrik „Ausflugsziele“ von www.lipperland. de aber findet sich ein Link zu einer Kartenskizze. Eine Übersicht ist außerdem mit der Broschüre „Wegbegleiter“ des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge – Felix-Fechenbach-Straße 5, 32756 Detmold, Telefon (0 52 31) 62 79 44 – erhältlich. Beides genügt dank der ansonsten zuverlässigen Markierung. Die vorgeschlagene Ergänzung ist in der Landschaft mit dem Hinweis „A 3“ ausgezeichnet. Ansonsten hilft die Wanderkarte „Nordlippisches Bergland“ der nordrhein-westfälischen Landesvermessung (im Buchhandel erhältlich). Der Einstieg zum ,,Patensteig“ erfolgt an einem winzigen Parkplatz. Dazu biegt

man von der Landstraße in Höhe des Almenaer Ortsteils Fütig nach links in Richtung Meierberg ab und erreicht die Ausbuchtung nach wenigen Metern. Schon weisen Schilder auf das Wanderereignis hin, denen man konsequent folgen sollte. Einen steinernen Rastplatz gibt es auch. Doch die Neugier auf die Gersiekschlucht überwiegt. An Findlingen vorbei, wird die „Feenquelle“ erreicht, die die ihr nachgesagte Heilkraft beim Münzwerfen beweisen könnte. Dicke Efeuarme ranken sich um Bäume; man klettert auf Leitern über Weidezäune, und die Gegend scheint mit Zauberei behaftet, wie ein „Hexenstein“ und ein „verheilter Findling“ glauben machen. Wenn man nun wieder die Straße quert, ist ein Entscheidung fällig: Nach links geht der ,,Patensteig“ direkt weiter, nach rechts aber gelangt man von der Einmündung „Im Siek“ zu einem Bauernhof, überquert diesen durch eine Toreinfahrt und links am Wohnnhaus vorbei und gelangt durch die Feldmark auf den Wanderweg A 3, dem in südöstlicher Richtung nach Drömschen hinein zu folgen ist. Am Ende des Ortes geht es wieder nach links und durch Wiemke sowie an einem Sportplatz

Fast alpine Kletterei: der Patensteig in der Gersiekschlucht. Althammer vorbei bald weiter auf breitem Fahrweg zu einem Abzweig mit dem Hinweis „Patensteig“. Diesem folgt man nun quer durch die Feldmark und nahe an Windkraftanlagen vorbei. An einer Einmündung wählen wir weiter den „Hinweg“ und gelangen

allmählich zur zweiten Schlucht. Schon von der alten Steinbrücke aus sieht man das Wasser des Rickbachs über Kaskaden plätschern. Später im Jahr, wenn die Bäche ausgetrocknet sind, wird dieses Schauspiel ebenso wenig zu sehen sein wie zuvor an den Wasserfällen der Gersiekschlucht. Deshalb sollte man sich für diese Tour nach einer Regenperiode entscheiden. Nun geht es wieder hinaus in die Feldmark; an der schon bekannten Einmündung muss jetzt natürlich dem „Rückweg“ gefolgt werden. Dieser führt an dem aufgegebenen Anwesen Hilkerberg vorbei. Ein letzter kleiner Wasserfall ist im Hilkersiek zu sehen. Bald darauf lohnt ein wenn auch etwas waghalsiger Blick in einen Steinbruch: Hier wurde „Katzengold“ abgebaut, ein Schwefelkies. Mit den schnurrenden Haustieren hat die Bezeichnung nichts zu tun: Das Wort geht auf Bernd AlthAmmer „Ketzer“ zurück.
Mit dem Auto auf der A 2 (Abfahrt Bad Eilsen-West), der B 83 und B 238 über Rinteln ins Extertal bis Almena-Fütig. Mit der Bahn über Elze nach Rinteln und weiter mit Bus 801; an Wochenenden ist eine zeitgerechte Anreise nicht möglich.

Mai * Tageswert aus dem langjährigen Monatsmittel (6 (1 (7 (2

Sonne

Köln

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6º bis 8º 9º bis 11º 12º bis 14º 15º bis 17º 18º bis 20º 21º bis 23º 24º bis 26º

Madeira 21 bedeckt Malaga 26 wolkig Rhodos 22 wolkig Teneriffa 22 bedeckt Venedig 22 wolkig Zürich 14 bedeckt Außereuropäische Städte Bangkok 36 wolkig Buenos Aires 18 heiter Delhi 41 heiter Hongkong 30 Gewitter Izmir 25 bedeckt

Johannesburg Kairo Kapstadt Los Angeles Mexiko City Mexiko-Stadt Miami New York Peking São Paulo Sydney Tel Aviv Tokio

21 34 23 32 26 31 20 25 19 18 26 20

wolkig heiter bedeckt heiter bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt Gewitter wolkig bedeckt

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NIEDERSCHLAGSRISIKO 50% 25% 75%
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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG | NEUE PRESSE

DIENSTAG, 3. MAI 2011

IN H A LT

2
Am Sonnabend ist Familientag beim TUIfly Marathon: 1600 Nachwuchsläufer starten dann.

2
Ein Profi stellt die 42,195-Kilometer-Strecke im Fernsehen vor: 96-Trainer Mirko Slomka.

3
Rekorde über Rekorde: Fallen beim TUIfly Marathon schon wieder die Bestzeiten?

4
Einmal quer durch Hannover – und wieder zurück: Die Strecke des TUIfly Marathons.

Hannover in Bewegung: Am Sonntag machen sich vor der herrlichen Rathauskulisse wieder zigtausend Beine auf den Weg über die verschiedenen Distanzen beim TUIfly Marathon.

zur Nieden

Auf los geht‘s los!
Der TUIfly Marathon 2011: Mehr Läufer, mehr Profis – mehr Rekorde?
VON CHRISTOPH DANNOWSKI

ährend Sie diese Beilage in Händen halten, steuert der TUIfly Marathon auf neue Rekorde zu. Die Teilnehmer-Bestmarke von knapp 15 500 Aktiven aus dem Vorjahr könnte noch einmal überboten werden, Topathletenverpflichter Christoph Kopp hat sein weltweites Netzwerk genutzt, um Spitzensportler an die Leine zu holen, die bei den Frauen wie den Männern die phantastischen Streckenrekorde 2010 toppen könnten. Dabei ist Niedersachsens größtes Laufereignis schon einer der schnellsten Marathons der Nation, der neuntgrößte ist der viertschnellste, um genau zu sein. Auch Dank seinem Hauptsponsor TUIfly ist der Hannover Marathon seit Jahren auf Höhenflug, die flache Strecke zieht auch Hobbyläufer aus der Region und von ganz weit weg magisch an. Ein Trierer Dauerläufer verriet am 2. Mai 2010 im Ziel: „Ich melde mich nur da an, wo ich meinen Rekord verbessern kann. Und da ich schon ganz gut bin, kam nur noch Hannover infrage.“ Mit 3:20,51 Stunden beendete der 53-jährige Lehrer seine Karriere: „So eine schöne, schnelle, flache Strecke findest du sonst selten“, erklärte der Läufer, der 31 Marathons in den Beinen hat. Nicht nur im Südwesten Deutschlands ist sehr wohl registriert worden, dass eichels:Event mit Chefin Stefanie Eichel den Marathon zu einer ersten Adresse gemacht hat. Auch der Norden hat den Aufschwung mitbekommen. Und so gab es für Eichel die schönste Nachricht schon zwei Monate vorm ersten Start: Da bestätigte der Norddeutsche Rundfunk in Hamburg, dass die Sendezeit für Hannover mehr als versechsfacht werde, von einer 30-minütigen Zusammenfassung spätabends zu einer Liveübertragung von 8.50 bis 12 Uhr. „Das ist sensationell und für unsere Veranstaltung ein Quantensprung“, jubelte Eichel, „das wertet den Marathon unglaublich auf, ist toll für die Partner und für Hannover.“ Bisher übertrug die NRD-Sportredaktion in Hamburg nur den Marathon in der eigenen Stadt in die Wohnzimmer des Nordens, nun setzt sich der Technik-Tross mit der geballten Leichtathletik-Kompetenz ei-

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Spaß und Sport: Was Handbiker leisten und mit wie viel Tempo die Skater über die Strecke jagen, das verdient Respekt und Applaus.

nes 60-Personen-Teams in Richtung Hannover in Bewegung. Außenübertragungschef Günther Betz verspricht: „Wir legen uns richtig ins Zeug, damit die Zuschauer Freude an diesem Event haben.“ 13 Kameras, zwei Motorräder, ein Hubschrauber, ein Flugzeug, ein riesiger Übertragungswagen und ein kleiner, Stationen an Start und Ziel, am Aegi und in der List – und der Kommentator ist eine ARD-Größe: Der 50-jährige Wilfried Hark ist seit der WM 1993 bei allen Großereignissen der Leichtathletik am Mikro.
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2009 war der TUIfly Marathon „Aufsteiger des Jahres“, zum 20. Geburtstag 2010 knackten fünf Herren und eine Dame die alten Rekordmarken, 2011 ist Hannover in allen Rankings in den Top Ten und ein Fernsehereignis. „Bei euch passt aber auch alles zusammen“, sagt Lauf-Legende Dieter Baumann. Der Tübinger ist oft in Hannover und hat nur Lob: „Die Organisation ist erstklas-

sig, die Strecke ist für Topläufer ideal und für Hobbyläufer abwechslungsreich und interessant, das Umfeld ist aufgeschlossen – mittlerweile haben die Hannoveraner ihren Marathon lieb gewonnen.“ Dafür spricht beispielsweise das Engagement des Kleingartenvereins Feierabend im Othfelde. Seit vier Jahren ist Gebhard Sündermann 1. Vorsitzender der 445 Gartenpächter, seit vier Jahren sind seine Mitglieder für den Verpflegungspunkt 4 zuständig. „Unser Verpflegungspunkt ist ein Begeisterungspunkt“, sagt der 68-Jährige, schon frühmorgens werden Fähnchen aus aller Herren Länder gehisst, Bratwürste gegrillt, Bierzeltgarnituren zusammengestellt. „Wenn der NDR vorbeikommt, machen wir hier die ganz große Welle“, verspricht der Laubenpieper-Chef. „Wir müssen die Marathonis bei uns so anfeuern, dass sie die letzten zwölf Kilometer ganz locker packen.“ „Ein Höhepunkt für Hannover“ ist das Marathon-Wochenende für Oberbürgermeister Stephan Weil. „Beste Werbung für unsere Stadt“, lobt Tourismus-Chef Hans Nolte. „Ein höchst emotionales Ereignis“, findet Michael Frenzel, Chef des Reisekonzerns TUI, der dem Hannover Marathon 2012 die Treue halten wird. Noch eine gute Nachricht zum guten Schluss: Der kalifornische Sportartikelhersteller K-Swiss bestätigte „die zweite große Partnerschaft mit einer international renommierten Laufveranstaltung. Die erste pflegt K-Swiss mit dem Los Angeles Marathon, einem der größten der Welt.“

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2 ■ Dienstag, 3. Mai 2011

Warum ist Hannover eine LaufMetropole?

„Weil Hannover mit Herrenhausen, dem Maschsee, den Ricklinger Kiesteichen und der Eilenriede eine einzigartige Auswahl an Laufstrecken von fünf Kilometern bis zum Marathon hat. Und weil hannoversche Unternehmen wie auch Continental aktiv das Laufen ihrer Mitarbeiter zum Beispiel mit einem eigenen ,Running Day‘ oder der Teilnahme an verschiedenen Firmenläufen fördern.“ Matthias Stemwedel, Market Demand Manager D-A-CH Continental Reifen Deutschland GmbH

„Weil es hier sehr schöne Laufstrecken gibt. Zum Beispiel in der Eilenriede oder am Maschsee, wo auch unsere Lotto-BetriebssportLaufgruppe regelmäßig trainiert.“ Dr. Rolf Stypmann, Geschäftsführer Lotto Niedersachsen

„Weil Hannover eine wirklich lebendige Stadt ist! Das sehen wir vor allem an den vielen laufbegeisterten Kindern. Der Kinderlauf ist ein Renner! Laufen verbindet, und die Kinder haben Spaß an der Herausforderung und an einem gemeinsamen Ziel, unabhängig von ihrer Herkunft. Sie spüren sich, motivieren sich und erfreuen sich an dem großen Event.“ Dirk von der Osten, stellvertretender Geschäftsführer Arbeiterwohlfahrt Region Hannover

„Es gibt viele schöne Wege, Hannover zu entdecken. Der Marathon ist einer der Schönsten und zugleich Schnellsten. Wenn dann noch Zehntausende Zuschauer den internationalen Spitzensportlern und Freizeitläufern zujubeln, präsentiert sich unsere Heimat als phantastischer Gastgeber des Sports.“ Andreas Berndt, Direktor Marketing/PR und Gastronomie Einbecker Brauhaus

„Weil die Voraussetzungen perfekt sind: die Eilenriede ist größer als der Central Park, Hannover hat die sportbegeistertsten Menschen und manchmal ist auch das Wetter besser als im Rest der Welt.“ Ina Tenz, Programmdirektorin radio ffn

■ Gewinnspiel

Mit TUI nach Mallorca
raumhafte Insel, traumhafter Marathon. Da passt es, dass die TUI ein traumhaftes Angebot für Sie hat. Der Reiseriese verlost ein Marathonpaket für zwei Personen zum TUI Marathon Palma de Mallorca.

Ein ganzer Tag für die Familien
1600 Nachwuchsläufer starten bereits am Sonnabendnachmittag zu einem Lauf hinter dem Rathaus
VON CHRISTOPH DANNOWSKI

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Wer am Sonntag, 16. Oktober, auf der größten Baleareninsel an den Start gehen oder den Dauerrennern zujubeln möchte, muss bis zum 10. Mai nur folgende Frage richtig beantworten: Um wie viel Uhr fällt der Startschuss zum TUI Marathon? a) 8.30 Uhr b) 9.00 Uhr c) 9.30 Uhr Einfach unter Telefon (01 37) 8 88 70 01 die richtige Antwort angeben. Der Anruf kostet 50 Cent aus dem Festnetz der Deutschen Telekom. Abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer. Der Gewinner fliegt am 14. Oktober ab Hannover mit TUIfly nach Mallorca, zurück geht es am 17. Oktober. Die TUI hat ein Doppelzimmer mit Halbpension in einem Vier-Sterne-Hotel an der Playa de Palma gebucht. Inbegriffen ist ein Freistart beim Marathon, Halbmarathon, 10-Kilometer-Lauf oder Nordic Walking. Viel Glück!
Weitere Infos: www.tui-marathon.com

r konnte sogar noch fröhlich ins Publikum winken, irgendwo werden Mama und Papa schon stehen. Hannes gewann im vergangenen Jahr einen der Kinderläufe, die den von der NP und Lotto Niedersachsen präsentierten Familientag garantiert auch in diesem Jahr zu einem Erlebnis machen. 1600 Kleine und Kleinste machen sich hinterm Rathaus auf den Weg auf die 1200-Meter-Runde. 1600 Nachwuchsläufer dürfen am Sonnabendnachmittag ihre Runde drehen, manche mit dem Mut des Erststarters und der Entschlossenheit von Siegern, einige ganz gemächlich, der ein oder die andere braucht noch eine starke Hand. Sensationelle 682 der 1600 zugelassenen Teilnehmer (die Kinderläufe waren zwei Wochen vorm ersten Start restlos ausgebucht) tragen das mittlere Blau der Arbeiterwohlfahrt. Seit elf Jahren setzt die AWO mit dem Motto „AWO gegen Ausgrenzung – Unsere Sprache ist Integration“ ein Zeichen gegen Intoleranz, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. „Uns ist es ganz wichtig, dieses Zeichen zu setzen“, sagt der stellvertretende AWO-Geschäftsführer Dirk von der Osten, selbst ein begeisterter Läufer und stets Hannover-Starter, „außerdem tun wir wirklich was für den sportlichen Läufer-Nachwuchs. Viele Kinderlauf-Starter von früher sind jetzt Charity-Runner und werden bestimmt irgendwann zu Marathonis werden.“ 682 Kinder, 68 Charity-Runner, 114 Sonn-

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tagsstarter – fast 900 Läufer bringt die AWO auf die Strecke. Familientag-Sponsor Lotto Niedersachsen zahlt für jedes Kind fünf Euro an den gemeinnützigen Verein, der Kindern in Hannover hilft. „Wir freuen uns wahnsinnig über diese tolle Unterstützung“, sagt Sigrid Schubach-Kasten, Sonnenstrahl-Geschäftsführerin. Die Aktion sorgt bei 800 Kindern in Brennpunktstadtteilen für ausreichende und gesunde Ernährung. Aber Schubach-Kasten und ihr Vereins-Kollege Klaus Woyna, früher Sparda-Bank-Vorstandschef, nehmen nicht nur dankbar einen dicken Scheck entgegen, sie beteiligen sich auch aktiv am Programm des Familientages. „Unser Kinderzirkus Salino wird Kindern beibringen, wie man auf großen Bällen jongliert, wir haben Fußballtalente, die ihr Können zeigen, und sogar einen U-23Europameister im Judo“, sagt SchubachKasten, es gebe Bewegungsspiele wie Sackhüpfen und Hula-Hoop und ein Ernährungsquiz. „Wir bringen gesunde und ungesunde Lebensmittel mit, die Kinder müssen sie unterscheiden“, sagt die Unternehmerin. „Ernährung, Bewegung und Bildung sind unser Anliegen“, so Woyna, der mit einigen Freunden auch die Nudelparty Sonnabend von 16 bis 19 Uhr bereichern wird: „Prominente sollen das Essen mit ausgeben. Möbelhaus-Chef Helmut Staude, Sparkassen-Vorstandschef Walter Kleine und Volksbank-Vorstandschef Jürgen Wache haben schon zugesagt.“

Ein schönes Bild: In vier Rennen ist der Nachwuchs unterwegs. Da können die Eltern kaum mithalten.

Der Studiohund. Der Morgenmän. Das Duell!

Der NDR ist live dabei
Erstmals überträgt das Fernsehen den TUIfly Marathon komplett
VON CHRISTOPH DANNOWSKI

Das Duell der Giganten: ffn-Morgenmän Franky gegen ffn-Studiohund Bizkit! Wer ist schneller? Gewinnt Franky mit seinen Fat Fighters auf seinem 10-Kilometer-Walk, schenkt Bizkit der Stadt Hannover Hundebeutelstationen. Siegt Bizkit beim Halbmarathon, wird Franky zur TUIfly Stewardess! Alle weiteren Infos zum Duell der Giganten gibt es auf www.ffn.de.
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ch bin selbst ein bisschen aufgeregt“, sagt Günther Betz. Vom Marathon 2010 hatte der NDR in einer 30-minütigen Zusammenfassung berichtet, diesmal steigt der Norddeutsche Rundfunk mit seinen Sportexperten in Hamburg voll ein in Hannover. „Wir übertragen den Marathon von 8.50 bis 12 Uhr“, weiß Betz, „das ist auch für uns eine ganz schön große Sache.“ Hannover sei „natürlich eine ganz wichtige Gegend für den NDR“, sagt der 55-Jährige, zudem habe man auch in der Hansestadt registriert, welchen Höhenflug der TUIfly Marathon hinter sich habe, und nicht zuletzt die Resonanz auf die Zusammenfassung im Mai 2010 habe bestätigt, „dass da richtig was los ist, da lohnt sich jede Anstrengung“. Anfang April war der Verantwortliche für die Außenübertragungen schon in Klausur mit Veranstalterin Stefanie Eichel, es galt, die Strecke zu besichtigen, Standorte für Kameras zu finden, den groben Rahmen abzustecken, Antworten auf jede Frage zu finden. Denn das bis zu 60 Personen starke Team, das mit Unterstützung des Landesfunkhauses am Maschsee und des TV-Dienstleisters TVN aus dem Hause Madsack arbeitet, möchte dreierlei: von einem hochklassigen Spitzensportevent berichten, am Sonntagvormittag des 8. Mai Atmosphäre in Niedersachsens Wohnzimmer übertragen und „links wie rechts der Strecke schauen. Hannover ist doch mehr als einen Blick wert. Ein Marathon wie dieser bietet uns Fernsehleuten die seltene Gele-

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Stellt die Strecke vor: 96-Trainer Mirko Slomka.

genheit, den sportlichen Faden immer behalten zu können und trotzdem die Umgebung angemessen zu würdigen“, sagt Betz. „Beste Werbung“, weiß Hannovers Tourismus-Chef Hans Nolte: „Die Streckenführung erlaubt ja sowieso schon eine Sightseeing-Tour – und wenn der NDR noch die Stärken der Stadt hervorhebt, ist das phantastisch.“ Vorstellen wird die 42,195 Kilometer fürs Fernsehpublikum kein Geringerer als 96-Chefcoach Mirko Slomka. Er wird die Strecke teilweise ablaufen. „Seine Zusage hat uns echt froh gemacht“, sagt Betz.

13 Kameras setzt der NDR ein, Kommentator Wilfried Hark, für die ARD stets beim Biathlon und als Leichtathletik-Fachmann im Einsatz, sitzt in einer Sprecherkabine direkt an Start und Ziel, neben ihm ein Lauf-Guru aus der Region: Markus Pingpank, früherer Spitzenläufer und heutiger Trainer des TSV Kirchdorf, ist gebucht, weil er wie kaum ein anderer die rasante Entwicklung des Marathons mitgemacht hat. 13 Kameras – eine auf einer Hubbühne, eine an einem bis zu neun Meter ausfahrbaren Kran; zwei Drahtlose sind mit speziell ausgebildeten Motorradfahrern unterwegs – ein Team hat zudem einen Reporter dabei, der hautnah vom Geschehen in der Topgruppe oder im Verfolgerfeld berichten wird. Ein Reporterteam ist am Aegi, eines mittendrin in der List. Für den Marathon geht’s sogar in die Luft. Ein Helikopter bietet Bilder aus der Vogelperspektive, eine Cessna kreist in sechs Kilometern Höhe vier Stunden über der Stadt. „Damit alles wirklich reibungslos klappt, proben wir am Sonnabendnachmittag alles und intensiv“, sagt Betz, der morgens vom Maritim Grand Hotel zu einem privaten Laufstündchen aufbrechen wird, um „mal ganz für mich Ruhe und Natur zu genießen“. Die Hannoveraner haben am Sonntag also zwei Optionen: an die Strecke gehen und anfeuern oder auf dem Sofa bleiben und einschalten. Um 8.50 Uhr meldet sich Peter Carstens, der den Lauf vom Trammplatz aus moderiert: „Herzlich willkommen zum Marathon aus Hannover.“

TUI bleibt 96 treu
er Smiley der TUI steht nicht nur für den Marathon, sondern in Hannover für 96. Damit die „Roten“ ihre Tore weiterhin mit einem Lächeln auf der Brust schießen hat Europas führender Touristikkonzern vor wenigen Tagen den Vertrag als Hauptsponsor des Bundesligisten verlängert. „Wir werden unser erfolgreiches Engagement bei den „Roten“ in den kommenden drei Jahren fortsetzen. Fußball bedeutet Emotion, Begeisterung und Leidenschaft – also genau die Gefühle, die wir mit unseren Produkten auch bei unseren Kunden hervorrufen möchten“, sagt TUI-Vorstandschef Michael Frenzel. Im Fokus des Sponsoringpaketes stehen das Trikotsponsoring und umfangreiche Bandenwerbung in der AWD-Arena. Erweitert wird die werbliche Präsenz der TUI durch die sogenannte MiniBande auf der Längsseite des Stadions und stärkere Präsenz auf den Online-Plattformen des Vereins. Darüber hinaus bleibt TUI auch weiterhin Hauptsponsor der 96-Fußballschule. „Wir freuen uns, diese vertrauensvolle Partnerschaft mit Hannover 96 fortführen zu können. Neben der wirkungsvollen Kommunikationsplattform waren auch Faktoren wie der sportliche Erfolg und die Verbundenheit mit dem Standort entscheidend für diese Verlängerung“, ergänzt TUI DeutschlandChef Volker Böttcher.

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Dienstag, 3. Mai 2011 ■ 3

„Weil Hannover und die Hannoveraner immer in Bewegung sind.“ David McAllister, Ministerpräsident von Niedersachsen

„Weil Hannover eine sportbegeisterte Stadt mit schönen, flachen Strecken für Hobby- und Spitzenläufer ist. Und weil wir hier einen Marathon haben, der sich vor keinem anderen zu verstecken braucht. Nicht mal vor dem in Berlin.“ Friedrich Keppler, Geschäftsführer TUIfly

„Weil wir eine Veranstalterin haben, die unseren Marathon seit Jahren vorantreibt – ich meine natürlich Stefanie Eichel. Ihre Beharrlichkeit, ihr Fleiß und ihr Können tragen große Früchte.“ Hans Nolte, Geschäftsführer Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft

„Weil die Bedingungen für alle Läufer hervorragend sind: flache, schnelle Strecken in herrlicher Natur. Deshalb laufe ich ja selbst sehr gerne.“ Stephan Weil, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover

„Weil wir für dieses Event mit unserem LaufTeam sogar aus München anreisen. Wir setzen auf die hannoversche Sonne. Die spendet ja nicht nur den Startern ganz besondere Energie.“ Gonzalo de la Viña, General Manager REC Solar Germany

Warum ist Hannover eine LaufMetropole?

Rekorde über Rekorde
chon 2009 hatten selbst Freunde ihren Augen nicht getraut, als Veranstalterin Stefanie Eichel im Ziel den Rekordtanz vollführte. Endlich, endlich, endlich war da der Streckenrekord des Weißrussen Andrej Gordejew aus dem Jahr 01 gefallen, statt 2:11,44 und dank Evans Kipkogei Ruto stand Hannover nun mit 2:10,47 Stunden in den Büchern. Und eigentlich hatte so recht niemand damit gerechnet, dass dieser Rekord im Jahr danach schon wieder unterboten, nein sogar pulverisiert wurde. Aber es kam so, dass Eichel am 2. Mai 2010 wenige Minuten vor elf Uhr ähnlich positiv ausflippte wie im Mai 2009.
EINE ECHTE SENSATION

Auch beim TUIfly Marathon 2011 hoffen die Veranstalter wieder auf Bestzeiten

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Sammeln für Trinkwasser
ie im vergangenen Jahr möchten die Umweltstiftung Global Nature Fund, eichels:Events und die TUI beim TUIfly Marathon wieder auf die globale Problematik des Trinkwassermangels aufmerksam machen. Aus diesem Grund wird die Initiative „Trinkwasser für Afrika“ unterstützt. Ziel der Initiative ist es, möglichst viele Spenden für Trinkwasserprojekte in Kenia und der Elfenbeinküste zu sammeln, um dort Wasseraufbereitungsanlagen für Schulkinder zu errichten und die Wasserversorgung in ländlichen Gebieten sicherzustellen. Im vergangenen Jahr konnten allein im Rahmen des TUIfly Marathons mehr als 20 000 Euro gesammelt werden. Die Initiative wird auf dem Trammplatz mit einem „Trinkwasser-Aktionsstand“ vertreten sein, dort wird es neben Informationen auch einen Spendenbrunnen geben. Bei mobilen Aktionshelfern besteht zudem die Möglichkeit, ein

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„Lauf, lauf, lauf, du schaffst es“, rief die Running Queen, als Yussuf Songoka am Gebäude der Nord/LB vorbeiflog und auf die Zielgerade einbog. Und der 31-jährige Kenianer schaffte es, er schaffte unglaubliches: 2:08,52 Stunden. Zwei Minuten besser als Ruto 2009, drei Minuten besser als Gordejew 2001 – Minuten sind im Marathon Welten. Auch der Zweite, Dritte, Vierte und Fünfte blieben unter dem Vorjahresrekord. „Eine echte Sensation“, sagte Leichtathletik-Präsidentin Rita Girschikofsky beeindruckt. Eichel jubelte derweil Hand in Hand mit ihrem Freund Michael Kramer, der als Marathon-Pressesprecher das Geschehene auch kaum fassen konnte. Eine halbe Stunde später fiel dann auch noch der sieben Jahre alte Streckenrekord der Frauen, Kateryna Stetsenko aus Kiew riss das Band nach 2:31,36 Stunden und machte den TUIfly

Marathon 2010 zum viertschnellsten des Jahres in Deutschland. Darüber wurde im In- und Ausland berichtet. „Das macht meine Arbeit nicht gerade schwerer“, schmunzelte Top-Athletenverpflichter Christoph Kopp aus Berlin. Und nun, und 2011? „Da wollen wir auch an diese Rekorde ran“, sagt Eichel ganz selbstbewusst: „Rekorde sind dazu da, dass man sich an ihnen misst und sie irgendwann bricht.“ Tatsächlich hat Kopp in quasi letzter Minute einen großen Coup gelandet: mit Jason Mbote kommt der Zweitplatzierte des Seoul Marathon und der Sieger des Linz Marathon 2010 an die Leine, die Zeit, die der 34-Jährige in Südkorea rannte, ist nochmal ein Quantensprung zum Hannover-Rekord: 2:07,37 Stunden. Natürlich kommt der Favorit aus Kenia, dem afrikanischen Land, das vier Fünftel der weltweiten Spitzenläufer stellt.
NICHTS IST UNMÖGLICH

blaues „Trinkwasser für Afrika“-Supporterarmband oder ein Los für die Tombola zu erwerben. Erlöse fließen direkt auf das Aktionskonto der Initiative. Als Hauptgewinne winken Reisen gestiftet von TUI, wie eine einwöchige TUI-Cruises-Kreuzfahrt, eine Woche im PuraVida Hotel Ela Quality Spa/Türkei oder eine Woche Mallorca für zwei Personen.

emeinsam für eine saubere Zukunft laufen“ – Das ist das Motto des ersten „REC solar-powered Zehn-Kilometer-Laufs“, einige REC Mitarbeiter werden mitlaufen. Das

Für eine saubere Zukunft
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norwegische Solarunternehmen REC mit Sitz in München bringt sich seit einiger Zeit verstärkt im Laufsport ein und hat unter anderem den Benefizlauf „Run4Munich“ 2010

gesponsert. REC hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich nicht nur für modernste Solartechnik einzusetzen, sondern auch für eine aktive, bewusste und gesunde Gesellschaft.

Sieg mit Streckenrekord: Wer packt die Zeit von Kateryna Stetsenko?

Und es gibt weitere Weltklasseläufer, denen alles zuzutrauen ist. Wie Commonwealth-Games-Champion John Kelai (2:09,09). Wie Vincent Kiplagat, 2010 Sieger des Istanbul in 2:09,22. Wie den Vorjahres-Dritten Edwin Kutto (Bestzeit: 2:09,50). Wie Sevilla-Sieger Philip Biwott (2:10,27) – alle kommen natürlich aus Kenia. Topfavoritin der Frauen: Irene Mogaka Kemunto (Kenia), deren 2:30,10 mehr als eine Minute besser sind als der Rekord vom Vorjahr. Nichts ist unmöglich, auch nicht, dass Hannover zum dritten Mal in Folge einen Rekord-Marathon sieht. Sie sollten gegen elf Uhr und 11.30 Uhr in Zielnähe sein! DAN

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg beim TUIfly Marathon Hannover 2011.
Andreas Raelert, Ironman Europameister

„Ideale Voraussetzungen“
Dr. Peter Engelen, Mitglied des Vorstandes der TUI AG, im Gespräch
Die TUI ist mit ihrer Marke TUIfly zum vierten Mal Hauptsponsor des Marathons in Hannover. Warum engagieren Sie sich erneut und auf jeden Fall auch im kommenden Jahr bei Niedersachsens größtem Laufevent?

Das Laufevent hat sich hervorragend entwickelt und zählt zu den Top Ten der Laufveranstaltungen in Deutschland. Es werden erneut über 15 000 Läufer erwartet, die Zehntausende Zuschauer an die Strecke ziehen. Es ist ein besonderes Großereignis und belebt am Veranstaltungswochenende in beeindruckender Weise das Herz von Hannover und die ganze Stadt. Das bunte Rahmenprogramm und die glücklichen Finisher-Gesicher im Ziel bestätigen den Erfolg. Wir nutzen diese Möglichkeit, um den Kunden verstärkt auf das Flug-Reise-Portal tuifly.com aufmerksam zu machen. Auf dieser Plattform lassen sich neben Flügen der konzerneigenen Airline TUIfly auch Flüge von anderen Fluggesellschaften buchen sowie Mietwagen und Hotels. Das FriendChips-Programm bietet außerdem viele Vorteile: Bei über 100 Partnern können wertvolle FriendChips gesammelt und bei einer Flugbuchung eingesetzt werden.

von personalisierten Kofferanhängern für jedermann auf dem Trammplatz wird das Buchungsportal vorgestellt. Außerdem gibt es Tipps und Gewinnspiele auf Facebook. Darüber hinaus möchten wir auf den Trinkwassermangel in Afrika hinweisen und starten gemeinsam mit der Umweltstiftung Global Nature Fund und dem Veranstalter eine Spendenaktion im Rahmen des TUIfly Marathons. Es wird auch eine Tombola geben, deren Erlöse zu 100 Prozent in das Projekt fließen, und wir hoffen auf eine hohe Resonanz, denn Sportler wissen besonders gut, wie wichtig Wasser für die Gesundheit und Fitness ist.
Teilnehmerrekord, Zuschauerrekord, Streckenrekord – im vergangenen Jahr fielen in Hannover alle Bestmarken. Den Sponsor dürfte diese überaus positive Entwicklung freuen ...

sich auch in der Teilnahme vieler regionaler Unternehmen und neuer Partner und Sponsoren.
Sie sind selbst aktiver Läufer, und sogar bei Wettkämpfen unterwegs. Was macht den Reiz der Strecke in Hannover aus?

Hannover bietet mit seiner flachen Strecke und den vielen, die Läufer anfeuernden Zuschauern ideale Voraussetzungen für persönliche Bestzeiten. Die abwechslungsreiche Strecke mit viel Grün am Maschsee oder am Georgengarten und den innerstädtischen Quartieren unterstützt die Läufer zusätzlich. Dies macht für mich persönlich den besonderen Reiz aus.
Warum freuen Sie sich ganz persönlich auf den TUIfly Marathon?

Auch in diesem Jahr sind verschiedene Aktionen auf dem Trammplatz geplant. Der Gesamtauftritt ist auf das Flug-Reise-Portal und die Airline TUIfly abgestimmt. Die Meldebestätigung gilt als Boardingpass, und beim Check-in-Schalter holen die Läufer ihre Startunterlagen ab. Mit der Aktion 500 FriendChips für jeden Marathonläufer und dem Riesenkoffer von tuifly.com mit Druck

Wie wird sich die TUI am Marathon-Wochenende präsentieren?

Ja, die Bekanntheit ist enorm gestiegen und freut uns als Sponsor natürlich. Die attraktive Strecke an Hannovers Sehenswürdigkeiten ist sehr reizvoll. Es wird viel geboten für Läufer und Zuschauer. Das Event wird professionell organisiert und mit sehr viel Ideenreichtum gestaltet. Die hohe Anerkennung zeigt

Der TUIfly Marathon steht auch für tolles Wetter. Und was gibt es Schöneres, als bei Sonnenschein unsere Stadt mal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben.
Werden Sie am 8. Mai die Schuhe schnüren?

ERDINGER Alkoholfrei ist offizielles Regenerationsgetränk des TUIfly Marathon Hannover 2011.

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Ja, gemeinsam mit Freunden und Kollegen wollen wir den Halbmarathon in Angriff nehmen.
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4 ■ Dienstag, 3. Mai 2011
Ihr seid alle super: Gehen Sie am Sonntag an die Strecke, feuern Sie Tony und all die anderen an, feiern Sie mit in der List, der Nordstadt, am Kröpcke. Machen Sie den TUIfly Marathon zum Festtag für die Stadt.

Am Rand mittendrin
GOP-Ballon, Samba-Bands, Jazz am Kröpcke
VON CHRISTOPH DANNOWSKI

ERFRISCHUNG HINTER DER ZIELLINE
ber die Ziellinie zur Erfrischung: Jeder Läufer, der es am Marathonwochenende ins Ziel schafft, erhält ein isotonisches, vitaminhaltiges und kalorienreduziertes Erdinger Alkoholfrei. Wer sich schon vor der Ziellinie von dem Fitnessgetränk überzeugen will, kann dies auf der Marathon-Messe auf dem Trammplatz tun. Mit dem Getränk macht Erdinger auf seine Sportlerförderung aufmerksam. Mit mehr als 3000 Mitgliedern bildet das Team Erdinger Alkoholfrei eine feste Größe im nationalen Sportgeschehen. Auch in Hannover werden Dutzende mit dem weißen Shirt und der dunklen Shorts an den Start gehen.

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ie rennen nicht nur vorbei, sondern mittendurch. Auf der einen Seite der Schaufelder Straße/Ecke Schneiderberg ist das Kuriosum von Udo Czerwinski, das eine Woche nach dem Marathon seinen 30. Geburtstag feiert, auf der anderen Seite ist die Traditionsgastwirtschaft Kaiser, die Zorab Mikava seit drei Jahren führt. Gemeinsam ist beiden der Respekt und die Begeisterung für die Läufer, deshalb laden sie gemeinsam zur „Runner’s High“-Marathon-Party. „Es ist ein Fest für die ganze Nachbarschaft, für alle Zuschauer – und wenn ein Läufer ein Päuschen einlegen will, ist er auch herzlich eingeladen“, sagt der 49-jährige Czerwinski, den alle nur „Bodo“ rufen. Bier vom Fass und andere Getränke

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gibt’s vor den Türen zu Nostalgiepreisen, Kuchen und belegte Brötchen gegen eine Spende, die später gestiftet wird. Mikava, als gebürtiger Georgier in jungen Jahren ein guter Ringer, findet die Dauerläufer „richtig toll“. Im vergangenen Jahr hatte es dem 35-Jährigen ein älterer Herr angetan. „So um die 70 war der bestimmt. Er lief ganz zum Schluss, hinter ihm kam nur noch der Besenwagen. Aber der hat hier den meisten Applaus bekommen.“ „Runner’s High“ ist ein besonders schönes Beispiel dafür, dass Hannover auch am Rande der Strecke in Bewegung ist. „Wir freuen uns, dass immer mehr Menschen sich mit Aktionen beim Marathon einbringen“, sagt Veranstalterin Stefanie Eichel. „Die Teilnehmer wissen es zu schätzen, wenn sie auf ihrem Weg begleitet werden.“ Zum Beispiel in der List. Dort haben

sich 60 Anwohner der Voßstraße zu „Vosswärts“ zusammengeschlossen. Weil die Straße für den Marathon schon mal für den Autoverkehr gesperrt ist, hatten die „Vosswärts“-Mitglieder die Idee zu einem Nachbarschaftsfest. „Das wird ein toller, bunter Tag“, verspricht Keramikkünstler Guido Kratz, Inhaber des Ateliers Pro Keramik. Kaffee, Kuchen, Würstchen, Tombola, gute Gespräche und mächtig Unterstützung für die Läufer, „für uns ist der Marathon ein willkommener Anlass, Flagge zu zeigen“. Der 53-jährige Kratz traut sich auf die Halbmarathonstrecke und freut sich schon aufs Wiedersehen in seinem Stadtteil. „Da wird die Begeisterung hoffentlich überschwappen“, sagt er lachend. Es lohnt sich, am Sonntag aus den Häusern zu kommen. Acht Samba-Gruppen sorgen für Rhythmus: Die Streetdrummers finden sich am Friederikenplatz, Samba Raio am Königsworther Platz, das Orchestra Batucada ist Sonntag zwischen Friedrichswall, Aegi, Osterstraße und Karmarschstraße unterwegs. Samba da Minha Aba tanzt in der Südstadt (Hildesheimer Straße/Ecke Altenbekener Damm), Samba Beija Flor hat das Dreieck Maschsee/Hildesheimer Straße/ Riepestraße übernommen, Samba For Ya bereichert die „Runner’s High“-Party in der Nordstadt, Sambaria das Treiben am Lister Damm – und Rueben-Beat trommelt in der Vahrenwalder Straße/Ecke Philipsbornstraße. Auch am Start-Ziel-Bereich, am Trammplatz, gibt es ganz viel sehen: Die Cheerleader Snow Crystals, Flying Devils und Hannover Royals. Immer richtig sind Sie am Kröpcke (DixielandJazz mit den Trio Street Paraders im roten Frack), am Platz der Weltausstellung (Power Zone von Erdinger Alkoholfrei), in der Jakobistraße (Mecky-Music) und am Aegi (GOP-Heißluftballon). Oder besuchen Sie die Kleingärter in der Kolonie Feierabend im Othfelde. Die machen mit Dutzenden Freiwilligen ein solches Fass auf, dass Revisor Klaus Eichstätt selbstbewusst behauptet: „Wer bei uns nicht war, hat den Marathon nicht wirklich erlebt.“
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OBST UND PASTA FÜR SPITZENSPORTLER
ereits zum dritten Mal versorgt das hannoversche Catering-Unternehmen Party Löwe die Läufer-Teams und VIP-Gäste des Marathons. „Mit Obst, Pasta von REWE und erfrischenden Getränken sind die Sportler optimal vorbereitet“, erläutert Andreas Hüttmann, Geschäftsführer des Party Löwen. Nicht nur für die Läufer und Promis hat der Caterer kulinarische Leckerbissen im Angebot. Die komplette Rahmengastronomie für die Zuschauer wird von ihm bewirtschaftet. Weitere Informationen gibt es unter www.partyloewe.de.

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■ STARTZEITEN
Sonnabend 15.30 Uhr: Kinderlauf 1 (Jahrgänge 1997 bis 99) 15.45 Uhr: Kinderlauf 2 (2000 bis 2002) 16 Uhr: Kinderlauf 3 (2003 bis 2005) 16.15 Uhr: (2006 und jünger) 16.45 Uhr: Charity-Run über 4,8 Kilometer Handbike-Halbmarathon Inline-Halbmarathon TUIfly Marathon TUIfly Halbmarathon REC solar-powered 10 Kilometer Lauf 13.10 Uhr: 10 Kilometer Walking 13.15 Uhr: 10 Kilometer Nordic Walking Nachmeldungen (im Neuen Rathaus): Freitag, 6. Mai: 16 bis 19 Uhr; Sonnabend, 7. Mai: 10 bis 19 Uhr; Sonntag, 8. Mai: 7 Uhr bis eine Stunde vor dem jeweiligen Start. Sonntag 8.45 Uhr: 8.47 Uhr: 9 Uhr: 11 Uhr: 13 Uhr:

MIT DEM ABO FÄHRT MAN

1500 Quadratmeter Fachwissen
ie Marathon-Messe. Eine Erfolgsgeschichte. 31 Aussteller sind dabei, acht davon zum ersten Mal. „Kein Eckchen mehr frei“, hat Daniela Cromm, die Projektleiterin, im 1500 Quadratmeter großen Zelt auf der Wiese neben dem Rathaus. Platzhirsch ist Jens Rohracker, Inhaber von Blade Runner am Steintor. Der Laufladen ist groß vertreten – mit 130 Quadratmetern Standfläche, auf denen sich die Crème de la Crème der Sportartikler präsentiert. Hier stellt Polar den neuen Trainingscomputer RCX 500 vor. Under Armour und CEP präsentieren die neuesten Kompressionstextilien. „Wir nutzen die Messe nicht, um unsere Lager leer zu räumen und alte Schuhe loszuwerden“, verspricht Rohracker.

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BESSER!

SMART ENERGY FOR A CLEANER FUTURE
Unser Ziel ist die Bereitstellung intelligenter Energie für eine saubere Zukunft. Wir halten unsere Versprechen, indem wir mit Disziplin, Professionalität und Ehrlichkeit handeln.

REC-SPONSORED LÄUFE
TUIfly Marathon Hannover: 4. DEE Firmenlauf Stuttgart: Burgwald-Lauf: München Marathon: 08.Mai 2011 20. Juli 2011 28. August 2011 09.Oktober 2011

Detlef Seeska lief einst den Hannover Marathon mit Sohn Tom im Babyjogger. Tom ist mittlerweile 22, sein 53-jähriger Papa führt Det’s Laufshop mittlerweile seit 26 Jahren. Natürlich ist der Chef selbst da. „Beste Angebote auf 100 Quadratmetern“, verspricht auch Detlev Mathew, Chef des Karstadt-Sporthauses – Freitag und Sonnabend ist er selbst am Stand. „Der Marathon hat sich prächtig entwickelt und die Marathon-Messe mit ihm.“ Acht Aussteller haben Premiere, auch die Leguano GmbH aus St. Augustin bei Bonn. „Wir haben seit einem Jahr ein definitiv innovativ neues Produkt auf dem Markt“, sagt Dirk Pfeffer, Vertriebsleiter Deutschland: einem Barfuß-Laufschuh. „Das ist eine

Socke, die mit einer Sohle verbunden ist.“ Erstmals dabei ist auch der Großmarkt Hannover. Warum? „Gerade läuft eine Imagekampagne für den Großmarkt, für gesunde Ernährung und für den Einkauf auf Wochenmärkten“, erklärt Marketingfrau Saskia Schulz-Gorny: „Da passt unser Engagement bei der Marathon-Messe perfekt rein.“ Zwei Ernährungsberaterinnen an unserem Stand erklären, wie Läufer sich in den 24 Stunden vor dem Start ernähren sollten. DAN
■ Die Öffnungszeiten: Freitag, 6. Mai: 16 bis 19 Uhr Sonnabend, 7. Mai: 10 bis 19 Uhr Sonntag, 8. Mai: 7 bis 15 Uhr IMPRESSUM ■

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Madsack Medienagentur GmbH & Co. KG Stiftstraße 2, 30159 Hannover www.madsack-agentur.de Autor: Christoph Dannowski Produktion: Ann-Kathrin Seidel Fotos: Petrow (5), zur Nieden (3), Dillenberg Anzeigen: Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, 30148 Hannover Olaf Kuhlwein (verantwortlich)

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