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G. Niemann · H. Winter

Maschinenelemente

Band2

Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH

G. Niemann · H. Winter

Maschinenelemente

Band 2:

Getriebe allgemein, Zahnradgetriebe - Grundlagen, Stirnradgetriebe

Zweite, völlig neubearbeitete Auflage

Zweiter berichtigter Nachdruck, korrigierter Nachdruck

Mit 288 Abbildungen

Springer

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Gustav Niemann t

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. h.c. Hans Winter t

Die vorliegende 2. Auflage des fri.iheren Bandes II wurde infolge der Umfangsvermehrung in zwei Bande (die jetzigen Bande II und III) aufgeteilt.

ISBN 978-3-662-11874-0

DOI 10.1007/978-3-662-11873-3

ISBN 978-3-662-11873-3 (eBook)

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http://www.springer.de

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003 Ursprlinglich erschienen bei Springer-Verlag Berlin Heidelberg NewYork 2003

Softcover reprint of the hardcover 2nd edition 2003

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, daB solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten waren und daher von jedermann benutzt werden diirften.

Sol! te in diesem Werk direkt oder indirekt auf Gesetze, Vorschriften oder Richtlinien (z. B. DIN, VDI, VDE) Bezug genommen oder aus ihnen zitiert werden sein, so kann der Verlag keine Gewahr fiir Richtigkeit, Vollstandigkeit oder Aktualitat iibernehmen. Es empfiehlt sich, gegebenenfalls fiir die eigenen Arbeiten die vollstandigen Vorschriften oder Richtlinien in der jeweils giiltigen Fassung hinzuzuziehen.

Einband-Entwurf: medio Technologies AG, Berlin Satz: Fotosatz-Service Kohler GmbH, Wiirzburg

Gedruckt auf saurefreiem Papier SPIN: 10895300 07/3020 Rw

Vorwort

Wie schon im Vorwort zu Band! (1975) erwähnt, gibt es neben dem deutschsprachigen Original mindestens fünf fremdsprachige Ausgaben. Das Originalwerk selbst mußte mehrmals in relativ großen Stückzahlen nachgedruckt werden. Dies alles läßt die unver- änderte Wertschätzung erkennen, die das Werk bei Konstrukteuren, Berechnungsingenieu- ren und Studenten genießt. Die Fachwelt des In- und Auslandes hat eine Neuauflage des Bandes II immer wieder angemahnt, und ausländische Verlage haben schon seit längerem Optionen für neue Lizenzausgaben. -Wir stellen sie hiermit vor. Wegen der ständig zunehmenden Informa- tionsmenge auf unserem Fachgebiet mußte der bisherige Band II noch einmal geteilt werden; die zweite Auflage des Gesamtwerkes ist also jetzt dreibändig! Der gesamte Stoff wurde in allen wesentlichen Belangen gründlich überarbeitet und neu gestaltet. Kapitel20 (Band II) bringt allgemein gültige Grundlagen für Getriebe und Kupp- lungen sowie Vergleichsangaben über Eigenschaften, Baugrößen, Gewichte und die Anwendung von Getrieben. Damit kann der Leser eine schnelle, überschlägige Aus- wahl treffen. Dann folgen die Grundgleichungen für Bewegungsvorgänge und Massen- wirkungen, die ebenfalls für alle Getriebe und Kupplungen gelten. Neu sind die Angaben zur Berechnung von Lagerkräften für sämtliche Getriebearten einschließlich komplizier- ter Wellenanordnungen, ferner die Umrechnungstafel für Maßeinheiten. Die weiteren Kapitel in den Bänden II und III behandeln die Getriebearten und Kupplungen im einzelnen. Wo irgend möglich haben wir uns bemüht, Herkunft, Annahmen und Ableitungen der Berechnungsgleichungen, Festigkeitswerte und Einflußgrößen anzugeben. Damit lassen sich die physikalischen Zusammenhänge besser verstehen und die Berechnungen mit kritischem Verstand ausführen. Der Charakter des Werkes als Lehrbuch ist dadurch deutlicher hervorgetreten. Die Darstellung berücksichtigt den heutigen Stand der Auslegung, Konstruktion und Berechnung von Getrieben und Kupplungen. Wichtig erschien uns dabei das methodische Vorgehen auf der Basis einer sorgfältigen Analyse der Funktionen. So muß man sich stets klarmachen, daß es entscheidend wichtig ist, die von außen in das Getriebe oder die Kupplung eingeleiteten Kräfte zuverlässig zu erfassen sowie die Betriebsbedingungen weitestgehend abzuklären. Ebenso wichtig ist es zu berücksichtigen, daß die zulässigen Spannungs- und Festigkeitswerte erheblich streuen. Der Konstrukteur muß wissen, welche Voraussetzungen bezüglich Werkstoffsorte, Wärmebehandlung und Herstellungsver- fahren den jeweils eingesetzten Werten zugrunde liegen. Wir haben das Prinzip beibehalten, alle für den Konstrukteur und Ingenieur wichtigen Aussagen über die hier behandelten Maschinenelemente, ob sie nun zulässige Spannungen, Reibungszahlen, Konstruktionsdaten oder sonstige Erfahrungswerte darstellen, möglichst umfassend anzubieten. Man bedenke allerdings: Alle Einflußgrößen treten im wesent- lichen statistisch verteilt auf. Dies wird beim Ansatz wichtiger Größen deutlich gemacht. Die Festigkeitswerte werden für eine Schadenswahrscheinlichkeit angegeben. Es hat daher wenig Sinn, angesichts dieser Unsicherheiten und Streuungen etwa Geometrie- faktoren auf viele Dezimalen genau zu bestimmen. Auch bei Verwendung der Elektronen-

VI

Vorwort

rechner sollten kritischer Sachverstand und ein Gefühl für physikalische Zusammenhänge,

für Wesentliches und Unwesentliches nicht verlorengehen!

Da Rechner aller Größen (vom Taschenrechner bis zum Großrechner) heute zum Hand-

werkszeug des Konstrukteurs und Berechnungsingenieurs gehören,

sind zu den Diagram-

men weitgehend die entsprechenden Berechnungsgleichungen angegeben. Die Darstellung

in Diagrammen haben wir beibehalten,

da sie einen schnellen Überblick über die Größen-

ordnungen gestatten und damit ein besseres Gefühl für

die Zusammenhänge

vermitteln.

Manche Zahlentafeln (z. B. die Evolventenfunktionen) konnten durch Rechenschemata für Taschenrechner ersetzt werden.

Als neuer Zweig der technischen Wissenschaften wurde die Elasto-Hydrodynamik

verschiedene Probleme eingeführt. -

für

Alle Daten und Bezeichnungen wurden dem

generell

Stand

um-

der

DIN-

und

ISO-Normung

angepaßt,

die

Einheiten

auf

das

SI-System

gestellt.

Durch

eigene

Aktivitäten

in

der

Forschung

über Zahnradgetriebe und

deren Grund-

lagen

sowie

in

der

deutschen,

amerikanischen

und

internationalen

aufgrundunserer engen Zusammenarbeit mit der Getriebeindustrie

Normung,

aber

auch

glauben wir,

mit der

nun vorliegenden Darstellung den heutigen Stand der Wissenschaft und Praxis aus erster

Hand bieten zu können.

-Zu allen Themenbereichen, insbesondere solchen, in denen wir

nicht

selber forschen,

haben

wir

jedoch

stets

hervorragende

Fachleute

der

Industrie

hinzugezogen.

Letztlich zeichnen wir

aber

als Verfasser

für

alle Aussagen und

Angaben

selbst verantwortlich.

Sicher wird

der kritische

Benutzer des Werkes hier

und

da Unzulänglichkeiten

ent-

decken oder Fehler, die

dankbar.

wir übersehen haben.

Für entsprechende Hinweise sind wir stets

Ohne

die Mitwirkung unserer Mitarbeiter am Institut und von Kollegen aus der Industrie wäre

dieses Werk

Dieses Lehr-

und Arbeitsbuch ist

noch

nicht

also

das

Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit.

heute

fertig. Deshalb sagen wir allen Beteiligten

an dieser Stelle

unseren besonderen Dank.

Von unseren Mitarbeitern sind zu nennen:

Dipl.-Ing.

H.

wirkungen; Nichtevolventische Verzahnungen;

Entwerfen,

Vojacek

(Lagerkräfte, Massen-

Gestalten von Stirnradgetrie-

ben; Reibkupplungen, Reibbremsen); Dr.-Ing.

P.

Oster

(Zahnkräfte, Verformungen,

Kor-

rekturen; Elastohydrodynamik);

Dipl.-Ing.

K. Michaelis

(Schmierung; Verlustleistung;

Freßtragfähigkeit);

Dr.-lng.

TV.

Knabel

(Getriebegeräusch); Dipl.-Ing.

G.

Schönnenbeck

(Kunststoffzahnräder);

(Stirn-Schraubradgetriebe) ; Dr.-Ing.

Dipl.-Ing.

TV.

Schmidt

(Planetengetriebe);

ll1. Richter

und Dipl.-Ing.

M. Paul

Dr.-lng.

G. Fresen

(Kegelradgetriebe) ;

Dr.-lng.

H.

TVilkesmann,

Dr.-Ing.

G. Huber

und Dipl.-Ing.

D.

Mathiak

(Schneckengetriebe);

Dipl.-Ing.

F. J.

Joachim

(Kettengetriebe);

Dipl.-Ing.

T.

Weiß

(Riemengetriebe);

Dr.-

lng.

H.

Dr.-Ing.

Gaggermeier

(Reibradgetriebe);

Th. Hösel

(Verschiedenes).

Dipl.-lng.

W. Liebhardt

(Freilaufkupplungen);

Beiträge

zu

Einzelthemen

stammen

von

den

Herren

Prof.

B. Podlesnik

(Zahnfeder-

steifigkeit);

Dipl.-Ing.

H. Pflaum

(Kraftverteilung

über die

Zahnbreite);

Prof.

H. Rettig

(Werkstoffe, Festigkeitswerte,

dynamische Zahnkräfte) ; Dipl.-lng.

H. Gerber

(dynamische

Zahnkräfte);

Dr.-Ing.

H.

J.

Plewe

(Langsamlaufverschleiß);

Dr.-Ing.

W.

Käser

(Grüb-

chentragfähigkeit);

Dipl.-Ing.

Dr.-lng.

U. Broßmann

(Zahnfußtragfähigkeit); Dipl.-Ing.

(Beispiele).

Th. Placzek

und cand. ing.

F. Prexler

F. J. Hoppe,

Folgende Kollegen

mitgewirkt: Dr.-Ing.

haben

in

Form

von Beiträgen,

Daten

und

K.

Kallhardt,

München

und

Dipl.-Ing.

H.

kritischer

Durchsicht

Treppschuh

(\Verk-

stoffe); Ob.-Ing.

K. Grirnpe,

Duisburg

(Gestaltung);

Ing. grad.

TV.-D. Briinings,

Ludwigs-

hafen;

Ing. grad.

H.

Dopp,

HarenfEms;

Dr.-lng.

H.

Röbner,

Frankfurt;

Dr.-Ing.

E.

Siedke,

Berlin

und

Ob.-Ing.

H.

Strelow,

Minden

(Kunststoffzahnräder);

Dr.-Ing.

H.

Trapp,

Hückeswagen (Kegelradgetriebe);

Dipl.-Ing.

L.

Kostka,

Bocholt (Schnecken-

getriebe);

Dr.-Ing.

0. Dittrich,

Bad Hornburg (Kettengetriebe, Reibradgetriebe);

Ob.-Ing.

H. G. Tope,

Hannover (Riemengetriebe);

Dr.-Ing.

K. H. Timtner,

Bad Homburg,

Ing. grad.

Vorwort

VII

D.

Seidel,

München

und

Dipl.-Ing.

R.

Maurer,

Bad

Hornburg

(Freilaufkupplungen);

Ing.

E.

Mangold,

München,

Wirtsch.-Ing.

G.

Schrödl,

München,

Dipl.-Ing.

D. Wagner,

Hamburg,

Dr.

J.

Fuhrmann,

Hamburg,

Dipl.-Ing.

G. Bmndt,

Hamburg,

Dr.

E. Jantzen,

Stuttgart,

Dipl.-Ing.

G. P.

W ollhofen,

München,

Dipl.-Ing.

H.-J.

Blanke,

München

und

Ing.

grad.

H. Stockmeier,

Augsburg

(Schmierung und Kühlung).

 

Prof.

B. Podlesnik,

Dipl.-Ing.

H.

Gerber

und Dipl.-Ing.

M.

Paul

haben das Manuskript

sorgfältig

überprüft.

Ihnen

sowie

unseren Mitarbeitern, die Schreib- und Zeichenarbeiten

beigesteuert

haben,

sei

ausdrücklich

gedankt.

Dasselbe gilt gegenüber

allen Firmen,

die

Zeichnungen

und

sonstige Unterlagen zur Verfügung gestellt haben.

 

Die

Arbeiten

über

die

Tragfähigkeit

von

Zahnradgetrieben

waren

großenteils

auch

Beiträge

zu

entsprechenden

DINJISO-Normen.

Diese

mit langwierigen, schwierigen Ver-

handlungen verbundenen Projekte

Aktualität

des

Werkes

sicher

sind neben

der eigenen Forschung dem Wert und der

der

zugute

gekommen.

Aber

sie

haben

die

Fertigstellung

Neuauflage immer wieder verzögert. Der Springer-Verlag hat dies- -

Verdruß

zwar mit wachsendem

Dafür

sind

wir ebenso

letztlich

aber

mit

Geduld

und

Verständnis

ertragen.

dankbar

wie

für

die

redaktionellen

und

herstellerischen

Bemühungen

sowie

für

die

ver-

trauensvolle

Zusammenarbeit

mit

seinen

Mitarbeitern

während

der Vorbereitungen

des

Druckes.

Die

letzten

Zeilen dieses

Vorwortes

gelten

in

Professor Dr.-Ing.

Dr.-Ing.

E. h.

Gustav Niemann.

Dankbarkeit

und

Verehrung

Herrn

Er hat das

Entstehen

der Neuauflage

über

mehr

die

vielen

Jahre

erleben

dürfen.

hinweg

mit Anteilnahme

verfolgt,

In

diesem

von

ihm

begründeten

ihre

Fertigstellung jedoch nicht

Werk

wird sein

Name

lebendig

bleiben!

München,

im Juni

1983

H. Winter

In

nunmehr

fünfjährigem

Gebrauch

der

zweiten

Auflage

dieses Werkes

haben

sich

weitere

Fehler

an

einigen

Textstellen

und

Bildern

herausgestellt,

die

in

diesem zweiten

Nachdruck

-

der

erste

wurde bereits

1985

notwendig

-

in

Ordnung

gebracht

worden

sind.

Auch diesmal

haben

meistens besonders

aufmerksame

Benutzer

den

Anstoß

dazu

gegeben.

\Yir

sehen

hierin

die

Praxisnähe

und

Bewährung

des

"Niemannf\Vinter"

in

Lehre,

Forschung,

Entwicklung

und Produktion

bestätigt

und

danken

allen

Lesern,

die

sich

mit Fragen oder Anregungen an uns gewandt haben.

l\1i.inchen,

im

Oktober

1988

Hinweise

H.

Winter

Abkürzungen:

DIN:

Deutsches Institutfür Normung; ISO:

International

Standards Organization; AGMA:

American Gear

.Manufacturers Association;

BS: British

Standard;

FZG:

Forschungsstelle

für Zahnräder

und Getriebebau,

Technische Universität .München.

Gleichungen,

als auf die angegebenen Einheiten bezogene Zahlenwerte eingesetzt werden.

Größengleichungen, d. h., die Einflußgrößen dürfen auf beliebig gewählte Einheiten bezogen und eingesetzt

werden.

die Einflußgrößen müssen

Alle übrigen Gleichungen sind

die mit

® gekennzeichnet sind, sind Zahlenwertgleichungen, d. h.,

Inhalt der Bände I und III

Band I

1

Gesichtspunkte und Arbeitsmethoden

2

Gestaltungsregeln

3

Praktische Festigkeitsrechnung

4

Leichtbau

5

Werkstoffe

6

Normen, Taleranzen und Oberflächen

7

Schweißverbindung

8

Löt- und Klebverbindung

9

Nietverbindung

10

Schraubenverbindungen

11

Bolzen- und Stiftverbindung

12

Elastische Federn

13

Wälzpaarungen

14

Wälzlager

15

Gleitlager

16

Schmierstoffe, Schmierung und Dichtung

17

Achsen und Weilen

18

Verbindung von Welle und Nabe

19

Verbindung von Welle und Welle (Kupplungen, Gelenke)

Band 111

23 Stirn-Schraubradgetriebe

24 Kegelrad-, Hypoid-, Kronenradgetriebe

25 Schneckengetriebe

26 Kettengetriebe

27 Riemengetriebe

28 Reibradgetriebe

29 Reibkupplungen und Reibbremsen

30 Freilaufkupplungen (Rücklaufsperren, Überholkupplungen, schaltbare Freiläufe)

Inhaltsverzeichnis

20 Getriebe - allgemein (Funktionen, Grundbeziehungen, Bauarten, Baugröße, Bewegungsgleichungen, Lagerkräfte) 1

20.1 Grundbeziehungen für Getriebe und Kupplungen

 

2

20.2 Vorgehensweise beim Entwerfen -

 

Pflichtenheft (Checkliste)

 

5

20.3 Getriebe für konstante Übersetzung

 

5

20.3.1 Zahnradgetriebe

 

5

20.3.2 Kettengetriebe

 

9

20.3.3 Riemengetriebe

 

9

20.3.4 Reibradgetriebe

10

20.3.5 Baugröße und Gewicht von Zahnradgetrieben

 

11

20.4 Verstellgetriebe

.

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11

20.4.1 Bauarten .

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11

20.4.2 Pflichtenheft (Auswahlkriterien) für stufenlos verstellbare mechanische Getriebe

15

20.5 Bewegungsvorgänge, Massenkräfte, Lagerkräfte

 

.

.

.

.

.

.

19

20.5.1 Berechnung von Kräften, Momenten, Leistungen - Geschwindigkeiten, Beschleunigungen

19

20.5.2 Umrechnung für unterteilte Massen

 

22

20.5.3 Umrechnung von Maßeinheiten

 

.

.

.

22

20.5.4 Antriebsmotor und Massenwirkung

 

22

20.5.5 Beispiele für Beschleunigungsvorgänge

 

25

20.5.6 Berechnung der Lagerkräfte von Getrieben

 

26

20.6 Literatur zu 20

.

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29

21 Zahnradgetriebe -

Grundlagen (Stirnräder)

 

31

21.1 Verzahnungsgeometrie -

 

allgemein

 

31

21.1.1 Zeichen und Einheiten für Verzahnungsgeometrie

 

31

21.1.2 Verzahnungsgesetz .

.

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32

21.1.3 Konstruktion von Eingriffslinie und Gegenflanke

35

21.1.4 Übersetzung, Radienverhältnis (Zähnezahlverhältnis), Momentenverhältnis

35

21.1.5 Weitere Verzahnungsgrößen

 

.

36

21.1.6 Profilüberdeckung ea .

.

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38

21.1.7 Gleit- und Wälzbewegung der Zahnflanken

 

38

21.1.8 Überlegungen zur Wahl des Zahnprofils

 

40

21.1.9 Flankenlinien (Geradverzahnung, Schrägverzahnung); Innenverzahnung

41

21.1.10 Literatur zu 21.1 (s. Abschn. 21.3.9)

 

41

21.2 Nichtevolventische Verzahnungen

 

42

21.2.1 Zykloidenverzahnung

 

42

21.2.2 Kreisbogenverzahnung .

 

43

21.2.3 Triebstockverzahnung .

43

21.2.4 Wildhaber(Novikov-Verzahnung (W/N-Verzahnung)

 

46

21.2.5 Literatur zu 21.2

 

.

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48

21.3 Evolventenverzahnung .

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49

21.3.1 Erzeugung der Evolvente, Eigenschaften

 

49

21.3.2 Bezugsprofile der Evolventenverzahnung, Werkzeug-Bezugsprofile

51

21.3.3 Evolventenfunktion und allgemeine Verzahnungsgrößen

51

21.3.4 Die einfachste Evolventenverzahnung: Null-Verzahnung

54

21.3.5 Profilverschobene Verzahnung

 

54

21.3.5.1 V-Null-Verzahnung

56

21.3.5.2 V-Verzahnung

 

56

21.3.5.3 Satzräder mit Evolventenverzahnung .

 

58

21.3.5.4 Aufzeichnen der Zahnform

 

.

.

.

.

.

59

X

 

Inhaltsverzeichnis

21.3.6 Schrägverzahnung

.

.

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.

59

21.3.7 Innenverzahnung

(Hohlräder)

.

.

.

65

21.3.8 Grenzen der Verzahnungsgeometrie

67

21.3.9 Literatur zu 21.1

 

und 21.3

 

71

21.4 Verzahnungsgenauigkeit und -messung, Flankenspiel

 

72

21.4.1 Zeichen und Einheiten für Verzahnungsgenauigkeit und Flankenspiel

 

73

21.4.2 Radkörpergenauigkeit und -toleranzen

 

.

.

.

.

.

.

.

74

21.4.3 Verzahnungs- und Gehäusegenauigkeit

.

.

.

.

.

.

.

74

21.4.4 Verzahnungstoleranzen,

 

DIN-Verzahnungsqualitäten

.

78

21.4.5 Sondervorschriften für Zahnprofil und Flankenlinien

78

21.4.6 Flankenspiel, Getriebepassung

.

83

21.4.7 Ermittlung der Zahndicke

 

86

21.4.8 Literatur zu 21.4

 

.

.

.

.

.

.

88

21.5 Zahnkräfte, Verformungen,

Korrekturen

 

.

89

21.5.1 Äußere Zahnkräfte,

Drehmomente

 

89

21.5.2 Zahnverformung, Zahnfedersteifigkeit, Drehwegabweichungen

 

(statisch belastete, fehlerfreie Verzahnung)

 

.

.

.

.

.

.

.

.

.

94

21.5.3 Verteilung der Zahnkraft

längs

der Berührlinie

 

(statisch belastete, fehlerfreie Verzahnung)

 

.

.

.

.

.

. \.

.

.

99

21.5.4 Kraftaufteilung in Umfangsrichtung

(fehlerbehaftete Verzahnung)

 

100

21.5.5 Kraftverteilung längs der Zahnbreite

(fehlerbehaftete Verzahnung)

.

104

21.5.5.1 Wirksame Flankenlinienabweichung

 

.

.

.

.

.

.

.

.

.

104

21.5.5.2 Genauere Verfahren zur Bestimmung der wirksamen

 
 

Flankenlinienabweichung

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

104

21.5.5.3

Näherungsverfahren zur Bestimmung der Flankenlinienabweichung

durch Verformung

 

.

.

. .

.

.

.

.

.

.

.

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.

.

.

.

104

21.5.5.4 Näherungsansatz für die Flankenlinien-Herstellabweichung

.

.

.

.

106

21.5.5.5 Näherungsverfahren zur Bestimmung der Einflußfaktoren

KHß,

KFß

107

21.5.5.6 Genauere Berechnung von

KHß

für symmetrisch gelagerte Ritzel

.

109

21.5.5.7

Planetengetriebe

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

109

21.5.6 Verzahnungskorrekturen

 

.

.

.

.

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.

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.

.

.

.

.

.

112

21.5.7 Innere dynamische Zahnkräfte

-

Dynamikfaktor

Kv

115

21.5.7.1 Zahnkräfte in verschiedenen Betriebsbereichen.

 

116

21.5.7.2 Resonanzgebiete,

Bezugsdrehzahl

N .

.

.

.

.

117

21.5.7.3 Dynamikfaktor

 

- Einflußgrößen, Grenzbedingungen

 

118

21.5.7.4 Vereinfachte Bestimmung des

 

Dynamikfaktors

 

118

21.5.7.5 Berechnung des Dynamikfaktors bei besonderen Getriebebauarten

 

120

21.5.8 Literatur zu 21.5

 

.

.

.

. .

 

. .

. .

.

.

.

.

.

121

21.6 Getriebeschäden und Abhilfe, Entwicklungstendenzen

 

123

21.6.1 Allgemeine Maßnahmen, Entwicklungstendenzen

 

124

21.6.2 Grübchenbildung

 

(pitting)

 

.

.

.

.

.

.

.

.

126

21.6.3 Abplatzer (spalling)

 

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

128

21.6.4 Graufleckigkeit

(frosted areas,

micro-pitting)

130

21.6.5 Zahnbruch

130

21.6.6 Fressen

131

21.6.7 Verschleiß.

.

.

.

136

21.6.8 Risse an Zähnen

.

138

21.6.9 Literatur zu 21.6

 

(s. Abschn. 21.8.5)

 

138

21.7 Tragfähigkeitsberechnung -

Grundlagen

 

138

21.7.1 Elastohydrodynamik

- Schmierfilm und Schmierdruck

 

138

21.7.2 Grübchenbildung (pitting)

 

. .

.

. .

.

.

.

.

.

140

21.7.2.1 An Zahnflanken auftretende Pressung

141

21.7.2.2 Zulässige Flankenpressung

aHP

• •

144

21.7.3 Zahnbruch

.

147

21.7.3.1 Am Zahnfuß

auftretende örtliche Spannung

 

147

21.7.3.2

Zulässige Zahnfußspannung

aFP

 

153

21.7.4 Fressen (Warmfressen)

.

.

.

.

.

.

.

. .

.

.

.

.

.

.

.

.

157

21.7.4.1 Berechnungsgrundlagen

- auftretende Flankentemperatur

 

157

21.7.4.2 Zulässige Integraltemperatur 0

101

p ••.••.•.•.•

160

21.7.5 Langsamlauf-Verschleiß

 

. .

 

.

. .

 

.

.

.

.

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.

.

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.

.

.

.

.

160

21.7.5.1 Berechnung

des linearen Verschleißabtrages (Zahndickenminderung)

und der Verschleißmasse

 

161

21.7.5.2 Zulässiger Verschleiß

.

.

162

21.7.6 Literatur zu 21.7

(s. Abschn. 21.8.5)

162

Inhaltsverzeichnis

XI

21.8 Tragfähigkeitsgrenzwerte, ihre Ermittlung und Anwendung

.

.

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163

21.8.1 Verfahren (Tests) zur Ermittlung der Tragfähigkeitsgrenzwerte,

 
 

Schadensdefinition .

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163

21.8.2 Schadenswahrscheinlichkeit, Wöhler- und Schadens-Linien, Festigkeitswerte.

 

167

21.8.3 Anwendung der an Standard-Prüfrädern ermittelten Tragfähigkeitskennwerte

170

21.8.4 Überlegungen zur Wahl des Sicherheitsfaktors

 

171

21.8.5 Literatur zu 21.6,7,8 und 22.3

.

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174

21.9 Zahnradwerkstoffe, Wärmebehandlung, Vor- und Nachbehandlung

 

.

178

21.9.1 Kosten für Zahnradwerkstoffe, Wärmebehandlung und zugehörige Bearbeitung

180

21.9.2 Allgemeines zu Werkstoffwahl, Vor- und Nachbehandlung

 

181

21.9.3 Zur Frage: Gehärtete oderungehärtete Zahnräder?

 

183

21.9.4 Gußeisen, Stahlguß

 

183

21.9.5 Stähle ohne Oberflächenhärtung

 

184

21.9.6 Einsatzstähle - Einsatzhärtung

184

21.9.7 Vergütungsstähle - Induktions- und Flammhärtung .

 

190

21.9.8 Nitrier-, Vergütungs- und Einsatzstähle - Nitrierhärtung

 

193

21.9.9 Vergütungsstahl - sonstige Oberflächenhärtung .

 

203

21.9.10 Sonstige Zahnradwerkstoffe

 

203

21.9.11 Werkstoffqualität und Festigkeit

 

204

21.9.12 Literatur zu 21.9

 

204

21.10 Schmierung

.

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206

21.10.1 Wahl des Schmierstoffs .

.

.

.

.

206

21.10.2 Ölschmierung -

Wahl der Ölart

 

206

21.10.3 Wahl der Öleigenschaften

 

.

.

.

.

.

.

.

.

.

208

21.10.4 Ölzuführung (Tauch-, Einspritz-, Nebelschmierung)

 

211

21.10.5 Öltemperatur, -pflege, -Überwachung, -wechsel

 

215

21.10.6 Fettschmierung

.

.

.

.

.

.

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.

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216

21.10.7 Sonstiges (Feststoffschmierung, Notlaufschmierung) .

.

.

217

21.10.8 Literatur zu 21.10

.

.

.

.

.

.

.

217

21.11 Verlustleistung, Wirkungsgrad, Erwärmung

 

218

21.11.1 Zeichen und Einheiten

 

219

21.11.2 Verlustleistung

 

219

Wirkungsgrad .

21.11.3 .

.

.

.

.

.

.

.

225

21.11.4 Wärmehaushalt (Kühlung, Heizung)

 

225

21.11.5 Berechnungsbeispiel

 

228

21.11.6 Literatur zu 21.11

229

21.12 Zahnradherstellung

230

21.12.1

Arbeitsprinzipien

230

21.12.2

Anwendungsbereich und Besonderheiten der Herstellverfahren

 

232

21.12.2.1 Wälzfräsen

 

232

21.12.2.2 Wälzstoßen

 

233

21.12.2.:~ Wälzhobeln

236

21.12.2.4 Formfräsen

 

236

21.12.2.5 Formstoßen

 

237

21.12.2.6 Verzahnungsräumen

 

237

21.12.2.7 Wälzschälen .

.

.

.

237

21.12.2.8 Verzahnungsschleifen .

 

237

21.12.2.9 Verzahnungsschaben (Wälzschaben)

 

239

21.12.2.10 Verzahnungsläppen

 

241

21.12.2.11 Einlaufen mit Einlaufschmierstoff

 

241

21.12.:3

Reparatur bei beschädigten Zahnflanken

 

241

21.12.4

Literatur zu 21.12

.

.

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.

242

21.1:3 Getriebegeräusch.

.

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.

243

21.13.1 Meß- und Abnahmeregeln - erreichbare Geräuschqualität

 

243

21.13.2 Zeichen und Einheiten

.

.

.

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.

.

.

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.

.

.

244

21.13.3 Das Getriebe als Geräuscherzeuger und -abstrahler .

 

244

21.13.4 Das Getriebe als Schwingungssystem

.

.

.

.

.

.

.

245

21.13.5 Einfluß der Getriebe- und Verzahnungsdaten

 

248

21.13.6 Einfluß des Werkstoffs und der Herstellung der Zahnräder

 

2.'51

21.13.7

Einfluß der Verzahnungsqualität

 

2.'52

21.13.8

Sonstige Einflüsse auf das Zahnradgeräusch

 

255

21.13.9

Einfluß der Lager

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

255

XII

Inhaltsverzeichnis

21.13.10 Abstrahleigenschaften des

Gehäuses

 

255

21.13.11 Sekundäre Schallschutzmaßnahmen

257

21.13.12 Literatur zu 21.13

.

.

.

.

.

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.

.

257

22 Stirnradgetriebe

- Entwurf, Berechnung, Gestaltung

 

259

22.1 Entwerfen eines Getriebes

 

.

.

.

.

.

.

.

.

.

259

22.1.1 Vorgehen

bei Entwurf und Konstruktion

 

259

22.1.2 Getriebebauform,

Anschluß

an Motor und Arbeitsmaschine

 

259

22.1.3

Aufteilung

der Gesamtübersetzung in Getriebestufen

.

.

.

.

.

261

22.1.4 Überschlägige Bestimmung der Hauptabmessungen:

Durchmesser,

Achsabstand

262

22.1.5

Wahl

der Zahnbreite

b

oder der Verhältniswerte

bfd

1 ,

bfa

 

266

22.1.6

Wahl

von Zähnezahl z

1

und Modul

m

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

266

22.1.7 Geradverzahnung

- SchrägverzahnungfSchrägungswinkel

271

22.1.8 Wahl

des Bezugsprofils und der Profilverschiebung

 

273

22.1.9 Berechnung der Verzahnungsdaten

 

275

22.1.10 Lagerkräfte:

Rechenschema

s. Abschn. 20.5.6

 

275

22.1.11 Entwurfsschema und Beispiel

 

275

22.1.12 Literaturhinweis

.

.

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.

275

22.2 Gestaltung von Stirnradgetrieben

.

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.

280

22.2.1

Getriebebauform und Anordnung der Zahnräder

 

280

22.2.2

Anschluß

an Antriebs- und Arbeitsmaschine

 

280

22.2.3

Gestaltung

der Zahnräder

 

286

22.2.4

Gestaltung

der Ritzelwellen .

.

293

22.2.5

Gestaltung

der Gehäuse

 

294

22.2.6

Lagergestaltung und Lagerwahl

 

299

22.2.7

Gestaltung

der Wellen,

Dichtungen,

Gehäusedeckel

 

300

22.2.8

Auswuchten

.

.

.

.

.

.

.

.

.

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.

.

.

.

:l01

22.2.9

Literatur zu 22.2

.

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.

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.

.

.

.

301

22.3 der Tragfähigkeit, Rechenschema,

Nachweis

Beispiele

302

22.3.1 Zeichen und Einheiten

 

.

.

307

22.3.2 Allgemeine Einflußgrößen

310

22.3.:~

Grübchentragfähigkeit

 

.

.

326

22.3.4

Zahnfußtragfähigkeit

.

.

.

33:~

22.:~.5

Freßtragfähigkeit

(Warmfressen)

.

 

341

22.3.6 Beurteilung der Kaltfreßgefahr

 

(s. Abschn. 21.6.6

und 21.7.1)

 

345

22.3.7 Verschleißtragfähigkeit

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

345

22.4 Kunststoffzahnräder

.

.

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.

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.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

:347

22.4.1 Eigenschaften gegenüber Stahlzahnrädern,

Anwendung

 

:147

22.4.2 Werkstoffe,

Erzeugen der Verzahnung

.

.

.

.

.

.

.

349

22.4.3 Besonderheiten der

Herstellung

von

Zahnrädern aus

thermoplastischen

Werkstoffen.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

:150

22.4.4 Zeichen und Einheiten

 

.

.

.

.

.

.

.

.

350

22.4.5 Tragfähigkeit von Kunststoffzahnrädern

 

350

22.4.6 Hinweise

zur

Konstruktion

.

357

22.4.7 Rechensehenut und Beispiele

 

358

22.4.8 Literatur zu 22.4

 

.

.

.

.

.

359

22.5 Besondere Zahnradgetriebe und .-\.nwendungen

 

359

22.5.1 Einfache Planetengetriebe mit Einfachplaneten

 

359

22.5.1.1

Literatur zu 22.5.1

 

365

22.5.2 Spielarme Zahnradgetriebe

.

.

.

.

.

.

.

.

.

365

22.5.2.1

Literatur zu 22.5.2

.

.

.

.

.

.

.

.

368

22.5.3 zur Feinwerktechnik,

Hinweise

extrem kleine Zähnezahlen

 

368

22.5.3.1

Literatur zu 22.5.3

.

.

.

.

370

22.5.4 und exzentrische Zahnräder

Elliptische

 

370

22.5.4.1

Literatur zu 22.5.4

 

371

Sachverzeichnis

.

373

20

Getriebe - allgemein (Funktionen, Grundbeziehungen, Bauarten, Baugröße, Bewegungsgleichungen, Lagerkräfte)

Bild 20/1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Maschinenanlage. Drehzahl nb und Dreh- momentbedarf Tb der Arbeitsmaschine sind durch den Arbeitsprozeß vorgegeben. Bei-

spiele:1

• nb konstant, sehr hoch und Tb konstant bei einem Verdichter (Wirtschaftlichkeit),

• nb klein und Tb konstant, groß bei einem Förderband oder einer Zementmühle oder

manchen Werkzeugmaschinen,

• wechselnd: nb klein/Tb groß beim Anfahren eines Kraftfahrzeuges und nb großjTb klein beim Fahren in der Ebene,

• geradlinige Vorschubbewegung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit (Werkzeug- maschine, Ventilstößel).

Getriebe Kupplung Oreflmomenf T, • 1~ Oreflmomenf Oreflzofll Le i stung T, s n 0
Getriebe
Kupplung
Oreflmomenf T, • 1~
Oreflmomenf
Oreflzofll
Le i stung
T, s
n 0 s
'~
Oreflzofl/
Le i stun g
11.
~
nb
n~
P.
P. + Pw
P.
-
~
Pw
Bild 20/ 1. Bezieh ung n für Getriebe und Kupplung b i Leistungsü b
rtragung.

Drehzahl n. und Drehmoment T a der Kraftmaschinen entsprechen im allgemeinen nicht diesem Bedarf. Der meist verwendete, robuste Drehstrom-Asynchron-Motor wird aus Kostengründen meist 2-, 4- oder 6polig ausgeführt: Bei einer Netzfrequenz von 50 Hz liegen damit die Drehzahlen (ca. 3000, 1500 oder 750 min- 1 ) fest. Auch der Verbrennungs- motor arbeitet nur in einem kleinen Drehzahlbereich wirtschaftlich. Turbinen kleiner und mittlerer Leistung werden aus demselben Grund für hohe Drehzahlen ausgelegt.

1 Hier und in den meisten Kapiteln benutzen wir die Zeichen der Verzahnungsnormen DIN 3960. Index a: für treibendes Rad oder Antrieb; Index b: für getriebenes Rad oder Abtrieb (Index 1 für Kleinrad, 2 für Großrad). Notfalls ä, b wenn Gefahr der Verwechslung (mit a für Kopfkreis, b für Grundkreis) besteht.

2

20 Getriebe -

allgemein

Das Getriebe wandelt Drehzahl und Drehmoment der Kraftmaschine und paßt beide dem Bedarf der Arbeitsmaschine an.

Je nach der Art des Arbeitsprozesses benötigt man demnach Getriebe mit konstanter oder mit veränderlicher Übersetzung (Verstellgetriebe). Oft wählt man für Arbeits- maschinen mit veränderlicher Drehzahl eine Kombination aus verstellbarem Antrieb (Motor oder Getriebe) und nachgeschaltetem (langsam laufendem) Getriebe konstanter Übersetzung (vgl. Abschn. 20.4). Bild 20/2 zeigt den Vergleich eines stationären Antriebs mit und ohne Getriebe. - Bei veränderlichem Drehmomentbedarf ist es meist wirtschaftlich, die Kraftmaschine auf Nennleistung auszulegen und das Drehmoment durch ein Getriebe zu wandeln.

!- - I I Asynchronmotor !200Hz) n. =9500 min-I Ver dichte r nb=9500 min- 1
!- -
I
I
Asynchronmotor !200Hz)
n. =9500 min-I
Ver dichte r
nb=9500 min- 1

Kosten der Antriebsanlage :

Frequenzumrichter-Motor 100%

Asynchronmotor !50 Hz) Getriebe Verdichter n. = 1470 min· 1 i-1:6.~6 nr, =9500 min ·l
Asynchronmotor !50 Hz)
Getriebe
Verdichter
n.
= 1470 min· 1
i-1:6.~6
nr, =9500 min ·l

Motor-Getriebe 38%

Bild 20j2. Antrieb eines Schraubenverdichters P =

500 kW, Kostenvergleich. a) Ohne Getriebe;

b) mit Getriebe.

Ein Getriebe besteht im Prinzip aus drei Gliedern: Antriebs- und Abtriebswelle und feststehendem Gestell (Gehäuse), in dem beide Wellen - mechanisch, elektrisch, hydrau- lisch oder pneumatisch - miteinander gekoppelt sind. Das Gestell überträgt ein Abstütz- moment auf das Fundament.

Eine Kupplung hat dagegen nur zwei Glieder: Antrieb und Abtrieb, die im wesentlichen koaxial sind; ein evtl. Gehäuse hat im Kraftfluß keine Funktion.

20.1 Grundbeziehungen für Getriebe und Kupplungen

a) Drehzahlen, Vbersetzung. Mit den Bezeichnungen in Bild 20/1 gelten folgende Beziehun- gen, die die Funktion von Getrieben - unabhängig von ihrer Bauart - beschreiben:

(20/ 1)

Beim Getriebe unterscheidet man:

nb < na: Übersetzung ins Langsame, nb > na: Übersetzung ins Schnelle.

• Antrieb und Abtrieb gleichsinnig drehend oder entgegengesetzt (Vorzeichens. unten).

Bei Kupplungen drehen Antrieb und Abtrieb stets gleichsinnig. Bei festen Kupplungen ist i = 1, bei einer Schlupfkupplung (z. B. hydrodynamische Kupplung) ist stets nb < na, d. h. i > 1 (im Grenzfall der Bremse nb = 0). Für Übersetzung ins Langsame, d. h. Dauerbetrieb mit Schlupf sind Kupplungen im all- gemeinen ungeeignet; sie wären unwirtschaftlich; je nach Übersetzung müßten große Verlustleistungen als Wärme abgeführt werden.

Übersetzung i = wa/wb = na/nb·

[Lit. Abschn. 20.6]

20.1 Grundbeziehungen für Getriebe und Kupplungen

3

b) Leistung, Verlustleistung, Wirkungsgrad. Die Summe der zugeführten Leistungen muß

Null sein, wobei man die über die Abtriebswelle und als Verlustleistung Pv abgeführten Leistungen negativ ansetzt:

 

=

P. +Pb +Pv =

T.w. + Tbwb +Pv =

0,

(20/2)

Verlustleistung (Wärmeverluste) Pv = P.(1- 'f}a)·

(20/3)

Bei Getrieben setzt sich die Gesamt-Verlustleistung zusammen aus den Verlusten an der Kraftübertragungsstelle PB, den Verlusten aus der Lagerbelastung PvLP und den Leer- laufverlusten Pvo:

Pv =PB +PvLP +Pvo·

(20/4)

PB sind beispielsweise bei Zahnradgetrieben die Verzahnungsverluste Pvz und bei Reibradgetrieben die Reibverluste PR· Sie werden für jede Getriebeart gesondert er- mittelt.

PvLP für Wälzlager s. Abschn. 14.3., für Gleitlager Abschn. 15.3. Anhaltswerte für Schneckengetriebe s. Abschn. 25.5.5 (mit Einschränkung auch zum Abschätzen der Ver- hältnisse bei anderen Getriebearten geeignet).

Pvo umfaßt Leerlaufverluste, evtl. Ölplanschverluste, Ventilations- und Dichtungs- reibverluste. Sie hängen stark von Konstruktion und Betriebsbedingungen ab und sollten daher möglichst in Versuchen ermittelt werden. Anhaltswerte für Schneckengetriebe s. Abschn. 25.5.4.

c) Wirkungsgrad. Gesamtwirkungsgrad

(20/5)

Zur Bewertung der Verluste an der Kraftübertragungsstelle kann man hierfür einen Wirkungsgrad definieren, so bei Zahnradgetrieben den Verzahnungswirkungsgrad

'f}z = (P.- Pvz)/P•.

Da bei Kupplungen Ta= Tb ist, folgt 11 =

als Schlupf 8, so gilt hierfür "f) =

1 -

8 und Pv

1/i = nbfn •. Bezeichnet man das Verhältnis (na

= 8P •.

- nb)/na

d) Drehmoment, Momentenverhältnis. Am Getriebe wirken im Normalfall drei Momente.

Nach der Gleichgewichtsbedingung gilt:

(20/6)

Am Getriebegehäuse greift also ein Abstützmoment TG an, das durch Fundamentschrauben oder eine Drehmomentstütze auf das Fundament übertragen werden muß. Berechnung für Aufsteckgetriebe mit Berücksichtigung des Eigengewichts s. Abschn. 22.2.2. - Momentenverhältnis nach (20/5):

(20/7)

Bei Leistungsgetrieben mit hohem Wirkungsgrad ist praktisch iT = i. iT bei Verzah- nungen s. Abschn. 21.1.4d.

Bei Kupplungen (beliebiger Bauart, mit oder ohne Schlupf) ist stets

Ta+ Tb= 0.

Eine Kupplung überträgt daher kein Stützmoment auf das Fundament, iT ist stets 1.

e) Vorzeichenregelung nach [20/23].

• Gleichsinnig drehende, parallele Wellen haben Drehzahlen mit gleichen Vorzeichen.

• Bei der Antriebswelle sind die Vorzeichen von Drehzahl na und Drehmoment Ta gleich, bei der Abtriebswelle (nb und Tb)