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Johannes Brahms

Violin Concerto
Double Concerto

Erik Schumann
Mark Schumann
Nürnberger Symphoniker
Alexander Shelley
Johannes Brahms (1833-1897)

Konzert für Violine und Orchester


D-Dur, op. 77 (1878)
Concerto for Violin and Orchestra in D major

01 1. Allegro non troppo 21:35

02 2. Adagio 08:36
03 3. Allegro giocoso, ma non troppo vivace 07:58

Konzert für Violine, Violoncello und


Orchester a-Moll, op. 102 (1887)
Concerto for Violin, violoncello
and Orchestra in A minor

04 1. Allegro 16:09
05 2. Andante 06:48
06 3. Vivace ma non troppo 08:19

Erik Schumann Violine . violin


Mark Schumann violonCello
Nürnberger Symphoniker
Alexander Shelley

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KONZERTANTE SINFONIEN mochte, weil sein viersätziges Konzept nicht auskomponiert war. Dann heißt es
aber noch im Herbst: »Die Mittelsätze sind gefallen – natürlich waren es die besten!
Ein armes Adagio aber lasse ich dazu schreiben.« Die Musik der »gefallenen Mittel-
sätze« wurde vermutlich für das zweite Klavierkonzert (B-Dur, op. 83 – geschrie-
ben zwischen 1878 und 1881) aufgehoben und dort weiter verwendet.

W
ie so oft versuchte Johannes Brahms seine unterschiedlichen kompositori- Die Kunst des Konzertes für ein Soloinstrument und Orchester besteht in der
schen Vorstellungen nach Möglichkeit von mehreren Seiten zu bearbeiten. ständigen Balance zwischen Spannung und Entspannung, dem Wechsel von aus-
Ein einziges, exemplarisches Endprodukt schien ihm offenbar meistens gedehnten Solopassagen mit dezenter Begleitung und reinem Tutti voller orchest-
nicht aussagekräftig genug zu sein. Auch für Musik mit (Solo-)Violine bietet sein raler Wucht. In seinem Violinkonzert kontrastiert das fast pastoral anmutende
Werk daher direkte Vergleichsmöglichkeiten an. Sein einziges Konzert für Violine Hauptthema mit einem rhythmisch sperrigen Seitensatz. Die Solovioline setzt
und Orchester D-Dur op. 77 entstand 1878 in unmittelbarer zeitlicher Nachbar- kadenzierend ein, übernimmt dann die beiden Themen und hat erst zu Beginn des
schaft zur ersten Violinsonate (G-Dur, op. 78), zudem nur ein Jahr nach seiner Durchführungsabschnitts eine etwa dreißigtaktige Verschnaufpause. Der weitgrei-
zweiten Sinfonie, die ebenfalls in D-Dur geschrieben ist – und dann noch in der fende Aufbau des ersten Konzertsatzes, auch hierin orientiert sich Brahms an Beet-
gleichen Tonart wie das (ebenfalls einzige) Violinkonzert des »Riesen« Ludwig van hoven, gipfelt nach mehr als 500 Takten in einer frei zu gestaltenden »Cadenz«,
Beethoven, den Brahms ja auch schon anlässlich seiner ersten Sinfonie Anfang der deren erste ursprünglich von Joachim stammte.
1870er Jahre »hinter sich marschieren hört«. Der zweite Satz, das »arme Adagio« mit seinen zauberhaften Klängen, originel-
Im August 1878 befand sich Brahms im Kärtener Sommerdomizil Pörtschach, len Überleitungen und überraschenden Harmonisierungen, wurde zum Zentrum
von wo aus er einen guten Freund, den berühmten Geiger Joseph Joachim (1831- eines der größten Werke der Violinkonzertliteratur. In doppelter Bläserquintettbe-
1907), postalisch bat, eine »Anzahl Violinpassagen« durchzusehen. Joachim, der auf setzung erklingt zu Beginn eine wunderschöne lyrische Melodie. Sie wird von der
ein Werk von Brahms für »sein« Instrument bisher nicht zu hoffen gewagt hatte, Solovioline aufgenommen und im weiteren Verlauf ausgiebig variiert.
antwortete: »Es ist eine große echte Freude für mich, dass Du ein Violinkonzert (in Noch am ehesten trägt das abschließende Rondo mit seinem im ungarischen
vier Sätzen sogar!) aufschreibst.« Dass aus den geplanten vier Sätzen später einer Stil gehaltenen »Kehraus«-Charakter der Tradition des virtuosen Solokonzertes
weniger wurde, erklärt sich durch den Umstand, dass Joachim das (natürlich ihm Rechnung.
gewidmete) Stück im traditionellen Neujahrskonzert 1879 im Leipziger Gewand- Die Uraufführung des Konzertes am Neujahrstag 1879 unter der Leitung des
haus aufzuführen gedachte, was ihm Brahms zunächst jedoch nicht zusagen Komponisten gestaltete sich trotz recht kurzer Probenzeit erfolgreich. Weder das

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zweite Violinkonzert von Max Bruch, noch das originelle D-Dur-Violinkonzert
von Peter Tschaikowsky, die beide auch beide 1878 entstanden, hatten ähnlichen
Erfolg. Das Violinkonzert von Brahms galt dagegen sofort als das größte seit Beet-
hoven und Mendelssohn.
Unter Brahms’ großangelegten Orchesterwerken befinden sich vier Sinfonien
und vier Solokonzerte, wobei die Konzerte zweifellos nicht als virtuose Schaustü-
cke, sondern grundsätzlich sinfonisch gedacht sind. Im Vordergrund steht immer
das musikalische Material, das ebenso einzeln (vom Solisten) wie gemeinsam (vom
Orchester) vorgestellt und bearbeitet wird. In seinem letzten dieser acht großen
Orchesterwerke findet Brahms 1887 nun eine neue Lösung zur Gestaltung des
sinfonisch orientierten Grundaufbaus, indem er nicht ein einzelnes, vergleichs-
weise akustisch eher unterlegenes Streichinstrument gegen das Orchester antreten
lässt, sondern deren zwei aufbietet, was die Durchschlagskraft deutlich erhöht – in
seinem Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102. Damit ent-
steht ein Doppelkonzert, das die eher seltene Gattung, die eigentlich aus barocker
Tradition stammt, in das 19. Jahrhundert überführt. In der Klassik erscheint sie
auch unter der Bezeichnung »Sinfonia concertante«, was den von Brahms beab-
sichtigten Charakter grundsätzlich unterstreicht. Als Vorbilder können jenseits der
italienischen Meister (Antonio Vivaldi etc.) entsprechende Werke von Johann
Sebastian Bach (für zwei Violinen), Wolfgang Amadeus Mozart (vier Beiträge: für
zwei Klaviere, Flöte und Harfe, Violine und Viola, dazu eine Sinfonia concertante
für allerdings gleich vier Bläser), vielleicht auch Beethovens Tripelkonzert (für Kla-
vier, Violine, Violoncello) und Kompositionen von Felix Mendelssohn (zwei Kon-
zerte für zwei Klaviere) aufgezählt werden. Da Brahms 1887 als inzwischen wirt-
schaftlich erfolgreicher Komponist längst nicht mehr auf Kompositionsaufträge

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angewiesen war, stellt sich die Frage, was es mit seiner Motivation, ungefragt ein zu den bevorzugten Stücken des Geigers Joachim. Brieflich näherte man sich wie-
Doppelkonzert zu schreiben, auf sich hat. der an, und Brahms’ Freundschaftsdienst zeigte Wirkung: Joachim war gern bereit,
Zum einen knüpft Brahms formal im ersten Satz am bereits erwähnten zweiten sich mit der Einstudierung des Violin-Soloparts zu befassen. Erfreut wird er festge-
Klavierkonzert an; denn die Solointroduktion wird vorgezogen; die Solisten eröff- stellt haben, dass die drei Anfangsnoten seiner Solostimme in Takt 116, »f-e-a«,
nen das Konzert, zunächst das Violoncello, kurz darauf die Violine. Beide zusam- mit denen das erste Thema vom Violoncello übernommen wird, am Anagramm
men ergeben eine – so der augenzwinkernde Brahms – »achtsaitigen Riesengeige«. »f-a-e« (frei, aber einsam) angelehnt sind, dem Wahlspruch Joachims, mit dem er
Violine und Violoncello müssen also nahtlos kooperieren, wenn die musikalische manche persönliche Notiz unterzeichnete. Am 5. März 1888, man hatte sich end-
Darbietung ein Erfolg werden soll. gültig wieder vertragen, schrieb Brahms an Joachim: »Für mich ist f.a.e. ein Symbol
Der Mittelsatz basiert auf einem eingangs vorgestellten, aufwärtsgerichteten geblieben, und darf ich es, trotz allem, wohl segnen.«
Viertonmotiv (a-d-e-a), das sich, so der Musikwissenschaftler Constantin Floros, Als weitere freundliche Geste wurde das Doppelkonzert auch für Robert Haus-
aus Robert Schumanns »Introduction und Allegro« für Klavier und Orchester (op. mann (1852-1909) komponiert, den etwa eine Generation jüngeren Cellisten des
92) ableiten lässt und bei Brahms zumindest auch in seinem ersten Klavierkonzert berühmten Joachim-Quartetts, dem Brahms bereits ein Jahr zuvor seine zweite
(d-Moll, op. 15) Verwendung findet. Violine und Violoncello stellen das sich aus Violoncellosonate (F-Dur, op. 99) gewidmet und der ihn um ein weiteres Solo-
dem Viertonmotiv entwickelnde Thema gemeinsam vor. werk, möglichst mit Orchester, gebeten hatte.
Im rhythmisch pointierten Schlusssatz haben die Solisten kaum Zeit zum Die drei Künstler, Joachim, Hausmann und Brahms als Dirigent, hoben am
Atemholen. Von 340 Takten sind 280 von ihnen zu spielen. Wie im ersten Satz 18. Oktober 1887 das Doppelkonzert in Köln mit großem Erfolg aus der Taufe.
beginnt das Violoncello, und die Violine übernimmt. Wie üblich hatte Brahms vorab in ironischer Untertreibung seinen zuständigen
Zum anderen hat Brahms mit seinem Doppelkonzert »gewissermaßen ein Ver- Verleger Simrock gewarnt und ihn auf »meine letzte Dummheit« hingewiesen.
söhnungswerk« (Clara Schumann) geschaffen. Statt für den befreundeten Joseph Clara Schumann erhielt gar einen Brief mit der Bemerkung: »Von mir kann ich Dir
Joachim Partei zu ergreifen, hatte er sich nämlich angesichts des Ehekonfliktes des recht Drolliges erzählen. Ich habe nämlich den lustigen Einfall gehabt, ein Konzert für
Geigers auf die Seite der Ehefrau Amalie gestellt, die Joseph Joachims unbegrün- Geige und Cello zu schreiben. Wenn es einigermaßen gelungen ist, so könnte es uns
dete Eifersucht nicht länger auszuhalten vermochte; die Ehe der Joachims wurde wohl Spaß machen.«
dann auch 1884 nach 21 Jahren geschieden. Im Holzbläsersatz des Seitenthemas
im Kopfsatz ist nun der Beginn von Giovanni Battista Viottis a.Moll-Violinkon-
zert (Nr. 22) eingraviert. Dieses Werk schätzte nicht nur Brahms, sondern es zählte

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ERIK SCHUMANN siksaal der Berliner Philharmonie sowie in den Pariser Louvre. Festspiele wie die
Salzburger Osterfestspiele, das Lucerne Festival, der Kissinger Sommer, die Fest-
Erik Schumann wurde 1982 als Sohn deutsch/rumänisch-japanischer Eltern in spiele Mecklenburg-Vorpommern, das Pacific Music Festival, das Schleswig-Hol-
Köln geboren. Mit Auftritten an der Seite von Orchestern in Europa, Asien und stein Musik Festival, Mozartfest Schwetzingen, Rheingau Musik Festival und das
den USA begeistert er sein Publikum. Darunter Ravinia Musikfestival Chicago haben Erik Schumann regelmäßig zu Gast. Kam-
befinden sich Orchester wie das NDR Sinfonie- mermusikprojekte führten ihn unter anderem mit dem Tokyo String Quartet,
orchester Hamburg, WDR Sinfonieorchester Daniel Müller Schott, Alisa Weilerstein, Anna Vinnitskaya, Martin Fröst, Nils
Köln, Gewandhausorchester Leipzig, Bamberger Mönkemeyer, Danjulo Ishizaka, Nicolas Altstaedt, Reto Bieri, Ralph Manno, José
Symphoniker, Tonhalle-Orchester Zürich, Or- Gallardo, Viviane Hagner, Daniel Hope und Cyprien Katsaris zusammen. Im
chestre de Paris, Orchestre National de France, Rahmen der Kronberg Academy musizierte Erik Schumann mit Yuri Bashmet und
Sinfonia Varsovia, BBC Philharmonic und Hel- Gidon Kremer. Zusammen mit Christoph Eschenbach spielte er ein Duo-Recital
sinki Philharmonic Orchestra, das NHK Or- in der Ooji Hall Tokio. Mit seinen Geschwistern Ken und Mark sowie mit Liisa
chestra Tokyo sowie National Symphony Or- Randalu bildet er das Schumann Quartett, das unter anderem in 2013 den 1. Preis
chestra Washington D.C. und das Chicago Sym- beim renommierten Internationalen Streichquartett Wettbewerb Bordeaux errang.
phony Orchestra. Das Quartett ist »Artist in Residence« im Robert Schumann Saal Düsseldorf. Erik
Dabei arbeitet er u. a. mit Dirigenten wie Schumanns Debüt-CD, auf der er im Duo mit Henri Sigfridsson Sonaten von
Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Jiří Sergei Prokofiev erkundet, wurde von der Presse hoch gelobt. Entscheidend für
Bělohlávek, Muhai Tang, Vassily Sinaisky, Gün- seine musikalische Entwicklung war unter anderem sein Lehrer Zakhar Bron. Wei-
ther Herbig, Marin Alsop, Howard Griffiths, tere wichtige Impulse bekam er durch Meisterkurse u. a. bei Pinchas Zuckerman,
Toshiyuki Kamioka, Juanjo Mena, Michael Sanderling, David Afkham und Leoš Miriam Fried, Shlomo Mintz, Pamela Frank, Hermann Krebbers, Pavel Vernikov
Svárovský zusammen. und György Pauk.
Beim Huddersfield Contemporary Music Festival spielte Erik Schumann in Erik Schumann spielt auf einer Violine von G.F. Pressenda aus dem Jahre 1830,
2012 Matthias Pintschers Violinkonzerts »Mar’eh« unter der Leitung des Kompo- eine freundliche Leihgabe aus privatem Besitz.
nisten mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra. Duo-Recitals mit Henri
Sigfridsson führten ihn u.a. in die Philharmonie Luxembourg, den Kammermu-

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MARK SCHUMANN bermusic connects the world« in Kronberg teil, bei dem er u.a. mit Gidon Kremer
und Yuri Bashmet zusammen spielte.
Mark Schumann, Jahrgang 1988, wurde in Dormagen bei Köln geboren. Er erhielt Im Juni 2010 trat er mit Christoph Eschenbach und Tzimon Barto beim »Kla-
seinen ersten Cellounterricht mit vier Jahren. Seine Lehrer waren Alwin Bauer, vier-Festival Ruhr« auf. Noch im selben Jahr erhielt er den »Europäischer Kultur-
Hans Christian Schweiker, Emil Klein, Heinrich Schiff und Frans Helmerson. Der- preis«. 2011 absolvierte er eine Deutschlandtournee mit der »Klassischen Philhar-
zeit wird er an der Hochschule für Musik in Köln von Prof. Nicolas Altstaedt unter- monie Bonn«, unter der Leitung Heribert Beissel und bekam das MKK Stipen-
richtet. Zur Vertiefung seines künstlerischen Ausdrucks nahm er an Meisterkursen dium 2012 verliehen. In 2014 erhielt er den »Förderpreis des Landes NRW«.
von David Geringas, Gary Hoffman, Steven Isserlis und Bernard Greenhouse teil Neben seinen Soloauftritten ist er – zusammen mit seinen Geschwistern – Mit-
und 2008 an der International Music Academy Switzerland von Maestro Seiji glied des Schumann Quartetts, das vom Alban Berg Quartett, Prof. Eberhard
Ozawa. Zahlreiche Wettbewerbserfolge bezeugen das Talent des jungen Musikers. Feltz, Prof. Rainer Schmidt und Prof. Harald Schoneweg (Cherubini Quartett)
Er hat Rundfunkaufnahmen beim WDR, BR, MDR und NHK Japan gemacht betreut wird. Der ehemalige Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und
und spielte bereits mit zahlreichen angesehenen Orchestern, wie etwa dem War- der Studienstiftung des Deutschen Volkes spielt ein Violoncello von »Carlo
schauer Symphonie Orchester, Klassische Philharmonie Bonn, Folkwang Kam- Giuseppe Testore« (1710).
merorchester, Slowakisches Symphonieorchester, MDR Symphonieorchester, Yo-
miuri Symphony Orchestra und das Bran-
denburgisches Staatsorchester und war u. a.
in der Tonhalle Düsseldorf, der Kölner
Philharmonie, Berliner Kammerphilhar- ALEXANDER SHELLEY
monie, Konzerthaus Berlin, Die Glocke in
Bremen, Laeiszhalle Hamburg, Rudolf Oe- Von Publikum und Presse überall gefeiert gilt Alexander Shelley als »der aufre-
tker Halle, Robert Schumann Saal, NHK gendste und begabteste Dirigent seiner Generation«. Seit 2009 ist er Chef der
Hall, Minato Mirai Hall, (Yokohama), Nürnberger Symphoniker. Daneben wird er ab September 2015 auch die Leitung
Victoria Hall(Genf ), und Suntoryhall in des National Arts Centre Orchestra in Ottawa übernehmen. Im Januar 2015
Tokio zu hören. In 2010 nahm Mark wurde er zudem zum Ständigen Ersten Gastdirigenten des Royal Philharmonic
Schumann am Kammermusikkurs »Cham- Orchestra London ernannt. Shelley, 1979 in London geboren, studierte Cello und

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Dirigieren in London und Düsseldorf. Weltweit NÜRNBERGER SYMPHONIKER
hat er ungezählte Orchester dirigiert, u.a. das
City of Birmingham Symphony Orchestra, das Künstlerische Qualität und stilistische Bandbreite – das sind die Markenzeichen
Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das der Nürnberger Symphoniker. Seit ihrer Gründung 1946 sind sie an allen musika-
Leipziger Gewandhaus, das Houston Symphony lischen Fronten dabei: Oper, Operette, Oratorium, Film und vor allem das Sym-
Orchestra sowie das Simon Bolivar Orchestra in phoniekonzert – in all diesen Genres machen sie Musik zum Erlebnis. In rund 100
Venezuela und die Hongkong Philharmonic. Auftritten pro Saison erfreuen sie als das Konzertorchester der europäischen Met-
Eng verbunden ist er mit der Deutschen Kam- ropolregion Nürnberg jedes Jahr an die 200.000 Zuhörer mit musikalischen Ver-
merphilharmonie Bremen. Als Operndirigent anstaltungen der verschiedensten Art. Während bei den Abonnementkonzerten in
erschien er u.a. mit Mozarts »Figaro«, mit Lehárs der Nürnberger Meistersingerhalle der Schwerpunkt auf dem klassisch-romanti-
»Lustiger Witwe« und Puccinis »La Bohème«. schen Repertoire liegt, widmen sie sich in ihrer Reihe im Musiksaal in der Kon-
Alexander Shelley spielte 2014 Korngolds Vio- gresshalle spannenden genreübergreifenden Projekten aus Pop, Jazz, Film und
linkonzert mit Daniel Hope und der Stockholm Literatur. Im Advent gehören ihre stimmungsvoll-weihnachtlichen Rathaus-Kon-
Philharmonic ein sowie eine Britten-Prokofjew- zerte mit festlicher Barockmusik zum Pflichtprogramm der Besucher des Nürnber-
Dukas-CD mit dem Bundesjugendorchester, das er auf eine Tournee führte. Den ger Christkindlesmarktes. Und während der Sommersaison im Serenadenhof oder
Höhepunkt bildeten Auftritte in der Berliner Philharmonie und im Festspielhaus bei Europas größtem Klassik Open Air im Luitpoldhain steht die ganze Welt der
Baden-Baden, wo er das Kooperationskonzert mit den Berliner Philharmonikern Musik auf dem Programm.
gemeinsam mit Simon Rattle leitete. 2015 wird Alexander Shelley bei der Tsche- In der Vergangenheit agierten die Nürnberger Symphoniker zudem als Gastor-
chischen Philharmonie, beim Orchestre de la Suisse Romande und bei der Came- chester im Nürnberger Staatstheater, als Orchester der Opernfestspiele in Heiden-
rata Salzburg debütieren. heim und als Festspielorchester beim traditionsreichen Festival »Fränkischer Som-
mer«. In Kooperation mit der Staatsphilharmonie Nürnberg führten sie spektaku-
läre Riesenwerke – Mahlers »Symphonie der Tausend« und Schönbergs »Gurrelie-
der« – auf. Weiteres Herzstück ihrer Arbeit sind die altersgerechten und interakti-
ven Kinder- und Jugendkonzerte, mit denen sie einen engagierten Beitrag zur
Förderung des Konzertbesucher-Nachwuchses leisten. Für das Sonderprojekt

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»Erlebnis Klassische Musik – Kinder spielen für Kinder« im Rahmen von »Sym-
phoniker im Klassenzimmer« wurde das Orchester 2012 mit dem Paula-Maurer- CONCERTANTE SYMPHONIES
Preis ausgezeichnet.

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Ein Highlight in der Orchestergeschichte brachte das Jahr 1993: Für ihre sen- ohannes Brahms often tried to realize his compositional ideas in several
sationelle Einspielung des Main Title der Fernsehserie »The Beauty and the Beast« ways, if possible. A single, exemplary end product rarely seemed meaningful
wurden die Nürnberger Symphoniker in Los Angeles mit einem der begehrten enough for him. His works for solo violin are cases in point. His only Con-
Grammy Awards ausgezeichnet – Krönung einer »Hollywood-Connection«, die certo for violin and orchestra in D major op. 77 was composed in 1878, around the
bis in die 50er Jahre zurückreicht, als das Orchester die Soundtracks von »Ben time he wrote his First Violin Sonata in G major, op. 78, and just a year after his
Hur« und »Quo Vadis« aufnahm. Second Symphony, which is also in D major – the same key as the only violin con-
Längst bewegen sich die Nürnberger Symphoniker auf internationalem Parkett. certo by the “colossus” Ludwig van Beethoven, whom Brahms had “heard marching
Weltstars wie Cecilia Bartoli, Cheryl Studer und José Carreras haben mit ihnen behind him” wile he was working on his First Symphony in the early 1870s.
musiziert, glanzvolle Namen wie Philippe Entremont, Martin Stadtfeld, Cameron In August 1878, while Brahms was spending the summer in the Carinthian
Carpenter, Daniel Hope, Mischa Maisky, Martin Grubinger oder Christian Lind- town of Pörtschach, he wrote to his good friend the famous violinist Joseph
berg begeistern das Nürnberger Publikum. Seit 2009 ist der junge englische Joachim (1831-1907), asking him to check a “number of violin passages”. Joachim,
»Shooting-Star« Alexander Shelley Chefdirigent des Orchesters: Ein brillanter, who had never dared to hope for a work by Brahms for his instrument, answered:
charismatischer Orchesterleiter, der in der ganzen Welt gefragt ist. In seiner Ära “I am truly overjoyed to learn you are writing a violin concerto – and one in four
absolvierten die Nürnberger Symphoniker zahlreiche internationale Gastspiele in movements at that!” The planned four movements were later cut down to three
Wien, Prag, Mailand, Japan und zuletzt auch in China. So tragen sie heute ihre because Brahms was having trouble with his four-movement concept and could
Interpretationen »Made in Nuremberg« vital, inspiriert und selbstbewusst in die not promise the work would be ready for the traditional New Year’s Concert at the
Welt: Nürnberger Symphoniker – Musik erleben! Gewandhaus in Leipzig in 1879, when Joachim intended to present the piece
(which was naturally dedicated to him). In the autumn Brahms wrote: “The cen-
tral movements have gone – they were naturally the best! But I’m going to write a
poor Adagio.” He presumably re-used the music of the discarded middle move-
ments in his Second Piano Concerto in B flat major op. 83, written between 1878
and 1881.

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The art of writing concertos for a solo instrument and orchestra consists in stantly in the foreground. In 1887, in the last of his eight large-scale orchestral
maintaining the balance between tension and relaxation, and in the alternation of works, Brahms found a new form of symphonic structure, in which he pitted
extensive, discreetly accompanied solo passages with the full force of the tutti. In against the orchestra not the comparatively low volume of tone of a single stringed
Brahms’s Violin Concerto, the rather pastoral principal theme contrasts with a instrument but that of two, thus considerably increasing the tonal impact. The
rhythmically unwieldy second theme. The solo violin enters in the manner of a Concerto for violin, cello and orchestra in A minor op. 102, commonly known as
cadenza, introduces the two themes, then takes a break for about thirty bars at the his “Double Concerto”, belongs to a rather rare genre that originated in the
beginning of the development section. The structurally complex first movement, Baroque era. In the Classical period, a work of this nature was also given the name
in which Brahms again oriented himself on Beethoven, culminates after more than sinfonia concertante, which basically underlines the character intended by Brahms.
500 bars in a section in which a cadenza is to be improvised: the first version came Models exist from the Italian masters (Antonio Vivaldi etc.), from Johann Sebas-
from Joachim. tian Bach (for two violins), from Wolfgang Amadeus Mozart (four examples: for
With its charm, original transitions and unexpected harmonies, the second two pianos, for flute and harp and for violin and viola, plus a Sinfonia concertante
movement – the “poor Adagio” – occupies the centre of one of the greatest violin for four wind instruments), from Beethoven (Triple Concerto for piano, violin,
concertos in the repertoire. A wonderful, lyrical melody sounds in double wind cello) and from Felix Mendelssohn (two concertos for two pianos). Since by 1887
quintet at the beginning. It is adopted by the solo violin and subjected to abun- Brahms had long been a commercially successful composer and was no longer
dant variations. dependent on commissions, the question arises as to what motivated him to write
The concluding Rondo in Hungarian style is in keeping with the tradition of his Double Concerto.
rousing finales in virtuoso solo concertos. In the first movement, Brahms borrows formal ideas from his Second Piano
Despite scant rehearsal, the premiere of the concerto on New Year’s Day 1879 Concerto; the soloists perform the introduction – first the cello, then the violin.
under the composer’s baton was a success. Neither Max Bruch’s Second Violin Together, they form what Brahms humorously called a “giant eight-string fiddle”.
Concerto nor Pyotr Tchaikovsky’s wonderful D major Violin Concerto, both like- Smooth cooperation between the soloists is essential for a successful performance.
wise written in 1878, received so much acclaim. Brahms’s Violin Concerto was The middle movement is based upon the initial ascending four-note motif
immediately proclaimed the greatest since Beethoven and Mendelssohn. A-D-E-A, which according to musicologist Constantin Floros derives from Robert
Brahms’s large-scale orchestral works include four symphonies and four concer- Schumann’s Introduction and Allegro for piano and orchestra op. 92, and which
tos written according to symphonic principles, rather than as virtuosic showpieces. Brahms also used in his First Piano Concerto in D minor, op. 15. The violin and
The musical material, introduced both by the soloist and the orchestra, is con- the cello develop the theme from the four-note motif.

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The soloists hardly have time to catch breath in the highly rhythmic last move- Double Concerto in Cologne to great acclaim on October 18, 1887. With his
ment, performing 280 of the 340 bars by themselves. As in the first movement, the usual tendency towards ironical understatement, Brahms had cautioned his pub-
cello begins the process. lisher Simrock about the work, referring to his “latest folly”. Even Clara Schu-
Clara Schumann called the Double Concerto “something of a conciliatory mann received a letter with the remark: “I can tell you something really droll about
work”. Instead of supporting his friend Joseph Joachim in his marital conflict, me. I have had the funny inspiration to write a concerto for violin and cello. If it is
Brahms had taken the side of Joseph’s wife Amalie because he was no longer able to a success to some extent, we may have fun with it.”
endure the violinist’s unfounded jealousy; the couple divorced in 1884 after
twenty-one years together, and the friendship of the composer and the violinist
went into cold storage. The subsidiary theme in the woodwinds in the opening
movement is taken from the beginning of Giovanni Battista Viotti’s A minor Vio-
lin Concerto no. 22 – a work which Brahms greatly esteemed and which the vio- ERIK SCHUMANN
linist Joachim often performed. The two men returned to corresponding with one
another again. Brahms’s kind thought soon brought results, for Joachim declared Erik Schumann was born in Cologne to German and Romanian-Japanese parents
himself willing to rehearse the violin part. He will have been pleased to note that in 1982. Audiences have enthusiastically received his appearances with orchestras in
F-E-A, the three opening notes of the solo part in bar 116, where the violin takes Europe, Asia and the USA. The orchestras with which he has performed include the
over the first theme from the cello, is an anagram of F-A-E (frei, aber einsam – free, NDR Symphony Orchestra of Hamburg, WDR Symphony Orchestra of Cologne,
but alone), the slogan with which Joachim signed many a personal note. The two the Leipzig Gewandhaus Orchestra, the Bamberg Symphony Orchestra, the Zurich
men were finally reconciled, and on March 5, 1888, Brahms wrote to Joachim: Tonhalle Orchestra, the Orchestre de Paris and Orchestre National de France, Sin-
“F.A.E. remains a symbol for me, and I bless it, in spite of everything.” fonia Varsovia, the BBC Philharmonic, the Helsinki Philharmonic, the Jerusalem
The Double Concerto was also composed for Robert Hausmann (1852-1909) Radio Symphony Orchestra, the NHK Orchestra of Tokyo, the National Sym-
as a gesture of friendship. Hausmann, a generation younger than Brahms, was the phony Orchestra of Washington, D.C. and the Chicago Symphony Orchestra.
cellist in the famous Joachim Quartet. Brahms had dedicated his Second Cello He works with conductors like Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda,
Sonata in F major, op. 99 to him the previous year and Hausmann had asked the Jirí Belohlávek, Muhai Tang, Vasily Sinaisky, Günther Herbig, Marin Alsop, How-
composer to write another solo work for him, with orchestra if possible. ard Griffiths, Toshiyuki Kamioka, Juanjo Mena, Michael Sanderling, David
The three artists, Joachim, Hausmann and Brahms as conductor, premiered the Afkham and Leos Svárovský.

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Erik Schumann performed Matthias Pintscher’s Violin Concerto “Mar’eh” with sonatas by Sergey Prokofiev together with pianist Henri Sigfridsson, was highly
the BBC Scottish Symphony Orchestra under the composer’s baton at the Hud- praised by the press. Decisive influence on Erik Schumann’s musical development
dersfield Contemporary Music Festival in 2012. Duo recitals with Henri Sigfrids- was exerted by his teacher Zakhar Bron. Other important stages in his development
son have taken him to the Philharmonie Luxembourg, the Chamber Music Hall at were master classes with Pinchas Zukerman, Miriam Fried, Shlomo Mintz, Pamela
the Berlin Philharmonie and the Louvre in Paris. Erik Schumann has regularly per- Frank, Hermann Krebbers, Pavel Vernikov and György Pauk.
formed at the Salzburg Easter Festival, the Lucerne Festival, the Bad Kissingen Erik Schumann performs on a violin built by Giovanni Francesco Pressenda in
Summer Festival, the Festival of Mecklenburg-West Pomerania, the Pacific Music 1830, kindly loaned by a private owner.
Festival, the Schleswig-Holstein Music Festival, the Schwetzinger Mozartfest, the
Rheingau Music Festival and the Ravinia Music
Festival Chicago. He has worked with the Tokyo
String Quartet, Daniel Müller Schott, Alisa Weil- MARK SCHUMANN
erstein, Anna Vinnitskaya, Martin Fröst, Nils
Mönkemeyer, Danjulo Ishizaka, Nicolas Alts- Mark Schumann was born in Dormagen near Cologne in 1988, and began learn-
taedt, Reto Bieri, Ralph Manno, José Gallardo, ing the cello at the age of four. His teachers were Alwin Bauer, Hans Christian
Viviane Hagner, Daniel Hope and Cyprien Kat- Schweiker, Emil Klein, Heinrich Schiff and Frans Helmerson. At present, he is
saris on various chamber-music projects. Erik studying with Prof. Nicolas Altstaedt at the Cologne College of Music. He has
Schumann performed with Yuri Bashmet and attended the master classes of David Geringas, Gary Hoffman, Steven Isserlis and
Gidon Kremer at the Kronberg Academy. With Bernard Greenhouse and, in 2008, that of Seiji Ozawa at the International Music
Christoph Eschenbach, he gave a duo recital in Academy Switzerland. The young musician’s talent is shown by his success at
the Ooji Hall in Tokyo. Performing with Liisa numerous competitions.
Randalu and his brothers Ken and Mark, he leads Schumann has made radio recordings with WDR, BR and MDR and with
the Schumann Quartet, which won first prize at NHK Japan, and the numerous respected orchestras he has performed with
the prestigious Bordeaux International String include the Warsaw Symphony Orchestra, the Klassische Philharmonie Bonn, the
Quartet Competition in 2013. The quartet is Artist in Residence at the Robert Folkwang Chamber Orchestra, the Slovak Symphony Orchestra, the MDR Sym-
Schumann Hall in Düsseldorf. Erik Schumann’s debut CD, on which he explored phony Orchestra, the Yomiuri Nippon Symphony Orchestra and the Brandenburg

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State Orchestra, at venues like the Düsseldorf Tonhalle, the Cologne Philharmo- ALEXANDER SHELLEY
nie, the Berlin Kammerphilharmonie and Konzerthaus, Die Glocke in Bremen,
the Laeiszhalle in Hamburg, the Rudolf Oetker Hall, the Robert Schumann Hall, Universally acclaimed by press and public alike, Alexander Shelley is regarded as
the NHK Hall, the Minato Mirai Hall in Yokohama, the Victoria Hall in Geneva, “the most exciting and most talented conductor of his generation“. He has headed
and the Suntory Hall in Tokyo. the Nürnberg Symphony Orchestra since 2009, and from September 2015 he will
In 2010 Mark Schumann attended the Chamber Music Connects the World also assume direction of the National Arts Centre Orchestra in Ottawa, Canada.
course in Kronberg, where he played with Gidon Kremer and Yuri Bashmet among In addition, he was appointed Principal Associate Conductor of London’s Royal
others. Philharmonic Orchestra in January 2015. Born in London in 1979, Shelley stu-
He performed with Christoph Eschen- died cello and conducting in London and Düsseldorf. He has conducted countless
bach and Tzimon Barto at the Ruhr Piano orchestras around the world, among them the City of Birmingham Symphony
Festival in June 2010, receiving the Euro- Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, the Leipzig Gewandhaus
pean Arts Prize that same year. He toured Orchestra, the Houston Symphony Orchestra, the Simon Bolivar Orchestra in
Germany with the Klassische Philharmonie Venezuela and the Hongkong Philharmonic. He maintains a close association with
Bonn under the direction of Heribert Beis- the Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. His achievements as an opera con-
sel in 2011 and was awarded the MKK ductor include Mozart’s Figaro, Lehár’s Merry Widow and Puccini’s La Bohème.
Scholarship in 2012. In 2014 he received Alexander Shelley recorded Korngold’s Violin Concerto with Daniel Hope and the
the North Rhine-Westphalia Scholarship. Stockholm Philharmonic in 2014, also a Britten-Prokofiev-Dukas CD with the
In addition to his solo appearances, he Bundesjugendorchester, which he took on tour. The highlight of the German
performs together with his brothers in the youth orchestra tour came with performances in the Berlin Philharmonie and the
Schumann Quartet, which is supervised by Festspielhaus in Baden-Baden, where he directed the joint concert with the Berlin
the Alban Berg Quartet, Prof. Eberhard Philharmonic together with Simon Rattle. 2015 will see Alexander Shelley make
Feltz, Prof. Rainer Schmidt and Prof. his debuts with the Czech Philharmonic, Orchestre de la Suisse Romande and
Harald Schoneweg (Cherubini Quartet). The former holder of scholarships from Camerata Salzburg.
the Deutsche Stiftung Musikleben and the Studienstiftung des deutschen Volkes Translation; J & M Berridge
plays a cello built by Carlo Giuseppe Testore in 1710.

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NUREMBERG SYMPHONY Moreover, the Nuremberg Symphony was acting in the past as guest orchestra at
the Nuremberg Theatre, as orchestra of the Opera Festival Heidenheim and as fes-
Artistic quality and stylistic flexibility – these features represent the trademark of tival orchestra of the “Franconian Summer” which is enjoying a long tradition.
the Nuremberg Symphony. Since its foundation in 1946 the orchestra has been Cooperating with the Philharmonic Orchestra in Nuremberg it performed spec-
active in all kinds of musical fields: opera, operetta, oratorio, film and in particular tacular gigantic works – Mahler’s “Symphonie der Tausend” and Schönberg’s
the symphonic concert. No matter which genre – it makes music an adventure. “Gurrelieder”. A further centrepiece of its work is formed by the age-appropriate
Acting as the concert orchestra of and interactive children’s and youth concerts with which it committedly partici-
the European metropolitan area of pates in supporting the new blood of concert goers. For a special children’s project
Nuremberg, the Nuremberg Sym- the orchestra was awarded the Paula-Maurer-Prize in 2012.
phony brings the joy of classical The year 1993 represented a highlight in the orchestra’s history: the Nurem-
music to an audience of almost berg Symphony won one of the coveted Grammy Awards in Los Angeles for its
200,000 people every year perform- sensational recording of the main title music for the TV series “Beauty and the
ing some 100 concerts every season. Beast” – the peak of a “Hollywood connection” reaching far back into the 1950’s,
While focusing on the classical and when the orchestra recorded the film scores for “Ben Hur” and “Quo Vadis”.
romantic repertoire in its sub-scrip- For a long time the Nuremberg Symphony has performed well on the interna-
tion concerts at the Nuremberg Meis- tional stage. World class artists such as Cecilia Bartoli, Cheryl Studer and José Car-
tersinger Hall, it is devoted to excit- reras made music with it and splendid names like Philippe Entremont, Martin
ing projects across different genres Stadtfeld, Cameron Carpenter, Daniel Hope, Mischa Maisky, Martin Grubinger
like pop, jazz, film and literature in its or Christian Lindberg fascinated the Nuremberg audience. Since 2009 the young
series at the Music Hall. In Advent the city-hall concerts brimming with Christ- British “shooting star” Alexander Shelley has been appointed Chief Conductor: a
massy atmosphere and focusing on festive baroque music are a must for the visitors brilliant, charismatic conductor sought after in the whole world. During his era
of the Nuremberg “Christkindlesmarkt”. And the entire world of mu-sic is covered the orchestra completed a number of international guest performances in Vienna,
in its programmes when performing at the Serenade Court during the summer Prague, Milan, Japan and in China. Inspired and self-confident, the Nuremberg
season or at Europe’s biggest Classic Open Air in the Luitpoldhain. Symphony carries out its interpretations “made in Nuremberg” into the whole
world. Nuremberg Symphony – experience music!

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P & C 2015 Edel Germany GmbH
Coproduction with Bayerischer Rundfunk – Studio Franken
Recording: 30.05.-02.06.2014, Nürnberg,
Musiksaal in der Kongresshalle
Executive Producer: Dr. Andreas Grabner (BR), Bernd Kussin (Edel)
Recording Producer: Johannes Müller


Balance Engineer: Peter Collmann
Sound Technician: Andreas Haeuber
Photos: Torsten Hönig
Design: Gerd Schröder / www.groothuis.de

www.erikschumann.com markschumann.de www.nuernbergersymphoniker.de www.alexandershelley.com