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Neue Bordnetzdiagnose am Beispiel der Baureihe 166 Global Service & Parts Kai Hartmann GSP/TPI 11.11.2011
Neue Bordnetzdiagnose am Beispiel der Baureihe 166
Global Service & Parts
Kai Hartmann
GSP/TPI
11.11.2011

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 11/2011 –

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Übersicht Weiterentwicklung der Bordnetzdiagnose / IBS - Fehlerrolle

Seite 2 - 3

1. Was ist neu bei der Bordnetzdiagnose

2. Wo werden die Datensätze in Xentry gefunden

Seite 4

3. Einstiegsmaske, Bedeutung der einzelnen Bildschirmabschnitte (Screenshot)

Seite 5 -6

4. Interpretationsbeispiele:

4.1 Ladebilanz Stand (Buswachhalter)

Seite 7

4.2 Ladebilanz Stand (Fehlverhalten Kunde, Kl15 / Kl15R)

Seite 8

5. Beschreibung Fahr- / Standzyklus

Seite 9 - 10

6. Detailerklärung der einzelnen Daten / Diagramme:

6.1 Verbraucherabschaltung

Seite 11

6.2 Ladebilanz Fahrzyklus

Seite 12

6.3 Generatormanagement

Seite 13

6.4 Drehzahlanhebung

Seite 14

6.5 Innenwiderstand und Ladezustand der Batterie

Seite 15

6.6 Batterietemperatur

Seite 16

6.7 Spannungslage

Seite 17

6.8 Funktion des Ruhestromschalters (RSS)

Seite 18

6.9 Zeitdauer Verbraucheraktivitäten

Seite 19

6.10„aktuelle Daten“, zusätzliche Aufzeichnungsmöglichkeiten

Seite 20 – 21

7. Zusätzliche Beispiele / Screenshots

Seite 22 -28

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Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011
Neue Bordnetzdiagnose am Beispiel der Baureihe 166
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Was ist neu bei der Bordnetzdiagnose

Einführung:

- mit ME BR166 und nachfolgenden Baureihen

Mit der weiterentwickelten Bordnetzdiagnose lässt sich nicht direkt die defekte Komponente ermitteln

Die Diagnose soll lediglich bei der Identifikation der Ursache helfen:

- technische Ursache

ja / nein

- Kundenverhalten

ja / nein

- Batterie defekt

ja / nein

Wie bisher auch sind noch weiterführende Prüfungen notwendig, wie z.B. Midtronicstest, Ruhestrommessungen (Spannungsabfall über Sicherungen)…

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Was ist neu bei der Bordnetzdiagnose

Folgende Daten werden überwacht, gespeichert und detailliert und übersichtlich dargestellt:

- Bordnetzüberwachung immer aktiv, da nur zwischen Fahr- und Standzyklen unterschieden wird keine „Wartezeit“ von 75 Min mehr

- bis zu 100 Fahr- und Standzyklen speicherbar

- Ladebilanz während der Fahrt- und Standzeit

- Bordnetzstoppverbote (Fahrzyklus)

- Spannungslage der Batterie (Standzyklus)

- Zeitangabe, wie lange Verbraucher aktiv waren (Standzyklus)

- Zeitangabe, wie lange Bordnetzmanagement aktiv war (Fahrzyklus)

- CAN-Bus Überwachung (nicht nur Buswachhalterüberwachung im ZGW)

Vorteil gegenüber den bislang bekannten IBS - Datensätzen:

- Fahrprofil / Nutzungsverhalten des Kunden erkennbar

- Datum und Uhrzeit werden mit abgespeichert

- Dauer des Ruhestromproblems erkennbar

- Klemmenstatus (Kl15C, Kl15R und Kl15) sind erkennbar

- Buswecker als Ursache ohne Zusatzmessgerät erkennbar (verursachendes SG nicht zuzuordnen)

Nutzen für die Werkstatt:

- erhöhte Transparenz über das Lade- und Entladeverhalten der Batterie und der Nutzung / Belastung des Bordnetzes

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Wo werden die Datensätze im Xentry gefunden

Einstieg über Baureihenauswahl

.

.

Funktionsauswahl

Einstieg über Baureihenauswahl . . Funktionsauswahl Gesamtfahrzeug Spannungsversorgung Istwerte Bordnetzdaten

Gesamtfahrzeug

über Baureihenauswahl . . Funktionsauswahl Gesamtfahrzeug Spannungsversorgung Istwerte Bordnetzdaten Die

Spannungsversorgung

Istwerte
Istwerte

Bordnetzdaten

Die Buswachhalterüberwachung kann über das Steuergerät EZS ausgelesen werden

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Einstiegsmaske mit allen Fahr- und Standzyklen

1
1

Übersicht über alle Datensätze

2
2

Standzyklus

3
3

Fahrzyklus

4
4

neg. Ladebilanz während Fahrt

5
5

Batt.-Ladung (extern) im Stand

Zur weiteren Ansicht eines

speziellen Datensatzes auf Stand-

oder Fahrzyklus wechseln

die Nummer des Zyklus im Fenster „Datensatz“ eintragen, oder Pfeiltasten benutzen

6
6

und

7
7
1 7 5 6 4 3 2
1
7
5
6
4
3
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Bedeutung der einzelnen Bildschirmabschnitte

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Auswahlmöglichkeit der Datensätze

2
2

Datensätze der Standzyklen

3
3

Datensätze der Fahrzyklen

4
4

aktuelle Signalaufzeichnung

5
5

Vorfilterung von Datensätzen, die von der Normalität abweichen

6
6

Diagramm aktive Verbraucher / Klemmenstatus (Inhalt unterschiedlich bei Fahr- / Standzyklus)

7
7

Ladebilanz (Stromverbrauch)

8
8

zusätzliches Datenfeld (Inhalt unterschiedlich bei Fahr- / Standzyklus), Standzeit, Innen- widerstand der Batterie, …

9
9

Auffälligkeiten des Datensatzes Interpretationshilfe

1 2 3 4 6 5 8 9 7
1
2
3
4
6
5
8
9
7
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Interpretationsbeispiel 1: Ladebilanz Stand (Buswachhalter)

Ladebilanz Stand

1
1
2
2

- Negative Ladebilanz

- Body CAN ungewöhnlich lange wach

- Keine Verbraucher aktiv, die den CAN wach halten

3
3

FEHLER:

Buswachhalter nächster Schritt „Buswachhalterüberwachung“ im EZS auslesen

3 1 2 2 2
3
1
2
2
2
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Interpretationsbeispiel 2:

Ladebilanz Stand (Fehlverhalten Kunde)

Ladebilanz Stand

1
1

- Entladung durch Zündung

- Negative Ladebilanz

- KL15 und KL15r für ca. 20 Min aktiv

2
2
1
1

MISSBRAUCH:

Zündung angelassen

1 2 2 2
1
2
2
2
Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011 Neue Bordnetzdiagnose am Beispiel der Baureihe 166 9
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Beschreibung Fahr- / Standzyklus

Wann werden die Datensätze für Fahr- und Standzyklus abgespeichert

- Mit Motorstart wird der Standzyklus abgeschlossen, gespeichert und der Index hochgezählt

- erst ab einer Fahrzeit von > 1Min wird ein Datensatz abgespeichert

- Bei Abstellen des Motors wird der Fahrzyklus abgeschlossen und gespeichert

Wie ist die Zuordnung des Fahrzyklus zum Standzyklus?

- Die Reihenfolge ist Fahrzyklus vor Standzyklus mit selbem Index.

- D.h. Fahrzyklus 3 ist zeitlich vor Standzyklus 3

- Der Datensatz mit Index 1 enthält immer die aktuellsten Daten

- an diesem Beispiel ist der Standzyklus mit Index 1 beim Auslesen noch nicht abgeschlossen und wird daher ausgeblendet

- Um die Daten des Standzyklus 1 (letzter Standzyklus) auslesen zu können, ist folgendermaßen vorzugehen:

- Motor einmal starten, die Standphase wird abgeschlossen

- Motor abstellen

- Daten auslesen und den Standdatensatz mit Index 2 betrachten

SZ noch nicht abgeschlossen „rutscht“ nach Abschluss des SZ1 auf SZ 2
SZ noch nicht abgeschlossen
„rutscht“ nach Abschluss des SZ1
auf SZ 2
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Beschreibung Fahr- / Standzyklus

Daten des letzten Fahrzyklus z.B. nach Probefahrt sollen ausgelesen werden

- Motor starten

- Fahren z.B. testen, ob ein Bordnetzstoppverbot vorliegt

- Motor abstellen

- Daten auslesen und Fahrzyklus mit Index 1 betrachten

Daten der Standphase sollen ausgelesen werden

- Motor starten, Motor abstellen

- Fahrzeug in gewünschten Zustand bringen (z.B. verriegelt)

- Messzeit warten

- Motor starten, Motor abstellen (Standzyklus abschließen)

- Daten auslesen und Standzyklus mit Index 2 beurteilen (Ladebilanz, CAN-Aktivität …)

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Detailerklärung: Verbraucherabschaltung

Ob und bis zu welcher Stufe die Verbraucherabschaltung aktiv war ist nur in den Daten der Fahrzyklen erkennbar

Die Verbraucherabschaltung deaktiviert verschiedene Verbraucher im Fahrzeug. Je höher die Stufen (max. 24), desto erlebbarer wird die Abschaltung für den Kunden

1. Maximale Abschaltstufe normal: 6 die PTC Abschaltstufen 1-6 werden immer zum Motorstart gesetzt

2. Mittlere Abschaltstufe normal: 0 bei Fahrten > 15 min sollten die Abschaltstufen immer gegen 0 gehen

3. Nicht auftreten sollten: Abschaltstufen > 10

0 gehen 3. Nicht auftreten sollten: Abschaltstufen > 10 Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011 Neue Bordnetzdiagnose am
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Detailerklärung : Ladebilanz Fahrzyklus

1
1

Normal:

Bei Fahrten > 5 min, sollte die Ladebilanz positiv, also > 0 Ah sein

Nicht auftreten sollte:

Bei Fahrten > 5 min : < 0 Ah

1 1
1
1

Ausnahmefall:

Negative Ladebilanz ist bei sehr gut geladener Batterie und aktivem Generatormanagement möglich

2
2
2
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Detailerklärung :

Welche Funktion hat das Generatormanagement?

Bei Batterietemperaturen > 10°C und Außentemperatur > 0°C stellt das Bordnetz einen Batterieladezustand von ca. 80 % Ladezustand (SoC) her

Bei voll geladenen Batterien kann aktives Generatormanagement zu einer begrenzten Entladung führen, da die Batterie über einen definierten Zeitraum bewusst nicht geladen wird (siehe Bsp. Seite 7)

Generatormanagement wird bei SoC - Werten < 75 %, Bordnetzproblemen, Anhängerbetrieb etc. abgeschaltet

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Detailerklärung :

Drehzahlanhebung

Die Leerlaufdrehzahl des Motors wird nur bei stark be- oder überlastetem Bordnetz angehoben

(„Drehzahlanhebung aktiv“)

1
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, um den Ladezustand der Batterie zu verbessern bei:

- tiefe Temperaturen

- viele Verbraucher aktiv

1
1
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Detailerklärung :

Innenwiderstand (Ri) und Ladezustand (SOC) der Batterie

Der Wert des Innenwiderstandes (Ri) einer Batterie ist abhängig vom Ladezustand (SOC) der Batterie. Daher darf der Ri nie für sich allein, sondern immer nur in Verbindung mit dem SOC bewertet werden!

Wertebereich für Ri:

1
1

Normaler Bereich:

3 - 4 m

Schlechter Bereich:

4 - 6 m

Verlust der Startfähigkeit:

> 6 m

Wertebereich für SOC:

2
2

Normaler Bereich:

75 – 100%

Schlechter Bereich:

40 – 75%

Verlust der Startfähigkeit:

< 40%

Beispiel:

Ri > 6 m, SOC <40%

Bewertung:

1 2
1
2

Batteriedefekt muss nicht vorliegen, wenn der SOC entsprechend zum Ri passt. Schlechter (hoher) Ri, da Batterie tiefentladen, das ist am schlechten SOC zu erkennen

In diesem Fall muss die Batterie nicht zwingend defekt sein

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Detailerklärung :

Batterietemperatur

Die Möglichkeit der Energieaufnahme und –abgabe ist abhängig von der Batterietemperatur

Einflüsse auf die Batterietemperatur:

- Land

- Jahreszeit

- Verbauort Batterie

Batterietemperatur sollte nicht > 60°C sein

1 1
1
1

Beispiel :

Batterietemperatur -10°C, SOC 70% (oberes Ende des schlechten Bereichs) Fzg ist nicht angesprungen

Bewertung:

Batterie schlechter Ladezustand, kann bei tiefen Temperaturen schlecht Energie abgeben und aufnehmen Batterie nicht zwingend defekt letzten Fahrzyklus anschauen, evtl. Kurzstrecke, viele Verbraucher an

anschauen, evtl. Kurzstrecke, viele Verbraucher an Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011 Neue Bordnetzdiagnose am
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Detailerklärung: Spannungslage

Die Batteriespannung nimmt mit zunehmender Standzeit ab

Ausgehend von einer Standzeit > 6h - können Spannungen zw. 12,0 – 12,3V häufig erscheinen (< 100% der Gesamtstandzeit) - sollten Spannungen < 12V nicht erscheinen (< 10% der Gesamtstandzeit, bei 6h < 36Min)

1
1

<

12,3V ca. 70% der Standzeit

2
2

12V ca. 25% der Standzeit (schlecht, da die Spg <12V länger als 10% der Gesamtstandzeit in diesem Fall 90Min vorhanden war

<

1 2
1
2
Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011 Neue Bordnetzdiagnose am Beispiel der Baureihe 166 18
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Detailerklärung:

Funktion des Ruhestromschalters (RSS)

Bei überschreiten der Nachlaufzeit durch vorhandenen zu hohen Ruhestrom oder bei unterschreiten des Spannungsgrenzwertes von 11,8V wird der Ruhestromschalter vorzeitig geöffnet

Nach 6h Standzeit wird der Ruhestromschalter grundsätzlich geöffnet

- Strom vor und nach Öffnen sollte gleich groß oder geringfügig kleiner sein (10 – 50mA)

vorzeitige Öffnung des Ruhestromschalters:

- sollte nicht vorkommen

- Strom nach Öffnen

im normalen Bereich 10 – 50mA Kl30g Steuergerät ist Ursache für

vorzeitiges Öffnen des RSS geringfügig kleiner geworden, jedoch nicht im normalen Bereich Ursache für vorzeitiges Öffnen des RSS im Bereich der Kl30 Steuergeräte

Öffnen des RSS im Bereich der Kl30 Steuergeräte Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011 Neue Bordnetzdiagnose am
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Detailerklärung:

Zeitdauer Verbraucheraktivitäten

Ab wann sind Verbraucheraktivitäten ungewöhnlich lang und zu hinterfragen?

Warnblinker

1
1
 

> 1h

Standheizung

> 1h

Parklicht

> 6h

Standlicht

>1h

CAN Aktivität nach Motor AUS

2
2

> 1h

Kl15

3
3

> 0,5h

Kl15R

 

> 1h

1 2 3
1
2
3
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Zusätzliche Aufzeichnungsmöglichkeiten

Folgende Signale werden zusätzlich aufgezeichnet (aktuelle Daten - current trace)

- Batteriestrom

- Entladeströme werden in ihrer Höhe bewertet - Ladeströme können nicht in der Höhe bewertet werden, jedoch wird alle 17 Min ein Eintrag gemacht

- Zündschlüsselposition

- Verriegelungszustand

- Zustand der Türen

- BODY-CAN Aktivität

Vorteil:

- Batteriestrommessung ohne zusätzlich benötigte Messgeräte

- Hilfe zur Beurteilung des Ruhestroms

Die Datenpunkte werden dynamisch aufgezeichnet, d.h. bei häufigen Stromschwankungen im Bordnetz werden mehr Datenpunkte abgelegt als bei konstanter Stromentnahme. Je mehr Datenpunkte aufgezeichnet werden, desto geringer wird die Aufzeichnungszeit Die Aufzeichnungszeit kann also zw. 30Min und 5 Tagen variieren

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Zusätzliche Aufzeichnungsmöglichkeiten

Bsp.2: Buswecker

1
1

Stromschwankungen

2
2

Fahrzeug verriegelt

3
3

Kl15 AUS

4
4

Buswecker

1 3 4 2
1
3
4
2
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Zusätzliche Beispiele /Screenshots

3 3 1 2 2
3
3
1
2
2
1
1

Ladebilanz Stand

- Entladung durch Parklicht

- Negative Ladebilanz

- Batteriespannung moderat, kann auch schlecht werden

- Parklicht für 2 h aktiv

2
2
1
1

TYPISCH:

Standzyklus mit aktivem Parklicht

1
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Zusätzliche Beispiele /Screenshots

Ladebilanz Stand

- Standzyklus mit positiver Ladebilanz

- Batteriespannungslage sehr gut

1
1

TYPISCH:

Ladegerät angeschlossen

1 1
1
1
Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011 Neue Bordnetzdiagnose am Beispiel der Baureihe 166 24
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Zusätzliche Beispiele /Screenshots

Ladebilanz Fahrt

1
1

- minimale Ladung bei kurzer

Fahrt

2
2

(eher bei langer Fahrt)

- Batterieladezustand gut

(Ri=3,5mund SOC 81%)

3
3

- Bordnetz nicht überlastet

- Lange Zeit Generator-

management aktiv

TYPISCH:

4
4

Fahrt mit Generatormanagement

4 1 3 3 2
4
1
3
3
2
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Zusätzliche Beispiele /Screenshots

Fahrzeug verriegelt und Türen offen

- Verriegeltes Fahrzeug

- z.B. Heckdeckel geöffnet

1 2
1
2
1 2
1
2
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Zusätzliche Beispiele /Screenshots

Fahrt mit Start / Stopp

- Generatormanagement nach kurzer zeit aktiv

- Start /Stopp während ganzer Fahrzeit verfügbar

1
1
2
2

- Automatischer Motorstopp ca. 2 min aktiv

3
3

TYPISCH:

i.O. Fahrt

1 2 3
1 2
3
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Zusätzliche Beispiele /Screenshots

Start / Stopp ztw. nicht verfügbar

- Generatormanagement nach

kurzer zeit aktiv

1
1

- Ladezustand bei Motorstart sehr gut

2
2

- Start /Stopp nicht während ganzer Fahrzeit verfügbar

3
3

- Automatischer Motorstopp ca.

20 min aktiv

4
4

- Negative Ladebilanz

5
5

TYPISCH:

Fahrt mit vielen Verbrauchern aktiv

1 3 4 2 5
1
3
4
2
5
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Zusätzliche Beispiele /Screenshots

Start / Stopp ztw. nicht verfügbar

- Ladezustand bei Motorstart sehr gut

- Start /Stopp nur kurze Zeit verfügbar

1
1
2
2

- tiefe Außentemperatur bei Motorstart

- Leicht pos. Ladebilanz

3
3
4
4

TYPISCH:

Stoppverhinderer durch tiefe Außentemperatur

2 3 1 4
2
3
1
4
Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011 Neue Bordnetzdiagnose am Beispiel der Baureihe 166 29
Hartmann, GSP/TPI, 11.11.2011
Neue Bordnetzdiagnose am Beispiel der Baureihe 166
29

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 11/2011 –