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Dezember 2004

ICS 03.100.50 VDI-RICHTLINIEN December 2004

VEREIN VDI 4400


DEUTSCHER
INGENIEURE Logistikkennzahlen für die Produktion Blatt 2 / Part 2

Logistic indicators for production


Former edition: 10/00 draft, in German only
Frühere Ausgabe: 10.00 Entwurf, deutsch

Ausg. deutsch/englisch
Issue German/English

Die deutsche Version dieser Richtlinie ist verbindlich. The German version of this guideline shall be taken as authorita-
tive. No guarantee can be given with respect to the English trans-
lation.

Inhalt Seite Contents Page

1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 1 Introduction . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2 Abgrenzung der Produktionslogistik . . . . . 3 2 Definition of production logistics . . . . . . . 3
2.1 Definition der Prozesse der 2.1 Definition of the processes in
Produktionslogistik . . . . . . . . . . . . . 4 production logistics. . . . . . . . . . . . . 4
2.2 Definition von Artikelarten . . . . . . . . . 4 2.2 Definition of article types . . . . . . . . . 4
3 Darstellung des Kennzahlensystems . . . . . 5 3 Explanation of the indicator system . . . . . 5
4 Aufbau der Definitionsblätter . . . . . . . . . 7 4 Layout of the definition sheets . . . . . . . . 7
4.1 Nummer der Kennzahl . . . . . . . . . . . 7 4.1 Number of the indicator . . . . . . . . . . 7
4.2 Bezeichnung der Kennzahlen. . . . . . . . 9 4.2 Designation of the indicators. . . . . . . . 9
4.3 Ziel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 4.3 Objective . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.4 Formel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 4.4 Formula. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.5 Zweck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 4.5 Purpose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.6 Beschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . 9 4.6 Description . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.7 Datenquellen und Messdaten . . . . . . . . 10 4.7 Data sources and measured data . . . . . . 10
4.7.1 Produktionsplanung und -steuerung . 10 4.7.1 Production planning and control . . 10
4.7.2 Kostenrechnung . . . . . . . . . . . 14 4.7.2 Cost accounting . . . . . . . . . . . 14
4.7.3 Sonstige Datenquellen. . . . . . . . 15 4.7.3 Other data sources . . . . . . . . . . 15
4.8 Berechnungsvorschrift . . . . . . . . . . . 15 4.8 Calculation rule. . . . . . . . . . . . . . . 15
5 Leistungskennzahlen in der 5 Performance indicators in
Produktionslogistik . . . . . . . . . . . . . . . 17 production logistics . . . . . . . . . . . . . . 18
PLV 1a Verfügbarkeit zum Planstarttermin . . 17 PLV 1a Availability on the planned
starting date . . . . . . . . . . . . . . 18
PLV 1b Einhaltung Mindestbestand PLV 1b Compliance with minimum inventory
Zugangsmaterial . . . . . . . . . . . . 19 of source material . . . . . . . . . . . 20
PLD 1 Mittlerer Durchführungszeitanteil . . . 21 PLD 1 Mean execution time proportion . . . 22
PLL 1a Liefertreue [–x BKT/+x BKT;–x %/+x %] . . . 23 PLL 1a Delivery
reliability [–x SCD/+x SCD;–x %/+x %] . . . . 24
PLL 1b Einhaltung Lagerbandbreite . . . . . . 25 PLL 1b Compliance with warehouse
bandwidth . . . . . . . . . . . . . . . 26
PLL 2 Liefertermintreue [–x BKT/+x BKT] . . . . 27 PLL 2 Delivery date reliability [–x SCD/+x SCD] . 28
PLL 3 Liefermengentreue [–x %/+x %] . . . . . . 29 PLL 3 Delivered quantity reliability [–x %/+x %] 30

VDI-Gesellschaft Fördertechnik Materialfluss Logistik


Fachbereich Logistik
Fachausschuss Logistikkennzahlen

VDI-Handbuch Materialfluss und Fördertechnik, Band 8


–2– VDI 4400 Blatt 2

Seite Page

PLL 4 Mittlere Liefertermin- PLL 4 Mean delivery date


abweichung [–x BKT/+x BKT] . . . . . . . 31 deviation [–x SCD/+x SCD] . . . . . . . . 32
PLL 5 Standardabweichung Liefertermin- PLL 5 Standard deviation of the delivery
abweichung [–x BKT/+x BKT] . . . . . . . 33 date deviation [–x SCD/+x SCD] . . . . . . 34
6 Kostenkennzahlen in der Produktionslogistik 35 6 Cost indicators in production logistics . . . 36
PKK 1 Kosten der Produktionslogistik pro PKK 1 Mean costs of production logistics
Produktionsauftrag . . . . . . . . . . 35 per production order . . . . . . . . . 36
PKK 2 Mittlere Kosten des Transports pro PKK 2 Mean costs of transport per
Produktionsauftrag . . . . . . . . . . 37 production order . . . . . . . . . . . 38
PKK 3 Mittlere Kosten der Produktions- PKK 3 Mean costs of production planning
planung pro Produktionsauftrag. . . . 39 per production order . . . . . . . . . 40
PKB 1 Bewertete Umschlagshäufigkeit PKB 1 Evaluated turnover rate of the total
Gesamtbestand . . . . . . . . . . . . 41 inventory . . . . . . . . . . . . . . . 43
PKB 2 Bewertete Umschlagshäufigkeit PKB 2 Evaluated turnover rate for source
Zugangsmaterial. . . . . . . . . . . . 45 material . . . . . . . . . . . . . . . . 46
PKB 3 Bewertete Umschlagshäufigkeit PKB 3 Evaluated turnover rate for
Halbfertigerzeugnisse . . . . . . . . . 47 circulating material . . . . . . . . . . 48
7 Strukturkennzahlen in der 7 Structural indicators in production
Produktionslogistik . . . . . . . . . . . . . . 49 logistics . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
PS 1 Anzahl Zugangsmaterialien je PS 1 Number of source materials per
Erzeugnis . . . . . . . . . . . . . . . 49 product . . . . . . . . . . . . . . . . 50
PS 2 Anzahl Zugangsmaterialien . . . . . . 51 PS 2 Number of source materials. . . . . . 52
PS 3 Anzahl Erzeugnisse . . . . . . . . . . 53 PS 3 Number of products. . . . . . . . . . 54
PS 4 Mittlere Durchführungszeit . . . . . . 55 PS 4 Mean execution time . . . . . . . . . 56
PS 5 Rüstzeitanteil . . . . . . . . . . . . . 57 PS 5 Tooling time proportion. . . . . . . . 58
PS 6 Anzahl der Arbeitssystemwechsel je PS 6 Number of production system
Produktionsauftrag . . . . . . . . . . 59 changes per production order . . . . . 60
PS 7 Logistikflächenanteil . . . . . . . . . 61 PS 7 Logistic area proportion . . . . . . . 62
PS 8 Mittlere Anzahl fertiggemeldeter PS 8 Mean number of production orders
Produktionsaufträge je BKT . . . . . 63 reported as complete per SCD . . . . 64
VDI 4400 Blatt 2 –3–

1 Einleitung 1 Introduction
Ziel dieser VDI-Richtlinie ist es, durch die Definition The aim of this guideline is to lay the foundation for
von Kennzahlen die Grundlagen für das Benchmar- benchmarking in production logistics by defining in-
king der Produktionslogistik zu legen. Die Kennzah- dicators (characteristic values). The indicators can be
len sind dazu geeignet, die Effizienz der Produktions- used to measure the efficiency of the production lo-
logistik in der Stückgüterindustrie branchenunabhän- gistics of piece goods in any sector. As well as being
gig zu messen. Neben dem Einsatz der Kennzahlen used within the framework of benchmarking studies,
im Rahmen von Benchmarkingstudien können diese the indicators can also be used for internal controlling
auch für ein innerbetriebliches Controlling genutzt purposes.
werden.
Benchmarking ist der kontinuierliche, systematische Benchmarking is the continuous, systematic compar-
Vergleich des eigenen Unternehmens mit anderen ison of one’s own company with other companies in
Unternehmen, um die Leistungsfähigkeit der eigenen order to improve the performance of one’s own or-
Organisation zu verbessern. Wesentlicher Bestandteil ganisation. An essential part of benchmarking is
des Benchmarkings ist die Messung der Effizienz der measuring the efficiency of the observed processes
betrachteten Prozesse mit Hilfe von Kennzahlen. Da- with the aid of indicators. The validity of the indica-
bei hängt die Aussagefähigkeit der Kennzahlen ins- tors depends particularly on the companies being
besondere von der einheitlichen Erhebung durch die compared having a uniform method for collection of
Vergleichsunternehmen ab. Durch die eindeutige the data. The clear definition of the indicators in this
Definition der Kennzahlen in dieser Richtlinie wer- guideline creates the preconditions necessary for
den die Voraussetzungen zur einheitlichen Erhebung standardised data collection.
geschaffen.
Die Richtlinie VDI 4400 umfasst neben dem vorlie- As well as Part 2 deals with the logistic indicators for
genden Blatt 2 auch Richtlinienblätter für die Berei- production, the VDI 4400 also contains guidelines
che Beschaffung und Distribution. for the areas of procurement and distribution.
Im Abschnitt 2 wird zunächst die Abgrenzung der Section 2 first deals with the definition of production.
Produktion vorgenommen. Daraufhin wird das Kenn- Then the indicators structuring system is introduced
zahlensystem vorgestellt (Abschnitt 3), das zur (Section 3). Section 4 explains the layout of the defi-
Strukturierung der Kennzahlen dient. In Abschnitt 4 nition sheets and the main aspects of the collection of
werden der Aufbau der Definitionsblätter und die zur indicator data before Sections 5, 6 and 7 deal with the
Erhebung der Kennzahlen wesentlichen Zusammen- individual definition sheets for the indicators.
hänge erläutert, bevor in den Abschnitten 5, 6 und 7
die einzelnen Definitionsblätter der Kennzahlen auf-
geführt werden.

2 Abgrenzung der Produktionslogistik 2 Definition of production logistics


Die Abgrenzung der Produktionslogistik erfolgt hin- Production logistics is defined in terms of two differ-
sichtlich zweier Aspekte. Zum einen werden die Pro- ent aspects. On the one hand, the processes assigned
zesse definiert, die dem Untersuchungsobjekt zuge- to the subject of examination are defined. On the
rechnet werden. Zum anderen werden die Waren de- other hand, the goods themselves are defined and
finiert und zu Artikelarten zusammengefasst, die im grouped in article types produced within the frame-
Rahmen der zuvor abgegrenzten Prozesse produziert work of the predefined processes or used in produc-
bzw. zur Produktion verwandt werden und somit der tion so that they must be assigned to the field of pro-
Produktionslogistik zugerechnet werden müssen. duction logistics.
Neben dem gesamten Produktionsbereich eines As well as the observation of a company’s production
Unternehmens ist es häufig sinnvoll, bestimmte Teil- area as a whole, it is often useful to observe certain
bereiche isoliert für ein Benchmarking heranzuzie- part-areas in isolation for benchmarking purposes.
hen. Ein solcher Teilbereich wird daher im Folgenden Therefore, in the following such a part area is referred
durch den abstrakten Begriff des Untersuchungs- to using the abstract term of the ”subject of examina-
objektes bezeichnet. tion“.
–4– VDI 4400 Blatt 2

2.1 Definition der Prozesse der 2.1 Definition of the processes in


Produktionslogistik production logistics
Die Produktionslogistik wird im Folgenden in die In the following, production logistics is divided into
Hauptprozesse Produktionsplanung und -steuerung the two main processes: production planning and
und innerbetrieblicher Transport unterteilt. control and internal transport.
Der Hauptprozess der Produktionsplanung und The main process of production planning and control
-steuerung beginnt mit der Produktionsprogramm- begins with the production program plan and ends
planung und endet mit der Rückmeldung fertiger with the reporting of completed orders. The main
Aufträge. Im Einzelnen beinhaltet der Hauptprozess process of production planning and control includes
der Produktionsplanung und -steuerung folgende the following sub-processes:
Teilprozesse:
• Produktionsprogramm planen • Planning the production program
• Losgrößen planen • Planning batch sizes
• Maschinenbelegung planen • Planning machine utilisation
• Produktionsreihenfolge planen • Planning the production sequence
• Auftragspapiere erstellen und verfügbar machen • Compilation and provision of order documents
• Aufträge zur Produktion freigeben • Releasing orders for production
• Auftragsstatus kontrollieren und verfolgen • Controlling and monitoring order status
• fertige Aufträge zurückmelden • Reporting completed orders
Der Hauptprozess des innerbetrieblichen Transports The main process of internal transport begins with the
beginnt mit der Auslagerung des Zugangsmaterials retrieval of the source material and ends with the stor-
und endet mit der Einlagerung der Erzeugnisse (siehe age of the products (see Section 2.2, Definition of ar-
Abschnitt 2.2, Definition der Artikelarten). Im Ein- ticle types). The main process of internal transport in-
zelnen umfasst der Hauptprozess des innerbetrieb- cludes the following processes:
lichen Transports folgende Prozesse:
• Zugangsmaterial auslagern • Retrieval of source material
• Zugangsmaterial aus Lager ausbuchen • Booking of source material out of the warehouse
• Zugangsmaterial transportieren (zu Arbeitssyste- • Transport of source material (to production sys-
men) tems)
• Halbfertigerzeugnisse transportieren (zu Arbeits- • Transport of semi-finished products (to produc-
systemen bzw. zum Lager) tion systems or the warehouse)
• Halbfertigerzeugnisse einlagern • Storage of semi-finished products
• Halbfertigerzeugnisse in Lager einbuchen • Booking of semi-finished products into the ware-
house
• Halbfertigerzeugnisse auslagern • Retrieval of semi-finished products
• Halbfertigerzeugnisse aus Lager ausbuchen • Booking of semi-finished products out of the
warehouse
• Erzeugnisse transportieren (zu Lager bzw. ande- • Transport of products (to the warehouse or an-
rem Produktionsbereich) other production area)
• Erzeugnisse einlagern • Storage of products
• Erzeugnisse in Lager einbuchen • Booking of products into the warehouse

2.2 Definition von Artikelarten 2.2 Definition of article types


Die zum Untersuchungsobjekt zugehörigen Artikel The articles belonging to the subject of examination
werden zu Artikelarten zusammengefasst. Da das are grouped according to article types. As the subject
Untersuchungsobjekt unter Umständen einen Teilbe- of examination may be a part-area of the overall pro-
reich des gesamten Produktionsbereiches eines duction area of a company, we will define the abstract
Unternehmens darstellt, werden im Folgenden die article types source material (Z), semi-finished prod-
abstrakten Artikelarten Zugangsmaterial (Z), Halb- ucts (H) and products (E).
fertigerzeugnisse (H) und Erzeugnisse (E) definiert.
VDI 4400 Blatt 2 –5–

• Zugangsmaterial (Z): • Source material (Z):


Rohstoffe, Werkstoffe, Halbzeuge, Teile und Bau- Raw materials, materials, pre-products, parts and
gruppen assemblies
Zugangsmaterialien sind alle Artikel, die für eine Source materials are all articles available for use
Verwendung im Untersuchungsobjekt zur Ver- in the subject of examination and which will be
fügung stehen und zu einem späteren Zeitpunkt processed for the first time within the subject of
innerhalb des Untersuchungsobjektes erstmalig examination at a later date. Source materials are
bearbeitet werden. Zugangsmaterialien stellen so- thus the ”raw material“ of the production proces-
mit das „Rohmaterial“ der Fertigungsprozesse im ses in the subject of examination.
Untersuchungsobjekte dar.
Bei der Mehrfachverwendung eines Artikels im If an article is used a number of times in the sub-
Untersuchungsobjekt als auch in anderen Unter- ject of examination and in other areas of the com-
nehmensbereichen sind alle lagerhaltigen Artikel, pany, all stored articles, i.e. the complete inven-
also der gesamte Bestand, dem Untersuchungsob- tory, must be assigned to the subject of examina-
jekt zuzurechnen (siehe hierzu auch die Definition tion (see also the definition of the indicator for the
der Kennzahl Umschlagshäufigkeit Untersu- turnover rate of the subject of examination).
chungsobjekt).
• Halbfertigerzeugnisse (H): • Semi-finished products (H):
Rohstoffe, Werkstoffe, Halbzeuge, Teile und Bau- Raw materials, materials, pre-products, parts and
gruppen assemblies
Halbfertigerzeugnisse sind alle Artikel, die bereits Semi-finished products are all articles that have
im Untersuchungsobjekt zur Produktion verwandt already been used for production in the subject of
werden. Sobald Zugangsmaterial z.B. durch eine examination. As soon as source material is, for ex-
Materialreservierung oder eine Auslagerung ein- ample, clearly assigned to a production order, by
deutig einem Fertigungsauftrag zugebucht wird, material reservation or by retrieval from the ware-
wird dieses zu einem Halbfertigerzeugnis. Weiter- house, it becomes a semi-finished product. In ad-
hin sind den Halbfertigerzeugnissen alle Zwi- dition, all intermediate products of the subject of
schenerzeugnisse des Untersuchungsobjektes zu- examination are semi-finished products. These are
zurechnen. Diese sind entweder lagerhaltige Arti- either goods which are in storage and were al-
kel, die bereits durch das Untersuchungsobjekt ready processed by the subject of examination,
bearbeitet wurden und später in weitere Produk- and which will later be used in further production
tionsschritte des Untersuchungsobjektes einflie- steps of the subject of examination, or articles for
ßen werden, oder Artikel noch nicht abgeschlos- orders which have not yet been completed.
sener Aufträge.
• Erzeugnisse (E): • Products (E):
Teile und Baugruppen Parts and assemblies
Erzeugnisse sind alle Artikel, die durch Produk- Products are all articles which have been proc-
tionsprozesse des Untersuchungsobjektes bearbei- essed in production processes of the subject of ex-
tet wurden und in keine weiteren Produktions- amination and which will not be used in any fur-
schritte des Untersuchungsobjektes einfließen ther production steps of the subject of examina-
werden. Erzeugnisse können somit als Fertigpro- tion. Products can thus be regarded as finished
dukte des Untersuchungsobjektes betrachtet wer- products of the subject of examination.
den.

3 Darstellung des Kennzahlensystems 3 Explanation of the indicator system


In dem Kennzahlensystem werden die Kennzahlen The indicator system allocates the indicators to a sys-
einem Zielsystem zugeordnet (Bild 1). Dieses Ziel- tem of objectives (Figure 1). This system of objec-
system besteht aus drei Ebenen, wobei die oberste tives consists of three levels. The uppermost level is
Ebene durch das Ziel einer hohen Logistikeffizienz represented by the objective of high logistic effi-
dargestellt wird. Dieses Ziel wird in der zweiten ciency. In the second level this objective is divided up
Ebene in zwei weitere Ziele aufgelöst. Eine hohe into two further objectives. A high logistic efficiency
Logistikeffizienz wird einerseits durch eine mög- is achieved on the one hand by the highest possible
lichst hohe Logistikleistung und andererseits durch logistic performance and on the other hand by the
–6– VDI 4400 Blatt 2

Bild 1. Kennzahlensystem Produktion

Fig. 1. Indicator system for production

möglichst geringe Logistikkosten erreicht. Die Ziele lowest possible logistic costs. In the third level the ob-
einer hohen Logistikleistung und geringer Logistik- jectives of high logistic performance and low logistic
kosten teilen sich in der dritten Ebene in weitere drei costs are divided into a further three and two levels
bzw. zwei logistische Ziele auf. respectively.
VDI 4400 Blatt 2 –7–

Die Kennzahlen dienen zur Operationalisierung der The indicators are used for the operationalisation of
Logistikziele und werden den Zielen der dritten the logistic objectives and are assigned to the objec-
Ebene zugeordnet. Neben den Leistungskennzahlen tives in the third level. Alongside the performance in-
zur Messung der Logistikleistung und den Kosten- dicators for measurement of the logistic performance
kennzahlen zur Messung der Logistikkosten enthält and the cost indicators for measurement of the logis-
das Kennzahlensystem Strukturkennzahlen, die im tic costs, the indicator system also contains structural
Rahmen von Benchmarkinguntersuchungen der In- indicators which are used within the framework of
terpretation von Leistungs- und Kostenunterschieden benchmarking studies for the interpretation of per-
zwischen den Vergleichspartnern dienen und keinem formance and cost differences between the compared
der Ziele zugeordnet sind. Die detaillierte Beschrei- companies and are assigned to none of the objectives.
bung der einzelnen Kennzahlen erfolgt in den Defini- The definition sheets contain a detailed description of
tionsblättern (Abschnitt 5). the individual indicators (Section 5).

4 Aufbau der Definitionsblätter 4 Layout of the definition sheets


Die Kennzahlen werden in je einem Definitionsblatt The indicators are set out in individual definition
(Bild 2) dargestellt. sheets (Figure 2).
Im Folgenden werden die einzelnen Felder der Defi- The individual fields of the definition sheets are de-
nitionsblätter näher beschrieben. scribed in detail in the following.

4.1 Nummer der Kennzahlen 4.1 Number of the indicator


Jede Kennzahl erhält eine alphanumerische Identifi- Each indicator is given an alphanumerical identifica-
kationsnummer. Diese Nummer besteht aus einem tion number. This number consists of a classifying
klassifizierenden und einem davon abhängigen iden- part and a dependent identifying part, separated by a
tifizierenden Teil, die durch ein Leerzeichen vonein- space. The classifying part shows in which section of
ander getrennt werden. Mit Hilfe des klassifizieren- the indicator system (Figure 1) the indicator belongs.
den Teils wird die Kennzahl in das Kennzahlensys- The classification of the performance and cost indica-
tem (Bild 1) des jeweiligen Bereiches eingeordnet. tors takes place on the basis of the second- and third-
Die Klassifizierung erfolgt für die Leistungs- und level objectives. The structural indicators form a sep-
Kostenkennzahlen anhand der Ziele der zweiten und arate class. The indicators are numbered successively
dritten Ebene. Die Strukturkennzahlen bilden eine within the classes.
eigene Klasse. Innerhalb der Klassen werden die
Kennzahlen durchnummeriert.

Bild 2. Aufbau der Definitionsblätter


–8– VDI 4400 Blatt 2

Fig. 2. Structure of the definition sheets

Zur Klassifizierung der Leistungs- und Kostenkenn- Three digits are used for classification of the per-
zahlen werden drei, für die Strukturkennzahlen zwei formance and cost indicators and two for the struc-
Nummernstellen herangezogen. Die Belegung des tural indicators. Table 1 shows how the classifying
klassifizierenden Teils der Nummer zeigt Tabelle 1. part of the number is derived (letters derived from in-
itials of German expressions).
Die Identifikationsnummer PLV 1 (Bereich Produk- The identification number PLV 1 (Section: Produc-
tion, Hohe Logistik-Leistung, Hohe Verfügbarkeit, tion (P), high Logistic Performance (L), High Avail-
erste Kennzahl dieser Klasse) beschreibt somit die ability (V), first indicator in this class) thus describes
Kennzahl „Verfügbarkeit zum Planstarttermin“. the indicator ”availability on the planned starting
date“.

Tabelle 1. Stellenbelegung des klassifizierenden Nummernteils


Nummern- Leistungs- und Kostenkennzahlen Strukturkennzahlen
stelle

1 Zuordnung zum Bereich


(Beschaffung, Produktion, Distribution)
2 Zuordnung zu den Zielen der zweiten Ebene (Hohe Logistik-Leistung oder Zuordnung zu den Strukturkennzahlen
Geringe Logistik-Kosten) (Strukturkennzahlen)
3 Zuordnung zu den Zielen der dritten Ebene (Hohe Verfügbarkeit, Entfällt
Kurze Durchlaufzeit, Hoher Lieferservice, Geringe Bestandskosten,
Geringe Prozess-Kosten)

Table 1. Allocation of the classifying number part


Number Performance and cost indicators Structural indicators
position

1 Assignment to an area
(procurement (B), production (P), distribution (D))

2 Assignment to the objectives of the second level (high logistic Assignment to the structural indicators
performance (L), or low logistic costs (K)) (structural indicators (S))

3 Assignment to the objectives of the third level (high availability (V), Not applicable
short throughput time (D), high delivery service (L), low inventory costs (B),
low process costs (K))
VDI 4400 Blatt 2 –9–

4.2 Bezeichnung der Kennzahlen 4.2 Designation of the indicators


Die Bezeichnung der Kennzahl erfolgt durch ihren The indicator is designated by a name. In the case of
Namen. Bei Kennzahlen des Ziels „Hoher Lieferser- indicators for the objective ”high delivery service“
vice“ wird der Name durch einen Index ergänzt, der the name is supplement by an index which refers to
sich auf die im Unternehmen üblichen Toleranzen the customary tolerances in the company with respect
hinsichtlich Termin- und Mengeneinhaltung bezieht. to compliance with deadlines and quantities. As the
Da die Toleranzen einen grundlegenden Einfluss auf tolerances have a fundamental influence on the val-
die Ausprägung der Kennzahl haben, werden sie bei ues of the indicator they are taken into account in the
der Kennzahlendefinition berücksichtigt und in der indicator definition and contained in the designation.
Bezeichnung mit aufgeführt.
Ist es in einem Unternehmen beispielsweise üblich, If, for example, it is the usual practice in a company
dass Produktionsaufträge, die zwei Tage früher als that production orders which are ready two days ear-
zum geplanten Termin fertiggestellt werden, eben- lier than the planned deadline are also regarded as be-
falls als liefertermintreu angesehen werden, und wird ing delivered on time, and if the indicator ”delivery
die Kennzahl „Liefertermintreue“ unter Berücksich- date reliability“ takes this permissible deviation into
tigung dieser zulässigen Abweichung erhoben, so account, then the indicator is designated as follows:
wird die Kennzahl folgendermaßen bezeichnet: Delivery date reliability [–2 SCD/0 SCD]
Liefertermintreue [–2 BKT/0 BKT]

4.3 Ziel 4.3 Objective


Die Leistungs- und Kostenkennzahlen werden in dem The performance and cost indicators are assigned to
Kennzahlensystem (Bild 1) den Zielen der dritten the objectives in the third level of the indicator system
Ebene zugeordnet. Zur Erhöhung der Übersichtlich- (Figure 1). To improve the clarity of guideline
keit der Richtlinie VDI 4400 Blatt 2 werden die Ziele VDI 4400 Part 2, the objectives of the third level are
der dritten Ebene in die Definitionsblätter eingetra- entered in the definition sheets so that the direct rela-
gen, sodass der unmittelbare Zusammenhang zwi- tionship between the indicator and the objectives sys-
schen Kennzahl und Zielsystem deutlich wird. tem is clear.

4.4 Formel 4.4 Formula


Die Formel gibt den Berechnungsgang der Kennzahl The formula states the course of calculation for the
an. Nähere Erläuterungen zur Definition der Kennzahl indicator. The fields ”description“ and ”calculation
und deren Formelbestandteile erfolgen in den Feldern rule“ contain further details on the definition of the
„Beschreibung“ und „Berechnungsvorschrift“. indicator and its constituents.

4.5 Zweck 4.5 Purpose


Die Kennzahlen dienen dem Zweck, die einzelnen The indicators are used to quantify the individual ob-
Ziele des Zielsystems (Bild 1) zu quantifizieren, wo- jectives of the objectives system (Figure 1), whereby
bei je nach Kennzahl verschiedene Aspekte eines different aspects of an objective are taken into ac-
Zieles berücksichtigt werden. Dementsprechend wird count depending on the indicator. Accordingly, this
durch dieses Feld der Beitrag einer Kennzahl zur field describes the contribution of an indicator to-
Quantifizierung des jeweiligen Zieles beschrieben. wards the quantification of the respective objective.
So misst z.B. die Kennzahl „Liefertermintreue“ die Thus, for example, the indicator ”delivery date relia-
Verfügbarkeit der Ware hinsichtlich des Kriteriums bility“ measures the availability of the goods in terms
Termineinhaltung. Die Kennzahl „Liefermengen- of the criterion of deadline compliance. The indicator
treue“ hingegen misst die Mengeneinhaltung. ”delivered quantity reliability“ measures the compli-
ance with the quantity.

4.6 Beschreibung 4.6 Description


In diesem Feld werden die Kennzahl und deren For- This field describes the indicator and its formula con-
melbestandteile beschrieben. Mit Hilfe der Beschrei- stituents. The indicator is clearly defined with the aid
bung wird die Kennzahl eindeutig definiert. of the description.
Bei Liefertreue- und Verfügbarkeitskennzahlen wird For delivery reliability and availability indicators a
zwischen einer Standarddefinition und einer optiona- distinction is made between a standard definition and
len Definition, welche die unternehmensspezifischen an optional definition which takes into account the
– 10 – VDI 4400 Blatt 2

Toleranzen berücksichtigt, unterschieden. Für company-specific tolerances. The standard definition


Benchmarkinguntersuchungen wird die Standardde- is recommended for benchmarking studies in order to
finition vorgeschlagen, um eine einheitliche und so- ensure a uniform and thus comparable collection of
mit vergleichbare Erhebung durch die Vergleichs- the data by the companies being compared.
partner zu gewährleisten.

4.7 Datenquellen und Messdaten 4.7 Data sources and measured data
Die Datenquelle beschreibt das System, welches die The data source describes the system which generates
zur Erhebung der Kennzahlen benötigten Messdaten and stores the measured data required to compile the
generiert und speichert. Es werden die Datenquellen indicators. A distinction is made between the data
„Produktionsplanung und -steuerung“, „Kostenrech- sources ”production planning and control“, ”cost ac-
nung“ und „Sonstige“ unterschieden. Im Folgenden counting“ and ”others“. The following deals with the
wird auf die einzelnen Datenquellen, die spezifischen individual data sources, the specific measured data
Messdaten sowie deren Darstellung in den Defini- and their representation in the definition sheets.
tionsblättern eingegangen.

4.7.1 Produktionsplanung und -steuerung 4.7.1 Production planning and control


EDV-Systeme der Produktionsplanung und -steue- IT systems for production planning and control
rung (PPS) protokollieren die Ereignisse der Produk- (PPC) record the events in the production process in
tion in Form von Mengen- und Zeitdaten in einem the form of quantity and time data in a system-spe-
systemspezifischen Datenformat. Ein Teil dieser cific data format. Part of this data is used for indicator
Daten wird zur Kennzahlenberechnung herange- calculation. Measurement points are introduced for
zogen. Zur eindeutigen Identifikation der benötigten clear identification of the data required. A measure-
Daten werden Messpunkte eingeführt. Unter einem ment point is a class of equivalent events generated
Messpunkt wird eine Klasse gleichartiger Ereignisse by a sub-process. Table 2 shows the measurement
verstanden, die durch einen Teilprozess hervorgeru- points required for the calculation of the indicators
fen werden. Tabelle 2 zeigt die erforderlichen with their respective sub-processes and events.
Messpunkte zur Berechnung der Kennzahlen mit den
jeweiligen Teilprozessen und Ereignissen.
Im Folgenden wird ein systemunabhängiges Prozess- A system-independent process and data model is rep-
und Datenmodell dargestellt. Dies gewährleistet eine resented in the following. This ensures a clear defini-
eindeutige Definition der Kennzahlen bei unter- tion of the indicators for different PPC systems used
schiedlichen in den Unternehmen eingesetzten PPS- in the companies.
Systemen.
Das Prozessmodell der Produktion in Bild 3 stellt The process model for production in Figure 3 rep-
die Haupt- und Teilprozesse der Produktionslogistik resents the main processes and sub-processes in pro-
(am Beispiel eines Produktionsauftrages mit einem duction logistics (using the example of a production

Tabelle 2. Messpunkte zur Berechnung der Logistikkennzahlen der Produktion


Messpunkt Teilprozess Ereignis
Lagerausbuchung Produktion Zugangsmaterial aus Lager ausbuchen Ware ist als Lagerabgang im System gebucht.
Planstart Aufträge zur Produktion freigeben Produktionsaufträge sind auf Grund des geplanten
Starttermins zu starten.
Produktionsauftragsende Fertigen Ende des letzten Arbeitsganges eines Produktions-
auftrages

Table 2. Measurement points for calculation of the logistic indicators for production
Measurement point Sub-process Event
Warehouse check-out Book goods out of the warehouse Goods are booked as a warehouse exit in the system.
in production
Planned start Release orders for production Production orders are started on the basis of the planned
start date.
Production order end Production End of the last work step of a production order
VDI 4400 Blatt 2 – 11 –

Bild 3. Prozessmodell der Produktion mit zugehörigen Messpunkten

Fig. 3. Process model for production with the appropriate measurement points
– 12 – VDI 4400 Blatt 2

Arbeitssystemwechsel), sowie die Zuordnung der order with a production system change), as well as
Messpunkte zu den Teilprozessen dar. Die Prozesse the allocation of the measurement points to the sub-
„Fertigen“ sind zur besseren Übersicht aufgeführt, processes. The processes in ”production“ are listed
die dort anfallenden Prozesskosten sind jedoch nicht for clarification purposes. The process costs occur-
den Kosten der Produktionslogistik hinzuzurechnen. ring there however, are not counted as costs of the
Die Anzahl der Prozesse „Fertigen“ variiert je nach production logistics. The number of processes in
Struktur der Produktionsaufräge. Sollte im Unter- ”production“ varies, depending on the structure of the
suchungsobjekt ein mehrstufiger Fertigungsprozess production orders. If the subject of examination in-
vorliegen, in dem Halbfertigerzeugnisse in ein Lager volves a multi-phase production process in which
ein- und ausgelagert werden, so ist das dargestellte semi-finished products are stored in and retrieved
Prozessmodell durch die Prozesse „Halbfertiger- from a warehouse, the represented process model
zeugnisse einlagern“, „Halbfertigerzeugnisse in must be supplemented by the processes ”store semi-
Lager einbuchen“, „Halbfertigerzeugnisse aus- finished products“, ”book semi-finished products
lagern“ und „Halbfertigerzeugnisse aus Lager aus- into the warehouse“, ”retrieve semi-finished prod-
buchen“ zu ergänzen. ucts“ and ”book semi-finished products out of the
warehouse“.
Die Kennzahlendefinitionen beziehen sich auf Daten, The indicator definitions refer to data which are gen-
die durch die Ereignisse an den Messpunkten erzeugt erated by the events at the measurement points. On
werden. Hierauf aufbauend beschreibt das Daten- the basis of this, the data model then describes the
modell die zu erhebenden Daten. Es wird in Primär- data to be collected. A distinction is made here be-
schlüssel, Fremdschlüssel und in Messdaten unter- tween primary keys, external keys and measured
schieden. data.
Primärschlüssel identifizieren eindeutig ein be- Primary keys clearly identify a certain event at a
stimmtes Ereignis eines Messpunktes (z.B. durch die measurement point (e.g. by the incoming goods
Wareneingangsnummer). Fremdschlüssel verweisen number). External keys indicate events at other meas-
auf Ereignisse anderer Messpunkte. Sie sind erfor- urement points. They are necessary as the data from
derlich, da zur Kennzahlenberechnung die Daten ver- different measurement points are put in relation to
schiedener Messpunkte miteinander in Beziehung each other for the calculation of the indicators. Meas-
gesetzt werden. Messdaten hingegen haben keine ured data, on the other hand, have no identification
identifizierende Funktion, sondern beschreiben die function, but only describe the measured values of the
Ausprägung der Ereignisse (z.B. Bestellmenge, Lie- events (e.g. order quantity, delivered quantity). For
fermenge). Zur Berechnung der „Liefermengen- calculation of the ”delivered quantity reliability“, for
treue“ werden z.B. die Messdaten „Sollmenge“ des example, the measured data ”target quantity“ of the
Messpunktes Lagerausbuchung Produktion und „Ist- measurement point warehouse check-out in produc-
menge“ des Messpunktes Produktionsauftragsende tion and the ”actual quantity“ of the measurement
miteinander verglichen. point production order end are compared with each
other.
In den Definitionsblättern werden die zu erhebenden The data to be collected from the data source produc-
Daten der Datenquelle Produktionsplanung und tion planning and control are represented in the defi-
-steuerung folgendermaßen dargestellt: nition sheets as follows:
Messpunkt (Primärschlüssel, Fremdschlüssel, Measurement point (primary key, external key, meas-
Messdatum 1, Messdatum 2...) ured data 1, measured data 2...)
Für das Beispiel der Kennzahl „Liefertermintreue“ Therefore, in the example of the indicator ”delivery
werden daher die zu erhebenden Daten wie folgt be- date reliability“ the data to be collected are described
schrieben: as follows:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnum- Warehouse check-out in production (warehouse
mer, Auftragsnummer, Sollendtermin BKT) booking number, order number, target end date SCD)
Production order end (end booking number, order
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, number, date SCD)
Auftragsnummer, Datum BKT) The booking numbers ”warehouse booking number“
Die eindeutige Identifizierung der Buchungen erfolgt and ”end booking number“ clearly identify the book-
über die Buchungsnummer „Lagerbuchungsnum- ings. The corresponding events in each case are iden-
mer“ sowie „Endebuchungsnummer“. Die jeweils tified by the external key ”order number“. The meas-
VDI 4400 Blatt 2 – 13 –

korrespondierenden Ereignisse werden durch den ured data ”target end date SCD“ and ”date SCD“ are
Fremdschlüssel „Auftragsnummer“ identifiziert. Das necessary to monitor the punctual completion of the
Messdatum „Sollendtermin BKT“ sowie „Datum production order by comparing the two.
BKT“ ist erforderlich, um über einen Vergleich der
beiden Termine die termingerechte Fertigstellung des
Produktionsauftrages zu überprüfen.
Tabelle 3 stellt das Datenmodell der Datenquelle Table 3 shows the data model for the data source
Produktionsplanung und -steuerung nach Mess- ”production planning and control“ arranged accord-
punkten sortiert dar. Dazu sind für jeden Messpunkt ing to measurement points. It lists the primary keys,
in der Spalte „Datenfelder“ die Primärschlüssel, external keys and all measured data for each meas-
Fremdschlüssel und sämtliche Messdaten angeführt. urement point in the column ”data fields“. The col-
Die Spalte „Feldindex“ identifiziert die Primär- und umn ”field index“ identifies the primary and external
Fremdschlüssel. Primär- und Fremdschlüssel sind je- keys. Primary and external keys are shown in italics.
weils kursiv dargestellt. In der Spalte „Erläuterung“ The column ”explanation“ gives further details of the
werden Daten im Bedarfsfall näher erklärt. Die data as required. The column ”data type“ is of partic-
Spalte „Datentyp“ ist insbesondere dann von Bedeu- ular significance if the indicator calculation is imple-
tung, wenn die Kennzahlenberechnung in einem mented in an IT system.
EDV-System implementiert wird.

Tabelle 3. Datenmodell der Messpunkte und Messdaten für die Datenquelle Produktionsplanung und -steuerung
Messpunkt/Datensatz Datenfelder Feldindex Erläuterung Datentyp

Lagerausbuchung Lagerbuchungsnummer Primärschlüssel Text


Produktion
Artikelnummer Fremdschlüssel Text
Buchungsdatum Datum
Buchungsdatum BKT Betriebskalendertag der Buchung Integer
Abgangsmenge Real
Auftragsnummer Fremdschlüssel Produktionsauftrag, für den das ausgelagerte Text
Material bestimmt ist
Rüstzeit Rüstzeit für gesamten Produktionsauftrag in Betriebskalen- Real
dertagen
Sollendtermin BKT Plan-Endtermin des Produktionsauftrages Integer
Sollmenge Durch Produktionsauftrag zu produzierende Menge Real
Verwendung Extern, intern (außerhalb, innerhalb des Text
Untersuchungsobjektes)

Planstart Auftragsnummer Primärschlüssel Text


Planstarttermin Datum
Planstarttermin BKT Betriebskalendertag des Planstarts Integer
Verfügbare Positionen Anzahl verfügbarer Stücklistenpositionen für den Real
Produktionsauftrag
Benötigte Positionen Anzahl benötigter Stücklistenpositionen für den Real
Produktionsauftrag

Produktionsauftragsende Endebuchungsnummer Primärschlüssel Nummer des Buchungssatzes Text


Auftragsnummer Primärschlüssel Text
Artikelnummer Primärschlüssel Gefertigter Artikel Text
Datum Istende Datum
Datum BKT Betriebskalendertag des Istende Integer
Durchführungszeit Ist-Durchführungszeit in Betriebskalendertagen Real
Istmenge Gutteile Real
Artikelart H, E (Halbfertigerzeugnis, Erzeugnis) Text
– 14 – VDI 4400 Blatt 2

Table 3. Data model of the measurement points and measured data for the data source ”production planning and
control“
Measurement point/ Data fields Field index Explanation Data type
Data record

Warehouse check-out Warehouse booking number Primary key Text


in production
Article number External key Text
Booking date Date
Booking date SCD Shop calendar day of the booking Integer
Retrieved quantity Real
Order number External key Production order for which the retrieved material is destined Text
Tooling time Tooling time for the whole production order in shop calendar days Real
Target end date SCD Planned end date for the production order Integer
Target quantity Quantity to be produced in the production order Real
Use External, internal (outside, inside the subject of examination) Text

Planned start Order number Primary key Text


Planned starting date Date
Planned starting date SCD Shop calendar day of the planned start Integer
Available items Number of part list items available for the production order Real
Required items Number of part-list items required for the production order Real

End of End booking number Primary key Number of the booking record Text
production order
Order number Primary key Text
Article number Primary key Finished article Text
Date Actual end Date
Date SCD Shop calendar day of the actual end Integer
Execution time Actual execution time in shop calendar days Real
Actual quantity Accepted parts Real
Article type H, E (Semi-finished product, product) Text

4.7.2 Kostenrechnung 4.7.2 Cost accounting


Die Kostenrechnung ist die Datenquelle der Kosten- Cost accounting is the data source for cost data. The
daten. Maßgebend für die Erhebung der Kostendaten criteria for the collection of cost data are the proc-
sind die in den Definitionsblättern angeführten Pro- esses and cost types listed in the definition sheets.
zesse und Kostenarten. Die Prozesse entsprechen den The processes correspond to the main processes and
in Abschnitt 2 eingeführten Haupt- und Teilprozes- sub-processes introduced in Section 2. The relevant
sen. Die jeweils relevanten Prozesse werden folgen- processes are described as follows:
dermaßen beschrieben:
Hauptprozess [Teilprozess 1, Teilprozess 2, ..., Main process [sub-process 1, sub-process 2, ...,
Teilprozess n] sub-process n]
Für die Kennzahl „Mittlere Kosten Produktionspla- For the indicator ”mean costs of production planning
nung pro Produktionsauftrag“ stellt z.B. der Haupt- per production order“, for example, the main process
prozess „Produktionsplanung und -steuerung“ mit ”production planning and control“ with all of its as-
sämtlichen Teilprozessen die Grundlage zur Kenn- sociated sub-processes forms the basis for the calcu-
zahlenberechnung dar: lation of the indicator:
Produktionsplanung und Steuerung [Produktions- Production planning and control [production pro-
programm planen, Losgrößen planen, Maschinenbe- gram planning, batch size planning, machine utilisa-
legung planen, Produktionsreihenfolge planen, Auf- tion planning, production sequence planning, compi-
tragspapiere erstellen und verfügbar machen, Auf- lation and provision of order documents, releasing
träge zur Produktion freigeben, Auftragsstatus kon- orders for production, controlling and monitoring of
trollieren und verfolgen, fertige Aufträge zurückmel- the order status, reporting completed orders]
den]
VDI 4400 Blatt 2 – 15 –

Zur monetären Bewertung dieser Prozesse werden The cost types ”personnel costs“ and ”material and
die Kostenarten „Personalkosten“ und „Sachmittel- equipment costs“ are used for the monetary evalua-
kosten“ herangezogen. Diese Kostenarten werden tion of these processes. These cost types are divided
weiter in ihre Bestandteile untergliedert. Die zu er- further into their constituent parts. The cost data to be
hebenden Kosten werden wie folgt dargestellt: collected are represented as follows:
Kostenart: Kosten 1, Kosten 2, Kosten 3... Cost type: Costs 1, costs 2, costs 3...
Die Bewertung des Hauptprozesses „Produktions- The evaluation of the main process ”production plan-
planung und -steuerung“ für die Kennzahl „Mittlere ning and control“ for the indicator ”mean costs of
Kosten Produktionsplanung pro Produktionsauftrag“ production planning per production order“ is made
erfolgt durch die folgenden Kosten: on the basis of the following costs:
Sachmittelkosten: Materials and equipment costs:
Materialkosten, Abschreibungen oder Leasing, kal- material costs, depreciation or leasing, calculatory
kulatorische Zinsen, kalkulatorische Raumkosten interest, calculatory space costs or rent, energy costs,
oder Miete, Energiekosten, Kosten für Fremdleistun- costs for subcontractors, insurance costs, other costs
gen, Versicherungskosten, sonstige Kosten
Personalkosten: Personnel costs:
Lohnkosten, Gehaltskosten, Personalnebenkosten wage costs, salary costs, ancillary personnel costs
Zu beachten ist, dass die angeführten Prozesse nicht Note must be taken of the fact that the processes
mit der unternehmensinternen Kostenstellenstruktur listed do not have to correspond to the internal com-
übereinstimmen müssen. Unternehmensintern kön- pany cost centre structure. Internally, the costs can be
nen die Kosten auf mehrere Kostenstellen verteilt distributed over a number of cost centres. It is also
sein. Möglich ist ebenfalls, dass nur ein Teil der Kos- possible that only part of the costs for a cost centre is
ten einer Kostenstelle für die angeführten Teilpro- incurred for the listed sub-processes. Accordingly,
zesse anfällt. Dementsprechend müssen die aufge- the costs listed must be allocated to the listed proc-
führten Kosten unabhängig von der unternehmensin- esses as they are actually incurred independently of
ternen Kostenstellenstruktur verursachungsgerecht the internal company cost centre structure. The basic
den angeführten Prozessen zugeordnet werden. Da- principle applies here that only those costs are taken
bei gilt der Grundsatz, dass nur solche Kosten erfasst into account which are directly caused by the main
werden, die direkt durch den betrachteten Hauptpro- process concerned. Apportionments, such as the
zess verursacht wurden. Umlagen wie z.B. die Kos- costs for the canteen, are not applied.
ten der Kantine werden nicht angesetzt.

4.7.3 Sonstige Datenquellen 4.7.3 Other data sources


Die Messdaten einiger Kennzahlen können weder For some indicators, the measured data can be as-
den Datenquellen „Produktionsplanung und -steue- signed neither to the data sources ”production plan-
rung“ noch der „Kostenrechnung“ zugeordnet wer- ning and control“ nor to ”cost accounting“. In this
den. In diesem Fall ist die Datenquelle case the data source must be identified on an internal
unternehmensintern zu identifizieren. Gegebenen- company basis. As necessary, this data must be col-
falls sind diese Daten manuell zu erheben. Für diese lected manually. The definition sheets do not provide
Messdaten ist keine einheitliche Darstellungsform in for any standard form of representation for this data.
den Definitionsblättern vorgesehen. Sie sind durch It is designated by the term ”others“.
den Begriff „Sonstige“ gekennzeichnet.

4.8 Berechnungsvorschrift 4.8 Calculation rule


Aufbauend auf der Datenquelle und den Messdaten On the basis of the data source and the measured data,
wird durch die Berechnungsvorschrift definiert, wie the calculation rule defines how the formula constit-
die Formelbestandteile der Kennzahlen zu berechnen uents of the indicators are to be calculated. For this
sind. Dazu wird zunächst angegeben, für welche purpose, it is first stated for which articles the respec-
Artikel die jeweilige Kennzahl zu erheben ist. Grund- tive indicator is to be compiled. The basis for the se-
lage zur Auswahl einzelner Artikel sind die in Ab- lection of the individual articles are the article types
schnitt 2.1 gebildeten Artikelarten. set out in Section 2.1.
Die Kennzahl „Liefertermintreue“ wird z.B. nur auf The indicator ”delivery date reliability“, for example,
die Erzeugnisse des Untersuchungsobjekts bezogen. refers only to the products of the subject of examina-
– 16 – VDI 4400 Blatt 2

Somit wird lediglich die Liefertermintreue gegenüber tion. This means that the delivery date reliability is
Bereichen außerhalb des Untersuchungsobjektes be- only assessed compared with areas outside of the sub-
wertet. ject of examination.
Neben den Artikelarten werden, falls erforderlich, Alongside the article types, formulae and conditions
Formeln und Bedingungen zur Ermittlung der For- for the calculation of the formula constituents are
melbestandteile angegeben. Zur Berechnung der given as required. To calculate the indicator ”delivery
Kennzahl „Liefertermintreue“ ist es beispielsweise date reliability“ for example, it is necessary to iden-
erforderlich, alle liefertermintreuen Produktionsauf- tify all of the production orders completed in compli-
träge zu ermitteln. Ein Produktionsauftrag ist laut ance with the delivery deadline. According to the def-
Definition dann termintreu, wenn der geplante Fer- inition, a production order complies with the delivery
tigstellungstermin des Produktionsauftrages in Be- date when the planned completion date of the produc-
triebskalendertagen (BKT) mit dem tatsächlichen tion order in shop calendar days corresponds to the
Fertigstellungstermin übereinstimmt. Übertragen auf actual completion date. Applied to the measured data,
die Messdaten bedeutet dies, dass der „Sollendtermin this means that the ”target end date SCD“ of the pro-
BKT“ des Produktionsauftrages (zu finden in den duction order (to be found in the data for the measure-
Daten des Messpunktes „Lagerausbuchung Produk- ment point ”Warehouse check-out in production“
tion“) mit „Datum BKT“ des Messpunktes „Produk- must correspond to the ”date SCD“ of the measure-
tionsauftragsende“ übereinstimmen muss. Diese Be- ment point ”production order end“. This condition is
dingung wird auf den Definitionsblättern wie folgt represented as follows in the definition sheets:
dargestellt:
Lagerausbuchung Produktion (Sollendtermin BKT) Warehouse check-out in production (target end date
= Produktionsauftragsende (Datum BKT) SCD) = production order end (date SCD)
VDI 4400 Blatt 2 – 17 –

5 Leistungskennzahlen in der Produktionslogistik

Hohe
PLV 1a Verfügbarkeit zum Planstarttermin
Verfügbarkeit

Anzahl startbarer Produktionsaufträge


--------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
Anzahl Produktionsaufträge

Zweck
Die Verfügbarkeit der Zugangsmaterialien zum Planstarttermin eines Produktionsauftrages ist eine wichtige
Voraussetzung, um die termin- und mengentreue Produktion im Untersuchungsobjekt sicherzustellen.
Diese Kennzahl ist eine mögliche Alternative zur Messung der Verfügbarkeit von Zugangsmaterial und für eine
durch Produktionsaufträge veranlasste Produktion mit vorgegebenem Starttermin. Für Kanbanfertigungen ist
diese Kennzahl ungeeignet. Voraussetzung ist die Möglichkeit, feste Planstarttermine der Produktionsaufträge
vorzugeben. Ein fester Planstarttermin ist ein einmalig festgelegter und nicht mehr veränderter Termin.

Beschreibung
Die Verfügbarkeit zum Planstarttermin ist der Prozentsatz der Produktionsaufträge, die zum geplanten Termin
startbar waren.
Anzahl startbare Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit Planstarttermin im Betrachtungszeit-
raum, zu deren Planstarttermin alle benötigten Zugangsmaterialien verfügbar waren.
Anzahl Produktionsaufträge ist die Anzahl aller Produktionsaufträge mit Planstarttermin im Betrachtungszeit-
raum.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Planstart (Auftragsnummer, Planstart BKT, verfügbare Positionen, benötigte Positionen)

Berechnungsvorschrift
Anzahl startbarer Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit Planstarttermin im Betrachtungszeit-
raum, für die Folgendes gilt:
Planstart (verfügbare Positionen) = Planstart (benötigte Positionen)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit Planstarttermin (Planstart BKT) im Betrach-
tungszeitraum.
– 18 – VDI 4400 Blatt 2

5 Performance indicators in production logistics

High
PLV 1a Availability on the planned starting date
availability

No. of startable production orders


---------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
No. of production orders

Purpose
The availability of the source materials on the planned starting date of a production order is an important factor
in ensuring delivery date and quantity reliability in production in the subject of examination.
This indicator is a possible alternative to measuring the availability of the source material and is designed for
production initiated by production orders with pre-specified starting date. This indicator is not suitable for kan-
ban production. A precondition is that it must be possible to specify fixed planned starting dates for the produc-
tion order. A fixed planned starting date is a date which is established once and can no longer be changed.

Description
The availability on the planned starting date is the percentage of production orders which could be started on
the planned date.
The no. of startable production orders refers to all production orders with a planned starting date in the obser-
vation period for which all of the required source materials were available on the planned starting date.
The no. of production orders is the number of all production orders with a planned starting date in the observa-
tion period.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Planned start (order number, planned start SCD, available items, required items)

Calculation rule
The no. of startable production orders are all production orders with a planned starting date in the observation
period to which the following applies:
Planned start (available items) = Planned start (required items)
The no. of production orders refers to all production orders with a planned starting date (planned start SCD) in
the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 19 –

Hohe
PLV 1b Einhaltung Mindestbestand Zugangsmaterial
Verfügbarkeit

Anzahl Tage ohne Bestandsunterschreitung


-------------------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
Betrachtungszeitraum

Zweck
Die Verfügbarkeit der Zugangsmaterialien ist eine wichtige Voraussetzung, um die termin- und mengentreue
Produktion im Untersuchungsobjekt sicherzustellen.
Diese Kennzahl zur Messung der Verfügbarkeit eignet sich bei Fertigungssteuerungsprinzipien, bei denen prin-
zipiell von Materialverfügbarkeit ausgegangen wird (z.B. Kanban oder andere Pull-Prinzipien). Voraussetzung
ist die Vorgabe eines Mindestbestandes der einzelnen Zugangsmaterialien sowie eine regelmäßige Überprüfung
der Bestandseinhaltung. Zu beachten ist, dass über die individuelle Vorgabe des Mindestbestandes die Ausprä-
gung der Kennzahl beeinflussbar ist.

Beschreibung
Die Einhaltung Mindestbestand Zugangsmaterial ist der Prozentsatz der Betriebskalendertage, an denen der
Lagerbestand aller Zugangsmaterialien über den jeweils definierten Bestandsgrenzen lag.
Anzahl Tage ohne Bestandsunterschreitungen sind alle Betriebskalendertage im Betrachtungszeitraum, an
denen der Lagerbestand aller Zugangsmaterialien nicht unter den vorgegebenen Mindestbestand gefallen ist.

Datenquellen und Messdaten


Sonstige:
Die Bestandshöhe der Zugangsmaterialien wird über eine tägliche Stichtagsbetrachtung, üblicherweise aus
der Bestands- und Lagerverwaltung, ermittelt.

Berechnungsvorschrift
siehe Formel und Beschreibung
– 20 – VDI 4400 Blatt 2

High
PLV 1b Compliance with minimum inventory of source material
availability

No. of days without falling below the inventory


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
Observation period

Purpose
The availability of the source materials is an important factor in ensuring the deadline and quantity reliability
of production in the subject of the examination.
This indicator for the measurement of the availability is suitable for production control principles where mate-
rial availability is assumed in principle (e.g. kanban or other pull principles). A precondition is the specification
of a minimum inventory of the individual source materials as well as a regular inspection of the inventory com-
pliance. Take note that the value of the indicator can be influenced by the individual specification of the mini-
mum inventory.

Description
The compliance with minimum inventory of source material is the percentage of the working calendar days on
which the warehouse inventory of all source materials was above the individual defined inventory limits.
The no. of days without falling below the inventory refers to all the working calendar days in the observation pe-
riod on which the warehouse inventory of all source materials has not fallen below the specified minimum in-
ventory.

Data sources and measured data


Others:
The inventory level of the source materials is calculated by a daily point-date observation, usually by the in-
ventory and warehouse administration.

Calculation rule
see formula and description
VDI 4400 Blatt 2 – 21 –

Kurze
PLD 1 Mittlerer Durchführungszeitanteil
Durchlaufzeit

n
∑ Durchführungszeit i
=1
i------------------------------------------------------
n
- · 100 in %; n ≡ Anzahl Produktionsaufträge

i=1
Durchlaufzeit i

Zweck
Die Kennzahl Mittlerer Durchführungszeitanteil ist ein Maß für einen effizienten Produktionsablauf. Es wird
angestrebt, unter Beibehaltung einer angemessenen Auslastung der Produktionskapazitäten ein möglichst
günstiges Verhältnis der tatsächlichen Durchlaufzeit eines Fertigungsauftrages zur Durchführungszeit zu erhal-
ten und somit unnötige Liegezeiten zu vermeiden.

Beschreibung
Der Mittlere Durchführungszeitanteil ist der Prozentsatz der mindestens für die Bearbeitung eines Produktions-
auftrages benötigten Zeit an der tatsächlichen für die Bearbeitung eines Produktionsauftrages benötigten Zeit.
Die Durchführungszeit ist die Zeit, die laut Arbeitsplan für die Bearbeitung eines Auftrages benötigt wird.
Transport- und organisationsbedingte Liegezeiten sind in der Durchführungszeit nicht enthalten. Bei einer nicht
überlappten Fertigung, das heißt bei Fertigstellung der gesamten Produktionsauftragsmenge an einem
Arbeitssystem mit anschließendem Transport der gesamten Produktionsauftragsmenge zum nächsten Arbeits-
system, ergibt sich die Durchführungszeit aus der Summe der Rüst- und Bearbeitungszeiten der einzelnen Ar-
beitsgänge. Bei einer überlappten Fertigung mit dem Transport von Teilmengen zwischen den Arbeitssystemen
ist die Durchführungszeit unter Berücksichtigung der im Arbeitsplan üblicherweise vorhandenen Überlap-
pungsfaktoren zu ermitteln.
Die Durchlaufzeit ist die Zeit in Betriebskalendertagen, die ein Produktionsauftrag von der Auslagerung des
ersten Materials für den Produktionsauftrag bis zur Endemeldung des letzten Arbeitsganges tatsächlich benö-
tigt. Die Durchlaufzeit setzt sich aus Übergangszeiten (Transportzeiten, Liegen vor und nach der Bearbeitung)
und Durchführungszeiten (Rüstzeiten und Bearbeitungszeiten) zusammen.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge des Un-
tersuchungsobjektes.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Auftragsnummer, Buchungsdatum, Buchungsdatum BKT)
Produktionsauftragsende (Auftragsnummer, Datum, Datum BKT, Durchführungszeit, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Die Durchlaufzeit eines Produktionsauftrages ergibt sich wie folgt:
Durchlaufzeit i = Produktionsauftragsende i (Datum BKT) – Min(Lagerausbuchung Produktion (Buchungs-
datum BKT))
Durchführungszeit i = Produktionsauftragsende i (Durchführungszeit)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit Produktionsauftragsende (Datum BKT) im Be-
trachtungszeitraum.
Anmerkung: Da zumeist mehrere Zugangsmaterialien für einen Produktionsauftrag ausgelagert werden, ist die Durchlaufzeit mittels der
ersten (frühesten) Lagerausbuchung zu ermitteln. In einigen Unternehmen wird nicht auftragsbezogen ausgelagert oder das Zugangsmaterial
wird erst nach Auftragsfertigstellung retrograd vom Lager ausgebucht. In diesem Fall kann über einen alternativen Messpunkt Auftragsstart
(z.B. mittels einer BDE-Buchung bei Beginn des ersten Arbeitsganges) der Startzeitpunkt ermittelt werden. Ist eine größere zeitliche Diffe-
renz zwischen Lagerausbuchung und Auftragsstart vorhanden, so wird das Ergebnis der Kennzahl hierdurch allerdings verfälscht.
– 22 – VDI 4400 Blatt 2

Short through-
PLD 1 Mean execution time proportion
put time

n
∑ Execution time i
i = 1
--------------------------------------------------
n
· 100 in %; n ≡ number of production orders

i=1
Throughput time i

Purpose
The indicator mean execution time proportion is a measure for an efficient production sequence. The aim is to
maintain a reasonable utilisation of the production capacities while achieving a favourable ratio of the actual
throughput time of a production order to the execution time and thus avoid unnecessary idle times.

Description
The mean execution time proportion is the proportion of the minimum time required for the processing of a pro-
duction order as a percentage of the actual time required for the processing of an order.
The execution time is the time required for the processing of an order according to the work schedule. Transport
and organisation-related idle times are not included in the execution time. In non-overlapping production, i.e.
completion of the whole production order quantity on a single production system followed by transport of the
total production order volume to the next production system, the execution time is the sum of the tooling and
processing times of the individual work steps. In overlapping production with transport of part-quantities be-
tween the production systems, the execution time must be calculated taking into account the overlapping factors
usually set out in the work schedule.
The throughput time is the time in working calendar days which a production order actually requires from the
retrieval of the first material for the production order up to the report of the last work step. The throughput time
is composed of the transition times (transport times, idling before and after processing) and the execution times
(tooling times and processing times).
The number of production orders refers to all of the completed production orders of the subject of the exami-
nation within the observation period.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (Order number, Booking date, Booking date SCD)
Production order end (Order number, Date, Date SCD, Execution time, Article type)

Calculation rule
The throughput time for a production order is calculated as follows:
Throughput timei = Production order endi (date SCD) – Min(Warehouse check-out in production (booking date
SCD)
Execution timei = Production order endi (execution time)
The number of production orders refers to all production orders with a production order end (date SCD) in the
observation period.
Note: As usually a number of source materials have to be retrieved from storage for a production order, the throughput time is calculated on
the basis of the first (earliest) warehouse retrieval. In some companies retrievals are not order-specific or the source material is only booked
out of the warehouse retrospectively after the order is completed. In this case the starting time can be calculated on the basis of an alternative
measurement point Order Start (e.g. by means of a BDE booking at the beginning of the first work step). If, however, there is a large time
differential between warehouse retrieval and order start, this falsifies the result of the indicator.
VDI 4400 Blatt 2 – 23 –

Hoher
PLL 1a Liefertreue [–x BKT/+x BKT;–x %/+x %]
Lieferservice

Anzahl liefertreuer Produktionsaufträge


------------------------------------------------------------------------------------------------ ⋅ 100 in %
Anzahl Produktionsaufträge

Zweck
Diese Kennzahl dient der Messung des Lieferservice des betrachteten Untersuchungsobjektes. Die Kennzahl
Liefertreue trifft in hoch aggregierter Form eine Aussage über die Termin-, Mengen- und Produktqualität der
Produktionsaufträge des Untersuchungsobjektes. Betrachtet werden hierbei nur Erzeugnisse, das heißt Pro-
dukte, die Unternehmensbereichen außerhalb des Untersuchungsobjektes zugehen.
Diese Kennzahl ist neben der Kennzahl Einhaltung Lagerbandbreite eine mögliche Alternative den Lieferser-
vice zu messen. Sie eignet sich für eine durch Produktionsaufträge veranlasste Produktion mit vorgegebenen
Endterminen. Für Fertigungssteuerungen, bei denen ohne konkreten Produktionsauftrag oder ohne festen End-
termin gefertigt wird (Kanbanfertigung, Fertigung auf Lager), ist die Kennzahl Einhaltung Lagerbandbreite zu
verwenden.

Beschreibung
Die Liefertermintreue ist der Prozentsatz der durch das Untersuchungsobjekt termin- und qualitätsgerecht ge-
fertigten Produktionsaufträge.
Anzahl liefertreuer Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge der Erzeugnisse des Untersuchungs-
objektes, die zum vorgegebenen Planendtermin und mit der geplanten Anzahl an Gutteilen (bei Toleranz inner-
halb der Toleranzgrenzen) beendet wurden. Zur Berechnung wird der Liefertermin tagesgenau angegeben und
gemessen.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge der Er-
zeugnisse des Untersuchungsobjektes.
Standarddefinition: Die Standarddefinition beinhaltet keine Toleranz bezüglich der Termin- und Mengenein-
haltung.
Optionale, unternehmensspezifische Definition: Die Toleranz des Endetermins der Produktionsaufträge wird in
einer zulässigen positiven und negativen Abweichung in Betriebskalendertragen (BKT) vom Sollendetermin
angegeben (+x BKT und –x BKT). Die Toleranz der Gutteile wird in einer zulässigen positiven und negativen
prozentualen Abweichung von der vereinbarten Anzahl an Gutteilen angegeben (+x % und –x %).

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnummer, Auftragsnummer, Sollendtermin BKT, Sollmenge)
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer, Datum BKT, Istmenge, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Anzahl liefertreuer Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge im Betrachtungszeitraum mit der Arti-
kelart „E”, für die gilt:
Lagerausbuchung Produktion (Sollmenge) = Produktionsauftragsende (Istmenge)
und
Lagerausbuchung Produktion (Sollendtermin BKT) = Produktionsauftragsende (Datum BKT)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 24 – VDI 4400 Blatt 2

High
PLL 1a Delivery reliability[–x SCD/+x SCD;–x %/+x %]
delivery service

No. of production orders in compliance with the delivery objectives


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
No. of production orders

Purpose
This indicator is used for the measurement of the delivery service of the subject of the examination. The indi-
cator delivery reliability makes a statement in a highly aggregated form about the deadline, quantity and product
quality of the production orders of the subject of the examination. Only those products are taken into account
which are passed on to areas of the company outside of the subject of the examination.
Alongside the indicator compliance with warehouse bandwidth, this indicator offers a possible alternative for
the measurement of the delivery service. It is suitable for production initiated by production orders with speci-
fied end dates. For production control systems in which production takes place without any concrete production
order or without any fixed end date (kanban production, production for stock) the indicator compliance with
warehouse bandwidth must be used.

Description
The delivery reliability is the percentage of production orders delivered by the subject of examination in line
with the specified delivery date and quality.
The no. of production orders in compliance with the delivery objectives refers to all production orders for prod-
ucts of the subject of examination that are completed by the specified planned end date and with the planned
number of accepted parts (i.e. within the tolerance limits as applicable). For calculation purposes, the delivery
date is specified and measured to the exact day.
The no. of production orders refers to all of the production orders for products of the subject of examination
completed within the observation period.
Standard definition: The standard definition does not allow for any tolerance with respect to delivery date and
quantity compliance.
Optional, company-specific definition: The tolerance of the end date for the production orders is expressed
in an permissible positive and negative deviation in shop calendar days (SCD) from the target end date
(+x SCD and –x SCD). The tolerance of the accepted parts is expressed in a permissible positive and negative
percentage deviation from the agreed number of accepted parts (+x % and –x %).

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (Warehouse booking number, Order number, Target end date SCD,
Target quantity)
Production order end (End booking number, Order number, Date SCD, Actual quantity, Article type)

Calculation rule
The no. of production orders in compliance with the delivery objectives refers to all production orders in the ob-
servation period with the article type ”E“ to which the following applies:
Warehouse check-out in production (target quantity) = Production order end (actual quantity)
and
Warehouse check-out in production (target end date SCD) = Production order end (date SCD)
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and a Production order
end (date SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 25 –

Hoher
PLL 1b Einhaltung Lagerbandbreite
Lieferservice

Anzahl Tage innerhalb Bestandsgrenzen


------------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
Betrachtungszeitraum

Zweck
Diese Kennzahl dient der Messung der Liefertreue des betrachteten Untersuchungsobjektes. Die Einhaltung
definierter Bestandsgrenzen ist eine wichtige Voraussetzung, um die Materialverfügbarkeit für die nachfolgen-
den Bereiche sicherzustellen.
Diese Kennzahl ist neben der Kennzahl Liefertreue eine mögliche Alternative, den Lieferservice zu messen,
und eignet sich für Fertigungssteuerungsprinzipien, bei denen keine festen Planendtermine für Produktionsauf-
träge vorgegeben werden, sondern Lagerbestände durch das Untersuchungsobjekt kontinuierlich auf einem be-
stimmten Niveau zu halten sind (z.B. Kanban oder andere Pull-Prinzipien). Zu beachten ist, dass über die indi-
viduelle Vorgabe der Bestandsgrenzen die Ausprägung der Kennzahl beeinflussbar ist.

Beschreibung
Die Einhaltung Lagerbandbreite ist der Prozentsatz der Tage, an denen der Lagerbestand aller durch das Unter-
suchungsobjekt gefertigten Erzeugnisse innerhalb der vorgegebenen Bestandsgrenzen lag.
Anzahl Tage innerhalb der Bestandsgrenzen ist die Anzahl der Tage im Betrachtungszeitraum, an denen der tat-
sächliche Lagerbestand des Erzeugnisses die jeweils vorgegebenen Unter- bzw. Obergrenzen weder unter- noch
überschritten hat.

Datenquellen und Messdaten


Sonstige:
Die Bestandshöhe der Erzeugnisse wird über eine tägliche Stichtagsbetrachtung, üblicherweise aus der Be-
stands- und Lagerverwaltung, ermittelt.

Berechnungsvorschrift
siehe Formel und Beschreibung
– 26 – VDI 4400 Blatt 2

High
PLL 1b Compliance with warehouse bandwidth
delivery service

No. of days within the inventory limits


------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
Observation period

Purpose
This indicator is used to measure the compliance with the delivery objectives of the subject of the examination.
The compliance with defined inventory limits is an important factor in ensuring the availability of material for
the subsequent areas.
Alongside the indicator delivery reliability, this indicator is a possible alternative for the measurement of the de-
livery service and is suitable for production control principles in which no fixed target end date is specified for
production orders but where warehouse inventories are constantly kept at a certain level by the subject of ex-
amination (e.g. kanban or other pull principles). Take note that the value of the indicator can be influenced by
the individual specification of the inventory limits.

Description
The compliance with warehouse bandwidth is the percentage of days on which the warehouse inventory of all
products passing through the subject of examination lay within the specified inventory limits.
The no. of days within the inventory limits is the number of days in the observation period on which the actual
warehouse inventory of the product was within the specified upper and lower limits.

Data sources and measured data


Others:
The inventory level of the products is calculated by a daily point-date observation, usually by the inventory
and warehouse administration.

Calculation rule
see formula and description
VDI 4400 Blatt 2 – 27 –

Hoher
PLL 2 Liefertermintreue [–x BKT/+x BKT]
Lieferservice

Anzahl termintreuer Produktionsaufträge


--------------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
Anzahl Produktionsaufträge

Zweck
Die Kennzahl Liefertermintreue dient der Messung des Lieferservice des betrachteten Untersuchungsobjektes.
Diese Kennzahl ist ein Bestandteil der Kennzahl Liefertreue und dient ihrer Analyse bezüglich des Kriteriums
Termineinhaltung.
Da diese Kennzahl eine Unterkennzahl der Liefertreue ist, eignet sich diese Kennzahl nur für eine durch Pro-
duktionsaufträge mit vorgegebenen Endterminen veranlassten Produktion.

Beschreibung
Die Liefertermintreue ist der Prozentsatz der durch das Untersuchungsobjekt termingerecht gefertigten Produk-
tionsaufträge.
Anzahl termintreuer Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge der Erzeugnisse des Untersuchungs-
objektes, die zum vorgegebenen Planendtermin (bei Toleranz innerhalb der Toleranzgrenzen) fertiggestellt
wurden.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge der Er-
zeugnisse des Untersuchungsobjektes.
Standarddefinition: Die Standarddefinition beinhaltet keine Toleranz bezüglich der Termintreue.
Optionale, unternehmensspezifische Definition: Die Toleranz des Endetermins der Produktionsaufträge wird in
einer zulässigen positiven und negativen Abweichung in Betriebskalendertagen (BKT) vom Sollendtermin an-
gegeben (+x BKT und –x BKT).

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnummer, Auftragsnummer, Sollendtermin BKT)
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer, Datum BKT, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Anzahl befriedigter Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ im Betrachtungs-
zeitraum, für die gilt:
Lagerausbuchung Produktion (Sollendtermin BKT) = Produktionsauftragsende (Datum BKT)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 28 – VDI 4400 Blatt 2

High
PLL 2 Delivery date reliability [–x SCD/+x SCD]
delivery service

No. of data-compliant production orders


------------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
No. of production orders

Purpose
The indicator delivery date reliability is used for measurement of the delivery service of the subject of exami-
nation.
This indicator is a sub-indicator of the indicator delivery reliability and is used for its analysis in terms of the
criterion deadline compliance.
As this indicator is a sub-indicator of the delivery reliability, it is only suitable for production initiated by pro-
duction orders with specified end dates.

Description
The delivery date reliability is the percentage of production orders processed in the subject of examination in
line with the specified delivery date.
The no. of date-compliant production orders refers to all production orders for products of the subject of
examination which were completed by the specified planned end date (or within the tolerances as applicable).
The no. of production orders refers to all of the production orders for products of the subject of examination
completed within the observation period.
Standard definition: The standard definition does not allow for any tolerance with respect to delivery date com-
pliance.
Optional, company-specific definition: The tolerance of the end date for the production orders is expressed in
an allowed positive and negative deviation in shop calendar days (SCD) from the target end date (+x SCD and
–x SCD).

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (Warehouse booking number, Order number, Target end date SCD)
Production order end (End booking number, Order number, Date SCD, Article type)

Calculation rule
The number of date-compliant production orders refers to all production orders with the article type ”E“ in the
observation period to which the following applies:
Warehouse check-out in production (target end date SCD) = Production order end (date SCD)
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (date SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 29 –

Hoher
PLL 3 Liefermengentreue [–x %/+x %]
Lieferservice

Anzahl mengentreuer Produktionsaufträge


------------------------------------------------------------------------------------------------------ ⋅ 100 in %
Anzahl Produktionsaufträge

Zweck
Die Kennzahl Liefermengentreue dient der Messung der Liefertreue des betrachteten Untersuchungsobjektes.
Diese Kennzahl ist ein Bestandteil der Kennzahl Liefertreue und dient ihrer Analyse bezüglich des Kriteriums
Mengeneinhaltung.
Da diese Kennzahl eine Unterkennzahl der Liefertreue ist, eignet sich diese Kennzahl nur für eine durch Pro-
duktionsaufträge mit vorgegebenen Endterminen veranlasste Produktion.

Beschreibung
Die Liefermengentreue ist der Prozentsatz, der durch das Untersuchungsobjekt mengengerecht, das heißt mit
der beauftragten Anzahl an Gutteilen, gefertigten Produktionsaufträge.
Anzahl mengentreuer Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge der Erzeugnisse des Unter-
suchungsobjektes, die zum vorgegebenen Planendtermin (bei Toleranz innerhalb der Toleranzgrenzen) abge-
schlossen wurden.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge der Er-
zeugnisse des Untersuchungsobjektes.
Standarddefinition: Die Standarddefinition beinhaltet keine Toleranz bezüglich der Mengeneinhaltung.
Optionale, unternehmensspezifische Definition: Die Toleranz der Istmenge wird in einer zulässigen positiven
und negativen prozentualen Abweichung von der geplanten Sollmenge angegeben (+x % und –x %).

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnummer, Auftragsnummer, Sollmenge)
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer, Istmenge, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Anzahl mengentreuer Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge im Betrachtungszeitraum mit der Ar-
tikelart „E”, für die gilt:
Lagerausbuchung Produktion (Sollendtermin BKT) = Produktionsauftragsende (Datum BKT)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 30 – VDI 4400 Blatt 2

High
PLL 3 Delivered quantity reliability [–x %/+x %]
delivery service

No. of quantity-compliant production orders


---------------------------------------------------------------------------------------------------------- ⋅ 100 in %
No. of production orders

Purpose
The indicator delivered quantity reliability is used to measure the delivery reliability of the subject of examina-
tion.
This indicator is a sub-indicator of the indicator delivery reliability and is used for its analysis in terms of the
criterion quantity compliance.
As this indicator is a sub-indicator of the delivery reliability, it is only suitable for production initiated by pro-
duction orders with specified end dates.

Description
The delivered quantity reliability is the percentage of production orders processed in the subject of examination
in compliance with the specified quantity, i.e. with the ordered number of accepted parts.
The number of quantity-compliant production orders refers to all production orders for products of the subject
of examination which were completed by the specified planned end date (or within the tolerances as applicable).
The no. of production orders refers to all of the production orders for products of the subject of examination
completed within the observation period.
Standard definition: The standard definition does not allow for any tolerance with respect to quantity compli-
ance.
Optional, company-specific definition: The tolerance of the actual quantity is expressed in a permissible posi-
tive and negative deviation in per cent from the planned target quantity (+x % and –x %).

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (warehouse booking number, order number, target quantity)
Production order end (end booking number, order number, actual quantity, article type)

Calculation rule
The number of quantity-compliant production orders refers to all production orders in the observation period
with the article type ”E“ to which the following applies:
Warehouse check-out in production (target end date SCD) = Production order end (date SCD)
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (date SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 31 –

Hoher
PLL 4 Mittlere Lieferterminabweichung [–x BKT/+x BKT]
Lieferservice

∑ Terminabweichungi
=1
i--------------------------------------------------------
- in BKT; n ≡ Anzahl Produktionsaufträge
n

Zweck
Diese Kennzahl ist eine Unterkennzahl der Kennzahl Liefertermintreue. Die Kennzahl Lieferterminabweichung
dient in Verbindung mit der Kennzahl Standardabweichung Lieferterminabweichung der Messung der erreich-
ten Prozessqualität bezüglich des Kriteriums Termintreue.
Da diese Kennzahl eine Unterkennzahl der Liefertreue ist, eignet sich diese Kennzahl nur für eine durch Pro-
duktionsaufträge mit vorgegebenen Endterminen veranlasste Produktion.

Beschreibung
Die Mittlere Lieferterminabweichung beschreibt die Größe der mittleren Abweichungen von Soll- zu Istliefer-
termin der Produktionsaufträge.
Die Terminabweichung, gemessen in Betriebskalendertagen, ist der Zeitraum zwischen dem geplanten, das
heißt der Produktion vorgegebenen, und dem tatsächlichen Fertigstellungstermin des Produktionsauftrages.
Hierbei sind positive als auch negative Terminabweichungen möglich.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge der Er-
zeugnisse des Untersuchungsobjektes.
Standarddefinition: Die Standarddefinition beinhaltet keine Toleranz bezüglich der Termintreue.
Optionale, unternehmensspezifische Definition: Die Toleranz des Endtermins der Produktionsaufträge wird in
einer zulässigen positiven und negativen Abweichung in Betriebskalendertagen (BKT) vom Sollendtermin an-
gegeben (+x BKT und –x BKT).

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnummer, Auftragsnummer, Sollendtermin BKT)
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer, Datum BKT, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Die Terminabweichung in Betriebskalendertagen errechnet sich für alle im Betrachtungszeitraum fertiggestell-
ten Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ wie folgt:
Terminabweichung = Produktionsauftragsende (Datum BKT) – Lagerausbuchung Produktion (Sollendtermin
BKT)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 32 – VDI 4400 Blatt 2

High
PLL 4 Mean delivery date deviation [–x SCD/+x SCD]
delivery service

∑ Delivery date deviationi


=1
i------------------------------------------------------------------
- in SCD; n ≡ number of production orders
n

Purpose
This indicator is a sub-indicator of the indicator delivery date reliability. The indicator mean delivery date
deviation in conjunction with the indicator standard deviation of delivery date deviation serves for the meas-
urement of the achieved process quality in terms of the criterion delivery date reliability.
As this indicator is a sub-indicator of the delivery reliability, it is only suitable for production initiated by pro-
duction orders with specified end dates.

Description
The mean delivery date deviation describes the size of the mean deviations between planned and actual delivery
dates of the production orders.
The delivery date deviation measured in shop calendar days is the time between the planned completion date,
that is the date specified to production, and the actual completion date of the production order. Both positive and
negative delivery date deviations are possible.
The no. of production orders refers to all of the production orders for products of the subject of examination
completed within the observation period.
Standard definition: The standard definition does not allow for any tolerance with respect to delivery date com-
pliance.
Optional, company-specific definition: The tolerance of the end date of the production orders is expressed in a
permissible positive and negative deviation in shop calendar days (SCD) from the target end date (+x SCD and
–x SCD).

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (warehouse booking number, order number, target end date SCD)
Production order end (end booking number, order number, date SCD, article type)

Calculation rule
The delivery date deviation in shop calendar days is calculated for all of the production orders of article type
”E“ completed in the observation period as follows:
Delivery date deviation = Production order end (date SCD) – Warehouse check-out in production (target end
date SCD)
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (date SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 33 –

Hoher
PLL 5 Standardabweichung Lieferterminabweichung [–x BKT/+x BKT]
Lieferservice

n
∑ ( Lieferterminabweichungi – Mittlere Lieferterminabweichung )
2

i=1
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ in BKT
n
n ≡ Anzahl Produktionsaufträge

Zweck
Diese Kennzahl ist eine Unterkennzahl der Kennzahl Liefertermintreue. Die Kennzahl Lieferterminabweichung
dient in Verbindung mit der Kennzahl Mittlere Lieferterminabweichung der Messung der erreichten Prozess-
qualität bezüglich des Kriteriums Termintreue (Streuung der Terminabweichung).
Da diese Kennzahl eine Unterkennzahl der Liefertreue ist, eignet sich diese Kennzahl nur für eine durch Pro-
duktionsaufträge mit vorgegebenen Endterminen veranlasste Produktion.

Beschreibung
Die Standardabweichung Lieferterminabweichung beschreibt die mittlere Abweichung der jeweiligen Liefer-
terminabweichungen von der Kennzahl Mittlere Lieferterminabweichung.
Die Terminabweichung, gemessen in Betriebskalendertagen, ist der Zeitraum zwischen dem geplanten, das
heißt der Produktion vorgegebenen, und dem tatsächlichen Fertigstellungstermin des Produktionsauftrages.
Hierbei sind positive als auch negative Terminabweichungen möglich.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge der Er-
zeugnisse des Untersuchungsobjektes.
Standarddefinition: Die Standarddefinition beinhaltet keine Toleranz bezüglich der Termintreue.
Optionale, unternehmensspezifische Definition: Die Toleranz des Endetermins der Produktionsaufträge wird in
einer zulässigen positiven und negativen Abweichung in Betriebskalendertagen (BKT) vom Liefertermin ange-
geben (+x BKT und –x BKT).

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnummer, Auftragsnummer, Sollendtermin BKT)
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer, Datum BKT, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Die Terminabweichung in Betriebskalendertagen errechnet sich für alle im Betrachtungszeitraum fertig-
gestellten Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ wie folgt:
Terminabweichung = Produktionsauftragsende (Datum BKT) – Lagerausbuchung Produktion (Sollendtermin
BKT)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 34 – VDI 4400 Blatt 2

High
PLL 5 Standard deviation of the delivery date deviation [–x SCD/+x SCD]
delivery service

n
∑ ( Delivery date deviationi – Mean delivery date deviation )
2

i=1
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ in SCD
n
n ≡ number of production orders

Purpose
This indicator is a sub-indicator of the indicator delivery date reliability. The indicator standard deviation of the
delivery date deviation in conjunction with the indicator mean delivery date deviation serves for the measure-
ment of the achieved process quality in terms of the criterion delivery date reliability (scattering of the delivery
date deviation).
As this indicator is a sub-indicator of the delivery reliability, it is only suitable for production initiated by pro-
duction orders with specified end dates.

Description
The standard deviation of delivery date deviation describes the mean deviation of the respective delivery date
deviations from the indicator mean delivery date deviation.
The delivery date deviation measured in shop calendar days is the time between the planned completion date,
that is the date specified to production, and the actual completion date of the production order. Both positive and
negative delivery date deviations are possible.
The no. of production orders refers to all of the production orders for products of the subject of examination
completed within the observation period.
Standard definition: The standard definition does not allow for any tolerance with respect to delivery date com-
pliance.
Optional, company-specific definition: The tolerance of the end date of the production orders is expressed in a
permissible positive and negative deviation in shop calendar days (SCD) from the delivery date (+x SCD and
–x SCD).

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (warehouse booking number, order number, target end date SCD)
Production order end (end booking number, order number, date SCD, article type)

Calculation rule
The delivery date deviation in shop calendar days is calculated for all of the production orders of article type
”E“ completed in the observation period as follows:
Delivery date deviation = Production order end (date SCD) – Warehouse check-out in production (target end
date SCD)
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (date SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 35 –

6 Kostenkennzahlen in der Produktionslogistik

Geringe
PKK 1 Mittlere Kosten der Produktionslogistik pro Produktionsauftrag
Kosten

Kosten Produktionslogistik
------------------------------------------------------------------- in EUR
Anzahl Produktionsaufträge

Zweck
Die Kennzahl Mittlere Kosten der Produktionslogistik pro Produktionsauftrag misst die Kosten der Hauptpro-
zesse Produktionsplanung und -steuerung und innerbetrieblicher Transport, die im Untersuchungsobjekt anfal-
len.

Beschreibung
Die Kosten Produktionslogistik sind die für Personal und Sachmittel im Betrachtungszeitraum anfallenden Kos-
ten. Die Produktionslogistik wird durch die unten angegebenen Hauptprozesse Produktionsplanung und -steu-
erung und innerbetrieblicher Transport definiert.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge.

Datenquellen und Messdaten


Kostenrechnung:
Produktionsplanung und Steuerung [Produktionsprogramm planen, Losgrößen planen, Maschinenbelegung
planen, Produktionsreihenfolge planen, Auftragspapiere erstellen und verfügbar machen, Aufträge zur Pro-
duktion freigeben, Auftragsstatus kontrollieren und verfolgen, fertige Aufträge zurückmelden]
Innerbetrieblicher Transport [Zugangsmaterial auslagern, Zugangsmaterial aus Lager ausbuchen, Zu-
gangsmaterial transportieren, Halbfertigerzeugnisse transportieren, Halbfertigerzeugnisse einlagern,
Halbfertigerzeugnisse in Lager einbuchen, Halbfertigerzeugnisse auslagern, Halbfertigerzeugnisse aus
Lager ausbuchen, Erzeugnisse transportieren, Erzeugnisse einlagern, Erzeugnisse in Lager einbuchen]
Personalkosten: Lohnkosten, Gehaltskosten, gesetzliche und freiwillige Personalnebenkosten
Sachmittelkosten: Materialkosten, Abschreibungen, kalkulatorische Raumkosten, Kosten für Energie, Kosten
für Fremdleistungen, Versicherungskosten, EDV-Kosten
Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer)

Berechnungsvorschrift
Zur Berechnung der Kosten Produktionslogistik werden alle Kosten berücksichtigt, die für die Prozesse Pro-
duktionsplanung und -steuerung und innerbetrieblicher Transport anfallen.
Mittlere Kosten Produktionslogistik = Kosten Produktionsplanung und -steuerung + Kosten innerbetrieblicher
Transport
Kosten Produktionsplanung und -steuerung = Personalkosten + Sachmittelkosten
Kosten innerbetrieblicher Transport = Personalkosten + Sachmittelkosten
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit Produktionsauftragsende (Datum BKT) im Be-
trachtungszeitraum.
– 36 – VDI 4400 Blatt 2

6 Cost indicators in production logistics

Low
PKK 1 Mean costs of production logistics per production order
costs

Costs of production logistics


-------------------------------------------------------------------- in EUR
No. of production orders

Purpose
The indicator mean costs of production logistics per production order measures the costs of the main processes
production planning and control and internal transport incurred in the object of examination.

Description
The costs of production logistics are the costs for personnel, materials and equipment in the observation period.
The production logistics is defined by the main processes production planning and control and internal transport
cited below.
The no. of production orders refers to all of the production orders completed in the observation period.

Data sources and measured data


Cost accounting:
Production planning and control [production program planning, batch size planning, machine utilisation
planning, production sequence planning, compilation and provision of order documents, releasing orders for
production, controlling and monitoring order status, reporting completed orders]
Internal transport [retrieving source material, booking source material out of the warehouse, transporting
source material, transporting semi-finished products, storing semi-finished products, booking semi-finished
products into the warehouse, retrieving semi-finished products, booking semi-finished products out of the
warehouse, transporting products, storing products, booking products into the warehouse]
Personnel costs: wage costs, salary costs, statutory and voluntary ancillary personnel costs
Materials and equipment costs: material costs, depreciation, calculatory space costs, energy costs, costs for
subcontractors, insurance costs, IT costs
Production planning and control:
Production order end (end booking number, order number)

Calculation rule
In the calculation of the costs of production logistics all of the costs are taken into account which are incurred
for the processes production planning and control and internal transport.
Mean costs of production logistics = costs of production planning and control + costs of internal transport
Costs of production planning and control = personnel costs + materials and equipment costs
Costs of internal transport = personnel costs + materials and equipment costs
The number of production orders refers to all production orders with a production order end (date SCD) in the
observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 37 –

Geringe
PKK 2 Mittlere Kosten des Transports pro Produktionsauftrag
Kosten

Kosten innerbetrieblicher Transport


--------------------------------------------------------------------------------------- in EUR
Anzahl Produktionsaufträge

Zweck
Die Kennzahl Mittlere Kosten des Transports pro Produktionsauftrag misst die Kosten des Hauptprozesses
innerbetrieblicher Transport.

Beschreibung
Die Kosten innerbetrieblicher Transport sind die Kosten des Untersuchungsobjektes, die für Personal und
Sachmittel im Rahmen des innerbetrieblichen Transports im Betrachtungszeitraum anfallen. Der innerbetrieb-
liche Transport ist durch die unten angegebenen Teilprozesse definiert.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum beendeten Produktionsaufträge.

Datenquellen und Messdaten


Kostenrechnung:
Innerbetrieblicher Transport [Zugangsmaterial auslagern, Zugangsmaterial aus Lager ausbuchen, Zu-
gangsmaterial transportieren, Halbfertigerzeugnisse transportieren, Halbfertigerzeugnisse einlagern,
Halbfertigerzeugnisse in Lager einbuchen, Halbfertigerzeugnisse auslagern, Halbfertigerzeugnisse aus
Lager ausbuchen, Erzeugnisse transportieren, Erzeugnisse einlagern, Erzeugnisse in Lager einbuchen]
Personalkosten: Lohnkosten, Gehaltskosten, gesetzliche und freiwillige Personalnebenkosten
Sachmittelkosten: Materialkosten, Abschreibungen, kalkulatorische Raumkosten, Kosten für Energie, Kosten
für Fremdleistungen, Versicherungskosten, EDV-Kosten
Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer)

Berechnungsvorschrift
Zur Berechnung der Kosten innerbetrieblicher Transport werden alle Kosten berücksichtigt, die für den Prozess
innerbetrieblicher Transport anfallen:
Kosten innerbetrieblicher Transport = Personalkosten + Sachmittelkosten
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 38 – VDI 4400 Blatt 2

Low
PKK 2 Mean costs of transport per production order
costs

Costs of internal transport


--------------------------------------------------------------- in EUR
No. of production orders

Purpose
The indicator mean costs of transport per production order measures the costs of the main process of internal
transport.

Description
The costs of internal transport are the costs of the subject of examination incurred for personnel, materials and
equipment within the framework of internal transport in the observation period. Internal transport is defined by
the sub-processes cited below.
The no. of production orders refers to all of the production orders completed in the observation period.

Data sources and measured data


Cost accounting:
Internal transport [retrieving source material, booking source material out of the warehouse, transporting
source material, transporting semi-finished products, storing semi-finished products, booking semi-finished
products into the warehouse, retrieving semi-finished products, booking semi-finished products out of the
warehouse, transporting products, storing products, booking products into the warehouse]
Personnel costs: wage costs, salary costs, statutory and voluntary ancillary personnel costs
Materials and equipment costs: material costs, depreciation, calculatory space costs, energy costs, costs for
subcontractors, insurance costs, IT costs
Production planning and control:
Production order end (end booking number, order number)

Calculation rule
The calculation of the costs of internal transport takes into account all costs which are incurred for the process
of internal transport:
Costs of internal transport = personnel costs + materials and equipment costs
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (sate SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 39 –

Mittlere Kosten der Produktionsplanung pro Geringe


PKK 3
Produktionsauftrag Kosten

Kosten Produktionsplanung und -steuerung


-------------------------------------------------------------------------------------------------------- in EUR
Anzahl Produktionsaufträge

Zweck
Die Kennzahl Mittlere Kosten der Produktionsplanung pro Produktionsauftrag misst die Kosten, die für den
Hauptprozess Produktionsplanung und -steuerung anfallen.

Beschreibung
Die Mittleren Kosten Produktionsplanung und -steuerung sind die Kosten des Untersuchungsobjektes, die für
Personal und Sachmittel im Rahmen der Produktionsplanung und -steuerung im Betrachtungszeitraum anfal-
len. Die Produktionsplanung und -steuerung wird durch die angegebenen Teilprozesse definiert.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge.

Datenquellen und Messdaten


Kostenrechnung:
Produktionsplanung und Steuerung [Produktionsprogramm planen, Losgrößen planen, Maschinenbelegung
planen, Produktionsreihenfolge planen, Auftragspapiere erstellen und verfügbar machen, Aufträge zur Pro-
duktion freigeben, Auftragsstatus kontrollieren und verfolgen, fertige Aufträge zurückmelden]
Personalkosten: Lohnkosten, Gehaltskosten, gesetzliche und freiwillige Personalnebenkosten
Sachmittelkosten: Materialkosten, Abschreibungen, kalkulatorische Raumkosten, Kosten für Energie, Kosten
für Fremdleistungen, Versicherungskosten, EDV-Kosten
Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer)

Berechnungsvorschrift
Zur Berechnung der Kosten Produktionsplanung und -steuerung werden alle Kosten berücksichtigt, die für den
Prozess Produktionsplanung und -steuerung anfallen:
Kosten Produktionsplanung und -steuerung = Personalkosten + Sachmittelkosten
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit Produktionsauftragsende (Datum BKT) im Be-
trachtungszeitraum.
– 40 – VDI 4400 Blatt 2

Low
PKK 3 Mean costs of production planning per production order
costs

Costs of production planning and control


--------------------------------------------------------------------------------------------------- in EUR
No. of production orders

Purpose
The indicator mean costs of production planning per production order measures the costs incurred for the main
process of production planning and control.

Description
The mean costs of production planning and control are the costs of the subject of examination incurred for per-
sonnel, materials and equipment within the framework of production planning and control within the observa-
tion period. The production planning and control is defined by the sub-processes cited.
The no. of production orders refers to all of the production orders completed in the observation period.

Data sources and measured data


Cost accounting:
Production planning and control [production program planning, batch size planning, machine utilisation
planning, production sequence planning, compilation and provision of order documents, releasing orders for
production, controlling and monitoring of the order status, reporting completed orders]
Personnel costs: wage costs, salary costs, statutory and voluntary ancillary personnel costs
Materials and equipment costs: material costs, depreciation, calculatory space costs, energy costs, costs for
subcontractors, insurance costs, IT costs
Production planning and control:
Production order end (end booking number, order number)

Calculation rule
The calculation of the costs of production planning and control takes into account all costs which are incurred
for the process of production planning and control:
Costs of production planning and control = personnel costs + materials and equipment costs
The number of production orders refers to all production orders with a production order end (date SCD) in the
observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 41 –

Geringe
PKB 1 Bewertete Umschlagshäufigkeit Gesamtbestand
Bestände

Abgang Untersuchungsobjekt
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- in 1/Jahr
Mittlerer Zugangsbestand + Mittlerer Umlaufbestand

Zweck
Die Bewertete Umschlagshäufigkeit Gesamtbestand erfasst die Güte des Bestandsmanagements im Unter-
suchungsobjekt.

Beschreibung
Die Bewertete Umschlagshäufigkeit Gesamtbestand berechnet sich aus dem Quotient des bewerteten Material-
abgangs und der Summe aus mittlerem Zugangsbestand und mittleren Umlaufbestand.
Mittlerer Zugangsbestand ist der mittlere zu Materialkosten bewertete Lagerbestand aller Artikel, die Zugangs-
materialien des Untersuchungsobjektes sind.
Mittlerer Umlaufbestand ist der gesamte zu angefallenen Herstellkosten bewertete Bestand an Halbfertiger-
zeugnissen im Betrachtungszeitraum. Halbfertigerzeugnisse befinden sich entweder in der Produktion oder im
Lager einer Zwischenstufe. Können die jeweils angefallenen Herstellkosten nicht berechnet werden, so kann
alternativ das Mittel aus Material- und Herstellkosten verwendet werden.
Abgang Untersuchungsobjekt ist der gesamte auf ein Jahr bezogene und zu angefallenen Herstellkosten bewer-
tete Materialabgang des Untersuchungsobjektes. Der Materialabgang des Untersuchungsobjektes wird durch
sämtliche Artikel gebildet, die das Untersuchungsobjekt verlassen.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnummer, Artikelnummer, Abgangsmenge, Artikelart)
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer, Istmenge, Artikelart)

Sonstige:
Der mittlere Zugangsbestand sowie der mittlere Umlaufbestand wird über Stichtagsbetrachtungen, üblicher-
weise aus der Bestands- und Lagerverwaltung, ermittelt.
– 42 – VDI 4400 Blatt 2

Berechnungsvorschrift
Der Abgang Untersuchungsobjekt ergibt sich aus Lagerabgängen, die durch eine Verwendung der Materialien
außerhalb des Untersuchungsobjektes begründet sind (siehe Definition von Zugangsmaterial in Abschnitt 2.1),
und den abgeschlossenen Produktionsaufträgen, die das Untersuchungsobjekt verlassen:
Anzahl Betriebskalendertage pro Jahr
Abgang Untersuchungsobjekt = (Lagerabgang + Abgang Produktion) · -------------------------------------------------------------------------------------------
Betrachtungszeitraum
Der Lagerabgang ist für alle Lagerabgänge der Artikelart „Z“ mit der Verwendung „Extern“ wie folgt zu er-
mitteln:
n
Lagerabgang = ∑
i=1
Lagerausbuchung Produktioni (Abgangsmenge) · Herstellkosten

n ≡ Anzahl Lagerausbuchung Produktion, die dem Kriterium Artikelart = „Z“ und Verwendung = „Extern“
entsprechen.
Der Abgang Produktion ergibt sich aus allen Produktionsaufträgen der Artikelart „E“ wie folgt:
n
Abgang Produktion = ∑ Auftragsendei (Istmenge) · Herstellkosten
i=1

n ≡ Anzahl Produktionsaufträge der Artikelart „E“ im Betrachtungszeitraum


Die Herstellkosten eines Artikels ergeben sich aus Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und
-gemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten werden ge-
mäß dieser Definition nicht berücksichtigt.
Werden für die Ermittlung des Umlaufbestandes die angefallenen Herstellkosten nicht erfasst, so ist das Mittel
aus Herstellkosten bei Materialabgang und Materialwert bei Materialzugang anzusetzen.
Herstellkosten Abgangsmaterial + Herstellkosten Zugangsmaterial
Herstellkosten = ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
2
Anmerkung: Da der Bestand von Zugangsmaterialien, die auch in anderen Unternehmensbereichen Verwendung finden, nicht eindeutig
dem Untersuchungsobjekt zugeordnet werden kann, wird der gesamte Bestand dem Untersuchungsobjekt zugerechnet. Alle Zugangsmate-
rialien, welche im Folgenden außerhalb des Untersuchungsobjektes Verwendung finden, werden dann als Abgang des Untersuchungsobjek-
tes betrachtet.
VDI 4400 Blatt 2 – 43 –

Low
PKB 1 Evaluated turnover rate of the total inventory
inventories

Exit subject of examination


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- in 1/year
Mean incoming inventory + Mean circulating inventory

Purpose
The evaluated turnover rate of the total inventory measures the quality of the inventory management in the sub-
ject of examination.

Description
The evaluated turnover rate of the total inventory is calculated from the quotient of the evaluated warehouse
exit and the sum of the mean incoming inventory and the mean circulating inventory.
The mean incoming inventory is the mean warehouse inventory of all articles which are source materials of the
subject of examination, evaluated at material costs.
The mean circulating inventory is the total inventory of semi-finished products in the observation period, eval-
uated at the incurred manufacturing costs. Semi-finished products are either in production or in intermediate
storage. If the respective manufacturing costs cannot be calculated, the mean value of material and manufac-
turing costs can be used as an alternative.
Exit subject of examination is the total material exit of the subject of examination with reference to one year,
evaluated at the incurred manufacturing costs. The material exit of the subject of examination refers to all arti-
cles which leave the subject of examination.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (warehouse booking number, article number, retrieved quantity, article
type)
Production order end (end booking number, order number, actual quantity, article type)

Others:
The mean incoming inventory and the mean circulating inventory are calculated on the basis of point-date ob-
servations, usually by the inventory and warehouse administration.
– 44 – VDI 4400 Blatt 2

Calculation rule
The Exit subject of examination is made up of warehouse exits where the materials will be used outside of the
subject of examination (see definition of source material in Section 2.1), and the completed production orders
which leave the subject of examination:
No. of shop calendar days per year
Exit subject of examination = (Warehouse exit + Production exit) · ------------------------------------------------------------------------------------
Observation period
The warehouse exit is calculated for all warehouse exits of article type ”Z“ for external use as follows:
n
Warehouse exit = ∑ Warehouse check-out in productioni (Exit quantity) · Manufacturing costs
i=1

n ≡ number of articles in warehouse check-out in production which fulfil the criterion article type = ”Z“ and
use = ”External“.
The production exit is made up of all production orders of article type ”E“ as follows:
n
Production exit = ∑ Order endi (Actual quantity) · Manufacturing costs
i=1

n ≡ number of production orders of article type ”E“ in the observation period


The manufacturing costs of an article are made up of individual and general material costs, individual and gen-
eral production costs as well as special individual costs for production. General administration and distribution
costs are not taken into account in this definition.
If the manufacturing costs incurred cannot be measured for the calculation of the circulating inventory, the
mean value of manufacturing costs for outgoing material and the material value for source material can be used.
Manufacturing costs outgoing material + Manufacturing costs source material
Manufacturing costs = ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
2
Note: As the inventory of source materials which are also used in other areas of the company cannot be clearly assigned to the subject of ex-
amination, the total inventory is assigned to the subject of examination. All source materials which are subsequently used outside of the sub-
ject of examination are then regarded as exits from the subject of examination.
VDI 4400 Blatt 2 – 45 –

Geringe
PKB 2 Bewertete Umschlagshäufigkeit Zugangsmaterial
Bestände

Abgang Zugangsmaterial
-------------------------------------------------------------- in 1/Jahr
Mittlerer Zugangsbestand

Zweck
Die Bewertete Umschlagshäufigkeit Zugangsmaterial erfasst die Güte des Bestandsmanagements im Untersu-
chungsobjekt. Diese Kennzahl ist eine Unterkennzahl der Umschlagshäufigkeit Untersuchungsobjekt und gibt
Auskunft über das durch lagerhaltige Zugangsmaterialien gebundene Kapital.

Beschreibung
Die Bewertete Umschlagshäufigkeit Zugangsmaterial berechnet sich aus dem Quotient des Abgangs Zugangs-
material und dem Mittleren Zugangsbestand im Untersuchungsobjekt.
Mittlerer Zugangsbestand ist der mittlere zu Materialkosten bewertete Lagerbestand aller Zugangsmaterialien
des Untersuchungsobjektes.
Abgang Zugangsmaterial ist der auf ein Jahr bezogene und zu Herstellkosten (bei Halbfertigprodukten) bzw.
Materialkosten (bei Rohmaterialien) bewertete Lagerabgang der Zugangsmaterialien.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnummer, Artikelnummer, Abgangsmenge, Artikelart)

Sonstige:
Der Mittlere Zugangsbestand wird über Stichtagsbetrachtungen, üblicherweise aus der Bestands- und Lager-
verwaltung, ermittelt.

Berechnungsvorschrift
Der Abgang Zugangsmaterial ergibt sich wie folgt:

 n 
Abgang Zugangsmaterial = 
i = 1

Lagerausbuchung Produktion i (Abgangsmenge) ⋅ Herstellkosten ·

Anzahl Betriebskalendertage pro Jahr
-------------------------------------------------------------------------------------------
Betrachtungszeitraum
n ≡ Anzahl Lagerausbuchungen der Artikelart „Z“ im Betrachtungszeitraum
Die Herstellkosten eines Artikels ergeben sich aus Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und
-gemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten werden ge-
mäß dieser Definition nicht berücksichtigt.
– 46 – VDI 4400 Blatt 2

Low
PKB 2 Evaluated turnover rate for source material
inventories

Source material exit


------------------------------------------------------------- in 1/year
Mean incoming inventory

Purpose
The evaluated turnover rate for source material measures the quality of the inventory management in the sub-
ject of examination. This indicator is a sub-indicator of the turnover rate of the subject of examination and pro-
vides information about the capital bound in stored source materials.

Description
The evaluated turnover rate for source materials is calculated from the quotient of the source material exit in
the observation period and the mean incoming inventory in the subject of the examination.
The mean incoming inventory is the warehouse inventory of all source materials of the subject of examination,
evaluated at mean material costs.
Source material exit is the warehouse exit of source materials with reference to one year, evaluated at manufac-
turing costs (in the case of semi-finished products) or material costs (in the case of raw materials).

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (warehouse booking number, article number, retrieved quantity,
article type)

Others:
The mean incoming inventory is calculated on the basis of point-date observations, usually by the inventory and
warehouse administration.

Calculation rule
The source material exit is calculated as follows:

 n 
Source material exit = 
i = 1

Warehouse check-out in production i (outgoing quantitiy) ⋅ manufacturing costs ·

No. of shop calendar days per year
------------------------------------------------------------------------------------
Observation period
n ≡ number of warehouse check-outs of article type ”Z“ in the observation period
The manufacturing costs of an article are made up of individual and general material costs, individual and gen-
eral production costs as well as special individual costs for production. General administration and distribution
costs are not taken into account in this definition.
VDI 4400 Blatt 2 – 47 –

Geringe
PKB 3 Bewertete Umschlagshäufigkeit Halbfertigerzeugnisse
Bestände

Abgang Umlaufmaterial
----------------------------------------------------------- in 1/Jahr
Mittlerer Umlaufbestand

Zweck
Die Bewertete Umschlagshäufigkeit Halbfertigerzeugnisse erfasst die Güte des Bestandsmanagements im
Untersuchungsobjekt. Diese Kennzahl ist eine Unterkennzahl der Umschlagshäufigkeit Untersuchungsobjekt
und gibt Auskunft über das durch Halbfertigerzeugnisse gebundene Kapital.

Beschreibung
Mittlerer Umlaufbestand ist der gesamte zu angefallenen Herstellkosten bewertete Bestand an Halbfertiger-
zeugnissen innerhalb des Untersuchungsobjektes.
Abgang Halbfertigerzeugnisse ist der auf ein Jahr bezogene und zu angefallenen Herstellkosten bewertete Ab-
gang an Halbfertigerzeugnissen aus dem Untersuchungsobjekt.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Endebuchungsnummer, Auftragsnummer, Istmenge, Artikelart)

Sonstige:
Der Mittlere Umlaufbestand wird über Stichtagsbetrachtungen, üblicherweise aus der Bestands- und Lagerver-
waltung, ermittelt.

Berechnungsvorschrift
Die Abgang Halbfertigerzeugnisse ergibt sich aus allen Produktionsaufträgen der Artikelart „E“ wie folgt:

 n  Anzahl BKT pro Jahr


Abgang Umlaufmaterial = 
i = 1

Auftragsende i (Istmenge) ⋅ Herstellkosten · -----------------------------------------------------
 Betrachtungszeitraum
n ≡ Anzahl Produktionsaufträge der Artikelart „E“ im Betrachtungszeitraum
Die Herstellkosten eines Artikels ergeben sich aus Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und
-gemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten werden ge-
mäß dieser Definition nicht berücksichtigt.
Werden für die Ermittlung des Umlaufbestandes die angefallenen Herstellkosten nicht erfasst, so ist das Mittel
aus Herstellkosten bei Materialabgang und Materialwert bei Materialzugang anzusetzen.
Herstellkosten Abgangsmaterial + Herstellkosten Zugangsmaterial
Herstellkosten = ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
2
– 48 – VDI 4400 Blatt 2

Low
PKB 3 Evaluated turnover rate for circulating material
inventories

Circulating material exit


----------------------------------------------------------------- in 1/year
Mean circulating inventory

Purpose
The evaluated turnover rate for circulating material measures the quality of the inventory management in the
subject of examination. This indicator is a sub-indicator of the turnover rate of the subject of examination and
provides information about the capital bound in semi-finished products.

Description
The mean circulating inventory is the total inventory of semi-finished products within the subject of examina-
tion, evaluated at the manufacturing costs incurred.
The circulating material exit is the exit of semi-finished products leaving the subject of examination with ref-
erence to a year, evaluated at the incurred manufacturing costs.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Production order end (end booking number, order number, actual quantity, article type)

Others:
The mean circulating inventory is calculated on the basis of point-date observations usually by the inventory
and warehouse administration.

Calculation rule
The circulating materials exit is made up of all production orders with article type ”E“ as follows:

 n  No. of SCD per year


Circulating materials exit = 
i = 1

Order end i (Actual quantity) ⋅ Manufacturing costs · -------------------------------------------------
 Observation period
n ≡ number of production orders of article type ”E“ in the observation period
The manufacturing costs of an article are made up of individual and general material costs, individual and gen-
eral production costs as well as special individual costs for production. General administration and distribution
costs are not taken into account in this definition.
If the manufacturing costs incurred cannot be measured for the calculation of the circulating inventory, the
mean value of manufacturing costs for outgoing material and the material value for source material can be used.
Manufacturing costs outgoing material + Manufacturing costs source material
Manufacturing costs = ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
2
VDI 4400 Blatt 2 – 49 –

7 Strukturkennzahlen in der Produktionslogistik

PS 1 Anzahl Zugangsmaterialien je Erzeugnis

n
∑ Zugangsmaterialien Erzeugnis i
=1
i-----------------------------------------------------------------------------------
-; n ≡ Anzahl Erzeugnisse
n

Zweck
Diese Kennzahl ist ein Maß für die Komplexität der durch das Untersuchungsobjekt produzierten Produkte. Die
Komplexität der Produkte beeinflusst maßgeblich den Planungs- und Steuerungsaufwand.

Beschreibung
Anzahl Zugangsmaterialien je Erzeugnis ist die durchschnittliche Anzahl der Zugangsmaterialien (unterschied-
licher Artikelnummern), die in ein Erzeugnis eingehen.
Zugangsmaterialien Erzeugnisi ist die Anzahl der Zugangsmaterialien (unterschiedlicher Artikelnummern) für
das Erzeugnis i.
Anzahl Erzeugnisse sind alle Erzeugnisse (unterschiedliche Artikelnummern) des Untersuchungsobjektes.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Auftragsnummer, Artikelnummer, Datum BKT, Artikelart)

Sonstige:
Zugangsmaterialien Erzeugnisi ist über die Stückliste des Erzeugnisses, die üblicherweise im PPS-System ge-
pflegt wird, zu ermitteln.

Berechnungsvorschrift
Anzahl Erzeugnisse ergibt sich durch die Ermittlung der Anzahl unterschiedlicher Artikelnummern der Produk-
tionsaufträge, für die Folgendes gilt:
Produktionsauftragsende (Artikelart)= „E“ und Produktionsauftragsende (Datum BKT) im Betrachtungszeit-
raum
– 50 – VDI 4400 Blatt 2

7 Structural indicators in production logistics

PS 1 Number of source materials per product

n
∑ Source materials of producti
=1
i----------------------------------------------------------------------------- ; n ≡ number of products
n

Purpose
This indicator is a measure for the complexity of the products produced by the subject of examination. The com-
plexity of the products has a decisive influence on the work required for planning and control.

Description
The number of source materials per product is the average number of source materials (with different article
numbers) used in a product.
Source materials per producti is the number of source materials (of different article numbers) for the product i.
The no. of products refers to all products (of different article numbers) of the subject of examination.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Production order end (order number, article number, date SCD, article type)

Others:
Source materials per producti is calculated on the basis of the parts list for the product, which is usually admin-
istrated in the PPC system.

Calculation rule
The no. of products is derived by counting the number of different article numbers in the production orders to
which the following applies:
Production order end (article type) = ”E“ and Production order end (date SCD) in the observation period
VDI 4400 Blatt 2 – 51 –

PS 2 Anzahl Zugangsmaterialien

Anzahl Zugangsmaterialien

Zweck
Die Kennzahl Anzahl Zugangsmaterialien ist ein Maß des Planungsaufwandes zur Disposition der Zugangsma-
terialien des Untersuchungsobjektes.

Beschreibung
Anzahl Zugangsmaterialien ist die Anzahl unterschiedlicher Artikelnummern, die dem Untersuchungsobjekt
zugehen.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Lagerbuchungsnummer, Artikelnummer, Datum BKT, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Anzahl Zugangsmaterialien ergibt sich durch die Ermittlung der Anzahl unterschiedlicher Artikelnummern in
den Lagerausbuchungen, für die Folgendes gilt:
Lagerausbuchung Produktion (Artikelart) = „Z“
– 52 – VDI 4400 Blatt 2

PS 2 Number of source materials

Number of source materials

Purpose
The indicator number of source materials is a measure for the work required in planning of the disposition of
the source materials in the subject of examination.

Description
The number of source materials is the number of different article numbers going into the subject of examina-
tion.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (warehouse booking number, article number, date SCD, article type)

Calculation rule
The number of source materials is derived by counting the number of different article numbers in the warehouse
check-outs to which the following applies:
Warehouse check-out in production (Article type) = ”Z“
VDI 4400 Blatt 2 – 53 –

PS 3 Anzahl Erzeugnisse

Anzahl Erzeugnisse

Zweck
Die Kennzahl Anzahl Erzeugnisse ermöglicht es, Größe und Komplexität des Untersuchungsobjektes zu beur-
teilen und ist ein Maß des Aufwandes zur Planung und Steuerung der im Untersuchungsobjekt produzierten
Produkte.

Beschreibung
Anzahl Erzeugnisse ist die Anzahl unterschiedlicher Artikelnummern des Untersuchungsobjektes.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Auftragsnummer, Artikelnummer, Datum BKT, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Anzahl Erzeugnisse ergibt sich durch die Ermittlung der Anzahl unterschiedlichen Artikelnummern der Pro-
duktionsaufträge, für die Folgendes gilt:
Produktionsauftragsende (Artikelart) = „E“
– 54 – VDI 4400 Blatt 2

PS 3 Number of products

Number of products

Purpose
The indicator number of products makes it possible to assess the scale and complexity of the subject of exam-
ination and is a measure for the work required for planning and control of the products produced in the subject
of examination.

Description
The number of products is the number of different article numbers of the subject of examination.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Production order end (order number, article number, date SCD, article type)

Calculation rule
The no. of products is derived by counting the number of different article numbers in the production orders to
which the following applies:
Production order end (Article type) = ”E“
VDI 4400 Blatt 2 – 55 –

PS 4 Mittlere Durchführungszeit

n
∑ Durchführungszeit i
=1
i------------------------------------------------------
- · 100 in %; n ≡ Anzahl Produktionsaufträge
n

Zweck
Die Mittlere Durchführungszeit ist ein Maß für den fertigungs- und montagetechnischen Aufwand im Unter-
suchungsobjekt. Eine große Durchführungszeit verursacht lange Auftragsdurchlaufzeiten und beeinflusst im
Allgemeinen den Durchführungszeitanteil negativ.

Beschreibung
Die Durchführungszeit ist die Zeit, die laut Arbeitsplan für die Bearbeitung eines Auftrages benötigt wird.
Transport- und organisationsbedingte Liegezeiten sind in der Durchführungszeit nicht enthalten. Bei einer nicht
überlappten Fertigung, das heißt bei Fertigstellung der gesamten Produktionsauftragsmenge an einem Arbeits-
system mit anschließendem Transport des gesamten Produktionsauftragsmenge zum nächsten Arbeitssystem,
ergibt sich die Durchführungszeit aus der Summe der Rüst- und Bearbeitungszeiten der einzelnen Arbeits-
gänge. Bei einer überlappten Fertigung mit dem Transport von Teilmengen zwischen den Arbeitssystemen ist
die Durchführungszeit unter Berücksichtigung der im Arbeitsplan angegebenen Überlappungsfaktoren zu er-
mitteln.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge des
Untersuchungsobjektes.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Auftragsnummer, Datum, Datum BKT, Durchführungszeit, Artikelart)

Berechnungsvorschrift
Durchführungszei i = Produktionsauftragsendei (Durchführungszeit)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 56 – VDI 4400 Blatt 2

PS 4 Mean execution time

n
∑ Execution time i
=1
i---------------------------------------------
- · 100 in %; n ≡ number of production orders
n

Purpose
The mean execution time is a measure for the production and assembly work required in the subject of exami-
nation. A large execution time leads to a long order throughput time and has a generally negative influence on
the execution time proportion.

Description
The execution time is the time required for the processing of an order according to the work schedule. Transport
and organisation-related idle times are not included in the execution time. In non-overlapping production, i.e.
completion of the whole production order quantity on a single production system followed by transport of the
total production order volume to the next production system, the execution time is the sum of the tooling and
processing times of the individual work steps. In overlapping production with transport of part-quantities be-
tween the production systems, the execution time must be calculated taking into account the overlapping factors
usually set out in the work schedule.
The number of production orders refers to all of the completed production orders of the subject of the exami-
nation within the observation period.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Production order end (order number, date, date SCD, execution time, article type)

Calculation rule
Execution timei = Production order endi (Execution time)
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (date SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 57 –

PS 5 Rüstzeitanteil

n
∑ Rüstzeit i
i = 1
------------------------------------------------------
n
- · 100 in %; n ≡ Anzahl Produktionsaufträge

i=1
Durchführungszeit i

Zweck
Der Rüstzeitanteil ist ein Maß des Aufwandes für Rüstvorgänge. Der Aufwand für Rüstvorgänge ist ein wich-
tiges Kriterium für die Bildung der Losgrößen.

Beschreibung
Der Rüstzeitanteil ist der Prozentsatz der Rüstzeitzeit an der Durchführungszeit der Produktionsaufträge.
Die Durchführungszeit ist die Zeit, die laut Arbeitsplan für die Bearbeitung eines Auftrages benötigt wird.
Transport- und organisationsbedingte Liegezeiten sind in der Durchführungszeit nicht enthalten. Bei einer nicht
überlappten Fertigung, das heißt bei Fertigstellung der gesamten Produktionsauftragsmenge an einem Arbeits-
system mit anschließendem Transport des gesamten Produktionsauftragsmenge zum nächsten Arbeitssystem,
ergibt sich die Durchführungszeit aus der Summe der Rüst- und Bearbeitungszeiten der einzelnen Arbeits-
gänge. Bei einer überlappten Fertigung mit dem Transport von Teilmengen zwischen den Arbeitssystemen ist
die Durchführungszeit unter Berücksichtigung der im Arbeitsplan üblicherweise vorhandenen Überlappungs-
faktoren zu ermitteln.
Die Rüstzeit ist die Zeitdauer, die für den Rüstvorgang der Arbeitssysteme des Fertigungsauftrages benötigt
wird.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge des
Untersuchungsobjektes.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Lagerausbuchung Produktion (Auftragsnummer, Rüstzeit)
Produktionsauftragsende (Auftragsnummer, Durchführungszeit)

Berechnungsvorschrift
Rüstzeiti = Lagerausbuchung Produktioni (Rüstzeit)
Durchführungszei i = Produktionsauftragsende i (Durchführungszeit)
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 58 – VDI 4400 Blatt 2

PS 5 Tooling time proportion

n
∑ Tooling time i
i = 1
---------------------------------------------
n
- · 100 in %; n ≡ number of production orders

i=1
Execution time i

Purpose
The tooling time proportion is a measure for the work required for tooling processes. The work required for
tooling processes is an important criterion for the formation of batch sizes.

Description
The tooling time proportion is the tooling time as a percentage of the execution time for the production orders.
The execution time is the time required for the processing of an order according to the work schedule. Transport
and organisation-related idle times are not included in the execution time. In non-overlapping production, i.e.
completion of the whole production order quantity on a single production system followed by transport of the
total production order volume to the next production system, the execution time is the sum of the tooling and
processing times of the individual work steps. In overlapping production with transport of part-quantities be-
tween the production systems, the execution time must be calculated taking into account the overlapping factors
usually set out in the work schedule.
The tooling time is the time required for the tooling and set-up of the production systems for the production or-
der.
The number of production orders refers to all of the completed production orders of the subject of the exami-
nation within the observation period.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Warehouse check-out in production (order number, tooling time)
Production order end (order number, execution time)

Calculation rule
Tooling timei = Warehouse check-out in productioni (tooling time)
Execution timei = Production order endi (execution time)
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (date SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 59 –

PS 6 Anzahl der Arbeitssystemwechsel je Produktionsauftrag

n
∑ Arbeitssystemwechsel Produktionsauftrag i
=1
i--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- · 100 in %; n ≡ Anzahl Produktionsaufträge
n

Zweck
Die Kennzahl Anzahl der Arbeitssystemwechsel je Produktionsauftrag gibt Aufschluss über den Aufwand für
manuell durchgeführte Transportvorgänge im Produktionsablauf. Eine steigende Zahl an Arbeitssystemwech-
seln beeinflusst den Durchführungszeitanteil im Allgemeinen negativ.

Beschreibung
Arbeitssystemwechsel Produktionsauftragi ist die Anzahl der Arbeitssystemwechsel bei Produktionsauftragi.
Ein Arbeitssystemwechsel ist ein manuell durchgeführter Transportvorgang. Sollten mehrere Fertigungsanla-
gen fest und automatisch miteinander verkettet sein, so sind die Fertigungsanlagen als ein Arbeitssystem zu be-
trachten. Zwischen diesen Fertigungsanlagen finden folglich keine Arbeitssystemwechsel statt.
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge des Untersuchungsobjektes im Betrachtungszeit-
raum.

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Auftragsnummer, Datum, Datum BKT, Durchführungszeit)

Sonstige:
Die Anzahl der Arbeitssystemwechsel ist i.A. dem Arbeitsplan zu entnehmen. Alternativ kann die Anzahl der
Arbeitssystemwechsel über eine manuelle Abschätzung ermittelt werden.

Berechnungsvorschrift
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 60 – VDI 4400 Blatt 2

PS 6 Number of production system changes per production order

n
∑ Production system changes of production order i
=1
i----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- · 100 in %; n ≡ number of production orders
n

Purpose
The indicator number of production system changes per production order provides information on the work re-
quired for manually executed transport processes in the course of production. An increasing number of produc-
tion system changes generally has a negative effect on the execution time proportion.

Description
Production system changes of production orderi is the number of production system changes for production or-
deri. A production system change is a manually executed transport process. If a number of production systems
are permanently and automatically linked to each other, these production systems can be regarded as a single
system. This means that there is no production system change between these production systems.
No. of production orders refers to all production orders of the subject of examination in the observation period.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Production order end (order number, date, date SCD, execution time)

Others:
The no. of production system changes is generally set out in the work schedule. Alternatively, the number of
production system changes can be calculated by manual estimation.

Calculation rule
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (date SCD) in the observation period.
VDI 4400 Blatt 2 – 61 –

PS 7 Logistikflächenanteil

Logistikfläche
---------------------------------- · 100 in %
Gesamtfläche

Zweck
Der Logistikflächenanteil beschreibt den Anteil logistischer Flächen im Untersuchungsobjekt.

Beschreibung
Logistikfläche ist die Grundfläche der in der betrachteten Gesamtfläche des Untersuchungsobjektes liegenden
Flächen für Transport- und Lagerprozesse.
Gesamtfläche ist die Gesamtfläche des betrachteten Untersuchungsobjektes.

Datenquellen und Messdaten


Sonstige:
Die Flächen sind aus dem Layout des Untersuchungsobjektes zu entnehmen. Die Logistikfläche ergibt sich
aus der Untersuchungsobjektfläche, die sich aus Arbeitsplatzgruppenflächen sowie anteiligen Sozial- und
Verwaltungsflächen zusammensetzt, abzüglich Maschinengrundflächen, Wartungs- und Bedien- und Bereit-
stellflächen.

Berechnungsvorschrift
siehe Formel und Beschreibung
– 62 – VDI 4400 Blatt 2

PS 7 Logistic area proportion

Logistic area
------------------------------- · 100 in %
Total area

Purpose
The logistic area proportion describes the proportion of logistic floorspace areas in the subject of examination.

Description
The logistic area is the floorspace area that is devoted to transport and storage processes. It must be part of total
floorspace area of the subject of examination.
The total area is the total floorspace area of the subject of examination.

Data sources and measured data


Others:
The areas can be found in layout plan of the subject of examination. The logistics area is made up of the sub-
ject of examination area composed of workstation group areas as well as pro rata social and administration
areas, minus machine areas, maintenance, operation and provision surfaces.

Calculation rule
see formula and description
VDI 4400 Blatt 2 – 63 –

PS 8 Mittlere Anzahl fertiggemeldeter Produktionsaufträge je BKT

Anzahl Produktionsaufträge
-------------------------------------------------------------------
Betrachtungszeitraum

Zweck
Die Mittlere Anzahl fertiggemeldeter Produktionsaufträge je BKT ist ein Maß für den durch Produktionsauf-
träge verursachten Aufwand in Fertigung und Montage.

Beschreibung
Anzahl Produktionsaufträge sind alle im Betrachtungszeitraum abgeschlossenen Produktionsaufträge des
Untersuchungsobjektes.
Der Betrachtungszeitraum umfasst die Anzahl der betrachteten Betriebskalendertage (BKT).

Datenquellen und Messdaten


Produktionsplanung und -steuerung:
Produktionsauftragsende (Auftragsnummer, Artikelart, Datum, Datum BKT)

Berechnungsvorschrift
Anzahl Produktionsaufträge sind alle Produktionsaufträge mit der Artikelart „E“ und Produktionsauftragsende
(Datum BKT) im Betrachtungszeitraum.
– 64 – VDI 4400 Blatt 2

PS 8 Mean number of production orders reported as complete per SCD

No. of production orders


-----------------------------------------------------------
Observation period

Purpose
The mean number of production orders reported as complete per SCD is a measure for the work required in pro-
duction and assembly caused by production orders.

Description
The number of production orders refers to all of the completed production orders of the subject of the exami-
nation within the observation period.
The observation period is the number of shop calendar days (SCD) observed.

Data sources and measured data


Production planning and control:
Production order end (order number, article type, date, date SCD)

Calculation rule
The number of production orders refers to all production orders with the article type ”E“ and the production
order end (date SCD) in the observation period.